Jürg Alean, Paul Felber
GEOLOGISCHE WANDERUNGEN
Haupt Verlag
Jürg Alean, Paul Felber
GEOLOGISCHE WANDERUNGEN 15 Routen zu Hotspots in der Schweiz
Haupt NATUR
Dr. Jürg Alean studierte Geografie und doktorierte an der ETH Zürich in Glaziologie. Bis zu seiner Pensionierung war er Mittelschullehrer für Geografie. Er verfasste bereits mehrere Bücher zu erdwissenschaftlichen Themen und unterhält zusammen mit Gleichgesinnten den Bildungsserver SwissEduc.ch. Dr. Paul Felber studierte Geologie und doktorierte an der ETH Zürich in Geologie. Bis zu seiner Pensionierung war er in der geologischen Praxis tätig (Hydrogeologie, Geotechnik). Er ist Verfasser eines Buches über die Geologie und Grundwasservorkommen des Kantons Zug. Heute gilt sein besonderes Interesse der Erforschungsgeschichte und den klassischen geologischen Lokalitäten der Schweiz.
Der Haupt Verlag wird vom Bundesamt für Kultur mit einem Strukturbeitrag für die Jahre 2016–2020 unterstützt.
1. Auflage 2019 Diese Publikation ist in der Deutschen Nationalbibliografie verzeichnet. Mehr Informationen dazu finden Sie unter http://dnb.dnb.de ISBN: 978-3-258-08098-7 Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 2019 Haupt Bern Jede Art der Vervielfältigung ohne Genehmigung des Verlags ist unzulässig. Umschlag: pooldesign, Zürich Umschlagsbilder: Jürg Alean Layout und Satz: tiff.any, Berlin Printed in Germany www.haupt.ch Wünschen Sie regelmässig Informationen über unsere neuen Titel im Bereich Natur? Möchten Sie uns zu einem Buch ein Feedback geben? Haben Sie Anregungen für unser Programm? Dann besuchen Sie uns im Internet auf www.haupt.ch. Dort finden Sie aktuelle Informationen zu unseren Neuerscheinungen und können unseren Newsletter abonnieren.
INHALTSVERZEICHNIS
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VORWORT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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WANDERLAND SCHWEIZ: EIN GEOLOGISCHES WUNDERLAND . . . . . . . . . .
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MITTELLAND . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Kreislauf der Gesteine im Zürcher Oberland (ZH). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Nützliche Gesteine: Sandstein aus Krauchthal (BE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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JURA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Versteinerte Erdgeschichte im Kanton Schaffhausen (SH) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Weissenstein: Innenleben einer Jurafalte (SO). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Hartes Wasser und tropfende Steine: Grottes de Vallorbe (VD) . . . . . . . . . . . . . .
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NÖRDLICHE ALPEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78 Verkehrte Welt am Roggenstock: Altes über Jungem (SZ) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Felsblöcke und Steinböcke: Über die Gipfel des Pilatus (NW, OW, LU) . . . . . . . . . 92 Martinsloch und Tschingelhörner: Grosses Schieben und Rutschen (GR, GL) . . . . 104 Berge entstehen, Berge vergehen: Bergsturz von Flims (GR) . . . . . . . . . . . . . . . . 116 Kissenlava auf der Alp: Vielfalt der Gesteine bei Arosa (GR) . . . . . . . . . . . . . . . . . 126
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ZENTRALE UND SÜDLICHE ALPEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Erosion schafft tiefen Einblick: Vom Gasteretal nach Kandersteg (BE) . . . . . . . . . Kristalle und Mineralien vor dem Oberaargletscher (BE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aus der Tiefe hoch hinaus: Bunte Gesteine beim Matterhorn (VS) . . . . . . . . . . . . Gesteine unter Druck: Formenvielfalt am Ufer der Verzasca (TI) . . . . . . . . . . . . . Geschichten über Schichten: Zauberhafte Breggia-Schlucht (TI) . . . . . . . . . . . . .
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ANHANG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bildnachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Weiterführende Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sponsoren. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sach- und Ortsregister . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
198 200 200 200 201 202
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THEMENKÄSTEN Goldwaschen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fluehüsli und Elefant. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Rohstoffabbau über und unter Tag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tummelplatz der Brachiosaurier . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Lac du Joux und Dent de Vaulion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Flysch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sonnenwunder und Lochsiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Von Strahlern und Riesenkristallen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kleinode des Gletschervorfelds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Monte San Giorgio und Fossilienmuseum in Meride . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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VORWORT
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Liebe Leserin, lieber Leser !
Wir laden Sie dazu ein, auf Wanderungen der Schweiz buchstäblich auf den Grund zu gehen. Die Gesteine bilden das Fundament unseres Landes. Kiesel im Bachbett, Felsen auf Graten und Gipfeln erzählen uns von einer faszinierenden Erd-Geschichte. Sie handelt von Ozeanen mit wundersamen, längst ausgestorbenen Lebewesen, von Kontinenten auf driftender Wanderschaft und Gebirgen, die sich erst auftürmten, um dann wieder abgetragen zu werden. Wir möchten Sie mit unserer Begeisterung für Gesteine und Gebirge, Kristalle und Versteinerungen anstecken und Sie mitnehmen auf 15 Wanderungen im Schweizer Mittelland, im Jura und in den Alpen. Unser Anliegen ist es, nicht trockene Theorie zu vermitteln, sondern von dem auszugehen, was man im Gelände wirklich sieht, und
dieses möglichst einfach und verständlich zu erklären. Entsprechend benötigen Sie für den Gebrauch dieses Buches keine besonderen Vorkenntnisse. Aber Geologie sollte man be-greifen, also Steine und Felsen anfassen, Fossilien sammeln und manchmal sogar Mineralien unter die Lupe nehmen. Dafür braucht es Zeit und Musse. Deshalb sind die meisten Marschdistanzen kurz, sodass man im Rahmen eines Halbtages- oder Tagesausflugs an den beschriebenen Stellen länger innehalten kann. Wir wünschen Ihnen viel Freude auf Ihren geologischen Wanderungen.
linke Seite: Fossilien im Schrattenkalk am Fuss des Altmanns im Alpstein. oben: Unterwegs auf Gesteinen aus der Kreidezeit zwischen Chäserrugg und Gamser Rugg bei Wildhaus.
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MITTELLAND
Meeresablagerungen am Ufer der Tรถss zwischen Embrach und Pfungen.
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1 Kreislauf der Gesteine im Zürcher Oberland (ZH)
Gesteinsschichtung an einem Wasserfall im Chämptnertobel.
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Kreislauf der Gesteine im Zürcher Oberland (ZH)
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iese Wanderung führt uns durch das Chämptnertobel im Zürcher Oberland, ein Seitental des oberen Glatttals. Anders als das breite Glatttal, welches seine sanfte Trogform den eiszeitlichen Gletschern verdankt, hat hier der Aabach ein für steile Fliessgewässer typisches, enges Tal eingeschnitten. Während er sich immer weiter in die Tiefe grub, stürzten wiederholt Felsmassen von den Talflanken nach. Ein solches V-förmig geformtes Tal bezeichnet man als «Kerb-» oder «V-Tal», lokal auch «Tobel». Mitten in dicht besiedelter 1
Landschaft gelegen, bildet es eine urtümlich anmutende Oase mit rauschenden Wasserfällen und munteren Wasseramseln. Industrierelikte zeigen jedoch, dass es früher weniger abgeschieden war. Das Tobel bildet einen Einschnitt in die Gesteine der Molasse. Als «Molasse» bezeichnen Geologen Gesteinsmaterial, welches von Flüssen von den im Süden sich auftürmenden Alpen abtransportiert und in der Vorlandsenke, dem heutigen Mittelland, wieder abgelagert worden ist. Dies geschah etwa zwischen 30 und 10 Mio. Jahren vor heute. Die Gesteine beim Chämptnertobel stammen aus der jüngsten Phase der Molassebildung. Damals erstreckte sich zwischen Alpen und Jura eine grosse Schwemmlandebene mit mäandrierenden Flüssen, Sümpfen und Süsswasserseen. Deshalb heissen diese Ablagerungen Obere Süsswassermolasse (für die Obere Meeresmolasse siehe Wanderung 2). Die Wanderung beginnt an der Bushaltestelle Kempten, Oberkempten (2'704'660, 1'242'940). Von dort geht es kurz bergab Richtung Norden zum Aabach (Parkplatz). Am letzten ehemaligen Industriegebäude hängt eine Informationstafel zum «Lehrpfad Kemptnertobel». Er thematisiert nebst Naturkunde auch industriegeschichtliche Themen. P1
Hangrutschung
(2'704'780, 1'243'070)
Abb. 1: Eine Hangrutschung am Ausgang des Chämptnertobels im Oktober 2014. Inzwischen breitet sich darauf wieder neue Vegetation aus. Abb. 2: Nagelfluhschicht der Oberen Süsswassermolasse. Abb. 3: Geröllkomponente mit dellenartigen Druckstellen.
Südlich des Talgrunds gibt es eine jüngere Hangrutschung, die im oberen Bereich Gestein entblösst. In Zukunft wird die Rutschung wieder überwachsen werden, sofern nicht erneut Material herunterkommt. Offensichtlich wird hier eine typische Situation im Schweizer Mittelland, nämlich, dass Gesteine oft unter Vegetation verborgen sind. Nur, wo die Erosion steile Geländepartien freiräumt, bekommen wir Einblick in den geologischen Untergrund.
29 P2
Wasserfall
(2'705'050, 1'243'150)
Kurz nach der Einmündung eines Seitenbachs macht sich ein erster Wasserfall durch sein Rauschen bemerkbar. Ein kurzer Trampelpfad führt abwärts zu dieser interessanten Stelle. In Acht nehmen muss man sich vor dem Ausrutschen auf der Plattform am Fuss des Wasserfalls (Bild S. 26–27). Die Situation am Wasserfall führt uns einen der ältesten Grundsätze der Geologie vor Augen. Schon im 17. Jahrhundert erkannte der dänische Arzt Niklaus Steno (1638–1687), was heute als «stratigrafisches Prinzip» bekannt ist: Bei Ablagerungsgesteinen sind die unteren Schichten normalerweise älter als die darüber liegenden. Hier bedeutet dies, dass die Schicht unten, auf welcher man bequem um das Becken unterhalb des Wasserfalls herumgehen kann, früher als die dicke, darüber liegende abgelagert wurde – wie bei einem Stapel Altpapier, wo die ältesten Zeitungen auch zuunterst liegen. Bei der unteren Schicht handelt es sich um «feinsandigen harten Mergel» oder «Siltstein». Er wurde aus ruhig fliessendem oder stehendem Wasser nach einem Hochwasser abgelagert, das ausgedehnte Ufergebiete überflutete und dort seine Fracht an feinen Schwebestoffen absetzte. Die dickere Schicht darüber besteht aus gut gerundeten Geröllen. Weil das aussieht wie Köpfe von Nägeln, welche in den Fels (also die «Fluh») geschlagen wurden, nennt man dieses Gestein im süddeutschen Sprachraum Nagelfluh. In der geologischen Fachsprache heisst es Konglomerat, doch halten wir uns hier an den in der Mundart gängigen Begriff. Nagelfluhkomponenten aus Kalk zeigen oft merkwürdige Einbuchtungen. Es handelt sich um Dellen, die durch das Anpressen benachbarter, härterer Gerölle und die chemische Auflösung durch Porenwasser entstanden (Abb. 3). Nagelfluhschichten in der Oberen Süsswassermolasse sind oft mehrere
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Meter dick (vgl. P3). Sie entstanden, als sich riesige Hochwasser ins Alpenvorland ergossen und innert kürzester Zeit eine gigantische Geschiebefracht deponierten. Kalk und Sand zwischen den Geröllen diente als Zement, als der Druck des darüber abgelagerten Materials den Schotter zu Nagelfluh verfestigte. Dies ist ein typisches Beispiel eines geologischen Kreislaufs: Gesteine der Alpen wurden durch Erosion abgebaut und verfrachtet. Im Alpenvorland wurden sie schliesslich zu neuem Gestein, der Nagelfluh, «rezykliert».
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Kreislauf der Gesteine im Zürcher Oberland (ZH) P3
Grosser «Giessen»
(2'705'360, 1'243'270)
Bald erreichen wir bei P3 den höchsten Wasserfall im Tobel. Im Zürcher Oberland heissen solche Stellen «Giessen». Sie sind auch im Winter lohnende Wanderziele, wenn sich prachtvolle Eisskulpturen bilden. Wie entstehen überhaupt solche Wasserfälle? Während Nagelfluh der Erosion besser widersteht, lassen sich die Mergelschichten vom Bach leichter abtragen. Die Nagelfluh4
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bank wird deshalb unterhöhlt, bis der Überhang zu gross wird und herunterstürzt. Weil die Abtragung fortschreitet, «wandert» der Wasserfall sukzessive flussaufwärts – man spricht deshalb von rückschreitender Erosion. Bei P3 kann man sich das besonders gut vorstellen: Vor Tausenden von Jahren befand sich der Wasserfall am Ausgang des Kessels, in welchem wir gerade stehen. Weil die Erosion anhält und insbesondere von der gegenüberliegenden Felswand gelegentlich Steine herunterfallen, weist eine Warntafel auf diese Gefahr hin. Erosion findet übrigens nicht stetig, sondern vor allem bei Hochwasserereignissen statt, wenn viel Geschiebe verfrachtet wird, das die eigentliche «Schmirgelarbeit» am Bachbett leistet. Unten beim Wasserfall gibt es ein dunkelbraunes, buckelartiges Gebilde. Es handelt sich um Kalksinter, eine Ausscheidung von Kalk aus dem «harten» Wasser. Chemische Kalkausfällungen in Form kleiner Tropfsteine gibt es auch unter dem diesseitigen Überhang neben dem Wasserfall.
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P4
Relikt aus der Eiszeit
(2'705'690, 1'243'370)
Nach der Steilstufe beim Giessen erreichen wir einen künstlich angelegten Weiher, Teil einstiger Industrieanlagen; bald darauf folgt der Untere Tobelturm. Weil die Möglichkeiten zur Energie-Fernübertragung 1880 noch unbekannt waren, installierte man eine Turbine und trieb einen Transmissionsriemen an, welcher ähnlich wie eine Seilbahn die Kraft bis zu den Fabriken ausserhalb des Tobels übertrug. Gleich nach Passieren des Turms würde der Weg auf eine kleine Terrasse hinaufführen. Statt ihm zu folgen, suchen wir rechts einen Zugang zum Aabach. Diesen muss man, so gut es geht Trittsteine nutzend, überqueren. Unvermittelt steht man vor einer randlichen Ablagerung eines eiszeitlichen Gletschers, einer Moräne. Sie entstand kurz nach dem letzten Gletscherhöchststand vor rund 25'000 Jahren. Damit ist sie rund 500-mal jünger als die Obere Süsswassermolasse! Es ist einer der besten Aufschlüsse dieser Art im ganzen Kanton Zürich. Deutlich heben sich chaotisch angeordnete Felstrümmer aller
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Grössen von den gräulich-blauen Mergelschichten der Oberen Süsswassermolasse ab. Dass es sich bei der Moräne nicht um eine Abb. 4: Stalaktiten (hängende Tropfsteine) un-
ter dem Überhang neben dem Wasserfall entstehen, wo Sickerwasser austritt und gelösten Kalk ausscheidet. Abb. 5: Der grösste «Giessen» im Chämptnertobel mit Nagelfluhschicht als Fallmacher. Abb. 6: Über grauen Mergeln der Oberen Süsswassermolasse, etwa ab Kopfhöhe des Betrachters, liegt eine eiszeitliche Moräne. Abb. 7: Etwa so wie am Rand eines arktischen Gletschers könnte es damals ausgesehen haben. Der Gletscher lagert am Rand Steine ab.
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Kreislauf der Gesteine im Zürcher Oberland (ZH)
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Flussablagerung handeln kann, erkennt man an eckigen Formen der Felsbrocken. Weil manche von ihnen die Reise aus den Alpen wie auf einem Förderband auf dem Eis zurückgelegt haben, sind sie weniger gerundet als die Nagelfluhgerölle (Abb. 6 und 7). Hier wird auch klar, woher die riesigen Felsbrocken am Talgrund stammen, denn als Molassegerölle wären sie viel zu gross. Es sind allesamt Findlinge, in der Fachsprache Erratiker, die in den Aabach gefallen sind. Viele wurden früher kurzerhand für den Bau künstlicher Schwellen im Bach verwendet. Mit solchen «künstlichen Wasserfällen» kann man die Erosion bei Hochwasser verringern, sodass der Aabach weniger Geschiebe nach Kempten verfrachtet und dort Schaden anrichtet. P5
Mittlerer Tobelturm
(2'705'980, 1'243'590)
Eine Schautafel am Mittleren Tobelturm erläutert die Funktionsweise der ehemaligen Anlage. Hier sind noch Reste der gusseisernen Druckleitung zu sehen, die das Abb. 8: Fernsicht vom Sandbühl auf eiszeitliche Seitenmoränen des Linth-Rheingletschers (M), Chämptnertobel (T), Glatttal, Pfannenstiel und Uetliberg (ganz hinten).
Wasser aus den weiter oben gelegenen Teichen heranführte. Nach Passieren der Kläranlage von Bäretswil geht es auf einem asphaltierten Strässchen weiter. Dort, wo die Kantonsstrasse überquert wird, traversiert man eine Seitenmoräne, die später aus der Ferne (P6) besser als solche zu erkennen ist. Der nächste Wegabschnitt ist flach und führt vorübergehend entlang dem nordseitigen Bachufer. Nach Überqueren einer weiteren Kantonsstrasse folgt der Weg zunächst einem schluchtartigen Abschnitt des Bachs. Nachdem man zwei alte, gusseiserne Druckleitungen überquert hat, sieht man am Ufer wieder reichlich Moränenmaterial. P6
Ausblick vom Sandbühl
(2'707'710, 1'243'380)
Auf dem Sandbühl befindet sich einer von zwei Weihern; ein grösserer ist weiter oben, ausserhalb dieser Route. Beide dienten zur Speisung der zu den Tobeltürmen führenden Druckleitungen. Vom erhöhten Standort aus überblickt man zwei unterschiedliche Geländetypen: Im Norden und Osten dominieren relativ kantige, steile Berge. Sie bestehen aus Oberer Süsswassermolasse und blieben selbst in der kältesten Phase der letzten
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Eiszeit unvergletschert. Die Gräben dazwischen wurden durch Bäche herauserodiert. Gegen Westen sind die Erhebungen niedriger und rundlicher; sie wurden vom Linth-Rheingletscher überfahren und ab-
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geschliffen. Auf dem Sandbühl stehen wir gerade auf der Maximalhöhe des eiszeitlichen Linth-Rheingletschers. Vor 25'000 Jahren hätten wir von hier aus gegen Westen fast nur noch Eis gesehen. Die Spitze des Uetlibergs hätte in der Ferne noch als winzige Insel das Eismeer überragt. Der Sandbühl gehört zur obersten Seitenmoräne des Gletschers. Weiter unten sind tiefer gelegene sichtbar (Karte und Abb. 8), die bei abgesunkenem Gletscherstand entstanden. Zeitweise staute der Gletscher randlich einen See auf, in dem Schmelzwasserbäche Kies ablagerten. In der Kiesgrube von Bäretswil (etwa in der Mitte von Abb. 8) wird Kies gewonnen und aufbereitet. Entlang der Aufstiegsroute geht es nun zurück bis zur Kantonsstrasse, bei der wir nach rechts abzweigen und die Bushaltestelle Bäretswil, Bärenplatz erreichen.
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Reproduziert mit Bewilligung von swisstopo (BA 180228)
KARTENMASSSTAB: 1 : 25 000; blau markiert sind die Seitenmoränen des LinthRheingletschers
AUSGANGSPUNKT: Bushaltestelle Kempten, Oberkempten (2'704'650, 1'242'950)
WEGSTRECKE: 4,5 km
platz
HÖHENDIFFERENZ AUFSTIEG: 200 m HÖHENDIFFERENZ ABSTIEG: 90 m
ENDPUNKT: Bushaltestelle Bäretswil, Bären(2'707'140, 1'243'710)
ZEITBEDARF: reine Marschzeit etwa
1,5 Stunden JAHRESZEIT: ganzjährig
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Kreislauf der Gesteine im Zürcher Oberland (ZH) A
GOLDWASCHEN Die Obere Süsswassermolasse enthält nebst vielfältigen Geröllen auch pures Gold! Mit einfachen Gerätschaften kann man solches ohne Weiteres gewinnen, wenn auch nicht in rauen Mengen. Goldwaschen ist auch im Zürcher Oberland möglich, doch enthalten die Konglomerate dort wenig Gold. Anfängern sei deshalb ein Ausflug ins Napfgebiet Abb. A: Wechsellagerung von Nagelfluh, Sandstein und Mergel in der Felswand beim Hof Badhus, einem guten Goldwaschplatz. Abb. B: Mit der Goldwaschpfanne werden Gerölle und Sand von Schweremineralien und Gold getrennt. Abb. C: Farbenvielfalt der Mineralien im angereicherten Schweresand (Breite des Bildes: ca. 5 mm). Abb. D: Goldflitterchen als Lohn von ein paar Stunden Arbeit; dazwischen einige Körner weiterer Schweremineralien (Breite des Bildes: ca. 5 mm).
empfohlen. Das Gold stammt wie alle Komponenten der Molasse aus den Alpen. Goldadern wurden dort erodiert, das Gold in winzige Stückchen zertrümmert und im Alpenvorland abgelagert. Als Anfänger kann man sich einer geführten Goldwaschtour anschliessen, bei der Ausrüstung zur Verfügung gestellt und die besten Techniken instruiert werden (siehe zum Beispiel: www.napfgolderlebnis.ch, www. goldsuchen.ch, www.goldwaschshop.ch). Alternativ kann man sich eine Goldwaschpfanne kaufen und es auf eigene Faust versuchen. Dazu braucht man Schaufel, Gummistiefel und ein kleines Proberöhrchen zum Abtransport der gehobenen Schätze. Für erstes Experimentieren eignet sich zum Beispiel der Hof «Badhus» an der Grossen Fontanne bei Doppleschwand, LU (2'645'730, 1'207'840; Bushaltestelle Doppelschwand, Brüggweid). Autofahrer dürfen auf der Privatstrasse zum
35 Hof hinunterfahren, wo man eine bescheidene Gebühr entrichtet. Dafür werden eine Toilette sowie Platz fürs Camping geboten. Als Erstes schaufelt man Kies aus dem Bach, wo er eher schnell fliesst. Gold ist spezifisch schwerer als andere Geschiebekomponenten. Es lagert sich also gerade nicht bei den Sandbänken ab, wo sich leichtere Partikel ansammeln. Etwas Kies kommt in die Goldwaschpfanne. Von Hand liest man die grössten Gerölle heraus. Durch seitliches Hin- und Herschwenken der Pfanne, am besten unter Wasser, durchmischt man das Material, wobei das Gold gegen den Pfannenboden sinkt. Weitere spezifisch leichte Komponenten schwemmt man durch Vorund Zurückschwenken nach und nach über den vorderen Rand der Pfanne. Nun sollten sich schwerere Mineralien anreichern. Ein gutes Zeichen ist es, wenn am Schluss dunkler Sand zurückbleibt, denn viele Schweremineralien sind schwarz oder dunkelrot. Wenn nur noch etwa ein Fingerhut voll Material verbleibt, sortiert man es durch kreisendes Schwenken des Wassers am Pfannenboden. Falls man alles richtig gemacht hat, bleiben einige Goldflitter auf dem dunklen
Boden haften, während der Rest zur Seite gewaschen wird. Täuschen können hell glänzende Glimmerplättchen. Aber diese werden vom bewegten Wasser leichter verschoben als Gold. Auf Youtube veranschaulichen viele Videos die Technik. «Gestrandete» Goldflitter tupft man mit einem trockenen Finger ab. Bringt man sie in Kontakt mit Wasser im voll gefüllten Proberöhrchen, lösen sie sich von der Haut und sinken darin ab. Den schwarz-roten Schweresand sollte man ebenfalls mitnehmen. Getrocknet sieht er unter einer starken Lupe oder Stereomikroskop wahrlich prachtvoll aus.
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Anhang Sach- und Ortsregister A Aabach 28 Aarmassiv 18, 141, 152, 159 Ablagerungen 14 Ablagerungsgestein 29 absolute Altersbestimmung 14 Adriatica 18, 20, 82, 106, 129, 169, 188 Adular 155 Afrika 82, 106 Agriopleura 100 aktive Blockgletscher 131 Algen 86, 144, 177 Algenmatten 86, 129 Allalin-Gabbro 43 Almandin 164, 166 Alpen, Berner 95, 140 Alpenfaltung 119 Alpen-Leinkraut 164 Alpenrose, Rostblättrige 131, 181 Alpnach 94 Alpnachstadt 94 Alpstein 13, 79, 129 Altersbestimmung, absolute 14 relative 14 Ammoniten 49, 51, 52 Ammonitico rosso lombardo 190 Antiklinale 60, 65 Aplitgang 153 Arietenkalk 50, 53 Arosa 128, 135 Aroser Hörnli 132 Weisshorn 128 Aroser-Zone 85, 128 Arzo 197 Atlas (Berg) 109 Aufschluss 53 Augengneis 170 Austern 61, 99, 100 autochtone Sedimente 108 B Balmberg 60 Balme 43 Balmfluechöpfli 60, 62 Balsthal 20 Bantiger 43 Bäretswil 32 Basalt 128, 133, 162, 169 Beggingen 16 Belemniten 51, 52 Bellinzona 176, 184 Bergell 125 Bergeller Granit 15 Bergföhren 85
Berggeistquelle 83 Bergkristall 152, 155, 159 Bergsturz 84, 85, 89, 106, 118, 120, 125, 178 Flimser 106, 199 Berner Alpen 95, 140 Sandstein 38 Bernina 129 Biotit 176 Blau Rüfi 135 Blockgletscher, aktive 131 fossile 132, 134 Bonaduz 122 Bondo 125 Brachiosaurier 67 Brecherflue 41 Breggia 187 Breggiaschlucht 188 Breithorn 164 Brione Verzasca 176 Bruch 96, 98, 109 Bruchzone 77 Bündnerschiefer 135 C C14-Methode 14 Calciumsulfat 50, 57 Carmänna 131 Carrerabach 123 Castrisch 123 Caumasee 119 Chämpnertobel 28 Chäserugg 10 chemische Verwitterung 99 Chilchsteine 99 Chrützflue 38, 39, 40 Chur 128, 135 Churfirsten 129 Conn 118, 120 Crap da Flem 106, 118 Cresta 119 D Dauerfrostboden 131 Decken 83 ostalpine 84, 169 Deckenüberschiebung 110, 115, 169 Dent Blanche 161 Dent du Vaulion 71, 77 Diamant 162 Diskordanz 194 Doldenhorn 141, 145 Doldenhorn-Decke 147 Doline 65, 70 Dolomit 82, 85, 89, 127, 129, 130, 131, 167, 197 Doppleschwand 34 Druesberg 87, 101
203 Drusbergschichten 96, 97, 100 Düngemittel 57 E Einschlaglupe 22 Eis 99, 131 Eisen 162 Eisenrosen 155 Eisenverbindungen 111 Eiszeit 31, 40, 51, 71, 85, 106, 135, 146 Eiszeitalter 13 Eiszeitgletscher 40, 43, 71, 106 Eklogit 164, 166, 169 Elm 114 Engi 114 Eozän 94, 96, 140 Epidot 167 Erdbeben 91 Erdgeschichte 10 Erdkruste 17, 82, 106, 128, 140 Erdmagnetfeld 190 Erdmantel 83, 106, 128, 140, 162 Erdneuzeit 13 Erdpyramiden 135 Erdwärme 176 Erosion 28, 60, 96, 98, 109, 118, 120, 132, 135, 140, 162 rückschreitende 30 Erratiker 32, 43, 88 Esel (Berggipfel) 94 Explosion, Kambrische 11 F Fallmacher 31 Falten 15, 96, 97, 147, 176, 182, 190, 193 liegende 88 Faltengewölbe 60, 66, 77 Faltenscheitel 64 Faltenschenkel 66 Faltentröge 77 Faltung 118 Farenstöckli 81, 84, 85 Feldspat 16, 38, 153, 169, 178 Felsenfenster 43, 79 Felssturz 89, 132 Fidaz 120 Fidisberg 87 Findling 32, 43, 51, 88, 111 Fisistöck, Innere 141 Flechten 100 Flem 106 Fliessmarken 91 Flims 106, 118 Flimser Bergsturz 106, 199 Flimserstein 106, 118 Fluehüsli 43 Flussschlinge 121
Flysch 86, 91, 94, 97, 109, 111, 115 Fontanne, Grosse 10, 34 Fornogletscher 16 Forstberg 87 Fossil 14, 15, 50, 51, 64, 76, 99, 197 fossiler Blockgletscher 132, 134 Fräckmünt 94 Fräckmüntegg 94 Frassspuren 99 Frauenschuh 142 Früher Jura 60 Fuederegg 83 Furgggletscher 167 Furggsee 167 G Gabbro 43, 128 Gang 169 Gasteretal 140 Gasterngesicht 144 Gastern-Granit 141 Gebirgsabtrag 140 Gebirgsbildung 162 Gebirgshebung 140 Geltenbachfall 147 Geochronologie 14 geologische Karte 22 Gestein, magmatisches 15, 16 Gesteine 14 magmatische 15, 16 metamorphe 16, 17 Gesteinsmehl 122 Gips 57 Glarner Hauptüberschiebung 106, 107, 109 Verrucano 12, 109 Glärnisch 82 Glatschiu dil Segnas 107 Glattal 28 Glaukonit 38 Gleitharnisch 142 Gletscher 31, 71, 88, 118, 146, 156, 157 Gletscherbach 156 Gletscherschliff 142, 151, 154, 163, 172 Gletscherschrammen 172 Gletscherschwund 164 Gletschersee 107, 166 Gletscherspalten 157 Gletschersturz 145 Gletschertor 156 Gletschervorfeld 154, 164 Glimmer 16, 38, 153, 176 Gneis 16, 17, 129, 132, 154, 170, 176 Gold 34 Goldau 125 Goldflitter 34 Goldwaschen 34
204
Anhang Gondwanaland 19, 128 Goppenstein 146 Gornergrat 16 Göscheneralp 159 Gottlobstein 131 Granat 164, 166, 169 Grand Morcel 75 Granit 15, 16, 141, 152 Granodiorit 153 Grimselpass 152 Gross Lohner 145 Schijen 86, 91 Grosse Fontanne 10, 34 Mythen 86 Grosses Sidelhorn 152 Grossular 167, 172 Grottes de Vallorbe 70 Grotto 180 Grundgebirge, kristallines 129 Grundmoräne 77 Grundwasserstrom 119 Gryphaea 50, 53 H Hammer 23 Hängegletscher 169 Hangrutschung 28 hartes Wasser 30, 73 Hauptdolomit 84 Hauptrogenstein 60, 62, 63, 64 Hauptüberschiebung, Glarner 106, 107, 109 Hebung 118 Heimritz 141 Helvetikum 18, 20, 82, 84, 87, 141 helvetischer Kieselkalk 96, 101, 148 Hergiswil 102 Herzblättrige Kugelblume 97 Hochwasser 29, 180 Höhe, Siblinger 50 Höhlen 65, 70, 147 Hörnli, Aroser 132 Huminsäuren 51 I Iberien 20 infrahelvetischer Parautochton 119 inkompetente Schicht 148 Innere Fisistöck 141 Insubrische Störung 176, 184 Islahalda 122 J Jakobsmuschel 101 Jegertosse 139, 147 Jura (Gebirge) 13, 60, 70 Jura (Zeitalter) 13, 50, 191
Jura, Früher 60 Jura, Mittlerer 60 Jurafaltung 67, 77 K Kalk 16, 50, 62, 64, 70, 72, 82, 85, 98, 109, 119, 147 Kalkglimmerschiefer 164, 166, 172 Kalkmergel 62 Kalkschiefer 130, 132, 135 Kalksinter 30, 73 Kaltzeit 13 Kalzit 38, 148, 100 Kalzitadern 109 Kalziumkarbonat 100, 130 Kambrische Explosion 11 Kambrium 11 Kander 141 Kanderfirn 142 Kandersteg 140 Karbon 11 Karren 98 Karrenfeld 70, 98 Karst 70, 147 Karte, geologische 22 Kempten 28 Kerbtal 28 Kies 33, 35, 41 Kieselkalk 97, 188 helvetischer 96, 101, 148 Kieselsäure 101, 130 Kieselschwämme 101, 188 Kissenlava 132 Klein Matterhorn 164 Kleiner Mythen 86 Klettgau 55 Klimaveränderung 13, 119 Klimsenhorn 100 Klippen 83, 86 Klippen-Decke 84 Kluft 77, 100, 118, 148 Klüftung 144 Klus 20, 140 Kohlendioxid 70, 73 Kohlensäure 70, 98 Kohlenstoff, radioaktiver 14 kompetente Schicht 148 Konglomerat 29, 110 Kontinentalhang 91 Krauchthal 38 Kreide 13, 82, 87, 94, 191 Kreuzberge 79 Kreuzschichtung 44, 45 Kriens 94 Kristalle 154 kristallines Grundgebirge 129 Kugelblume, Herzblättrige 97
205 L Laax 118 Lac de Brenet 77 Lac de Joux 70, 77 Lago di Vogorno 180 Landeskoordinaten, Schweizer 22 Landesplattenberg 114 Landkartenflechten 129, 132 Langwies-Viadukt 135 Laucheren 83 Laurasia 19, 128 Lava 85, 132 Lavertezzo 16, 175, 181 Le Pont 77 Leberblümchen 42 Lesesteinhaufen 53 Leventina 177 liegende Falte 88 Limonit 156 Lindental 40 Linthgletscher 110 Linth-Rhein-Gletscher 32, 111 Lithosphäre 128 Lithosphärenplatten 128 Lizirüti 135 Locarno 176 Lochsiten 114 Lochsiten-Kalk 115 Lockergestein 135, 146 Lockermaterial 142 Lohner, Gross 146 Lommiswil 67 Lötschberg-Basistunnel 146 Lötschbergtunnel 146 Lötschental 152 Luchs 115 Lupe 22 Luzern 92, 94 M Mäander 121 Magma 129, 152 magmatisches Gestein 15, 16 Maiolica-Kalk 191 Maladers 135 Männertreu, Schwarzes 97 Marmor 16 Martinsloch 106, 109, 114 Massenaussterben 12 Matterhorn 17, 161, 169, 170 Matterhorn, Klein 164 Matthorn 95, 98 Meeressaurier 13, 197 Mélange 128, 131, 162, 164 Mergel 29, 55, 62, 101 Mergel-Schiefer 108
Meride 13, 197 Mesozoikums 13 Metabasalt 133, 166 metamorphe Gesteine 16, 17 Metamorphose 16, 17, 133, 176 Meteoriten 13 Methan 111 Mineralien 16, 159 Mineralöl 197 Miozän 38, 140 Mittelatlantischer Rücken 128 Mittelmoräne 164 Mittlerer Jura 60 Molasse 21, 28, 94 Moltraiso-Kalk 188 Mont Tendre 77 Monte San Giorgio 13, 197 Montrichier 77 Moor 87 Moräne 31, 108, 155 Morbio Superiore 188 Morion 159 Murgang 141, 144, 125 Muschel 100 Musflue 96 Muskovit 176 Mythen, Grosser 86 Kleiner 86 N Nagelfluh 29, 34 Napf 34 Nardaus 106 Naturbrücke 106, 112 Nesselbodenröti 62 Neu Falkenstein 47 New York 115 Nickel 162 Nidlaubach 91 Nidwalden 94 O Oberaargletscher 152 Obere Meeresmolasse 38 Süsswassermolasse 13 Oberer Segnesboden 111 Theodulgletscher 137, 161, 172 Obergabelhorn 161 Oberhallau 55 Oberhallauerbärg 49, 50 Oberhaupt 95 Oberland, Zürcher 28 Obwalden 94 Olivin 163 Ölschiefer 197 Ophiolith 82, 84, 85, 128, 130, 162
206
Anhang Orbe 70, 75 Orthogneis 178 Ostalpen 82 Ostalpin 21, 82 ostalpine Decken 84, 169 Ostermundigen 39, 45 Ostpazifische Platte 128 Osura 177 P Pangäa 18, 110 Paragneis 177, 182 Parautochton, infrahelvetischer 119 parautochtone Sedimente 108 Parpaner Rothorn 63 Weisshorn 133 Pegmatite 182 Pegmatitgänge 169, 182 Peist 135 Penninikum 20, 82, 135, 169, 177 Peridotit 163 Perm 12, 110, 197 Permafrost 131 Phyllit 17 physikalische Verwitterung 99 Pilatus 13, 82, 94, 95 Pilatussee 94 Pionierpflanzen 164 Pizzo Cengalo 125 Plangg 88 Planggenstock 88, 159 plastische Verformung 88 Platte, Ostasiatische 128 Südamerikanische 128 Plattenhorn 127, 131 Plattentektonik 18, 128 Plaun da Segnas Sura 111 Plaun da Segnas Sut 106 Plessur 135 Plutonite 16 Plutonium 15 Poncione d'Alnasca 178 Pontarlier 77 Ponte dei Salti 181 Pontius Pilatus 94 Prallhang 121 Prau Pulté 119 Prau Tulertitg 119 Prinzip, stratigraphisches 29 Q Quartär 13 Quarz 38, 101, 129, 153 Quarzit 17, 167 Quelle 53, 71, 83 Quelltuff 14, 191
Quinten 101 Quinterkalk 101 R radioaktiver Kohlenstoff 14 Zerfall 14 Radioaktivität 159 Radiolaren 130 Radiolarit 128, 130, 133, 191 Randen 49, 50 Rauchquarz 159 relative Altersbestimmung 14 Rheingletscher 51 Rheinschlucht 118, 120, 125 Rheintal 120 Rhyolith 16 Rigi 102 Rippelmarken 42 Rodinit 167 Roggenstock 82, 86, 91 Rohstoff 57 Rosafluorit 155 Rossberg 125 Rosso ad Aptici 191 Rostblättrige Alpenrose 131, 181 Rotenflue 87, 91 Rothorn, Parpaner 63 Zermatter 63 Röti 60, 63 Rücken, Mittelatlantischer 128 rückschreitende Erosion 30 Rüfe 125 Rüfi, Blau 135 Rungser Rüfi 135 Rutschung, submarine 190, 191 S Saas Fee 43 Sackhorn 141 Sagogn 123 Sandbienen 44 Sandbühl 32 Sandstein 38, 82, 84, 91, 111 Berner 38 Säntis 82 Sauerstoff 86 Saurier 13, 67 Scalia bianca 193 rossa 193 variegata 193 Schaffhausen 50 Schanfigg 135 Schauhöhlen 70 Schelf 82, 91, 94 Schicht, inkompetente 148 kompetente 148
207 Schichten 16 Schichtquelle 53 Schichtung 15 Schiefer 17, 154 Schiefermergel 87 Schieferung 16, 17, 154, 176, 177 Schijen, Gross 86, 91 Schildkröten 67 Schlammströme 110 Schleitheim 57 Schlucht 107, 112, 120, 144, 148, 184 Schmelzwasserströme 40 Schotter 123, 146, 194 Schratten 98 Schrattenkalk 95, 96, 97, 98, 100 Schülberg 87 Schutthalde 99 Schuttkegel 142 Schwarzes Männertreu 97 Schwarzsee 170 Schwebestoffe 29, 107 Schwefelflechten 40 Schwefelwasserstoff 83 Schweizer Landeskoordinaten 22 Schweresand 34 Schwermineralien 34 Sedimente, autochtone 108 parautochtone 108 Sedimentgestein 14, 16, 106 Seesterne 67 Seewen 101 Seewerkalk 101 Segnesboden, Oberer 111 Unterer 106 Segnesgletscher 107 Segneshütte 106 Segnes-Pass 111 Seitenmoränen 32 Selden 141 Sernftal 106 Serpentinit 128, 130, 135, 162, 172 Siblinger Höhe 50 Sichelchamm 15 Sidelhorn, Grosses 152 Silleregletscher 145 Silt 41 Siltstein 29 Sinterfahne 75 Sinterröhrchen 72, 75 Siphon 72, 147 Solothurn 62 Sonnenwunder 114 Spaltenfrost 118 spröde Verformung 88 Stadel 13 Stalagmit 73, 75
Stalaktit 31, 73, 75 Staublunge 44 Steg, Trockener 162 Steinböcke 95 Steinbruch 57, 67 Steinkohle 12 Steinschlag 21, 89, 110, 121, 123, 170 Steinzeit 43 Störung, Insubrische 176, 184 Strahlentierchen 130 Strahler 159 Strandlinien 119 stratigraphisches Prinzip 29 Subduktionszone 20, 128 submarine Rutschung 190, 191 Südalpin 21, 188 Südamerikanische Platte 128 Sulzfluh-Kalk 135 Superkontinent 110 Swiss Grid 22 Synklinale 60 T Tagebau 57 Tavayannaz 101 Taveyannazsandstein 101 Tektonik 18 Tektonikarena Sardona 106 Tethys-Ozean 18, 20, 91, 94, 106, 111, 128, 162, 169, 191 Theodulgletscher, Oberer 137, 161, 172 Tiefenerosion 146 Tiefsee 85, 91, 128, 132 Tiefseesedimente 162 Titanit 155 Tobel 28 Tödi 12, 152 Tomlishorn 96, 97 Ton 41, 77, 82 Tongestein 16, 50, 57 Tonmineralien 38, 39, 189 Tonschiefer 83, 91, 135 Torrone Orientale 15 Totenplangg 87 Trias 12, 50, 57 Trilobiten 11 Trin 118 Trittsiegel 67 Trockener Steg 162 Trockenmauer 180 Tropfstein 31, 69, 70 Trübestrom 91 Tschiertschen 131 Tschingelhörner 106, 109 Tschirpen 128 Tubenmoos 87
208
Anhang Türkenbund 142 Twäriberg 87 Typuslokalität 101 U Uaul Grond 119 Überschiebung 115 Uetliberg 33 Umlaufberg 121 UNESCO 106 Unterer Segnesboden 106 Unteriberg 91 untermeerische Rutschung 190, 191 Uran 14 Urdenfürggli 133 Urdensee 133 V Val Bondasca 125 Val Verzasca 180 Valendas 118, 123 Valle Maggia 177 Vallée de Joux 77 Vallorbe 70 Verformung, plastische 88 spröde 88 Verrucano 12, 51, 107, 110, 115 Glarner 12, 109 Versam 122 Versamer Tobel 122 Versam-Safien 121 Versteinerung 39, 41, 43, 51, 64, 87, 98, 99, 100, 118, 154 Verwitterung, chemische 99 physikalische 99 Verwitterungspatina , 23, 129, 164 Verzasca 176, 177, 181 Viadukt, Landwies- 135 Vierwaldstättersee 92 Vorderrhein 123 Vorderrheintal 106 V-Tal 28 Vulkan 132, 162, 110 Vulkanausbrüche 82 Vulkanite 15, 16 W Walenstadt (SG) 15 Wasser, hartes 30. 73 Wasserfall 29, 107, 180 Wattenmeer 44 Wechsellagerung 91, 189 Weissenstein 60, 63, 67 Weisshorn 128, 161 Aroser 128 Parpaner 133
Weisstannen 85 Weltnaturerbe 106 Widderfeld 96 Wolfsfalle 178, 179 Wutachtal 57 X Xenolithe 154 Z Zement 191 Zerfall, radioaktiver 14 Zermatt 16, 137, 162 Zermatter Rothorn 63 Zerrklüfte 154, 159 Zerrkluftmineral 155 Zinalrothorn 63, 161 Zinggenstock 153 Zirkone 14 Zürcher Oberland 28