HGZ No 21
Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXL. Jahrgang
Luzern, den 13. August 2025
Aspekte
Swisstainable: eine Chance für Destinationen, sich zu positionieren.
Reisefreudige Tante erweckt «Schwanen»
Seite 15
Seite 13
Nächste Ausgabe am 27. August
Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin
Pe r s ö n l i c h
Roger Spindler ist Direktor der Schule für Gestaltung in Bern und Biel/BE sowie Referent für das Zukunftsinstitut Frankfurt (DE). Am HGU Fokus zeigt er auf, wie man Megatrends erkennt und darauf reagieren kann.
Aspekte
«Frau Hund» hat ihr Revier vergrössert
Swiss Wine Tasting: zwei Tage im Zeichen des Schweizer Weins.
Seite 14
Seite 12
Seite 9
Iss dich schön!
Damit die Lernenden auch nach der Ausbildung im Beruf bleiben, braucht es eine gute Betreuung während der Lehrzeit.
A D O B E-S TO CK
RECHTE UND PFLICHTEN Für Claudio Schütz und Selina Bachmann ist es ein grosser Tag: der Beginn ihrer Ausbildung. Sie haben weder Koch noch Restaurationsfachperson als Beruf im Visier. Auch die Backstube, Hoteletage oder Réception sind nicht ihre Ausbildungsgebiete. Trotzdem sind sie in der Branche tätig, nämlich in der Verwaltung der Hotel & Gastro Union HGU in Luzern. Die HGU bildet jedes Jahr zwei neue Jugendliche im kaufmännischen Bereich aus. Wie wichtig der erste Tag für die Neuen ist,
Response zentral
weiss die Ausbildungsverantwortliche Nora Ganziani: «Ein guter Start ist entscheidend. Wir nehmen uns bewusst Zeit für ein herzliches Willkommen, stellen das Team und den Betrieb vor und schaffen mit einem klaren Ablauf und offenen Gesprächen eine vertrauensvolle Basis für die Zusammenarbeit.» Ganziani, die selbst eine Ausbildung zur Berufsbildnerin absolviert hat, hält fest: «Die Ausbildung von Lernenden ist eine Investition in unsere Zukunft. Sie bringt frisches Wissen,
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neue Impulse und sichert langfristig dass die gesetzlichen Vorgaben eingequalifizierte Fachkräfte für unsere halten werden – von der Arbeitszeit Branche.» Während der dreijährigen über Pausen bis zur fairen Behandlung. Ausbildungszeit steht Nora Ganziani al- «Gleichzeitig sehe ich mich als Vertraulen Lernenden jederzeit als Auskunfts- ensperson, die bei persönlichen Theperson zur Verfügung. «Wer sich als men unterstützt und vermittelt.» WelAusbildner Zeit nimmt, zuhört, empa- che weiteren Rechte und Pflichten zur thisch und klar führt, schafft Vertrauen. Ausbildung gehören, zeigt unsere zweiUnsere Lernenden sind motiviert, teilige Serie auf. (R M A ) neugierig und voller Ideen, von denen auch wir als Lehrbetrieb profitieren.» Teil 1: aus Sicht der Lernenden, siehe Seite 6–7 Neben der fachlichen Begleitung trägt Teil 2: aus Sicht der Betriebe, in der nächsten Ganziani die Verantwortung dafür, HGZ vom 27. August, Seite 6–7
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Glatte Haut, volles Haar, feste Nägel, flexible Bandscheiben, starke Muskeln und Knochen – kurz, ein Körper, der nicht altert –, das wünschen sich die meisten Menschen. Dafür sind sie bereit, einiges auf sich zu nehmen. Sie treiben Sport, trinken viel Wasser, achten auf eine gesunde Ernährung und genügend Schlaf. Dazu kommt das eine oder andere Pülverchen, welches die körperliche Optimierung unterstützen soll. Nahrungsergänzungsmittel sind ein Milliardengeschäft. Aktuell besonders gefragt ist Kollagen. Dieses Protein stellt der Körper selber her. Es ist also kein essentieller Nährstoff, der mit der Nahrung aufgenommen werden müsste. Kollagen als Nahrungsergänzung wird aus Schlachtabfällen wie Rinderhaut oder Schweineschwarten sowie Fischgräten hergestellt. Besonders reich an Kollagen sind auch Ochsenmaul, Kalbskopf und Schweinefüsse. Paradox ist, dass trotz Selbstoptimierung sowie dem Bekenntnis zu «nose to tail» und Nachhaltigkeit solche G erichte in Schweizer Restaurants kaum Anklang finden. Demzufolge wird ein Grossteil der Schweizer Schweinefüsse nach China exportiert. Im Reich der Mitte gelten sie als Delikatesse. Denn die Chinesinnen wissen, dass ihnen schmackhaft zubereitete Schweinefüsse von innen zu glatter Haut und vollem Haar verhelfen. G A B R I EL TI N GU ELY
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