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Nachhaltigkeitsbericht 2025 - Groupe Mutuel

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Inhaltsverzeichnis

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Seit 2018 setzt sich die Fondation Groupe Mutuel für das Wohl jener ein, die es am nötigsten haben, insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Prävention. Sie verfügt über einen jährlichen Fonds zur Unterstützung von Versicherten, die aufgrund einer schweren Krankheit oder eines Unfalls plötzlich mit unerwarteten Ausgaben konfrontiert sind. Sie unterstützt auch Vereine und Stiftungen, die sich für die Gesundheit von Kindern, Jungen und Senioren einsetzen, sowie Studien und Forschungsprojekte im Bereich der Gesundheitsökonomie.

Es wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die bereichsübergreifenden Schulungen zu vereinheitlichen und besser zu koordinieren. Sie trägt zu einem einheitlicheren Schulungsangebot bei und hilft, Synergien zu nutzen. Auch hier geht es schlussendlich um eine bessere Kostenkontrolle.

2025 sind wir bei unseren Einzelversicherungen neue Wege gegangen, um zu verhindern, dass jemand aus finanziellen Gründen auf eine Behandlung verzichtet, dem Hausarztmangel zu entgegnen und der Prävention mehr Gewicht zu verleihen.

«Die Einführung unserer Nachhaltigkeitsstrategie 2025 war für die Groupe Mutuel ein wichtiger Schritt. Als Partnerin für Gesundheits- und Vorsorgefragen tragen wir die besondere Verantwortung, unseren Kundinnen und Kunden in allen Lebensphasen Halt zu bieten und die Prävention, die Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung zu stärken. Dies äussert sich auch in der Art und Weise, wie wir unsere Mitarbeitenden begleiten und welche Rolle wir in der Gesellschaft einnehmen.

Vor diesem Hintergrund sind wir 2025 dem Swiss-Triple-ImpactProgramm von B Lab Schweiz beigetreten. Dieser Rahmen zwingt uns, noch mehr Struktur in unser Engagement zu bringen, was schlussendlich unseren positiven Impact verstärkt. Dabei habe ich mich zu den fünf Zielen verpflichtet, die unseren Bemühungen in den nächsten Jahren Leitplanken geben und die Nachhaltigkeit fest in unserem Unternehmen zu verankern.

Mit diesem Bericht möchten wir unseren Fortschritt dokumentieren und aufzeigen, welche Massnahmen wir ergriffen haben, um die Nachhaltigkeit in unsere tägliche Arbeit einzubinden, ganz im Sinne unserer Versicherten, unserer Teams und der Gesellschaft als Ganzes. »

ditorial

«Für uns bedeutet Nachhaltigkeit, zur Umwelt Sorge zu tragen und Verantwortung zu übernehmen, Tag für Tag. Im Verwaltungsrat denken wir Nachhaltigkeit langfristig und lassen sie in unsere Strategie einfliessen, denn wir sind überzeugt, dass Themen wie Gesundheit, Umwelt und der soziale Zusammenhalt eine entsprechende Governance verdient haben.

Unsere Vorgehensweise ist geradlinig und realistisch, also genau so, wie wir auch in der Vergangenheit Verantwortung wahrgenommen haben. Die Fondation Groupe Mutuel spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie unterstützt Projekte, die den Alltag der Menschen verbessern. Mit diesem Bericht bekräftigen wir unser Bestreben, uns wirtschaftlich nachhaltig aufzustellen, Verantwortung zu übernehmen und mit den Entwicklungen der Gesellschaft Schritt zu halten. Zudem zeigt er auf, wie wir uns den aktuellen Herausforderungen stellen, ohne dabei unsere Werte aus den Augen zu verlieren.»

Karin Perraudin, Präsidentin des Verwaltungsrats

Unseren Fussabdruck reduzieren

Unser Engagement Swiss Triple Impact

Nachhaltigkeitsziel 13

Im Rahmen des Sustainable Development Goal 13 (SDG 13) haben wir uns zu Folgendem verpflichtet:

Bis 2030 reduzieren wir die Treibhausgasemissionen unseres Anlageportfolios um 25 Prozent, verglichen mit 2’314’000 tCO2eq im Jahr 2023.

Indem wir die Treibhausgasemissionen unseres Anlageportfolios senken, reduzieren wir unseren ökologischen Fussabdruck.

Fussabdruck reduzieren

Nachhaltiges Investieren im aktuellen Kontext

2025 gerieten nachhaltige Anlagen (basierend auf den ESG-Kriterien Umwelt, Gesellschaft und Governance) im Kontext geopolitischer Spannungen merklich unter Druck, angesichts der Rückkehr von Donald Trump, des Kriegs in der Ukraine, der Aufrüstung in Europa und von Budgetdefiziten.

Damit verlor das nachhaltige Investieren an Schwung, und viele US-Investoren zogen ihr Geld aus ESGFonds ab. Und doch gibt es auch ermutigende Zeichen. So verschärft Europa die gesetzlichen Rahmenbedingungen (Corporate Sustainability Reporting Directive), grüne Innovationen nehmen Fahrt auf, die Nachfrage nach nachhaltigen Technologien steigt, und Konzepte wie Biodiversität und ökologisches Kapital spielen eine immer wichtigere Rolle.

Langfristig ist nachhaltiges Investieren trotz betrieblicher Herausforderungen ein strategisches Asset, auch wenn neue Ideen gefragt sind, um Performance, gesellschaftlichen Nutzen und ökologischen Wandel unter einen Hut zu bringen.

In der Schweiz ist die Reduktion der CO2-Emissionen des Gebäudeparks Herausforderung und Anlagechance zugleich.

Risiken und Chancen des Klimawandels

In der Schweiz macht der Gebäudepark rund 45 Prozent des Energiebedarfs und knapp 25 Prozent der CO2-Emissionen aus. Dementsprechend gross ist das Potenzial von Sanierungen. Alte, energiehungrige Gebäude treiben die Stromrechnung nach oben, verzögern den Ausstieg aus den fossilen Energien, schmälern den Wert des Immobilienportfolios und erhöhen das Risiko, nicht mit den immer strengeren Vorschriften in Sachen Energieeffizienz Schritt zu halten.

Umgekehrt sind energietechnische Sanierungen ein strategischer Wettbewerbsvorteil, denn sie helfen, die Ziele der Klimastrategie 2050 zu erreichen und den Weg in die CO2-neutrale Zukunft zu ebnen, wie es der Bundesrat und das Pariser Klimaabkommen verlangen. Für die Groupe Mutuel bedeutet das, die CO2Emissionen und den Energiebedarf zu reduzieren und zu tracken, die Betriebskosten besser in den Griff zu bekommen, den Wert unseres Immobilienportfolios langfristig zu sichern und die Gebäude für die Zukunft fit zu machen. Die Groupe Mutuel denkt heute schon an morgen, übernimmt Verantwortung und engagiert sich für die Klimaziele unseres Landes.

Klimastrategie und Transitionsplan

Wir haben einen Plan erarbeitet, um die Abhängigkeit unseres Gebäudeparks von fossilen Energieträgern zu verringern und ihn so fit für die Zukunft zu machen:

o Energetische Sanierungen vorantreiben, um den Energiebedarf und die CO2Emissionen nachhaltig zu reduzieren und den Wert der Immobilien langfristig zu sichern

o Kosten- und Energieeffizienz steigern, und zwar mit smarter Technologie und künstlicher Intelligenz, um das Energiemanagement zu verbessern und die Betriebskosten zu senken

o Stromverbrauch senken, mitunter mit dem flächendeckenden Einsatz von LED-Leuchtmitteln in allen Bürogebäuden und den Gemeinschaftsräumen der Renditeobjekte

o Den CO2-Fussabdruck reduzieren und von den fossilen Energieträgern wegkommen, und zwar durch den Ersatz von Ölund Gasheizungen im Rahmen der geplanten Sanierungen bis 2050

Die Klimastrategie und der Transitionsplan für Wertpapieranlagen sind in unserer Charta für verantwortungsbewusstes Investieren auf groupemutuel.ch (Kapitel 4.1.5 Klimapolitik) beschrieben.

Klimaindikatoren und -ziele der Anlagen

Wertpapieranlagen *

Auch 2025 erreichen die Gesellschaften der Groupe Mutuel Holding AG (GMH) für die Nachhaltigkeit ihrer Anlagen die Topbewertung A – genauso überzeugend wie im Vorjahr. Damit verpassen wir beim ESGCheck die Bestnote nur ganz knapp, die die unabhängige Stelle für Portfoliobewertungen Conser ESG Verifier auf einer Skala von D bis A+ vergibt, und schneiden besser ab als der Referenzindex (BM), der seit Jahren bei B+ liegt.

Die Bewertung von Conser ESG Verifier stützt sich auf das ESG-Consensus®-Tool und ist im Nachhaltigkeitsbericht 2024 der GMH erläutert.

* (Die Daten und Grafiken zu den Anlagen stammen von der Onlineplattform Canopia)

Positionierung 2025 des GMH-Portfolios

Portfolio

Liquidität und Geldmarkt

Obligationen

Aktien

Immobilien

Alternative Verwaltung

Die Anlagevehikel mit einem durchschnittlich positiven oder sehr positiven Konsens stellen den weitaus grössten Teil des Portfolios dar (etwa 91 Prozent der Positionen), was im Vergleich zu 2024 einen leichten Anstieg bedeutet. 83,5 Prozent unseres Portfolios wurden von Conser ESG Verifier analysiert (bei Aktien und Anleihen sogar über 99 Prozent), was die Relevanz und die Stichhaltigkeit der Bewertung unterstreicht.

CO2-Fussabdruck des Portfolios der Gesellschaften der GMH

Ergebnisse 2025 Ergebnisse 2024 Referenzindex

Investitionen in Produkte mit positiven Auswirkungen

Der Anteil des Portfolios, der in Anlagen mit stark positivem Impact (saubere Energien, Umgang mit Wasser, grüne und nachhaltige Anleihen, Microfinance) investiert ist, hat sich im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr von 8,93 Prozent auf 9,42 Prozent erhöht. Zum Vergleich: Der Referenzindex liegt bei gerade einmal 5,72 Prozent. Darüber hinaus bestehen 0,80 Prozent unseres Portfolios aus nicht börsenkotierten Fonds, die sich auf Investitionen in Infrastruktur spezialisieren (Projekte im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien, Wasseraufbereitung, Entsorgung und sozialer Infrastruktur).

Investitionen in Unternehmen mit negativem Impact

Der Anteil des Portfolios an fossilen Energien beläuft sich auf 1,45 Prozent und ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen, liegt aber nach wie vor unter dem Referenzindex.

Investitionen in sensible Sektoren

Der Anteil des Portfolios an sensiblen Sektoren ist gegenüber dem Vorjahr von 0,48 auf 0,53 Prozent leicht gestiegen.

Auch dieser Wert liegt unter dem Referenzindex. Die Groupe Mutuel schliesst Firmen konsequent aus, die in den Bereichen nicht konventionelle Waffen, physische Nahrungsmittelrohstoffe und Pornografie tätig sind.

Investitionen in Unternehmen, die gegen internationale Standards verstossen

Der Anteil des Portfolios an Sektoren, die gegen internationale Standards verstossen, ist 2025 gegenüber dem Vorjahr von 0,21 auf 0,18 Prozent gesunken. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Referenzindex von 0,64 Prozent.

Die Groupe Mutuel arbeitet in Fragen der Governance und des verantwortungsvollen Investierens mit der Firma Institutional Shareholder Services (ISS) zusammen, um den positiven Impact ihrer Geschäftstätigkeit (Klima, Einhalten internationaler Standards) weiter zu verstärken. Im untersuchten Zeitraum wurde mit 24 Firmen das Gespräch gesucht.

Zudem konnte dank der systematischen Ausübung der Stimmrechte im Zusammenhang mit direkt gehaltenen

Schweizer Aktien eine Teilnahmequote von 100 Prozent bei allen Traktanden der Generalversammlungen erreicht werden. Basierend auf den Empfehlungen der Stiftung Ethos, deren Ziel mitunter die «Unterstützung eines stabilen und sich entwickelnden sozioökonomischen Umfelds zugunsten der Zivilgesellschaft von heute und morgen» ist, haben wir 20,6 Prozent der Vorschläge des Verwaltungsrats abgelehnt, da sie nicht mit den Prinzipien der Good Governance und der gesellschaftlichen Verantwortung vereinbar waren.

Portfolio BM Global

Immobilienanlagen*

* Die Daten und Grafiken zu den Immobilienanlagen stammen aus dem Monitoring von Signa-Terre.

Schlüsselindikatoren des Renditeimmobilienbestands der GMH (ohne Bürogebäude und Gebäudepark der Sammelstiftung der GM)

Daten 2025

GMH

Gewichteter Mittelwert

Durchschnittliche CO2-Emissionen in

Energiekennzahl

Durchschnitt des Gebäudeparks der Kunden Signa-Terre GMH

Gut (Gesamtnote C*) -

Daten 2024

Durchschnitt des Gebäudeparks der Kunden Signa-Terre GMH

Gut (Gesamtnote C*) -

Daten 2023

Durchschnitt des Gebäudeparks der Kunden Signa-Terre

Gut (Gesamtnote C*) -

Wasserverbrauch in m³/m² 0,99 0,95 0,95 0,99 1,07 1,03

* Auf einer Skala von A bis G, A ist die Höchstnote.

2025 umfasste unser Renditeimmobilienbestand 26 Gebäude mit einer Energiebezugsfläche (EBF) von 41’040 m².

Der Gesamtenergieverbrauch dieses Bestands belief sich 2025 auf 3’611’062 kWh, gegenüber 3’680’970 kWh im Vorjahr. Dies entspricht einer Ersparnis von 1,9 Prozent.

Der Stromverbrauch betrug 2025 402’824 kWh, gegenüber 389’430 kWh im Jahr 2024. Dies entspricht einer Zunahme um 3,4 Prozent.

Die CO2-Emissionen dieses Bestands belief sich auf 816 Tonnen CO2, gegenüber 956 Tonnen im Vorjahr. Die durchschnittliche Kohlenstoffintensität nahm gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent ab. Dies unterstreicht die markante Senkung der CO2-Emissionen unseres Renditeimmobilienbestands.

Der Wasserverbrauch belief sich 2025 auf 39’514 m³, gegenüber 39’374 m³ im Vorjahr. Auf die Fläche gerechnet entspricht dies einer Zunahme um 4,2 Prozent.

Fussabdruck unseres operativen Geschäfts

Energieverbrauch des operativen Bereichs

Energieverbrauch innerhalb der Organisation (Daten der Verwaltungszentren und der Fahrzeugflotte der Groupe Mutuel)

in kWh

Verbrauch von fossilem Treibstoff (Benzin, Diesel)

Daten 2025

Daten 2024

Daten 2023

Elektrizität

Erzeugter, nicht verbrauchter (verkaufter) Strom

Erzeugte, nicht verbrauchte (verkaufte) Heizwärme

Quelle: Überwachungs- und Steuerungssystem der Siemens Schweiz AG, mit dem alle unsere Verwaltungszentren ausgestattet sind, sowie Abrechnung der Tankkarten des Unternehmensflotte. Umrechnungsfaktor von Litern Treibstoff in kWh gemäss Bundesamt für Energie (BFE).

Ergebnisse der CO2-Bilanz

Mit der Messung unseres CO2-Fussabdrucks machen wir uns jedes Jahr ein Bild unserer Auswirkung auf die Umwelt. Dazu orientieren wir uns am Greenhouse Gas Protocol und der ISO-Norm 14064 und ziehen die Firma Alterna GmbH bei.

Die Emissionsfaktoren stammen hauptsächlich aus der Base Carbone® der ADEME (Agence de la transition écologique) und der Datenbank Mobitool v3. Der gewählte Ansatz ist die operative Kontrolle.

2025 haben wir die CO2-Bilanz 2024 für die Bereiche 1, 2 und 3 in unseren Agenturen, Büros und Verwaltungszentren berechnet.

Wir haben alle Daten des Geschäftsjahrs 2024 gesammelt, mit Ausnahme der Arbeitswege. Für diese Kategorie haben wir auf eine erneute Mobilitätsumfrage verzichtet und stattdessen die Daten aus dem Jahr 2023 auf die Vollzeitstellen 2024 hochgerechnet.

Emissionen 2024

Anzahl äquivalenter Schweizer* 1’015

*Ausgehend von 14 tCO2eq. pro Kopf und Jahr, Quelle: Myclimate oder 5,3 tCO2eq.

Hin- und Rückflug Genf-New York**

**Ausgehend von 2 tCO2eq. pro Hin- und Rückflug, Quelle: Myclimate

Ergebnisse 2024 pro Bereich

(alle Scopes)

Maklergeschäft 1,7%

Brief-/Paketpost 2,8%

Heizung 2,9%

Geschäftsreisen 5,9%

Pendelverkehr 13,8%

Andere (inkl. Abfall und Strom) 1,1%

Eingekaufte Waren 24,3%

Eingekaufte Dienstleistungen 47,5%

Entwicklung der Emissionen 2022, 2023, 2024

Total 2022: 15’427 tCO2eq. -11%

Total 2023: 13’677 tCO2eq.

tCO2eq. / ETP

tCO2eq. / ETP

Total 2024: 14’211 tCO2eq.

tCO2eq. / ETP

Treibhausgasemissionen

Daten 2024

Daten 2023

Daten 2022 (Bezugsjahr)

Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1), brutto

Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 2), brutto*

Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3), brutto

* Die Scope-2-Emissionen sind leicht überschätzt, da sie einen Teil der Scope-3-Emissionen Kat. 3 enthalten.

Kategorien und Aktivitäten der anderen indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 3), die in die Berechnung mit einbezogen wurden: Kat. 1 Eingekaufte Produkte und Dienstleistungen, Kat. 2 Kapitalgüter, Kat. 3 Energie- und brennstoffbezogene Aktivitäten (nicht in Scope 1 oder 2 enthalten), Kat. 4 Vorgelagerter Transport und Distribution, Kat. 5 Abfälle, Kat. 6 Geschäftsreisen, Kat. 7 Arbeitsweg, Kat. 8 Angemietete oder geleaste Sachanlagen, Kat. 9 Nachgelagerter Transport und Distribution, Kat. 14 Franchiseunternehmen.

Die Kategorien 10, 11 und 12 sind ausgeschlossen, da sie für die Groupe Mutuel nicht relevant sind. Die Kategorien 13 Nachgelagerte Sachanlagen und 15 Investitionen sind ausgeschlossen, da sie in einer separaten Bilanz aufgeführt sind.

Intensität des Treibhausgasemissionen

Daten 2022 (Bezugsjahr) Anzahl der Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten

Treibhausgasemissionen in tCO2eq

Daten 2024

Daten 2023

Intensität der anderen indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 3)

Verantwortung in der Wertschöpfungskette

Unser Engagement Swiss Triple Impact

Nachhaltigkeitsziel 12

Im Rahmen des SDG 12 haben wir uns zu Folgendem verpflichtet: Bis 2026 verfügen 50 Prozent unserer wichtigsten Geschäftspartner über eine Strategie für ökologische und/oder soziale Nachhaltigkeit oder beliefern uns mit Produkten mit Nachhaltigkeitslabels, verglichen mit 41 Prozent im Jahr 2024.

Die Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Kriterien bei der Wahl von Lieferanten schafft mehr Transparenz in der Wertschöpfungskette.

Verantwortung Wertschöpfungskette

Die Groupe Mutuel ist Ansprechpartnerin Nr. 1 von Privat- und Unternehmenskunden für Gesundheit und Vorsorge. Sie ist die einzige umfassende Personenversicherung der Schweiz. Dementsprechend breit sind wir aufgestellt:

o Obligatorische Grundversicherung (KVG)

o Zusatzversicherungen (VVG)

o Krankentaggeldversicherung (KTG)

o Unfall- und Unfallzusatzversicherung (UVG/UVGZ)

o Umfassende Palette an Einzellebensversicherungen

o Berufliche Vorsorge (BVG)

o Pensionskassenverwaltung

o Andere Einzelversicherungen (Rechtsschutz, Privathaftpflicht, Hausrat)

Wie die Groupe Mutuel rechtlich aufgestellt ist, steht im Geschäftsbericht der GMH.

2021 hat die Groupe Mutuel 51 Prozent von Neosana übernommen, bevor 2023 die vollständige Übernahme folgte. Seit dem 1. Januar 2026 ist Neosana vollständig in die Groupe Mutuel integriert. Die Integration ist strategisch wichtig und stärkt unser Geschäftsmodell nachhaltig. Seit 2020 investiert die Groupe Mutuel intensiv in ihr internes Vertriebsnetz, mit dem Ziel, 75 Prozent der Neukundinnen und Neukunden über interne Beraterinnen und Berater zu gewinnen. Herzstück dieser Strategie sind und bleiben das Kundenerlebnis und die Nähe zu den Versicherten.

Herzstück dieser Strategie ist und bleibt das Kundenerlebnis.

Verantwortungsbewusste Beschaffung

Anfang 2025 wurden rund 20 Mitarbeitende, die in ihrem Bereich für den Einkauf von Waren und Dienstleistungen zuständig sind, in der verantwortungsbewussten Beschaffung geschult.

In den Bereichen Logistik, Kommunikation und Marketing fand eine halbtägige Schulung statt, für die Technologie-Teams wurde eine ganztägige Ausbildung inkl. Workshop organisiert. In diesem Rahmen wurde ein Katalog an Nachhaltigkeitskriterien in der Beschaffung erarbeitet. Zudem haben wir mit unseren wichtigsten Lieferanten einen Dialog über Nachhaltigkeit angestossen, und die Zuständigen für die Beschaffung haben eine Liste mit Labels und Zertifizierungen pro Produktkategorie erhalten.

Eine interne Richtlinie regelt das Stakeholdermanagement im Bereich Verträge. Für die betroffenen Kategorien (Behörden, Lieferanten, interne und externe Partner) wurden Datenblätter erstellt, um den Datenaustausch, die zeitlichen Vorgaben und die Relevanz der Partnerschaften zu dokumentieren.

Einmal im Jahr überprüfen wir die Partnerschaften und nehmen bei Bedarf Anpassungen vor.

Von den wichtigsten Lieferanten der Groupe Mutuel (Partnerschaften mit einem Wert von über 50’000 Franken) sind 80 Prozent in der Schweiz und 10 Prozent im Wallis ansässig.

Einhaltung der Menschenrechte

Unsere Richtlinie zum Umgang mit Partnern, die von der Generaldirektion abgesegnet wurde, stellt die Qualität der eingekauften Produkte und Dienstleistungen sicher, garantiert die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen und sorgt für Transparenz in der Beschaffung. Zu den Auswahlkriterien unserer Partner (Lieferanten, Dienstleister, Dritte) gehören Umweltstandards, ethische Grundsätze und eine tadellose Geschäftstätigkeit.

In unserer Mediationsrichtlinie sind die Rechtsgrundlagen aufgeführt, auf denen allfällige Verstösse gegen den Verhaltenskodex, darunter auch die Menschenrechtskonvention, geahndet werden.

Wir haben unsere Geschäftstätigkeit auch auf den Impact auf die Menschenrechte überprüft. Wir legen wir viel Wert auf das Recht der Versicherten auf Information, Transparenz, Nichtdiskriminierung, Gesundheit und den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen. Zudem sorgen wir dafür, dass das Recht der Mitarbeitenden der Groupe Mutuel auf faire Arbeitsbedingungen und Gesundheit gewahrt wird.

Im vorliegenden Bericht werden sämtliche Massnahmen zur Verhinderung, Minderung und Beseitigung negativer Auswirkungen auf die Menschenrechte dokumentiert.

Produkte und Kunden

2025 sind wir bei unseren Einzelversicherungen neue Wege gegangen, um zu verhindern, dass jemand aus finanziellen Gründen auf eine Behandlung verzichtet, dem Hausarztmangel zu entgegnen und der Prävention mehr Gewicht zu verleihen.

In Genf wurden in Zusammenarbeit mit dem Réseau Delta die «Points Santé» ins Leben gerufen, wo das Pflegepersonal unter ärztlicher Aufsicht grundlegende Dienstleistungen anbietet. Kundinnen und Kunden mit dem alternativen Grundversicherungsmodell OptiMed, deren Hausarzt oder Hausärztin Teil des Réseau Delta  Santé Genf ist, können sich in diesen «Points Santé» kostenlos behandeln lassen. Zudem übernimmt die Groupe Mutuel den Selbstbehalt auf Konsultationen bei Ärztinnen und Ärzten, die Teil des Réseau Delta Santé Genf sind.

OptiMed-Versicherte können neu auch Medgate als (Telemed-) Hausarzt wählen. Dabei sind Telekonsultationen, die wie herkömmliche Sprechstunden verrechnet werden, von der Franchise ausgenommen.

Und mit der «KidsLine» verfügt Medgate auch über eine Telemedizin-Hotline für Kinder.

Die All-in-one-Versicherung Global smart umfasst Impfungen, Check-ups, Hilfsmittel, Mammografien, Ultraschalluntersuchungen und gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen.

Im Unternehmensgeschäft haben wir unser Produkt Global GEM im Rahmen der Verlängerung des Rahmenvertrags mit dem Groupement des Entreprises Multinationales (GEM) angepasst. Der Rahmenvertrag deckt insbesondere die Krankenversicherung (Grund- und Zusatzversicherungen) ab.

Ein Rahmen- oder Kollektivvertrag (mit Arbeitgeberbeteiligung an den Prämien) bietet diverse Vorteile in Sachen Corporate Social Responsibility (CSR):

o Mitarbeitende motivieren und langfristig halten

o Diesen Vorteil im Rekrutierungsprozess hervorheben

o Den Zugang zu Behandlungen vereinfachen und den Versicherungsschutz der Versicherten ergänzen

o Absenzenmanagement verbessern

o Wohlstand fair verteilen

Schliesslich bieten wir unseren Kundinnen und Kunden mit der Webseite und dem Kundenportal Plattformen, die die administrativen Belange aus Versichertensicht vereinfachen

Mit der neuen Version der Therapeutensuchfunktion haben wir 2025 einen grossen Schritt nach vorn gemacht. Mit ihr lassen sich rund um die Uhr von der Groupe Mutuel anerkannte Behandlungsformen und Therapeuten in der Nähe des Wohnorts finden. Eine praktische, intuitive Funktion, die Transparenz schafft.

2025 haben wir das Beschwerdemanagement komplett überarbeitet und vereinheitlicht, um Beschwerden von Kunden als Optimierungsansatz unserer Produkte und Dienstleistungen zu nutzen. Die Unterlagen und Tools für die Bearbeitung von Reklamationen wurden auf den neuesten Stand gebracht.

Für Mitarbeitende des ContactCenter wurde im Rahmen des Projekts «Coaching 2.0» ein individuelles Coachingangebot eingeführt, mit regelmässigen Sessions, auch bei externen Partnern, um die Qualität des Kundendienstes und die Kundenzufriedenheit hochzuhalten.

Auch haben wir die Anzahl Umfragen, die wir den Kundinnen und Kunden nach einer Interaktion mit dem Contact-Center schicken, erhöht, um den Kundenkontakt kontinuierlich zu optimieren.

Schliesslich wurde das Programm «Close the Loop» verlängert, bei dem es darum geht, unzufriedene Kundinnen und Kunden zu kontaktieren, um ihre Situation besser zu verstehen, ihre Probleme zu lösen und ihnen gegebenenfalls entgegenzukommen.

Geschäftsethik

Bei der Groupe Mutuel legen wir besonderen Wert auf die Qualität der Kundenbeziehung und die Wahrung der Interessen unserer Versicherten.

Dazu gehört auch ein Prozess zur Meldung und Bearbeitung von Unstimmigkeiten und Verstössen. Verstösse im Vertrieb werden durch ein bereichsübergreifendes Team behandelt, die Cellule Cas Distribution. Dieses Organ sorgt dafür, dass die Anforderungen an Akquise, Verkaufsberatung und Provisionierung durch interne und externe Versicherungsvermittler eingehalten werden.

Für die Versicherungsvermittlung haben wir 2025 die Arbeitsgruppe «Vermittler-Governance» eingesetzt, in der sich die betroffenen Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung monatlich treffen. Dies fördert eine bereichsübergreifende Optik und den Austausch, vereint Kompetenzen und Zuständigkeiten und garantiert eine optimale Beobachtung des Vermittlungsmarkts.

Die Groupe Mutuel arbeitet proaktiv mit den Aufsichtsbehörden zusammen und informiert diese, wenn sie grobe Mängel feststellt. Auch bei verschiedenen Audits arbeitet sie vollumfänglich mit den Behörden zusammen.

Informationssicherheit und Datenschutz

2025 hat sich die Groupe Mutuel im Bereich der Cybersicherheit besser aufgestellt, damit die Daten der Versicherten noch sicherer und stets verfügbar sind. In diesem Zusammenhang wurde viel unternommen, um die Stabilität der IT-Systeme und die Governance zu stärken und die Mitarbeitenden für die Sicherheit im virtuellen Raum zu sensibilisieren.

Zudem haben wir ein Bewertungsraster der IT-Sicherheit unserer Partner erarbeitet und analysieren regelmässig die Risiken von Cloud-Dienstleistungen.

Getroffene Massnahmen in der Cybersicherheit:

o Neues System zur Verwaltung der Zugänge, bessere Kontrolle der UserRechte

o Klare Trennung sensibler Netzwerkbereiche vom Rest des internen Netzwerks zur Risikominimierung im Fall eines Hackerangriffs

o Bessere Erkennung von Viren und Malware

o Projekte zur Dokumentation des Datenaustauschs zwischen ITSystemen, um die Datenflüsse besser abzusichern

o IT-Schulung der Mitarbeitenden mithilfe eines Chatbots

o Neue Tools zur Erkennung von betrügerischen E-Mails

2025 haben wir ein Governance-Organ für den Datenschutz unter der Leitung des Data Protection Office ins Leben gerufen, das sich um strategische Fragen rund um den Datenschutz kümmert. Im Verlauf des Jahres wurden die Schulungen zum Thema aktualisiert (E-Learnings usw.). Wir haben auch ein neues Tool zur Führung des Bearbeitungsverzeichnisses lanciert. Zudem haben wir folgende OCPD-Zertifizierung erhalten: 2023 ohne Compliance-Verstösse (Zertifizierung von Datenschutzmanagementsystemen nach der Schweizerischen Datenschutzgesetzgebung –Zertifizierung von Verfahren und Organisationen, die Personendaten bearbeiten).

Unsere internen Unterlagen entsprechen dem neuen Datenschutzgesetz (DSG), zudem haben wir das Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten der Groupe Mutuel auf der Plattform des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) veröffentlicht.

Schliesslich haben wir unsere Datenschutzstandards auf der Grundlage des internationalen NIST Privacy Framework überprüft, um unser Risikomanagement rund um die Vertraulichkeit von Informationen zu verbessern.

2025 gab es keine vom Risikomanagement erkannte oder bearbeitete Verletzung der Vertraulichkeit oder des Datenschutzes, die eine Meldung an die Behörden erfordert hätte. Nach unserem Kenntnisstand sind bei den Behörden keinerlei Beschwerden in Bezug auf den Datenschutz eingegangen.

Nachhaltige Rentabilität

Um die Volatilität der Prämien und die Solvenz ihrer Krankenkassen besser in den Griff zu bekommen, hat die GMH per 1. Januar 2025 die Kassen SUPRA-1846 SA und Mutuel Krankenversicherung AG sowie Easy Sana Krankenversicherung AG und Avenir Krankenversicherung AG zusammengelegt. Die Zahl der Krankenversicherer der Groupe Mutuel in der Grundversicherung und der freiwilligen Taggeldversicherung (KVG) hat sich dadurch von sechs auf vier reduziert.

Dank der höheren Versichertenbestände weisen diese vier Kassen nun eine bessere Risikostruktur auf und können Schwankungen besser auffangen.

2023 haben wir eine Kampagne zur Reduzierung der Druck- und Portokosten lanciert. Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, haben wir rund 20 Massnahmen ergriffen, darunter:

o Gewisse Briefversände direkt im Online-Kundenportal

o Gewisse Korrespondenz neu per E-Mail statt per Post

o Einstellung von Werbebriefen

o B-Post als Standard bei Briefversänden

o Einführung von SecurePrint in NOVA (unser firmeninternes ERP)

Zusammenfassung der Ergebnisse

Daten 2025

Daten 2023 Abweichung

Gesamtbudget für Drucksachen und Portokosten 14,05 Mio. CHF 16,08 Mio. CHF -2,03 Mio. CHF (Ziel erreicht)

Anzahl der gedruckten und an die Versicherten versandten Dokumente 15,3 Mio. 18 Mio. -2,7 Mio.

Anzahl der in Agenturen und Verwaltungszentren gedruckten Dokumente 4,4 Mio. 5,5 Mio. -1,1 Mio.

Kampf gegen Korruption

2025 haben wir unsere interne Richtlinie angepasst, die das Vorgehen bei einem Vorfall mit Pflicht zur Meldung an die Aufsichtsbehörden (EDÖB, FINMA, BAG) festlegt.

Grund ist die Aufhebung des FINMA-Rundschreibens 2008/25 Auskunftspflicht Versicherer, das die Meldepflicht eingeschränkt hatte. Da nun mehr Fälle betroffen sind, haben unsere Meldungen an die FINMA zugenommen. Zudem wurde die Aufsicht über die Versicherungen 2025 verstärkt, sowohl seitens BAG als auch der FINMA (die im Verlauf des Jahres mehrere Audits und detaillierte Analysen vorgenommen und Daten verlangt haben).

Wir haben auch unsere Richtlinie über Interessenkonflikte angepasst, um Verstösse gegen die Compliance besser zu handhaben. Das Meldeverfahren von Geschenken wurde automatisiert: Neu müssen alle Mitarbeitenden erhaltene oder überreichte Geschenke über ein Online-Formular persönlich melden und genehmigen lassen.

Mit unserem Verhaltenskodex verpflichten wir uns zu einem Verhalten, das auf Anstand und Integrität beruht. Über eine von einem externen Dienstleister betriebene Warnplattform können alle Mitarbeitenden anonym jede Form von illegalen Aktivitäten innerhalb des Unternehmens (Straftaten, Betrug, Korruption usw.) melden. Im Jahr 2025 sind über diese Plattform 21 Meldungen eingegangen. Die meisten davon betrafen HR-Themen. Jede Meldung wird von einem Vertreter unseres externen Dienstleisters bearbeitet, der sich mit einem internen Ausschuss in Verbindung setzt, sofern kein Interessenkonflikt festgestellt wird. Dieser Ausschuss untersucht den Fall, behandelt ihn vertraulich und organisiert bei Bedarf eine externe und unabhängige Vermittlung.

Bei der Bekämpfung von Geldwäscherei haben wir unsere IT-Systeme, Reglemente und Risikorichtlinien laufend aktualisiert. Die betroffene interne Stelle hat regelmässige Analysen von rund 15 Geschäftsbeziehungen mit erhöhtem Risiko durchgeführt und Schulungen für Mitarbeitende organisiert, die regelmässig mit Fällen im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Geldwäscherei zu tun haben.

Gesundheit und Wohlbefinden Arbeitsplatz

Unser Engagement Swiss Triple Impact

Nachhaltigkeitsziel 3

Im Rahmen des SDG 3 haben wir uns zu Folgendem verpflichtet: Bis 2026 schulen wir 50 Prozent des Kaders und 30 Prozent der Teamleiterinnen und -leiter zu psychosozialen Risiken am Arbeitsplatz.

Psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz, darunter Stress, Burn-out und Mobbing, können schwerwiegende Konsequenzen für die Gesundheit der Mitarbeitenden haben. Durch die Schulung des Kaders und der Teamleiterinnen und -leiter wollen wir die körperliche und mentale Gesundheit sowie die persönliche Integrität der Mitarbeitenden besser schützen.

und am Arbeitsplatz

Personalbestand der Groupe Mutuel per 31. Dezember 2025

Verteilung nach Geschlecht Verteilung nach Region

schweiz

Die Groupe Mutuel beschäftigt niemanden ohne Arbeitsvertrag.

Schulungen

Die 2025 organisierten Schulungen widmeten sich schwerpunktmässig den Skills, der Sensibilisierung und der Performance der Mitarbeitenden in den Bereichen künstliche Intelligenz (KI) und Vorsorge. Mit gezielten Ausbildungen haben wir das Know-how unserer Mitarbeitenden spürbar gestärkt – etwa mit dem E-Learning «KI & Datenschutz», das 2’493 Personen absolviert haben, und den Prompting-Webinaren mit 562 Teilnehmenden.

Wir haben die Grundausbildung des Bereichs Gesundheit Privatpersonen überarbeitet und individueller gestaltet. Diese Arbeiten dienen als Grundlage für die Harmonisierung der Bereiche ab 2026. Zudem haben wir die Struktur der Aus- und Weiterbildung der Vorgesetzten auf das Jahr 2026 hin grundlegend überdacht. Wir haben in die Förderung der Mitarbeitenden (Mentoring, partizipatives Management, Coaching, Leadership für Frauen) investiert, um das Aneignen von Kompetenzen, die Zufriedenheit und den Austausch zwischen den Bereichen, Hierarchieebenen und Generationen zu fördern. Das wirkt sich positiv auf das Engagement und die Loyalität der Mitarbeitenden aus, nicht zuletzt dank einem stärkeren Zugehörigkeitsgefühl und einer konstruktiven Feedbackkultur.

Eine Schulung zu den Soft Skills durch einen neue externen Anbieter war zu 92 Prozent ausgebucht, und dank der Neuverhandlung der Preise konnten wir eine bessere Kostenkontrolle erreichen.

Es wurde eine Arbeitsgruppe für Schulungen ins Leben gerufen, um die bereichsübergreifenden Schulungen zu vereinheitlichen und besser zu koordinieren. Sie trägt zu einem einheitlicheren Schulungsangebot bei und hilft, Synergien zu nutzen. Auch hier geht es schlussendlich um eine bessere Kostenkontrolle.

Dass wir damit auf dem richtigen Weg sind, zeigen die 392 Anmeldungen für das Webinar zur neuen Palette an Schulungen und Kursen und der Zufriedenheitsgrad von 91 Prozent.

Durchschnittliche Anzahl der Weiterbildungsstunden pro angestellte Person 2025

Verteilung nach Geschlecht

Total Frau Mann

Verteilung nach beruflicher Kategorie

Mitarbeitende und Temporäre Vorgesetzte Erweiterte

Anzahl Mitarbeitende insgesamt

Gesamtanzahl der Weiterbildungsstunden* für die Mitarbeitenden

Durchschnittliche Anzahl der Weiterbildungsstunden* pro angestellte Person

* Aus- und Weiterbildung: sämtliche Arten von beruflichen Aus- und Weiterbildungen, gewährter Bildungsurlaub, extern absolvierte und von der Groupe Mutuel ganz oder teilweise finanzierte Aus- und Fortbildungen sowie Schulungen zu speziellen Themen.

Mitarbeitende, die 2025 ein Leistungs- und Entwicklungsgespräch hatten

Verteilung nach Geschlecht

Verteilung nach beruflicher Kategorie

Erweiterte Geschäftsleitung

Gesamtanzahl der festangestellten Mitarbeitenden

Anzahl der Mitarbeitenden, die ein Gespräch hatten

In Prozent der festangestellten Mitarbeitenden

Mitarbeitende: mit und ohne Teamleitungsfunktion. Vorgesetzte: mit und ohne Teamleitungsfunktion. Erweiterte Geschäftsleitung: Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung und der Generaldirektion. Temporärangestellte haben kein Leistungs- und Entwicklungsgespräch.

Arbeitsverhältnis

Lebensversicherung

Gesundheitswesen

Unterstützung bei Behinderung oder Invalidität

Elternurlaub

Berufliche Vorsorge

Mitarbeitervorteile

Rabatt auf die private Vorsorge: 20% Maximal CHF 1’500/Jahr und 2 Verträge

Rabatt oder Beteiligung an der Zahlung der Prämien 100% Lohn bei Krankheit oder Unfall

Invalidenrente: 80% des UVG-Lohns Zusatzrente: Differenz zwischen 90% des versicherten Lohns gemäss UVG und der IV- oder AHV-Rente Invaliditätskapital: 8-facher AHV-Jahreslohn

Mutterschaftsurlaub: 16 Wochen, 100% des Lohns Vaterschaftsurlaub oder zweiter Elternteil: 3 Wochen, 100% des Lohns Adoption: 5 Tage + 10 Tage, wenn das Kind unter 4 Jahre alt ist, 100% des Lohns

BVG-Leistungen, die über das gesetzliche Minimum hinausgehen Möglichkeit, höhere Beiträge zu zahlen Erhalt der Vorsorge bei Frühpensionierung (unter bestimmten Bedingungen)

Zu unseren Werten zählt auch eine faire Lohnpolitik. Im Jahr 2025 wurden wir von der Universität St. Gallen erneut mit dem Label «We Pay Fair» ausgezeichnet, das bestätigt, dass wir das Prinzip «Gleicher Lohn für gleiche Arbeit» sowie die Lohngleichheit von Frauen und Männern einhalten.

Seit dem 1. Januar 2025 bieten wir den Mitarbeitenden die Möglichkeit, bis zu zehn Tage pro Jahr aus dem Ausland zu arbeiten. Dies zusätzlich zur bereits bestehenden Homeoffice-Regelung von bis zu 50 Prozent des Arbeitspensums und maximal zwei Tagen pro Woche. Das Ziel ist, Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsorts zu bieten, eine gute Work-LifeBalance zu ermöglichen, die Zusammenarbeit zu verbessern und sich dabei an neue Arbeitsformen anzupassen.

Für die Mitarbeitenden der Groupe Mutuel gibt es keinen Gesamtarbeitsvertrag. Bezüglich beruflicher Vorsorge kümmert sich die BVG-Verwaltungskommission der Groupe Mutuel Services AG, die aus je sechs Arbeitgeberund Arbeitnehmervertretern besteht, paritätisch um die Verwaltung der beruflichen Vorsorge. Sie wurde zuletzt per 1. Januar 2024 für drei Jahre gewählt.

Arbeitsbedingungen

2025 wurden die Büroräumlichkeiten im Rahmen unserer Strategie, eine attraktive Arbeitgeberin zu sein, modernisiert. Mit der Sanierung des Standorts Lausanne und dem Umzug von Villars-sur-Glâne in ein neues Service-Center am Bahnhof Freiburg konnten die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Neu gilt an allen Standorten das «Flex-Desk»-Prinzip mit sechs bis sieben Arbeitsplätzen pro zehn Mitarbeitende, um Homeoffice konsequent zu fördern und die Auslastung der Räumlichkeiten zu optimieren. Jeder Arbeitsplatz ist mit ergonomischem Büromobiliar ausgestattet.

Gleichzeitig haben wir das «Flex-Park»-Modell auf alle Standorte ausgeweitet. Bis auf einige wenige Ausnahmen können nun alle Parkplätze reserviert werden, was die Mobilität zwischen den Standorten vereinfacht. Und schliesslich haben wir unsere Bemühungen in Sachen Nachhaltigkeit und Verringerung des Fussabdrucks auch mit der Schliessung von drei Standorten in Sitten, Epalinges und Vevey fortgeführt. Dazu kommt die für Anfang 2026 geplante Schliessung des Standorts Hôtel Clerc in Martigny und der damit verbundene Umzug von rund 150 Mitarbeitenden. All dies trägt zur Modernisierung der Büros, zu mehr Komfort und zu einem besseren Ressourcenmanagement bei.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

2025 haben wir unser BGM neu aufgestellt und durch die Bereiche Governance, Schulung und Kommunikation ergänzt. Dabei setzen wir vor allem auf internes Know-how. Zudem haben wir Tools zur Überwachung von Indikatoren eingeführt, um Risikosituationen oder besorgniserregende Trends frühzeitig zu erkennen.

o Im Januar hat die Stiftung Sucht Wallis einen Workshop organisiert, um die Angestellten für gefährliche Gewohnheiten zu sensibilisieren (Alkoholkonsum, soziale Medien oder neuartige Nikotinprodukte).

o Wir haben ein internes Webinar mit dem Titel «Wie lässt sich Resilienz im Alltag trainieren?» organisiert, an dem 150 Mitarbeitende teilgenommen haben.

o An den sieben Ergonomie-Workshops mit Theorie und Praxisbeispielen wurden die Mitarbeitenden der Service-Center für die Risiken der Bildschirmarbeit und die Bedeutung der Prävention sensibilisiert. Mit einem Zufriedenheitsgrad von 9,13/10 waren diese Workshops ein voller Erfolg.

o Expertinnen und Experten der HES-SO Valais-Wallis haben Vorgesetzte und interessierte Mitarbeitende zu den psychosozialen Risiken am Arbeitsplatz geschult. 2025 fanden fünf Sessions mit rund 60 Personen statt, weitere sind 2026 geplant, um unser Engagement im Rahmen von Swiss Triple Impact zu erfüllen.

o Wir haben die Sportclubs und -Events neu aufgestellt, um die Organisation von Anlässen zu vereinfachen. Im Laufclub, im Yoga- und im Outdoor-Club war am meisten los. Auf dem Programm standen Aktivitäten wie Schnuppertauchen im Hallenbad, ein Futsal-Turnier, der jährliche Skitag oder erste Schritte auf dem Golfplatz.

o Auf der neuen Intranetseite des BGM sind alle Infos, Initiativen und Unterlagen rund um die Gesundheit und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz aufgeschaltet.

Chancengleichheit

Angestellte nach Geschlecht und Altersgruppe per 31.12.2025

Prozentsatz von Personen in den Führungsorganen* der Organisation

Prozentsatz von Personen in der Kategorie Mitarbeitende ohne Teamführung

Prozentsatz von Personen in der Kategorie Mitarbeitende mit Teamführung

Prozentsatz von Personen in der Kategorie Führungskräfte ohne Teamführung

Prozentsatz von Personen in der Kategorie Führungskräfte mit Teamführung

Verteilung nach Geschlecht Verteilung nach Altersgruppe Frau Mann <30 Jahre 30–50 Jahre >50 Jahre

* Führungsorgane: Verwaltungsrat und Generaldirektion

2025 hat sich die Groupe Mutuel am HSG Diversity Benchmark beteiligt, mit dem Faktoren wie Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion mess- und steuerbar gemacht werden. Dank dieses datengestützten Ansatzes können wir unsere Stärken und Handlungsfelder in den Bereichen Rekrutierung, Mitarbeiterbindung und -förderung, Karriereplanung sowie Zukunftsperspektiven bestimmen. Diese Arbeiten werden 2026 gestartet.

Anlässlich des Zukunftstags 2025 konnte die Groupe Mutuel 73 Kinder begrüssen und ihnen die Vielfalt der Berufsbilder der Groupe Mutuel näherbringen, ob in den Agenturen oder den Service-Centern. Darüber hinaus haben wir Workshops zu IT-Themen und zum Kundenkontakt organisiert und eine Führung in der internen Druckerei in Martigny durchgeführt.

Zusammen anpacken

Unser Engagement Swiss Triple Impact

Nachhaltigkeitsziel 11

Im Rahmen des SDG 11 haben wir uns zu Folgendem verpflichtet: Ab 2026 absolvieren mindestens 10 Prozent unserer festangestellten Mitarbeitenden einen eintägigen Freiwilligeneinsatz auf Arbeitszeit.

Damit unterstützt die Groupe Mutuel Vereine oder Projekte auf lokaler Ebene, insbesondere im Gesundheitswesen, und stärkt so ihre Rolle als verantwortungsbewusstes Unternehmen, hilfsbereite Arbeitgeberin und proaktive Partnerin für Gesundheitsfragen.

anpacken

Fondation Groupe Mutuel

Seit 2018 setzt sich die Fondation Groupe Mutuel für das Wohl jener ein, die es am nötigsten haben, insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Prävention.

Sie verfügt über einen jährlichen Fonds zur Unterstützung von Versicherten, die aufgrund einer schweren Krankheit oder eines Unfalls plötzlich mit unerwarteten Ausgaben konfrontiert sind.

Sie unterstützt auch Vereine und Stiftungen, die sich für die Gesundheit von Kindern, Jungen und Senioren einsetzen, sowie Studien und Forschungsprojekte im Bereich der Gesundheitsökonomie.

2025 hat die Fondation Groupe Mutuel über 30 Vereine mit insgesamt 132’000 Franken unterstützt, wovon sich 17 für Kinder und Jugendliche und 8 für ältere Menschen einsetzen.

Oft geht es dabei um schwere und/oder chronische Erkrankungen, die psychische Gesundheit, Behinderungen, Palliativpflege, Prävention und Begleitung. Parallel dazu hat sich die Fondation auch an landesweiten Aktionen beteiligt, beispielsweise an der Spendenaktion «Gib es Härz» gegen die Misshandlung von Kindern oder an «Cœur à Cœur».

Als Hauptsponsorin der landesweiten Spendenaktion von Glückskette, SRF und RTS, die vom 13. bis am 19. Dezember 2025 stattfand, hat sie verschiedene Aktionen durchgeführt und am Schluss eine Spende von 35’000 Franken zum Totalbetrag von 6 Millionen Franken beigesteuert.

Darüber hinaus hat die Fondation  Groupe Mutuel 2025 verschiedene Forschungsprojekte mit insgesamt 200’000 Franken unterstützt.

Die Universität St. Gallen hat in «Future of Swiss Hospital Capacity Planning» die Notwendigkeit einer kantonsübergreifenden Spitalplanung aufgezeigt, die auf einer feineren Definition der Leistungsgruppen und einer systematischen Nutzung von Gesundheitsdaten beruht.

Eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit dem Titel «Indikationsqualität – Potentiale und Herausforderungen für das Schweizer Gesundheitssystem» zeigt den Mangel an Transparenz bezüglich standardisierter Indikatoren und vergleichbarer Daten auf und betont, wie wichtig es ist, medizinische Entscheidungen besser an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten auszurichten und Überversorgung zu vermeiden.

Die Fondation Groupe Mutuel setzt zudem ihr langjähriges Engagement für Value-Based Healthcare (VBHC) fort. Das Projekt zu Typ-II-Diabetes hat zum Ziel, den Patientinnen und Patienten ins Zentrum der Behandlung zu stellen und den Nutzen der Behandlung sowohl in Bezug auf die Resultate wie auch auf die Qualität während des ganzen Verlaufs zu maximieren. Das Programm «Pay for Patient Value», entwickelt mit Spitälern, Ärzten und der Universität St. Gallen, bietet ein Vergütungsmodell, das nicht nur auf medizinischen Qualitätskriterien basiert, sondern auch auf dem konkret für den Patienten erzielten Nutzen. Die Fondation hat auch ein Projekt unterstützt, das KI einsetzt, um Ärzte bei der Indikationsstellung und der Wahl der am besten geeigneten therapeutischen Option im Bereich der Schulterchirurgie zu unterstützen.

Gesundheitsförderung

2025 haben wir unsere strategische Zusammenarbeit mit dem von der Groupe  Mutuel und dem EPFL Innovation Park gegründeten FemTech-Start-upAccelerator Tech4Eva weitergeführt.

Unser interner «Tech4Eva-Club» hat sieben Events zu Themen wie Brustkrebs, Epigenetik und Aufmerksamkeitsdefiziten mit und ohne Hyperaktivität organisiert. Moderiert wurden sie von Expertinnen und Experten aus dem Bereich Frauengesundheit (darunter Praktizierende an den Universitätsspitälern Lausanne und Genf). Insgesamt haben über 400 Personen an diesen Vorträgen teilgenommen.

Die von der Groupe Mutuel und Philips unterstützte zweite Ausgabe des Women Health Summit brachte im Dezember in Zürich über 40 Fachleute aus der Schweizer und der europäischen Gesundheitsbranche zusammen. In runden Tischen wurden wichtige Themen rund um die Frauengesundheit und vielversprechende Innovationen in der Prävention diskutiert, etwa der Einsatz von KI in der EndometrioseBehandlung, Entwicklungen in der Mutterschaftspflege bis 2035 sowie FemTech und Menstruation.

Dank dem grossartigen Engagement von fast 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Mai 2025 wurden im Rahmen von «Groupe Mutuel bewegt» insgesamt 1’043’044 Bewegungsminuten gesammelt. So kam ein Betrag von 8’000 Franken zusammen, den die Fondation Groupe Mutuel an das Projekt KiKli Fit des Inselspitals Bern zugunsten krebskranker Kinder überwiesen hat. Pro Tranche von 250’000 gesammelten Bewegungsminuten wurden 2’000 Franken gespendet.

2025 haben wir zum ersten Mal an der Aktion «bike to work» von PRO VELO teilgenommen.

Zehn Teams haben im ganzen Juni zusammen 5’778 Kilometer abgespult. Die Teilnehmenden sind im Schnitt an zwei von drei Tagen mit dem Velo zur Arbeit gefahren. 100 Prozent der Teilnehmenden wünschen sich, dass die Groupe Mutuel auch 2026 an «bike to work» teilnimmt, nicht nur der Challenge als Team wegen, sondern auch aufgrund der Vorteile für die körperliche und die mentale Gesundheit.

Politisches Engagement

Als wichtige Playerin in den Bereichen Gesundheit und Vorsorge bezieht die Groupe Mutuel regelmässig zu aktuellen politischen Themen Stellung. Wir vertreten eine liberale Position, bei der Qualität, finanzielle Stabilität, fairer Wettbewerb, Transparenz und Selbstbestimmung im Zentrum stehen. 2025 haben wir uns unter anderem zu folgenden politischen Geschäften geäussert:

o Das zweite Massnahmenpaket zur Kostendämpfung in der Grundversicherung (OKP)

o Die Berücksichtigung der Qualität bei den Spitaltarifen

o Die Übernahme von im Ausland bezogenen Medikamenten und Hilfsmitteln durch die Grundversicherung

o Die Stärkung der Spitalplanung anhand interkantonaler Spitallisten

o Die Geldflüsse in der Grundversicherung

o Die Begrenzung der Vergütung von Führungsorganen der Krankenversicherer

o Reformvorschläge für die 2. Säule

o Die Erhöhung der Besteuerung von Bezügen aus der 2. und der 3. Säule

o Das neue Gesetz über das nationale System zur Abfrage von Adressen

Der Fokus liegt auf der Begrenzung des Kostenanstiegs zulasten der Grundversicherung.

Wir haben unsere Broschüre mit Lösungsvorschlägen zum Thema aufdatiert. Auf nationaler Ebene fand dazu ein runder Tisch statt. Die Groupe Mutuel hat sich als Teil von prio.swiss an den Gesprächen beteiligt, dem neuen Dachverband der Krankenversicherer, der 2025 seine Arbeit aufnahm.

Wir haben verschiedene Massnahmen ergriffen, die jährlich rund 300 Millionen Franken einsparen. Diesbezüglich hat das Parlament in der Frühlingssession 2025 das zweite Massnahmenpaket zur Begrenzung der OKP-Kosten (KVG-Revision) verabschiedet. Es beinhaltet Massnahmen zu den Medikamentenpreisen, einen Ausbau der Leistungen von Apothekerinnen und Apothekern und Hebammen, die Pflicht, Rechnungen elektronisch zu verschicken, die Möglichkeit, Daten von Versicherten für gezielte Informationen zu nutzen, und den Wegfall der Kostenbeteiligung an Leistungen rund um die Schwangerschaft ab dem ersten Tag. Das Datum des Inkrafttretens muss noch vom Bundesrat festgelegt werden.

Die Groupe Mutuel unterstützt den politischen Diskurs und verschiedene Parteien. 2025 hat sie Beiträge an nationale Parteien gezahlt. Deren Höhe wird anhand einer internen Richtlinie je nach Stärke in Bundesrat und Parlament bestimmt. SVP, FDP, die Mitte und SP erhielten einen Betrag von 30’000 Franken. Die Grünen und die Grünliberalen erhielten einen Betrag von 10’000 Franken. 5’000 Franken wurden an die EVP gespendet.

Die Groupe Mutuel ist in verschiedenen Wirtschafts-, Branchen- und Berufsverbänden vertreten, um sich für ihre Interessen einzusetzen, darunter Santésuisse, Tarifsuisse, SASIS, SVK, SVV / ASA, Interpension und SGV.

Nachhaltige Digitalisierung

Unser Engagement Swiss Triple Impact

Nachhaltigkeitsziel 10

Im Rahmen des SDG 10 haben wir uns zu Folgendem verpflichtet: Bis 2027 sind 100 Prozent unserer digitalen Kundenplattformen auch für Menschen mit Beeinträchtigungen zugänglich.

Indem wir unser Kundenportal und unsere Website nach den Standards und Empfehlungen der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) gestalten – mit Fokus auf Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit und Stabilität – sorgen wir dafür, dass unsere Online-Kanäle für alle zugänglich sind.

Nachhaltige

Nachhaltige Digitalisierung

Die im Juli 2024 gegründete Arbeitsgruppe nachhaltige Digitalisierung hat 2025 diverse Projekte umgesetzt.

Die direkt von Nachhaltigkeitsthemen betroffenen Mitarbeitenden haben die folgenden Schulungen absolviert:

o Green IT, nachhaltige Digitalisierung (Institut Suisse d’Enseignement de l’Informatique de Gestion, ISEIG)

o Nachhaltige Digitalisierung, KI & Cybersicherheit (Resilio)

o Nachhaltige Digitalisierung: Informatik und Nachhaltigkeit (HES-SO Valais-Wallis)

o Ecotic-Workshop (Ecole 42)

o Integration der nachhaltigen Digitalisierung (Swiss Institute for Sustainable IT, ISIT-CH)

o MOOC Nachhaltige Digitalisierung (Institut du Numérique Responsable, INR)

Zudem wurden alle Mitarbeitenden für das Thema sensibilisiert, unter anderem mit:

o einer Intranet-Meldung über die Best Practices, um den digitalen Fussabdruck zu reduzieren

o verschiedenen Webinaren (Umweltauswirkungen der digitalen Welt, Ethik im Zusammenhang mit der künstlichen Intelligenz, Voreingenommenheit und Diskriminierung bei der künstlichen Intelligenz)

o einem Workshop «Digitale Collage» (Fussabdruck der digitalen Technologien und wie dieser reduziert werden kann)

Wir haben mit dem Aufbau eines Netzwerks zum Thema begonnen und dabei den Austausch mit Loyco und dem Universitätsspital Genf gesucht, die in ihrem Bereich als Vorbilder gelten. Zudem sind wir neu Mitglied des Swiss Institute for Sustainable IT, eines Netzwerks, das sich für nachhaltige Digitalisierung und Best Practices in diesem Bereich einsetzt. Und schliesslich haben wir uns aktiv am Sustainable IT Day 2025 in Lausanne beteiligt, insbesondere an der Podiumsdiskussion zum Thema «Nachhaltige Digitalisierung im Unternehmen fördern».

Doch wir haben nicht nur geschult, sensibilisiert und unser Netzwerk gepflegt, sondern sind auch zur Tat geschritten.

Ausrangierung von nicht mehr gebrauchten Geräten

In Zusammenarbeit mit dem Verein NoOPS haben wir in allen Bürogebäuden Sammelboxen für alte Handys und Tablets bereitgestellt. Das Ziel ist, den Geräten ein zweites Leben zu schenken (Aufbereitung und Weiterverkauf durch die Firma Réalise oder Verwertung der Materialien durch die Stiftung Saint-Hubert). Im ganzen Jahr wurden so 75 Geräte eingesammelt, und die Sammelboxen bleiben permanent in den Bürogebäuden.

Ressourcenschonender Umgang mit Geräten und Daten

Dank Skalierungsmassnahmen konnten wir den IT-Ressourcenbedarf reduzieren. Die Anzahl der virtuellen Prozessoren (vCPUs) ist von 6’574 auf 6’209 gesunken, und die der virtuellen Server von 1’380 auf 1’322. Diese Anpassungen haben gleichzeitig den RAM-Verbrauch um rund zwei Terabyte reduziert. Obwohl die Arbeitslast stetig zugenommen hat, mussten wir keine zusätzlichen physischen Server in den Rechenzentren installieren.

Kontrolle über den ökologischen Fussabdruck

Mit Unterstützung der Firma Resilio haben wir damit begonnen, den ökologischen Fussabdruck unserer IT-Systeme unter die Lupe zu nehmen. Mit einer ersten Datensammlung konnten wir im November den Fussabdruck berechnen und im Dezember die Zwischenresultate und Empfehlungen vorstellen. Es ist ein fortlaufender Prozess, die Berechnungen werden im kommenden Jahr noch verfeinert. Trotzdem lässt sich bereits im ersten Quartal 2026 sagen, welches die wichtigsten Hebel sind und wie wir im Vergleich zu anderen Organisationen dastehen.

Wir löschen täglich systematisch Daten, die die festgelegten Aufbewahrungsfristen überschreiten. Wir haben besonders speicherplatzintensive Anwendungen verschlankt und Daten von nicht genutzten oder veralteten Funktionalitäten gelöscht. Die Teams haben auch Daten fusioniert und neu klassifiziert, um Speicherplatz zu optimieren.

In unserem ERP (NOVA) wurden die Ordner, die die Kriterien der Fachbereiche nicht mehr erfüllen, gelöscht. Eine automatische, regelmässige Bereinigung garantiert die Ordnung auch längerfristig. Mit diesen Massnahmen konnten 76 Gigabyte an Speicherplatz freigeschaufelt werden.

Digitale Transformation und KI

Seit 2025 ist die KIGovernance der Groupe Mutuel in die Bereiche Prozesse, Technologie und Mensch unterteilt. Dazu wurde auch ein Center of Excellence aufgebaut, das für die Steuerung der Projekte, die technologischen Voraussetzungen und die Schulung inkl. Best Practices verantwortlich ist.

Die Einführung von KI-Tools wird von einem Change-Management-Prozess begleitet, bei dem der menschliche Impact genau beobachtet wird. So haben wir im Lauf des Jahres beispielsweise die folgenden Massnahmen getroffen:

o KI-Wochen im Mai und Oktober mit je über 500 Teilnehmenden

o E-Learning zum Einsatz von KI und den Implikationen auf den Datenschutz, absolviert von 2’000 Mitarbeitenden

o Interne Schulung von 600 Mitarbeitenden

o Aufbau eines internen Netzwerks von KI-Ansprechpersonen («Botschaftern»)

Wir setzen auf eine nachhaltige Transformation der Fachbereiche. Unsere Projekte rund um KI und Automatisierung führen unter anderem zu Einsparungen an Stellenprozenten, die wir eng begleiten. Dazu gehören die interne Mobilität, das Up- und Reskilling sowie der bewusste Verzicht darauf, natürliche Abgänge (Pensionierungen und Frühpensionierungen) zu ersetzen.

Mit unseren KI-Projekten möchten wir die betriebliche Effizienz steigern und das Kundenerlebnis verbessern. Bei unseren aktuellen Projekten automatisieren wir Abläufe, zum Beispiel die Bearbeitung von Rechnungen. KI unterstützt bei der Datenerfassung, der Erstklassifizierung, dem Erkennen von Unregelmässigkeiten und der Koordination der Validierung, damit sollen manuelle Schritte verringert, Fristen verkürzt und Teams die Gelegenheit gegeben werden, sich auf komplexere Fälle zu konzentrieren. Gleichzeitig arbeiten wir an der Digitalisierung der KTG-Schadenfälle, der Kündigungen und Reklamationen und der automatischen Abwicklung von Mutationen.

Bei der digitalen Customer Journey wird der Chatbot EVA ergänzt, um direkt im Kundenportal und auf der Website Fragen zu Zusatzversicherungen zu beantworten. Damit sollen mehr Anfragen im ersten Kundenkontakt beantwortet, die Einheitlichkeit der Antworten sichergestellt und die manuellen Schritte verringert werden, nicht zuletzt dank besseren Analyse- und Kontextualisierungsfähigkeiten. Und auch im Callcenter werden laufend KI-Anwendungen integriert, die Einheitlichkeit der Antworten zu verbessern.

Die Mitglieder des KI-Governance-Gremiums und die Zuständigen der entsprechenden strategischen Programme wurden 2025 für die Nachhaltigkeitsaspekte sensibilisiert. Rechtliche, wirtschaftliche und Imagerisiken sowie Fragen zu Verantwortung, Zuverlässigkeit und zur Inklusion nehmen wir ernst und berücksichtigen sie bei der Einführung von KI-Tools.

Nachhaltigkeit lenken

2025 wurde mit der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie begonnen, die im Vorjahr von die Generaldirektion abgesegnet wurde.

Die Koordination liegt bei der Projektleiterin Nachhaltigkeit. Für die Umsetzung der Massnahmen stützt sie sich auf ein Netzwerk von Ansprechpersonen im ganzen Unternehmen.

Nachhaltigkeit

2022 haben wir unsere internen und externen Stakeholder befragt, um die drängendsten Fragen zu identifizieren, von den Mitarbeitenden über Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung bis hin zum CEO und zur Präsidentin des Verwaltungsrats, aber auch Unternehmens- und Privatkunden, das BAG, die FINMA, Dachverbände und Makler.

Wir haben die wichtigsten Themen analysiert und daraus eine Prioritätenliste mit rund einem Dutzend zentraler Punkte erstellt, die in diesem Bericht behandelt werden.

Für diese Themen zeigen wir auf, wie sie sich auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft und Menschenrechte auswirken und welche konkreten Schritte wir bereits unternommen haben.

Materialmatrix

Korruptionsbekämpfung

After-Sales

Faire Geschäftspraktiken

Nachhaltige Rentabilität

Gesundheitsförderung

Produkte mit Mehrwert

Verantwortungsvolles politisches Engagement

Information der Versicherten

Aus- und Weiterbildung Arbeitsplätze

Arbeitsbedingungen Technologische Entwicklung

Bedeutung für die internen Stakeholder (/5)

Gesellschaftliche Kriterien

Wirtschaftliche Kriterien Ethische Kriterien

Gesellschaftlicher Impact Verantwortung den Kunden gegenüber

Die wichtigsten Themen sind:

After-Sales

Korruptionsbekämpfung

Seite 26: Produkte und Kunden

Seite 31: Korruptionsbekämpfung Faire Geschäftspraktiken

Nachhaltige Rentabilität

Produkte mit Mehrwert

Gesundheitsförderung

Verantwortungsvolles politisches Engagement

Seite 28: Geschäftsethik

Seite 30: Nachhaltige Rentabilität

Seite 26: Produkte und Kunden

Seite 46: Gesundheitsförderung

Seite 47: Politisches Engagement Aus- und Weiterbildung

Information der Versicherten

Seite 35: Schulungen

Seite 26: Produkte und Kunden Arbeitsplätze

Seite 37: Arbeitsverhältnis Arbeitsbedingungen

Seite 38: Arbeitsbedingungen Technologische Entwicklung

Seite 48: Überlegungen zu einer nachhaltigen Digitalisierung

Governance

Der Verwaltungsrat legt die Strategie der Groupe Mutuel fest, fungiert als Aufsichtsorgan und bestimmt den Aufbau und das interne Kontrollsystem. Er wird dabei von drei Fachausschüssen unterstützt: dem Audit- und Risikoausschuss, dem Ausschuss für strategische Projekte und Innovation und dem Entschädigungs- und Nominationsausschuss. Sie handeln im Auftrag der Groupe Mutuel und ihrer Tochtergesellschaften und berichten dem Verwaltungsrat regelmässig über ihre Tätigkeiten.

Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden von der Generalversammlung gewählt. Die gesuchten Profile erfüllen die gesetzlichen Vorgaben und entsprechen Kriterien wie Unabhängigkeit, Alter, Qualifikationen und Erfahrung. Der Entschädigungsund Nominationsausschuss plant die Nachfolge, prüft Kandidatinnen und Kandidaten und unterbreitet dem Verwaltungsrat die Wahlvorschläge zuhanden der Generalversammlung.

Die Verwaltungsräte der Groupe Mutuel dürfen nicht gleichzeitig operative Aufgaben innerhalb der Holding oder ihrer Tochtergesellschaften wahrnehmen. Die Präsidentin wird vom Verwaltungsrat gewählt und ist zuständig für dessen Organisation.

Der Verwaltungsrat hat die Aufsicht über Nachhaltigkeitsthemen und verfügt über die entsprechenden Kompetenzen und die entsprechende Erfahrung. Klimafragen werden vom Ausschuss für strategische Projekte und Innovation sowie vom Auditund Risikoausschuss behandelt.

Klimaaspekte fliessen ebenfalls in das strategische Projekt Nachhaltigkeit mit ein, das dem Programm Verantwortung angehängt ist und dessen Lenkungsausschuss die Risikobewertung und Massnahmen genehmigt.

Der Bereich Risikomanagement kümmert sich um wesentliche Risiken, einschliesslich im Bezug auf das Klima, unter Aufsicht des Risikoausschusses der Generaldirektion.

Die Generaldirektion überträgt die operative Verantwortung an die Projektleiterin Nachhaltigkeit, die dem Ausschuss Nachhaltigkeit monatlich Bericht erstattet. Dieser informiert die Leitung des Bereichs Services.

Der CEO segnet die Themen des Nachhaltigkeitsberichts ab. Die Inhalte werden von der Projektleiterin Nachhaltigkeit mit Unterstützung der Ansprechpersonen in den Bereichen vorbereitet und von der Kommunikation überarbeitet.

Die Groupe Mutuel hat eine interne Richtlinie zu Interessenkonflikten, die auf dem Verhaltenskodex basiert. Alle Mitarbeitenden müssen dazu eine obligatorische Schulung absolvieren. Die für den Verwaltungsrat geltenden Regeln sind im Verwaltungsratsreglement festgelegt.

2025 haben wir die Intranetseite Nachhaltigkeit lanciert. Dort sind die Nachhaltigkeitsstrategie der Groupe Mutuel, der Zeitplan und weitere Informationen zum Thema aufgeschaltet.

Im Lauf des Jahres hat die Projektleiterin Nachhaltigkeit das Nachhaltigkeitskonzept und dessen Umsetzung der Generaldirektion, dem Vertrieb, dem Marketing, dem Rechtsdienst, dem Bereich Unternehmenskunden und dem Bereich Technologie vorgestellt.

Die Leistung der Generaldirektion wird danach beurteilt, inwieweit die Unternehmensziele erreicht werden; diese sind an die strategischen Schwerpunkte und Programme, darunter das Programm «Verantwortung» mit dem Projekt Nachhaltigkeit, geknüpft.

Da die Entlöhnung der Generaldirektion an das Erreichen der Unternehmensziele gekoppelt ist, werden Nachhaltigkeit und Klimarisikomanagement entsprechend berücksichtigt.

Die Erarbeitung von Vergütungsrichtlinien wird im GMH-Jahresbericht beschrieben.

Risikomanagement

Prozess der Risikoanalyse und -beurteilung

Das Risikoprofil der Groupe Mutuel basiert auf einem zentralen Katalog, der in vier Kategorien gegliedert ist: strategische Risiken, Unternehmensrisiken, quantitative Risiken und operative Risiken.

Strategische Risiken betreffen die Fähigkeit des Unternehmens, das Umfeld vorauszusehen, eine Vision zu entwickeln, die das Fortbestehen der Organisation sichert und ein auf den Markt angepasstes Angebot zu entwickeln. Sie werden vom Verwaltungsrat überwacht. Unternehmensrisiken haben mit der Governance, der Steuerung und der Umsetzung der Strategie zu tun und liegen im Zuständigkeitsbereich der Generaldirektion. Quantitative Risiken beziehen sich auf die Solvenz, die Finanzierung, das Aktuariat und die Anlagen. Operative Risiken umfassen Personen, Prozesse, Systeme und externe Ereignisse.

Für die ersten beiden Kategorien sind die Führungsorgane zuständig, für die letzten beiden die Fachbereiche und die operative Ebene.

Für operative Risiken sieht das Risikomanagement folgende Methodik vor:

o Aktualisierung der Referenzdaten

o Identifikation der Risiken und der damit verbundenen Kontrollen

o Kontrolle durch die Fachbereiche

o Evaluation der Risiken nach Frequenz und Impact (inhärente und residuale Kritikalität)

o Umgang mit Risiken

o Verfassen von Berichten

Jede Bewertung wird mit den in der Richtlinie für operative Risiken definierten Toleranzen verglichen und führt zu einer der folgenden Strategien: das Risiko akzeptieren, vermindern, übertragen oder vermeiden. Das Risikomanagement überprüft als zweite Verteidigungslinie regelmässig die Risiken, Kontrollen und Beurteilungen.

Es verfolgt einen zentralisierten Ansatz, der auf Transparenz, einheitlicher Dokumentation und konsequenter Nachverfolgung beruht. In jedem Fachbereich gibt es Ansprechpersonen, die dafür sorgen, dass das interne Kontrollsystem (IKS) reibungslos funktioniert, die eingegebenen Daten im Enablon-Tool stimmen und sich an den Bewertungen und den daraus resultierenden Massnahmen beteiligen.

Die Risiken werden in drei Kategorien unterteilt:

o Inhärentes Risiko, vor jeglicher Kontrolle oder Minderung

o Restrisiko nach Berücksichtigung der getroffenen Massnahmen

o «Idealrisiko», angestrebter Zustand nach der Umsetzung von Massnahmen zur Eingrenzung oder verstärkten Kontrollen

Risiko-Kataloge und Prozessübersichten werden mindestens einmal jährlich aktualisiert. Nach einem Vorfall prüfen wir gezielt, ob Anpassungen nötig sind, damit unser Risikomanagement flexibel bleibt.

Prozess des Risikomanagements

Jedes identifizierte Risiko ist mit einer oder mehreren Kontrollen verbunden, die jährlich überprüft werden. Bei Problemen erstellen wir einen Aktionsplan und behalten die Umsetzung so lange im Blick, bis alles gelöst ist. Das Risikomanagement priorisiert die Überwachung der Risiken je nach Restdringlichkeit und legt dabei besonderes Augenmerk auf die grössten Risiken.

Klima- und Umweltrisiken behandeln wir genau gleich sorgfältig wie sonstige Risiken. Sie fliessen in die jährlichen Selbsteinschätzungen und Ad-hoc-Überprüfungen, zum Beispiel nach grossen Umweltereignissen, mit ein.

Gemäss FINMA-Rundschreiben 2026/1 hat die Generaldirektion die finanziellen Risiken durch den Klimawandel als mögliche neue Risiken für das Unternehmen vorgestellt. Derzeit ist die private Versicherungstochtergesellschaft GMA im Versicherungsbereich nicht wesentlich exponiert, und im Bereich der Vermögensverwaltung ist das Klimarisiko bereits über die ESG-Kriterien der Vermögensverwalterin GMAM integriert.

Berücksichtigung von Risiken im Gesamtmanagement

Klare Zuständigkeiten sorgen dafür, dass man Risiken im Griff hat. Das Risikomanagement koordiniert Bewertungen, überwacht Aktionspläne und kommuniziert die wichtigsten Kennzahlen an den Risikoausschuss. Die IKS-Ansprechpersonen gewährleisten die operative Umsetzung der Kontrollen und Prozesse.

Der Risikoausschuss überwacht das Ganze, validiert die Toleranzen und priorisiert strategische Massnahmen. Indikatoren wie die Überwachung der wichtigsten Risiken oder die Umsetzungsquote von Aktionsplänen helfen uns, den Erfolg unserer Arbeit zu prüfen und zu sehen, wo wir uns noch verbessern können. Methodische Anpassungen und Tools werden dokumentiert, damit wir uns ständig verbessern können.

Die Beherrschung des Reputationsrisikos, insbesondere im Zusammenhang mit dem Klimawandel, bleibt eine Priorität. Sie beruht auf einer offenen Kommunikation und klaren Verantwortungen, die auf die Erwartungen der Anspruchsgruppen abgestimmt sind. Damit stärkt sie die Resilienz der Organisation gegenüber klimatischen und betrieblichen Herausforderungen.

Organisation und Reporting

Rechtlicher Name

Groupe Mutuel Holding (GMH) AG

Art des Kapitals und Rechtsform Gesellschaft im Besitz der Fondation Groupe Mutuel* Hauptsitz

Tätigkeitsland

(*) gemeinnützige Organisation

Martigny (VS)

Schweiz

Der Nachhaltigkeitsbericht bezieht sich auf die GMH. Die Sammelstiftung Groupe Mutuel sowie die anderen Gesellschaften mit Dienstleistungsverträgen werden nicht berücksichtigt.

Berichtszeitraum und -rhythmus

1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025, jährlich Berichtszeitraum und -rhythmus des Finanzberichts 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025, jährlich Veröffentlichung des Berichts

22. Mai 2026 Kontakt bei Fragen durabilite@groupemutuel.ch

Im Berichtszeitraum wurden keine Umformulierungen vorgenommen. Der Bericht unterliegt keiner externen Prüfung. Die direkt geschaffenen und weitergegebenen wirtschaftlichen Werte werden im Jahresbericht der GMH kommuniziert.

GRI-Index

Die Organisation und ihr Reporting

GRI 2-1 Organisationsprofil

GRI 2-2 Entitäten, die in die Nachhaltigkeitsberichterstattung der Organisation berücksichtigt werden

Tätigkeit und Arbeitnehmende

GRI 2-6 Aktivitäten, Wertschöpfungskette und andere Geschäftsbeziehungen

GRI 2-7

GRI 2-8 Mitarbeitende, die keine Angestellten sind

GRI 2-9 Führungsstruktur und Zusammensetzung

GRI 2-10 Nominierung und Auswahl des höchsten Kontrollorgans

GRI 2-11 Vorsitzende/-r des höchsten Kontrollorgans

GRI 2-12 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Beaufsichtigung der Bewältigung der Auswirkungen

GRI 2-13 Delegation der Verantwortung für das Management der Auswirkungen

GRI 2-14 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung

GRI 2-19 Vergütungspolitik

der

Grund der Auslassung: Informationen nicht verfügbar/unvollständig

Begrenzen Fördern Sich

Nachdenken Begrenzen Fördern Sich

Nachdenken

Begrenzen Fördern Sich

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Nachdenken Steuern

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Nachdenken Steuern

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Fotos

Thomas Masotti / Getty images

Herausgeber

Groupe Mutuel Holding AG

Rue des Cèdres 5, 1919 Martigny

E-Mail durabilite@groupemutuel.ch presse@groupemutuel.ch

Der vorliegende Bericht wurde vom Verwaltungsrat der Groupe Mutuel Holding AG genehmigt. Er wird als Bericht über nicht finanzielle Belange gemäss Art. 964a–c OR unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Generalversammlung der Groupe Mutuel Holding AG veröffentlicht.

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