Skip to main content

Geschäftsbericht Holding Graz Konzern 2025

Page 1


Wir für Graz

Geschäftsbericht 2025

Konzern Holding Graz

Graz vom Miteinander lebt.

Vorwort

LIEBE KOLLEG:INNEN, LIEBE LESER:INNEN!

Die Bedeutung von Verlässlichkeit kann bei öffentlichen Dienstleistungen gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Holding Graz wird dem hohen Anspruch, unsere Stadt Tag für Tag am Laufen zu halten, gerecht. Das ist eine große Leistung, wenn man bedenkt, wie vielschichtig und komplex die Aufgaben angesichts gesellschaftlicher und technischer Veränderungen geworden sind – und unter welchem Druck Städte und Gemeinden österreichweit stehen.

Diese Leistungen, sei es die Versorgung mit Trinkwasser, der öffentliche Verkehr, die Abfallentsorgung oder viele andere unverzichtbare Bereiche, werden von den Grazerinnen und Grazern gesehen und geschätzt.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zum Funktionieren der öffentlichen Infrastruktur in Graz beitragen und somit das Fundament einer Stadt bilden, die keinen Vergleich zu scheuen braucht und deshalb von ihren Bewohner:innen als sehr lebenswert empfunden wird.

Elke Kahr

Bürgermeisterin der Stadt Graz

Elke Kahr Bürgermeisterin
Foto:

Rückblick

Mit Jahresende 2025 ging für mich eine mehr als 25-jährige Ära im Konzern Holding Graz zu Ende. Mit großem Stolz blicke ich auf eine Zeit zurück, in der wir im Team aus den Grazer Stadtwerken AG ein modernes, vielseitiges und strategisch gefestigtes Unternehmen entwickelten – eine Drehscheibe im Haus Graz, die wirtschaftliche Stärke und gesellschaftliche Verantwortung erfolgreich verbindet. Die Entwicklung spricht für sich: Der Konzernumsatz hat sich seit 2000 von 240 auf 890 Millionen Euro nahezu vervierfacht, die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist von 1.100 auf 3.300 gestiegen. Diese Dynamik zeigt, wie konsequent wir unseren Zukunftskurs verfolgt haben. Besonders sichtbar wird dieser Fortschritt in den zahlreichen Infrastruktur- und Mobilitätsprojekten, die das Stadtbild nachhaltig prägen und Lebensqualität bedeuten: attraktive Freizeitangebote am Schöckl, Schloßberg, Hilmteich, in der Auster und entlang des Lebensraums Mur, neue Tramlinien nach Reininghaus und in die Smart City, die Neutorlinie sowie die umfassende Modernisierung der gesamten Fahrzeugflotte. Ebenso bedeutend sind die enormen ökologischen Investitionen in die Versorgungs- und Entsorgungssicherheit – von der zukunftsfähigen Wasserversorgung über den Zentralen Speicherkanal bis hin zu einem der modernsten Recycling-Center Österreichs. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sind unsere strategischen Partnerschaften, etwa mit der Energie Steiermark oder dem Weltmarktführer JCDecaux. Die Beteiligung an der EGG ermöglichte nicht nur wichtige Sonderinvestitionen in die Mobilität, sondern auch den Erwerb des Flughafens Graz – des „Tors in die weite Welt“, das wir u. a. auch gemeinsam mit internationalen Partnern noch weiter öffnen wollen. Durch die zukunftsorientierte Koralmbahn hat der Airport in einer „Area South“ zusätzlich an Bedeutung gewonnen – eine Chance, die der Flughafen in enger Abstimmung mit dem Haus Graz im Sinne von Wirtschaft und Tourismus konse-

quent nutzen wird. Insgesamt haben wir in den vergangenen 20 Jahren rund 3 Milliarden Euro in die Lebensqualität der Stadt Graz für die Grazer Bevölkerung investiert. Diese Bilanz erfüllt mich mit Zuversicht. Denn die Holding Graz ist nicht nur stolz auf das Erreichte, sondern auch gut vorbereitet, die nächsten großen Schritte zu setzen: die neue Maintenance-Zentrale in der Steyrergasse als Herzstück eines modernen Haus-Graz-Standortes; die Projekte der autarken Kreislaufwirtschaft wie das Energiewerk oder die Geothermie als zentrale Bausteine der Dekarbonisierung der Fernwärme sowie der PV-Masterplan am Flughafen Graz, der die solare Eigenstromversorgung im gesamten Haus Graz stärkt.

Die Holding Graz bleibt damit ein starkes, verlässliches und zukunftsorientiertes Unternehmen – und ein zentraler Generator für ein modernes, nachhaltiges und innovatives Haus Graz.

DI Wolfgang Malik
Foto: Marija Kanizaj

Angaben zum Bericht

Der integrierte Geschäftsbericht der Holding Graz gibt einen Überblick über die Leistungen der Holding Graz in wirtschaftlicher und finanzieller Sicht. Zugleich bündelt der Bericht Informationen über Grundsätze, Leistungen, Entwicklungen und Ziele in den unterschiedlichen Bereichen der Nachhaltigkeit. Der integrierte Geschäftsbericht der Holding Graz wird jedes Jahr veröffentlicht. Die dargestellten Inhalte und Kennzahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2025.

BERICHTSSTANDARDS NACHHALTIGKEIT

Die Auswahl und Darstellung der Inhalte, Daten und Zahlen erfolgt sowohl in Anlehnung an den VSME Standard (Voluntary Sustainability Reporting Standard for Non-Listed Small and Medium-Sized Enterprises) der EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) als auch in Anlehnung an die ESRS Standards (European Sustainability Reporting Standards) in der aktuell gültigen Fassung sowie die entsprechenden Drafts (Stand 31.12.2025).

ABGRENZUNG DER NACHHALTIGKEITSKENNZAHLEN UND DATENERHEBUNG

Zugunsten der Aktualität werden teilweise Maßnahmen und Projekte des ersten Quartals 2026 beschrieben. Berichtsgegenstand ist in erster Linie die Holding Graz inklusive aller vollkonsolidierten Beteiligungen. Die im Nachhaltigkeitsbericht dargestellten Kennzahlen werden in zwei Betrachtungsebenen ausgewiesen: Holding exklusive Beteiligungen sowie Holding inklusive Beteiligungen. Die Kennzahlen Holding exklusive Beteiligungen beziehen sich ausschließlich auf die Holding selbst inklusive ihrer Sparten- und Geschäftsbereiche. In diesem Betrachtungs-

umfang sind keine rechtlich selbstständigen Beteiligungsgesellschaften enthalten. Die Kennzahlen Holding inklusive Beteiligungen umfassen alle Mehrheitsbeteiligungen, die gemäß den geltenden finanziellen Abgrenzungskriterien vollkonsolidiert werden. Die miteinbezogenen Beteiligungen werden jeweils mit ihrem Geschäftsmodell im nachstehenden Bericht beschrieben. Änderungen bei der Abgrenzung von Daten oder Kennzahlen, etwa bei einer gesonderten Betrachtung von Tochtergesellschaften, sind an entsprechender Stelle gekennzeichnet.

Für das Geschäftsjahr 2025 wurde die Datenerhebung im Zuge der Vorbereitung auf die gesetzlichen Anforderungen (CSRD) neu konzipiert und angepasst. Definierte Datenpunkte wurden erstmals bzw. systematischer berücksichtigt und fließen nun in die Berechnung mit ein. Deswegen ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahresdaten nicht mehr bei allen Kennzahlen gegeben und es werden nur die Werte des Geschäftsjahres 2025 angegeben.

Im Rahmen der Datenerhebung werden bei den einbezogenen Beteiligungen sämtliche Standorte berücksichtigt, unabhängig davon, ob sich diese innerhalb oder außerhalb des Stadtgebiets befinden. Die Kennzahlen spiegeln somit die tatsächliche organisatorische und operative Reichweite der Holding und ihrer konsolidierten Unternehmen wider. Die Datenerhebung erfolgt auf Basis der jeweils verfügbaren Primärdaten der Organisationseinheiten und Beteiligungen. Sofern erforderlich, werden methodische Annahmen und Abgrenzungen transparent dargestellt, um die Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Kennzahlen sicherzustellen. 6 | Holding Graz Geschäftsbericht 2025

DIE AUSWAHL DER WESENTLICHEN

NACHHALTIGKEITSTHEMEN

Nachhaltigkeit bedeutet für die Holding Graz, verantwortungsvoll mit Menschen und Ressourcen umzugehen, um dabei die Bedürfnisse von Kundinnen und Kunden heute und in Zukunft optimal zu erfüllen – stets im Einklang mit einem respektvollen und schonenden Umgang mit der Umwelt. Dieser Grundsatz ist in der Vision und im Leitbild verankert und wird über hochwertige Infrastruktur, moderne Mobilitätsdienstleistung und beste Servicequalität in die Praxis umgesetzt. Um sicherzustellen, dass diese Nachhaltigkeitsprinzipien gezielt und wirkungsvoll umgesetzt werden, ist eine fundierte Wesentlichkeitsanalyse essenziell, um jene Themen zu identifizieren und zu priorisieren, die sowohl für die Holding Graz als auch für ihre Stakeholder:innen von besonderer Bedeutung sind.

Zur Identifikation und Bewertung der Auswirkungen, Risiken und Chancen, kurz IROs (Impacts, Risks & Opportunities), wurde eine Wesentlichkeitsanalyse in Anlehnung an die zukünftig verpflichtende Berichterstattung nach ESRS, durchgeführt. Im Rahmen des Analyseprozesses erfolgte die Identifikation der wesentlichen IROs. Darunter fallen ökologische, soziale und ökonomische Themenbereiche, auf die die Holding Graz maßgeblichen Einfluss nimmt.

Im Zuge des Wesentlichkeitsprozesses wurden auch externe Ansichten einbezogen. Damit setzt die Holding auf Fairness und offene Kommunikation. Um unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse rechtzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können, führt das Unternehmen regelmäßig Stakeholder:innen-Befragungen durch, um die Anliegen und Sichtweisen der Anspruchsgruppen einzuholen. Im Zuge der letzten Umfrage im Herbst 2024 nahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kundinnen und Kunden sowie Vertreter:innen der Stadtregierung, Sponsoringpartner:innen, Lieferant:innen, Opinionleader:innen aus Wissenschaft und Wirtschaft, Behörden, Verbänden und Versorgungsunternehmen, aber auch NGOs und namhafte Vertreter:innen aus der Nachhaltigkeitscommunity teil.

Für den vorliegenden Bericht wurden die 15 identifizierten Themen fünf Handlungsfeldern zugeordnet. Diese Themen decken sich nicht vollumfänglich mit den Themen der letzten Jahre. Die Themen wurden in der Darstellung teilweise zusammengefasst oder neu abgegrenzt, um die inhaltliche Logik und Nachvollziehbarkeit weiter zu verbessern.

VERPFLICHTUNGSERKLÄRUNG

Handlungsbereich

Unternehmen

Unternehmen

Wesentliches Thema

Versorgungssicherheit

Verantwortungsvolles Wirtschaften

Unternehmen Nachhaltiger Infrastrukturausbau

Umwelt, Energie & Klimaschutz

Umwelt, Energie & Klimaschutz

Umwelt, Energie & Klimaschutz

Umwelt, Energie & Klimaschutz

Umwelt, Energie & Klimaschutz

Kund:innen

Kund:innen

Mitarbeiter:innen

Mitarbeiter:innen

Mitarbeiter:innen

Mitarbeiter:innen

Bürger:innen

Abfall & Kreislaufwirtschaft

Klimaschutz & Energieeffizienz

Nachhaltige Mobilität

Luftemissionen

Bereitschaft zur Anpassung an den Klimawandel

Kund:innenorientierung, Dienstleistungsqualität & Sicherheit

Inklusion & Barrierefreiheit der Dienstleistungen

Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Mitarbeiter:innengesundheit & -sicherheit

Chancengleichheit & Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Attraktive Arbeitgeberin

Dialog & gesellschaftliches Engagement

Der vorliegende Bericht beschreibt in erster Linie den Umgang des Unternehmens mit diesen identifizierten wesentlichen Themen. Ergänzend werden auch Kennzahlen, Projekte, die einen besonderen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt Graz leisten, dargestellt.

Der Bericht erhebt dabei keinen Anspruch auf eine vollständige Darstellung sämtlicher umgesetzter Maßnahmen oder Aktivitäten, sondern verfolgt das Ziel, in Anlehnung an die Logik der Nachhaltigkeitsberichterstattung ein konsistentes und nachvollziehbares Gesamtbild der zentralen Handlungsfelder, Prioritäten und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens zu vermitteln.

SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS

Die Sustainable Development Goals (SDGs; Ziele für nachhaltige Entwicklung) setzen weltweit einheitliche Maßstäbe für Prioritäten und Ziele einer nachhaltigen Entwicklung bis 2030. Die 17 Ziele, 169 Unterziele und 231 globale Indikatoren zeichnen dabei die Richtung bis zum Jahr 2030 vor und sollen Anstöße für Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen der Nachhaltigkeit geben. Die SDGs rufen weltweit Regierungen, Wirtschaft sunternehmen und die Zivilgesellschaft zum Handeln auf, um die Armut zu beseitigen und allen Menschen ein würdevolles und chancenreiches Leben zu ermöglichen. So wurde unter anderem ein eigener Leitfaden für Unternehmen, der „SDG-Kompass“, veröff entlicht. Die Holding Graz möchte im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Beitrag zu den SDGs leisten. Der Fokus liegt dabei auf dem Kerngeschäft als kommunale Dienstleisterin, denn die konkrete Arbeit an den globalen Zielen passiert vor Ort, in der Region Graz. Insbesondere acht SDGs unterstützt die Holding Graz dabei mit ihren Tätigkeiten.

GRÖSSE DER ORGANISATION

FÜR DIE HOLDING GRAZ BESONDERS BEDEUTSAME SDGS

Steigende Energie- und Rohstoffpreise führen dazu, dass immer mehr Grazerinnen und Grazer ihr Heim nicht angemessen heizen können. Hier gilt es gegenzusteuern. Im Rahmen der Initiative ENERGIEgegenARMUT unterstützt die Energie Graz gemeinsam mit der Caritas und dem Sozialamt der Stadt Graz gezielt Haushalte, die von Energiearmut bedroht sind.

Die Energiewende ist im vollen Gange und Graz will dabei eine Vorreiterrolle einnehmen. Um Schritt für die Schritt fossile Energieträger aus der Stadt zu verbannen, investiert die Energie Graz in ökologische Projekte, wie den Ausbau von Photovoltaik, die Ökologisierung der Fernwärme und Forcierung der Elektromobilität.

Die Holding Graz versorgt die rund 308.000 Einwohnerinnen und Einwohner von Graz sowie die ansässigen Unternehmen in Graz mit naturbelassenem und unbehandeltem Trinkwasser von höchster Qualität. Dabei steht nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern auch der Schutz der natürlichen Ressourcen im Vordergrund. Auch die ordnungsgemäße Abwasserentsorgung und höchstmögliche Klärung liegen im Aufgabenbereich der Holding.

Als eine der größten Arbeitgeber:innen in Graz, verlässliche Dienstleistungspartnerin und dynamische Innovationskraft setzt die Holding Graz wesentliche Impulse für die Wirtschaftskraft der Stadt und darüber hinaus. Davon profitieren alle, die Grazer Bürgerinnen und Bürger, Kundinnen und Kunden sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 10 | Holding Graz Geschäftsbericht 2025

Die Holding Graz ist eine verlässliche Partnerin und sorgt für eine moderne und krisensichere, städtische Infrastruktur. Mit laufenden Innovationen und Investitionen – von der Abfallwirtschaft über die Versorgung mit Wasser, Strom, Gas, Wärme und Internetdienstleistungen bis hin zur Attraktivierung von Naherholungsräumen und Öffis – macht die Holding die Stadt Graz zu einer der lebenswertesten Städte in Europa.

Klimaschutz ist bei der Holding Graz eine Querschnittsmaterie, die in allen Unternehmensbereichen konsequent umgesetzt wird. Bis 2030 soll im Haus Graz die Klimaneutralität erreicht werden, ein entsprechender Klimaschutzplan bzw. ein Klimaschutzleitbild wurden bereits implementiert.

Als die kommunale Dienstleisterin der Stadt liegt uns eine nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung am Herzen. Eine Kernaufgabe der Holding ist es, Zukunftstrends zu erkennen, Visionen zu entwickeln und Leuchtturmprojekte zu realisieren. Beispielsweise werden verschiedene Projekte und Maßnahmen mit dem Ziel des Ausbaus der E-Mobilität umgesetzt.

Die Holding betreut insgesamt über 274 Hektar Parkund Grünflächen in Graz. Die grünen Oasen steigern die Lebensqualität, sorgen für ein angenehmes Klima und leisten einen großen Beitrag zur Biodiversität in der Stadt.

Organigramm

MOBILITÄT & FREIZEIT

BETRIEBSLEITUNG STRASSENBAHN

PORTFOLIO MOBILITÄT & KOORDINATION FREIZEIT

IT & DIGITALISIERUNG

VERTRIEB & MOBILITÄTSSERVICES

GRAZ LINIEN

STRASSENBAHN & BUSSERVICES

ANGEBOTSPLANUNG & INFRASTRUKTURMANAGEMENT

FAHRZEUGMANAGEMENT

BETEILIGUNGEN

Freizeit 100 %

Schöckl 99 %

Schleppbahn 100 %

Stand: November 2025

MANAGEMENT & BETEILIGUNGEN

KONZERNSTRATEGIE & KLIMASCHUTZ

ORGANISATION & KRISENMANAGEMENT

GREMIEN & REVISION

RISIKOMANAGEMENT & LIQUIDITÄTSSTEUERUNG

INFORMATIONSTECHNIK & DIGITALE INNOVATION

FACILITY­MANAGEMENT

FINANZEN

MARKETING

PERSONAL

BETEILIGUNGEN

Ankünder 66,7 %

Flughafen 93,9 %

Bestattung 100 %

Citycom 100 %

achtzigzehn 100 %

Grazer Unternehmensfinanzierungs Gmbh 100 %

Grazer Energieagentur 47,5 %

ITG 19 %

GBG 0,5 %

Sparte

Managementbereich/ Abteilung Spartenbereich Stabsstelle

INFRASTRUKTUR & ENERGIE

DASEINSVORSORGE & INFRASTRUKTUR

ENERGIE & PROJEKTMONITORING

KUND:INNENMANAGEMENT & VERTRIEB

WASSERWIRTSCHAFT

ABFALLWIRTSCHAFT

STADTRAUM

KOMMUNALWERKSTÄTTE

Energie Graz Holding 100 %

Energie Graz* 51 % BETEILIGUNGEN

ZWHS 71,5 %

SERVUS ABFALL 51 %

BioErde 100 %

Waschbetriebe 100 %

* Teilkonzern

Sparte

Stabsstelle

Spartenbereich

Beteiligung

Allgemeines Unternehmensprofil

MANAGEMENT UND BETEILIGUNGEN

Dr. Gert Heigl

Dr. Gert Heigl ist seit 1. Jänner 2026 Vorstandsvorsitzender der Holding Graz. Er führt die Sparte „Management und Beteiligungen“, zu der die Bereiche Finanzen, Personal, Marketing und Facility gehören. Gert Heigl hat die Gesamtverantwortung für das Unternehmen und die strategische Steuerung aller Bereiche und Beteiligungen inne. Seit mehr als 20 Jahren ist er als Geschäftsführer sowie als Mitglied des Vorstands im Konzern der Holding Graz tätig und hat unter anderem wesentliche strategische Infrastruktur- und Energieprojekte in Graz verantwortet. Als Vorstandsdirektor für die Sparte „Infrastruktur und Energie“ forcierte Heigl wichtige Projekte für eine saubere Energieversorgung im Raum Graz, wie etwa den massiven Ausbau der Fernwärme.

Gert Heigl ist studierter Betriebswirt mit Schwerpunkt Industriebetriebslehre. Der geborene Steirer promovierte 1993 an der Karl-Franzens-Universität Graz in Sozialund Wirtschaftswissenschaften. Anschließend trat er in die Grazer Stadtwerke AG ein und übernahm 2003 als stellvertretender Leiter der Direktion Betriebswirtschaft die Geschäftsführung der Energie Graz. Vorstandsdirektor der Holding Graz ist Gert Heigl seit dem Jahr 2016.

MOBILITÄT UND FREIZEIT

Mag. Mark Perz, MA MBA

Mag. Mark Perz, MA MBA, ist seit April 2021 Vorstandsdirektor der Sparte „Mobilität und Freizeit“ in der Holding Graz. Seit 1. Jänner 2026 fällt zudem der Flughafen in den Verantwortungsbereich von Mark Perz – das Holding-Tochterunternehmen ist nun Teil der Sparte „Mobilität und Freizeit“. Das Mobilitätsangebot für die Stadt Graz umfasst die Betriebsleitung für den Straßenbahn- und Busverkehr, den Betrieb der dazugehörigen Werkstätten und des Fahrzeugmanagements, den Vertrieb und die Mobilitätsservices sowie die Angebotsplanung und das Infrastrukturmanagement. Mit der Inbetriebnahme der neuen Neutorlinie oder dem beschlossenen Ankauf neuer Flexity-Straßenbahnen wurden kürzlich Meilensteine für den öffentlichen Verkehr in Graz umgesetzt. Von der Freizeit Graz GmbH werden unter anderem sieben Bäder betrieben. Zur Schöckl Seilbahn GmbH gehören auch die Schloßbergbahn und die Schloßberglifte. Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Grazer Schleppbahn GmbH.

Mark Perz hat an der Karl-Franzens-Universität in Graz Betriebswirtschaft studiert. Das Thema Verkehr und innovative Mobilitätsangebote begleitet den gebürtigen Grazer schon seine gesamte Berufslaufbahn, die ihn etwa vom Austrian Institute of Technology über die Rail Cargo Hungaria bis zur ÖBB-Produktion GmbH führte.

INFRASTRUKTUR UND ENERGIE

Dipl.-Ing.in Dr.in Alice Loidl

Dipl.-Ing.in Dr.in Alice Loidl ist seit 1. Jänner 2026 neue Vorstandsdirektorin für die Sparte „Infrastruktur und Energie“ mit den Bereichen Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Stadtraum, Kommunalwerkstätte sowie Kund:innenmanagement und Vertrieb. In ihren Verantwortungsbereich fallen zudem die Beteiligungen Energie Graz, GEA, ZWHS, Servus, BioErde sowie Waschbetriebe. Alice Loidl bringt langjährige Erfahrung in den Bereichen Abfallwirtschaft, Umweltmanagement, Recycling und Projektentwicklung ein. Bereits in der Vergangenheit hat sie wesentlich zur Umsetzung von Schlüsselprojekten wie dem neuen, hochmodernen Ressourcenpark Graz beigetragen und begleitet große Infrastrukturprojekte wie das Energiewerk Graz strategisch.

Alice Loidl studierte Technische Chemie, Biochemie und Biotechnologie an der TU Graz und promovierte dort 2003 in den Technischen Naturwissenschaften. Bis 2009 war sie an der TU Graz zunächst als Wissenschafterin und anschließend im Vizerektorat für Forschung und Technologie als Projektmanagerin und im Prozess- und Qualitätsmanagement tätig. 2009 wechselte sie zur Stadt Graz als Referatsleiterin für Abfallwirtschaftscontrolling und stellvertretende Leiterin des Umweltamts. Seit 2019 ist sie bei der Holding Graz als Spartenbereichsleiterin der Abfallwirtschaft und Geschäftsführerin der A.D. Bioerde GmbH tätig. Darüber hinaus ist Alice Loidl auch seit 2025 Präsidentin der VÖA-Vereinigung Öffentlicher Abfallwirtschaftsbetriebe.

Dr. Gert Heigl Vorstandsvorsitzender

Mag. Mark Perz, MA MBA Vorstandsdirektor

Dipl.-Ing.in Dr.in Alice Loidl Vorstandsdirektorin

Der Vorstand im Gespräch

2025 war ein Jahr mit zentralen Weichenstellungen für die Holding Graz. Im Blick zurück: Was war dabei besonders prägend?

Gert Heigl: 2025 war für uns ein Jahr der konsequenten Umsetzung. Viele Projekte, die wir über Jahre sorgfältig vorbereitet haben, sind in die Realisierung gestartet oder entscheidend vorangekommen. Dazu zählen vor allem Großinvestitionen in den Bereichen Energie, Wasser, Abwasser und Mobilität – ich denke da beispielsweise an strategische Projekte wie das Energiewerk Graz, den PV-Masterplan Haus Graz oder die Tiefengeothermie Steiermark. Unser Anspruch bleibt unverändert: Wir wollen die Daseinsvorsorge für die Bürger:innen der Stadt Graz langfristig sicher, leistbar und ökologisch verantwortungsvoll gestalten. Das ist die vordringlichste Aufgabe der Holding Graz. Alle umzusetzenden Projekte und Vorhaben richten sich nach dieser grundsätzlichen Zielsetzung. Gerade in einem geostrategisch volatilen Umfeld zeigt sich, wie wichtig eine vorausschauende und stabile Unternehmensführung ist.

Welche Bedeutung haben diese Projekte für die Stadt und ihre Bevölkerung?

Gert Heigl: Die Konzern Holding Graz hat 2025 insgesamt rd. 155 Millionen Euro investiert. Die Projekte, die wir dabei als kommunaler Dienstleister realisieren, wirken direkt im Alltag der Menschen. Sie sichern die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, eine verlässliche Energieversorgung, eine sichere Entsorgung und gute Mobilität – heute und für kommende Generationen. Gleichzeitig leisten sie einen messbaren Beitrag zur Dekarbonisierung und zur Resilienz der städtischen Infrastruktur. Unser Fokus liegt dabei nicht nur auf dem Bau von Infrastruktur, sondern auf nachhaltigen Gesamtlösungen, die ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Vernunft und soziale Verlässlichkeit verbinden.

Alice Loidl: Darüber hinaus treiben wir die Digitalisierung

und damit den Einsatz neuer Technologien und KI im Unternehmen konsequent voran – immer mit dem Ziel, unsere Prozesse effizienter zu gestalten und unsere Dienstleistungen kund:innenorientiert zu verbessern.

Was sind denn die angesprochenen Meilensteine in den einzelnen Bereichen?

Mark Perz: In der Sparte Mobilität und Freizeit entwickeln wir unsere Angebote und unsere Infrastruktur kontinuierlich weiter. Nach der Inbetriebnahme der für den Grazer ÖV bedeutenden Neutorlinie und den ersten Lieferungen der neuen Flexity-Straßenbahnen setzen wir mit „Maintenance Graz Linien“ nun das nächste Großprojekt für eine moderne Werkstätten- und Remiseninfrastruktur um, die eine zeitgemäße Wartung der Fahrzeuge zukünftig sicherstellt. Dazu wird der Standort Steyrergasse um insgesamt 228,7 Millionen Euro in den kommenden Jahren fit für die Zukunft gemacht. In Mariatrost wurden die Vorbereitungen für den zweigleisigen Ausbau der Linie 1 getroffen, der im Frühjahr 2026 startet. Damit können künftig pro Richtung bis zu 1.500 Fahrgäste pro Stunde befördert werden. Und für die neue Straßenbahnlinie 8, die den Nordwesten und den Südwesten von Graz besser miteinander verbinden soll, beginnen nun die ersten Planungsarbeiten.

Alice Loidl: 2025 wurde die ökologische Transformation unserer Infrastruktur maßgeblich vorangetrieben. Ein klarer Schwerpunkt, den ich auch in den kommenden Jahren konsequent setzen werde, liegt dabei auf der Dekarbonisierung – insbesondere in den Bereichen Fernwärme sowie im Fuhrpark der Holding Graz. Mit Projekten wie dem Energiewerk Graz, dem Ausbau erneuerbarer Energiequellen und dem PV-Masterplan schaffen wir die Grundlage für eine unabhängige, zukunftssichere Energieversorgung in Graz. Gleichzeitig wurden wichtige Investitionen in die Sicherung der Trinkwasserressourcen und in eine zukunftsfitte und

ökologische Abwasserentsorgung getätigt. So erfolgte im Oktober 2025 der Spatenstich für den Ausbau der Kläranlage der Stadt Graz am Standort Gössendorf, der aufgrund des Bevölkerungswachstums in den kommenden Jahren mit einem Investitionsvolumen von 83 Millionen Euro auf eine Kapazität von 815.000 Einwohner:innenwerten erweitert wird. Eine Investition, von der auch die nächsten Generationen profitieren werden.

Gert Heigl: All diese Großprojekte sind nicht nur für die Umwelt relevant, sondern stärken auch ganz wesentlich die Versorgungs- und Entsorgungssicherheit für die Grazerinnen und Grazer.

Die Holding Graz investiert also weiterhin in ihre Angebote?

Mark Perz: Ohne Investition gibt es keine Innovation. Eine leistungsfähige, umweltfreundliche Mobilität ist der Schlüssel für Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung. Unsere Investitionen sorgen dafür, dass der öffentliche Verkehr auch künftig attraktiv, zuverlässig und klimafreundlich bleibt. Die Graz Linien befördern bereits jetzt täglich mehr als 300.000 Fahrgäste und die Zahl der umweltbewussten Öffi-Nutzer:innen wird auch künftig steigen. Dasselbe gilt für den Freizeitbereich, der für eine wachsende Stadt ebenfalls an Bedeutung gewinnt. Insgesamt schaffen wir Infrastruktur, die langfristig wirkt und Graz nachhaltig stärkt.

Alice Loidl: Wir investieren weiterhin in nachhaltige Infrastruktur und damit in die Zukunft von Graz. Dazu gehören eine verlässliche Trinkwasserversorgung, eine moderne Abwasserentsorgung, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft sowie umweltfreundliche Transportlösungen. Dazu zählen etwa elektrische Sammel- und Reinigungsfahrzeuge oder der Transport von Abfall per Bahn. Ein gutes Beispiel dafür ist die Schleppbahn-Anbindung in der Sturzgasse, die wir bereits erfolgreich auf den Weg bringen konnten.

Ein zentrales Thema ist die Sektorenkopplung von Energie, Abwasser und Abfall, um in einem von volatilen und hohen Energiepreisen geprägten Umfeld Entsorgungs- und Versorgungssicherheit, Preisstabilität und Unabhängigkeit für die Grazer:innen zu gewährleisten. Ebenso wichtig sind für mich Investitionen in unsere Mitarbeiter:innen. Dazu gehören eine hochwertige Lehrlingsausbildung – schließlich sind das unsere Fachkräfte von morgen –, eine starke Generationenvielfalt, mehr Frauen in Führungspositionen und ein modernes, agiles Verständnis von Leadership. All das habe ich bereits in der Abfallwirtschaft erfolgreich umgesetzt. Und genau diesen Weg möchte ich auch in den Bereichen weitergehen, für die ich nun Verantwortung tragen darf.

Wie positioniert sich die Holding Graz organisatorisch für die kommenden Jahre?

Gert Heigl: Neben den notwendigen Investitionen in die städtische Infrastruktur investieren wir gezielt in unsere Organisation – in effiziente Abläufe, klare Strukturen und gut funktionierende Prozesse. Damit stellen wir sicher, dass wir unsere Aufgaben auch in Zukunft zuverlässig, wirtschaftlich und modern erfüllen können. Pensionierungen und der allgemeine Fachkräftemangel, der viele Unternehmen betrifft, stellen auch uns vor große Herausforderungen. Im Wettbewerb um die besten Fachkräfte positionieren wir uns daher bewusst als moderner und vielfältiger Arbeitgeber. Wir bieten ein attraktives Arbeitsumfeld in unterschiedlichen Bereichen und fördern gezielt unsere Mitarbeiter:innen. So stellen wir sicher, dass wir auch in Zukunft gut aufgestellt sind.

Ich freue mich darauf, die Weiterentwicklung der Holding Graz gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeiter:innen voranzutreiben und unsere zentrale Rolle in der Daseinsvorsorge für die Grazer Bürger:innen weiter zu stärken.

FINANZKENNZAHLEN

KONZERN HOLDING GRAZ [T€]

vor Steuern

exkl. Leistungsentgelte Stadt Graz

1) Gesamtinvestitionen in immaterielles AV und SAV lt. Konzernabschluss

* Inkl. EGG, GEA, GUF

** EBITDA = Betriebserfolg + Abschreibung

*** VZÄ = Vollzeitäquivalent

Das VZÄ ist eine Stichtagsbetrachtung, d. h., jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Abschlussstichtag beschäftigt sind, werden in die Berechnung einbezogen. Es ergibt sich aus der Summe der Beschäftigungsgrade aller aktiven (= nicht ruhenden) Dienstverhältnisse, inkl. an die Töchter verliehener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Kostenrefundierung). Nicht in die Berechnung einbezogen werden Lehrlinge, ruhende Dienstverhältnisse, geringfügig/vorübergehend Beschäftigte, Ferialpraktikantinnen und -praktikanten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem freien Dienstvertrag oder Werkvertrag sowie Saisonarbeitskräfte.

18 | Holding Graz Geschäftsbericht 2025

NICHTFINANZIELLE KENNZAHLEN

HOLDING GRAZ KOMMUNALE DIENSTLEISTUNGEN GMBH (OHNE BETEILIGUNGEN)

Unternehmen

Anteil an Ausgaben für regionale Lieferantinnen und Lieferanten (Region Steiermark) [%]

Kund:innen im Fokus

Zufriedenheit der Kund:innen [Schulnoten]

& Vertrieb (Sparte Infrastruktur & Energie)

Verantwortungsvolle Arbeitgeberin

(neu eingestellte Mitarbeiter:innen

Schonender Umgang mit der Umwelt

Abfall nach Art [t | %]**

* Der Wert wurde korrigiert, da im Jahr 2024 Lehrlinge miteinberechnet wurden.

** Ab dem Geschäftsjahr 2025 erfolgt eine angepasste Logik in der Darstellung der Abfallkennzahlen. Siehe Seite 61.

*** Menge ist durch angepasste Darstellung der Abfallkennzahlen in Mengen des gefährlichen und nicht gefährlichen Abfalls enthalten.

LEISTUNGSKENNZAHLEN

LEISTUNGSKENNZAHLEN ENERGIE, WASSER, ABFALL

VIELFALT IN LEITUNGSORGANEN UND DER ANGESTELLTEN

Graz Linien

(Skala von 1 bis 30, 1 = sehr gut)

* Der Wert für 2024 wurde angepasst.

LEISTUNGSKENNZAHL

Ankünder

* Der Wert für 2024 wurde angepasst.

Der Wert für 2024 wurde angepasst.

ZWHS Wasserlieferungen

Servus

| Holding Graz Geschäftsbericht 2025

Der Konzern im Überblick

STADTGRAZ

BETEILIGUNGS REFERENTIN alsEigentümerin

Beteiligungssteuerung

GEMEINDERATSTADTGRAZÜbertragungvonAufgaben

FINANZDIREKTOR

VORSTAND AUFSICHTSRAT

Fachsteuerung

GRUNDVERSORGUNG

Finanzsteuerung

MARKTORIENTIERTE LEISTUNGEN

FREIZEIT

BESTATTUNG

GRÜNRAUM

STRASSE

ACHTZIGZEHN

BESTATTUNG FLUGHAFEN

ACHTZIGZEHN

SERVUS

ANKÜNDER GBG

ITG

CITYCOM

ENERGIE

ABWASSER

Holding Graz Geschäftsbericht 2025 | 27

GESCHÄFTSMODELLE

DER KONZERN HOLDING GRAZ

Die Holding Graz beschäftigt rund 3.400 Mitarbeiter:innen und übernimmt für die Stadt Graz zentrale kommunale Dienstleistungen auf Basis von Dienstleistungsverträgen.

Die Holding Graz beschäftigt rund 3.400 Mitarbeiter:innen und übernimmt für die Stadt Graz zentrale kommunale Dienstleistungen auf Basis von Dienstleistungsverträgen.

Ein wichtiger Aufgabenbereich ist der öffentliche Verkehr. Dazu gehören die Graz Linien mit der Sparte Mobilität & Freizeit und den Bereichen Vertrieb & Mobilitätsservices, Straßenbahn- & Busservices, Angebotsplanung & Infrastrukturmanagement sowie Fahrzeugmanagement.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Sparte Infrastruktur & Energie. Sie umfasst die Bereiche Abfallwirtschaft, Wasserwirtschaft, Stadtraum, die Kommunalwerkstätte sowie Kund:innenmanagement & Vertrieb.

Ein wichtiger Aufgabenbereich ist der öffentliche Verkehr. Dazu gehören die Graz Linien mit der Sparte Mobilität & Freizeit und den Bereichen Vertrieb & Mobilitätsservices, Straßenbahn- & Busservices, Angebotsplanung & Infrastrukturmanagement sowie Fahrzeugmanagement.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Sparte Infrastruktur & Energie. Sie umfasst die Bereiche Abfallwirtschaft, Wasserwirtschaft, Stadtraum, die Kommunalwerkstätte sowie Kund:innenmanagement & Vertrieb.

Als Beteiligungsholding verwaltet die Holding Graz zudem alle marktwirtschaftlich orientierten Geschäftsfelder der Stadt in eigenen GmbHs mit unterschiedlichen Beteiligungsanteilen. Dazu zählen unter anderem der Graz Airport, die Energie Graz, Citycom Telekommunikation, Freizeit Graz, Bestattung Graz, Ankünder, die Schöckl Seilbahn, die ZWHS Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd, die Grazer Energieagentur GEA, die Grazer Schleppbahn, achtzigzehn Konzept & Gestaltung sowie Servus Abfall, A. D. BioErde und Kompost sowie die Waschbetriebe.

Als Beteiligungsholding verwaltet die Holding Graz zudem alle marktwirtschaftlich orientierten Geschäftsfelder der Stadt in eigenen GmbHs mit unterschiedlichen Beteiligungsanteilen. Dazu zählen unter anderem der Graz Airport, die Energie Graz, Citycom Telekommunikation, Freizeit Graz, Bestattung Graz, Ankünder, die Schöckl Seilbahn, die ZWHS Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd, die Grazer Energieagentur GEA, die Grazer Schleppbahn, achtzigzehn Konzept & Gestaltung sowie Servus Abfall, A. D. BioErde und Kompost sowie die Waschbetriebe.

& FREIZEIT

Die Graz Linien decken als größter Mobilitätsanbieter im Süden Österreichs mit ihrem Öffi-Angebot im Busund Straßenbahnbereich rund zwei Drittel der steirischen Verkehrsverbund-Dienstleistungen im öffentlichen Verkehr ab.

Soziale Entwicklungen wie Bevölkerungswachstum, Stadterweiterung sowie Trends im Arbeitsmarkt und in der Wohlstandsentwicklung wirken sich unmittelbar auf das Geschäftsmodell der Graz Linien aus. Gleichzeitig gewinnt die Digitalisierung in allen Lebensbereichen an Bedeutung. Im Rahmen des Masterplans ÖV berücksichtigt die Holding Graz diese Entwicklungen und erarbeitet gemeinsam mit der Stadt Graz zukunftsfähige Mobilitätskonzepte sowie Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Verkehrs. Der rückwirkend zum 1. Jänner 2025 abgeschlossene Verkehrsfinanzierungsvertrag 2.1 (VFV 2.1) ersetzt den Verkehrsfinanzierungsvertrag 2 (VFV 2) einvernehmlich. Er stellt die mittelfristige Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs durch die Graz Linien sicher.

Mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen, exzellentem Kund:innenservice, zielgerichteten Vertriebskonzepten und individuellen Mobilitätsservices wollen die Graz Linien neue Kund:innen gewinnen und bestehende langfristig binden. Das Mobilitätsangebot tim umfasst mittlerweile über 30 Standorte in Graz sowie einen Fuhrpark aus modernen (E-)Carsharing-Fahrzeugen, Mietautos, Transportern und Lastenrädern. Damit richtet sich tim an Kund:innen, die ohne eigenes Auto flexibel mobil sein möchten. Über das Projekt „tim wächst österreichweit“ wird die Marke zudem gemeinsam mit weiteren Kooperationspartner:innen in Österreich ausgebaut.

SPARTENBEREICH VERTRIEB & MOBILITÄTSSERVICES

Der Spartenbereich Vertrieb & Mobilitätsservices (VMS) stellt sicher, dass die Graz Linien in der Stadtregion Graz als führender städtischer Mobilitätsdienstleister wahrgenommen werden, die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs kontinuierlich steigt, neue Kund:innen gewonnen und bestehende langfristig gebunden werden. VMS vertreibt die Mobilitätsangebote der Graz Linien und spielt insbesondere durch den Ticketverkauf eine zentrale Rolle bei der Einnahmensicherung. Darüber hinaus sorgt der Bereich für exzellenten Kund:innenservice und betreibt ergänzende individuelle Mobilitätsservices, die das Basisangebot des öffentlichen Verkehrs sinnvoll erweitern.

SPARTENBEREICH STRASSENBAHN & BUSSERVICES

Der Spartenbereich Straßenbahn & Busservices versteht sich als direkte Anlaufstelle der Graz Linien für alle Fahrgäste, die die Mobilitätsdienstleistungen der Graz Linien nutzen. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, den Mobilitätsauftrag in den Bereichen Sicherheit, Komfort und Pünktlichkeit kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ziel ist es, mit einem umfassenden Angebot im öffentlichen Verkehr die Lebensqualität in Graz zu steigern und eine umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr bereitzustellen. Zusätzlich werden barrierefreie Zugangsmöglichkeiten geschaffen, um eine integrative Mobilität zu gewährleisten, von der alle Bevölkerungsgruppen profitieren.

Der Fahrbetrieb umfasst die Planung, Organisation, Durchführung und das Monitoring des täglichen Fahrdienstes. Dazu zählen der Einsatz von Fahrzeugen und Personal, die Einhaltung der Fahrpläne sowie die Sicherstellung eines zuverlässigen und sicheren Betriebsablaufs.

SPARTENBEREICH ANGEBOTSPLANUNG & INFRASTRUKTURMANAGEMENT

Der Spartenbereich Angebotsplanung & Infrastrukturmanagement entwickelt auf Basis verkehrspolitischer Vorgaben, konkret des im Rahmen des Mobilitätsplans 2040 aktualisierten Masterplans ÖV sowie der verfügbaren Prognosedaten zur Stadtentwicklung, Konzepte zur Erweiterung des Verkehrsangebots. Der Masterplan ÖV bildet die Grundlage für die erforderlichen Gremialbeschlüsse. Auf diese Weise gelingt es seit Jahren, das Angebot im öffentlichen Verkehr kontinuierlich auszubauen.

Zudem betreut der Spartenbereich Angebotsplanung & Infrastrukturmanagement in enger Abstimmung mit den städtischen Bauämtern sämtliche Infrastrukturprojekte, von der Planung bis zur Inbetriebnahme.

SPARTENBEREICH FAHRZEUGMANAGEMENT

Der Spartenbereich Fahrzeugmanagement der Graz Linien gewährleistet mit Investitionen in einen modernen Fuhrpark sowie durch die Pflege und Wartung aller Fahrzeuge gemäß Straßenbahnverordnung und Eisenbahn- und Kraftfahrliniengesetz einen sicheren und ordnungsgemäßen Betrieb.

Dadurch wird die erforderliche Anzahl an Straßenbahnen und Bussen jeden Tag in einwandfreier Qualität bereitgestellt. Wartungen und Reparaturen erfolgen im Auftrag des Fahrzeuglieferanten durch die Buswerkstätte der Graz Linien und werden im Rahmen eines Wartungsvertrags verrechnet. Schäden aus Karambolagen werden größtenteils in den eigenen Werkstätten behoben und mit der zuständigen Haftpflichtversicherung abgerechnet. Darüber hinaus werden Fremdaufträge externer Busunternehmen wie Lackierungen, Beklebungen oder der Einbau von ITCS-Komponenten gegen Verrechnung ausgeführt. Um alle hierfür notwendigen Arbeiten fachgerecht durchführen zu können, werden qualifizierte Fachkräfte geschult und Lehrlinge ausgebildet.

BETEILIGUNG 100 %

FREIZEIT GRAZ GMBH

Die Freizeit Graz GmbH bietet im Raum Graz eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten und positioniert sich erfolgreich durch die Schwerpunkte Wasser (Bäder), Berg (Seilbahnen) und Gastronomie. Durch die Verbindung der Kernkompetenzen Baden, Wellness, Berg und Genuss unter der Dachmarke „Freizeit Graz“ sichert sich das Unternehmen eine starke Marktposition und profitiert von Synergieeffekten.

Besucher:innen genießen die vielfältigen Angebote der verschiedenen Einrichtungen, was die Attraktivität des Gesamtkonzepts steigert.

Mit Standorten wie dem Schloßberg, dem Hilmteich, dem Thalersee sowie verschiedenen Bädern wie dem Auster Sport- und Wellnessbad in Eggenberg oder dem Bad zur Sonne in der Grazer Innenstadt bietet die Freizeit Graz ihren Gästen gleichermaßen kulinarischen Genuss, Badespaß, Erholung und sportliche Aktivitäten.

BETEILIGUNG 99 %

BETEILIGUNG 99 %

SCHÖCKL SEILBAHN GMBH

SCHÖCKL SEILBAHN GMBH

Der Schöckl ist der Ausflugsberg Nummer eins für die Stadt Graz und die südliche Steiermark. Die Schöckl Seilbahn GmbH bietet ein breites Spektrum an Attraktionen: die Gondelbahn auf das Schöckl-Plateau, eine Sommerrodelbahn, Kinderspielareale, die Trail-Area, MTB-Strecken, eine Disc-Golf-Anlage, einen Motorikparkour für alle, den Naturspieleweg, die Almholz-Holzkugelbahn, einen barrierefreien alpinen Rundwanderweg sowie eine aktive Gastronomie am Berg und im Tal.

Zum Programm zählen zudem Veranstaltungen wie die Schöckl Classic, Disc-GolfTurniere, der Schöckl-Hero-Triathlon oder die Schöckl-Frischluftaktivtage von Dezember bis Februar. Die Erlöse des Unternehmens stammen aus dem Kartenverkauf für Seilbahn und Rodelbahn sowie aus der Verpachtung von Gastronomiebetrieben.

Die Schöckl Seilbahn ist über einen Betriebsführungsvertrag mit der Schloßbergbahn und den Schloßbergliften verbunden. Gemeinsam transportieren diese beiden Verkehrsmittel jährlich rund eine Million Fahrgäste auf den Schloßberg und fungieren als wichtige Zubringer für Veranstaltungen in den Kasematten sowie für die am Berg gelegenen Restaurants und Cafés.

BETEILIGUNG 100 % GRAZER SCHLEPPBAHN GMBH

Auf einer Länge von 3,4 Kilometern erschließt die Grazer Schleppbahn GmbH als Anschlussbahn auf einem eigenen Gleiskörper das Gewerbegebiet zwischen dem Karlauer Gürtel und Rudersdorf – weitgehend unabhängig vom Individualverkehr. Der umweltfreundliche Transport auf der Schiene steht den angeschlossenen Unternehmen zur Verfügung und kann dort umweltbelastende Lkw-Transporte im Stadtgebiet ersetzen.

Die Finanzierung der Grazer Schleppbahn GmbH erfolgt über die Benützungsgebühren, die von den Partnerunternehmen entrichtet werden. Zu den Hauptkunden zählen die Firmen Schrottwolf und FCC.

MANAGEMENT & BETEILIGUNGEN

Im Fokus der Holding Graz stehen höchste Ansprüche im Dienstleistungsmanagement – ganz im Sinne ihrer Grazer Kund:innen. Dafür engagieren sich die Mitarbeiter:innen des Konzerns – vom Fahrpersonal der Graz Linien über das Personal in den Freizeitanlagen bis hin zu den Kolleg:innen des Stadtraums, der Wasser- und der Abfallwirtschaft in der Sparte Infrastruktur & Energie. Mit ihrem umfangreichen Portfolio an Dienstleistungen und Produkten trägt die Holding Graz entscheidend dazu bei, dass sich die Stadt ökologisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich nachhaltig entwickelt und die Lebensqualität der Bürger:innen weiter verbessert und gesichert wird. Darüber hinaus steuert die Holding Graz mittels Finanzierungs- und Dienstleistungsverträgen die kommunalen Aufgaben in den Bereichen Mobilität, Wasserwirtschaft, Stadtraum und Abfallwirtschaft und übernimmt damit die Daseinsvorsorge für die Stadt Graz. Im Headquarter der Holding laufen alle wichtigen Daten zusammen, und das Management sorgt dafür, dass die Holding Graz zu den führenden kommunalen Dienstleistungsunternehmen Österreichs zählt.

BETEILIGUNG 93,9 % FLUGHAFEN GRAZ

BETRIEBS GMBH

Der Graz Airport hat als Mobilitäts- und Wirtschaftsdrehscheibe eine wichtige Funktion für sein Einzugsgebiet mit rund 3 Millionen potenziellen Passagier:innen. Seine Fluggäste kommen aus der Steiermark, dem angrenzenden Slowenien, Kärnten und Burgenland bzw. nützen ihn, um aus dem Ausland Graz und die Steiermark zu erreichen. Seine Lage an Autobahnknoten und Bahn sowie die engmaschige Anbindung an sechs große Umsteigeflughäfen (Frankfurt, München, Wien, Zürich, Düsseldorf und Istanbul) sorgen für schnelle Verbindungen von Graz in die Welt bzw. von allen Kontinenten nach Graz. Der Flughafen ist somit über die steirischen Grenzen hinaus für Wirtschaft und Industrie, Tourismus sowie für Privatreisende von großer Bedeutung. Neben den großen Umsteigeflughäfen werden auch Flüge in die Metropolen Berlin, Hamburg und London (neu seit 21.11.2025) angeboten. Weiters geht es im Sommer zu rund 20, im Winter

SPARTE

zu vier Badedestinationen. Zahlreiche Sonderflüge runden das Programm ab. In den Jahren nach der Pandemie kam es zu einer starken Veränderung im Geschäftsreiseverhalten. Firmen erledigen Meetings oft online und sparen so Reisekosten. Geschäftsreisen, das wichtigste Segment am Graz Airport, gingen somit in den letzten Jahren zurück. Der Urlaubsverkehr dagegen hat Fahrt aufgenommen, trotz der allgemeinen Teuerung.

Der Graz Airport hat in den vergangenen zwei Jahren hohe Passagier:innenzuwächse verzeichnen können. Da sich die Geschäftsreisen nach wie vor nicht auf Vor-Corona-Niveau befinden, hat sich dieser Trend verlangsamt. Trotzdem wurde ein Fluggästeplus von 1,4 Prozent erreicht. In der Fracht konnte mit 19.500 Tonnen das beste Ergebnis in der Geschichte des Airports verzeichnet werden.

Beliebt ist der Graz Airport auch wegen seines Konferenzbereichs. Ob Messen, Firmengroßveranstaltungen, Kongresse oder Meetings und Weihnachtsfeiern, die Nachfrage ist ungebrochen. So konnte

auch die Anzahl der Veranstaltungen im Jahr 2025 wieder gesteigert werden.

Großes Augenmerk liegt auf dem Umweltbereich. Nach einer PV-Anlage auf dem Feuerwehrgebäude ist nun eine weitere auf dem Parkhausdach in Betrieb gegangen. Parallel dazu wurde eine unterirdische, 400-Hz-Bodenstromversorgung für parkende Flugzeuge errichtet.

Der für das Betreiben dieser Anlage notwendige Strom wird teilweise von der neuen PV-Anlage produziert, die dafür extra in die neue Anlage integriert wurde. Dadurch werden pro Jahr ca. 24.000 Liter fossiler Treibstoff weniger verbraucht, was einer CO₂-Einsparung von ca. 79 Tonnen gleichzusetzen ist.

Der Graz Airport finanziert sich aus dem erwirtschafteten Cashflow. Die Haupterlösquellen stammen unter anderem aus Flughafenentgelten, Luftfahrzeug-/Passagier:innenhandling, Vermietung und Verpachtung etc. Trotz des seit Jahren schwierigen Umfeldes ist es dem Graz Airport auch 2025 gelungen, ein positives finanzielles Ergebnis zu erwirtschaften.

BETEILIGUNG 66,7 % ANKÜNDER GMBH

Das Außenwerbeunternehmen Ankünder ist der führende Anbieter von Out-ofHome-Medien im südösterreichischen Raum und ist darüber hinaus auch in Wien, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Kärnten sowie in Slowenien und Kroatien tätig. Als Mehrheitsbeteiligung der Holding Graz leistet der Ankünder einen wichtigen Beitrag zum Konzernergebnis. Umsätze erzielt das Unternehmen durch die Vermietung von Werbeflächen auf unterschiedlichsten Out-of-Home-Medien – von klassischen Litfaßsäulen über Großplakate bis hin zu digitalen City Lights und Infoscreens in Straßenbahnen und Bussen. Durch den Bau von Stadtmöbeln mit Mehrwert, wie beleuchteten Wartehäusern oder digitalen Medien mit Defibrillatoren, leistet der Ankünder einen wichtigen Beitrag zur städtischen Infrastruktur und erhöht die Informations- und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Raum.

BETEILIGUNG 100 %

ACHTZIGZEHN – KONZEPT & GESTALTUNG GMBH

Die achtzigzehn ist die Kommunikationsplattform im Haus Graz. Als InhouseAgentur der Holding Graz vermittelt sie städtische Leistungen in klarer Sprache und einprägsamen Bildern. Mit crossmedialen Werbekampagnen und aufmerksamkeitsstarken Auftritten informiert die Agentur die Grazer:innen zielgruppengerecht auf allen Kanälen zu Services und Hilfestellungen von Stadt, Holding und Beteiligungen. Extern wie intern wird dabei besonderer Wert auf inklusives Kommunikationsdesign, Digital vor Print und einen wertschätzenden Umgang gesetzt.

Im Team der achtzigzehn arbeiten Profis aus Grafik und Design ebenso wie Text und Konzept. Gemeinsam entwickeln sie Ideen und setzen sie für die Kund:innen auf allen Kanälen um. Die Mitarbeiter:innen kennen Prozesse, Projekte und Personen im Haus Graz aus langjähriger Erfahrung und nützen Synergieeffekte, um Marktqualität zu Inhouse-Preisen zu bieten. Größten Wert legt die achtzigzehn dabei auf regionale Partner:innen, hohe ökologische Standards, umweltzertifizierte Produktionsmaterialien und effizienten Ressourceneinsatz.

BETEILIGUNG 100 %

CITYCOM

TELEKOMMUNIKATION

GMBH

BETEILIGUNG 100 %

CITYCOM

TELEKOMMUNIKATION

GMBH

Die Citycom Telekommunikation GmbH ist der regionale Marktführer als umfassender Telekommunikations-Lösungsanbieter (Informations- und Kommunikationstechnologie) mit Schwerpunkt auf den Grazer Wirtschaftsraum und die steirischen Industrie- bzw. Ballungsgebiete. Sie versteht sich aber auch als qualitätsorientierte Dienstleisterin im nationalen Markt und in der internationalen Vernetzung. Als Anbieterin von qualitativ hochwertigen Dienstleistungen im Geschäftskundensegment bewirtschaftet die Citycom die Telekommunikationsnetze der Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH (LWL-, Kupfer- und 5G-Netz), verfügt über ein eigenes LoRaWAN-Netzwerk, ein Betriebs- und Krisenfunknetz sowie über ein weltweit agierendes Partnernetzwerk und betreibt zwei Rechenzentren in Graz.

Das Portfolio umfasst Netzwerklösungen, Breitbandanbindungen, hochverfügbare Rechenzentrumsdienstleistungen, Festnetztelefonie (VoIP), Services für das Haus Graz, Planung, Projektierung und Durchführung von Netzbaumaßnahmen.

Das Unternehmen bietet höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards und ist nach folgenden internationalen Normen zertifiziert: ISO 27001, ISO 9001, ÖNORM EN 50600.

Über 50 Mitarbeiter:innen mit hervorragender, fundierter fachlicher Ausbildung und Erfahrung garantieren hohe Kompetenz, Qualität und Sicherheit.

BETEILIGUNG 100 %

BESTATTUNG GRAZ GMBH

Die Bestattung Graz GmbH erbringt als kommunales Unternehmen zur Daseinsvorsorge Bestattungsdienstleistungen für die Grazer Bevölkerung gemäß den Vorgaben der EU. Nicht nur in Graz und Umgebung, auch an Standorten in der ganzen Steiermark stehen geschulte und erfahrene Mitarbeiter:innen rund um die Uhr in Trauerfällen helfend und beratend zur Verfügung.

In Erfüllung dieser Vorgaben sowie der „Verordnung Standesregeln für Bestatter“ und des Steiermärkischen Leichenbestattungsgesetzes garantiert die Grazer Bestattung Versorgungssicherheit und Rechtssicherheit in einem sensiblen Bereich und ist zugleich bevorzugter Dienstleister in einem stark wettbewerbsgeprägten Umfeld.

Die eigene Feuerhalle erfüllt nicht nur Einäscherungsaufträge für Kund:innen der Grazer Bestattung, sondern bietet auch Dienstleistungen im Geschäftsfeld Kremation für Bestattungsunternehmen aus der Steiermark und angrenzenden Bundesländern an.

Der Urnenfriedhof, einschließlich eines Gräberfeldes für interkonfessionelle Bestattungen, generiert Erlöse aus Grabmieten und Grabpflege durch die eigene Friedhofsgärtnerei. Im Zuge des Trends zu Feuerbestattungen und Urnenbeisetzungen ist ein leichter Anstieg beim Erwerb von Urnengräbern zu verzeichnen. Dem wachsenden Wunsch nach naturnahen Bestattungsformen begegnet die Grazer Bestattung durch die laufende Erweiterung des Areals für Baum- und Rasenbestattungen.

Die Grazer Bestattung unterliegt dem Bundesvergabegesetz und legt bei der Auswahl ihrer Lieferanten Wert auf Regionalität und ökologische Verantwortung. Ausrüstung, Fuhrpark und technische Anlagen wie Krematorium und Filteranlagen sind stets auf dem neuesten Stand der Technik. Auf dem eigenen Friedhof wird Müll getrennt und ein sorgfältiger, umweltschonender Umgang mit Arbeitsmitteln im Sinne von Ressourceneffizienz und modernem Recycling gepflegt. Das Unternehmen erzielt Erlöse aus Erdund Feuerbestattungen, Kremationen in der Feuerhalle – auch für Fremdbestatter – sowie aus der Pflege und Verwaltung des Urnenfriedhofs und des interkonfessionellen Friedhofs. Weitere Einnahmen resultieren aus Provisionen für Zeitungsparten, Sterbeversicherungen, Kooperationen mit Floristikbetrieben und ähnlichen Leistungen.

BETEILIGUNG 47,5 %

stattungen.

Die Grazer Bestattung unterliegt dem Bundesvergabegesetz und legt bei der Auswahl ihrer Lieferanten Wert auf Regionalität und ökologische Verantwortung.

Ausrüstung, Fuhrpark und technische Anlagen wie Krematorium und Filteranlagen sind stets auf dem neuesten Stand der Technik. Auf dem eigenen Friedhof wird Müll getrennt und ein sorgfältiger, umweltschonender Umgang mit Arbeitsmitteln im Sinne von Ressourceneffizienz und modernem Recycling gepflegt.

BETEILIGUNG 47,5 %

GRAZER ENERGIEAGENTUR GMBH

GRAZER ENERGIEAGENTUR GMBH

Die Mission der Grazer Energieagentur ist die Steigerung der Energieeffizienz und des Einsatzes erneuerbarer Energieträger für den Klimaschutz. Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit trägt das Unternehmen sowohl mit seiner Forschungs- und Beratungstätigkeit als auch mit der Entwicklung von innovativen Projekten zu mehr Lebensqualität und regionaler Wertschöpfung bei. Die Energiezukunft sieht die Grazer Energieagentur als erneuerbar, dezentral und digital. Die Geschäftsfelder umspannen die Bereiche Smart Energy, Smart Mobility, Smart Region, was unter anderem auch die Abfallwirtschaft und Lebensmittelproduktion beinhaltet, sowie das Thema Digitalisierung. Als Beratungseinrichtung unterstützt die

Das Unternehmen erzielt Erlöse aus Erdund Feuerbestattungen, Kremationen in der Feuerhalle – auch für Fremdbestatter – sowie aus der Pflege und Verwaltung des Urnenfriedhofs und des interkonfessionellen Friedhofs. Weitere Einnahmen resultieren aus Provisionen für Zeitungsparten, Sterbeversicherungen, Kooperationen mit Floristikbetrieben und ähnlichen Leistungen.

sowie das Thema Digitalisierung. Als Beratungseinrichtung unterstützt die

Grazer Energieagentur ihre Kund:innen dabei, energieeffizient, umweltschonend und kostenoptimiert zu wirtschaften. Als Kompetenzzentrum für EnergieeffizienzDienstleistungen und innovative Technologien, insbesondere im Bereich der Digitalisierung, leistet sie einen wesentlichen Beitrag, sowohl in der Forschung als auch zur Marktaufbereitung. Als Partnerin der Politik und öffentlicher Stellen trägt sie durch Bewusstseinsbildung, Information und andere Projekte zur Umsetzung der energie- und umweltpolitischen Ziele bei. Als Spezialistin für Fördermanagement kann die Grazer Energieagentur ihre Kund:innen auf Ebene lokaler, landesweiter, nationaler und internationaler Forschungsgelder und Fördermittel durch Förder- und Projektabwicklung unterstützen. Die Europäische Kommission hat das Ziel vorgegeben, dass Europa als erster Kontinent bis 2050 klimaneutral sein soll. Hierfür bedarf es massiver Anstrengungen auf allen Ebenen, um konkrete Aktionspläne zu gestalten und umzusetzen. Auch die Stadt Graz möchte eine Vorreiterrolle im Klimaschutz einnehmen und strebt sowohl für ihre Verwaltung als auch für ihre Beteiligungen Klimaneutralität an. Die Grazer Energieagentur unterstützt die klima- und energiepolitischen Ziele der Stadt Graz im Sinne des Kommunalen Energiekonzepts (KEK Graz), den Klimaschutzplan und die Unternehmen des Hauses Graz bei ihren Energieeffizienzvorhaben sowie die Holding Graz zum Thema Nachhaltigkeit. In den kommenden Jahren sind gute Rahmenbedingungen in den öffentlichrechtlichen Geschäftsfeldern der Grazer Energieagentur gegeben.

INFRASTRUKTUR & ENERGIE

Die Sparte Infrastruktur & Energie stellt sicher, dass Graz zuverlässig mit Trinkwasser und Energie versorgt wird und Abwässer ordnungsgemäß entsorgt werden. Sie kümmert sich um die Entsorgung und Verarbeitung von Abfällen und fungiert als Kompetenzzentrum für Winterdienst sowie für die Pflege und Instandhaltung öffentlicher Flächen. Die Kommunalwerkstätte zählt zu den modernsten Werkstätten Österreichs. Mit dem Wachstum der Stadt steigt auch der Bedarf: Mehr Menschen benötigen Trinkwasser, verursachen Abwässer und Abfälle und beanspruchen Erholungsräume. Für diese Leistungen stehen gut ausgebildete Mitarbeiter:innen teilweise rund um die Uhr zur Verfügung. Die Energie Graz treibt den Ausbau von Fernwärme, Photovoltaik und ökologisch nachhaltiger Wasserkraft voran, um auch künftige Generationen sicher mit sauberer Energie zu versorgen. Rund 60 Prozent der Leistungen der fünf Spartenbereiche Kund:innenmanagement & Vertrieb, Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Stadtraum und Kommunalwerkstätte werden von der Eigentümerin Stadt Graz abgegolten. Grundlage hierfür sind die Servicevereinbarungen, sogenannte Service Level Agreements (SLA), die die Leistungen im Auftrag der Stadt definieren. Weitere Erlöse erwirtschaftet die Sparte über Einnahmen aus der Trinkwasserversorgung, der Abfallwirtschaft (Ressourcenpark, Anlieferungen durch Entsorgungspartner), aus Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten der Kommunalwerkstätte sowie aus sonstigen Fremdaufträgen.

SPARTENBEREICH

KUND:INNENMANAGEMENT & VERTRIEB

Der Spartenbereich Kund:innenmanagement und Vertrieb fungiert als zentrale Anlaufstelle für alle Anliegen der Grazer Bevölkerung rund um die Geschäftsfelder Trink- und Abwasser, Abfall, Straße und Grünraum innerhalb der Sparte I & E. Die Mitarbeiter:innen bearbeiten, qualifizieren und dokumentieren sämtliche Kund:innenanliegen – von Informations- und Vertriebsanfragen bis hin zu Beschwerden. Leistungsstarke Datenbanken, kombiniert mit dem fachlichen Know-how der Mitarbeiter:innen im Haus Graz, gewährleisten eine rasche und zielgerichtete Bearbeitung. Digitale Kanäle wie die Apps „Schau auf Graz“, „Graz Abfall“ und „Graz Wasser“ unterstützen das effiziente Kund:innenmanagement.

Für Vertragskund:innen der Holding Graz übernimmt der Spartenbereich zudem die Trinkwasserabrechnung. Als Schnittstelle zwischen dem Managementbereich Finanzen und dem Spartenbereich Wasserwirtschaft verantwortet er den gesamten Abrechnungsprozess – von der Zählerablesung bis zum Mahnwesen.

Darüber hinaus agiert der Spartenbereich als Drehscheibe für spartenübergreifende Kommunikationsmaßnahmen und dient als zentrale Ansprechstelle für den Managementbereich Marketing.

SPARTE

SPARTENBEREICH GRAZ

WASSERWIRTSCHAFT

Das Trinkwasser für Graz und einige umliegende Wasserversorger wird aus Grundwasser gewonnen – rund drei Viertel stammen aus eigenen Brunnen, ein Viertel aus dem südlichen Hochschwabgebiet. Die Wasserwirtschaft sichert die hohe Qualität des Trinkwassers durch die laufende Überwachung aller Speicher, Förderbrunnen und Pumpstationen über die Zentrale Schaltwarte. Das eigene, akkreditierte Wasserlabor überprüft regelmäßig die Wasserqualität und gewährleistet, dass das Grazer Trinkwasser den strengsten Standards entspricht. Um die Versorgung langfristig sicherzustellen, wird kontinuierlich in Ausbau, Wartung und Sanierung der Anlagen investiert. Die Abwässer fast aller Grazer Haushalte sowie jener von acht Umlandgemeinden werden über das öffentliche Kanalnetz zur Kläranlage in Gössendorf geleitet. Dort erfolgt eine Reinigung von rund 98 Prozent, bevor das Wasser in die Mur und damit in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt wird. Grundlage der Tätigkeiten sind die Betriebsführungsverträge sowie Servicevereinbarungen mit der Stadt Graz. Die Stadt ist Eigentümerin von Kanalnetz und Kläranlage, die Holding Graz ist für den Betrieb verantwortlich. Mit dem im Oktober 2024 vom Gemeinderat beschlossenen Ausbau der Kläranlage von 500.000 auf 815.000 Einwohner:innenwerte wird die Anlage an die Bevölkerungsentwicklung und die gesetzlichen Anforderungen der Abwasserreinigung angepasst. Im Mittelpunkt des Jahres 2025 standen mehrere richtungsweisende Projekte zur Sicherung der Wasserqualität und -versorgung: Die 1950 errichtete, 6,8 Kilometer lange Transportleitung TL700 wird umfassend erneuert. Die Arbeiten be-

gannen im Mai 2025 und werden bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Beim Wasserwerk Feldkirchen wurde Ende 2025 mit dem Bau einer Naturfilteranlage begonnen, die Fertigstellung ist Ende 2026 geplant. Ein zentrales Zukunftsprojekt ist WaRes 2060+ – Wasserressourcen Graz 2060+, das die langfristige Ressourcen- und Versorgungssicherheit der Stadt bis 2060 sicherstellen soll. Das Projekt bildet die Grundlage für die strategische Anpassung an den Klimawandel. Auf Basis umfassender Analysen zu Bevölkerungsentwicklung, Wasserbedarf und klimatischen Einflüssen wurden 16 bauliche und 4 organisatorische Maßnahmen konzipiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bau eines neuen Hochbehälters am Schloßberg. Der bestehende Behälter wird durch einen erdverlegten Edelstahlbehälter mit zwei Wasserkammern und einer Schieberkammer ersetzt. Die Bauarbeiten haben im August 2025 begonnen und dauern bis 2026. Im Zuge des zweigleisigen Ausbaus der Straßenbahnlinie 1 errichtet die Wasserwirtschaft in der Hilmteichstraße einen neuen Speicherkanal mit rund 630 Meter Länge. Das im Microtunneling-Verfahren umgesetzte Projekt dient der Zwischenspeicherung von Mischwasser bei Starkregenereignissen und trägt wesentlich zur Verbesserung der Wasserqualität in den Bächen und zur Reduktion der ökologischen Belastung bei. Die Wasserwirtschaft der Holding Graz steht für nachhaltige, sichere und ressourcenschonende Versorgung. Durch Investitionen in Energieeffizienz, Photovoltaik und Notstromversorgung wird die Unabhängigkeit von externen Energiequellen gestärkt und der CO₂-Ausstoß reduziert. Regelmäßige Krisenübungen und laufende Qualitätskontrollen sichern die hohe Versorgungssicherheit – heute und für kommende Generationen.

BETEILIGUNG 71,5 %

BETEILIGUNG 71,5 %

ZENTRAL­WASSERVERSORGUNG

ZENTRAL­WASSERVERSORGUNG

HOCHSCHWAB SÜD GMBH

HOCHSCHWAB SÜD GMBH

Die Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd (ZWHS) fördert mit zwei Vertikalfilterbrunnen Grundwasser im südlichen Hochschwabgebiet. Die wasserrechtliche Entnahme von 200 Litern pro Sekunde wird durch das Wasserrechtsgesetz geregelt. Die Gesellschaft ist verpflichtet, ihren Gesellschafter:innen die vereinbarte Wassermenge zu kostendeckenden Preisen zu liefern. Rund ein Viertel des Wasserbedarfs der steirischen Landeshauptstadt stammt aus dem südlichen Hochschwabgebiet. Ein Team aus hochqualifizierten Facharbeiter:innen mit Wassermeisterzertifikat sorgt dafür, dass das völlig naturbelassene und unbehandelte Wasser über eine 78 Kilometer lange Transportleitung mit drei Hochbehältern und drei Trinkwasserkraftwerken bis nach Graz gelangt. Die vor über 30 Jahren errichteten Anlagen erfordern laufende Erneuerungen, hierfür wurde ein eigenes Sanierungskonzept entwickelt. Im Rahmen des Standortmarketings betreibt die ZWHS die Bodenbauer Immobilien und nutzt den Alpengasthof sowie die Bodenbauerkeusche nachhaltig. Im Wasserschutzgebiet wird der Parkraum des Gasthofes „Bodenbauer“ durch eine nachhaltige Parkraumbewirtschaftung betrieben. Mit den Einnahmen wurde ein öffentliches WC errichtet und die laufenden Reinigungskosten abgedeckt. Gemeinsam mit den Gesellschafter:innen gestaltet das Unternehmen den „Wasser. Wander.Wunder-Weg“ und realisiert jährlich bewusstseinsbildende Aktionen rund um den österreichischen Trinkwassertag.

BETEILIGUNG 100 % WASCHBETRIEBE

GRAZ GMBH

Die Waschbetriebe sorgen an den beiden Standorten in Graz und Werndorf mit ihren Reinigungsdienstleistungen für saubere Nutzfahrzeuge, Busse und Transporter. Dabei wird die Umwelt bestmöglich geschont und der Ressourceneinsatz so gering wie möglich gehalten. Das Unternehmen reinigt Fahrzeuge außen mittels Portal-Bürstenwaschanlagen oder mittels Hochdrucklanzen. Die aufwendigeren Tankinnenreinigungen werden mit Hochdruckrotationsköpfen und – falls notwendig – durch händische Reinigung erledigt. Einnahmen kommen aus Dienstleistungen der Lkw-Außenreinigung und der Innenreinigung von Tank-, Silo- und Kippsattelaufliegern. Die Waschbetriebe erbringen ihre Reinigungsdienstleistungen gemäß SQAS-Zertifizierung (Safety and Quality Assessment System).

SPARTENBEREICH

GRAZ ABFALLWIRTSCHAFT

Mit 183 Mitarbeiter:innen sorgt der Spartenbereich Graz Abfallwirtschaft dafür, dass Abfallsammlung und Abfallbehandlung in der Stadt Graz reibungslos funktionieren. Jährlich werden von der Holding Graz rund 175.000 Tonnen Abfälle bewirtschaftet. Ein zentrales Ziel ist dabei eine hohe stoffliche Verwertung, die vertraglich geregelt ist, um sowohl Ressourcen zu schonen als auch CO₂Emissionen zu reduzieren.

Der Spartenbereich betreibt eine eigene Abfallbehandlungsanlage sowie den Ressourcenpark in der Sturzgasse, der jährlich etwa 285.000 Einfahrten verzeichnet. Für die Restmüllsammlung im Stadtgebiet sind täglich 24 Müllsammelfahrzeuge im Einsatz, davon drei rein elektrisch. Die getrennte Sammlung weiterer Abfallarten erfolgt in Zusammenarbeit mit Subpartnern. Einnahmen erzielt die Graz Abfallwirtschaft über die Müllgebühren der Stadt Graz, Entsorgungsbeiträge im Ressourcenpark sowie Entgelte für Übermengen bei Gewerbekund:innen. Ergänzend generiert sie Erlöse aus Zusatzleistungen in der Sammlung, wie Zusatzvolumen oder Zusatzentleerungen, sowie aus Grünschnittabholungen, dem Verkauf von Erden und Kompost und der Verwertung von Abfällen.

BETEILIGUNG 100 %

A.D. BIOERDE UND KOMPOST GMBH

Die A.D. BioErde und Kompost GmbH betreibt seit 16 Jahren direkte Kreislaufwirtschaft, indem biogene Abfälle zu wertvollen und nachgefragten Produkten verarbeitet werden, und zwar zu Qualitätskompost und Komposterden. Das Unternehmen verfügt über zwei Kompostieranlagen sowie eine Bodenaushubdeponie. Aus Bioabfall, Grünabfällen und weiteren organischen Abfällen werden hochwertige Qualitätskomposte hergestellt. Durch die Zugabe von Erden und Sand entsteht daraus Komposterde von hoher Qualität. Kompost und Komposterde werden sowohl in Graz als auch in der Oststeiermark an Kund:innen verkauft und so wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt. Der Verkauf am Ressourcenpark der Holding Graz Abfallwirtschaft schließt dabei den „Grazer Kompostkreislauf“. Die Erlöse des Unternehmens stammen zum einen aus der Dienstleistung der Übernahme und Kompostierung biogener Abfälle aus Graz, zum anderen aus dem Verkauf der daraus hergestellten hochwertigen Produkte. Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld der Gesellschaft ist die Übernahme und Deponierung von Bodenaushub.

BETEILIGUNG 51 %

SERVUS ABFALL

DIENSTLEISTUNGS GMBH

Die Servus ist im Auftrag der Holding Graz maßgeblich für die Abfallwirtschaft der Stadt Graz verantwortlich. Sie führt die Sammlung von Bioabfall, Altpapier und Altglas in Graz, sowie die Sammlung von Leicht- und Metallverpackungen in Graz und Graz-Umgebung durch und betreut darüber hinaus Gewerbekund:innen im Großraum Graz. Nachgelagert zur Abfallbehandlungsanlage der Holding Graz in der Sturzgasse betreibt die Servus eine weitere Abfallbehandlungsanlage in Frohnleiten und übernimmt die Verwertung von Abfällen im Auftrag der Holding Graz sowie von Saubermacher. Die Geschäftstätigkeit der Servus gliedert sich primär in die drei Bereiche Sammlung, Produktion und Verwertung. In diesen Tätigkeitsfeldern disponiert die Servus jährlich rund 270.000 Tonnen Abfall und erwirtschaftet einen Umsatz von etwa 34 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt über 120 Mitarbeiter:innen und verfügt über einen Fuhrpark von rund 50 Fahrzeugen. Ergänzend zu den Kernbereichen Sammlung, Produktion und Verwertung bietet die Servus zusätzliche Dienstleistungen, insbesondere für Gewerbekund:innen, an. Dazu zählen Akten- und Datenvernichtung, die Erstellung von Abfallwirtschaftskonzepten, Entrümpelungsservices sowie diverse Event-Services.

SPARTENBEREICH KOMMUNALWERKSTÄTTE

Im Bereich der Kommunaltechnik führt die Kommunalwerkstätte Service-, Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten an unterschiedlichen Nutzfahrzeugen wie Abfallsammelfahrzeugen, Fahrzeugen für den Straßendienst sowie modernen Kanal-, Saug- und Spülfahrzeugen durch. Das Angebot umfasst dabei Standard-Servicedienste, Reparaturen von Fahrzeugschäden genauso wie Tätigkeiten im Segment der Aufbereitungsund Transporttechnik, Reparatur- und Verschleißschweißungen an Maschinen, Geräten, Anhängern und Aufbauten sowie Reparaturen und Wartungen an allen gängigen Transportcontainern aller Branchen. Um diese Leistungen fachgerecht anbieten zu können, müssen die Mitarbeiter:innen mittels spezieller Weiterbildungsmaßnahmen laufend auf den Stand der Technik gebracht werden (z. B. Schweißprüfungen, Hochvolt-Ausbildungen). Dies garantiert, dass Maschinen, Fahrzeuge und entsprechende Ausrüstungsgegenstände stets funktionstüchtig auf Abruf zur Verfügung stehen. Die Kommunalwerkstätte verrechnet für die oben angeführten Leistungen Stundensätze nach Aufwand bzw. diverse Pauschalleistungen und bietet zudem All-in-one-Lösungen an. Dabei werden jährlich rund 5.500 Aufträge abgewickelt.

SPARTENBEREICH GRAZ STADTRAUM

Über 420 Mitarbeiter:innen des Spartenbereichs Graz Stadtraum sind dafür verantwortlich, die Stadt Graz zu pflegen, instand zu halten und zu reinigen. Im Winter sorgt der Winterdienst für ein sicheres Vorankommen auf allen städtischen Straßen. Das Straßennetz der Stadt entspricht dabei in etwa der Strecke von Graz bis nach Rom. Die vom Spartenbereich gepflegten Grünflächen haben eine Fläche von rund 390 Fußballfeldern – zusätzlich werden doppelt so viele Flächen wie Fahrbahnen, Gehsteige, Radwege und Plätze erhalten und gereinigt. Die Arbeit des Spartenbereichs basiert auf den Betriebsführungsverträgen und Servicevereinbarungen mit der Eigentümerin Stadt Graz, die ein fixes Leistungsentgelt vorsehen. Laufende Qualitätskontrollen, der regelmäßige Austausch mit Kund:innen sowie der gezielte Einsatz digitaler Medien gewährleisten, dass Maßnahmen schnell und effizient umgesetzt werden können. Ziel des Spartenbereichs Graz Stadtraum ist es, die Sauberkeit in Graz zu sichern und weiter zu verbessern sowie ein sicheres Vorankommen auf Fahrbahnen, Plätzen und Geh- und Radwegen zu gewährleisten. Damit soll die Stadt auch künftig als Erholungsraum erhalten bleiben, Kindern Raum zum Spielen bieten und das Wohnen in Graz zu allen Jahreszeiten angenehm gestalten.

BETEILIGUNG 51 %

ENERGIE GRAZ GMBH

Die Energie Graz ist einerseits für die energiebezogene Infrastruktur in Graz verantwortlich. Fernwärme-, Strom- und Gasnetze werden betrieben, gewartet und ausgebaut, ebenso wie die öffentliche Beleuchtung im Auftrag der Stadt. Andererseits versorgt die Energie Graz die Grazer Bevölkerung und Unternehmen mit Strom, Wärme, Gas, Licht sowie weiteren energiebezogenen Dienstleistungen. Im Vordergrund steht die Positionierung als ganzheitliche Ansprechpartnerin rund um das Thema Energie. Im Sinne des Leitbildes der Energie Graz „Mit aller Energie für ein nachhaltiges und lebenswertes Graz!“ werden zukunftsorientierte Energielösungen entwickelt. Beispiele dafür sind das solare Speicherprojekt Helios, das Energiemodell für den neuen Stadtteil Graz Reininghaus sowie das innovative Energiekonzept für die Smart City. Zu den Angebotsschwerpunkten zählen das Produkt „Unser Eigenstrom“, bei dem PV-Gemeinschaftsanlagen für Mehrparteienhäuser errichtet und betrieben werden, der Aufbau einer zukunftsorientierten Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie Online-Angebote für Strom und Gas.

Weil alles zusammenhängt.

HANDLUNGSFELD UNTERNEHMEN

Eine Stadt funktioniert nur, wenn viele Leistungen ineinandergreifen. Infrastruktur, Versorgung, Mobilität, Umwelt – all das bildet ein System, das jeden Tag zuverlässig laufen muss. Die Holding Graz sorgt dafür, dass diese Verbindungen stabil bleiben: durch vorausschauende Planung, moderne Technologien und Prozesse, die aufeinander abgestimmt sind. So entsteht ein Zusammenspiel, das Graz stärkt – heute und in Zukunft.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

VERSORGUNGSSICHERHEIT

PRÄZISERE ANALYSE DER NACHFRAGE IN DEN GRAZER ÖFFIS

Die Holding Graz Linien haben in den vergangenen Jahren einen bedeutenden Schritt zur Modernisierung und Digitalisierung ihres Fuhrparks gemacht. Im Rahmen der Bemühungen, den öffentlichen Verkehr effizienter und kund:innenorientierter zu gestalten, wurde der Ausstattungsgrad der Fahrzeuge mit automatischen Fahrgastzählsystemen von 20 % auf 70 % erhöht. Dieser Fortschritt ermöglicht es, die Nachfrage noch detaillierter und präziser zu analysieren. Durch die Fusion der Informationen mit Daten anderer Leistungserbringer und der geografischen Verschneidung mit Bevölkerungsentwicklungen können die Holding Graz Linien künftig noch besser auf die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden eingehen. Durch eine gezielte Steuerung des Angebots wird damit ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs als nachhaltiger Alternative zum Individualverkehr geleistet.

SICHERE WASSERVERSORGUNG: NEUER HOCHBEHÄLTER SCHLOSSBERG

Die Umsetzung des Projekts ist für den Zeitraum von 2025 bis 2027 vorgesehen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 0,6 Millionen Euro. Die Gesamtverantwortung für Planung und Durchführung liegt bei der Holding Graz Wasserwirtschaft. Die sichere und verlässliche Trinkwasserversorgung zählt zu den zentralen Aufgaben der Holding Graz. Um die langfristige Versorgungssicherheit auch in sensiblen Stadtbereichen zu gewährleisten,

investiert die Wasserwirtschaft laufend in die Modernisierung ihrer Anlagen. Der bestehende Hochbehälter am Grazer Schloßberg, der seit den 1960er-Jahren in Betrieb ist, weist erhebliche altersbedingte Mängel auf. Daher wird an seiner Stelle ein neuer, technisch und ökologisch zeitgemäßer Hochbehälter errichtet. Das Projekt umfasst die Errichtung eines neuen, erdverlegten Edelstahlhochbehälters unterhalb des Schloßbergplateaus. Der Behälter besteht aus zwei röhrenförmigen Wasserkammern mit jeweils 30 m³ Nutzvolumen sowie einer zentralen Schieberkammer. Diese Bauweise gewährleistet einen effizienten und sicheren Betrieb bei gleichzeitig minimalem Flächenverbrauch. Die Maßnahme liegt im geschützten Landschaftsteil „Grazer Schloßberg“ und im Nahbereich eines Naturdenkmals sowie im Nahbereich archäologisch wertvoller Fundstätten. Daher erfolgt die Planung in enger Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzund Denkmalschutzbehörden. Zusätzlich stellen die exponierte Lage und die eingeschränkte Zufahrt besondere Anforderungen an Logistik und Bauablauf.

Die neue Anlage ermöglicht die nachhaltige Versorgung der am Schloßberg befindlichen Objekte mit Trinkwasser aus dem Netz der Holding Graz und stellt gleichzeitig die Löschwasserversorgung sicher.

Der Neubau des Hochbehälters Schloßberg stärkt die Versorgungssicherheit und Betriebsstabilität im Grazer Trinkwassernetz. Durch die moderne Bauweise und die unterirdische Ausführung wird der Eingriff in das Landschaftsbild minimiert und die technische Lebensdauer signifikant verlängert. Das Projekt trägt damit zu einer resilienten, zukunftsfähigen und umweltgerechten Infrastruktur für die Stadt Graz bei.

ERNEUERUNG DER HAUTPLEITUNG

VON FELDKIRCHEN NACH GRAZ

Eine sichere, leistungsfähige und zukunftsorientierte Wasserversorgung bildet die Grundlage für die Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Graz. Die bestehende Transportleitung DN 700 vom Wasserwerk Feldkirchen bis zum Kreuzungsbereich Lagergasse/Karlauer Gürtel wurde bereits 1950 errichtet und ist damit eine der ältesten Hauptversorgungsleitungen im Grazer Netz. Aufgrund der hohen betrieblichen Bedeutung und einer in Teilabschnitten stark erhöhten Schadensrate ist eine umfassende Erneuerung erforderlich. Ziel des Projekts ist die nachhaltige Sicherstellung der Trinkwasserversorgung im Süden und Westen von Graz sowie die Erhöhung der Netzstabilität und Versorgungssicherheit im gesamten Stadtgebiet. Das Vorhaben umfasst die Erneuerung und Modernisierung der Transportleitung TL 700 auf einer Länge von rund 6.800 Laufmetern (DN 700, 600, 500) sowie ergänzende Versorgungsleitungen mit einer Gesamtlänge von etwa 1.300 Laufmetern (DN 300 bis 50) sowie die Nutzung der Synergien mit zahlreichen anderen Leitungsträgern im Projektgebiet. Neben der technischen Planung werden auch umfangreiche ökologische Begleitmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen unter anderem artenschutzrechtliche Vorkehrungen wie Reptilienzäune und Rodungsarbeiten in abgestimmten Zeitfenstern, um die Auswirkungen auf Flora und Fauna zu minimieren. Die Gesamtinvestition beträgt rund 26,7 Mio. Euro, der Baubeginn fand im August 2025 statt und der Abschluss ist mit Ende 2027 geplant. Für Planung, Umsetzung und Betrieb ist die Holding Graz Wasserwirtschaft verantwortlich. Die Modernisierung der Transportleitung Feldkirchen ist ein zentraler Baustein

zur langfristigen Versorgungssicherheit und Betriebsresilienz im Grazer Trinkwassernetz. Durch die Erneuerung der Hauptleitung wird das Risiko von Rohrbrüchen und Versorgungsausfällen deutlich reduziert. Zudem trägt das Projekt zur Reduktion von Wasserverlusten und damit zu einer effizienteren Ressourcennutzung bei. Mit dieser Investition stärkt die Holding Graz die technische und ökologische Zukunftsfähigkeit der städtischen Wasserinfrastruktur – ein wesentlicher Beitrag zu einem sicheren, nachhaltigen und klimafitten Graz.

ERNEUERUNG DER WASSERVERSORGUNG IM BEREICH MURFELD

Der Umsetzungszeitraum erstreckt sich von 2024 bis 2033, das dafür vorgesehene Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 15 Mio. Euro. Im Bereich der sogenannten Messzone D (Murfeld, zwischen Murfelder Straße und Liebenauer Hauptstraße) wurde in den Jahren 1984 bis 1986 aufgrund einer damaligen Grundwasserverschmutzung eine neue Wasserversorgung errichtet. Dabei kamen unbeschichtete, duktile Gussrohre zum Einsatz. Nach Jahrzehnten des Betriebs zeigen diese Leitungen starke Inkrustationen und Ablagerungen, die sowohl hygienische Probleme (Trübung, Braunfärbung des Wassers) als auch hydraulische Einschränkungen (Rückgang der Hydrantenleistung) verursachen. Ziel des Projekts ist daher die grundlegende Erneuerung der Versorgungsleitungen, um eine stabile, qualitativ hochwertige und langfristig sichere Trinkwasserversorgung für den gesamten Versorgungsbereich Murfeld zu gewährleisten. Das Gesamtprojekt umfasst die Erneuerung von rund 23,5 Kilometern Versorgungsleitungen mit Rohrnennweiten

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

von DN 50 bis DN 200. Die Arbeiten werden in mehreren Bauabschnitten durchgeführt:

• Bauabschnitt 124 (Phase I) startete im Juli 2024 unmittelbar nach Vorliegen aller Beschlüsse und wurde im Juni 2025 fertiggestellt.

• Bauabschnitt 131 (Phase II) wurde im Mai 2025 begonnen und wird im Sommer 2026 fertiggestellt.

• Bauabschnitt 136 (Phase III) wurde im Sommer 2025 geplant und wird Ende 2025 ausgeschrieben. Ein Baubeginn ist mit Frühjahr 2026, Bauende mit Sommer 2027 geplant.

Bis Oktober 2025 wurden rund 19 % der Leitungen erneuert – im Rahmen des geplanten Budgets und mit einem Verbrauch von ca. 2,8 Mio. Euro. Mit der Erneuerung der Messzone D stellt die Holding Graz die Versorgungssicherheit und Wasserqualität in einem sensiblen Stadtbereich langfristig sicher. Durch die Modernisierung der Rohrleitungen werden Wasserverluste reduziert, Betriebsstörungen minimiert und die hygienischen Standards der Trinkwasserversorgung nachhaltig verbessert. Das Projekt leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Resilienz und Zukunftsfähigkeit der städtischen Infrastruktur – ein zentraler Baustein für eine sichere, nachhaltige und leistungsfähige Wasserversorgung in Graz.

ZUR SICHERSTELLUNG DES BETRIEBS:

UMBAU BAD ZUR SONNE

Um den Betrieb des Bads zur Sonne weiterhin sicherzustellen, wurden 2025 die Badewassertechnik, die Elektround Wasserinstallationen, die Lüftung, die Gebäudetechnik, die Brandschutzvorrichtungen sowie das Glasdach saniert. Die Gesamtkosten betrugen rund 3,276 Mio. Euro.

NACHHALTIGER

INFRASTRUKTURAUSBAU

GROSSPROJEKT MAINTENANCE GRAZ LINIEN: AUSBAU REMISE STEYRERGASSE

Das Infrastruktur-Großprojekt Maintenance Graz Linien in der Steyrergasse, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rd. 228,7 Mio. Euro, ist die zentrale Grundlage für den weiteren Ausbau des Grazer Straßenbahnnetzes – von der Innenstadtentlastung über die Neutorlinie bis zu den zweigleisen Ausbauten nach Puntigam und Mariatrost. Das Projekt vereint eine moderne Betriebserweiterung mit nachhaltigen Umweltzielen. Das Projekt stärkt nicht nur den öffentlichen Verkehr, sondern verbessert auch die Mobilität vieler Menschen in Graz. Am Standort der Remise 2 entsteht eine moderne Abstellhalle für 25 lange Straßenbahnen sowie eine neue Betriebswerkstätte mit vier Arbeitsbereichen und einer Außenreinigung. Die erweiterte Hauptwerkstätte wird mit hochentwickelter Unterflur- und Drehgestelltechnik ausgestattet, wodurch Wartungen schneller und effizienter durchgeführt werden können. Das erhöht die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge und reduziert Störungen im täglichen Betrieb. Zusätzlich werden neue Büroflächen geschaffen und eine große Photovoltaikanlage am Dach installiert, die bis zu 1,4 MWp Strom erzeugt. Dadurch wird ein Teil des Energiebedarfs direkt vor Ort gedeckt, was Betriebskosten senkt und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Parallel dazu wird der Boden am Gelände dekontaminiert, was langfristig die Umwelt schützt und das Areal nachhaltig aufwertet.

Die Bauzeit ist von Frühjahr 2026 bis Sommer 2030 ge-

plant. Erste Vorarbeiten starteten bereits 2025: In der Auer-Welsbach-Gasse entsteht ein neues Material- und Logistikzentrum, das modernen Anforderungen entspricht und die Arbeitsabläufe künftig deutlich verbessert. Auch Parkplätze wurden verlegt, um Platz für die Bauarbeiten zu schaffen.

Insgesamt sorgt das Projekt dafür, dass Graz ein leistungsfähigeres, moderneres und umweltfreundlicheres Straßenbahnnetz erhält. Es schafft mehr Kapazität, ermöglicht effizientere Wartung, stärkt den Wirtschaftsstandort und verbessert die Lebensqualität in der Stadt.

INNENSTADTENTLASTUNG: DIE NEUE

STRASSENBAHNLINIE IST IN BETRIEB

Die neue, zweigleisige Strecke durch die Neutorgasse verläuft von der Schmiedgasse über Radetzkystraße, Neutorgasse, Andreas-Hofer-Platz, Belgiergasse und Vorbeckgasse und mündet bei der Annenstraße in das bestehende Netz. Dabei wurde die Tegetthoffbrücke verstärkt und verbreitert, Geh- und Radwege verbessert, und neue Aufenthaltsbereiche sind entstanden. Durch den Ausbau können künftig mehr Straßenbahnen durch die Innenstadt geführt werden, was dichtere Intervalle, bessere Umstiegsmöglichkeiten und eine verbesserte Anbindung an den Hauptbahnhof ermöglicht. Zudem können Betriebsstörungen in der Innenstadt durch die neue Strecke umgangen werden. Auch die innerstädtische Verteilung von Pendler:innen wird durch die verbesserte Anbindung des Regionalbusbahnhofs am Andreas-Hofer-Platz optimiert. Die Neutorlinie, mit den Linien 16 und 17, hat Ende November ihren Betrieb aufgenommen.

ADAPTIERUNG REMISE 3 IN EGGENBERG FÜR DIE NEUEN STRASSENBAHNEN

Mit der Beschaffung von 31 neuen, langen Straßenbahnwagen sind bei den Graz Linien umfangreiche innerbetriebliche Maßnahmen erforderlich, insbesondere in der Remise 3 in Eggenberg. Die Adaptierung der Bestandshalle der Remise 3 zielte darauf ab, Arbeitnehmer:innenschutzstandards zu erfüllen und den Standort langfristig zu sichern. Im Zuge dessen wurde die Halle umfassend modernisiert. Ergänzend dazu erfolgte eine Sanierung der bestehenden Gleisanlagen auf dem Areal der Remise 3, um die Infrastruktur an die zukünftigen betrieblichen Anforderungen anzupassen. Die ehemalige Waschanlage in der Remise 3 war nicht für den Betrieb mit langen Straßenbahnwagen geeignet, daher war der Neubau einer modernen Straßenbahnwaschhalle notwendig. Diese Maßnahme stellt sicher, dass die neuen Fahrzeuge effizient und den heutigen Anforderungen entsprechend gereinigt werden können. Zusätzlich erfolgte die Errichtung einer neuen Abstellgleisanlage, um ausreichende Kapazitäten für die Abstellung der langen Straßenbahnwagen zu schaffen. Im Zuge dieser Maßnahme wurde auch die Bahnstromversorgung an die erhöhten Anforderungen angepasst. Die genannten Maßnahmen sind entscheidend, um die neuen Straßenbahnwagen in das bestehende System zu integrieren und eine zukunftssichere Infrastruktur zu gewährleisten.

PÜNKTLICHKEITSOFFENSIVE FÜR DEN ÖFFENTLICHEN VERKEHR IN GRAZ

Die „Pünktlichkeitsoffensive ÖV“ in Graz ist ein laufendes Programm der Stadt Graz und der Holding Graz Linien,

VERPFLICHTUNGSERKLÄRUNG

VERFAHREN ZUR BESEITIGUNG

NEGATIVER AUSWIRKUNGEN

VERFAHREN FÜR DIE EINHOLUNG

VON RATSCHLÄGEN UND DIE MELDUNG VON ANLIEGEN

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

das darauf abzielt, den Bus- und Straßenbahnverkehr zuverlässiger und pünktlicher zu machen. Dazu werden auf Basis von Fahrzeit- und Betriebsdaten Problemstellen im Netzwerk identifiziert und durch Maßnahmen wie Busspuren, ÖV-Bevorzugung an Ampeln, Anpassungen von Haltestellen und Kreuzungen sowie organisatorische Optimierungen verbessert.

NEUE STRASSENBAHNEN SORGEN FÜR MEHR KAPAZITÄT UND BARRIEREFREIHEIT

Mit den 31 neuen Fahrzeugen will die Holding Graz nicht nur ältere Garnituren austauschen, sondern auch die stark frequentierte Innenstadt entlasten. Durch die höhere Kapazität wird das Angebot für Fahrgäste deutlich attraktiver. Die Ankunft der ersten neuen Flexity-Straßenbahn markiert einen wichtigen Schritt in der Modernisierung des öffentlichen Verkehrs in Graz. Bei den neuen Straßenbahnen profitieren die Fahrgäste von mehr Platz, Komfort und Nachhaltigkeit – ein klares Signal für die Zukunft der urbanen Mobilität.

Die neuen Straßenbahnen des Modells Flexity bieten mit einer Länge von knapp 34 Metern Platz für bis zu 200 Fahrgäste (die Fahrgastkapazität wird im Vergleich zu den derzeitigen Modellen um 30 Prozent erhöht) und zeichnen sich durch Barrierefreiheit mit einer niedrigen Einstiegshöhe von nur 215 Millimetern und einem komplett barrierefreien Innenraum aus. Sechs Doppeltüren sorgen zudem für einen schnellen Fahrgastwechsel. Dank moderner Ausstattung wie Handy-Ladestationen, Informationsmonitoren, Rollstuhl- und Kinderwagenplätzen sowie Sitzen aus recyceltem Leder setzt die Flexity Graz neue Standards im öffentlichen Verkehr. Technisch

punktet das Modell mit energieeffizienter Klimatisierung, einem Fahrassistenzsystem zur Hinderniserkennung und dem ECO-Drive-System, das den Energieverbrauch optimiert. Schon 2019 und 2020 fanden im Zuge einer europaweiten Ausschreibung umfassende Testfahrten statt. Nach Abschluss einer europaweiten Ausschreibung und dem entsprechenden Auswahlverfahren 2023 fiel die Entscheidung auf Alstom auch aufgrund der hohen Standards bei Lärm- und Erschütterungsarmut. Gebaut wird die Flexity Graz im Alstom-Werk Wien-Donaustadt.

SCHNELLLADESTATIONEN BEI HOFER-FILIALEN

Seit 2024 wurden an HOFER-Filialen im Grazer Stadtgebiet Ladeinfrastrukturstandorte der Energie Graz errichtet. Mit Dezember 2025 sind insgesamt sechs Standorte mit 18 Schnellladepunkten in Betrieb. Dieses Angebot ermöglicht Kund:innen das Laden von Elektrofahrzeugen während des Einkaufs und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur sowie zur Förderung klimaneutraler Mobilität in Graz. Perspektivisch ist die Ausstattung weiterer fünf HOFERFilialen mit Ladeinfrastruktur vorgesehen.

AUSBAU DER LADEINFRASTRUKTUR, NEUE TARIFE UND INNOVATIVE PROJEKTE

Die Energie Graz betreibt derzeit rund 306 Ladepunkte für E-Autos, E-Carsharing (tim) und E-Taxis im Stadtgebiet. Kund:innen mit Ladetarifen der Energie Graz haben darüber hinaus Zugang zu insgesamt rund 16.500 Ladepunkten in ganz Österreich. Im Jahr 2025 wurde die Ladeinfrastruktur durch die Errichtung neuer Standorte weiter ausgebaut. Dazu zählen drei SPAR-Märkte (Kapel-

lenstraße, Wetzelsdorfer Straße, Moserhofgasse) mit insgesamt neun Ladepunkten sowie zwei HOFER-Standorte mit vier Ladepunkten. Im Wohnbau wurden zudem zwei neue Anlagen mit insgesamt 20 Ladepunkten in der Neuholdaugasse und in der Grabenstraße errichtet. Für den im Jahr 2024 eingeführten Tarif „charge:public“ wurde eine umfassende Bewerbungsoffensive umgesetzt. Seit Mitte 2025 erfolgt eine intensive Vermarktung über verschiedene Online-Plattformen. Die Forschungsprojekte „eTaxi 2.0“ sowie „AC/DC –Automatic & Dynamic Charging“ wurden im März 2025 erfolgreich abgeschlossen. Mit der Installation von zwei HPC(High Power Charger)-Ladegeräten sowie Ladepads am Schillerplatz, exklusiv für E-Taxis, und der Durchführung einer umfangreichen Kund:innenbefragung setzt die Energie Graz gezielte Impulse für die Weiterentwicklung der Elektromobilität und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Mobilität in der Region.

GRABENLOSE SANIERUNG

Die sichere und verlässliche Trinkwasserversorgung zählt zu den zentralen Aufgaben der Holding Graz. Dazu gehört die Sanierung und Erneuerung der bestehenden Infrastrukturen, insbesondere des Trinkwassernetzes. Abhängig von technischen Rahmenbedingungen können Trinkwasserrohre nicht nur durch Neuverlegung in offener Künette, sondern auch grabenarm unterirdisch saniert werden. Bei der grabenarmen Sanierung entfallen viele Beeinträchtigungen für die Anrainer:innen sowie zahlreiche Transportwege. Im langjährigen Durchschnitt werden rund 10 km Trinkwasserleitungen pro Jahr saniert bzw. erneuert. Dabei wird versucht, möglichst grabenarme Baumethoden einzu-

setzen, da diese die Beeinträchtigungen durch Staub und Lärm sowie die Einschränkungen des Verkehrs reduzieren. Zudem fallen deutlich weniger Erdbewegungen an, die per Lkw ab- bzw. antransportiert werden müssen. Damit ergibt sich auch eine CO₂-Einsparung gegenüber der konventionellen offenen Baumethode. Jährlich werden rund 30–40 % der Baustellen mit grabenarmen Baumethoden umgesetzt, ein höherer Anteil ist technisch derzeit noch nicht möglich.

Die Holding Graz arbeitet laufend an Verbesserungen und Innovationen, um die technische Entwicklung weiter voranzutreiben. Dazu zählen Pilotprojekte mit neuen Verfahren, aber auch die Mitarbeit in der ÖGL (Österreichische Vereinigung für grabenlosen Leitungsbau). So konnte ab 2023 ein neues Verfahren (sog. Press-Zieh-Verfahren) als neue grabenarme Baumethode für Gussrohre erfolgreich getestet werden; dieses Verfahren wird seither umfassend bei Sanierungen im Bereich Murfeld eingesetzt. Durch den Einsatz grabenarmer Bauverfahren können die Belastungen der Anrainer:innen und Bürger:innen reduziert und zugleich der Ressourceneinsatz sowie der CO₂Ausstoß verringert werden. Das Projekt trägt damit zu einer umweltgerechten und ressourcenschonenden Erneuerung der Infrastruktur für die Stadt Graz bei. Die Investionen betragen rd. 2 Mio. Euro.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

VERANTWORTUNGSVOLLES WIRTSCHAFTEN

COMPLIANCE-KOMPASS: INFORMATION ZU DEN WICHTIGSTEN GRUNDSÄTZEN

In der 2025 veröffentlichten Broschüre „Compliance-Kompass“ wird erklärt, was Compliance bedeutet. Außerdem gibt sie einen Überblick über die wichtigsten Risiken, die es in der Holding Graz in diesem Bereich gibt. Darin sind kurze und klare Informationen zu den wichtigsten Regeln und Grundsätzen des Unternehmens zu finden. Die Broschüre zeigt auch, wo diese Regeln stehen und an wen man sich bei Fragen wenden kann.

„GEMEINSAM NACH VORNE“: PROZESS-EFFIZIENZ-PROGRAMM (PEP)

Das Prozess-Effizienz-Programm ist eine strategische Initiative der Holding Graz zur konzernweiten Steigerung der Prozesseffizienz durch innovative IT-Systeme. Das Programm umfasst die zwei Hauptprojekte Accounting und operative Prozesse mit dem Fokus auf die Realisierung neuer, effizienter und automatisierter Konzernprozesse sowie Controlling, Kostenrechnung und BI zur Implementierung moderner Analyse- und Steuerungsinstrumente. Die neuen Prozesse werden in SAP S/4HANA IT-Lösungen (inkl. SAP Analytics Cloud) umgesetzt und ersetzen bestehende Systeme wie SAP R/3. Mit der Einführung von SAP S/4HANA wird die Holding Graz handlungsfähiger, zukunftsorientierter und stärkt ihr Selbstverständnis als innovatives Unternehmen. Gemäß dem Motto „Gemeinsam nach vorne“ wird der gesamte Konzern ins Transformationsprogramm eingebunINFRASTRUKTURINVESTITIONEN

den. In Phase 1 (Fachkonzeption) werden zunächst die Prozess- und IT-Expert:innen sowie das Management zur Schaffung eines gemeinsamen Konzernstandards eingebunden. In Phase 2 (Implementierung) folgen umfangreiche Schulungen der Key-User:innen und Endanwender:innen unter den Mitarbeiter:innen. Das Programm geht dabei proaktiv auf die jeweiligen Zielgruppen zu und stellt einen möglichst einfachen Übergang sicher.

Im Juni 2023 startete das Programm mit einer ca. 12-monatigen Fachkonzeptionsphase zur Vorbereitung der S/4HANA-Implementierung. Der Go-Live für das S/4HANA-System ist mit Beginn 2026 in zwei Wellen geplant. Die neuen Planungs- und Reportinglösungen inklusive neu konzipierter Prozesse stehen im Jahr 2026 zur Verfügung. Das Gesamtprogramm PEP hat ein geplantes Ende mit Mitte 2027.

GRAZER ADVENTMÄRKTE ALS „GREEN EVENTS“

Nach Zustimmung der A14 des Landes Steiermark durften im Jahr 2024 erstmals die Adventmärkte Färberplatz, Tummelplatz und Nikolaiplatz das „Green Event“-Logo tragen. Auch für das Jahr 2025 wird eine positive Prüfung der Unterlagen zur Selbstverpflichtung der Einhaltung der Mindeststandards von Green Event Austria durch das Land Steiermark für diese drei Märkte erwartet. Mindestkriterien sind klimaschonende Mobilität, überwiegend saisonale und regional produzierte Lebensmittel und Getränke, vorzugsweise biologisch produzierte Produkte, Abfallvermeidung- bzw. Abfalltrennung, Ressourcenschonung, Barrierefreiheit und aktive Kommunikation.

NEUE WERBEMITTELSTRATEGIE

Im Jahr 2025 lag der Fokus auf dem Einsatz interaktiver und digitaler Außenwerbemittel. Neben einem neuen GrazMobil-Wurfspiel kamen erstmals auch digitale Spiele zum Einsatz – darunter das Graz-Abfall- und das GrazGutschein-Auffangspiel. Klare Botschaften und GamificationElemente vergrößern die App-Reichweite und fördern den Absatz gezielt. Die direkte Interaktion mit Kund:innen sind zentrale Elemente zur Stärkung der Kund:innenbindung und Steigerung der Wiedererkennung. Die digitalen Formate ermöglichen dabei eine niederschwellige, spielerische Auseinandersetzung mit den Services der Holding Graz und verwandeln Information in ein digitales Erlebnis. Digitale Werbemittel, insbesondere der kompakte Digi-up-Screen, zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität in der zielgruppenorientierten Ansprache aus. Die Option, Bewegtbildformate einzusetzen, steigert durch visuelle Dynamik und Leuchtkraft die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit erheblich. Damit wird die Holding Graz als innovative und interaktive Dienstleisterin zeitgemäß und erlebbar positioniert. 2025 setzte die Holding Graz vor allem auf langlebige Außenwerbemittel. Sie bieten große Flächen für klare Botschaften, QR-Codes und Call-to-Action und verbinden Sichtbarkeit mit Interaktionsmöglichkeiten. Neben einem neuen Wurfspiel kamen erstmals auch digitale Spiele zum Einsatz. Wenn Streuartikel verteilt werden, werden bewusst regionale und nachhaltige Produkte gewählt: handgefertigte Uhrturmkekse oder traditionelle Lebkuchen aus Grazer Meisterbetrieben. Kurze Lieferwege, echtes Handwerk und sorgfältige Herstellung schaffen Genussmomente, stärken die lokale Wirtschaft und unterstreichen die soziale Verantwortung. Regionale

Werbemittel sind mehr als Geschenke – sie machen die Marke erlebbar durch Qualität, die man schmeckt, riecht und fühlt. So entstehen Botschaften, die beeindrucken und langfristige Werte schaffen.

NEUE DRUCKAUSSCHREIBUNGEN

Aufgrund des Auftragsvolumens im Bereich der Drucksorten ist die achtzigzehn gemäß den Bestimmungen des Bundesvergabegesetzes verpflichtet, ein neues Vergabeverfahren durchzuführen. Die Druckausschreibungen erfolgen dabei nach klaren Qualitäts- und Nachhaltigkeitskriterien. Neben Preis und Produktionsqualität spielen ökologische Aspekte – etwa Energieeffizienz, Materialherkunft und Zertifizierungen – eine zentrale Rolle. Bevorzugt werden Anbieter, die ressourcenschonend und sozialverantwortlich arbeiten. So stellt die achtzigzehn sicher, dass nicht nur das Endprodukt, sondern auch der Herstellungsprozess im Einklang mit den eigenen Werten und den Prinzipien nachhaltiger Beschaffung steht. Bei Druckprojekten werden Druckereien bevorzugt, die nachweislich umweltfreundlich produzieren und über anerkannte Umweltzertifikate (z. B. FSC®, PEFC™, Zertifikat für CO₂kompensierten Druck wie Climate-Partner oder das Österreichische Umweltzeichen) verfügen. Verwendet werden umweltzertifizierte Papiere, lösungsmittelfreie Farben und Papierverpackungen, die recyclingfähig sind. Wo möglich, wird klimaneutral beziehungsweise CO₂-kompensiert gedruckt. In der Umsetzung aller Projekte legt die achtzigzehn viel Wert auf die Zusammenarbeit mit möglichst regionalen Partner:innen, auf kurze Lieferwege und faire Produktionsbedingungen. Dabei stehen hohe ökologische Standards, umweltzertifizierte Materialien und ein effizi-

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND

MASSNAHMEN

enter Ressourceneinsatz im Mittelpunkt. Jede Produktion wird sorgfältig geplant, um ökologische Belastungen zu minimieren und nachhaltige Kreisläufe zu fördern.

ERSTELLEN VON CO2-BILANZ FÜR MBS (ERSTPROJEKT) UND SERVUS GESAMT (FOLGEPROJEKT)

Im Zuge der Nachhaltigkeitszertifizierung der MBS wurde in Zusammenarbeit mit der Montanuniversität Leoben (MUL) eine detaillierte CO₂-Bilanzierung durchgeführt. Ziel war es, den spezifischen Ausstoß an Treibhausgasen pro Kilogramm verwerteten Abfalls zu ermitteln. Das Ergebnis zeigt einen Emissionswert von 0,03766 kg CO₂ pro Kilogramm Output (trocken). Die Berechnung erfolgt auf Basis des Output-Materials, da diese Menge an die thermischen Verwerter weitergegeben wird und die Bilanzierung – entsprechend den Vorgaben der Zertifizierung – rückwärts entlang der Verwertungskette erfolgt (also vom Entsorger zum Kunden). Die Systemgrenze wurde als Gate-to-Gate definiert. Das bedeutet, dass die Transporte zu und von der Anlage nicht in die aktuelle Bilanz einbezogen sind. Im nächsten Schritt soll die gesamte Servus Abfall Dienstleistungs GmbH in die Bewertung einbezogen werden. Dazu wird das von der Saubermacher Dienstleistungs AG und dem Wegener Institut entwickelte CO₂-Bilanzierungstool eingesetzt. Damit wird es künftig möglich sein, jedem Kunden seinen individuellen CO₂-Äquivalentwert je Fraktion transparent darzustellen – ein wichtiger Schritt hin zu einer nachvollziehbaren und vergleichbaren Nachhaltigkeitsbewertung innerhalb der Abfallwirtschaft. INFRASTRUKTURINVESTITIONEN

NACHHALTIGKEIT IM KONZERN

Die Governance-Struktur des Konzerns Holding Graz im Bereich Nachhaltigkeit ist klar auf verschiedene operative Ebenen verteilt, wobei das Thema grundlegend auf höchster Ebene, beim Vorstand, verankert ist. Alle drei Vorstandsmitglieder tragen die übergeordnete Verantwortung für die strategische Ausrichtung und die zielgerichtete Umsetzung der Nachhaltigkeits- und Klimaschutzmaßnahmen im gesamten Konzern. Auf Konzernebene fungiert die Stabsstelle „Klimaschutz und Konzernstrategie“ als zentrale Koordinationsstelle, die sowohl die Klimaschutzaktivitäten des Unternehmens steuert als auch die strategische Ausrichtung des gesamten Konzerns im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz weiterentwickelt. Im Rahmen der Verpflichtung zur Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist der Konzern Holding Graz erstmals für das Geschäftsjahr 2027 verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsbericht, der alle Beteiligungen umfasst, zu erstellen. Dieser Prozess wird von einem Lenkungsausschuss begleitet und gesteuert. Im Jahr 2025 hat sich die Holding Graz weiterhin intensiv mit den Vorbereitungen für die CSRD auseinandergesetzt. Unser Ziel ist es, die Anforderungen dieses neuen Gesetzes vollständig zu erfüllen und die Nachhaltigkeitsberichterstattung entsprechend neu auszurichten. Trotz eines insgesamt turbulenten Jahres, das von zahlreichen gesetzlichen Unklarheiten und sich ändernden Rahmenbedingungen geprägt war, haben wir konsequent an der inhaltlichen und strukturellen Vorbereitung gearbeitet. Dabei lag unser Fokus darauf, die Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Qualität unserer Berichterstattungsprozesse zu stärken. Die Resultate dieser Vorarbeiten werden sich in der Nachhaltigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2027 widerspiegeln.

KLIMASCHUTZPLAN GRAZ

Die Stadt Graz hat einen umfassenden Klimaschutzplan entwickelt. Im März 2022 wurde mit dem Beschluss des Gemeinderats ein wichtiger Meilenstein erreicht: Eine umfassende CO₂-Bilanz wurde erstellt, die als Grundlage für die Klimaziele dient. Auf Basis dieser Eröffnungsbilanz werden Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen entwickelt – mit dem Ziel, das gesamte Stadtgebiet bis 2040 klimaneutral zu gestalten. Das Haus Graz hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu werden. Den konkreten Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität liegen ein Klimaschutzplan und ein Klimaschutzleitbild als Handlungsanleitungen zugrunde. Das Monitoring der Maßnahmen unterstützt die zielgerichtete Verfolgung der Klimaschutzmaßnahmen, indem es sowohl deren Umsetzung als auch die Entwicklung der Treibhausgasemissionen dokumentiert. Alle Klimaschutzmaßnahmen werden in einem digitalen Maßnahmenkatalog systematisch erfasst, bewertet und hinsichtlich ihres Fortschritts jährlich überprüft. Mit der Umsetzung verschiedenster Maßnahmen leistet die Holding einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der CO₂-Neutralität bis zum Jahr 2030. Darüber hinaus werden laufend neue Maßnahmen geprüft, die zur Erreichung der Ziele des Klimaschutzplans der Stadt Graz beitragen. Die Holding Graz ist engagiert, nachhaltige Praktiken in allen Geschäftsbereichen zu fördern und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft und Umwelt zu leisten. Alle Informationen zum Klimaschutzplan inkl. Zielen und Maßnahmen sind unter folgendem Link verfügbar: Seitenweise Klimaberichte – Klimaschutz Graz.

NEGATIVER AUSWIRKUNGEN

MANAGEMENT VON WESENTLICHEN THEMEN

Weil Ressourcen Zukunft sind.

HANDLUNGSFELD

UMWELT, ENERGIE UND KLIMASCHUTZ

Ressourcen sind endlich – und sie sind entscheidend für die Zukunft unseres Planeten. Deshalb müssen sie geschützt, erneuert und verantwortungsvoll eingesetzt werden. Doch oft werden sie schneller verbraucht, als sie sich erneuern können. Die Holding Graz setzt bewusst auf Lösungen, die Umwelt und Klima schützen: Elektromobilität, Dekarbonisierung und Energie aus Sonne und Wasser. Damit Graz auch morgen lebenswert bleibt.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

KLIMASCHUTZ & ENERGIEEFFIZIENZ

PHOTOVOLTAIK-MASTERPLAN HAUS GRAZ

Mit dem Projekt PV-Masterplan Haus Graz wurden die Voraussetzungen zur großflächigen Umsetzung von PVAnlagen im Haus Graz geschaffen. Nach dem einstimmigen Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des ersten Ausbaupakets wurden im Lauf des Jahres die konkreten PV-Anlagen projektorientiert umgesetzt. Das bedeutet, dass alle erforderlichen Gutachten und die behördlichen Genehmigungen eingeholt, die Ausschreibungen geplant und durchgeführt wurden sowie der Bau der Anlagen realisiert wird. Bis Ende 2025 konnten 21 Anlagen mit rd. 1.400 kWp fertiggestellt werden. Darunter sind beispielsweise die PV-Anlage Sportcenter Pichlergasse, die Anlage am Dach der Maschinenhalle der Kläranlage der Stadt Graz und PV-Anlagen auf Dächern von mehreren Grazer Volksschulen. Darüber hinaus wurden zwei Großanlagen bei der Holding Graz Abfallwirtschaft fertiggestellt, in der Maggstraße und am Neufeldweg. Bis 2027 werden weitere 18 Standorte mit PV-Anlagen unterschiedlichster Dimensionen ausgerüstet. Weitere Flächen für zusätzliche PV-Standorte werden laufend evaluiert.

UMSTELLUNG DER BELEUCHTUNG IN DEN CITYLIGHT-VITRINEN AUF LED-TECHNOLOGIE

City Lights sind hinterleuchtete Werbeflächen, die vor allem im innerstädtischen Raum in Wartehäusern sowie im unmittelbaren Umfeld von Bereichen des öffentlichen Verkehrs eingesetzt werden. Sie stellen ein zentrales

Medium der Außenwerbung dar und sind rund um die Uhr gut sichtbar. Die Beleuchtung dieser Werbeflächen erfolgte bisher standardmäßig mittels Leuchtstoffröhren. Im Zuge laufender Optimierungsmaßnahmen werden diese sukzessive durch energieeffiziente LED-Leuchtstoffröhren ersetzt, um den Energieverbrauch zu reduzieren und die Nachhaltigkeit des Betriebs zu erhöhen.

PHOTOVOLTAIKANLANGE AUF FAHRGASTUNTERSTÄNDEN

Der Ankünder errichtet und betreibt Werbeanlagen in Fahrgastunterständen im Großraum Graz. Für einen energieeffizienten Betrieb läuft ein Test mit einem Prototyp, der entwickelt wurde, um die Energieversorgung durch eine PV-Anlage auf den Dächern dieser Wartehäuser zu ermöglichen. Das Projekt ist derzeit noch in der Testphase. Aufgrund technischer Herausforderungen ist eine großflächige Umsetzung noch nicht absehbar.

NEUE PV,

NEUE ELEKTRISCHE BODENSTROMVERSORGUNG UND IHR ZUSAMMENSPIEL

Der Graz Airport investiert seit Jahren verstärkt in den Ausbau der ökologischen Stromgewinnung bzw. in die Umstellung verschiedener Fahrzeuge und Geräte auf CO₂-sparende Varianten bzw. Methoden (E-Fahrzeuge statt Diesel- oder Benzinfahrzeuge, bei Dieselfahrzeugen Umstieg auf HVO100 etc.).

So wurde nach der Photovoltaikanlage auf dem Feuerwehrgebäude eine weitere Anlage auf dem Dach des Parkhauses mit Leistungsstärke von 446 kWp realisiert (erzeugt ca. 500.000 kWh Strom p. a.), die Anfang 2025 ans Netz gegangen ist. Parallel dazu wurde an sechs

ABFALL NACH VERWERTUNGSWEGEN [T]

Gesamtmenge Abfall

Gesamtmenge nicht gefährlicher Abfall

Verbrennung nicht gefährlichen Abfalls

nicht gefährlichen Abfalls

andere Beseitigungsverfahren nicht gefährlichen Abfalls

Vorbereitung zur Wiederverwendung nicht gefährlichen Abfalls

nicht gefährlichen Abfalls

andere Verwertungsverfahren nicht gefährlichen Abfalls

Gesamtmenge gefährlicher Abfall

Holding exkl. Beteiligungen

Holding inkl. Beteiligungen

548 Verbrennung gefährlichen Abfalls

Abfalls

65 andere Beseitigungsverfahren gefährlichen Abfalls 3 4

Vorbereitung zur Wiederverwendung gefährlichen Abfalls 0 0 Recycling gefährlichen Abfalls 19 47 andere Verwertungsverfahren gefährlichen Abfalls 0 14

Die Abfallkennzahlen umfassen das gesamte Abfallaufkommen innerhalb des Konzerns. Nicht berücksichtigt sind jene Abfallmengen, die im Rahmen der Dienstleistung der Abfallwirtschaft gesammelt oder verarbeitet werden. Für die Darstellung der Abfallkennzahlen wurde eine neue Erhebungs- und Auswertungslogik eingeführt. Die Abfälle werden dabei nach ihrer Gefährlichkeit in die Kategorien „gefährlich“ und „nicht gefährlich“ unterteilt. Darüber hinaus

erfolgt eine Darstellung nach den jeweiligen Verwertungswegen.

Im Zuge der Datenerhebung wurde ein neuer Prozess zur genaueren Erfassung der tatsächlichen Abfallmengen etabliert. Dieser Prozess ist bei der Holding und einem Großteil der Beteiligungen bereits umgesetzt. Für einzelne Ausnahmen konnten die Daten noch nicht vollständig nach der neuen Logik erhoben werden; diese sind entsprechend gekennzeichnet.

*Abfallmengen der Bestattung aus 2024. Abfallmengen Citycom und Grazer Energieagentur noch nicht enthalten.

53,9 % des gesamten Abfallaufkommens (HG inkl. Beteiligungen)

werden recycelt, zur Wiederverwertung vorbereitet oder anderweitig verwertet, beispielsweise durch Kompostierung.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND

MASSNAHMEN

Flugzeugabstellpositionen eine unterirdische 400-HzBodenstromversorgung für parkende Flugzeuge errichtet. Der für das Betreiben der Bodenstromanlage notwendige Strom wird teilweise von der neuen PV auf dem Dach des Parkhauses produziert, die dafür extra in die neue Anlage integriert wurde. Durch die neue Bodenstromanlage werden pro Jahr ca. 24.000 Liter fossiler Treibstoff weniger verbraucht, was einer CO₂Einsparung von ca. 79 Tonnen gleichzusetzen ist.

NATURSCHUTZ AM AIRPORT

2022 entstand auf dem Areal des Graz Airport die erste Ökoprofit-Baumallee mit 20 unterschiedlichen großkronigen Bäumen. Wie schon 2023 und 2024 wurde auch im Jahr 2025 die Allee durch zusätzliche Pflanzungen erweitert. Eine weitere Aufwertung erfuhr die Allee durch drei Insektenhotels, die im Jahr 2023 aufgestellt wurden bzw. durch eine 700 m2 große Blumenwiese. Nach einem Versuch im Jahr 2024 hat die Blumenwiese im Jahr 2025 vielen Insekten einen Rückzugsort bzw. eine „Restaurantmeile“ geboten und so für regen Flugverkehr gesorgt.

Eine der wichtigsten Maßnahmen bei der Erreichung der hochgesteckten Klimaziele am Graz Airport war der Austausch der Beleuchtung auf stromsparende Varianten. Seit Jahren wird Bereich um Bereich umgebaut, Altes durch Neues ersetzt, immer die CO₂-Reduktion als Ziel, so auch 2025: Es wurden im Fluggastgebäude, am Check-Point-Tor 1, am Check-Point-Tor 5, im Bürogebäude 2, im Werkstättengebäude, im Betriebsgebäude und in den Rundhangars Sanierungen von Beleuchtungen mit Umstellung auf LEDTechnologie durchgeführt. Allein durch diese Maßnahmen werden pro Jahr ca. 40.100 kWh eingespart, was in etwa

dem jährlichen Stromverbrauch von rund 14 Einfamilienhäusern entspricht. Außerdem wurden die großen Informationstafeln zu den aktuellen Flügen im Bereich Ankunft und Abflug erneuert und dabei auf LED-Technologie umgestellt. Beleuchtung hat auf einem Flughafen eine besonders große Bedeutung. Schon alleine damit Flugzeuge sicher starten und landen können, ist eine Vielzahl verschiedener Beleuchtungsarten notwendig – eine eigene Wissenschaft, die viel Know-how benötigt.

SANIERUNG, BEGRÜNUNG UND BELEUCHTUNG AUF FRIEDHÖFEN

In der Feuerhalle wurde die Unterofenausmauerung durchgeführt sowie Ofen 1 serviciert und wieder in Betrieb genommen. Im Rahmen der periodisch wiederkehrenden Generalsanierungen der Kremationsöfen, die der effizienten Energienutzung dienen, wurden Sonden, Messtechnik und Isolierung erneuert. Die Aufheiz-, Abkühl- und Ruhephasen der Öfen wurden dabei sorgfältig aufeinander abgestimmt. Am Urnenfriedhof wurde der Bereich Ehrenhof saniert und begrünt. Die Gestaltung des Parkfriedhofs wurde ebenso vorangetrieben wie die Einrichtung von Gräberfeldern für naturnahe Bestattungsformen. Dafür wurden Pflanzungen von Bäumen und Bodensanierungen vorgenommen sowie Flächen für Bienenstöcke im Rahmen des Projekts „Grazer Stadtbienen“ geschaffen. Im Zeremoniensaal und für den Aufbahrungsbereich wurde ein neues Beleuchtungskonzept mit energieeffizienten LED-Leuchten realisiert, die eine vollständige Ausleuchtung der Aufbahrungskojen ermöglichen. Die Beleuchtung ist steuerbar und flexibel anpassbar.

TREIBHAUSGASE [tCO e]

Holding exkl. Beteiligungen

Holding inkl. Beteiligungen

In der Berechnung der Treibhausgasbilanz wurden Scope-1- und Scope-2-Emissionen betrachtet. Emissionen, die in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) anfallen, sind nicht inkludiert. Die Treibhausgasbilanz wurde, gemäß den genannten Einschränkungen, nach dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol Standard erstellt.

Beim marktbasierten Ansatz werden die Emissionen auf Basis spezifischer Emissionsfaktoren der jeweils bezogenen Strom- bzw. Fernwärmeprodukte berechnet. Dabei werden lieferantenspezifische Stromkennzeichnungen oder vertraglich zugesicherte Energieträgermixe (z. B. Herkunftsnachweise) herangezogen. Beim standortbasierten Ansatz erfolgt die Berechnung hingegen auf Grundlage durchschnittlicher Emissionsfaktoren des österreichischen Strom- und Fernwärmemix. Die Scope-1-Emissionen setzen sich aus Emissionen aus stationärer Verbrennung, mobiler Verbrennung

sowie aus Emissionen infolge flüchtiger Gase und Verluste zusammen. Die Scope-2-Emissionen umfassen Emissionen aus eingekauftem Strom und eingekaufter Wärme, einschließlich etwaiger Netzverluste. Der bezogene Strom wird im Scope 2 mit null bilanziert. Strom, der außerhalb dieser Ausschreibung (siehe Seite 69) bezogen oder verbraucht wird, wurde, falls bekannt, mit dem marktbasierten Scope2-Faktor des Stromlieferanten ansonsten mit dem Scope-2-Faktor des Strommix Österreich 2024 vom Umweltbundesamt (UBA) bilanziert. Bei Fernwärmebezug von der Energie Graz wurde der Fernwärmefaktor aus dem Jahr 2024 von 87,16 t CO₂-e/GWh (gemäß Angaben der Energie Graz zum Primärenergiefaktor) verwendet. Fernwärmebezug von anderen Lieferanten wird mit dem Scope-2-Faktor des Fernwärmemix Österreich 2024 vom UBA bilanziert. Emissionsfaktoren für weitere Energieträger aus der stationären und mobilen Verbren-

% des Strombezugs (genau 99,993%) knapp

werden bilanziell als erneuerbar ausgewiesen (Herkunftsnachweise gemäß Lieferantenerklärung).

nung sowie flüchtige Gase stammen ebenfalls vom UBA oder anderen anerkannten Quellen.

Die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen (Scope 1 + Scope 2) belaufen sich auf 44.762 tCO₂e (marktbasiert) für die Holding inkl. ihrer Beteiligungen. 93,4 % der Scope-2-Treibhausgasemissionen entfallen auf Strom- und Fernwärmenetzverluste. 26,3 % der Scope-1-Emissionen entfallen auf den Erdgasverbrauch, in dem auch jener Verbrauch, der für die Fernwärmeerzeugung aufgewendet wird, und damit verbundene Verluste enthalten sind.

* Fernwärmeverbrauch Citycom nicht enthalten. Standorte der Bestattung außerhalb Graz noch nicht vollständig erfasst.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

VERGABEPROZESS FÜR DAS ENERGIEWERK GRAZ

WURDE GESTARTET

Das UVP-Verfahren wurde mit der öffentlichen Auflage der Einreichunterlagen im zweiten Quartal 2025 plangemäß fortgeführt. Im Dezember 2025 erfolgte die öffentliche Auflage des Umweltverträglichkeitsgutachtens seitens der Behörde als Voraussetzung für die bereits kundgemachte mündliche UVP-Verhandlung im Jänner 2026. Parallel wurde der Vergabeprozess mit Veröffentlichung der Ausschreibungen begonnen und soll planmäßig im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Das Energiewerk Graz wird ab 2029 neue Maßstäbe in der regionalen Kreislaufwirtschaft setzen. Mit der Einsparung von rund 15.000 Tonnen CO₂ und etwa 9.000 Lkw-Fahrten pro Jahr trägt das Projekt zum Klimaschutz bei. Darüber hinaus garantiert es die Entsorgungssicherheit für rund 450.000 Steirer:innen und sichert die Versorgung von 23.000 Wohnungen mit Fernwärme sowie die Stromversorgung für 15.000 Haushalte. Durch die lokale Wertschöpfung wird nicht nur die Wirtschaft gestärkt, sondern auch die Preissicherheit für die Bürger:innen langfristig gewährleistet.

VERGABEPROZESS FÜR DIE EKV GÖSSENDORF

WURDE GESTARTET

Das UVP-Verfahren wurde im dritten Quartal 2025 mit der öffentlichen Auflage der Einreichunterlagen planmäßig fortgeführt. Parallel dazu startete der Vergabeprozess mit der Veröffentlichung der Ausschreibungen und soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Ab 2029 wird die energetische Klärschlammverwertung Gössendorf nicht nur rund 10.000 Tonnen CO₂

und 1.000 Lkw-Fahrten einsparen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Entsorgungssicherheit leisten. Zusätzlich werden 7.000 Wohnungen zuverlässig mit Fernwärme versorgt. Darüber hinaus trägt die EKV Gössendorf zur lokalen Kreislaufwirtschaft bei, indem sie einen wichtigen Beitrag für eine spätere Phosphorrückgewinnung in einem nachgelagerten Verfahren in Österreich leistet. Dies unterstützt die heimische Landwirtschaft und fördert die nachhaltige Nutzung von Ressourcen. Dank des regionalen Ansatzes trägt das Projekt zudem zu stabilen Preisen im Lebensraum Graz bei.

PV-MIETER:INNENSTROM ALS ZEICHEN FÜR DIE ENERGIEWENDE

Mit dem Mieter:innenstrommodell „Unser Eigenstrom“ setzt die Energie Graz ein klares Zeichen für die Energiewende. Der von den Photovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern erzeugte Strom wird den Bewohner:innen direkt vor Ort zur Verfügung gestellt.

Bis Ende 2025 errichtete die Energie Graz insgesamt 61 Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen auf Wohngebäuden sowie sechs Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen auf Schulen und Feuerwachen der Stadt Graz. Die Anlagen erreichen gemeinsam eine Leistung von rund 2.000 kWp. Dadurch erhalten künftig rund 2.300 Bewohner:innen sowie Schulen und Feuerwachen die Möglichkeit, Solarstrom direkt vom eigenen Dach zu nutzen und aktiv zur Energiewende beizutragen.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

SICHER, EFFIZIENT, NACHHALTIG: BELEUCHTUNG FÜR ÖFFENTLICHEN RAUM

Die Energie Graz setzt im Bereich der öffentlichen Beleuchtung auf moderne LED-Technologie und intelligente Steuerungssysteme. Ziel ist es, den öffentlichen Raum sicher, effizient und nachhaltig zu beleuchten und gleichzeitig Energieverbrauch sowie CO₂-Emissionen deutlich zu reduzieren. Durch den Einsatz bedarfsgerechter Lichtsteuerung, langlebiger Leuchten und umweltfreundlicher Lichtfarben verbindet die Energie Graz dabei technologische Innovation mit ökologischer Verantwortung und schafft so zukunftsfähige Lösungen für die urbane Infrastruktur. Drei Projekte, der Geh- und Radweg am Schöcklbach, die Platzbeleuchtung am Reininghausplatz sowie die Radwegquerung beim Murkraftwerk Puntigam zeigen exemplarisch, wie intelligente LED-Beleuchtung im öffentlichen Raum umgesetzt wird. In unterschiedlichen Anwendungsbereichen sorgen energieeffiziente LED-Leuchten mit adaptiver, sensorbasierter Steuerung für Sicherheit, Orientierung und hohe Aufenthaltsqualität. Bedarfsgerechtes Dimmen, umweltfreundliche Lichtfarben und moderne Lichtmanagementsysteme reduzieren den Energieverbrauch und den CO₂-Fußabdruck bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit.

ERWEITERUNG DER PV-ANLAGE AM STANDORT GRAZ Am Standort Graz der Waschbetriebe ist eine Erweiterung der bestehenden Photovoltaikanlage vorgesehen. Die derzeit installierte PV-Anlage mit einer Leistung von 30 kWp wurde am ostseitigen Dach um zusätzliche rund 25 kWp ergänzt. Das westseitige Dach konnte aufgrund des Sanierungsbedarfs noch nicht mit einer Photovol-

taikanlage ausgestattet werden; nach Durchführung der notwendigen Dachsanierung ist dort die Errichtung einer weiteren PV Anlage mit einer Leistung von etwa 22 kWp geplant. Darüber hinaus soll die Errichtung einer Notstromversorgung geprüft werden, sowie die Optimierung des Eigenverbrauch des erzeugten Stroms durch den Einsatz eines Batteriespeichers.

DIREKTANBINDUNG DER ABFALLWIRTSCHAFT AN DAS SCHLEPPBAHNNETZ

Im Jahr 2025 wurde eine direkte Anbindung der Holding Graz Abfallwirtschaft an das Schienennetz der Schleppbahn (mittels Nebenanschlussbahn) gebaut. Ab 2026 werden dann Abfälle direkt von der Betriebsanlage der Holding Graz Abfallwirtschaft in der Sturzgasse per Bahn transportiert werden. Durch die schrittweise Verlagerung der Abfalltransporte auf Schiene werden künftig mehr als 1,5 Millionen Tonnenkilometer auf der Straße eingespart, das entspricht einer Einsparung von 300 Lkw-Fahrten pro Jahr. Mit der unmittelbaren Anbindung der Abfallwirtschaft an die Schiene erreicht man mehrere wesentliche Ziele: die Reduzierung von CO₂Emissionen, die Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen gemäß Abfallwirtschaftsgesetz sowie generell die Reduktion von Lkw-Transporten, soweit dies betriebstechnisch auch möglich ist. Mit der direkten Anbindung an die Schleppbahn wird der Standort in der Sturzgasse also verkehrsentlastet.

ALTERNATIVANGETRIEBENE MÜLLSAMMELFAHRZEUGE

Die Holding Graz Abfallwirtschaft leistet durch die suk-

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

zessive Umstellung ihrer Abfallsammelflotte auf E-Sammelfahrzeuge einen wesentlichen Beitrag Richtung Dekarbonisierung. Insgesamt besteht die Fahrzeugflotte der Abfallsammlung mit Ende 2025 aus 24 Fahrzeugen, wovon 3 elektrische Sammelfahrzeuge („Elsa“) sind. Bis 2030 sollen lt. Investitionsplan 7 weitere E-Sammelfahrzeuge angeschafft und in Betrieb genommen werden, damit wären 2030 bereits rund 30 % aller Abfallsammelfahrzeuge rein elektrische Sammelfahrzeuge. Antrieb, Behälterentleerung und Müllverdichtung erfolgen bei „Elsa“ zu 100 % aus Strom. Damit geht es leiser, bedienungs- und vor allem klimafreundlicher durch Graz. Neben der Reduktion von CO₂-Emissionen werden mit dem Einsatz der E-Sammelfahrzeuge auch umweltschädliche Emissionen wie Stickoxide und Feinstaub vermieden. Für eine kostenoptimierte Umstellung der Fahrzeugflotte auf E-Mobilität wird auf die ENIN-Förderung der FFG (ENIN – „Emissionsfreie Nutzfahrzeuge und Infrastruktur“) zurückgegriffen. So wurden die beiden E-Sammelfahrzeuge, die 2025 in Betrieb gingen, bereits durch eine ENIN-Förderung unterstützt – gefördert wurden 80 % der Mehrkosten im Vergleich zu einem konventionellen Dieselfahrzeug. Auch für drei weitere Elsas, die bereits für 2026 bestellt wurden, wurde schon um eine Förderung angesucht. Auch hier wird damit gerechnet, dass 80 % der Mehrkosten gefördert werden. Um die entsprechende Ladeinfrastruktur zu schaffen, werden am Standort der Abfallsammlung in der Sturzgasse 14 auch sukzessive E-Lkw-Ladesäulen installiert. Mit dem Stand 2025 sind drei E-Ladesäulen in Betrieb, für 2026 ist die Installation von drei weiteren geplant.

NACHHALTIGE MOBILITÄT

MEHR ALS ZWEI MILLIONEN KILOMETER: TIM WEITER IM AUFWIND

Im Rahmen der Elektrifizierungsstrategie von tim wurden über die Hälfte aller Mobilitätsknoten mit zusätzlicher Ladeinfrastruktur ausgestattet. Dies ermöglicht eine Erweiterung der tim-Flotte um zusätzliche Elektrofahrzeuge sowie den sukzessiven Ersatz konventioneller Fahrzeuge.

Im Jahr 2025 haben tim-Autos insgesamt eine Strecke von über 2,1 Mio. Kilometer zurückgelegt, wurden in Summe über 46.000 Mal gebucht und hatten eine durchschnittliche Auslastung von 24 %. Jeder tim-Kunde, jede tim-Kundin verringert den CO₂-Ausstoß um 242 kg/Jahr und der Grazer Parkraum wurde dank tim um über 8 km entlastet, da ein tim-Carsharing-Auto 19 Privatautos ersetzt.

Zudem wurde die tim-Flotte mit einer KI-gestützten Schadenserkennungssoftware ausgestattet. Ein kleiner, im Fahrzeug verbauter, hochsensibler Sensor unterscheidet präzise und zuverlässig zwischen tatsächlichen Schäden und harmlosen Ereignissen. Mit dieser Technologie steht Transparenz, Fairness und Sicherheit im Fokus.

ZWEI NEUE TIM-STANDORTE

Die Graz Linien bieten mit ihrem Mobilitätsangebot tim an mittlerweile über 30 Standorten in Graz jenen Kund:innen, die auch ohne eigenes Auto flexibel mobil sein möchten, (E-)Carsharing in Form von Fahrzeugen, Mietwagen und Lastenrädern an. Tim gibt es außerdem in 13 Gemeinden

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND

MASSNAHMEN

des Steirischen Zentralraums sowie in Linz. Im Jahr 2025 eröffnete tim zwei neue Mobilitätsstandorte: einen in Andritz – ein lang gehegter Wunsch vieler Kund:innen – und einen weiteren in der Handelstraße, um die Erreichbarkeit weiter zu verbessern. Über das Projekt „tim wächst österreichweit“ wird die Marke tim mit weiteren Kooperationspartner:innen in Österreich ausgeweitet. Es konnten auch außerhalb der Stadt Graz neue timStandorte eröffnet werden. Die Anzahl der Kund:innen, die das vielfältige Mobilitätsangebot von tim in und um Graz nutzen, hat mittlerweile die Marke von 7.900 überschritten. Besonders beliebt sind neben den bereits etablierten Standorten Schillerplatz, Jakominigürtel oder Hasnerplatz weiterhin jene Standorte in Uni-Nähe.

ERWEITERUNG DES FLUX-ANGEBOTS

Das Mikro-ÖV-Angebot flux wurde 2025 auch auf das Grazer Stadtrandgebiet Raach ausgeweitet. Die zwei neuen Haltepunkte ermöglichen es, Synergien zu nutzen und das Netz im Grazer Norden weiter auszubauen.

Die zwei neuen flux-Haltepunkte in Raach sind:

• G213 Raach-Ort (bei der Bushaltestelle)

• G214 Raach-Süd

Von hier aus können Fahrgäste zum Haltepunkt G215

Graz-HTL Bulme oder zum Haltepunkt GU1014 Bahnhof

Judendorf-Straßengel fahren. Außerdem feierte flux im Juli 2025 seinen ersten Geburtstag.

STELE – STROMNETZE FÜR ELEKTROMOBILITÄT

Im Auftrag des Klima- und Energiefonds entwickelt ein internationales Konsortium seit September 2024 die österreichweite Plattform STELE – STromnetze für

ELEktromobilität zur Integration der Elektromobilität in Stromnetze. Die Plattform wird als Gesprächs- und Möglichkeitsraum aufgesetzt, um einerseits die Bedürfnisse der betroffenen Branchen möglichst umfänglich einzufangen und damit andererseits den Abbau von Hürden und Hemmnissen einzuleiten.

Die Grazer Energieagentur verantwortet die Einbindung der Stakeholder:innen zwischen den drei österreichischen Partnern UIV, GEA und Kairos. Als Regionalpartnerin für die Steiermark, Kärnten und das Burgenland betreut sie regionale Stakeholder:innen, Energieversorger und Flottenbetreibende. Als Schlüsselakteurin für Kommunikation und Bewusstseinsbildung organisiert und begleitet die GEA Erfahrungsaustausche, Workshops und Vernetzungsveranstaltungen (z. B. Matchmaking-Veranstaltungen). Als Fachexpertin für Mobilität und Energie wirkt sie in sämtlichen Projektphasen mit: Konzeption, Testphase und ab 2026 in Aufbau- und Produktivphase. Der Hochlauf der Elektromobilität muss mittel- und langfristig auch bei der Planung und beim Ausbau des Stromnetzes berücksichtigt werden – insbesondere für große Player mit erheblichen Ladebedarfen. Die Netzintegration der Elektromobilität ist dabei Herausforderung und Chance zugleich. Die Plattform STELE bringt die relevanten Akteure in einen strukturierten Austausch, der eine optimale Integration der Elektromobilitätsanforderungen in die Stromnetze ermöglicht.

CYCLINK – KONZEPTION

EINES FLÄCHENDECKENDEN BIKE-SHARING-SYSTEMS FÜR ÖSTERREICH cycLINK entwickelt ein bundesweit integriertes Bike-Sharing-System, das städtische, suburbane und

GESAMTENERGIEVERBRAUCH [MWh]

100 % des Dieselbedarfs des Flughafens

* Fernwärmeverbrauch Citycom nicht enthalten. Standorte der Bestattung außerhalb Graz noch nicht vollständig erfasst.

Holding inkl. Beteiligungen*

Gesamt

Strom

Fernwärme

Heizöl

Erdgas

Notstromaggregate

Diesel HVO100

Benzin

Holding exkl. Beteiligungen

FERTIG

Liquefied Petrolum Gas

Compressed Natural Gas Wasserstoff (LPG) (CNG)

Dieselverbrauch der Holding Fahrzeuge (exkl. Beteiligungen) auf HVO100 umgestellt

| Holding Graz Geschäftsbericht 2025

84,1%

sind dem ÖV zuzuordnen.

Die Erfassung der Energieverbräuche wurde an die Vorgaben der zukünftig verpflichtenden Berichterstattung angepasst. Energieträger und Prozesse, die in den Vorjahren nicht erfasst wurden, wie zum Beispiel Stromnetzverluste und Fernwärmenetzverluste, wurden berücksichtigt. Auch die Doppelerfassung von Kennzahlen wurde eliminiert, zum Beispiel die Doppelerfassungen im Zusammenhang mit Mietverhältnissen (z. B. Einmietung von Beteiligungen im Gebäude der Holding).

Die Datenerhebung für das Berichtsjahr 2025 erfolgte zum einen auf Basis von Hochrechnungen, wobei insbesondere der Monat Dezember rechnerisch ergänzt wurde und IST-Werte für die Monate Jänner bis November verwendet wurden. Grundlage hierfür bildeten die vorliegenden IST-Daten des Jahres 2024. Zum anderen konnten bereits vorliegende IST-Daten aus dem Jahr 2025 in die Berechnung einbezogen werden.

Die Position Strom umfasst sämtliche Stromverbräuche innerhalb des Unternehmens für Gebäude und betriebliche Prozesse, einschließlich zugekauften Stroms, eigen erzeugten Stroms sowie Stromnetzverluste (betrifft Holding inkl. Beteiligungen).

Die Position Fernwärme beinhaltet alle Fernwärmeverbräuche innerhalb des Gesamtkonzerns, einschließlich der Fernwärmenetzverluste (betrifft Holding inkl. Beteiligungen).

Beim Erdgasverbrauch sind neben den Verbräuchen für den Eigenbetrieb auch jene Erdgasmengen enthalten, die für die Erzeugung der bezogenen Fernwärme eingesetzt werden (betrifft Holding inkl. Beteiligungen).

Treibstoffe beinhalten jene Kraftstoffe, die für betriebseigenen Fahrten bezogen werden. 84,1 % des Dieselverbrauchs (exkl. Beteiligungen) sind dem öffentlichen Verkehr zuzuordnen. Im Fuhrpark erfolgt eine Umstellung von Diesel auf HVO100. Der Flughafen hat seinen gesamten Dieselverbrauch vollständig auf HVO100 umgestellt.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

Der ausgewiesene Wasserstoffverbrauch betrifft vorwiegend den Einsatz von Wasserstoffbussen im öffentlichen Verkehr, die bis Mitte 2025 in Betrieb waren.

In der Ausschreibung für die Beschaffung von Strom wird von den Energieversorgern CO₂-freier und ohne Atomstrom erzeugter Strom verlangt. Es wird kein UZ46-zertifizierter Strom geliefert, jedoch hat die GBG, die für den Stromeinkauf des Hauses Graz zuständig ist, von den Energieversorgern ein von der E-Control bestätigtes Zertifikat erhalten, dass der bezogene Strom garantiert CO₂-frei ist und keinen Atomstrom enthält.

Sofern eine Stromerzeugung für den Eigenverbrauch über PV-Anlagen oder Wasserkraftwerke stattfindet, wird dies den erneuerbaren Energieträgern zugeordnet.

Strom für Standorte außerhalb dieser Ausschreibung (0,007 %) werden nicht als 100 % erneuerbar bilanziert. Somit können knapp 100 % (99,993 %) des Strombezugs bilanziell als erneuerbar ausgewiesen (Herkunftsnachweise gemäß Lieferantenerklärung) werden.

Jener Anteil des Stromverbrauchs, der in Form von Stromnetzverlusten bei der Energie Graz anfällt (43,4 % des Gesamtstromverbrauchs), wird nicht als CO₂-frei verrechnet, da diesen Verlusten unterschiedliche Strommixe zugrunde liegen.

Der Verbrauch von Erdgas und Heizöl sowie von Diesel, Benzin, LPG und CNG ist vollständig den fossilen Energieträgern zuzuordnen. Fernwärme stellt einen Energiemix aus fossilen und erneuerbaren Quellen dar. Wasserstoff wird nicht den zu 100 % erneuerbaren Energieträgern zugeordnet. Eine weitere Position, die zur Gänze den erneuerbaren Energieträgern zuzurechnen ist, stellt HVO100 dar.

zessive Umstellung ihrer Abfallsammelflotte auf E-Sammelfahrzeuge einen wesentlichen Beitrag Richtung Dekarbonisierung. Insgesamt besteht die Fahrzeugflotte der Abfallsammlung mit Ende 2025 aus 24 Fahrzeugen, wovon 3 elektrische Sammelfahrzeuge („Elsa“) sind. Bis 2030 sollen lt. Investitionsplan 7 weitere E-Sammelfahrzeuge angeschafft und in Betrieb genommen werden, damit wären 2030 bereits rund 30 % aller Abfallsammelfahrzeuge rein elektrische Sammelfahrzeuge. Antrieb, Behälterentleerung und Müllverdichtung erfolgen bei „Elsa“ zu 100 % aus Strom. Damit geht es leiser, bedienungs- und vor allem klimafreundlicher durch Graz. Neben der Reduktion von CO₂-Emissionen werden mit dem Einsatz der E-Sammelfahrzeuge auch umweltschädliche Emissionen wie Stickoxide und Feinstaub vermieden. Für eine kostenoptimierte Umstellung der Fahrzeugflotte auf E-Mobilität wird auf die ENIN-Förderung der FFG (ENIN – „Emissionsfreie Nutzfahrzeuge und Infrastruktur“) zurückgegriffen. So wurden die beiden E-Sammelfahrzeuge, die 2025 in Betrieb gingen, bereits durch eine ENIN-Förderung unterstützt – gefördert wurden 80 % der Mehrkosten im Vergleich zu einem konventionellen Dieselfahrzeug. Auch für drei weitere Elsas, die bereits für 2026 bestellt wurden, wurde schon um eine Förderung angesucht. Auch hier wird damit gerechnet, dass 80 % der Mehrkosten gefördert werden. Um die entsprechende Ladeinfrastruktur zu schaffen, werden am Standort der Abfallsammlung in der Sturzgasse 14 auch sukzessive E-Lkw-Ladesäulen installiert. Mit dem Stand 2025 sind drei E-Ladesäulen in Betrieb, für 2026 ist die Installation von drei weiteren geplant.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

ländliche Gebiete einschließt und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr auf der ersten und letzten Meile gezielt stärkt. Die Grazer Energieagentur leitet das Projekt als Konsortialführerin und verantwortet Gesamtkoordination, Qualitätssicherung, Risikomanagement, Reporting sowie die Kommunikation mit Fördergebern und Stakeholder:innen. Hintergrund ist, dass Österreichs Verkehrssektor zu den größten Emittenten von Treibhausgasen zählt und besonders außerhalb der Städte attraktive Alternativen zum Auto sowie ein kohärentes Bike-Sharing-Angebot fehlen. Im Projekt werden europäische und österreichische Bike-Sharing-Systeme vergleichend analysiert und Perspektiven zentraler Stakeholder:innen (Verwaltungen, Betreiber, Nutzer:innen) erhoben. Die Grazer Energieagentur führt dabei Interviews mit Verwaltungen, Interessenvertretungen und Betreiber:innen durch und leitet daraus praxisrelevante Anforderungen ab. Parallel wirkt sie an GIS-gestützten Standort-, Erreichbarkeits- und Bedarfsanalysen mit, um Angebotslücken sichtbar zu machen und räumliche Ausbauziele abzuleiten. Darauf aufbauend beteiligt sie sich an der Ausarbeitung von Standorttypologien, Ausbaustufen und Nutzungsszenarien und leitet die Entwicklung eines praktikablen Betreibermodells inklusive Einschätzung verkehrlicher und ökologischer Wirkungen.

ETAXI AUSTRIA – DEKARBONISIERUNG DER TAXIFLOTTEN IN WIEN UND GRAZ

eTaxi Austria unterstützte den Umstieg auf Elektromobilität im Taxigewerbe in Wien und Graz durch Ladeinfrastruktur direkt an Taxistandplätzen sowie betriebswirtschaftlich attraktive, praxisnahe Taxipakete.

Die Grazer Energieagentur verantwortete dabei die erfolgreiche Pilotierung in Graz sowie das Monitoring in beiden Städten und wirkte als Forschungspartnerin an der Planung der Nachprojektphase zur Sicherstellung der Skalierbarkeit und Übertragbarkeit mit.

Hintergrund des Projekts war der im „Nationalen Energie- und Klimaplan 2021–2030“ verankerte Beschluss, ab 2025 nur mehr emissionsfreie Taxis und Mietwägen zuzulassen. Frühere eTaxi-Initiativen hatten gezeigt, dass Fahrten zu Ladestationen und lange Ladezeiten zu unwirtschaftlichen Stehzeiten führten und die Akzeptanz von Elektromobilität im Taxigewerbe senkten. In Wien lag der Fokus daher auf automatisiertem, konduktivem Laden am Standplatz für einen planbaren und reibungslosen Betrieb. In Graz wurde eine Kombination aus automatisiertem Laden als primärer Versorgung und Schnellladung (> 150 kW) als Rückfallebene für Spitzenzeiten verfolgt. Ein wesentlicher Hebel war dabei das automatisierte Matrix Charging®-System, das den Ladevorgang vereinfacht und die Infrastruktur direkt dort hinbringt, wo der Strom benötigt wird. In beiden Städten wurden rechtliche und organisatorische Anforderungen geprüft , Service- und Wartungsprozesse vorbereitet, Förderangebote ausgearbeitet sowie Ladesystem und Netzanschlussvoraussetzungen funktional getestet.

ABFALL­ & KREISLAUFWIRTSCHAFT

UMSTELLUNG AUF GEMISCHTE SAMMLUNG (LEICHTSTOFFE UND METALL)

Die getrennte Sammlung von Verpackungen aus Kunststoff, Verbundmaterialien und Metall wird in der Steiermark schrittweise vereinheitlicht. Hintergrund dieser Maßnahme ist eine bundesweite gesetzliche Vorgabe, die vorsieht, dass künftig alle Leichtverpackungen –also Kunststoffe, Verbunde und Metalle – gemeinsam gesammelt werden. Ziel ist es, die Sammlung österreichweit zu vereinfachen und die Recyclingquoten zu erhöhen. Für SERVUS bedeutet das konkret, dass die bisher separat erfassten Metallverpackungsbehälter abgezogen und die bestehenden Verpackungsbehälter neu beklebt werden. Dadurch werden alle Leichtverpackungen künftig gemeinsam im selben Behälter erfasst. Diese Umstellung betrifft sowohl den öffentlichen Bereich als auch Gewerbestandorte, an denen bislang getrennte Behälter im Einsatz waren. Das Ziel der Maßnahme ist klar: Eine einfachere Sammlung für die Bevölkerung, eine effizientere Logistik für die Entsorgungsunternehmen und eine bessere Grundlage für die moderne Sortiertechnik in den Verwertungsanlagen. Durch die Zusammenführung entfällt die Notwendigkeit, mehrere Behälter bereitzustellen, was Platz spart und Transportwege reduziert. Wichtig ist zu betonen, dass es sich hierbei nicht um eine freiwillige Umstellung handelt, sondern um eine

rechtlich verpflichtende Anpassung im Rahmen der österreichischen Verpackungsverordnung und der Vorgaben der Sammel- und Verwertungssysteme (EPR). SERVUS setzt diese Vorgaben im Auftrag der Systembetreiber um und sorgt dafür, dass die Umstellung reibungslos und einheitlich erfolgt. Die neue Sammelstruktur trägt dazu bei, dass die österreichweiten Recyclingziele erreicht werden und die getrennte Erfassung von Wertstoffen langfristig einfacher, effizienter und nachhaltiger gestaltet ist.

QUALITÄTSKOMPOST AUS BIOABFALL: ERWEITERUNG DER KOMPOSTIERANLAGE KOPFING

Die A.D. BioErde und Kompost GmbH betreibt seit vielen Jahren Kompostieranlagen, um den im Rahmen des „Grazer Kompostkreislaufs“ aus Grazer Bioabfall hergestellten Qualitätskompost sowie daraus erzeugte Komposterden zu vermarkten. Künftig sollen dort auch Pflanzsubstrate für Baumpflanzungen und Grünflächen in Graz produziert werden. Hierfür wird ein an die Kompostieranlage in Kopfing angrenzendes Grundstück angekauft und ein Erweiterungsverfahren bei der zuständigen Behörde zur Genehmigung eingereicht. Statt bisher 5.000 Tonnen Input pro Jahr sollen künftig bis zu 8.000 Tonnen pro Jahr verarbeitet werden. Neben der Grundstückserweiterung sind auch Investitionen in zusätzliche Rotteflächen und Lagerhallen vorgesehen.

PFANDRINGE:

NACHHALTIGKEIT UND SOZIALE VERANTWORTUNG IM ÖFFENTLICHEN RAUM

In vielen Städten werden Pfandflaschen achtlos in den Müll geworfen oder auf der Straße abgestellt. Für Menschen, die Pfandflaschen sammeln, bedeutet das oft, ENERGIEVERBRAUCH

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

dass sie in Mülleimern nach den Flaschen suchen müssen – eine Tätigkeit, die sowohl unhygienisch als auch gesellschaftlich stigmatisiert ist. Gleichzeitig gehen dadurch wertvolle Rohstoffe verloren, die im Recyclingkreislauf wiederverwendet werden könnten. Das Projekt „Pfandringe“ verfolgt zwei Hauptziele: 1. Soziale Unterstützung: Pfandsammler:innen sollen durch die Bereitstellung von Pfandringen an Mülleimern einen würdevollen und sicheren Zugang zu Pfandflaschen erhalten. 2. Nachhaltigkeit: Durch die geordnete Sammlung von Pfandflaschen wird Recycling gefördert und Mülltrennung im öffentlichen Raum unterstützt. Langfristig soll das Projekt das Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz in der Bevölkerung stärken.

BEITRAG ZUM KLIMASCHUTZPLAN:

UMRÜSTUNG

AUF HVO100-TANKSTELLE

Um einen Beitrag zu den Zielen des Klimaschutzplans des Hauses Graz zu leisten, wurde Ende 2025 einer der beiden Dieseltanks in der Sturzgasse 16 auf HVO100-Diesel umgestellt. In einem raffinierten Verfahren wird hierbei Pflanzenöl in Kohlenwasserstoff (Diesel) umgewandelt, die Rohstoffe dazu stammen aus 100 % erneuerbaren Rohstoffen, neben Pflanzenölen werden auch Abfälle sowie Öle und Fette aus Reststoffen eingesetzt. Die Frucht von Pflanzen wird hierbei nicht verwendet. HVO100-Diesel ist in seiner chemischen Zusammensetzung mit fossilem Diesel vergleichbar. Grundsätzlich kann ein überwiegender Teil der Dienstfahrzeuge der Holding Graz auch mit HVO100-Diesel betrieben werden. Dies wurde für die Fahrzeuge des Spartenbereichs Abfallwirtschaft und auch jener der Servus Abfall geprüft und abgeschätzt. Unter An-

nahme, dass künftig 60 % des Dieselbedarfs der Holding Graz an der Betriebstankstelle mit HVO100-Diesel gedeckt werden, wird eine jährliche CO₂eq-Einsparung in Höhe von rd. 900 Tonnen erwartet. Der umgestellte Tank ist ausreichend und gut ersichtlich gekennzeichnet, ebenso ist eine Kennzeichnung bei der Tankkarte und/oder am Fahrzeug erforderlich. Zusätzlich sollen alle Fahrzeuge, die HVO100-Diesel tanken, einheitlich gebrandet werden, hier wurde eine entsprechende Zusatzbeklebung mit dem Managementbereich Marketing ausgearbeitet.

WERT- UND STÖRSTOFFSORTIERUNG

Die Holding Graz betreibt am Gelände der Altdeponie Köglerweg (Maggstraße) eine Wert- und Störstoffsortierung von gemischten Abfällen. In gemischt gesammelten Abfallströmen wie beispielsweise Sperrmüll, Abfall aus Gewerbebetrieben oder Baustellenabfällen sind sowohl wertvolle Materialien (wie Holz, Karton, Metall und Kunststoffe) als auch unerwünschte Störstoffe (wie Batterien, PVC-Abfälle etc.) enthalten. Mit dem Ziel einer ökologischen und ökonomischen Optimierung können zukünftig bis zu 35.000 t/a vor Ort sortiert werden und im Sinne einer Kreislaufwirtschaft somit Wertstoffe gewonnen und einer stofflichen Verwertung zugeführt werden.

SPERRMÜLLAKTION ANDRITZ

Vier Mal im Jahr bietet die Holding Graz für Grazer:innen an einem zusätzlichen Standort in Graz-Nord Aktionstage zur Abgabe von Sperrmüll an. Sperrmüll ist jener Abfall, der aufgrund seiner Größe oder Beschaffenheit nicht in herkömmliche Sammelbehälter passt.

Es gelten dieselben Konditionen wie im Ressourcenpark Graz (Ressourcenpark-Registrierung vorher nötig).

GRATISABGABE IM FRÜHJAHR UND HERBST: DIE GRÜNSCHNITTAKTION

Im Frühjahr und im Herbst bietet die Holding Graz für Grazer:innen eine kostenfreie Abgabe von Baum-, Hecken- und Strauchschnitt in einem jeweils fünfwöchigen Aktionszeitraum an. Die Abgabe von haushaltsüblichen Mengen ist hierbei an drei Standorten im Stadtgebiet möglich (im Ressourcenpark Graz, bei der Sammelstelle Maggstraße, am Gelände der Firma Ehgartner in der Wasserwerkgasse).

ZUR SCHONUNG DER RESSOURCEN:

RE-USE-AKTIONSTAG

Beim Aktionstag der Holding Graz Abfallwirtschaft und des Umweltamts der Stadt Graz drehte sich alles um das Thema Re-Use und Abfalltrennung. Wer bereits vorhandene Produkte wiederverwendet, vermeidet Abfälle, schont Ressourcen und schützt das Klima. Wie das genau geht, erfuhr man beim Aktionstag im CITYPARK. Vor Ort konnte man eine Re-Use-Bag oder Re-Use-Box mitnehmen, sich über das richtige Trennen von Abfällen informieren sowie an einem Gewinnspiel teilnehmen.

LUFTEMISSIONEN

DEKARBONISIERUNG DER BUSFLOTTE UND NEUE INSTRASTRUKTUR

In Hinblick auf die beschlossene Clean Vehicle Directive sowie den vom Grazer Gemeinderat beschlossenen Klimaschutzplan steht eine Ablöse der dieselbetriebenen Autobusse durch Fahrzeuge mit umweltfreundlichen Antriebstechnologien in den nächsten Jahren an. Zur Vorbereitung auf diesen Technologiewechsel und zum Aufbau des dafür erforderlichen Know-hows engagieren sich die Graz Linien bei den geförderten Forschungsprojekten „move2zero“ und „HyBus Implementation“. Im Zuge der Bearbeitung dieser Thematik hat sich gezeigt, dass die Anforderungen an die zukünftige Infrastruktur im Buscenter in der Kärntner Straße allein nicht realisierbar sind, daher wurde ein Grundstück für einen zweiten Busbetriebshof in der Hedwig-Katschinka-Straße erworben. Aufgrund von Budget-Restriktionen kann jedoch der ursprünglich vorgesehene Testbetrieb mit 14 Bussen nicht realisiert werden und die Anschaffung von Bussen mit neuer Antriebstechnologie verschiebt sich auf einen späteren Zeitraum. Für das Projekt move2zero war es jedoch aus technologischen Gründen erforderlich, einen Batteriebus zum Einsatz zu bringen. Daher haben die Graz Linien ein entsprechendes Fahrzeug von der Firma MAN für die verbleibende Laufzeit von move2zero angemietet.

Die Graz Linien verfolgen das Ziel, internationale, nationale sowie auch lokale Umwelt- und Klimaziele bei zu-

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

künftigen Fahrzeugbeschaffungen zu beachten. Daher erfolgt der Einsatz von alternativ angetriebenen Bussen im Linienbetrieb und die Errichtung der dafür erforderlichen Infrastruktur im Buscenter in der Kärntner Straße. Im Rahmen des geförderten und vom VCÖ ausgezeichneten Projekts move2zero wurden die technischen und wirtschaftlichen Vor- und Nachteile möglicher Technologien in Vorbereitung der später folgenden Dekarbonisierung untersucht. Aufbauend auf die Anforderungen der neuen Antriebstechnologien wurde ein Konzept für die daraus erforderliche Werkstätteninfrastruktur im Buscenter entwickelt. Im Rahmen der EBIN-Förderung kam es zur Anschaffung von vier emissionslosen batterieelektrischen Bussen des Typs „Mercedes eCitaro“. Diese sind mit effizienten und leistungsstarken Elektromotoren sowie modernen MNC3-Batterien für große Reichweiten ausgestattet. Beim Bremsen oder Bergabfahren können die Fahrzeuge durch gezielte Rekuperation die Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandeln und in den Batterien speichern. Dieser Prozess erhöht die Effizienz der Fahrzeuge und deren Reichweite. Die Ladevorgänge und Abstellung der Busse erfolgt im Buscenter Kärntner Straße 120. Diesbezüglich wurde die bestehende Infrastruktur dahingehend adaptiert, dass eine Leitungsverstärkung und ein zusätzlicher Transformator in Betrieb genommen wurden. Zudem gibt es nun zwei Ladesäulen mit je 2 Ladepunkten und je 150 kW Ladeleistung. Die Fahrzeuge werden mit 100 % erneuerbarer Energie geladen. Um die Ladezeit effizient zu nutzen, erfolgt eine Nachtladung im Depot ohne Betriebsstörung. Die Fahrzeuge werden vorkonditioniert, damit bei der geplanten

Ausfahrzeit die Batterien zu 100 % geladen sind und im Fahrgastraum bereits die gewünschte Temperatur herrscht. Durch den Einsatz der emissionsfreien Busse können jährlich etwa 176 Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden.

UMSTELLUNG DER BUSFLOTTE DER GRAZ LINIEN

Im Zentrum stand die Bestellung von 19 neuen HybridSolobussen für die Jahre 2028 und 2029. Diese Fahrzeuge sind bereits Teil des Doppelbudgets 2025/26 und sollen langfristig zur Reduktion von Emissionen im öffentlichen Verkehr beitragen. Gleichzeitig wurde auch der Austausch von 30 bestehenden Hybrid-Solobussen durch 30 größere Hybrid-Gelenkbusse auf den Weg gebracht. Die Umstellung ist bis zum Jahr 2030 geplant.

Angetrieben werden die Fahrzeuge durch ein HybridKonzept, das im Schnitt ca. acht bis zehn Prozent Kraftstoff einspart und die Emissionen damit entsprechend reduziert. Ein integrierter Elektromotor unterstützt dabei den umweltfreundlichen Euro-VI-Dieselantrieb, indem er die durch den Bremsvorgang erzeugte Energie während der Fahrt als elektrische Energie speichert und beim Beschleunigungsvorgang wieder abgibt – die Busse müssen also nicht extra geladen werden.

Ein Rekuperationsmodul reguliert den Stromhaushalt und senkt damit den Kraftstoffverbrauch. Bremst das Fahrzeug, liefern die Lichtmaschinen Strom aus der Schubenergie, der in den Supercaps kurzfristig zwischengespeichert wird. Fährt der Bus wieder an, versorgen die Supercaps das Bordnetz. Die Lichtmaschinen laufen so lange im Leerlauf und belasten somit den Motor nicht.

BETRIEBLICHE MOBILITÄT: UMSTELLUNG DES FUHRPARKS AUF E-ANTRIEB

Im Rahmen der Dekarbonisierung des Fuhrparks der Energie Graz werden fossile Antriebe schrittweise durch elektrisch betriebene Fahrzeuge ersetzt. Im Jahr 2025 konnten erneut vier Fahrzeuge auf Elektromobilität umgestellt werden. Insgesamt sind damit bereits über 50 % des Pkw-Fuhrparks der Energie Graz elektrisch betrieben. Parallel dazu erfolgt das kontinuierliche Ausscheiden der CNG-betriebenen Fahrzeuge. Diese Maßnahme leistet einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von betrieblichen CO₂-Emissionen.

Im Zuge der laufenden Fuhrparkbewertung wurden drei bestehende Fahrzeuge im Bereich Stadtraum außer Dienst gestellt. Darunter ein benzinbetriebenes Fahrzeug sowie zwei ältere Elektrofahrzeuge, deren Akkuleistung stark nachgelassen hat und die daher den täglichen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Mobilität und zur weiteren Umsetzung der Klimaschutzziele erfolgt die Ersatzbeschaffung durch vier moderne Elektrofahrzeuge. Alle Fahrzeuge sind lokal emissionsfrei, wartungsarm und auf dem neuesten Stand der Batterietechnologie.

BEREITSCHAFT ZUR ANPASSUNG AN DEN KLIMAWANDEL

SCHUTZ VOR ZU VIEL SONNE: AUSRÜSTUNG VON FAHRGASTUNTERSTÄNDEN

Zum Schutz vor Sonneneinstrahlung und zur Anpassung an die steigenden Temperaturen im urbanen Bereich als Folge des Klimawandels setzt der Ankünder auf Beschattungslösungen in seinen Fahrgastunterständen. Dazu werden ausgewählte Standorte mit speziellen Folien ausgerüstet, die Schatten spenden und die Sonneneinstrahlung reduzieren, um ein angenehmeres Warten im Sommer zu schaffen.

LARVIZID-EINSATZ GEGEN DIE ASIATISCHE TIGERMÜCKE

Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Graz spürbar: Längere Wärmeperioden und milde Winter begünstigen die Ausbreitung invasiver Arten – darunter die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). Diese ursprünglich aus Südostasien stammende Stechmückenart hat sich in den letzten Jahren zunehmend in Graz angesiedelt und nutzt kleinste Wasseransammlungen wie Regentonnen, Blumenuntertöpfe, Pfützen und Regeneinlaufschächte als Brutstätten.

Um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und die Ausbreitung einzudämmen, engagiert sich die Holding Graz Wasserwirtschaft gemeinsam mit dem Gesundheitsamt der Stadt Graz für eine gezielte und umweltverträgliche Bekämpfung der Mückenlarven.

Seit 2008 ist ein Mitarbeiter vom Kanalbetrieb der Wasserwirtschaft aktiv im Einsatz gegen Mückenlarven. Mit

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

einem Fahrrad und einer akkubetriebenen Spritze ausgerüstet, verteilt er ein biologisches Larvizid in Regeneinlaufschächten mit Schlammfang, in denen sich die Tigermücken besonders gern vermehren. Das Larvizid wirkt gezielt gegen Mückenlarven, ohne andere Insekten oder Gewässerorganismen zu beeinträchtigen.

Durch den durchgehenden Einsatz von April bis November wird die Population der Tigermücke reduziert. Parallel dazu wird die Bevölkerung über Präventionsmaßnahmen informiert, um Brutstätten in privaten Gärten und auf Balkonen zu vermeiden – etwa durch das Abdecken von Regentonnen oder das Entfernen stehender Wassergefäße. Zusätzlich werden neu zu errichtende Regeneinlaufschächte, wenn möglich, ohne Schlammfang ausgeführt, sodass in den Schächten kein Wasser stehen bleibt und die Tigermücke keine Brutstätte vorfindet.

Das Projekt zeigt, wie klimawandelbedingte Herausforderungen aktiv und pragmatisch bewältigt werden können. Mit dem biologischen Larvizid-Einsatz wird nicht nur ein Beitrag zur öffentlichen Gesundheit geleistet, sondern auch das ökologische Gleichgewicht gewahrt. Die Initiative stärkt die Anpassungsfähigkeit der Stadt Graz an veränderte klimatische Bedingungen und zeigt beispielhaft, wie kommunale Betriebe mit innovativen, ressourcenschonenden Methoden auf neue Umweltund Gesundheitsrisiken reagieren können.

STRATEGIE ZUR LANGFRISTIGEN SICHERUNG DER GRAZER WASSERRESSOURCEN

WaRes 2060+ wurde in den Jahren 2023 und 2024 als strategisches Projekt zur langfristigen Sicherung der Grazer Wasserressourcen umgesetzt, die konkreten

Maßnahmen starteten mit 2025. Der Investitionsrahmen beträgt je nach gewählter Variante zwischen 100 und 260 Mio. Euro und ist auf einen Planungshorizont bis zum Jahr 2060 ausgerichtet. Steigende Bevölkerungszahlen, klimatische Veränderungen und die Rolle von Graz als Großversorger im Zentralraum der Steiermark stellen die Wasserwirtschaft vor neue Herausforderungen. Ohne vorausschauende Planung wäre absehbar, dass sich der Trinkwasserverbrauch in den kommenden Jahrzehnten den derzeit verfügbaren Ressourcen annähern würde. Im zweijährigen Projekt WaRes 2060+ („Wasserressourcen Graz 2060+“) wurde daher die Ressourcen- und Versorgungssicherheit mit Trinkwasser bis zum Jahr 2060 detailliert untersucht. Ziel war es, Maßnahmen zu entwickeln, mit denen die Versorgung der Stadt Graz und der umliegenden Regionen auch langfristig klimafest, effizient und resilient gesichert werden kann. Das Projekt umfasste eine detaillierte Analyse der bestehenden Wasserressourcen, eine Wasserbedarfsprognose bis 2060 sowie eine Bewertung der klimatischen Einflüsse auf die Grazer Wasserwerke. Dabei zeigte sich: Der erwartete Mehrbedarf ist primär demografisch bedingt, während klimatische Faktoren wie Hitzeperioden und häuslicher Bewässerungsbedarf in Graz zwar spürbar sind, allerdings bezüglich einer Steigerung im Wasserbedarf eine geringere Rolle spielen als in ländlichen Regionen. Für 2060 wurde ein maximaler Tagesbedarf von 1.100 l/s (95.000 m³/Tag) prognostiziert. Unter Einbeziehung überregionaler Lieferverträge steigt der Gesamtbedarf auf rund 1.400 l/s (121.000 m³/ Tag). Einschließlich einer 25%igen Versorgungssicherheitsreserve werden künftig Wasserressourcen in der

Holding inkl. Beteiligungen

WASSERENTNAHME [Tm3]

Holding exkl. Beteiligungen

Wasserentnahme bezeichnet die gesamte Wassermenge, die seitens der Holding und ihrer Beteiligungen aus der öffentlichen Wasserversorgung entnommen wurde. Die ausgewiesenen Wassermengen umfassen ausschließlich jene Wasserentnahmen für den Eigenbetrieb. Nicht berücksichtigt sind Wassermengen, die von der Wasserwirtschaft oder der ZWHS für die Bereitstellung kommunaler Versorgung aus unterschiedlichen Wasserquellen entnommen werden. Jedoch sind auch jene Wassermengen erfasst, die intern von der Wasserwirtschaft für das Reinigen von Hochbehältern, das Spülen von Wasserleitungen und ähnliche Tätigkeiten genutzt werden.

Die Position Holding inkl. Beteiligungen beinhaltet auch jene Wassermengen des Nachspeisebedarfs im Fernwärmenetz Großraum Graz, die der Energie Graz zuzuordnen sind.

Diese machen 10,2 % der Wasserentnahme des Gesamtkonzerns aus. 25,9 % der Gesamtwasserentnahme sind der Freizeit mit ihren Bädern zuzuschreiben.

Die Wasserentnahme erfolgt über die kommunale Wasserversorgung. Eine Ausnahme stellt ein unternehmenseigener Brunnen im Bereich Stadtraum dar, der für den Betrieb eines Klimacomputers im Gewächshaus genutzt wird. Die darüber entnommene Wassermenge belief sich im Jahr 2025 auf 9.858 m³.

Die Standorte des Unternehmens befinden sich nach aktuellem Kenntnisstand in keinem Gebiet mit hohem oder extremem Wasserstress. Die regionale Wasserversorgung gilt als langfristig gesichert, und es liegen keine Hinweise auf strukturelle Wasserknappheit oder Nutzungskonflikte zwischen unterschiedlichen Anspruchsgruppen vor.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

Höhe von etwa 1.750 l/s benötigt – aktuell stehen rund 1.080 l/s zur Verfügung.

Zur Deckung dieses Bedarfs wurden 16 bauliche und 4 organisatorische Maßnahmen konzipiert, darunter:

• Modernisierung und Erweiterung bestehender Wasserwerke (Friesach, Andritz, Feldkirchen),

• Erhöhung der Versorgungssicherheit und langfristig die Anhebung des Wasserbezugs über die ZentralWasserversorgung Hochschwab Süd (ZWHS) sowie Kooperationen mit Bruck und Leoben,

• Errichtung neuer Transport- und Hauptleitungen (u. a. TL Friesach–Graz, TL Bruck–Friesach),

• Ausbau von Speicherkapazitäten, etwa durch einen neuen Hochbehälter am Messendorfberg,

• sowie begleitende Maßnahmen wie Wasserverlustreduktion, Verbrauchsmanagement und Bewusstseinskampagnen zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser. Die wirtschaftlich bevorzugte Variante 3 (Bedarfsdeckung Graz 1.100 l/s + überregionale Fremdabgabe 300 l/s) sieht Investitionen von rund 113,5 Mio. Euro in den nächsten fünfzehn Jahren vor und amortisiert sich über den Betrachtungszeitraum von 50 Jahren durch zusätzliche Einnahmen aus der Wasserlieferung.

Ab 2026 ist der Planungsbeginn für die ersten Maßnahmen (Sanierung und Modernisierung der Wasserwerke Friesach und Andritz sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit bei der ZWHS) vorgesehen. Damit wurde der erste Schritt zu einer Realisierung der dringendsten Maßnahmen mit rund 22,5 Mio. Kosten ab 2027 gesetzt. WaRes 2060+ bildet die strategische Grundlage für eine zukunftssichere, klimaresiliente und

nachhaltige Wasserversorgung der Stadt Graz. Durch die frühzeitige Planung und Priorisierung von Maßnahmen wird die Anpassungsfähigkeit an klimatische Veränderungen gestärkt, die Ressourcennutzung optimiert und die Versorgungssicherheit im Zentralraum langfristig gewährleistet. Mit diesem Projekt beweist die Holding Graz, dass nachhaltige Infrastrukturplanung und Klimavorsorge Hand in Hand gehen – für eine sichere Wasserversorgung bis ins Jahr 2060 und darüber hinaus.

Weil Alltag funktionieren muss.

HANDLUNGSFELD KUND:INNEN

Ein verlässlicher Alltag beginnt bei Leistungen, die man oft erst bemerkt, wenn sie fehlen. Mobilität, die Menschen sicher, pünktlich und barrierefrei ans Ziel bringt. Wasserversorgung, die jederzeit sauber, kontrolliert und zuverlässig fließt. Beides ist für Graz selbstverständlich –aber nur, weil täglich viel Arbeit dahintersteht. Von der Instandhaltung der Straßenbahnen und Busse bis zur Überwachung der Wasserqualität und der Versorgungssicherheit: Die Holding Graz sorgt dafür, dass genau diese Grundlagen stabil bleiben. Damit der Alltag in Graz nicht nur funktioniert, sondern verlässlich, sicher und für alle zugänglich ist.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

KUND:INNENORIENTIERUNG, DIENSTLEISTUNGSQUALITÄT UND SICHERHEIT

TIM-APP: WEITERENTWICKLUNG STEHT KLAR IM FOKUS

Mit der „tim Österreich“-App können tim-Kund:innen ihr Profil bearbeiten, (E-)Carsharing-Fahrzeuge buchen und mit dem Handy die tim-Autos auf- und zusperren. Durch die Interoperabilität der „tim Österreich“-App können Kund:innen das Mobilitätsangebot in der jeweiligen Region sowie in Graz und Linz nutzen. Die Weiterentwicklung der App steht klar im Fokus, um die Nutzer:innenerfahrung zu verbessern und technologische Fortschritte zu erzielen.

TÄGLICHER BEGLEITER FÜR MEHR ÖV-KOMFORT:

DIE GRAZMOBIL-APP

Die kostenlose GrazMobil-App ist für viele Grazer:innen längst zum täglichen Begleiter geworden. Mit über 477.000 Downloads und mehr als 4,1 Millionen verkauften Öffi-Tickets wird bereits fast jedes vierte Ticket digital über die App gekauft. Im Jahr 2025 lag der Fokus auf Komfort und Nutzer:innenfreundlichkeit. Die neue App-Version bietet zusätzliche Bezahlmöglichkeiten. Neben Kreditkarte, DebitMastercard und eps stehen nun auch PayPal (Android & Apple) sowie Google Pay (Android) zur Verfügung. Bei den Auskunfts- und Informationsfunktionen wurden wichtige Verbesserungen umgesetzt: Eine neue Zoomfunktion mit übersichtlicher Haltestellendarstellung im Menü „Umgebung“ erleichtert die Orientierung. Für

iOS sorgt eine zusätzliche Navigationsleiste für den schnellen Wechsel zwischen Abfahrtszeiten, Routen und Tickets. Designanpassungen im Newsbereich sowie Optimierungen der Echtzeitdaten im Monitor erhöhen zudem die Übersichtlichkeit und Zuverlässigkeit. Mit intelligenter Routenplanung, tim-Standorten auf einen Blick und Tickets, die auch offline vorweisbar sind, unterstützt die GrazMobil-App den einfachen und bargeldlosen Zugang zum öffentlichen Verkehr in Graz und der Steiermark.

UMFASSENDE KAMPAGNE: APPSICHTLICH EINFACH Im September 2025 setzte die Holding Graz eine umfassende Kommunikations- und Vertriebkampagne zur Förderung der GrazMobil-App um. Ziel war es, die App als zentrale digitale Mobilitätsplattform zu positionieren und ihre Nutzung im Alltag breiter Bevölkerungsgruppen weiter zu etablieren. Die Kampagne „Appsichtlich einfach“ fokussierte auf eine klare Nutzenargumentation – insbesondere den einfachen Ticketkauf, die intuitive Bedienbarkeit sowie die durchgängige digitale Abwicklung von Mobilitätsservices. Ergänzend kamen unter anderem crossmediale Kommunikationsmaßnahmen sowie Social-Media-Aktivitäten zum Einsatz, um Reichweite und Relevanz in unterschiedlichen Zielsegmenten zu erhöhen. Die Wirksamkeit der Kampagne lässt sich anhand der definierten Leistungskennzahlen bewerten. Der Erlös aus Ticketverkäufen über die App stieg im Kampagnenzeitraum von 1.988.323 EUR (2024) auf 2.196.345 EUR (2025). Dies entspricht einer Steigerung von rund 10,47 % und übertrifft damit das Ziel von 10 %. Im Bereich der App-Downloads wurde ein Anstieg

von 11.600 (2024) auf 11.880 (2025) verzeichnet. Dies entspricht einem Wachstum von 2,41 % und liegt damit knapp unter dem angestrebten Zuwachs von 3 %. Insgesamt zeigt die Kampagne eine deutliche Effizienz im Hinblick auf die Erhöhung der digitalen Ticketnutzung und bestätigt die strategische Bedeutung der App für den Vertrieb. Die Entwicklung der Downloadzahlen weist ebenfalls in eine positive Richtung, verdeutlicht jedoch, dass zusätzliche Maßnahmen zur Erstnutzungsaktivierung weiter an Relevanz gewinnen.

BAUSTELLENKOMMUNIKATION:

NEUER PROZESS WURDE DEFINIERT

Um bei der Planung von Projekten und Baustellen die Aktivitäten zur zeitgerechten, nachvollziehbaren Koordination, Information und Kommunikation anhand von Standards konzernweit zu vereinheitlichen, wurde ein Prozess dafür definiert. Anhand eines Sharepointbasierten Meldesystems werden von Projektverantwortlichen Baustellen sowie die dafür vorgesehenen Informationsmaßnahmen gemeldet und vom Managementbereich Marketing in Abstimmung mit den Einheiten „Kund:innenmanagement und Vertrieb I & E“ und „Vertriebs- und Mobilitätsservices“ geprüft. Eine Auftragsvergabe erfolgt seitens Managementbereich Facility, Abteilung Einkauf, nur dann, wenn diese Meldung erfolgt und freigegeben ist. Damit soll eine standardisierte Stakeholder:innen- und Bürger:innen-Information zu Baustellen des Konzerns Holding Graz sichergestellt werden.

NEUE ÖFFENTLICHE WC-ANLAGE IM STEINHAUS BEIM ALPENGASTHOF BODENBAUER

Im Sinne des Grundwasserschutzes und eines sanften Tourismus wurde beim Bodenbauer im Steinhaus eine neue öffentliche WC-Anlage errichtet. Seit 13. Juni 2025 ist sie in Betrieb und steht Besucher:innen zur Verfügung. Die Reinigung übernimmt bis auf Weiteres die Pächterin des Alpengasthofs Bodenbauer.

„ICH BIN AUS PLASTIK, HOL MICH HIER RAUS!“: BIOABFALLKAMPAGNE 2025

Obwohl die Grazer:innen ihren Abfall grundsätzlich gut trennen, landen in den Biotonnen noch zu viele Störstoffe wie Plastik oder vermeintlich kompostierbare Biokunststoffsäcke. Um die Qualität des Bioabfalls zu verbessern, startete die Holding Graz im April 2025 eine Informationskampagne unter dem Motto „Ich bin aus Plastik, hol mich hier raus!“. Ziel war es, Bewusstsein für die umweltfreundliche Verwertung biogener Abfälle zu schaffen und auf die kostenlose App „Graz Abfall“ als digitales Hilfsmittel zur richtigen Abfalltrennung hinzuweisen. Die Kampagne setzte auf crossmediale Maßnahmen: Beiträge in Print und Online, Out-of-Home-Werbung, Social-Media-Formate sowie Kooperationen mit lokalen Influencer:innen, um die Trennmoral gezielt zu steigern und Fehlwürfe im Bioabfall zu reduzieren.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

NEUER AUFTRITT FÜR DIE GRAZ ABFALL-APP

Die Graz Abfall-App informiert über wichtige Termine und enthält nützliche Infos und Tipps rund ums Thema Abfall, dessen richtiger Trennung, Entsorgung und Vermeidung. Außerdem gibt’s einen Abfuhrkalender mit Erinnerungsfunktion, ein Abfall-ABC sowie nützliche News und Infos zur Abfallwirtschaft Graz. Ebenso kann man sich für die vergünstige Einfahrt in den Ressourcenpark Graz für die Reststoff-Zone registrieren. Mit einem modernen und funktionalen Design präsentiert sich die Graz Abfall-App in neuem Gewand. Seit Sommer 2025 werden die nächsten Abfuhrtermine direkt auf dem Startbildschirm angezeigt – ebenso wie das praktische Abfall-ABC und aktuelle Neuigkeiten rund um das Thema Abfallwirtschaft. Mittlerweile verzeichnet die Graz Abfall-App mehr als 99.500 Downloads. Seit der Eröffnung des Ressourcenparks Graz im Oktober 2022 verzeichnet man bereits mehr als 86.000 Registrierungen für die vergünstigte Einfahrt in die Reststoff-Zone.

DIE GRAZ WASSER-APP

Mit der Einführung der Graz Wasser-App im Jahr 2022 setzte die Holding Graz weitere Schritte in der Digitalisierung um und bietet neben der Möglichkeit, den jährlichen Zählerstand zu übermitteln oder sich für die digitale Rechnung anzumelden, zusätzliche Funktionen an: Sie führt die App-Nutzer:innen zum nächstgelegenen Trinkbrunnen in Graz und liefert Neuigkeiten aus der Wasserwirtschaft. Nutzer:innen haben auch die Möglichkeit, Anliegen zu übermitteln, wobei die App einen direkten Kanal zum Kund:innen-Anliegen-Ma-

nagement (KAM) bietet, um Anfragen noch schneller zu bearbeiten. Seit ihrem Start im Juni 2022 verzeichnet die Wasser-App mittlerweile über 12.570 Downloads per 31.12.2025. Die Anzahl der mittels App bekannt gegebenen Zählerstände nimmt stetig zu und liegt im Jahr 2025 bei 4.562 (2022: 1.459 | 2023: 3.452 | 2024: 4.194).

KUND:INNENPORTAL FÜR TRINKWASSER

Eine wesentliche Erweiterung der den Kund:innen zur Verfügung gestellten digitalen Selfservice-Tools stellt das seit Jänner 2025 verfügbare Kund:innenportal Trinkwasser dar. Dieses gibt bereits über 6.000 dafür registrierten Kund:innen die Möglichkeit, ihre Rechnungen zu verwalten, Teilzahlungsbeträge zu ändern, SEPA-Mandate zu erteilen oder zu ändern und weitere Informationen zu beziehen bzw. Daten zu ändern. Darüber hinaus gibt es im Kund:innenportal auch die Möglichkeit, direkt mit dem Backoffice-Team Nachrichten auszutauschen. Registrierte Kund:innen erhalten ihre Rechnungen nicht mehr wie bisher auf postalischem Weg, sondern können diese jederzeit digital abrufen – dadurch verbessert dieses Tool nicht nur das Kund:innenservice, sondern leistet auch einen Beitrag zum schonenden Umgang mit Ressourcen, da sowohl Papierverbrauch als auch damit einhergehende Zustelltätigkeiten reduziert werden können.

INKLUSION & BARRIEREFREIHEIT DER DIENSTLEISTUNGEN

ROUND-TABLE-THEMA ÖFFENTLICHER VERKEHR FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG

Die Graz Linien veranstalten einmal jährlich ein Treffen zum Austausch mit Menschen mit Behinderung sowie deren Interessenvertretungen. Teilnehmende sind außerdem Entscheidungsträger:innen der Graz Linien, darunter der Vorstand und Bereichsleitungen. Im Rahmen der Veranstaltung informieren die Graz Linien über aktuelle Projekte. Vertreter:innen von Menschen mit Behinderung geben Rückmeldungen und bringen Hinweise zur Weiterentwicklung des Angebots ein.

ANGEBOT „GRAZ LINIEN ERLEBEN“

Die Testphase für „Graz Linien erleben“, ein gemeinsam mit dem Behindertenbeirat der Stadt Graz, Interessensvertretungen von Menschen mit Behinderungen und Betroffenen entwickeltes Angebot für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, wurde im ersten Quartal 2025 abgeschlossen. Das Angebot bietet mobilitätseingeschränkten Personen die Möglichkeit, die Grazer Öffis im Rahmen von gemeinsamen Terminen mit Vertreter:innen der Graz Linien im Echtbetrieb und in der Remise Steyrergasse besser kennenzulernen. Die Graz Linien und die Fahrgäste profitieren gleichermaßen, da es zu einem gegenseitigen Multiplikator:inneneffekt und einer positiven Interaktion zwischen Fahrpersonal und der betreffenden Personengruppe kommt.

WOCHEN DER INKLUSION: EVENTTAG 2025

Im Juni fand am Hauptplatz der Eventtag zur Woche der Inklusion statt, der ein starkes Zeichen für Inklusion, Selbstbestimmung und Gleichstellung sowie gegen Einsamkeit setzte. Über 30 Organisationen und Selbstvertretungsgruppen präsentierten ihre Arbeit, luden zum Mitmachen ein und sorgten in einer inklusiven Atmosphäre für Unterhaltung und Austausch. Die Graz Linien waren mit einem Stand direkt beim Eingang vertreten und informierten vor allem zu barrierefreier Mobilität. Auch der Inklusionstransporter von tim wurde vor Ort präsentiert.

HOLDING-GRAZ-WEBSITE MIT WACA-ZERTIFIKAT AUSGEZEICHNET

Die Website holding-graz.at, inklusive GrazGutscheinOnlineshop, wurde erneut einem unabhängigen Accessibility-Audit unterzogen und mit dem WACA-Zertifikat (Web Accessibility Certificate Austria) in Silber ausgezeichnet. Nach Bronze im Jahr 2022 erreicht die Holding Graz damit als eines der ersten kommunalen Dienstleistungsunternehmen in Österreich diesen höheren Standard. Im Zuge der Re-Zertifizierung wurden unter anderem Farbkontraste optimiert, die semantische Struktur für Screenreader verbessert, rund 5.000 grafische Elemente mit Alternativtexten versehen sowie die vollständige Tastaturbedienbarkeit und der Einsatz assistiver Technologien getestet. Ein besonderer Fokus lag auf der barrierefreien Darstellung der Fahrpläne, die nun automatisiert und ohne PDF-Download direkt auf der Website verfügbar sind und so besser zugänglich, mobil-optimiert und mit Screenreadern lesbar sind.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

AUSTATTUNG DER GRAZER ABFALLBEHÄLTER MIT BRAILLESCHRIFT

Alle Unterflurcontainer der Holding Graz Abfallwirtschaft werden grundsätzlich mit erhabener/ertastbarer Schrift der Abfallart plus Brailleschrift beklebt. Die Restmüllbehälter und auch alle anderen Behälter für die getrennte Sammlung (Altpapier, Leicht- und Metallverpackung, Buntglas, Weißglas, Biomüll) werden gleich mit erhabener, tastbarer Schrift „Restmüll“, „Biomüll“ etc. und mit Brailleschrift im Deckel direkt bestellt bzw. geliefert. Das heißt, alle neu ausgegebenen Behälter, bzw. jene, die getauscht werden, sind mit Brailleschrift und erhabener / ertastbarer Schrift ausgestattet, sodass in ein paar Jahren diese Behälter flächendeckend in ganz Graz verfügbar sind.

ERSTER BARRIEREFREIER TRINKBRUNNEN IM STADION GRAZ-LIEBENAU

2025 wurde im Stadion Graz-Liebenau der erste barrierefreie Trinkbrunnen realisiert. Verantwortlich für die Umsetzung war die Holding Graz Wasserwirtschaft in Kooperation mit der Stadion Graz Liebenau Vermögensverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH. Trinkwasser in höchster Qualität und für alle Menschen zugänglich zu machen, ist ein zentrales Anliegen der Holding Graz Wasserwirtschaft. Rund 160 öffentliche Trinkbrunnen versorgen die Grazer Bevölkerung bereits mit frischem Trinkwasser. Mit dem Projekt des ersten barrierefreien Trinkbrunnens im Stadion Graz-Liebenau wird dieses Angebot nun gezielt um eine inklusive Komponente erweitert. Ziel ist es, Menschen mit eingeschränkter Mobilität den gleichberechtigten Zugang

zu kostenloser Trinkwasserversorgung zu ermöglichen und so die Barrierefreiheit städtischer Infrastrukturen weiter auszubauen. Der Brunnen ist in mehrfacher Hinsicht eine Innovation:

• Die Höhe und Auslaufarmatur wurden speziell angepasst, um auch Rollstuhlfahrer:innen und Kindern eine komfortable Nutzung zu ermöglichen.

• Erstmals wurde eine berührungslose Armatur installiert, die durch Sensorsteuerung hygienische und einfache Bedienung gewährleistet.

• Aufgrund der baulichen Gegebenheiten erhielt der Brunnen ein eigens konstruiertes Ablaufbecken, da das Wasser – anders als bei den üblichen Standorten – nicht über ein Kiesbett versickern kann.

Die gewonnene Praxiserfahrung dient als Grundlage für die mögliche Umsetzung weiterer barrierefreier Trinkbrunnen an stark frequentierten öffentlichen Plätzen im gesamten Stadtgebiet.

Das Projekt ist ein sichtbares Zeichen für gelebte Inklusion und Chancengleichheit in der städtischen Daseinsvorsorge. Durch die barrierefreie und hygienische Gestaltung wird der Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle Bevölkerungsgruppen verbessert – unabhängig von körperlichen Einschränkungen. Die Holding Graz leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer sozial nachhaltigen Stadtentwicklung, in der Infrastruktur für alle zugänglich, sicher und benutzer:innenfreundlich gestaltet ist.

KUND:INNENZUFRIEDENHEIT

Umfrageergebnisse nach Schulnotensystem

KUND:INNENZUFREIDENHEIT

HOLDING ALLGEMEIN

Die Holding Graz genießt eine hohe Bekanntheit, immerhin ist die Holding Graz 99 % der Grazer:innen ein Begriff. Diese Bekanntheit bleibt seit Jahren stabil. Die Kund:innenzufriedenheit ist insgesamt gut, besonders im Bereich der Wasserwirtschaft, knapp gefolgt von der Abfallwirtschaft. Das Kund:innenservice wird mit stabil hoher Qualität bewertet. Die Kontaktfrequenz mit dem Kund:innenservice ist im Vergleich

zum Vorjahr auf niedrigem und leicht sinkendem Niveau. Die Kontaktaufnahme erfolgte am häufigsten telefonisch und per E-Mail. Die Zufriedenheit mit dem Kund:innenservice bleibt im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die Bevölkerung erwartet Information über einen klaren Multi-Channel-Mix. Als zentrale Basis gelten die Website der Holding Graz, Apps, gefolgt von Wochenzeitungen, Infoscreens und Plakaten. Digitale Medien wie Facebook/Instagram werden von Jüngeren präferiert.

LINIEN

Die Zufriedenheit mit den Graz Linien hat sich deutlich verbessert. Rund 7 von 10 Grazer:innen sind mit den Leistungen der Graz Linien (sehr) zufrieden. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Zielgruppen: Personen über 50 Jahre sind tendenziell zufriedener als jüngere Altersgruppen, und Stammkund:innen bewerten das Angebot positiver als Gelegenheitskund:innen. Die Ergebnisse basieren auf einer Kund:innenbefragung unter rund 600 Graz-Linien-Fahrgästen, die zwischen 1. und 17. Dezember 2025 mittels Web- und Telefoninterviews durchgeführt wurde. Im Jahresvergleich zeigt sich eine positive Entwicklung der Kund:innenzufriedenheit: Der Mittelwert verbesserte sich von 2,4 (2024) auf 2,1 (2025) und bestätigt damit das insgesamt relativ hohe Zufriedenheitsniveau.

STADTRAUM

Die Bekanntheit des Aufgabenbereichs Stadtraum liegt auf einem stabilen, jedoch wenig differenzierten Niveau. Die Gesamtzufriedenheit mit den Leistungen der Holding Graz ist hoch und stieg in den letzten Jahren kontinuierlich. Rund 87 % sind mit den Leistungen des Stadtraums (sehr) zufrieden. Zentrale Treiber der Zufriedenheit sind weiterhin die Verkehrsflächen –insbesondere der Zustand von Straßen, Rad- und Gehwegen sowie die Sauberkeit im Wohnumfeld. Deutlich an Bedeutung gewonnen hat die App „Schau auf Graz“, während Grünanlagen und Spielplätze einen ergänzenden, jedoch geringeren Einfluss auf den positiven Gesamteindruck haben.

ABFALLWIRTSCHAFT

Die Bekanntheit der Leistungen der Holding Graz Abfallwirtschaft ist hoch – rund 80 % der Grazer:innen kannten das Angebot bereits vor der Befragung. Die Zufriedenheit liegt insgesamt auf sehr hohem Niveau und konnte gegenüber 2024 gesteigert werden. Die Kernleistungen – insbesondere Ressourcenpark, Abfallsammlung zu Hause und Müllabfuhr – sind nicht nur klar im Bewusstsein der Bevölkerung verankert, sondern auch die entscheidenden Treiber der Gesamtzufriedenheit. Verbesserungspotenzial besteht vor allem in der breiteren Wahrnehmung des Leistungsportfolios, insbesondere bei jüngeren Zielgruppen.

WASSERWIRTSCHAFT

Rund 7 von 10 Grazer:innen kannten die Leistungen der Wasserwirtschaft bereits vor der Befragung. Die Analyse zeigt ein insgesamt sehr positives Bild der Grazer Wasserwirtschaft mit stabil hohen Zufriedenheitswerten in nahezu allen Leistungsbereichen. Mit 96 % ist die Leistung der Trinkwasserversorgung innerhalb des Portfolios der Wasserwirtschaft am bekanntesten und erreicht auch hohe Zufriedenheitswerte und bleibt damit zentraler Stabilitätsanker der Zufriedenheit. Obwohl die Leistungen weitgehend geschätzt werden, fühlen sich bestimmte Zielgruppen – insbesondere Frauen, jüngere Personen und Mieter:innen – noch nicht ausreichend informiert.

ENERGIE GRAZ

Schwerpunkte bei der Befragung zu div. Kund:innenzufriedenheitsaspekten im Oktober 2025 waren die Zufriedenheit mit Erreichbarkeit, Freundlichkeit und Kompetenz der Gesprächspartner:innen sowie die Zufriedenheit mit der Lösung des Anliegens.

Generell zeigte sich, dass die Kund:innen der Energie Graz mit dem Servicecenter weiterhin zufrieden sind. Alle Zufriedenheitsfaktoren erhielten im Durchschnitt eine Bewertung unter 1,7. Eine besonders positive Beurteilung erhielten die Faktoren „Freundlichkeit“ und „Kompetenz“. Zur weiteren Sicherstellung einer dauerhaft hohen Kund:innenzufriedenheit werden hohe Service- und Qualitätsstandards gewährleistet sowie maßgeschneiderte Angebote und Unterstützungsmaßnahmen für soziale Härtefälle angeboten.

BESTATTUNG

Die Bestattung erhebt die Kund:innenzufriedenheit, indem gemeinsam mit der Rechnung ein Fragebogen versendet wird. Die Rückmeldungen werden anschließend ausgewertet. Aufgrund des hohen Rücklaufs können aussagekräftige Ergebnisse gewonnen werden. Die Auswertung zeigt eine durchgehend hohe Zufriedenheit der Kund:innen.

Weil Engagement den Unterschied macht.

HANDLUNGSFELD

MITARBEITER:INNEN

Das, was wir leisten, haben wir allein unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken. Ohne sie gäbe es keine Straßenbahnen, die die Menschen bis spät in die Nacht an ihr Ziel bringen. Es gäbe keine leeren Mülltonnen auf öffentlichen Plätzen, keine schön gepflegten Parks und auch keine Wasserversorgung.

Der Erfolg der Holding Graz zeichnet sich vor allem durch eines aus: den unermüdlichen Einsatz von unzähligen Menschen, die gemeinsam Großes schaffen. Sie schaffen eine Stadt.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

ATTRAKTIVE ARBEITGEBERIN

GÜTESIEGEL „BERUFUNDFAMILIE“

Seit 2013 trägt die Holding Graz das Zertifikat „Familienfreundlicher Arbeitgeber“. Beruf und Familie gehören zusammen – und die Holding Graz schafft die Rahmenbedingungen dafür. Die Betriebskinderkrippe und der Kindergarten mit erweiterten Öffnungszeiten sind Beispiele für die Angebote. Flexible Arbeitszeiten, familienfreundliche Dienstpläne und eine Kantine, die gesundes Essen auch für zu Hause bietet, machen den Alltag leichter.

Auch finanziell unterstützt die Holding Graz Familien – von Kinderzulagen bis zur Anrechnung der Elternkarenz auf alle zeitenabhängigen Ansprüche. Papamonat und Väterkarenz? Selbstverständlich! Und weil Familie nicht endet, wenn die Kinder ausziehen, denkt die Holding Graz weiter: Pflege von Angehörigen ist ein großes Thema. Deshalb werden Kurse für pflegende Angehörige in Kooperation mit den Geriatrischen Gesundheitszentren angeboten und Homeoffice ermöglicht, wenn es die Situation erfordert.

Das regelmäßige Audit und ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch im gesamten Konzern sorgen dafür, dass die Holding Graz am Puls der Zeit bleibt. Eine der größten Herausforderungen ist die Kommunikation mit allen Arbeiter:innen und Angestellten. Hier sind Führungskräfte gefragt, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit ihren Teams Lösungen zu finden. Die Holding Graz schafft eine Arbeitswelt, die motiviert, unterstützt und inspiriert. Das Audit „berufundfamilie“ ist dabei ein wichtiger Baustein: Im Frühjahr 2025 hat

die Holding das Zertifikat erneut erhalten. Die Holding Graz setzt sich aktiv für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein und bietet vielfältige Unterstützungsangebote für Mitarbeiter:innen und deren Angehörige. Damit stärken wir die Lebensqualität unserer Belegschaft und leisten einen wichtigen Beitrag zu sozialer Nachhaltigkeit.

Als Unternehmen übernahmen wir Verantwortung für Mitarbeiter:innen mit Pflegeaufgaben. Durch die Firmenmitgliedschaft bei Vidahelp standen allen Beschäftigten persönliche und bundeslandspezifische Fachberatungen zu Pflege und Betreuung zur Verfügung. Darüber hinaus erhielten sie Unterstützung bei der Suche nach passenden Pflege- und Betreuungsangeboten, kostenlose Beratung zu Zuschüssen, Pflegehilfsmitteln und Rehabilitationsprodukten sowie Rechtsberatung zu vergünstigten Konditionen. Ergänzend profitierten sie von Vergünstigungen bei ausgewählten Kooperationspartner:innen.

Zusätzlich wurden familienorientierte Angebote für Mitarbeiter:innen und ihre Kinder angeboten. Dazu zählten praxisnahe Vorträge und Workshops zu Themen wie gesundem Schlaf oder Family Cooking, Möglichkeiten zum Austausch und zur Weitergabe alltagstauglicher Tipps sowie ein Willkommensgeschenk für die Babys der Mitarbeiter:innen. Die Roadmap „Eltern & Pflege“ bietet zudem kompakte, aktuelle und praxisorientierte Informationen für Eltern und pflegende Angehörige.

EINFÜHRUNG EINES NEUEN

BEWERBER:INNENMANAGEMENTSYSTEMS

Durch die Einführung eines modernen Bewerber:innen-

managementsystems wurde das Recruiting neugestaltet, um ressourcenschonend, effizient und vor allem zeitgemäß auftreten zu können. Prozesse konnten verbessert und automatisiert werden, die Kommunikation intern und mit den Bewerber:innen wurde optimiert, die Zusammenarbeit im Team vereinfacht und der Auftritt nach außen professioneller. Durch ein attraktives, modernes und zielgruppenspezifisches Auftreten können Bewerber:innen gezielt angesprochen werden und sich durch einen transparenten Bewerbungsprozess einfacher und schneller bewerben.

Im Zuge dessen wurde auch die Karriereseite neu aufgesetzt: Die Holding Graz ist als attraktive Arbeitgeberin sichtbar, Informationen zum Bewerbungsprozess und den offenen Stellen sind transparent dargestellt und einfach zugänglich. Neben Umstellungen im Rahmen des Barrierefreiheitsgesetzes wird laufend daran gearbeitet, Bewerbungsmöglichkeiten zu schaffen, die für alle Menschen (auch mit Seh-, Hör- oder motorischen Einschränkungen) nutzbar sind. Durch Kooperationen mit (gemeinnützigen) Vereinen werden Unterstützungen geboten und Praktika möglich gemacht. Neben den bestehenden Formaten werden auch neue Employer-Branding-Maßnahmen eingeführt, die sowohl intern als auch extern die Arbeitgebermarke stärken und die Mitarbeiter:innenbindung gezielt fördern.

NACHHALTIGES PRE- UND ONBOARDING

Die Holding Graz hat gemeinsam mit Studierenden des FH CAMPUS 02 ein Projekt zur Optimierung des Preund Onboarding-Prozesses umgesetzt. Ziel war es, Bewerber:innen und neue Mitarbeitende bestmöglich zu

begleiten, Absprünge zu vermeiden und die Arbeitgebermarke zu stärken.

Auf Basis von Interviews, Benchmarking und vertiefenden Analysen wurde das Konzept „Ankommen. Wohlfühlen. Durchstarten“ entwickelt, das den Einstieg neuer Mitarbeiter:innen strukturiert begleitet. Es umfasst Maßnahmen entlang von drei klar definierten Phasen. In der Preboarding-Phase wurden bereits vor dem ersten Arbeitstag wichtige Grundlagen geschaffen, etwa durch den frühzeitigen Erhalt des Vertrags, die Bereitstellung von Zugangsdaten, eine erste Kontaktaufnahme durch die Führungskraft sowie die Möglichkeit eines Schnuppertages. Der erste Arbeitstag stand im Zeichen des persönlichen Ankommens. Neue Mitarbeiter:innen wurden individuell empfangen, erhielten ein Willkommenssackerl und wurden durch ein Buddy-System in den Arbeitsalltag eingeführt.

Die anschließende Integrationsphase zielte auf eine nachhaltige Eingliederung ab. Regelmäßige Feedbackgespräche, ein strukturierter Willkommenstag sowie gezielte Weiterbildungsangebote unterstützten dabei, rasch Sicherheit zu gewinnen und sich langfristig im Unternehmen zu etablieren. Im Konzept wurden drei Mitarbeiter:innengruppen abgebildet: Angestellte, Arbeiter:innen und Fahrpersonal. Die Maßnahmen fördern Mitarbeiter:innenbindung, reduzieren Fluktuation und sparen Ressourcen – ein wichtiger Beitrag zu sozialer Nachhaltigkeit. Der Konzeptname wurde als offizieller Slogan für Pre- und Onboarding in der Holding übernommen.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

FIRMEN-E-BIKE LEASINGSYSTEM FÜR

MITARBEITER:INNEN

Zur Förderung der Gesundheit unserer Mitarbeiter:innen und der Nachhaltigkeit im Unternehmen sowie zur Reduzierung von Luftemissionen im Raum Graz kann der Ankünder über eine Kooperation mit Bikeleasing.at an alle Mitarbeiter:innen günstig E-Bikes anbieten. Dabei wird das E-Bike vom Unternehmen geleast und zu günstigen Konditionen an Mitarbeiter:innen weitergegeben.

GESUNDHEIT & SICHERHEIT

FIT AM STEUER: „GESUNDE HALTUNG UND AUSGLEICHSÜBUNGEN FÜR MITARBEITER:INNEN IM FAHRDIENST DER GRAZ LINIEN“

Tag für Tag bringen die Graz Linien mit rund 750 engagierten Mitarbeiter:innen im Fahrbetrieb tausende Fahrgäste sicher, bequem und nachhaltig ans Ziel. Mit 85 Straßenbahnen und 170 Bussen wird täglich eine Strecke zurückgelegt, die einer Erdumrundung entspricht – eine beeindruckende Leistung, die jedoch auch körperlich fordert. Genau hier setzt die Initiative „Gesunde Haltung und Ausgleichsübungen für Mitarbeiter:innen im Fahrdienst“ an. Das bereits in anderen Sparten der Holding erfolgreich umgesetzte Konzept der Personalentwicklung verfolgt ein klares Ziel: Ergonomie im Fahrbetrieb verbessern und alltagstaugliche Maßnahmen für eine gesunde Haltung etablieren.

Auf Basis internationaler Studien und den Vorgaben des

Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) entstand gemeinsam mit Mitarbeiter:innen aus dem Fahrbetrieb eine Broschüre mit konkreten Empfehlungen: von der optimalen Einstellung der Fahrer:innensitze bis hin zum ergonomischen Umgang mit Rampen, Rollstühlen und Kinderwägen. Praxisnah und direkt aus dem Berufsalltag. Neu ist die digitale Ergänzung: Videos auf der internen Lernplattform, die Mobilisations-, Kräftigungsund Dehnübungen sowie Faszientraining, Atem- und Entspannungstechniken zeigen. Darüber hinaus werden Bewegungs- und Infoeinheiten sowie ein individuelles Coaching angeboten, um die Kolleg:innen im Fahrpersonal langfristig zu unterstützen.

Das Besondere an dieser Initiative? Sie kombiniert analoge, digitale und persönliche Formate und begleitet neue wie erfahrene Mitarbeiter:innen ganzheitlich – von der Aufnahme über die Ausbildung bis hin zu regelmäßigen Weiterbildungen. Damit wird ein nachhaltiger Beitrag für einen fitten und gesunden Fahrbetrieb geleistet.

WIEDERVERLEIHUNG DES BGF-GÜTESIEGELS

Die Holding Graz wurde 2025 bereits zum vierten Mal mit dem BGF-Gütesiegel des Österreichischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung ausgezeichnet. Diese wiederholte Anerkennung bestätigt das langjährige Engagement für ein gesundes Arbeitsumfeld und die nachhaltige Integration von Gesundheitsförderung in die Unternehmenskultur.

Seit dem Start des BGF-Programms im Jahr 2012 wird auf ganzheitliche Maßnahmen gesetzt, die sowohl die Verhältnisse im Betrieb als auch das individuelle Gesundheitsverhalten stärken. Dazu zählen:

• FIT-Jahreskalender mit Angeboten zu Bewegung, Ernährung, Entspannung und Vorsorge

• Gesundheitstage, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und digitale Gesundheitsformate

• Coaching-Pools für Mitarbeiter:innen und Führungskräfte

• innovative Projekte wie „Ausgleichsbewegungen am Arbeitsplatz“ und digitale Lernplattformen

Die Auszeichnung ist das Ergebnis einer starken Teamleistung: von der Personalentwicklung über Gesundheitspartner:innen bis hin zu Vorstand und Betriebsrat. Gemeinsam wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die Gesundheit, Wertschätzung und Chancengerechtigkeit fördern – und damit einen wichtigen Beitrag zu den österreichischen Gesundheitszielen und zur Nachhaltigkeit leisten.

BETRIEBLICHE GESUNDHEIT AM FLUGHAFEN GRAZ

Im Rahmen des BGF-(Betriebliche Gesundheitsförderung)-Projekts des Graz Airport „Nachhaltig, Mobil und Fit“ lag einer der Schwerpunkte auf der betrieblichen Mobilität. Um den Modal Split der Anreise der Mitarbeiter:innen zu verbessern bzw. den Umstieg auf das Fahrrad zu unterstützen, wurde eine weitreichende Mitarbeiter:innenförderung eingeführt. So konnten die Bediensteten aus folgendem Angebot eine Förderung auswählen:

• Zuschuss zu KlimaTickets

• Zuschuss zum Tanken der E-Fahrzeuge am Graz Airport

• Zuschuss bei der Bildung von Fahrgemeinschaften

• Zuschuss bzw. Übernahme des Fahrradservices

• Zuschuss beim Kauf eines Fahrrads

GESUNDHEITSSCHUTZ UND SICHERHEIT

Holding exkl. Beteiligungen

Holding inkl. Beteiligungen

Anzahl der Arbeitsunfälle 91 128

100 % der Mitarbeiter:innen der eigenen Belegschaft der Holding Graz sind durch ein Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem abgedeckt. Dies erfolgt insbesondere im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Die Beteiligungsgesellschaften verfügen über eigenständig ausgestaltete Systeme und Maßnahmen im Gesundheits- und Sicherheitsschutz. Beispielsweise sind bei der Energie Graz 100 % der eigenen Arbeitskräfte durch ein Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem abgedeckt. Der Flughafen ist mit dem Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung ausgezeichnet. Die Servus setzt mit „Servus Xundheit“ eine eigene betriebliche Gesundheitsinitiative zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens ihrer Mitarbeiter:innen um.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND

MASSNAHMEN

2025 wurden in den ersten neun Monaten bereits 16 KlimaTickets gefördert. Acht Kolleg:innen nutzen die ETankstelle am Flughafen und sieben Fahrgemeinschaften sind entstanden. Beim Radservice wurden 63 Fahrräder auf Vordermann gebracht.

STÄRKUNG DER MITARBEITER:INNEN:

SERVUS XUNDHEIT

Das Projekt „Servus Xundheit“ ist die betriebliche Gesundheitsinitiative der Servus Abfall Dienstleistungs GmbH, entwickelt gemeinsam mit SinnWin und der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK). Ziel ist es, Gesundheit, Wohlbefinden und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter:innen langfristig zu stärken und Servus als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Durch die Einführung der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) sollen Belastungen reduziert, Ressourcen gestärkt und die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Kernziele:

• Förderung körperlicher, geistiger und sozialer Gesundheit am Arbeitsplatz

• Verringerung von Krankenständen und Präsentismus (krank zur Arbeit kommen)

• Steigerung der Mitarbeiter:innenmotivation, Zufriedenheit und Bindung

• Verbesserung des Betriebsklimas und der Kommunikation

• Aufbau eines nachhaltigen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)

CHANCENGLEICHHEIT & VIELFALT

„FRAUEN MIT ENERGIE“: VIELFALT UND CHANCENGLEICHHEIT

Vielfalt und Chancengleichheit bilden innerhalb der Energie Graz fundamentale Eckpfeiler einer zukunftsorientierten Unternehmenskultur. Um insbesondere den Anliegen der weiblichen Belegschaft einen stärkeren Ausdruck zu verleihen, wurde die bereits im Jahr 2023 gestartete Initiative „Frauen mit Energie“ auch im Jahr 2025 erfolgreich fortgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt lag hierbei in der Implementierung der Funktion einer Vertrauensperson für die weibliche Belegschaft. Einhergehend mit der Institutionalisierung dieser Funktion wurden regelmäßige Sprechstundentermine, Vernetzungstreffen für informellen Austausch sowie ein Workshopformat rund um rhetorische Schlagfertigkeit und Verhaltenssicherheit in beruflichen Alltagssituationen für Frauen innerhalb des Unternehmens angeboten. Zur fachlichen Weiterbildung und Vertiefung sowie zur laufenden Sensibilisierung wurden im Führungskreis arbeitsrechtliche Schulungen mit einem besonderen Augenmerk auf die Aspekte Gleichstellung und Chancengleichheit umgesetzt und somit wichtige Akzente zur Festigung eines erfolgreichen und diskriminierungsfreien Führungsalltags innerhalb des Unternehmens gesetzt. Die Initiative „Frauen mit Energie“ wird in den nächsten Jahren insbesondere auch mit der langfristigen Zielsetzung, Frauen vermehrt für technische Aufgabenbereiche und Führungspositionen zu gewinnen, eine Fortsetzung finden. Fortschritte sollen dabei nicht nur anhand von

Kennzahlen der Personalstruktur gemessen werden, vielmehr sollten durch qualitative Erhebungen auch wertvolle Rückschlüsse über die Kultur und Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens gezogen werden. In diesem Zusammenhang werden wir im Jahr 2026 wieder eine unternehmensweite Mitarbeiter:innenbefragung umsetzen, um künftige Schwerpunkte der Personal- und Organisationsentwicklung möglichst bedarfs- und zielgerichtet auszugestalten.

AUS­ & WEITERBILDUNG

GEMEINSAM STARK: ENTWICKLUNGSANGEBOTE FÜR MITARBEITER:INNEN

Weiterentwicklung ist der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit – für jede:n Einzelne:n und für das Unternehmen. Deshalb werden Lern- und Austauschmöglichkeiten geschaffen, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern Menschen stärken, Talente entfalten und die Bindung an die Holding Graz nachhaltig festigen. Ein zentrales Element der Personalentwicklung war dafür die Lernplattform „Click and Learn“, die flexibles Lernen unabhängig von Zeit und Ort ermöglichte. Mit modernen Formaten und praxisnah aufbereiteten Inhalten wurde Lernen individuell gestaltet. Micro-Learnings setzten kurze, alltagstaugliche Impulse, vertiefende Trainings unterstützten eine nachhaltige Kompetenzentwicklung und interaktive Elemente förderten die aktive Auseinandersetzung mit den Lerninhalten.

Auch die Einschulung des Fahrpersonals erfolgte bewusst praxisnah und spielerisch. Sicherheit und Qualität standen dabei im Mittelpunkt. Mithilfe von Videos interner Trainer:innen, interaktiven Quiz und realitätsnahen Szenarien wurde Wissen nicht nur vermittelt, sondern erlebbar gemacht und nachhaltig verankert.

Unter dem Titel „Reden wir“ wurde zudem der persönliche Austausch gezielt gestärkt. Lernen wurde dabei als fortlaufender Dialog verstanden. Mit „PE on Tour“ brachte die Personalentwicklung ihre Angebote direkt zu den Mitarbeiter:innen. Beliebte Aktionen wie die Eis-Tour schufen niederschwellige Begegnungen und förderten Nähe. Ergänzend dazu ermöglichten spezielle Austauschformate für Fachbereiche wie Disposition, Kund:innendienst oder das Haus Graz insgesamt – etwa durch Begegnungszonen oder den hausweiten Lehrlingstag – eine stärkere Vernetzung und gegenseitige Unterstützung.

LEHRLINGSTAG FÜR MEHR MITEINANDER UND EIN STARKES WIR-GEFÜHL

Der Beginn eines neuen Lehrjahres bei der Holding Graz bedeutet mehr als fachliche Ausbildung. Es werden bewusst Impulse für ein verantwortungsvolles Miteinander und nachhaltiges Handeln gesetzt – von Gesundheit über Teamgeist bis hin zu Klimaschutz und gesellschaftlicher Verantwortung.

Im Rahmen des Schwerpunkts „Gesund bleiben – bewusst handeln“ erhielten die Lehrlinge in einem Workshop zur Suchtprävention praxisnahe Impulse für einen reflektierten Umgang mit Risiken. Ziel war es, das Bewusstsein für Eigenverantwortung zu stärken, denn ein

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE UND MASSNAHMEN

klarer Kopf bildet die Grundlage für einen erfolgreichen beruflichen und persönlichen Weg.

Unter dem Motto „Gemeinsam stark – Teamgeist erleben“ wurde ein eigener Lehrlingstag organisiert, der Raum für Austausch, gemeinsame Aktivitäten und Spaß bot. Dadurch entstand ein starkes Wir-Gefühl, das die Zusammenarbeit über das gesamte Lehrjahr hinweg fördert.

Das Thema „Nachhaltigkeit im Alltag“ wurde in einem Workshop aufgegriffen, der aufzeigte, wie Energie effizient genutzt werden kann. Anhand konkreter Beispiele wurde vermittelt, wie bereits kleine Maßnahmen im betrieblichen Alltag einen spürbaren Beitrag zum Klimaund Ressourcenschutz leisten.

Im Schwerpunkt „Respekt & Sicherheit“ stand die Bedeutung eines achtsamen Umgangs miteinander im Mittelpunkt. Den Lehrlingen wurde vermittelt, wie wichtig es ist, persönliche Grenzen zu respektieren und ein sicheres Umfeld für alle zu schaffen. Dies stärkt sowohl die individuelle Verantwortung als auch das gemeinsame Miteinander.

Mit dem neuen Thema „Mut zum Dialog – Radikalisierung früh ansprechen“ wurde ein aktueller und sensibler Aspekt aufgegriffen. Da Radikalisierung oft schleichend beginnt – im Alltag, in Chats oder in Gruppen – lag der Fokus auf Aufklärung und offenem Austausch. In einem Workshop setzten sich die Lehrlinge intensiv mit Social Media, Gruppendruck und ideologischen Einflüssen auseinander und gestalteten Collagen, die Vielfalt und Respekt sichtbar machen. Diese Arbeiten werden künftig in den Sparten präsentiert und setzen ein klares Zeichen für Haltung, Dialogbereitschaft und verantwortungsvolles Handeln.

Das Thema „Nachhaltigkeit im Alltag“ wurde in einem Workshop aufgegriffen, der aufzeigte, wie Energie effizient genutzt werden kann. Anhand konkreter Beispiele wurde vermittelt, wie bereits kleine Maßnahmen im betrieblichen Alltag einen spürbaren Beitrag zum Klimaund Ressourcenschutz leisten.

Im Schwerpunkt „Respekt & Sicherheit“ stand die Bedeutung eines achtsamen Umgangs miteinander im Mittelpunkt. Den Lehrlingen wurde vermittelt, wie wichtig es ist, persönliche Grenzen zu respektieren und ein sicheres Umfeld für alle zu schaffen. Dies stärkt sowohl die individuelle Verantwortung als auch das gemeinsame Miteinander.

Mit dem neuen Thema „Mut zum Dialog – Radikalisierung früh ansprechen“ wurde ein aktueller und sensibler Aspekt aufgegriffen. Da Radikalisierung oft schleichend beginnt – im Alltag, in Chats oder in Gruppen – lag der Fokus auf Aufklärung und offenem Austausch. In einem Workshop setzten sich die Lehrlinge intensiv mit Social Media, Gruppendruck und ideologischen Einflüssen auseinander und gestalteten Collagen, die Vielfalt und Respekt sichtbar machen. Diese Arbeiten werden künftig in den Sparten präsentiert und setzen ein klares Zeichen für Haltung, Dialogbereitschaft und verantwortungsvolles Handeln.

ALLGEMEINE MERKMALE DER MITARBEITER:INNEN

Die dargestellten Personalkennzahlen beschreiben die allgemeinen Merkmale der Mitarbeiter:innen konzernweit. Sie geben einen Überblick über die Struktur und Zusammensetzung der Belegschaft und umfassen unter anderem Angaben zu Beschäftigungsart, Geschlecht, Altersstruktur, Führungsebenen sowie weiteren relevanten demografischen und beschäftigungsbezogenen Merkmalen. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die Angaben auf die Kopfzahl zum Stichtag 31.12. des Geschäftsjahres.

ANTIDISKRIMINIERUNG, MENSCHENRECHTE UND HINWEISGEBER:INNENSYSTEM

Im Berichtszeitraum wurden innerhalb des Konzerns keine Fälle von Diskriminierung gemeldet. Entsprechend wurden keine Geldbußen oder sonstigen Sanktionen im Zusammenhang mit Diskriminierung verhängt. Darüber hinaus wurden keine schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen in Bezug auf die eigene Belegschaft festgestellt. Infolgedessen ergaben sich daraus keine Strafen, Bußgelder oder sonstigen Sanktionen. Über das eingerichtete Hinweisgeber:innensystem sowie vergleichbare Meldekanäle gingen im Geschäftsjahr keine Beschwerden ein.

ANZAHL MITARBEITER:INNEN

Holding exkl. Beteiligungen

Holding inkl. Beteiligungen

Holding inkl. Beteiligungen 1.886 504 21,1 % 2.390 2.285 3.418 3.221 97,9 % 100 % 2.616 802 23,5 %

GESCHLECHTERVERTEILUNG [KÖPFE]

Holding exkl. Beteiligungen

über

Holding exkl. Beteiligungen unter 30 Jahren

30–50 Jahre

über 50 Jahre unter 30 Jahren

30–50 Jahre

über 50 Jahre

Holding exkl. Beteiligungen

OBERSTE FÜHRUNGSEBENE

ALTERSSTRUKTUR

[Anzahl] unter 30 Jahren

Holding inkl. Beteiligungen

30–50 Jahre

30–50 Jahre

über 50 Jahre unter 30 Jahren

30–50 Jahre

über 50 Jahre unter 30 Jahren

Holding exkl. Beteiligungen

Holding exkl. Beteiligungen

BESCHÄFTIGUNGS-

BESCHÄFTIGUNGS-

BESCHÄFTIGUNGSSTRUKTUR

Holding inkl. Beteiligungen Holding exkl. Beteiligungen

der Mitarbeiter:innen [Köpfe]

sind Vollzeit angestellt

der Mitarbeiter:innen [Köpfe]

Teilzeit angestellt

Innerhalb der Holding Graz haben im Angestelltenbereich 100 % der Mitarbeiter:innen im Berichtsjahr an Leistungsund Karriereentwicklungsbeurteilungen (z. B. Mitarbeiter:innengesprächen) teilgenommen. Im Arbeiter:innenbereich werden Leistungs- und Entwicklungsthemen überwiegend im Rahmen strukturierter Gruppengespräche abgedeckt. Die Regelungen zur Personalentwicklung innerhalb der Beteiligungsgesellschaften sind eigenständig ausgestaltet und orientieren sich an den jeweiligen organisatorischen und betrieblichen Rahmenbedingungen. Weiterbildung ist ein zentraler Bestandteil der Mitarbeiter:innenentwicklung und trägt wesentlich zur Steigerung der organisatorischen Leistungsfähigkeit und zum Unternehmenserfolg bei.

Seit 2023 erfolgt die Anmeldung zu sämtlichen Schulungen über die FIT-SCHLAU-VORN Lernplattform der Holding Graz, einschließlich aller Angebote der Haus Graz Akademie. Diese Neuerung ermöglicht den Mitarbeiter:innen sich flexibel und ganzjährig für Weiterbildungen anzumelden. Das Bildungsangebot wurde um neue, zukunftsorientierte Themen erweitert, darunter Klimaschutz, mittelfristige Finanzplanung und Gleichbehandlung, um zusätzliche Anreize für die Weiterbildung zu schaffen. Die Personalentwicklung konzentriert sich darauf, unsere Mitarbeiter:innen bestmöglich in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Moderne Lernangebote, praxisnahe Führungsprogramme und digitale Lerninhalte schaffen dafür ein vielfältiges und gut zugängliches Umfeld. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Zudem treiben wir Projekte voran, die neuen Kolleg:innen den Einstieg erleichtern und den Austausch innerhalb der Organisation stärken. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zu Orientierung, Weiterentwicklung und einer starken Arbeitgebermarke.

GESAMTARBEITSSTUNDEN [h]

GESAMTARBEITSSTUNDEN [h]

1.002.435

Holding exkl. Beteiligungen

2.064.288

Holding inkl. Beteiligungen

SCHULUNGSSTUNDEN [DURCHSCHNITTLICHE H/MITARBEITER:IN]

Holding exkl. Beteiligungen

Holding inkl. Beteiligungen

SCHULUNGSSTUNDEN [durchschnittliche

GESCHLECHTSSPEZIFISCHES

LOHNGEFÄLLE (GENDER-PAY-GAP) [%]

1,8

Holding exkl. Beteiligungen

VERGÜTUNGSVERHÄLTNIS HÖCHSTE ZU MEDIANER GESAMTVERGÜTUNG [X:Y]

2,7 9,4 2,8

Holding inkl. Beteiligungen

Holding exkl. Beteiligungen

Holding inkl. Beteiligungen

Das Unternehmen legt seine Vergütungskennzahlen transparent offen, um Einkommensstrukturen darzustellen und potenzielle geschlechtsspezifische Unterschiede zu identifizieren.

Grundsätzlich sind die kollektivvertraglichen Basisbezüge für Männer und Frauen gleich geregelt. Unterschiede in den jährlichen Bruttoeinkommen ergeben sich jedoch aus unterschiedlichen Funktionen, Zulagen (z. B. Erschwernis-, Gefahren- und Schmutzzulagen) sowie aus Überstundenleistungen. Letztere fallen bei Teilzeitbeschäftigten in der Regel nicht an. Zudem wählen beispielsweise berufstätige Alleinerziehende ihre Einsatzzeiten häufig so, dass diese mit Betreuungspflichten vereinbar sind, wodurch zulagenpflichtige Zeiten (z. B. Nacht-, Wochenend- oder Frühdienste) sowie Überstunden seltener anfallen können.

Das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle (Gender-PayGap) beträgt im Gesamtkonzern 9,4 %, bezogen auf das

durchschnittliche Bruttoeinkommen männlicher Arbeitnehmer. Für die Berechnung wurden die Brutto-Basisbezüge einschließlich regelmäßiger Zulagen herangezogen. Vergütungskomponenten, die auf individuellen Mehrleistungen basieren (z. B. Überstunden), sind enthalten. Einmalprämien wurden nicht berücksichtigt.

Das Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der höchstbezahlten Einzelperson zum Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Arbeitnehmer:innen beträgt 2,8. Für die Berechnung wurde der jährliche Bruttobezug je Mitarbeiter:in zugrunde gelegt, einschließlich Überstunden und variabler Vergütungsbestandteile. Der Beschäftigungsgrad sowie unterjährige Eintritte im Geschäftsjahr wurden auf Vollzeitäquivalente bzw. Jahreswerte hochgerechnet. Jubiläumsentgelte wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. In beiden Kennzahlen wurden Saisonbedienstete und Ferialpraktikant:innen nicht berücksichtigt.

VEREINBARKEIT BERUFS- UND PRIVATLEBEN: ELTERNKARENZ [ANZAHL]

Holding exkl. Beteiligungen

Holding inkl. Beteiligungen

Innerhalb der Holding selbst haben 100 % der Mitarbeiter:innen Anspruch auf Elternkarenz gemäß den gesetzlichen Bestimmungen. Besonders hervorzuheben ist die Inanspruchnahme der Elternkarenz durch Mitarbeiter: Im Berichtsjahr nahmen auf Konzernebene 49 Männer Elternkarenz in Anspruch, verglichen mit 45 Frauen. In die Auswertung wurde auch der sogenannte Papamonat einbezogen.

Weil Graz vom Miteinander lebt.

HANDLUNGSFELD BÜRGER:INNEN

Eine Stadt ist mehr als ihre Infrastruktur. Sie lebt von Menschen, die sich einbringen, voneinander lernen und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Holding Graz fördert diesen Austausch: durch transparente Kommunikation, Beteiligungsformate und Projekte, die Stadtgesellschaft und Unternehmen näher zusammenbringen. So entsteht ein Miteinander, das Vertrauen schafft – und eine Stadt, die sich gemeinsam weiterentwickelt.

AUSGEWÄHLTE

PROJEKTE

UND MASSNAHMEN

DIALOG & GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT

SPONSORING GENERALSANIERUNG VINZINEST

Im Rahmen der Corporate Social Responsibility leistet die Holding Graz einen bedeutenden Beitrag, indem sie die Generalsanierung des VinziNest Graz unterstützt und damit die Integration obdachloser Menschen in die Gesellschaft fördert. Die vielfältigen medialen Maßnahmen seitens VinziNest – sowohl online als auch offline –, die exklusive Marken- und Medienpräsenz sowie die thematische Einbindung der Holding Graz tragen dazu bei, die Bürger:innen für zentrale CSR-Themen zu sensibilisieren. Diese Präsenz unterstreicht nicht nur das soziale Engagement der Holding Graz, sondern steigert zugleich die Sichtbarkeit der Marke sowie ihrer Produkte und Dienstleistungen in einem emotional positiv besetzten Umfeld. Durch die Inanspruchnahme von diversen Dienstleistungen konnten im Rahmen dieser Sponsoringkooperation im Jahr 2025 Rückflüsse in Höhe von rund Euro 69.500,00 netto in den Konzern Holding Graz generiert werden.

DER AIRPORT-RUN: LAUFEND GUTES TUN

Seit dem Jahr 2022 findet jedes Jahr am Grazer Flughafen der Graz Airport Run statt. Auch im Jahr 2025 haben sich 800 Laufbegeisterte an diesem besonderen Sportevent, der neben dem laufenden Flugbetrieb stattfindet, beteiligt. Besonders ist aber nicht nur die Location, besonders ist auch, dass das gesamte Startgeld direkt an eine karitative Organisation überreicht wird. 2025 konnte der Sterntalerhof einen Scheck über 20.000 Euro für die wertvolle Arbeit rund um die Palliativbetreuung von Kindern entgegennehmen. Eine weitere Veranstaltung, die 2025 einer karitativen Organisation zugutekam, ist das inzwischen schon traditionelle „Warten aufs Christkind“ am

24. Dezember. Die freiwilligen Spenden der Besucher:innen werden vom Graz Airport jedes Jahr großzügig aufgerundet. Im Jahr 2025 wurde der Scheck an HELP4KIDS übergeben. Eine lange Tradition kommt jedes Jahr jeweils zwei bedürftigen Familien in den beiden Heimatgemeinden des Graz Airport, Feldkirchen und Kalsdorf, zugute: Sie erhalten eine finanzielle Unterstützung, um z. B. das Weihnachtsfest ausrichten oder Geschenke für die Kinder kaufen zu können.

ENERGIE GEGEN ARMUT: KUND:INNEN HELFEN

Im Zuge der Initiative „Energie gegen Armut“ können Energiekund:innen im Zuge der Jahresabrechnung einen Betrag für energiearme Haushalte spenden. Zu diesem Zweck können sich die Kund:innen als Spender:innen entweder auf der Website oder durch ein Formular anmelden. Es gibt die Möglichkeit, einen Abbuchungsauftrag einzurichten. Mit der Jahresabrechnung bekommen als Spender:innen angemeldete Kund:innen ein Spendenbeiblatt mit der Information über die Spende und die Zahlungsweise. Wenn ein Abbuchungsauftrag für die Spenden eingerichtet ist, wird der Betrag automatisch abgebucht, ansonsten kann die Spende mit dem Zahlschein, der dem Spendenbeiblatt beigelegt ist, eingezahlt werden. Die geleisteten Spenden werden von der Energie Graz verdoppelt. Die Spenden und die Verdoppelung werden an einen Notar überweisen, der die Spenden an die Caritas und die Verdoppelung an das Sozialamt überweisen. Diese beiden Organisationen unterstützen damit von Energiearmut betroffene Kund:innen der Energie Graz durch finanzielle Unterstützung bei Rückständen sowie durch Energieeffizienzmaßnahmen (Tausch von Altgeräten gegen sparsamere Geräte). Die Spenden werden auf Wunsch der Kund:innen an die Bundesfinanzverwaltung gemeldet und bei der Arbeitnehmer:innenveranlagung berücksichtigt. Mit der Jahresabrechnung bekommen

GEMEINNÜTZIGE INITIATIVEN ZUR

ENERGIELEISTBARKEIT

registrierte Spender:innen neben dem Spendenbeiblatt auch einen Spendenbericht über das Vorjahr mitgeschickt.

DER WASSER.WANDER.WUNDER-WEG FÜR ALLE

Im Jahr 2025 wurde gemeinsam mit den Gemeinden Tragöß-St. Katharein und Pernegg der Platz „Wasser.Spirit“ realisiert. Im Mittelpunkt standen dabei die Themen „Frauen“ und „Frieden“ sowie deren Verbindung zum Element Wasser. Für den Platz wurden Stelen der Weltreligionen, ein Kaskadenbrunnen und begleitende Informationstafeln gemeinsam gestaltet.

ABFALLWIRTSCHAFT UNTERSTÜTZT DIE

KINDERKREBSHILFE

Umwelt schützen und für krebskranke Kinder etwas Gutes tun: Anfang April 2025 wurde in der Problemstoff-Zone im Ressourcenpark Graz die Sammlung von Tonerkartuschen und Tintenpatronen zugunsten der Österreichischen Kinderkrebshilfe gestartet.

HOLDING GRAZ MACHT SCHULE

Unter dem Titel „Graz ist Klasse“ bieten die Holding Graz und die Energie Graz Führungen zu den Themen Abfall, Energie und Kommunalwerkstätte für Grazer Schulklassen an. Das Umweltamt ergänzt das Angebot mit Abfallberatungen in den Schulen. Das Projekt wurde 2018 gestartet, um Grazer Schüler:innen die Leistungen der Sparte Infrastruktur & Energie näherzubringen.

Nach der coronabedingten Pause aktualisierte die Holding Graz im ersten Halbjahr 2023 das Programm. Seither können Führungen im Ressourcenpark Graz, bei der Energie Graz sowie in der Kommunalwerkstätte der Holding Graz gebucht werden. Auch die Schulbesuche der Abfallberater:innen des Umweltamts finden seitdem wieder statt. Führungen der Grazer Wasserwirtschaft werden aus Si-

cherheitsgründen (kritische Infrastruktur) nicht mehr angeboten. Stattdessen wurde das Projekt „Wasser macht Schule“ ins Leben gerufen. In Kooperation mit dem Steirischen Wasserversorgungsverband entstand eine Lehrmappe, die seit Juni 2024 Kindern der 3. und 4. Klassen Volksschule auf einfache und anschauliche Weise die Bedeutung und den Wert von sauberem Trinkwasser vermittelt. Die Mappe und die Lernkarten unterstützen Lehrpersonen im Unterricht und ermöglichen den Kindern, spielerisch Wissen zu erwerben. Begleitet von Fridolin, dem kleinen Wassertropfen, entdecken die Schüler:innen während einer Projektwoche die Welt des Trinkwassers – informativ, kindgerecht und spannend. Auf Wunsch besucht im Anschluss ein:e Mitarbeiter:in der Graz Wasserwirtschaft die Klasse, erläutert den Arbeitsalltag in der Wasserversorgung, vermittelt praxisnahes Wissen und bietet vertiefende Einblicke in die Aufgaben der Grazer Wasserversorgung. „Wasser macht Schule“ wird langfristig in den Grazer Volksschulen Anwendung finden, das Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser stärken und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur Zukunft kommender Generationen leisten. Um eine zeitgemäße Kommunikation sicherzustellen, wurden 2023 sowohl die Website der Holding Graz überarbeitet als auch das Online-Anmeldetool optimiert. Interessierte können sich wie in den Vorjahren für Termine im Schuljahr 2025/2026 anmelden. In den ersten Jahren von „Graz ist Klasse“ wurde zusätzlich ein Folder von der Abteilung für Bildung und Integration der Stadt Graz (ABI) digital und in gedruckter Form an alle öffentlichen Schulen der 1. bis 8. Schulstufe verteilt. Seit 2023 gibt es nur noch einen digitalen Flyer, der weiterhin vom ABI an die Schulen versendet wird. Damit setzt die Holding Graz nicht nur auf Digitalisierung, sondern leistet mit dem Projekt auch einen Beitrag zum Klimaschutz.

Marketingbericht

GrazGutschein

Über 1.000 Partnerbetriebe machen den GrazGutschein zum mittlerweile größten städtischen Gutscheinsystem im DACH-Raum. Damit bleibt der GrazGutschein ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den stationären Handel in Graz, der vor großen Herausforderungen steht.

ZWEITBESTES ERGEBNIS

Mit mehr als 10,6 Millionen Euro an verkauften GrazGutscheinen gelang es, 2025 einen erneuten Umsatzerfolg zu erzielen. 2025 war damit das zweitstärkste Verkaufsjahr in der zwanzigjährigen Geschichte des GrazGutscheins. Zahlreiche B2C- und B2B-Maßnahmen haben zu diesem Erfolg beigetragen. 2025 wurden im B2B-Bereich zwei Schwerpunktphasen gesetzt, im Mai und Juni sowie im September und Oktober. Bei verschiedenen Veranstaltungen wie der Opernredoute 2025, Spielen von SK Sturm Graz, GAK oder den Graz 99ers im Hospitality-Bereich sowie bei gesponserten Events kam die GrazGutscheinB2B-Schokolade zum Einsatz. Die Holding Graz präsentierte den GrazGutschein 2025 auch wieder auf der Grazer Frühjahrs- und der Grazer Herbstmesse. Ergänzend wurden zwei postalische Mailings versendet, eines davon inklusive GrazGutschein-Bestellformular. Im Oktober 2025 fand ein exklusives Business-Event im Lendhafen statt, das einen Impulsvortrag zu steuerfreien Mitarbeiter:innengeschenken sowie Informationen zu B2B-Packages für Unternehmenskund:innen umfasste. Ergänzt wurde das B2B-Programm durch Formate wie das „weekend Business Breakfast“ und den „moments Business Cocktail“. Im B2C-Bereich war der GrazGutschein unter anderem bei der Uhrturmtrophy mit einem Verkaufsstand vertreten. In der Vorweihnachtszeit wurde erneut ein Pop-up-Verkauf in der Eisperle eingerichtet. Über das Jahr verteilt fanden mehrere Verteilaktionen statt, unter

anderem am Valentinstag, zu Ostern, am Muttertag, vor Schulschluss, Schulanfang, Halloween und Weihnachten. Erstmals wurde 2025 zudem ein besonderer Geburtstagsschwerpunkt im Sommer gesetzt. Auch der „Grazer Kinder-Radlbonus“ wird 2026 wieder vom GrazGutschein-Team abgewickelt – dazu zählt die Ausgabe dieser Gutscheine ebenso wie die Dokumentation und Projektbegleitung.

NEUE PARTNERBETRIEBE

Die Zahl der Partnerbetriebe konnte von 993 im Jahr 2024 auf 1.020 erhöht werden. Zudem gibt es mit Stand 31.12.2025 acht Vertriebspartner; 2025 kamen die Kalvarien-Apotheke in der Augasse sowie die Trafik Mag. Nadja Widakowich am Jakominiplatz als neue GrazGutschein-Verkaufsstellen hinzu. Nicht nur die Grazer Bauernmärkte und zahlreiche Marktstände in der Innenstadt zählen zu den Partnerbetrieben, sondern auch die Nahversorger und Supermärkte Spar, Interspar, Billa, Hofer, Lidl und Penny. Darüber hinaus akzeptieren auch kleinere regionale Betriebe in vielen Grazer Bezirken, wie die Fleischereien Rinner, Feiertag und Mosshammer sowie Apotheken und Drogerien, den GrazGutschein als Zahlungsmittel.

„ICH SCHENK DIR GRAZ“

Mit mehr als 1.000 Partnerbetrieben sind die Einlösemöglichkeiten des GrazGutscheins so groß wie in keiner anderen Stadt Österreichs. Auf das beliebte Produkt machte die Holding Graz pünktlich zum anlaufenden Weihnachtsgeschäft mit einer großflächigen Vertriebskampagne aufmerksam. Mit dem Slogan „ICH SCHENK DIR GRAZ. G’scheit schenken. An GrazGutscheine denken“ wurden die vielfältigen Einlösemöglichkeiten be-

worben. Über Radio, Inserate, Plakate und Citylights sowie verstärkt online mittels Werbeanzeigen, Kurzvideos oder Influencer-Kooperationen wurde der GrazGutschein in den Wochen bis Weihnachten kommuniziert. Auch die Sponsoringpartner SK Sturm Graz und die Graz 99ers wurden mit Videos in die Kampagne eingebunden. Im Kampagnenzeitraum von November bis Dezember 2025 wurden rund 4,9 Millionen Euro mit dem Verkauf der GrazGutscheine umgesetzt. Das unterstreicht die Bedeutung der Saison vor Weihnachten nochmals.

schenken. Ich schenk dir Graz. An GrazGutscheine denken.

Service-Kampagnen

„ICH BIN AUS PLASTIK, HOL MICH HIER RAUS“

Korrekte Bioabfalltrennung sorgt dafür, dass aus Bioabfall Kompost hergestellt wird. Um den Störstoffanteil im Bioabfall zu vermindern, insbesondere durch die Vermeidung von Fehlwürfen wie Bio-Plastiksackerln, setzte die Holding Graz die Kampagne „Ich bin aus Plastik, hol mich hier raus“ um. Damit sollten die Grazer:innen auch für die umweltfreundliche Verwertung biogener Abfälle sensibilisiert und auf die kostenlose App „Graz Abfall“ als digitales Tool zur richtigen Abfalltrennung aufmerksam gemacht werden. Dazu wurden crossmedial zielgruppenspezifische Kommunikationsmaßnahmen umgesetzt, wie beispielsweise Beiträge in Print- und Online-Medien, Out-of-Home-Maßnahmen und unterschiedliche Formate auf den Social-Media-Kanälen der Holding Graz sowie Kooperationen mit lokalen Influencer:innen. Auch ein eigens gebrandetes Wartehaus am Kaiser-Josef-Platz machte auf die Bioabfall-Kampagne aufmerksam. Bei der im Rahmen der Kampagne beworbenen Graz Abfall-App konnte im Kampagnenzeitraum eine Steigerung der Downloads gegenüber dem Vormonat um 65 Prozent erreicht werden. Insgesamt erreichte die Graz Abfall-App 2025 erstmals mehr als 100.000 Downloads, was einem Zuwachs von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Plastik,

Nur wenn kein Plastik im Bioabfall landet, kann er auch kompostiert werden. Gilt auch für kompostierbare Kunststoffsackerl!

Abfall richtig trennen mit der Graz Abfall-App

„APPSICHTLICH EINFACH“

Die kostenlose GrazMobil-App ist seit ihrer Einführung 2018 längst fixer Begleiter vieler Grazer:innen: 527.199 Downloads sprechen für sich. Schon jetzt wird fast jedes vierte Ticket digital über die App gekauft – Tendenz stark steigend. Die Kampagne „Appsichtlich einfach“ zielte darauf ab, 2025 noch mehr Menschen von den Vorteilen des digitalen Serviceangebots zu überzeugen. Originelle Sujets, crossmediale Aktionen, Social-Media-Formate, Kurzvideos und Kooperationen mit Partnern wie SK Sturm Graz, GAK oder den Graz99ers rückten die App ins Rampenlicht. Crossmedial zielgruppenspezifische Kommunikationsmaßnahmen, wie Beiträge in Print- und Online-Medien, Outof-Home-Maßnahmen, unterschiedliche Formate auf den Social-Media-Kanälen der Holding Graz, Kurzvideos sowie Influencer:innen rückten die App als praktisches Serviceangebot für Grazer:innen, Pendler:innen und Besucher:innen der Murmetropole in den Fokus der Öffentlichkeit. Mehr als 15.000 Nutzer:innen haben die GrazMobil-App im Kampagnenzeitraum heruntergeladen, die Downloads konnten im Jahr 2025 um 99.899 Downloads auf 527.199 Downloads gesteigert werden.

App zur Vorlesung

App zum Konzert

Hört heimlich Helene Fischer
Ist ein „Swiftie“
Rock, Rap, Pop, Metal oder Schlager:
Freut sich auf die nächsten Ferien
Durchblick bewahren:
Weg.
-Ticket kaufen

Bürger:innenInformation

GRAZ BAUT AUS

„In Graz geht etwas weiter. Die Stadt investiert in eine nachhaltige, umweltfreundliche Zukunft und baut ihre Infrastruktur gezielt aus.“ – Diese zentrale Botschaft vermittelten die „Graz baut aus“-Kommunikationsmaßnahmen, deren Ziel es war, der Bevölkerung die positiven Effekte der laufenden und geplanten Bauvorhaben klar zu vermitteln. Dazu zählten eine dichtere Taktung im öffentlichen Verkehr, kürzere und effizientere Wegzeiten sowie langfristige Investitionen, die die Infrastruktur und Lebensqualität in Graz verbessern.

NEUE NEUTORLINIE UND EIN BAUSTART

Am 29. November ging die neue Neutorlinie in Betrieb. Dieses für den öffentlichen Verkehr in Graz enorm wichtige Infrastrukturprojekt wurde von Anfang an mit intensiven Kommunikationsmaßnahmen begleitet. Ebenfalls im November erfolgte der Baustart für den zweigleisigen Ausbau der Linie 1 in der Hilmteichstraße. Hier wird auch ein neuer Speicherkanal errichtet. Die Baumaßnahmen wurden ebenfalls mit zahlreichen Kommunikationsmaßnahmen begleitet, dazu gehören eine Landingpage, Presseinformationen, Infos für die Anrainer:innen (Folder als Postwurf), Info-Screens in Öffis, Social-Media-Beiträge, Bautafeln entlang der Strecke usw.

WICHTIGE

GROSSPROJEKTE

Wie schon die Neutorlinie ist auch das Projekt „Maintenance Graz Linien“ ein Meilenstein für den öffentlichen Verkehr in Graz. Im Zuge des Projekts wird der Standort Steyrergasse fit für die Öffi-Zukunft gemacht. Es entstehen etwa eine Abstellhalle für die neuen Stra-

ßenbahnen und eine neue Betriebswerkstätte. Ausgewählte Kommunikationsmaßnahmen im Jahre 2025 waren: Infoveranstaltung für die Bezirksvorstehung Jakomini, Anrainer:innen-Info, Info-Mail, Newsletter, Telefon-Hotline, BIG- und imTeam-Berichte, 3D-Video und Renderings, Presseinformation, Social-Media-Maßnahmen, Baustellen-Folder sowie Intranetbeiträge. Das Energiewerk Graz ist ein wesentlicher Beitrag für eine leistbare und sichere Energieversorgung in Graz. Die Reststoffverwertung wird durch eine thermische Nutzung nicht recycelbarer Abfälle vor Ort auf neue Beine gestellt. Seit 2022 steuert der MB Marketing die gesamte Kommunikationsarbeit in Abstimmung mit den Projektpartnern Stadt Graz und Energie Graz. Auch hier wurden im Jahr 2025 zahlreiche Kommunikationsmaßnahmen gesetzt, wie Infoveranstaltungen, Informationsstand am Andreas-Hofer-Platz, Produktion und Veröffentlichung von 23 Videos (Politiker:innen, Expert:innen), Newsletter, Telefon-Hotline, Folder, Online- und Print-Medienberichte, Intranetbeiträge, Bericht imTeam, Info-Screens in Öffis, Landingpage auf der Website.

Mit dem Masterplan Photovoltaik wird ein wichtiger Meilenstein für das Ziel einer klimaneutralen Stadt gesetzt. Für den Masterplan wurden an rund 50 Standorten Flächen ausgemacht, die sich zur Errichtung einer Photovoltaikanlage eignen. 2025 wurden zahlreiche Kommunikationsmaßnahmen zur Bürger:inneninformation umgesetzt, wie zum Beispiel Pressearbeit, Beiträge in der BIG und imTeam, Intranet-Beiträge, Landingpage auf der Website, Social-Media-Beiträge, Newsletter und Infoveranstaltungen.

Neutorgasse

Erste Gleise

Radetzkyspitz

Zwischen März 2023 und Juli 2024 wurde die Neutorgasse im Zuge der Innenstadtentlastung umfassend umgebaut.

Neben dem neuen Gleiskörper für die Neutorlinie stand vor allem die unterirdische Infrastruktur im Fokus: Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitungen wurden erneuert, dazu kamen neue Telekom- und Glasfaseranschlüsse. Parallel dazu entstand mehr Raum für Fuß- und Radverkehr.

Hier geht’s zu allen Infos

Neue Gleise und neuer Kanal für Mariatrost

Die Wasserqualität der Bäche wird durch verringerte Überläufe verbessert – das schont die Umwelt. November 2025 bis März 2028

20 Bäume sowie Staudenbeete und Wiesenflächen werden gepflanzt.

Alle Vorteile auf einen Blick: Die Linie 1 kann zukünftig ihre Fahrgäste im 6-Minuten-Takt befördern. Neue Geh- und Radwege werden geschaffen.

Alle Informationen zum Schienenersatzverkehr, zu den Baumaßnahmen und Umleitungen finden Sie auf holding-graz.at/grazbautaus Graz baut aus

Schienenersatzverkehr von 24. Mai bis 7. September 2025 für die Linien 1,

DATEN, FAKTEN, ZAHLEN

2.526

BEITRÄGE

Medienpräsenz 2025

67 %

DER BEITRÄGE waren Online-Beiträge.

273

BEITRÄGE

machen den November zum beitragsstärksten Monat im Jahr 2025.

164

MEDIEN berichteten über die Holding Graz.

TOP­3­MEDIEN

280

BEITRÄGE 5min.at 262

BEITRÄGE kleinezeitung.at

230

BEITRÄGE Der Grazer

Content Management

EIGENKANÄLE DER HOLDING GRAZ

Stand: 31.12.2025

42.243

FOLLOWER:INNEN +11,25 %

15.267

FOLLOWER:INNEN +24,36 %

4.745.226 REICHWEITE +9,53 %

3.117.860 REICHWEITE +20,07 %

NEWSLETTER

11.000 EMPFÄNGER:INNEN +9,09 %

77.344 VIDEO-AUFRUFE

860 ABONNENT:INNEN +169 %

3.379 FOLLOWER:INNEN +51,87 %

WEBSITE

3.208.449 SEITENANSICHTEN +5,51 %

RTR-MeldungenRTR-Meldungen

RTR-MELDUNGEN

Im Berichtsjahr 2025 stand die Umsetzung der Vorgaben des Medienkooperations- und -förderungs-Transparenzgesetzes im Zeichen der weiteren Professionalisierung. Nach dem Inkrafttreten der neuen Verordnung per 1.1.2024 wurden die im Vorjahr etablierten Prozesse weitergeführt, stabilisiert und laufend optimiert. Die verpflichtenden Meldungen an die RTR zu entgeltlichen Werbeleistungen sowie Sponsoringkooperationen wurden im Regelbetrieb durchgeführt. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 460 Meldungen abgegeben. Dabei wurden sämtliche meldepflichtigen Leistungen – darunter Printmedien, Fernsehen, Hörfunk, Online- und Out-ofHome-Werbung – einschließlich der zugehörigen Sujets und Detailinformationen (Medium, Medieninhaber, Entgelt, Art der Werbeleistung) erfasst und fristgerecht gemeldet.

Sponsoring

Sponsoring ist für die Holding Graz eine wichtige Maßnahme im Rahmen der Unternehmens- und Vertriebsstrategie. Zentrale Ziele sind dabei die Umsatz- und Absatzsteigerung der Produkte der Holding Graz sowie die Erhöhung der Downloadzahlen der Holding-Graz-Apps.

99 PROJEKTE

Unter Berücksichtigung dieser Ziele und Faktoren betrug das Sponsoringvolumen der Holding Graz im Jahr 2025 rund 2,38 Millionen Euro. Die Holding Graz unterstützte im Jahr 2025 insgesamt 99 Sponsoringprojekte. Die Projekte sind fünf Themenbereichen zugeordnet: Kunst & Kultur, Soziales, Sport, Gesellschaft und Wissenschaft. Zusätzlich wurden die Querschnittsthemen Frauen, Nachwuchs und Special Needs besonders be-

rücksichtigt. Im Sportbereich erhielten große Grazer Vereine wie SK Sturm Graz, GAK und Graz99ers Mittel. Davon profitierten auch Frauen-, Nachwuchs- und Special-Needs-Teams. Auch soziale Projekte wie das Sindbad Mentoring oder der Marienstüberlball wurden berücksichtigt. Nachhaltigkeit spielte ebenfalls eine wichtige Rolle, etwa durch die Unterstützung von Green Events wie der Diagonale, Aufsteirern oder UNIVibes. Im Nachwuchs engagierte sich die Holding Graz unter anderem für die Kinder- und Jugendteams des Queens & Kings Basketballvereins. Im Bereich Frauen reichte das Engagement von zahlreichen Damenmannschaften verschiedener Sportarten bis zur Kooperation mit dem Female Future Festival.

Projekte

WISSENSCHAFT 14 Projekte

WISSENSCHAFT 14 Projekte

KUNST & KULTUR 21 Projekte

KUNST & KULTUR 21 Projekte

SPONSORINGPROJEKTE 2025

Projekte

SOZIALES 15 Projekte

SOZIALES 15 Projekte

GESELLSCHAFT 14 Projekte

GESELLSCHAFT 14 Projekte

Apps

APP-LOGOVERWENDUNG

Im Rahmen der Sponsoringkooperationen werden seit 2023 die Apps der Holding Graz stärker in den Mittelpunkt gerückt. Dazu wurden eigene Logos für die Applikationen „GrazMobil“, „Graz Abfall“, „Schau auf Graz“, „Graz Wasser“ und „tim“ entwickelt.

BETRÄCHTLICHE ZUWÄCHSE

Die Kund:innen der Holding Graz erhalten über die Holding-Apps Zugang zu umfangreichen Services und Informationen. 2025 wurden die Apps zum einen im Rahmen von Sponsoringkooperationen verstärkt positioniert sowie zum anderen bei Kampagnen mittransportiert – so konnten bei den Downloadzahlen beträchtliche Steigerungen erzielt werden:

• tim: +25 % auf 29.513 Downloads gesamt

• GrazMobil: +23 % auf 527.199 Downloads gesamt

• Graz Wasser: +23 % auf 12.570 Downloads gesamt

• Graz Abfall: +20 % auf 102.838 Downloads

• Schau auf Graz: +8 % auf 25.002 Downloads gesamt

APP­DOWNLOADS 2025

Stand: 31.12.2025

GRAZMOBIL

99.899 DOWNLOADS gesamt: 527.199

GRAZ ABFALL

17.118 DOWNLOADS gesamt:102.838

SCHAU AUF GRAZ

1.861 DOWNLOADS gesamt: 25.002

GRAZ WASSER

2.381 DOWNLOADS gesamt:12.570

TIM GRAZ

5.905 DOWNLOADS gesamt: 29.513

Digital Media

DIGITALE BARRIEREFREIHEIT

Ein wichtiger Schwerpunkt lag 2025 auf der weiteren Steigerung der digitalen Barrierefreiheit. Die Website holding-graz.at wurde samt dem GrazGutschein-Onlineshop erneut einem unabhängigen Accessibility-Audit unterzogen und dahingehend mit dem WACA-Zertifikat (Web Accessibility Certificate Austria) in Silber ausgezeichnet. Nach Bronze im Jahr 2022 erreicht die Holding Graz damit als eines der ersten kommunalen Dienstleistungsunternehmen in Österreich diesen höheren Standard.

ZAHLREICHE OPTIMIERUNGEN

Im Zuge der Re-Zertifizierung wurde die Website umfassend überarbeitet. Besonderes Augenmerk lag dabei auf:

• der Optimierung der Farbkontraste für eine bessere Lesbarkeit,

• der Verbesserung der semantischen Struktur, um eine klarere Strukturierung für Screenreader zu erreichen,

• der korrekten Beschriftung von rund 5.000 grafischen Elementen, die mit Alternativtexten versehen wurden,

• der Tastaturbedienbarkeit, die eine vollständige Navigation ohne Maus ermöglicht.

Ein besonderer Fokus bei den Verbesserungen lag auf der barrierefreien Darstellung der Fahrpläne, die nun automatisiert und ohne PDF-Download direkt auf der Website verfügbar sind und somit besser zugänglich, mobil-optimiert und mit Screenreadern lesbar sind.

Barrierefreiheit wird auch in Zukunft konsequent weiterentwickelt.

Brandmanagement

KUND:INNENZUFRIEDENHEIT

Jährlich werden rund 900 Grazer:innen zu ihrer Erfahrung mit der Holding Graz im Rahmen einer Marktforschung befragt. Ziel ist es, die Leistungen laufend an die Bedürfnisse der Kund:innen anzupassen und so die Zufriedenheit auch weiterhin zu steigern. Die 2025 für die Graz Linien und die Sparte Infrastruktur & Energie durchgeführte Kund:innenzufriedenheitsumfrage zeigt, dass die Werte auf hohem Niveau stabil sind bzw. sich teilweise deutlich verbessert haben. Der Mittelwert, dargestellt anhand des Schulnotensystems, verbesserte sich für die Holding Graz insgesamt im Jahr 2025 auf 1,8 (2024 lag er bei 1,9). Der Anteil der (sehr) Zufriedenen stieg von 75 Prozent (2024) auf 83 Prozent (2025). Bei den Graz Linien zeigt sich eine deutliche Steigerung der (sehr) zufriedenen Kund:innen von 61 Prozent (2024) auf 73 Prozent (2025). Beim Stadtraum stieg der Anteil der (sehr) Zufriedenen von 80 Prozent (2024) auf 87 Prozent (2025). Ein deutlicher Anstieg des Anteils der

(sehr) Zufriedenen konnte auch in der Abfallwirtschaft verzeichnet werden – von 80 Prozent (2024) auf 89 Prozent (2025). In der Wasserwirtschaft erhöhte sich dieser Wert von 85 Prozent (2024) auf 93 Prozent (2025). Beim Kund:innenservice ist der Wert der (sehr) Zufriedenen im Vergleich zum Vorjahr stabil und hat sich von 81 Prozent (2024) auf 82 Prozent (2025) entwickelt.

INFOCENTER

Im Infocenter, der zentralen Anlaufstelle für Kund:innen im Headquarter der Holding Graz, wurden im Jahr 2025 rund 48.300 Anfragen der Holding Graz und Energie Graz bearbeitet. Die Sicherheit unserer Mitarbeiter:innen hat dabei oberste Priorität. Daher wurden die bereits gesetzten Maßnahmen, wie die Installation eines Notfallknopfes und die verstärkte Präsenz der Ordnungswache, weiter gefestigt und laufend evaluiert, um ein sicheres Arbeitsumfeld zu gewährleisten.

Advent in Graz

CITYMANAGEMENT: MASSNAHMEN, DIALOG UND NEUAUSRICHTUNG

Im Zeitraum Jänner bis November setzte das Citymanagement eine Vielzahl an Maßnahmen um. Ein kontinuierlicher Stakeholder:innen-Dialog zwischen der Holding Graz, der Politik, Innenstadtbetrieben, Veranstalter:innen, Einsatzorganisationen sowie der Wirtschaftskammer Steiermark stellte die laufende Abstimmung zentraler Themen sicher.

Darüber hinaus fungierte das Citymanagement als wesentliche Schnittstelle zu Betrieben, insbesondere im Rahmen der Baustellenkommunikation. Die Social-Media-Formate „Stadtbummel“, „Stadtbummel Portrait“ und „5 Tipps aus der Innenstadt“ wurden weiterentwickelt und zielgerichtet umgesetzt.

Eine laufende Frequenzanalyse lieferte wichtige Grundlagen für strategische und operative Entscheidungen. Mit November wurde im Zuge der Übertragung der Innenstadtagenden an die Stadt Graz (A15) der Bereich neu strukturiert. Das Citymanagement wurde als Eventmanagement (inklusive „Advent in Graz“) neu positioniert und verantwortet Konzeption, Organisation und Durchführung unterschiedlicher interner und externer Veranstaltungsformate.

„ADVENT IN GRAZ“

An den vier Adventwochenenden (Freitag bis Sonntag) und dem letzten November-Wochenende konnte der „Advent in Graz“ 811.030 Besucher:innen in der Grazer City verzeichnen. Das vierte Adventwochenende war mit mehr als 176.420 Besucher:innen das stärkste. Der stärkste Adventsamstag war der dritte Adventsamstag (13.12.) mit 79.520 Besucher:innen, gefolgt vom vierten (20.12.) mit 76.820, dem ersten (29.11.) mit 69.660 und dem zweiten Adventsamstag (6.12.) mit 69.050 Gästen in der City. Allein im Dezember konnten insgesamt 1.448.080 Besucher:innen in der Innenstadt begrüßt werden. Der „Advent in Graz“ ist für den Handel und den Tourismus somit ein wichtiger Faktor. Auf den Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram gab es insgesamt 99 Beiträge und 160 Stories zum Advent. Die Reichweite betrug zusammen 530.588 Personen. „Bespielt“ wurden mehr als 60 Straßen, Gassen und Plätze. Dort brachten 750.000 LEDs den „Advent in Graz“ zum Funkeln. Zu den Highlights gehörten die Adventprojektion auf dem Rathaus, der Christbaum auf dem Hauptplatz, natürlich die 16 Adventmärkte mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten und 214 Ständen, der Märchenwald mit 60 beleuchteten Weihnachtsbäumen, die Eiskrippe im Landhaushof sowie der seit Jahren beliebte Krippenweg, im Rahmen dessen ein GrazGutschein-Gewinnspiel organisiert wurde.

Mehr als 175.000 Gäste lockte allein das vierte und stärkste Adventwochenende in die City.

Die Eiskrippe – neben den 16 Adventmärkten mit 214 Ständen, dem Märchenwald oder dem Krippenweg eines der Advent-Highlights.

Die Social-Media-Formate „Stadtbummel“ und „5 Tipps für alle Sinne in Graz“.

Foto:
Foto
Fischer
Screenshots: Holding Graz

DELEGATION DER VERANTWORTUNG FÜR DAS MANAGEMENT DER AUSWIRKUNGEN

VERPFLICHTUNGSERKLÄRUNG

VERFAHREN ZUR BESEITIGUNG NEGATIVER AUSWIRKUNGEN

WESENTLICHE RISIKEN UND UNGEWISSHEITEN

Im Jahresdurchschnitt für 2025 betrug die Inflation 3,6 % nach 2,9 % im Jahr 2024. In Österreich ist laut WIFO in den nächsten Jahren von einem erheblichen Konsolidierungsdruck in den öffentlichen Haushalten auszugehen. Das gesamtstaatliche Defizit beträgt für das Jahr 2025 4,2 % der Wirtschaftsleistung. Die österreichische Wirtschaft ist im Jahr 2025 um etwa 0,6 % gewachsen. Die Konjunkturerholung in der zweiten Jahreshälfte wird sich verstetigen und das Bruttoinlandsprodukt sowohl 2026 und 2027 um etwa 1 % zulegen. Diese Konjunkturentwicklung bleibt jedoch anfällig für Rückschläge vor allem aufgrund geoökonomischer Entwicklungen.

Der Leitzins der EZB wurde im Jahresverlauf 2025 sukzessive auf das Niveau von 2,15 % reduziert.

Den Entwicklungen auf EU-Ebene zur Ökologisierung der Wirtschaft steht der Konzern positiv gegenüber und hat bereits frühzeitig mit der Konzeption von Dekarbonisierungsmaßnahmen begonnen bzw. in seinen Geschäftsmodellen entsprechende Nachhaltigkeitsprinzipien integriert.

Die im Rahmen der europäischen Vorgaben geforderten energetischen Einsparungen werden von der Holding Graz, wie auch in den Jahren davor, im Rahmen der Ökoprofit-Initiative konsequent umgesetzt.

RISIKO­ UND CHANCENMANAGEMENT

ORGANISATION

Das Risiko- und Chancenmanagement bildet einen integralen Bestandteil des Steuerungskonzepts der Holding Graz. Die Funktion des Risikomanagements ist personell und organisatorisch als Stabsstelle des Vorstandsvorsitzenden verankert. Aufgaben und Ziele nahestehender Funktionen, wie zum Beispiel Controlling, Compliance und interne Revision, werden mit den Zielsetzungen des Risikomanagements entsprechend dem Three-Lines-of-Defense-Modell stetig abgestimmt und unterstützen sich diese Funktionen demgemäß gegenseitig.

ZIELSETZUNG UND MASSNAHMEN

Im Rahmen der jährlichen Wirtschaftsplanung werden die bekannten wertrelevanten Chancen und Risiken mit plausiblen Erwartungswerten berücksichtigt. Die Risikoeigner:innen erfassen und bewerten die Chancen und Risiken im Rahmen eines strukturierten Prozesses in einem webbasierten Risikomanagementsystem. Oberstes Ziel des Chancen- und Risikomanagements der Holding Graz ist, die wirtschaftliche Ertrags- und Bestandsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern. Es ist daher eine wesentliche Aufgabe, alle potenziellen wesentlichen Chancen und Risiken hinsichtlich möglicher Abweichungen zum Wirtschaftsplan aufzuzeigen und zu bewerten. Regelmäßiges Berichten, Analysieren und Modellieren sowie die Unterstützung der Führungskräfte für das Ableiten von Maßnahmen, um die Risiken zu minimieren

beziehungsweise die Chancen zu erhöhen, sind weitere Kernaufgaben des Chancen- und Risikomanagements. Die Risikoidentifikation und -bewertung ist Kernaufgabe der Risikoeigner:innen bzw. der Führungskräfte in den jeweiligen Unternehmensbereichen.

MANAGEMENTKONZEPT

Um die Gesamtrisikoposition des Konzerns beurteilen zu können, erfolgt eine Risikosimulation zur Ermittlung des Value at Risk. Hierfür werden die von den Risikoeigner:innen durchgeführten Bewertungen mittels Simulation zu einer Gesamtrisikoposition zusammengefasst.

PROJEKTRISIKOMANAGEMENT

Für Großprojekte wird eine Chancen- und Risikobewertung durchgeführt. Ausgehend von einer abgestimmten Wirtschaftlichkeitsrechnung auf Basis von Free Cashflows werden die möglichen Barwertveränderungen auf Grundlage von Parameterveränderungen durch eine statistische Simulation zu einer Gesamtrisikoverteilung verdichtet (Value at Risk). Dadurch ist es möglich, die Aussagen von Wirtschaftlichkeitsrechnungen um erwartete Schwankungsbreiten (Chancen und Risiken für den Projekterfolg) zu ergänzen. Für Grundsatzentscheidungen bei strategischen Projekten können indikative Risikobewertungen in einer frühen Planungsphase der zuvor erläuterten detaillierten Projektrisikobewertung vorangestellt werden.

DIE WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN FÜR DIE GESCHÄFTSMODELLE DER HOLDING GRAZ

Im Rahmen des periodischen Risiko- und Chancenmanagements werden rd. 100 Chancen und Risiken evaluiert und bewertet. Nachfolgend werden relevante Risiken hieraus dargestellt und qualitativ erläutert. Die Strukturierung der Darstellung orientiert sich hierfür an der internen Organisation des Konzerns und Spartensowie Unternehmensbezeichnungen entsprechen den internen Bezeichnungen.

MANAGEMENT UND BETEILIGUNGEN

FINANZEN

RISIKO: ERGEBNISABDECKUNG UND EIGENKAPITAL

Die Stadt Graz hat sich im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Holding Graz (Einzelunternehmen) verpflichtet, den jeweiligen Jahresverlust nach Rücklagenbewegung zu übernehmen.

Maßnahmen: Seitens des Managements der Holding Graz wurden seit dem Geschäftsjahr 2023 intensive Verhandlungen mit der Stadt Graz geführt, um auf die Dringlichkeit der nachhaltigen Finanzierung insbesondere der Graz Linien hinzuweisen. Im Rahmen der

Doppelbudgeterstellung 2025/26 wurden bereits budgetäre Mittel aus dem Verkehrsfinanzierungsvertrag 2.1 berücksichtigt. Der neue Verkehrsfinanzierungsvertrag 2.1 wurde im 2. Quartal 2025 von der Stadt Graz unterzeichnet bzw. in der Generalversammlung beschlossen. Mit dem neuen Vertrag ist eine ausreichende und langfristige finanzielle Sicherheit gewährleistet. Die Stadt Graz hat sich zur Übernahme eines adaptierten Jahresfehlbetrages und zur Sicherstellung einer Eigenkapitalquote der Holding Graz von mindestens 25 % verpflichtet. Dies wird durch gezielte Gesellschafter:innenzuschüsse sichergestellt.

Seitens des Eigentümers ist eine limitierte Abdeckung des adaptierten Jahresfehlbetrags vorgesehen. Zur Erfüllung der laufenden Liquiditätserfordernisse in der Holding wurden im Zuge der Neuverhandlung des Verkehrsfinanzierungsvertrags 2.1 Akontozahlungen vereinbart, welche bereits im Jahr 2025 zur Auszahlung kamen. Zusätzlich werden künftige Kredittilgungen in der Finanzierungs- und Zinsrisikostrategie der Stadt Graz berücksichtigt, um die laufenden Liquiditätserfordernisse der Holding Graz weitgehend abzudecken.

RISIKO: MARKTRISIKO (FREMDWÄHRUNGS-, LIQUIDITÄTS- UND ZINSÄNDERUNGSRISIKO)

Die externe Finanzierung des Konzerns Holding Graz erfolgt unter Berufung auf die Haus-Graz-Finanzierungs- und Zinsrisikostrategie. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich in Euro, vorwiegend mit fixer Verzinsung (ausgenommen Cash Pool der GUF).

Maßnahmen: Aufgrund der ausschließlich in Euro abgeschlossenen Finanzierungen und Veranlagungen be-

steht für die Gesellschaft kein Fremdwährungsrisiko. Das Zinsänderungsrisiko aufgrund der Aktiv-PassivStruktur wird ständig beobachtet und durch effektives Risikomanagement gesteuert. Weiters wird das Risiko der Zinsänderung durch die Haus Graz Finanzierungsstrategie gesteuert. Die langfristige Liquiditätsplanung wird laufend evaluiert und in enger Abstimmung auch mit der Finanzdirektion der Stadt Graz gegebenenfalls angepasst werden.

RISIKO: EU-TAXONOMIE

Im Rahmen des Aktionsplans zur nachhaltigen Finanzierung wurde von der Europäischen Union (EU) die Taxonomie für Finanzierung entwickelt, um klare, einheitliche Kriterien für nachhaltige Investitionen zu schaffen. Durch die EU-Taxonomie sollen Investitionen mobilisiert und in Tätigkeiten gelenkt werden, die notwendig sind, um die Klimaziele der Europäischen Union zu erreichen. Der Konzern Holding Graz sieht sich entsprechend den ambitionierten Plänen der Stadtregierung verpflichtet, die internationalen Klimaziele früher zu erreichen.

Maßnahmen: Mit der Implementierung der Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeitsstrategie wurde eine konzernweite Einheit geschaffen, die alle Aktivitäten im Bereich des Klimaschutzes und Nachhaltigkeit und deren Berichterstattung koordiniert. Die Vorbereitungsarbeiten für die EU-Taxonomie-Verordnung bzw. CSRD-Richtlinie werden in Abstimmung mit der Wirtschaftsprüfung umgesetzt. Eine valide Bewertung der Auswirkungen der finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken und deren Evaluierung erfolgt stetig.

PERSONAL

RISIKO: VERLUST VON DATENSCHUTZ

Das Risiko „Verlust von Datenschutz“ ist untrennbar mit dem Risiko der Informationssicherheit – insbesondere durch Cyberkriminalität – verbunden. Es umfasst die Gefahr, dass personenbezogene Daten durch unbefugte Zugriffe, Manipulation, Verlust oder auch durch eingeschränkte Verfügbarkeit beeinträchtigt werden. Angesichts aktueller Bedrohungsszenarien wie gezielter Ransomware-Angriffe, Social-Engineering-Taktiken, Angriffe auf Lieferketten sowie der stetigen Professionalisierung krimineller Akteur:innen besteht ein erhöhtes Risiko für Datenmissbrauch und Betriebsunterbrechungen. Maßnahmen: Zur Einhaltung der Anforderungen der DSGVO und des österreichischen Datenschutzgesetzes ist eine strukturierte Informationssicherheits- und Datenschutzorganisation etabliert. Verantwortlichkeiten sind klar in den Geschäftsfeldern verankert. Ergänzend wurden spezifische Sicherheitsinitiativen – einschließlich technischer Verbesserungen, Awareness-Programme und fortlaufender Schulungen – umgesetzt, um das Sicherheitsniveau kontinuierlich an aktuelle Bedrohungslagen anzupassen und die Resilienz der Organisation zu stärken.

RISIKO: PLANUNGSABWEICHUNG PERSONALKOSTEN

Die KV-Abschlüsse der Bundesbezüge werden von der Stadt Graz, entsprechend der Usance, und in weiterer Folge auch von der Holding Graz in der Regel übernommen. Es besteht das Risiko, dass der Abschluss höher ausfällt, als in der Planung vorgesehen ist und die Personalkosten somit stärker steigen als geplant.

Maßnahmen: Diesen Risiken begegnet die Holding Graz mit der Anpassung der Planvorgaben sowie zeitnahen Adaptierungen im kaufmännischen Reporting (Forecasts) und zusätzlichen Einsparungsmaßnahmen zur Abfederung von inflationsbedingten Personalkostensteigerungen.

FACILITYMANAGEMENT

RISIKO: „INFORMATIONSSICHERHEIT –NIS-G COMPLIANCE“

Im Oktober 2025 wurde das österreichische NIS-2-Gesetz beschlossen, das am 01.10.2026 in Kraft tritt und die Anforderungen der EU-Richtlinie (EU) 2016/1148 (NIS-2) national umsetzt. Die Holding Graz hat die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Trinkwasserversorgung bereits seit 2019 laufend umgesetzt.

Zudem wurde das Gesetz zur Resilienz kritischer Einrichtungen (RKEG) am 16. Oktober 2025 verabschiedet. Die Bescheide für die betroffenen Branchen sollen bis Ende des ersten Quartals 2026 versendet werden.

Maßnahme: Aufgrund der klareren österreichischen Vorgaben des NIS-2-Gesetzes wurde der Geltungsbereich der betroffenen Bereiche überarbeitet. Für 2026 ist ein Projekt zur Umsetzung dieser Vorgaben geplant. In diesem Projekt werden auch die Anforderungen des RKEG berücksichtigt.

RISIKO: „INFORMATIONSSICHERHEIT –CYBERKRIMINALITÄT“

Im Jahr 2025 ergeben sich bedeutende Sicherheitsrisiken sowohl in der Office-IT als auch in der OT-Umgebung, wobei in der Office-IT vor allem komplexe Ransomware,

Phishing, interne Bedrohungen, Cloud-Sicherheitslücken und Software-Schwachstellen im Fokus stehen, während in der OT-Umgebung die IT- und OT-Konvergenz, veraltete Systeme und mangelnde Spezialkenntnisse die Kritikalität der Risiken erhöhen.

Maßnahme: Zusätzlich zu unserem bisherigen Schutz der Office-IT-Infrastruktur wurden auch im Jahr 2025 gemeinsam mit unserem IT-Dienstleister Projekte zur Optimierung unserer technischen Sicherheitsstandards umgesetzt. Zudem wurden weiterhin Awareness-Maßnahmen ergriffen und Mitarbeiter:innen entsprechend geschult. Für die OT-Umgebung werden im Jahr 2026 die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen gemäß den Vorgaben des NIS-2-Gesetzes im Rahmen eines Projekts evaluiert. In den folgenden Jahren werden die Maßnahmen dann fristgerecht umgesetzt.

RISIKO: STEIGENDE EINKAUFSPREISE

Die Preise für Rohstoffe, Treibstoffe, Produktionsgüter und Dienstleistungen, die im Jahr 2023 aufgrund weltwirtschaftlicher und politischer Entwicklungen starken Schwankungen ausgesetzt waren, haben sich 2024 und auch 2025 deutlich stabilisiert.

Aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation bleibt das Preisrisiko für Treibstoffe erhöht und unterliegt ggf. starken, nicht vorhersehbaren Schwankungen.

Maßnahmen: Der Einkauf der Holding Graz versucht, dieses Risiko durch eine gemeinsame Beschaffung über die Bundesbeschaffungsgesellschaft weitestgehend zu minimieren. Alle durch die BBG aktuell abgeschlossenen und zur Verfügung gestellten Verträge beinhalten eine wöchentliche Preisanpassung.

RISIKO: ALTLAST STEYRERGASSE

Die geplante Sanierung bzw. Sicherung der Altlast ST28 auf einem Grundstück der Holding Graz in der Steyrergasse erfolgt gemeinsam mit der Bundesaltlastensanierungsges.m.b.H. (BALSA). Zug um Zug mit der Sanierung der Altlast sollen am selben Grundstück weitere Baumaßnahmen der Holding Graz erfolgen. Die Zusammenarbeit der Holding Graz mit der BALSA wurde vertraglich geregelt. Die Projektgenehmigung seitens des Gemeinderats der Stadt Graz wurde am 12.12.2024 erteilt. Die Bauarbeiten der Altlastensanierung sind vom 3. Quartal 2026 bis Jahresende 2027 vorgesehen.

Maßnahmen: Ein Projektcontrolling mit Schwerpunkt Kosten und Terminen wird eingesetzt. Von allen am Projekt unmittelbar beteiligten Organisationseinheiten der Holding Graz wurden Ansprechpartner:innen abgestellt, um möglichst schnelle Entscheidungs- und Freigabeabläufe zu ermöglichen. Sowohl BALSA als auch Holding Graz haben sich für die Projektvorbereitung und -Umsetzung mit externen Konsulent:innen verstärkt. Im Rahmen der Budgetierungsprozesse werden branchenübliche Kostenvorsorgen eingeplant.

TEILKONZERN ANKÜNDER

RISIKO: OPERATIVE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Planungssicherheit ist weiterhin auf eine sehr kurzfristige Zeitspanne reduziert, da der Werbemarkt direkt von der gesamtwirtschaftlichen volatilen Lage abhängt. Durch die wachsenden Werbeausgaben im Online-Bereich stagniert der Anteil der klassischen Werbemedien insgesamt, wenngleich der Außenwerbung bessere Prognosen gegeben werden.

Dies liegt hauptsächlich am Wachstumspotenzial im Bereich Digital Out-of-Home (DOOH). Im regionalen Bereich stagniert die Nachfrage nach technologisch und quantitativ aufwendigen Medien bzw. Kampagnen.

Auch die Großkampagnen-Budgets sind weiter zurückgegangen, was einen Ausgleich auf regionaler wie nationaler Ebene zunehmend schwieriger macht.

Die Marktsituation in Slowenien und Kroatien ist ähnlich wie in Österreich. Wobei die Lage in Kroatien aufgrund der allgemein besseren wirtschaftlichen Entwicklung entspannter ist.

Maßnahmen: Strategische Entscheidungen müssen auf das nachhaltige Wachstum durch Innovationen, Kosteneffizienz und Diversifikation ausgerichtet werden. Der Ankünder begegnet dieser Herausforderung kostenseitig durch energieeffiziente Einsparungen (LED-Umrüstung, nächtliche Abschaltautomatik, E-Mobility und Carsharing für den Außendienst) und marktseitig durch intensive Vernetzung mit den Kund:innen und nationalen Partner:innen am Markt sowie die laufende und Präsentation von Innovationen. Langfristig setzt der Ankünder auf eine breite Ausrichtung des Produktportfolios (analog und digital) und investiert offensiv in die Erweiterung der DOOH-Netze. Digitale Werbeträger erlauben eine schnellere Reaktionszeit auf plötzliche Auftragsschwankungen und sind so für Kund:innen ein beliebtes Medium, um in der Werbeplanung kurzfristiger agieren zu können. Darüber hinaus entfallen Druck- und Montagekosten. Mit dem Ausbau des digitalen Werbeträger-Netzes setzt der Ankünder einen strategisch wichtigen Schritt in Richtung Innovation und nachhaltigem wirtschaftlichem Erfolg.

TEILKONZERN FLUGHAFEN

RISIKO: VERKEHRSENTWICKLUNG GRAZ AIRPORT

Die Verkehrseinbrüche der letzten Jahre im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und aktuelle externe Einflüsse wie etwa der Ukraine-Krieg, der Konflikt Israel-Hamas, die allgemeine Teuerung und ein rezessives Wirtschaftsumfeld wirken auf die gesamte Luftfahrtindustrie nach. So konnte auch der Graz Airport das Verkehrsergebnis des Jahres 2019 noch nicht erreichen. Jedoch war die Entwicklung des Verkehrs am Graz Airport 2025 mit einem Passagier:innenwachstum von 1,4 % zum Jahr 2024 weiterhin positiv. Auch der Ausblick auf das Jahr 2026 ist, getragen von den Streckenneuaufnahmen nach London und Istanbul, von weiterem Volumswachstum geprägt.

Es wird derzeit davon ausgegangen, dass das Passagier:innenaufkommen ab 2028/2029 wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird.

Der Klimawandel wird künftig noch stärker Druck auf die Luftverkehrswirtschaft und die Luftfahrtindustrie ausüben. Damit auch auf den Graz Airport, der bereits seit vielen Jahren an seiner CO₂-Reduktion arbeitet, aber keinen Einfluss darauf hat, welche Maßnahmen „über den Wolken“ getroffen werden. Der Druck, immer sparsamer und ökologischer zu fliegen, wird zunehmen. Laut Expert:innen wird an technischen Lösungen zwar mit Nachdruck gearbeitet, es ist aber derzeit weder elektrisches Fliegen serienreif noch sind synthetische Kraftstoffe in ausreichender Menge vorhanden.

Für einen Regionalflughafen hat naturgemäß auch die lokale wirtschaftliche, demographische und touristische Entwicklung im Einzugsgebiet einen maßgeb-

lichen Einfluss auf die Verkehrsentwicklung. Für den Großraum Graz werden diese Einflussfaktoren für die kommenden Jahre als positiv beurteilt. Ein weiteres typisches Risiko der Branche sind Änderungen in den regulatorischen Rahmenbedingungen, die unter Umständen hohe Investitionen bedingen können. Aktuelle Themen sind auch die volatilen Energiepreisentwicklungen und ein schwieriges gesamtwirtschaftliches Umfeld. Auch wenn der Flughafen nicht zu den energieintensiven Unternehmen zählt, haben die Energiepreise auch indirekten Einfluss auf die Kosten für unterschiedlichste Materialien.

Maßnahmen: Diesen Entwicklungen kann das Unternehmen nur mit straffem Kostenmanagement und der flexiblen Überarbeitung des Leistungsangebots entgegenwirken. Entsprechende Maßnahmen sind bereits in Umsetzung und werden unter Einbeziehung der wichtigsten Stakeholder wie Fluglinien, Reiseveranstalter und -büros, Interessenvertretungen und Tourismusorganisationen laufend evaluiert und verstärkt. Hinsichtlich des Klimawandels arbeitet der Graz Airport bereits seit Jahren kontinuierlich an der CO₂-Reduktion, um langfristig einen CO₂-freien Flughafenbetrieb sicherzustellen. Strategisch ist der Graz Airport weiterhin auf die Attraktivierung als Wirtschafts- und Tourismusdrehscheibe in der Area South fokussiert und arbeitet zudem an neuen regionalen Geschäftsideen wie dem Thema ökologischer Energiegewinnung im Non-Aviation-Bereich.

RISIKO: ÄNDERUNG GESCHÄFTSMODELLE AIRLINES

Bedingt durch die fortschreitende Änderung und Vermischung der Geschäftsmodelle der Airlines (Netzwerkcarrier, Low-Cost Airlines, Hybridcarrier, reine Regionalcarrier etc.) muss sich auch der Flughafen den geänderten Anforderungen in Bezug auf Leistungsangebot und Preisniveau stellen. Netzwerkcarrier flotten kleine Fluggeräte aus und erhöhen damit die durchschnittliche Flugzeuggröße, dies macht es für kleinere Einzugsgebiete schwieriger, hochfrequente Anbindungen an Umsteigeflughäfen zu halten. Airlines sind weiterhin finanziell unter Druck und geben diesen an die Flughäfen hinsichtlich Gebührenreduktionen weiter. Derzeit kommen nach der COVID-19-Pandemie sukzessive die Linienverbindungen mit Netzwerkcarriern an den Standort zurück. In diesem Geschäftsmodell sind aus derzeitiger Sicht keine für uns relevanten weiteren substanziellen Leistungsanpassungen in kurzer Frist vorhersehbar, jedoch erhöht sich punktuell der Druck auf selektive Gebührenreduktionen.

Der Marktanteil der Low-Cost Carrier steigt in Europa – noch mit Ausnahme Deutschland – an und auch benachbarte Flughäfen im Einzugsgebiet des Graz Airport versuchen, das Low-Cost-Angebot auszubauen. Der Graz Airport führt ebenfalls regelmäßige Gespräche mit LowCost Airlines bezüglich der zukünftigen Aufnahme einzelner derzeit unbedienter Strecken.

Maßnahmen: Das Airline- und Branchenumfeld wird laufend beobachtet, um Auswirkungen auf den Flughafen abschätzen zu können. Bei Bedarf können somit frühzeitig Anpassungen vorgenommen werden, um eventuelle negative Folgen zu minimieren.

BESTATTUNG

RISIKO: WIRTSCHAFTLICHE GESAMTSITUATION

Die nach wie vor hohe Inflation trieben Material-, Energie- und Treibstoffkosten sowie die Personalkosten stark in die Höhe. Instandhaltungskosten von notwendigen Infrastrukturmaßnahmen sowohl im Kund:innenbereich als auch im Bereich der technischen Anlagen (Kühlräume und Kremationsanlagen) erhöhten sich ebenso massiv.

Die Erlössituation gestaltet sich zudem durch eine Zunahme von Sozialbegräbnissen und kund:innenseitig großer Sparsamkeit bei Begräbnissen schwierig.

Maßnahmen: Reduktion der Personal- und Sachkosten auf das Notwendigste, unter der Prämisse, den hohen Qualitätsanspruch nicht zu gefährden.

Reduktion bzw. Verschiebung von Projekten betreffend Friedhofsgestaltung, Neugestaltung von Kund:innenzonen als auch Fuhrparkersatz.

RISIKO: KONKURRENZSITUATION

Immer mehr Bestatter aus dem Umland von Graz aber auch Gesamtösterreich drängen in die Stadt. Ebenso versuchen immer mehr Betreiber von Krematorien mit offensiver Werbung und Preisdumping Marktanteile zu gewinnen.

Maßnahmen: Marketingoffensive zur Festigung der Bekanntheit der Grazer Bestattung intensivieren. Die Marke „Grazer Bestattung“ - ihr hervorragendes Image als Top Dienstleister – massiv über einen qualifizierten Medienmix kampagnisieren.

CITYCOM

RISIKO: 5G-DATENFUNK IOT

Die gegenwärtigen wirtschaftlichen Turbulenzen haben uns veranlasst, die Risiken im Zusammenhang mit der Implementierung von 5G-Datenfunk im Internet der Dinge (IoT) weiter zu bewerten. Es ist festzustellen, dass unsere bestehende Kernklientel, insbesondere die heimische Industrie, erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen ausgesetzt war und ist. Dadurch könnte auch die zukünftige Geschäftsentwicklung im Bereich IoT von der Krise beeinflusst werden. Umsatzeinbrüche, der Verlust von Märkten und deutliche Einschränkungen im internationalen Verkehr könnten vor allem die heimische Industrie und Leitbetriebe aller Branchen, die die Hauptzielgruppe unseres Geschäfts sind, dazu zwingen, innovative Investitionsprojekte in Folge zurückzustellen. Dies gilt auch für das Haus Graz, wenn Investitionen erheblich reduziert werden. Das wirtschaftliche Umfeld ist weiterhin von einer Rezession geprägt. Die Preisentwicklung im Energiebereich ist nach wie vor nur bedingt abschätzbar. Im Bau, auf dem Rohstoffmarkt (insbesondere Stahl) und im Bereich Technik (Hardwarekomponenten) haben maßgebliche Preissteigerungen zu erheblichen Mehrkosten geführt.

Maßnahmen: Durch konsequentes Ausschöpfen von Einsparungspotenzialen konnte die bisherige Kostensteigerung erfolgreich neutralisiert werden. Mit Anfang Juli 2025 wurden Maßnahmen gesetzt, um den laufenden Aufwand im Betrieb des 5G-Cores (zentrales Betriebssystem inkl. Hardware) deutlich abzusenken und so kann unter Ausnutzung der technischen Entwicklung der letzten Jahre im 1. Halbjahr 2026 ein günstiges Core installiert werden, mit

dem der laufende Betriebsaufwand halbiert wird. Ebenso bleibt die Ausschöpfung von weiteren Einsparungspotenzialen, wie Sitesharing zur Senkung der operativen Kosten (OPEX), teil der Strategie. Die Vertriebsmaßnahmen zum Produkt „Air-connect“ wurden neu orientiert, ein neues Produkt (5G-Enterprise) für die Industrie wurde entwickelt. Die Fortsetzung der Produktentwicklung zur Digitalisierung von Städten für kommunale Dienstleistungen und industrielle Anwendungen wird fortgesetzt.

INFRASTRUKTUR UND ENERGIE

ABFALLWIRTSCHAFT

RISIKO: SINKENDE MARKTPREISE ALTSTOFFVERWERTUNG

Aufgrund diverser Krisen kommt es immer wieder zu Veränderungen bei den Altstofferlösen. Derzeit sind die Preise auf einem niedrigen Niveau stabil, dies kann sich aber immer wieder verändern.

Maßnahmen: Planung weiterhin umsichtig ansetzen.

SERVUS ABFALL

RISIKO: ENERGIEPREISENTWICKLUNG

Der Bedarf von Treibstoff und Strom beeinflusst die Betriebskosten und steigende Energiepreise können somit negative Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis haben.

Maßnahmen: Um dem Risiko weitersteigender Ener-

giepreise bestmöglich zu begegnen, erfolgt eine vorausschauende Planung der Ressourceneinsätze und nutzt das Unternehmen die Möglichkeiten konzerninterner Beschaffungsoptionen wie die Teilnahme an einer gemeinsamen Energieausschreibung für das Haus Graz. Zudem wird über fortlaufende Tourenoptimierung versucht, den zukünftigen Treibstoffbedarf zu reduzieren.

RISIKO: BRANDGEFAHR MBS FROHNLEITEN

In der Abfallbehandlungsanlage in Frohnleiten besteht infolge des mechanisch-biologischen Trocknungsprozesses eine erhöhte Brandgefahr.

Maßnahmen: Mittels Investitionen in eine erweiterte Brandmeldeanlage und in verbesserte Löschwasserversorgung wird die Gefährdung bestmöglich reduziert. Das betriebliche Risiko wird mit eigens dafür abgeschlossenen Versicherungen abgedeckt, sodass der Gesellschaft im Falle einer betrieblichen Beeinträchtigung innerhalb des Versicherungsrahmens keine zusätzlichen finanziellen Aufwendungen entstehen.

RISIKO: LANGZEIT-KRANKENSTÄNDE UND MITARBEITER:INNENGESUNDHEIT

Aufgrund der Alterung des Personals sowie der teils körperlich belastenden Arbeitsbedingungen kann es zu gestiegenen Ausfällen durch Krankheit und Unfälle kommen. Personelle Engpässe können durch Leiharbeitskräfte im Regelfall kompensiert werden.

Maßnahmen: Servus Abfall setzt verschiedenste Maßnahmen (z. B. Bike-Leasing, Betriebliche Gesundheitsvorsorge, Projekt Xundheit usw.), um die Mitarbeiter:innengesundheit zu fördern.

RISIKO: KONVENTIONALSTRAFEN ARA DURCH

FEHLENDEN LEISTUNGSNACHWEIS

Im Zuge der ARA-Sammlung ist Servus dazu verpflichtet, die Spurdaten inkl. der Behälterentleerungen zeitnah an die ARA zu übermitteln. Verspätete oder fehlerhafte Übermittlung der Daten geht mit Konventionalstrafen einher.

Maßnahmen: Es werden interne Tools eingesetzt, um die Vollständigkeit der übermittelten Daten vorab zu prüfen. Ebenso gibt es regelmäßige Abstimmungstermine mit Ansprechpartner:innen der ARA/IT, wie bei technischen Problemen/logistischen Umstellungen vorzugehen ist.

RISIKO: WEGFALL DER RED-III-ZERTIFIZIERUNG

Ein Verlust der RED-III-Zertifizierung hätte zur Folge, dass die betroffenen Stoffströme nicht länger im Portfolio von Servus geführt werden können. Für Stoffströme ohne Nachhaltigkeitsanerkennung bestehen derzeit kaum wirtschaftlich tragfähige Verwertungsmöglichkeiten.

Maßnahmen: Servus kann durch frühzeitige Umstellung auf ein anerkanntes RED-III-konformes Zertifizierungssystem lückenlose Stoffstrom- und Nachhaltigkeitsdokumentation sowie durch regelmäßige interne Audits und Schulungen das Risiko minimieren und in Folge die Re-Zertifizierungen sicherstellen.

RISIKO: ZAHLUNGSAUSFÄLLE GEWERBEBEREICH

Aufgrund der aktuell wirtschaftlich sehr angespannten Lage und damit einhergehender Liquiditätsprobleme unserer Kund:innen ist Servus einem erhöhten Risiko aus zu erwartenden Zahlungsausfällen ausgesetzt.

Maßnahmen: Durch entsprechende Bonitätsprüfungen bei Angebotserstellung, kürzere Zahlungsfristen,

Kooperationen mit Inkassodienstleistern und laufendes Forderungsmanagement wird versucht, dieses Risiko zu minimieren.

WASSERWIRTSCHAFT

RISIKO: ENTWICKLUNG DER WASSERABSATZMENGE

Durch Schwankungen im Nutzungsverhalten und witterungsbedingt kann es zu Abweichungen kommen.

Maßnahmen: Anhand der Vorjahreswerte werden die zukünftigen Wasserverkäufe kalkuliert, die Entwicklung der Fördermenge, als Indikator für die Absatzmenge, wird laufend kontrolliert und der Forecast dahingehend stetig angepasst.

RISIKO: INFLATION, ENERGIEPREISENTWICKLUNG, BAU- UND MATERIALPREISENTWICKLUNG

Die Baupreise für die Leitungserneuerung und für den Jahresbauvertrag (JBV) sind gegenüber dem Vorjahr nur gering gestiegen. Bei den Großchemikalien (Polymere, Fällmittel) für die Kläranlage kam es zu keinen Lieferengpässen und ebenfalls nur zu geringen inflationsbedingten Preisanpassungen.

Maßnahmen: Aufgrund der stabilen Baupreise können die geplanten Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden.

STADTRAUM

RISIKO: KLIMAVERÄNDERUNG

Aufgrund der Klimaveränderung könnte es zu vermehrten überdurchschnittlichen Elementarereignissen wie Starkregen, Stürmen oder auch massiven Schneefällen kommen. Für die Beseitigung der Schäden, die durch

diese Ereignisse entstehen, muss mit einem Mehraufwand für beispielsweise die Reinigung der Rückhaltebecken nach Überflutungen, Sanierung der Straßenbankette, verursacht durch Ausspülungen, Entfernung von Bäumen nach Sturmereignissen sowie vermehrte Reinigungsarbeiten der öffentlichen Flächen gerechnet werden.

Maßnahmen: Für diese möglichen Mehraufwendungen ist aufseiten des Auftraggebers (Stadt Graz) budgetär vorzusorgen.

ENERGIE GRAZ

FORDERUNGSAUSFÄLLE – NICHTBEZAHLUNGEN

VON KUND:INNEN AUFGRUND MANGELNDER

LIQUIDITÄT, NEGATIVE WIRTSCHAFTLICHE HAUSHALTSSITUATION

Im Rahmen der Energielieferungen (Strom, Erdgas, Fernwärme) besteht das Risiko, dass Kund:innen aufgrund mangelnder Liquidität oder negativer wirtschaftlicher Situation Rechnungen nicht oder nur teilweise begleichen.

Maßnahmen: Durch ein optimiertes Mahn- und Inkassowesen wird bestmöglich versucht, diese Forderungsausfälle auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Bilanziell wird durch die pauschale Wertberichtigung diesem Risiko vorgesorgt.

RISIKO: DATENSCHUTZVERGEHEN

Als regionaler Energiedienstleister verarbeitet die Energie Graz eine Vielzahl personenbezogener Daten, wodurch bei Verstößen gegen die DSGVO erhebliche Strafzahlungen und Reputationsschäden drohen.

Maßnahmen: Um dieses Risiko zu reduzieren, wurde ein Datenschutz- und Informationssicherheitsmanage-

mentsystem implementiert, ein Datenschutzbeauftragter bestellt und einheitliche Richtlinien eingeführt. Ergänzend erfolgen regelmäßige Schulungen, Audits sowie technische Maßnahmen wie Zugriffsbeschränkungen.

RISIKO: FERNWÄRME-FÖRDERUNGEN UND FERNWÄRMEAUSBAU

Fernwärmeprojekte werden auf Grundlage der Vorgaben des Wärme- und Kälteleitungsausbaugesetzes durch Bundesmittel gefördert. Eine wesentliche Fördervoraussetzung ist die Einstufung als „Effiziente und klimafreundliche Fernwärme“, wofür der Anteil aus Kraft-Wärme-Kopplung, erneuerbaren Energieträgern und Abwärme mindestens 50 % betragen muss. Ebenso ist der Weg hin zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung in Form eines „verbindlichen Dekarbonisierungsplans“ zwingend einzuhalten.

Maßnahmen: Um die Förderungen auch weiterhin zu erhalten und in der Kund:innenkommunikation die Klimafreundlichkeit der Fernwärme aufrechterhalten zu können, sind die bereits geplanten Dekarbonisierungsprojekte weiterzuentwickeln und umzusetzen.

RISIKO: HACKERANGRIFF

Durch gezielte Cyberangriffe, insbesondere in Form von Phishing-Attacken oder Schadsoftware, besteht das Risiko einer Beeinträchtigung der Verfügbarkeit und Integrität der IT-Systeme sowie eines unbefugten Zugriffs auf sensible Kund:innen- und Unternehmensdaten. Maßnahmen: Zur Begrenzung dieses Risikos werden angemessene technische und organisatorische

Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Diese umfassen unter anderem den Einsatz von Firewalls, ein zentrales Protokollierungs- und Monitoringsystem, regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden zur Sensibilisierung für Informationssicherheit, die Implementierung eines Informationssicherheitsmanagementsystems sowie die Durchführung regelmäßiger interner und externer Sicherheitsaudits.

RISIKO: BEWERTUNG SOZIALKAPITAL

Zinsänderungen können zu einer Anpassung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Sozialkapital führen und eine außerordentliche Nachdotation erforderlich machen.

Maßnahmen: Ein Teil dieses Risikos wurde bereits im Budget berücksichtigt. Zur Risikobegrenzung werden versicherungsmathematische Annahmen regelmäßig überprüft und Szenarioanalysen erstellt.

MOBILITÄT UND FREIZEIT

GRAZ LINIEN

RISIKO: ENERGIEPREISENTWICKLUNG

Aufgrund der wirtschaftlichen Krisen bewegen sich die Energiepreise nach wie vor auf einem erhöhten Niveau. Dies wirkt sich sowohl auf die Treibstoffkosten für den täglichen Busbetrieb als auch auf die Fahrstromkosten für den Straßenbahnbetrieb aus. Ebenfalls von dieser Energiepreissituation betroffen sind die Instandhaltungskosten der Bus- und Straßenbahnflotte.

Maßnahmen: Es erfolgt eine stetige Evaluierung von Marktentwicklungen und wird unter Berücksichtigung der aktuell hohen allgemeinen Unsicherheit hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklungen einkaufsseitig bestmöglich gegengesteuert.

RISIKO: NICHTERFÜLLUNG

DER DEKARBONISIERUNGSVORGABEN

Die Clean Vehicle Directive gibt den Prozentsatz vor, der im Zuge von Neuanschaffungen von Bussen bzw. bei der Vergabe von Dienstleistungsaufträgen emissionsfrei zu erbringen ist. Hieraus können Mehrkosten für den Betrieb resultieren, deren Abdeckung sicherzustellen ist. Zusätzlich können aus der Nichteinhaltung dieser gesetzlichen Vorgaben Strafzahlungen erwachsen.

Maßnahmen: Im Sinne einer Risikominimierung betreffend Technik und Kosten haben sich die Graz Linien mit dem Abschluss eines Liefervertrags für Hybridbusse bis 2029 eine Rückfallebene geschaffen. Parallel prüfen die Graz Linien, welche Strategieoptionen gewählt werden

sollen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich erfüllen zu können.

RISIKO: ROHSTOFFPREISE

Anschaffungskosten für Schienen, Fahrdraht etc. sind durch die starken Schwankungen und die derzeit hohe Inflation stark beeinflusst.

Maßnahmen: Bei der Anschaffung der Materialien wird versucht dieses Risiko weitestgehend mit entsprechenden Lieferverträgen an die Lieferanten zu übertragen. Weiters erweist sich die Zusammenfassung des benötigten Jahresbedarfs gegenüber Einzelmengen als vorteilhaft.

FREIZEIT

RISIKO: STEIGENDE ENERGIEPREISE

Die Energiekosten befinden sich weiterhin auf hohem Niveau. Da die Betriebe der Freizeit Graz sehr energieintensiv sind, belasten diese hohen Kosten das Budget der Schwimmbäder und Wellnessanlagen.

Maßnahmen: Mögliche Energiesparpotenziale werden genützt, sofern es die Auslastung zulässt: Stilllegung einzelner, nicht immer erforderlicher Angebote, Optimierung von Lichtquellen, Optimierung der Öffnungszeiten, Temperaturabsenkungen, technische Aufrüstung bestimmter Anlagen usw. Die prognostizierten Mehrkosten wurden in den Budgetplänen 2025–2030 berücksichtigt.

RISIKO: ERGEBNISENTWICKLUNG IM TEILSEGMENT

GASTRONOMIE

Die Erwirtschaftung entsprechender Ergebnisbeiträge im Teilsegment „Gastronomie“ ist ein Bestandteil der Finanzierungsstruktur der Freizeit Graz. Die aktuellen

Gegebenheiten in der Gastronomie wie Personalmangel, Preissteigerungen in vielen Bereichen und eine, im Vergleich zu anderen EU-Staaten, hohe Inflation sind eine Herausforderung für die Freizeitwirtschaft/Teilsegment Gastronomie.

Maßnahmen: Die Auswahl der Pächter:innen erfolgt immer auch unter dem Gesichtspunkt, dass eine nachhaltige Bewirtschaftung der Gastrobetriebe von den Pächter:innen gewährleistet wird. Zugleich investiert die Freizeit Graz stetig in die Infrastruktur.

RISIKO: KLIMAVERÄNDERUNG

Länger anhaltende Kälteperioden im Frühjahr führen zu verspäteten Saisonstarts. Vermehrter Starkregen sowie Unwetter in den Sommermonaten beeinflussen die Gästezahlen. Ausbleibende Niederschläge bzw. eine fehlende Schneedecke in den Wintermonaten haben Auswirkungen auf die Brunnen, die das Wasser für die Freibäder Auster und Straßgang liefern. Ein Mehr an Stadtwasser muss zugeführt werden – die Kosten für den Wasserverbrauch steigen.

Maßnahmen: Optimierung der Öffnungszeiten mit zeitlich gestaffelter Öffnung der Freibäder. Nutzung von Wetterprognose-Tools, um den Waren- und Personaleinsatz optimal zu steuern.

KONZERNABSCHLUSS

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Rechte

2. Firmenwert

3.

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund

2.

Anlagen und Maschinen

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

4.

III. Finanzanlagen

1.

4.

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 4.366.975,62 (VJ: 4.759,2 TEUR)

2. Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 0,00 (VJ: 0,0 TEUR)

3. Forderungen gegenüber sonstigen Beteiligungen davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 0,00 (VJ: 0,0 TEUR) 0,31

4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 6.119.032,57 (VJ: 4.961,7 TEUR)

III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

C. Rechnungsabgrenzungsposten

D. Aktive latente Steuern

A. Eigenkapital

I. Eingefordertes Stammkapital

Übernommenes Stammkapital EUR 50.000.000,00 (VJ: 50.000,0 TEUR)

Einbezahltes Stammkapital EUR 50.000.000,00 (VJ: 50.000,0 TEUR)

II. Kapitalrücklagen

1. Gebundene Kapitalrücklagen

2. Nicht gebundene Kapitalrücklagen

III. Kumuliertes Ergebnis

IV. Anteile konzernfremder Gesellschafter:innen

B.

C.

D. Rückstellungen

1.

3.

4.

5.

E. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährung von Nichtkreditinstituten davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 302.754.514,24 (VJ: 101.974,2 TEUR) davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 410.000.000,00 (VJ: 500.000,0 TEUR)

2. Anleihen davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 2.500.000,00 (VJ: 2.500,0 TEUR) davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 122.500.000,00 (VJ: 125.000,0 TEUR)

3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – Kredite davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 1.250.000,00 (VJ: 1.321,8 TEUR) davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 11.250.000,00 (VJ: 12.500,0 TEUR)

4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 32.661.137,16 (VJ: 29.576,2 TEUR) davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 0,00 (VJ: 0,0 TEUR)

5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 122.762.284,53 (VJ: 111.634,7 TEUR) davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 2.412.477,31 (VJ: 4.277,8 TEUR)

6. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 4.286.174,09 (VJ: 6.806,2 TEUR) davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 0,00 (VJ: 0,0 TEUR)

7. Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Beteiligungen davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 0,00 (VJ: 15,1 TEUR) davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 0,00 (VJ: 0,0 TEUR)

8. Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern EUR 15.612.826,55 (VJ: 11.156,5 TEUR) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 8.510.137,90 (VJ: 7.886,3 TEUR) davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 52.851.722,82 (VJ: 51.888,6 TEUR) davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 3.715.084,00 (VJ: 631,2 TEUR) davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 519.065.832,84 (VJ: 305.716,8 TEUR) davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 549.877.561,31 (VJ: 642.408,9 TEUR)

F. Rechnungsabgrenzungsposten

1. Umsatzerlöse

2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen

3. Andere aktivierte Eigenleistungen

4. Sonstige betriebliche Erträge

a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen

b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen

c)

5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen

a) Materialaufwand

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen und Zuschüsse COVID–19

6. Personalaufwand inklusive Kostenersätze an die Stadt Graz

a) Löhne und Gehälter

aa) Löhne und Zuschüsse COVID–19

aaa) Löhne –101.214.747,71

bb) Gehälter und Zuschüsse COVID–19 aaa)

cc) Dienstzugewiesene Mitarbeiter:innen

b) Soziale Aufwendungen

aa) Aufwendungen für Altersversorgung –242.047,03

bb) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter:innenvorsorgekassen

cc) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge

dd)

7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen –86.455.550,24 –79.247

abzüglich der Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln

| Holding Graz Geschäftsbericht 2025

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen und Zuschüsse COVID–19 davon Steuern, außer Steuern vom Einkommen und vom Ertrag EUR 5.214.051,30 (VJ:

9. Betriebsergebnis (Zwischensumme aus Z 1 bis 8)

10. Erträge aus Beteiligungen

a) aus sonstigen Beteiligungen

b) aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen

14. Aufwendungen aus Finanzanlagen

a) aus Abschreibungen

b) aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Übrige

15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

16. Finanzergebnis (Zwischensumme aus Z 10 bis 15)

17. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 9 und 16)

18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag davon aus latenten Steuern EUR 0,00 (VJ: 0,0 TEUR)

19.

21. Minderheitenanteil

22. Auflösung von Kapitalrücklagen

23. Jahresverlust

24. Ergebnisabführung aufgrund vertraglicher Verpflichtung

a) Verlustabdeckung lt. Zusage der Stadt Graz

b) Rückaufstockung Kapitalrücklage 0,00

25. Verlustvortrag aus dem Vorjahr –54.502.371,27 –68.659

26. Bilanzverlust

KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG ZUM 31.12.2025

Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit

Ergebnis vor Steuern

+ Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielles

Anlagevermögen und Sachanlagen

Abschreibungen/Zuschreibungen auf Finanzanlagen

Verluste/Gewinne aus Anlagenabgängen

–/+ Beteiligungserträge, Erträge aus Wertpapieren sowie sonstige Zinsen und ähnl. Erträge/Zinsen

– Auflösung der Investitionszuschüsse

– Auflösung der erhaltenen Baukostenzuschüsse

Geldfluss aus dem Ergebnis

–/+ Veränderung der Vorräte

–/+ Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

–/+ Veränderung der Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen

–/+ Veränderung der sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten)

+ Erhaltene Baukostenzuschüsse

Veränderung der erhaltenen Anzahlungen

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

+/– Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen

+/– Veränderung der Rückstellungen

+/– Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten)

Zahlungen für

aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit – Investitionen in immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen

Investitionen in Finanzanlagen

Ein/Auszahlungen für Finanzanlagenabgang/zugang und sonstige Finanzinvestitionen

+ Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen

Erhaltene Investitionszuschüsse

Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit + Einzahlungen in das Eigenkapital

+ Einzahlungen aus der Ergebnisabführung Stadt Graz

Ergebnisanteil (Ausschüttung/Ergebnisabführung) Minderheitengesellschafter:innen

Veränderung der Finanzverbindlichkeiten

Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen

+ Cash-Bestand aus Erstkonsolidierung

Stand der flüssigen Mittel zum 31.12.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

I. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN ZUR

DARSTELLUNGSFORM

Der Konzernabschluss der Holding Graz zum 31.12.2025 wurde entsprechend den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung und der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, aufgestellt. Die Stellungnahmen des Austrian Financial Reporting and Auditing Committee (AFRAC) wurden, sofern relevant, berücksichtigt. Die Bilanzierung, Bewertung und der Ausweis der einzelnen Posten des Konzernabschlusses wurden nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 195 bis 211 UGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 222 bis 235 UGB sowie der §§ 244 bis 267 UGB vorgenommen.

Entsprechend den Bestimmungen des § 250 Abs. 3 UGB erfolgte die Bewertung im Konzernabschluss nach dem Grundsatz der Einheitlichkeit, wobei von der Fortführung der Unternehmen ausgegangen wird. Erforderliche Bewertungsanpassungen wurden vorgenommen. Der Grundsatz der Einzelbewertung von Vermögensgegenständen und Schulden wurde beachtet. Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember.

KONSOLIDIERUNGSKREIS1

Dem Konsolidierungskreis der Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH unterliegen folgende Unternehmen:

• Teilkonzern Ankünder GmbH, Graz (66,7 %)

» City Light Ankünder GmbH, Graz (100 %)

» Teilkonzern Europlakat d.o.o (42,37 %), Ljubljana

Plakatiranje d.o.o., Ljubljana (54 %)

Madison d.o.o., Maribor (100 %)

▸ Plakatiranje d.o.o, Ljubljana (46 %)

Svetlobne Vitrine d.o.o., Ljubljana (100 %)

Metropolis Media d.o.o., Ljubljana (100 %)

» Europlakat d.o.o., Zagreb (49 %)

» Progress Außenwerbung Gesellschaft m.b.H., Salzburg (49 %)

Progress Vorarlberg Werbe GmbH, Schwarzach (24,9 %)

» Megaboard GmbH, Wien (49 %)

» PSG Poster Service GmbH, Klagenfurt am Wörthersee (49 %)

• Teilkonzern Flughafen Graz Betriebs GmbH, Feldkirchen bei Graz (93,9 %)

» Flughafen Graz Bodenservices GmbH, Feldkirchen bei Graz (92,6 %)

» Airport Parking Graz GmbH, Feldkirchen bei Graz (85 %)

» Flughafen Graz Sicherheitsdienste GmbH, Feldkirchen bei Graz (49 %)

» Swissport Cargo Services Graz GmbH, Feldkirchen bei Graz (49 %)

• Teilkonzern Energie Graz Holding GmbH, Graz (100 %)

» Energie Graz GmbH, Graz (51 %)

Stromnetz Graz GmbH, Graz (100 %)

WDS Wärmedirektservice der Energie Graz GmbH, Graz (100 %)

1 Die Beteiligungsprozentsätze betreffen jeweils den direkten Anteil des jeweiligen Mutterunternehmens. At equity einbezogene Unternehmen werden in kursiver Schrift dargestellt.

Grazer Energieagentur Ges.m.b.H., Graz (47,5 %)

• Bestattung Graz GmbH, Graz (100 %)

• Citycom Telekommunikation GmbH, Graz (100 %)

• achtzigzehn – Konzept & Gestaltung GmbH, Graz (100 %)

• Grazer Unternehmensfinanzierungs GmbH, Graz (100 %)

• Freizeit Graz GmbH, Graz (100 %)

• Schöckl Seilbahn GmbH, Graz (98,9 %)

• Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd, Gesellschaft m.b.H., Thörl (71,5 %)

• SERVUS ABFALL Dienstleistungs GmbH, Graz (51 %)

• A.D. BioErde und Kompost GmbH, Graz (100 %)

• Grazer Schleppbahn GmbH, Graz (100 %)

• Waschbetriebe Graz GmbH, Graz (100 %)

• Grazer Energieagentur Ges.m.b.H., Graz (47,5 %)2

• ITG Informationstechnik Graz GmbH, Graz (19 %)

Im aktuellen Geschäftsjahr ist es zu keinen Änderungen der Beteiligungsverhältnisse gekommen.

II. KONSOLIDIERUNGS-, BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Bei der Kapitalkonsolidierung und der At-Equity-Konsolidierung wurde bis zum 31.12.2015 die Buchwertmethode verwendet. Mit den Änderungen gemäß RÄG 2014 (ab 01.01.2016) kann die Kapitalkonsolidierung ausschließlich nach der Neubewertungsmethode erfolgen. Die ITG Informationstechnik Graz GmbH wurde im Jahr

2011 erstmals im Rahmen der At-Equity-Konsolidierung einbezogen. Die Anteile an der ITG Informationstechnik Graz GmbH wurden im Jahr 2010 um einen Betrag von EUR 19,00 erworben. Die Erstkonsolidierung ist zum 01.01.2011 erfolgt. Der daraus resultierende passive Unterschiedsbetrag beträgt EUR 80.793,64 und wurde sofort mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Gesellschafter:innen der ITG Informationstechnik Graz GmbH haben im Jahr 2011 weiters Sacheinlagen geleistet, die nicht den Beteiligungsverhältnissen entsprochen haben. Daraus ergibt sich ein weiterer Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 323.317,26. Der aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 1.141,87 wurde mit der Gewinnrücklage verrechnet.

Die Stadt Graz hat im Jahr 2018 ihren Geschäftsanteil in Höhe von 47,5 % an der Grazer Energieagentur Ges.m.b.H. als Sacheinlage in die Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH eingebracht. Die Grazer Energieagentur Ges.m.b.H. wird aufgrund der indirekten Beteiligung der Energie Graz GmbH & Co KG durch die Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH beherrscht und wurde mit 31.12.2018 erstmals vollkonsolidiert. Aufgrund der Erstkonsolidierung ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag von EUR 87.048,58, welcher mit der Gewinnrücklage verrechnet wurde.

Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Grazer Schleppbahn GmbH mit 01.01.2012 erstkonsolidiert. Der daraus resultierende passive Unterschiedsbetrag beträgt EUR 311.785,05 und wurde sofort mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Anteile an der Waschbetriebe Graz GmbH wurden im Geschäftsjahr 2012 um einen Betrag von EUR 2,00 erworben. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag in

2 Aufgrund der indirekten Beteiligung der Energie Graz GmbH an der Grazer Energieagentur Ges.m.b.H. wird diese vollkonsolidiert. Der direkte und indirekte Anteil betragen durchgerechnet in Summe 71,725%.

2 Aufgrund der indirekten Beteiligung der Energie Graz GmbH an der Grazer Energieagentur Ges.m.b.H. wird diese vollkonsolidiert. Der direkte und indirekte Anteil betragen durchgerechnet in Summe 71,725 %.

Höhe von EUR 32.638,18 wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die übrigen sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden als Firmenwert eingestuft und mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die passiven Unterschiedsbeträge, soweit sie aus thesaurierten Gewinnen stammen, wurden in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Mit 01.01.2013 wurden die Gesellschaften ISPA Werbung Ges.mbH., Wien, Progress Außenwerbung Gesellschaft m.b.H., Salzburg und PSG Poster Service GmbH, Klagenfurt, im Rahmen der At-Equity-Konsolidierung erstmals einbezogen. Die ISPA Werbung Ges.mbH. wurde im Jahr 2018 mit der Megaboard GmbH, Wien verschmolzen. Mit 01.02.2016 wurde die Gesellschaft Swissport Cargo Services Graz GmbH, Feldkirchen im Rahmen der AtEquity-Konsolidierung erstmals einbezogen.

Gemäß Notariatsakt vom 26.09.2017 wurde die Gesellschaft Megaboard GmbH, Wien, rückwirkend ab 01.01.2017 erstmalig at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Der aus der Einbringung resultierende Firmenwert von EUR 4.070.289,42 wird im Teilkonzern Ankünder beginnend mit 01.01.2017 auf 10 Jahre planmäßig abgeschrieben.

Gemäß Notariatsakt vom 26.09.2017 wurde die Gesellschaft Progress Tirol-Vorarlberg Außenwerbung GmbH, Salzbur,g rückwirkend ab 01.01.2017 erstmalig at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Im Jahr 2018 wurde die Gesellschaft mit der Progress Außenwerbung Gesellschaft m.b.H. Salzburg verschmolzen.

Die Stadt Graz brachte im Jahr 2018 ihren Kommanditanteil an der Energie Graz GmbH & Co KG sowie die Ge-

schäftsanteile an der Energie Graz GmbH als Sacheinlage in die Energie Graz Holding GmbH ein (jeweils 2 %). Der Einbringungsstichtag ist der 31.12.2017. Im Eigentum der Energie Graz Holding GmbH stehen somit 51 % der Anteile an der Energie Graz GmbH sowie 51 % der Anteile an der Energie Graz GmbH & Co KG. Alleingesellschafterin der Energie Graz Holding GmbH ist die Holding Graz –Kommunale Dienstleistungen GmbH. Die Energie Graz GmbH sowie die Energie Graz GmbH & Co KG (inklusive der von ihr beherrschten Unternehmen) wurden mit Stichtag 31.12.2018 erstmals als vollkonsolidierte Einheiten in den Konzernabschluss der Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH aufgenommen. Die Energie Graz GmbH & Co KG hat aufgrund gesetzlicher Vorgaben im Jahr 2005 den Betrieb des Stromnetzbereiches in einen von ihr in der Rechtsform, Organisation und Entscheidungsgewalt unabhängigen Betrieb übertragen. Dazu wurde im Jahr 2005 die Stromnetz Graz GmbH bzw. die Stromnetz Graz GmbH & Co KG gegründet, in welcher ab 01.01.2006 der Betrieb übertragen wurde. Eine Übertragung des Eigentums an den Netzanlagen fand nicht statt. Diese wurden an die Stromnetz GmbH verpachtet. Aufgrund der Erstkonsolidierung der Energie Graz GmbH & Co KG ergab sich im Jahr 2018 ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 17.852.166,84, welcher als zusätzlich zum Einzelabschluss der Energie Graz GmbH & Co KG resultierender Firmenwert eingestuft wurde und beginnend mit 01.01.2019 über die Restnutzungsdauer von 4 Jahren planmäßig abgeschrieben wird. Bei der Erstkonsolidierung der Energie Graz GmbH ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 881,19, welcher mit der Gewinnrücklage verrechnet wurde.

Mit Abtretungsvertrag vom 04.12.2018 wurden die Geschäftsanteile der GBG Gebäude- und Baumanagement Graz GmbH an der Grazer Unternehmensfinanzierungs GmbH an die Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH zum Stichtag 01.01.2019 abgetreten. Die Grazer Unternehmensfinanzierungs GmbH wird im Geschäftsjahr 2019 erstmalig in den Konzernabschluss der Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH als vollkonsolidierte Einheit aufgenommen. Aus der Erstkonsolidierung ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 2.211.359,00, der im Jahr 2019 im Finanzergebnis enthalten ist.

In der Flughafen Graz Bodenservices GmbH wurde per 15.12.2020 eine Kapitalerhöhung durch die Flughafen Graz Betriebs GmbH um 400 TEUR durchgeführt, welche nur durch die Flughafen Graz Betriebs GmbH übernommen wurde, daher verminderte sich der Fremdanteil der Swissport DACH Holding AG, CH-Opfikon auf einen Anteil von 7 %.

Die Gesellschafter:innen der Flughafen Graz Betriebs GmbH haben in der Generalversammlung vom 24.02.2021 den Beschluss gefasst, die MCG e. Gen. (Messe Congress Graz) im Wege einer Kapitalerhöhung in die Gesellschaft aufzunehmen. Der Anteil am Stammkapital der MCG e. Gen. Beträgt somit 6,0 %, jener der Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH 93,9 % und jener der GSU Gesellschaft für Strategische Unternehmensbeteiligungen m.b.H. 0, 1%.

Gemäß Notariatsakt 01.09.2022 erwarb die Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH zum Stichtag 30.09.2022 die restlichen Gesellschaftsanteile von 49 % der A.D. BioErde und Kompost GmbH zum Abtretungspreis

von EUR 462.025,00. Im Zuge des Erwerbs wurde eine Kapitelherabsetzung bei der A.D. BioErde und Kompost GmbH iHv EUR 37.975,00 durchgeführt. Die Minderheitenanteile wurden eliminiert. Der aus dem Erwerb resultierende aktive Unterschiedsbetrag von EUR 261.458,81 wurde als Firmenwert eingestuft. Beginnend mit 01.07.2022 wird dieser auf 10 Jahre planmäßig abgeschrieben.

Die Gesellschafter:innen der Energie Graz GmbH & Co KG bzw. Stromnetz Graz GmbH & Co KG haben mit notariellem Sacheinlagevertrag vom 21.06.2024 ihre Kommanditanteile in die Energie Graz GmbH bzw. Stromnetz Graz GmbH rückwirkend zum 01.01.2024 eingebracht. Das Vermögen der Energie Graz GmbH & Co KG bzw. Stromnetz Graz GmbH & Co KG ist daher mittels Gesamtrechtsnachfolge auf die Energie Graz GmbH bzw. Stromnetz Graz GmbH nach § 142 UGB übergegangen (Anwachsung).

Mit Verschmelzungsvertrag vom 16.06.2025 wurde die Verschmelzung der 100%igen Tochtergesellschaft Solar Graz GmbH mit der Energie Graz GmbH rückwirkend zum 01.01.2025 beschlossen. Die aufnehmende Gesellschaft ist die Energie Graz GmbH. Die Verschmelzung wurde am 01.07.2025 in das Firmenbuch eingetragen und die Solar Graz GmbH gelöscht.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 06.06.2025 und Eintragung in das Firmenbuch am 01.07.2025 wurde die Werbeunion GmbH mit der Ankünder GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte rückwirkend zum Stichtag 01.01.2025. Das gesamte Vermögen inklusive Verbindlichkeiten sowie sämtliche Rechte und Pflichten (u. a. Arbeitsverhältnisse und sonstige Verträge) wurden im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Ankünder GmbH übertragen.

ERSTKONSOLIDIERUNG

Der Konzernabschluss ist gemäß den §§ 244 bis 267 UGB aufgestellt worden. Ab Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden die folgenden Stichtage gewählt:

VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN BZW.

TEILKONZERNE

Teilkonzern Ankünder GmbH

Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd, Gesellschaft m.b.H.

Freizeit Graz GmbH

Schöckl Seilbahn GmbH

Bestattung Graz GmbH

Citycom Telekommunikation GmbH

1. Jänner 1994

1. Jänner 1994

1. Jänner 1994

1. Jänner 1994

11. Dezember 1997

11. Dezember 1997

Energie Graz Holding GmbH 9. Juli 2002

Teilkonzern Flughafen Graz Betriebs GmbH

SERVUS ABFALL Dienstleistungs GmbH

31. Dezember 2004

1. Jänner 2007

achtzigzehn Agentur – Konzept & Gestaltung GmbH 1. Jänner 2007

A.D. BioErde und Kompost GmbH 24. März 2009

Grazer Schleppbahn GmbH 1. Jänner 2012

Waschbetriebe Graz GmbH 1. Jänner 2012

Grazer Energieagentur Ges.m.b.H. 1. Dezember 2018

Energie Graz GmbH 31. Dezember 2018

Teilkonzern Energie Graz GmbH

31. Dezember 2018

Grazer Unternehmensfinanzierungs GmbH 1. Jänner 2019

AT-EQUITY-KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN

Im Geschäftsjahr wurden die im Folgenden genannten Unternehmen at equity konsolidiert. Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden die folgenden Stichtage gewählt:

Teilkonzern Europlakat d.o.o., Slowenien

1. Jänner 1994

Europlakat d.o.o., Kroatien 1. Jänner 1994

Flughafen Graz Sicherheitsdienste GmbH

ITG Informationstechnik Graz GmbH

31. Dezember 2004

1. Jänner 2011

Progress Außenwerbung Gesellschaft m.b.H.

PSG Poster Service GmbH

Swissport Cargo Services Graz GmbH

Megaboard GmbH

1. Jänner 2013

1. Jänner 2013

1. Februar 2016

1. Jänner 2017

Die in Fremdbesitz be ndlichen Anteile am Eigenkapital der konsolidierten Unternehmen werden in der entsprechenden Position im Eigenkapital erfasst.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die angeschafften immateriellen Gegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die, soweit abnutzbar, um planmäßige und erforderlichenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert sind. In den Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten aktiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Gegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen werden linear vorgenommen. Die Zu- und Abgänge werden analog des § 7 Abs. 2 EStG anteilig abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 1.000,00 (in Anlehnung an § 13 EstG) im Jahr der Anschaffung oder Herstellung voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel gleichzeitig als Zu- und Abgang erfasst. Ausgenommen davon ist der Bereich der Zähler und Messgeräte, deren Abschreibungen der Nutzungsdauer entsprechend vorgenommen werden. Für die in der Betriebs- und Geschäftsausstattung enthaltenen Müllbehälter, Papierkörbe, transportablen Verkehrszeichen sowie Bänke und Tische in öffentlichen Anlagen bestehen Festwerte im Sinne des § 209 Abs. 1 UGB. Der Rahmen der Nutzungsdauer beträgt für die einzelnen Anlagegruppen:

Nutzungsdauer der Anlagegruppen in Jahren

Immaterielle Vermögensgegenstände 0–50 Sachanlagen

Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 3–66

Grundstückseinrichtungen 3–60

Versorgungs- und Hausanschlussleitungen (Strom, Gas, Fernwärme, Wasser) 15–40 Umspannwerke und Umspannstationen 20

Beförderungsanlagen Verkehr 4–25

Seilbahn 20–25 technische Anlagen u. Maschinen 4–50 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2–30

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem aktuellen Kurswert zum Bilanzstichtag, erforderlichenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Jene Beteiligungen, die einen bedarfswirtschaftlichen Leistungsauftrag im weiteren Sinn erfüllen, werden mit einem Rekonstruktionszeitwert bewertet, der bestmöglich geschätzt wird und der sich am Buchwert des Eigenkapitals bzw. an den durchgereichten Investitionszuschüssen zum Verlustausgleich, die in ihrer Form als Teil des Eigenkapitals angesehen werden, orientiert. Wird bei einem Vermögensgegenstand eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen und stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe dafür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibung im Umfang der Werterhöhung zugeschrieben.

Die Beteiligungen an nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden, wie bei den Finanzanlagen zuvor beschrieben, bewertet.

Das Umlaufvermögen wird unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips bewertet, wobei der Buchwert der Vorräte mithilfe des gewogenen Durchschnittspreisverfahrens errechnet wird. Im Bereich des Lagermaterials wird bei geringer Umschlagshäufigkeit in Einzelfällen eine Abschreibung vorgenommen. Die Bestandsermittlung erfolgt durch eine permanente körperliche Vollinventur bis Jahresende. Zudem gibt es einmal pro Jahr im vierten Quartal eine Stichprobeninventur.

In den zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewerteten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind unter anderem auch Ersatzteile von Gegenständen des Anlagevermögens ausgewiesen, sofern sie bei der Anschaffung keiner speziellen Anlage zugeordnet

werden können. Diese Ersatzteile werden lagertechnisch zusammen mit dem Vorratsvermögen verwaltet und im Rahmen der Inventur bewertet. Spezialersatzteile, die nur einer bestimmten Anlage zugeordnet werden können, werden jedenfalls dem Anlagevermögen zugerechnet. Für die fertigen Erzeugnisse im Bereich Grünraum wird eine Bewertung mit einem Abschlag von 60 % zur Großhandelspreisliste des jeweiligen Jahres vorgenommen. Die in den Vorräten enthaltenen, noch nicht abrechenbaren Leistungen sind zu den Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet und betreffen Aufträge, die noch nicht an Kund:innen verrechnet wurden. Bei der Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Risiken durch individuelle Abwertungen (Einzelwertberichtigungen) berücksichtigt. Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Devisenkurs zum Zeitpunkt der Entstehung berechnet, wobei Kursverluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag berücksichtigt werden. Soweit erforderlich, werden langfristige Forderungen und Vermögensgegenstände abgezinst. Im aktuellen Geschäftsjahr sowie im Vorjahr hat es diesbezüglich keinen Abzinsungsbedarf gegeben. Die für die Anschaffung und Herstellung von Sachanlagen gewährten Investitionszuschüsse werden auf der Passivseite ausgewiesen und analog der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, für die sie gewährt bzw. auf die sie übertragen werden, aufgelöst. Die Auflösung wird in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung über eine offene Saldierung der Abschreibungen vorgenommen. Die Baukostenzuschüsse werden in Höhe des gesamten Zuflusses passiviert und beinhalten im Wesentlichen Bau-

kostenzuschüsse für Anschlussgebühren an das Wasserleitungs-, Strom-, Gas- und Wärmenetz. Die Auflösung der Baukostenzuschüsse für Wasserhausanschlüsse erfolgt unternehmensrechtlich über 35 Jahre. Die Auflösung für das Strom-, Gas- und Wärmenetz erfolgt über 20 Jahre. Die Auflösung wird innerhalb der Umsatzerlöse vorgenommen.

Die Rückstellungen für das Sozialkapital wurden nach den Bestimmungen des § 198 und § 211 UGB in der Fassung des Rechnungslegungs-Änderungsgesetzes 2014 (RÄG 2014) unter Berücksichtigung der AFRAC-Stellungnahme 27 „Personalrückstellungen (UGB)“ vom Juni 2022 berechnet.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (KV) werden nach versicherungs-mathematischen Grundsätzen anhand der „AVÖ 2018-P – Rechnungsgrundlage für die Pensionsversicherung“ in der Ausprägung für Angestellte berechnet. Als Finanzierungsverfahren für die Ansprüche wurde das Teilwertverfahren herangezogen. Als Rechnungszins kommt der 7-Jahres-Durchschnittszinssatz bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 bis 16 Jahren (VJ: 15 bis 17 Jahren) in Höhe von 2,19 % (VJ: 1,94 %–1,95 %) zur Anwendung. Es wurden Gehaltssteigerungen von 0,00 % ab Monat 0; 3,30 % ab Monat 6; 0,98 % ab Monat 19; 0,96 % ab Monat 32; 2,00 % ab Monat 36 sowie 2,49 % ab Monat 48 eingerechnet. Im Vorjahr wurden Ge-haltssteigerungen von 4,40 % im 1. Jahr, 3,50 % im 2. Jahr, 3,20 % im 3. Jahr, 3,00 % im 4. Jahr, 3,00 % im 5. Jahr und 2,47 % in den Folgejahren angenommen. Als kalkulatorisches Pensionsalter wird unter Beachtung der Übergangsbestimmungen des „BVG Altersgrenzen“ (BGBI. 832/1992) 63 Jahre für Frauen bzw. 63 Jahre für Männer zugrunde gelegt. Allfällig individuell gemeldete Pensionsantrittsdaten wurden berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden konzerneinheitlich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen anhand der „AVÖ 2018-P – Rechtsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ in der Ausprägung für Angestellte nach dem Teilwertverfahren bewertet. Als Rechnungszins kommt der 7-Jahres-Durchschnittszinssatz bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 6 bis 9 Jahren (VJ: 6 bis 10 Jahren) in Höhe von 1,91 % bis 2,00 % (VJ: 1,56 %–1,76 %) zur Anwendung. Es wurden Gehaltsstei-gerungen von 0,00 % bis 4,00 % ab Monat 0; 2,70 % bis 4,00 % ab Monat 6; 0,98 % bis 3,70 % ab Monat 19, 0,96 % bis 3,50 % ab Monat 32; 2,00 % bis 3,50 % ab Monat 36 sowie 2,49 % bis 2,97 % ab Monat 48 eingerechnet. Im Vorjahr wurden Gehaltssteigerungen von 4,40 % bis 5,00 % im 1. Jahr, 3,50 % bis 4,00 % im 2. Jahr, 3,20 % bis 3,70 % im 3. Jahr, 3,00 % bis 3,50 % im 4. und 5. Jahr und 2,42 % bis 2,47 % in den Folgejahren angenommen. Als kalkulatorisches Pensionsalter wird unter Beachtung der Übergangsbestimmungen des „BVG Altersgrenzen“ (BGBI. 832/1992) 63 Jahre für Frauen bzw. 63 Jahre für Männer zugrunde gelegt. Allfällig individuell gemeldete Pensionsantrittsdaten wurden berücksichtigt.

Die Holding Graz hat im Dezember 2007 eine Vereinbarung mit der Stadt Graz hinsichtlich der Rückübertragung der Leistungspflichten betreffend die Ruhe- und Versorgungsgenüsse der abgeordneten Gemeindebediensteten sowie der Übertragung der Pensionsleistungen aus den Kollektivverträgen an die Stadt Graz zum Stichtag 31.12.2007 abgeschlossen. Seit 01.01.2008 hat die Stadt Graz sämtliche Pensionsleistungen und damit verbundene Zahlungsverpflichtungen übernommen. Für die Holding Graz stellen diese seit dem 01.01.2008 eine Eventualverbindlichkeit dar.

Nicht übernommen sind die zukünftigen Pensionsleistungen für Arbeitnehmer:innen der Holding Graz Linien, die Anfang 2008 vor Änderung des Kollektivvertrags (Pensionsrecht) neu eingetreten sind. Aufgrund kollektivvertraglicher Verpflichtungen müssen für diese Eintritte Pensionsrückstellungen gebildet werden. Diese werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen für Anwartschaften nach dem Teilwertverfahren berechnet. Zur Berücksichtigung der Fluktuation wurden wie im Vorjahr jährliche dienstzeitabhängige Raten für vorzeitige Beendigungen des Dienstverhältnisses angesetzt. Als Rechnungszins kommt der 7-Jahres-Durchschnittszinssatz bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren (VJ: 15 Jahren) in Höhe von 2,19 % (VJ: 1,94 %) zur Anwendung. Es wurden Gehaltssteigerungen von 0,00 % ab Monat 0, 3,30 % ab Monat 6, 0,98 % ab Monat 19, 0,96 % ab Monat 32, 2,00 % ab Monat 36 sowie 2,49 % ab Monat 48 eingerechnet. Im Vorjahr wurden Gehaltssteigerungen von 4,40 % im 1. Jahr, 3,50 % im 2. Jahr, 3,20 % im 3. Jahr, 3,00 % im 4. und 5. Jahr und 2,47 % in den Folgejahren angenommen. Als kalkulatorisches Pensionsalter wird unter Beachtung der Übergangsbestimmungen des „BVG Altersgrenzen“ (BGBI. 832/1992) 63 Jahre für Frauen bzw. 63 Jahre für Männer zugrunde gelegt. Allfällig individuell gemeldete Pensionsantrittsdaten wurden berücksichtigt. Als Basis zur Berechnung der Pensionsrückstellung dienen die „AVÖ 2018-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ in der Ausprägung für Angestellte.

Die Rückstellungen für Kostenersätze für die zum Dienst abgeordneten Gemeindebediensteten umfassen Kostenersätze für Ruhe- und Versorgungsgenüsse. Die Ermittlung der Ruhe- und Versorgungsgenüsse erfolgt nach den bestehenden Pensionsregelungen. Ansprüche auf-

grund der die Gleichbehandlung von Männern und Frauen betreffenden Judikatur des Europäischen Gerichtshofes werden nicht bewertet. Ansonsten dienen dieselben Rechnungsgrundlagen wie für die Rückstellungen für Pensionen. Als Rechnungszins kommt der Durchschnittszinssatz bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 6 Jahren (VJ: 15 Jahre) in Höhe von 1,88 % (VJ: 1,94 %) zur Anwendung. Es wurden Gehaltssteigerungen von 1,81 % ab Monat 0 sowie 2,00 % ab Monat 12 eingerechnet. Im Vorjahr wurden Gehaltssteigerungen von 4,40% im 1. Jahr, 3,50 % im 2. Jahr, 3,20 % im 3. Jahr, 3,00 % im 4. und 5. Jahr und 2,47 % in den Folgejahren angenommen.

Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden mit ihrem versicherungsmathematischen Wert ausgewiesen. Für die Berechnung des Fluktuationsabschlages wurden neben den Invalidisierungs- und Sterberaten und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters jährliche dienstzeitabhängige Raten für vorzeitige Beendigungen des Dienstverhältnisses angesetzt. Um betriebswirtschaftlich plausible Rückstellungsergebnisse zu erzielen, werden die angesetzten Fluktuationsraten für zukünftige Dienstzeiten ab dem Bilanzstichtag berücksichtigt. Als Rechnungszins kommt der 7-Jahres-Durchschnittszinssatz bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 8 bis 11 Jahren (VJ: 8 bis 11 Jahren) in Höhe von 1,88 % bis 2,08 % (VJ: 1,66 % bis 1,81 %) zur Anwendung. Es wurden Gehaltssteigerungen von 0,00 % bis 4,00 % ab Monat 0; 2,70 % bis 3,70 % ab Monat 6; 0,98 % bis 3,50 % ab Monat 19; 0,96 % bis 3,50 % ab Monat 32; 2,00 % bis 3,50 % ab Monat 36 sowie 2,49 % bis 2,97 % ab Monat 48 eingerechnet. Im Vorjahr wurden Gehaltssteigerungen von 4,40 % bis 5,00 % im 1. Jahr; 3,50 % bis 4,00 % im 2. Jahr; 3,20 % bis 3,70 % im 3. Jahr; 3,00 % bis 3,50

% im 4. Jahr; 3,00 % bis 3,50 % im 5. Jahr und 2,42 % bis 2,47 % in den Folgejahren angenommen. Als kalkulatorisches Pensionsalter wird unter Beachtung der Übergangsbestimmungen des „BVG Altersgrenzen“ (BGBI. 832/1992) 63 Jahre für Frauen bzw. 63 Jahre für Männer zugrunde gelegt. Allfällig individuell gemeldete Pensionsantrittsdaten wurden berücksichtigt.

Die Anpassung der Rückstellungen für langfristiges Sozialkapital wird in eine Personal- und eine Zinskomponente getrennt. Die Zinskomponente wird unter „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, bei Fremdwährungsverbindlichkeiten wird erforderlichenfalls der höhere Stichtagskurs zur Bewertung herangezogen. Soweit erforderlich, werden langfristige Rückstellungen abgezinst. Als Rechnungszinssatz kommt ein 7-JahresDurchschnittszinssatz laut Zinstabelle der Deutschen Bundesbank mit der auf die jeweilige Rückstellung zutreffenden Restlaufzeit zur Anwendung.

III.

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSITIONEN DER KONZERNBILANZ UND DER KONZERN-GEWINNUND-VERLUST-RECHNUNG

Die Postenbezeichnungen werden gemäß § 223 Abs. 4 UGB auf die tatsächlichen Inhalte verkürzt.

1. BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem konsolidierten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen entwickelten sich im Berichtsjahr im Detail wie folgt:

Europlakat d.o.o., Ljubljana

Europlakat d.o.o., Zagreb

Progress Außenwerbung Gesellschaft m.b.H., Salzburg

PSG Poster Service GmbH, Klagenfurt

Flughafen Graz Sicherheitsdienste GmbH, Feldkirchen

ITG Informationstechnik Graz GmbH, Graz

Swissport Cargo Services Graz GmbH, Feldkirchen

Megaboard GmbH, Wien

Die sonstigen Beteiligungen setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

• Murkraftwerk Graz Errichtungs- und BetriebsgmbH, EUR 1.054.500,00

• EXAA Abwicklungsstelle für Energieprodukte AG, EUR 33.496,09

• APCS Power Clearing and Settlement AG, EUR 10.730,19

• AGCS Gas Clearing and Settlement AG, EUR 3.459,61

• EGE-Einkaufsgenossenschaft österreichischer Elektrizitätswerke registrierte Genossenschaft mit

beschränkter Haftung, EUR 1.308,11

• CISMO Clearing Integrated Services and Market Operations GmbH, EUR 1.241,88

• EDA Energiewirtschaftlicher Datenaustausch GmbH, EUR 53.000,00

• E-VO eMobility GmbH, EUR 350.400,00

In den Ausleihungen an assoziierte Unternehmen sind Ausleihungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr von EUR 1.985.767,62 enthalten (VJ: 2.315,7 TEUR).

In den sonstigen Ausleihungen sind Ausleihungen an den Fremdgesellschafter der Energie Graz GmbH (vormals Energie Graz GmbH & Co KG) – die Energie Steiermark AG – in Höhe von EUR 24.959.107,01 (VJ: 27.964,6 TEUR), Forderungen gegenüber Kund:innen in Höhe von EUR 1.382.947,48 (VJ: 980,6 TEUR) sowie Darlehen gegenüber der Stadt Graz in Höhe von EUR 337.633.037,94 (VJ: 334.398,3 TEUR) enthalten. Davon sind EUR 4.461.294,43 (VJ: 20.988,1 TEUR) innerhalb eines Jahres fällig.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen im Wesentlichen zur Deckung der Vorsorge für Pensionen gemäß § 14 EStG und betragen EUR 9.089.503,60 (VJ: 9.214,5 TEUR).

Die in den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten im Wesentlichen Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von EUR 2.249.937,49 (VJ: 2.457,6 TEUR), Ersatzteile für Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von EUR 12.525.473,38 (VJ: 12.270,5 TEUR) sowie die Wertberichtigung vom Lagermaterial in Höhe von EUR –1.678.130,77 (VJ: –1.507,5 TEUR).

Die Fristigkeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind direkt aus der Bilanz ersichtlich. Zum Bilanzstichtag werden pauschale Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 328.058,02 (VJ: 384,9 TEUR) gebildet.

In den Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 427.869,84 (VJ: 529,0 TEUR) und sonstige Forderungen in Höhe von EUR 303.336,87 (VJ: 212,9 TEUR) enthalten.

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände umfassen Vorauszahlungen an das Personal, Forderungen gegenüber dem Finanzamt, Forderungen an die Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) und Österr. Forschungsförderungsges. mbH (FFG) sowie diverse Abgrenzungen. Darüber hinaus sind im Wesentlichen kurzfristige Veranlagungen mit diversen Bank- und Kreditinstituten in Höhe von EUR 116.000.000,00 (VJ: 5.300,0 TEUR) enthalten. Diese werden unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen, da eine Bindung von mind. 1 Monat besteht und keine vorzeitige Auflösung/Kündigung möglich ist. Darin enthalten sind Erträge in Höhe von EUR 6.558.694,10 (VJ: 813,0 TEUR), die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Aktive latente Steuern werden nur bis zur Höhe der passiven latenten Steuern angesetzt, da aus heutiger Sicht in den nächsten Jahren unter Berücksichtigung der vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge nicht mit positiven steuerlichen Ergebnissen der Unternehmensgruppe zu rechnen ist.

Die Anteile konzernfremder Gesellschafter:innen betreffen Fremdanteile an der

• Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd, Gesellschaft m.b.H.: EUR –70.156,86 (VJ: –20,5 TEUR)

• SERVUS ABFALL Dienstleistungs GmbH: EUR 2.792.357,30 (VJ: 3.760,4 TEUR)

• Grazer Energieagentur Ges.m.b.H.: EUR 315.645,51 (VJ: 555,6 TEUR)

• Teilkonzern Ankünder: EUR 7.605.414,37 (VJ: 7.580,1 TEUR)

• Teilkonzern Flughafen: EUR 4.458.105,96 (VJ: 4.072,9 TEUR)

• Teilkonzern Energie Graz: EUR 37.518.218,99 (VJ: 32.126,9 TEUR)

Im Rahmen der COVID-19-Pandemie wurde von der österreichischen Bundesregierung eine Investitionsprämie zur Förderung von Investitionen in einem bestimmten Zeitraum beschlossen. Die Darstellung der Investitionsprämie erfolgt wie jene der übrigen Investitionszuschüsse nach der Bruttomethode in der Bilanzposition „Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln“. Davon wurden im aktuellen Geschäftsjahr EUR 213.701,17 (VJ: 245,5 TEUR) erfolgswirksam aufgelöst.

Bezüglich der Entwicklung der Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln und der Baukostenzuschüsse wird auf den gleichnamigen Spiegel verwiesen.

Die Steuerrückstellung umfasst im Wesentlichen die Benützungsabgabe für 2025 in Höhe von EUR 4.454.745,00 (VJ: 4.005,8 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

noch nicht kons. Urlaube

noch nicht fakturierte Eingangsrechnungen

2025 [€] 2024 [€]

noch nicht kons. Zeitguthaben und Dienstfreigaben 5.818.798,24

Ersatzvornahme Tiefgarage –AJS ACOTON-Projekt

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährung von Nichtkreditinstituten in Höhe von EUR 712.754.514,24 (VJ: 601.974,2 TEUR), die sich aus Darlehen von der Stadt Graz für die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur in Höhe von EUR 390.000.000,00 (VJ: 320.000,0 TEUR), aus der Veranlagung von rücklagengebundenen Zahlungsmittelreserven der Stadt Graz in Höhe von EUR 298.654.514,24 (VJ: 257.574,2 TEUR), Termingeldern aus Cash Pooling von EUR 4.100.000,00 (VJ: 4.400,0 TEUR) und aus Verbindlichkeiten gegenüber der Energie Steiermark Finanz-Service GmbH in Höhe von EUR 20.000.000,00 (VJ: 20.000,0 TEUR) zusammensetzen. Davon haben EUR 403.700.000,00 (VJ: 340.000,0

TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Es bestehen Anleihen in Höhe von EUR 112.500.000,00 (VJ: 115.000,0 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 6.250.000,00 (VJ: 6.250,0 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 78.915,04 (VJ: 0,00 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen GrazGutscheine, Finanzierungsbeiträge von Solar-Anleger:innen, Kund:innenvorauszahlungen sowie diverse Abgrenzungen. Darin sind Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.813.322,01 (VJ: 4,4 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 21.408.202,67 (VJ: 14.197,5 TEUR) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von EUR 4.283.762,09 (VJ: 6.806,2 TEUR) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.412,00 (VJ: 0,0 TEUR).

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen beträgt für das folgende Geschäftsjahr EUR 4.434.495,96 (VJ: 4.327,5 TEUR) und in den folgenden 5 Geschäftsjahren EUR 18.995.801,86 (VJ: 20.952,1 TEUR).

Im Holding Graz Konzern liegen zum 31.12.2024 folgende Ha ungsverhältnisse vor:

• Die Haftungsübernahmen für gewährte Darlehen des Umwelt- und Wasserwirtschaftsfonds beim Wasserverband Umland Graz in Höhe von EUR 2.061.878,59 (VJ: 2.137,3 TEUR).

• Die Haftung der Gesellschaft für die an die Stadt Graz ausgegliederten Verpflichtungen aus den Kollektivverträgen. Die Bewertung der Eventualverbindlichkeit erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen anhand der „AVÖ 2018-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ in der Ausprägung für Angestellte nach dem Teilwertverfahren und beträgt EUR 233.941.319,36 (VJ: 263.351,4 TEUR).

Als Rechnungszins kommt der 7-Jahres-Durchschnittszinssatz bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren (VJ: 15 Jahren) in Höhe von 2,19 % (VJ: 1,94 %) zur Anwendung.

• Die Haftung als Bürge und Zahler gemäß der Vereinbarung zwischen der Grazer Schleppbahn GmbH, der FCC Austria Abfall Service AG (vormals A.S.A. Abfallservice AG) und der Holding Graz im Ausmaß von EUR 900.000,00 (VJ: 1.000,0 TEUR) für den Zeitraum von 2010 bis 2035, jährlich fallend um EUR 100.000,00.

• Garantie gegenüber der ÖBV Realitäten GmbH (vormals Bruno Wakonig) betreffend Mietvertrag Steinfeldhaus in Höhe von EUR 130.000,00 (VJ: 130,0 TEUR), befristet bis 31.12.2028. Das entsprechende Objekt wurde im Jahr 2022 von Bruno Wakonig an die ÖBV Realitäten GmbH verkauft.

• Die Energie Graz GmbH (vormals Energie Graz GmbH & Co KG) und die OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG haben einen Vertrag über die Zuweisung, den Kauf und die Errichtung der Vergütung von Öko-

strom abgeschlossen. Die Holding Graz übernimmt die Garantie zur Sicherstellung aller Rechte des Begünstigten (OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG, Wien) aus dem Vertrag vom 16.01.2020 bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 974.610,00 (VJ: 974,6 TEUR).

• Die Citycom Telekommunikation GmbH und die Hutchison Drei Austria GmbH haben einen Rahmenvertrag „Infrastruktur“ abgeschlossen. Die Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH hat eine Patronatserklärung abgegeben und zugesichert, jederzeit für die Erbringung der vertraglichen Leistungen der Citycom Telekommunikation GmbH in Höhe von maximal EUR 1.500.000,00 (VJ: 0,0 TEUR) aus dem Rahmenvertrag „Infrastruktur“ vom 20. März 2025 zu sorgen.

• Im Jahr 2024 wurde durch die Raser Kompostservice GesnbR eine Siebmaschine im Wert von netto EUR 180.734,68 erworben. Mit Vertrag vom 09.07.2024 hat die A.D. BioErde und Kompost GmbH, als Teilhaber dieser Gesellschaft, einen Anteil von 8,75 % an dieser Siebmaschine. In diesem Ausmaß verpflichtet sich die A.D. BioErde und Kompost GmbH für die Finanzierung anteilig aufzukommen. Die Haftung für die gesamte Mietkaufsumme erfolgt zur ungeteilten Hand. Dadurch ergibt sich eine Eventualverbindlichkeit in Höhe der Differenz zwischen dem zum Bilanzstichtag offenen Finanzierungsbetrag und der in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Verbindlichkeit mit einem Betrag von EUR 93.189,28 (VJ: 117,4 TEUR).

• Der Haftungskredit für die Frachtabwicklung ist mit Februar 2016 an das beteiligte Unternehmen SCSG (Swissport Cargo Services Graz GmbH) übergegangen.

Für den Haftungskredit über EUR 62.500,00 (VJ: 62,5 TEUR) zugunsten der Europäischen Union wurde von der Flughafen Graz Betriebs GmbH die Haftung als Bürge und Zahler übernommen. Der Haftungskredit wurde bisher nicht in Anspruch genommen, eine Eventualverbindlichkeit war daher nicht auszuweisen.

2. Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Im Zuge der Aufwands- und Ertragseliminierung wurden die Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung um die konzerninternen Umsätze bzw. Aufwendungen bereinigt. Die gesamten Umsatzerlöse (davon Auslandsumsätze in der Höhe von EUR 241.324,30 (VJ: 105,6 TEUR)) werden den verschiedenen Geschäftsfeldern wie folgt zugerechnet:

Energie 326.509.404,06

Betrieb von Verkehrseinrichtungen

Betrieb des Verkehrsflughafens Graz

Durchführung von Werbung jeder Art 17.158.209,79 19.258.130,90

Dienstleistungen der Telekommunikation 9.898.421,39 9.968.661,39

Bestattungsleistungen, Leichenverbrennung, Urnenfriedhof

Betrieb von Sport- und Freizeitanlagen sowie Gastronomie 7.097.517,45 6.938.564,02

Sonstige Dienstleistungen 5.474.711,50 5.632.567,57

Kommunalwerkstätte 209.318,40 203.648,27 675.604.750,45 688.536.653,02

Die übrigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Mahn- und Mehrgebühren, Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln für die Anwendung des Verbundtarifes 2025, einbehaltene Pensionsbeiträge und Erträge aus der Auflösung von Personalrückstellungen.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen verteilen sich im Wesentlichen auf Materialverbrauch, Strom-, Gas- Fernwärme- und Wasserbezugskosten, Strom- und Gasverbrauch, Treibstoffe, Fremdleistungen für die Wirtschaftsbetriebe und Weiterführung der Autobuslinien, Fremdleistungen für die Abfallbehandlung und Abfallentsorgung sowie Aufwendungen für Mitarbeiter:innen ohne Dienstverhältnis.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter:innenvorsorgekassen setzen sich wie folgt zusammen:

Anpassung Abfertigung

Beiträge Mitarbeiter:innenvorsorgekasse

Zur Vermeidung des Ausweises eines Negativpostens wurde unter Anwendung der AFRAC-Stellungnahme 27 im aktuellen Geschäftsjahr der positive Saldo aus den Verminderungen, Erträgen und Zuweisungen in Zusammenhang mit Abfertigungsrückstellungen in Höhe von insgesamt EUR 1.129.420,23 in den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2025 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von EUR 4.716.577,86 (VJ: 0,00 TEUR) vorgenommen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen folgende Aufwendungen enthalten:

Steuern, außer Steuern von Einkommen 5.214.051,30

Fremdleistungen (IT, Reinigung)

Treibstoffe, Energie, Müll- u. Kanalgebühren

Entsorgungsaufwand Altlasten

0,00 Werbung, Sponsoring und Medien

Aufwendungen für Mitarbeiter:innen ohne Dienstverhältnis

Mieten, Pachten und Leasing

Verlust aus Anlagenabgängen

Rechts- und sonstiger Beratungsaufwand 1.937.360,97

Restliche sonstige Aufwendungen

Die Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen betreffen folgende Anteile:

Progress Außenwerbung GmbH, Salzburg 853.168,19 914.983,71

PSG Poster Service GmbH, Klagenfurt

Europlakat d.o.o., Ljubljana 562.397,77 698.899,51

Europlakat d.o.o., Zagreb 822.841,40 731.382,73

Flughafen Graz Sicherheitsdienste GmbH 272.909,67 227.000,56

ITG Informationstechnik Graz GmbH 45.950,91 65.981,96

Megaboard GmbH 946.292,35 964.353,84

Die Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen betreffen folgende Anteile:

[€] 2024 [€]

Europlakat d.o.o., Ljubljana 0,01

Megaboard GmbH

Davon entfallen EUR 407.028,97 (VJ: 712,9 TEUR) auf Abschreibungen des Firmenwerts.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten vor allem Bank- und Kreditzinsen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verzinsung von langfristigen Sozialkapitalrückstellungen.

Der Minderheitenanteil am Jahresergebnis beinhaltet Anteile an:

• Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd, Gesellschaft m.b.H.: EUR –49.645,58 (VJ: –49,6 TEUR)

• Grazer Energieagentur Ges.m.b.H.: EUR –239.998,18 (VJ: –37,7 TEUR)

• SERVUS ABFALL Dienstleistungs GmbH: EUR 967.645,37 (VJ: 2.123,6 TEUR)

• A.D. BioErde und Kompost GmbH: EUR 0,00 (VJ: 26,5 TEUR)

• Teilkonzern Ankünder: EUR 1.983.443,17 (VJ: 2.851,2 TEUR)

• Teilkonzern Flughafen: EUR 385.212,08 (VJ: 415,7 TEUR)

• Teilkonzern Energie Graz: EUR 10.023.782,80 (VJ: 18.696,3 TEUR)

Der im Jänner 2025 beschlossene Verkehrsfinanzierungsvertrag 2.1 (VFV 2.1) wurde rückwirkend zum 1. Jänner 2025 auf 10 Jahre abgeschlossen und hebt den seit Dezember 2015 gültigen Verkehrsfinanzierungsvertrag 2 (VFV 2) mit 31. Dezember 2024 einvernehmlich auf. Zudem wurde aufgrund des Gemeinderatsbeschlusses vom 15.05.2025 zwischen der Stadt Graz und der Holding Graz ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, der die Stadt Graz verpflichtet, ab 1. Jänner 2025 den jeweiligen Jahresverlust (nach Rücklagenbewegungen) der Holding Graz gemäß dem geprüften Einzelabschluss zu übernehmen. Bei einem allfälligen Jahresgewinn (nach Rücklagenbewegungen) ist hingegen die Holding Graz verpflichtet, diesen an die Stadt Graz abzuführen. Aufgrund des VFV 2.1 hat die Stadt Graz im Jahr 2025 die Verlustabgeltung in Höhe von EUR 31.806.914,08 (VJ: 48.000,0 TEUR) übernommen. Zur Abdeckung des Jahresverlustes musste die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 35.023.568,60 (VJ: 29.722,0 TEUR) aufgelöst werden. Die Aufwendungen für die Konzernabschlussprüfung betragen für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der Holding Graz GmbH EUR 166.783,33 (VJ: 163,2 TEUR). Für andere Bestätigungsleistungen sind EUR 2.850,00 (VJ: 5,8 TEUR) und für sonstige Leistungen EUR 12.875,00 (VJ: 9,5 TEUR) angefallen.

Weitere Informationen zu Prüfungs- und Beratungskosten der einzelnen Konzernunternehmen können den Anhängen der Einzelabschlüsse entnommen werden.

IV. SONSTIGE ANGABEN

A) ANZAHL DER ARBEITNEHMER:INNEN

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer:innen in Vollzeitäquivalenten betrug 3.364 (VJ: 3.318), davon 1.214 (VJ: 1.176) Angestellte und 2.150 (VJ: 2.142) Arbeitende. In Köpfen betrug sie 3.606 (VJ: 3.560), davon 1.333 Angestellte (VJ: 1.283) und 2.273 (VJ: 2.277) Arbeitende.

B) AUFWENDUNGEN FÜR ORGANE DER KONZERNLEITUNG

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung sind Beträge für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte in Höhe von EUR 24.376,47 (VJ: –69,7 TEUR) enthalten.

Die Vergütungen für das Geschäftsjahr 2025 an den Aufsichtsrat des Mutterunternehmens betrugen EUR 63.400,00 (VJ: 62,1 TEUR).

Die Bezüge der Geschäftsführung des Mutterunternehmens beliefen sich im Jahr 2025 auf EUR 1.292.882,51 (VJ: 801,1 TEUR).

ANZAHL MITARBEITER:INNEN

C) ORGANE DER GESELLSCHAFT

Aufsichtsratsmitglieder siehe Seite 174 Vom Betriebsrat entsandt:

• Horst SCHACHNER (Zentralbetriebsratsvorsitzender plus Arbeiterbetriebsrat Graz Linien)

• Tamara-Juana BENEDIKT (Arbeiterbetriebsrätin Graz Linien)

• Wolfgang RUCKER (Betriebsrat Stadtraum und Kommunalwerkstätte)

• Michaela MUNTER (Betriebsrat Management und Beteiligungen)

• Gerhard SUMANN (Arbeiterbetriebsrat Graz Linien)

Geschä sführung

• Mag. Dr. Gert Roman HEIGL

• Dipl.-Ing. Wolfgang MALIK (bis 31.12.2025)

• Dipl.-Ing.in Dr.in Alexandra LOIDL (ab 01.01.2026)

• Mag. Markus PERZ, MA MBA

V. NACHTRAGSBERICHT

Im Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und Erstellungstag des Konzernabschlusses kam es zu keinem Vorgang oder Geschäftsfall von wesentlicher finanzieller Bedeutung, der weder in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung noch in der Bilanz berücksichtigt ist.

Graz, am 12. März 2026

Die Geschäftsführung

Mag. Dr. Gert Roman Heigl

Mag. Mark Perz, MA MBA

Dipl.-Ing.in Dr.in Alexandra Loidl

Corporate Governance Bericht

Gemäß Pkt. 8. der Präambel des Gesellschaftsvertrags der Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH (Holding Graz) vom 15.05.2013, idF vom 31.08.2020, verpflichtet sich die Holding Graz freiwillig, jährlich einen Corporate Governance Bericht (CG-Bericht) im Sinne des Art. 1 des Unternehmensrecht-Änderungsgesetzes 2008 iVm § 243 (c) UGB idF des AktRÄG 2009, jeweils in der geltenden Fassung, vorzulegen. Als Grundlage für den jährlichen CG-Bericht der Holding Graz dient nach Maßgabe der Tabelle der Österreichische Corporate Governance Kodex (ÖCGK), Stand Jänner 2025 (https://www.

corporate-governance.at/uploads/u/corpgov/files/kodex/ corporate-governance-kodex-012025.pdf ). Anstelle des Aktiengesetzes sind die korrespondierenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes sinngemäß anzuwenden. Als nicht relevant werden im Wesentlichen jene Bestimmungen des ÖCGK angesehen, die speziell auf börsennotierte Aktiengesellschaften anwendbar sind, sowie jene Bestimmungen des ÖCGK, für die es seitens der Gesellschafter:innen der Holding Graz eigene Beschlüsse bzw. Vorgaben (z. B. Gemeinderatsbeschlüsse) gibt.

Österreichischer Corporate Governance Kodex relevant nicht relevant

I. Präambel X

II. Aktionär:innen und Hauptversammlung 1–8

III. Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand 9–12

IV. Vorstand

Kompetenzen und Verantwortung des Vorstands 14–16, 16a, 17a, 18, 18a, 18b 13, 17

Regeln für Interessenkonflikte und Eigengeschäfte 23–26 19–22

Vergütung des Vorstands GR-Beschluss vom 05.11.2020 26a, 26b,28, 28a, 29, 29a

V. Aufsichtsrat

Kompetenzen und Verantwortung des Aufsichtsrats 32, 34, 36, 37 33, 34a, 35

Bestellung des Vorstands

Grundlage GR-Berichte GZ A 8 – 30180/2006-2 und GZ A 8 -16 vom 19.10.2006 und vom 09.06.2011 38, 38a, 38b, 38c

Ausschüsse 39–40, 40a 41, 42, 43

Regeln für Interessenkonflikte und Eigengeschäfte 44–49

Vergütung des Aufsichtsrats

Grundlage GR-Bericht GZ A 8 -30180/2006-27 vom 07.07.2022 50, 51

Qualifikation, Zusammensetzung und Unabhängigkeit des Aufsichtsrats 52, 52a, 53, 55, 56, 58 54, 57

Mitbestimmung 59

VI. Transparenz und Prüfung

Transparenz der Corporate Governance 60, 61 62

Rechnungslegung und Publizität 69, 70 63–68

Investor Relations/Internet

Abschlussprüfung

71–76

78–81, 82, 83 77, 81a,81b, 82a

Anhänge 1, 2a, 2b, 3, 4 X

Kapitel/Punkt

ÖCGK

Erörterung zu Kapitel bzw. Punkt lt. Kodex

I. Präambel nicht relevant

II. Aktionär:innen und Hauptversammlung

1–8 nicht relevant

III. Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand

9 Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements der Gesellschaft und wesentlicher Konzernunternehmen in regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen sowie im Rahmen der quartalsmäßigen Berichterstattung. Aus wichtigem Anlass berichtet der Vorstand dem Aufsichtsrat unverzüglich. Ferner wird über Umstände, die für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sind, dem Aufsichtsrat unverzüglich berichtet. Die Organmitglieder und deren involvierte Mitarbeiter:innen unterliegen dabei einer strengen Vertraulichkeitspflicht.

10 Die den Grundsätzen guter Corporate Governance folgende Unternehmensführung findet im Rahmen offener Diskussionen zw. Vorstand und Aufsichtsrat und innerhalb dieser Organe statt.

11 Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung.

12 Unterlagen für Aufsichtsratssitzungen stehen im Regelfall mindestens eine Woche vor der jeweiligen Sitzung zur Verfügung.

IV. Vorstand

Kompetenzen und Verantwortung des Vorstands

13 nicht relevant

14 Der Vorstand berät in wöchentlichen Sitzungen den aktuellen Geschäftsverlauf, trifft im Rahmen dieser Sitzungen die notwendigen Entscheidungen und fasst die erforderlichen Beschlüsse. Die Mitglieder des Vorstands befinden sich in ständigem gegenseitigem Informationsaustausch untereinander und mit den jeweiligen zuständigen Organisationseinheiten.

15 Mit Vorstandsbeschluss 15/2023 vom 12.09.2023 wurde ein Compliance-Managementsystem mit den entsprechenden Verantwortlichkeiten sowie die koordinierte und gezielte Umsetzung von Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung der für die Unternehmen jeweils relevanten Normen (Gesetze, Verordnungen, Richtlinien, vertragliche Verpflichtungen, regulatorische Anforderungen und dergleichen) und Minimierung der daraus resultierenden Haftungsrisiken festgelegt.

16 Die Arbeitsweise des Vorstands erfolgt auf Grundlage des Gesellschaftsvertrags vom 15.05.2013, idF vom 31.08.2020, sowie der Geschäftsordnung für den Vorstand vom 10.12.2020 idF vom 01.04.2021.

Zusammensetzung des Vorstands und Kompetenzverteilung: Name und Kompetenzbereich

Geburtsjahr Funktionsbeginn (Datum der Erstbestellung) Ende der Funktionsperiode

DI Wolfgang MALIK (Vorstandsvorsitzender), Management & Beteiligungen 1954 03.04.2000 31.12.2025

Mag. Dr. Gert Roman HEIGL, Infrastruktur & Energie 1964 01.01.2016 31.12.2025

Mag. Markus PERZ, MA MBA, Mobilität & Freizeit 1979 01.04.2021 31.12.2025

16a Der Vorstand bezieht bei der Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie Aspekte der Nachhaltigkeit und damit verbundene Chancen und Risiken in Bezug auf Umwelt, soziale Belange und Corporate Governance mit ein.

17 nicht relevant

Kapitel/Punkt

ÖCGK

Erörterung zu Kapitel bzw. Punkt lt. Kodex

17a Im Unternehmen ist ein Risikomanagementsystem eingerichtet. Mit VSB 7/2017 vom 14.02.2017 wurde das Chancen- und Risikomanagement der Holding Graz und ein begleitendes Qualitätssicherungsmanagement umgesetzt.

18, 18a Aufgrund der Größe der Gesellschaft ist eine Interne Revision eingerichtet. Diese ist als weisungsfreie Organisationseinheit in der Vorstandsstabstelle „Gremien & Revision“ implementiert. Über Revisionsplan bzw. wesentliche Ergebnisse ist dem Aufsichtsratsvorsitzenden, der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, dem Vorstand und dem Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Abschlussprüfung berichtet worden.

18b In Entsprechung der Regeln über die Vorkehrungen zur Bekämpfung von Korruption im Unternehmen hat der Vorstand mit Beschluss 32/2024 vom 22.10.2024 eine an das Korruptionsstrafrechtsänderungsgesetz 2023 angepasste Anti-Korruptions-Richtlinie unter Beibehaltung des entsprechenden Meldesystems sowie der Verbuchungsrichtlinie (Vorstandsbeschluss 50/2020 vom 15.12.2020) erlassen. Mittels Vorstandsbeschluss vom 10.12.2021 wurde im Konzern Holding Graz entsprechend der EU-Richtlinie 2019/1937 ein Hinweisgeber:innensystem implementiert. Dieses ist seit 01.07.2022 in Betrieb.

Regeln für Interessenkonflikte und Eigengeschäfte

19–22 nicht relevant

23 Es bestehen keine persönlichen Interessen bzw. Interessenkonflikte im Zusammenhang mit Transaktionen oder sonstigen Tätigkeiten der Gesellschaft.

24 Allfällige Geschäfte zwischen der Gesellschaft bzw. Konzernunternehmen und ihnen nahestehenden Personen oder Unternehmen entsprechen branchenüblichen Standards bzw. sind marktüblich.

25 Die Vorstandsmitglieder sind nicht Aufsichtsratsmitglieder in anderen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Aktiengesellschaften. Mag. Markus PERZ, MA MBA ist an der Wildbach Chalet Turrach OG als persönlich haftender Gesellschafter beteiligt.

26 Nebentätigkeiten leitender Angestellter:

Prok. Dr. Michael HIERZENBERGER:

• Geschäftsführer der Grazer Unternehmensfinanzierungs GmbH

• Geschäftsführer der Stromnetz Graz GmbH

• Prokurist der Energie Graz GmbH

Prok. Mag. Christian KÖBERL:

• Vorstandsmitglied im Verein Nachwuchsleistungssportzentrum Steiermark (NLZ)

Prok. Mag. Gernot KURRENT:

• keine

Prok. Richard PEER, MSc:

• Geschäftsführer der achtzigzehn – Konzept & Gestaltung GmbH

• Stv. Aufsichtsratsvorsitzender der NAZ Ausbildungscampus GmbH

Prok. Dr. Peter STEPANTSCHITZ:

• Geschäftsführer der Dr. Peter Stepantschitz GmbH

Vergütung des Vorstands

26a, 26b nicht relevant

27, 27a, GR-Beschluss vom 05.11.2020 (GZ: A8 020081/2006/0254, A8 021515/2006/0272)

28–29a nicht relevant

Bezüge der Mitglieder des Vorstands der Holding Gaz (Aktivzeit) und Zahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder im Jahr 2025: 1.659,80 TEUR

V. Aufsichtsrat

Kapitel/Punkt

ÖCGK

Erörterung zu Kapitel bzw. Punkt lt. Kodex

Kompetenzen und Verantwortung des Aufsichtsrats

32 Die Arbeitsweise des Aufsichtsrats erfolgt auf Grundlage des Gesellschaftsvertrages vom 15.05.2013, idF vom 31.08.2020, sowie der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats vom 04.06.2013.

Die Kapitalvertreter:innen des Aufsichtsrats wurden mit Beschluss des Gemeinderats vom 24.03.2022 und Generalversammlungsbeschluss der Holding Graz vom 01.04.2022 bestellt. Die Zahl der KapitalvertreterInnen wurde mit 10 festgelegt. Die Arbeitnehmer:innenvertreter werden gemäß ArbVG vom Betriebsrat nominiert.

Die Generalversammlung hat bei der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern auf die fachliche und persönliche Qualifikation der Mitglieder sowie auf eine im Hinblick auf die Struktur und das Geschäftsfeld der Gesellschaft fachlich ausgewogene Zusammensetzung des Aufsichtsrats geachtet.

Der Aufsichtsrat (Kapitalvertreter) besteht zu mindestens 40 Prozent aus Frauen. Kein Aufsichtsratsmitglied ist rechtskräftig wegen einer gerichtlich strafbaren Handlung verurteilt worden, die seine berufliche Zuverlässigkeit infrage stellt.

33 nicht relevant

34 Der Aufsichtsrat übt seine Agenden, insbesondere die Überwachung des Vorstands, unter Wahrung des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages aus. In der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ist ferner die Einrichtung von Ausschüssen und deren Entscheidungsbefugnis geregelt.

34a, 35 nicht relevant

36 Im Geschäftsjahr 2025 fanden 4 Aufsichtsratssitzungen statt.

37 Der Aufsichtsratsvorsitzende bereitet die Aufsichtsratssitzungen vor. Er hält insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden regelmäßig Kontakt und diskutiert mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens.

38–38 c nicht relevant

Ausschüsse

39 Der Aufsichtsrat kann gemäß § 12 des Gesellschaftsvertrags aus seiner Mitte zu seiner Beratung in bestimmten Angelegenheiten Ausschüsse bestellen, die zur Vorbereitung und Vorberatung der Beschlüsse im Aufsichtsrat berufen sind. Weiters kann der Aufsichtsrat den Ausschüssen die Befugnis einräumen, im Rahmen der ihnen zugewiesenen Kompetenzen Beschlüsse zu fassen.

40, 40a Gemäß § 30g Abs. 4 GmbHG ist für die Holding Graz ein Prüfungsausschuss zu bestellen, da die Größenmerkmale einer großen Gesellschaft gem. § 221 UGB überschritten sind. Der Prüfungsausschuss erfüllt Prüfungs- und Überwachungsaufgaben im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss, der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung sowie der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers/der Abschlussprüferin. Der Prüfungsausschuss berichtet dem Aufsichtsrat über die Prüfungsergebnisse. Weiters erstellt der Prüfungsausschuss einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers/der Abschlussprüferin und berichtet dem Aufsichtsrat darüber. Der Prüfungsausschuss erfüllt auch Überwachungsaufgaben im Sinne einer Prozesskontrolle für den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des Internen Revisionssystems, der Unabhängigkeit und der Tätigkeit des Abschlussprüfers bzw. der Abschlussprüferin und ist für die Genehmigung von Nichtprüfungsleistungen zuständig.

Der Aufsichtsrat der Holding Graz hat am 08.04.2022 beschlossen, dass dem Prüfungsausschuss sechs Kapitalvertreter:innen angehören. Die Belegschaftsvertretung hat zwei Mitglieder namhaft gemacht.

Im Geschäftsjahr 2025 fanden 2 Sitzungen des Prüfungsausschusses statt.

Der Prüfungsausschuss der Holding Graz setzt sich wie folgt zusammen:

• Mag.ª Sieglinde Pailer (Vorsitzende und Finanzexpertin)

• Ingeborg Bergmann (Stellvertreterin)

• Dr. Gerhard Wohlfahrt

• Michael Ehmann

• Dr. Karlheinz Morré

• Dr. Mario Pirzl

• Wolfgang Rucker**

• Horst Schachner**

• Gerhard Sumann**

**) Arbeitnehmer:innenvertreter

Kapitel/Punkt

ÖCGK

Erörterung zu Kapitel bzw. Punkt lt. Kodex

Gemäß § 12 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrags kann der Aufsichtsrat einen Präsidialausschuss bilden, dem zumindest der Vorsitzende des Aufsichtsrats und eine stellvertretende Person angehören. Die gemäß § 110 ArbVG in den Aufsichtsrat entsandten Mitglieder des Betriebsrats haben Anspruch darauf, mit der entsprechenden Anzahl an Mitgliedern mit Sitz und Stimme im Ausschuss vertreten zu sein. Der Präsidialausschuss ist berechtigt, die dem Aufsichtsrat gem. § 8 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrags obliegende Zustimmung zu einzelnen Geschäften gegen nachträgliche Berichterstattung an den Aufsichtsrat zu erteilen. Ausgenommen davon sind die zwingend dem Aufsichtsrat vorbehaltenen Beschlussfassungen.

Der Aufsichtsrat der Holding Graz hat am 08.04.2022 beschlossen, dass dem Präsidialausschuss vier Kapitalvertreter:innen angehören. Die Belegschaftsvertretung hat zwei Mitglieder namhaft gemacht.

Der Präsidialausschuss der Holding Graz setzt sich wie folgt zusammen:

• Dr. Kurt Fassl (Vorsitzender)

• Ingeborg Bergmann (Stellvertreterin)

• Elisabeth Rücker, MSc

• Michael Ehmann

• Wolfgang Rucker**

• Horst Schachner ** **) Arbeitnehmer:innenvertreter

Im Geschäftsjahr 2025 fanden 4 Sitzungen des Präsidialausschusses statt, im Umlaufwege wurden 23 Beschlüsse gegen nachträgliche Berichterstattung an den Aufsichtsrat gefasst.

Gemäß § 6 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat kann ein Personalausschuss gebildet werden, der berechtigt ist, gem. § 30g Abs. 4 GmbHG Beschlüsse zu fassen, die die Beziehung zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands betreffen, sowie die Genehmigung der in § 16 Geschäftsordnung für den Vorstand enthaltenen Zustimmung für die Aufnahme von nahen Angehörigen eines Vorstandsmitglieds oder eines Prokuristen bzw. einer Prokuristin als Dienstnehmer:in zu erteilen. Aufgrund des Beschlusses des Aufsichtsrats der Holding Graz vom 08.04.2022 werden die Aufgaben des Personalausschusses vom Präsidialausschuss wahrgenommen.

41–43 nicht relevant Regeln für Interessenkonflikte und Eigengeschäfte

44 Gemäß eigenen Angaben der Mitglieder des Aufsichtsrats sind keine genehmigungspflichtigen Vertragsabschlüsse getätigt worden und bestehen keine Interessenkonflikte.

45 Da die Holding Graz zu keinem anderen Unternehmen im Haus Graz im Wettbewerb steht, können auch keine derartigen Organfunktionen wahrgenommen werden.

46 Im Rahmen einer Sitzung wurden mögliche Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern abgefragt. Solche bestehen nicht.

47 Kredite an Aufsichtsratsmitglieder wurden nicht gewährt; Kredite außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens sind überdies untersagt.

48, 49 Verträge zwischen der Holding Graz und Aufsichtsratsmitgliedern außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat gegenüber der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen, die zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten, bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Dies gilt auch für Verträge mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Derartige Verträge wurden nicht abgeschlossen.

Kapitel/Punkt

ÖCGK

Erörterung zu Kapitel bzw. Punkt lt. Kodex

50, 51 Gemäß Beschluss des Gemeinderats vom 07.07.2022 über die Richtlinien für Aufsichtsratsmandate im Haus Graz soll von der Gesellschaft an alle Aufsichtsräte und -rätinnen – außer an aktive Mitglieder des Stadtsenats, des Gemeinderats sowie an Abteilungsleiter:innen der Stadt Graz und an Vorständ:innen bzw. Geschäftsführer:innen der direkten und indirekten Beteiligungen der Stadt Graz – eine Aufsichtsratsvergütung bezahlt werden. Aufsichtsratsmitglieder (Kapitalvertreter:innen) erhalten ein Sitzungsgeld von 200 Euro pro Monat, der:die Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 1.200 Euro pro Monat, der:die Vorsitzendenstellvertreter:in jeweils die Hälfte. Der:die Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der:die jeweilige Vorsitzende der Ausschüsse erhalten 250 Euro pro Monat. Jedem Aufsichtsrats- bzw. Ausschussmitglied gebührt 100 Euro pro Sitzung.

Vergütungen für Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2025 in €

Dr. Kurt Fassl

Ingeborg Bergmann

Elisabeth Rücker, MSc

GR Michael Ehmann

LAbg. Detlev Eisel-Eiselsberg

Mag. Christian Buchmann

Johanna Flitsch

Dr. Karlheinz Morré

Mag.ª Sieglinde Pailer

Dr. Mario Pirzl

Dr. Gerhard Wohlfahrt

Tamara-Juana Benedikt

Michaela Munter

19.100,00

8.300,00

8.600,00

3.100,00

2.400,00

2.800,00

2.900,00

6.000,00

3.000,00

3.000,00

Wolfgang Rucker 1.300,00

Horst Schachner

Gerhard Sumann

Qualifikation, Zusammensetzung und Unabhängigkeit des Aufsichtsrats

52, 52a, 53 Die Nominierung der Aufsichtsratsmitglieder erfolgt durch den Eigentümer, die Stadt Graz. Die Anzahl der Mitglieder des Aufsichtsrats (ohne Arbeitnehmervertreter:innen) beträgt 10. Gemäß eigener Angabe sind alle Mitglieder des Aufsichtsrats als unabhängig anzusehen. Die Aufsichtsratsmitglieder werden regelmäßig – im Rahmen der Berichterstattung des Vorstands in den Aufsichtsratssitzungen und Sitzungen der Ausschüsse des Aufsichtsrats sowie durch interne und externe Meldungen der Kommunikationsabteilung – über die Aktivitäten des Konzerns informiert.

54 nicht relevant

55, 56 Es bestehen keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen von Aufsichtsratsmitgliedern in in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften.

57 nicht relevant

Kapitel/Punkt

ÖCGK

Erörterung zu Kapitel bzw. Punkt lt. Kodex

58 Zusammensetzung des Aufsichtsrats 2025

Name und Kompetenzbereich Geburtsjahr

Funktionsbeginn (Datum der Erstbestellung)

Dr. Kurt Fassl Vorsitzender 1957 2022

Ingeborg Bergmann (1. Stellvertreterin) 1957 2022

Elisabeth Rücker, MSc (2. Stellvertreterin) 1965 2022

Michael Ehmann 1975 2022

LAbg. Detlev Eisel-Eiselsberg 1962 2022

Mag. Christian Buchmann 1962 2025

Johanna Flitsch 1959 2022

Dr. Karlheinz Morré 1967 2022

Mag.ª Sieglinde Pailer 1961 2017

Dr. Mario Pirzl 1961 2022

Dr. Gerhard Wohlfahrt 1964 2022

Tamara-Juana Benedikt ** 1976 2020

Michaela Munter** 1964 2023

Wolfgang Rucker ** 1965 2018

Horst Schachner ** 1962 1994

Gerhard Sumann ** 1975 2024

**) Arbeitnehmervertreter:innen

Ende der Funktionsperiode

Beendigung der Generalversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2026 entscheidet

siehe Vorsitzender

siehe Vorsitzender

siehe Vorsitzender

10.01.2025 (Zurücklegung)

siehe Vorsitzender

siehe Vorsitzender

siehe Vorsitzender

siehe Vorsitzender

siehe Vorsitzender

siehe Vorsitzender

unbefristet

unbefristet

unbefristet

unbefristet

unbefristet

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2025 an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.

Mitbestimmung

59 Die vorgeschriebene Drittelparität im Aufsichtsrat gemäß Arbeitsverfassungsgesetz ist gegeben.

VI. Transparenz und Prüfung

Transparenz der Corporate Governance

60, 61 Grundlage der Corporate Governance für die Holding Graz ist der Österreichische Corporate Governance Kodex, Fassung Jänner 2025 (abrufbar unter https://www.corporate-governance.at/uploads/u/corpgov/files/kodex/corporate-governance-kodex-012025.pdf).

174 | Holding Graz Geschäftsbericht 2025

Kapitel/Punkt

ÖCGK

Erörterung zu Kapitel bzw. Punkt lt. Kodex

Der vorliegende Bericht der Holding Graz und der zugrundeliegende Corporate Governance Kodex werden auf der Website der Gesellschaft unter www.holding-graz.at veröffentlicht.

Der Vorstand der Holding Graz bekennt sich zu den Prinzipien der vertrauensvollen und gleichberechtigten Zusammenarbeit aller weiblichen und männlichen Beschäftigten im Unternehmen. Ziel der aktiven Personalpolitik ist es, den Frauenanteil vor allem in qualifizierten Tätigkeiten sowie auf allen Leitungs- und Führungsebenen zu erhöhen.

Bei den Kapitalvertreter:innen im Aufsichtsrat ist der Anteil von Frauen mit 40 % erfüllt.

In der Holding Graz ist eine Genderbeauftragte beschäftigt, die u. a. an der gezielten Umsetzung von Frauenförderung im Unternehmen mitwirkt. Zudem ist im Unternehmen freiwillig eine Gleichbehandlungsbeauftragte bestellt.

Die Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt durch den Eigentümer der Holding Graz, die Stadt Graz, welche ihren Aktivitäten ein generelles Diversitätskonzept zugrundgelegt.

62 nicht relevant

Rechnungslegung und Publizität

63–68 nicht relevant

69, 70 Im Lagebericht sind der Geschäftsverlauf und die wesentlichen finanziellen und nicht-finanziellen Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, sowie die wichtigsten Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems – im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess – beschrieben. Die wesentlichen eingesetzten Risikomanagement-Instrumente in Bezug auf nicht-finanzielle Risiken sind darin beschrieben.

Investor Relations / Internet

71–76 nicht relevant

Abschlussprüfung

77 nicht relevant

78 Die in diesem Punkt formulierten Voraussetzungen für einen Abschlussprüfer bzw. eine Abschlussprüferin wurden bei der Auswahl des Abschlussprüfers bzw. der Abschlussprüferin berücksichtigt. Über Vorschlag des Aufsichtsrats wurde mit Generalversammlungsbeschluss vom 06.05.2025 die Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, mit dem Sitz in Wien, zur Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr 2025 (Einzel- und Konzernabschluss der Holding Graz) bestellt.

79 Ausschluss- oder Befangenheitsgründe betreffend die Abschlussprüferin sind dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich zu melden. Derartige Gründe liegen nicht vor. Über Schutzmaßnahmen, die getroffen worden sind, um eine unabhängige und unbefangene Prüfung sicherzustellen, ist dem Prüfungsausschuss zu berichten.

80 Die Abschlussprüferin hat für die Holding Graz und deren Tochtergesellschaften keine die Unabhängigkeit beeinträchtigenden Beratungsleistungen erbracht. Das Schreiben der Abschlussprüferin vom 03.10.2025 über das Nichtvorliegen von Ausschließungsgründen nach §§ 271 und 271a UGB liegt vor.

81 Beim Prozedere für die Wahl des Abschlussprüfers bzw. der Abschlussprüferin wurde die in diesem Punkt geforderte Vorgangsweise eingehalten.

81a, 81 b nicht relevant

82 Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss werden über das Ergebnis der Abschlussprüfung in Form der vorgeschriebenen Prüfungsberichte und der Ausübung der Redepflicht . der Abschlussprüferin informiert.

82a nicht relevant

83 Die in diesem Punkt geforderte Beurteilung des Risikomanagements wurde erstellt, dem Vorstand vorgelegt und wurde in der Aufsichtsratssitzung behandelt.

Anhänge 1, 2a, 2b, 3, 4: nicht relevant

Veränderungen nach dem Abschlussstichtag: Zwischen dem Abschlussstichtag und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Corporate-Governance-Berichts (03.02.2025) liegen keine wesentlichen, berichtspflichtigen Sachverhalte vor.

Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH

Der Vorstand:

Vorstandsdirektor Mag. Markus Perz, MA MBA

Vorstandsvorsitzender Mag. Dr. Gert Roman Heigl

Vorstandsdirektorin Dipl.-Ing.in Dr.in Alexandra Loidl

176 | Holding Graz Geschäftsbericht 2025

VSME-Index

Zuordnung

Modul VSME Beschreibung

B1 Grundlagen der Berichterstellung 6 ff.

C1 Geschäftsmodell und Nachhaltigkeit – Relevante Initiativen

B2/C2 Initiativen, Richtlinien und zukünftige Initiativen für den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft

B3 Energie- und Treibhausgasemissionen 61, 68

C3 Reduktion von Treibhausgasen und Klimawandel 60 ff.

B6 Wasser 76 ff.

B7 Ressourcennutzung, Kreislaufwirtschaft und Abfallmanagement 61, 71 ff.

B8/C5 Allgemeine Merkmale der Belegschaft

ff.

B9 Gesundheit und Sicherheit der Belegschaft 94 ff.

B10 Vergütung, Tarifverhandlungen und Schulungen der Belegschaft

C9 Geschlechterdiversität im Governance-Gremium

B11/C6/C7 Belegschaft – Menschenrechtspolitiken und -prozesse, Menschenrechtsverletzungen Korruption und Bestechung

ff., 102

98, 170-171

Impressum

Holding Graz –Kommunale Dienstleistungen GmbH

Andreas-Hofer-Platz 15, 8010 Graz, Österreich

Tel.: +43 316 887-0 office@holding-graz.at holding-graz.at

PROJEKTVERANTWORTUNG

Mag.ª Sarah Spörk, BA

Marketing & Kommunikation

DI Marlene Pendl

Management & Beteiligungen

GESTALTUNG UND GESAMTKONZEPT

achtzigzehn

Konzept & Gestaltung GmbH

Andreas-Hofer-Platz 15, 8010 Graz

Ein Unternehmen der Holding Graz

DRUCK

Stadt Graz, Post-, Druck- und Kopierservice

ERSCHEINUNGSDATUM

Mai 2026

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook