Die Tage werden kürzer, der Spätsommer neigt sich dem Ende zu. Es kommt ein bisschen Wehmut auf. Aber was nun auf uns wartet sind „G‘schenkte Däg“ - damit sind wunderbare Tage gemeint, mit denen man morgens nicht rechnet, die aber im Laufe des Tages nochmal Sommer-Urlaubsgefühl mit strahlendem Sonnenschein und wohltuender Wärme aufleben lassen. Und zugleich Schleicht sich der Herbst ein. Passend dazu fällt mir ein Gedicht ein - meine Tochter hatte es im vergangenen Jahr in der Schule zu lernen und trug es zu Hause unzählige Male zur Übung vor. Notgedrungen lernt man als Mama die Gedichte (nochmals) mit. In diesem Fall, sehr zu meinem Vergnügen, handelte es sich um den „Septembermorgen“ des Lyrikers Eduard Mörike: „Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald
und Wiesen. Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen.“