HGZ No 28
NÄCHSTE AUSGABE 19. OKTOBER
Die Bra nchenzeit ung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXXXVII. Jahrgang
Luzern, den 12. Oktober 2022
Ausgabe: Deutsche Schweiz / Tessin
To u r i s m u s
Alle Infos zur Fachmesse Zagg, die in Kürze in Luzern stattfindet.
Skigebiete vor schwieriger Saison
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Pe r s ö n l i c h
www.hotellerie-gastronomie.ch
We t t b e w e r b e
Erfolgsgeschichte Diogo Filipe Soares Magina aus Portugal ist dank eines Progressokurses vom Abwäscher und Hilfskoch zum Sous-chef aufgestiegen. Sein Traum: ein eigenes Restaurant.
Ivan Urech ist neuer Cocktail Champion
So unterstützen die Sponsoren die Schweizer Kochnati-Teams.
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Verrückte Perspektive
Ein toller Aspekt des Gastgewerbes ist sicherlich die Interaktion mit den Gästen. Denn ob direkt oder indirekt, am Ende haben alle das gleiche Ziel: den Gast glücklich zu machen.
A D O B E-S TO CK
DIE SCHÖNEN SEITEN DES BERUFS Kürzlich wurden die Zukunftsträger 2022 gekürt. Im Bereich Küche gewann Adrian Dähler, Vorstandsmitglied des Schweizer Kochverbands und Küchenchef der Rehaklinik Rheinfelden im Kanton Baselland. Schon bei der Preisverleihung auf der Bühne machte Dähler seinem Unmut darüber Luft, dass der Beruf zu oft schlechtgeredet werde. Kurz darauf erhielt er Besuch vom SRF. Dort betonte der Küchenchef, dass Koch ein toller Beruf sei. Er als Berufsbildner sehe es als
seine Aufgabe, die Jungen für den Job Hotellerie haben wir Gäste aus den un- die sie an ihrem Beruf reizt. «Als Konzu begeistern. «Die Lernenden sollen terschiedlichsten Kulturen. Dass wir ditor-Confiseurin kann man so viel rausgehen und sagen, dass es lässig ist diese betreuen dürfen, erweitert den Verschiedenes machen und auch mal und Spass macht, Koch zu sein», so Horizont ungemein.» Beispielsweise ausprobieren.» Zudem sei es super, ein helfe der Beruf, Sprachen zu lernen. Handwerk auszuüben, bei dem man Dähler gegenüber SRF. Tatsächlich bieten sowohl der Weiter sei es schön, abteilungsüber- am Ende sehe, was man gemacht habe Kochberuf als auch die anderen Berufe greifend als Team zu arbeiten und für und das anderen eine Freude bereite. Was ihr ebenfalls sehr zusagt, ist des Gastgewerbes viele schöne Seiten, ein tolles Gästeerlebnis zu sorgen. von denen in den Publikumsmedien Für Tanja Senn, Vorstandsmitglied die Förderung der jungen Generation. leider selten berichtet wird. Nicole des Berufsverbands Bäckerei & Confi- «Es macht mir grossen Spass, junge Brosi, Hotelfachfrau und Vorstands- serie und ebenso wie Brosi Mitglied Fachleute auszubilden sowie mein mitglied des Berufsverbands Hotelle- der Taskforce «Next Generation HGU», Wissen und die Freude am Beruf weirie & Hauswirtschaft, sagt: «In der ist es unter anderem die Kreativität, terzugeben.» D É SI R ÉE K L A R ER
Adligenswilerstr. 22, 6006 Luzern
AZA 6002 LUZERN
R I CC A R DA FR EI
Erscheint jeweils mittwochs
«Meine Branche. Mein Team.» www.RotorLips.ch Rotor Lips AG 3661 Uetendorf 033 346 70 70
«Früher Koch, heute VBL Chauffeur. Nimm das Steuer selbst in die Hand.» So werben die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) auf Bussen um Mitarbeitende. Die Werbung wirkt verzweifelt und verrückt. Verrückt im Sinn von verschoben, denn so scheint die Perspektive der VBL aufs Gastgewerbe zu sein. Warum sollte ein Koch seinen kreativen, Freude und Genuss bereitenden Beruf aufgeben, um Passagiere zu befördern? Wegen des Lohns? Gemäss der Jobbewertungplattform Kununu liegt der durchschnittliche Bruttolohn eines Berufskraftfahrers bei den VBL bei 66 400 Franken pro Jahr. Das macht auf 13 Monatslöhne gerechnet pro Monat 5107.70 Franken. Für Mitarbeitende im Gastgewerbe mit abgeschlossener Berufsprüfung beträgt der Mindestlohn ab 1. Januar 2023 exakt 5108 Franken. Die Arbeitszeiten sind ebenfalls kein Anreiz. Laut Fahrplan sind VBL-Busse von morgens fünf Uhr bis nachts ein Uhr unterwegs. 365 Tage im Jahr. Verrückt ist auch, dass die Öffentlichkeit nur über die Arbeitszeiten im Gastgewerbe negativ redet. Dabei sind auch Ärzte und Piloten, DJs und Skilehrer sowie viele andere Berufsleute an Wochenenden, Feiertagen, Abenden und nachts für die Allgemeinheit im Einsatz. Es ist Zeit, diese verrückte Perspektive endlich geradezurücken.
bensoriginal.ch