Unabhängiges Fachmagazin für Unternehmer und Manager in Gastronomie und Hotellerie
Eis & Desserts
Saisonstart mit Genuss: Konzepte, Trends & Umsatzpotenziale
Indoortrends Impulse, Atmosphäre & Storytelling
Neue Serie: Weitergedacht mit Heiko Antoniewicz: Von Basics zu Ideen
Alles andere ist doch nur Seemannsgarn
Tarik Rose
Leidenschaftlicher Gastronom und beliebter Fernsehkoch
Unsere stoffähnliche ROYAL Collection hält, was andere mit „zweifelhaften Geschichten“ bloß versprechen. Feinste Tissue-Qualität, ausdrucksstarke Farben und edle Designs, die achtsamen Gästen nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Mehr dazu: www.papstar-storyteller.de/nachgefragt-bei-tarik-rose
Ein Erlebnis, das berührt
Es sind oft die Emotionen, die bei Gästen bleiben. Nicht der perfekt gegarte Punkt, nicht die präzise Technik – sondern der Moment, in dem ein Gericht Erinnerungen weckt. Wenn ein Duft vertraut wirkt, ein Geschmack überrascht oder ein Teller etwas erzählt.
Wie stark dieser emotionale Zugang heute die Branche prägt, zeigte zuletzt auch das Halbfinale des Wettbewerbs Koch des Jahres. Dort standen nicht Technik oder Effekte im Mittelpunkt, sondern persönliche Geschichten: Die Kandidaten interpretierten Kindheitsgerichte – einmal klassisch, einmal modern – und überzeugten genau dann, wenn sie mehr transportierten als Handwerk. Gerichte wurden zu Erzählungen, zu Erinnerungen, zu Haltung.
Diese Entwicklung ist kein Einzelfall – sie ist Ausdruck eines grundlegenden Wandels. Gastronomie wird emotionaler. Und damit anspruchsvoller. Denn wer heute ein Restaurant betritt, sucht mehr als Versorgung. Gesucht wird ein Gefühl. Ein Ort, der für eine gewisse Zeit den Alltag draußen lässt.
Storytelling, Atmosphäre und Inszenierung sind deshalb längst keine Zusatzoption mehr, sondern ein zentrales Fundament moderner Gastronomie. Wie stark sich diese Entwicklung im Raum widerspiegelt, zeigt unser Indoorthema ab Seite 42: Einrichtung wird hier zum Erzähler. Sie greift Erinnerungen auf, interpretiert Tradition neu oder schafft bewusst eigene Erlebniswelten. Mal leise und zurückhaltend, mal überraschend und detailreich – aber immer mit dem Ziel, dem Gast Orientierung und Emotion zu geben.
Dass sich dieser Anspruch auch auf das kulinarische Angebot überträgt, wird in unserem GrillfoodSpecial ab Seite 22 deutlich. Was früher klar definiert war, entwickelt sich heute zu einem offenen Spielfeld. Klassische Produkte werden neu kombiniert, pflanzliche Komponenten selbstverständlich integriert, und Konzepte gewinnen an Flexibilität. Vielfalt ist dabei kein Trend, sondern eine Antwort auf veränderte Erwartungen – und auf die Realität in den Küchen.
Wie wichtig es ist, all diese Elemente zusammenzudenken, zeigt das Landhaus Beckmann (Seite 12). Hier entsteht Atmosphäre nicht zufällig, sondern aus einer klaren Idee heraus: Design, Nachhaltigkeit und Gästeerlebnis greifen ineinander und formen ein stimmiges Gesamtbild. Genau diese Konsequenz macht den Unterschied – und schafft Authentizität.
Und auch in der Küche selbst zeigt sich, wie viel Kraft in der Inszenierung liegt. Ab Seite 28 macht Heiko Antoniewicz deutlich, dass es oft nicht die große Geste braucht. Vielmehr sind es gezielte Veränderungen – in Textur, Temperatur oder Präsentation –, die vertraute Produkte neu erlebbar machen. Ein Gericht bleibt verständlich, gewinnt aber an Tiefe. Genau in dieser Balance entsteht das, was Gäste heute suchen: ein Erlebnis, das berührt.
Herzlich, Ihre
Yvonne Ludwig Alfers Mitglied der Chefredaktion (ludwig@gwverlag.de)
Emotionen und Kreativität:
Beim Halbfinale des LiveWettbewerbs Koch des Jahres wurden Kindheitsgerichte neu interpretiert und zu modernen Signature-Dishes weiterentwickelt. Derweil trafen sich beim JREKongress in Köln rund 400 Köche und Sommeliers aus 21 Ländern
Ein ganzheitliches Konzept, das Nachhaltigkeit, Design und Gästeerlebnis verbindet, hat das Landhaus Beckmann zum Gewinner unseres Gewinnspiels mit Kettler Home&Garden gemacht. Wie der Betrieb pflanzliche Küche, Offenheit und moderne Außenbereiche zusammendenkt - darüber spricht Michael Grosse Holtforth, der den Familienbetrieb in der fünften Generation führt
BRANCHE & NEWS
6 Koch des Jahres
Emotionales Halbfinale in München
FACHMESSEN
10 Internorga 2026 in Hamburg Treffpunkt der Zukunft
Grillen entwickelt sich zunehmend zur vielseitigen Genusswelt: Neben Klassikern prägen pflanzliche Alternativen, neue Produktideen und flexible Komponenten das Angebot. Welche Entwicklungen die Grillküche aktuell bestimmen und wie sie sich im Alltag umsetzen lassen, zeigt unser Überblick
IDEE & KONZEPT
12 Landhaus Beckmann & Kettler
Vom Konzept zum Gewinner
14 Orania.Berlin
Ein Wohnzimmer in Kreuzberg
MANAGEMENT & MARKETING
16 Interview mit Kettler Home&Garden
Mehr als nur Gartenmöbel
18 Energiemanagement
Mit kleinen Hebeln Großes bewirken
FOOD & BEVERAGES
22 Grill-Special Bunte Grillvielfalt
28 NEUE SERIE: Weitergedacht - Mit Heiko Antoniewicz Wie sich Milchprodukte neu in Szene setzen lassen
30 Eis & Desserts
Süße Strategien für mehr Umsatz
34 Kaffee & Tee
Zwischen Nitro, Tee und Matcha: Impulse für die Getränkekarte
AUSSTATTUNG & EINRICHTUNG
42 Indoortrends Einrichtung, die Geschichten erzählt
48 Tafelambiente Kontraste inszenieren
AUSSTATTUNG & TECHNIK
52 Kaffeemaschinen
Restaurantdesign wird zunehmend persönlicher und emotionaler: Geschichten, Erinnerungen und individuelle Konzepte prägen die aktuellen Einrichtungstrends. Zwischen nostalgischen Einflüssen, modernen Raumlösungen und durchdachtem Möbeldesign entstehen Orte mit Charakter – und einem klaren Fokus auf Atmosphäre und Aufenthaltsqualität
Die neue Logik des Kaffees DEHOGA
Fotos: Titel: The Magnum Ice Cream Company Inhalt: Alexandre Tabaste, Bürger, Eilles Tee, Julio Arellano, Orania.Berlin, Schaerer, Wäschekrone
Emotionaler Sieg in der Allianz Are na
Emotion, Handwerk und kreative Spitzenleistung:
In der Münchner Allianz Arena überzeugten die Halbfinalisten des Live-Wettbewerbs Koch des Jahres mit modernen Interpretationen ihrer Kindheitsgerichte – und sicherten sich ihre Tickets fürs große Finale.
Die insgesamt 16 Kandidatenteams mussten sich mit einem Kindheitsgericht präsentieren – und das vor einer Jury bestehend aus einigen bedeutenden Spitzenköchen und kulinarischen Persönlichkeiten des Landes. Wie man Kindheitsgerichte in mutige Avantgarde verwandelt – das haben die Kochtalente schließlich eindrücklich bewiesen. In zwei Tellern präsentierten sie ihr Kindheitsgericht: einmal traditionell „Old School“, einmal innovativ mit ihrer modernen Handschrift „New School“. Ein Thema, das bewegt, denn es führte jedes Talent zurück zu ihren ersten kulinarischen Erlebnissen. Ein emotionaler Wettbewerb, der Geschichten auf die Teller brachte, die Jurymitglieder und Kandidatenteams gleichermaßen berührten. Vier Teams überzeugten die Fachjury am meisten – und lösten damit ihr Ticket für das Finale im November: Den ersten Platz sicherte sich Aljoscha Knoblich mit Assistent Joachim Kraft vom Restaurant Jellyfish in Hamburg. Der zweite Platz ging an Semi Hassine vom Restaurant Fachwerk in Hattingen, unterstützt von Assistent Gerald Kortmann, einem selbstständigen Privatkoch für Dinners und Events. Tetiana Berezhna, Köchin aus Erkelenz, holte gemeinsam mit Assistent Volodymyr Zorin, Privatkoch aus Erkelenz, den dritten Platz. Den vierten Platz belegten Lukas Baumgartner mit Assistentin Théophile Burger vom Auerhahn Hotel in Schluchsee.
Zwei Wildcards per Publikumsentscheid
In der Chefs Challenge Night standen die 16 Teams anschließend vor der Aufgabe, aus einem Warenkorb ein Gericht für 300 Gäste zu kreieren. Die 600 Gäste aus Gastronomie, Hotellerie und Medien waren hier die Jury und bestimmten per Bewertung die Gewinner der zwei Wildcards fürs Finale. Die erste Wildcard gewann Mustafa Mirzaei mit Tobias Bullmann vom Restaurant Johanns in Waldkirchen. Die
zweite Wildcard ging an Simon Bantle, Restaurant Goldener Engel in Ihringen, mit Assistent Marcel Bantle vom Merkles Restaurant in Endingen am Kaiserstuhl
Best Plating Award by Churchill
Ein besonderer Preis ging an Mustafa Mirzaei für das schönste und handwerklich überzeugendste Anrichten. Der Best Plating Award wird von Churchill verliehen und würdigt das Fingerspitzengefühl auf dem Teller. In einer besonderen Challenge von Do & Co – einem der weltweit größten Premium Catering Unternehmen und der Gastgeber des Koch des Jahres-Halbfinales – traten 20 Köche in der Streetfood Masters Challenge an. Den Sieg sicherte sich das Team The Duy Loco mit Filipe Gregorio und The Duy Nguyen und ihrem Gericht Lisboa meets Hanoi.
Die Reise geht weiter
Am 15. und 16. November kämpfen die sechs Teams in der Motorworld München weiter. Dort warten gleich zwei Titel: Am 15. November kämpfen die Wettbewerbsassistentinnen und -assistenten um den Titel Newcomer des Jahres, bevor am 16. November der große Showdown um den Titel Koch des Jahres folgt. www.kochdesjahres.de
Kulinarische Vordenker vereint
Rund 500 Teilnehmer, darunter über 400 Köche und Sommeliers aus 21 Ländern, kamen am 19. und 20. April zum internationalen Kongress der Jeunes Restaurateurs (JRE) zusammen, um gemeinsam die Zukunft der Branche zu gestalten.
Unter dem Leitthema Re·Generation –Seed The Future wurde Köln zum Zentrum der internationalen Gastronomieszene. „Re·Generation ist vor allem eine Einladung, darüber nachzudenken, wie wir uns weiterentwickeln wollen. Es geht darum, die Vielfalt unserer gastronomischen Kulturen zu stärken, unsere Teams zu fördern und die Branche ganzheitlich zu betrachten – weit über die Küche hinaus“, sagt Daniel Canzian, Präsident von JRE-International Ein besonderer Meilenstein war die offi-
zielle Begrüßung der neuen Mitglieder aus Argentinien, Chile und Peru. Eröffnet wurde der Kongress mit einem Gala Dinner in der Flora Köln. Die vier Zwei-Sterne-Köche Jan-Philipp Berner vom Söl‘ring Hof in Rantum/Sylt, Frédéric Morel vom Cœur D’Artichaut in Münster, Sebastian Obendorfer vom Obendorfers Eisvogel in Neunburg vorm Wald und Tobias Bätz vom Restaurant Aura by Alexander Herrmann & Tobias Bätz in Wirsberg begeisterten mit einem Acht-Hands-Dinner.
JRE-International Awards 2026
In sechs Kategorien wurden Persönlichkeiten der Branche ausgezeichnet: Frédéric Morel als Koch des Jahres, Johanna Roullier vom Le Saint Paul in Frankreich als Sommelier des Jahres sowie Jo Grootaers und Lana Kelchtermans vom Alter in Belgien für Hospitality Excellence. Der Re·Generation Award ging an Massimiliano Mascia vom San Domenico in Italien, Pasquale Carfora wurde mit dem Taste of Origins Award geehrt und Sabina sowie Grega Repovž vom Gostilna Repovž
Fotos:
JRE, Julio
Arellano
(Koch des Jahres)
Die sechs Finalisten (von links nach rechts): Aljoscha Knoblich, Tetiana Berezhna, Simon Bantle, Lukas Baumgartner, Semi Hassine und Mustafa Mirzaei
in Slowenien erhielten den Sustainability Award.
Nachhaltigkeit als gemeinsamer Auftrag
Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzen die JRE klare Impulse. Aufbauend auf dem beim Kongress 2024 verabschiedeten Nachhaltigkeitsmanifest wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: In Zusammenarbeit mit der Vaider Group entstand eine CO₂-neutrale Weinflasche, die 2026 mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus wurde ein gemeinsamer Wein vorgestellt, entwickelt von den drei JRE-Sommelières Katharina Röder, Bethany Delong und Nina Bratovž in Kooperation mit Puklavec Family Wines und der Vaider Group. Der Wein mit dem Namen Trois Femmes steht für Handwerk, Zusammenarbeit und Fortschritt. Mit dem erfolgreichen Kongress in Köln festigen die Jeunes Restaurateurs ihre Rolle als internationales Netzwerk, das für Kreativität, Nachhaltigkeit, Unternehmertum und gelebte Gastfreundschaft steht. Die zentrale Botschaft bleibt: Die Zukunft der Gastronomie entsteht im Miteinander. Sie ist in Bewegung und wird von denen gestaltet, die bereit sind, sie weiterzudenken. www.jre.eu
Kulinarische Visionäre aus aller Welt kamen in Köln
um beim
gemeinsam Impulse für die Zukunft der Gastronomie zu setzen
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zusammen,
JRE-Kongress 2026
Treffpunkt der Zukunft
Die Internorga 2026 zeigte vom 13. bis 17. März in Hamburg, wie dynamisch sich die Hospitality- und Foodservice-Branche aktuell entwickelt. Trotz des weiterhin herausfordernden Umfelds war die Stimmung von Neugier, Tatkraft und Optimismus geprägt.
Mit über 1.200 Ausstellern, einer erweiterten Ausstellungsfläche und Trends, Impulsen und Innovationen setzte die Internorga positive Signale für die Branche. Neu strukturierte Themenbereiche wie Wein und Robotics, kombiniert mit Kongressen, Workshops und Awards, gaben Impulse für zukunftsorientiertes Handeln. Volle Hallen, lebendige Präsentationen und ein intensiver Austausch prägten den gesamten Messeverlauf. Bereits beim Auftakt zeigte sich die große Nachfrage nach innovativen Lösungen und die steigende internationale Reichweite der Internorga.
Ein besonderer Fokus lag auf der neu strukturierten Halle B5. Erstmals seit sechs Jahren präsentierten sich hier wieder Aussteller aus den Bereichen Startups & Drinks, die Newcomers Area, der Trendbereich Future Food sowie die Bühne „What the Food!“ – by foodlab. Ergänzt wurde das Angebot durch Robotics, die Deep Dive Area und die Afterwork Lounge Off The Record, die an drei Abenden zusätzliche Networking-Möglichkeiten bot.
„Die Mischung aus Startups, Newcomern, Drinks, Future Food und Zukunftsthemen wie Robotics hat eine Dynamik erzeugt, die perfekt zur Internorga passt“, sagt Matthias Balz, Director Internorga. „Dieses Jahr ist ein Sinnbild für Innovationskraft, Aufbruchsstimmung und die enorme Energie, die Messe und Branche auszeichnet.“
Frischer Input für die Branche
Mit der Neustrukturierung der Ausstellungsbereiche gewann Living & Dining deutlich an Fläche und war 2026 erstmals in fünf Hallen vertreten. Einrichtung, Ausstattung und zukunftsweisende Hospitality-Konzepte erhielten so noch mehr Aufmerksamkeit. Die neue Green Hospitality Conference zu nachhaltigen Ansätzen ergänzte das Angebot. Das Thema Wein, ein wachsender Bestandteil moderner Gastronomie, erhielt eine deutlich größere Bühne: Das Wine Tasting by Pese Wein bot professionelle Verkostungen und fachlichen Austausch, während die neue WeinWelt in Kooperation mit WeinWeber Premiere feierte. Rund 30 Winzer präsentierten ihre Kollektionen und stießen auf großes Besucherinteresse.
Positive Resonanz
Die starke Nachfrage und der intensive Austausch spiegelten sich bei den Ausstellern wider. „Für uns war die Internorga 2026 erneut ein Erfolg. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben wir nicht nur stabile Gespräche, sondern auch eine Resonanz erlebt, die unsere Erwartungen übertraf.
Die Atmosphäre war geprägt von echten Zukunftsfragen und inspirierendem Miteinander – genau das macht die Internorga wertvoll“, sagt Christian Strootman, Vorsitzender des Internorga-Messebeirats und Managing Director bei Zwiesel Fortessa. Nach ersten Ergebnissen eines unabhängigen Marktforschungsinstituts waren 92 Prozent der rund 85.000 Besucher sehr zufrieden, 94 Prozent würden die Fachmesse weiterempfehlen.
Die nächste Internorga findet 2027 vom 12. bis 16. März statt.
www.internorga.com
Inspiration, Austausch und Partnerschaft
Die zweite Ausgabe der 370Grad bestätigte ihre Position als Plattform für Entscheider aus Hotellerie, Gastronomie und Catering. Vom 13. bis 16. März 2026 traf sich die Branche im Empire Riverside Hotel in Hamburg.
Fotos:
Hamburg
Messe & Congress,
370Grad,
Messe
Düsseldorf
Branche blickt nach vorn
Die ProWein 2026 setzte ihre strategische Weiterentwicklung als internationale Fachmesse für Wein und Spirituosen gezielt fort. Mit klarem Handelsfokus, effizientem Hallenkonzept und gestärkten Zukunftsformaten schärfte die Messe ihre Neuausrichtung.
3.400 Aussteller aus 63 Nationen präsentierten sich vom 15. bis 17. März 2026 in Düsseldorf. 31.000 Fachbesucher aus 105 Ländern nutzten die Messe als Platt form für konkrete Handels- und Distributionsentscheidungen. Ein besonderer Fokus lag auf Einkäufern aus Top-Importmärkten wie Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Skandinavien und den USA. Unterstützt wurde dies durch das neue strukturierte Hosted-Buyer-Programm. Die Messe setzt bewusst auf klare Profilierung und Handelsrelevanz, um Entschei dungsprozesse zu fokussieren und Effizienz zu erhöhen. Die ProWein-App mit dem integrierten Matchmaking-Tool Fair Match initiierte 72.488 qualifizierte Geschäfts kontakte zwischen Ausstellern und Fachbesuchern.
Neue Formate und City-Erlebnisse
Neue Formate wie die ProWein Agora, Sparkling Visions, ProWein Zero und Pro Spirits boten Marktanalysen, Einblicke in das Schaumweinsegment, die wachsende No/Low-Kategorie und internationale Spirituosen. Das Eventformat ProWein City Vibes machte die Fachmesse zudem für Endverbraucher erlebbar: 64 kuratier te Veranstaltungen vernetzten Aussteller, Gastronomie und Genussmenschen in Düsseldorf. Das neue Hallenkonzept mit klaren Segmenten und kürzeren Wegen wurde von Ausstellern und Besuchern positiv aufgenommen. Feedback liefert zu dem wichtige Impulse für weitere Optimierungen. www.prowein.de
Rund 130 ausgewählte Aussteller präsentierten ihre Produkte, Konzepte und Lösungen für die Hospitality. Besucher und Aussteller lobten die besondere Atmosphäre: persönlich, entspannt und auf Augenhöhe. Die bewusst kuratierte Größe und das gewählte Format ermöglichten intensive Gespräche und einen offenen Austausch.
Die verschiedenen Themenbereiche – vom Community Table über den Coworking Space bis hin zu Digital, Start Me Up oder Meat Club – boten vielfältige Anknüpfungspunkte für Austausch und Inspiration. Live-Demonstrationen, Konzeptideen und innovative Produkte sorgten für frische Impulse. Auch die ausverkaufte Branchenparty Kiez Beats am Sonntagabend war ein Highlight. Das neue Konzept, Business und Party in der Elbkuppel des Hotel Hafen Hamburg zu kombinieren, kam sehr gut an und wird 2027 fortgeführt.
www.370GRAD.vision
www.gastrotel.de
Edles Meersalz, Eichenholzrauch sowie ausgewogene Piment- und Pfeffernoten: Rauchsalz-Mix gibt es neben der Gewürzmühle jetzt neu im größeren Aroma-Tresor.
Levant trifft
Main
Mit dem Restaurant Eighty Nine erhält Frankfurt-Sachsenhausen eine kulinarische Adresse, die internationales Flair und regionale Verankerung verbindet. Eingebettet in das Designhotel Kennedy 89, aber mit eigenständigem Zugang, richtet sich das Konzept bewusst auch an externe Gäste. Küchenchef Philipp Grosser setzt auf levantinische Küche mit lokalem Twist. Zentrales Element ist der Sharing-Gedanke. Zwei speziell konzipierte Menüs unterstreichen diesen Ansatz, ergänzt durch eine flexible À-la-carte-Auswahl. Auf der Karte stehen levantinische Klassiker wie Hummus, Baba Ghanoush, Fattoush oder Lamm-Shawarma, ergänzt durch kreative Interpretationen mit regionalem Bezug, etwa FrankfurterKräuter-Labneh oder raffinierte Gemüsevariationen. Auch Desserts wie Baklava finden sich in modernen Ausführungen, während Sharing-Menüs das gemeinsame Genusserlebnis in den Mittelpunkt stellen. Begleitet wird das Angebot von einer Weinkarte mit Fokus auf deutsche und europäische Anbaugebiete. www.hyatt.com
New in town
An dieser Stelle blicken wir wieder auf aktuelle Gastro-Eröffnungen deutschlandweit. Zusammengestellt von Karolina Treder
Retro mit Zukunft
Was als Pop-up begann, entwickelt sich zur skalierbaren Marke: Die Kneipe 80, initiiert von Gastronom Marc Uebelherr, setzt konsequent auf das Lebensgefühl der 1980er-Jahre. Mit minimalem Mitteleinsatz gestartet, überzeugte das Konzept schnell durch seinen niederschwelligen Zugang, eine klare Dramaturgie aus Musik, einfachem Food-Angebot und ausgelassener Stimmung. Nach Standorten in München und einem Spin-off im Glockenbachviertel steht nun die Expansion an. Neue Betriebe in Augsburg und am Tegernsee sind bereits angekündigt, weitere sollen folgen. Der Ansatz bleibt bewusst flexibel: Ob als Bar, Café oder temporäres Pop-up – entscheidend ist der authentische Spirit. Das kulinarische Angebot ist bewusst einfach gehalten. Ergänzt wird dies durch ein niedrigschwelliges Getränkeangebot, das den Bar- und Partycharakter unterstreicht. www.tasteful-hospitality.de
Tapas skalierbar
Die skandinavische Marke Pincho Nation treibt ihre Expansion in Deutschland weiter voran und setzt dabei verstärkt auf Franchising. Nach Standorten im Norden entsteht in Karlsruhe nun der erste franchisegeführte Betrieb in Süddeutschland. Das Konzept kombiniert internationale Tapas mit einem digitalisierten Bestellsystem und einer bewusst inszenierten Erlebniswelt. Pincho Nation setzt auf eine breite Auswahl an Tapas. Das Angebot reicht von Fleischund Fischgerichten bis hin zu vegetarischen Optionen und kombiniert klassische Tapas-Ideen mit globalen Einflüssen. Der neue Standort mit rund 190 Sitzplätzen wird von einem lokalen Partner betrieben, der sowohl unternehmerische Erfahrung als auch gastronomische Prägung mitbringt. Für das Unternehmen markiert die Eröffnung einen strategischen Schritt: Neben klassischen Neueröffnungen gewinnt auch die Umwandlung bestehender Gastronomieflächen an Bedeutung. www.pinchonation.de/franchise
Fotos: Arne
Landwehr
(Die Ente), Hyatt
(Eighty Nine),
Tasteful Hospitality
(Die Kneipe 80) & Pincho Nation
Eighty Nine im Kennedy 89 Hotel
Das Team von Die Kneipe 80
Pincho Nation setzt weiter auf eine Expansion in Deutschland
Klösterliche Sterneküche
Eine Institution zieht um – zumindest vorübergehend: Die Ente, seit 46 Jahren ununterbrochen mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, hat ihre angestammten Räume im Nassauer Hof verlassen und vorübergehend im historischen Kloster Eberbach eine neue Heimat gefunden. Anlass sind umfassende Renovierungsarbeiten, doch der Tapetenwechsel markiert mehr als eine Zwischenlösung. Seit dem 18. März 2026 empfängt das komplette Team rund um Küchenchef Michael Kammermeier und Restaurantleiter Jimmy Ledemazel die Gäste im Pfortenhaus des Klosters. Erstmals wird das geschichtsträchtige Ensemble, bekannt auch als Filmkulisse, dauerhaft für Sternegastronomie geöffnet. Rund 40 Plätze bieten einen intimen Rahmen, in dem die Handschrift der Ente erhalten bleibt. Serviert wird eine klassisch geprägte, internationale Gourmetküche auf Sterneniveau, die durch einen verstärkten Fokus auf regionale Produkte aus dem Umfeld des Klosters ergänzt wird. Gäste können sich auf präzise komponierte Gerichte freuen, die französisch inspirierte Kochkunst mit saisonalen Spezialitäten verbinden. www.hommage-hotels.com
Die Ente zieht ins Kloster
Vom Konzept zum Gewinner
In unserer letzten Ausgabe haben wir den Gewinner unserer gemeinsamen Ausschreibung Kettler Home&Garden vorgestellt: das Landhaus Beckmann in Kalkar. Das traditionsreiche und gleichermaßen innovative Haus überzeugte mit einem ganzheitlichen Konzept, das Design, Nachhaltigkeit und Gästeerlebnis auf überzeugende Weise miteinander verbindet.
Für diese Ausgabe hat unsere Redaktion mit Michael Grosse Holtforth, geschäftsführender Gesellschafter des Landhauses Beckmann, sowie mit Tim Dargel, Mitglied der Geschäftsleitung Vertrieb & Marketing bei Kettler, über Hintergründe, Ziele und zukünftige Entwicklungen gesprochen.
Was hat Sie motiviert, an dieser Ausschreibung teilzunehmen? Wer hatte die Idee und war federführend beteiligt?
Grosse Holtforth: Die Ausschreibung bot uns eine wertvolle Gelegenheit, unsere Erfahrungen einzubringen und unser Konzept gezielt weiterzuentwickeln. Unser Haus befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel – insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit, Design und Gästeerlebnis. Aufmerksam wurden wir durch einen Artikel in der Fachzeitschrift gastrotel. Gemeinsam mit unserer Mitarbeiterin Lea Garisch, die unter anderem den Bereich Marketing verantwortet, haben wir das Konzept erarbeitet. Besonders reizvoll war für uns die Möglichkeit, gemeinsam mit einem starken Partner neue Impulse zu setzen.
Inwiefern hilft Ihnen der Gewinn bei der Umsetzung zukünftiger Projekte?
Der Gewinn versetzt uns in die Lage, geplante Entwicklungen schneller und auf einem höheren Qualitätsniveau umzusetzen. Darüber hinaus profitieren wir vom fachlichen Austausch und der Expertise von Kettler Home&Garden.
Michael Grosse
Holtforth führt den Familienbetrieb in der fünften Generation
Tim Dargel, Mitglied der Geschäftsleitung Vertrieb & Marketing bei Kettler
Ihre Terrasse spielt eine zentrale Rolle im Gästeerlebnis. Was macht sie besonders?
Unsere Terrasse ist weit mehr als eine Ergänzung zum Innenraum – sie hat sich über die Jahre zu einem eigenständigen Erlebnisbereich entwickelt. Sie bildet heute das Zentrum des Gebäudekomplexes und dient als Ort für Entspannung, Genuss und Begegnung. Unser Anspruch ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Gäste unabhängig von Anlass oder Tageszeit wohlfühlen.
Welche neuen Elemente möchten Sie gemeinsam mit Ihrem Partner umsetzen?
Im Fokus stehen hochwertige, langlebige und flexible Outdoor-Möbel, die sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugen. Ziel ist es, unterschiedliche Aufenthaltszonen zu schaffen – von ruhigen Rückzugsorten bis hin zu lebendigen Kommunikationsbereichen. Die konkrete Auswahl befindet sich derzeit noch in der finalen Abstimmung.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in Ihrem Konzept? Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatz, sondern ein grundlegendes Prinzip. Sie beeinflusst unsere Entscheidungen in allen Bereichen – von der Materialauswahl über Lieferketten und Energieeinsatz bis hin zur Gastronomie. Besonders wichtig sind uns langlebige Produkte und verantwortungsvolle Partnerschaften. Umso mehr freut es uns, nun auch Kettler unseren Partner nennen zu dürfen.
Fotos:
Landhaus
Beckmann, Kettler
Home&Garden
Das Landhaus Beckmann in Kalkar
Sie positionieren sich klar für Offenheit und Diversität. Wie zeigt sich das im Alltag? Diversität und Offenheit sind fest in unserer Unternehmenskultur verankert. Wir fördern ein respektvolles Miteinander und schaffen ein Arbeitsumfeld, in dem unterschiedliche Perspektiven ausdrücklich willkommen sind. Diese Haltung wirkt sich auch positiv auf die Gewinnung neuer Mitarbeitender aus.
Ihr Haus setzt im Food-Bereich stark auf pflanzliche Alternativen. Wie reagieren die Gäste darauf?
Die Rückmeldungen sind überwiegend sehr positiv. Viele Gäste schätzen die Vielfalt und Qualität unseres Angebots. Auch nicht-vegan lebende Gäste sind häufig überrascht, wie kreativ und geschmacklich überzeugend pflanzliche Küche sein kann.
Was bedeutet es konkret, pflanzliche Ernährung als Lebensstil zu verstehen?
Für uns bedeutet das, langfristig zu denken und unsere Angebote konsequent danach auszurichten. Wo immer möglich, setzen wir auf pflanzliche Alternativen. Vegan soll nichts Außergewöhnliches sein, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des Alltags wahrgenommen werden.
In welchen Bereichen haben Sie bereits vollständig umgestellt?
Unser Ansatz ist ganzheitlich: Ein Großteil der Speisekarte, das Frühstücksbuffet, sämtliche Getränke, Kosmetikprodukte im Spa und auf den Zimmern sowie die verwendeten Reinigungsmittel sind bereits vegan. Diesen Anteil bauen wir kontinuierlich weiter aus.
Wo sehen Sie aktuell noch Herausforderungen?
Die größte Herausforderung liegt derzeit in der Wahrnehmung. Es geht darum, bestehende Gewohnheiten zu verändern und pflanzliche Konzepte nicht als Alternative, sondern als gleichwertige Normalität zu etablieren.
Welche nächsten Schritte planen Sie?
Wir befinden uns derzeit in der Planung einer vertieften Zusammenarbeit mit Estella
Schweizer, die als Beraterin und Impulsgeberin im Bereich klimafreundlicher Küche tätig ist.
Wie gelingt es Ihnen, auch nicht-vegane Gäste anzusprechen?
Der entscheidende Faktor ist der Geschmack. Wenn ein Gericht überzeugt, tritt die Ernährungsform in den Hintergrund. Wir setzen auf hochwertige Zutaten, handwerkliche Qualität und kreative Präsentation.
Welche Rolle spielen regionale und saisonale Produkte?
Sie sind ein zentraler Bestandteil unseres Konzepts. Regionale und saisonale Zutaten stehen für Frische, Qualität und Nachhaltigkeit und ermöglichen uns eine flexible und authentische Küche.
Gibt es ein Signature-Gericht, das Sie besonders hervorheben möchten?
Ein Highlight ist unser „Beet Bourguignon“ – eine pflanzliche Interpretation des Klassikers mit intensiven Aromen aus Wurzelgemüse. Aktuell besonders gefragt ist zudem unsere Wirsingpraline mit Walnussragout.
Welches Ziel verfolgte Kettler mit dieser Ausschreibung?
Dargel: Ziel war es, einen Betrieb konkret bei der Gestaltung seines Außenbereichs zu unterstützen und gleichzeitig eine starke Referenz für die eigene Markenkommunikation zu erhalten.
Nach welchen Kriterien wurde der Gewinner ausgewählt?
Ausschlaggebend waren die Qualität des Konzepts, Innovationskraft sowie die Klarheit der Idee. Besonders überzeugt hat die konsequente Ausrichtung des Landhauses sowie die spürbare Leidenschaft des Teams.
Was unterscheidet das Siegerkonzept von anderen Einreichungen?
Die Kombination aus Kreativität, Nachhaltigkeit und einem klaren gestalterischen Ansatz hat das Konzept deutlich hervorgehoben.
Welche Trends sehen Sie aktuell im Bereich Outdoor- und Objektgestaltung? Terrassen im Objektbereich werden heller und orientieren sich stärker an südeuropäischen Gestaltungskonzepten. Gleichzeitig stehen Komfort und Ergonomie im Mittelpunkt – funktionale und bequeme Möbel sind heute unerlässlich.
Welche strategische Bedeutung hat die Hotellerie für Ihr Unternehmen?
Die Hotellerie ist ein wachsendes Segment. Wir bauen unsere Präsenz im Objektbereich kontinuierlich aus und investieren gezielt in Design, Messen und Vertrieb.
Welche Rolle spielen Design, Funktionalität und Langlebigkeit?
Langlebigkeit ist die nachhaltigste Form von Qualität. In Kombination mit Funktionalität und Design entsteht ein Produkt, das langfristig überzeugt. Unser Anspruch ist es, diese drei Aspekte kontinuierlich weiterzuentwickeln – stets im engen Austausch mit unseren Kunden, um noch gezielter auf ihre Bedürfnisse eingehen zu können.
FACTS
• Das Landhaus Beckmann in Kalkar ist einer der ältesten gastronomischen Betriebe am Niederrhein
• In fünfter Generation steht Michael Grosse Holtforth an der Spitze des Familienunternehmens
• Verbindung aus Tradition und moderner, nachhaltiger Ausrichtung. Die Küche ist regional, saisonal, stark pflanzenbasiert/ vegan.
• Wellness: Spa-Bereich mit Saunen, Dampfbad und Ruhezonen
• Unterstützung beim Ausbau des Außenbereiches durch Kettler Home&Garden
• www.landhaus-beckmann.de
• www.kettler-garden.com
Beispiele aus dem Kettler-Portfolio für den Outdoorbereich Diamond, Latitude und Pure
Ein Wohnzimmer in Kreuzberg
Wer das Orania.Berlin in Kreuzberg betritt, landet nicht in einer klassischen Hotellobby, sondern in einem großen Gastraum, in dem Restaurant, Bar, Lounge und Bühne ineinanderfließen –mehr Wohnzimmer als Luxushotel.
Das Gebäude am Oranienplatz war schon Anfang des 19. Jahrhunderts ein Ort der Gastlichkeit: Im Erdgeschoss befand sich ein Café, aus dem sich später ein Hotel entwickelte. Über Jahrzehnte wechselten Nutzung und Zeitgeist, vom Hotel über Kriegsund Umbruchszeiten bis hin zu Kaufhaus und Büros in den 1980erJahren. Erst 2008, als Wirtschaftsanwalt Dietrich von Boetticher die Immobilie erwarb und seinen Geschäftspartner und Hotelier Dietmar MüllerElmau damit betraute, ein Hotelkonzept zu entwickeln, erwachte die alte Seele des Ortes erneut. MüllerElmau gab dem Haus ein klares Design, entschied sich aber gegen den eigenen Betrieb. Stattdessen wurde ein Betreiber gesucht und in Philipp und Jennifer Vogel gefunden; das Paar, das ursprünglich ‚nur‘ ein Restaurant machen wollte und schließlich als Betreiber das Herz des Hauses übernahm.
Gastgeber mit hochgekrempelten Ärmeln
Das Betreiberduo bringt internationale Erfahrung mit: Stationen in Abu Dhabi, Schottland, London, Wien, China, Österreich und der Schweiz prägen bis heute den Blick auf Service, Küche und Gastlichkeit. Beide kommen nicht aus der klassischen Hotelfachschule, sondern direkt aus der Operative – er als gelernter Koch mit KempinskiVergangenheit, sie als leidenschaftliche
GuestRelationsExpertin. Diese HandsonMentalität, vom Service bis an den Pass, verschaffte ihnen früh Respekt im Team und formt bis heute die Kultur des Hauses. Jennifer und Philipp Vogel sehen Gastronomie als menschliche und gesellschaftliche Aufgabe mit klarem sozialen Kompass. Im hart umkämpften Berliner Hotelmarkt setzen sie weniger auf DesignStatements als auf die Herzlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als echte Gastgeber auftreten dürfen, statt starren Serviceprotokollen zu folgen.
Kreuzberg als Prüfstein
Mitten im stark politisierten Kreuzberg ging das Orania nicht als Selbstläufer an den Start. Der Standort ist Schmelztiegel, Kulturbühne und Konfliktzone gleichermaßen, und entsprechend war die erste Zeit von Tumulten und einer gewissen Portion Skepsis begleitet.
Die Antwort der Vogels war nicht Abschottung, sondern Öffnung: ein Restaurant, das in erster Linie Berliner und Nachbarn anzieht, LiveMusik statt exklusiver Privatheit, Wohnzimmerstimmung statt abgehobener Lobby. Menschen, die anfänglich zu den Kritikern gehörten, wurden mit der Zeit zu Stammgästen und Freunden. Nicht zuletzt, weil klar wurde, dass hier keine Investorenmaschine, sondern ein langfristig denkendes Betreiberpaar am Werk ist.
X-Berg Duck: Vom Zufall zur Marke
Die kulinarische Identität des Orania kulminiert in einem Gericht, das längst über die Grenzen Berlins, wenn nicht gar Deutschlands hinaus bekannt ist: die XBerg Duck. Ihre Entstehung beginnt erstaunlich unspektakulär. Zur Weihnachtszeit stellte das Team fest, dass der vorhandene Ofen für klassische Gänse und Enten schlicht zu klein war. Philipp Vogel, durch seine jahrelange Erfahrung in China geprägt, hatte die Idee, ein Modell speziell für seine Interpretation der Pekingente einbauen zu lassen. Der Rest ist Geschichte.
Aus einem zunächst saisonalen Angebot wurde ein SharingGericht, bei dem die Ente in mehreren Gängen und für den Tisch zum Teilen serviert wird – ein bewusstes Ritual des Miteinanders. Der Erfolg kam schneller als erwartet: Nach einem frühen Artikel im Tagesspiegel entwickelte sich die XBerg Duck rasant zum Signature Dish, heute macht die Ente rund 95 Prozent des ausgegebenen Essen im Restaurant aus.
Nur die beste Qualität
Dass die XBerg Duck in dieser Form überhaupt möglich wurde, ist eng mit Otto Gourmet verknüpft. Früh war klar, dass regionale Biohöfe aus Brandenburg die benötigte Qualität und Konsistenz nicht liefern konnten. Schließlich braucht es für Pekin
Das Orania.Berlin verbindet Restaurant, Bar und Bühne zu einem offenen Gastraum – mehr Kreuzberger Wohnzimmer als klassische Hotellobby
Im Mittelpunkt steht der Geschmack: hochwertige Zutaten, durchdachte Zubereitung und Gerichte, die zum Teilen und Erleben einladen
gente nicht nur Ofen und Technik, sondern auch die passende Rasse. Wolfgang Otto, Gast der ersten Stunde, brachte mit der Silver Hill Ente das richtige Produkt. Die Kreuzung aus Pekingente und Aylesbury mit ihrem höheren Fettgehalt schmeckt besonders saftig und aromatisch, außerdem setzt die Silver Hill Farm im Herzen Irlands seit mehr als 50 Jahren auf Tierwohl und handwerkliche Perfektion. Schon mit der ersten Lieferung funktionierte das Gericht „auf Anhieb“, wie Vogel berichtet –ein Glücksfall, der den Grundstein für die weitere Entwicklung legte.
Vom Lieferanten zum Mitentwickler
Aus der zunächst klassischen Lieferbeziehung ist über die Jahre eine kreative Allianz und Freundschaft geworden, aus der gemeinsame Produktentwicklungen wie die Entenbratwurst Hot Duck hervorgegangen sind. Der GeflügelHotDog ist inzwischen für jedermann über Otto Gourmet erhältlich und macht die Handschrift des Orania auch über den eigenen Gastraum hinaus erlebbar. Philipp Vogel beschreibt das Miteinander als ständiges gemeinsames ‚Herumspinnen‘. Nicht jede Idee schafft es aus der Versuchsküche, aber genau diese Freiheit, Dinge gemeinsam auszuprobieren, macht für den Gastronomen der Kern einer echten Partnerschaft aus. Otto Gourmet bringt Expertise zu Lieferketten und Marktfähigkeit ein, während aus der OraniaKüche Impulse zu Geschmack und Zubereitung kommen.
Partnerschaft als Sicherheitsnetz
Wie belastbar die Beziehung ist, zeigte sich in kritischen Phasen. Stand Philipp Vogel aufgrund von Themen wie Brexit oder Vogelgrippe vor Herausforderungen, zeigte sich Otto Gourmet als proaktiver Partner, der mitplant, Engpässe antizipiert und gemeinsam mit dem Orania Lösungen sucht. Im Küchenalltag bedeutet das verlässliche Produktverfügbarkeit und kalkulierbare Qualität, dieses Vertrauen jenseits von Preislisten und Konditionen ist Gold wert.
Restaurant mit Betten –offen für alle
Fragt man Philipp und Jennifer Vogel, wie sie das Orania sehen, sagen sie „zuerst Restaurant, dann Hotel, ein Restaurant mit Betten sozusagen“. Das Haus richtet sich bewusst nicht nur an Reisende, sondern an alle, die in Berlin leben – vom kulturliebenden Szenegänger bis zur Familie, die das SharingKonzept der Ente und die gemütliche Wohnzimmeratmosphäre schätzt.
Die Gäste bringen hohe Erwartungen an Qualität, Nachhaltigkeit und Storytelling mit, und das nicht nur bei Matratzen und Einrichtung, sondern vor allem in der Küche.
Darauf reagiert das Team mit konsequenter Produktqualität, engagiertem Service und Geschichten hinter den Gerichten.
Blick nach vorn: Duck on Fire
Frei nach der Devise „never change a winning team“ bleibt die XBerg Duck an der Spitze der Karte unangetastet. Dennoch
ruht sich Philipp Vogel nicht auf dem Erfolgsgericht aus: Aktuell arbeitet er an weiteren saisonalen Varianten, bei denen es zum Beispiel auch um offenes Feuer geht. „Ein Entendöner fehlt uns in Berlin noch“, so Vogel.
In all dem bleibt Otto Gourmet integraler Sparringspartner: als Garant für Produktqualität, als Mitentwickler neuer Produkte und als Korrektiv bei der Frage, was sich am Markt durchsetzen kann. So entsteht im Kreuzberger Wohnzimmer eine Form von Hochküche, die sich nicht als Fine Dining inszeniert, sondern als geteiltes Erlebnis – aufgebaut auf einer Partnerschaft, die gekommen ist, um zu bleiben.
FACTS
• Das Orania.Berlin besitzt einen offenen Gastraum mit Restaurant, Bar, Lounge und Bühne
• Starkes Betreiberduo: Jennifer und Philipp Vogel
• Fokus auf Berliner Gäste, Live-Musik und offene Atmosphäre
• Die X-Berg Duck als Sharing-Konzept macht rund 95 Prozent der Gerichte aus
• Enge Zusammenarbeit mit Otto Gourmet sichert Produktqualität, Verlässlichkeit und gemeinsame Innovationen
• Klare Positionierung – Gastronomie im Mittelpunkt, Hotel als ergänzendes Angebot für ein breites Publikum
• www.orania.berlin
• www.otto-gourmet.de
Die X-Berg Duck – das Signature Dish des Hauses
An der Bar trifft kreative Barkultur auf entspannte Atmosphäre
Jennifer und Philipp Vogel führen das Orania
Mehr als nur Gartenmöbel
Kettler Home&Garden schärft seine Position im Outdoor-Segment und rückt den Objektbereich stärker in den Fokus. Im Interview mit Shervin Pourghaffari-Poser erläutern Geschäftsführer Christian Dehn und Tim Dargel, Mitglied der Geschäftsleitung Marketing & Vertrieb, wie sich Marktanforderungen verändern und welche strategischen Schwerpunkte künftig gesetzt werden.
Mit ihrem modernen Design ist die Serie Latitude prädestiniert für den Einsatz im Objektbereich
Geschäftsführer Christian Dehn und Tim Dargel (links), Mitglied der Geschäftsleitung Marketing & Vertrieb
Kettler hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Wie sieht die Markenphilosophie heute aus und welche Strategie verfolgen Sie insbesondere im Bereich Outdoormöbel?
Christian Dehn: Die Veränderungen betreffen vor allem unseren Auftritt, weniger die Markenphilosophie selbst, die im Kern gleichgeblieben ist. Kettler steht traditionell für die Mitte des Marktes sowie für Qualität, Langlebigkeit und ein zeitloses Design. Diese Werte führen wir konsequent fort, interpretieren sie aber moderner. Gleichzeitig reagieren wir auf veränderte Lebensrealitäten, insbesondere auf die steigende Bedeutung von Gärten, Balkonen und Terrassen als verlängerter Wohnraum. Unsere Strategie ist es, genau darauf abgestimmte Produkte zu entwickeln – ganz nach unserem Motto „Wir bringen Leben ins Freie“ – und die Marke gezielt weiterzuentwickeln.
Tim Dargel: Ergänzend ist wichtig: Kettler ist mehr als nur Gartenmöbel. Die Marke ist ganzjährig präsent – mit Fahrrädern, Spiel- und Sportgeräten. Diese Breite ist eine große Stärke und sorgt dafür, dass Kettler über Generationen hinweg wahrgenommen wird.
Wo werden die Möbel produziert und was macht Ihre Produkte besonders?
Dehn: Ein Teil unserer Möbel wird in Norddeutschland hergestellt. Zudem haben wir eine eigene Produktion in Werl, wo wir Tischplatten fertigen. Der Großteil der Möbel stammt aus Fernost, insbesondere China.
Wie positioniert sich Kettler aktuell im Outdoor-Markt?
Dargel: Wir sind konsequent B2B-orientiert und stark im DACHMarkt sowie in den Niederlanden, wo wir 80 bis 90 Prozent unseres Umsatzes realisieren. Wir arbeiten vor allem mit Gartencentern und dem qualitätsorientierten Fachhandel zusammen. Gleichzeitig bauen wir unsere internationale Präsenz aus, etwa in Frankreich,
Italien, Spanien und Portugal. Zudem gewinnt der Objektbereich an Bedeutung. Entsprechend investieren wir gezielt in Vertrieb, Produktentwicklung und Kommunikation.
Dehn: Unsere Positionierung bleibt dabei klar: Wir konzentrieren uns auf die Mitte des Marktes. Wir wollen weder ins Discount- noch ins Luxussegment gehen. Stattdessen machen wir Trends für eine breite Zielgruppe zugänglich – getreu der Devise „most advanced yet accepted“.
Welche Rolle spielt das Gastgewerbe für Kettler?
Dargel: Das Gastgewerbe hat für uns eine hohe strategische Bedeutung. Wir haben unser Sortiment gezielt weiterentwickelt –etwa durch filigranere, designorientierte Möbel. Unsere Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Stühle, Tische und Liegen, ergänzt durch hohe Flexibilität, Ersatzteilverfügbarkeit und schnelle Lieferfähigkeit.
Dehn: Ein großer Vorteil ist die Kommunikaton und Nähe zu allen Partnern. Dadurch können wir schneller auf individuelle Anforderungen reagieren als viele Wettbewerber.
Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Möbel objekttauglich sind?
Dehn: Objekttauglichkeit ist von Anfang an Teil des Entwicklungsprozesses. Einsatzbereiche werden früh definiert, Materialien entsprechend ausgewählt und Produkte intensiv getestet. Qualitätssicherung und Normen spielen dabei eine zentrale Rolle.
Was macht Ihre neuen Serien besonders attraktiv für das Gastgewerbe?
Dargel: Neben klassischen Produkten spielen Lounge-Serien eine zunehmend wichtige Rolle für Hotels und moderne Gastronomiekonzepte, weil sie eine wohnliche Atmosphäre schaffen.
Dehn: Entscheidend ist die Langlebigkeit – sowohl in der Qualität als auch im Design. Unsere Möbel sollen über Jahre hinweg eingesetzt werden können, ohne an Aktualität zu verlieren.
Welche Highlights gibt es in der aktuellen Kollektion?
Dehn: Ein Beispiel ist die Serie Latitude, die wir gezielt für internationale Märkte entwickelt haben. Sie verbindet modernes Design mit unserer Marken-DNA und setzt auf Aluminium als Kernmaterial.
Dargel: Wir bauen diese Serie weiter aus – mit zusätzlichen Produkten, Farben und Zubehör. Darüber hinaus zählen auch Serien wie Lugano, Diamond und Rasmus zu den weiteren Highlights im Sortiment, die nicht nur für den privaten, sondern auch für den Objektbereich interessant sind.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei Kettler?
Dargel: Wir setzen verstärkt auf recycelte Materialien, etwa bei Tischplatten, Textilien oder Teppichen aus PET-Flaschen.
Dehn: Auch hier ist Langlebigkeit entscheidend und unser wichtigster Beitrag zur Nachhaltigkeit. Produkte, die 20 Jahre genutzt werden, sind nachhaltiger als kurzfristige Alternativen.
Dargel: Dennoch bleibt das Thema herausfordernd – vor allem im Hinblick auf Kosten und Marktakzeptanz. Deshalb ist Nachhaltigkeit bei jeder Neuentwicklung fester Bestandteil der Überlegungen.
Wie verändert der Online-Handel Ihre Vertriebsstrategie?
Dargel: Online ist ein wachsender Kanal, aber der stationäre Handel bleibt gerade im Möbelbereich sehr wichtig.
Dehn: Unser Ansatz ist klar: Wir wollen dort präsent sein, wo unsere Kunden sind – online wie offline. Viele erfolgreiche Partner kombinieren beide Welten, und genau das unterstützen wir.
Vor welchen Herausforderungen steht die Branche aktuell?
Dargel: Die größte Herausforderung ist derzeit die zum Teil unsichere Marktsituation und eine gewisse Investitionszurückhaltung. Es geht vor allem darum, den Markt nicht zu überfordern und langfristig stabil zu bleiben.
Dehn: Der aktuellen Marktsituation begegnen wir mit einer engen Zusammenarbeit mit Partnern, langfristiger Planung und einer hohen Lieferfähigkeit – unterstützt durch große Lagerbestände und stabile Lieferketten.
Wo sehen Sie Kettler in drei bis fünf Jahren im Bereich OutdoorMöbel für das Gastgewerbe?
Dargel: Wir wollen uns als verlässlicher Partner für langlebige Outdoormöbel im Gastgewerbe etablieren. Wir stehen am Anfang dieser Entwicklung, gehen sie aber bewusst langfristig an.
Dehn: Unterstützung auf diesem Weg können Ereignisse wie die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 im Ruhrgebiet bieten. Mit Blick auf Gastronomie und Hotellerie prüfen wir zudem eine Teilnahme an Messen wie der Internorga oder der Orgatec. Im Ausland haben wir bereits konkrete Pläne und werden bei der EquipHotel vertreten sein. Themen wie Objekttauglichkeit, Nachhaltigkeit und digitale Services werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Entscheidend ist für uns, gemeinsam mit unseren Kunden zu lernen und unser Angebot konsequent an ihren Bedürfnissen auszurichten. www.kettler-garden.com
Die weltweit führende Fachmesse für Gartenlifestyle und BBQ
Feuer an, Sortiment ready!
Grills, modulare Kochstationen, Zubehör, Cross-Selling-Produkte – gebündelt an einem Ort. Auf der spoga+gafa 2026 trifft sich die BBQ-Community zum Netzwerken, Entdecken und Geschäftemachen. Der Flavour Market ergänzt das Angebot mit ausgewählten Genussprodukten für zusätzliche Kaufimpulse. www.spogagafa.de
Mit kleinen Hebeln Großes bewegen
Steigende Energiepreise und ein wachsendes Nachhaltigkeitsbewusstsein der Gäste stellen hohe Anforderungen an das Gastgewerbe. Ein effizienter Umgang mit Ressourcen ist unabdingbar. Eine wichtige Erkenntnis: Es muss nicht immer das große Ganze sein – auch kleine Maßnahmen bewirken Großes. Von Graziella Mimic
Die Hospitality-Branche gehört zu den Sektoren mit hohem Energiebedarf. „Die Stromund Gaspreise steigen auf Rekordniveau. Die massiven Kostenbelastungen treffen insbesondere das Gastgewerbe hart“, schreibt der DEHOGA – schon seit Jahren werden die Energiekosten in den Konjunkturumfragen des DEHOGA als schwerwiegendes Problem thematisiert. „Die Energiekosten in Hotellerie und Gastronomie machen mittlerweile bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes aus – Tendenz steigend.“
Wo Energie im Betrieb wirklich anfällt
„In der Gastronomie fallen Energiekosten vor allem in den Bereichen Küche, Kühlung, Beleuchtung und Lüftung an. Kochgeräte wie Backöfen, Herde und Fritteusen sind häufig für über 30 Prozent des Gesamtverbrauchs verantwortlich, dicht gefolgt von Kühl- und
Gefrierschränken“, schildert Lusini Digital, Anbieter von Lösungen für Gastronomie und Hotellerie. „Auch Heizung, Klimaanlagen und Warmwasserbereitung verbrauchen beträchtliche Mengen an Energie.“ Hier bietet ein systematisches Energiemanagement wirksame Lösungsansätze. Ziel ist es, den Verbrauch transparent zu machen, Schwachstellen zu identifizieren und gezielt Verbesserungen umzusetzen. Laut Experten lassen sich durch gezieltes Energiemanagement die Kosten um 20 bis 30 Prozent senken. Doch das Thema hat nicht nur wirtschaftliche Relevanz. Es geht darum, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Komfort, Wirtschaftlichkeit und ökologischer Verantwortung, also Nachhaltigkeit, zu schaffen. Den Energieverbrauch zu verringern, heißt nicht nur, Kosten zu senken, sondern auch, Ressourcen zu schonen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren
und somit das Klima zu schützen sowie verantwortungsbewusst zu handeln.
Verbräuche verstehen und gezielt steuern
„Die Identifizierung und Umsetzung der richtigen Maßnahmen zur Energieeinsparung ist entscheidend, um eine optimale Leistung und Effizienz zu gewährleisten. Dies beinhaltet den Einsatz energieeffizienter Geräte und Technologien sowie die Überwachung und Analyse des Energieverbrauchs“, schildert die Networking-Plattform FM-Connect. com. „Küchenleiter, die ihr Energiemanagement sorgfältig planen und umsetzen, können langfristig Wettbewerbsvorteile erzielen und ihre Nachhaltigkeit verbessern.“
In der Umsetzung erfordert Energiemanagement ein strukturiertes Vorgehen. Zunächst sollte die Verantwortung klar definiert werden, etwa durch eine zuständige
Person oder ein Team. Darauf aufbauend ist es sinnvoll, die Energierechnungen der vergangenen Jahre sowie die in Anspruch genommenen Tarife zu prüfen. Anhand dieser Verbrauchsdaten kann sich der Betrieb dann Vergleichsangebote erstellen lassen. Auch sollte er sich über Zuschüsse oder Kredite informieren, die Unternehmen bei dem Vorhaben unterstützen, ihre Energieverwendung effizienter zu gestalten.
Darüber hinaus helfen Energieaudits dabei, ineffiziente Prozesse aufzudecken. Es geht darum, zu ermitteln, wo Energie womöglich verschwendet wird. Hier bieten digitale Lösungen Echtzeitdaten zu Verbräuchen einzelner Bereiche: Durch Smart Metering und IoT-Sensorik lassen sich Lastspitzen erkennen und Optimierungspotenziale präzise lokalisieren. Ergänzend sollten Investitionsentscheidungen auch unter Effizienzgesichtspunkten getroffen werden. So sollte man bei der Anschaffung von Geräten nicht vergessen, einen Blick auf die Verbrauchswerte zu werfen und sich für die effizientesten Produkte zu entscheiden. Schließlich gilt es, alle Verbesserungsmaßnahmen nachvollziehbar zu dokumentieren. Die Einbindung von Mitarbeitenden sowie die Sensibilisierung der Gäste tragen zusätzlich zum Erfolg bei.
In einem Punkt sind sich alle Experten einig: Ein effizientes Energiemanagement beschränkt sich nicht auf einen bestimmten Energieträger, einen bestimmten Anwendungsbereich oder einen bestimmten Teil der Wertschöpfungskette. Auch wenn
Auch vermeintlich fixe Energiekosten lassen sich in der Praxis meist durch effizienteren Energieeinsatz senken
viele Unternehmen die Energiekosten als Fixkosten betrachten, die sich nicht senken lassen, zeigt die Erfahrung, dass es doch fast immer realisierbar ist, den betrieblichen Energieverbrauch effektiver zu gestalten. Die Möglichkeiten sind vielseitig. Eins bleibt dennoch konstant: Es gilt stets, methodisch vorzugehen.
Spürbare Effekte
Trotz der dringenden Notwendigkeit eines konsequenten Energiemanagements gibt es im Gastgewerbe in diesem Bereich noch viel Luft nach oben. „Ich erlebe immer wieder Gastronomen, die in der Energiegrundver-
sorgung der Städte und Gemeinden sind – teurere Tarife gibt es kaum. Andere kommen nicht auf die Idee, beim Kochen auch mal einen Deckel auf den Topf zu tun”, berichtete Götz Braake vom FCSI (Foodservice Consultants Society International) bereits 2022. Der Planer- und Beraterverband FCSI Deutschland-Österreich unterstützt Gastronomen dabei, mit leicht umzusetzenden Maßnahmen und Verhaltensänderungen die Wirtschaftlichkeit ihrer Unternehmen zu verbessern. „Viele haben sich bisher überhaupt nicht mit dem Thema Energiesparen auseinandergesetzt. Dabei kann man mit kleinen Dingen sehr viel verändern.”
FÖRDERMITTEL NUTZEN UND KOSTEN SENKEN
Der DEHOGA-Fördermittelwegweiser bietet Gastronomiebetrieben eine zentrale Übersicht über aktuelle Förderprogramme des Bundes. Zahlreiche Angebote ermöglichen Zuschüsse oder günstige Darlehen für Maßnahmen zur Energieeffizienz.
Betriebe können gezielt nach passenden Förderungen für geplante Projekte suchen oder sich von bestehenden Programmen inspirieren lassen. Oft amortisieren sich Investitionen durch Förderungen von BAFA und KfW bereits nach wenigen Jahren.
Zusätzlich lohnt sich ein Blick in die Fördermitteldatenbank: Hier lässt sich prüfen, ob auf Landes- oder kommunaler Ebene weitere, kombinierbare Programme verfügbar sind.
Ein guter Einstieg ist die Förderung einer Energieeffizienzberatung – sie hilft, Einsparpotenziale systematisch zu identifizieren und gezielt zu nutzen.
In der Tat können Gastronomiebetriebe mit einfachen Maßnahmen Großes bewirken und es gibt unzählige Checklisten mit Ratschlägen zu diesem Thema. Laut DEHOGA lassen sich durch kleine Umorganisationen im täglichen Betriebsablauf bereits bis zu zehn Prozent der Gesamtenergiekosten einsparen, mit minimalen technischen Maßnahmen sogar weitere zehn Prozent. „Viele der Maßnahmen mögen bekannt sein, doch ist es gerade jetzt lohnend, sich die potenziellen Einsparungen noch einmal bewusst zu machen“, mahnt der DEHOGA im Rahmen seiner Energiekampagne. Die im März 2006 vom DEHOGA-Bundesverband, den DEHOGA-Landesverbänden und dem Hotelverband Deutschland (IHA) gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium ins Leben gerufene Initiative nutzen mittlerweile um die 6.000 Betriebe. Der Zweck der Kampagne besteht darin, Hoteliers und Gastronomen dabei zu helfen, ihren Energieverbrauch dauerhaft zu senken. Dazu können sie via Website ein Energiesparprogramm abrufen, das ihrem Betrieb ein individuelles Energiesparkonto erstellt. Die Auswertungsfunktion ermittelt automatisch die Entwicklung des Energieverbrauchs und gibt konkrete Handlungsempfehlungen. Vierteljährlich erhalten die Teilnehmer aktualisierte Energiesparblätter zu den verschiedensten Betriebsbereichen mit konkreten Fallbeispielen zum Thema Energiesparen. Dank des DEHOGA-Fördermittelwegweisers, der für die Gastrobranche relevante, aktuelle Förderprogramme des Bundes sammelt und sortiert, bekom-
men sie Hinweise zu den Zuschüssen oder günstigen Darlehen für verschiedene Energieeffizienzprogramme (siehe Infokasten). Neben der Überprüfung der Strom- sowie Gasverträge und der Beobachtung der Energieverbräuche zählen auch die richtige Raumtemperatur – jedes Grad weniger spart zirka sechs Prozent der Heizkosten –die regelmäßige Reinigung und Wartung der Heizanlage, das Anbringen von Thermostatventilen an Heizkörpern, der Verzicht auf Gas-Heizpilze zur Außenbeheizung und die Einstellung der richtigen Temperatur für die Kühlgeräte zu den vom DEHOGA empfohlenen Maßnahmen. Dieser betont zudem die Notwendigkeit einwandfreier Türdichtungen sowie Türschlösser von Kühlräumen und -schränken. Denn durch poröse, beschädigte Türdichtungen oder defekte Türschlösser kann warme, feuchte Luft eindringen und zu starker Vereisung sowie großen Energieverlusten führen. Hier kann es zu einem erhöhten Stromverbrauch von bis zu 40 Prozent kommen. Ferner empfehlen die DEHOGA-Experten, wo immer möglich Dampfgaren statt Kochen, das Einschalten des Gasherdes nur bei Nutzung und den Einsatz von einwandfreien Töpfen. Sinnvoll sind ihrer Meinung nach Zeitschaltuhren sowie die Reduktion der Luftzufuhr für Lüftungsanlagen – beispielsweise spart eine 2,2-KilowattLüftungsanlage mit täglich einer Stunde weniger Betrieb jährlich zirka 800 Kilowattstunden Strom. Bei Nutzung der Klimaanlage sollten Fenster und Türen geschlossen werden. Und schließlich könne der Einsatz
Laut DEHOGA lassen sich durch kleine Umorganisationen im täglichen Betriebsablauf bereits bis zu zehn Prozent der Gesamtenergiekosten einsparen, mit minimalen technischen Maßnahmen sogar weitere zehn Prozent – auch in der Küche
von LED-Beleuchtung und automatisierten Beleuchtungssystemen sowie die Nutzung von tageslichtgesteuerten Lampen und die Reduzierung der Außenbeleuchtung auf das Nötigste ebenfalls dabei helfen, Energie zu sparen. „Das Abschalten unnötiger Lichtquellen oder die Reduzierung der Lichtstärke können zu erheblichen Stromeinsparungen führen“, wissen die Spezialisten. Besonders wichtig ist laut DEHOGA, die Mitarbeiter mit ins Boot zu holen: „Sie spielen eine Schlüsselrolle für das erfolgreiche Energiemanagement im Betrieb. Sie wissen am besten, wo Energie eingespart werden kann.“
Trotz der klaren Vorteile, die ein professionelles Energiemanagement Gastronomiebetrieben verschaffen kann, verläuft dessen Implementierung meist nicht ohne Hürden. Speziell fehlendes Fachwissen und komplexe gesetzliche Rahmenbedingungen erschweren insbesondere kleineren Unternehmen die Umsetzung. Dennoch zeigt sich: Wer sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt und gezielt Sofortmaßnahmen einsetzt, schafft zunächst den Einstieg und kann darauf aufbauend weiter vorgehen.
• www.fcsi.de SERVICE
• www.dehoga-bundesverband.de
• www.lusini.com
• www.fm-connect.com
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Bunte Grillvielfalt
Grillen ist längst nicht mehr nur Nebensache, denn was früher nur saisonal war, entwickelt sich heute zunehmend zum kreativen Spielfeld: Aus klassischen Produkten entstehen neue Kombinationen, die Vielfalt, Tempo und Flexibilität in den Küchenalltag bringen. Ob Beilagen, Saucen oder pflanzliche Komponenten – die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie breit sich Grillkonzepte heute aufstellen lassen. Von Karolina Treder
Die aktuellen Ergänzungen im Sortiment von Danish Crown Professional zielen auf Effizienz und flexible Verwendung im Küchenalltag. Der Crispy Chicken Burger erweitert das Angebot um eine mildere Variante innerhalb des Segments. Das
Patty besteht aus Hähnchenbrustfilet und ist mit einer Cornflakes-Panade umhüllt, die beim Zubereiten eine knusprige Textur entwickelt. Es ist vorgegart sowie halal-geeignet, laktose- und glutenfrei und damit für unterschiedliche gastronomische Konzepte
geeignet. Durch die verfügbaren Portionsgrößen lässt sich das Produkt flexibel in verschiedene Menüstrukturen integrieren. Außerdem: Die Cooked Bacon Bits sind als sofort verwendbares Produkt konzipiert und können ohne weitere Vorbereitung eingesetzt werden. Sie bringen eine Bacon-Note und eine knusprige Komponente in Gerichte wie Pizza, Salate oder Bowls. Gleichzeitig ermöglichen sie eine einfache Dosierung und sorgen für konsistente Ergebnisse im laufenden Betrieb.
Salomon Foodworld bietet mit Blick auf die unterschiedlichen Anforderungen in der Grillküche gleich mehrere spannende Neuheiten. Dazu zählt unter anderem der Smart Burger, der auf eine Hybridrezeptur aus Rindfleisch und Weizenprotein setzt. Der Ansatz verbindet einen vertrauten Fleischgeschmack mit funktionalen Vorteilen im Küchenalltag, etwa durch einen geringeren Garverlust, was sich positiv auf die Kalkulation auswirken kann. Gleichzeitig zielt das Produkt auf einen reduzierten Ressourcenaufwand ab und lässt sich problemlos in bestehende Burger- und Grillkonzepte integrieren. Ergänzt wird das Angebot durch das FVZ Schweinesteak natur roh, das sich bewusst auf eine puristische Ausrichtung konzentriert. Das Steak aus dem Schweinelachs ist leicht gewürzt und bratfertig, wodurch es sich flexibel und ohne großen Vorbereitungsaufwand einsetzen lässt. Besonders in Konzepten, die auf einfache Handhabung und klassische Grillprodukte setzen, bietet es eine verlässliche Grundlage. Als Snack auf dem Grill: Die Buffalo Chik’n Wings extra hot. Sie sind vorgegart und damit schnell einsetzbar. Geschmacklich setzen sie auf eine Kombination aus deutlicher Schärfe und typischer Würzung.
Transgourmet erweitert das Sortiment um Rohwaren mit klarer Herkunft und besonderem Qualitätsanspruch. Unter anderem die Färsen aus Deutschland stehen dabei für zartes, fein marmoriertes Fleisch mit intensivem Geschmack. Durch kurze Transportwege, eine stressarme Aufzucht mit viel Platz sowie Fütterung ohne Soja oder Antibiotika entsteht ein Produkt, das besonders
Danish Crown Crispy Chicken Burger
Salomon Foodworld Buffalo Chik‘n Wings
Transgourmet Lachs Fotos:
bei Kennern geschätzt wird. Wer seinen Gästen mit einem Fischgericht begeistern will, greift zu dem Lachs aus den isländischen Westfjorden – ein festes, aromatisches Filet mit hoher Qualität und zuverlässiger Verarbeitung für die professionelle Küche.
Fleischfrei genießen
Grillkonzepte in der Gastronomie entwickeln sich noch immer in Richtung Vielfalt, wobei pflanzenbasierte Angebote eine immer größere Rolle spielen und nicht mehr als Alternativen, sondern eigene Speisen angesehen werden. Hier setzt etwa endori mit einem breit aufgestellten Sortiment an. Ein Beispiel sind die veganen Crispy Balls in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Sie basieren auf Weizenprotein und kombinieren eine pflanzliche „Chicken“-Komponente mit einer Käsealternative in knuspriger Panade. Das Produkt ist frei von Soja und Palmöl.
Auch planted erweitert zur Grillsaison sein pflanzliches Angebot mit gezielten Produktanpassungen und Neuheiten. Im Mittelpunkt steht das überarbeitete planted. steak, das in einer größeren Portion erhältlich ist und gleichzeitig eine angepasste Rezeptur mit reduzierter Zutatenliste aufweist. Zudem wurde der Fettgehalt gesenkt, während das Produkt weiterhin protein- und ballaststoffreich bleibt. Ergänzt wird das
Sortiment durch eine neue Variante im Steak-Bereich: das planted. kräutersteak. Es bringt eine stärker gewürzte, kräuterbasierte Ausrichtung in das Angebot und ist damit auf klassische Grillanwendungen ausgelegt.
Für die Grillsaison bieten die TofuBratfilets von Taifun Tofu eine pflanzliche Ergänzung zu klassischen Grillkomponenten. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, die Abwechslung auf den Teller bringen. So sind etwa die Tofu Bratfilets Japanische Art erhältlich – geschmacklich eher schlicht und zitronig – und damit flexibel einsetzbar. Ebenso gibt es die Bratfilets mit Bärlauch, die durch Kräuteraromen und Zwiebeln eine eigene Note setzen und sich gut zum Anrösten oder direkt auf dem Grill eignen. Für eine kräftigere, würzigere Variante sorgen die Black Forest Bratfilets, die mit Kümmel und Zwiebeln gewürzt sind und beim Grillen eine herzhafte Komponente liefern. Alle Varianten basieren auf biologischem Tofu und sind zu 100 Prozent pflanzlich.
Wer es leichter mag und lieber zu einem Salat greift, findet auch hier zahlreiche Möglichkeiten, das Grillangebot sinnvoll zu ergänzen und um vielseitige, zeitgemäße Komponenten zu erweitern. Neben typischen Zutaten wie Rucola, Tomaten oder Feta kommen auch proteinreiche Kom-
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endori Crispy Balls
Taifun Tofu
ponenten zum Einsatz, die das Gericht sättigender machen. Mit dem Sensational Pulled Fillet von Garden Gourmet steht hierfür eine pflanzliche Alternative zur Ver-
fügung. Das Produkt basiert auf europäischem Soja und zeichnet sich durch eine faserige, an Hähnchen erinnernde Struktur aus. Es kann sowohl direkt verwendet als auch angebraten werden und lässt sich exibel in unterschiedliche Salat- und Grillkonzepte integrieren.
Was ebenso ideal zu Salaten und Bowls passt, sind Maultaschen und Gnocchi. Von Bürger gibt es hier Produkte, die sich auch im Grillkontext vielseitig einsetzen lassen und damit zusätzliche Optionen für die saisonale Küche eröffnen. Maultaschen entwickeln auf der Grillplatte oder in der Pfanne durch Röstaromen und eine gebräunte Oberfläche ein eigenständiges Profil. In Kombination mit gegrilltem Gemüse, frischen Kräutern oder leichten Dressings lassen sie sich sowohl als eigenständiges Gericht als auch als Bestandteil gemischter Grillarrangements einsetzen. Auch Gnocchi bieten in der Grillküche flexible Einsatzmöglichkeiten. Kurz angeröstet erhalten sie eine
knusprige Hülle, während sie innen weich bleiben. Dadurch eignen sie sich als Beilage ebenso wie als Basis für einfache, schnell umsetzbare Tellergerichte.
MEHR GESCHMACK, MEHR MÖGLICHKEITEN
Mit ihrer Marke noegg bringt Eipro seit 2023 pflanzlichen Ei-Genuss auf den Markt. Auf den jüngsten Intermessen stellte das Unternehmen nun eine überarbeitete Version der flüssigen Variante vor. Im Kurzinterview erklärt Andreas Wienholt, Leitung Vertrieb und Marketing bei Eipro, welche Neuerungen die pflanzliche Ei-Alternative bietet, warum die Überarbeitung nötig war und welche Möglichkeiten sie Köchen jetzt eröffnet.
Herr Wienholt, was ist neu an noegg?
Wir haben für das flüssige noegg sowohl den Geschmack als auch die Verwendungsmöglichkeiten optimiert. Die TK-Variante blieb davon unberührt, denn das Produkt ist für den Einsatzbereich zur Herstellung von veganen Snacks wie Wraps oder Salate bereits optimal gelungen.
Warum wurde denn die flüssigen Ei-Alternative überarbeitet?
Rein pflanzenbasierte Gerichte erfreuen sich bei den Verbrauchern zunehmender Beliebtheit und kaum eine Speisekarte kommt heute noch ohne ein zusätzliches Angebot an vegetarischen oder veganen Mahlzeiten aus. Wir hatten noegg zunächst als die pflanzliche Alternative zu unserem Schlemmer Rührei positioniert. Doch in Gesprächen mit unseren Kunden wurde zunehmend deutlich, dass sie auch an einer pflanzliche Alternative zum Ei für alle Zubereitungsarten interessiert sind, nicht nur zum klassischen Rührei. Und diese Verwendungsmöglichkeiten wollten wir ihnen als kompetenter Innovationsgeber für Produktideen rund um das Ei auch liefern.
Was bedeutet das konkret?
Unser Ziel war es, das flüssige noegg für die Verwendung in der Küche zu erweitern beziehungsweise zu verbessern. Es sollte nicht nur die Alternative zum Rührei sein, sondern generell in den Rezepturen 1:1 für Ei ausgetauscht werden können. Und darüber hinaus sahen wir auch Optimierungsmöglichkeiten für den Ei-Geschmack, die wir ebenfalls umgesetzt haben. Diese Verbesserung haben wir dann auch in einer neuen Verpackungsgestaltung zum Ausdruck gebracht. Mit dem neuen nøgg lassen
sich jetzt beliebte Snacks und kleine Gerichte, ob süß oder pikant, auch als pflanzenbasierte Version anbieten. Dank der optimierten Anwendungseigenschaften ist es bei allen Zubereitungsarten wie Backen, Kochen, Braten eine gelungene pflanzliche Alternative. Die Ei-Komponente wird einfach durch nøgg ersetzt. Und es ist wie alle Produkte von Eipro absolut convenient und gelingsicher. Zusätzlich bietet das Produkt viel Spielraum für eigene kreative Rezepturen. Damit erweitert sich für Profiköche das Potenzial, die Gäste mit kreativen Rezepten rund um die pflanzlichen EiAlternativen zu begeistern.
Und wie ist das neue noegg bei den Messebesuchern angekommen? Sehr gut. Das Produkt kommt dem Geschmack von Ei jetzt schon sehr nahe. Das haben uns sowohl Kunden als auch Journalisten in Blindverkostungen auf der Messe bestätigt. Die angebotenen Proben wie Rührei, vegane Muffins oder Carbonara fanden viel Anklang und initiierten zahlreiche gute Gespräche.
Kannibalisieren Sie damit nicht Ihre Eifix Produkte?
Nein, die Sorge haben wir nicht. Wir möchten mit unserer Kompetenz für Themen rund um das Ei unseren Kunden die Möglichkeit geben, die Wünsche ihrer Gäste zu erfüllen. Dafür bieten wir ihnen zeitgemäße, sichere und hochwertige Ei-Convenienceprodukte und pflanzenbasierten Ei-Alternativ produkten für die professio nelle Anwendung, die sich einfach und gelingsicher zubereiten lassen. www.eipro.de
Eipro Wraps
Bürger Mini Gnocchi
Treue Begleiter
Ergänzend zu den Hauptkomponenten rücken auch Beilagen stärker in den Mittelpunkt, da sie Gerichten Struktur, Charakter und zusätzliche Vielfalt verleihen.
So erweitert Aryzta sein Sortiment um zwei backwarenbasierte Komponenten, die sich gezielt an den Anforderungen in der Gastronomie orientieren. Der Bauernspitz ist ein dunkles Weizenbrötchen auf Basis von Roggensauerteig. Er zeichnet sich durch eine saftige Krume und eine leicht säuerliche, würzige Note aus. Ergänzt wird das Angebot durch das Baguette Rustique Durch den Einsatz von Sauerteig entsteht
ein intensiveres Aroma mit leicht karamelligen Noten, während die knusprige Kruste und die offene Krume für die gewünschte Textur sorgen. Beide Produkte sind tiefgekühlt, halb gebacken und ohne Antauen direkt fertig backbar.
Auch von Bridor gibt es neue Baguettes, die sich gezielt als Begleiter in Grillkonzepten einsetzen lassen. Das Baguette Gourmet mit Saaten kombiniert Körner im Teig und als Topping auf der Kruste, was für eine knusprige Textur und zusätzliche Aromatik sorgt. Der eingesetzte Weizensauerteig unterstützt die Teigentwicklung und verleiht dem Brot ein ausgewogenes Geschmacksprofil. Mit dem Baguette mit Charakter ergänzt Bridor das Sortiment um eine Variante mit eigenständiger Geschmacksnote. Die Kombination aus Weizenmehl, geröstetem Maismehl und Sauerteig sorgt für ein kräftigeres Aroma.
Mit neuen Varianten innerhalb der Bergbauernbrot-Range baut Délifrance sein Angebot an rustikalen Broten weiter aus. Die 350-Gramm-Laibe setzen auf handwerklich inspirierte Teigführung, eine ausgeprägte Porung und eine knusprige Kruste. Das Bergbauernbrot Curry-Paprika bringt eine würzige, aromatisch geprägte Note ins Sortiment. Mit dem Bergbauernbrot Semola ergänzt Délifrance die Range um eine Variante auf Basis von Hartweizengrieß. Es zeichnet sich durch eine lockere, goldgelbe Krume und eine knusprige Kruste aus. Für die
activecut pure –ein Schnitt voraus
Mit der neuen, geschmiedeten Kochmesser-Serie activecut pure – Made in Germany – präsentiert Friedr. Dick die konsequente Weiterentwicklung seiner ActiveCut-Linie.
Modernes Design, präzise Verarbeitung und kompromisslose Funktionalität machen die neue Serie zum idealen Werkzeug für alle, die Präzision und Leidenschaft in der Küche vereinen. Die Klingen aus hochwertigem, rostfreiem Stahl überzeugen dank zweifachem Endabzug mit außergewöhnlicher Anfangsschärfe. Eine optimierte Härte von 56 HRC sorgt für langanhaltende Schneidleistung und einfaches Nachschärfen. Der Halbkropf ermöglicht die vollständige Nutzung der Schneide und das vollständige Nachschleifen der Klinge bis zum Griff.
Der ergonomische Vollkunststoffgriff ist spaltenlos mit der Klinge verbunden und bietet perfekte Balance, angenehme Haptik sowie maximale Hygiene. Neu ist der bewusste Verzicht auf ein Metallemblem im Griff – für einen reduzierten, modernen Look und ein harmonisch ausbalanciertes Gesamtbild. Alle Messer sind NSF-zertifiziert und erfüllen höchste internationale Standards für Sicherheit und Hygiene.
Ob Brot-, Office-, Universal-, Tranchier-, Koch-, Filetier-, Santoku- oder Ausbeinmesser: Die Serie deckt alle zentralen Anwendungen in der professionellen Küche ab. Für dauerhaft optimale Schärfe empfiehlt sich die Reinigung unter fließendem Wasser und das Abtrocknen mit einem weichen Tuch. Erhältlich ist die Serie ab sofort im Fachhandel. www.dick.de
Aryzta Baguette Rustique
Bridor Baguette Gourmet mit Saaten
Grillsaison ist zudem eine Barbecue-Box erhältlich, die verschiedene Sorten der Bergbauernbrote in einem Mischkarton bündelt. Alle Produkte werden tiefgekühlt geliefert und sind mit kurzer Backzeit einsatzbereit.
Auch Burgerbuns sind ein wichtiger Bestandteil moderner Grill- und Burgerkonzepte. Schulstad Bakery Solutions erweitert sein Sortiment in diesem Bereich. Der Potato Bun basiert auf einem erhöhten Kartoffelanteil und bietet dadurch eine softe, fluffige Krume bei gleichzeitig stabiler Struktur. Die leicht gebräunte Oberfläche und das neutrale Geschmacksprofil ermöglichen eine vielseitige Kombination mit Fleisch-, vegetarischen oder pflanzlichen Komponenten. Das Produkt ist vorgeschnitten, tiefgekühlt verfügbar und auf eine einfache Integration in den Küchenalltag ausgelegt. Einheitliche Größe und Gewicht unterstützen zudem eine verlässliche Portionierung.
Cremige
Vielfalt
Im Bereich Saucen und Dips zeigt sich eine große geschmackliche Vielfalt. Gleich zwei Neuheiten gibt es von Develey Food Service: Mit der veganen Nacho Sauce kommt eine cremige, Tex-Mex-inspirierte Lösung ins Angebot, die sowohl als Dip als auch warm als Topping eingesetzt werden kann. Geschmacklich kombiniert sie eine ‚käsige‘ Note mit leichter Würze sowie Jalapeño- und Paprikastückchen. Die Rezeptur ist so angelegt, dass sie ohne kennzeichnungspflichtige Allergene auskommt und ungekühlt lagerfähig ist, was den Einsatz im Küchenalltag erleichtert. Ergänzt wird das Sortiment durch ein Caesar Dressing. Die Rezeptur mit Hartkäse sorgt für eine vollmundige Note und eine cremige Konsistenz. Damit eignet sich das Dressing sowohl für klassische Caesar Salads als auch für moderne, kombinierte Gerichte.
Hügli setzt auf zwei neue Varianten von Saucen: Die Trüffel Mayonnaise bringt eine aromatische, leicht luxuriöse Note in vertraute Anwendungen. Ob zu Burgern, knusprigen Pommes oder Kartoffelsalat – die Sauce sorgt für einen geschmacklichen Akzent, ohne die Basisgerichte zu überlagern. Ganz anders, aber ebenso vielseitig zeigt sich die Honig-Senf-Sauce mit Dill. Sie verbindet süßliche, würzige und frische Komponenten und passt damit besonders gut zu Fischgerichten wie Lachs, funktioniert aber ebenso in Wraps oder als Beglei ter zu Grillgerichten.
Eine vielseitig einsetzbare MayonnaiseBasis: Die Risso Mayonesa Superior Vandemoortele ist cremig, hitzestabil und geschmacklich bewusst neutral ge halten und eignet sich dadurch als flexi ble Grundlage für individuelle Kreationen. Sie lässt sich unkompliziert mit Aromen
wie Kräutern, Knoblauch, Chili, Zitrus oder Trüffel kombinieren und passt damit in unterschiedlichste Anwendungen.
Passend als Dip oder als cremige Ergänzung stellt Milram Food-Service drei würzige Quarkvarianten für die Profiküche vor. Der Milram FrühlingsQuark kombiniert cremigen Quark mit Kräutern und eignet sich klassisch zu Ofenkartoffeln, Gemüse oder Fleisch. Die Sour Cream ergänzt das Sortiment um eine frisch-säuerliche, cremige Variante, die als Dip oder Topping für verschiedene Snack- und Grillgerichte funktioniert. Mit dem PaprikaQuark kommt zudem eine mild-pikante Variante hinzu, die durch die Kombination aus Paprika und Gewürzgurke eine würzige Note erhält. Alle drei Produkte sind auf den Einsatz in der Großküche ausgelegt, schnell einsetzbar und unterstützen eine flexible, abwechslungsreiche Speisengestaltung.
Schulstad Bakery Solutions Potato Bun Burger
Hügli Mayo mit Trüffel und Honig Senf Dill Sauce
Develey Nacho Sauce und Ceasar Dressing
Milram Quarkvarianten
Vandemoortele Risso Mayo
Saucen übernehmen in der Grillküche längst mehr als nur die Rolle der klassischen Beilage – sie dienen auch als Ma rinade, Glasur oder geschmackliche Grundlage für kreative Anwendungen. Wiberg greift diesen Ansatz mit einer Rei he von Gourmetsaucen auf, die flexibel einsetzbar sind und sich individuell weiterentwickeln lassen. So eignet sich die Smoked Honey BBQ Sauce nicht nur als Dip, sondern auch zum Glasieren von Fleisch wie Rippchen kurz vor dem Ser vieren, wodurch sowohl Geschmack als auch Optik inten siviert werden. Die Teriyaki Sauce wiederum wird häufig als Marinade eingesetzt und unterstützt asiatisch inspirierte Grillgerichte wie Chicken Drumsticks.
Milchprodukte sind in Profiküchen täglich im Einsatz – werden aber oft nur als Beilage gedacht. Dabei steckt viel mehr in Quark, Joghurt oder Schmand. Heiko Antoniewicz zeigt gemeinsam mit Milram FoodService, wie spannende Kontraste, neue Texturen und Aromenspiele entstehen – überraschend vielseitig und einfach umsetzbar.
Warm trifft kalt, süß trifft säuerlich: Das Quark-Soufflé mit karamellisierter Ananas spielt gezielt mit Temperatur und Kontrast
Mehr als nur cremig
Ein gutes Gericht lebt nicht allein vom Geschmack. „Wenn ein Gericht überzeugt, dann berührt es alle Sinne – Geschmack, Temperatur und Textur müssen zusammenspielen“, sagt Heiko Antoniewicz. Milchprodukte bieten dafür die ideale Grundlage: Sie lassen sich aufschlagen, emulgieren, erwärmen oder kühlen – und reagieren dabei sensibel auf jede Veränderung. Das macht sie zu echten Multitalenten in der Küche.
Temperatur als Stilmittel
Wie wirkungsvoll das sein kann, zeigt Antoniewicz mit einem QuarkSoufflé, das er auf Basis von Speisequark entwickelt und mit etwas Schmand verfeinert. Die Masse wird glattgerührt, mit aufgeschlagenem Eiweiß gelockert und anschließend gebacken, bis sie luftig aufgeht. Serviert wird das Soufflé mit in Ahornsirup karamellisierter Ananas, die durch Röstaromen und leichte Süße einen spannenden Kontrast zur feinen Säure des Quarks bildet. Warmes, luftiges Soufflé trifft auf kalte, saftige Ananas - ein einfaches Spiel mit Temperatur und Textur, das Wirkung zeigt.
Auch im herzhaften Bereich entsteht Spannung durch Gegensätze. Als Kontrast zu warmem, cremigem Kartoffelstampf serviert Antoniewicz eine fein pürierte Creme aus Sour Cream, gerösteten
Milchprodukte wie Quark und Schmand zeigen, wie einfach sich neue Texturen und Geschmackserlebnisse kreieren lassen
Paprikaschoten, Tomatenkonzentrat und Chilipulver. Das Gericht bleibt vertraut, gewinnt aber deutlich an Tiefe. Wer noch eine zusätzliche Aromakomponente integrieren möchte, serviert den Kartoffelstampf im Glas mit Kirschholzrauch – beim Öffnen entfaltet sich der Rauch und sorgt für einen Wow-Effekt am Tisch.
QUARK-VIELFALT FÜR PROFIS
Quark gehört zu den wichtigsten Basisprodukten in der Profiküche –vor allem wegen seiner Vielseitigkeit. Im Portfolio von Milram FoodService reicht die Bandbreite vom klassischen Speisequark über würzige Varianten wie FrühlingsQuark, PaprikaQuark und Sour Cream bis hin zu süßen Quark-Desserts. Ob als Topping, Dip, Dressing oder für Gebäck und Desserts: Die Produkte lassen sich direkt einsetzen oder mit wenigen Handgriffen weiterentwickeln. Ihre cremige Konsistenz und der natürliche Proteingehalt machen sie zu einer flexiblen Lösung für zahlreiche Anwendungen – vom schnellen Tagesgeschäft bis zur kreativen Tellergestaltung. www.milram-food-service.de
Vertraut und doch neu: Kartoffelstampf mit würziger Sour-Cream-Creme bringt mit wenigen Handgriffen mehr Tiefe auf den Teller
Textur schafft Spannung
Ob luftig, cremig oder samtig: Die Textur entscheidet maßgeblich über die Wahrnehmung eines Gerichts. Mit einfachen Techniken lassen sich hier neue Effekte erzielen. Aufgeschlagener Quark wirkt leicht wie eine Mousse, eine Joghurtbasis kann zur feinen Sauce werden. Antoniewicz setzt dabei bewusst auf bekannte Produkte – und denkt sie weiter: „Ich mag es, vertraute Lebensmittel in einen neuen Kontext zu setzen. So entsteht Überraschung, ohne den Gast zu verlieren.“ FrühlingsQuark wird zum Beispiel zur Basis für luftige Nocken in einer Suppe, ein PaprikaQuark zur aromatischen Mousse oder ein Porridge zur Espuma weitergedacht. Die Basis bleibt bekannt, wird jedoch in der Textur komplett verändert und damit neu erlebbar.
Kleine Variationen mit Wirkung
Mit diesen Ansätzen werden aus vermeintlich einfachen Milchprodukten vielseitige Gestaltungselemente. Für Antoniewicz geht es dabei nicht um maximale Komplexität, sondern um gezielte Effekte: „Es muss nicht aufwendig sein – es muss gut sein. Und es muss schmecken.“ Ein wirkungsvoller Kniff liegt oft schon in kleinen Abwandlungen. Antoniewicz spricht hier von einem Referenzgeschmack – also einem vertrauten Anker, an dem sich Gäste
Süßkartoffel und Quark verbinden milde Süße mit feiner Säure und sorgen für überraschende Harmonie
orientieren können. Bekannte Elemente werden neu kombiniert und variiert – ohne den Gast zu verlieren. Ein klassisches Praxisbeispiel ist die Kombination aus Kartoffel und Quark. Wird diese leicht verändert – etwa durch den Einsatz von Süßkartoffel oder eine neue Würzung – bleibt die Basis erhalten, während der Quark eine neue Bühne bekommt und anders wahrgenommen wird. Eine ähnliche Wirkung lässt sich mit FrühlingsQuark erzielen. Der Klassiker bringt Frische ins Gericht und ist geschmacklich vielen Gästen vertraut. Wird er leicht abgewandelt – etwa als Dressing oder fein aufgeschlagene Creme – entsteht mit wenig Aufwand eine zusätzliche Ebene. Vertraut und doch anders.
IMPULSGEBER MIT PRAXISNÄHE
Heiko Antoniewicz ist bekannt für seinen innovativen Umgang mit Produkten, seine Expertise in Sensorik und seine Fähigkeit, komplexe Techniken in praxistaugliche Konzepte zu übersetzen. Als Autor, Berater und Impulsgeber arbeitet der renommierte Koch eng mit der Gastronomie zusammen und vermittelt sein Wissen in Seminaren und Workshops. www.antoniewicz.org
Küstensalate
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Frische Ideen mit
Frische Ideen mit Meer wert
MODERNE REZEPTUREN
mild im Geschmack, zart im Biss leckere Vielfalt - ideal für Buffet, Theke, Tellergerichte
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FRISCHE IDEEN MIT MEERWERT frische, knackige Zutaten sorgfältig per Hand zusammengefügt
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NEUHEITEN FÜR ERFOLG kurze Zutatenlisten: Verzicht auf unnötige Hilfsstoffe
auf unnötige Hilfsstoffe
Süße Strategien für mehr Umsatz
Von Eis über modulare Puddingkonzepte bis hin zu internationalen CheesecakeKreationen: Hersteller setzen auf flexible, effiziente Lösungen für mehr Vielfalt und Zusatzumsatz für die Gastronomie im Dessertgeschäft. Von Yvonne Ludwig-Alfers
Desserts sind strategische Bausteine in der Gastronomie – nicht nur als Abschluss eines Menüs, sondern als eigenständiger Umsatztreiber über den ganzen Tag hinweg. Entsprechend erweitern Hersteller ihre Sortimente gezielt um Produkte, die sich flexibel einsetzen lassen, zuverlässig gelingen und sich effizient in bestehende Abläufe integrieren. Im Fokus stehen dabei vielseitige Konzepte – von fruchtigen Eisvariationen und sommerlichen Dessertlinien über modulare Baukastensysteme bis hin zu international inspirierten Rezeptideen. Sie alle eint das Ziel, Kreativität und Wirtschaftlichkeit im Küchenalltag miteinander zu verbinden.
Eis entwickelt sich zunehmend zum ganzjährigen Umsatztreiber in der Gastronomie. Entsprechend baut die
The Magnum Ice Cream Company ihr Außer-HausSortiment weiter aus. Mit Carte D’Or Professional richtet sich das Angebot gezielt an Profis, die ihren Gästen vielseitige Dessert- und Genussmomente bieten möchten. Im Fokus stehen unter anderem neue Impulse im Fruchtsegment: Das Limetten-Sorbet überzeugt mit fruchtig-herber Frische und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten – von Dessert bis Vorspeise. Das Birnen-Sorbet greift einen Klassiker auf und punktet mit vollmundiger Süße und Fruchtstücken. Beide Sorten lassen sich flexibel kombinieren und werden im praxisgerechten 2,4-Liter-Format angeboten. Sie lassen sich auch in Eis-Drinks einbinden (siehe dazu das Interview mit Rainer Kurz auf Seite 32). Hinzu kommen zwei neue Eis-Highlights für die Eistruhe: Caramel
Carte D’Or Popcorn Caramel
Carte D’Or Twister
Popcorn kombiniert cremiges Karamelleis mit Sauce und karamellisierten Maisstückchen. Twister bringt als fruchtiger Mix aus Ananas, Erdbeere und Zitrone sommerliche Frische ins Sortiment.
Mit Blick auf die warme Jahreszeit bringt Dolce mit Alba Desserts eine Sommerlinie für professionelle Küchen auf den Markt. Im Fokus stehen leichte, frische Desserts, die sich einfach in bestehende Abläufe integrieren lassen und Spielraum für kreative Inszenierungen bieten. Die Kreationen verbinden Klassiker mit modernen Akzenten: Erdbeer- und Zitronen-Tiramisu treffen auf luftigen Biskuit und Mascarpone aus Südtirol. Ergänzt wird das Sortiment durch Komponenten wie Waldbeer- und Passionsfruchtcreme sowie schwarze Sesammousse mit weißer Schokolade. Flexible Portionsgrößen, Refill-Lösungen und im Spritzbeutel gelieferte Cremes sorgen für eine schnelle, saubere und effiziente Verarbeitung im Küchenalltag. Daneben hat das Unternehmen seine Sparte um Plant-based-Dessertlösungen
erweitert. Das vegane Sortiment umfasst Kuchenklassiker wie Schoko-Kirsch-Kuchen, Nusskuchen, Banana Bread und Cinnamon Swirl als Blechkuchen, die einfach zu portionieren sind. Ergänzt wird es durch eine gebrauchsfertige Chantilly-Creme im Spritzbeutel, mit der sich Desserts schnell veredeln lassen.
Ob orientalisch inspiriert oder klassisch-frisch interpretiert – Desserts bieten großes Potenzial für Profil und Zusatzumsatz. Mit Produkten von Milram FoodService lassen sich unterschiedliche Konzepte effizient und in gleichbleibender Qualität umsetzen. Das Greek Ekmek kombiniert Kadaiyf, Sirup, Pudding und Milram Schlagsahne zu einem Dessert mit eigenständigem Charakter. Der Lemon Cheesecake setzt auf Frische: Eine feine Füllung aus Milram Speisequark und Schlagsahne trifft auf Zitrone und sorgt für Leichtigkeit und moderne Optik. Beide Rezepte zeigen, wie sich mit Milram-Produkten kreative Desserts wirtschaftlich und zuverlässig realisieren lassen.
Milram Food-Service Greek Ekmek
Milram Food-Service Lemon Cheesecake
Alba Desserts Sommerdesserts 2026
Alba Desserts Veganer Nusskuchen
Mit der Offensive „Pimp your Pudding“ setzt die Privatmolkerei Naarmann neue Impulse im Dessertsegment der Profiküche. Im Mittelpunkt steht ein modularer Ansatz aus servierfertigem Pudding, variablen Toppings und kreativen Komponenten, der Flexibilität bei minimalem Aufwand ermöglicht. Die Puddings werden im wiederverschließbaren Fünf-Kilogramm-Eimer geliefert und erleichtern Lagerung, Handling und Portionierung. Ergänzt wird das System durch Toppings wie Sahne oder Nüsse sowie Komponenten wie Obst oder Crumble. Eine praxisnahe Rezeptwelt, entwickelt von einem erfahrenen Koch und Foodstylisten sowie dem NaarmannAnwendungsberater Ralph Heinz, unterstützt die Umsetzung im Küchenalltag.
Unter dem Motto „Kulinarischer Ausblick auf den Weltfußball“ startete Philadelphia Professional im April 2026 eine Rezeptoffensive rund um Cheesecake-Kreationen. Für die Austragungsländer der WM – USA, Kanada und Mexiko – hat Patissière Sophie Mussotter landestypische Vari-
anten entwickelt. Dazu zählen ein PeanutbutterCheesecake mit Salzkaramell und Banane, eine Version mit Ahornsirup, Pekannüssen und Heidelbeeren sowie ein Dulce-de-Leche-Cheesecake mit Zimt und Vanille. Die Rezepte sind speziell für Profiverwender konzipiert, gut vorzubereiten und einfach umzusetzen. Philadelphia ist leicht zu verarbeiten, gelingsicher und in 1,65-KilogrammGebinden erhältlich.
SERVICE
Genannte Rezepte finden Sie auf
• www.gastrotel.de/rezepte
• www.corporate.magnumicecream.com
• www.dolce-gmbh.de
• www.milram-food-service.de
• www.naarmann.de
• www.philadelphia-professional.de
NEUER GENUSSMOMENT ZWISCHEN APERITIF UND DESSERT
Rainer Kurz, Eisfachberater Scooping bei The Magnum Ice Cream Company, erklärt, warum Eis-Drinks als flexible Allrounder neue Verzehranlässe schaffen, den Durchschnittsbon steigern und sich mit geringem Aufwand in bestehende Gastronomiekonzepte integrieren lassen.
Ihre Eis-Drinks verbinden Dessert und Getränk. Welchen Mehrwert bieten diese Gastronomen im Vergleich zu klassischen Dessertangeboten? Cocktail-Drinks schaffen einen zusätzlichen Genussmoment und eine neuen Verzehranlass, ohne in Konkurrenz zum klassischen Dessert zu treten. Statt „entweder oder“ bieten sie ein „dazwischen“ und heben sich gleichzeitig vom Standardangebot ab: leicht & erfrischend – und damit besonders attraktiv für Gäste, die nach dem Essen keinen schweren Nachtisch mehr möchten. Das ermöglicht zudem Flexibilität, weil sie als Apéritif, als Drink am Nachmittag, als Zwischengang oder als DessertAlternative angeboten werden können. Ein positiver Aspekt aus Gastronomensicht ist außerdem, dass Getränke mit Dessert-Charakter seltener unter den Gästen geteilt werden als klassische Desserts. Die Kombination
von Drink und Eis erlaubt Kalkulationsspielraum und führt zu einem höheren Durchschnitts-Bon.
Der Einsatz von Sorbet statt Eiswürfeln verspricht ein „unverwässertes“ Geschmackserlebnis. Wo liegt aus Ihrer Sicht der Vorteil im gastronomischen Alltag?
Wird Eis an Stelle von Eiswürfeln eingesetzt, bleibt der Drink geschmacklich konstant intensiv, was zu weniger Reklamationen führt. Das Sorbet hat immer die gleiche Kugelgröße und es entfallen einige Handgriffe, die es bei frischem Obst braucht, was wiederum Arbeitszeit spart. Der Einsatz von Sorbet schafft zudem eine sichere Kalkulationsbasis – Schwankungen in Preis und Verfügbarkeit von Exotischen Früchten etwa entfallen.
Zwei der individuellen Rezepte aus dem aktuellen Rezeptfolder Drinks Edition 2026 von Carte D‘Or: Sambuca Coffee Shots (links) mit Carte D‘Or Kaffee Eis und Carte D‘Or Orangen Spritz mit oder ohne Alkohol (rechtes Bild) mit Carte D‘Or Orangen Sorbet
Rainer Kurz, Eisfachberater Scooping bei The Magnum Ice Cream Company
Naarmann Waldfrucht Joghurt Crunch
Wo sehen Sie aktuell das größte Umsatzpotenzial von Eis-Drinks für Betriebe?
Das größte Potenzial liegt aktuell klar im Apéritif und PreDinnerBereich. Dort sind die Gäste offen für Neues und die Schwelle, einen zusätzlichen oder neuen Drink zu bestellen, ist niedrig. Die Eis-Drinks stechen ins Auge, sie regen also Gäste dazu an, das zu bestellen, was der Nachbartisch serviert bekommt. Da wir alle unsere Rezepte auch als Mocktail kreiert haben, können sie den No-Alcohol-Trend spielend mitgehen und sind dabei trotzdem spannend, eignen sich also auch für Day-Drinking- oder AfterWork-Events. Und wer nach einem vollen Menü kein Dessert mehr schafft, aber trotzdem Lust auf etwas Frisches hat, für den ist ein Drink mit Sorbet vielleicht genau das Richtige.
Wie stark beeinflussen visuell inszenierte Drinks die Nachfrage? Die Optik war schon immer ein ökonomischer Faktor – wer hat nicht schon als Kind gern das Papierschirmchen vom Milchshake aufgehoben. Heute ist das durch Social Media nicht weniger geworden, hier wird auf den Look gesetzt. Man schaut, was am Nachbartisch verzehrt wird, bei den Speisen und auch den Getränken. Eis-Drinks haben eine hohe Wiedererkennbarkeit, durch unterschiedliche Farben und Gläser sehen sie einfach sehr ansprechend aus. Das steigert auch den Pro-Kopf-Konsum von oftmals einer auf zwei Kugeln, die im Drink zum Einsatz kommen, und das erhöht auch den Umsatz.
Wie gut lassen sich Eis-Drinks integrieren – und was bedeutet das für die Kalkulation?
Eis-Drinks sind sehr einfach integrierbar, gerade in Zeiten knapper Ressourcen. Die Carte D’Or Sorten aus der Dessertkarte können dafür verwendet werden, man hat also ein einfaches BaukastenPrinzip mit nur wenigen weiteren benötigten Produkten. Die Drinks sind einfach aufgebaut, man braucht kein BarkeeperKnow-How. Das sorgt dafür, dass die Zubereitung schnell erlernt werden kann und es eine geringe Fehlerquote gibt. Das ist ideal für Service-Mitarbeiter. Die Portionsgrößen sind klar definiert, der Zeitaufwand ist gering und die Gewinnspanne ist sehr attraktiv.
MEHR ALS NUR ALTERNATIVEN
Philadelphia WM Promo Cheesecake USA
Zwischen Nitro, Tee und Matcha: Impulse für die Getränkekarte
Die Grenzen zwischen Bar, Café und Teekonzept verschwimmen zunehmend –und genau hier setzen aktuelle Produktinnovationen führender Anbieter an. Sowohl Dallmayr als auch J.J. Darboven, Julius Meinl, Meßmer und Seeberger treiben mit ihren Frühjahrsneuheiten zentrale Entwicklungen im Außer-Haus-Markt voran. Von Klaus Leifeld
Ready-to-Drink-Konzepte auf PremiumNiveau, der anhaltende Matcha-Boom sowie flexible, effiziente Lösungen für eine moderne Getränkeinszenierung. Für Gastronomiebetriebe eröffnen sich damit neue Möglichkeiten, Trends wie Convenience, Health & Well-Being und Erlebnisorientierung wirtschaftlich umzusetzen – ohne Abstriche bei Qualität und Anspruch.
Bar trifft Convenience
Bei Dallmayr sorgen im Frühjahr gleich mehrere Neuheiten für frische Impulse. Darunter ein Highlight, das Bar- und Kaffeewelt stilvoll verbinden soll: den Espresso Martini. Der Drink soll laut Unternehmensangaben als „Ikone“ der modernen Barwelt gelten und präsentiert sich servierfertig in der Dose. Zur Produktneuheit wird er durch das Nitro Widget am Dosenboden, das den Drink aufschäumt,
sobald man die Dose öffnet. Dadurch präsentiert sich der Espresso Martini wie frisch vom Barkeeper gemixt.
Im Teebereich bringt Keo mit der neuen Edition Waldmeister Retro-Feeling in die Tasse – ein aromatischer Mood-Booster, exklusiv als Teachamp und Big Teachamp für die Zubereitung kalter Getränke wie Eistee erhältlich. Teeliebhaber dürfen sich außerdem auf die fruchtige Tee Edition TraubeMinze freuen.
Ergänzt wird das Sortiment durch sieben neue Specialty Coffees im Dallmayr Röstkunstsortiment sowie feinen Matcha als moderne Sortimentsbereicherung. Mit dem Dallmayr Bio Matcha möchte das Münchner Traditionshaus diese besondere Teekultur in die Gegenwart bringen. Der Tee stammt aus ausgewählten Anbaugebieten Japans und zeichnet sich durch eine leuchtend grüne Farbe aus.
Armin Geiger, Mitglied der Geschäftsleitung und Head of Commercial: „Readyto-Drink-Konzepte gewinnen auch in der Gastronomie deutlich an Bedeutung – insbesondere dort, wo Qualität, Geschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen gefragt sind. Mit dem neuen Dallmayr Espresso Martini bieten wir eine hochwertige Premiumlösung, die Barqualität mit effizienter Zubereitung verbindet“.
TEEGENUSS IN DREI NEUEN SORTEN
Die Ronnefeldt 100%-Linie steht für natürlichen Bio-Teegenuss mit besten Zutaten. Jetzt wird das Sortiment um 3 Sorten erweitert:
Moonlight Magic – sanfter Kräutertee für den Abend Citrus Oolong – grün ausgebauter Oolong für Genießer Cosy Apple – milder Früchtetee für den Winter
• 100% Bio, vegan & nachhaltig
• Perfekt portioniert für Tasse oder Becher
• Ideal für Spa, In-Room & Abendangebot
• Umfangreiche Präsentationsmöglichkeiten
4. Mai
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Matcha und neue Fruchtimpulse
Auch J.J. Darboven greift den Matcha Trend auf: Die Teemarke Eilles Tee bringt Bio Matcha for Latte auf den Markt – einen Premix mit mild-grasiger Matcha Note und fein ausbalancierter natürlicher Süße aus BioRohrzucker. Alle Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Zubereitet mit Milch oder pflanzlichen Alternativen entfaltet sich ein runder, cremiger und harmonischer Geschmack. Dank des natürlichen Koffeins aus grünem Tee bietet Eilles Tee Bio Matcha for Latte eine belebende Alternative zu klassischen Kaffeegetränken.
Ebenfalls neu ist die Eilles Kreation des Jahres 2026: Haskapbeere Cranberry. Süß-säuerliche Haskapbeere mit fein-herber Note trifft auf beerig-süße Cranberry und soll für ein außergewöhnliches neues Geschmackserlebnis sorgen.
Die Haskapbeere ist hierzulande noch ein Geheimtipp – genau das macht sie zur idealen Hauptdarstellerin für die neue Komposition von J.J. Darboven. Ursprünglich stammt die längliche, dunkelblaue Beere von der Halbinsel Kamtschatka und wurde im 13. Jahrhundert erstmals in Japan kultiviert. Ihr Name bedeutet frei übersetzt „Beere des ewigen Lebens“. Cranberrys hingegen haben längst einen festen Platz in der heimischen Küche und Gastronomie erobert: Sie verfeinern Saucen, sind das Highlight in Bowls und verleihen Getränken eine besondere Note. Inga Kober, Business Team Lead Tee bei J.J. Darboven: „Matcha, der fein gemahlene Grüntee aus ganzen, beschatteten Teeblättern, ist fester Bestandteil zeitgemäßer Gastronomie. Er ist ein Symbol für Qualität, Achtsamkeit und Trendbewusstsein – und genau für diese Bedürfnisse haben wir
Eilles Tee Bio Matcha for Latte entwickelt. Die Haskapbeere bringt mit, was Teefans an einem guten Früchtetee schätzen – einen spritzig fruchtigen Geschmack, eine intensive rote Tasse und ein unverwechselbares Genusserlebnis. Die Frucht ist prädestiniert, auch in der Teewelt einen Trend zu setzen. Mit der Kreation des Jahres 2026 bieten wir Gastronomen die Chance, ihren Gästen etwas wirklich Neues im Segment Früchtetee zu bieten.“
Premium-Matcha für die Gastronomie
Die Kaffee- und Teemarke Julius Meinl aus Wien verkündet die neueste Ergänzung im Teeportfolio für die Gastronomie: 100 Prozent Bio-zertifizierter Matcha in Cere-
monial Grade Qualität. Damit bringt auch das Traditionshaus einen der spannendsten Teetrends der Welt in Cafés, Hotels und Restaurants. Der Julius Meinl Bio Matcha in Zeremonienqualität stammt aus Japan und wird von Experten sorgfältig zu einem feinen Pulver gemahlen. Das soll für eine besonders glatte Textur und bietet einen intensiven und harmonischen Geschmack mit einer subtilen natürlichen Süße sorgen. Der Julius Meinl Matcha verleiht jeder Getränkekarte eine Premium-Dimension und bietet sowohl Vielseitigkeit als auch Qualität – egal ob als klassischer Matcha Latte, als gekühlte Spezialität oder gemischt in Smoothies und saisonalen Spezialitäten.
Arne Stühmer, Tea Category Manager bei Julius Meinl: „Im Teesegment beobachten wir nach wie vor den Megatrend ‚Health & Well-Being‘, der primär Grüntees und allen voran Matcha in den Fokus rückt. Insbesondere junge Konsumenten haben Matcha längst fest in ihren Alltag integriert.“
Christina Meinl, Fünfte Generation im Familienunternehmen: „Im Kaffeesegment und im HoReCa Bereich sehen wir eine klare Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit, Qualität und bewusstem Konsum. Besonders gefragt sind Konzepte, die Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette schaffen und gleichzeitig höchste Qualität in der Tasse garantieren. Mit unserem Bio- und Fairtrade-zertifizierten Kaffee und unserem Generations Programm greifen wir diese Entwicklung auf und verbinden verantwortungsvollen Anbau mit höchster Qualität. Auch innovative Zubereitungsmethoden sowie neue Genuss- und Getränkekonzepte gewinnen an Bedeutung. Insbesondere im Gastronomiebereich bietet Kaffee großes Potenzial, die Getränkekarte gezielt aufzuwerten, von klassischen Zubereitungen bis hin zu kreativen Signature Drinks.“
Julius Meinl Matcha
Cold Tea für den schnellen Einsatz
Meßmer baut sein Cold-Tea-Sortiment gezielt für den Gastro-Bereich aus. Seit April stehen sechs neue, kalorienarme Kaltaufgusstees bereit, verpackt in praktischen Faltschachteln mit Gastroentnahmelasche und einzeln kuvertierten Pyramidenbeuteln – ideal für Self-Service, Büfett, Office-Verpflegung oder Tagungen. Das aufmerksamkeitsstarke Pack-Design sorgt für maximale Sichtbarkeit. Die Zubereitung ist unkompliziert: Teebeutel in 500 Milliliter kaltes Wasser geben, acht Minuten ziehen lassen, gelegentlich schütteln – fertig ist der erfrischende Genuss, der bis zu vier Stunden im Wasser bleiben kann. Die neuen Sorten bieten für jeden Geschmack die passende Option: Lemon Kick (klassischer Schwarztee mit Zitrone), Sunny Peach (Pfirsich mit mildem Schwarztee-Finish), Apple Splash (frischer Apfel), Berry Breeze (Beeren mit süß-säuerlicher Note), Melon Kiss (Melone und Erdbeere) und Ruby Lemon (Zitrone mit Himbeere).
Nachhaltiger Teegenuss mit Profil
Mit der „100%“-Produktlinie“ setzt das Teehandelsunternehmen Ronnefeldt ein klares Zeichen für verantwortungs-
Cafe Intencion AHS 210x148mm.pdf 1 09.04.26 10:29
GEMEINSAM ZUKUNFT
1 PACKUNG = 1 SCHATTENBAUM
Für jede verkaufte Packung Bio Gustoso Café Crème oder Espresso pflanzen wir einen Schattenbaum im Kaffeeursprung. Fördern Sie gemeinsam mit dem Fairtrade-Pionier einen Konsumwandel hin zu mehr nachhaltigem & fairen Kaffeegenuss. Jetzt bestellen!
DE-ÖKO-003 Nicht-EU-Landwirtschaft
Café Intención ist eine Marke der J.J. Darboven GmbH & Co. KG Hamburg Kundenservice: Tel. 040 / 733 35 288 www.professional.darboven.com
Meßmer Cold-Tea
bewussten Teegenuss in der Gastronomie. Die Linie verbindet klassische und moderne Kompositionen aus hochwertigen Zutaten mit einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsanspruch: Alle Tees und Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau, sind vegan und werden in umweltfreundlichen Verpackungen angeboten. Die Verpackungsbestandteile sind komplett biologisch abbaubar oder recyclebar. Mit der Ronnefeldt 100% Linie schenken Gastgeber ihren Gästen ein exquisites und pures Teeerlebnis mit gutem Gewissen. Ab Mai 2026 wird das Sortiment um drei neue Sorten erweitert, die sowohl sensorisch als auch konzeptionell Akzente setzen. Der Citrus Oolong basiert auf einem hochwertigen Tie Guan Yin aus den Hochlagen der chinesischen Provinz Fujian. Die Kombination aus grün ausgebautem Oolong, natürlichen Zitrusnoten und einem Hauch Vanille verleiht ihm eine elegante Frische und unterstreicht den Premiumanspruch der Linie. Mit Moonlight Magic ergänzt ein milder Guten-Abend-Tee das Portfolio, der den Tagesausklang begleitet. Die ausgewogene Kräuterteemischung mit Lavendel, Passionsblume, Fenchel und Anis sorgt für ein harmonisches, wohltuendes Geschmackserlebnis Cosy Apple bringt mit Zimt, Mandeln und einem fruchtigen Bratapfelgeschmack eine klare saisonale Ausrichtung ins Sortiment. Der Früchtetee eignet sich eher für die kältere Jahreszeit und spricht Gäste an, die sich ein angenehm wärmendes Geschmackserlebnis wünschen.
Sarah Schwab, Produktmanagerin 100% bei Ronnefeldt: „Mit der Erweiterung der „100%“-Linie zeigt sich, wie sich Nachhaltigkeit, Qualität und zeitgemäße Genusskonzepte in der modernen Gastronomie überzeugend verbinden lassen.“
Vielseitigkeit und Effizienz
im Fokus
Seeberger Professional stellt im Frühjahr mehrere Produktneuheiten vor, mit denen Gastronomiebetriebe ihr Getränkeangebot einfach, wirtschaftlich und trendgerecht erweitern können. Das bestehende Bio-Sirup-Konzept wird um die Sorte Grapefruit ergänzt. Die fruchtig-herbe Variante erweitert das Sortiment um eine erfrischende Geschmacksnote für Limonaden, Frozen Drinks oder Heißgetränke. Eine weitere Neuheit ist die Einführung der samova Cordials. Gemeinsam mit dem Teepartner samova bringt Seeberger zwei Bio-BasisMixe (Cordial Black Tea/Peach/Bergamot und Cordial Green Tea/Passion Fruit/Mango/Yuzu) für Eistees, Frozen Drinks, Cocktails und Heißgetränke auf den Markt. Die Cordials zeichnen sich durch intensiven Geschmack, geringen Zuckergehalt und flexible Dosierung aus und werden aus Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau hergestellt.
Das Portfolio von Giulio Caffé umfasst nun neben dem Giulio Crema und Giulio Espresso den Giulio Espresso Forte: Kräftig und kompromisslos – für echte Espressofans, die italienisches Temperament in der Tasse spüren wollen.
Abgerundet werden die Neuheiten durch den samova Matcha Syrup Bio. Mit einem Anteil von 15 Prozent MatchaGrünteepulver ermöglicht er die schnelle Zubereitung von Matcha Latte-Spezialitäten –heiß oder kalt.
Die einfache Handhabung, nachhaltige Glasverpackung und vielseitige Einsatzmöglichkeit sollen den Syrup zu einer zeitgemäßen Lösung für den aktuellen Matcha-Trend machen.
Franz Schwaiger, Geschäftsführer Seeberger Professional: „Die aktuell immer noch sehr hohen Rohkaffeepreise stellen uns weiterhin vor Herausforderungen. Gleichzeitig gibt es aber auch echte Lichtblicke: Der Kaffeekonsum im Außerhausbereich ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen – in der stationären Gastronomie um satte neun Prozent, am Arbeitsplatz um vier Prozent. Interessant ist zudem, welche Dynamik sich im häuslichen Kaffeekonsum zeigt. Während schon rund 30 Prozent der deutschen Haushalte einen Kaffeevollautomaten verwenden, zeichnet sich 2025 ein Trend zur klassischen Espressomaschine in Privathaushalten ab (plus 20 Prozent). Unsere spannende Aufgabe – und zugleich große Chance – besteht darin, die Qualität in der Tasse bei unseren Foodservice- und Firmenkunden weiter zu verbessern. So ermöglichen wir ihren Gästen im Außerhausbereich einen höheren Kaffeegenuss, den sie inzwischen von zuhause gewohnt sind. Dann sind Konsumenten auch bereit, mehr für die Tasse zu bezahlen – und im besten Fall eine zweite Tasse Kaffee zu bestellen.“
Die prämierte Patissière Sophie Mussotter hat speziell für Profiverwender drei cremige Käsekuchen entwickelt – passend zu den drei WM-Austragungsländern Mexiko, Kanada und USA
Die klare Nr. 1 im deutschen AFH-Frischkäsemarkt*
• Sofort einsatzbereit: direkt aus dem Gebinde, ohne Aufschlagen oder Vorbereiten
• Vielseitig einsetzbar: für süße & herzhafte Anwendungen, daher wirtschaftlich im Einsatz
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Hier geht's zum Philadelphia Cheesecake Rezept „Canadian Style“
Tradition, Terroir, Passion
Das Weingut Gebrüder Mathis liegt im Ortskern der beschaulichen Weinbaugemeinde Merdingen am malerischen Tuniberg. Die nahgelegene Autobahn A5 und die Nähe zu Freiburg machen einen Besuch unkompliziert. Von Ronny Weber
Die Geschichte des Weinguts begann vor zwei Generationen mit der Entscheidung der Gebrüder Mathis, die Vorratsflächen des elterlichen Kalk-Steinbruch in Weinberge zu verwandeln. So gründeten die Brüder Bernhard, Franz und Paul schließlich 1978 das Weingut Kalkbödele. Seit 2020 führen Severin Stich und seine Lebensgefährtin Sabeth Sedlatschek das Weingut, das er von seiner Mutter Sonja Mathis-Stich übernommen hat. Dabei stellen sie den Familiennamen Mathis und die Historie des Weinguts wieder bewusst in den Mittelpunkt. Offenes Bekenntnis zu Herkunft und
Zwischen Tradition, Terroir und Leidenschaft entstehen am Tuniberg charakterstarke Burgunderweine mit Tiefe, Eleganz und klarer Herkunft
Rückbesinnung auf den ursprünglichen Weinbau gaben den Anlass für die Namensänderung zu Weingut Gebrüder Mathis. Die 15 Hektar Weinberge liegen auf und um den ehemaligen Kalksteinbruch der Familie. Der Tuniberg ist vom Weinbau geprägt, aber nicht überall, wo mal Reben gesetzt wurden, hat man auch auf die Natur Rücksicht genommen. Die Weinrebe ist eine Monokultur und diese braucht einen Ausgleich. „Es braucht die Konzentration auf die besten Parzellen. Und das sind nicht zwingend jene, die es einem leicht machen“, sagt Stich. „Wir haben einen steinigen Weg gewählt, denn nur der führt zu den großen Weinen.“ Als Winzer nehmen sie ihre Verantwortung gegenüber der Natur und unserer Heimat ernst. Sie möchten daher ihre Kulturlandschaft nicht nur pflegen, sondern auch fördern. Im Weinberg arbeiteten sie daher absolut naturverbunden und mit aufwendiger Handarbeit. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Bodenbewirtschaftung und der Biodiversität. Die kalkreichen Böden und das milde Klima des Tunibergs bieten ideale Bedingungen für Burgundersorten. Entsprechend ist der Rebsortenspiegel des Weinguts von diesen dominiert. Es wird nur gesundes und ausgereiftes Trau-
VERKOSTUNGSNOTIZEN
2024 ‚KALKBÖDELE‘ GRAUBURGUNDER
QUALITÄTSWEIN TROCKEN
Intensives strohgelb. In der Nase leicht verwaschene Noten von Apfel- und Birnenschale, etwas Baumnuss, Sauerampfer und eine Spur Zitrus. Angenehm trocken, mittlerer Körper, feiner phenolischer Gripp. Saftig, gut balanciert, feine Würze mit angedeuteter Mineralität und guter Länge. Als Solist aber auch zu feinen Speisen!
2023 ‚TUNIBERG‘ GRAUBURGUNDER
QUALITÄTSWEIN TROCKEN
Intensives goldgelb mit leichter Trübung. In der Nase etwas wärmer mit Noten von Nussbutter, Toffee, Vanillekipferl und Birnenkonfit. Am Gaumen recht kräftig, spürbares aber gut eingebundenes Holz, schmelziger und etwas molligerer Typ als der Kalbödele. Aber auch schöne Saftigkeit und ordentlich Druck. Beeindruckender Wein!
2020 ‚ST MORAND‘ CHARDONNAY QUALITÄTSWEIN TROCKEN
Intensives goldgelb mit leichter Trübung. In der Nase kandierter Ingwer, Zitronenschale, Steinmehl, etwas Nelke und Lemon Tart. Am Gaumen sehr saftig mit viel Zug und Frische, nobler Schmelz, sehr gut eingebundenes Holz und vitales Säurerückrad, spannungsgeladener Wein mit feiner Struktur, Komplexität und perfekt eingebundenem Alkohol. Wirkt sehr athletisch, gradlinig und hat keinerlei Fett. Große Länge am Gaumen mit zartmineralischem Finish. Ein Wein der allein ebenso viel Spaß macht wie zu feinen Speisen. Jetzt gut trinkbar, hat aber auch noch Potential.
Leuchtendes rubinrot. Die Nase spielt zwischen vegetabilen Aromen wie Tomate, Pfeffer, Thymian und Salbei sowie fruchtigen Noten von Kirsche und Pflaume. Am Gaumen angenehm trocken mit feinherber Note. Kräuteraromen, zarte würze und feinkörnige Tannine. Sehr viel Saft und Zug mit gut eingebundener Säure. Zart mineralisches Finish von guter Länge.
Fotos:
Weingut
Gebrüder
Mathis
Im Herzen von Merdingen am Tuniberg gelegen, verbinden die Lagen des Weinguts Gebrüder Mathis eindrucksvoll Geschichte, Kalkstein-Terroir und nachhaltigen Weinbau
bengut für die Weinbereitung verwendet. Die Qualität entsteht im Weinberg, deshalb investieren sie den mit Abstand größten Teil der Arbeitszeit und Kraft in die Pflege der Reben. Seit 2023 ist der Betrieb auch ökologisch zertifiziert. Im Keller gilt es, die gewachsene Qualität der Traube zu erhalten. Bei Vergärung und dem Ausbau der Weine arbeitet man daher nach dem Motto „low tech“. Nach der Handlese werden die Weine grundsätzlich spontan vergoren. Ziel ist es, die Eigenheiten jeder Lage und des Jahrgangs authentisch ins Glas zu bringen. Alle Weine werden trocken ausgebaut und größtenteils unfiltriert angefüllt. Auf den Einsatz von Additiven wird hier konsequent verzichtet.
Schon seit den Anfängen setzt man in dem Weingut auf den Ausbau in französischen Barriques. Dadurch verfügt man beim Einsatz der kleinen Holzfässer über viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl und das richtige Know-how. Das Resultat sind Weine, die ihre Herkunft klar widerspiegeln. Elegante, feingliedrige Weine mit viel Struktur, Ausdruck und Tiefe. Keine lauten Fruchtbomben oder fette Schnecken, sondern subtile Leisetreter mit innerer Dichte und Lagerfähigkeit. Seitdem das junge Paar sich für die Weine verantwortlich zeigt,
Severin Stich und Sabeth Sedlatschek führen das Weingut Gebrüder Mathis mit frischem Elan, Respekt vor der Tradition und konsequentem Qualitätsanspruch
scheint der Aufstieg des Weinguts gar kein Ende zu finden. Mit ihren Weinen haben sie es in kürzester Zeit geschafft, sich innerhalb der deutschen Weinszene zu etablieren. Man findet sie mittlerweile auf den Weinkarten der renommiertesten Restaurants des Landes und im Sortiment von einigen ausgewählten Fachhändlern. Mit ihren weißen und roten Burgundern beweisen sie Jahr für Jahr, was man mit der konsequenten Umsetzung einer Idee, Leidenschaft und Hingabe zum Produkt auf die Flasche ziehen kann. Mit frischem Elan, Respekt vor der Tradition und einem klaren Qualitätsanspruch schreiben Severin Stich und Sabeth Sedlatschek die Geschichte ihres Weinguts neu und können optimistisch in die Zukunft blicken.
2021 ‚HOHRAIN‘ SPÄTBURGUNDER
QUALITÄTSWEIN TROCKEN
Leuchtendes kirschrot. Im Bukett sehr komplex mit Noten dunkler Kirschen, Kirschschokolade, Zwetschge, etwas Buchsbaum, sehr kühle subtile Aromatik mit etwas Kaminrauch. Im Mund wieder viel Zwetschgenfrucht, dazu eine Spur Vanille. Erinnert etwas an frisch gebackenen Zwetschgenstreusel. Sehr saftig, geradeaus mit viel Zug und einem stützenden Säuregerüst. Toller Balance und Tiefe. Dichter, aber sehr feingliedriger Wein der nichts Sattmachendes oder Schweres hat. Hohe Trinkanimation mit zartem Schmelz und toller Länge im Abgang.
2022 ‚ROSENLOCH‘ SPÄTBURGUNDER
QUALITÄTSWEIN TROCKEN
Helles Rubinrot im Glas. Komplexe, spannungsgeladene Aromatik mit Noten von wilden Waldbeeren, Sauerkirsche und Espressobohne. Dazu mischen sich etwas Lakritze und Vanilletabak. Am Gaumen ein wahres Feuerwerk! Lebendiger Säurekick! Zarter Schmelz, etwas Bitterschokolade, sehr feine Tannine und die einen saftigen Abgang überleiten. Schon sehr zugänglich, hat aber auch Potential.
Ronny Weber
Der Sommelier und Weinakademiker
Ronny Weber arbeitet nach Stationen wie Hotel Ritter (Durbach) oder Cliveden House Berkshire heute als selbstständiger Weinberater. In seiner Kolumne stellt er junge, unabhängige Weingüter vor, die bereits Weine von außergewöhnlicher Qualität produzieren, aber noch auf nur wenigen Weinkarten vertreten sind.
Hommage an die 1950er Jahre: Restaurant Anna
Einrichtung, die Geschichten erzählt
Vielleicht erwacht gerade in turbulenten Zeiten wie diesen die Sehnsucht nach einem Ort, der auffängt und behütet. An dem einfach alles nur schön und gut ist. Bei den aktuellen Restauranteinrichtungen ist zu beobachten, dass sie sehr persönlich geprägt sind. Von Silvia Geuker
Fotos:
Die genannten
Unternehmen, Jonas
Dülberg
(Restaurant Anna Luise), Alexandre
Tabaste
(Monte-Carlo
Société des Bains de Mer),
Nicolas
Matheus
(Fermob)
Luise im Hotel
Diedrich Wellnesshotel & Spa
Hier passt die Farbe der Sessel zum Namen: Das Neue Hoheit Restaurant im Rosewood Vienna
Die Bars im Marlow wurden aufwändig mit vielen künstlerischen Elementen gestaltet
Mal ist das Konzept mit einer Erinnerung verbunden, mal spinnt die Raumausstattung die Geschichte eines historischen Gebäudes weiter. Ein anderes Mal sind es moderne Konzepte, die mit einer geschickten Unterteilung und Nischenbildungen ein Ambiente der Geborgenheit schaffen. Und immer wieder findet man überraschende Gestaltungselemente. Ankommen und sich wohlfühlen, dafür stehen aktuelle Restaurant-Einrichtungen verschiedenster Couleur.
Reise in die 1950er Jahre
Im Hotel Diedrich Wellnesshotel & Spa im sauerländischen Hallenberg gibt es ein Restaurant, dessen Namen der Großmutter der heutigen Eigentümer gewidmet ist. Man erinnert sich gerne an Anna Luise, weil sie das Hotel durch die schwierigen Nachkriegsjahre geführt hat, mit einer stillen, aber unnachgiebigen Kraft. Entsprechend spiegelt sich diese Zurückhaltung im Design des neu gestalteten Restaurants wider: Immer noch ist der Küchentisch erhalten, an dem Anna Luise saß und arbeitete. Eine überdimensionale Glosche im Eingangsbereich erinnert an die Zeit, als Speisen noch mit Metallhauben serviert wurden. Zarte Farben, wie Salbei- und Naturtöne, prägen die Räume ebenso wie Rauten und andere Formen, die an die 1950er Jahre erinnern – modern interpretiert. Die in hellem Taupe gehaltenen Wände mit eingelassenen ornamentalen Motiven, die in Hellgrau gehaltenen Sessel und der Parkettboden korrespondieren harmonisch miteinander. Der hinterleuchtete, schwungvolle Schriftzug setzt sich sanft von der Wand ab. Insgesamt wirkt das Restaurant elegant und lichtdurchflutet. Der historisch verwinkelte Grundriss war für die Architekturschmiede Stein, die die Räume gestaltete, eine Herausforderung, aber gleichzeitig macht dieser auch den Charme des Restaurants aus. Das Restaurant besteht aus mehreren Räumen mit unterschiedlichem Charakter: Die kleine Stube, ausgestattet mit behaglichen Sesseln und Sofas,
strahlt Ruhe und Intimität aus. Die mittlere Stube sorgt mit ihren Nischen für eine private Atmosphäre. Lebhafter wirkt der Wintergarten mit seinem Ausblick in die grandiose Natur des Sauerlandes.
Inklusion aus der Schmuddelecke holen Coffee, Brownies & Downies in bester Lage in Oberursel versteht sich als stylische Tagesbar und Café. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung. Ganz bewusst hat Max Luscher, Gründer und Geschäftsführer des Franchise-Konzepts, das Thema „Inklusion“ aus der Schmuddelecke herausgeholt und eine Premium-Atmosphäre für Gäste und Mitarbeitende geschaffen. Der ehemalige CEO von B&B Hotels in CN&E, will Menschen mit schwerer Behinderung anhand des Konzepts den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt ermöglichen. In seinem Team arbeiten elf Mitarbeiter mit Handicap sowie vier ohne Einschränkungen. Dazu kommen noch Aushilfen. Ihm liegt am Herzen, dass das Café viele Gäste anspricht und sich wirtschaftlich trägt. Das Interieur Design stammt vom Designers House Frankfurt und ist überaus weiblich und verspielt gestaltet: mit Hängesesseln, Deko-Kissen, großen Grünpflanzen, Sitznischen, unterschiedlichen Ebenen und behaglichen Ledersofas entsteht ein abwechslungsreiches Ambiente. Die meisten Inklusionsprojekte seien hingegen funktional eingerichtet, so Luscher, weil es für Interior Design keine Fördermittel gibt. In diesem Fall haben die Innenarchitekten das Design gestalterisch und finanziell unterstützt –ein Glücksgriff.
Zwischen Wiener Tradition und Moderne
Ein ehemaliges neoklassizistisches Bankgebäude bildet die architektonische Basis des heutigen Rosewood Vienna. In früheren Zeiten war es sogar das Zuhause von Mozart. Die Innenräume verbinden glanzvolle Grandezza mit lokaler Kunst.
Coffee, Brownies & Downies: fantasievolle
Einrichtung im Premium-Design mit weiblicher Handschrift
Die Neugestaltung zum zeitgemäßen Luxushotel wurde von den Wiener Architekturbüros A2K und BEHF realisiert, während das Interieur vom Londoner Designstudio Alexander Waterworth geprägt wurde. Das Design des Restaurants und der Rooftop-Bar in der sechsten und siebten Etage stammt vom Wiener Designstudio Kroenland und wurde im Zuge späterer konzeptioneller Anpassungen weiterentwickelt. Die Räume eröffnen eindrucksvolle Ausblicke über die Stadt. Das Neue Hoheit Restaurant greift mit klassischer österreichischer Holzverarbeitung die Atmosphäre der legendären Wiener Kaffeehäuser auf und verbindet Tradition mit moderner Eleganz. Rosewood Vienna ist eine Hommage an das Erbe, die Handwerkskunst und die zeitgenössische Kultur der österreichischen Hauptstadt. Seit seiner Eröffnung im August 2022 hat sich das Hotel Rosewood Vienna als eine
der bekanntesten Luxusadressen der Stadt etabliert und vereint Wiener Tradition mit zeitgenössischer Kultur im Herzen der Altstadt. Das Rosewood Vienna präsentiert hoch über den Dächern der Stadt ein Rooftop-Restaurant. Es versteht sich als moderner Treffpunkt für Einheimische und internationale Gäste. Im Neue Hoheit Restaurant im sechsten Stock des Hotels, wird österreichische Küche mit moderner Handschrift neu interpretiert. Der offen gestaltete Raum ist um den zentralen Küchenbereich herum konzipiert und verbindet die verschiedenen Bereiche harmonisch miteinander. Das Raumkonzept wird durch eine Gartenterrasse sowie den Garden Room und den Secret Garden erweitert. Abgerundet wird das Konzept durch die Neue Hoheit Bar. Atemberaubende Ausblicke auf die Wiener Altstadt machen jeden Besuch zu einem besonderen Erlebnis.
Britisch-mediterraner Clubstil
Das von der englischen Literatur des späten 19. Jahrhunderts inspirierte Restaurant Marlow in Monaco erzählt die Geschichte von Lady M., einer launischen britischen Lady, die ihre Gäste in ihrem einzigartigen Universum empfängt. Der Architekt und Innenarchitekt Hugo Toro, ein Künstler französisch-mexikanischer Herkunft, entwarf ein Dekor, das sich über 300 Quadratmeter im Innenbereich und 100 Quadratmeter auf der Terrasse erstreckt. Das Marlow ist ein angelsächsisch inspirierter Ort, der die Atmosphäre eines Privatclubs im britischen Stil mit der mediterranen Sonne verbindet.
Für das Marlow gestaltete Hugo Toro ein Interieur Design, das nach Maß entworfen wurde - von der Architektur über die Möbel und Türgriffe bis hin zu den Leuchten. Die viktorianische Welt und ihre Holzarchitektur vermischen sich mit von Korallen inspirierten Motiven. Verschiedene Bereiche, wie die Meeresfrüchtetheke, die private Lounge und die Musikbühne gruppieren sich alle um eine zentrale Bar. Warmes Licht durchflutet das Gästeerlebnis von der Morgendämmerung bis zur Abenddämmerung bei Kerzenschein. Mit Liebe zum Detail wurden vielfältige Materialien, wie etwa dekorative Patina, glänzendes Holz, rosa und wassergrüner Marmor und eine Barschürze aus massivem Gusseisen kombiniert. In dieser häuslichen und architektonischen Umgebung befindet sich auch Lady M.s Kuriositätenkabinett mit einer Sammlung von Objekten, die von Hugo Toro ausgewählt wurden, sowie Kunstbüchern und Biografien. Albert Manzone, Generaldirektor der Monte-Carlo Société des Bains de Mer, kommentiert: „Das Marlow bereichert die Barund Restaurantkollektion der Monte-Carlo Société des Bains de Mer, die bereits rund 30 Adressen auf monegassischem Boden umfasst. Dieses neue Konzept wurde geschaffen, um die weitgehend englischsprachige Kundschaft des neuen monegassischen Viertels anzusprechen, aber natürlich auch die monegassischen Einwohner sowie die Besucher des Fürstentums.“
Möbel, die begeistern
Immer wieder erfinden sich die Gastronomiemöbel neu. Sie schaffen einladende Momente und setzen wirkungsvolle Akzente in der Restaurant-Einrichtung.
Tecta von A.B.C Worldwide steht für modernes Design und einen hohen Sitzkomfort. Die Ziersteppungen und der Keder am Polstersitz geben ihm eine wertige Optik. Durch den integrierten Drehmechanismus ermöglicht der Stuhl Flexibilität. Der Stuhl Newport Verita 98 verbindet ein schlichtes Design mit einem angenehm gepolsterten Sitz. Die klaren Linien und die wahlweise in Holz oder Metall erhältlichen Gestelle verleihen ihm
A.B.C. Worldwide Tecta
A.B.C. Worldwide Allegra
A.B.C. Worldwide Newport Verita
Fermob Studie
Fermob Studie Barstuhl
eine kombinationsfreudige Vielseitigkeit, die sich in unterschiedliche Gastronomiebereiche integrieren lässt. Der Bankett- und Restaurantstuhl Allegra vereint funktionale Robustheit mit flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten. Sein bei 200 Grad Celsius gehärtetes Gestell, wahlweise aus pulverbeschichtetem Aluminium oder mit Holzdekor, sorgt für hohe Stabilität, während Sitz und Rücken individuell in Stoff oder Kunstleder ausgeführt werden können. Praktischerweise ist der Stuhl stapelbar.
Studie von Fermob ist inspiriert von den Stühlen der Schulzeit. Designer Tristan Lohner, greift bei diesem Exemplar auf die ikonischen, klar gestalteten Linien der Stühle früherer Klassenzimmer zurück, aber mit zeitgenössischem Touch. Passend dazu gibt es einen Barstuhl sowie einen Sessel mit gepolstertem Sitz. Die Aluminiumkonstruktion mit abnehmbaren Kappen macht Studie komplett recycelbar. Zu haben in vielen Farben. Mit seinen weichen, klaren Linien steht Archie für das Prinzip „weniger ist mehr“, eine minimalistische Silhouette, wie in einem Zug gezeichnet, leicht und komfortabel. Je nach Wunsch ist er mit einem, zwei oder ganz ohne Armlehnen erhältlich.
Der Stuhl Kalira von Goin interpretiert den klassischen Industrielook neu. Sein schwarz pulverbeschichtetes Stahlgestell verleiht ihm eine klare Linienführung und sorgt zugleich für hohe Stabilität im täglichen Gastronomie-Einsatz. Die elegant gesteppte Rückenlehne mit seitlicher Unterstützung bietet ergonomischen Halt und einen hohen Sitzkomfort. Der weich gepolsterte Sitz mit einem Bezug aus hochwertigem, pflegeleichtem Kunstleder zeigt eine angenehme Haptik und edle Optik. Zwei Farbvarianten fügen sich harmonisch in jedes Raumkonzept ein. Belmora wirkt durch seine Vollpolsterausführung einladend. Die abgerundeten Armlehnen gehen elegant in die Rückenleh-
ne über. Der Bouclé-Bezug erzeugt durch seine markante Struktur eine warme, wohnliche Note. Das Kunstleder in VintageGrau setzt dazu einen klaren Akzent. Beide Bezugsmaterialien sind pflegeleicht und eignen sich für vielerlei Einrichtungskonzepte. Ein Highlight ist das edle Finish des pulverbeschichteten Gestells.
Der Sessel Aine von Konway zitiert die 1950er Jahre in einer modernen Übersetzung. Durch die Polsterung mit Schäumen hoher Stauchhärte und zusätzlicher Gurtbespannung auf der Sitzfläche steht er für einen hohen Sitzkomfort und Formstabilität. Zu haben in verschiedenen Polsterungen. Zu dem Sessel gibt es verschiedene Gestellausführungen in Stahl oder Holz. Auch ein passender Barhocker ist erhältlich. Den Vollpolsterstuhl Ama 03 gibt es mit vielen verschiedenen Gestellvarianten in Holz oder pulverbeschichtetem Stahl – vom Vierfußgestell über ein Kufengestell bis zum
flexiblen Drehgestell. Die Sitzschale des Stuhls erregt Aufmerksamkeit durch seine Steppung im Rücken. Manu entpuppt sich als komfortabler Tausendsassa mit seiner Vollpolsterausführung mit Schäumen hoher Stauchhärte und einem Stahlrahmen als Basis. Auch hier hat der Gastronom die Wahl zwischen unterschiedlichsten Gestellen und Stahl oder Holz. Aus der Serie gibt es ebenfalls einen Barhocker.
Die Möbelserie Acerios von Vega erhält ein Update: Das pulverbeschichtete Stahlgestell des Tisches ist jetzt in einem modernen Olivton erhältlich und trifft auf eine Tischplatte in Wildeiche-Optik aus FSC-zertifiziertem Eichenfurnier. Ob als kommunikativer Stehtisch oder klassischer Dining-Tisch – der Tisch passt zu vielen Raumkonzepten. Wave Samt kombiniert textile Verspieltheit mit klarer Konstruktion. Die geflochtene Knotenoptik in Rücken- und Armlehne verleiht dem Stuhl eine handwerklich ins-
Goin Kalira Stuhl
Konway Aine
Supreme Bar
Konway Ama 03
Goin Belmora Armlehner
Vega Acerios
Vega Wave Samt
pirierte Anmutung und umarmt den Gast zugleich. Der samtbezogene Sitz bringt Komfort und eine hochwertige Haptik ins Interieur. In Verbindung mit dem Metallgestell entsteht ein spannender Materialkontrast. Cane Samt von Vega ist ein eleganter Restaurantstuhl mit einer Sitzfläche aus Samt und einem Rücken, der mit Wiener Geflecht bespannt ist. Wiener Geflecht gilt als langlebiges und nachhaltiges Naturmaterial. Zur Erhaltung seiner Elastizität reicht ein feuchtes Abwischen der Geflecht-Rückseite. Campato ist ein hochwertiger Holzstuhl im Landhausstil aus massiver Eiche. Die ergonomisch geformte Sitzmulde sowie die Rückenlehne stehen für einen hohen Sitzkomfort – ganz ohne Polsterung. Optional sind passende Sitzkissen erhältlich.
Estara von Objekt-m ist ein Vollpolsterstuhl für die Gastronomie, der auf langlebige Materialien, eine ergonomisch geformte Sitzschale und ein reduziertes Design setzt. Entwickelt für den täglichen Einsatz in stark frequentierten Bereichen, verbindet er
Komfort mit einer klaren Formsprache. Der Bezug der bequemen Sitzschale besteht aus pflegeleichtem, robustem PU-Leder in den Farben Antique Black oder Brown. Passend zum Stuhl gibt es den Barhocker Estara Bar. Der Restaurantstuhl Rito ist ebenso ein Vollpolsterstuhl mit Metallgestell und ergonomisch geformter Sitzschale mit integrierten Armlehnen. Die Kombination aus solider Konstruktion, komfortabler Polsterung und zeitlosem Design macht ihn zur funktionalen Lösung. Zu haben in den Farben Antique Black oder Brown. Nojo präsentiert sich als Polsterstuhl für die Gastronomie, der robuste Materialien mit ergonomischem Sitzkomfort verbindet. Dank seines gepolsterten Rückens und Sitzes schafft er eine angenehme Atmosphäre für Gäste, während das pulverbeschichtete Metallgestell für eine hohe Lebensdauer im gewerblichen Einsatz sorgt. Es gibt ihn in zwei Bezugsvarianten. Die harmonische, gerundete Form macht die Vollpolsterbank E-101 zu einem Eyecatcher. Durch den geschlossenen Sockel in Metalloptik lässt sich der Boden mühelos reinigen
und bewahrt die Bank vor Verschmutzungen. Deko-Kissen sorgen für eine kuschelige Optik und ein Plus an Sitzkomfort.
Der kompakte Gastronomie-Stuhl Siena von P&M Furniture vereint modernes Design mit Komfort und Langlebigkeit. Sein Holzrahmen und die Armlehnen geben ihm Stabilität, während die gepolsterte Sitzfläche sowie die Rückenlehne für ein bequemes Sitzerlebnis sorgen. Manhattan Bench ist eine modulare Esstischbank mit pulverbeschichtetem Stahlrahmen und hochdichtem Schaumstoff für hohen Komfort und lange Haltbarkeit. Die Bank kann vollständig nach Kundenspezifikation gefertigt und mit einer Vielzahl von Stoffen bezogen werden. Der Barhocker Nuvie BK vereint klassische Eleganz mit Komfort. Sein robustes Metallgestell und die integrierte Fußstütze stehen für Langlebigkeit und Stabilität, während der gepolsterte Sitz und die Rückenlehne für Behaglichkeit sorgen. Erhältlich ist der Barhocker in vielen verschiedenen Bezügen sowie Kunstleder.
SERVICE
• www.architekturschmiede-stein.de (Restaurant Anna Luise)
Jetzt scannen und die neuesten Angebote entdecken!
Kontraste inszenieren
Filigranes Weiß trifft auf tiefes Schwarz, matte Oberflächen auf glänzende Akzente. In Kombination mit markanter Tischwäsche und flexiblen Mix-andMatch-Konzepten entstehen Settings, die mit Kontrasten arbeiten und dem gedeckten Tisch neue Ausdruckskraft verleihen. Von Karolina Treder
Fürstenberg Grecque Satin Finish
Fürstenberg stellt zu seiner Grecque-Kollektion, die seit dem 19. Jahrhundert zum festen Bestandteil des Sortiments zählt, zwei Neuinterpretationen vor. Die ursprünglich im Biedermeier entwickelte Form verbindet Einflüsse des Empire mit klassizistischen Linien und wird nun um zeitgemäße Varianten ergänzt. Mit Grecque Satiniert rückt die Materialität in den Fokus. Die Kombination aus samtmatten und glasierten Flächen prägt das Erscheinungsbild: Satinierte Außenseiten und Fahnen treffen auf glänzende Spiegelflächen. Der entstehende Kontrast betont die Form und sorgt für eine differenzierte Lichtwirkung am gedeckten Tisch. Ergänzt wird die Kollektion durch einen Henkelbecher mit einem Fassungsvermögen von 0,35 Litern, der auf den täglichen Einsatz ausgelegt ist und die Serie funktional erweitert.
Für die Serie My China! von Sieger by Fürstenberg wurden mehrere Dekor- und Formvarianten weiterentwickelt. Ca’ d’Oro steht ein Dekor im Fokus, das mit klaren Schwarz-Weiß-Kontrasten und geometrischen Mustern arbeitet. Streifen, Quadrate und Kreise erzeugen eine architektonisch anmutende Wirkung, die durch von der Gotik inspirierte Formen ergänzt wird. Ein Vierpass dient dabei als prägendes Ornament. Von Hand aufgetragenes Poliergold setzt gezielte Akzente und verleiht zusätzliche visuelle Tiefe. Bei Stella rückt die haptische und reliefartige Gestaltung in den Fokus. Feine, radial verlaufende Linien strukturieren die Oberfläche und erzeugen eine Dynamik. Die coupförmigen Teile mit weich ausgearbeiteten Konturen sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die Dekorlinie Treasure setzt auf Edelmetallveredelungen. Feine Bänder sowie spiegelnde Flächen werden in Handarbeit mit Platin oder Gold aufgebracht, wobei die Breite der Ränder je nach Form und Größe der Teile variiert. Dieses Detail sorgt für ein differenziertes Erscheinungsbild innerhalb der Kollektion und unterstreicht den handwerklichen Charakter. Auch die Unterseiten der Teller sind gestaltet.
Vega aus der Lusini Markenfamilie präsentiert drei neue Serien für den professionellen Einsatz: Opus, Caju und Black Reef. Opus setzt auf klare Linien und ausgewogene Proportionen. Klassische Rundungen treffen auf organische Konturen und schaffen eine ruhige Bühne für Präsentationen. Der cremefarbene Ton bringt Wärme ins Tischbild. Im Alltag überzeugt die Serie durch Stapelbarkeit, widerstandsfähige Glasur und Stoßfestigkeit. Caju verfolgt einen zurückhaltenden Ansatz. Die weiß-graue Farbgebung mit sanftem Verlauf rahmt Speisen dezent ein. Ein per Digitaldruck erzeugtes Sprenkeldekor sorgt für leichte Variationen, ergänzt durch ein dezentes Relief. Teller mit und ohne Fahne bieten Flexibilität. Black Reef richtet sich an Betriebe, die mit Kontrasten arbeiten. Die tiefschwarze Oberfläche mit grünen Nuancen hebt Farben und Strukturen
Sieger Ca’ d’Oro Vega Opus
hervor. Eine Reactive Glaze sorgt für individuelle Farbverläufe. Das robuste Porzellan ist spülmaschinen- und mikrowellengeeignet.
2026 wird die Kollektion Sonetto von Rosenthal um eine weitere Dekorvariante ergänzt. Die Serie greift gestalterisch die Idee der gleichnamigen italienischen Gedichtform auf und überträgt sie in eine vielschichtige Porzellankollektion. Charakteristisch für Sonetto ist das Zusammenspiel organischer und floraler Formen, die unterschiedliche Präsentationsebenen ermöglichen. So setzen etwa Teller mit erhobenem, blütenförmigem Spiegel Speisen gezielt in Szene. Auch Schalen, Tassen und weitere Elemente greifen florale Motive auf. Die Gestaltung bleibt dabei bewusst zurückhaltend: Weiße Oberflächen wechseln zwischen glänzenden und matten Partien und schaffen eine ruhige Bühne für die Präsentation. Mit Sonetto Platino wird die Linie nun um eine Variante mit feinen Platinlinien erweitert. Der Dekor knüpft formal an Sonetto Oro an und ergänzt die Kollektion um eine kühle, elegante Akzentuierung.
Mit reliefierten Ausführungen und neuen Dekoren baut Seltmann Weiden das Einsatzspektrum seiner Serie Sento aus. Die Reliefvarianten setzen auf plastische Oberflächen, die Licht- und Schattenwirkungen betonen. Sento Relief Wave zeigt eine fließende Struktur, während Sento Relief Barcode eine klare, grafische Anmutung schafft. Mit Sento Relief Paper ergänzt eine fein strukturierte Variante das Spektrum. Mit Sento Galaxy kommt eine ausdrucksstarke Dekorlinie hinzu: Die dunkle Glasur mit feinen Sprenkeln erzeugt je nach Lichteinfall lebendige Tiefe. Ergänzt wird das Portfolio durch Sento Black Line und Sento New Black Line mit reduzierter Linienführung.
Zwischen klassischer Formensprache und funktionaler Ausrichtung positioniert Steelite mehrere Kollektionen für moderne Gastronomiekonzepte. Concorde orientiert sich am Mid-Century-Design und setzt auf klare Linien sowie eine leicht strukturierte Oberfläche. Eine warme, neutrale Grundfarbe ermöglicht vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Neben Weiß ist die Kollektion auch mit farbigen Rändern sowie in matten Varianten erhältlich. Alle Komponenten sind stapel-
bar und für den intensiven Einsatz konzipiert. Mit Orbita erweitert Steelite sein Performance-Sortiment um eine Serie mit kreisförmiger Linienführung, die den Blick zur Tellermitte lenkt. Ein organisch wirkender Rand verleiht der Serie eine handwerkliche Note.
Bead verbindet klassische Gestaltung mit moderner Ausführung. Das klare Design wird durch strukturierte Details ergänzt und ermöglicht mit Bead und Bead Accents differenzierte Tischgestaltungen.
Villeroy & Boch zeigt zwei neue Serien: Gefertigt aus Premium Bone Porcelain, zeichnen sich Stella Blossom und Stella Cosmo durch eine feine Materialität und hohe Stabilität aus. Die Bandbreite der Formen reicht von klassisch bis organisch und ermöglicht flexible Inszenierungen im Mix-and-Match-Prinzip. Stella Blossom zeigt eine naturinspirierte Variante. Weich fließende, organische Linien prägen die Silhouetten und greifen gestalterisch die Form eines Lotusblatts auf. Die reduzierte, weiße Oberfläche unterstützt eine zurückhaltende Präsentation und rückt die Speisen in den Mittelpunkt, während die Formgebung eine leichte, nahezu schwebende Wirkung erzeugt. Stella Cosmo setzt auf eine expressivere Formensprache. Inspiriert von Designströmungen der 1960er- und 1970er-Jahre, kombiniert die Serie ovale Konturen mit gezielten Kantenhebungen. Die Formen wirken modern und eigenständig, ohne die Funktionalität einzuschränken.
Anders in Form gebracht
Kaffee- und Tee-Servicelinien gewinnen zunehmend an Bedeutung als Gestaltungselemente. WMF Professional hebt dies mit der Kollektion CoffeeCulture hervor, die sich durch die Kombination von Porzellan und Cromargan auszeichnet und nun durch unterschiedliche Oberflächenveredelungen erweitert wird. Ergänzt um Kristallgläser der Serie True Flavour und ausgewählte TabletopKomponenten entstehen Arrangements, die visuelle Eleganz und haptische Qualität miteinander verbinden. Vier Sets sind erhältlich. Das Ensemble PVD Gold inszeniert Kaffee als luxuriöses Statement, wobei Porzellantasse, Löffel, Milchkännchen und Tablett opulent
WMF Professional CoffeeCulture
Steelite Orbita
Seltmann Weiden Sento Galaxy
Villeroy&Boch Stella Blossom
miteinander harmonieren. PVD Anthrazit vermittelt einen urbanen, industriellen Look, während PVD Kupfer Wärme und Eleganz in das Arrangement bringt. Die veredelten Elemente von Hellgold erinnern an klassische Café-Atmosphäre wie in Paris. Alle Oberflächen, Porzellan- und Tabletop-Komponenten lassen sich frei kombinieren.
Neue Getränkekonzepte und veränderte Konsumgewohnheiten stellen auch an Glasdesign und Funktionalität differenzierte Anforderungen. Zwiesel Fortessa reagiert darauf mit Kollektionen, die sensorische Aspekte und praktische Einsatzmöglichkeiten verbinden. Transition wurde speziell für alkoholfreie und fermentierte
GLANZ ENTSTEHT IM DETAIL
Weißes Geschirr verzeiht mehr, schwarzes neigt zu Schlieren und Rückstände. Worin liegen hier aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen im Spülprozess?
Um das vorwegzunehmen: Schwarzes beziehungsweise buntes Porzellan stellt für uns keinerlei Herausforderung dar. Im Spülprozess liegt der Unterschied zwischen weißem und farbigem Porzellan bei der Wasseraufbereitung. Denn Schlieren und Rückstände sind in den meisten Fällen auf die Wasserqualität zurückzuführen. Sie entstehen hauptsächlich durch gelöste Mineralstoffe und Rückstände im Wasser. Schlieren und Flecken auf Gläsern, Besteck und farbigem Porzellan können mit einer professionellen Wasseraufbereitung wirkungsvoll vermieden werden.
Welche Rolle spielen Wasserqualität, Chemie und Klarspüler speziell bei dunklem Geschirr, auf dem Rückstände deutlich schneller sichtbar werden? Durch Wasseraufbereitungsgeräte wird die Wasserqualität optimiert und das Spülergebnis verbessert. Bei farbigem Porzellan empfehlen wir mindestens eine Teilentsalzung. Die Reduzierung des Salzgehalts im Wasser sorgt hier für eine deutliche Verbesserung der Spülergebnisse. Vollentsalzung oder ein Umkehrosmosegerät filtern nahezu 100 Prozent der unerwünschten Inhaltsstoffe aus dem Wasser. Es bleibt also reines Wasser zurück, was keine Rückstände auf dem Porzellan hinterlässt. Wenn die Reinigerdosierung nicht optimal eingestellt ist, werden Reinigerrückstände sichtbar, egal ob auf buntem oder weißem Porzellan.
Getränke entwickelt. Die Kollektion, bestehend aus vier kurzstieligen Gläsern und einer Trinkschale, unterstützt gezielt sensorische Eigenschaften. Gefertigt aus Tritan-Kristallglas, verbinden die maschinengefertigten Gläser Brillanz, Bruchfestigkeit und Spülmaschinentauglichkeit. Rooftop richtet sich an Bar- und Gastronomiekonzepte. Filigrane, dünnwandige Gläser in neun Größen treffen hier auf eine kompakte Retro-Formensprache. Mit Stack ergänzt eine funktionale Lösung das Portfolio. Die stapelbaren Glasbecher im reduzierten Japandi-Stil sind auf platzsparende Lagerung ausgelegt und decken in vier Größen ein breites Einsatzspektrum ab – ebenfalls aus Tritan-Kristallglas gefertigt.
Ob weißes, dunkles oder glasiertes Geschirr: Jörg Forderer, Leiter Produktschulung bei Winterhalter Deutschland, erklärt, worauf es hier im Spülprozess ankommt.
In der Praxis kommt es häufig zu unbefriedigenden Ergebnissen bei schwarzem Geschirr. Wo liegen die häufigsten Fehlerquellen im Spülprozess?
Das kann dann passieren, wenn ein Gastronom sein Geschirr von weißem auf farbiges Porzellan umstellt. Dann fehlt meistens die Wasseraufbereitung.
Welche technischen oder chemischen Empfehlungen gibt Winterhalter, um sowohl bei hellem als auch bei dunklem Geschirr ein konstant brillantes Spülergebnis zu erzielen?
Die Grundvoraussetzung für perfekte Spülergebnisse ist die optimale Abstimmung von Spülmaschine, Wasseraufbereitung, Spülchemie und Korb. Deswegen raten wir zu einem Rundum-Service eines Herstellers.
Inwiefern müssen Spülprogramme, Temperatur oder Mechanik angepasst werden, um unterschiedliche Materialien und Oberflächen – etwa mattes oder glasiertes Geschirr – optimal zu reinigen?
Unsere Spülprogramme können individuell eingestellt werden. Das heißt Temperatur, Spüldruck, Reinigerdosierung und Spülzeit können auf das Spülgut und den Verschmutzungsgrad angepasst werden. Gläser werden mit weniger Temperatur gespült als Porzellan, Kochutensilien mit mehr Druck, und vieles mehr. Bei glasiertem Porzellan gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen, in einigen Fällen empfehlen wir dann den Einsatz eines schonenden Reinigers. www.winterhalter.de
Duni Velviq
Zwiesel Transition
Akzente setzen
Mit Tischdecken und Servietten lassen sich Farbund Materialkonzepte gezielt umsetzen und flexibel variieren. Sie schaffen nicht nur den Rahmen für Porzellan, Glas und Besteck, sondern bestimmen maßgeblich die Stimmung und Atmosphäre am Tisch.
Die Duni Group erweitert mit dem Tischdeckenmaterial Velviq sein Portfolio um eine Lösung, die auf ressourcenschonende Herstellung und praktische Anforderungen im täglichen Einsatz ausgerichtet ist. Velviq basiert auf FSC-zertifiziertem, holzbasiertem Rohmaterial aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Forstbetrieben und erfüllt damit etablierte Umwelt- und Sozialstandards. Ein zentrales Merkmal des Materials ist seine effiziente Ressourcennutzung. Im Vergleich zu schwereren Tischdeckenalternativen wird weniger Material eingesetzt, ohne Einbußen bei Stabilität oder Handhabung. Damit adressiert Velviq insbesondere Betriebe, die nachhaltigere Lösungen in ihre Abläufe integrieren möchten, ohne auf Funktionalität zu verzichten. Das Sortiment umfasst Rollen, Platzsets und Tischläufer in den Farben Weiß, Creme und Granitgrau.
Wäschekrone präsentiert Neuheiten für den gedeckten Tisch im Fine Dining. Ein Schwerpunkt liegt auf Zwirnköper-Tischwäsche mit feinem Jacquard-Dessin, das durch ein filigranes Spitzendekor geprägt ist. Gefertigt aus gekämmter und mercerisierter Baumwolle, eignet sich diese Variante für festliche Anlässe und anspruchsvolle
Tischinszenierungen. Ergänzt wird das Sortiment durch Halbleinen-Tischwäsche aus einem Baumwoll-Leinen-Mix, die mit Naturtönen eine ruhige und elegante Atmosphäre unterstützt. Darüber hinaus bietet Wäschekrone individuelle Anpassungsmöglichkeiten. Maße, Verarbeitung und Design lassen sich gezielt auf Raumkonzepte und Markenauftritte abstimmen.
Bei Mank stehen Servietten aus Materialien wie Airlaid und Tissue, die sowohl funktionale als auch gestalterische Aspekte verbinden, im Mittelpunkt. Die Kollektion setzt auf eine breite Farbpalette: Zarte Pastelltöne werden mit kräftigeren Nuancen kombiniert, florale Muster treffen auf reduzierte, moderne Designs. Gestalterisch legt Mank den Fokus auf saisonale Inszenierungen, die sowohl leichte, frühlingshafte Konzepte als auch farbintensive Arrangements für sommerliche Anwendungen abbilden. Neben Servietten umfasst das Sortiment unter anderem Tischdecken, Läufer, Platzsets und weitere Artikel wie Untersetzer.
Papstar setzt für 2026 und 2027 auf warme Neutraltöne wie Sand, Greige und Creme als Basis, ergänzt durch natürliche Grüntöne wie Salbei und Olive. Für kontrastreiche Akzente kommen tiefere Nuancen wie Pflaume, dunkles Blau/Grün oder Schwarz zum Einsatz. Ton-in-Ton-Konzepte erleichtern dabei Planung und Umsetzung, während gezielte Farbakzente über Servietten, Kerzen und Accessoires flexibel gesetzt werden können. Entsprechend setzt Papstar auf Mixand-Match-Lösungen sowie funktionale Produkte wie Servietten im 1/8-Falz, die effizientes Handling im Service unterstützen. Farblich abgestimmte Kerzen und weitere Tischkomponenten ermöglichen eine durchgängige Gestaltung im gastronomischen Alltag.
SERVICE
• www.duni.com • www.fuerstenberg.de
• www.lusini.de • www.mank.de
• www.papstar.de • www.rosenthal.de
• www.seltmann.com • www.steelite.com
• www.villeroy-boch.com • www.wmf-professional.de
• www.waeschekrone.de
• www.zwieselfortessa.com
und Abluft-Wärmerückgewinnung
Zeitersparnis dank integriertem Reinigungskonzept
Optimale Wassernutzung durch automatischen Schmutzaustrag
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Die neue Logik des Kaffees
Kaffeemaschinen sind heute komplexe Systeme für die professionelle Gastronomie. Sie verbinden Automatisierung, digitale Steuerung und konstante Qualität im täglichen Betrieb – und entwickeln sich zunehmend zu Plattformen für unterschiedliche Heiß- und Trendgetränke. Von Klaus Leifeld
Neben klassischen Kaffeespezialitäten gewinnen Anwendungen wie Matcha, Chai oder Espresso-basierte Mixgetränke an Bedeutung. Hersteller erweitern ihre Systeme entsprechend und reagieren damit auf den wachsenden Bedarf an vielseitigen, margenstarken Getränkekonzepten.
Die Anforderungen in Gastronomie und Hotellerie steigen kontinuierlich. Höhere Taktung, Fachkräftemangel und der Anspruch an konstant verfügbare Qualität erhöhen den Druck auf Betreiber deutlich. Im Mittelpunkt steht nicht mehr nur die Zubereitung in der Tasse, sondern die Frage, wie sich Prozesse stabil, effizient und skalierbar gestalten lassen. Technik wird damit zunehmend Teil umfassender Betriebskonzepte. Der Markt reagiert darauf mit einer Vielzahl neuer Lösungen. Führende Hersteller kombinieren klassische Kaffeezubereitung
Franke A Linie
mit intelligenter Systemtechnik, vernetzten Anwendungen und erweiterten Getränkeangeboten – und verschieben damit die Leistungsgrenzen moderner Kaffeesysteme.
Zwei Maschinen, ein Prinzip
Im Frühstücksservice eines Hotels oder im SB-Bereich eines Caterers bedarf es keiner Kaffeemaschine, die beeindruckt, sondern liefert. Genau hier setzt Bartscher mit der neuen KV2-Serie an: zwei Kaffeevollautomaten für unterschiedliche Betriebskonzepte, vereint durch hohen Durchlauf, einfache Bedienung und konstante Qualität. Der KV2 Premium richtet sich an Betriebe mit Anspruch auf ein breites Kaffeeangebot inklusive Frischmilch. Zwei 1.200-GrammBohnenbehälter mit separaten Mahlwerken ermöglichen parallele Bohnensorten. Milchschaum wird wahlweise aus Frischmilch über einen externen Schlauch oder aus Milchpulver erzeugt, ein Temperatursensor sichert konstante Qualität. 30 Programme sind voreingestellt, weitere frei definierbar. Über die Bartscher Cloud lässt sich die IoTfähige Maschine aus der Ferne überwachen. Der KV2 Topping ist auf Betriebe ausgelegt, die bewusst auf Frischmilch verzichten – etwa in der Gemeinschaftsverpflegung oder im SB-Bereich. Zwei Toppingbehälter ermöglichen die Zubereitung von Milch-, Kakao- oder anderen Pulverspezialitäten. So entsteht ein breites Getränkespektrum per Knopfdruck, ohne aufwendiges Milchsystem. 16 Programme sind hinterlegt, weitere individuell programmierbar.
Beide Modelle verfügen über ein duales Pumpensystem für bis zu 90 Tassen pro Stunde und sind auf rund 120 Tassen täglich ausgelegt. Das 10,1-Zoll-Touchdisplay (Android) ermöglicht neben der Getränkewahl auch das Abspielen eigener Inhalte per
USB. Drei Wasseroptionen sowie werkzeuglos entnehmbare Komponenten erleichtern Betrieb und Wartung.
Effizienz und Zusatzgeschäft Cup&Cino präsentierte auf der Internorga in Hamburg gleich mehrere Produktneuheiten, die gezielt auf zusätzliche Umsatzpotenziale und vereinfachte Abläufe in Gastronomie und Hotellerie abzielen sollen. Im Fokus stehen Lösungen, die klassische Kaffeesysteme um trendstarke Getränkekonzepte und kompakte Verkaufsformate erweitern.
Ein Highlight ist der neue Espresso Martini Premix, der den Trendcocktail servierfertig in wenigen Sekunden direkt aus der Maschine liefert – bei gleichbleibender Qualität und minimalem Personalaufwand. Ergänzt wird das Portfolio durch die Barista One Fusion, die Siebträgerqualität mit der Bedienlogik eines Vollautomaten kombiniert
Cup&Cino BaristaONE Touch Twin+
und insbesondere das Geschäft mit Trendgetränken wie Matcha oder Chai adressiert. Auch der wachsende Self-Service-Bereich wird bedient: Die Barista One Touch Serie ermöglicht erstmals die Zubereitung von Matcha auf Knopfdruck – heiß oder kalt, klassisch oder mit veganem Milchschaum. „Unsere Besucher auf den Frühjahrsmessen konnten selbst sehen, wie viel Potenzial in modernster Getränketechnologie steckt – und wie einfach es sein kann, Gäste zu begeistern und gleichzeitig mehr Umsatz zu generieren“, erklärt Dominik Düsterhus, Vertriebsleiter Cup&Cino.
Effizienz trifft BaristaAnspruch
Mit der neuen A Linie setzt Franke Coffee Systems nach eigenen Angaben einen technologischen Maßstab für die professionelle Kaffeezubereitung. Die mit dem iF Design Award 2026 ausgezeichneten
Easy Access: Guter Kaffee, für alle zugänglich
Das Easy Access-Konzept der Schaerer Coffee Soul ermöglicht die Auswahl der Getränke über zusätzliche Tasten, die direkt an der Tropfschale der Maschine angebracht sind. Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können so ihr Getränk ganz einfach selbst zubereiten, wann und wo sie möchten.
Modelle A600 und A800 richten sich an Betriebe, die steigende Qualitätsansprüche, wachsende Getränkevielfalt sowie Personal- und Kostendruck gleichzeitig bewältigen müssen.
Im Zentrum steht die Verbindung von Barista-Qualität und vollautomatischer Effizienz. Das iQFlow System optimiert die Extraktion dynamisch und sorgt für reproduzierbare Ergebnisse. FoamMaster erzeugt feinen Milchschaum für warme und kalte Getränke, während Precision Temp die ideale Brühtemperatur sichert. IndividualClean reduziert Reinigungsaufwand und Ressourcenverbrauch, die HeatGuard Boilertechnologie senkt den Energieverlust um bis zu 44 Prozent.
Für Flexibilität sorgen bis zu drei Mahlwerke, zwei Pulverbehälter, eine optionale Flavor Station für sechs Sirupsorten sowie das IndividualMilk System, das einen Wechsel zwischen Milch und pflanzlichen Alternativen ohne Kreuzkontamination ermög-
licht. Das digitale FrankeOS unterstützt Bedien- und Selbstbedienungsszenarien und führt Mitarbeitende intuitiv durch den Betrieb.
Tim Sellmann, Senior Product Marketing & Communications Manager (DE/AT), bringt die Relevanz auf den Punkt: „Die Kaffeeindustrie steht an einem Wendepunkt: Kunden erwarten Premiumqualität, Vielfalt und personalisierte – auch milchfreie – Optionen. Gleichzeitig kämpfen Betreiber mit Kosten, Personalmangel und Umweltauflagen. Die neue A Linie wurde genau dafür entwickelt.“
Bezahlen und Verwalten in Echtzeit
Mit dem Pocket Pilot 3.0 hebt Jura Gastro die Verwaltung professioneller Kaffeevollautomaten auf ein neues Level. Die kostenlose Webapplikation ermöglicht die schnelle, sichere Bezahlung per QR-Code über mobile Devices – von Apple Pay bis PayPal –und verarbeitet gleichzeitig alle Telemetriedaten in Echtzeit. So behalten Betreiber den Maschinenstatus, Umsätze und Pflegehinweise jederzeit im Blick und können Preise, Spezialitäten und Rezepte direkt über ein Dashboard anpassen. Die Version 3.0 ist für die X-Linien-Modelle X10 und X4 nutzbar; weitere Modelle folgen im Jahresverlauf. „Gerade im Gastronomiebereich, wo mit besonders spitzem Bleistift gerechnet wird, ist die Digitalisierung von zentraler Bedeutung“, erklärt Ralf Hüge, Geschäftsführer Jura Gastro. „Mit dem Pocket Pilot 3.0 stellen wir der Gastronomie eine kostenlose Software zur Verfügung, mit der das Bezahlen, Abrechnen und Verwalten professioneller Vollautomaten zum Kinderspiel wird. Daten können direkt ins Warenwirtschaftssystem fließen und sind über die Jura Connect App jederzeit auf Handy oder Tablet einsehbar.
Schaerer Coffee Soul
Jura PocketPilot
WMF Peak50
So sehen Gastronomen auf einen Blick, welche Kaffeespezialitäten nachgefragt werden, und können ihr Angebot gezielt optimieren.“
Der Pocket Pilot 3.0 deckt unterschiedliche Geschäftsmodelle ab, erlaubt die Einrichtung individueller Benutzergruppen, flexible Preisgestaltungen und mobile Direktzahlungen. In Kombination mit dem optionalen Business Connect Tool profitieren Betreiber so von einem umfassenden, datengestützten Managementsystem für professionelle Kaffeeversorgung.
Digitalisierung und integrierte Payment-Lösungen
Mit Melitta Insights, dem webbasierten Portal für Telemetrie- und Maschinendaten, will Melitta Professional das Kaffeegeschäft transparenter und besser steuerbar machen. Betreiber erhalten einen Überblick über Performance und Status ihrer Maschinenflotte – etwa zu Bezügen, Verbräuchen, Füllständen oder Reinigungszyklen. Auf dieser Basis lassen sich Prozesse optimieren, Ausfallzeiten reduzieren und Rezepturen standortübergreifend standardisieren. In Kombination mit der mobilen App lassen sich relevante Informationen und Meldungen zudem direkt auf dem Smartphone
nutzen – ein Vorteil gerade in großen oder dezentral organisierten Betrieben. Ergänzend rückt Melitta Professional mit den Modellen Cafina CT8plus und CT6 Kaffeevollautomaten in den Fokus, die aktuelle Getränketrends flexibel abbilden. Während die CT8plus mit hoher Vielfalt und umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten überzeugt, steht die CT6 für einfache Bedienung und zuverlässige Performance im täglichen Einsatz.
„In Verbindung mit Kaffeevollautomaten der aktuellen Melitta Cafina Generation entstehen ganzheitliche Lösungen, die exzellenten Kaffee mit datenbasierter Steuerung, effizientem Betrieb und komfortabler Bezahlung verbinden“, sagt Miriam Babaz, Digital Onboarding Manager/Product Management Digital Products. „Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir individuelle Set-ups aus Maschine, digitalen Services wie Melitta Insights und PaymentLösungen, die optimal zu den jeweiligen Anforderungen passen.“
Vielfalt, Inklusion und BaristaQualität
SEB Professional Beverage reagiert mit Marken wie WMF und Schaerer auf den schnellen Wandel der Getränkewelt im
Gastgewerbe mit ganzheitlichen, zukunftsfähigen Konzepten. Neben klassischen Kaffeespezialitäten gewinnen farbintensive Trenddrinks wie Matcha, Chai, Cold Brew oder saisonale Signature Drinks an Bedeutung. Gefragt sind visuell starke, indivi-
Die Neue A-Linie überzeugt mit Funktionen wie dem neuen FoamMaster. Er sorgt für verbesserte In-Cup-Qualität und höchste Konsistenz - mit optimaler Milchtemperatur und feinster Schaumtextur für jedes milchbasierte Getränk.
Melitta Payment
AUTOMATISIERTE VERSORGUNG
Coffema International positioniert sich gemeinsam mit Iovent als Anbieter für Smart Vending und automatisierte Versorgungslösungen. Im Fokus stehen digital vernetzte Verkaufs- und Versorgungssysteme, die insbesondere im Hotelumfeld neue Möglichkeiten eröffnen. Ziel ist es, Gästen rund um die Uhr Produkte bereitzustellen – unabhängig von Servicezeiten oder Personalverfügbarkeit.
Ein zentraler Trend ist die zunehmende Integration von Smart Vending in Hotels zur Erweiterung des gastronomischen Angebots. Moderne Konzepte ermöglichen flexiblen Zugang zu Snacks, Getränken und Kaffeespezialitäten – ohne Wartezeiten.
Smart Vending entwickelt sich damit vom Zusatzangebot zum strategischen Umsatztreiber. Hotels können ihr Angebot skalieren, Zusatzumsätze generieren und gleichzeitig personelle Ressourcen effizienter einsetzen.
„Wir sehen aktuell sehr deutlich, dass sich die Erwartungen von Hotelgästen verändern. Flexibilität wird immer wichtiger – gerade bei Business-Reisenden, die oft früh abreisen oder spät ankommen. Smart Vending schließt genau diese Lücke. Es geht nicht mehr nur darum, irgendetwas verfügbar zu machen, sondern bewusst um Qualität und Verlässlichkeit – rund um die Uhr. Hotels schaffen zusätzliche Umsatzquellen, ohne ihre operativen Prozesse zu verkomplizieren. Aus meiner Sicht wird sich dieses Modell in den nächsten Jahren als fester Bestandteil moderner Hotelkonzepte etablieren“, sagt Philipp Nicklisch, Coffema Key Account Manager Hotellerie.
www.coffema.de
dualisierbare Getränke, die vom Frühstück bis zur Bar funktionieren. Mit einem breit aufgestellten Portfolio bietet SEB Lösungen für unterschiedliche Einsatzbereiche. Für kleine und mittlere Betriebe ermöglichen die Einstiegsmodelle WMF Peak 50 und WMF Elevation 10 einen einfachen Zugang zur professionellen Getränkezubereitung. Dank integrierter Pulveroptionen lassen sich neben Kaffee auch Matcha Latte, Kakao- oder Mixgetränke umsetzen – laut SEB ideal für Hotels, Bäckereien, Self-Service-Konzepte und Gastronomie.
Ein zentrales Thema bleibt die einfache, barrierearme Bedienung. Mit Easy Access für die Schaerer Coffee Soul setzt Schaerer auf inklusiven Self-Service: Spezielle Bedientasten ermöglichen Rollstuhlfahrenden sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine selbstständige, intuitive
Getränkeauswahl. Dort, wo Kaffee zum Erlebnis wird, verbindet SEB Technik mit Barista-Kultur. Die WMF espresso NEXT steht für authentisches Espressohandwerk, hohe Reproduzierbarkeit und professionelle Performance – vom Café über die Hotelbar bis zur anspruchsvollen Außer-Haus-Gastronomie. So entstehen flexible Getränkekonzepte aus einer Hand – vom Einstieg bis zur Premiumlösung.
„Unsere Lösungen spiegeln das veränderte Konsumverhalten wider: mehr Vielfalt, intuitive Bedienung, echte Inklusion und gleichzeitig höchste Getränkequalität. Unser Ziel ist es, Betrieben jeder Größe ein zukunftsfähiges, skalierbares Getränkeerlebnis zu ermöglichen“, er klärt Axel Fähnle, Head of Marketing.
Zweimilchlösung erweitert
Flexibilität
Mit der neuen Zweimilchlösung für die Black&White4 compact CTM RL baut Thermoplan die Flexibilität seines kompakten Kaffeevollautomaten aus. Betreiber können nun erstmals klassische Kuhmilch und pflanzliche Alternativen parallel aus einer Maschine anbieten – ohne Einbußen bei Qualität, Geschmack oder Geschwindigkeit. Kern der Erweiterung ist eine integrierte Kühleinheit mit zwei getrennten Milchbehältern à vier Liter. Beide Systeme arbeiten unabhängig voneinander, sodass jede Milch hygienisch getrennt bleibt und ihre Eigenschaften optimal zur Geltung kommen. Automatisierte Reinigungsprogramme und eine präzise Temperatursteuerung sorgen für konstante Ergebnisse.
Damit reagiert Thermoplan auf die steigende Nachfrage nach individualisierbaren Getränkeangeboten und erweitert die Einsatzmöglichkeiten insbesondere für Betriebe mit begrenzter Fläche.
„Der Markt für professionelle Kaffeemaschinen ist geprägt von Automatisierung, Digitalisierung und dem Anspruch an konstant hohe Qualität bei minimalem Schulungsaufwand“, sagt Yves Zurmühle, Head of Marketing bei Thermoplan. „Mit flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten wie der Zweimilchlösung ermöglichen wir es Betreibern, unterschiedliche Milchsorten in gleichbleibend hoher Qualität zu verarbeiten und gleichzeitig effizient zu arbeiten.“
Ergänzend setzt das Unternehmen auf digitale Lösungen wie ThermoplanConnect zur Überwachung und Optimierung der Maschinenleistung sowie auf langlebige, energieeffiziente Konzepte. Damit positioniert sich die Black&White4 compact als vielseitige Lösung für moderne Kaffeekonzepte mit wachsender Getränkediversität.
FACTS
• www.astoria.com
• www.bartscher.com
• www.cupcino.com
• www.franke.com
• www.juragastroworld.de
• www.melittaprofessional.de
• www.groupeseb.de
• www.schaerer.com
• www.thermoplan.ch
Alles beginnt mit der Klinge
Ob Steakhouse, Biergarten oder BBQ-Konzept – am Grill zählt jeder Schnitt. Scharfe, ergonomische Messer sind dabei ein zentrales Werkzeug, das nicht nur die Zubereitung erleichtert, sondern auch die Qualität auf dem Teller spürbar beeinflusst. Von Karolina Treder
Die neue geschmiedete Kochmesser-Serie activecut pure von Friedr. Dick stellt eine konsequente Weiterentwicklung der bisherigen ActiveCut-Linie dar und richtet sich gezielt an die Anforderungen professioneller Küchen in Gastronomie und Grillbereich. Im Fokus stehen eine klare Designsprache,
hohe Verarbeitungsqualität und eine durchgängig funktionale Ausrichtung für den täglichen Einsatz unter Praxisbedingungen. Die Klingen werden aus hochwertigem, rostfreiem Stahl geschmiedet und anschließend mit einem zweifachen Endabzug versehen, was für eine besonders ausgeprägte Anfangs-
schärfe sorgt. Mit einer optimierten Härte von rund 56 HRC bietet die Serie eine ausgewogene Kombination aus langanhaltender Schneidleistung und guter Nachschärfbarkeit – ein entscheidender Vorteil im intensiven Küchenalltag.
Der ergonomisch geformte Vollkunststoffgriff ist nahtlos mit der Klinge verbunden und vollständig spaltenfrei verarbeitet. Dadurch werden sowohl eine sehr gute Handhabung als auch die Hygienestandards gewährleistet. Das rutschund abriebfeste Material unterstützt zusätzlich die Sicherheit bei der Arbeit. Der Halbkropf ermöglicht zudem das vollständige Nachschleifen der Klinge bis in den hinteren Bereich und sorgt dafür, dass die gesamte Schneidfläche optimal genutzt werden kann. Gestalterisch geht activecut pure einen bewusst reduzierten Weg: Auf das bisherige Metallemblem im Griff wurde ver-
Friedr. Dick activecut pure
Friedr. Dick activecut pure
Chefs Messer
Victorinox Swibo
Victorinox Fibrox
zichtet, wodurch eine klarere, modernere Optik entsteht und die Balance des Messers zusätzlich verbessert wird. Alle Modelle der Serie sind NSF-zertifiziert und erfüllen damit international anerkannte Hygiene- und Sicherheitsstandards.
Die Messerkollektionen Swibo und Fibrox von Victorinox sind unter anderem speziell für den Einsatz in Gastronomie. Die Fibrox-Serie zeichnet sich durch ihre funktionalen, ergonomischen Griffe aus thermoplastischem Elastomer (TPE) aus. Diese sind rutschfest, hygienisch und für den intensiven Dauereinsatz konzipiert. Die Klingen bestehen aus rostfreiem Edelstahl und sind auf zuverlässige Schärfe, gute Nachschärfbarkeit und hohe Alltagstauglichkeit ausgelegt. Fibrox-Messer werden besonders häufig in Küchen eingesetzt, in denen Effizienz, Sicherheit und Robustheit im Vordergrund stehen.
Die Swibo-Serie richtet sich ebenfalls an professionelle Anwender. Charakteristisch sind die auffälligen gelben, ergonomisch geformten Griffe, die eine sehr gute Sichtbarkeit im Arbeitsumfeld bieten und zusätzlich rutschfest ausgeführt sind. Auch hier kommen hochwertige Edelstahlklingen zum Einsatz, die auf präzise Schnitte, hohe Kontrolle und lange Haltbarkeit ausgelegt sind. Beide Kollektionen stehen für robuste, praxisorientierte Arbeitsmesser mit klarem Fokus auf Sicherheit, Ergonomie und dauerhafte Schneidleistung.
In der professionellen Gastronomie – insbesondere in stark ausgelasteten Grillbetrieben wie Steakhäusern, Biergärten oder modernen BBQ-Konzepten – ist die Qualität des Schnitts ein entscheidender Faktor für
Produktqualität und Effizienz. Genau hier setzt das Konzept von TheSharp.club mit der Lösung SaveBox an.
Im täglichen Betrieb führt der Einsatz stumpfer Messer schnell zu Qualitätsverlusten: Fleischfasern werden eher gerissen als sauber getrennt, Fleischsaft tritt vermehrt aus und die Portionierung wird ungleichmäßig. Das wirkt sich auf Saftigkeit, Optik und Wareneinsatz aus. Scharfe, professionell geschärfte Klingen hingegen sorgen für saubere Schnitte, erhalten die Produktstruktur und gewährleisten eine gleichbleibend hohe Qualität auf dem Teller. Ein häufiges Problem in Küchen ist das fehlende System: Schärfprozesse sind oft nicht klar organisiert, Verantwortlichkeiten fehlen und die Schärfegrade im Umlauf sind uneinheitlich. Dadurch entsteht ein schleichender Qualitätsverlust, der im Tagesgeschäft kaum auffällt, sich jedoch in Ergebnis und Ablauf deutlich bemerkbar macht. Die SaveBox von TheSharp.club etabliert einen klar strukturierten, wiederkehrenden Prozess. Die Box wird einmalig im Betrieb eingerichtet und bei Bedarf genutzt: Messer werden gesammelt, sicher verpackt und an den Service gesendet. Nach der professionellen Aufbereitung kommen sie zeitnah geschärft und einsatzbereit zurück. Der Service umfasst dabei mehr als reines Nachschärfen. Entscheidend sind ein präziser Schleifwinkel, ein gleichmäßiger Materialabtrag entlang der gesamten Schneide sowie eine saubere Politur für exakte Schnitte. Gleichzeitig wird materialschonend gearbeitet, um die Lebensdauer der Messer zu erhalten. Im Ergebnis entsteht ein standardisierter, planbarer Prozess, der den Küchenalltag entlastet und für konstant hohe Schneidqualität sorgt.
SERVICE
• www.dick.de
• www.thesharp.club
• www.victorinox.com
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Keine Kapitalbindung, volle Kostenkontrolle: PAY PER WASH ist das ideale Abrechnungsmodell für Existenzgründer und die Saisongastronomie.
Abrechnung nach tatsächlicher Nutzung
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TheSharpClub SaveBox Messer
Bad Westernkotten freut sich über einen besonderen Meilenstein: Das Thermalhotel Kemper wurde im Rahmen einer offiziellen Übergabe durch den DEHOGA erstmals mit vier Sternen ausgezeichnet. Damit tragen beide Häuser die anerkannte Vier-Sterne-Klassifizierung.
Im Rahmen der Messe Motorräder Dortmund 2026 wurden vier Hotels der Welcome-Gruppe als motorradfreundliche Betriebe ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgte gemeinsam durch ADAC und DEHOGA. Ausge zeichnet wurden das Welcome Hotel Meschede, das Welcome Hotel Bochum, das Welcome Hotel Gelsenkirchen sowie das Welcome Hotel im Dorf Münsterland.
Die feierliche Übergabe fand in der hauseigenen Solea Bar statt. Überreicht wurde die Auszeichnung durch Dr. Wolfgang Henke vom DEHOGA Westfalen. Entgegengenommen wurde sie von Geschäftsführer Michael Kemper sowie den beiden Hotelleitern Sandra und Sascha Peifer.
Die DEHOGA-Klassifizierung bestätigt die hohe Qualität des Hauses in Bereichen wie Service, Ausstattung, Zimmerkomfort und Gastronomie. Bislang war das Thermalhotel Kemper mit ein Drei-Sternen-Superior bewertet. Mit der erfolgreichen Höherstufung unterstreicht das Hotel seinen Anspruch, Gästen einen Aufenthalt auf gehobenem Niveau und mit besonderem Wohlfühlfaktor zu bieten. Ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung war 2025 die jüngste Modernisierung und Erweiterung. Seitdem stehen allen Hotelgästen ein hauseigenes Schwimmbad, eine finnische Sauna sowie ein moderner Fitnessraum zur Verfügung. Darüber hinaus lädt die Cocktailbar Solea Bar im Haus zwei zum Verweilen ein. Mit hochwertigen Drinks und stilvollem Ambiente bietet sie ein besonderes Erlebnis, das es in dieser Form bislang in Bad Westernkotten noch nicht gegeben hat.
„Die Auszeichnung ist für uns eine schöne Bestätigung unserer kontinuierlichen Arbeit und Weiterentwicklung“, so die Geschäftsführung. „Unser Dank gilt vor allem unserem gesamten Team, das täglich mit Engagement und Herz für das Wohl unserer Gäste sorgt.“ Mit der VierSterne-Auszeichnung stärkt das Thermalhotel Kemper seine Position als komfortables Wellness- und Urlaubsziel im Kurort Bad Westernkotten. Der Ansporn bleibt dabei weiterhin groß: Das Hotel möchte den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen – und arbeitet bereits an neuen Ideen und Plänen, um für Gäste künftig noch besser zu werden.
Motorradfreundliche Betriebe erfüllen eine Reihe spezieller Kriterien, die auf die Bedürfnisse dieser Gäste zugeschnitten sind. Dazu gehören unter anderem sichere und möglichst überdachte Abstellmöglichkeiten für Motorräder, Trockenmöglichkeiten für nasse Kleidung, Werkzeug oder kleine Reparaturmöglichkeiten sowie Informationen zu
Der DEHOGA zeichnet das Thermalhotel Kemper mit einem vierten Stern aus
In Dortmund wurden motorradfreundliche Hotels geehrt (von links nach rechts): Thomas Frisse, Vorstand Touristik ADAC Westfalen, Monika Gassem, Mary Kimani und Katharina Korres, alle drei von den Welcome Hotels, Lars Martin, Heike Ellermann, Touristik ADAC Westfalen, sowie vorne: Simone Gugat-Götz, Touristik ADAC Westfalen
beliebten Motorradrouten in der Umgebung. Auch flexible Serviceleistungen – etwa ein frühes Frühstück oder geführte Motorradtouren – gehören häufig zum Angebot. Für Lars Martin, stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim DEHOGA Westfalen, passt dieses Engagement auch gut zur historischen Tradition der deutschen Gasthauskultur: „Wenn man so will, knüpfen motorradfreundliche Hotels an eine sehr alte Tradition an. Die ersten professionellen Gasthäuser in Deutschland waren Poststationen – Orte, an denen Reisende nicht nur selbst eine warme Mahlzeit und einen trockenen Schlafplatz fanden, sondern an denen auch ihr Pferd versorgt wurde. Heute kümmern sich die motorradfreundlichen Gastgeber ebenso aufmerksam um das Transportmittel ihrer Gäste – nur dass dieses inzwischen zwei Räder und einen Motor hat.“
Branchentreffen in Soest
In der Gaststätte Zur Steinkiste trafen sich kürzlich Vertreter des Hotel- und Gaststättengewerbe zur Ortsversammlung des DEHOGA Soest.
DEHOGA Soest Ortsversammlung (von links): Michael Grönewäller, Hotelklassifizierung, Ulrich Becker, Ortsvorsitzender, Hartmut Luhmann, stellvertretender Ortsvorsitzender, Michael Waszek, HDI-Rechtschutz, und Dr. Wolfgang Henke, DEHOGA Westfalen
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Branchenthemen sowie die Planung gemeinsamer Aktivitäten für das kommende Jahr.
Ein zentrales Diskussionsthema war die siebenprozentige Mehrwertsteuer auf Speisen, deren Auswirkungen auf die Betriebe weiterhin intensiv erörtert wurden. Darüber hinaus stellte Michael Waszek, HDI-Roland, die Vorteile der verbandseigenen Rechtsschutzversicherung vor und ging auf deren Nutzen für Mitgliedsbetriebe ein.
Besonderes Interesse weckte die Präsentation der oneDEHOGA App. Neben digitalen Lösungen für rechtliche Fragestellungen – auch unter Einbindung von Künstlicher Intelligenz – bietet die Anwendung Unterstützung im betrieblichen Alltag. Auch exklusive Vorteile wie Rabatte, unter anderem beim Kraftstoffbezug, wurden hervorgehoben.
Im weiteren Verlauf der Versammlung stellte Ortsvorsitzender Ulrich Becker gemeinsam mit seinem Vorstand das Jahresprogramm für 2026 vor. Geplant sind unter anderem regelmäßige Treffen, die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Stadt Soest – etwa bei der Auslosung eines Kirmesstandes – sowie eine gemeinsame Fahrt zu einer Brauerei im Sauerland. Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr die Bedeutung des Austauschs innerhalb der Branche und bot den Teilnehmenden wertvolle Impulse für ihre tägliche Arbeit.
Besuch auf der Internorga 2026
In Hamburg konnte das DEHOGA Ostwestfalen-Team interessante Tage auf der Internorga erleben. Gemeinsam mit anderen DEHOGA Landesverbänden waren sie im DEHOGA Club Gastgeber für viele Mitglieder und führten zahlreiche gute Gespräche.
Als Treffpunkt ist der Club ein beliebter Rastplatz für alle, die von den vielen Eindrücken, den interessanten Produkten und Vorträgen einfach einmal verschnaufen möchten. Ein großer Dank gilt den Organisatoren sowie den Speakern, die auch im DEHOGA Club in ihren Impulsvorträgen Wissenswertes für die Branche weitergegeben haben.
Auch das Ostwestfalen-Team machte sich auf die Suche nach Inspirationen für die Planung des diesjährigen Branchentages 7.0 am 17. November 2026. Dabei wurden viele Vorträge zum Thema „Zukunft gestalten – im Wandel bestehen!“ besucht und überlegt, wer als besonderer Gast an diesem Tag im Lokschuppen Bielefeld auftreten könnte.
Der Wunschkandidat war schnell gefunden. Mit seiner Leidenschaft für die Branche, seiner Überzeugungskraft und vor allem seiner Ausstrahlung begeistert und motiviert er Menschen. Dabei bleibt er sachlich und ehrlich und zeigt klar auf, wie wichtig es ist, innovative Lösungen zu finden – von effizienten Prozessen bis hin zur Weiterbildung. Das Team konnte schließlich „Gastro-Flüsterer“ Kemal Üres dafür gewinnen, nach Bielefeld zu kommen und beim Gastro Upgrade am Branchentag von seiner Leidenschaft für die Branche zu berichten.
Kamen auf der Internorga zusammen (von links): Frank Thiel, Referent Fachgruppen DEHOGA NRW, Regine Tönsing, Geschäftsführerin DEHOGA Ostwestfalen, Thorsten Hellwig, Pressesprecher DEHOGA NRW, und Kurt Weher, Landesgeschäftsführer DEHOGA NRW
Coaching Day im Lind Hotel Rietberg
Wieder einmal konnte der Coaching Day 2026 mit den Teilnehmern der Jugendmeisterschaft Steinkrüger Culinary Award im Lind Hotel in Rietberg stattfinden.
Dieser Tag im Sinne der Ausbildung ist stets eine wertvolle Vorbereitung für die Teilnehmer der Jugendmannschaft bei der Meisterschaft in Nordrhein-Westfalen, aber auch eine Unterstützung für die Abschlussprüfung. Auch diesmal waren 18 junge Menschen aus Ausbildungsbetrieben in ganz Ostwestfalen dabei, die sich intensiv in ihrem Ausbildungsberuf weiterbilden und coachen ließen.
Der Coaching Day ist kein Wettbewerb. Den Auszubildenden in den Berufen Hotelfachfrau/-mann, Fachfrau/-mann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie sowie Köchin/Koch werden Aufgaben gestellt, die gemeinsam erarbeitet, nachgebessert und diskutiert werden. Die ehrenamtlichen Coaches stehen dabei mit Rat und Tat zur Seite, ohne zu bewerten. Dies eröffnet allen Beteiligten eine neue Perspektive und bringt eigene Herausforderungen mit sich. Unterstützt wurden die Coaches von einem Körperspracheexperten, der insbesondere den jungen Menschen im Service- und Hotelbereich wertvolle Tipps geben konnte, etwa für Reklamations- und Verkaufsgespräche oder im Umgang mit Gästen – eine neue Erfahrung und sicherlich ein Gewinn für die Zukunft. Ein besonderer Dank des DEHOGA Ostwestfalens gilt dem Direktor des Lind Hotels in Rietberg, Dennis Jacob, der das Haus als Gastgeber zur Verfügung gestellt hat und damit die Bedeutung der Ausbildung in der Branche unterstreicht. Die Vorfreude auf den weiteren Verlauf im Wettbewerb in Nordrhein-Westfalen ist groß.
Glanzvolle Lippische Jugendmeisterschaften
Der DEHOGA Lippe veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Köcheclub Lippe und dem Felix-Fechenbach-Berufskolleg (FFB) in Detmold alljährlich die lippischen Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe.
Insgesamt 20 Auszubildende der Berufe Koch/Köchin, Hotelfachmann/-frau und Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie nahmen in diesem Jahr an den Meisterschaften teil. Nach einem schriftlichen Teil zur Fachkunde, zum Fachrechnen und Marketing vor drei Wochen vor dem praktischen Teil, wurden an Mitte März die praktischen Prüfungsteile in Küche, Hotel und Restaurant des FFB absolviert.
Vor den Augen der Fach-Jury Für die Kochauszubildenden galt es, aus einem vorgegebenen Warenkorb ein kreatives, saisonales Drei-Gänge-Menü für vier Personen zuzubereiten und termingerecht anzurichten. Der Wettbewerb im Hotel- und Restaurantbereich umfasste alle Abteilungen: An der Rezeption wurden internationale Gäste eingecheckt und No-show-Rechnungen erstellt, im Housekeeping Zimmer kontrolliert und nachhaltige Reinigungsmittel ausgewählt. Im Restaurantservice standen Blumenarrangements und in der Küche die Zubereitung eines Obstsalats auf dem Programm. Die Teilnehmenden aus der Restaurant und Veranstaltungsgastronomie deckten Tische fachgerecht ein, bereiteten Kräuterfrischkäse sowie alkoholfreie Cocktails zu und präsentierten eine Weinauswahl. Zudem servierten sie die Menüs der Kochauszubildenden, begleitet von alkoholfreien Weinen der Manufaktur Jörg Geiger. Ergänzend mussten alle Auszubildenen typische Lebensmittel und Arbeitsgeräte erkennen und erläutern. Am Ende des Wettbewerbstages konnte Birgit Lemke, Jugendwartin des DEHOGA Lippe, die Preise an die Gewinner überreichen. Bei den Köchen siegte Anna Schmitz aus Jan´s
Die Sieger Anna Schmitz, Sarah Prüfer und Shu Ho Hsu (Mitte von links nach rechts) mit Holger Lemke (vorne links) sowie Stefan Brüggemann vom Bad Meinberger Mineralbrunnen, Anja Limberg, Raphael Stascheit von der Privat-Brauerei Strate, und Rainer Grabbe (hinten von links nach rechts) und FFB-Schulleiterin Annette Lehmköster (rechts)
Restaurant im Detmolder Hof vor Lennart Gran und Malte Höfer - beide aus dem Landhaus Begatal in Dörentrup. Auf dem Siegertreppchen bei den Hotelfachleuten standen: Shu Ho Hsu vom Best Western Plus Hotel Ostertor (Platz 1), Karina Kunkel aus dem Maritim Hotel (Platz 2) und Lennox Tyger Werner, ebenfalls aus dem Best Western Plus Hotel Ostertor (Platz 3). Der Siegerpreis der Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie ging an Sarah Prüfer aus dem Restaurant & Café Seeterrassen in Schieder-Schwalenberg. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Jeremy Sieker vor Sandy Vetter, beide vom Luisa - Pasta liebt Wein aus Lemgo.
Begeistert vom Niveau
DEHOGA-Lippe-Präsident Holger Lemke und Köcheclub-Vorsitzende Anja Limberg zeigten sich begeistert vom Leistungsniveau und dankten den Sponsoren Bad Meinberger Mineralbrunnen, Handelshof Detmold und Privat-Brauerei Strate für ihre Unterstützung. Sven Jacobi, FFB-Fachbereichsleiter, lobte die Zusammenarbeit zwischen der Berufsschule, dem DEHOGA und dem lippischen Köcheclub. Rainer Grabbe, Allgemeiner Vertreter des Landrates, betonte die Bedeutung der Gastronomie und des Tourismus in Lippe und ergänzte: „umso wichtiger sind daher für die Unternehmen - gerade heute - qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie Sie“. Vor den auf den vorderen Plätzen gelandeten Auszubildenden liegt nun noch ein gutes Stück Arbeit. Am Ende ist es das Ziel, sich bei den Jugendmeisterschaften im Herbst mit den besten Auszubildenden Deutschlands zu messen und den DEHOGA Lippe zu vertreten.
Die Vier-Sterne-Klassifizierung steht für hohe Qualität und Komfort. Swetlana Lenger (links) und Matthias Lenger (rechts) vom Kurpark Hotel in Bad Salzuflen freuen sich über die Übergabe der Klassifizierungsurkunde durch den DEHOGA-Lippe Geschäftsführer Kai Buhrke (Mitte)
Auszeichnung als Top-Ausbildungsbetrieb
Kamen für die Verleihung des Zertifikats Top-Ausbildungsbetrieb bei der Windmühle Fissenknick zusammen (von links nach rechts): Anna-Katharina Lemke, der Auszubildene Mathis Dette, Holger Lemke, Kai Buhrke und Birgit Lemke
Die Windmühle Fissenknick ist für ihre Ausbildungsqualität im Gastgewerbe ausgezeichnet worden. Der DEHOGA verlieh dem Betrieb das Zertifikat Top-Ausbildungsbetrieb.
„Wohl kaum eine Branche ist so faszinierend und abwechslungsreich wie die Hotellerie und Gastronomie. Die hervorragenden Perspektiven, die mit einer Ausbildung im Gastgewerbe verbunden sind, wollen wir jungen Menschen, ihren Eltern und der Öffentlichkeit sichtbar machen“, erklärt Holger Lemke, Präsident des DEHOGA Lippe. Er freut sich, dass auch sein Betrieb erneut das Siegel Top-Ausbildungsbetrieb tragen darf.
Um diese Auszeichnung zu erhalten, stellte sich der Betrieb einem umfangreichen Prüfverfahren. Grundlage sind zwölf Leitsätze, die eine hohe Qualität der Ausbildung im Gastgewerbe sicherstellen. Erst nach erfolgreicher Überprüfung wird das Siegel vergeben. „Das Qualitätssiegel bietet Betrieben einen wichtigen Wettbewerbsvorteil und macht sie als attraktive Ausbilder und Arbeitgeber sichtbar“, betont Kai Buhrke, Geschäftsführer des DEHOGA Lippe.
Das Ausbildungssiegel wird seit 2020 bundesweit an Betriebe im Gastgewerbe vergeben. Die Teilnahme ist freiwillig und steht allen Ausbildungsbetrieben offen – unabhängig von einer Mitgliedschaft im Verband. Mit der Auszeichnung unterstreiche die Windmühle Fissenknick ihr Engagement für Nachwuchsförderung und setze ein starkes Zeichen für Qualität in der Ausbildung, so Buhrke abschließend.
Delegiertenversammlung in Hamburg
Die diesjährige Delegiertenversammlung des DEHOGA Lippe fand wieder im Rahmen der Internorga in Hamburg statt. Zahlreiche Vertreter des lippischen Gastgewerbes nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen der Branche zu informieren und zentrale Themen gemeinsam zu diskutieren.
Auf der Delegiertenversammlung stand insbesondere die wirtschaftliche Situation der Betriebe in Lippe im Fokus. Ein weiterer Programmpunkt war die Vorstellung der neuen oneDEHOGA App. Darüber hinaus präsentierte der DEHOGA-Kooperationspartner Signal Iduna seine Leistungen. Regionalleiter Michael Kimmling stellte insbesondere die betriebliche Krankenversicherung vor und erläuterte deren Mehrwert für Arbeitgeber und Beschäftigte im Gastgewerbe.
Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ehrung von Friedel Bute, Inhaber des Schierbrucher Kruges in Lügde, der für seine 50-jährige Mitgliedschaft im DEHOGA Lippe ausgezeichnet wurde. Der Verband würdigte damit sein langjähriges Engagement und seine Verbundenheit mit dem Gastgewerbe.
Ehrung für 50 Jahre DEHOGA-Mitgliedschaft (von links): DEHOGA Lippe-Präsident Holger Lemke und DEHOGA LippeGeschäftsführer Kai Buhrke zeichneten Friedrich Bute aus
Range wächst
Baker & Baker erweitert seine ChoViva-Range um einen Muffin mit ChoViva-Chunks und Vanillenote. Damit umfasst das Sortiment nun vier Produkte: den neuen Muffin, ein Franzbrötchen mit ChoViva-Füllung sowie zwei Donut-Varianten mit heller und dunkler Glasur auf ChoVivaBasis. Muffins und Donuts sind servierfertig, das Franzbrötchen wird als backfertiger Teigling angeboten. Laut Hersteller stehen Clean-Label-Rezepturen, einfache Handhabung und Impulsstärke am Point of Sale im Fokus. ChoViva wird als kakaofreie Schokoladenalternative auf Basis von Sonnenblumenkernen beschrieben, die mit einer reduzierten CO₂-Bilanz einhergehen soll. Das Franzbrötchen sowie der dunkle Donut sind zudem vegan. www.bakerandbaker.eu
Neuer Profi-Kutter
Saro Gastro-Products ergänzt sein Sortiment um einen neuen Profi-Kutter für die Speisenvorbereitung. Ein bürstenloser Motor sowie ein integriertes Force-Control-System sorgen laut Hersteller für konstante Leistung und gleichbleibende Verarbeitungsergebnisse. Akustische Warnsignale unterstützen dabei die Prozesskontrolle im laufenden Betrieb. Als Kombination aus Gemüseschneider und Kutter ermöglicht das Gerät unterschiedliche Schnitt- und Verarbeitungsformen. Über optionale Scheiben und Messer sind mehr als 35 Varianten realisierbar. Ein 4,4-Liter-Kuttertopf mit Rührarmen unterstützt die Herstellung homogener Massen wie Pestos, Saucen oder Farcen. Ergonomisches Design, einfache Reinigung sowie umfangreiche Sicherheitsfunktionen erleichtern den Einsatz im Küchenalltag. www.saro.de
Schirme im Fokus
Der Schirmhersteller doppler richtet seinen Fokus verstärkt auf den deutschen Markt im Gastronomiesegment. Das Sortiment umfasst Schirme für unterschiedliche Einsatzbereiche. Ergänzt wird das Angebot durch modulare Sockelsysteme sowie Lösungen für den stationären und mobilen Einsatz. Die Fertigung erfolgt in Werken in der Slowakei und in Österreich, wodurch kurze Lieferwege innerhalb Europas gewährleistet werden sollen. Zudem setzt das Unternehmen auf austauschbare Komponenten, die eine längere Nutzungsdauer unterstützen. Für den Marktausbau in Deutschland werden Vertriebsaktivitäten über Fachhandel, Großhandel und Onlinekanäle verstärkt. Parallel wird ein Netzwerk von Stützpunkthändlern aufgebaut, um die regionale Verfügbarkeit zu erhöhen. www.dopplerschirme.com
Frischer Roséwind
Das mallorquinische Weingut Bodegas Ca n’Tina stellt einen zweiten Roséwein vor. Neben dem Syrah Rosado ergänzt ein Monastrell Rosado das Portfolio. Der neue Jahrgang zeigt sich in einer hellen, frischen Stilistik mit moderatem Alkoholgehalt und zitrischen Aromen. Er ist auf einen unkomplizierten Ausschank ausgerichtet und eignet sich sowohl als Aperitif als auch zur Begleitung leichter Speisen. Mit zwei klar unterschiedlichen Roséprofilen reagiert das Weingut nach eigenen Angaben auf die anhaltend steigende Nachfrage im Rosésegment, insbesondere in der Gastronomie. www.bodegascantina.com
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