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Digitaler Euro: mehr Unabhängigkeit und fairer Wettbewerb
Die Einführung eines digitalen Euro als staatlich abgesichertes Zahlungsmittel in Europa ist grundsätzlich zu begrüßen. Der digitale Euro, der das Bargeld ergänzen, aber nicht ersetzen soll, kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Abhängigkeit des Handels von internationalen privaten Zahlungssystemen zu verringern, den Wettbewerb im Zahlungsverkehr zu stärken und die europäische Souveränität auszubauen. Gleichzeitig kann der digitale Euro nur dann zum Erfolgsmodell werden, wenn er praxistauglich, kosteneffizient und fair ausgestaltet wird. Ein Pilotprojekt für den digitalen Euro wird voraussichtlich 2027 starten, eine mögliche erste Ausgabe ab 2029.
Das große Potenzial liegt dort, wo der digitale Euro als neutrale öffentliche Infrastruktur funktioniert – ähnlich wie Bargeld in der analogen Welt. Gerade bei digitalen Zahlungen fehlt bislang ein staatlich garantiertes Gegenmodell zu den heute dominierenden privaten, außereuropäischen Zahlungssystemen, die mit ihren hohen Kommissionen zu den großen Gewinnern gehören. Ein digitaler Euro könnte diese Lücke schließen und damit Innovationen fördern, neue Zahlungsdienstleister ermöglichen und den Handel spürbar entlasten. Voraussetzung dafür sind jedoch klare und wirtschaftlich vernünftige Rahmenbedingungen.
... aber kein neues Kostensystem für den Handel Kritisch sind insbesondere die derzeit diskutierten Gebührenmodelle zu bewerten. Es wäre ein schwerer Fehler, die bekannten Kostenstrukturen aus dem Kreditkartengeschäft auf den digitalen Euro zu übertragen. Prozentuale Händlergebühren sind entschieden abzulehnen. Der technische Aufwand einer Zahlung hängt nicht von der Höhe des Betrags ab, daher braucht es ein einfaches, transparentes und rein transaktionsbasiertes Gebührenmodell mit möglichst geringen Kosten für die Unternehmen. Für geringe Zahlungsbeträge sollten beim digitalen Euro Gebühren schon gar nicht vorgesehen werden. Aktuell belaufen sich laut Dachverband Confcommercio die Gebühren für den Händler/Gastronom für POS-Transaktionen 0,7 Prozent bei Bankomat-Zahlungen und 1,3 Prozent bei Kreditkarten-Zahlungen. Der Handel braucht keine zusätzliche Belastung, sondern ein effizientes und kostengünstiges Zahlungssystem, das echten Wettbewerb schafft.
Für Südtirols Handel und Gastronomie ist das Thema besonders relevant: Viele Betriebe arbeiten mit kleinen Margen, hoher Frequenz und steigenden Fixkosten. Wenn Zahlungsgebühren relevant bleiben, wird der Bezahlvorgang zum versteckten Kostentreiber – und das schadet am stärksten unseren vielen Klein- und familiengeführten Betrieben.
Philipp Moser, Präsident Wirtschaftsverband hds
titelgeschichte
Wenn Rabatte ihren Reiz verlieren
aktuelles
Betriebsportrait Biasion
neues vom NOI
Austausch über Grenzen hinweg
bezirke
Starke Orte, starke Wirtschaft
fachgruppen
Neue Rubrik: Junge Stimmen
recht und gewerkschaften
Neuer Vergabeplan veröffentlicht
betriebe informieren
Neues Optikstudio in Welsberg
weiterbildung
Meetingräume einfach mieten
betriebsberatung
Gut geplant ist halb eröffnet
steuerberatung
730 und PF einfach erledigt
REDAKTION, VERWALTUNG UND WERBUNG: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 308/309, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it VERANTWORTLICH IM SINNE DES PRESSEGESETZES UND VERANTWORTLICHER SCHRIFTLEITER: Dott. Mauro Stoffella (Leiter Stabstelle Medien) REDAKTION: Dott. Sergio Colombi, Manuela Seebacher GRAFISCHES KONZEPT: Gruppe Gut – www.gruppegut.it TITELBILD: Adobe Stock GRAFIK: Stefano Hochkofler FOTOS: Adobe Stock, gettyimages, Karriere Südtirol/Zulupictures, Shutterstock, Alfred Tschager DRUCKEREI: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen AUFGEGEBEN AM 22. APRIL 2026 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergegebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. HERAUSGEBER: inService Coop. – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Eintragung ROC Nr. 14101. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana 4 8 13 14 19 29 30 31 32 33
titelgeschichte
Rabatte als Treibstoff
Rabatte können Nachfrage aktivieren, Preisbarrieren senken und Neukunden ins Geschäft bringen.
Rabatte sind der Treibstoff vieler Kampagnen. Was als punktuelles Verkaufsinstrument begann, ist im Einzelhandel vielerorts zum Dauerzustand geworden: Prospekte, Push-Nachrichten, CountdownBanner. Der Kunde soll handeln – sofort. Doch je häufiger der Preis zum Argument wird, desto schneller stumpft seine Wirkung ab. Aus dem Versprechen „Schnäppchen“ wird Erwartungshaltung. Und aus Erwartung wird Enttäuschung. Das Gottlieb Duttweiler Institut hat recherchiert.
Ein Blick auf den prominentesten RabattFeiertag zeigt, wie fragil das Modell geworden ist: In einer großen Befragung des schweizerischen Gottlieb Duttweiler Instituts GDI im DACH-Raum wurden BlackFriday-Angebote doppelt so häufig als ent-
täuschend wie als attraktiv wahrgenommen (27 versus 14 Prozent). Zwei Drittel halten den Black Friday für überbewertet, und nur 18 Prozent gehen davon aus, an diesen Tagen wirklich viel Geld sparen zu können. Gleichzeitig kaufte rund ein Drittel der Befragten während der Black-FridayTage überhaupt etwas. Wer kaufte, legte im Schnitt drei Artikel in den Warenkorb und erhielt im Schnitt 25 bis 30 Prozent Rabatt; der Einkaufswert lag – je nach Land – bei rund 153 bis 218 Euro.
Psychologische Sprengkraft
Black Friday ist damit weniger Ausnahme als Ritual. Und genau darin liegt die psychologische Sprengkraft. Rituale sind verlässlich, wiederholbar, vorhersehbar – und genau so werden Rabatt-Events inzwischen wahrgenommen. Wer weiß, dass im November die „Deals“ kommen (und oft schon im Oktober anlaufen), verschiebt Anschaffungen. Der Handel gewinnt kurzfristig Aufmerksamkeit, verliert aber mittelfristig Preisautorität.
Warum Rabatte so verführerisch sind, ist schnell erklärt. Sie sind leicht kommunizierbar, skalierbar und vermeintlich messbar. Sie bringen Frequenz, erzeugen kurzfristige Spitzen und „räumen“ Lager. Besonders in Zeiten, in denen Kaufzurückhaltung spürbar ist, wirken Preisnachlässe wie ein Schalter, den man rasch umlegen kann. Nur: Jeder umgelegte Schalter verändert das System. Wer regelmäßig mit hohen Abschlägen arbeitet, trainiert sein Publikum auf ein neues Preisgefühl. Der Referenzpreis – also das, was als „normal“ oder „fair“ gilt – verschiebt sich nach unten. Wer heute zum Normalpreis kauft, fühlt sich schnell unklug; wer wartet, fühlt sich rational. So wird der Einkauf nicht zum Erlebnis, sondern zum Zeit-Spiel.
Die Nebenwirkungen
Die ökonomische Nebenwirkung ist brutal mathematisch. Die Studie zeigt anschaulich, wie stark Rabatte die benötigte Absatzsteigerung erhöhen, um profitabel zu bleiben: Bei 30 Prozent Marge bedeutet ein Rabatt von 20 Prozent, dass etwa das Dreifache verkauft werden muss, um denselben Gewinn wie ohne Rabatt zu erzielen; bei 25 Prozent vervielfacht sich der notwendige Absatz nochmals. Wer mehr Rabatt gibt, als er Marge hat, rutscht in die Verlustzone –selbst wenn die Kasse klingelt. Hinzu kommt ein zweiter, oft unterschätzter Effekt: Rabattaktionen verlagern Käufe. Viele Kunden kaufen am Aktionstag Dinge, die sie ohnehin gekauft hätten – nur eben früher oder später. In der Schweiz etwa lag der Anteil solcher „benötigten“ Produkte laut Befragung bei rund 72 Prozent des Warenwerts. Ergebnis: Dem geschätzten Zusatzumsatz von 196 Millionen Euro stand ein Wertverlust von 291 Millionen Euro gegenüber – eine negative wirtschaftliche Wirkung für den Handel.
Noch plastischer wird der Mechanismus, wenn man auf die Dimensionen blickt: Rund um Black Friday wurden im DACHRaum (Deutschland, Österreich und Schweiz) Waren im geschätzten Wert von rund 11,5
Milliarden Euro verkauft; davon flossen etwa 3,6 Milliarden Euro als Rabatte ab. Übrig blieb ein Umsatz von rund 8 Milliarden Euro. Rabatte sind damit nicht nur Marketing, sondern ein massiver Transfer von Wert – vom Handel zum Konsumenten, oft ohne nachhaltigen Kundengewinn.
Die Gretchenfrage: Was tun?
Was bedeutet das für den Einzelhandel? Wie umgehen mit Rabatten und Aktionen? Sind diese mittlerweile inflationiert und erzielen nicht mehr die gewünschte Wirkung? Inwieweit aktiviert dieses Verkaufsinstrument noch die Menschen oder sind diese einfach mit der ständigen Reizüberflutung (vor allem online) überfordert? Zunächst: Rabatte sind nicht per se schlecht. Sie können Nachfrage aktivieren, Preisbarrieren senken und Neukunden ins Geschäft bringen.
Fortsetzung auf Seite 6
Bauchgefühl sagt nein, aber der Warenkorb ja
Eine neue Studie des bekannten Instituts für Handelsforschung IFH in Köln hat Folgendes ergeben: Obwohl die Mehrheit der Konsumenten in Deutschland den großen Onlineplattformen aus China misstraut, hat mehr als ein Drittel bereits bei Temu bestellt und jeder Fünfte bei Shein. Besonders bei körpernahen Produkten wie Kosmetik, Lebensmitteln oder Babyartikeln sind die Sicherheitsbedenken bei rund 90 Prozent enorm hoch. 28 Prozent der Befragten sehen bei Temu dennoch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Vertrauen wächst sogar leicht: 16 Prozent gaben an, Temu heute stärker zu vertrauen als noch vor einigen Jahren, getrieben vor allem durch eigene Erfahrungen und Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld.
Es ist somit noch viel Sensibilisierungsarbeit zu leisten gepaart mit einschneidenden politischen Entscheidungen auf EU-Ebene für mehr fairen Wettbewerb und Produktsicherheit.
Mauro Stoffella, Leiter der Stabstelle Medien mstoffella@hds-bz.it
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Was die vielen Aktionen um den Black Friday anbelangt, so sind diese Rabattschlachten für den lokalen, stationären Einzelhandel im Vorweihnachtsgeschäft ein Balanceakt. Einerseits bringt die hohe mediale Aufmerksamkeit zusätzliche Kundenkontakte, andererseits werden immer mehr Weihnachtseinkäufe vorgezogen. Das entzieht dem eigentlichen Weihnachtsgeschäft einen Teil des Umsatzes – und trifft vor allem jene Betriebe, die in der Adventszeit traditionell ihren wichtigsten Verkaufsmonat haben.
Gleichzeitig ist es für viele Geschäfte kaum mehr möglich, sich der Rabattschlacht vollständig zu entziehen. Für die Betriebe geht es weniger um ein „Dafür oder Dagegen“, sondern um ein kluges „Wie“ mit klaren Zielen, wie zum Beispiel Lager bereinigen, neue Kunden gewinnen, den Service und die Beratung in den Mittelpunkt stellen.
Saisonschlussverkäufe
Ein Kapitel für sich sind in diesem Zusammenhang Saisonschlussverkäufe – zumindest dort, wo sie nicht liberalisiert worden sind, wie in Südtirol. Hier sind Saisonschlussverkäufe mit fixen Verkaufsterminen im Sommer und Winter nach wie vor von großer Bedeutung und ein wichtiges
Verkaufsinstrument, um Platz für neue Ware und Liquidität für die nächsten Bestellungen zu schaffen. Ein fixer Termin ist von Vorteil – vor allem für die kleineren Geschäfte, die alleine nicht die finanzielle Kraft hätten, ihre Rabattaktionen zu bewerben. Die Erfahrungen aus den angrenzenden Regionen - wie etwa im Trentino oder Nordtirol -, in welchen die Schlussverkäufe liberalisiert wurden, zeigen, dass der von Südtirol eingeschlagene Weg weiterhin sinnvoll und zeitgemäß ist.
Mögliche Gefahren?
Gefährlich wird es laut GDI-Untersuchung, wenn Rabatte zum einzigen Differenzierungsmerkmal werden. Dann entsteht ein „Rabatt-Trauma“: Händler fürchten, ohne Abschlag niemanden zu erreichen – und Kunden glauben, ohne Abschlag übervorteilt zu werden. Das schwächt Vertrauen – und damit die Bereitschaft, auch ohne Rabatt zu kaufen.
Die provokante Frage lautet: Womit wollen Händler in fünf oder zehn Jahren Kunden gewinnen, wenn heute schon 50, 60 oder 70 Prozent als „normal“ erscheinen? Und wie sollen Kunden zu spontanen Käufen motiviert werden, wenn ohnehin regelmäßig Aktionen winken? Wer permanent reduziert, reduziert am Ende auch die Aufmerksamkeit. Reizüberflutung – online wie offline – macht den Preisvorteil zur Hintergrundmusik.
Gezieltes Werkzeug
Entscheidend ist daher der Perspektivwechsel: weg vom Rabatt als Reflex, hin zum Rabatt als gezieltes Werkzeug. Drei Leitfragen helfen bei der strategischen Einordnung:
• Welches Ziel soll die Aktion wirklich erfüllen? Frequenz ist nicht gleich Profit. Eine Aktion kann sinnvoll sein, wenn sie Bestände abbaut, Sortimentswechsel unterstützt oder neue Kundensegmente testet. Wer hingegen „einfach Umsatz“ sucht, riskiert, Wert zu verbrennen.
• Wen will ich aktivieren – und wen will ich nicht erziehen? Der „Deal-Jäger“ reagiert anders als der Stammkunde. Wer beide Gruppen mit derselben Rabattlogik bespielt, schadet sich doppelt: Schnäppchenjäger sind selten loyal, Stammkunden fühlen sich schnell bestraft („Warum habe ich letzte Woche voll bezahlt?“). Treue wird durch Preissignale belohnt oder beschädigt.
• Welche Alternative biete ich jenseits des Preises? Hier liegt die langfristige Chance. Konsumenten suchen zunehmend emotionale, inspirierende und erlebnisorientierte Kaufanlässe – und belohnen Händler, die Service, persönliche Beratung oder Erlebnis glaubwürdig liefern. Der Preis bleibt wichtig, aber er ist nicht mehr das einzige Argument.
Der Black Friday zeigt exemplarisch, wohin Rabattinflation führt: hohe Erwartung, hoher Kommunikationsdruck, hoher Preisnachlass – und am Ende ein Publikum, das sich eher enttäuscht als begeistert fühlt. Für den Einzelhandel ist das eine Einladung, wieder stärker am eigenen Kapital zu arbeiten: Vertrauen, Relevanz und Differenzierung. Rabatte dürfen Teil des Werkzeugkastens bleiben. Aber wer dauerhaft nur am Preis dreht, dreht irgendwann an der eigenen Zukunft.
mstoffella@hds-bz.it
Rabatte dürfen Teil des Werkzeugkastens bleiben. Aber wer dauerhaft nur am Preis dreht, dreht irgendwann an der eigenen Zukunft.
Durch dick und dünn
80 Jahre hds: Langjährige hds-Mitglieder in den Fokus gerückt. Anlässlich des diesjährigen Verbandsjubiläums richtet der hds seinen Blick auf diejenigen, die diesen Erfolg und diese lange Geschichte überhaupt erst möglich gemacht haben: die Betriebe. In dieser und in den kommenden Ausgaben werden deshalb historische Mitgliedsbetriebe vorgestellt, die den Verband von Anfang an begleitet haben.
Seit über 160 Jahren
Kompetenz rund ums Grün
Biasion setzt auf Tradition, Fachwissen und Investitionen in die Zukunft. Was einst als kleines Samenstandl in der Bozner Museumstraße begann, hat sich im Laufe von mehr als 160 Jahren zu einem vielseitigen Fachunternehmen für Garten, Begrünung und Gartentechnik entwickelt. Die Biasion GmbH zählt heute zu den wichtigsten Ansprechpartnern in Südtirol, wenn es um Pflanzen, Saatgut, Garten- und Begrünungstechnik geht. Gegründet wurde die Firma 1866 von Dominikus und Luise Biasion. Vier Generationen lang leitete dann Familie Saltuari die Ge-
schicke und aus dem Saatguthandel wurde ein breit aufgestellter Fachbetrieb, der sowohl Privatpersonen als auch Fachkräfte betreut.
2016 übernahmen Jos und Jörg Platter (Platter KG, Eppan) das Unternehmen und führen es mit dem Ziel weiter, Tradition und moderne Handelsstrukturen zu verbinden. Sie achten dabei bewusst auf Kompetenz und Kundennähe, die trotz zunehmender Digitalisierung nach wie vor für einen erfolgreichen Fachhandel entscheidend sind.
Vier starke Pfeiler
Heute stützt sich Biasion auf vier zentrale Geschäftsbereiche. Das Gardencenter in der Bozner Siemensstraße richtet sich an die Privatkundschaft. Es bietet auf über 2000 Quadratmetern eine große Auswahl an Zimmer- und Gartenpflanzen, Gemüsejungpflanzen, Substraten, Gartenzubehör sowie Dekoartikeln.
Mit dem Technics Shop betreibt Biasion ein Fachgeschäft für hochwertige Gartentechnik. Als Honda Master Dealer für die Region Trentino-Südtirol umfasst die Produktpalette unter anderem Rasenmäher, Gartengeräte, Mähroboter, Generatoren und Schneefräsen. Ergänzt wird das Angebot durch akkubetriebene Lösungen und innovative Technologien für die Rasenpflege. Der Technics Shop wurde im Zuge eines umfassenden Modernisierungsprojektes Anfang 2026 neu eröffnet.
Der Bereich Biasion Professional richtet sich an Wiederverkaufende, Gartenbaubetriebe sowie Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner im gesamten norditalienischen Raum. Hier bietet die Firma ein breites Sortiment an Spezialprodukten für Fachanwendungen sowie umfassende Beratungsleistungen für professionelle Begrünungsprojekte.
Ein besonders traditionsreicher Schwerpunkt liegt im Bereich Saatgut und Hydrosaat. Biasion betreibt das einzige Saatgut-Mischwerk Südtirols und stellt mehr als 50 verschiedene Rasen- und Begrünungsmischungen für unterschiedlichste Einsatzbereiche her. Von der langjährigen Erfahrung profitieren nicht nur private Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer, sondern auch öffentliche Auftraggebende.
Ein eingespieltes Team als Fundament
Biasion beschäftigt heute rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen – von der Verkaufsberatung über die Magazinmitarbeit bis hin zu akademisch ausgebildeten Fachleuten. Diese Vielfalt ermöglicht einen fachkundigen Service, der bei kleinen Gartenprojekten ebenso wie bei großflächigen Infrastruktur- und Landschaftsvorhaben unterstützend zur Seite steht.
Investitionen in den Standort Bozen
Derzeit investiert Biasion gezielt in die Weiterentwicklung des Standortes in der Bozner Industriezone. Die Arbeiten am Technics Shop und dem neuen Verwaltungsgebäude wurden bereits fertiggestellt. Als nächster Schritt ist der Umbau des bestehenden Gewächshauses zu einem modernen Gardencenter geplant. Ziel dieser Investitionen ist es, den Einzelhandel noch zeitgemäßer zu gestalten, die Beratungsqualität zu vertiefen und attraktive Arbeitsplätze für die Angestellten zu schaffen. Der Detailhandel bleibt bis zur Fertigstellung im Februar 2027 weiterhin geöffnet.
Blick in die Zukunft
Für die kommenden Jahre möchte das Unternehmen seine Einzelhandelstätigkeit ausbauen sowie den Großhandelsvertrieb stärken. Gleichzeitig soll das Sortiment erweitert und an zukünftige Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit und durchdachter Gartenlösungen ausgerichtet werden. Wertvolle Anregungen liefert dabei der Austausch mit anderen Handelstreibenden, der seit rund 80 Jahren durch den Südtiroler Wirtschaftsverband hds gefördert wird.
Das Land Südtirol unterstützt Unternehmen aus den Bereichen Handwerk, Industrie, Handel, Dienstleistungen und Tourismus auch weiterhin mit Beiträgen für die Installation von Überfall- und Einbruchsmeldeanlagen. Das hat die Landesregierung in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen.
Zusätzliche Anreize Erstmals gibt es auch für die Installation von GPS-Ortungssystemen und für die Beauftragung eines privaten Sicherheitsdienstes zur Erhöhung der Sicherheit und des Schutzes der Unternehmen einen Zuschuss. Unternehmen können im Zeitraum 20262028 den Antrag für maximal drei operative und ordnungsgemäß eingetragene Betriebssitze in Südtirol einreichen. Förder-
fähig sind Vorhaben mit einem zulässigen Mindestbetrag von 1000 Euro und einem Höchstbetrag von 14.000 Euro pro Betriebssitz. Der Zuschuss kann bis zu maximal 50 Prozent der zulässigen Ausgabe betragen, maximal 7000 Euro.
Der Beschluss der Landesregierung Nr. 241 vom 27.03.2026 steht unter Downloads auf hds-bz.it zur Verfügung.
Gewinnerinnen & Gewinner
Woche 10.03. – 15.03.2026
1) Harald Gruber, St. Pankraz/Ulten
2) Noomi Ebner, Rasen-Antholz
3) Fabian Leitner, St. Lorenzen
Woche 16.03. – 23.03.2026
1) Silvia De Bettin, Bruneck
2) Sigrid Zagler, Laas
3) Johanna Puner, Villnöss
Südtirol sucht sein Lieblingsgeschäft 2026. Mit der landesweiten Initiative „Mein Lieblingsgeschäft 2026“ sensibilisiert der hds – mit Unterstützung des Landes Südtirol – für die Bedeutung des stationären Handels – als Nahversorger, Treffpunkt und Identitätsstifter in Städten und Dörfern. Bis zum 19. April konnte jede Person einmal täglich auf www.lieblingsgeschaeft.it für ihr eigenes Lieblingsgeschäft abstimmen und dadurch ihre Wertschätzung für den lokalen Fachhandel zum Ausdruck bringen. 500 Geschäfte aus 84 Gemeinden im ganzen Land stellten sich dabei zur Wahl. Zur Halbzeit der Abstimmungsphase wurde eine Zwischenbilanz gezogen: Bis zum 31. März wurden mehr als 125.000 Stimmen abgegeben – ein durchschlagender Erfolg, der zeigt, wie sehr die Menschen den lokalen Handel schätzen und sich mit ihrem Territorium verbunden fühlen.
„Mein Lieblingsgeschäft“ goes social Besonders erfreulich ist, mit welcher Begeisterung die teilnehmenden Geschäfte die Initiative mittragen und weitertragen. In zahllosen kreativen Beiträgen auf Social Media machen die Geschäfte auf sich aufmerksam und fordern ihre Kundschaft dazu auf, sie bei der Wahl zu „Südtirols Lieblingsgeschäft“ zu unterstützen. Auf diese Weise bietet die Initiative auch kleineren Geschäften, die über wenig Ressourcen für Marketing verfügen, eine Plattform und verhilft ihnen zu Sichtbarkeit und Wertschätzung.
125.000 Stimmen zur Halbzeit
Das Gewinnspiel zur Initiative
Wer für das eigene Lieblingsgeschäft und damit für lebendige, attraktive und lebenswerte Orte abstimmt, hat wöchentlich die Chance, einen von drei monni BON à 100 Euro zu gewinnen. Die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner der ersten beiden Abstimmungswochen wurden im hds-Hauptsitz in Bozen im Beisein von Landeshauptmannstellvertreter und Wirtschaftslandesrat Marco Galateo, hds-Präsident Philipp Moser und hds-Direktorin Sabine Mayr mit den ersten Preisen ausgezeichnet.
Der hds gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern herzlich und freut sich über ihre Teilnahme an der Publikumswahl.
Herzlichen Dank!
Der hds bedankt sich bei den teilnehmenden Geschäften für ihr besonderes Engagement und die Mitbewerbung der Initiative und wünscht ihnen weiterhin viel Erfolg bei der Wahl zu „Südtirols Lieblingsgeschäft 2026“.
So geht die Initiative weiter Nach Abschluss der Abstimmung auf www.lieblingsgeschaeft.it wird in jedem Bezirk das Geschäft mit den meisten Stimmen als Bezirkssieger ausgezeichnet. Die landesweit fünf stimmenstärksten Geschäfte qualifizieren sich für das Wahlfinale vom 18. bis 28. Mai 2026. Anfang Juni wird das Siegergeschäft prämiert und zu „Südtirols Lieblingsgeschäft 2026“ gekürt.
In der nächsten Ausgabe des hdsmagazin wird über den Fortgang der Initiative berichtet.
Zwei der ersten Gewinner des Gewinnspiels:
v. l. Noomi Ebner, LR Marco Galateo, Harald Gruber, Präsident Philipp Moser und Direktorin Sabine Mayr.
Lieblingsgeschäfte der Gewinnerinnen und
Gewinner
„Mein Lieblingsgeschäft ist die Bäckerei Seeber in Antholz-Mittertal. Sie liegt zentral, ist klein, liebevoll eingerichtet und bietet eigentlich alles, was man im Alltag braucht – sogar einen guten Kaffee. Das Personal ist immer freundlich und zuvorkommend. Natürlich werde ich auch weiterhin jeden Tag für mein Lieblingsgeschäft abstimmen.“
Noomi Ebner
„Mein Lieblingsgeschäft ist die Bäckerei Ultner Brot in Ulten. Das Brot aus Ulten schmeckt für mich einfach am besten. Ich kaufe dort bewusst ein, weil es ein lokales Geschäft ist und kein anonymer Großhandel. Man kennt die Bedienung, man kennt sich gegenseitig – das macht den Einkauf viel persönlicher. Außerdem kann man individuelle Wünsche äußern, wenn man etwas Bestimmtes braucht. Man muss nicht selbst ins Regal greifen, sondern wird freundlich bedient. Ich habe sofort an der Wahl teilge-
Mehr Infos
Fragen zur Initiative können an lieblingsgeschaeft@hds-bz.it gerichtet werden.
nommen, um die lokalen Geschäfte zu stärken und das Angebot in ländlichen Gebieten zu unterstützen. Ich werde auch weiterhin abstimmen, um den Geschäften zu zeigen, dass man gerne zu ihnen kommt.“
Harald Gruber
hds-bz.it/ sicherheit
Cybersecurity im KI-Zeitalter
Praxisnahes Webinar mit regem Austausch Rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten im März mit großem Interesse ein Online-Webinar zum Thema „Cybersecurity & Phishing im KI-Zeitalter“. Die Veranstaltung richtete sich in erster Linie an Unternehmerinnen und Unternehmer sowie an Personalverantwortliche und bot einen kompakten, zugleich praxisnahen Überblick über aktuelle Bedrohungen im digitalen Raum.
Im Mittelpunkt stand die zunehmende Professionalisierung von Phishing-Angriffen, die durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine neue Qualität erreicht haben. Referent Matthias von Wenzl, IT-Experte und Unternehmensberater, zeigte anschaulich, wie täuschend echt gefälschte E-Mails, Webseiten oder sogar Anrufe inzwischen sein können – und wie schnell ein unbedachter Klick schwerwiegende Folgen nach sich ziehen kann. Neben der theoretischen Einführung lag ein besonderer Fokus auf konkreten Beispielen aus der Praxis. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, eigene Fälle aus ihrem Ar-
beitsalltag einzubringen und gemeinsam mit dem Referenten zu analysieren. Dieser interaktive Austausch wurde von vielen als besonders wertvoll hervorgehoben.
Ein weiterer Schwerpunkt des Webinars waren konkrete Schutzmaßnahmen: Von der Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung über den kritischen Umgang mit verdächtigen Nachrichten bis hin zur sorgfältigen Prüfung von Domains erhielten die Teilnehmenden zahlreiche Handlungsempfehlungen für den betrieblichen Alltag.
Musterverordnung zur Gewährung von Beiträgen
Gemeinsame Initiative zur Stärkung lokaler Betriebe. Der hds und der Südtiroler Gemeindenverband haben gemeinsam die neue Musterverordnung zur Gewährung von Beiträgen an Kleinst- und Kleinunternehmen ausgearbeitet. „Es ist ein konkreter Schritt zur Stärkung unserer Ortszentren und der lokalen Wirtschaft in Südtirols Gemeinden“, zeigen sich die beiden Präsidenten Philipp Moser und Dominik Oberstaller zufrieden (im Bild von links). Die Gemeinden haben die Verordnung bereits erhalten; sie dient als Grundlage, um lokale Betriebe gezielt zu fördern.
Wesentlich für die Lebensqualität „Lebendige Orte brauchen lebendige Betriebe. Nahversorger, Handwerksbetriebe, Geschäfte und Gastronomiebetriebe sind weit mehr als reine Wirtschaftsfaktoren –
sie sind ein wesentlicher Teil der Lebensqualität in unseren Dörfern und Städten“, betont hds-Präsident Philipp Moser. „Dass der Südtiroler Gemeindenverband und der hds dieses Thema gemeinsam aufgegriffen haben, ist ein starkes Signal. Gemeinden erhalten damit ein konkretes Instrument, um unternehmerische Initiativen vor Ort zu unterstützen und Ortskerne nachhaltig zu beleben.“
Auch der Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes, Dominik Oberstaller, unterstreicht die Bedeutung der gemeinsamen Vorgangsweise: „Die Gemeinden kennen die Herausforderungen in ihren Ortszentren sehr genau. Mit der Musterverordnung geben wir ihnen nun eine praxistaugliche Vorlage an die Hand, die Spielraum für die jeweiligen Bedürfnisse vor Ort lässt und vor allem gleichzeitig Rechtssicherheit bietet.“
Nicht rückzahlbare Zuschüsse
Die Musterverordnung ermöglicht es den Gemeinden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Beiträge an Kleinstunternehmen und kleine Unternehmen in den Bereichen Handwerk, Handel und Gastronomie zu gewähren. Förderfähig sind unter
Kostenlose Garfidi-Beratung
Der hds hat sein Beratungsangebot für Südtiroler Betriebe erweitert und bietet seit Februar in Zusammenarbeit mit der Garantiegenossenschaft Garfidi professionelle Beratungen zu den Themen Garantien und Finanzierung an.
Im Rahmen dieser Beratung unterstützt Garfidi Unternehmen insbesondere bei:
- Garantien (u. a. FCG, SACE und Garfidi),
- Finanzierungsstrukturen (Kredite, Konditionen und Nutzung von Kreditlinien),
- zentralen Finanzkennzahlen.
Für weiterführende Analysen wie Businesspläne, operative Analysen, Benchmarking und weitere Entwicklungsthemen werden die Betriebe bei Bedarf an die inService Un-
anderem Mietkosten, Investitionen zur Ansiedlung neuer wirtschaftlicher Tätigkeiten im Gemeindegebiet, die Modernisierung oder Erweiterung bestehender Betriebsstätten sowie Investitionen in Produkt- und Prozessinnovationen. Die Beiträge werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Ergänzend zur Musterverordnung wurden auch Antragsvorlagen und ein klarer Ablauf für die praktische Umsetzung vorbereitet, um den Gemeinden die Anwendung so einfach wie möglich zu machen.
Gemeinsamer Appell an alle Gemeinden Der hds und der Gemeindenverband laden somit alle Südtiroler Gemeinden ein, in die Entwicklung ihrer Ortskerne zu investieren, nun rechtssichere Fördermittel bereitzustellen und Betriebe aktiv zu unterstützen. „Es geht um den Erhalt und die Weiterentwicklung unserer lebendigen, attraktiven und lebenswerten Städte und Dörfer!“, so Moser und Oberstaller abschließend.
ternehmensberatung des hds weitergeleitet, um eine umfassende Betreuung sicherzustellen.
Die Beratungen finden in den hds-Büros in Bozen, Meran, Brixen und Bruneck statt und sind für Mitglieder kostenlos.
Terminvereinbarung: mitglieder@hds-bz.it, T 0471 310 489.
Interview mit Roman Eberharter (WKO Tirol) –jetzt reinschauen! •
Voneinander lernen
Delegation von Stadtmarketing Austria und WKO Tirol zu Gast in Bozen
Erstmals hat eine 30-köpfige Delegation von Stadtmarketing Austria und der Wirtschaftskammer (WKO) Tirol – Sparte Handel Bozen im Rahmen eines offiziellen Besuchs besichtigt. Angeführt wurde die Delegation von Roman Eberharter, Obmann der Sparte Handel in der WKO Tirol sowie von Michael Gsaller, Präsident des Dachverbands Stadtmarketing Austria. Ziel des Austauschs: voneinander lernen, Best-Practice-Beispiele teilen – und neue Impulse für die Weiterentwicklung von Orts- und Stadtzentren setzen.
Austausch und neue Impulse
Im Mittelpunkt stand der Besuch des hds-Kompetenzzentrums für Orts- und Stadtentwicklung im NOI Techpark in Bozen. Dort informierten sich die Gäste über aktuelle Projekte, Ansätze und Instrumente, mit denen der hds Gemeinden, Stadtmarketing-Organisationen und Betriebe dabei unterstützt, Zentren attraktiv, lebendig und wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten.
hds setzt auf Zusammenarbeit
„Lebendige Orts- und Stadtzentren entstehen nicht zufällig – sie sind das Ergebnis von professioneller Zusammenarbeit, klarem Profil und konsequenter Entwicklung. Genau dafür steht unser Kompetenzzentrum: Es verbindet Praxiswissen, Netzwerke und konkrete Umsetzungsunterstützung“, betont hds-Präsident Philipp Moser. „Der Besuch zeigt: Südtirol ist ein spannender Partner, wenn es um zukunftsfähige Standort- und Ortszentrenentwicklung geht – und gleichzeitig profitieren wir enorm vom Austausch mit starken Organisationen aus Österreich.“
Ein starker Partner
Stadtmarketing Austria gilt als Kompetenzzentrum für vernetztes Denken im Bereich der Orts- und Stadtentwicklung. Der 2008 gegründete Verein umfasst heute 80 Städte aus Österreich und Südtirol sowie Partner aus der Wirtschaft und hat sich zu einer prägenden Kraft in der Regionalentwicklung etabliert. Der Besuch in Bozen unterstrich den gemeinsamen Anspruch, Orts- und Stadtentwicklung stärker als integrierten Prozess zu verstehen – von Handel, Gastronomie und Dienstleistungen über Aufenthaltsqualität bis hin zu Mobilität und Veranstaltungen.
Kooperation über Grenzen hinweg
Auch Delegationsleiter Roman Eberharter unterstrich die Bedeutung des grenzüberschreitenden Austauschs: „Handel und Zentren stehen überall vor ähnlichen Herausforderungen – vom Struktur-
Die 30-köpfige Delegation von Stadtmarketing Austria und Wirtschaftskammer WKO Tirol zu Besuch im NOI Techpark in Bozen.
Gemeinsam für starke Ortszentren: v. l. Philipp Moser, Michael Gsaller und Roman Eberharter.
wandel bis zur Frequenz. Umso wichtiger ist es, Lösungen gemeinsam zu denken und dort hinzuschauen, wo bereits erfolgreich gearbeitet wird.“
Michael Gsaller, Präsident von Stadtmarketing Austria, ergänzte: „Südtirol und insbesondere Bozen zeigen, wie man Standortentwicklung strategisch und praxisnah verankern kann. Der Austausch mit dem hds-Kompetenzzentrum liefert wertvolle Impulse für unsere Mitglieder – und stärkt die Kooperation über Grenzen hinweg.“
Auftakt für weitere Zusammenarbeit
Der hds sieht in diesem Treffen einen starken Auftakt für eine intensivere Zusammenarbeit. „Ortsentwicklung ist die zentrale Zukunftsfrage für unsere Gemeinden – wirtschaftlich, sozial und kulturell. Wer heute vernetzt arbeitet, gewinnt morgen an Stärke“, so Moser abschließend.
KONTAKT IM hds Martin Stampfer, Bereichsleiter NOI Kompetenzzentrum, T 0471 310 511, mstampfer@hds-bz.it, hds-bz.it/noibozen
hds ehrt
treue Mitglieder
Die Bezirksversammlungen wurden mit der Ehrung langjähriger hds-Mitglieder abgeschlossen.
Pustertal/Gadertal 1
• Seit 40 Jahren beim hds sind
Waltraud Oberhuber in Happacher aus Kiens, Boutique Cilly – Frieda Oberrauch aus Sand in Taufers und Johann Trenker Kg aus Toblach,
• seit 30 Jahren Metzgerei Steiner GmbH aus Rasen/Antholz und Apotheke St. Barbara GmbH aus St. Georgen/Bruneck.
Vinschgau 2
• Seit 50 Jahren beim hds sind Elektro Tele Mair und Ernst Rechenmacher aus Schlanders, Elektro Peer und Schönthaler Baustoffe aus Laas/Eyrs, Karl Lesina Debiasi aus KastelbellTschars sowie Genuss Gruber aus Prad am Stilfserjoch.
PUSTERTAL/GADERTAL UND VINSCHGAU
Gemeinsam für lebendige Orte
Gut besuchte Bezirksversammlungen. Vor Kurzem standen in Südtirol gleich zwei Bezirksversammlungen des hds im Zeichen zentraler Zukunftsfragen für Handel, Gastronomie und Dienstleistungen. Sowohl im Pustertal/Gadertal als auch im Vinschgau wurde deutlich: Die Entwicklung der lokalen Wirtschaft ist eng mit dem Tourismus, der Attraktivität der Orte und den Rahmenbedingungen für Betriebe verknüpft. Neben strategischen Impulsen und politischen Botschaften wurden auch langjährige Mitglieder für ihren Einsatz geehrt.
Wir brauchen den Tourismus!
Im Raiffeisen Forum in Bruneck trafen sich zahlreiche Wirtschaftstreibende aus dem gesamten Bezirk zur diesjährigen Bezirksversammlung des hds Pustertal/Gadertal. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen das Wachstum und die Entwicklung touristischer Destinationen sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder.
Bezirkspräsident Daniel Schönhuber betonte eingangs die Bedeutung lebendiger, attraktiver und lebenswerter Orte – sowohl für Einheimische als auch für Gäste. Dieses Ziel lasse sich nur durch ein gemeinsames Handeln von Wirtschaft, Politik und Gemeindeverwaltungen erreichen.
Auch hds-Präsident Philipp Moser unterstrich die Rolle des Tourismus für die heimische Wirtschaft. Dank bestehender Rahmenbedingungen in Südtirol sei eine funktionierende Nahversorgung in den Gemeinden weiterhin gewährleistet. Gleichzeitig sei es entscheidend, insbesondere klein- und familiengeführte Betriebe zu stärken. Moser machte deutlich: Ein erheblicher Teil des Umsatzes im Handel werde durch den Tourismus generiert – „Wir brauchen ihn!“. Nach der Begrüßung durch Vizepräsident Sandro Pellegrini lieferte Thomas Reiter, Direktor von Skirama Kronplatz, in einem Impulsreferat wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Chancen touristi-
Viele Handelstreibende, Gastronomen und Dienstleister haben an den diesjährigen Bezirksversammlungen des Wirtschaftsverbandes hds teilgenommen.
scher Entwicklung. Unter dem Titel „Wachstum als Erfolgsfaktor einer Destination am Beispiel Kronplatz“ ging er auf steigende Kosten, den Klimawandel, zunehmenden Wettbewerb sowie veränderte Kundenansprüche ein. Ein zentrales Thema sei dabei die Stärkung der Nebensaisonen durch neue Märkte und Angebotsstrategien.
Unser Einsatz gilt unseren Orten und Dörfern!
Auch im Vinschgau versammelten sich zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer zur Bezirksversammlung des hds in der BASIS Vinschgau in Schlanders. Anlass war unter anderem das 80-jährige Bestehen des Verbandes, der seit seiner Gründung im Jahr 1946 die Interessen von Handel, Gastronomie und Dienstleistungen vertritt. Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser hob in seiner Ansprache hervor, dass die
lebendige Entwicklung der Orte und Dörfer weiterhin im Zentrum der Verbandsarbeit stehe. Diese Zielsetzung sei über Jahrzehnte hinweg konstant geblieben und bilde die Grundlage für die Attraktivität und Lebensqualität im Bezirk.
Ein Blick in die Verbandsgeschichte erinnerte an prägende Persönlichkeiten wie den langjährigen Bezirkspräsidenten Otto Gander, der von 1972 bis 2002 maßgeblich zum Aufbau und zur Weiterentwicklung des Verbandes im Vinschgau beigetragen hat.
Auch hds-Präsident Philipp Moser ging in seinen Grußworten auf die Bedeutung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Südtirol ein, die eine stabile Nahversorgung ermöglichen. Besonders betonte er erneut die Rolle des Tourismus als wesentlichen Wirtschaftsfaktor und die Notwendigkeit, kleinstrukturierte Betriebe gezielt zu unterstützen.
Vizepräsident Sandro Pellegrini informierte zudem über aktuelle kollektivvertragliche Themen im Handelsbereich. Inhaltlich standen darüber hinaus zwei Gemeinden im Fokus: Schlanders, das sich als Europäische Hauptstadt des Einzelhandels 2026 präsentieren wird, sowie Latsch. Vertreterinnen und Vertreter beider Gemeinden gaben Einblicke in ihre jeweiligen Strategien zur Ortsentwicklung. In Schlanders wurden die Erfolgsfaktoren im europäischen Wettbewerb erläutert, während in Latsch Maßnahmen zur Förderung von Betriebseröffnungen und -übernahmen sowie Konzepte für eine „gelebte Ortsentwicklung“ vorgestellt wurden.
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LEIFERS
Neue Impulse für den lokalen Handel
Ortsversammlung im Gardencenter Patrick. Im März lud die hds-Ortsgruppe Leifers zur Versammlung in das Gardencenter Patrick ein, um lokale Unternehmerinnen und Unternehmer über aktuelle Entwicklungen zu informieren und gemeinsam neue Perspektiven für die Stärkung der Wirtschaft vor Ort zu entwickeln. Zahlreiche Mitglieder folgten der Einladung.
Neue Führung, klare Ziele
Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Vorstellung des neu aufgestellten Teams der Ortsgruppe. An der Spitze steht künftig Raffaella Defant als Ortsobfrau. Unterstützt wird sie von Paola Galvan, Sarah Schrentewein, Irene Anesi und Andrea Mastroianni. Gemeinsam will sich der Ausschuss für die Anliegen der Betriebe einsetzen und aktiv zur Attraktivität und Lebensqualität in Leifers beitragen.
Jugendprojekt und neue Initiativen
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die zweite Ausgabe des Projekts „SeiLeiferser“. Die Initiative richtet sich an Mittelschülerinnen und -schüler und ermöglicht ihnen durch Workshops und praktische Einblicke einen direkten Zugang zur Vielfalt der lokalen Betriebe und Berufe. Ziel ist es, frühzeitig das Bewusstsein für den Wert des lokalen Handels zu stärken und die Verbindung zwischen Schule und Wirtschaft zu fördern.
Aktionen 2026
Darüber hinaus kündigte der hds mehrere Aktionen für das laufende Jahr an:
• Mit der Initiative „Mein Lieblingsgeschäft“ sollen Bürgerinnen und Bürger ihre Verbundenheit mit dem lokalen Handel sichtbar machen.
• Geplante Weihnachtsaktivitäten sollen das Ortszentrum in der Adventszeit beleben.
• Ein Video-Testimonial wird die Vorteile einer starken Gemeinschaft im hds für die Unternehmer vor Ort hervorheben.
SARNTAL
Aktiv gegen Geschäftesterben
Gut besuchte Ortsversammlung des hds. Bei der im Februar stattgefundenen Versammlung der Sarner Kaufleute stand ein Thema im Mittelpunkt – der zunehmende Strukturwandel im lokalen Handel und die damit verbundenen Geschäftsschließungen im Sarntal. „Wir wollen nicht länger zuschauen, wie immer mehr Betriebe schließen, sondern konkret etwas dagegen unternehmen“, betont hds-Ortsobmann Stefan Hochkofler. Gemeinsam mit der Genossenschaft für Regionalentwicklung Sarntal (GRW) wurde in den vergangenen Monaten an konkreten Lösungsansätzen gearbeitet. Grundlage dafür bildete eine Umfrage unter den Handelsbetrieben sowie die Analyse möglicher Entwicklungsstrategien. GRW-Obmann Josef Günther Mair stellte die Ergebnisse und daraus abgeleitete Vorschläge vor, die nun schrittweise umgesetzt werden sollen.
Zu den zentralen Maßnahmen zählt ein gemeinsamer Außenauftritt unter der Marke „Sarner Kaufleute“. Darüber hinaus sind innovative Veranstaltungsformate in Zusammenarbeit mit Vereinen sowie gemeinsame Aktionen im Ort geplant. Auch die Einführung einer Punktekarte zur Stärkung der Kundenbindung wurde angeregt. Als nächster Schritt soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, die einen Dreijahresplan ausarbeitet und Finanzierungsmodelle prüft. hds-Bezirkspräsident Patrick Peruzzo unterstrich in seinem Beitrag die Bedeutung von Zusammenhalt und Dialog: „Angesichts herausfordernder Rahmenbedingungen braucht es eine verlässliche Partnerschaft auf Augenhöhe.“ Gemeinde, Gastgewerbe und Vereine seien gleichermaßen gefordert, sich einzubringen. Nur gemeinsam könne die Wirtschaft im Sarntal gestärkt und nachhaltig weiterentwickelt werden.
V. l. hds-Bezirksleiter Patrick Volkan, Bezirkspräsident Patrick Peruzzo, Ortsobmann Stefan Hochkofler und Kaufmann Michael Innerebner.
Ein starkes Team: v. l. Sarah Schrentewein, Paola Galvan, Irene Anesi, Raffaella Defant mit Bezirksleiter Patrick Volkan. Im Bild fehlt Andrea Mastroianni.
GRÖDEN
Einkaufen, gewinnen –und Gutes tun
20 Jahre Dutlbon: Eine Erfolgsgeschichte für das Grödental. Zwei Jahrzehnte, eine Idee und ein nachhaltiger Erfolg: Die Initiative Dutlbon feierte im vergangenen Jahr ihr 20-jähriges Bestehen – ein Jubiläum, das weit mehr ist als ein bloßer Anlass zum Rückblick. Seit nunmehr 20 Jahren stärkt Dutlbon konsequent den lokalen Handel und fördert zugleich das Gemeinschaftsgefühl in den Gemeinden St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein.
Doch Dutlbon steht nicht nur für wirtschaftliche Impulse, sondern auch für gelebte Solidarität. So konnte der Ausschuss der Initiative im März dem Vinzenzverein eine Spende in Höhe von 900 Euro überreichen. Der Betrag stammt aus nicht abgeholten Gewinnen – ein schönes Beispiel dafür, wie aus vermeintlich kleinen Summen ein wertvoller Beitrag für die Gemeinschaft entsteht.
Ein besonderer Dank gilt der Raika Gröden, die Dutlbon seit den Anfängen finanziell unterstützt und damit wesentlich zum Erfolg der Initiative beiträgt. Ebenso begleitet Radio Gherdëina das Projekt seit Beginn als verlässlicher Partner.
Was einst als einfache Initiative begann, ist heute ein fester Bestandteil der regionalen Wirtschaft – eine Entwicklung, die sich durchaus als Erfolgsgeschichte bezeichnen lässt. Dutlbon motiviert Einheimische wie Gäste gleichermaßen, ihre Einkäufe im Grödental zu tätigen, und unterstützt damit gezielt die heimischen Betriebe. Besonders beliebt ist dabei die jährliche Weihnachtsaktion, die mit attraktiven Gewinnmöglichkeiten lockt. Die Dutlbon-Gutscheine, die dabei gewonnen werden können, sorgen regelmäßig für Freude – und zeigen eindrucksvoll, wie sich Regionalität und konkreter Mehrwert verbinden lassen.
PUSTERTAL/GADERTAL hds feiert seine treuen Mitglieder
Wertigkeit, Tradition, Engagement. Jedes Jahr werden treue hds-Mitglieder mit einem Ehrendiplom ausgezeichnet. Kürzlich wurden einige von ihnen für ihre langjährige Mitgliedschaft mit der hds-Ehrenurkunde geehrt. Die Urkunden wurden von Bezirkspräsident Daniel Schönhuber, der Ansprechperson des hds in Toblach, Maja Jennen, Fachgruppenleiter Pietro Perez sowie Bezirksleiter Willy Marinoni überreicht.
Seit 40 Jahren beim hds sind
1 Bäckerei Walder – Walder GmbH (Toblach)
2 Presseshop Enrico Puerari (Bruneck)
und seit 30 Jahren
3 Optik Rubner GmbH (Bruneck)
Carmen Flaim, Markus Rabanser und Bruno Pitscheider bei der Spendenübergabe an Wilfrid Math vom Vinzenzverein (v. l.).
JUNGE IM hds
jungeim hds
Impulse für einen leistbaren Mietmarkt
Junge Wirtschaft im Dialog. Die Wohnsituation in Südtirol zählt weiterhin zu den größten Herausforderungen für junge Menschen – und ist damit auch ein zentraler Faktor für die Zukunft des Landes. Bei der Veranstaltung „Südtiroler Mietmarkt – Junge Impulse“, organisiert vom Landesjugendbeirat Anfang März, erarbeiteten Vertreterinnen und Vertreter aus Jugend- und Wirtschaftsorganisationen konkrete Lösungsansätze. Mit dabei waren unter anderem der Südtiroler Jugendring, die Südtiroler Hochschülerschaft, der Landesbeirat der Schülerinnen und Schüler sowie mehrere Organisationen der Jungen Wirtschaft – darunter die Jungen im hds, die Hoteliers- und Gastwirtejugend, die Südtiroler Bauernjugend, die Junghandwerker im lvh und die Jungunternehmer im Unternehmerverband Südtirol. Fachliche Impulse lieferten Thomas Hasler (Baukollegium), Alexander Benedetti (Südtiroler Maklervereinigung im hds) und Wohnbauberater Olaf Lutz. Einigkeit herrschte darüber, dass die jüngste Wohnreform ein wichtiger Schritt ist, jedoch weitere Maßnahmen notwendig sind, um den Mietmarkt nachhaltig zu entlasten und für junge Menschen zugänglicher zu machen.
Drei zentrale Handlungsfelder wurden definiert:
• Vermietung attraktiver und sicherer machen. Vermieter sollen gezielt unterstützt werden – etwa durch besseren Schutz vor Mietausfällen, steuerliche Anreize und angepasste Mietzinsregelungen, damit Vermietung wirtschaftlich tragfähig bleibt.
• Wohnraum effizienter nutzen. Leerstehende Wohnungen müssen verstärkt aktiviert werden. Gleichzeitig braucht es klare Regeln für Kurzzeitvermietungen. Diskutiert wurde auch, Einnahmen aus Zweitwohnungen gezielt für leistbaren Wohnraum einzusetzen.
• Bauen erleichtern und Angebot erhöhen. Mehr leistbarer Wohnraum erfordert schnellere Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie und eine ausreichende Ausweisung von Baurechten in den Gemeindeentwicklungsplänen.
Leistbares Wohnen ist keine Randfrage, sondern entscheidend für Lebensqualität, wirtschaftliche Entwicklung und die Zukunft junger Menschen in Südtirol. Ohne wirksame Maßnahmen drohen soziale Spannungen und ein Standortnachteil. Die Ergebnisse der Veranstaltung werden nun in der Arbeitsgruppe „Leistbares Wohnen“ des Landesjugendbeirats weiter konkretisiert und in Vorschläge für die Politik überführt. Ziel bleibt ein funktionierender, fairer und zukunftsfähiger Mietmarkt.
Gemeinsam für leistbares Wohnen: Jugendorganisationen bringen konkrete Impulse ein.
IM hds
Rodeln, Genuss und gute Gespräche
Night 2.0. Im Februar zeigte sich Reinswald im Sarntal von seiner besten Seite. Bei der Powder Night 2.0 der Jungen im hds trafen sich am Abend trotz kurzfristiger Absagen nur vier Teilnehmende. Im Mittelpunkt stand dabei die Freude am gemeinsamen Erlebnis.
Startpunkt war die Talstation in Reinswald, von wo es hinauf zum Bergrestaurant Pichlberg auf 2130 Metern Höhe ging. Dort begann der gesellige Teil mit einem gemeinsamen Abendessen, das ganz im Zeichen von Austausch und Netzwerken stand.
Den krönenden Abschluss bildete die Rodelabfahrt bei Nacht. Unter dem klaren Winterhimmel und umgeben von verschneiten Bergen wurde die Abfahrt zu einem sportlichen und zugleich geselligen Erlebnis – mit viel Spaß und bleibenden Eindrücken.
enardin@hds-bz.it
JUNGE
Powder
JUNGE IM hds
Vollgas mit Vision
Zwei Schwestern, ein Betrieb. Mit der neuen Interviewreihe „Junge Stimmen der Wirtschaft“ holt der hds frische Perspektiven vor den Vorhang. Den Auftakt machen Verena und Julia Kofler von der Kofler Tankstelle – Bar – Shop aus Sterzing – zwei Unternehmerinnen, die zeigen, wie viel Innovation, Mut und Zusammenhalt in einem modernen Familienbetrieb stecken kann.
Wer seid ihr – und was macht euer Unternehmen besonders?
Wir sind Verena und Julia Kofler und führen gemeinsam unseren Betrieb in Sterzing. Verena kümmert sich um die Tankstelle und alles rundherum, Julia um die hauseigene Konditorei.
Unser Betrieb ist mehr als eine klassische Tankstelle: Bei uns gibt es vieles an einem Ort – Tankstelle, Shop, Lebensmittel, Bar, belegte Brote und selbstgemachte Konditoreispezialitäten.
Besonders ist auch, dass wir ein Frauenbetrieb sind. In einer oft männerdominierten Branche müssen wir uns stärker beweisen –das hat uns aber auch geprägt. Heute stehen wir als Powerfrauen für Qualität, Vielseitigkeit und gelebte Tradition.
Wie seid ihr Jungunternehmerinnen geworden?
Eine Mischung aus Familienbetrieb und bewusster Entscheidung. Wir sind mit der Selbstständigkeit aufgewachsen und haben
früh mitgearbeitet. Gleichzeitig haben wir auch als Angestellte Erfahrungen gesammelt – gelernt haben wir viel, aber erfüllt hat es uns nie ganz. Irgendwann war klar: Wir wollen selbst gestalten und unseren eigenen Weg gehen.
Wie schaltet ihr ab und tankt neue Energie? Ganz ehrlich: Abschalten ist nicht einfach. Gerade in intensiven Zeiten bleibt wenig Raum für längere Pausen. Energie schöpfen wir in kleinen Momenten – Zeit mit unseren Liebsten, gute Gespräche oder einfach kurz durchatmen. Oft hilft schon das Gefühl, gemeinsam an etwas zu arbeiten, das uns wirklich wichtig ist.
Wenn ihr morgen neu starten müsstet –Was würdet ihr anders machen?
Wir würden früher klar priorisieren. Am Anfang will man alles gleichzeitig perfekt machen – heute wissen wir, wie wichtig Struktur, klare Abläufe und Fokus sind. Man muss nicht alles auf einmal schaffen, aber wissen, was wirklich zählt.
Euer stolzester Moment?
Zu sehen, wie gut unser Konzept ankommt. Unsere Kundinnen und Kunden kommen nicht nur zum Tanken, sondern schätzen das gesamte Angebot. Besonders stolz sind wir auch auf unseren modernen Betrieb –solche vielseitigen, zeitgemäßen Tankstellen gibt es in Italien noch selten.
Was macht eure Generation anders?
Wir denken offener, flexibler und moderner. Wir respektieren das Bestehende, wollen aber gleichzeitig neue Ideen einbringen und den Betrieb weiterentwickeln. Uns geht es nicht nur um Wirtschaftlichkeit, sondern auch darum, wie ein Betrieb wirkt und langfristig bestehen kann.
Gab es Momente des Zweifelns?
Ja, die gibt es. Wenn viel Verantwortung zusammenkommt, stößt man an Grenzen. Aber der Gedanke ans Aufgeben bleibt nie lange. Was uns antreibt, ist das Warum: unsere Familie, unsere Zukunft und ein Betrieb, den wir mit Überzeugung weiterführen und neugestalten wollen.
Interview: Elisabeth Nardin
fachgruppen
hds-bz.it/baecker hds-bz.it/konditoren
KONDITOREN
Genuss, Begegnung und neue
Perspektiven
Die Vollversammlung 2026 setzt bewusst auf ein Format, das Information, Austausch und Erlebnis miteinander verbindet. Unter dem Motto „Gemeinsam genießen & gestalten“ findet die Veranstaltung am Mittwoch, 20. Mai, im Gustelier in Bozen statt und richtet sich an Fachleute, die Impulse aus der Praxis ebenso schätzen wie den Blick über den Tellerrand.
Nach einem Willkommenskaffee ab 14:30 Uhr folgt um 15:00 Uhr der offizielle Teil mit Grußworten, Rückblick und Ausblick. Präsident Paul Wojnar ordnet dabei die Entwicklungen des vergangenen Jahres ein und skizziert zentrale Perspektiven für kommende Projekte und Themenfelder. Im Anschluss rückt ab 16:00 Uhr der praktische Zugang in den Vordergrund: Ein Kochund Mitmachworkshop mit Sternekoch Herbert Hintner bietet Einblicke in zeitgemäße Interpretationen der Südtiroler Küche. Der Fokus liegt auf handwerklichen Techniken, direkter Anwendung und dem gemeinsamen Arbeiten an Produkten und Ideen. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Abendessen ab 19:00 Uhr, bei dem die im Workshop entstandenen Gerichte in kollegialer Atmosphäre verkostet werden. Die Veranstaltung versteht sich damit nicht nur als organisatorischer Pflichttermin, sondern als Plattform für fachlichen Austausch und informelle Vernetzung.
Anmeldungen sind bis 11. Mai möglich: kgutgsell@hds-bz.it.
BÄCKER Über 8000 Euro für Südtirol hilft
Eine gut besuchte Veranstaltung: Barbara Moroder, Koordinatorin des Bereichs Schule-Wirtschaft des WIFO, mit den Testimonials Karoline Fuchs, Daniele Zanon, Marianna Burato, Giulia Sarzo und Astrid Rier sowie WIFO-Direktor Georg Lun.
Bäcker übergeben symbolischen Scheck. Die landesweite Spendenaktion der Südtiroler Bäcker im hds ist erfolgreich abgeschlossen: Insgesamt 8390 Euro wurden gesammelt und nun im März offiziell an die Hilfsorganisation „Südtirol hilft“ übergeben.
25 Bäckereien beteiligten sich in der Advents- und Weihnachtszeit an der Initiative „AIUTARE – HELFEN – DAIDÉ“. Für jedes verkaufte Produkt mit Aktionsaufkleber floss ein Euro in den Spendentopf. Die Aktion lief bis 31. Dezember und unterstützt Menschen in schwierigen Lebenslagen in Südtirol. Die Bäckerinnung betonte, dass die breite Beteiligung der Betriebe sowie die Unterstützung der Kundinnen und Kunden maßgeblich zum Erfolg beigetragen hätten. Die Spende sei ein gemeinsames Zeichen der Solidarität. Auch „Südtirol hilft“ bedankte sich für die Mittel, die direkt Bedürftigen zugutekommen.
Bereits bei der Vorstellung der Aktion hatte Bischof Ivo Muser den Bäckern für ihr langjähriges Engagement gedankt und die Initiative als wichtigen Beitrag für Menschen in Not in Südtirol gewürdigt.
BÄCKER Einblicke in die Arbeitswelt
12. Wirtschaftstag in Bozen. Wie gelingt der Einstieg in die Arbeitswelt? Dieser Frage widmete sich im März der 12. Wirtschaftstag für Berufsschülerinnen und -schüler der Handelskammer Bozen. Mehr als 90 Jugendliche aus ganz Südtirol nutzten die Gelegenheit, sich in praxisnahen Workshops zu Bewerbung, Lebenslauf und Schlüsselkompetenzen auf ihren beruflichen Einstieg vorzubereiten.
Zum Auftakt berichteten fünf Testimonials aus unterschiedlichen Branchen von ihren Karrierewegen und Zukunftsplänen. Unter ihnen war auch Karoline Fuchs von der Bäckerei Preiss Konditorei Fux in Meran, die als Vertreterin des Bäckerhandwerks Einblicke in ihren Berufsalltag gab und den Jugendlichen ihren persönlichen Werdegang näherbrachte.
kgutgsell@hds-bz.it
Die Veranstaltung setzte bewusst auf den direkten Austausch zwischen jungen Menschen und erfahrenen Fachkräften. Organisiert wurde der Wirtschaftstag vom WIFO –Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen in Zusammenarbeit mit der Berufsbildung.
kgutgsell@hds-bz.it
Bei der Spendenübergabe: v. l. die Vorstandsmitglieder der Bäckerinnung Joachim Tauber, Horst Tschaikner, Martin Psenner, Horst Pichler von Südtirol hilft, Landesinnungsmeister Johann Trenker, Hanspeter Zöggeler, Christoph Stampfl und Jürgen Pfitscher.
Die Vorstandsmitglieder bei der Klausurtagung in Bozen: v. l. Vizepräsident Christoph Resch, Christian Ossanna, Fachgruppenleiter Pietro Perez, Präsident Werner Gramm, Alexander Peer, Kathrin Foradori, Jörg Frasnelli und Roman Tschimben.
GROSSHANDEL
Mobilität, KI und Mitarbeitergewinnung
Weichen 2026. Im März hat sich der Sektor Großhandel im hds im Magdalener Hof in Bozen zu einer Klausurtagung getroffen, um die strategische Ausrichtung sowie zentrale Themen und Initiativen für das Jahr 2026 festzulegen.
„Der Großhandel steht derzeit vor großen Herausforderungen, aber auch vor ebenso großen Chancen – von der Digitalisierung über neue Mobilitätsanforderungen bis hin zur Mitarbeitersuche“, betont Präsident Werner Gramm. Ziel der Klausur war es, diese Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen und konkrete Maßnahmen für die Großhandelsbetriebe zu definieren.
Fortschritte bei Zufahrtsregelungen
Ein wichtiger Erfolg konnte im Bereich Mobilität erzielt werden: Nach intensiven Gesprächen mit den zuständigen Stellen wurde eine Verbesserung bei den Zufahrtsregelungen in der Gemeinde Bozen erreicht. Künftig können auch größere Lieferfahrzeuge mit bis zu 7,5 Metern unter bestimmten Voraussetzungen in die Ortszentren einfahren. Die Gemeinde folgt damit einem zentralen Anliegen des Großhandels und setzt verstärkt auf praxisnahe Kriterien wie Abmessung beziehungsweise Volumen statt auf das bisherige reine Gewichtssystem. Für viele Betriebe bedeutet dies eine spürbare Entlastung und eine effizientere Organisation der Lieferlogistik.
KI als Effizienztreiber
Ein weiterer Schwerpunkt war der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Großhandel. Diskutiert wurden konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Einkauf, in der Angebotsgestaltung und bei internen Abläufen. Im Vorstand der Großhändler herrschte Einigkeit darüber, dass KI großes Potenzial bietet, Prozesse zu vereinfachen und Zeit zu sparen – vorausgesetzt, sie wird sinnvoll in bestehende Systeme integriert.
Neue Ansätze in Preisgestaltung und Logistik
hds-bz.it/grosshandel
Auch innovative Ansätze wie datenbasierte Preisgestaltung (Dynamic Pricing) sowie Entwicklungen bei emissionsarmen Zustellfahrzeugen wurden analysiert. Gerade in Logistik und Zustellung stehen viele Großhandelsbetriebe vor richtungsweisenden Entscheidungen für die kommenden Jahre.
Mitarbeitergewinnung als zentrale Herausforderung Intensiv diskutiert wurde zudem das Thema Mitarbeitergewinnung. Hier will die Fachgruppe Betriebe gezielt unterstützen, unter anderem mit praxisnahen Workshops und Informationsveranstaltungen.
„Unser Ziel ist es, den Großhandel in Südtirol aktiv zu stärken und die Betriebe in einer Phase großer Veränderungen bestmöglich zu begleiten“, so das Fazit von Präsident Werner Gramm.
pperez@hds-bz.it
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hds-bz.it/handelsagenten
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VOLLVERSAMMLUNG
AM 15. MAI
Save the date. Die beim Treffen in Bozen diskutierten Themen – Enasarco, Welfare-Programme, Versicherungsschutz sowie weitere Inhalte – werden im Rahmen der kommenden Vollversammlung der Handelsagenten und -vertreter im hds am Freitag, 15. Mai, vertieft behandelt. Geplant ist zudem ein einstündiger Vortrag von Tatjana Finger zum Thema Künstliche Intelligenz – mit besonderem Fokus auf ChatGPT und dessen praktische Anwendungsmöglichkeiten für Handelsagenten.
HANDELSAGENTEN UND -VERTRETER
Zwischen Reformdruck und Zukunftsfragen
Ein Austausch über Zukunft, Herausforderungen und Kompetenzen. Anfang März wurde die Handelskammer Bozen zum Treffpunkt für einen intensiven Austausch zwischen Institutionen und der Praxis (im Bild): Mit der neuen Präsidentin der Stiftung Enasarco, Patrizia De Luise, sowie zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Handelsagenten im hds, Delegationen aus dem Trentino, Usarci und weiteren Organisationen stand der direkte Dialog im Mittelpunkt. Ziel war es, Impulse aus erster Hand aufzunehmen und die Perspektiven der Agentinnen und Agenten einzubringen.
Eine Stiftung im Wandel
Im Zentrum der Gespräche stand die Entwicklung der Enasarco in den vergangenen Jahren. Deutlich wurde: Die Stiftung hat ihren Fokus verstärkt auf den Ausbau von Vorsorge- und Sozialleistungen gelegt. Gleichzeitig konnten wirtschaftliche Kennzahlen verbessert
werden – ein Zeichen für Stabilität und eine zukunftsorientierte Ausrichtung. Auch kritische Punkte wurden nicht ausgespart. Themen wie steuerliche Rahmenbedingungen für Enasarco-Pensionen, die Regulierung von Vermittlern sowie die Anpassung gesetzlicher Strukturen an veränderte Marktbedingungen zeigen, dass politischer Handlungsbedarf besteht.
Leistungen, Weiterbildung und neue Kompetenzen Neben den sozialen Absicherungen wurde insbesondere die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung hervorgehoben. Neue Kompetenzen gewinnen zunehmend an Relevanz – vor allem im Kontext technologischer Entwicklungen.
Ein Beispiel dafür ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz, der auch für Handelsagenten neue Möglichkeiten eröffnet und künftig stärker in den beruflichen Alltag einfließen dürfte.
Zwischen Wandel und Verantwortung
Diskutiert wurden zudem zentrale Zukunftsfragen: der demografische Wandel, strukturelle Veränderungen im Markt sowie die Rolle von Frauen und jungen Menschen im Berufsstand. Auch die Kommunikation rückte in den Fokus – insbesondere im Hinblick auf die Verbreitung von Fehlinformationen und potenzielle Betrugsversuche im digitalen Raum.
Die breite Beteiligung und die konstruktive Gesprächsatmosphäre zeigten deutlich, dass der Dialog zwischen Institutionen und Berufsgruppen entscheidend für die Weiterentwicklung ist.
enardin@hds-bz.it
SPEISEEISHERSTELLER
Gelungener Start in die Eissaison
Der hds wünscht den Speiseeisherstellern in seinen Reihen einen gelungenen Start in die neue Saison. Mit den steigenden Temperaturen und den ersten sonnigen Tagen beginnt für viele Eisdielen im Land eine besonders wichtige Zeit des Jahres.
Der Wirtschaftsverband betont die große Bedeutung des Speiseeissektors für die lokale Wirtschaft und die Attraktivität der Innenstädte. Handwerklich hergestelltes Eis stehe für Qualität, Kreativität und regionale Identität – Werte, die sowohl Einheimische als auch Gäste besonders schätzen.
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EVENTDIENSTLEISTER UND VERANSTALTER
Event Excellence: Wirkung von Veranstaltungen messen
Großes Interesse fand die Weiterbildung „Event Excellence: Wirkung messen –Zukunft gestalten“, zu der die Eventdienstleister und Veranstalter im hds Anfang März in den hds-Hauptsitz in Bozen eingeladen hatten.
Zahlreiche Branchenvertreterinnen und -vertreter nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit der Wirkung, Evaluierung und nachhaltigen Gestaltung von Events auseinanderzusetzen.
Mit Uni Innsbruck
Um das Thema fachlich fundiert und praxisnah zu vertiefen, suchte die Fachgruppe die Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck. Mit Martin Schnitzer und Sabrina Scheiber führten zwei erfahrene Experten durch den Weiterbildungstag. In praxisnahen Inputs und interaktiven Arbeitsphasen wurde aufgezeigt, welche Bedeutung Events für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt haben und wie deren Wirkung gezielt analysiert und gesteuert werden kann.
Eventevaluierung
Im Mittelpunkt standen dabei zentrale Fragen der Eventevaluierung und Wirkungsmessung. Die Teilnehmenden setzten sich unter anderem mit der Definition von Zielen, der Auswahl geeigneter Kennzahlen sowie mit Methoden und Instrumenten
zur Evaluierung auseinander. Auch der Event-Lifecycle – von der Planung über die Umsetzung bis zur Nachbereitung – wurde aus der Perspektive der Nachhaltigkeit und Wirkung betrachtet. Anhand von Fallbeispielen und praktischen Tools wurde gezeigt, wie Wirkungszusammenhänge im Event-Ökosystem besser verstanden und in der Praxis berücksichtigt werden können. Gleichzeitig wurde diskutiert, welche Rolle Stakeholder, Feedbackprozesse und langfristige Effekte für eine erfolgreiche und nachhaltige Eventgestaltung spielen.
Fazit
„Gerade in einer sich ständig wandelnden Eventlandschaft wird es immer wichtiger, die Wirkung von Veranstaltungen bewusst zu planen und messbar zu machen“, betont Katrin Trafoier, Präsidentin der Fachgruppe Eventdienstleister und Veranstalter im hds. „Der Weiterbildungstag bot nicht nur wertvolle fachliche Impulse, sondern auch Raum für Austausch und Vernetzung innerhalb der Branche.“
VERLEGER
hds-bz.it/eventdienstleister hds-bz.it/verleger
Große Auswahl zu reduzierten Preisen
Bücherbazar 2026 in Meran. Vom 13. bis 26. Mai findet auf der Passerpromenade – in der Nähe der Postbrücke – in Meran, die neue Ausgabe des Bücherbazars statt. Ein unumgängliches Ereignis für alle Liebhaber des Lesens. Die Initiative, die von den Verlegern im hds mit Unterstützung der Gemeinde Meran gefördert wird, bietet eine große Auswahl an Büchern zu sehr günstigen Preisen.
Einmalige Gelegenheit. Der Bücherbazar ist eine einmalige Gelegenheit, die eigene Bibliothek mit hochwertigen Büchern zu reduzierten Preisen aufzufrischen. Die große Auswahl an Genres, von Literatur bis hin zu Bildbänden, von Krimis bis hin zu Kochbüchern und Freizeitführern, wird den Geschmack aller Leser treffen. Die Idee hinter dem Bücherbazar ist einfach: Büchern von guter Qualität neues Leben einzuhauchen, die, um Platz für Neuerscheinungen zu schaffen, aus den Regalen der Buchhandlungen geräumt oder aus den Lagern geholt werden. Diese Bände, die sich in einem perfekten Zustand befinden, werden zu stark reduzierten Preisen angeboten, so dass jeder Zugang zum Lesevergnügen erhält.
ezoeschg@hds-bz.it
Der Bücherbazar, geöffnet von 10:00 bis 19:00 Uhr, ist ein Muss für alle Buchliebhaber. Tauchen Sie ein, in eine Welt voller Geschichten und Abenteuer und entdecken Sie die Vielfalt der Südtiroler Verlage und aufstrebenden Autoren. Auf dem Bücherbazar in Meran sind die Verlage Raetia, Alphabeta, Athesia-Tappeiner, Curcu Genovese, Narrativ und Folio vertreten. kgutgsell@hds-bz.it
Die Experten Martin Schnitzer (l.) und Sabrina Scheiber (r.) mit Präsidentin Katrin Trafoier.
hds-bz.it/gastronomie
GASTRONOMIE
Gefälschte
Onlinebewertungen
Neue Regeln treten in Kraft. Onlinebewertungen sind längst entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebes. Sie beeinflussen maßgeblich die Entscheidung der Gäste und damit direkt Umsatz und Auslastung.
Gesetzliche Bestimmungen. Seit dem 7. April 2026 gelten in Italien neue gesetzliche Regelungen gegen gefälschte Onlinebewertungen in Gastronomie und Tourismus.
• Bewertungen dürfen künftig nur noch innerhalb von 30 Tagen nach dem Besuch abgegeben werden.
• Sie müssen von Personen stammen, die den Service tatsächlich genutzt haben.
• Gekaufte oder durch Vorteile beeinflusste Bewertungen sind ausdrücklich verboten.
Zudem erhalten Betriebe erstmals klar definierte Möglichkeiten, gegen unzulässige Bewertungen vorzugehen und deren Entfernung zu beantragen.
Ergebnisse der Mitgliederumfrage. Parallel dazu hat der hds eine Onlineumfrage unter seinen Mitgliedern durchgeführt: Rund 70 Prozent der Betriebe berichteten, bereits mit gefälschten oder manipulierten Bewertungen konfrontiert gewesen zu sein. Besonders betroffen ist Google, gefolgt von weiteren Bewertungsplattformen.
Häufig genannt werden negative Bewertungen ohne reale Kundenerfahrung, Schwierigkeiten bei der Löschung und vereinzelt Drucksituationen gegenüber den Betrieben.
„Die Ergebnisse zeigen klar: Gefälschte Bewertungen sind kein Randphänomen, sondern betreffen viele Betriebe direkt. Umso wichtiger ist, dass die neuen Regeln jetzt greifen und Unternehmen ihre Rechte aktiv nutzen“, betont der hds.
Der hds wird seine Mitglieder in den kommenden Wochen gezielt informieren und unterstützen – etwa durch Leitfäden, praktische Hinweise und Hilfestellungen im Umgang mit problematischen Bewertungen. pperez@hds-bz.it
Erstes strategisches Treffen: v. l. Lorena Sala (hds-Bereichsleiterin Fachgruppen), Coretta Ceretta (Direktorin LBS C. Ritz), Silvia Capelletti und Alessandro Lauria (Fachlehrkräfte) sowie Pietro Perez (hds-Fachgruppenleiter).
GASTRONOMIE
Neue Kooperation und gemeinsame Projekte
Erstes strategisches Treffen. Der hds als Interessensvertretung der Südtiroler Wirtschaft intensiviert die Zusammenarbeit mit der Landeshotelfachschule „C. Ritz“ in Meran. Bei einem strategischen Treffen Anfang März wurde der Grundstein für eine engere Vernetzung zwischen Bildungsbereich und Wirtschaft gelegt. Ziel der Partnerschaft ist es, Ausbildungsangebote praxisnäher zu gestalten und stärker an den Bedürfnissen der Betriebe auszurichten. Im Mittelpunkt des Austauschs standen insbesondere konkrete Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Weiterbildung. Ein besonderer Fokus lag auf dem Qualifizierungskurs zum Pizzabäcker (180 Stunden), einem der gefragtesten Angebote der Fachschule. Durch die Zusammenarbeit soll dieser Kurs künftig eine größere regionale Reichweite erhalten und gleichzeitig durch die verstärkte Einbindung von Betrieben noch stärker an der Praxis orientiert werden. Ein weiteres Thema des Treffens war die Fachmesse „Hotel 2026“ in Bozen. Dabei wurden mögliche Formen einer gemeinsamen Präsenz sowie Kooperationsmöglichkeiten erörtert. Ziel ist es, die berufliche Ausbildung im Gastgewerbe sichtbarer zu machen und den direkten Dialog zwischen Schule, Betrieben und Fachkräften zu fördern.
pperez@hds-bz.it
GASTRONOMIE
Tag der Gastronomie 2026
Reis als Schwerpunktthema. Der Tag der Gastronomie 2026 ist eine Initiative des gesamtstaatlichen Gastronomieverbandes FIPE. Ziel ist es, die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Gastronomie hervorzuheben. Gleichzeitig soll die Qualität regionaler Lebensmittelketten gestärkt und ein verantwortungsbewusster, umweltfreundlicher Umgang mit Ressourcen gefördert werden.
Die vierte Ausgabe der Initiative findet am 16. Mai statt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gastronominnen und Gastronomen, die eingeladen sind, die Werte der Gastfreundschaft sowie kulinarische Traditionen sichtbar zu machen.
Schwerpunkt der diesjährigen Ausgabe
Im Zentrum steht 2026 das Lebensmittel Reis. Es symbolisiert handwerkliches Können im Anbau sowie Werte wie Leben, Wohlstand und Kontinuität. Während Reis in asiatischen Kulturen für Fülle und Harmonie steht, gilt er im Westen als Zeichen für Glück und Fruchtbarkeit.
Für Südtirol stellt sich die Frage, wie sich Reis mit regionaltypischen Zutaten kombinieren lässt. Gastronomiebetriebe sind eingeladen, kreative Gerichte zu entwickeln, die lokale Produkte mit diesem vielseitigen Grundnahrungsmittel verbinden.
Teilnahme der Betriebe
Gasthäuser, Restaurants und Pizzerien in Südtirol beteiligen sich am Tag der Gastronomie, indem sie Reis in den Mittelpunkt ihrer Speisekarten stellen und eigens für diesen Anlass konzipierte Gerichte anbieten. Informations- und Werbematerialien können über den hds angefordert werden.
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hds FOOD
Etikettierung von Lebensmitteln leicht gemacht
Onlinetool www.foodlabelcheck.eu Der Vertrieb von Lebensmitteln unter eigenem Namen bringt eine Vielzahl an gesetzlichen Vorgaben mit sich – insbesondere im Bereich der Etikettierung. Pflichtangaben auf Lebensmittelverpackungen werden zunehmend umfangreicher und stellen vor allem kleinere Unternehmen vor organisatorische und rechtliche Herausforderungen. Unterstützung bietet hier das Onlinetool www.foodlabelcheck.eu Es ermöglicht Unternehmerinnen und Unternehmern, in wenigen Minuten zweisprachige Etikettenentwürfe für feste Lebensmittel mit mehreren Zutaten zu erstellen. Nach dem Download im WordFormat kann der Entwurf vor der Drucklegung gemeinsam überprüft und bei Bedarf angepasst werden.
Die Anwendung wird vom „Service Produktsicherheit und Etikettierung“ der Handelskammer Bozen betreut und laufend an aktuelle gesetzliche Anforderungen angepasst. Der hds setzt sich zudem dafür ein, dass das Tool kostenlos zur Verfügung steht.
Lebensmittelkennzeichnung im Überblick
Wer Lebensmittel unter eigenem Namen vertreibt, ist verpflichtet, eine Reihe von Kennzeichnungsvorschriften einzuhalten. Food Label Check unterstützt Unternehmen dabei, diese Anforderungen strukturiert umzusetzen.
Gerade bei handwerklich hergestellten Produkten oder traditionellen Rezepten ist die korrekte Etikettierung nicht immer auf den ersten Blick einfach.
• VO 1169/2011/EU: Pflichtinformation des Verbrauchers bei Lebensmitteln (vorverpackt, online)
• VO 2018/ 775/EU: Angabe Ursprung/Herkunft primärer Zutaten
• VO 1924/2006/EG: Nährwertbezogene werbliche Aussagen
• RL 2011/91: Losnummer
• RL 76/211: e-Zeichen, Eichrecht Nationale Auflagen
Italien
Landesebene
• Verkaufsbezeichnungen
• Umweltkennzeichnung
• GvD 231/2017: Lose vertriebene Lebensmittel
• GvD 145/2017: Adresse des Herstellungsbetriebes
• Min. Dekrete zur Herkunft: Hartweizengries in Pasta, Milch als Zutat, Reis, Tomaten als Zutat bei >50 %
• LG 7/2023 Herkunft Zutaten in Gemeinschaftsverpflegungen
Warum die Lebensmittelkennzeichnung oft herausfordernd ist
Insbesondere kleinere Betriebe sehen sich häufig mit Unsicherheiten und zusätzlichem Aufwand konfrontiert. Auch bei vertrauten und überschaubaren Rezepturen ergeben sich bei der Etikettierung mehrere relevante Aspekte:
• Allergene: Ein klassisches Beispiel sind Knödel. Obwohl es sich um ein traditionelles Hausgericht handelt, enthält es kennzeichnungspflichtige Allergene wie Gluten (aus den verwendeten Semmeln), Ei und Milch. Werden zusätzlich Zutaten wie Speckwürfel, Käse oder Butter verwendet, können weitere Allergene hinzukommen – teilweise auch in versteckter Form über Zusatzstoffe. Diese müssen im Zutatenverzeichnis klar hervorgehoben werden.
• Nährwertangaben: Food Label Check berechnet auf Basis der eingesetzten Zutaten und Mengen die Nährwerte eines Produkts, darunter Energie, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz. Spätestens bei der Ausweitung auf zusätzliche Vertriebskanäle – etwa den Onlinehandel oder den Verkauf über Geschäfte – wird die Nährwertdeklaration auch für Kleinstunternehmen verpflichtend.
• Mengenmäßige Angabe hervorgehobener Zutaten: Wird eine Zutat besonders hervorgehoben oder macht sie mehr als 50 Prozent des Gesamtgewichts aus, muss ihr Anteil auf der Etikette angegeben werden. Dies gilt beispielsweise bei werblicher Hervorhebung durch Bilder oder in der Verkehrsbezeichnung. Durch Gewichtsveränderungen bei der Verarbeitung oder bei der Berechnung von Fettanteilen in Fleischprodukten kann diese Angabe ohne Unterstützung schnell komplex werden.
Das „Check“ im Food Label
Die Eingabe der Rezepte erfolgt durch die Auswahl von Rohstoffen und Halbfertigprodukten sowie deren Mengen. Dadurch reduziert sich der Aufwand auf wenige Minuten. Zusätzlich hilft das integrierte „Check“-System dabei, keine Pflichtangaben – etwa das Mindesthaltbarkeitsdatum – zu übersehen.
Ob Brot, Kaminwurzen oder andere feste Lebensmittel: Food Label Check erstellt für jede Kombination aus Zutaten, Mengen und Verarbeitungsverlusten einen aktualisierten Etikettenentwurf. Dieser umfasst unter anderem:
• die Allergenkennzeichnung,
• die Zutatenliste in absteigender Reihenfolge,
• mengenmäßige Angaben hervorgehobener Zutaten,
• die Nährwertdeklaration,
• Vorschläge für werbliche Nährwertangaben,
• Etikettenentwürfe für vorverpackte Lebensmittel, den Onlineverkauf sowie für den losen Verkauf,
• eine zweisprachige Ausgabe in Deutsch und Italienisch,
• eine unbegrenzte Anzahl an Rezepten und Berechnungen.
Regionale Qualität sichtbar machen
Mit Food Label Check können Kleinunternehmen in kurzer Zeit professionelle, zweisprachige Etiketten erstellen. Damit wird nicht nur der gesetzliche Rahmen eingehalten, sondern auch die Qualität regionaler Produkte sichtbar gemacht und nachhaltig gestärkt.
WeiterePreisvorteile: hds-bz.it/konventionen
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Höherer Rabatt auf Laboranalysen
hds-Mitgliedsbetriebe, die Lebensmittel herstellen oder verarbeiten, erhalten beim Institut für Tierseuchenbekämpfung der Venetien einen erhöhten Preisnachlass auf chemisch-bakteriologische Analysen. Der Rabatt wurde von bisher 20 auf nunmehr 25 Prozent auf die meisten Kontrollen angehoben. Damit werden die Kosten für notwendige Laboruntersuchungen im Bereich der Qualitätssicherung und Lebensmittelsicherheit weiter reduziert. Das Angebot richtet sich gezielt an Betriebe des Lebensmittelsektors und unterstützt diese dabei, regelmäßige Kontrollen effizient und wirtschaftlich durchzuführen.
Infos: Katharina Gutgsell, kgutgsell@hds-bz.it
kgutgsell@hds-bz.it
MEHR INFORMATIONEN
Erstinformationen: Katharina Gutgsell Detaillierte Auskünfte: Handelskammer Bozen, Service Etikettierung, T 0471 945 698/660, etikettierung@handelskammer.bz.it
TANKSTELLENPÄCHTER
Stimme und Stütze
Nachruf auf Wolfgang Angerer. Mit Wolfgang Angerer verlieren die Tankstellenpächter im hds eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg mit außergewöhnlichem Engagement und großer Verlässlichkeit gewirkt hat. Von 1999 bis 2022 stand er als Präsident an der Spitze der Fachgruppe und prägte diese Zeit maßgeblich. Bereits zuvor hatte er sich viele Jahre im Vorstand und als Vizepräsident engagiert.
Wolfgang Angerer verstand das Ehrenamt nicht als Nebentätigkeit, sondern als Verpflichtung gegenüber der gesamten Branche. Mit Ausdauer, Sachverstand und feinem Gespür für die Anliegen seiner Kolleginnen und Kollegen setzte er sich unermüdlich für deren Interessen ein. Sein Handeln war geprägt von Kontinuität, Verantwortungsbewusstsein und persönlicher Integrität. „Wolfgang Angerer hat unsere Berufsgruppe über viele Jahre hinweg mit großem Einsatz und klarer Haltung geprägt. Sein Engagement ging weit über das Selbstverständliche hinaus. Für seinen unermüdlichen Einsatz und seine Verdienste gebührt ihm unser aufrichtiger Dank und größte Anerkennung“, würdigt der amtierende Präsident Walter Soppera seinen Vorgänger. Mit Wolfgang Angerer verliert die Branche nicht nur einen langjährigen Präsidenten, sondern auch einen geschätzten Kollegen und Wegbegleiter. Sein Wirken wird in bleibender Erinnerung bleiben. innerebner@hds-bz.it
recht und gewerkschaften
hds-bz.it/gewerkschaften
Nachhaltige Geschäftspraktiken
Im Amtsblatt wurde das gesetzesvertretende Dekret vom 20. Februar 2026, Nr. 30, veröffentlicht, das die EU Richtlinie 2024/825 über den Verbraucherschutz und Nachhaltigkeitskommunikation umsetzt. Die Bestimmung, die am 24. März 2026 in Kraft getreten ist, wird ab dem 27. September 2026 endgültig anwendbar sein und bedeutende Änderungen für alle Unternehmen mit sich bringen, die im B2C-Verkauf und im E-Commerce tätig sind.
Onlineverkäufe: Was ändert sich?
Das Dekret verschärft die Informationspflichten für Fernabsatzverträge erheblich. Unternehmer müssen klare Angaben zu Liefermodalitäten und Optionen – einschließlich jener mit geringerem Umwelteinfluss –sowie detaillierte Informationen zu Kundenservice und After-Sales-Dienstleistungen bereitstellen. Zudem werden vollständige Informationen zur Dauerhaftigkeit und Reparierbarkeit der Produkte, zu Software-Updates und zur Verfügbarkeit von Ersatzteilen obligatorisch. Vorgesehen ist auch eine transparentere Kommunikation über die gesetzliche Gewährleistung und – falls vorhanden – über die kommerzielle Garantie mittels EU-weit harmonisierter Hinweise und Etiketten.
Nachhaltigkeit: Schluss mit allgemeinen „Green Claims“ Das Dekret greift auch in die Umweltkommunikation ein und führt strenge Verbote ein. Vage Aussagen wie „öko“, „green“ oder „nachhaltig“ sind nicht mehr zulässig, wenn sie nicht durch sichere und überprüfbare Nachweise gestützt werden. Ebenso wenig erlaubt sind Umweltkennzeichnungen ohne anerkannte Zertifizierungen oder Aussagen wie „klimaneutral“, die ausschließlich auf Kompensationsmechanismen beruhen. Verboten werden außerdem Mitteilungen, die Produkten nicht vorhandene, irrelevante oder nur teilweise zutreffende Umweltvorteile zuschreiben.
Praktische Auswirkungen für Onlinehändler
Für E-Commerce-Betreiber ergeben sich konkrete Folgen: Produktseiten müssen mit allen neuen verpflichtenden Informationen aktualisiert werden, Kommunikationsstrategien sind zu überarbeiten, um das Risiko von Greenwashing – nun als irreführende Geschäftspraxis eingestuft – zu vermeiden, und der Checkout-Prozess ist an die neuen Anforderungen anzupassen, einschließlich der ausdrücklichen Angabe von Preis, Kosten und Garantien sowie der Formulierung „Bestellung mit Zahlungsverpflichtung“.
Sanktionen
Wer Informationspflichten verletzt oder irreführende Umweltkommunikation verwendet, wird als Betreiber unlauterer Geschäftspraktiken sanktioniert. Geldbußen können bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes erreichen, falls die Verstöße auf EUEbene verbreitet sind.
Vorsicht vor telefonischem Betrug!
In den letzten Wochen sind zahlreiche Meldungen von Unternehmen aus Südtirol über telefonische Betrugsversuche eingegangen, bei denen angebliche Unregelmäßigkeiten bei Bankgeschäften vorgetäuscht wurden.
Die mutmaßlichen Betrüger rufen von Festnetznummern an und geben sich als Carabinieri oder als Bankberater aus. Dabei nutzen sie technische Manipulationen, sodass auf dem Telefondisplay die echten Nummern der Carabinieri-Stationen oder anderer Verwaltungsabteilungen erscheinen.
Es werden angebliche Unregelmäßigkeiten bei Bankkonten gemeldet, um an sensible Zugangsdaten zu gelangen.
Es sei daran erinnert, dass Zugangsdaten zu Bankkonten niemals telefonisch weitergegeben werden dürfen. Die Unternehmen im Gebiet werden aufgefordert, jeden Betrugsversuch umgehend bei den Carabinieri zu melden.
Leider kommt es auch zu zahlreichen digitalen Betrugsfällen, von denen viele durch den Einsatz von KI noch raffinierter und gefährlicher geworden sind. Gerade zu diesem hochaktuellen und strategisch wichtigen Thema der Cybersicherheit und des Phishings im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz hat der hds im März ein Webinar abgehalten. Mehr dazu auf S. 11.
mvessichelli@hds-bz.it
Sicherheitsdekret
2026
Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen. Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt tritt das Sicherheitsdekret 2026 offiziell in Kraft. Es enthält wichtige Bestimmungen, die den Schutz von Minderjährigen stärken sollen, indem ihnen jeglicher Zugang zu potenziell gefährlichen Gegenständen verwehrt wird.
Wer ist vom Dekret betroffen?
Die Maßnahme führt ein absolutes Verbot des Verkaufs und der Abgabe von scharfen oder spitzen Gegenständen an Minderjährige unter 18 Jahren ein, sofern diese potenziell geeignet sind, eine Verletzung zu verursachen. Das Verbot gilt umfassend für alle Handelsaktivitäten, unabhängig vom Sektor: Supermärkte, Eisenwarenhandlungen, Sportgeschäfte, Haushaltswarengeschäfte, Baumärkte und auch E-Commerce-Plattformen. In all diesen Fällen ist der Verkäufer verpflichtet, das Alter des Käufers zu überprüfen, indem er die Vorlage eines Dokuments verlangt. Weigert sich der Kunde, dieses vorzuzeigen, darf die Transaktion nicht fortgesetzt werden. Die Vorschrift ist hier strikt.
Sanktionen
Das Dekret sieht ein strenges Sanktionssystem gegenüber jenen Gewerbetreibenden vor, die gegen das Verbot verstoßen. Bereits beim ersten Verstoß können erhebliche Geldstrafen sowie eine mögliche vorübergehende Schließung des Betriebs verhängt werden; im Wiederholungsfall drohen neben der Erhöhung der finanziellen Sanktionen auch das konkrete Risiko einer längerfristigen Suspendierung und – bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen – der endgültige Entzug der Lizenz.
Was gilt für den Onlineverkauf?
Auch digitale Anbieter sind verpflichtet, Systeme zur Überprüfung der Volljährigkeit zu implementieren, bevor der Kaufabschluss erfolgen kann. Zudem kann die Aufsichtsbehörde für das Kommunikationswesen (AGCOM) die Sperrung des Zugangs zur Webseite anordnen, falls ein Portal den Vorgaben nicht nachkommt.
Consip -Vergabeplan
2026
Ein strategisches Instrument für Unternehmen. Consip hat den Vergabeplan 2026 veröffentlicht – ein grundlegendes Dokument für alle Unternehmen im Handels- und Dienstleistungssektor, die an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen möchten.
Der Plan ist ein strategischer Kalender aller öffentlichen Ausschreibungen, die Consip im Laufe des Jahres 2026 zu veröffentlichen beabsichtigt. Er ist für all jene Unternehmen nützlich, die frühzeitig die Möglichkeiten zur Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen kennen möchten. Der Plan legt die Zeitrahmen, die Warengruppen und die geschätzten Beträge der zukünftigen Beschaffungsverfahren für die öffentliche Verwaltung fest.
Was enthält der Plan?
Der Plan bietet einen klaren und umfassenden Überblick über die für 2026 vorgesehenen Ausschreibungen und zeigt:
• die betroffenen Warengruppen,
• die geschätzten Beträge,
• die vorgesehenen Verfahrensarten,
• die geplanten Veröffentlichungstermine der Ausschreibungen.
Was ist das Ziel des Plans?
Die Qualität der öffentlichen Ausgaben soll durch klarere Kriterien und effizientere Vergabeverfahren verbessert werden. Ein weiterer zentraler Punkt ist größtmögliche Transparenz, damit die Unternehmen ihre Tätigkeiten bewusster planen und ihre Ressourcen rechtzeitig organisieren können.
Warum ist er wichtig?
Die Kenntnis des Vergabeplans ermöglicht es den Unternehmen:
• sich frühzeitig auf die kommenden Verfahren vorzubereiten,
• Ressourcen und Investitionen gezielt einzusetzen,
• interessante Chancen sofort zu erkennen,
• die Entwicklung der Initiativen anhand der vierteljährlichen Aktualisierungen zu verfolgen.
mvessichelli@hds-bz.it
Das Dokument wird regelmäßig überarbeitet und bietet so einen stets aktuellen Überblick über die laufenden und geplanten Initiativen.
Unterstützung für hds-Mitglieder
Der Bereich Recht und Gewerkschaften steht den hds-Mitgliedern für weitere Informationen und Details zur Verfügung.
mvessichelli@hds-bz.it
Vom Sägewerk zum Aparthotel
Die Remondinis starten durch. Wenn Tradition auf Innovation trifft, entsteht etwas Besonderes – das zeigt die Familie Remondini in Brixen. Aus den Wurzeln eines einstigen Sägewerks entwickelte sich über Jahrzehnte das traditionsreiche Restaurant Valentina. Heute eröffnet unter der Leitung von Matteo Remondini, Vorstandsmitglied der Gastronomie im hds, das moderne aparthotel ecHo. Apartments & SPA. Das Haus vereint technikaffine Apartments mit komfortabler Ausstattung und einer Boutique-SPA und setzt damit neue Maßstäbe für zeitgemäße Gastlichkeit. Parallel dazu bleibt die kulinarische Identität zentral: Ab Frühjahr 2026 öffnet PoP-Up! by ecHo., eine Pop-Up-Pizzeria, die klassische
CL-Optikstudio eröffnet in Welsberg
hds wünscht einen erfolgreichen Start. Am Hauptplatz von Welsberg hat ein neues Fachgeschäft seine Türen geöffnet: Mit dem CL-Optikstudio erfüllt sich Augenoptikermeister und Optometrist Luca Ceravolo den Schritt in die Selbstständigkeit. Das Angebot umfasst hochwertige Sehbrillen, mit besonderem Fokus auf Gleitsichtbrillen, sowie die individuelle Anpassung von Kontaktlinsen – von weichen über formstabile bis hin zu Speziallösungen. Ergänzt wird das Sortiment durch Sportbrillen. Auch Sehtests und Maßnahmen im Bereich des
Myopie-Managements, also der Kontrolle von Kurzsichtigkeit, gehören zum Leistungsspektrum.
Im Mittelpunkt stehen für Ceravolo persönliche Beratung und präzises Handwerk. Damit erweitert das neue Optikstudio das Angebot im Ortszentrum um eine weitere fachliche Anlaufstelle rund ums Sehen.
Zur Eröffnung überreichte hds-Fachgruppenleiter Pietro Perez ( l. im Bild) dem Jungunternehmer die hds-Wanduhr und wünschte dem Neumitglied sowie monni POINT einen erfolgreichen Start.
italienische Pizza mit eleganten Schaumweinen wie Trento DOC, Südtiroler Spumanti und ausgewählten Craft-Bieren kombiniert.
Mit diesem Konzept verbinden die Remondinis familiäre Gastfreundschaft, moderne Erlebnisgastronomie und innovative Ideen. Zum Auftakt einer vielversprechenden neuen Erfolgsgeschichte überreichte hds-Fachgruppenleiter Pietro Perez (l. im Bild) Matteo Remondini gemeinsam mit seiner Frau Sara die hds-Wanduhr – ein symbolischer Start in die neue Ära. Der hds wünscht viel Erfolg!
Der hds ist für seine Mitglieder ständig auf der Suche nach interessanten Partnern, die Topleistungen zu vorteilhaften Bedingungen bieten Die aktuelle Liste online unter hds-bz.it/konventionen.
Arbeitssicherheit neu gedacht
Flexibel lernen, gesetzlich auf dem neuesten Stand . Die Anforderungen an die Arbeitssicherheit entwickeln sich stetig weiter – und mit ihnen auch die Aus- und Weiterbildung. Mit dem neuen Staat-Regionen-Abkommen, das am 24. Mai 2025 in Kraft getreten ist und ab Mai 2026 vollständig Anwendung findet, ergeben sich wichtige Änderungen für Unternehmen und Mitarbeitende.
Digitale Lösungen im Aufwind
Genau hier setzt inService mit seinem E-Learning-Angebot an. Seit Jahren unterstützt die Weiterbildung von inService Betriebe mit praxisnahen Onlinekursen – effizient, flexibel und am Puls der Zeit. Der Erfolg spricht für sich: Im Jahr 2025 wurden knapp 2000 ELearning-Anmeldungen verzeichnet. Ein deutliches Zeichen dafür, dass zeit- und ortsunabhängiges Lernen längst ein fixer Bestandteil moderner Weiterbildung ist. Mitarbeitende können Schulungen bequem in ihren Arbeitsalltag integrieren – ob im Betrieb oder im Homeoffice.
Räume für Meetings und Veranstaltungen
Auch das ist inService: Am Standort in Bozen stehen modern ausgestattete Räumlichkeiten für Meetings, Workshops oder Veranstaltungen zur Verfügung.
Flexibel nutzbar, technisch bestens ausgestattet und individuell anpassbar – ideal für unterschiedlichste Formate. Als hds-Mitglied profitieren Sie zudem von attraktiven Preisvorteilen!
Einfach, effizient und immer aktuell
Ob Pflichtschulungen, Auffrischungen oder spezialisierte Inhalte wie Arbeitssicherheit, Datenschutz oder Hygiene – das E-LearningAngebot von inService wird laufend aktualisiert und an die neuesten gesetzlichen Vorgaben angepasst.
Auch die jüngsten Änderungen im Bereich Arbeitssicherheit – etwa strengere Anforderungen bei Schulungszeitpunkten oder häufigere Auffrischungen – werden bereits in den Kursen berücksichtigt. Betriebe bleiben so ohne zusätzlichen organisatorischen Aufwand auf dem neuesten Stand.
Mehr Flexibilität für Unternehmen
Die Vorteile liegen auf der Hand:
• Lernen unabhängig von Zeit und Ort.
• Keine Reisezeiten oder Zusatzkosten.
• Hohe Praxisnähe und einfache Umsetzung.
• Flexible Integration in den Arbeitsalltag.
So wird Weiterbildung nicht zur Pflicht, sondern zur effizienten Unterstützung im Unternehmensalltag.
Entdecken Sie das umfangreiche E-Learning-Angebot von inService und überzeugen Sie sich selbst!
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Mit Strategie zur erfolgreichen Neueröffnung
Businesspläne und Geoanalyse als Erfolgsbausteine. Eine Neueröffnung oder Standorterweiterung ist für viele Betriebe ein entscheidender Schritt. Damit dieser gelingt, braucht es klare Entscheidungen, realistische Ziele und eine solide wirtschaftliche Basis. Die inService Betriebsberatung unterstützt Unternehmen dabei mit professionellen Businessplänen.
Ein durchdachter Businessplan schafft Orientierung und zeigt, ob ein Vorhaben wirtschaftlich tragfähig ist. Er dient als Grundlage für Finanzierungen, Förderanträge und für die eigene strategische Planung. Die inService Betriebsberatung erstellt maßgeschneiderte Konzepte, die Marktsituation, Kostenstruktur und Ertragspotenziale übersichtlich darstellen.
Der richtige Standort – fundiert entschieden
Ob ein Projekt erfolgreich wird, hängt maßgeblich vom Standort ab. Deshalb setzt die inService Betriebsberatung auf ein innovatives Geoanalyse-Tool, das objektive Daten liefert:
• Einzugsgebiet und potenzielle Kundschaft.
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• Passantenfrequenzen und Bewegungsströme.
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Diese Informationen helfen, Standortalternativen zu vergleichen und Chancen realistisch einzuschätzen.
Die Kombination macht den Unterschied Wenn Businessplan und Geoanalyse zusammengeführt werden, entsteht ein starkes Fundament: realistische Umsatzprognosen, nachvollziehbare Standortargumente und ein überzeugendes Gesamtbild für Banken und Partner.
Jetzt Kontakt aufnehmen - die inService Betriebsberatung berät Sie gerne persönlich.
Ihr Kontakt bei inService.it
• Franz Josef Dorfmann, T 0471 310 424, franzjosef.dorfmann@inService.it
• Florian Gasteiger, T 0471 310 452, florian.gasteiger@inService.it
Steuern planen, Vorteile nutzen
Hyperabschreibung 2026. Das Haushaltsgesetz 2026 hat die Hyperabschreibung (iperammortamenti) für Investitionen in hochtechnologische materielle und immaterielle Güter, die mit dem Unternehmenssystem vernetzt sind, sowie für die Errichtung von Photovoltaikanlagen zur Eigenversorgung wieder eingeführt.
Die vollständige operative Umsetzung dieser Maßnahme erfordert jedoch ein spezielles Durchführungsdekret, das die Anwendungsmodalitäten, das Zugangsverfahren sowie Fristen und Inhalte der erforderlichen Mitteilungen festlegen muss.
In Bezug auf die Pflichten müssen die Unternehmen drei Mitteilungen vornehmen:
• Eine Vorabmitteilung, die den Umfang der Investitionen angibt.
• Eine Bestätigungsmitteilung, mit der innerhalb von 60 Tagen nach der Genehmigung durch den Energiedienstleister GSE (Gestore dei Servizi Energetici) der Nachweis zu erbringen ist, dass mindestens 20 Prozent der Anschaffungskosten bezahlt wurden.
• Bis zum 15. November 2028 ist eine Mitteilung zu übermitteln, die den Abschluss der Investitionen bestätigt und von einer Buchhalterbescheinigung eines Rechnungsprüfers oder eines ausländischen Wirtschaftsprüfers begleitet sein muss.
Derzeit ist es daher noch nicht möglich, die vorgesehenen Mitteilungen über das GSE-Portal einzureichen; dies sollte jedoch nicht als Stopp der Investitionen ausgelegt werden, da kein Investitionsverbot in Abwesenheit der Mitteilungsmodelle vorgesehen ist.
Mit demselben Dekret soll zudem die Klausel „Made in EU“ aufgehoben werden, die die Begünstigung nur für in der EU hergestellte Güter vorsieht.
In diesem Zusammenhang hat das Ministerium bereits bestätigt, dass die territorialen Beschränkungen beseitigt werden sollen, sodass Investitionen unabhängig vom Produktionsland begünstigt werden können.
steuerberatung@inService.it
Jetzt Termin vormerken!
Steuererklärung 730 und PF. Ab April ist der Steuererklärungsdienst für Private gestartet. Das Beraterteam von inService unterstützt Arbeitnehmer/-innen und Rentner/-innen bei der Abfassung des Modells 730/2026 und PF (Unico). Termine können flexibel online oder vor Ort wahrgenommen werden und sind einfach über die Website von inService buchbar. Alternativ kann telefonisch unter der Nummer 0471 310 313 ein Termin vereinbart werden.
Weitere Infos, wichtige Dokumente und Preisliste: inService.it/caf
steuerberatung
Jahresabschlüsse 2025
Fristen für die Genehmigung. Die Jahresabschlüsse werden von den Verwaltern einer Gesellschaft erstellt und müssen von diesen, mindestens 30 Tage vor dem Termin der Gesellschafterversammlung für die Genehmigung des Jahresabschlusses, dem Aufsichtsrat übermittelt werden. Die Jahresabschlüsse müssen den Gesellschaftern, zusammen mit den Berichten der Verwalter und der Aufsichtsräte, mindestens 15 Tage vor der Gesellschafterversammlung zur Einsicht bereitgestellt werden. Der Jahresabschluss muss der ordentlichen Gesellschafterversammlung, innerhalb von 120 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres, zur Genehmigung vorgelegt werden, es sei denn, ein längerer Zeitraum (höchstens 180 Tage) ist durch besondere Erfordernisse gerechtfertigt. Schließlich muss der Jahresabschluss, innerhalb von 30 Tagen nach seiner Genehmigung, beim Handelsregister hinterlegt werden. Die nachstehende Tabelle zeigt die Fristen für das Verfahren zur Genehmigung der Jahresabschlüsse:
Um auf die verlängerte Frist von 180 Tagen zurückgreifen zu können, muss beispielsweise einer der konkreten Umstände vorliegen:
• das Vorhandensein von Beteiligungen (mit der Notwendigkeit, die Bilanzdaten der beteiligten Unternehmen zu kennen, um diese beurteilen bzw. bewerten zu können),
• das Vorhandensein von Betriebsstätten im Ausland mit getrennter Buchhaltung, die bei Bilanzerstellung zusammengeführt werden müssen, oder das Vorhandensein mehrerer Betriebssitze mit eigenständiger Buchführung,
• Unternehmensumstrukturierungen, die sich auf die Verwaltungs- und Buchhaltungsstruktur des Unternehmens auswirken,
• die Einreichung eines Antrags auf Nichtanwendbarkeit der „società di comodo“, der noch nicht bestätigt wurde.
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Ausschüttung von Unternehmensgewinnen
Registrierung auch in telematischer Form. Der Vordruck „RAP – Eintragung eines privatrechtlichen Aktes“ wurde aktualisiert und enthält ein neues Zusatzmodul für die Beantragung der telematischen Registrierung der Protokolle betreffend die Gewinnausschüttung von Gesellschaften, durch die gesetzlichen Vertreter oder Beauftragten der Unternehmen, sowie zugelassenen Vermittler.
Erstellung des Lageberichtes
Übermittlung des Jahresabschlusses an den Aufsichtsrat
Hinterlegung des Jahresabschlusses am Gesellschaftssitz
Einberufung der Gesellschafterversammlung zur Genehmigung des Jahresabschlusses
Ordentliche Gesellschafterversammlung zur Genehmigung des Jahresabschlusses 30.04.2026 29.06.2026
Eventuelle Registrierung des Beschlusses zur Dividendenausschüttung
Hinterlegung des Jahresabschlusses beim Handelsregister (Handelskammer)
Das Zusatzmodul setzt sich insbesondere aus den folgenden Teilen zusammen:
• Übersicht „Urkunde - Protokoll der Gewinnausschüttung“, in der der „erwirtschaftete Gesamtgewinn“ und der „Betrag der ausgeschütteten Gewinne an den jeweiligen Gesellschafter“ angegeben werden müssen,
• Übersicht „Gesellschafter“, die die persönlichen Daten der jeweiligen Gesellschafter sowie Informationen über dessen „Quotenanteile“ und die „Höhe der ausgeschütteten/erhaltenen Gewinne“ beinhaltet.
Die telematische Registrierung muss innerhalb von 30 Tagen nach dem Beschluss der Gesellschafterversammlung erfolgen und unterliegt einer fixen Registergebühr (200 Euro). In diesem Zusammenhang ermöglicht der neue Vordruck die Zahlung der Registergebühr und der Stempelsteuer.
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Ernennung des Kontrollorganes für GmbHs mit Bilanzgenehmigung
Der Einheitstext der Unternehmenskrise (codice della crisi) hat die Grenzen für die Verpflichtung zur Ernennung eines Kontrollorgans oder eines Wirtschaftsprüfers in GmbHs abgeändert; Gesellschaften mit beschränkter Haftung können entscheiden, anstelle eines Aufsichtsrates, auch einen Wirtschaftsprüfer (Revisor) zu ernennen. Dabei sind die Unterschiede zwischen dem Kontrollorgan und dem Wirtschaftsprüfer zu berücksichtigen: Der Aufsichtsrat ist ein echtes Organ der Gesellschaft, das aktiv am Leben der Gesellschaft teilnimmt, indem es an den Sitzungen des Verwaltungsrates und der Gesellschafterversammlung teilnimmt. Der Aufsichtsrat verfügt über Kontroll- und Inspektionsbefugnisse und hat die Möglichkeit Berichte und Beschwerden einzureichen; auf den Wirtschaftsprüfer hingegen können die Befugnisse des Artikels 2403 des Zivilgesetzbuches nicht ausgedehnt werden – dieser ist lediglich für die Überprüfung der Rechnungslegung zuständig.
Die Ernennung eines Wirtschaftsprüfers oder eines Kontrollorgans bei GmbHs muss bis zur Erstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2025 (d. h. im Jahr 2026) erfolgen. Die Verpflichtung besteht, wenn sich die Gesellschaft in einer der drei in Artikel 2477 des Zivilgesetzbuches vorgesehenen Situationen befindet:
• Verpflichtung der Erstellung eines Konzernabschlusses,
• die Kontrolle des Unternehmens, vonseiten einer Gesellschaft die zur Rechnungsprüfung verpflichtet ist,
• Überschreitung mindestens einer der folgenden Grenzen in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren:
- Bilanzsumme: 4 Millionen Euro,
- Umsatzerlöse aus Verkäufen und Dienstleistungen: 4 Millionen Euro,
- durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres: 20.
Zur Überprüfung der Größenordnung sind die Bilanzdaten der Jahre 2024 und 2025 heranzuziehen.
Eine Ernennung ist nicht mehr erforderlich, wenn in drei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren keine der oben genannten Grenzen überschritten wird.
steuerberatung@inService.it
INFO
• Istatwert betreffend die Konsumpreise für die Angleichung der Mieten (Gesetz 392/78).
- Nationale Veränderung Februar 2025 – 2026 ist gleich + 1,1 % (75 % = + 0,825).
- Veränderung in Bozen Februar 2025 – 2026 ist gleich + 1,5 % (75 % = + 1,125).
• Die Indexzahl für die Abfindungen beträgt im Februar 0,862716.
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Infos und Bestellungen: monni.bz.it local, easy, digital