HGZ No 20
Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXLI. Jahrgang
Luzern, den 2. September 2026
Aspekte
Franca Breyer ruft Berufsleute auf, Mut zu zeigen und sich zu wehren.
Austausch für die Zukunft
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Nächste Ausgabe am 16. September
Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin
Pe r s ö n l i c h
Schwerpunkt
Regula Baschung ist voll im Wettbewerbsmodus. Die Bäckerin-Konditorin-Confiseurin reist an die World Skills in Shanghai (CN). Dort will sie in der Kategorie Pâtisserie/Confectionery Gold gewinnen.
Gäste lenken, statt sie zu begrenzen
Brot-Chef: zwei Talente, die über sich hinauswachsen wollen.
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Bund besteuert Arbeit
Die Schliessung der Sommerskigebiete hat auch Folgen für die Schweizer Schneesport-Teams. Sie können nicht auf den Walliser Gletschern trainieren.
K E YS TO N E-S DA
EINE ATTRAKTION SCHMILZT Mit der Hitze des Sommers stieg die Nullgradgrenze zeitweise auf annähernd 5000 Meter über Meer an. Doch die Wärme war nicht der einzige Grund dafür, dass die Gletscher litten. Der Winter 2025/26 galt als der trockenste seit 35 Jahren. Ergiebige Schneefälle gab es einzig im Februar. Der Schneemangel wiederum hat Konsequenzen für die letzten beiden Schweizer Sommerskigebiete. In Saas-Fee/VS stellten die Skilifte auf dem Fee- und Allalingletscher
Response zentral
ihren Betrieb am 10. August ein. Bis zu diesem Datum verzeichneten die Saastal Bergbahnen Besucherzahlen, die leicht über denjenigen des Vorjahres lagen. «Selbst nach der Schliessung des Sommerskigebietes durften wir viele Individualgäste bei uns begrüssen», schrieb Emmanuel Rossi von der Saastal Bergbahnen AG. «Aufgrund der fehlenden Skiteams verzeichneten wir in der zweiten Augusthälfte jedoch einen Rückgang der Gäste.» Die Folgen bekamen lokale Hotels und Gastbe-
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triebe zu spüren. In der Folge mussten einige Kurzarbeit beantragen. Ähnlich klingt es im benachbarten Tal in Zermatt/VS. Auch dort sind die Skipisten auf dem Theodulgletscher am Klein Matterhorn bereits seit Ende Juli gesperrt. «Das Matterhorn Glacier Paradise, das Alpine Crossing sowie die Wander-, Bike- und Ausflugsangebote werden weiterhin rege genutzt», sagte Jenny Imboden von der Zermatt Bergbahnen AG. «Die Nachfrage nach diesen Bergerlebnissen ist erfreulich.»
Post CH AG
Das Klein Matterhorn auf 3883 Meter über Meer lockt auch Nicht-Skifahrer an. Denn das Panorama mit 38 Viertausendern und (noch) 14 Gletschern ist auch im Sommer beeindruckend. Die wirtschaftlichen Folgen des Hitzesommers für den Tourismus sind noch nicht abzusehen. Genauso wenig können die Kosten für die klimabedingte Anpassung der Infrastruktur beziffert werden. Dazu kommt die Image-Frage und ob Gäste in dieser Situation noch buchen. G A B R I EL TI N GU ELY
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Die Gastroszene in Bern ist äusserst lebendig und die Tageszeitung Der Bund berichtet regelmässig über Neueröffnungen. Kürzlich ging es dabei vor allem um Selbstbedienung und Takeaway, was die Aufmerksamkeit auf ein brisantes Thema lenkt: die Mehrwertsteuer MwSt. In der Herbstsession will der Ständerat den Sondersatz von 3,8 Prozent für die Hotellerie bis Ende 2035 verlängern. Was danach geschieht, ist offen. Deshalb sollte die Gastrobranche bereits heute für gerechte Mehrwertsteuersätze lobbyieren. Ein paar Ungereimtheiten: Am Berner Zibelemärit vom 23. November wird ein kunstvoll geflochtener Zwiebelzopf mit 2,6 Prozent MwSt. belastet. Ob geflochten oder nicht, die Zwiebel ist ein reduziert besteuertes Lebensmittel. Zu Zwiebelkuchen verarbeitet und über die Gasse angeboten, gilt derselbe Steuersatz. Im Restaurant von freundlichen Mitarbeitenden serviert, wird ein Stück Zwiebelkuchen jedoch mit 8,1 Prozent MwSt. belastet. Ist das gerecht? Nein, findet Gastro-Unternehmerin Joelle Apter in einem Post auf Linkedin. «Ausgerechnet dort, wo am meisten Menschen arbeiten, in der bedienten Gastronomie, ist der Satz am höchsten.» Dass die hohe Mehrwertsteuer ein Jobkiller für Servicefachleute ist, zeigen die Selbstbedienungs- und Take-away-Konzepte aus Bern. G A B R I EL TI N GU ELY
hotellerie-gastronomie.ch
Jedes Korn ein Genuss.