Skip to main content

HG-Zeitung 20/2025

Page 1

HGZ No 20

Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXL. Jahrgang

Luzern, den 30. Juli 2025

Aspekte

Das Rezept: Pêche Melba mit neuen Ingredienzen und Texturen.

Nachtkultur muss neue Wege finden

Seite 13

Seite 15

Nächste Ausgabe am 13. August

Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin

Pe r s ö n l i c h

Schwerpunkt

Lukas Schellenberg sorgt für Stimmung in der Bar. Der Pianist weiss aus langjähriger ­Erfahrung, dass sich Gäste in Lokalen mit Live-Musik wohlfühlen, länger bleiben und mehr konsumieren.

Schlemmen auf dem Wasser ist beliebt

Bildung: China und die Schweiz können viel voneinander lernen.

Seite 6

Seite 4

Seite 10

60 Sekunden

Noch sind im hinteren Teil des Tales Wege gesperrt, dennoch können zahlreiche Wanderwege normal begangen werden. Im Bild der wieder erreichbare Schwarzsee.

Z VG

LÖTSCHENTAL: JETZT ERST RECHT «Wir Lötschentaler lassen uns nicht so schnell unterkriegen», betont Léander Jaggi. Im Auftrag von Postauto Schweiz bewirtschaftet er mit seinem Unternehmen die Lötschentaler Buslinien. Was dieser Überlebenswillen im Klartext heisst, wird einer Gruppe von Journalisten anlässlich einer eintägigen Reise ins Lötschental/VS demonstriert. In beachtlicher Kürze und ohne behördliche Hürden schaffte es Jaggi, eine neue Buslinie zu installieren. Und zwar von Wiler zur Kummenalp und

Response zentral

dem dortigen Gasthaus sowie zur Faldumalp. «Für mich heisst das, dass ich zwei Chauffeuren Arbeit geben kann», freut sich Jaggi. Laut Mathias Fleischmann, CEO Bergbahnen Lauchernalp und Lötschental Tourismus, ist dies ein willkommenes Angebot für den Tourismus: «Wir sind zwar laufend daran, die zerstörte Infrastruktur rund um den Schuttkegel zu erneuern, doch mit der neuen Buslinie können wir ein gänzlich neues Angebot offerieren.» Die Wanderung von der Lauchernalp

AZA Flex CH-6002 Luzern

«Meine Branche. Mein Team.» ROTOR Lips AG 3661 Uetendorf, 033 346 70 70 www.rotorlips.swiss

zur Kummenalp dauert zwar nur eine Stunde, doch danach geht es steil den Berg hinunter. «Gerade für Familien, die zu unseren Hauptgästen gehören, wäre dies meist zu viel.» Deshalb ist Fleischmann froh, dass er nun mit der neuen Buslinie aufwarten kann. Dies gibt dem gebeutelten Tourismus im Tal Auftrieb. «Wir haben mit dem Bergsturz die Hälfte unserer Betten verloren und damit auch die Hälfte unseres Sommergeschäfts», so Fleischmann. Deshalb seien alle froh um jeden Tages-

Post CH AG

touristen. «Nach meiner Wahrnehmung hat der Tagestourismus seit dem Bergsturz zugenommen.» Allgemein blickt man zaghaft optimistisch in die Zukunft. «Wir haben viele Projekte, die wir prüfen. Auch einzelne Wege können wir nach und nach öffnen», sagt Fleischmann. Jüngstes Beispiel: Der zuvor viel begangene, durch das Unglück unterbrochene Lötschentaler Höhenweg kann seit dem letzten Sonntag bis zum Schwarzsee wieder begangen werden. R U T H M A R EN D I N G

Adligenswilerstrasse 22, 6006 Luzern

Eine Minute dauerte es, und das Dorf Blatten war Ende Mai unter einer Eis- und Schuttmasse begraben. Lilian Ritler, Marketingbeauftragte von ­Lötschental Tourismus, und Hotelier Lukas Kalbermatten verloren an diesem Tag alles. Die eine ihr neu aufgebautes Daheim, der ­andere sein top aufgestelltes Hotel, in dem er erst letztes Jahr die Küche ­erneuerte. Doch beide blicken trotz ihrer Schicksale positiv in die Zukunft. Lilian Ritler, ­die derzeit mit ihrem Partner in einer Ferienwohnung wohnt, geht jede Nacht vor dem Einschlafen nochmals in Gedanken durchs verschüttete Dorf: «Ich habe Angst, dass die Erinnerungen ­verblassen. Das will ich nicht.» Und Lukas Kalbermatten schmiedet Zukunftspläne: «Ich kenne im Tal drei Hotelbetriebe, deren Betreiber vor der Pensionierung stehen. Da könnte ich die Kooperation Lötschentaler aufleben lassen.» Diese war vor dem Bergsturz eine Vereinigung der Hoteliers und des Campings von Blatten, die den Einkauf, ­die Mitarbeiterplanung und administrative Aufgaben gemeinsam machten. Auch schweben ihm Modulbauten vor, wo er wieder als Hotelier amten könnte. ­Chapeau vor so viel Zuversicht. Von ganzem Herzen wünsche ich mir, dass möglichst viele Touristen in das Lötschental ­reisen und auf diese Weise Wertschöpfung ins Tal bringen. R U T H M A R EN D I N G

hotellerie-gastronomie.ch

Meh r ! ng u t h c a e B


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
HG-Zeitung 20/2025 by Hotellerie_Gastronomie_Verlag - Issuu