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kult! 09 (1/14)

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! G N U B R E W V T R E D S U A

3DIGCITDAL-EBRHOÄLTXLICH

AUCH

L A N I G I R O S DA ! W O H S O R T I N L T R R U Z

! H C I L T L Ä H R E L L JETZT ÜBERA

3 DVDs TV TIPP

Formel Eins - 30 Ja hr mit Peter Illmann e ab 19.10. immer Sam st auf RTL NITRO ag


IMPRESSUM Anschrift: NikMa Verlag Fabian Leibfried Eberdinger Straße 37 71665 Vaihingen/Enz Tel: 0 70 42/37660-160 Fax: 0 70 42/37660-188 email: goodtimes@nikma.de www.goodtimes-magazin.de

mit

Poster

Herausgeber und Chefredakteur: Fabian Leibfried

Mitarbeiter: Jens-Uwe Berndt, Horst Berner, Kirsten Borchardt, Lothar Brandt, Michael FuchsGamböck, Hans-Jürgen Günther, Peter Henning, Christian Hentschel, Teddy Hoersch, Hugo Kastner, Andreas Kötter, Frank Küster, Bernd Matheja, Helmut Ölschlegel, Thorsten Pöttger, Alexander Querengässer, Philipp Roser, Roland Schäfli, Oliver Schuh, Ulrich Schwartz, Eckhard Schwettmann, Christian Simon, Alan Tepper, Jörg Trüdinger, Claudia Tupeit, Uli Twelker, Peter Verhoff, Thomas Wachter, Jürgen Wolff

Abonnements, Shop: Andrea Leibfried

Grafische Gestaltung: Andrea Zagmester, kult@nikma.de Kathleen Müller, grafik@nikma.de

Anzeigenverkauf: Petra Czerny, anzeigen@nikma.de

Vertrieb: IPS Pressevertrieb GmbH Postfach 1211 53334 Meckenheim, Tel: 0 22 25/88 01-0

Druckerei: Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG Frankfurter Str. 168 34121 Kassel

Erscheinungsweise: 2x jährlich

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Einzelheft: 6,50 € (Preis inkl. 7% MwSt.)

Abonnement: siehe Seite 71

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Titelfoto: Terence Hill: © Interfoto/Friedrich Poster Elvis Presley: © Davids/Bildarchiv Hallhuber Der Verlag hat sich bemüht, alle Rechteinhaber der abgedruckten Fotos zu erreichen. Leider ist dies nicht in allen Fällen gelungen. Ggf. möchten bisher unbekannte Urheber ihre Ansprüche geltend machen. GoodTimes kult! ist auf umweltfreundlichem, chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt! Weiterverwendung aller in GoodTimes kult! erschienenen Artikel, Interviews, Fotos, Rezensionen etc. nur mit der Zustimmung des Herausgebers gestattet. Gerichtsstand: Stuttgart

kult!

Willkommen bei

Von den beiden griechischen Worten nostos" (Rück- oder Heim" kehr) und algos" (Schmerz) leitet sich der Begriff Nostalgie ab. " Der ist heute leider oft mit einem allzu negativen Beigeschmack belegt, den er gar nicht verdient – denn warum ist eine Rückkehr, eine Besinnung auf Vergangenes unbedingt etwas Schlechtes?? G Gerade d iin dderartt schnelllebigen Zeiten wie heute tut es manchmal gut, ein wenig innezuhalten, zurückzublicken, sich zu erinnern. Zumal der Mensch meist mehr und intensiver an schöne Erlebnisse zurückdenkt. Einfach um den Augenblick der Erinnerung zu genießen – oder aber auch, um daraus Kraft und Motivation für die Gegenwart und vor einem Liegendes zu schöpfen. Positive Nostalgie wollen wir Ihnen mit unseren kult!-Heften liefern: Ältere wollen wir an längst vergangene Zeiten und die Dinge erinnern, die diese zurückliegenden Ären ausgemacht haben. Jüngere können so erfahren, was ihre Eltern und Großeltern mit geprägt hat, womit diese ihre Jugend verbrachten, als es nur drei Fernsehkanäle, aber noch keine Computer, Handys und sonstige moderne Kommunikationsmittel gab. Unterstützung leistet hier auch die jüngste Tochter unserer Zeitschriften-Familie: Zu GoodTimes und kult! ist nun auch unsere neue Fernsehzeitschrift TVkult! getreten. Noch ein TV-Magazin auf einem ohnehin überfluteten Markt? Ja, denn wir meinen, dass die spezielle Ausrichtung der Neugründung dies rechtfertigt und angebracht erscheinen lässt. Denn TVkult! legt den Schwerpunkt auf Kultfilme und Kultsendungen der 30er bis 80err Jahre. Allzu oft gehen diese Klassiker in der Unübersichtlichkeitt der gängigen Programmzeitschriften unter. Wir wollen Sie damitt auf besondere Filme, Serien und Sendungen wie Bonanza", High h " " Chaparral", die Hitparade", Disco", Winnetou", Dick & Doof"" " " " " gezielt hinweisen – also Werke und ihre Protagonisten, die wir in kult! l ! vorstellen, ll weil il sie i längst Kultstatus genießen. Und auf noch etwas wollen wir Ihr Augenmerk richten: auf die DVD-Beilage. Auf ihr finden Sie satte 13.500 Titelbild-Abbildungen alter Science-Fiction- und Fantasy-Romane! Viel Spaß beim nostalgischen wie schmerzfreien Schmökern wünscht Ihnen

kult!

Fabian Leibfried -Herausgeber/Chefredakteur-

GoodTimes

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Nr. 10 erscheint am 17.4.2014 3


kult! 60er · 70er · 80er

Ausgabe Oktober 2013 1/2014 (Nr. 9)

INHALT RUB R IKE N 3 4 5 6

Editorial/Impressum Inhaltsverzeichnis Top 5: 80er Serien News from the past

Seite 18

Altes neu ausgepackt

21 kult! Shop 25 kult! Verlosung 71 kult! Abo-Bestellschein 47 Elvis Presley/The Who

Seite 14

Riesenposter

31 DVD-Beilage Seiite 26 Seite

13.500 Titelseiten-Abbildungen gen alter Science-Fiction- & Fantasy-Romane e

14 Porsche 911 Der Rennwagen für die Straße

18 Bilitis Softsex unterm Weichzeichner

20 Formel Eins

Seite 55

Rückkehr auf den Bildschirm – zum 30-jährigen Jubiläum

22 Literatur als Comic Von Homers Odyssee" bis " Millennium" Stieg Larssons "

Seite 34

26 Mein Name ist Nobody

Niemand zog schneller" – Leones Versuch, ch, "komisch zu sein

56 TV-Serien der 80er (Teil 3) Fernsehen mit Suchtgefahr

28 Matchbox Superfast

60 Die Gladbach-Story

Die Antwort auf die Hot Wheels

Wie der Fohlen"- Mythos zustande kam "

32 Der Himmel ist leer

62 Hanni und Nanni

Ufologen stecken in einer Krise

Sardinenpicknick im Mondschein

34 Pan Tau

65 Asterix

Der Held aller Kinder

Neue Mentoren für die Gallier

36 Kultbücher

66 Fischertechnik

Geschätzt, geliebt, gelobt

Spielerisch zu technischer Präzision

38 Tipp-Kick

68 James Bond

Bei Knopfdruck Tor

40 Johannes Mario Simmel

Seite 62

Der Weltverbesserer" oder eine Empfehlung, "Johannes Mario Simmel wieder zu u lesen

Made in Switzerland – Ein Wegweiser zu 18 Bond-Locations in der Schweiz

72 Grundig Kugellautsprecher Rundum-Schlag

42 Captain Future

74 Das Jahr 1973

1980 noch ein Fall für die Zensur

Kein Öl, ein Klo, viel Klimbim

44 Blueberry

Seite 66

Ein Westmann wird 50

78 Catherine Deneuve zum 70. Sexsymbol mit Understatement

46 Catweazle

82 Mode-Serie – 60er Jahre (Teil 2)

Salmei, Dalmei, Adomei

Zauberwort Vintage: Im 60s-Look durch das Heute

55 Sunkist Von der Sonne g geküsst

86 Ben Sherman – 50 Jahre Der Stil der Subkulturen für den Mann

88 Die Olsenbande Mächtig gewaltig! Die Bande gaunert sich durch Europa

Seite 65 Seit

90 Abi Ofarim An die Kinder von gestern" das Herz verloren "

92 Michael Landon

Little Joe wird zum großen Star

96 Zuckersüße Träume Kindheitserinnerungen aus Schoko und Karamell

Seite 82 S

98 Joachim Fuchsberger Mit dem Frosch hat alles angefangen

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TOP 5

kult! 80 e r TV-Serien

1. Formel Eins 2. Dallas 3. Magnum 4. Alf 5. Miami Vice

1. Magnum 2. Eine schrecklich nette Familie 3. Alf 4. Bill Cosby Show 5. Die fliegenden Ärzte Fabian Leibfried

1. Remington Steele 2. Fackeln im Sturm 3. Mein Freund Winnetou 4. Sledge Hammer 5. Knight Rider

Oliver Schuh

1. Irgendwie und sowieso 2. Der Fahnder 3. Monaco Franze 4. Alf 5. Bill Cosby Show Jens-Uwe Berndt

1. Tatort 2. Kir Royal 3. Monaco Franze 4. Sketchup 5. Bill Cosby Show

Ulrich Schwartz

1. Bill Cosby Show 2. Ein Fall für Zwei 3. Miami Vice 4. Inspector Gadget 5. Matlock Horst Berner

1. Tatort mit Schimanski 2. Denver Clan 3. Eine schecklich nette Familie 4. Alf 5. Miami Vice

Eckhard Schwettmann

1. Dallas 2. Magnum 3. Tatort 4. Ein Fall für Zwei 5. Denver Clan Lothar Brandt

1. Mit Schirm, Charme und Melone 2. Solo für U.N.C.L.E. 3. Immer wenn er Pillen nahm 4. Cobra übernehmen Sie 5. Department S

Christian Simon

1. Formel Eins 2. Magnum 3. Dallas 4. Aktenzeichen XY ... ungelöst 5. Ein Colt für alle Fälle Peter Henning

1. Monaco Franze 2. Kir Royal 3. Der Fahnder 4. Tatort mit Schimanski 5. Liebling Kreuzberg

Christian Stronczek

1. Magnum 2. Drei Engel für Charlie 3. Quincy 4. Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert 5. Die Profis Teddy Hoersch

1. Miami Vice 2. Hart aber herzlich 3. Ein Colt für alle Fälle 4. Denver Clan 5. Die Wicherts von nebenan

Alan Tepper

1. Captain Future 2. Knight Rider 3. Alf 4. Magnum 5. Miami Vice Andrea Leibfried

1. Alf 2. Der kleine Vampir 3. Die Fraggles 4. Simon & Simon 5. Remington Steel

Jörg Trüdinger

1. Hart aber herzlich 2. Dallas 3. Golden Girls 4. Bill Cosby Show 5. Alf Thorsten Pöttger

1. Miami Vice 2. Monaco Franze 3. Ein Colt für alle Fälle 4. Lindenstraße 5. Meister Eder und sein Pumuckl

Claudia Tupeit

1. Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert 2. Muppet Show 3. Lou Grand 4. MacGyver 5. Magnum Philipp Roser

1. Magnum 2. Rudis Tagesshow 3. Ein Colt für alle Fälle 4. Miami Vice 5. Eine schrecklich nette Familie

Jürgen Wolff

1. Formel Eins 2. Das Model und der Schnüffler 3. Magnum 4. Bill Cosby Show 5. Muppet Show Roland Schäfli

Blank & Jones

(DJ- und Produzenten-Team) GoodTimes

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EDITH PIAF Von Charles Dumont 2013, edel Books ISBN 978-3-84190-230-6 256 Seiten; 300 Abbildungen; 36,00 Ð

Sie brauchte die Liebe. Sie sang nur gut, " wenn sie entweder überschwänglich oder gebrochen war", so charakterisierte der ggroße französische Chansonnier und Schauspieler Yves Montand Edith Piaf. Ihr schicksalhaftes Leben, ihre ungewöhnliche Karriere begeistern bis heute die Massen, mit unbändigem Durchsetzungswillen gelang dem Spatz von Paris" der schwierige h i i Weg von " der Straßensängerin zum gefeierten Weltstar. Diesen Weg zeichnet dieser großformatige Bildband anhand von zahlreichen, teilweise sehr seltenen Archivbildern, handschriftlichen Dokumenten sowie Noten und Chansontexten nach. Die kommentierten Fotografien zeigen sie privat, auf der Bühne sowie mit prominenten Zeitgenossen wie Marlene Dietrich, Alain Delon, Yves Montand oder Georges Moustaki, mit den beiden Letztgenannten verband Edith Piaf auch eine private Beziehung. Am 10. Oktober diesen Jahres hat sich ihr Todestag zum 50. Mal gejährt, der passende Anlass für den französischen Autor und Komponisten Charles Dumont (von dem u.a. die Melodie von Piafs wohl berühmtesten Chanson, "Non, Je Ne Regrette Rien", stammt), mit diesem Bildband an eine einmalige Künstlerin zu erinnern.

BONANZA DIE KOMPLETTE 10. STAFFEL Auch in der zehnten Staffel der erfolgreichen amerikanischen Westernserie Bonanza" lebt " Ben Cartwright (Lorne Greene) immer noch mit seinen Söhnen auf der Ranch Ponderosa. Pernell Roberts, der bis Folge 195 Sohn Adam spielte, war da schon aus der Serie ausgestiegen (in der Serie verließ er die Ponderosa, um in St. Louis Medizin zu studieren) und wurde durch David Canary in der Rolle des Candy ersetzt. In den 30 Episoden dieser Stafel (Folgen 304 bis 333) erweitert di die Serie ihr Spektrum, zeigt teilweise auch ungewohnte te Seiten und wechselt die S Kulisse – mal in eine K Schneelandschaft, mal in S ddie Wüste. Inhaltlich geht ees neben den gewohnten Bonanza-Themen wie B Viehdiebstahl, Selbstjusttiz, Falschspieler, Betrug und Grenzstreitigkeiten auch mal um Dinge wie Naturschutz oder das Selbstbestimmungs-

from the past

recht eigenwilliger Frauen. Wie gewohnt gibt es neben der deutschen Synchronisation auch eine Spur mit dem Originalton, eine Option, die dem Ganzen dann noch einen Schuss mehr Authentizität verleiht, mit der man noch tiefer in diese Kultserie eintauchen kann. (Studiocanal, 1973, 8 DVDs, 1456 Min.)

LOUIS DE FUNÈS Von Marc Halupczok 2013, U Books ISBN 978-393923-948-2 237 Seiten; 14,95 Ð

Tief verbeugt sich dieses Buch vor einer unsterblichen Legende! Der wohl liebenswürdigste Choleriker der Filmgeschichte, einer der größten französischen Komiker und – nicht zu vergessen – ein großartiger Schauspieler: Louis de Funès hat sich in rund 150 Filmen seinen Kultstatus redlich verdient. Autor Marc Halupczok lebt und arbeitet als Journalist, Autor und Übersetzer in Braunschweig, ist gleichzeitig absoluter Kenner und Liebhaber von Funès' Filmen, deren denkwürdigste Momente er in diesem Buch noch einmal Revue passieren lässt. Mit zahlreichen O-Tönen von Kollegen, Fans und Weggefährten wird so ein Stück Kinogeschichte wieder lebendig.

DAS GROSSE DINGS BEI BRINKS Boston im Jahr 1950. Der kleine Ganove Tony (Traumrolle für Peter Columbo" Falk) " überfällt mit seiner Bande einen Geldtransporter. Doch seltsamerweise wird dieser Raub in den Medien gar nicht aufgegriffen. Als Tony der Sache auf den Grund geht, stellt sich schnell heraus, dass die Geldtransportfirma Brinks etwas zu verbergen hat. Denn die Sicherheitsmaßnahmen dieser renommierten Firma sind alles andere als gründlich, woraufhin Tony und seine Bande beschließen bei Brinks das ganz große " Ding" zu drehen. Kurz darauf erleichtern sie den Brinks-Hauptsitz um sagenhafte 2,7 Millionen Dollar! Doch wiederum bleibt die erhoffte Presse aus, und selbst das FBI tappt im Dunkeln, hält die Kommunisten für die Täter. Dieser Film entstand 1978 frei nach einer wahren Begebenheit, für Authentizität sorgte dabei einer der echten Räuber, der als Berater für Regisseur William Friedkin ( Der Exorzist") " fungierte. (Breu Media/edel, 103 Min.) Seite

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BUSTER KEATON XXL

Zusammen mit Charlie Chaplin und Harold Lloyd gehört Buster Keaton n zu den erfolgg reichsten Stars der Stummfilmzeit. Wegen seines bewusst ernsten, stoischen Gesichtsausdrucks wurde er in den USA The Great Stone" face" (in Deutschland Der " Mann, der niemals lachte") genannt. Aus den Jahren 1920 bis 1928 stammen die Filme dieser zwei DVDs, auf denen man den amerikanischen Komiker in zahlreichen seiner Paraderollen erleben kann. Als Extra gibt es noch eine Bildergalerie, Trailershow sowie die Biografie Keatons. (Starmovie/edel, 2 DVDs, 372 Min.)

MARKS OF EXCELLENCE Von Per Mollerup 2013, Phaidon Press Limited ISBN 978-0-71486-474-7 296 Seiten, Englisch; 45,95 Ð

Neu aufgelegt und behutsam modernisiert bleibt dieser dicke Wälzer das Maß der Dinge, wenn es um Markenzeichen geht. Beginnend mit der Heraldik des Mittelalters zeigt Marks " Of Excellence", wie sich Wappen und Monogramme zu den ersten Markenzeichen entwickelten, beleuchtet ausführlich deren Funktion, Aussage und Design, liefert dazu eine schier unerschöpfliche Palette an Beispielen. Kurze Erläuterungen zu jedem Thema, zu jedem Markenzeichen, liefern den theoretischen Hintergrund, doch seine Faszination bezieht dieses Buch vor allem von seiner Optik. Es zeigt, wie sich Marken im Laufe der Jahre entwickelten, wie sich ihre Corperate " Identity", ihr Außenauftritt veränderte, ohne die eigentliche Botschaft, den Kern der Marke zu verlieren. Nach diesen einführenden Grundlagen werden dann alle unterschiedlichen Arten von Markenzeichen ausführlich und mit zahlreichen Beispielen vorgestellt. Von allen möglichen Grafiken, Bildern, Figuren und Metaphern über Akronyme wie Nasa, IBM oder Ikea bis zu einem breiten Spektrum an Motiven wie Tieren (... der Lufthansa-Kranich, der Firefox-Fuchs), Kreuzen (Bayer, Swissair, Malteser), geometrischen Figuren (Deutsche Bank, Mitsubishi). Dazu Motive aus Natur (Adidas, Air Canada), Musik (das Horn der Deutschen Post, die Harfe der Brauerei Guinness) und Mythologie (Nike, Goodyear). Ein großartiges Nachschlagewerk, bei dem man darüber hinaus noch richtig viel dazulernen kann!


ENNIO MORRICONE 2013, edel earBooks ISBN 978-3-943573-02-2 120 Seiten, 4 CDs; 39,95 Ð

Jeder kennt seine Melodien, ohne die Klassiker wie Spiel mir das Lied vom Tod" oder The " " Mission" nicht das wären, was sie heute sind, sein Gesamtwerk ist so umfangreich wie kaum ein anderes – und trotz seiner fast 85 Jahre wird Ennio Morricone nicht E müde, selbst neuen Hollym wood-Streifen (aktuell wiew dder dem Tarantino-Film Django Unchained") sei" nnen speziellen Sound mit ins Kino zu geben. Das Earbook Ennio Morri" cone" zollt ihm und seinem beeindruckendem Werk nun auf besondere Art und Weise Tribut: Filmfotografien und -Plakate, unterschiedliche Portraits von Morricone, Texte über seine wichtigsten Werke und vor allem vier CDs voller (Film-)Musik ergeben ein interessantes, vielschichtiges und kurzweiliges Bild dieses großartigen Komponisten, der mit seiner Musik eine fast unglaubliche Liste an Filmen veredelte, von Zwei glorreiche Halunken" über Es war einmal " " in Amerika" bis zu Cinema Paradiso". "

DIE 3 MUSKETIERE EINER FÜR ALLE, ALLE FÜR EINEN Eine ungewöhnliche Adaption von Alexandre Dumas' Romanvorlage, die Hollywood 1933 in die arabische Wüste verlegte. e. Ein junger John Wayne verdient sich hier an der Seite der späteren Leinwand-Helden Lon Chaney und Noah Beery erste Sporen, spielt einen treuen Soldaten der Fremdenlegion, der zusammen mit seinen beiden Waffenkameraden Kopf und Kragen riskieren muss, um den Schurken El Shaitan ausfindig zu machen, damit dieser keinen weiteren Schaden anrichten kann. Eine ebenso gewagte wie interessante Weiterentwicklung des bekannten Mantel- und Degenstoffes mit vergnüglichen Ausblicken auf spätere Schauspiellegenden. (Starmovie/edel, 168 Min.)

PARODI EIN LITERARISCHES KARTENSPIEL VON EUGEN OKER 2012, Georg Olms Verlag ISBN 978-3-48708-515-9 19,95 Ð

Mit geflügelten Worten, die von Moses, den Gebrüdern Grimm, Shakespeare oder Brecht stammen, spielt man Parodi". Dabei sind den " kreativen Ideen, wie man die Zitatkärtchen einsetzt – also welche Variante man spielen möchte

– schier unerschöpflich. Beim so s genannten Primitiv-Parodi muss jeder Mitspieler versum chen, seine zehn Kärtchen zu c neuen kurzen oder langen Gen dichten zusammenzubauen" d " – ob dieses neue Gedicht dann aallerdings anerkannt wird, entscheidet das Auditorium auf klassisch-römische Art: Daumen hoch oder Daumen runter! Beim Sonder-Parodi gibt es – natürlich auf Antrag und durch Votum – Sonderpunkte für echte Reime und für besonders gelungene, verblüffende oder sinnreiche Sprüche, beim Mixed-Parodi müssen Zitate in gerader und kursiver Schrift streng aufeinanderfolgen, und auch alleine lässt sich Solo-Parodi spielen; geübten und langjährigen Spielern wird es nicht schwer fallen, schnell eigene Versionen dieses Spieles zu entwickeln. Wer gerne mit (fremden) Worten spielt, wer aus lauter Lust Schiller mit Bibelzitaten und Kinderreimen kombinieren möchte, für den dürfte Paroli ohne Frage ein lohnender Zeitvertreib sein ...

PERRY RHODAN DIE CHRONIK BAND 3, 1981–1995

DIE SCHÖNSTEN FRAUEN IN HOLLYWOOD Marilyn Monroe, Ava Gardner, Judy Garland, Ingrid Bergmann, Senta Berger, Hildegard Knef und Rosalina Russell: Sie sind laut DVD-Titel Die schönsten Frauen in " Hollywood". In rund zehn Stunden Spielzeit präsentieren zwei DVDs jeweils einen Film dieser Diven, Ernest Hemmingways Schnee " am Kilimandscharo" mit Ava Gardner und Gregory Peck, der auch in Ingrid Bergmanns Ich " kämpfe um dich" die männliche Hauptrolle innehatte. Senta Berger und Giuliano Gemma sieht man im kultigen Als die Frauen noch " Schwänze hatten", Judy Garland und Frank Sinatra im klassischen Hollywood-Streifen Till The Clouds Roll By", " Marylin Monroe und Jeffrey Lynn in Head" line Story" sowie Rosalina Russell und Cary Grant, die in der 1940er Screwball-Komödie Sein Mädchen für besondere Fälle" ihr ko" misches Talent zeigen dürfen. (Starmovie/edel 2 DVDs, 600 Min.)

Von Hermann Urbanek 2013, Hannibal Verlag ISBN 978-3-85445-342-0 656 Seiten; 29,99 Ð

JOHN WAYNE COLLECTION VOL. 4 + DIE GRÖSSTEN WESTERNHELDEN

Mit einer Gesamtauflage von über einer Milliarde sind die Perry-Rhodan-Romane ohne Zweifel die erfolgreichste Science-Fiction-Serie (vielleicht sogar) unseres Universums, über 50 ausnahmslos deutschsprachige Autoren erzählen seit Anfang der 60er Jahre die Abenteuer von Major Perry Rhodan. Der dritte Chronikband, dessen Inhalt die Jahre 1981 bis 1995 abdeckt, liefert die gewohnt ausführliche Betrachtung des Gesamtkunstwerkes Perry " Rhodan", zeigt mit Hintergrundinformationen und Briefwechseln auch die bislang größte Krise der Serie, als Chefautor William Voltz Anfang der 80er an Krebs erkrankte und 1984 starb. Sehr interessant ist auch zu lesen, welche Anstrengungen sein Nachfolger Ernst Vlcek aus Wien unternahm, um die erfolgreiche Romanserie auf Kurs zu halten. Entscheidend dabei auch, dass man erkannt hatte, dass es dem modernen" Publikum schon lange nicht mehr " genügt, jede Woche einen neuen Roman zu lesen; Bücher, Hörbücher, Computerspiele und der dazu passende Internetauftritt, das musste genauso gestemmt werden, wie man darauf zu achten hatte, dass die Roman-Geschichten ihr gewohntes Niveau hielten. Aufgelockert wird der voluminöse Wälzer durch Interviews, Cover-Abbildungen, Fotos und zahlreiche Kurzportraits der Perry-Rhodan-Autoren.

In der vierten Ausgabe der JOHN WAYNE COLLECTION gibt es weitere fünf Filme des bärig-kauzigen Westernstars aus den 30er Jahren zu sehen. Eine klassische Geschichte über hinterlistige Morde, in der Wayne als unbestechlicher Rächer in seiner Paraderolle agieren darf, erzählt Flussabwärts" aus dem Jahr 1934. Ein " Jahr später entstand Desert Trail" (dt. Titel: " Der Rodeo-Raub), in dem John Wayne einen Rodeoreiter spielt, der sich mit allen Mitteln gegen falsche Anschuldigungen wehren muss. Im selben Zeitraum entstand mit Das Gold von " Texas" ein Film mit ähnlicher er Geschichte, Gesc , dieses Mal muss der Held aber seine Unschuld im Goldgräbermilieu beweisen. In Un" ter dem Himmel von Arizona" verhilft John Wayne der kleinen Nina, die nach dem Verschwinden ihres Vaters Anrecht auf ein wertvolles Ölfeld hat, zu ihrem Recht. Auch die Story von Film Nummer F Fünf, f Im I " Tal des Regenbogens", ist ein gutes Stück entfernt vom klassischen Western. Hier muss sich Wayne, der als verdeckter Ermittler in einer Kleinstadt einen Überfall auf den Postboten vereitelt, als Straßenbauer bewähren. Hart bedrängt wird er dabei von seinem früheren Kumpel Butch (gespielt von Buffalo Bill Jr.), der den Bau der Straße mit allen Mitteln verhindern möch-

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te. Mit zwei Filmen von Roy Rogers ( The Days " Of Jesse James" und Bil" ly The Kid kehrt zurück"), sowie je einem Streifen von John Wayne ( US Marshal " John") und von Clayton Moore ( Buffalo Bill") " liefert die Doppel-DVD Die Größten We" sternhelden" klassisches Western-Material zu kleinem Preis, und als Clou gibt es noch die oben bereits vorgestellten fünf Filme der John " Wayne Collection Vol. 4" als Bonus dazu – da kann man nun wirklich nicht meckern ... (Starmovie/edel, 263 Min. + 500 Min.)

HALLO TANKWART WO DAS WIRTSCHAFTSWUNDER FAHRT AUFNAHM Von Alexander F. Storz 2013, Motorbuchverlag ISBN 978-3-61303-535-5 176 Seiten; 19,95 Ð

Nach dem überaus gelungenen Band So rollten " die Fünfziger" widmet sich Alexander F. Storz nun den Tankstellen, die die durstigen Karossen mit Öl und Sprit versorgten und wo der nette Tankwart dem Kunden auch mal schnell die Windschutzscheibe reinigte. Neben den Texten, mit denen der Autor die Zeit von den 50er bis Ende der 70er Jahre dokumentiert, sind es die lliebevoll ausgewählten Fotos, Postkarten und Reklameschilder, die R einen starken Eindruck e der d Entwicklung in den Jahren vermittelten. J Nicht nur Aufnahmen N vvon Tankstellen und Reisenden regen zum nostalse gischen Schmunzeln an, nein, auch die Automodelle (und die Pop-Farben) entführen den Betrachter in eine längst vergessene Zeit. Der Fiat 500, der klassische Käfer, uralte Mercedes oder ein Porsche 911 L 2.0 Targa – ja, das waren noch Autos, die liefen und liefen, ohne dass ständig irgendwelche elektronischen Bauteile versagten. Exzellenter Gesamteindruck.

CAVEMAN DER AUS DER HÖHLE KAM Endlich gibt es diesen Kultstreifen auch als Blu-ray. Anarchischer Humor im Stile von Monty Python und Mel Brooks ist garantiert in dieser Geschichte, in der sich 200.000 Jahre vor Christus der Höhlenmensch Atouk (gespielt (g p elt vom Ex-Beatle Ringo Starr) unsterblich in die schöne Lana (Barbara Bach) – Frau seines Sippenhäutlings Tonda – verliebt. Daraufhin aus der Sippe verbannt, trifft er

from the past

in der Wildnis die hübsche Tala (Shelley Long) mit ihrem einfältigen Begleiter Lar (Dennis Quaid). Zusammen bestehen sie jede Menge Abenteuer und kämpfen gegen allerlei prähistorische Dinos. Entdecken dazu noch hilfreiche Dinge wie den aufrechten Gang, das Feuer, das Rad, die Musik und vieles mehr. Und wie das Leben eben so spielt, verliebten sich Ringo Starr und Barbara Bach während der Dreharbeiten 1980 wirklich ineinander, so dass sie ein Jahr darauf heirateten ... (Breu Media/edel, 88 Min.)

DER MÜDE THEODOR Erstmals auf DVD ist nun diese Filmkomödie aus dem Jahr 1957 mit Heinz Erhardt in der Hauptrolle erschienen. Als Marmeladenfabrikant hat Theodor Hagemann leider keinerlei Sinn fürs Geschäft, verschleudert sein Geld lieber als Sponsor verkannter Künstler. Was seine Tochter Jenny (Karin Baal), die in einen glückB losen Komponisten verl liebt ist, zwar freut, aber l seine strenge Gattin und s Geschäftsführerin Rosa G (Loni Heuser) dafür umso mehr zur Verzweiflung treibt. Als Hagemann dann wirklich pleite geht und einen Job als nächtlicher Zimmerkellner in einem Nobelhotel annehmen muss, zeigt er eindrucksvoll, dass er auch dort alles andere als eine Idealbesetzung ist. Dafür sieht man aber, dass so eine Geschichte natürlich nichts anderes als eine Paraderolle für Heinz Erhardt darstellt. Mit Schauspielern wie Ralf Wolters, Wolfgang Neuss, Peter Weck und Renate Ewert sind auch die Nebenrollen hervorragend besetzt. Als Bonus kommt diese DVD mit einer zusätzlichen Audio-CD mit 20 HeinzErhardt-Liedern ("Ach wenn ich doch im Lotto ...", "Skat Polka", "Baby es regnet doch", "Herr Meier wird verlangt" ...). (Hoppe Entertainment, 90 Min. plus CD)

DAS GROSSE MÄRCHENBUCH

es zu entdecken, denn zusätzlich zu den Klassikern von Jakob und Wilhelm Grimm (unter anderem Rotkäppchen", Rum" " pelstilzchen" oder Frau Hol" le"), darf man sich von Hans Christian Andersen verzaubern lassen ( Die wilden Schwäne", " Die Schneekönigin" bzw. " Die Nachtigall") oder Lud" wig Bechstein und vor allem Wilhelm Hauff, dessen Märchen Der Zwerg Nase", Die " " Geschichte von dem kleinen Muck" k" oder d Die Di " Geschichte vom Kalif Storch" auch heute noch wirken. Hervorragend!

GULLIVERS REISEN Am 5. November 1699 erlitt der Seemann Gulliver in einem schweren Orkan Schiffbruch und wachte erst am Strand von Liliput wieder auf. Dort hatten ihn die Liliputaner – ein Volk von winzigen Menschen – gefunden. Panik brach aus, ein Riese am Strand. Die Tochter von König Little, Prinzessin Gloria, sollte den Sohn von König Bombo von Blefusko – dem NachbarKönigreich – heiraten. König Little bestand auf dem seit Jahrhunderten bei Hochzeiten gespielten Lied "Treue", doch König Bombo wollte unbedingt, dass "Forever" gespielt werden g p sollte. So platzte die Hochzeit, und es wurde der Krieg zwischen den Völkern ausgerufen. Dank Gulliver kam es letztlich aber doch zum Frieden und zu einer schönen Hochzeit ... Dieser Oscarnominierter Zeichentrickfilm von Star-Produzent Max Fleischer war 1939 einer der weltweit ersten Zeichentrick-Hauptfilme und die erste NichtWalt-Disney-Produktion überhaupt. Er entstand wie spätere Klassiker des Genres in den renommierten Fleischer Studios (u.a. Betty Boo", " Superman", Popeye") und punktet heute im" " mer noch mit seinem ganz eigenen Charme. Extras: Zwei Kurzfilme plus Dokumentation. (Interpathe/edel, 76 Min.)

Von Ruth und Martin Koser-Michaëls

ÄFFLE & PFERDLE

2013, Knaur ISBN 978-3-42665-344-9 480 Seiten; 19,99 Ð

ZUSAMMA ISCH'S OIFACH SCHEENER!

Nach einer vorzüglichen Ausgabe von Grimms Märchen", bei der besonders die " wunderschönen Aquarellbilder gefielen, erscheint mit Das große Märchenbuch" eine " empfehlenswerte Anthologie, die in die Tage der Kindheit zurückführt. Neben den Texten an sich begeistern erneut die Bilder von Ruth und Martin Koser-Michaëls, nicht nur wegen der geschmackvollen Farbigkeit, sondern auch aufgrund des Ausdrucks. Und auch Neues gibt

2013, Esslinger Verlag ISBN 978-3-48023-103-4 64 Seiten; 12,95 Ð

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GoodTimes

Von Heiko Volz und Roman Lang

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Zusamma isch's oifach scheener!" ist bereits " der dritte Band, der mit neuen Geschichten (und altbewährter Herzlichkeit) die Lebensweisheiten der beiden schwäbischen Kultfiguren des (ehemals) Süddeutschen Rundfunks präsentiert. Ob in den Schweizer Bergen, auf dem Volksfest (natürlich auf dem Cannstatter


W Wasen ...), beim Campen, bbeim Konzert in der Stuttgarter Liederhalle oder bei g Trips nach Tübingen, FreiT burg und Heidelberg – zu b zweit macht alles gleich z doppelt so viel Spaß! Und U d natürlich li h llassen einen die beiden wieder teilhaben an ihren sinnvoll sinnlosen Gesprächen, stellen (in stilechtem Schwäbisch); klar, dass man warme Stiefel nicht für kalte Tage, sondern für warme Füße braucht, und dass es halt oft wie im wirklichen Leben ist: Die einen schwätzet", die anderen schaffet". So isch's! " "

Star tätig ist. Sie will mit ihrem Adoptivsohn Jimmy verreisen, wird kurzfristig durch einen Alarm am Metalldetektor des Flughafens aufgehalten und muss zusehen, wie ihr Sohn von einem Fremden entführt wird. In dem darauffolgenden Verhör mit einer FBI-Agentin erzählt sie ihre Geschichte und bietet somit auch einen Einblick in die vermeintliche Glitzerwelt ihrer Klientin. Die anschließende Suche nach Jimmy konfrontiert die beiden mit einer unerwarteten Wendung. Es mag sein, dass der aktuelle Roman nicht ganz so spannend ist wie einige der erstklassigen Vorgänger, dafür präsentiert Val McDermid hier eine bissige Gesellschaftskritik und hinterfragt den penetranten Promikult. Empfehlung.

A TRIBUTE TO ROBERT CRUMB

DIE HECKPARADE

2013, Edition 52 ISBN 978-3-93522-984-5 100 Seiten; 20,00 Ð

MEINE LIEBLINGSHITS – UNSERE NR.1-HITS – MEINE HITPARADENJAHRE

Robert Crumb, dieser geniale Maler, Musiker und Illustrator aus dem amerikanischen Philadelphia, hat vor allem in der Comicszene einen legendären Ruf. Dabei scheute der Underground-Künstler selbst iim prüden d Amerika der 60er Jahre nie vor politisch und sexuell anzüglichen Cartoons zurück, war in seiner Direktheit, ja in seiner Deutlichkeit Vorreiter und Wegbereiter für zahlreiche junge Kollegen. Mit A Tribute To Robert Crumb" zahlen ihm einige " dieser Künstler nun eine Kleinigkeit zurück, mal mehr oder weniger werkgetreu, mal stilistisch anbandelnd oder völlig frei, mal mit und ohne Text zeigen Comiczeichner wie Fil (von dem auch das Vorwort stammt), Tom Bunk, Ralf König, Eckart Breitschuh, Robert Platzgumer, Lars Fiske, Ivo Kircheis, Denis Kitchen, Gilbert Shelton oder Martin Perscheid, mit welchen Augen sie Robert Crumb (und sein Werk) sehen, liefern so eine kurzweilige Hommage an einen wahrlich außergewöhnlichen Kollegen ab.

In Anlehnung an seine erfolgreichste TVSendung, die ZDF-Hitparade", überschreibt " Dieter Thomas Heck seine drei CD-Boxen mit Musik aus dieser Zeit mit DIE HECKPARDE. Thematisch unterteilt er sie in drei Kategorien, präsentiert auf MEINE HITPARADENJAHRE das Beste aus den ZDF-Hitparade"-Jahren " 1969 bis 1984. Somit liefert dieser Streifzug eine breite Palette an deutschem Schlager, ergänzt um die ersten NDW-Hits von Falco, Nena oder Geier Sturzflug, die ab Anfang der 80er in diese Sendung einzogen. Auf UNSERE NR.1HITS liefert Heck dann eeinen Querschnitt durch ddie Top-Platzierten der ddeutschen Single-Charts vvon Ende der 60er bis hheute, reicht die Auswahl von Mireille Mathieu ("La Paloma ade") über Modern Talking ("You're My Heart, You're My Soul") bis zu Tim Bendzko ("Nur noch kurz die Welt retten"). Eine ganz persönliche Auslese traf der Moderator dann für MEINE LIEBLINGSHITS, sie reicht von TopHits wie Howard Carpendales "Deine Spuren im Sand" und "Über sieben Brücken musst du gehen" von Karat über Kultmaterial wie "Im Wagen vor mir" von Henry Valentino mit Uschi und Binos "Mama Leone" bis zu Volksmusik wie "Herzilein" von den Wildecker Herzbuben und "Patrona Bavariae" vom Original Naabtal Duo. Tolle Boxen, die sich ihre Klasse vor allem durch eine breite Stilpalette verdienen. (Ariola/Sony Music, jeweils 3 CDs)

DER VERRAT Von Val McDermid 2013, Droemer ISBN 978-3-42619-969-5 512 Seiten; 19,99 Ð

Val McDermid zählt zu den beliebtesten Krimi- und Thriller-Autorinnen Großbritanniens und wurde bereits mit zahlreichen Preisen geehrt, wie zum Beispiel dem Diamond i d Dag" ger". Mit ihrem aktuellen Roman betritt sie Neuland und schickt das beliebte Ermittlerteam Tony Hill und Carol Jordan kurzfristig in den Urlaub. Der Roman handelt von Stephanie Harker, einer Ghostwriterin, die momentan für eine Celebrity-

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FASHION: BOX MODEKLASSIKER UND IHRE STARS – VON DER JEANS BIS ZUM KLEINEN SCHWARZEN Von Isabella Dothel 2013, DuMont ISBN 978-3-83219-347-8 480 Seiten; 19,99 Ð

In dem vorzüglichen Fotoband mit mehr als 400 Fotografien und Filmstills dokumentiert Isabella Dothel 60 Jahre Modegeschichte. Vom Kleinen Schwarzen und dem Bleistiftrock über die Hotpants und dem Bikini bis hin zur Caprihose und dem Minirock werden die maßgeblichen Stile anhand exemplarischer Fotos dargestellt. Dabei wurden nicht nur die obligatorischen Starfotos ausgewählt, sondern auch die sogenannten Stills aus bekannten Filmen. Marlene Dietrich (Trenchcoat), Raquel Welch und Sharon Stone (Minirock), Marilyn Monroe und Jane Russell (Korsage – aus Blondinen bevorzugt"), Jessi" ca Alba und natürlich Ursula Andress (Bikini) oder Claudia Cardinale (Das Kleine Schwarze) stehen stellvertretend für Mode-Epochen. Zwar stehen die Accessoires im Vordergrund, doch das überwältigende Staraufgebot beeindruckt gleichermaßen und entführt in einer Zeit, in der Schauspieler und Musiker noch einen Vorbild- und Vorläufercharakter hatten.

BLOOD ON THE SUN James Cagney spielt in diesem Film aus dem Jahr 1945 einen amerikanischen Journalisten, der in den 20er Jahren Wind vom Plan Japans bekommt, die Weltherrschaft zu übernehmen. In einem Artikel schreibt er über diesen Plan und bringt damit ungewollt eine Lawine ins Rollen, erste Todesopfer sind seine Frau und ein Journalistenkollege. Zusammen mit der von Sylvia Sidney gespielten Iris Hilliard versucht er, die Dokumente, die den größenwahnsinnigen Plan Japans beweisen können, außer Landes zu schmuggeln. Ein Film, der g mit seiner moralischen Schwarz-Weiß-Zeichnung der Charaktere sicherlich stark von der US-Kriegspropaganda nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour beeinflusst ist, aber mit einem stark agierenden Hauptdarsteller sowie mit klasse Hintergrundbildern (Oscar für Beste " Ausstattung") vor allen Freunden von hochklassigen Hollywood-Actionfilmen der Vorkriegszeit zusagen dürfte. (Starmovie/edel, 94 Min.)


VINTAGE & CLASSIC STYLE GUIDE Von Jos Bendinelli Negrone und Michael Köckritz (Hrsg.) 2013, edel earBooks ISBN 978-3-94357-305-3 240 Seiten; 49,95 Ð

Dieser in einem Pappschuber erhältliche großformatige Prachtband entführt in eine Zeit, in der das Design g eines ines Produkts unverfälscht und höchst originell u war. Von Schreibmaw sschinen (Olivetti) über Autoklassiker (LamA bborghini Miura) und Kameras (Leica, RoK lex) bis hin zu Spielsacchen (Matchbox-Autos, Flipper) und Gegenständen des täglichen Gebrauchs (Plattenspieler, Braun-Rasierapparat) sind vergessene oder noch nie gekannte Kultobjekte zu bestaunen. Neben den erstklassigen Fotos erhält der Leser in dem kurzen Text (dt./engl.) wissenswerte Informationen. Eine stilecht beigelegte 10"-Vinylplatte enthält Stücke von unter anderem Miles Davis, dem Dave Brubeck Quartet und Louis Armstrong And His Hot Five. Herrlich! Warum allerdings die die Kapitel einleitenden Zitate nur in Englisch verfasst wurden und von den jeweiligen Produkten auch nur die englischen Markennamen verzeichnet sind, bleibt ein Rätsel (ein deutscher Verlag hat diesen Titel veröffentlicht). Bei dem Preis sollte man so etwas erwarten dürfen.

NIGHT OF THE LIVING DEAD Barbara – sie kommen und holen dich!", " einer Schwester Schweste im dieser Satz, den Johnny seiner Scherz auf dem Friedhof zuruft, ist schon wenige Augenblicke später grausame Wirklichkeit. Ein mysteriöser Fremder greift sie an, und Barbara kann in letzter Sekunde fliehen. Zusammen mit einigen wenigen Überlebenden verschanzt sie sich in einem einsamen Haus, das schon kurz darauf von aus den Gräbern gekrochenen Untoten belagert ist, verrückt danach, ihren unbändigen Hunger nach Menschenfleisch zu stillen. Scheinbar gibt es für die Eingeschlossenen keine Hoffnung auf Rettung, unaufhörlich kratzen die Totenhände an Fenster und Türen, nichts kann sie aufhalten ... 1968 erschuf Regisseur George A. Romero mit Night Of The Living Dead" einen der ers" ten Zombie-Filme, inzwischen ein absoluter Klassiker der Horrorszene, der noch Jahrzehnte später weniger durch blutrünstige Bilder als durch subtile Gruseleffekte, Gänsehaut-Film-

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musik und verstörende Bilder zum Alptraum schlechthin wird. Zusätzlich zum Originalfilm (wahlweise deutsch oder englisch) gibt es noch massenhaft Bonus-Material wie Audiokommentar, Bildergalerie, Hintergrund-Doku zum Film sowie Interviews mit Regisseur George A. Romero und Schauspieler Duane Jones. (Starmovie/edel, 91 Min. & 100 Min. Bonus-Material)

DAS SCIENCE-FICTION JAHRBUCH 2013 Von Sascha Mamczak / Wolfgang Jeschke (Hrsg.) 2013, Heyne ISBN 978-3-453-53445-5 992 Seiten; 36,99 Ð

Der Heyne-Verlag hat in diesem Jahr die anspruchsvollen Science-Fiction-Fans mit der Publikation des bahnbrechenden Werks 2312" " von Kim Stanley Robinson beglückt. Nun folgt das obligatorische Jahrbuch, in dem wirklich alles Wissenswerte zum Genre zu erfahren ist. Neben den wichtigen theoretischen Artikeln (zum Beispiel ein Aufsatz zum Tode von Jack Vance, eine Abhandlung über Herberts Wüstenplaneten und dessen Folgen oder einem Interview mit Daniel Suarez) sind es erneut die Reviews, die einen großen Teil des Schinkens ausmachen. Buch, Hörspiele, Filme oder Spiele – hier werden alle Neuheiten kompetent und zudem auch kritisch vorgestellt. Nach dem obligatorischen Marktbericht, der für die Fantastik allgemein positiv ausfällt, werden noch die aktuellen Preisträger der verschiedensten internationalen Preise genannt. Kompetent, sachkundig und überaus informationsreich – was will man mehr?

RUHE SANFT GMBH Mit Vincent Price, Peter Lorre und Boris Karloff hatte Regisseur Jacques Tourneur 1963 drei gestandene Horrormimen zur Verfügung, mit denen er eine schwarzhumorige Horror-Persiflage erschuf. Dabei dreht sich alles um das ehemals florierende Bestattungsunternehmen g hmen Hichley, deren Leiter Waldo Turnbull nicht einmal mehr die anstehende Jahresmiete bezahlen kann. In dieser Not entsteht die geniale Idee, sich durch Morde (zahlungskräftige) Kundschaft zu verschaffen, doch einerseits zeigt es sich weitaus komplizierter als gedacht, jemanden die Lebenslichter auszublasen, andererseits sorgen zusätzliche familiäre Verwicklung für jede Menge Chaos ... (Breu Media/edel, 83 Min.) Seite

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DANIEL BOONE TRAIL BLAZER

Den Originalklassiker aus dem Jahr 1956 über den berühmten Jäger Daniel Boone oone gibt es nun erstmals in deutscher Sprache als DVD. Bruce Bennett ( Tarzan", Der Schatz der " " Sierra Madre") spielt dabei den legendären Fallensteller und Jäger, der die ersten Siedler nach Kentucky führt, um dort neues Land zu gewinnen. Doch bald werden sie in Kämpfe mit den dort lebenden Indianern verwickelt, die von einem Franzosen aufgestachelt wurden, den friedlichen Siedlertreck unter Boones Führung zu überfallen. Neben dem Ex-Leichtathleten Bennett (1928 Silber im Kugelstoßen) ermöglicht Daniel Boone" auch ein " Wiedersehen mit Lon Chaney Jr. ( Dracula vs. " Frankenstein") als Häuptling Blackfish sowie mit Countrysänger Faron Young. (Starmovie/edel, 75 Min.)

CORNELIA FROBOESS + VICKY LEANDROS + JOHANNA VON KOCZIAN

DIE NEUEN LIEDER + ICH LIEBE DAS LEBEN + DAS BISSCHEN HAUSHALT ... SAGT MEIN MANN Conny Froboess kennt man vor allen durch die Badehose", die sie 1951 einpackte", sowie " " durch zahlreiche Schlagerduette, die sie in den frühen 60ern mit Rex Gildo, Peter Alexander oder Peter Kraus aufnahm. Fast vergessen wurden darüber DIE NEUEN LIEDER (14/40:33), ihr musikalisch anspruchsvolles Schlageralbum aus dem Jahr 1967, auf dem sie mit Kompositionen von Francis Lai und Alyn Ainsworth sowie einem vertonten Gedicht von Francois Villon eine ganz andere, ungemein facettenreiche Seite ihrer Persönlichkeit zeigen durfte. Von außen sieht die CD genauso aus wie die damalige LP, der Inhalt wurde remastert und um zwei Bonus-Tracks erweitert. Die gleiche hochwertige Behandlung – allerdings mit vier Zusatztracks, darunter zwei englisch gesungene Titel – erhielt ICH LIEBE DAS LEBEN (15/56:46), der Longplayer von Vicky Leandros aus dem Jahr 1975, der neben dem erfolgreichen Titeltrack mit "Ja, ja der Peter der ist schlau", "Drehorgelmann" und "Weißt du woraus die Träume sind" noch drei weitere Singles in den Charts platzieren konnte. Definitiv Kult ist zwischenzeitlich Johanna von Koczians HausfrauenHymne "Das bisschen


Haushalt macht sich von aallein ... sagt mein Mann". Wer mehr von der wandW llungsfähigen Schauspiellerin und Sängerin hören möchte, kann sich jetzt m als remasterte CD-Erstveröffentlichung DAS BISSCHEN HAUSHALT ... SAGT MEIN MANN (14/44:49) aus dem Jahr 1977 zulegen. Mit dem kleinen Haushalt-Nachfolge-Hit "Aufsteh'n ist schön" sowie "Der Kater lässt das mausen nicht" gibt es auch hier zwei BonusTracks dazu. (Polydor/Universal, 3 CDs)

DIE LIEBHABER MEINER TÖCHTER Von Kati Naumann 2013, Knaur Taschenbuch ISBN 978-3-426-51258-6 270 Seiten; 9,99 Ð

Stellen Sie sich vor, Sie sind Mutter von drei wohlgeratenen Töchtern, die so langsam flügge werden. Doch halt: Eigentlich haben Sie nun sechs Kinder, denn die jeweiligen Freunde richten sich allmählich auch bei Ihnen ein, i es ist i ja j so nett – und so bequem: Das Essen steht auf dem Tisch, die Wäsche wird gewaschen, und eine Schulter zum Ausweinen ist auch immer da. Und dann passiert eines Tages das Unglaubliche: Eine nach der anderen machen die Töchter mit ihren Liebhabern Schluss! Das haben diese armen Kerle doch nicht verdient, oder? Wie können die Mädels nur so herzlos sein? Rund um diesen Plot erzählt die in Leipzig und London lebende Autorin Kati Naumann mit dem auch als Hörbuch erhältlichen Roman Die " Liebhaber meiner Töchter" eine ebenso witzige wie intelligente Geschichte vom ganz normalen (?) Alltag einer modernen Frau zwischen Job, Haushalt, Mann, Töchtern und gebrochenen Herzen, lässt den Leser mitfühlen, mitlachen und mitweinen – und präsentiert dazu noch ein Ende, mit dem niemand gerechnet hätte ...

SHERLOCK HOLMES Mit einem Detektiv, der seine Fälle mit detailgenauer Beobachtungsgabe und messerscharfen Schlussfolgerungen löst, begründete Arthur Conan Doyle 1886 mit seiner ersten SherlockHolmes-Geschichte ein neues H Genre. Schnell faszinierte der eiG genwillige Charakter mit Pfeife g und u Tweedmütze Generationen von v Krimifans, wurde zusammen mit seinem Assistenten m Dr. D Watson zu einem der populärsten Duos der Krimiliteratur. l Mitte der 50er Jahre verkörM

perte der britische Schauspieler Howard Jones den Meisterdetektiv in einer amerikanischen TV-Serie. 15 dieser Schwarz-Weiß-Folgen (sowie zwei neuere in Farbe) gibt es nun auf einer Dreifach-DVD zu sehen, insgesamt über zwölf Stunden klassisches Krimimaterial, also genau das Richtige für die nun kommenden, langen Herbst- und Winterabende. (Best Entertainment, 3 DVDs, 730 Min.)

MEINE HITPARADEN-JAHRE Schier unerschöpflich scheint das Reservoir, aus dem Dieter Thomas Heck für die Zusammenstellung seiner" Hitparadenerinnerungen " schöpfen kann. Auf jeweils zwei DVDs (inkl. 60-seitigem Begleitbuch) geht es mittels dreier Boxen chronologisch durch die Jahre 1969 bis 1974, 1975 bis 1979 und 1980 bis 1984. Kult neben den zahlreichen Schlagerstars (... wo hatten die damals nur diese Klamotten her?!?) vor allem Hecks kurz prägnante – man war ja in dieser Sendung immer in Zeitnot – Anmoderationen: Gitte, bitte!". Klasse bei diesen drei " Zusammenstellungen auch die breitgefächerte Auswahl der Titel, bei weitem unterscheidet sich diese von so vielen anderen ähnlich daherkommenden DVDs, selbst ausgemachte Schlagerkenner werden hier noch so manches Unbekanntes (oder wohl eher Vergessenes?) entdecken können. Beispiele? e Frank Farians "Gold in AcaF pulco", die "Liechtensteiner p Polka 29" von Tina York, P Gaby Baginskys "Diebe kkommen am Abend", "Silvver Bird" von Tina Rainford, "Die Dinosaurier" von Lonzo oder Phil & John mit "... denn seit mehr als 1000 Jahren" – bis auf die letzten Jahre auch noch alles live gesungen! Natürlich gibt es auch die großen Hits aus diesen Zeiten zu sehen, von Jürgen Marcus' "Schmetterlinge können nicht weinen" über "Komm in meinen Wigwam" von Heino bis zu "Moskau" von Dschinghis Khan. Stark auch die 60-seitigen Begleitbücher, die jeweils einen kurzen zeitgeschichtlichen Abriss aus Sport, Politik, TV, Kino und Mode liefern, dazu die Songlisten aller Hitparaden-Folgen (inkl. Gewinner und Neuvorstellungen), zahlreiche Cover-Abbildungen sowie klasse Fotos aus der Sendung. Tolle Boxen, klasse Musik – und immer noch zeitlos gut! (Sony Music, 3 x 2 DVDs, 241 Min., 265 Min, 287 Min.) GoodTimes

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Unsere Gewinner der Verlosung aus kult! Heft 8 – 2/2013: 5x DVD Heinz Erhardt " Der müde Theodor": – Willy Mayerl, Iffeldorf – Klaus Feldmann, Haßloch – Siegfried Patzer, Lemförde – Mario Eduard, Grünstadt – Claus Pless, Hamburg 3x Buch " Die Ducks in Deutschland": – Andreas Krisch, Fulda – Ullrich Löser, Lüdingshausen – Matthias Kirchheim, Neumünster 5x DVD " Kitty und die große Welt": – Elena Hagemann, Viernheim – Marion Meister, Hemhofen – Angelika Ronneberger, Gummersbach – Reiner Tschernowsky, Niedernhall – Christian Fleischer, Berlin 3x DVD-Box " Formel Eins": – Markus Thum, Wemding – Monika Hofscheier, Griesheim – Otger Wagner, Wenden 3x Buch " Krieg der Knöpfe": – Rolf Svensson, Hamburg – Dieter Flack, Berlin – Horst Müller, Murrhardt 3x Hörbuch " Krieg der Knöpfe": – Sandra Weil, Herborn – Renate Just, Röhrmoos – Sharon-Sara Heße, Hamburg 3x DVD " New York Express": – Sascha Richter, Mudersbach – Peter Helmes, Hilchenbach-Müsen – Hans-Rolf Haybach, Büttelborn 3x Heft " Yps": – Manfred Birkenbeul, Solingen – Uwe Oster, Gelsenkirchen – Daniela May-Van Brackel, Köln 2x DVD " Detektiv Rockford": – Herbert Raubbach, Wiesbaden – Thorsten Hauffe, Halle 3x DVD-Box " Meine Hitparaden-Jahre": – Andreas Wischer, Potsdam – Josy Goergen, Rosport (Luxembourg) – Corinna Sawall, Halberstadt

Herzlichen ückwunsch! Glü


KRACH MIT DER KOMPANIE Als Varieté-Künstler bringen Vic Puccinelli (Dean Martin) und Alvin Korwin (Jerry Lewis) jeden Abend das Publikum zum Lachen. Auch privat verstehen sich die beiden ausgezeichnet. Das ändert sich allerdings, als sie zum Militärdienst einm Militärdiens gezogen werden: Puccinelli nämlich bringt es schnell zum Feldwebel, während Korwin als ein einfacher Schütze im Schlamm robben darf oder Küchendienst schieben muss. Als ob das nicht Grund genug für Scherereien wäre, taucht eines Tages auch noch Puccinellis Ex-Freundin auf. Und da dieser sich inzwischen weit mehr für die charmante Helen interessiert, ist in dieser Militärkomödie aus dem Jahr 1950 der Ärger programmiert ... (Starmovie/edel, 89 Min.)

ROBERT TAYLOR EINE BIO- UND FILMOGRAFIE Von Sofia Tchernomordik, Reinhard Weber, Birte Wrage und Solveig Wrage 2013, Reinhard Weber Fachverlag für Filmliteratur ISBN 978-3-94312-704-1 196 Seiten; 34,00 Ð

Schon fester Bestandteil dieser Rubrik sind die Bücher des Reinhard Weber Fachverlages für Filmliteratur aus Landshut. Wer sich ausführlich mit dem Gesamtwerk eines Schauspielers oder eines Regisseurs befassen möchte, der kommt an den zahlreichen Themenbüchern dieses Verlages einfach nicht vorbei. Die neueste Ausgabe widmet sich mit Robert Taylor einem der wohl perfektesten Schauspieler, den die Traumwelt Hollywood je hervorgebracht hat. Wie gewohnt liefern die ersten Seiten des Buches die Biografie Taylors, der sich vom einfachen Landjungen – geboren in Nebraska – zum begehrten Filmstar entwickelte, wie gewohnt wird sie mittels zahlreicher Fotos und Filmplakate sowie durch Zitate von Kollegen, Freunden und Weggefährten aufgelockert. Akkurat und detailliert auch die darauf folgende Filmografie, in der jeder Film, in dem Taylor auftrat, mit Regisseur, Drehbuchautor(en), Produktionsinfos, Schauspielern und seiner Handlung genügend Platz findet. Auch Kritikerstimmen, Publikumsreaktionen sowie wichtige Rand- und Nebenerscheinungen werden erwähnt. In der Rückschau bleibt ein eindrucksvolles (Film-)Werk, bleiben zeitlose Kinohits wie Die Kameliendame" (1936) " mit Greta Garbo, Broadway Melodie" (1938) mit " Judy Garland, Der unbekannte Geliebte" (1946) " mit Katharine Hepburn und Robert Mitchum, Quo Vadis" (1950) mit dem unvergessenen Peter "

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Ustinov als Nero, Ivanhoe – Der schwarze Ritter" " (1951) mit Elizabeth Taylor oder Der Schatz des " Gehenkten" (1957) mit Richard Widmark.

HANNI & NANNI 3 Mit zwischenzeitlich schon zwei Fortsetzungen ist die Verfilmung der Hanni & Nanni-Jugendbücher von Enid Blyton ohne Frage zum Erfolgsmodell geworden. Mit Jana und Sophia Münster in den Titelrollen sowie Katharina Thalbach, Heino Ferch, Suzanna von Borsody und Hannelore Elsner standen für die drei Kinofilme ofilme Top-SchauTop Sc spieler zur Verfügung, die die Abenteuer der Zwillinge im Mädcheninternat Lindenhof zur besten Unterhaltung für Jung und Alt werden lassen. Schon länger waren die ersten beiden Teile als DVD erhältlich, jetzt, Anfang Oktober, ist endlich auch der dritte Teil erhältlich. Vor allem die Wandlung, die Hanni und Nanni im Laufe der Zeit durchleben, ist klasse dargestellt. Zuerst sind die beiden noch kindlich verspielt, doch dann wachsen sie im dritten Teil zu richtigen" Teenies heran, erste Lie" ben, Zickenkriege und die üblichen pubertären Themen inklusive. Neu dabei im dritten Teil auch Liedermacher Konstantin Wecker, der mit seiner Gastrolle als Professor Kästner wieder einmal seine schauspielerische Klasse beweisen darf. (Universal, 83 Min.)

DER GENERAL Während des amerikanischen Bürgerkriegs fühlt sich der Lokomotivführer Johnnie Gray (Buster Keaton) gleichermaßen zu seiner Braut Annabelle (Marion Mack) und zu seiner Lokomotive The " General" hingezogen. Sein Dilemma löst sich erst auf, als beide von Truppen der Union gefangen bzw. beschlagnahmt werden. Johnny setzt nun alles daran, sowoh sowohl Annabelle als auch seine Lok zzurückzubekommen, doch eerst nach einer turbulenten Eisenbahn-Verfolgungsjagd E mit zahlreichen, spektakum llären Zwischenfällen gelingt ees ihm, seine geliebte Braut zzurückzuholen. Dieser Film aus dem Jahr 1926 gehört zu Buster Keatons bekanntesten B und erfolgreichsten Werken, sein hohes Tempo sowie das Timing der Gags sorgen auch heute noch für kurzweiliges Sehvergnügen! (Starmovie/edel, 76 Min.)

MIRACLE MAN Längst überfällige DVD-Veröffentlichung des Danny-Kaye-Films Wonder Man" aus dem " Jahr 1945, ursprünglich in Deutschland als Der Wundermann" bekannt – allerdings gab es " nach unseren Recherchen wohl nie eine (deutSeite

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sche) Kinoversion. Als Kronzeuge gegen einen Gangsterboss hat der Komiker Buzzy Bellows nur eine äußerst geringe Lebenserwartung und wird dementsprechend schnell und skrupellos uzzy kehrt wieder aus dem Weg geräumt. Doch Buzzy zurück, erscheint seinem Zwillingsbruder Edwin Dingle als Geist. Er überredet den schüchternen und unscheinbaren Bücherwurm, in die Rolle seines glamourösen Bruders zu schlüpfen, um die Gangster zu Rechenschaft zu ziehen. Das ist natürlich genau die Story, die ein Komiker wie Danny Kaye braucht, um all seine Stärken auszuspielen ... (Starmovie/edel, 94 Min.)

SIEBEN FÄLLE FÜR PATER BROWN Von Gilbert Keith Chesterton ISBN 978-3-89964-485-2

Zwischen 1910 und 1935 veröffentlichte der britische Autor Gilbert Keith Chesterton zahlreiche kurze Geschichten über Pater Brown, einen katholischen Geistlichen, dessen Hobby ungelöste Kriminalfälle sind. Vor allen durch die 60erJahre-Verfilmungen, bei denen Heinz Rühmann dem Geistlichen in seiner unnachahmlichen Art ein e charakteristisch verschmitztes Gesicht gab, s wurden die Pater-Brownw Kriminalfälle Kult. Auf K sieben CDs hat nun das s mdr-Kulturradio Figaro m sieben Kriminalhörspiele in Box zusammengefasst, die von Horst i einer i Bollmann (Pater Brown), Jürgen Holtz (Erzähler) sowie Hilmar Eichborn, Herbert Fritsch und Peter Groeger in weiteren Rollen in Szene gesetzt wurden. (mdr Figaro/Audiobuch Verlag, 7 CDs, 354 Min.)

CHARLIE CHAPLIN KLAMOTTENKISTE XL Er zählt zu den einflussreichsten Komikern des 20. Jahrhunderts, mit seiner Darstellung eines Landstreichers in The Tramp" kreierte er schon " früh einen Charakter, der sich in vielen seiner Filme wiederfand, ja, die Figur mit dem Zweifingerschnauzer (auch Chaplin-Bart genannt), übergroßer Hose und Schuhen, viel zu enger Jacke, Bambusstock in der Hand und Melone auf dem Kopf wurde zur Filmikone. In zahlreichen Episoden ermöglicht die Klamottenkiste XL" " einen nostalgischen Blick zurück auf viele Höheele Höhe punkte aus der Stummfilmzeit, zeigt noch einmal eindrucksvoll, warum Charlie Chaplin auf seine unnachahmliche Art zum Weltstar wurde. (Starmovie/edel, 231 Min.)


Das etwas andere TV-Magazin! NEU!

19.10. bis 01.11. 2013

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Ausgabe

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Das TV-Magazin für den Klassiker-Fan!

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TAG E FREE- UND PAYTV-PROGRAMM

Dan Blocker alias Hoss

Nur das Beste sehen!

Super Extra 4 Bonanza-Lesezeichen

Formel 1 Peter Illmann ist zurück: 10 neue Folgen!

Hier kommen Hoss & Co.! Viele Serien-Klassiker endlich wieder im TV

Fuchsberger y k c la B : n e d n e g e -L SERIE! Film- & TV „Edgar Wallace war meine Rettung!“

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Der Rennwagen für die Straße Wer Sportwagen meint, meint der hat den Porsche 91 911 11 im im Sinn: Traumauto Traum mau auto aller Männer und nicht weniger Frauen. Dieses Jahr feiert der "911er" seinen 50. Geburtstag.

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er Porsche 911 sieht erbarmungswürdig aus. Der – nun ja – rote Lack ist von einer stumpfen Mattigkeit und von üppigem Rostfraß gezeichnet. Schon mit bloßem Auge lassen sich ein gutes Dutzend Stellen ausmachen, die von der braunen Pest befallen sind. Gar nicht auszudenken, was auf der Hebebühne noch alles herauskäme. „Garagenfund" nennen das die Oldtimerfans. Gleich neben dem armen 911er liegen in einem Holzverschlag diverse zum Auto gehörende Einzelteile, wild gestapelt und in Pappkartons verpackt. Das „Bitte nicht berühren"-Schild an der Seitenscheibe erscheint angesichts des jämmerlichen Zustandes eher wie Ironie – oder wie eine Warnung: Das Teil könnte bei der leisesten Berührung in sich zusammenfallen. Doch Mitleid ist nicht angebracht: Der Schrott-Porsche, „mostly complete", ging bei einer britischen Versteigerung edler Oldtimer dieses Jahres für ti iim Sommer S di J h fü über 30.000 Pfund weg. Doch wie meistens bei einem Autoklassiker macht die Geschichte hinter dem Wagen einen großen Teil seines Wertes aus: Das marode Porsche 911S SWB Coupé aus dem Jahre 1966, ursprünglich einmal weiß, ist der erste Porsche, der als Rechtslenker auf die britische Insel geliefert wurde. Kennzeichen: LYY 911D. Seite

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Von Jürgen Wolff

Alte Porsche sind derzeit gefragt auf dem Markt und erzielen Traumpreise. Denn das Zuffenhausener „Sportgerät" hat einen runden Jahrestag: Die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt ist 1963 die Geburtsstunde des Porsche 911. Zunächst heißt er 901. Bei der Namensgebung g g orientiert sich Porsche an den ErsatzteilNummernkreisen von Volkswagen. N Wegen einer möglichen künftigen W Kooperation mit dem VW-Werk soll K der neue Porsche bereits kompatibel d zzu den dortigen Nummernkreisen ssein. Da in Wolfsburg die 900er Zahlen noch nicht belegt sind, entZ sscheidet man sich in Zuffenhausen ffür die Projektbezeichnung 901 bei der Sechszylinder-Variante und 902 d ffür einen späteren Vierzylinder. Doch dagegen haben die Franzosen etwas: Peugeot hat sich die F dreistelligen Zahlenkombinationen d Garagenfund 911er: mit m der Ziffer 0 in der Mitte schon heruntergekommen, aber wertvoll 1929 markenrechtlich gesichert. So wird i d der d Porsche P h 901 eilig ili in i 911 umbenannt. Immerhin wurden noch 13 Prototypen als Porsche 901 gebaut. Der Grund für die legendäre Ziffernfolge 9-1-1 ist ein ganz pragmatischer: Prospekte, Preislisten und Betriebsanleitungen sowie die Typ-Bezeichnung auf dem Heck und Handschuhkasten waren bereits in der Endphase der Vorbereitung, so dass die doppelte Verwendung der bereits existierenden Schrifttype

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1 schlicht die einfachste Lösung ist. Um einen neuen Zifferntyp oder gar einen Namensschriftzug zu produzieren, ist keine eine Zeit vorhanden. Nach dem großen Erfolg auf der IAA kommtt die erste Generation des Porsche 911 auf den Markt. Anders als der in die Jahre gekommene Porsche 356, der in Karosserie sserie und Fahrwerk noch auf dem VW Käfer basierte, te, hat der 911 eine selbst tragende Karosserie und d Radaufhängungen mit Dreiecksquerlenkern und d Dämpferbeinen vorn und Schräglenkern hinten. n. Dazu kommt eine Zahnstangenlenkung mit zweimal abgewinkelter Sicherheitslenksäule. Die Produktion startet im September 1964. 4. Zunächst nicht ohne Tücken: Verarbeitungsprobleme leme und Ventilschäden verärgern die Kundschaft. ft. Die Ventilprobleme werden ab 1965 durch einen Drehzahlbegrenzer ahlbegrenzer verhindert. Ab 1966 sorgen neue Dreifachvergaser er von Solex für mehr Zuverlässigkeit. Immerhin ist das Geräusch des luftgekühlten Motors l f k hl mit Trockensumpfschmierung bereits der unverwechselbare Klang des 911. Im ersten Modelljahr 1965 werden insgesamt 230 Wagen des 911er produziert. p odu e t.

In wird zur Legende I den d 60er 60 Jahren J h i d die di Grundlage G dl L d des d Porsche P h 911 gelegt. Seit dieser Zeit gilt er als Auto der Schönen und Reichen. Für das Design zeichnet Ferdinand Alexander Porsche verantwortlich. Angeblich hatte er für den Entwurf der Karosserie unter anderem die Maßgabe, mindestens ein Set Golfschläger im Kofferraum unterbringen zu können. Denn das hatte die typische Porsche-Kundschaft beim 356er vermisst. Auch der Heckmotor hinter der Hinterachse ist ein festes Kriterium im Pflichtenheft. Das erste Modell im Maßstab 1:1 wird Ende 1958 fertiggestellt. Es zeigt bereits die typische 911er-Kontur, die bis heute unverwechselbar geblieben ist. Charakteristisch sind die fließenden Linien, die markanten Kotflügel und der Motor im Heck. Damit imitiert der 911 das Grundkonzept seines berühmten Vorgängers 356, aber auf ungleich modernere Weise. Der erste 911er bietet Platz für zweimal zwei Personen. Das Armaturenbrett bekommt die typische „Uhrensammlung" mit fünf Rundinstrumenten, der Pilot dreht an einem schmucken Holzlenkrad. Der Preis liegt anfangs bei 21.900 D-Mark. Das entspricht – inflationsbereinigt – in heutiger Währung 42.500 Euro.

Das Porsche 911 S Coupé aus dem Jahr 1970

Der Ur-911 wird Sechszylinder-Boxermotor d von einem luftgekühlten l f k hl h l d mit zwei Litern Hubraum und oben liegenden Nockenwellen angetrieben. Ein Fünfganggetriebe übernimmt die Kraftübertragung. Der Motor ist eng mit den Achtzylinder-Porsche-Rennaggregaten verwandt. In Zeiten, als 60 PS schon für einen kraftvollen Auftritt sorgten, geht der erste 911 mit 96 KW/130 PS an den Start. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h, den imageträchtigen Spurt von 0 auf 100 km/h schafft das Auto in 9,1 Sekunden. Heute schafft das locker jedes mittelprächtige Auto aus Korea. Damals reichte das zur Rennmaschine. Seine Motorsportgene sind dem 911 jedoch nicht nur durch Motor und Antriebskonzept in die Wiege gelegt. Um bei einem Autorennen mit klassischem Le-Mans-Start – beim Startschuss müssen die Piloten erst zu ihren Autos rennen – wertvolle Sekunden zu sparen, wird das Zündschloss auf die linke Seite vom Lenkrad platziert. Dort sitzt es noch heute. Technisch betritt der Porsche 911 ebenfalls Neuland. Die pendelnden Halbachsen des Porsche 356 werden von einer McPherson-Vorderachse abgelöst. Zudem gibt es Schräglenker und Doppelgelenk-Antriebswellen. Für die exzellenten Fahreigenschaften sorgen neben Fahrwerk und Heckmotor die Sicherheitszahnstangenlenkung und der kurze Radstand. Mit 62 Litern Tankinhalt sind keine großen Sprünge drin, denn der erste 911 genehmigt sich im Schnitt satte 15 Liter Treibstoff auf 100 Kilometern. Ab August 1967 steht auf Wunsch eine Halbautomatik zur Verfügung – doch besonders beliebt wird die „Sportomatic" nicht, zumal sie bei der Beschleunigung von 0 auf 100 eine Sekunde frisst. In diesen Kreisen zählt zumindest auf dem Papier jede Zehntelsekunde. Im August 1966 legen die Zuffenhausener eine Schippe drauf: Der 911 S holt aus dem gleichen Hubraum 160 PS und verbessert die Beschleunigung um eine Sekunde. Erst bei 220 Sachen stoppt die Tachonadel – das können in den 60er Jahren nicht viele Autos von sich behaupten. Zusätzlich zu den Extra-Pferdestärken bringt das S-Modell

Das macht einen Teil des 911er-Mythos aus: Er ändert sich – aber er sieht nie wirklich anders aus. Peter Falk war über 30 Jahre in der Entwicklung des Porsche 911 tätig: „Wir haben früher alles gemacht. Bremsen, Fahrwerk oder Motor – eben alles, was getestet werden musste. Wir hatten anfangs für alle Tests gerade mal zehn Autos. Heute sind es ein paar Hundert." 800.000 Porsche 911 wurden im Laufe der vergangenen 50 Jahre verkauft. Rund drei Viertel aller Modelle fahren heute noch – ein einmaliger Wert in der Automobilgeschichte, den allenfalls noch Land Rover mit dem unkaputtbaren Defender toppen kann. „Der Rennsport war schon immer die beste Erprobung", erinnert sich Peter Falk. „Was bei den Rennen gut funktionierte, das hat es oft auch bei uns in die Serie geschafft." GoodTimes

innenbelüftete Scheibenbremsen, geschmiedete Magnesiumfelgen von Fuchs (die „Fuchsfelgen") und goldene Schriftleisten mit. Den vorläufigen Höhepunkt der PS-Protzerei setzt 1972 kurz vor dem Modellwechsel der Porsche Carrera. Er wird Deutschlands schnellstes Serienauto, hat einen 2,7 Liter großen Boxer im Heck, einen seitlichen Carrera-Schriftzug als Kriegsbemalung und natürlich den Entenbürzel-Spoiler auf dem Heckdeckel. Ein weniger bekanntes Kapitel der 911-Historie ist der 912. Der Wagen kommt 1965 als günstige Alternative zum 911 auf den Markt. Der Vierzylinder-Boxer des 912 stammt vom Porsche 356 C, hat 1582 Kubikzentimeter Hubraum und 90 PS. Das sind 40 Pferdestärken weni1/2014

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ger als beim damaligen 911er mit zwei Litern Hubraum. Im Vergleich zum 911 S mit 160 PS sieht der 912 geradezu schwachbrüstig aus. Immerhin ist der 912 etwas leichter als sein potenter Bruder, statt 1095 bringt er nur 995 Kilogramm auf die Waage. Doch die Fahrleistungen sprechen für sich: 13,5 Sekunden braucht der 912 für den Spurt von 0 auf 100 km/h, der 911er knackt die 100er Marke je nach Modell und Getriebe schon nach acht bis elf Sekunden. Während die Sechszylinder-Porsche spielend die 200 km/h-Latte überspringen, endet der Vorwärtsdrang des 912 bei 183 Sachen. Doch Leistung ist selbst in den 60er Jahren nicht alles, als sich Playboys am Porsche-Volant noch keine Gedanken über Spritverbrauch und Tempolimit machen müssen. Der 912 macht den Traum vom schicken Sportwagen etwas erschwinglicher, denn er kostet bei seiner Markteinführung im April 1965 „nur" 16.250 D-Mark. Bis zur Einstellung der Produktion im Jahr 1969 laufen mehr als 30.000 Porsche 912 vom Band, davon 2544 TargaVersionen. Zeitweilig überflügelt die 912-Produktion die des 911er um das Doppelte. Der amerikanische Rennfahrer Mark Donohue vergleicht für die Zeitschrift „Car & Driver" den 912 mit seinem großen Bruder 911 und ist nicht nur vom Handling des Wagens begeistert: „Man muss Porsche dafür bewundern, dass sie so viel aus so einem relativ kleinen Motor herausholen." Das Ende des 912 läutet Porsche mit dem 911 T ein, der 1967 erscheint und eine auf 110 PS abgespeckte Version des 911er darstellt t llt – aber b iimmerhin hi mit it SSechszylinderh li d Boxer samt entsprechender Soundkulisse. Mit 19.000 D-Mark ist der Neuling 1967 nicht viel teurer als ein 912, dessen Preis mittlerweile auf 17.000 gestiegen ist. Es ist also keine Überraschung, dass das Interesse am Vierzylinder-Porsche schnell abebbt und man das Modell in Zuffenhausen schließlich ganz aus dem Programm kippt. Bevor in den 70er Jahren die G-Serie einen weiteren Meilenstein der 911er-Geschichte setzt und Porsche das 911 Cabrio einführt, schneiden die Zuffenhausener ihrem Kultauto das Dach ab – jedenfalls teilweise. Natürlich gibt es einen ernsten Grund für den Targa (italienisch „Schild"). Seit der amerikanische Verbraucherschützer Ralph Nader mit seinem Buch „Unsafe At Any Speed" die schlechte Sicherheitsausstattung amerikanischer Autos zum Thema gemacht hat, steht in den 60ern für viele Hersteller die Zukunft ihrer Cabrios ernsthaft auf der Kippe. Der Targa mit seinem Überrollbügel kommt da genau richtig. Als „erstes serienmäßiges Sicherheitscabrio der Welt" bewirbt Porsche denn auch den Wagen auf der Frankfurter IAA. Das herausnehmbare Faltdach kann man im Kofferraum verstauen und die Heckscheibe („Softwindow" genannt) herunterklappen. Der Name leitet sich von der Targa Florio ab, dem Langstreckenrennen auf Sizilien, das Porsche von 1956 bis 1965 fünfmal gewann. Der Aufpreis für einen Targa beträgt zu Beginn 1400 D-Mark. Der Ur-911 wird bis zum Jahr 1973 gebaut. Für die sportliche Ablösung sorgt im gleichen Jahr die G-Serie, die 16 Jahre lang der Legende Porsche 911 neues Leben einhaucht. Das Markenzeichen dieser 911er-Generation sind die dicken Stoßfänger mit Faltbälgen auf beiden Seiten und das durchgehende Leuchtenband mit Porsche-Schriftzug am Heck. Alle Modelle bekommen zunächst den 2,7-Liter-Motor. Der Sechszylinder leistet im Basismodell 150 PS und beschleunigt den Wagen in neun Sekunden von 0 auf 100. Das S-Modell steigert die Leistung auf 175 PS, der Carrera prahlt mit 210 PS – und rennt in damals geradezu Formel-1-verdächtigen 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Auch die Preise für Porsches Sportwagen legen einen Sprint hin. Im August 1973 kostet ein 911 noch 27.000 D-Mark, bis zum Februar 1977 steigt der Preis um satte 10.000 Mark. Der Werbeslogan der 70er Jahre hat sich bis heute gehalten: „Keiner braucht ihn – jeder will ihn." Seite

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Highlight der erfolgreichen G-Serie ist der 1974 vorgestellte 911 Turbo. Er ist der erste Seriensportwagen mit Abgasaufladung. Durch die Turboaufladung, die bis dahin fast ausschließlich bei Rennfahrzeugen eingesetzt wurde, quetschen die Zuffenhausener aus drei Litern Hubraum eine Leistung von satten 260 PS heraus. Von 0 auf 100 km/h donnert der zwangsbeatmete 911er in beeindruckenden 5,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt jenseits der 250 km/h-Marke. So ist der 1,2 Tonnen schwere Porsche 911 Turbo mit seinem charakteristischen Heckflügel eines der schnellsten Serienfahrzeuge der Welt. Wie schon beim sportlichen 911 Carrera RS sind die vorderen und hinteren Räder unterschiedlich breit – vorne sieben Zoll, hinten acht Zoll. Bei seiner Markteinführung kostet der Turbo 65.800 D-Mark – dieser Preis wird sich bis zum letzten Produktionsjahr 1989 mehr als verdoppeln. Den 912 E gibt es nur in den USA und von 1975 bis 1976. Sein g Boxer leistet magere 87 PS. Es braucht schon den amerikanischen W Of Drive mit gemütliWay c chem Cruisen bei 55 Meilen p Stunde (89 km/h) – so pro s schnell darf man damals i Sonnenstaat Kalifornien im noch fahren –, damit nicht n auffällt, was für eine lahme a Ente das E-Modell ist. Den E Motor leiht sich der Wagen M vom Porsche 914, in dem v die d Zuffenhausener ebenfalls Sportlichkeit mit vier Töpfen S verbinden. v Neben dem Targa wagt Porsche in den 80ern erstmals P auch die völlige Offenheit: a Das D Cabriolet wird 1982 auf dem Genfer Salon vorgestellt d und u 1983 ausgeliefert. 1986 bekommt für Aufpreis ein elektrisches b k t der d Freiluft-Flitzer F il ft Flit fü 4000 Mark M Verdeck. Der ungewöhnlichste Vertreter der G-Serie ist jedoch der Speedster. Er wird 1989 nur ein halbes Jahr lang gebaut und bleibt einer der seltensten Vertreter seiner Art – genau wie sein legendärer Vorgänger Porsche 356 Speedster. Das Fahrzeugkonzept folgt einer Devise von Ferry Porsche: „Fahrspaß wird nicht durch Komfort erzeugt", glaubte der Sportwagen-Konstrukteur. So war der erste Speedster von 1954 ein Porsche in Reinform: 760 Kilo „Lebendgewicht", leichte Schalensitze, Kunststoff-Seitenscheiben. Eine superkurze Windschutzscheibe und ein flatterndes Notverdeck konzentrieren die Aufmerksamkeit des Piloten allein auf die Straße. Danach sollte es mehr als 30 Jahre dauern, bis Porsche wieder einen Speedster auf die Räder stellte. 1989 bauen die Zuffenhausener die Speedster-Variante des 911 Carrera. Eine geduckte Silhouette durch die flachere Windschutzscheibe, Sportsitze und der 231 PS starke Boxermotor machen den Wagen zu einer recht komfortablen Fahrmaschine. Das ungefütterte Verdeck muss man in einer genau festgelegten Prozedur unter einer Abdeckung aus leichtem Kunststoff verstauen, sonst drohen Kratzer. Der Verdeckdeckel präsentiert sich mit einer dicken Doppelhutze, die dem Speedster seine charakteristische Optik verleiht. Den Speedster der G-Serie gibt es in zwei unterschiedlich breiten Karosserieformen. Die schmale Form basiert auf dem Cabrio, die breite Variante auf der Karosserie des 911 Turbo. Optisch unterscheidet sich die G-Serie des 911er kaum von der Nachfolge-Generation 964, die Ende 1988 vorgestellt wird. Etwas rundlicher, etwas moderner, dickere Stoßfänger mit breiten Blinkern – das war es schon. Doch auch der neue Porsche 911 ist ein typischer 911er. Allein die Elektronik hat mittlerweile Einzug gehalten. Der 964 ist der erste Serien-Porsche, der mit einem permanenten Allradantrieb zu bekommen ist. Der 250 PS starke Porsche 911 Carrera 4 setzt ein Zeichen und ist bis heute bei Kennern besonders beliebt. Neben dem optionalen Allradantrieb bekommt die dritte Generation des 911er ein neu entwickeltes Fahrwerk, eine verbesserte Innenausstattung und einen automatisch ausfahrbaren Heckspoiler. Besonderen Einfluss auf die Entwicklung des Porsche 964 hat der Technologieträger 959. Diese streng limitierte Serie setzt Mitte der 80er

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Jahre Maßstäbe in Sachen Aerodynamik, Antrieb und Fahrwerk. Neben einem variablen Allradsystem ist der 959 mit 450 Turbo-PS und einem variablen Fahrwerk unterwegs. Unter anderem gewinnt er im Jahr 1986 die Rallye Paris-Dakar. 283 Modelle werden gebaut, Stückpreis 420.000 D-Mark. Die meisten verschwinden auf Nimmerwiedersehen in privaten Sammlungen. Heute ist Allradantrieb nicht mehr aus der 911-Modellpalette wegzudenken – die 4 am Heck steht dafür. In den 80ern betritt Porsche damit Neuland – wenn man einmal von Exoten wie dem 1953 vorgestellten „Jagdwagen" absieht. Unter der werksinternen Bezeichnung Typ 953 entstehen im Winter 1983 drei Allrad-Rallyeboliden mit dem Namen 911 Carrera 4x4. Im Heck der Fahrzeuge tobt sich der altbekannte Sechszylinder-Boxermotor mit 3,2 Litern Hubraum aus. Erstmals kommt eine digitale Motorelektronik torelektronik zum Einsatz. Die Verdichtung des Boxers müssen die Ingenieure allerdings reduzieren, damitt der Motor die schlech-te Benzinqualität in vie-len Ländern verträgt. Diee Leistungsausbeute dess Boxers ist deshalb mit 225 5 PS ziemlich mager. Die Rallye-Siege brinngen den Zuffenhausenern rn schließlich ihren erhofften en PR- und Erkenntnisgewinn. nn. „Als das Ziel erreicht war, hörte Porsche auf, wie sie es immer tun", erinnert sich Jacky Ickx, der in den 80er Jahren Rallye-Pilot bei Porsche sche war. „Bei denen hat Rennsport port letzten Endes immer nur einen technischen Hintergrund." i h i h Hi d" Doch der Allradantrieb bekommt auch Gegenwind. Vielee Porsche-Fans wollen Ende der 80er einen dynamischen 911er nur mit Heckantrieb akzeptieren. Unbestritten ist, dass der Carrera 4 im Grenzbereich leichter zu beherrschen ist und seine Kraft souveräner auf die Straße bringt. Wer Heckantrieb will, kann den n beim 964 in Form des Carrera 2 jedoch ebenfalls bekommen. Sowohl S hl Carrera 2 als auch Carrera 4 sind als Coupé, Targa und Cabrioversion zu haben. Die Preise reichen kurz nach der Markteinführung von 103.500 D-Mark (Carrera 2) bis 131.000 Mark (Carrera 4). Der Turbo kommt im März 1990 und bringt für 178.500 Mark 320 PS auf die Straße. Bereits drei Jahre später kommt die schnelle Ablösung. Optisch hat sich 1993 besonders an Front und Heck einiges getan. Die Front ist flacher, die Scheinwerfer sind nicht mehr derart erhaben wie bei den Vorgängerserien. Das Hinterteil zeigt sich bulliger als bisher. Der Innenraum ist dagegen nahezu unverändert. Selbstverständlich gibt es wieder Sportversionen wie den Carrera 4, den Carrera 4S oder den Turbo. Die Targaversion hat kein herausnehmbares Dach mehr, vielmehr lässt sich das übergroße Schiebedach elektrisch hinter die Rücksitze fahren. Der Sechszylinder leistet zunächst 300 und danach 320 PS bei 6800 U/min und ein maximales Drehmoment von 370 Newtonmeter (Nm) bei 4250 U/min. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 285 km/h. Neben den deutlich verbesserten Fahrleistungen präsentiert sich der 996 auch sparsamer als seine potenten Ahnen. Für die entsprechende Kühlung des Motors sorgt erstmals Wasser. Die langjährige Luftkühlung ist verschwunden, die Lüftungsgitter am Heck nicht. Die einstige Heckschleuder zeichnet sich bereits seit dem 993 durch ein Fahrwerkspotenzial und Sicherheitsreserven aus, von denen man bis zu den späten 80er Jahren nur träumen konnte. Wer sich mit den Standard-911ern nicht zufriedengeben mag, der wird von der Porsche-Rennsportabteilung glücklich gemacht. Auf den Le-Mans-erprobten Porsche 911 GT 1 folgt die Straßenversion des 911 GT 2. Dank Doppelturbolader bringt er nicht nur die Konkurrenz auf den Rennstrecken dieser Welt zum Staunen. Aus 3,6 Litern Hubraum holt das Sportgeschoss 462 PS. Ein maximales Drehmoment von 620 Nm und eine Höchstgeschwindigkeit von 316 km/h sprechen GoodTimes

eine deutliche Sprache. Von 0 bis Tempo 100 vergehen rund vier Sekunden. Ebenfalls auf die Rennstrecke abgestimmt: Keramikbremsen, Sportfahrwerk und Rennsportschaltung. Ähnlich sportlich ist der etwas zahmere Porsche 911 GT 3. Er leistet immerhin 381 PS. Die Höchstgeschwindigkeit sprengt ebenfalls die 300er-Grenze. Als erstes Serienfahrzeug der Welt knackt der GT 3 die Acht-Minuten-Marke auf der Nordschleife des Nürburgrings. Der 996 ist eine langlebige 911er-Generation. Erst 2004 schreibt der 997 die Geschichte der Sportwagenlegende weiter und ist dennoch eine konsequente Weiterentwicklung des 996. Eine modifizierte Optik unterscheidet ihn stärker von den PS-schwächeren Boxster-Modellen. Er vereint Elemente der Generationen 964, 993 und 996. Bei Markteinführung ist der 997 als Carrera und Carrera S mit Leistungen von 325 und 355 PS zu bekommen. Neu ist die aktive Dämpfereinstellung, die für ein Höchstmaß b an Agilität sorgt. Der 911 Targa kommt etwas später und verfügt nach wie vor über ein ei sich weit öffnendes Schiebedach, das Luft und/oder Licht in den In Innenraum des Zweisitzers bringt. Serienmäßig ist das Targamodell nur m Allradantrieb zu bekommen. Imm mit Immer mehr Kunden entscheiden sich d denn auch für einen vierradgetrieb benen 911er. Zur Modellpflege 2008 g gibt es neue Motoren mit D Direkteinspritzung. Der Normv verbrauch des nun auf 345 PS erstarkten 3,8-Liter-Triebwerks e sinkt erstmals unter die Zehnsi Liter-Marke. Die immer wieLi der de als zu unsportlich kritisierte Getriebeautomatik Tiptronic hat ausgedient. Sie wird ha von einem neu entwickelten vo Doppelkupplungsgetriebe mit dem Do Kürzel PDK ersetzt. Der Erfolg ist Kü riesig. Mittlerweile entscheiden rie sich in vielen Ländern mehr als 80 Prozent für die Kombination aus Fahrspaß, automatischem und manuellem Schalten sowie niedrigem ma Verbrauch. Verb Anders aus. Modelle wie GT3, GT3 A d sieht i ht es bei b i den d Sportversionen S t i R oder GT2 RS setzen nach wie vor auf kompromisslosen Fahrspaß auf Rundkursen und Landstraßen. Die Sportmodelle von Porsche werden wie gehabt per Handschaltung auf Touren gebracht. Nach vielen Jahren legt Porsche erstmals auch wieder einen Speedster auf, eine Version mit manuellem Dach und flacher Windschutzscheibe. Ebenso wie die Sondereditionen des Carrera GTS und Carrera GTS 4 wird auch er von einem auf 408 PS erstarkten Sauftriebwerk befeuert. Topmodell bleibt jedoch auch beim überarbeiteten Porsche 997 das Führungsdoppel aus 997 Turbo und 997 Turbo S, 500 beziehungsweise 530 PS stark. Highlight beim Turbo-Doppel sind nicht die pure Leistung und Höchstgeschwindigkeiten von rund 320 km/h, sondern ein Torque Vectoring und ein besonders fahraktiver Allradantrieb. Das weiterentwickelte Porsche Traction Management (PTM) besteht aus einem aktiven Allradantrieb mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung unter Einbeziehung des automatischen Bremsendifferenzials und der Antriebsschlupfregelung. Für Baureihenleiter August Achleitner ist der 991 der „Übervater des 911er und das Rückgrat unseres Unternehmens". 150 Millionen Euro hat Porsche in neue Designstudios, einen Windkanal und das Integrationszentrum in Weissach investiert. „Wir hatten bei der Entwicklung des 991 deutlich mehr Freiheiten als bisher, wir haben wirklich auf einem weißen Blatt Papier angefangen", sagt Achleitner. Neue Plattform, größere Abmessungen, effizientere Motoren, konsequenter Leichtbau, ein komplett neues Cockpit – die jüngste 911erGeneration gleicht nur auf den allerersten Blick ihrem Vorgänger wie ein Ei dem anderen. Mittlerweile hat das Ausrollen der neuen 991erBaureihe begonnen. Die Versionen Carrera und Carrera S erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit wie die Allradversionen. Als nächstes können sich die Porsche-911-Fans auf die 475 PS starke GT3-Sportversion freuen. Auf der IAA stand zum 50. Ehrentag dann die Turboversion. 1/2014

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Bilitis Von Thorsten Pöttger

Mann und Frau haben es nicht leicht, wenn es sich während der intensiven Phase ihrer Pubertät ums Erwachsenwerden dreht. Das gilt für die heutige Zeit voller verliebter Vampire unverändert wie für die vor über 30 Jahren, als die sexuelle Revolution der 68er schon vorüber war. Dennoch grübelten nach Orientierung suchende Teenager Mitte bis Ende der 70er offensichtlich nach wie vor über sinnstiftende Dinge wie natürliche" Romantik. Fündig wur" den sie in Fotos, aber auch Puzzles und Bettwäsche mit Motiven des frankophilen britiDavid schen Fotografen Hamilton David Hamilton. Der im April 1933 in London geborene Künstler hatte nämlich neben der Côte d’Azur eine weitere Vorliebe, wie 1977 auch sein Filmdebüt Bilitis" " zeigte. Seite

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ie Feinheit ihrer Beine, die Zartheit ihres Körpers und vor allem ihr Katzengesicht, ihre katzenhaften Augen, auf die leicht ihre oberen Augenlider fielen. Wie ich sie so ansah, wusste ich „ schon, was für eine Schönheit sie werden würde." Mit diesen Worten schildert Hamilton in seinen Erinnerungen ein Schlüsselerlebnis 1966 an einem Strand in Bournemouth, als er ein Mädchen beim Spiel mit der jüngeren Schwester beobachtete. Zwei Jahre später nahm er von dem „Objekt der Begierde" Schnappschüsse auf, nachdem er bei der Mutter artig angefragt hatte. Ein Bild aus dieser Session erschien prompt 1970 in Hamiltons erstem Fotoband mit dem bezeichnenden Titel „Träume junger Mädchen". Die Gestaltung des Albums war von Leonard Cohens Song "Suzanne" inspiriert, indem der dazugehörige Text als Bildunterschriften fungierte. Hamilton persönlich machte nie einen Hehl daraus, dass junge Mädchen sein allseits beherrschendes Markenzeichen gewesen sind. Angesprochen auf seine Lieblingsmotive, äußert er sich über „Fragestellungen ihres Alters", die durch seine Fotografie zum Ausdruck gebracht werden könnten; vielleicht sogar mit der Möglichkeit, darin einige „Antworten" zu finden. Warum die Modelle außer jung bevorzugt blond oder rothaarig waren, erklärt er mit der „Durchsichtigkeit ihrer Haut", mit Hilfe derer sie sich besser ins Gesamtbild einfügen ließen. 1969 befand sich der Fotograf zu Arbeiten für Yves Saint Laurent auf den Kanarischen Inseln und hatte dort eine weitere schicksalhaf-

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te Begegnung, nämlich die mit seiner künftigen ersten Ehegattin. Von Mona Kristensen, der in Worten des Künstlers „schönsten Frau, der ich je begegnet bin", machte Hamilton mehr Fotos als von jedem anderen Modell. Sie käme „der körperlichen Vollkommenheit so nahe, wie es selten zu sehen ist". Dass sie auch deswegen in seinem erstem Film mitspielen würde, galt seit Beginn ihrer Partnerschaft als ungeschriebenes Gesetz. Und so kam es dann auch. Eines unbekannten Tages mitten in den 70ern trat der Drehbuchautor Jacques Nahum an Hamilton heran, zum ersten mit der 1894 in Paris von Pierre Louys veröffentlichten erotischen Gedichtsammlung „Les Chansons de Bilitis", und zum zweiten mit dem Vorschlag, daraus einen Film zu machen. Das in der Vorlage beschriebene „sexuelle Erwachen" der weiblichen Protagonistin ist aber auch schon alles, was sie mit ihrem Äquivalent im Kino gemeinsam hat. Aus der griechischen Schäferin zu Beginn des sechsten Jahrhunderts vor Christus im Buch wurde im Film eine zeitgenössische französische Internatsschülerin, zu dessen Beginn auf den antiken Ursprung (aber auch auf die Unschuld der Titelfigur) angespielt wird: Bilitis probt samt weißer Tunika und Lorbeerkranz ein für ein Schulfest geplantes Theaterspiel, vergisst aber ihren Text. In die Rolle der Bilitis war die amerikanische Schauspielerin Patti d’Arbanville geschlüpft. Exakt, jene „Lady D’Arbanville", an die wenige Jahre zuvor Cat Stevens eine Ode in Form seines gleichnamigen Evergreens verfasst hatte. Dass sie zum Zeitpunkt der Dreharbeiten mit Mitte 20 bereits deutlich älter als die von ihr gespielte 17-jährige Schülerin war, fiel nicht weiter auf. Spötter würden sagen, dass der Grund dafür Hamiltons auch aus seinen Fotos bekannte Weichzeichner-Optik war, die eh keinen Platz für Falten ließ. Doch zeitgenössische Kritiker der schreibenden Zunft fanden für die Hauptdarstellerin angesichts ihrer gefühlvollen Spielweise durchaus auch lobende Worte. Bilitis kommt über die Sommerferien an den Strand von Saint Tropez, das Hamilton als junger Mann wie ein „vollkommen neues Universum" kennen gelernt hatte. Auch ohne vorher zu wissen, dass die Handlung in Südfrankreich stattfindet, wird dies dem Betrachter anhand der idyllischen Bilder sehr schnell klar. Hamilton wäre nach eigenen Aussagen nie auf die Idee gekommen, den Film woanders als in der Provence zu produzieren – allein schon aus Gründen der Bequemlichkeit, um nicht zu weit entfernt von seinen eigenen vier Wänden arbeiten zu müssen. Gedreht wurde in dem verlassenen Schloss SaintAmé, das zu einem Studio umgebaut wurde. Mit dem Bühnenbildner Eric Simon fand Hamilton einen kongenialen Partner, der seine Vorstellungen von Möbeln, Formen und Farben genauestens umsetzte – und die entsprachen mehr oder weniger einer Kopie seines Hauses. Für ihn war „Bilitis" ein „sehr hübscher Film", in dem das Publikum die Schönheit seiner Fotos wiederentdecken konnte. Kritiker warfen ihm vor, er habe ein künstliches Pastellfarben-Paradies erschaffen. Dabei betonte der Fotograf stets, kein einziges seiner veröffentlichten Bilder sei jemals mit Hilfe künstlicher Beleuchtung entstanden. Doch zurück zu der zugegebenermaßen überschaubaren Handlung des Films: Bilitis wohnt während der Ferien bei Melissa (Mona Kristensen), der Tochter einer Freundin ihres Vaters. Einerseits schwärmt sie für einen – wer hätte das gedacht – jungen Fotografen (Bernard Giraudeau), ohne dies sich (und ihm) eingestehen zu wollen. Andererseits ist sie schnell von ihrer eleganten älteren Freundin fasziniert und schämt sich vor ihr. Die wiederum lässt sich auch davon nicht aus der Ruhe bringen, dass ihr Ehemann Pierre sie mit Gewalt zum Geschlechtsverkehr zwingt, wie Bilitis eines Nachts von draußen durch die Fensterscheibe beobachtet. Dabei wollte sie ihr neues Idol doch nur beim Auskleiden beobachten … Sie findet ebenfalls heraus, dass Pierre offensichtlich ein Verhältnis mit einer seiner Reitschülerinnen hat. Als er mit dieser zu einem Rennen nach Monte Carlo fährt, kommt es zwischen den GoodTimes

beiden jungen Frauen zu einer kurzen, aber innigen Liebesaffäre, die von Melissa freundlich, aber bestimmt beendet wird. Daraufhin begibt Bilitis sich mit ihrem Fotografenfreund auf die Suche nach einem geeigneten Mann für Melissa. Diese Frühform des Castings geht folgendermaßen vonstatten, dass auf offener Straße spontan von Bilitis für geeignet gehaltene Kandidaten geradewegs abgelichtet und Melissa zur Musterung vorgelegt werden. Vielleicht gab es vor dem Fotohandy-Zeitalter noch kein Recht am eigenen Bild. Es kommt zu einem Fest, bei dem auch Bilitis’ favorisierter Anwärter für den Posten an Melissas Seite aufkreuzt, dargestellt vom jungen Matthieu Carrière. Obwohl (oder weil?) diesem die Rolle des nonchalanten Freigeistes hervorragend zu Gesicht steht (Zitat über ihn: „Ich glaube, dass er nie zu jemandem gehören wird"), funkt es zwischen ihm und Melissa nicht. Schließlich erkennt Bilitis, wer am Ende warum zusammengehört, und legt wortwörtlich die Schicksale ihrer älteren Freundin und des ebenfalls anwesenden Fotografen in beider gegenseitige Hände. Die beiden finden

letztlich zueinander, während Bilitis tränenüberströmt das Weite sucht. Somit ist die Handlung am Ende zwar insgesamt nach wie vor weichgezeichnet, aber keinesfalls weichgespült. Um einige Erfahrungen reicher – um nicht zu sagen „erwachsener" – wird Bilitis nach den Sommerferien in das Internat zurückkehren. Der Backfisch hat zwei geliebte Menschen zueinandergeführt, salopp und unsensibel gesprochen: sich letztlich irgendwie selbst in die Pfanne gehauen. David Hamilton blieb nach seinem erfolgreichen Filmdebüt bis Mitte der 80er dem von ihm selbst mit zum Leben erweckten Genre des romantischen Softsexfilms treu, bis er sich erneut schwerpunktmäßig der Fotografie zuwandte. „Zärtliche Cousinen" (u.a. mit Anja Schüte) wurde 1981 ein ähnlich großer Erfolg. Bezogen auf „Bilitis" ist außerdem ein auch im Internet kursierendes Gerücht um einen angeblich zu Beginn der 90er geplanten zweiten Teil namens „Bilitis 2 – My Love" erwähnenswert. Ob der deutschamerikanisch-schweizerische Film 1991 überhaupt fertiggestellt oder während der Dreharbeiten im Streit zwischen den Produzenten abgebrochen wurde, kann nicht mit Gewissheit gesagt werden. Co-Regisseur – neben Hamilton selbstredend – war der tschechische Drehbuchautor Karel Kachi^na, angebliche Hauptdarstellerin eine mysteriöse Dame namens Patricia Van Haaren. Angesichts allgemein leidiger Erfahrungen mit zweiten Teilen wird es seine Gründe haben, dass die Fortsetzung bislang nicht das Licht der Öffentlichkeit erblickt hat. Bis dies entgegen aller Erwartungen einmal der Fall sein könnte, besteht freilich weiterhin die Gelegenheit, sich von Bild und Ton des Originals samt samtweichen Soundtracks von Francis Lai (weltweit über fünf Millionen verkaufter Exemplare!) betören zu lassen. 1/2014

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Blank & Jones –

Kult-Produzenten im Dienste der Kult-Sendung

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Natürlich gehört zu einer so spektakulären „Wiederauferstehung“ wie der der Kultsendung „Formel Eins“ die passende „Begleitmusik“. Für die sorgen Piet Blank und Jaspa Jones, besser bekannt als das DJ- und Produzentenduo Blank & Jones, die für die „so80s“-Ausgabe für die „Formel Eins“ tief in die Archive tauchten, ihre Verbindungen zu Musikerkollegen spielen ließen und den Sound vieler Songs für diese spezielle CD kräftig aufpolierten – und zugleich für ein „Formel Eins“-Novum sorgten. Man lese nur, was die beiden nach getaner Arbeit im Tonstudio eigens für die Leser von kult! zu Papier gebracht haben.

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enau 30 Jahre nach dem Start der TV Show „Formel Eins" freuen wir uns, dieses ehrwürdige Jubiläum mitgestalten zu dürfen. Als die Musikshow mit Video-Clips und Bandauftritten 1983 auf Sendung ging, war es für uns Teenager eine wahre Offenbahrung. MTV gab es in Deutschland noch nicht, und immer nur bei „Bio's Bahnhof" oder „Bananas" auf die Musik zu warten, die wir gut fanden, war sehr mühsam. Mit „Formel Eins" bekam eine ganze Generation quasi ihre eigene, neue Sendung, die auch ihre eigenen neuen Popstars hervorbrachte. Plötzlich gab es neben der „Bravo" und dem Radio eine weitere wöchentliche Quelle, in der man neue Musik entdecken konnte. Die Sendung hat uns komplett durch unsere Jugend begleitet, und die gespielten Clips bzw. Studiogäste waren auch immer Thema auf den Schulhöfen. Als wir nun Anfang 2013 mit dem Mastering und der Archivsuche für die vier Jubiläumseditionen anfingen, kam uns bald der Gedanke, doch ganze eeine so8os [so s eighties] Ausgabe dieA ser Kultshow se zu widmen. z Schnell war S klar, was auf k jeden Fall je nicht fehlen n durfte: Alle d „Formel Eins „F Themes", die T im Laufe der Fahren gemeinsam Formel Eins": Jahre erstellt " Christian Stronczek (Sony Music) und Peter Illmann wurden. Angefangen bei den Go Go's über Jaap Egermont, Jonzun Crew, Harold Faltermeyer bis hin zu Yello. Komischerweise gab es alle Titelmelodien im Laufe der Jahre noch nie gemeinsam auf einem Album. Einige sind sogar noch nie auf CD erschienen. Um die Tracks in bestmöglicher Qualität zu bekommen, kontaktierten wir teilweise die Künstler selber, und siehe da, Boris Blank von Yello fand in seinem inem Archiv gleich zwei Versionen von "The Race", die damals exklusiv klusiv für „Formel Eins" angefertigt wurden. Zum einen die legendäre endäre TV-Version, mit der die Show eröffnet wurde, zum anderen nderen noch eine extra Edit, mit der Yello damals nur bei „Formel Eins" auftraten. Auch Harold Faltermeyer ließ uns netterweise seine Original-Mastertapes zukom-men, wodurch wir neben der Single-Version auch uch erstmalig die komplette 12"-Version seines „Formula One"Tracks auf dieser so8os Ausgabe präsentieren können. n.

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Ein weiterer Traum von uns war es, den legendären Soundtrack zum „Formel Eins"-Kinofilm von 1985 endlich auf CD zu veröffentlichen. Denn über die Jahre gab es den Film zwar mal auf DVD, der Soundtrack erschien jedoch nur auf Vinyl. Dank des hervorragenden EMI-Archivs g g es uns tatsächlich, das Mastertape gelang de des kompletten Soundtracks zu So orten und ebenfalls or in Spitzenqualität zu überspielen. Dass aber auch in den ab 80er Jahren leider 8 auch au schon mal hier und merkten wir d da d scheinbar h i b alles ll s „schnell, schnell schnell" gehen musste, m dann, als wir uns ans Remastering des Soundtracks setzten. Die Titel von Falco und Jimmy Nail waren tatsächlich Vinylüberspielungen auf dem „Formel Eins"-Master. Natürlich haben wir diese auf der nun vorliegenden Version durch die echten Master ersetzt. Auf der ersten CD findet ihr einen nonstop so8os DJ-Mix, der gleich mit einer kleinen Sensation startet: Als Michael Jacksons "Billie Jean" erstmalig bei „Formel Eins" vorgestellt wurde, war der weltweite Hype um ihn und sein THRILLER-Album zwar schon in vollem Gange, aber es machte seinen Moonwalk über Nacht auch in Deutschland berühmt. Dass wir Michael Jackson nun auf einer so8os-Veröffentlichung haben, macht uns sehr stolz, denn sein Management bzw. Erben erteilen nur sehr selten Freigaben für Compilations. Aber auch Modern Talking dürfen hier nicht fehlen, denn rückblickend saßen Thomas Anders und Dieter Bohlen gefühlt jede zweite Woche am Ende der Sendung mit Peter, Ingolf, Stefanie oder Kai auf dem Sofa und erhielten wieder irgendein Autoteil als Belohnung für den nächsten Nr.-1-Hit. Auch die Hit Factory von Stock/Aitken/Waterman ist gebührend vertreten. Ihre hier versammelten 12"-Versionen für Mel & Kim, Kylie Minogue, Princess, Rick Astley oder Bananarama sind alle samt extrem rar und gar nicht oder nur in schlechten Vinylüberspielungen auf CD erhältlich. Wir hoffen, mit dieser Box sowohl allen Komplettisten als auch Fans dieser prägenden TV-Show eine ebenso große Freude zu machen wie prä uns selbst, selb und wünschen Euch jetzt viel Spaß beii der Zeitreise in die bunten und kreativen 80er!!

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