Monatsmagazin des Handelsund Dienstleistungsverbandes Südtirol hds-bz.it
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Kontakt: T 0471 310 308, pr@hds-bz.it
2026: 80 Jahre
Wirtschaftsverband hds
1945 lag unsere Wirtschaft buchstäblich am Boden. Vieles war ungewiss – aber eines nicht: Der Handel wollte weiterleben. Dass einige Betriebe unseren Weg von Anfang an mitgegangen sind, ist alles andere als selbstverständlich. Ihnen verdanken wir ein großes Stück unserer Wirtschafts- und Verbandsgeschichte – und viele Geschichten von unternehmerischem Herzblut (siehe dazu auch auf S. 8–9).
Der heutige hds geht auf die Initiative von rund 70 Bozner Kaufleuten zurück, die sich im Herbst 1945 im Bozner Palais der Finanzämter trafen und die „Vereinigung der Kaufleute“ gründeten – den Ursprung des heutigen Wirtschaftsverbandes hds. Es war ein bewusster Neubeginn: weg von Zwangsorganisationen, hin zu einer freien, eigenständigen Interessenvertretung für den Handel in ganz Südtirol. Nur ein Jahr später – 1946 – wurde daraus der südtirolweite Landesverband.
Heute, 80 Jahre später, blickt der Wirtschaftsverband mit Dankbarkeit auf jene Betriebe, die diesen Weg von Anfang an mitgegangen sind – durch Krisen, Währungsumstellungen, Modetrends und Technologiesprünge hindurch. Als diese Unternehmen dem Verband beigetreten sind, gab es kein WhatsApp, kein POS-Gerät, keine Kartenzahlung. Die gesamte Buchhaltung wurde in kleinen Notizheften geführt, die man in der Jackentasche immer bei sich hatte. Und trotzdem – oder gerade deswegen – haben diese Betriebe bewiesen, dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sind, sondern ein starkes Team.
Der Wirtschaftsverband hds setzt auch in seinem 80-jährigen Bestehungsjahr ein starkes Zeichen für Beständigkeit und partnerschaftliche Zusammenarbeit – über Generationen, Sprachgruppen und Branchen hinweg.
Philipp Moser, Präsident Wirtschaftsverband hds
titelgeschichte
Mein Lieblingsgeschäft 2026
aktuelles
hds: sieben Pioniere geehrt
neues vom NOI
Alpha Innovation Prozess für Reisebüros
bezirke
Digitales Gewinnpiel mit MIAr App
fachgruppen
Bäcker: Zacharias-Sonderpreis 2025
betriebe informieren
Bruneck: 70 Jahre Autohaus Moser
recht und gewerkschaften
Sicherheit der Produkte gewährleisten
betriebsberatung
Benchmarking als klare Orientierungshilfe
weiterbildung
Praxisnahe Ernährungskurse
steuerberatung
Updates aus dem Steuerbereich
REDAKTION, VERWALTUNG UND WERBUNG: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 308/309, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it VERANTWORTLICH IM SINNE DES PRESSEGESETZES UND VERANTWORTLICHER
SCHRIFTLEITER: Dott. Mauro
Stoffella (Leiter Stabstelle Medien) REDAKTION: Dott. Sergio Colombi, Manuela Seebacher GRAFISCHES KONZEPT: Gruppe Gut – www.gruppegut.it
FOTOS: Adobe Stock, gettyimages, HGV – Hoteliers- und Gastwirteverband Südtirol, Karriere Südtirol/Zulupictures, Meraner Mühle, Othmar Seehauser, Shutterstock, Alfred Tschager, Vinschgerwind DRUCKEREI: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen AUFGEGEBEN AM 29. JÄNNER 2026 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergegebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. HERAUSGEBER: inService Coop. – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Eintragung ROC Nr. 14101. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana 4 8 12 13 16 27 29 31 32 33
GRAFIK: Stefano Hochkofler
Mein
Lieblingsgeschäft
2026
Mach mit!
Im Frühjahr 2026 lanciert der hds eine landesweite Initiative, um den lokalen Handel zu stärken und die Bedeutung der Geschäfte für die Lebensqualität vor Ort zu unterstreichen.
Wenn unsere Ortszentren lebendig und lebenswert sind, dann sind sie das, wenn Menschen sich dort begegnen, etwa um ihre Besorgungen in der Nähe zu erledigen. Unsere lokalen Geschäfte übernehmen hier nicht nur die Aufgabe der Nahversorgung, sondern üben auch wichtige soziale Funktionen aus: Sie ermöglichen Begegnungen und prägen nicht nur das Ortsbild, sondern auch Charakter und Leben vor Ort mit und leisten damit einen bedeutenden Beitrag zur Lebensqualität in unserem Land.
In Zeiten, in denen immer mehr Einkäufe über internationale, digitale Plattformen getätigt werden, treten diese sozialen Funk-
tionen des lokalen Handels oft in den Hintergrund. Insbesondere die kleineren, alteingesessenen Fachgeschäfte haben Schwierigkeiten, sich gegen die mächtige Onlinekonkurrenz zu behaupten und auch die Sicherung der Nachfolge ist oft ein Problem. Die Folge: Geschäftsschließungen, Leerstände, unpersönliche, ausgestorbene Ortskerne.
Aufruf an alle Mitgliedsbetriebe: Macht mit! Um dem entgegenzuwirken und ein starkes Zeichen für den lokalen Handel zu setzen, lanciert der hds heuer die Initiative Mein Lieblingsgeschäft. Die landesweite Aktion wird von der Autonomen Provinz Bozen –Südtirol unterstützt und steht unter der Schirmherrschaft von Wirtschaftslandesrat Marco Galateo.
Grundidee der Initiative ist es, Südtirols Lieblingsgeschäft 2026 zu wählen. An der Aktion können sich alle Geschäfte (Betriebe mit mindestens einer Verkaufsstelle in Südtirol und regulärer Verkaufstätigkeit) beteiligen. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Initiative sieht mehrere Phasen vor.
Erste Phase: Registrierung der Geschäfte
In der ersten Phase (23. Jänner bis 27. Februar) können sich die interessierten Geschäfte auf der eigens für die Initiative eingerichteten Plattform www.lieblingsgeschaeft.it registrieren und dort ein Profil für das eigene Geschäft (auch einzelne Filialen können teilnehmen) anlegen.
Zweite Phase: Voting
Ab Anfang März sind alle teilnehmenden Geschäfte auf der Website www.lieblingsgeschaeft.it sichtbar und die Initiative wird mittels einer offiziellen Medienkonferenz in der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Unter dem Slogan „Wähle, wer dir nah ist“ erfolgt der Aufruf an die Bevölkerung, für das eigene Lieblingsgeschäft abzustimmen und damit Nähe und Wertschätzung auszudrücken.
In jedem der sechs hds-Bezirke (Bozen Stadt, Bozen Land, Pustertal/Gadertal, Vinschgau, Eisacktal/Wipptal, Burggrafenamt) wird jenes Geschäft zum „Lieblingsgeschäft“ des jeweiligen Bezirks gewählt, das die meisten Stimmen erhält.
Gleichzeitig qualifizieren sich die fünf landesweit meistgewählten Geschäfte für das Finale und treten in einer zweiten Abstimmungsrunde gegeneinander an. Das Geschäft mit den meisten Stimmen wird schließlich der Gesamtsieger und als „Südtirols Lieblingsgeschäft 2026“ ausgezeichnet.
Gewinnspiel
Um die Beteiligung der Bevölkerung an der Initiative anzuregen, ist die Abstimmung mit einem Gewinnspiel verbunden. In der insgesamt sechswöchigen Voting-Phase werden unter allen Abstimmenden jeweils 3 monni BON à 100 Euro pro Woche verlost. Durch die Verbindung der Initiative mit monni werden gleichzeitig lokale Kreisläufe gestärkt.
SO FUNKTIONIERT
DIE TEILNAHME
Ab sofort kann man das eigene Geschäft auf der Plattform www.lieblingsgeschaeft.it zur Teilnahme registrieren. Dazu sind nur wenige Schritte notwendig: Über ein Formular werden Mehrwertsteuernummer, Name und Adresse des Geschäfts sowie die Kontaktdaten erfasst. Darüber hinaus sollten zwei Fotos (eine Außenansicht des Geschäfts und eine Aufnahme von innen) hochgeladen werden. Fertig!
Der hds bittet seine Mitgliedsbetriebe um Teilnahme an der Initiative und wünscht allen Geschäften viel Erfolg!
Weitere Informationen und das Reglement zur Initiative: www.lieblingsgeschaeft.it.
Fragen zur Initiative können gerichtet werden an lieblingsgeschaeft@hds-bz.it.
Weitere Informationen folgen in der kommenden Ausgabe des hdsmagazin.
Fortsetzung auf Seite 6
180 Millionen Euro und 5000 Produkte
Die internationale Nachrichtenagentur Reuters mit Sitz in London und eine der weltweit größten ihrer Art informierte unlängst mehrmals und nicht gerade rühmlich über den Onlinegiganten Amazon in Italien. So hat Amazon Italia 180 Millionen Euro an die italienische Steuerbehörde überwiesen und damit Ermittlungen wegen mutmaßlichen Steuerbetrugs beendet. Der Logistikbereich des Konzerns soll über vorgeschaltete Genossenschaften Mehrwertsteuer und Sozialabgaben umgangen haben –die Mailänder Staatsanwaltschaft habe im Sommer vergangenen Jahres bereits 121 Millionen Euro beschlagnahmt. Gleichzeitig habe Amazon sein Überwachungssystem für das Lieferpersonal abgeschafft, das als „illegale Arbeitspraktik“ eingestuft worden wäre. Zweiter Fall: Die italienische Polizei durchsuchte zwei Amazon-Standorte wegen des Verdachts auf Schmuggel chinesischer Waren. Die Finanzpolizei habe rund 5000 Pro-
dukte in einem Logistikzentrum bei Bergamo beschlagnahmt und in der Mailänder Zentrale IT-Ausrüstung sichergestellt. Staatsanwälte sähen Amazon als „Trojanisches Pferd“, über das chinesische Güter ohne Mehrwertsteuer und Zölle nach Italien gelangten. Die Ermittlungen seien Teil eines umfassenderen Falls zu mutmaßlicher Steuerhinterziehung von 1,2 Milliarden Euro. Bis zu 500.000 Produkte könnten betroffen sein, die Untersuchung dürfte sich auf weitere EU-Staaten ausweiten. Na, dann ...
Mauro Stoffella, Leiter der Stabstelle Medien mstoffella@hds-bz.it
titelgeschichte
Sechs Bezirkssieger
Am Ende der Abstimmung Mitte April werden die eingegangenen Stimmen zusammengezählt und auf Bezirksebene ausgewertet. Für jeden der sechs Bezirke (Bozen Stadt, Bozen Land, Pustertal/Gadertal, Eisacktal/ Wipptal, Burggrafenamt und Vinschgau) wird das Geschäft mit den meisten Stimmen zum jeweiligen Bezirkssieger gekürt.
Dritte Phase: Finale
Die fünf meistgewählten Geschäfte auf Landesebene hingegen kommen in die Endauswahl: Diese Top-5-Finalisten treten in einer zweiten Voting-Phase, die von Mitte bis Ende Mai dauern wird, gegeneinander an. Die Bevölkerung wird erneut zur Abstimmung gebeten; auch hier ist wieder eine Verlosung von 3 monni BON à 100 Euro unter den Abstimmenden vorgesehen. Das Geschäft mit den meisten Stimmen wird anlässlich der Abschlussprämierung Mitte Juni 2026 zum Gesamtsieger gekürt.
ZEITLICHER ÜBERBLICK
Zeitraum
Phase
23. Jänner – 27. Februar Registrierung der Geschäfte
Anfang März – Mitte April
Voting
Ende April / Anfang Mai Prämierung der 6 Bezirkssieger
Anfang Mai – Ende Mai
Mitte Juni
Voting Finalist
Prämierung von „Südtirols Lieblingsgeschäft 2026“
Gutscheine bleiben Lieblingsgeschenk
monni BON – ein Turbo für den lokalen Handel. Der Südtiroler Einkaufsgutschein monni BON bleibt ein Erfolgsmodell: Im vergangenen Jahr 2025 wurden über 59.300 Einkaufsgutscheine ausgegeben –mit einem Plus von über 2200 Gutscheinen im Vergleich zu 2024. Das entspricht einer gesamten Wertsumme von über 18,8 Millionen Euro (plus 440.000 Euro im Vergleich zu 2024), die direkt in den Südtiroler Handel und die lokale Wirtschaft fließen.
„Mit dem monni BON bündeln wir Kaufkraft vor Ort. Jede einzelne Gutscheinkarte ist eine Einladung, im heimischen Handel einzukaufen – vom Modegeschäft über den Buchladen bis zum Gastronomiebetrieb“, erklärt hds-Präsident Philipp Moser.
Der monni BON wird von Betrieben für ihre Mitarbeiter erworben, um ihre Leistungen und ihr Engagement zu belohnen, aber auch von Privatpersonen als Geschenkidee für Familienangehörige, Freunde und Bekannte. Der große Vorteil für die Betriebe und Arbeitgeber: Einkaufsgutscheine für Mitarbeiter sind bis zu einem jährlichen Höchstbetrag weder der normalen Besteuerung noch Sozialabgaben unterworfen. Alle derzeit 1568 Verkaufspunkte und Betriebe, in denen der monni BON eingelöst werden kann, sind unter monni.bz.it veröffentlicht. Hier kann der Gutschein sowohl von Unternehmen als auch von Privatpersonen einfach und intuitiv bestellt werden.
Große Auswahl, kompetente Beratung, attraktive Preise
Kostenlose Finanzierungsund Garantieberatungen
Der hds baut sein Beratungsangebot für Südtirols Betriebe im Handel, in der Gastronomie und in den Dienstleistungen weiter aus: Ab Februar bietet der hds gemeinsam mit der Garantiegenossenschaft Garfidi professionelle Sprechstunden rund um Garantien und Finanzierung an.
„Ziel der Kooperation ist es, Betrieben einen niederschwelligen Zugang zu fachlicher Beratung zu ermöglichen und die Betriebe bestmöglich in diesen unternehmerisch essenziellen Themen zu unterstützen“, erklärt hds-Präsident Philipp Moser. „Garfidi ist Südtirols größte Garantiegenossenschaft. Wir bieten maßgeschneiderte Kreditgarantien für kleine und mittlere Unternehmen und unterstützen diese im Kreditprozess“, ergänzt Garfidi-Präsidentin, Angelika Wiedmer.
Im Rahmen der Beratung unterstützt Garfidi Betriebe insbesondere bei Themen wie Garantien (unter anderem FCG, SACE, Garfidi), Finanzierungsstrukturen (Kredite, Darlehen, Konditionen, Rahmenausnutzung) sowie bei zentralen Finanzierungskennzahlen. Für vertiefende Analysen – etwa Businesspläne, Betriebsanalysen, Benchmarking und weitere Entwicklungsthemen – wird bei Bedarf an das Beratungsunternehmen des hds „inService“ verwiesen, um eine umfassende Begleitung sicherzustellen.
Sprechstunden im hds
• Meran: 1. Donnerstag im Monat, 09:00–12:00 Uhr
• Brixen: 2. Dienstag im Monat, 09:00–12:00 Uhr
• Bruneck: 3. Mittwoch im Monat, 09:00–12:00 Uhr
• Bozen: 3. Montag im Monat, 09:00–12:00 Uhr
Anmeldung: mitglieder@hds-bz.it oder T 0471 310 489.
Südtirols Handel lädt ein. „Wir wollen weg vom Gefühl eines Schlusses – und hin zu einer positiven Botschaft: Wintervorteile sind eine Einladung, Qualität und Lieblingsstücke der Saison bewusst und preisattraktiv in unseren Orten zu entdecken“, betont hds-Präsident Philipp Moser. „Gerade zum Jahresauftakt lohnt sich der Besuch im stationären Handel: persönliche Beratung, Service und eine starke Auswahl – direkt in unseren Städten und Dörfern“, ergänzt der Präsident der Fachgruppe Fashion im hds, Markus Rabanser. Die traditionellen Winter-Vorteilswochen – der gesetzliche Saisonschlussverkauf für die Wintersaison 2025/2026 – laufen in den meisten Gemeinden Südtirols noch bis zum 5. Februar 2026. In den 15 touristisch geprägten Gemeinden und Orten beginnen die Wintervorteilswochen hingegen später am Samstag, 7. März und enden am Samstag, 4. April 2026.
Der hds empfiehlt Kundinnen und Kunden: lokal vergleichen, beraten lassen, bewusst auswählen – und die Wintervorteilswochen als Chance zu nutzen, um hochwertige Produkte der Saison vor Ort zu besonders attraktiven Konditionen zu kaufen.
Gratulation an Manfred Pinzger!
Der Präsident des Wirtschaftsverbandes hds, Philipp Moser, gratuliert dem neu gewählten Präsidenten des gesamtstaatlichen Dachverbandes Confturismo-Confcommercio, Manfred Pinzger (im Bild), herzlich zu seiner Wahl.
„Die Ernennung von Manfred Pinzger ist ein starkes Signal für den Tourismus und den Gastronomiesektor in ganz Italien“, unterstreicht der hds-Präsident. „Mit seiner Erfahrung, seinem Netzwerk und seiner Verankerung in den Betrieben kennt er die Anliegen der Unternehmen aus erster Hand. Davon wird auch der Wirtschaftsstandort Südtirol profitieren.“
Der hds sieht in der neuen Präsidentschaft eine wichtige Chance, die Zusammenarbeit zwischen den regionalen Verbänden und dem gesamtstaatlichen Dachverband weiter zu stärken. „Nur wenn wir auf allen Ebenen geschlossen auftreten, können wir die Rahmenbedingungen für Tourismus, Gastronomie, aber auch für Handel und Dienstleistungen nachhaltig verbessern“, so der Präsident abschließend.
V. l. hds-Direktorin Sabine Mayr, hds-Präsident Philipp Moser, Garfidi-Präsidentin Angelika Wiedmer und Garfidi-Direktor Christoph Rainer.
Im Bild die Vertreter der sieben geehrten Betriebe mit der Führung des hds und den beiden Landesräten Luis Walcher und Marco Galateo.
2026: 80Jahre hds!
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Sieben Pioniere des Südtiroler Handels geehrt
Jubiläumsjahr des hds 1946-2026. Mit einer besonderen, sehr persönlichen Ehrung hat der Wirtschaftsverband hds im November sieben Betriebe ausgezeichnet, die seit unglaublichen 80 Jahren ununterbrochen zum Verband gehören. Auch wenn der hds sein offizielles 80-Jahr-Jubiläum erst heuer, also im Jahr 2026 feiert, handelt es sich um Unternehmen, die sich bereits vor der formellen Gründung dem Verband angeschlossen hatten. Diese Betriebe stehen für Kontinuität, Mut und Innovationskraft im Südtiroler Handel – von den schweren Nachkriegsjahren bis in unsere digitale Gegenwart.
Im Beisein der Landesräte Marco Galateo und Luis Walcher wurden folgende Jubiläumsbetriebe für ihre 80-jährige Mitgliedschaft im hds geehrt:
1 Athesia Buch GmbH (Bozen, Brixen, Bruneck, Eppan Innichen, Meran, Naturns, Neumarkt, Schlanders, St. Ulrich, Sterzing)
2 Biasion GmbH (Bozen)
3 J. Mohr des Christian Mohr & Co. KG (Bozen)
4 Josef Pörnbacher– Dieter Nones & Co. KG (Bozen)
5 Tutzer 1864 GmbH (Bozen)
6 Karl Stanzel KG – G. Stanzel & Co. (Meran)
7 Ladurner Hospitalia GmbH (Meran)
„Für uns sind diese Unternehmen weit mehr als bloße Mitgliedsnummern in einer Datenbank“, betont hds-Präsident Philipp Moser. „Sie sind Geschichte, Gegenwart und Zukunft unseres Verbandes. Hinter jedem Namen stehen Menschen, Familien, Generationen. Sie haben Vertrauen gezeigt, mitdiskutiert, kritisiert, mitangepackt – und damit nicht nur den hds, sondern auch unser gesamtes Wirtschaftsgefüge mitgeprägt.“
Die zahlreichen klein- und familiengeführten Betriebe seien das Rückgrat der lokalen Wirtschaft, so Moser weiter: „Gerade in Zeiten von Globalisierung, Onlinehandel und rasantem Wandel braucht es Betriebe, die für Verlässlichkeit, Qualität und Nähe zu den Menschen stehen. Sie sind jene Gesichter, Stimmen und
Hände, die den Handel für die Kundinnen und Kunden erlebbar machen. Diesen Unternehmen heute sichtbar Danke zu sagen, ist uns ein besonderes Anliegen.“ Es ist ein Dank an jene, die auch in schwierigen Zeiten nicht aufgegeben haben und damit den Boden bereitet haben für den Erfolg des heutigen Südtiroler Handels.
Langjährige Mitarbeiter geehrt
Zur virtuellen Weihnachtsfeier 2025 hatte der Wirtschaftsverband hds gemeinsam mit inService alle Mitarbeitenden, Kolleginnen und Kollegen eingeladen. Kurzansprachen zum Jahresabschluss von hds-Präsident Philipp Moser und Vi zepräsident Sandro Pellegrini sowie die Darstellung der Stärken beider Strukturen durch Direktorin Sabine Mayr und Geschäftsführer Fabian Kusstatscher machten das Onlinemeeting zu etwas Besonderem.
Spannung kam auf, als in einer Präsentation neben den Neuzugängen 2025 auch die langjährigen Mitarbeitenden namentlich vorgestellt wurden. Die Ehrungen fanden bereits zuvor in den Bezirksbüros statt (siehe Fotos).
Über eine persönliche Karte und eine Prämie freuten sich die Geehrten: Paolo Nuvolini (Meran) für 35 Jahre Tätigkeit, Heidi Badstuber (Sterzing), Barbara Nuzzo (Bozen) und Mauro Stoffella (Bozen) für 25 Jahre Tätigkeit, Stefano Hochkofler (Bozen) und Jenny Pircher (Meran) für 20 Jahre Tätigkeit, Valentina Maggio (Brixen), Lorena Sala (Bozen) und Martin Stampfer (Bozen) für 15 Jahre Tätigkeit sowie Franz Josef Dorfmann (Bozen), Ulrike Kerschbaumer (Bruneck) und Veronica Trentini (Bozen) für 10 Jahre Tätigkeit. Im Anschluss an das Event gab es getrennt nach Bezirk einen vorweihnachtlichen Umtrunk mit Tee, Sekt und ofenfrischem Gebäck.
Bozen
Brixen
Bruneck
Meran
Sterzing
Sparen, ohne Kompromisse
Fuhrparkmanagement mit Edenred UTA Mobility. Mit der Konvention zwischen hds und Edenred UTA Mobility wird das Fuhrparkmanagement einfach, transparent und effizient. Mitglieder profitieren von exklusiven Vorteilen für die Tankkarten UTA und UTA e+ – ideal für Fahrzeuge mit Benzin-, Diesel- oder Elektroantrieb. Diese Tankkarten bieten maximale Flexibilität: Tanken oder Laden ist an über 10.000 Tankstellen und 50.000 Ladepunkten in ganz Italien möglich – auch auf Autobahnen. Mit der App Edenred UTA finden hdsMitglieder schnell und bequem die passende Tankstelle oder Ladesäule entlang ihrer Route.
Ein Onlineportal erleichtert die Verwaltung der Flotte, während eine einheitliche elektronische Rechnung aus Italien den vereinfachten Vorsteuerabzug und die steuerliche Absetzbarkeit der Kosten gemäß geltender Gesetzgebung ermöglicht.
Vorteile für hds-Mitglieder
• Jahresgebühr UTA-Tankkarte:
8 Euro (statt 10 Euro)
• Monatsgebühr UTA e+:
4 Euro (statt 5 Euro)
• Servicegebühr:
1,8 Prozent (statt 3,5 Prozent)
• Kostenlose Beratung
• Dedizierter Kundenservice
• Persönlicher Ansprechpartner
Lebensmittel spenden und gemeinsam helfen
Machen Sie mit! Die Landestafel Trentino-Südtirol leistet seit Jahren einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung und Armut. Sie sammelt überschüssige Lebensmittel aus Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie, Großhandel und Gastronomie sowie EU-finanzierte Produkte (FEAD/AGEA). In den Lagern in Trient und Bozen werden diese Waren fachgerecht zwischengelagert, konserviert und anschließend kostenlos an karitative Einrichtungen weitergegeben, die Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen. Eine Initiative, die nicht nur Ressourcen schont, sondern auch ganz konkret den Alltag vieler Betroffener erleichtert.
Steuerliche Vorteile
Unternehmen, die Lebensmittel oder NonFood-Produkte spenden, profitieren zusätzlich: Das Staatsgesetz Nr. 166 vom 19. August 2016 sieht hierfür steuerliche Vergünstigun-
gen vor. Die Landestafel stellt den spendenden Betrieben dazu vierteljährlich eine offizielle Bestätigung aus – eine unkomplizierte Möglichkeit, gesellschaftliche Verantwortung mit wirtschaftlichen Vorteilen zu verbinden.
Zusätzliche Anreize
Auch die Landesabteilung Wirtschaftsentwicklung setzt ein Zeichen: Im Rahmen der Beiträge an Kleinunternehmen für betriebliche Investitionen werden Maßnahmen zur Abfallvermeidung besonders honoriert. Von insgesamt 120 möglichen Punkten werden 10 Extrapunkte an jene Unternehmen vergeben, - die mindestens sechs Monate vor Antragstellung kostenlos Lebensmittel oder NonFood-Produkte in einem Umfang von mindestens 20 kg pro Jahr an wohltätige oder gemeinnützige Einrichtungen abgegeben haben, oder
So funktioniert’s
Für die Beantragung der Karte senden Sie bitte eine E-Mail mit Firmennamen, MwSt.-Nummer, Telefonnummer und Anzahl der Fahrzeuge an manuel.bertoldi@edenred.com
Weitere Informationen im Mitgliederbereich: associati.confcommercio.it.
- die neben Obst und Gemüse auch andere Lebensmittel und Alltagsprodukte unverpackt anbieten und vor Ort in geeignete Behältnisse abfüllen.
Dieses Fördermodell besteht seit 2023. Die Ausschreibung für das Beitragsjahr 2026 läuft noch bis 31. März 2026, 12:00 Uhr.
Mehr Infos:
bancoalimentare.it/it/trentinoaltoadige Details zur Ausschreibung
Alpha Innovation: Südtiroler Reisebüros
starten in die Zukunft
Der Wirtschaftsverband hds und NOI Techpark bringen erneut strukturierte Innovation auch in kleine Betriebe in Südtirol. Gemeinsam mit dem Team Innovation am NOI Techpark und dem hds Kompetenzzentrum erfolgte vor Kurzem der Startschuss zu einem so genannten Alpha Innovation Prozess für die teilnehmenden Betriebe der Südtiroler Reisebüros.
Nach dem Erfolg des Pilotprojekts, im Rahmen dessen Unternehmen der hds-Fachgruppen IT- und Internetdienstleister sowie Kommunikations- und Werbebranche in einem strukturierten und moderierten Prozess konkrete Chancen und Möglichkeiten der Innovation aufgezeigt wurden, geht diese Kooperation nun in die zweite Runde.
Was ist Alpha Innovation?
Alpha Innovation ist eine Innovationsmethode, die im NOI entwickelt wurde, und Südtiroler Unternehmen begleitet und ihnen konkrete Chancen und Möglichkeiten der Innovation aufzeigt. Die Methode arbeitet mit dem Wissen von 900 Expertinnen und Experten im Rücken und mit einer KI- und Datenbasis, die es erlaubt, fundierte Entscheidungen zu treffen.
Prozess in verschiedenen Phasen
Der Verlauf des gemeinsamen Projektes gliedert sich in verschiedene Phasen: Zunächst werden in einem ganztägigen Workshop im NOI Techpark mit den Teilnehmenden die Trends und Technologien für einen branchenspezifischen Alpha Innovation Radar definiert, gefolgt von der systematischen Sammlung und Analyse von Innovationssignalen und deren Darstellung im Alpha Innovation Radar. Im Anschluss werden in Einzelworkshops Innovationsstrategien für jedes teilnehmende Unternehmen erarbeitet, aus denen abschließend individuelle Handlungsszenarien und Innovationsprojekte abgeleitet werden.
Besonders interessant sind für Südtirols Betriebe in diesem Zusammenhang auch die Neuerungen und Möglichkeiten der Innovationförderung durch das Landesgesetz Nr. 14 von 2006 „Forschung und Innovation“.
Der Auftakt zum Alpha Innovation Prozess für Reisebüros: v. l. Thomas Schifferegger (NOI), Hans Peter Taferner, Oliver Leitner, Verena Wenter, Jonas Eder (NOI), Marisa Bridi und Martin Pichler (Präsident Reisebüros im hds).
KOMPETENZZENTRUM NOI
Im NOI schafft der Wirtschaftsverband hds ein Umfeld, das fachliche, innovative und schnelle Vernetzung ermöglicht, mit dem Ziel, die Unternehmen in ihren Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu unterstützen, ihr Wachstum zu fördern und so nachhaltig die heimische Wirtschaft zu stärken.
Ihr Kontakt: Martin Stampfer, Bereichsleiter NOI Kompetenzzentrum, T 0471 310 511, mstampfer@hds-bz.it
Zum Video •
Bei der Preisverleihung: v. l. Felix Oberparleiter, Direktor Sparkasse Meran, Bezirkspräsident Burggrafenamt Adolf Erlacher, Hauptgewinnerin Daniela Berger, Julia Pircher (Bäckerei Pircher, Partschins), Bezirkspräsident Vinschgau Dietmar Spechtenhauser, Kurt Kofler, Lena Blaas und Jan Schweigl (Despar Kofler, Laas und St. Walburg/Ulten) sowie Dieter Profanter, Bezirksleiter Sparkasse der Bezirke Meran, Vinschgau, Überetsch und Unterland. Es fehlt die zweite Hauptgewinnerin Daniela Oberhauser.
VINSCHGAU, BURGGRAFENAMT
do kafn MIAr - do gwinnen MIAr
Erstmals gemeinsames digitales Gewinnpiel. Die neue MIAr App bringt erstmals die lokale Wirtschaft und den Handel im Vinschgau und Burggrafenamt gemeinsam direkt aufs Smartphone – mit aktuellen Öffnungszeiten, News zu Aktionen und einem digitalen Gewinnspiel, bei dem Kundinnen und Kunden Treuepunkte sammeln und attraktive Preise gewinnen können.
Vorweihnachtliche Spannung
Die neue MIAr App hat 2025 nicht nur das Einkaufen im Vinschgau und im Burggrafenamt aufs Smartphone gebracht, sondern auch für vorweihnachtliche Spannung gesorgt: Rund 1500 Kundinnen und Kunden haben am Weihnachtsgewinnspiel „do kafn MIAr – do gwinnen MIAr“ teilgenommen, Treuepunkte gesammelt und damit die Chance auf attraktive Gutscheine genutzt. Mittlerweile zählt MIAr bereits 3000 registrierte Kundinnen und Kunden sowie 140 teilnehmende Betriebe – ein deutliches Zeichen, dass digitale Services und lokales Einkaufen hervorragend zusammenspielen.
Prämierung der Hauptgewinnerinnen
Über den Hauptpreis durften sich im vergangenen Jahr Daniela Berger und Daniela Oberhauser freuen: Beide haben mit ihren Einkäufen bei Despar Kofler in Laas und St. Walburg (Ulten) sowie bei der Bäckerei Pircher in Partschins besonders viel Glück bewiesen. Sie erhalten jeweils einen MIArGutschein im Wert von 500 Euro, der bei allen MIAr-Betrieben im Vinschgau und Burggrafenamt eingelöst werden kann. Zusätzlich zu den beiden Hauptgewinnen wurden
30 weitere Gutscheine zu jeweils 100 Euro verlost. Die Prämierung mit den beteiligten Betrieben und Partnern erfolgte im Dezember am Sitz der Sparkasse Meran, Partnerin der Initiative.
Digitaler Service und lokales Einkaufen „Gemeinsam möchten wir zeigen, wie digitaler Service und lokales Einkaufen erfolgreich zusammenspielen und welchen Mehrwert MIAr bereits jetzt für Unternehmen sowie Konsumentinnen und Konsumenten bietet“, zeigen sich die beiden hds-Bezirkspräsidenten, Dietmar Spechtenhauser und Adolf Erlacher, erfreut. Beide gaben Einblick in die Erfolgsgeschichte von MIAr und in die Bedeutung des lokalen Handels in Zeiten der Digitalisierung. „So wird Einkaufen vor Ort noch attraktiver – für Kundinnen und Kunden ebenso wie für die Betriebe, die sich gemeinsam als starke lokale Einkaufswelt präsentieren“, betonen Spechtenhauser und Erlacher abschließend.
Seit
60 Jahren für Südtirol: Sichere dir deine Mitgliedschaft beim Weißen Kreuz
Seit 60 Jahren ist das Weiße Kreuz für die Menschen in Südtirol da. Unter dem Motto „Wofür? Dafür!“ startet jetzt die Mitgliederaktion 2026 – deine Chance, Teil davon zu werden. Eine Mitgliedschaft gibt dir und deinen Liebsten ein Gefühl von Sicherheit: Egal ob Vorteile in Südtirol oder auch weltweit, du kannst die für dich passende Variante wählen und das Weiße Kreuz ist immer an deiner Seite. Mit deinem Beitrag unterstützt du gleichzeitig auch unsere über 4.000 Freiwilligen und hilfst uns, unsere Dienste weiter zu verbessern und auszubauen.
Alle Informationen findest du auf www.werde-mitglied.it, in unserem Büro 0471 444 310 bzw. per Mail an mitglieder@wk-cb.bz.it. Und das Beste: Dein Mitgliederausweis ist jetzt auch digital im Smartphone-Wallet verfügbar.
Konstruktiver Austausch: v. r. hds-Ortsobmann
Matthias Knollenberger mit Stadtrat Benno Egger.
Wege zu einer zukunftsfähigen
Stadtentwicklung
Treffen mit Stadtrat Benno Egger. Der hds hat sich Ende Oktober mit Stadtrat Benno Egger, zuständig für Wirtschaft und öffentliche Mobilität, zu einem konstruktiven Austausch getroffen. Im Fokus standen zentrale Themen, die Handel, Mobilität und Lebensqualität in Sterzing nachhaltig prägen werden.
Umgestaltung der Innsbrucker Straße. Ein zentrales Thema war die Neugestaltung der Innsbrucker Straße – ein bereits unter Bürgermeister Fritz Karl Messner genehmigtes Projekt, das bis 2028 abgeschlossen sein muss. Der hds kritisiert dabei den Umstand, dass bei der Umgestaltung dieser wichtigen Verkehrs- und Geschäftsachse eine Reihe von Parkplätzen wegfallen würden – und somit nicht im Sinne einer attraktiven, gut erreichbaren Innenstadt für Handel und Aufenthaltsqualität. Hier suchen noch alle Beteiligten nach einer gemeinsamen Lösung.
Parkraum, Mobilität & moderne Infrastruktur. Um die Frequenz in der Innenstadt zu stärken, wurden zusätzliche Parkmöglichkeiten und die Einführung eines intelligenten Parkleitsystems diskutiert. Angesprochen wurde zudem der Bedarf an sicheren Abstellplätzen für E-Bikes mit breiten Reifen – eine Infrastruktur, die aktuell fehlt,
trotz steigender Nutzung von E-Mobilität. Scharfe Kritik äußerte der hds am rücksichtslosen Parkverhalten diverser Paketzusteller. Hier braucht es klarere Regeln und konsequente Kontrollen, um Verkehrsbehinderungen und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.
Erfolg in der Regelung des Wanderhandels. Ein bedeutender Meilenstein für den hds Sterzing: Die Gemeinde hat die seit Langem geforderte Regulierung des Wanderhandels beschlossen. Ab dem 1. Jänner 2026 wird nur mehr ein Standplatz beim Rosskopfparkplatz Ost für maximal zwei Stunden täglich genehmigt. Im restlichen Gemeindegebiet ist Wanderhandel künftig nicht mehr erlaubt. Diese Entscheidung schafft klare Rahmenbedingungen und stärkt den stationären Handel.
Weitere Themen. Zur Sprache kamen auch die transparente Verwendung der Werbesteuer, die Abstimmung von Marktterminen und anstehende Entwicklungen in der Zone Eurospar. Der hds sicherte dabei seine aktive Mitgestaltung zu.
hds-Ortsobmann Matthias Knollenberger betont: „Wir stellen gemeinsam die Weichen für ein wirtschaftlich starkes, modernes Sterzing. Handel – aber auch Gastronomie sowie Dienstleistungen – und Mobilität müssen dabei Hand in Hand gehen.“ Der hds Sterzing dankt Stadtrat Benno Egger für den offenen Dialog und setzt auf eine weiterhin konstruktive Zusammenarbeit.
RASEN-ANTHOLZ
So zeigt das Antholzertal gelebte Gastfreundschaft
Winterspiele 6.bis22. Februar2026
Hut ab für so viel Engagement. Das Antholzertal rüstet sich für die Olympischen Spiele – und der lokale Handel bereitet sich gezielt auf internationale Gäste vor. Auf Initiative des hdsOrtsausschusses Rasen-Antholz wurde im November ein Englischkurs für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handel angeboten (im Bild). Ermöglicht wurde die Weiterbildung durch den hds in Zusammenarbeit mit inService.
Uschi Seeber von der Bäckerei Seeber stellte dafür den Saal der Senioren in Antholz Mittertal zur Verfügung. Geplant sind zudem zusätzliche Onlinestunden, in denen die Teilnehmenden gemeinsam mit der Referentin einzelne Themen vertiefen können. Der Handel spielt bei großen Sportevents eine zentrale Rolle im Tal. Der hds lobt die Ortsgruppe für diese gelungene Initiative – ein Beispiel dafür, dass Lernen ein Leben lang weitergeht.
Einige Mitglieder der beiden Bezirksausschüsse des hds.
EISACKTAL/WIPPTAL, PUSTERTAL/GADERTAL
Geschlossen positiv und lösungsorientiert
Bezirksausschüsse ziehen an einem Strang. Der hds setzt auf Vernetzung über die Bezirksgrenzen hinweg: Die beiden Bezirksausschüsse Eisacktal/Wipptal und Pustertal/Gadertal sind am Ende des vergangenen Jahres zu einem intensiven Austausch zusammengekommen. Mit dabei die beiden Bezirkspräsidenten Hartmut Überbacher (Eisacktal/Wipptal) und Daniel Schönhuber (Pustertal/Gadertal).
Stärkung und Erreichbarkeit der Zentren „Unsere Betriebe brauchen lebendige Ortskerne und gute Rahmenbedingungen – nur so bleiben Dörfer und Städte attraktiv für Kunden, Gäste und Mitarbeiter“, betont Über-
bacher. Diskutiert wurden konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Zentren, von gemeinsamen Aktionen im Handel über Veranstaltungen bis hin zu einer besseren Gestaltung des öffentlichen Raums. Ziel ist es, Frequenz zu schaffen, Leerstände zu reduzieren und die Identität der Ortskerne zu stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Erreichbarkeit: Sowohl für Kunden als auch für Mitarbeitende sind gut funktionierende Verkehrsverbindungen – vom öffentlichen Nahverkehr bis zu ausreichend Parkmöglichkeiten – entscheidend. „Wer unsere Dörfer und Städte erreichen möchte, darf nicht an der Mobilität scheitern. Hier braucht es prag-
VINSCHGAU
Erfolgreicher Abschluss
Diplomverleihung in der BASIS Vinschgau. Im November fand in der BASIS Vinschgau die jährliche Diplomverleihung der Berufsschule Schlanders statt. Zahlreiche Absolventinnen und Absolventen feierten dabei ihren erfolgreichen Ausbildungsabschluss.
Besondere Anerkennung galt den Verkäufergesellinnen, die ihre Lehrzeit erfolgreich abgeschlossen haben. Mit Engagement, Fachkompetenz und Einsatzbereitschaft leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des lokalen Handels und der regionalen Wirtschaft im Vinschgau.
Besonders hervorgehoben wurden Lea Alic (Proventa GmbH, Naturns), Anne Ilmer (Bikeman Kg des Adrian Telser & Co., Schlanders) und Aalyah Lechthaler (Schuster GmbH, Tartsch/Mals), die ihre Abschlussprüfung mit Auszeichnung bestanden haben. Außerdem freuten sich Lena Moser (Metzgerei Mair – Roland Kuenrath & Co. Ohg, Mals), Jasmin Renner (Kurt Kofler, Laas), Mara Riedl (Kurt Kofler, Laas) und Annalena Tumler (Peter Pinggera & Töchter GmbH, Schluderns) über den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung. Im Rahmen der Feier überreichte hds-Bezirkspräsident Diet-
matische Lösungen und eine enge Abstimmung mit den Gemeinden“, unterstreicht Schönhuber.
Arbeitskräftemangel entgegenwirken Besonders dringlich bleibt das Thema Arbeitskräftemangel. Die Vertreter der Bezirksausschüsse waren sich einig, dass es mehr denn je gemeinsame Strategien braucht –etwa bei der Ansprache junger Menschen, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder der Attraktivität der Arbeitsplätze im Handel und in den Dienstleistungen. Eng damit verbunden ist die Frage nach leistbaren Mitarbeiterunterkünften, vor allem in touristisch geprägten Gebieten. Hier wurden verschiedene Modelle und Best-Practice-Beispiele diskutiert, die nun weiterverfolgt werden sollen.
Geeinte Stimme
Trotz der Herausforderungen überwog der Optimismus: „Der Austausch hat gezeigt, dass wir in vielen Fragen im selben Boot sitzen – und genau das ist unsere Stärke“, fasst Überbacher zusammen. „Wenn die Bezirke zusammenarbeiten, können wir gegenüber Politik und Verwaltung mit einer starken, geeinten Stimme auftreten“, ergänzt Schönhuber.
Bei der Diplomverleihung: v. l. Dietmar Spechtenhauser, die Direktorin der Berufsschule Schlanders, Virginia Tanzer, die Verkäufergesellinnen und Landesrat Philipp Achammer.
mar Spechtenhauser allen Verkäufergesellinnen einen monni BON im Wert von 50 Euro als Anerkennung. Begleitet wurde das Geschenk von einem persönlichen Gratulationsschreiben, das die Bedeutung des lokalen Handels für Arbeitsplätze, Begegnung und Lebensqualität betont.
hds-bz.it/baecker
hds-bz.it/hds-food
Zacharias Sonderpreis 2025
Südtiroler Bäckerinnung im Rampenlicht. Mit dem Zacharias-Sonderpreis werden Projekte gewürdigt, die das Bäckerhandwerk in besonderer Weise fördern und zeitgemäß präsentieren. 2025 erhielt die Südtiroler Bäckerinnung im hds die Auszeichnung für ihre kreative Social-Media-Kampagne „Das Bäckerhandwerk“. Die Kampagne setzte das traditionelle Handwerk wirkungsvoll in Szene und legte den Schwerpunkt auf Nachwuchsförderung sowie regionale Qualität. Mit einer breit angelegten digitalen Kommunikationsstrategie gelang es den Südtiroler Bäckern, junge Menschen und neue Zielgruppen sowohl für die hochwertigen regionalen Produkte als auch für den Beruf des Bäckers zu begeistern. Einblicke hinter die Kulissen, Wissenswertes rund ums Brot, Charity-Aktionen und Schulbacktage sorgten für große Aufmerksamkeit und rückten das Handwerk ins beste Licht.
Jury zeigt sich beeindruckt
„Die Südtiroler Bäckerinnung hat mit ihrer Social-Media-Initiative eindrucksvoll bewiesen, dass das Bäckerhandwerk auch in einer digitalen Welt authentisch, inspirierend und identitätsstiftend kommunizieren kann. Ziel war es, Tradition und Moderne in lebendigen Geschichten zu verbinden und gleichzeitig neue Zielgruppen für die Werte des Handwerks zu gewinnen. Mit ihrer zeitgemäßen Ansprache und der konsequenten Nähe zu den Menschen setzt die Initiative neue Maßstäbe für die gesamte Branche. Eine bemerkenswerte Leistung, die die Jury mit der Verleihung des Preises würdigt.“
Der Zacharias-Preis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen im deutschsprachigen Bäckerhandwerk. Jährlich werden damit Betriebe geehrt, die mit innovativen Marketingstrategien und engagierter Öffentlichkeitsarbeit das Ansehen handwerklicher Backwaren stärken. 2025 wurde der Preis bereits zum 35. Mal an Bewerberinnen und Bewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vergeben.
Gemeinsam Zukunft gestalten. Premiere für das Forum der Genussmacher feierte im November die Südtiroler Bäckerinnung im Felsenkeller des Landesweinguts Laimburg: Das Motto „Zeit für Veränderung“ begleitete die Bäcker und Unternehmer aus der FoodBranche durch einen spannenden Tag voller Inspiration, fachlichem Austausch und konkreten Impulsen für die Zukunft des Lebensmittelhandwerks.
Aufbruchstimmung
Bereits beim Empfang der Teilnehmenden war die Aufbruchstimmung deutlich zu spüren: Die Premiere des Forums ersetzte heuer die traditionelle Vollversammlung der Bäckerinnung und öffnete den Blick bewusst über das eigene Handwerk hinaus auf die gesamte Genussbranche. „Wir Bäckerinnen und Bäcker stehen wie die ganze Lebensmittelbranche vor massiven Veränderungen – von der Digitalisierung bis zu neuen Konsumgewohnheiten. Das Forum der Genussmacher zeigt: Wenn wir unser Know-how bündeln, können wir Zukunft aktiv gestalten, statt ihr nur hinterherzulaufen“, betont Landesinnungsmeister Johann Trenker in seinen Grußworten.
l. Anton Piessnegger (Jurymitglied), hds-Fachgruppenleiterin Katharina Gutgsell, hds-Social Media Managerin Hanna Widmann, der Landesinnungsmeister der Bäcker, Johann Trenker, und Frank Breuer (Jurymitglied).
Alles, außer gewöhnlich
Einen starken inhaltlichen Akzent setzte Bestsellerautor Peter Kreuz mit seinem Impulsvortrag „Alles, außer gewöhnlich“. Er ermutigte die Anwesenden, gewohnte Denkmuster zu verlassen, mutiger zu experimentieren und Genuss erlebbar zu inszenieren –gerade im regional verwurzelten Handwerk, das Authentizität und Qualität in sich vereint.
Kassen- und Self-Service-Lösungen
Wie sich Genuss mit moderner Technologie verbinden lässt, wurde anschließend gezeigt: So können digitale Kassen- und Self-ServiceLösungen Betrieben helfen, Prozesse zu vereinfachen, Daten besser zu nutzen und Kunden ein zeitgemäßes Einkaufserlebnis zu bieten – von der Theke bis zum Self-Checkout.
Rückblick und Ausblick
Im Anschluss an die Programmpunkte präsentierte die Innung im hds ihren Tätigkeitsbericht und die Vorschau auf kommende Projekte. Dabei wurde deutlich: Die Themen Fachkräftenachwuchs, Regionalität, Qualitätssicherung und Digitalisierung werden die Branche in den nächsten Jahren weiter prägen.
BÄCKER Bäckermeister oder Bäckermeisterin werden!
Im September 2026 startet der nächste Lehrgang zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung – mit praxisnahen Modulen und Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland. Am 24. März 2026 findet am Berufsbildungszentrum „Emma Hellenstainer“ in Brixen ein Infotreff zum neuen Lehrgang statt. Dort werden Inhalte, Ablauf und Voraussetzungen ausführlich vorgestellt.
Info & Anmeldung:
T 0471 416 984, magdalena.saltuari@provinz.bz.it
kgutgsell@hds-bz.it
BÄCKER
Solidarität, die schmeckt
Treffen mit Bischof Ivo Muser. Im bischöflichen Ordinariat in Bozen fand Anfang Dezember das inzwischen zur Tradition gewordene Frühstück statt, das die Bäcker im hds jährlich rund um den Nikolaustag mit Bischof Ivo Muser organisieren. Bei dieser Begegnung stellte die Berufsgruppe dem Diözesanbischof ihre Spendenaktion 2025 vor, mit der die Hilfsmaßnahmen der Organisation Südtirol hilft unterstützt wurden.
Mit dem Kauf eines entsprechend gekennzeichneten Bäckereiproduktes – etwa eines Nikolaus- oder Kekssackerls oder eines Hefezopfs – war eine Geste der Solidarität verbunden: Für jedes Produkt mit dem runden Aktionsaufkleber wurde 1 Euro an Südtirol hilft gespendet. Die teilnehmenden Bäckereien konnten frei entscheiden, welche ihrer Produkte sie für die Aktion auswählten. Der Aufkleber enthielt zudem einen QR-Code, über den Kundinnen und Kunden weitere Informationen sowie eine Übersicht aller teilnehmenden Betriebe erhielten.
Bischof Ivo Muser dankte den anwesenden Bäckern für ihr langjähriges Engagement. Die Aktion, so betonte er, trage wesentlich dazu bei, Menschen in Südtirol zu unterstützen, die in Not geraten sind.
kgutgsell@hds-bz.it
Bäckerfrühstück mit dem Bischof: v. l. Christine Rabanser (Radio Tirol), Heiner Feuer (Südtirol hilft), Bischof Ivo Muser sowie Hannes Schwienbacher, Marion Aichner und Johannes Tratter von der Bäckerinnung.
fachgruppen
hds-bz.it/grosshandel
hds-bz.it/hds-food
hds-bz.it/biologisch
GROSSHANDEL
Arbeiten Luegbrücke
am Brenner
Food-Content für Social Media
Erfolgreicher Praxis-Workshop in Bozen. Anfang November trafen sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Bozen, um beim ganztägigen Workshop „Food-Content für Social Media“ den Weg von der Aufnahme bis zur erfolgreichen Veröffentlichung kennenzulernen. Die beiden Referentinnen gaben dabei spannende Einblicke in die Erstellung ansprechender Inhalte für digitale Kanäle. Am Vormittag vermittelte Social-Media-Expertin Sarah Schrentewein (socialbranding) wertvolle Strategien zur Planung von Inhalten, Reichweitensteigerung und Textgestaltung. Am Nachmittag stand die Praxis im Vordergrund: Food-Fotografin und Videografin Anna Schwarz Laner zeigte, wie man mit dem Smartphone professionelle Fotos und kurze Videos erstellt. Es war ein inspirierender Tag, der von intensivem Austausch und vielen praxisnahen Tipps geprägt war. Die Teilnehmenden verließen den Workshop motiviert und voller neuer Ideen für ihren Social-Media-Auftritt.
Danke für die Unterstützung!
Bei der Fachmesse Hotel 2025 sammelten die Fachgruppen des hds am Gemeinschaftsstand Spenden für die Initiative „Südtirol hilft“. Im Rahmen des Forums der Genussmacher im November, das im Felsenkeller des Landesweinguts Laimburg stattfand, konnte der Spendenerlös in Höhe von 1118,46 Euro feierlich übergeben werden. Bei der symbolischen Scheckübergabe waren dabei: v. l. Bäcker-Vizelandesinnungsmeister Sandro Pellegrini, Martin Pfeifhofer von Südtirol hilft und Bäcker-Vorstandsmitglied Marion Aichner. Der hds gratuliert allen Beteiligten zu diesem großartigen Erfolg und bedankt sich herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern!
Ab 07:00 Uhr bis 15:00 Uhr an allen Samstagen bis zum 14. März sowie von 07:00 Uhr bis 22:00 Uhr am Freitag, 10. März gilt ein Fahrverbot auf der Brennerautobahn Richtung Norden, von Sterzing bis zur Staatsgrenze, für alle Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit einem höchst zulässigen Gesamtgewicht von jeweils mehr als 7,5 Tonnen. Alle Infos in der Onlinenews vom 9. Jänner.
pperez@hds-bz.it
BIOFACHGESCHÄFTE Komm uns vor Ort besuchen!
biofachgeschaefte.it. Mit diesen einladenden Worten begrüßt die Vereinigung der Biofachgeschäfte Südtirols Besucherinnen und Besucher auf ihrer frisch überarbeiteten Website. „Die Neugestaltung unseres in die Jahre gekommenen Internetauftritts war längst überfällig – und das Ergebnis kann sich sehen lassen“, betont Präsident Johannes Schweigl.
kgutgsell@hds-bz.it
kgutgsell@hds-bz.it
Der Zusammenschluss von derzeit zehn Bioläden aus ganz Südtirol im hds setzt hohe Maßstäbe: Bioqualität, größtmögliche Transparenz sowie kompetente Beratung stehen im Mittelpunkt ihres Handelns. Oft liegt der Kern einer Botschaft in ihrer Einfachheit. Nach diesem Prinzip gestaltete sich auch der Überarbeitungsprozess der Website: kurz, prägnant und zielführend. Interessierte können sich selbst ein Bild machen – online unter biofachgeschaefte.it oder direkt vor Ort bei den Spezialisten, die ein umfangreiches Angebot an Bioprodukten bereithalten.
kgutgsell@hds-bz.it
hds-FOOD Symposium
DiePräsentationenauf hds-bz.itunterDownloads undschöneBilder unter hds-bz.it/fotos.
GASTRONOMIE
Geschützte Qualität und
Allergene
Fachtagung sensibilisiert Betriebe für korrekte Herkunfts- und Allergenkennzeichnung. Wie kennzeichne ich Parmigiano Reggiano g.U. richtig auf der Speisekarte? Was muss bei „Südtiroler Speck g.g.A.“ oder DOC-Weinen angegeben werden? Und wie stelle ich sicher, dass Gäste mit Allergien sich auf die Informationen im Lokal wirklich verlassen können? Mit diesen Fragen hat sich im November die Fachtagung „Geschützte Qualität & Allergenkennzeichnung richtig anwenden“ im Hauptsitz des hds in Bozen beschäftigt (im Bild). Eingeladen hatten die Fachgruppe Gastronomie im hds und die Freie Universität Bozen (unibz).
Typische Fehler
Nach der Begrüßung durch hds-Direktorin Sabine Mayr, den Präsidenten der Fachgruppe Gastronomie im hds, Kurt Unterkofler, und Emanuele Boselli, Leiter des Studiengangs Lebensmittel- und Gastronomiewissenschaften an der unibz, führten Fachreferentinnen und -referenten aus Wissenschaft, Verbänden und Konsortien durch ein dichtes Programm.
Im juristischen Teil erklärte Matteo Ferrari (unibz) den rechtlichen Rahmen rund um g.U. und g.g.A., die korrekte Verwendung geschützter Herkunftsbezeichnungen in Speisekarten und zusammengesetzten Produkten sowie typische Fehler und unzulässige Anspielungen. Anschließend beleuchteten Lucio Lucchin (unibz) und Francesco Rebuffat (FIPE) die medizinischen und rechtlichen Aspekte von Lebensmittelallergien und Intoleranzen – von der Verantwortung des Betriebs bis hin zur richtigen Kommunikation mit Gästen.
Praxisnahe Beiträge
Besonders praxisnah waren die Beiträge der Konsortien: Consorzio Parmigiano Reggiano (mit Referent Alberto Pecorari) zeigte anhand konkreter Menü-Kontrollen, wie die g.U.-Bezeichnung korrekt – und wie sie leider häufig falsch – eingesetzt wird.
hds-bz.it/gastronomie
Das Konsortium Südtiroler Speck mit Massimo Malnerich und Martin Knoll verdeutlichte den Mehrwert der geschützten geografischen Angabe „Südtiroler Speck g.g.A.“ für die Gastronomie und stellte aktuelle Kontrollergebnisse vor.
Das Südtiroler Weinkonsortium (Referent Michael Wild) erläuterte die richtige Verwendung von DOC- und IGT- Bezeichnungen auf Weinkarten und warnte vor unrechtmäßigen Auslobungen als „Südtiroler Wein“. Das Südtiroler Apfelkonsortium (Referentin Antonia Widmann) präsentierte den „Südtiroler Apfel“ als geschützte Marke und zeigte, wie auch abgeleitete Produkte wie Säfte, Süßspeisen oder Desserts korrekt bezeichnet werden müssen.
Mit der Fachtagung setzen die Fachgruppe Gastronomie im hds und die Freie Universität Bozen ein deutliches Zeichen: Korrekte Herkunfts- und Allergenkennzeichnung ist nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern ein wichtiger Beitrag zu Qualität, Transparenz und Vertrauen in der Südtiroler Gastronomie.
pperez@hds-bz.it
GASTRONOMIE
Italiens Gastronomie im Rampenlicht
FIPE feiert acht Jahrzehnte. Die italienische Dachorganisation der Gastronomiebetriebe, FIPE-Confcommercio, hat 2025 ihr 80-jähriges Bestehen gefeiert. Höhepunkt war im November eine große Versammlung mit anschließender Gala in Rom. Für den hds nahm die Bereichsleiterin Fachgruppen, Lorena Sala, an den Feierlichkeiten teil. Seit 1970 ist die italienische Gastronomiebranche um mehr als 110 Prozent gewachsen. Heute zählt der Sektor über 323.000 Betriebe, die einen Jahresumsatz von rund 96 Milliarden Euro erwirtschaften – und damit zu einem zentralen Motor von Wirtschaft und Gesellschaft geworden sind.
„Ein Gastrobetrieb ist mehr als ein Unternehmen – er ist ein Ort der Begegnung, ein Stück Gemeinschaft, ein echter sozialer Wert“, betont FIPE-Präsident Lino Enrico Stoppani. Der hds gratuliert FIPE herzlich zum 80-jährigen Jubiläum und wird 2026 selbst sein 80-jähriges Bestehen feiern.
pperez@hds-bz.it
fachgruppen
hds-bz.it/optiker
OPTIKER – OPTOMETRISTEN
Licht, Begegnung, Gemeinschaft
OPTIKER – OPTOMETRISTEN Gebrauchte Brillen schenken neue Sicht
Initiative der Fachgruppe wird fortgeführt. Die erfolgreiche Brillensammelaktion der Südtiroler Optiker - Optometristen im hds in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Bozen Rosengarten geht mit frischem Elan weiter. Die Initiative, eine der bedeutendsten Solidaritätsaktionen im optischen Bereich des Landes, ermöglicht es, gebrauchte Brillen zu sammeln, aufzubereiten und Menschen in Not zugänglich zu machen – sowohl in Italien als auch in Entwicklungsländern.
Unterstützt wird das Projekt vom neuen Präsidenten des Lions Club Bozen Rosen-
Santa-Lucia-Gala. Mitte Dezember trafen sich rund 70 Optiker und Optometristen aus Trentino und Südtirol in der malerischen Distilleria Marzadro in Nogaredo, um die traditionelle Santa-Lucia-Gala zu feiern –zu Ehren der Schutzpatronin der Optiker.
Ein festlicher Auftakt
Der Abend begann mit einer exklusiven Führung durch die Brennerei, bei der die Gäste die Geheimnisse der Grappa-Herstellung kennenlernen konnten. Für den Empfang sorgten die Präsidentin Elena Romani und Vorstandsmitglied Gianfranco Passuello. Unter den Gästen war auch der neue Sekretär Ermanno Sartori, der sich offiziell vorstellte und den Wechsel der Trentiner Optiker von Confartigianato zu Confcommercio im Jahr 2026 begleiten wird – ein bedeutender Meilenstein für die Region.
Solidarität verbindet
Ein zentrales Thema der Gala war die Solidarität, die die Fachkräfte aus Trentino und Südtirol künftig noch enger verbinden soll. In Südtirol liegt der Fokus darauf, den Beruf des Optikers weiter zu fördern – ein Ziel, das bereits auf der Bildungsmesse Futurum in Bozen im September mit zahlreichen
interessierten Schülerinnen und Schülern erfolgreich vorgestellt wurde. Romani präsentierte zudem die zukünftigen Projekte der Trentiner Optiker: darunter der Start des Coopervision-Kurses, eine spannende „Dinner in the Dark“-Veranstaltung und die Zusammenarbeit mit dem Italienischen Roten Kreuz.
Blick in die Zukunft
Die Delegation aus Südtirol, angeführt von Präsident Luca Guerra und Vizepräsidentin Elke Dollinger, brachte als Zeichen der Verbundenheit eine Flasche „Lumina“, den solidarischen Wein der Kellerei Meran, mit. Die Santa-Lucia-Gala bot einmal mehr nicht nur einen festlichen Rahmen, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit zum Austausch. Sie stärkte die Beziehungen zwischen den Fachkräften der beiden Provinzen und legte den Grundstein für eine gemeinsame Zukunft.
pperez@hds-bz.it
garten, Stephan Filippi, der die langjährige Zusammenarbeit zwischen Berufswelt und Ehrenamt weiter stärken möchte. „Jede gespendete Brille bedeutet mehr als ein Stück Glas und Metall – sie schenkt jemandem buchstäblich neue Sicht und Lebensqualität“, betont Filippi.
Bereits weit über 10.000 Brillen gesammelt. Seit Beginn der Aktion im Jahr 2023 wurden bereits über 10.000 Brillen gesammelt. Die Optiker vor Ort übernehmen dabei die wichtige Aufgabe, die Brillen zu prüfen, zu reinigen und für den Versand an das „Centro Italiano Lions Raccolta Occhiali Usati“ in Turin vorzubereiten. Dort werden die Brillen sorgfältig katalogisiert und für bedürftige Menschen weiterverteilt. „Für uns ist das nicht nur ein gesellschaftliches Engagement, sondern auch eine Chance, gemeinsam mit unseren Kunden einen
kleinen, aber bedeutenden Beitrag zu leisten“, betont Vizepräsidentin Elke Dollinger.
Die Sammlung läuft das ganze Jahr über, mit einem Höhepunkt in den ersten beiden Monaten von 2026, wenn die Brillen erneut nach Turin geschickt werden. Alle sind herzlich eingeladen, ihre alten Brillen in einem der teilnehmenden Betriebe abzugeben. Eine Liste aller Sammelstellen ist online verfügbar: hds-bz.it/brillespenden.
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Wollen in Zukunft noch enger zusammenarbeiten: v. l. Fachgruppenleiter Pietro Perez, Elena Romani, Luca Guerra, Elke Dollinger, Gianfranco Passuello und Ermanno Sartori.
Gemeinsam für eine wichtige Sache: v. l. Alex Daldossi (Vorstand Optiker), Luca Guerra, Elke Dollinger, Christoph Resch (Lions Club) und Stephan Filippi.
Shein-Produkte mit alarmierenden Testergebnissen
Die jüngsten Untersuchungsergebnisse zu Produkten der chinesischen Onlineplattform Shein sorgen in der Fachgruppe Fashion im hds für Entsetzen. Laut der Greenpeace-Nachrecherche 2025 enthalten weiterhin zahlreiche getestete Kleidungsstücke und Schuhe gefährliche Chemikalien über den EU-Grenzwerten der Chemikalienverordnung REACH.
Es herrscht Fassungslosigkeit
„Wir sind fassungslos. Wenn in Kleidung – darunter auch Kinderbekleidung – Stoffe nachgewiesen werden, die EU-Grenzwerte teils extrem überschreiten, dann ist das nicht nur ein Skandal, sondern ein klarer Auftrag an Politik und Behörden: Kontrollen, Konsequenzen und klare Regeln“, sagt der Fachgruppenpräsident Markus Rabanser 2 .
Auch Präsident Philipp Moser 1 zeigt sich alarmiert: „Diese Ergebnisse sind besorgniserregend und haarsträubend. Wer in Europa verkaufen will, muss europäische Standards einhalten –ohne Wenn und Aber. Es darf nicht sein, dass Plattformen über Schlupflöcher und mangelnde Kontrolle Vorteile haben, während heimische Betriebe Verantwortung tragen, Regeln einhalten und für Qualität stehen.“
Greenpeace-Analyse 2025
Greenpeace hat 56 Kleidungsstücke und Schuhe in acht Ländern gekauft und in einem unabhängigen, akkreditierten Labor in Deutschland untersuchen lassen. Die Resultate sind laut Greenpeace „alarmierend“:
• 18 von 56 Produkten (32 Prozent): gefährliche Chemikalien über REACH-Grenzwerten, inklusive Kinderbekleidung.
• PFAS (so genannte „Ewigkeitschemikalien“): 7 Produkte (Jacken) überschreiten Grenzwerte bis zu 3300-fach.
• Phthalate (als Weichmacher verwendete chemische Stoffe): 14 Produkte über Grenzwerten, 6 davon um ≥100-fach. Bereits 2022 hatte Greenpeace bei 7 von 47 getesteten Shein-Produkten Grenzwertüberschreitungen festgestellt – die aktuelle Nachprüfung zeigt laut Greenpeace: Das Problem besteht weiter. Die nachgewiesenen Stoffgruppen – darunter PFAS und Phthalate –stehen im Zusammenhang mit erheblichen Risiken für Mensch und Umwelt und können entlang der Produktions- und Entsorgungskette in Gewässer, Böden und letztlich in die Nahrungskette gelangen.
hds fordert
Der hds und die Fachgruppe Fashion fordern rasches, konsequentes Handeln und vor allem folgende Maßnahmen:
• Wirksame Marktüberwachung & Zollkontrollen für Onlineplattformen und Importware – risikobasiert, systematisch und mit spürbaren Sanktionen bei Verstößen.
• Gleiche Regeln für alle: Wer den EU-Markt bedient, muss REACH, Produktsicherheit und Verbraucherrecht nachweislich erfüllen – auch bei Direktversandmodellen.
• Mehr Transparenzpflichten (Lieferkette, Material- und Chemikalienmanagement, Prüfberichte) sowie klare Verantwortlichkeit der Plattformen.
„Unsere lokalen Betriebe stehen für Beratung, Qualität und Verantwortung. Das muss sich auch im Wettbewerb widerspiegeln. Verbraucherschutz und Fairness sind nicht verhandelbar“, so Rabanser und Moser abschließend.
lsala@hds-bz.it
FASHION IM hds
fachgruppen
hds-bz.it/handelsagenten
hds-bz.it/filmproduzenten
hds-bz.it/baecker
hds-bz.it/konditoren
FILM
Vernetzen
Austauschen
Entdecken
Begeisterung bei Vollversammlung in Bozen. Im November versammelten sich zahlreiche Brancheninteressierte bei Politermica in Bozen zur Vollversammlung der Fachgruppe Film im hds 1 . Unter dem Motto „Vernetzen, Austauschen, Entdecken“ bot die Veranstaltung Einblicke in die Arbeit eines lokalen Partners zahlreicher Filmproduktionen und in die Branche allgemein. Die Teilnehmenden schätzten die offene Atmosphäre. Nach dem formellen Teil gab es Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kooperationen anzustoßen. „Es ist inspirierend zu sehen, wie viel Energie unsere Mitglieder einbringen. Solche Treffen stärken die Gemeinschaft und eröffnen neue Möglichkeiten“, betont Präsident Markus Frings. Auch Vizepräsidentin Michela Parlavecchio hob den Wert des Austauschs hervor: „Die Begegnungen hier zeigen, wie wichtig es ist, Wissen zu teilen und gemeinsam Ideen zu entwickeln.“
Die Vollversammlung in Bozen wurde so zu einem lebendigen Treffpunkt für Vernetzung und Kreativität. Die Teilnehmenden gingen motiviert und mit vielen neuen Eindrücken nach Hause – ein Beleg dafür, dass solche Veranstaltungen weit über die Tagesordnung hinauswirken.
BÄCKER, KONDITOREN
Diplome feierlich verliehen
Im November erhielten 93 Lehrlinge aus Küche, Service, Bäckerei, Konditorei und Metzgerei am Berufsbildungszentrum „Emma Hellenstainer“ in Brixen ihre Diplome. Besonders im Rampenlicht standen die frischgebackenen Bäckerinnen und Bäcker sowie Konditorinnen und Konditoren: Bäckermeister Christoph Stampfl und Konditormeister Thomas Heiss überreichten persönlich die Zeugnisse.
Direktor Benjamin Flora gratulierte den Absolventinnen und Absolventen und betonte die ausgezeichneten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Bildungsdirektor Gustav Tschenett und Cäcilia Baumgartner hoben die Bedeutung der dualen Ausbildung hervor, die schulisches Wissen mit praktischer Erfahrung verbindet.
Nach der Übergabe bot ein musikalisch umrahmter Aperitif Gelegenheit zum Austausch und einen Ausblick auf die berufliche Zukunft. Der hds gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zur erfolgreichen Ausbildung.
HANDELSAGENTEN
UND -VERTRETER
Ungültige Bußgelder durch nicht registrierte Radarfallen
Machen Sie sich schlau! Das italienische Ministerium für Infrastruktur und Verkehr hat die nationale Erfassung aller Radargeräte abgeschlossen und die offizielle Liste der ordnungsgemäß registrierten Anlagen mit den jeweiligen technischen und behördlichen Angaben veröffentlicht. Dieser Schritt ist besonders wichtig für alle Verkehrsteilnehmer – insbesondere für Handelsvertreter, die täglich viele Kilometer zurücklegen. Denn laut Ministerialdekret Nr. 367/2025 gelten nur jene Geräte als gültig zur Feststellung von Verkehrsverstößen, die im nationalen Register eingetragen sind.
Was tun bei einem Bußgeld?
Seit dem 29. November 2025 kann jede Person, die eine Strafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung erhält, prüfen, ob das Gerät, das den Verstoß erfasst hat, korrekt registriert ist.
Ist dies nicht der Fall, kann das Bußgeld möglicherweise angefochten werden. Ein automatischer Wegfall der Strafe erfolgt jedoch nicht – jeder Fall muss individuell geprüft werden.
kgutgsell@hds-bz.it
kgutgsell@hds-bz.it
enardin@hds-bz.it
Zukunftsbranche mit Signalwirkung: v. l. Hannes Hofer, Philipp Moravetz und Wilfried Gufler (Fachgruppe Film), Alexander Fill (Präsident Dienstleister hds), Renate Ranzi (IDM Film & Music Commission), Präsident Markus Frings, Vizepäsidentin Michela Parlavecchio, Diego Pelizzari, LR Marco Galateo und Paul Gasser.
Südtirol wird zum Vorbild für ganz Italien
Neues Kooperationsabkommen unterschrieben. Die Filmbranche entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten Treiber der Kreativwirtschaft in Südtirol. Im Rahmen einer Medienkonferenz im hds-Hauptsitz in Bozen stellten Mitte November Wirtschaftslandesrat Marco Galateo und Vertreter der Bank Mediocredito Trentino Südtirol, darunter der Generaldirektor Diego Pelizzari und der Präsident des Exekutivkomitees, Paul Gasser, gemeinsam mit der Fachgruppe Film im hds ein innovatives Finanzierungsprodukt vor, das für Filmproduzenten in Italien Neuland bedeutet.
Zweckgebundene Finanzierung. Mitglieder der Fachgruppe Film können neuerdings bei der Bank bereits ab Produktionsbeginn eine zweckgebundene Finanzierung für ihren Liquiditätsbedarf beantragen und nach Fertigstellung des Werkes den erworbenen Tax Credit abtreten. Damit wird ein grundlegendes Liquiditätsproblem vieler Produzenten gelöst, insbesondere kleiner regionaler Unternehmen. „Dies stellte für viele Unternehmen ein wesentliches Hindernis bei der Umsetzung ihrer Projekte dar“, erklärt Präsident Markus Frings. „Mit dieser neuen Zwischenfinanzierung bieten wir der Branche einen echten Wettbewerbsvorteil und stärken Südtirol als Produktionsstandort im europäischen Kontext.“
Mediocredito fördert Kreativsektor. Pelizzari und Gasser betonten die Rolle von Mediocredito bei der Unterstützung kleiner Unternehmen in einem regionalen Umfeld. „Für unsere Bank stellt dieses neue, ausschließlich der Filmindustrie gewidmete Produkt einen wichtigen Beitrag zur Kulturförderung und eine konkrete Unterstützung für den kreativen Sektor dar. Die Initiative umfasst zwei komplementäre Instrumente: eine Überbrückungsfinanzierung mit europäischer Garantie für Kultur und Kreativität (CCS – FEI, InvestEU), die es ermöglicht, die für den Start der Produktionen notwendigen Mittel vorzufinanzieren sowie den anschließenden Ankauf des Tax Credit Cinema, der die Monetarisierung des erworbenen Steuerguthabens erlaubt und den Unternehmen damit einen vollständigen Zyklus finanzieller Unterstützung bietet.“
hds-bz.it/filmproduzenten
Von Brain-Drain zu Brain-Gain. Landesrat Marco Galateo betont die strategische Bedeutung der Filmwirtschaft: „Die Kreativität und insbesondere die Filmindustrie sind nicht nur eine kulturelle Ressource von außerordentlichem Wert, sondern auch ein wesentlicher Hebel für das wirtschaftliche Wachstum. Der Kreativsektor ist ein Motor für Innovation und Entwicklung, der Investitionen anzieht, qualifizierte Arbeitsplätze schafft und die Verbreitung von Ideen und Werten fördert, die lokale wie internationale Grenzen überwinden können.“
Kreativität trifft Kapital. Weltweit zählt die Kreativwirtschaft zu den dynamischsten Wirtschaftssektoren – mit Milliardenumsätzen und Millionen Beschäftigten. Südtirol positioniert sich dabei zunehmend als Hotspot für audiovisuelle Produktionen, der Talente, Technologien und Kapital zusammenführt.
„Die Filmbranche vereint wirtschaftliches Denken, kreative Energie und technologische Innovation“, fasst Markus Frings zusammen. „Mit diesem neuen Finanzierungsinstrument schaffen wir eine Basis, die lokale Produzenten stärkt, Investitionen beschleunigt und den Standort Südtirol international sichtbar macht.“
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Ein Blick auf die Zahlen
Ein Südtiroler Produktionsunternehmen hat in den Jahren 2022–2024 folgende Abgaben geleistet:
MwSt.: 1.021.000 Euro
IRAP: 242.000 Euro
IRPEF: 684.000 Euro
INPS: 1.087.000 Euro
INAIL und Gemeindesteuern: 68.000 Euro Gesamtsteuerleistung (F24): 3.102.000 Euro
Dem gegenüber stehen IDM-Fördermittel in Höhe von 1.562.000 Euro – der so genannte Südtiroleffekt liegt bei rund 13,6 Millionen Euro.
Die Firma hat somit mehr in den Landeshaushalt eingezahlt, als sie an Förderungen erhalten hat. Damit ist die Filmbranche trotz staatlicher Unterstützung ein Nettosteuerzahler und Jobmotor für die Region. Insgesamt wurden im Zeitraum 2022–2024 142 Vollzeitäquivalente geschaffen. Zudem bestehen Kooperationen mit acht europäischen Ländern.
fachgruppen
hds-bz.it/werbefachleute
hds-bz.it/unternehmensberater
WERBEFACHLEUTE
Innovationen erleben
Vollversammlung mit praxisnahen Einblicken. Im November trafen sich die Werbefachleute TARGET im hds zu einem besonderen Vormittag an der Freien Universität Bozen – unibz und im Anwendungszentrum Fraunhofer ARENA. Ziel des Vormittags war ein praxisnaher Einblick in Ingenieursforschung und regionale Kooperationen.
Frühstück zum Auftakt
Den Auftakt bildete ein gemeinsames Frühstück in der NOISTERIA, bei dem die Teilnehmenden erste Kontakte knüpfen und sich austauschen konnten. Anschließend führte Prof. Erwin Rauch die Gruppe durch die neue Fakultät für Ingenieurswesen. Da-
bei präsentierte er die Studiengänge, Forschungsschwerpunkte und die modern ausgestatteten Labore.
Standort Südtirol
Im Anschluss besuchten die Teilnehmer das Fraunhofer ARENA, das Anwendungszentrum von Fraunhofer Italia im NOI Techpark. Hier arbeiten Forscherinnen und Forscher gemeinsam mit Unternehmen an Projekten, die Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbinden. Wolfgang Töchterle, Director Marketing IDM Südtirol – Alto Adige, erläuterte, wie die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und lokalen Unternehmen konkret gestaltet wird – und wie Fachleute aus Wirtschaft und Marketing zu zentralen Partnern für den Standort Südtirol werden können.
Direkte Zusammenarbeit
Abschließend stellte Präsident Arnold Malfertheiner die laufenden Projekte und Planungen der Fachgruppe vor und betonte die Bedeutung des Austauschs zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis: „Nur durch direkte Zusammenarbeit können wir Innovationen vorantreiben und den Standort nachhaltig stärken.“
Der Vormittag bot somit nicht nur informative und spannende Einblicke in Forschung und Technik, sondern auch konkrete Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen.
innerebner@hds-bz.it
UNTERNEHMENSBERATER
Klare
Formate für wirksame Personalund Organisationsentwicklung
Business Insights – Unternehmergespräche. Mitte November fand eine weitere Onlineausgabe der Reihe Business Insights – Unternehmergespräche statt, organisiert von der Fachgruppe der Unternehmensberater im hds. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie zentrale Formate der Personal- und Organisationsentwicklung – von
Coaching und Supervision bis Moderation, Mediation, Mentoring und Sparring – sinnvoll eingesetzt werden können. Vizepräsidentin Ruth Gschleier zeigte in ihrem Impulsreferat auf, dass viele dieser Begriffe im Unternehmensalltag unscharf oder synonym verwendet werden. Dies führe oft zu Missverständnissen und wenig wirksamen Prozessen. Besonders hervorgehoben wurde, dass viele Fachbegriffe aus dem Englischen stammen und in der
deutschen oder italienischen Übersetzung eine andere oder abgeschwächte Bedeutung erhalten. Gschleier erläuterte, wie eine sinngemäße Übersetzung gelingt und welche Qualitätskriterien ein professionelles Vorgehen kennzeichnen.
Im Anschluss diskutierten die zugeschalteten Unternehmerinnen und Unternehmer über Praxiserfahrungen, Einsatzmöglichkeiten und offene Fragen. Deutlich wurde dabei: Wirksame Entwicklung braucht klar definierte Formate, sprachliche Präzision und eine bewusste Prozessgestaltung.
innerebner@hds-bz.it
Von Labor bis Netzwerk: Ein Vormittag voller Inspiration.
FITNESS
Prävention, Investition, Zusammenarbeit
Bewegung ist der Schlüssel zu gesundem Altern. Südtirol wird älter – doch wie bleiben wir dabei geistig und körperlich fit? Die Antwort liegt näher als gedacht: in mehr Bewegung im Alltag. „Prävention beginnt nicht in der Arztpraxis, sondern beim ersten Schritt vor der Haustür“, sagt Armin Bonamico, Präsident der Fachgruppe Fitness im hds. „Bewegung ist keine Frage des Alters, sondern des Wollens und Handelns.“
Stärkt Körper und Geist
Angesichts steigender Demenzerkrankungen und zunehmender Personalnot in der Altenbetreuung fordert die Fachgruppe, Prävention konsequent mitzudenken. Wissenschaftliche Erkenntnisse untermauern den Appell: Regelmäßige Bewegung verbessert die körperliche Leistungsfähigkeit, stärkt das Immunsystem, stabilisiert die Psyche und fördert die geistige Gesundheit. Der renommierte Sportwissenschaftler Prof. Ingo Froböse bringt es auf den Punkt: „Regelmäßige Bewegung ist der wichtigste Schlüssel für ein gesundes und aktives Altern. Sie stärkt nicht nur den Körper, sondern fördert auch das geistige Wohlbefinden.“
Ein Plus an Lebensqualität
„Unser Ziel in Südtirol ist klar“, so Armin Bonamico: „Wir wollen die präventive Kraft der Bewegung ins Bewusstsein holen und Menschen jeden Alters dafür gewinnen. Fitnessbetriebe im Land bieten eine Vielfalt an betreuten Programmen – niedrigschwellig, sicher und wirksam. Wer heute startet, investiert in seine Lebensqualität von morgen.“ Die Fachgruppe Fitness im hds lädt Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Betriebe und Gesundheitsakteure ein, Bewegung als gemeinsame Aufgabe zu verankern – von Bewegungsinitiativen im Quartier bis zu Firmenfitness und Programmen für Seniorinnen und Senioren.
BAUSTOFFHÄNDLER
Digitalisierung
und Innovation
42. Austausch zu Markttrends und grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Beim 42. Meeting Associativo Federcomated in Mailand stand das Thema „Costruire Digitale – Der Baustoffhandel zwischen Markt und Innovation“ im Mittelpunkt. Zwei Vertreter aus Südtirol, darunter das Vorstandsmitglied der Baustoffhändler im hds, Alexander Comploj von bauexpert, nutzten die Gelegenheit, sich mit führenden Akteuren der italienischen Branche über Markttrends, Innovationen und Digitalisierung auszutauschen. Die Teilnahme verdeutlicht die Bedeutung grenzüberschreitender Kooperationen. Angesichts der zunehmenden Relevanz digitaler Prozesse, neuer Kundenanforderungen und dynamischer Marktveränderungen ist der regelmäßige Austausch mit nationalen und internationalen Experten ein zentraler Baustein für die strategische Weiterentwicklung des Baustoffhandels in Südtirol.
kgutgsell@hds-bz.it
enardin@hds-bz.it
Armin Bonamico: „Bewegung ist keine Frage des Alters, sondern des Wollens und Handelns.“
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IT- UND INTERNETDIENSTLEISTER
Cyberangriffe, Meldungen & IT-Support
Praxisnahe Hilfe bei Vollversammlung. Anfang November fand im hds-Hauptsitz in Bozen die diesjährige Vollversammlung der IT- und Internetdienstleister statt. Zahlreiche Mitglieder folgten der Einladung, um sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich ITSicherheit auszutauschen und wertvolle Einblicke in die Praxis der Cyberabwehr zu gewinnen.
Als Gastredner begrüßte die Fachgruppe den technischen Inspektor der Staatspolizei und Leiter der Cybersecurity-Einheit Bozen, Corrado Palmarin. In seinem Impulsreferat gab Palmarin einen klaren Überblick über die Aufgaben und Verantwortlichkeiten seiner Einheit – von der ersten Meldung eines Cyberangriffs bis zu konkreten Ermittlungs- und Unterstützungsmaßnahmen.
Direkter Draht und Hemmschwellen abbauen
Besonders wichtig war den Experten, Hemmschwellen abzubauen: „Wir möchten, dass sich Bürgerinnen und Bürger, aber vor allem auch IT- und Internetdienstleister, ohne Scheu bei uns melden. Ein Anruf genügt – wir sehen uns jeden Fall individuell an und sagen klar, wie weiter vorzugehen ist“, betont Palmarin.
Präsident Alexander Fill unterstrich die Bedeutung dieses direkten Drahts zur Cybersecurity-Einheit: „Für unsere Betriebe ist es entscheidend zu wissen, dass sie im Ernstfall schnell kompetente Hilfe bekommen. Die enge Zusammenarbeit mit der Staatspolizei ist ein zentraler Baustein, um unseren Mitgliedern einen direkten und verlässlichen Austausch mit ihr zu ermöglichen.“
Inhaltsstarker Tätigkeitsbericht
Nach dem Fachvortrag präsentierte die Fachgruppe ihren Tätigkeitsbericht für das auslaufende Jahr. Dabei standen die erfolgreiche Veranstaltung Digital Connect, die Jugendförderprogramme wie Coding4Kids, sowie zahlreiche Kooperationen, Webinare und Weiterbildungsinitiativen im Mittelpunkt – stets in enger Zusammenarbeit mit den Werbefachleuten TARGET im hds.
Im Anschluss bot ein lockerer Ausklang mit Buffet genügend Raum für Austausch, Networking und vertiefende Gespräche. innerebner@hds-bz.it
VEREINIGUNG 50+ IM hds
Freuten sich über die gut besuchte Vollversammlung zum Thema IT-Sicherheit: v. l. Vizepräsident Alexander Demanega, Alexander Fill, Corrado Palmarin und Inspektor Marco Ponte.
Gemeinsam im Weihnachtszauber
Ein gelungener Auftakt in die Adventszeit. Unter dem Motto „Weihnachtszauber“ lud die Vereinigung 50+ Ende November zu einem stimmungsvollen Ausflug nach Trient ein. Mehr als 30 gut gelaunte Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich bei schönem Wetter mit dem Reisebus auf den Weg, um gemeinsam die Vorweihnachtszeit einzuläuten (im Bild).
Geschichte und Kultur
Erster Programmpunkt war die fachkundig geführte Besichtigung des Schlosses Buonconsiglio. Die eindrucksvolle Anlage und die lebendige Vermittlung von Geschichte und Kultur hinterließen bei den Teilnehmenden nachhaltige Eindrücke und boten reichlich Gesprächsstoff. Anschließend ging es weiter zur Villa Madruzzo, wo ein festliches Mittagessen serviert wurde. In angenehmer Atmosphäre blieb genügend Zeit für persönliche Gespräche, Begegnungen und das Knüpfen neuer Kontakte – ganz im Sinne der Vereinigung.
Ein großer Erfolg
Am Nachmittag führte die Fahrt zum idyllisch gelegenen Toblinosee. Dort erwartete die Teilnehmenden eine besondere KrippenAusstellungsfläche, die mit Lichtern, Düften und liebevoll gestalteten Szenen für vorweihnachtliche Stimmung sorgte und einen gelungenen Abschluss des Tages bildete. „Mit den zahlreichen Anmeldungen und dem sehr positiven Verlauf war unser Weihnachtszauber ein großer Erfolg“, betont Präsidentin Christine Fuchsberger. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie gemeinsame Erlebnisse Gemeinschaft stiften und bereichern.
Aufbauend auf diesem positiven Echo plant die Vereinigung 50+ bereits mit viel Engagement für 2026 weitere thematische Ausflüge und Begegnungen, die Kultur, Genuss und Geselligkeit miteinander verbinden.
90 Jahre und noch immer im Einsatz
Wirtschaftsverband hds gratuliert. Im November feierte Cäcilia „Tante Cille“ Hopfgartner vom Eurospar Hopfgartner ihren 90. Geburtstag. Geboren 1935 in Luttach als siebtes Kind von Johann Hopfgartner und Maria Abfalterer, hat sie ein Leben voller Fleiß, Bescheidenheit und tief verwurzelter Verbundenheit zum Familienbetrieb geführt.
Ihre berufliche Laufbahn begann im Geschäft Renzler in Oberrasen, doch schon bald kehrte sie in den elterlichen Betrieb in Luttach zurück – und blieb dort beeindruckende 80 Jahre lang. Von Lebensmitteln über Haushaltswaren bis zu Stoffen, Knöpfen, Wolle und Bekleidung – sie war stets die Allrounderin des Hauses. „Sie war immer die Erste im Geschäft und die Letzte beim Abschließen“, erzählt die Familie. Taschenrechner brauchte sie nie: Alles rechnete sie im Kopf.
Besonders prägend war ihr Einsatz nach dem plötzlichen Tod ihres Bruders Simon im Jahr 1984. Bis heute ist sie täglich zwei bis drei Stunden im Geschäft im Einsatz, am liebsten an ihrer Theke mit Wolle, Stoffen und Haushaltsartikeln. Auch mit 90 Jahren ist sie aktiv, bescheiden, gesundheitsbewusst und geistig topfit: Sie liest viel, verfolgt die 20-Uhr-Nachrichten und besucht regelmäßig die Sonntagsmesse. Ihr starker Glaube begleitet sie durchs Leben. Der hds gratulierte herzlich zum runden Jubiläum und zum runden Geburtstag: Ortsobmann Walter Weger überreichte ihr persönlich die Urkunde für 80 Jahre Mitarbeit im Betrieb samt Blumenstrauß. Ein Leben, das zeigt, wie Leidenschaft, Beständigkeit und Liebe zum Beruf Menschen über Jahrzehnte prägen kann.
Die Jubilarin freute sich sehr über die Wertschätzung: v. l. Markus, Heidi und Cäcilia Hopfgartner mit Ortsobmann Walter Weger.
Beständigkeit, Qualität und Service zeichnen das Autohaus Moser aus: v. l. Hannes und Franz Josef Moser mit Bezirkspräsident Daniel Schönhuber.
70 Jahre Autohaus Moser in Bruneck
Eine Familiengeschichte voller Erfolg. 70 Jahre Automobilexpertise in der dritten Generation: Das Autohaus Moser feierte im vergangenen Jahr ein beeindruckendes Jubiläum. Grund genug für Daniel Schönhuber, hds-Bezirkspräsident Pustertal/Gadertal, dem traditionsreichen Familienbetrieb im November einen Besuch abzustatten. Die Erfolgsgeschichte begann 1955, als Josef Moser zusammen mit Franz Gasser die Garage DOLOMIT gründete und damit das erste FIAT-Autohaus im Pustertal etablierte. 1977 übernahm Franz Josef „Pepi“ Moser das Unternehmen von seinem Vater und führte es erfolgreich weiter.
Im Jahr 2000 trat Hannes Moser, ältester Sohn von Pepi, in die Fußstapfen seines Vaters und baute das Autohaus weiter aus. Heute setzt er auf ein klares Ziel: die beste Kundenerfahrung in Südtirol zu bieten. „Wir gratulieren dem Autohaus Moser und seinem engagierten Team herzlich zum 70-jährigen Firmenjubiläum“, betont Schönhuber, der ihnen weiterhin viel Freude an der Arbeit und wirtschaftlichen Erfolg wünscht.
betriebe informieren
Neue Ära des Megawatt-Ladens für E-LKWs
Wirtschaftsverband hds gratuliert. Mit der Eröffnung einer neuen Hochleistungs-Ladestation in Vahrn setzen die kostner SERVICE STATIONS einen weiteren Meilenstein für den elektrischen Schwerlastverkehr. Es handelt sich um den zweiten Megawatt-Charger Südtirols und einen wichtigen Schritt für die emissionsfreie Logistik entlang der Brennerachse. Die Anlage wurde im November im Beisein zahlreicher politischer und wirtschaftlicher Vertreter eröffnet. Als Demonstrati-
Bei der Eröffnung: v. l. Lars Kuba (Vice President Sales & Marketing, Alpitronic), Lukas Baumgartner (CEO, Autoindustriale Mobility Group), Michele Tessadri (Brand Director Business Mercedes, Autoindustriale), Peter Brunner (Landesrat für Umwelt und Energie), Andreas Kostner (Präsident/CEO, kostner GROUP 1947), Daniel Alfreider (Landesrat für Mobilität), Andreas Schatzer (Bürgermeister, Gemeinde Vahrn), Philipp Kostner (Vizepräsident/CEO, kostner GROUP 1947), Alois Wach (CEO, da emobil), Alex Pörnbacher (CEO, kostner SERVICE STATIONS) und Peter Vikoler (CEO, ide2n ENERGY SYSTEMS & E-MOBILITY).
onsfahrzeug lud ein Mercedes eActros an der neuen Station. Zum Einsatz kommt ein modernes, dezentrales Ladesystem von Alpitronic mit zwei CCS-Ladepunkten bis 600 kW sowie einer MCS-Ladestation mit bis zu 1000 kW Leistung – dem künftigen internationalen Standard für E-LKWs.
Bereits heute können E-LKWs mit Batterien bis zu 600 kWh in nur 30 bis 40 Minuten Energie für mehrere hundert Kilometer laden. Damit lässt sich das Laden ideal mit der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrerpause kombinieren – ein klarer Vorteil für die Wirtschaftlichkeit im Transportwesen.
Regionalität, Qualität und Zusammenarbeit
Regiokorn: Jahresbilanz 2025. Das Interesse an Regiokorn, dem regionalen Getreideprojekt, wächst sowohl bei Südtiroler Landwirten als auch bei Bäckereien. Immer mehr Betriebe werden Teil dieser regionalen Wertschöpfungskette, die Landwirtschaft, Handwerk und Konsumenten verbindet. Für viele Landwirte ist Regiokorn ein attraktives zweites Standbein: garantierte Abnahme, faire Preise und Abholung ab Hof bieten Planungssicherheit – auch für Betriebe ohne bisherige Getreideanbau-Erfahrung. Auf rund 100 Hektar in Vinschgau, Pusterund Eisacktal sowie Tschögglberg wurden 2025 etwa 200 Tonnen Roggen und 100 Tonnen Dinkel geerntet. Gerste und Buchweizen gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Gute Witterung und ein neuer Mähdrescher sorgten für hohe Qualität. Rudolf von Berg von der Meraner Mühle berichtet: „Zehn neue Landwirte und drei weitere Bäckereien haben sich angeschlos-
Die neue LKW-Ladestation ergänzt den bestehenden kostner E-CHARGE Ladepark in Vahrn, der europaweit als Vorzeigemodell gilt und mehrfach ausgezeichnet wurde. Nach der ersten Megawatt-Anlage in Bozen Süd positioniert sich Südtirol damit weiter als Vorreiter beim Aufbau eines leistungsfähigen Ladenetzes für den elektrischen Fernverkehr in Norditalien.
sen – Regiokorn ist eine feste Größe in Südtirol.“ Regiokorn-Bauer Erwin Fischnaller freut sich, dass sein Getreide in heimischen Bäckereien landet.
Auch Bäckereien nutzen zunehmend Regiokorn-Mehle und kennzeichnen ihre Brote mit dem Südtiroler Qualitätszeichen. Produkte aus Buchweizen und Bauerngerste sollen künftig stärker gefördert werden –auch in der Gastronomie.
Regiokorn-Produkte sind im Farinarium in Lana, online und im ausgewählten Fachhandel erhältlich. Das Projekt wird von der Meraner Mühle, BRING, IDM Südtirol, dem Bauernbund, Südtiroler Gasthaus, hds und dem Versuchszentrum Laimburg getragen, mit dem Ziel einer nachhaltigen, regionalen Landwirtschaft mit kurzen Wegen, fairen Preisen und hoher Qualität.
recht und gewerkschaften
hds-bz.it/gewerkschaften
Produktsicherheit gewährleisten
Neue Pflichten für Unternehmen und Online-Marktplätze. Seit dem 13. Dezember 2024 regelt die EU-Verordnung 2023/988 (GPSR), wie Unternehmen die Produktsicherheit gewährleisten müssen, und bringt Transparenz sowie Verantwortung in jede Phase der Lieferkette.
Was bedeutet das für die Unternehmen?
Die Verordnung legt fest, dass alle Wirtschaftsakteure in der Lieferkette (Hersteller, Händler, Importeure sowie andere Verantwortliche, z. B. Logistikdienstleister) sicherstellen müssen, dass ein neues, gebrauchtes, repariertes oder wiederaufbereitetes Produkt sicher ist und bestimmte Sicherheitsstandards erfüllt – sowohl vor als auch nach dem Inverkehrbringen. Ausgenommen sind bestimmte Produktkategorien wie Arzneimittel und Pflanzenschutzmittel, Lebensmittel, Pflanzen, Tiere, Ausrüstungen im Zusammenhang mit Transportmitteln sowie Antiquitäten.
Was ist das Safety Business Gateway?
Das Safety Business Gateway ist ein digitales Portal, das in allen EU-Sprachen verfügbar ist und zum einzigen Kanal für Meldungen wird für:
- gefährliche Produkte, - schwere Unfälle im Zusammenhang mit der Nutzung eines gefährlichen Produkts.
Die Anforderungen, die Produkte erfüllen müssen, um als nicht gefährlich zu gelten, sowie die allgemeinen Sicherheitsverpflichtungen beruhen entweder auf spezifischen Herstellungsregelungen (etwa Kosmetika, Spielzeuge) oder – falls solche fehlen – auf der Produktsicherheitsverordnung.
Onlineverkäufe
Auch der Onlinehandel fällt unter die Pflichten. Wenn festgestellt wird, dass ein Produkt gefährlich ist, müssen sich die Verkaufsplattformen verpflichtend im Safety Business Gateway registrieren und: - gefährliche Angebote innerhalb von 48 Stunden entfernen, - Verbraucherhinweise innerhalb von 3 Tagen bearbeiten, - aktiv an Rückrufverfahren teilnehmen und den Käufern technische sowie informative Unterstützung bieten.
Rückrufe und Abhilfen
Wenn ein Produkt gefährlich ist, müssen Wirtschaftsakteure mindestens zwei kostenlose Lösungen anbieten: Reparatur, Ersatz oder Rückerstattung (mindestens in Höhe des gezahlten Preises). Dies muss schnell, transparent und für alle zugänglich erfolgen – auch für Menschen mit Behinderungen.
Sanktionen
Bei Verstößen gegen die genannten Pflichten werden Sanktionen verhängt, deren Höhe von jedem einzelnen EU-Mitgliedstaat festgelegt wird.
Produkte rechtssicher kennzeichnen
hds-Webinar liefert praxisnahe Tipps. Mitte November bot das vom hds organisierte Webinar „Etikettierung im Einzelhandel“ einen kompakten Einblick in ein oft komplexes Thema – und stieß auf große Resonanz bei den Mitgliedern. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich praxisnah über die wichtigsten Vorschriften und bewährten Verfahren zur Produktkennzeichnung zu informieren. Die Experten Lukas Pichler von der Handelskammer Bozen und Ten. Col. Daniele Missiani von der Finanzwache Bozen führten durch die komplexen Regelungen und zeigten anschaulich, wie Produkte korrekt etikettiert werden – mit besonderem Fokus auf Dekorationsartikel, Haushaltswaren und spielzeugähnliche Produkte. Neben der Kennzeichnung standen auch Verbraucherschutz und die Einhaltung europäischer Sicherheits- und CE-Vorgaben im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erhielten wertvolle Tipps, konnten direkt Fragen stellen und sich mit den Fachleuten austauschen – ein praxisnahes Angebot, das auf großes Interesse stieß.
jlumetta@hds-bz.it, mvessichelli@hds-bz.it
hds-bz.it/gewerkschaften
Kollektivvertrag für Führungskräfte im Tertiärsektor erneuert
Bis 31. Dezember 2028 in Kraft. Am 5. November haben Confcommercio und Manageritalia die Vereinbarung zur Erneuerung des nationalen Kollektivvertrags für Führungskräfte im Tertiärsektor unterzeichnet.
Der neue Kollektivvertrag ist mit 1. Jänner 2026 in Kraft getreten und gilt bis zum 31. Dezember 2028. Er bringt bedeutende Neuerungen mit sich, die den Wandel in der Arbeitswelt widerspiegeln. Besonders hervorzuheben ist die Einrichtung eines ständigen Beobachtungszentrums, das gegen Vertragsdumping vorgehen und neue Berufsbilder im Bereich Innovation und künstliche Intelligenz integrieren soll.
Wirtschaftliche Neuigkeit
Die Führungskräfte erhalten eine monatliche Brutto-Gehaltssteigerung von 800 Euro, aufgeteilt in drei Tranchen:
- 320 Euro ab dem 1. Jänner 2026
- 260 Euro ab dem 1. Jänner 2027
- 220 Euro ab dem 1. Jänner 2028
Auch das Welfare wird gestärkt, mit einem jährlichen Mindestguthaben von 1500 Euro.
Weitere Maßnahmen
Zu den weiteren Maßnahmen zählen Regelungen zur betrieblichen Altersvorsorge, zur Unfallabsicherung sowie neue Beitragsvergünstigungen zur Förderung der Eingliederung in KMU und der Wiedereinglie-
Ergebnisprämien:
Steuersatz sinkt auf 1 Prozent
Das Haushaltsgesetz 2026 bringt eine entscheidende Neuerung für Arbeitnehmer im privaten Sektor: Die Steuer auf Ergebnisprämien wird für die Jahre 2026 und 2027 auf nur 1 Prozent gesenkt. Gleichzeitig steigt die steuerbegünstigte Höchstgrenze von bisher 3000 auf 5000 Euro jährlich.
Was bedeutet das konkret?
- Steuersatz: Reduzierung von 5 auf 1 Prozent (statt der ursprünglichen 10 Prozent).
- Prämienhöhe: Erhöhung der steuerbegünstigten Summe von 3000 auf 5000 Euro pro Jahr.
- Voraussetzung: Das Jahreseinkommen des Arbeitnehmers darf 80.000 Euro brutto nicht überschreiten.
hds-bz.it/
gewerkschaften
derung älterer Führungskräfte. Für letztere Gruppe wurde eine experimentelle Regelung zum „aktiven Altern“ eingeführt, die ihre Rolle als Tutor und Mentor stärkt.
Der Vertrag wird zudem durch Maßnahmen zur Elternschaft, zum Schutz bei schweren Erkrankungen und zur Förderung der Geschlechtergleichstellung ergänzt, darunter die Einrichtung eines nationalen Beobachtungszentrums für Diversität und Entgelttransparenz.
Die Ergebnisprämien müssen weiterhin an messbare Verbesserungen (Produktivität, Qualität, Effizienz, Innovation) geknüpft sein. Außerdem muss der Betrieb die Prämie über ein eigenes Betriebsabkommen geregelt haben oder einem territorialen Abkommen beitreten.
Der hds hat mit den Fachgewerkschaften bereits 2022 ein territoriales Rahmenabkommen abgeschlossen. Die Betriebe können diesem Rahmenabkommen beitreten und dadurch den begünstigten Steuersatz geltend machen.
Weitere Informationen unter hds-bz.it/ gewerkschaften.
Benchmarking: Vergleichszahlen für fundierte Entscheidungen
Die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens hängt maßgeblich davon ab, wie gut es seine eigene Position kennt und darauf basierend strategische Entscheidungen trifft. Mit der Dienstleistung Benchmarking – Vergleichszahlen erhalten Betriebe eine klare Orientierung.
Ziele des Benchmarkings
• Standortbestimmung: Wo steht Ihr Betrieb im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche?
• Entwicklungsperspektive: Welche Trends und Veränderungen zeichnen sich ab?
• Handlungsgrundlage: Welche Maßnahmen sind sinnvoll, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern?
Zahlen, die Orientierung bieten inService stellt Ihnen objektive Vergleichszahlen zur Verfügung, die auf verlässlichen Daten basieren. Diese Kennzahlen ermöglichen:
• Analyse der aktuellen Position im Markt
• Erkennung von Stärken und Schwächen
• Ableitung strategischer Schritte für die Zukunft
Ihr Nutzen
• Transparenz: Sie wissen, wo Ihr Betrieb steht.
• Orientierung: Sie erkennen, wohin sich die Branche entwickelt.
• Planungssicherheit: Sie treffen Entscheidungen auf Basis belastbarer Daten.
Kontaktieren Sie inService für detaillierte Benchmarking-Daten und eine fundierte Analyse Ihrer Unternehmensdaten.
Jetzt Kontakt aufnehmen – die Betriebsberatung von inService berät Sie persönlich.
Beihilfen für Kleinst- und Kleinunternehmen
Die Südtiroler Landesregierung hat die Richtlinien zur Vergabe von Investitionsbeihilfen für Kleinst- und Kleinunternehmen für das Jahr 2026 beschlossen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der lokalen Wirtschaft gezielt zu stärken.
Insgesamt stehen 5 Millionen Euro zur Verfügung, die im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens vergeben werden. Gefördert werden Investitionen in materielle und immaterielle Vermögenswerte, wie etwa Maschinen, Hardware, Software, Arbeitsfahrzeuge, Geräte und spezielle Transportmittel. Die Investitionen müssen sich direkt auf Betriebsstätten in Südtirol beziehen und im Jahr 2026 getätigt werden. Die Mindestinvestition beträgt 15.000 Euro, die Höchstgrenze liegt bei 500.000 Euro. Die Förderung erfolgt als Verlustbeitrag in Höhe von 20 Prozent der zulässigen Kosten.
Die Anträge können vor Beginn des entsprechenden Investitionsvorhabens und ausschließlich online über den E-Government-Service der Landesverwaltung bis zum 31. März 2026, 12:00 Uhr, eingereicht werden. Pro Unternehmen ist nur ein Antrag zulässig.
Ihr Kontakt bei inService.it
• Franz Josef Dorfmann, T 0471 310 424, franzjosef.dorfmann@inService.it
• Florian Gasteiger, T 0471 310 452, florian.gasteiger@inService.it
Mit allen Sinnen genießen
Praxisnahe Ernährungskurse by inService. Gesunde Ernährung und bewusster Genuss gewinnen im Alltag immer mehr an Bedeutung – sei es im privaten Bereich oder im Verkauf hochwertiger Lebensmittel. Die Kurse von inService mit Petra Heschgl aus der Kategorie Stress und Gesundheit bieten gezielte Ansätze, um Lebensmittelqualität bewusster wahrzunehmen, kompetent zu vermitteln und regionales, vielfältiges Superfood zielgerecht einzusetzen. Profitieren Sie vom Kombivorteil: Beide Kurse sind auch als Paket buchbar.
Sensorik: Mit allen Sinnen genießen –gezielt für Verkäufer
Guter Verkauf beginnt bei der eigenen Wahrnehmung. Wer Lebensmittel mit allen Sinnen erfassen kann, erkennt Qualität schneller und vermittelt sie glaubwürdig an
Zur Person
Petra Heschgl ist Magistra der Ernährungswissenschaften und Fachlehrerin mit Hochschulabschluss. Sie unterrichtet Ernährungslehre an der Landeshotelfachschule Kaiserhof in Meran und bringt umfangreiche Expertise in Erwachsenenbildung, Projektarbeit und Öffentlichkeitsarbeit im Ernährungsbereich mit. Nebenbei entwickelt und leitet sie praxisnahe Kurse, Seminare und Workshops zu Ernährung, Sensorik und Lebensmittelqualität.
Kundinnen und Kunden. Dieser Kurs setzt genau hier an und findet am 30. März von 09:00 bis 12:00 Uhr in Bozen statt. In praktischen Übungen werden Geruch, Geschmack, Textur und Optik bewusst trainiert. Teilnehmende lernen, sensorische Merkmale gezielt zu erkennen und diese Eindrücke in eine verständliche, kompetente Beratung umzusetzen. So wird Sensorik zum Werkzeug, das Vertrauen schafft, Orientierung bietet und die Verkaufsqualität messbar steigert.
„Sensorik: Mit allen Sinnen genießen“ richtet sich an Verkaufsmitarbeitende, die ihre Wahrnehmungsfähigkeit schulen und ihrer Kundschaft ein fundiertes, authentisches Beratungserlebnis bieten möchten.
Superfood aus Südtirol
Superfood ist reich an Nährstoffen, nachhaltig verfügbar und vielseitig einsetzbar –und oftmals auch noch direkt aus der näheren Umgebung. Der Kurs „Superfood aus Südtirol“ in Bozen am 21. April von 09:00 bis 12:00 Uhr zeigt, wie man diese wertvollen Lebensmittel gezielt in den Alltag integrieren kann.
Teilnehmende lernen eine Auswahl heimischer Kraftpakete kennen, erfahren mehr über ihre Inhaltsstoffe und gesundheitlichen Vorteile und erhalten praktische Tipps zur Anwendung in Küche und Ernährung. Verkostungen und praxisnahe Übungen verdeutlichen, wie einfach und effektiv regionales Superfood einen Beitrag zu einer gesunden Lebensweise leisten kann.
Der Kurs richtet sich an alle, die gesundheitsbewusst leben, die Vielfalt der heimischen Lebensmittel entdecken und ihre Ernährung gezielt bereichern möchten.
POS-Geräte und Registrierkassen
Verpflichtende Verbindung ab 2026. Im Hinblick auf die Pflicht zur Verbindung zwischen elektronischen Registrierkassen und elektronischen Zahlungsmitteln, die durch das Haushaltsgesetz 2025 vorgesehen ist, hat die Agentur der Einnahmen die Regeln festgelegt, die Betreiber befolgen müssen, um POS-Terminals oder andere elektronische Zahlungsmittel mit den elektronischen Registrierkassen zu verknüpfen. Die gewählte Lösung ist das Ergebnis der Abstimmung mit den Berufsverbänden und sieht keine „physische“ Verbindung vor, sondern die Nutzung eines Onlinedienstes, der im geschützten Bereich der Website der Agentur der Einnahmen zur Verfügung gestellt wird. Um die Verbindung zwischen POS und elektronischen Registrierkassen herzustellen, muss der Betreiber auch über einen Vermittler auf seinen geschützten Bereich der Website der Agentur der Einnahmen zugreifen und die Seriennummer, der bereits im Steuerregister erfassten, elektronischen Registrierkasse mit den Identifikationsdaten der elektronischen Zahlungsmittel, deren Inhaber er ist, verknüpfen. Zur Erleichterung der Eingabe zeigt das Verfahren dem Betreiber die Liste der elektronischen Zahlungsmittel an, deren Inhaber er ist und die der Agentur der Einnahmen gemeldet wurden. Falls die elektronische Speicherung und die telematische Übermittlung der täglichen Umsätze nicht über eine elektronische Registrierkasse, sondern über das Webverfahren der Agentur der Einnahmen erfolgen, kann die Verbindung innerhalb desselben Verfahrens hergestellt werden. Die neuen Funktionen werden in den ersten Tagen des Monats März 2026 verfügbar sein, ab dem Datum, das durch eine Mitteilung auf der institutionellen Website bekanntgegeben wird.
Einheitliche Vollmacht für Vermittler
Zugang zu den Onlinediensten der Agentur der Einnahmen. Ab 8. Dezember 2025 wurden neue Funktionen zur Übermittlung von Daten im Zusammenhang mit der Erteilung der neuen Einheitlichen Vollmacht (Delega Unica) durch Steuerpflichtige an Vermittler (intermediari) aktiviert, um die Onlinedienste der Agentur der Einnahmen und der Agentur der Einnahmen - Riscossioni nutzen zu können.
Die Vollmachten, die vor dem 8. Dezember 2025 aktiviert worden sind, bleiben bis zu ihrer natürlichen Fälligkeit, spätestens jedoch bis zum 28. Februar 2027, aktiv.
Die Vollmacht kann vom Steuerpflichtigen an maximal zwei Vermittler erteilt werden und verfällt am 31. Dezember des vierten Jahres nach dem Jahr der Erteilung. Die Erteilung (oder der Widerruf) der Vollmacht erfolgt ausschließlich über digitale Kanäle. Die Erteilung der Vollmacht kann direkt vom Steuerpflichtigen über eine spezielle Funktion vorgenommen werden, die in seinem reservierten Bereich auf der Website der Agentur der Einnahmen verfügbar ist. Alternativ kann die Vollmacht vom Vermittler übermittelt werden.
Die Vollmacht kann sich auf einen, mehrere oder alle der folgenden Dienste beziehen:
• Einsicht in das Steuerpostfach,
• Dienste zur elektronischen Fakturierung,
• Abruf von ISA-Daten und Daten für das CPB,
• Onlinedienste der Agentur der Einnahmen - Riscossioni (z. B. Einblick in die Schuldposition, Antrag auf Ratenzahlung usw.).
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steuerberatung
Verspätete Steuererklärungen
Nachreichung bis zum 29. Jänner. Die nicht fristgerechte Abgabe der Einkommensteuererklärung/IRAP-Erklärung 2025 (betreffend Steuerjahr 2024), die innerhalb 31.10.2025 eingereicht werden sollte, kann bis zum 29. Jänner 2026 durch die Einreichung einer „verspäteten“ Erklärung und Zahlung einer reduzierten Strafe von 25 Euro nachgeholt werden, unabhängig davon, ob die Steuern, die sich aus der verspäteten Erklärung ergeben, gezahlt wurden oder nicht.
Die aus der verspäteten Erklärung resultierenden Steuerschulden können, wenn sie nicht fristgerecht gezahlt wurden (auch nach 90 Tagen) mittels Anwendung der vorgesehenen Strafmilderungen (ravvedimento operoso) richtiggestellt werden. Eine Erklärung, die mehr als 90 Tage zu spät eingereicht wird, gilt als unterlassene Erklärung (omessa) und kann nicht mehr mittels Strafmilderung (ravvedimento operoso) richtiggestellt werden. Wird die unterlassene Erklärung bis zum Ablauf der Frist für die Einreichung der Steuererklärung für das Folgejahr (und vor dem Erhalt eines Zahlungsbescheides vonseiten der Agentur der Einnahmen) eingereicht, wird die vorgesehene Strafe auf 60 Prozent bis 120 Prozent der geschuldeten Steuern verringert, wobei die Mindeststrafe 200 Euro beträgt. Waren keine Steuern geschuldet, beträgt die Strafe 150 bis 500 Euro, wobei sich der Betrag für Unternehmen, die einer Buchhaltungspflicht unterliegen, bis auf das Doppelte erhöht. steuerberatung@inService.it
ISTAT-Fragebögen und Auskunftspflicht
Hohe Strafen im Falle der Nichterfüllung. Es kommt sehr häufig vor, dass Unternehmen aufgefordert werden, sich an Erhebungen vom ISTAT (oder anderer vom Nationalen Statistischen System anerkannte Einrichtungen) zu beteiligen, indem sie Fragebögen online ausfüllen. Es ist wichtig, zwischen obligatorischen und fakultativen Erhebungen zu unterscheiden, da im Falle eines Verstoßes bei Erhebungen mit Auskunftspflicht, hohe Verwaltungsstrafen verhängt werden können: Bei Nichtteilnahme oder Unvollständigkeit droht eine hohe Geldstrafe (1032 Euro).
Außerdem gibt es keine Möglichkeit, das Versäumnis zu korrigieren, wenn die Frist für die Auskunftspflicht abgelaufen ist. Es wird daher empfohlen, das PEC-Postfach regelmäßig zu kontrollieren, um bei Anfragen, Informationen und Mahnungen zur Auskunftspflicht rechtzeitig Einsicht nehmen und gegebenenfalls eventuelle Zugangsdaten zu den Portalen abrufen zu können.
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Gesundheitskarte
Jährliche Übermittlung innerhalb 31. Jänner. Es wurde die Fälligkeit für die jährliche Übermittlung von Daten an das System Gesundheitskarte (Sistema Tessera Sanitaria) für Gesundheitsspesen, die von der Agentur der Einnahmen für die Erstellung der vorab ausgefüllten Steuererklärung verwendet werden, festgelegt. Die Übermittlung erfolgt innerhalb 31. Jänner des Folgejahres, in welchem die Spesen getätigt wurden. Für die im Jahr 2025 getätigten Spesen erfolgt demnach die Übermittlung innerhalb 2. Februar 2026 (der 31. Jänner ist ein Samstag). Die Übermittlung der Daten über die angefallenen Tierarztkosten hingegen endet am 16. März des Folgejahres.
INFO
• Istatwert betreffend die Konsumpreise für die Angleichung der Mieten (Gesetz 392/78).
- Nationale Veränderung Oktober 2024 – 2025 ist gleich + 1,1 % (75 % = + 0,825).
- Veränderung in Bozen Oktober 2024 – 2025 ist gleich + 1,7 % (75 % = + 1,275).
• Die Indexzahl für die Abfindungen beträgt im Oktober 1,998752.
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RENTRI:
Eintragungspflicht bis
13. Februar
Nach den Fristen für Betriebe mit mehr als 10 Mitarbeitenden startet nun die Phase für Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitenden. Es besteht die Pflicht für alle Betriebe mit gefährlichem Abfall, sich bis 13. Februar 2026 ins Rückverfolgbarkeitssystem RENTRI einzutragen. Mit der Registrierung gilt auch die Pflicht, das Abfallregister (Registro carico e scarico) digital zu führen.
Weiterführende Informationen
Steuern planen, Vorteile nutzen
Ravvedimento speciale. Zum so genannten „ravvedimento speciale“ können Steuerpflichtige Zugang erhalten, die dem biennalen Vergleichsverfahren (concordato preventivo) für das Biennium 2025/2026 beigetreten sind. Vom 1. Jänner 2026 bis spätestens 15. März 2026 können die fälligen Ersatzsteuern entrichtet und die Teilnahme am „ravvedimento speciale“ abgeschlossen werden, mit der Möglichkeit einer Ratenzahlung in bis zu 10 monatlichen Raten, welche mit Zinsen belastet sind. Eine verspätete Ratenzahlung (außer der ersten) innerhalb der Frist für die darauffolgende Rate führt nicht zum Verlust des Anspruchs auf Ratenzahlung. Die geschuldete Steuer berechnet sich aus der Differenz zwischen den bereits gemeldeten Einkünften aus Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes zur Umwandlung des Gesetzesdekrets Nr. 84/2025 (02.08.2025) und der Erhöhung dieser Einkünfte gemäß den festgelegten Koeffizienten. Sie ersetzt die Einkommensteuer, die entsprechenden Zusatzsteuern und die IRAP. Im reservierten Bereich der Agentur der Einnahmen (cassetto fiscale) der einzelnen Steuerpflichtigen steht eine Übersicht zur Verfügung, die die relevanten Elemente und Informationen für die Berechnung der geschuldeten Steuern für jeden Zeitraum enthält.
Vorab ausgefüllte Berechnung für die Berichtigung im „cassetto fiscale“. Im so genannten „cassetto fiscale“ der ISA-Steuerpflichtigen hat die Agentur der Einnahmen eine vorab ausgefüllte Berechnung (precompilato) für die Berichtigung zur Verfügung gestellt: Es handelt sich um eine Tabelle mit den Basisdaten und der Berechnung der Ersatzsteuer, die es dem Steuerpflichtigen ermöglicht, wenn er sie bezahlt, von eventuellen Feststellungen bzw. Kontrollen für die Jahre 2018-2022 befreit zu werden. Die Daten der Steuerberichtigung, welche denjenigen vorbehalten sind, die sich an das Vergleichsverfahren halten, werden in einem verarbeitbaren Format (.csv) zum Herunterladen zur Verfügung gestellt und können auch vom Berater des Steuerpflichtigen verwendet werden. Der Beitritt zur Amnestie erfolgt, wenn der Steuerpflichtige die geschuldeten Beträge ab dem 1. Jänner 2026 entrichtet.
Tankstellen: Prepaid-Karten sind „Mehrzweckgutscheine“. Die Agentur der Einnahmen hat vor Kurzem klargestellt, dass Prepaid-Karten für Kraftstoff als „Mehrzweck-Gutscheine“ gelten. Zum Zeitpunkt der Ausgabe der Prepaid-Karte ist nämlich nicht bekannt, welche Menge an Kraftstoff tatsächlich mit der Karte erworben werden kann, da dies vom öffentlich praktizierten Preis und der Preispolitik der einzelnen Tankstelle abhängt. Für Mehrwertsteuerzwecke ist die Aufladung der Karte nicht relevant, und daher besteht keine Pflicht zur Ausstellung einer Rechnung. Wird dennoch eine Rechnung verlangt, muss sie außerhalb des Anwendungsbereichs der Mehrwertsteuer ausgestellt werden. Die Transaktion wird erst beim tatsächlichen Kauf des Kraftstoffs mit der Prepaid-Karte mehrwertsteuerlich relevant.
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