Skip to main content

hds Magazin 11/14: „Motivierte Verkäufer, begeisterte Kunden“

Page 1

Italienische Post AG – Versand im Postabonnement– G.D. 353/2003 (konv. Ges. Nr. 46, 27.02.2004) Art. 1, Abs. 1, CNS BOZEN · Jahrgang LXII · 11/2014 · IP

hds magazin #11/14

dels n a es H vember d g Ta 13. No am

Monatsmagazin des Handelsund Dienstleistungsverbandes Südtirol www.hds-bz.it

Motivierte Verkäufer, begeisterte Kunden


GUTE JOBS GIBT’S NICHT NUR IM KINO:

Optikerin Kaufberaterin Drogistin Modeberaterin Mediengestalterin Webdesignerin Konditorin Baristin Biofachhändlerin Einrichtungsberaterin Betriebsbuchhalterin Programmiererin Immobilienmakler Pharm. kaufm. Assis in tentin uvm.

GRUPPEGUT.IT

myjobmylife.it


editorial

Bewährtes festigen und offen für Neues Um die Vielseitigkeit unserer vielen Klein- und Familienbetriebe zu stärken und den heutigen Kundenbedürfnissen immer mehr zu entsprechen, braucht es für unsere typischen, traditionellen Unternehmen auch neue Instrumente im Verkauf. Vor allem, wenn es darum geht, bestimmten Kategorien Zusatzdienste in ihren Betrieben zu ermöglichen – im Konkreten bei der Diskussion, Bäckereien und Metzgereien einen Ausschank in ihren Verkaufsräumen zu ermöglichen. Ein Anliegen, das der hds seit Jahren verfolgt und immer wieder der Politik vorbringt. Um Tradition oder Kaffeehaus- oder Gasthauskultur in Südtirol brauchen wir uns dabei keine Sorgen zu machen. Ganz im Gegenteil. Traditionen und typische Eigenheiten sind wichtig, können sich aber nur weiterentwickeln und sich in Zukunft festigen, wenn sie gepaart mit Innovationen einhergehen: neue Ideen, die von den Kundenbedürfnissen und vom Kundenverhalten herrühren. Der Kunde bestimmt. Und daher ist es wesentlich, dass wir neben der Aufrechterhaltung des Bewährten für neue Entwicklungen und Trends offen sind. Dazu gehört auch die Möglichkeit, den vielen bestehenden traditionellen, klein- und familiengeführten Betrieben neue Geschäftskonzepte – wie den Ausschank – zu ermöglichen. Im Übrigen sind diese Verkaufskonzepte im deutschsprachigen Raum durchaus bereits Usus. Dieser Entwicklung sollten wir auch in Südtirol Rechnung tragen. Entscheidende Faktoren, um weiterhin am Markt zu bestehen und Erfolg zu haben, bleiben aber die altbewährten: Es geht um die persönliche Beratung, die Qualität der Produkte, die Regionalität, das Vertrauen oder die Nähe am Kunden.

Dado Duzzi, hds-Vizepräsident

titelgeschichte Emotionales Verkaufen am 13. November

4

aktuelles Das hds-Weihnachtsschild 2014

12

trends Große Veränderungen im Luxkus-Konsum

13

bezirke 30 Jahre beim hds

15

berufsgruppen Südtirols erste Brotkönigin

21

bildung Berufliche Erfahrung im Ausland

22

betriebe informieren Hohe Auszeichnung für Bozner Brot

25

betriebsberatung Viele mietrechtliche Neuerungen

30

info aktuelles WSV - alle Termine

35

Redaktion, Verwaltung und Werbung: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 308/309, F 0471 310 396, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes und Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Mauro Stoffella (Bereichsleiter Kommunikation) Redaktion: Dr. Sergio Colombi, Dr. Martina Reinstadler, Manuela Seebacher Grafisches Konzept: Gruppe Gut – www.gruppegut.it titelbild: istockphoto Grafik: Stefano Hochkofler Fotos: freeimages, istockphoto, Helmuth Rier, Shutterstock Druckerei: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen Aufgegeben am 4. November 2014 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Herausgeber: Handelsund Dienstleistungsverband Südtirol Genossenschaft – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana

hdsmagazin #11/14


4 Südtirols Kaufleute können stolz auf ihre lange Berufstradition sein und sollten ihr unglaubliches Fachwissen mit Herz und Verstand vermitteln.

Motivierte Verkäufer, begeisterte Kunden Emotionales Verkaufen stellt Kunden und Verkäufer als Menschen in den Vordergrund und sorgt dafür, dass Kunden auf der kaufentscheidenden emotionalen Ebene angesprochen und überzeugt werden. Verkaufstrainer Ingo Vogel hat diese Technik geprägt. Beim diesjährigen Tag des Handels referiert er zum Thema „Emotionales Verkaufen: Mit Begeisterung zu mehr Kunden und Umsatz“.

hdsmagazin #11/14

Sympathie und Vertrauen sind für erfolgrei- „80 bis 90 Prozent der Entscheidungen che Geschäfte unabdingbar. Dennoch achten werden unbewusst gefällt. Als Verkäufer viele Verkäufer während Kundengesprächen kann man davon profitieren, indem die zu wenig darauf, dass sie Kunden wirklich Entscheidungsprozesse der Kunden posiemotional ansprechen. Der erfolgreiche Ver- tiv angesprochen und unterstützt werden. käufer der Zukunft ist ein Gefühls- und Be- Studien der Hirnforschung belegen, dass ziehungsmanager. Er verkauft seine Produk- der Mensch nur dann kauft, wenn bei ihm te mit Herz und Verstand. Denn Menschen emotionale Areale im Hirn aktiviert werkaufen keine Waren, sondern Emotionen. den. Gibt es keine Emotionen, so gibt es Damit können Händler im Verkauf punk- auch keine Entscheidungen und folglich für ten und ihren Umsatz steigern. Die Ver- den Händler keinen Umsatz“, erklärt Ingo kaufstechnik des emotionalen Verkaufens Vogel. Beim emotionalen Verkaufen werden basiert auf den aktuellen Erkenntnissen Verkäufer für Kunden zu überzeugenden der Neurowissenschaft, Neuromarketing, Persönlichkeiten und authentischen MarKommunikations- und Verkaufspsycholo- ken. Die Produkte zu einzigartigen, unvergie. Sie setzt Impulse erfolgreich in die Ver- gleichbaren emotionalen Highlights. kaufspraxis um. Eine emotionale Verkaufsrhetorik spricht demnach besonders die Emotionen und die Entscheidungsfindung des Gegenübers an.


titelgeschichte Verkaufen ist überzeugen

Klassische Verkaufstechniken und -strategien sind nützlich, stellen jedoch oft zu wenig die Persönlichkeit des Verkäufers und seine individuellen Fähigkeiten in den Mittelpunkt. Beim emotionalen Verkaufen stehen der Mensch Kunde und der Mensch Verkäufer im Vordergrund. „Genau das macht das emotionale Verkaufen so faszinierend einfach und erfolgreich. Es zielt auf die zwischenmenschlichen Bedürfnisse ab“, erklärt Vogel. Die schlimmsten Fehler, die Verkäufer machen können, sind eine negative und unmotivierte Ausstrahlung und kein Interesse an den eigenen Produkten. Wenn sofort nur über das Produkt gesprochen wird, selbst viel geredet und dem Kunden nicht zugehört wird, kann keine emotionale Beziehung aufgebaut werden. Authentisch, empathisch, verbindlich. Diese Eigenschaften werden von Kunden geschätzt. Verkäufer müssen interessiert und vom eigenen Angebot begeistert sein. „Erst durch die richtige mentale Einstellung zum Produkt wirkt der Verkäufer authentisch und kann den Kunden auf der unbewussten Ebene überzeugen“, sagt der Verkaufsexperte. Vertrauen als Basis

Nach Vogel ist der Verkäufer der zentrale Erfolgsfaktor für den Vertriebserfolg. Er kann die Kunden durch seine Begeisterung und Leidenschaft emotional erreichen. „Der Verkäufer erreicht dies durch sein Auftreten,

persönliche Ausstrahlung und Einfühlungsvermögen. Diese Faktoren entscheiden, wie wohl sich der Kunde im Kontakt mit dem Verkäufer fühlt und ob er ihm und seinem Produkt vertraut. Durch Mimik, Gestik und Blickkontakt wird das Wohlbefinden des Gegenübers und sein Vertrauen in den Verkäufer gefördert“, so der Experte.

Tag des Handels 2014

Stärken im stationären Handel

Emotionales Verkaufen ist die Vertriebsphilosophie der Zukunft. Davon ist Ingo Vogel überzeugt. „Durch die schnelle Vergleichbarkeit der Produkte im Internet kommt es mehr denn je auf den Verkäufer und seine emotionale, verbale und soziale Kompetenz an. Verkäufer müssen den Kunden mit viel Persönlichkeit, Aufmerksamkeit, Interesse und emotionaler Ansprache begegnen. Ihn als Mensch wahrnehmen, das Produkt mit allen Sinnen ausprobieren, anfassen, riechen lassen und somit ein echtes Kauferlebnis bieten. Das kann der Onlinehandel nur sehr begrenzt“, sagt Vogel. Dennoch sollte der Onlinehandel beobachtet werden. Die Neuen Medien eröffnen vielen Fach- und Einzelhändlern neue Möglichkeiten, Kunden emotional zu binden. „Im Idealfall wird der stationäre Handel mit einem E-Shop ergänzt. Das Persönliche kann in einem Onlinestore durch Fotos, einfache telefonische Erreichbarkeit, schnelle Reaktionen auf Anfragen und emotional ansprechende Kundenkorrespondenz hervorgehoben werden“, so Vogel.

Donnerstag, 13. November 2014 Beginn: 18:30 Uhr Schloss Maretsch, Claudia de’ Medici-Straße 12, Bozen Programm: Gruß: hds-Präsident und Vizepräsident Impuls: Emotionales Verkaufen: Mit Begeisterung zu mehr Kunden und Umsatz - Ingo Vogel, Verkaufstrainer und Speaker Ehrung: Südtirols Verkaufstalente 2014 Ausklang: Regionale Spezialitäten

5

Simultanübersetzung Anmeldung: sinnerebner@hds-bz.it T 0471 310 515

Fortsetzung auf Seite 6

Kunden binden mit Dialog Wenn es um die Unterstützung während des Kaufvorgangs geht, zeigen die großen Web-Händler in Deutschland deutliche Schwächen. So bieten beispielsweise laut einer aktuellen Untersuchung zwei Drittel der WebShops während des Einkaufs keine Möglichkeit an, Fragen zu stellen. Dialogfunktionen wie etwa ein interaktiver Chat oder auch virtuelle Ankleideräume werden von 70 Prozent der Unternehmen noch nicht verwendet. Auch interessant: Nur jeder dritte Webhändler erfasst Lob und Kritik seiner Kunden. Was im Internet als große Schwäche angekreidet wird, ist im traditionellen Handel die große Stärke: der persönliche und direkte Kontakt mit den Menschen. Das wünschen sich die Kunden.

Wie gut geführte Verkaufsgespräche zur Stärkung der Kundenbindung beitragen können, möchte der hds auch beim diesjährigen Tag des Handels aufzeigen. Mehr dazu in der Titelgeschichte.

Mauro Stoffella, Bereichsleiter Kommunikation

hdsmagazin #11/14


titelgeschichte

Kunden begeistern

6

Kleinbetriebe und familiengeführte Unter­ nehmen können emotionales Verkaufen besonders einfach umsetzen. „Die meisten Geschäfte in Südtirol werden nicht durch Strukturen und Hierarchieebenen behindert und können so individuell auf die Kunden eingehen. Jeder Mitarbeiter sollte sich mit den einfachen Grundprinzipien des emotionalen Verkaufens vertraut machen und diese antrainieren“, sagt Vogel. „Südtirols Kaufleute können stolz auf ihre lange Berufstradition sein und sollten ihr unglaubliches Fachwissen mit Herz und Verstand vermitteln. Alle Vorteile des persönlichen Kontaktes im stationären Handel müssen ausgeschöpft werden. Mit persönlicher Begeisterung können Kunden emotionalisiert und an sich gebunden werden. Dadurch werden den Kunden Kauferlebnisse geboten, die nur stationär möglich sind“, so die Tipps des Experten.

mreinstadler@hds-bz.it

Neuer Direktor des hds Bernhard Hilpold (im Bild) vom Exekutivausschuss des Verbandes ernannt. Das Führungsgremium hat in seiner Sitzung vom 28. Oktober 2014 die Ernennung auf Vorschlag des Präsidenten Walter Amort vorgenommen. Hilpold wird die Leitung des hds mit Jänner 2015 übernehmen.

Der Brixner Bernhard Hilpold, 1959 in Bozen geboren, folgt auf Dieter Steger, der im Frühjahr dieses Jahres nach seiner Wahl in den Südtiroler Landtag den Verband verlassen hatte. Präsident Amort hatte in den vergangenen Monaten interimistisch die Leitung des Verbandes übernommen. Bernhard Hilpold kennt den Verband: Er war Präsident der Baustoffhändler im hds und hat in verschiedenen Gremien des Dachverbandes Confcommercio auf gesamtstaatlicher Ebene mitgewirkt. Er verfügt über eine langjährige Erfahrung im Groß- und Einzelhandel von Baustoffen und Werkzeugen. Derzeit ist er als Geschäftsführer eines Maschinenbaubetriebes in Belgien tätig. Hilpold weist somit eine reiche Erfahrung in Unternehmensführung auf.

Ingo Vogel Verkaufstrainer, Speaker und Experte für Emotionales Verkaufen. Seit 1997 ist er als selbstständiger Rhetorik- und Verkaufstrainer tätig. Ingo Vogel hat zehn Jahre Vertriebserfahrung als Ingenieur und über 25 Jahre persönliche Verkaufserfahrung. Er redet nicht nur über Emotionales Verkaufen, sondern lebt es in seinen Verkaufsschulungen und Vorträgen vor und begeistert jährlich tausende Verkäufer. Sein Buch „Top Emotional Selling: Die 7 Geheimnisse der Spitzenverkäufer (Gabal Verlag)“ ist bereits in der vierten Auflage erschienen.

hdsmagazin #11/14

„Mit dieser Ernennung garantiert der Verband seinen Mitgliedern und Kunden die Weiterführung einer starken, betriebsorientierten Verbandsarbeit in den Bereichen Handel und Dienstleistungen und die Weiterentwicklung der qualifizierten Serviceleistungen“, erklärt Amort. Bernhard Hilpold bringe beste Voraussetzungen für diese Position mit, die gleichermaßen Managementqualitäten, fachliche Kompetenz und Sensibilität für die Anliegen der Mitglieder erfordert, so der hds-Präsident.


aktuelles

Einzelhandel in Gewerbegebieten: neues Gesetz reif für europäische und nationale Vorgaben Südtiroler Landtag verabschiedet Änderungen zum Raumordnungsgesetz. „In Anbetracht der europäischen und nationalen Bestimmun-

gen ist die neue Südtiroler Regelung zum Einzelhandel in Gewerbegebieten ein geeignetes Instrument, um auch in Zukunft weiterhin Lebensqualität, Arbeitsplätze und lebendige Dörfer und Städte zu garantieren.“ So kommentiert der hds die vom Landtag – in seiner Sondersitzung vom 17. Oktober 2014 – verabschiedeten Änderungen zum Raumordnungsgesetz betreffend den Einzelhandel in Gewerbegebieten (Landesgesetz „Umweltomnibus“ Nr. 17/2014). „Diese Entscheidung des Landtags ist ein Schritt in die richtige Richtung“, betont hds-Präsident Walter Amort. „Die Bestimmung ermöglicht zwar die Ausübung von Einzelhandel in bestimmten Zonen der Gewerbegebiete. Allerdings ist es gelungen, diese Öffnung – im Einklang mit den europäischen und nationalen Liberalisierungsvorgaben – einzuschränken und den besonderen Südtiroler Gegebenheiten anzupassen“, erklärt Amort. Somit kann sich der Einzelhandel nicht in die Gewerbegebiete verlagern.

Es wurden daher klare Richtlinien in der Raumplanung und Raumentwicklung festgelegt, auch um Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu gewährleisten. Diese sind unabdingbare Voraussetzungen, damit sich der Einzelhandel in Südtirol gut weiterentwickeln kann. Der Landtag hat nun dafür mit dem neuen Gesetz einen gesetzgeberischen Anker gesetzt und eine solide Basis für die zukünftige Südtiroler Handelspolitik geschaffen – mit dem Ziel, weiterhin den Einzelhandel in unseren lebendigen Orten, Dörfern und Stadtvierteln zu stärken. Unter hds-bz.it/raumordnung finden Sie die wichtigsten Neuigkeiten in einem übersichtlichen Dokument zusammengefasst.

Die neue Regelung berücksichtigt den Schutz des urbanen Lebensraumes, des Berggebietes und der Sprachminderheiten, wie von der Unesco-Konvention vorgesehen.

hds-Präsident Walter Amort: „Ein geeignetes Instrument geschaffen.“

Der Gesetzgeber hat die Absicht verfolgt, urbanistisch genau zu definieren, wo und unter welchen Voraussetzungen Einzelhandel in Gewerbegebieten ausgeübt werden kann. Dieses Gesetz ist somit reif für die europäischen sowie nationalen Vorgaben. Die aktuelle Regelung diesbezüglich, welche von der römischen Regierung vor dem Verfassungsgericht angefochten wurde, wird somit durch das neue Gesetz überwunden.

Die hds-Mitgliedervorteile Entdecken auch Sie die große Welt der hds-Mitgliedervorteile. Alle aktuellen Preisvorteile finden Sie unter hds-bz.it/mitgliedervorteile. Mehr Informationen: T 0471 310 311, mitgliedervorteile@hds-bz.it.

hdsmagazin #11/14

7


hds -b z.it/b estell Fo rd e ung rn Sie ko s t e hier d nlose en n hds -Aufk Meist leber erbet für riebe an.

NEWS VOM EUROPA POINT IM hds

8

EU-Fördermittel - jetzt auch für Freiberufler

Rat der Südtiroler Meister gewählt

Grünes Licht für den Zugang zur EU-Förderung. Im neuen Programmplanungszeitraum 2014 - 2020 werden endlich auch Freiberufler als Begünstigte der ca. 2,3 Milliarden Euro EU-Fördermittel aufgenommen. Die Europäische Kommission anerkennt jetzt nämlich ihr unternehmerisches Potenzial und ihren Beitrag zur Wirtschaftsleistung. Schätzungen zufolge gibt es in Europa vier Millionen Unternehmen von Freiberuflern mit elf Millionen Beschäftigten und einem Umsatz von ca. 560 Milliarden Euro. Und der Trend für diese Firmen geht nach oben.

Auch hds im Vorstand vertreten. „Der Meisterbrief - das sicherste Wertpapier“, unter diesem Motto lud der Südtiroler Meisterbund vor Kurzem zu seiner ersten Vollversammlung ein. Gewählt wurde dabei der 12-köpfige Rat der Südtiroler Meister. Der hds ist im Vorstand mit Bäckermeister Benjamin Profanter und den beiden Meistern des Handels, Christian Giuliani und Peter Mayrl, vertreten. Südtirols Meister bieten in 75 praktischen Berufen des Handels, Gastgewerbes und Handwerks Qualität auf höchstem Niveau. Der Südtiroler Meisterbund wurde 2013 gegründet und bietet allen Meistern eine Interessenvertretung, Informationen zu verschiedenen Themen und gemeinsame Kampagnen.

Freier Zugang zu Finanzmitteln und Krediten. Was bisher nur Unternehmen vorbehalten war, soll nun auch für Freiberufler möglich sein: Freiberufler können nun EU-Finanzmittel für die Forschungsförderung, die technologische Entwicklung, für Innovationen und zur Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit beantragen. Für die Kreditaufnahme können Freiberufler dank der Programme Horizon 2020 und COSME eine direkte Finanzierung in Anspruch nehmen. Für den Zugang zu neuen Märkten und für Internationalisierungsprojekte können sie sich an das Netzwerk Enterprise Europe Network wenden, das den KMU kostenlose Dienstleistungen zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovation anbietet.

Zusätzlich zu diesen Instrumenten plant die EU-Kommission Maßnahmen zur gesetzlichen Vereinfachung der Anforderungen für Freiberufler. Um die Aus- und Weiterbildung und den Erwerb von Kompetenzen dieser Berufsgruppen zu fördern, soll eine Plattform eingerichtet werden, die als Schnittstelle für Kontakte zwischen Universitäten und Freiberuflern fungieren soll. Schließlich sollen auch gezielte Initiativen für die verstärkte Verbreitung von betriebswirtschaftlichen Unternehmensführungskompetenzen angeboten werden. Bleibt zu hoffen, dass es Italien gelingt, mit der Öffnung dieser Ausschreibungen für Freiberufler die EU-Fördermittel besser zu nutzen. Die jüngsten Daten der EU-Kommission über die Ausgaben im abgelaufenen Programmplanungszeitraum (2007 2013) haben nämlich ergeben, dass Italien nur 48 Prozent der gesamten zugewiesenen Fördermittel nutzen konnte.

Carla Vedovelli, Verantwortliche Europa Point, T 0471 310 322, cvedovelli@hds-bz.it, hds-bz.it/europa

hdsmagazin #11/14

Weitere Informationen: Petra Blasbichler, T 0471 310 318, pblasbichler@hds-bz.it, hds-bz.it/bildung

Rückvergütung auf Kinderbetreuungsspesen Nur eine von vielen Serviceleistungen. Die Bilaterale Körperschaft für den Handel (EbK) bietet den Mitgliedern eine Reihe von Serviceleistungen an. Eine der wichtigsten ist die Rückvergütung der Kinderbetreuungsspesen im Ausmaß von 75 Prozent, die heuer noch einmal und zwar im Winter gewährleistet wird: Zeitraum vom 1. Dezember 2014 bis 28. Februar 2015. Das Ansuchen muss mittels Gutschein vor Beginn der benötigten Kinderbetreuung gestellt und abgegeben werden. Alle Infos zu dieser und zu weiteren Serviceleistungen unter www.ebk.bz.it (T 0471 310 503, info@ebk.bz.it).


Die Gewinnerin Silvia Andergassen.

aktuelles

Tolle Berufe, Berufe mit Zukunft

ildung z.it/b er hds -b ilder d tolle B die e n ie li n w O ng so staltu de ich r e w Veran ie üre W B ro s c h ufer. Verkä

Silvia Andergassen gewinnt Berufswettbewerb Verkaufstalent Südtirol 2014 – Verkaufen mit Talent und Freude. Südtirols beste Berufs- und Fachschüler aus dem Bereich Handel und Verwaltung haben vor Kurzem im Rahmen des sechsten Berufswettbewerbes für Verkäuferlehrlinge ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Silvia Andergassen aus Klausen (Arbeitsgeber: A. Weger Buchhandlung in Brixen und Klausen) hat den diesjährigen Wettbewerb gewonnen und darf sich Verkaufstalent Südtirol nennen. Im Berufsbildungszentrum von Bruneck hat sich die Jungverkäuferin gegen vier weitere Finalisten durchgesetzt. Auf Rang zwei landete Monika Niederlechner aus Oberwielenbach/Percha, gefolgt von Nancy Fröhlich aus Bruneck auf Rang drei. Der vierte Platz ging an Manuela Stolz aus Kastelruth, und Edona Qunaj aus Bruneck schaffte es auf Platz fünf. Das Verkaufstalent Südtirol wird vom hds in Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum Bruneck durchgeführt. Allen Finalisten winkte ein Scheck, der von der Bilateralen Körperschaft im Tertiärsektor EbK zur Verfügung gestellt wurde. Die drei erstplatzierten Verkäuferlehrlinge werden am 12. November in Salzburg am Internationalen Berufswettbewerb „Junior Sales Champion International“ teilnehmen. Der hds wünscht viel Erfolg.

Großer Erfolg für Futurum 2014. Programmierer, Modeberater, Optiker: Infos zu diesen und vielen anderen Berufen haben die Schüler und Jugendlichen vom hds auf der Bildungsmesse Futurum erhalten. Diese fand Anfang Oktober in der Messe Bozen statt, über 5000 Schüler waren gekommen. Eine erste Kontaktaufnahme ermöglichten die hds-Mitarbeiterin Petra Blasbichler und Vertreter der Jungen im hds. Sie informierten über die Tätigkeiten des Verbandes und vermittelten Einblicke in die Berufswelt, auch durch Videos. Auf dem Stand waren außerdem die Junghandwerker und die HGJ vertreten. Mehr über die Vielfalt der Berufe im Handel und der Dienstleistungen in Südtirol auf myjobmylife.it.

9

Tipps zur Arbeitssuche Das Arbeitsvermittlungszentrum Bozen veranstaltete im September unter dem Motto „Job & Life“ den ersten Jugendtag. Junge Leute holten sich in Bozen Infos über die Arbeitswelt, über Arbeitsmöglichkeiten sowie über Aus- und Weiterbildungskurse. Zudem gab es viele nützliche Tipps zur Arbeitssuche und Bewerbungstrainings. Auch der hds war mit einem eigenen Informationsstand vertreten.

Mehr Informationen: Petra Blasbichler, hds-Verantwortliche für Jugendprojekte, T 0471 310 318, pblasbichler@hds-bz.it

hdsmagazin #11/14


aktuelles

Internet und neue medien

E-Commerce und Technologien Alle Innovationen der nächsten

10

Zukunft. Bei der jüngsten Herausforde-

rung im elektronischen Handel geht es nicht um das Bestehen im Wettbewerb mit dem stationären Handel, sondern um den Einsatz neuer Technologien. Denn der technologische Fortschritt schreitet so rasch voran, dass manchmal auch diejenigen ins Hintertreffen geraten, die davon profitieren sollten. Ein Beispiel für die Technologien, die sich im Handel etablieren könnten, ist Oculus Rift, eine Virtual-Reality-Brille mit besonders großem Sichtfeld, die den Verbraucher in eine virtuelle 3D-Welt versetzt. Dank einer eigenen Software und einem Controller, den man in der Hand hält, kann der Nutzer sich mit Oculus Rift virtuell kreuz und quer durch die Regale eines normalen Supermarkts bewegen, außerdem kann er Produkte, die er kaufen will, auswählen und „vergrößern“. Oculus Rift sollte 2015 zu einem Preis von rund 400 Euro auf den Markt kommen. Große Ketten verwenden hingegen bereits eine andere Technologie namens Beacon, die eine direkte Interaktion zwischen dem Kaufhaus oder Supermarkt und dem Smartphone des Besuchers ermöglicht. Ziel dieser Technologie ist die Kundenbindung: Mit Beacon erhalten Kunden, die öfter das Geschäft betreten und sich auf bestimmten Wegen durch die Regalreihen lotsen lassen, Punkte und Gutscheine.

hdsmagazin #11/14

POS-Konditionen überprüfen! Nachbesserungen einfordern. Die Unternehmer und Freiberufler seit 30. Juni 2014 verpflichtet, die Bankomatzahlungen bei Geschäftsabwicklungen von über 30 Euro anzunehmen. Mit dieser Verpflichtung hat die italienische Regierung einen weiteren Schritt in Richtung Verbreitung der bargeldlosen Zahlungen unternommen und zugleich aber auch bei den Unternehmern für zusätzliche Spesen gesorgt. Über den Dachverband Confcommercio und den Politikern hat sich der hds für eine allgemeine Herabsetzung der entsprechenden Führungskosten auf nationaler Ebene eingebracht, denn eine stärkere Verbreitung des elektronischen Geldes muss mit einer Reduzierung der Kosten und Gebühren für die Betriebe einhergehen. Auf EU-Ebene fordert man eine Obergrenze für Interbankenentgelte in Höhe von 0,2 Prozent des Kaufpreises für EC-Karten und von 0,3 Prozent für Kreditkarten.

Studien der Confcommercio anhand von Daten aus dem Jahr 2012 belegen, dass in Italien zwar 1.501.600 POS-Terminale installiert sind, entgegen den 1.834.000 in Frankreich und 720.000 in Deutschland, aber die Umsätze über diese Terminals nur ein Siebtel von Deutschland (56.600 Milliarden Euro) und ein Drittel von Frankreich (24.100 Milliarden) betragen. Im Zuge der neuen Verpflichtung der Unternehmer hat der hds die Bedingungen der Banken für die Führung eines POS-Terminals näher unter die Lupe genommen und anhand mehrerer Beispiele erhoben. Dabei hat der hds festgestellt, dass die Banken die Spesen sehr unterschiedlich errechnen und die Bedingungen auch stark vom Umsatz und anderen Faktoren abhängen. Ein direkter Vergleich ist aufgrund dieser unterschiedlichen Handhabung der Banken meist sehr schwierig. Dennoch wollen wir einige ermittelte Richtwerte wiedergeben.

Anhand von konkreten Beispielen hat der hds festgestellt, dass die Bedingungen in folgenden Bereichen liegen können:

Bankomat Installation POS-Terminal: von 0 bis 100 Euro (einmalig) Monatsmiete POS-Terminal: von 0 bis 14 Euro Kommission pro Bewegung: von 0,10 bis 0,75 Prozent Fixspesen pro Operation: von 0 bis 0,30 Euro Sammelgutschrift pro Tag: von 0 bis 0,60 Euro

Kreditkarten Installation POS-Terminal: von 0 bis 100 Euro (einmalig) Monatsmiete POS-Terminal: von 0 bis 14 Euro Kommission pro Bewegung: von 0,60 bis 2,60 Prozent Fixspesen pro Operation: von 0 bis 0,30 Prozent

Die Gesamtspesen für die Führung eines POS-Gerätes können demnach sehr unterschiedlich ausfallen und es zahlt sich aus, die eigenen Kosten periodisch genau festzuhalten. Laut Schätzungen der Confcommercio betragen die Spesen für einen Betrieb mit 150.000 Euro Umsatz über POS-Terminal durchschnittlich 1920 Euro im Jahr. Lassen auch Sie sich von Ihrer Bank den genauen und vollständigen Kostenpunkt für die Führung Ihrer POS-Zahlungen aushändigen und fordern Sie auch Nachbesserungen Ihrer Bedingungen ein! Spielräume dazu gibt es nämlich sehr oft.


Termine

D Veraer aktu elle ns k taltu - - - alender ngs --: --h vera ds-bz.it - nsta

ltun

Sprechstunden

/ gen

12.11.

hds vor Ort

• Kurs „Ladendiebstahl vorbeugen“ Bruneck, Berufsbildungszentrum

St. Ulrich montags von 14:30 bis 17:00 Uhr im Gemeindeamt. Lana donnerstags von 11:00 bis 13:00 im Rathaus, Maria-Hilf-Straße 5. St. Leonhard i. P. jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 08:00 bis 10:00 Uhr in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, Passeirerstraße 3. Klausen donnerstags von 08:30 bis 12:30 Uhr, Kaffee Nussbaumer, Unterstadt 4, H 331 5714 456. Mühlbach dienstags von 08:00 bis 09:30 Uhr im Gasthof „Zur Linde“.

12.11. • hds-Ortsversammlung Innichen, Innichen, 20:00 Uhr 12.11. • Junior Sales Champion 2014, Salzburg (A) 13.11.

Mals montags von 08:00 bis 10:00 Uhr im Gemeindehaus, Bahnhofstraße 19. Prad montags von 10:30 bis 12:30 Uhr in der Raiffeisenkasse. Sulden am 10. Dezember von 10:00 bis 12:00 Uhr in der Raiffeisenkasse.

• Tag des Handels, Bozen, Schloss Maretsch, 18:30 Uhr 01. – 04.12. • Internationale Messe für das Speiseeisgewerbe, Longarone

12

Rentenberatung

Kleinanzeiger Geschäftseinrichtung gut erhalten, günstig zu verkaufen. Infos: info@sport-jocher.com, T 0472 850 117 Wir suchen für den Vertrieb unserer Lebensmittelprodukte für folgende freie Zonen: Bozen-Unterland-Meran-Vinschgau-Schlerngebiet-Sarntal-Passeier, einen freien Vertreter mit Lebensmittelkenntnissen, auf Enasarco-Basis. Kontakt: horvat.willi@dnet.it

Meran am 12., 19. und 26. November sowie am 3., 10. und 17. Dezember von 08:00 bis 12:00 Uhr im hds-Büro. Sterzing am 20. November sowie am 4. und 18. Dezember von 08:30 bis 09:30 Uhr im hds-Büro. Brixen am 20. und 27. November sowie am 4., 11. und 18. Dezember von 14:30 bis 16:30 Uhr im hds-Büro. Bruneck am 20. November sowie am 4. und 18. Dezember von 11:00 bis 12:30 Uhr im hds-Büro. Schlanders am 12. und 26. November sowie am 10. Dezember von 14:00 bis 16:00 Uhr im hds-Büro. • PensPlan-Infopoints im hds (nach Vereinbarung) Kostenlose landesweite Vorsorgeberatung für Arbeitnehmer und Selbstständige. Vereinbaren Sie Ihren Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe oder unter T 0471 978 032.

Weihnachten / natale 2014

Öffnungszeiten. Orari d’apertura. Foto: Sxc - iR

Rechtsbeistand (nach Vereinbarung) hds-bz.it/oeffnungszeiten, unione-bz.it/orari-di-apertura

Jeden Samstag im Advent Tutti i sabati d’Avvento

-

-

30.11.

1. Advent-Sonntag 1a Domenica d’Avvento

-

-

07.12.

2. Advent-Sonntag 2a Domenica d’Avvento

-

-

08.12.

Mariä Empfängnis Immacolata Concezione

-

-

14.12.

Silberner Sonntag Domenica d’argento

-

-

21.12.

Goldener Sonntag Domenica d’oro

-

-

24.12.

Heiliger Abend Vigilia di Natale

-

-

25.12.

Weihnachten Natale

-

-

26.12.

Stephanstag S. Stefano

-

-

28.12.

Sonntag Domenica

-

-

31.12.

Silvester San Silvestro

-

-

04.01.

Sonntag Domenica

-

-

06.01.

Heilige Drei Könige Epifania

-

-

handels- und dienstleistungsverband Südtirol/ unione commercio turismo servizi Alto Adige

Öffnungszeitenschilder für Weihnachten 2014 Für die Sonderöffnungszeiten während der Weihnachtszeit stellt der hds seinen Mitgliedern entsprechende Schilder zur Verfügung. Ein Exemplar davon ist dieser Ausgabe beigelegt. Weitere Schilder können Sie unter hds-bz.it/bestellung anfordern oder im hds-Büro in Ihrer Nähe abholen. Dieses Jahr haben wir auch wieder Weihnachtsschilder ohne Beschriftung anfertigen lassen; diese liegen in unseren Büros zum Abholen bereit.

hdsmagazin #11/14

Bozen am Montag von 11:00 bis 12:30 Uhr, am Mittwoch von 15:00 bis 16:30 Uhr im Hauptsitz des hds (T 0471 310 458). Meran jeden 1. und 3. Montag im Monat von 14:30 bis 15:30 Uhr im hds-Büro (T 0473 272 511). Brixen jeden Dienstag von 14:00 bis 15:00 Uhr im hds-Büro (T 0472 271 411). Sterzing hds-Büro (T 0472 766 070). Schlanders jeden Donnerstag um 14:00 Uhr im hds-Büro (T 0473 730 397). Arbeitssicherheit, Abfall und Hygiene (nach Vereinbarung) Die Beratungsgespräche finden in allen hds-Bezirksstellen statt. Vereinbaren Sie Ihren individuellen Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe. Beratung in Kondominiumsangelegenheiten (nach Vereinbarung) Bozen jeden 3. Dienstag im Monat im Hauptsitz des hds (T 0471 310 505/508).


trends Ich leiste mir, darauf zu verzichten Der Luxuskonsum verändert sich gerade grundlegend. Diesen Wandel beschreibt eine neue Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts in der Schweiz. Sie zeigt, wie sich bei westlichen Luxus-Konsumenten die Bedürfnisse verschieben. Nicht mehr exklusive Konsumprodukte sind gewünscht, sondern auf das Nötige reduzierter Genuss, Zeit und essenzielle Erfahrungen. Schweizer und Deutsche beispielsweise würden lieber eine Auszeit nehmen, als sich eine teure Anschaffung zu leisten. Die neue Losung im Luxus heiße „Ich leiste mir, darauf zu verzichten.“ Der Trend, so die Studie, gehe von der Verschwendung zur „Verschlichterung“. Erste Händler reagieren mit neuen Produkten und Konzepten. So werden im „Quiet Shop“ des Londoner Warenhauses Selfridges in ruhigem Ambiente Sondereditionen von Markenkleidern angeboten – ohne Beschriftung, ohne Logo, erkennbar nur für Eingeweihte. Solche Kennerschaft soll Anerkennung schaffen. Das zeigt sich besonders im Lebensmittelbereich. Wer um Herkunft, Verarbeitung und Zubereitung von Speisen und Getränken Bescheid weiß, erntet Bewunderung. Die Rolle der Händler verändert sich damit: Statt Statussymbole müssen sie neue Kenntnisse und Wissen anbieten. Allerdings stirbt der klassische Luxus deswegen nicht aus. Die genannten Trends manifestieren sich laut Studie vor allem in reifen Märkten. In einer Gesellschaft, in der fast alle fast alles besitzen, werden sinnstiftende Erlebnisse und Erfahrungen zum neuen Luxusgut.

Verkaufskanäle verschwimmen zunehmend Der Preis ist nicht alles. Das zeigt eine aktuelle Befragung

von PriceWaterhouse Coopers (PwC) zum Bereich Kleidung, Mode und Accessoires in Deutschland. Demnach kaufen 74 Prozent der Kunden auch dann im stationären Handel, wenn die Ware dort etwas teurer ist als online, dafür die Produkte im Geschäft aber sofort verfügbar sind. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Immer mehr Kunden recherchieren vor dem Kauf im Internet. 77 Prozent der Befragten gaben an, Preise zu vergleichen. Die Kunden entscheiden je nach Situation, welcher Kanal gerade am besten zu ihren Anforderungen passt. Das ist manchmal der Kauf im Internet, manchmal der Offlineeinkauf. Die Experten sehen deshalb viel Potenzial in Cross-Channel-Strategien, also der Verknüpfung von Onlinehandel und stationärem Handel.

13

Produktfälschungen kosten die Bürger über fünf Milliarden Euro Nach einer Studie des Forschungsinstituts Censis und des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung liegt der Umsatz der Fälscherindustrie in Italien bei 6,5 Milliarden Euro. Würden die gefälschten Produkte auf dem legalen Markt hergestellt und vertrieben, ergäbe das eine Zusatzproduktion in Höhe von 17,7 Milliarden Euro und damit verbunden einen Mehrwert von 6,4 Milliarden und 105.000 reguläre Vollzeitstellen. Am stärksten betroffen von Produktfälschungen sind Hersteller von Bekleidung und Accessoires (34,3 Prozent des Gesamtwerts), der Bereich CD, DVD und Software (27,3 Prozent) und die Lebensmittelbranche (15,8 Prozent). Produktfälschungen belasten auch den Staatshaushalt, da dem Staat erhebliche Steuereinnahmen entgehen. Würde man die Produktfälschungen auf den regulären Markt bringen, würde der Staat ein zusätzliches Steueraufkommen – aus direkten und indirekten Steuern – von 5,28 Milliarden Euro erzielen, wenn man alle Phasen der Produktionskette berücksichtigt. Außer bei Medikamenten wurde auf jeden Fall im Vergleich zu 2010 in allen Branchen ein Rückgang des Umsatzes aus Produktfälschungen festgestellt. Angesichts der anhaltenden Krise verzichten die Verbraucher auch auf den Kauf von gefälschten Markenwaren. Auch bei den Produktfälschungen gibt es also einen „Deflationseffekt“ mit Preissenkungen bei den auf der Straße verkauften gefälschten Waren. Der mittlere Stückpreis der vom Zoll und von der Finanzwache beschlagnahmten Waren ist in den letzten fünf Jahren von 13 auf 10,70 Euro gesunken (minus 17,7 Prozent). Nicht rückläufig sind hingegen das Phänomen der Produktfälschung und die Gewohnheit der Verbraucher, gefälschte Waren einzukaufen; um der geringeren Kaufkraft der Kunden entgegenzukommen, wurden allerdings die Preise gesenkt.

hdsmagazin #11/14


bezirke Algund

Handballdamen auf dem Laufsteg

Meran

Zeigen was man hat und kann ...

14

Modeschau begeistert Zuschauer. Die Trends der neuesten Herbst-/Winterkollektion wurden Ende August von den Handballdamen Algund auf dem Laufsteg im Dorfzentrum präsentiert. Schick und adrett eingekleidet und gestylt von Mode Joker, Trachten Amadeus, Sport Mode Franz, Bettenhaus Theiner und Friseursaloon Jasmin, zogen sie die 800 Zuschauer in ihren Bann. Unter den Gästen war auch Bürgermeister Ulrich Gamper und der Assessor für Wirtschaft, Ulrich Ladurner. Der hds freut sich über so viel Engagement, Interesse und Zusammenhalt in Algund.

... und das unter freiem Himmel. Interesse wecken, für AhaEffekte sorgen und das Ziel Kundenbindung erreichen: die Obermaiser Kaufleute und Dienstleister hatten sich die Messlatte hoch gelegt. Ende September präsentierten sie sich, ihre Waren und Dienstleistungen bis 21:00 Uhr unter freiem Himmel. Verschiedene Präsentationsstände wurden am Brunnenplatz und in der Dantestraße aufgestellt. „Wir wollten mit dieser Aktion zeigen, wie vielfältig das Warenangebot in unserem Stadtviertel ist“, so Maximilian Pichler, Mitglied des hds-Ortsausschusses von Meran. Im Bild v. l. Anna Pföstl Frei, Maximilian Pichler und Birgit Baumgartner.

Suchen Sie einen Praktikanten?

hds-bz.it/job bietet Ihnen die Jobbörse für Berufe im Handel und im Dienstleistungsbereich. Geben Sie einfach und kostenlos Ihre Anzeige ein. Zur Zeit gibt es 20 Bewerbungen: Büroangestellte und -lehrlinge, Konditorlehrlinge, Verkäufer und -lehrlinge, Handelsagenten und -vertreter, Praktikant im Gastgewerbe, Lehrling KFZ-Mechaniker, Büroangestellte, Copywriter.

handels- und dienstleistungsverband Südtirol

hdsmagazin #11/14


bezirke Bozen

Shopping & Aperitivo

Bozen Stadt und Land | Meran / Burggrafenamt | Vinschgau

Treue, Zufriedenheit, Loyalität hds-Ehrendiplom für 30 Jahre Mit-

Eine Initiative des / Un’iniziativa di

GUtschEIn für EIn GlAs ProsEcco* BUono PEr Un flUtE dI ProsEcco*

Bereits seit 30 Jahren beim hds sind:

Gültig vom 01.10. bis 28.11.2014 Valido dal 01.10. fino al 28.11.2014

gliedschaft. Langjährige hds-Mitglieder

werden mit einem Ehrendiplom gewürdigt. Gar einige Mitglieder wurden vor Kurzem vom hds-Bezirkspräsidenten Vinschgau, Dietmar Spechtenhauser, dem Ortsobmann von Prad am Stilferjoch, Thomas Rungg, sowie den hds-Bezirksleitern Walter Holzeisen, Franz Perkmann und Günther Sommia sowie Peter Kirchlechner persönlich besucht. Als Dank für Treue und beständige Mitgliedschaft erhielten sie die hdsUrkunde.

1 2 3 4 5 6 7

* oder/oppure softdrink

W ilhelm Brugger & Co. Ohg (Kastelbell/Tschars) A rtur Gerhard & Othmar Hellrigl Ohg (Schluderns) Josef Mayr & Co. Kg (Laas) Raumausstattung Franz Kofler (Schluderns) Silmar GmbH (Neumarkt) Eva Steiner (Dorf Tirol) T ischlerei Leonhard Rettenbacher & Co. Ohg (Prad am Stilfserjoch)

Aktion für mehr Kundenbindung. Auch heuer laden die Kaufleute und Gastwirte der Landeshauptstadt zu einem Glas Prosecco oder Softdrink ein. „Shopping & Aperitivo“ ist eine Gemeinschaftsinitiative des hds und HGV. Die Kooperation verbindet beide Berufsbilder für ein gemeinsames Ziel: die Kundenbindung. Vom 1. Oktober bis 28. November erhalten die Geschäftskunden nach eigenem Ermessen der Betriebsführung für ihre jahrelange Treue ein kleines Geschenk. Der ApertifGutschein kann in einem der teilnehmenden Gastbetriebe genossen werden.

15

7 Kaltern

Samstags shoppen

1 2

4

3

Weindorf bietet tolles Herbstprogramm. Einkehren, shoppen und genießen lautete das Motto an den Samstagen im September und Oktober in Kaltern. Durch das verlängerte Einkaufsvergnügen wurde Einheimischen und Gästen die Möglichkeit geboten, nach einem gemütlichen Samstagmorgen oder einer angenehmen Herbstwanderung im Dorfzentrum zu flanieren. Musikkapellen sorgten mit Platzkonzerten für die musikalische Umrahmung.

5

DA

NKE

6

hdsmagazin #11/14


Azienda Energetica Trading - Etschwerke Trading - *Gültig für Verträge, die zwischen 13.10. und 31.12. 2014 abgeschlossen werden. Bei Kündigung innerhalb von 24 Monaten wird der Willkommensbonus von € 100 der letzten Rechnung hinzugefügt.

Ihr Unternehmen, unser Gas.

Tania Cagnotto Erfolgreiche Wasserspringerin

Wechseln auch Sie zu aew B2B Gas. Jetzt so günstig wie nie! Besuchen Sie uns in den Energy Stores von Bozen und Meran und sichern Sie sich den Willkommensbonus von € 100*.

www.aew.eu


berufsgruppen hds-bz.it/unternehmensberater hds-bz.it/optiker

Maria Gufler, hds-Fachgruppenleiterin Stefanie Fleischmann, Tullio Nicoli, Lukas Zuegg, Andrea Zeppa und Barbara Jäger (v. l.).

Unternehmensberater

Optiker

Lokale Wirtschaft durch Beratung stärken

Haben Sie die richtige Sehschärfe?

Aussprache mit Ressortdirektor Zeppa.

Die Förderungspolitik überdenken, die Zusammenarbeit mit der Politik stärken und sich gleichzeitig als Fachgruppe vorstellen: Diese Themen standen im Mittelpunkt eines kürzlich stattgefundenen Treffens zwischen der Fachgruppe Unternehmensberater im hds und dem Ressortdirektor für Wirtschaft, Finanzen und Innovation, Andrea Zeppa.

Oktober ist Monat des Sehens. Die italienweite Sensibilisierungsaktion „Monat des Sehens“ war auch heuer wieder ein voller Erfolg. „Im Oktober boten die teilnehmenden Betriebe in Südtirol kostenlose Sehtests an und gaben Informationen über mögliche Vorbeugungsmaßnahmen und Korrekturen von Fehlsichtigkeit,“ so der Prä-

sident und Vizepräsident der Berufsgruppe, Luca Guerra und Julius Simonazzi (im Bild v. l.). „Das Angebot wurde von den Leuten gut und gerne in Anspruch genommen,“ zeigen sich beide Präsidenten hocherfeut. Im Rahmen der Initiative fuhr ein Truck durch Italien und bot jeden Tag in einer anderen Stadt kostenlose Sehtests an. Heuer legte er erstmals einen Zwischenstopp in der Landeshauptstadt Bozen ein. Die Warteschlange brach den ganzen Tag über nicht ab, es wurden über 200 Augentests durchgeführt. Die Initiative wird von der „Commissione Difesa Vista“, einer Organisation zur Förderung der Augengesundheit, gemeinsam mit der gesamtstaatlichen Vereinigung Federottica und den Optikern - Optometristen im hds durchgeführt.

17

Anliegen und Vorschläge Durch die aktuelle Wirtschaftslage und um am Markt zu bestehen, sind immer mehr Unternehmen in Südtirol auf ein professionelles Beratungsangebot angewiesen. Im März hat die Landesregierung die Wirtschaftsförderung im Bereich der Beratungstätigkeiten gestoppt, zum Nachteil der vielen Kleinunternehmen. „Vor allem Südtirols Kleinst- und Kleinbetriebe sind auf die Förderung der Provinz angewiesen, um die professionellen Beratungsleistungen der Unternehmensberater in Anspruch nehmen zu können“, sagt die Präsidentin der Fachgruppe, Barbara Jäger. „Unsere Fachgruppe umfasst verschiedenste Kompetenzen. Durch die Bündelung dieses Fachwissens sind wir in der Lage, auch größere Projekte abzuwickeln und können mit großen, ausländischen Beratungsunternehmen konkurrieren.“

Die Landesregierung solle vermehrt auf den Service der lokalen Unternehmensberater setzen. Ressortdirektor Zeppa hat zugesichert, die Anliegen der Unternehmensberater vorzubringen.

hdsmagazin #11/14


berufsgruppen

hds-bz.it/handelsagenten

Handelsagenten und -vertreter

Wertschöpfungssteuer IRAP: eine Lösung in Sicht

18

Es herrscht Optimismus. Die Bemühungen unserer Berufsvertretung im Kampf gegen die erdrückende Steuerlast zeigen erste Ergebnisse. Nachdem im Mai ein umfangreiches Dossier zu kritischen Aspekten – wie Wertschöpfungssteuer IRAP, abzugsfähige Kosten, Besteuerung für Geringverdiener – nach Rom gesendet worden war, hat der Präsident des gesamtstaatlichen Verbandes Fnaarc, Adalberto Corsi, nun endlich einen ersten Gesprächstermin mit der Regierung erhalten. „Anfang September fand ein erstes Treffen mit dem Unterstaatssekretär für Arbeit, Luigi Bobba, statt, dem unser Memorandum übergeben wurde. Gleichzeitig wurde auch unser Wunsch nach Begünstigungen und Vereinfachungen für Berufseinsteiger vorgebracht“, berichtet der Präsident des Landesverbandes, Mirko Gandolfi. Zu den gewünschten Vereinfachungen gehört z. B. die Befreiung von den NISF/INPS-Beiträgen in den ersten drei Berufsjahren, die allerdings am Ende der Arbeitszeit für die Pensionszeiten angerechnet werden sollten.

Wertschöpfungssteuer IRAP. Zu diesem Thema soll ein Gespräch mit Vize-Wirtschaftsminister Luigi Casero stattfinden. Der Nummer zwei im Ministerium für Wirtschaft und Finanzen wird Adalberto Corsi die wichtigsten Anliegen der 250.000 italienischen Handelsagenten anvertrauen. Das erste Anliegen betrifft die regionale Wertschöpfungssteuer. Für das Kassationsgericht sind Agenten, die über keine „eigene Organisationsstruktur“ verfügen, von der Wertschöpfungssteuer befreit, aber die Auslegung des Gesetzes ist nach wie vor sehr unterschiedlich. Wie wird eine „eigene Organisationsstruktur“ definiert? Wie viele Angestellte, welche Ausstattung, welche Merkmale sind für eine „eigene Organisationsstruktur“ vorgesehen? Die Handelsagenten wollen Klarheit. Sie wollen nicht den Rechtsweg einschlagen, um mit Sicherheit zu wissen, ob sie diese Steuer zahlen müssen oder nicht. PKW und Steuersystem für Geringverdiener. Unsere Berufsgruppe fordert auch die volle Abzugsfähigkeit – 100 anstatt wie bisher nur 80 Prozent – der Aufwendungen für den PKW auf einen jährlichen Höchstbetrag von 25.822 Euro, der nach Ansicht der Berufsvertretung angesichts der tatsächlichen Ausgaben eher niedrig angesetzt ist. Die Berufsvertretung fordert zudem das Steuersystem der Geringverdiener mit begünstigter Besteuerung auch für Agenten mit einem erklärten Jahreseinkommen von bis zu 50.000 Euro. Derzeit liegt die Obergrenze bei 30.000 Euro.

hdsmagazin #11/14

Erneuerung des Kollektivvertrags mit Confindustria. Während die Gespräche mit der Regierung wieder aufgenommen werden, gelang der Berufsvertretung der Durchbruch bei einem anderen Problem: Endlich wurde der Kollektivvertrag mit dem Dachverband Confindustria erneuert. Ende August wurden nämlich die Verhandlungen abgeschlossen, die sich seit acht Jahren hingezogen hatten. „Wir haben erreicht, dass die Kundenstockentschädigung (indennità di clientela) und die Abfindung bei Vertragsbeendigung (FIRR) beibehalten wurden“, berichtet Adalberto Corsi. Außerdem wurde bei Schwangerschaft und Adoption die Mutterschutzfrist von 8 auf 12 Monate verlängert, während der die Auftraggeberfirma den Vertrag nicht kündigen kann. „Eine konkrete Hilfe für die Handelsagentinnen. Schließlich sind 20 Prozent unserer Mitglieder weiblich“, erklärt Corsi. Verlängert wurde auch die Frist, innerhalb der Agenten Provisionsanspruch für Bestellungen haben, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Auftrag gegeben werden – und zwar von 120 auf 180 Tage. Die Agenda für die Zukunft. Die Berufsvertretung stellt sich noch zwei weitere wichtige Aufgaben. Zunächst soll die Tätigkeit auf regionaler Ebene in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Confcommercio angekurbelt werden, in dem Fnaarc seit 1945 Mitglied ist. Die Initiative wird bei der „Conferenza di Sistema“ vorgestellt, der jährlichen Konferenz der ConfcommercioMitglieder, die in Kürze stattfindet. Die zweite Aufgabe betrifft die Reform des Statuts der Stiftung Enasarco, der Pensionskasse der Handelsagenten. „Damit sollen die Unabhängigkeit und die nachhaltige Entwicklung der Pensionskasse gesichert und die künftigen Rentenzahlungen garantiert werden“, argumentiert Corsi.

Lorena Sala, Fachgruppenleiterin, T 0471 310 512, lsala@hds-bz.it


berufsgruppen hds-bz.it/informatiker

IT- und Internetdienstleister Handelsagenten und -vertreter

Herbstmatinee 2014 Eine informelle Veranstaltung mit wertvollen Informationen. Am 8. November fand am hds-Hauptsitz in Bozen die fünfte Ausgabe der Herbstmatinee statt - ein informelles Treffen, das auf die volle Unterstützung der Verbandsspitze zählen kann und sich mittlerweile fest etabliert hat. Die Veranstaltung, zu der neben den FnaarcMitgliedern auch andere bei der Handelskammer Bozen eingetragene Handelsagenten und -vertreter eingeladen worden waren, bot neben Referaten zu aktuellen Themen eine Plattform für den Meinungsaustausch mit Kollegen. „Wir wollten anknüpfen an die Erfolge der vergangenen Ausgaben“, erklärt Mirko Gandolfi (siehe Foto). „Wir haben einige Themen gewählt, die für unsere Berufsgruppe von aktuellem Interesse sind. Im ersten Teil der Veranstaltung haben wir uns mit der Frage des Wettbewerbsverbots nach Beendigung

des Vertragsverhältnisses und den damit verbundenen Rechten und Pflichten befasst. Das zweite Referat war den neuen Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten im Berufsalltag gewidmet. Denn die neuen Anwendungen können uns in unserer täglichen Arbeit erheblich entlasten“, so Gandolfi. Die Referenten wurden aufgrund ihrer besonders fundierten Fachkenntnisse gewählt: Umberto und Enrico Musto waren für die juristische Vertiefung im ersten Teil zuständig; der Informatik-Referent Lorenzo Bianchi präsentierte die neuen Technologien. Die schönsten Bilder der Herbstmatinee 2014 online.

lsala@unione-bz.it

19

Projekt nicht blockieren, sondern weiterentwickeln Digitales Klassenregister in Südtirols Schulen. „Südtirols IT-Branche stellt sich eine effiziente und optimierte Verwaltungsinnovation ganz anders vor“, so der Präsident der IT- und Internetdienstleister, Reinhold Erlacher (im Bild). Er bezieht sich damit auf die Art und Weise, wie die öffentliche Hand mit der Einführung des digitalen Klassenregisters in Südtirol umgeht. Ein Südtiroler Oberschüler hatte gemeinsam mit seinem Lehrer ein Online-Klassenregister programmiert, das bereits von mehreren Schulen verwendet wird. Seit vier Jahren arbeitet das Land an einem einheitlichen Schulinformationssystem und dabei soll auch das Register von der bisherigen Papierform auf digital umgestellt werden. Nun legt das Schulamt den Schulen nahe, das vom Land ausgearbeitete Programm zu verwenden, das jedoch erst Ende 2014 ausgeschrieben wird. „Warum soll das bereits programmierte Klassenregister keine Verwendung finden, nur weil das Land auf eine interne Lösung beharrt“, fragt sich der Präsident der IT- und Internetdienstleister. „Es geht doch vielmehr darum, dieses Projekt weiterzuentwickeln. Wir erwarten uns hier ein klares Signal vonseiten der betroffenen öffentlichen Stellen“, meint Erlacher abschließend.

hdsmagazin #11/14


berufsgruppen Persönliche und konstruktive Gespräche: v. l. Mario Viganò, Greti Ladurner, Barbara Jäger, Präsidentin der Unternehmensberater, und Paul Pöder, Vizepräsident der Werbefachleute.

hds-bz.it/50plus hds-bz.it/werbefachleute

20

50+ im hds

Werbefachleute

Tolles Wetter, schöne Schlösser, köstliches Bier

Südtirols Image stärken

Mehrtagesfahrt nach Tschechien begeistert. Die bunt zusammengewürfelte, jedoch eingefleischte Truppe der Gruppe 50+ im hds hat Mitte September die Fünf-Tages-Reise nach Tschechien angetreten – das Highlight ihres Jahresprogramms 2014. In den frühen Morgenstunden ging es los ins europäische Herzland Böhmen, das voll ist von kulturellen Kostbarkeiten. Imposante Schlösser, herrliche Marktplätze und eine romantische Naturlandschaft erwartete die Teilnehmer. Die Reise brachte auch viele kulinarische Köstlichkeiten auf den Tisch und das weltberühmte und schmackhafte Bier ließen sich alle schmecken.

Meeting sorgt für konstruktiven Gedankenaustausch. Auf Initiative der Werbefachleute Target haben sich vor Kurzem Südtiroler Werbetreibende, Unternehmensberater und Eventdienstleister mit der Direktorin von Südtirol Marketing (SMG), Greti Ladurner, getroffen. Zentrales Thema der Gespräche war die Suche nach mehr Synergien zwischen der offiziellen Tourismuskommunikation und den privaten Werbeanbietern. Die SMG-Direktorin bekräftigte, dass für den Erfolg der Marke Südtirol die Besonderheiten der Südtiroler Lebensart und der Reiz der Mischung aus alpinem und mediterranem Flair hervorgehoben werden sollten. Der Präsident der Werbefachleute, Mario Viganò, meinte dazu, dass die Tourismuswerbung noch mehr auf das Know-how der einheimischen Kommunikationsanbieter setzen sollte, die ja bestens mit den Eigenheiten von Land und Leuten vertraut seien. Als Beispiel nannte er die Vergabe des Auftrags für die Gestaltung des Südtirol Stands bei der Expo 2015 in Mailand an einen einheimischen Anbieter.

er kamm Schatz Fotos ie d hien c e h c e. s T e onlin der Reis

hdsmagazin #11/14

Von Budweis nach Pilsen Nach einem Rundgang durch die engen und winkeligen Gassen der historischen Altstadt von Krumau ging es hinauf zum Schloss, das hoch über der Moldau thront und mit seinen mächtigen Ausmaßen das Stadtbild beherrscht. Anschließend ging es weiter nach Budweis mit anschließendem Abendessen in der meist besuchten Bierstuben „Masne kramy“. Am nächsten Tag führte ein Rundgang durch den Stadtkern mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Zwei Tage Prag erwartete die Teilnehmer nach der Stadt Tabor. Sie erkundeten voller Elan die „goldene“ Stadt an der Moldau, die Karl IV. zur „Stadt der Städte“ machen wollte, und die Goethe als die „schönste Perle in der Krone aller Städte“ ansah. Die Prager Altstadt mit der Pariser Straße, den prachtvollen Renaissance- und Barockbauten, den Kirchen und Adelspalästen sowie die Karlsbrücke begeisterten und vermittelten tolle Impressionen aus früheren Zeiten. Abends wurde in einer traditionellen Bierstube das Abendessen serviert. Am Tag der Abreise machte die Gruppe noch einen Rundgang durch die historische Altstadt von Pilsen. Nach einer Stärkung in der Gaststätte der Urquellbrauerei Pilsner traten die Teilnehmer mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise an.


hds-bz.it/baecker hds-bz.it/einrichter

Sandra Gross freut sich schon auf ihre neue Aufgabe: hier im Bild l. mit Stefanie Alberti.

Bäcker

Erste Brotkönigin gekürt Tradition und Qualität im Bäckerhandwerk. Die Bäckerinnung im hds hat erstmals eine Brotkönigin gewählt. Sandra Gross aus dem Sarntal wird für ein Jahr das Brot des Landes und das traditionelle Bäckerhandwerk repräsentieren. Die Krönung und Vorstellung der Königin fanden im Rahmen des Brotund Strudelmarktes in Brixen statt.

Zur Person. Sandra Gross arbeitet als Verkäuferin in Jakob’s Backstube in Klobenstein am Ritten. Überzeugt hat die 25-Jährige den Vorstand der Bäckerinnung mit ihrem freundlichen Auftreten und ihrer Liebe zum Beruf. „Ich bin überglücklich, dass ich zur Brotkönigin gewählt wurde, und hätte nie damit

Einrichter und Möbelhändler

Kundenservice, Qualität und Nachhaltigkeit

Der neue Vorstand: V.l. Andreas Jungmann, Jürgen Planer, Präsident Egon Rauch und Lukas Comploj.

Generalversammlung mit Neuwahlen, Fakten und Prognosen.

„Südtirols Einrichtungshäuser können am Markt selbstbewusst auftreten, denn Qualität zeichnet uns aus. Unsere Stärke ist und bleibt der gute Kundenservice, der direkte und persönliche Kontakt mit den Kunden und die Nachhaltigkeit beim Einkauf.“ Diese Aussagen machte jüngst der Präsident der Einrichter und Möbelhändler, Egon Rauch, bei der Generalversammlung der Fachgruppe in Bozen. Süd-

gerechnet“, so ihre erste Reaktion. Gross hatte sich zuvor aus einer Vielzahl von Bewerberinnen durchgesetzt. „Ich bin aufgeschlossen, neugierig, sehr traditions- und heimatverbunden. Eigenschaften, die meiner Meinung nach, eine Brotkönigin mitbringen sollte“, meint Gross. Die Idee zur Brotkönigin hatte das Vorstandsmitglied der Innung, Stefanie Alberti, die der jungen Königin in der nächsten Zeit zur Seite stehen wird.

21

Die schönsten Bilder der Brotkönigin online, das Video ihrer Krönung auf youtube.com/hdsunione.

tirols Einrichtungsbranche zählt rund 1400 Beschäftigte und 234 Betriebe, wobei der weitaus größte Teil davon (73 Prozent) im Einzelund Großhandel tätig ist. Daten und Aussichten. Dass Südtirols Einrichter auch von der Konjunkturentwicklung betroffen sind, darauf wiesen die Vertreter des WIFO der Handelskammer Bozen hin. Direktor Georg Lun und Michael Tschöll berichteten, dass die Konsumausgaben für Einrichtung in den letzten drei Jahren rückläufig seien. Derzeit machen diese ca. fünf Prozent aller Haushaltsausgaben aus. Eine weitere Herausforderung der Branche sei auch der wachsende Onlinehandel. Was hingegen die Aussichten zur Ertragslage in der Einrichtungsbranche anbelangt, so würden die positiven Erwartungen heuer sowohl im Einzel- als auch im Großhandel gleich hoch liegen wie im vergangenen Jahr. Der neue Vorstand. Präsident Egon Rauch dankte abschließend den scheidenden Vorstandsmitgliedern, Norbert Lunger und Kurt Tötsch, die ihn über mehrere Jahre tatkräftig unterstützt haben. Die Neuwahlen des Vorstandes haben folgendes Ergebnis gebracht: Egon Rauch wurde für die nächsten vier Jahre zum Präsidenten gewählt, Jürgen Planer ist Vizepräsident. In den Vorstand gewählt wurden des Weiteren Andreas Jungmann und Lukas Comploj.

Die WIFO-Studie online unter Nützliche Dokumente.

hdsmagazin #11/14


bildung

Lehrling Anette Schmaus und Claudia Schmid (r.).

sxc

hds-bz.it/bildung

Nütz Them liches zum a hds-b Mieten un te z.it/b eratu r ng

Die Verwaltung ihrer MietVerträge bereitet ihnen Kopfzerbrechen? Kein problem: m! der hds kümmert sich daru

22

Die Verwaltung von Mietverträgen ist zeitaufwendig und mühsam. Neben allen beruflichen Terminen und Verpflichtungen vergisst man leicht die Zahlung der Registergebühr oder die Berechnung der Istat-Erhöhung für die eigenen Mietverträge. aus diesem grund hat der hds folgendes Serviceangebot für seine Mitglieder entwickelt: Beratung jeglicher Art von Mietverträgen (für Wohnzwecke, für gewerbliche Zwecke usw.), Verfassung des Mietvertrages, Registrierung des Vertrages, Verwaltung der jährlichen Fälligkeiten, Berechnung der Istat-Erhöhung und Verwaltung des Schriftverkehrs zwischen Vermieter und Mieter.

Mietverträge & Co.

Wenden Sie sich einfach an unsere Betriebsberater im hds-Bezirksbüro in ihrer Nähe. Bozen: beratung@hds-bz.it, Meran: meran@hds-bz.it, Brixen: brixen@hds-bz.it, Bruneck: bruneck@hds-bz.it, Schlanders: schlanders@hds-bz.it, Sterzing: sterzing@hds-bz.it. www.hds-bz.it/beratung

handels- und dienstleistungsverband Südtirol

Im Fokus stehen zivilrechtliche und steuerliche Aspekte.

Zivilrechtliche Aspekte der Wohnungsmietverträge sowie der Mietverträge zu gewerblichen Zwecken, aber auch steuerrechtliche Aspekte der Mietverträge (direkte als auch indirekte Steuern): Viele einzelne Themenbereiche, die im Rahmen einer Infoveranstaltung am 20. November in Bozen näher durchleuchtet werden. Referentin ist die Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin Valentina Maggio, die beim hds als Bereichsleiterin die Thematik Mietverträge betreut. Für hds –und EbK-Mitglieder ist der zweistündige Vortrag kostenlos. Online-Anmeldung unter hds-bz.it/kurse. Im Netz stehen auch alle weiteren notwendigen Informationen zur Infoveranstaltung.

Go xchange Berufliche Erfahrung im Ausland. Neues sehen und lernen mit dem internationalen Austauschprogramm xchange. Lehrlinge können dabei bis zu vier Wochen in einem ausländischen Unternehmen Berufserfahrung sammeln. Sofort bereit, einem interessierten Lehrling Einblick in seinen Betrieb zu gewähren war die Patisserie Acherer in Bruneck. Claudia Schmid ist Backstellenleiterin des Betriebes und war von Austauschlehrling Annette Schmaus aus Nürnberg begeistert: „Ein solches Austauschprogramm fördert Selbstständigkeit, Unabhängigkeit und Flexibilität der Jugendlichen.“ Die Lehrlinge durch den Erfahrungsaustausch in ihrer Motivation und Selbstsicherheit zu stärken sowie die persönliche und fachliche Entwicklung voranzutreiben, ist Ziel des Projektes der Arge Alp. Alle Infos unter xchange-info.net.

Sicher unterwegs Lernen durch Erleben! So lautet das Thema des PKWFahrsicherheitstrainings, das der hds in Kooperation mit dem INAIL durchführt. Wie verhält sich Ihr Fahrzeug in kritischen Situationen und reagieren Sie darauf auch richtig? In Übungssituationen vor Ort werden Ihnen die Grundlagen der Fahrphysik vermittelt. Als Zielgruppe angesprochen werden sowohl routinierte Vielfahrer, als auch jene, die nur gelegentlich am Steuer sitzen bzw. mit dem neuen Führerschein richtig durchstarten wollen. Wenn Sie über den hds buchen, bekommen Sie Vorteilspreise. Die Termine sind 7. November und 30. Januar in

hdsmagazin #11/14

Deutsch sowie 21. November und 6. Februar in Italienisch. Die Fahrtrainings finden mit eigenem Fahrzeug statt, das Auto ist dabei vollkasko- und die Teilnehmer unfallversichert. Mehr Informationen beim hds-Weiterbildungsteam in Bozen, T 0471 310 324/323, bildung@hds-bz.it.


Sparkasse - Ihr Partner auf dem Weg zum Eigenheim Das eigene Haus oder die eigene Wohnung stehen auf der Wunschliste vieler Südtiroler/-innen ganz oben. Auch aus finanzieller Sicht lohnt es sich in das Eigenheim zu investieren, denn im Vergleich zur monatlichen Miete entwickelt sich die Kreditrate für das Eigenheim zu einer wertbeständigen Anlage. Wir als Sparkasse stehen Ihnen als kompetenter Partner zur Seite. Anlässlich unserer „Wohntage“ steht das Thema „Bauen und Wohnen“ im Fokus. Wie ein erfahrener „Bauleiter“ stehen wir Ihnen dabei mit Engagement und erstklassiger Betreuung zur Seite, kümmern uns um Ihre Wünsche und begleiten Sie zu Ihrem Eigenheim. Wir bieten Ihnen ein umfangreiches Angebot an Finanzierungsprodukten, nützliche Informationen zu steuerlichen und notariellen Aspekten, sowie zu Fördermaßnahmen.

Darlehen nach Maß Die Wohnfinanzierungen der Sparkasse sind der Schlüssel zu Ihrem Zuhause und die Investition in Ihre Zukunft. Je nach ihren persönlichen Bedürfnissen können Sie aus unterschiedlichsten Darlehenstypen mit folgenden Eigenschaften wählen: • Laufzeiten von 5 bis maximal 30 Jahre • Fixer Zinssatz • Indexierter bzw. variabler Zinssatz (gebunden an Euribor oder EZB-Leitzinssatz) • Kombination von variablem und fixem Zinssatz • Variabler Zinssatz mit Zinsobergrenze

160 Jahre SparkasseJubiläumsvorteil für Sie! Die Sparkasse feiert heuer ihr 160-jähriges Bestehen und bietet Ihnen zahlreiche Jubiläumsaktionen. Für alle, die eine Beratung innerhalb dieses Jahres in Anspruch nehmen und das Darlehen innerhalb 2015 abschließen, übernehmen wir die Zinsen der ersten Rate bis zu maximal 160 Euro.

PROTECTA – die Absicherung ihrer Finanzierung Unvorhersehbare Ereignisse und nicht abschätzbare Risiken führen häufig zu Zweifel, wenn es um die Inanspruchnahme einer Finanzierung geht. Werde ich in der Lage sein, die Raten zu begleichen? Birgt die finanzielle Belastung zu große Risiken für mich und meine Familie? PROTECTA ist die Antwort auf diese Fragen. Denn gegen Unkalkulierbares und Schwierigkeiten kann man

sich wappnen. Mit PROTECTA sichern Sie sich gegen unerwartete Vorkommnisse ab, die die Rückzahlung des geschuldeten Betrages verhindern könnten. PROTECTA bietet Ihnen unter anderem Schutz im Todesfall, bei Invalidität, schwerer Krankheit, Arbeitsunfähigkeit und Verlust der Anstellung.

Unsere Berater sind für Sie da! Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch in jeder Sparkasse-Filiale. Alle nützliche Informationen finden Sie unter www.bauenwohnen.sparkasse.it

Werbemitteilung zur Verkaufsförderung. *Der Zinsbeitrag von maximal 160 Euro wird für alle Bodenkredit- und Hypothekendarlehen an Privatkunden gewährt, für die eine Beratung im Zeitraum 01.10. - 31.12.2014 erfolgt. Die Gutschrift erfolgt auf die erste Amortisierungsrate (also ab dem Moment der ersten Rückzahlung des Kapitalanteils) sofern das Darlehen im Laufe des Kalenderjahres 2015 abgeschlossen wird. Die wirtschaftlichen und vertraglichen Bedingungen sind in den Informationsblättern angeführt, die in den Filialen der Südtiroler Sparkasse zur Einsicht aufliegen und im Internet unter www.sparkasse.it veröffentlicht sind.

Mehr Bank.

www.sparkasse.it

840 052 052


betriebe informieren

PR

Wie wär’s mit 24 100 neuen Geschäftsideen für Ihren Betrieb? Open Innovation aus der Tüte. „Der Ideenwettbewerb

über Open Innovation Südtirol war eine tolle Möglichkeit für unsere Bäckerei, ein neues Verpackungsdesign für unsere Produkte zu finden“, erzählt Ruth Moser von der Bäckerei Moser aus Olang. Lange hatte die Bäckerei nach einer innovativen Verpackung für ihre beliebten hausgemachten Kekse gesucht – und sie dank des Wettbewerbs „Ab in die Tüte – Neue Keksverpackung gesucht“ auf der Plattform Open Innovation Südtirol gefunden. Aus den über 90 eingereichten Ideen kreativer Köpfe und Designer wählte eine Fachjury in Zusammenarbeit mit der Bäckerei drei Siegerdesigns. „Zwei der Designvorschläge setzen wir derzeit schon um und verpacken damit bald unsere bekannten handgemachten Kekse. Und die innovativen Verpackungen sind ein echter Hingucker. Außerdem hatte der Ideenwettbewerb an sich bereits einen positiven Werbeeffekt und die Kunden sind schon jetzt auf das neue Endprodukt gespannt“, erklärt Ruth Moser begeistert. Ein weiterer Vorteil: „Auf die anderen eingereichten Ideen kann ich zu einem späteren Zeitpunkt zugreifen, wenn ich wieder frische Ideen in die Tat umsetzen möchte“, freut sie sich. Die Plattform www.openinnovation-suedtirol.it bietet eine einfache, aber sehr effiziente Möglichkeit, um sich als Betrieb frische Ideen für neue Produkte, Verpackungsdesigns und Dienstleistungen ins Haus zu holen. Ein Unternehmen kann ganz einfach einen Wettbewerb auf der Plattform ausschreiben, zu dem dann Designer, Kunden, Privatpersonen – einfach alle Interessierten – ihre Ideen einreichen können. Auf diese Weise haben schon elf Südtiroler Unternehmen erfolgreich einen Wettbewerb durchgeführt und neue Geschäftsideen umgesetzt! Open Innovation Südtirol steht den Südtiroler Betrieben jeder Branche zur Verfügung.

hdsmagazin #11/14

Hexen, Alchimisten und Zauberer Magische Kunst in Bozen – eine Zeitreise durch die Geschichte.

Ab 10. Dezember beherbergt Palais Pock am Hauptsitz der Bank für Trient und Bozen die Ausstellung „Stregoneria-Hexerei“. Es gibt 40 Originaldrucke ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die anhand der Kupferstichkunst entstanden sind. Die Besucher bekommen einen guten Überblick, wie die Künstler vor bzw. nach der Zeit der Inquisition Magie, Hexen, Alchimisten, Zauberer sahen und darstellten. Die Ausstellung bleibt bis zum 10. Januar 2015 geöffnet. „Wir sind der Auffassung, dass diese Art von Initiative die regionale Verwurzelung noch stärker unterstützt“, so der Generaldirektor der Bank für Trient und Bozen, Franco Dall’Armellina. „Unsere Bank möchte mit der Ausstellung nicht nur einen Beitrag zum Wachstum und zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten, sondern auch die soziokulturelle Entwicklung fördern.“

Die Hochzeitsmesse vom 15. bis 16. November. Bereits zum achten Mal findet auf Schloss Maretsch in Bozen die Hochzeitsmesse statt. Rund 60 Aussteller bieten von 10:00 bis 19:00 Uhr ein umfassendes Repertoire an Leistungen und Produkten rund um den schönsten Tag im Leben. Brautkleider, Trauringe, Blumendekorationen, Fotografen, Reisetipps – eine perfekte Hochzeit muss gut durchdacht, geplant und organisiert sein. Die zukünftigen Brautleute werden auch viele Inputs und Ideen von der Modenschau am 16. November um 18:00 mit nach Hause nehmen. Im Rahmen der Hochzeitsmesse können die Besucher außerdem traumhafte Preise gewinnen, wie ein Hochzeitskleid oder eine Hochzeitstorte, zur Verfügung gestellt von der Südtiroler Konditorenvereinigung. Lassen auch Sie sich von den vielen Neuheiten überraschen.


betriebe informieren Besonders empfehlenswert Hohe Auszeichnung für Bozner Brot. Die Gourmetbibel Gambero Rosso hat vor Kurzem dem Chef von Bozner Brot die hohe Auszeichnung für die besten Backwaren in der Region in der Sparte „Street Food“ verliehen. Der Bozner Unternehmer und Wirt von Hopfen & Co., Diego Bernardi, freut sich über das ihm verliehene Prädikat „Besonders empfehlenswert“. hds-Ortsobmann Luciano Giovanelli (l. im Bild) überbrachte dem Preisträger die Glückwünsche des hds zum großen Erfolg.

Die langjährigen Mitarbeiter der Bäckerei Trenker wurden vom Inhaber mit einem Ehrendiplom gewürdigt.

25

Tradition verpflichtet 60 Jahre Bäckerei Trenker. Die Bäckerei Trenker wird bereits in zweiter Generation von Johann Trenker in Toblach geführt. Trenker, der den Familienbetrieb von seinem Vater Josef und Mutter Theresia übernommen hat, verfolgt gleich wie seine Vorfahren den Grundsatz, gutes und natürliches Brot zu backen. Das ist eine Tradition, die verpflichtet und zugleich ein Erfolgsrezept. Anfang Oktober wurde das 60-jährige Firmenjubiläum gefeiert. Viele geladene Gäs-

Metzgerei Steiner freut sich Pusterer Betrieb wird für hochwer­ tige Produkte ausgezeichnet. Bei den Wurstund Schinkenwettbewerben auf der Fachmesse Süffa 2014 in Stuttgart, hat die Metzgerei Steiner aus Rasen-Antholz fünf Auszeichnungen für ihre Produkte erhalten. Mit Gold prämiert wurde der Südtiroler Bauernspeck „Steiner“, die BIO-Haussalami sowie die herkömmliche Haussalami. Eine Silber­ auszeichnung gewann die Rehsalami und

te waren gekommen, so auch hds-Präsident Walter Amort, der dem Landesinnungsmeister der Südtiroler Bäcker feierlich die hdsEhrenurkunde überreichte. Die Bäckerei Trenker zählt an die 70 Mitarbeiter und beliefert mit seinen hochwertigen Backwaren auch die Nachbarregionen im In- und Ausland. Bis zu 70 verschiedene Backsorten täglich garantieren ein vielfältiges Angebot in den sechs Filialen in Bozen sowie im ganzen Hochpustertal, von Bruneck bis Lienz.

eine Bronzeauszeichnung wurde der BIOKaminwurze verliehen. Seit rund einem Jahr hat die Metzgerei Steiner die BIO-Linie eingeschlagen. Dabei werden hochwertige Rohstoffe verwendet, die durch handwerkliche und nachhaltige Art und Weise weiterverarbeitet werden. „Wir sind sehr stolz, bereits zum vierten Mal auf der Süffa gepunktet zu haben. Vor allem freuen wir uns, dass unsere neue BIO-Linie so gut angekommen ist. Unsere unvergleichlichen Spezialitäten sind das Resultat aus der Leidenschaft Hochwertiges zu erzeugen, die vor allem auch von meinen Mitarbeitern getragen wird“, freut sich Geschäftsinhaber Josef Steiner.

hdsmagazin #11/14


betriebe informieren Lokale Onlinewerbung bietet genau diesen kleinen Betrieben die Möglichkeit, mit wenig Budget und ohne viel Aufwand neue Kunden auf ihre digitale „Visitenkarte“ bzw. direkt in ihr Geschäft zu holen. Besonders auf dem Smartphone wünschen Menschen lokale Suchergebnisse

Lassen Sie sich von Ihren Kunden finden

Durch die vermehrte Nutzung von Smartphones steigen auch die mobilen Suchanfragen drastisch an: Wo ist die nächste Bäckerei, wo kann ich dieses Produkt in meiner Nähe kaufen, wer kann mir bei meinem Autoschaden helfen ... Dabei wollen die Menschen natürlich möglichst naheliegende Dienstleister finden.

Lokale Onlinewerbung gewinnt für Kleinunternehmer an Bedeutung

Effizient & kostengünstig

„Schon mit einem kleinen Budget ist es möglich, lokal für Ihre Zielgruppe in Südtirol – bzw. einer der Städte hier – auffindbar zu sein“, verdeutlicht Plaschke. Manchmal ist nicht einmal eine eigene Website erforderlich: Schon das reine Auffinden der TeleWas früher die Gelben Seiten waren, ist heute die Google fonnummer, des Standortes, der Öffnungszeiten oder sonstiger Suche! Unternehmen gewinnen einen Großteil ihrer Neukun- Besonderheiten ist für die Kunden wichtig! den über das Internet: Über Google suchen Konsumenten nach Mit einem Google-Eintrag beispielsweise finden die Kunden die Produkten, Dienstleistungen oder Unternehmen und deren Da- wichtigsten Informationen zum Unternehmen in der GoogleSuche, auf Google Maps oder auf Google+. Auch eine Facebookten wie Telefonnummer, Adresse oder Öffnungszeiten. „Reine Printwerbung ist heute nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Unternehmensseite ermöglicht es Unternehmen, der Zielgruppe Internetmarketing-Spezialist Stefan Plaschke. „Wer in Google kostenlos Auskunft zu geben und mit ihnen in Kontakt zu treten. ganz oben platziert ist, wird leichter gefunden und bekommt Für all jene, die Unterstützung bei ihrer lokalen Onlinewerbung dementsprechend mehr Anfragen“, verdeutlicht Plaschke weiter. benötigen, hat Teamwork09 ein passendes Paket geschnürt, das ihre Sichtbarkeit im Internet garantiert. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.suedtirol-local.com. Wie kann der kleine Unternehmer mit den „Big Playern“ mithalten? Das nette Restaurant um die Ecke, der Handwerker im nächsten Dorf oder das kleine Geschäft im Stadtzentrum – all diese Dienstleister haben natürlich nur ein kleines Budget und wenig Zeit, um ihre Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Doch gerade für sie Stefan Plaschke, ist es ausschlaggebend, lokal für ihre Kunden auffindbar zu sein! Berater und Trainer im Bereich Internetmarketing

... mit Ihrem Unternehmensprofil auf

Lassen Sie sich im Internet finden!

Jetzt Eintrag sichern! www.suedtirol-local.com

hdsmagazin #11/14

Kurverwaltung Meran/Frieder Blickle

26

PR

info@teamwork09.it, Tel. 0473 49 06 05


betriebe informieren Modern, frisch und kompetent Gemischtwaren Weger erstrahlt in neuem Glanz. Neun Monate Umbauzeit, ein rundum erweitertes Warensortiment und viele Neuheiten erwarten die Besucher im neuen 140 Quadratmeter großen Gemischtwarengeschäft Weger in Laurein. Bereits in der fünften Generation wird der Familienbetrieb am Deutschnonsberg geführt, seit mehreren Jahrzehnten von der hds-Ortsobfrau

Theresia Weger Maierhofer. Tatkräftig in ihrer Arbeit unterstützt wird die Inhaberin von ihrem Sohn Damian. Ende August fand die große Eröffnungsfeier statt, zu der sich über 100 Personen einfanden. Besondere Glückwünsche für ein gutes Gelingen überbrachten die hds-Vertreter Bezirkspräsident Johann Unterthurner, Bezirksleiter Günther Sommia und Peter Kirchlechner.

Feierlicher Auftakt in Laurein: v. l. Günther Sommia, Johann Unterthurner, Vizebürgermeister Stephan Egger und Theresia Weger Maierhofer.

27 PR – Die Volksbank informiert

Kreditgespräch: Darauf kommt es an Alle Fakten auf den Tisch, vollständige Unterlagen und gute Vorbereitung – das macht beim Kreditgespräch einen guten Eindruck. Fabrizio Galli Zugaro, der Vertriebschef der Volksbank, sagt im Interview, worauf es noch ankommt. Was macht guten Eindruck, wenn man sich als Kreditnehmer in der Bank vorstellt? Galli Zugaro: Wenn man genau weiß, was man will, aber auch die Beratung der Bank sucht. Wer ein nachvollziehbares Projekt vorstellt und vollständige und aktualisierte Unterlagen vom Businessplan über das Budget und einen dreijährigen Finanzplan mitbringt, und auch im zweiten Gespräch keine Lücken und Zweifel aufkommen lässt, der hat gute Chancen.

Welche besonderen Vorteile hat ein Kunde bei der Volksbank? Galli Zugaro: Wir sind schnell und wir haben den Anspruch, klare Antworten zu geben – egal, ob es ein Ja oder ein Nein ist. Der Zeitrahmen für eine Kreditentscheidung beträgt üblicherweise zwei Wochen – je besser der Kunde die Bank nach dem Erstgespräch informiert, desto schneller kann diese Entscheidung ausfallen. Und je besser wir unsere Kunden kennen, desto hochwertiger ist auch unsere Beratung. Die Volksbank vergibt Kredite mit bonitätsabhängigen Zinsen. Worin sehen Sie hier den Vorteil für den Kreditnehmer? Galli Zugaro: Der Vorteil liegt in der Fairness: Der Preis, bzw. die Kondition, die der Kreditnehmer erhält, steht in direktem Zusammenhang zu seiner Leistung. Wer ein Unternehmen einwandfrei führt und solide Bilanzen und Businesspläne vorweisen kann, wird bessere Rahmenbedingungen und Konditionen erhalten, als wenn dies nicht der Fall ist.

arbeiten wir mit jenen Kunden zusammen, mit denen wir eine Rundum-Partnerschaft haben. Konkret: Der Unternehmer kommt nicht nur wegen des Firmenkredits zu uns, sondern ist auch als Privatmann und mit seiner Familie Kunde der Volksbank. Wie viele Kredite hat die Volksbank im ersten Halbjahr 2014 vergeben? Galli Zugaro: Wir haben im ersten Halbjahr 2014 350 Mio. Euro an Firmen und Private vergeben; 2013 waren es im Gesamtjahr 650 Mio. Euro. Die Einlagen, die wir einsammeln, werden übrigens zu 100 Prozent in der jeweiligen Provinz wieder in Form von Ausleihungen eingesetzt. Damit stärken wir regionale Kreisläufe.

Vollständige und aktualisierte Unterlagen, genaue Kenntnis des Projektes – das sind gute Voraussetzungen für einen Kredit, sagt Fabrizio Galli Zugaro, der Vertriebschef der Volksbank.

Wie können Kreditnehmer die Konditionen für ihren Kredit verbessern? Galli Zugaro: Wir führen ein kontinuierliches und konstruktives Gespräch mit unseren Firmenkunden. Am erfolgreichsten

hdsmagazin #11/14


rechtsberatung hds-bz.it/recht

Geldstrafe für die Missachtung einer roten Ampel 28

Zulässig ab einer Gelb-Phase von drei Sekunden. Der Fall geht auf das Jahr 2006 zurück, als ein Autofahrer Widerspruch einlegte gegen eine Geldstrafe, die gegen ihn verhängt wurde, weil er trotz roter Ampel an der Kreuzung nicht angehalten hatte. Der Fahrzeuglenker hatte die ihm angelastete Übertretung aufgrund der kurzen Gelb-Phase der Ampel als nicht zulässig beanstandet, da diese nicht ausreichen würde, um das Fahrzeug zum Halten zu bringen. Im Laufe des Ver-

ÖFFENTLICHE BEKANNTMACHUNG für die Annahme von Interessensbekundungen für die Vergabe mittels Konzession der gemeindeeigenen Liegenschaft, die sich am Pfarrhofplatz 17 als Geschäftslokal befindet (BE 18 – Teil der m.A. 1 der Bp. 430/4 KG Bozen). Die Wirtschaftstreibenden, die interessiert sind, können die OnlineAmtstafel auf der Website der Stadtgemeinde Bozen – www.gemeinde. bozen.it befragen und die diesbezüglichen Dokumente herunterladen.

fahrens wurde mit Fotogrammen dann festgestellt, dass das Fahrzeug knapp über vier Sekunden nach dem Umschalten der Ampel auf gelb und 190 Tausendstelsekunden nach dem Wechsel zum Rotlicht, die Haltelinie überfahren hatte. Das Urteil. Der Fall landete vor dem Kassationsgericht, das in einer vor Kurzem getroffenen Entscheidung - Nr. 18470 vom 1. September 2014 - festlegte, dass jeder Lenker dazu verpflichtet ist, die Fahrzeuggeschwindigkeit an die Gegebenheiten anzupassen. Damit erklärte das Gericht jene Geldstrafen gegen Fahrzeuglenker für zulässig, die ihren Wagen an der Ampel nach einer Gelb-Phase von mindestens drei Sekunden nicht anhalten. Da es aber in der Straßenverkehrsordnung keine entsprechende Bestimmung gibt, die die Mindestdauer der Gelb-Phase von Ampeln festlegt, stützte das Gericht seine Entscheidung auf einen Beschluss des Verkehrsministeriums (Nr. 67906 vom 16. Juli 2007), wonach die Gelb-Phase von Ampeln immer mindestens drei Sekunden dauern muss. In spezifischen Untersuchungen war nämlich festgestellt worden, dass diese Zeit dem Bremsweg bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h – also dem Tempolimit für den städtischen Bereich – entspricht. Mit diesem Urteil wird endlich Klarheit in der Debatte über die Gültigkeit bzw. Ungültigkeit von Geldstrafen für Rotlichtverstöße geschaffen.

Die Interessensbekundungen können im Sekretariat des Amtes für Vermögen - Lanciastraße 4/A (BZ), 2. Stock, Sektor A, Zimmer Nr. 201 - während der Öffnungszeit für das Publikum hinterlegt werden oder mittels PEC Adresse bz@legalmail.it zugestellt werden; auf jeden Fall müssen besagte Interessensbekundungen innerhalb 21.11.2014 12.00 Uhr eingereicht werden. Die Durchführung dieser Interessensbekundung ist für die Gemeinde Bozen in keiner Hinsicht rechtlich verbindlich. Weitere Auskünfte können telefonisch unter der Nummer 0471/997276912 eingeholt werden. Der Direktor der Abteilung 8 – Vermögen und Wirtschaft Dr. Ulrike Pichler

hdsmagazin #11/14

Stephanie Maffei, Rechtsberatung, T 0471 310 422, smaffei@hds-bz.it


rechtsberatung

Neue Verbraucherordnung Änderungen auch bei der Warenlieferung

29

Mit den jüngsten Änderungen in der italienischen Verbraucherordnung wurden wichtige Neuerungen auch bei Warenlieferungen im Verkauf eingeführt. Laut Art. 61 des genannten Gesetzes ist der Unternehmer – soweit nicht anders von den Parteien vereinbart – verpflichtet, die Ware ohne unbegründete Verspätung, auf jeden Fall aber spätestens innerhalb von dreißig Tagen ab Vertragsabschluss zu liefern. In einem Verkaufsvertrag zwischen einem Unternehmen und einem Verbraucher gilt daher als Lieferfrist der ausdrücklich von den Parteien festgelegte Termin bzw. andernfalls die Höchstfrist von dreißig Tagen ab Vertragsabschluss bzw. eine aufgrund der jeweiligen Umstände gerechtfertigte kürzere Frist. Im genannten Artikel wird auch der Begriff Lieferung definiert: Darunter versteht man die Übertragung der materiellen Verfügbarkeit der Güter auf den Verbraucher. Was geschieht bei einer verspäteten Lieferung? Neben der Festlegung der Lieferfrist, innerhalb der das Unternehmen die Ware an den Verbraucher liefern muss, werden in

Art. 61 aber auch die Folgen einer Nichteinhaltung dieser Pflicht geregelt. Konkret wird vorgesehen, dass der Verbraucher den Verkäufer im Fall einer nicht fristgerechten Lieferung auffordern muss, die Lieferung innerhalb einer den Umständen angemessenen Nachfrist durchzuführen. Erfolgt die Lieferung auch in dieser Nachfrist nicht, kann der Verbraucher den Vertrag auflösen. Das Recht auf Schadenersatz bleibt unberührt. Muss die Nachfrist eingeräumt werden? Allerdings hat der Verbraucher anscheinend keine allgemeine Verpflichtung zur Einräumung dieser Nachfrist. Denn nach Ansicht vieler Autoren besteht diese Pflicht nur, wenn dies „unter den gegebenen Umständen angemessen“ erscheint. Die Einräumung einer Nachfrist erscheint demnach gerechtfertigt in Bezug auf Waren, die der Unternehmer herstellt oder eigens erwirbt. Denn in diesen Fällen könnte das Unternehmen einen zu hohen Schaden erleiden, da die Güter wahrscheinlich nicht anderweitig verkauft werden können.

Unverzügliche Aufhebung. Unabhängig davon sieht Art. 61 ausdrücklich einige Fälle vor, in denen der Verbraucher, dem Unternehmen sowieso keine Nachfrist einräumen muss. In den folgenden Fällen kann der Verbraucher nämlich den Vertrag unverzüglich aufheben, wobei sein Recht auf Schadenersatz unberührt bleibt. a) Das Unternehmen hat die Warenlieferung ausdrücklich verweigert. b) Die Einhaltung der von den Vertragsparteien vereinbarten Termine ist als wesentlich anzusehen. c) D er Verbraucher hat das Unternehmen vor Vertragsabschluss informiert, dass die Lieferung innerhalb einer bestimmten Frist wesentlich ist. Laut Abs. 6 des Art. 61 muss das Unternehmen bei einer Vertragsauflösung durch den Verbraucher wegen Nichtlieferung innerhalb der gewährten Nachfrist bzw. in den oben genannten Fällen, in denen keine Nachfrist gewährt werden muss, sämtliche in Ausführung des Vertrags geleisteten Anzahlungen erstatten.

RA Sabine Mayr, Rechtsberatung, T 0471 310 559, smayr@hds-bz.it

hdsmagazin #11/14


betriebsberatung hds-bz.it/beratung

Mietverträge: viele Neuerungen

30

Mit dem Dekret „Sblocca Italia“ ändern sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das Gesetzesdekret Nr. 133/2014 (Sblocca Italia) sieht einige mietrechtliche Neuerungen vor. Nachstehend ein Überblick über die wichtigsten Bestimmungen. Liberalisierung der gewerblichen Mietverträge mit hohem Mietzins

Bei Mietverträgen für Handels-, Handwerks-, Industrie- und Tourismusobjekte können – wenn der Jahreszins über 150.000 Euro beträgt – Abweichungen von den Bestimmungen des Gesetzes 392/1978 vorgesehen werden, das Mietverträge für Nicht-Wohnzwecke regelt. Sowohl der Vermieter als auch der Mieter können daher z. B. für die Mindestdauer des Mietvertrags, für die stillschweigende Verlängerung und für die Entschädigung für den Verlust des Geschäftswerts abweichende Festlegungen treffen. Vertragliche Vereinbarungen in Abweichung vom geltenden Mietgesetz bedürfen der Schriftform. Vereinbarungen über die Senkung des Mietzinses

Anders als bisher entfallen künftig die Register- und die Stempelsteuer auf die Registrierung der Vereinbarung über die Senkung des Mietzinses, und zwar sowohl für Wohn- als auch für gewerbliche Objekte. Bonus für Investitionen in Mietwohnungen

Natürliche Personen (Privatpersonen), die im Zeitraum vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2017 eine neue oder sanierte Wohnung direkt von der Baufirma kaufen, welche die Wohnung gebaut oder saniert hat, oder auf ihrem eigenen Grund eine Wohnung bauen, können einen Abzug vom Gesamteinkommen geltend machen. Abzugsfähig sind 20 Prozent des Kaufpreises, der Sanierungs- bzw. der Baukosten bis zu einem Gesamtpreis von 300.000 Euro. Die Wohnung muss innerhalb von sechs Monaten ab dem Kauf bzw. nach Abschluss der Bauarbeiten für mindestens acht Jahre zum vereinbarten Mietzins oder mit Sondermietzins vermietet werden. Der künftige Mieter darf kein Verwandter ersten Grades des Käufers sein. Der

hdsmagazin #11/14

Kauf mit anschließender Vermietung zwischen Eltern und Kindern ist daher verboten. Für die Inanspruchnahme des Steuerbonus müssen des Weiteren folgende Voraussetzungen erfüllt werden: Energieklasse der Immobilie A oder B, die Immobilieneinheit muss für Wohnzwecke bestimmt sein, sie darf sich nicht in für landwirtschaftliche Zwecke bestimmte Zonen befinden und muss im Kataster in der Gruppe A eingetragen sein (nicht zulässig sind die Katasterkategorien A1, A8 und A9, d. h. Villen, historische Gebäude und herrschaftliche Gebäude). Die Durchführungsmodalitäten für diesen Steuerbonus sollen in einem Ministerialdekret festgelegt werden. Mietkauf (Rent-to-buy)

Mit dem Gesetzesdekret „Sblocca Italia“ wird in die italienische Rechtsordnung eine neue Vertragsart, der so genannte Mietkauf (Rent-to-buy) eingeführt. Mit diesem Vertrag räumt der Vermieter/ künftige Verkäufer dem Mieter/potenziellen Käufer, den Gebrauch der Immobilie und gleichzeitig ein Vorkaufsrecht für die Immobilie innerhalb einer bestimmten Frist ein. Mit diesem Vertrag kann der potenzielle Käufer daher unverzüglich über die Immobilie verfügen; im Falle eines Kaufs werden die für den Gebrauch der Immobilie gezahlten Mietbeträge zur Gänze oder zum Teil auf den Kaufpreis angerechnet. Die Vertragsparteien können nämlich festlegen, welcher Teil des Mietzinses für die Nutzungsüberlassung der Sache bestimmt ist und welcher Teil als Rate auf den Kaufpreis angerechnet wird. Mietkaufverträge sind für Wohn- und für gewerbliche Immobilien zulässig und können von Privatpersonen, Freiberuflern, Einzelfirmen, Gesellschaften oder allen anderen Subjekten, die keine Gesellschaft sind, abgeschlossen werden. Der Mietkaufvertrag kann unter der Voraussetzung, dass er als öffentliche Urkunde oder als beglaubigte Privaturkunde abgeschlossen wird, in die Immobilienregister eingetragen werden. Mit der Eintragung dieser Verträge in das Immobilienregister kann der Mieter/künftige Käufer gegen eine Reihe von Situationen abgesichert werden, die für ihn ansonsten nachteilig sein könnten. Die Kaufabsicht des Mieters erhält nämlich den Vor-


betriebsberatung hds-bz.it/beitraege

rang vor Hypotheken, Beschlagnahmungen und Verpfändungen, aber auch vor Eigentumsrechten von Dritten, die eventuell während der Nutzungsdauer auftreten. Was die Wirkungen dieser Eintragung anbelangt, verweist das neue Gesetz auf die Regelung der Eintragung von Vorkaufsverträgen für Immobilien; diese Regelung sieht vor, dass die Wirkungen der Eintragung enden, wenn innerhalb eines Jahres ab dem von den Parteien für den Abschluss des endgültigen Vertrags vereinbarten Datum und auf jeden Fall innerhalb von drei Jahren ab der Eintragung des Vorkaufsvertrags nicht die Eintragung des endgültigen Vertrags oder einer anderen Urkunde erfolgt, die auf jeden Fall die Ausführung des Vorkaufsvertrags darstellt. Die genannte

Dreijahresfrist wird für Mietkaufverträge auf die gesamte Vertragsdauer, höchstens aber auf 10 Jahre, erweitert.

Valentina Maggio, Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin, Bereichsleiterin Betriebsberatung, T 0471 310 420, vmaggio@hds-bz.it

31 Innovation und Forschung werden gefördert

Meldepflicht obliegt Nutzern

Ansuchen innerhalb 23. Dezember 2014. Die Landesregierung gewährt Beihilfen für die Kapitalisierung von neuen oder zu gründenden innovativen Unternehmen mit hohem technischen Inhalt. Begünstigt sind Kleinst- und Kleinunternehmen, deren Gründung als Kapitalgesellschaft nicht mehr als drei Jahre zurückliegt, die noch keinen Gewinn ausgeschüttet haben und die eine Produktionsstätte in Italien, innerhalb der EU oder in der Schweiz haben. Auch wissenschaftliche Forscher mit Wohnsitz in der EU oder in der Schweiz, die beabsichtigen eine unternehmerische Tätigkeit in Form einer Kapitalgesellschaft zu beginnen, können an der Ausschreibung teilnehmen. Erforderlich ist die Beteiligung am Kapital durch private Eigenkapitalgeber wie Business Angel oder Venture Capitalist.

Privat genutzte Firmenautos. Die unentgeltliche Bereitstellung der Firmenwagen zur privaten Verwendung muss ab 3. November 2014 gemeldet und im Fahrzeugregister eingetragen werden (Ministerium für Infrastrukturen und Transporte, Rundschreiben Nr. 15513 vom 10. Juli 2014). Eigentümer oder Leasingnehmer von Kraftfahrzeugen (nicht nur Pkws) sind verpflichtet, den Nutzer einzutragen, wenn die Überlassung oder Bereitstellung aufgrund eines Vertrages oder einer einseitigen Verpflichtung (z. B. durch Leihverträge oder Mietverträge) für eine Dauer von mehr als 30 Tagen erfolgt. Die Meldepflicht obliegt grundsätzlich dem Arbeitnehmer und Nutzer des Fahrzeuges. Allerdings kann auch der Arbeitgeber im Auftrag des Verwenders die Meldung vornehmen. Bei Firmenwagen muss eine Meldung an das Motorisierungsamt (UMC) und die entsprechende Eintragung im Fahrzeugarchiv erfolgen.

Zugelassene Projekte und Beitragshöhe Die Unternehmensprojekte müssen Technologien im Bereich der nachhaltigen Ressourcen oder Technologien im Bereich der Informatik, Kommunikation, Elektronik usw. betreffen. Gegen Einzahlung von Gesellschaftskapital bzw. Kapitalerhöhung zwischen 50.000 und 200.000 Euro gewährt das Assessorat für Innovation eine Beihilfe in Höhe des eingezahlten Kapitals. Die Ausschreibung ist mit 1.000.000 Euro dotiert. Die Ansuchen müssen innerhalb 23. Dezember 2014 eingereicht werden.

Online unter „Nützliche Dokumente“ das Informationsblatt zur Ausschreibung sowie unter „Normen und Gesetze“ das Dekret vom 3. September 2014.

Stefanie Fleischmann, Betriebsberatung, T 0471 310 424 sfleischmann@hds-bz.it

sfleischmann@hds-bz.it

hdsmagazin #11/14


steuerberatung hds-bz.it/steuern

Für Fragen und Anliegen zu diesem Thema wenden Sie sich an Ihren hds-Berater.

32

Erbschafts- und Schenkungssteuer ... ... und das wieder erwachte Interesse des Staates. Während der Steuerdruck in Italien im Allgemeinen weit über dem europäischen Durchschnitt liegt, so unterscheidet sich der italienische Fiskus bei der Schenkungs- und Erbschaftssteuer insofern positiv von den europäischen Nachbarländern als die diesbezügliche Steuerlast niedriger ausfällt. Die Erbschaftssteuer fällt bei der Übertragung von Vermögen im Todesfall an, während die Schenkungssteuer auf Vermögensübertragungen unter Lebenden im Schenkungswege zu bezahlen ist.

Hohe Freibeträge, niedrige Steuersätze. Vor allem für Übertragungen zwischen Ehepartnern oder Verwandten in direkter Linie gelten verhältnismäßig hohe Freibeträge und niedrige Steuersätze. Die verschiedenen Steuersätze und Freibeträge, in Abhängigkeit vom Verwandtschaftsgrad, lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: a) 4 Prozent auf die zugunsten des Ehepartners und Verwandter in direkter Linie übertragenen Güter, bei einem Freibetrag von 1.000.000 Euro für jeden Begünstigten, b) 6 Prozent auf die zugunsten der Geschwister, anderer Verwandter bis zum vierten Grad und Verschwägerter in direkter Linie oder in seitlicher Linie bis zum dritten Grad übertragenen Güter, bei einem Freibetrag von 100.000 Euro für jedes der begünstigten Geschwister, c) 8 Prozent auf die zugunsten von anderen Personen übertragenen Güter, ohne Freibetrag. Zur Zeit deutet einiges darauf hin, dass der Staat eine Erhöhung der Steuersätze bei Übertragungen zwischen Ehepartnern und Verwandten in direkter Linie um einen Prozentpunkt bei gleichzeitiger Herabsetzung der Freibeträge ins Auge gefasst hat. In den unter Punkt b) und c) genannten Fällen scheint hingegen eine Erhöhung um zwei Prozentpunkte angedacht zu werden. Die Spekulationen um die erwähnten Steuererhöhungen wurden von offizieller Seite dementiert; dadurch soll höchstwahrscheinlich eine Flut von Übertragungen zu den augenblicklich noch relativ günstigen Bedingungen vermieden werden.

hdsmagazin #11/14

Pflicht zur Verwendung des Vordrucks Mod. F24 in elektronischer Form und Ausnahmen. Für die Zahlung von Steuern/ Abgaben, Sozial- und Versicherungsbeiträgen durch natürliche Personen ohne MwSt.-Position über den Vordruck Mod. F24 gelten neue Bestimmungen. 1) Die Zahlungen von F24-Vordrucken an den Schaltern von Banken und Postfilialen sind nur mehr dann erlaubt, wenn keine Verrechnungen mit Guthaben erfolgen und der Zahlungsbetrag kleiner oder gleich 1000 Euro ist. 2) Die Überweisungen über die Onlinedienste von Banken oder Post sind weiterhin möglich, mit Ausnahme jener Fälle in denen die geschuldeten Beträge zur Gänze durch Verrechnung mit bestehenden Guthaben „bezahlt“ werden (Verrechnung mit einem Zahlungsbetrag von null Euro). Die Verwendung des Mod. F24 auf Papier ist weiterhin in folgenden Sonderfällen erlaubt: - v orausgefüllte, von den Zahlstellen (z. B. Agentur der Einnahmen, Gemeinden usw.) zugesandte Vordrucke mit einem Zahlbetrag von über 1000 Euro dürfen weiterhin in Papierform abgegeben werden, sofern keine Verrechnung mit bestehenden Guthaben erfolgt, -d a für viele Steuerzahler ohne MwSt.-Position zum 1. Oktober 2014 noch Ratenzahlungen für das laufende Steuerjahr offen sind, können die diesbezüglichen Vordrucke weiterhin auf Papier bis 31. Dezember 2014 verwendet werden. Dies ist auch dann möglich, wenn der Zahlbetrag über 1000 Euro liegt und/ oder Guthaben zur Verrechnung kommen oder auch im Falle eines F24 mit einem Zahlbetrag von null Euro, - jene Subjekte, die Anrecht auf eine Steuervergünstigung in Form eines Steuerguthabens haben, das ausschließlich im Verrechnungswege über die Einzugsdienste verwendet werden kann, können zu diesem Zweck weiterhin ein F24 in Papierform an den Schaltern der Einzugsdienste abgeben.

Moritz Schorn, Steuer- und Betriebsberatung, T 0471 310 407, mschorn@hds-bz.it


info arbeit hds-bz.it/arbeit

Maximale Dauer. Für den außerordentlichen Lohnausgleich gelten folgende maximale Fristen:

Alle Unternehmen • Jahr 2014: 11 Monate im Laufe eines Jahres • Jahr 2015: 5 Monate im Laufe eines Jahres

Sondersozialmaßnahmen

34

In diesem Fall macht es also keinen Unterschied, ob ein Unternehmen der Regelung für die Lohnausgleichskasse und die Solidaritätsfonds unterliegt oder nicht. Sondermobilität (mobilità in deroga)

Neue Kriterien für Gewährung und Auszahlung. Hinsichtlich der Verfahren für die Gewährung von Sondersozialmaßnahmen teilt das Arbeitsministerium mit, dass die Bestimmungen des Dekrets für folgende Abkommen gelten: für jene, die auf regionaler Ebene für nur in einer Region tätige Unternehmen und jene, die auf Regierungsebene für Unternehmen mit mehreren Betriebsstätten unterzeichnet wurden. Diese Bestimmungen gelten bis zum 1. Jänner 2017.

Subjektive Voraussetzungen. Arbeitnehmer, die außerordentlichen Lohnausgleich beziehen, müssen mindestens 12 Monate im Betrieb beschäftigt gewesen sein und müssen eine effektiv geleistete Arbeitszeit von mindestens sechs Monaten nachweisen. Ausgeschlossen sind Arbeitnehmer, die bereits im Besitz der Anforderungen sind, dank deren sie vorrangig Anrecht auf das ordentliche Mobilitätsgeld, auf Arbeitslosengeld (indennità aspi und mini aspi) haben.

AuSSerordentlicher Lohnausgleich

Höchstdauer. Die Sondermobilität wird für unterschiedlich lange Laufzeiten ausgezahlt:

Subjektive Voraussetzungen. Nur juristische Subjekte, die das Zivilgesetzbuch als Unternehmen und kleine Unternehmer definiert, können außerordentlichen Lohnausgleich beziehen. Ausgeschlossen sind daher Berufsverbände und andere Arbeitgeber, die keine Unternehmer sind. Was die Arbeitnehmer anbelangt, so kann der außerordentliche Lohnausgleich Arbeitnehmern gewährt werden, die als Arbeiter, Angestellte und mittlere Führungskräfte (quadri) beschäftigt sind. Bezugsberechtigt sind auch Lehrlinge und Leiharbeiter. Für den Bezug dieser Leistung wird eine Beschäftigungsdauer von 12 Monaten im Unternehmen vorausgesetzt. Für den außerordentlichen Lohnausgleich für das Jahr 2014 wird diese Mindestbeschäftigungsdauer auf 8 Monate herabgesetzt. Gründe für die Gewährung. Zu den zulässigen Gründen für den außerordentlichen Lohnausgleich gehören: - betriebliche Situation infolge zeitweiliger Ereignisse, die nicht dem Unternehmer angelastet werden können, - betriebliche Situation infolge einer zeitweiligen Marktsituation, - Betriebskrise, - Umstrukturierung und Reorganisation (Betriebsauflassung ausgenommen). Antrag einreichen und bearbeiten. Der Antrag muss zusammen mit dem Abkommen innerhalb von 20 Tagen ab dem Datum, an dem die Arbeit vorübergehend eingestellt oder die Arbeitszeit reduziert wird, elektronisch an das NISF/INPS und an die Region, in Südtirol an das Land, gesendet werden. Unternehmen, die außerordentlichen Lohnausgleich beziehen, müssen dem NISF/INPS monatlich die Vordrucke über die Auszahlung der Bezüge aus dem außerordentlichen Lohnausgleich übermitteln. Diese Meldung muss innerhalb des 25. Tags des Folgemonats nach dem Bezug der Leistung erfolgen.

hdsmagazin #11/14

Sondermobilität für Arbeitnehmer, die bereits in den Genuss des ordentlichen Lohnausgleichs für mindestens 3 Jahre gekommen sind • Jahr 2014: 5 Monate im Laufe der betreffenden Periode 5 Monate + 3 Monate im Laufe der betreffenden Periode - gilt für Arbeitnehmer in Süditalien • Jahr 2015: Kann nicht mehr ausgezahlt werden • Jahr 2016: Kann nicht mehr ausgezahlt werden

Sondermobilität für Arbeitnehmer, die bereits in den Genuss des ordentlichen Lohnausgleichs für weniger als 3 Jahre gekommen sind • Jahr 2014: 5 Monate im Laufe der betreffenden Periode 5 Monate + 3 Monate im Laufe der betreffenden Periode - gilt für Arbeitnehmer in Süditalien • Jahr 2015 und 2016: 6 Monate im Laufe der betreffenden Periode 6 Monate + 2 Monate im Laufe der betreffenden Periode - gilt für Arbeitnehmer in Süditalien

Modalitäten der Antragstellung. Der Antrag muss von den Arbeitnehmern innerhalb von 60 Tagen ab der Entlassung beim NISF/INPS eingereicht werden. Schluss- und Übergangsbestimmungen. Die Bestimmungen gelten für Abkommen, die nach Inkrafttreten des Dekrets unterzeichnet wurden. Die 2014 gewährten Auszahlungszeiten für den Lohnausgleich werden beibehalten.

apetrera@hds-bz.it


info aktuelles hds-bz.it/elektronische-abfaelle

Firma Max Mustermann Registro AEE: IT 14050000001234 AEE immessa sul mercato successivamente al 13 agosto 2005

D er v e r k a u f s chlus . Juli. 4 mer s S o m r t e t am s ta

35 Warenzeichen AEE Pflicht

WSV beginnt am Montag, 5. Jänner 2015 Startschuss für das große Rennen. Der Winterschlussverkauf 2015 beginnt in Südtirol am Montag, 5. Jänner und dauert sechs Wochen bis zum 16. Februar 2015. Die Termine wurden vom Kammerausschuss der Handelskammer nach Anhörung des hds und des Verbandes der Selbständigen festgelegt, in Anlehnung an den Beschluss der Regionenkonferenz. Die Tourismusgemeinden Tiers, Kastelruth, St. Ulrich, St. Christina, Wolkenstein, Ritten, Sexten, Enneberg, St. Martin in Thurn, Wengen, Abtei und Corvara hingegen starten den Winterschlussverkauf am 16. Februar und beenden ihn am 30. März 2015. Noch später, von 28. Februar bis 11. April 2015, findet er in Reschen, Stilfs, Kurzras und St. Valentin auf der Haide statt. Sonderverkäufe und Preisauszeichnungen: Mehr Infos sind in einem Nützlichen Dokument unter hds-bz.it/recht zu finden.

Verletzung mit hohen Strafen geahndet. Hersteller von Elektro- und Elek­tronikgeräten (AEE) müssen ab 9. Oktober 2014 ihre Produkte mit einem Warenzeichen versehen. Damit soll der Hersteller eindeutig identifiziert werden können. Das Warenzeichen muss mindestens eines der folgenden Informationen enthalten: Name des Herstellers, Logo des Herstellers (wenn registriert), Nummer der Einschreibung im nationalen Register. Das Warenzeichen muss sichtbar, leserlich und nicht löschbar sein. Zudem muss das Symbol für AEE sowie die Aufschrift „AEE immessa sul mercato successivamente al 13 agosto 2005“ angebracht werden. Sollte die Anbringung aufgrund der Größe des Gerätes oder aus funktionstechnischen Gründen nicht möglich sein, müssen die Verpackung sowie die Gebrauchsanweisungen mit dem Warenzeichen und AEE-Symbol versehen werden. Das Inverkehrbringen von AEE ohne Warenzeichen wird mit einer Strafe von 200 bis 1000 Euro je Elektro-und Elektronikgerät geahndet.

Ihr individuelles AEE-Warenzeichen Kontaktieren Sie den Verantwortlichen im hds: Valerio Ursino (T 0471 310 504, vursino@hds-bz.it). Bei genügenden Anfragen wird für Sie ein individuelles kostengünstiges AEE-Warenzeichen erstellt.

Mehr Informationen zum Thema online.

INFO B Istatwert betreffend die Konsumpreise für die Angleichung der Mieten (Gesetz 392/78). - Nationale Veränderung September 2013 – 2014 ist gleich - 0,1 % (75 % = - 0,075). - Veränderung in Bozen September 2013 – 2014 ist gleich + 1,0 % (75 % = + 0,75).

B Die Indexzahl für die Abfindungen beträgt im September 1,125000.

hdsmagazin #11/14


Südtirol • Alto Adige


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
hds Magazin 11/14: „Motivierte Verkäufer, begeisterte Kunden“ by hds unione - Issuu