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Für die Wirtschaft 6-2026

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“Poste Italiane s.p.a. - Spedizione in A.P. -70% - CNS Bolzano. Periodicità: otto volte l‘anno”

HANDELS-, INDUSTRIE-, HANDWERKS-, TOURISMUS- UND LAND­ WIRTSCHAFTSKAMMER BOZEN

Bilderseite: Zukunftswerkstatt 2026

Vereinbarkeit braucht gute Rahmenbedingungen

Interview mit Denisa Zaimi: Sechs Kitas, viele Anfänge

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Seiten 2–5

Seite 9 Nr. 6 | Oktober 2026


Vereinbarkeit | Handelskammer

Vereinbarkeit braucht gute Rahmenbedingungen Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist längst nicht mehr nur eine private Herausforderung einzelner Familien. Sie ist ein zentraler Standortfaktor für Südtirols Wirtschaft und wird angesichts des demografischen Wandels, des Arbeitskräftemangels und eines steigenden Betreuungsbedarfs immer wichtiger.

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Bildungseinrichtungen, Sozialdiensten und Unternehmen. Wer Familien entlastet, stärkt nicht nur die Erwerbsbeteiligung und die Chancengleichheit, sondern auch die Betriebe: Unternehmen profitieren von mehr Fachkräften, einer stärkeren Mitarbeiterbindung und höherer Attraktivität als Arbeitgeber. Familienfreundliche Rahmenbedingungen fördern damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und des Wirtschaftsstandorts Südtirol.“ Michl Ebner Präsident der Handelskammer Bozen

Da aufgrund des demografischen Wandels künftig weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, werden familienfreundliche Arbeitsbedingungen bei der Personalsuche immer wichtiger und oft zu einem entscheidenden Faktor bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften.

„Das Audit familieundberuf ist ein Gemeinschaftsprojekt der Familien­ agentur des Landes Südtirol und der Handelskammer Bozen und unterstützt Unternehmen dabei, eine familien­ freundliche und zukunftsorientierte Arbeitskultur zu entwickeln.“ Alfred Aberer Generalsekretär der Handelskammer Bozen

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Familie, Beruf und Pflege unter einen Hut zu bringen, ist für viele Menschen in Südtirol Alltag. Eltern organisieren Kinderbetreuung, Schulzeiten, Sommerwochen und Arbeitszeiten; gleichzeitig wächst die Zahl jener Familien, die sich auch um ältere oder pflegebedürftige Angehörige kümmern. Die aktuelle Analyse des WIFO zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zeigt deutlich: Das Thema betrifft nicht nur einzelne Haushalte, sondern die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft. Bereits die demografischen Daten machen den Handlungsbedarf sichtbar. In Südtirol lebten 2024 mehr als 116.000 Minderjährige.

Gleichzeitig nimmt die Zahl älterer Menschen weiter zu. Allein die Gruppe der über 85-Jährigen umfasste bereits knapp 38.000 Personen. Damit steigt der Betreuungsbedarf: bei Kindern und bei älteren Menschen. Besonders deutlich wird dies im Pflegebereich. Im Jahr 2020 gab es in Südtirol 17.020 pflegebedürftige Personen. Für 2035 wird ein Anstieg auf 22.739 Personen prognostiziert, ein Plus von 33,6 Prozent. Der Großteil der Pflege erfolgt dabei im familiären Umfeld. Diese Entwicklung betrifft vor allem die sogenannte „Sandwich-Generation“: Erwachsene zwischen etwa 40 und 60 Jahren,

die gleichzeitig Verantwortung für Kinder und ältere Angehörige übernehmen. Gerade diese Altersgruppe steht häufig mitten im Berufsleben. Wenn Betreuungsaufgaben nicht ausreichend unterstützt werden, wirkt sich dies direkt auf Arbeitszeit, Karrierechancen und Verfügbarkeit aus. Nach wie vor lastet Care-Arbeit überwiegend auf den Frauen. In Italien sind 80 bis 90 Prozent der pflegenden Angehörigen Frauen. Auch die Teilzeitquote verdeutlicht diese ungleiche Verteilung: 47,7 Prozent der beschäftigten Frauen arbeiten in Teilzeit, bei den Männern sind es lediglich 10,5 Prozent. In Zeiten des Arbeitskräf-

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Vereinbarkeit | Handelskammer temangels ist dies auch aus wirtschaftlicher Sicht bedeutsam. Wenn qualifizierte Arbeitskräfte ihre beruflichen Möglichkeiten nicht vollständig ausschöpfen können, geht dem Arbeitsmarkt wertvolles Potenzial verloren.

Kinderbetreuung Ein weiterer Schlüssel zur besseren Vereinbarkeit liegt in der Kinder-

„audit familieundberuf“ Das „audit familieundberuf“ ist ein bewährtes Managementinstrument, das Unternehmen dabei unterstützt, familienfreundliche und lebensphasenorientierte Arbeitsbedingungen systematisch weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben der Mitarbeitenden zu verbessern und gleichzeitig die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber zu stärken. Das Audit wird in Südtirol als Gemeinschaftsprojekt der Familienagentur des Landes Südtirol und der Handelskammer Bozen betreut. Die Vorteile: - Attraktiver Arbeitgeber im Wettbewerb um Fachkräfte - Höhere Mitarbeiterzufriedenheit und stärkere Bindung ans Unternehmen - Weniger Fehlzeiten und Fluktuation - Positives Image bei Kunden, Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit - Individuelle Begleitung durch qualifizierte Auditorinnen und Auditoren - Zertifizierung als familienfreundlicher Arbeitgeber - Für wen? Für öffentliche und private Unternehmen sowie Organisationen aller Branchen ab fünf Beschäftigten.

betreuung. Im Schuljahr 2022/23 standen in Südtirol 23,9 Plätze in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung pro 100 Kinder im Alter von 0 bis 2 Jahren zur Verfügung. Damit liegt Südtirol weit unter dem EU-Ziel (45 Plätze) und deutlich hinter der Provinz Trient (41,2 Plätze). Auch Schule und Ferienzeiten spielen eine wichtige Rolle. Der Anteil der Grundschülerinnen und Grundschüler in Ganztagesschulen liegt insbesondere in den deutschsprachigen Schulen auf einem äußerst niedrigen Niveau (5,8 Prozent). Zudem gibt rund ein Drittel der Eltern an, dass die bestehenden Sommerbetreuungsangebote nicht ausreichen. Die Folgen sind spürbar: Nur knapp die Hälfte der berufstätigen Eltern ist der Ansicht, dass Familie und Beruf gut vereinbar sind. Für viele Familien ist die Vereinbarkeit täglich eine große organisatorische Herausforderung als eine gelebte Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger sind familienfreundliche Arbeitgeber. Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeiten, Teilzeitmodelle mit Entwicklungsperspektiven und Unterstützung bei Pflegeaufgaben können wesentlich dazu bei-

Die Teilzeitquote zeigt die ungleiche Verteilung familiärer Betreuungsaufgaben: 47,7 Prozent der beschäftigten Frauen arbeiten in Teilzeit, bei den Männern sind es 10,5 Prozent.

tragen, Beschäftigte zu entlasten und an den Betrieb zu binden. Vereinbarkeit ist damit nicht nur Sozialpolitik, sondern auch ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Ein bewährtes Instrument ist das „audit familieundberuf“. Die Zertifizierung unterstützt Unternehmen und Organisationen dabei, familienfreundliche Maßnahmen systematisch zu entwickeln und dauerhaft zu verankern. Das Au-

dit richtet sich an Südtiroler Arbeitgeber aller Branchen und stärkt gleichzeitig die Arbeitgeberattraktivität. Träger des Audits sind die Handelskammer Bozen und die Familienagentur der Autonomen Provinz Bozen. INFO ZUR STUDIE WIFO - Wirtschaftsforschung Tel. 0471 945 708 wifo@handelskammer.bz.it www.wifo.bz.it

ENTSPRICHT DAS AKTUELLE SOMMERBETREUUNGSANGEBOT IN IHRER GEMEINDE DEN BEDÜRFNISSEN IHRER FAMILIE? - 2023 Verteilung in Prozent

INFORMATIONEN Handelskammer Bozen Tel. 0471 945 652 familieundberuf@handelskammer.bz.it www.handelskammer.bz.it/ familieundberuf

Quelle: ASTAT; Ausarbeitung WIFO

Laut einem Drittel der Eltern (29,1 Prozent) reichen die vorhandenen Sommerbetreuungsangebote nicht aus.

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Vereinbarkeit | Handelskammer

Flexible Arbeitsmodelle als Chance Fachkräftemangel, demografischer Wandel und veränderte Erwartungen der jüngeren Generationen stellen die Arbeitswelt vor große Herausforderungen. Flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeit und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung. Im Interview haben wir mit Irmgard Lantschner über diese Themen gesprochen.

Irmgard Lantschner, geboren 1971, absolvierte ein Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Innsbruck. Seit 2008 leitet sie den Bereich Unternehmensentwicklung der Handelskammer Bozen. Sie ist Vizepräsidentin des Audit-Rates „familieundberuf“ in Südtirol, verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Frau Lantschner, warum wird die Ver­ einbarkeit von Beruf, Familie und Pri­ vatleben für Unternehmen immer wichtiger? Irmgard Lantschner: Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Einerseits stehen aufgrund der demografischen Entwicklung immer weniger Arbeitskräfte zur Verfügung, andererseits legen Beschäftigte heute deutlich mehr Wert auf Flexibilität und Lebensqualität. Viele Menschen betreuen Kinder und/oder pflegen Angehörige und wünschen sich gleichzeitig ausreichend Zeit für persönliche Interessen. Unternehmen, die auf diese Bedürfnisse eingehen, haben bei der Suche nach Fachkräften einen klaren Vorteil. Untersuchungen zeigen außerdem, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für die meisten Beschäftigten inzwischen ein wesentliches Kriterium bei der Wahl ihres Arbeitgebers ist. Teilzeit wird oft kritisch betrachtet. Ist Teilzeit aus Ihrer Sicht karriereschäd­ lich? Dieses Bild stammt vor allem aus früheren Zeiten. Lange galt die Vorstellung, dass eine erfolgreiche Karriere nur mit einer Vollzeitstelle und möglichst hoher Präsenz

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im Betrieb möglich sei. Heute verändert sich diese Sichtweise zunehmend. Führung bedeutet nicht mehr, als Erste oder Erster im Büro zu erscheinen und als Letzte oder Letzter den Arbeitsplatz zu verlassen. Viel wichtiger sind messbare Ergebnisse, Teamarbeit

Die Vorteile sind vielfältig. Betriebe steigern ihre Attraktivität als Arbeitgeber und erweitern ihren Bewerberkreis. Gleichzeitig können sie qualifizierte Fachkräfte länger im Unternehmen halten. Mitar­ beiterinnen und Mitarbeiter, die Beruf und Privatleben gut verein-

Irmgard Lantschner sieht in flexiblen Arbeitsmodellen einen wichtigen Erfolgsfaktor für Unternehmen.

und moderne Führungsformen. Unter den richtigen Rahmenbedingungen können auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit reduziertem Arbeitspensum verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen und Karriere machen.

baren können, sind meist motivierter, loyaler und zufriedener. Das wirkt sich positiv auf die Unternehmenskultur aus und reduziert die Fluktuation. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist dies ein bedeutender Wettbewerbsvorteil.

Welche Vorteile bringen flexible Arbeitsmodelle für Unternehmen?

Welche konkreten Maßnahmen ha­ ben sich besonders bewährt?

Viele denken bei Familienfreundlichkeit an große Investitionen, doch oft sind es bereits kleine Anpassungen mit großer Wirkung. Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeiten, individuell gestaltete Teilzeitmodelle oder eine bessere Planung von Besprechungen können den Arbeitsalltag erheblich erleichtern. Das „audit familieundberuf“ begleitet zahlreiche Betriebe in Südtirol. Welche Bedeutung hat dieses Instrument? Das „audit familieundberuf“ unterstützt Unternehmen dabei, eine familienbewusste Personalpolitik systematisch weiterzuentwickeln. Gemeinsam werden bestehende Maßnahmen analysiert und neue Lösungen erarbeitet. Wichtig ist dabei, dass kein allgemeines Standardmodell vorgegeben wird. Jedes Unternehmen entwickelt jene Maßnahmen, die zum eigenen Arbeitsalltag passen. Mittlerweile wurden in Südtirol bereits zahlreiche Betriebe und Organisationen ausgezeichnet. Das zeigt, dass familienfreundliche Arbeitsbedingungen längst kein freiwilliger Zusatz mehr sind, sondern ein zentraler Bestandteil einer zukunftsorientierten Unternehmensführung.

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Wirtschaft in Zahlen | Handelskammer

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Südtirol

18+19+4122A 74+26+A Kinder

Pflegebedürftige

80.730 Kinder

17.020 Pflegebedürftige

0-2 Jahre

12-14 Jahre

21%

18%

Pflegeheim

26%

Dazwischen steht die

20%

„Sandwich-Generation“ (40 bis 60 Jahre)

80–90%

der pflegenden Angehörigen sind Frauen.

42%

6-11 Jahre

74%

3-5 Jahre

zu Hause

Kleinkindbetreuung

Ganztagsschule in der Grundschule

Das Angebot liegt weit unter dem EU-Ziel. Plätze pro 100 Kinder im Alter von 0-2 Jahren

Ganztagesangebote sind in Südtirol – insbesondere an deutschen Grundschulen – wenig verbreitet.

Italien

30,0

Italien

40,0%

Umbrien

46,5

Latium

58,0%

Südtirol

Südtirol italienische Grundschule

41,2

Trentino

23,9

EU-Ziel

45,0

Südtirol deutsche Grundschule

30,8% 5,8%

Teilzeit

Vereinbarkeit

Frauen arbeiten häufig in Teilzeit – trotz Arbeitskräftemangel.

Die Familien empfinden die Vereinbarkeit als zunehmend schwieriger. 2021

10,5%

47,5%

kaum vereinbar

47,0%

5,5%

42,0%

4,0%

2016

47,7%

54,5% gut vereinbar

nur mit viel Energie und Organisationsgeschick

Quelle: Eurostat, Istat; Astat, Freie Universität Bozen, Università Ca' Foscari Venezia, Osservatorio sui Conti Pubblici Italiani, Ausarbeitung WIFO

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WIFI | Handelskammer

Mit dem WIFI Zukunftskompetenzen entwickeln Neue Technologien, digitale Transformation, Fachkräftemangel und steigende Anforderungen an Unternehmen machen kontinuierliche Weiterbildung wichtiger denn je. Mit dem neuen Herbst-/Winterprogramm 2026 bietet das WIFI der Handelskammer Bozen ein breites Spektrum an praxisnahen Kursen, Seminaren und Veranstaltungen, die Unternehmen und Mitarbeitende fit für die Zukunft machen. Die Wirtschaft befindet sich in einem rasanten Wandel. Digitalisierung, künstliche Intelligenz, neue Marktbedingungen und veränderte Erwartungen von Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitenden stellen Unternehmen vor immer neue Herausforderungen. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss nicht nur in Technologien investieren, sondern vor allem in die Kompetenzen der Menschen im Betrieb. Genau hier setzt das WIFI - Service für Weiterbildung und Personalentwicklung der Handelskammer Bozen mit dem neuen Herbst-/Winterprogramm 2026 an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf aktuellen und praxisrelevanten Themen. Das Programm wird laufend an die Bedürfnisse der Südtiroler Wirtschaft angepasst und umfasst neben bewährten Angeboten zahlreiche neue Inhalte. Dazu zählen unter anderem Business Process Management, erfolgreiches Führen im Middle Management, Greenwashing, Datenschutz im Marketing, KI-Kennzeichnungs­ pflichten, persönliches Energiemanagement sowie steuerliche Neuerungen für das Jahr 2027.

Das WIFI unterstützt Südtirols Unternehmen mit praxisorientierter Weiterbildung zur Steigerung der Performance, Motivation und Wettbewerbsfähigkeit.

Future Skills Große Bedeutung kommt auch den sogenannten Future Skills zu. Dazu gehören Kompetenzen wie der souveräne Umgang mit künstlicher Intelligenz und Daten, kreatives Denken, Resilienz oder die Fähigkeit zur erfolgreichen Zusammenarbeit in Teams. Solche Zukunftskompetenzen gewinnen in einer immer komplexeren und dynamischeren Arbeitswelt zu-

Das neue WIFI-Programm Herbst/Winter 2026 bietet zahlreiche Weiterbildungsangebote für Unternehmerinnen, Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeitende.

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nehmend an Bedeutung. Im Herbst organisiert das WIFI dazu verschiedene Veranstaltungen. Ein Höhepunkt ist das Event „Rebel Mind!“ am 29. Oktober 2026 mit dem renommierten ManagementVordenker Peter Kreuz. Dabei geht es um neue Denkweisen, Innovationskraft und die Frage, wie Unternehmen den Schritt vom Reagieren zum aktiven Gestalten schaffen können.

Kostenlose Angebote Neben kostenpflichtigen Angeboten stehen auch zahlreiche geförderte beziehungsweise kostenlose Weiterbildungen zur Verfügung. Diese werden im Rahmen nationaler Initiativen und Projekte der Handelskammer Bozen angeboten. Schwerpunkte sind dabei die Internationalisierung von Unternehmen, die Förderung des Exports sowie die „Duale Transformation – digital & green“. Ziel ist es, Betriebe dabei zu unterstützen, Kompetenzen für den digitalen Wandel aufzubauen und Nachhaltigkeit als

festen Bestandteil ihrer Unter­ nehmensstrategie zu verankern. Für Unternehmerinnen und Selbständige startet außerdem die Webinarreihe „Frauen & Finanzen“.

Talent Management Ein weiteres Kernthema bleibt das Talent Management. Der Fachkräftemangel stellt viele Betriebe vor große Herausforderungen. Qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden, wird zunehmend zum Erfolgsfaktor. Das WIFI unterstützt die Unternehmen daher mit gezielten Weiterbildungsangeboten zu Themen wie Personalauswahl mit KI-Unterstützung, Mitarbeitermotivation, Benefits oder der Gestaltung wirksamer Karriereseiten. INFO WIFI - Weiterbildung und Personalentwicklung Tel. 0471 945 666 wifi@handelskammer.bz.it www.wifi.bz.it

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WIFO | Handelskammer

Zukunftswerkstatt 2026 Die Zukunftswerkstatt Südtirol des WIFO widmete sich heuer der Frage „Starke Frauen – starke Betriebe: Vereinbarkeit als Erfolgsfaktor“. Um „Vereinbarkeit Familie und Beruf“ und die Situation in Südtirol hinsichtlich dieses Themas gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu diskutieren und Lösungsansätze auf­ zuzeigen, organisierte das WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen die Zukunftswerkstatt 2026. Im Mittelpunkt standen familienbewusste Personal­

politik, moderne Arbeitsmodelle und eine Unternehmenskultur, die unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigt.

gund, bei der Schlosserei Schwärzer in Gais sowie bei den Roner Brennereien in Tramin statt.

Drei Events

INFO

Die drei Abende der Zukunftswerkstatt 2026 fanden im Unternehmen Karl Pichler in Al-

WIFO – Wirtschaftsforschung Tel. 0471 945 708 wifo@handelskammer.bz

Beim Auftakt in Algund waren Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer; Michl Ebner, Präsident der Handelskammer; Annemarie Kaser, Vorsitzende des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums; Renate Pichler, Manuela Bertagnolli und Christian Pichler von der Karl Pichler AG; Johanna Santa Falser, Vizepräsidentin der Handels­ kammer; Alexander Pöder, WIFO-Mitarbeiter; Lisa Keiler, Regionalmanagement Innsbruck-Land und Georg Lun, WIFO-Direktor anwesend (v.l.n.r.). Das Publikum verfolgte die Vorträge und Diskussionen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit großem Interesse.

Auch beim zweiten Abend in der Schlosserei Schwärzer in Gais stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Südtirol weiter verbessern lässt. Auf dem Gruppenbild zu sehen sind (v.l.n.r.) WIFO-Direktor Georg Lun; Luca Filippi, Vizegeneralsekretär der Handelskammer; Annemarie Kaser, Vorsitzende des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums; Margit Schwärzer, Geschäftsführerin der Schlosserei Schwärzer; Dana Müller; Leiterin des Forschungsdatenzentrums im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nürnberg; Handelskammerpräsident Michl Ebner und WIFO-Mitarbeiter Thomas Schatzer.

Für einen aufschlussreichen Abend bei den Roner Brennereien in Tramin sorgten (v.l.n.r.) WIFO-Direktor Georg Lun; WIFO-Mitarbeiterin Mia Koncul; Annemarie Kaser, Vorsitzende des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums; Karin Roner, Geschäftsführerin der Roner Brennereien; Elena Macchioni, Professorin an der Universität Bologna; Handelskammerpräsident Michl Ebner und Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer. Dort fand das dritte Event der Zukunftswerkstatt 2026 statt.

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Aktuell | Handelskammer

Treffen der Euregio-Kammern Kürzlich fand im Tiroler Bergdorf Alpbach ein Treffen der Führungsspitzen der Wirtschaftskammer Tirol sowie der Handelskammern von Bozen und Trient statt. bürokratischer Belastungen für die Unternehmen.

Programm Im Zuge des Treffens besuchten die Führungsspitzen der EuregioKammern verschiedene Veran­ staltungen des Europäischen Forums Alpbach. Ein Highlight war die Preisverleihung des „Jung­ forscher/innenpreises 2026“ und des „Euregio-Innovationspreises 2026“, die von den Kammern mitfinanziert werden. Die Teilnehmer/innen am Dreikammertreffen in Alpbach (v.l.n.r.): Alois Rainer, Markus Rabanser, Alfred Aberer, Annemarie Kaser, Roman Eberharter, Philipp Moser, Maria Cristina Giovannini, Andrea De Zordo, Barbara Thaler, Michl Ebner, Klaus Berger, Martin Haller, Manfred Pinzger, Alberto Olivo, Luca Filippi und Ivo Morelato.

Beim bereits 25. Treffen im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach tauschten sich die Ver-

treter/innen der drei Kammern zur Wirtschaftslage in der Euregio Tirol – Südtirol – Trentino aus. Im

Besonderen ging es um den demografischen Wandel und seine Auswirkungen sowie den Abbau

INFO Handelskammer Bozen Generalsekretariat Tel. 0471 945 615 generalsekretariat@handelskammer.bz.it www.handelskammer.bz.it

Webinar: Rechte und Pflichten im Verwaltungsverfahren Verwaltungsverfahren gehören zum unternehmerischen Alltag. Ein kostenloses Webinar des WIFI zeigt, welche Rechte Unternehmen haben und welche Pflichten sie beachten müssen.

Das Webinar des WIFI der Handelskammer Bozen vermittelt Unternehmen praxisnahes Wissen über ihre Rechte und Pflichten im Verwaltungsverfahren.

Viele unternehmerische Entscheidungen sind mit Behördenkontakten verbunden und erfordern die Einhaltung bestimmter rechtlicher Vorgaben. Dennoch sind die

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Abläufe und Zuständigkeiten für viele Unternehmer/innen nicht immer leicht zu überblicken. Um Betriebe bei diesen Herausforderungen zu unterstützen, veran-

staltet das WIFI am 28. Oktober 2026 das kostenlose Webinar „Rechte & Pflichten der Unternehmen im Verwaltungsverfahren“. Im Rahmen der einstündigen OnlineVeranstaltung werden die wichtigsten Grundlagen des Verwaltungsverfahrens praxisnah vermittelt. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die einzelnen Verfahrensschritte und erfahren, wie sie ihre Rechte gegenüber öffentlichen Verwaltungen wirksam wahrnehmen können. Anhand konkreter Beispiele wird erläutert, welche Mitteilungspflichten öffentliche Verwaltungen haben, unter welchen Voraussetzungen Akteneinsicht beantragt werden kann und ob Behörden ihre Entscheidungen

begründen müssen. Darüber hinaus werden die wichtigsten Pflichten von Unternehmen behandelt und Hinweise für eine effiziente und rechtssichere Abwicklung von Verfahren gegeben. Das Webinar richtet sich an Unternehmer/innen sowie an Mitarbeitende, die regelmäßig mit Verwaltungsverfahren in Berührung kommen und ihre Kenntnisse vertiefen möchten. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung ist bis zum 21. Oktober 2026 möglich. INFO UND ANMELDUNG WIFI - Weiterbildung und Personalentwicklung Tel. 0471 945 666 wifi@handelskammer.bz.it www.wifi.bz.it

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Frau in der Wirtschaft | Handelskammer

Sechs Kitas, viele Anfänge Es begann aus einer Notwendigkeit heraus. Als Denisa Zaimi 2014 mit ihrer Familie nach St. Pauls zog und mit der zweiten Tochter schwanger war, suchte sie vergeblich einen Betreuungsplatz. Gemeinsam mit der Gemeindereferentin erhob sie den Bedarf und sammelte die Unterschriften betroffener Familien. Daraus entstand die Genossenschaft PAIDEIAS.

Denisa Zaimi wurde 1983 in Elbasan (Albanien) geboren. Mit zwölf Jahren kam sie nach Bozen, lernte Deutsch und Italienisch, besuchte die Oberschule und studierte Sozialpädagogik sowie kognitive Psychologie. Seit 2014 lebt die Mutter zweier Töchter in Eppan. Den Erfolg von PAIDEIAS versteht die Präsidentin der Genossenschaft als gemeinsames Werk aller 31 Mitarbeiterinnen.

Sie begannen mit einer Spielgruppe. Wie haben Sie sich organisiert? Denisa Zaimi: Gemeinsam mit einer Kollegin eröffnete ich 2016 einen Spielraum in St. Pauls. Drei Tage pro Woche betreuten wir Kinder bis drei Jahre, zusätzlich boten wir Nachmittagsbetreuung in Girlan an. Wirtschaftlich war das keine einfache Zeit. Als meine Kollegin ausstieg, führte ich das Projekt allein weiter. Wie kam es zur ersten Kita von PAIDEIAS? Ich schrieb Betriebe und Einrichtungen im Überetsch an, um Kooperationspartner zu finden. Der Fruchthof Überetsch bot seine Räumlichkeiten im Zentrum von Eppan für eine Betriebskita an. So eröffnete die Genossenschaft PAIDEIAS im Jahr 2018 dort ihre erste Kita „Villa Zebra“. In diesem Betriebskindergarten gibt es 16 Plätze. Mehr als die Hälfte davon sind Kindern von Mitarbeitenden und Mitgliedern vorbehalten und werden auch Unternehmen der Umgebung angeboten. Der übrige Teil wird Kindern aus der Gemeinde Eppan zur Verfügung gestellt.

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Anfangs habe ich für die Kinder selbst gekocht, sie mitbetreut und abends geputzt.

eine Kita in Andrian, ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Fruchthof Überetsch. 2022 eröffneten

Die Genossenschaft PAIDEIAS führt sechs Kindertagesstätten in Eppan, Andrian (im Bild) und Lana, beschäftigt 31 Frauen und bietet 132 Betreuungsplätze an.

Wie wuchs PAIDEIAS in den Folge­ jahren? 2019 kam in St. Michael die Kita „Villa Panda“ hinzu. Obwohl die Räume für 30 Kinder ausgelegt sind, arbeiten wir bewusst mit kleineren Gruppen. 2020 eröffneten wir im Widum von St. Pauls eine weitere Kita mit 26 Plätzen. Das Gebäude wurde barrierefrei umgebaut und wird heute auch von Ärzten genutzt. 2021 folgte

wir in Lana die „Villa Koala“ mit 15 Plätzen. Anfang 2026 kam dort eine zweite Einrichtung mit großem Garten und Platz für 20 Kinder hinzu. Heute bieten wir insgesamt 132 Betreuungsplätze an. Unterschiedliche Dörfer und Reali­ täten: Was ist in allen Kitas von PAIDEIAS gleich? Wir haben eine gemeinsame KitaKultur entwickelt. Kinder brau-

chen Verlässlichkeit. Rituale strukturieren ihren Alltag. Der Tag beginnt überall mit einem Morgenkreis. Die Kinder wählen die Lieder selbst, sprechen über das Wetter, die Pläne des Tages und das Essen, das sie erwartet. Sie gehen mit den Betreuerinnen täglich ins Freie. Um 11.15 Uhr sitzen alle gemeinsam am Tisch. Welche Rolle spielt Sprache in den Kitas von PAIDEIAS? Sprache ist Reichtum. In allen Kitas arbeiten deutsch- und italienischsprachige Pädagoginnen. Jede spricht ihre eigene Sprache. Auch Eltern können mit uns in ihrer Familiensprache kommunizieren. Mehrsprachigkeit erweitert den Horizont und stärkt das gegenseitige Verständnis. Wer trägt den Erfolg von PAIDEIAS? PAIDEIAS ist das Ergebnis gemeinsamer Arbeit. Unsere 31 Mitarbeiterinnen prägen die Qualität der Betreuung jeden Tag. Der Erfolg entsteht im Zusammenspiel von Team, Kindern, Eltern sowie in der Zusammenarbeit mit Verwaltung und Politik.

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Aktuell | Handelskammer

Entsiegelung als Schlüsselmaßnahme für eine nachhaltige Bodenentwicklung Die Entsiegelung von Flächen trägt dazu bei, Städte und Gemeinden klimaresilienter zu machen. Eine aktuelle Studie der Universität Trient zeigt, dass bereits kleine Maßnahmen messbare Vorteile für Umwelt, Klima und Lebensqualität bringen.

Entsiegelte Flächen senken die Hitzebelastung, fördern die Versickerung von Regenwasser und steigern die Lebensqualität im urbanen Raum.

Unter Entsiegelung versteht man den Rückbau versiegelter Flächen wie Asphalt oder Beton zugunsten von wasserdurchlässigen, begrünten oder naturnahen Oberflächen. Eine vor Kurzem veröffentlichte Studie der Universität Trient hat verschiedene Entsiegelungsmaßnahmen untersucht und deren ökologische sowie klimatische Auswirkungen bewertet. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass bereits teilweise Entsiegelungen, etwa durch durchlässige Beläge, Baumrigolen oder Grünstreifen, positive Effekte erzielen. So können begrünte Flächen die Oberflächentemperaturen um einige

Grad Celsius senken, den thermischen Komfort verbessern und Hitzeinseln im städtischen Raum reduzieren. Gleichzeitig wird die Regenwasserbewirtschaftung optimiert, da Niederschläge besser versickern oder verzögert abfließen können. Besonders wirksam sind laut Studie kombinierte Maßnahmen. Werden entsiegelte Flächen mit Baumpflanzungen, begrünten Dächern oder naturnahen Wasserführungselementen verbunden, verstärken sich die positiven Auswirkungen deutlich. Darüber hinaus tragen solche Ansätze zur Aufwertung öffentlicher Räume

sowie zu einer höheren städtebaulichen und landschaftlichen Qualität bei. Die Untersuchung zeigt, dass Entsiegelung langfristige Vorteile für Umwelt, Klima und Lebensqualität schafft. Das Handbook zur Studie kann von der Webseite der Handelskammer - Suchwort Entsiegelung - heruntergeladen werden. INFO Handelskammer Bozen Rechtsangelegenheiten Tel. 0471 945 662 legal@handelskammer.bz.it www.handelskammer.bz.it

Mit Erasmus for Young Entrepreneurs ins Ausland Internationale Erfahrungen sammeln, neue Geschäftsideen entwickeln und von erfahrenen Führungskräften lernen: Das Programm Erasmus for Young Entrepreneurs unterstützt angehende und bereits selbstständige Unternehmer/ innen beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihres Betriebes. Erasmus for Young Entrepreneurs (EYE) ist ein von der Europäischen Union kofinanziertes Austauschund Mentoringprogramm für angehende Unternehmerinnen und Unternehmer sowie für Personen, die ihr Unternehmen erst vor kurzem gegründet haben. Ziel ist es, unternehmerische Kompetenzen auszubauen, neue Märkte kennenzulernen und wertvolle internationale Kontakte zu knüpfen. Teilnehmende verbringen zwischen einem und sechs Monaten bei erfahrenen Unternehmer/innen im Ausland, den sogenannten Host Entrepreneurs. Während dieses Aufenthalts erhalten sie Einblicke in die Führung eines Unternehmens, lernen neue Geschäftsmodelle kennen und arbei-

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ten an der Weiterentwicklung ihrer eigenen Geschäftsidee. Gastgeber sind etablierte Unternehmer/innen mit mindestens drei Jahren Erfahrung in der Leitung eines Unternehmens oder Startups. Das Programm richtet sich in Südtirol an Personen, die eine Unternehmensgründung planen oder seit weniger als drei Jahren selbstständig sind. Gleichzeitig können sich auch erfahrene Südtiroler Unternehmerinnen und Unternehmer als Gastgebende engagieren und ihr Wissen an die nächste Generation von Gründer/innen weitergeben. Möglich sind Aufenthalte in allen Mitgliedstaaten der Europäi­schen Union sowie in weiteren am Sin-

Junge Unternehmer/innen können im Rahmen von Erasmus for Young Entrepreneurs mehrere Monate bei erfahrenen Unternehmen im Ausland verbringen.

gle Market Programme beteiligten Ländern. Darüber hinaus stehen seit 2025 auch Ziele wie die USA, Kanada, das Vereinigte Königreich und Singapur zur Auswahl. Für die Teilnehmenden als New Entrepreneurs ist ein finanzieller Zuschuss vorgesehen, dessen Hö-

he vom jeweiligen Zielland abhängt. INFO Handelskammer Bozen EU-Projekte Tel. 0471 945 544 francesco.tosi@handelskammer.bz.it

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Talentcenter Bozen | Handelskammer

Talentcenter unterstützt Jugendliche bei der Berufs- und Schulwahl Das Talentcenter Bozen hat sich als wichtige Anlaufstelle für die Bildungs- und Berufsorientierung junger Menschen etabliert. Im Jahr 2025 nutzten rund 3.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Südtirol das Angebot, um mehr über ihre persönlichen Stärken, Interessen und Talente zu erfahren. standardisierter Tests erhalten die Jugendlichen Einblicke in ihre Interessen, Begabungen und Kompetenzen, sowohl im kognitiven als auch im motorischen Bereich.

Vertiefendes Beratungs­ gespräch

Anhand wissenschaftlich fundierter und standardisierter Tests lernen die Jugendlichen ihre Interessen, Talente und Fähigkeiten besser kennen und erhalten wertvolle Hinweise auf ihre persönlichen Stärken.

Mit dem Ende des Schuljahres 2025/2026 zieht das Talentcenter der Handelskammer Bozen eine positive Bilanz. Die Auswertungen der regelmäßig durchgeführten Zufriedenheitsbefragungen zeigen, dass das Angebot bei Jugendlichen und ihren Familien auf große Zustimmung stößt. Das Talentcenter leistet damit einen wertvollen Beitrag zu fundierten Bildungs- und Berufswahlentscheidungen.

Frühzeitige Orientierung wichtig Wie wichtig eine frühzeitige Orientierung ist, belegt auch eine Studie des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen aus dem Jahr 2023. Demnach werden die Bildungs- und Berufswünsche junger Menschen in Südtirol nicht nur von ihren persönlichen Interessen geprägt, sondern auch vom familiären Umfeld, von der Muttersprache, dem Wohnort und von traditionellen Rollenbildern. Das Talentcenter Bozen hilft Schüle-

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rinnen und Schülern dabei, ihre individuellen Fähigkeiten und Potenziale besser kennenzulernen und dadurch selbstbestimmtere Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen.

Über 3.000 Jugendliche im Jahr 2025 Im Jahr 2025 nahmen rund 3.000 Jugendliche aus 53 Schulen in ganz Südtirol an den Angeboten des Talentcenters teil. Die Rückmeldungen fallen äußerst positiv aus: 99 Prozent der Teilnehmenden bewerteten ihren Besuch grundsätzlich positiv, 90 Prozent sogar als gut oder sehr gut. Zudem gaben 77 Prozent an, dass der persönliche Talentreport für ihre künftige Schul- und Berufswahl hilfreich oder sehr hilfreich sei. Auch die Eltern bestätigen den Nutzen des Angebots. Laut den regelmäßig durchgeführten Befragungen erkennen 95 Prozent der Eltern die im Talentreport beschriebenen Fähigkeiten und Kompetenzen ihrer Kinder wieder.

Kompetenztests im kogniti­ ven und motorischen Bereich Das Talentcenter Bozen wurde im November 2023 von der Handelskammer Bozen eröffnet und ergänzt die bestehenden Orientierungsangebote in Südtirol. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen. Mithilfe wissenschaftlich fundierter und

Am Ende des Programms erhalten die Teilnehmenden einen persönlichen Talentreport, der auch den Eltern zur Verfügung steht. In einem anschließenden Beratungsgespräch mit dem Amt für Ausbildungs- und Berufsberatung des Landes Südtirol können die Ergebnisse vertieft und mögliche Bildungs- und Berufswege gemeinsam besprochen werden. So erhalten Jugendliche und ihre Familien zusätzliche Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen für die Zukunft. INFO Handelskammer Bozen WIFO – Wirtschaftsforschung Talentcenter Bozen Tel. 0471 945 730 talentcenter@handelskammer.bz.it www.wifo.bz.it

Im November 2023 eröffnet, ergänzt das Talentcenter Bozen die bestehenden Orientierungsangebote in Südtirol und begleitet Jugendliche auf ihrem Weg zu fundierten Bildungs- und Berufsentscheidungen.

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WIFI | Handelskammer

Mit dem WIFI auf Erfolgskurs!

Buchhaltung - Aufbaukurs Finanzbuchhaltung 12. - 28. Oktober 2026 (6 Nachmittage)

Professionell im Verkauf und Außendienst Was es heute braucht, sind Verkaufsprofis! 20. - 21. Oktober 2026

SPECIAL Führen und Geführt-Werden Erfolgreich führen im mittleren Management 13. - 14. Oktober 2026

Steuern sparen Nützliche Steuertipps zum Jahresende 20. Oktober 2026 vormittags

Personalauswahl in Zeiten von KI Neue Herausforderungen erfolgreich meistern 14. Oktober 2026 vormittags (online, kostenlos)

Datenschutz in Marketing und Vertrieb Im Einklang mit der neuen KI-Verordnung 21. Oktober 2026 vormittags

Wirksames Selbstmarketing & Personal Branding Mit Eigenpositionierung und -marketing zum Erfolg 15. Oktober 2026

Veranstaltungen und Firmenevents organisieren Mit perfekter Planung und Organisation zum Erfolg! 22. Oktober 2026

Verhandlungstraining für Einkäufer/innen Erfolgreiche Einkaufsverhandlungen 15. Oktober 2026

Bilanzanalyse I Wie Sie Bilanzen richtig interpretieren 27. - 28. Oktober 2026

Professionelle Designs mit Canva erstellen Praxis-Workshop 20. Oktober 2026 (kostenlos)

Rechte & Pflichten im Verwaltungsverfahren Tipps für den Umgang mit der öffentlichen Verwaltung 28. Oktober 2026 vormittags (online, kostenlos)

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IMPRESSUM

Für die Wirtschaft – Mitteilungsblatt der Handels-, Industrie-, Handwerks-, Tourismus- und Landwirtschaftskammer Bozen – 28. Jahrgang, 6/2026 Herausgeber: Handels-, Industrie-, Handwerks-, Tourismus- und Landwirtschaftskammer Bozen Direktion und Verwaltung: Südtiroler Straße 60, 39100 Bozen, Tel. 0471 945 672 E-Mail: communication@handelskammer.bz.it Verantwortlicher Direktor: Dr. Alfred Aberer Redaktion: Handels-, Industrie-, Handwerks-, Tourismus- und Landwirtschaftskammer Bozen Konzept: Friedl Raffeiner Druck: Fotolito Varesco Alfred GmbH

12 für die WIRTSCHAFT

Fotos: Gugg OHG; Handelskammer Bozen; PAIDEIAS; Sedlakphoto; Shutterstock; Zaimi Denisa. Zugelassen beim Landesgericht mit Dekret Nr. 3/99 Mitglied der „Unione Stampa Periodica Italiana - USPI“, Rom

PEFC/18-31-616 Papier - Carta

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