HGZ No 6
Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXLI. Jahrgang
Luzern, den 18. März 2026
Das Rezept
Dodas: Die Geschichte des Merlot im Tessin weitererzählen.
Frühlingsgefühle mit ein wenig Meeresbrise
Seite 14
Seite 16
Nächste Ausgabe am 1. April
Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin
Pe r s ö n l i c h
Schwerpunkt
Julian Ferrante hat bei der Hotel & Gastro Union die Fachgruppe Next Gen aufgebaut. Für die nächste Ausgabe des Next-Gen-Awards können sich «Rockstars» selbst nominieren. Mentoren werden vorgeschlagen.
Schmiede des Glücks
Pro & Contra: Braucht es eine vegetarische Kochlehre?
Seite 8
Seite 4
Seite 11
Leader statt Manager
Das Schweizer Team am Bocuse d’Or Europe in Marseille (von links): Jean-Michel Martin, Niklas Erb, Karina Fruman und Christoph Hunziker.
A N TO I N E M A RCE AU/N I CO L A S R E Y N AU D
BOCUSE D’OR 2028 IN LAUSANNE Dänemark gewann den Bocuse d’Or Europe 2026 in Marseille (FR) vor Norwegen und Italien. Die Solothurnerin Karina Fruman belegte zusammen mit ihrem Commis, Niklas Erb, den 15. Platz unter zwanzig Teams. Nach einer guten Vorbereitung fühlte sie sich wohl in ihrer Box und arbeitete während des gesamten Wettbewerbs konzentriert. Auch wenn das Ergebnis ihr den Einzug ins Finale in Lyon (FR) verwehrte, zeigte die Schweizer Kandidatin dennoch eine Leistung, die
Response zentral
von ihrem Umfeld und der Schweizer ocuse d’Or-Akademie als solide beB wertet wurde. Karina Fruman kann sich rühmen, als erste Frau die Schweiz am Bocuse d’Or Europe vertreten zu haben. Auch war sie eine von nur zwei Frauen im gesamten Wettbewerb. Beat Weibel, Manager des Teams, äusserte seine Zufriedenheit: «Sie konnte die Gerichte, die sie sich ausgedacht und insgesamt zehn Mal geprobt hatte, pünktlich servieren – und stets mit einem Lächeln.» Auch der Präsident der
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Schweizer Akademie des Bocuse d’Or, Franck Giovannini, hob die Qualität der unter besonders anspruchsvollen Bedingungen geleisteten Arbeit hervor. Die Kandidaten wurden nämlich von mehreren Jurys bewertet, die sowohl den Geschmack, die Technik, die Ästhetik als auch die Anordnung der Gerichte beurteilten. In diesem Jahr kam eine Sonderprüfung hinzu, welche die Gewandtheit und Fingerfertigkeit der Teilnehmer auf die Probe stellte. Lucien Mosimann, Koordinator,
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stellte zudem ein immer höheres Wettbewerbsniveau fest. Die Preisverleihung hielt eine gute Nachricht für die Schweizer Delegation bereit: Lausanne wird Gastgeber des Bocuse d’Or Europe 2028. Für die Waadtländer Akteure und die Vertreter der Schweizer Akademie des Bocuse d’Or stellt die Veranstaltung «sowohl eine Ehre als auch eine Chance» dar, die Produkte, das Know-how und das Gastgewerbe der Schweiz auf internationaler Ebene zu präsentieren. PAT R I CK CL AU D E T/G A B
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Was unterscheidet ein gutes Hotel von einem hervorragenden? Zani Sharifi von der Beratungsfirma Jenewein ist überzeugt: Es sind die Emotionen, die der Aufenthalt bei den Gästen auslöst. Dies führte er am gemeinsamen Weiter-bildungsund Netzwerktag von Ibex Fairstay, Responsible Hotels of Switzerland und My-climate «Cause We Care» aus. Dafür ausschlaggebend sei die Interaktion mit den Mitarbeitenden: «Nur Fans können auch andere zu Fans machen.» Damit die Mitarbeitenden zu Fans des Unternehmens werden, braucht es Chefs, die Leader sind statt nur Manager. Die sich also um die Unternehmenskultur und die Mitarbeitenden genauso kümmern wie um Zahlen und Prozesse. Die Führung müsse a ls positive, motivierende Aufgabe gesehen werden: «Wer ständig auf Fehler hinweist, schafft ein negatives Umfeld.» Wer sich hingegen auf die Stärken und Potenziale seiner Mitarbeitenden konzentriert, motiviert diese zu Höchstleistungen. Es handelt sich dabei um den heliotropischen Effekt: Genau so, wie sich Pflanzen immer der Sonne zuwenden, streben wir Menschen nach dem Positiven. Natürlich muss man Probleme ansprechen – aber wer sich dabei auf die Lösung konzentriert, hat bessere Chancen auf Erfolg. Und vermutlich auch mehr Spass am Job. A N G EL A H Ü P P I
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