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HG-Zeitung 22/2026

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HGZ No 22

Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXLI. Jahrgang

Luzern, den 30. September 2026

Nächste Ausgabe am 14. Oktober

Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin

We t t b e w e r b

Pe r s ö n l i c h

Was sich in 140 Jahren Einsatz für die Mitarbeitenden verändert hat.

Das sind die Sieger der SVG-Trophy

Gastro-Quereinsteiger

Seite 3

Seite 5

Seite 10

Reto Kupferschmied ist in Thun stadtbekannt. Kultur und Gastrono­ mie gehören für ihn untrennbar ­zusammen – das zelebriert er unter anderem im Lokal «Lady Evelyn».

Schwerpunkt

Wenn die Bahn zum Reiseziel wird

Das erste Lernendenforum in Luzern war ein voller Erfolg.

Seite 14

Seite 4

Entgegenkommen lohnt sich

Die 22-jährige gelernte Hotel-Kommunikationsfachfrau EFZ vom Hotel La Réserve Eden au Lac in Zürich gewinnt Gold an den diesjährigen World Skills in Shanghai (CN).

S W I S S S K I LL S

SIEG FÜR FINA NIEBERGALL Die Kategorie Hotel Reception ist an den World Skills eine sichere Bank für die Schweiz. Nach dem zweiten Rang 2022 für Tim Oberli und dem Titel 2024 für Carmen Többen schaffte es die Schweiz mit Fina Niebergall wieder aufs oberste Treppchen der diesjährigen World Skills im chinesischen Shanghai. Die 22-jährige Junior Assistant Front Office Manager vom Hotel La Réserve Eden au Lac in Zürich holte sich mit zwei Punkten Vorsprung auf die Lokalmatadorin Jiayi Wang Gold

Response zentral

und damit den Weltmeistertitel. Insge- erreichte. Mit ihrem diesjährigen Auf- schaffte es im Skill Cooking auf den samt sicherte sich die Schweiz viermal tritt an den World Skills unterstrichen sechsten Platz. Regula Baschung aus Gold, zweimal Silber und sechsmal die insgesamt 42 jungen Schweizer Be- Beromünster/LU erreichte in PâtisseBronze. Zu den zwölf Medaillen kom- rufsleute einmal mehr, wie breit und rie and Confectionery den elften Rang, men noch 23 der begehrten «Medals hochstehend die eidgenössische Be- Gwenda Bösch aus Stallikon/ZH im for Excellence». Mit diesem Ergebnis rufsausbildung im internationalen Skill Bakery Rang zehn. Melina Reuserreichte die Schweiz hinter China und Vergleich nach wie vor ist. Auch wenn ser aus Thun/BE wurde im Restaurant Südkorea den dritten Platz in der es diesmal in weiteren gastgewerb-­ Service achte. Alle vier Berufsleute ­Nationenwertung. Damit wiederholten lichen und Bäcker-Confiseur-Katego- nehmen eine «Medal for Excellence» die Schweizer Starterinnen und Star- rien nicht fürs Treppchen reichte, zeig- mit nach Hause. Mehr über ihren Einter den Glanzerfolg von 2024, als man ten die vier Starterinnen und Starter satz in dieser Ausgabe. in Lyon (FR) ebenso den dritten Platz aus unseren Branchen starke Leistununter allen teilnehmenden Nationen gen. Nicolas Imholz aus Isenthal/UR Seite 6

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Vor ein paar Monaten in einem der Businesshotels im Berner Speckgürtel: Ich beziehe das Zimmer, schlage die Bettdecke zurück und erstarre – ein blauer Tintenfleck sticht mir ins Auge. Just dort, wo ich gedenke, ­­ mich in der Nacht hinzulegen. Ich ­erinnere mich, dass ich beim ­Ankommen auf der Etage am Flurende das Housekeeping bei der Arbeit sah. Ich gehe also ­ auf die Mitarbeitenden zu. Höf­ lich schildere ich mein Anliegen. Die Angesprochenen reagieren ­sofort und schauen nach, was mich stört. Und dann geht es flugs. Zu zweit wechseln sie das Bettlaken mit gewohnten Griffen aus. Kurze Zeit später klopft ­ die ­Leiterin Hauswirtschaft an meine Tür – sie hält mir eine kleine Tafel Toblerone entgegen und entschuldigt sich für die Umstände. Ein nächstes Mal in einem anderen Hotel: Mein Partner sieht bei der ­Abreise sein weisses Abendhemd auf der weissen Bettdecke nicht ­ und lässt es liegen. Nachdem der erste Ärger über das Miss­ geschick verflogen ist, schreibt er dem Hotel eine Mail. Und siehe da: Tags darauf kommt die Antwort, dass das Hemd nach längerem Suchen gefunden sei und ihm nach Hause geschickt würde. Beide Vorfälle zeigen, wie Hotels mit kleinen Gesten Gäste milde stimmen und zum Wiederkommen bewegen ­können. Egal, wer Schuld hat. R U T H M A R EN D I N G

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Luzern, den 30. September 2026

AG E N DA

26. und 27. Oktober Nova Food, ein Treffpunkt für die Lebensmittelindustrie Parallel zur Zagg (25. bis 28. Oktober) findet in der Messe Luzern erstmals die Nova Food statt. Sie ist der neue Treffpunkt für eine integrierte Lebensmittelproduktion. Hersteller und Dienstleister für Produktionstechnik, Betriebsmittel, Rohstoffe und Halbfabrikate treffen sich mit Lebensmittelproduzenten. Nova Food thematisiert ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der Lebensmittelproduktion – von der handwerklichen Herstellung bis zur industriellen Fertigung. novafood.swiss

G A S TKO LU M N E

Springsteen und die Customer Experience Timo Albiez, Vizedirektor SHL Schweizerische Hotelfachschule Luzern

A N Z E I G E

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IMMER AUF DEM NEUSTEN STAND

Die MS Thurgau Saxonia, eines der Schiffe von Thurgau Travel, ist ein Boutiqueschiff für 84 Gäste. Z VG

Dienstag, 27. Oktober Tagung des Berufsverbands Hotellerie & Hauswirtschaft

Aufstieg eines kleinen Familienunternehmens cher Flussreiseanbieter ein Schiff nach Kaliningrad. Mit der RV Thurgau Ganga Vilas kam 2022 ein weiteres neues Fahrgebiet in Indien hinzu. Im selben Jahr erschloss Thurgau Travel zudem mit einer eigenen Niederlassung in Berlin den deutschen Markt. 2023 realisierte Thurgau Travel mit der RV Thurgau Ganga Vilas eine 54-tägige Reise durch Indien mit einer 3200 Kilometer langen Strecke.

Zum Zeitpunkt der Gründung von Thurgau Travel brachte Hans Kaufmann bereits Zweite Generation am Ruder 28 Jahre Erfahrung in der FlusskreuzfahrtBranche mit. Seine Idee war, Flussreisen Auch als Familienunternehmen hat sich mit persönlicher Betreuung und abseits Thurgau Travel weiterentwickelt: 2019 überdes Mainstreams anzubieten. In der Grün- nahm Daniel Pauli-Kaufmann die Gedungsphase beschäftigte er zehn Mitarbei- schäftsführung von Schwiegervater Hans tende – heute sind es vierzig. Auf 17 Schiffen Kaufmann. Seit 2025 präsidiert Pia Pauliwerden pro Saison 350 Abreisen auf 35 Ge- Kaufmann den Verwaltungsrat. Damit liegt die operative und strategische Führung bei wässern in 22 Ländern angeboten. Schon wenige Jahre nach der Gründung der zweiten Generation. «25 Jahre Thurgau begann das Unternehmen, neue Fahrge- Travel stehen für Erfahrung und Pionierbiete zu erschliessen. 2004 brachte Thur- geist. Daraus entsteht die Kraft, das Untergau Travel als erster Flussreiseanbieter nehmen weiterzuentwickeln», sagt Daniel Gäste auf den unteren Mekong. 2010 folgte Pauli-Kaufmann. Im Jubiläumsjahr gibt es mit der RV Thurgau Exotic 1 das erste ei- sieben besondere Reisen: von einer dreitägene Schiff in Myanmar. Ein Jahr später gigen Auszeit im Elsass bis zur 25-tägigen brachte das Unternehmen als erster westli- Jubiläumsreise auf fünf Flüssen. (R M A )

Mehr Informationen unter: thurgautravel.ch/jubilaeum

Was Ende 2001 als Weinfelder Familienbetrieb startete, ist 25 Jahre später einer der führenden Schweizer Anbieter für Flusskreuzfahrten.

Die Tagung des Berufsverbands Hotellerie-Hauswirtschaft Schweiz ist der jährliche Treffpunkt für engagierte Fachpersonen, Ausbildende, Entscheidungsträgerinnen und alle, die sich mit Herzblut für die Zukunft der Hotellerie und Hauswirtschaft einsetzen. hotelgastrounion.ch (Events)

Der Teuerungsausgleich wird jeweils aufgrund der Prognose des Seco festgelegt. Entsprechend haben die Sozialpartner im Gastgewerbe die Mindestlöhne für 2027 bestimmt. Es sind dies die Arbeitgeberverbände Gastrosuisse, Hotelleriesuisse und die Swiss Catering Association sowie die Arbeitnehmerorganisation Hotel & Gastro Union sowie die Gewerkschaften Syna und Unia. Diese hatten sich bereits im letzten Jahr auf diese Vorgabe geeinigt. Somit können sie sich auf die laufenden Verhandlun-

gen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag im Gastgewerbe konzentrieren. «In diesen gegenwärtigen L-GAV-Verhandlungen braucht es jedoch zwingend Reallohnerhöhungen», erklärt Roger Lang, Leiter Recht, Sozialpolitik und Kampagnen bei der Hotel & Gastro Union. Bei Saisonverträgen gelten die neuen Mindestlöhne erst ab 1. Mai 2027 Für Mitarbeitende ohne Berufslehre beträgt der Mindestlohn neu 3735 Franken, für Mitarbeitende mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis neu 4555 Franken. Mitarbeitende mit einer Berufsprüfung erhalten ab 1. Januar 2027 neu 5325 Franken. Für die Saisonverträge treten die Erhöhungen auf Beginn der Sommersaison in Kraft. Die Wintersaison dauert spätestens bis zum 30. April 2027; die Sommersaison beginnt ab dem 1. Mai 2027. (R U P)

Nachdem eine hochkarätige Fachjury die Barkeeper und Barbetriebe getestet hat, werden in sechs Kategorien je drei Barkeeper an die Award Night eingeladen. Der Barkeeper mit der höchsten Gesamtpunktzahl aus allen Bewertungen wird «Best Barkeeper» in seiner Kategorie. Zudem wird der «Barkeeper of the Year» gekürt. swissbarawards.ch

Die Fachkonferenz Brennpunkt Nahrung in der Messe Luzern ist heute die führende nationale Plattform für Trends und Perspektiven in der Schweizer Landund Ernährungswirtschaft. Sie steht unter dem Motto «Trends, Märkte und Management». Im Start-up-Innovation-Corner im Foyer der Messehallen präsentieren Start-ups während des gesamten Konferenztages ihr innovatives Geschäftsmodell, Produkt oder ihre Dienstleistung aus der Agro-Food-Branche. brennpunkt-nahrung.ch

Mindestlöhne steigen 2027 um 0,6 Prozent Die Sozialpartner im Gastgewerbe einigten sich auf eine Mindestlohnerhöhung um 0,6 Prozent. Dies entspricht der erwarteten Teuerung.

Dienstag, 27. Oktober Swiss Bar Award Night in Baden/AG

Dienstag, 3. November Brennpunkt Nahrung in Luzern

Mehr Informationen unter: l-gav.ch

Ich werde immer wieder von Kundinnen und Kunden gefragt, wie sie es selbst schaffen können, bei ihren Mitarbeitenden das Feuer für eine ehrliche und authentische Kundenorientierung zu entfachen. Unsere Branche wird nämlich immer noch als das Nonplusultra ­ in Sachen Freundlichkeit und Herzlichkeit gegenüber Kundinnen und Kunden angesehen. Das ist schön zu hören – sind wir sonst doch immer wieder an vorderster Front, wenn es um negative Schlagzeilen geht. Für meine Antwort nehme ich gerne den Liedtext von «Dancing in the Dark» von Bruce Springsteen zur Hand: «You can’t start a fire without a spark» – ohne Funken lässt sich kein Feuer entzünden. Aber woher kommt dieser Funke, der den Startschuss für eine positive, engagierte und herzliche Kommunikation gibt? Ich bin überzeugt: Er kommt zu einem grossen Teil aus dem Verhalten und dem Engagement der Vorgesetzten. Vorleben ist das A und O! Wer von seinen Mitarbeitenden echte Begeisterung für Kundinnen und Kunden erwartet, muss diese Begeisterung selbst zeigen. Wer Herzlichkeit fordert, muss herzlich führen. Wer Aufmerksamkeit gegenüber Gästen erwartet, sollte auch seinen Mitarbeitenden Aufmerksamkeit schenken. Denn genau hier liegt für ­ mich ein entscheidender Punkt: Man kann einen Funken nicht befehlen. Niemand wird leidenschaftlicher, weil auf einem Werteplakat «Leidenschaft» steht. Und niemand wird automatisch herzlicher, weil er ein Customer-ExperienceTraining besucht hat. Bevor wir darüber sprechen, wie wir bei unseren Mitarbeitenden ein Feuer entfachen können, sollte wir uns daher zuerst eine andere Frage stellen: Sind wir selbst noch «on fire»?

12. November. SVG-Symposium in Zürich Experten aus Forschung und Praxis gehen am SVG-Symposium im Hallenstadion in Zürich den Fragen nach, was wir in Zukunft essen und wie viel Labor ein Gericht verträgt. Die Ernährungswissenschaft bietet bereits heute unglaubliche Möglichkeiten. Trotz Fakten entscheidet häufig der Bauch. Da gilt es, die Gastfreundschaft neu zu denken. svg.ch/symposium


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Seit 140 Jahren im Einsatz für die Angestellten

Dank der Hotel & Gastro Union sind seit 1988 die Mindestlöhne für Frauen und Männer im Gastgewerbe gleich. ROY M AT T ER

1886 wurde die Union Winkelried gegründet. Der Name der heutigen Hotel & Gastro Union hat sich geändert, nicht aber ihre Ziele.

alisiert. Das führte dazu, dass im Gastro Social). Sie sorgt dafür, dass Gastgewerbe neue Technologien, mit den Prämien und dem VorsorGeräte und Arbeitsmethoden zum gekapital der Arbeitnehmenden Einsatz kamen. «Die Union hat sorgsam umgegangen wird. sich den vielfältigen Herausforde2007 übernahm Urs Massrungen gestellt und innovativ hardt die Geschäftsleitung der gehandelt», sagt Karl Eugster. Als Union. Er sagt: «Die grösste Herein Beispiel nennt er die Schaf- ausforderung während meiner fung der für die Branche in den Amtszeit bestand darin, die gast1980er-Jahren ganz neuen eid- gewerblichen Berufe aus dem tragenössischen Berufsprüfungen. ditionellen Bild herauszuführen Nicht nur die Berufsbildung, auch und ihnen den Stellenwert zu gedie Union wurde modernisiert.

Zur Zeit der Gründung der heutigen Hotel & Gastro Union bekamen Lernende keinen Lohn, sondern sie bezahlten Lehrgeld. Kellner lebten nur vom Trinkgeld. Es gab weder eine Kranken- und Unfallversicherung noch Altersvorsorge. Es gab keine bezahlten Ferien, Feiertage oder Weiterbildungen. Aber es gab den Willen, sich gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen.

Mitbestimmen, was geschieht

Wandel in der Arbeitswelt Seither hat sich im Gast- und Bäckergewerbe viel geändert. Karl Eugster war von 1977 bis 2007 Zentralsekretär der Union Helvetia (vormals Union Winkelried) und nach deren Umbenennung in Hotel & Gastro Union ihr Geschäftsleiter. Er fasst die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen sowie politischen Veränderungen während dieser Zeit so zusammen: «Vom Kalten Krieg zur Globalisierung. Von der Arbeits- zur Konsumgesellschaft. Von sozialer Solidarität zu neoliberaler Denkart und von der Fremdarbeiterpolitik zum Fachkräftemangel.» In der Praxis sah das so aus: Internationale Hotel- und Restaurantketten drängten auf den Schweizer Markt. Die Systemgastronomie entwickelte sich. Das Restaurantangebot wurde internationaler. Die Gemeinschaftsgastronomie erhob sich auf ihr heutiges Niveau. Zudem wurde die Lebensmittelproduktion industri-

«Interessen­­­ver­ tretung ist nicht gratis zu haben. Es braucht dafür Mitglieder­ beiträge.»

Mit der Einführung der Berufsverbände und Regionen baute sie neue Strukturen auf und wandelte sich vom Verein zum Verband. Seit 2000 trägt sie den Namen Hotel & Gastro Union. Bei Berufsbildung und Arbeitsbedingungen mitzubeK A R L EU G S T ER , G E SCH Ä F T S LEI T ER stimmen, ist nach wie vor Kern der VO N 197 7 B I S 20 07 Interessenvertretung, welche die Union für die Angestellten im Gastund Bäckergewerbe wahrnimmt. ben, den sie verdienen.» Die CoDie Union vertritt die Arbeit-­ rona-Pandemie habe die Schwänehmenden auch in den sozialen chen des Gastgewerbes schoKassen der Branche (Hotela und nungslos offengelegt. «Wir haben

Meilensteine 1909 Die Union eröffnet die Schweizerische Hotelfachschule in Luzern. 1932 Auf Bestreben der Union wird die Arbeitslosenversicherungskasse für das Hotelund Gastgewerbe e­ ingeführt. 1933 Die Lehrberufe Koch und Kellner werden eingeführt. 1944 Die Union kauft das Hotel Montana in Luzern. 1977 Der L-GAV wird eingeführt.

2009 Der Schweizerische Bäckerei- und Konditorei-Personalverband wird zum fünften Berufsverband der Union. 2010 Gastgewerbler erhalten fünf Wochen Ferien, belohnte Aus- und Weiterbildungen sowie den 13. Monatslohn vom ersten Arbeitstag an.

H OT EL A RCH I V

BARBAR A TUDOR

Restaurant Löwen Gossau/ZH

Andreas Gschwind und Suzi ­M ilijas eröffnen das Restaurant Löwen heute offiziell. Davor ­h aben sie sieben Jahre lang das Restaurant Alpenblick in Gossau geführt. Zum Restaurant Löwen gehören eine Bar, ein Winter­ garten und ein Aussenbereich. Insgesamt bietet der Betrieb rund 130 Sitzplätze. Ab Ende September leue.ch

Restaurant Weiss Kreuz Malans/GR

Jana Ritsch wird temporär neue Gastgeberin im «Weiss Kreuz». Der Besitzer, Ernst Lehmann, sucht einen neuen Pächter. Sechs Jahre lang haben Gabriela und Roland Herrmann den Betrieb geführt. Sie werden künftig Stellvertretungen, temporäre Einsätze oder andere gastronomische Aufgaben übernehmen. Ab Oktober weisskreuzmalans.ch

Bahnhofbuffet Olten Olten/SO

Nach einer umfassenden Renovation öffnet das Bahnhof Buffet Olten wieder. Das historische ­L okal zwischen den Gleisen 4 und 7 war seit Ende 2024 geschlossen. Es bietet ein neues Restaurant, eine Lounge sowie moderne Seminar- und Sitzungsräume im ersten Obergeschoss. Ab Oktober bahnhofbuffetolten.ch

Kempinski Palace Engelberg/OW

1987 Die Fünf-Tage-Woche im Gastgewerbe wird lanciert.

Frauen arbeiteten um 1900 als Zimmermädchen oder Saalfräulein.

Mehr Informationen unter: hotelgastrounion.ch

deshalb nicht nur für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen gekämpft, sondern für Bildung, berufliche Perspektiven, Wertschätzung und moderne Sozialpartnerschaft.» Urs Masshardt betont, dass sich die Union nicht bloss darauf beschränkt habe, auf Veränderungen zu reagieren. Sie habe zunehmend die Diskussion darüber bestimmt, wie die Arbeit im Gast- und Bäckergewerbe in Zukunft aussehen soll. Seit 2024 führt Oliver Schärli den Verband. Ihm fällt die Aufgabe zu, die Union durch die Zeit der Digitalisierung und KI zu begleiten. Dazu gehört, die Arbeitnehmenden daran zu erinnern, dass bessere Bedingungen darauf basieren, dass sich die Angestellten der Branche gemeinsam dafür einsetzen. Denn in einem sind sich Eugster, Masshardt und Schärli einig: «Es braucht die Union auch in Zukunft.» Zum einen, um in einer immer automatisierteren Arbeitswelt den zwischenmenschlichen Kontakt unter Berufskollegen zu fördern. Zum andern, um den Berufsleuten auch künftig eine Stimme zu geben, die gehört wird. R I CC A R DA FR EI

N E U E RÖ F F N ET

2015 Der GAV für das schweizerische Bäcker-, Konditorenund Confiseurgewerbe wird eingeführt.

In den Wintermonaten ist das Chalet Ruinart geöffnet, wo die Gäste Fondue und Champagner geniessen können. Das Chalet ­ ist mit Holztischen und Bänken ausgestattet. Einmal pro Woche serviert Sälmi Töngi von der Alpkäserei Gerschnialp seinen handgeschabten Raclette-Alpkäse. Ab November kempinski.com

Planen Sie eine Eröffnung? Schreiben Sie uns redaktion@ hotellerie-­g astronomie.ch


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Das erste Luzerner Lernendenforum war ein voller Erfolg. Rund 200 Teilnehmende erfuhren, wie wichtig mentale Gesundheit ist.

Balance ging es in einen Breakdance-Workshop mit dem Team von Gorilla. Das mehrfach ausgezeichnete Programm für Gesundheitsförderung vermittelt Freude an Bewegung, gesunder Ernährung und einem nachhaltigen Lebensstil. Gemeinsam mit den Coaches übten die Lernenden eine kurze Choreografie ein.

Sich selbst, seinen Körper und seine Bedürfnisse wahrnehmen. Merken, wann es zu viel wird, es ansprechen und Hilfe suchen. Die Teilnehmenden des Lernendenforums vom 14. September konnten viele konkrete Hilfestellungen, Techniken und Informationen rund um das Thema mentale Gesundheit mit nach Hause nehmen. Der Andrang auf die Veranstaltung in der Luzerner Thermoplan-Arena war sehr gross. Der kantonale Regierungsratspräsident Armin Hartmann konnte in seiner Eröffnungsansprache rund 200 Lernende aus dem Gastgewerbe begrüssen. «Resilienz und psychische Gesundheit sind keine Nebensache», sagte er. «Ihr seid die nächste Generation dieser Branche. Ihr dürft Dinge anders machen als vorherige Generationen und mehr auf euch selbst achten.» Wie das geht, lernten die Teilnehmenden anschliessend in vier Workshops. Für die Körperwahrnehmung, Flexibilität und

Probleme ansprechen Dass Bewegung, Erholung und Ernährung für die psychische Gesundheit einen grossen Stellenwert haben, erklärte auch Annette Hitz, Programmleiterin psychische Gesundheit der Dienststelle Gesundheit und Sport des Kantons Luzern. Hitz betonte in ihrem Workshop, dass jeder für sich herausfinden muss, was ihm guttut. «Schaut, was für euch passt. Sei es Joggen, Spazieren oder Meditieren.» Aber auch das soziale Umfeld spiele eine grosse Rolle. Beziehungen zu pflegen sei wichtig: «Im Alltag verstellen wir uns oft. Mit Freunden können wir so sein, wie wir sind.» Annette Hitz gab auch Tipps, wie man Probleme im Betrieb anspricht. Zuerst sei die richtige Ansprechperson wichtig. Das könne die Chefin sein, der Berufsbildner oder jemand aus der Personalabteilung. «Macht euch vorher Notizen und schaut, dass ihr das Ge-

Mehr Informationen unter: gart.ch hotelgastrounion.ch

« Wie geht es dir»: ein Tag im Zeichen der mentalen Gesundheit

Breakdance braucht Taktgefühl und eine gute Körperwahrnehmung. ER N S T K EH R LI

spräch mit klaren Erwartungen, psychische Krankheit hat. «Psywie es weitergeht, beendet.» chische Gesundheit ist nicht Was man tun kann, wenn es schwarz oder weiss», sagte sie. schwierig wird, war auch im Work- «Auch jemand, der unter einer shop von Julia Friedli, Präventi- psychischen Krankheit leidet, hat onsspezialistin bei der Suva, ein Tage, an denen er sich gut fühlt.» Thema. Sie klärte auf, was über- Bei einer psychischen Erkranhaupt passiert, wenn jemand eine kung veränderten sich Gedanken,

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Gefühle und Verhalten. Sie habe einen Einfluss darauf, wie man den Alltag bewältigt und Beziehungen führt und das über längere Zeit hinweg. Wie sich das anfühlt, berichtete Linda Meier. Sie engagiert sich für das Projekt Zeta Movement, das Aufklärungsarbeit über psychische Erkrankungen leistet. Botschafterinnen und Botschafter sind Betroffene. Linda Meier litt einst an Magersucht. «Ich hatte lange keine Einsicht, dass ich krank war», erzählt sie. Heute ist es ihr wichtig, offen darüber zu reden, um junge Menschen zu motivieren, es ihr gleich zu tun und Hilfe zu suchen: «Psychische Schwierigkeiten sind nichts, wofür man sich schämen muss.» Im vierten Workshop mit Mentalcoach Andreas Fleischlin ging es darum, sich selbst sowie seine Werte und Prioritäten besser kennenzulernen. Der Coach betonte die Wichtigkeit, sich stärker auf sich selbst zu fokussieren und zu fragen: «Wie geht es mir? Wer bin ich, wenn ich ganz ich selbst bin?» Wer das tue und sich über seine Prioritäten im Kla-­ ren sei, lasse sich weniger von aussen beeinflussen. «Negative Energie überträgt sich. Wer bei sich selbst ist, lässt diese nicht an sich heran.» A LI CE GU LD I M A N N

Lernendenforum Das Forum in Luzern fand am 14. September erstmals statt. Es wurde organisiert von der Stiftung G’Art, der Hotel & Gastro Union sowie von Gastro Luzern.

SABRINA CAMENZIND « MEHR BEKANNTHEIT, SICHTBARKEIT UND ANSEHEN»

Ab dem 1. Oktober gibt es in der Schweiz die Titelzusätze Professional Bachelor und Professional Master. Für welche Abschlüsse können diese angewendet werden? Die Titelzusätze werden künftig für alle Abschlüsse der höheren Berufsbildung verwendet. Dazu gehören eidgenössische Fachausweise, eidgenössische Diplome und Diplome einer höheren Fachschule HF. Sie dürfen allerdings nur zusammen mit dem jeweils geschützten Abschlusstitel geführt werden. Ist der Titel auch rückwirkend, also auch auf bereits bestehende Abschlüsse anwendbar? Ja. Mit dem Inkrafttreten der Änderung am morgigen 1. Oktober dürfen auch Personen mit einem

bereits früher erworbenen Abschluss der höheren Berufsbildung den entsprechenden Titelzusatz verwenden. Was muss man tun, um ein entsprechendes Dokument zu erhalten? Ein neues Abschlussdokument wird nicht ausgestellt werden. Inhaberinnen und Inhaber erhalten weder einen neuen eidgenössischen Fachausweis noch ein neues eidgenössisches Diplom oder Diplom HF. Sie dürfen den Titelzusatz jedoch ab dem 1. Oktober 2026 führen.

«Der englische Zusatz wird die internationale Verständlichkeit erleichtern.» Bei neuen Abschlüssen hingegen wird der Zusatz automatisch auf den Dokumenten hinzugefügt? So ist es. Mit dem Inkrafttreten der Änderung per 1. Oktober

­ erden die neuen Titelzusätze auf w den neuen Abschlüssen automatisch aufgeführt. Wer benötigt den neuen Titelzusatz überhaupt? Der Titelzusatz wird vor allem dort gebraucht, wo der Wert eines schweizerischen Abschlusses der höheren Berufsbildung bisher erklärt werden musste. Für die Branche selbst verändert er die fachliche Qualifikation nicht – er macht sie aber nach aussen verständlicher, sichtbarer und international anschlussfähiger. Nützt er auch in der Schweiz, oder ist er vor allem im Ausland relevant? Die Titelzusätze sollen die Bekanntheit, Sichtbarkeit und das Ansehen der höheren Berufsbildung insgesamt stärken und die Abschlüsse klar auf der Tertiärstufe verorten. Der englische Titelzusatz erleichtert zusätzlich die Verständlichkeit des Abschlusses im Ausland. Gibt es weitere relevante Änderungen im Berufsgesetz, die ab morgen in Kraft treten? Neben den Titelzusätzen für eidgenössische Fachausweise, eidgenössische Diplome und Abschlüsse der Höheren Fachschule

Mehr Informationen unter: hotelgastro.ch

Ab morgen gelten die Titelzusätze Professional Bachelor und Master. Hier die wichtigsten Fakten von Sabrina Camenzind, Direktorin der Hotel & Gastro formation Schweiz.

Sabrina Camenzind, Direktorin der Hotel & Gastro formation Schweiz.

umfasst das Massnahmenpaket drei weitere Änderungen: Künftig können Berufs- und höhere Fachprüfungen auch in Englisch abgehalten werden, wobei die Prüfungen weiterhin auch in den Amtssprachen verfügbar sein müssen. Zudem dürfen sich künftig nur Institutionen mit einem anerkannten Bildungsgang HF «Höhere Fachschule» nennen. Und: Nachdiplomstudien NDS HF werden in Zukunft flexibler, da sie kein eidgenössisches Anerkennungsverfahren mehr durchlaufen müssen. A N G EL A H Ü P P I

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Professional Bachelor und Master Die neuen Titelzusätze sollen dazu beitragen, dass die berufsorientierten Weiterbildungskarrieren in ihrer Wertigkeit anerkannt und sichtbar gemacht werden. So kann sich beispielsweise eine Chefköchin mit eidg. Fachausweis künftig «Chefköchin mit eidg. Fachausweis, Professional Bachelor» nennen.


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Das SVG-Trophy-Siegerteam überzeugt mit Teamwork und exakter Planung

Bei der Swiss SVG-Trophy stehen die Spitzenleistungen des gastronomischen Alltags im Fokus. Unter möglichst realistischen Bedingungen kochten die Finalteams im September im eigenen Betrieb für Gäste und Jury. Es galt, in dreieinhalb Stunden ein DreiGang-Menü für 60 Personen zuzubereiten. Die Warenkosten durften pro Menü und Person nicht mehr als 12 Franken betragen. Juriert wurde der Wettbewerb von Chefjuror Sascha Heimann sowie Lorenz Wegelin, Thomas Brunner und Nicole Lüthi. «Die Qualität des Wettbewerbs war auch dieses Jahr wirklich top», sagte Thomas Brunner bei der Siegerehrung im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. Am Ende überzeugte das Team der Stiftung Solina in Spiez/BE am meisten. Es servierte folgendes Menü: Als Vorspeise Randen-ZiegenkäseTartelette mit Kartoffel-Millefeuille, zur Hauptspeise grilliertes

Rindsentrecôte und Rindsbrustragout 2.0 als Hommage an die Smoothfood-Küche sowie zum Dessert Panna-cotta, weisse Schokoladenganache, Aprikosen-Sorbet und goldenes Canelé. «Das Siegerteam zeichnete ein spürbar starker Teamgeist aus», sagte Chefjuror Sascha Heimann. «Um das sehr ambitionierte Programm durchziehen zu können, brauchte es zudem einen exakten Zeitplan.» Am Ende habe das Ergebnis auf dem Teller für sich gesprochen. «Wir sind absolut glücklich», sagte Teamchef Yannik Wagner bei der Siegerehrung auf der Bühne, «und wir bedanken uns bei allen, die uns auf diesem Weg so grossartig unterstützt haben.» Denn auch das gehört zur Trophy: engagierte Unternehmen, die ihre Küchenbrigade tatkräftig unterstützen. Auf den weiteren Podestplätzen platzierten sich das Spitalzentrum Biel/BE (2. Rang) und die Clienia Schlössli AG in Oetwil am See/ZH (3. Rang). Den vierten Rang teilten sich die Teams der SV Gastronomie in Zürich, des «Bellevue Terminus» Engelberg/ OW und der Rehaklinik Valens/ SG. Die SVG-Trophy wird von Pistor organisiert und vom Schweizer Verband für Spital-, Heimund Gemeinschaftsgastronomie SVG sowie dem Schweizer Kochverband unterstützt. ( A H Ü)

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Medien

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Weitere Bilder zum Anlass finden Sie im Onlineartikel: hotellerie-gastronomie.ch

Sie sind neuer Schweizer Meister der Spital, Heim-, Gemeinschaftsund Systemgastronomie: das Team der Stiftung Solina in Spiez/BE.

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8 1 Das zweitplatzierte Team vom

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Spitalzentrum Biel bei der Zubereitung seines Menüs. 2 Die Jury (in Schwarz) beim Finalkochen des Teams der SV Gastronomie in Zürich. 3 Das Team des Hotels Bellevue Terminus startet ins Finalkochen. 4 Zum Finalkochen gehört auch das Erstellen von Videos und Interviews – hier in der Rehaklinik Valens. 5 Jubel beim Siegerteam der Stiftung Solina in Spiez. 6 Nach der 9. SVG-Trophy geht er in den verdienten Ruhestand: Erich Büchler von Pistor, Kopf und Herz hinter dem Wettbewerb. 7 Der mit viel Liebe zum Detail angerichtete Vorspeisen-Teller des Siegerteams. 8 Blick in die Küche der Drittplatzierten der Clienia Schlössli AG. B I LD ER R ÉM Y S T EI N ER


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DIE SCHWEIZ ZEIGT BEI DEN WORLD SKILLS, WAS SIE KANN Ein Weltmeistertitel und vier «Medals for Excellence» für eine besonders hohe Punktzahl: Die jungen Nachwuchstalente unserer Branche behaupten sich bei den diesjährigen World Skills in Shanghai (CN) auf internationalem Parkett. Hier ihr Rückblick auf den Wettkampf. KONDITOREI

REGULA BASCHUNG

KÜCHE

NICOLAS IMHOLZ

HOTEL RECEPTION

FINA NIEBERGALL

RESTAURANT SERVICE

MELINA REUSSER

BÄCKEREI

GWENDA BÖSCH

Vier Module musste Nicolas Imholz in In der Kategorie Hotel Reception hat «Ich bin mega stolz auf Melina», sagt «Das Jahr der Wettder Kategorie Küche absolvieren: Fine Fina Niebergall Gold gewonnen. Die Noemi Zoss. Sie hat die Restaurantkampfvorbereitung Dining, Bistro im Street-Food-Style, Hotel-Kommunikationsfachfrau EFZ fachfrau als Coach an die World Skills Skilltest und Sensorik. In jedem Mo- erreichte 729 Punkte und setzte sich begleitet. Der Wettbewerb sei hart gewar intensiv, aber ich dul war auch eine Mystery-Zutat integ- damit knapp vor Jiayi Wang aus China wesen und die Konkurrenz stark. «Memöchte die Erfahrung riert, von der er und sein Coach Mario durch, die auf 727 Punkte kam. Im lina hat alles gegeben und eine super Garcia erst zwei Tage vor dem Wett- Siegerinterview zeigte sich Fina Nie- Leistung gezeigt.» nicht missen.» kampf erfuhren. So mussten im BisLeider habe sie nicht alles ganz so GW EN DA B ÖSCH R EGU L A B A SCH U N G abrufen können, wie sie es sich vorgetro-Modul beispielsweise SzechuanGurken in die Vorspeise integriert stellt habe, sagt Melina Reusser selbst. «Ich habe bis zum werden. Nicolas Imholz schickte einen «Trotzdem hatte ich viel Spass und die Schluss jede Minute Taco mit den marinierten Gurken soStimmung rund um den Wettbewerb herum war absolut einzigartig.» Ein Gwenda Bösch konnte an den World Als am ersten Wettkampftag die Sirene wie Mayo, Tofu und Röstzwiebeln. gekämpft und alles zur Mittagspause ertönte, flossen bei Am Ende erreichte Imholz mit Highlight waren für die 20-Jährige aus Skills in Shanghai umsetzen, was sie gegeben. Dies hat sich Thun/BE die Gäste, die sie an den vier intensiv trainiert hatte. Besonders ihr Regula Baschung die Tränen. «Vieles dem sechsten Rang einen Platz in den war anders gelaufen als geplant», sagt Top Ten sowie eine «Medal for ExcelTagen bedienen konnte. Die Teilneh- Schaustück und die Produkte aus jetzt ausgezahlt.» die Teilnehmerin des Skills Pâtisserie lence». «Anfangs war ich etwas entmenden absolvierten Aufgaben vom Croissantteig gelangen der TeilnehFI N A N I EB ERG A LL and Confectionery. Ihr Coach Yves- täuscht, weil ich den Podestplatz unÀ-la-carte- über einen Bankett- bis merin im Skill Bakery hervorragend. zum Fine-Dining-Service. Zudem wa- «Meiner Meinung nach hat Gwenda Alain Braichet sprach ihr Mut zu. Mit bedingt wollte», sagte er nach der Erfolg: Am Nachmittag fand die Pâtis- Siegerehrung. «Doch wenn ich jetzt ren Wein­service, Cocktails und Kaf- 90 Prozent ihrer Arbeit so abgeliefert, sière zurück in den Wettbewerb. «Auch auf meine Platzierung zurückschaue, feekreationen gefragt. Über den ge- wie wir sie trainiert hatten», sagt ihr wenn nicht mehr alles perfekt gelang, denke ich, dass ich stolz sein kann.» bergall überwältigt von ihrem Erfolg: samten Wettbewerb zählten sauberes Coach Ramona Bolliger. lieferte ich sämtliche Arbeiten recht- Unabhängig vom Rang seien die «Es ist eine Auszeichnung für die Arbeiten und souveränes Auftreten. Eine Herausforderung stellte hinzeitig ab und konnte motiviert in den harte Arbeit, die ich geleistet habe. Coach Noemi Zoss lobt die Organisa- gegen das chinesische Dinkelmehl zweiten Tag starten.» Diese Medaille weckt auch ein biss- tion vor Ort: «Die Voraussetzungen dar. «Dort haben wir sicher Punkte Besonders überzeugte Baschung chen Nationalstolz in mir, weil ich zei- waren super, was die Auslegung der Ar- eingebüsst», sagt Bolliger. Am Ende «Ich konnte mein laut Coach Braichet mit ihrem Praliné. gen konnte, wie spannend die Schwei- beitsbereiche und die vorhandenen erreichte Bösch den zehnten Rang Mindset stärken und Auch bei einer Überraschungsaufgabe zer Hospitality ist.» Materialien betraf.» Die Podestplätze und erhielt eine «Medal for Excelzeigte sie ihr Können: Für ein SchauFina Niebergall sagte weiter, dass im Skill Restaurant Service besetzten lence». Für ihren Coach zeigt der habe gelernt, auch stück musste sie ein Schokoladensie viele neue Freundschaften in am Ende China, Singapur, Indonesien Wettbewerb auch, wie stark sich die unter enormem Druck Shanghai schliessen konnte: «Der internationale Konkurrenz entwischild beschriften. «Sie hat für mich mit Abstand den schönsten Schriftzug ckelt hat. Seit den World Skills in Lyon fokussiert zu bleiben.» Wettbewerb hat sich gar nicht als solgemacht», sagt ihr Coach. Die grösste cher angefühlt. Es war eher wie ein (FR) hätten viele Länder einen gros«Die Stimmung in N I CO L A S I M H O L Z Herausforderung stellte hingegen das normaler Arbeitstag mit einem tollen sen Qualitätsschritt gemacht. «Wenn Shanghai war absolut wir in die Medaillenränge kommen Zuckerschaustück dar. Der Zucker zog Team.» Man habe sich gegenseitig anwollen, können wir uns keine Flüchnicht richtig an, sodass sich das Werk gespornt, viel gelacht und auch geeinzigartig. Mein nach wenigen Minuten bog. weint. Die fünf Module, die sie wähtigkeitsfehler erlauben.» Ihr Fazit ist Highlight waren meine klar: «Wir müssen dranbleiben!» Umso schöner war der Abschluss World Skills ein Wahnsinnserlebnis rend der World Skills absolvieren der Berufsweltmeisterschaften: Ba- gewesen: «Ich habe neue Bekannt- musste, hat Fina Niebergall mit BraNach den intensiven WettkampfGäste.» schung erreichte in ihrem Skill Rang schaften gemacht und vieles dazuge- vour geschafft. Es waren dies Gästetagen zeigte sich Gwenda Bösch im InM ELI N A R EU S S ER elf und erhielt eine «Medal for Excel- lernt, sowohl menschlich als auch betreuung und Kommunikation, Verterview zufrieden: «Ich bin sehr erlence». «Mit dieser Auszeichnung hat- fachlich.» Unter anderem habe er sich waltung und Backoffice, Beschwerdeleichtert, dass der Wettbewerb vorbei ten wir nach dem schwierigen Start mental stark entwickeln können. Das management und Problemlösung, ist.» Besonders viel bedeutete ihr die nicht mehr gerechnet», sagt Braichet. wird ihm auch Ende November zugu- Regionale Beratung (Concierge und Unterstützung vor Ort: Ihre Familie, Auch seine Kandidatin freut sich über tekommen. Dann steht für Nicolas Local Area Promotion) sowie ver- und Dänemark. Melina Reusser er- Freunde und sogar Mitarbeitende aus das Ergebnis: «Mit dieser Auszeich- Imholz nämlich bereits der nächste schiedene Mystery-Aufgaben. «Ohne reichte mit 707 Punkten Rang acht und ihrem Betrieb waren angereist, um nung bin ich sehr zufrieden.» Aus grosse internationale Wettbewerb an: meine Familie, meinen Mental Coach sicherte sich eine «Medal for Excel- ihr den Rücken zu stärken. Neben den Shanghai nimmt Baschung wertvolle als Teil der Schweizer Kochnational- Anna-Lena Körner und meinen Coach lence». Aus Shanghai wird sie viele po- Erfahrungen aus dem Wettbewerb Erfahrungen, neue Bekanntschaften mannschaft will er in Luxemburg den Egidio Marcato hätte ich es nie so weit sitive Erfahrungen mitnehmen – be- bleiben ihr damit auch wertvolle geund viel Stolz auf ihren Beruf mit. ( A D E) Weltmeistertitel verteidigen. geschafft», so Niebergall. (D O E) ruflich wie auch persönlich. ( AGU) meinsame Erinnerungen. ( A D E) ( A H Ü)

«Der Start war holprig. Umso mehr freue ich mich über die Auszeichnung Medal for Excellence.»


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1 Regula Baschung (Konditorei)

arbeitet an einem Schaustück. Besonders gut gelungen ist ihr im Wettbewerb das Praliné. 2 Gwenda Bösch (Bäckerei) kann fast alle Produkte so abliefern, wie sie es geübt hat. 3 Nach vier Tagen intensivem Wettbewerb kommen Emotionen hoch. So auch bei Melina Reusser (Restaurant Service). 4 Nicolas Imholz (Küche) und Coach Mario Garcia. Der Koch muss jeden Tag eine Mystery-Zutat in seine Gerichte integrieren. 5 Zwölf Medaillen für die Schweiz: Fans feuern die Teilnehmenden bei der Schlusszeremonie an. 6 Nicolas Imholz freut sich nach getaner Arbeit mit seinen Fans. 7 Bei der Eröffnungszeremonie: Die Schweizer Delegation läuft ein. 8 Die Weltmeisterin Fina Niebergall (Hotel Reception) im Wettbewerbseinsatz. Dieser fühlt sich für sie an wie ein normaler Arbeitstag mit einem tollen Team. 9 Regula Baschung mit ihrem Coach Yves-Alain Braichet. 10 Die grosse Leidenschaft von Melina Reusser ist die Bar. In diesem Bereich hat sie schon mehrere Wettbewerbe gewonnen. B I LD ER S W I S S S K I LL S


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Diese Matratzenauflage ist schmutzabweisend und sorgt für Schlafkomfort.

Die Beiträge auf den Produktseiten werden von Jörg Ruppelt zusammengestellt und redigiert. joerg.ruppelt@ hotelleriegastronomie.ch

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Schützt und ist rasch aufgezogen

Nobs läuft neu unter Patiswiss

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Patiswiss hat die Traditionsmarke Nobs mit dem Standort Gunzgen/SO übernommen. Neben den Produktionsanlagen wurden auch der Kundenstamm sowie die Rezepturen bei Patiswiss integriert. Damit erweitert der Nussspezialist Patiswiss sein Portfolio um eine traditionsreiche Marke. «Wir freuen uns, die Mitarbeitenden von Nobs willkommen heissen zu dürfen», sagt Sandro Ott, CEO der Patiswiss AG. patiswiss.com

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Pasta mit Kürbis und Ricotta

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Start zu neuen Verhandlungen zulagen ein. «Wer regelmässig dann arbeitet, wenn andere frei haben, leistet einen sozialen Verzicht, der finanziell anerkannt werden muss», so Roger Lang. Darüber hinaus fordert die HGU eine Berücksichtigung der Berufserfahrung auf Mindestlohnstufe. Weiter: einen Teuerungsausgleich auf Effektivlöhnen und den vollen 13. Monatslohn für alle ab dem ersten Arbeitstag. Zudem setzt sich die Hotel & Gastro Union für eine deutliche Erhöhung der Mindestlöhne ein.

Die Schweizer Bäckerei-, Konditorei- und Confiseriebranche steht unter Druck. Die wachsende Konkurrenz etwa durch Grossverteiler und Import-Backwaren macht dem Handwerk zu schaffen. Fach- Arbeitszeit und Freizeit kräfte fehlen ebenso wie genügend Nachwuchs. «Wir wissen um Die Planbarkeit von Arbeits- und die Probleme», sagt Roger Lang, Freizeit ist keine Nebensache. Leiter Recht, Sozialpolitik und Dienstpläne sollen spätestens Kampagnen bei der Hotel & Gas- Mitte des Monats für den Folgetro Union HGU. «Dennoch kann monat abgegeben werden. Und die Antwort auf den Druck nicht darin bestehen, Arbeitnehmende Roger Lang ist Leiter nicht zu entlasten und die Löhne Recht, Sozialpolitik tief zu halten.» und Kampagnen bei Wenn am 13. Oktober die Verder HGU. Er vertritt handlungen über einen neuen deren Mitglieder GAV beginnen, gehen die HGU an den GAV-Runden. und ihr Verhandlungsleiter Roger Lang mit Forderungen in vier Kategorien in die Gespräche. von den heute geltenden sechs beLohnforderungen zahlten Feiertagen pro Kalenderjahr fordert die HGU eine AufstoDie Hotel & Gastro Union setzt ckung auf neun. «Feiertage sind sich für die Einführung verbindli- gesellschaftlich besonders wertcher Wochenend- und Feiertags- volle Tage. Wer an solchen Tagen

BäckerConfiseur-GAV Eine Serie über ­Ä nderungen bei den Arbeits­ bedingungen und Löhnen.

Wer in gute Arbeitsbedingungen investiert, verbessert die Zukunftsperspektiven der Branche.

arbeitet, verliert Zeit mit Familie und Freunden», so Roger Lang. Sozialleistungen und Bildung Die HGU setzt sich für eine Erhöhung der Lohnfortzahlung bei Arbeitsausfall ein. «Wer mit einem tiefen Bruttolohn lebt, kann sich eine Einkommensreduktion bei einem Arbeitsausfall nicht leisten», so Roger Lang. Darüber hinaus drängt die HGU auf Verbesserungen bei der Pensionskasse, etwa durch höhere Arbeitgeberbeiträge und bessere Sparpläne.

Die Vergangenheit zukunftsorientiert leben Das Hotel Schweizerhof in Flims/GR wird in vierter Generation von der Familie Schmidt geführt. Es gibt wenige Hotels, über die sich so viele Geschichten erzählen lassen wie über das Romantik Hotel Schweizerhof in Flims und seine Besitzerfamilie. Die Vorfahren von Christoph und Sandra Schmidt, dem jetzigen Direktionspaar, führten im 19. und 20. Jahrhundert unter dem Familiennamen Candrian mehrere luxuriöse Hotels: von Arosa bis Zermatt und von London bis Palermo. Christoph Schmidts Ururgrossvater, der Jurist Walter Can-

«Wir versuchen stets, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden.» S A N D R A SCH M I DT, G A S TG EB ER I N

drian, wurde Hotelier, als er 1869 bei einem Kartenspiel das Hotel Segnes und Post in Flims gewann.

Generationen verbinden «Familien­s ache» ist ein Gegenpol zu kurzlebigen ­Pop-ups. Hier ­w erden seit Generationen bestehende Familien­b e­t riebe vorgestellt.

Der Hoteliersfamilie Schmidt gelingt es, Vergangenes geschickt und authentisch mit der Gegenwart zu verbinden, um dadurch zukunftsfähig zu bleiben.

Seine Tochter Mengia Candrian ben, sondern aktiv gelebt und dabaute dann mit ihrem Mann Da- durch weitergeschrieben. Auch niel Schmidt 1902/03 das Hotel von Therese Schmidt. Die HotelSchweizerhof. Dies genau an dem direktorin der dritten Generation Platz, wo sich das Bänkli befand, ist Christoph Schmidts Mutter. auf dem sie als Verlobte turtelten. Jeden Freitag nimmt sie Gäste mit Das sind zwei der unzähligen An- auf eine Hotelführung. Dabei entstehen neue Storys wie die ekdoten, die dieses Hotel prägen. Geschichte wird im «Schwei- von dem Gast, der überrascht entdeckte, dass sein eigener zerhof» nicht bloss wiedergege- ­

Des Weiteren strebt die HGU eine Regelung an, wonach Weiterbildungstage zukünftig als bezahlte arbeitsfreie Tage gelten. «Uns ist bewusst, dass nicht jede Verbesserung von heute auf morgen umgesetzt werden kann», erklärt Roger Lang. «Eine Branche, die vom Handwerk lebt, muss in Menschen investieren. Das gelingt durch eine gemeinsame Entwicklungsperspektive. Nur so kann die Branche Fachkräfte halten, Nachwuchs gewinnen, Betriebe stabilisieren und deren Zukunft sichern.» J Ö RG R U P P ELT

Grossvater früher im «Schweizerhof» gearbeitet hatte.

Mehr Informationen unter: schweizerhof-flims.ch

Der Bäcker-Gesamtarbeitsvertrag GAV läuft 2028 aus. Die Sozialpartner verhandeln wieder. Worauf pocht die HGU?

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Mehr Informationen unter: hotelgastrounion.ch

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Die Gäste können die Geschichte des «Schweizerhof» bei einer Audiotour durchs Hotel auch auf eigene Faust erkunden. «Wir versuchen stets, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden», erklärt Sandra Schmidt. Und so hört

K E YS TO N E-SDA

Ein neuer GAV 2029 Der seit 1. Juli 2025 geltende GAV endet per 31. 12. 2028. Ziel der neuen Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern ist, bis Ende 2027 einen neuen GAV zu verhandeln. Gelingt dies, kann beim Bundesrat ein Gesuch um Allgemeinverbindlicherklärung gestellt werden. Ein neues Vertragswerk könnte am 1. 1. 2029 in Kraft treten.

den, Qi Gong und «MindfulnessBased Stress Reduction» angeboten werden. Blick in die Zukunft

Christoph Schmidt ist 54. Doch wie seine Ahnen hat auch er die Nachfolgeregelung frühzeitig im Blick. Zwar sind die fünf Vertreter und Vertreterinnen der nächsten Generation erst zwischen zwölf und 20 Jahre alt, dennoch führt er sie sachte in die Familien-AG ein. «Altersgerecht erkläre ich ihnen «Ein Hotel ist die Bilanzen und Erfolgsrechnunerfolgreich, wenn gen. Und ich spreche mit ihnen ofes ­glaubwürdig fen über die Aufgaben und die Herausforderungen eines Hoteliers. ist und die Gäste Sie müssen das wissen, um entberührt.» scheiden zu können, welchen beruflichen Weg sie einschlagen wolCH R I S TO P H SCH M I DT, G A S TG EB ER len.» Wie er selbst sollen auch seine Kinder, Nichten und Neffen man an der Audiostation in der frei sein in ihrer Berufswahl. Bar die Enkel (5. Generation) von «Es gibt bereits leise AnzeiTherese und Rudolf Schmidt chen, dass die 5. Generation den (3. Generation) das Caumasee- Betrieb später weiterführen will», Lied singen. Es wurde von Arthur beobachtet Christoph Schmidt. Er Schmidt (2. Generation) um 1940 schmunzelt: «Sie sind sich aber herum am Klavier, das noch heute noch nicht einig, wer dann Chef im Lesesaal steht, komponiert. sein darf.» R I CC A R DA FR EI Auf die Frage, was er anders mache als seine Ahnen, antwortet Christoph Schmidt: «Nichts. Wir Swiss Historic Hotels pflegen die gleichen Werte und leben sie dem aktuell herrschenden Zeitgeist entsprechend. So haben Das Hotel Schweizerhof ist das die Generationen vor uns beein Swiss Historic Hotel. Das reits gemacht.» Dem Zeitgeist entheisst, das seine historische sprechend liegt der Fokus der heuAuthentizität und architekturtigen Direktion auf Themen wie geschichtliche Bedeutung Nachhaltigkeit, Achtsamkeit und von Experten geprüft wurde. Selfcare. Das zeigt sich auf der Umbauten und ErhaltungsSpeisekarte – etwa am Tatar aus massnahmen werden im EinWurzelgemüse – wie im Eventkaklang mit denkmalerischen lender, wo Yoga-Retreats, WaldbaGrundsätzen vorgenommen.


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Reto Kupferschmied ist in Thun stadtbekannt

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JEAN-MARC LEU «WIR INVESTIEREN IN DIE ZUKUNFT»

Kultur und Gastronomie gehören für den Gastro-Quereinsteiger fest zusammen.

«Wir haben in der SelveHalle noch viel Potenzial.»

Mehr Informationen unter: ch.duni.com hotelgastrounion.ch Mehr Informationen unter: ladyevelyn.ch

Er ist ein Mann der leisen Töne. Doch wenn er erzählt, was er und seine Geschäftspartner alles mit der denkmalgeschützten Halle 6 in den Thuner Selvewerken vorhaben, blüht Reto Kupferschmied auf. Schon alleine ein Blick auf die Veranstaltungsagenda zeigt, wohin die Reise geht: Jeden Monat finden Spieleabende, Jassturniere und Konzerte mit leiser Lautstärke statt. Aber Kupferschmied möchte noch viel mehr: «Mir schwebt ein reichhaltiger Konzertkalender vor. Zudem würde ich die grosse Halle gerne noch mehr beleben.» Vor anderthalb Jahren hat der 51-Jährige hier mit dem «Lady Evelyn» einen neuen Gastro- und Kulturbetrieb miteröffnet. Die Küchencrew serviert eine regionale Küche. Da steht zum Beispiel gedämpfter Hefeteig mit kalt geräucherter Lachsforelle von der Grabenmühle auf dem Menüplan. Oder ein Pot-au-feu mit Rind- Wie sehr Reto Kupferschmied kulturelles Schaffen fördert, zeigt der Kulturfleisch und Gemüse aus regio-­ streuer, den er vor drei Jahren von der Stadt Thun bekam. A N N FLO R A N CE KO H LER nalen Zutaten mit asiatischem Flair, gebratene Sigriswiler Lachsforelle mit hausgemachtem Kimchi oder Frutiger Tofu mit Tem- auf, sondern präsentiert ihre Weiter gibt es einen Vinyl Corner, pura und gebratenem Gemüse. Songs zusammen mit Catherine wo die Gäste selber Schallplatten auflegen können. «Tagsüber ist Tang am Piano. unsere Location beliebt bei Familien, abends kommen dann die ElEinsprache hemmt die Pläne tern zum Abendessen», stellt Reto Dass die Veranstaltungen in der Kupferschmied fest. Im angrenLautstärke eingedämmt sind, hat zenden Hallenteil gibt es zudem seinen Grund: Eine nachbar- Platz für Events für bis zu fünfschaftliche Einsprache verhin- hundert Personen. R U T H M A R EN D I N G dert, dass die Hallenbesitzerin, die Stadt Thun, nötige Renovationsarbeiten durchführen kann. Zur Person R E TO K U P FER SCH M I ED, Konzerte und andere VeranstalG A S T RO N O M U N D K U LT U R FÖ R D ER ER tungen dürfen eine Lautstärke von 93 Dezibel nicht übersteigen. Reto Kupferschmied führt Im «Lady Evelyn» gibt es neben Die Selve-Halle 6 ist eine mit Nando Fend die Mise en dem gastronomischen Angebot denkmalgeschützte grosse Halle, Plage GmbH, zu der das Café regelmässig Spieleabende, Jass- unterteilt in drei Bereiche: EinerThunerhof, das Strämu-Beizli turniere und Liederabende. Letz- seits ist da das «Lady Evelyn» mit im Strandbad Thun und teres mit bekannten Grössen wie einer langen Bar, Holztischen mit das Badi-Restaurant in Steffisburg/BE gehören. Als Teil dem sizilianischen Musiker Pippo Stühlen, einer Kinderecke, TischPollina oder der Basler Sängerin tennistischen, Gesellschaftsspieder Selvewerke AG führen Debora Monfregola alias «deb». len, Büchern sowie einem LoungeKupferschmied und Fend Diese tritt nicht mit grosser Band Bereich mit Sofas und Sesseln. zudem das «Lady Evelyn».

Verkaufsleiter JeanMarc Leu will mit Duni einen Beitrag dazu leisten, die jungen Generationen für das Gastgewerbe zu begeistern. Duni unterstützt die Swiss Skills Championship im Beruf Restaurant Service als Hauptsponsor. Weshalb ist dieses Engagement wichtig? Für uns ist Nachhaltigkeit zen­ tral. Das bedeutet nicht nur, der Umwelt Gutes zu tun, sondern auch, in Menschen zu investieren. Mit dem Einsatz für die Swiss Skills Championship investieren wir in die Zukunft der Branche. Als gelernter Koch schaue ich sehr gerne auf meine Lehrzeit zurück. Wir erleben echte Momente in der Gastronomie, wir bringen Menschen zusammen in einer Welt, die immer digitaler wird. Das müssen wir hervorheben. Welche Bedeutung haben Berufswettbewerbe wie dieser für die Branche? Sie zeigen die hohe Ausbildungsqualität in der Schweiz und unsere besondere Form der Gastfreundschaft. Wettbewerbe erfordern viel Disziplin und Ausdauer. Was die Finalistinnen und Finalisten leisten, ist sehr inspirierend und kann junge Menschen für unsere Berufe begeistern. Flambieren, Kaffee- und Cocktailkreationen zubereiten oder Serviettenfalten: Welche Aufgabe würde Ihnen am ehesten entsprechen? Als Koch würde mich natürlich das Flambieren reizen: Es sorgt für einen kleinen Adrenalinschub und erfordert handwerkliche Präzision. Ich könnte mir aber auch das Thema Cocktails vorstellen, zumindest einen guten Negroni würde ich hinbekommen. Was macht für Sie persönlich einen guten Service aus? Ein guter Service ist für mich aufmerksam, ehrlich und authentisch. Nicht aufdringlich, sondern

Das Kochen gibt Jean-Marc Leu heute seinen Kindern weiter. Z VG

eher diskret und mit den richtigen Worten im richtigen Moment. Wenn man gar nicht viel vom Service mitbekommt und am Ende das Gefühl hat, einen tollen Abend verbracht zu haben, zeugt das von grosser Professionalität. Ein Restauranterlebnis hängt auch von der richtigen Tischausstattung ab. Welche Trends stellen Sie im Moment fest? Aktuell geht es in die Richtung «weniger ist mehr». Das heisst weniger, aber dafür durchdachte Elemente auf dem Tisch. Das geht bis zum Naked-Table-Trend, bei dem nur Besteck und eine schöne Serviette eingedeckt werden. Zusätzlich gibt es auch eine Bewegung in Richtung Individualisierung, zum Beispiel mit personalisierten Servietten. Unsere Kunden sind da sehr kreativ. Am Ende ist es aber zentral, dass die Gesamtatmosphäre stimmt. A LI CE GU LD I M A N N

Zur Person Jean-Marc Leu ist seit 2015 bei Duni tätig, seit Anfang 2025 als Head of Sales und Country Manager in der Schweiz. Duni ist spezialisiert auf Tischkultur und Service­ lösungen für die Gastronomie. Seit zwei Jahren ist Leu für die Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Service/ Restauration zuständig.

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DAS TEUERSTE WEINGLAS I LLU STR ATI O N P I ER I N A B U CH ER

Weder Goldrand noch Diamantverzierung lassen Wein besser schmecken. Viel wichtiger ist die Form und das Volumen des Kelches. Kenner bevorzugen filigrane, mundgeblasene Weingläser.

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it einem Fuss aus 180 Gramm massivem Gelbgold, verziert mit Diamanten von 10,1 Karat, ist das Champagnerglas «Imperial» das wohl teuerste Weinglas. Es ist ein ­Einzelstück und wechselte für 75 000 Euro den Besitzer. Doch seine schmale Flötenform ist für den Genuss von Champagner wohl kaum geeignet. Denn auch exklusive Champagner brauchen Raum, um ihre Aromen voll entfalten zu können. Äusserst dekorativ sind die Gläser aus der Kollektion Primerose von Arnstadt Kristall in Arn-

stadt (DE). Mundgeblasen und mit 220 Euro jedoch viermal teu- Josef Riedel mit speziell für einvon Hand mit Rosen in brillantem rer als das Zalto-Glas. Speziell an zelne Rebsorten entwickelten GläTiefschliff dekoriert, sind sie in der Linie Decent ist der Perlschliff sern den Grundstein für moderne diversen Farben erhältlich. Ein an den Rändern des Kelches und Weinglaskultur. Heute bietet RieRotweinglas-Unikat mit 24 Karat der Bodenplatte. Entworfen nach del auch maschinengefertigte GläGoldrand kostet 435 Euro ab Ma- einer Idee des Pfarrers und Wein- ser an, die von mundgeblasenen nufaktur. In schweren geschliffe- kenners Hans Denk geniessen die kaum zu unterscheiden sind. Ein nen Gläsern kommen fast nur Denk’Art-Gläser von Zalto Kult- Glas der Linie Riedel Superlegkräftige Weine zur Geltung. status. Dies nicht erst, seit das gero kostet etwa 45 Franken. Exklusiv und teuer sind auch «Wall Street Journal» sie als ultiNach einer Veränderung der die mundgeblasenen Kristallglä- mative Weingläser in den Olymp Partnerstruktur bei Zalto grünser von Moser in Karlsbad (CZ). der sechs perfekten Dinge erhob. dete der Designer Kurt Josef Zalto Das Rotweinglas mit 750 Milliliim Jahr 2019 die Josephinenhütte. ter Fassungsvermögen aus der Die Form folgt der Funktion Deren Gläser – mit einem marLinie Decent erinnert in seiner kanten Knick im Kelch – sind bei Form an das ebenfalls mundgebla- Riedel in Kufstein (AT) hat eine Weinenthusiasten hoch im Kurs. sene Burgunderglas von Zalto in 270-jährige Geschichte in der Darin sollen Charakter und RoGmünd (AT). Das Moser-Glas ist Glasherstellung. 1958 legte Claus bustheit etwas mehr zur Geltung

kommen. Ein Glas Josephine No 3 für Rotwein ist je nach Anbieter für 80 bis 110 Franken erhältlich. Ein Preisvergleich lohnt sich. Das teuerste der funktionalen Weingläser stammt von Zwiesel Fortessa in Zwiesel (DE). Ein Exemplar des Bordeaux-Rotweinglases Air Sense kostet 130 Franken. Konzipiert wurde dieses vom schwedischen Designerduo Carl Philip Bernadotte (Prinz von Schweden) und Oscar Kylberg. Gewöhnungsbedürftig ist die Glaskugel auf dem Boden des Kelchs. Sie hat einen Dekantiereffekt und verstärkt die Intensität der Aromen. G A B R I EL TI N GU ELY

Mehr Informationen unter: zaltoglas.at, riedel.com, josephinen.com, zwiesel-glas.com

Das Teuerste … soll aufzeigen, weshalb exklusive Dinge ihren Preis haben und wie viel Aufwand – häufig gutes Handwerk – in diesen steckt.

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Der Youngstar von Agrano bot Wissen aus der Praxis und Zukunftsthemen Medien

p a r tn e r

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Mitte September trafen sich an der Richemont Fachschule in Luzern 125 Lernende aus den Berufen Koch und Köchin sowie BäckerKonditor-Confiseur zum Youngstar 2026.

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den viel Raum zum Experimentieren hatten. Im Rahmen der Masterclass «Cook with a Champion» bereiteten 13 Lernende unter der Leitung von Niklas Schneider das Mittagessen für rund 185 Gäste zu. Er ist ehemaliges Mitglied der Schweizer Kochnationalmannschaft. Aktuell ist er im Kafi Zweisam in Wettingen/AG tätig und dort für das kulinarische Konzept zuständig. Innerhalb von nur vier Stunden entstand in Team­a rbeit ein köstliches Menü. «Mit jungen Berufsleuten so etwas auf die Beine zu stellen, macht grossen Spass», so Schneider. «Es war toll, wie schnell alle zusammenfanden.» Am Nachmittag hatte dann das Team der Masterclass die Gelegenheit, an zwei frei wählbaren Workshops teilzunehmen und sein Fachwissen gezielt zu vertiefen. «Ich habe die Möglichkeit erhalten, ein Menü von A bis Z zu kochen und konnte mein Wissen zu Croissantteig erweitern», freute sich zum Beispiel die Kochlernende Nasra Rashid.

Der von der Agrano AG organisierte Bildungstag bot vier praxisorientierte Workshops und eine Masterclass. Der Anlass fördert den fachlichen Austausch unter Nachwuchskräften und ermöglicht den direkten Wissenstransfer von erfahrenen Branchenprofis an die nächste Generation. Im Mittelpunkt der vier Workshops standen Fachwissen sowie das Ausprobieren von Techniken und Zutaten. Es waren dies zum einen der Grillworkshop von René Schudel mit seinen Tipps zu Saucen, Marinaden und Rubs. Pâtisseriekünstler Rolf Mürner zeigte, Impulse für die Zukunft in der wie eine Torte aufgebaut und gla- Lebensmittelbranche siert wird. Vera Stockers Demonstration der Touriertechnik zur Zum Auftakt des Youngstar 2026 Herstellung laminierter Teige und richtete Peter Knogl, Küchenchef des Restaurants Cheval Blanc by Peter Knogl in Basel, per Videobotschaft motivierende Worte an «Ich kann viel die Nachwuchskräfte. Und Helena Wissen, auch aus Asfour und Carla Bratschi, Lebensmittelwissenschaftlerinnen der Confiserie, an der ZHAW Wädenswil, sprafür meine Arbeit chen darüber, wie man Nebenströme der Lebensmittelprodukmitnehmen.» tion sinnvoll nutzen kann. Sie H ELEN SCH A EFER , KO CH LER N EN D E zeigten, wie man beispielsweiI M 3. LEH R JA H R , S T. G A LLEN se Kaffeesatz zu Granola verarbeitet. Oder dass Kakaobohnenihrer Füllung fand bei den Bäcker- schalen ausgezeichnete ProteinKonditor-Confiseur-Lernenden lieferanten sind. Weiter präsenbesonderen Anklang. Cléo Arru- tierten sie, wie man Weizenkleie nategui vermittelte kreative An- zu Pulver verarbeiten kann, damit wendungen von Wildpflanzen und es sich für die Herstellung von -kräutern, wobei die Teilnehmen- Brot eignet. DA N I EL A O EG ER LI

ROLF MÜRNER « ES FREUT MICH, DEN JUNGEN ETWAS MIT AUF DEN WEG ZU GEBEN»

CLÉO ARRUNATEGUI «WILDPFLANZEN SIND SPANNENDE ZUTATEN FÜR JEDE KÜCHE»

Zusammen mit seinem Mitarbeiter Ruben Pinto führte Rolf Mürner die Lernenden in die Geheimnisse der Pâtisserie ein. «Mir macht es Freude, den Jungen etwas zu zeigen», sagte der ehemalige Pâtissier-Weltmeister. Bei seiner Komposition aus Passionsfrucht und Baumnuss begann er mit dem Baumnussbisquit, dann folgten ein Passionsfruchtgelee und ein Passionsfruchtganache-Kern. «Alles wird tiefgekühlt und lässt sich wunderbar vorbereiten», erklärte Rolf Mürner. Dann die Passionsfruchtmousse. Abgefüllt in Silikonformen drückte Mürner Gelee und Ganache hinein und schloss mit einer Bisquitrondelle ab. Nach erneutem Tiefkühlen folgten das Glasieren und Dekorieren, bei dem die Lernenden selbst Hand anlegen durften.

Die Gastronomin hat während der Coronapandemie die Wildpflanzen für sich entdeckt und liess sich zur Wildkräuterfachfrau ausbilden. Die Expertin vermittelte kreative Anwendungen von Wildpflanzen, wobei die Teilnehmenden viel Raum zum Experimentieren hatten. «Wildpflanzen eröffnen eine Geschmackswelt, die über das hinausgeht, was wir aus dem klassischen Kräutersortiment kennen», erklärte Arrunategui den Lernenden. Die jungen Berufsleute durften nach einer Einführung selbst Kräuteröl, Gewürzsalz, Wildpflanzen-Dip sowie ein Shortbread herstellen. Dabei liess Cléo Arrunategui ihnen die Freiheit, auszuprobieren, was ihnen schmeckt. Zudem durften sie an verschiedenen Kräutern, Blüten und Samen riechen und sie degustieren.

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Mehr Informationen unter: youngstar.ch

Niklas Schneider stellte das Mittagsmenü zusammen.

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VERA STOCKER « CROISSANT-TEIGE MÜSSEN SEHR PRÄZISE VERARBEITET WERDEN»

RENÉ SCHUDEL « DANK DER ARBEIT MIT JUNGEN MENSCHEN BLEIBE ICH AM BALL»

Die Bäckerin-Konditorin-Confiseurin führte die Lernenden in die Geheimnisse der Touriertechnik zur Herstellung laminierter Teige und ihrer Füllung ein. Ziel des Workshops war, dass alle ein selbst geformtes Croissant mitnehmen durften. «Das Herstellen von Croissants finde ich spannend. Denn die Teige lassen sich vielseitig einsetzen.» Derzeit ist die ehemalige World-Skills-Teilnehmerin an der Richemont Fachschule tätig. Vera Stocker erklärte den jungen Berufsleuten den Unterschied zwischen einem Buttergipfel und einem Croissant: «Der Buttergipfel weist 27 Schichten auf, das Croissant nur 16. Letzteres erhält durch eine aufwendigere Teigführung eine sehr luftige, fluffige und stark blättrige Innenseite. Der Buttergipfel hingegen ist kompakter.»

Der Fernsehkoch René Schudel ist bereits seit Anfang 2014 Teil des Agrano Youngstar: «Dieser Anlass ist eine gute Gelegenheit, den Puls der Jungen zu spüren.» Sein Workshop zum Grillen auf offenem Feuer fand draussen am Vierwaldstättersee statt. Er zeigte den Lernenden, wie sie einfach und schnell eine Gewürzmischung, eine Gemüsesalsa sowie ein Chimichurri herstellen können. «Kochen ist keine Raketen-Wissenschaft», sagte René Schudel. Er erklärte zudem den Unterschied zwischen Grillieren und Barbecue: «Grillieren ist schnell und heiss, Barbecue temperiert und langsam.» Er animierte die jungen Berufsleute immer wieder, zu probieren und erklärte dabei, warum eine ausgewogene Aromatik Salz, Zucker, Säure und verschiedene Gewürze braucht.


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A spe k te

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Weitere Bilder zum Anlass finden Sie im Onlineartikel: hotellerie-gastronomie.ch

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1 Die beiden Lernenden freuen

sich über ein gelungenes «Mäscheli» aus Croissantteig. 2 In Rolf Mürners Workshop dürfen die Lernenden ihre Pâtisserie selbst glasieren. 3 Rolf Mürner erklärt, wie man die Dekoration für die Pâtisserie herstellt. 4 Die Vorspeise mit Entenbrust sous-­v ide, Sellerie, Dörraprikose und Senf, von der Masterclass zubereitet. 5 Beim Workshop von René Schudel dürfen die Lernenden verschiedenste Kreationen vom Grill degustieren. 6 Vera Stocker zeigt, wie man eine Masche aus Croissantteig herstellt. 7 Olga Kryvenko, angehende Konditorin-Confiseurin, in der Master­class «Cook with a Champion». 8 Bei Cléo Arrunategui stehen die Wildkräuter im Mittelpunkt. Die Lernenden bereiten Chicorée vor, um darauf die selbst kreierte Wildkräuterpaste zu degustieren. 9 SVG-Präsident Thomas Leu (r.) im Gespräch mit John Berner, Geschäftsleiter der Agrano AG. B I LD ER CH R I S I S ELI FOTO G R A FI E


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S chwe rpu n k t

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WENN DIE BAHN ZUM REISEZIEL WIRD Die vollen Züge auf das Jungfraujoch oder der Glacierexpress zeigen, dass Bahnreisen bei inländischen und ausländischen Gästen in der Schweiz äusserst beliebt sind. Die Bahnen tragen dazu bei, dass Reisende in Gegenden gelangen, die weniger frequentiert sind wie etwa das Centovalli oder das Puschlav.

RIGI-BAHN

BRIENZ ROTHORN BAHN Die einzig regelmässig verkehrende Dampfbahn in der Schweiz wurde in nur 16 Monaten erstellt. Im Juni 1892 wurde die Bahn eröffnet. Beim Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde der Betrieb eingestellt und konnte erst 16 Jahre später wieder aufgenommen werden. Eine Elektrifizierung wurde nie vorgenommen. Noch heute sind regelmässig historische, kohlebefeuerte Dampfloks aus dem vorletzten Jahrhundert unterwegs. Die Bahnsaison dauert von Juni bis Oktober.

GOLDEN PASS EXPRESS Der Panoramazug Golden Pass Express verkehrt zwischen Interlaken Ost und Montreux. Die Idee, eine durchgehende Meterspurverbindung anzubieten entstand in den 1930er-Jahren. Bis ins Jahr 2022 konnten nur Teilabschnitte befahren werden, weil die Strecke unterschiedliche Spurweiten aufwies. Die Fahrgäste mussten daher in Zweisimmen umsteigen. Seit die Spurweite an den Bahnwagen dank eines variablen Drehgestells verändert werden kann, ist eine durchgängige Fahrt möglich.

1816 eröffnete auf Rigi Kulm da haus der Schweiz. Mit der ersten reisen Gäste seit 1871 ab Vitzna die Bahn erstellt war, mussten d zu Fuss oder mit Mauleseln den Noch heute ist der älteste Zahn Welt, «Nummer 6» aus dem Jah zwischen Goldau und Rigi Kulm Frühling 2022 wurde der histori mit neuen Fahrzeugen ergänzt.

Weitere Informationen Die Rigi ist mit jährlich über 90 eines der beliebtesten Ausflugs rigi.ch

Weitere Informationen Im der Saison 2025 beförderte die Brienz Rothorn Bahn insgesamt 261 722 Personen. brienz-rothorn-bahn.ch

GL ACI

Der Glacie Schnellzug fährt der Z und über d nahe der Q durchquert und St. Mo wie der Ber ­G lacier Exp und erreich

Weitere Informationen Die Strecke ist 115 Kilometer lang und die Fahrt dauert rund drei Stunden und 15 Minuten. mob.ch

JUNGFR AUBAHN Die Jungfraubahn-Gruppe verzeichnete im Jahr 2025 mit fast 3,91 Millionen Gästen einen neuen Besucherrekord. Damit wurden so viele Personen transportiert wie noch nie. Allein auf das Jungfraujoch fuhren mehr als eine Million Gäste. Der Bau der Bahn vor über hundert Jahren gilt als herausragende Ingenieurleistung. Der Unternehmer Adolf Guyer-Zeller plante und setzte die Zahnradbahn um, die von der Kleinen Scheidegg durch den ­Eiger und den Mönch auf das Jungfraujoch führt. Weitere Informationen Zu den Jungfraubahnen gehören unter anderem die Firstbahn, die Harder- oder die Mürrenbahn. jungfrau.ch

Weitere In Im Jahr 20 Glacier Exp glacierexpr


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S chwe rpu n k t

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as erste Berggastn Bergbahn Europas au auf die Rigi. Bis ie Besuchenden n Berg besteigen. nradtriebwagen der hr 1911, regelmässig m unterwegs. Im ische Wagenpark .

0 000 Besuchern sziele der Schweiz.

drian Müller, wissenschaftlicher Projektleiter und Studienleiter ein international bekanntes touCAS Tourismus Excel- ristisches Ziel und ein zentrales lence an der Universität Bern, sagt, Element der Vermarktung der sowie der dass die genannten Bahnen aus Jungfrau-Region touristischer Sicht durchaus Schweiz insgesamt.» Hier dürfte wichtig sind, allerdings in sehr un- für viele Gäste weniger die Bahnterschiedlicher Weise. Ein Glacier strecke im Vordergrund stehen Express, eine Centovallibahn, die als das Erlebnis, beziehungsweise Jungfraubahn oder die Brienz- das Ziel, das man mit der Bahn erRothorn-Bahn sprechen teilweise reichen kann. Dies gilt teilweise andere Zielgruppen an. Sie erfül- auch für andere Bergbahnen: Sie len unterschiedliche Funktionen sind nicht nur Transportmittel, innerhalb einer Reise und beru- sondern Teil eines touristischen hen auch auf unterschiedlichen Gesamtprodukts. «Die genannten Geschäftsmodellen. «Daher las- Bahnstrecken haben damit eine sen sie sich touristisch nicht di- wichtige Funktion für den hiesigen Tourismus», erklärt Adrian rekt miteinander vergleichen.» Grundsätzlich lohne sich die Müller weiter. Sie ermöglichen Unterscheidung zwischen attrak- nicht nur praktische und umwelttiven Ausflugs- und Panorama- freundliche Mobilität, sondern bahnen einerseits und Bergbah- verbinden Landschaft, Aussicht nen beziehungsweise Bahnen zu und Reiseerlebnis. Zudem lassen einem touristischen Hauptziel an- sie sich mit weiteren touristidererseits. «Bei einer Strecke wie schen Angeboten kombinieren der Centovallibahn ist die Bahn- und können dazu beitragen, Gäste fahrt selbst ein attraktives Reise- zwischen verschiedenen Destinaerlebnis und kann einen beste- tionen zu bewegen. Für die Athenden Aufenthalt bereichern», traktivität des Schweizer Tourissagt Adrian Müller weiter. Bei der mus ist entscheidend, dass solche Jungfraubahn sieht laut dem Tou- Angebote in ein sehr gut ausgerismusexperten die Situation an- bautes öffentliches Verkehrssysders aus: «Das Jungfraujoch ist tem eingebettet sind. Die touristischen Bahnen profitieren von der guten Erreichbarkeit und Vernetzung des Landes durch den öffentlichen Verkehr. DA N I EL A O EG ER LI

BERNINA EXPRESS

IER EXPRESS

er Express wird oft als der «langsamste der Welt» bezeichnet. In acht Stunden Zug über 291 Brücken, durch 91 Tunnel den 2033 Meter hohen Oberalppass, Quelle des Rheins. Weiter rheinabwärts t er die Rheinschlucht. Zwischen Thusis oritz befährt der Zug dieselbe Strecke rnina-Express. Die erste Fahrt des press im Juni 1930 startete in Zermatt hte St. Moritz nach knapp elf Stunden.

nformationen 24 sind 313 863 Passagiere mit dem press gereist. ress.ch

Der Bernina Express, der von der Rhätischen Bahn betrieben wird, führt von Chur via St. Moritz über 196 Brücken und durch 55 Tunnel nach Tirano ­ in Italien. Auf den 144 Kilometern überwindet die Bahn in sogenannten Kehrtunneln oder Viadukten insgesamt 1800 Höhenmeter. Die Berninastrecke existiert seit 1910. Erst im Jahr 1973 führte die ­R hätische Bahn die Tagesverbindung offiziell als eigenen Markennamen und Panoramazug ­« Bernina Express» ein.

TINA NEUENSCHWANDER « PANORAMASTRECKEN SIND TOURISTISCH WERTVOLL» Welche Zugstrecken in der Schweiz sind bei Ihnen am meisten gefragt? Der Glacier Express und der Bernina Express gehören zu den am meisten nachgefragten Schweizer Panoramazügen. Beide sind international bekannt und für viele Gäste selbst ein Anlass für eine Reise in die Schweiz. Wie schätzen Sie die touristische Wertschöpfung dieser Strecken ein? Ich schätze sie als hoch ein. Panoramastrecken sind für viele Gäste nicht einfach ein Transportmittel, sondern ein eigener Reiseanlass. Ihre Stärke liegt auch darin, dass sie verschiedene Regionen miteinander verbinden. Dadurch entsteht Wertschöpfung entlang der gesamten Reisekette, bei Hotels und Restaurants ebenso wie bei Bergbahnen, Schifffahrtsgesellschaften und weiteren touristischen Angeboten. Welche der Schweizer Panoramastrecken ist am wenigsten bekannt? Aus unserer Wahrnehmung ist der Gotthard Panorama Express bei internationalen Gästen noch weniger präsent als der Glacier Express, Bernina Express oder Golden Pass. Dabei ist die Reise sehr attraktiv: Sie verbindet die Schifffahrt über den Vierwaldstättersee mit der Fahrt über die historische Gotthard-Bergstrecke bis ins Tessin. Diese Kombination von Schiff und Panoramazug bietet aus touristischer Sicht noch Potenzial.

Weitere Informationen 2024 fuhren 401 165 Gäste mit dem Berninaexpress, seit der Eröffnung waren es zehn Millionen. rhb.ch

Welche Strecke würden Sie einem ausländischen Gast empfehlen, der möglichst viele verschiedene Landschaftsformen erleben möchte? Ich würde den Bernina Express empfehlen. Auf einer einzigen Zugreise erlebt man unterschiedliche Landschaften: Bündner ­Täler, die hochalpine Landschaft am Berninapass sowie das Val­ Poschiavo und Tirano mit südlichem Charakter.

CENTOVALLIBAHN Die Bahn führt von Locarno/TI durchs Centovalli bis nach Domodossola. Wie die ehemalige Maggiatalbahn und die Standseilbahn Locarno– Madonna del Sasso ist auch die Centovallibahn auf die Initiative des Stadtpräsidenten von Locarno Francesco Balli gegen Ende des 19. Jahrhunderts zurückzuführen. Bis 1990 war die Piazza della Stazione Endstation, seitdem gibt es einen unterirdischen Bahnhof. Die Strecke ist 52 Kilometer lang und führt über 83 Viadukte und 31 Tunnel.

Zur Person

Weitere Informationen Jährlich nutzen mehr als eine halbe Million Menschen die beliebte Panoramastrecke. vigezzinacentovalli.com

G E S TA LT U N G SO N JA D EM A R M EL S

Tina Neuenschwander ist ­ etriebsökonomin und seit B 2007 bei Railtour Suisse tätig. Sie war unter anderem CFO und Head of Touristik. Seit 2023 amtet sie als CEO.


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Situation/Gefährdung Klemm-, Quetsch- und Scherstellen, Schnitt­ verletzungen, Brand- und ­Explosionsgefahr

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Damit am Ende des Monats nicht nur Tage übrig bleiben

Produktion und Verpackung (Teil 24b) Kombinierte ­Konditoreimaschinen Walzwerk, Rühr- und Knetmaschine, Uni­ versal-Reibmaschine

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«EKAS-Tipps» erscheinen alle zwei Wochen und vermitteln ­W issenswertes rund ums Thema Arbeitssicherheit.

Massnahmen Zum Reinigen der Walzen Schutzkeil einlegen.

Um zu rentieren, muss ein Betrieb seine Ausgaben ­ im Griff haben. Ein klares Budget hilft ihm dabei. Dieses Werkzeug sollte auch im Privatleben genutzt werden, damit am Ende des Monats vom Lohn noch etwas übrig bleibt.

Egal, ob man einen Schuldenberg abbauen oder dessen Anhäufen von Anfang an unterbinden möchte: mit einem gescheiten Budget klappt das am besten.

den Variablen gehören Positionen wie Lebensmittel, Besuche im Coiffeur- oder Beautysalon, alle Freizeitaktivitäten und weitere persönliche Wünsche. Mit anderen Worten alle Kosten, die man Einnahmen auflisten, Fixkosten durch sein Verhalten und Hanerfassen und Spielraum planen deln direkt beeinflussen kann. Um die Kosten im Blick zu haben, Eine ehrliche Bestandsaufnahme sollte man alle – wirklich alle – ist die Basis für jedes Budget. Zu- Ausgaben notieren. Dann fällt erst wird die jeweilige Einnahme- nämlich rasch auf, wie viel Geld situation analysiert. Wie hoch ist einem monatlich durch die Hände der Nettolohn? Gibt es reg elmäs- rinnt für Kleinigkeiten wie ein Kaugummipäckli hier und einen Energy-Drink da. Diverse Banken, VersicherunJeder vierte 18gen und Konsumentenorganisationen bieten online Budgetrechner bis 24-Jährige gibt an. Unter budgetberatung.ch gibt mehr Geld aus, es zudem Musterbudgets, fertige als er einnimmt. Vorlagen sowie eine Budget-App.

Wer dieses Jahr seine berufliche Grundbildung im Gastgewerbe mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis abgeschlossen hat, darf mit einem Mindestlohn von 4528 Franken rechnen. Das fühlt sich direkt nach der Lehre nach viel Geld an. Entsprechend locker sitzen Kreditkarte, Portemonnaie Hände weg vom Trinkgeld und Bezahltools. Doch schon bald wird man von der Realität einge- sige Nebeneinkünfte, Renten oder holt – und oft auch von Schulden. Kinderzulagen? Den festen Ein- Eine Position, die in keinem BudIn der Schweiz ist – je nach nahmen stellt man dann die Fix- get vergessen werden darf, sind Quelle – ein Viertel bis ein Drittel kosten, also die regelmässig anfal- die Rücklagen: für Steuern, Alder jungen Erwachsenen im Alter lenden Ausgaben gegenüber. Zu tersvorsorge, Weiterbildung und von 18 bis 24 Jahren verschuldet. den Fixkosten zählen: Wohn- Notgroschen. Fachleute empfehZu den Hauptgründen zählen: On- kosten inklusive Strom, Wasser, len, mindestens zwei, besser noch line-Einkäufe, Streamingdienst- Heizung, Krankenkassen- und drei Monatslöhne als Reserve für und Smartphone-Abos, Kranken- Versicherungsprämien sowie Kos- unerwartete Situationen auf die kassenprämien und Steuerforde- ten für Mobilität (ÖV oder Auto in- Seite zu legen. Eine Möglichkeit, den Sparstrumpf ohne direkten rungen. Gemäss der Plattform klusive Unterhalt und Parkplatz). steuern-easy.ch sitzt die Hälfte Zieht man die Fixkosten von Verzicht zu füllen, ist das Trinkder Personen fünf Jahre später den Einnahmen ab, sieht man so- geld. Dieses Geschenk der Gäste noch immer auf einem Schulden- fort, welcher finanzielle Spiel- packt man am besten aus Prinzip berg. Viele schaffen es gar nie, sich raum einem übrig bleibt, um die unangetastet aufs Sparkonto oder aus der Schuldenfalle zu befreien. variablen Kosten zu decken. Zu in einen Sparfonds. R I CC A R DA FR EI

Abstreifmesser vorsichtig entfernen und zum Reinigen schnittsichere Handschuhe tragen.

Walzen möglichst von unten her reinigen und Instruktionen schriftlich festhalten.

Die Tipps stammen aus der B ­ roschüre «Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Bäcker-Confiseur-Gewerbe», herausgegeben von der Eidgenössischen ­Koordinations­kommission für Arbeits­s icherheit EKAS. Die Broschüre kann gratis heruntergeladen werden unter: ekas.admin.ch

Z VG

Besser mit Geld umgehen Ein altes Sprichwort lautet: «Das Geld kommt hinkend rein, und geht tanzend raus.» Diesen Eindruck dürften ­viele Erwerbstätige haben. Ebenso wie den Eindruck, man müsse viel Geld, Zeit und W ­ issen haben, um sich im Finanz­ dschungel zurechtzufinden. Mit dem Buch «Meine Finanzen meistern für Dummies» will die Ökonomin Claudia Müller die Lesenden eines Besseren belehren. Die Autorin gibt konkrete Tipps für die Alltagsfinanzen. Zum Beispiel, wie man mit Geld in der Beziehung umgehen und finanziell für die Kinder und fürs eigene Alter vorsorgen kann. Und selbstverständlich kommt auch das Thema Vermögensaufbau mit Immobilien, Börseninvestitionen und alternativen Investitionsformen nicht zu kurz. «Meine Finanzen meistern für Dummies» Claudia Müller, Wiley-VCH GmbH Taschenbuch, ISBN 978-3-527-71925-9 Fr. 29.90

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H ote l & G as tro U nion

Bestens vorbereitet auf die praktische Prüfung

Zum ersten Mal nahm Anfang September eine gesamte Klasse gemeinsam am praktischen Vorbereitungskurs des Berufsverbands Service Restauration teil. An drei Tagen haben sie das praktische Können gezielt trainiert und vertieft: vom Filetieren und Tranchieren über die Cocktailzubereitung bis hin zum anspruchsvollen Probeservice. Bereits am ersten Tag ging es direkt an die Arbeit. Im Zentrum standen der erste praktische Parcours sowie die Barschulung. Ziel war, die Inhalte des Skills Books nicht nur theoretisch zu kennen, sondern sie Schritt für Schritt praktisch anzuwenden und zu festigen. Dabei war ein breites Spektrum an handwerklichen Fertigkeiten gefragt: Forellen wurden fachgerecht filetiert, Poulets zerlegt sowie Entrecôte double, Koteletts und Lammracks tranchiert. Zahlreiche weitere Arbeiten aus dem Prüfungsprogramm boten den Teilnehmenden

Gelegenheit, Abläufe zu trainieren, Techniken zu verfeinern und wertvolle Tipps für die Prüfung mitzunehmen. Die erfahrenen Kursleitenden Daniela Jaun und Markus Gugl begleiteten die Kandidatinnen und Kandidaten durch die praktischen Arbeiten und teilten ihre Erfahrung. Von Stroganoff über Tatar bis zur Eistorte Parallel dazu drehte sich an der Bar alles um Shaker, Gläser und die richtige Technik. Thomas

Huhn, Barchef im Grand Hotel Les Trois Rois in Basel, demonstrierte sowohl bekannte Cocktailklassiker als auch moderne Kreationen. Dabei standen nicht nur das korrekte Rezept im Mittelpunkt, sondern auch Arbeitstechnik, Präsentation und ein professioneller Auftritt hinter der Bar. Am Montag ging das praktische Training nahtlos weiter. Mit Eistorte, Filet de Bœuf Stroganoff und Tatar warteten weitere anspruchsvolle Aufgaben. Präzision, Organisation und sauberes Arbeiten waren gefragt. Auch das

Mit Wolfgang Pierer vertiefen die Teilnehmenden ihr Weinwissen und lernen, wie B I LD ER Z VG sie dieses im Weinservice einbauen können.

Mehr Informationen unter: hotelgastrounion.ch

14 angehende Bereichsleitende Restauration nutzten die Gelegenheit, um mit Fachexperten für die praktische Prüfung zu üben.

Im praktischen Parcours steht unter anderem Flambieren an.

Weinwissen durfte an den Vorbe- für einige Stunden ein Restaureitungstagen nicht fehlen. Kurs- rantbetrieb. Neben dem handleiter Wolfgang Pierer vermittelte werklichen Können waren Gastden Kandidatinnen und Kandi- geberqualitäten, Kommunikation, daten wichtige Fachkenntnisse Organisation und ein souveräner rund um Wein und den richtigen Auftritt gefragt. Pascal Melliger Service und verband dabei die sorgte derweil in der Küche dafür, Theorie mit der praktischen An- dass alle Komponenten für die Kandidatinnen und Kandidaten wendung im Berufsalltag. vorbereitet waren und der ProbeDer Probeservice als ultimative service unter möglichst realistiZwischenprüfung schen Bedingungen durchgeführt werden konnte. Der Dienstag stand schliesslich Nach drei intensiven Tagen ganz im Zeichen des Probeservice konnten die Teilnehmenden kon – und damit einer möglichst reali- krete Rückmeldungen und werttätsnahen Vorbereitung auf die volle Hinweise für die weitere Prüfung im kommenden Frühling. Vorbereitung mitnehmen. Nun Für jede Kandidatin und jeden haben sie Zeit, das Gelernte weiKandidaten wurden zwei Gäste ter zu festigen und an den letzten eingeladen, denen sie ein viergän- Details zu arbeiten. Im Mai wargiges Menü servierten. Damit tet mit der Berufsprüfung der wurde aus dem Trainingsraum nächste grosse Schritt. ( AGU)

Oberwallis & Zentralschweiz

Zürich & Ostschweiz

Tessin & Graubünden

Oberwallis & Zentralschweiz

Bern & Nordwestschweiz

Zu Besuch bei Bruno’s Best

Coca-Cola hautnah

Die Welt der Schokolade

Fussballturnier

Stammtisch bei Aargau Verkehr

Während des exklusiven Rundgangs kann ein spannender Blick hinter die Kulissen von Bruno’s Salatsaucen geworfen werden. Im Anschluss an die Führung gibt es einen gemütlichen Apéro.

Exklusive Betriebsbesichtigung mit spannenden Einblicken in ­ die Welt der Getränkeproduktion. Nach dem Rundgang gibt es einen gemütlichen Apéro.

Was braucht es eigentlich, bis aus Kakao feinste Schokolade wird? Die Führung zeigt den gesamten Herstellungsprozess hautnah.

Fussballturnier unter dem Motto: Fairplay und Teamspirit. Für Verpflegung ist gesorgt.

Spannende Einblicke in verschiedene Fachbereiche des Unternehmens mit der Möglichkeit, die tägliche Arbeit, betriebliche Abläufe sowie technische und infrastrukturelle Bereiche näher kennenzulernen. Beim Apéro kommt auch der Austausch nicht zu kurz.

Programm Donnerstag, 15. Oktober 9.30 bis 12.00 Uhr Bruno’s Best AG, 6060 Sarnen

Wann und Wo? Montag, 19. Oktober 15.30 bis 18.00 Uhr Coca-Cola HBC Schweiz AG 8305 Dietlikon

Anmelden hotelgastrounion.ch (Events) Anmeldeschluss: 11. Oktober

Anmelden hotelgastrounion.ch (Events) Anmeldeschluss: 10. Oktober

Kosten Lernende gratis Mitglieder Fr. 10.– Nichtmitglieder Fr. 20.–

Kosten Mitglieder und Lernende gratis Nichtmitglieder Fr. 10.–

Hinweis Die Bruno’s Best AG ist ab Bahnhof Sarnen Nord in 12 Gehminuten erreichbar. Parkplätze stehen vor Ort zur Verfügung.

Hinweis Aus hygienischen Gründen sind geschlossene Schuhe und lange Hosen obligatorisch. Lange Haare müssen während der Besichtigung zusammengebunden werden.

Wann und Wo? Dienstag, 20. Oktober 13.45 bis 16.30 Uhr Chocolat Stella, 6512 Giubiasco Anmelden hotelgastrounion.ch Kosten Mitglieder und Lernende gratis Nichtmitglieder Fr. 10.– Hinweis Für den Zutritt zu den Produktionsbereichen gilt: Lange Hosen, Bauch bedeckt, geschlossene, flache Schuhe ohne Absatz, kein Schmuck und keine Accessoires. Während der Führung gibt es je nach Bereich Temperaturen von ca. 19 bis 32 Grad, bitte entsprechende Kleidung wählen.

Wann und Wo? Dienstag, 27. Oktober 11.30 bis 17.00 Uhr Sportplatz Allmend, 6000 Luzern Anmelden hotelgastrounion.ch (Events) Anmeldeschluss: 10. Oktober Kosten Mitglieder und Lernende gratis Nichtmitglieder Fr. 10.– Hinweis Anmeldung als Einzelperson oder als Team. Fussballschuhe, Schienbeinschoner und Trainingshosen sind mitzubringen. Ein Team-Shirt wird von der Region zur Verfügung gestellt. Jedes Team bringt einen Preis für die anderen Teams mit (Richtwert Fr. 100.–).

Wann und Wo? Dienstag, 27. Oktober 17.15 bis 20.30 Uhr Bahnof Schöftland Anmelden hotelgastrounion.ch Kosten Gratis, ÖV auf eigene Kosten Hinweis Start ist am Bahnhof Schöftland, Schluss beim Bahnhof Aarau. Die Anreise mit dem ÖV wird daher empfohlen. Die ÖV-Fahrten während der Veranstaltung gehen zulasten der Teilnehmenden.

Scannen und mehr erfahren: Direkt online ein Ticket bestellen

Netzwerk-Anlässe in den Regionen


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Pagina Ita lia na

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Al via le trattative per il nuovo CCL

Salari HGU chiede supplementi salariali vincolanti per il lavoro nei fine set­ timana e nei giorni festivi. «Chi la­ vora regolarmente quando gli altri sono liberi rinuncia a momenti importanti della propria vita so­ ciale. Questo sacrificio deve essere riconosciuto anche dal punto di vista economico», sottolinea Ro­ ger Lang. HGU chiede inoltre di considerare l’esperienza profes­ sionale nei salari minimi, ade­ guare i salari effettivi al rincaro, garantire la tredicesima completa dal primo giorno di lavoro e au­ mentare i salari minimi. Orario di lavoro e tempo libero Per HGU, una migliore pianifica­ zione del lavoro è fondamentale: i piani di lavoro dovrebbero essere

HOTELLERIE GA STRONOMIE ZEITUNG CXLI. JAHRGANG IMPRESSUM

Il CCL del settore della panetteria, pasticceria e confetteria scadrà a fine 2028. Le parti sociali tornano al tavolo delle trattative. Quali sono le richieste di HGU? Il settore svizzero della panetteria, pasticceria e confetteria è sotto pressione: cresce la concorrenza della grande distribuzione e dei prodotti importati, mentre man­ cano personale qualificato e nuove leve. «Siamo consapevoli dei pro­ blemi del settore», afferma Roger Lang di Hotel & Gastro Union HGU. «Ma la risposta non può es­ sere rinunciare a migliorare le condizioni di lavoro e mantenere bassi i salari». Il 13 ottobre inizie­ ranno le trattative per il nuovo CCL. HGU e il suo delegato Roger Lang presenteranno richieste in quattro ambiti.

Luzern, den 30. September 2026

Herausgeberin Hotel & Gastro Union Adligenswilerstrasse 22 6006 Luzern Tel. 041 418 22 22 (Geschäftsstelle Luzern) Tel. 021 616 27 07 (Geschäftsstelle Lausanne) info@hotelgastrounion.ch hotelgastrounion.ch Verlag Hotellerie Gastronomie Verlag Adligenswilerstrasse 22 6006 Luzern Tel. 041 418 24 44 info@hotellerie-gastronomie.ch hotellerie-gastronomie.ch Verlagsleitung und Chefredaktion HGZ Jörg Ruppelt (rup) Andrea Decker (ade/stv.) Redaktionsleitung HGZ Gabriel Tinguely (gab) Angela Hüppi (ahü/stv.) Rédacteur en chef Hebdo Patrick Claudet (pcl)

Investire in buone condizioni di lavoro significa migliorare le prospettive future dell’intero settore.

comunicati entro metà mese per il mese successivo. HGU chiede inol­ tre di aumentare da sei a nove i giorni festivi retribuiti all’anno. «I giorni festivi hanno un partico­ lare valore sociale. Chi lavora in queste giornate rinuncia a tempo

Roger Lang, responsabile Diritto, Politica sociale e Campagne di Hotel & Gastro Union, rappresenta HGU nelle trattative per il CCL.

prezioso da trascorrere con la fa­ miglia e gli amici», afferma Lang. Prestazioni sociali e formazione HGU chiede anche un migliora­ mento della continuazione del

­pagamento del salario in caso di assenza dal lavoro. «Chi percepi­ sce un salario lordo basso difficil­ mente può permettersi una ridu­ zione del proprio reddito in caso di assenza», spiega Roger Lang. Sono inoltre richiesti miglioramenti nell’ambito della previdenza pro­ fessionale, ad esempio attraverso contributi più elevati da parte dei datori di lavoro e piani di rispar­ mio più vantaggiosi. HGU punta inoltre a una regolamentazione che riconosca in futuro le giornate dedicate alla formazione continua come giorni liberi retribuiti. «Siamo consapevoli che non tutti i miglioramenti possono es­ sere realizzati dall’oggi al do­ mani», precisa Lang. «Un settore che vive dell’artigianato deve in­ vestire nelle persone. Per farlo serve una prospettiva di sviluppo condivisa. Solo così sarà possibile

K E YS TO N E-SDA

trattenere il personale qualificato, attirare nuove leve, rafforzare le aziende e garantire un futuro al settore.» J Ö RG R U P P ELT/S EB

Un nuovo CCL dal 2029 L’attuale CCL, in vigore dal 1° luglio 2025, scadrà il 31 di­ cembre 2028. L’obiettivo delle parti sociali è concludere entro la fine del 2027 le trattative per un nuovo contratto col­ lettivo di lavoro. Se sarà raggi­ unto un accordo, potrà essere presentata al Consiglio federale una domanda per il conferimento dell’obbligato­ rietà generale. Il nuovo CCL potrebbe così entrare in vigore il 1° gennaio 2029.

Verkauf Josef Wolf (Verkaufsleiter) Sebastian Schmid (Sales Consultant) Beat Unternährer (Sales Consultant) Iris Fischer (Buchhaltung) Karin Huwyler (Kundendienst Anzeigen) Redaktion Patrick Claudet (pcl) Andrea Decker (ade) Riccarda Frei (rif) Alice Guldimann (agu) Angela Hüppi (ahü) Ruth Marending (rma) Daniela Oegerli (doe) Jörg Ruppelt (rup) Gabriel Tinguely (gab) Online-Redaktion Andrea Decker (ade/Leitung) Alice Guldimann (agu) Redaktionelle Mitarbeit Véronique Benoit (vbe) Selena Brusorio (seb/Pagina italiana) Alexandre Caldara (aca) Bertrand Denzler (bde) Gestaltung Pierina Bucher (Leitung) Sonja Demarmels (Grafikerin) Maike Luttenberger (Polygrafin) Aylin Sancar (Polygrafin) Korrektorat Antje Giovannini Druck DZB Druckzentrum Bern AG, Zentweg 7, 3006 Bern

W ET TB E W E R B

Mitmachen und gewinnen: 4 × Eintritt und 1 Einkaufsgutschein In welchem Jahr wurde die heutige Hotel & Gastro Union gegründet?

A) 1826

Der Preis im Wert von 150 Franken wurde gesponsert von aeschbach-chocolatier.ch

B) 1886

C) 1916

Im Herzen der Schweiz kreiert Aeschbach Chocolatier mit erlese­ nen und natürlichen Zutaten ex­ klusive Schokoladenspezialitäten von höchster Qualität. Alle Krea­ ti­­onen werden in Handarbeit und nach hauseigenen Originalrezep­ ten hergestellt. Die Besucherin­n en und Besucher tauchen ein in die Welt der Schokolade und erleben diese mit all ihren Sinnen. Bei ei­ nem interaktiven Rundgang erfah­ ren sie alles über die Geschichte der Schokolade und die Herstel­

lung der verführerischen Hausspe­ zialitäten von Aeschbach Choco­ latier. Anschliessend kreieren sie ihre Lieblingsschokolade und neh­ men sie mit nach Hause. Einsendeschluss ist der 12. Okt. 2026. ­ enden Sie Ihre Antwort an: Redaktion S ­H otellerie Gastronomie Zeitung, PF 3027, 6002 Luzern, oder mit einer Mail an: wettbewerb-hgz@hotellerie-gastronomie.ch Der Gewinner aus Ausgabe Nr. 20/26 ist Daniel Willi, Wädenswil.

Alle Rechte vorbehalten. Jede Verwendung der ­r edaktionellen Inhalte bedarf der schriftlichen ­Z ustimmung durch die Redaktion. Die in dieser ­Zeitung publizierten ­I nserate dürfen von Dritten ­w eder ganz noch teilweise ­kopiert, b ­ earbeitet oder sonst wie verwertet werden. KI-Nutzungsrichtlinien Der Hotellerie Gastronomie Verlag nutzt KI-Tools ausschliesslich für Recherche, Transkription, ­Ü bersetzung, Datenanalyse und die Optimierung von Texten, nicht jedoch für das Verfassen ­r edaktioneller Inhalte. Hotellerie Gastronomie Zeitung Die Hotellerie Gastronomie Zeitung ist die auf­ lagenstärkste und meistgelesene Zeitung im ­S chweizer Gastgewerbe. Mit einer von der Werbemedienforschung (WEMF) beglaubigten Auflage von 23 881 und ihren ­a usgewiesenen Mehrfach­lesern erreicht die Zeitung in der ganzen Schweiz wöchentlich über 125 000 Fachpersonen aus dem Gastgewerbe und seinen artverwandten ­B ranchen. Die Druck­a uflage beträgt d ­ urchschnittlich 28 823 Exemplare (deutsch/französisch). Hotellerie Gastronomie Magazin Mit den zweisprachigen Magazinen, die vier Mal im Jahr in Deutsch und Französisch erscheinen, betrat der Hotellerie Gastronomie ­Verlag 2011 verlegerisches Neuland. Diese hochwertigen, monothematischen Gastrozeitschriften kommen wie Lifestyle-Magazine für den Endkonsumenten daher, richten sich aber ­ausschliesslich an den Branchenprofi. Jede Ausgabe fokussiert dabei auf ein bestimmtes Fach­thema. Die Magazine werden der Hotellerie ­Gastronomie Zeitung lose beigelegt. Dadurch werden sie ­zielgruppenorientiert in der Branche diffundiert. Die Druckauflage beträgt durchschnittlich 31 500 Exemplare (deutsch/französisch).


Luzern, den 30. September 2026

HGZ No 22

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H ote l & G as tro U nion

Zukunft des Berufs gemeinsam gestalten

Die Arbeitswelt verändert sich und damit die Anforderungen an Menschen, Führung, Bildung und Zusammenarbeit. Doch was be­ deutet das ganz konkret für die Hotellerie und Hauswirtschaft?

Welche Kompetenzen braucht es morgen? Wie gelingt es, Men­ schen für eine Aus- und Weiterbildung und eine langfristige ­Kar­riere in der Branche zu begeis­ tern? Diese Themen werden an der Tagung des Berufsverbands Hotellerie & Hauswirtschaft in der Messe Luzern diskutiert.

der höheren Berufsbildung und der Berufsbildung 2030. Mit dem aktuellen Projekt «Gastgewerbli­ che Berufsbildung 2030» möch­ ten die Bildungsverantwortlichen zu einer langfristigen Sicherung des Berufsnachwuchses und der Wettbewerbsfähigkeit der Hotel­ lerie und Gastronomie beitragen. Weiter teilt der Schweizer Fu­ Perspektiven der Berufsbildung turist Joël Luc Cachelin seine Ge­ danken zur Zukunft der Hotelle­ Auf dem Programm stehen ver­ rie-Hauswirtschaft. Er sagt zum schiedene Referate. Unter ande­ Beispiel, dass der Mensch nie aus rem informiert Reto Walther, Be­ der Branche verschwinden wird: reichsleiter Bildungsangebot bei «Menschen sind immer dazu da, Hotel & Gastro formation Schweiz Vertrauen aufzubauen und Gast­ in Weggis/LU über die Revision freundschaft herzustellen.»

Der Mensch lässt sich nie ganz ersetzen Der Schweizer Futurist blickt in seinem Referat an der Tagung auf die Zukunft der Hotellerie und Hauswirtschaft. Welches ist der Schwerpunkt Ihres Referats? J O ËL LU C C AC H EL I N : Einen Blick auf das, was den Alltag in der Hauswirtschaft verändern könnte: fehlende Mitarbeitende, Roboter und künstliche In­ 2009 gründete Joël Luc Cachelin telligenz. Ich drehe dabei die die Wissensfabrik. M A X I N D U LLI K EN Frage um: Zukunft entsteht nicht nur durch Neues, son­ dern durch das Weglassen. reichen die Aufgaben. Wo mög­ lich, übernehmen Maschinen Welches ist Ihr Bezug zur das Repetitive. Verantwortung Hauswirtschaft? tragen können sie jedoch nicht. Beruflich arbeite ich seit lan­ Auch künftig sind Menschen gem in der Arbeitswelt der besser darin, wahre Gast­ Zukunft, wo beispielsweise in freundschaft herzustellen. Spitälern die Hauswirtschaft eine wichtige Rolle spielt. Pri­ Wo sehen Sie die Branche in zehn Jahren? vat bin ich vor allem Gast. Bestehende Trends werden In der Hotellerie ist der sich verstärken: die Ansprüche Mensch der wichtigste an die Nachhaltigkeit, mögli­ Faktor. Ist eine Alternative che personelle Engpässe, der demografische Wandel, insbe­ überhaupt denkbar? Technik ersetzt keine Berufe, sondere in Form von Alterung sie verschiebt aber in allen Be­ und Migration. (D O E)

Welche Möglichkeiten bietet die Branche jungen Berufsleuten? An einer Podiumsdiskussion un­ terhalten sich unter anderem die Hotelmanagerin Eveline Burkard und die Housekeeperin des Jahres 2024, Nadia Albecki, zum Thema: «Hauswirtschaft hat Zukunft – aber welche?» Auf die Frage, was sie sich künftig für die Branche wünscht, sagt Eveline Burkard: «Ich wünsche mir, dass die Haus­ wirtschaft den Stellenwert in un­ serer Gesellschaft bekommt, den sie verdient. Und zudem, dass auch unsere Berufe stärker an Be­ deutung gewinnen.» Die hauswirtschaftliche Be­ triebsleiterin bei der ClieniaGruppe, Nadia Albecki, wünscht sich vor allem mehr Professionali­ tät in der gesamten Hierarchie und zwar von der Basis bis zur Geschäftsleitung. «Gerade im Ge­ sundheitswesen arbeiten sehr viele Quer- und Neueinsteigende. Das ist eine grosse Chance, gleich­ zeitig braucht es aber Fachwissen, Ausbildung und Entwicklungs­ möglichkeiten.» Und dies gelte ge­ nauso für Leitungskräfte: «Gute Führung in der Hotellerie-Haus­ wirtschaft passiert nicht neben­ bei. Es braucht ein Fundament.» Eveline Burkard, die als Ge­ schäftsführerin der Ospelt Hotel Anstalt und Hotelmanagerin des B & B Hotel Liechtenstein-Eschen amtet, sagt, dass man in den Ho­ tels teilweise viel Zeit für Lauf­ wege verliere – durch fehlende In­ formationen, doppelte Kontrollen

Die aktuelle Housekeeperin des Jahres, Teresa Rodrigues, wird ebenfalls Gast an ROY M AT T ER der Tagung des Berufsverbands Hotellerie & Hauswirtschaft sein.

Mehr Informationen unter: hotelgastrounion.ch

Die Tagung des ­B erufsverbands Hotellerie & Hauswirtschaft vermittelt Wissen und einen Blick nach vorn.

oder schlechte Kommunikation der Austausch unter Berufskolle­ zwischen Réception, Technik und ginnen und -kollegen Platz. Nach Hauswirtschaft. «Die Digitalisie­ dem offiziellen Teil stehen ein rung könnte die Mitarbeitenden Apéro riche am HGU-Stand an der enorm unterstützen. Auch die Au­ Zagg sowie eine Führung hinter tomatisierung und die Robotik die Kulissen der Messe Luzern auf könnte gewisse repetitive oder dem Programm. DA N I EL A O EG ER LI körperlich belastende Arbeiten übernehmen.» Dadurch hätten die Mitarbeitenden mehr Zeit für Tagung 2026 die Qualitätskon­ trolle, beim Er­ kennen von Problemen und letzt­ lich bei allem, was Aufmerksam­ Die Tagung des Berufs­ verbands Hotellerie & Haus­ keit und Verantwortung benötigt. wirtschaft findet am Dienstag, Dem pflichtet Nadia Albecki bei: «Für mich gibt es keine voll­ 27. Oktober, von 9 bis 14 Uhr ständige Alternative zum Men­ im Forum der Messe Luzern schen. Technik kann vieles schnelstatt. Tickets und weitere In­ ler oder effizienter machen, aber formationen zum Anlass sind auf der Website des Berufs­ sie spürt nicht, was ein Mensch in verbands hotelgastrounion.ch diesem Moment gerade braucht.» Namentlich im Gesundheitswe­ erhältlich. sen erlebe sie das jeden Tag. Manchmal sei es ein freundliches Wort, ein kurzer Blick oder eine Diskussion und Anerkennung kleine Aufmerksamkeit, die den Es stehen einige Referate gewissen Unterschied machen: sowie eine Podiumsdiskussion «Deshalb wünsche ich mir Tech­ zum Thema «Hauswirtschaft nologie dort, wo sie uns unter­ hat Zukunft – aber welche?» stützt und entlastet. Die dadurch auf dem Tagungsprogramm. gewonnene Zeit sollten wir dort Ausserdem ist die Verleihung einsetzen, wo sie wirklich zählt: vom «Staubwedel» als Aus­ beim Menschen.» zeichnung für ausserordentli­ Selbstverständlich hat an der ches Engagement für Tagung des Berufsverbands auch den B ­ erufsverband geplant.

A N Z E I G E

ÖFFENTLICHES FINALE

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B äcke rei & Conf ise rie

HGZ No 22

Zwei Backstuben, doppelte Unterstützung und ein Ziel

ten eine Idee oder ein Bild im Kopf und haben versucht, diese direkt umzusetzen. Bei anderen brauchten wir länger. Dann hiess es immer wieder ausprobieren, Fehler machen und daraus lernen. Wer unterstützt Sie?

JA EL : Unsere Ausbildner in unse-

ren Lehrbetrieben helfen uns sehr. Eine grosse mentale Unterstützung sind zudem unsere Familien und Freunde. Sie mussten immer als Versuchskaninchen herhalten und alle unsere Produkte testen.

Amelie Reissnecker und Jael Bregy arbeiten in unterschiedlichen Lehrbetrieben. Für den Brot-Chef bündeln sie ihre Erfahrungen.

«Unsere Strategie: Wir probieren aus, machen Fehler und lernen daraus.»

Wie fühlten Sie sich, als Sie von der Qualifikation erfuhren? A M EL I E: Ich fühlte leichte Panik und hatte überhaupt nicht damit gerechnet. Danach überwog dann aber schnell die Vorfreude. JA EL : Bei mir waren es ebenfalls Angst und leichte Panik, gleichzeitig aber auch Aufregung.

«Aus unserer Bekanntschaft wurde ein richtig gutes Team.»

JA EL B R EGY, FI N A LI S TI N

Mehr Informationen unter: brot-chef

Sie kennen sich aus der Berufsschule, arbeiten aber in unterschiedlichen Bäckereien. Wie funktioniert das? A M EL I E: Wir haben uns schon immer gut verstanden. Als wir beschlossen haben, gemeinsam am Brot-Chef teilzunehmen, wurde aus unserer Schulbekanntschaft ein richtig gutes Team. Das liegt wohl vor allem daran, dass wir beide ehrlich und zielstrebig sind.

Luzern, den 30. September 2026

Warum können Sie den Brot-Chef gewinnen? A M EL I E: Wir sind beide perfektionistisch, zielstrebig und auch ein bisschen stur. Ausserdem haben wir viel Leidenschaft für unseren Beruf und unsere Produkte. Mit dieser Mischung ist es auf jeden Fall möglich, den Sieg zu holen. JA EL : Gerade weil wir ähnlich denken, sind wir inzwischen ein eingespieltes Team, das immer alles gibt und nie aufgibt. A N D R E A D ECK ER

Die anfängliche Panik ist längst der Vorfreude gewichen: Jael Bregy und Amelie Reissnecker fiebern ihrem gemeinsamen LU K A S B I D I N G ER Auftritt beim Brot-Chef-Finale entgegen und freuen sich auf das Kräftemessen in der Backstube.

A M EL I E: Meine Stärken liegen im

A M EL I E: Es ist schon beängstigend. Zeitmanagement. Ich arbeite zü- Ich denke aber, dass wir dank ungig und exakt, was uns im Wettbe- serer Vorbereitung und mit der werb sicher helfen wird. Ausser- nötigen Konzentration unser Besdem versuche ich, immer positiv tes geben können. zu bleiben. Ich hoffe, dass ich so A M ELI E R EI S S N ECK ER , FI N A LI S TI N auch in stressigen Situationen für Was halten Sie vom Motto eine gute Stimmung sorgen kann. «Zirkus»? JA EL : Dass wir nicht im gleichen JA EL : Ich bin sehr gerne kreativ JA EL : Es bietet viele MöglichkeiBetrieb arbeiten, kann beim Üben und experimentierfreudig – nicht ten, kreativ zu werden. Trotzdem zwar ein Nachteil sein, bringt aber nur im Beruf, sondern überall. muss das Produkt immer im Mitauch Vorteile: Wir erhalten Un- Wenn mir etwas Spass macht, telpunkt stehen. Deshalb haben terstützung aus zwei Betrieben kann ich mich darin verlieren und wir uns bei jeder Idee zuerst geund unterschiedliche Meinungen sehr viel Zeit investieren. fragt, ob sie geschmacklich und zu unseren Produkten. handwerklich funktioniert. Wie ist es für Sie, unter Zeitdruck und vor Publikum Was glauben Sie, zeichnet Sie Was fordert Sie bei der arbeiten zu müssen? beide fachlich besonders aus? Zeitplanung besonders?

Eine Herausforderung wird sein, in derselben Backstube aneinander vorbeizuarbeiten und uns Öfen, Arbeitstische und Knetmaschinen zu teilen. Deshalb achten wir bei der Vorbereitung genau auf Herstellungs-, Gär- und Backzeiten. Auf dieser Grundlage erstellen wir unseren Zeitplan. JA EL : Wenn mehrere Produkte gleichzeitig entstehen, kann es hektisch werden. Ich werde versuchen, den Überblick zu behalten und klare Prioritäten zu setzen. A M EL I E :

Wie entwickeln Sie Produkte? Viele Produkte sind ziemlich schnell entstanden. Wir hat-

JA EL :

Brot-Chef 2026 «Mit Laib und Seele» Jael Bregy absolviert bei der Bäckerei Reinhard AG in Bolligen/BE das dritte Lehrjahr als Bäckerin-Konditorin EFZ. Amelie Reissnecker ist ebenfalls im dritten Lehrjahr und lernt bei der Bäckerei Leutwyler in Zofingen/AG. Gemeinsam treten sie ­ als «Mit Laib und Seele» an. Das Finale Der Brot-Chef wird vom Berufsverband Bäckerei & Confiserie organisiert. Die elfte Ausgabe steht unter dem Motto «Zirkus». Am 17. Oktober treten drei Teams in der Berufsschule Aarau v­ or Publikum gegeneinander an.

A N Z E I G E

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