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Madeleine Leitner ist Diplom-Psychologin und Karriere-Beraterin aus München und gibt Bewerbern Tipps für ihr erstes Bewerbungsgespräch.
Fünf Tipps für das Vorstellungsgespräch
Dass Azubis keine große Erfahrung bei solchen Terminen haben, wissen die Personaler
Sabine Meuter Vorstellungsgespräche können an den Nerven zerren – vor allem, wenn man sie zum allerersten Mal erlebt. Wie sich Bewerberinnen und Bewerber gut vorbereiten.
MÜNCHEN/BERLIN Berufserfahrene haben zumeist schon mehrere hinter sich, doch für angehende Azubis und Berufseinsteiger sind sie oft mehr oder weniger Neuland: Vorstellungsgespräche. Klar, dass man da nervös werdenkann. Aber keine Sorge: „Dass Azubis natürlich keine große Übung bei Vorstellungsgesprächen haben, ist den Interviewenden auf der anderen Seite bekannt“, sagt die Münchner Diplom-Psychologin und Karriereberaterin Madeleine Leitner. Personalverantwortliche machen bei deren Performance deshalb auchgewisseAbstriche.
Dennoch ist es natürlich sinnvoll, sich vorab gut vorzubereiten und zu wissen, worauf man schon vor den ersten Gesprächen achten kann. Diese Tipps helfen –auchbeiNervosität:
Erfahrungsberichte sammeln
sich nicht verrückt machen.
die allerbesten Noten mitbringt, muss nicht unbedingt zittern.Aus Sicht von Firmen gehe es Leitner zufolge heutzutage darum, aus den Bewerberinnen und Bewerbern diejenigen zu identifizieren, die überhaupt das ausreichende Potenzial für eine Ausbildung haben. „Da zählt die Persönlichkeit, Anstrengungsbereitschaft, Motivation, Auffassungsgabe, Zuverlässigkeit – sicher mehr als dieNoten.“
Nicht auf den letzten Drücker losfahren
Nervosität ansprechen
Angehende Auszubildende sind sich vor ihrem allerersten Vorstellungsgespräch meist unsicher,was sie überhaupt erwartet. Dann kann es sinnvoll sein, im Umfeld einmal Erfahrungsberichte einzuholen. Sie können etwa Freunde fragen, wie diese mit der Situation umgehen und welche Erfahrungen sie in Vorstellungsgesprächen gemacht haben.Auch Eltern oder Lehrerinnen und Lehrer können hierzu oft einiges erzählen. „Azubis stellen also fest: So schlimm, wie man es sich im Kopfkinoausmalt,isteinVorstellungsgesprächinallerRegel nicht“, sagt Jürgen Hesse, Bewerbungs- und KarrierecoachinBerlin.
Er rät, sich klarzumachen, dass esinersterLinieumein gegenseitiges Kennenlernen geht, nicht um eine Wissensprüfung. Und auch wer nicht
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Ein Lebenslauf ohne Foto – ist das überhaupt erlaubt? Ja, das ist es. Das Bild ist kein Pflichtbestandteil der Bewerbung. Allerdings hat es einige Vorteile, Gesicht zu zeigen. Karrierecoach Markus Moos erklärt, welche das sein können.
Katrin Schreiter
Antworten vorab vorbereiten
„Von Vorteil ist, sich vorab mit ein paar klassischen Fragen aus Vorstellungsgesprächen zu beschäftigen“, sagt Leitner. Eine davon ist etwa: „Was können Sie uns über sich erzählen?“ Darauf können die Bewerber eine kurze Zusammenfassung ihres bisherigen Werdegangs liefern –Schulabschlüsse, Praktika, ehrenamtliches Engagement zum Beispiel und von ihren Interessenberichten.
Auch eine nicht selten gestellte Frage: „Warum wollen Sie ausgerechnet bei uns arbeiten?“ Hier sollten sich Bewerber vorab Gedanken machen.DennbeiderFragegeht es vor allem um eines: ihre Motivation und wie glaubwürdigsiediesevermitteln.
Findet das Vorstellungsgespräch vor Ort statt, sollten Bewerber für die Anreise großzügig Zeit einplanen. Und das selbst dann, wenn der Weg eigentlich nicht wahnsinnig weit ist: Ein baustellen- oder unfallbedingter Stau oder ein Zugausfall kann den Zeitplan gehörig durcheinanderwirbeln. „LiebereineStundevorher da sein und vor dem Gespräch noch ein bisschen spazieren gehen“, rät Jürgen Hesse. Ein Zuspätkommen lässt sich in aller Regel nur schwer entschuldigen – und wenn man im Zug bangt, ob man es rechtzeitig schafft und dann den Weg zum Unternehmen nicht gleich findet,steigtdieNervosität.
Bei Videointerviews sollte man sich übrigens vorab mit derTechnikvertrautmachen, heißt es auf dem Portal „Abi.de“ der Bundesagentur für Arbeit. Also: Welche Software wird verwendet? Muss vorher etwas installiert werden? Und: Hat man Kamera undMikrofon?
Außerdem sollte man einen neutralen Raum oder einen aufgeräumten, ordentlichenHintergrundfürdasGesprächwählen.
Man ist wahnsinnig aufgeregt? Bewerber sollten sich nicht davor scheuen, starke Nervosität zur Sprache zu bringen. „Das wird dazu führen, dass der Gegenüber noch freundlicher und aufmerksamer ist als zumeist ohnehin schon“, erklärt Hesse. Und generell: In Bewerbungsgesprächen nervös zu sein, ist überhaupt nicht schlimm,so Leitner: „Immerhin ist Aufregung ja eine positive Motivation, die für Sie spricht.“
Vorab sollte man sich außerdem klar machen, dass mandenJobnichtunbedingt bekommen muss, sondern dass auch man sich ein Bild von dem Arbeitgeber machen kann. „Sie wählen den Arbeitgeber ja auch aus und gehen nicht wie das Lamm zur Schlachtbank“, sagt Leitner. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind im Prinzip Partner, wie bei einer Beziehung. „Das muss für beide funktionieren.“
Auf die Körperhaltung achten
Arme verschränkt, Beine übereinandergeschlagen –wer sich so in einem Vorstellungsgespräch präsentiert, signalisiert eine gewisse Verschlossenheit. „Hinzu kommt, dass womöglich die Sauerstoffzufuhr für den Körper eingeschränkt ist“, erklärt Hesse. Das kann Unwohlseinbefördern. Besseristes,sichaufrecht hinzusetzen, beide Beine gerade nebeneinander zu positionieren und die Hände auf den Tisch oder den Schoß zu legen. Außerdem von Vorteil: Einen guten Einstieg parat haben, wenn man auf den Gegenüber trifft. Diesen kann man am besten üben – zum Beispiel „Guten Tag“ – mit oder ohne Händeschütteln. Und:„VielenDankfürdieEinladung“.
Bild vor Text
Bewerbung: Warum das Foto ein Türöffner sein kann
MÜNCHEN Beim Thema Bewerbung ist es wichtig, mit derZeitzugehen.Wasvor20 Jahren als der perfekte Lebenslauf galt, kann Kandidatinnen und Kandidaten heute schnellsehraltaussehenlassen.EinBeispieldafüristdas Foto. Früher wäre eine Bewerbung ohne Bild undenkbar gewesen und sofort in der Personalabteilung aussortiert worden. Heute sieht dasetwasandersaus. Im Jahr 2006 trat in Deutschland das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft. Es hat zum Ziel, „dass Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindernoderzubeseitigen“sind (vgl.AGGAbschnitt1,§1). Damit ist im Bewerbungsprozess das Foto in den Fokus gerückt. Denn mithilfe des Bildes können Personalverantwortliche in einer Firma häufig auf den ersten
Das i-Tüpfelchen für die Bewerbung: Ohne Foto geht es meistens nicht, sagen Experten – auch wenn es rechtlich gesehen keine Pflicht sein darf. Foto: dpa
Blick Hautfarbe, Geschlecht und eventuell auch Merkmale wie ethnische Herkunft oder eine Behinderung erkennen.
In den USA, in Kanada, England und Irland beispielsweise gilt: bloß kein Foto. In diesen Ländern legt man Wert darauf,bei der Wahl der
„Wichtigistdabei,demGegenüber direkt in die Augen zu blicken“, sagt Madeleine Leitner. Ein solcher Einstieg gibteinegewisseSicherheit. Und zu guter Letzt: Lampenfieber in Form von Nervosität ist zutiefst menschlich. Dabei kommt es auf die Dosis an. „Ein kleiner Schuss Lampenfieberistgut,weilwir dadurch viel präsenter, aufmerksamer, letztlich also besser sind als in einer entspannten Feierabendstimmung“, sagt Hesse. In der richtigen Dosis wirkt Lampenfieber wie ein „Doping“ und macht uns hellwach, konzentriertundpräsent.
DerExperteempfiehltdeshalb,das Fotogleichaufdem Deckblatt zu positionieren. „Nicht zu groß – das wirkt schnell selbstverliebt. Aber auch nicht zu klein – das wirkt wenig selbstbewusst. Am besten,es füllt ein Drittel der Seite und ist kombiniert mit ein paar beruflichen Stichpunkten:Wasbringtder Bewerber beziehungsweise die Bewerberin mit? Welche Qualifikationen, welche Stärken?“ So könne man auf den ersten Blick mit einem guten ersten Eindruck die Neugier wecken.
Auch wer sich online bewirbt, sollte sein Foto auf dem Deckblatt positionieren, rätMoos.
In Deutschland kann man, muss aber nicht – wer also seine Unterlagen ohne Bewerbungsfoto absenden möchte, macht nichts falsch. „Allerdings vergibt man sich damit ein paar gute Chancen“, sagt Karrierecoach Markus Moos, der lange Zeit im Marketing gearbeitet hat. „Bild vor Text – das gilt nicht nur in der Werbung“, sagt er. Ein Foto transportiere Emotionen: Freundlichkeit, Offenheit, Sicherheit, Seriosität, Kreativität. „Personalverantwortliche sind auch nur Menschen –und Menschen entscheiden überwiegend emotional und unbewusst“, erklärt Moos. „Wenn das Bewerbungsbild positive Emotionen ausstrahlt,kann es ein Türöffner auf dem Weg zum neuen Job sein.“
Das allererste Vorstellungsgespräch steht an? Dann heißt es vor allem: Antworten auf klassische Fragen vorbereiten, pünktlich sein und
Fotos: dpa
Weniger gemeldete Bewerberinnen und Bewerber in Ausbildung
Die Ausbildungsmarktbilanz 2024/25 von der Bundesagentur für Arbeit
NÜRNBERG „Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber ist im Ausbildungsjahr 2024/25 gestiegen, während dasAngebotanAusbildungsstellen wegen der wirtschaftlichen Schwäche weiter zurückging. In der Folge ist der Anteil der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber mit Ausbildungsplatz so niedrig wie seit über 25 Jahren nicht mehr. Dennoch bestehenauchjetztnochChancen–„wirunterstützenjunge Menschen weiterhin, eine Ausbildung zu finden“, sagte dieVorstandsvorsitzendeder Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, bei der Vorstellung der Bilanz des Berufsberatungsjahres 2024/25.
VonOktober2024bisSeptember 2025 wurden den AgenturenfürArbeitundden Jobcentern insgesamt 494.000 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das waren 25.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.DiesesMinus gehtaufwenigerbetriebliche Ausbildungsstellen zurück, welche mit 477.000 den überwiegenden Teil der Berufsausbildungsstellen ausmachen.
Im gleichen Zeitraum nahmen 444.000 BewerberinnenundBewerberdieAusbildungsvermittlung in Anspruch. Das waren 13.000 mehr als im vorherigen Berufsberatungsjahr.
Wie in den Vorjahren warenmehrbetrieblicheAusbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber gemeldet, die Lücke hat sich aber wei-
ter auf 32.000 verkleinert. Auf 100 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen kamen rechnerisch 93 gemeldete Bewerberinnen und Bewerber, im Vorjahr waren es noch86gewesen.
Am 30. September 2025 waren noch 54.000 unbesetzte Ausbildungsstellen zu vermitteln. Gegenüber dem Vorjahr waren das 15.000 weniger. Besonders schwer fieldieBesetzungvonAusbildungsstellen in Lebensmittelberufen, in Bau- und baunahen Berufen, in der Gastronomie, in Metallberufen, in der Orthopädie- und Rehatechnik, der Medizinischen Fachassistenz oder auch in derFahrzeugführung. Gleichzeitig waren 40.000 BewerberinnenundBewerber noch unversorgt, 9000 mehr als im letzten Jahr am 30. September. Damit blieben neunProzent dergemeldeten BewerberinnenundBewerber ohne Ausbildungsstelle oder alternativesAngebot. Der Ausgleich am Ausbildungsmarkt wird seit Jahren dadurch erschwert, dass AngebotundNachfrageoftmals regional, berufsfachlich oder qualifikatorisch nicht zusammenpassen. Die Tatsache, dass sich die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerberbeigleichzeitigvielen unbesetzten Ausbildungsstellen deutlich erhöht hat, kann als Hinweis gewertet werden, dass die Passungsprobleme zugenommenhaben.
17 Prozent wichen auf einen weiteren Schulbesuch, ein Praktikum oder ein Studium aus und zwei Prozent auf eine geförderte Qualifizierung wie eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme oder eine Einstiegsqualifizierung. Weitere sieben Prozent haben eine Arbeit aufgenommen, zwei Prozent engagieren sich in gemeinnützigen sozialen Diensten und fünf Prozent habensicharbeitslosgemeldet. Von 13 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber liegt keine Rückmeldung zumVerbleibvor.
Neben den 40.000 unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern sind 44.000 junge Menschen zum 30. September zwar in eine Alternative eingemündet, zum BeispieleinenweiterenSchulbesuch, haben aber ihren Vermittlungswunschineineduale Ausbildung aufrechterhalten. Auch ihre Zahl hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommenundzwarum5000.
Umdieseunddienochunversorgten Bewerberinnen und Bewerber mit den noch unbesetzten Ausbildungsstellen zusammenzubringen, wurden die Vermittlungsaktivitäten bis Ende des Jahres fortgesetzt. Außerdem melden sich kurzfristig erfahrungsgemäß noch junge Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen (wie-
Bis Ende September 2025 haben 191.000 Bewerberinnen und Bewerber eine Berufsausbildung begonnen, 7000 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Anteil von43Prozent.
Das Hobby zum Beruf machen
Karriere in der wachsenden Fitness- und Gesundheitsbranche
BONN Die Fitness- und Gesundheitsbranche in
Deutschland verzeichnet mit über 11,7 Millionen Mitgliedern einen neuen Höchststand. Gesundheit wird in Gesellschaft und Wirtschaft immer wichtiger – entsprechend steigt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften, insbesondere in den Bereichen Prävention, Gesundheitsförderung, Fitnesstraining und Ernährung. Mit einer entsprechenden Ausbildung kann man in leitenden Positionen in Fitnessstudios, Reha-Einrichtungen, Gesundheitszentrenoderimbetrieblichen Gesundheitsmanagement tätig werden. Ein praxisnahes Studium schafft beste Voraussetzungen für eine stabile und erfüllende Karriere.
Das Gelernte direkt anwenden
Ein duales Studium an der staatlich anerkannten Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement(DHfPG)beispielsweise bietet eine zukunftssichere Ausbildung in diesem
Umfeld. Es verbindet akademisches Wissen mit praktischer Berufserfahrung und erleichtert nicht nur den direktenEinstiegindieArbeitswelt,sondernvermitteltauch wertvolle Kompetenzen für eine langfristige Karriere. Einer der Absolventen ist Nils Bökenbrink,ihnhatdieKombination aus Theorie und Praxis überzeugt: „Nach jeder Präsenzphase konnte ich das Gelernte direkt im Fitnessstudioanwendenund wurde von Anfang an mit
Verantwortung betraut.“
Sein Ausbildungsbetrieb ermöglichte ihm dabei vielfältige Einblicke: von der Trainingsfläche über Kurse bis hin zu Vertrieb, Marketing, Personal Training und Athletiktraining.
Know-how auch in anderen Bereichen
Das duale Studium ist flexibel aufgebaut: Als Kombination aus Fernstudium, kompakten Lehrveranstaltungenundeinerpraktischen Tätigkeit im Unternehmen ermöglicht es ein intensives und praxisnahes Lernen –mit Vergütung. Angeboten werden Bachelor-Studiengänge in den Fachrichtungen Fitnessökonomie, Gesundheitsmanagement, Sportökonomie, Sport- und Bewegungstherapie, Fitnesstraining, Ernährungsberatung sowie Sport-/Gesundheitsinformatik. Neben trainingswissenschaftlichem und betriebswirtschaftlichem Know-how werden auch Kompetenzen in Kommunikation,BeratungundDigitalisierungvermittelt.
der) auf der Suche nach einer Ausbildung sind. Auch Betriebe melden Ausbildungsstellen, die (wieder) freigewordensind. Zusammen mit den Ende September bei Agenturen und Jobcentern gemeldeten unbesetzten Ausbildungsplätzen, freien Einstiegsqualifizierungen, außerbetrieblichen Ausbildungsstellen und Berufsvorbereitungsmaßnahmen stehen noch viele Angebote zur Verfügung, um ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen jungen Menschen einen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Auch Betriebe haben oft noch kurzfristige Chancen, offene Ausbildungsstellenzubesetzen.
Auch kurzfristig werden viele Ausbildungsplätze wieder frei.
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Zwischen Idee und Konstruktion
Vom ersten Entwurf bis zur fertigen Anlage – der Beruf des Technischen Produktdesigners verbindet Kreativität mit Technik und spielt eine zentrale Rolle in modernen Industrieunternehmen. Ein Beispiel dafür ist René Hellweg, der seine Ausbildung bei Rosink Werkstätten absolviert hat und einen spannenden Einblick in diesen vielseitigen Ausbildungsberufgibt.
René Hellweg begann seine Ausbildung zum Technischen Produktdesigner im Jahr 2022 bei Rosink Werkstätten und hat sie im Jahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. „Dieser Ausbildungsberuf hat sich durch meine so-
wiesoschonvorhandenenInteressen an technischen Zusammenhängen ergeben“, erklärt er. Nach dem Abitur stand zunächst ein Maschinenbaustudium im Raum, doch die Entscheidung fiel bewusst auf eine Ausbildung als solide Grundlage für ein späteres Studium – rückblickend genau die richtige Wahl. Während der Ausbildung lernte Hellweg vor allem den Umgang mit CAD-Programmen sowie das Konstruieren von Bauteilen und kompletten Anlagen. Hinzu kamen Erfahrungen in der Kommunikation mit Kunden, Zulieferern und innerhalb des Unternehmens. „Man erlangt viel Wissen über die Hürden,
um ein Produkt tatsächlich verkaufen zu können.“ Der Arbeitsalltag ist durch Gleitzeit flexibel gestaltet, Aufgaben werden je nach Kenntnisstand selbstständig oder betreut bearbeitet und anschließend gemeinsam besprochen.
Besonders schätzt René die Nähe zur Praxis: „Man
hat bei Rosink die Möglichkeit, am Tagesgeschäft teilzunehmen und steht in engem Kontakt mit der Fertigung.“ Durch regelmäßige Abteilungswechsel von der Endmontage, der Zusammenbau von einzelnen Komponenten bis zur Qualitätssicherung wird die Ausbildung abwechslungsreich und praxisnahgestaltet.
Rosink zeichnet sich laut René vor allem durch Offenheit und Vertrauen aus. EigeneIdeensindausdrücklicherwünscht und Verantwortung wirdfrühübertragen.„Eswird auf deine Stärken eingegangen und man darf auch als AzubiseineIdeenäußernund mit einbringen“,erzählt René. „Man bekommt je nach Ehrgeiz und können schnell Verantwortung und fühlt sich schnell wie ein vollwertiges MitglieddesUnternehmens.“
In der Berufsschule, der BBSinMeppen,lernenangehende technische Produktdesigner alles Theoretische über Werkstoffeigenschaften und Vorgehensweisen in der Konstruktion.
Wer technisches Interesse, räumliches VorstellungsvermögenundFreudeander Arbeit am Computer mitbringt, findet im Beruf des Technischen Produktdesigners eine motivierende und zukunftsorientierte Ausbildung.
Vorfreude auf eine Karriere im Bankenwesen: Von der klassischen Ausbildung zur Bankkauffrau über ein duales Studium bis hin zum Quereinstieg stehen viele Wege offen. Foto: djd
Schwungvoller Start
Ausbildung oder Studium – vielfältige Wege im Finanzsektor
BERLIN EinAzubiinderBank, der programmiert. Eine Quereinsteigerin aus dem Einzelhandel, die nach einer umfassenden Qualifizierung inderBankfilialearbeitet.Ein dualer Student, der vormittagsKundenberätundnachmittags BWL-Vorlesungen hört.Auch so kann ein Bankjob heute aussehen. „Dank digitaler Errungenschaften sind heute ganz andere Arbeitsformen möglich, etwa um Berufs- und Privatleben in Einklang zu bringen“, erklärt Dr. Stephan Weingarz, Leiter Personalmanagement beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken(BVR).
Viele Ausbildungsmöglichkeiten
Neben der klassischen Ausbildung zu Bankkauffrau oder Bankkaufmann bieten beispielsweise Volksbanken und Raiffeisenbanken auch
Ausbildungen in anderen Bereichen an, etwa in IT-Berufen, im Dialogmarketing, zu Kaufleuten für Bürokommunikation oder für E-Commerce. Hinzu kommen verschiedene Varianten und Fachrichtungen des dualen Studiums.
Ausbildung zur Bankkauffrau/-mann
„Wer eine fundierte kaufmännische Ausbildung und eineanspruchsvolleTätigkeit sucht und gern mit Menschenumgeht,fürdenistder Beruf der Bankkauffrau beziehungsweise des Bankkaufmanns das Richtige“, so Weingarz. Auch wenn sich das Berufsbild nicht zuletzt durch den digitalen Wandel weiterentwickelt habe, spiele der persönliche Kontakt zu Kundinnen und Kunden auch künftig eine entscheidende Rolle: „Ein angehender Bank-Azubi sollte daher Kon-
taktfreude und Kommunikationsstärke mitbringen. Da die Berufsausbildung fundiert und umfassend ist, eröffnet sie viele berufliche Möglichkeiten in der Finanzbranche und für die Weiterqualifikation.“
Duales Studium als Alternative
Dual Studierende lernen wie bei einer Ausbildung die KundenberatunginderFiliale und arbeiten in verschiedenen Abteilungen mit. Parallel studierensieaneinerBerufsakademie, dualen Hochschule, Fachhochschule oder Universität. „Das duale Studium verbindetvonAnfanganPraxiserfahrung mit theoretischem Wissen und einem Bachelorabschluss. Wie bei einer Berufsausbildung wird eine Vergütung gezahlt“, erklärt Weingarz. Im Anschluss kann es mit einem Masterstudiengangweitergehen.
Studieren ohne Abi
Wie beruflich Qualifizierte den nächsten Karriereschritt gehen
KÖLN Ohne Abitur studieren – was wie ein unerfüllbarer Wunsch klingt, ist heute vielerorts möglich. Immer mehr Hochschulen bieten an, über alternativeWegeeinStudium aufzunehmen. Vor allem für beruflich Qualifizierte mit entsprechender Fachkenntnis war es nie einfacher, ihre Praxiserfahrung durch eine akademische Ausbildung zu erweitern. Welche Möglichkeitengibtes?
Weg 1: Mit beruflicher Aufstiegsfortbildung: Wer einen Meister- oder Fachwirtabschluss erworben hat, erhält dadurch in der Regel Zugang zu allen Studiengängen. Das Gleiche gilt für staatlich geprüfte Techniker, Betriebswirte und vergleichbare Qualifikationen. Sie ersetzen sozusagen die Hochschulreife. In den meisten Bundesländern gilt die Qualifikation für
jeden Studiengang, das Studiummussalsonichtmitder beruflichen Fachrichtung zusammenhängen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man vor der Bewerbung dennoch die jeweiligen Bestimmungenprüfen.
Weg 2: Mit abgeschlossener Berufsausbildung und Berufserfahrung: In vielen Bundesländern ist ein Studium auch ohne Aufstiegsfortbildung möglich. Hierfür muss man eine mindestens zweijährige Berufsausbildung absolviert und anschließend drei Jahre in diesem Beruf gearbeitet haben. Eine Einschränkung gibt es: Das Studium muss fachtreu sein, also an die Ausbildung anschließen. An der Rheinischen Hochschule Köln beispielsweisekanneineIndustriekauffrau BWL studieren, einMediengestalterdarf sich
für Marketing- und Medienmanagement einschreiben, und eine Biologisch-Technische Assistentin kann MolekulareBiomedizinbelegen. Weg 3: Mit Probestudium: Für alle, die nicht fachtreu studieren möchten und keine berufliche Aufstiegsfortbildung abgeschlossen haben, bieten manche Hochschulen besondere Programme an. An der Rheinischen Hochschule Köln können Interessierte mit Berufsausbildung und dreijähriger Berufserfahrung ein Probestudium im Fach ihrer Wahl absolvieren. Das Probestudium dauert zwei Semester, wer pro Semester im Schnitt 20 ECTS-Punkte erwirbt, darf das Studium anschließend regulär fortsetzen. In Einzelfällen können auch berufliche Leistungenangerechnetwerden.
mehr Hochschulen ermöglichen es, über
Ausbildung zu machen.
Im Jahr 2025 hat René seine Ausbildung als technischer Produktdesigner abgeschlossen. Foto: privat
Neben dem Studium arbeiten
Was Studierende bei Nebenjob, Arbeitszeit und Verdienstgrenzen beachten müssen
Minijob, Nebenjob, selbstständig: Viele Studierende arbeiten nebenher. Doch das kann Konflikte mit der Krankenversicherung auslösen und weitere Folgen haben. Denn für Studierende gibt es klare Regeln.
BERLIN Manche wollen, andere müssen: Neben dem Studium zu arbeiten,ist für viele Studierende Alltag. Dabei sollten sie aber auf einige Dinge achten – vor allem die Arbeitszeit und die Einkommensgrenze. Andernfalls kann es Probleme mit der Kranken- und Sozialversicherunggeben. Entscheidendistzumeinen die Einhaltung der 20-Stunden-Grenze: Denn mehr sollten Studierende während der Vorlesungszeit nicht arbeiten. Andernfalls verlieren sie ihre studentischen Vorteile beim Nebenjobundwerdenzusätzlich zur möglichen Beitragspflicht in der Rentenversicherung auch noch sozialversicherungspflichtig – müssen dann also auch Kranken-, Pflege-undArbeitslosenversicherungsbeiträgeleisten.
Liegen die Arbeitszeiten in den Semesterferien, an den Wochenenden oder in der Nacht, darf die Arbeitszeit grundsätzlich mehr als 20 Stunden pro Woche betragen,ohne dass Studierenden ihr Studierendenstatus abhandenkommt. Aber selbst dann darf die 20-StundenGrenze in höchstens 26 Wochenüberschrittenwerden. Zu viel Lohn kann zu Abgaben führen Und dann ist da noch die Sache mit dem Gehalt: Denn Studierende mit einem Ne-
benjob müssen aufpassen. Wer mehr als 556 Euro pro Monat verdient, verliert unter Umständen die Möglichkeit, beidenElternmitkrankenversichert zu sein. Denn obwohl die Familienversicherung eigentlich bis zum 25. Geburtstag gilt, kann die ÜberschreitungdesLohnlimitszumAusschluss führen, dann müssen sich Studierende gegebenenfalls selbst versichern. Für diejenigen, die kein Teil der Familienversicherung mehr sindundunter556Euro,aber mehr als 535 Euro verdienen, gibt es die Option auf die so-
Mitten im OP-Geschehen
Wenn es im Operationssaal ruhig wird und jeder Handgriff sitzt, ist höchste Konzentration gefragt.Genau hier fühlt sich Mareike Kip wohl. Sie absolviert ihre Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin (OTA) an der Euregio-KlinikinNordhorn. BegonnenhatsieihreAusbildung am 1. Oktober 2024. Heute ist Mareike bereits im zweiten Lehrjahr der insgesamt dreijährigen Ausbildung. „Ich habe mein Abitur auf dem Berufsbildenden Gymnasium gemacht und dort gemerkt,dassichinden medizinischenBereichgehen möchte“, berichtet sie. Über Social Media stieß sie auf denBerufderOTAundabsolvierte ein Praktikum in der Euregio-Klinik.
In ihrer Ausbildung lernt Mareike die operativen Eingriffe der verschiedenen Bereiche, wie allgemeine Chirurgie, Unfallchirurgie oder Gynäkologie, kennen und wie mansievorbereitet.
Als Operationstechnische Assistentin ist kein Tag wie derandere.NachderFrühbesprechung geht es für Mareike mit einem festen Team in den OP-Saal. Im Vorfeld wer-
den dann die Geräte geprüft und es wird der Raum vorbereitet. „Während der OP assistiert die sterile OTA dem operierenden Arzt und reicht die Instrumente an“, erklärt Mareike und fügt hinzu: „Die nicht-sterileOTAistvorallem fürdiePatientenvorbereitung und die Dokumentation zuständig.“ Je nach der aktuellen Lage können auch schon mal mehrere OPs an einem Taganstehen. In einem drei-Jahres-Plan ist der praktische Teil der Ausbildung genau festgelegt. In der Zeit arbeitet sich Mareike in die Fachrichtungen ein. So ist sie unter anderem ein paar Wochen in der Unfallchirurgie tätig und lernt den dortigen Ablauf der OPs, ehe es in einen anderen Bereich mit anderen Abläufen geht. „Den Großteil der Ausbildung verbringenwirimOP. Wir werden aber auch in der Notaufnahme oder auf den Stationen eingesetzt, wo wir auchnachderAusbildungarbeiten könnten“, sagt die Auszubildende. Durch ihre Ausbildung erhält Mareike viele Einblicke in die Krankheitsbilder und die Anatomie des Menschen. „Das macht es spannend und abwechslungsreich. Auch
wenn es standardisierte Vorgehen gibt ist jeder Tag, jede OPundjederPatientanders.“ Während den OPs heißt es dann, einen kühlen Kopf bewahren. Auch Belastbarkeit ist laut Mareike ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. „Das ist vor allem wichtig, da man täglich mit verschiedenen, teilweise schweren Krankheitsbildern oder Verletzungen konfrontiert ist.“ Interesse an Medizin und Gesundheit solle man auf jeden Fall auchhaben,sagtsie.
In der Ausbildung gibt es feste Bezugspersonen, die die Auszubildenden permanent begleiten. „Man wird nichtinskalteWassergeworfen und bekommt sehr viel erklärt“, berichtet Mareike. „Das ganze Team aus OTAs, Ärzten und anderen Kollegen ist sehr offen uns Auszubildendengegenüber.“
Den theoretischen Teil der Ausbildung lernt sie im Niels-Stensen-BildungszentruminOsnabrück.ImBlockunterricht werden dort verschiedene Themen behandelt: Angefangen beim Umgang mit den Patienten über rechtliche Richtlinien und Gesetze bis hin zum Thema Anatomie, Krankheitsbilder undHygiene.
Kompass für das vielfältige Berufsbildungssystem
BIBB-Publikation bietet erstmals umfassenden Überblick
BONN DiedeutscheBerufsbildung ist vielfältig und geprägt von verästelten Wegenetzen mit unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen und Zuständigkeiten. Mit dem „Kompendium zur Berufsausbildung nach Bundesund Landesrecht“ schafft das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erstmals einen umfassenden Überblick über das komplexe Gesamtsystem. Strukturen, Ordnungsprozesse und Abschlussprüfungen werden darin vergleichend dargestellt. Die Publikation hebt Gemeinsamkeiten und Unterschiede hervor und soll dazu anregen, aus dem jeweils anderen Systemzulernen. Die große Bandbreite an Wegen – vom dualen Ausbildungssystem nach Berufs-
bildungsgesetz und Handwerksordnung über bundesrechtlich geregelte Ausbildungen in GesundheitsfachberufenbishinzuAusbildungen nach Landesrecht – ist Stärke und Herausforderung zugleich. Die Vielfalt bietet Auszubildenden zahlreiche Wahlmöglichkeiten und sichert den FachkräftenachwuchsinverschiedenenWirtschaftsbereichen. Gleichzeitig führt die Heterogenität zu einer schwer zu durchschauenden Komplexität – teilweisesogarinnerhalbdereinzelnenRegelungsbereiche. Hier setzt das neue Kompendium an: Es widmet sich den drei Schwerpunkten Strukturen, Ordnungsprozesse und Abschlussprüfungen und beantwortet übergreifende Fragestellungen: Über
welche strukturellen Rahmenbedingungen verfügen dieeinzelnenAusbildungsbereiche und ihre jeweiligen Ausbildungsgänge? Durch welche Verfahren werden bestehende Ausbildungen modernisiert und neue entwickelt? Welche Bestimmungen bestehen zu den Abschlussprüfungen, und wo sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Regelungsbereichen?
Der Wegweiser richtet sich an alle, die sich intensiv mit Berufsbildungssystemen befassen. Er soll dazu anregen, über den Tellerrand zu blickenundmiteinanderinsGespräch zu kommen. Somit leistet das Kompendium einen wertvollen Beitrag zum bereichsübergreifenden AustauschenundLernen.
genannte studentische Krankenversicherung. Sie kostet derzeit 87,50 Euro im Monat, so die Verbraucherzentrale NRW. Dazu kommen für Studis ohne Kinder ab dem Alter von 23 Jahren noch 35,91 Euro pro Monat an Pflegeversicherungsbeiträgen sowie ein etwaigerZusatzbeitragfürdie Krankenkasse.Gut zu wissen: Werüberdie556EuroimMonat kommt, muss das auch mit seinem möglichen Bafög verrechnen. Unter Umständen gibt es dann nämlich weniger staatliche Unterstützung.
Für Selbstständige gelten andere Regeln Natürlich haben Studierende auch die Möglichkeit, selbstständig – und eben nicht angestellt – zu arbeiten. Dann gelten in Sachen Einkommen wieder andere Regeln. So liegt die Verdienstgrenze dann nur noch bei 505 Euro pro Monat, erklärt die Verbraucherzentrale. Wer mehr verdient, kann nicht in der elterlichen Familienversicherung bleiben. Auch selbstständig tätige Studierende müssen auf die Einhaltung der 20-StundenGrenze achten. Arbeiten sie mehr,kann die Krankenversicherung ihnen eine hauptberufliche Tätigkeit unterstellenundentsprechendandere Beiträge verlangen. Eine Nachfrage bei der jeweiligen Kasse kann helfen. Dafür müssen selbstständig tätige Studierende im Gegensatz zu angestellt Tätigen nur in bestimmten Fällen Rentenversicherungsbeiträge leisten. Zum Beispiel, wenn sie erzieherisch und künstlerisch tätig sind oder als freie Lehrer arbeiten. Mehr Informationen dazu gibt es bei den Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung.
Als Operationstechnische Assistentin lernt Mareike viel über die verschiedenen Krankheitsbilder und Anatomie. Foto: Euregio-Klinik
Bautechnische Konstrukteure leisten einen entscheidenden Beitrag zur Planung der Bauwerke und Infrastrukturen von morgen.
BONN Ob beeindruckende Hochhäuser, weitspannende Brücken oder Verkehrswege auf der Schiene oder Straße – Bautechnische Konstrukteure und Konstrukteurinnen planen und modellieren die Bauprojekte von morgen und sind für die anstehendengroßenInfrastrukturaufgaben unverzichtbar. Ihre Zeichnungen und technischen Unterlagen bilden die Grundlage für Projekte in den Fachrichtungen Architektur, Ingenieurbau sowie Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau. Gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien, den Sozialpartnern sowie Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung die Ausbildungsordnung zum Bauzeichner und Bauzeichnerin modernisiert und dem Beruf einen neuen Namen gege-
ben: Die Fachkräfte werden zukünftig Bautechnischer Konstrukteur beziehungsweise Bautechnische Konstrukteurin heißen. Die neue Ausbildungsordnung tritt zum1.August2026inKraft. Durch die Digitalisierung haben sich die Anforderungen an die bislang Bauzeichner und Bauzeichnerinnen genannten Fachkräfte geändert. Insbesondere die Einführung des Building Information Modeling (BIM) und diedamiteinhergehendeZusammenarbeit aller Beteiligten in Planungs- und Ausführungsphase erfordert neue Kompetenzen in der Kommunikation, der Datenverarbeitung sowie der gesamten Arbeit am und im Modell. Die neue Berufsbezeichnung „Bautechnischer Konstrukteur“ und „Bautechnische Konstrukteurin“ trägt diesen Veränderungen Rechnung. Um die Besonderheiten und Unterschiede in verschiedenen Tätigkeitsfeldern des Berufs zu verdeutlichen, werden zudem aus den bisherigen Schwerpunkten drei Fachrichtungen. Die Umbenennung der Fachrichtung Tief-, Straßen und Landschaftsbau zum
Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau unterstreicht zudem den Stellenwert der Verkehrswende im Berufsbild. Auch das Thema Nachhaltigkeit erhält durch die neue Berufsbildposition „Berücksichtigung der Kreislaufwirtschaft im Planungsprozess“ ein stärkeres Gewicht.
Gute Übernahme- und Entwicklungschancen
Bautechnische Konstrukteure und Bautechnische Konstrukteurinnen arbeiten in Ingenieurbüros, bei Architekten, auf Bauämtern sowie in Unternehmen der baulichen Infrastruktur. Sie arbeiten eng mit Ingenieuren und Architekten zusammen und setzen die Vorgaben unter Berücksichtigungvongeltenden Normen und Vorschriften in zwei- oder dreidimensionalen sowie modellbasierten Konstruktionen um. Ihre Arbeit erfordert ein hohes mathematisches und technisches Verständnis sowie ein außerordentliches Maß an Präzision. Ihre Modelle stellendieGrundlageeinesjeden Bauwerkes dar. Bundesweit wurden zuletzt insgesamt mehr als 6300 dieser Fach-
kräfte ausgebildet. Für die Auszubildenden bestehen sehr gute Übernahmechancen. Im Anschluss an die Ausbildung können sie die Fortbildungzumstaatlichgeprüften Techniker oder zur staatlich geprüften Technikerin in einer der einschlägigen Fachrichtungen machen. Die Ausbildung ist darüber hinauszuStudiengängenimBereich der Architektur sowie im Bauwesen anschlussfähig. Die modernisierte Ausbildungsordnung und der darauf abgestimmte, von der Kultusministerkonferenz (KMK) für den schulischen Teil der dualen Ausbildung entwickelte Rahmenlehrplan lösen die bestehenden Regelungen aus dem Jahr 2002 ab. Das BIBB entwickelt zudem gemeinsam mit Sachverständigen aus der Praxis eine Umsetzungshilfe,in welcher Neuerungen erläutert und praktische Tipps für die Planung und Durchführung der Ausbildung gegeben werden. Sie wird ab Anfang November in der BIBB-Reihe „Ausbildung gestalten“ veröffentlicht und kostenlos über die BIBB-Webseite abrufbarsein.
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Wenn morgens um sechs Uhr in der Werkhalle der Bentec GmbH Drilling & Oilfield Systems die Maschinen anlaufen, ist Maurice längst mittendrin. SeineAusbildungzumIndustriemechaniker ist für ihn genau die richtige Mischung aus Technik, Abwechslung undhandfesterArbeit.
„Mirwarschonimmerklar, dass ich etwas mit meinen Händen machen wollte“, erzählt der Auszubildende im dritten Lehrjahr. „Ich möchte bei der Fertigung eines Produktes mitwirken und zusätzliche abwechslungsreiche Aufgaben machen.“ Sein Ausbildungsbetrieb bietet genaudas.
Die Ausbildung dauert regulär dreieinhalb Jahre, kann aber auf drei Jahre verkürzt werden. Zu Beginn seiner Ausbildung arbeitete Maurice gemeinsam mit anderen Auszubildenden in der Lehrwerkstatt bei Bentec. Dort lernte er den Umgang mit Drehbank, Fräse, Bohrmaschine und Säge sowie das präzise Montieren von Baugruppen.NachderZwischenprüfung durchlief er verschiedene Abteilungen wie Service, Neuanfertigung und Stahlbau. „So lernt man unsere Produkte von Grund auf kennen und versteht, wie sie funktionieren.“
auch selbst. Foto: Bentec
Aktuell unterstützt er im Stahlbau die Programmierung von Schweißrobotern. „Am meisten Spaß macht mir die Arbeit mit den Maschinen und das selbstständige Lösen von Problemen“, sagtMaurice. Einfallsreichtum und Kreativität gehören bei der Ausbildung genauso mit dazu wie technisches Verständnis. Interesse an Mechanik und Technik sollte auch vorhanden sein. „Man sollte die Grundlagen der Mathematik beherrschen. Man sollte sorgfältig arbeiten können und wenn man vor einem Problem steht, dieses sinn-
voll lösen können“, erzählt Maurice. Die Berufsschule besucht Maurice an der GBS in Nordhorn. Im ersten Lehrjahr hat erzweiSchultage,imzweiten und dritten einen. Dort stehen Fächer wie Fachtheorie Metalltechnik,PolitikundDemonstrationsunterricht auf dem Stundenplan. „In der Schule lernen wir die theoretischen Grundlagen, die wir im Betrieb direkt anwenden können“,erklärter. Besonders schätzt er, dass der praktische Teil der Prüfungen direkt im Betrieb bei Bentec stattfindet. „Man arbeitetdannanMaschinen,die man wirklich kennt, das gibt Sicherheit.“ Nach der Ausbildung stehen ihm viele Wege offen, vom Meister bis hin zumMaschinenbaustudium.
Industriemechaniker/in
Schulische Voraussetzungen: Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Berufsschule/Ort: GBS Nordhorn
Wichtige Schulfächer: Technik, Physik
Im Stahlbau unterstützt Maurice beim Programmieren von Schweißroboter und schweißt teilweise
Wie wird das Gebäude später aussehen? Angehende Bauzeichner visualisieren den Baukörper am Computer. Foto: Ina Fassbender
Überstunden in der Ausbildung
In der Regel ist Mehrarbeit für Auszubildende nicht erlaubt
Das Projekt muss fertig werden, der Kunde wartet: Überstunden sind im Arbeitsalltag keine Seltenheit. Aber müssen dann auch Azubis ran?
Viel Eigenverantwortung tragenundeingeschätztesMitglied im Team sein: Azubis freuen sich, wenn sie gleich von Beginn der Ausbildung im Unternehmen ernst genommen werden. Aber heißt das, dass auch sie länger bleiben müssen, wenn Überstundenanfallen?
In der Regel sind Überstunden bei Auszubildenden nicht erlaubt. Im Ausbildungsvertrag sind Ausbildungsdauer sowie die tägliche und wöchentliche Ausbildungszeit vereinbart –und die sind so angelegt, dass sie zur Vermittlung der
Lerninhalte ausreichen. „Dann gehen Überstunden eigentlich gar nicht“, sagt JürgenMarkowski. Jürgen Markowski ist Fachanwalt für Arbeitsrecht in Offenburg und Mitglied im geschäftsführenden Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im DeutschenAnwaltverein(DAV). Der springende Punkt: Ein Ausbildungsverhältnis ist grundsätzliche kein Arbeitsverhältnis. „Die Ausbildung muss stets im Vordergrund stehen“, sagt Markowski. Auszubildende sind folglich grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, Überstunden zu leisten. Es kann aber durchaus Ausnahmen geben. Zum Beispiel, wenn Regelungen in einer Betriebsvereinbarung oder im Tarifvertrag auch mal Überstunden zulassen. „Dann können auch im Ausbildungsverhältnis Arbeits-
stunden vorkommen, die über die reguläre Arbeitszeit hinausgehen.“
Entscheidend ist FachanwaltMarkowskizufolgeaber, dass diese Überstunden dem Ausbildungszweck dienen. „Und deswegen muss gleichzeitig jemand da sein, der die Ausbildung verantwortet.“ Das heißt: Der Ausbilder oder die Ausbilderin muss die längere Arbeitszeit begleiten und überwachen. Auszubildende mit an einer Maschine einzusetzen und dann Überstunden machen zu lassen, damit ein Auftrag rechtzeitig fertig wird, geht alsonicht.
Verlangt der Betrieb das dennoch ohne Grundlage in einer Betriebsvereinbarung oder im Tarifvertrag, können Auszubildende ablehnen. Rein rechtlich darf dann keine Abmahnung oder Kündigung drohen. „Aber natürlich ist es in der Praxis an
der Stelle immer ein bisschen schwierig für die jungen Menschen, dem Chef zu sagen: „Ich mach das nicht“, schränkt Markowski ein. Hier sei es wichtig, dass Betriebsräte oder die Jugendund Auszubildendenvertretung – sofern es sie im Unternehmen gibt – darauf achten, dass die Regularien eingehalten werden. Das heißt also Freizeitausgleich fürÜberstunden.
Kommt es doch dazu, dass mal mehr gearbeitet werden muss, dann sind die ÜberstundenlautMarkowski zu vergüten. Auch ein Freizeitausgleich ist möglich. So sieht es das Gesetz vor.„Zuschläge gibt es nur dann, wenn die geltenden Tarifverträge das vorsehen“, sagt der Fachanwalt. Und in jedem Fall gilt: Auch bei Überstunden muss die gesetzliche Höchstarbeitszeit beachtetwerden.
Erst analysieren, dann reparieren
Kfz-Mechatroniker haben die Wahl zwischen fünf Schwerpunkten
Kfz-Mechatroniker kennen sich mit Fahrzeugen aus und können elektrische, elektronische und mechanische Systeme analysieren. Sie stellen Fehler und Störungen fest und können diese beheben. Bei der Ursachenfindung helfen mittlerweile vor allem computergestützte Mess- und Prüfsysteme. Nach Instandsetzungs- oder Umbauarbeiten prüfen sie dieFunktionenderFahrzeuge und Teilsysteme und kontrollieren, ob straßenverkehrsrechtliche Vorschriften eingehaltenwerden.Azubiskönnen ihre Ausbildung als Kraftfahrzeugmechatroniker infünfSchwerpunktenabsolvieren: Karosserietechnik, Motorradtechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Personenkraftwagentechnik und SystemundHochvolttechnik. In der Fachrichtung Karosserietechnik sind sie Experte für alles rund um Karosserien, also zum Beispiel Lackund Unfallschäden oder Schließsysteme.Kfz-Mechatroniker der Fachrichtung Motorradtechnik sind Spezialisten für die Reparatur und Wartung von Motorrädern und anderen Krafträdern. Im
Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik sind Spezialfahrzeuge wie Busse, Baufahrzeuge oderLkwdasFachgebiet. Im Bereich System- und Hochvolttechnik sind Kenntnisse mit der Technik hinter
Elektro- und Hybridfahrzeugen erforderlich. Und wer den Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik wählt, wartetundrepariertFahrzeuge, die auf die Beförderung von maximal neun Personen ausgerichtet sind. Im dritten Ausbildungsjahr fällt die Entscheidung für einen Schwerpunkt. Der Berufsalltag von Kraftfahrzeugmechatronikern kann sehr unterschiedlich aussehen. Ein Faktor dafür ist natürlich der gewählte Schwerpunkt,der andere der Arbeitgeber. Wer bei einem großen Autobauer im Bereich Elektroantriebe tätig ist, hat einen anderen Einsatzbereichalsderjenige,der in einer Spezialwerkstatt für Motorräderarbeitet.
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Teamwork,PS-starkeFahrzeuge und feste Arbeitszeiten gehören in allen Bereichen dazu. Die Kundenberatung kann zu der Tätigkeit als Kfz-Mechatroniker gehören.
Ein Allrounder auf der Baustelle
Spezieltiefbauer lernen in ihrer Ausbildung den Umgang mit
Tagtäglich fahren schwere Maschinen in ganz Deutschland über die Baustellen. Mittendrin ist Sybren Stollmeijer als ausgelernter Spezialtiefbauer: ein Beruf, der Verantwortung, Technik und Teamarbeitvereint.
Sybren absolvierte seine Ausbildung zum Spezialtiefbauer bei der JKS Jan Kwade & Sohn GmbH in Ringe. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet sowohl praktisch auf den Baustellen als auch im Blockunterricht an der BBS Ammerland sowie im BAU ABC Rostrup statt.
Seit dem Jahr 2024 ist Sybren ausgelernt. Der Weg in den Beruf begann für ihn nach der zehnten Klasse. Eigentlich stand zunächst eine andere Ausbildung im Raum, doch ein Praktikum änderte alles. „Durch das Praktikum wurde mir klar, dass der Spezialtiefbau bessere Aufstiegschancen bietet“, erklärt Sybren. Heute weiß er: die Entscheidungwardierichtige. Während der Ausbildung lernte er nicht nur die allgemeinen Sicherheitsvorschriften, sondern auch den Umgang mit Spezialmaschinen sowie das Erstellen von Gruben und Brunnen. Der Spezi-
altiefbauer gilt dabei als echter Allrounder auf der Baustelle.ImArbeitsalltag ist Sybren für ein eigenes Bohrgerät verantwortlich und bohrt gemeinsam mit einem Bohrhelfer Brunnen zur Grundwasserabsenkung,eine wichtige Voraussetzung für viele Bauprojekte. Besonders schätzt Sybren bei JKS Kwade & Sohn das eigenverantwortliche Arbeiten: „Mir macht es Spaß, draußen zu arbeiten, immer auf anderen Baustellen zu sein und gemeinsam im Team Lösungen zu finden.“ Die Ausbildung bei JKS sei vorallemdurchdasguteKol-
legium, moderne Maschinen und frühe Verantwortungsübernahmegeprägt.
Laut Sybren sind Verantwortungsbewusstsein und selbstständiges Arbeiten wichtigfürdenBerufalsSpezialtiefbauer. Auch ein Gefühl für Maschinen und Reisebereitschaft sollten angehende Spezialtiefbauermitbringen.
Der Berufsschulunterricht findet als Blockunterricht statt.„Hier werden berufsbezogene Lernfelder wie das Zeichnen eines Bohrprofils unterrichtet“, sagt Sybren. Daneben gibt es noch die überbetrieblichen Unterweisungen beim BAU ABC RostrupaufdenenAuszubildende den Umgang mit Baumaschinen lernen. Auch nach der Ausbildung stehen viele Wegeoffen–etwaWeiterbildungen zum Vorarbeiter, WerkpolieroderBohrmeister.
Spezialtiefbauer/in
Schulische Voraussetzungen:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule/Ort:
BBS Ammerland / Bau ABC Rostrup
Wichtige Schulfächer: Mathematik, Physik
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Spezialmaschinen. Foto: privat
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Der Kfz-Mechatroniker hat ein Fahrzeug für eine Inspektion auf die Bühne gefahren. Foto:dpa
Neu im Job?
So finden Berufseinsteigende das passende Outfit
Sneaker und Jeans sind im Büro längst keine Ausnahme mehr: Die Business-Mode ist entspannter geworden. Doch gerade für und Berufseinsteiger gilt es, trotz neuer Freiheiten ein Gespür für Stil, Wirkung und Branchenregeln zu entwickeln.
BERLIN Jeans im Büro, Sneaker zur Anzughose oder ein
T-Shirt unter dem Blazer: Was früher durchaus ein Tabu war, ist in vielen Branchen inzwischen normaler Alltag. Die Business-Mode hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Gerade junge Menschen wollen Kleidung tragen, die nicht nur im Büro, sondern auch im privaten Leben funktioniert. Das macht den Start ins Berufsleben zwar unkomplizierter – ganz ohne Regeln geht es jedoch auch nicht. Eine Stilberaterin gibt nützliche Tipps, wie der Einstieg in die Business-Garderobegelingt.
Strategisch einkaufen statt schnell ausstatten
Besonders für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger ist es wichtig, beim Aufbau einer Garderobe nicht gleich tief in die Tasche zu greifen. „Eine komplette Erstausstattung macht wenig Sinn“, so Stilberaterin Dunja Heß. Häufig würden Teile gekauft, die später kaumzumEinsatzkommen. Stattdessen rät sie, zunächst mit vorhandenen Basics zu arbeiten und sie mit wenigen Business-Elementen zu ergänzen.„Wichtig ist, dass im Outfit immer ein Key-Piece enthalten ist, um das das Outfit aufgebaut wird“,sodieExpertin.Eingut sitzender Blazer, eine Businesshose und ein eleganter Schuh reichen für die ersten Wochenmeistaus. Als Orientierung empfiehlt HeßeinesogenannteCapsule Wardrobe, also eine kleine Auswahl kombinierbarer Kleidungsstücke. Wer dazu in Outfit-Formeln denkt, macht es sich leichter: etwa Businesshose,Bluse und Sneaker. WechseltmandieHosegegen
eineJeans,entstehtsofortein LookfürdieFreizeit.
Farben und Silhouetten bewusst wählen
Während früher gedeckte Farben wie Grau, Blau oder Schwarz im Business-Bereich dominierten, sind heute vor allembeiFrauenauchkräftige Farben wie Pink, Orange oder Lila verbreitet. „Viele nutzen Mode, um Sichtbarkeit zu schaffen und Persönlichkeit auszudrücken“,soDunjaHeß. Männer greifen zurückhaltenderzuFarben,wagenaberimmer öfter Muster wie Karos. Auch die Schnitte verändern sich:WeitgeschnitteneHosen in Kombination mit schmalen Oberteilen wirken modern, ohne an Professionalität einzubüßen.
Unterschiede zwischen den Branchen
Trotz der Lockerungen gelten in konservativen BranchenweiterhinRegeln–etwa knielange Röcke oder geschlosseneSchuhe.Während in Banken und Versicherungen Jeans mittlerweile auch zu sehen sind, erwarten Unternehmen in höheren Ma-
nagement-Ebenen nach wie vor formellere Kleidung. „Je höher die Position, desto businesslastiger das Outfit“, so Heß. In kreativeren Branchen sei der Spielraum hingegen größer, dort können sogar auffällige Muster oder ausgefallene Kombinationen positivwirken. Grundsätzlich gehe es jedoch weniger um starre Vorschriften, sondern darum, welche Wirkung ein Outfit erzeugt. „Kleidung entscheidet mit darüber, wie wir wahrgenommen werden“, so Heß. EinschwarzerAnzugmitweißem Hemd könne etwa Distanzschaffen,währendfarbige Akzente eher Nähe und Offenheitsignalisierten.
Den Dresscode erfragen Wer unsicher ist, wie locker oder formell die Kleiderordnung im neuen Job ist, sollte nachfragen. „Das zeigt Interesse und nimmt die Verunsicherung“, so Dunja Heß. Größere Firmen haben oft klare Kleidungskonzepte, in kleineren hilft ein Blick auf die Website oder die anderen Kolleginnen und Kollegen beimVorstellungsgespräch.
Mit Leidenschaft in die Pflege
Lina und Patricia stehen kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung zu Pflegefachfrauen an der Pflegeschule Gronau. Beide sind im dritten Ausbildungsjahr – und beide wussten schon früh, dass sie einmal in der Pflege arbeiten möchten.
BeiPatriciabegannallesim Agatha-Domizil in Gronau: Dort half sie sonntags aus und absolvierte später während ihres Fachabiturs ihr Jahrespraktikum. „Der Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern hat mir gezeigt,wieerfüllendPflegesein kann“,sagtsie.
Auch Lina hatte früh Berührungspunkte mit dem Beruf. Ihre Mutter ist Krankenschwester, und die Einblicke in ihren Arbeitsalltag weckten das Interesse. „Ich fand es spannend, dass jeder Tag anders ist. Diese Abwechslung begeistert mich bis heute.“ Während ihrer dreijährigen Ausbildung lernen beide viele Fachbereiche kennen – von der Inneren Medizin über die Kardiologie bis zur Chirurgie. Vier Wochen verbrachten sie außerdem in der Psychiatrie des Lukas-Krankenhauses Gronau.„Daswareinebesondere Erfahrung, die den Blick auf die Pflege erweitert hat“, erzähltLina.
Die unmittelbare Nähe der Pflegeschule zum St. Antoni-
us-Hospital sehen beide als großen Vorteil. Theorie und Praxis lassen sich optimal verbinden. „Wir können das Gelernte direkt anwenden
und haben kurze Wege zu unseren Stationen“, sagt Patricia. Besonders schätzen sie das familiäre Miteinander: „Man kennt sich,hilft sich ge-
Pflegefachmann/-frau
Schulische Voraussetzungen: Abschluss nach 10-jähriger allgemeiner Schulbildung (Erweiterter Erster Abschluss, Hauptschulabschluss, Mittlere Reife)
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule/Ort:
Pflegeschule Gronau
Wichtige Schulfächer: Biologie, Deutsch
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genseitig, und die Lehrkräfte habeneinoffenesOhr.“
Im August dieses Jahres schließen Lina und Patricia ihre Ausbildung ab. Beide sind sichsicher,dasssieimBereich des Akutkrankenhauses arbeiten möchten. Lina zieht es in die Unfallchirurgie, Patricia in die Gynäkologie.Auf jeden Fall sind sie sich sicher, ihren Traumberuf gefunden zu haben. Ihrem Berufsstart schauensiemitFreudeentgegen. Darüber hinaus bietet das St. Antonius-Hospital in Gronau auch eine einjährige Ausbildung zur Pflegefachassistenzan.
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• Pflegefachfrau/-mann
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• Fachkra im Gastgewerbe
In diesem Jahr schließen Lina und Patricia ihre Ausbildung ab. Foto: St. Antonius-Hospital Gronau
Business-Mode ist heute vielseitiger: Farben und moderne Schnitte sind zunehmend gefragt, besonders in kreativen Branchen. Foto: dpa
Anlagenmechaniker
statt Anglist, Mechatronikerin statt was mit Medien? Was Interessenten vor einem Wechsel wissen müssen.
BERLIN In vielen akademischen Berufen bleiben die Ergebnisse der Arbeit abstrakt, manchen Menschen fehlt womöglich die Praxis. Eine denkbare Option dann: raus aus dem akademischen Beruf – und eine Ausbildung im Handwerk starten. Hier ist Nachwuchs schließlich gefragt.
Doch wie findet man heraus, ob das der richtige Schritt sein könnte – und wie geht man ihn am besten an?
Olaf Craney vom Deutschen Verband für Bildungsund Berufsberatung kennt den Wunsch von Akademi-
Vom Akademiker zum Handwerker
Eine Ausbildung im Handwerk kann auch nach einem Studium noch infrage kommen
kern,ins Handwerk zu wechseln. „Bei kreativen und sprachlich orientierten Studiengängen kommt das häufiger vor, weil nach dem Studium erst eine Orientierungsphase stattfindet“, sagt er. „Praktisch orientierte Studiengänge weisen das wenigerauf.“
Allerdings gilt ihm zufolge auch: „Es ist ein Unterschied, ob jemand ein Problem lösen möchte, indem er den akademischen Tätigkeitsraum verlässt oder ob die Motivation wirklich ist, ins Handwerk zu wollen.“ Nur wenn Letzteres der Fall sei,räterzueinemWechsel.
Dafür müsste man dann auch bestimmte Kompetenzen und Voraussetzungen mitbringen. Neben technischem Verständnis, räumlicher Vorstellung, handwerklichem Geschick und einer guten Hand-Augen-Koordi-
Craney rät, den Wunsch nach einem Wechsel in das Handwerkzunächstmitdem Umfeld zu besprechen und zu überlegen, ob man mit eventuell kritischen Ansichten in puncto Imageverlust leben kann. Wissen sollte man zudem: „Im Handwerk gibt es flache Hierarchien und regelmäßige Beförderungen sind nicht so häufig wie bei akademischen Laufbahnen“, sagt Craney. „Auf der anderen Seite wird man schnell Chef oder kann häufig mit niedrigem Startkapital einen eigenen Betrieb eröffnen.“
nation sei etwa die körperlicheBelastungsfähigkeit Voraussetzung für einen Handwerksberuf, so Craney. Wer hier unsicher ist, kann der
persönlichen Eignung etwa im Rahmen von Kompetenzfeststellungsverfahren bei der Agentur für Arbeit auf denGrundgehen.
Mit Licht und Effekten Illusionen schaffen
Schilder- und Lichtreklamehersteller sind handwerkliche Allrounder
Sie erstrahlt im Dunkeln und macht so manche Werbung erst so richtig präsent: die Lichtreklame. Wer voller Ideen sprüht, kreativ und geschickt mit seinen Händen ist,fürdenist dieAusbildung zum Schilder- und Lichtreklamehersteller eine herausfordernde Aufgabe. Hier haben Azubis den ganzen Tag mit vielen bunten Farben zu tun, dürfen selber Ideen für Schilder einbringen und können sich handwerklich voll und ganz austoben.Schilderund Lichtreklamehersteller entwerfen und realisieren nach Kundenwünschen Leuchtreklameanlagen, Schilder und Anzeigetafeln. Ihre Arbeit beginnt mit Entwurfsskizzen,diesiemitdem Kunden besprechen und als digitale Daten am Bildschirm fertig ausarbeiten. Nach diesen Vorlagen bearbeiten sie die Trägermaterialien für das
Schilder- und Lichtreklamehersteller sind kreative Köpfe, die handwerklich breit aufgestellt sind. Foto: privat
Endprodukt,schneiden Plexiglas für beleuchtete Buchstaben oder Metalle und Kunststoffe für Schilder zu.
Zwischen Kundenkontakt und Warenvielfalt
privat
Zwischen prall gefüllten Regalen, Kundengesprächen und Aktionstischen zeigt sich, wie vielseitig der Einzelhandel wirklich ist. Genau hier absolviert Leni ihre Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel beim Grenzland Markt Itterbeck, einem von vier Märkten der Raiffeisen Tankstellen GmbH, einer Tochter der Raiffeisenbank Ems-VechteeG.
Bereits in der siebten
Klasse absolvierte Leni ein
zweiwöchiges Schulpraktikum. „Das hat mir dann so viel Spaß gemacht, dass es danach mit einem Ferien-
und Nebenjob weiterging“, erzählt sie. 2024 folgte schließlich der Start in die Ausbildung. Heute ist sie im zweitenLehrjahr.
In der insgesamt dreijährigenAusbildunglerntLeninahezu alles, was den Einzelhandel ausmacht: Kunden beraten, Verkaufsgespräche führen, Reklamationen bearbeiten, Ware bestellen, annehmen und auch kontrollieren. Auch die Warenpräsentation spielt in der Ausbildung eine große Rolle – von der Regalpflege bis zur GestaltungvonAktionsecken. Besonders abwechslungsreich sind die Einblicke in
verschiedene Warengruppen des Grenzland Markts, zum Beispiel dem Heimtierzubehör, der Bekleidung, Motorgeräte und Farben. Auch auf speziellen Warenschulungen und Messen ist Leni während ihrer Ausbildung unterwegs.
Außerdem bekleben sie Schaufenster oder beschriftenFahrzeuge.
Im Schwerpunkt Grafik, Druck, Applikation achten angehende Schilder- und Lichtreklamehersteller auf die optimale Gestaltung und Verarbeitung: Sie wählen Schriftarten aus, plotten und kleben Folien, verwenden bildliche Darstellungen oder setzen Digitaldruckverfahren ein. Der Beruf des Schilder- und Lichtreklameherstellers verlangt von den Auszubildenden eine sehr hoheFlexibilität,weilsieFertigkeiten aus mehreren handwerklichen Bereichen verinnerlichen müssen. Gleichzeitig besteht darin die tägliche HerausforderungdesBerufs.
Volker Born vom Zentralverband des Deutschen Handwerks nennt einen weiteren Vorteil für Akademiker, die eine Ausbildung beginnen möchten: eine verkürzte Ausbildungsdauer. Denkbar ist etwa eine Verkürzung um bis zu 12 Monate, wenn man
eine Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife mitbringt und der Ausbildungsbetrieb auch zustimmt. Außerdem eine Option für Akademiker:dualeundtriale Studienangebote, bei denen Ausbildung und Studium oder Meisterqualifikation und Studium kombiniert werden. „Für diese Zielgruppe gibt es viele Möglichkeiten der Aus- und Fortbildung, die eine berufliche Karriere bis hin zur Betriebsleitung eröffnen“, berichtet Born. Als mögliche Hürde bei der Ausbildung sieht er eine falsche Vorstellung über den Handwerksberuf:„Jemand,dergernam Schreibtisch plant oder Schriftverkehr mag, dürfte vermutlich im Handwerk nichtglücklichwerden.“
Undwiegehtmannunvor, wenn man sich nach dem
Studium auf einen AusbildungsplatzimHandwerk bewerbenmöchte?
Volker Born empfiehlt Akademikern, in der Bewerbung deutlich zu machen, dass das Handwerk nicht Plan B ist.Der Erkenntnisgewinn während des Studiums und die Orientierung hin zum Praktischen können als Argumente dienen. Wer darlegt, was ihn am Handwerk begeistert und beispielsweise in der Bewerbung angibt, dass man am Ende des Tages gern auch sehen möchte, was man erarbeitet hat, lasse die Motivation gleich erkennen.
Ein Tipp von Olaf Craney: statt sich schriftlich zu bewerben, einmal persönlich im Betrieb vorbeischauen. „Der erste Eindruck ist wichtiger als die Bewerbungsunterlagen“, stellt der Experte fest.
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Am meisten schätzt Leni den Kontakt zu Menschen. „Der Kundenkontakt, das Miteinander mit den Kollegen und das entgegengebrachte Vertrauen machen die Ausbildung besonders.“ Eigenständiges Arbeiten und spezielle Events wie Kauftage sorgen zusätzlich für Motivation. Als Voraussetzung für den Beruf nennt sie vor allem Offenheit und Freundlichkeit. Aber auch ein Verständnis für die Waren sollten künftige Auszubildende im Einzelhandel mitbringen. „Man sollte auch die Schule ernst nehmen, weil man die Schulthemen oftmals im Praxisalltag anwenden muss und kann“, erzähltLeni.
Im ersten Ausbildungsjahr müssen die Azubis zwei Mal pro Woche zur Schule, im zweiten und dritten Jahr jeweils ein Mal. Dort werden dann im Unterricht verschiedene Lernfelder bearbeitet, die den Alltag im Betrieb einfacher machen. Darunter zählen zum Beispiel Rechnungswesen sowie KundenundWarenmanagement.
Nach der Ausbildung stehen Leni weitere Wege offen, etwa der Handelsfachwirt oder interne Aufstiegschancen.
Leni hat bereits in einem Ferien- und Nebenjob Erfahrungen im Einzelhandel gemacht. Foto:
Keine Lust auf Schreibtischarbeit? Akademikerinnen und Akademiker, die eine Ausbildung im Handwerk in Betracht ziehen, sollte mehr motivieren als nur dieser Punkt. Foto: dpa
Ob Diätassistent, Ergotherapeutin oder Erzieherin: Gerade im Sozialund Gesundheitsbereich finden viele Ausbildungen an der Berufsfachschule statt.
Hendrik Polland
Wer sich für eine schulische Ausbildung interessiert,muss durchblicken, was es damit auf sich hat. Antworten auf wichtigeFragen: Was sind schulische Ausbildungen?
Hier lernen die Auszubildenden nicht wie im dualen System abwechselnd in Betrieb und Berufsschule, sondern an einer Berufsfach-
Schulbank statt Werkbank
Einige Berufsausbildungen finden nicht im Betrieb, sondern in Fachschulen statt
schule.DerBegriffführeallerdings in die Irre, sagt Hanna Stellwag, die beim Fachbereich „Gesundheit und Soziales“ der Gewerkschaft Verdi für die Themen Berufspolitik undJugendzuständigist.
„Schulische Ausbildungen finden nie nur in der Schule statt“,sagtsie.Vielmehrgebe es auch unterschiedliche Praxisphasen. Und bei Gesundheitsfachberufen wie der Medizinisch-technischen Assistentin (MTA) erfolge die Ausbildungszeit mittlerweile sogar zu einem hohen Anteil in einemBetrieb.
Für welche Ausbildungen gibt es Berufsfachschulen?
„Landes-undbundesrechtlich geregelt sind deutlich mehrals100schulischeAus-
bildungsberufe“,sagtMatthias Hertle von der Bundesagentur für Arbeit (BA). Neben den Gesundheits- und Sozialberufen wie der Pflegefachkraft, dem Logopäden und der Erzieherin listet das Portal Berufenet unter anderem auch die Fremdsprachenkorrespondentin oder den Industrietechnologen auf. Ob eine Ausbildung vorwiegend an der Fachschule oder im Betrieb stattfindet, hängt laut Matthias Hertle schlicht von dem Beruf ab, denmanausübenmöchte. Was sollte man vorab bedenken?
Eine schulische Ausbildung kann zwischen einem und dreieinhalbJahrendauern.„In der Regel besteht kein An-
spruch auf eine Ausbildungsvergütung“, sagt Hanna Stellwag. Im Gegenteil: Obwohl sich gerade in den Gesundheitsberufen schon einiges getan habe, werde oft noch Schulgeld verlangt. „Das kommt immer ein bisschen auf das Bundesland und den Ausbildungsgangan.“
Darüber hinaus sollten Interessierte darauf achten, dass der jeweilige Abschluss der Berufsfachschule auch in anderenBundesländernanerkannt ist. Andernfalls können Absolventinnen und Absolventen später nicht bundesweittätigsein.
Kann man sich die Schule aussuchen?
Die Ausbildung für Pflegeberufe wurde mittlerweile angepasst: Schulgebühren sind einer Ausbildungsvergütung gewichen. Foto: dpa
Urlaub?
Das GN-E-Paper ist schon da.
Die angehenden AuszubildendensuchensichdieSchule im Allgemeinen selbst aus, sagt Hanna Stellwag. „Meistens bewerben sich die Bewerberinnen an verschiedenen Schulen und sagen dort zu,wosiegernehinwollen.“
Wie ist das Bewerbungsverfahren aufgebaut?
Grundvoraussetzung für die Zulassung ist an den meisten Berufsfachschulen ein mittlerer Schulabschluss. Je nach angestrebtem Beruf kommen weitere Bedingungen hinzu – zum Beispiel ein bestimmtes Mindestalter odereinGesundheitszeugnis.
Daneben kann es an verschiedenenSchulenauchEig-
nungstests geben. Als ehemalige Lehrende spricht Julia SchirmervomDeutschenVerband Ergotherapie (DVE) aus eigenerErfahrung. Vor der ergotherapeutischen Ausbildung durchlaufen die Kandidatinnen und Kandidaten einen Auswahlprozess. „In den meisten Bewerberverfahren werden die sozial-kommunikativen Kompetenzen überprüft“, sagt Schirmer. Es kann auch praktische Übungen und Allgemeinwissenstestsgeben. Wie läuft die Ausbildung ab?
Das ist in der jeweiligen Ausbildungsordnung und dem Rahmenlehrplan geregelt. Dennoch können Ausbil-
dungenanBerufsfachschulen sehrunterschiedlichablaufen. Abhängig ist das etwa von Faktoren wie dem Job, der Branche und dem jeweiligen Bundesland. Außerdem spielt es eine Rolle, ob eine Schule einen öffentlichen oder privaten Träger hat. Hanna Stellwag spricht von einem „riesigen Wildwuchs“ und macht das am Beispiel der Erzieherinnen und Erzieher deutlich. FürdiegebeeseinerseitsModelle,beidenenetwadreiJahre Schule und ein Anerkennungsjahr vorgesehen sind. Anderswo wiederum liefe die Ausbildung blockhaft im Unterricht und in der Praxis ab. Oder ähnlich zur dualen Ausbildung – drei Tage in der Berufsschule, zwei Tage in der
Der Weg in die Lagerlogistik
Praxis. Jede Schule mache daseinweniganders. Wie sieht es mit den Kosten und der Finanzierung aus?
Auch die Frage nach Kosten und Finanzierung unterscheidet sich oft - je nachdem, welche Schule man für welchen Beruf in welchem Bundeslandbesucht.DieAusbildung an Pflegeschulen ist für die Auszubildenden mittlerweile bundesweit kostenfrei,Azubiserhaltenaucheine Vergütung. Für die angehenden Ergotherapeutinnen oder Ergotherapeuten zum Beispiel stellt sich die Finanzierung hingegen weniger eindeutig dar, sagt Julia Schirmer. „Wir haben Bundesländer, da gibt es kein Schulgeld mehr, zum Beispiel Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.Wirhabensogar Schulen, die eine Ausbildungsvergütung zahlen, etwa in Rheinland-Pfalz.“ In anderen Ländern koste die Ausbildung zum Ergotherapeuten weiterhinetwas. Wer Schulgeld zahlen muss, kann sich über finanzielle Förderhilfen informieren. NebendemSchüler-undAufstiegs-Bafög kommen mituntereinBildungskreditoderdie Berufsausbildungsbeihilfe der Bundesagentur für Arbeit als Unterstützunginfrage.
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A• Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d)
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Ausbildungsbeginn: 1. August 2026
Wir sind Top-Ausbilder!
ls Fachkraft für Lagerlogistik hat Payton ihren Traumberuf gefunden. Sie absolviert ihre Ausbildung bei Naber und befindet sich aktuell im ersten Lehrjahr. Bereits in ihrer Schulzeit erhielt Payton im Rahmen ihres Praktikums bei Naber Einblicke in die Arbeit und die verschiedenen Unternehmensbereiche. „Besonders die Arbeit in der Logistik hat mir gefallen“, sagt sie. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist in mehrere Abschnitte gegliedert. In der Grundstufe werden die wichtigsten Grundlagen vermittelt. Darauf folgen die Fachstufen 1 und 2, in denen das Wissen vertieft und die praktischen Fähigkeiten weiter ausgebautwerden.
In der Ausbildung lernt Payton die vielfältigen Aufgaben der Lagerlogistik kennen. Dazu gehören unter anderem das Verpacken von Waren. Bereits in ihrer Schulzeit erhielt Payton im Rahmen ihres Praktikums bei Naber Einblicke in die Arbeit und die verschiedenen Unternehmensbereiche sowie das Kommissionieren von Bestellungen. In der Spedition werden einzelne Aufträge zu Paletten zusammengestellt, fachgerecht mit Folie gesichert und anschließend für den Versand an die Kundinnen und Kunden vorbereitet. Besonders abwechslungsreich ist die Arbeit in der Warenannahme. „Hier entladen wir die ankommenden LKWs, erfassen die Lieferscheine im System, etiket-
tieren die Waren und lagern sie anschließend korrekt ein“, berichtet Payton. Auch Retouren werden von den Auszubildenden geprüft und zurück ins Lager geführt. Am besten gefallen ihr die vielseitigenAufgaben:„JederArbeitstag ist abwechslungs-
reich und ich lerne immer wieder etwas Neues dazu.“ Auch der Austausch mit den Kollegen und der Zusammenhalt unter den Auszubildenden ist großartig. „Wir unterstützen uns gegenseitig und legen viel Wert auf Gemeinschaft“,sagtPayton.
Fachkraft für Lagerlogistik
Schulische Voraussetzungen: Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule/Ort: KBS Nordhorn
Wichtige Schulfächer: Mathematik, Wirtschaft und Englisch
In der Ausbildung lernen die Auszubildenden bei Naber alle Stationen der modernen Warenwirtschaft kennen: vom Wareneingang über verschiedeneLagerabteilungenbishin zum Versand und Qualitätskontrolle. Durch regelmäßige Abteilungswechsel erhalten die Azubis einen umfassenden Einblick in logistische Abläufe, arbeiten mit moderner Technikundübernehmenfrüh Verantwortung. Vor allem Organisationsund Teamfähigkeit sind laut Payton als Fachkraft für Lagerlogistik wichtig.„Man sollte zuverlässig und motiviert sein, keine Scheu haben, Fragen zu stellen und offen für Neuesbleiben“,sagtPayton. Berufsschule hat Payton zurzeitzweiMalinderWoche bei der KBS Nordhorn. Verschiedene Lernfelder behandeln alle praktischen Inhalte der Lagerlogistik. Aber auch allgemeineFächerwiePolitik, Deutsch oder Englisch sind TeildesLehrplans. Bei Naber nehmen Auszubildende an internen und externen Seminaren und Schulungen teil. Nach der Ausbildung eröffnen sich für Payton einige Möglichkeiten. Sie hat die Möglichkeit, sich zur Fachkraft mit erweiterten Qualifikationen weiterzuentwickeln. Auch der Ausbilderschein ist eine Option, um selbst Auszubildende betreuen zu dürfen. Darüber hinaus gibt es berufsbegleitende Weiterbildungen wie Fachwirt für Logistik oder Betriebswirt im Bereich Logistik, die den Einstieg in leitende Positionenermöglichen.
Schulbank statt Werkbank: Eine Reihe an Berufsausbildungen findet an Fachschulen statt.
Payton hat bereits bei einem Schulpraktikum den Bereich der Logistik bei Naber kennengelernt. Foto: Naber
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Eine Ausbildung mit Zukunft, Technik zum Anfassen und echten Perspektiven, genau das bietet der Zweirad Experte Hanselle. Das Unternehmen gibt es zwar schon seit 90 Jahren, Hanselle hat jedoch ein junges, motiviertes Team und arbeitet täglich mit moderner Fahrradund E-Bike-Technik in einer Branche, die stetig weiter wächst.
Hanselle bildet Zweiradmechatroniker mit der Fachrichtung Fahrradtechnik aus. In der eigenen Werkstatt ist Abwechslunggaran-
tiert: Vom Kinderrad über Gravelbikes und Mountainbikes bis hin zu High-End-EBikes durchläuft alles die Werkstatt. Auszubildende lernen Wartung, Reparatur und individuelle Anpassungenundarbeitenmitmodernen Werkzeugen sowie neuster Technik. Im Mittelpunkt steht dabei das, was die Kunden besonders lieben:ihrBike. Hanselle ist klar: Ohne eine Ausbildung gibt es keine Fachkräfte. Das Team begleitet die Auszubildenden von Anfang an, bindet sie aktiv in den Werkstattalltag ein und machen die Nachwuchskräfte Schritt für Schritt fit für den Beruf. Auszubildende sollten dabei vor allem Motivation und Lust auf Fahrräder, Technik, Teamwork und handwerklichesArbeitenmitbringen. Für Unentschlossene bietet Hanselle auch ein Praktikum an. Hier können die Interessierten das Unternehmen kennenlernen und einen echten Einblick in den Arbeitsalltag bekommen. Die Fahrradbranche bietet sichere Jobs,moderne Technik und vielfältige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
AUSBILDUNG 2026
DAS IST DEINE CHANC
WIR BILDEN AUS (M/W/D):
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SAARBRÜCKEN Fitness, Prävention und Gesundheitsmanagement sind zentrale Zukunftsthemen. Immer mehr Menschen ist bewusst, dass ein gesunder Lebensstil Auswirkungen auf die Lebensqualität und Lebenserwartung hat. Das belegt auch die kürzlich veröffentlichte Studie „Eckdaten der Fitnesswirtschaft DACH 2025“. Sie zeigt: Die Fitness- und Gesundheitsbranche in Deutschland,Österreich und der Schweiz ist auf einem stabilen Wachstumskurs. Mit über 14 Millionen Mitgliedern und einem
Umsatz von mehreren Milliarden Euro ist sie längst ein fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung geworden. Immer mehr Menschen setzen auf qualitätsgesicherte Gesundheitsangebote, mit ihnen steigt auch der Bedarf an gut ausgebildeten, motivierten Fach- und Führungskräften. Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), einer der führenden Bildungseinrichtungen in dieser Branche.Ein duales Stu-
dium an dieser Hochschule beispielsweise bereitet auf Berufe im Bereich Fitness, Prävention und Gesundheitsmanagement vor – mit einem Mix aus praxisnaher Ausbildung, wissenschaftlicher Kompetenz und sehr guten Berufsperspektiven. Das Studienmodell kombiniert betriebliche Praxis mit einem akademischen Studium. Die Vorteile des dualen Studiums sind unter anderem: Man sammelt bereits von Beginn an Berufserfahrung, erhält schon während des Studiums ein Gehalt,
Kunststoff mit Köpfchen
Jonas befindet sich aktuell im zweiten Ausbildungsjahr zum Kunststoff- und Kautschuktechnologen bei der Reinert-Ritz GmbH. Seit dem 1. August 2023 lernt er dort alles rund um die Kunststoffverarbeitung –von der Theorie bis zur Praxis.
Geweckt wurde sein Interesse durch seinen Cousin, der ebenfalls in diesem Beruf bei Reinert-Ritz ausübt. EinfreiwilligesPraktikumbei Reinert-Ritz überzeugte Jonas endgültig: „Ich wusste direkt, dass das mein Ding ist.“
In der täglichen Arbeit geht es darum, Maschinen wie den Extruder startklar zu machen, Materialien korrekt anzuschließen und den gesamten Produktionsprozess zu begleiten. Jonas sorgt dafür, dass alles rund läuft – von der ersten Granulatportion bis zum fertigen Kunststoffstab. „Es ist spannend zu sehen, wie aus einem Rohstoff ein präzises Bauteil wird – und ich bin einTeildavon.“
Die Ausbildung bei Reinert-Ritz ist vielseitig aufgebaut: Nach den Grundlagen in der Metallwerkstatt geht esdirektindieFachabteilun-
die Studiengänge sind staatlich anerkannt und akkreditiert und die Praxispartner etablierte Unternehmen der Gesundheitsbranche. So ergeben sich nicht nur hervorragende Karrierechancen, sondern es entsteht auch ein sicheres und strukturiertes Umfeld für den Studienstart. Absolventinnen und Absolventen der Hochschule arbeiten in Fitness- und Gesundheitszentren, im betrieblichen Gesundheitsmanagement, bei Krankenkassen oder in Reha- und Präventionseinrichtungen.
Jonas begleitet bei Reinert-Ritz den gesmanten Weg vom Granulat zum fertigen Kunststoffbauteil.
gen wie die Extrusion. Ergänzt wird das Ganze durch spezielle Lehrgänge. In der Berufsschule an der GBS
Kunststoff und Kautschuktechnologe/in
Schulische
Voraussetzungen:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule/Ort: GBS Nordhorn
Wichtige Schulfächer: Mathematik und Chemie
Nordhorn stehen neben berufsspezifischer Mathematik auch Chemie und Materialkunde auf dem Stundenplan.
Was Jonas besonders an seinem Ausbildungsbetrieb schätzt? „Es gibt immer Unterstützung, egal ob von Ausbildern oder Kollegen. Hier wird niemand allein gelassen.“ Vor allem Interesse für Kunststoff sei laut Jonas wichtig für die Ausbildung –aber auch Instandhaltung und Überwachung eines
Produktionsdurchgangs sowie Improvisation wird benötigt.
Auch die Zukunft in dem Bereich sieht gut aus: Nach der Ausbildung zum Kunststoff und Kautschuktechnologen sind Weiterbildungen zum Techniker, Meister oder sogar ein Studium möglich. Jonas‘ Weg bei Reinert-Ritz zeigt: Mit technischem Interesse und Motivation kann man in der Kunststoffbranche richtig durchstarten.
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Bei uns in Nordhorn-Klausheide arbeiten wir gemeinsam an spannenden Projekten für die Wasserversorgung –und das weltweit! Werde Teil unseres motivierten #teamspiritz und starte deine Karriere bei einem führenden Hersteller von Kunststoffformteilen, der jeden Tag neue Herausforderungen für seine Kunden meistert.
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INDUSTRIEMECHANIKER (M|W|D) Maschinen- und Anlagenbau
KAUFLEUTE FÜR SPEDITION UND LOGISTIKDIENSTLEITUNG (M|W|D)
MECHATRONIKER (M|W|D)
KUNSTSTOFF- UND KAUTSCHUKTECHNOLOGE (M|W|D) für Halbzeuge oder Formteile WERKZEUGMECHANIKER (M|W|D) für Formentechnik ZERSPANUNGSMECHANIKER (M|W|D) Dreh- oder Fräsmaschinensysteme
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Foto: Reinert Ritz
Jeder Mechaniker hat bei Zweirad Hanselle seinen eigenen hellen, komplett ausgestatteten und ergonomisch angepassten Arbeitsplatz. Foto: Hanselle
Aktuelle Studie: Fitness- und Gesundheitsbranche auf Wachstumskurs
Finanzierung und Geldanlage
Kaufleute für Versicherungen und Finanzen beraten umfassend
Ob man seine Rente aufstocken, die Familie durch eine Lebensversicherung absichern oder sein Auto versichern möchte – die Auswahl an Versicherungs- und Finanzprodukten ist riesig. Dabei unterstützen Kaufleute für Versicherungen und Finanzen den Kunden umfassend. Ein Einblick in die verschiedenen und vielseitigen Bereiche der Finanzierung undVersicherung: Finanzberatung: Mit welcherFinanzanlagekannman sein Geld vermehren? Und wiesiehtesdabeimitderSicherheit aus? Kaufleute für
Versicherung und Finanzen mit dem Schwerpunkt Finanzen beraten private und gewerbliche Kunden über Möglichkeiten von Kapitalanlagen und Altersvorsorge. Sie stellen Finanzprodukte vor, analysieren den Bedarf des Kunden und stellen schriftliche Informationen sowie Beratungsprotokolle zusammen.
Immobilienfinanzierung:
Ein Kunde möchte zum Beispiel ein Haus kaufen. Da er das nötige Eigenkapital nicht reicht, wird ein Kredit benötigt.Umdenbestmöglichen Kredit zu ermitteln,
werden die Finanzierungsmöglichkeiten geprüft, Kredite hinsichtlich Zinsen und Laufzeit verglichen und Musterberechnungen erstellt. Im Beratungsgespräch werden die Ergebnisse der Recherche vorgestellt undbesprochen.
Verträge verwalten: Verträge werden aufgesetzt,die eingetragenen Kundendaten über eine Software in ein Computersystem übertragen und überprüft. Ändern sich Vertragsbedingungen oder wird ein Vertrag verlängert, werden diese überarbeitet.
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Industriemechaniker (m/w/d), FR Maschinen- und Anlagenbau
Auch im Versicherungswesen läuft immer mehr digital ab.
Gutachter beauftragt werden. Nach Klärung der Schuldfrage und Prüfung des Leistungsanspruchs, werden Zahlungen, bei-
spielsweise für die ReparaturdesUnfallfahrzeuges,angewiesen.
Kunden akquirieren: Potenzielle Neukunden werden
oftmals telefonisch kontaktiert. Besteht Interesse an dem Angebot, können Termine für Beratungsgesprächevereinbartwerden.
Frühzeitige Informationen
Jugendliche wollen frühere Infos zu Inhalten, Gehalt und Bewerbungsverfahren
GÜTERSLOH VieleJugendliche wünschen sich laut einer Studie frühe Informationen zur Ausbildung. Mehr als 90 Prozent der Befragten zwischen 14 und 25 Jahren wünschten mehr Auskünfte über die konkreten Inhalte sowie über die Ausbildungsvergütung und das Bewerbungsverfahren, wie die Bertelsmann Stiftung in einer am Montag in Gütersloh veröffentlichten Studie erklärte. DochnichtalleUnternehmen würden diese Informationen bereitstellen.
Drei Viertel der Unternehmen informieren den Ergebnissen zufolge über die konkreten Inhalte und Tätigkeiten einer Ausbildung. Über die Ausbildungsvergütung hingegen würden vorab nur knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen Informationen veröffentlichen. Zwar würden über 90 Prozent der Unternehmen vereinfachte Bewerbungsverfahrenanbieten,jedochwürdennurwenigeralsdieHälfte über diese Möglichkeit informieren.
Bei uns en tolle Aussichten!
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Eine große Übereinstimmung in der Umfrage gab es bei den Erwartungen zum
Ein gutes Betriebsklima zählt für junge Menschen zu den wichtigsten Faktoren bei der Ausbildung. Foto: dpa
Betriebsklima in den Unternehmen: Bei 97 Prozent der befragten jungen Menschen stehe ein gutes Betriebsklima ganz weit oben auf der Wunschliste für eine attraktive Ausbildung, hieß es. Fast ebenso viele Unternehmen würden dies nach eigener Einschätzung auch bieten können. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen hätten
im vergangenen Jahr nur einen Teil oder gar keine der angebotenen Ausbildungsstellen besetzen können, erklärte die Stiftung. Zugleich war ein Viertel der befragten jungen Menschen der Meinung, dass es zu wenig Ausbildungsplätzegebe. Für die Studie wurden den Angabenzufolgevom7.März bis 14. April 2025 1755 junge Menschen zwischen 14 und
Von der Idee bis hin zur industriellen Fertigung
Die Ausbildung zum Packmitteltechnologen hat viele Facetten. „Abwechslungsreich, verantwortungsvoll und mit jeder Menge Spaß“, so beschreibt Robin Thies seinen Ausbildungsweg bei der Wink Stanzwerkzeuge GmbH&Co.KG.
Im Rahmen der insgesamt dreijährigen Ausbildung ist man an allen Schritten, von der Idee bis zur industriellen Fertigung, einer Stanzform für die Verpackungsindustrie beteiligt. Als Azubi gestaltet und fertigt man Bandstahlschnitte, sowohl manuell nach Mustern als auch maschinell mit modernster Technik. Dabei wirkt man an der Entwicklung und Umsetzung individueller Verpackungslösungen mit und begleitet den gesamten Herstellungsprozess.
Auf einer Jobmesse wurde Robin überhaupt erst aufmerksam auf diesen vielseitigen Beruf.Das anschließende zweiwöchige Praktikum brachte dann die Klarheit: Die Ausbildung ist genaudasRichtigefürihn.
Im Betrieb arbeitet er direkt in der Produktion und durchläuft in einem Rhythmus von drei Monaten verschiedene Abteilungen. „Ich lerne das Einrichten und Bedienen von Maschinen, die Qualitätskontrolle sowie die Mitarbeit an neuen Verpackungslösungen“, berichtet Robin stolz. Besonders be-
Besonders den starken Teamgeist schätzt Robin an seiner Ausbildung bei Wink. Foto: Wink
geistertihndabeiderpraktische Teil im Betrieb. Generell bereitet ihm das Arbeiten mit Technik und das Bedienen der Maschinen große Freude. Als Voraussetzung für den Beruf des Packmitteltechnologen nennt Robin vor allem handwerkliches Geschick. „Wichtig sind auch technische Grundverständnisse und allgemeine PC-Kenntnisse“, ergänzt der Auszubildende.
Für die Ausbildung ist ein guter Haupt- oder Realschulabschluss erforderlich. Die Fächer Mathematik und Deutschsindhierbesonders wichtig. Der schulische Teil findet im Blockunterricht am Berufskolleg Tecklenburger Land in Ibbenbüren statt. In der Berufsschule lernt man die Grundlagen wie Materialkunde und Packstoffe, Packmitteltechnologie, technisches Zeich-
25 Jahren durch das Marktforschungsinstitut „iconkids & youth“ repräsentativ befragt.Die ebenfalls repräsentativ erhobenen Werte der Unternehmensbefragungen stammen aus einem Panel des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), an dem zwischen 12. März bis 6. Mai 2025 mehr als 1070 Unternehmen teilgenommen haben.
nen, Produktionsplanung und Qualitätssicherung. Auch nach der Ausbildung stehen viele Türen offen, sich weiterzubilden und zu spezialisieren. Das innovative Umfeld und der starke Teamgeist machen die Ausbildung für Robin bei Wink besonders. „Ich schätze den respektvollen und hilfsbereiten Umgang miteinander. Durch die enge Zusammenarbeit sind wir ein eingespieltes Team und ich bin stolz drauf,ein Teil davon zu sein.“
Eins steht fest: Wer sich für den Beruf des Packmitteltechnologen entscheidet, kann nicht nur sein handwerkliches Können unter Beweis stellen, sondern auch durch Eigenverantwortung und Teamfähigkeit sein Unternehmen unterstützen undvoranbringen.
Packmitteltechnologe
Schulische Voraussetzungen: Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule/Ort: Berufskolleg Tecklenburger Land
Wichtige Schulfächer: Mathematik, Deutsch
Foto; dpa
Wege in die Pflege: Studium oder Ausbildung?
Ausbildung oder Studium – der Weg in die Pflege ist heute vielfältiger denn je. Doch welche Option passt zu den eigenen Interessen, Voraussetzungen und beruflichen Zielen?
BONN IndiePflegeführenviele Wege. Neben der Pflegeausbildung gibt es die Möglichkeit, an einer Hochschule ein Bachelorstudium zu absolvieren. Neuerdings bekommen Studierende dafür auch eine Vergütung. Welche Kriterien gibt es noch, um zwischen Ausbildung und Studiumzuentscheiden?Für wen eignet sich welcher Weg? Wichtige Fragen und AntwortenimÜberblick.
2020 wurde die generalistische Pflegeausbildung mit den neuen Berufsbezeichnungen Pflegefachmann, Pflegefachfrau oder Pflegefachperson eingeführt. Möglich ist eine Berufsausbildung oder ein Bachelorstudium. „Beide Wege unterscheiden sich vor allem durch die Zugangsvoraussetzungen und die wissenschaftliche Komponente, die im Pflege-
Worauf es bei der Entscheidung zwischen Pflegeausbildung und Pflegestudium wirklich ankommt
studium einen weitaus höheren Stellenwert hat“, sagt Maja Schendel. Die gelernte Krankenschwesterarbeitetin
Schleswig-Holstein im Beratungsteam Pflegeausbildung des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben(BAFzA).
Zum Studium gehören auch Praxiseinsätze. Am Ende steht ein Bachelor of Science, Bachelor of Arts oder Bachelor of Nursing zusammen mit der Berufszulassung. Das Pflegestudium befähigt also ebenso wie die Berufsausbildung dazu, als Pflegefachkraft zu arbeiten und sogenannte Vorbehaltsaufgaben wahrzunehmen. Das sind Tätigkeiten, die nur diese Berufsgruppe ausführen darf – etwa die „ErhebungundFeststellungdesindividuellenPflegebedarfs“.
ImStudiumwerdendieangehenden Pflegefachpersonen zusätzlich intensiver auf Aufgaben vorbereitet, die im Bereich der Steuerung von Pflege- und Versorgungsprozessen liegen. „Die Vorlesungsinhalte betreffen stärker pflegewissenschaftliche Gebiete“, sagt Lena Dorin. Die promovierte Pflegewissenschaftlerin leitet beim
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) den ArbeitsbereichPflegeberufe. Mit dem im Dezember 2023 in Kraft getretenen Pflegestudiumstärkungsgesetz soll das Studium in der Pflege attraktiver werden. Zum einen ist es nun dual organisiert. Das bedeutet: Studierende schließen einen Ausbildungsvertrag mit einem sogenannten Träger der praktischen Ausbildung, etwa einem Krankenhaus oder einem Pflegedienst. Dieser zahltihnendannfürdenZeitraum des Studiums eine Ausbildungsvergütung – in vergleichbarer Höhe wie das Ausbildungsgehalt in der Pflege.
„In aller Regel wird überall ein nahezu identisches Gehalt bezahlt,was übrigens im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen kein geringes ist,nämlich knapp 1200 Euro im ersten Jahr“, sagt Lena Dorin. Bisher musste das Studium selbstständig oder über Bafög finanziert werden.
Vermutlich sei das einer der Gründe, warum sich bishernuretwazweiProzentfür das Studium entscheiden und alle anderen lieber eine
berufliche Pflegeausbildung absolvieren. Es würden aber mehrMenscheninderPflege gebraucht, die akademisch gebildet sind, sagt die Arbeitsbereichsleiterin. Die Aufgaben verändern sich immer weiter und werden komplexer – unter anderem, weil Menschen immer älter werden und häufig unter verschiedenen, chronischen Krankheitenleiden.
Schüler mit einem mittleren Schulabschluss (in der Regel nach der 10. Klasse) können direkt mit der generalistischen Berufsausbildung starten. Mit einem ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (in der Regel nach der 9. Klasse) kann zuerst eine Pflegehelferausbildung absolviert und anschließend eine – eventuell verkürzte – Ausbildung zur Pflegefachperson begonnen
verkürzen. „Es gibt unzählige Möglichkeiten, in das BerufsfeldPflegeeinzusteigen.Auch der Weg über eine Umschulung ist denkbar“, sagt BeraterinMajaSchendel. Die Entscheidung für Ausbildung oder Studium hänge davon ab, wo und wie man später arbeiten möchte, sagt Maja Schendel. „Schülern, die schon Abitur haben, würde ich eher zum Studium raten.“ Für die Entscheidungsfindung sei hilfreich, sich zu überlegen, ob man sich mit pflegewissenschaftlichen Fragen auseinandersetzen und für schwierige Aufgaben der Pflegepraxis evidenzbasierte Lösungen entwickeln möchte.
„WersichfüreinPflegestudiuminteressiert,sollteSpaß an analytischem Denken haben und sich für die Gestaltung und die Steuerung von
Lena Dorin. Künftige Azubis oderStudierendesolltensich außerdem fragen, ob sie in der Patientenversorgung arbeitenmöchten.Wereherdie Lehre oder das Management ansteuert, brauche nicht unbedingt eine Berufszulassung, die über die PflegeausbildungoderdasPflegestudium erworben werden kann.
„Dann kann man auch direkt Pflegewissenschaftenstudieren.“
Als Beraterin bekommt
Maja Schendel einen Eindruck von den Vorstellungen und Bedenken junger Menschen beim Thema Pflege. „Wenn wir auf Berufsmessen an unserem Stand ins Gespräch kommen, merke ich oft, dass die Interessierten zu Beginn verhalten reagieren.“ Das liege daran, dass sie die Tätigkeit mit schlechter Bezahlung und Überstun-
dann oft ganz überrascht, wenn ich von den Verdienstmöglichkeiten berichte, die höher sind als das Fachkraftgehalt im Durchschnitt aller Berufe. Man vergisst auch oft, dass es für ungünstige Arbeitszeiten Zuschläge gibt und man auch mal unter der Wochefreihat.“
Maja Schendel ermutigt jungeMenschen,erstmalein Praktikum zu machen. „Ich sage immer: Schnuppert dochmalrein–auchinBerufe, die ihr euch gar nicht vorstellen könnt.“ Das hat sie selbst erlebt. Eigentlich wollte sie Kunst studieren. Als das nicht auf Anhieb funktionierte, entschied sie sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr imKrankenhaus.„Obwohlich immer gedacht habe, das geht nicht, weil ich gar kein Blut sehen kann. Aber dann habe ich gemerkt, dass das
ebe hilft bei der Entscheidung zwischen Studium und Ausbildung?
Komm ins #teamnvb!
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Wenn aus Granulat Hightech wird und Maschinen tonnenschwere
Werkzeuge millimetergenau bewegen, dann steckt oft mehr dahinter als nur Technik: nämlich eine Ausbildung mit Zukunft. Ein Beispiel dafür ist Tom Kaufhold, Auszubildender zum Kunststoffund Kautschuktechnologen beiderbekuplastGmbH. Tom begann seine Ausbildung bei dem Hersteller von Mehrwegtransportverpackungen am 1. August 2024. DerWegindenBerufwardabei kein Zufall. Erste Einblicke in die Werkstoffprüfung und ein Minijob im Kunststoffrecycling weckten sein Interesse. Ein zweiwöchiges Praktikum bei der bekuplast GmbH sorgte dann für die endgültige Entscheidung für dieAusbildung. Während der dreijährigen Ausbildung lernen angehende Kunststoff- und Kautschuktechnologen, wie Kunststoffe im Spritzgussverfahren verarbeitet werden. Dazu gehören das Einrichten und Einstellen von Spritzgussmaschinen, das Vorbereiten und Aufbauen von Werkzeugformen sowie das Überwachen und Optimieren der laufenden Produktion.Besondersspannend ist dabei die Feinjustierung der Prozesse. Für Tom beginnt der Arbeitstag um sieben Uhr mit einer Bespre-
Technik, Teamwork und Zukunft
Tom hat bereits vor seiner Ausbildung zum Kunststoff- und Kautschuktechnologen ein zweiwöchiges Praktikum bei der bekuplast GmbH absolviert. Foto: bekuplast GmbH
chung,„danach geht es in die geplanten Abteilungen“ berichteter.BiszumFeierabend um 15:45 Uhr warten abwechslungsreiche Aufgaben, die handwerkliches Geschick ebenso fordern wie techni-
sches Verständnis. Im Laufe der Ausbildung durchlaufen die Azubis zahlreiche Bereiche – von der Produktion über Qualitätssicherung bis hin zu Forschung und Entwicklung.
Kunststoff- und Kautschuktechnologe/in
Schulische Voraussetzungen: Hauptschulabschluss Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule/Ort: GBS Nordhorn
Wichtige Schulfächer: Chemie, Methematik und Physik
Berufsschule hat Tom bei der GBS Nordhorn. „Ich lerne ,welche Kunststoffarten es gibt und wie sie hergestellt werden. Außerdem lerne ich Pneumatische und Hydraulische Schaltungen zu verstehen“, sagt er und fügt hinzu: „Auch Deutsch und Politik gehören zu meinenFächern.“
Während seiner Ausbildung erhält Tom Benefits wie ein ipad und Zugang zu Fitnessangeboten über EGYM Wellpass.Das kombiniert mit einem starken Team macht die Ausbildung bei bekuplast fürihnbesonders.
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· Kunststo - und Kautschuktechnologe m/w/d
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Welche Vorteile diese Erfahrung jungen Menschen bietet
Unter Studierenden sind Auslandssemester etabliert und gehören zum Teil sogar zum Pflichtprogramm. Aber auch Azubis können während ihrer Ausbildung andere Länder kennenlernen. Was dabei wichtig ist.
BONN AlsSchreinernachDänemark, als Bierbrauerin nach Schweden oder als Industriekaufmann nach China: Azubis haben die Möglichkeit andere Länder und deren Arbeitskultur kennenzulernen. Aber wie läuft so ein Auslandsaufenthalt während der Ausbildung ab? Antworten auf wichtige Fragen:
Was bringt mir ein Auslandspraktikum eigentlich?
Während eines Auslandsaufenthalts können Azubis ihre Fremdsprachenkenntnisse erweitern und beruflich dazulernen. Sie sammeln Erfahrung auf dem internationalenArbeitsmarktundmüssen ihre Selbstständigkeit und Flexibilität unter Beweis stellen.SoverbessernAzubis insgesamt ihre beruflichen Möglichkeiten und erweitern ihrenHorizont.
Wie kann so ein Auslandsaufenthalt aussehen?
Während eines Praktikums in einem Betrieb im Ausland können
Azubis ihre beruflichen Kenntnisse ausbauen. Foto: dpa
Meist absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein betriebliches Praktikum im Ausland, heißt es von der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA BIBB). In der Regel dauert das Praktikum zwischen drei und acht Wochen. Es sind aber auch längere Aufenthalte möglich. Die Azubis kommen in Jugendherbergen, Mietunterkünften oder bei Gastfamilienunter.
Mit wie viel Vorlauf muss ich meinen Auslandaufenthaltplanen?
Bewirbt sich ein Azubi auf ein Erasmus-Stipendium in der Praktikumsplatzsuche der NA beim BIBB, könne es mit dem Aufenthalt sehr schnell gehen. Den Angaben nach dauert es dann nur ungefähr wenige Wochen. Wenn der Ausbildungsbetrieb oder die Schule einen eigenen Antrag stellen möchten, gibt es hingegen Anmeldefristen. Hier kann esbiszueinemJahrdauern, bis es losgeht. Azubis und Betriebe können sich von den Mobilitätsberatern des BoG-Netzwerks unterstützenlassen.
Gibt es finanzielle Unterstützung?
An wen wende ich mich beiInteressezuerst? Die Berufsschule oder der Ausbildungsbetrieb ist übli-
cherweise der erste Ansprechpartner. Wenn diese nicht weiterhelfen können, liefertzumBeispielauchdas Serviceportal MeinAuslandspraktikum Unterstützung. Laut NA BIBB sind darüber hinaus die Mobilitätsberater des Netzwerks Berufsbildung ohne Grenzen (BoG) zentrale Ansprechpartner. Sie agieren als Brückenbauer, da sie sowohl Azubis und junge Fachkräfte als auch die Betriebe zum Thema Auslandsaufenthalte beraten.Die Beratung ist bei den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammernangesiedelt.
Azubis können Zuschüsse für die Reise- und Unterkunftskosten vor Ort bekommen. Für Aufenthalte in Ländern der EU kommt zum Beispiel eine Förderung des Programms Erasmus+ infrage. Für Auslandsaufenthalte in Ländern, die Erasmus+ nicht abdeckt, gibt es das Förderprogramm AusbildungWeltweit. Ausbildungsbetriebe, Kammern, überbetriebliche Ausbildungszentren oder berufliche Schulen können Zuschüsse für ihre Auszubildenden beantragen. Sofern bereits ein Partnerbetrieb im Ausland gefundenwurde.
Talente für Organisation und Planung
Kaufleute für Büromanagement arbeiten in Betrieben der Wirtschaft und Verwaltungen
Es gibt nicht „den Azubi“ als Kauffrau für Büromanagement beziehungsweise Kaufmann für Büromanagement,aber man kann sagen, dass Bewerber bestimmte Eigenschaften und Voraussetzungen mitbringen sollten, die den Einstieg in Ausbildung und Beruf leichter machen. Ein paar davon sind: Organisations- und Planungstalent, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit, Flexibilität, sorgfältiges und strukturiertes Arbeiten, Konzentration.
Kompetenz mit Flexibilität und Teamfähigkeit. Foto: dpa
In dem 2014 neu eingeführten Büroberuf finden sich die spezifischen Belange von Betrieben der Wirtschaft, aber auch die der öffentlichen Verwaltung wieder. Infolge gemeinsamer Pflichtqualifikationen erwerben die zukünftigen Nachwuchskräfte übergreifende betriebswirtschaftliche Kompetenzen, wodurch ihre berufliche EinsatzbreiteundihreFlexibilität auf dem allgemeinen Arbeitsmarkterweitertwerden.
Spezialisten rund um die Logistik
Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Waren aller Art an und prüfen anhand der Begleitpapiere deren Menge und Beschaffenheit. Sie organisieren die Entladung der Güter, sortierendieseundlagernsie sachgerecht an vorher bereits eingeplanten Plätzen. Dabeiachtensiedarauf,dass die Waren unter optimalen Bedingungen gelagert werden und regulieren zum Beispiel Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Im Warenausgang planen sie Auslieferungstouren und ermitteln die günstigste Versandart. Sie stellen Lieferung zusammen,verpackendieWareund erstellen Begleitpapiere wie Lieferscheine oder Zollerklärungen. Außerdem beladen Sie Lkws, Container oder Eisenbahnwaggons, bedienen Gabelstapler und sichern die Fracht gegen Verrutschen oder Auslaufen. Darüber hinaus optimieren Fachkräfte für Lagerlogistik den innerbetrieblichen Informations-
Bei der Grafschafter Autozentrale findet
undMaterialflussvonderBeschaffung bis zum Absatz. Sie erkunden Warenbezugsquellen, erarbeiten Angebotsvergleiche,bestellenWaren und veranlassen deren Bezahlung.
Auch die Grafschafter Autozentrale in Nordhorn bie-
Fachkraft für Lagerlogistik
Schulische
Voraussetzungen:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule/Ort: KBS Nordhorn
Wichtige Schulfächer: Mathematik, Englisch
tet die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik an. Hier gehören die Warenannahme, die Kommissionierung, der Verkauf sowie der Einsatz am Teilschalter und in der Werkstatt zu den Aufgaben. InderWerkstattkümmern sich die Auszubildenden auchumdieBetreuung.Hier sind sie am Schalter, wo die Mechatroniker ihre Teile bestellen und mit Teilen versorgt werden. Die Auszubildenden kommen also sowohl mit der internen als auch mit der externen Teilebeschaffung in Kontakt. Bei der Grafschafter Autozent-
rale findet die Ausbildung zu 100 Prozent im Teiledienst statt. Während der Ausbildung lernen die Azubis alle Bereiche des Autohauses kennen. Der theoretische Stoff der Ausbildung wird in der KBS Nordhorn vermittelt. Neben berufsbezogenen Fächern stehen auch Mathematik, Deutsch und Englisch auf demLehrplan. Angehende Fachkräfte für Lagerlogistik sollten vor allem grundlegendes technisches Verständnis, körperliche Fitness und eine hohe Affinität zur Automobilbranchemitbringen.
die Ausbildung im Teiledienst statt. Foto: Werner Westdörp
Vielseitig und organisiert: Die Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement vereint betriebswirtschaftliche
Für besseres Dasein und Lebensqualität
Fachkräfte für Palliativpflege wollen schwerkranken Menschen den Alltag erleichtern
Die Lebensqualität von Menschen in ihrer letzten Lebensphase entscheidend zu verbessern – das ist das Ziel der Palliativpflege. Ein Job mit großen Herausforderungen.
Sabine Meuter
Fachkräfte für Palliativpflege wollen schwerstkranken
Menschen ein würdevolles
Dasein und schöne Momente im Stationsalltag ermöglichen. Der Job lässt sich eigentlich gar nicht auf eine bestimmteTätigkeitalleinreduzieren.
Annette Ortmann, Pflegerische Leitung auf der Palliativstation des FranziskusKrankenhauses Berlin, erzähltimJob-ProtokollvonihremBerufsalltag:
Wie Annette Ortmann anderen ihren Beruf erklärt: „Ich kümmere mich um Schwerstkranke und Sterbende und möchte dazu beitragen, dass sie sich wohl undgeborgenfühlenundihre Lebensqualität sich bessert. Ich bin Krankenschwester, Ratgeberin, Pflegekraft und noch vieles mehr in einer Person. Doch immer wieder stelle ich in Gesprächen fest, dass viele die Bedeutung einerPalliativstationnichtrichtigeinschätzenkönnen.
Fakt ist: Ein Aufenthalt auf der Palliativstation ist nicht immer die Endstation im Leben von Schwerstkranken.
Unsere Station gleicht einem Bahnhof, an dem die Weichen neu gestellt werden: GehtesnachdemAufenthalt auf der Palliativstation nach
Hause? Ins Pflegeheim? In ein Hospiz? Wir Fachkräfte für Palliativpflege und das multiprofessionelle Team loten gemeinsam mit Patienten und ihren Angehörigen aus,wasimEinzelfalldiebesteLösungist.“
Wie sie zu dem Job kam: „Ich bin gelernte Krankenschwester und arbeite seit über 30 Jahren in der Pflege. Eines meiner Kernanliegen ist es,schwerstkranken Menschen Sicherheit und Zuversicht zu vermitteln. IrgendwannstandichvorderFrage, ob ich lieber in einem Hospiz als letzte Lebensstation von Patientinnen und Patienten oderaufeinerPalliativstation arbeitenmöchte. Ich entschied mich für die Arbeit in der Palliativpflege
und absolvierte eine Palliativ-Care-Weiterbildung, um michaufdieseAufgabenvorzubereiten. Danach habe ich die Palliativstation des Franziskus-Krankenhauses Berlin, die es damals in dieser Formnochnichtgab,mitaufgebaut – heute habe ich die pflegerische Leitung dieser Station.“
WieihrArbeitsalltagaussieht: „Palliativpflege ist nichtplanbar,deshalbwissen wir Pflegenden nie, was der Tagunsbringt.Wirgehenauf jedePatientinundjedenPatienten individuell ein. Wir kümmern uns um die Grundpflege wie Waschen und Betten,versorgen Wunden,messen zum Beispiel den Blutdruck und dokumentieren ihn. Außerdem verabreichen
wir in Absprache mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten Medikamente. Auch Pflegedokumentationen und Besprechungen mit dem medizinischen Team gehören dazu.
Das ist jedoch nur ein Teil unserer Aufgaben. Ein wesentlicherPunktbestehtdarin,dafür zu sorgen,dass sich jede schwerstkranke Person wohl und gut aufgehoben fühlt. Wir haben immer ein offenes Ohr, sprechen den Menschen, die etwa Angst habenoderunterSchmerzen leiden,Mut zu und beruhigen sie durch unsere Anwesenheit. Wir bauen sie mit einfühlsamen Worten auf. Das Miteinander zwischen Palliativpflegenden und Patienten ist sehr intensiv. Auch beraten wir die Angehörigen von
Erkrankten und geben ihnen zum Beispiel Tipps, wie es nach dem Aufenthalt auf der Palliativstation weitergehen könnte und wo es welche Hilfegibt.“
Schöne und herausfordernde Seiten: „Es ist so eine erfüllende Tätigkeit, als Fachkraft für Palliativpflege zu arbeiten. Man gibt etwas und bekommt so viel zurück. Dankbarkeit zum Beispiel, leuchtende Augen, ein Lächeln – das macht mich sehr zufrieden. Wir lachen im Alltag auch sehr viel. Kommen Probleme auf, ist man nicht auf sich gestellt – man bespricht es im Team, und gemeinsam finden wir Lösungen.
Abernatürlichgibtesauch Momente, die einen völlig umhauen. Zum Beispiel, wenn jemand todkrank ist, mit dem Schicksal hadert und enorme Angst vor dem Sterben hat. Dann kann die Sterbebegleitung für eine Fachkraft für Palliativpflege psychisch sehr belastend sein. Aber wir arbeiten solche Situationen im Team auf und unterstützen uns gegenseitig“, sagt Annette Ortmann.
Was sie sich für ihre Branche wünscht: „Jeder weiß,waseinHospizist.Aber nur die wenigsten wissen etwas mit einer Palliativstation anzufangen. Ich wünsche mir, dass sich das ändert. Palliativpflegekanndurchdie sehr individuelle Zuwendung die Lebensqualität von Schwerstkranken enorm verbessern – davon profitieren nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Angehörige.“
In zwei Jahren zum Abschluss
Was hinter zweijährigen Ausbildungen steckt / Relativ schnell zum richtigen Gehalt
Der Großteil der dualen Ausbildungen dauert drei Jahre – genauso lange wie ein Bachelor. In manchen Berufen aber kann man schon nach zwei Jahren den Abschluss erhalten. Gibt es Unterschiede?
Amelie Breitenhuber
BONN Angehende Maler und Lackierer müssen drei Jahre Berufsausbildung durchlaufen. Bauten- und Objektbeschichter dagegen haben nach zwei Jahren ihren Abschluss in der Tasche. Zweijährige Ausbildungen werden oftalsOptionfürschwächere Schüler ins Gespräch gebracht. Aber was steckt eigentlichdahinter? Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) legt fest, dass Ausbildungen nicht mehr als drei und nicht weniger als zwei Jahre betragen sollten. Die kürzeren Ausbildungen seien aber nicht für bestimmte Zielgruppen entwickelt worden, erklärt Torben Padur vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). „Grundsätzlich existieren zweijährige Ausbildungen, weil es einen spezifischen Bedarf gibt – ganz konkrete Arbeitsplätze,diebesetzt werdensollen. Das sind keine Berufe für schlechteHauptschüler.“ Nichtsdestotrotz seien die geforderten Qualifikationen oft niedriger als bei dreijährigen Ausbildungsberufen. Zudem bereiten sie häufig auf Berufe vor, die einen hohen Routineanteil haben – oder in denen vieles stark automatisiert abläuft. Maschinen- und Anlagenführer etwa, die beispielsweise an großen Fertigungsstraßen von Automobilherstellern die Abläufe steuernundüberwachen.
Zweijährige Ausbildungen gibt es fast in allen Branchen. Oft da, wo viel automatisiert abläuft, etwa in der Chemieindustrie. Foto: dpa
Padur zufolge gibt es aus diesem Grund im produzierenden Gewerbe, also zum Beispiel in der Chemieindustrie,relativ viele Ausbildungen, die auf zwei Jahre ausgelegt sind. Aber auch im BaubereichkönnensichJugendliche in zwei Jahren etwa zum Hochbaufacharbeiter ausbilden lassen. Im Handwerk sei die Ausbildung zum Fahrradmonteur oder die Fachkraft Lederverarbeitungzunennen. „Nicht zuletzt gibt es zweijährige Ausbildungen im Dienstleistungsbereich“, erklärt Padur. Verkäufer und Verkäuferinnen etwa erhalten ihren Abschluss nach zwei Jahren, ebenso wie Servicefachkräfte.
Angebot hängt mit Branchenidentität zusammen
Ob ein Unternehmen eine zweijährige Ausbildung an-
bietet, hängt laut Padur mitunter auch mit den Sozialpartnern zusammen. „Die Gewerkschaften argumentieren, dass gerade vermeintlich leistungsschwächere Jugendliche doch längere Lern- und Ausbildungszeiten benötigen.“ Auch deshalb gäbe es da, wo branchenstarke Tarifverträge vorhanden sind, weniger Unternehmen mit zweijährigen Ausbildungen. Falls doch, seien oft Übernahmequoten für die Azubis festgelegt. „Das hat oft auch etwas mit der Branchenidentität zu tun“, sagt der BIBBExperte. Zweijährige Ausbildungen bieten sich für Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Biografien an, so Padur. Die kürzeren Ausbildungen bieten einerseits die Möglichkeit, relativ schnell ein richtiges Gehalt zu verdienen.
Ausgebildete Maschinenund Anlagenführer etwa können teilweise mit 2500 bis 3000 Euro brutto im Monat als Fachkraft einsteigen. Wegen des geminderten theoretischen Umfangs eignen sie sich oft für Jugendliche, „die ein bisschen schulmüde“ sindundliebererstmalpraktischlernenwollen.
Im Unternehmen schnell nach oben arbeiten
Aber auch wer karrierefokussiert ist, könne die zweijährige Ausbildung nutzen, um im Unternehmen schnell nach oben zu kommen. Mit abgeschlossener Berufsausbildung oder einschlägiger Berufserfahrung eröffnet sich an vielen Standorten auch der Weg an die Hochschule.
Wichtigzuwissen:Zweijährige Ausbildungen sind nur in wenigenFällenalsPendantzu
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einer ähnlichen dreijährigen Ausbildung zu verstehen. „Auf jede Ausbildung lässt sich zwar noch eine weitere draufsetzen“,so Padur.InwieweitAzubissichPrüfungsleistungen oder Praxiserfahrung aus einer ersten Ausbildung aber anrechnen lassen können, regele die jeweilige VerordnungdesBerufs. Wer beispielsweise in zwei Jahren eine Ausbildung zur Fachkraft Metalltechnik absolviert hat und im Anschluss den Abschluss als Konstruktionsmechaniker anstrebt, könne zwar formal im dritten Lehrjahr einsteigen. „Davor muss man aber die Teil 1-Prüfung bestehen, und nach dreieinhalb Jahren dann die Abschlussprüfung“, erklärt Padur. Da kommen vielePrüfungeninkurzerZeit zusammen. „Das ist dann eheretwasfürdiefitteSpitze unterdenAzubis.“
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Die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und Angehörigen ist ein wichtiger Bestandteil der Palliativpflege. Foto: dpa
In der Ausbildung werden Theorie und Praxis verknüpft. Optimale Lernvoraussetzungen, sagt Neurowissenschaftler und Autor Henning Beck. Den Rest kann man sich von Leistungssportlern abgucken.
FRANKFURT/MAIN Auszubildende müssen nicht nur in ihrem Arbeitsalltag im Unternehmen zeigen, was sie können. Auch in der Berufsschule sind gute Leistungen gefragt – und das Ergebnis von Zwischenprüfung und Abschlussprüfung kann beeinflussen, wo es dann im Endeffekt nach der Ausbildung als Geselle oder Gesellinberuflichhingeht. Aber wie bekommt man den ganzen Stoff eigentlich in seinen Kopf? Henning Beck, Biochemiker, Neurowissenschaftler und Autor hat dazu ein passendes Buch geschrieben. Er unterscheidet zwischen dem Lernen und dem Verstehen. „Will ich einen Test-Knacker oder will ich Leute, die auch was verstehen wollen?“, sagt er. Wissen entstehe erst dann, wenn man sich selbst aktiv und bewusst mit etwas auseinandersetzt.
Auszubildende können seiner Ansicht nach glücklich darüber sein, dass die duale Ausbildung in Deutschland das Beste aus zwei Welten kombiniert. Gerade der duale Ansatz aus Praxis im Betrieb und Theorie in der Berufsschule helfe dabei, Dinge wirklich zu verstehen. Das allein bringt die meisten aber noch nicht durch die Prüfung.Als weiteren wichtigen Tipp nennt der Experte das Stellen von Fragen: Als Auszubildender oder Schüler habe man den allgemeinen Vorteil,dass man sich in einem geschützten System ausprobieren kann, erklärt Beck. Man darf also – und soll auch sogar – nachfragen und auch grundsätzlich hinterfragen, warum man manche Dinge überhaupt lernen muss. Auch das helfe beimVerstehen.
Gezielt Leistung abrufen
Auszubildende können von Spitzensportlern lernen
Aktiv statt passiv lernen
Die schlechteste Art, etwas zu lernen, sei, den Stoff immer wieder durchzulesen. „Auch wenn das eine sehr populäre Methode ist“, so Beck.Man könne das Gehirn aber nicht als eine Festplatte sehen, auf der Sachen gespeichert werden. Nach einer gewissen Anzahl an Wiederholungen würden einem Inhalte zwar bekannt vorkommen und man habe das Gefühl, sie kapiert zu haben – „aber wirklich verstanden hatmanesnicht.“
Dazu müsste man Dinge aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten, um hinter den Zusammenhang von Ursache und Wirkung zu kommen, erklärt Beck. „Es geht darum, ob ich das Wissen auch anwenden kann.“
Er empfiehlt, sich zum Beispiel selbst eine Klausur zu stellen – oder sich für Freunde Prüfungen auszudenken.
Dazu überlegt man sich einfach Aufgaben, von denen man erwartet, dass sie so auch in der Prüfung vorkommen könnten. „Dank dieses Perspektivwechsels – von passiv zu aktiv – nähert man sich der Information schon ganzanders.“
Pausen einlegen und Zeit einplanen
Beim Lernen sollte man auch die nötigen Pausen nicht vergessen. „Wenn man keine Pause macht und immer weiter versucht, Infos aufzunehmen, platzt man irgendwann, bildlich gesprochen“, erzählt Beck. Er rät zu einem „5:1-Verhältnis“.
Also etwa 50 Minuten lernen und 10 Minuten Pause machen, oder 5 Stunden lernen und eine Stunde Pause machen.
Generell dürfe man nicht unterschätzen, wie viel Zeit die Prüfungsvorbereitung braucht – wenn man den Stoff wirklich verstehen und
langfristig abrufen können will. Auch hier gilt laut Beck die Faustregel 5:1. „Angenommen in fünf Wochen steht die Prüfung an – dann sollte ich einrechnen, dass ich alle fünf Tage auch einen Tag Pause vom Lernen brauche.“
Am Spitzensport orientieren
Wenn man etwas effektiv lernen will, könne man sich auf einige Dinge beim Sport abgucken, sagt Beck. „Spitzensportler können ihre Leistung in einem bestimmten Zeitfenster abrufen. Das können auch Schüler erreichen, wenn sie ihre Lernvorbereitung dritteln“, fügt der Autorhinzu.
Im ersten Block gehe es dann um die Grundlagen, und darum den gesamten Lernstoff aufzubereiten. Dafür plant man etwa vier Wochen ein. Im zweiten Block wiederholt man den Stoff, aus einer etwas anderen
Perspektive. Dafür nimmt man sich etwa eine Woche bis zehn Tage Zeit. Im dritten Block bringt man sich letztlich in „Bestform“ und kann aufgrund der Vorarbeit in drei bis vier Tagen noch einmal durch den gesamten Stoff gehen. „Am Ende kann ich an jedem beliebigen Tag meine Leistung abrufen. Das gibt in der Prüfung Sicherheit“,soBeck. Abwechselnd lernen statt nacheinander Sich etwa vor der Zwischen- oder Abschlussprüfung auf verschiedene Fächer gleichzeitig vorzubereiten, muss laut Beck gar kein Nachteil sein. Es sei aber sinnvoll, die Fächer zu verzahnen,anstatt alles nacheinander lernen zu wollen.Das heißt: Man plant zum Beispiel am Tag Lernblöcke zu drei verschiedenen Fächern ein, und lernt sie nicht an drei aufeinanderfolgenden Tagen.
Es zählen Präzision und Schnelligkeit
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WenndieDruckmaschine bei den Grafschafter Nachrichten(GN) inNordhornläuft,mussjeder Handgriff sitzen. Farben, Wasserwerte, Bahnführung –alles wird ständig kontrolliert und bei Bedarf nachjustiert. „Du nimmst dir eine Zeitung, schaust,was fällt auf,und reagierst sofort“, sagt Daniel Rasfeld, Auszubildender zum Medientechnologen Druck im zweiten Ausbildungsjahr bei den GN. Er sorgt dafür, dass aus Geschichten eine fertige Zeitung wird, die bei den Lesern im Briefkasten landet.
In die Druckerei kam Daniel eher zufällig. Über einen Minijob im Versand der GN lernte er den Betrieb kennen. „Der Leiter der Druckerei, Wolfgang te Gempt, hat mir die Druckerei gezeigt. Danachstandfürmichfest:Das istwasfürmich,dasprobiere ich aus.“ Ein anschließendes Praktikum bestätigte den Eindruck, dass die Arbeit an
An seinem Job gefällt Daniel vor allem die Vielfalt: Er arbeitet sowohl technisch als auch handwerklich und am Computer. Foto: PXLWerk
der großen Rotationsanlage mehr Abwechslung bietet als die bisherigen Jobs, in die er hineingeschnuppert hatte.
Auch ein Studium der Stadtplanung überzeugte ihn
Medientechnologe/-in Druck
Schulische Voraussetzungen: Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule/Ort:
Berufsschulzentrum am Westenberg Osnabrück
Wichtige Schulfächer: Mathematik, Physik
nicht. Zu Beginn der Pandemie gestartet, brach er es nachdreiSemesternab. Heute ist der Alltag vielfältig: Am Leitstand steuert Daniel an großen Monitoren Farb- und Wasserzufuhr, prüft Probedrucke, wechselt Platten und bewegt tonnenschwere Papierrollen im Rollenkeller.„Hier gibt es von allem etwas: technisch, handwerklich, körperlich und die ArbeitamComputer.“ Gearbeitet wird in Spätund Nachtschicht. Die Spätschicht beginnt meist um 11 Uhr und endet gegen 19.30
Uhr, die Nachtschicht dauert bis in den frühen Morgen. Gedruckt werden nicht nur die GN,sondern auch andere Tageszeitungen, Anzeigenblätter und Rätselhefte für Verlage außerhalb der Grafschaft. Auch wenn sich die Zeitungsbranche im Wandel befindet, bleibt Daniel optimistisch: „Das Know-how,große Maschinen zu bedienen, kann man überall gut gebrauchen.“ Für ihn steht auf jeden Fall fest: Er hat den für sich richtigen Beruf gefunden.