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Menschen in Städte und Dörfer bringen.

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Die Zahl der Rücksendungen im Onlinehandel nimmt weiter zu. Laut aktueller Analyse des Instituts für Handel, Absatz und Marketing (IHaM) an der Universität Linz haben 2025 bereits 57 Prozent der Onlineshopperinnen und Onlineshopper zumindest einmal bestellte Ware retourniert. 2023 lag dieser Wert noch bei 52 Prozent. Besonders problematisch ist die Dynamik bei Bestellungen über asiatische Plattformen: Wer bei Temu, Shein & Co. bestellt, weist im Schnitt eine Retourquote von 63 Prozent auf. Noch höher die Retourquote bei den 25- bis 34-Jährigen mit 67 Prozent, gefolgt von den 16- bis 24-Jährigen mit 63 Prozent.
Diese Zahlen zeigen deutlich, dass Retouren längst kein Randphänomen mehr sind, sondern ein strukturelles Problem im Onlinehandel. Was für Kundinnen und Kunden bequem und kostenlos wirkt, ist in Wahrheit eine teure Illusion. Denn eine Retoure ist nie gratis – die Kosten landen am Ende immer irgendwo in der Wertschöpfungskette.
Besonders betroffen ist der Modebereich: 51 Prozent der Personen, die Bekleidung oder Schuhe online bestellt haben, haben zumindest einen Teil der Ware wieder zurückgeschickt. Hauptgrund dafür sind in 71 Prozent der Fälle falsche Größen. Gerade im Modehandel werde sichtbar, wo die Schwächen des digitalen Einkaufens liegen. Fehlende Anprobe, unklare Größen und abweichende Erwartungen führen dazu, dass Waren oft in mehreren Varianten bestellt und anschließend wieder zurückgeschickt werden. Wenn Einkaufen immer öfter nach dem Prinzip „Bestellen, auswählen, zurückschicken“ funktioniert, dann ist das weder nachhaltig noch wirtschaftlich sinnvoll.
Aus unserer Sicht braucht es deshalb mehr Bewusstsein für die tatsächlichen Folgen dieses Konsumverhaltens. Retouren verursachen zusätzliche Transporte, Verpackungsmüll, logistischen Mehraufwand und steigenden Kostendruck. Das belastet nicht nur Unternehmen, sondern letztlich auch das gesamte System. Der stationäre Handel zeigt seit jeher, dass Einkauf auch anders geht: mit Beratung, mit direktem Erleben des Produkts und mit Entscheidungen, die nicht auf dem Rückweg korrigiert werden müssen.
Die Gratis-Retoure mag bequem erscheinen, ist aber in Wahrheit ein Bumerang – für Handel, Umwelt und am Ende für uns alle. Wenn etwa Kleidung gleich in mehreren Größen bestellt wird, um den Rest einfach zurückzuschicken, dann wird Einkaufen zum Wegwerf-Kreislauf auf Zeit.
Philipp Moser, Präsident Wirtschaftsverband hds
titelgeschichte
Frequenz braucht echte Anlässe im Ort!
neues vom NOI
Schlanders prägt Handel von morgen neu
aktuelles
Betriebsportrait Ladurner Hospitalia
bezirke
Gemeinsam Orte zukunftsfähig machen
fachgruppen
Jobchancen im Klassenzimmer erleben
recht und gewerkschaften
Neue Etikettierung für Lebensmittel
betriebe informieren
Kostbar stärkt Nahversorgung in Vetzan
weiterbildung
Neue Chancen dank For.Te.-Förderung
betriebsberatung
Wo steht Ihr Unternehmen wirtschaftlich?
steuerberatung
Beteiligungen und Grundstücke
REDAKTION, VERWALTUNG UND WERBUNG: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 308/309, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it VERANTWORTLICH IM SINNE DES PRESSEGESETZES UND VERANTWORTLICHER SCHRIFTLEITER: Dott. Mauro Stoffella (Leiter Stabstelle Medien) REDAKTION: Dott. Sergio Colombi, Manuela Seebacher GRAFISCHES KONZEPT: Gruppe Gut – www.gruppegut.it
TITELBILD: Adobe Stock GRAFIK: Stefano Hochkofler FOTOS: Adobe Stock, gettyimages, Karriere Südtirol/Zulupictures, Ladurner Hospitalia GmbH, Shutterstock, Alfred Tschager DRUCKEREI: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen AUFGEGEBEN AM 15. MAI 2026 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergegebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. HERAUSGEBER: inService Coop. – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Eintragung ROC Nr. 14101. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana
Menschen in Städte und Dörfer bringen.
Wer mehr Frequenz in Städte und Ortszentren bringen will, braucht mehr als Parkplätze, Aktionen und schöne Schaufenster. Menschen kommen heute seltener beiläufig in die Stadt oder in ein Dorfzentrum, sondern gezielt und mit klarer Absicht. Genau darin liegt die große Herausforderung für Betriebe, Gemeinden und Ortsentwicklung.
Lange Zeit war Frequenz etwas, das fast von selbst entstand. Menschen waren unterwegs zur Arbeit, zu Terminen, zur Schule oder zum Bahnhof. Sie kamen an Geschäften vorbei, hielten auf einen Kaffee, erledigten rasch einen Einkauf, nahmen eine Dienstleistung in Anspruch oder trafen Bekannte. Die Innenstadt, das Ortszentrum oder die Geschäftsstraße waren Teil des Alltags. Heute ist das deutlich anders. Der Besuch im Zentrum passiert viel seltener nebenbei.
Er wird geplant, abgewogen und oft auf das reduziert, was wirklich nötig ist. Eine Studie des Brand Science Institute in Deutschland bringt diesen Wandel auf den Punkt: Aus dem selbstverständlichen Alltagsort wird zunehmend ein Ort für gezielte Besuche. Vor 2020 besuchten 72 Prozent der Befragten eine Innenstadt mindestens drei Mal pro Woche, heute sind es nur noch 41 Prozent.
Das ist mehr als ein statistischer Rückgang. Es ist ein struktureller Wandel – und einer mit weitreichenden Folgen.
Der spontane Besuch verschwindet Früher war die Stadt, das Dorf „auf dem Weg“. Heute müssen sie bewusst gewählt werden. Genau das ist die vielleicht wichtigste Erkenntnis der Studie. Wer in ein Ortszentrum fährt, tut das nicht mehr automatisch, sondern meist mit einem konkre -

ten Anlass: einkaufen, essen gehen, etwas erledigen, jemanden treffen. Die beiläufige Frequenz nimmt ab. Damit verschwinden auch Spontankäufe, kurze Zusatzbesuche und zufällige Begegnungen. Für den Handel, aber auch für Gastronomie und Dienstleistungen ist das ein entscheidender Punkt. Denn viele Betriebe im Handel etwa leben nicht nur vom großen geplanten Einkauf, sondern auch von wiederkehrenden kleinen Besuchen. Wenn diese Routine wegfällt, fehlen nicht nur Kunden, sondern auch Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit.
Homeoffice verändert den Ort
stärker als gedacht
Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung liegt in den veränderten Arbeits- und Lebensmustern. Der tägliche Arbeitsweg war über viele Jahre ein stiller Frequenzbringer. Wer pendelte, war automatisch im öffentlichen Raum unterwegs. Genau diese Bewegung fällt heute viel öfter weg.
Die Studie zeigt klare Unterschiede: Vollzeit-Remote-Arbeiter besuchen das Ortszentrum anlasslos nur 1,4-mal pro Monat, Hybrid-Beschäftigte 3,1-mal und Präsenz-Beschäftigte 4,7-mal. Der Grund ist einfach: Wenn der Weg zur Arbeit entfällt, entfällt auch der beiläufige Kontakt mit dem Ort. Was früher nebenbei passiert ist, muss heute bewusst entschieden werden. Das betrifft nicht nur Städte. Auch in kleineren Orten, Gemeinden oder Ortskernen gilt: Wenn Menschen seltener automatisch unterwegs sind, sinkt die natürliche Frequenz. Wer das ignoriert, übersieht einen zentralen Hebel der Ortsentwicklung.
Komfort ist zum Wettbewerbsfaktor geworden Viele Diskussionen über Frequenz kreisen um Parkplätze. Das Thema ist wichtig – aber es ist nur ein Teil des Ganzen. Eigentlich geht es um etwas Größeres: um Reibung Parkplatzsuche, unklare Wege, Wartezeiten, schlechte Orientierung, fehlende Sitzgelegenheiten oder ein anstrengender Aufenthalt wirken heute stärker abschreckend als früher.
Keine Frage: Einkaufen ist deutlich schneller, digitaler und gleichzeitig emotionaler geworden. Früher ging es stärker um den reinen Produktkauf, heute zusätzlich um Erlebnisse, Bequemlichkeit und Sinnstiftung. Das Konsumverhalten der Menschen hat sich fundamental verschoben, das sieht man auch an den Zahlen. Beispiel Österreich: Laut Handelsverband liegt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft bei rund 86 Milliarden Euro. Pro Kopf stehen im Schnitt 25.000 Euro jährlich für Konsumausgaben zur Verfügung, davon fließt ein Drittel in den Einzelhandel. Von 2015 bis 2025 stiegen etwa die Ausgaben für Tätowierungen um 167 Prozent, für Haustiere
Laut Studie nennen 48 Prozent der Befragten genau solche „Nervfaktoren“ als Grund für reduzierte Besuche. Entscheidend ist dabei: Diese Hürden gab es auch früher. Aber damals wurden sie eher in Kauf genommen, weil man ohnehin unterwegs war. Heute muss sich der Besuch lohnen. Jede Barriere fällt stärker ins Gewicht.
Für Städte, Orte und Betriebe heißt das: Komfort ist keine Nebensache mehr. Er ist ein echter Standortfaktor. Wer heute Frequenz will, muss den Besuch einfach, angenehm und möglichst friktionsarm machen.
Menschen bleiben dort, wo sie sich gerne aufhalten
Ein besonders wichtiger Punkt der Studie betrifft die so genannten „Third Places“, also Dritte Orte. Gemeint sind Plätze, Cafés, Parks, Bibliotheken, Aufenthaltsbereiche oder Treffpunkte, die weder zu Hause noch Arbeitsplatz sind. Genau solche Orte verlängern Aufenthalte und erhöhen die Chance, dass Menschen konsumieren, sich begegnen oder wiederkommen.
Fortsetzung auf Seite 6
um 159 Prozent, für Schönheits-OPs um 144 Prozent und für Urlaub um 91 Prozent. Klassische Handelskategorien wie Möbel, Elektronik, Bücher oder Bekleidung wachsen dagegen weit schwächer. Die Menschen investieren heute weniger in Dinge und mehr in sich selbst. Wir erleben nicht weniger als einen Paradigmenwechsel – vom Haben zum Sein.

Mauro Stoffella, Leiter der Stabstelle Medien mstoffella@hds-bz.it
Die Daten zeigen: In Vierteln mit höherer Dichte solcher Orte ist die Aufenthaltsdauer deutlich länger: in dichteren Bereichen durchschnittlich 118 Minuten, in schwächeren Bereichen 86 Minuten. Ohne solche Aufenthaltsorte wird das Ortszentrum zum Transitraum: Man erledigt etwas und fährt wieder heim.
Gerade für die Ortsentwicklung in Südtirol ist das hochrelevant. Frequenz entsteht nicht nur durch Verkaufsfläche. Sie entsteht dort, wo Menschen gerne bleiben. Ein attraktiver Platz, ein Café mit Außenbereich, Schatten, Sitzmöglichkeiten, ein Brunnen, ein kleiner Grünraum oder ein kultureller Impuls können mehr bewirken als manche Einzelaktion im Marketing.
Weniger Besuche, höhere Kassenzettel
Auf den ersten Blick gibt es auch positive Zahlen: Menschen, die seltener kommen, geben pro Besuch oft mehr Geld aus. Zumindest in Deutschland zeigt die Studie: Episodische Nutzer geben durchschnittlich 146 Euro pro Besuch aus, kontinuierliche Nutzer 82 Euro. Gleichzeitig liegt der Monatsumsatz der regelmäßigen Besucher aber höher – nämlich bei 398 Euro gegenüber 292 Euro.
Das bedeutet: Der einzelne Einkauf wird größer, aber die Zahl der Besuche sinkt. Für Händler ist das keine gute Nachricht. Denn hohe Kassenzettel an einzelnen Tagen ersetzen keine stabile Grundfrequenz. Planungssicherheit, Personalsteuerung und laufende Auslastung werden schwieriger.
Anders gesagt: Ein voller Samstag ist noch keine gesunde Frequenzstruktur.
Menschen sind anders unterwegs
Die Studie beschreibt auch, dass sich etwa viele Funktionen der Innenstadt und eines Ortszentrums in Stadtviertel oder wohnortnahe Bereiche verlagern. Stadtteile mit guter Nahversorgung und attraktiven Aufenthaltsorten reduzieren Innenstadtbesuche um 22 Prozent, während die Gesamtfrequenz öffentlicher Aufenthalte ähnlich bleibt. Die Menschen sind also nicht weniger unterwegs – sie sind nur anders unterwegs.
Das lässt sich gut auf kleinere Orte übertragen. Wenn Nahversorgung, Gastronomie, Dienstleistungen und Aufenthaltsqualität vor Ort stimmen, bleiben Wege im Nahraum. Das ist grundsätzlich eine Chance. Problematisch wird es dort, wo Ortszentren kein klares Profil mehr haben und weder als Versorgungsort noch als Begegnungsort überzeugen.
Darum braucht Ortsentwicklung heute mehr als bauliche Maßnahmen. Sie braucht eine klare Antwort auf die Frage: Warum soll man gerade hierherkommen?
Was Gemeinden und Wirtschaft jetzt tun können
Die gute Nachricht ist: Frequenz ist nicht einfach Schicksal. Sie lässt sich beeinflussen. Aber nicht mit einer Einzelmaßnahme. Erfolgreich sind jene Orte, die mehrere Dinge gleichzeitig verbessern.
• Erstens: Barrieren abbauen. Der Besuch muss leicht sein – von der Erreichbarkeit über Orientierung bis zu kurzen Wegen und möglichst wenig Reibung.
• Zweitens: Aufenthaltsqualität erhöhen. Sitzgelegenheiten, Begrünung, Sauberkeit, Schatten, Licht und gepflegte öffentliche Räume sind keine Extras, sondern Voraussetzungen.
• Drittens: Dritte Orte schaffen und stärken. Menschen kommen öfter dorthin, wo sie nicht nur etwas kaufen, sondern sich auch gerne aufhalten.
• Viertens: Alltagsanlässe zurückholen. Die Studie nennt dafür sehr konkrete Ansatzpunkte: Behördenservices, Paketstationen, medizinische Angebote oder hybride Arbeits- und Aufenthaltsflächen können neue Anker schaffen. Je mehr funktionale und emotionale Gründe zusammenkommen, desto stärker wird ein Ort wieder Teil des Alltags.
• Fünftens: Events klug einsetzen. Veranstaltungen bleiben wichtig, aber sie dürfen nicht zum einzigen Frequenztreiber werden. Denn eine reine „Eventisierung“ erzeugt oft nur Spitzen, während die regelmäßige Grundfrequenz weiter ausdünnt. Ein Ort darf nicht nur für Besonderes stehen, sondern muss auch im Alltag attraktiv sein.
Frequenz ist eine Beziehungsfrage
Wer heute über Frequenzen spricht, spricht nicht nur über Passanten, Umsätze oder Parkplätze. Es geht um die Beziehung zwischen Menschen und Orten. Zentren verlieren Frequenz dort, wo sie nur noch funktional wahrgenommen werden. Sie gewinnen Frequenz dort, wo sie wieder selbstverständlich Teil des Lebens werden.
Genau darin liegt die eigentliche Aufgabe moderner Ortsentwicklung: Orte so zu gestalten, dass Menschen nicht nur kommen müssen, sondern kommen wollen. Nicht nur einmal im Monat, sondern regelmäßig. Nicht nur für einen Einkauf, sondern auch für Begegnung, Aufenthalt und Lebensqualität. Frequenz ist deshalb kein Zufall. Sie ist das Ergebnis eines Ortes, der im Alltag der Menschen wieder einen festen Platz hat.

mstoffella@hds-bz.it
Menschen, die seltener in ein Ortszentrum kommen, geben pro Besuch oft mehr Geld aus.




Schlanders startet
Im April eröffnete der Vinschger Hauptort offiziell sein Jahr als „European Capital of Small Retail 2026“. Als Vanguard City versteht sich Schlanders nicht nur als Preisträger, sondern als Impulsgeber für die Zukunft des Handels im ländlichen Raum.
Auftakt im Ortskern
Die Eröffnung fand in der Fußgängerzone und im BASIS Innovation Hub statt – also dort, wo sich das lokale Leben konzentriert. Ein Rundgang durch das Zentrum und Begegnungen in mehreren Betrieben machten sichtbar, was Schlanders auszeichnet: ein funktionierender Mix aus Handel, Gastronomie und Dienstleistung. Im Mittelpunkt steht das Jahresmotto „Slow Shopping Schlanders“ – ein Ansatz, der auf Qualität, Aufenthaltsdauer und persönliche Beziehungen setzt.
Europäische Aufmerksamkeit
Die Auszeichnung geht auf den EU-Wettbewerb „European Capitals of Small Retail (ECoSR) 2026“ zurück, den Schlanders Ende Jänner in Brüssel gewonnen hat. Beim Auftakt wurde die europäische Dimension deutlich: Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission waren zugeschaltet. Vor Ort nahmen Delegationen aus den weiteren Titelträgerstädten Barcelona und Caldas da Rainha teil. Gemeinsam bilden sie ein Netzwerk, das den Einzelhandel weiterentwickeln soll.

Schlanderser Erklärung
Zentraler Programmpunkt war die Präsentation der Schlanderser Erklärung. Sie bündelt sieben Leitprinzipien für den Handel in ländlichen Regionen – von Nahversorgung über Betriebsnachfolge bis hin zu maßvoller Digitalisierung. Gedacht ist sie als Impuls, nicht als fertiges Modell.
Blick nach vorne
Mit dem Titeljahr positioniert sich Schlanders als europäisches Reallabor für den Handel im ländlichen Raum. Der Auftakt zeigt: Der Fokus liegt auf konkreten Maßnahmen, getragen von lokalen Betrieben, Institutionen und der Bevölkerung.
Ein Start, der klar macht, wohin die Reise geht.
KONTAKT IM hds Martin Stampfer, Bereichsleiter NOI Kompetenzzentrum, T 0471 310 511, mstampfer@hds-bz.it, hds-bz.it/noibozen
80 Jahre hds: Langjährige hds-Mitglieder in den Fokus gerückt. Anlässlich des diesjährigen Verbandsjubiläums richtet der hds seinen Blick auf diejenigen, die diesen Erfolg und diese lange Geschichte überhaupt erst möglich gemacht haben: die Betriebe. In den vergangenen und in den kommenden Ausgaben werden deshalb historische Mitgliedsbetriebe vorgestellt, die den Verband von Anfang an begleitet haben.
Ladurner Hospitalia GmbH setzt seit vielen Generationen auf das Motto „Gemeinsam stark“. Die Ladurner Hospitalia ist ein Südtiroler Unternehmen, das sich mit Medizintechnik und Gesundheitswaren einen Namen gemacht hat. Zum Leistungsspektrum gehören der Verkauf und Verleih von medizinischen Produkten sowie deren fachgerechte Wartung und Reparatur. Geschäftsführer Stefan Mattuzzi sagt, dass es darum geht, „das Leben von Menschen nachhaltig zu erleichtern.“
Die Unternehmensgeschichte nahm 1903 ihren Anfang, als Arthur Ladurner eine Medizinaldrogerie am Pfarrplatz in Meran gründete. Sein Sohn, Aribo Ladurner, entwickelte das Unternehmen weiter und ergänzte das Angebot um Sanitätsartikel und Krankenhausausstattung.
1954 entstand die Ladurner Hospitalia GmbH, da Aribo Ladurner im Vertrieb von medizintechnischen Geräten großes Potenzial sah. 25 Jahre danach übernahm sein Neffe Stefan Mattuzzi die Leitung. Er steht bis heute an der Spitze der Ladurner Hospitalia.
Gewandelter Markt
„In der Nachkriegszeit war die Branche in jeder Hinsicht eine andere: Die Produkte waren einfacher und die Vielfalt klein, die Technik in Entwicklung, die Bürokratie gering und der Wettbewerb überschaubar“, erzählt Mattuzzi. Mittlerweile hat sich die Situation geändert. Gesundheit und Vorsorge sind wichtiger denn je und mit den neuen technologischen Möglichkeiten sind sowohl der Sektor als auch die Ansprüche gewachsen. Darauf hat die Ladurner Hospitalia reagiert und sich entsprechend angepasst. Der Betrieb und die Produktpalette wurden größer, während „Innovation, Kundenorientierung und Qualität“ priorisiert wurden.
Im Ladurner Hauptsitz wird die organisatorische Grundlage für einen reibungslosen Betriebsablauf geschaffen.

Ein Standortwechsel als Türöffner
1995 fand die Firma mit der Verlegung des Hauptsitzes in die Handwerkerzone Untermais ihren heutigen Standort. Dort wurden zusätzlich ein Showroom sowie ein Reha- und Pflegekompetenzzentrum untergebracht. Mattuzzi ist sehr dankbar, dass sich die lange Suche nach dem richtigen Baugrund damals gelohnt hat: „Es war ein weiterer Meilenstein in der Firmengeschichte, als der neue Standort eingeweiht werden konnte. Mit der steigenden Mitarbeiterzahl wurde der alte Sitz zu klein, was ein Vorwärtskommen erschwerte.“
Schrittweise zur Expansion
Egal, ob Privatperson, Klinik oder Pflegeheim – Ladurner deckt inzwischen den medizinischen Bedarf der unterschiedlichsten Kundschaft ab. Dabei reicht das Warensortiment von orthopädischen Spezialrollstühlen und Orthesen bis hin zu hochwertigen Hilfsmitteln. Diese werden in vier Sanitätshäusern angeboten: dem ersten Geschäft in der Meraner Innenstadt folgten nämlich eine Filiale in Brixen und zwei Geschäftsstellen in Bozen. Speziell für Altenheime und Krankenhäuser bietet Ladurner maßgeschneiderte medizintechnische Einrichtungen. Besonders gefragt sind unter anderem KI-unterstützte Betten, funktionale Therapiewannen und Deckenlifter. Mit den Ressourcen und dem Know-how ist es außerdem möglich, Intensivstationen, Operationssäle, Ambulatorien und Pflegestationen auszustatten.
Getragen durch Qualität und Wissen
Seit 10 Jahren ist Ladurner ISO 13485 zertifiziert. Daneben helfen regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden, das hohe Niveau der Leistungen langfristig zu halten. „Mein Onkel war ein kluger und visionärer Unternehmer. Er ist vor 80 Jahren dem hds beigetreten, weshalb wir bis heute Zugang zu den neuesten Weiterbildungsmöglichkeiten und Informationen jeglicher Art haben“, so Mattuzzi.
Das Erfolgsrezept
Der CEO gibt preis, dass es mehrere Schlüsselprinzipien sind, die für das langjährige Firmenbestehen verantwortlich sind. Zunächst nennt er „traditionsreiche Grundlagen und klare Zielsetzungen“ als zentrale Faktoren. Nach Mattuzzi sind es ergänzend dazu „Leidenschaft und Ausdauer“, die den Unterschied machen. Er hebt hervor, dass motivierte Angestellte zur Steigerung von Servicequalität und Kundenzufriedenheit beitragen. Gepaart mit einer selbstständigen Arbeitsweise kann letztendlich „eine gute und konstruktive Zusammenarbeit“ entstehen, die das Unternehmen zukunftsfähig macht.
Vor Kurzem haben die Pensplan Centrum AG und der hds eine neue Zusammenarbeit aufgenommen. Mit der Inbetriebnahme eines Pensplan Infopoints beim Hauptsitz des hds in Bozen wird das Netz der Informationsschalter zur Zusatzvorsorge weiter ausgebaut, das flächendeckend in der gesamten Region Trentino Südtirol präsent ist. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu qualifizierter, neutraler und kostenloser Information und Beratung im Bereich der Zusatzvorsorge zu erleichtern.

Beratung zur Zusatzvorsorge vor Ort
In seiner Funktion als Pensplan Infopoint erweitert der hds das bestehende Serviceangebot für die Bevölkerung. Bürgerinnen und Bürger erhalten eine detaillierte Analyse ihrer Situation im Bereich der Pflichtund Zusatzrente, Unterstützung bei der Einreichung von Anträgen auf regionale Unterstützungsmaßnahmen sowie Hilfe bei Verwaltungsvorgängen im Zusammenhang mit Zusatzrentenfonds.
„Wir freuen uns über die Eröffnung des neuen Informationsschalters, der unser Netzwerk der Pensplan Infopoints noch weiter
stärkt“, erklärt der Geschäftsführer der Pensplan Centrum AG, Matteo Migazzi. „Dieses Netzwerk ist für uns von größter Bedeutung, da es uns ermöglicht, kapillar in der gesamten Region vertreten zu sein und den Bürgerinnen und Bürgern unsere Dienstleistungen ‚quasi vor ihrer Haustüre‘ anbieten zu können, ob es nun um Beratung, Kommunikation und Sensibilisierung zur Zusatzvorsorge oder um Unterstützung bei Verwaltungsverfahren für Mitglieder unserer Partnerzusatzrentenfonds geht.“
Unterstützung bei Rentenfragen
„Mit dieser neuen Dienstleistung und dank dieser neuen Zusammenarbeit können wir unser Beratungsangebot vor allem in Rentenfragen weiter ausbauen – ein Thema, das in einer Lebensplanung immer wichtiger wird“, ergänzt hds-Direktorin Sabine Mayr. Die Pensionsberatung ist eine personalisierte und vertiefte Beratung, die einen klaren Überblick über die persönliche Vorsorgesituation vermittelt und den Nutzer bei Entscheidungen in den letzten Jahren vor oder nach dem Eintritt in den Ruhestand unterstützt.








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Im Bild hds-Präsident Philipp Moser und Direktorin Sabine Mayr mit zwei der Gewinnerinnen.
Südtirol sucht sein Lieblingsgeschäft 2026. Mit der landesweiten Initiative „Mein Lieblingsgeschäft 2026“ sensibilisiert der hds – mit Unterstützung des Landes Südtirol –für die Bedeutung des stationären Handels – als Nahversorger, Treffpunkt und Identitätsstifter in Städten und Dörfern. Vom 10. März bis 19. April konnte jede Person einmal täglich auf www.lieblingsgeschaeft.it für ihr eigenes Lieblingsgeschäft abstimmen und dadurch ihre Wertschätzung für den lokalen Fachhandel zum Ausdruck bringen. 500 Geschäfte aus 84 Gemeinden im ganzen Land stellten sich dabei zur Wahl. Nun ist die Abstimmungsphase abgeschlossen: 202.856 Stimmen wurden insgesamt abgegeben – ein durchschlagender Erfolg, der zeigt, wie sehr die Menschen den lokalen Handel schätzen und sich mit ihrem Territorium verbunden fühlen.
So geht die Initiative weiter
In den letzten Wochen wurden die Geschäfte mit den meisten Stimmen eines jeden Bezirks als Bezirkssieger ausgezeichnet. In der nächsten Ausgabe des hdsmagazin werden die sechs Lieblingsgeschäfte der Bezirke vorgestellt.
Die landesweit fünf stimmenstärksten Geschäfte qualifizieren sich für das große Wahlfinale. Vom 18. bis 28. Mai 2026 ist die Bevölkerung dann erneut dazu aufgerufen, unter den Top-5-Finalisten abzustimmen. Das Geschäft mit den meisten Stimmen wird Ge -
samtsieger der Initiative und Anfang Juni bei der großen Abschlussveranstaltung im hds offiziell zu „Südtirols Lieblingsgeschäft 2026“ gekürt.
Herzlichen Dank!
Der hds bedankt sich bei den teilnehmenden Geschäften für ihr besonderes Engagement und die Mitbewerbung der Initiative! Den Top-5-Finalisten, die pünktlich zum großen Wahlfinale am 18. Mai 2026 bekanntgegeben werden, wünscht der hds viel Erfolg bei der Endabstimmung zu „Südtirols Lieblingsgeschäft 2026“.
Das Gewinnspiel zur Initiative Wer für das eigene Lieblingsgeschäft und damit für lebendige, attraktive und lebenswerte Orte abgestimmt hat, hatte wöchentlich die Chance auf den Gewinn von Einkaufsgutscheinen monni BON. Auch während des Wahlfinales vom 18. bis zum 28. Mai 2026 werden wieder drei monni BON verlost – es lohnt sich also die eigene Stimme abzugeben.
Der hds gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern herzlich und freut sich über ihre Teilnahme an der Publikumswahl.
ABSTIMMUNGSWOCHE 3
23.03. – 29.03.2026
1) Maria Innerebner, Sarnthein
2) Verena Susto, Lana
3) Christine Klotz, Kaltern
ABSTIMMUNGSWOCHE 4
30.03. – 05.04.2026
1) Tamara Ladurner, Naturns
2) Elisabeth Skudnig, Welsberg-Taisten
3) Gabi Mitterrutzner, Brixen
ABSTIMMUNGSWOCHE 5
06.04. – 12.04.2026
1) Christine Mutschlechner, Rasen-Antholz
2) Marina Holzner, Schlanders
3) Martina Karner, Glurns
ABSTIMMUNGSWOCHE 6
13.04. – 19.04.2026
1) Erna Gasteiger, Feldthurns
2) Monika Haller, Plaus
3) Hannes Mair, Mals
Fragen zur Initiative können an lieblingsgeschaeft@hds-bz.it gerichtet werden. Geschäfte, die sich bereits auf die Voranmeldeliste für die Ausgabe 2027 der Initiative setzen lassen möchten, können dies ebenfalls per E-Mail an diese Adresse tun.

Konvention des Monats. Confcommercio hat im Rahmen des Programms „Trenitalia For Business“ eine Vereinbarung mit Trenitalia abgeschlossen, von der alle hds-Mitglieder mit MwSt.Nummer profitieren können – sowohl für Dienst- als auch für Privatreisen mit den Frecce-Zügen. Der Vorteil gilt für Käufe bis 31. Dezember 2026.
Vorteile für hds-Mitglieder
• Für Dienstreisen des Mitglieds sowie seiner Mitarbeitenden und Berater gibt es 25 Prozent Rabatt auf den Basispreis in der Klasse Standard.
• 10 Prozent Rabatt in den Klassen Premium, Business und Executive.
• 10 Prozent auf die Angebote Economy und Super Economy.
• Zusätzlich ist das Carnet Aziende verfügbar: 30 Fahrten mit 20 Prozent Rabatt oder 50 Fahrten mit 30 Prozent Rabatt, jeweils nutzbar innerhalb von 365 Tagen ab Kauf.
• Kostenlose Hotline Trenitalia for Business unter 800 186 019.
Weitere Informationen unter numeroverde@confcommercio.it oder im Mitgliederbereich unter associati.confcommercio.it.
Die Sommervorteilswochen beginnen in Südtirol am Donnerstag, 16. Juli, und dauern vier Wochen bis zum 13. August 2026. In den Tourismusgemeinden Tiers, Kastelruth, St. Ulrich, St. Christina, Wolkenstein, Ritten, Enneberg, St. Martin in Thurn, Wengen, Abtei, Corvara, Stilfs, Kurzras, Reschen und St. Valentin auf der Haide starten sie hingegen erst am 21. August und enden am 18. September 2026. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem hds-Bezirksleiter.

Praxisnaher Austausch. Kürzlich fand in Bozen ein besonderer Vormittag unter dem Titel „Fotografie trifft Recht“ statt. Die Veranstaltung richtete sich an Fotografen und Fotografinnen, Kreative und Content Creators und bot praxisnahe Einblicke in zentrale rechtliche Fragestellungen des Berufsalltags.
Im Fokus standen Themen wie Urheber- und Nutzungsrechte, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Bildbearbeitung, Datenschutz bei Aufnahmen von Personen und Minderjährigen sowie rechtliche Aspekte rund um Drohnen. Auch Richtpreise und nachhaltige Produktionsweisen wurden beleuchtet – Aspekte, die für viele in der Branche zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Für den hds brachte Jasmin Lumetta, Bereichsleiterin Recht und Gewerkschaften, ihre Expertise ein und ordnete aktuelle Entwicklungen aus rechtlicher Sicht ein. Den Abschluss bildete eine lebhafte Podiumsdiskussion, unter anderem mit Ivan Bott, Heidi Messner sowie Barbara Schnitzer.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der Dialog zwischen Kreativschaffenden und Rechtsexperten ist – gerade in einem sich rasant wandelnden Umfeld zwischen Digitalisierung, neuen Technologien und steigenden rechtlichen Anforderungen. Schnappschüsse vom Event gibt es online unter hds-bz.it/fotos.

Ihr Ansprechpartner im hds: Patronat
50&Più Enasco. Fragen rund um Sozialvorsorge, Renten und soziale Leistungen sind für viele Menschen von zentraler Bedeutung – zugleich jedoch oft komplex und schwer überschaubar. Umso wichtiger ist eine fundierte, auf die persönliche Situation abgestimmte Beratung. Genau hier setzt das Patronat 50&Più Enasco an, das den Mitgliedern des hds als verlässlicher Ansprechpartner zur Seite steht.
Am Sitz des hds in Bozen ist ein Sprechstundenbüro des Patronats eingerichtet, das unter der Leitung von Bruno Rigoni tätig ist. Die Beratungen erfolgen ausschließlich nach Terminvereinbarung und werden individuell auf die jeweilige Lebenssituation der Ratsuchenden abgestimmt. Im Rahmen der Beratung werden die persönliche Beitragslage analysiert, mögliche Rentenantrittstermine geprüft und darauf aufbauend eine Simulation der künftigen Rente erstellt. Ziel ist es, den Mitgliedern eine solide Grundlage für ihre Entscheidungen in der Vorsorge- und Lebensplanung zu bieten.
Darüber hinaus unterstützt das Patronat die hds-Mitglieder bei Mutterschafts- und Elternleistungen, Familienleistungen, Invaliditäts- und Hinterbliebenenrenten, Arbeitslosenunterstützung und weiteren Leistungen der sozialen Absicherung.
Sprechstundenbüro
hds Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden T 0471 310 310, enasco@hds-bz.it
Mo–Do: 08:00–13:00 und 14:30–16:00
Fr: 08:00–14:00
Auf Anfrage sind Beratungstermine auch in den Außenstellen des hds in Meran (Lauben 218) und in Brixen (Vittorio-Veneto-Straße 26) möglich.

Moderner Kundenservice beginnt beim
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Mehr Infos: mitgliedervorteile@hds-bz.it
hds-bz.it/konventionen
we are economy
Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet. Das Projekt „Sei Leiferser“ stärkt den lokalen Handel in Leifers und bringt Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen mit lokalen Betrieben zusammen. Im April wurden im Rathaus die besten Arbeiten ausgezeichnet.
Projekt und Beteiligung
Das Projekt wurde von der hds-Ortsgruppe Leifers im laufenden Schuljahr zum zweiten Mal gestartet. Insgesamt beteiligten sich Schülerinnen und Schüler aus den Mittelschulen im Gemeindegebiet sowie 18 lokale Handels- und Gastronomiebetriebe.
Die Jugendlichen arbeiteten in Zweierteams und entwickelten ein Abschlussprojekt, das sie in Form eines Videos, einer Präsentation oder einer schriftlichen Arbeit umsetzten. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe standen Nachhaltigkeit sowie die Rolle junger Menschen bei der Förderung eines bewussten und verantwortungsvollen lokalen Handels.
Ziel des Projekts
Die Initiative entstand aus einer Idee der Leiferer Handelstreibenden, ein starkes Netzwerk zwischen Geschäften, Schulen, Jugendzentren und der lokalen Gemeinschaft aufzubauen.
Im Rahmen von pädagogischen Aktivitäten und praxisnahen Workshops in den Jugendzentren erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit lokale Berufsbilder kennenzulernen, Geschäfte im Ort zu besuchen und direkt mit Händlerinnen und Händlern ins Gespräch zu kommen.
Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein der jungen Generation für die wichtige Rolle des lokalen Handels zu stärken – sowohl für das gesellschaftliche Leben als auch für die wirtschaftliche Entwicklung des Gebiets und eine nachhaltige Stadtentwicklung.


Save the date. Vom 5. bis 7. Juni 2026 wird Eppan zum Treffpunkt der regionalen Wirtschaft: Eppan Produktiv 2026 lädt dazu ein, Produkte, Dienstleistungen und Innovationen hautnah zu entdecken. Die Eishalle und die Raiffeisenhalle in St. Michael verwandeln sich in ein lebendiges Schaufenster der lokalen Vielfalt – von traditionellem Handwerk bis hin zu modernen Technologien. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sowie zahlreiche Gelegenheiten zum Netzwerken machen die Wirtschaftsschau zu einem Erlebnis für alle Generationen.
Merken Sie sich den Termin bereits jetzt vor!
Bei der Preisverleihung: v. l. Stadtrat Walter Landi, Vizebürgermeisterin Debora Pasquazzo, Bürgermeister Giovanni Seppi, hds-Ortsobfrau Raffaella Defant sowie die Ortsausschussmitglieder Paola Galvan und Irene Anesi.
Junge Kauffrau übernimmt Führung der hds-Ortsgruppe. Der hds hat im April in Deutschnofen seinen neuen Ortsausschuss bestellt. Dem Gremium gehören Valentina Rauch (im Bild) und Markus Hofer, die beide neu kooptiert wurden, sowie Martin Saltuari, Ania Höller, Klaus Wieser und Erich Zelger an.
Zur neuen Ortsobfrau wurde die 20-jährige Kauffrau Valentina Rauch gewählt. Sie folgt damit auf Martin Saltuari, dem für seinen Einsatz und sein Engagement im Ortsausschuss gedankt wurde.
Mit dem neu aufgestellten Ortsausschuss setzt der hds in Deutschnofen ein starkes Zeichen für die lokale Wirtschaft und die Zukunft des Dorfes. Ein attraktiver und lebenswerter Ort braucht einen starken Handel, eine funktionierende Nahversorgung sowie engagierte Gastronomiebetriebe und Dienstleister. Sie alle leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, dass der Ortskern lebendig, einladend und sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für Gäste attraktiv bleibt. Weiterhin ein Schwerpunkt der Aktivitäten wird die bewährte Weihnachtsinitiative „Eggentaler Weihnachtstraum“ sein.
Die neue Ortsobfrau Valentina Rauch und der gesamte Ortsausschuss wollen sich mit Einsatz und frischen Impulsen für die Anliegen der Betriebe vor Ort einsetzen und die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschnofen aktiv mitgestalten.
Die Bezirksversammlungen wurden mit der Ehrung langjähriger hds-Mitglieder abgeschlossen.
Eisacktal/Wipptal 1
• Seit 60 Jahren beim hds ist Despar Knollenberger aus Sterzing,
• seit 50 Jahren Elektro Reichhalter GmbH und Tophaus Ag aus Brixen, Ossanna GmbH aus Pfitsch und Juwelier Mair aus Klausen,
• seit 40 Jahren Universitätsbuchhandlung A. Weger GmbH aus Brixen und Gemischtwaren Anton HuberEvi Profanter & Co. Kg aus Vintl.
Burggrafenamt 2
• Seit 70 Jahren beim hds ist Bertoldi Kg aus Lana,
• seit 60 Jahren Agostini M. & Co. GmbH aus Meran,
• seit 50 Jahren Norbert Marsoner aus Ulten und Albert Seppi aus Dorf Tirol,
• seit 40 Jahren Marlene Pföstl & Co. Kg aus Schenna,
• seit 30 Jahren Rauch G&H GmbH, Stiftung ERF Medien, Sportclub Meran Amateursportverein, Kompatscher R&A Ohg und Gestioni Longobardi Kg aus Meran, Magnus Fuchsberger & Co. Kg aus Lana sowie Bäckerei Zöggeler aus Tisens.



Zahlreiche Handelstreibende, Gastronomen und Dienstleister beteiligten sich an den diesjährigen, gut besuchten Bezirksversammlungen des Wirtschaftsverbandes hds.
Bezirksversammlungen mit großer Beteiligung. Der hds hat im April zwei weitere Bezirksversammlungen abgehalten, die im Zeichen zentraler Zukunftsfragen für Handel, Gastronomie und Dienstleistungen standen. Im Eisacktal/Wipptal sowie im Burggrafenamt wurde deutlich, dass vor allem die Attraktivität der Ortszentren, der Tourismus als Wirtschaftsfaktor und neue technologische Entwicklungen die Rahmenbedingungen für Betriebe zunehmend prägen. Neben wirtschaftspolitischen Impulsen und Zukunftsthemen wurden auch langjährige Mitglieder geehrt.
Finanzierung stärken, Ortskerne beleben
Unter dem Motto „Starke Finanzierung – starke Unternehmen“ fand im Forum Brixen die Bezirksversammlung Eisacktal/Wipptal statt. Bezirkspräsident Hartmut Überbacher betonte eine insgesamt stabile Lage im Handel, verwies jedoch auf Herausforderungen wie Arbeitskräftemangel und Leerstände in Ortszentren.
Im Mittelpunkt stand die Stärkung der Ortskerne sowie die frühzeitige Begeisterung junger Menschen für den Handel. Positiv hervorgehoben wurde die neue Musterverordnung des Gemeindenverbandes zur Förderung von Betrieben in Ortszentren.

hds-Präsident Philipp Moser und Vizepräsident Sandro Pellegrini unterstrichen die Bedeutung des stationären Handels und die Rolle des Tourismus, der rund ein Drittel des Umsatzes im Südtiroler Handel ausmacht. Ergänzend stellte Christoph Rainer (Garfidi) Unterstützungsmaßnahmen für den Zugang zu Krediten und Investitionen vor.
KI als Chance für den Handel
Im Burggrafenamt traf sich die Wirtschaft in der Kellerei Meran in Marling zur Bezirksversammlung unter dem Leitthema „Handel im Wandel: Chancen durch KI“. Bezirkspräsident Adi Erlacher hob die Bedeutung von Klein- und Familienbetrieben hervor, die das Rückgrat der Orte bilden. Auch hier wurde die Rolle der Gemeinden bei der Förderung von Betrieben in Ortszentren betont. hds-Präsident Philipp Moser verwies erneut auf die Bedeutung des Tourismus für den Handel und die Notwendigkeit, kleinstrukturierte Betriebe zu stärken. Im Fokus des Abends stand zudem die Digitalisierung: Gastreferentin Tatjana Finger zeigte praxisnah, wie Künstliche Intelligenz in Kundenkommunikation, Verwaltung und Angebotsgestaltung eingesetzt werden kann, um Betriebe zu entlasten und effizienter zu machen.
Gemeinsame Richtung
Beide Versammlungen machen deutlich: Die Zukunft des Handels in Südtirol entscheidet sich in den Ortszentren – zwischen Finanzierung, Fachkräftemangel, Tourismus und Digitalisierung.

Rückvergütung
POS-Transaktionsspesen für Kleinbeträge
Gute Nachrichten für Raiffeisen-Kunden!
Die Südtiroler Raiffeisenkassen setzen auch 2026 ihre erfolgreiche Aktion zur Förderung elektronischer Zahlungen fort.
Firmenkundinnen und Firmenkunden mit einem POS-Gerät von Raiffeisen werden Transaktionsspesen für Kartenzahlungen bei Kleinbeträgen rückerstattet:
• Gültig für Zahlungen bis einschließlich 10 Euro mit PagoBancomat, VISA und Mastercard, die über NEXI abgewickelt werden
• Zeitraum: 01.01.2026 bis 31.12.2026
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Werbemitteilung mit Verkaufsabsicht. Die Vertragsbedingungen entnehmen Sie den Informationsblättern in Ihrer Raiffeisenkasse und auf www.raiffeisen.it im Abschnitt Transparenz.

hds-Vertreter, Direktorin und Lehrer diskutierten am Berufsbildungszentrum Bruneck über Perspektiven für Jugendliche im lokalen Einzelhandel.
BRUNECK
BBZ Bruneck und hds ziehen an einem Strang. Wie können Jugendlichen wieder stärkere Perspektiven im Südtiroler Einzelhandel eröffnet werden? Mit dieser zentralen Frage beschäftigte sich vor Kurzem ein Austauschtreffen im Berufsbildungszentrum Bruneck zum Thema „Perspektiven für Jugendliche im Südtiroler Einzelhandel schaffen“.
Am Treffen nahmen seitens des hds die Funktionäre und Unternehmer Martina Schäfer, Martin Pircher, Klaus Neuhauser, Ruth Niedermair sowie Bezirksleiter Willy Marinoni teil. Für das Berufsbildungszentrum Bruneck beteiligten sich die Direktorin Edith Hochgruber sowie vier Lehrpersonen am Gespräch. Ebenfalls anwesend war Elisabeth Nardin, Verantwortliche im hds für Berufsbildung und Jugendprojekte, die sich unter anderem über WorldSkills und mögliche Kooperationen mit den Teilnehmenden austauschte.
Herausforderungen in Ausbildung und Begleitung
Im Mittelpunkt des Austausches standen die aktuellen Herausforderungen in der Ausbildung und Begleitung von Jugendlichen im Einzelhandel. Dabei wurde offen thematisiert, dass Lehrlinge in manchen Betrieben teilweise mit vorwiegend sekundären Tätigkeiten betraut werden und dadurch nicht immer jene Förderung erhalten, die für eine qualifizierte berufliche Entwicklung notwendig wäre. Gleichzeitig wurde auch darauf hingewiesen, dass es in der Praxis mitunter an Motivation, Verlässlichkeit und Einsatzbereitschaft einzelner Jugendlicher fehle.
„Gerade deshalb braucht es einen ehrlichen Dialog zwischen Schule und Wirtschaft. Nur wenn beide Seiten die Herausforderungen klar ansprechen, können wir gemeinsam Lösungen entwickeln und den Einzelhandel als attraktives Berufsfeld für junge Menschen stärken“, betonen die hds-Vertreter.
Blockunterricht erwünscht
Ein weiteres wichtiges Diskussionsthema war die Organisation des Unterrichts. Im Rahmen des Treffens wurde von den Schulvertretern angeregt, die Wiedereinführung des Blockunterrichts zu prüfen – anstelle des derzeitigen Jahresunterrichts. Diese Form der Unterrichtsgestaltung könnte dazu beitragen, Praxis und schulische Ausbildung besser aufeinander abzustimmen und die Qualität der Lehrausbildung im Einzelhandel weiter zu verbessern.
Für den hds ist klar: Der Südtiroler Einzelhandel braucht engagierte und gut ausgebildete Nachwuchskräfte. Umso wichtiger sind Initiativen, die den Austausch zwischen Schulen und Betrieben fördern und konkrete Maßnahmen zur Aufwertung der Lehrlingsausbildung auf den Weg bringen.
Das Treffen im Berufsbildungszentrum Bruneck wurde von allen Beteiligten als wertvoller Impuls gewertet. Der eingeschlagene Dialog soll auch in Zukunft fortgesetzt werden, um Jugendlichen im Südtiroler Einzelhandel nachhaltige Chancen und Perspektiven zu bieten.
Der hds ist für seine Mitglieder ständig auf der Suche nach interessanten Partnern, die Topleistungen zu vorteilhaften Bedingungen bieten Die aktuelle Liste online unter hds-bz.it/konventionen.
SPEISEEISHERSTELLER
Lisi Stolz begeistert mit regionaler Eis-Kreation. Beim „Gelato Festival World Masters“ in Las Vegas wurde das Eis von Lisi Stolz vom Hubenbauer-Hof mit einer Sondererwähnung ausgezeichnet. Die Vahrner Gelatiera überzeugte die Jury im März mit ihrer Kreation „Schätze unserer Berge“ und setzte damit ein starkes Zeichen für handwerklich hergestelltes Speiseeis aus Südtirol. Lisi Stolz zeigt sich über die Anerkennung entsprechend erfreut: „Für mich bedeutet das sehr viel. Es zeigt, dass Produkte geschätzt werden, die aus der eigenen Region kommen, natürlich sind und mit Sorgfalt hergestellt werden.“
Ihr Wettbewerbsbeitrag verbindet regionale Zutaten zu einem klar komponierten Geschmackserlebnis: Ein Joghurteis bildet die Basis, ergänzt durch eine Reduktion aus Bierwürze, in Honig gekochte Äpfel sowie ein karamellisiertes Getreide-Crumble. Entscheidend war dabei die Balance der Aromen – jede Komponente sollte erkennbar bleiben, ohne das Eis zu überladen. Auch organisatorisch ist Stolz stark in der Branche verankert: Sie ist Vizepräsidentin der Speiseeishersteller im hds und engagiert sich dort für die Weiterentwicklung des Handwerks in Südtirol. Ihre internationale Erfahrung reicht bereits zurück zu Weltfinal-Teilnahmen in den Jahren 2016 und 2021. Die Auszeichnung in Las Vegas unterstreicht nicht nur die Qualität ihrer Arbeit, sondern auch die Stärke des Südtiroler Speiseeishandwerks auf internationaler Bühne.
Backwaren ins rechte Licht rücken
Ein wertvolles Investment in die Zukunft. Auch in diesem Jahr hat die Bäckerinnung den Fotokurs für Lehrlinge am Berufsbildungszentrum Emma Hellenstainer in Brixen finanziert. Ziel ist es, die angehenden Bäckerinnen und Bäcker fit für die Anforderungen der digitalen Welt zu machen – ein Bereich, der längst auch im Handwerk eine zentrale Rolle spielt. Mehrere engagierte Lehrlinge nahmen im April am Kurs in Brixen teil. Unter der Leitung des bekannten Südtiroler Werbefotografen Alfred Tschager erhielten sie praxisnahe Einblicke in die Produktfotografie – diesmal mit besonderem Fokus auf den professionellen Einsatz des Smartphones. Denn: Gute Bilder entstehen längst nicht mehr nur mit teurer Ausrüstung, sondern vor allem durch geschultes Sehen, Lichtverständnis und den richtigen Umgang mit dem eigenen Gerät. Der Kurs vermittelt genau diese Fähigkeiten. Die Lehrlinge lernen, ihre Backwaren optimal zu inszenieren – sei es für die Ge‚sellenprüfung, die Facharbeit oder den beruflichen Alltag. Ansprechende Fotos sind heute ein unverzichtbares Werkzeug, um Produkte sichtbar zu machen und Kundinnen und Kunden zu erreichen, insbesondere über soziale Medien. Die Initiative der Bäckerinnung zeigt Wirkung: Sie verbindet traditionelles Handwerk mit modernen Kompetenzen und schärft den kreativen Blick der nächsten Generation. Damit wird ein wichtiger Schritt gesetzt, um das Bäckerhandwerk zukunftsfit zu machen – ganz nach dem Motto: Qualität zeigen heißt auch, sie richtig zu präsentieren.
kgutgsell@hds-bz.it


kgutgsell@hds-bz.it

JUNGE IM hds


Wirtschaftsverbände bringen Zukunftschancen in die Mittelschulen von Latsch und Laas. Der hds setzt gemeinsam mit seinen Partnern HGJ und lvh gezielt auf die Förderung von Jugendlichen und unterstützt aktiv Initiativen im Bereich der Berufsorientierung. Gerade die Jungen im hds begleiten und promoten diese Jugendprojekte mit großem Engagement, denn eines ist klar: Wer in die Zukunft investiert, investiert in die Jugend – und damit in die Fachkräfte von morgen. Unter dem Motto, Jugendlichen frühzeitig Einblicke in die Arbeitswelt zu geben, machten die drei Verbände kürzlich Station an den Mittelschulen in Latsch und Laas. Ziel der Initiative ist es, Berufsbilder greifbar zu machen und Perspektiven in Hotel- und Gastgewerbe, Handwerk sowie Handel und Dienstleistungen aufzuzeigen.
Vielfalt im Klassenzimmer. An der Mittelschule Latsch stand die Berufsorientierung im Zeichen direkter Einblicke. Das Hotel- und Gastgewerbe präsentierte seine vielfältigen Ausbildungswege – von Küche über Service bis hin zu organisatorischen Tätigkeiten im Hintergrund. Ergänzt wurde dies durch Einblicke in Handwerk sowie Handel und Dienstleistungen. Die hds-Verantwortliche für Jugendprojekte, Elisabeth Nardin 1 , stellte dabei zahlreiche Ausbildungs- und Karrierewege im Handels- und Dienstleistungssektor vor. Besonders hervorgehoben wurde die Plattform myway.bz.it, die Jugendliche mit Berufsprofilen, Stärkenanalysen und kurzen Videos bei der Orientierung unterstützt. Auch der lvh war vertreten und zeigte gemeinsam mit Handwerksbetrieben die Chancen im handwerklichen Bereich auf. Dabei wurde deutlich, wie wichtig frühzeitige Nachwuchsarbeit angesichts des Fachkräftemangels ist.
Theorie trifft Praxis. In Laas erhielten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Kampagne #yourchance zunächst eine Einführung in die Berufswelt des Hotel- und Gastgewerbes. Anschließend folgten Betriebsbesichtigungen in zwei Hotels, bei denen die Jugendlichen authentische Einblicke in den Arbeitsalltag gewinnen konnten. Die Verbindung von Theorie und Praxis verdeutlichte die Vielfalt und Dynamik der Branche. Auch hier präsentierte Elisabeth Nardin 2 die Karrierewege im Handel und Dienstleistungssektor und stellte die Plattform myway.bz.it als zentrales Orientierungsinstrument vor.
Der lvh ergänzte das Programm mit Einblicken in das Handwerk und unterstrich die Bedeutung qualifizierter Ausbildung und früher Berufsentscheidung.

JUNGE IM hds


hds bringt Berufsalltag ins Klassenzimmer. Wie geht’s nach der Schule weiter? Antworten darauf gab es kürzlich für rund 120 Schülerinnen und Schüler der italienischen Mittelschule in Leifers. Der hds machte im Rahmen einer landesweiten Kampagne Station vor Ort und brachte die Arbeitswelt direkt ins Klassenzimmer.
Im Mittelpunkt: Berufe im Handel, in der Gastronomie und im Dienstleistungsbereich – praktisch, vielfältig und oft unterschätzt. Elisabeth Nardin, Verantwortliche für Jugendprojekte im hds, und Paola Galvan vom Ortsausschuss Leifers (im Bild) stellten die Aktion „Sei Leiferser“ (eigener Artikel auf S. 15) vor und zeigten, welche Chancen in lokalen Betrieben warten.
„Wir wollen zeigen, wie spannend diese Berufe wirklich sind – und wie viele Wege sie eröffnen“, so Nardin. Gerade Fachberufe seien ein wichtiger Motor für Südtirol. Richtig gut angekommen ist bei den Jugendlichen die Plattform myway.bz.it: mit Berufstests, Selbstchecks und kurzen Videos aus der echten Arbeitswelt. So wird Orientierung plötzlich konkret statt abstrakt.
Die Botschaft des Tages: Es gibt nicht den einen richtigen Weg – aber viele spannende Möglichkeiten. Und genau die wurden in Leifers sichtbar gemacht.


JUNGE IM hds



venfit und die neue Generation Gesundheitsunternehmer. Die neue Generation von Unternehmerinnen und Unternehmern denkt Training, Arbeit und Technologie zunehmend neu. Weniger Zeit, höhere Erwartungen und ein veränderter Zugang zu Leistung prägen den Markt. Mit venfit zeigt Stefan Venzo aus Südtirol, wie aus Training ein strukturiertes System wird – effizient, individuell und technologiegestützt – und wie daraus Schritt für Schritt ein wachsendes Unternehmen entsteht. Heute ist venfit an den Standorten Lana, Meran, Eppan und Naturns vertreten.
Wer bist du – und was macht dein Unternehmen besonders?
Ich bin Stefan Venzo, Gründer von venfit, einem Unternehmen im Bereich EMA/EMSPersonal Training und moderner Gesundheitsfitness. venfit ist für mich mehr als nur ein Trainingsangebot. Es ist ein System, das Menschen ermöglicht, mit wenig Zeitaufwand gezielt an ihrer Gesundheit, Körperform und Leistungsfähigkeit zu arbeiten. Besonders ist die Kombination aus persönlicher Betreuung, innovativer Technologie und einem klar strukturierten Ansatz. Dadurch wird Training effizient, messbar und gleichzeitig individuell betreut.
Wie bist du Jungunternehmer geworden – Zufall, Familienbetrieb oder bewusste Entscheidung? Es war eine ganz BEWUSSTE Entscheidung. Ich wollte nie EINFACH NUR einen Beruf ausüben, sondern etwas Eigenes schaffen,
das echten Mehrwert bringt. Mit venfit habe ich die Möglichkeit gesehen, meine Interessen für Training, Gesundheit und Unternehmertum zu verbinden – und daraus Schritt für Schritt etwas aufzubauen, das wachsen kann.
Wie schaltest du vom Unternehmersein ab und tankst neue Energie?
Am besten gelingt mir das durch Sport. Bewegung hilft mir, den Kopf freizubekommen und neue Energie zu sammeln. Genauso wichtig ist für mich die Zeit mit meiner Familie. Sie gibt mir Abstand zum Alltag und erinnert mich daran, warum ich diesen Weg überhaupt gehe.
Wenn du morgen neu starten müsstest – was würdest du komplett anders machen?
Ich würde von Anfang an mehr Fokus auf klare Strukturen, Prozesse und Prioritäten legen. Gerade zu Beginn versucht man oft, alles selbst zu machen und gleichzeitig zu viel umzusetzen. Heute weiß ich: Wachstum entsteht nicht nur durch Einsatz, sondern vor allem durch Klarheit, Systeme und die richtigen Menschen im Team.
Was war dein bislang stolzester Moment als Unternehmer?
Es gibt nicht diesen einen Moment. Aber sehr prägend war für mich der Augenblick, in dem ich realisiert habe: Aus einer Idee ist ein echtes Unternehmen geworden. Ein Unternehmen, das wächst, Arbeitsplätze schafft und Menschen tatsächlich etwas verändert. Besonders stolz bin ich darauf, mehrere Studios aufgebaut zu haben und zu sehen, dass die Vision von venfit immer greifbarer wird.


Was macht deine Generation als Unternehmer anders als die davor?
Ich glaube, wir denken schneller, digitaler und flexibler. Klassische Wege werden stärker hinterfragt, während Marke, Community und Innovation eine größere Rolle spielen. Gleichzeitig ist uns wichtig, Unternehmen aufzubauen, die nicht nur wirtschaftlich funktionieren, sondern auch eine klare Identität haben und Wirkung zeigen. Und wir versuchen, Arbeit und Leben bewusster miteinander zu verbinden.
Gab es einen Moment, in dem du ernsthaft ans Aufgeben gedacht hast?
Was hat dich gestoppt?
Ja, besonders 2023 nach der Covid-Zeit, als ich praktisch wieder bei null stand. Im Unternehmertum gibt es solche Phasen, in denen finanzieller Druck, Verantwortung und Unsicherheit sehr stark werden. In solchen Momenten stellt man sich zwangsläufig die Frage nach dem Weitergehen. Was mich immer gehalten hat, war die Überzeugung, dass schwierige Phasen kein Zeichen zum Aufgeben sind, sondern Teil des Weges. Dazu kommt die Vision hinter venfit, mein Team und die Menschen, die an das Konzept glauben.
Interview: Elisabeth Nardin
hds-bz.it/handel
hds-bz.it/reisebueros
Ostergeschenk wird zur Traumreise Die Osterlotterie hat ihre Gewinnerin: Lisi Lang aus Bozen darf sich über eine 14-tägige Karibik-Kreuzfahrt an Bord der „Mein Schiff 2“ freuen. Besonders bemerkenswert: Sie hatte das Los als Ostergeschenk für ihre Familie gekauft – ohne jede Gewinnerwartung. Die Nachricht erreichte sie völlig überraschend live in der Morgensendung von Südtirol 1. Die Aktion wurde von den Reisebüros im hds gemeinsam mit Südtirol hilft, TUI Cruises, den Lions Clubs Südtirol und dem Funkhaus Südtirol organisiert. Ziel war es, Reiseerlebnis und soziale Hilfe miteinander zu verbinden.
Der Erfolg kann sich sehen lassen: 934 verkaufte Lose brachten insgesamt 46.700 Euro für Familien in Not in Südtirol ein. Jedes Los kostete 50 Euro, der gesamte Erlös floss direkt in konkrete Hilfsprojekte.
„Jeder Beitrag hilft konkret und unbürokratisch“, betont Horst Pichler von Südtirol hilft. Auch die Reisebüros im hds ziehen eine positive Bilanz. Präsident Martin Pichler (im Bild) unterstreicht, die Initiative zeige eindrucksvoll, wie eng Tourismus und soziale Verantwortung in Südtirol zusammenwirken: Einerseits würden Reiseträume erfüllt, andererseits Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützt.
Mit praxisnaher Weiterbildung Die Anforderungen im Einzelhandel verändern sich rasant: Digitalisierung, neue Technologien und ein wandelndes Kundenverhalten stellen Unternehmen vor große Herausforderungen – eröffnen aber zugleich neue Chancen. Genau hier setzen die Seminare des hds an. Mit zwei praxisnahen Formaten wurden Händlerinnen und Händler gezielt dabei unterstützt, ihr Geschäft zukunftsfit zu machen.
Beide Seminare fanden am hds-Hauptsitz in Bozen statt und boten flexible Termine für unterschiedliche Zeitpläne. Die zentrale Botschaft: Wer heute im Einzelhandel erfolgreich sein will, muss bereit sein, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Praxisnah und gut bewertet
ezoeschg@hds-bz.it
Die Workshops „KI im Einzelhandel“ und „GEO statt SEO“ stießen auf durchwegs positive Resonanz. Besonders geschätzt wurden die klare Praxisorientierung und die direkte Umsetzbarkeit der Inhalte. Organisiert wurden die Kurse über das Beratungsunternehmen des hds, inService, das erneut seine Kompetenz in der professionellen Weiterbildung unter Beweis stellte. Auch Markus Rabanser, Präsident der Fachgruppe Fashion im hds, zieht ein insgesamt positives Fazit: „Die Qualität der Seminare ist inhaltlich sehr hoch. Besonders hervorzuheben ist die Praxisnähe. Gleichzeitig zeigte sich, dass die Teilnehmenden unterschiedliche Wissensstände mitbringen – darauf wird man künftig noch stärker eingehen.“ Gerade dieser Aspekt unterstreicht, wie dynamisch sich das Themenfeld entwickelt und wie wichtig kontinuierliche Qualifizierung ist.

ezoeschg@hds-bz.it


Bei der Brillenzählung: v. l. Ezio Andreano (Lions Club Merano/Maiense), Ivan Bonamico (Vizepräsident Lions Club Bozen Laurin), Stephan Filippi (Präsident Lions Club Bozen Laurin), Norbert Mayr (Präsident Lions Club Neumarkt - Unterland), Elke Dollinger (Vizepräsidentin Optiker im hds), Luca Guerra (Präsident Optiker im hds), Alex Daldossi (Vorstandsmitglied Optiker im hds), Claudio Cornoldi (Vizepräsident Lions Club Merano/Maiense) und Gottfried Wohlfarter (Vorstandsmitglied Optiker im hds).
OPTIKER-OPTOMETRISTEN
„Spenden Sie Ihre Brille!“ mit weiterem Erfolg. Die Solidaritätsinitiative „Spenden Sie Ihre Brille!“, die von den OptikernOptometristen im hds in Zusammenarbeit mit den Lions Clubs Südtirol, insbesondere mit dem Lions Club Bozen Laurin, gefördert wird, wird inzwischen von 37 Betrieben in 20 Gemeinden getragen.
Konkrete Wirkung durch Zusammenarbeit „Seit drei Jahren ist diese Initiative ein konkretes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Fachleuten und Ehrenamtlichen – mit einer tatsächlichen Wirkung auf das Leben tausender Menschen“, erklärt die Fachgruppe im hds. Allein beim letzten Treffen im April am Sitz des hds in Bozen wurden 4410 gebrauchte Brillen gezählt. Diese werden nun von der Firma Brigl an das Lions-Brillensammelzentrum in Turin geschickt, wo sie für die Verteilung an bedürftige Menschen in Italien und weltweit vorbereitet werden. Insgesamt wurden dank des kontinuierlichen Engagements der Südtiroler Optiker und der Lions Clubs in den vergangenen Jahren über 15.000 Brillen gesammelt.
Breite Beteiligung der Partner
Am Treffen nahmen Vertreter der Lions Clubs Südtirol und der Fachgruppe der Optiker-Optometristen im hds teil, darunter der Präsident des Lions Club Bozen Laurin, Stephan Filippi, der Präsident der OptikerOptometristen im hds, Luca Guerra, sowie Mitglieder der Lions Clubs Meran Maiense und Lions Neumarkt Unterland. „Diese Initiative zeigt, wie wichtig konkrete Solidarität ist. Die Lions engagieren sich seit jeher in Projekten dieser Art, und eine so starke Zusammenarbeit mit den Optikern zu sehen, ist ein Grund zu großer Zufriedenheit“, betont Stephan Filippi.
Brillen werden professionell aufbereitet Eine grundlegende Rolle spielen die Optiker-Optometristen selbst: Sie beschränken sich nicht nur auf das Sammeln, sondern leisten auch eine technisch wertvolle Arbeit. Die Brillen werden kontrolliert, vermessen und sorgfältig vorbereitet, häufig in eigens dafür vorgesehene Taschen mit Angabe der Sehstärke verpackt. „Der Beitrag der Optiker-Optometristen ist entscheidend: Es geht nicht nur darum, Brillen zu sammeln, sondern sie professionell für eine Wiederverwendung vorzubereiten. Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement und laden sie ein, diesen Weg weiterzugehen“, erklärt Luca Guerra.
hds-bz.it/optiker hds-bz.it/filmproduzenten

Spannender Besuch an der LBS Gutenberg Bozen. Die Fachgruppe Film im hds war mit Fachgruppenleiterin Katharina Gutgsell (r. im Bild) zu Gast, um den Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Einblick in die Film- und Medienwelt Südtirols zu geben und berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Der Austausch mit der nächsten Generation ist ein fixer Bestandteil der Fachgruppentätigkeit – und kam auch diesmal nicht zu kurz. Gutgsell berichtete aus der Praxis, erklärte Berufs- und Karrieremöglichkeiten und stand den Jugendlichen engagiert Rede und Antwort.
hds-bz.it/ brillespenden
pperez@hds-bz.it
Im Anschluss ergänzte Vorstandsmitglied Wilfried Gufler (l.) von Albolina Film den Einblick in die Branche mit einem kurzen Referat. Das 2012 in Bozen gegründete Produktionsunternehmen hat seither über 50 Serviceproduktionen für internationale Filmteams realisiert. Seit 2017 entwickelt Albolina Film zudem eigene Film- und Fernsehproduktionen. Gufler hob in seinem Beitrag die Bedeutung eines eigenen Pensionsfonds für Filmschaffende hervor, berichtete über seinen beruflichen Werdegang und erklärte, wie er selbst zu seinem Beruf gekommen ist und welche Profile auf Filmsets besonders gefragt sind. Der Besuch zeigte einmal mehr: Die Südtiroler Filmwelt ist vielfältig, international vernetzt und bietet jungen Menschen spannende berufliche Perspektiven – vorausgesetzt, Leidenschaft und Interesse an Film und Medien sind vorhanden. kgutgsell@hds-bz.it
hds-bz.it/handelsagenten
hds-bz.it/baustoffhaendler

BAUSTOFFHÄNDLER
HANDELSAGENTEN UND -VERTRETER Unterstützungsleistungen 2026
Das neue Leistungsprogramm 2026 der Stiftung Enasarco wurde vor Kurzem veröffentlicht – alle Leistungen können ab sofort beantragt werden. Neu in diesem Jahr sind die aktualisierten Leistungsarten, geänderten Zugangsbedingungen und angepassten Auszahlungsfristen. Das vollständige Leistungsprogramm finden Sie unter Downloads auf hds-bz.it.
enardin@hds-bz.it
Grundkurs im Baustoffhandel erfolgreich abgeschlossen. In Meran fand im Februar und März ein Grundkurs für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Baustoffhandel statt, der auf großes Interesse stieß. Insgesamt 22 Teilnehmende schlossen die praxisorientierte Ausbildung erfolgreich ab und erhielten ihr Abschlusszertifikat (siehe Bild).
Ziel des Lehrgangs war es, fundierte Grundlagen der Bauphysik zu vermitteln und gleichzeitig ein solides Verständnis für gängige Baustoffe im Baustoffhandel aufzubauen. Neben theoretischem Wissen stand insbesondere die praktische Anwendung im Vordergrund: Die Teilnehmenden lernten, Baustoffe fachgerecht zu berechnen und deren Eigenschaften korrekt zu beurteilen. Ergänzend dazu wurden Kompetenzen in den Bereichen Verkaufstechniken sowie Kommunikationsfähigkeit im Umgang mit Kundinnen und Kunden geschult. Damit verbindet der Kurs technisches Fachwissen mit praxisnahen Fähigkeiten, die im Arbeitsalltag im Baustoffhandel von zentraler Bedeutung sind.
Ein Höhepunkt des Programms war die Betriebsbesichtigung, bei der die Teilnehmenden einen direkten Einblick in die Abläufe und Tätigkeiten eines Baustoffhandels erhielten. So konnten die im Kurs vermittelten Inhalte unmittelbar mit der Praxis verknüpft und vertieft werden.
Finanziert wurde der Grundkurs vollständig durch die Fachgruppenkasse der Baustoffhändler im hds, die damit ihr starkes Engagement für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden unterstreicht.
kgutgsell@hds-bz.it

Save the date. Die Vollversammlung der Baustoffhändler im hds findet am 10. Juni in Bozen statt. Merken Sie sich den Termin bereits jetzt vor. Die Fachgruppe erwartet eine zahlreiche Teilnahme und freut sich auf die kreative Mitgestaltung der Veranstaltung.
hds-bz.it/gewerkschaften
Neue Vorschriften zur Etikettierung und Vermarktung. Ab dem 14. Juni 2026 treten wichtige Aktualisierungen bezüglich der Etikettierung und Vermarktung verschiedener Lebensmittelprodukte in Kraft: Honig, Fruchtsäfte, Konfitüren, Gelees, Marmeladen, Kastaniencreme sowie bestimmte Arten haltbarer Milch. Die neuen Bestimmungen zielen darauf ab, mehr Rückverfolgbarkeit und Transparenz in der gesamten Lebensmittelkette zu gewährleisten.
Welche Produkte sind betroffen Für Honig wird die Bezeichnung für „industrielle Verwendung/nur für die Zubereitung von gekochten Speisen“ auf „für kulinarische Zwecke“ geändert und muss direkt neben der Produktbezeichnung angegeben werden. Bei Mischungen aus mehreren Ländern muss künftig jedes Ursprungsland in der Reihenfolge nach seinem prozentualen Anteil in der Mischung, genannt werden. Für sehr kleine Verpackungen oder besonders komplexe Mischungen sind Vereinfachungen möglich.
Bei Fruchtsäften müssen Produkte, die ganz oder teilweise aus Konzentrat hergestellt werden, diese Information gut sichtbar neben der Produktbezeichnung angeben. Auch der Hinweis, dass nur natürlich vorkommende Zucker enthalten sind, muss deutlich und im gleichen Sichtfeld erscheinen.
Bei Konfitüren, Gelees, Marmeladen und Kastaniencreme entfallen einige Angaben, da sie bereits von EU-Vorschriften geregelt sind. Weiterhin verpflichtend bleibt jedoch die Angabe des Fruchtgehalts, der gut lesbar und im gleichen Sichtfeld wie die Produktbezeichnung stehen muss. Gleichzeitig werden einige traditionelle Definitionen dieser Kategorien aktualisiert.
Schließlich wird bei teilweise oder vollständig dehydrierter (getrockneter) haltbar gemachter Milch ein Verfahren zugelassen, das eine Verringerung des Laktosegehalts durch Umwandlung in Glukose und Galaktose ermöglicht. Solche Änderungen müssen klar auf der Verpackung angegeben werden.
Was geschieht mit Produkten, die nach der alten Rechtslage etikettiert sind? Produkte, die bereits nach der bisherigen Vorschrift etikettiert wurden, dürfen bis zur Erschöpfung der Bestände weiterhin verkauft werden.
Ab dem 12. August 2026 tritt die EU-Verordnung 2025/40 vollständig in Kraft. Sie führt ein einheitliches und transparenteres System zur Umweltkennzeichnung von Verpackungen in der gesamten Europäischen Union ein. Ziel ist es, die korrekte Mülltrennung zu erleichtern und Recycling sowie Nachhaltigkeit zu fördern.
Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Europäische Kommission die harmonisierten Etiketten, technischen Spezifikationen sowie digitale Markierungssysteme festlegen, die erforderlich sind, um Materialien und Stoffe in Verpackungen eindeutig zu identifizieren. Die neuen Kennzeichnungen werden ab dem 12. August 2028 verpflichtend. Weitere Details zur neuen Regelung finden Sie in einer Online-News vom 13.04.2026.
Auswirkungen im Handel
Ab Mitte Juni dürfen nur mehr Produkte auf den Markt gebracht werden, die den neuen Bestimmungen entsprechen. Das bedeutet, dass Etiketten und Beschaffungsprozesse rechtzeitig angepasst werden müssen. Eine frühzeitige Umstellung hilft, Nichtkonformitäten zu vermeiden und sicherzustellen, dass weiterhin Produkte angeboten werden können, die den nationalen und europäischen Marktanforderungen entsprechen.
jlumetta@hds-bz.it mvessichelli@hds-bz.it
hds-bz.it/gewerkschaften
Neuigkeiten für Taxifahrer und Mietwagen mit Fahrer. Seit April 2026 ist das Nationale Elektronische Register für Taxis und Mietwagen mit Fahrer (RENT) vollständig in Betrieb.
Was ist RENT?
Es handelt sich um eine gesetzlich vorgesehene öffentliche Datenbank, in der alle Informationen über Unternehmen erfasst sind, die Taxi- oder Mietwagenleistungen mit Fahrer erbringen, einschließlich der Daten zu Lizenzen, Genehmigungen und eingesetzten Fahrzeugen. Das RENT wurde mit dem Ziel eingeführt, den Bereich der nicht liniengebundenen öffentlichen Personenbeförderung transparenter und besser kontrollierbar zu machen und dabei sowohl die Tätigkeit der Unternehmen als auch die Kontrollaufgaben der Verwaltungen zu erleichtern.
Was ändert sich für Inhaber von Taxilizenzen und Mietwagengenehmigungen (NCC)?
Das Innenministerium hat klargestellt, dass die IT-Plattform des RENT nun vollständig und voll funktionsfähig ist. Dies bedeutet, dass die Inhaber von Taxilizenzen und Mietwagengenehmigungen (NCC) ihre Position eigenständig und online verwalten können. Konkret ist es möglich, eine neue Lizenz oder Genehmigung einzutragen, die Fahrzeugdaten zu aktualisieren oder zu ändern, eine Lizenz oder ein Fahrzeug zu löschen oder die vollständige Streichung der Eintragung im Register zu beantragen. Alle diese Vorgänge erfolgen direkt über die Plattform, ohne Einbindung von Vermittlern.
Welche Rolle spielen die Gemeinden?
Auf lokaler Ebene sind die Gemeinden für die Überprüfung der im RENT eingereichten Anträge und der eingetragenen Daten zuständig. Werden Unregelmäßigkeiten festgestellt, können Maßnahmen wie die Aussetzung oder der Entzug von Lizenzen und Genehmigungen ergriffen werden. Gleichzeitig gilt jedoch auch das Prinzip der stillen Zustimmung (silenzio-assenso): Greift die Gemeinde nicht innerhalb von dreißig Tagen ab Einreichung des Antrags ein, gilt dieser automatisch als genehmigt. Für Anträge, die vor der endgültigen Inbetriebnahme der Plattform eingereicht wurden, beginnt die Frist von dreißig Tagen mit dem Datum der Aktivierung des Systems.
Ist die Aktualisierung des RENT verpflichtend?
Die Eintragung im RENT sowie die laufende Aktualisierung der Daten sind nicht freiwillig. Das Gesetz sieht Sanktionen für jene vor, die sich nicht registrieren oder die Angaben nicht korrekt und aktuell halten. Eine unterlassene Aktualisierung des RENT stellt daher nicht nur eine formale Unregelmäßigkeit dar, sondern kann konkrete Folgen haben: Verwaltungsstrafen, Schwierigkeiten bei Kontrollen sowie – in schwerwiegenden Fällen – die Einstellung der Tätigkeit oder den Verlust der Lizenz bzw. Genehmigung.
Wo finden sich weitere Informationen?
Alle Informationen sowie der Zugang zum Elektronischen Register für Mietwagen mit Fahrer (NCC) und Taxis (RENT) sind über das Portal für Fahrer verfügbar. Innerhalb des Portals gibt es ei nen eigenen Bereich zum RENT, in dem die aktuellen Informationen eingesehen und der Zugang zur Plattform für die Verwaltung der Eintragungen genutzt werden kann.

mvessichelli@hds-bz.it


Der hds wünscht einen erfolgreichen Start: v. l. Jungunternehmerin Sarah
Eröffnung der „Kostbar“ in Vetzan Anfang April wurde in Vetzan ein wichtiger Schritt für die lokale Nahversorgung gesetzt: Die Kostbar Morter hat dort erfolgreich eine neue Filiale eröffnet. Damit ist die Grundversorgung für die Bevölkerung der Fraktion Vetzan nachhaltig gestärkt. Möglich wurde dieses Projekt durch die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schlanders, die ein bestehendes Lokal mit großem Einsatz renoviert und zur Verfügung gestellt hat. So konnte Unternehmerin Sarah Oberhofer ihr bewährtes Konzept – die Kombination aus Bar und Lebensmittelgeschäft – nun auch in Vetzan umsetzen. Die Eröffnungsfeier stieß auf großes Interesse: Zahlreiche Besucherinnen und Besucher sowie Vertreter aus Politik und Verbänden nahmen teil und unterstrichen die Bedeutung des Projekts für die Dorfgemeinschaft und die lokale Versorgung.
Als Geschenk überreichte der hds-Bezirksleiter die beliebte Wanduhr: v. l Aaron Pircher, Brigitte Müller, Stefanie und David Alber.
Betriebsübergabe „Matscher“ in Schlanders. Mit den Worten „Bon Matscher gibs olls!“ geht ein bekanntes Stück lokaler Handelsgeschichte in die nächste Generation über: Das traditionsreiche Haushaltsartikel- und Eisenwarengeschäft Matscher in der Fußgängerzone in Schlanders wurde Anfang April offiziell übergeben. Nach einer intensiven Suche hat Inhaberin Brigitte Müller mit Stefanie und David Alber zwei engagierte Nachfolger gefunden. Das junge Duo übernimmt den Betrieb mit frischem Elan und dem Anspruch, Bewähr-
tes zu erhalten und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Die Übergabe gilt als positives Signal für die regionale Wirtschaft und zeigt exemplarisch, dass Betriebsnachfolge nicht nur eine Herausforderung darstellt, sondern auch eine große Chance für Kontinuität, Innovation und lebendige Ortskerne sein kann. In einer Zeit, in der viele kleine Fachgeschäfte um ihre Zukunft ringen, setzt die erfolgreiche Übergabe in der Schlanderser Fußgängerzone ein ermutigendes Zeichen für die gesamte Region. Der hds gratuliert!

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Mit For.Te. wird Entwicklung möglich . Weiterbildung muss kein Kostenfaktor sein – sie kann eine echte Chance für Wachstum, Qualifizierung und Zukunftssicherheit sein.
Der nationale paritätische Berufsfonds For.Te. ermöglicht Betrieben im tertiären Sektor, Weiterbildungsmaßnahmen gezielt und oftmals vollständig gefördert umzusetzen. So werden aus Weiterbildungsplänen konkrete Projekte – finanziell unterstützt und strukturell begleitet.
Gefördert werden unter anderem betriebliche Schulungsprojekte, branchenspezifische oder regionale Initiativen, individuelle Kurslösungen über Voucher sowie Weiterbildungskonten für größere Unternehmen. Damit entsteht ein flexibles Fördersystem, das sich an den realen Bedürfnissen von Betrieben und Mitarbeitenden orientiert.
Entwicklung gezielt fördern
Ob Digitalisierung, Führungskompetenz, Kom munikation oder Fachwissen – die Projekte von For.Te. ermöglichen praxisnahe Weiterbildung genau dort, wo sie gebraucht wird.
Unternehmen profitieren dabei nicht nur finanziell, sondern auch strategisch: durch besser qualifizierte Teams, stärkere interne Kompetenzen und nachhaltige Personalentwicklung.
Aktuelle Fördermöglichkeiten, neue Ausschreibungen und alle Details zum Fonds For.Te. sind online abrufbar.
Ihr Partner im gesamten Förderprozess
Damit Fördermöglichkeiten nicht ungenutzt bleiben, braucht es Erfahrung, Struktur und einen klaren Prozess.
inService begleitet Betriebe als verlässlicher Ansprechpartner von der ersten Idee bis zur vollständigen Umsetzung:
• Beratung zu passenden Fördermodellen.
• Entwicklung maßgeschneiderter Weiterbildungskonzepte.
• Einreichung und administrative Abwicklung.
• Projektmonitoring und laufende Betreuung.
• Abrechnung der Fördermittel.
So wird aus einer Fördermöglichkeit ein reibungslos umgesetztes Weiterbildungsprojekt.
Auch die Mitgliedschaft im Fonds For.Te. ist unkompliziert möglich, sofern der entsprechende NISF/INPS-Beitrag für Mitarbeitende geleistet wird.
Weiterbildung, die Wirkung zeigt
Im Rahmen der For.Te.-Projekte bietet inService ein breites Spektrum an praxisnahen Weiterbildungen – von Führung und Kommunikation über digitale Kompetenzen bis hin zu Marketing, Finanzen und Persönlichkeitsentwicklung.
So wird Weiterbildung nicht zur Kostenfrage, sondern zu einer strategischen Investition in die Zukunft Ihres Betriebes.
Viele Unternehmer kennen ihre Umsatzzahlen – doch was sagen diese tatsächlich über die wirtschaftliche Stabilität ihres Unternehmens aus? Zwischen Bilanz, Liquidität und Kostenstruktur entsteht oft ein komplexes Gesamtbild, das im Tagesgeschäft nur schwer greifbar ist.
Eine fundierte, zahlenbasierte Analyse kann hier Klarheit schaffen – und genau an diesem Punkt setzt die Betriebsberatung von inService an.
Wenn Zahlen Orientierung geben sollen Bilanzen und betriebswirtschaftliche Auswertungen liefern eine Vielzahl an Informationen. In der Praxis werden sie jedoch häufig isoliert betrachtet. Erst durch die systematische Verknüpfung dieser Daten entsteht ein belastbares Gesamtbild.
Die Analyse umfasst unter anderem:
- die Entwicklung von Ertrag, Liquidität und Eigenkapital,
- die Kosten- und Finanzierungsstruktur
- sowie Mehrjahresvergleiche zur wirtschaftlichen Entwicklung. Auf dieser Grundlage lassen sich konkrete Handlungsfelder identifizieren und die wirtschaftliche Ausgangssituation realistisch einschätzen.
Bessere Entscheidungen auf solider Basis
Unternehmerische Entscheidungen – etwa Investitionen oder strategische Weiterentwicklungen – sind oft mit Unsicherheiten verbunden. Eine strukturierte Auswertung der vorhandenen Kennzahlen kann dabei helfen, diese Unsicherheiten zu reduzieren.
Sie schafft Transparenz über:
• bestehende Risiken,
• ungenutzte Potenziale
• und die tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Damit wird sie zu einem wichtigen Instrument für eine vorausschauende Unternehmenssteuerung.
Zahlen als Grundlage für Entwicklung
Eine klare Standortbestimmung ist kein Selbstzweck, sondern die Basis für unternehmerische Weiterentwicklung. Wer seine Zahlen versteht, kann fundierter entscheiden und gezielter steuern.
Die Betriebsberatung von inService unterstützt Unternehmen dabei, ihre betriebswirtschaftlichen Daten in einen verständlichen Zusammenhang zu bringen und daraus konkrete Erkenntnisse abzuleiten.
Ihre Kontakte bei inService.it
• Franz Josef Dorfmann, T 0471 310 424, franzjosef.dorfmann@inService.it
• Florian Gasteiger, T 0471 310 452, florian.gasteiger@inService.it

Neufestsetzung des Werts mit Ersatzsteuer von 21 und 18 Prozent. Ab 2025 gilt dauerhaft die Regelung, die die Möglichkeit vorsieht, den Anschaffungswert von Anteilen und Grundstücken neu festzusetzen, sofern diese von natürlichen Personen, Personengesellschaften und nicht gewerblich tätigen Körperschaften gehalten werden. Die neue Fassung der Vorschrift sieht für Neubewertungen ab 2026 einen differenzierten Steuersatz für die Ersatzsteuer vor: 21 Prozent für Beteiligungen und 18 Prozent für Grundstücke. Die Regelung ermöglicht es, die steuerlichen Anschaffungskosten von Grundstücken und Beteiligungen neu zu bestimmen, mit dem Ziel, bei einer späteren Veräußerung einen geringeren oder keinen steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn zu erzielen. Die Ersatzsteuer wird nicht auf den Wertzuwachs des Vermögensgegenstands erhoben, sondern auf den gesamten neu festgesetzten Wert, der auf Grundlage eines Bewertungsgutachtens ermittelt wird.
Zur Neubewertung berechtigt sind:
• natürliche Personen, die keine unternehmerische Tätigkeit ausüben,
• einfache Gesellschaften sowie Gesellschaften und Vereinigungen, die gemäß Artikel 5 TUIR als solche behandelt werden,
• nicht gewerblich tätige Körperschaften in Bezug auf Tätigkeiten, die nicht zu ihrer normalen Geschäftstätigkeit gehören,
• ausländische Gesellschaften ohne Niederlassung in Italien, die am 1. Jänner folgende Vermögenswerte besitzen:
- Baugrundstücke oder landwirtschaftliche Grundstücke,
- nicht börsennotierte Beteiligungen (das Dekret unterscheidet nicht zwischen qualifizierten und nicht qualifizierten Beteiligungen).
Es muss sich um Vermögenswerte handeln, die außerhalb der Ausübung von Unternehmen, Kunst oder freien Berufen gehalten werden.
Erforderliche Formalitäten für die Neubewertung:
• Erstellung eines von einem berechtigten Freiberufler beglaubigten Bewertungsgutachtens (für Beteiligungen: Steuerberater, Wirtschaftsprüfer; für Grundstücke: Ingenieure, Architekten, Geometer, Agronomen),
• Zahlung der Ersatzsteuer über das Formular F24 (Steuerkodex „8055“ für Beteiligungen und „8056“ für Grundstücke),
• Angabe der Informationen zur Neubewertung der Beteiligungen und Grundstücke in der Einkommensteuererklärung für das Jahr, in dem die Neubewertung vorgenommen wurde.
Es besteht die Möglichkeit, Grundstücke und Beteiligungen, die bereits aufgewertet wurden, erneut neu zu bewerten. In diesem Fall muss bis zum 30. November eine neue beglaubigte Schätzung erstellt und die Ersatzsteuer auf den „neuen“ Wert zum 1. Jänner berechnet werden. Die bereits gezahlte Ersatzsteuer kann entweder von der für die neue Neubewertung geschuldeten Ersatzsteuer abgezogen oder ihre Rückerstattung beantragt werden.
Die Neubewertung gilt mit der Zahlung der geschuldeten Ersatzsteuer (oder der ersten Rate) als abgeschlossen. Die Frist für die Erstellung der Schätzung und die Zahlung der Ersatzsteuer ist der 30. November. Die Zahlung kann in einer einzigen Rate oder in drei Raten erfolgen, fällig am 30. November 2026, 30. November 2027 und 30. November 2028, jeweils zuzüglich 3 Prozent Zinsen.
Bei der Beurteilung der Vorteilhaftigkeit der Maßnahme ist der Betrag der geschuldeten Ersatzsteuer (21 Prozent bzw. 18 Prozent), berechnet auf den gesamten neu bewerteten Wert, den Steuern gegenüberzustellen, die bei einer späteren Veräußerung auf den Veräußerungsgewinn anfallen würden (Differenz zwischen Veräußerungspreis und steuerlich anerkannten Anschaffungskosten).
steuerberatung@inService.it
INFO
• Istatwert betreffend die Konsumpreise für die Angleichung der Mieten (Gesetz 392/78).
- Nationale Veränderung März 2025 – 2026 ist gleich + 1,5 % (75 % = + 1,125).
- Veränderung in Bozen
März 2025 – 2026 ist gleich + 1,6 % (75 % = + 1,2).
• Die Indexzahl für die Abfindungen beträgt im März 1,437346.
NISF/INPS-Sonderverwaltung: Beiträge 2026. Für das Jahr 2026 gelten folgende Beitragssätze für freiberuflich Tätige, die in der NISF/INPS-Sonderverwaltung (Gestione Separata) eingetragen sind:
• 26,07 Prozent für Freiberufler mit MwSt.Nummer, die in der Sonderverwaltung eingetragen sind und keiner anderen obligatorischen Versicherung angehören und keine Rente beziehen,
• 24,00 Prozent für Versicherte, die bereits eine Rente beziehen oder einer anderen obligatorischen Vorsorgeeinrichtung angehören.
Für Mitarbeiter und vergleichbare Personen (collaboratori e figure assimilate) gelten folgende Beitragssätze:
• 35,03 Prozent für Personen, die keiner anderen obligatorischen Rentenversicherung angehören und für die der zusätzliche Beitrag DIS-COLL anfällt,
• 33,72 Prozent für Personen, die keiner anderen obligatorischen Rentenversicherung angehören und für die der zusätzliche Beitrag DIS-COLL Beitrag nicht anfällt,
• 24,00 Prozent für Personen, die eine Rente beziehen oder über eine andere obligatorische Rentenabsicherung verfügen.
Handwerker und Kaufleute: Beiträge 2026. Für die Beiträge des Jahres 2026 für Handwerker und Kaufleute gelten folgende Regelungen:
• Die Beitragssätze betragen 24 Prozent für Handwerker und 24,48 Prozent für Kaufleute.
• Es gilt eine Beitragsreduzierung von 50 Prozent für Handwerker und Kaufleute über 65 Jahren, die bereits eine Rente aus den Kassen des Instituts beziehen.
Die maßgeblichen Mindest- und Höchsteinkommen sind wie folgt:
• Mindesteinkommen: 18.808 Euro (der Mindestbeitrag beträgt 4521 Euro für Handwerker und 4611 Euro für Kaufleute).
• Höchsteinkommen: 93.707 Euro (122.295 Euro für Personen ohne Beitragszeiten vor dem 31.12.1995).
MwSt.-Guthaben und dessen Verwendung zur Verrechnung. Die Nutzung des Mehrwertsteuerguthabens durch Verrechnung mittels Formular F24:
• für Beträge über 5000 Euro: Diese kann ab dem zehnten Tag nach der elektronischen Übermittlung der jährlichen MwSt.Erklärung erfolgen; außerdem ist die Anbringung des „Konformitätsvermerks“ verpflichtend,
• für Beträge unter 5000 Euro: Diese kann ab dem 1. Jänner frei vorgenommen werden, ohne dass zuvor die jährliche MwSt.Erklärung elektronisch übermittelt werden muss.
Diese Regeln betreffen die „horizontalen“ Verrechnungen, also jene, die mit anderen Steuern oder Beiträgen als der Mehrwertsteuer vorgenommen werden, und nicht die „vertikalen“ Verrechnungen, d. h. „MwSt. mit MwSt.“, selbst wenn diese die oben genannten Schwellen überschreiten.
Für Steuerpflichtige, die vom begünstigten ISA-Regime profitieren, sowie für innovative Start-ups sind spezifische Regelungen vorgesehen.
Die Möglichkeit der Verrechnung von Steuerguthaben ist ausgeschlossen, wenn der Steuerpflichtige fällige und unbezahlte Steuerforderungen von mehr als 1500 Euro hat.
In diesem Fall muss das zur Verrechnung vorgesehene Guthaben zunächst zur Begleichung der fälligen Beträge verwendet werden.
Durch die Auswirkungen des Dekrets „Adempimenti“ wurde die Schwelle erhöht, ab der Steuerpflichtige mit einem bestimmten ISAPunktewert von der Verpflichtung zur Anbringung des Konformitätsvermerks befreit sind:
• auf 70.000 Euro jährlich, sofern für das Jahr 2023 ein Zuverlässigkeitsniveau von mindestens 9 (auf einer Skala von 10) erreicht wurde oder dieses Niveau sich als einfacher Durchschnitt der Zuverlässigkeitsniveaus der Jahre 2022 und 2023 ergibt,
• es bleibt der Betrag von 50.000 Euro jährlich, sofern für das Jahr 2024 ein Zuverlässigkeitsniveau von mindestens 8, aber unter 9 (auf einer Skala von 10) erreicht wurde oder ein Niveau von mindestens 8,5 als einfacher Durchschnitt der Zuverlässigkeitsniveaus der Jahre 2023 und 2024 vorliegt.
Für Steuerpflichtige, die dem biennalen Vergleichsverfahren beigetreten sind, ist für die von der Einigung erfassten Steuerzeiträume eine höhere Grenze vorgesehen, um den Überschuss des MwSt.-Guthabens zur Erstattung zu beantragen, sowie ihn „horizontal“ zu verrechnen, und zwar ohne Verpflichtung zur Anbringung des Konformitätsvermerks (70.000 Euro).
steuerberatung@inService.it
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