Skip to main content

Für die Wirtschaft 2-2026

Page 1


Handelskammer: Tätigkeitsprogramm 2026

Seite 5

Die

Chancen der Digitalisierung nutzen

Seiten 2-3–4

Frau in der Wirtschaft: Anita Vittur

Seite 11

„Die Digitalisierung ist aus der heutigen Wirtschaftswelt nicht mehr wegzudenken, sie bietet den Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten und stellt sie gleichzeitig vor Herausforderungen. Daher ist es uns ein Anliegen, Betriebe und deren Mitarbeitende im digitalen Wandel zu unterstützen.“

Michl Ebner

Präsident der Handelskammer Bozen

„Die Digitalisierung verändert den Markt und damit auch die Unternehmen. Mit den Servicebereichen ‚Digitale Dienste‘ sowie ‚Digitales Unternehmen – PID‘ begleitet die Handelskammer Bozen die Südtiroler Betriebe in Sachen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.“

Alfred Aberer

Generalsekretär der Handelskammer Bozen

Die Chancen der Digitalisierung nutzen

Die Digitalisierung bringt einen ständigen Wandel und verändert den Alltag in den Südtiroler Betrieben und in der öffentlichen Verwaltung. Die Handelskammer Bozen unterstützt die heimischen Unternehmen und hilft, die damit verbundenen Chancen auszuschöpfen.

Intelligenz geht.

Die Digitalisierung der Unternehmen wird immer wichtiger, sie bringt eine Zeit- und Kostenersparnis mit sich: Der Servicebereich „Digitales Unternehmen –PID“ der Handelskammer Bozen bietet Hilfestellung bei der Digitalisierung im Betrieb, informiert und berät zu den Themen E-Commerce sowie Künstliche Intelligenz. Zudem organisiert der Bereich ein umfangreiches Bildungsangebot in Zusammenarbeit mit WIFI - Weiterbildung und informiert die Unternehmer/innen mittels Leitfäden sowie BestPractice-Beispielen über neue Technologien und deren Anwendungsmöglichkeiten.

Kostenlose Erstberatung für den Onlinehandel

Bei der Eröffnung eines Onlineshops sind zahlreiche Aspekte zu

beachten: Von der Sicherung der Domain- und Markenrechte über die Programmierung und benutzerfreundliche Gestaltung des Shops bis hin zur Gestaltung von Logistik und Zahlung. Auch rechtliche sowie steuerrechtliche Aspekte müssen berücksichtigt werden. Nicht zu vergessen sind zudem verschiedenste Marketingmaßnahmen. Um Südtiroler Unternehmen im digitalen Umschwung zu unterstützen, bietet die Handelskammer Bozen kostenlose Erstberatungsgespräche, Informationsveranstaltungen und Leitfäden zum Thema Onlinehandel.

Anlaufstelle für Künstliche Intelligenz

Die Handelskammer Bozen ist Teil des European Digital Innovation Hubs (EDIH). Gemeinsam mit

13 Partnern aus Forschung und Wirtschaft werden Fachwissen und Dienstleistungen angeboten, um die heimischen Unternehmen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu unterstützen. In einem persönlichen Gespräch wird zunächst der digitale Reifegrad des Betriebs analysiert, samt den Zielen und dem Bedarf des Unternehmens. Im Anschluss kann eine individuelle Beratung in Anspruch genommen werden, um gemeinsam mit einem technologischen Partner einen Prototyp für die KIAnwendung zu erstellen und zu testen. Zudem helfen Workshops und Schulungen, das technische Know-how der Mitarbeitenden zu schärfen.

Kostenlose Weiterbildung

Durch die digitale Transformation verändern sich nicht nur Produk-

Die Handelskammer Bozen ist Anlaufstelle für die Südtiroler Unternehmen, wenn es um Künstliche

te, Prozesse und Geschäftsmodelle, sondern auch die Anforderungen an Führungskräfte und Mitarbeiter/innen. Wer die Chancen nutzen und wettbewerbsfähig bleiben will, muss neue Kompetenzen entwickeln. Das WIFI, der Weiterbildungsservice der Handelskammer Bozen, bietet ein breites Spektrum an kostenlosen Weiterbildungsmaßnahmen, die fit für die digitale Zukunft machen.

Digitale Verwaltung

Die Nutzung und Aufgeschlossenheit gegenüber digitalen Angeboten steigen. Es ist nicht mehr notwendig, für alle Amtsgänge persönlich zu erscheinen. Bei-

spielsweise können Auszüge, Bilanzen und Dokumente des eigenen Betriebs über die Digitale Unternehmensbox bezogen werden. Für die elektronische Fakturierung bietet die Handelskammer eine kostenlose Plattform, auch die Tachographenkarten für die digitalen Fahrtenschreiber werden ausgestellt. Gesellschaftsbücher und Buchhaltungsunterlagen können zudem digital archiviert und normgerecht aufbewahrt werden. Beratungen zur Eintragung in das Vergabe-Portal des Landes runden das Serviceangebot des Bereichs „Digitale Dienste“ ab, der ebenso Ansprechpartner bei der digitalen Unterschrift und der digitalen Identität (SPID) ist. »

Serviceangebote des Bereiches „Digitales Unternehmen – PID“:

- E-Commerce: Mittels unserer kostenlosen Erstberatungen, unseres Leitfadens sowie den Weiterbildungsangeboten des WIFI erhalten Sie alle grundlegenden Informationen.

- Homepage Check: Lassen Sie Ihre Website kostenlos überprüfen! Wir informieren Sie in einem unverbindlichen Erstberatungsgespräch über Optimierungsmöglichkeiten und rechtliche Auflagen.

- Praxiswissen: Lernen Sie von den Erfahrungen Südtiroler Unternehmen, welche Ihnen in ausgewählten Best-PracticeBeispielen einen Einblick in die praktische Anwendung der digitalen Technologien (Robotik, Digitaler Zwilling, Big Data, Virtual and Augmented Reality, Internet of Things und andere) gewähren.

- Expertenpool: Finden Sie in unserem Expertenpool die passenden Berater bzw. Dienstleister für die Umsetzung Ihres Digitalisierungsprojektes.

- Digitaler Reifetest: Mit Selfi 4.0 können Sie den digitalen Reifegrad Ihrer internen Prozesse analysieren. Der Cybercheck bewertet die Sicherheit Ihres Unternehmens gegenüber Cyberangriffen. SUSTAINability zeigt auf, wie nachhaltig Ihr Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) aufgestellt ist. Mit dem Digital Skill Voyager testen Sie außerdem Ihre digitalen Kompetenzen.

- Beihilfen und Initiativen: Verschiedene Stellen bieten finanzielle Unterstützung bei der Digitalisierung an. Nähere Informationen unter www.handelskammer.bz.it > Digitalisierung

- Weiterbildung: Das WIFI organisiert zahlreiche kostenlose Webinare und Seminare zu KI und weiteren digitalen Themen, die fit für die digitale Zukunft machen. Nähere Infos unter www.wifi.bz.it

In Memoriam: Benedikt Gramm

Die Handelskammer Bozen erinnert an ihren langjährigen Präsidenten Benedikt Gramm, der im Januar im Alter von 93 Jahren verstorben ist.

Benedikt Gramm war ein großer Südtiroler Unternehmer, der die Fähigkeit beherrschte, innovativ zu sein und Entwicklungen vorwegzunehmen.

Am 25. Jänner 1994 wurde Benedikt Gramm zum Präsidenten der Handelskammer Bozen bestellt und bekleidete dieses Amt bis zum 3. Juni 2008. In seine Amtszeit fielen unter anderem die Planung und Errichtung des neuen Kammersitzes in der Südtiroler Straße in Bozen, die Gründung der EOS, einer der Vorläuferorganisationen der heutigen IDM, sowie die Einrichtung des Merkantilmuseums.

Unternehmer durch und durch

Schon als Kind übernahm Benedikt Gramm im Lebensmittelgeschäft seiner Mutter Verantwortung. Nach dem frühen Tod des Vaters half er im Laden im Bozner Zentrum mit, bediente die Kundinnen und Kunden und lernte so den Handel von Grund auf kennen. Sein eigenes Großhandelsunternehmen gründete er im Jahr 1950 und entwickelte es über Jahrzehnte zu einem bedeutenden Akteur. Dabei wurde nicht jede Idee und jedes neue Produkt

ein Erfolg, doch Scheitern gehörte für ihn zum Unternehmersein dazu. Entscheidend war es für ihn, daraus zu lernen.

Eng mit der Handelskammer verbunden

Auch über seine Amtszeit hinaus blieb Benedikt Gramm der Handelskammer eng verbunden. Mit großem Interesse verfolgte er die Entwicklungen der Institution und nahm auch im Ruhestand regelmäßig an Veranstaltungen teil. Besonders erwähnenswert bleibt seine menschliche Nähe, so gratulierte er jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin stets persönlich zum Geburtstag und begegnete allen mit Wertschätzung. Sein Engagement, seine Präsenz und seine Verbundenheit mit der Handelskammer bleiben in Erinnerung.

INFO

Generalsekretariat

Handelskammer Bozen Tel. 0471 945 615

generalsekretariat@handelskammer.bz.it

Ein Onlineshop als zusätzliches Standbein zum stationären Handel eröffnet auch den heimischen Betrieben Chancen, die es zu nutzen gilt.

Digitale Unterschrift

Die digitale Unterschrift ist für Unternehmen nicht mehr wegzudenken und erleichtert den Geschäftsverkehr. Sie hat dieselbe Rechtswirkung wie eine handschriftliche Unterschrift. Zudem ermöglicht sie den Zugang zu den Online-Diensten der öffentlichen Verwaltung, wie z. B. für die digitale Unternehmensbox, die Ausstellung von Handelskammerauszügen oder die Dienste des Nationalen Fürsorgeinstituts (INPS) oder des Finanzamtes. Die Handelskammer Bozen stellt digitale Unterschriften in zweierlei Form aus: in Form einer Karte „Nationale Servicekarte (CNS)“ und als USB-Stick „DigitalDNAKey“. Kürzlich sah sich der Bereich „Digitale Dienste“ mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert, da die Zertifizierung des Verschlüsselungschips der digitalen Unterschriften „Cosmo9“ aufgrund der fehlenden Erneuerung dieser Zertifizierung von Seiten des Herstellers verfallen ist. In kürzester Zeit mussten somit ca. 8.000 digitale Unterschriften neu ausgestellt werden.

SPID

SPID ist ein System für die Digitale Identität (Sistema Pubblico di

Runde 2: Consumer Law Ready

Die Handelskammer Bozen setzt das Schulungsprojekt Consumer Law Ready 2026 fort und erweitert das Angebot im Rahmen einer Kooperation mit der Freien Universität Bozen.

Identità Digitale), welches den Zugang mit Computer, Tablet oder Smartphone auf die Online-Dienste der öffentlichen Verwaltung ermöglicht. Dies geschieht unter einem Höchstmaß an Sicherheit und in vollem Einklang mit den Datenschutzbestimmungen. Die Beantragung über die Handelskammer ist kostenlos und die Zugangsdaten sind zwei Jahre lang gültig.

Viele Amtsgänge können heutzutage telematisch erledigt werden, zum Beispiel mittels der digitalen Identität SPID.

INFO

Digitales Unternehmen – PID:

Tel. 0471 945 664

Digitale Dienste:

Tel. 0471 945 529 - 735

Das von der Europäischen Kommission unterstützte Projekt hat das Ziel, kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) über Verbraucherrechte aufzuklären. Es soll das Vertrauen der Kund/innen in ihre Angebote stärken und rechtliche Auseinandersetzungen reduzieren. Besonders Unternehmen ohne eigene Rechtsabteilung oder Zugang zu Schulungen erhalten durch diese Initiative wichtiges Grundlagenwissen zu EU-Regelungen.

Neben zentralen Themen wie z.B. unlautere Geschäftspraktiken und Streitbeilegung umfasst die diesjährige Ausgabe neue Inhalte: Ein Modul zu Rechten und Vorschriften in digitalen Märkten sowie ein besonderes Augenmerk auf aktuelle Entwicklungen im Verbraucherrecht, darunter Greenwashing und das neue Reparaturrecht. Partner des Projekts ist auch die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS).

Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen

Gemeinsam mit der Universität bietet die Handelskammer Bozen die Schulung als eigenständigen Kurs der „life-long-learning“Initiative an.

Dieses Schulungsangebot hebt sich durch die direkte Einbindung universitärer Dozenten hervor, die neben den Basismodulen des Projekts gezielt auf Themen des Verbraucherrechts eingehen. Dank praxisnaher Übungen wird der Wissenstransfer zudem nachhaltig gestärkt. Die Schulung findet an fünf Terminen zwischen Mitte April und Mitte Mai 2026 statt, wobei jede Einheit sechs Stunden umfasst.

Für Interessierte, die eine flexible Teilnahme bevorzugen, wird ergänzend am 22., 30. April und am 5. Mai 2026 ein neunstündiges Online-Webinar über das WIFI der Handelskammer Bozen angeboten.

Die Teilnahme an beiden Varianten ist kostenlos. Alle Teilnehmer/innen erhalten bei Abschluss der Schulung ein Teilnahmezertifikat und können sich zudem als Trainer akkreditieren lassen, um das Erlernte selbstständig weiterzuvermitteln.

INFO & ANMELDUNG Für die Webinare: WIFI-Weiterbildung wifi@handelskammer.bz.it Für den Uni-Kurs: Freie Universität Bozen schoolofeconomics@unibz.it

Das Schulungsprojekt zum Verbraucherrecht geht heuer in die 2. Runde.

Das Tätigkeitsprogramm der Handelskammer

Die Handelskammer Bozen hat kürzlich im Zuge einer Pressekonferenz ihr Tätigkeitsprogramm für das Jahr 2026 präsentiert. Das Jahresthema ist „Wohlstand sichern – der Mensch im Mittelpunkt“.

Im heurigen Jahr stellt die Handelskammer Bozen den Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns. Die Neujahrstreffs, die traditionell das neue Wirtschaftsjahr einläuten, standen – ebenso wie das Tätigkeitsprogramm 2026 es tut – unter dem Motto „Wohlstand sichern – der Mensch im Mittelpunkt“.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Die Digitalisierung bleibt ein zentrales Thema. Der Service „Digitales Unternehmen – PID“ wird weiter ausgebaut. Schwerpunkte sind die doppelte Transformation digital & green, Künstliche Intelligenz, Cybersecurity und Industrie 5.0. Die Handelskammer unterstützt Unternehmen dabei mit Beratungen, Assessment-Tools, Informationsveranstaltungen und kostenlosen Weiterbildungsangeboten.

Internationalisierung und Exportförderung

Kleine und mittlere Unternehmen erhalten weiterhin gezielte Unterstützung bei der Internationalisierung. 2026 werden individuelle Exportpläne, Export-Check-Ups und zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. Die Plattform „Südtirol exportiert“ wird ausgebaut, um die Sichtbarkeit der Südtiroler Unternehmen im Ausland zu erhöhen.

Arbeitskräftegewinnung und -bindung

Mit dem Service Work in Südtirol unterstützt die Handelskammer Unternehmen bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Der Welcome Service richtet sich an alle Personen, die sich aus Ar-

Stellten das neue Tätigkeitsprogramm der Handelskammer vor (v.l.n.r.): Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, Handelskammerpräsident und Luca Filippi, Vizegeneralsekretär der Handelskammer Bozen.

beitsgründen in Südtirol aufhalten oder aus beruflichen Gründen wieder nach Südtirol zurückkehren. Neue Initiativen fördern die Arbeitgeberattraktivität und erleichtern die Integration von Mitarbeitenden aus dem In- und Ausland. Neue Veranstaltungsformate bieten Personalverantwortlichen eine Plattform für Austausch und Vernetzung.

Talentcenter

Das Talentcenter Bozen wird weiterentwickelt, um Jugendliche bei der Berufsorientierung zu unterstützen. Neue Testangebote richten sich gezielt an 17- bis 19-Jährige. Die Initiative SchuleWirtschaft vermittelt wirtschaftliches Wissen und fördert unternehmerisches Denken bei Jugendlichen.

Weiterbildung, Future Skills und Talent Management

Das WIFI bietet 2026 über 200 Weiterbildungsmaßnahmen an, diverse sind im Rahmen nationa-

ler Initiativen kostenlos. Es gibt zahlreiche neue Angebote, unter anderem zu Future Skills, KI und moderne Führung. Die erfolgreiche Initiative Talent Management wird fortgeführt, um Unternehmen bei der Entwicklung moder-

Heuer geht es für das Team WorldSkills South Tyrol, Italy nach Shanghai zur Weltmeisterschaft der Berufe WorldSkills (Archivbild mit der Teilnehmerin Sarah Götsch bei den vergangenen Berufsweltmeisterschaften in Lyon).

ner Personalstrategien zu unterstützen. Am 15. April 2026 findet bereits das sechste WIFI - Talent Event für Unternehmer/innen und Personalverantwortliche statt.

Umwelt- und Wettbewerbsschutz

Die Handelskammer unterstützt Unternehmen bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, etwa durch Informationsveranstaltungen zum elektronischen Abfallregister RENTRI und zur erweiterten Herstellerverantwortung. Der Bereich Wettbewerbsschutz setzt sich für faire Marktbedingungen und die Verbreitung einer wettbewerbsund konsumentenfreundlichen Einstellung ein.

WorldSkills

2026 nimmt das Team WorldSkills South Tyrol, Italy an der Weltmeisterschaft der Berufe WorldSkills in Shanghai teil.

Handelsregister

Das Handelsregister, in dem alle Unternehmen mit bestimmten Unternehmensdaten eingetragen sein müssen, gewährleistet Transparenz und ermöglicht es Dritten, sich über die rechtliche und wirtschaftliche Situation von Unternehmen zu informieren. Es ist zuständig für die Eintragung, Änderung und Löschung von Unternehmen und bietet wichtige Dienste wie beispielsweise die Bereitstellung von Handelskammerauszügen und Bilanzen.

INFO

Generalsekretariat

Handelskammer Bozen Tel. 0471 945 615 generalsekretariat@handelskammer.bz.it www.handelskammer.bz.it

WIFI - Weiterbildung zur Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist längst mehr als ein Trend. Inzwischen ist es ein Wettbewerbsfaktor und Innovationstreiber. Damit die Transformation gelingt, braucht es neue Kompetenzen und Know-how.

Nachhaltigkeit ist aus dem unternehmerischen Alltag heute nicht mehr wegzudenken und wird künftig in allen Unternehmensbereichen noch wichtiger. Betriebe werden vor komplexe Aufgaben gestellt: Wie setzt man Projekte der Nachhaltigkeit erfolgreich um? Wie wird verant-

Kostenlose

Seminare im Frühling

- 16.04.2026 (online): Betriebliches Mobilitätsmanagement

- 11.05.2026: Nachhaltigkeitsmanagement Kompaktseminar

- 20.05.2026: Wirksame Nachhaltigkeitskommunikation

wortungsvolles Handeln entlang der Lieferkette gesichert? Wie wird erfolgreiches Mobility Management im Unternehmen eingeführt? Aktives Nachhaltigkeitsmanagement ist gefragt!

Verantwortungsvolles Management, das nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische und soziale Belange berücksichtigt, ist eine Herausforderung, bietet je-

doch auch viele Chancen. Dazu zählen neue Zielgruppen und Absatzmärkte, Innovation und Wachstum, Kosteneinsparungen, höhere Mitarbeiterzufriedenheit, besseres Image u.a.m. Damit die Transformation zu einem nachhaltigeren Unternehmen gelingt, ist es wichtig, dass die notwendigen Kompetenzen gefördert werden. Diverse Weiterbil-

dungsmaßnahmen des WIFI unterstützen die Betriebe beim Wandel zu mehr Nachhaltigkeit und bei der Entwicklung der erforderlichen Kompetenzen.

INFO

WIFI – Weiterbildung und Personalentwicklung

Tel. 0471 945 666

Online-Anmeldung: www.wifi.bz.it

Neue Kompetenzen sind auf dem Weg zum nachhaltigen Unternehmen gefragt.

Wie wird Holz zum nachhaltigen Baustoff?

Ist Bauen mit Holz nachhaltig? Um diese Frage zu beantworten, haben wir mit Thomas Moosbrugger, Head of Development & Research der Rubner Gruppe, gesprochen und uns erklären lassen, wie man die Ökobilanz des Ingenieurholzbaus verbessern kann.

Herr Moosbrugger, dem Bauwesen wird ein bedeutender Teil der globalen CO 2-Emissionen angelastet, den Holzbau hat man da aber weniger im Visier. Warum beschäftigt sich die Rubner Gruppe trotzdem so intensiv mit Nachhaltigkeitsfragen?

Thomas Moosbrugger: Klar ist, dass ein Holzgebäude nachhaltiger ist als eines aus Beton oder Stahl. Das liegt in erster Linie daran, dass Holz CO2 speichert, das bei der Ökobilanz in Abzug gebracht werden kann. Unser Ziel bei Rubner ist aber, unabhängig davon unsere CO2-Bilanz zu verbessern, also die CO2-Emissionen bei der Herstellung von Holzbauteilen und Holzbauwerken zu senken.

Das Bauen mit Holz ist also nicht per se nachhaltig?

Wenn ich einen Baum fälle, ist die Nachhaltigkeit nur gesichert, wenn er wieder nachwächst. Das ist die Grundlage, denn danach wird das Holz ja transportiert, es wird bearbeitet und verbaut. Für all das braucht man Energie, setzt also CO2 frei. Wird ein Holzgebäude am Lebensende abgerissen und werden die Holzbauteile dem biologischen Kreislauf rückgeführt oder verbrannt, wird das darin gespeicherte CO2 wieder freigesetzt.

Thomas Moosbrugger stammt aus Vorarlberg – „einem Ursprung des Holzbaus“, wie er augenzwinkernd betont – und hat seine Ausbildung zum Bauingenieur an der TU Graz durchlaufen. Dort war er sieben Jahre lang Assistent am Institut für Holzbau und Holztechnologie. Seit 15 Jahren lebt Moosbrugger in St. Lorenzen, ist in der Rubner Gruppe zum Head of Development & Research aufgestiegen und hat auch an der Freien Universität Bozen einen Lehrauftrag.

Deshalb legen wir bei Rubner so viel Wert darauf, qualitativ hochwertige Gebäude mit langen Lebensdauern zu bauen und die Grundlagen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft des Wertstoffes Holz zu schaffen.

Der Blick geht also auf den gesamten Lebenszyklus des Baustoffs Holz und da spielt seine Wiederverwertung eine zentrale Rolle?

Genau. Bei Rubner haben wir schon vor sieben, acht Jahren erste Schritte gesetzt, um Produktionsprozesse zu entwickeln, die den Verbrauch der Ressource Holz reduzieren. Damals haben wir bei minderwertigen Holzqualitäten

angesetzt, die im Rahmen der Sortierprozesse aus dem Kreislauf ausgeschieden wurden. Die eingesetzten Technologien zur Aufwertung unterscheiden sich dabei nicht wesentlich vom Aufbereitungsprozess ganzer Tragwerke, also großer Bauteile.

Apropos „große Bauteile“: Die geltenden Normen machen das Recycling von großen Bauteilen aus Holz nicht einfach?

Die EU schreibt bereits einen Recyclinganteil bei Baustoffen vor und künftige europäische Vorgaben werden noch stärker auf die Nutzung von Sekundärrohstoffen abzielen. Zugleich schließen die

Produktspezifikationen aber die Aufbereitung und den Einsatz von Altholz in neuen Produkten aus.

Wie reagiert man bei Rubner auf dieses Dilemma?

Ich würde sagen: durch die Schaffung der Grundlagen und größtmögliche Transparenz. Was das betrifft, haben wir in den letzten zwei Jahren sehr viel investiert und 2025 als eines der ersten Unternehmen im konstruktiven Holzbau in Italien einen CSRD-konformen und geprüften Nachhaltigkeitsbericht mit unserer Bilanz veröffentlicht.

Auf dem Papier sind die Grundlagen also geschaffen. Gibt es aber auch praktische Erfahrungen bei der Wiederverwendung von nutzbaren Holzbauteilen?

Rubner hat in Brixen eine alte Produktionshalle demontiert, neues Material aus den alten, nicht behandelten Bauteilen recycelt und daraus Bauteile für das neue Tragwerk hergestellt. Wir sind so bei einzelnen Bauteilen auf eine Recyclingquote von 40 Prozent gekommen, haben also gezeigt, dass unser wissenschaftliches Fundament auch den Praxistest übersteht.

Das Kompetenzzentrum von Rubner in der Pustertaler Gemeinde Kiens.

Tourismusportal Italia.it: eine große Chance für Betriebe

Mit über 22,7 Millionen Besuchen zwischen Januar und November 2025 ist das nationale Tourismusportal Italia.it die meistbesuchte digitale Tourismusplattform Europas. Südtiroler Unternehmen können sich dort kostenlos registrieren und von den Vorteilen profitieren.

Vom italienischen Ministerium für Tourismus entwickelt, bietet Italia.it Reisenden eine zentrale Plattform, um Italien gezielt zu entdecken – und schafft damit zugleich spürbaren Mehrwert für touristische Betriebe im ganzen Land. Das Portal ist in mehreren Sprachen verfügbar, darunter Italienisch, Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch, wodurch internationale Gäste Inhalte problemlos nutzen können. Reisende finden über Filter, z.B. nach Destination, Aktivitäten oder Saisonen genau jene Angebote, die ihren Interessen entsprechen; ein Vorteil für touristische Anbieter, da Unterkünfte, Restaurants, Attraktionen und lokale Dienstleistungen so gezielt sichtbar werden. Die geolokalisierte Karte erleichtert es Besucher/innen, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in unmittelbarer Umgebung zu entdecken, was besonders kleineren und weniger bekannten Betrieben zusätzliche Aufmerk-

samkeit verschafft. Inspirierende Inhalte wie thematische Routen, redaktionelle Beiträge und visuelle Story Elemente lenken bereits in der frühen Planungsphase Aufmerksamkeit auf konkrete Orte und Angebote.

In der offiziellen App können Nutzer zudem Favoriten speichern und personalisierte Reiseverläufe erstellen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Reisende die ausgewählten Betriebe tatsächlich besuchen. So steigert Italia.it durch zielgerichtete Suchfunktionen, lokale Relevanz und mehrsprachige, inspirative Inhalte die Reichweite touristischer Anbieter – und hilft ihnen, direkt von der Nachfrage der Reisenden zu profitieren.

Kostenlose Registrierung

Damit Hotels, Restaurants und touristische Dienstleister aus Südtirol auf Italia.it mit einem eigenen digitalen Schaufenster sichtbar werden, ist eine Registrierung

im Portale Operatori, dem offiziellen B2B Betreiberportal des Ministeriums für Tourismus, erforderlich. Nur über dieses Betreiberportal können Unternehmen ihre Daten hinterlegen und verwalten. Dadurch wird sichergestellt, dass ihr Profil später auf der öffentlichen Seite von Italia.it erscheint und direkt mit der eigenen Website verlinkt wird.

Die Registrierung ist kostenlos und erfolgt mittels SPID oder CIE und dauert nur wenige Minuten.

Italia.it bietet Reisenden eine zentrale Plattform, um das Land gezielt zu entdecken.

Verbände können sich ebenfalls anmelden, hierfür genügt eine E-Mail an das Ministerium (dg. trds@ministeroturismo.gov.it). Das Betreiberportal ist nur in italienischer Sprache vorhanden. Eine automatisierte Schnittstellenlösung zur Datenübertragung steht aufgrund technischer und rechtlicher Rahmenbedingungen aktuell noch nicht zur Verfügung. Obwohl daran gearbeitet wird, empfiehlt sich derzeit die manuelle Registrierung, damit Betriebe möglichst früh auf Italia.it präsent sind.

Zusätzliche Dienste des Betreiberportals

Das Betreiberportal dient zudem als umfassender Digital Tourism Hub und stellt touristischen Betrieben eine Reihe innovativer, kostenloser Werkzeuge für Management, Marketing und strategische Planung zur Verfügung. Zu den zentralen Funktionen zählen ein übersichtliches Daten Dashboard, ein Prognosemodell zur touristischen Entwicklung, monatliche Infografiken, das Data Journal für vertiefte Analysen, Informationen zu Förderbeiträgen, das Social-Kit, Web Widgets, ein digitaler Concierge, der Experience Planner, verschiedene Start up Tools, der Zugang zu Weiterbildungen sowie ein ESG Selbstcheck.

INFO

Unternehmensentwicklung

Handelskammer Bozen Tel. 0471 945 692 international@handelskammer.bz.it

Damit Betriebe aus Südtirol auf Italia.it mit einem eigenen digitalen Schaufenster sichtbar werden, ist eine Registrierung im Portale Operatori erforderlich. Hierzu einfach den QR-Code scannen!

UNICAdesk: der Zugang zu technischen Normen

Unioncamere, die Dachorganisation der italienischen Handelskammern, hat zusammen mit der italienischen Normenorganisation UNI ein Online-Portal eingerichtet, um das Thema technische Normung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit 1. Jänner 2026 ist auch bei der Handelskammer Bozen ein entsprechender Informationsdienst „UNICAdesk“ eingerichtet.

Ofenhandschuhe müssen bestimmte Sicherheitsanforderungen einhalten, sobald sie auf dem Markt bereitgestellt werden.

Eine technische Norm ist ein Dokument, das Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren festlegt. Anders als häufig angenommen, ist nicht der Gesetzgeber zuständig für die Entwicklung einer technischen Norm, sondern diejenigen, die die Norm später anwenden. In Italien liegt die Normung bei UNI (Ente nazionale italiano di unificazione) und CEI (Comitato Elettrotecnico Italiano).

Ziel der Normierung

Normen stellen sicher, dass Produkte unterschiedlicher Hersteller durch einheitliche Maße, Formen und technische Eigenschaften miteinander kompatibel sind. Sie erleichtern Interoperabilität und erhöhen so Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Sie setzen einen einheitlichen Rahmen für Messbarkeit, was es den Unternehmen ermöglicht, ihre Produkte zu bewerten, die Qualität zu überwa-

chen und sie stetig zu verbessern. Durch die aktive Teilnahme am Normungsprozess können Unternehmen eigene Technologien und Vorstellungen einbringen und Innovationen frühzeitig marktfähig machen.

Wo verbindliche Vorgaben fehlen, kann Normung außerdem Lücken schließen. Der Gesetzgeber über-

trägt dem Normungsgremium die Aufgabe, Vorgaben für die Erreichung bestimmter Ziele in einer Norm zu definieren. Die Entscheidung, ob Normen angewendet werden oder nicht, bleibt dabei grundsätzlich freiwillig, es sei denn, eine spezifische Vorschrift verlangt die Anwendung. Dieses Modell hat sich in der Europäischen Union seit Jahrzehnten unter dem Namen „New Approach“ bewährt: Die Anwendung harmonisierter Normen schafft eine „Konformitätsvermutung", d.h. man darf bei Einhaltung der Norm davon ausgehen, dass die Sicherheitsanforderungen der EU-Richtlinien erfüllt sind, das Produkt also „konform“ ist. Für Produkte mit CE-Kennzeichnung gewährleistet dies den freien Verkehr im Binnenmarkt.

Normen als strategisches Instrument

Normen entscheiden aber längst nicht mehr nur über technische Details – sie sind ein strategisches Instrument geoökonomischer Gestaltung. Für die exportorientier-

Die CE-Markierung bei Spielzeug bescheinigt, dass das Produkt den geltenden Anforderungen entspricht.

te Wirtschaft ist Normung ein zentrales Instrument der Wettbewerbsfähigkeit. Wer Standards setzt, sichert sich Innovationskraft, Marktzugang und Einfluss. So hat z.B. China begonnen, wichtige Schlüsselpositionen in den internationalen Normungsgremien zu besetzen. Umso wichtiger ist es, technologische Entwicklungen normativ zu begleiten. Das gilt besonders für Zukunftstechnologien wie KI oder die Wasserstoffwirtschaft. Hier entscheidet sich, wer künftig die Spielregeln bestimmt und damit auch die Märkte prägt.

UNICAdesk Bozen

Der Bereich Unternehmensentwicklung der Handelskammer Bozen hat seit Jahresbeginn einen UNICAdesk eingerichtet, bei dem Unternehmen diejenigen Normen konsultieren können, die für ihre Produkte und Dienstleistungen relevant sind. Sie erhalten außerdem Hilfe bei der Normenrecherche und Hinweise zum Anwendungsbereich der Normen. Zudem ist ein Online-Zugang vom eigenen Unternehmenssitz aus möglich, der zeitlich limitiert ist und über die Website https://unicadesk. camcom.it/ gebucht werden kann.

INFO

UNICAdesk

Handelskammer Bozen

Tel. 0471 945 538

produktsicherheit@handelskammer.bz.it

Die Meinung der Bevölkerung zur Südtiroler Wirtschaft

Eigene wirtschaftliche Lage

Für die Bevölkerung zeigt sich aktuell ein hohes Wohlstandsniveau, zugleich wächst die Unsicherheit über die Zukunft.

Prioritäten für die Politik

Für die Bevölkerung steht das Thema Soziales an erster Stelle.

Einstellung zur Wirtschaft

Die Einstellung der Bevölkerung zur Wirtschaft ist sehr positiv.

Arbeitgeberattraktivität

Kritische Aspekte

Schneidern zwischen Dolomiten, Handwerk und Freiheit

Es sind die Berge, die der Modedesignerin und Schneiderin Anita Vittur die Motive liefern. Nicht umsonst sind die Spitzen des Peitlerkofel in ihrem Modelabel integriert. Neben ihrer kreativen Arbeit organisiert sie Familie, akquiriert Aufträge, nimmt Maß für zu nähende Kleider und erstellt Inhalte für Social Media, Newsletter und Webseite.

Anita Vittur ist Jahrgang 1975 und wuchs in St. Kassian (Alta Badia) in einer Unternehmerfamilie mit starkem Bezug zum Gastgewerbe auf. Nach der fünfjährigen Kunstschule in Cortina d’Ampezzo absolvierte sie in Ve rona eine vierjährige Ausbildung zur Schneiderin, Modellistin und Sty listin, inklusive des Studiums der Kostümgeschichte. 1999 eröffnete sie in ihrem Heimathaus eine Schneiderei. Neben der Arbeit für Musik kapellen und Trachtenvereine entwickelte sie eine eigene Modelinie. Anita Vittur näht vorwiegend auf Maß. Im Winter ist die freiheitsund naturliebende Frau auch als Skilehrerin tätig. Sie betreibt den Instagram-Kanal „langolodianita“ und verschickt monatlich einen Newsletter. Ihre Arbeit verbindet Handwerk, Landschaft und unternehmerische Selbstbestimmung.

1999 haben Sie Ihre eigene Schneiderei eröffnet. Ohne Zweifel?

Anita Vittur: Ich war 25 und überzeugt, dass es funktioniert. Die ersten Aufträge kamen von Musikkapellen, unter anderem aus Kolfuschg/Corvara. Für mehr als 50 Personen habe ich gemeinsam mit meiner Freundin und Kollegin Sara Declara ein Kostüm entworfen, keine Tracht im engeren Sinn, sondern eine funktionale Montur mit Tiroler Anleihen. Wir haben alles in Handarbeit gestickt und genäht. Dann folgten Trachtenarbeiten für die Musikkapelle Welschellen und viele weitere Vereine.

Vor Jahren haben Sie Ihren inhaltlichen Schwerpunkt verlagert. Das Nähen von Trachten wurde mir zu eng. Ich wollte meine Kreativität stärker leben und habe mit meinen eigenen Kollektionen begonnen. Während der Pandemie habe ich online Tutorials für Masken gemacht, die Familien nähen konnten. Das hat mir und den Zusehenden Freude gemacht, aber auch Hoffnung geschenkt.

Wie entsteht ein Kleid bei Ihnen? Ich entwerfe alle Schnitte selbst und nähe überwiegend auf Maß. Auf der Rückseite der Kleider und

Hosen arbeite ich überall mit einem elastischen Einsatz, damit sie sich an den Körper anpassen und Bewegungsfreiheit ermöglichen. Jede meiner Hosen und Kleider hat Taschen. Kleidung muss benutzbar und praktisch sein. Mir ist es auch wichtig, Wissen zu teilen und nicht zu horten. Nur so bleibt unser Handwerk lebendig.

Ihre Kleider tragen alle ladinische Namen. Warum?

Die Namen meiner Designs tragen Freiheit in sich und kommen aus meiner Landschaft, aus Geschich-

ten und Figuren der Dolomiten: Einen Rock habe ich Gana genannt. Gana ist eine Hexe oder Waldfrau aus ladinischen Sagen, Salvaria meint die Wilde, Dolasila ist die Königstochter des FanesReichs, La Ballerina erinnert ans Tanzen.

Am 10. jedes Monats versenden Sie einen Newsletter. Am 10. Dezember ist mein Geburtstag, der 10. jeden Monats ist „Anita-Tag“. Im Newsletter erzähle ich, woran ich arbeite: wie ein Schnitt entsteht, warum ich einen

Stoff gewählt habe, wie lange ich für ein Teil brauche, was mich inspiriert. Ich mache keine klassische Werbung, sondern informiere und erzähle Geschichten. Wie möchten Sie die nächsten Jahre gestalten?

Ich habe mir vorgenommen, weniger Modelle zu machen und davon mehr. Sonst verliere ich mich in meinen vielen Näh-Projekten. Gerne gebe ich weiterhin Workshops in der Schneiderei und auch außerhalb. Ich siedle außerdem in eine größere Schneiderei um.

Die Berge liefern Anita Vittur die Motive für ihre Kleider.

Mit dem WIFI auf Erfolgskurs!

KI & Recht: Was Mitarbeitende wissen müssen

Sicherer und rechtskonformer Einsatz von KI 09. April 2026 vormittags (online, kostenlos)

SPECIAL 6. WIFI - Talent Event

Impulse & Praxistipps für mehr Arbeitgeberattraktivität 15. April 2026 vormittags (DE/IT, kostenlos)

Sekretariat & Assistenz 2026 Dynamisch, kompetent und kommunikativ 15. und 16. April 2026

Karriereseite und (Online)Stellenanzeigen Wie präsentiere ich mich als attraktiver Arbeitgeber? 16. April 2026

Projektmanagement - Advanced Projekterfolg durch richtiges Planen und Steuern 16. April - 21. Mai 2026 (3 Tage blended)

Die modernen, anspruchsvollen Kund/innen Kommunizieren und Kundenerwartungen meistern 16. April 2026

Information und Anmeldung

WIFI - Weiterbildung und Personalentwicklung

Tel. 0471 945 666 | wifi@handelskammer.bz.it

Einfach online anmelden: www.wifi.bz.it

IMPRESSUM

Für die Wirtschaft – Mitteilungsblatt der Handels­, Industrie­, Handwerks­, Tourismus­ und Landwirtschaftskammer Bozen – 28. Jahrgang, 2/2026

Herausgeber: Handels­, Industrie­, Handwerks­, Tourismus­ und Landwirtschaftskammer Bozen

Direktion und Verwaltung: Südtiroler Straße 60, 39100 Bozen, Tel. 0471 945 672

E­Mail: communication@handelskammer.bz.it

Verantwortlicher Direktor: Dr. Alfred Aberer

Redaktion: Handels­, Industrie­, Handwerks­, Tourismus­ und Landwirtschaftskammer Bozen

Konzept: Friedl Raffeiner

Druck: Fotolito Varesco Alfred GmbH

Betriebliches Mobilitätsmanagement Mehrwert für Unternehmen und Mitarbeiter/innen 16. April 2026 vormittags (online, kostenlos)

Im Einkauf liegt der Gewinn Wettbewerbsfähigkeit steigern im Einkaufsmanagement 21. April 2026

Gelungene Zusammenarbeit im Büro Bessere Kommunikation im Team, gutes Arbeitsklima 21. April 2026

Italiano per la comunicazione in ufficio Parlare in italiano senza essere madrelingua 28. April 2026

Rhetoriktraining - Reden ohne Ängste Wirkungsvoll auftreten und überzeugend reden 29. und 30. April 2026

Nachhaltigkeitsmanagement - Kompaktseminar Nachhaltigkeit als Innovations- und Wettbewerbsfaktor 11. Mai 2026 (kostenlos)

Handelskammer Bozen, Shutterstock, Elisa D’Incà, Maximilian Goggi, Italia.it, Maria Lobis, Thomas Moosbrugger, Rubner

Zugelassen beim Landesgericht mit Dekret Nr. 3/99 Mitglied der „Unione Stampa Periodica Italiana ­ USPI“, Rom

Lesen Sie die Handelskammerzeitung jetzt online!

Fotos:
Gruppe, UNICAdesk.

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Für die Wirtschaft 2-2026 by Handelskammer Bozen - Camera di commercio di Bolzano - Issuu