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GoodTimes 2019-05

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Fleetwood Mac • Eloy • Wishbone Ash • Nicky Hopkins • Analogues • Lord Ulli • Leslie Mandoki • Mungo Jerry

uber 200 CD/LP-

Kritiken

D:  6,50

• Schweiz CHF 12,00 • A • L • NL • I • B:  7,00 •

5/2019 (Nr. 162) • Oktober/November • www.goodtimes-magazin.de

Dicky Tarrach • Jackie Wilson • Carl Carlton • Rockhaus • P. P. Arnold • Lloyd Cole • P. F. Sloan • Chrissie Hynde


EDITORIAL

IMPRESSUM Anschrift:

wird in uber 30 Ländern der Welt gelesen!

NikMa Verlag Fabian Leibfried Eberdinger Straße 37 71665 Vaihingen/Enz Tel.: 07042/37660-160 Fax: 07042/37660-188 E-Mail: goodtimes@nikma.de www.goodtimes-magazin.de www.facebook.com/goodtimesmagazin Herausgeber und Chefredakteur: Fabian Leibfried (fl) Mitarbeiter: Matthias Auer (ma), Norbert Arndt, Jens-Uwe Berndt (jub), Horst Berner (hb),­Marc Bloemeke (mb), Rüdiger Bloemeke, Lothar Brandt (lbr), Paul Breit­bach, Mathias Buck, Petra Czerny (pc), Heinz Dietz, Winfried Dulisch (wd), Michael Fuchs-Gamböck (mfg), Hans-Jürgen Günther (hjg), Ralf Günther (rg), Christof Hammer (ch), Hartmut Hennig (Fotos), Christian Hentschel (che), Teddy ­Hoersch, Pauline Kingsbury (pk), Andreas Kötter (ak), Tino Krauter (tk), Willi Kuper (Fotos), M ­ adita Leibfried (ml), Niklas L­ eibfried, ­Alexander Neumann (an), Helmut Ölschlegel (­ Fotos), Jörg Palitzsch (jp), Ralf G. Poppe (rgp), Sven ­Rachner (sr), P­ hilipp Roser (pro), Frank Schuster (frs), Ulrich Schwartz (us),­­Peter ­Seeger (p), Claudia Seeger-Wedeleit (csw), Christian Simon (cs), Björn Springorum (bsp), Alan Tepper (at), Claudia Tupeit (ct), Uli Twelker (utw), Thomas Wachter (tw), Frank Witzelmaier (fw)

Abonnements, Shop, Social Media: Andrea Leibfried, goodtimes@nikma.de Grafische Gestaltung: Kathleen Müller, grafik@nikma.de Andrea Zagmester, kult@nikma.de England-Korrespondent: Klaus Brotmann Amerika-Korrespondent: Eric Drolette Anzeigenverkauf: Petra Czerny, anzeigen@nikma.de Tel.: 07042/37660 -165 Vertrieb: IPS Pressevertrieb GmbH, Postfach 1211, 53334 Meckenheim Druck: Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG, Frankfurter Str. 168, 34121 Kassel Erscheinungsweise: 6 x jährlich Abonnement: Für 6 Ausgaben im Kalenderjahr Inland: € 36,00 Ausland: € 40,00 (Preise inkl. 7 % MwSt. und Porto) Copypreis: Einzelheft: € 6,50 (Preis inkl. 7 % MwSt.) Anzeigen: Für gewerbliche Anzeigen bitte Preisliste Nr. 5/2019 (inkl. Mediadaten) anfordern. Kleinanzeigen: Zeilenpreise für Gewerbliche und Verkaufsanzeigen € 1,60; Zeilenpreise für Privatanzeigen (Kauf & Tausch) € 0,80 (jeweils inkl. 19% MwSt.) Für Kleinanzeigenbestellungen beachten Sie bitte die Hinweise auf dem Bestellschein im Heft. Anzeigenbuchungsschluss / Erstverkaufstag: 6/2019 = 01.11.2019 22.11.2019 1/2020 = 03.01.2019 24.01.2020 Kontoverbindung: NikMa Verlag Kreissparkasse Ludwigsburg IBAN: DE38 6045 0050 0000 1082 94 BIC: SOLADES1LBG Paypal-Adresse: info@nikma.de Titelfoto: Beatles: © Original Cover Art – Apple Corps Ltd

Liebe Leserinnen und Leser,

Oktober/November 2019

B

ringen Künstler heutzutage eine neue Platte heraus, haben sie vor dem Veröffentlichungstag eine mal umfassendere, mal bescheidenere Maschinerie in Gang zu setzen, die sich im Grunde seit Jahrzehnten nur in Nuancen verändert hat: Erst muss die Musik auf Band – oder heute in der Regel auf Festplatte – gebracht werden. Dann – bzw. parallel – stehen Artwork und Fotos auf dem Programm. Promotionfirmen werden engagiert, um Interviews mit entsprechendem Vorlauf für Printmedien zu terminieren – und wenn eine Plattenfirma mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet ist, können sie vielleicht sogar eine sogenannte Senderreise zu den Radiosendern der Republik kurz vor Erscheinen des Albums organisieren. Inzwischen haben Künstler zudem aber auch (wieder) zusätzlichen Freiraum im Terminkalender zu schaffen, um eine Aufgabe zu erledigen, die im letzten Vierteljahrhundert in Vergessenheit geraten war: Videos zu einzelnen Songs müssen gedreht werden. Zwar nicht mehr unbedingt so aufwendig wie in den 80er Jahren zu MTV/Viva/VH1-Zeiten, als es durchaus vorkam, dass ein sechsstelliger DM-Betrag in ein einziges Filmchen inves­ tiert wurde. Aber Videos sind seit geraumer Zeit wieder en vogue, ja geradezu lebensnotwendig. Schließlich gehört es längst zum guten Ton, einen eigenen YouTube-Kanal zu unterhalten. Videos können/müssen den Fans über die sozialen Medien serviert werden, um die Kauflust zu steigern. Musikportale und Magazine wollen potenzielle Leser­ Innen anlocken, indem sie Videos in ihre News einbetten. Diese wiederum sollen die Künstler bzw. ihre Managements/Labels/Agenturen liefern. So nutzte Suzi Quatro ihren Besuch in Hannover bei ihrem Label SPV im Januar nicht nur für Interviews, sondern drehte zusätzlich einen Tag lang Videos. Geschichte wiederholt sich eben doch, auch in der Musikwelt! Und noch ein kleiner Tipp: Die neueste Edition Discographien" ist ebenfalls ab sofort " erhältlich – auch darin können Sie Interessantes nachlesen ... Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß mit der neuen GoodTimes-Ausgabe

NE U Fabian Leibfried Herausgeber/Chefredakteur

GoodTimes ist auf umweltfreundlichem, chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt! Weiterverwendung aller in GoodTimes erschienenen Artikel, Interviews, Discographien, Fotos, Rezensionen etc. nur mit der Zustimmung des Heraus­gebers gestattet. Gerichtsstand: Stuttgart

GoodTimes 5/2019

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Music from the 60s to the 80s

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INHALT

24 Status Quo

12 Titelstory

stories 12 Beatles

49 Carl Carlton

ABBEY ROAD – mit den Stimmen der anderen

Ein Füllhorn an Ideen und Projekten

18 Analogues

50 Rockhaus

Ganz nah dran!

Vom bunten Haufen zur düsteren Melancholiker-Gang

20 Fleetwood Mac

52 P. P. Arnold

Album Cover Art Galerie #21: THEN PLAY ON

22 Eloy

Abenteuerliches Alterswerk

52 Reinhard Dicky" Tarrach "

Jeanne d'Arc aus deutscher Perspektive

Im Unruhestand am Puls der Zeit

23 Chrissie Hynde

53 Tim Grimm

Die Jazz-Bitch

Musik von der Farm

24 Status Quo

54 P. F. Sloan

Francis Rossi & Richie Malone im Interview

Folkiger Pop Rock und Weltuntergang

26 25 Jahre Ruf Records

56 Leslie Mandoki

Erfolgsstory aus der privilegierten Provinz" "

27 Dirk Darmstaedter

60 Was Alexa nicht kennt …

Es ist alles Musik

Die Welt in die richtige Richtung bewegen Unbegrenztes Musikhören mit einem Gerät?

28 Nicky Hopkins

61 Mungo Jerry

Man hört nur die im Lichte

Der XSTREME aus der guten alten Zeit

40 Sir Lord Baltimore

62 Wishbone Ash

Schepper! Wumms! Päng!

50 Jahre im Gitarrenduell

41 Fischer-Z

63 Lloyd Cole

Zwischen Provokation und Poesie

Elektronik-Crooner für Intellektuelle

42 Jackie Wilson

67 Ray Wilson

Höher und immer höher

Gelassener Workaholic

48 Danny Bryant

114 Rembrandts – Runrig – Isgaard

"

Nicht der Preis einer Gitarre ist wichtig, sondern ihre Seele!"

Die nächste Seite

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... zuguterletzt

erscheint am 22. November 2019

GoodTimes 5/2019

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Music from the 60s to the 80s


Ausgabe Nr. 162, Oktober/November 2019

20 Fleetwood Mac – Album Cover Art

29.10.19 30.10.19 31.10.19 01.11.19 03.11.19 04.11.19 05.11.19 06.11.19

18 Analogues

KREFELD Kulturfabrik ISERNHAGEN Blues Garage LEIPZIG der Anker BARBY Gasthof zum Rautenkranz MÜNCHEN Ampere ASCHAFFENBURG Colos-Saal BENSHEIM Rex Musiktheater CH-PRATTELN Z7

TO U R 2019/20 PLAYING THEIR GREATEST HITS

22 Eloy

13.11.19 14.11.19 15.11.19 11.12.19 12.12.19 13.12.19 14.12.19 16.01.20 17.01.20 18.01.20

50 Rockhaus

rubriken

features

The Beatles – ABBEY ROAD Hätte es die Geschichte der Beatles nicht gegeben – sie hätte erfunden werden müssen. Nur, welch ein Marketingstratege wäre in der Lage gewesen, sich auszudenken, was den Beatles tatsächlich widerfuhr, was sie vollbrachten und wie sich die Dinge fügten? Allein ABBEY ROAD, der Schwanengesang der Liverpooler Band, gehört zu den bedeutendsten Ereignissen der gesamten Rockgeschichte. ... weiter Seite 12

Status Quo BACKBONE hat – zumindest für die Status-Quo-Welt – historische Bedeutung: Es ist das erste (elektrische) Studiowerk seit acht Jahren (QUID PRO QUO) und zugleich das erste von inzwischen 31 Studio-Alben seit weiter 60 der Gründung 1965...ohne RickSeite Parfitt. ... weiter Seite 24

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Impressum/Editorial Inhalt Aktuelles – Neues aus der Szene Verstorbene Shop Abo-Bestellschein Kleinanzeigen GoodTimes-Tipp: The Tea Club GoodTimes-Newcomer: Carlos Cipa • Foy Vance Kolumne Christian Simon #43: Lord Ulli – (Teil 1) Was macht eigentlich …? John Bundrick History Pics Charts 1984 Runde Geburtstage Gedenktage CD/Vinyl-Rezensionen DVD/Blu-ray-Rezensionen Konzertberichte: W-Festival • Zeltspektakel • Ballroom Hamburg Allstars • Michael Kiwanuka • Rock Of Ages • Lieder am See Tourneen/Festivals/Shows Konzertkalender Kreuzverhör: Peter Howarth Kreuzworträtsel + Verlosung Leserbriefe

GoodTimes 5/2019

19.11.19 20.11.19 22.11.19 23.11.19 24.11.19

LEIPZIG Haus Auensee DRESDEN Alter Schlachthof GOTHA Stadthalle SINGEN Stadthalle HEILBRONN Festhalle Harmonie SIMMERN (HUNSRÜCK) Hunsrückhalle MONHEIM Monheimer Kulturwerke BAD SÄCKINGEN Gloria Theater MUTTERSTADT Palatinum INGOLSTADT Eventhalle Westpark

ROSTOCK Stadthalle HAMBURG Barclaycard Arena MAGDEBURG Stadthalle BERLIN Theater am Potsdamer Platz LÜBECK Kulturwerft Gollan

29.11.19 ARNSTADT Bachkirche 30.11.19 FRANKFURT AM MAIN St. Katharinen

AKTUELLE TOURNEEN

Termine & Tickets: www.dmc-music.de n

Music from the 60s to the 80s

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TICKETPARTNER:

DMC Musikmarketing GmbH München


NEWS

„PopStop – das Musikradio" – immer freitags zum Erscheinen unseres Heftes gibt es eine GoodTimes-Sondersendung (19 bis 20 Uhr), in der die neueste Ausgabe vorgestellt wird (die Sendung wird dann mehrfach wiederholt). „PopStop" sendet Musik­ titel mit Format – ohne formatierte Musikzusammenstellung+++ Gemeinsam sind die beiden Freunde Leon Redbone (†30.5.) und Malcolm „Mac" John Rebennack (†6.6.) alias Dr. John jetzt im Musikerhimmel zugange. Demnächst gibt es ein Wiederhören mit den beiden Ausnahmemusikern: Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft legt MiG Redbones Weihnachts-CD CHRISTMAS ISLAND von 1989 neu auf, auf der Dr. John Piano gespielt hatte. Den Winterklassiker "Frosty The Snowman" stimmten beide im Duett an. Redbones Witwe und Produzentin Beryl Handler fand derweil noch eine Alternativversion dieser Nummer, die es als eines von zwei Bonusstücken gibt. Zum Redaktionsschluss lief noch der Versuch, eine Kopie des Videos zu "Frosty The Snowman" zu restaurieren, da das Original abhanden gekommen ist+++

Um beim schottischen Kraftrock zu bleiben: Die LP-Serientrilogie findet ihr Ende, wenn Nazareth am 11.10. die dritte Charge der Wiederveröffentlichungsreihe ihrer Alben auf farbigem Vinyl veröffentlichen. 2XS, das 13. Studiowerk von 1982, wird es dann auf Aqua-Vinyl geben, SOUND ELIXIR (1983) auf Pfirsich-Vinyl. CINEMA (1986) kommt in Weiß, NO JIVE (1991) auf Clear Vinyl. MOVE ME (1994) ist bordeauxfarben gehalten, während das fast schon legendäre Live-Doppelalbum SNAZ (1981) auf grünem und orangem Vinyl dokumentiert ist+++

Am 25.2.1985 stand der Berliner Liedermacher Manfred Maurenbrecher mit seiner Band (u.a. Drummer Udo Dahmen/Kraan, Keyboarder Manne Opitz/Agitation Free, Lilli Berlin und Saxofonist Richard Wester/ Waggershausen) auf der Bühne der Hamburger Markthalle, wo der WDR für den „Rockpalast" aufzeichnete – das CD/DVDBoxset soll demnächst erhältlich sein. Für das Frühjahr 2020 kündigt Maurenbrecher dazu die Veröffentlichung eines neuen Albums samt Tournee an+++

Sulatron Records feiert 15-jähriges Bestehen, sein Zugpferd Electric Moon exis­ tiert seit exakt einer Dekade. Grund zu feiern und den Fans der psychedelischen Krautrocker aus Hessen ein Präsent anzubieten: Ende September werden das ausverkaufte Debüt LUNATICS von 2010 sowie LUNATICS REVENGE (2014) online­ via Bandcamp wieder erhältlich sein: als Doppel-LP im Foldout-Cover, limitiert auf 500 Exemplare, mit Poster und farbigem Vinyl (LP1 lila, LP2 dunkelgrün) sowie neuem Artwork durch Bassistin Komet Lulu. Das Album war ursprünglich als Vinyl in zwei Hälften „gerissen" worden, die nun wieder vereint erhältlich sind (electric-moon.bandcamp.com). Im Studio zugange waren damals Multi-Instrumentalist Sula Bassana, Komet Lulu und Drummer Pablo Carneval, gemastert hatte kein Geringerer als Eroc+++

Aus gesundheitlichen Gründen hatte sich Sänger Dan McCafferty 2014 von Nazareth verabschiedet, sich aber die Option offengehalten, im Studio aktiv zu bleiben. Das hat der 72-jährige Schotte nun getan. Anzeige

Nachdem Iain Matthews und Matthews Southern Comfort im Sommer in Skandinavien und England mehrere Konzerte mit Robert Plant, Judy Collins und Graham Nash spielten, haben sie sich im Studio verschanzt. Der Titel des Albums, das dabei entstehen soll, steht auch schon fest: THE NEW MINE. Damit schließen MSC an das 2017er Reunionalbum LIKE A RADIO an. Nach der Veröffentlichung im März 2020 wolle er mit der Band auch auf Tour gehen, kündigte Matthews an. Zwölf Shows in Deutschland sind bereits gebucht+++

32 Jahre nach INTO THE RING bringt er am 18.10. mit THE LAST TESTAMENT ein neues Solo-Album heraus. Das hat er gemeinsam mit dem tschechischen Komponisten und Akkordeon- bzw. Keyboardspezialisten Karel Marik erarbeitet, der die Musik komponierte, während McCafferty alle Texte schrieb. Als stilistisch sehr vielfältig wird das Opus angekündigt, auf dem der langjährige NazarethWeggefährte Pete Agnew bei der Ballade "Sunshine" als Gastsänger zu hören sein wird+++

© Pressefoto

Hurrikan Dorian hat nicht nur viel Schaden angerichtet und Menschenleben gekostet, er hat auch den Rolling Stones zum Abschluss ihrer „No Filter Tour”, die am 9. September 2017 im Hamburger Stadtpark begonnen hatte, einen Streich gespielt. Das Abschlusskonzert fand am 30. August im Hard Rock Stadium in Miami, Florida, statt – einen Tag früher als geplant. Die Sturmprognosen hatten Band und Veranstalter bewogen, es um einen Tag vorzuziehen. Die in drei Abschnitten („Legs”) absolvierte Europa- und Nord­ amerika-Tournee umfasste insgesamt 45 Shows mit 1,9 Millionen Besuchern. Allein in Europa machten die Veteranen mit 28 ausverkauften Auftritten einen Umsatz von 237,8 Millionen Dollar. 17 Konzerte, die wegen Mick Jaggers (erfolgreicher) Herzoperation Anfang April verschoben worden waren, holte die Band im Sommer nach – mit dem Frontmann in agiler Bestform+++

„Alle Solo-Sternstunden von Freddie ­Mercury" verspricht seine Plattenfirma im Vorfeld des Boxsets NEVER BORING, das für den 11.10. angekündigt ist. Und sie dürfte darauf setzen, dass der spektakuläre Erfolg des Films „Bohemian Rhapsody", der an den Kinokassen inzwischen knapp eine Milliarde Dollar eingespielt hat, das Interesse am Soloschaffen des Queen-Sängers befeuern könnte. Dabei handelt es sich um die erste, sorgfältig kuratierte Auswahl von Freddie Mercurys Aufnahmen, kombiniert mit visuellen Arbeiten sowie geschriebenen und mündlichen Wortbeiträgen. Die Produktion besorgte das bewährte Queen-Soundteam Justin Shirley-Smith, Kris Fredriksson und Joshua J. Macrae. Die NEVER BORING-Kollektion besteht aus drei CDs mit 32 Tracks, einer Blu-ray und einer DVD mit 13 Promovideos und einem Interview. Dazu gibt es ein 120-seitiges, 25 mal 25 Zentimeter großes Hardcover-Buch mit raren und unveröffentlichten Fotos. Ein Großteil der Songs und Videos stammt von der Phase ab Ende 1984, als die Aufnahmen zum einzigen offiziellen Solo-Album MR. BAD GUY in München stattfanden, bis zu Mercurys letztem Auftritt am 8. Oktober 1988 in Barcelona. "Barcelona" mit Montserrat Caballé fehlt natürlich auch

Electric Moon

Rock + Pop Memorabilia

Wall Of Fame • P.O. Box 1950 • 48580 Gronau Tel.: 0171/7412584 • eMail: info@wall-of-fame.de Internet: www.wall-of-fame.de Goldene Schallplatten, Signaturen etc. von Abba bis Zappa. Das weltweit größte Angebot an Raritä­t en aus dem Bereich Rock + Pop Memorabilia. Anfragen bitte telefonisch. Seite

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Music from the 60s to the 80s

nicht. Die drei Alben sind auch einzeln als CD, Vinyl, Download und Stream erhältlich. Zu den Highlights gehört der erst vor kurzem entdeckte Song "Time Waits For No One", den Dave Clark produziert hatte+++ Ihr 30-jähriges Bandjubiläum begehen die deutschen Heavy Rocker Axxis. Das feiert die in Nordrhein-Westfalen beheimatete Combo mit der ersten Blu-ray ihrer Gruppenhistorie, BANG YOUR HEAD WITH AXXIS (2017er Mitschnitt des Gastspiels beim „Bang Your Head Festival" in Balingen), und der Doppel-CD BEST OF EMI–YEARS. „Wir wollen damit unsere EMI-Phase ins Jahr 2019 transportieren. Seit Monaten nehmen wir die besten Songs aus dieser Zeit neu auf, um sie für 2019 kompatibel zu machen", erklärte Sänger Bernhard Weiss. Eine Vinylversion sei ebenfalls in Planung. Gefeiert wird zudem in Form der ersten Konzerte in Russland und bei zwei „Anniversary Shows" in Memmingen (29.11.) und Bochum (29.12.) mit vielen Gästen+++ Das verspricht ein spannendes Tourpaket: Die Schweizer Hard Rocker Gotthard gehen gemeinsam mit den UK-Epic-­ Rockern-Magnum als Special Guest im April 2020 auf Deutschland-Tour. Zwölf Konzerte sind bislang quer durch die Republik gebucht+++ Southern-Rock-Freunde können sich schon mal freuen: Molly Hatchet haben ein Live-Doppelalbum angekündigt. Ob die Outlaws mit ihrem neuen Studiowerk rechtzeitig für eine Veröffentlichung in diesem Jahr fertig werden? Versprochen hat dies ihr Label SPV jedenfalls+++ Zwischen 22. November und 8. Dezember werden Silly unter dem Motto „Zehn Alben – Zehn Städte – Zehn Shows" touren, und rechtzeitig vorher erscheint das Album ZEHN mit dem Untertitel „Das Beste aus zehn Studio-Alben" als Deluxe DoppelCD. Eine Werkschau der Band also, die ab dem Start 1978 in Ost-Berlin in der DDR groß wurde, sich nach dem Mauerfall aber auch im wiedervereinigten Deutschland behauptete und zu einem der großen Acts des Landes avancierte. Zu hören sind Gründungssängerin Tamara Danz, die 1996 ihrem Krebsleiden erlag, und ihre Nachfolgerin Anna Loos (bis Dezember 2018), aber auch der 2005 ebenfalls vom Krebs besiegte Schlagzeuger Herbert Junck 2005. Auf der Tour werden Julia Neigel und Anna R. (Rosenstolz) singen und mit den langjährigen Bandmitgliedern Ritchie Barton (keys), Uwe Hassbecker (g) und Jäcki Reznicek (b) unterwegs sein+++ Keine andere Band ist nach eigenen Angaben so oft in der Berliner Columbiahalle aufgetreten wie Knorkator, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Die Geschäftsführung der Columbiahalle hat


K ARSTEN JAHNKE KONZERTDIREKTION PRÄSENTIERT

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auch seiner Liebe zu rockigeren BigbandKlängen+++

sich laut einer Pressemitteilung angesichts des Jubiläums eine besondere Geburtstagsüberraschung einfallen lassen und würdigte „ihre" Berliner Band mit einer zeitweiligen Umbenennung ihrer Arena am 2. September: Bei ihren Heimspielen am 5., 6. und 7. Dezember treten die SpaßRocker in der Knorkatorhalle auf+++ Am 16. Juli 1981 war Harry Chapin unterwegs zu einem Konzert im Eisenhower Park in Nassau County im Bundesstaat New York, als ein Lkw auf seinen Wagen auffuhr. Chapin konnte zwar aus dem brennenden Wrack geborgen werden, doch kam für den US-Singer/Songwriter jede Hilfe zu spät. In Deutschland war Chapin, der für sein soziales Engagement bekannt war und alljährlich bis zu 50 Benefizkonzerte zugunsten der Welthungerhilfe spielte, eher selten live zu erleben. Eines dieser raren Konzerte gab er am 11. April 1977 in der Bremer Post-Aula, wobei Radio Bremen mitschnitt. Nun haben Chapins Erben erlaubt, dieses musikalische Dokument auf Tonträgern zu veröffentlichen. Die Tonqualität der Bänder aus dem Archiv des Senders soll erstaunlich gut sein. Davon können sich Chapins Fans zu Ostern 2020 überzeugen, wenn die Konzertaufnahmen Chapins und seiner Band, der auch sein jüngerer Bruder ­Steve angehörte, in verschiedenen Formaten erscheinen – inklusive der Chapin-Hits "W.O.L.D.", "Taxi", "Dance Band On The Titanic" und "Cats In The Cradle"+++ Den Luxemburger Musikprofessor, Trompeter, Dirigenten, Komponisten und Grammy-Gewinner Gast Waltzing kennt man hierzulande fast nur dank seiner Titelmelodien für TV-Serien wie „Polizeiruf 110" und „Küstenwache" oder Filmmusiken wie denen für „Die dunkle Seite des Mondes" (mit Moritz Bleibtreu und Jürgen Prochnow) und „The Point Men" (Christopher Lambert). Als Komponist, Produzent und Arrangeur arbeitete Waltzing aber auch mit vielen großen Jazz- und Rockgrößen wie George Duke, Didier Lockwood oder Amy MacDonald. Jetzt präsentiert er mit dem im Spätherbst erscheinenden Album HOPE eine weitere Schaffensfacette. Das mit der Bigband des Orchestre National de Jazz Luxembourg eingespielte Album wolle er als persönliche Hommage an die goldene Ära der Bigbands und deren Diven wie Ella Fitzgerald, Nina Simone oder Aretha Franklin verstanden wissen, ließ Waltzing verlauten. Als großer Fan von Blood, Sweat & Tears fröne er auf HOPE

Nach MILD MANIAC, SCHÖNE AUSSICHTEN und BITON GROOVES stehen weitere Veröffentlichungen aus dem Volker-Kriegel-Archiv ins Haus. Den Anfang macht am 18.10. das Doppelalbum TWO CONCERTS. 1979 war Kriegel in der europäischen Jazz-Rock-Szene eine feste Größe und tourte auf Einladung des Goethe-Instituts mit seinem Mild Maniac Orchestra und Gästen durch elf Länder West- und Ostafrikas. Dabei entstand der nun anstehende Konzertmitschnitt in der nigerianischen Metropole Lagos. Das zweite Konzert des Sets stammt von 1990, als Kriegel mit neuer Band in Bochum spielte. Im Frühjahr 2020 folgt die Veröffentlichung des Mitschnittes der HR-Bigband mit vielen Gästen und ihrer „Hommage To Volker Kriegel"+++ Der Modellbauer Revell ehrt Kiss, die gerade mit dem Live-Abschiednehmen beschäftigt sind, mit einem Modelltruck im Design der „End Of The Road Tour", inklusive Wasserschiebebilder mit aktuellen Logos der Farewell-Tour. Ebenfalls erhältlich ist eine AC/DC-Edition. „Einfache Montage" verspricht Revell zu den Bausätzen+++

Personal- wechsel bei Dozy Beaky Mick & Tich: Nigel Dixon, der für den 2015 verstorbenen Original-Dozy Trevor WardDavis den Bass bediente, musste aus gesundheitlichen Gründen sein Engage­ ment bei der Band beenden. Sein Nachfolger ist Paul Cornwell, bislang bei Herman’s Hermits aktiv. Erst im Februar hatte die Band den neuen Titel "What You Are" in der bisherigen Besetzung produziert, der als Download bei den einschlägigen Anbietern erhältlich ist. Hier ist John „Mick" Hatchman als Solosänger zu hören. Aktuell besteht die Band aus Cornwell, John „Beaky" Dymond, John „Mick" Hatchman und Joly „Tich" Dixon+++ Storyteller-Tourneen kennt man vom Kinks-Anführer Ray Davies, von Francis Rossi (Status Quo) oder Randy Bachman, hierzulande von Achim Reichel und Carl Carlton. Was die können, haben wir auch drauf, mögen sich da Sweet-Boss Andy Scott, Uriah Heep, Nazareth und Wishbone Ash gesagt haben. Sie ziehen gemeinsam unter dem Motto „Music & Stories" ab 10. Januar gemeinsam durch Deutschland. Scott wird an den 14 Abenden als Moderator fungieren und seine Kollegen nicht nur zum Geschichtenerzählen, sondern auch zum Musizieren animieren+++ Ein einziges Konzert haben die Rolling Stones während ihrer langen Karriere hinter dem Eisernen Vorhang absolviert: Am 13. April 1967 traten sie in Warschau auf.

Einige Fotografie-Studenten aus der DDR hatten es damals geschafft, dabei zu sein. Darunter Michael Wagner, dessen bisher nie öffentlich gezeigter Fotoschatz nun von der Robert-Havemann-Gesellschaft in Berlin archiviert wird+++ Dunkle Wolken sind kurz vor dem Start der Abschiedstour der Lords aufgezogen: Bassist und Leadsänger Bernd Zamulo erkrankte und wird nicht mehr auf die Bühne zurückkehren. Zugleich bat er darum, keine Auskünfte zu der Erkrankung geben zu müssen, die Band bat darum, die Privatsphäre zu achten und von entsprechenden Fragen abzusehen. Während langer Diskussionen erwogen die Lords, die Abschiedstournee abzusagen, entschlossen sich dann aber in Übereinkunft mit Zamulo, alle Termine zu spielen. Hierfür wurde Roger Schüller als Bassist und Sänger verpflichtet+++ Eine Vielzahl von Musik-Dokumentationen hat Helmut Büber, Statistikfan und DJ aus Leidenschaft, auf seiner Homepage www. djbibi.de versammelt. Dort kann man in den Kapiteln „Hits Of The Year" (von 1930 bis heute), „SWR", „Sixties" (Titellexikon mit über 80.000 Songs), „Party-Hits der 80er", „Kommerziell", „Greatest Country", „Disco Classics" oder „Gedenktage" stöbern. Musikerbiografien, Auswertungen von „Rolling Stone", „Bravo" oder „Focus" sind in seinen Datenbanken ebenso zu finden wie Top-10-Singles aus den 60er und 70er Jahren. Büber unterstützt auch GoodTimes mit seinen Daten+++ Mach auf dich aufmerksam, indem du dich rarmachst: Nur am 2. und 6. Oktober wird Roger Waters' Film „Us + Them” weltweit in rund 2500 Kinos in über 60 Ländern zu sehen sein, der in Ams­ terdam während seiner gleichnamigen Welttournee 2017/18 gedreht wurde. Der Film enthält Songs von den Pink-FloydAlben THE DARK SIDE OF THE MOON, THE WALL, ANIMALS, WISH YOU WERE HERE sowie seines jüngsten Solowerks IS THIS THE LIFE WE REALLY WANT? Regie führte Sean Evans. „‚Us + Them’ ist keine Standard-Rock’n’Roll-Kost, sondern ein Aufruf zum Handeln. Wir können entweder unsere Liebe bündeln, unsere Fähigkeit entwickeln, uns in andere einzufühlen und gemeinsam für das Wohl unseres Planeten zu handeln, oder wir können angenehm betäubt bleiben und wie blinde Lemminge unseren gegenwärtigen menschenvernichtenden Todesmarsch in Richtung Aussterben fortsetzen", sagte Waters zu seinem jüngsten Opus+++ Aus gesundheitlichen Gründen musste der amerikanische Singer/Songwriter John Prine kurzfristig seine Europa-Tournee absagen, in deren Verlauf auch ein Gastspiel beim Tonder-Festival geplant war: Sprecherin Maria Theessink kündigte an, der Veteran werde seinen Auftritt im nächsten Jahr nachholen+++

ACHIM

REICHEL & BAND

75 JAHRE DAS BESTE ZUM SCHLUSS 23.10.19 – FLENSBURG DEUTSCHES HAUS 24.10.19 – LÜBECK MUSIK- UND KONGRESSHALLE 26.10.19 – BERLIN ADMIRALSPALAST 28.10.19 – HANNOVER UT SOLD O THEATER AM AEGI 29.10.19 – HAMBURG UT SOLD O LAEISZHALLE 30.10.19 – HAMBURG LAEISZHALLE 01.11.19 – HUSUM UT SOLD O& CONGRESS MESSE HUSUM 02.11.19 – OLDENBURG UT SOLD O KULTURETAGE 04.11.19 – BREMEN DIE GLOCKE 05.11.19 – BRAUNSCHWEIG STADTHALLE 06.11.19 – OSNABRÜCK UT SOLD O ROSENHOF 08.11.19 – MANNHEIM MUSENSAAL 09.11.19 –OMAINZ UT SOLD FRANKFURTER HOF 11.11.19 –OESSEN UT SOLD LICHTBURG 12.11.19 – KÖLN GLORIA THEATER 13.11.19 – NÜRNBERG HIRSCH 15.11.19 – LEIPZIG HAUS AUENSEE 16.11.19 – DÜSSELDORF UT SOLD O SAVOY THEATER 17.11.19 – BIELEFELD RINGLOKSCHUPPEN 19.11.19 – DRESDEN ALTER SCHLACHTHOF

„Familiäre Gründe" waren es hingegen bei King's X, die zur Absage ihrer Konzerte in Deutschland und Europa führten+++

TICKETS: 01806 62 62 80* KJ.DE & (040) 413 22 60 *€ 0,20 / Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk max. € 0,60 / Anruf


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NEWS Judas-Priest-Frontmann Rob Halford ist eine der prägendsten Heavy-MetalStimmen, versuchte sich mit Fight auch an Industrial und veröffentlichte mehrere Soloscheiben. Die nächste wird eine Weihnachtsplatte mit dem Titel CELES­ TIAL, die am 18.10. unter dem Banner Rob Halford With Family And Friends herauskommt. Darauf vermengt der Engländer Klassiker und Eigenkompositionen ("Donner And Blitzen", "Protected By The Light”) – „das Paket wird sowohl Headbangern als auch den Liebhabern traditioneller Weihnachtslieder gefallen", zeigte sich Halford im Vorfeld überzeugt. Mit im Studio waren sein Bruder Nigel (dr), sein Neffe (und Sohn von Priest-Bassist Ian Hill) Alex am Bass, Schwester Sue (Glocken)­sowie die Gitarristen Robert Jones und Jon Blakey+++

TOO LATER wieder mal ein neues Album zu machen. AVALANCHE, das Anfang Oktober erscheint, dürfte viele Fans überraschen: Waren Sänger/Gitarrist/Bandleader Dennis Greaves und Mundharmonika-Ass Mark Feltham, die beiden von 1977 verbliebenen Gründungsmitglieder, doch nicht nur mit Drummer Brendan O’Neill und Bassist Brian Bethell im Studio. Vielmehr hatten sie eine achtköpfige Bläsertruppe dabei. Eine „Mischung aus traditionellem und zeitgenössischem Blues sowie klassischem britischen R&B" versprach Greaves schon mal vorab. Ebenso eine inhaltliche Exkursion aufs aktuelle politische und soziale Feld"+++ Alle Scheiben, die das Rock’n’Roll Hall Of Fame-Mitglied Rod Stewart während seiner 26 Jahre währenden Partnerschaft mit Warner Bros. Records aufgenommen hat, sind in der Box THE STUDIO ALBUMS 1975–2001 enthalten. Insgesamt sind es 14 Studiowerke, die der Schotte nach seiner Mitgliedschaft in der Jeff Beck Group und bei den Faces aufgenommen hat+++

Der langjährige Motörhead-Gitarrist (und 1984 Brian-Robertson-Nachfolger) Phil Campbell (Ex-Persian Risk) wird am 25.10 sein erstes „echtes" Solo-Album veröffentlichen. Es wird den Titel OLD LIONS STILL ROAR tragen. Nach dem Ende von Motörhead nach Lemmys Tod hatte er 2018 THE AGE OF ABSURDITY mit seiner Band Bastard Sons gemacht+++

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Ab 1.11. werden diverse Jubiläums-Editionen des Albums MONSTER von R.E.M. verfügbar sein. Die Scheibe der Band aus Athens, Georgia, von 1994 wird es als 5-CD+Bluray-Box, als Doppel-CD, CD, Doppel-LP und einfache LP geben. In der Box, dem 2-CDSet und in der 2-LP-Version wird neben dem remasterten Original auch ein neuer Remix des Albums enthalten sein+++

Einen Tag, bevor sich der erste Todestag von Jack Bruce erstmals jährte, organisierte seine Tochter Natasha (auch bekannt als Aruba Red) am 24.10.2015 im Londoner Roundhouse ein Tribute-Konzert zu Ehren ihres Vaters. Der Abend war schnell ausverkauft, viele Gäste kamen, um Bruce auf der Bühne zu ehren: Cream-Weggefährte Ginger Baker, Jon Anderson, Joss Stone, Phil Manzanera, Mark King, Uli Jon Roth und viele mehr waren dabei. Exakt am fünften Jahrestag erscheint die Dokumentation der Londoner Show in e­inem Boxset als DVD und Doppel-CD. Eric Clapton konnte damals am RoundhouseKonzert nicht teilnehmen, erinnert aber ganz persönlich an seinen Freund Jack Bruce mit der musikalischen Hommage "For Jack", die hier als Bonus erstmals auf Tonträger veröffentlicht wird+++

Pride & Glory war das erste Projekt des späteren Ozzy-Osbourne-Gitarristen Zakk Wylde und stellt mit seinem Südstaateninspirierten Sound immer noch einen Meilenstein in seiner Karriere dar. Anders als bei seiner Arbeit mit Osbourne und seiner Band Black Label Society kamen hier auch Banjo, Mundharmonika und Mandoline mit Jamband-Feeling zum Einsatz. 1994 erschien – mit eingespielt von Drummer-Tausendsassa Brian Tichy und Bassist James LoMenzo – PRIDE & GLORY. Ab dem 25.10 gibt es eine Neuauflage mit Bonustracks als Doppel-CD+++

Zehn Jahre haben sich die britischen R&B/ Pub-Rock/Blues-Rock-Veteranen Nine ­Below­ Zero Zeit gelassen, um nach IT’S NEVER Anzeige

Guess Who? Wer? Und wer weiß, was da noch passiert. Sänger Burton Cummings hat jedenfalls die Lust am Performen wieder gepackt. Er tourt nicht nur eifrig durch Kanada, sondern stand auch mit seinem Ex-Kollegen Randy Bachman Ende Juli gemeinsam bei einem Benefizkonzert auf der Bühne – und beiden machte es so viel Spaß, dass sie das Ganze am 16. August in Toronto wiederholten und dabei ihre Klassiker "American Woman” und "No Time” anstimmten, ehe Cummings Bachmann an den Keyboards bei "Takin’ Care Of Business” begleitete. Mal schauen, möglicherweise animiert sie das ja zu einer weiteren Reunion?+++ Gregg Rolie? Genau, das war doch der Mann, der als Keyboarder bei der GrünSeite

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dung von Santana und Journey dabei war, seit 2012 bei Ringo Starr’s All Starr Band mitmischt, einige Soloplatten machte, ehe es zuletzt ruhiger um ihn wurde. Jetzt meldet sich das zweifache Mitglied der Rock’n’Roll Hall Of Fame mit seinem ersten Album unter eigenem Namen seit 18 Jahren zurück. Das wird SONIC RANCH heißen und Mitte Oktober erscheinen. Neben Rolie werden darauf auch Michael Shrieve (dr), Alphonso Johnson (b), Steve Lukather (g) und Neal Schon (g) zu hören sein. Neben eigenen Songs hat der singende Keyboarder auch Elvis Presleys "Don’t Be Cruel” gecovert+++ Am 25. Januar 2018 hatten Lynyrd Skynyrd ihre „Last Of The Street Survivors Farewell Tour” mit 30 Auftritten bis zum 1. September angekündigt. Doch die lief so gut, den Herren machte es so viel Spaß, dass die Band im Februar 2019 verkündete, ein zweites Abschiedsjahr bis Ende September anzuhängen. Im August mussten Lynyrd Skynyrd die Konzertreise allerdings unterbrechen, weil das letzte verbliebene Gründungsmitglied Gary Rossington (67) sich (erneut) einer Herzoperation unterziehen musste. Jetzt soll es bis 2020 weitergehen. „Wir hatten nie gesagt, dass es nach 30 Shows vorbei sein würde, sondern dass wir uns an so vielen Orten von so vielen Bühnen wie möglich verabschieden wollen", erklärte die Band in einem offenen Brief an die „Skynyrd Nation". Und so wird man die Band nächstes Jahr in den USA und Aus­ tralien, „möglicherweise auch in Europa" weiter live erleben. Rossington geht es inzwischen wieder besser bis gut – er war Bestandteil jeder Besetzung, die bis zu My Backyard 1964 zurückreichen+++ Steve Miller hat sein längst digitalisiertes Archiv erneut geöffnet, um Mitte Oktober die drei CDs und eine DVD umfassende Box WELCOME TO THE VAULT zu veröffentlichen. Unter den 52 Songs findet man (natürlich) einige seiner Hits, interessanter dürften aber die 38 bislang unveröffentlichten Aufnahmen sein, die Demos, Recordings bei Proben, Outtakes, Konzertmitschnitte und fünf kürzlich erst wiederentdeckte Aufnahmen der Steve Miller Band aus den 60er und 70er Jahren umfassen, darunter das im August bereits vorab zugänglich gemachte "Say Wow”, das Miller 1973 eingespielt hat. Für den schmalen Geldbeutel wird es eine EinfachCD geben. Zu hören sein wird dabei auch Jimmie Vaughan bei einer Live-Aufnahme von "Take The Money And Run”. Highlight sind aber Tracks, die Blues-Legende TBone Walker bei einem Besuch der Familie Miller spielte – Vater George Miller schnitt mit –, darunter "Lollie Lou”+++ Lange ging man davon aus, dass der Auftritt am 7. Dezember im Zürcher Hallenstadion wirklich das letzte Krokus-Konzert sein wird. Doch die Nachfragen aus den USA, Kanada und Mexiko waren offenbar so zahlreich, dass die Band aus Solothurn 2020 auch in diesen Ländern zu Gast sein wird, um sich von ihren dortigen Fans live zu verabschieden+++


MADE IN GERMANY Paul Young & The Royal Family Unsere Gewinner aus Heft 3/2019 Lösung – Kreuzworträtsel: " SWEET HOME ALABAMA" T-Shirt Grateful Dead: Rainer Blum, Sulzbach a.d.M. Heinz Schink, Meschede Klaus Belau, Norderstedt LP Violette Sounds: Erika Schmitt, Kissing Gisela Gröninger, Wertingen Bernd Creutz, Berlin Heinrich Matzka, Aachen Günter Höhne, Sprakensehl

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Auf CD war der „Rockpalast"-Auftritt von Roger McGuinn & Thunderbyrd vom 23. Juli 1977 schon länger erhältlich. Jetzt ist dieser historische Moment – McGuinn war neben Rory Gallagher und Little Feat Bestandteil der ersten langen „Rockpalast"Nacht in der Essener Grugahalle – auch auf DVD nachzuerleben (die CD ist beigelegt). Thunderbyrd bestanden neben dem Frontmann aus Rick Vito, Charlie Harrison und Greg Thomas+++ Die irische Band Clannad, die in Folkkreisen geradezu Kult-Status genießt, hat angekündigt, im Frühjahr 2020 auf Abschiedstournee zu gehen. Parallel erscheint dann im März die Anthologie IN A LIFETIME, die 50 Jahre Clannad umfasst. Angeboten wird eine Standardausgabe mit 38 Songs auf zwei CDs/Doppel-LP. Geben wird es aber auch eine Deluxe-Ausführung mit mehr als 100 Liedern, die von Moya Brennan und weiteren Bandmitgliedern zusammengestellt wurde. „Wir hatten vor der Welttournee 2013–2015 darüber diskutiert, ob es unsere Abschiedstournee sein würde. Aber nachdem Padraig Duggan 2016 gestorben ist, haben wir beschlossen, dass unsere nächste Tournee die definitiv letzte sein wird", teilte die Band mit+++ GoodTimes erscheint mittlerweile seit 28 Jahren. Sehr viel jünger ist das „Schwes­ terblatt" , dessen Ausgabe #21 im Oktober erhältlich sein wird. „Ich habe kult! vor zehn Jahren gegründet, um über die Rock- und Pop-musikalischen Inhalte von GoodTimes hinaus auch andere kultige Themenbereiche zu erschließen, wie Film, Fernsehen, Sport, Comics, Schlager, Autos, und sie den Lesern in Erinnerung rufen zu können", blickt Verleger und Herausgeber Fabian Leibfried auf die Anfänge der Erfolgsgeschichte des Magazins zurück. Themen der neuen Ausgabe sind u.a. Party-Kultur der 70er Jahre, Fix & Foxi, Nastassja Kinski, Pelé, Rambo oder Frank Zander – reinspitzen!+++ Gerry Beckley, eine Hälfte des US-Duos America, will es wieder tun – drei Jahre nach CAROUSEL hat er mit FIVE MILE ROAD ein neues und damit sechstes Solo-Album in der Pipeline. Daneben ist Beckley mit Partner Dewey Bunnell damit beschäftigt, das 50-jährige Bandjubiläum

zu feiern – der Höhepunkt ist für nächs­ tes Jahr angepeilt. Bis dahin sollen noch diverse America-Projekte realisiert werden, die mit dem jüngsten Singles-Album GOLDEN HITS gestartet wurden, aber noch diverse Boxsets bescheren sollen. Auch eine neue Biografie, verfasst von Jude Warne, soll’s geben+++ Als „aufregende Vermächtnisreise" wird die Wiederveröffentlichung der Motörhead-K las siker OVERKILL & BOMBER als „40th Anniversary-Deluxe-Neuauflage" (3-LP oder 2-CD) angekündigt, die von dem Deluxe-Sammler-Boxset „1979" begleitet wird. Die Nachlassverwalter von Ian „Lemmy" Kilmister, „Fast" Eddie Clarke und Phil „Philthy Animal" Taylor haben das Ganze abgesegnet. Für das Boxset wurden OVERKILL und BOMBER von den originalen Mastertapes „half-speed gemastert”. Als Bonus gibt es zwei DoppelLive-Alben mit bisher unveröffentlichtem Konzertmaterial von 1979, ein 40-seitiges „Musikmagazin” mit unveröffentlichten Fotos und neuen, auf diese Ära bezogenen Interviews. Plus diverse Singles und Memorabilia+++ Mit dem Dokumentarfilm „Once Were Brothers: Robbie Robertson & The Band" ist das diesjährige und zum 44. Mal ausgerichtete Toronto International Film Festival am 5. September eröffnet worden. Regie führte bei dem Werk Daniel Roher, der kanadische Landsmann der Musiker. Zu sehen sind dabei auch diverse Gespräche mit Robertson und Kollegen wie Ronnie Hawkins, Bob Dylan, Bruce Springsteen, Eric Clapton und Martin Scorsese. Am Rande der Veranstaltung wurde bekannt, dass Robertson an der Fortsetzung seiner Autobiografie „Testimony" sitzt und in diverse Filmprojekte, auch mit Scorsese, involviert ist+++ Als 3-CD-Set, Doppel-CD und in einer 3-LP-Version oder digital wird die die Karriere umspannende Kollektion der PopProvokateure Sparks mit dem Titel PAST TENSE: THE BEST OF SPARKS ab dem 8. November erhältlich sein. Die Songkollektion enthält alle Hits aus den jeweiligen Dekaden wie "This Town Ain't Big Enough For Both Of Us", "Amateur Hour", "Never Turn Your Back On Mother Earth", "The Number One Song In Heaven", "Singing In The Shower" oder "When Do I Get To Sing 'My Way'". Die Sparks, also Ron & Russell Mael, haben die Songs für die Compilation persönlich ausgewählt und dokumentieren so ihre Meisterschaft der eigenen Neuerfindung, die sie in den letzten 50 Jahren an den Tag gelegt haben, seit sie 1967 mit "Computer Girl” noch unter dem Namen Urban Renewal Project debütierten. Die

Maels arbeiten derzeit zudem an letzten Details eines neuen Studio-Albums, das 2020 erscheinen soll+++ Pünktlich zum 20. Jubiläum ihres mit einem Grammy ausgezeichneten LiveAlbums S&M haben sich Metallica und das San Francisco Symphony ein weiteres Mal zusammengetan: für den Film „S&M²". Dabei präsentieren sie erstmals seit 20 Jahren wieder die S&M-Arrangements live – plus solche von Songs, die in den Jahren danach entstanden. Die offizielle Fortsetzung der Zusammenarbeit wurde im Chase Center von San Francisco aufgezeichnet, der dabei entstandene Konzertfilm „Metallica And San Francisco Symphony: S&M²" kommt am 9. Oktober ins Kino, nachdem die erste Kooperation seinerzeit nur akustisch für ein Live-Album festgehalten worden war. Detaillierte Infos und Kinotickets gibt es auf der Webseite metallica.film+++ Drei remasterte Albumklassiker auf Vinyl sowie die Greatest-Hits-Collection A LIFE OF SURPRISES: THE BEST OF haben Prefab Sprout noch für Ende September angekündigt. Paddy und Martin Mc­Aloon waren federführend bei der Umsetzung des Projekts inklusive Remastering, Artwork sowie der Auswahl neuer Fotos für die Neuauflagen von SWOON, FROM LANGLEY PARK TO MEMPHIS (mit ihrem größten Hit "The King Of Rock’n’Roll") und JORDAN: THE COMEBACK. Die Greatest-Hits-Sammlung A LIFE OF SURPRISES: THE BEST OF wird erstmals als Doppel-LP erhältlich sein+++ Als die Zahl der Deadheads, des eingeschworenen Fankreises von Grateful Dead, zu Zeiten der großen Sommertouren in den späten 1970ern stetig anwuchs, wurden die üblichen Live-Venues für die Kult-Band zu klein. 1987 zog sie in Stadien um, um dem Zuwachs durch eine völlig neue Generation von Fans gerecht zu werden, die durch "Touch Of Grey", der ersten und einzigen Top-10 Single der Gruppe, auf die Band gestoßen waren. Die letzten beiden Shows der Gruppe im Giant Stadium in East Rutherford wurden am 16. und 17. Juni 1991 auf einem analogen 48-Track-Audiotape aufgenommen und sind die einzigen Aufnahmen im riesigen Dead-Archiv, die auf mehr als 32 Spuren festgehalten wurden. Die Aufnahmen sind nun als 3-CD-Set, 5-LPSet sowie als digitaler Download und als Stream als SAINT OF CIRCUMSTANCE: GIANTS STADIUM, EAST RUTHERFORD, NJ 6/17/91 erhältlich. Und dann wäre da noch die Box GIANTS STADIUM: 1987, 1989, 1991 mit fünf vollständigen, bisher unveröffentlichten Shows, die Spezialist Jeffrey Norman direkt von den Multitrack-Mastertapes gemischt hat. Die Box ist auf 10.000 Exemplare limitiert und erscheint in zwei Varianten: 4000 Exemplare als 14-CD/2-DVD- und 6000 Exemplare als 14-CD/Blu-ray-Set. Als digitaler Download wird das Audio in seiner Vollständigkeit ausschließlich über Dead. net in den Formaten Apple Lossless und FLAC 192/24 angeboten+++

Live at Rockpalast 1985

Als Paul Young am 30. März 1985 die Bühne der Essener Grugahalle betrat, war er auf dem Höhepunkt seiner Karriere und der erfolgreichste britische Popstar seiner Zeit. /// DVD + CD

STOPPOK

Live at Rockpalast 1990 & 1997

Stoppok ist ehrlich, solide, bodenständig, unangepasst, unbequem, ein Beobachter und ein gefühlvoller Erzähler . STOPPOK ist für die Fans. Hier weiß man, was man hat und was man bekommt. /// DVD + 2 CD

Ulla Meinecke

Live at Rockpalast 1981 & 1985

Beide Konzerte (1981 und 1985) hat Ulla Meinecke als spezielles Programm gestaltet: „Selbstbestimmtheit ist mir immer wichtig gewesen.“ Meinecke war immer zu untypisch für den Mainstream. /// 2 DVD + 3 CD

Sunshine of Your Love A Tribute to JACK BRUCE

Tribute Konzert zu Ehren von Jack Bruce aus dem Jahr 2015 mit u.a. Joss Stone, Ian Anderson, Ginger Baker, Phil Manzanera u.v.m.! Plus Bonustrack von Eric Clapton („For Jack“). /// DVD + 2CD

www.mig-music.de facebook.com/migmusic.de/


VERSTORBEN

11.7. Jerry Lawson (*23.1.1944) sang bei der A-cappella-Gruppe The Persuasions, die als „Könige" des Genres galten, von Frank Zappa wie Jerry Garcia oft lobend erwähnt wurden und 25 Alben mit Lawson aufnahmen (zeitweise für Zappas Label). 2002 verabschiedete sich der Sänger mit der warmen Stimme, um Jerry Lawson & The Talk Of The Town zu gründen. 2015 veröffentlichte er sein einziges Solowerk JUST A MORTAL MAN. 12.7. Dick Richards (*12.2.1924 als Dick Boccelli) saß bis 1955 bei Bill Haley & The Comets am Schlagzeug, mit denen er ab 1987 wieder tourte und aufnahm. Zuletzt betätigte er sich als Schauspieler, so in „Alice Sweet Alice", dem Debütfilm von Brooke Shields. Auch im hohem Alter war er noch trommelnd aktiv, ab 2013 regelmäßig regional mit The Ready Rockers. 12.7. Russell Smith (*17.6.1949) sang bei der Country-Rock-Band Amazing Rhythm Aces, ehe er sich 1984 selbstständig machte, um dann 1993 bei den Neo-Bluegrassern Run C&W einzusteigen. Er versorgte Randy Travis, Ricky Van Shelton, Don Williams und T. Graham Brown mit Nummer1-Hits, bis er einem Krebsleiden erlag. 15.7. Dick Slide" Hyde (*4.7.1936) spielte " nicht Gitarre, sondern Posaune. Mit der war er auch auf Alben von Claudia Lennear, Steely Dan, Supertramp (er spielte Tuba auf BREAKFAST IN AMERICA), Joe Cocker, Arlo Guthrie, Donna Summer, Neil Diamond, Kris Kristofferson, Tom Waits, Madonna und der Beach Boys zu hören.

22.7. Art Neville (*17.12.1937) war nicht nur der älteste der Neville Brothers, sondern galt als „Poppa Funk" auch als der Vater des Funk. Der in New Orleans beheimatete Sänger, Keyboarder und Songschmied gründete The Meters und die Funky Meters, war zudem Mitglied von The Hawkettes und führte seine Art Neville Band. Schon als 17-Jähriger nahm er den "Mardi Gras Mambo" auf, der heute noch zum Karneval in der „Crescent City" gesungen wird. Im Dezember vergangenen Jahres hatte er seinen Rückzug aus dem Musikgeschäft verkündet.

1.8. Ian Gibbons (*18.7.1952) leistete zwischen 1979 und 1989 als Keyboarder Dienst bei den Kinks, nachdem er zuvor mit Moonstone, Love Affair und den Nash­v ille Teens aktiv gewesen war. Daneben und danach spielte er mit/für Dr. Feelgood, Ken Hensley, Samson, Suzi Quatro, Roger Chapman, Sweet, Chris Farlowe, Maggie Bell, Randy California und vielen anderen. Er gehört The Kast Of Kinks an, überlebte schließlich eine Blasenkrebserkrankung nicht. 1.8. Dacia Bridges (*15.9.1973) stammte aus Michigan in den USA, lebte, arbeitete und sang aber viele Jahre in Stuttgart (u.a. bei Tape und The Help) und betätigte sich als Model. Überregionale Beachtung fand sie, als der von ihr geschriebene Song "I Begin To Wonder" in der Businessmaschinerie abhandenkam und dann ominöserweise von Dannii Minogue in die Charts gebracht wurde. 2015 zog sie mit ihrer Tochter in die USA zurück, wo sie ein Aneurysma nicht überlebte.

16.7. Bill Vitt (*1949) trommelte (und griff auch mal in die Keyboardtasten) in der Jerry Garcia & Howard Wales Band, der Jerry Garcia & Merl Saunders Band, Electric Flag, für Mike Bloomfield, Tom Fogerty und Sons Of Champlin.

3.8. Henri Belolo (*27.11.1936) stammte aus Marokko, profilierte sich als Musikproduzent (Georges Moustaki mit "Le Métèque”, F.R. David), Songschmied und Konzertveranstalter in Frankreich und gilt als einer der Wegbereiter der Disco-Welle. So hatte er bei der Gründung des DiscoTrios The Ritchie Family wie auch der Village People die Finger im Spiel, deren Hits "Y.M.C.A.", "In The Navy", "Macho Man" und "Go West" er schrieb und produzierte. Später arbeitete er für Eartha Kitt und Patrick Juvet.

16.7. Johnny Clegg (*7.6.1953) war im UK zur Welt gekommen, übersiedelte als Kind nach Südafrika, wo er sich zu einem der wichtigsten Rockmusiker entwickelte, der trotz aller Hürden der Apartheid-Regierung früh mit schwarzen Kollegen musizierte und mit seinen Bands Juluka und Savuka in den 80er und 90er Jahren international erfolgreich war. Nach dem Ende der Apartheid gründete Clegg die South

7.8. Nicky Wonder (*22.5.1960 als Nick Walusko) spielte Gitarre bei der 1992 gegründeten kalifornischen Power-PopBand The Wondermints, die sich 1999 kein Geringerer als Brian Wilson als Begleitband krallte und die das gesundheitlich angeschlagene einstige Genie auch in Deutschland durch viele Shows trug. Was auf mehreren DVD dokumentiert ist. Er wurde nur 59 Jahre alt. Seite

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18.8. Sonny Hennig (*4.3.1946), der so lebensfrohe wie auch raubeinige Zeitgenosse mit dem fränkischen Mundwerk wollte am Ende nicht mehr, nachdem er wegen eines schweren Schlaganfalls im Juni 2018 zum Pflegefall geworden war. Nach Anfängen mit Jonah & The Whales in den GI-Clubs legte er gemeinsam mit Ernst Schultz und Ihre Kinder vor einem halben Jahrhundert die Basis für deutschsprachige Rockmusik. Sein Solo-Album TRÄNENGAS sorgte wegen des provokanten Covers 1971 für Aufregung. Obwohl er die Musik nie aufgab (u.a. mit Cahoots), profilierte er sich schon in den Anfangsjahren des Privatradios als so kundiger wie schlagfertiger Moderator bei Radio Luxemburg und dann lange Jahre beim Nürnberger Sender Radio Gong mit seiner wöchentlichen Sendung „Rock Zock". 2014 veröffentlichte der stets originelle Querkopf seine Memoiren „Rockmanns Erzählungen". 19.8. Larry The Mole" Taylor (*26.6.1942) " stand als Bassist mit Canned Heat in Woodstock auf der Bühne, den 50. Jahrestag erlebte er nicht mehr. Vor Canned Heat hatte er als Sessionmusiker für die Monkees und Jerry Lee Lewis gespielt, in den 70ern gab er Gastspiele in der Su­ garcane Harris Band, bei John Mayall’s Bluesbreakers und arbeitete für die Hollywood Fats Band, Harvey Mandel, Tom Waits, Leo Kottke, Albert King, John Lee Hooker, Ry Cooder, J.J. Cale, Bruce Cockburn und Buddy Guy. 1988 kehrte er zu Canned Heat zurück (bis 1999). Mit Fito de la Parra reformierte (und managte) er die Gruppe 2009. 26.8. Tony Hiller (*30.7.1927), der Name dürfte nur Insidern etwas sagen, doch war er als Songschied und Produzent eine wichtige Figur der UK-Musikszene, und das nicht erst, seit er 1970 der Brotherhood Of Man ihren ESC-Siegertitel "Save Your Kisses For Me" lieferte. Er hatte schon in 50er Jahren viele Acts mit Songs versorgt, nicht nur die Shadows. Über 500 „Kunden" kamen im Laufe der Jahrzehnte zusammen, darunter Elton John, Olivia Newton-John, Andy Williams, The Miracles, die Hollies, Sonny & Cher, The Osmonds, Glen Campbell, Crystal Gayle, Anne Murray oder The Fortunes. Er starb nach langer, schwerer Krankheit. 26.8. Neal Casal (*2.11.1968) machte erstmals als Leadgitarrist bei Rickey Medlocke’s Blackfoot (1988–1993) auf sich aufmerksam, war in Ryan Adams Begleitband The Cardinals aktiv, ebenso bei der Chris Robinson Brotherhood, Hazy Malaze, den Hard Working Americans. Er spielte mit Phil Lesh und Willie Nelson und ging ab 1990 auch Solopfade, wobei er mehrere Alben beim deutschen Label Glitterhouse herausbrachte. Er genoss daneben einen Ruf als beachtlicher Fotograf. Aus welchen Gründen er sich wenige Tage nach seinem Auftritt beim Lock’n Music Festival in Virginia das ­ L eben nahm, blieb unbekannt. 27.8. Donnie Fritts (*8.11.1942) bewegte sich als Songschreiber und Sessionmun

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siker (Keyboards) vor allem in CountryKreisen und arbeitete eng mit Rick Hall, Dan Penn und Arthur Alexander zusammen. Er ist heute noch auf Alben von Dus­ ty Springfield und Kris Kristofferson zu hören, Charlie Rich und Jerry Lee Lewis nahmen Songs von ihm auf. In „Convoy", „Pat Garrett & Billy The Kid" und „A Star Is Born" ist er als Schauspieler zu sehen. Er veröffentlichte mehrere eigene Alben und überlebte Komplikationen nach einer Herzoperation nicht. 28.8. Norbert Charly" Maucher (*6.5.1947) " wollte sich mit Jane nach der aktuellen laufenden Tour in den Ruhestand verabschieden, doch der Bassist und Sänger schaffte es nicht mehr auf die Bühne: Der Blutkrebs, an dem er seit gut zwei Jahren litt, war stärker. 1970 war er bei der Gründung von Jane dabei gewesen, spielte zwischendurch bei Harlis (1975–1977), veröffentlichte 1980 PERFORMANCE, war am Rockballett „Warlock" beteiligt. Ab 2000 war der nach Kanada übersiedelte Bassist wieder mit (Peter Panka’s) Jane unterwegs. Er ging friedlich im Kreise seiner Familie.

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8.7. James Henke schrieb 16 Jahre lang für den „Rolling Stone", wo er als erster eine größere Geschichte über U2 verfasste, noch bevor die 1981 ihr Debüt BOY veröffentlicht hatten. Er avancierte 1994 zum ersten Chefkurator der Rock’n’Roll Hall Of Fame und erledigte diesen Job 19 Jahre lang. 2013 erhielt er die Diagnose Demenz und wurde nur 65 Jahre alt.

African Musicians Alliance und engagierte sich weiter politisch. Er erstellte Musikund Tanzdokumentationen auf DVD, litt ab 2015 an Bauchspeicheldrüsenkrebs, musste seine „Final Tour" 2018 abbrechen und starb an den Folgen der Krankheit.

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5.7. Mickey Gentile (*4.9.1939) war einer der vielen Akteure, die bei Motown als Songschmiede und Produzenten im Hintergrund wirkten. Er arbeitete für Marvin Gaye, Smokey Robinson, Diana Ross und Stevie Wonder. Connie Francis warb ihn als Musical Director ab, später war er als A&R-Direktor bei Roulette Records tätig.

29.8. Jimmy Pitman (*28.9.1946) war 1968/1969 als Gitarrist und Sänger ein wichtiger Faktor bei den Psychdelic Rockern Strawberry Alarm Clock, nach­ dem ihn Murray Wilson (Beach-Boys-Manager) nach Los Angeles gelotst hatte, wo er mit Jim Morrison, Jimi Hendrix, Buddy Miles, Eric Clapton auf dem Sunset Strip abhing und mit Duane Allmans Band Hour Glass jammte. 2007 startete er in Florida Big Bad Wolf, ohne den erhofften Erfolg zu erreichen. Er starb in einem Hospiz. 1.9. Edward Edo" Zanki (19.10.1952) war " als Fünfjähriger mit seiner Familie aus dem früheren Jugoslawien nach Deutschland gekommen, wo es für ihn nur Musik gab. Als 14-jähriger Keyboarder führte er Edo & Die Markees an, sang und schrieb früh Songs. Seine berühmteste „Kundin" war Tina Turner, die 1978 seinen Song "Fruits Of The Night" aufnahm. Zanki schrieb und produzierte für Ulla Meinecke, Herbert Grönemeyer, Ina Deter, Joy Fleming, Peter Horton, Sasha oder Julia Neigel und half in seiner badischen Heimat Xavier Naidoo und den Söhnen Mannheims in die Erfolgspur. Aber auch selbst veröffentlichte er, insgesamt 18 Alben: zunächst 1972 als Don Anderson, ab 1977 unter eigenem Namen. Nach kurzer, schwerer Krankheit ging der Interpret von "Gib mir Musik" für immer. 5.9. Jimmy Johnson (*4.2.1943) gehörte als Gitarrist zur Muscle Shoals Rhythm Section und war Mitbegründer der Muscle Shoals Sound Studios, spielte mit Wilson Pickett und Aretha Franklin, war auf Alben von Otis Rush, Cher, Joe Cocker, J.J. Cale, Paul Simon, Rod Stewart, der Rolling Stones und zahllosen anderen zu hören. Nierenversagen kostete ihn das Leben.


live in concert 2020

JOE BONAMASSA

05.05. SAARBRÜCKEN SAARLANDHALLE

07.05. BERLIN VERTI MUSIC HALL

08.05. BERLIN VERTI MUSIC HALL

09.05. FRANKFURT JAHRHUNDERTHALLE

11.05. HANNOVER SWISS LIFE HALL

LIVE AT THE SYDNEY OPERA HOUSE VÖ.: 25.10.2019

13.05. LEIPZIG ARENA


Von Jens-Uwe Berndt

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ABBEY ROAD – mit den Stimmen der anderen – Hätte es die Geschichte der Beatles nicht gegeben – sie hätte erfunden werden müssen. Nur, welch ein Marketingstratege wäre in der Lage gewesen, sich auszudenken, was den Beatles tatsächlich widerfuhr, was sie vollbrachten und wie sich die Dinge fügten? Allein ABBEY ROAD, der Schwanengesang der Liverpooler Band, gehört zu den bedeutendsten Ereignissen der gesamten Rockgeschichte. Und die ist voll mit Mythen, Skurrilitäten, Sensationellem, Abartigem oder Genialem. ABBEY ROAD kann jeder einsortieren, wo er möchte – oder eine eigene Begriffsschublade dafür finden. Unbestritten ist aber, dass ein Album der Beatles 1969 – im turbulentesten Jahr der Sechziger – von Relevanz sein musste.

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ten." Ringo Starr blickte weniger tiefgreifend auf diese Epoche zurück. „Die vorletzte Platte erschien als die letzte und die letzte als die vorletzte. Das zeigt mal wieder, wie verrückt diese Welt ist." George Martin, der Leib- und Magenproduzent der Beatles hielt ABBEY ROAD für mindestens „eine sehr schöne Platte", die so gut geworden sei, „weil alle der Meinung waren, sie würde die letzte sein". Paul McCartney hatte damals seinen Fokus immer noch auf die Einheit der Band gerichtet, als er befand, dass mit ABBEY ROAD „ein ganz nettes Album" zusammengestellt worden sei. Wichtiger waren ihm in der unmittelbaren Rückschau die kaum zu Tage getretenen Meinungsverschiedenheiten. Und wenn es Auseinandersetzungen gegeben habe, hätten die sich um banale Dinge, die Musik betreffend, gedreht. Vom LET IT BEKrieg sei nichts mehr zu spüren gewesen. Und schließlich George Harrison. Der hinterließ auf ABBEY ROAD zwei seiner besten Songs der Beatles-Ära überhaupt: "Something" und "Here Comes The Sun". Er hatte es allen bewiesen.

ET IT BE war aufgenommen. Eine furchtbare Platte, wie John Lennon unmittelbar nach Abschluss des quälenden Produktionsprozesses befand. Und keiner der Beatles wollte „mit dem Zeug", das da im Zuge eines Dokumentarfilms über die Entstehung eines Albums zusammengekommen war, im Nachhinein noch etwas zu tun haben. Sollte es doch abmischen, wer wollte. „Ich dachte, es wäre vielleicht gar nicht schlecht, wenn das Material so herauskäme, in der beschissenen Version", sagte Lennon später. „Das würde den Mythos Beatles zerstören. So sind wir mit heruntergelassenen Hosen ohne Glitzerleuchtknallbuntfarben auf dem Cover und ohne Hoffnung." Aber – so resümierte er enttäuscht –, es sei nicht so gekommen. „Stattdessen brachten wir die Aufnahmen zu ABBEY ROAD rasch zu Ende und warNeuauflage pünktlich zum Jubiläum fen ein neues Hochglanzprodukt auf den in diversen Varianten. Markt, um den Mythos aufrechtzuerhalSeite

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ie Entstehung des bedeutenden Albums im Zuge der Aufnahmen zu LET IT BE ist Legende. Ebenso der für Beatles-Verhältnisse hochtechnisierte Aufnahme-Aufwand mit acht Tonspuren (McCartney: „SGT. PEPPER'S ist vierspurig eingespielt. Bei ABBEY ROAD waren wir bei acht Spuren angelangt, das schien uns zu viel zu sein.") Nicht zu vergessen das Cover mit der über einen Zebrastreifen laufenden Band in der Abbey Road, als McCartney aus praktischen Gründen für einige Fotos seine Sandalen auszog: Die Mär, das symbolisiere den Tod des realen Paul McCartney, hält sich bis heute. Nicht

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nur unseriöse Klatschblätter packen den damals von einem amerikanischen DJ in Umlauf gebrachten Mythos immer wieder aus, zitieren irritierende neuzeitliche Aussagen von Ringo Starr und vergleichen Fotos des „realen" Musikers aus den frühen Sechzigern mit solchen des angeblichen Ersatzes und analysieren dann die Unterschiede.

war und 1991 auf der Single "Remember The Time" erschien. Im selben Jahr wuchteten die amerikanischen Trouble für einen Metal-Blade-Sampler eine Doom-Metal-Version aus ihren Gitarren. Allen Beatles-Fans sei an dieser Stelle der obskure Sampler CELEBRATING THE EGGMAN – A TRIBUTE TO JOHN

ass ABBEY ROAD ganze Generationen von Musikern beeinflussen und inspirieren würde, ist keine Erkenntnis aus den Jahren, als die Beatles bereits Geschichte waren. Vielmehr stand das wie eigentlich bei jeden Albumtitel der Beatles bereits in der Unterzeile, noch bevor die Platte in die Läden kam. Und dass es vor allem auch die Songs dieses letzten offiziellen musikalischen Statements der einstigen Fab Four waren, die sich in das kollektive Harmoniezentrum der Musikergemeinschaft einbrannten, beweisen die im wahrsten Sinne des Wortes unzähligen Coverversionen, die über die Jahrzehnte von den ABBEY ROAD-Stücken entstanden. Allen voran der LP-Opener "Come Together" – eine John-Lennon-Komposition und eigentlich recht dreist von Chuck Berrys "You Can't Catch Me" abgekupfert. Lennon verteidigte seinen Song immer als „in Anlehnung" an die Berry-Nummer geschrieben. Er habe sogar bewusst die Zeile „Here comes the old flat-top" in sein Stück integriert Aber: „Ansonsten hat mein Song absolut nichts mit dem von Chuck Berry zu tun." Paul McCartney sieht das bis heute anders. „John kreuzte mit einem schnellen Song auf, der genau wie Chuck Berrys 'You Can't Catch Me' klang. Ich schlug dann vor: Lasst uns das Ding langsamer spielen. Von da an lief die Sache." Coverversionen von "Come Together" gibt es Hunderte. Gut 350 sind auf die ein oder andere Art bekannt oder auf Tonträgern verewigt.

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u den frühesten Wiederverwertungen gehörte eine heiße Soulversion von Ike & Tina Turner auf dem Album, das gleich mal den Namen der Beatles-Nummer trug – COME TOGETHER (1970). Das Tempo ist dezent angezogen, satte Bläser und Tina Turners Röhre lassen das Stück schwitzen. In der Besetzungsvariante Jean Terrell, Mary Wilson und Cindy Birdsong coverten die Supremes "Come Together" auf NEW WAYS BUT LOVE STAYS (1970). Auffällig ist das fette Schlagzeug, das dem Beatles-Sound nahe kommt. Hammondorgel und Bläser geben auch hier eine Soulgetränkte Atmosphäre vor. Mit den Pop-Supremes der 60er Jahre, als Diana Ross den Ton angab, hatte diese Beatles-Hommage nichts zu tun. Allerdings ließ sich die gerade bei den Supremes ausgestiegene Diva nicht lumpen und packte den Song einen Monat später (November 1970) ebenfalls auf ihr zweites Solo-Album, EVERYTHING IS EVERYTHING. Streicher, Bläser, Background-Chöre geben ihrer Version eine etwas mehr dem Pop zugeneigte Note, gnadenloser Soul ist sie aber immer noch. Und im Vergleich zu ihrer einstigen Girl-Group unter Umständen sogar die bessere. Vor allem hinten raus, wenn das "Come Together" von Diana Ross auf über secheinhalb Minuten ausgedehnt wird, hat es viel von Sly & The Family Stone. Wie sehr sich dieser bleischwere Song für eine Hard-Rock-Verwertung eignet, zeigte die deutsche Formation King Ping Meh auf NO. 2 (1972). "Come Together" scheppert ohne Erbarmen. Als ginge die Truppe mit einer Axt zu Werke, werden die Strophen trocken gehackt, um in Refrain und Soloteilen das elektrisch verstärkte Vier-Saiten-Orchester bolzen zu lassen. Die Funk-Rocker The Brothers Johnson (zum Teil auch mit Disco am Start) betonten den Groove des Beatles-Hits und holten ihn als Funk-Version auf die Tanzfläche (LOOK OUT FOR #1, 1976). Großer Name, aber vergleichsweise unspektakulär: "Come Together" von Aerosmith für den SGT. PEPPER'SSoundtrack von 1978.

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ublikumswirksam und durchaus gelungen ist das rhythmusbetonte Cover von Michael Jackson, das erstmals im Video „Moonwalker" 1988 zu sehen GoodTimes 5/2019

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LENNON (1990) vom Label Zong empfohlen. Hier vereinten sich UndergroundActs der DDR wie Tausend Tonnen Obst, Ich-Funktion, Die Art, DEKAdance oder Der Expander des Fortschritts, um Songs von John Lennon und den Beatles zu zelebrieren. "Come Together" wurde von der Avantgarde-Electro-Band A.G. Geige zermalmt. Die bis dato wohl härteste Version – trotz Trouble-Beitrags – steuerten aber Soundgarden auf der Single "Hands All Over" (1990) bei und machten deutlich, dass die Geschwindigkeit des Beatles-Songs gedrosselt werden kann, ohne dass er an Wirkung verliert. Pathetisch und wie zu erwarten mit breitem Musical-Pomp kommt die Version von Meat Loaf – bei gleichzeitiger instrumentaler Reduzierung aufs Piano. Zumindest fast. Ober-Mod Paul Weller (The Jam) lieferte mit der B-Seite zur Single "Early Morning Rain" (2005) eine raue Blechgitarrenversion ab, die mehr als nur gelungen ist. Wenn Zakk Wylde mit seiner Black Label Society etwas anpackt, kann davon ausgegangen werden, dass es gelingt. Allerdings werden die meisten davon ausgehen, dass es der Gitarrist wie üblich krachen lässt. Weit gefehlt: Bei ihm war "Come Together" 2005 eine Pianoballade. Und die Eurythmics servierten den Beatles-Hit als elektronische Variante im selben Jahr als Bonustrack für ihre BOXED-Werkschau.

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us dem Heavy-Metal-Bereich nahmen sich 2007 die italienischen ­L abyrinth des Titels an (6 DAYS TO NOWHERE). Und im Indie Rock, wo Bands fast ausnahmslose eklektisch agieren, vergnügten sich sowohl die Arctic Monkeys mit "Come Together" – und blieben ziemlich nah am Original – als auch The Strypes, die die schleppende Note in den Vordergrund stellten und es darüber hinaus deftig scheppern ließen. Da lohnt es sich, den Lautstärkeregler hochzudrehen.

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omething" von George Harrison hat eine ähnlich starke Wiederverwertung erfahren wie "Come Together". Der Gitarrist hatte das Stück, zugespitzt gesagt, aus Langeweile während der Aufnahmen zum WHITE ALBUM geschrieben und mit dem Piano aufgenommen. Es geht darin um Harrisons große Liebe Pattie Boyd. Der Komponist blieb bescheiden und meinte, das Lied sei sehr leicht zu singen. Ringo Starr hielt es für eines der besten Liebeslieder, die je geschrieben wurden, und Paul McCartney nennt es Harrisons größten Song. Der wiederum freute sich später über jedes Cover, das davon aufgenommen wurde.

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Katja Ebstein sang "Manchmal" auf ihrem Album MEIN LEBEN IST WIE EIN LIED (1970), Daliah Lavi hauchte ihre Version auf DALIAH LAVI (1971). "

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axwell's Silver Hammer" wurde jenes Stück auf ABBEY ROAD, auf das die meiste Zeit verwendet wurde. Es hatte die etwas kinderliedhafte Attitüde wie "Ob-La-Di Ob-La-Da" oder "Yellow Submarine". Dass da ein Medizinstudent reihenweise ihm unliebsame Personen mit einem Hammer erledigte, verschwand fast in der lustigen Melodie. Paul McCartney widersprach aber dem Eindruck, er würde hier einen Serienmörder ablichten. Vielmehr habe er das Thema als Metapher für die Fallstricke des Lebens gewählt. Die Band – und vor allem John Lennon – war leicht genervt über die drei Tage, die allein McCartney für die Nummer aufwendete.

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nteressanterweise wurde auch dieses Stück recht häufig gecovert. Oft bekam es allerdings einen parodistischen oder überzogen albernen Anstrich. Bestes Beispiel ist Steve Martins Version für den SGT. PEPPER'S-Soundtrack 1978. Auch im Dixieland und Jazz fand der McCartney-Song Aufnahme, wie die bizarre Version der Mike Westbrook Band 1990 zeigte. Allerdings war der Song damals gar das Produkt einer ABBEY ROAD-Jazz-Rock/DixielandVariante Westbrooks mit dem Titel OFF ABBEY ROAD.

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ür "Oh! Darling" betrieb Paul McCartney eigentlich noch mehr Aufwand als für "Maxwell's Silver Hammer". Nur berührte das die anderen zu keiner Zeit, handelte es sich eine Woche lang doch um die frühen Morgenstunden, in denen der Komponist des Liedes ins Studio trabte, um es immer und immer wieder zu singen – bis seine Stimme so richtig abgenudelt klang. Dieser Blues war hörbar ein perfekter John Lennon. Der widerspenstige Beatle sah das genauso, grätschte aber nicht dazwischen. Denn es galt: Wer den Song schreibt, singt ihn auch.

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u den frühen Interpretationen gehört eine Soul­ ballade von Isaak Hayes (THE ISAAK HAYES MOVEMENT, 1970). Auch Martha Reeves & The Vandellas hauchten auf NATURAL RESOURCES (1970) dem Song schwarze Seele ein. Ebenso Ray Charles (1971). Diana Ross nahm auch dieses Stück für ihr zweites Solo-Album auf, die Plattenfirma ließ es aber bis 2008 im Schrank liegen. Es ist vielleicht nicht so gelungen wie ihr "Come Together", aber als bläsergetränkte Jazzballade funktioniert es ziemlich gut. Frank Sinatra brummte seine Version zwei Jahre nach Erscheinen des Originals und nannte die Nummer seinen „Beatles-­Favoriten". Auf ALOHA FROM HAWAII VIA SATELLITE (1973) verneigt sich Elvis Presley huldvoll vor der Harrison-Komposition. Und nimmt man nur den Fakt, dass sich hier unter anderem noch James Brown oder Sarah Vaughan einreihen, wird deutlich, dass ­" Something" ein enormes Soulpotenzial besitzt. An dieser Stelle könnte stehen, dass es auch anders ging, wenn auf die Version der deutschen Heavy-Metal-Band Helloween hingewiesen wird. Allerdings war kaum eine Interpretation so nah am Original wie diese auf der 99er ­Single "Lay All Your Love On Me". "Something" gab es auch auf Deutsch: Seite

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an kann davon ausgehen, dass es locker an die 100 Coverversionen des Liedes gibt. Eine der ers­ ten war 1970 die von George Benson auf THE OTHER SIDE OF ABBEY ROAD, wo der Musiker noch weitere Songs des großen Beatles-Albums in den Jazz transferierte. Unter anderem übrigens auch "Come Together" und "Something". Joy Flemming veröffentlichte ihr "Oh! Darling" 1976 auf HAVE A GOOD TIME, nahm es mit Joy Unlimited aber schon 1970 auf. Dass der SGT. PEPPER'S-Soundtrack – die Musik zu einem Film der Bee Gees, der böse floppte – eher schwächelte, demonstrierte auch Robin Gibb mit seiner hüftlahmen Version. Er presst das Stück in einen Schraubstock aus Pop, Kitsch und Blues. Die australische New-Wave-Combo Models gab der McCartney-Nummer eine leicht modernere Ausrichtung und klang dabei irgendwie ein bisschen nach Elvis Costello. 1987 erschien "Oh! Darling" als Single. Auch Ex-Rainbow-Schreihals Graham Bonnet mochte den Beatles-Song und coverte ihn 1999 für sein Album THE DAY I WENT MAD. Aktuelle Variationen von Rock4, Jenny Evans oder den Beat Bugs bewegen sich meist nah am Original, sind Jazz, Blues, Rock.

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ach "Don't Pass Me By" war "Octopus's Garden" der zweite Song, der Ringo Starr bei den Beatles als Songwriter auswies. Ein bisschen Kinderlied und mit der entsprechenden Instrumentierung auch ein bisschen Country. John Lennon ließ mal verlauten, dass in Songs von George Harrison und erst recht von Ringo Starr meist mehr Energie des Lennon/McCartney-Teams einfloss als in eigene Kompositionen. Es sei einfach zu viel daran zu verbessern gewesen. Das galt natürlich auch für "Octopus's Garden", dessen Thema Ringo Starr beim Essen eingefallen war.

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ecovert wurde diese simple Weise jedoch reichlich. Wobei mit einem besseren Gesang und leichten Melodiemodifikationen einiges herauszuholen war. Die Girl-Group Reparata & The Delrons aus den USA machte daraus 1972 ein sehr hübsches Popliedchen, das sie als Single veröffentlichte. An dieser Stelle sei auch an die herrlichen Punkles erinnert, die Beatles-Songs in Punk

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ätte John Lennon gewusst, wofür "I Want You (She's So Heavy)" alles steht und was er befördert haben soll – es wäre ihm egal gewesen. Und manches klingt auch an den Haaren herbeigezogen. Zum Beispiel, dass der Song den Stoner Rock begründete. Gewagte Annahme. Und dass er den von Black Sabbath kreierten Doom Metal vorwegnahm – nicht minder mutig interpretiert. Allerdings ist ein von dem Magazin „Guitar World" 2015 initiiertes Ranking ganz interessant. Es nannte sich „The 50 Heaviest Songs Before Black Sabbath". "I Want You" gehörte dazu. Und nimmt man diese Liste halbwegs ernst, ist dem zuzustimmen. Die Schwere ist beispiellos, die Gitarre von schleppender Virtuosität. Der der Gitarrenmelodie folgende Gesang von John Lennon hat eine böse Nuance, wenngleich es ja um die Liebe zu Yoko Ono ging. Und die zahlreichen durchaus gewagten Rhythmuswechsel halten eine enorme Spannung aufrecht. Die gesamten fast acht Minuten. Rezensenten, die dem aus ein paar Zeilen bestehenden Text mit Hochmut begegneten, lachte John Lennon aus. Es sei pure Leidenschaft, jemandem so etwas entgegenzuschreien: Ich will dich, ich will dich so sehr. Sie ist so toll, ich will dich.

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ichtig ins Rollen kam "I Want You" bei den Beatles-Coverversionen erst in den 90er Jahren. Während nämlich die Beatles den Song wegen seiner ungewöhnlichen Art liebten, stand sie anderen Musikern für eine Eigeninterpretation oft im Wege. Man konnte es sich natürlich einfach machen und der Nummer einfach einen durchgehenden Disco-Beat unterlegen und sie für den Dancefloor trällern – wie es Ann C. Sheridan 1976 für eine Single getan hat. Interessant ist das allemal. Um ein Vielfaches abgefahrener, besser und wertvoller ist die Metalversion der Technical-Thrash-Formation Coroner aus der Schweiz. Die holzten eine wirklich starke Interpretation für ihr Album MENTAL VORTEX (1991) ein. Zwei Jahre später meisterte Alvin Lee auf NINETEENNINETYFOUR die Herausforderung, indem er dem Original sehr nahe kam, ihm aber seine Lässigkeit in Gesang und Gitarrenspiel spendierte. Erwähnung finden sollte auch das Beatles-Medley der amerikanischen Gothic-Doom-Metal-Band Type O Negative. Was die anpackten, wurde entweder skandalös oder sensationell. Im Falle von "Day Tripper/If I Needed Someone/I Want You" sind Type O einfach groß. Dass vor allem härter ausgerichtete Gruppen den Song für sich entdeckten, spricht für seine Heaviness. So packten auch Halestorm für REANIMATE: THE COVERS EP (2011) zu. Ein ganz hervorragendes Cover gelang der Prog-Rock-Band Umphrey's McGee für THE LONDON SESSIONS (2015).

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achdem "I Want You" mit seinem abrupten Ende als letzter Song der A-Seite für einen Schreckmoment gesorgt hatte, begann die zweite LPSeite mit der zweiten Harrison-Komposition "Here Comes The Sun" sehr versöhnlich. Geschrieben hatte George Harrison das Lied im Garten von Eric Clapton in einem Gefühl des Befreitseins. Befreit von geschäftlichen Dingen, die tagtäglich auf die Beatles-Mitglieder einstürmGoodTimes 5/2019

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ten. In diesen paar Minuten zwischen Grün und unter der Sonne war Harrison leicht geworden. Und ebenso leicht geriet "Here Comes The Sun". Ein kleines bisschen Glam Rock verriet die Version von Paul Monday bereits ein paar Wochen nach der Veröffentlichung des Originals auf ABBEY ROAD. Monday brachte im Oktober 1969 die Harrison-Perle als Single heraus – und wurde wenig später als Gary Glitter weltberühmt. Richie Havens verpasste dem Song seine ty-

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umwandelten. Sie machten auf FOR SALE 2006 aus "Octopus's Garden" eine smarte Rennfahrt, die wunderbar zu den Ramones gepasst hätte.

pisch stürmische Art, die die sanfte Weise ein bisschen zum Kampflied werden ließ (ALARM CLOCK, 1971). Einen pumpenden Reggae machten daraus im selben Jahr Peter Tosh & The Wailers für eine 45er. Auf der Höhe ihrer Popularität boten Steve Harley & Cockney Rebel eine stramme Version dar (LOVE'S A PRIMA DONNA, 1976). 1980 erschien das Album FLAMING SCHOOLGIRLS, das bisher unveröffentlichte Outtakes der Runaways beinhaltete. Darunter auch "Here Comes The Sun" als 1977 aufgenommene Pianoballade mit MoogUntermalung. Für Beatles-Fans interessant: "Strawberry Fields" coverten die wilden Mädchen ebenfalls. Womack & Womack schufen auf RADIO M.U.S.C. MAN (1985) eine EasyListening-Variante für alle Warteräume und Fahrstühle der Welt.

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s geht natürlich auch anders: Die amerikanische Ska-Punk-Band Voodoo Glow Skulls brannte eine rüde Version in ihre Debüt-CD WHO IS? THIS IS. (1994). Die Pockets hielten 1997 "Here Comes The Sun" ebenfalls für Punk und spielten den Song im Stil von Green Day für ihre Scheibe POCKETS ein. Und wo man glaubt, die krasseste Interpretation zu finden, da wird es am zartesten: Riot – eine amerikanische PowerMetal-Band – packte eine auf Akustikgitarre basierende Instrumentalversion inklusive Streicherschmalz an das Ende ihres Albums THROUGH THE STORM von 2002. Da hielt Nick Cave im selben Jahr auf I AM SAM (EUROPEAN EDITION) schon eher, was er einst mit "In The Ghetto" von Elvis Presley versprochen hatte. Seine Version ist launisch, ein bisschen phlegmatisch. Aber sehr direkt. 2003 erschien mit SONGS FROM THE MATERIAL WORLD ein Tribute-Sampler für George Harrison, der ein polterndes "Here Comes The Sun" von John Entwistle enthält. Da klingen nicht nur Sound und Arrangement nach The Who – die Stimme von Mark Clarke (unter

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anderem Colosseum und Tempest) hat bei dieser Aufnahme von 2001 sogar ein wenig von Roger Daltrey. Die bezaubernde Charlie Dore (sie hatte 1979 mit "Pilot Of The Airwaves" einen Riesenhit) gab dem Lied 2009 für die Kompilation ABBEY ROAD NOW! ein schwüles Hawaii-Feeling. 2011 vergriffen sich die damals noch sagenumwobenen Ghost an

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m Ende hatten wir den Einfall, ein Medley aus allen Stücken zusammenzustellen und die B-Seite als eine Art Oper aufzubauen – das war toll", sinnierte Paul McCartney über die ineinanderlaufenden Songs "You Never Give Me Your Money", "Sun King", "Mean Mr. Mustard", "Polythene Pam", "She Came In Through The Bathroom Window", "Golden Slumbers", "Carry That Weight" und "The End". „So fanden wir eine wunderbare Verwendung für unvollendete Lieder." John Lennon war ebenfalls angetan von der Methode, buchstäblich herumliegende Schnipsel, die sich ganz gut anhörten, einer Verwendung zuzuführen. Das hatte definitiv etwas von Kehraus.

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urios ist, dass es genügt, wenn die Beatles eine musikalische Idee unters Volk werfen, damit dieses daraus vollwertige Songs bastelt. Oder anders: Selbst Fragmente aus der Songschmiede der Beatles haben so viel Qualität, dass andere Musiker sie spielen wollen.

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uch wenn "You Never Give Me Your Money" mit seinen etwas über vier Minuten Vollständigkeit suggeriert, handelt es sich bei ihm bereits um ein Medley im Medley. Das Stück hat keine typische Struktur und wird irgendwann einfach ausgeblendet. "Sun King" beginnt irgendwie wie "Albatros" von Fleetwood Mac, "Mean Mr. Mustard" ist die erste Strophe eines Liedes ohne Refrain, "Polythene Pam" funktioniert auch in 1:13 Minuten als Rock'n'Roll-Quickie, "Bathroom Window" ist das vermutlich beste Fragment dieser Suppe, "Golden Slumbers" hätte mit "Carry That Weight" dem hymnischen "Hey Jude" als Ballade Konkurrenz machen können, und "The End" beinhaltet endlich jenes Schlagzeugsolo, das Ringo Starr nie spielen wollte. Das sind irre 16 Minuten. © Pressefoto

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dem Beatles-Stück. Logisch, dass es bei den Schweden düster und bedrohlich klingt. Zu hören bekamen die Version der Gothic-Metaller damals aber nur die Japaner als Bonustrack.

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uf JAZZ MEETS BLUES … WENN ZWEI SICH VERLIEBEN singt der unsägliche Daniel Küblböck mit einer Band im Rücken eine leicht angejazzte Version. Das sollte den einstigen DSDS-Kandidaten auf dem Weg zum Anspruch präsentieren, offenbarte allerdings, dass er weder das Original verstanden noch was mit Jazz oder Blues am Hut hatte. Richtig interessant ist hingegen der Reggae von Randy Bachman von 2018, den er für seine Platte BY GEORGE BY BACHMAN einspielte. Eigenwillig, aber gut.

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uf Beethovens "Mondscheinsonate" basierend, schrieb John Lennon "Because". Nach seinen Aussagen habe Yoko Ono das klassische Stück auf dem Klavier gespielt, was Lennons Aufmerksamkeit erregte. Er soll sie gebeten haben, das Ganze rückwärts zu spielen. Daraus sei dann schließlich der Song entstanden. George Harrison gab sich schwer beeindruckt, da Lennon in seinen Kompositionen eher Sanftheit vermied, und bezeichnete "Because" als beste Nummer des gesamten Albums. Die Gesangsharmonien seien wegen der durchaus komplizierten Melodie ziemlich schwer einzusingen gewesen. Paul McCartney traute dem Frieden nicht und ließ später durchblicken, er hätte wetten können, dass Yoko Ono einen wesentlichen Teil des Liedes mitgeschrieben habe.

n dieser Stelle seien einmal die schrulligen Beatallica erwähnt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Beatles-Songs mit MetallicaStücken zu verbinden. Dafür hat die Band ganze Alben in ihren Katalog übernommen. Aus ABBEY ROAD wurde zum Beispiel ABBEY LOAD (2013). Und hier verband die Gruppe "You Never …" mit "My Friend Of Misery" von METALLICA und "Sun King" mit "King Nothing" von LOAD. Der Jazzpianist Brian Browne, der sich schon mehrfach dem Schaffen der Liverpooler Gruppe gewidmet hat, gibt auf BEAT­LES (1988) "Mean Mr. Mustard" zum Besten, der brasilianische Gitarrist Bola Sete verlieh "Polythene Pam" eine ganz spezielle Note (SHEBABA, 1971), "Bathroom Window" entdeckten Joe Cocker, Ike & Tina Turner, José Feliciano oder Eddie Money für sich, und die völlig abgedrehten Dread Zeppelin (eine Mischung aus dem Las-Vegas-Elvis-Presley und Led Zeppelin auf Reggae) interpretierten "Golden Slumbers", "Carry That Weight" und "The End" auf eine derart hinreißende Weise, dass man sich mit dem Schaffen der US-amerikanischen Band gern näher beschäftigen möchte (THE FUN SESSIONS – TORTELVIS SINGS THE CLASSICS, 1996).

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er Majesty" ist mit 23 Sekunden der kürzeste Song im Beatles-Katalog, sollte zum Medley gehören, wurde am Ende aber auf der Platte nicht einmal gelistet. Damit wurde – als hätten die Beatles nicht schon genug Pioniertaten auf sich vereint – "Her Majesty" der erste Hidden Track in der Rockgeschichte. Aber auch daran kamen einige Musiker nicht vorbei: Chumbawamba veröffentlichten ihr Cover als 1:48-Minuten-Lied 2002 sogar als Single – und klangen dabei wie die Beatles.

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iele große Namen sind unter den zahlreichen Cover­ künstlern nicht zu finden. Aber wenn sich für den berüchtigten SGT. PEPPER'S-Sountrack die Bee Gees und Alice Cooper zusammentaten, hätte nicht zwangsläufig diese bemühte Version herauskommen müssen, wie sie 1978 zu hören war. Ansonsten nahmen sich des Titels viele Vokalgruppen (unter anderem The Buffoons, 1977; The Nylons, 1994), PopKlassik-Formationen (zum Beispiel Trio Rococo, 1994) oder Jazzmusiker an (Barry Coates, 1989; Mike Westbrook, 1990). Seite

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as Cover-Artwork von ABBEY ROAD fand eine ähnlich weit verbreitete Nachahmung wie die Songs des Albums. Es existieren hintersinnige Ehrerbietungen, gelungene Parodien, alberne Verballhornungen oder Interpretationen. Das ist aber schon wieder ein Thema für sich.

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Foto: © Daniel Burdett

Ganz nah dran!

Die niederländische Beatles-Coverband The Analogues nahm ABBEY ROAD live auf. Am Originalschauplatz, in den Abbey Road Studios zu London. Dort kamen sie dem letzten Meisterwerk der Beatles so nah wie möglich. GoodTimes-Mitarbeiter Lothar Brandt war dabei.

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ie Umschreibung ist so trocken wie treffend: „Analog" definiert der Fremdwörter-Duden als „einem anderen, Vergleichbaren entsprechend". Und tatsächlich entspricht das, was The Analogues aus den Niederlanden auf die Beine stellen, so weit wie nur möglich ihren Vorbildern, den Beatles. Musikalisch zumindest. Denn auf optischen Firlefanz wie gleicher Look wie die ohnehin auch hier sehr wandlungsfähigen Fab Four verzichten die sowieso schon mal fünf reiferen Herren, die die Kerntruppe bilden, wohlweislich.

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hr Ehrgeiz gilt vor allem dem Spätwerk der Liverpooler Wunderkinder, das diese wegen zunehmender Komplexität und eingeschränkter Bühnentechnik ohnehin nicht mehr live aufgeführt haben. So brachten The Analogues bereits SGT. PEPPER’S ­LONELY HEARTS CLUB BAND, MAGICAL MISTERY TOUR und das WHITE ALBUM (gibt es auch auf LP und CD) auf die Bühne. In ihrer Heimat auch schon mal vor 12.000 Zuschauern, in Deutschland in etwas kleineren, aber stets ausverkaufen Venues. Der Autor, in Sachen Beatles höchst sensibel für Fehltritte aller Art, ging jeweils restlos begeistert aus den Konzerten. Und Seite

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war daher gespannt wie der sprichwörtliche Flitzebogen, wie denn die überfliegenden Holländer das letzte gemeinsame Werk der Beatles, ABBEY ROAD, hinbekommen würden.

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azu hatte die Truppe geladen in 3 Abbey Rd, St. John’s Wood, London NW8 9AY. Das ist die Adresse der Abbey Road Studios, wo die Beatles die meisten ihrer Singles und LPs aufgenommen haben, vorwiegend in Studio 2. Die geladenen Gäste betreten somit heiligen Boden, zu dem natürlich vor dem umlagerten Komplex auch der berühmteste Zebrastreifen der Welt gehört, über den die größte Band der Welt für das Cover von ABBEY ROAD dereinst im Gänsemarsch lustwandelte. The Analogues treten freilich im Studio 1 auf, hier ist mehr Platz für die rund 200 Zuschauer pro Konzert. Denn nicht weniger als dreimal spielt die Band das komplette Album am Stück durch, im Gegensatz zu ihren Tourkonzerten nicht von den üblichen AnBlick in den Kontrollraum, wo einst die Aufnahmen aus Studio 2 abgemischt wurden ekdoten und Erläuterungen zu den Songs unterbrochen. Denn die Konzerte werden mitgeschnitten als Grundlage für THE ANALOGUES, ABBEY ROAD RELIVED:­das neue Album, das – wie auch Apple/Universals remasterte Neufassung des Originals – pünktlich zum 50-jährigen Jahrestag der Veröffentlichung von ABBEY ROAD am 26. September 1969 zu haben sein soll.

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eder Musiker weiß, was das für ein Stress ist, alles live und vor Publikum so genau auf den Punkt und auf Band/Festplatte zu bringen, wie es im

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Soundaspekte kümmert, und Diederik Nomden, der in teils mühevoller Kleinarbeit die Noten einrichtet. „Na klar haben wir alle einen professionellen Hintergrund, ich verdiente meine Brötchen so ab 1995 als Studiomusiker" erläutert Multi-Instrumentalist Nomden, der auch viele der Leadvocals übernimmt. „Aber natürlich waren wir alle schon als Teenager Beatles-Fans."

Übungsraum erarbeitet wurde. Und das dreimal hintereinander. Der Autor hat die Ehre, dem dritten Konzert beizuwohnen. Und wieder kommt er aus dem Staunen nicht heraus. Die Drumläufe bei "Come Together", das Basssolo bei "I Want You", die Vokalsätze bei "Because", die schnittgenaue Abfolge des Medleys – alles sitzt nahezu perfekt. Analogues-Gründer, -Master­ mind, -Chefvermarkter und -Drummer Fred Gehring bestätigte denn auch, „dass wir für jeden Titel die beste Performance aus den drei Konzerten nehmen werden, doch das letzte war über alles gesehen das beste".

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ir touren sehr viel, aber es gibt natürlich immer „ wieder auch Pausen", wie der Deutsche Christof May erzählt, der im Bläsersatz der Analogues beziehungsweise der von George Martin für die Beatles arrangierten Pustefixe Saxofone und Klarinette übernimmt. Er wurde vor fünf Jahren rekrutiert, nebst einigen Studienkollegen an holländischen Konservatorien, die sich in der Musicalszene ihre Sporen verdient hatten. Also auch hier keine Amateure am Werk, sondern wie dereinst in der Londoner Studioszene ausgebuffte Profis mit klassischem Rüstzeug. Das gilt natürlich auch für die im Falle ABBEY ROAD vier Streicher des „Orchestra", von denen jeder locker auch in einem Sinfonie-Orchester Dienst tun könnte und wohl zwischen den AnaloguesEngagements auch tut.

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ie gruppeninterne Entscheidungsfindung ist natürlich besonders wichtig beim Gesang. „Hier spielt neben der stimmlichen Eignung natürlich auch die Reihenfolge der Songs bei den Auftritten eine Rolle. Da müssen wir einfach pragmatisch entscheiden, um unsere Stimmen auch nicht kaputtzumachen." Und für die besonders anstrengenden Passagen des „loud McCartney" kommt inzwischen Gründungsmitglied Jan van der Mey wieder mit auf die Bühne, den eine Ohrenkrankheit leider eine Zeit lang ausknockte. Der zierliche Blondschopf macht das ganz hervorragend, aber „weil man mit 62 nicht mehr die Power eines 26-jährigen McCartney" hat, kommt noch ein zweiter Gastsänger hinzu, im Falle ABBEY ROAD der vergleichsweise blutjunge Merijn van Haren. Foto: © Daniel Burdett

er ehemalige Manager der Bekleidungsfirma Tommy Hilfiger begann, so die Legende, schon zu seinen Zeiten dort, in der Betriebskantine, BeatlesKonzerte zu veranstalten. Nach seinem Ausscheiden bei den Klamottenschneidern stellte der einzige Amateurmusiker der Analogues, ausgestattet mit dem nötigen Kleingeld und der idealistischen Chuzpe, diese komplett auf professionelle Beine. Sein Marketinggenie half dabei natürlich. Allein die drei Trucks, bedruckt mit den Motiven von SGT. PEPPER, WHITE ALBUM und jetzt ABBEY ROAD fahren unbezahlbare Werbung in den Innenstädten, wo die Band auftritt. Kein Wunder, dass auch quantitativ das Livepensum längst dem einer „normalen" Rockband entspricht.

Foto: © Daniel Burdett

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erühmt und in Fachkreisen hochverehrt sind die Analogues neben ihrer technischen Fähigkeiten vor allem auch für die wunderbaren Instrumente, auf denen sie diese ausüben. „Bart ist ein Meister darin, zeitgenössisches Equipment aufzutreiben, zum Beispiel das Cembalo für 'Because'." Freilich gibt es Grenzen: „Wir geben nicht 80.000 Dollar für eine Schrottgitarre aus, nur weil sie ein Beatle mal gespielt hat. Dann kaufe ich lieber eine andere Schrottgitarre, aber nicht so teuer" lacht er. Die Akribie in der möglichst originalen Soundrekonstruktion führt dann schon auch zu langen Debatten, etwa wenn die Quellen keinen Aufschluss darüber geben, ob Paul McCartney in einem bestimmten Stück seinen neuen Rickenbacker oder den alten Höfner-Bass gespielt hat. Denn manchmal hilft selbst das Standardwerk „The Beatles Gear" von Andy Babiuk oder das allwissende Internet nicht weiter. „Aber irgendwann entscheiden wir."

Diederik Nomden mit GoodTimes-Mitarbeiter Lothar Brandt am Morgen danach" "

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ur an einer Stelle endet die Analogie. Im Gegensatz zu den Beatles, die ABBEY ROAD noch auf aus heutiger Sicht antikem Analogequipment aufgenommen haben, fuhren The Analogues die Produktion auf 120 Digitalkanälen auf modernster Digitalmaschinerie, wie sie die Abbey Road Studios natürlich auch bieten (der Autor sichtete jedoch noch jede Menge Vintage-Equipment auf den Fluren). Macht aber nix, schließlich wollten die Beatles auch immer das Beste vom Besten und das Neueste vom Neuesten.

The Analogues live mit Streichern und Bläsern im legendären Studio 1 der Abbey Road Studios: v. l. Diederik Nomden (g, keys, voc), Felix Maginn (g, voc), Bart van Poppel (b, keys, voc), Fred Gehring (dr, voc), Jac Bico (g, voc)

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as Live-Ereignis bekommt natürlich auch das deutsche Publikum auf der Tour im Herbst 2020 geboten, dort koppeln The Analogues ABBEY ROAD mit dem vorher aufgenommen, aber später veröffentlichten LET IT BE. Was aber kommt als Nächstes? Beim Konzert in Abbey Road gab die Band die Zugaben in Studio 2, darunter einige Songs aus REVOLVER. Na, und dieses Jahrhundertalbum hat doch 2021 dann 55-jähriges Jubiläum, Mijnheer Gehring? Der Meister antwortet diplomatisch: „Wir haben das schon mal 2015 gespielt und werden das sicher wieder tun. Großartiges Album." Da kommen die Analogues sicher auch ganz nah dran.

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nd da wird nicht einfach nach Gehör drauflos gespielt. Die Analogues haben zwei Musical Directors. Die Gründungsmitglieder Bart van Poppel, der sich mehr um GoodTimes 5/2019

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ALBUM COVER ART GALERIE #21

Wunder- FLEETWOOD MAC tüt e n

THEN PLAY ON

Von Horst Berner

Mit dem rasanten Aufstieg der CD ab den 1980er Jahren und den anschließenden Online-Musikdiensten drohte der guten alten Schallplatte das Aus. Doch Vinyl erlebt seit Jahren ein Revival. Viele Neuheiten sind ebenfalls als LP zu haben, ganz zu schweigen von der Flut an Repros mit Oldie-Material. Diese Entwicklung setzte nicht nur eine Debatte über die Sinnlichkeit analogen Musikhörens in Gang, der Blick fällt auch wieder auf die "Wundertüten", in denen die schwarzen Scheiben stecken: kunstvoll gestaltete großformatige Albumhüllen. Ausgewählte Beispiele erläutert diese Serie.

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enige Phasen in Pop und Rock waren so innovationsfreudig und prägend wie die der ausgehenden 1960er und beginnenden 1970er Jahre. Im Rückblick erstaunt es stets aufs Neue, welche epochalen LPs – aufgenommen von großartigen Bands – in diesem Zeitraum entstanden sind. Das reichte von A wie ABBEY ROAD von den Beatles bis zu Z wie ZABRISKIE POINT mit Musik von diversen Künstlern (u.a. Jerry Garcia und Pink Floyd) zur gleichnamigen filmischen Antonioni-Hommage an die Hippie-Bewegung. Dazwischen, in der fast unüberschaubaren Menge an Titeln, reihte sich unter dem Buchstaben T die Großtat von Fleetwood Mac ein: THEN PLAY ON.

1968 galten Fleetwood Mac als eine der dominierenden Gruppen des britischen Blues Rock – ähnlich den musikalischen Rivalen Bluesbreakers (für die Fleetwood, Green und McVie anfangs gespielt hatten) oder Chicken Shack (mit Chris­t ine Perfect [1943]; von 1968 bis 1977 mit McVie verheiratet und ab 1970 Mitglied bei Fleetwood Mac). Auf der Habenseite verbuchte die anfangs als Peter Green’s Fleetwood Mac Featuring Jeremy Spencer angetretene Combo zu diesem Zeitpunkt zwei bei Blue Horizon erschienene LPs, FLEETWOOD MAC (Februar 1968) und MR. WONDERFUL (September 1968), die in der UK-TopTen bis auf Platz 4 beziehungsweise 10 geklettert waren. Dazu kamen noch im selben Jahr mit "Black Magic Woman" (1970 ein Knaller in der Version von Santana), "Need Your Love So Bad" und "Albatross" drei Singles, die ihrerseits zu Erfolgen wurden. Der letztgenannte, am 22. November 1968 veröffentlichte Titel – ein von Green komponiertes, filigran strukturiertes Instrumentalstück, bei dem Kirwan erstmals als dritter Gitarrist agierte und das die Beatles zu "Sun King" auf ABBEY ROAD anregte –, stand 6-CD-Box FLEETWOOD am 10. Dezember sogar MAC (1999) mit allen Aufan der Spitze der Charts. nahmen für Blue Horizon

Kaum weniger eindrucksvoll geriet mit einem Platz 2 die am 3. April 1969 vom Label Immediate herausgebrachte Scheibe "Man Of The World", die "Somebody's Gonna Get Their Head Kicked Am 19. September 1969 veröffentlichte Reprise Records THEN PLAY ON (1969) In Tonite" auf der Rückseidas von Mick Fleetwood (1947; dr), Peter Green (1946; te hatte. Der von Spencer verfasste und gesungene g, voc), Danny Kirwan (1950–2018; g, voc) John McVie (1945; b) und JereRocker wurde der Band Earl Vince & The Valiants my Spencer (1948; g, voc) eingespielte Album, das von Martin Birch (1948) in zugeschrieben, wohinter sich freilich Fleetwood den Londoner Studios von CBS und De Lane Lea tontechnisch betreut wurde. Mac verbargen. Diese Splittung in Greens innoWährend die UK-Erstpressung wie auch deren hiesige Lizenzausgabe bei Teldec vatives Songwriting abseits 14 Titel mit einer für Vinylscheivom Standard-Blues-Schema ben respektablen Laufzeit von und in Spencers Blues- und knapp 54 Minuten bot, umfasste Rock’n’Roll-Hommagen mit pardie US-Edition nur zwölf, da es odistischer Note war sympto- "Albatross" – britische dort die Kirwan-Titel "One Sunny Single von 1968 matisch für die Band in dieser Day" und "Without You" bereits Phase. Das spiegelte sich nicht nur wider in den Konzerten im Januar 1969 auf dem Sampler (die Kult-Status genossen, wie alle bestätigen werden, die ENGLISH ROSE zu hören gab. Ab die frühe Fünf-Mann-Formation je live erlebt haben), son1970 sollte es dann noch kondern auch bei den Sessions fuser werden: Bedingt durch den zu THEN PLAY ON. Green, Triumph von "Oh Well" wurde der Spencers musikalischer der auf Single in einen 3:28 und Retro-Neigung zunehmend 5:40 Minuten langen Part I und kritisch gegenüberstand, II gegliederte Song in den Staasich als alleiniger Komponist ten anstelle von "When You Say" aber gleichwohl überfordert und "My Dream" auf die LP gefühlte (und obendrein in seinommen und bei der Gelegenheit nen Liedtexten erste menauch noch die Abfolge der Titel tale Probleme andeutete), verändert. Für die kommenden fand schließlich in Kirwan Jahrzehnte wurde diese Kompi"Man Of The World" – Fleetwood Mac, v.l.: Fleetwood, Spencer, Green, Kirwan, McVie die erhoffte Unterstützung. deutsche Single von 1969 lation zur Standardausgabe. Seite

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THEN PLAY ON

Nicht weniger als siehaben auch die Armfield-Erben, die gegen ben Tracks von THEN die Verwendung der Malerei Klage erhoPLAY ON stammten aus ben, was dazu führte, dass die LP 1970 Seite 1: Kirwans Feder, während im UK kurzzeitig in einer schwarzen Hülle 1. "Coming Your Way" (3:47) Spencer sich praktisch mit Minimalinfos in weißer Typo erschie2. "Closing My Eyes" (4:50) kaum an den Aufnahmen nen ist. Jedoch konnte diese Kontroverse 3. "Fighting For Madge" (2:45) beteiligt hatte. Dennoch rasch beigelegt werden. Kleine Anekdote: 4. "When You Say" (4:22) spielte er fünf Songs – Heute befindet sich das Bild im Besitz des 5. "Show-Biz Blues" (3:50) "Jeremy's Contribution Drummers. 6. "Under Way" (3:06) To Doo-Wop”, "Every7. "One Sunny Day" (3:12) day I Have The Blues”, Am 24. Januar 1970 wurden Fleetwood Seite 2: THE VAUDEVILLE YEARS (1998) "Death­Bells”, "(Watch Mac von den Lesern des „New Musical Ex8. "Although The Sun Is Shining" (2:31) Out For Yourself) Mr. Jones” und "Man Of Action” – für eine press" zur besten britischen Bluesgruppe 9. "Rattlesnake Shake" (3:32) mit "The Milton Schlitz Show" betitelte EP ein, die als Beilage des Jahres 1969 gewählt, und auch in eini10. "Without You" (4:34) zum Album geplant war. Die teils recht fies geratenen Parogen anderen Kategorien belegte die Band, 11. "Searching For Madge" (6:56) dien auf Ricky Dean, Alexis Korner, Lightnin’ Hopkins, die nach den Beatles und Rolling Stones, vor12. "My Dream" (3:30) fiktive Psychedelic-Rock-Band The Orange Electric Squitters dere Ränge. Das war einerseits eine Folge 13. "Like Crying" (2:21) (wohl eine Anspielung auf The Electric Prunes) und John Mader Erfolgs-LP THEN PLAY ON, anderer14. "Before The Beginning" (3:28) yall wurden aber letztlich von der Plattenfirma abgewiesen. seits des Single-Krachers "Oh Well" – am 4. Track 1, 4, 7, 8, 10, 12, 13: Danny Kirwan; Zu Gehör bekamen Fans sie erst 1998 auf der von Receiver Track 2, 5, 6, 9, 14: Peter Green; Track 3: Mick Fleetwood; Oktober 1969 ein Platz 2 in den UK-Charts. Track 11: John McVie Records aufgelegten Doppel-CD THE VAUDEVILLE YEARS, Als sich der Ruhm dann aber mit unsägdie auch einige bis dahin unveröffentlichte Aufnahmen für THEN PLAY ON lichen Drinks und Drogen mischte, hielt aber auch die Paranoia Einzug ins präsentierte, darunter die "Madge Sessions" in voller Länge. Bandgefüge. Nach Erscheinen von "The Green Manalishi (With The Two-Prong Crown)” am 23. Mai 1970, dauerte es nicht mehr lange, bis Green ausstieg. Das Fleetwood Macs dritte LP, am 4. Oktober 1969 in den UK-Charts auf Platz 6, Roundhouse-Konzert in London, fünf Tage später, steht für seine letzte offiziklang so abwechslungsreich wie kohärent und betörte mit swingenden Latinoelle Performance mit Fleetwood Mac. Green, vom Musikbusiness angewidert, Rhythmen ("Coming Your stellte seine erheblichen Way"), wunderbaren BalEinnahmen in Frage. Zudem laden ("Closing My Eyes", hatte der hemmungslose "When You Say", "Although LSD-Konsum (ähnlich wie The Sun Is Shining", „With­ bei Brian Wilson von den out You"), rollenden JamBeach Boys) tiefgreifende sessions ("Fighting For Folgen auf seine Psyche, Madge", "Searching For bis hin zur diagnostizierten Madge"), versonnenem Schizophrenie. Fatal, dass Blues ("Show-Biz Blues”, Spencer Anfang 1971 und Außen- und Innenhülle von THEN PLAY ON "Like Crying”, "Before The Beginning"), Kirwan Ende 1972 ebenfalls innerlich gebrochen waren; der eine suchte sein reizvollen Instrumentals ("Under Way”, Heil in der Sekte Children Of God, der andere rutschte bis in die Obdachlosigkeit "My Dream"), donnerndem Blues Rock ab. Einzig Fleetwood und McVie ("One Sunny Day”, "Rattlesnake Shake"). hielten die nach ihnen benannte Die Arrangements der Stücke mit ihren Band, für die bis heute nahezu ätherisch ineinander verwobenen Gitar20 Musiker aktiv waren, über alle rensalven über pulsierenden Bassläufen Krisen und Probleme hinweg am und treibenden Drumgrooves tönten Laufen. Und das mit dem allseits entschieden neu und waren stilistisch anbekannten Ergebnis: Ihre elfte spruchsvoll. Ähnlich exquisit wie die MuEinspielung, die Pop-orientierte sik fiel die von Terence Ibbott designte LP RUMOURS von 1977, verkaufte "Oh Well" – deutsche Single von 1969 Verpackung von THEN PLAY ON aus. Das bisher über 40 Millionen Exemfing an mit dem bei William Shakespeare plare weltweit, ist damit eines der am meisten verkauften Musikalben aller geborgten Titel aus der Komödie „Twelfth Zeiten und machte die Bandmitglieder zu Superstars. Night Or What You Will" / Letzte Bemerkung: Mit der Armfield-Reproduktion „D reikönigs­ Armfield-Selbstportrait von 1901 auf dem Cover gehört THEN PLAY ON in die Reihe abend oder Was ihr wollt", wo Orsino, der Herzog der Alben, für deren Gestaltung klassische Malevon Illyrien, gleich im ersten Satz bekundet: „If reien herangezogen wurden. Weitere denkbare Beimusic be the food of love, play on” / „Wenn Muspiele aus dem Jahr 1969 sind The Jeff Beck Groups sik die Nahrung der Liebe ist, so spielt fort." ErBECK-OLA mit „Der Hörraum" von René Magritte lesen war auch das äußere Gatefold-Cover mit der sowie die selbst betitelten LPs DEEP PURPLE mit Reproduktion einer Arbeit einem Ausschnitt aus „Der Ganz in Schwarz: des englischen Künstlers Garten der Lüste" von "The Green Manalishi", THEN PLAY ON Maxwell Ashby Armfield Hieronymus Bosch und deutsche Single von 1970 (1881–1972). Beeinflusst von der sogenannten ArtsMOTT THE HOOPLE mit den „Reptilien" von M.C. And-Crafts-Bewegung, die als ein Wegbereiter für Escher. Fleetwood Mac setzten auf diese Form der den Jugendstil gilt, idealisierte er in seinem Werk Produktverpackung 1987 noch einmal für TANGO­IN die dekorativ geschwungene Linie, den flächenhaft- Rhinos authentische LP-Neuauflage von 2015 THE NIGHT. „Hommage an Henri Rousseau" widmete floralen Dekor sowie die pure Farbenpracht. Das Wand- mit dem UK-Original-Tracklisting; deren CD der australische Künstler Brett-Livingston Strong dem von 2013 bietet die Singles "Oh Well" und bild vom zurückblickenden nackten Reiter auf einem französischen Maler der Naiven Kunst, dessen Bild "The Green Manalishi" als Bonus. vorwärts galoppierenden Schimmel – einst für die Aus„Die Schlangenbeschwörerin" er neu interpretierte. Urschmückung eines Esszimmers in einer Villa entstanden, wie das Magazin „The sprünglich hing es in Strongs Haus – bis zum Kauf durch Lindsey Buckingham Countryside" bereits im Februar 1917 berichtete –, erregte die Aufmerksamkeit (1949), der 1975, zusammen mit Stevie Nicks (1948), bei Fleetwood Mac einvon Mick Fleetwood, der damit das Album ideal symbolisiert sah. Hingeschaut gestiegen war. GoodTimes 5/2019

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