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HG-Zeitung 06/2024

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HGZ No 6

Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXXXIX. Jahrgang

Luzern, den 6. März 2024

Aspekte

Elena Reygadas: Eine junge Mutter wird «Weltbeste Köchin 2023».

Winzerinnen keltern keine Frauenweine

Seite 16

Seite 15

Nächste Ausgabe am 13. März

Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin

Pe r s ö n l i c h

Schwerpunkt

Martina Wilhelm lebte aufgrund einer Wette bis 18 abstinent. Ihre Interessen waren schon immer vielfältig – im Wein, der fast alle verbindet, hat die Top-Sommeli­ ère heute ihre Berufung gefunden. Seite 11

Frauen zwischen Familie und Beruf

Sibyl Schädeli: «Die Arbeit ist noch längst nicht getan.»

Seite 6

Seite 17

Unterstützung für Pop-ups

Im Schweizer Gastgewerbe arbeiten etwa gleich viele Frauen wie Männer. Noch sind Chefs meist männlich, doch die Zahl der Frauen in Kader- und Direktionspositionen steigt.

Z VG

TAG DER FRAU: LEIDER NOCH NÖTIG Der 8. März ist «Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden». Obschon die UN diesen Tag erst seit 1975 weltweit proklamiert, wird er bereits seit 1911 begangen. Ursprünglich ging es darum, das Wahlrecht für Frauen zu erkämpfen. Doch wie der Zusatz «und den Weltfrieden» zeigt, geht es heute um viel mehr. Es geht um Menschenrechte. Solange bei Mann und Frau mit unterschiedlichem Mass gemessen wird, sieht es mit dem Weltfrieden düster aus. In vielen

Ländern und Lebensbereichen haben weibliche Menschen nämlich nicht die gleichen Rechte. So sind vorwiegend Frauen Opfer von Menschenhandel, Zwangsheirat und Zwangsprostitution. Mädchen erhalten verminderten oder gar keinen Zugang zu Bildung. Frauen werden für gleiche Arbeit schlechter bezahlt und leiden stärker unter Altersarmut. Veraltete Rollenbilder benachteiligen und belasten Frauen zusätzlich. Welcher Mann, der Kinder hat und Karriere macht, muss sich dafür

AZA 6002 LUZERN

Post CH AG

rechtfertigen oder gar als Rabenvater beschimpfen lassen? Im Schweizer Gastgewerbe stehen Frauen, was den Mindestlohn und die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten betrifft, gleich da wie die Männer. Der L-GAV für das Gastgewerbe kennt keinen GenderGap. Das war nicht immer so. In den 1960er- und 1970er-Jahren gab es für Frauen und Männer unterschiedliche Kochlehren. Die Sterneköchin Irma Dütsch beispielsweise musste darum kämpfen, den Beruf Koch – zweiein-

halb Lehrjahre – erlernen zu dürfen und nicht nur die einjährige Schnellbleiche-Lehre als Köchin zu erhalten. Zu Recht bestanden Frauen, welche die längere – die «echte» – Kochlehre absolviert hatten, darauf, weiblicher Koch und nicht Köchin genannt zu werden. Heute gibt es immer mehr Frauen, die auf den Spuren von Vorreiterinnen wie Irma Dütsch wandeln und Karriere gemacht haben. Einigen von ihnen begegnen Sie in dieser Ausgabe der HGZ. R I CC A R DA FR EI

Adligenswilerstr. 22, 6006 Luzern

www.RotorLips.ch Rotor Lips AG 3661 Uetendorf 033 346 70 70

J Ö RG R U P P ELT

hotellerie-gastronomie.ch

240201_Inserat_ERNST-Inseratekampagne_Krawättli 4Ei-kf_HGZ_Nr.6_D-F.pdf

«Meine Branche. Mein Job.»

Diese Woche ist es so weit: die ersten Regionen der Hotel & Gastro Union veranstalten ihre jährlichen Generalversammlun­ gen. Bis anhin waren dies acht Events. Neu sind es nur noch fünf. Mit Ausnahme der Roman­ die spannen ab diesem Frühjahr jeweils zwei Regionen zusammen. Die Tessiner verbinden sich mit den Bündnern, Zürich tut sich mit der Ostschweiz zusammen, das Oberwallis kooperiert mit der Zentralschweiz und Bern fusio­ niert mit der Nordwestschweiz. Mit dem Zusammengehen inner­ halb unserer Arbeitnehmerorga­ nisation wollen die Regionen die Kräfte bündeln, die bereits vor­ handenen Netzwerke stärken und Synergien untereinander besser nutzen. Neu werden auch jene Mitglieder besonders unterstützt, die ein Pop-up, also einen tem­ porären Event, auf die Beine stel­ len wollen und Gleichgesinnte in der unmittelbaren Umgebung suchen. Wer also eine Idee ver­ folgt, aber nicht weiss, wie er sie finanzieren soll und wer noch dabei mitmachen könnte, der kann sich an seinen Regionalvor­ stand wenden. Geld gibt’s für Pop-ups, die primär der Mitglie­ dergewinnung und der Stärkung der Hotel & Gastro Union die­ nen. Wer mehr darüber wissen will, meldet sich am besten über die Webseite der Hotel & Gastro Union für seine Regio­ nalversammlung an. Dabei sein, lohnt sich!

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05.02.2024

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Meh r ! ng u t h c a e B


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