best before ... DEUTSCH
Oktober 2008 bis Januar 2009 EUR 10,–
STADTGALERIE KLAGENFURT
2. Oktober 2008 bis 11. Januar 2009
STADTGALERIE KLAGENFURT
8 Ulrik x KUNST Happy Dannenberg
Ralf Edelmann Walter Eul, Stephanie Guse Jörg Koch, Hans Kotter Michael Nitsche, Heike Weber 2008 | best before ... | 1
Organic Colour Laserchrome Dia auf Plexiglas und Leuchtkasten aus poliertem Edelstahl 125 cm x 125 cm x 15 cm, 2008 Patrick Heide Contemporary, London
HANS KOTTER L O N D O N 2 | best before ... | 2008
best before ...
eine Ausstellung in der Stadtgalerie Klagenfurt
Oktober 2008 - Januar 2009 Abbildungen v.l.n.r.: ULRIK HAPPY DANNENBERG „Vitaminreich”, 2008; MICHAEL NITSCHE „o.T. (Sweet Dreams), 2007; JÖRG KOCH, Ausschnitt aus „Saw Gear Interlock”, 2003
INHALT DANK 4
VIELEN DANK für Ihre Unterstützung!
IMPRESSUM 4
BEST BEFORE ... mindestens haltbar bis ... Stephanie Guse
KUNST 6
48 LÜCKEN IN DER WAHRNEHMUNG Die doppelte Wirklichkeit der Heike Weber
30 FASSADE ÄUSSERER COOLNESS Die Schaukästen von Jörg Koch & die Frage nach der Stellung des Menschen in der heutigen „Maschinenwelt”
WHO IS WHO
Infos und Adressen
EDITORIAL 5
24 WIR WERBEMÄDELS SOLLEN SIE VERFÜHREN Fake & Inszenierter Luxus bei Stephanie Guse
NUR DER ERSTE BLICK MACHT „HAPPY” Die giftigen Verlockungen des Ulrik Happy Dannenberg
12 IRONISCHE INTERPRETATIONEN DER REALITÄT Ralf Edelmann & der Blick über den Tellerrand 18 KALEIDOSKOP & DIE DYNAMISCHEN KRÄFTE DER FARBE Die Maschinenkunst von Walter Eul
54 Die Künstler dieser Ausstellung
36 VON UNERFÜLLTEN ERWARTUNGEN UND DER SCHÖNHEIT ALS SELBSTZWECK Hans Kotter und die ästhetische Vollkommenheit des Lichts 42 BELADEN MIT LEBENSSPUREN & DEM LEUCHTEN DES ABGRÜNDIGEN Hundesoldaten, Seeengel, Chinesische Pandaaffen: Michael Nitsches faszinierende Kreaturen
TITELBILD BEST BEFORE ... Stephanie Guse: „Werbemädel Nr. 1”, 2004, Lambda-Print, 100 x 80 cm
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Snow White Edition
DANK & IMPRESSUM Die Stadtgalerie Klagenfurt und die beteiligten Künstler bedanken sich sehr herzlich für die Unterstützung durch:
www.galerie-stock.net www.dyrup.com
www.dolmar.com
Herausgeber Kulturabteilung der Stadt Klagenfurt am Wörthersee/ Stadtgalerie Klagenfurt Theatergasse 4, 9020 Klagenfurt am Wörthersee Tel 0463/537 5532 oder 5545 art@stadtgalerie.net Leitung der Kulturabteilung: Dr. Karl Princic Galerieleitung: Mag. Beatrix Obernosterer Konzeption der Ausstellung & Katalog-Redaktion Stephanie Guse, Mag. Beatrix Obernosterer Textbeiträge © Mag. Beatrix Obernosterer, Stephanie Guse Katalogkonzept und Grafik Stephanie Guse Fotos © die Künstler oder wie angegeben Druck Druckpunkt Aschaffenburg, Deutschland © 2008 Stadtgalerie Klagenfurt
RALF EDELMANN 2007 4 | best before ... | 2008
9-teilig, je 30 bis 60 cm Länge, verschiedenes Holz, gesägt und bemalt, Spiegel
EDITORIAL
WERBEMÄDEL UND FASHION-VICTIM
best before... mindestens haltbar bis ...
N
ichts hält ewig: Schokolade, Lippenstifte, Datenträger, das Wetter, die gute Laune, das römische Reich und selbst die Alpen bröseln! So ist das nun einmal, aber dennoch wollen wir das hier und da nicht akzeptieren und versuchen dem Verfall Verzögerungen abzutrotzen. Nicht umsonst boomen Schönheitsoperationen, es hat sich rumgesprochen, daß Rauchen der Gesundheit schadet und daß grüner Teer freie Radikale bekämpft. Unsere Gesellschaft sorgt sich um die eigene Vergänglichkeit und sucht Trost in den Dingen, die sie sich leisten kann zu konsumieren: equipementreiche Hobbys, Lebensversicherungen, Eigentumswohnungen, Bio-Food und Informationen mittels jeglichen Mediums. Dafür benötigen wir viel Zeit und Energie, was uns das eigene Ablaufdatum ein wenig vergessen läßt. An diesem Punkt will diese Ausstellung ansetzen. Die gezeigten Arbeiten reflektieren unser Verhältnis zu Konsum und Werbung sowohl in seinen anziehenden, als auch abstoßenden Facetten, wobei die beteiligten Künstler als Kinder ihrer Zeit oftmals die Medien und Mechanismen eben jener Konsumgesellschaft nachahmen und benutzen.
Ralf Edelmann und Jörg Koch meditieren über die Mechanismen, die unsere Welt bewegen, während Heike Weber unter Einsatz von Baumarktware vor Bewegung schwankende Räume schafft. Walter Eul versinkt im Formenspiel von digitalen Welten, die sich selbst generieren – Hans Kotter schafft abweisende schöne Objekte, die sich selbst genügen. Ich selbst als Werbemädel bin mir auch nicht sicher, ob Konsum „for fun or for frust” ist und deshalb stellen wir als Künstler unsere Arbeiten in einen gemeinsamen Kontext innerhalb dieser Ausstellung und des Magazines, das Sie hier in Händen halten. Obwohl die Kunst frei ist, können wir uns den Mechanismen des Marktes nicht entziehen: unsere Kunst versucht ebenfalls die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zu ziehen und für sich zu gewinnen: auch wir sind käuflich! und cool! und crazy! und noch mindestens haltbar bis ...
Stephanie Guse Ulrik Happy Dannenberg „badet” in Zuckerln, die in seinen Werken durch Masse und Format überhöht werden – Zuckersüß tarnen sich auch Michael Nitsches Skulpturen, die dann aber selbst zubeissen.
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ULRIK HAPPY DANNENBERG
KLEINER HÖLLENSTURZ 2002, 304 x 202 x 3 cm Gießharz auf Acrylglas, Aluminium
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Nur der erste Blick macht „happy“ Die giftigen Verlockungen des ULRIK HAPPY DANNENBERG (von Beatrix Obernosterer)
I
n unserer Gesellschaft gilt: Nur wer viel konsumiert ist glücklich und je rascher man zu diesem Glücksgefühl gelangt, desto idealer. Und welche Konsumartikel versprechen ein solch rasches Glück besser als jeder andere? Süßigkeiten! Süßigkeiten sind der Innbegriff von schnellem Kinderglück. Tut etwas weh, so bringt ein Stückchen Schokolade den Kleinen (und nicht nur ihnen) sofort gute Laune, alles ist wieder in Ordnung.
gestellten Waren, Wohlfühlen – man ist fröhlich, happy – zumindest so lange bis die Süßigkeiten vernascht und die selbst zusammen gezimmerten Billigmöbel in sich zusammenbrechen.
U
lrik Happy Dannenberg präsentiert diese „fröhlich machenden“ Massenprodukte stark vergrößert in Bildern und Hochglanzfotos, in Acryl gegossen als Installationen oder in Plexiglaskästen und Wandobjekten. Produkte des täglichen Konsums werden, ähnlich wie in der Pop Art, zu Kunstwerken erhoben. Doch der Künstler geht mit seiner Kombination von Süßigkeiten und Kunststoffen noch einen Schritt weiter: Gummifrösche, eingewickelte Bonbons oder Lakritze erscheinen zwar in ihrer überdimensional aufgeblasenen Größe äußerst verlockend, doch mit giftigem Harz übergossen oder auf Noppenfolie geklebt sind sie ihrer ursprünglichen Funktion als
»schneller, billiger und künstlicher Genuss«
GOLD MARIE 2002, 304 x 202 x 3 cm Gießharz auf Acrylglas, Blattgold auf Aluminium
Ulrik Happy Dannenberg hat sich in seiner Kunst genau diesem Thema angenommen: Schneller, billiger und künstlicher Genuss, der in unserer Konsumgesellschaft ersatzweise, doch nur kurzfristig, für oberflächliche Glücksgefühle sorgt. Und was den Kindern die Süßigkeiten sind, das sind den Erwachsenen Produkte aus dem Baumarkt, mit denen sich das Eigenheim (und das tägliche Leben) schnell von eigener Hand verschönern lässt. Hier wie dort versprechen diese, in Massen her-
Fortsetzung Seite 7
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oben: FROSCH 2006, 304 x 202 x 3 cm Gießharz auf Acrylglas, Aluminium mitte: Serie SCHWACHHAUSEN 2007, 10 x 18 cm Gießharz unten: STANDING OVATIONS 2008, je 50 x 50 x 5 cm Gießharz, Stahl
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VIERTELVORVIER 2008, 100 x 100 x 2,5 cm Gießharz auf Acrylglas
Fortsetzung von Seite 5
Glücksmacher vollkommen beraubt, das Versprechen auf schnelle Lustbefriedigung bei ihrem Anblick weicht einer großen Enttäuschung. Sie sind als Genussmittel entwertet, jedoch als Kunstobjekte aufgewertet – ein spannender Gegenpol!
K
ritisch, aber mit Witz und Ironie hinterfragt er so nicht nur die Produkte der Konsumgesellschaft, sondern auch ihre Marketingstrategien:
Denn viel wird versprochen in der Werbung, wenig gehalten – viel vorgegaukelt, was dann der Realität nicht standhält. Alles ist nur Schein – jeder macht dabei mit. Auch (scheinbar) der Künstler selbst: Unter der Marke „hp/happy products“ vermarktet er seine Kunstwerke wie begehrte Konsumgüter, hat ein eigenes Logo und
übernimmt das Markenzeichen sogar in seinen Namen. Doch „happy“ sind seine Werke nur auf den ersten Blick. Auf den Zweiten stellt sich Verunsicherung und auch Unbehagen ein. Sie sind nur schöner Schein – wie auch die vielen bunten Waren unserer heutigen ÜberflussGesellschaft. 2008 | best before ... | 9
ULRIK HAPPY DANNENBERG lebt und arbeitet in Bremen, Deutschland 1963 geboren in Wanne-Eickel 1986 - 88 Studium der Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilian-Universität, München 1988 - 90 Ausbildung zum Stukkateur, München 1991 - 95 Berufsfachschule für das Holzbildhauerhandwerk, München 1995 - 00 Studium Skulptur und Raumkonzepte bei Prof. Eberhard Bosslet, HfBK Dresden, Diplom 2000 - 02 Meisterschüler bei Prof. E. Bosslet, HfBK Dresden 2000 - 03 Master of Arts im Studiengang Art in Context, Universität der Künste, Berlin
STIPENDIEN & SYMPOSIEN 2002
2004 2006
2007
Stipendium der Barkenhoff-Stiftung, Worpswede Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop Stipendium der Kulturstiftung der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen Stipendium Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, Brandenburg „Kunstdingertage“ Symposium Kunstverein Pertolzhofen, Bayern Bildhauersymposium, Piotrkow Trybunalsky, Polen Arbeitsstipendium in Berlin des Senators für Kultur Bremen
AUSSTELLUNGEN 2008 + 2009 sweetheart,Die Hamburger Galerie, Hamburg (E) best before... , Stadtgalerie Klagenfurt, Österreich (G) Gruppe OPTISCHER VERKEHR, Galerie des Westens, Bremen (G) Gruppe OPTISCHER VERKEHR, Skulpturenlandschaft Osnabrück (G) diaphan, Galerie KUNST RAUM MATO e.V., Offenbach a. Main (mit Barbara Deutschmann, Rosa Jaisli) Galleria Bianca Maria Rizzi, Kunstmesse Art & Style St. Gallen Galerie ART ACADEMY, Dresden (E) (G) Gruppenausstellung, (E) Einzelausstellung http://www.happy-lolly.de und http://www.ulrik-happy-dannenberg.de
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diese Seite oben: Detail AUSLEGEWARE BEATE Bodeninstallation, Estrich aus Liebesperlen unten: NAPOLEON 2008, 206 x 302 x 3 cm Gießharz auf Acrylglas, Aluminium Seite 9 von oben links nach unten rechts: SMART AND GREEN, 2008 HAI, 2006 GREENPEACE, 2008 SCHWARZGELD, 2005 VITAMINREICH, 2008 je 50 x 50 x 2-3 cm Gießharz, Süßigkeiten, Stahl
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Ironische Interpretationen der Realität RALF EDELMANN und der Blick über den Tellerrand (von Beatrix Obernosterer)
R
alf Edelmann ist ein Geschichtenerzähler. Die Anregungen für seine Stories erhält er aus den Massenmedien aber auch aus den täglichen Erlebnissen des „kleinen Mannes“. Mit Vorliebe verwendet er Versatzstücke aus der Werbung, die ihm mit ihrer Vorgaukelung von inszenierten, simulierten Wirklichkeiten genug Stoff liefert. Er bedient sich in seiner Arbeit teilweise ähnlicher Mittel wie die Werbung – die Bildtitel etwa klingen oft wie Wortspiele aus der Werbung – aber „ich erfinde nichts Neues, sondern ich lasse mich vielmehr von den Auswüchsen der Alltagskultur berieseln und katalysiere dann indem ich den Kontext verschiebe, verballhorne, verdichte oder weglasse.“ Das Thema „Konsum“ in seiner Kunst bezieht sich nicht so sehr (wie bei den meisten anderen KünstlerInnen der Ausstellung) auf Konsumartikel, auf Konsum-
setzt sind. Diese Medienwelt kann durch gezielte Manipulation Ansichten kreieren, die Menschen in eine bestimmte Richtung führen. So entstehen künstlerische und gesellschaftliche Normen und Gesetzmäßigkeiten, die er ebenso mit einem Augenzwinkern, mit Ironie und Witz aufs Korn nimmt wie politische Machtmechanismen, Gewohnheiten und alltägliche Dinge. Er beobachtet genau was um ihn herum geschieht und verbindet es mit verbalen und visuellen Szenenausschnitten aus dem Radio und TV, aber auch mit persönlichen Erlebnissen und Kommentaren. So prallen Waren- und Werbewelt, Alltags- und Konsumgesellschaft in seiner Kunst aufeinander.
»ich erfinde nichts neues«
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ware, sondern auf das Konsumieren von Informationen und Geschichten, denen wir täglich durch die Medienwelt ausge12 | best before ... | 2008
alf Edelmann will zum Denken, aber auch zum Lachen anregen. Für ihn sind seine Werke Mittel zum Zweck. Und das Ziel liegt darin, die profitorientierte Konsumgesellschaft zu erziehen, ihr Denken neu auszurichten und über den Tellerrand zu schauen. Denn so wie die Werbung den Konsumenten in eine bestimmte Richtung manipulieren kann, so ist es dem Künstler möglich mit seinen Kunstwerken den Blick des Betrachters, seinen Geist in eine neue, offenere Richtung zu lenken.
FÜR SCHNEEWITTCHEN 2006 - 2007 9-teilig, jeweils ca. 30 bis 60 cm Länge Versch. Holz, gesägt und bemalt, Spiegel links: ENTSCHULDIGUNG FÜR EIN WOCHENDE MIT DER SEKRETÄRIN aus der Serie „Klunker” 2007, Länge: 125 cm Linde, gesägt und bemalt unten: WOCHENENDE MIT DER SEKRETÄRIN aus der Serie „Klunker” 2007, Höhe: 49 cm Eiche, gesägt und bemalt
NIVEAU 2008, 200 x 150 cm Acryl auf Leinwand 2008 | best before ... | 13
PANTA RHEI 2007, 2-teilig, 190 x 380 cm Acryl auf Leinwand
GESTERN GING’S NOCH 2008, 205 x 380 cm Schrankwand mit Motorsäge bearbeitet und bemalt Foto: Katharina Helmbold
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NIE WIEDER GEIL? 2007, 200 x 150 cm Acryl auf Leinwand
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HANDLUNGSANWEISUNG 2008, 200 x 190 cm Acryl auf Leinwand
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ENTWEDER DU SPÜLST 2007, 210 x 190 cm Acryl auf Leinwand
RALF EDELMANN lebt und arbeitet in Wien, Österreich 1968 1989 1993 1992 1995 1996 1997 2003
geboren in Aschaffenburg Studium Freie Kunst, HBK Braunschweig, bei Johannes Brus, H.P. Zimmer und Thomas Virnich Studium Freie Kunst, Städelschule Frankfurt a.M., bei Georg Herold Studium Freie Kunst, San Antonio Art Institute, Texas, bei Bill FitzGibbons Studium Freie Kunst, Bildkonstakademia, Helsinki, Finnland Abschluß an der Städelschule Frankfurt Diplom der Freien Kunst an der HBK Braunschweig Lehrauftrag an der FH Aschaffenburg
PREISE, STIPENDIEN, FÖRDERUNGEN 1992 1995 1996
DAAD-Stipendium, San Antonio Art Institute, Texas Erasmus-Stipendium, Helsinki, Finnland Operation Marinemaler, als Künstler an Bord der Fregatte „Köln” (nach Irland und England) 1997 Kunstförderpreis der Weldebräu, Mannheim 2002 - 05 Atelierförderstipendium des Bayerischen Kultusministeriums 2003 Katalogförderung des Bayerischen Kultusministeriums 2006 Sponsoring durch Dolmar Kettensägen und Dyrup Farben 2008 Kunstförderpreis des Neuen Kunstvereins Aschaffenburg
AUSSTELLUNGEN 2008 + 2009 Staubfänger, Galerie Stock, Wien (E) Gestern ging’s noch, Galerie Anna Haus, Haibach (E) Schwein gehabt, Neuer Kunstverein Aschaffenburg (E) best before... , Stadtgalerie Klagenfurt (G)
HOCHZEITSTAG VERGESSEN aus der Serie „Klunker” 2007 Höhe: 162 cm Eiche, gesägt und bemalt
(G) Gruppenausstellung, (E) Einzelausstellung http://www.galerie-stock.net
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Computergeneriertes Bild (Programm No.062008), 2008
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Kaleidoskop und die dynamischen Kräfte der Farbe Die „Maschinenkunst“ von WALTER EUL (von Beatrix Obernosterer)
14 Monitore, Rechner, endlos Bildgenerierung 2008
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J
P3170196 und P4130266 je 2008, 60 x 60 cm Mischtechnik auf Leinwand
eden Tag flattern uns hunderte von neuen Angeboten aus dem Bereich der Unterhaltungsindustrie auf den Tisch, werden über Funk und Fernsehen beworben – und wir fiebern danach, immer am neuesten Stand der Dinge zu sein. Die Mediale Überflussgesellschaft und deren Übersättigung ist Thema in Walter Euls Bildern, die irritierende und förmlich übersättigte Darstellungen eines unstillbaren kindlichen Wunsches nach Vergnügungen sind. In ihnen finden zwei – nur scheinbar gegensätzliche – Elemente zu einem ausgleichenden Ganzen zusammen: Die traditionelle Malerei und die Arbeit am Computer. Ausgehend von realen und klassischen Bildthemen werden die Bilder vom Künstler am Computer, der quasi als Pinsel fungiert, einer endlosen Bildgenerierung unterzogen. Die anfänglich gestische Malerei wird im Laufe ihrer Bearbeitung durch den Computer standardisiert, schematisiert, auf wenige, einfache Formen wie Ellipsen, Kreise und Mustertexturen reduziert, die sich immer wieder wiederholen und nur durch unterschiedliche Farbigkeit ihre Individualität erhalten. Das digitale Motiv wird dann in weiterer Folge mittels Beamer und Schablonen vom Künstler auf die Leinwand übertragen und malerisch ausgearbeitet. So entstehen anhand elektronischer Bildverfahren Werke, die in ihrem Stil stark an die klassische Malrichtung
I
n ihrer offensichtlichen Faszination für (Computer-) Technik könnte man bei Walter Euls Bildern von einer modernen Variante der „Maschinenkunst“ sprechen. Hier wie dort wird diese enorme technische Weiterentwicklung mit Eu-
»Farbe und ihre räumliche Wirkung als Kompositionselement«
Testaufbau /Atelier 2008
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des „orphischen Kubismus“ eines Delaunay erinnern: Hauptgestaltungsmittel sind die dynamischen Kräfte der Farbe, wobei die Farbe und ihre räumliche Wirkung als wesentlichstes Kompositionselement eingesetzt wird. Beim Betrachten der Bilder glaubt man durch ein Kaleidoskop zu schauen, wenn sich Gegenstände mehrfach spiegeln und so ein symmetrisches farbiges Muster entsteht. Man ist irritiert: Einerseits schweben die Formen, andererseits wirken sie in ihrer peniblen Anordnung statisch und gleichzeitig hat man den Eindruck von Chaos. Die Bilder scheinen keinen Anfang und kein Ende zu haben.
phorie und einer neuen Art von Darstellung begrüßt. Wurden Kunstschaffende der „klassischen“ Maschinenkunst wie beispielsweise El Lissitzky zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht mehr nur als Künstler, sondern auch als Ingenieure angesehen, so ist Walter Eul Künstler und Computerexperte in einem. Durch die neuen Möglichkeiten, die die Computertechnik bietet, kann die bisherige, historisch gewachsene Formen- und Bildersprache der Malerei, aber auch der Kultur als Ganzes beiseite gelegt und neu begonnen werden.
#1062008_6 2008 zufallsgenerierte Malerei
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WALTER EUL lebt und arbeitet in Düsseldorf, Deutschland 1967 1989-90 1990-93 1993-95 1995 1998-99 2000
geboren in Wuppertal Studium Informatik Uni Hildesheim Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (Freie Kunst) Kunstakademie Düsseldorf (Freie Kunst) Meisterschüler Prof. Fritz Schwegler Ausbildung bei Siemens zum Multimedia Applikationsentwickler Gründung von elektrobild
http://www.waltereul.de 22 | best before ... | 2008
#2.0 2008, 500 x 230 cm Acryl auf Leinwand
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Wir Werbem채dels sollen Sie verf체hren... Fake & Inszenierter Luxus bei STEPHANIE GUSE (von Beatrix Obernosterer)
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WERBEMÄDELS Teile einer 24-teilige Serie, 2004, 100 x 75/80 cm Lambda-Print Detail aus GOUTIER 2006 Mixed Media
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tephanie Guse formt Luxuskonsumartikel und -gegenstände, die nur auf den ersten Blick wertvoll erscheinen. Schaut man genauer hin, erkennt man das Minderwertige, Trashige, denn sie sind aus Verpackungsmaterial, billigen Wegwerfprodukten, Konsummüll, Fundstücken und anderem scheinbar Wertlosem, hergestellt. Das Kostbare löst sich auf, das vordergründig Ideale und Perfekte entpuppt sich als Fake: So ist Stephanie Guses Lichtobjekt „Imperial“ in der Klagenfurter Schau kein teurer Kristallluster, sondern besteht lediglich aus ein paar hundert Luftpolstern einer bereits gebrauchten LUPO-Folie. Durch kostbare Inszenierung im Galerieraum gelangt er, aber auch viele andere von Stephanie Guse neu geschaffenen Pseudo-Design- und Luxusobjekten, zum
unantastbaren Kunstgut-Status. Profanes wird künstlich und künstlerisch erhöht, „wertlose Utensilien“ wie Schätze präsentiert. Abfälle und Reste werden von Stephanie Guse einer Transformation, einer Metamorphose bis hin zu einer Neuschöpfung unterzogen. Überflüssig Gewordenes wird dadurch plötzlich wieder zum Nützlichen erhoben. Der Künstlerin geht es dabei einerseits um die Faszination für scheinbar wertlose Materialien, die oft ästhetisch attraktiv und zu schade zum Wegwerfen sind, andererseits um
»PseudoDesign« Fortsetzung Seite 24
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oben und rechts: GOUTIER 2006, 5-teilig, je 56 x 34 x 14 cm Mixed Media (Obstkartons, Papiertüten, Plastiktüten, Pralineninlays, Reißzwecken, Kordel, Plastikinlay, Gemüsenetze, Gemüsenetzplomben, Joghurtbecher, Goldfolie)
IMPERIAL-XL 2007, Höhe: 300 cm Mixed Media (Luftpolsterfolie, Plastikeimer und Elektrik) Galerie Michaela Stock, Wien
Fortsetzung von Seite 23
das Thema Kaufrausch, Anhäufung von Waren und deren Wiederverwertung und Entsorgung.
I
ronisch wird auch unsere Lebenseinsstellung hinterfragt, bei der Trug, Schein und Äußerlichkeiten im Vordergrund stehen und innere Werte, unscheinbares Auftreten nichts wert sind. Wir alle unterliegen der Schwäche und erliegen der Verführung dieser glamourösen Welt, die endloses Glück und Zufriedenheit vorgaukelt, verspricht und scheinbar garantiert: Besitzt man eine Tasche von Louis Vuitton oder Gucci „gehört man
dazu“, „ist man wer“ und erkauft sich die Sicherheit eines Kollektivs. Der schöne Schein blendet uns alle nur allzu leicht. Größtenteils bestimmt die Werbung, was wertvoll ist und was man scheinbar unbedingt zum Leben benötigt. Und so fasziniert die Künstlerin nicht nur unsere Rolle in dem ganzen Getriebe „Konsumwelt“, sondern gleichermaßen auch die Werbung an sich. Und es wäre nicht Stephanie Guse, wenn nicht auch hier der Zugang ein Ironischer wäre: Nicht mit dem erhobenen
»Trug, Schein und Äußerlichkeiten«
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moralischen Zeigefinger, sondern mit einem Augenzwinkern nimmt sie sich dieses komplexen Themas an, posiert vor der eigenen Kamera und betitelt eine Fotoserie (aus der einige ausgewählte Werke auch in der Ausstellung zu sehen sind) mit „Werbemädels“.... Hier inszeniert sich die Künstlerin selbst und führt dem Betrachter eine vermeintlich perfekte, vordergründig idealisierte Welt vor. Sie kommuniziert in ganz typischer Art und Weise der Werbewelt mit dem Betrachter und wird sofort verstanden – denn diese Kommunikation hat er gelernt, darauf steigt er sofort ein. Erschreckt erkennt man, dass man automatisiert „agiert“ und das sieht, was man sehen möchte – auch wenn die Wirklichkeit eine andere ist.
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LICHTOBJEKT_II 2004, Obstkisteninlays, Draht, Perlen, Elektrik rechts: WERBEMÄDEL Teil einer 24-teilige Serie, 2004 100 x 75 cm, Lambda-Print DIVA 2006, 170 x 117 x 34 cm Mixed Media (Obstkisten, Obstkisteninlay, Lichterketten und Farbe) 28 | best before ... | 2008
STEPHANIE GUSE lebt und arbeitet in Wien, Österreich 1971 geboren in Bielefeld 1992 - 98 Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (Diplom, Grafik-Design) 1996 - 98 Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Johannes Brus (Freie Kunst) 1998 - 01 Staatliche Hochschule für Bildende Künste, Städelschule Frankfurt a.M. bei Georg Herold und Heimo Zobernig (Freie Kunst) 1999/00 National College of Art and Design, Dublin, Irland (Freie Kunst)
STIPENDIEN & FÖRDERUNGEN
PAPARAZZI 2004, Lambda-Print
1999/00 1996 2004 2004
ERASMUS-Stipendium, National College of Art and Design, Dublin, IRL Operation Marinemaler, als Künstlerin an Bord der Fregatte Karlsruhe Katalogförderung des Bayerischen Staatsministeriums Barkenhoffstipendium, Künstlerhäuser Worpswede
AUSSTELLUNGEN 2008 & 2009 Paulas Kinder, Kunsthalle Bremen (G) best before ..., Stadtgalerie Klagenfurt (G) Starring Stephanie Guse, Galerie Michaela Stock, Wien (E) Der Bettina-Fries, Goethehaus Frankfurt a. Main und Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf (G) (G) Gruppenausstellung, (E) Einzelausstellung http://www.galerie-stock.net
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Fassade äußerer Coolness
Die Schaukästen von JÖRG KOCH und die Frage nach der Stellung des Menschen in der heutigen „Maschinenwelt“ (von Beatrix Obernosterer)
CALLOSOTOMICAL FEED BACK, 2007, 128,5 x 107 x 37 cm Wandhängekasten, die Außenseiten bestehen aus lila Plexiglas, die Frontscheibe ist transparent und zur Vertikalachse hin emporgewölbt. Im Inneren befinden sich vier Spiegelglashalbkugeln, in zwei Globushälften, durch runde Luken an der Polseite wechselfarbig innenbeleuchtet erkennt man zwei Handys, die von Eisenbahnschienenhalbkreisen umrahmt werden. Im vertikalen Zentrum ist eine ornamentale Strukturachse mit einem Harley Davidson Motor kombiniert. Die Innenwände des Kastens bestehen aus Aluminium.
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ie die meisten seiner KünstlerkollegInnen aus der Ausstellung „best before...“ verwendet auch Jörg Koch für seine Werke als Ausgangsmaterial Versatzstücke, Fundstücke und diverse Alltagsobjekte des täglichen Lebens. Sie baut er zu Schaukästen zusammen, die dem Betrachter im ersten Moment bekannt vorkommen. Haushalts- oder Industriemaschinen scheinen es zu sein. – Aber eben nur „scheinen“, denn dieser erste Eindruck stellt sich bald als Irrtum heraus: Durch Fenster und Luken besteht die Möglichkeit das beleuchtete Innere zu erforschen. Und erstaunt erkennt man Abenteuerliches – vorausgesetzt, man macht sich die Mühe, sich langsam durch die Schichten der Kästen zu arbeiten: Da ist eine Klaviertastatur, gleich dahinter eine ganze Reihe von medizinischen Spritzen, weiter hinten erkennt man verschiedene Utensilien und Bildmotive aus dem Bereich der Musik und der Medizin. In einem anderen Kasten befinden sich Spiegelglashalbkugeln, werden zwei Globushälften an der Polseite wechselseitig innen beleuchtet, man erkennt zwei Handys, die von Eisenbahnschienenhalbkreisen umrahmt werden. All diese Einzelteile bewegen sich zwar, sind 32 | best before ... | 2008
teilweise auch miteinander verbunden, im Endeffekt jedoch haben bzw. erfüllen sie keine Aufgabe, sind allesamt unbrauchbar und jeglicher Funktion enthoben.
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ir leben heute in einer Welt, in der Maschinen unser tägliches Leben prägen, ja bestimmen. Jörg Koch geht mit seinen Werken der Frage nach, welche Rolle der Mensch in dieser „Maschinenwelt“ einnimmt und spielt. Wir sind gewohnt, dass Maschinen funktionieren. WIE sie funktionieren interessiert uns meist nicht mehr. Wir konsumieren sie einfach ohne nachzudenken, ohne uns die Mühe zu machen, ihren Mechanismus zu erforschen. – In Massen produziert und eingekauft sind sie Dinge, die einfach zu funktionieren haben. Und so steht der sorglose Umgang mit diesen Maschinen für den oft ebenso lieblosen Umgang der Gesellschaft mit unserem Gegenüber. Auch dort macht man sich viel zu wenig oft die Mühe, genauer zu erforschen, hinter die
Kulissen zu schauen. Man „konsumiert“ auch auf zwischenmenschlicher Ebene gerne und nur all zu oft (und zu rasch), was man als ersten Eindruck bekommt. Man ist nicht bereit, hinter die Fassade eines menschlichen Wesens mit all seiner Kompliziertheit und Vielschichtigkeit zu schauen, zu kommunizieren oder gar zu versuchen (es) zu verstehen. Genau so wie ein oberflächlicher Betrachter nie ins Innere seines Gegenüber dringen wird, bleiben Kochs Schaukästen für diesen unlesbar, verschlossen. Doch man muss sich einlassen, muss die „Fassade äußerer Coolness“ niederreißen, um zu dem Innenleben und Schichten der Leuchtkästen bzw. der persönlichen Gefühlswelten vordringen zu können. Typisch für unsere heutige schnelllebige Spaß-, Verbrauchs- und Genussgesellschaft, dass dies nur wenige versuchen. Die traurige Folge: Keine Kommunikation, geschweige denn Verstehen.
»hinter die Kulissen schauen«
links DOGMA PSYQUIL, 1992, 110 x 140 x 50 cm Wandhängekasten, in dem eine Klaviertastatur hinter rotem Plexiglas, eine Reihung von medizinischen Spritzen verschiedenfarbigen Inhaltes, hinter gelbem transparentem Plexiglas hinterbeleuchtet angeordnet sind. Links oben hinter braunem Plexiglas ein Teil eines Klavierhammerwerkes, oben rechts hinter einem roten Vergrößerungsglasfenster verschiedene Utensilien und Bildmotive aus dem Bereich der Musik und der Medizin, sich durchdringend in Schichten angeordnet, die, auf einer Drehscheibe montiert, sich am Sichtfenster vorbeibewegen. Orange lackiert, Seitenteile Mahagonie.
SAW GEAR INTERLOCK, 2003, 140 x 217 x 21 cm Wandhängekasten aus Aluminium, mit verschiedenen Rundluken auf der Frontfläche, dahinter unter hellblauem transparentem Plexiglas zwei Sägeblätter, in einer Luke komponiert mit einem Schallplattenspieler, der von einem Waagemaßblatt umrahmt wird. In zwei weiteren Luken befinden sich kosmetische Displays aus transparentem Plexiglas mit verschiedenen Details: Reglerbeschriftungen eines Beatmungsgerätes und eine Sonnenuhr. In den drei kleinen Luken sind ein Schiffskompaß, ein Uhrwerk und eine Trompetentastatur zu erkennen. Hinter zwei konvex geformten runden Spionspiegelglasscheiben sieht man, durch pulsierende Blitze rhytmisch erleuchtet, eine Uhr und einen Sextanten.
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CLAIROBSKUR CARPRIANS, 2003, 200 x 110 x 39 cm Wandhängekasten von unregelmäßigem Grundriss: Außen Aluminium, die innere Seitenwand fluoreszierend orange, die Rückwand ist violettfarbig. Im Inneren befinden sich, in Schichten übereinander geordnet Strukturen barocken Stils, hellgelb und golden. Im oberen Bereich ist ein Waagemechanismus, in der Mitte zwei Voltmeter und ein Thermometer, im unteren Bereich eine Kassenmechanik mit dem Puls einer künstlichen Hand durch Kabel verbunden, zu erkennen. Die goldenen Rahmen umschließen bräunlich – transparentes Plexiglas, die Abdeckscheibe ist ungefärbt transparent. Das Objekt ist rot illuminiert.
JÖRG KOCH lebt und arbeitet in Lotzwil, Schweiz 1963 geboren in Bielefeld, Deutschland 1982 - 84 Abitur, Zivildienst im Krankenhaus 1984 - 93 Studium der freien Künste an der Akademie Münster bei Prof. Hermann-Joseph Kuhna,Malerei, an der Akademie Düsseldorf bei Prof. Fritz Schwegler, Bildhauerei, Meisterschüler bei Prof. Magdalena Jetelova, Bildhauerei 1993 - 95 Studium Philosophie, Medienwissenschaften an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf 1993 Reisestipendium der Kunstakademie Düsseldorf nach Paris
VERÖFFENTLICHUNGEN/AUSSTELLUNGEN 2007 & 2008 Glas, Klanginstallation aus Glas SkateSonic, Musikperformance Handwerk, Klanginstallation Sound-Trek, Klanginstallation Talstraße, CD 2008 10 Guitar Classics, CD 2008 Gorno Park, CD 2007 Stadtmusik CD 2007 14th Festival of Animated Film 2007 (Film mit Stefan Röttger) best before ..., Stadtgalerie Klagenfurt (Gruppenausstellung) http://www.joergkoch.com
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THE EDGE 2008 Plexiglas, Edelstahl hochglanzpoliert, Glas, LED, dest. Wasser, Silikonöl blau Maße: Variabel
Von unerfüllten Erwartungen und der Schönheit als Selbstzweck HANS KOTTER und die ästhetische Vollkommenheit des Lichts (von Beatrix Obernosterer)
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as Phänomen „Licht“ und seine Erscheinungsformen sind Hauptthema des Licht- und Raumkünstlers Hans Kotter. So vielfältig die Erscheinungsformen dieses Werkstoffes sind, so zahlreich sind auch die Ausdrucksarten und Präsentationen des Künstlers. Immer wieder versucht er dabei Grenzen zu sprengen, herkömmliche Präsentationsweisen zu überwinden und umzuformen, immer neue Techniken und Materialen einzubinden. Die Inszenierung ist eine Variantenreiche: Einmal sind es Leuchtkästen, dann wieder zu Installationen umgebaute Objekte, mit Lichtpfaden aus Leuchtfolie markierte Räume oder in transparentes Kunstharz gegossene Fundgegenstände, die im wunderbaren Licht erstrahlen. Es ist der Vorgang, wenn Licht auf Materie trifft, diese durchdringt oder
auch von ihr reflektiert wird, der Hans Kotter interessiert. Doch nicht nur die Rolle des Lichtes bei diesem Vorgang und die Veränderung die sich dadurch im Umfeld ergibt, faszinieren den Künstler. Es ist auch die Rolle des Betrachters, um die es ihm geht, die ihm wichtig ist: Was geht im Betrachter vor – auf gedanklicher und emotionaler Ebene. Bei Hans Kotter wirkt alles perfekt, bis ins kleinste durchdacht und -designt. Die durchlichteten Formen und spiegelglatten Objekte wirken wie ein wahr gewordener Werbeslogan: „Stets sauber glänzend rein“. In ihrer ästhetischen Vollkommenheit vermitteln sie Kühle und Glätte, haben etwas Fremdes, Unnahbares - und wirken merkwürdigerweise doch organisch bewegt. Es ist ein einfaches chemisches Prinzip − das auf Ab-
»Stets sauber glänzend rein«
oben von links nach rechts COLOUR CODE 2008, Laserchrome Dia auf Plexiglas und Chrome-Leuchtkasten | Laserchrome auf Dibond mit Diasec je 190 cm x 30 cm x 8 cm | 125 cm x 115 cm WAVE 2008, Laserchrome auf Dibond mit Diasec 120 cm x 90 cm Detail THE VERY BEST siehe rechts
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weisung beruhende Wasser-Öl-Prinzip − das hier zur Anwendung gelangt und Farbspiele verursacht: Unter perfekten Berechnungen und Inszenierungen füllt der Künstler ein durchsichtiges Objekt mit klarem Wasser und gibt farbiges Öl dazu. Das Ergebnis ist eine ästhetische Sensation.
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n dieser prachtvollen Inszenierung alltäglicher Dinge und Gebrauchsgegenstände ist die Schönheit von Materialität, Farbe und Leuchtkraft zum Selbstzweck erhoben. Gleichzeitig nimmt ihnen der Künstler jedoch jeden Gebrauchscharakter, macht sie unverwendbar. Die im Betrachter geweckten Erwartungen werden in keinerlei Weise erfüllt. Es ist nur glatter, perfekt glänzender Schein, eine Vorgaukelung falscher Tatsachen – wie meist auch in der Werbung mit ihrer fragwürdigen Makellosigkeit und Glücksversprechungen, von denen sich der Konsument nur zu oft und gerne blenden lässt. THE VERY BEST 2008 Plexiglas, Edelstahl hochglanzpoliert, dest. Wasser, Silikonöl blau Platte 280 cm x 160 cm x 8 cm, Höhe Gestell 80 cm
COLOUR CODE 2008 Laserchrome Dia auf Plexiglas und Chrome-Leuchtkasten je 190 cm x 30 cm x 8 cm
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HANS KOTTER lebt und arbeitet in Berlin, Deutschland 1966 93/94
in Mühldorf am Inn geboren Art Students League, New York bei Bruce Dorfman und William Scharf 2004 Kulturpreis E-ON Bayern AG seit 2007 Lehrauftrag Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart
ARBEITEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM / KUNST AM BAU DEKA Immobilien Investment Frankfurt, Skyper Frankfurt am Main Derag AG, Hotel Kanzler Bonn EON Bayern Regensburg, Eingangshalle DEKA Immobilien Investment Frankfurt, Eingangshalle Leomax München Neuga Bauträge, Objekt am Burghauser-Tor Neuötting Staatliches Hochbauamt Rosenheim, Eingangshalle Vermessungsamt Mühldorf Passauer Neue Presse, Medienzentrum Passau Stadt Burghausen, Eingangshalle Bürgerhaus Passauer Neue Presse, Lokalredaktion Passau Wochenblatt Burghausen, Eingangshalle Wochenblatt Hauptschule in Bayern Booz Allen Hamilton, Berlin Hotel Maximilian, Nürnberg
AUSSTELLUNGEN 2008 Design Miami mit Priveekollektie, Holland Stadtgalerie Klagenfurt, best before, (G) Art Toronto mit Galerie Lausberg, Toronto bkhf Gallery, Miami (G) Priveekollektie, Holland, infected, (G) BestregArts, Frankfurt , (G) Kunststiftung Baden-Württemberg und Kurator Werner Meyer, play it (G) Art Cologne mit Benden & Klimczak, Köln Shunt unter der London Bridge mit dem Kinetica Museum London (E) Galerie Benden & Klimczak, Köln (E) Galerie Lausberg Toronto, Colour rush (E) Targetti Light Art Collection, Florenz (G) Galerie Benden & Klimczak, Köln, Priview (G) Art Fiera Bologna mit Patrick Heide Contemporary, London Patrick Heide Contemporary, London Colour rush (E) Weitere Messebeteiligungnen KIAF-Korea International Art Fair, Form London, PalmBeach 3, Art Amsterdam, Art Santa Fe, Art Bondensee (G) Gruppenausstellung, (E) Einzelausstellung http://www.hanskotter.de und http://www.arttarget.de
BALANCE 2008 Leuchtfolie, Maße: Variabel Kinetica Museum London / Shunt unter der London Bridge
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O.T. (SEA ANGEL) 2008, L채nge 430 cm verschiedene Materialien
Beladen mit Lebensspuren und dem Leuchten des Abgr체ndigen
Hundesoldaten, Seeengel, Chinesische Pandaaffen: MICHAEL NITSCHES faszinierende Kreaturen (von Beatrix Obernosterer)
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O.T. (DOG SOLDIER) 2007, Hรถhe -97 cm verschiedene Materialien
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m Laufe unseres Konsumlebens werfen wir so manches weg. Aus einigen dieser Dinge – im Wesentlichen alte Stofftiere und gebrauchte Kleidung, aber auch Tierschädel und Geweihe – formt Michael Nitsche seine surreal anmutenden Plastiken. Er belebt entweder bereits vorgegebene Figuren neu, in dem er sie mit Stoffstreifen umwickelt, oder es entstehen vollkommen neue Gestalten aus den vorgefundenen Materialien. Diese Materialien sind nicht bloß minderwertige Abfallprodukte, sondern beladen mit Lebensspuren, mit Gefühlen – Träume, Wünsche und Ängste – der ursprünglichen Träger.
und fragil – andererseits sind sie surreal, bedrohlich, wie aus einer unheimlichen Fabelwelt. Es ist die Wachsschicht, mit der der Künstler die weiche Oberfläche überzieht, die diese gegensätzlichen Gefühle hervorruft: Einerseits wirkt sie wie Zuckerguss, süß und positiv – andererseits wie aufgerissene Haut, roh, offen, verwundbar und ruft ein Gefühl des Grauens hervor.
»aus einer unheimlichen Fabelwelt«
Es sind zumeist Tierfiguren oder tierähnliche Skulpturen, die der Künstler formt und die so gar nicht unserer normalen Sehgewohnheit entsprechen. Es ist eine ambivalente Sehweise, die sich hier auftut: Einerseits wirken die Plastiken (auch durch ihre Farbigkeit) realitätsnah, weich, kindlich
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an ist irritiert beim Anblick dieser Gestalten. Denn eigentlich ist es vorwiegend sinnliches, sentimental behaftetes Material wie Pelz, feiner Stoff und alte Plüschtiere – letztere vor allem Synonym für Wärme, Trost und kuschelige Gefühle – das hier verarbeitet wurde. Man könnte und würde sich demnach ein wohliges Gefühl beim Anblick der Figuren erwarten. Doch durch neue Zusammenstellung schafft der Künstler auch neue Zusammenhänge und neue Welten, zerstört damit die (positiven) Erwartungen des Be-
trachters und zwingt ihn zum aktiven, individuellen Sehen und Fühlen. Er bringt die tiefsten Empfindungen ans Tageslicht, die wir sonst lieber verdrängen als zulassen. – Wenn ein kleiner Affe auf rosaroten Stelzen eine Hüpfschnur in den Händen hält und eine riesengroße Kaugummiblase formt, dann ist das nur auf den ersten Blick putzig – auf den zweiten Blick schleicht sich ein ungutes Gefühl ein: Man erinnert sich an Bilder, wo Affen zum Gaudium des Publi-
»wie ein Sklave gehandelt und vorgeführt« kums Kunststücke – ganz gegen ihre Natur – vollführen müssen, der Lächerlichkeit preisgegeben und wie ein Sklave gehandelt und vorgeführt. Es ist dieser Gegensatz von Faszination und Unbehagen, der den plastischen Arbeiten von Michael Nitsche das Besondere verleiht.
O.T. (WIPPE) 2007, Höhe 240 cm verschiedene Materialien Arbeitszustand
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O.T. (TOTENKOPFÄFFCHEN) 2007, 42 x 29,7 cm Graphit und Farbstift auf Karton
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O.T. (CHINESE PANDA MONKEY) 2008, Hรถhe 130 cm verschiedene Materialien
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O.T. (ELEFANTENFÄNGER) 2007, 42 x 29,7 cm Graphit und Farbstift auf Karton
O.T. (SWEET DREAMS) 2007, 42 x 29,7 cm Graphit und Farbstift auf Karton
MICHAEL NITSCHE lebt und arbeitet in Braunschweig, Deutschland 1961 geboren in Lüneburg 1981 - 89 Studium der Freien Kunst, HBK Braunschweig 1989 Meisterschüler, Prof. Peter Voigt, HBK Braunschweig O.T. (DEMON DARLINGS) 2006, Höhe 83 cm verschiedene Materialien
PREISE & STIPENDIEN 1987 1.Preis der „3rd Int. Biennial Print Exhibition“, Taipeh, Taiwan 1991 - 92 M.A. Postgraduate Course, Chelsea College of Art and Design, DAAD Stipendium London 2001 Projektstipendium Fotografie, Stiftung NORD/LB-Öffentliche Braunschweig 2004 Projektstipendium Katalogbuch „Milchträumer“ Stiftung NORD/LBÖffentliche Braunschweig, Vereinigter Braunschweigischer Klosterund Studienfond
AUSSTELLUNGEN 2008 Exile in Dreams, Kunstverein Dortmund (E) Milchträumer, Kunstverein Würzburg (E) Lustwarande 08 - Wanderland, (mit Jonathan Meese, Mathew Barney) Tilburg, NL (G) best before... , Stadtgalerie Klagenfurt (G) (G) Gruppenausstellung, (E) Einzelausstellung http://www.galerie-stock.net
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KILIMS 2008, Silikon, 1100 x 220 cm Acryl und Dispersion auf Papier je 220 x 150 cm Galerie Lisi H채mmerle, Bregenz, AT
L체cken in der Wahrnehmung Die doppelte Wirklichkeit der HEIKE WEBER (von Beatrix Obernosterer)
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KILIM 2007, Acryl auf Papier kilims, Galerie Lisi H채mmerle, Bregenz, AT 50 | best before ... | 2008
KILIM 2008, Silikon 1100 x 220 cm (Detail) kilims, Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz, AT
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o auch immer Heike Weber gerade lebt: Sie lässt sich intensiv auf den Raum, die Kultur und die Geschichte ihrer unmittelbaren Umgebung ein: 2006 hatte sie ein zweimonatiges Stipendium in der Türkei, und natürlich ist sie nicht ohne Orientteppiche zurückgekehrt. Doch diese Teppiche sind nicht gekauft, sie hat sie selber „geknüpft“ bzw. aus Silikon gezeichnet. Das Silikon – normalerweise eine Arbeitsmasse zum Abdichten von Bädern und Küchen – verwandelt sich durch die bloße Anschauung zu einem edlen Material. Die Zeichnung erscheint wie eine Brüssler Spitze und geht ein Spiel mit der Wahrnehmung ein. Sowohl bei der Bodenarbeit als auch in den Zeichnungen der „Kilim“-Serie, sind die traditionellen Muster zerflossen, zwischen den einzelnen Fäden klaffen große Lücken. Es gibt mehr Löcher als Material, der Teppich ist vollkommen seiner Funktion enthoben, ist ein Negativ seiner selbst. Die Lücken im Teppich suggerieren unsere Lücken in der Wahrnehmung. Wenn wir „Orient“ hören, assoziieren wir gleichzeitig eine ganze Reihe von „typischen“ At-
tributen: Weite Plätze mit Moscheen, den Klang der Muezzin, märchenhafte Paläste, riesige Märkte unter freiem Himmel mit Hunderten von Düften. Oberflächliche Eindrücke eines Touristen aus dem Okzident, der sich nicht die Mühe macht, tiefer in die Welt des Orient einzutauchen, die doch soviel mehr ist als diese Kitsch-Klischees von 1001 Nacht, viel mehr auch als die Negativbilder, die regelmäßig über den Äther verbreitet werden und Vorurteile schüren.
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atürlich ist es leichter und bequemer einfach nur zu „konsumieren“, als selber nachzudenken, den Kontakt mit dieser „fremden“, faszinie-
»diese Lücken macht Heike Weber sichtbar« renden Welt zu suchen, um sich mit ihrer Kultur wirklich auseinanderzusetzen. Doch wir sollten aufpassen, dass wir uns beim Begehen des Teppichs und bei unserer Wahrnehmung nicht in diesen Lücken und Löchern verheddern und unsanft fallen. Es geht Heike Weber immer wieder um das Thema „Doppelte Wirklichkeit“: Um Selbst- bzw. Welterfahrung, letztendlich vor allem aber um Wahrnehmung von äußerer und innerer Wirklichkeit, die oft sehr weit auseinander gehen kann.
KILIM 2007, Silikon, 680 x 370 cm Transfer Türkiye-NRW, Santralistanbul, Istanbul, TR
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KILIMBIM 2008, Teppichboden, Cutout 1200 x 800 cm Galerie Martina Detterer, Frankfurt
HEIKE WEBER lebt und arbeitet in Köln, Deutschland unten und rechts: UTOPIA 2007, Lackstift auf Polystyrol 465 x 465 x 270 cm Transfer Türkiye-NRW, Museum Bochum
1962 1981 - 86 1993 1994
geboren in Siegen Studium an der FH Aachen (Visuelle Kommunikation) Artist in residence, Glasgow School of Art Gastdozentur an der Glasgow School of Art, Department Environmental Art
STIPENDIEN 1997 1998 2001 2002 2003 2004
2005 2006 2006/07
Stipendium des Research Institute for Inter-Culture, Seoul, Korea Stipendium der Stiftung Kulturfonds Berlin, Haus Lukas, Ahrenshoop Arbeitsstipendium des Kunstfonds Bonn Schloß Ringenberg Stipendium des Landes NRW Arbeitsstipendium der Stiftung Kunst und Kultur NRW Stipendium der Barkenhoff-Stiftung, Künstlerhäuser Worpswede Artist in residence, The Chinati Foundation, Marfa, Texas Reisestipendium der Kunststiftung NRW Casa Baldi Stipendium des Bundes, Olevano Romano, Italien Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen, NRW Transfer-Stipendium, Türkiye-NRW, NRW-Kultursekretäriat
AUSSTELLUNGEN 2008 & 2009 kilimbim, Galerie Martina Detterer, Frankfurt (E) bungle rug, Rasche Ripken, Berlin (E) kilims, Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz, AT (E) Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg (E) Gerisch Stiftung, Neumünster (E) best before..., Stadtgalerie Klagenfurt, AT (G) I can watch my thoughts evolving, the drawing lab, Berlin (G) (ein Projekt von DinA4-Projekte, München und der Galerie Frühsorge, Berlin) Kunstverein Marburg (G) G) Gruppenausstellung, (E) Einzelausstellung 52 | best before ... | 2008
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WHO IS WHO
ULRIK HAPPY DANNENBERG
MICHAEL NITSCHE
vorne: HANS KOTTER
RALF EDELMANN UND WALTER EUL
STEPHANIE GUSE
MICHAEL NITSCHE UND ULRIK HAPPY DANNENBERG
RALF EDELMANN HEIKE WEBER
JÖRG KOCH UND WALTER EUL
WALTER EUL
HANS KOTTER 54 | best before ... | 2008
Jörg Koch SPIN DRYER ENCOUNTER 1994, 230 x 80 x 70 cm, Wandhängekasten, hammerschlagblau, in dem hinter drei Bullaugen, welche vormals als Türen von Industriewaschmaschinen fungierten, sich in Rundschächten, beleuchtet, verschiedene Utensilien befinden: Links unten ein orthopädisches Korsett, auf der rechten Seite, in mittlerer Höhe, Damenwäscheteile auf verschiedenen Schichten hintereinander angeordnet und auf der Frontfläche oben, Werkzeuge (teilweise optisch vergrößert)hintereinander gestaffelt. An der vorderen linken Kante, in mittlerer Höhe, über Eck, zwei ovale Luken, deren Fenster durch Spitze hindurch den Blick auf eine überdimensionale Röhre freigeben. 2008 | best before ... | 55
ULRIK
HAPPY DANNENBERG
Schwachhausen (Serie), 2007, GieĂ&#x;harz, 42 x 63 x 5 cm 56 | best before ... | 2008