Beatles • Lords • Achim Reichel • Pete York • Pond • Buddy Holly • Joe South • Jim McCarty • Birth Control Kritiken D: 6,50 • Schweiz CHF 12,00 • A • L • NL • I • B: 7,00 • 1/2019 (Nr. 158) • Februar/März • www.goodtimes-magazin.de uber 200 CD/LP-
2000 e Ko nzert -Term in uber
Vor 50 Jahren
1969 Thunder • Nektar • Joe Jackson • Stewart Copeland • Dick Dale • Don Stevenson • Carpenters • Hans Riebe
EDITORIAL
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wird in uber 30 Ländern der Welt gelesen!
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Liebe Leserinnen und Leser,
Februar/März 2019
L
angweilig wird es nie, wenn wir an der jeweils neuen Ausgabe von GoodTimes arbeiten. Immer wieder beschert der Redaktionsalltag kleine Überraschungen – in diesem Fall die erste gleich am 2. Januar, als die ersten Plattenfirmenmitarbeiter bereits wieder loslegten. Da schneite eine elektronische Post herein, mit der wir gar nicht mehr gerechnet hatten: Wochenlang waren wir an Billy Bremner wegen eines Interviews dran gewesen, hakten immer wieder nach. Mache er, hatte der britische Wahl-Schwede Anfang Dezember versprochen, allerdings gehe es nur per E-Mail. Also schickten wir ihm die Fragen, und als nach mehrfachem erfolglosen Nachbohren schon niemand mehr mit Antworten rechnete, kamen sie dann doch noch: von dem 72-Jährigen handschriftlich verfasst, abfotografiert und per E-Mail zugestellt! So unterschiedlich sind die Veteranen in Sachen moderner Technologie unterwegs – der eine greift noch zu Stift und Papier, der andere verbringt Stunden am Laptop oder PC: Als der immerhin schon 80-jährige Colin Allen (Drummer bei Manfred Mann, Bob Dylan, Rod Stewart, Stone The Crows, John Lee Hooker und heute ebenfalls in Schweden beheimatet) GoodTimes auf eigenen Wunsch ebenfalls via E-Mail Rede und Antwort stand, schickte er acht eng bedruckte Replikseiten, die er in den Computer geklopft hatte. Apropos Technik: In England, so war zu lesen, gibt es eine Wiederauferstehung der eigentlich längst ausgestorbenen Musikkassette. Einige der jüngsten Veröffentlichungen sind dort neuerdings auch auf MC erhältlich! Wir werden aufmerksam beobachten, ob es sich bei dem Phänomen um einen medialen Hype handelt oder sich da ein Trend andeutet wie einst beim allzu früh totgesagten Vinyl. Wir halten Sie jedenfalls auf dem Laufenden und wünschen Ihnen viel Schmökerspaß mit der neuen GoodTimes-Ausgabe …
NE U
Fabian Leibfried Herausgeber/Chefredakteur
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GoodTimes 1/2019
NEU: EDITION FUSSBALL 100 Fußballer – Bundesliga '63–'89
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Music from the 60s to the 80s
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INHALT
1969 28 Lords
12 Titelstory
stories 12 1969
34 Rudolf Rock & Die Schocker Kultige Rock'n'Roll All-Star-Band
Das Jahr, als das Festival erfunden wurde
20 Beatles
42 Buddy Holly
Album Cover Art Galerie #17: Yellow Submarine
60 Jahre sind vergangen seit dem Tag, als die Musik starb" "
22 W-Fest 2019
45 Stewart Copeland (Police)
Zeitschleife einmal im Jahr
Der ewige Klang-Abenteurer
23 Joe Jackson
46 Leaf Hound
Back To The Dandy-Roots
Knüppel aus dem Sack
24 Rock Meets Classic
48 Werner Becker alias Anthony Ventura
Die Karawane rollt zum zehnten Mal
Wanderer durch die deutsche Musikgeschichte
25 Thunder
50 Little Bob Story
Alte Nummern auf den Kopf gestellt
Blues Rock Made In France
26 Achim Reichel
56 Joe South
Das musikalische Chamäleon
Der 68er
27 Don Stevenson (Moby Grape)
62 Das ist ja tiiiierisch!
Aktiv und mobil im Teilruhestand
Tiere in Gruppennamen – Teil 6
28 Lords – 60 Jahre
64 20. Blues Festival Basel
Die dienstälteste Beat- und Rockband der Welt
Es ist der Blues, der zählt
30 Pond
65 Carpenters
Elektronischer Planetenwind aus dem Osten
32 Vanderlinde
Wiederauferstehung mit großem Orchester
66 Hans "Riebe" Riebesehl
Hauptsache Melodie!
Macher hinter den Kulissen
32 (New) Nektar
110 Gracious
Der König ist tot, es lebe der König
Die Stunde der Tastendrücker
34 Birth Control
114 Stefan Waggershausen – Carl Palmer – Billy Bremner
The Show Must Go On
Die nächste Seite
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… zuguterletzt
erscheint am 22. März 2019
GoodTimes 1/2019
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Music from the 60s to the 80s
Ausgabe Nr. 158, Februar/März 2019
Das ist ja tiiiierisch! Wer steht denn da im Wald? 20 Beatles – Album Cover Art #17
30 Pond
42 Buddy Holly
50 Little Bob Story
62 Tiere in Gruppennamen
Teil 6
rezensionen rubriken
features
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CD-Highlight Joe Jackson Fool
DVD-Highlight Gundermann
Box-Highlight
1969 – Das Jahr, als das Festival erfunden wurde Woodstock gilt als Mutter aller Festivals. Das ist durchaus logisch. Vieles von dem, was man gemeinhin mit Live-Großereignissen in Verbindung bringt, nahm hier scheinbar seinen Anfang ... weiter Seite 12
Creedence Clearwater Revival The Studio Albums Collection
Buch-Highlights Deep Purple In Rock Der lange Weg zu einem Meisterwerk Das Bravo Chart-Lexikon 1956–2013
60 Jahre Lords Wir haben ja als Skiffle Lords 1959 in Berlin angefangen. Da haben wir auf der Straße, in Jugendheimen und in Kneipen gespielt. Wir ließen den Hut rumgehen, um etwas Geld zu verdienen, denn als Gage gab's meistens nur eine Bockwurst oder 'ne Cola. ... weiter Seite 28 GoodTimes 1/2019
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Music from the 60s to the 80s
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5
Impressum Editorial Inhalt Aktuelles – Neues aus der Szene Verstorbene Shop Abo-Bestellschein Kleinanzeigen Kolumne Christian Simon #39: Rock Meets Country – Teil 2 Was macht eigentlich …? Dick Dale History Pics neu Charts GoodTimes-Tipp: Struts GoodTimes-Newcomer: Ada Morghe • Tiwayo Runde Geburtstage Gedenktage CD/Vinyl/-Rezensionen DVD/Blu-ray-Rezensionen Buch-Rezensionen Konzertberichte: Night Of The Proms • Pete York's Rock & Blues Circus Tourneen/Musicals Konzertkalender Kreuzworträtsel + Verlosung Leserbriefe
NEWS
Atlantis_2016_Version_3_Atlantis_2016 26.01.16 18:18 Seite 1
LP’s
CD’s
seit 1983
ATLANTIS RECORDS.CH 079 938 99 65 Steinenbachgässlein 34 4051 BASEL An/Verkauf • Bestellungen • Old/New Vinyl
„Same procedure as every year” – diese Antwort von Miss Sophie im „Dinner For One" gehört genauso zum Silvesterprogramm des deutschen Fernsehens, wie in jeder GoodTimes-Ausgabe zu Jahresbeginn nachzulesen ist, wen die Rock'n'Roll Hall Of Fame als ihre „Class Of 2019" aufgenommen hat. Diesmal sind es die Zombies, Stevie Nicks, Roxy Music, The Cure, Def Leppard, Radiohead und Janet Jackson. Die Kandidaten, die auf der Strecke blieben, waren Kraftwerk, MC5, Todd Rundgren, Rufus & Chaka Khan, Devo, Rage Against The Machine und LL Cool J. Die Aufnahmezeremonie in die Ruhmeshalle findet am 29.3. in Brooklyn statt+++ Von derlei Veranstaltungen wie der Rock’n’Roll Hall Of Fame habe er ohnehin nie viel gehalten, „deswegen hoffe ich, nie mehr nominiert zu werden", sagte Todd Rundgren GoodTimes unmittelbar vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe (Interview folgt in der nächsten). Der USMusiker startet seine nächste Welttour – in Duisburg! Im Theater am Marientor gibt es nach schier endloser DeutschlandAbstinenz am 1. April den Startschuss im Ruhrpott, tags darauf ist der Altmeister in der Hamburger Laeiszhalle live zu erleben. „Das hat mich selbst überrascht, dass ich in Deutschland offenbar doch ein paar Fans habe", sagte Rundgren mit einem Augenzwinkern. Im Rahmen der Konzerte will er seine im Dezember erschienene Autobiografie „The Individualist: Digressions, Dreams And Dissertations" vorstellen und dazu vor der Pause am Ende des ersten Konzertteils einen „Frage und Antwort"-Teil einbauen+++ Vorerst nur ihre 2019er Aufnahmekandidaten hat die Songwriters Hall Of Fame Anzeige
hat der 71-Jährige, der an einer neuen Live-CD arbeitet, seine Ron Evans Group umbesetzt. Neben Bassist Harley ist nun James Jacobs an den Keyboards dabei, mit dem Evans in den 60er Jahren bereits bei den Funny Figures gespielt hatte. Ebenfalls ein alter Sixties-Bekannter ist Saxofonist Rainer Blencke, den mancher aus Thomas Gottschalks „Late Night"-Band kennen dürfte. Am Schlagzeug sitzt nun Christoph von Sonnenburg, der Evans schon von 1994 bis 2001 antrieb. Neben den Gruppenaktivitäten ist Evans aber auch weiter mit Hanns-Christian Müller bei dessen Lesungen zu erleben. Der Regisseur, Filmemacher, Musiker und Songautor (u.a. für die Toten Hosen) schreibt übrigens gerade an einem neuen Buch+++
ekannt gegeben: Tommy James, Lloyd b Price, Cat Stevens, Beach Boy Mike Love und Jeff Lynn (ELO) sind in der Kategorie Performer aufgeführt. Bei den Songschmieden sind es Tommy Boyce & Bobby Hart, Russell Brown & Irwin Levine (schrieben viele Hits für Tony Orlando & Dawn), Jerry Fuller (auf ihn gehen die meisten Erfolge von Gary Puckett & Union Gap zurück), Jack Tempchin, P.F. Sloan & Steve Barri ("Eve Of Destruction”), Tom T. Hall, Roger Nichols (Paul Williams, Carpenters) sowie Dan Penn & Spooner Oldham. Die Aufnahmezeremonie ist für den 13.6. in New York angesetzt+++
Zum 28. Mal gehen in diesem Jahr die Rother Bluestage über die Bühne. Die Programmverantwortlichen sind dabei so früh wie nie zuvor mit den Namen der diesjährigen Künstler an die Öffentlichkeit gegangen: Das Auftaktkonzert am 29. März wird Headliner Walter Trout geben, der in der fränkischen Kleinstadt 2012 eines seiner letzten Konzerte vor seiner langen Krankheitsphase samt Lebertransplantation bestritten hatte. Tags darauf sind per Doppelkonzert zwei Ausnahmesänger zu erleben: Andreas Kümmert und Andrew Strong (The Commitments). Nach Roth kehren auch Big Daddy Wilson, Larry Garner & The Norman Beaker Band sowie Zed Mitchell zurück; Mike Zito, einst Mitbegründer der Royal Southern Brotherhood, bringt als Opener seinen Landsmann Jeremiah Johnson mit Southern Rock mit. Nach dem Electro-Deluxe-Gastspiel 2018 sind diesmal gleich zwei Acts aus Frankreich dabei: MF Robots, die neue Band von Brand-New-Heavies-Mastermind Jan Kinkaid, sowie Nina Attal. Ebenfalls im Doppel präsentieren sich die New Yorker Punk-Blueserinnen Jane Lee Hooker und die Kroatin Vanya Sky. Ein Heimspiel haben die auch international erfolgreichen Franken Smokestack Ligthnin’, die mit US-Schauspieler Jake La Botz zur „American Roots Night" laden. Termine und Locations sind unter www.bluestage.de zu finden+++
© Pressefoto
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Der Anfang des neuen Jahres steht beim Label Moosicus ganz im Zeichen des Musikers, Zeichners und Schriftstellers Volker Kriegel. Die Hannoveraner Plattenmacher haben in das Archiv des Darmstädter Fusion-Jazz-Rockers gegriffen, dabei drei Schätze gehoben und daraus drei opulente Veröffentlichungsobjekte geschaffen: MILD MANIAC enthält neben dem Originalalbum von 1974 Live-Aufnahmen aus dieser Schaffensperiode Kriegels als Bonus; BITON GROOVESbietet Material seiner Biton-LPs (1974–1982), die nicht im regulären Handel erhältlich waren, sondern ausschließlich als Hintergrundmusik im Fernsehen und Radio zum Einsatz kamen. SCHÖNE AUSSICHTEN schließlich umfasst die 1983er Original-LP mit drei Variationen der „Wellenmusik" als Bonustracks, komponiert als Filmmusik für Wolfgang Mackrodts WDR-Experimentalfilm „Wellen". Die Auswertung des Kriegel-Archivs geht auch nach den für Ende Januar angekündigten drei Startveröffentlichungen weiter+++ Der deutsch-englische Gitarrist/Sänger Ron Evans ist weiterhin mit Rod Harley im Duo unterwegs, will nach eigener Aussage bei Auftritten künftig verstärkt Gäste mit auf die Bühne bringen, „um es möglichst unterhaltsam zu halten". Außerdem
Um in Franken zu bleiben: Dort gab es von 1970 bis 1974 eine Band und „spirituelle Land- und Musikkommune" namens Lord's Family. Die machte meditative Hippiemusik irgendwo zwischen Amon Düül und Popol Vuh, tourte mit Guru Guru und der Bröselmaschine und erhielt einen Hausbesuch durch das renommierte Magazin „Sounds". Die Truppe schuf damals zwar schon so etwas wie Videos, brachte allerdings nie eine Platte heraus. Dennoch fanden sich nun genügend Aufnahmen der Combo in diversen Archiven, so dass es demnächst ein posthumes Album geben wird+++
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Auch für 2019 hat Bruce Springsteen die E Street Band auf Ruhemodus geschaltet. Die Gelegenheit nutzt Gitarrist Nils Lofgren für diverse eigene Projekte, da runter auch ein neues Solo-Album. Das soll „hoffentlich Ende April" erscheinen,
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Music from the 60s to the 80s
kündigte Lofgren an. Er sei im Studio schwerpunktmäßig elektrisch zugange, es werde aber auch Pianosongs und Akustiknummern geben. Mit im Studio waren unter anderem Kevin McCormick (Tourbassist von Crosby, Stills & Nash) und Schlagzeugveteran Andy Newmark. Ob er seine US-Tour im Mai auch in Richtung Europa/Deutschland verlängern wird, war bei Redaktionsschluss noch offen. Desgleichen, ob der Gitarrist in diesem Jahr – wie schon im Mai 2018 – wieder das Line-up der Begleitband Crazy Horse seines früheren Arbeitgebers Neil Young verstärken wird+++ Auch in Deutschland waren John Hiatt und seine einstige Begleitband The Goners mit Sonny Landreth an der (Slide-)Gitarre, Kenny Blevins (dr) und Dave Ranson (b) 2018 live zu erleben, als sie zum 30-jährigen Veröffentlichungsjubiläum von Hiatts Album SLOW TURNING weltweit 70 Reunion-Konzerte spielten. „Es wird in absehbarer Zeit sicher auch einen Mitschnitt geben", versprach Hiatt im GoodTimesGespräch allen Fans, die die nur mäßig beworbenen Shows verpasst haben+++
„PopStop – das Musikradio" – immer freitags zum Erscheinen unseres Heftes gibt es eine GoodTimes-Sondersendung (19 bis 20 Uhr), in der die neueste Ausgabe vorgestellt wird (die Sendung wird dann mehrfach wiederholt). „PopStop" sendet Musik titel mit Format – ohne formatierte Musikzusammenstellung+++ Sänger Roger Daltrey hat in einem „Billboard"-Interview zu seinen Planungen für 2019 offen gelassen, ob er mit seiner Stammband The Who in diesem Jahr auf der Bühne zu erleben sein wird. 2018 hatten er und Kollege Pete Townshend sich auf Solo-Aktivitäten konzentriert. „Wir haben darüber diskutiert, ein Who-Projekt in Angriff zu nehmen", verriet Daltrey, ließ über das Ergebnis der Gespräche allerdings nichts verlauten. „Es ist wirklich schwierig, ich werde im März 75 und habe das Gefühl, etwas machen zu müssen oder zu können, aber ich weiß nicht was." Eindeutiger war der Brite, als er eine Livedokumentation seiner letztjährigen Solotour ankündigte, bei der er die 1969er Who-Rockoper TOMMY mit Orchesterbegleitung präsentiert hatte. Möglicherweise werde er dies zum 50-jährigen Jubiläum des bahnbrechenden Albums fortsetzen. „Es ist anders als die Version von The Who, hat aber unglaublich Power und etwas Magisches", sagte Daltrey und wollte nicht ausschließen, Ähnliches mit QUADROPHENIA auf die Beine zu stellen+++ Etwas anders hören sich bei Gitarrist/ Songschmied Pete Townshend die Berichte über das Geschehen bei The Who an. Der ließ verlauten, man habe 15 neue Songs auf Demo im Kasten. Die habe er in fünf englischen Studios aufgenommen und hoffe nun, dass Daltrey dazu singen werde. Und: The Who werden in diesem
Der britisch-norwegische Gitarrist, Sänger und Songwriter Krissy Matthews wird Ende März sein neues Album MONST ER IN ME veröffentlichen. Auch an Matthews' mittlerweile sechstem Studiowerk hat Pete Brown (Cream, Graham Bond, Jeff Beck) wieder als CoAutor mitgewirkt, und er war zudem an der Produktion beteiligt. Am 21.3. wird der WDR im Rahmen des CrossroadsFestivals in der Bonner Harmonie den Auftritt der Krissy Matthews Band für den „Rockpalast" aufzeichnen. Im April/ Mai geht Matthews, der in den letzten drei Jahren viel mit der Hamburg Bluesband unterwegs war, mit seiner Gruppe auf Europatournee+++ Apropos „Rockpalast". Vor allem Liebhaber von Westcoast- und Südstaaten-Rock können sich auf überarbeitete Re-Releases und Neuveröffentlichungen freuen. CD/ DVD-Boxsets wird es bald geben von der Commander Cody Band (1980), Dickey Betts & Great Southern mit ihren Auftritten 1978 (Grugahalle Essen) und 30 Jahre später auf dem Bonner Museumsplatz sowie von Jorma Kaukonen mit seiner Band Vital Parts (1980)+++ Anna Loos, die 2006 bei Silly die 1996 verstorbene Tamara Danz ersetzt hatte, will sich jetzt erst einmal auf ihr am 8.3. erscheinendes Solo-Album WERKZEUGKAS TEN konzentrieren und solo touren. Somit steht sie nicht mehr zur Verfügung. „Wir haben mit Anna zwölf tolle Jahre durchlebt ... nun ist es wie in vielen Beziehungen", schrieb die Band im Dezember auf ihrer Homepage. Da Uwe Hassbecker (g), Ritchie Barton (keys) und Jäcki Reznicek (b) aber weiter aktiv bleiben wollen, haben sie sich für die im November angesetzte Tour etwas einfallen lassen: Sie spielen zehn Konzerte, und in jedem steht ein anderes der bislang zehn Studio-Alben im Fokus (welches wo präferiert wird, ist auf www.silly.de nachzulesen). Der Clou ist aber auch noch ein anderer: Mit Julia Neigel und Anna R (Rosenstolz, Gleis 8) präsentieren sie zwei Gastsängerinnen. Neigel, die in der Vergangenheit schon mit Hassbecker arbeitete, hat ihr neues eigenes Album fertig, das „sehr rockig ausgefallen ist", wie sie GoodTimes sagte. Wann es erscheint, steht allerdings noch nicht fest+++
"Bohemian Rhapsody" ist der meistgestreamte Song des 20. Jahrhunderts. 1,6 Milliarden Streams hat die Queen-Nummer mittlerweile über alle Audio- und Video-Streamingportale auf sich vereint. Doch damit nicht genug: Den aktuell laufenden gleichnamigen Film haben allein in Deutschland bereits mehr als zwei Millionen Kinobesucher gesehen. Bei der Verleihung der Golden Globes wurde er als „Bestes Filmdrama" ausgezeichnet+++ SIGNS heißt das neue Album, das dann vierte Studiowerk, der Tedeschi Trucks Band, also der z wölf köpf igen Blu e s -Roc k-Familie aus Florida: Nach der Veröffentlichung im Februar kommen Susan Tedeschi, ihr Ehemann und Ex-Allman-BrothersGitarrist Derek Trucks & Co. im Mai für (vorerst) drei Shows nach Deutschland. SIGNS entstand in „Old-school-Manier" im Swamp-Raga-Homestudio des Ehepaars mit Hilfe einer analogen Zwei-ZollBandmaschine und eines Neve-Mischpultes. Das stilistische Spektrum reicht von Soulhymnen über Balladen bis zu druckvollem Rock – Genaueres wollte Trucks GoodTimes im Interview erläutern, das allerdings erst nach Redaktionsschluss terminiert war und in der nächsten Ausgabe zu lesen sein wird+++ Im Rahmen seiner Reihe mit 10"-VinylSingles bringt das Label Sireena streng limitiert „Supper On River Rhine" von Big Brother & The Holding Company heraus. Die musikhistorisch durchaus bedeut samen vier Songs (drei live, einmal Studio) mit Sängerin Michel Bastian waren 1993 auf einer Musikkassette (200 Exemplare!) eigens für die Ausstellung „America – The Other Side" in Neuss erschienen+++ In der aktuellen Besetzung Thijs van Leer, Pierre van der Linden, Menno Gootjes und Udo Pannekeet haben die Niederländer Focus das StudioAlbum FOCUS 11 eingespielt und erste Exemplare schon mal vorab während ihrer UK-Tour Ende vergangenen Jahres unters Volk gebracht. Das Artwork lieferte kein Geringerer als Roger Dean+++ Manchmal verpasst man Neuigkeiten und muss sie nachreichen. Beispielsweise, dass es bei den Rattles 2018 eine personelle Veränderung gegeben hat: Gitarrist Manfred „Manne" Kraski musste sich aus gesundheitlichen Gründen verabschieden. Sein Nachfolger heißt Max Kretzenbacher (35). „Der war uns vor ein paar Jahren aufgefallen, als wir mit Rudolf Rock & Die Schocker in Berlin gespielt haben", berichtete Drummer Dicky Tarrach. „Wir haben ihm gesagt, er soll nicht Manne kopieren, sondern die Songs so spielen und zum Teil GoodTimes 1/2019
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auch singen, wie er sie empfindet – und er hat uns einen ungeheuren Schub nach vorne gegeben", sagte Tarrach+++
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Nicht nur Status Quo halten ihren Bandleader Francis Rossi mächtig auf Trab: Der singende Gitarrist bringt im März wieder mal ein Solo-Album heraus. WE TALK TOO MUCH hat Rossi gemeinsam mit Sängerin Hannah Rickard aufgenommen, die bereits an den akustischen „Aquostic"-Quo-Aktivitäten im Hintergrund beteiligt war. Dem Vernehmen nach tobt Rossi dabei seine Country-Liebe gehörig aus. Dazu hat der nach Angaben seiner PR-Agentur „beliebteste Rocker Großbritanniens" gemeinsam mit dem renommierten Musikjournalisten Mick Wall seine Autobiografie „I Talk Too Much" geschrieben. Die will er mit seiner ersten „Spoken Word"-Tournee quer durch das UK und 36 Theater bewerben. „Das Buch ist zuweilen schmerzhaft ehrlich", ließ Rossi vorab verlauten, auch was die Höhen und Tiefen seiner Beziehung zum verstorbenen Rick Parfitt angeht+++
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Jahr in Nordamerika live zu erleben sein, möglicherweise auch in Europa, ließ der 73-Jährige durchblicken+++
2019 wird für Epitaph zum großen Jubiläumsjahr: Im Winter 1969/70 begann die Geschichte der Krautrock- und HardRock-Band im Dortmunder Musikclub Fantasio, in dessen Kellerräumen der Brite Cliff Jackson (voc, g), sein Landsmann James McGillivray (dr) und Bernd Kolbe (b) probten. 1971 stieß Gitarrist Klaus Walz zur Band. 2018 standen noch alle drei Gründungsmitglieder gemeinsam mit Gitarrist Heinz Glass (ab 1977 erstmals dabei) im Studio, um ihren neuen Longplayer LONG AGO TOMORROW zu produzieren. Dieser soll rechtzeitig vor Ostern in den Läden stehen. Zu ihrem 50. planen Epitaph reichlich LiveAktivitäten, vor allem Festivals stehen auf dem Programm – und die eine oder andere Überraschung für die Fans+++ Mit ein wenig Glück (zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort die richtigen Leute treffen) und ein wenig RadioUnterstützung könnte der Spaßsong "Die Welt ist Gagaga" zu einem der Ohrwürmer der diesjährigen Karnevals/ Faschingssaison werden. Geschrieben und eingesungen haben ihn die beiden Hamburger Sängerinnen Susi & Floy, die sich selbst als Double-Trouble-PowerDuo bezeichnen. Floy, die Blonde mit der tiefschwarzen Stimme, hat kürzlich das Album TODAY I RISE veröffentlicht, Susi Salm ist die Frontfrau von Rudolf Rock & Die Schocker. Die Idee dazu entstand am Ende einer langen Partynacht im Hamburger Szeneclub Zwick an der Reeperbahn, als die beiden versuchten, den „Flohwalzer" vierhändig auf dem Klavier zu spielen+++
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Gemeinsam mit Guy Fletcher, seinem Kumpel aus gemeinsamen Dire-StraitsZeiten, tüftelt John Illsley an einem neuen Album. Ende des vergangenen Jahres waren die beiden in einem Studio in British Grove bereits mit dem Abmischen beschäftigt. Der Titel stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest+++ Mit gleich zwei historischen Projekten hat die renommierte Recording Academy in den USA das deutsche Label Bear Family für einen der prestigeträchtigen 2019er Grammys nominiert: BATTLEGROUND KOREA – SONGS AND SOUNDS OF AMERICA'S FORGOTTEN WAR dokumentiert „Die Musikgeschichte des Korea-Krieges" (Untertitel) auf vier CDs mit mehr als 100 Country-, Blues-, Pop- und Gospelsongs, begleitet von einem Bildband mit detaillierten Linernotes. Die Lieder stammen von den Louvin Brothers, Fats Domino, Jean Shephard, B.B. King, Gene Autry und vielen anderen Künstlern. Produziert wurde die Box von Hugo Keesing. Die gleiche Aufgabe hatte Martin Hawkins für AT THE LOUISIANA HAYRIDE TONIGHT übernommen. Dieses Boxset erinnert auf 20 CDs an die legendären Radiosendungen von KWKH aus den 1940er, 50er und 60er Jahren. „Hayride" wurde live von der Bühne in Shreveport, Louisiana, übertragen und präsentierte die berühmtesten Country-Stars, aber auch Newcomer, die zu Legenden wurden – insgesamt 167
NEWS
Künstler sind hier dokumentiert, darunter Hank Williams, Elvis Presley, Johnny Horton, Webb Pierce, Faron Young, Jim Reeves, George Jones, Johnny Cash, Rose Maddox, Frankie Miller, June Carter, Roy Acuff, Ray Price, Roger Miller, Rusty and Doug Kershaw. Die Gewinner werden bei der 61. Verleihung der Grammy Awards am 10.2. präsentiert+++ Wegen Herzproblemen musste sich der renommierte Produzent Philip Pip" " Williams Mitte Januar einem operativen Eingriff unterziehen. Zu den bekanntes ten Kunden des 71-Jährigen, der selbst Gitarre spielt, gehören Status Quo, die Moody Blues Shirley Bassey, Dr. Feelgood, Kevin Ayers, Uriah Heep und Brian Connolly+++ Kansas haben die Verpflichtung von Keyboarder Tom Brislin als neuem Bandmitglied bekanntgegeben. Er ersetzt David Manion. Brislin kann auf reichlich Erfahrung verweisen, hat er doch live und im Studio mit Größen wie Yes, Meat Loaf, Debbie Harry, Camel und Renaissance gearbeitet und war jahrelang Frontmann der Bands Spiraling und bei The Sea Within (mit Roine Stolt/Flower Kings, Jonas Reingold/Steve Hackett Band und Drummer Marco Minnemann). Brislin wird erstmals live mit Kansas zu erleben sein, wenn die Band im Februar an der „Rock Legends Cruise” teilnimmt+++
Erstmals überhaupt erscheinen am 8.2. die Prince-Alben MUSICOLOGY (2004), 3121 (2006, beide als Doppel-LP, Letztere mit den Gästen Maceo Parker und Sheila E.), und PLANET EARTH (2007, 32. P r ince-Studiowerk) auf LP, jeweils als Limited Edition auf violettem Vinyl. Dazu werden sie auch auf CD wieder verfügbar sein. Im Rahmen der Promotion für die Werke des 2016 verstorbenen Künstlers werden über alle Streaming-Plattformen im Wochenturnus offizielle Prince-Videos aus der Zeit zwischen 1995 und 2010 zugänglich gemacht – diese Aktion läuft bereits seit November. Die drei Longplayer dokumentieren eine Schaffensphase des Musikers, in der er seine kreativen Batterien neu aufgeladen hatte und so weitere Glanzlichter setzte+++
auf den Geschmack gebracht: „Vielleicht können wir heuer ja mehr in der Art machen", sagte Lyons GoodTimes. Bei den anstehenden Konzerten will das Trio anlässlich des 50-jährigen Woodstock-Jubiläums „wann immer möglich" die originale TYA-Setlist bei dem legendären Festival 1969 anstimmen. „Wir werden zwei Sets spielen, eines mit HSS-Material und eines mit dem Woodstock-Set", so Lyons. 2018 schnitt die Band nahezu alle Shows mit, „wir haben uns aber noch nicht entschieden, ob wir eine Liveplatte machen oder die Livenummern einem neuen StudioAlbum als Bonustracks beifügen"+++ Zuletzt stand die „Queen Of Rock’n’Roll" bei einem englischen Label unter Vertrag, doch jetzt hat Suzi Quatro bei der deutschen Firma Steamhammer/SPV unterschrieben. Und die hat ihr neues Album NO CONTROL für 29.3. angekündigt, dem dann eine ausgedehnte Tournee folgen soll. Elf neue Songs (plus zwei Bonustracks) hat Quatro aufgenommen, wobei sie erstmals mit ihrem Sohn Richard Tuckey zusammengearbeitet hat+++ Steamhammer/SPV hat aber nicht nur wegen der Verpflichtung Quatros allen Grund zu feiern: Das in Hannover beheimatete Unternehmen feiert 2019 sein 35-jähriges Bestehen. 1984 nahm Steamhammer Sodom und Destruction unter Vertrag, aber auch Bands wie Steeler, Satan, Hittman, Assassin, Iron Angel, Dimple Minds, Risk, Heavens Gate, Sortilege, Sieges Even und Zed Yago. Dazu kamen Lizenzveröffentlichungen von Metal Church, Laaz Rockit, Leatherwolf, Hawaii und Trouble. Das erste auf Steamhammer veröffentlichte Album war COMMON TIME HEROES der Hannoveraner Band Hardware mit der Nummer SH 0001. Im Laufe der Jahre veröffentlichte Steamhammer Alben von Judas Priest, Motörhead, Saxon, Whitesnake, Dio, Alice Cooper, Kreator und Helloween. Das aktuelle Artist-Roster ist weiterhin mit hochkarätigen Künstlern gefüllt: Sodom, Axel Rudi Pell, Running Wild, Magnum, Molly Hatchet, Freedom Call, The Outlaws, Raven, Bullet und Vicious Rumors gehören dazu. „In diesem Jahr wird einiges passieren", kündigte die Firma an. So feiert Axel Rudi Pell 30 Jahre als Solokünstler und ist
Mehr als zwei Dutzend Studio-Alben hat Sängerin Linda Ronstadt während ihrer langen, nahezu fünf Dekaden umfassenden Karriere aufgenommen. Erstaunlicherweise hat sie aber in dieser Zeit keinen Konzertmitschnitt veröffentlicht. Dies holt die mittlerweile 72-Jährige nun mit LIVE IN HOLLYWOOD nach, das sie am 24.4.1980 auf dem Höhepunkt ihrer Karriere für ein HBO-Special aufgenommen hatte. Trotz ihrer Erkrankung an Parkinson und dem 2013 verkündeten Ende ihrer Karriere will Ronstadt einige Interviews zu der Platte geben – Verhandlungen mit GoodTimes liefen bei Redaktionsschluss noch+++ Im Rahmen ihrer letztjährigen Herbsttour haben Hundred Seventy Split 24 Gigs in 26 Tagen absolviert, darunter auch eine Akustikshow in einem Plattenladen. Das hat die beiden früheren Ten-Years-AfterMitglieder Leo Lyons (b) und Joe Gooch (voc, g) sowie Drummer Damon Sawyer
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damit genauso lange bei Steamhammer! Ende Mai erscheint ein spezielles Pell-Album, ehe er im Juni auf „30th Anniversary Tour" gehen wird. Freedom Call feiern 20-jähriges Bandjubiläum und sind ebenso lange bei Steamhammer! Im Sommer gibt’s ein neues Studio-Album, dem im Herbst die Jubiläums-Tournee folgt+++
Foto: © Reto Camenisch
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Der Schweizer Roots-Rocker Hank Shizzoe hat mit STEADY AS WE GO eine neue Platte am Start. Die bietet ab dem 1.2. drei eigene Songs sowie acht Covernummern (Traditionals, Randy Newman, Tom Petty, Washboard Sam, Tammy Wynette). In nur drei Tagen spielten Shizzoe & Band die Stücke im eigenen Studio ein. Doch damit nicht genug: Während STEADY ... bei Blue Rose, dem langjährigen Label des Schweizers, erscheint, bringt Crosscut Records/Bear Family im April die Box ROUNDABOUT mit Liveund Studiotracks aus den Jahren 1991 bis 2002 heraus. Enthalten ist auch die DVD, die das Konzert dokumentiert, das Shizzoe mit seiner damaligen Band Loose Gravel und dem US-Slidekönig Sonny Landreth 2002 spielte+++ Seine alljährlichen „Birthday Bash" wird der niederländische Bluesmusiker Hans Theessink in seiner Wahlheimat Wien am 5. und 6. April im Metropol spielen. Zwei Tage zuvor erscheint der Mitschnitt der letztjährigen Geburtstagskonzerte auf CD und Vinyl. In diesem Jahr werden neben Theessink auch Michelle Mccain, Ian Siegal, Meeny Cryle & Chris Fillmore, Roland & Brigitte Guggenbichler, Chris tian Dozzler sowie Manfred Chromy live zu erleben sein. Und die Firma Pro-Ject hat zum 70. Geburtstag des Künstlers im vergangenen Jahr einen „Hans Theessink Blues Recordplayer" zum Abspielen von Vinyl in limitierter Auflage hergestellt+++
5x Klaus Voormann-Buch Achim Schulz, Berlin Falcon Crest, Drage-Elbe Gerd Elskamp, Leonberg Thomas Kirschdorf, Dortmund Rainer Maßmann, Essen-Kettwig
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Prominent bestückt ist in diesem Jahr wieder die vom 10. bis 15. Februar laufende „Blue Cruise". Mit dabei sind bei dem musikalischen Kreuzfahrttrip in die Karibik die Strawbs, Zombies, Procol Harum, Wishbone Ash, Poco, Justin Hayward, Todd Rundgren, Dave Mason, Steve Hackett, Alan Parsons und Al Stewart+++ Der irische Singer/Songwriter Kieran Goss und seine Ehefrau, die Sängerin Annie Kinsella, haben ihr erstes gemeinsames Album am Start. Es heißt OH, THE STARLINGS, erscheint am 1.3. und entstand in New York. „Das Album ist so gut, bricht einem geradezu das Herz", lobte Kollege Rodney Crowell die Scheibe bereits. Kinsella und Goss standen schon häufig gemeinsam auf der Bühne und sind ab Mitte Februar wieder in Deutschland unterwegs+++ Im Reviewteil ist die Udo-Lindenberg-Box DAS VERMÄCHTNIS DER NACHTIGALL umfassend besprochen. Die Alben sind allerdings auch einzeln erhältlich, wie das zuständige Label mitteilte+++ Das Treffen sorgt für gespannte Erwartungen: In Las Vegas haben Leslie Mandoki und Altmeister Quincy Jones gemeinsam Pläne geschmiedet: Dabei ging es auch um das nächste Album der Man Doki Soulmates, für das Quincy Jones junge Künstler aus seinem Umfeld beisteuern will und das zum Teil in den USA eingespielt werden soll. Die beiden Musikproduzenten tauschten sich auch über aktuelle Hörgewohnheiten im Auto aus – ein Thema, das Mandoki am Herzen liegt, der auch als Audiodesigner für die Automobilbranche tätig ist+++ „Asi mit Niwoh – Die Jürgen Zeltinger Geschichte" ist der 90 Minuten lange Dokumentarfilm betitelt, den Oliver Schwabe über das Kölner Original gedreht hat und der am 7.2. in die deutschen Kinos kommt. Das Werk, das für den Filmpreis NRW („Bester Dokumentarfilm") nominiert ist und beim Film Festival Cologne 2018 schon zu sehen war, ist laut ersten Kritiken „eine stimmungsvolle Hommage an einen echt unangepassten Typen, der auf seine eigene sehr spezielle Art und Weise normal war" (WDR Westart). Bei einer Sondervorführung im Rahmen des „Stranger Than Fiction"-Dokumentarfilmfestivals in Köln wird Zeltinger ein Kinokonzert geben+++
Bereits zum siebten Mal geht heuer das alle zwei Jahre stattfindende Internationale CCR-Fantreffen über die Bühne: Am 9. und 10. März treffen sich die Verehrer von Creedence Clearwater Revival im Freizeitheim Kamen (Ludwig-SchröderStraße 18). In einer Poster-Ausstellung sind 80 teils sehr seltene Bilder von CCR und John Fogerty zu sehen. Am Samstagabend spielt eine Tribute-Band, ehe am Sonntag ein traditionelles amerikanisches Frühstück die Teilnehmer erwartet (Infos auf ccrfanpage.com und ccrforum.de)+++
Foto: © Hauke Gilbert
Unsere Gewinner aus Heft 5/2018 Lösung: Spicks And Specks" "
Jean-Jacques Kravetz
Anfang April lockt die international renommierte Musikmesse Frankfurt wieder in die Hessen-Metropole. Zum Höhepunkt einer Woche voller Musik schiebt man dort mit der neuen Musikmesse Plaza die Regler nach oben: Am 6.4. bietet die Messe auf dem Ostgelände der Messe Frankfurt einen Pop-up Market mit vielfältigen Themenwelten: von Vintage-Instrumenten über Tonträger bis hin zu Merchandising. Unternehmen stellen ihre Produkte aus und verkaufen auch direkt an Endverbraucher. Hinzu kommen ein Programm aus musikalischen Events, Workshops und Education-Angeboten sowie Konzerthighlights. Einer der vielen musikalischen Gäste wird Keyboarder Jean-Jacques Kravetz sein, der für seine Musikstiftung Entree die Werbetrommel rühren wird. Einen Schwerpunkt der Plaza bildet die in Kooperation mit dem No.1 Guitar Center Hamburg inszenierte „Vintage Guitar Show". Im Bereich Tonträger + Labels erwartet Vinylfans eine CD- und Schallplattenbörse, dazu haben Segmente wie Bücher, Poster und Fotografie ihren Platz+++
republik, bei entsprechendem Interesse möglicherweise auch bald hierzulande+++ Am 17. Februar wird der US-Fernsehsender NBC zu Ehren von Elvis Presley dessen legendäres 1968er Comeback-Special bei NBC als Tribute mit einem großen Aufgebot an Weltstars wie John Fogerty, Josh Groban, Adam Lambert, John Legend, Jennifer Lopez, Blake Shelton, Carrie Underwood, Keith Urban und Ed Sheeran feiern. Zu diesem Anlass gibt es ein neues BEST OF THE 68 COMEBACK SPECIAL-Album der originalen Presley-Performances. Als Bonus wird der Finalsong der neuen TributeShow als Duett von Elvis mit einigen der Gaststars beigefügt+++ Van Morrisons Album THE HEALING GAME von 1997 wird zum 22.2. nicht nur als remasterte Version auf Vinyl wiederveröffentlicht, sondern erscheint in der CD-Edition zudem als erweiterte DeluxeAusgabe. Die umfasst drei CDs und bietet neben dem Originalalbum eine CD mit Outtakes, B-Seiten und Raritäten. Disc 3 enthält die erstmals offiziell erhältliche Aufzeichnung der Show von Van Morrison & His Healing Game Band beim Montreux Jazz Festival im Sommer 1997+++ Anzeige
Mit der Band Tea hat der Schlagzeuger (und Produzent) Roli Egli Schweizer Rockgeschichte geschr ieben. Jetzt will der 6 7- J ä h r i g e mit der Show This Is Rock" " die Geschichte der Rockmusik von "You Really Got Me" der Kinks bis "Smells Like Teen Spirit"(für Egli „der letzte wirkliche Rocksong") auf der Bühne in Erinnerung rufen. Mit Könnern wie den Sängern Marc Storace (Krokus) und Mark Fox (Shakra) oder Gitarrist Claudio Matteo (China) stimmt er die aus seiner Sicht besten und wichtigsten Klassiker live an – vorerst in der AlpenGoodTimes 1/2019
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In verschiedenen Formaten wird BACK TO EARTH von Cat Stevens alias Yusuf im Juni neu aufgelegt. Das ursprünglich 1978 erschienene Album wird als 5-CD+Blur a y+2-LP-Box , als 2-CD Deluxe Edition und Einfach-CD oder -LP veröffentlicht. In jenem Jahr hatte sich Stevens entschieden, sich nach der Veröffentlichung dieser LP unter seinem bisherigen Namen aus dem Musikgeschäft zurückzuziehen. Neben der Desillusionierung durch den Ruhm hatte der Sänger eine spirituelle Epiphanie erlebt und konvertierte zum Islam. Das Deluxe- Boxset umfasst neben dem in den Abbey Road Studios remasterten Originalalbum Demos, unveröffentlichte Titel und Material vom „Unicef 1979 Year Of The Child"-Konzert, der letzten Performance des Künstlers unter dem Namen Cat Stevens. Dazu gibt es ALPHA OMEGA (A MUSICAL REVELATION), die 1979 von Stevens produzierte Konzept-LP, auf der u.a. David Essex, Gloria Jones, Arthur Brown und Maxine Nightingale zu hören waren. Dieses Reissue ist das erste in einer Reihe von Neuauflagen und erweiterten Editionen, mit denen die fünf Jahrzehnte lange Karriere von Yusuf/Cat Stevens gewürdigt wird+++
VERSTORBEN
15.11. Roy Clark (*15.4.1933) schaffte es singend zwischen 1963 und 1989 insgesamt 52 Mal in die Country-Charts, nachdem ihm mit dem Popsong "Tips Of My Fingers" 1963 schon ein Top-10-Erfolg in den regulären Charts gelungen war. Er moderierte (mit Buck Owens) 24 Jahre lang die TV-Show „Hee Haw” – und tourte 1976 in der UdSSR! Er unterhielt in Branson, Missouri, seine eigene Konzerthalle. Am Ende überlebte er eine Lungenentzündung nicht. 16.11. Scott English (*10.1.1937) hat sich in der Pop-Historie vor allem durch den von ihm mitgeschriebenen Hit "Brandy" (UK #12, 1971) verewigt, den Barry Manilow als "Mandy" übernahm. Zudem war er Co-Autor von "Bend Me, Shape Me" (Amen Corner, American Breed) sowie von Jeff Becks "Hi Ho Silver Lining". Er veröffentlichte selbst ein Album und bis 1978 mehrere Singles. Eine Hüftoperation verursachte seinen Tod. 16.11. Al James (*1946 als Geoff Betts) spielte von der Gründung 1973 bis 2008 Bass bei Showaddywaddy, für die er auch Songs schrieb und gelegentlich lead sang. Er starb an den Folgen eines Sturzes.
© Pressefoto
19.11. Chris Burroughs, der einer der ers ten Acts des deutschen Labels Blue Rose war und diesem lange Jahre die Treue hielt, gehörte zu den eher Stillen und daher oft übersehenen Singer/ Songwritern. Der Gitarrist und Schlagzeuger mischte bei der Americana-Supergroup Hardpan mit, war auf Alben von Szenegrößen wie Rich Hopkins, Kirk Whalum, Chris Duarte oder John Purdell zu hören, trat in den letzten Jahren kürzer, bis er mit gerade mal 60 Jahren aus dem Leben gerissen wurde.
19.11. Bill Caddick (*27.6.1944) war als Sänger, Gitarrist und Songschmied eine feste Größe in der UK-Folkszene, spielte Straßentheater mit Magic Lantern, gehörte den Folk-Rockern Home Service an. Seine Songs wurden auch von June Tabor, Peter Rown, Christy Moore oder John Kirkpatrick übernommen. 20.11. Roy Bailey (*20.10.1935) startete in einer Skiffle-Band, war in der UK-Folk szene mit politischen Songs unterwegs, nahm mit Martin McCarthy und Leon Rosselson auf, veröffentlichte zwischen 1968 und 2009 selbst 15 Alben, wurde mehrfach ausgezeichnet (OBE) – und gab dennoch seinen Hauptberuf als Professor für Soziologie nie auf.
21.11. Devin Lima (*18.3.1977) sang in der in den 90er Jahren erfolgreichen Boyband Lyte Funky Ones (LFO, Hits: "Summer Girls", "Girl On TV") und avancierte zum Teenie-Star. In seinem Totenschein stand Nebennierenkrebs. 22.11. Volker Wolfman" Kunschner war " ein nicht nur in süddeutschen Kollegenund Fankreisen geschätzter Keyboarder und Produzent, stand auch mit Lance Lopez auf der Bühne. „Du warst kein Einfacher, aber ein Guter – jetzt spiel die Hammond im Himmel", würdigte ihn sein Kollege David Hanselmann. 28.11. Billy Dawn Smith prägte in den USA die R&B- und Rock’n’Roll-Szene als Song lieferant mit Hits wie "Trouble In Parade", ”Step By Step" sowie als Arrangeur und Labelbesitzer (Hull, Coed). Er war als (Co-)Autor an über 700 Liedern beteiligt, die von Aretha Franklin, Perry Como, Nat King Cole, Percy Sledge gesungen wurden. Selbst war er mit seinem Billy Dawn Quartet, The Four Dukes und The Heralds aktiv und lehnte ein Angebot der Platters ab. Er wurde 87 Jahre alt. 28.11. Gary Haisman (*29.1.1958) war ein englischer Sänger und bunter Hund der Londoner House- und Club-Szene, galt als Acid-House-Pionier. Er steuerte die Vocals zu D Mobs 1988er Top-3-Hit "We Call It Acieed" bei. 1.12. Jody Williams (*3.2.1935) genoss nicht nur in der Bluesszene Chicagos für seinen unverkennbaren Gitarrenton und sein Vibrato viel Anerkennung. Er nahm mit Größen wie Howlin’ Wolf, Otis Spann, Bo Diddley, Billy Boy Arnold oder Sonny Boy Williamson auf, war Hausgitarrist von Chess Records und veröffentlichte unter seinem eigenen Namen. In den 60er Jahren kehrte er der Musik den Rücken, kam in den 00er Jahren aber wieder zurück. Krebs beendete sein Erdendasein. 6.12. Pete Shelley (*17.4.1955 als Peter Campbell McNeish) führte als Sänger/ Gitarrist die aus dem Punk und der New Wave hervorgegangene UK-Band Buzz cocks, die hierzulande vor allem mit "Ever Fallen In Love (With Someone You Shouldn’t’ve)" von sich reden machte, in ihrer Heimat aber zu den populärsten Acts gehörte. Er veröffentlichte auch reichlich solo, bis ihn in seiner neuen Heimat Estland ein Herzinfarkt das Leben kostete. 6.12. Floyd Parton (*1.6.1957) sang zwar viel mit seiner älteren Schwester Dolly und schrieb gemeinsam mit ihr Songs, hatte aber als Songwriter auch eigene Erfolge vorzuweisen, wie "The Rockin’ Years", mit dem er 1991 einen #1-Hit in den CountryCharts hatte. 7.12. The Mascara Snake (*1948) war der Künstlername des amerikanischen Malers und Musikers Victor Hayden, der in der Band seines ähnlich exzentrischen Cousins Don Van Vliet alias Captain Beefheart mitmischte. Ihn kosteten die Folgen eines Unfalls, bei dem ihn ein Truck rammte, das Leben. Seite
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11.12. Wolfgang Schlüter (*11.12.1933) hatte als Vibrofonist Engagements bei Kurt Edelhagen und Peter Herbolzheimer, spielte mit Michael Naura und Volker Kriegel – „er gehörte zu den letzten deutschen JazzUrgesteinen", würdigte ihn der NDR, als er an seinem 85. Geburtstag gestorben war. 13.12. Nancy Wilson (*20.2.1937), Sängerin und nicht zu verwechseln mit der HeartMusikerin, sang für George Shearing und Cannonball Adderley, ehe Capitol sie Anfang der 60er Jahre unter Vertrag nahm. Ihr gelangen mehrere Hits, sie hatte früh eine eigene TV-Show bei NBC und avancierte zu einer der populärsten Jazz- und auch R&B-Vokalistinnen, versuchte sich auch an Disco. Sie verstummte nach langer Krankheit für immer. 14.12. Joe Osborn (28.8.1937) gehörte als Bassist zur fast schon legendären Wrecking Crew, der Crème de la Crème von Sessionmusikern in kalifornischen Studios. Seine vier Saiten sind auf Hunderten von Hits im Hintergrund zu hören. Zudem gilt er als Entdecker der Carpenters, die ihre ersten Aufnahmen in seinem Homestudio machten. Mitte der 70er Jahre wechselte er nach Nashville und beendete seine Laufbahn im Studio bereits als 52-Jähriger 1989. 23.12. Norman Gimbel (*16.11.1927) steuerte die Texte zu einigen Welthits bei, beispielsweise "Killing Me Softly" oder "The Girl From Ipanema" (Grammy 1965), wurde mit Oscar und Grammy ausgezeichnet und 1984 in die Songwriters Hall Of Fame aufgenommen. 23.12. Anne Honey" Lantree (*28.8.1943), " eine gelernte Friseurin, trommelte Mitte der 60er Jahre bei der UK-Pop-Band The Honeycombs, die bereits mit ihrer ersten Single "Have I The Right" abräumte. Sie galt vielen Musikerinnen als Vorbild. Ein Krebsleiden kostete sie das Leben. 25.12. James Wilsey (*12.7.1957) spielte Bass bei der Punkcombo The Avengers, war aber erfolgreicher als Leadgitarrist von Chris Isaak (u.a. mit "Wicked Game") und veröffentlichte sein einziges Solowerk EL DORADO 2008. 29.12. Julia Edenhofer war renommiert als sachkundige Radioredakteurin beim Bayerischen Rundfunk, für den sie bereits 1968 den im Freistaat längst legendären „Club 16" moderierte. Sie verfasste mehrere von der Kritik gelobte Musiklexika und Biografien. Sie starb nach langer Krankheit. 31.12. Ray Sawyer (*1.2.1937), ein gelernter Schlagzeuger, war mit seiner Augenklappe über Jahrzehnte das optische Aushängeschild von Dr. Hook (& The Medicine Show), denen er sich 1969 angeschlossen hatte. Seine Solokarriere als CountrySänger war weniger erfolgreich, so dass er bis zum Wechsel in den Ruhestand 2015 mit dem alten Bandnamen durch die USA tourte, den er vom Bandgründer Dennis Locorriere lizenziert hatte. n
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31.12. Dean Ford (*5.9.1946 als Thomas McAleese) war nicht nur in seiner schottischen Heimat als Sänger und Songschmied sowie mit The Gaylords aktiv und feierte seine größten Erfolge als Sänger von Marmalade (1966–1974), deren Hit "Reflections Of My Life” er mitschrieb. Alan Parsons produzierte sein selbst betiteltes Solodebüt, er wiederum sang auf dessen Album PYRAMID, übersiedelte in die USA, wo er u.a. als Fahrer für Bob Dylan und Michael Jackson arbeitete. Alkoholprobleme kosteten ihn dort die Karriere, die erst 2003 wieder in die Gänge kam, als er bei der reaktivierten Sensational Alex Harvey Band einstieg. Mittels Crowdfunding veröffentlichte er 2017 sein zweites Album FEEL MY HEARTBEAT. Komplikationen seiner Parkinson-Erkrankung waren an Silves ter Ursache seines Ablebens.
© Rik Boose
10.11. Ed Burks (*21.4.1932) war als Pianist (gelegentlich auch mit seiner Klarinette und Mundharmonika) in Doo-Wop- wie Rockabilly-Kreisen sehr begehrt, brachte mit Kumpel Ronnie Hawkins und Levon Helm The Hawks an den Start, spielte bei den Jesters und wurde 2003 in die Rockabilly Hall Of Fame aufgenommen.
1.1. Pegy Young (*1.12.1952) gab ihr Sangesdebüt 1983, fünf Jahre nach ihrer Heirat mit Neil Young, mit dem sie zwei Kinder hatte. Den begleitete sie auf Tourneen als Chorsängerin, brachte 2007 ihr selbst betiteltes Solodebüt heraus, dem sie zwei weitere Alben folgen ließ. Die Umweltaktivistin und Pädagogin erlag einem Krebsleiden. 2.1. Daryl Dragon (*27.8.1942) war besser bekannt als Captain des Popduos Captain & (Toni) Tennille. Nach Anfängen in den Sixties mit The Dragons spielte er Keyboards bei den Beach Boys (1967–1972), rockte in den 80er Jahren mit den Surf Punks. Er litt seit Jahren an einem Tremor (Muskelzittern), in den Musikerhimmel beförderte ihn aber ein Nierenversagen. 6.1. Eric Haydock (*3.2.1943) war als Bassist 1962 bei der Gründung der Hollies dabei, die er 1966 verließ. Für Aufsehen sorgte er, als er als einer der ersten britischen Bassisten mit einem sechssaitigen Instrument spielte. Nachdem seine Band Haydock’s Rockhouse erfolglos geblieben war, kehrte er Bühne und Studio den Rücken und betrieb in Manchester ein Musikgeschäft. 2010 wurde er allerdings mit in die Rock’n’Roll Hall Of Fame aufgenommen. 7.1. Clydie King (*21.8.1943) war in den USA eine der meistgefragten Sessionund Livesängerinnen, gehörte früh Ray Charles’ Raelettes an und war auch bei vielen Phil-Spector-Produktionen zu hören. Eigene Singles und Alben blieben meist erfolglos, so dass sie wieder für Humble Pie, die Rolling Stones, B.B. King, Joe Cocker, Steely Dan, Lynyrd Skynyrd, Linda Ronstadt, Barbra Streisand und viele andere Größen Chor sang. Mit ihrem zeitweiligen Arbeitgeber Bob Dylan („sie war meine ultimative Gesangspartnerin") soll sie länger liiert gewesen sein. In den letzten Jahren machten ihr zunehmend gesundheitliche Probleme zu schaffen.
1969 Von Jens-Uwe Berndt
Das Jahr, als das Festival erfunden wurde Woodstock gilt als Mutter aller Festivals. Das ist durchaus logisch. Vieles von dem, was man gemeinhin mit LiveGroßereignissen in Verbindung bringt, nahm hier scheinbar seinen Anfang: gigantische Zuschauermassen, ein Auflaufen der größten aktuellen Rockstars, magische Konzertmomente, logistische Seite
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Zusammenbrüche, Fanhorden im irrationalen Freiheitsrausch … Woodstock ist allgemeines Kulturgut und wurde zu einem modernen Mythos. Allerdings gebührt dieser Status weniger dem Fes tival als vielmehr dem Jahr 1969. Denn vor 50 Jahren ereignete sich so viel mehr als nur Woodstock.
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oodstock ist ein unscheinbares Städtchen. Typisch für kleine Nester im Staat New York. Und im Großen und Ganzen hat man sich dort damit abgefunden, dass das berühmteste Rockfestival der Musikgeschichte nur nach dem Ort benannt wurde, weil Bob Dylan hier lebte. Heute gibt es aber immer mehr Händler und Gastronomen, die die vermeintliche Festivalvergangenheit auszuschlachten versuchen. Vor allem nahe dem Woodstock Town Center existieren Souvenirläden, Music Shops und Restaurants, die mit dem schwergewichtigen Namen Touristen ans Portemonnaie wollen. Denn in diesem Teil der Stadt ist alles höllisch teuer. Selbst in dem im Viertel gelegenen Plattenladen, dessen Regalinhalte im Vergleich zu ähnlich ausgerichteten Vinylanbietern in den USA äußerst bescheiden ausfallen, sind die Preise jenseits von Gut und Böse. Die Souvenirs sind Tand. Und die Kunsthandwerker, die sich mit Bekleidung, Schmuck, Bildern und ähnlichem ganz auf den Hippie-Look von einst eingestellt haben, bedienen lediglich eine Erwartungshaltung. Auch sie wissen, dass es genug Besucher gibt, die keinen blassen Schimmer davon haben, wo die Massen 1969 tatsächlich hinströmten, als diese vom 15. bis 17. Au- Im Woodstock-Museum in Bethel ... gust das Woodstock-Festival besuchen wollten.
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as war Bethel. Mit dem Auto fährt man von Woodstock ungefähr 100 Kilometer südwestlich, um die Stadt zu erreichen. Sie ist mit über 4000 Einwohnern fast genauso groß wie Woodstock und hat sich touristisch auf das ... wird das berühmte Festival erlebbar. Großereignis von 1969 eingestellt. Unmittelbar am Festivalgelände, auf das man von einer Anhöhe hinabsehen kann und die Bühnenfundamente wahrzunehmen vermeint, ist das Museum At Bethel Woods entstanden. Und das bietet einen perfekten Trip in die Zeit von Liebe, Frieden und Musik. Es ist sicher nicht nötig, drei Tage für den Museumsbesuch einzuplanen. Will man sich jedoch sämtliche Räume erschließen, unter den zahlreichen Kopfhörern jeden Song hören und Plakat des aktuellen Woodstock-Musicals jede gezeigte Filmsequenz in sich aufnehmen, wird ein Tag im Rahmen der Öffnungszeiten knapp.
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n der Glorifizierung dieses August-Wochenendes vor 50 Jahren haben nicht nur die ihren Anteil, die dabei waren. Noch nie zuvor war ein Konzertabenteuer medial derart aufbereitet worden. Kinofilm, Dreifach-Album, verschiedene separat veröffentliche Auftrittsmitschnitte, Musiker widmeten dem Festival spezielle Songs, Bücher wurden geschrieben, Shirts, Poster, Aufnäher hergestellt und schließlich Rock-Opern und -Musicals aufgeführt. Das jüngste nennt sich „The Woodstock Story" und tourt gerade durch die Theater Deutschlands. Ein weniger bekanntes Musical hatte sich 1974 im Ostblock vor allem mit den negativen Auswüchsen dieses Massenauflaufs beschäftigt und im Rahmen einer Liebesgeschichte die Drogenthematik in den Mittelpunkt gestellt. Geschrieben von dem Ungarn Tibor Déry unter dem Titel „Fiktiver Report eines amerikanischen Pop-Festivals" hatte der LGT-Musiker Gabor Presser die Musik dazu komponiert, Anna Adamis die Lyrics. Zwar fiel der Begriff Woodstock in dem Stück nicht ein einziges Mal, dass es darum ging, verstand aber jeder. Die Handlung war in ihrer Dramatik etwas überzogen, musikalisch war das Ganze aber großes Kino. GoodTimes 1/2019
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oodstock ist noch heute erlebbar. Der berühmte Film von Michael Wadleigh, der schon 1970 in die Lichtspielhäuser kam, ist voller Emotionen, wenngleich nicht jedes Kamera-Experiment gelungen scheint. Was aber auf jeden Fall funktioniert: Der Film entfacht eine unbändige Sehnsucht. Eine Sehnsucht nach dieser Richie Havens einzigartigen Atmosphäre – trotz sanitären Notstands und Versorgungskatastrophe. Sehnsucht nach all diesen unglaublichen Künstlern, die in Woodstock durch die Bank faszinierende Auftritte hinlegten. Angefangen von Richie Havens, der nur mit einer Akustischen bewaffnet den Künstlerreigen eröffnete und den Hunderttausenden kämpferisch sein "Freedom" entgegenkrakeelte. Über die fantastischen Gigs von Santana, Canned Heat, Janis Joplin oder Jefferson Airplane. Legendär die aggressive Gitarrenattacke von Pete Townshend gegen den politischen Aktivisten Abbie Hoff- Janis Joplin mann, als dieser mitten im Konzert von The Who das Publikum agitieren wollte. Townshend wird nur wenig später in einem Interview sagen, dass er Woodstock gehasst habe. Joe Cocker Alvin Lee schrie sich in "With A von Ten Years After Little Help From My Friends" die Seele aus dem Leib, und Alvin Lee von Ten Years After spielte in "I'm Going Home" die Solos schneller als das Licht. Und am Schluss war da noch Jimi Hendrix, der Jimi Hendrix vor einer abgespeckten Kulisse von knapp 200.000 Menschen (in der Spitze sollen gut eine halbe Million in Bethel gewesen sein) mit seiner Version des "Star Spangled Banner" einen der bedeutendsten Momente in der Geschichte populärer Musik schuf. Allerdings tönte seine Version der amerikanischen Nationalhymne an diesem Tag nicht zum ers ten Mal über ein Festivalgelände.
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o, wie Woodstock als leuchtendes Monument den Zeitgeist einer aufregenden Epoche widerspiegelt, so lässt es gleichzeitig die Wahrheit in seinem Schatten verschwinden, dass es auch vor dem Drei-Tage-Konzert auf dem Land von Max Yasgurs Farm Festivals mit Fanmassen gegeben hat und dass mit Altamont im Dezember desselben Jahres bereits der Abgesang auf die Hippie-Kultur angestimmt wurde. Darüber hinaus geriet völlig aus dem Fokus, dass 1969 tatsächlich jenes Jahr war, in dem der heute typische Festivalbetrieb seinen Anfang nahm. Im Reigen der Rock- und Pop-Fan-Treffen war Woodstock anfangs nur ein Bestandteil.
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itbegründer von Woodstock war ein Typ namens Michael Lang. Im Film „Woodstock – 3 Days Of Peace And Music" ist es jener Lockenkopf, der dem Interviewer unerwartet scheu Rede und Antwort steht. In einer Szene sitzt er auf seinem Motorrad und schiebt dieses unter sich ständig vor und zurück, als wüsste er nicht wohin mit seiner Unsicherheit. Doch Lang war zum Zeitpunkt des Bethel-Events bereits ein Festivalorganisator mit Erfahrung. Ein
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Jahr zuvor hatte er im Mai das WoodstockMiami Pop Festival ausgerichtet, Mitorganisator zu dem er und sein Kompagnon Michael Lang Richard O'Barry zigtausende Fans locken konnten. Die endgültigen Zahlen zum Publikum dieser Zwei-Tage-Veranstaltung schwanken enorm. In einigen Quellen ist von 25.000 Menschen zu lesen, in anderen von 50.000 oder sogar 100.000. Zum Line-up gehörten Jimi Hendrix, Frank Zappa And The Mothers Of Invention, Blue Cheer, Chuck Berry, John Lee Hooker, The Crazy World Of Arthur Brown, die Charles Austin Group und The Package. Michael Lang sagte später selbst, dass beim Miami Pop Festival der Samen gepflanzt worden sei, aus dem später Woodstock erwuchs. Zwei Parallelen sind offensichtlich: Jimi Hendrix als Schluss-Act und ein komplett verregneter Tag, der es den Machern zum Teil sogar verbot, auf der Bühne elektrisch verstärkte Instrumente zuzulassen. Mit dem zweiten Miami Pop Festival im Dezember hatte Lang dann allerdings nichts zu tun.
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or Woodstock gab es bereits Fes tivals, die nicht nur in ihrer Zeit einen legendären Status erlangten, sondern sich insgesamt auf die Musikgeschichte auswirkten. Allen voran das Monterey Pop Festival vom 16. bis 18. Juni 1967 in Monterey, Kalifornien. Wäre Woodstock nicht gewesen, hätte Monterey jener Mythos werden können, der heute das Bethel-Festival umweht. So wurde im Dezember 1968 erstThe Who beim Monterey Pop Festival mals der fast 80-minütige Film „Monterey Pop" aufgeführt, der – zwar vollkommen anders ausgerichtet – eine ähnliche Wirkung erzeugt, wie der spätere Woodstock-Streifen. Mit Donn Alan Pennebaker, der zuvor als Leib-und-Magen-Filmer von Bob Dylan in Erscheinung getreten war, stand ein Mann hinter der Produktion, der später zu den ganz Großen des Rock-Doku-Faches werden sollte (Depeche Mode, David Bowie, Plastic Ono Band, Marius Müller-Westernhagen, Alice Cooper). Allerdings rollte die Vermarktungsmaschinerie längst nicht so an wie zwei Jahre später beim Woodstock-Spektakel. Eine umfassende Tonträgerauswertung kam überhaupt erst 20 Jahre später in Gang, als eine inoffizielle 7-LP-Box erschien. Bis heute existieren verschiedene CDSchuber mit einer unterschiedlichen Tonträgeranzahl und differierenden Songzusammenstellungen. Zu Spitzenzeiten sollen sich um die 90.000 Menschen auf dem Festivalgelände aufgehalten haben. Das Line-up war ein Traum: zum Beispiel The Mamas & The Papas, The Jimi Hendrix Experience, The Who, Grateful Dead, Jefferson Airplane, The Byrds, Big Brother & The Holding Company, Quicksilver Messenger Service, Canned Heat, Simon & Garfunkel, Moby Grape, The Electric Flag.
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benfalls fast vergessen ist die Gründung des Isle Of Wight Festivals von 1968. Im Fokus dieser britischen Konzertgroßoffensive steht meist nur die dritte Auflage von 1970 als das englische Woodstock mit seinem Eintrittsdesaster, den randalierenden Fans, der John Sebastian auf der Isle Of Wight auf der Bühne weinenden Joni Mitchell, Seite
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den fast 700.000 Menschen innerhalb und außerhalb des von einem Blechzaun umgebenen Festivalgeländes, den Ordnern mit den Hunden … Zwei Jahre zuvor war das Ganze allerdings auch wesentlich überschaubarer und beschaulicher. 10.000 Fans waren gezählt worden, die sich am 31. August und 1. September Jefferson Airplane, The Pretty Things, Arthur Brown, Fairport Convention, The Move, Plas tic Penny, Tyrannosaurus Rex oder Aynsley Dunbar Retaliation gönnten.
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och zurück ins Jahr 1969. Das war vor allem in Amerika bis dato das Festivaljahr schlechthin. Schon beim Northern California Folk-Rock Festival von San José, Kalifornien, schnalzen Kenner der Materie mit der Zunge. Die erste Auflage hatte es im Mai 1968 gegeben – und Berichten zufolge sollen damals um die 1000 Konzertbesucher wegen PCP-Überdosen (Angel Dust) in die Notaufnahmen eingeliefert worden sein. Das war aber nicht das einzige Problem. Einige der angekündigten Acts waren gar nicht gebucht worden, und die als Ordner engagierten Hells Angels sorgten für zum Teil aggressive Momente. Für 1969 bahnte sich dann für die Zeit vom 23. bis 25. Mai ein ähnliches Desaster an, wurde doch bereits Wochen vor der zweiten Auflage des Festivals bekannt, dass die angekündigten Led Zeppelin nicht auftreten würden, da die Briten bereits für Shows in Chicago und Columbia gebucht waren. Auch standen erneut die Hells Angels als Ordner auf der Liste. Ungeachtet dessen kamen um die 80.000 Menschen, die Bands und Musiker wie Jefferson Airplane, The Jimi Hendrix Experience, Canned Heat, Santana, Chuck Berry und Taj Mahal sahen. Aus Protest gegen den Festivalpromoter Bob Blodgett organisierte eine Studenten- und Aktivistengruppe um Dennis Jay eine Gegenveranstaltung in ungefähr zwei Kilometern Entfernung mit dem Titel Aquarian Family Festival. Da ohne Unterlass und Umbaupausen Musiker auftraten, war das Line-up dieses kos tenfreien Events opulent, wenngleich es sich vor allem um unbekannte lokale Acts handelte. Eine Besonderheit des Aquarian: Die rund 20.000 Besucher konnten auf dem Areal zelten. Heute ist das bei Fes tivals Usus, damals war's ein Novum. Michael Lang dürfte sich für Woodstock hier durchaus Inspirationen geholt haben. Zu den großen Namen des San-JoséGegenfestivals gehörten Quicksilver Messenger Service, Mountain, Boz Scaggs, Big Brother & The Holding Company und Jefferson Airplane. Letztere waren nach ihrem gut bezahlten Auftritt beim Northern California einfach rüber zum Aquarian gefahren und hatten dort noch einmal ohne Gage gespielt. An die 50 Musiker und Bands traten auf.
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en Auftakt des Jahres 1969 hatte allerdings das Palm Springs Pop Fest ival in Kalifornien markiert. Es fand am 1. und 3. April statt und bot hochkarätige Billings an zwei verschiedenen Spielorten. Den ersten Tag bestritten im Drive-In Theatre Procol Harum, The Flying Burrito Brothers (diese beiden Gruppen traten als Ersatz für die angekündigten Jeff Beck und Moby Grape auf), Gram Parsons, John Mayall, Paul Butterfield Blues Band, Lee Michaels und Hard Luck Boy. Schon an diesem Abend kam es zu Ausschreitungen, als klar war, dass nicht alle in den Konzertbereich konnten, die es gern gewollt hätten. Das Gleiche ereignete sich am zweiten Abend. 3500 Tickets waren für das Angel Baseball Stadium verkauft worden, die Zahl der Besucher aber um ein Vielfaches höher. Die Polizei sicherte den Einlass, weshalb sich die Jugendlichen um das Konzertgelände verteilten und n
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nach anderen Zugängen suchten. Dabei wurde ein 16-Jähriger von einem Tankstellenbesitzer erschossen. Auf der Bühne: die Ike & Tina Turner Revue, Savoy Brown, der Buddy Miles Express, Canned Heat. Freilichtveranstaltungen gab es nach diesem Ereignis in Palm Springs viele Jahre nicht mehr.
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n Detroit wurden noch einmal mit dem Begriff Rock'n'Roll alte Werte beschworen. Und wenngleich es am 30. und 31. Mai im Michigan State Fairground Rock'n'Roll Revival hieß, wurde zwei Tage lang äußerst zeitgemäß gelärmt. Allen voran: die Rabauken von MC5. Die teilten sich die Bühne mit Chuck Berry, Sun Ra, Johnny Winter, Terry Reid, den Psychedelic Stooges (die späteren Stooges), Amboy Dukes, David Peel oder der James Gang. Weitere, vor allem lokale Namen vervollständigten das Programm: Dr. John The Night Tripper, SRC (Scot Richard Case), Frost, Rationals, Teegarden & Van Winkle, Nyman Woodward, Up, Wilson Mower Pursuit, 3rd Power, NY Rock'n'Roll Ensemble, Lower East Side, Red, White & Blues, Sky-Train, Savage Grace, Caste, Gold Bros, Dutch Elm.
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anada zog 1969 mit und präsentierte sich mit dem Toronto Pop Festival am 21. und 22. Juni im Varsity Stadium von seiner besten Seite. Zu den Acts der beiden Tage ge- Sylvester Stewart alias Sly Stone hörten Steppenwolf, Sly & The Family Stone, Nucleus, Velvet Underground, Blood Sweat & Tears, Johnny Winter, Edwin Starr, Bonzo Dog Band, Procol Harum, The Band, Al Kooper, Man und weitere. Parallel dazu versammelten sich bis zu 200.000 Menschen beim Newport 69 Pop Festival auf der Pferderennbahn Devonshire Downs in Northridge, Kalifornien. Hier ging es schon am 20. Juni los und dauerte drei Tage bis zum 22. Juni. Das Billing setzte Maßstäbe (die wichtigsten Künstler): Ike & Tina Turner, Albert King, The Jimi Hendrix Experience, Joe Cocker, Spirit, Taj Mahal, Buffy Sainte Marie, CCR, Eric Burdon, Jethro Tull, Love, Steppenwolf, Sweetwater, Booker T & The M.G.s, Johnny Winter (in Toronto spielte er am Sonnabend, in Northridge am Sonntag), Marvin Gaye, Mother Earth, Buddy Miles, Poco. Jimi Hendrix trat am Sonntag noch einmal auf, nachdem er seinen Freitags-Gig in den Sand gesetzt haben soll.
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ngesichts großartiger Festivals dieser Art tat sich nach der Popularitätsexplosion von Woodstock schon in den Siebzigern die Frage auf, wieso ausgerechnet der Tumult in Bethel zum Fanal der Hippie-Ära geworden war. Der Newport-Organisator Mark Robinson begründete das in einem Interview später wie folgt: „Woodstock war ein kostenloses Musikfestival, auf dem die Leute tagelang auf einer New Yorker Farm kampierten. Es regnete, und die Leute blieben, und dieser Aspekt wurde zu einer nationalen Nachrichtensendung." Eine andere Ursache dafür, dass Newport ins Hintertreffen geraten war, könnte aber auch an den Ausschreitungen am dritten Festivaltag gelegen haben. Der „Rolling Stone" berichtete von schlimmen Szenen zwischen Jugendgruppen und Polizei. Jimi Hendrix Ein 14-Jähriger sei dabei schwer verletzt worden. In der Stadt sei ein Sachschaden in Höhe von rund 50.000 Dollar entstanden.
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er Juni endete mit dem Denver Pop Festival im Mile High Stadium (27. bis 29.). Hier spielte Jimi Hendrix als SchlussAct zum ersten Mal sein "Star Spangled Banner". 50.000 Fans waren in das Rund gelassen worden, hatten alle Versorgungs- und Sanitärannehmlichkeiten, die sonst üblicherweise den Besuchern von Sportveranstaltungen zur Verfügung standen. Darüber hinaus stand die Stadt Denver, Colorado, hinter dem Festival: Sie stellte nicht nur einen Campingplatz zur Verfügung, sondern organisierte sogar einen Shuttle-Service: Wenn schon GoodTimes 1/2019
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ein Sammelpunkt für Jugendkultur, dann wenigstens gesittet. Allerdings ging das Streben nach Ordnung und Sicherheit durch die starke Polizeipräsenz ziemlich nach hinten los, fühlten sich nicht wenige Hippies von den Uniformierten im Umfeld des Stadions doch durchaus provoziert. Und die Cops fackelten auch nicht lange, als am zweiten und dritten Tag die Versuche der sogenannten Gatecrashers überhand nahmen, kostenlos ins Stadion zu gelangen: Es wurde kurzerhand Tränengas eingesetzt, das am 28. Juni wegen ungünstiger Windverhältnisse in den Bereich des Publikums im Mile High wehte. Mit Blick auf die Ansetzungen dürften einem Rockfan sogar noch heute die Augen feucht werden. Erster Tag: Iron Butterfly, Frank Zappa & The Mothers Of Invent ion, Three Dog Night, The Flock, Big Mama Thornton; zweiter Tag: Creedence Clearwater Revival, Johnny Winter, Poco, Tim Buckley, Zephyr, Aorta; dritter Tag: Jimi Hendrix, Joe Cocker, Three Dog Night, Zephyr, Aum, Rev. Cleophus Robinson.
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as Saugatuck Pop Festival wiederum gehört zu jenen Open Airs, von denen fast nichts in der kollektiven Erinnerung geblieben ist. Es fand am 4. und 5. Juli am Potawatomie Beach in Saugatuck, Michigan, am Michigan Lake gegenüber von Milwaukee statt. Wer dort spielte, ist nicht überliefert, weshalb auf die Ankündigung zurückgegriffen werden muss. Und da standen Namen wie MC5, Amboy Dukes, Procol Harum, Muddy Waters, Bob Seger oder die Stooges auf dem Zettel. Außerdem soll Alice Cooper aufgetreten sein, der nicht beworben worden war.
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it ca. 150.000 Besuchern kann das Atlanta International Pop Festival auf einer Rennstrecke in Hampton, Georgia, auftrumpfen. Den Erinnerungen der Besucher und unmittelbar nach dem Drei-Tage-Ritt er- Grand Funk Railroad schienenen Presseberichten nach zu urteilen lief hier am 4. und 5. Juli alles so weit reibungslos. Vermutlich war das Hampton-Fest mehr Woodstock als Woodstock selbst. Allerdings fehlen heute die entsprechenden TV-Bilder oder die Klänge aus der Vinylrille. Gelohnt hätte sich eine kommerzielle Auswertung allein schon wegen der atemberaubenden Künstlerliste: Chuck Berry, Al Kooper, Blood Sweat & Tears, Booker T. & The M.G.s, Canned Heat, Chicago Transit Authority, CCR, Dave Brubeck, Delaney & Bonnie & Friends, Ian & Sylvia, Grand Funk Railroad, Janis Joplin, Johnny Winter, Led Zeppelin, Pacific Gas & Electric, Paul Butterfield Blues Band, Johnny Rivers, Spirit, Sweetwater, Ten Wheel Drive. Weil bei den Veranstaltern die Kassen geklingelt hatten, gab es am 7. Juli am Piedmond Park mitten in Atlanta ein kostenloses Zusatzkonzert. Mit dabei die Grateful Dead, Chicago Transit Authority, Delaney & Bonnie und Spirit.
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Autostunden und 1700 Kilometer weiter nordöstlich lief zur selben Zeit (3. bis 6. Juli) in Newport, Rhode Island, das New port Jazz Festival. In diesem Fall wird einmal mehr deutlich, dass man es in den 60er Jahren mit den Bezeichnungen der Veranstaltungen nicht so penibel genau nahm. Schon all diese „Pop"-Zusätze führten aus heutiger Sicht auf eine falsche Fährte. Und auch der Jazzbegriff wurde in Newport 1969 erstmals aufgeweicht. 15 Jahre existierte diese Veranstaltungsreihe damals schon und hatte unter Jazzanhängern einen guten Ruf. Im Festivaljahr hievten die Veranstalter aber zusätzlich Rockacts mit aufs BilMusic from the 60s to the 80s
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ling. Der erste Tag war mit George Benson, Sunny Murray, Phil Woods, Kenny Burrell, Young-Holt Unlimited, Anita O'Day, Freddie Hubbard, Bill Evans/Jeremy Steig sowie dem Sun Ra Arkestra dem gewählten Stilbegriff ziemlich stark verhaftet. Der zweite Tag bot eine ungewohnte Vielfalt: Nach einer Jamsession folgten Steve Marcus, Jethro Tull, Ten Years After, Blood Sweat & Tears, Roland Kirk, Jeff Beck, die Newport All Stars With Mavis Rivers, Miles Davis, John Mayall, Gary Burton, The Mothers Of Invention, Art James Brown Blakey, Savage Rose, Dave Brubeck Trio, World Greatest Jazz Band, O.C. Smith, Sly & The Family Stone.
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nd dann Tag drei. Der hatte schon am Freitag für Schlagzeilen gesorgt. Angesichts zahlreicher Unmutsbekundungen aus der Bevölkerung in und um Newport, die keine Lust hatte, sich mit ausgeflippten Jugendlichen herumzuärgern, war der Auftritt von Led Zeppelin für Sonntag, den 6. Juli, kurzfristig und medienwirksam abgesagt worden. Tatsächlich sollen mehrere tausend Halbwüchsige auch wieder das Weite gesucht haben. Allerdings nicht genug, um Ruhe ins Drumherum zu bekommen. Laut Tageszeitungsberichten waren allein am Samstag 25.000 Fans auf dem Gelände, was für einen einzelnen Festivalabend zu den anderthalb Jahrzehnten zuvor eine Steigerung um satte Led Zeppelin beim Newport Jazz Festival 10.000 Menschen darstellte. Tumultartige Szenen sollen sich außerhalb des Areals abgespielt haben, weil weitere tausende Jugendliche, die keine Tickets mehr bekommen hatten, entweder nach einem illegalen Zutritt oder in der Gegend nach einem Abenteuerausgleich suchten. „Das Publikum ist zu groß für diese Stadt", äußerte sich Stadtrat David Fenton in einem Zeitungsbeitrag. „Das Newport Field verträgt bis zu 25.000 Menschen, doch wir hatten zwischen 40.000 und 60.000 Menschen in einer Stadt mit gerade mal 37.500 Einwohnern." Veranstalter George Wein sprach nach den aufregenden Tagen von einem Gesamtticketverkauf von 80.000 bis 90.000. Bis dato hatte die Spitze bei 50.000 gelegen. Da die scheinbare Absage des Zeppelin-Gigs nur dazu gedient hatte, die Lage zu entspannen, standen die vier Briten am Sonntag natürlich trotzdem auf der Bühne. Auch dieser Tag hatte es in sich: James Brown With Nipsy Russell (Komiker), Illinois State Band, Willie Bobo, B.B. King, Johnny Winter, Herbie Hancock, Buddy Rich Orchestra, Led Zeppelin.
anstalter auf schwarze Künstler konzentriert: Tyrone Davis, Young-Holt Unlimited und James Brown. Der darauffolgende Freitag, 11. Juli, sah ein weitaus abwechslungsreicheres Programm mit Sly & The Family Stone, Ten Years After, Jeff Beck, The Mothers Of Invention und Savoy Brown. Und am Sonnabend gab es dann mit Led Zeppelin noch einen Auftritt der neuen Shootingstars aus Großbritannien. Mit auf der Bühne: Blood Sweat & Tears, Hawkins Singers, Johnny Winter, Al Kooper, Jethro Tull und die Buddy Guy Blues Band.
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lein, aber fein war das Bullfrog Lake Music Festival vom 4. bis 6. Juli im gleichnamigen Trailer Park nahe der Ortschaft Estacada südöstlich von Portland, Oregon. Der wohl größte Name war der von Jefferson Airplane. Darüber hinaus sind als aufgetretene Künstler The Sons Of Champlin und die All-Girl-Band The Ace Of Cups verbrieft. Dann noch Family Tree, die Electric Zoo Band, Mixed Blood und weitere lokale Gruppen. Das zweite Bullfrog, das spontan nur wenig später in Saint Helens nördlich von Portland über die Bühne gehen sollte, wurde auf richterliche Anordnung verhindert. Dafür fand dort vom 22. bis 24. August Bullfrog 3 statt. Headliner waren Grateful Dead und Taj Mahal. Ansonsten spielten hier unbekannte lokale Bands.
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.000 junge Leute kamen am 11. und 12. Juli nach Laurel, Maryland, zum Laurel Pop Festival. Und wie so ziemlich jedes Live-Event des Jahres 1969 hatte auch Laurel seine Schlagzeile, als der zweite Abend komplett verregnete und die Besucher aus hölzernen Klappstühlen riesige Scheiterhaufen aufschichteten und diese dann anzündeten. Das Line-up wird vor allem jene überraschen, die vom Laurel noch nie im Leben gehört haben. Erster Abend: Al Kooper, Jethro Tull, Johnny Winter, Led Zeppelin, Edwin Hawkins Singers, Buddy Guy. Zweiter Abend: Jeff Beck, Ten Years After, Sly & The Family Stone, Mothers Of Invention, Savoy Brown, Guess Who. Ein Traum.
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oyd Grafmyre organisierte vom 25. bis 27. Juli in Woodinville, Washington, das Seattle Pop Festival. Grafmyre war bis dato eigentlich Fan und Festivalbesucher, fühlte sich aber durch Monterey 1967 derart angefixt, dass er es selbst einmal mit einer Liveveranstaltung probieren wollte. Und das dreitägige Fest kann mit seinen 90.000 Besuchern in der Spitze und dem sagenhaften Line-up als Woodstock der Westküste gelten. Ungewöhnlich war, dass mehrere Künstler und Bands gleich zwei- oder dreimal auftraten (siehe Liste). Ungewöhnlich und vor allem einmalig auch jene Konstellation, dass Led Zeppelin und die Doors am selben Tag auf derselben Bühne standen. Tina Turner Hier die Tage mit ihren Running Orders: 25. Juli – Crome Syrus, Bo Diddley, Flying Burrito Brothers, Ten Years After, Guess Who, Murray Roman (Komiker), Albert Collins, Santana, Youngbloods, Tim Buckley, It's A Beautiful Day, The Byrds. 26. Juli – Floating Bridge, Charles Loyd, Santana, Albert Collins, The Flock, It's A Beautiful Day, Ike & Tina Turner Revue, Guess Who, Bo Diddley, Lonnie Mack, Chicago Transit Authority, Chuck Berry, Tim Buckley. 27. Juli – Blacksnake, Youngbloods, Guess Who, Spirit, Bo Diddley, Vanilla Fudge, The Flock, Albert Collins, Flying Burrito Brothers, Ike & Tina Turner Revue, Charles Lloyd, Led Zeppelin, Lee Michaels, The Doors, Chuck Berry.
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as Newport Folk Festival, das auf eine zehnjährige Tradition zurückblicken konnte, hatte nach den Tumulten beim Jazzevent von der Stadt harte Auflagen verordnet bekommen. Das reichte von so pragmatischen Anordnungen wie dem Wechsel vom Holz- zum Maschendrahtzaum um das Festivalgelände bis hin zum kuriosen Verbot, Rockacts ins Billing aufzunehmen. Vom 16. bis 20. Juli begegnete sich auf dem Festivalgelände in der auf einer Insel gelegenen Hafenstadt das Who is who der Country- und Folkszene – inklusive Bluesgrößen (eine Auswahl): Johnny Cash, Champion Jack Dupree, Everly Brothers, Arlo Guthrie, Joni Mitchell, Van Morrison, The Pentangle, Pete Seeger, Buffy Sainte Marie, Muddy Waters Blues Band … Die kleine Liste zeigt: Ganz unrockbar war das Folkfestival nicht geblieben.
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u den vollkommen in Vergessenheit geratenen Live-Ereignissen des Jahres 1969 gehört das 1st Spectrum Summer Music Festival in Philadelphia, Pennsylvania. Da es in der Spectrum-Arena stattfand, gilt es als sogenanntes Indoor-Festival und war merkwürdigerweise auf den 5., 11. und 12. Juli verteilt. Der musikalische Schwerpunkt lag auf Blues und Soul. Das Lineup war erste Sahne. Am ersten Sonnabend hatten sich die VerSeite
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m selben Wochenende konnte ein ebenso hochkarätiges Billing im 30 Autostunden entfernten Milwaukee, Wisconsin, am Lake Michigan erlebt werden. Das Midwest Rock Festival im State Fair Park hatte außerdem die gleiche Herangehensweise wie Seattle, indem hier mehrere Bands und Musiker ihre Auftritte wiederholten. Und noch etwas fällt auf: Der Begriff Rock war für Open-Air-Events damals eher unüblich. Dabei korreliert er wunderbar mit den drei Tagen in Milwaukee, da hier zahlreiche ziemlich harte Bands auftraten: Freitag, 25. Juli – Led Zeppelin (die danach sofort nach Seattle abflogen), Buffy Sainte Marie, First Edition, Sweetwater, Pacific Gas & Electric, SRC, Shag. Sonnabend, 26. Juli – Blind Faith, John Mayall, Delaney & Bonnie & Friends, Shag, Taste, MC5, SRC. Sonntag, 27. Juli – Jeff Beck musste wegen eines starken Regengusses ausfallen, es folgten Johnny Winter, Joe Cocker & The Grease Band. Erneute schwere Regengüsse verhinderten die geplanten Gigs von Jethro Tull und dem Bob Seger System. Danach gab es Jim Schwall Blues Period, noch einmal MC5, Zephyr, Shag, The Litter und SRC.
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er Festival-August begann an der Ostküste direkt in Atlantic City, New Jersey. Gleich die ersten drei Tage des Monats wurden in der Küstenmetropole gefeiert. Und das Atlantic City Pop Festival war natürlich ausverkauft: für jeden Tag 40.000 Tickets. Schätzungen gehen aber von 100.000 Hippies aus, die sich sowohl auf der Pferderennbahn AC Race Track aufhielten als auch im Umfeld des Areal her umgeister ten. Und es mag sich wiederholen – aber auch bei diesem Treffen vom 1. bis 3. August stand eine Musikergilde auf der Bühne, für die Rockfans von heute töten würden, könnten sie dadurch in einer Zeitmaschine in die Vergangenheit zu jenem Ereignis reisen. Joni Mitchell sammelte auch in Atlantic City Punkte für den Titel als größte Drama-Queen des Folk, als sie nach ein paar gesungenen Songs schnurstracks die Bühne verließ, weil das Publikum ihr nicht die Aufmerksamkeit entgegenbrachte, die ihr ihrer Ansicht nach zustand. Procol Harum Die Supergroup Crosby, Stills, Nash & Young sagte ihren Auftritt wegen einer Erkrankung von Nash ab, und Johnny Winter, der gefühlt an jeder Milchkanne spielte, musste diesmal passen, da sein Equipment nicht rechtzeitig vor Ort war. Ansonsten – volles Brett: Biff Rose (Komiker), Aum, Lothar & The Hand People, Booker T. & The M.G.s, Chicago Transit Authority, Iron Butterfly, Joni Mitchell, Procol Harum, Santana Blues Band, The Chambers Brothers, Tracy Nelson & Mother Earth, American Dream, B.B. King, Paul Butterfield Blues Band, The Byrds, The Crazy World Of Arthur Brown, Creedence Clearwater Revival, Hugh Masekela, Jefferson Airplane, Lighthouse, Cass Elliot, Tim Buckley, Buddy Rich, Canned Heat, Buddy Miles, Dr. John, Janis Joplin, Joe Cocker, Little Richard, Sir Douglas Quintet, The Mothers Of Invention, Three Dog Night.
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wei Tage vor dem großen Meeting in Bethel gab es eine hinreißende Party im kanadischen London, Ontario, am 13. und 14. August. Es ist ungewöhnlich, so etwas an einem Mittwoch und Donnerstag durchzuziehen, weshalb man fast den Eindruck gewinnen könnte, die Veranstalter wollten Woodstock nicht in die Quere kommen. Dann hätten sie aber wissen müssen, was sich dort anbahnen würde. Und das ist ausgeschlossen. Aufgetreten sind Alice Cooper, Frank Zappa & The Mothers Of Invention, The Funky Parliaments, Terry & The Pyrates, GeorgeOlliver & The Natural Gas, Cat Mother & The All Night Newsboys, The Nice, The Rock Show Of The Yeoman, The Stone Soul Children. GoodTimes 1/2019
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nd dann kam Woodstock. Ganz im Gegensatz zu den meisten Musikertreffen des Jahres nannte es sich nicht Woodstock Pop, sondern Woodstock Music & Art Fair, also Musikund Kunstmesse. Obendrein war diese Bezeichnung auf dem offiziellen Plakat ziemlich klein in die obere Ecke gedruckt, weshalb das „3 Days Of Peace And Music" in den Vordergrund rückte. Über Bedeutung und Auswertung ist in dieser Geschichte bereits eine Menge gesagt worden. Dass schon bei der Anfahrt Carlos Santana (rechts) die Straßen verstopften, ist im Nachklapp immer wieder beeindruckend anzusehen, galt aber zum Teil auch für andere Veranstaltungen dieses spektakulären Sommers. Auch die Regenphase mit den Schlammspielen des Publikums war kein Novum. Bliebe an dieser Stelle noch nachzutragen, wer bei dem legendären Festival auftrat, wenngleich diese Running Order (hier ohne Redner) die berühmteste der Welt sein dürfte.
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reitag, 15. August, 17.07 Uhr fing alles an: Richie Havens, Sweetwater, Bert Sommer, Tim Hardin, Ravi Shankar, Melanie, Arlo Guthrie, Joan Baez. Samstag, 16. August, startete das musikalische Programm 12.15 Uhr und dauerte bis fast 10 Uhr am Sonntag: Quill, Country Joe, Santana, John Sebastian, Keef Hartley Band, The Incredible String Band, Canned Heat, Mountain, Grateful Dead, Creedence Clearwater Revival, Janis Joplin, Sly & The Family Stone, The Who, Jefferson Airplane. John Sebastian Sonntag, 16. August, Beginn 14 Uhr: Joe Cocker, Country Joe & The Fish, Ten Years After, The Band, Johnny Winter, Blood Sweat & Tears, Crosby, Stills, Nash & Young, The Paul Butterfield Blues Band, Sha Na Na, Jimi Hendrix Gypsy Sun & Rainbows. Natürlich ist es immer eine Frage der persönlichen musikalischen Vorlieben – aber es wird nicht wenige geben, die eine ganze Reihe von Line-ups anderer 1969 stattgefundener Festivals weitaus aufregender gefunden haben dürften.
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eshalb direkt weiter zum ersten großen Post-Woodstock-Open-Air, dem Vancouver Pop Festival vom 22. bis 24. August im Paradise Valley Resort in Squamish, 64 Kilometer nördlich der Hauptstadt von British Columbia in Kanada. Laut Jim Shelley, einem US-amerikanischen Autor, der nicht nur das Buch „My Woodstock 1969" veröffentlichte, sondern mit akribischen Recherchen einen unschätzbaren Beitrag dazu leistete, dass die Festivals von 1969 nicht in Vergessenheit gerieten, sieht im Vancouver Pop ein einziges großes Mysterium. Abgesehen davon, dass bis heute nicht klar ist, ob Grateful Dead dort spielten, und die Band selbst diese Frage nie klar beantwortet zu haben scheint, ist das Vancouver Pop das einzige Festival in der 69er Geschichte, über das sich zwei völlig gegensätzliche Ansichten zum Wetter durchsetzten. Es gibt sowohl eine Fraktion, die von drei verregneten kalten Tagen spricht, als auch Leute, die eine sonnige Zeit in Erinnerung haben. Ansonsten standen neben den üblichen Verdächtigen interessante Namen auf der Liste: Alice Cooper, Little Richard, Love, The Rascals, Poco …
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in Happening auf freiem Feld unter sengender Sonne wurde vom 30. August bis zum 1. September die zweite Auflage von Sky River Rock Fes tival & Lighter Than Air Fair in Tenino, Washington. Die Liste der aufgetretenen Künstler ist lang, beinhaltet aber weniger Namen aus jener Schublade, aus der 1969 die meisten Festivals bestückt worden zu sein schienen (eine Auswahl): Anonymous Artists Of America, Blacksnake, Blue Bird, Collectors, Congress Of Wonders, Country Weather, Country Joe & The Fish, Crome Syrcus, Crow, Flying Burrito Brothers, Frumious Bandersnatch, Grapefruit, Juggernaut, Kaleidoscope, Steve Miller, Terry Reid, Sons Of Champlin, Yellow stone, Youngbloods.
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ie zu erkennen, setzten die Organisatoren beim Einkauf der Künstler grundsätzlich auf Durchmischung. Alte Stars wie Bo Diddley oder Little Richard teilten sich mit blutjungen Rüpeln vom Schlage MC5 oder Led Zeppelin die Bühnen. Auch stilistisch waren die Bögen weit. Es war nicht ungewöhnlich, dass an drei Open-Air-Tagen mal eben Rock'n'Roll, Howlin' Wolf Soul, Jazz Rock, Blues, Folk, Hard Rock, psychedelische Musik und Pop aus ein und derselben Soundanlage tönten. Themenbezogene Veranstaltungen waren 1969 aber ebenso Magneten. Wie das Ann Arbor Blues Festival auf den Fuller Flatlands in Ann Arbor, Michigan, zeigt. Studenten hatten es organisiert und sich eine 70.000-Dollar-Förderung ihrer Uni und deren Partnereinrichtungen gesichert. 20.000 junge Leute, vornehmlich aus der weißen Mittelschicht, kamen, um sich schwarze Blues-Größen wie B.B. King, Freddy King, Big Mama Thornton, Big Joe Williams, Otis Rush, Howlin' Wolf, Muddy Waters, T-Bone Walker oder Lightnin' Hopkins anzuschauen. Außerdem dabei: Roosevelt Sykes, Fred McDowell, JB Hutto & The Hawks, Jimmy Dawkings, Junior Wells, Arthur „Big Boy" Crudup, Jimmy „Fast Fingers" Dawkins, Roosevelt Sykes, Luther Allison & The Blue Nebulae, Magic Sam, Sleepy John Estes, Clifton Chenier, Sam Lay, Son House, Charlie Musselwhite, James Cotton. Es soll eines der friedlichsten Festivals von 1969 gewesen sein.
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rairieville, Louisiana, nannte sich die nächste Station eines kostenlosen Drei-Tage-Trips in die Welt der modernen Rockmusik, wenngleich das Areal der Geschehnisse, der Baton Rouge International Speedway, näher an Baton Rouge liegt. Allerdings waren es damals nicht Genrebezeichnungen, die Musikfans elektrisierten, sondern Namen von Örtlichkeiten, von denen es in den USA einige mit einer faszinierenden Musikhistorie gibt. Genannt seien da nur Memphis (Blues), Los Angeles (Heavy Metal), Detroit (Soul) oder Nashville (Country). Oder eben New Orleans, das Herz amerikanischer Jazzmusik. Wohl gerade deshalb hieß das vom 30. August bis 1. September ausgerichtete Festival auch weder Prairieville oder Baton Rouge, sondern New Orleans Pop Festival. Und die geschichtsträchtige Stadt lag ja auch keine zwei Autostunden entfernt. 30.000 Fans waren jeden Tag vor der Bühne. Und auf der tummelten sich zwar erneut typische Namen der 69er Festivals, hinzu kamen aber lokale Gruppen und ein paar obskure Formationen, die nicht von Open Air zu Open Air zogen. Sonnabend starteten ein paar lokale Künstler gegen 18 Uhr, bevor es 20 Uhr mit White Fox, Snow Rabbit, Dea con John & The Electric Soul Train, Whizbang, Axis, Tyrannosaurus Rex und It’s A Beautiful Day weiterging. Sonntag dann Flower Power, Snow Rabbit, Spiral Starecase, Oliver, Smyth, The Youngbloods, It’s A Beautiful Day, Country Joe & The Fish, The Byrds, Canned Heat, Seite
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Iron Butterfly, Janis Joplin, Santana. Und der Montag brachte noch einmal Potliquor, Axis, Oliver, Cat Mother & The All Night Newsboys, Santana, Chicago, It’s A Beautiful Day, Tyrannosaurus Rex, The Youngbloods, Lee Michaels, Grateful Dead, Jefferson Airplane, Dr. John VooDoo Show und eine Jamsession mit Jefferson Airplane, Grateful Dead, Cat Mother, Santana, Chicago, It's A Beautiful Day und Whizbang.
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ie Vereinigten Staaten sind bis heute ein Hort von Festivals unterschiedlichster Art. Einige davon sind mehrtägige Veranstaltungen, bei denen gebuchte Künstler mehrfach auftreten. Das eignet sich vor allem für Rock Cruises, bei denen die Fans dann die Möglichkeit bekommen, ihren Konzert abarbeitungsplan so „auszuklügeln",dass sie am Ende tatsächlich jede Gruppe wenigsten einmal gesehen haben. In Deutschland und Europa ist diese Herangehensweise eher ungewöhnlich. Es war indes auch hier das Jahr 1969, in dem diese Form des Fes tivals in Serie ging. Und nachdem das Seattle Pop Festival (und ein paar andere auch) sich dieser Methode bedient hatte, stellten auch die Veranstalter des Texas International Pop Festival in Lewisville, Texas, ein Billing dieser Art zusammen. Und wieder waren es die Tage vom 30. August bis zum 1. September, dem Labor-Day-Wochenende. Der vorletzte Augusttag brachte Auftritte von Grand Funk Railroad, Canned Heat, Chicago Transit Authority, der James Cotton Blues Band, Janis Joplin, B.B. King, Herbie Mann, Rotary Connection und Sam & Dave mit sich. Der Sonntag, 31. August, sah Grand Funk Railroad, Chicago Transit Authority, die James Cotton Blues Band, Delaney & Bonnie & Friends, The Incredible String Band, B.B. King, Led Zeppelin, Herbie Mann, Sam & Dave und Santana. Und am Montag gab es schließlich noch Grand Funk Railroad, Johnny Winter, Delaney & Bonnie & Friends, B.B. King, Nazz, Sly & The Family Stone, Spirit, Sweetwater, Ten Years After und Tony Joe White. Dass Bands an diesem Wochenende tatsächlich auf mehreren Open Airs in der Abfolge auftauchten, war eine reine Frage der Organisation. Und es gelang.
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omplett verregnet war die nur an einem Tag durchgezogene Veranstaltung mit dem opulenten Namen First Annual Midwest Mini-Pop Festival. Im Cleveland Zoo, Ohio, trafen sich am 6. September Grand Funk Railroad, die Paul Butterfield Blues Band, Vanilla Fudge, Lonnie Mack und das Dee Felice Trio. Ebenfalls nur einen Tag dauerte am 14. September das Toledo Pop Festival in Ohio. Der ungewöhnlichste Name auf der Bandliste dürften die Turtles gewesen sein. Ansonsten gab es ähnliche Kost wie woanders auch: MC5, Alice Cooper, Amboy Dukes, Frost, SRC und Savage Grace.
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eil es mit „Pop" so gut funktioniert hatte, versuchten es John Brower und Kenny Walkeron am 14. September mit Rock. Die Veranstalter des Toronto Pop Festivals vom 21. und 22. Juni zogen drei Monate später das Toronto Rock And Roll Revival auf. Angesichts heutiger Vorbereitungsphasen für Open Airs (ein Jahr ist Satz), ist es erstaunlich, in welcher Kürze der Zeit damals Großveranstaltungen aus dem Boden gestampft wurden. Leider drohte das Ganze zu platzen, da der Ticketverkauf nicht in Gang kommen wollte. Wie sich bald herausstellen sollte, fehlte einfach ein Zugpferd, denn mit Chuck Berry, Gene Vincent, Jerry Lee Lewis, Little Richard oder Bo Diddley waren keine Massen zu bewegen. Wenngleich Namen wie Alice Cooper, Chicago oder gar die Doors durchaus ein enorm breites Publikum ansprachen – auch in Kanada. Die Rettung soll Kim Fowley gebracht haben, der den beiden Festivalmachern die Teilnahme von John Lennon und Yoko Ono als MCs (Mas n
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ter Of Ceremonies), sprich Moderatoren, vorschlug. Der Beatle willigte ein und brachte sich selbst als Teilnehmer ins Spiel, weshalb das schließlich ausverkaufte Varsity Stadium in den Genuss eines Auftritts von John Lennon und der Plastic Ono Band [Eric Clapton (g), Klaus Voormann (b) und Alan White (dr)] kam.
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as Big Sur Festival in Crosby, Stills, Nash & Young Big Sur, Kalifornien, erlebte am 14. und 15. September bereits seine sechste Auflage. Die Wohnzimmeratmosphäre unter sengender Sonne vor malerischer Kulisse hatte in Bezug auf die anderen Festivals von 1969 etwas Einmaliges. Die bekanntesten Künstler an diesen zwei Tagen des Folk und des Folk Rock waren Joan Baez, Crosby, Stills, Nash & Young, Joni Mitchell, John Sebastian und die Flying Burrito Brothers.
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a in Kalifornien gefühlt immer die Sonne scheint und es im Oktober häufig noch enorm warm ist, kann auch der zehnte Monat des Jahres mit mindestens einem Festival aufwarten – dem Gold Rush vom 4. Oktober am Lake Amador, eine halbe Autostunde von Amador City entfernt. Es soll ein sehr harmonisches Fest gewesen sein, das insgesamt 40.000 Menschen besuchten. Das Line-up hatte zwar nicht das Gewicht manch einer Sommersause, war unter anderem mit Namen wie Santana, Taj Mahal, Bo Diddley, Albert Collins, Kaleidoscope, Al Wilson, Southwind, Ike & Tina Turner und Sons Of Champlin aber immer noch beachtlich.
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m November fanden schließlich auch die Rolling Stones den Weg auf ein amerikanisches Open Air: das Palm Beach Music & Art Festival. Sowohl im Namen als auch mit dem offiziellen Ankündigungsplakat, das eine weiße Taube zeigte, lehnten sich die Macher an Woodstock an. Außerdem waren vom 28. bis 30. November genau wie bei „Peace And Music" in Bethel drei Tage veranschlagt. Lokale Zeitungen in Miami einigten sich schnell auf den Titel Woodstock South, warnten aber gleichzeitig vor den Drogen konsumierenden Jugendlichen. Als die allerdings an diesem Erntedankfestwochenende ruhig blieben und es zu keinerlei medienwirksamen Zusammenstößen mit Anwohnern gekommen war, fielen Analysen und Rezensionen im Nachgang sehr versöhnlich aus. Wie schon beim Seattle Pop spielten Grand Funk Railroad mit ihrer Absicht, sich flächendeckend bekannt zu machen, an allen drei Tagen als Opener. Zu den Clous des Open Airs gehörte ganz klar der Auftritt der Stones. Aber auch Iron Butterfly, King Crimson, Vanilla Fudge und Jefferson Airplane waren fette Geschütze.
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ährend die meisten Rockfans 1969 zuallererst mit Woodstock in Verbindung bringen, wird es darüber hinaus nicht wenige geben, die Altamont, Kalifornien, auf dem Schirm haben – jenes Free Concert am 6. Dezember, das durch den Tod von Meredith Hunter traurige Berühmtheit erlangte. Chris Hillman, damals mit den Flying Burrito Brothers Bestandteil der Veranstaltung, sagte gegenüber GoodTimes, dass er Altamont als Hölle empfunden habe. Angeheizt durch das Verhalten der Ordner aus den Reihen des RockerRolling Stones clubs Hells Angels, habe GoodTimes 1/2019
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eine latent aggressive Atmosphäre vorgeherrscht. Ständig kam es zu Gewalttätigkeiten vor der Bühne, die schließlich darin gipfelten, dass ein Security-Rocker während des Auftritts der Rolling Stones den schwarzen Jugendlichen erstach.
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om 27. bis 29. Dezember 1969 fand das letzte Festival des Jahres statt. Und natürlich dort, wo es auch zum Jahreswechsel warm ist – in Florida. Dem Miami Rock Festival stand eine Rennstrecke 15 Kilometer westlich von Hollywood, einer Stadt zwi- Grateful Dead schen Fort Lauderdale und Miami, zur Verfügung. „Festival-Digger" Jim Schelley entdeckte im „Miami Herald" einen Bericht von 2010, der im Moment den umfassendsten Einblick in die Veranstaltung von damals zu geben scheint: „Inspiriert von Woodstock in diesem Sommer zog das Miami Rock Festival im Dezember 1969 Tausende junger Menschen an, die entschlossen waren, Spaß zu haben und keinen Eintritt zahlen zu wollen. Zu den teilnehmenden Bands und Musikern gehörten Mother Lode, Sweetwater, Canned Heat, Johnny Winter, die Paul Butterfield Blues Band, Vanilla Fudge und die Amboy Dukes. Die Fans wurden von der Polizei durchsucht, von kalten Winden gepeitscht und von Billy Graham ermutigt, sich an Gott zu wenden. Graham sagte, er schätzte den respektvollen Empfang, den er bekam, aber die Polizei nahm mindestens 47 Verhaftungen vor. Und ein junger Mann starb bei einem Sturz von einem Scheinwerferturm." Nicht alle beworbenen Bands traten auf. Allerdings gibt es Informationen darüber, dass auch Biff Rose, Cold Blood, Grateful Dead, Johnny Winter, Sweetwater, The Turtles, Santana, The Band und Tony Joe White zum Line-up gehörten.
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n Europa steckte der Festivalbetrieb noch in den Kinderschuhen. Es gab das zweite Isle Of Wight vom 29. bis 31. August, auf dem sich mittlerweile 150.000 Fans tummelten. Große Namen standen auf der Bühne (ein Auszug): The Band, Blodwyn Pig, Edgar Broughton Band, Joe Cocker, Bob Dylan, Fat Mattress, Family, Free, Richie Havens, Marsha Hunt & White Trash, The Moody Blues, The Nice, The Pretty Things oder The Who. Und dann ging noch das Bath Festival Of Blues in England in die Annalen der Festivalgeschichte ein. Es fand am 28. Juni statt und löste das Problem der knappen Zeit mit zwei Bühnen, so dass es für die rund 30.000 Fans (vermutlich waren es mehr) keine Umbaupausen gab. Die Liste der Bands ist fantastisch: Fleetwood Mac, John Mayall’s Bluesbreakers, Ten Years After, Led Zeppelin, The Nice, Chicken Shack, Jon Hiseman’s Colosseum, Mick Abrahams’ Blodwyn Pig, Keef Hartley, Liverpool Scene, Taste, Savoy Brown Blues Band, Champion Jack Dupree, Principal Edwards Magic Theatre, Deep Blues Band, Just Before Dawn.
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eutschland erlebte mit dem Internationalen Essener Pop & Blues Festival vom 9. bis 11. Oktober in der Grugahalle sein eigenes und bestens organisiertes Woodstock, als dort Fleetwood Mac, Free, Spooky Tooth, The Pretty Things, Yes, Amon Düül II, Steamhammer, Taste, Deep Purple, Ekseption, Pink Floyd, Tangerine Dream und einige mehr ihre Sets darboten.
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llein in den USA und Kanada gab es 1969 über 40 Festivals. Logisch, dass die hier genannte Auflistung damit nicht vollständig sein kann. Hinzu kommt, dass die Zahl 40 noch nicht einmal berücksichtigt, dass es eine Vielzahl kleinerer lokaler Open-Air-Konzerte gab, die Festivalcharakter hatten, aber nicht mit populären Bands aufwarten konnten.
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ALBUM COVER ART GALERIE #17
WunderTHE BEATLES tüt e n YELLOW SUBMARINE Von Horst Berner
Mit dem rasanten Aufstieg der CD ab den 1980er Jahren drohte der guten alten Schallplatte das Aus. Doch Vinyl erlebt seit Jahren ein Revival. Viele Neuheiten sind auch als LP zu haben, ganz zu schweigen von einer Flut an Repros mit Oldiematerial. Diese Entwicklung setzte nicht nur eine Debatte über die Sinnlichkeit analogen Musikhörens in Gang, der Blick fällt auch wieder auf die "Wundertüten", in denen die schwarzen Scheiben stecken: kunstvoll gestaltete, großformatige Albumhüllen. Ausgewählte Beispiele stellt diese Serie vor.
und versinnbildlichte auf schillerndste Weise die Love-&Peace-Botschaften der turbulenten Jahre 1967/68. Des Weiteren experimentierte er raffiniert mit Animationstechniken, etwa der Verknüpfung von Realfilmaufnahmen mit Zeichentrickelementen, die weit über das hinausgingen, was Kinogänger bis dahin von den WaltDisney-Streifen her gekannt hatten.
Entsprechend euphorisch notierte der„Spiegel" in seiner Nummer 31 vom s war einmal … oder vielleicht auch zweimal, da gab es 29.07.1968: „Der Uein fabelhaftes Lied, das hieß "Yellow Submarine". Die Boot-Trip ist von dem launige Geschichte von dem gelben Unterseeboot, das Stoff, aus dem die in fantastische Gewässer abtaucht, präsentierten die Beatles Träume sind. Mesam 5. August 1966 sowohl auf Single als auch auf dem Album kalinfiebrige LandREVOLVER. Obwohl der von Drummer Ringo Starr intonierte, schaften öffnen sich, von Paul McCartney geschriebene Song mit seiner eingänkabbalistische Vexiergigen Melodie und dem fröhlichen Refrain eher den Charakbilder hypnotisieren, ter eines arglosen Kinderliedes aufweist, erwuchs aus dem in züngelnden Vig Grundmotiv des Seemannsgarn spinnenden Bootsmanns in Die Beatles und ihre gezeichneten Ebenbilder der Folge weit mehr, näm- v.l.: George Harrison, Paul McCartney, John Lennon, Ringo Starr n e t te n brechen sich Color-Spektren. Edelmann erfand Fabelwesen, wie lich der Plot zu einem famosen Zeichentricksie ähnlich im ‚Garten der Lüste‘ des Hieronymus Bosch lauern: film in Spielfilmlänge. Kugel-Gnomen aller Art, einen Fisch mit Menschenarmen, einen grotesken Rüssel-Unhold, der sich selbst aufsaugt. Mit der Eine Schlüsselrolle bei dessen Realisierung zarten Satanik Aubrey Beardsleys zeichnete Edelmann die zagen spielte Al Brodax, der für das auf den VerPepperländer; Genreszenen erscheinen im naiven Ausschneidetrieb von Comics spezialisierte Syndikat King bogenstil; aus Features arbeitete und sich als Comicstrips Produzent der von 1965 bis 1967 kommen Schockmit großem Erfolg vom US-Sender Scherze, und ABC-TV Network ausgestrahlten die vier Beatles Deutsche Single-Ausgabe Trickfilmserie „The Beatles" einen von "Yellow Submarine"/ Namen gemacht hatte. Zusammen hat der Künst"Eleanor Rigby" (1966) ler in der Art mit Lee Minoff, Jack Mendelsohn, der Spielkarten- Erich Segal und Roger McGough Heraldik gestoentwickelte er die Story, die innerchen." Einen halb von nur elf Monaten in Longuten Eindruck don unter der Leitung von George von Edelmanns Dunning gestaltet wurde. Dass der mit Kompositionen von den Beatles TV-Cartoon-Beatles und George Martin unterlegte Film, Design vermittelte – neben dem Filmder am 17. Juli 1968 im poster – das auf seinen Zeichnungen Pavillon in London Prebasierende Cover zur LP YELLOW miere hatte, zu einem SUBMARINE, die vor 50 Jahren, am 17. großartigen surrealen PopJanuar 1969, in Großbritannien erschienen YELLOW SUBMARINE Art-Märchen wurde, ist freilich in erster Linie (1969) ist. Seine grellbunten Figuren zieren die Platdem brillanten Artwork zu verdanken. Das tenhülle, wobei die Rückseite der US-Ausgabe steuerte der 1934 im tschechischen Aussig geborene, 2009 in Stuttgart vervom 13. Januar 1969 jedoch eine andere Textstorbene deutsche Illustrator und Grafiker Heinz Edelmann bei. Anders als bei und Bildgestaltung aufwies als das englische den simpel gestrickten TV-Cartoons kreierte er eine zeitgemäße Stilisierung Premierenticket zu Original, das, wie die deutsche Ausgabe, an Yellow Submarine" (1968) der vier Musiker im Geist von SGT. PEPPER’S LONELY HEARTS CLUB BAND "
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Im Vorfeld zum LegoBausatz 30-jährigen JuSeite 1: (2016) biläum erinnerte 1. "Yellow Submarine" (2:35) George Harrison 2. "Only A Northern Song" (3:21) die Rechte-Inha3. "All Together Now" (2:07) ber EMI, Apple und 4. "Hey Bulldog" (3:07) Subafilms an „die aben5. "It’s All Too Much" (6:19) 6. "All You Need Is Love" (3:45) teuerliche Fahrt eines gelben Unterseebootes, desSeite 2: sen Insassen, die Beatles, 7. "Pepperland" (2:16) gegen die Mächte des 8. "Sea Of Time" + 9. "Sea Of Holes" (5:14) 10. "Sea Of Monsters" (3:34) Unmenschlichen und 11. "March Of The Meanies" (2:11) Amusischen kämpfen und mit der Kraft ihrer Songs 12. "Pepperland Laid Waste" (2:07) ein verwunschenes Hippie-Paradies befreien" („Lexi13. "Yellow Submarine In Pepperland" (2:09) kon des Internationalen Films") und regte eine überTrack 1, 3, 4, 6: John Lennon und Paul McCartney; arbeitete Neuausgabe des humorvollen Geniestreichs Track 2, 5: George Harrison; YELLOW SUBMARINE an. Klangtechnisch renoviert, und erstmals mit den 15 nahm von Anfang an Track 7 bis 12: George Martin; Track 13: Lennon- Originaltiteln aus dem Film, erschienen der YELLOW McCartney / Arrangement: Martin eine Sonderstellung SUBMARINE SONG T RACK 1999 als CD und LP soim Werk der Beatles ein. Allein die Idee, die wie der digital begleitende Musik erst sechs Monate restaur ier te nach der Erstaufführung des Films Film auf DVD herauszubringen, erschien recht ausmit reichlich Bonus gefallen. Dazu offerierte die LP gerade material.Ein gutes mal vier neue Songs, von denen drei Jahrzehnt später, ("Only A Northern Song", "All Toge2012, folgte das Meisterwerk dann als Das Magazin Twen", für ther Now" und "It’s All Too Much") " Blu-ray-, die nun das Auf Seite 1 erklingen The Beatles, Seite das Edelmann gearbeitet bereits im Frühjahr 1967 eingespielt definitive Seh- und 2 bringt George Martins Filmmusik hat, zeigt 1968 Die Beatles worden waren. "Hey Bulldog", am " 11. Februar 1968 aufgezeichnet, wie noch nie!" Hörerlebnis gewährt. Eher verhalten blieb die einfiel die Feier zum 50-jährigen Jubizige echte Noläum aus, zu der es, neben vereinzelvität, wobei ten Wiederaufführungen des Films ausgerechnet in ausgewählten Kinos und einer am die Szene mit 6. Juli 2018 herausgebrachten limidiesem Song tierten Edition der Bildschallplatte nach der PreDie 51 schönsten "Yellow Submarine"/"Eleanor Rigby" " miere dem Buchumschläge Format, einige Merchanvon im Single- Schnitt zum Heinz Edelmann" disingprodukte gab. Erwähnung Opfer fiel, weil (Klett-Cotta, 1982) verdienen die vom Hersteller ProDeutsche Single "All Together Now"/ die Laufzeit des Films geJect angebotene limitierte "Hey Bulldog" (1972) kürzt wurde. Und Seite 2 Plattenspieler-Sonderauflage Beatles-Illustration von Heinz Edelmann der Platte? Die bot „Origiim „Yellow Submarine"-Design und die wunderschön genal film score composed & orchestrated by George Martin" – alles schön und gut, zeichnete Farbadaption des Zeichentrickfilms als 116-seiaber das waren nun mal eben keine Beatles-Knaller. Beeinträchtigt wurde die tiger Comic aus der Feder des USArbeit am Projekt „Yellow Submarine" nicht zuletzt auch davon, dass die Beat amerikanischen Starzeichners Bill les aufgrund Morrison („Simpder Erfahsons", „MAD"). Die rung mit den deutschs prachige T V- C ar toons Fassung „The einem weiteBeatles: Yellow Blu-rayren Trickfilm Submarine. Die Disc (2012) Graphic zunächst eher Nokritisch gevel" publizierte genüberstander in Stuttden – wenngart ansässige Alles, was ihr braucht, Graphic Novel sind Liebe und Musik gleich sie Verlag Panini (2018) später alle voll des Lobes Comics. Die Originalausgabe des waren für das Ergebnis. Buches wurde zudem in einem Vor allem aber floss ihre auf symbolträchtige 1968 ExemFilmposter ganze Energie in die Aufplare begrenzten Boxset angeboten nahmen eines neuen Doppelalbums. Dessen 30 Titel, in – zusammen mit diversen Postern, großen Teilen während der Indien-Reise zum Guru MaSammelkarten, Buttons und einem harishi Mahesh Yogi entstanden, wurden zwischen Mai und Oktober aufgenommen, und als THE BEATLES Ende Bildschallplatte (2018) November 1968 herauskam, belegte der Titel weltweit wochenlang Platz 1 in den Charts. Eine neue Beatles-LP Modell des beliebtesten Unterseeboots a ller Zeiten. Na dann: Das gelbe U-Boot hätte es von daher nicht zwingend gebraucht; dass sich YELLOW SUMARINE dennoch respektabel behauptete volle Kraft voraus mit Zielrichist zurück – tung Pepperland, denn „We all jpc courier" vom (UK: #3; USA: #2; D: #5), sprach einmal mehr für die " Oktober 1999 Plattenspieler enorme Strahlkraft der Band. live in a yellow submarine!" (2018) dieser Stelle eine Kritik von Tony Palmer zum „Weißen Album" a bdruckte. Bemerkenswert auch: Nach der Schwarzweiß-Zeichnung von Klaus Voormann für REHeinz Edelmann VOLVER bietet YELLOW SUBMARINE in der Reihe der klassischen Beatles-Alben das zweite illustrierte Cover – beide wurden von deutschen Künstlern gefertigt.
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