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Hochschulentwicklungsplan
2026 bis 2030
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Hochschulentwicklungsplan
2026 bis 2030

Hochschulentwicklungsplan
2026 bis 2030
Abkürzungsverzeichnis
AGG Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
CHE Centrum für Hochschulentwicklung
CoARA Coalition for Advancing Research Assessment
DAAD Deutscher Akademischer Austauschdienst
DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft
CERT Computer Emergency Response Team
CRM Customer Relationship Management
ECTS European Credit Transfer System
GWP Gute wissenschaftliche Praxis
FIS Forschungsinformationssystem
HITS.nrw Hochschul-IT-Services.nrw
IFGA Institut für funktionale Gen-Analytik
HAW Hochschule für Angewandte Wissenschaften
H-BRS Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
HEP4 Hochschulentwicklungsplan 4
HiO Campusmanagement-System HisinOne
KI Künstliche Intelligenz
NAW.NRW Nachhaltigkeitsallianz für angewandte Wissenschaften
SDG Sustainable Development Goals
ZIEL Zentrum für Innovation und Entwicklung in der Lehre
ZWT Zentrum für Wissenschafts- und Technologietransfer
Vorwort des Präsidiums 6
Vorwort des Hochschulrats und des Senats 8
1. Leitbild und Selbstverständnis 10
2. Rahmenbedingungen 14
3. Handlungsfelder 18
3.1 Bildung 19
3.2 Forschung 22
3.3 Transfer 26
4. Profilfelder 28
4.1 Digitalisierung und Künstliche Intelligenz 29
4.2 Internationalisierung 32
4.3 Innovation und Unternehmertum 34
4.4 Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit 36
5. Bedingungsfelder 38
5.1 Strukturen und Prozesse 39
5.2 Studierendenattraktivität 41
5.3 Gleichstellung und Diversität 43
5.4 Hochschulkultur 45
6. Ausblick 47

Das Präsidium der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Professor Johannes Steinhaus (Vizepräsident Forschung und Transfer), Angela Fischer (Kanzlerin), Professorin Marion Halfmann (Präsidentin), Professorin Teena Chakkalayil Hassan (Vizepräsidentin Internationales und Digitalisierung) und Professor Peter Muck (Vizepräsident Studium und Lehre) (von links)
Mit dem Hochschulentwicklungsplan 4 (HEP4) legt die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ihre strategischen Schwerpunkte für die Jahre 2026 bis 2030 vor. Der Plan beschreibt nicht nur, wie wir auf tiefgreifende Veränderungen reagieren, sondern wie wir diese aktiv mitgestalten. Demografischer Wandel, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Klimaschutz, ressourcenknappe öffentliche Haushalte und ein verschärfter Wettbewerb um Studierende und Fachkräfte sind Rahmenbedingungen, die unser Handeln prägen und die eine klare Positionierung erfordern.
Der HEP4 ist das Ergebnis eines breit angelegten, partizipativen Prozesses. Beginnend im Januar 2025 haben Präsidium, Fachbereiche, zentrale Einrichtungen, Verwaltung, Studierende und Gremien in Workshops, Arbeitsgruppen und Dialogformaten intensiv an Zielen und Maßnahmen gearbeitet. Die Entwicklung des Plans folgte einer zuvor von Präsidium und Fachbereichsleitungen festgelegten Struktur. Die zentralen Handlungsfelder Bildung, Forschung und Transfer werden ergänzt durch Profilfelder sowie durch Bedingungsfelder, die die notwendigen internen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung schaffen.
Unser Hochschulentwicklungsplan formuliert ambitionierte, doch zugleich realistische Ziele. Er setzt übergeordnete Themen, ohne die Vielfalt der Hochschule außer Acht zu lassen. Er verbindet strategische Klarheit mit der notwendigen Flexibilität, um auf neue Entwicklungen und Chancen reagieren zu können. Der HEP4 versteht sich zudem als lernendes Steuerungsinstrument: Ziele, Subziele und Maßnahmen werden regelmäßig überprüft, priorisiert und weiterentwickelt.
In den mehr als 30 Jahren ihres Bestehens hat die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg eine erfolgreiche Entwicklung genommen. Sie hat sich als attraktiver Ort zum Studieren, Forschen und Arbeiten etabliert und ist gleichermaßen regional verwurzelt sowie international vernetzt. Mit dem vorliegenden Plan schlagen wir nunmehr ein neues Kapitel auf und liefern die Grundlage, uns als transformative Hochschule weiter zu profilieren – als Ort handlungsorientierter Bildung, erkenntnis- und anwendungsorientierter Forschung, innovativen Wissenschafts- und Technologietransfers und einer offenen, wertschätzenden Hochschulkultur. Wir laden unsere Partner:innen aus Region, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gestalten.
Für das Präsidium
Prof. Dr. Marion Halfmann, Präsidentin der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Wer das 30. Lebensjahr erreicht, steht meist vor einer neuen Lebensphase. Man wird fokussierter und schärft den Blick für neue Ziele und Herausforderungen, aufbauend auf selbst gesammelten Erfahrungen und eigenen Stärken. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ist an einem vergleichbaren Punkt angekommen. Sie feierte 2025 ihren 30. Geburtstag und blickte dabei auf drei erfolgreiche Jahrzehnte zurück. Auch sie schlägt nunmehr ein neues Kapitel auf. Der Hochschulentwicklungsplan 4 definiert die strategischen Schwerpunkte bis zum Jahr 2030 und ist ein Beleg dafür, dass die Hochschule auch weiterhin den Anspruch verfolgt, aus der Perspektive der Angewandten Wissenschaften Antworten zu geben – auf aktuelle Fragen wie auch auf die kommenden Herausforderungen. Ob Geopolitik, demografische Entwicklung oder technologischer Fortschritt: Die Rahmenbedingungen und die sich daraus ableitenden Aufgaben werden komplexer und anspruchsvoller.
Die Hochschule ist dafür gut gewappnet. Durch ihren Umgang mit der Corona-Pandemie und mit den Folgen der Flutkatastrophe 2021, durch die der Campus Rheinbach erheblich beschädigt worden ist, hat sie sich ein hohes Maß an Resilienz angeeignet. Zudem fokussiert sie sich auf die richtigen Themen in den Kernbereichen Bildung, Forschung und Transfer. Dazu gehört vor allem die Digitalisierung, hier insbesondere die Künstliche Intelligenz. Die Veränderungen auf diesen Gebieten vollziehen sich rasant, und sie wollen aktiv gestaltet werden – interdisziplinär und im Schulterschluss mit anderen Institutionen. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg kann dabei auf ein breites Netzwerk bauen. Das gilt auch für andere Themengebiete wie die Internationalisierung, wo eine Bündelung und Fokussierung der vielfältigen Aktivitäten geplant ist.
Innerhalb der Hochschule gilt es, einen Generationswechsel zu gestalten. Zugleich nimmt der Wettbewerb um Studierende und qualifizierte Fachkräfte zu. Mehrere Maßnahmen des HEP4 zielen darauf, die Hochschule als attraktiven Ort zum Lernen und Arbeiten zu positionieren und die eigene Kultur zu fördern. Zufriedene Beschäftigte und motivierte Studierende sind die Basis für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen und für eine erfolgreiche Hochschulentwicklung.
Der Hochschulrat und der Senat sind davon überzeugt, dass die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit dem HEP4 den richtigen Weg einschlägt. Den Prozess der Umsetzung werden wir gerne unterstützen und ihn gegebenenfalls auch kritisch hinterfragen, im Sinne einer lebendigen Hochschulkultur und einer erfolgreichen Weiterentwicklung der Hochschule.
Sylvie Hambloch-Gesinn für den Hochschulrat
Prof. Dr. Andreas Gadatsch für den Senat

Die H-BRS versteht sich als transformative Hochschule. Sie gestaltet Veränderungen im engen Schulterschluss zwischen Hochschulangehörigen, Gesellschaft und Region aktiv und strategisch mit. Dieses Verständnis ist Leitlinie für alle strategischen Entscheidungen und spiegelt sich in den Handlungsfeldern, Profilfeldern und Bedingungsfeldern des HEP4 wider.

Die Handlungsfelder ergeben sich aus dem Hochschulgesetz von Nordrhein-Westfalen (NRW): Aufgaben der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind Bildung, Forschung und Entwicklung sowie Aufgaben des Transfers. Dieser Dreiklang ist für den HEP von zentraler Bedeutung.
Die Profilfelder bilden Themengebiete ab, auf denen die H-BRS bereits großes Potenzial besitzt, das auch in Zukunft besonders gepflegt und weiterentwickelt werden soll. Diese Themengebiete sind:
• Digitalisierung und Künstliche Intelligenz
• Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit
• Innovation und Unternehmertum
• Internationalisierung
Die Bedingungsfelder umfassen Themen, bei denen die Hochschule intern gut aufgestellt sein muss, um in den Handlungs- und Profilfeldern erfolgreich zu sein. Konkret handelt es sich um:
• Prozesse und Strukturen
• Diversität und Gleichstellung
• Hochschulkultur
• Studierendenattraktivität
Unsere Mission lautet:
Wir bieten handlungsorientierte Bildung, forschen erkenntnis- und anwendungsorientiert zu gesellschaftlichen Schlüsselthemen und ermöglichen innovativen Wissenschafts- und Technologietransfer, um wissenschaftliche Erkenntnisse wirksam in Praxis und Gesellschaft zu überführen. Bildung, Forschung und Transfer werden dabei nicht isoliert, sondern in ihrer wechselseitigen Verstärkung gedacht.
Das Selbstverständnis der Hochschule BonnRhein-Sieg lässt sich in fünf strategischen Leitprinzipien bündeln: partizipativ, interdisziplinär, vernetzt, lösungsorientiert und menschlich. Diese Begriffe stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern zeigen in ihrer Kombination die Haltung auf, mit der die Hochschule ihre Aufgaben in Studium und Lehre, Forschung und Transfer sowie in ihrer internen Organisation wahrnimmt:
• Partizipativ zu arbeiten, bedeutet für die H -BRS, Studierende, Mitarbeitende aus Wissenschaft, Technik und Verwaltung sowie weitere interne und externe Akteur:innen systematisch in Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Strategische Vorhaben werden in dialogorientierten Formaten erarbeitet, diskutiert und weiterentwickelt. Partizipation wird dabei als Qualitätsmerkmal verstanden, das Akzeptanz, Identifikation und Wirksamkeit von Veränderungsprozessen erhöht.
• Unsere Hochschule geht Aufgabenstellungen interdisziplinär an. Die enge Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Fachrichtungen, Forschungseinrichtungen und zentralen Einheiten ermöglicht es, komplexe Herausforderungen ganzheitlich zu bearbeiten. In Bildung, Forschung und Transfer schafft diese Perspektivenvielfalt die Grundlage für innovative Lösungsansätze, die über disziplinäre Grenzen hinausreichen und gesellschaftliche, technologische und wirtschaftliche Aspekte miteinander verbinden.
• Die H-BRS ist regional, national und international bestens vernetzt. Die H-BRS versteht sich als aktive Partnerin in der Region BonnRhein-Sieg und arbeitet eng mit Kommunen, Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen zusammen. Gleichzeitig ist sie international sichtbar und kooperiert weltweit mit Hochschulen und Institutionen, um globale Perspektiven in Bildung, Forschung und Transfer einzubinden.
• Wir arbeiten lösungsorientiert. Forschung und Lehre zielen nicht allein auf reine Wissensgenerierung, sondern auf konkrete Beiträge zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen – etwa in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Sicherheit oder soziale Innovationen. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen Wirkung entfalten, indem sie in die Praxis übertragen, reflektiert und weiterentwickelt werden.
• Wir fördern eine wertschätzende und verantwortungsbewusste Organisationskultur. Die Hochschulangehörigen begegnen sich mit gegenseitigem Respekt und Offenheit. Die Hochschulkultur ist menschlich und legt die Grundlage für einen Lern- und Arbeitsort, an dem unterschiedliche Lebensentwürfe, Perspektiven und Erfahrungen wertgeschätzt werden. Eine transparente Kommunikation und Verantwortung füreinander bilden die Grundlage für eine leistungsfähige und zugleich soziale Hochschulgemeinschaft.
Für ihre weitere Entwicklung nimmt die Hochschule sowohl ihre innere Verfassung als auch die externen Rahmenbedingungen in den Blick. Intern baut sie auf mehreren Stärken auf, die das Ergebnis einer erfolgreichen Entwicklung in den vergangenen 30 Jahren sind: Dazu gehören eine etablierte Marke mit ausgeprägter nationaler und internationaler Reputation, die Einbettung in eine attraktive und wachstumsstarke Region sowie eine Hochschulgemeinschaft, in der viele Menschen gerne lernen und arbeiten. Externe Faktoren sind sowohl geopolitische Rahmenbedingungen, technologische Innovationen, Klimawandel, Ressourcenschonung und Demografie als auch Studierfähigkeit und Studieninteresse sowie die Finanzierung von Hochschulen. Die strategischen Schwerpunkte des HEP4 leiten sich aus der systematischen Analyse dieser internen Potenziale und externen Anforderungen ab.


Demografie
Die demografische Entwicklung ist ein Faktor, dem die Hochschulentwicklung Rechnung tragen muss. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Studienberechtigungsquote in Deutschland stark gestiegen – laut Statistischem Bundesamt von rund sechs Prozent im Jahr 1960 auf etwa 47 Prozent im Jahr 2020. Noch deutlicher nahm die Studierneigung zu: Während 1950 in der Bundesrepublik auf zehn Studierende etwa 75 Auszubildende kamen, waren es 70 Jahre später nur noch gut vier Auszubildende. Diese Entwicklung führte zu einem massiven Ausbau des Hochschulsystems, wodurch wohnortnahes Studieren möglich ist. In NRW beträgt die maximale Entfernung zwischen einem Postleitzahlenbezirk und einer Hochschule 32 Kilometer, wie eine Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zeigt. Für Studieninteressierte eröffnet sich damit eine große Auswahl an potenziellen Bildungseinrichtungen.
Gleichzeitig erreichen nun geburtenschwache Jahrgänge das studienrelevante Alter. Die Phase quantitativen Wachstums geht zunehmend in eine Phase der Konsolidierung und des Wettbewerbs über. Für die H-BRS heißt das, dass sie Studienangebote, Profile und Unterstützungsstrukturen stärker denn je schärft und auf unterschiedliche Zielgruppen ausrichtet.
Studierfähigkeit und -interesse Parallel zur demografischen Entwicklung verändern sich Studierfähigkeit und Studieninteresse. Internationale Vergleichsstudien, etwa die PISA-Erhebungen, zeigen, dass die Qualität schulischer Bildung zumindest nicht in dem Maße steigt, wie es angesichts wachsender Anforderungen notwendig wäre. Hochschulen stellen in der Praxis fest, dass ein wachsender Anteil der Studienanfänger:innen mit geringerer Studierfähigkeit ins Studium startet als in früheren Jahrzehnten.
Dies führt zu einem steigenden Bedarf an Beratung, Begleitung und strukturierter Unterstützung, insbesondere in der Studieneingangsphase. Hochschulen sind aufgefordert, kompetenzorientiert zu lehren. Sie übernehmen Aufgaben, die über klassische Wissensvermittlung hinausgehen und Aspekte der Lernorganisation, Persönlichkeitsentwicklung und Studienorientierung umfassen.
Zugleich bestehen weiterhin erhebliche soziale Ungleichheiten im deutschen Bildungssystem. Die Wahrscheinlichkeit, ein Studium aufzunehmen, liegt nach einer Analyse des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) bei Kindern ohne akademisch gebildete Eltern bei nur 25 Prozent. Sobald mindestens ein Elternteil studiert hat, steigt sie auf fast 80 Prozent. Damit bleiben Talente ungenutzt, die für Gesellschaft und Arbeitsmarkt dringend benötigt würden. Die H-BRS sieht sich hier in der Verantwortung, Zugänge zu öffnen, Potenziale zu erkennen und soziale Mobilität zu fördern.
Hinzu kommt ein Wandel der Fächerpräferenzen. Dieser geht mit gesellschaftlichen Veränderungen und Anforderungen des Arbeitsmarktes einher. Für die H-BRS bedeutet das, dass sie ihr Studienangebot kontinuierlich weiterentwickelt.
Geopolitik
Die geopolitische Lage beeinflusst Hochschulen in zunehmendem Maße. Deutschland gilt weiterhin als sicheres und attraktives Studienland, was sich in einer stabilen Nachfrage nach englischsprachigen Studiengängen widerspiegelt. Kulturelle Diversität auf dem Campus ist Alltag, was neue Anforderungen an Integration, interkulturelle Kompetenz und Konfliktbewältigung mit sich bringt.
Vor dem Hintergrund globaler Unsicherheiten gewinnt die Stärkung resilienter Systeme zunehmend an Bedeutung. Resilienz umfasst die Fähigkeit technischer, sozialer und institutioneller Strukturen, auf Krisen, Disruptionen und Konflikte vorbereitet zu sein, sich anzupassen und handlungsfähig zu bleiben. Ein zentrales Anwendungsfeld resilienter Systeme ist die Sicherheitsforschung. Sie adressiert Fragen der Verteidigungsfähigkeit, der zivilen und digitalen Resilienz, der Cybersicherheit sowie des verantwortungsvollen Einsatzes von Künstlicher Intelligenz. Zugleich berührt sie ethische Dimensionen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und interkulturelle Verständigung.
Daraus ergeben sich verschiedene Herausforderungen. Die H-BRS versteht es als ihre Aufgabe, sich verantwortungsvoll zu Dual-UseFragestellungen zu positionieren und zugleich Forschungs- und Bildungsbeiträge zur Bewältigung geopolitischer Risiken zu leisten – etwa im Kontext sozialer Ungleichheit oder des Klimawandels. Die Auseinandersetzung mit geopolitischen Entwicklungen und resilienten Systemen liefert vielfältige Anknüpfungspunkte zu der Internationalisierung von Bildung, Forschung und Transfer.
Technologie
Der technologische Wandel – insbesondere durch Künstliche Intelligenz (KI) – wirkt als grundlegender Treiber für die Transformation von Bildung, Arbeitswelt und Wissenschaft. Prognosen des Weltwirtschaftsforums von 2025 zufolge könnten innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 40 Prozent der heute relevanten Qualifikationen obsolet werden. Hochschulen stehen damit vor der Herausforderung, Studierende auf eine Arbeitswelt mit sich stetig wandelnden Anforderungen an die persönlichen Fähigkeiten vorzubereiten.
Künstliche Intelligenz ist zugleich Lerninhalt, Forschungsgegenstand, Transferfeld und didaktisches Werkzeug. Studierende müssen ebenso wie Beschäftigte befähigt werden, KITools kompetent, kritisch und verantwortungsvoll einzusetzen. Dies erfordert die Integration von Kompetenzen wie Data Literacy, ethischer Reflexionsfähigkeit und interdisziplinärem Denken in die Curricula.
Gleichzeitig zeigt sich, dass Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin Schwierigkeiten hat, Innovationen in die breite Umsetzung zu bringen. Die H-BRS wird als Hochschule für Angewandte Wissenschaften eine Schlüsselrolle übernehmen, indem sie Wissen in Anwendung überführt und eine Brücke zwischen Forschung und Praxis schlägt.

Finanzierung und Wettbewerb
Die finanziellen Rahmenbedingungen für Hochschulen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Anteil öffentlicher Grundfinanzierung zugunsten eines höheren Anteils einzuwerbender Drittmittel tendenziell rückläufig ist.
Der Anteil projektbezogener Finanzierung wächst seit Langem kontinuierlich und deckt inzwischen einen Großteil des Gesamt-Haushaltsvolumens der H-BRS. Damit steigt die Bedeutung leistungsfähiger Kooperationen mit Wirtschaft, Kommunen und weiteren Partner:innen. Wirtschaftliche Tragfähigkeit, Effizienz und Wirksamkeit gewinnen an Gewicht, ohne dass bei künftigen strategischen Entwicklungen der öffentliche Bildungsauftrag aus dem Blick geraten darf.
Klimawandel und Ressourcenschutz Der Klimawandel stellt eine der größten globalen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte dar. Er betrifft nicht nur technologische oder ökologische Fragen, sondern erfordert tiefgreifende gesellschaftliche und ökonomische Veränderungen. Die H-BRS trägt auch hier Verantwortung: Sie bildet den Führungsnachwuchs von morgen aus. Daher integriert die H-BRS Nachhaltigkeitskompetenzen systematisch in Studium, Lehre und Forschung. Gleichzeitig ist die Hochschule gefordert, nachhaltiges Handeln vorzuleben und wissenschaftliche Beiträge zum gesellschaftlichen Wandel zu leisten.
Die Handlungsfelder des HEP4 bilden die gesetzlichen Kernaufgaben der Hochschule ab: Bildung, Forschung und Transfer. Für jedes Handlungsfeld wurden Ziele, Subziele und Maßnahmen definiert, die den Rahmen für die Weiterentwicklung der H-BRS bis zum Jahr 2030 setzen.

Ist-Situation und strategische Herausforderungen
Bildung ist der Kernauftrag der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und in den nächsten Jahren einem tiefgreifenden Wandel unterworfen. Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften steht die H-BRS in besonderem Maße für handlungsorientierte, praxisnahe Studienangebote und eine enge Verzahnung von Bildung, Forschung und Transfer. Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen für Studium und Lehre spürbar verändert: Die Studierendenschaft ist heterogen, Bildungsbiografien verlaufen weniger linear, und die Anforderungen an Selbstorganisation, digitale Kompetenzen und persönliche Resilienz nehmen zu.
Der Übergang von der Schule zur Hochschule stellt für viele Studieninteressierte eine zentrale Herausforderung dar. Unterschiedliche fachliche Vorkenntnisse, variierende Lerngewohnheiten und Unsicherheiten in der Studienwahl erhöhen das Risiko von Studienabbrüchen, insbesondere in der Studieneingangsphase. Die H-BRS ist zunehmend gefordert, Studierfähigkeit aktiv zu fördern und Orientierung zu bieten – ohne dabei den Anspruch akademischer Bildung zu senken.
Auch im weiteren Studienverlauf zeigen sich wachsende Unterstützungsbedarfe. Studierende müssen ihr Studium häufig mit Erwerbstätigkeit oder familiären Verpflichtungen vereinbaren; internationale Mobilitätsphasen werden integriert. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an die Qualität und Flexibilität von Lehr- und Prüfungsformaten. Digitale Lehrangebote, kompetenzorientierte Prüfungen und individuelle Betreuung gewinnen an Bedeutung, erfordern jedoch entsprechende Strukturen, Qualifikationen und Ressourcen.
Darüber hinaus verändern sich die Anforderungen des Arbeitsmarktes grundlegend. Fachliche Expertise bleibt zentral, reicht jedoch insbesondere mit Blick auf KI nicht mehr aus. Zukunftskompetenzen wie beispielsweise Problemlösungskompetenz, Resilienz, Kommunikations- und Kooperationskompetenz, AI Literacy sowie Ambiguitätstoleranz und Kritisches Denken sind unabdingbar. Diese sogenannten Future Skills sind bereits an vielen Stellen in Studiengängen und Lehrformaten verankert, jedoch noch nicht systematisch hochschulweit abgestimmt und explizit ausgewiesen.
Schließlich wandelt sich auch die Rolle der Lehrenden. Professor:innen vermitteln nicht nur Wissen, sondern begleiten Lernprozesse, fördern Potenziale, gestalten innovative Lehrformate, integrieren digitale Werkzeuge und übernehmen Verantwortung in Selbstverwaltung und Führung. Eine gezielte Unterstützung – insbesondere für Neuberufene – ist daher ein zentraler Erfolgsfaktor für die Qualität der Lehre.
Ziele und Maßnahmen
Vor diesem Hintergrund verfolgt die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg im Handlungsfeld Bildung das Ziel, Studierende ganzheitlich zu begleiten und Lehre systematisch weiterzuentwickeln. Bildung wird dabei als ganzheitlicher Prozess verstanden, der fachliche Qualifikation, persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet. Die Hochschule setzt auf frühe Orientierung, kontinuierliche Unterstützung im Studienverlauf und eine konsequente Ausrichtung auf Zukunftskompetenzen.
Übergang von Schule zur Hochschule erleichtern
Ein zentrales Element ist die gezielte Gestaltung des Übergangs zwischen Schule und Hochschule. Es wird ein Vorstudienangebot entwickelt, das es Studieninteressierten ermöglicht, die Hochschule kennenzulernen, Studieninhalte zu erproben und grundlegende Kompetenzen zu erwerben. Neben fachlichen Einblicken werden das Hineinwachsen in die Hochschulkultur sowie der Aufbau sozialer Netzwerke gefördert. Damit wird eine fundierte Studienwahl unterstützt und die Studierfähigkeit nachhaltig gestärkt.
Zur Verbesserung des Studienerfolgs etabliert die Hochschule ein strukturiertes Studienerfolgscoaching. Speziell geschulte Coaches beraten Studierende mit dem Ziel, individuelle Herausforderungen frühzeitig zu identifizieren, Studienabbrüche zu reduzieren und die durchschnittliche Studiendauer zu verkürzen. Das Coaching ergänzt bestehende Beratungsangebote und trägt zur Chancengerechtigkeit im Studium bei.
Qualität der Lehre kontinuierlich stärken Die Qualität der Lehre wird zudem durch die Weiterentwicklung des Neuberufenenprogramms gestärkt. Neben didaktischen Fragen werden Aspekte der Forschung, Hochschulstrukturen, Selbstverwaltung, Code of Conduct und Führung integriert. In einem modularen Aufbau werden Pflicht- und Wahlbausteine kombiniert, Präsenz- und OnlineFormate sinnvoll verknüpft und die Angebote regelmäßig evaluiert. Damit unterstützt die Hochschule neue Professor:innen bei der Entwicklung ihrer vielfältigen Rollen.

Gute Lehre soll sichtbar gemacht und wertgeschätzt werden. Der Tag der Lehre wird fortgeführt und konzeptionell weiterentwickelt, um Studierende und externe Perspektiven stärker einzubeziehen. Ergänzend setzen das Förderprogramm „Gute Lehridee“ und der Lehrpreis Impulse für innovative Lehrkonzepte. Ein Sonderpreis für internationale Lehre unterstreicht die Bedeutung internationaler und englischsprachiger Lehrangebote. Parallel dazu bauen alle Fachbereiche ihr englischsprachiges Lehrangebot für internationale Gaststudierende aus.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der systematischen Verankerung von Future Skills im Studium. Bestehende Angebote werden hochschulweit erfasst, klassifiziert und auf Basis eines hochschuleigenen Future-Skills-Modells weiterentwickelt, damit allen Studierenden ein attraktives, hochschulweites Angebot an Future-Skills-Kursen zur Verfügung steht.
Digitale Prozesse im Student Life Cycle Zur digitalen Unterstützung der Prozesse des Student Life Cycle setzt die H-BRS in den Bereichen Bewerbung und Zulassung, Studierendenmanagement sowie Prüfungsverwaltung das Campusmanagement-System HisinOne (HiO) ein. Mit der Implementierung des HiO-Funktionsmoduls für Veranstaltungsmanagement und der Einführung einer Stundenplanungssoftware werden weitere wichtige Prozesse und Services verbessert und neue Funktionalitäten ermöglicht.

Digitales Prüfen als Schlüsselprojekt Im Handlungsfeld Bildung kommt dem konsequenten Ausbau des digitalen Prüfens besondere Bedeutung zu. Digitale Prüfungen eröffnen neue Möglichkeiten für zeitgemäße, flexible und faire Prüfungsformate und tragen zugleich zur Entlastung von Studierenden und Lehrenden bei. Sie ermöglichen eine Prüfungskultur, die besser zu digitalen Lehrformaten und heterogenen Studienverläufen passt.
An den Standorten Sankt Augustin und Rheinbach werden jeweils mindestens rund 200 digitale Prüfungsplätze aufgebaut. Damit schafft die Hochschule die technischen und räumlichen Voraussetzungen, um – sofern didaktisch sinnvoll – Modulprüfungen flächendeckend digital durchzuführen. Die Prüfungsplätze werden fachbereichsübergreifend genutzt und stehen somit allen Studiengängen zur Verfügung.
Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung zwischen den verschiedenen Beteiligten. Eine hochschulinterne Arbeitsgruppe entwickelt ein tragfähiges Konzept für Betrieb, Support und Weiterentwicklung der digitalen Prüfungsinfrastruktur. Neben technischen Aspekten werden auch didaktische, rechtliche und organisatorische Fragen berücksichtigt, um eine hohe Akzeptanz und Qualität sicherzustellen.
Das digitale Prüfen ist damit nicht nur ein technisches Projekt, sondern ein zentraler Baustein der Lehr- und Prüfungsentwicklung an der H-BRS. Es steht exemplarisch für den Anspruch der Hochschule, Innovation, Qualität und Studierendenorientierung systematisch miteinander zu verbinden.
Ist-Situation und strategische Herausforderungen
Forschung ist zentral für das Profil der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und prägt ihr Selbstverständnis als forschungsstarke Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Die Forschung der H-BRS ist anwendungsorientiert und auf gesellschaftliche Herausforderungen ausgerichtet. Die Hochschule entwickelt ihre erkenntnisorientierte Forschung systematisch weiter. In den vergangenen Jahren konnten zahlreiche Forschungsaktivitäten etabliert, Drittmittel eingeworben und leistungsfähige Forschungsschwerpunkte aufgebaut werden. Forschungsschwerpunkte sind die Gebiete Sicherheitsforschung, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Energieeffizienz, Visual Computing, Life Sciences und Gesundheit sowie KI und Autonome Systeme. Diese Entwicklung hat wesentlich zur Sichtbarkeit der Hochschule in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft beigetragen.
Gleichzeitig sind die Anforderungen an Forschung in einem dynamischen Umfeld deutlich gestiegen. Der Wettbewerb um Drittmittel verschärft sich, Förderprogramme werden komplexer und die Erwartungen an Interdisziplinarität, internationale Anschlussfähigkeit, gesellschaftliche Wirkung sowie die wirtschaftliche Verwertung nehmen zu. Wissenschaftler:innen stehen zunehmend vor der Herausforderung, anspruchsvolle Forschungsprojekte mit Lehre, akademischer Selbstverwaltung und Transferaktivitäten zu verbinden.
Die H-BRS verfügt über differenzierte institutionelle und thematische Forschungsstrukturen, die ihre fachliche Breite widerspiegeln. Neben zentralen Forschungsinstituten existieren Fachbereichsinstitute und projektbezogene Forschungsstrukturen. In der nächsten Entwicklungsphase gilt es, diese Strukturen weiter zu profilieren, Synergien gezielter zu nutzen und die strategische Steuerungsfähigkeit zu stärken.
Verantwortungsvolle Forschung Wissenschaftliche Qualität und Verantwortung sind zentrale Leitprinzipien der Forschung an der H-BRS. Gute wissenschaftliche Praxis (GWP), transparente Verfahren, ein professionelles Forschungsdatenmanagement sowie offene Publikationskulturen bilden die Grundlage für verlässliche und nachvollziehbare Forschung. Auch eine differenzierte und faire Bewertung wissenschaftlicher Leistungen gewinnt im Sinne nationaler und internationaler Reforminitiativen wie der Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA) weiter an Bedeutung.
Zugleich schafft die Hochschule verlässliche Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Klare Strukturen, qualifizierte Betreuung und transparente Entwicklungsperspektiven sind Voraussetzung dafür, dass sich Promovierende und Postdocs erfolgreich im Wissenschaftssystem positionieren können.
Vor diesem Hintergrund entwickelt die H-BRS ihre Forschungsstrukturen kontinuierlich weiter. Ziel ist es, strategische Schwerpunktsetzungen zu stärken, administrative Prozesse effizienter zu gestalten und zugleich Freiräume für innovative Forschungsvorhaben zu sichern.
Ziele und Maßnahmen
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfolgt im Handlungsfeld Forschung das Ziel, ihr Forschungsprofil weiter zu schärfen, verlässliche Rahmenbedingungen für Forschung und zugleich Raum für innovative und risikobehaftete Vorhaben zu schaffen. Forschung an der H-BRS ist qualitätsgeleitet, erkenntnisorientiert und anwendungsnah. Sie stärkt das Forschungsprofil der Hochschule und soll sichtbar, verantwortungsvoll und anschlussfähig sein – sowohl innerhalb der Wissenschaft als auch gegenüber Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.


Schärfung des Forschungsprofils der H-BRS
Ein zentraler Ansatz ist die inhaltliche Weiterentwicklung und strategische Schärfung der bestehenden Forschungsschwerpunkte. Im Rahmen des HEP4 wird ein strukturierter Profilbildungsprozess eingeleitet, in dem die bestehenden Schwerpunkte überprüft, inhaltlich weiterentwickelt und – wo sinnvoll – neu zugeschnitten werden. Ziel ist es, die Profilbereiche klarer zu konturieren, Zukunftsthemen gezielt zu integrieren und die Sichtbarkeit der Forschungsschwerpunkte weiter zu stärken. Mit der Profilbildung geht eine strategische Weiterentwicklung der bestehenden Institutsstrukturen einher. Die zentralen Forschungsinstitute sowie die Fachbereichsinstitute werden im Hinblick auf ihre strategische Ausrichtung, ihre Passung zu den Forschungsschwerpunkten und ihre strukturelle Einbindung weiterentwickelt. Dabei können Bündelungen, thematische Neuausrichtungen oder strukturelle Anpassungen – einschließlich möglicher Zusammenführungen – in Betracht gezogen werden, um die Forschungsschwerpunkte klarer zu konturieren und Kooperationen zu stärken. Ziel ist es, transparente Verantwortlichkeiten, kohärente Strukturen und eine intensivere interdisziplinäre Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Der Prozess wird partizipativ gestaltet und als Bestandteil der Organisationsentwicklung verstanden. Er dient nicht der Reduktion von Vielfalt, sondern ihrer strategischen Fokussierung und nachhaltigen Weiterentwicklung.
Forschungsschwerpunkt „Life Sciences und Gesundheit” im Fokus Im Forschungsschwerpunkt „Life Sciences und Gesundheit“ ist in den vergangenen Jahren hochschulweit eine besondere Dynamik entstanden. Die wachsende Zahl von Forschungsaktivitäten und Kooperationen sowie der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsimpuls „CytoTransport“ geben zusätzliche Anreize für die strukturelle Weiterentwicklung dieses Bereichs. Vor diesem Hintergrund werden der Forschungsschwerpunkt „Life Sciences und Gesundheit“ sowie das Institut für funktionale Gen-Analytik (IFGA) durch die Einrichtung einer Geschäftsführung unterstützt, um die hochschulweiten Aktivitäten stärker zu bündeln, die Koordination zu verbessern und das Profil des Forschungsschwerpunktes nachhaltig zu schärfen.


Zukunftsfonds Forschung
Zur strukturellen Stärkung der Forschung richtet die Hochschule den Zukunftsfonds Forschung ein, der Wissenschaftler:innen in zentralen Forschungsinstituten und den Fachbereichen gezielt unterstützt. Ergänzend erhalten die zentralen Forschungsinstitute im Rahmen des HEP4 eine jährliche Grundfinanzierung, um ihre Aufgaben verlässlich wahrnehmen und Forschungsschwerpunkte entwickeln zu können. Ziel ist es, Forschungsaktivitäten verlässlich zu gestalten, strategische Spielräume zu eröffnen und die Wettbewerbsfähigkeit der H-BRS nachhaltig zu erhöhen.
Der Zukunftsfonds Forschung ist ein zentrales strategisches Instrument zur Weiterentwicklung der Forschung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Er stellt zentrale Mittel für die Forschungsinstitute bereit. Der Fonds dient insbesondere der Finanzierung von Eigenanteilen in Drittmittelprojekten, der Überbrückung zwischen Projekten sowie der Unterstützung innovativer Vorhaben mit erhöhtem Risiko.
Gerade in kompetitiven Förderprogrammen stellen notwendige Eigenanteile oder zeitliche Lücken zwischen Projekten erhebliche Hürden dar. Der Zukunftsfonds ermöglicht es, diese Herausforderungen abzufedern und vielversprechende Forschungsansätze weiterzuverfolgen. Damit stärkt er nicht nur einzelne Projekte, sondern die strategische Handlungsfähigkeit der Institute insgesamt.
Nach einer ersten Umsetzungsphase werden die Erfahrungen mit dem Fonds evaluiert. Auf dieser Basis kann der Fonds weiterentwickelt und – abhängig von der Haushaltslage – angepasst werden. Der Zukunftsfonds Forschung steht exemplarisch für den Anspruch der H-BRS, Forschung nicht nur zu ermöglichen, sondern aktiv zu gestalten und strategisch zu fördern.
Wissenschaftliche Qualität und Verantwortung
Wissenschaftliche Qualität und Verantwortung bilden den verbindlichen Rahmen aller Forschungsaktivitäten an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Gute wissenschaftliche Praxis (GWP), ein strukturiertes Forschungsdatenmanagement und offene Publikationskulturen sind hierfür zentrale Voraussetzungen. Forschende werden dabei durch geeignete Infrastrukturen und Beratungsangebote unterstützt. Hierzu zählen landesweite Dienste zur nachhaltigen Sicherung und Publikation von Forschungsdaten, etwa über die Plattform Coscine. Ein Open-Access-Fonds unterstützt offene Publikationsformate und fördert die Sichtbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse. Diese Maßnahmen tragen zu einer transparenten, qualitätsorientierten und kooperationsfördernden Forschungskultur bei.
Die Hochschule orientiert sich an den Grundsätzen einer reformierten Forschungsbewertung im Sinne der Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA). Ziel ist eine differenzierte Bewertung wissenschaftlicher Leistungen, die Qualität, Offenheit, Kooperation und gesellschaftliche Wirkung angemessen berücksichtigt.
Mit der Einführung eines Forschungsinformationssystems (FIS) im Verbund CRIS.NRW werden Forschungsleistungen systematisch erfasst. Dies dient sowohl der transparenten Außendarstellung als auch der strategischen Weiterentwicklung des Forschungsprofils.
Mit Formaten wie dem Tag der Forschung stärkt die Hochschule den fachlichen Austausch und die interne Vernetzung.
Wissenschaftlichen Nachwuchs fördern
Die Mitwirkung am Promotionsrecht im Rahmen des Promotionskolleg NRW stellt für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung ihres Forschungsprofils dar und stärkt die Position der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) im Wissenschaftssystem. Die H-BRS ermöglicht Promotionen über zwei Wege: im Rahmen des Promotionskollegs NRW sowie kooperativ mit Universitäten. Unabhängig vom Promotionsweg schafft die H-BRS verlässliche Betreuungs- und Unterstützungsstrukturen und fördert den fachlichen Austausch innerhalb der Hochschule.
Die Aktivitäten des Graduierteninstituts werden mit den Angeboten des Promotionskollegs NRW abgestimmt, um Synergien zu nutzen und klare Zuständigkeiten zu schaffen. Ergänzend werden Konzepte zur Förderung von Postdocs und Nachwuchsprofessuren entwickelt.
Neuberufene Professor:innen werden durch ein Mentoringprogramm gezielt beim Aufbau ihres Forschungsprofils unterstützt. Darüber hinaus werden transparente Kriterien zur Vergabe von Forschungsprofessuren entwickelt sowie ein Deputatsbudget für die Leitung von zentralen Forschungsinstituten bereitgestellt, um gezielt Freiräume für forschungsstarke Aktivitäten zu schaffen. Die Entwicklung wissenschaftlicher Karrieren orientiert sich an transparenten Qualitätsmaßstäben und klar definierten Leistungsprofilen. Ziel ist es, unterschiedliche Beiträge zu Bildung, Forschung, Transfer und akademischer Selbstverwaltung angemessen zu berücksichtigen. Gleichzeitig berücksichtigt die Hochschule die Reform der Forschungsbewertung im Sinne der CoARA.
Insgesamt schafft die H-BRS damit verlässliche und zugleich flexible Rahmenbedingungen für eine Forschung, die innovativ, verantwortungsvoll und gesellschaftlich wirksam ist.
Ist-Situation und strategische Herausforderungen
Transfer ist ein zentrales Merkmal der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg als Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Der Anspruch, wissenschaftliche Erkenntnisse in eine konkrete gesellschaftliche, wirtschaftliche und öffentliche Wirkung zu überführen, prägt Forschung, Lehre und institutionelle Zusammenarbeit gleichermaßen. In den vergangenen Jahren hat die H-BRS ein breites Spektrum an Transferaktivitäten etabliert – von Forschungskooperationen mit Unternehmen, Instituten und Behörden bis hin zu wissenschaftlicher Weiterbildung, regionaler Vernetzung und Beiträgen zur Fachkräftesicherung.
Diese Vielfalt ist eine große Stärke der Hochschule und spiegelt sich in der dezentralen Organisation wider: Transfer findet in Fachbereichen, Forschungsinstituten, zentralen Einrichtungen wie dem Zentrum für Wissenschafts- und Technologietransfer (ZWT), einzelnen Professuren sowie in Kooperation mit externen Partner:innen statt. Die dezentrale Struktur ermöglicht unmittelbare Nähe zu Themen und Zielgruppen und bietet eine hervorragende Basis, um Transferaktivitäten gezielt strategisch weiterzuentwickeln.
Darüber hinaus haben sich die Erwartungen an Hochschulen im Bereich Transfer weiterentwickelt. Transfer wird nicht mehr ausschließlich als Technologietransfer verstanden, sondern umfasst zunehmend Wissenstransfer, soziale Innovation, wissenschaftliche Weiterbildung, Fachkräftesicherung und Beiträge zur regionalen Entwicklung. Deshalb ist es entscheidend, Transferaktivitäten effizient, wirksam und strategisch auszurichten und gleichzeitig die Vielfalt der Transfer-Formen gezielt weiterzuentwickeln – insbesondere vor dem Hintergrund steigender projektbezogener Finanzierung und begrenzter personeller Ressourcen.
Um diese Ziele zu erreichen, werden bestehende Instrumente zur Pflege von Kontakten und Kooperationen systematisch überprüft und an die Bedürfnisse der Hochschule angepasst. Bestehende Netzwerke und Partnerschaften bieten weiteres Entwicklungspotenzial. Dieses soll künftig systematischer gebündelt und strategisch weiterentwickelt werden. Zudem wird eine hochschulweit abgestimmte Struktur für die wissenschaftliche Weiterbildung aufgebaut.
Daher entwickelt die Hochschule Bonn-RheinSieg ihre Transferaktivitäten strategisch weiter, stärkt ihre organisatorische Verankerung und baut die Vielfalt der Transfer-Formen gezielt aus.
Ziele und Maßnahmen
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg stärkt im Handlungsfeld Transfer ihre Rolle als verlässliche, sichtbare und strategisch agierende Partnerin für Wirtschaft, öffentliche Einrichtungen und Zivilgesellschaft. Transfer wird dabei als integrativer Prozess verstanden, der Forschung, Lehre und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftliche und wirtschaftliche Wirkung zu überführen und zugleich Impulse aus der Praxis strukturiert in Forschung und Lehre zurückzuspielen. Damit stärkt die H-BRS ihre regionale Verankerung und ihre Rolle als Impulsgeberin für Innovation und gesellschaftliche Entwicklung in der Region. 3.3
Hochschulweite Transferstrategie Ein zentraler Schritt ist die Weiterentwicklung einer Technologie- und Wissenstransferstrategie. Es wird eine hochschulweit abgestimmte Transferstrategie erarbeitet, die Ziele, Prioritäten und Verantwortlichkeiten klar beschreibt. Die bisher gewonnenen Erfahrungen im Bereich Transfer werden systematisch in eine
breitere organisatorische Verankerung überführt. Das ZWT übernimmt eine koordinierende Rolle und unterstützt Wissenschaftler:innen gezielt bei Vernetzung und Anbahnung von Kooperationen und Transferprojekten – unter anderem durch Vernetzungsveranstaltungen und Beratungsangebote.

Wissenschaftliche Weiterbildung als strategisches Zukunftsfeld Bedeutend ist der strukturierte Aufbau der wissenschaftlichen Weiterbildung. Bestehende Weiterbildungsangebote werden zunächst systematisch erfasst. Damit wird Transparenz für externe Zielgruppen geschaffen und der Zugang zu Angeboten erleichtert. Parallel entwickelt eine hochschulübergreifende Arbeitsgruppe ein Konzept zur Organisation und Struktur der wissenschaftlichen Weiterbildung an der H-BRS. Dabei werden auch Kooperationsmöglichkeiten mit regionalen Partnerhochschulen geprüft, um Synergien zu nutzen und komplementäre Angebote zu entwickeln. Ziel ist es, Weiterbildungsangebote strategisch im Profil der H-BRS zu verankern, ohne die fachliche Verantwortung der Fachbereiche einzuschränken.
Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften adressiert die H-BRS in Forschung und Bildung Themen von hoher gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz – insbesondere KI, Cybersicherheit, Nachhaltigkeit, digitale Transformation und Resilienz. Diese Themen betreffen nicht nur Studierende, sondern sind auch für das lebenslange Lernen von Fach- und Führungskräften von großer Bedeutung.
Der rasante technologische und gesellschaftliche Wandel erfordert, dass bestehende Qualifikationen in immer kürzeren Zyklen ergänzt, aktualisiert oder neu ausgerichtet werden müssen. Wissenschaftliche Weiterbildung wird damit zu einem zentralen Instrument, um aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse kontinuierlich in die Praxis zu übertragen und zugleich Bedarfe aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft in Forschung und Bildung zurückzuspielen. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfügt hierfür über exzellente Voraussetzungen: anwendungsnahe Forschung, enge regionale Vernetzung und hohe fachliche Expertise in zukunftsrelevanten Themenfeldern.
Durch den strategischen Ausbau und die organisatorische Bündelung der wissenschaftlichen Weiterbildung stärkt die Hochschule ihre Rolle als verlässliche Partnerin für lebenslanges Lernen. Weiterbildungsangebote sind integraler Bestandteil des Transfers und tragen aktiv zur Fachkräftesicherung, Innovationsfähigkeit und gesellschaftlichen Transformation bei.
Zur weiteren Professionalisierung der Transferaktivitäten gehört auch die Verbesserung des Customer Relationship Managements (CRM). Zur Einrichtung und zum Aufbau eines nutzerfreundlichen und bedarfsgerechten Tools wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt.
Ein wachsendes Handlungsfeld im Transfer ist zudem die Fachkräftesicherung. Angesichts des demografischen Wandels und zunehmender Engpässe auf dem Arbeitsmarkt gewinnt die Rolle der Hochschule als Partnerin für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen weiter an Bedeutung. Die Fachkräftesicherung wird systematisch in Transferaktivitäten
integriert, um Studierende, Absolvent:innen und regionale Akteur:innen zu vernetzen und den Übergang vom Studium in den Beruf aktiv zu unterstützen.
Insgesamt stärkt die Hochschule Bonn-RheinSieg mit den Maßnahmen im Profilfeld Transfer ihre Transferaktivitäten sowohl strategisch als auch operativ. Transfer wird als langfristige Beziehungsarbeit verstanden, die Vertrauen, Verlässlichkeit und gemeinsame Lernprozesse erfordert. Damit leistet die H-BRS einen nachhaltigen Beitrag zur Innovationsfähigkeit der Region und zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen.
Die Profilfelder reflektieren besondere Stärken der H-BRS sowie zentrale Zukunftsthemen, mit denen sich die Hochschule positionieren und weiter profilieren möchte. Sie sind eng mit den Handlungsfeldern verknüpft und sorgen für sichtbare Schwerpunkte in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz, Internationalisierung, Innovation und Unternehmertum sowie gesellschaftlicher Verantwortung und Nachhaltigkeit.

Ist-Situation und strategische Herausforderungen
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) prägen bereits heute in erheblichem Maße die Arbeitsweise, die Inhalte und die Erwartungen an Hochschulen. Diese Entwicklung unterliegt einer hohen Dynamik, bedingt durch die Innovationsgeschwindigkeit im digital-technologischen Bereich, aber auch durch steigende Kosten, die sich auf die Beschaffung und die Instandhaltung von digitaler Infrastruktur auswirken. Die Komplexität digitaler Ökosysteme steigt und damit einhergehend auch die Anforderungen an die Sicherheit von Systemen.
Für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg als Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist dieser Wandel von besonderer Bedeutung: Anwendungsnähe, Praxisorientierung und gesellschaftliche Verantwortung erfordern einen reflektierten, zugleich entschlossenen Umgang mit digitalen Technologien und KI-Systemen.
In Bildung, Forschung, Transfer und Verwaltung existieren an der H-BRS bereits zahlreiche digitale Anwendungen, Pilotprojekte und Einzelinitiativen. Lehrende und Studierende experimentieren mit KI-basierten Werkzeugen, Forschungsprojekte nutzen datengetriebene Methoden, und digitale Services unterstützen Verwaltungsprozesse. Gleichzeitig ist die Dynamik technologischer Entwicklungen – insbesondere im Bereich generativer KI – außergewöhnlich hoch. Neue Tools entstehen in kurzen Zyklen, rechtliche und ethische Rahmenbedingungen entwickeln sich fortlaufend weiter, und die Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit und Transparenz steigen kontinuierlich.
Künstliche Intelligenz strategisch einbetten
Eine zentrale Herausforderung besteht darin, diese Entwicklungen nicht nur punktuell oder reaktiv aufzugreifen, sondern strategisch, verantwortungsbewusst und hochschulweit abgestimmt zu gestalten. Zugleich erwarten Studierende, Mitarbeitende und externe Partner:innen, dass Hochschulen Orientierung bieten, Kompetenzen vermitteln und technologische Innovation sinnvoll in Bildungs- und Arbeitsprozesse integrieren.
Darüber hinaus wächst allgemein in der Hochschulgemeinschaft der Bedarf an leistungsfähiger digitaler Infrastruktur. KI-gestützte Anwendungen, datenintensive Forschung und moderne Lehrformate stellen hohe Anforderungen an IT-Services, Rechenkapazitäten und organisatorische Strukturen. Parallel dazu gewinnen Fragen der Cybersicherheit und der digitalen Resilienz an Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund steht die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg vor der Aufgabe, Digitalisierung und KI als strategisches Profilfeld klar zu positionieren: als Querschnittsthema, das alle Leistungsbereiche betrifft, und als Gestaltungsaufgabe, die technologische Innovation mit Kompetenzentwicklung, organisatorischer Leistungsfähigkeit und ethischem Bewusstsein verbindet.
Ziele und Maßnahmen
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfolgt im Profilfeld Digitalisierung und Künstliche Intelligenz das Ziel, digitale Technologien und KI effektiv, verantwortungsbewusst und strategisch kohärent einzusetzen. Digitalisierung wird dabei nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Mittel zur Qualitätssteigerung in Bildung, Forschung, Transfer und Verwaltung. KI soll genutzt werden, um neue Formen des Lehrens und Lernens zu ermöglichen, Forschungspotenziale zu erschließen, Transferprozesse zu unterstützen und administrative Abläufe effizienter zu gestalten – stets unter Berücksichtigung rechtlicher, ethischer und gesellschaftlicher Aspekte.
Ein zentrales Element ist die Entwicklung einer hochschulweit abgestimmten KI-Strategie. Es wird eine Strategie erarbeitet, die als Orientierungsrahmen für den Einsatz von KI in allen Leistungsbereichen der Hochschule dient. Dazu werden Leitlinien, Gestaltungsprinzipien und Umsetzungsfelder definiert. Die KI-Strategie wird während der Laufzeit des Hochschulentwicklungsplans schrittweise umgesetzt und fortgeschrieben.
Um einen rechtssicheren und verantwortungsvollen Einsatz von KI zu ermöglichen, stellt die Hochschule während der gesamten Laufzeit des HEP4 den Zugang zu mehr als einem lizenzierten KI-Sprachmodell sicher. Studierende und Mitarbeitende erhalten damit datenschutzkonforme Alternativen zu frei verfügbaren Tools. Durch Kooperationen mit anderen Hochschulen werden sowohl Open-Source- als auch kommerzielle Modelle in die hochschulische Infrastruktur integriert. Ergänzend werden neue KI-Werkzeuge kontinuierlich erprobt, insbesondere für den Einsatz in der Lehre.
KI-Kompetenzen aller Hochschulangehörigen stärken Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der systematischen Stärkung der KI-Kompetenzen aller Hochschulangehörigen. Bestehende Schulungsangebote werden kontinuierlich aktualisiert und erweitert. Neben regelmäßigen Weiterbildungsformaten des Zentrums für Innovation und Entwicklung in der Lehre (ZIEL) werden Angebote der Bibliothek, etwa Prompt-Werkstätten für Studierende, sowie Formate des Zentrums für Wissenschafts- und Technologietransfer (ZWT) integriert. Ziel ist es, technologische Entwicklungen zeitnah aufzugreifen und praxisnahe Kompetenzen zu vermitteln.
Besondere Bedeutung kommt der ethischen Reflexion von KI zu. So wird allen Studierenden ein Lehrmodul zum ethisch reflektierten Umgang mit KI angeboten. Dieses Modul wird fachbereichsübergreifend entwickelt und adressiert Fragen von Transparenz, Fairness, Verantwortung, Datenschutz und gesellschaftlichen Auswirkungen von KI-Systemen. Damit leistet die Hochschule einen wichtigen Beitrag zur verantwortungsvollen Gestaltung digitaler Transformation.


Forschung und KI
Die Forschung im Bereich KI wird gezielt weiterentwickelt. Entsprechende Aktivitäten werden in einer zentralen Einheit gebündelt, um die Profilbildung nach innen und außen zu stärken. Ergänzend werden fachbereichsübergreifende interdisziplinäre Forschungskooperationen systematisch gefördert. Ein jährliches KI-Showcase-Event sowie die Vergabe eines Preises für herausragende interdisziplinäre Abschlussarbeiten mit KI-Bezug machen Forschung und Lehre sichtbar und fördern die hochschulweite Vernetzung.
Digitale Infrastruktur effizient und sicher gestalten
Leistungsfähige Rechenkapazitäten sind eine zentrale Voraussetzung für digitale Lehre und Forschung, vor allem vor dem Hintergrund eines verstärkten Einsatzes von KI. Zugleich sind Hochschulen mit erhöhtem Kostendruck beim Betrieb der digitalen Infrastruktur konfrontiert. Die H-BRS beteiligt sich an landesweiten Initiativen, die zum Ziel haben, kosteneffiziente, nachhaltige und bedarfsgerechte Lösungen für Hochschulen zu schaffen. Dazu zählen beispielsweise das hpcCluster.nrw und HITS.nrw. Die H-BRS strebt zusätzlich ein fachbereichsübergreifendes Sharing-Modell für IT-Services, Produkte und Lizenzen an, um Transparenz und Effizienz zu erhöhen. Zur Sicherstellung leistungsfähiger digitaler Rahmenbedingungen entwickelt die Hochschule ein Organisationskonzept für das Zusammenwirken von IT-Services und Fachbereichen. Eine Präsidiumskommission Digitalisierung analysiert bestehende Strukturen, identifiziert Projekte mit Vorbildcharakter und erarbeitet ein partizipatives, effizientes Modell.
Schließlich stärkt die Hochschule die digitale Resilienz und die Cybersicherheit. Wenn es um die Sicherheit von Systemen geht, kommt es neben technischen und organisatorischen Maßnahmen auch auf das Bewusstsein der Anwender:innen an. Deshalb ist es essenziell, die Kompetenzen der Hochschulangehörigen stetig weiterzuentwickeln. Zielgruppenorientierte Schulungsangebote zur Informationsund Cybersicherheit, innovative Austauschformate zu digitalen Themen sowie der Einsatz KI-gestützter Verfahren zur Angriffserkennung tragen dazu bei, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Mit dem Aufbau eines hochschulweiten Computer Emergency Response Teams (CERT) werden die notwendigen Strukturen geschaffen.
Mit ihren Vorhaben im Profilfeld Digitalisierung und Künstliche Intelligenz positioniert sich die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg als verantwortungsbewusste, innovationsorientierte Hochschule, die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz nicht nur nutzt, sondern aktiv gestaltet – zum Nutzen ihrer Studierenden, ihrer Mitarbeitenden und der Gesellschaft.
Ist-Situation und strategische Herausforderungen
Internationalisierung besitzt für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert. Die H-BRS ist weltweit mit rund 90 Partnerhochschulen vernetzt.
Internationale Studierende, englischsprachige Studienangebote, Austauschprogramme sowie Kooperationen mit Partnerhochschulen und internationalen Organisationen sind fester Bestandteil des Hochschulalltags. Als Hochschule in einer international geprägten Region profitiert die H-BRS zudem von ihrer Nähe zu global agierenden Unternehmen, internationalen Institutionen und Organisationen der Vereinten Nationen.
Gleichzeitig haben sich Bedeutung und Anforderungen von Internationalisierung deutlich gewandelt. Internationale Mobilität ist längst kein Selbstzweck mehr, sondern eng verknüpft mit Fragen globaler Arbeitsmärkte, wissenschaftlicher Exzellenz und gesellschaftlicher Verantwortung. Studierende und Mitarbeitende müssen zunehmend in der Lage sein, in internationalen, kulturell vielfältigen und digitalen Kontexten zu arbeiten und zu forschen.
Zusätzliche Herausforderungen sind vor dem Hintergrund der zunehmenden geopolitischen Konflikte zu sehen. Dadurch gewinnen interkulturelle Kompetenzen und die Erweiterung von Integrationsangeboten an Bedeutung. Hochschulen stehen damit vor der Aufgabe, Internationalisierung strategisch auszurichten und systematisch in Bildung, Forschung, Transfer und Hochschulkultur zu integrieren. Ein wesentliches Anliegen ist es, internationale Aktivitäten stärker zu fokussieren und zu bündeln. Die H-BRS verfügt über zahlreiche internationale Partnerschaften, die jedoch in ihrer Intensität, strategischen Bedeutung und institutionellen Verankerung variieren. Ohne klare Priorisierung besteht die Gefahr, Ressourcen zu streuen und Potenziale nicht vollständig auszuschöpfen. Gleichzeitig erfordert der
Aufbau tragfähiger strategischer Partnerschaften langfristiges Engagement und verlässliche Strukturen.
Darüber hinaus stellen die Integration und die Unterstützung internationaler Studierender eine besondere Aufgabe dar. Internationale Studierende bereichern die Hochschule fachlich und kulturell, stehen jedoch häufig vor besonderen Herausforderungen, beispielsweise beim Einstieg ins Studium, bei administrativen Prozessen oder bei der sozialen Integration. Auch für Mitarbeitende in Technik und Verwaltung gewinnen internationale Kontakte, englischsprachige Kommunikation und interkulturelle Kompetenzen zunehmend an Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund steht die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg vor der Aufgabe, Internationalisierung als strategisches Profilfeld weiterzuentwickeln.
Ziele und Maßnahmen
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfolgt im Profilfeld Internationalisierung das Ziel, ihre weltweite Vernetzung systematisch auszubauen und Internationalität als selbstverständlichen Bestandteil von Hochschulkultur, Studium, Forschung und Arbeit zu verankern. Internationale Erfahrungen sollen möglichst vielen Studierenden und Mitarbeitenden offenstehen. Internationalisierung wird dabei als Querschnittsaufgabe verstanden, die Mobilität, Kooperation, interkulturelle Kompetenz und globale Verantwortung miteinander verbindet.
Zentraler Ausgangspunkt ist die Entwicklung einer Internationalisierungsstrategie. Sie dient als Orientierungsrahmen für alle internationalen Aktivitäten. Diese Strategie wird in einem partizipativen Prozess erarbeitet und in den Gremien der Hochschule abgestimmt. Sie definiert Ziele, Prioritäten, Zielgruppen und Umsetzungsinstrumente und schafft damit Klarheit und Verbindlichkeit.
Ausbau strategischer Partnerschaften
Ein wesentlicher Schwerpunkt ist der gezielte Ausbau strategischer Partnerschaften. Bis zum Ende der HEP4-Laufzeit verfügt die Hochschule über insgesamt fünf strategische Partnerhochschulen aus unterschiedlichen Weltregionen.
Auf Basis eines systematischen Mapping-Prozesses werden bestehende Kooperationen analysiert, bewertet und – gemeinsam mit den Fachbereichen – weiterentwickelt. Ergänzend wird eine Vorgehensweise zur Identifikation attraktiver Zielregionen erarbeitet, um Internationalisierungsaktivitäten künftig stärker strategisch auszurichten.
Die Zusammenarbeit mit strategischen Partnerhochschulen wird inhaltlich vertieft. Gemeinsame Drittmittelanträge, etwa im Rahmen von DAAD- oder Erasmus+-Programmen, stärken den gegenseitigen Austausch und schaffen nachhaltige Kooperationsstrukturen. Regelmäßig stattfindende Netzwerkveranstaltungen im zweijährigen Turnus fördern persönliche Begegnungen, ermöglichen fachlichen Austausch und tragen zur langfristigen Bindung der Partnerhochschulen bei.
Auf interkulturelle Kompetenzen kommt es an
Ein weiterer zentraler Baustein ist die Stärkung interkultureller Kompetenzen von Studierenden und Mitarbeitenden. So wird Studierenden ein Angebotskatalog zur Kurzzeitmobilität zur Verfügung gestellt, der internationale Aufenthalte ebenso umfasst wie virtuelle Mobilitätsformate. Ergänzend wird in jedem Semester ein internationales Gastwissenschaftler:innenund Dozent:innenprogramm für Erasmus-Partnerhochschulen angeboten, das internationale Perspektiven in die Lehre integriert und den fachlichen Austausch fördert.
Auch Mitarbeitende werden gezielt eingebunden. Es wird ein Internationalisierungszertifikat angeboten, das insbesondere Beschäftigten in Technik und Verwaltung offensteht. Das modulare Zertifikatsprogramm kombiniert Sprachkurse, Mobilitätsangebote, interkulturelle Trainings und individuelle Vernetzungsaktivitäten und trägt dazu bei, internationale Kompetenzen hochschulweit zu stärken.


Integration internationaler Studierender Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg möchte internationalen Studierenden nicht nur bestmögliche Rahmenbedingungen zum Studieren bieten. Sie steht auch für eine ausgeprägte Willkommenskultur und möchte langfristige Perspektiven aufzeigen. Die Integration internationaler Studierender ist in diesem Zusammenhang essenziell. Sie wird bedarfsorientiert weiterentwickelt. Bestehende Angebote werden analysiert, evaluiert und angepasst; neue Formate zur sozialen, akademischen und kulturellen Integration werden entwickelt. Ziel ist es, internationale Studierende stärker mit deutschen Studierenden zu vernetzen und ihre Beteiligung am Hochschulleben, etwa in Gremien und Initiativen, zu fördern.
Ein weiteres Handlungsfeld ist zudem der Aufbau eines internationalen Unternehmensnetzwerks. Es werden gezielt internationale Partnerunternehmen im regionalen Umfeld der strategischen Partnerhochschulen gewonnen. In Zusammenarbeit des International Office mit dem ZWT entstehen länderübergreifende Innovationsökosysteme, die Studium, Forschung, Transfer und Fachkräftesicherung miteinander verbinden.
Schließlich stärkt die Hochschule ihre Vernetzung mit international relevanten Akteur:innen in der Region. Daher wird angestrebt, ein kooperatives Projekt in Bildung, Forschung oder Transfer mit dem United Nations University’s Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS) zu initiieren. Damit nutzt die H-BRS ihre regionale Lage, um globale Themen wie Nachhaltigkeit, Resilienz und internationale Sicherheit in ihre Profilbildung einzubinden.
Insgesamt versteht die Hochschule BonnRhein-Sieg Internationalisierung als langfristigen Entwicklungsprozess. Dem tragen die Maßnahmen im Profilfeld Internationalisierung Rechnung. Durch strategische Fokussierung, gezielte Förderung von Mobilität und Kompetenzaufbau sowie durch starke Partnerschaften wird Internationalität als integraler Bestandteil der Hochschule weiter ausgebaut. Dadurch werden die Studierenden wie auch Beschäftigte befähigt, in globalen Zusammenhängen zu denken und zu handeln.
Ist-Situation und strategische Herausforderungen
Innovation und Unternehmertum gehören seit jeher zum Profil der Hochschule BonnRhein-Sieg. Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit starkem Praxisbezug und enger regionaler Vernetzung ist die H-BRS prädestiniert dafür, unternehmerisches Denken, kreative Problemlösungen und anwendungsorientierte Innovationen zu fördern. Studierende, Forschende und Mitarbeitende entwickeln regelmäßig Ideen, die über klassische Lehrund Forschungsformate hinausgehen und das Potenzial für Gründungen, Ausgründungen oder gesellschaftliche Innovationen besitzen.
Gleichzeitig ist das Feld Entrepreneurship an Hochschulen einem starken Wandel unterworfen. Gründungen entstehen zunehmend interdisziplinär, technologie- und datengetrieben und in enger Verzahnung mit regionalen und überregionalen Innovationsökosystemen. Erfolgreiche Gründungsförderung erfordert heute mehr als Einzelberatung oder punktuelle Förderprogramme. Sie benötigt verlässliche Strukturen, professionelle Begleitung, geeignete Räume sowie starke Netzwerke zu anderen Hochschulen, Unternehmen, Investor:innen und öffentlichen Akteur:innen.
An der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sind zahlreiche Aktivitäten rund um Innovation und Gründung entstanden, die jedoch historisch gewachsen und organisatorisch verteilt sind. Diese Vielfalt ist eine Stärke, führt jedoch auch zu Überschneidungen, begrenzter Sichtbarkeit und teilweise unklaren Zuständigkeiten.

Zudem besteht die Herausforderung, Unternehmertum nicht als isoliertes Profilthema zu verstehen, sondern als integralen Bestandteil von Bildung, Forschung, Transfer und Hochschulsteuerung.
Darüber hinaus gewinnt ein weiterer Aspekt an Bedeutung: Innovation und Unternehmertum prägen nicht nur das externe Profil der Hochschule, sondern sollen auch das interne Handeln beeinflussen. In einer zunehmend dynamischen, ressourcenknappen und komplexen Umgebung sind Hochschulen gefordert, selbst innovativer, unternehmerischer und pragmatischer zu agieren – etwa in Entscheidungsprozessen, Projektstrukturen, Kooperationen und im Umgang mit Veränderung. In diesem Sinne steht das Profilfeld Innovation und Unternehmertum in enger Verbindung zu den Maßnahmen im Bedingungsfeld Strukturen und Prozesse.
Schließlich sind auch räumliche Fragen relevant, im Sinne von Austausch und Zusammenarbeit. Studierende benötigen Orte, an denen sie Ideen entwickeln, Teams bilden, Prototypen erarbeiten und externe Partner:innen einbinden können. Innovations- und Co-WorkingSpaces sind damit ein wesentlicher Bestandteil einer zeitgemäßen Gründungs- und Innovationsstrategie.
Ziele und Maßnahmen
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfolgt im Profilfeld Innovation und Unternehmertum das Ziel, ihre Rolle als Innovations- und Gründungshochschule konsequent weiterzuentwickeln und Unternehmertum als Haltung hochschulweit zu verankern. Innovation wird dabei sowohl nach außen als auch nach innen verstanden: als Beitrag zur regionalen und gesellschaftlichen Entwicklung ebenso wie als Impuls für ein agileres, lösungsorientiertes internes Handeln.
Ein zentraler Schritt ist die organisatorische Neuausrichtung der Aktivitäten rund um Entrepreneurship und Innovation. Diese werden in enger Zusammenarbeit mit Partnerhochschulen und externen Akteur:innen neu aufgestellt. Aufbauend auf den Erfahrungen mit bestehenden Strukturen wird ein Konzept entwickelt, das Gründungsförderung, Innovationsunterstützung und Vernetzung systematisch bündelt. Die konzeptionellen Arbeiten haben bereits während der Erstellung des Hochschulentwicklungsplans begonnen. Ziel ist die Etablierung einer neuen Organisationseinheit, die als sichtbare Anlaufstelle für gründungsinteressierte Studierende, Forschende und externe Partner:innen fungiert.
Neuausrichtung der Gründungs aktivitäten Durch diese Neuausrichtung werden Gründungs- und Innovationsaktivitäten professionalisiert, Zuständigkeiten klar definiert und Schnittstellen zu Forschung, Transfer und wissenschaftlicher Weiterbildung gestärkt. Gleichzeitig soll Unternehmertum stärker in die Hochschulkultur hineinwirken, durch pragmatische Projektansätze ebenso wie durch experimentelle Formate.
So werden Studierenden an den Standorten Sankt Augustin und Rheinbach Innovations- und Co-Working-Spaces zur Verfügung gestellt, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und kreative Arbeitsformen unterstützen. Der bestehende Kreativraum in Rheinbach wird weiter betrieben und bei Bedarf erweitert. In Sankt Augustin soll mit Unterstützung des Rhein-Sieg-Kreises ein neuer Co-Working-Space entstehen, der gezielt auf die Bedürfnisse der Studierenden zugeschnitten ist.
Unabhängig davon bleibt die Hochschule BonnRhein-Sieg dauerhaft Partnerin des DigitalHub Bonn. Auch nach dem Aufbau eigener CoWorking-Strukturen wird die Zusammenarbeit fortgeführt, um Studierenden weiterhin den Zugang zu einem etablierten Innovationsökosystem, zu Start-ups, Unternehmen, Investor:innen und Netzwerken zu ermöglichen. Die Partnerschaft mit dem DigitalHub ergänzt die hochschulnahen Räume sinnvoll und stärkt die regionale Verankerung der Gründungsaktivitäten.

Innovationsräume als Katalysatoren für Unternehmertum Innovations- und Co-Working-Spaces sind weit mehr als Arbeitsplätze – sie sind Katalysatoren für Austausch, Kreativität und unternehmerisches Denken. Mit dem gezielten Ausbau solcher Räume an den Standorten Sankt Augustin und Rheinbach schafft die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg physische Orte, an denen Ideen wachsen, Teams entstehen und Innovation sichtbar wird.
Diese Räume ermöglichen niedrigschwellige Begegnungen zwischen Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen, Forschenden, Gründer:innen sowie externen Partner:innen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Sie fördern interdisziplinäre Zusammenarbeit, beschleunigen Innovationsprozesse und unterstützen praxisnahe Gründungsprojekte vom ersten Impuls bis zur Umsetzung.
Durch die dauerhafte Partnerschaft mit dem DigitalHub Bonn werden diese hochschulinternen Innovationsräume in ein größeres regionales Innovationsökosystem eingebettet. Damit wirken sie nicht nur nach außen, sondern auch nach innen: Sie stärken eine Kultur des Ausprobierens, der Zusammenarbeit und des pragmatischen Handelns – und machen Unternehmertum als selbstverständlichen Teil der Hochschulkultur erlebbar.
Ist-Situation und strategische Herausforderungen
Als Orte des Erkenntnisgewinns, der Qualifizierung von Fach- und Führungskräften sowie der gesellschaftlichen Reflexion kommt Hochschulen eine besondere Rolle bei der Gestaltung nachhaltiger Entwicklung zu. Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit gehören seit Langem zum Selbstverständnis der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Nachhaltigkeit ist für die H-BRS ein Leitprinzip ihres Handelns in Bildung, Forschung, Transfer und Hochschulorganisation. Nachhaltigkeit ist an vielen Stellen in den Curricula der Studienangebote verankert.
Bereits heute greifen zahlreiche Forschungsund Transferaktivitäten der H-BRS Fragen der Nachhaltigkeit auf – etwa in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, Ressourceneffizienz, soziale Innovation, Resilienz oder globale Verantwortung. Diese Aktivitäten sind bislang in unterschiedlichen Fachbereichen, Instituten und Projekten verortet. Ihre inhaltliche Vielfalt ist eine Stärke, zugleich besteht die Herausforderung, Nachhaltigkeit stärker strategisch zu bündeln, sichtbar zu machen und institutionell zu verankern.

Hinzu kommt, dass Nachhaltigkeit nicht allein durch Forschung und Lehre wirksam wird. Hochschulen stehen zunehmend auch als Organisationen selbst in der Verantwortung, nachhaltige Strukturen, Prozesse und Infrastrukturen zu entwickeln. Fragen der Energieversorgung, des Ressourcenverbrauchs, der Mobilität oder der Beschaffung rücken stärker in den Fokus –ebenso wie die Rolle der Hochschule als Vorbild und Impulsgeberin für nachhaltiges Handeln in der Region.
Darüber hinaus wachsen die Erwartungen externer Akteur:innen. Politik, Fördermittelgeber, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erwarten von Hochschulen nachvollziehbare Beiträge zur Erreichung nationaler und internationaler Nachhaltigkeitsziele, etwa im Kontext der Sustainable Development Goals (SDGs). Damit verbunden ist der Anspruch, Nachhaltigkeit durch konkrete Maßnahmen und überprüfbare Fortschritte wirksam werden zu lassen.
Vor diesem Hintergrund steht die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg vor der Aufgabe, Nachhaltigkeit strategisch zu schärfen, organisatorisch zu verankern und weiterhin als Querschnittsthema in Bildung, Forschung, Transfer und Hochschulsteuerung zu integrieren.
Ziele und Maßnahmen
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfolgt im Profilfeld Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit das Ziel, Nachhaltigkeit als verbindliches Leitprinzip ihres Handelns weiterzuentwickeln und strukturell zu stärken. Nachhaltigkeit wird dabei in einem umfassenden Verständnis adressiert, das ökologische, soziale, ökonomische und technologische Dimensionen miteinander verbindet und sowohl regionale als auch globale Perspektiven einbezieht. 4.4
Forschung und Transfer mit Nachhaltigkeitsbezug sollen intensiviert werden. Es werden entsprechende Projekte finanziell gefördert. Im Rahmen des Zukunftsfonds Forschung wird ein Sonderfonds eingerichtet, der Strukturförderund Forschungsanträge mit Nachhaltigkeitsfokus unterstützt. Gefördert werden unter anderem Projekte zu gesellschaftlich relevanten Nachhaltigkeitsthemen, Capacity-Building-Vorhaben im Ausland sowie Kooperationen mit gesellschaftlichen Institutionen. Damit schafft die Hochschule gezielte Anreize, nachhaltigkeitsbezogene Forschung weiter auszubauen und ihre Wirkung zu erhöhen.
Zur langfristigen Stärkung des Themenfeldes wird Nachhaltigkeit organisatorisch neu verankert. In diesem Zusammenhang wird das Nachhaltigkeitsmanagement im Zentrum für Wissenschafts- und Technologietransfer (ZWT) neu zugeschnitten.
Künftig übernimmt das Nachhaltigkeitsmanagement eine aktiv forschungsfördernde Rolle, indem es Wissenschaftler:innen bei der Akquise und Antragstellung für nachhaltigkeitsbezogene Projekte unterstützt und Vernetzungsimpulse setzt. Dadurch wird Nachhaltigkeit stärker in bestehende Forschungs- und Transferstrukturen integriert.
Ergänzend wird das Themenfeld Nachhaltigkeit auf Präsidiumsebene verankert. Es wird ein:e Präsidialbeauftragte:r für Nachhaltigkeit ernannt. Diese Funktion stellt sicher, dass Nachhaltigkeit strategisch in hochschulweiten Entscheidungsprozessen berücksichtigt wird und die Hochschule in relevanten Netzwerken und Gremien – etwa in der Nachhaltigkeitsallianz für angewandte Wissenschaften NRW (NAW.NRW) – angemessen vertreten ist.
Zugleich trägt die Präsidialbeauftragung zur internen Koordination und zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie bei.
Neben inhaltlichen und organisatorischen Maßnahmen setzt die Hochschule auf sichtbare Zeichen im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit. Der Ausbau erneuerbarer Energien auf den eigenen Campusflächen ist dabei bedeutsam.
Insgesamt positioniert sich die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit dem Profilfeld Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit als verantwortungsbewusste Akteurin. Durch die Verbindung von Forschung, Transfer, institutioneller Steuerung und sichtbaren Maßnahmen im eigenen Betrieb leistet die Hochschule einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Transformation.

Ausbau erneuerbarer Energien auf dem Campus
Mit dem gezielten Ausbau der solaren Energieversorgung auf dem Campus Sankt Augustin übernimmt die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg konkrete Verantwortung für klimafreundliches Handeln. In diesem Zusammenhang werden auf Dachflächen Photovoltaikanlagen installiert und in Betrieb genommen. Mit der Nutzung erneuerbarer Energien leistet die Hochschule einen messbaren Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen und zur nachhaltigen Energieversorgung. Zugleich setzt sie ein sichtbares Zeichen nach innen und außen: Nachhaltigkeit wird nicht nur erforscht und gelehrt, sondern im eigenen Betrieb aktiv umgesetzt.
Der Ausbau der Photovoltaikanlagen ist damit mehr als eine infrastrukturelle Maßnahme. Er steht exemplarisch für den Anspruch der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil ihrer Verantwortung gegenüber Gesellschaft, Region und kommenden Generationen zu verstehen.

Ist-Situation und strategische Herausforderungen
Leistungsfähige Strukturen und effiziente Prozesse sind eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der strategischen Ziele der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. In einem Umfeld zunehmender Komplexität, wachsender regulatorischer Anforderungen und begrenzter Ressourcen kommt der Organisation selbst eine immer größere Bedeutung zu. Hochschulen müssen heute nicht nur inhaltlich exzellent arbeiten, sondern auch als Organisationen lernfähig, resilient und handlungsfähig bleiben.
Die H-BRS verfügt über engagierte Mitarbeitende, funktionierende Strukturen und vielfältige Kompetenzen in Verwaltung, Wissenschaft und Technik. Gleichzeitig sind viele Prozesse historisch gewachsen und teilweise heterogen ausgestaltet.
Hinzu kommen neue Anforderungen: zunehmende Projektarbeit, höhere Erwartungen an Servicequalität, gestiegene Anforderungen an Krisenfestigkeit sowie der Bedarf an datenbasierter Steuerung und mittelfristiger Planbarkeit.
Vor diesem Hintergrund steht die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg vor der Aufgabe, ihre Organisations- und Prozessstrukturen gezielt weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Prozesse zu vereinfachen, zu beschleunigen und – wo sinnvoll – zu digitalisieren, ohne dabei Qualität, Beteiligung und Verantwortlichkeit aus dem Blick zu verlieren. Strukturen und Prozesse sollen die strategischen Ziele der Hochschule unterstützen.
Ziele und Maßnahmen
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg richtet ihre Strukturen und Prozesse zukunftsorientiert aus, um Effizienz, Transparenz und Qualität nachhaltig zu steigern. Dabei verfolgt sie einen systematischen, partizipativen Ansatz, der Verwaltung, Wissenschaft und zentrale Betriebseinheiten gleichermaßen einbezieht.
Ein zentrales Instrument ist die Optimierung der Prozessabläufe. Es werden alle wesentlichen Kernprozesse der Hochschule analysiert und – sofern erforderlich – weiterentwickelt. Zu diesem Zweck wird eine hochschulweite Arbeitsgruppe des Präsidiums eingerichtet, die AG Lean Campus. Sie setzt sich aus Vertreter:innen der Verwaltung, der Fachbereiche, der zentralen Betriebseinheiten und der wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen. Die AG untersucht Prozesse systematisch im Hinblick auf Vereinfachungs-, Beschleunigungsund Eliminierungspotenziale und identifiziert zugleich geeignete Digitalisierungsmöglichkeiten. Ihre Empfehlungen werden regelmäßig dem Präsidium berichtet. Ein Abschlussbericht soll auch klären, ob und in welcher Form die Arbeitsgruppe perspektivisch in ein dauerhaftes Qualitätsmanagement überführt wird.

Lean Campus – Prozesse vom Nutzen her denken
Mit dem Ansatz „Lean Campus“ verfolgt die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg einen Kultur- und Perspektivwechsel im Umgang mit Strukturen und Prozessen. Ziel ist es, Abläufe konsequent vom Nutzen für Studierende, Mitarbeitende und Organisation her zu denken und unnötige Komplexität zu reduzieren.
„Lean Campus” steht dabei nicht für reines Kostensparen, sondern für Klarheit, Transparenz und Verantwortlichkeit. Prozesse sollen verständlich, schlank und gut unterstützt sein – digital, wo es sinnvoll ist, persönlich dort, wo es Mehrwert schafft. Durch die partizipative Analyse in der AG Lean Campus werden Verbesserungsvorschläge aus der Hochschule selbst heraus entwickelt und gemeinsam getragen.
Damit wird Lean Campus zu einem verbindenden Element zwischen Strategie, Organisation und Hochschulkultur – und zu einer wichtigen Grundlage für eine agile, pragmatische und zukunftsfähige Hochschule.
Ergänzend zur Prozessanalyse werden zentrale Unterstützungsinstrumente aufgebaut. So wird ein digitales Knowledge-Management-System zur Verfügung gestellt, in dem relevante Kernprozesse dokumentiert werden. Dies erhöht Transparenz, erleichtert Einarbeitung und Wissenssicherung und stärkt die organisationale Resilienz. Außerdem wird ein strukturiertes, anonymisiertes Feedbacksystem eingeführt, über das Hochschulangehörige Verbesserungsvorschläge einbringen können. Der Umgang mit Feedback wird klar geregelt und systematisch ausgewertet. Zur Unterstützung projektförmiger Arbeit wird ein hochschulweit nutzbares Projektmanagement-Tool eingeführt. Es schafft Transparenz über laufende Projekte, Zuständigkeiten und Ressourcen und erleichtert die bereichsübergreifende Zusammenarbeit.
Prozesse und Personalentwicklung im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Führung und Personalentwicklung. Es wird ein verbindlicher, modularer Onboarding-Prozess für neue Beschäftigte eingeführt, der wissenschaftliches und nichtwissenschaftliches Personal gleichermaßen berücksichtigt. Zudem wird ein modulares Trainingsangebot für Führungskräfte aufgebaut. Spezifische Trainings für Berufungskommissionen werden zusätzlich angeboten, um Qualität, Fairness und Professionalität in Berufungsverfahren weiter zu stärken.
Aufbauend auf den Ergebnissen der Prozessanalysen werden Kernprozesse schrittweise digitalisiert. Ergänzend werden KI-gestützte Lösungen wie Chatbots in ausgewählten Verwaltungs- und Servicebereichen erprobt und evaluiert, um Servicequalität und Erreichbarkeit zu verbessern.
Auch finanzielle Steuerung und Infrastruktur werden weiterentwickelt. So wird ein transparentes Budgetverteilungsmodell eingeführt, das messbare Parameter ebenso berücksichtigt wie besondere Belastungen und mittelfristige Planbarkeit ermöglicht.
Parallel investiert die Hochschule in die Qualität ihrer Infrastruktur, mit Blick auf WLAN, die Weiterentwicklung der Außenanlagen am Campus Rheinbach sowie die Realisierung des Erweiterungsbaus in Sankt Augustin. All das sichert eine leistungsfähige Arbeits- und Lernumgebung.
Insgesamt schafft das Bedingungsfeld Strukturen und Prozesse die organisatorische Grundlage dafür, dass die Hochschule Bonn-RheinSieg ihre strategischen Ziele wirksam umsetzen kann – effizient, transparent und mit einer Kultur des kontinuierlichen Lernens und Verbesserns.
Ist-Situation und strategische Herausforderungen
Für die Attraktivität einer Hochschule sind heute nicht nur Studieninhalte und Abschlüsse entscheidend. Studieninteressierte erwarten eine klare Ansprache, transparente Informationen, eine zeitgemäße digitale Präsenz sowie ein Campusumfeld, das Lernen, Austausch und Engagement ermöglicht. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb um Studierende –insbesondere vor dem Hintergrund demografischer Entwicklungen und veränderter Bildungsentscheidungen.
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfügt über ein starkes fachliches Profil, engagierte Lehrende und zahlreiche Angebote, die Studierenden ein erfolgreiches Studium ermöglichen. Gleichwohl ist die Sichtbarkeit dieser Stärken nach außen bislang nicht immer ausreichend zielgruppengerecht aufbereitet. Die bestehende Webpräsenz ist historisch gewachsen, sehr umfangreich und für unterschiedliche Zielgruppen nicht immer intuitiv nutzbar. Auch im Bereich des Online- und Schulmarketings bestehen Potenziale, Reichweite, Wiedererkennbarkeit und Wirksamkeit weiter zu erhöhen.
Neben der Ansprache nach außen spielt die Studienerfahrung auf dem Campus eine zentrale Rolle. Aufenthaltsqualität, Lernräume, informelle Begegnungsorte und studentisches Engagement prägen maßgeblich, wie Studierende ihre Hochschule wahrnehmen und ob sie sich mit ihr identifizieren. In diesem Kontext gewinnen studentische Initiativen und Projekte, die über das Curriculum hinausgehen, zunehmend Bedeutung. Sie schaffen Praxisnähe, Gemeinschaftsgefühl und emotionale Bindung an die Hochschule.
Vor diesem Hintergrund steht die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg vor der Aufgabe, Studierendenattraktivität ganzheitlich zu denken: als Zusammenspiel aus Kommunikation, Infrastruktur, Studienalltag und studentischem Engagement.
Ziele und Maßnahmen
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfolgt im Bedingungsfeld Studierendenattraktivität das Ziel, ihre Sichtbarkeit, Anziehungskraft und Identifikationspotenziale nachhaltig zu stärken. Studieninteressierte sollen schnell erkennen können, wofür die Hochschule steht, welche Chancen sie bietet und was das Studium an der H-BRS besonders macht. Zugleich sollen Studierende auf dem Campus ein Umfeld vorfinden, das Lernen, Begegnung und Engagement unterstützt.
Weiterentwicklung des Hochschulmarketings Ein zentraler Hebel ist die Neuausrichtung des Digitalmarketings. In diesem Zusammenhang wird die bestehende Webpräsenz grundlegend überarbeitet, verschlankt und zielgruppenspezifischer strukturiert. Inhalte, Funktionen und Layout werden neu gedacht, um Studierenden, Mitarbeitenden und externen Stakeholder:innen einen schnellen, intuitiven Zugang zu relevanten Informationen zu ermöglichen.
Flankierend wird die Onlinewerbung kontinuierlich ausgebaut. Insbesondere über soziale Medien wie LinkedIn, Instagram und TikTok werden Studieninteressierte national und international angesprochen. Bewegtbildformate, Storytelling und gezielte Social-Media-Werbung erhöhen Reichweite und Wiedererkennbarkeit und ermöglichen eine authentische Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen.
Auch das Schulmarketing wird systematisch weiterentwickelt und zentral koordiniert. Dabei wird ein Angebotskatalog für Schulen erarbeitet. Dazu gehören strukturierte Schulkooperationen, ein Schulnetzwerk, die zentrale Koordination von Schulbesuchen sowie neue Veranstaltungsformate für die Zielgruppe der 15- bis 18-Jährigen. Durch die Zentralisierung des Schulmarketings werden Fachbereiche und Allgemeine Studienberatung entlastet und zugleich die Qualität und Konsistenz der Ansprache erhöht.
Parallel dazu verbessert die Hochschule die Aufenthalts- und Bleibequalität auf dem Campus. Jeder Fachbereich stellt mindestens zwei Räume zur Verfügung, die außerhalb der Vorlesungszeiten als Lernräume genutzt werden können. Ergänzend wird ein neues Brandschutzkonzept erarbeitet, das eine brandschutzkonforme Nutzung von Fluren, Gängen und der Hochschulstraße ermöglicht und damit neue Aufenthalts- und Begegnungsflächen für Studierende erschließt.

BRS Motorsport – Identifikation, Praxis und Stolz
Das Formula-Student-Team BRS Motorsport ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Studierendenattraktivität, Praxisnähe und Identifikation miteinander verbunden werden können. Jedes Jahr entwickeln Studierende der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg einen neuen Rennwagen mit Elektroantrieb und nehmen an nationalen und internationalen Wettbewerben teil. Dabei arbeiten sie interdisziplinär, praxisnah und unter realistischen Projektbedingungen.
Die Hochschule verstetigt ihren Vereinsbeitrag im BRS Motorsport e.V. und unterstützt das Team nachhaltig. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Rennwagens wird das Ziel verfolgt, eine zweite Testplattform für autonomes Fahren aufzubauen. Nachhaltigkeitsaspekte spielen dabei eine wachsende Rolle und werden gemeinsam mit Sponsor:innen und Kooperationspartner:innen weiterentwickelt.
BRS Motorsport wirkt weit über das Team hinaus. Studierende können Abschlussarbeiten, Praxisprojekte und Zusatzqualifikationen in mehreren Fachbereichen einbringen. Das Team beteiligt sich regelmäßig an hochschulweiten Veranstaltungen – von der Erstsemesterbegrüßung über die Nacht der Technik bis zur Absolvent:innenfeier – und trägt so maßgeblich zu Sichtbarkeit, Identifikation und Gemeinschaftsgefühl an der Hochschule bei. Alumni-Arbeit und Unternehmenskooperationen stärken zudem den Transfer zwischen Hochschule und Wirtschaft.
BRS Motorsport steht damit exemplarisch für das, was Studierendenattraktivität an der H -BRS ausmacht: Engagement, Praxisnähe, Teamgeist und Stolz auf die eigene Hochschule.
Insgesamt stärkt die Hochschule BonnRhein-Sieg mit dem Bedingungsfeld Studierendenattraktivität ihre Anziehungskraft für Studierende systematisch und nachhaltig. Durch moderne Kommunikation, verbesserte
Campusbedingungen und die gezielte Förderung studentischer Leuchtturmprojekte entsteht ein Studienumfeld, das Orientierung bietet, Identifikation ermöglicht und Studierende langfristig bindet.
Ist-Situation und strategische Herausforderungen
Gleichstellung, Diversität und Chancengerechtigkeit sind zentrale Voraussetzungen für eine leistungsfähige, offene und zukunftsorientierte Hochschule. Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit einer vielfältigen Studierenden- und Beschäftigtenstruktur ist die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in besonderer Weise gefordert, faire Rahmenbedingungen zu schaffen, Diskriminierung aktiv entgegenzuwirken und Teilhabe in allen Bereichen zu ermöglichen.
In den vergangenen Jahren wurden an der H-BRS zahlreiche Aktivitäten und Unterstützungsangebote im Bereich Gleichstellung und Diversität aufgebaut. Diese sind historisch in unterschiedlichen organisatorischen Strukturen verortet und verfolgen jeweils spezifische Zielsetzungen – etwa die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter, den Umgang mit anderen Diversitätsmerkmalen, die Beratung bei Diskriminierungserfahrungen oder die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben. Die Aktivitäten im Bereich Gleichstellung und Diversität sollen künftig enger miteinander verzahnt werden.
Vielschichtige Anforderungen
Gleichzeitig haben sich die gesellschaftlichen und rechtlichen Anforderungen deutlich weiterentwickelt. Themen wie Antidiskriminierung, Machtmissbrauch, Diversität und Gleichstellung sind stärker in den Fokus gerückt und erfordern klare Zuständigkeiten, transparente Verfahren und verbindliche Regelungen. Mit der Novelle des Hochschulgesetzes NRW werden neue Anforderungen hinzukommen, die hochschulweit umgesetzt werden müssen.
Darüber hinaus ist die Verankerung von Gleichstellung und Diversität im Handlungsfeld Bildung von Bedeutung. Studierende sollen nicht nur in einem diskriminierungsfreien Umfeld lernen, sondern auch fachlich und reflektiert mit Fragen von Vielfalt, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung umgehen können. Dies betrifft alle Fachrichtungen und stellt Gleichstellung und Diversität als Querschnittsthemen dar.
Die Hochschule möchte ihre Aktivitäten und gesetzlichen Aufgaben, insbesondere im Bereich der Antidiskriminierung und der Familienberatung, sowie für die Lehre sichtbar unter einem Dach bündeln.

Ziele und Maßnahmen
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfolgt im Bedingungsfeld Gleichstellung und Diversität das Ziel, Chancengerechtigkeit als verbindliches Leitprinzip ihres Handelns zu etablieren. Gleichstellung und Diversität werden dabei nicht als isolierte Themen verstanden, sondern als Querschnittsaufgabe, die Bildung, Forschung, Transfer und Verwaltung gleichermaßen betrifft. Ziel ist eine Hochschule, die von Offenheit und Respekt geprägt ist und die qualifizierte Talente an sich bindet.
Ein zentraler Schritt ist die organisatorische Bündelung der Aktivitäten. In diesem Zusammenhang werden Diversitätsmanagement und Gleichstellungsstelle in einer gemeinsamen Stabsstelle „Chancengerechtigkeit“ zusammengeführt. Die neue Stabsstelle ist direkt dem Präsidium zugeordnet und bündelt fachliche Expertise, Beratungsangebote sowie die AGG-Beschwerdestelle der Arbeitgeberin. Aufbauend auf bereits vorliegenden Konzeptvorschlägen werden die bestehenden Strukturen zusammengeführt und weiterentwickelt. Eine umfassende Evaluation ist vorgesehen.
Neue Stabsstelle für Chancengerechtigkeit Durch die Zusammenführung werden Zuständigkeiten klarer und die Sichtbarkeit miteinander verbundener Themenfelder wird erhöht. Die Stabsstelle „Chancengerechtigkeit“ fungiert künftig als zentrale Anlaufstelle für Fragen der Gleichstellung, Diversität und Antidiskriminierung und berät Präsidium, Fachbereiche, Führungskräfte, Mitarbeitende und Studierende gleichermaßen.
Parallel dazu setzt die Hochschule die geplanten Vorgaben der Novelle des Hochschulgesetzes NRW systematisch um. Entsprechende Konzepte, Ordnungen und Regelungen werden entwickelt und verabschiedet. Dazu

zählen unter anderem verbindliche Regelungen zu Antidiskriminierung, zum Umgang mit Machtmissbrauch, zur Förderung von Diversität sowie zur Gleichstellung.
Diese Regelwerke schaffen Transparenz, Rechtssicherheit und Verbindlichkeit und tragen dazu bei, Vertrauen in hochschulische Verfahren zu stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verankerung von Gleichstellung und Diversität in der Lehre. In diesem Zusammenhang werden Lehrveranstaltungen mit Diversitätsbezug des Fachbereichs Sozialpolitik und Soziale Sicherung für Studierende anderer Fachbereiche geöffnet. Damit wird ein hochschulweites Lehrangebot geschaffen, das Studierenden aller Disziplinen den Zugang zu zentralen Fragestellungen von Diversität, Gleichstellung und sozialer Gerechtigkeit ermöglicht. Die Stabsstelle „Chancengerechtigkeit“ begleitet und berät den Fachbereich bei der inhaltlichen Ausgestaltung und Weiterentwicklung der Angebote. Durch diese Maßnahmen wird Chancengerechtigkeit nicht nur strukturell, sondern auch inhaltlich verankert. Studierende erwerben fachliche und reflexive Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt, während Mitarbeitende und Führungskräfte auf klare Strukturen und Unterstützung zurückgreifen können.
Durch ihre Vorhaben aus diesem Bedingungsfeld stärkt die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ihre institutionelle Verantwortung und ihre Hochschulkultur. Durch klare Strukturen, verbindliche Regelungen und die Integration in Bildung, Forschung, Transfer und Organisation werden Gleichstellung und Diversität als selbstverständlicher Bestandteil des hochschulischen Handelns etabliert und als Grundlage für eine offene, faire und leistungsfähige Hochschule weiterentwickelt.

Ist-Situation und strategische Herausforderungen
Hochschulkultur ist ein zentraler Faktor für Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Identifikation. Eine offene, wertschätzende und kooperative Arbeits- und Studienumgebung trägt maßgeblich dazu bei, dass strategische Ziele wirksam umgesetzt werden können. Für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gilt dies in besonderem Maße, da sie als wachsende und sich wandelnde Organisation auf eine konstruktive Zusammenarbeit aller Statusgruppen angewiesen ist.
In den vergangenen Jahren ist deutlich geworden, dass die zunehmende Komplexität von Aufgaben, der hohe Veränderungsdruck sowie unterschiedliche Herangehensweisen von Verwaltung und Wissenschaft den Bedarf an Austausch, Abstimmung und gegenseitigem Verständnis erhöhen.
Hinzu kommen steigende Anforderungen an Gesundheit und Resilienz. Gesundheitsförderung gewinnt damit eine strategische Dimension, die über einzelne Angebote hinausgeht und systematisch in den Hochschulalltag integriert werden muss.
fördern. Zusammenarbeit über Statusgruppen hinweg, Gesundheit als strategisches Thema sowie Partizipation und Alumni-Bindung werden als zentrale Elemente einer zukunftsfähigen Hochschulkultur verstanden.
Ein wesentlicher Faktor ist die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wissenschaft. Während der gesamten Laufzeit des Hochschulentwicklungsplans findet mindestens einmal jährlich ein moderierter Austausch zwischen Leitungspersonen beider Bereiche statt. Nach dem bereits erfolgten Auftakt im Oktober 2025 wird hierfür eine regelmäßige Klausurtagung etabliert. Diese Formate dienen dazu, strukturelle Fragestellungen frühzeitig zu identifizieren, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Ergänzend werden hochschulinterne Projekte grundsätzlich gliederungsübergreifend besetzt. Projektteams setzen sich aus Vertreter:innen aus Verwaltung und Wissenschaft zusammen; die Projektleitung wird regelmäßig gewechselt oder geteilt. Wo sinnvoll, werden weitere Statusgruppen sowie Studierende einbezogen, um eine Vielfalt an Perspektiven zu gewährleisten und den Informationsfluss zu verbessern. 5.4
Darüber hinaus wächst der Wunsch nach Beteiligung und Zugehörigkeit. Studierende möchten ihr Engagement sichtbar anerkannt wissen, Mitarbeitende wollen sich einbringen und gehört werden, und Alumni suchen nach Anknüpfungspunkten, um mit ihrer Hochschule verbunden zu bleiben. Diese Potenziale sind für die Entwicklung einer lebendigen Hochschulgemeinschaft von großer Bedeutung und sollen gezielt gestärkt werden.
Ziele und Maßnahmen
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfolgt im Bedingungsfeld Hochschulkultur das Ziel, ein offenes, wertschätzendes und kooperatives Arbeits- und Studienumfeld nachhaltig zu

Zur Förderung des sozialen Miteinanders schafft die Hochschule gezielt Raum für Begegnung. Während der gesamten Laufzeit des Hochschulentwicklungsplans finden jährlich eine Weihnachtsfeier sowie mindestens ein weiteres hochschulweites Event statt, das Mitarbeitende und Studierende anspricht. Darüber hinaus richtet die Hochschule jährlich eine zentrale Absolvent:innenfeier aus, die den Studienabschluss würdigt und zugleich die Zugehörigkeit zur Hochschulgemeinschaft über das Studium hinaus sichtbar macht.
Ebenso nimmt der HEP4 die Weiterentwicklung der „Gesunden Hochschule“ in den Blick. Die gesundheitsfördernden Angebote werden jährlich evaluiert. Das Programm wird durch eine regelmäßige psychische Gefährdungsbeurteilung für Mitarbeitende und Studierende ergänzt, die in Kooperation mit einer externen Agentur durchgeführt wird. Aus den Ergebnissen werden konkrete Maßnahmen abgeleitet. Die Federführung für das Gesamtprogramm liegt bei der „Gesunden Hochschule“.
Schließlich wird die Alumni-Arbeit weiter ausgebaut. Es werden verstärkt internationale Studierende sowie ehemalige Beschäftigte für Alumni-Aktivitäten angesprochen. Kontakte werden ausgebaut, Kommunikationsformate zweisprachig gestaltet und um spezifische Angebote für neue Zielgruppen ergänzt. Damit stärkt die Hochschule langfristige Bindungen und den Austausch zwischen aktuellen und ehemaligen Hochschulangehörigen.
In der nachhaltigen Pflege der Hochschulkultur liegt ein Schlüssel für die Zukunft der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Wo Beschäftigte und Studierende zufrieden und motiviert sind, wo sich Hochschulangehörige mit „ihrer” Hochschule identifizieren, sind die Vorzeichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung günstig.

Studentisches Engagement fördern
Studentisches Leben und studentisches Engagement sind für eine Hochschule von herausragender Bedeutung. Die Partizipation der Studierenden wird an der H-BRS systematisch gestärkt. So soll Engagement in der studentischen Selbstverwaltung als Studienleistung anerkannt werden. Eine hochschulweite Arbeitsgruppe erarbeitet ein entsprechendes Konzept. In Zusammenarbeit mit den Fachbereichen wird geprüft, in welchem Umfang freiwilliges Engagement – insbesondere in der Selbstverwaltung – mit ECTS im Wahlpflichtbereich belegt werden kann. Ziel ist es, studentisches Engagement sichtbar wertzuschätzen und strukturell zu verankern.
Der vorliegende Hochschulentwicklungsplan für die Jahre 2026 bis 2030 ist das Ergebnis eines breit angelegten Prozesses. Er bietet Verlässlichkeit und Orientierung für die kommenden fünf Jahre und ist der gemeinsame Ausgangspunkt aller Hochschulangehörigen für weitere Erfolge der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in den Handlungs-, Profilund Bedingungsfeldern.
Vor dem Hintergrund der beschriebenen tiefgreifenden gesellschaftlichen, technologischen und politischen Veränderungen ist der HEP4 nicht als statisches Zielpapier zu verstehen, sondern als strategische Antwort auf die sich wandelnden Rahmenbedingungen, die das Handeln der Hochschule in den kommenden Jahren maßgeblich prägen werden.
Der Austausch über aktuelle Entwicklungen und deren Relevanz für unser Handeln geht während der gesamten Laufzeit des HEP4 weiter. Die Wirkung der Maßnahmen werden wir fortlaufend bewerten. Wir werden in den Gremien darüber berichten und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. So wollen wir weiterhin unserem Anspruch gerecht werden, dass unser Handeln von höchster Qualität und zugleich nutzbringend für die Gesellschaft und die Menschen ist.
Die H-BRS hat fünf Fachbereiche. Diese sind:
• Fachbereich 1 Wirtschaftswissenschaften
• Fachbereich 2 Informatik
• Fachbereich 3 Ingenieurwissenschaften und Kommunikation
• Fachbereich 5 Angewandte Naturwissenschaften
• Fachbereich 6 Sozialpolitik und Soziale Sicherung
Bestehendes Studienangebot
An den derzeit drei Standorten Sankt Augustin, Rheinbach und Hennef umfasste das Studienangebot der fünf Fachbereiche der H-BRS im Jahr 2026 folgende Studiengänge:
Bachelorstudiengänge
• Applied Biology (Campus Rheinbach)
• Betriebswirtschaft (Campus Sankt Augustin)
• Betriebswirtschaft (Campus Rheinbach)
• Cyber Security & Privacy (Campus Sankt Augustin)
• Digitaler Journalismus und Technologie (Campus Sankt Augustin) ( Weiterentwicklung auslaufender Studiengang Technikjournalismus)
• Elektrotechnik (Campus Sankt Augustin)
• Elektrotechnik kooperativ (Campus Sankt Augustin)
• Informatik (Campus Sankt Augustin)
• Informatik kooperativ (Campus Sankt Augustin)
• International Business (Campus Sankt Augustin und Campus Rheinbach)
• Maschinenbau (Campus Sankt Augustin)
• Maschinenbau kooperativ (Campus Sankt Augustin)
• Nachhaltige Chemie und Materialien (Campus Rheinbach) (Weiterentwicklung auslaufender Studiengang Chemie mit Materialwissenschaften)
• Nachhaltige Ingenieurwissenschaft (Campus Sankt Augustin)
• Nachhaltige Ingenieurwissenschaft kooperativ (Campus Sankt Augustin)
• Nachhaltige Sozialpolitik (Campus Sankt Augustin)
• Naturwissenschaftliche Forensik (Campus Rheinbach)
• Sozialversicherung, Schwerpunkt Unfallversicherung (Campus Hennef) – Auslaufend
• Visuelle Technikkommunikation (Campus Sankt Augustin)
• Wirtschaftsinformatik (Campus Sankt Augustin)
• Wirtschaftspsychologie (Campus Rheinbach)
Masterstudiengänge
• Analytische Chemie und Qualitätssicherung (Campus Rheinbach)
• Autonomous Systems (Campus Sankt Augustin)
• Biomedical Sciences (Campus Rheinbach)
• Controlling und Management (Campus Sankt Augustin)
• Cyber Security & Privacy (Campus Sankt Augustin)
• Digitale Kommunikation und Medieninnovation (Campus Sankt Augustin)
• CSR & NGO Management (Campus Rheinbach) – Auslaufend
• Elektrotechnik (Campus Sankt Augustin)
• Game Technologies (Sankt Augustin) (Weiterentwicklung auslaufender Studiengang Visual Computing & Games Technology (Sankt Augustin))
• Informatik (Campus Sankt Augustin)
• I T-Management (Campus Sankt Augustin)
• International Media Studies (Campus Sankt Augustin)
• Marketing (Campus Rheinbach)
• Maschinenbau (Campus Sankt Augustin)
• Materials Science and Sustainability Methods (Campus Rheinbach)
• Nachhaltige Ingenieurwissenschaft (Campus Sankt Augustin)
• Public Policy und Transformation: Klima-Sozial-Politik (Sankt Augustin)
• Social Protection (Campus Sankt Augustin)
• Start-up Development and Impact Innovations (Sankt Augustin) – Auslaufend
• Technik- und Innovationskommunikation (Campus Sankt Augustin) – Auslaufend
• Wirtschaftspsychologie (Campus Rheinbach)
• Wirtschaftsinformatik, Nachhaltigkeit und Digitalisierung (Campus Sankt Augustin)
Geplanter Bachelor-Studiengang
• Nachhaltige Wirtschaftsingenieurwissenschaft
Zentrale Betriebseinheiten
• Hochschul- und Kreisbibliothek (BIB)
• International Office (IO)
• Sprachenzentrum (SPZ)
• Zentrum für Wissenschafts- und Technologietransfer (ZWT)
Zentrale wissenschaftliche Einrichtungen
• Centrum für Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand (CENTIM)
• Graduierteninstitut (GI)
• Institut für funktionale Gen-Analytik (IFGA)
• Institut für IT-Service (ITS)
• Institut für Management (IfM)
• Institut für Sicherheitsforschung (ISF)
• Institut für Technik, Ressourcenschonung und Energieeffizienz (TREE)
• Institut für Visual Computing (IVC)
• Internationales Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE)
• Zentrum für Ethik und Verantwortung (ZEV)
• Zentrum für Innovation und Entwicklung in der Lehre (ZIEL)
Institute der Fachbereiche
• Institut für Cyber Security & Privacy (ICSP) – Fachbereich 2
• Institut für Detektionstechnologie (IDT) – Fachbereich 5
• Institut für KI und Autonome Systeme (A2S) – Fachbereich 2
• Institut für Medienentwicklung und -analyse (IMEA) – Fachbereich 3
• Institut für Verbraucherinformatik (IVI) – Fachbereich 1
An-Institut
• BRS Institut für Internationale Studien
Forschungsschwerpunkte
• Sicherheitsforschung
• Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Energieeffizienz
• Visual Computing
• Life Sciences und Gesundheit
• K I und Autonome Systeme
Kooperative Forschungsinstitute, Forschungsverbünde und Mitgliedschaften
• Allianz für Future Skills des Stifterverbandes
• Bonn-Aachen International Center for Information Technology (b-it)
• Bonn Alliance for Sustainability Research
• Bio innovation park Rheinland e.V.
• Coalition für Advancing Research Assessment (CoARA)
• Cyber Campus NRW
• Digital Hub Region Bonn AG
• European University Association (EUA)
• Hochschulallianz für den Mittelstand (HAfM)
• N AW.NRW Nachhaltigkeitsallianz für angewandte Wissenschaften NRW
• Promotionskolleg NRW (Promotionsnetzwerk der 20 HAW in NRW)
• Transferallianz für das Rheinische Revier (TARR)
• Zentrum für Angewandte Forschung (ZAF) an der H-BRS
Bildnachweise
Seite 6, 10, 11, 46: Juri Küstenmacher
Seite 9, 14, 18, 24, 26, 28, 32, 33, 35, 36, 37, 38, 40, 43, 44, 45: H-BRS
Seite 9: Martin Schulz
Seite 16: Kira Wazinski
Seite 20: Fotolia
Seite 21: iStockphoto – skynesher
Seite 23: Nathan Dreessen
Seite 30: Dominik Leschtschow
Seite 42: BRS Motorsport
Herausgeber: Das Präsidium der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Redaktion: Dominik Pieper und Daniela Greulich
Gestalterische Konzeption und Layout: suryanidesign.
Campus Sankt Augustin
Grantham-Allee 20 53757 Sankt Augustin
Campus Rheinbach
Von-Liebig-Straße 20 53359 Rheinbach
Campus Hennef
Zum Steimelsberg 7 53773 Hennef
www.h-brs.de