Greenpeace-Aktivist:innen haben an der Eröffnung des World Economic Forum (WEF) in Davos im Januar ein Transparent entrollt. Sie forderten, dass die extrem Reichen endlich ihren fairen Anteil zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen in Umwelt und Gesellschaft beitragen. Die Schweiz muss sich daher vehement für das UNO-Steuerabkommen einsetzen.
Mikroplastik ist überall Greenpeace Schweiz hat landesweit rund 55 Exkremente von Säugetieren gesammelt und 15 Proben –vom Waadtländer Dachs bis zum Bündner Wolf – im Zentrallabor für Umwelt der EPFL analysiert. Das Ergebnis: 14 Kotproben enthielten Mikroplastik. Einer von vielen Gründen, wieso sich Greenpeace Schweiz mit vielen Freiwilligen lautstark an den Verhandlungen um einen globalen Plastikvertrag in Genf für eine plastikfreie Zukunft eingesetzt hat.
Die Schweiz im Abseits
Die Schweiz steht nach wie vor unter Aufsicht des Ministerkomitees des Europarats, da sie noch immer die Anforderungen des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) im Fall der KlimaSeniorinnen nicht erfüllt. Gleichzeitig verabschiedete sie 2025 neue Klimaziele für 2035, mit der sie die überlebenswichtige 1,5-Grad-Grenze des Klima-Abkommens von Paris aufgibt. Statt zukunftsfähig vorauszuhandeln und die Energiewende voranzutreiben, malt sie die Atomkraft schön, wie Greenpeace in einem Bericht aufdeckte. Um die Schönmalerei weiter zu entzaubern, zeigten wir auf, dass es weltweit nach wie vor keine langfristig sichere Lösung zur Lagerung von Atommüll gibt und dass Atomkraft zu teuer und überflüssig ist. Zukunftsgerichtet veröffentlichten wir in breiter Allianz einen aktualisierten Klima-Masterplan für die Schweiz.
Genauso wünschen wir uns eine plastikfreie Zukunft und haben daher auch in diesem Jahr die Verhandlungen für einen globalen Plastikvertrag mit verbindlichen Zielen zur Reduktion der Plastikproduktion begleitet. Die Augen waren dabei auf die Schweiz als Gastgeberin der Verhandlungen gerichtet. Um die Ambitionen des Vertrags hochzuhalten, machten wir auf die teilnehmenden Öl-Lobbyist:innen in der Verhandlung, die Dominanz von Plastik im Müll unserer Haushalte sowie Mikroplastik in Exkrementen wildlebender Säugetiere und in der Luft aufmerksam. Es konnte die Verwässerung des Abkommens verhindert werden. Die Verhandlungen gehen in die nächste Runde.
Um die Umwelt-, Klima- und Sozialkrise zu bewältigen, braucht es aber auch einen ökonomischen und gesellschaftlichen Wandel – global, national und lokal. Auf nationaler und globaler Ebene ist eine gerechte Besteuerung von Superreichen ein wesentlicher Hebel. Denn an finanziellen Mitteln zur Bewältigung der Krisen mangelt es uns nicht. Sie sind nur ungerecht verteilt. Wir zeigten auf, dass durch eine gerechte Besteuerung allein in Europa 185 Milliarden Euro erhoben werden könnten. Geld, das wir für die Genesung der Umwelt, für bezahlbare Wohnungen und Gesundheitsversorgung dringend benötigen.
Um auf lokaler Ebene einen Schritt in Richtung sozioökonomische Veränderungen zu gehen, haben wir begonnen, Gemeinden zu suchen, die mit dem Modell der Donut-Ökonomie arbeiten möchten: ein Wirtschaftsmodell, das ein Gleichgewicht zwischen sozialen Bedürfnissen und planetaren Belastungsgrenzen anstrebt. Zahlreiche Nominierungen sind bereits bei uns eingetroffen.
Zu guter Letzt: ein historischer Meilenstein im Meeresschutz. Im September 2025 hatten 60 Länder das UNO-Hochseeschutzabkommen ratifiziert. Somit war die nötige Anzahl von Ratifikationen erreicht und das bedeutendste Umweltabkommen seit dem Klima-Abkommen von Paris trat im Januar 2026 in Kraft. Die Schweiz allerdings steht noch im Abseits, denn ihre Ratifizierung steht noch aus. Wird die Schweiz sich im kommenden Jahr aus dem Abseits heraus bewegen und sich zukunftsgerichtet für Planet und Mensch einsetzen? Was denken Sie? Wir von Greenpeace werden uns weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen.
Herzlicher Gruss
Iris Menn
Geschäftsleiterin
Greenpeace Schweiz
Nie wieder Atomkraft
Im Sommer tourte Greenpeace Schweiz mit einem überdimensionalen Atommüllfass durch Schweizer Städte und zeigte Gründe auf, warum die Entscheidung für erneuerbare Energien für die Wirtschaft, die Souveränität der Schweiz und die Umwelt besser ist als das vom Bundesrat befürwortete Projekt zur Wiederbelebung der Atomenergie. «Denn Atomkraft ist gefährlich und lenkt von den echten Lösungen ab», kommentierte Atomexperte Florian Kasser.
Ab in die Gemeinden
Das gute und glückliche Leben für Mensch und Planet beginnt zu Hause, vor der eigenen Haustür, in der Gemeinde. Deshalb lancierte Greenpeace Schweiz im Herbst eine Suche nach Gemeinden, die mit dem Modell der Donut-Ökonomie arbeiten möchten, d.h. die planetaren Belastungsgrenzen einhalten sowie ein stabiles soziales und gesellschaftliches Fundament bieten wollen. Welche Gemeinde es wird, zeigt sich dann im Sommer 2026.
Greenpeace Schweiz
Die Stiftung Greenpeace Schweiz hat gemäss ihren Statuten den gemeinnützigen Zweck, die öffentliche Wohlfahrt durch Bestrebungen im Natur-, Umwelt und Tierschutz zu fördern. Sie kann Ausschüttungen an steuerbefreite gemeinnützige Institutionen im In- und Ausland vornehmen. Allerdings steht niemandem ein Anspruch auf Leistungen durch die Stiftung zu. Das höchste Organ der Stiftung ist der Stiftungsrat, der die oberste Verantwortung für die Strategie und die Finanzen von Greenpeace Schweiz trägt. Um die parteipolitische Unabhängigkeit zu gewährleisten, ist das Ausüben von politischen Ämtern auf der Stufe Gemeinde oder höher mit einer Anstellung bei Greenpeace oder dem Einsitz im Stiftungsrat nicht vereinbar. Genauso strikt sind unsere Bedingungen zur Annahme von Spendengeldern. Die Organisation nimmt keine Gelder von politischen Parteien, Regierungen oder Firmen an. Dadurch bewahrt sie sich ein Maximum an Unabhängigkeit und Meinungsfreiheit – sowie jene Risikobereitschaft, die der Schutz der bedrohten Umwelt erfordert.
Greenpeace Schweiz arbeitet angepasst an die heutigen, sich laufend und schnell ändernden Rea-
litäten und Anforderungen: Wir leben ein flexibles Modell der Selbstorganisation, bei dem der Purpose (Zweck) von Greenpeace Schweiz im Zentrum von Struktur, Prozessen und Kultur steht. Der Fokus liegt auf der Wirksamkeit der Organisation und konkret darauf, unsere Ziele für eine grüne und friedliche Welt im Sinne des Stiftungszwecks zu erreichen.
Wofür wir stehen
Grün, gerecht, friedlich: Für diese Welt setzen wir uns ein. Wir von Greenpeace sind Teil der globalen, bunten Umwelt- und Protestbewegung. Wir decken mutig und gewaltfrei umweltschädliches Handeln auf. Unsere Unabhängigkeit von Staaten, Unternehmen und politischen Parteien macht uns stark. Unsere Forderungen sind wissenschaftsbasiert und radikal ehrlich. Wir stellen sie hartnäckig an die Verantwortlichen und stossen damit gesellschaftlich relevante Debatten an. Wir erarbeiten erfolgreich Lösungen. Immer auf Augenhöhe mit unterschiedlichen Interessengruppen. Wir verstehen uns als Teil der Natur. Deswegen tragen wir Sorge zu ihr, zu uns selbst und zueinander.
Hinter der Organisation
Wort des Stiftungsrats
«Business as usual!» Könnte ich noch ironischer auf das vergangene Jahr zurückblicken? Kriege, Gewalt, narzisstische Politiker:innen, ein verschüttetes Bergdorf, das drittwärmste je gemessene Jahr. Ja, langsam gewöhnt man sich an die schlechten Nachrichten, die auf uns einprasseln, und denkt: «Alles beim Alten, nichts Ungewöhnliches mehr!» Dabei ist 2025 für Greenpeace ein besonderes Jahr. Wir dürfen uns über einen aussergewöhnlich guten Abschluss freuen. Neben all den kleinen und grösseren Spenden, die wir Jahr für Jahr von Ihnen, liebe Unterstützer:innen, erhalten, haben uns dieses Jahr auch einige Menschen besonders grosszügig in ihrem letzten Willen bedacht – auf dass wir uns über ihren Tod hinaus um unsere Lebensgrundlage kümmern.
Das berührt mich und ist aussergewöhnlich: Obwohl himmeltraurige Nachrichten zum «business as usual» geworden sind, gibt es Menschen, die sich eine andere, eine bessere Zukunft für unsere Nachkommen wünschen und daran glauben, dass sie auch möglich ist. Sie sind sich gewiss, dass die Arbeit von Greenpeace richtig, wichtig und wirksam ist. Und sie sind überzeugt, dass ihr Geld nach ihrem Ableben hilft, unsere Lebensgrundlagen zu schützen und die Erde zu einem besseren und friedlicheren Ort für alle zu machen.
Organigramm
Kreis Gesamtorganisation Greenpeace Schweiz Steuerkreis Stiftungsrat
Steuerkreis OrganisationsStrategie- und Ressourcen
Rolle: Internationale
Programm-Anbindung
Rolle: Facilitator
Rolle: Personalausschuss
Rolle: Fundraising Überblick
Rolle: Datenschutz Beratung
Rolle: Person of Trust
Rolle: Facility Manager
Rolle: Lohn
Steuerkreis OrganisationsEntwicklung
Mit grosser Dankbarkeit und Ehrerbietung gedenken wir bei Greenpeace einmal im Jahr all den Menschen, die uns noch nach ihrem Lebensende unterstützen. Wir haben für sie in unseren Büroräumlichkeiten einen Gedenkbaum erschaffen, der uns daran erinnert, wie ermutigend es ist, dass Menschen über ihren Tod hinaus an unsere Arbeit glauben.
Dieser Glaube verpflichtet uns, tagtäglich unser Bestes zu geben. Mein Dank gilt auch unseren Mitarbeitenden, die sich trotz des aussergewöhnlich guten Jahresabschlusses bewusst sind, dass unsere Organisation einem steten Wandel unterworfen ist, damit wir weiterhin gut gerüstet für die Zukunft sind.
Das Vertrauen unserer Spender:innen in unsere Arbeit, die Bereitschaft unserer Mitarbeitenden, Greenpeace Schweiz zukunftstauglich aufzustellen, der Glaube von uns allen, dass wir etwas bewirken können – das alles macht mich stark und froh. Mein aufrichtiger, von Herzen kommender Dank gilt allen, die daran beteiligt sind, unsere Zukunft zum Guten zu gestalten.
Susanne Hochuli
Präsidentin des Stiftungsrats Greenpeace Schweiz
Deshalb unterstütze ich Greenpeace
«Die Erde ist ein wunderschöner Planet und sie trägt eine einmalige Vielfalt an Leben. Aber die Menschheit zerstört dieses unverdiente Geschenk, anstatt es zu pflegen und zu bewahren. Die Verblendung durch den Kapitalismus und die Verstrickung ins Patriarchat scheinen unüberwindbar zu sein. Nur das Wissen um Menschen, die gegen diese Zerstörung einstehen, hilft mir, trotzdem nicht zu verzweifeln. Deshalb bin ich sehr dankbar für alle Mitarbeitenden von Greenpeace, die in vielen Ländern der Erde mit Sachverstand und Mut für die Rettung unserer schönen Welt kämpfen. Ich bin tief beeindruckt, dass sie hierfür darauf verzichten, anderswo mehr Geld zu verdienen, und sogar häufig grosse persönliche Risiken in Kauf nehmen. Dadurch inspirieren sie auch unzählige andere Menschen, sich mit ihnen zusammen freiwillig zu engagieren. Nur so werden noch krassere Rückschritte verhindert und es kann sogar ab und zu ein Erfolg gefeiert werden. Davon zu hören und zu lesen, macht mir immer wieder neue Hoffnung. Besonders begeistert bin ich von Iris Menn und ihrem ganzen Team.»
Sonja W., Spenderin bei Greenpeace seit 36 Jahren
Deshalb spende ich
«Mir liegen Menschen und unsere Umwelt ganz grundsätzlich am Herzen. Je länger ich mich mit den Zusammenhängen unserer Welt beschäftige, desto klarer wird mir, wie eng alles miteinander verbunden ist. Klima, Biodiversität, Böden, Gewässer und Meere bilden ein empfindliches Gleichgewicht, von dem unser Leben direkt abhängt. Wenn eines davon aus dem Lot gerät, spüren wir die Folgen an vielen anderen Stellen. Greenpeace setzt sich genau dort ein, wo diese Zusammenhänge sichtbar werden: im Amazonas, in den Weltmeeren, in der Antarktis, beim Schutz gesunder Böden und sauberer Gewässer. Dieses Engagement beeindruckt mich, weil es nicht an Symptomen ansetzt, sondern an den Ursachen. Es geht um den Schutz natürlicher Kreisläufe, um Verantwortung über Ländergrenzen hinweg und um den Mut, auch unbequeme Themen klar anzusprechen. Was wir heute zerstören, fehlt morgen. Was wir heute schützen, kommt uns allen zugute. Deshalb sehe ich das Engagement von Greenpeace nicht als Einsatz für einzelne Regionen oder Themen, sondern als Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft für uns alle.
Ich bin dankbar für die vielen Menschen, die sich bei Greenpeace mit Fachwissen, Ausdauer und Überzeugung engagieren, und für all jene, die diese Arbeit auf ganz unterschiedliche Weise unterstützen. Gemeinsam tragen sie dazu bei, dass Umwelt- und Klimaschutz nicht abstrakte Begriffe bleiben, sondern konkrete Wirkung entfalten.»
Markus Birringer, langjähriger Spender
Dank Spender:innen wie Sonja W. können wir uns auch künftig für die Wunder der Weltmeere einsetzen.
Plastikabfall adieu
In Thailand häuft sich in Recyclingfirmen und der Umwelt der Plastikabfall. Ein Grossteil des Mülls stammt aus dem Ausland und wurde von der Regierung importiert.
Greenpeace Südostasien engagiert sich seit 2018 für ein Importverbot von Kunststoffabfall – und hatte Erfolg: Seit dem 1. Januar 2025 gelten Kunststoffabfälle für die Einfuhr als verbotenes Gut.
Gemeinsam mit anderen Organisationen hat Greenpeace Niederlande die Umweltgenehmigung des Flughafens Schiphol in Amsterdam angefochten – und einen Sieg errungen. Ein Gericht befand die Genehmigung im Juli für ungültig. Der Flughafen darf nun nicht mehr in seinem derzeitigen Umfang betrieben werden und muss verkleinert werden.
Keine Fischmehlfabrik
Greenpeace Afrika kämpft in Westafrika gegen Fischmehlfabriken und die verheerenden Auswirkungen der Industrie auf Meeresökosysteme. Die Initiative «Save Black Johnson Beach» konnte im Frühling einen Erfolg erringen: Das oberste Gericht von Sierra Leone beschloss, dass Pläne für den Bau einer Fischmehlfabrik vor Ort nicht weiterverfolgt werden.
Weniger Flugverkehr
Bank übernimmt Verantwortung
Im April 2024 lancierte Greenpeace Brasilien die Kampagne «Bankrolling Extinction», mit der die Organisation die naturzerstörenden Aktivitäten von Banken aufdeckte. Nachdem über 100 000 Menschen eine Petition unterzeichnet hatten, aktualisierte 2025 die Banco do Brasil, die grösste Bank des Landes, ihre Leitlinien zur ökologischen und sozialen Verantwortung.
Sieg für den Tiefseeschutz
Loke Marine Minerals hatte die Absicht, in der arktischen Tiefsee nach Mineralien zu schürfen. Greenpeace Norwegen protestierte gegen die Pläne des Unternehmens vor dessen Hauptsitz, woraufhin der Tiefseebergbaukonzern im April Insolvenz anmelden musste. Aufgrund des öffentlichen Drucks hatte er Schwierigkeiten, neue Investor:innen zu finden.
Abfuhr für Syngenta
Die Syngenta Agro AG wollte den Einsatz eines Pestizids mit dem Wirkstoff Tefluthrin auf neue Pflanzen ausdehnen. Damit wäre der Einsatz auf mehr Flächen möglich geworden mit entsprechend grösseren Gefahren für die Umwelt. Die Zulassungsbehörden stimmten dem Vorhaben zu. Greenpeace Schweiz wehrte sich bis vor Bundesgericht dagegen – und gewann.
Brasilien BR
Norwegen N
Schweiz CH
19 617 Stunden
Freiwilligenarbeit
Ehrenamtliche und Freiwillige haben total 19 617 Stunden unentgeltliches Engagement geleistet. Bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von CHF 40 ergäbe dies einen Wert von CHF 676 680.
52,8% 10 358 Stunden Aktivist:innen
26,4% 5173 Stunden Kurse (Regionalgruppen / Aktionen)
20,8% 4086 Stunden freiwillige Gruppen / Regionalgruppen
Einnahmen Schweiz
Die durchschnittliche finanzielle Unterstü tzung pro Person liegt bei CHF 153 (Spenden bis CHF 10 000).
56,3% CHF 18,17 Mio. Spenden bis CHF 10 000
34,8% CHF 11,21 Mio. Erbschaften und Legate
8,4% CHF 2,71 Mio. Grossspenden und Stiftungen
0,5% CHF 0,16 Mio. Finanz- und übrige Erträge
Aufwand Schweiz
Administrativer Aufwand, Fundraisingaufwand und Finanzaufwand umfassten zusammen 28,6 Prozent des Gesamtaufwands und lagen somit innerhalb des Effizienzstandards von maximal 35 Prozent der Stiftung Zewo. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um CHF 204 032 gesunken.
Beiträge aller Länderbüros zur Finanzierung internationaler Kampagnen an Greenpeace International, ohne Beiträge des Greenpeace-Netzwerks an die Greenpeace EU Unit in Brüssel. Die Angaben beziehen sich auf das Jahr 2024. Die revidierten Zahlen 2025 lagen bis zum Druck noch nicht vor.
28,0% EUR 28,0 Mio. Deutschland
20,6% EUR 20,6 Mio. andere Länder
10,0% EUR 10,0 Mio. Grossbritannien
9,5% EUR 9,5 Mio. Frankreich
7,3% EUR 7,3 Mio. USA
7,2% EUR 7,2 Mio. Schweiz
6,5% EUR 6,5 Mio. Niederlande
5,6% EUR 5,6 Mio. Spanien
5,3% EUR 5,3 Mio. Nordic
Aufwand international
Die Angaben beziehen sich auf das Jahr 2024. Die revidierten Zahlen 2025 lagen bis zum Druck noch nicht vor. Der internationale Jahresbericht kann als PDF bei Greenpeace Schweiz unter schweiz@greenpeace.org bestellt werden.
Gemeinsam mit Greenpeace haben sich 2025 rund 118 000 Unterstützer:innen für den Erhalt unseres Planeten eingesetzt (Vorjahr: 118 000). Die Spenden bis CHF 10 000 sind gegenüber dem Vorjahr um rund CHF 510 000 gestiegen. Spenden in CHF Mio.
Spenden bis CHF 10 000
Erbschaften und Legate
Grossspenden und Stiftungen
Stiftungen
Ein Vermächtnis für Greenpeace ist ein Zeichen der Verbundenheit mit der Natur
Unser herzlichster Dank gilt allen Menschen, die Greenpeace Schweiz 2025 auf diese Weise unterstützt haben.
Seit 55 Jahren setzt sich Greenpeace unermüdlich für unseren Planeten ein und zieht rücksichtslose Konzerne und Regierungen zur Rechenschaft. Gemeinsam kämpfen wir leidenschaftlich für den Schutz unserer Lebensgrundlagen.
Legate und Erbschaften sind für uns ein Zeichen des grossen Vertrauens in unsere Arbeit. Sie sind aber auch wichtig, damit wir unsere Unabhängigkeit bewahren können. Greenpeace Schweiz ist als Stiftung von der Erbschaftssteuer befreit. Jedes Vermächtnis fliesst vollständig in unsere Kampagnen.
Im vergangenen Jahr haben 43 Menschen Greenpeace Schweiz mit ihrem letzten Willen unterstützt. Der kleinste Betrag betrug CHF 1000 und der grösste CHF 3 649 142.
Der aussergewöhnliche Gesamtbetrag von über CHF 11,21 Millionen kam zustande, weil die Überweisung einiger grosser Beträge im Vorjahr geplant war.
Erfahren Sie mehr über die Arbeit von Greenpeace, die Sie mit einer Erbschaft unterstützen können, und erhalten Sie Tipps zur Nachlassregelung in unserem Testament-Ratgeber. Kontaktperson: Claudia Steiger, claudia.steiger@greenpeace.org, 044 447 41 79, oder greenpeace.ch/legate
Dank an Stiftungen
Die folgenden Stiftungen haben die Arbeit von Greenpeace im Jahr 2025 finanziell grosszügig unterstützt. Ihnen gebührt unser spezieller Dank.
Alfred Richterich Stiftung Fondation Andomart Foundation for Friendship Gerda Techow Gemeinnützige Stiftung Leo und Dora Krummenacher Stiftung Pende Foundation Oak Foundation Stiftung Amphora Stiftung Temperatio Umweltstiftung Greenpeace Fondation VRM
Ein herzliches Dankeschön geht auch an all diejenigen Stiftungen, die sich mit uns engagieren, aber nicht namentlich erwähnt werden möchten.
Nachhaltigkeitsbericht
Nachhaltigkeitsreporting 2025
Für das Jahr 2025 ergibt sich für den von Greenpeace Schweiz verursachten CO2 -Ausstoss ein Total von 94 Tonnen CO2eq. Dies ist eine Abnahme von rund 15 Tonnen gegenüber dem Vorjahr (109 t). Die Gesamtmenge lag letztes Jahr wiederum unter dem Schnitt der letzten zehn Jahre, die im vergangenen Jahr erreichte Reduktion konnte erneut unterschritten werden. Geflogen wurde im Jahr 2025 erneut weniger als vor der Covid-Pandemie – gesamthaft rund 60 Prozent weniger (ca. 17 000 km). Die gesamten Flugkilometer sind auf mittellange Flüge in Europa zurückzuführen. Mit Blick auf weiter zurückliegende Jahre bleibt der positive Effekt von virtuellen Treffen auf die Flug- und Reisekilometer sichtbar. Im Bereich der Nutzung des öffentlichen Verkehrs (Bahnreisen) liegt die Organisation mit total 116 485 km deutlich über dem Vorjahr. Der Hauptgrund dafür findet sich in der globalen UN-Plastic-Treaty-Konferenz INC-5.2 im August in Genf, bei der die Organisation sehr präsent war und für ein wirkungsvolles Abkommen kämpfte. Auf Strassen wurden 2025 total 15 097 km zurückgelegt, davon 797 km mit Elektrofahrzeugen – dies entspricht 3773 km mehr als im Vorjahr. Alle genutzten Fahrzeuge sind Mietfahrzeuge, da Greenpeace Schweiz keine eigenen Fahrzeuge hat.
Beim Stromverbrauch in den von Greenpeace gemieteten Räumlichkeiten wurde der Vorjahresverbrauch um 12 Prozent unterschritten und liegt bei knapp 25 000 kWh. Die Reduktion ergab sich aus der Stilllegung eines internen Servers.
CO 2 -Emissionen (in Tonnen)
Wir berechnen unsere CO2 -Emission seit 2009 mittels Standardkoeffizienten (DEFRA UK, International Energy Agency) anhand der effektiven Verbräuche.
CO 2 -Reduktion
Unser primäres Ziel bleibt es, den CO 2 -Ausstoss und den ökologischen Fussabdruck unserer Tätigkeiten auf den Null-Pfad zu bringen. Dies kollidiert jedoch mit unserem Anspruch, Spender:innen gut und regelmässig zu informieren, sowie mit wichti-
1 Ressourcenverbrauch
Auto- / Lkw-Fahrten total (km)*
davon eigene Fahrzeuge (km)
Elektrizität (kWh)**
Flugreisen Mitarbeitende (km)
Bahnreisen Mitarbeitende (km)
Papierverbrauch (kg)
Drucksachen (kg)
* Dazu kommen noch 727 km mit Elektrofahrzeugen (Pkws), total 15 097 km auf Strassen.
** 100% CO2 -freier Strom gemäss Anbieter
Auto- / Lkw-Fahrten
Elektrizität**
Flugreisen
Bahnreisen Mitarbeitende
Papierverbrauch
Drucksachen
Total
* Im Jahr 2022 fielen zwei längere Transportfahrten mit Lkws an.
** 100% CO2 -freier Strom gemäss Anbieter
gen Fundraising-Massnahmen, um neue interessierte Personen für unsere Arbeit zu begeistern. Auch bedingen alle Tätigkeiten im Rahmen nationaler und weltweiter Kampagnen Reisetätigkeiten sowie Transportaufwände. Es ist uns zurzeit noch nicht möglich, unsere Arbeit frei von CO2 -Emissionen durchzuführen. Die bis 2020 angewandte doppelte Kompensation mit CDM-Zertifikaten (Clean Development Mechanism) des höchsten Standards wurde auch 2025 aus Qualitätsgründen ausgesetzt. Für die wirkungsvollste Massnahme, verursachtes CO2 langfristig aus der Atmosphäre zu entfernen, bestehen zurzeit noch zu wenig verlässliche Angebote. Daher äufnet die Organisation einen Fonds, der zu gegebenem Zeitpunkt entsprechend in CO 2 -Entzugsprojekte investiert werden kann.
Flugreisen
Der CO 2 -Ausstoss für Flugreisen lag 2025 bei rund 2,4 Tonnen CO2eq. Dies bedeutet weiterhin reduzierte Reisetätigkeit gegenüber den Vor-Pande
mie-Jahren und dem Vorjahr.
Papierverbrauch
Der Papieraufwand für Drucksachen liegt 2025 mit 81 Tonnen CO2eq unter den Vorjahreswerten, bleibt aber der relevanteste Bereich. Beim
pierverbrauch (Drucken und Kopieren) ergab sich erneut eine kleine Senkung.
Dank Erbschaften können wir uns mit unserer Flotte auch auf hoher See für den Umweltschutz einsetzen.
Bilanz
Betriebsrechnung
Greenpeace Schweiz erstellt ihre Jahresrechnung nach den Fachempfehlungen zur Rechnungslegung Swiss GAAP FER. Der hier dargestellte Finanzüberblick ist ein Zusammenzug der durch die BDO AG revidierte Jahresrechnung 2024/2025. Die detaillierte Jahresrechnung ist unter greenpeace.ch/jahresbericht-25 veröffentlicht.
Hände weg von der Tiefsee
Der Kampf gegen Tiefseebergbau ging auch 2025 weiter: Fast fünf Millionen Menschen weltweit unterstützten letztes Jahr die von Greenpeace lancierte Petition für den Schutz der Ozeane. Die Tiefsee ist eine wahre Fundgrube der Artenvielfalt und auch eine unserer wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel. Deswegen müssen sich Regierungen global zusammenschliessen und entschieden gegen den Tiefseebergbau vorgehen.
Tax the super-rich Nicht nur in der Schweiz, auch weltweit forderte Greenpeace, Superreiche stärker zu besteuern. Denn wir leben in einer Welt, in der eine Minderheit – das reichste Prozent – für mehr Emissionen verantwortlich ist als 66 Prozent der Weltbevölkerung. Grosses Vermögen bringt Verantwortung mit sich, die bislang von der Mehrheit der Superreichen nur unzureichend wahrgenommen wird. So darf es nicht weitergehen.
Greenpeace finanziert ihre Arbeit für eine grüne und friedliche Zukunft ausschliesslich mit Spenden von Privatpersonen und durch Zuwendungen von Stiftungen.