Skip to main content

Hilfswerk Niederösterreich Mensch zu Mensch 02/2020

Page 1

02 / 2020 MENSCH ZU MENSCH

1

MENSCH ZU MENSCH 02 / 2020 DAS HILFSWERK NIEDERÖSTERREICH INFORMIERT

Wir sind für Sie da. Und Sie für uns! Gemeinsam haben wir die letzten Monate gut gemeistert. Das Hilfswerk sagt Danke all seinen Kundinnen und Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen und das Verständnis! Und Danke an viele Privatpersonen, Organisationen und Firmen, die unsere Arbeit unterstützt haben. Sei es durch Desinfektionsmittel für den Einsatz in der Pflege und Betreuung; Speiseeis, Obst oder Kuchen als Dankeschön und Motivation für unsere Mitarbeiter/innen, sei es durch liebevoll selbst genähte Stoffmasken, oder durch Spielzeug und Kuscheltiere für unsere Kinderbetreuungseinrichtungen. Oder durch liebevolle Worte auf unserer neu eingerichteten Online-Wall. DANKE!

Österreichische Post AG, MZ 17Z041287 M, Hilfswerk Niederösterreich Betriebs GmbH, Ferstlergasse 4, 3100 St. Pölten

Hochachtung

Als Präsidentin des

vor unseren

Hilfswerks Niederösterreich

großartigen Teams

danke ich allen Hilfswerk-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass Sie in dieser außergewöhnlichen Situation mit so viel Professionalität und Engagement im

Für jeden von uns ist die Zeit seit Mitte März von Herausforderun-

Einsatz sind. Sie sind für viele Menschen in ganz Niederöster-

gen geprägt. Herausforderungen unterschiedlichster Art. Auch unsere

reich eine wichtige Stütze. Das macht mich als Präsidentin

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten gerade in den ersten Wochen

des Hilfswerks NÖ sehr stolz und zeigt die Verbundenheit des

der Krise Großes zu leisten. Unter schwierigen Bedingungen haben sie

Hilfswerks mit der niederösterreichischen Bevölkerung.

durchgehend die Pflege und Betreuung unserer Kundinnen und Kun-

Michaela Hinterholzer

den aufrechterhalten. Das war nicht immer einfach und hat an manchen besonders betroffenen Standorten enormen Einsatz verlangt. Mit Stolz kann ich sagen: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das großartig gemeistert! Es ist beeindruckend, wie viele Menschen viel mehr tun als ihre Pflicht und welch großes Verantwortungsbewusstsein sie dabei zeigen. Und es ist wunderschön, diesen engen und kollegialen Zusammenhalt innerhalb der Teams zu spüren. Auch an dieser Stelle möchte ich mich bei den Hilfswerker/innen aus allen Tätigkeitsbereichen aufrichtig bedanken. Für diese großartigen Teams suchen wir übrigens immer wieder Verstärkung! In ganz Niederösterreich haben wir offene Stellen, die wir gerne mit motivierten Mitarbeiter/innen, die Freude an ihrer Tätigkeit haben, besetzen möchten. Melden Sie sich – wir freuen uns auf Sie! Alle freien Jobs unter www.hilfswerk.at/niederoesterreich/jobs Christoph Gleirscher, Geschäftsführer Hilfswerk Niederösterreich

www.noe.hilfswerk.at

mitmachen.noe.h ilfswerk.at/dank esagen


2 HILFSWERK IM EINSATZ

So viele schöne Gesten… So herausfordernd die letzten Monate auch für alle waren – so viele liebe Worte und schöne Gesten zeugten von großem Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit. Und sie gaben Kraft. So war es zum Beispiel für unsere ehrenamtlichen Besucher/innen eine Zeit lang nicht möglich, ihre Schützlinge zu besuchen. Um ihnen trotzdem ein schönes Osterfest wünschen zu können bastelten die Amstettner Besucher/innen wunderschöne Osterkerzen und stellten sie als Gruß vor die Haustüren. Da einige Essen auf Rädern-Fahrer/innen altersmäßig in die Risikogruppe fallen, konnten diese nicht wie gewohnt ausliefern fahren. Frau Fischer aus Atzenbrugg wollte ihren Kundinnen und Kunden trotzdem etwas Gutes tun, hat für einige Sonntage köstliche Mehlspeisen gezaubert und in die Haushalte mitgeschickt. Viele Nähtalente unterstützten in dieser Zeit die Arbeit des Hilfswerks und bedankten sich mit Selbstgenähtem. Hilfswerker/innen nähten für ihre Kolleginnen und Kollegen, Ehrenamtliche und Kundinnen spendeten selbst kreierte Masken – dafür ein großes Dankeschön!

Folgen Sie uns online! noe.hilfswerk hilfswerkniederoesterreich

www.noe.hilfswerk.at


02 / 2020 MENSCH ZU MENSCH

3

Spiel- und Lernsammlung für Zuhause Viele Wochen war man mit den Kindern zuhause, hat sie daheim beschäftigt, sie bespaßt und mit ihnen gelernt. Da waren Anregungen und Tipps, was man denn alles machen könne, sehr willkommen. Das Hilfswerk hat diesen Wunsch aufgegriffen und auf seiner Website eine umfangreiche Spiele- und Lernsammlung zusammengestellt: Basteltipps, Malvorlagen, Spielideen, Lernblätter, Sportliches und vieles mehr. Eine wertvolle Linksammlung, die auch noch weit über die CoronaZeit hinaus eine große Hilfe ist! Zu finden auf www.hilfswerk.at/niederoesterreich

„Corona-Bonus“ als Danke vom Land NÖ Das Land Niederösterreich bedankt sich auf besondere Weise bei allen Mitarbeiter/innen des Sozialbereichs, die während des Lock-downs in direktem Kontakt zu betreuten Personen standen: Eine einmalige Prämie bis zu 500 Euro erhalten die Kolleginnen und Kollegen von den mobilen Diensten wie dem Hilfswerk, in den privaten Heimen sowie in den Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. „Diese Unterstützung soll unserem Dank an all jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die durch ihren enormen Einsatz und ihren Teamgeist zur Bewältigung beigetragen haben, Ausdruck verleihen“, so Soziallandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Die erforderlichen Maßnahmen haben von den Betroffenen ein hohes Maß an Flexibilität, Einsatz und Bereitschaft erfordert und so sind wir umso dankbarer, dass sie so hervorragend umgesetzt und mitgetragen wurden!“

Hilfswerk-Präsidentin LAbg. Michaela Hinterholzer (vorne links) und Vertreter anderer Sozialorganisationen sagen Danke für den „Corona-Bonus“.

www.noe.hilfswerk.at


4 ÄLTER WERDEN ZUHAUSE

Zur Stelle, wenn es darauf ankommt Fit und gesund bis ins hohe Alter – und das im eigenen Zuhause. Ein Wunsch, den mit Sicherheit viele Menschen haben. Doch Krankheiten, ein Unfall, Demenz oder altersbedingte Umstände können dafür sorgen, dass ein Familienmitglied frühzeitig Pflege und Betreuung benötigt. Das Hilfswerk Niederösterreich ist hier ein kompetenter Partner und unterstützt pflegende Angehörige. „Seit über fünf Jahren kommt das Hilfswerk täglich zu uns. Ich bin so dankbar für dieses gute Team“, erzählt Gertrude Schrattenholzer, Pflegende Angehörige. Vor einigen Jahren erlitt ihr Ehemann einen schweren Schlaganfall und verbrachte vier Monate im Krankenhaus. Ihr Leben hat sich seither stark verändert, denn sie pflegt ihren Mann täglich zuhause. „Am Anfang war es sehr schwer für mich. Ich hatte von Pflege ja überhaupt keine Ahnung. Dann habe ich beim Hilfswerk angerufen und um Hilfe gebeten. Seit dem ersten Tag werde ich so toll unterstützt.“ Information, Beratung und Unterstützung von Profis In den ersten Wochen wurde die Familie dreimal täglich von Pflegefachkräften des Hilfswerks besucht und eingeschult. „Wir informieren, beraten und unterstützen pflegende Angehörige mit unserer Expertise, damit sie die Sicherheit haben, alles richtig zu machen“, erklärt Martina Kienast, Pflegemanagerin im Hilfswerk St. Pölten. Somit konnte sichergestellt werden, dass die Familie schnell mit der veränderten Lebenssituation zurechtkommt. „Mir wurde sehr viel gezeigt und ich habe auch viel gelernt, damit ich diese Situation meistern kann“, meint Schrattenholzer stolz. Blutzucker messen, Insulin spritzen oder Medikamente verabreichen sind nur einige Tätigkeiten, die sie nun selbstständig durchführen kann. „Manchmal tauchen neue Fragen auf, die ich als Laie nicht weiß. Da ist es aber sehr beruhigend zu wissen, dass man immer den Rückhalt von Profis hat. Ich bin froh, dass ich das Hilfswerk an meiner Seite habe.“ Durch die Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk konnte Herr Schrattenholzer großartige Fortschritte erzielen. Anfangs war aufrecht sitzen für ihn unmöglich. Durch erfolgreiche Therapien kann er nun aber im Rollstuhl sitzen. „Auch für meinen Mann ist es wieder ein anderes Lebensgefühl, wenn er seine Fortschritte sieht. Und auch mir gibt es wieder viel Kraft, wenn ich die Freude daran in seinem Gesicht sehe“, so Schrattenholzer.

Filmtipp Der ORF Niederösterreich hat die Familie Schrattenholzer zuhause besucht und einen Kurzfilm gedreht. Zu sehen unter www.noe.hilfswerk.at

Der Hilfswerk-Pflegekompass Haben Sie Fragen rund ums Älterwerden, Pflege & Betreuung? Viele davon kann Ihnen der praktische Hilfswerk-Pflegekompass beantworten: Worauf muss ich bei der Spitalsentlassung achten? Wo kann ich mir Unterstützung bei der Pflege holen? Wie komme ich zu Pflegegeld? Und vieles mehr! Die kostenlose Broschüre gibt wertvolle Tipps, liefert viele Kontaktadressen und kann unter service@noe.hilfswerk.at oder der T 05 9249 bestellt werden. Oder Sie schauen online unter www.hilfswerk.at/oesterreich/pflegekompass nach – hier können Sie sich durch die Themen klicken und direkt den Links auf hilfreiche Infoseiten folgen.

www.noe.hilfswerk.at


02 / 2020 MENSCH ZU MENSCH

5

„Mein Leben ist wieder lebenswert" Wie wichtig das mobile Notruftelefon für die ältere Generation ist, zeigte uns Christine G., eine begeisterte Notruftelefon-Kundin. Gemeinsam mit einem Redaktionsteam des Mostviertel Fernsehens besuchten wir noch vor der Corona-Krise die Kundin in ihrem Zuhause. Die 67-Jährige lebt alleine im ersten Stock eines Wohnhauses im Bezirk Amstetten. Schon in jungen Jahren wurde COPD, eine schwere Lungenkrankheit, bei ihr festgestellt. Dazu kamen noch weitere gesundheitliche Umstände, die ihr Leben rasant veränderten. Daraufhin musste sie die Frühpension antreten. „Die Situation damals war sehr schwer für mich, vor allem psychisch litt ich sehr darunter und auch heute noch“, berichtete Christine G. Die Tatsachen, dass sie alleine wohnt und jederzeit ein weiterer gesundheitlicher Notfall eintreten könnte, haben sie bislang sehr beängstigt und verunsichert. Hilfe auf Knopfdruck zu jeder Tages- und Nachtzeit „Als ich vom Hilfswerk eine Werbung über das mobile Notruftelefon bekommen habe, habe ich sofort angerufen und es bestellt. Eine Woche später war es dann auch schon fix fertig in meiner Wohnung angeschlossen“, erzählte Christine G. Während sie vom mobilen Notruftelefon sprach, war ihr anzusehen, dass sie damit überaus zufrieden ist. „Wenn mir jetzt was passiert, habe ich sofort Hilfe auf Knopfdruck und das rund um die Uhr. Und auch die Technik ist so leicht verständlich“, freute sie sich. Zuhause benutzt sie den Handsender, der wie ein Armband um das Handgelenk getragen wird. Außerhalb ihrer vier Wände trägt sie das mobile Gerät bei sich, welches ihr bei Aktivitäten im Freien ein Gefühl von maximaler Sicherheit vermittelt. Sicherheit gepaart mit Mobilität im Freien Als sie nach ihrem liebsten Hobby gefragt wurde, konnte man ihr Herz förmlich höher schlagen hören. „Meinen Coco besuchen“, erzählte sie. Coco begleitet sie nun schon viele Jahre und hat ihr durch schwere Zeiten geholfen. Im „Aktiv Pferdestall Union Mostviertel“ lernten wir Coco kennen. Und sowohl dem Pferd als auch Christine G. war anzusehen, dass es für beide ein psychischer Ausgleich ist, Zeit miteinander zu verbringen. Ihr Gesundheitszustand hat es leider nie zugelassen, dass sie ihren Coco reiten kann, jedoch übt Frau G. fast täglich zahlreiche Tricks mit ihm. Das mobile Notruftelefon bietet ihr nun auch im Reitstall maximale Sicherheit. Beim Spielen mit ihrem Coco kam es nicht nur einmal vor, dass sie irrtümlich den Notrufknopf drückte. „Sofort meldet sich jemand und fragt, ob alles in Ordnung ist. Sie kennen mich aber schon und wissen, dass ich sehr oft unabsichtlich ankomme“, lachte Christine G. Genau in solchen Situationen wird sie aber immer wieder aufs Neue darin bestätigt, dass die Anschaffung des mobilen Notruftelefons die richtige Entscheidung war, da sofort Hilfe zur Verfügung steht. Auch die Besitzerin des Reitstalls ist stolz, dass ihre „Tante Christi“, so wird sie von allen Reitstall-Mitgliedern genannt, dank des mobilen Notruftelefons auch unterwegs vollkommen sicher ist. „Mein Leben ist jetzt einfach wieder lebenswert, da ich die völlige Sicherheit zuhause und auch unterwegs habe“, freute sich Christine G.

Filmtipp Sehen Sie sich die Fernsehreportage über Christine G. auf www.m4tv.at (Mediathek) an!

Überall sicher mit Ihrem Notruftelefon • • • •

Sicher unterwegs rund um die Uhr 30 Euro sparen* Persönliches Beratungsgespräch Gratis Aufstellung und Installation bei Ihnen daheim**

Gerne kommen unsere Mitarbeiter/innen zu Ihnen nach Hause, beantworten in Ruhe alle Fragen, kümmern sich um den Aufbau und aktivieren Ihr Notruftelefon. Danach sind Sie sicher mit Ihrem mobilen Notruftelefon unterwegs – bei Spaziergängen, bei der Gartenarbeit, bei Einkäufen – unsere Notrufzentrale organisiert Hilfe, wenn Sie diese brauchen. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Sicherheit!

Hilfswerk Niederösterreich Information & Bestellung: 0800 800 408

www.noe.hilfswerk.at

JETZ T 30 Eu ro gesc henk * t!

www.notruftelefon.at * Keine Anschlussgebühr im Aktionszeitraum – Aktion gültig von Juni bis August 2020 für Neukundinnen und -kunden auf alle Notruftelefongeräte mit 3 Monaten Bindefrist ** Unter Einhaltung der Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen


6 EXPERTENINTERVIEW: SPRACHENTWICKLUNG

Sprich mit mir! Kinder sind von Geburt an sprachbegabt, doch was brauchen sie, um diese Begabung entsprechend entfalten und entwickeln zu können? Jedenfalls keine Frühförderprogramme, sagen die Experten. Sondern viel Zuneigung, Aufmerksamkeit und gemeinsame Zeit mit Eltern und nahen Bezugspersonen, an denen sie sich orientieren können. Wie können Kinder in ihrem Spracherwerb liebe- und wir-

Gefühl für Rhythmik. Das gemeinsame Singen, Klatschen

kungsvoll unterstützt werden? Darüber sprechen wir mit

und Tanzen macht allen Kindern Spaß und ist eine beson-

Pädagogin Mag. Gabriele Augustin, Leiterin des Bereichs

ders wertvolle Erfahrung in der kindlichen Sprachentwick-

„Tageseltern und Bildung“ im Hilfswerk Niederösterreich.

lung. Später kann z.B. das „Silbenklatschen“ das Verständnis für den Aufbau von Wörtern fördern und auf das Lesen

Frau Mag. Augustin, wann entwickelt sich denn bei Kin-

vorbereiten.

dern ein erstes Sprachgefühl? Schon wenige Wochen vor der Geburt! Sobald sich das Gehör

Prinzipiell gilt: Kinder lernen immer durch Erlebnisse, das

entwickelt prägt sich das Ungeborene Sprachmelodie und

gilt auch für den Spracherwerb – am besten also alle Sinne

Rhythmus der Stimme seiner Mutter ein. Eltern übernehmen

des Kindes ansprechen! Wenn Erwachsene beispielsweise

Mag. Gabriele Augustin

also von Anfang an eine ganz wichtige Funktion für den Sprach-

auf Gegenstände zeigen, über die sie gerade sprechen,

Leiterin "Tageseltern und Bildung"

erwerb ihres Kindes – das bleibt auch in allen weiteren Ent-

und diese dem Baby auch in die Hand geben, werden

im Hilfswerk Niederösterreich

wicklungsstadien so. Kinder verfügen von Beginn an über alle

gleichzeitig das Hören, Sehen, Fühlen und vielleicht sogar

Voraussetzungen, um sich Sprache intuitiv anzueignen, entspre-

Riechen angesprochen.

chende sprachliche Zuwendung ihrer Eltern und ihrer unmittel-

Alle Sinne des Kindes sind im Einsatz! Diese gleichzeitige

baren Bezugspersonen spielen jedoch eine große Rolle.

Beanspruchung mehrerer Sinnesorgane bewirkt, dass Gehirnstrukturen sich vernetzen und das Gehirn schließlich

Was kann ich als Elternteil tun, um mein Kind hier best-

leistungsfähiger wird.

möglich zu fördern? In erster Linie braucht es viel Zeit, Nähe und Zuwendung. Durch die Zuwendung werden Kinder ermuntert, sich mit ihrer Umwelt zu verständigen. Je mehr Gelegenheiten das Kind erhält, Sprache mit allen Sinnen zu erleben, Menschen im Gespräch zu beobachten und die ersten eigenen Laute zu versuchen, desto mehr Freude am Sprechen wird es erfahren. Kinder saugen alle Erfahrungen auf wie ein Schwamm, jedes gemeinsame Tun kann die sprachliche Entwicklung fördern – sei es im Spiel oder bei Alltagsaktivitäten. Wenn zum Beispiel das Wickeln, Baden, Anziehen usw. mit einfachen Aussagesätzen und Fragen begleitet wird, bekommt das Kind Lust zu „antworten“. Wichtig ist auch, die Fragen Ihrer Kinder zu beantworten und selbst Fragen zu stellen: Denn damit können Sie Ihr Kind ermuntern, Dinge genauer zu beobachten und helfen ihm so dabei, seinen Wortschatz zu erweitern.

Kostenlos bestellen Wenn Sie sich weitergehend darüber informieren möchten, welche Stationen Kinder im Laufe ihrer Sprachentwicklung durchlaufen und wie Sie Ihr Kind am besten beim

„Andere Kinder können in dem Alter schon viel schöner

Sprechenlernen begleiten können, bestellen Sie den kostenlosen Ratgeber „Sprechen

sprechen!“ Was raten Sie Eltern, die sich solche Gedanken

macht schlauer“ per Email an service@noe.hilfswerk.at oder telefonisch unter

machen?

0800 800 820. Sie finden den neuen, praktischen Ratgeber auch auf unserer Website

Es ist natürlich, dass man in der Entwicklung seines Kindes

www.hilfswerk.at. Schauen Sie vorbei!

immer wieder Vergleiche mit Gleichaltrigen anstellt. Aber: Bleiben Sie entspannt, jedes Kind hat sein eigenes „Entwicklungstempo“! Überfordern Sie sich und Ihr Kind auf keinen Fall mit speziellen Übungseinheiten oder Frühförderangebo-

Kinder lernen ja am besten, wenn auch Tasterlebnisse

ten. Seien Sie einfach für Ihr Kind da, wecken Sie seine an-

und Bewegung eingesetzt werden. Gilt das auch für den

geborene Freude an der Sprache, und lassen Sie Sprache und

Spracherwerb?

miteinander sprechen ganz natürlich in den Alltag einfließen.

Auf jeden Fall! Zwischen Bewegung und Sprache bestehen

Es gibt zwar bestimmte Meilensteine in der Sprachentwick-

viele enge Verknüpfungen. Und Musik ist das ideale Binde-

lung, aber vergessen Sie nie: Jedes Kind ist individuell!

glied zwischen Bewegung und Sprache! Schon Babys lieben Fingerspiele und Lieder und entwickeln dadurch ein erstes

www.noe.hilfswerk.at


02 / 2020 MENSCH ZU MENSCH

7

Die Hilfswerk Sprachpyramide Das Hilfswerk hat eine Sprachpyramide entwickelt, die Eltern und Erziehende dabei unterstützt, die kindliche Sprachentwicklung aktiv zu begleiten und zu fördern. Ähnlich wie bei der bekannten Ernährungspyramide ist das Wichtigste die Basis, während die zuckersüße Spitze nur ab und zu auf dem „Speiseplan“ stehen soll. Die vierte Ebene

Die Basis

Die dritte Ebene

Eine anregende, zugewandte Atmosphäre, in der sich

Handpuppen, Kaufmannsladen, Rollenspiele

Kinder sicher und geborgen fühlen, ist Voraussetzung

– sie fördern nicht nur die Sprachentwicklung,

dafür, dass sie die Welt entdecken und die Sprache

sondern auch das Einfühlungsvermögen und

ihrer sozialen Umgebung erlernen können. Indem

die Kreativität.

Werden digitale Medien mit elterlicher Begleitung entdeckt, so fördert das die Medienkompetenz. Aktivitäten, bei denen Kinder ihre Umgebung mit allen Sinnen erfassen und begreifen können, sollten aber immer Vorrang haben.

Eltern ihr alltägliches Handeln und Fühlen mit einfachen Sätzen begleiten, mit ihrem Kind von Geburt an in Dialog treten, Aktivitäten mit Gleichaltrigen fördern und die Entwicklung ihres Kindes aufmerksam beglei-

Digitale Medien

ten, erwirbt es Sprache ganz von selbst.

Handpuppen

Die zweite Ebene

Gesellschaftsspiele

Bewegung, Musik und Rhythmik fördern die sprachli-

Rollenspiele

che Entwicklung des kindlichen Gehirns: mit Finger-

Brettspiele

spielen, Reimen und Liedern lernt es sich leichter.

(Bilder-)Bücher

Rhythmik

Das gemeinsame Lesen von (Bilder)Büchern, bei

Bewegung

dem das Kind durch offene Fragen aktiv einbezogen

Musik

wird, ist nicht nur ein wertvolles Beziehungsangebot Soziale Kontakte

sondern regt auch Wortschatz und Fantasie an und legt die Basis für die künftigen Lese- und Schreibfä-

Nähe

Dialoge

Geborgenheit

Zeit

Aufmerksamkeit

higkeiten.

Frequenz der Anrufe ist ungebrochen hoch Die Corona-Krise hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig das NÖ Krisentelefon in

verzeichnet. „Auch nach den Lockerungen ist die Frequenz der Anrufe ungebrochen

psychischen Notsituationen ist. Unter 0800 20 20 16 unterstützen Expertinnen

hoch. Es ist weiterhin viel zu tun. Das zeigt, wie wichtig das Angebot für die Menschen

und Experten kostenlos, anonym und 24 Stunden am Tag.

in Niederösterreich ist“, bekräftigt Evelyn Filipsky, Leiterin der telefonischen Beratungen beim Hilfswerk Niederösterreich. Bis Ende Juni hatte das Hilfswerk anlässlich

Das NÖ Krisentelefon ist wichtige Anlaufstelle für Menschen in psychischen Notsitua-

Covid-19 temporär eine zusätzliche Psychosoziale Beratungshotline eingerichtet, um

tionen und Krisen. Egal ob Depressionen, Mobbing, Probleme im Familienkreis oder

den Menschen in dieser intensiven Zeit noch mehr professionelle Unterstützung in

am Arbeitsplatz oder Stresssituationen: Die Expertinnen und Experten des Hilfs-

dieser Krisenzeit bieten zu können.

werks Niederösterreich haben unter der Nummer 0800 20 20 16 ein offenes Ohr für die Anliegen der Anrufer/innen – und das rund um die Uhr, kostenlos und vertraulich.

Neben dem Krisentelefon steht exklusiv für Frauen und Mädchen in bewährter

Das Krisentelefon hat seit Beginn der Corona-Krise eine steigende Zahl an Anrufen

Weise das NÖ Frauentelefon 0800 800 810 zur Verfügung.

„Kinderbetreuung, genau wie ich sie brauche!“

Ein Beruf für Sie? Neue Tagesmütter sind immer willkom-

Zeitlich flexibel, familiär und individuell: Das ist die Kinderbetreuung durch Tageseltern. Im Hilfs-

men! Die Hilfswerk bietet eine entsprechen-

werk gibt es über 350 davon; sie betreuen zusammen rund 1.800 Kinder, hauptsächlich im Kleinkindalter.

de Ausbildung an, pädagogische Vorausbil-

Denn gerade für sie ist diese Form der Kinderbetreuung besonders wertvoll: Die enge Beziehung zu einer

dung wird angerechnet und verringert die

konstanten Bezugsperson und die familiäre Atmosphäre in der Kleingruppe sind nachweislich förderlich

Kursdauer von normalerweise 176 Unter-

für Kinder unter 2,5 Jahren. Ein großes Argument ist die Flexibilität und die damit verbundene optimale

richtseinheiten.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gerade in diesem schwierigen Frühjahr wurde die Zuverlässigkeit der Tagesmütter ersichtlich: Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben die Hilfswerk-Tagesmütter

Lassen Sie sich vormerken

weiter Kinder betreut, neue Kinder aufgenommen oder auch ihre Betreuungszeiten ausgedehnt, um Per-

unter 05 9249-34113!

sonen in Schlüsselberufen zu helfen. Das ist Kinderbetreuung, wie man sie wirklich braucht! Informationen unter der Telefonnummer 05 9249 und auf der Website www.noe.hilfswerk.at.

www.noe.hilfswerk.at


8 HILFSWERK AKTUELL

Lerntraining? E-Learning! Lernen lief in den letzten Monaten in vielen Bereichen anders ab als gewohnt. Auch im Hilfswerk. Das individuelle Lerntraining, das viele Wochen lang nicht stattfinden konnte, wurde in anderer Form organisiert: nämlich als E-Learning. Und was aus der Not geboren wurde, hat sich sehr erfolgreich entwickelt. Der große Vorteil des Hilfswerk-Lerntrainings ist die Individualität: Je nach Lernschwierigkeit und Bedarf wird für jedes Kind ein maßgeschneidertes Programm zusammengestellt. Kann sein, dass konzentrationsfördernde Übungen sinnvoll sind, bestimmte Stoffgebiete wiederholt werden müssen, oder ein spezielles Training für Lese-Rechtschreib- bzw. Rechenschwäche ratsam ist. Diese Individualität hat man auch in Corona-Zeiten versucht umzusetzen: In einem Erstgespräch wurden die technischen Möglichkeiten von Kindern und Eltern geklärt. Danach richtete sich der Unterricht. Entweder wurde der Stoff gemeinsam in einer Videokonferenz durchgenommen oder Übungsblätter wurden per E-Mail hin- und hergeschickt. Als Unterstützung gab es Telefonate zwischen den Lerntrainerinnen und Lerntrainern sowie den Kindern. Wichtige Unterstützung Über 150 Kinder wurden so mittels E-Learning betreut. Darüber hinaus waren die Lerntrainer/innen in dieser Zeit reduzierter Sozialkontakte wichtige Bezugspersonen und eine große Unterstützung zusätzlich zur Home-School, umso mehr in bildungsfernen Haushalten. Auch für berufstätige Eltern ist das E-Learning eine große Entlastung. „Die Erfahrungen sind sehr positiv. Den Kindern macht das Lerntraining mit Handy und Laptop sehr viel Spaß und die Eltern waren in dieser Zeit sehr froh, dass wir E-Learning anbieten“, sagt Birgit Friedl, Leiterin des Angebotsbereichs Lernen. Deswegen gibt es auch Überlegungen, das E-Learning als Zusatzangebot zum klassischen Lerntraining beizubehalten.

Verstärkung gesucht! Über 170 offene Jobs warten im Hilfswerk Niederösterreich auf neue engagierte Kolleginnen und Kollegen! Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Pflegeassistent/innen, Heimhelfer/innen: Vor allem in den verschiedenen Sparten der Pflege und Betreuung wird dringend Verstärkung gesucht, und das in ganz Niederösterreich.

vielen Printmedien Niederösterreichs, auf den gängigen Jobplattformen und auch über die Social Media-Kanäle des Hilfswerks. Vielleicht sind Sie auf Facebook oder Instagram schon auf unsere Kampagne gestoßen? Wir freuen uns über Ihr Interesse! Auf Sie warten eine Herausforderung mit Sinn, flexible Arbeitszeitmodelle, keine

Sie finden allgemeine Informationen zur Arbeit im Hilfswerk Niederösterreich

Nachtdienste, größtenteils keine geteilten Diensten und ein engagiertes Team!

sowie die konkreten offenen Stellen auf jobs.noe.hilfswerk.at, in

Melden Sie sich unter jobs@noe.hilfswerk.at!

www.noe.hilfswerk.at


02 / 2020 MENSCH ZU MENSCH

9

Eine helfende Hand im Alltag Ob jung oder alt, wenn der Alltag beschwerlicher wird ist das Hilfswerk Niederösterreich für Sie da! Qualifizierte Heimhelferinnen und Heimhelfer unterstützen bei diversen Aktivitäten des täglichen Lebens, wie der Körperpflege, Einkäufen, Arztbesuchen oder im Haushalt. „Jeder Mensch ist anders und darum weiß man nie was einen beim nächsten Kunden erwarten wird. Das macht meine Arbeit auch so spannend und abwechslungsreich“, erzählt Petra Heimberger, Heimhelferin. Schon in der Kindheit war für Frau Heimberger klar: In der Zukunft muss es ein Beruf im sozialen Bereich sein. Doch ihre Karriere startete sie in einer ganz anderen Branche. Nach zehn Jahren Bürotätigkeit in einem Autohaus und abgeschlossener Familienplanung war es Zeit für eine berufliche Veränderung. „Ich habe beim Hilfswerk geschnuppert und sofort gemerkt, dass es für mich passt. Das Hilfswerk hat mir die Ausbildung zur Heimhelferin ermöglicht“, freut sich Heimberger. „In dieser Zeit konnte ich sehr viel lernen, unter anderem Kommunikation, den Umgang mit Menschen, Körperpflege oder auch die verschiedensten Krankheitsbilder.“ Vielfalt, Selbstständigkeit und Verantwortung… …mit diesen drei Worten beschreibt Frau Heimberger ihren Beruf. Die Zusammenarbeit mit den Kundinnen und Kunden ist unterschiedlich, aber eines bleibt gleich: Die positive Rückmeldung. Und genau diese sind für die Heimhelferin besonders motivierend. „Durch plaudern, lachen oder manchmal gemeinsames traurig sein, baut man auch eine gewisse Bindung zu den Kunden auf“, erzählt sie. Für Petra Heimberger ist der Beruf mit viel Wertschätzung verbunden. „Man bekommt so viel zurück“, verrät sie. „Und auch die gegenseitige Unterstützung im Team ist immer vorhanden.“ Für Um-, Quer- und Wiedereinsteiger hat sie daher einen besonderen Rat: „Jeder der mit dem Gedanken spielt, die Ausbildung im Bereich Heimhilfe zu machen, sollte es auf alle Fälle wagen. Es ist ein Beruf, der mit viel Herz verbunden ist und man hat immer die Chance auf Fortbildungen. Auch ich nutze es gerade und mache berufsbegleitend die Ausbildung zur Pflegeassistentin.“

Filmtipp Mehr über den Berufsalltag von Petra Heimberger erfahren Sie im Rahmen einer ORF-Reportage unter www.noe.hilfswerk.at

Heimhilfe: Ein Beruf für Sie? Das Hilfswerk sucht immer wieder Verstärkung in diesem Bereich und bildet sogar selbst aus. Gemeinsam mit den Bildungspartnern ISL Akademie NÖ sowie der Sozialberufeakademie Wienerwald werden viermonatige Lehrgänge zum/r Heimhelfer/in angeboten. Sie umfassen 200 Theorie- und 200 Praxiseinheiten und vermitteln fundierte Inhalte in der Grundpflege und Beobachtung, der Kommunikation und Konfliktbewältigung sowie der Mobilisation und Haushaltsführung. Eine finanzielle Förderung im Rahmen des Projekts „Arbeitsplatznahe Qualifizierung“ des AMS ist möglich. Die nächsten Termine: • 08.09.2020 – 08.01.2021, Baden, ISL Akademie NÖ • 14.09.2020 – 08.01.2021, Mistelbach, Sozialberufeakademie Wienerwald • 14.09.2020 – 14.01.2021, St. Pölten, ISL Akademie NÖ • 21.09.2020 – 20.01.2021, St. Leonhard am Hornerwald, ISL Akademie NÖ • 12.10.2020 – 11.02.2021, Neunkirchen, Sozialberufeakademie Wienerwald • 16.11.2020 – 16.03.2021, St. Pölten, ISL Akademie NÖ Nähere Informationen im Bildungsbereich unserer Website: www.hilfswerk.at/niederoesterreich/aus-bildung

www.noe.hilfswerk.at


10 HILFSWERK AKTUELL

Zur Haustür geliefert „Hmm, was möchte ich denn heute essen? Faschierten Braten? Rindsgulasch? Käsespätzle? Oder doch einen süßen Kaiserschmarrn?“ Spontane Entscheidungen je nach Gusto sind kein Problem, wenn man die volle Auswahl zuhause hat. Und die bietet das Menüservice, ein praktisches und beliebtes Angebot des Hilfswerks. Bestellt wird per Telefon oder per Mail. Die Lieferung der tiefgekühlten Menüs er-

Für Ihren Urlaub zuhause… Sommeraktion

folgt einmal wöchentlich direkt bis zur Haustür – in ganz Niederösterreich und ohne

4 Saisonspeisen um € 17,99

Zustellgebühr. Die Auswahl ist riesig: Die Mahlzeiten können à la carte aus über 100

Minestrone | Hühnerfilet „piccata“

Speisen gewählt werden, oder in Form praktischer und sorgfältig zusammengestell-

Bifteki | Gnocchi à la Caprese

ter Wochenmenüs. Ein Frischepaket, bestehend aus Obst, Salat und Milchprodukten

Best.-Nr. HH 1020

sorgt für zusätzlichen gesunden Genuss. Neben der normalen und leichten Vollkost finden sich auch vegetarische, salzreduzierte oder cholesterinarme Speisen, aber auch (teil-)pürierte Speisen oder Trinkkost. Die tiefgekühlten Menüs lassen sich dann minutenschnell in der Mikrowelle oder im Backofen aufbereiten.

Bestelltelefon 02742/90 4 90

Im Moment erfolgt die Lieferung selbstverständlich mit erhöhten Hygiene- und

Mo bis Fr 7.30 – 17.00 Uhr

Sicherheitsmaßnahmen. Auch während des Lock-downs im Frühling lieferte das

menueservice@noe.hilfswerk.at

Menüservice zuverlässig weiter – denn gerade da war die Nachfrage besonders hoch: 51.153 Portionen wurden zwischen Mitte März und Mitte Mai bestellt, um ein Viertel mehr als im selben Zeitraum des letzten Jahres! Überzeugen Sie sich selbst! Es gibt viele Kennenlernaktionen – schauen Sie auf die Hilfswerk-Website www.noe.hilfswerk.at.

Wir liefern auch köstliches Eis im Sommer!

DANKE Hilfswerk! Liebes Hilfswerk Team Maissau! Sie haben meinen Vater, Herr Roman Svejda, seit einiger Zeit in unserem Haus betreut, als es für meine Mutter nicht mehr ging. Er war schwerst krebskrank. Ich möchte mich herzlich bei Daniela Miltner und dem gesamten Team für Ihre wunderbare Arbeit bedanken. Das gesamte Hilfswerk Team ist uns herzlich begegnet. Ihr Team hat Großartiges geleistet und meinen Vater würdevoll, mit aller Kraft, Geduld und Liebe betreut und umsorgt. Was sie geleistet haben wäre für meine Mutter und meine Schwester nicht möglich gewesen. Danke auch für Ihre Hilfe mir und der Familie gegenüber. Sie haben ihn bis zur letzten Stunde und darüber hinaus respektvoll und bestens behandelt. Zu wissen, dass er in den besten Händen war, tut uns sehr gut. Danke für alles! Thomas Svejda

Dieses süße Dankeschön erhielt das An Hilfe und Pflege daheim Melk Ihr seid etwas Besonderes! Wenn wir Euch etwas geben könnten, dann würden wir Euch die Fähigkeit geben, Euch selber so zu sehen wie andere Euch sehen – damit Ihr erkennen könntet, was für ein besonderer Mensch Ihr seid! Wollen Euch danken für die vielen Jahre voller Herzlichkeit unserer lieben Mutter. Wer über all die Jahre so viel Freude schenkt, der soll auch selbst Grund zur Freude haben. Danke danke von ganzem Herzen! Die meisten treffen wir per Zufall, doch bei Euch haben wir das Gefühl, dass Sie uns der Himmel geschickt hat. Diese werden dann zu unseren guten Freunden, die uns verstehen, all unsere Freunde und unser Leid mit uns teilen. Bleibt alle gesund!

www.noe.hilfswerk.at

Team der Hilfswerk-Notrufzentrale

An das Hilfswerk Ottenschlag Wir möchten uns sehr für die übermittelte Anteilnahme bedanken! Alle zur Hilfestellung unserer Mutter eingesetzten Mitarbeitern gebührt unsere große Dankbarkeit. Sie haben nicht nur die erforderlichen Tätigkeiten verlässlich und mit Sorgfalt ausgeführt, sondern auch Freude und Abwechslung in ihren Tag gebracht. Sie hat auch immer gern am Leben anderer teilgenommen und konnte so die eigenen Probleme zeitweise in den Hintergrund treten lassen. Vielen herzlichen Dank auch für das freundliche Entgegenkommen und die gute Beratung. Familie Gusenbauer


02 / 2020 MENSCH ZU MENSCH

11

Gemeinsam statt einsam Karten spielen, spazieren gehen, Geschichten vorlesen, über Gott und die Welt plaudern, zuhören oder einfach nur für jemand anderen da sein: Das ist der ehrenamtliche Besuchsdienst beim Hilfswerk NÖ - damit Einsamkeit keine Chance hat. „Den Menschen fehlt oft der soziale Kontakt. Speziell im höheren Alter sind sie häufig einsam, da sie nicht mehr mobil sind, ihr soziales Umfeld verloren haben oder ihre Familien weit weg wohnen“, erzählt Gerta Bösmüller, Vorsitzende des Vereins Hilfswerk Korneuburg. Frau Bösmüller engagiert sich seit über 20 Jahren beim Hilfswerk Korneuburg. Auch sie besucht regelmäßig andere Menschen in ihrem Zuhause. „Ich mache es sehr gerne, weil ich etwas zurückgeben möchte und dadurch andere Personen unterstützen kann“, erzählt sie. Über 20 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich beim Hilfswerk Korneuburg für den ehrenamtlichen Besuchsdienst und schenken einsamen Menschen ein paar Stunden ihrer Zeit. „Diese Stunden sind für beide Seiten eine enorme Bereicherung“, so Bösmüller. Entlastung für Angehörige. Die langjährige Erfahrung im Kontakt mit der älteren Generation hat gezeigt, dass der ehrenamtliche Besuchsdienst zunehmend mit dem Thema „Demenz“ konfrontiert ist. Der Großteil der demenziell erkrankten Personen wird zuhause von Angehörigen gepflegt. „Nicht selten müssen sie rund um die Uhr für das erkrankte Familienmitglied da sein. Für die Angehörigen ist die damit verbundene Belastung auf Dauer sehr hoch“, erklärt Bösmüller. Diese Erkenntnis legte den Grundstein für eine besondere Zusatzausbildung im Bereich Demenz für den ehrenamtlichen Besuchsdienst. Somit wurde im Herbst 2019 der Demenzbesuchsdienst geboren, um Familien mit demenzkranken Menschen mit geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu entlasten. „Mein Leben hat sich sehr zum Positiven verändert, seitdem ich auf die Angebote des Hilfswerks aufmerksam wurde“,

Filmtipp Die Geschichte von Gerta Bös-

erzählt Elfriede Türk. Sie pflegt ihren an Demenz erkrankten Ehemann zuhause. Mindestens einmal pro Woche kommt

müller und Familie Türk kön-

Frau Bösmüller zu Besuch. Gemeinsam mit Herrn Türk spielt sie Schnapsen und bekommt dabei nicht selten ein „Bum-

nen Sie auch im Rahmen einer

merl“ von ihm angehängt. „Er freut sich immer sehr, wenn Frau Bösmüller kommt. Die Chemie zwischen ihnen passt

kurzen ORF-Reportage sehen:

einfach“, so Türk. Der ehrenamtliche Besuchsdienst entlastet den Alltag von Frau Türk sehr, denn dadurch hat sie wieder

www.noe.hilfswerk.at

mehr Freizeit. „Ich kann jetzt wieder Turnen gehen. Das macht mir großen Spaß und gleichzeitig weiß ich, dass mein Mann in dieser Zeit in guten Händen ist“, so Elfriede Türk.

Wir suchen Sie! Die Freiwilligenarbeit beim Hilfswerk Niederösterreich ist vielfältig. Interessieren auch Sie sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit? Oder möchten Sie den ehrenamtlichen Besuchsdienst in Anspruch nehmen? Dann informieren Sie sich unter T 05 9249 oder auf der HilfswerkWebseite: www.hilfswerk.at/niederoesterreich/ehrenamt

E N E D E I R ZUF DEN. KUN WIR AFFEN SCH. DAS

Recommender Award 2020: Wir freuen uns, dass unsere Kunden die NV gerne weiterempfehlen. www.nv.at

www.noe.hilfswerk.at

Wir schaffen das.


12

Erfrischendes Danke von KASTNER Gruppe und Eskimo Einen Dank für den herausragenden Einsatz der Hilfswerk-Pflege-

Desinfektionsmittel für die Pflege Desinfektionsmittel statt Fruchtsäften: Das produzierte der Getränkehersteller Austria Juice GmbH aus Kröllendorf während der Krise. Und damit wurden die Pflegeorganisationen der Region unterstützt. 150 Liter Hand- und Flächendesinfektion durfte Hilfswerk Niederösterreich-Präsidentin Michaela Hinterholzer von CEO Franz Ennser entgegen nehmen.

teams organisierte Christof Kastner, geschäftsführender Gesellschafter der KASTNER Gruppe und Mitglied des Hilfswerk-Kuratoriums, zusammen mit Eskimo: 2.400 Eis-Stanitzel spendeten sie als kühle Erfrischung für die Hilfe und Pflege daheim-Teams in Niederösterreich. Vielen Dank dafür!

Präsidentin Michaela Hinterholzer und Pflegedirektorin Gaby Goll bedankten sich bei Christof Kastner für die kühle Erfrischung.

Spielsachen für die HilfswerkKinderbetreuung

Vitamine für die Hilfswerker/innen

Danke IKEA Austria! Im Rahmen der Initia-

passten, durfte das Hilfswerk-Team von Pottendorf-

tive „Gemeinsam schaffen wir das“ spen-

Seibersdorf von der Firma SanLucar Österreich

dete das schwedische Einrichtungshaus

entgegen nehmen. Die Mitarbeiter/innen freuten sich

dem Hilfswerk Niederösterreich zahlreiche

über diese vitaminreiche Wertschätzung. Von links

Plüschtiere, Spiel-, Mal- und Bastelmateria-

nach rechts Marion Thaller von SanLucar, Hilfswer-

lien sowie diverses Zubehör für Kinderbe-

kerinnen Claudia Knötzl und Claudia Schlapschy

treuung.

sowie Vorsitzende Angelika Birkner und Horst Faller

Köstliche Obstkörbe, die kaum in das Dienstauto

vom Verein Hilfswerk Pottendorf-Seibersdorf. Die Spenden werden im Rahmen der Hilfswerk-Kinderbetreuung an Standorten in

Geschäftsbereichsleiterin Elke Fuchs bedankt sich

ganz Niederösterreich zum Einsatz kommen

bei IKEA Austria für die schöne Spende.

und viel Freude bereiten!

DIE ZAHL ZUM STAUNEN Hilfswerk Niederösterreich, Landesgeschäftsstelle Ferstlergasse 4, 3100 St. Pölten T 05 9249-0 | office@noe.hilfswerk.at  noe.hilfswerk |

hilfswerkniederoesterreich

Datenschutzhinweis: datenschutz.noe.hilfswerk.at IMPRESSUM Medieninhaber und Herausgeber: Hilfswerk Niederösterreich Betriebs GmbH, Landesgeschäftsstelle Redaktionsadresse: Zeitschrift Mensch zu Mensch, Hilfswerk NÖ, Landesgeschäftsstelle, Ferstlergasse 4, 3100 St. Pölten | T 05 9249-30140, E-Mail: presse@noe.hilfswerk.at Redaktion: Petra Satzinger, Andrea Leppich, Elisabeth Schreiner, Elisabeth Bosch Bildnachweis, Fotos: Hilfswerk Niederösterreich, Franz Gleiss, Katharina Fleischhacker, DMM, Schwarz-Koenig, fotolia.de Gesamtauflage: 30.000 Stück, niederösterreichweite Distribution, davon über 90 % durch persönlich adressierte Sendungen Produktion: Henzl Media GmbH, 3151 St. Pölten-St. Georgen

www.noe.hilfswerk.at

51.153 Portionen

lieferte das HilfswerkMenüservice in den zwei Monaten des Lockdowns zwischen Mitte März und Mitte Mai in Niederösterreichs Haushalte.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook