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Männer im OLYMP
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NikMa Verlag Fabian Leibfried Eberdinger Straße 37 71665 Vaihingen/Enz Tel.: 0 70 42/37660-160 Fax: 0 70 42/37660-188 E-Mail: goodtimes@nikma.de www.goodtimes-kult.de www.facebook.com/goodtimeskult
Herausgeber und Chefredakteur: Fabian Leibfried
Mitarbeiter:
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Ähnliches gilt für viele der Themen, über die in diesem Heft zu lesen ist. Da werden nicht nur (liebe und wertvolle) Erinnerungen wach und nostalgische Gefühle geweckt, sondern es wird auch an Traditionen erinnert, die in bewegten, ja teils wilden politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zeiten die Möglichkeit zum Innehalten und Nachdenken eröffnen. Oder aber auch einfach nur ein Lächeln des Erinnerns ins Gesicht zaubern. Egal, ob es um TV- oder Kinofilme geht, Autos, Innovationen wie das Transistorradio oder um Alltags" aufheller" wie Comics, Süßigkeiten, Bücher oder Parfüms. Oder die ins Gedächtnis rufen, dass auch die guten alten Zeiten nicht nur aus einer heilen Welt bestanden: Man erinnere sich nur an die legendären Schach-Schlachten eines Bobby Fischer. Ich hoffe, dass wir auch diesmal mit kult! für kurzweilige Momente bei Ihnen sorgen! Viel Spaß beim Schmökern und Erinnern wünscht
Neu
Titelfoto:
Olivia Newton John: Pressefoto Weiterverwendung aller in GoodTimes kult! erschienenen Artikel, Interviews, Fotos, Rezensionen etc. nur mit der Zustimmung des Herausgebers gestattet. Gerichtsstand: Stuttgart Bei Bestellungen und Teilnahme an Verlosungen werden Ihre Daten zur Vertragserfüllung und Kundenbetreuung verarbeitet und gespeichert. Ihre Daten können zu den genannten Zwecken an Dienstleister weitergegeben werden. Ausführliches zum Datenschutz und zu den Informationspflichten finden Sie unter www.goodtimes-kult.de/datenschutz
kult!
ie Alten können’s noch! Was vielleicht etwas despektierlich klingen mag, ist als Kompliment gemeint. Die Rede ist von Erfolgs-Songschmied und -Sänger Michael Holm, der vor kurzem seinen 75. Geburtstag gefeiert hat und immer noch ebenso würdevoll auf der Bühne steht (mit der Schlagerlegenden-Tour noch bis zum 4. November) wie auch Truck Stop, die Cowboys von der Waterkant. Die feiern dieses Jahr ihr 45-jähriges Bestehen ebenfalls konzertant – und sind wie Holm seit Jahrzehnten eine Konstante der deutschen Musikszene. Interviews mit beiden sind in dieser – mittlerweile auch schon 19. – Ausgabe von kult! zu lesen. Gerade solchen (nicht nur musikalischen) Konstanten jedoch kommt in unserer alternden, zugleich aber immer schnelllebigeren Gesellschaft eine wichtige Rolle zu: Sie stehen für noch längst nicht überholte Werte, ermöglichen eine gewisse Orientierung – und machen deutlich, dass man auch gut über die Runden kommen kann, ohne auf jeden Trend aufzuspringen.
Fabian Leibfried -Herausgeber/Chefredakteur-
Edition Fußballer erscheint am 25.1.2019
amam 26.4.2019 erscheint 20.4.2018 kult! Nr.Nr.2018erscheint GoodTimes
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kult! 60er · 70er · 80er
Ausgabe Oktober 2018 1/2019 (Nr. 19)
INHALT RUB RIKE N
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3 Editorial/Impressum 4 Inhaltsverzeichnis 5 Meine 3 Lieblings-Kult-Musikfilme
12
Mitarbeiter & Prominenz
6 News from the past
Altes neu ausgepackt
46 kult! Abo-Bestellschein 47 kult! Shop 106 kult! Preisrätsel 47 Grease / Status Quo
88
Riesenposter
12 Alltags-Kult
66
14
Süßes vom Kiosk
14 Tütensuppen & Tiefkühlkost
Mehr Freizeit durch Fertiggerichte!
18 Kung Fu
94
Ein Troublemaker als Friedensstifter
20 Camelot
Artus, Merlin und die Ritter der Tafelrunde
64 Kultbücher
Geschätzt, geliebt, gelobt
22 Stephen King
Meister des Makabren
66 Edel-Seifenopern der 80er Jahre – Serie (Teil 5) California Clan
24 Volvo P1800
Simon Templar und Schneewittchensarg" "
70 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
200 Jahre – Zurück in die Zukunft
32 Das Interieur der 80er Jahre – Serie (Teil 3)
72 Duftträume der Mädchen in den 70er und 80er Jahren
36 Schwermetall
74 Truck Stop
Weihnachten kann kommen!
26 A–Z Science-Fiction
Kiefernholz und klare Kanten
Blumige Noten von durchdringender Feinheit
Die faszinierende Geschichte eines Comic-Magazins
Cowboys von der Waterkant
36
38 TV-Charaktere – Serie (Teil 7)
76 Das Jahr 1978
Magnum
40 Superman
59
80 Jahre – Mann aus Stahl
Drei Papas habemus, Disco-Fieber allerorten und Tagesthemen für politisch interessierte Nachteulen
102
80 Michael Holm
42 Star Wars
Der Grandseigneur des deutschen Schlagers
Fan-Clubs made in Germany
82 Kino-Bösewichte – Serie (Teil 7)
44 Traumfrauen der 70er Jahre
Basil Rathbone
Ein Fest für Auge und Herz
84 Grease
48 Dinner For One
Alle Jahre gerne wieder!
50 Heino
40 Jahre – Grease Is The Word
40
88 Asterix
50 Jahre – seit 1968
The Godfather Of Haselnuss
59 Lucky Luke
90 Transistorradios
44
In Paris
Als die Popmusik tragbar wurde
92 Dinokult vor Jurassic Park
60 Bobby Fischer
Faszination Urzeit!
Präzise wie eine Schachuhr
94 Nick der Weltraumfahrer
62 Halbinsel Dingle
Deutschlands Antwort auf Sputnik 1 feiert Geburtstag
Wo Robert Mitchum & die Jedi-Ritter leb(t)en
96 Der kleine Vampir
Mein Freund, der Langzahn
80
98 Telly Savalas
Ein Glatzkopf kommt selten allein
100 Ufos
Fliegende Untertassen beflügeln die Fantasie
102 Nutella
Viel mehr als nur ein Brotaufstrich!
84
104 Filmprogramme
Wünsche, Träume und Sehnsüchte auf der Leinwand
90 Seite
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kult!
Meine 3 Lieblings-KultMusikfilme 1. School Of Rock
1. 24 Hour Party People
1. Paint Your Wagon
2. Quadrophenia
2. Slade In Flame
2. Amadeus
3. Straßen in Flammen
3. Made In Sheffield
3. West Side Story
Andreas Kötter
Fabian Leibfried
Roland Schäfli
1. Die fabelhaften Baker Boys
1. Can A Song Save Your Life?
2. Wie im Himmel
2. Walk The Line
3. La La Land
3. Die Kinder des Monsier Mathieu
Andrea Leibfried
Matthias Bergert
1. The Rocky Horror Picture Show 2. West Side Story 3. Purple Rain Thorsten Schatz
1. Comedian Harmonists
1. Amadeus
1. O Brother, Where Art Thou?
2. Yellow Submarine
2. Fantasia
2. High Fidelity
3. Quadrophenia
3. School Of Rock
3. Almost Famous
Nicolas von Lettow-Vorbeck
1. The Rocky Horror Picture Show
Ulrich Schwartz
1. Yeah! Yeah! Yeah! (A Hard Day’s Night)
1. Coyote Ugly 2. Rock Of Ages
2. Hair
2. The Blues Brothers
3. Sister Act
3. Mary Poppins
3. The Greatest Showman
Kathleen Müller
Kathrin Bonacker
Christian Simon
1. The Rocky Horror Picture Show
1. Memories Of Matsuko 2. Ziegfeld Girl
1. Gib Gas, ich will Spaß 2. Yellow Submarine
2. Cabaret
3. Die Commitments
3. Dalida
3. Hi - Hi - Hilfe Hans-Joachim Neupert
Susanne Buck
1. The Lost Boys 2. The Rocky Horror Picture Show 3. Grease Petra Czerny
Daniel Stroscher
1. Mamma Mia
1. Walk The Line
2. The Wall
2. The Runaways
3. Rock Of Ages
3. School Of Rock Alan Tepper
Markus Nöth
1. The Doors
1. Amadeus
1. Footloose
2. Hair
2. The Wall
2. Mamma Mia
3. Diva
3. 8 Mile
3. Grease
Michael Fuchs-Gamböck
Andrea Zagmester
Jörg Palitzsch
1. Amadeus
1. The Rocky Horror Picture Show
2. Leningrad Cowboys Go America
Peter Illmann
2. Hair
3. Anna And The Apocalypse
1. Cabaret - Liza Minelli ist umwerfend! 2. Die Kinder des Monsieur Mathieu - hat mich wirklich bewegt! 3. The Greatest Showman weil er etwas untergegangen ist und gut war!
3. Flashdance Sven Rachner
Thorsten Hanisch
1. Dancer In The Dark
1. The Blues Brothers
2. Wie im Himmel
2. This Is Spinal Tap
3. Once
3. Tommy Philipp Roser
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© HarryStahl.com
Horst Berner
Michael Klein
Mitarbeiter & Prominenz
Bücher & Comics ART OF MOPAR
LEGENDÄRE MUSCLE CARS
Von Tom Glatch und Tom Loeser 2018, Motorbuch Verlag ISBN 978-3-61304-069-4 224 Seiten; 49,90 Ð
Waaahnsinn! Mit diesem auf hochwertigem Papier gedruckten Prachtband entführen die Autoren den Leser in die Zeit der sogenannten US-Muscle-Cars, also der aufgemotzten Schlitten, die alle das Prädikat kultig" ver" dient haben – Chrysler, Plymouth und Dodge. Das war tatsächlich noch Ingenieurskunst verbunden mit einem heißen Design, bei dem der Kunde ernstgenommen wurde. Der 1969 Dodge Daytona Charger, der 1970 Plymouth Superbird oder der 1972 Plymouth Road Runner GTX werden bei den großartigen Fotos schnell zu Objekten der Begierde. Zusätzlich präsentieren die Autoren neben den technischen Details (was waren das für PS-Protze und Benzinschlucker!) Infos zur zusätzlichen Ausstattung (und den damaligen Preisen dafür) sowie eine Einschätzung des Verkaufserfolgs. Ein informativer und zugleich wunderschöner Band, der seinem Preis mehr als gerecht wird.
APOLLO
DER WETTLAUF ZUM MOND Von Zack Scott
2018, Droemer ISBN 978-3-42627-757-7 168 Seiten; 28,00 Ð
Das Apollo-Programm lief von 1961 bis 1971 und hat bis heute noch eine unvergleichliche Strahlkraft. Das liegt nicht nur am legendären und brisanten Wettlauf zwischen den damaligen Supermächten, sondern auch an den technologischen Errungenschaften innerhalb kürzester Zeit. In einem gebundenen Hardcover-Band erläutert der amerikanische Autor Zack Scott die wesentlichen Aspekte der Unternehmungen. Zuerst widmet er sich den Raumschiffen, Raketen und der Bodenausrüstung, gefolgt von einer Darstellung der Missionen Apollo 1 bis Apollo 17 und angrenzender Projekte. Nach Kurzporträts der zwölf Astronauten, die den Mond betraten, überzeugt Scott mit Detailwissen wie Statistiken und Fakten, die auch einem Laien anschaulich nahegebracht werden. Eines der besten Bücher zum Thema.
N from the past FLASH GORDON
AUF DEM PLANETEN MONGO – DIE SONNTAGSSEITEN 1934–1937 Von Alex Raymond
2018, Hannibal Kult ISBN 978-3-85445-659-9 208 Seiten; 35,00 Ð
Wer erinnert sich nicht gerne an den schaurigschönen-schrägen Film Flash Gordon" aus " dem Jahr 1980, zu dem Queen den Soundtrack beisteuerten? Die Story basiert auf steinalten Comic-Strips, die ab 1934 in den USA und Großbritannien im Rahmen der sogenannten Sonntagsseiten von Zeitungen erschienen. Der Schöpfer Alex Raymond gehört neben Hal Foster ( Prinz Eisenherz") zu den Urgesteinen der " Comic-Zeichner und sorgte besonders durch seine ideenreichen Storys und plastisch an" fühlbaren" Zeichnungen für Furore. Raymond erzählte und zeichnete die Abenteuer von Flash Gordon, seiner Geliebten Dale Arden und dem Wissenschaftler Dr. Zarkov, die auf dem fremdartigen Planeten Mongo landen, wo sie gegen Ming, den Unbarmherzigen, kämpfen müssen. Fabelwesen, bizarre Landschaften und eine gehörige Portion Science-Fiction wirken auch nach über 80 Jahren (!) noch. Die bibliophile Ausgabe mit ausführlicher Einleitung ist in einer wunderschönen HardcoverEdition lieferbar, die farblich den in den 30er Jahren erschienenen Sonntagsseiten angepasst wurde, im Gegensatz zu früheren Ausgaben, die je nach dem damals aktuellen Geschmack in poppigeren Farben auf den Markt kamen. Ein kultiger Comic und zugleich eine Zeitreise in die Prä-Golden-Age-Ära.
PIERRE-BRICE-EDITION
ÜBER NACHT WAR ICH WINNETOU Von Hella Brice
2018, Karl-May-Verlag ISBN 978-3-78023-101-7 224 Seiten; 39,00 Ð
Über Nacht war ich Winnetou" ist für alle " Pierre-Brice- und Karl-May-Fans ein wahrer Schatz: Drei Jahre nach dem Tod ihres Mannes zeigt Hella Brice über 50 Jahre lang gehütete und zum Großteil unveröffentlichte private Fotos und Dokumente des berühmtesten Film-Winnetous aller Zeiten. Am Rande der Dreharbeiten drückte Pierre Brice oft selbst auf den Auslöser und fotografierte seine Kollegen wie Lex Barker, Marie Versini oder Karin Dor. Und auch sie machten Fotos von ihm – zum Seite
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Teil waren diese noch nicht einmal entwickelt, als Hella Brice sie im Nachlass entdeckte. Dazu kommen noch persönliche Briefe und Postkarten, die Pierre Brice an seine Mutter, Freunde oder auch an den Produzenten Horst Wendlandt schickte. Ferner werden Verträge und weitere Abmachungen erstmals veröffentlicht, ebenso viele Plakate zu anderen Filmen des Kult-Stars.
HERZ RASEN
DIE WELTMEISTERSCHAFTEN SEIT 1954 Von Ulrich Homann
2018, Klartext Verlag ISBN 978-3-8375-1972-3 162 Seiten; 14,96 Ð
Was für eine schöne Fußballwelt. Fernab von der Blamage in Russland, wo die deutsche Mannschaft erstmals in ihrer Geschichte schon in der Gruppenphase ausschied, fernab von Videobeweis und Trainerwechseln, gibt das Fußballbuch Herz Rasen" ein heimeliges " Gefühl von Sieg, Stolz und Ehre. Garniert mit vielen Bildern und statistischem Material. Es sind nicht die trockenen Funktionäre, sondern die Fans, die sich in diesem Buch an die Weltmeisterschaften seit 1954 erinnern. Selbstverständlich geht es immer noch um das Jahrhundertfinale 1966 in England, bei dem mit dem Wembley-Tor" einer " der berühmtesten und umstrittensten Treffer der Fußballgeschichte fiel. Natürlich war der Ball nicht drin", sagt heu" te noch der ehemalige Kölner Abwehrspieler Wolfgang Weber. Aber es hilft ja nicht weiter, weil Fußball, und dies zeigt dieses Buch wunderbar auf, ein sich immer drehender Kosmos von Interpretationen ist, an deren Ende ein Sieg stehen muss. Und Deutschland hat viele Fußballsiege davongetragen. Außer in Russland, aber diese Weltmeisterschaft fehlt im Buch.
STAN
Von John Connolly 2018, Rowohlt ISBN 978-3-49800-946-5 208 Seiten; 24,00 Ð
Über die beiden Jahrhundertkomiker Dick und Doof" sind " bereits zahlreiche Werke der Sekundärliteratur erschienen, doch einen Roman, noch dazu eine semifiktionale Arbeit, hat es bislang nicht gegeben. Der Bestsellerautor John Connolly erzählt die Geschichte von Stan Laurel und seines besten Freundes Oliver Hardy (Babe) und lässt dabei
NEWS die 20er und 30er Jahre wiederauferstehen, eine Zeit, in der der Humor und der Witz der beiden Comedians tatsächlich die Welt zum Lachen brachte. Connolly erzählt aber auch von den Schattenseiten wie gescheiterten Ehen, übermäßigem Alkoholkonsum und Auseinandersetzungen mit Produzenten, wobei er fiktionale Elemente gekonnt in den Text einwebt. Unterhaltsam und aufschlussreich, wenn man sich an den abgehackten Schreibstil gewöhnt hat, der einen schnellen Leserhythmus vorgibt.
THE REAL EIGHTIES
AMERIKANISCHES KINO DER 80ER JAHRE: EIN LEXIKON Von Lukas Foerster
2018, Synema-Gesellschaft ISBN 978-3-90164-471-9 224 Seiten; 22,00 Ð
Die Systema – Gesellschaft für Film und Medien gibt seit 2005 in regelmäßigen Abständen eine Reihe von absolut sammelnswerten Bänden zu den verschiedensten Filmthemen heraus. In Band 31 widmet sich eine Reihe wie immer erlesen ausgesuchter Autoren, die die Bandbreite von Filmwissenschaft bis Fanbeschäftigung abdeckt, dem amerikanischen Kino der 1980er Jahre. Das Buch versteht sich dabei keinesfalls als Lexikon im herkömmlichen Sinne, sondern als eine Art alternativer Blick auf die Filmgeschichte. Die thematische Vielfalt ist dabei sehr groß: Von Aufsätzen, die sich der eher unbekannten Seite des legendären Studios Cannon Films widmen, über feinsinnige Betrachtungen zum Thema Klassenverhältnisse" bis hin zu " klugen Lobpreisungen von berüchtigten Slashern wie The Prowler" findet sich allerhand " Stoff zur Horizonterweiterung.
chend schöne Sammlung und Geschichte der Sportwagen, die nur selten im Tagesverkehr zum Einsatz kamen. Der Austin Healey 100S, ein Sunbeam Tiger, die Chevrolet Corvette C1 und C2 (was für heiße Untersätze) oder Raritäten wie der Marcos 3-Liter GT bestechen durch Optik und formvollendeten Geschmack. Hier zeigt sich noch eine Ingenieurskunst, die man heute vermisst.
BULLI-FOREVER-BOX
LIEBESERKLÄRUNG AN EIN LEBENSGEFÜHL Von Jamie Tinney
2018, Delius Klasing ISBN 978-3-66711-157-9 132 Seiten; 29,95 Ð
Der legendäre Bus von VW, der seit rund 70 Jahren auf den Straßen der ganzen Welt gefahren wird, ist meist mehr als nur ein Transporter für seine Besitzer. Der Liebe zwischen Mensch und Bulli hat Autor Jamie Tinney diesen besonderen Bildband gewidmet. Über 70 Farbfotos, begleitet von Zitaten berühmter Personen, laden zum Träumen, zum Schwelgen ein. Der Fokus der Bilder liegt auf den beiden ersten Modellreihen T1 und T2, die zwischen 1950 und 1979 gebaut wurden und mit ihrer rundlichen Form einfach Beson knuffig wirken. Besonderes Highlight der aufwendig gestalteten Box ist außerdem das exklusiv lackierte 1:38-DieCast-Modell des VW Transporter-Kombi T1 von 1961 in der Lackierung des Titelmotivs. Das macht diese Bulli-Box zu einem Unikat und zu einer perfekten Geschenkidee für alle Fans!
ART OF CLASSIC SPORTS CARS
55 JAHRE BUNDESLIGA
Von Stuart Codling und James Mann
2018, Delius Klasing ISBN 978-3-66711-326-9 264 Seiten; 14,90 Ð
ANMUT, STIL UND ELEGANZ 2018, Motorbuch Verlag ISBN 978-3-61304-104-2 208 Seiten; 49,90 Ð
Die beiden Autoren Stuart Codling und James Mann haben nicht nur einen faszinierenden Bildband mit vielen Detailinformationen abgeliefert, sondern sicherlich auch einen immensen Recherche-Aufwand betrieben, denn die hier zu sehenden Originalmodelle befinden sich größtenteils im Besitz von Privatpersonen – und diese mussten zuerst um Erlaubnis gebeten werden, um die Flitzer ablichten zu können. Das Resultat ist eine beste-
DIE EMOTIONALSTEN MOMENTE Von Matthias Brügelmann
Die berühmtesten Elfmeter, die spannendsten Spiele, die peinlichsten Patzer: Zum 55-jährigen Jubiläum der Bundesliga veröffent licht der Bielefelder Delius Klasing Verlag in Ko operation mit Europas größter Sportzeitschrift Sport Bild" das Buch 55 Jahre Bun" " desliga". Mit über 1600 Fotos dokumentiert dieser Bildband die Geschichte der ersten Liga, liefert neben der Geschichte der höchsten deutschen Spielklasse aber auch immer wieder die spannendsten, emotionalsten und
01. Nov Kiel Kieler Schloss 02. Nov Osterholz-Scharmbeck Stadthalle 03. Nov Rheine Stadthalle 04. Nov Hitzacker Verdo 06. Nov Borken Stadthalle 07. Nov Wilhelmshaven Stadthalle 09. Nov AMO N Madgeburg 10. Nov Emden Nordseehalle 11. Nov Paderoborn Paderhalle 12. Nov Mannheim Capitol 13. Nov Tutttlingen Stadthalle 15. Nov Kempten BigBox 16. Nov Stadtallendorf Stadthalle N Bad Orb 17. Nov Konzerthalle 18. Nov Rastatt Badner Halle 20. Nov Plauen Festhalle 21. Nov Gerau Stadthalle 22. Nov Cottbus Stadthalle 23. Nov Coswig Börse 24. Nov Wittenberge
Kultur- und Festspielhaus
25. Nov N Torgau 27. Nov Bad Neustadt 28. Nov Erding 29. Nov Neu-Isenburg 30. Nov Loenbert 01. Dez Olpe
Kulturhaus Stadthalle Stadthalle Hugenottenhalle Stadthalle Stadthalle
Bookends perform
27. Mar Lübeck Kolesseum 28. Mar Oldenburg Kulturetage 29. Mar Kiel Kiel Schloss 30. Mar Hameln Weserberglandzentrum 31. Mar Hamburg Kulturkirche Altona 02. Apr Bad Langensalza Kulturzentrum 03. Apr Rennerod Stadthalle 04. Apr Langen Neue Stadthalle 05. Apr Uhingen Uditorium 06. Apr Tauberbischofsheim Stadthalle 07. Apr Heidenheim Konzerthaus 09. Apr
Neunburg vorm Walde Schwarzachtalhalle
10. Apr 11. Apr 12. Apr 13. Apr 14. Apr 16. Apr 17. Apr 18. Apr
Hof Coburg Hilden Werl Oer-Erkenschwick Wolfenbüttel Hoyerswerda Potsdam
06. Feb Kiel 07. Feb Lübeck 10. Feb Magdeburg
Festsaal Kongress Stadthalle Stadthalle Stadthalle Lindenhalle Lauritzhalle Nicolaisaal
Kieler Schloss Kolosseum AMO
www.hypertension-music.de Studio Hamburg - Jenfelder Allee 80 -22039 Hamburg tel.: 040 476993 mail info@hypertension-music.de
lustigsten Anekdoten von 1963 bis heute. Franz Beckenbauer ist der größte Spieler der Bundesliga-Historie, Karl-Heinz Charly" " Körbel der treueste, Gerd Müller erzielte die meisten Tore, Uwe Seeler, Jürgen Klinsmann und Klaus Fischer schossen die spektakulärsten. Oliver Kahn, Mehmet Schwein Scholl, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Frank Ribéry und Udo Lattek sind Rekordmeister, nicht zu vergessen zwei der größten Spaßvögel der Liga, Sepp Maier und Willi Ente" Lippens. Natürlich hat die Bun" desliga in 55 Jahren noch viel mehr Typen hervorgebracht, war Lieferant für unendlich spannende, dramatische, lustige, schöne, aber auch peinliche und traurige Geschichten. Diese liefert das großformatige Buch auf 264 Seiten, vom ersten Tor – von dem es immer noch kein Foto gibt –, vom Pfostenbruch 1971, vom wohl bis heute berühmtesten Elfmeter 1986, vom dümmsten Abstieg 1999, vom tragischen Vier-Minuten-Meister 2001, vom Rekordmeister und Seriensieger Bayern München, vom gestürzten Liga-Dino Hamburger SV. Saison für Saison nimmt Herausgeber und Sport Bild"-Chefredakteur " Matthias Brügelmann die Leser mit durch 55 bewegende Jahre, liefert neben den emotionalen Geschichten natürlich auch sämtliche wissenswerten Fakten, von den jeweiligen Torjägern über die teuersten Transfers und der Top-Elf der Saison bis zu den immer wieder höchst interessanten Tops & Flops des Jahres. Hat man hier den ersten Blick ins Buch geworfen, kommt man so leicht nicht mehr davon los.
ERIC IDLE
ALWAYS LOOK ON THE BRIGHT SIDE OF LIFE 2018, Hannibal ISBN 978-3-85445-657-5 324 Seiten; 23,00 Ð
Wer erinnert sich nicht an die schwarzhumorige Szene im Film Das Leben des Brian", " in der die Gekreuzigten den zwangsopti" mistischen" Song anstimmen, den einer der wichtigsten Comedians aus Großbritannien als Titel seiner brüllend komischen, hintersinnigen, bescheidenen und schillernden Autobiografie auswählte. Neben zahlreichen Anekdoten aus der Anfangszeit mit der bahnbrechenden Komiker-Chaotentruppe Monty Python berichtet Eric Idle auch von seiner
N from the past Freundschaft zu George Harrison und den Filmaufnahmen zu den Kultstreifen und Einzelsketchen. Darüber hinaus bietet er auch Einblicke in sein Privatleben und gibt frei von Starallüren eigene Charakterschwächen und -defizite zu. Die Einsicht, dass der Erfolg eine Laune des Schicksals sein kann, beweist er mit der Zustimmung zu einem Zitat von George Harrison, der sagte: Hätten wir ge" wusst, dass aus uns mal die Beatles würden, dann hätten wir uns mehr angestrengt."
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DIE ERSTE BUNDESLIGA-SAISON VON FORTUNA DÜSSELDORF Von Norbert Arndt und Tom Koster 2018, Eigenverlag, degfan84@aol.com 180 Seiten; 24,50 Ð
Im Jahr 1966 wird Fortuna Düsseldorf westdeutscher Fußballmeister, gewinnt die Aufstiegsrunde und zieht somit erstmalig in die wenige Jahre zuvor gegründete Bundesliga ein. Obwohl die Düsseldorfer dort nur ein kurzes Gastspiel gaben, war es für Norbert Arndt Grund genug, ein komplettes Buch über diese Zeit zusammenzustellen. Gespickt mit seltenen Fotos und Zeitungsausschnitten, aufgelockert durch zahlreiche Spieler-Interviews und Anekdoten wird die Saison 1966/67 so detailliert, so unterhaltsam, so fachkundig präsentiert wie zuvor wohl noch nie eine einzelne Saison eines Fußballvereins. Vor allem, wie sich hier der Fußballsport mit dem typischen Esprit der 60er Jahre vermischt, wie man sehnsuchtsvoll die alten Bilder von Leder-bemäntelten Stadionsprechern vor ihren Mikrofonen, handbedienten Anzeigetafeln und aus heutiger Sicht schon fast historischen Trikots (und Trainingsanzügen!) betrachtet, macht dieses Buch ohne Frage zum Thema für kult!. In welcher Tiefe sich der Autor dieser Saison widmet, ist einzigartig, nicht nur die Vorgeschichte des Aufstiegs wird hier akribisch in Wort und Bild dokumentiert, sondern auch jedes einzelne Liga- und Pokalspiel sowie die Einschätzungen der damaligen Spieler aus heutiger Sicht. Was 1966 – Die erste " Bundesliga-Saison von Fortuna Düsseldorf" aber weit über eine trockene Dokumentation hinaushebt, sind die zahllosen Abbildungen von Fan-Utensilien wie Mützen, Fahnen und Kugelschreibern, dazu Eintrittskarten und Ähnliches sowie immer wieder die herrlichen Bilder vom alten Düsseldorf. Eine wirklich außergewöhnliche Reise zurück in eine Zeit, als der (Fußball-)Sport selbst auf höchster deutscher Ebene noch weitaus lokaler verwurzelt war, als dies heute der Fall ist. Seite
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OTTO WAALKES KLEINHIRN AN ALLE
2018, Heyne ISBN 978-3-45320-116-3 416 Seiten; 22,00 Ð
Der Vorzeige-Friese Otto Waalkes hat wichtige Beiträge zum deutschen Comedy-Gut abgeliefert, angenehm pro provoziert und mittlerweile ein beachtliches Werk kreiert, das zwar nicht immer gefallen mag, aber stets durchdacht ist und in der Regel über dem Niveau der Konkurrenz liegt. In seiner unterhaltsam geschriebenen Biografie beweist er nicht nur Witz, sondern plaudert leben lebendig und selbstkritisch über sein Leben und lässt dabei auch dunkle" Abschnitte nicht " außen vor. Otto erzählt über seine Hamburger WG-Zeit, die immens populären Platten, Fernsehauftritte und die zahlreichen Filme, aber erläutert auch immer den politischen und sozialen Hintergrund der jeweiligen Epoche, wodurch seine Bio auch als Spiegel deutscher Geschichte gelesen werden kann. Ein warmherziges Buch, das auch zeigt, welch harte Arbeit Otto leisten musste, bis er zum Entertainment-Establishment gehörte. Eigentlich ein unangebrachter Begriff, da der Künstler immer zwischen den Stühlen sitzen wird und will.
TINA TURNER
MY LOVE STORY – DIE AUTOBIOGRAFIE
2018, Penguin Verlag ISBN 978-3-32860-059-6 320 Seiten; 28,00 Ð
Liebe hat mein Leben " gerettet. Davon will ich erzählen", sagt Tina Turner, mit über 200 Millionen verkauften Tonträgern eine der erfolgreichsten Sängerinnen der Welt. Sie hat sie aufgeschrieben, ihre ganze Geschichte" – bald wird sie 80 " Jahre alt, und die Geschichte ihres Lebens ist lang. Aus der Enge ihrer Kindheit in Nutbush, Tennessee, auf die großen Bühnen dieser Welt. Ein Weg, der nicht immer einfach war. Harte Zeiten mit Ike Turner, ein Karriereknick und dann ein grandioses Comeback – auch in der Liebe ... Mit Ehemann Erwin Bach durfte sie schließlich das langersehnte persönliche Glück erleben. Er half ihr auch, eine lebensbedrohende Krankheit zu überstehen. Diese Autobiografie ist eine Liebeserklärung an das Leben und zugleich die zutiefst bewegende Überlebensgeschichte einer starken,
NEWS from the past mutigen Frau, die so energiegeladen ist wie ihre Musik. Das Buch enthält zudem viele bisher unveröffentlichte Fotos aus Tina Turners Privatbesitz.
gibt seine ganz persönlichen Einblicke dazu. Dieser Geburtstagsband ist definitiv sein Geld wert – das Training der Lachmuskeln gibt es gratis dazu!
GARFIELD
UNSER FAMILIENALBUM
Von Jim Davis
Von Maren Schürmann und Georg Howahl
2018, Egmont Comic Collection ISBN 978-3-77044-013-9 288 Seiten; 25,00 Ð
2018, Klartext Verlag ISBN 978-3-83751-971-6 120 Seiten; 14,95 Ð
DAMALS – ALS WIR JUNG WAREN
40 JAHRE LACHEN & LASAGNE: HAPPY BIRTHDAY TO ME
Wer in den 80er Jahren aufgewachsen ist und ein Faible für die sanften Stubentiger hatte, kam an den liebenswerten Comics von Garfield, der für den Genuss einer Lasagne zu allem bereit ist, nicht vorbei. Nach Erscheinen der Zeichentrickserie und den beiden Filmen, die im Kino mit großem oran Erfolg gelaufen sind, hat sich der dicke orangefarbene Fellball eine rasant gewachsene Fangemeinde gesichert. Seit dem ersten, im Jahr 1978 erschienenen Comic-Strip, werden Garfields Besitzer Jon – der eher als Dosenöffner und Lasagnekoch bezeichnet werden müsste – sowie Mitbewohner Hund Odie von dem frechen Kater auf jede erdenkliche Art drangsaliert. Dies aber nur in der raren Zeit, in der er nicht damit beschäftigt ist, zu fressen, zu schlafen und fernzusehen. In diesem Jubiläumsband hat der Garfield-Schöpfer Jim Davis, der mit 25 Katzen aufgewachsen ist, aus jeder Dekade die charakteristischsten Strips zusammengestellt. Im Laufe von 40 Jahren veränderte sich dabei die äußere Erscheinung Garfields von einem fettleibigen, dickgesichtigen Kater mit kleinen, runden Augen hin zu einer dank einer Diät abgespeckten Version mit größeren Augen, die nur noch auf zwei Beinen läuft. Jim Davis präsentiert am Ende des Buchs seine 40 Lieblings-Comics und
Diese Zusammenstellung von alten Fotos aus Familienalben steht stellvertretend für das Zeitgeschehen des vergangenen 20. Jahrhunderts. Mit Sicherheit erleben die meisten ein Déjà-vu beim Betrachten dieser Aufnahmen und fühlen sich in die eigenen guten alten Zeiten zurückversetzt. Manches, wie zum Beispiel die damalige Mode, Haarschnitte und Wohnungseinrichtungen, lässt schmunzeln und an eigene Erlebnisse denken. Zu den Fotos gehören jeweils Lebensgeschichten, die kurzweilig erzählt sind und in denen sich der eine oder andere wiederfinden kann. Die beiden Autoren ermöglichen mit diesem Buch eine Zeitreise der besonderen Art!
IM BULLI AUF DEM HIPPIE-TRAIL Von Heiko P. Wacker
2018, Delius Klasing ISBN 978-3-66711-250-7 192 Seiten; 22,90 Ð
Wer meint, dass sich hinter diesem Titel nur ein weiteres Fanbuch zum Kultbus von VW verbirgt, wird bald eines Besseren belehrt. Der Bulli spielt hier zwar eine Schlüsselrolle, aber im Mittelpunkt stehen die Reisen des OberHippies Jürgen Schultz, der ab den frühen siebziger Jahren über 80 Länder bereist hat, die es heute so zum Teil gar nicht mehr gibt.
Seine Reiseberichte sind absolut authentisch, weil er tatsächlich alles genau so erlebt hat. Frei nach dem Motto Man " muss nur den Zündschlüssel rumdrehen und losfahren. Alles andere findet sich von selbst", ist Jürgen Schultz den legendären Hippie-Trail nach Goa und Nepal sogar zweimal abgefahren – mit seinem Bruder als treuem Begleiter. Dass sich dazu in Nepal auch ein Hund gesellte, ist eine von vielen Geschichten. Diese grenzenlose Freiheit, die es heute in diesem Maße nicht mehr gibt, lässt einen fast wehmütig werden. Es tröstet jedoch, dass es Schultz mit seinen Erzählungen und den zahlreichen Originalfotos gelingt, dem Leser dieses Lebensgefühl zu vermitteln und ihn – zumindest gedanklich – mit auf seine Reisen zu nehmen.
DER HORROR DER FRÜHEN MEDIZIN Von Lindsey Fitzharris 2018, Suhrkamp ISBN 978-3-51846-886-9 276 Seiten; 14,95 Ð
Die Geschichte der Medizin wird aus der Retrospektive heraus meist als schaurig und mit einem Anflug von Unglauben wahrgenommen. Der Untertitel Joseph Listers " Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner" des hochinforma hochinformativen und lesenswerten Buches deutet schon auf den Inhalt hin, Fitz den die Autorin Lindsey Fitzharris – sie promovierte zum Thema Medizingeschichte – niveauvoll und nachdrücklich visuell erzählt. Sie entführt den Leser in das London Mitte des 19. Jahrhunderts, wo der Chirurg Joseph Lister die Geschicke seiner Disziplin und allgemein
HANNIBAL PROUDLY PRESENTS: DER VERLAG DER STARS www.hannibal-verlag.de
ROGER MOORE 007 – Live And Let Die Die Filmtagebücher 272 Seiten; 18 € GoodTimes
ERIC IDLE Always On The Bright Side Of Life Eine Art Autobiografie 1/2019 Seite 23 9€ 324n Seiten;
FLASH GORDON – Auf dem Planeten Mongo Die Sonntagsseiten 1934 –1937 Bibliophile Ausgabe; 208 Seiten; 35 €
N from the past der Medizin nachhaltig veränderte. Vor seiner Zeit glich eine Operation einem Glücksspiel, nach Listers Studien, die mit wissenschaftlicher Akribie durchgeführt wurden, zumindest einer nachvollziehbaren und auf Grundlagen basierenden Methode. Eine "abenteuerliche" Zeitreise für Leser mit entsprechender Nervenstärke.
für die Detailliebe des Autors. Besonders die Titelseiten-Inschriften in Cirth und Tengwar sowie verschiedene Schutzumschlagentwürfe stehen dann für den Perfektionismus Tolkiens. Ein gelungener Einblick in eine ganz eigene Welt.
ROGER MOORE
DIE SCHÖNSTEN MODELLE AUS DER SPIELZEUGKISTE
007 – LIVE AND LET DIE DIE FILMTAGEBÜCHER 2018, Hannibal
ISBN 978-3-85445-653-7 232 Seiten; 18,00 Ð
Als Roger Moore die schwierige Aufgabe meistern musste, Sean Connery als JamesBond-Darsteller abzulösen, verdonnerte" ihn " die Produktionsfirma zum Führen eines Tagebuchs, in dem er alle 84 Drehtage von dem in Deutschland unter dem Titel Leben und ster" ben lassen" bekannten Streifen dokumentieren sollte. Die nun erstmalig in deutscher Sprache erschienenen Filmtagebücher bieten nicht nur einen Blick hinter die Kulissen der zahlreichen Schauplätze, sondern zeichnen auch das Porträt eines intelligenten, selbstironischen und sprachlich versierten Mannes, der sich sprachlich – ganz im Gegensatz zu heute – nicht immer politisch korrekt ausdrückt. Aber meine Güte, es waren die Siebziger, und da pfiff man noch einer Frau hinterher, rauchte ständig und trank während der Arbeit auch mal ein Bier. Eine wunderschöne Erinnerung an einen der ganz Großen der Leinwandgeschichte. Empfehlung.
DIE KUNST DES HERR DER RINGE VON J.R.R. TOLKIEN Von Wayne G. Hammond und Christina Scull 2018, Klett Cotta ISBN 978-3-60898-102-5 240 Seiten; 30,00 Ð
J.R.R. Tolkien ist vor allem als Autor und Sprachgenie bekannt. Nur seine Fans wissen etwas über seine künstlerischen Fähigkeiten als Zeichner und Kalligraf. In diesem auf edlem Papier gedruckten Hardcover-Buch, das in einem Hardcover-Schuber erscheint, werden die wenig bekannten Leidenschaften Tolkiens mit Abbildungen seiner Arbeiten, Skizzen und erklärenden Texten dargestellt. Landkarten des Auenlands in diversen Vollendungsstadien, Inschriften wie zum Beispiel die der Türen von Durin oder Zeichnungen des vermeintlich zerstörten Buchs von Mazarbul sind Beispiele
LIEBLINGSAUTOS Von Ulrich Biene
2018, Delius Klasing ISBN 978-3-66711-400-6 160 Seiten; 29,90 Ð
Die späten 50er bis frühen 80er Jahre gelten als die goldenen Jahrzehnte des Automodellbaus. So gut wie jedes Kind hatte damals eines der beliebten Modelle von Firmen wie Märklin, Siku oder Matchbox auf dem Wunschzettel stehen. Wenn damals eventuell nicht alle Wünsche in Erfüllung gingen, so kann man sie mit diesem liebevoll gestalteten Bildband heute noch einmal nachempfinden. Ulrich Biene kennt sich in der Modellbauszene bestens aus und präsentiert auf 160 Seiten die schönsten und prägendsten Modellautos der großen Jahre. Ohne Frage lassen sie auch heute noch jedes Sammlerherz höher schlagen: Vom 600er Benz über den 411er Unimog bis zum Buick Regal werden die kleinen Stars aufwendig in Szene gesetzt und in über 200 Farbfotos und Abbildungen porträtiert, dazu gibt es interessante Hintergrundinformationen über alle Marken, Modelle und Originale. Dabei finden nicht nur die Klassiker ihren Platz im Buch, auch die damals vielfältige Modellauto-Landschaft der deutschen Spielwarenläden – heutigen Generationen kaum noch bekannt – wird ausgiebig beleuchtet. So bietet der Bildband Jung und Alt, Eltern wie Kindern einen faszinierenden Ein- und Rückblick.
DIE REVELL-STORY
BAUANLEITUNG ZUM ERFOLG
Von Ulli Taubert und Andreas A. Berse 2018, Delius Klasing ISBN 978-3-66711-399-3 176 Seiten; 29,90 Ð
Ob es detailgetreue Miniaturausgaben von Rennautos, Flugzeugen, Schiffen oder Zügen sind, kaum eine Freizeitbeschäftigung begeistert Jung und Alt so sehr wie der Modellbau. Gemeinsam wird dabei gebastelt, gebaut, getüftelt und am Ende des Tages das fertige Produkt bewundert. Dabei ist ein Name von den Wunschzetteln kleiner und großer Fans dieses Hobbys nicht wegzudenken: Revell. Seit über 60 Jahren finden sich die Bausätze Seite
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der Firma aus dem nordrhein-westfälischen Bünde in Kinderzimmern und Hobbykellern in aller Welt. Vor allem die Liebe zur Perfektion noch in den kleinsten Details sorgte dafür, dass Revell bei Fans zu einem magischen Namen wurde. Von Modellautos über Flugzeuge bis hin zum gigantischen modernen Kreuzfahrtschiff findet hier jeder in maßstabsgetreuer Umsetzung, was sein Modellbauerherz begehrt. Die Revell-Story" liefert nun die " Geschichte einer großen Leidenschaft, die im Jahr 1947 mit einem maßstabsgetreuen Modellauto aus Kunststoffteilen begann. Als Kenner und Liebhaber der Modellauto- und Modellbauszene nehmen die beiden Autoren die Leser mit auf eine ebenso spannende wie lehrreiche Zeitreise durch mehr als 60 Jahre Bauen im Miniaturformat.
DVDs + BLU-RAYs STAR TREK DISCOVERY
Trekkies aus aller Welt können sich freuen: Endlich kehrt Star Trek", eine der weltweit " einflussreichsten Kult-Serien, zurück auf den Bildschirm. Am 22. November 2018 erscheint die erste Staffel des TV Phänomens "Star Trek: Discovery" auf Blu-ray, DVD und im limitierten Blu-ray-Steelbook! Die Fans erwarten 15 Episoden rund um die intergalaktischen Missionen der Sternenflotte, exklusive Special Features und viele unveröffentlichte und erweiterte Szenen. Die Handlung spielt im Jahr 2256 und damit zehn Jahre vor Kirk, Spock und Co. in Raumschiff Enterprise". " Ein komplett neues Schiff und neue Charaktere gehen auf Sternenreise, um unbekannte Welten und Lebensformen zu entdecken. Was diese Mission aus der Crew macht und welche Abenteuer auf sie warten, füllt nicht nur einen gemütlichen Fernsehabend. (Paramount/Universal Pictures Germany)
9 ½ WOCHEN Der Erotikklassiker mit Kim Basinger und Mickey Rourke kann durchaus als Vorgänger von Fifty Shades Of Grey" gelten, hatte er " doch damals in den 80er Jahren schon einen ähnlichen Hype ausgelöst. Gut gemachte Erotikfilme sind nach wie vor ein Kassenschlager. Und 9 ½ Wochen" ist definitiv Kult in diesem " Genre. Die erotischen Spiele von John und
NEWS from the past Elizabeth im New York der 80er Jahre sind ebenso ungewöhnlich wie aufregend und gefährlich. Beide fallen in einen Strudel psycho-erotischer Extravaganzen und erleben eine Leidenschaft, die kein Tabu kennt. Das Wechselspiel zwischen Beherrschen und Gehorchen, Demütigung und willenloser Unterordnung wirkt auf der aktuell erschienenen Blu-ray in ungeschnittener Fassung so mitreißend wie nie zuvor. (FilmConfect Home Entertainment)
THEO GEGEN DEN REST DER WELT Marius Müller-Westernhagen als Theo. Der unbeugsamen Loser, dem sie seinen 17 Meter langen Volvo-38-Tonner-Turbodiesel, an der Motorhaube rechts und links mit Fuchsschwanz ausgestattet, gestohlen haben. Westernhagen spielt Trucker Theo schnoddrig leicht, unter Schlafentzug leidend und mit Schlaghosen, die ständig rutschen. Er gibt der Figur mit seinem flapsigen Wortwitz und staubtrockenem Charme jene romantische Tiefe, die Herz und Tränendrüsen rühren. Ein rasantes Roadmovie von 1980, das durch ganz Europa führt. Eine Irrfahrt, in der auch die Nebenrollen, allen voran Guido Gagliardi als Enno und Claudia Demarmels als Ines Röggeli, zur Geltung kommen. Das Trio, verfolgt von einem Geldeintreiber der Universal Kredit, sucht den Lastwagen unter anderem in Lüttich und macht einen Abstecher in die Schweiz zu Röggelis, wo sich Theo und Ines erstmals küssen. Dann geht es weiter über Frankreich nach Mailand und Genua. Als Extra gibt es auf der DVD neben dem Trailer auch ein Interview mit Regisseur Peter F. Bringmann. (Studio Canal)
DRESSED TO KILL Vor genau 38 Jahren hat dieser Thriller von Brian De Palma die Kinosäle aufgeheizt. Nun bringt FilmConfect Entertainment die ungeschnittene Fassung plus Bonusmaterial auf Blu-ray in die heimischen Wohnzimmer. Angehaucht von Hitchcocks Psycho" bietet " Dressed To Kill" alles, was " einen guten Psychothriller ausmacht. Gelangweilt von ihrer Ehe flüchtet sich Kate in Tagträume voller Erotik und Gewalt. Ihr Psychiater Dr. Robert Elliott rät ihr, diese
Fantasien auszuleben. Das nimmt jedoch ein schreckliches Ende: Kate wird nach der Begegnung mit einem Unbekannten mit einem Rasiermesser ermordet. Einzige Zeugin der Tat ist die Edelprostituierte Liz, die sich gemeinsam mit Kates halbwüchsigem Sohn auf die Suche nach dem Mörder macht. Und hier kommt Dr. Elliott wieder ins Spiel ... (FilmConfect Home Entertainment)
LUCKY LUKE
DIE KOMPLETTE SERIE – EXTENDED EDITION Mit seinem cleveren Pferd Jolly Jumper und seinem einfältigen Hund Rantanplan jagt der erhabene Cowboy Lucky Luke schon seit über 70 Jahren das Böse im Wilden Westen. Und dies nicht nur in der ComicSerie, sondern auch im erfolgreichen Kinofilm Daisy " Town" mit Terence Hill in der Hauptrolle. Als frisch ernannter Sheriff muss er hier die kleine Westernstadt von einigen Ganoven befreien, unter denen sich auch die üblen Daltons befinden. Die danach entstan entstandenen acht TV-Episoden bieten ebenfalls beste Unterhaltung für Jung und Alt. Erstmals sind nun alle Verfilmungen komplett und ungekürzt auf Blu-ray in bester HD-Qualität im Handel erhältlich. Der Cowboy, der schneller zieht als sein Schatten, ist ungekrönter König seines Genres und garantiert großen Western-Spaß für alle Generationen! (3L)
Musicals THE 50TH ANNIVERSARY TOUR Als sich vom 15. bis 17. August 1969 rund 400.000 Menschen auf den Weg machten, um ein Rockfestival im amerikanischen Bundesstaat New York zu besuchen, da ahnte wohl keiner, dass der Name des Ortes auch 50 Jahre später noch als Inbegriff der Hippiekultur gelten würde, dass man auch heute noch sofort an Love & Peace" denkt, sobald der Name " Woodstock fällt. Zum 50-jährigen Jubiläum des Rockfestivals geht Ende März nächsten Jahres Woodstock – Das Rockmusical" auf " Tour durch Deutschland, macht Halt in neun Städten quer durch die Republik. Auf der Bühne eine ebenso bunt gemischte wie hochklassige Truppe, Leadsänger ist der holländische Rocksänger Martin van der Starre, der schon in Jesus Christ Superstar" und „We " Will Rock You" brillierte. Unterstützt wird er von Sänger und Gitarrist Thomas Meeuwis 1/2019
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Unsere Gewinner der Verlosung aus kult! Nr. 18 – 2/2018 Lösung: DAS WAR SPITZE Blu-ray Grease": " Dieter Wolf, Marienberg Jürgen Pflanz, Ludwigshafen Movie Collection Grease": " Angelika Drees, Witten Hans-Jürgen Kothe, Wetter Ruhr Blu-ray Bettgeflüster": " Alexander Wechsel, Bremen Martina Lüddecke, Essen
WOODSTOCK – DAS ROCKMUSICAL
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sowie Muriel te Loo, der Janis Joplin der Niederlande. Die sechsköpfige Liveband unter der Leitung von Matthijs van Noort liefert dazu den authentischen Sound der 60er und 70er Jahre, natürlich sorgen auch das Bühnenbild und die Kostüme dafür, dass man sich als Zuschauer mitten hineinversetzt fühlt in dieses legendäre Festival. Über drei Stunden mit Musik von Jimi Hendrix, Janis Joplin, Joe Cocker, Santana, Jefferson Airplane, Crosby, Stills, Nash & Young, Sly & The Family Stone und Creedence Clearwater Revival, eine kultige Reise zurück in die wilde Flower-Power-Zeit, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.
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Blu-ray Ein Pyjama für zwei": " Klaus Genschmar, Clingen Harry Nemeth, Dreis Blu-ray Schick mir keine Blumen": " Wolfgang Frei, Heidelberg Bernd Ortner, Oberursel Fritz-Lang-DVD-Box: Robert Frischkorn, Nidderau DVD & Blu-ray Kameradschaft": " Dirk Jahn, Offenburg Franz Lothar Strasser, Augsburg DVD & Blu-ray Westfront": " Udo Meinetsberger, Nürnberg Claudia Kühn, Schafflund
Herzlichen Glückwunsch!
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Süßes vom Kiosk S
chon in der Kindheit spürte man: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dieses Gefühl beschlich uns unwillkürlich, wenn wir unser meist überschaubares Taschengeld beim Kiosk um d ie Ecke in süße Leckereien umwandeln wollten. Da die präsentierten sich uns auf mehreren Ebenen in runden oder eckigen Behältnissen die verführerischsten Köstlichkeiten. Lakritzschnecken, Weingummi-Vampire, Mäusespeck und unzählige weitere Süßigkeiten übten eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf uns aus. Die preislich zwischen 5 und 30 Pfennig „teuren" Objekte der Begierde waren ein fester Bestandteil unserer Kindheit und trugen in einem nicht unbeträchtlichen Maße zu unserer Lebensfreude bei – Grund genug, sich bei jeder sich ergebenden Gelegenheit mit ihnen einzudecken.
Um die „Hürde" des „Selbst-Auswählen-Müssens" zu umgehen, bestellten wir eine bunt gemischte Tüte und hatten lediglich die Entscheidung zu treffen, ob diese mit oder ohne Lakritz sein sollte – die übrige Zusammenstellung überließen wir der Zufallsauswahl der Verkäuferin oder des Verkäufers. Auf diese Weise wurde das anschließende Öffnen der Tüte zu einem magischen Ritual mit Überraschungseffekt – hofften wir doch, dass der individuell bevorzugte Favorit dabei sein würde. Wurde diese Erwartung nicht erfüllt, nahmen wir uns fest vor, beim nächsten Mal eine bis an den Rand mit dem gegenwärtig fehlenden Highlight gefüllte Tüte zu bestellen. Umgesetzt wurde dieses Vorhaben jedoch so gut wie nie – denn spätestens beim nächsten Besuch im „Schlaraffenland Kiosk" lockte wieder die Riesenvielfalt wunderbarer Glücklichmacher. In Bezug auf Süßes waren nicht nur die bunt gemischten Tüten der Grund für unsere Stammkundentreue – Esspapier, Brausepulver, Lollies, Eiskonfekt, Kaugummi oder Waffelbruch ersetzten nicht selten eine Seite
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ganze Mahlzeit. Das mühselige Entfernen der Folienverpackung einer 30 Zentimeter langen Waffel mit zuckrig-klebriger Füllung vermochte uns ebenso in einen süßen Rausch zu versetzen wie das geduldige Auslecken einer Plastikmuschel, deren Inhalt aus einem mit künstlich-grellen Farbstoffen eingefärbten Bonbon bestand. Ein netzförmig gegossener Karamellriegel mit Schokoladenüberzug namens Leckerschmecker half uns dabei, uns schneller von unseren schon lockeren Milchzähnen zu befreien. „Saure Zungen", welche durch extremes Sauersein reizvoll und gleichzeitig nahezu ungenießbar waren, machten uns glücklich. Wer das nicht aushielt, wählte „Saure Gurken", die ihrem Namen nicht gerecht wurden, da diese süßen Fruchtgummis noch mit einer üppigen Portion Zucker bestreut waren. Unsere M&Ms hießen damals Bonitos und hatten lustige Gesichter, Raider hieß noch nicht Twix, und es gab Treets, die Erdnüsse in Schokolade schmolzen laut Werbung im Mund und nicht in der Hand. Esspapier war besonders lecker, wenn es in Form einer fliegenden Untertasse und mit Brausepulver gefüllt genossen werden konnte. Den zuckersüßen rosa Riesenkaugummi Bazooka kauften wir hauptsächlich wegen der Sammelbildchen mit den Comics von Schleck und seinen Freunden, und wir tauchten den Swizzelstick in Brausepulver namens Double Dip. Aus kleinen Plastikkelchen löffelten wir eine Schokocreme, und fruchtige Bonbonlippenstifte färbten unsere Lippen stundenlang rot. Ja, so war das damals, und wer das Glück hatte, seine Kindheit in den Siebzigern oder Achtzigern verleben zu dürfen, der wird sich gern an diese „süßen" Zeiten erinnern. Daniel Stroscher
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Tütensuppen & Tiefkühlkost
Mehr Freizeit durch Fertiggerichte!
Von Kathrin Bonacker
Wer jemals von Hand Kartoffelknödel zur Weihnachtsgans zubereitet und das Reiben von Unmengen roher Kartoffeln für eine große Familie in Erinnerung hat, der weiß: Das kleine Werbe-Engelchen der Firma Pfanni traf 1956 absolut den Nerv. Als schönstes Geschenk für die " Hausfrau" brachte es eine dampfende Servierplatte voll mit den arbeitsintensiv herzustellenden Klößen. Klar war, dass der Braten trotzdem genug Aufwand verlangte, aber das Zeitalter der Fertiggerichte war endgültig angebrochen. Bis zur heutigen Vollmahlzeit für die Mikrowelle fehlten nur noch ein paar kleine Schritte ...
garantieren. Sie brauchten allerdings immer noch wenigstens etwas (wie heißes Wasser) zum Anrühren.
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ie Erfindung der hermetisch abgeschlossenen Dosen zum Transport unverderblicher Lebensmittel wurde, wie so vieles, zunächst vor allem für die Armee genutzt. „Rehse's Universal-Conserven" pries die Firma 1903 als „unentbehrlich für Manöver, Jagd, Sport, Touristik, Sommerfrische etc." an. Eine sogenannte Vollkonserve (üblicherweise in einer innen mit Kunststoff überzogenen Weißblechdose) hat heute unbegrenzte, mindestens aber zweijährige Haltbarkeit.
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954 bot Niebel Fleischkonserven (in Bad Oeynhausen hergestellt) „Geschmorte Leber mit Zwiebeln" oder „Schinken in Burgunder" an: „Dose öffnen, heiß machen und servieren, das ist die ganze Arbeit", hieß es dazu. Hier war also dem Fleisch schon Würze zugefügt, die eine weite weitere Zubereitung des Produkts überflüssig machte. Aber erst die 60er Jahre boten die Voraussetzung für den Durchbruch der Fertiggerichte im Privathaushalt: Immer mehr Frauen gingen arbeiten, und der klassischen Hausfrauenarbeit kam ständig weniger Zeit zu. Die Dosenmahlzeit wurde salonfähig und in den Familienalltag inte integriert. Den Inhalt einer Blechdose in einen Topf geben und diesen erwärmen konnten
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wei Briten eröffneten 1813 die erste Konservenfabrik, in Frankreich hatte gleichzeitig die Konservierung in Glasgefäßen große Fortschritte gemacht. Seither haben immer mehr und ganz verschiedene Lebensmittel den konservierten Weg zum Verzehr genommen. „Teilfertigprodukte", zum Beispiel Liebigs Fleischextrakt von 1852, die 1867 von Johann Heinrich Grüneberg erfundene Erbswurst oder der klassische Brühwürfel gingen den heutigen Fertigprodukten voraus und sollten vor allem die Haltbarkeit und Verfügbarkeit der pulverisierten oder gepressten Nahrung Seite
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sogar ungeübte Köche. Und das zeigt die FertiggerichtWerbung seither unermüdlich.
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ehr auffällig ist das überproportional häufige Auftreten von Männern, die in der Nahrungsmittel-Reklame sonst nicht ganz so oft zu finden sind. Jeder Mann, der bei der Bundeswehr war, hat zwar Fertiggerichte ohnehin als Teil der sogenannten EPA („Einmannpackung") kennengelernt, die als Notfallproviant für Soldaten immer zwei Fertiggerichte à 300 g enthält, nicht selten darunter auch Ravioli oder Erbseneintopf. Bei der Wehrmacht hieß das Konservenpaket übrigens „Eiserne Ration", und auch ein Angehöriger der preußischen Armee hatte bereits Erbswurst für den Notfall im Gepäck. Aber im Normalfall geht es ja eher um die häusliche Nahrungszubereitung, die eben durchaus alleinstehende, von der Hauswirtschaft einer Frau gerade nicht versorgte oder gar emanzipierte Männer per Dosenmahlzeit selbstständig bewältigen können, wie es die Werbung verspricht. Vielleicht dann, wenn sie eine kleine „Zwischenmahlzeit" nach „Gutsherrenart" neben ihrer Axt im Wald aufwärmen?
Nahrung rasch erkannt" hätten. „Nicht etwa, weil Adam progressiver als Eva wäre – nein, er ist nur bequemer und erkennt Zeitgewinn sehr rasch. Eine Zeit, die heute kostbarer ist denn je – zum Basteln, für den Sport, für die Familie und für viele andere schöne Dinge – und sei es nur für die schöpferische Faulheit" (vgl. Klaus Rüstig im Vorwort).
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in frecher Kochbuch-Autor schrieb 1972 ganz im Ernst, dass es ja Männer seien, „die den Vorteil industriell vorbereiteter
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as bietet denn nun aber die FertiggerichteIndustrie? Die Antwort ist heute klar: Inzwischen gibt es alles, was je in einem Kochbuch stand. Die Tiefkühltruhe in Kombination mit der Mikrowelle ermöglicht von der Vorsuppe bis zur sahnig dekorierten Torte alles – bis auf die klassische Rohkost (also Salat und Obst) –, und das sogar hübsch fürs Auge. In den 60er Jahren dagegen waren Dosengerichte nicht unbedingt ansehnlich, die obenauf angerichtete frische Petersilie musste dann eben (wie in den Katzenfutter-Reklamen
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heute!) den dekorati dekorativen Schliff geben. Von einem Eintopfgericht wurde aber auch in dieser Hinsicht nicht viel erwartet, es sollte sättigen und schmecken. Scharfe oder nicht so scharfe Gulaschsuppe, Allerlei mit Kartoffeln und Hülsenfrüchte-Eintopf mit mehr oder weniger Speck waren die Grundvarianten.
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as aber mit der Zeit alles ging, war oft ein Mysterium für diejenigen, die die Gerichte bisher in mühevoller Kleinarbeit von Hand zubereitet hatten, und es war sicher schwer für manch eine erfahrene Köchin oder manch einen Koch zuzugeben, dass ein Fertiggericht genauso gut schmecken konnte wie das hausgemachte Original. (Die Diskussionen über Geschmackverstärker, künstliche Aromen und Farbstoffzusätze wurden erst viel später richtig laut). Denn das war das Ziel der Produktion: die haltbare, einfach und schnell erwärmbare Kopie eines Gerichtes herzustellen, das sich jemand auf den Teller wünschte.
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nd weil es um Schnelligkeit ging, war es auch nicht abwegig, Ende der 60er Jahre Sportler wie Franz Beckenbauer, den Radrennfahrer Rudi Altig oder den Skirennläufer Toni Sailer als Propaganda-Männer für Tütensuppen einzusetzen: Wenn diese Helden der Geschwindigkeit zum Probieren von Knorrs Frühlings-, Fleischklößchen- oder Tomatencreme-Suppe aufriefen, konnte das ja so verkehrt nicht sein!
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n der RatgeberLiteratur fanden sich seit den 60er Jahren als Tipps für Gastgeber beim Umgang mit Über raschungsgästen immer auch Hinweise auf die notwendinotwendi ge Vorratshaltung: „Fertigsuppen in Würfeln oder Dosen sind auch am ehesten im Vorrat einer Küche zu finden. Wird ohnehin eine Suppe Seite
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gegessen, so kann sie in den meisten Fällen auch dann verlängert werden, wenn dieselbe Geschmacksrichtung ausgegangen ist. Gulaschsuppe lässt sich ohne weiteres durch Ochsenschwanz- oder Pilzsuppe ‚strecken'. helEbenso sind unter den hel len Suppen Spargel-Creme, Sellerie und Blumenkohl bis zu einem gewissen Grade umtauschbar", hieß es zum Beispiel 1966 unter der Überschrift „Gastgeber als Zauberkünstler". Und Roland Gööck schrieb 1968 eine „Vorschlagsliste für Ihren Notvorrat" mit ver verschiedenen Rubriken. Unter „Fleisch" wurde „je eine Dose Büchsenschinken, Würstchen, Gulasch und Ragout Fin" empfohempfoh len, für „Suppen" lau lautete der Rat, „je eine Dose Ochsenschwanz-, Hühnercremeund Schildkrötensuppe" anzu anzuschaffen: „Vor allem deshalb, weil überra überraschende Gäste oft die Eigenschaft haben, nach Ladenschluss oder am Sonntagnachmittag aufzutauchen, man also nicht rasch um die Ecke zum Feinkosthändler gehen kann." Die dadurch ermöglichte Spontaneität war also ein ganz großer und bis dato nicht gekannter Vorteil der neuen Art, mit Dosen zu kochen.
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ine andere Motivation fürs Fertiggericht auf dem Teller war der Wunsch, etwas nachzukochen, das bisher nicht zum Rezeptschatz der deutschen Familie gehört hatte: In den 50er und 60er Jahren boomte nicht nur der Italien-Urlaub, sondern in dessen Folge auch die kulinarische Mittelmeer-Sehnsucht. Die Lebensmittelindustrie kam diesen Wünschen nach, indem zum Beispiel Maggi ab 1958 Dosenravioli anbot, die als „Nassfertiggericht" nur in ihrer Soße erwärmt werden mussten. Italienische Pasta hielt Einzug in Deutschlands Küchen und brachte Bella Italia direkt auf den Tisch. Die Firma Kraft machte sich ab 1961 in Deutschland mit den ersten Mirácoli-Packungen auf einen jahrzehntelangen Siegeszug, obwohl auch sie ja nicht einmal richtige Vollkonserven sind. Dennoch geht es einfach: Packung auf, Nudeln in kochendes Wasser, Tomatensoße mit Gewürzmischung verrühren und erhitzen ... fertig! Zu Beginn bot die Mirácoli-Serie auch noch
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ein Reisgericht „mit Oliven, Pilzen, Fleischsoße", aber das setzte sich nicht durch, und selbst die Maccaroni konnten mit den Spaghetti nicht konkurrieren. In der sogenannten DreiKronen-Serie gab es 1977 Cannelloni von Maggi „tellerfrisch versiegelt", und nicht nur hier erschien das Stereotyp des italienischen Ristorante. Allüberall fanden sich auch die liebenswerte Mamma Mirácoli oder Mama Rosetta, bei der es sich so herrlich Lasagne essen ließ: „Buon appetito!", hieß es.
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er erwähnte Kochbuchautor Rüstig schrieb dazu, Marktforscher hätten herausgefunden, warum Pizza und Lasagne zu Beginn der 70er Jahre schon beinahe zum deutschen Alltagsgericht geworden seien: „Kochen nach südländischer Art ist ‚Nachvollzug' von Urlaubserlebnissen – und nicht nur von kulinarischen." Auch ihre „Go"-Pizza bewarb zum Beispiel Pfanni demgemäß 1972 als „die Echte aus Italien": „Alle Zutaten für den Teig und das Obendrauf sind fix und fertig vorbereitet", hieß es weiter – nur das individuelle Garnieren blieb als Eigenleistung. Und natürlich das Auswählen von Margherita, Riviera oder Napoletana. Heute hat die Tiefkühlpizza als „Ein-Komponenten-Mahlzeit" der Backmischung aber längst den Rang abgelaufen. Tiefkühlgerichte aus der Gefriertruhe gibt es auf dem deutschen Markt seit dem Ende der 50er Jahre (es begann mit Spinat und Fischstäbchen), und das Angebot hat sich seither vom simplen eingefrorenen Gemüse zur auftaubaren Komplettmahlzeit immer weiter ausdifferenziert.
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ine besondere Form des Fertiggerichts ist übrigens die Babynahrung. Zunächst Muttermilch und dann zermantschte Erwachsenenkost, bis die Zähnchen bisstauglich waren, so sah es früher aus. Die Herstellung von Milchpulver machte Erstere zum ersetzbaren Naturprodukt (und lange Diskussionen darüber folgten bis heute), die Entwicklung der Breikost in kleinen Portionsgläschen erschuf eine weitere riesige Industrie.
einjährige Kleinkinder dürfen dann sogar schon MakkaBasilikumpesto mit Makka roni essen (oder andere Gerichte, die klangvolle Namen tragen, als kämen sie aus der 5-Sterne-Küche). Baby-Vollmahlzeiten gibt es von Hipp, Alnatura, Bebivita und diversen anderen Firmen, und es ist ein offe offenes Geheimnis, dass auch viele Erwachsene beson besonders nach Zahnoperationen gerne mal auf ein solches Gläschen zurückgreifen. Nahezu ballaststofffrei rutscht die Gaumenfreude vom Plastiklöffel und ver versetzt das Dentistenopfer in glückliche Kleinkindertage zurück. Ein Alete-Spot für Babynahrung wurde übrigens durch Komikergenie Otto Waalkes noch populärer: 1983 persiflierte er in seiner Bühnenshow „Alete für das Kind" und sang fröhlich seinen Pseudo-Jingle „Alete kotzt das Kind!" – eine Version, die langfristig wohl fast noch erfolgreicher war als der ursprüngliche Werbesong selbst.
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estimmte Werbeslogans sind sicher wenigstens allen Fans von Suppen im Ohr geblieben: Zur Gulaschsuppe von Maggi ertönte 1981 das anheimelnde „Etwas Warmes braucht der Mensch", das in aller Munde war und immer wieder zu allen möglichen abwegigen Scherzen ein einlud. Und der 1987 gesungene Slogan „Die Fünf --- MinutenTerrine --- von Maggi --- 'ne tolle Idee!" wurde als Radiound Fernseh-Jingle ein klassischer Ohrwurm. Der geniale Minisong, eine Auskopplung aus dem 20er-Jahre-Broadway-Hit "Yes! We Have No Bananas" (im Deutschen „Ausgerechnet Bananen"), machte die Fertigsuppe im Plastikpöttchen im Nu populär, waren doch die magischen fünf Minuten, die als kurze Zeitspanne oder Pause in der hektischen Umwelt für alles reichen sollen, auf diese Weise plötzlich positiv besetzt! Die überall auf aufbrühbaren Fertigsuppen in der leichten, auf aufreißbaren Wegwerftasse hatten damit ihren Gattungsnamen weg: „5-Minuten-Terrinen" heißen sie, ob von Maggi oder nicht, bis heute.
Literatur:
Holger Hofmann: Der perfekte Gastgeber – Feste feiern will gelernt sein Heyne Verlag, München 1966 Roland Gööck: Der gute Gastgeber Bertelsmann Ratgeberverlag, Gütersloh 1968 Klaus Rüstig: Das große Schnellkochbuch für Feinschmecker – Fertiggerichte und Tiefkühlkost Südwest Verlag, München 1972
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lete bietet heute für Babys „ab 8. Monat" eine Mediterrane Kartoffel pfanne oder ab dem sechsten Monat „Süßkartoffel-Karotte mit Rind", GoodTimes
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Ein Troublemaker als Friedensstifter Von Roland Schäfli
Wer Mitte der 70er Jahre den für heutige
Verhältnisse
riesigen
Knopf
direkt
am Fernseher betätigte, der hatte gute Chancen, dass
Kung Fu" lief. Denn Kung " " Fu" war zu jener Zeit überall: in Comics.
Im Kino. In Martial-Arts-Schulen. In den Handkanten der Jungen auf dem Schulhof. Und vor allem: im Gespräch.
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ls David Carradines Agent anrief, er schicke ihm ein Script für ein TV-Movie, wollte Carradine gerade Fernsehpause machen. Er hatte schon die Serie „Shane" hinter sich gebracht und plante, endlich in die schauspielerischen Fußstapfen des bekannten Kinodarstellers John Carradine zu treten, seines Vaters. In der Schauspielerdynastie der Carradines hatte David noch nicht viel aufzuweisen. Sein Agent insistierte jedoch: „Lies erst mal das Script!" Auf der Titelseite stand „Kung Fu". Die Rolle des Kwai Chang Caine sollte David Carradines Leben prägen. „Ich wusste, wo ich hingehen musste, um mich selbst in Caine zu finden." Carradine war ein Hippie, schlief im Freien, am liebsten auf seiner Strohmatte. Er lebte außerhalb des Hollywood-Systems. Er war überaus belesen, schrieb Songs, schätzte teuren Wein (Filmfestivals besuchte er in erster Linie wegen der kostenlosen Drinks). Er liebte seine Gitarren (obwohl er sie manchmal irgendwo liegen ließ) und seine Autos (obwohl er sie regelmäßig zu Schrott fuhr). Einmal hatte er sich die Mähne kurzentschlossen abrasiert und fuhr glatzköpfig, als die Highway Police ihn stoppte. Hertz hatte seinen Leihwagen als gestohlen gemeldet, weil er ihn so lange nicht zurückgebracht hatte, und seinem Aussehen entsprechend hielt man ihn für den Autodieb. Kurz: Carradine genoss Seite
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zu jener Zeit den Ruf, ein schwieriger Typ zu sein. Außerdem hatte er sich schon einmal mit dem TV-Sender von Warner Brothers angelegt. „Ich konnte nicht glauben, dass das Network ausgerechnet mich anheuern wollte." Das war tatsächlich, als würde man bewusst einen Troublemaker einstellen. Bald kam David Carradine aber dahinter, dass das Fernsehbusiness keine Ressentiments kennt, solange man für ein neues Projekt gebraucht wird.
Buddhistischer Mönch in Wildwest Der Kontrakt hatte einen Haken: Bei Erfolg würde eine ganze Serie angehängt. David wollte nur den Pilotfilm machen – denn das Script war stark –, wollte aber nicht für fünf Jahre zum Lohnsklaven werden. Die Show würde in jeder Hinsicht ungewöhnlich: ein Chinese als Hauptperson, barfuß und unbewaffnet, pazifistische Weisen predigend, und die damals noch ungewöhnlichen Slow-Motion-Aufnahmen würden von psychedelischer Musik unterlegt – das konnte, so beruhigte er sich, gar keine Aussicht auf Erfolg haben! Also schlug Carradine ein. „Dabei sah ich meine eigentliche Mission beim Fernsehen darin, die Zuschauer dazu zu bringen, das Ding abzustellen und ihr Leben zu leben!"
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nicht geändert: Während der Dreharbeiten wurde er wegen Einbruchs festgenommen, er stand unter dem Einfluss von Peyote, als er nackt im Laurel Canyon wandelte. Nach drei Jahren nahm die Qualität der Scripts ab, „Kung Fu" wurde nachlässig. Einmal bedankte Produzent Jerry Thorpe sich persönlich bei Carradine dafür, „diese dummen Dialoge gut klingen zu lassen". Das Network schob den Sendeplatz hin und her. „Wir hatten keinen Spaß mehr", meinte ein frustrierter Carradine, „und beschlossen, den Laden zuzumachen." Der Sender warnte vor der Konsequenz des Vertragsbruchs. Carradine seinerseits erinnerte daran, dass er gar keinen Vertrag habe. Am 5. Februar 1975 wanderte „Grasshopper" („Grünschnabel" in der deutschen Synchronisation) zum letzten Mal in den Sonnenuntergang. Carradine nahm Caines Kostüm an sich.
Am ersten Drehtag wies der Chef der Transportabteilung auf dem Warner-Gelände ihm einen Parkplatz zu und versprach, das Schild werde noch geändert: Da stand „Lorne Greene", und als Carradine das Atelier betrat, verstand er: Die Kulisse der Ponderosa-Ranch wurde gerade abgebaut, „Bonanza" war überraschend eingestellt worden, und „Kung Fu" war die große Nachfolgehoffnung. Im Dezember 1971, während eines Kälteeinbruchs, wurde dann 28 Tage in der Umgebung von Los Angeles gedreht. Auch sonst wurde gespart: Der Shaolin-Tempel, wo Caine seine Lehrjahre verbringt, war tatsächlich das Schloss des Musicals „Camelot".
Was ist Kung Fu? Durchaus ein Handicap hätte werden können, dass Carradine absolut keine Erfahrung in der Kunst waffenloser Selbstverteidigung besaß. „Ich hatte die Worte Kung Fu bis dahin erst zweimal gehört." Das erste Mal während der Dreharbeiten zu „The Violent Ones", als Co-Star Tommy Sands ihn zum Duell aufforderte und warnte, er werde Kung Fu anwenden. „Ich ging einfach weg." Das zweite Mal war während des Drehs von „The Ballad Of Johnny Pot": Der Choreograf erwartete eine bestimmte Bewegung aus dem KungFu-Repertoire. „Klang in meinen Ohren griechisch." Carradine erfand deshalb ganz einfach viele der Moves, stützte sich auf seine Erfahrung als Tänzer. Tatsächlich waren die Kampfszenen überschaubar, denn die Zensur hatte ein Auge auf die Gewaltdarstellungen.
Caine ging einfach nicht weg
Keye Luke spielte die Rolle von Caines blindem Lehrmeister mit speziellen Kontaktlinsen.
Die Öffnung Chinas Kurz vor Weihnachten war der erste „Kung Fu"-Film im Kasten. Noch ahnte niemand, „dass wir eine Explosion auslösen würden". Am Neujahrsabend zeugte Carradine – er war sich dessen sicher – seinen Sohn, den er Free nannte (er änderte seinen Namen später in Tom). In der Zwischenzeit war die Mundpropaganda für den Buddhisten im Wilden Westen so gut, dass das Network den Piloten ein zweites Mal ausstrahlte – und dieses Mal schien ganz Amerika vor dem Fernseher versammelt. China war soeben in aller Munde. Richard Nixon hatte Mao die Hand geschüttelt und Rot-China in den Vereinten Nationen begrüßt. Carradine resümierte: „Wir waren bemerkenswert in sync mit den Ereignissen der Welt." Selbst überrascht vom Erfolg, orderte der Sender vier Episoden in Stundenlänge, die monatlich – nicht wöchentlich – ausgestrahlt werden sollten. Carradines Berater verlangten, Warner Brothers müssten für 26 Serienfolgen bezahlen. Schließlich sagte der Schauspieler zu allem Ja und Amen. Doch mittendrin beschloss man aufgrund der ersten Erfolge, die Serie auf 15 weitere Episoden auszuweiten. Zurück an den Verhandlungstisch! Warner verlangten fünf Jahre. Carradine bot ihnen drei. Zu einer Vertragsunterzeichnung kam es nie.
© Pressefotos
Nackt auf Droge Erst jetzt wurde ein Martial-Arts-Spezialist beigezogen, Kam Yuen, der die Kämpfe choreografieren würde. Carradine verbrachte so viel Zeit mit ihm, dass schließlich vieles von Yuens ruhigem und konzentriertem Wesen in die Rolle des Kwai Chang Caine einfloss. Carradine selbst hingegen hatte sich GoodTimes
In den Jahren darauf lieh Carradine sich an mehr als eine fragwürdige Produktion aus, um sich über Wasser zu halten. Er wollte mit brutalen B-Movies wie „Death Race 2000" auch ganz offenkundig das „gute" Image des Kwai Chang Caine zertrümmern. „Nicht einmal ich habe alle meine Filme gesehen", bewarb er in Talkshows ohne Reue diese Dutzendware. Er war Alkoholiker, dann Abstinenzler. Dann wieder Alkoholiker. Doch während Carradine abstieg, stieg Caine auf. Denn nun wurde „Kung Fu" international ausgewertet, obwohl keine neuen Folgen mehr hergestellt wurden. Wo er auch hinkam, Carradine wurde auf Caine angesprochen. „Jeden Tag kommen mindestens sechs Menschen auf mich zu, die sagen, Kung Fu hat mein Leben verändert." Die Serie hatte der Sportart zum weltweiten Durchbruch verholfen. Erst jetzt fing er an, sich ernsthaft mit orientalischer Philosophie zu befassen und schrieb das Buch „Spirit Of The Shaolin".
Die Rückkehr von Caine Schließlich war eine Fortsetzung unausweichlich. „Caine kam zu mir zurück, als wären wir nie getrennt gewesen." Er besaß noch immer das Kostüm. Und schlüpfte mühelos zurück in die Haut des Kwai Chang Caine. 1986 traf Caine in „Kung Fu: The Movie" auf seinen Sohn, gespielt von Brandon Lee, dem Sohn von Bruce Lee. Bis heute hält sich die Legende, Lee habe das Konzept von „Kung Fu" entworfen und sei dann ausgebootet worden. Carradine bestätigte, Lee sei für die Rolle im Gespräch gewesen. „Bruce war der Yang, ich war der Yin", sagte er später über ihren zeitgleichen Aufstieg zu Martial-Arts-Ikonen. Zwei Jahrzehnte nach dem Ende der Originalserie nahm man den Faden mit „Kung Fu: The Legend Continues" wieder auf, Carradine spielte in 98 Folgen quasi seinen eigenen Enkel, Caines Nachkommen. Selbst seine spät erneuerte Popularität durch „Kill Bill" hatte der Figur des Caine viel zu verdanken. In der Altersrolle als „Bill" war Carradine wie ein böser Zwilling des Pazifisten – der auf derselben Bambusflöte spielt. Die Rolle, die er ursprünglich nicht haben wollte, in der Serie, die er keinesfalls machen wollte, war zur Lebensaufgabe geworden. Eine seiner Redensarten fasst den vielschichtigen Mann, der „Kung Fu" verkörperte, treffend zusammen: „Wenn du kein Poet sein kannst, sei ein Gedicht." 1/2019
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Die fa szinie renden My the n von Camelot Von Malte Ristau
Artus, Merlin und die Ritter der Tafelrunde Eine nette Anekdote ist durch eine 800 Jahre alte Klosterchronik überliefert. Ein pädagogisch bewanderter Abt untereingeschlabrach seine Predigt, über der die Zuhörer sanft eingeschla fen waren, mit den Worten: Einst gab es einen " König Artus ..." Schlagartig waren alle Mönche wach und spitzten die Ohren, weil sie eine spannende Geschichte erwarteten. Viele Babyboomer lernten den bemerkenswerten König über einen populären Comic kennen. Prinz Eisenherz" stellte damals in " Westdeutschland Pflichtlektüre für jeden dar, der beim Thema Ritter mitreden und mitspielen wollte. Der erste Buchtitel der Reihe, In den Tagen König " Arthurs", verkündete, dass es um eine ferne Epoche ging, die ein namhafter König prägte.
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ie Tafelrunde ausgezeichneter Ritter, Burg Camelot und Stonehenge, der Magier Merlin Clive Owen und der Schurke Mordred, das als Artus Schwert Excalibur und der Heilige Gral bildeten einen wunderbaren Fundus. Dabei hat die Story keinen sicheren Platz in der Geschichte. Die Substanz der Überlieferung verbirgt sich im Nebel Britanniens. Eine eigentümliche Historie der Insel schrieb ein Gelehrter aus Oxford, Geoffrey von Monmouth, um 1135 nieder und pries darin Artus' Taten nachdrücklich. Abschriften dieses Textes verbreiteten sich binnen weniger Jahrzehnte über Europa bis ins ferne russische Nowgorod. Berühmte mittelalterliche Dichter wie Wolfram von Eschenbach form formten den Stoff im Geiste des Minnesangs. Jede Epoche drückte die Mythen rund um Artus medial neu aus. Richard Löwenherz außer behauptete, das außerordentliche Schwert von Artus zu führen. Spätere Seite
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englische Könige suchten ihr Ansehen dadurch zu steigern, dass sie ihre Herkunft von Artus herleiteten oder spektakuläre Funde entdecken und ausstellen ließen. So wurden Artus' Gebeine im Kloster Glastonbury bestattet, und Schloss Winchester die angebliche Tischplatte der Tafelrunde schmück schmückte das königliche Schloss in Winchester. Königin Elisabeth I. pflegte den Artus-Kult ebenso wie der Sonnenkönig Ludwig XIV. von Frankreich oder Queen Victoria. Zu Zeiten des US-Präsidenten John F. Kennedy wurde sein Amtssitz, das Weiße Haus, als das „neue Camelot" bezeichnet. Ungeachtet vieler fiktiver Elemente bestätigen Wissenschaftler einen histo historischen Kern im frühen Mittelalter. Nach dem Abzug der römischen Truppen brachen in Britannien die „dark ages" mit internen Fehden und Invasionen der Sachsen an. In einer Chronik berichtete um 540 der Mönch Gildas über zwölf für die Briten erfolgreiche Schlachten. Jene Briten ope operierten von Festungen aus, die eher Westernforts als Burgen glichen. Militärisch ausschlaggebend für 40 ruhige Jahre, so die Historiker, war eine möglicherweise von Artus geführte Reitertruppe, die später als Tafelrunde veredelt wurde. Einen herausragenden Heerführer namens Artus jedenfalls nannte der Mönch Nennius in einer späteren Chronik um 830. Einen in diese Zeitumstände passenden Artus präsentierte 2005 der bislang letzte Kinofilm, „King Arthur", mit Clive Owen als römischem Ex-Offizier in der Titelrolle und Keira Knigthley als Guinevere. Überhaupt haben über 80 Kinofilme und Fernsehserien die modernen Vorstellungen maßgeblich beeinflusst.
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Das Genre des Ritterfilms gab in den Keira Knigthley als Guinevere Verschiebung hin zur Aufmerksamkeit von Erwachsenen. Nicht von ungefähr verkör verkör-1950er Jahren Hollywood Gelegenheit zur perte der altersweise Sean Connery 1995 Prachtentfaltung in Technicolor. Eine ungemein einen ebenfalls gereiften Artus in dem erfolgreiche Version des Stoffes beeindruckte Film „Der 1. Ritter". 1953 mit Robert Taylor und Ava Gardner in Neben vielen Büchern für Kinder, den Hauptrollen. Im Mittelpunkt stand das Jugendliche und Erwachsene hat der Dreiecksverhältnis von Artus, Lanzelot und König auch im generationstypischen Königin Ginevra, das den Medium der Babyboomer, den Comics, Schurken Mordred stärk stärkseine Spuren hinterlassen. Neben der te und schließlich zum großartigen und immer noch fortgesetz fortgesetzTod Artus' führte. Von ten „Eisenherz"-Saga lassen sich andere vielen weiteren Filmen Comics nennen, die kult! -Leser schätzen. So bleibt eine Handvoll erwähnenswert. Als erstes ist „Prinz Eisenherz" von 1954 zu nennen. Der erschien 1956 in der Reihe „Illustrierte Klassiker" junge Titelheld wird am Ende von Artus aner anerals Band 24 „Die Ritter der Tafelrunde". Dieses Heft kennend zum zählte zu den wenigen Titeln, denen geschla Ritter geschlabis 1972 sechs Auflagen mit 720.000 gen. Der Film Exemplaren vergönnt waren. Eine erreichte eine unglaubliche Popularität ab 1976 auch in Deutschland mehrfach neu aufgelegte nicht nur in den USA, wo, ihm folgend, Reihe stellte mit dem Titelhelden einen zusätzlichen 4000 Clubs gegründet wurden. Die Helden, Roland Ritter Ungestüm, ins vertraute mit mitSpielzeugindustrie griff die Motive auf, telalterliche Dekor. Ganz anders spielte ein Album der in Deutschland mit Elastolinfiguren, Reihe „Gentlemen GmbH" mit der Motivik. Angesiedelt Elastolinfiguren die bis 1982 hergestellt wurden. in der Jetztzeit kümmern sich in der Nummer 4 aus Als Nächstes erzielte ein Animationsfilm aus dem Hause Disney dem Koralle-Verlag die hohen Zuspruch. Mit comicbunten und einfach gestrickten Charakteren Gentlemen-Gauner um ein allseits begehrtes Das Schwert ausgestattet, stellte der Film " Wunderschwert, nämim Stein" „Das Schwert im Stein" (auch: „Die Hexe und der Zauberer") lich Excalibur. einen noch sehr jungen Artus Mit genehmer Lekvor. Ein gänzlich anderer türe im Gepäck lässt Zugang fand 1960 ein großes sich auf den Spuren von Publikum, als mit „Camelot" Artus trefflich durch Glastonbury die zeittypische Plakat zum Musical Südengland reisen. Die Abtei Glastonbury wird seit Form eines Musicals gewählt wurde. Richard Burton Jahrhunderten mit der Feen-Insel Avalon gleichgesetzt, spielte den Artus in einem Londoner Theater, und Jackie wohin der todwunde Artus angeblich gebracht wurde. Von Kennedy trällerte im Weißen Haus die eingängigen dort, so wird erzählt, werde er wiederkommen, wenn große Songs. Ein Kinofilm knüpfte 1967 an den weltweiNot Britanniens es erfordere. Tatsächlich ist in Glastonbury ten Erfolg des Bühnenstücks an. Im Jahrzehnt darauf die Grabstätte zu besichtigen, die auf Artus ausgezeichnet stellten Romane von Mary Stewart, ist. Scharen von Touristen pilgern in den Ort, darun darunGillian Bradshaw und Marion Zimmer ter viele Esoteriker, die Bradley Fantasy-Elemente heraus. auch Merlin im nahen Der Letzteren packende Version „Die Stonehenge suchen. Nebel von Avalon" geriet 1979 zum Einen wahrscheinlichen Bestseller, weil sie die Geschichte Ort für die berühm berühmerstmals aus Sicht einer Frau, der Fee te Burg Camelot hat Morgana, erzählte. Das Mysterium vom Heiligen der Archäologe Leslie Alcock 1970 Gral hat in diesem Roman einen besonders benannt. Nach seinen Ausgrabungen hohen Stellenwert, den 2001 Bernd Eichinger zugeschüt Tintagel wurde leider alles wieder zugeschütverfilmte. tet. So entpuppt sich Cadbury Castle zwar als ein angeneh angenehSehr weit weg von den ritterlichen mes Ausflugsziel, ist aber doch nur noch ein bewachsener Ursprüngen der 1950er entfernt präHügel. sentierte sich 1975 mit traditionelle Demgegenüber erweist sich der angebliche Geburtsort Fans verstörenden Albernheiten eine von Artus, die Burg Tintagel in Cornwall, als malerische Parodie der Komiker Monty Python, ver Ruine hoch über steilen Klippen. Der windumtoste Ort ver„Die Ritter der Kokosnuss". Klirrende mag tatsächlich eine Stimmung zu schüren, in der Artus so Schwerter und schimmernde Rüstungen zur realen Gestalt herkömmlicher Art sowie die obligatowird, wie sein rische Liebesgeschichte bot dann 1981 des Mentor Merlin, deserneut, aber mit deut deutsen Höhle unterhalb der Burg lichen Brechungen, gleichfalls beeindruckt. Wie eine bemerkenswerte schon in den Vorstellungen Verfilmung. Gemeint ist im Mittelalter verschmelzen „Excalibur" mit Nigel Wirkliches und Erdachtes Merlin-Höhle Terry und Helen Mirren angesichts solcher Eindrücke. Letztlich hat sich das gesicherte Wissen in den Hauptrollen. seit dem 12. Jahrhundert nicht grundlegend verändert: „Es gibt nur Selbst Merlin kann kein eine vage Ahnung", urteilt der Historiker Jürgen Wolf in einer lesensHappy End mehr her herwerten Bilanz von 2009. Und es wäre uns wohl auch gar nicht recht, beizaubern. Ein solcher wenn es anders wäre. „Es ist wahr oder sollte doch wahr sein", so hatte Zugang bedeutete eine der große Winston Churchill über den Mythos befunden ... GoodTimes
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