HGZ No 26
Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXL. Jahrgang
Luzern, den 8. Oktober 2025
Aspekte
Weinlese 2025: aufwendiges Aussortieren als Schlüssel zu guter Qualität.
Mit Ghost K itchens auf der Überholspur
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Nächste Ausgabe am 15. Oktober
Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin
Pe r s ö n l i c h
Schwerpunkt
Erich Werder kehrte als Erwachsener auf die Schulbank zurück. Mit 37 Jahren absolvierte der Konditor-Confiseur noch eine Kochlehre. Dank dieser arbeitet er heute viel strukturierter.
Biodiversität schützen, geht auch im Kleinen
L-GAV-Verhand lungen: Die HGU ist zuver sichtlich, Lösungen zu finden.
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Verpasste Chancen
Die E-ID ermöglicht es Unternehmen unter anderem, neue Kunden digital aufzunehmen und Dienstleistungen mit Altersbeschränkung zu verkaufen.
K E YS TO N E-SDA
DIGITAL UNTERWEGS Es war eine Zitterpartie, doch am Ende hat die Schweizer Stimmbevölkerung Ende September knapp Ja gesagt zum E-ID-Gesetz. Nun geht es in die Umsetzung, und Ende 2026 soll der elektronische Identitätsnachweis verfügbar sein. Mit der E-ID wird man beispielsweise einen Handyvertrag abschliessen, ein Bankkonto eröffnen, ein Unternehmen gründen und einen Altersnachweis erbringen können. Erfreut über diesen Sprung in der Digitalisierung zeigt sich auch die Hotelbranche.
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Der Verband Hotelleriesuisse sieht laut einer Mitteilung grosses Potenzial, den administrativen Aufwand in der Beherbergung zu reduzieren, indem zum Beispiel die handschriftliche Unterschrift auf dem Meldeschein sicher und rechtsgültig digitalisiert werden kann. «Sie ermöglicht nicht nur einen effizienteren Gästeprozess, sondern stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Branche», sagt Direktor Christian Hürlimann. Aktuell befindet sich das Schweizer Meldewesen in einem
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umfassenden Digitalisierungsprozess. und für die Gesellschaft», lässt sich Die E-ID könnte laut Hotelleriesuisse Präsident Adrian Wüthrich zitieren. «ein zentrales Puzzlestück für einen Travail Suisse sei überzeugt, dass wir vollständig digitalisierten Gästepro- nun eine sichere, transparente und zess darstellen». Auch der Dachver- vom Bund getragene Lösung haben, die band der Arbeitnehmenden Travail unseren Alltag erleichtern wird. Wer Suisse, dem auch die Hotel & Gastro schon einmal einen Blick auf die E-IDUnion angehört, zeigt sich erfreut über App Swiyu werfen will, kann diese in das Ja zur E-ID. Diese stärke den der Testversion schon heute herunterService public und erleichtere den Zu- laden. Der zuständige Bundesrat Beat gang zu digitalen Verwaltungsleistun- Jans rief nach der Abstimmung alle gen. «Die E-ID ist ein Gewinn für die dazu auf, die App zu testen und FeedArbeitnehmenden, für die Wirtschaft back zu geben. ( AGU)
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Die Stimmbevölkerung im Kanton Solothurn lehnte am 28. September mit einer grossen Mehrheit von 65 Prozent das neue Kita-Gesetz ab. Dieses sah die Einführung von Betreuungsgutscheinen für Familien vor, die auf Tagesstätten, Tagesfamilien oder andere Strukturen angewiesen sind. Das neue Gesetz hätte ein System abgelöst, in dem jede Gemeinde selbst entscheidet, ob und wie sie die familienergänzende Kinderbetreuung finanziert. Je nach Wohnort hat eine Familie also Glück oder Pech, ob sie finanzielle Unterstützung erhält. Der Kanton hat eine Chance verpasst, gleiche Bedingungen für alle Familien zu schaffen. Gleiche Möglichkeiten für alle Mütter und Väter, am Arbeitsmarkt teilzunehmen. Eine Chance für die Wirtschaft, mehr gut ausgebildete Fachkräfte einstellen zu können. Nicht nur im Kanton Solothurn, auch in der ganzen Schweiz muss etwas passieren, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und Chancengleichheit zu schaffen – egal, wo jemand wohnt. Auf nationaler Ebene debattiert das Parlament aktuell die KitaInitiative. Diese fordert, dass jedes Kind ab drei Monaten bis Ende der Grundschule Anspruch auf familienergänzende Kinderbetreuung hat. Bleibt zu hoffen, dass die Schweiz irgendwann die Chance packt. A LI CE GU LD I M A N N
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