HGZ No 14
Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXLI. Jahrgang
Luzern, den 17. Juni 2026
Aktuell
Die Bäckerei Jetzer gewinnt die prestigeträchtige «Bäckerkrone».
L-GAV: Der Vertrag bietet viele Vorteile
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Nächste Ausgabe am 24. Juni
Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin
Pe r s ö n l i c h
Schwerpunkt
Silvan Heeb hat die Hotels Säntis, Hecht und Löwen in Appenzell/AI in fünfter Generation übernommen. In den drei Betrieben kombiniert er Digitalisierung und traditionelle Gastfreundschaft.
Gesichter und Facetten der Nachhaltigkeit
Wie man Wissen so lange wie möglich in der Branche behält.
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Schweizer, starrt weniger!
Ankommen, lauschen, lernen und weiterdenken: Der Hospitality Summit in Bern wurde zum grossen «Klassentreffen» der Schweizer Beherbergungsbranche.
H OT ELLER I E SU I S S E
DIE BRANCHE RÜCKT ZUSAMMEN Der Hospitality Summit hat in Bern eine erfolgreiche Premiere gefeiert. Am 3. und 4. Juni trafen sich erstmals über 2100 Führungskräfte, Gastgeberinnen und Gastgeber, Fachleute sowie Partner der Schweizer HospitalityBranche in der Festhalle Bern. Mit dem neuen Standort setzte Hotelleriesuisse nach fünf Austragungen in Zürich Oerlikon ein Zeichen für die nationale Ausrichtung und das Wachstum des Branchentreffpunkts. Unter dem Motto «Zukunft mitgestalten» standen
Response zentral
Kelle ?
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Themen im Zentrum, welche die Branche beschäftigen: Digitalisierung und künstliche Intelligenz, Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit, neue Arbeitsmodelle sowie die Zukunft von Führung und Zusammenarbeit. Nationale und internationale Referierende diskutierten mit Branchenvertretenden darüber, wie die Hospitality auch in unsicheren Zeiten wettbewerbsfähig und innovativ bleiben kann. «Unsere Branche kann sich Unsicherheit nicht aussuchen. Aber sie hat gelernt, damit
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umzugehen», sagte Martin von Moos, Präsident von Hotelleriesuisse. Neben Keynotes, Panels und Breakout-Sessions bot der Summit viel Raum für Austausch, Wissenstransfer und Vernetzung. Weitergeführt wurde auch der Career Day, der rund 350 Studierende, Nachwuchskräfte, Unternehmen und Entscheidungstragende aus Hotellerie, Gastronomie und Tourismus zusammenbrachte. Dabei ging es nicht nur um konkrete Karrierewege, sondern auch um den direkten Kontakt
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zwischen Nachwuchs und Betrieben. Festlicher Höhepunkt war die Hospitality Award Night mit 1250 Besucherinnen und Besuchern. Dabei wurden innovative Betriebe, engagierte Persönlichkeiten und zukunftsweisende Projekte ausgezeichnet. Nach der Premiere in der Festhalle Bern bleibt der Hospitality Summit der Bundesstadt treu: Die nächste Ausgabe findet am 9. und 10. Juni 2027 statt. A N D R E A D ECK ER
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Jedes Korn ein Genuss.
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Vor ein paar Wochen hat mich ein Artikel in der «Sonntagszeitung» irritiert. Darin wird berichtet, dass wir Schweizer international bekannt für unseren starren Blick seien. Wir würden unverhohlen die Leute anstarren, intensiv und rücksichtslos. Das hat mich dazu gebracht, im Internet zu recherchieren. Und tatsächlich ist auch dort vom sogenannten «Swiss Stare» die Rede und dass es ein häufig diskutiertes kulturelles Phänomen sei. Besonders Expats und Touristen würden «unsere Eigenschaft» als unhöflich empfinden. Ethnologen erklären das Phänomen als eine Art kollektives «Frühwarnsystem». Die Schweizer Mentalität sei auf Ordnung, Sicherheit und die Einhaltung von Normen bedacht. Durch das Beobachten des Umfelds wird unbewusst sichergestellt, dass alles in der eigenen Welt seine Ordnung hat. Oft sei es einfach pure Neugier, die jedoch nicht durch ein Gespräch oder ein Lächeln aufgelockert würde, da die Schweizer im öffentlichen Raum sehr zurückhaltend seien. Seither gehe ich mit offenen Augen durch die Gegend. Klar, es geschieht manchmal, dass jemand mich unverhohlen anstarrt. Aber von ständigem Starren habe ich nichts bemerkt. Nichtsdestotrotz habe ich daraus gelernt, meine Mitmenschen nicht anzugucken und wenn doch, deren Blick mit einem Lächeln zu quittieren. R U T H M A R EN D I N G
hotellerie-gastronomie.ch