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SonntagsZeitung_2026-01-09

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S ONNTAGS Z EITUNG Die Grafschaft Bentheim am Wochenende 11. Januar 2026 | 2. Woche | 35. Jahrgang

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Mehr als 2500 Tiere im Nordhorner Zoo Egal ob klein oder groß, zwei, vier, sechs, acht oder mehr Beine – einmal im Jahr müssen alle Tiere zur Inventur antreten. Zählen, messen, wiegen – zum Jahreswechsel sind auch im Tierpark Nordhorn alle Tiere dran. Die Inventur, ein Vorgang, den man aus dem Supermarkt oder anderen Geschäften zum Jahreswechsel kennt, findet auch in einem Zoo statt. Über mehrere Tage wird von den Tierpflegern der gesamte Tierbestand gezählt, zum Teil auch gemessen und gewogen. Gleichzeitig werden die Bestandslisten dabei durch die beiden Kuratoren Dr. Heike Weber und Dr. Dirk Wewers auf Aktualität überprüft. Insgesamt 2605 Tiere in 104 Arten konnten sie am Ende in die Inventurlisten eintragen. „Bei großen Tieren wie unserem Wappentier, dem Waldbison, ist das Zählen sehr einfach“, berichtet Dirk Wewers. „Anders sieht das bei Tierarten aus, die in großer Stückzahl vorkommen“, schmunzelt der Kurator. Bei Schwarmtieren wie den Wellensittichen in einer großen begehbaren Voliere ist es mitunter schwierig, die genaue Anzahl zu ermitteln. Auf Gewichte wird hier ganz verzichtet. Die Tierpfleger arbeiten in der Voliere mit mehreren zusammen, um auf möglichst genaue Schätzungen zu kommen – mit etwa 600 Wellensittichen bilden die kleinen Papageien auch 2025 die mitgliederstärkste Art im Familienzoo. Auf Platz zwei befinden sich mit einigem Abstand die Sungaya-Gespenstschrecken, von denen etwa 350 in den Terrarien leben. Den ersten Platz bei den Säugetieren belegen auch in diesem Jahr wieder die Bentheimer Landschafe mit exakt 100 Tieren. Die gesammelten Daten werden von Kurator Dirk Wewers zusammengefügt und der Direktion und den Behörden gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Tierarten im Tierpark Nordhorn nicht wesentlich verändert. Daher bleibt der Sprachgebrauch des Zoos bei 2500 Tieren in mehr als 100 Arten. Aber es gab im Jahr 2025 NORDHORN

Die Dreistreifen-Baumsteiger haben ihr Terrarium im Amphibienhaus bezogen. Trotz ihrer auffälligen Zeichnung sind die Fröschchen nur schwer in dem reich strukturierten Gehege zu entdecken.

Die jungen Wölfe haben sich im Nordhorner Tierpark gut eingelebt.

ein paar Veränderungen im Artenbestand. Als neue Bewohner des Tierparks sind beispielsweise die Dreistreifen-Baumsteiger und die Sandregenpfeifer zu nennen. Die zu den Pfeilgiftfröschen zählenden, farbenfrohen Dreistreifen-Baumsteiger lebten zwar schon 2024 im Tierpark – allerdings ausschließlich hinter den Kulissen. Nun haben einige von ihnen im vergangenen Jahr ein reich strukturiertes Terrarium im Amphibienhaus gegenüber der Seehundanlage bezogen.

Vortrag zum Thema Wiederbelebung

Trotz ihrer auffälligen Färbung sind die kleinen Fröschchen nicht immer leicht in dem aufwendig gestalteten Becken auszumachen. Doch regelmäßig verraten sich die kleinen Amphibien durch ihre recht lauten, trillernden Rufe. Neu im Tierpark sind die niedlichen Sandregenpfeifer – eine zu den Watvögeln zählende Vogelart. Auch in Deutschland ist der „maskierte Regenpfeifer“ heimisch. Durch den Verlust von sandigen und kiesreichen Küsten-

Fotos: Franz Frieling

und Flussufern, die in vielen Teilen durch den Menschen übernutzt werden, findet der Küstenvogel kaum noch ruhige Bereiche für seine Brut und gilt deutschlandweit als vom Aussterben bedroht. Der Nordhorner Brutpaar stammt aus dem Zoo Dresden und wird in Kürze in der Watvogelanlage zu sehen sein. „Bedeutende Veränderungen gab es 2025 in unserem Raubtierbestand“, so Kurator Dirk Wewers. Nachdem im Jahr 2024 der letzte Wolf-Senior verabschiedet werden

wir sind dabei

AWO lädt für 23. Januar nach Georgsdorf ein Aufgrund vermehrter Anfragen aus der Bevölkerung findet im Vereinsheim des AWO-Ortsvereins Georgsdorf ein Vortrag zum Thema „Wiederbelebung“ statt. Hierzu sind alle Interessierten eingeladen. „Im Rahmen des Vortrages wird auch die Handhabung von Defibrillatoren angesprochen“, teilt der Ortsverein mit. „Nach dem Vortrag können Fragen an den Referenten vom DRK GEORGSDORF

gestellt werden.“ Damit auch Berufstätige den Termin wahrnehmen können, findet die kostenlose Veranstaltung am Freitag, 23. Januar, ab 17 Uhr statt. Das Vereinsheim befindet sich in der Jan-Jakobs-Straße 9 in Georgsdorf. Für die Vorbereitung werden die Interessenten gebeten, sich unter Telefon 05946 4249992 unter Angabe der Anzahl der teilnehmenden Personen anzumelden.

17.+18.01.2026 11-18 Uhr

musste, wurde die Wolfsanlage renoviert und erweitert. Im vergangenen Frühjahr zogen daraufhin zwei junge Wölfe aus hessischen Tierparks in den Tierpark Nordhorn ein. Ove und Odine, so die Namen der beiden Wölfe, unterstützen den Tierpark nun in der Bildungsarbeit dabei, das Thema Wolf faktenorientiert zu beleuchten. Während das Wolfsgehege wieder belebt ist, ist die Leopardenanlage noch leer. Der Amurleopard Baikal ist im vergangenen Jahr vorübergehend in den tschechischen Zoo Olomouc umgezogen, um dort für Nachwuchs zu sorgen. Damit entspricht der Tierpark dem Wunsch des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms, das die Zucht der verbliebenen 88 Amurleoparden in den europäischen Zoos koordiniert. In freier Wildbahn gibt es nur noch knapp über 100 dieser Großkatzen. Der Tierpark baut derzeit an einem neuen Gehege für die Amurleoparden, das im Frühjahr 2027 fertiggestellt werden soll. Ob es nach Ablauf des neuen Jahres bei der Anzahl der Tiere bleibt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Vermehrungsrate, dem Tausch einzelner Tiere mit anderen wissenschaftlich geführten Zoos sowie Entscheidungen von Zuchtbuchführern im Rahmen von Erhaltungszuchtprogrammen. Neben Attraktivität für Besucher, Haltungsansprüchen und Kosten spielt auch der Gefährdungsstatus eine wichtige Rolle. Der Tierpark Nordhorn präsentiert aktuell 17 Tierarten, die in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm des Europäischen Zooverbandes EAZA geführt werden. Dazu zählen unter anderem Amurleoparden, Europäische Wölfe, Europäische Wildkatzen, Seehunde, Zweifinger-Faultiere, Totenkopfaffen, Kafue-Litschi-Wasserböcke, Vietnam-Sikahirsche, Azara-Agutis, Marabus, Rotschenkel, Gänsegeier, Waldrappe, Schneeeulen, Habichtskäuze, Blaulatzsittiche und Europäische Sumpfschildkröten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf bedrohten Nutztierrassen wie dem Bunten Bentheimer Schwein. Auch hier beteiligt sich der Tierpark aktiv an der Erhaltungszucht.

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Schüttorf lädt zum Neujahrsempfang ein Am 18. Januar in der Wietkamphalle SCHÜTTORF Schüttorf lädt alle

Bürger zum Neujahrsempfang am Sonntag, 18. Januar, ein. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr in der Wietkamphalle. Im Mittelpunkt stehen die Ansprachen von Manfred Windhaus (Samtgemeindebürgermeister und Stadtdirektor) sowie Jörn Tüchter (Bürgermeister der Stadt Schüttorf). Im Anschluss sind alle Gäste eingeladen, bei einem Glas Sekt und traditionellem Neujahrskuchen miteinander ins Gespräch zu kommen. Für die musikalische Begleitung sorgt der Spielmannszug Suddendorf 1950, der im vergange-

nen Sommer sein 75-jähriges Jubiläum feiern konnte und den Empfang mit seinem Auftritt festlich umrahmt. Ein kultureller Höhepunkt des Neujahrsempfangs ist der Auftritt von Murzarellas Music-Puppet-Comedy. Murzarella gilt als wohl einzige professionelle Bauchsängerin Europas und verbindet Bauchreden, Bauchgesang und Comedy auf außergewöhnliche Weise. Mit ihren lebendigen Puppenfiguren und musikalischen Darbietungen aus Pop, Rock, Soul und Oper schafft sie ein Live-Erlebnis, das Humor, Emotionen und künstlerisches Können vereint.

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