HGZ No 9
Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXL. Jahrgang
Luzern, den 16. April 2025
Aspekte
Die Berufsrevision in der Systemgastronomie schliesst eine Lücke.
Schokolade wird zur Kunstform
Seite 19
Seite 15
Nächste Ausgabe am 30. April
Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin
Pe r s ö n l i c h
Schwerpunkt
David Schmid sagt: «Wir müssen den Beruf neu erzählen.» Der Inhaber von La Patisserie David Schmid in Aarau/AG ist ein Verfechter des echten Handwerks und lebt dieses täglich vor.
Essbare Kräuter und Microgreens
Die Teilnahme an Wettbewerben bringt das Team und den Betrieb weiter.
Seite 6
Seite 23
Seite 11
Abfallgesellschaft
Das «Gastro Elite»-Sieger-Team «We don’t cry – we fry» aus Luzern zeigt beim Anrichten der Hauptspeise, dass es gut eingespielt ist.
B R EN DA A . SI EB ER
«GASTRO ELITE» GEHT AN LUZERN Der «Gastro Elite»-Wettbewerb 2025 fand letzte Woche zum sechsten Mal im Rahmen der Frühjahrsmesse Offa in St. Gallen statt. Das Team «We don’t cry – we fry» aus Luzern hat den Wettbewerb gewonnen. Es sind dies: Karina Weber, sie macht ihre Ausbildung in der Luzerner Psychiatrie St. Urban in St. Urban. Weiter zum Team gehören Milos Joksimovic, er absolviert seine Ausbildung im Park Hotel Vitznau. Tim Jenni und Nils von Gunten machen beide ihre Lehre im Hotel Balm in
Response zentral
Meggen, und Michèle Bucher absolviert ihre Ausbildung im Hotel Wilden Mann in Luzern. Alle, ausser Nils von Gunten, sind im dritten Lehrjahr. Für Milos Joksimovic, dem Ältesten im Team, ist die Kochlehre seine zweite Ausbildung: «Durch das Kochen kann ich Kunst, Passion und das Erzählen von Geschichten vereinen.» Für seine Teamkollegin Karina Weber ist ihr Beruf mehr als nur das Zubereiten von Lebensmitteln: «Für mich ist Kochen eine Welt, in der ich Passion und
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reativität zusammenbringen kann.» K Die jungen Berufsleute wurden von ihrem Coach Alexander Limbach unterstützt. Er ist Executive Sous-chef im 25 Hours Hotel in Zürich. «Der Lernendenwettbewerb ist auch eine gute Vorbereitung auf das Qualifikationsverfahren», ist er überzeugt. Das Team «We don’t cry – we fry» setzte sich gegen neun andere Teams durch. Die Mannschaften hatten die Aufgabe, für jeweils 70 Personen ein vorgegebenes Drei-Gang-Menü zuzubereiten. Zur
Post CH AG
Vorspeise gab es einen Lothringer Käsekuchen, Geflügelcremesuppe mit Einlage, Gemüsesalat und Knuspergarnitur. Als Hauptspeise wurden ein Wiener Kalbsrahmgulasch, Kartoffelstock sowie Gemüsebeilage zubereitet. Und Vanilleglace, Brownie, Frucht- oder Beerenkompott, Hüppen oder Crumble gab es zum Dessert. Einige Komponenten duften die Teams aus einem bereitgestellten Warenkorb selber kreieren. Seite 8
Adligenswilerstrasse 22, 6006 Luzern
Wow, ist das ein Saustall. Als ich in den Zug nach Luzern einsteige, finde ich im Abteil kaum Platz. Nicht, dass jeder Sitz belegt wäre. Mitnichten. Auf jedem Sitz liegt Abfall. Hier eine Zeitung, da ein leerer Pommes-chips-Sack, dort ein Kaffeebecher. Der Boden ist übersät mit Brotkrumen. Kaum habe ich mir ein Plätzchen freigeschaufelt, kommt der Zugbegleiter, der im SBB-Jargon neu Kundenbegleiter heisst, um die Tickets zu kontrollieren. Er macht keine Anstalten, etwas Abfall aufzulesen. Auf meine Frage, wie lange der Waggon nicht mehr gereinigt worden sei, antwortet er: «Der Zug ist heute gereinigt gekommen.» Ups, damit habe ich nicht gerechnet. Da lobe ich mir die Angestellten des Gastgewerbes. So oft bin ich in den letzten Jahren den verschiedensten Gastgebern durch ihr Haus gefolgt. So oft habe ich erlebt, dass kein Stückchen Papier am Boden liegengeblieben ist und sich der Herr Direktor oder die Frau Direktorin gebückt hat, um den Abfall zu beseitigen. Doch auch die SBB sind lernfähig. Eine Woche später auf einer anderen Fahrt höre ich die Durchsage beim Einfahren in den Endbahnhof: «Vergessen Sie Ihre persönlichen Gegenstände und Ihren Abfall nicht.» Auch eine Lösung, da es ja eigentlich an den Fahrgästen liegen würde, nichts liegenzulassen. R U T H M A R EN D I N G
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