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GoodTimes 2019-03

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Who • Searchers • Whitesnake • Steve Hillage • Led Zeppelin • Alan Parsons • Graham Nash • John Mayall • Gong

uber 200 CD/LP-

Kritiken

D:  6,50

• Schweiz CHF 12,00 • A • L • NL • I • B:  7,00 •

3/2019 (Nr. 160) • Juni/Juli • www.goodtimes-magazin.de

2000 Konzert-Termine uber

Popol Vuh • Nick Lowe • Rick Vito • Men At Work • Snowy White • Jeremy Spencer • Van Der Graaf Generator


EDITORIAL

IMPRESSUM Anschrift:

wird in uber 30 Ländern der Welt gelesen!

NikMa Verlag Fabian Leibfried Eberdinger Straße 37 71665 Vaihingen/Enz Tel.: 07042/37660-160 Fax: 07042/37660-188 E-Mail: goodtimes@nikma.de www.goodtimes-magazin.de www.facebook.com/goodtimesmagazin Herausgeber und Chefredakteur: Fabian Leibfried (fl) Mitarbeiter: Matthias Auer (ma), Jens-Uwe Berndt (jub), Horst Berner (hb),­ Marc Bloemeke (mb), Rüdiger Bloemeke, Lothar Brandt (lbr), Paul Breit­bach, Mathias Buck, Petra Czerny (pc), Heinz Dietz, Michael Fuchs-Gamböck (mfg), Hans-Jürgen Günther (hjg), Ralf Günther (rg), Christof Hammer (ch), Hartmut Hennig (Fotos), Christian Hentschel (che), Teddy ­Hoersch, Pauline Kingsbury (pk), Andreas Kötter (ak), Tino Krauter (tk), Willi Kuper (Fotos), ­Madita Leibfried (ml), Niklas Leibfried, A­ lexander Neumann (an), Helmut Ölschlegel (­ Fotos), Jörg Palitzsch (jp), Ralf G. Poppe (rgp), Sven R­ achner (sr), Philipp Roser (pro), Frank Schuster (frs), Ulrich Schwartz (us),­­Peter ­Seeger (p), Claudia Seeger-Wedeleit (csw), Christian Simon (cs), Björn Springorum (bsp), Alan Tepper (at), Claudia Tupeit (ct), Uli Twelker (utw), Thomas Wachter (tw), Frank Witzelmaier (fw)

Abonnements, Shop, Social Media: Andrea Leibfried, goodtimes@nikma.de Grafische Gestaltung: Kathleen Müller, grafik@nikma.de Andrea Zagmester, kult@nikma.de England-Korrespondent: Klaus Brotmann Amerika-Korrespondent: Eric Drolette Anzeigenverkauf: Petra Czerny, anzeigen@nikma.de Tel.: 07042/37660 -165 Vertrieb: IPS Pressevertrieb GmbH, Postfach 1211, 53334 Meckenheim Druck: Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG, Frankfurter Str. 168, 34121 Kassel Erscheinungsweise: 6 x jährlich Abonnement: Für 6 Ausgaben im Kalenderjahr Inland: € 36,00 Ausland: € 40,00 (Preise inkl. 7 % MwSt. und Porto) Copypreis: Einzelheft: € 6,50 (Preis inkl. 7 % MwSt.) Anzeigen: Für gewerbliche Anzeigen bitte Preisliste Nr. 17 (inkl. Mediadaten) anfordern. Kleinanzeigen: Zeilenpreise für Gewerbliche und Verkaufsanzeigen € 1,40; Zeilenpreise für Privatanzeigen (Kauf & Tausch) € 0,70 (jeweils inkl. 19% MwSt.) Für Kleinanzeigenbestellungen beachten Sie bitte die Hinweise auf dem Bestellschein im Heft. Anzeigenbuchungsschluss / Erstverkaufstag: 4/2019 = 05.07.2019 26.07.2019 5/2019 = 30.08.2019 20.09.2019 6/2019 = 01.11.2019 22.11.2019 Kontoverbindung: NikMa Verlag Kreissparkasse Ludwigsburg IBAN: DE38 6045 0050 0000 1082 94 BIC: SOLADES1LBG Paypal-Adresse: info@nikma.de Titelfoto: Lynyrd Skynyrd: © MCA Pressefoto

Liebe Leserinnen und Leser,

Juni/Juli 2019

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onträger sind – ähnlich wie einst die Dinosaurier – eine allmählich aussterbende Spezies. Selbst das vielbejubelte Comeback der Vinylscheibe weist eine erste Delle auf: Nach einem Vierteljahrhundert kontinuierlich nach oben gehender Verkaufszahlen war deren Absatz im vergangenen Jahr hierzulande leicht rückläufig. Unverändert großer Beliebtheit (auch als wichtigste Einnahmequelle für viele Künstler) erfreuen sich hingegen Konzerte. Was nachvollziehbar ist: Man erlebt als Fan nicht nur geschätzte Künstler mit ihren Songs, sondern hat auch ein Gefühl von Gemeinschaft. Live-Erlebnis und Austausch mit Gleichgesinnten, Abschalten vom Alltag, Eintauchen in Erinnerungen an die eigene Jugend mit Hilfe älter gewordener Acts, all das wird einem geboten. Dazu gehören vor allem im Sommer auch die Festivals – die ebenfalls in die Jahre gekommen sind. Unglaubliche 50 Jahre ist es beispielsweise her, dass Woodstock" über " die Bühne ging. Natürlich wird aus dem Jubiläum Kapital geschlagen, aber man kann auch als Musikliebhaber (und politisch interessierter Zeitgenosse) einen Blick zurückwerfen, sich angesichts der aktuellen politischen Turbulenzen weltweit an bessere " Zeiten" erinnern und sich vielleicht sogar Denkanstöße holen – manche Politiker sollen ja Rock- und Pop-Fans sein. Einige interessante Buchveröffentlichungen, vor allem aber Ausstellungen erinnern hierzulande in den nächsten Monaten an das Jahrhundertereignis auf dem Riesenacker von Bethel. Mehr dazu in dieser und der nächsten Ausgabe. Und dann gibt es in England livehaftige" Neuerungen, die vielleicht ja auch zu uns " herüberschwappen. Die zwar im Gewand von Storyteller-Abenden (Ray Davies, Randy Bachman) schon länger existieren; aber das Gemeinschaftserlebnis, die Einbeziehung des Publikums, spielt bei diesen Q & As", sprich Frage- und Antwortveranstaltungen " oder musikalischen Lesereisen, mittlerweile eine noch größere Rolle als bislang. Man frage nach bei Francis Rossi oder John Illsley ... Viel Spaß beim Schmökern wünscht Ihnen

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Fabian Leibfried Herausgeber/Chefredakteur

GoodTimes ist auf umweltfreundlichem, chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt! Weiterverwendung aller in GoodTimes erschienenen Artikel, Interviews, Discographien, Fotos, Rezensionen etc. nur mit der Zustimmung des Heraus­gebers gestattet. Gerichtsstand: Stuttgart

GoodTimes 3/2019

NEU: kult Nr. 20 jetzt erhältlich

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Music from the 60s to the 80s

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INHALT

22 Led Zeppelin

12 Titelstory

stories 12 Lynyrd Skynyrd

42 Rick Vito

18 The Who

43 Van Der Graaf Generator

20 David Coverdale (Whitesnake)

48 Das ist ja tiiiierisch!

21 Steve Hillage

52 Popol Vuh

22 Led Zeppelin (Teil 6)

53 Jimmie Vaughan

24 Alan Parsons

53 Melissa Etheridge

25 Snowy White

54 Unveröffentlichte Alben

26 Graham Nash

56 Wolfgang Dziony (Ex-Scorpions)

27 Gong

57 Bruce Hornsby

28 John Mayall

60 Searchers

29 Manu Lanvin

64 Hard Stuff

39 John Illsley

65 Waterboys

39 Glen Matlock

66 W-Fest – Interviews

40 Nick Lowe

71 Central Park

42 George Benson

114 Mass – Jane Comerford – The Dream Syndicate

Eine Geschichte voller Kontroversen und Tragik

Album Cover Art Galerie #19: Tommy

Der Titan-Mann ist wieder am Start

Hippietum gegen den Brexit

Aus Resignation und Einsamkeit wird Schwermetall

Alles Magie

Manchmal hat man einfach den Blues" "

Festivalauftritte als Jungbrunnen

Von Schönheit, Energie, Eskapismus

Immer weitermachen!

Zwischen Bluesman und Rocker

Der musikalische Phönix

Der Jack Lemmon des Rock

Pure Pop For Now People

Chuck Berry und Fats Domino waren die ersten Crossover-Stars

Die nächste Seite

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"

Es geht um die richtigen Noten, und die mit Gefühl!"

50 Jahre Anderssein

Tiere in Gruppennamen – Teil 7 Jenseits aller Stilrichtungen Blues ist gesünder als Football Neue Songs, die sich in die Gehörgänge schlängeln In der Versenkung verschwunden Spielt immer noch das Original-Ludwig-Set Mit dem Piano als Braut auf Abenteuerkurs Bye Bye – Sechzig Jahre Sechziger Jahre Die Supergroup, aus der keine wurde Für eine bunte Welt mit Action Nick Kershaw und Howard Jones Leise ist das neue Laut ... zuguterletzt

erscheint am 26. Juli 2019

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Music from the 60s to the 80s


Ausgabe Nr. 160, Juni/Juli 2019

Das ist ja tiiiierisch!

Die Exoten

18 The Who – Album Cover Art #19

20 Whitesnake

40 Nick Lowe

60 Searchers

48 Tiere in Gruppennamen

rezensionen rubriken

features

3 4 6 10 30 32 34 36 37 38 44 45 46 68 70 72 95 96 98 102 104 111 112 113

CD-Highlight Little Steven & The Disciples Of Soul Summer Of Sorcery

Box-Highlight Steve Miller Band Complete Albums Volume 2

Lynyrd Skynyrd Southern-Rock-Fans sind echte Undergrounder. Zumindest in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern. Wer sich diesem Genre verschrieben hat, kann nicht mal eben in den Plattenladen gehen und sich die neuesten Produktionen ­seiner Lieblingsbands zulegen. Von Konzerten ganz zu schweigen. ... weiter Seite 12

Sechzig Jahre Sechziger Jahre

Bye Bye

Searchers! ... weiter Seite 60

Teil 7

Vinyl Manfred Mann Radio Days: Live At The BBC Vol. 1–4

Buch-Highlights Woodstock Von Michael Lang Das entfesselte­ Jahrzehnt Von Jens Balzer

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Music from the 60s to the 80s

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Impressum/Editorial Inhalt Aktuelles – Neues aus der Szene Verstorbene Shop Abo-Bestellschein Kleinanzeigen GoodTimes-Tipp: Jon Bryant GoodTimes-Newcomer: San2 • Steve Rodgers Kolumne Christian Simon #41: Elton John – Teil 2 Was macht eigentlich …? Jeremy Spencer History Pics Charts Runde Geburtstage Gedenktage CD/Vinyl-Rezensionen DVD/Blu-ray-Rezensionen Buch-Rezensionen Konzertberichte: John Mayall • The Analogues • Gilbert O’Sullivan • Rother Bluestage • Steve Hackett Tourneen & Festivals Konzertkalender Kreuzverhör: Colin Hay (Men At Work) Kreuzworträtsel + Verlosung Leserbriefe


NEWS

Nichts ist bei Bonfire beständiger als gediegener melodischer Hard Rock mit Metal-Elementen – und der Wechsel der Plattenfirma. Die Ingolstädter um Bandleader und Gitarrist Hans Ziller als letztem verbliebenen Gründungsmitglied, bringen demnächst auf CD, DVD und weiteren Formaten LIVE ON HOLY GROUND heraus, den Mitschnitt ihres Auftritts beim ­Wacken Open Air 2018. Zu hören und sehen gibt es unter anderem die Klassiker der 1972 als Cacumen gegründeten Band, wie "Ready 4 Reaction", "Sweet Obsession", "SDI" und "American Nights", aber auch eine schon lange auf der Setlist stehende Version von "Locomotive Breath"+++ Nach der Tour ist vor der Tour: Unmittelbar nach der zehnten Auflage von „Rock Meets Classic" gab Veranstalter Manfred Hertlein bereits die ersten Acts für den März 2020 bekannt: Kult-Rocker Alice Anzeige

Bai Karmara kommt aus Sierra Leone, lebt aber schon seit vielen Jahren in der belgischen Metropole Brüssel. Mit seiner Band Voodoo Sniffers hat der westafrikanische Roots-Rocker sein neues Album SALONE eingespielt, das Anfang 2020 veröffentlicht werden soll. Dazu wird er seine Mixtur aus Blues, Rock, Folk, Voodoo, Swamp und Roots Music dann mittels einer Europa-Tournee live präsentieren+++

„PopStop – das Musikradio" – immer freitags zum Erscheinen unseres Heftes gibt es eine GoodTimes-Sondersendung (19 bis 20 Uhr), in der die neueste Ausgabe vorgestellt wird (die Sendung wird dann mehrfach wiederholt). „PopStop" sendet Musik­ titel mit Format – ohne formatierte Musikzusammenstellung+++

Die Anfangsjahre von Pop-Ikone Elton­ John sind in dem Film „Rocketman" nachzuerleben, dem laut seinen Machern ersten Movie über dessen ­ Verwandlung vom schüchternen Wunderkind zum Paradiesvogel und seinen Durchbruch in den 70er Jahren. Der Maestro höchstpersönlich wählte Taron Egerton („Kingsman: The Golden Circle", „Robin Hood") für die Hauptrolle aus, in der er den als Reginald Kenneth Dwight geborenen Musiker in jungen Jahren spielt. Dazu singt er auch alle Lieder im Film selbst. Regie führte Dexter Fletcher („Eddie The Eagle"), der zuletzt mit dem Oscar-prämierten „Bohemian Rhapsody" demonstrierte, dass Musikfilme durchaus heute noch Großes bewirken können. Das Drehbuch stammt von Lee Hall („Billy Elliot – I Will Dance"). Der Soundtrack ist am 24.5. erschienen+++

Wie angekündigt, sollen an dieser Stelle in loser Folge besondere Rocksendungen im frei empfänglichen deutschen Radio vorgestellt werden. Dazu zählt die dreistündige Sendung „Bayern 1 Classic Rock", die jeweils am Dienstag ab 20 Uhr ausgestrahlt wird. Das Programm stellt dabei nicht irgendein Computerprogramm zusammen, sondern Macher/Moderator­ Tom Glas höchstselbst. Schwerpunkt ist der Rock der 70er und 80er Jahre, „was natürlich auch die 60er oder aktuelle Bands wie Blackberry Smoke oder Temperance Movement einschließt", wie Glas Good­ Times wissen ließ. „Wichtig sind mir auch immer bayerische Bands und Newcomer, die haben es ja heutzutage schwer, im Radio gespielt zu werden. Manchmal schaue ich zudem über den Rock-Tellerrand hinaus, da kann auch mal Johnny Cash oder Kate Bush laufen." Das Markenzeichen der Sendung ist, dass immer um 22.30 Uhr ein AC/DC-Titel über den Äther geht+++ Light Freedom Revival nennt sich ein mehr oder weniger loser Verbund von ProgRock-Größen um Billy Sherwood, Dylan Howe und Oliver Wakeman. Eines ihres jüngsten Projekte, das sie angekündigt haben, klingt gewagt: Gemeinsam mit dem kanadischen Sänger John Vehadija haben sie Taylor Swifts Single "Wildest Dreams" in Prog-Manier gecovert. „Ich wollte ein Arrangement liefern, das die Universen von Yes und Taylor Swift zusammenbringt und neue melodische Substanz hinzufügt", sagte Vehadija über das siebenminütige „Fun-Prog-Experiment". Dazu gibt es auch noch ein LFR-Album, das über deren Homepage lightfreedomrevival.com sowie digital bei iTunes und Amazon erhältlich sein wird. Außerdem kündigte die Formation „für irgendwann in der Zukunft" ein vier CDs umfassendes Jon-Anderson-Tribute-Boxset sowie ein Album mit ausschließlich eigenem neuen Material an+++

Als Paul Young mit seiner Band The Royal Family am 30. März 1985 auf die Bühne der Essener Grugahalle kam, war er auf dem Höhepunkt seiner Karriere, hatte sein Album NO PARLEZ alle Verkaufs-

Rock + Pop Memorabilia

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Erinnert sich noch jemand an Starry Eyed & Laughing, die britischen Folk-PubRocker, die als Antwort des UK auf die Byrds galten? Die Band um Tony Poole und Ross McGeeney war von 1973 bis 1976 aktiv, veröffentlichte zwei Alben und trat im „Rockpalast" auf, als der noch in

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Music from the 60s to the 80s

den Kinderschuhen steckte. Am 24.2.1976 waren die Americana-Vorläufer kurz vor ihrer Auflösung im Kölner WDR-Studio L zu erleben. Poole spielte wie Roger McGuinn eine zwölfsaitige Rickenbacker, mit "Chimes Of Freedom”, "You Ain't Goin' Nowhere” und "Mr. Tambourine Man” waren drei Byrds-Titel in der Setlist enthalten. Ende Juni wird der Mitschnitt der Show erhältlich sein+++ Die reformierten deutschen Melodic-RockVeteranen Tokyo werden beim Gastspiel von Ritchie Blackmores Rainbow am 12.6. in der Münchner Olympiahalle als Opener einheizen. Kurz zuvor wird die Band ihr neues Album TOKYO – LIVE @ SPIELBERG herausbringen, den Nachfolger ihres 2018er Studiowerks ONE WORLD. Auf beiden Scheiben ist noch Sänger Klaus Luley (Ex-Craaft) zu hören, der sich inzwischen allerdings aus gesundheitlichen Gründen verabschieden musste und durch Florian Braun ersetzt wurde+++ Nachdem die Gruppe Guru Guru 2018 ihr 50-jähriges Jubiläum feierte, hat sie im Mai zum ersten Mal in ihrer langen Karriere zwei Konzerte in China gegeben – angekündigt war dabei auch ein Gastspiel beim „Tomorrow Festival" am 19.05. in Shenzen+++

© Pressefoto

Eigentlich hätte NEUES AUS DEM WOLKENKUCKUCKSHEIM, das zweite Solo-Album von Beathotel-Frontmann Fredrik Forsberg, bereits Ende vergangenen Jahres erscheinen sollen. Doch aus gesundheitlichen Gründen musste die Veröffentlichung mit Songs aus der Ecke Liedermacher/ Deutsch-Pop auf den 7.6. verschoben werden. Forsberg, einst auch mit The Major unterwegs, gilt als Philosoph und unverbesserlicher Quer-Beatnik und hat Mitte Mai vorab die Promosingle "Anders als die andern" herausgebracht+++

rekorde gebrochen, das Nachfolgewerk THE SECRET OF ASSOCIATION ging zum Zeitpunkt von Youngs „Rockpalast"-Auftritt gerade an den Start. Das soulige Hitfeuerwerk jenes Abends mit "Love Of The Common People”, "Broken Man”, "Everything Must Change” oder"Wherever I Lay My Hat” ist Ende August als CD/ DVD-Boxset erhältlich+++

Cooper firmiert als Hauptact, dazu Joyce „Baby Jean" Kennedy, die Sängerin von Mother's Finest, und die britischen Ausnahme-Live-Rocker Thunder. Ebenfalls am Start sein wird als Special Guest Robert Hart, der aktuelle Sänger von Manfred Mann's Earth Band, der auch schon bei Bad Company und New Legend röhrte+++

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Ein neues Betätigungsfeld neben ihren nicht enden wollenden Konzertreisen haben die Scorpions gefunden: Sie sind unter die Whisky-Produzenten gegangen. Die Hannoveraner haben sich mit den schwedischen Destillateuren von Mackmyra zusammengetan und bringen einen eigenen Brand unters Volk, der sich Scorpions Rock'n'Roll Star Single Malt Whisky Cherry Cask nennt. Die besondere Note wird, so eine offizielle Mitteilung der Band, so erreicht: Zuerst gereift in amerikanischen Bourbon-, dann in Oloroso-SherryFässern, erhält der Whisky sein Finish in Fässern, in denen einst süßer deutscher Kirschwein gelagert wurde+++

2018 sind Hell-O-Matic öffentlich zwar etwas kürzergetreten, dennoch war es für die diabolischen deutschen Hard Rocker an der musikalischen Schnittstelle von Alice Cooper und Marylin Manson ein bewegtes Jahr: Die „Wacken Winter Nights 2018" wurden gerockt, danach schloss die Band sich mit Produzent Eike Freese (Kneipenterroristen, Gamma Ray, Hansen & Friends) im Studio ein und nahm die neue CD WHAT AN EXCELLENT DAY FOR AN EXORCISM auf – und sicherte sich einen neuen Plattenvertrag, um so richtig durchzustarten. Auf dem MiG-Sublabel Hänsel & Gretel soll das Opus in Kürze erscheinen+++ Das erste halbe Dutzend selbst verfasster neuer Songs für sein nächstes StudioAlbum hat Walter Trout bereits im Kas­ ten, wie er GoodTimes erzählte. Möglicherweise werden auch seine drei Söhne darauf mitspielen. „Ich habe mit meiner Frau Marie auch schon darüber diskutiert, mal eine Tour als The Trout Family zu machen, weil alle drei sehr talentierte Musiker sind." Im Sommer will er jedenfalls mit ihnen schon mal bei einer Show in seiner Heimatstadt Ocean City auf der Bühne stehen – und die wiederum wird sich in einer alten Fabrik befinden, die einst seinem Großvater gehörte+++


Seit Jahrzehnten waren Foghat nicht mehr live in Deutschland auf einer Bühne zu sehen. Jetzt kommt Schlagzeuger und Bandleader Roger Earl mit seiner Truppe wieder einmal hierher, allerdings vorerst nur für einen Auftritt: Am 23. August ist das letzte verbliebene Gründungsmitglied, das davor bei Savoy Brown getrommelt hatte, im Dortmunder Musiktheater Piano zu erleben – dabei feiert der seit 19 Jahren bei Foghat singende Charlie Huhn (Ted Nugent, Gary Moore, Humble Pie) seine Rückkehr nach Deutschland: Sang er doch in den 80er Jahren bei der Hannoveraner Band Victory+++ Zu den musikalisch interessantesten und zugleich familiärsten Festivals in Europa gehört das Tønder-Festival. Auf acht Bühnen werden zwischen dem 22. und 26. August rund 70 Bands aus dem Roots-, Folkund Country-Bereich auftreten. Neben Größen wie John Prine, Patty Griffin, Kate Rusby, John Moreland, The Savage Rose, Ruston Kelly, Finbar Furey, Chris Smither, Jenn Grant oder den als nächste große Nummer gefeierten Mandolin Orange werden auch zahlreiche Acts aus Nordamerika und Europa zu erleben sein, die noch unbekannt sind. Doch das Tønder-Festival gilt als Sprungbrett, manche große Karriere hat in der Kleinstadt Tønder unweit der deutschen Grenze begonnen. „70 Prozent unserer Besucher sind Stammgäste", sagt Maria Theessink, die künstlerische Leiterin des Festivals über die Besucherstruktur. Fester Bestandteil der Veranstaltung sind seit einigen Jahren die beiden „Circles" – der „Women's Circle" und der „Gentlemen's Circle". Bei diesem Konzertformat treffen jeweils sechs Songwriter/ innen aufeinander, um sich künstlerisch die Bälle zuzuspielen und Ungeplantes spontan umzusetzen. In diesem Jahr beteiligt sich das Tønder-Festival erstmals an der „Keychange"-Initiative. Das Projekt unterstützt weibliche Acts und ermutigt Festivals, mehr Musikerinnen auf die Bühnen zu bringen. Die Teilnahme bedeutet, dass sich das Tønder-Festival dazu verpflichtet, auf eine Verteilung von 50 Prozent Frauen und 50 Prozent Männer beim Booking der Künstler hinzuarbeiten+++ Einen ganz eigenen Ansatz wählt die Ausstellung „Elliott Landy's Woodstock Vision:­ The Spirit Of A Generation", die nach dem Bildband des Fotografen benannt ist. Sie ist in Papenburg (29.6.–2.9.), Emmen (NL, 29.6.–2.9.), Karlsruhe (8.8.–15.9.) und Nürnberg (16.8.–30.9.) in ungewöhnlichen Locations in unterschiedlicher Gestaltung zu sehen. In Nürnberg beispielsweise in der Egidien-Kirche in vier Bereiche unterteilt: „Vision Of A Generation" bietet eine

zeitgeschichtliche Einordnung, „Stars & Stones" hat die mediale Darstellung jener Zeit im Blick, „High On Music" rückt die Musik in den Fokus, während „Woodstock" das eigentliche Festival zeigt. Psychedelische Animation an der Kirchen­ decke, Collagen aus Fotos und Musik sorgen für zusätzliche sinnliche Eindrücke. „Damals gab es noch keine Selfies, alles war noch unschuldig", sagte Landy bei einer Pressekonferenz im Vorfeld (ein Interview mit dem Fotografen, der das Geschehen auf 76 Filmrollen festhielt, folgt in der nächs­ ten GT-Ausgabe)+++ Gut zu tun hat derzeit Ray Dorset alias Mungo Jerry: Er hat mit EXTREME ein neues Album nahezu fertiggestellt und kümmert sich noch um letzte Veröffentlichungsdetails. Und dann steht schon das nächste Jubiläum ins Haus: "In The Summertime" wird 2020 runde 50 Jahre alt. Derzeit entsteht eine Dokumentation um den ewig jungen Ohrwurm, in die Dorset eng involviert ist. Und er sitzt an einem Buch. Da bleibt wenig Zeit für Konzerte. „Tourneen will ich ohnehin keine mehr spielen, hier ein Festival, da ein paar Shows", so stelle er sich das künftig vor, ließ der 73-jährige Brite GoodTimes wissen+++

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Angel, eine Glam- und Hard-Rockband aus Washington D.C. waren von 1975 bis 1981 aktiv und veröffentlichten sechs Alben. 1998 reformierte sich die Truppe, heute sind mit Punky Meadows (g) und Frank Dimino (voc) noch zwei Gründungsmitglieder an Bord. Seit April sind Angel im Studio, um 14 neue Tracks aufzunehmen. Im August will die Band zu Konzerten nach Europa kommen+++

Auf dem Gelände, wo 1969 das legendäre Woodstock-Festival stattfand, steht heute das Bethel Woods Center For The Arts. Das richtet vom 15. bis 18. August in Watkins Glen, New York, ein Jubiläumskonzert zum 50-Jährigen aus. Mit dabei sein werden von den damaligen Akteuren John Fogerty (seinerzeit mit Creedence Clearwater Revival auf der Bühne), Santana, Arlo Guthrie und Edgar Winter, außerdem Ringo Starr und die Doobie Brothers+++ In der Ausgabe 1/2019 hatte die Good­ Times-Redaktion ihre Leserschaft aufgefordert, die Klagenfurter Sängerin Freya Wippich, die in Hamburg und München als Studio- und Bühnenvokalistin Erfolge feierte (Randy Pie, Udo Lindenberg, Rudolf Rock & Die Schocker, Hornettes u.v.m.) bei der Suche nach einem Namen für ihre Band mit Vorschlägen zu unterstützen – mit durchschlagendem Erfolg. „Durch die Anregungen der Leser ist uns der Bandname Love Birds zugeflogen", sagte Wippich GoodTimes und bat, ein dickes Dankeschön weiterzugeben. „Wir sind gerade dabei, einige Titel aufzunehmen. Hoffe, sie sind gut. Wir haben auf jeden Fall viel Spaß beim Musizieren", berichtete sie über den Stand der Dinge, ihre Liebe zur Hippie-Zeit musikalisch weiter auszuleben+++ GoodTimes 3/2019

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Zum 50. „Geburtstag" beschenken sich ZZ Top selbst mit GOIN' 50, einer 50-SongKollektion auf drei CDs (oder fünf LPs), welche die gesamte Aufnahmekarriere des Trios aus Texas umspannt. Die soll am 14.6. in digitaler Version und 16.8. als physischer Tonträger erscheinen. Abgedeckt sind dabei der Zeitraum zwischen 1970 und 2016 und alle 15 Studio-Alben, die Billy Gibbons (voc, g), Frank Beard (dr) und Dusty Hill (b, voc) aufgenommen haben. Zwei Bonustracks sollen den Kauf­ anreiz erhöhen: "Salt Lick" und "Miller's Farm", die als Single-A- und B-Seite schon 1969 in der Originalbesetzung aufgenommen wurden. Disc 1 konzentriert sich auf Radiohits während der 70er und 80er Jahre; Disc 2 kredenzt die Hits zwischen 1983 und 1991; Disc 3 bietet eine Auswahl von Songs, die zwischen 1992 und 2016 aufgenommen wurden, und zeigt die Band wieder näher an ihren Blueswurzeln+++ Peter Frampton widmet sich dem Blues: Sein neues Album ALL BLUES (VÖ: 7.6.) bietet Neuinterpretationen von Framptons persönlichen Favoriten aus dem Blueskanon. „Als wir damals Humble Pie gründeten, haben wir anfangs nichts anderes gespielt. Und in den letzten zwei Jahren habe ich jeden Sommer, wenn ich Abend für Abend mit der Steve Miller Band auf der Bühne stand, auch immer eine Handvoll Bluesnummern eingestreut. Mir hat das sehr viel Spaß gemacht, woraus dann die Idee entstand, so ein reines All-Blues-Album zu machen – und zwar live im Studio mit meiner Band", sagte Frampton. Mit dabei waren auch Gäste wie Kim Wilson, Larry Carlton, Sonny Landreth und Steve Morse. Parallel zur Albumveröffentlichung startet der in den USA lebende Brite „Peter Frampton Finale – The Farewell Tour" mit rund 50 Shows bis Oktober. Danach wird sich Frampton zurückziehen, da bei ihm die seltene Autoimmunkrankheit Einschlusskörper-Myositis (engl. Inclusion Body Myositis) festgestellt wurde, eine entzündliche Muskelerkrankung+++ Am Wochenende des 9./10. August geht das diesjährige Finki Festival in Finkenbach im Odenwald über die Bühne, das neben dem traditionellen Krautrock und der psychedelischen Note diesmal auch einen dezenten blues-rockigen Einschlag hat. Mit dabei sein werden neben den Gastgebern Guru Guru auch Arthur Brown, Lazuli, Hundred Seventy Split, Nine Below Zero, Rob Tognoni, Sirkus, Electric Orange, Adesa sowie Alex Auer & Detroit Blackbirds+++ Kürzertreten kommt für John Fogerty nicht in Frage, im Gegenteil: Nach seinem 74. Geburtstag (28.5.) stehen den gesamten Sommer über Festivitäten an. Genauer gesagt geht der einstige Anführer von Creedence Clearwater Revival und Hitlieferant auf seine „50th Anniversary Tour”, die ihn durch die ganze Welt und auch

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dann aber wieder vergessen – beim Aufräumen in meinem Haus habe ich sie auf selbst gebrannten CDs vor einiger Zeit wiederentdeckt", sagte er in einem Interview. Beim Hot Docs Film Festival in Toronto wurde außerdem Ende April der Dokumentarfilm „If You Could Read My Mind" über Lightfoot uraufgeführt. Und der Altmeister ist auch live nicht zu bremsen: Derzeit tourt er durch die USA+++

sehr viel Rock'n Roll", verkündete Bandleader Uli Salm. Das Ganze steht unter dem vorläufigen Arbeitsmotto „Hamburg – Geile Meile"+++ Nach einem Sturz musste GroundhogsBoss Tony McPhee ins Krankenhaus eingeliefert werden und dort wochenlang bleiben. „Zum Glück habe ich keine Erinnerung daran – aber nachdem mein linker Arm samt Hand so schwach geworden war, war es wunderbar, wieder spielen zu können", ließ er Mitte März wissen+++

Mit ihrem Debütalbum BAD PENNY und der sich anschließenden Tour hat die kroatische Blues-Rockerin Vanja Sky mehr als nur einen Achtungserfolg erzielt. Im Oktober will die gelernte Konditorin, die erst mit 19 Jahren begann, Gitarre zu spielen, wieder mit Mike Zito als Produzent ins Studio gehen, um ihre zweite Scheibe aufzunehmen+++ nach Woodstock zum „50th Anniversary Festival" führen wird, ehe er im Herbst eine sogenannte Residency im Wynn in Las Vegas absolvieren wird+++ Auf DVD/Blu-ray kommt in den USA und Kanada noch im Mai die Filmdokumentation BACHMAN: SPECIAL EDITION heraus. Die erzählt die Geschichte von Randy Bachman, der seine Karriere mit Guess Who startete, mit Bachman-Turner Overdrive fortsetzte, um sich dann als Solokünstler zu betätigen. Guess Who landeten als erste kanadische Band mit ”American Woman”/”No Sugar Tonight" 1970 einen Nummer-1-Hit in den USA. Ein Erfolg, den Bachman mit BTO und "You Ain't Seen Nothing Yet" wiederholte. Auch Neil Young, der ebenfalls aus Winnipeg stammt, kommt in dem Film zu Wort und bezeichnet den heute 75-jährigen Bachman „als meinen größten Einfluss, als ich ein Kind war"+++ Im vergangenen November hat der kanadische Singer/Songwriter Gordon Lightfoot­ seinen 80. Geburtstag gefeiert. Doch vom Alter lässt er sich nicht bremsen, im Gegenteil: Erstmals seit vielen Jahren schreibt er an neuen Songs, um Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres nach 15-jähriger Veröffentlichungsabstinenz ein neues Studiowerk herauszubringen. „Ich habe außerdem einige Stücke schon vor Jahren verfasst und aufgenommen,

Frohe Kunde für Reggae-Fans: Ab Ende Juni wird das lange verschollene, 1981 in Deutschland erschienene Album RASTAMAN von Jah Woosh wieder erhältlich sein. Es war auf Jamaika in den Channel1-Studios aufgenommen und vom Dub-Spezialisten „King Jammy" abgemischt worden. Neben der renommierten Rhythmusgruppe Sly Dunbar & Robbie Shakespeare waren Ansel Collins (Orgel) sowie Eric „Bingi Bunny" Lamont (g) an den Aufnahmen beteiligt gewesen, dazu die Bläser Vin Gordon und Bobby Ellis sowie Theophilus „Snapping" Beckford am Piano und „Bongo" Herman (perc). RASTAMAN bot zeitlosen Roots Reggae des jamaikanischen DJs und Top-Produzenten Jah Woosh, der am 21.2. im Alter von 58 Jahren gestorben ist+++

Jeremiah Johnson, aus St. Louis stammender Blues-Rocker, war gerade mit seinem ebenfalls von dort kommenden Mentor Mike Zito als dessen Special Guest auf Deutschland-Tour. Im nächsten Jahr wird er hierzulande wieder live zu erleben sein: dann als Bestandteil des alljährlichen, längst zur festen Tradition gewordenen Ruf'schen Blues Caravan 2020+++ N:E:X:T., das neue Album des Luxemburgers David Laborier mit reichlich Jazz Rock, ist in zwei Kategorien für die Independent Music Awards nominiert worden: der Song "Step Right Up!” in der Kategorie „Funk/Fusion/ Jam'", dazu Gast Waltzing und Laborier als Produzenten in der Kategorie „Music Producer – Jazz". Die Preisverleihung findet am 22.6. im New Yorker Symphony Space Performing Arts Center statt – allerdings ohne Laborier und Waltzing, die zu der Zeit in Afrika touren+++

Musikalisch-journalistische Aufklärungsarbeit im Internet betreibt neuerdings der renommierte Fachschreiber Gunther Mathejka in seinem frisch eingerichteten Blog www.songpearls.de, in dem er sich Songperlen der Musikgeschichte widmet. Darunter befinden sich viele Stücke, die nicht auf dem Radar der Medien erschienen oder auch nur auf den hinteren Plätzen der Charts dahindümpelten. „Das gilt nicht nur für Werke von unbekannten Künstlern und ewigen Geheimtipps, sondern auch für Songs von Musikgrößen", sagte Mathejka GoodTimes. „Neben meinen eigenen Perlen habe ich auch zahlreiche Musikstars bei über 1000 Interviews nach deren Perlen befragt." Hervorge-

Rudolf Rock & Susi Salm sind vom 8.8. bis 20.10. als Haupt Act zu Gast beim Roncalli's Apollo Variete in Düsseldorf. „Wir gestalten mit unserem lieben Freund und Roncalli-Direktor Bernhard Paul eine super Show mit Artisten, Tänzerinnen &

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kramt hat er dafür Songs aus dem letzten halben Jahrhundert, aus Rock, Blues, Jazz, Soul, Folk, Country und aus SoundtrackAlben: „Das Genre spielt bei der Auswahl eine untergeordnete Rolle, der Zeitpunkt der Aufnahmen gar keine"+++ Das irische Folk-Rock-Duo Blackbird & Crow wird neben den Hothouse Flowers, Mary Coughlan, Basement Jaxx und ­v ielen anderen beim diesjährigen Standhal-Festival (15.–17.8) im nordirischen Limavady im County Londonderry auftreten. Eigens zum Festival gibt es eine limitierte Vinyl-7" als „Standhal-Edition" Sie bietet zugleich einen Vorgeschmack auf das Album AILM, das am 27.9. erscheinen wird. Die Single wird nur auf dem Festival verkauft und danach nicht mehr erhältlich sein+++ Zunächst live per Blu-ray sind ab Ende Mai die Mandoki Soulmates zu erleben, wenn WINGS OF FREEDOM erscheint. Zwischen dem 31.10. und 9.11. sind Bandleader Leslie Mandoki, Bobby Kimball, John Helliwell, Randy Brecker, Tony Carey, Chris Thompson, Richard Bona, Nick van Eede, Mike Stern, Bill Evans und Till Brönner dann unter dem Motto „Hungarian Pictures" auf der Bühne zu erleben – viermal auch in Deutschland. Auf der Doppel-Blu-ray sind zudem Ian Anderson, Jack Bruce (†), David ClaytonThomas, Al Di Meola, Chaka Khan, Greg Lake (†), Klaus Doldinger, Nik Kershaw, Mark Hart, Peter Maffay und Midge Ure zu sehen und hören. Pünktlich vor der Tour im Herbst wird dann auch am 11.10. das neue Soulmates-Doppel­ album LIVING IN THE GAP/HUNGARIAN PICTURES­ erscheinen+++ Als auf 100 Exemplare limitierte Edition ist BEYOND THE PLANETS von Rick ­Wakeman, Jeff Wayne und Kevin Peek erhältlich. Die erscheint im Juli als 180gClear-Vinyl-Ausgabe und ist von Wakeman persönlich signiert und mit handschriftlicher Nummerierung versehen+++ Den Titel #9 trägt das neue Album der seit 35 Jahren aktiven kalifornischen Raz Band. Für das Opus hat sie elf neue Songs eingespielt und wurde dabei von einem nam-


Unsere Gewinner aus Heft 1/2019 Lösung – Kreuzworträtsel: " ROCK FESTIVALS" 3x CD Joe Jackson Margit Möller u. Werner Krauskopf, Schmitten Timo Holstein, Osann-Monzel Roland Schmitt, Saarbrücken 2 Tickets UFO/Köln: Britta u. Frank Riedel, Schwelm

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! haften Gast unterstützt: Joey Molland, der einst mit den Beatles-Protegés Badfinger berühmt wurde. Die Erstauflage von 1000 Exemplaren enthält eine am 8.12.2018 in Los Angeles entstandene Live-EP+++ Zum 38. Mal findet vom 7. bis 10. Juni das traditionelle Trucker & Country Festival auf dem Autohof Strohofer in Geiselwind nahe Würzburg statt. Also an der Stätte, die einst schon Gunter Gabriel in einem seiner Lieder so besang: „Der Himmel beginnt in Geiselwind, wo die Trucker zu Hause sind.” Als musikalische Gäste dabei sind High South, der CountryRocker Doug Adkins, Lonnie Dale's Road Band, die sich nach 16-jähriger Pause reformiert hat, und die Lakeland Cowboys. Zum Auftakt ist am ersten Abend Daniel T Coates im Country Saloon live zu erleben, gute Stimmung verspricht parallel die Highway Party in der Event Halle. Neben der Musik wird ein buntes Rahmenprogramm geboten, es gibt über 700 spektakulär hergerichtete Trucks zu sehen, und wem danach ist, kann an einem Sing & Dance-Gottesdienst mit über 100 Line-Dancern teilnehmen+++

© Nikobleon

Große Ehre für den Schweizer Bluesmusiker Marc Amacher: Der Berner Oberländer spielt Anfang Juni in Deutschland und Österreich dreimal im Vorprogramm von Eric Clapton und kann dabei auch sein neues Studio-Album ROADHOUSE vorstellen. Im Publikum werden möglicherweise auch Zuschauer sein, die vor dem Bildschirm dabei waren, als Amacher bei „The Voice Of Germany" Ende 2016 ins Finale stürmte+++

Das 50-jährige Jubiläum von Woodstock steht vor der Tür. Das Internationale Radiomuseum Hans Necker in Bad Lasphe (Kreis Siegen-Wittgenstein/NRW) nimmt dies zum Anlass, die Sonderausstellung „50 Jahre Woodstock" mit Exponaten und Memorabilia des Sammlers Günter Wack (Battenberg) zu präsentieren. Er-

öffnung war am 11.5., ein kostenloser Besuch ist noch bis zum 27.10. möglich, jeweils am Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag (14.30 bis 17.30 Uhr). Wack sammelt seit über 40 Jahren Memorabilia, mit denen er auch schon überregional wahrgenommene Ausstellungen über die Rolling Stones und Beatles ausgerichtet hat. Darunter sind Fan-Souvenirs, Fotos, Artikel, Plakate, Autogramme und dergleichen+++ Je drei LPs bzw. CDs (als Bookset) und digital wird BEFORE THE BEGINNING umfassen und die Frühzeit von Peter Green's Fleetwood Mac von 1968 bis 1970 dokumentieren. Enthalten sind rare und teils unveröffentlichte Live- und Demosessions. Die Aufnahmen, die auch eine der letzten Shows mit Green enthalten, seien in „unglaublich gutem Zustand" gewesen angesichts der Tatsache, dass sie über 40 Jahre lang unberührt im Archiv lagerten, hieß es in einer Mitteilung. Zu hören sind wechselnde Inkarnationen der wegweisenden Gruppe und frühe Aufnahmen wie "Madison Blues” und "I Need Your Love So Bad” sowie live beim Gig im Rock‘n’Roll College Of Music aufgenommene Versionen von "Long Tall Sally" und "’ Willie And The Hand Jive". Dazu Recordings, die 1970 entstanden, darunter Raritäten und Demos späterer Klassiker wie ”Oh Well", "Green Manalishi" und "Albatros". Unmittelbar vor Redaktionsschluss kam die Meldung, dass sich die für den Frühsommer angepeilte Veröffentlichung allerdings auf Oktober verschiebt+++

Hardin & York und der Paul Rose Band gearbeitet. Jetzt betätigt er sich auch als Unternehmer, produziert Schlagzeugzubehör. So hat er eine neue Bassdrum-Dämpfung entwickelt, die das Dämmmaterial an Ort und Stelle hält. Infos sind unter https:// spo-drumparts.com zu finden+++ Axel Heilhecker spielte einst Gitarre bei Wolf Maahn und der Food Band, in der „Harald Schmidt Show", betrieb das Duo Phonoroid, arbeitete als Studiomusiker, schrieb Filmmusiken und produzierte. Nach längerer Soloveröffentlichungspause bringt er demnächst sein neues Album SONGS FOR A DOG heraus. Darauf zu hören ist auch seine 1967er Fender Stratocaster Olympic White, die erst kürzlich gründlich restauriert worden ist+++ Auch nach dem Tod von Anführer Reg Presley haben die Troggs weitergemacht, Sixties-Veteran Chris Allen übernahm die Leadvocals. Immer dabei war Gründungsgitarrist Chris Britton. Jetzt hat der 75-Jährige beschlossen, ein Sabbatjahr einzulegen, und wird in dieser Zeit von John W Doyle vertreten+++ Mehr als 40 Jahre begeisterten sie Millionen von Fans in aller Welt, doch damit ist bald Schluss. Die aus dem Schweizer Solothurn stammende Rockgruppe Krokus zieht nach dem Motto „Jede Party hat mal ein Ende" den Stecker. Am 7.12. werden es

Der Franke Steff Porzel hat sich einen Namen als Schlagzeuger gemacht und war einige Jahre als Sänger/Gitarrist mit der Spencer Davis Group unterwegs, hat mit n

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REVELATION heißt das neue Album des Michael Schenker Fest, das für August angekündigt ist. „Der Titel spielt auf Erfahrungen in meiner Vergangenheit und der Gegenwart an, es dreht sich um Leidenschaft und Unverdorbenheit kontra Gier und Korruption", ließ der Gitarrist vorab schon mal verlauten+++ Mitte Juni wird Roger Daltrey TOMMY ORCHESTRAL anlässlich des 50. Jubiläums der Erstveröffentlichung des Who-Klassikers herausbr ingen. Aufgenommen hat er das Opus in Budapest und Bethel am Originalstandort des Woodstock-Festivals, bei dem The Who „Tommy" komplett präsentiert hatten. Produziert haben wie bei der 2018er „Tommy"-Tour Daltrey und Keith Levenson. Die Band bestand aus den Who-erfahrenen Simon Townshend (voc, g), Frank Simes (g), Scott Devours (dr), Jon Button (b) und Loren Gold (keys); dazu das The Budapest Scoring Orchester. Außerdem werden The Who am 6.7. das Werk live mit Orchester im Wembley Stadion spielen+++ Anzeige

Manchmal ist es schon ärgerlich: Zwei Tage, nachdem der Rezensionsteil dieser Ausgabe abgeschlossen war, brachte der Postbote ein Päckchen mit mehreren interessanten Wiederveröffentlichungen unterschiedlicher Genres aus dem Hause BGO angeschleppt. So gibt es von AltRock'n'Roller Jerry Lee Lewis vier Alben aus den Sixties als Twofer (LIVE AT THE STAR-CLUB HAMBURG, THE GREATEST LIVE SHOW ON EARTH, THE GOLDEN HITS und BY REQUEST); Pop stimmten Gary Puckett & The Union Gap an (WOMAN, WOMAN + THE NEW GARY PUCKETT & THE UNION GAP ALBUM + THE GARY PUCKETT ALBUM, plus Bonustracks als Twofer). Bei Zephyr aus Colorado mischte der spätere Deep-Purple-Gitarrist Tommy Bolin mit – daran erinnern GOING BACK TO COLORADO und SUNSET RIDE. Gleich fünf Alben des UK-Musikers Mike Cooper sind auf drei Silberlingen zusammengefasst, immerhin vier LPs der US-CountryRocker- und Prä-Americana-Combo Pure Prairie League aus der ersten Hälfte der 70er Jahre dürften deren Fans als Twofer erfreuen+++

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die Schweizer Heavy Rocker im Zürcher Hallenstadion ein letztes Mal auf der Bühne krachen lassen, ehe sie sich als Band vom Rockgeschehen verabschieden+++

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VERSTORBEN

10.3. Asa Brebner (*21.11.1953) war eine Größe der Bostoner Rock- und Punkszene, spielte Gitarre bei Jonathan Richman & The Modern Lovers, Robin Lane & The Chartbusters, machte Demos mit David Knopfler und übernahm bei den Grey Dogs auch den Gesang. Eine Woche nach mehreren Reunion-Shows mit Robin Lane starb er unerwartet. 11.3. Hal Blaine (*5.2.1929 als Chaim Zalmon Belsky) ist mit seinem Schlagzeug auf zahllosen Welthits zu hören, die er als Mitglied der legendären Wrecking Crew in Los Angeles mit einspielte, darunter "Mr. Tambourine Man" (Byrds), "Eve of Des­ truction" (Barry McGuire), "Strangers In The Night" (Frank Sinatra), "Good Vibrations" (Beach Boys), "Bridge Over Troub­ led Water" (Simon & Garfunkel), "These Boots Are Made For Walking" (Nancy Sinatra) oder "I Got You, Babe" (Sonny & Cher). Auf 6000 schätzte er die Zahl von Singles, auf denen er zu hören war und die er mit seinem feinfühligen Spiel veredelte. Mit seinem persönlich zusammengestellten Schlagzeug prägte er Phil Spectors Wall Of Sound maßgeblich mit. 11.3. Danny Kustow (*10.5.1955) gehörte als Gitarrist zu den Gründungsmitgliedern der Tom Robinson Band (Hit 1977: "2-46-8 Motorway"). 1992 zog er sich zurück. Eine Lungenentzündung und eine Leberinfektion kosteten ihn das Leben. 12.3. John Kilzer (*7.1.1957) war zunächst als Basketballer in Memphis erfolgreich, dann als Singer/Songwriter unterwegs; seine eigenen Veröffentlichungen blieben allerdings mit Ausnahme des Top-10-Erfolgs "Red Blue Jeans" weitgehend unbeachtet – anders als die Songs, mit denen er Kollegen wie Rosanne Cash und Maria Muldaur belieferte. Nach langer Drogenabhängigkeit absolvierte er einen Entzug und arbeitete bis zu seinem Tod als Pfarrer.

17.3. Bernie Tormé (*18.3.1952) wuchs in der fruchtbaren Musikszene Dublins auf, ehe es ihn 1974 nach London zog. Er schloss sich Gillan an, sorgte bei Atomic Rooster für die Gitarrentöne, tourte mit den Boomtown Rats und Billy Idols Generation X. Als die Nachricht seines Todes die Runde machte, stand jedoch Ozzy Osbourne in den Überschriften, für den er nach dem Tod von Randy Rhoads aber nur kurz spielte. Zuletzt war er auf eigene Rechnung unterwegs, betrieb das Label Retrowreck, auf dem er Ende 2018 SHADOWLAND veröffentlichte. Eine Lungenentzündung kostete ihn das Leben. 17.3. Andre Williams (*1.11.1936) genoss den Spitznamen „Mr. Rhythm", nachdem er seine Karriere als Leadsänger der 5 Dollars gestartet und 1955 den ersten Plattenvertrag unterzeichnet hatte. Er veröffentlichte selbst, schrieb für und mit Kollegen wie Stevie Wonder, Funkadelic, Parliament und auch Motown. Er managte Edwin Starr, feierte in den 00er Jahren ein Comeback, nachdem er länger in Armut und Obdachlosigkeit gelebt hatte. Er veröffentlichte zuletzt 2016 ein Album. 22.3. Scott Walker (*9.1.1943 als Noel Scott Engel) erlebte eine Berg- und TalfahrtKarriere, wie sie kaum ein anderer Künstler durchlebte. Sie führte früh auf höchste Pop-Star-Gipfel, als er mit den Walker Brothers melancholische Hits wie "Make It Easy On Yourself" oder "The Sun Ain‘t Gonna Shine Anymore" landete und drei Seite

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Alben in die US-Top-Ten hievte. Danach wandelte er sich zum mysteriösen, sehr zurückgezogen agierenden Solokünstler, der sich thematisch und klanglich immer konsequenter der Dunkelheit zuwandte. Viele Kritiker feierten seinen Weg, Plattenkäufer hingegen kaum. Zuletzt veröffentlichte er den Soundtrack zum Film „Vox Lux", sein insgesamt 18. Solo-Album. Bereits 1967 hatte er in "My Death" da­ rüber gesungen, was ihn, den gebürtigen US-Amerikaner, in seiner Wahlheimat Großbritannien ereilte.

Herman’s Hermits, Udo Jürgens und Petula Clark.

23.3. Johnny Dickinson galt als einer der profiliertesten Slidegitarristen im UK, hatte Blues, Country, Folk, Western Swing und Gospel genauso drauf wie Reggae, veröffentlichte Lehrvideos und arbeitete live und im Studio mit zahlreichen Landsleuten. Er war Gründungsmitglied von Paul Lamb & The Kingsnakes. 2012 wurde bei ihm das Guillain-Barre Syndrome diagnostiziert, das zu Schädigungen der Nervenfasern führt und ihn schließlich das Leben kostete.

24.4. Dick Rivers (*24.4.1945 als Hervé Forneri) gehörte zu den Vorreitern des Rock’n’Roll in Frankreich, nachdem der Sänger sich früh von Les Chats Sauvages getrennt hatte, um solo Karriere zu machen. Er veröffentlichte über 30 Alben, war 2018 noch bei einer Oldie-RevivalTournee unterwegs und erlag an seinem 74. Geburtstag einem Krebsleiden.

23.3. Danny Wall (*3.11.1941) gründete The Hound Dogs, die Mitte der 60er Jahre als die Berliner Beatband Nummer eins galten, und amtierte als deren Leadgitarrist. Er spielte später bei Juke Box sowie den Roadrunners. Er erholte sich von einem 2016 erlittenen Schlaganfall nicht mehr. 12.4. Johnny Hutchinson (*18.7.1940) sollte eigentlich als Ehrengast zur Beatles Fan-Convention des Beat-Archivs Glauchau kommen, doch dann machte ihm der Lungenkrebs einen tödlichen Strich durch die Rechnung. Der auch als Johnny Hutch firmierende Liverpooler Schlagzeuger gehörte The Big Three an und sprang bei den Beatles ein, als Pete Best verhindert war. Er soll den Job bei den Fab Four abgelehnt haben, als diese Best feuerten. 13.4. Paul Raymond (*16.11.1945) sollte eigentlich demnächst bei der UFOAbschiedstour dabei sein, doch ein Herzinfarkt durchkreuzte die Pläne des Gitarris­ ten/Keyboarders, der erstmals mit Plastic Penny 1967 auf sich aufmerksam machte. Chicken Shack und Savoy Brown hießen seine nächsten Stationen, ehe er sich 1976 UFO anschloss (bis 1981). Er mischte auch bei der Michael Schenker Group und Waysted mit, kehrte 1984 zu UFO zurück, mit denen er mit Unterbrechungen bis zuletzt unterwegs war. Er veröffentlichte mehrere Soloplatten, zuletzt unmittelbar kurz vor seinem Ableben HIGH DEFINITION. © Pressefoto

9.3. Abb Locke (*25.8.1934) gehörte zu den gefragtesten Saxofonisten der USBlues-Szene. Seine Dienste nahmen Muddy Waters, Howlin’ Wolf, Elmore James, Buddy Guy, Albert Collins, Roy Buchanan, Magic Sam, Lonnie Brooks wie auch die Rolling Stones in Anspruch.

16.3. Dick Dale (*4.5.1937) war einer der Pioniere der Surfmusik und galt zudem neben Link Wray als einer der einflussreichsten Gitarristen, auf den sich Kollegen wie Jimi Hendrix, Pete Towns­ hend oder Eddie Van Halen beriefen. Mit Instrumental-Hits wie "Let's Go Trippin" und "Misirlou" feierte er frühe Erfolge, verschwand in der Versenkung, ehe ihn Kult-Regisseur Quentin Tarantino wieder in die Erfolgsspur setzte, indem er "Misirlou", Dales Bearbeitung einer griechischen Volksweise, 1994 in seinem Film „Pulp Fiction" laufen ließ, 30 Jahre nach der Originalaufnahme. Monatelang hatte GoodTimes sich um ein Interview mit Dale bemüht (siehe GT 1/2019), vergebens. Bis zuletzt stand er auf der Bühne, hatte bereits weitere Shows für dieses Jahr gebucht, doch ein Krebsleiden kam ihm in die Quere. © Pressefoto

2.3. Mike Fiedler trommelte bei der süddeutschen Band Striker. Für überregionales Aufsehen sorgte der Schlagzeuger, der an Rückenmarkkrebs litt, als er den ihn behandelnden Arzt wegen einer falschen Diagnose verklagte. Wenige Tage vor der Urteilsverkündung starb der zweifache Familienvater friedlich im Kreis seiner Angehörigen mit 48 Jahren.

15.3. Tommy Tripplehorn war in Tulsa zu Hause, spielte Gitarre bei Gary Lewis & The Playboys, arbeitete mit Leon Russell und gehörte zeitweise der Wrecking Crew in Los Angeles an. Der Vater der für den Emmy nominierten Schauspielerin Jeanne Tripplehorn starb 75-jährig nach kurzem Kampf mit dem Krebs.

© NikMa Verlag

21.2. Gus Backus (*12.9.1937) sang bei der Doo-Wop-Gruppe The Del-Vikings, ehe er mit der US-Army nach Deutschland kam, wurde von Polydor unter Vertrag genommen und feierte Erfolge mit Schlagern wie "Da sprach der alte Häuptling der Indianer" oder "Sauerkraut-Polka". Er verließ 1973 das Showgeschäft, zog in die Staaten, kehrte 2001 zurück und sang wieder Schlager. Er starb nach langer Krankheit.

15.4. Les Reed (*24.7.1935) war Co-Autor der Tom-Jones-Erfolge "Delilah” und "It's Not Unusual”, von Engelbert Humperdincks "The Last Waltz”; von ihm stammte "There’s A Kind Of Hush", zu seinen Kunden gehörten Elvis Presley, Kiki Dee, n

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19.4. Martin Böttcher (*17.6.1927), ein gelernter Jazzgitarrist, gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Filmmusikkomponisten – während seines über 60-jährigen Schaffens vertonte er rund 50 Kinofilme und mehr als 300 TV-Produktionen. Unvergessen sind die Klänge, mit denen er die Karl-May-Verfilmungen akustisch mit den passenden Stimmungen anreicherte.

24.4. Tony Bird (*1950) stammte aus dem heutigen Malawi, war zwischen den 70er und 90er Jahren im UK und den USA als Folk-Singer/Songwriter unterwegs, der zehn Jahre vor Paul Simon afrikanische Elemente einfließen ließ und nicht nur gesanglich an Bob Dylan erinnerte. In New York, wo er zuletzt lebte, erlag er einem Krebsleiden. 26.4. Phil McCormack (*31.7.1960) hatte 1995 die undankbare Aufgabe, bei Molly Hatchet Sänger Danny Joe Brown zu ersetzen, nachdem er ihn bei gesundheitsbedingten Ausfällen vorher schon vertreten hatte. Er fand daneben auch noch Zeit, bei The Roadducks (und auch kurzzeitig bei Savoy Brown) zu singen. Am Abend seines Todes spielten Molly Hatchet in Stafford, Texas, wo Jimmy Elkins den aus gesundheitlichen Gründen fehlenden Shouter vertrat. 30.4. Rowland Boon" Gould (*4.3.1955) " trug als Gitarrist nicht unwesentlich zu den Erfolgen bei, die Level 42 in den 80er Jahren feierten. Wegen Angstattacken auf der Bühne und eines Burnouts, wie man heute sagen würde, verließ er 1987 die Band, in der auch sein Bruder Phil (dr) spielte. Er textete aber weiter für die Combo und unterstützte sie im Studio, machte zwei Soloscheiben (auch unter dem Namen Zen Gangsters). Er wurde tot in seinem Haus aufgefunden. 4.5. J.R. Cobb (*5.2.1944) spielte Gitarre und schrieb Songs für die Classics IV (u.a. die von Santana gecoverte Gold-Single "Stormy"), dann für die Atlanta Rhythm Section. Gehörte Roy Orbisons Backing Band The Candymen an, arbeitete zuletzt als Sessionmusiker und Songschmied (Wynona Judd). Ein Herzinfarkt beförderte ihn in den Musikerhimmel. 8.5. Luther Jennings sang bei der Gospelvokalgruppe The Jackson Southernaires aus Jackson, Mississippi, die bis 2010 insgesamt 28 Alben veröffentlichten. Er verstummte im Alter von 86 Jahren für immer.


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Von Jens-Uwe Berndt

Southern-Rock-Fans sind echte Undergrounder. Zumindest in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern. Wer sich diesem Genre verschrieben hat, kann nicht mal eben in den Plattenladen gehen und sich die neuesten Produktionen seiner Lieblingsbands zulegen. Von Konzerten ganz zu schweigen. Denn Southern Rock ist amerikanische Musik und bekam hierzulande nie so recht einen Fuß in die Tür. Die Allman Brothers kratzten für kurze Zeit an der Rock-Mainstream-Pforte, galten Fans in der Alten Welt aber eher als Blues- oder Jam-RockBand. Lediglich Lynyrd Skynyrd wurden zu einem Begriff, der sich über die Szene hinaus verbreitete. Allerdings verdanken die Männer aus Jacksonville, Florida, ihre Berühmtheit jenseits der USA vor allem einer schrecklichen Tragödie. Seite

Eine Geschichte voller Kontroversen und Tragik

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er Gradmesser für Popularität waren in der Hochzeit der Südstaaten-Bands, den 70er Jahren, die Verkaufszahlen der Tonträger. Da spielten selbst die Allmans in Europa keine Rolle. Einzig ihr instrumentaler Radiohit "Jessica" verführte Musikkonsumenten dazu, das dazugehörige Album BROTHERS AND SISTERS (1973) in Großbritannien bis auf Rang 42 zu kaufen. Lynyrd Skynyrd blieben ähnlich außen vor, konnten mit ihrer vierten LP, GIMME BACK MY BULLETS (Februar 1976), aber zumindest in Ländern wie Frankreich, Finnland oder der Schweiz Verkaufserfolge erzielen. Was nicht zuletzt daran gelegen haben mag, dass die Amis im November 1975 mit ihrer ersten Europa-Tournee starteten. Das war sogar der „Bravo" ein einseitiges Foto inklusive 22-Zeilen-Meldung wert. Schottland, England, Holland, Belgien,

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Frankreich und zweimal Deutschland stünden auf dem Plan, hieß es da unter der Rubrik „Stars von heute". Allerdings fiel auch bei Lynyrd Skynyrd der Begriff Southern Rock nicht ein einziges Mal. Vielmehr nannte man die Truppe „Blues-Rock-Septett". Und immerhin hatten die Amerikaner hier und da auch schon zwei Singles in den Weiten der Verkaufslisten untergebracht: "Sweet Home Alabama" und "Free Bird". In den USA war Southern Rock seit seiner Entstehung Ende der 60er Jahre von großer Relevanz. Die Protagonisten dieser Stilrichtung – die sich anfangs aus Blues, Rock, Jazz und Country zusammensetzte und spätestens seit dem Erfolg von Lynyrd Skynyrd vermehrt Gruppen mit einer Country-Hard-RockBlues-Ausrichtung hervorbrachte – gehörten durch

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bell für immer, als einmal in die Knie gehen. LoveSong." Das habe verdammt nach ihm geklungen. die Bank zu den Plattenmillionären. Gold- und Plastorys spielten sich fernab weichgespülter HerzDie Dresscode-Story bestätigte er, so oft ihm jetinauszeichnungen waren üblich. Beispiele: Die Allschmerzdramen ab, denn der Kerl aus dem rauen mand ein Mikrofon vor die Nase hielt. Seine Popuman Brothers Band hatte zwischen 1972 und 1979 Süden hielt sich nicht mit Weiberkram auf. Und es larität gefiel Skinner, weshalb er sich in der einen ihre erfolgreichste Phase, in der sie mit BROTHERS gab Storys über das Land, die Natur und ihre Unbiloder anderen Doku durchaus mal verulken ließ. AND SISTERS (1973) Platz 1 erreichte. Die Marden. Es waren Blicke in die Seelen der Menschen im Und auch wenn die Musiker von Lynyrd Skynyrd shall Tucker Band brachte außer WHERE WE ALL amerikanischen Süden, vor allem auch der Jugend. riefen, lächelte er in die Kameras. Immerhin waren BELONG (1974) alle weiteren acht Alben zwischen sie Rockstars. 1973 und 1980 in den Top 50 unter. Die Charlie Der amerikanische BürgerDaniels Band feierte ihren The One Percent 1969, bevor sie Lynyrd Skynyrd wurden (v.l.): Ronnie Van krieg von 1861 bis 1865 hat größten Albumerfolg 1979 Zant, Bob Burns, Larry Junstrom, Gary Rossington, Allen Collins. tiefe Narben im Körper der auf Platz 5 mit MILLION Nation hinterlassen. Und das MILE REFLECTIONS. Blacknicht etwa, weil die einen foot hatten zwischen 1979 gewonnen und die anderen und 1981 drei Top-50-Alben, verloren haben. Es geht um die Outlaws starteten mit Recht und Unrecht. Da wird ihrem selbst betitelten Erstin der Geschichtsschreibung ling auf Rang 13, die Atlanta der Sieger viel verklärt oder Rythm Section packte 1978 umgedeutet. Eine wertende mit CHAMPAGNE SAM den Analyse der militärischen 7. Platz, die stilistischen AbAuseinandersetzung soll hier weichler – die Doobie Bro­ aber nicht Gegenstand der thers – okkupierten von 1973 Lynyrd-Skynyrd-Story sein, bis 1980 mit ihren Alben sowenngleich die Gruppe von gar ununterbrochen die Top Anfang an mit politischen 10, und The Ozark Mountain Ideen in Verbindung geDaredevils glückte mit IT'LL bracht wurde und wie kaum SHINE WHEN IT SHINES eine andere Southern-Rockund dem darauf enthaltenen Band der frühen 70er JahÜberhit "Jackie Blue" 1974 re das wiedererwachende der Einstieg in die Top 20. Selbstbewusstsein der MenLynyrd Skynyrd gehörten in schen im Süden der USA verkörperte. Dazu geUnd das eigentlich aus dem Stand – wenn man die dieser Aufzählung von Anfang an zu den erfolghörte auch das Zeigen der Stars-&-Bars-Flagge, Jahre mit den anderen Namen unberücksichtigt reichsten Genrevertretern: Keines ihrer 70er-Jahredes Symbols der Konföderierten. Als darüber eine lässt. In Jacksonville waren Lynyrd Skynyrd bereits Alben platzierte sich schlechter als Rang 27. Und Debatte entbrannte, behauptete Ronnie van Zant 1969/70 eine große Nummer, Florida wurde in diemit "Sweet Home Alabama" (8), "Free Bird" (19) zwar, von ihrem Label MCA dazu verstärkt angeser Zeit geradezu im Handstreich genommen. Auch und "Saturday Night Special" (27) waren sie 1974 halten worden zu sein, um ein Image zu bedienen, in anderen Südstaaten konnte die Gruppe schon und 1975 sogar kurzzeitig für den Single-Markt wie gezwungen wirkte dieses bald Konzerthallen fül- Lynyrd Skynyrd zum ersten relevant. Showelement bei Konzerten len. Musikalisch sprach Mal in der Bravo" " der Band aber nie. Auch die Band breitgefächerDie Gründung der Band wird auf das Jahr 1964 wurde die Flagge ausgiebig te Fanschichten an. Da datiert, da sich damals bereits der Kern der späauf Merchandise-Produkten war der harte Rock, der teren Lynyrd Skynyrd zusammenfand: Ronnie verwendet. Der Schriftzug gerade HochkonjunkVan Zant (voc), Bob Burns (dr), Gary Rossington von Lynyrd Skynyrd und tur hatte und den unter (g), Allen Collins (g) und Larry Junstrom (b). Mit das Südstaatenbanner veranderem Gruppen wie der Namenssuche tat man sich anfangs allerdings schmolzen auf Shirts, MütBlack Sabbath und Led schwer. Gestartet wurde als My Backyard, wenig zen und Gürtelschnallen zu Zeppelin in Europa und später folgte die Umbenennung in The Noble Five, einem Logo. Grand Funk Railroad bevor der Fünfer sich 1968 für The One Percent und Blue Öyster Cult entschied. Der Name Leonard Skinnerd macht Der aktuelle Skynyrd-Gitarin den USA zum Heaab 1969 die Runde, setzte sich in der bekannten rist Rickey Medlocke stützt vy Metal entwickelten. Schreibweise aber erst ab 1970 durch. Dass es die Sichtweise des einstigen Da war der Blues, den sich dabei um die Verballhornung des Namens des Frontmanns: „Die Verbindie Amerikaner wiederSportlehrers Leonard Skinner an der Robert E. Lee dung zwischen der Band entdeckten, nachdem Highschool in Jacksonville handelte, ist eine der und der Stars'n'Bars-Flagge Bands der British Inam häufigsten erzählten Storys der Rockgeschichwurde von der Plattenfirma vasion wie die Rolling te. Der Mann hatte wegen seiner despotischen Art hergestellt. Es hatte fast den Stones oder The Pretty bei rebellischen Kids wie Van Zant oder Rossington Anschein, dass das Label der Things ihnen gezeigt keine Chance auf Sympathiepunkte gehabt. Am Band die Verwendung der hatten, wie man ihn auf schlimmsten soll allerdings sein rigoroses VorgeFlagge nur vorschlug, weil eine neue Art spielen hen gegen langhaarige Jungs ins Gewicht gefalsie eben aus dem Süden stammte." Medlocke ist konnte. Und dann eben Country, jene Musik, die len sein, weshalb sein Nachname Skinner mit dem eine Southern-Rock-Legende. Während er zwischen irgendwie in jedem Amerikaner schwingt – auch angefügten „d" phonetisch zu Skinhead gemacht 1971 und 1972 bereits einmal bei Lynyrd Skynyrd wenn er sie gar nicht besonders mag. wurde. Und das bezog sich wiederum auf den Zoff als Schlagzeuger und Sänger angeheuert hatte, um die Frisuren. entwickelte er die von ihm schon 1969 gegründeEinen wesentlichen Anteil an der enormen Poputen Blackfoot ab 1975 zu einem der relevantesten larität Lynyrd Skynyrds in den Südstaaten der USA Leonard Skinner erzählte später in einem Interview, Genrevertreter. Als amerikanischer Ureinwohner hatten schließlich die Texte. Das waren Geschichten dass ihm zum ersten Mal eine Ahnung gekommen mit Blut der Lakota und Cherokee in seinen Veüber Outlaws, über eigentliche starke Typen, desei, er könne mit dem Bandnamen gemeint sein, nen, stellte er immer den lebenden Beweis dar, dass nen übel mitgespielt worden war und die sich trotz als er im Autoradio eine DJ-Ansage gehörte habe: ­Southern Rock zu Unrecht in den Ruf geriet, grundRückschlägen nicht unterkriegen ließen. Lieber Re„Hier sind Lynyrd Skynyrd mit ihrem aktuellen GoodTimes 3/2019

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Und dass alle konservativen US-Amerikaner, die zwar unbedingt andere ideologische Ziele verfolgen als Liberale, automatisch Rassisten seien, ist im Zusammenhang mit dem Südstaaten-Rock der zweite medial kolportierte Irrtum. Abgesehen davon, dass Afroamerikaner als Mitglieder der Allmans den Sound einer der stilprägendsten Bands mitdefinierten, waren die meisten SouthernRock-Formationen tief im Blues verwurzelt. Rickey Medlocke: „Ronnie Van Zant liebte Blues. Genau wie ich. Ich bin mit einem Großvater aufgewachsen, der mir alles über den Blues beigebracht hat, weil er selbst ein Delta-Blues-Musiker war. Nichts war für mich weiter entfernt, als rassistisch zu sein."

zeichnet sie ein Bild vom starken und reinen Charakter eines Jungen aus dem Süden. Der lyrische Schachzug, der die Geschichte besonders berührend macht, besteht darin, dass eine Mutter ihrem einzigen Sohn mit auf den Weg gibt, wie er sich verhalten soll, um ein guter Mensch zu sein: „Oh, lass dir Zeit, lebe nicht zu schnell/Probleme kommen und gehen/Du wirst eine Frau finden, und du wirst die Liebe finden/Und vergiss nie, mein Sohn, im Himmel ist jemand. Vergiss deine Lust nach dem Gold des reichen Mannes/Alles, was du brauchst, befindet sich in deiner Seele/Und du kannst es, oh Baby, wenn du es versuchst/Alles, was ich für dich will, mein Sohn, das ist, dass du zufrieden bist. Junge, mach dir keine Sorgen, du wirst dich selbst finden/Folge deinem Herzen und nichts anderem ... Und sei ein einfacher Mann/Sei, was du liebst und verstehst."

Ronnie Van Zant sagt man nach, er sei ein feiner Kerl gewesen – ehrlich, loyal und Kumpel durch und durch. Allerdings hatte es mit dem eigenen Anspruch, ein „einfacher Mann" zu bleiben, nicht Allen Erklärungsversuchen zum Trotz gelten ganz so geklappt. Die Band zelebrierte das TourleLynyrd Skynyrd bis heute als kontroverse Band. ­ ben mit all seinen Facetten, Frauengeschichten gab Rockfans, die ihre Lieblingsgruppen danach auses zuhauf, Alkohol und Drogen wurden zu stänsuchen, welche politische Idee sie transportieren, digen Begleitern. Darüber hinaus genoss Van Zant werden mit den Männern aus Florida immer wieden zweifelhaften Ruf, Kneipenschlägereien nicht der Schwierigkeiten haben. Wer wiederum unbegerade abgeneigt zu sein. Und prügelte er sich, fangen an die in den Texten der Gruppe erzählten hatten seine Gegner Geschichten herangeht, wird dort Lynyrd-Skynyrd-Discographie in meist schlechte Karten. tiefe Emotionen entdecken – einSelbst, wenn der Sänger gehüllt von Melodien, wie sie im GoodTimes Edition Discographien stockbetrunken war. Zusammenspiel von Country und Vol. 12 – ab 20.9.2019 erhältlich! Hard Rock so noch nie zu höInmitten dieser Turbulenzen entstand mit "Sweet ren gewesen waren. Schon das erste Album von Home Alabama" der größte Hit von Lynyrd SkyLynyrd Skynyrd, das mit dem eigenwilligen Titel nyrd (mit Platz 8 die einzige Top-10-Platzierung (PRONOUNCED 'LEH-'NÉRD SKIN-'NÉRD) aufin den USA). Credits erhielten Ronnie Van Zant wartete, bot einige ihrer bis heute besten Songs. für den Text sowie Gary Rossington und Ed King Allen voran das neunminütige "Freebird", in dem für die Musik. King war nach Junstrom (bis 1971) Ronnie Van Zant einem Mädchen erklärt, dass er und Greg T. Walker (1971/72) für ein paar Monate nicht bei ihr bleiben könne, wie sehr er sie auch der nunmehr dritte Bassist seit der berüchtigten liebe – die Sehnsucht nach Freiheit treibe ihn in die Namensgebung, wechselte mit dem Einstieg von Ferne. Nicht weniger beeindruckend ist die BallaLeon Wilkeson aber zur Gitarre. "Sweet Home Alade "Tuesday's Gone". Das Thema ist praktisch das bama" zementierte den Ruf der Band aus Jacksongleiche: Ein Zug bringt den Ich-Erzähler in seinem ville, kompromisslose Streiter für das neue Selbstunwiderstehlichen Wunsch, allein sein zu wollen, verständnis der Südstaatler zu sein. Dabei hatte weit fort. Seine Frau – durchaus als Metapher für Van Zant beim Schreiben des Textes vor allem den Heimat zu verstehen – lässt er zurück. Mit "Simp­ Schalk im Nacken. Er bezog sich darin auf zwei le Man" gibt es Ballade Nummer drei. Vermutlich Neil-Young-Songs, in denen er den Mann aus dem die stärkste im gesamten Backkatalog der Band,

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Süden ungebührlich dargestellt fand. In "Southern Man" vom Album AFTER THE GOLDRUSH (1970) hieß es zum Beispiel: „Südstaatler, bewahre mal besser die Ruhe/Vergiss nicht, was dein gutes Buch dir sagte/Der Süden wird sich letztlich wandeln/Jetzt brennen deine Kreuze schnell. Ich sah die Baumwolle und die Schwarzen/Große weiße Herrenhäuser und kleine Hütten/Südstaatler, wann wirst du die Rechnung begleichen?/Ich hörte das Schreien und das Schlagen der Rinderpeitschen/ Wie lange noch?" Oder "Alabama" von HARVEST (1972): „Oh Alabama, Banjoklang dringt durch die zerbrochenen Fensterscheiben unten in Alabama/ Sieh die Alten, gefesselt mit weißen Stricken … Alabama, du hast ein Gewicht auf den Schultern, das dir das Rückgrat bricht." Neil Young wollte Rassentrennung und Gewalt gegen Schwarze anprangern und stellte die Südstaatler unter Generalverdacht: Alabama wurde zum Symbol der Sünden weißer Rassisten. Ronnie Van Zant, damals seit einigen Jahren bereits durch die Mühlen unterschiedlichster politischer Anfeindungen gegangen, sah hier eine Gelegenheit für eine Retourkutsche. „Wir fanden, dass Neil Young auf alle Enten schoss, um ein oder zwei zu treffen", sagte Van Zant über seine Motivation für den Text. „Wir sind zwar Südstaatenrebellen, aber vor allem kennen wir den Unterschied zwischen richtig und falsch." „Ich habe Mister Young über sie [die Menschen in Alabama] singen hören/Ich habe gehört, wie der alte Neil sie runtergemacht hat/Ich hoffe, Neil Young wird daran denken/Dass die Südstaatler ihn hier unten nicht sehen wollen." Medial wurde dieser Zwist genüsslich aufgegriffen, und schnell gingen zwei unterschiedliche politische Lager in Stellung. Aus deutscher Sicht würde man von einem RechtsLinks-Konflikt sprechen, was auf die Staaten allerdings so nicht übertragbar ist. Ronnie Van Zant nahm seinen Seitenhieb auf Young locker. „Wir meinten 'Sweet Home Alabama' als Witz", sagte er später in einem Interview. „Wir haben nicht einmal darüber nachgedacht. Die Worte kamen einfach so heraus. Wir haben uns alle höllisch kaputtgelacht und meinten: ,Ist das nicht lustig?' Wir lieben Neil Young, wir lieben seine Musik." © Pressefoto

sätzlich rassistische Inhalte zu transportieren. Eine Rückbesinnung auf den Selbstbestimmungswillen der Südstaaten im Sezessionskrieg oder zum Teil erzkonservative Ansichten waren noch nie gleichbedeutend mit Rassismus. So wird der kriegerische Konflikt bis heute meist auf die angeblich unterschiedliche Auffassung der beiden Kriegsparteien über die Sklaverei reduziert, was per se ein falsches Geschichtsbild zeichnet. Denn auch im Norden der USA gab es in jener Epoche zu keinem Augenblick eine politische Mehrheit für die Abschaffung der Sklaverei. Vielmehr stritten sich die beiden Lager um die Struktur der Union. Dabei pochten die Südstaatler darauf, dass ihre Territorien auch nach dem Beitritt zum Staatenbund politisch und wirtschaftlich souverän bleiben sollten.

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Der „Sängerkrieg" ist bis heute immer wieder Gegenstand journalistischer Analysen, in denen die Band aus Jacksonville ungeachtet ihrer Statements zu dem Song angegriffen wird. Heute mehr denn je. Aussagen wie die von Gary Rossington, der sagte: „Wir haben Neil Young nur runtergemacht, weil er Alabama runtergemacht hat und wir Alabama lieben", sind den Tugendwächtern nicht eindeutig genug. Und wenn Skynyrds Ex-Drummer Artimus Pyle davon spricht, man möge den Südstaatlern von heute nicht die Schuld für das geben, was vor Generationen passiert sei, wird auch schon mal von der Relativierung einer Schuld gesprochen.

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J.J. Cale. Überhaupt war SECOND HELPING bluesDort, wo die einen wortreich sinnlose Debatten über lastiger als das Debüt. die richtige oder falsche politische Haltung von Musikern führen, lassen selbige Gesten und die Musik Während der Produktion zur dritten Platte sprechen: Ronnie Van Zant verehrte Neil Young so NUTHIN' FANCY, die 1975 tatsächlich bis in die Top sehr, dass er dessen „Tonight's The Night"-T-Shirt 10 (Platz 9) der US-Album-Charts vorstieß, ging es nicht nur bei Live-Auftritten trug, sondern auch praktisch drunter und drüber. Die Reibungen zwiauf dem Cover der STREET SURVIVORS-LP (1977) präsentierte. Und Neil Young? Nachdem Ronnie Lynyrd Skynyrd Mitte der Siebziger mit Ed King (2. von rechts) Van Zant, zwei weitere Bandmitglieder und der Roadmanager bei einem Flugzeugabsturz am 20. Oktober 1977 ums Leben gekommen waren, trat der Kanadier auf einem Lynyrd-SkynyrdTribute-Konzert auf. Dort sang er sein "Alabama", das er am Ende in "Sweet Home Alabama" überleitete. Das ist einer der größten Gänsehautmomente der Rockgeschichte.

© Pressefoto

Wenn auch ihr Single-Highlight, so war "Sweet Home Alabama" als Opener ihres zweiten Albums SECOND HELPING (1974) hier „nur" Bestandteil einer weiteren brillanten S ong-A ns ammlu ng : "I Need You" ist zum Beispiel eine ans Herz gehende Bluesballade, die ruppige Hard-Rock-Nummer "Workin' For MCA" verrät den Fans, dass Lynyrd Skynyrd einst für 9000 Dollar unter Vertrag genommen wurden, das eindringliche "The Needle And The Spoon" thematisiert den Konsum harter Drogen, und "Call Me The Breeze" ist ein deftiger Blues Rock – inklusive Bläsersektion – aus der Feder von

schen der Band und Produzent Al Kooper – er hatte bereits die beiden vorangegangenen Scheiben betreut – nahmen derart zu, dass die Musiker ihn am liebsten schon bei den Aufnahmesessions vor die Tür gesetzt hätten. Nach Erscheinen der LP meinte

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zum Beispiel Gitarrist Allen Collins, dass sie Kooper künftig nicht mehr benötigten. Ihm war vor allem aufgestoßen, dass der Produzent der Band vorgeschlagen hatte, ein Stück im Stile von Grand Funk Railroad einzuspielen: „Wir sagten, dass wir diesen Scheiß nicht machen werden!" Schlagzeuger Bob Burns verließ Lynyrd Skynyrd noch vor Veröffentlichung von NUTHIN' FANCY ebenso wie Ed King. Letzterer sprach von zu viel Gewalt im Dunstkreis der Band. Für Burns kam Artimus Pyle. Zu einem echten Problem schien in dieser Zeit der Alkoholkonsum von Ronnie Van Zant zu werden. Er hatte irgendwann mal zu Ohren bekommen, dass die Qualität des Sängers mit dem Grad seiner Verrücktheit steige – und so trieb er es immer verrückter. Um den Opener von NUTHIN' FANCY, "Saturday Night Special", entbrannte eine ähnlich kontroverse Debatte wie um "Sweet Home Alabama". Diesmal ging es um die Haltung zu Handfeuerwaffen. Vorwurf: Lynyrd Skynyrd spielten mit diesem Song der Waffenlobby in die Hände. In der Nummer – der Begriff steht für kleinkalibrige, billige Pistolen und Colts – wird von einer Pokerpartie erzählt, bei der einiges aus dem Ruder läuft und der eine dem anderen eine Kugel zwischen die Augen schießt. Zeilen wie „Handfeu-

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erwaffen sind zum Töten da/Sie taugen zu nichts anderem" oder „Mister Saturday Night Special/Du hast einen kalten, blauen Lauf/Bist für nichts gut/ Außer, einen Mann in ein sechs Fuß tiefes Loch zu bringen" wurden als Verherrlichung gewertet. Zwar wird in "Saturday Night Special" deutlich, dass die Band Waffenbesitz durchaus kritisch sieht, zu Gegnern desselben schwangen sich die Musiker aber weder damals auf, noch tun sie es heute. Wenngleich besonders das Skynyrd-Debüt ein enormes musikalisches Schwergewicht darstellt, erntete NUTHIN' FANCY den Erfolg zu Recht. "Saturday Night Special" ist eine Skynyrd-Hymne, "Cheatin' Woman" ein dramatischer Blues, "Railroad Song" verkörpert genau das, wovon er handelt, "I'm A Country Boy" ist ein Stinkefinger-BluesRock an alle Großstädter, "On The Hunt" grooviger Hard Rock, wie ihn so damals nur Lynyrd Skynyrd beherrschten, lockeres Country-Feeling entsteht bei "Am I Losin'", "Made In The Shade" ist Blues in seiner ursprünglichsten Form, während "Whiskey RockA-Roller" noch einmal den Rock beimischt. So abwechslungsreich die Scheibe aufgebaut ist, so flüssig lässt sie sich weghören.

© Pressefoto

Live hatten die SüdstaatenRocker mittlerweile einen legendären Ruf. Ronnie Van Zants Leben spielte sich praktisch auf der Bühne ab. In Interviews betonte er immer wieder die immense Bedeutung der Gigs für ihn. Die Kohle spiele da keine Rolle. Dort, wo Fans die Band sehen wollten, schlage er mit dem Lynyrd-Skynyrd-Tross auf, versicherte Van Zant. Und es machte mächtig etwas her, wenn Songs sich über den üblichen StropheRefrain-Modus und ein, zwei Gitarrensolos immer weiter aufbauten und schließlich in Klampfenorgien kulminierten, in denen die drei Sechssaiter schweißtreibende Kämpfe auszutragen schienen. Neben den Stammleuten Allen Collins und Gary Rossington stand ab 1976 noch Gitarrist Steve Gaines mit an vorderster Front, der damit etwas verspätet Ed King ersetzte. Aber auch eine Formation wie Lynyrd Skynyrd benötigte den Album-Tour-Album-Rhythmus, um Geld zu verdienen und im medialen Geschäft zu bleiben. Und so erschien nur ein knappes Jahr nach NUTHIN' das vierte Studiowerk, GIMME BACK MY BULLETS (Februar 1976). Allen Collins hatte zu diesem Zeitpunkt die Band in kreativer Hinsicht unter Kontrolle. Außer dem J.J.-Cale-Cover "I Got The Same Old Blues" und dem Titelsong, der aus der Feder von Rossington stammte, war BULLET von Collins komponiert worden. "Trust", "Roll Gypsy Roll" und "Cry For The Bad Man" sehen Rossington zwar als Mitautor, sein eigentlicher Beitrag soll aber Seite

relativ bescheiden gewesen sein. Der Qualität der Musik tat das zwar keinen Abbruch, der SkynyrdStil, diese einst so verwegene Mischung aus Country, Blues und Hard Rock, flankiert von hymnischen Balladen, schien indes ausgereizt zu sein. Zumindest im Studio. Denn das Live-Album ONE MORE FROM THE ROAD im September 1976 brachte erneut alle Qualitäten zusammen, die Lynyrd Skynyrd über die Jahre zu jener Institution hatten werden lassen, die sie nach nur vier LPs bereits waren. Natürlich bekamen Fans in erster Linie die großen Stücke geboten. Allerdings gehörten zur ROAD-Liste auch Nummern, die zuvor noch niemals in Vinyl gepresst worden waren: Die

STREET SURVIVORS wurde zum erfolgreichsten Album der Band aus Jacksonville (USA #5, UK #13). Es ist davon auszugehen, dass die tragischen Ereignisse ihren makabren Anteil am Erfolg gehabt haben dürften. Die Qualität der Scheibe ist aber unbestritten. Zwar versicherten die überlebenden Bandmitglieder, nie wieder als Lynyrd Skynyrd auftreten zu wollen, das über die Jahre anhaltende Inter­esse an der Gruppe veranlasste Gary Rossington, Leon Wilkeson, Billy Powell (keys), Ed King und Artimus Pyle allerdings dazu, zusammen mit Johnny Van Zant und dem Gitarristen Randal Hall 1987 Lynyrd Skynyrd aus der Versenkung zu holen.

Anfangs lediglich als Live-Attraktion gedacht, erschien am 11. Juni 1991 das Die aktuellen Lynyrd Skynyrd werden seit über 20 Jahren von Gary Rossington, Album LYNYRD SKYNYRD Rickey Medlocke und Johnny Van Zant 1991, das sich als reinras(vorn von links) angeführt. siges Skynyrd-Produkt entpuppte und die Band in ihre zweite Karriere katapultierte. Die ist zwar durch ausgedehnte Tourneen durch die ganze Welt geprägt, warf bis heute aber weitere acht Studio-­Alben (inklusive Weihnachtsplatte) ab, die von einer herausragenden Qualität sind. Die Originalmitglieder sind langsam ausgestorben – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Allen Collins konnte die Reunion 1987 wegen körperlicher Handicaps schon nicht mehr mitmachen und starb 1990 an einer chronischen Lungenentzündung, eine chronische Leber- und Lungenerkrankung raffte 2001 auch Leon Wilkeson Jimmie-Rodgers-Nummer "T For Texas", "Crossdahin, Pianist Billy Powell roads" von Robert Johnson und das geradezu starb 2009 an einem Herzepische "Travelin' Man" von Ronnie Van Zant und infarkt, Ed King, der Lynyrd Leon ­W ilkeson. In der späteren Inkarnation der Skynyrd bereits 1996 wieBand mit Ronnies Bruder Johnny am Mikrofon der verlassen hatte, segnete entwickelte sich der Song in den Konzerten zu im vergangenen Jahr das einer echten Attraktion, da hier Ronnie per ViZeitliche. Er soll Krebs gedeosequenz zum Duett­ partner seines jüngeren habt haben. Artimus Pyle Bruders gemacht wurde. verabschiedete sich schon 1991 wieder von Lynyrd Skynyrd und spielt Songs der ersten Bandversion Mit einer Frischzellenkur bewährte sich das musimit seiner Covertruppe The Artimus Pyle Band. kalische Lynyrd-Skynyrd-Rezept aber auch wieder im Studio. Das zeigten die Amis der Welt am 17. Aktuell bilden neben Johnny Van Zant und Gary Oktober 1977 mit Album Nummer fünf: STREET Rossington der Blackfoot-Kopf und einstige SkySURVIVORS. Die LP umfasst erfrischenden Bluesnyrd-Interims-Schlagzeuger Rickey Medlocke den Rock-Stoff, bärenstarke Melodien, faszinierende Kern der Formation. Drummer Michael Cartellone ist Arrangementideen – und einige ihrer berühmtesten seit 1999 dabei und als Gründungsmitglied der Damn Gassenhauer: "That Smell", "What's Your Name" Yankees, denen Ted Nugent, Tommy Shaw (Styx) und oder "You Got That Right". Jack Blades (Night Ranger) angehörten, kein unbeschriebenes Blatt. Gitarrist Mark Matejka kam 2006 Die Karriere der Band fand dann ein jähes Ende, zu Lynyrd Skynyrd und spielte auch schon mit der als Ronnie Van Zant, Steve Gaines, dessen Schwes­ Charlie Daniels Band, Keyboarder Peter „Keys" Pisarter und Backgroundsängerin Cassie Gaines sowie czyk kam 2009 an Bord und hatte sich zuvor als TaRoadmanager Dean Kilpatrick am 20. Oktober bei stenmann für George Clintons P-Funk einen Namen einem Flugzeugabsturz nahe Gillsburg, Mississipgemacht. Als Bassist wird derzeit Keith Chris­topher pi, ums Leben kamen (eine detaillierte Geschichte geführt. Er gehört seit 2017 zum Line-up. dazu gab es in GT 5/17).

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Foto: © Doltyn Snedden

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Wir nennen es Farewell" – doch die " Skynyrd Nation" bleibt uns erhalten!

Johnny Van Zant gilt weltweit als Erbe seines Bruders: des 1977er Crash-Opfers Ronnie. Rickey Medlocke war schon 1971 erstmals bei der Drei-Gitarren-Band. Uli Twelkers Interview-Partner live aus dem kanadischen Edmonton gehören ebenso zur Skynyrd Nation" wie " der letzte Überlebende – Gary Rossington.

Kreativität und Inspiration: JVZ: Dank meines Handys geht keine Idee verloren. Die Quelle der Einfälle? Wenn Gott will, dass du sie hast, wird er sie dir präsentieren. Ich habe verstärkt zum Christentum zurückgefunden, auch weil ich letztes Jahr meine Tochter Lindsay mit 35 an Krebs verlor. Neben Blues werde ich vor allem ein Gospel­ album aufnehmen, habe schon viele Songs fertig. RM: Wenn eine Songwritingsession ansteht, versuche ich, jeden Tag eine Idee aufzuzeichnen. Gitarren: RM: In der Band meines Opas spielte ich Drums und Banjo, seit ich drei war, trat in seiner Florida-TV-Show auf, bis ich acht war. 1956 ging es mit den Großeltern zum Florida Theater: Elvis! Der King für mich. Dann kamen die Beatles; Ende der Sixties waren Jimi Hendrix und Eric Clapton meine Einflüsse, mit einer Prise Jeff Beck. In Skynyrd hatte ich Gary: „Schau, Rickey, ich vermisse Allen [Collins], keiner spielt seinen Stil wie du. Viele Fans glauben, ich spielte Allens Explorer, aber die steht in der Hall Of Fame. Ich spiele meine Explorer, ebenso wie die Firebird und Les Paul. 4. Gitarrist? JVZ: Mit Peter Frampton haben wir einige Tourneen durchgezogen. Bei ihm denke ich an

die einflussreichen Humble Pie, sein Live-Album – und den tollen Tourkumpel. Ich fand mal einen Zettel an der Hoteltür: „Solltet ihr je einen vierten Gitarristen brauchen …" – das ist Peter! Dazu haben wir mit Bassist Keith Christopher von den Georgia Satellites ein späteres Humble-Pie-Mitglied bei Skynyrd. Studioarbeit: JVZ: Wer dir erzählt, dass er ohne Overdubs aufnimmt, lügt. Klar nehmen wir extra Spuren auf. Zu Anfang gab es ja nur 4-Track. Wir stehen aber gemeinsam im Studio, lassen in Jams Ideen fließen. Bei "Mississippi Blood" gab es drei Songwriter: Der mit dem Killerriff war Jaren Johnson von Cadillac Three. Ich liebe das Ding! RM: Wir hatten auch John 5 [Marylin Manson, Scorpions]. Im Studio hören wir uns zu ... wenn ich sage: „Hör mal", summt Johnny vielleicht eine Melodie oder erinnert sich an eine Textzeile. Ein echtes Kollektiv – dabei kommen ein bis zwei Songs pro Tag raus. Konzertarbeit: JVZ: Wir sind stolz auf unser Mega-Line-up mit sieben Jungs und den Chorladies Carol Chase und Dale Krantz-Rossington. Wir werden super geprobt zu euch kommen und Überraschungen bieten. RM: Für die Farewell-Tour planen wir, jedes Venue, das wir je spielten, noch mal zu besuchen, und noch ein paar dazu. Das sind eine Menge Hallen: Nicht nur in den Staaten oder hier in Kanada, auch in Europa, Japan, Australien, Neuseeland, Südamerika. Es wird eine Bad-Ass-Kombination mit Blackberry Smoke, die wir lieben. Wir tauschen dabei regelmäßig Songs im Set aus. Songs, auf die ich stolz bin, ebenso wie darauf, zwei großen Southern Bands anzugehören: Blackfoot und Lynyrd Skynyrd. Deutschland: JVZ: Ich liebe es, bei euch Bahn zu fa-

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hren und einfach zu schnuppern: Jedes Land hat "That Smell" und seinen eigenen "Simple Man", daher schiebe ich die Popularität unserer Songs in Deutschland auf die Genialität meines verstorbenen Bruders Ronnie, der mit derart zeitlosen Nummern rüberkam – wie auch "Sweet Home Alabama", "Gimme Three Steps" etc. Shitstorms: RM: Gehst du auf Social-Media-Bull­shit wie Facebook, kommt auf zehntausend positive Beiträge einer, der fragt, wie man solch eine Hinterwäldler-Rassisten-Band lieben kann. Aber durch meine Venen fließt doch Native-American-Blut! Ich gehöre zu Amerikas Ureinwohnern. Mein Großvater Shorty Medlocke lehrte mich alles über Blues, war selbst eine Delta-Blues-Legende. Die Band wurde vom Label als Southern etikettiert. Kommentare von einem, der uns nie begegnete, tun weh. Der muss sie sich in seinen adeligen After stecken. JVZ: Diese Band soll rassistisch sein? Wie soll das gehen? Als Rassisten könnten wir zum Beispiel nichts essen, denn fast die komplette „Southern food" ist doch schwarz, wurde von Afroamerikanern entwickelt. Ricky hat Recht: Auch als Liebhaber sämtlicher Spielarten der Bluesmusik könnten wir ja wohl kaum eine rassistische Band sein, oder? Die Zukunft: JVZ: Wir hören auf, wenn wir die Stiefel noch anhaben. Es gibt ein Studio-Album. Projekte wie die DVD unseres LAST OF THE STREET SURVIVORS-Abschieds im EverBank-Field, in dem die Jacksonville Jaguars spielen. Die Skynyrd Nation bleibt! Es gab Einschnitte wie den Tod von Billy Powell 2009, aber er wollte, dass wir weitermachen. RM: Im EverBank waren es 57.000 Fans! Wir hören ja nur mit den 80 bis 100 Gigs pro Jahr auf, weil Garys Herz sie nicht mehr schaffen kann. Aber die Band lebt: Gary, Johnny und ich haben viele Songs katalogisiert. Die nehmen wir auf, schreiben neue. Wenn es gut läuft, gibt es 2020 eine zweite Hälfte der Farewell-Tour. Unser Management prüft „Residencies": in München oder London eine komplette Woche im selben Laden.

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ALBUM COVER ART GALERIE #19

THE WHO

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Mit dem rasanten Aufstieg der CD ab den 1980er Jahren und den anschließenden Online-Musikdiensten drohte der guten alten Schallplatte das Aus. Doch Vinyl erlebt seit Jahren ein Revival. Viele Neuheiten sind ebenfalls als LP zu haben, ganz zu schweigen von der Flut an Repros mit Oldie-Material. Diese Entwicklung setzte nicht nur eine Debatte über die Sinnlichkeit analogen Musikhörens in Gang, der Blick fällt auch wieder auf die "Wundertüten", in denen die schwarzen Scheiben stecken: kunstvoll gestaltete großformatige Albumhüllen. Ausgewählte Beispiele erläutert diese Serie.

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m 23. Mai 2019 standen Sänger Roger Daltrey (1944) und Gitarrist/Songwriter Pete Townshend (1945) samt Entourage im Rahmen ihrer „Moving On!"-Tour in St. Louis auf der Bühne und performten Musik von The Who. Foto- und Video-Projektionen erinnerten an John Entwistle (1944–2002) und Keith Moon (1946–1978), die einst mit ihrem vitalen Bass- beziehungsweise Schlagzeugspiel den Sound des Powerquartetts entscheidend mitgeprägt hatten. Auf den Tag genau 50 Jahre vorher feierte die Band ihre bis dahin spektakulärste Veröffentlichung: TOMMY.

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ten. (Ironischerweise gelang Townshend das im Juni 1969 mit dem von ihm für Thunderclap Newman produzierten "Something In The Air", wofür er auch den E-Bass zupfte. Sänger und Schlagzeuger der Band war sein Freund John Keen, der 1967 für The Who "Armenia City In The Sky" geschrieben hatte.) Das dem Musikstück zugrunde liegende Libretto erzählt von der seelischen Erschütterung des jungen Tommy, der miterlebt hat, wie sein aus dem Krieg heimkehrender Vater den Liebhaber der Mutter tötet. Blind und taubstumm („You didn’t hear it, you didn’t see it, you won’t say nothing to no one ever in your life" / „Du hast nichts gehört, du hast Daltrey und Townshend nichts gesehen, du wirst dein Leben lang mit niemandem darüber sprechen") entzieht er sich dem wahren Leben, reagiert nur noch auf sein zweites Ich im Spiegel. Versuche, ihn durch Malträtieren (Cousin Kevin), Drogen (Acid Queen) oder Missbrauch (Uncle Ernie) zu erwecken, scheitern. Erst als er infolge gefühlter Vibrationen zum Flipperkönig aufsteigt und daraufhin – nachdem der ihn isolierende Spiegel und damit das Trauma zertrümmert sind – als Superstar vergöttert wird, scheint sein Weg in die Freiheit geebnet zu sein. Eine Freiheit, die er freilich mit stren-

The Who, v. l.: Townshend, Daltrey, Moon, Entwistle

Kommt die Rede auf die epochalen Werke der auslaufenden Roaring Sixties, verdient der von Pete Townshend nahezu im Alleingang getextete und komponierte, 24 Titel umfassende Songzyklus vom tauben, stummen und blinden Tommy Walker zwingend Erwähnung. Als die zwischen Oktober 1968 und März 1969 in den Londoner IBC Studios aufgenommene, von Kit Lambert produzierte Doppel-LP am 23. Mai 1969 in Großbritannien herauskam, schlug sie ein wie die sprichwörtliche Bombe und katapultierte The Who in den wichtigsten internatio­ nalen Hitparaden auf vorderste Plätze (UK: #2; USA: #4). Eine erste Vorstellung des im Konzeptalbum beleuchteten Themas des „deaf, dumb and blind kid", das trotz stärkster körperTOMMY (1969) licher Behinderung zum gefeierten Flipper-Champion aufsteigt, erlaubte die am 7. März 1969 veröffentlichte Single "Pinball Wizard". Der mit viel Verve vorgetragene Rocker – eine Art Leitmotiv der Story, vom Urheber im Booklet zur remasterten TOMMY-CD von 1996 aber als gefühlt „das unbeholfenste Stück, das ich je geschrieben habe", taxiert – kletterte in den britischen Charts trotz kryptischen Textes bis auf Position 4. Damit zählt er zu den erfolgreichsten Who-Titeln, die in ihrer langen Bandkarriere mit Ausnahme des Longplayers WHO’S NEXT (1971) in ihrer Heimat nie einen Number-One-Hit landen konnSeite

Von Horst Berner

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gen Verhaltensregeln einengt, was von seiner Jüngerschaft nicht akzeptiert wird: „We’re not gonna take it! Let’s forget you better still!" / „Wir machen das nicht mit! Am besten, wir vergessen dich ganz!" Beträchtlichen Einfluss auf den interpretationsfähigen TOMMY-Plot hatten – neben Lambert – Meher Baba, Mike McInnerney und Nik Cohn. Townshends indischer Avatar, 1894 geboren und kurz vor Erscheinen des Albums verstorben, vertrat die Sichtweise, das Leben, wie wir es kennen, sei eine „Illusion in einer Illusion". Überdies galt er als Großmystiker in Sachen Kraft der Stille: Ab dem 10. Juli 1925 hüllte er sich für die restlichen Jahre seines Lebens in Schweigen – eine Eigenschaft, die man dem wortgewandten und redseligen Townshend nicht unbedingt zuordnen mag. Babas letzte gesprochenen Worte machte im Übrigen Bobby McFerrin 1988 zum Titel seines Welterfolgs "Don’t Worry, Be Happy". Grafikdesigner McInnerney, wie Townshend ein Anhänger Meher Babas, wurde n

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mitunter noch vor der Band in die TOMMY-Demos eingeweiht, da es ihm oblag, die Geschichte um ein ansprechendes Artwork zu ergänzen. Seine Einfälle, mit denen er die Empfindungen des Charakters Tommy symbolisierte, führten zu sechs Illustrationen und zwei Fotos, die, zusammen mit den Lyrics, in der beigelegten zwölfseitigen Publikation abgedruckt wurden, sowie den beiden faltbaren Triptychen auf der Außen- und Innenhülle des Albums. Speziell das Cover in seiner kosmischen und zugleich spirituellen Anmutung – laut Townshend „eine Art Gitter, das die Zuhörer passieren mussten, um zur Musik zu gelangen" – ist ein Coup und steht längst im Ruf einer Ikone der Rockkultur. Auf Drängen von Decca in den USA wurden allerdings im letzten Moment in das von der Band und ihrer englischen Plattenfirma Track Records/Polydor bereits abgesegnete Original-Artwork noch Fotos der Musiker in das Schwarz des Hintergrunds eingebaut. Legendär ist der Input des einflussreichen 1946 in London geborenen Musikjournalisten Nik Cohn. Bei einer Hörprobe am 4. Februar 1969 in den IBCStudios würdigte er die Musik als ziemlich gelungen, hielt aber die Erzählung, in der Tommy wie US-Promo- und deutsche Singleein Guru erscheint, für „ein bissAusgabe von "Pinball Wizard" (1969) chen verkniffen und humorlos". Townshends Nachfrage: „Und wenn Tommy Flipper-Champion wäre?", löste beim bekennenden Flipper-Fan Cohn, der just zu diesem Zeitpunkt an seinem Roman „Arfur: Teenage Pinball Queen" arbeitete, einen positiven Sinneswandel aus. Und Deutsche Single-Ausgaben von "I’m Free" den Who-Boss regte diese Beund "See Me, Feel Me" (1970) gegnung zur Komposition von "Pinball Wizard" an … Meriten gebühren schließlich auch Christopher Sebastian „Kit" Lambert, Sohn des englischen Dirigenten und Komponisten Constant Leonard Lambert, der als Manager von The Who die Band und speziell Pete Townshend immer wieder zum Schreiben von Songs ermutigte, die einer verkettenden Idee folgten. Die „miniopera” "A Quick One, While He’s Away" (1966) – am 11. Dezember Rock And Roll Circus" (1968) 1968 brillant im „Rolling Stones " Rock And Roll Circus" präsentiert – war ein Versuch in diese Richtung, während "Rael" (1967) und das 1968 entstandene, bis 1974 unveröffentlicht gebliebene "Glow Girl" bereits That deaf dumb and blind kid sure " plays a mean pinball!" Elemente enthielten, die in "Sparks" und "It’s A Boy" wiederverwertet wurden. Townshend und Lambert

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Go to the mirror boy!"

Aufgeklapptes TOMMY-Album außen und innen

TOMMY

Seite 1: 1. "Overture" (3:50) 2. "It's A Boy" (2:07) 3. "1921" (3:14) 4. "Amazing Journey" (3:25) 5. "Sparks" (3:45) 6. "Eyesight To The Blind (The Hawker)" (2:15) Seite 2: 7. "Christmas" (5:30) 8. "Cousin Kevin" (4:03) 9. "The Acid Queen" (3:31) 10. "Underture" (9:55)

Programmheft zum Tommy"-Film (1975) "

tigen Mod-Band damit ein Quantensprung gelungen war. Kritiker (Cohn: „Fünf Sterne und einen Seite 3: Extraball!") wie Publikum 11. "Do You Think It's Alright?" (0:24) zeigten sich begeistert von 12. "Fiddle About" (1:26) dem neuen Format Rock­ 13. "Pinball Wizard" (3:50) oper, die inhaltlich eine 14. "There's A Doctor" (0:25) dramaturgisch durchkom15. "Go To The Mirror!" (3:50) ponierte Handlung bot und 16. "Tommy Can You Hear Me?" (1:35) musikalisch durch das Wie17. "Smash The Mirror" (1:20) deraufgreifen bestimmter 18. "Sensation" (2:32) Themen verbunden war. Seite 4: Vor allem aber lieferte das 19. "Miracle Cure" (0:10) Resultat grandiose Musik, 20. "Sally Simpson" (4:10) gespielt von vier im Zenit 21. "I'm Free" (2:40) ihres Schaffens stehen22. "Welcome" (4:30) den Künstlern. Der Rest 23. "Tommy's Holiday Camp" (0:57) ist ­ Geschichte: unzählige 24. "We're Not Gonna Take It" (6:45) großartige Auftritte, unTrack 1 bis 5; 7; 9 bis 11; 13 bis 22; 24: Pete ter anderem in Woodstock Townshend; Track 6: Sonny Boy Williamson; Track 8+12: John Entwistle; Track 23: Keith Moon (1969), auf der Isle Of Wight (1969 und 1970), in Leeds (1970); Aufführungen in Opernhäusern mit The Who, durch das London Symphony Orchestra (1972, Lou Reizner) und andere Sinfonie-Orchester; der Film von Ken Russel samt Soundtrack (1975); Bühnen-, Ballett- und Musical-Fassungen – annähernd alles auch längst auf LPs, CDs, DVDs und Blu-rays zu haben und zu genießen. Nachdem Daltrey TOMMY bereits mehrfach solo auf die Bühne brachte, spielten Roger Daltrey und Pete Townshend 50 Jahre TOMMY, zusammen mit Jon Button, John Corey, Lo- Buch von McInnerney (2019) ren Gold, Frank Simes, Simon Townshend Arfur" (1970) und Zak Starkey im April 2017 die Rockoper in kompletter Länge in " Nachdem TOMMY am 1. Mai der Londoner Royal Albert Hall. Aktuell befindet sich die Band in dieser Beset1969 in Ronnie Scott’s Jazz Club zung, begleitet von lokalen Sinfonie-Orchestern, auf ausgedehnter Nordamerikaerstmals live vor ausgesuchten Tour, unterbrochen von einem Gig am 6. Juli 2019 im Londoner Wembley Stadion. Gästen aufgeführt wurde, zeichAußerdem ist ein Album in der Mache, das, 13 Jahre nach ENDLESS WIRE (mit nete sich rasch ab, dass der eins­ der Mini-Oper "Wire & Glass"), neues Studiomaterial von The Who bringen wird. GoodTimes 3/2019

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David Coverdale

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FLESH & BLOOD ist das 13. Studiowerk von Whitesnake. Also der Band, die der einstige ­Deep-Purple-Sänger David Coverdale 1978 im UK an den Start brachte und Mitte der 80er Jahre nach seiner Übersiedlung in die USA mit dortigen Musikern stärker auf den amerikanischen Markt ausrichtete. Etwa ein Dutzend Mal hat GoodTimes-Mitarbeiter Philipp Roser seither mit Coverdale gesprochen, und am Telefon begrüßte ihn der Sänger in seiner bekannt enthusiastischen Art. 1981 haben wir uns schon unterhalten? Und wir sind immer noch am Leben – das ist doch cool! Ich muss damals elf oder zwölf gewesen sein (lacht)! Und mir geht es super, auch wenn wir hier gerade einen monsunartigen Sturm haben! Es könnte nicht besser sein, wir sind geladen mit Energie, sind alle selbst begeistert von der neuen Platte und können es nicht abwarten, die Songs für die Show zu proben! Denn es ist eines der besten Whitesnake-Alben, an dem ich je beteiligt war – ich weiß, das sagt jeder über sein neues Album (lacht). Aber stimmt wirklich! Und vorhin habe ich mit meiner Enkeltochter gesprochen, die in der Nähe von München lebt – der gefällt es auch. Vorneweg eine ganz andere Frage, David – wie geht es deinen Knien und den neuen – künstlichen – Gelenken? Wunderbar! Ich hatte mich zehn Jahre lang mit degenerativer Arthritis herumgeschlagen und mich mit Schmerzmitteln vollgepumpt, bis es nicht mehr ging. Jetzt bin ich der Titan-Mann, spüre zwar Wetterwechsel stark, und Treppen gehören immer noch nicht zu meinen Lieblingsdingen, aber mir geht es wieder bestens – vor allem, nachdem ich letztes Jahr den Bühnentest bestanden habe. Mein Arzt riet mir zwar davon ab, als Foreigner mich einluden, mit ihnen in den USA durch die großen Arenen zu touren. Das war jedoch Seite

perfekt, ich musste nur eine Stunde raus auf die Bühne – und die Knie haben den Härtetest bestanden. Ich kann es nicht abwarten, jetzt mit White­ snake wieder voll loszulegen. Ich absolviere täglich ein Trainingsprogramm und bin wieder absolut fit. Für einen umtriebigen Typen wie dich muss es fürchterlich gewesen sein, ein Jahr auf Eis gelegt zu sein, oder? Das kannst du laut sagen! Aber ich hatte trotzdem viel zu tun. Ich habe an dem Boxset für die Wiederveröffentlichung von 1987 gearbeitet, habe an einem Coffee-Table-Buch über Deep Purple gesessen, das ratzfatz ausverkauft war. Und wir haben 18 neue Songs geschrieben … Warum hat es acht Jahre gedauert, um nach FOREVERMORE eine neue Studioplatte zu machen, wenn man THE PURPLE ALBUM mal ausklammert? Ich hatte schlicht keine Zeit dafür. Als ich 2008 GOOD TO BE BAD gemacht hatte, meinte ich erst, das sei ein passendes Album, um in den Ruhestand

zu gehen. Aber dann waren wir lange live unterwegs, danach habe ich mich zu FOREVERMORE überreden lassen. Wir waren zwei Jahre auf Tour, dann starb Jon Lord, der mich zuvor angerufen und informiert hatte, als er seine Krebsdiagnose erhielt. Er fragte, ob wir nicht wieder was machen könnten – doch dann kam es leider anders. Er war so ein toller Musiker, vor allem aber ein großartiger Mensch. Sein Tod brachte mich dazu, über meine

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Beziehungen zu anderen Menschen nachzudenken. Bei einer meiner täglichen Meditationen hatte ich dann so etwas wie eine Offenbarung – und ich habe alle angerufen, die ich auf meiner beruflichen Reise zurückgelassen hatte und die mir einmal etwas bedeuteten, um ihnen das auch zu sagen. Ich habe sogar Ritchie Blackmore angerufen, um das Kriegsbeil zu begraben. Daraus entstand dann auch die Idee für das PURPLE ALBUM. Jetzt gibt es mit FLESH & BLOOD ein neues Werk – wodurch unterscheidet es sich von den letzten Whitesnake-Alben? Ich habe zum ersten Mal gemeinsam mit meinen Gitarristen Reb Beach und Joel Hoekstra Songs geschrieben – und das war Freude pur, kann ich dir sagen! Es ist definitiv eine meiner Lieblingsscheiben von Whitesnake, neben dem COVERDALE PAGE-Album. Übrigens habe ich dafür jetzt auch ein paar Ideen bearbeitet, die ich für ein zweites Album mit Jimmy Page entwickelt hatte. Beispielsweise das Riff von “It’s Gonna Be Alright“, das Staub angesetzt hatte, ehe ich es jetzt Joel vorspielte und mit ihm daran tüftelte. Es war eine Schande, dass Pageys damaliger Manager COVERDALE PAGE II verhinderte, weil wir noch keinen Plattenvertrag hatten – und obwohl wir es eigentlich beide wollten und auch schon genug Songmaterial hatten. Aber mal schauen, vielleicht machen wir noch mal etwas gemeinsam. Bei der anstehenden Welttour ist nur ein einziges Deutschland-Konzert in Köln angesetzt ... Stimmt. Das hat aber nichts mit mir zu tun! Ich war genauso überrascht wie du. Enttäuschend, aber das ist eine Sache meines Agenten und der Veranstalter. Meine Tochter und meine Enkelinnen sind zutiefst betrübt, dass ich nicht bei ihnen vorbeikomme. Zumal ich ja eine ganz besondere Beziehung zu Deutschland habe, auch einige Zeit in München und am Ammersee gelebt habe! Aber vielleicht klappt es ja später noch – aus vertraglichen Gründen darf ich nichts sagen, bis das Download Festival in England über die Bühne gegangen ist.

Music from the 60s to the 80s

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Der TitanMann ist wieder am Start


Steve Hillage

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Hippietum gegen den Brexit

Warum hast du uns in Deutschland vier Jahrzehnte darauf warten lassen, dass du jetzt bei "Night Of The Prog" unter dem Namen The Steve Hillage Band live Stücke von deinen legendären Solo-Alben der 70er Jahre spielst? Dieses Zeug ist unbedingt speziell. Mir war nicht klar, dass viele alte Fans, aber auch junge Musikliebhaber derart begeistert davon sind. Ich habe ab den 80ern und bis heute sehr viel unterschiedliche Musik mit unterschiedlichen Leuten aufgenommen, Sachen ausprobiert. Doch FISH RISING aus dem Jahr 1975 und dessen Nachfolger werden von nicht wenigen geliebt. Weil die Sachen originell sind. Daher jetzt live.

Warum der einzige Auftritt in Deutschland bei "Night Of The Prog"?

Dieses Festival ist in der progressiven Rockszene äußerst bekannt und beliebt. Ich wäre dort gerne schon früher aufgetreten. Aber bislang hatte ich nicht die richtigen musikalischen Mitstreiter dafür. Jetzt weiß ich sie an meiner Seite.

Es ist die aktuelle Gong-Formation …

Ganz genau! Ich habe mit den Burschen schon einige Konzerte etwa in Großbritannien oder Japan gestemmt. Wir mögen keine engen Freunde sein. Aber uns verbindet derselbe Spirit von Liebe und musikalischem Frieden. Und wir sind allesamt gegen den Brexit. Hippietum gegen Tagespolitik, das ist doch mal was, oder etwa nicht?

Um auf den Ex-Gong-Chef Allen zu sprechen zu kommen: Wann hast du Daevid zum ersten Mal getroffen, was war damals dein Eindruck von ihm? Daevid das erste Mal über den Weg gelaufen bin ich

Auch wenn Steve Hillage und das 2015 an Krebs verstorbene Band-Mastermind Daevid Allen nur wenige gemeinsame Jahre (von 1972 bis 1975, im neuen Jahrhundert sporadisch) beim Psychedelic-Rock-Projekt Gong hatten, Freunde waren sie seit ihrem ersten Zusammentreffen. Der Meistergitarrist blickt im Interview auf seinen Seelenverwandten (und Förderer) zurück und erklärt ansonsten, warum er unter dem Namen The Steve Hillage Band am 21. Juli anlässlich des "Night Of The Prog"-Festivals sein einziges DeutschlandKonzert absolvieren wird. Mit 40 Jahre alten Solostücken und der aktuellen Besetzung von Gong als Begleitband. Irgendwie ziemlich viel Verwirrung? Der 67-jährige Londoner Hillage bringt Licht ins psychedelische Dunkel.

im Herbst 1972, es war in der Londoner Bude der Hippie-Dichterin und -Musikerin Lady June. Dort hat zu jener Zeit auch Kevin Ayers gelebt, der in den 60ern bei Soft Machine war. Ich begegnete Daevid zunächst als Fan seiner Arbeit, doch rasch erschien er mir wie mein lange verschollener großer Bruder. Schon bald verriet ich ihm, dass ich gerne mal mit ihm Musik machen würde. Er wiederum gab zurück, dass er schon viel Gutes über mein Gitarrenspiel gehört habe und auf mein Angebot vielleicht früher zurückkommen werde, als mir lieb sei. Und so kam es dann: Innerhalb weniger Monate stieg ich zum festen Gong-Mitglied auf. Man hatte mich gewarnt, dass Daevid ein unberechenbarer Charakter sei. Doch ich habe ihn von Beginn an als eher sanftmütig erlebt. Später hat Daevid mir übrigens erzählt, dass er hinter mir als Gong-Gitarrist her gewesen sei, weil er das Bandpersonal habe verjüngen wollen.

War Daevid auch privat der spirituelle Charakter, als den ihn der Großteil der Öffentlichkeit gesehen hat?

Schon in jungen Jahren hatte ich mir vorgenommen, dass ich meine Musik mit spiritueller Energie anreichern wollte. Daevid hatte diesen Pfad ebenfalls eingeschlagen, doch da er um einiges älter als ich war, hatte er mir auf diesem Weg einiges voraus. Zudem war Daevid eine charismatische Persönlichkeit, in sich sehr gefestigt. Für manch sensiblen Charakter war es sicher nicht leicht, mit ihm umzugehen. Ich allerdings habe all die Jahrzehnte über die Freundschaft mit ihm als ein Geschenk betrachtet. Auch konnte ich viel von ihm lernen, er war eine Art Lehrer für mich. Er fehlt mir sehr. Michael Fuchs-Gamböck

MANFRED MANN´S EARTH BAND 23.05. – 14.12.2019 10 CC 15.06.2019 NAZARETH 15.06. – 22.07.2019 KROKUS 20.06.2019 STAHLZEIT 21.06.2019 KIM WILDE 21.06.2019 HANS SÖLLNER 29.06.2019 FOREIGNER 02.07. – 03.07.2019 NICO SANTOS 06.07. – 18.07.2019 ROGER HODGSON 16.07. – 06.09.2019 JÜRGEN DREWS 19.07.2019 JETHRO TULL´S IAN ANDERSON 19.07. – 30.11.2019 URIAH HEEP 20.07.2019 ALBERT HAMMOND 21.07.2019 POHLMANN 03.08.2019 PUR 03.08.2019 LEA 22.08. - 15.09.2019 SAGA 25.08. – 31.08.2019 THE DIRE STRAITS EXPERIENCE 07.09.2019

AKTUELLE TOURNEEN

Termine & Tickets: www.dmc-music.de

TICKETPARTNER:

DMC Musikmarketing GmbH München


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