Friedrichsforum
Ein Haus, viele Erlebnisse –im Herzen der Stadt
Flanieren
Entspannen, genießen und einkaufen in Bayreuth
Fortschritt
Wirtschaft und Forschung gestalten Zukunft

Jubiläum am Grünen Hügel 150 Jahre Festspiele
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Ein Haus, viele Erlebnisse –im Herzen der Stadt
Entspannen, genießen und einkaufen in Bayreuth
Wirtschaft und Forschung gestalten Zukunft

Jubiläum am Grünen Hügel 150 Jahre Festspiele
Seit 10 Jahren ist das Porsche Zentrum Bayreuth ein Ort, an dem Sportwagenträume, regionale Verbundenheit und besondere Erlebnisse zusammenkommen. Denn was 2016 mit dem Spatenstich in der Wolfsbacher Straße begann und 2017 mit dem Neubau eröffnet wurde, hat sich in der Region zu einem Zuhause für Sportwagenfans entwickelt. Und zu einem Touchpoint, an dem Menschen, Markenwerte und Emotionen spürbar werden.
Über das, was diese 10 Jahre geprägt hat, und darüber, wohin die Reise geht, sprechen wir mit Kevin Richter, Geschäftsführer des Porsche Zentrum Bayreuth. Was macht das Porsche Zentrum Bayreuth aus Ihrer Sicht besonders?
Natürlich die Marke Porsche. Denn Porsche steht für Faszination, Performance und Design. Wir möchten, dass man das alles bei uns erlebt. Deshalb denken wir unsere Events nie als Verkaufsveranstaltungen, sondern als Erlebnisse. So hatten wir in den vergangenen Jahren Formate wie die Gründerfestspiele, bei denen wir junge Gründer aus der Region mit Investoren zusammengebracht haben, den Best-Boss-Award, ein Theaterstück bei uns im Showroom, Workshops zu Themen wie Führung oder Work-Life-Balance und unser Format „Traumjob. Traumregion. Endlich Montag“. Also ganz viele verschiedene Events, die aber alle eines gemein haben: Sie stellen Menschen, Geschichten und Emotionen in den Mittelpunkt. Und sorgen für Herzklopfen – auch abseits des Fahrersitzes.
Wie hat sich das Porsche Zentrum Bayreuth in den letzten 10 Jahren entwickelt?
Wir sind vor 10 Jahren mit 13 Mitarbeitenden gestartet. Heute sind wir fast 30 Kollegen. Worauf ich persönlich besonders stolz bin: 9 der ursprünglichen 13 Mitarbeitenden sind immer noch bei uns. Das spricht für eine starke Bindung, ein gutes Miteinander und dafür, dass wir nicht nur für Kunden, sondern auch für unsere Mitarbeitenden ein Zuhause bieten.
Was dürfen Kunden von einem Besuch erwarten?
Sie dürfen erwarten, dass sie eine Auswahl an faszinierenden Sportwagen sehen – Neu- und Gebrauchtwagen – und gleichzeitig erleben, dass bei uns der Mensch im Mittelpunkt steht.
Ob sie sich einfach inspirieren lassen möchten, konkrete Fragen haben, eine Probefahrt planen oder sich für eines unserer Events interessieren: Wir nehmen uns Zeit und hören zu. Und wenn daraus dann eine langjährige Beziehung wird, die sich über mehrere Fahrzeuggenerationen erstreckt, ist das für uns das schönste Kompliment.
Wie können Interessierte am besten den ersten Schritt zu Ihnen machen?
Am liebsten persönlich – bei einem Besuch bei uns im Porsche Zentrum Bayreuth. Wer mag, kann uns aber auch ganz unkompliziert digital kontaktieren. Dazu scannen Interessierte einfach den QR-Code und gelangen so direkt zu unserem Kontaktformular.
Egal, ob Sie eine Frage, einen Fahrzeugwunsch oder einfach nur Interesse an einem unserer Events haben: Melden Sie sich einfach. Wir freuen uns auf jede neue Begegnung. Und darauf, die Faszination Porsche zu teilen.

Porsche Zentrum Bayreuth
Auto-Scholz® Sportwagen GmbH, Bayreuth
Wolfsbacher Straße 6
95448 Bayreuth
Tel. +49 9209 91407-0
www.porsche-bayreuth.de

Sie halten ein Bayreuth Magazin in Händen, das Ihnen auch heuer interessante, spannende und wertvolle Informationen über die Stadt Bayreuth liefert. Einblicke in das Bayreuther Stadtleben, in die Stadtentwicklung und in die Wirtschaft erhalten Sie darin ebenso wie Informationen über die aktuelle Spielzeit der Bayreuther Festspiele.
Diese feiern in diesem Sommer ihren 150. Geburtstag – mit einem hochkarätigen Programm, das mit Veranstaltungen der Stadt Bayreuth im Rahmen des Festival150 das ganze Jahr über ergänzt und bereichert wird. 150 Jahre Bayreuther Festspiele ist jedoch nicht das einzige Jubiläum, das in dieser Ausgabe gewürdigt wird. 50 Jahre Richard Wagner Museum, 30 Jahre Historisches Museum Bayreuth und 60 Jahre Städtepartnerschaft BayreuthAnnecy sind es wert, in diesem Bayreuth Maga
zin besondere Aufmerksamkeit zu bekommen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf unserem Friedrichsforum, der neu sanierten und mit modernster Technik ausgestatteten Veranstaltungsstätte. Nach einigen Jahren Bauzeit befinden wir uns nun im Probebetrieb – ein Interview mit dem Leiter, Dr. Björn Rodday, macht Vorfreude auf die vielen Veranstaltungen, die im Friedrichsforum stattfinden werden.
Folgende Themen lege ich Ihnen darüber hinaus besonders ans Herz: den Sachstand zum Regionalen Innovations und Gründungszentrum (RIZ), dem neuen Ort für Existenzgründer in Bayreuth, die Forschung zur Mikroplastik an der Universität Bayreuth und das Kultur und Bildungszentrum RW21, das mit seiner Stadtbibliothek und Volkshochschule

Unser Titelbild zeigt eine Luftaufnahme des RichardWagnerFestspielhauses, eingebettet in eine idyllische grüne Oase. Mehr über die Festspiele ab Seite 26.

15. Geburtstag feiert. Wer Lust hat, die grüne Seite Bayreuths zu entdecken, sollte sich die Radtour durch die Bayreuther Gärten und Parks nicht entgehen lassen.
Lassen Sie sich überraschen von der Vielzahl der Themen, die Bayreuth bewegen, und haben Sie viel Spaß beim Lesen!

Ihr Dr. Andreas Zippel Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth

… spielen nicht nur die Festspiele, sondern auch jede Menge innovative Unternehmen.

… so grün bei einer entspannten Radrunde durch die Gärten und Parks der Stadt. Es grünt ...
14 Ein Haus sucht seinen Klang
Das Friedrichsforum Bayreuth
26 Qualität ist in Bayreuth kein verhandelbarer Faktor
Interview mit Katharina Wagner
32 Eine Komposition für die Sinne
Die FestspielCuvée von Geldermann
34 Allerlei Wagner – 150 Jahre Bayreuther Festspiele
37 Veranstaltungen zur Festspielzeit
42 Zwischen Denkstätte und Zahnarztpraxis
50 Jahre Richard Wagner Museum
46 Bayreuth als Gesamtkunstwerk
Festival150 – Kultur in der ganzen Stadt
48 Im Archiv des Mythos
Prof. Möschs Buch über die Bayreuther Festspiele
52 Ein Festival schreibt Barockgeschichte
Bayreuth Baroque 2026
56 Re:sonanz – Das Festival junger Künstler
58 Wagner-Frust? Nicht die Bohne!
Das fest.spiel|art.lab
62 Klare Akzente
Zeitgenössische Kunst im Kunstmuseum Bayreuth
64 Ruinen, Spaß und Spannung
Die Sommerspiele der Studiobühne Bayreuth
66 Auf einen Blick
Events, Ausstellungen, Feierlichkeiten
70 Theatererlebnis „Jedermann“ ist wieder da
72 Bayreuth mit Kids
20 Freizeitaktivitäten für Groß und Klein
76 Genuss, Handwerk, Erlebnis
Ein Besuch auf dem Maisel & Friends Brauereigelände
78 Lasst euch erfrischen!
Cafés, Bars und Eisdielen in Bayreuth
80 Besondere Adressen Shoppen, genießen, verweilen
88 Mitbringsel aus Bayreuth
89 Shopping-Paradies: Bindlach Outlet
90 Bayreuths Innenstadt: Einkaufs- und Erlebnisort
91 Wenn Ideen Kreise ziehen Förderungen der Rainer Markgraf Stiftung
Wirtschaft & Wissen
92 Innovative Unternehmen Zukunft made in Bayreuth
95 Spitzenreiter DIe Sparkasse Bayreuth überzeugt als Testsieger
96 75 Jahre medi Ein Dreivierteljahrhundert voller Innovationskraft
98 Wo Innovationen Wirkung entfalten Neue Materialien Bayreuth
99 30 Jahre TMT Digital, regional, persönlich
100 Zukunft braucht Weiterbildung Mit Weiterbildung der IHK Bayreuth Zukunft gestalten
102 Wer Luxus liebt, fährt FRANKIA Der NOCTRA Cruiser setzt neue Maßstäbe
105 Zukunftsweisendes Bauen Markgraf mit Innovationspreis ausgezeichnet
106 Branding, das bleibt GMK gewinnt beim German Design Award 2026
108 Erfolgsmodell Pflegelotse Ein Gewinn für Stadt und Wirtschaft
110 Wissen schaffen. Wissen teilen. Gemeinsam. Oberfränkische Hochschulen stärken Weiterbildung

111 Innovations-Hub Bayreuth
Institut für Entrepreneurship und Innovation
112 Wo aus Wissen Wertschöpfung wird
Das RIZ in Bayreuth
115 Stabil, sicher, zuverlässig
120 Jahre Karl Hopf GmbH
116 Mikroplastik: Bayreuther Kampfansage
Experten der Uni sind den Plastikteilchen auf der Spur
119 Zukunft im Fokus
Die VRBank BayreuthHof eG
120 Studieren, was morgen zählt
Neue Programme der Universität Bayreuth
123 Ein Campus, der die Welt verbindet Universität Bayreuth – international
124 Standort stärken als Herzensangelegenheit Medikamente per Klick für den Bayreuther Basketball
Gesundheit & Wohlfühlen
126 Grüne Runde
Bayreuths schönste Gärten und Parks
134 „Wir sind für alle da!“
Menschen, die Nähe, Freude und Hilfe anbieten
136 Moderne Strahlentherapie in Bayreuth Klinikum Bayreuth investiert in Präzision und Zukunft

138 Interview mit Bayreuths neuem
Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel
142 Zu Gast in der Belle Epoque
Ein Blick in die Geschichte des Goldenen Ankers
146 Wie aus Versöhnung Freundschaft wurde
60 Jahre Städtepartnerschaft BayreuthAnnecy
148 Wohnraum schaffen, Zukunft gestalten
Die GEWOG gibt Bayreuth Raum zum Leben
152 Kapitalanlage leicht gemacht
Das Bayreuther Wohnquartier Joseph
154 Stöbern, feilschen, entdecken SecondHandShopping & Flohmärkte
156 15 Jahre RW21
Ein Haus für Bildung und Begegnung

am Röhrensee
159 Für Mitarbeiter und den lokalen Handel
Das Bayreuther StattGehalt
160 30 Jahre Historisches Museum Spurensuche durch Geschichte und Geschichten
164 Bayreuths Geschichte hat ein neues Zuhause
Das Stadtarchiv Bayreuth ist umgezogen
166 Sanierte Altbauten, lebendige Ortskerne Unterstützung für Sanierungsinteressierte
168 Stadtteilspaziergang Unterwegs in Birken
178 Impressum


Ein Blick vom Turm der Stadtkirche über rote Dächer und das historische Gassenviertel: Von hier oben zeigt sich Bayreuth als Stadt voller Kultur, Geschichte und Lebensqualität.

Mit Wagners „Parsifal“ erlebt Bayreuth jeden Sommer einen seiner großen Festspielmomente. Das Festspielhaus wird zum Mittelpunkt der Opernwelt –und die Stadt zur Bühne für außergewöhnliche musikalische Erlebnisse.



Sommer in Bayreuth heißt: lange Abende, grüne Rückzugsorte und Zeit im Freien. Die Mainauen laden dazu ein, den Alltag hinter sich zu lassen und die schönsten Stunden des Tages inmitten der Natur zu genießen.


Der Campus der 1975 gegründeten Universität Bayreuth zählt zu den schönsten Deutschlands. Ein Highlight für rund 11.000 Studierende: „Summer Feeling am Unistrand“ – ein studentisch organisiertes Event, das jeden Juli zwei Wochen lang das Rondell in eine große Feierbühne mit coolen Beats verwandelt.

WIE DR. BJÖRN RODDAY DAS FRIEDRICHSFORUM ALS OFFENEN ORT FÜR KULTUR UND BEGEGNUNG ENTWICKELN WILL

Lange wurde über das Friedrichsforum diskutiert: über Bauverzögerungen, Kostensteigerungen und die Frage, ob Bayreuth tatsächlich eine neue Kultur- und Veranstaltungshalle dieser Größenordnung braucht. Nun ist die Debatte in eine neue Phase eingetreten. Während eines umfangreichen Probebetriebs werden Säle, Technik, Abläufe und Veranstaltungsformate unter realen Bedingungen getestet. Bis zur offiziellen Eröffnung arbeiten Dr. Björn Rodday, Leiter des Friedrichsforums, und sein Team aus insgesamt 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Feinschliff eines Hauses, das sich als offener Treffpunkt für Kultur, Begegnung und Veranstaltungen aller Art etablieren will.
Leiter des Friedrichsforums

Doch wie fällt die Bilanz der ersten Monate aus? Welche Herausforderungen sind noch zu meistern? Wie soll das Friedrichsforum wirtschaftlich erfolgreich sein, ohne seine kulturellen Ansprüche aufzugeben? Und welche Rolle kann das Haus künftig in einer Stadt spielen, deren Name weltweit mit den Bayreuther Festspielen verbunden wird? Dazu befragte GertDieter Meier, Chefredakteur des Bayreuth Magazins, den Leiter des Friedrichsforums, Dr. Björn Rodday.
Die ersten Veranstaltungen im Probebetrieb liegen hinter Ihnen. Welche Erkenntnisse haben Sie bislang gewonnen? Die wichtigste Erkenntnis zuerst: Es funktioniert. Der Auftakt am 17. April mit rund 130 jungen Musiker:innen des Bundesjugendorchesters und des Bundesjazzorchesters war ein Abend, den ich nicht vergessen werde – ohne Generalprobe, ohne Testlauf, weder für die Technik noch für unser Vorderhaus oder die Gastronomie. Wir sind buchstäblich ins kalte Wasser gesprungen, und das Ergebnis war großartig.
Eines ist jedoch wichtig zu verstehen: Wir sprechen zwar aktuell von Probebetrieb, da es in der Kommunikation ansonsten zu schwierig wird – faktisch befinden wir uns jedoch noch lange nicht dort. Ein Probebetrieb setzt voraus, dass alle Baumaßnahmen abgeschlossen, der Brandschutz geklärt und die gesamte notwendige Technik eingebracht und in Betrieb genommen wurde. Erst dann startet man über einen Zeitraum von mehreren Monaten in einen Probebetrieb – und das zunächst ohne Publikum. Der Begriff „Probe“ hat in diesem Zusammenhang auch nichts mit einem Austesten von verschiedenen Veranstaltungsformaten beim Publikum zu tun. Es geht um technische und veranstaltungsbezogene Betriebsabläufe, um Wartungsabstimmungen, um das Aufdecken versteckter Mängel, die Erarbeitung und Umsetzung der Sicherheitskonzepte und vieles, vieles mehr.
Was wir im Moment umsetzen, ist eine Art „BaustellenAdhocProbeErnstfallbetrieb“ mit kompletter Öffnung für das Publikum.
Wie groß ist die Neugierde der Menschen?
Die Neugierde ist sehr groß. Bereits bei unseren öffentlichen Führungen im Februar haben sich Hunderte Menschen auf Wartelisten eingetragen – das hat selbst mich überrascht. Viele wollen einfach endlich sehen, was zehn Jahre lang hinter Bauzäunen entstanden ist.
Aber Neugierde ist nicht dasselbe wie Vertrauen. Viele Besucherinnen und Besucher kommen nicht neutral ins Haus, sondern mit einer langen Vorgeschichte im Kopf –manche begeistert, manche skeptisch, manche
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Die Lindner Group war im Friedrichsforum Bayreuth mit sämtlichen Innenausbauleistungen u. a. Wand- und Deckenbekleidungen beteiligt.


objektdesign@Lindner-Group.com www. Lindner-Group.com










Und guter Freiraum braucht Gestaltung. Für Begegnungen. Für Veranstaltungen. Für den Alltag.
Mit den neuen Außenanlagen am Friedrichsforum ist ein öffentlicher Raum entstanden, der das kulturelle Leben Bayreuths über das Gebäude hinaus erweitert.
Wir freuen uns, dieses bedeutende Projekt für Bayreuth gemeinsam mit unseren Projektpartnern verwirklicht zu haben.

vergleichen uns ständig mit ihrer alten Stadthalle. Das ist verständlich und auch in Ordnung. Aus Neugier wird aber erst dann Vertrauen, wenn jemand einen wirklich guten Abend bei uns erlebt hat.
Welche Bereiche des Hauses mussten seit Beginn des Probebetriebs bereits verändert oder optimiert werden?
Ehrlich gesagt: fast alle. Seien es die Besucherführung und die Beschilderung im Vorderhaus, die Schnittstellen zwischen Veranstaltungstechnik, Haustechnik, Gastronomie, Sicherheit und Reinigung – oder auch unsere eigenen internen Kommunikationswege im Team. Auch ganz handwerkliche Dinge müssen sich erst einspielen: Bühnenabläufe, Licht, Ton, Saalumbauten, Bestuhlung, BackstageLogistik, Ticketing, Abendkasse. Dazu kommen Fragen, die sich
Der Große Saal ist das Herzstück des Friedrichsforums – ausgelegt für Konzerte, Bühnenformate, Gastspiele und Veranstaltungen unterschiedlichster Art.
erst im Betrieb stellen: Wie organisiert man Garderobe und Einlass, wenn am Nachmittag ein Familienformat im Kleinen Saal läuft und am Abend ein klassisches Konzert im Großen Saal? Ein Haus dieser Größe wird nicht dadurch gut, dass die Architektur fertig ist, sondern dadurch, dass diese Abläufe im Alltag funktionieren.
„Es geht nicht nur darum, etwas auf einer Bühne zu zeigen, sondern auch um Begegnung, Auseinandersetzung und Teilhabe. In diese Richtung will ich das Haus entwickeln – auch als ein Stück ‚Dritter Ort‘ für diese Stadt.“
DR. BJÖRN RODDAY, LEITER DES FRIEDRICHSFORUMS
Die Baukosten und Verzögerungen haben das Friedrichsforum über Jahre hinweg begleitet. Wie stellt sich die finanzielle Situation heute dar, und welche Maßnahmen sind bis zur offiziellen Eröffnung noch notwendig?
Hier muss ich klar trennen: Die Baukosten und die bauliche Fertigstellung liegen nicht in meiner operativen Verantwortung. Bauherr ist das Hochbauamt, nicht das Friedrichsforum. Meine Aufgabe
beginnt dort, wo aus diesem Gebäude ein funktionierender Kulturbetrieb werden muss – und das ist unter den jetzigen Bedingungen alles andere als trivial.
Viele Bürger verbinden mit dem Friedrichsforum zunächst nicht Konzerte oder Kultur, sondern Schlagzeilen über Bauprobleme und steigende Kosten. Wie wollen Sie dieses Bild verändern?
Nicht durch Schönreden. Die Baugeschichte gehört zu diesem Haus, das lässt sich nicht wegdiskutieren, und ich würde mich unglaubwürdig machen, wenn ich es versuchte.
Aber irgendwann muss ein Haus die Chance bekommen, für das wahrgenommen zu werden, wofür es gebaut wurde: für die Menschen auf der Bühne und im Saal, für besondere Abende, für Begegnungen. Dieses Bild verändert man nicht mit Gegenargumenten, sondern mit Erlebnissen: wenn jemand nach einem Konzert sagt, das war ein guter Abend; wenn ein Verein merkt, hier kann für uns etwas entstehen; wenn eine Schulklasse zum ersten Mal auf dieser Bühne steht.
Viele Bauzäune sind inzwischen verschwunden. Bis sie auch aus den Köpfen verschwinden, wird es noch dauern.
Aber ich wünsche mir natürlich sehr, dass die Bayreuther:innen nach zwei Spielzeiten ganz selbstverständlich und auch mit etwas Stolz von ihrem Friedrichsforum in dieser wunderschönen Stadt sprechen.
Wann wird das Friedrichsforum offiziell eröffnet, und wie soll dieser Tag aussehen?
Die kulturelle Inbetriebnahme des Friedrichsforums erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst stand der Beginn mit der Auftaktveranstaltung im April. Anfang Oktober starten wir mit einem Saisoneröffnungswochenende vom 1. bis 4. Oktober in die erste künstlerische Spielzeit. Ob diese noch unter der Flagge „Probebetrieb“ laufen wird, entscheidet sich erst durch die Baufortschritte der kommenden Wochen. Anfang 2027 wird dann aller Voraussicht nach die offizielle politische Eröffnung des Friedrichsforums folgen.
Das Friedrichsforum soll kein klassischer Konzertsaal sein, sondern ein Haus für unterschiedlichste kulturelle Formate. Wie würden Sie dessen Profil beschreiben?
Als Haus der Gegenwartskultur. Wir sind kein reiner Konzertsaal, keine Stadthalle alten Typs und schon
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gar keine beliebig mietbare Eventlocation – ich möchte ganz bewusst keine Stadthalle 2.0. Wir sind ein öffentlich getragenes Mehrspartenhaus, und meine Rolle ist dabei – neben der Verwaltungsposition des Dienststellenleiters – die einer künstlerischen Gesamtleitung mit Geschäftsführung. Es ist faktisch eine Intendanz ohne eigenes Ensemble.
Das Profil entsteht gerade aus der Bandbreite: von der klassischen Oper bis zum MetalKonzert, von Funk bis Streetdance, vom Ballett bis zur Open Stage –Lesungen, Märkte, Bälle, Kongresse, Workshops, ESport u. v. m. All das kann bei uns stattfinden, in vier sehr unterschiedlichen Sälen sowie in den Foyers und der Wandelhalle. Entscheidend ist, dass diese Bandbreite nicht beliebig wird. Wir kuratieren, auch bei Einmietungen, ganz bewusst nach einem gestalterischen roten Faden, wir gestalten einen Spielplan.
Dabei ist mir der Begriff „Forum“ äußerst wichtig: Es geht nicht nur darum, etwas auf einer Bühne zu zeigen, sondern auch um Begegnung, Auseinandersetzung und
Holz, klare Linien und moderne Bühnentechnik prägen die Atmosphäre des neuen Hauses. Entscheidend, sagt Rodday, werde aber sein, wie gut die Abläufe im Alltag funktionieren.


In neuem Glanz: Ob Konzert, Schauspiel, Lesung oder Tagung – der neu gestaltete Kleine Saal (oben) und der Balkonsaal erweitern die Möglichkeiten des Friedrichsforums und schaffen Raum für ein vielfältiges Kultur- und Veranstaltungsprogramm.
Teilhabe. In diese Richtung will ich das Haus entwickeln –auch als ein Stück „Dritter Ort“ für diese Stadt.
Sie müssen bekanntlich erreichen, dass das Haus die Stadt nicht dauerhaft über Gebühr belastet. Wie findet man die Balance zwischen wirtschaftlicher Vernunft und kulturellem Anspruch?
Indem man beides ernst nimmt, statt eines gegen das andere auszuspielen. Wirtschaftliche Vernunft heißt für mich nicht, Kultur auf das zu reduzieren, was sich sofort verkauft. Aber kultureller Anspruch darf wirtschaftliche Realitäten auch nicht ignorieren.
Unsere Programmatik ruht auf drei Säulen: Eigenproduktionen – das sind Gastspiele und komplette Eigenproduktionen –, Kooperationsformate und Einmietungen.
Daraus entsteht ein Mix: publikumsstarke Veranstaltungen, die Einnahmen bringen bzw. Defizite reduzieren, Kooperationen, die Risiken teilen, Formate mit Förderung oder Drittmitteln, Einmietungen, die zum Profil passen, und eigene künstlerische Setzungen, die nicht immer sofort massentauglich sein müssen.
Ein öffentliches Kulturhaus funktioniert nicht wie eine EventHalle. Es hat einen anderen Auftrag. Wir sind laut
den Förderbedingungen des Freistaats verpflichtet, mindestens 86,5 Prozent Kultur ins Friedrichsforum zu bringen. Lediglich maximal 13,5 Prozent dürfen wir mit rein kommerziellen Veranstaltungen belegen.
Dies sehe ich mitnichten als Manko an, sondern vielmehr als klares Bekenntnis zum kulturellen Auftrag.
In einer Zeit, in der rechtsradikale Kräfte versuchen, die Grundfesten unserer demokratischen Grundordnung abzuschaffen, stellt Kultur meiner festen Überzeugung nach einen der wichtigsten Resilienzfaktoren für die Demokratie dar. Und um dabei allen Missverständnissen vorzugreifen: Der Begriff Kultur ist leider nicht geschützt –er kann von ebendiesen Kräften auch völlig umgedeutet und missbraucht werden.
Wirtschaftliche Vernunft bedeutet in diesem Zusammenhang in meinen Augen auch, dass man sich vergegenwärtigen muss, dass ein kulturelles Konzept, wie es das Friedrichsforum, aber auch andere Institutionen, z. B. im kulturellen Erbe, Schlösser, Burgen und Altertümer, Staatstheater, Philharmonien, Landesmuseen oder Gedenkstätten verfolgen, immer ein strukturelles Defizit aufweisen wird. Ob dies durch eine institutionelle Förderung, durch Stiftungen, Patronate, Mäzene oder



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andere Drittmittel ausgeglichen wird, ist dabei zweitrangig. Wichtig ist nur zu wissen, dass das „Bundeslabel“ Land der Dichter und Denker keine gewinnorientierte Aktiengesellschaft werden kann – und dies auch nicht anstreben sollte.
Werden Sie es sich – Stichwort Kostendruck – überhaupt leisten können, auch Produktionen anzubieten, die vielleicht kein Massenpublikum anziehen, aber für die kulturelle Vielfalt einer Stadt wichtig sind? Ja, das müssen wir sogar. Ein öffentlich gefördertes Haus, das nur noch das anbietet, was garantiert ausverkauft ist, hat seinen Sinn verloren – dann sind wir nur noch eine Verwertungsmaschine, keine kulturelle Infrastruktur mehr.
„Nicht
Vielleicht hilft mir hier auch mein Blick aus einem früheren Leben als Mediziner: Man stellt zuerst die richtige Diagnose, bevor man behandelt – und manche Heilungsprozesse dauern eben länger als eine Woche. Den Druck spüre ich. Aber er muss produktiv bleiben, nicht lähmend.
Was trauen Sie dem Publikum in Bayreuth und der Region zu?
jedes Format muss ein Massenpublikum erreichen. Aber jedes Format muss sich begründen lassen –künstlerisch, gesellschaftlich oder kulturpolitisch. Dann hat es seinen Platz im Friedrichs forum.“
Natürlich können wir nicht beliebig viele hochdefizitäre Projekte aneinanderreihen. Aber kulturelle Vielfalt entsteht gerade durch kleinere, experimentellere, spartenübergreifende Formate –dafür braucht es kluge Finanzierung: Kooperationen, Förderanträge, Mischkalkulationen, eine realistische Produktionsweise. Nicht jedes Format muss ein Massenpublikum erreichen. Aber jedes Format muss sich begründen lassen – künstlerisch, gesellschaftlich oder kulturpolitisch. Dann hat es seinen Platz im Friedrichsforum.
DR. BJÖRN RODDAY, LEITER DES FRIEDRICHSFORUMS
Sehr viel. Ich glaube nicht an ein Publikum, das man unterschätzen müsste. Bayreuth und die Region haben eine enorme kulturelle Prägung, aber auch sehr unterschiedliche Publika: ein klassisch geschultes Publikum, junge Menschen, Familien, Vereinsstrukturen, freie Szenen, Schulen und Hochschulen, Menschen mit großer Neugier –und Menschen, die erst wieder Vertrauen fassen müssen. Man darf Publikum nicht bevormunden. Man muss Angebote machen, die ernst gemeint sind, manchmal mit Vermittlung, manchmal mit einem niedrigeren Zugang, manchmal einfach mit einem starken künstlerischen Erlebnis. Ich glaube, dieses Publikum lässt sich auf Neues ein, wenn es spürt, dass es eingeladen und nicht belehrt wird.
Wird es neugierig genug sein, sich auch auf neue und ungewöhnliche Formate einzulassen?
Hand aufs Herz: Wie groß ist für Sie persönlich der Erfolgsdruck?
Groß. Alles andere wäre nicht ehrlich. Dieses Haus steht seit Jahren im öffentlichen Fokus, es wurde viel Geld investiert, es gab Verzögerungen und Kritik. Wer dieses Haus übernimmt, übernimmt nicht nur ein Gebäude, sondern auch seine Geschichte.
Gleichzeitig darf ich mich davon nicht lähmen lassen. Ich habe das Friedrichsforum nicht in einem eingespielten Regelbetrieb übernommen, sondern mitten in einer Aufbauphase, unter denkbar schwierigen Bedingungen – ohne Generalprobe, mit Einzelgenehmigungen, in einer Art „MinusZeit“, wie ich das selbst manchmal nenne, weil wir starten, während noch gebaut wird. Der Maßstab kann deshalb nicht sein, dass nach wenigen Wochen alles perfekt läuft. Der Maßstab ist, ob wir konsequent lernen und Schritt für Schritt Vertrauen aufauen.
Ja, aber nicht automatisch, nur weil etwas als „neu“ oder „ungewöhnlich“ beworben wird. Ein Format muss eine echte Einladung aussprechen und verständlich machen, warum es relevant ist, ohne sich anzubiedern. Wir werden deshalb nicht nur auf bekannte Namen und sichere Formate setzen, müssen neue Formate aber gut rahmen: durch Kommunikation, Kooperationen, Vermittlung, passende Uhrzeiten, faire Preise und eine Atmosphäre, in der man sich willkommen fühlt. Manches wird sofort funktionieren, manches braucht zwei oder drei Versuche. Das gehört dazu. Ein neues Haus muss auch das Recht haben, eigene Erfahrungen zu sammeln, statt nur das zu programmieren, was bereits bewiesen ist.
Politik und Verwaltung haben das Friedrichsforum immer wieder als „Haus für alle“ bezeichnet. Wie übersetzt sich dieser Anspruch konkret in Ihre Programmplanung?

„Haus für alle“ darf keine leere Formel bleiben. Es bedeutet nicht, dass jede einzelne Veranstaltung für jeden Menschen gedacht ist – das wäre unmöglich. Es bedeutet, dass sich über eine ganze Saison hinweg unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Hintergründen im Programm wiederfinden.
Konkret heißt das: klassische Konzerte ebenso wie Popund Jazzformate, Familienprogramme, Schulangebote, Kooperationen mit Vereinen, Formate kultureller Bildung, partizipative Projekte, Diskursveranstaltungen, Räume für regionale Akteure. Gleichzeitig muss ein „Haus für alle“ professionell kuratiert bleiben – Offenheit heißt für mich nicht Beliebigkeit. Wir prüfen bei jedem Format, ob es zum Profil passt, technisch und wirtschaftlich machbar ist und unserem kulturellen Auftrag entspricht.
Welche Rückmeldungen haben Sie von Besuchern, Künstlern und Veranstaltern zu Architektur, Atmosphäre und Akustik des Hauses erhalten?
Bisher sehr positive. Viele Gäste betreten das Haus zum ersten Mal und sagen: Das hätte ich so nicht erwartet. Besonders der Große Saal wird als beeindruckend wahrgenommen in seiner Größe und seiner Atmosphäre. Auch die Akustik in den Sälen wurde bisher sowohl von Künstler:innenSeite als auch von den Besucher:innen sehr gelobt.
Mit großen Klangkörpern hat das Friedrichsforum bereits erste Bewährungsproben bestanden. Das Dresdner Festspielorchester und das Concerto Köln unter der Leitung von Kent Nagano gastierten am 24. Mai 2026 mit Richard Wagners Götterdämmerung im Friedrichsforum Bayreuth.
Die Bayreuther Festspiele prägen das kulturelle Image der Stadt weltweit. Worin kann und soll das Friedrichsforum etwas bieten, was die Festspiele nicht leisten können?
Die Bayreuther Festspiele sind weltweit einzigartig, und es wäre völlig falsch, das Friedrichsforum als Konkurrenz dazu zu denken. Der Grüne Hügel hat eine singuläre Geschichte und eine internationale Strahlkraft, die diese Stadt prägt – das kann und will ich nicht kopieren.
Das Friedrichsforum hat eine andere Aufgabe: Wir sind ein ganzjähriger Ort für die Stadt und die Region. Wir verbinden unterschiedliche Sparten, machen Gegenwartskultur sichtbar, ermöglichen Diskurse, binden Nachwuchs ein, arbeiten mit Schulen, Hochschulen, Vereinen und freien Szenen – und zeigen Formate, die in die Struktur der Festspiele schlicht nicht passen. Gerade darin liegt die Chance: Bayreuth kann zeigen, dass es mehr ist als ein weltberühmter Festspielort. Die Festspiele sind ein kultureller Leuchtturm, keine Frage – aber
die „kulturelle Küstenlandschaft“ Oberfrankens kann durchaus noch weitere großformatige Lichtquellen vertragen. ;)
Sie planen bereits Kooperationen mit dem Festival Bayreuth Baroque. Können Sie sich auch vermehrt gemeinsame Projekte oder Formate mit den Bayreuther Festspielen vorstellen?
Ja, sehr gerne – wenn es inhaltlich trägt. Eine Kooperation darf nicht nur daraus bestehen, dass man einen Raum zur Verfügung stellt oder zwei Logos nebeneinanderstellt. Sie muss künstlerisch oder programmatisch wirklich etwas hinzufügen und auf Augenhöhe stattfinden. Mit Bayreuth Baroque gibt es schon sehr gute Anknüpfungspunkte, weil das Festival einen starken künstlerischen Anspruch mit einer klugen Erweiterung der Bayreuther Musiklandschaft verbindet. Mit den Festspielen kooperieren wir aktuell bereits – zusammen mit dem Theater Dortmund – im Rahmen der Produktion „Brünnhilde brennt“ im August dieses Jahres. Selbstverständlich lassen sich auch künftig weitere Kooperationen denken.
GDM
ZUR PERSON
Dr. Björn Rodday leitet seit Oktober 2025 das Friedrichsforum Bayreuth. Der promovierte Mediziner und studierte Bildende Künstler verfügt über langjährige Erfahrung im Kulturmanagement. Vor seinem Wechsel nach Bayreuth war er Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter der Stiftung Sayner Hütte in Rheinland-Pfalz. Zuvor arbeitete er unter anderem als Kulturberater im rheinland-pfälzischen Wissenschafts- und Kulturministerium und verantwortete verschiedene Kulturprojekte.
Musikalisch geprägt wurde Rodday bereits als Mitglied des Windsbacher Knabenchors. Später gehörte er dem fränkischen A-cappella-Ensemble VivaVoce an. Er studierte Humanmedizin sowie Freie Bildende Kunst und verbindet damit künstlerische und organisatorische Perspektiven auf Kultur. Seit seinem Amtsantritt in Bayreuth verantwortet er Aufbau, Profilierung und künftige Entwicklung des Friedrichsforums.
AUSZUG AUS DEM PROGRAMM 2026
BRÜNNHILDE BRENNT
3. August 2026, 19:30 Uhr
WAGNERS ANTIPODEN
LandesJugendOrchester RheinlandPfalz
7. August 2026, 19:30 Uhr
WAGNERSTIMMEN
Semifinale: 8. August 2026, 19:30 Uhr
Finale: 11. August 2026, 19:30 Uhr
IPHIGENIE IN AULIS 12. August 2026, 19:30 Uhr
VAGABUNDUS
Tanzperformance aus Mosambik 13. August 2026, 20 Uhr
HEAVYSAURUS – METAL 14. August 2026, 17:30 Uhr
SCHUMANN!
Sir Simon Rattle / Freiburger Barockorchester 31. August 2026, 19:30 Uhr
DIE NIXEN – OCEANKIDS
20. September 2026, 11:30 Uhr
THE JAMES BROWN EXPERIENCE 26. September 2026, 20 Uhr
ANNETT LOUISAN – 22 JAHRE BOHÈME 2. Oktober 2026, 19:30 Uhr
MAYBEBOP – VIER TYPEN. VIER MIKROFONE. SONST NICHTS. 13. November 2026, 20 Uhr
TILL BRÖNNER & TRIO –CHRISTMAS LIVE 2026 12. Dezember 2026, 19:30 Uhr
TOM GAEBEL & HIS ORCHESTRA –
A SWINGING CHRISTMAS 28. Dezember 2026, 20 Uhr




DieBayreuther Festspiele feiern ihr 150-jähriges Bestehen – und richten den Blick zugleich nach vorn. Im Interview mit dem Bayreuth-Magazin spricht die WagnerUrenkelin und Künstlerische Leiterin Katharina Wagner über historische Verantwortung und künstlerischen Wandel, über digitale Innovationen, das „Kleine Festspielhaus“, finanzielle Herausforderungen und die Frage, wie Bayreuth auch kommende Generationen erreichen kann. Die Fragen stellte Chefredakteur Gert Dieter Meier.
VERGANGENHEIT
Frau Wagner, die Bayreuther Festspiele feiern in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Wenn Sie auf diese Geschichte blicken: Was ist für Sie die größte Leistung der Festspiele – und was war ihre größte Bewährungsprobe?
Die größte Leistung der Bayreuther Festspiele liegt darin, dass es gelungen ist, ein einzigartiges Werk- und Aufführungsmodell über eineinhalb Jahrhunderte hinweg lebendig zu halten. Bayreuth ist kein musealer Erinnerungsort geworden, sondern ein künstlerischer Ausnahmezustand geblieben, der sich immer wieder neu definiert hat. Die größte Bewährungsprobe war die Zeit nach 1945. Der Neuanfang ab 1951 war eine grundlegende künstlerisch-programmatische Neuorientierung des Hauses. Erst durch diese bewusste Zäsur konnte Bayreuth wieder internationale Bedeutung entwickeln.
Nach dem Zweiten Weltkrieg haben Wieland und Wolfgang Wagner Bayreuth neu erfunden und dabei durchaus unterschiedliche Wege verfolgt. Welche Impulse aus dieser Nachkriegszeit prägen die Festspiele bis heute?
Der Nachkriegsneubeginn war entscheidend, weil er die Bayreuther Festspiele aus einer ästhetischen Erstarrung herausgeführt hat. Mein Onkel und mein Vater haben
dabei sehr unterschiedliche Wege eingeschlagen: der eine stärker institutionell-stabilisierend, der andere radikal in der Bildsprache und szenischen Reduktion. Aus dieser Spannung ist etwas sehr Produktives entstanden: die Erkenntnis, dass Bayreuth kein festgeschriebenes System ist, sondern ein Ort, an dem jede Generation eigene künstlerische Antworten finden muss.
Die Geschichte Bayreuths umfasst glanzvolle, aber auch schwierige Kapitel, insbesondere die Nähe zum Nationalsozialismus. Wie wichtig ist es Ihnen, dass die Festspiele ihre eigene Geschichte nicht nur feiern, sondern auch kritisch reflektieren?
Diese Auseinandersetzung ist selbstverständlich und notwendig. Die Geschichte der Festspiele enthält auch belastete Kapitel, die nicht relativiert oder ausgeblendet werden dürfen. Erinnerung bedeutet für mich nicht Rückblick im engeren Sinne, sondern fortlaufende Verantwortung. Nur eine ehrliche historische Verortung ermöglicht glaubwürdige künstlerische Arbeit in der Gegenwart.
Wenn Sie die Bayreuther Festspiele heute mit denen vor 25 oder 50 Jahren vergleichen: Wo hat sich Bayreuth am stärksten verändert?

Der größte Wandel liegt in der Öffnung des Hauses. Früher war die Interpretationskultur homogener geprägt, heute ist sie deutlich internationaler und vielfältiger. Auch der Dialog mit dem Publikum hat sich verändert – er ist direkter und zugleich differenzierter geworden. Konstant geblieben ist die Konzentration auf Richard Wagners Werk und der besondere Rahmen des Festspielhauses.
Erstmals wird in diesem Jubiläumsjahr „Rienzi“ auf dem Grünen Hügel zu erleben sein. Warum war gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für dieses Werk?


„Weißt du, wie das wird?“, fragt die Zweite Norn in Wagners „Götterdämmerung“. Die Frage passt in diesem Jahr ganz wunderbar zur gesamten Neuinszenierung des „Ring des Nibelungen“. Denn erstmals gestaltet eine mit Wagner-Informationen gespickte künstliche Intelligenz die Bühnenbilder der Tetralogie. Jede Aufführung wird also anders. Unsere Bilder geben einen Eindruck wieder, wie es werden könnte.
„Rienzi“ nimmt innerhalb von Richard Wagners Schaffen eine besondere Stellung ein. Zwar hatte Wagner das Werk selbst nicht für die Bayreuther Festspiele vorgesehen, dennoch gilt es in der Wagnerforschung und Musikwissenschaft als eines seiner bedeutenden Hauptwerke und als wichtiger Schritt auf dem Weg zu seinen späteren Musikdramen.
Im Jubiläumsjahr, in dem wir auf 150 Jahre Bayreuther Festspiele zurückblicken, gehört deshalb auch ein Blick auf Wagners gesamtes Werk dazu. Dass „Rienzi“ nun erstmals auf dem Grünen Hügel zu erleben ist, erfolgt mit Zustimmung der Familie. So möchten wir die Gelegenheit nutzen, dieses bedeutende Frühwerk und seine Stellung innerhalb von Wagners Gesamtwerk sichtbar zu machen.
Bayreuth steht für Tradition, gleichzeitig ziehen mit digitalen Technologien und Künstlicher Intelligenz neue Entwicklungen ein. Wo sehen Sie die Chancen solcher Innovationen – und wo klare Grenzen?
Digitale Technologien können vor allem in der Vermittlung, Dokumentation und Zugänglichkeit wichtige Impulse setzen. Sie helfen, Inhalte verständlicher zu machen und neue Zielgruppen zu erreichen. Gleichzeitig
eröffnen sie auch auf der Bühne neue künstlerische Möglichkeiten: So wird bei „Rienzi“ das Bühnenbild durch KI-gestützte Projektionen ergänzt. Darüber hinaus erproben wir gemeinsam mit TAFF ein Projekt mit speziellen Brillen, die Übertitel direkt ins Sichtfeld der Besucherinnen und Besucher einblenden und so die Zugänglichkeit der Aufführungen weiter verbessern.
Die Grenze liegt dort, wo das unmittelbare Bühnenerlebnis ersetzt werden soll. Die besondere Qualität Bayreuths bleibt die Live-Situation – die unmittelbare Begegnung von Musik, Raum und Publikum. Digitale Technologien verstehen wir deshalb als sinnvolle Ergänzung, nicht als Ersatz der künstlerischen Erfahrung.
Sie legen im Jubiläumsjahr einen besonderen Schwerpunkt auf die Bildungs- und Vermittlungsarbeit und haben dafür ein „Kleines Festspielhaus“ errichtet. Warum war Ihnen dieses Projekt so wichtig, wie wurde es finanziert und welche Zukunft hat es?
Das „Kleine Festspielhaus“ ist ein Ort, an dem alle willkommen sind – unabhängig davon, ob sie Richard Wagner bereits gut kennen oder ihm zum ersten Mal begegnen. Gerade im Jubiläumsjahr geht es nicht nur um

6. UND 11. AUGUST 2026 · 20:00 UHR MARKGRÄFLICHES OPERNHAUS BAYREUTH
Mit Catherine Foster (Sopran), Daniel Johansson (Tenor) und Tanguy de Williencourt (Klavier)
Mit Werken von Richard Wagner – Wesendonck-Lieder, Tristan und Isolde, Rienzi, der letzte der Tribunen und Siegfried – und Franz Liszt



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TICKETS



den Blick zurück, sondern auch darum, die Zukunft der Festspiele aktiv zu gestalten. Das Projekt ist eine Investition in die Zukunft und in eine lebendige Vermittlungsarbeit. Finanziert wurde es durch Fördermittel und bestehende Strukturen der Festspiele. Langfristig wäre es wünschenswert, das „Kleine Festspielhaus“ als festen Bestandteil der Vermittlungsarbeit zu erhalten. Dafür müssen jedoch auch die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung stehen.
Viele Menschen verbinden Bayreuth mit Exklusivität und Tradition. Wie zeitgemäß sind die Bayreuther Festspiele im Jahr 2026?
Bayreuth ist traditionell geprägt, aber nicht darin verhaftet. Das Zeitgemäße entsteht hier nicht durch Anpassung, sondern durch eine bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Profil. 2026 zeigt sich das in künstlerischer Vielfalt, internationaler Zusammenarbeit und erweiterten Zugängen für das Publikum – bei gleichzeitiger Bewahrung des besonderen Festivalcharakters.
Was sind für Sie heute die entscheidenden Alleinstellungsmerkmale Bayreuths?
ZUKUNFT
Der Wettbewerb unter den internationalen Festivals wird immer stärker. Wie kann Bayreuth seinen besonderen Stellenwert behaupten?
Bayreuth behauptet sich durch seine klare künstlerische Fokussierung. Die Konzentration auf Wagner und das Festspielhaus ist kein Nachteil, sondern seine größte Stärke. Entscheidend ist, dieses Profil immer wieder neu zu schärfen und international sichtbar zu halten.
Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für die Festspiele in den kommenden Jahren?
Die Herausforderungen liegen im Zusammenspiel von Finanzierung, gesellschaftlicher Veränderung und künstlerischer Entwicklung. Entscheidend ist, stabile Strukturen zu sichern, neue Publikumsschichten zu erreichen und gleichzeitig die künstlerische Qualität zu bewahren.
„Die besondere Qualität Bayreuths bleibt die LiveSituation – die unmittelbare Begegnung von Musik, Raum und Publikum. Digitale Technologien verstehen wir deshalb als sinnvolle Ergänzung, nicht als Ersatz der künstlerischen Erfahrung.“
Bayreuth ist ein Gesamterlebnis aus Werk, Ort und Aufführungspraxis. Das Festspielhaus mit seiner Architektur und Akustik schafft weltweit einzigartige Bedingungen. Hinzu kommt die zeitliche Verdichtung des Festivals und die klare Fokussierung auf Richard Wagners Werk, das eine besondere künstlerische Intensität erzeugt.
KATHARINA WAGNER
ÜBER DEN EINSATZ VON KI
Die Festspiele stehen unter finanziellen Sparzwängen. Wie hart trifft Sie das als Festspielleiterin?
Die finanzielle Situation betrifft selbstverständlich auch die Festspiele und erfordert sorgfältige Priorisierung. Entscheidend ist jedoch, dass der künstlerische Anspruch davon unberührt bleibt. Qualität ist in Bayreuth kein verhandelbarer Faktor. Die Herausforderung liegt darin, effizient zu wirtschaften, ohne die künstlerische Substanz zu gefährden.
Ihr Vertrag und der des General Managers sind noch nicht unterzeichnet. Gibt es noch offene inhaltliche Fragen? Wir sind dazu derzeit in Vertragsverhandlungen.
Wie stellen Sie sich das Publikum der Bayreuther Festspiele in zwanzig Jahren vor?
Das Publikum wird internationaler und vielfältiger sein. Wichtig ist, neue Generationen stärker einzubinden, ohne das bestehende Publikum zu verlieren. Das gelingt nur über neue Zugänge und Vermittlungsformen.
Welche Veränderungen möchten Sie selbst noch anstoßen?
Im Mittelpunkt steht für mich eine kontinuierliche Weiterentwicklung: mehr internationale Perspektiven, neue Vermittlungsformate und Offenheit für unterschiedliche künstlerische Handschriften.
Welche Bilanz würden Sie zum 175-jährigen Jubiläum im Jahr 2051 gerne lesen?
Ich würde mir wünschen, dass Bayreuth dann als ein Ort beschrieben wird, der seine künstlerische Bedeutung bewahrt hat und zugleich offen für künstlerische Impulse geblieben ist. Entscheidend wäre die Erkenntnis, dass es gelungen ist, die Festspiele lebendig zu halten, weil sie sich ihrer Aufgabe immer wieder neu gestellt haben –und dass auch weiterhin die besten Künstlerinnen und Künstler der Welt in Bayreuth auftreten.










































150 JAHRE BAYREUTHER FESTSPIELE. EIN JUBILÄUM, DAS NACH EINER AUSSERGEWÖHNLICHEN CUVÉE VERLANGT.
Seit vielen Jahren verbindet die Geldermann Privatsektkellerei eine enge Partnerschaft mit den Bayreuther Festspielen. Zum 150-jährigen Jubiläum hat Chef de Cave Déborah Ruffing Tabbone eine Festspiel-Cuvée komponiert, die diesem besonderen Anlass alle Ehre macht: einen eleganten Blanc de Noir aus französischem Pinot Noir, der drei Jahre auf der Hefe reifen durfte.
Wie bei einer großen Oper beginnt auch diese Komposition mit einer feinen Ouvertüre. Im Glas schimmert der Sekt golden mit zarten bernsteinfarbenen Reflexen und einer lebendigen, feinen Perlage. Es folgen fruchtige Noten von Pfirsich, reifer Aprikose und Quitte, begleitet von feinen Nuancen von Walderdbeeren. Mit etwas Zeit entfalten sich Brioche und ein Hauch Honig.
Am Gaumen setzt sich diese Komposition eindrucksvoll fort. Cremig und vollmundig, zugleich frisch und mineralisch, entwickelt sich der Blanc de Noir mit jedem Schluck weiter und mündet in ein langes, elegantes Finale. Eine Cuvée, die nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.
Eine besondere Verbindung besteht auch zur Premierenoper des Jubiläumsjahres: Rienzi. Wie die Oper verbirgt auch dieser Blanc de Noir seine Kraft zunächst hinter eleganter Zurückhaltung, bevor er seine ganze Ausdrucksstärke entfaltet. Und auch das Design erzählt die Geschichte des Jubiläums. Das Etikett in der Bayreuther Festspielfarbe Violett trägt ein goldgeprägtes Porträt Richard Wagners und verbindet zeitlose Eleganz mit einer Hommage an 150 Jahre Festspielgeschichte.


Wie eine große Oper entfaltet auch die Festspiel-Cuvée von Geldermann ihre ganze Wirkung erst mit der Zeit: Ihre Kraft verbirgt sich zunächst hinter feinem Glanz, bevor sie sich in ihrer ganzen Fülle offenbart.
Als eleganter Aperitif oder zu gebratenem Geflügel, Pilzrisotto und feinem Weichkäse zeigt die limitierte Geldermann Bayreuther FestspielCuvée ihre ganze Finesse und sorgt für genussvolle Momente mit langem Nachhall.
Die limitierte Geldermann Bayreuther FestspielCuvée (12,0 % vol., Brut) ist im ausgewählten Fachhandel, auf dem Bayreuther Festspielhügel sowie online unter shop.geldermann.de erhältlich.
„Die diesjährige FestspielCuvée ist für mich wie ein großer Opernabend –emotional, inspirierend und mit einem Finale, das lange nachklingt.“
DÉBORAH RUFFING TABBONE, CHEF DE CAVE
MARKGRÄFLICHES OPERNHAUS
4. - 13. SEPTEMBER 2026
JULIA LEZHNEVA
FLORIDANTE
Georg Friedrich Händel
Neui N sze N ieru N g
Dramma per musica in drei Akten
Max Emanuel Cencic Markellos Chryssicos
Chaos
CHRISTOPHE DUMAUX
Handel’s Nature Thibault Noally • Les Accents 05 SEP 2026
06 & 13 SEP 2026 • Brunch • Orangerie der Eremitage
SEP 2026 11 SEP 2026 12 SEP 2026
Koffer-Arien Baptiste Lopez • Kammerorchester Basel
SEP 2026
EMÖKE BARÁTH & ANDREAS SCHOLL
Caesar meets Rodelinda • Markellos Chryssicos Wrocław Baroque Orchestra • Friedrichsforum
FEDERICO FIORIO, MAAYAN LICHT & DENNIS ORELLANA
The Sopranos Jarosław Thiel • Wrocław Baroque Orchestra
PETR NEKORANEC
Viaggio in Europa Kateřina Ochmanová • Schlosskirche Mehr unter:
& 11 SEP 2026 • Gala-Dinner • Schloss Birken

150 JAHRE BAYREUTHER FESTSPIELE ZWISCHEN WAGNER-MYTHOS, KI-EXPERIMENTEN,
KINDEROPER UND KULTURFESTIVAL FÜR DIE GANZE STADT 1

1 Feiert 150. Geburtstag: das Festspielhaus Bayreuth.
2 Dieses Jahr erstmals auf der Bühne des Festspielhauses: Richard Wagners Jugendwerk „Rienzi“.
3 Frisch saniert: Richard Wagners Steinway-Flügel im Haus Wahnfried.
4 Im „RING 10010110“ wird erstmals künstliche Intelligenz live auf der Bühne zur bildgebenden Kraft.



Bayreuth
steht vor einem Sommer voller Widersprüche, 150 Jahre nach der ersten Festspielpremiere – und genau darin liegt seine Faszination. Neben großen Wagner-Inszenierungen und einem selten gespielten „Rienzi“ prägen KI-Projekte, digitale Experimente und ein überraschend junges Education-Programm das Jubiläumsjahr 2026. Die Festspiele öffnen sich dabei stärker denn je der Stadt und ihrem Publikum von morgen. Zwischen Festspielhaus, Parkbühne und Parkhaus entsteht ein Kulturfestival, das Wagner nicht museal verwaltet, sondern neu befragt.
gibt darauf keine einfache Antwort. Stattdessen entstehen Erzählungen zugleich – im Festspielhaus, in der Stadt, in den Zwischenräumen.
GDM
Es gibt Orte, die wirken, als hätten sie sich der Zeit entzogen. Bayreuth ist so ein Ort. Jeden Sommer pilgern Opernliebhaber aus aller Welt auf den Grünen Hügel. 150 Jahre nach der ersten Festspielpremiere steht dieser Ort nun selbst auf dem Prüfstand. Was bleibt von einer Tradition, die immer auch Inszenierung ihrer selbst war? Und was geschieht, wenn ausgerechnet im Jubiläumsjahr Bewegung in ein System kommt, das lange von seiner Unveränderlichkeit lebte? Bayreuth 2026

Auf den ersten Blick ändert sich am Spielplan wenig. Gespielt wird Wagners „Ring des Nibelungen“, „Parsifal“ und „Holländer“. Zum ersten Mal in der 150jährigen Festspielgeschichte taucht das Jugendwerk „Rienzi“ im Programm auf – eine Reminiszenz an das Jubiläum. Dieser besonderen Premiere mussten sowohl die Gesellschafter als auch die Familie Wagner zustimmen, weil in Bayreuth sonst nur der „Ring“, „Der Fliegende Holländer“, „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Tannhäuser“, „Lohengrin“ und „Parsifal“ aufgeführt werden dürfen.
Aber auch der vermeintlich traditionelle Werkkanon hält Überraschungen bereit. Nach dem Einsatz einer ARBrille in Jay Scheibs „Parsifal“ wagen die Festspiele mit „RING 10010110“ den nächsten Schritt: Erstmals wird künstliche Intelligenz live auf der Bühne zur bildgebenden Kraft. Kurator Marcus Lobbes, Leiter der Akademie für Theater und Digitalität am Theater Dortmund, und sein Team verbinden Live Coding, Holografie und KI zu einer visuellen Ebene, die jede Aufführung einzigartig macht. Die Sänger bleiben der ruhende Mittelpunkt in einem digitalen Kosmos aus Projektionen, Erinnerungen und Brüchen. Der „Ring“ wird so zum Resonanzraum zwischen Mythos und Maschine – und stellt Fragen nach Bildern, Erinnerung, Urheberschaft und der Zukunft des Musiktheaters. Am Pult steht Christian Thielemann, die Besetzung ist prominent: Michael Volle übernimmt Wotan und den
Wanderer, Camilla Nylund die Brünnhilde, Klaus Florian Vogt singt Loge, Siegmund und Siegfried.
Noch nie haben die Bayreuther Festspiele so viel Energie in ihr Publikum von morgen investiert wie in diesem Jubiläumsjahr: mit über hundert Veranstaltungen, einem eigenen kleinen „Festspielhaus“ und einer Neuinszenierung des „Ring des Nibelungen“ speziell für Kinder. Es spielt erneut das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder).
Das Education-Programm nimmt in diesem Sommer breiten Raum ein. Der neue Leiter, Seraphin Feuchte, hat ein Programm vorbereitet, das sich über mehrere Monate erstreckt und im und rund um das neue „Kleine Festspielhaus“ angeboten wird. Damit öffnen die Festspiele den WagnerKosmos für unterschiedliche Zielgruppen. Für Kindergärten eignet sich etwa das Sitzkissenkonzert „Der verlorene Ring“ für Kinder von drei bis sechs Jahren – ein spielerischer Einstieg in Wagners „Ring“ mit Musik, Tanz und Schauspiel.
Für Schulen gibt es Workshops, Führungen und Projektformate. Beispielhaft steht „Wagners FilmmusikLabor“ ab zwölf Jahren, bei dem Schüler selbst Filmszenen vertonen und die Verbindung zwischen Wagner und moderner Filmmusik entdecken. Auch Lehrkräfte werden mit einem „PädagogenCafé“ angesprochen. Für Familien wird das Kleine Festspielhaus zum Erlebnisort: Neben Workshops und Vorprogrammen zur Kinderoper lädt etwa das interaktive EscapeGame „RINGSpecial“ dazu ein, gemeinsam Rätsel rund um Wagners „Ring“ zu lösen.
Die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth hat seit ihrer Gründung 1949 mit rund 156 Millionen Euro maßgeblich zum Fortbestand der Festspiele beigetragen. In der aktuellen Spielzeit unterstützt sie den Spielbetrieb mit 1,76 Millionen Euro. Außerdem finanziert sie „Wagner für Starters“, unterstützt den Gesangswettbewerb „WagnerStimmen“ und fördert das Orchester der Kinderoper, die Konzertreihe in Haus Wahnfried sowie die Einführungsvorträge von Sven Friedrich.

Wagner im Wagner-Museum: Das Richard Wagner Museum Bayreuth, das in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen feiert, bietet unter dem Titel „50/150 – Utopie und Echo“ Konzerte, Installationen von Felix Burger, Georg Nussbaumer, Antoine Wagner und „Sounding Situations“, ein Symposium, Performances sowie die Lichtshow „Wahnfried leuchtet“ (23. Juli bis 26. August, täglich um 21:30, 22 und 22:30 Uhr). wagnermuseum.de
Wagner-Stimmen: Zum 150. Geburtstag der Festspiele richtet der RichardWagnerVerband Bayreuth zusammen mit den Festspielen und der GDF den internationalen Gesangswettbewerb „WagnerStimmen“ aus.
278 Sänger aus 39 Ländern haben sich beworben. Das Semifinale findet am 8. August, das Finale am 11. August im Friedrichsforum statt. Beide Veranstaltungen sind öffentlich. Das Finale begleiten Mitglieder des Orchesters der Bayreuther Festspiele, Dirigent ist Axel Kober. Tickets: wagner-stimmen.de
Wolffsohn über Karajan: Am 2. August, 11 Uhr, präsentiert der Historiker Prof. Michael Wolffsohn auf Einladung des RichardWagnerVerbandes Bayreuth im Balkonsaal des Friedrichsforums sein neues Buch „Genie und Gewissen – Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus“. Tickets unter: concerticket.de
Mit ihrem vielfältigen Education-Programm öffnen die Bayreuther Festspiele den WagnerKosmos für unterschiedliche Zielgruppen.
KONZERTE

© Nationalarchiv der RichardWagnerStiftung, Bayreuth
IM HAUS WAHNFRIED
4. August, 19:30 Uhr
„Von Geistern, Rittern und Sängern“
Lieder und Balladenabend mit Werken von Carl Loewe.
Georg Zeppenfeld, Bass; Johannes WulffWoesten, Klavier
8. August, 19:30 Uhr
Liederabend mit Werken von Liszt, Mahler, Schubert und Strauss
Katharina Konradi, Sopran; Joseph Middleton, Klavier
9. August, 19:30 Uhr
Liederabend mit Werken von Schubert, Mahler und Frank Martin (Jedermann-Monologe)
Johannes Martin Kränzle, Bariton; Hilko Dumno, Klavier
11. August, 19:30 Uhr
Liederabend mit Werken von Schubert (Schwanengesang)
Alexander Grassauer, Bassbariton; Stephan Matthias
Lademann, Klavier
13. August, 19:30 Uhr
Liederabend mit Werken von Brahms, Montsalvatge, de Falla und Wolf
Katharina Magiera, Alt; Hilko Dumno, Klavier

25. August, 19:30 Uhr
Kammerkonzert mit Werken von Beethoven, Strauss und Humperdinck Klenke Quartett
WAHNFRIED-TETRALOGIE I – IV
29. Juli, 19:30 Uhr
I. Lieder von Wagner, Meyerbeer, Loewe, Levi und Mendelssohn u. a.
Studierende der Liedklassen der HfM Karlsruhe; Alexander Fleischer, Klavier
31. Juli, 19:30 Uhr
II. Werke von Faltis, Berg, Furtwängler, Busoni und R. Strauss
Christiane Libor, Sopran; Hanno MüllerBrachmann, Bariton; Petra Schwieger, Violine; Günther Albers, Klavier
2. August, 19:30 Uhr
III. Werke von Pfitzner, Boulez, Debussy, Hartmann und Messiaen
Sarah Traubel, Sopran; Isa von Wedemeyer, Violoncello; Günther Albers, Klavier
6. August, 19:30 Uhr
IV. Werke von Zimmermann, Wolf, Stockhausen, Scriabin, Schönberg, Schreker, Ligeti u. a.
Maria Hilmes, Mezzosopran; Renatus Mészár, Bassbariton; Nina Valcheva, Kontrabass; Martin Wagemann, Trompete; Günther Albers, Klavier
19. und 20. August, 19:30 Uhr
Mike Svoboda Quartet: „Lieben Sie Wagner?“ Zwischen Wagner, Neutönerei, Jazz und Rock
21. und 22. August, 19:30 Uhr
Vanessa Porter, Percussion
TEXTURE I & II
26. Juli, 11 Uhr
Liedmatinée: „Revolution und Kunst“ mit Liedern von Franz Schubert und Robert Schumann
Sarah Wegener, Sopran; Götz Payer, Klavier; Anno Mungen, Lesung
4. August, 11 Uhr
Klaviermatinée und Gesprächskonzert Wagner, Kaiser Dom Pedro II. und Liszt; Lecture in English
13. August, 19:30 Uhr
Opernmelodien auf 16 Saiten
Ein Gesprächskonzert mit projects4cellos.
Moderation: Susanne Bieler
14. August, 11 Uhr
Familien-Matinée mit Großvater, Vater, Sohn
Klavierlieder von Liszt und Wagner.
Nikola Diskić, Bariton; Marcelo Amaral, Piano
18. August, 11 Uhr
Klaviermatinée: Edith Fischer
Die „Grande Dame“ der internationalen Pianistinnenszene spielt Werke von Bach, Ravel, Beethoven
21. August, 19:30 Uhr
Klavierabend: Hämmerklavier
Pianist Moritz Eggert präsentiert zwei neue Abschnitte seines seit mehr als 20 Jahren wachsenden Klavierzyklus
Hans Martin Gräbner
Bei seinen Werkeinführungen – an jedem Spieltag ab 11 Uhr im Rokokosaal von Steingraeber – gibt der Komponist, Pianist und Dirigent Musikbeispiele am LisztFlügel. Seinen Schwerpunkt legt er nicht auf die aktuellen Inszenierungen, sondern auf das Werk an sich.
„Festspiele für Einsteiger – oder: Wie (üb)erlebe ich einen Tag am Grünen Hügel“
Die halbstündige Einführung mit Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich beantwortet kurz, bündig und unterhaltsam drängende Fragen von NeuWagnerianern und solchen, die es werden wollen: „Festspiele für Einsteiger“ erklärt am Modell des Festspielhauses des Richard Wagner Museums anschaulich, was die Besucher auf dem Grünen Hügel erwartet. An den Aufführungstagen um 12:30 Uhr im Richard Wagner Museum.

Dr. Sven Friedrich
Auch in der Festspielsaison 2026 wird Dr. Sven Friedrich seine inszenierungsbezogenen Einführungsvorträge halten. Einführungen finden zu den Produktionen „Rienzi“, „Parsifal“ und „Der fliegende Holländer“ jeweils am Aufführungstag statt. Für den „Ring des Nibelungen“ erfolgt der Einführungsvortrag ausschließlich am Tag der „Walküre“. Die Eintrittskarte für die Aufführung des Abends sowie für jede andere Vorstellung berechtigt zum kostenfreien Besuch des Einführungsvortrags.
bayreuther-festspiele.de
50/150 – Utopie und Echo | Positionen:
„Mein Mann, das bin hier ich“ – Frauen (in) der Festspielleitung (Performance)
„Hinter jedem starken Mann steckt eine starke Frau“ – und sorgt oft genug dafür, dass der Laden läuft. Die Festspielgeschichte ist auch eine Geschichte der Wagnerfrauen und witwen. Mit rasanten Rollen und Szenenwechseln fragt die dritte Kooperation von Studiobühne und RWM als performatives Element der Jubiläumsausstellung nach den starken Frauen daneben, dahinter und danach. Konzeption, Texte und Regie: Dorothea Kirschbaum.
Termine: 26./27./29. Juli, 2./4./5./6./11./12./18./23. und 24. August: 15 Uhr; 27. Juli und 11./17. August: 17 Uhr
Richard Wagner Museum, Museumsneubau, Ausstellungshalle. Im Museumseintritt enthalten. Keine Voranmeldung erforderlich.
27. Juli, 12 Uhr
Buchvorstellung „Bayreuth als Theater.
Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte“
Prof. Dr. Stephan Mösch und Florian Zinnecker von der Wochenzeitung „Die Zeit“ laden zu einer Podiumsdiskussion mit Buchvorstellung ein. Der Eintritt ist frei.
Kammermusiksaal im Steingraeber Haus

28. Juli, 20 Uhr
Der Ring rebootet
„DER RING – REBOOTET“ will mit spielerischem Spaß und Tollerei, Gelächter, Schmunzeln und Überraschungen den ganzen „Ring“ neu erzählen und einen „vergnüglichen“ Weltuntergang auf die Bühne zaubern.
Weitere Termine: 31. Juli, 2./8./15./16./18./21. und 22. August
Steingraeber Hoftheater
studiobuehne-bayreuth.de
28. Juli bis 18. August
Festspiele im Kino
Bekannte WagnerOpern auf der Leinwand; Verein TAFF (Team aktiver Festspielförderer)
Cineplex Bayreuth
29. Juli, 12 Uhr
„Es klang so alt und war doch so neu“
WagnerInterpretation(en) 1976 bis 2026; Podiumsdiskussion und Buchvorstellung. Eintritt frei.
Steingraeber Haus

Manufaktur | Museum Einzelhandel | Kulturzentrum

Erleben Sie die Steingraeber Klaviermanufaktur in der Musikstadt Bayreuth, genießen Sie ein Konzert und finden Sie Ihr Trauminstrument in unseren Auswahlsälen oder beim SteingraeberPartner in Ihrer Gegend. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!






Kunsthandwerklicher Klavierbau seit 1852 in der Musikstadt Bayreuth www.steingraeber.de
30. Juli, 16 Uhr / 1. August, 11 Uhr / 2. August, 17 Uhr
Wagner im Parkhaus
Performance venus, engel & die nacht
Parkhaus Oberfrankenhalle, Bayreuth
Open-Air-Konzerte – kostenfrei
1. August, 11 Uhr
Mit dem weltberühmten Bayreuther Festspielchor
2. August, 17 Uhr
Mit dem Orchester der Bayreuther Festspiele
Park unterhalb des Festspielhauses
Picknickdecken und -stühle sowie Speisen und Getränke können mitgebracht werden.
4. August, 18 Uhr
Wagner als Musiktheatererlebnis
Konzertante Uraufführung von „Brünnhilde brennt“; Musik: Bernhard Lang, Text: Michael Sturminger
Friedrichsforum, Bayreuth
4. bis 9. August
Festspiele zum Mitlesen
Untertitel mit ARBrillen bei ausgewählten Aufführungen; Verein TAFF (Team aktiver Festspielförderer)
Festspielhaus
6. August, 11 Uhr
„Cosima Wagner. Ein widersprüchliches Leben“ –
Vortrag und Lesung von Sabine Zurmühl
Die Journalistin, Autorin und WagnerKennerin Sabine Zurmühl liest und kommentiert aus ihrer Biografie
„Cosima Wagner. Ein widersprüchliches Leben“ und zeichnet dabei ein ungewohnt differenziertes Bild einer Frau zwischen Konvention und Rebellion.
Kammermusiksaal im Steingraeber Haus
19. und 20. August, 20 Uhr
Theater: MALWIDA
Theaterstück und Inszenierung von Michel Mollard
Steingraeber Hoftheater
25. August, 11:30 Uhr
Vermittlung von Festspielgeschichte:
„Mäzen, Monarch und Möglichmacher –Richard Wagners Glück mit König Ludwig II.“
Vortrag von Marcus Spangenberg König; Verein TAFF
(Team aktiver Festspielförderer)
Festspielhaus
25. September
Offene Türen – exklusive Führungen durch das Bayreuther Festspielhaus Im Rahmen der „Langen Nacht der Kultur“: Verein TAFF (Team aktiver Festspielförderer); Anmeldung erforderlich!
Festspielhaus
AUSSTELLUNGEN

22. Juli bis 12. September 2026
Ausstellung von Antoine Wagner zum Festspieljubiläum Antoine Wagner ist Ururenkel Richard Wagners. Insofern wurde ihm die Kunst quasi in die Wiege gelegt. Antoine musiziert nicht, sein Ding sind Malerei, Zeichnung, Film, Performance, Fotografie, Ton und Installation. In diesem Sommer hat er eine Reihe von Flügeln gestaltet – einen davon im Tropenhaus der Universität Bayreuth. Dieses Kunstprojekt umfasst einen von Wagner handbemalten Flügel sowie drei weitere Instrumente, die der Künstler mit Hölzern aus aller Welt und Erde gestaltet hat – eine Fortführung seines Projekts Impossible Forest. Begleitet werden die Instrumente von einem Video (Resonanz, 4K, ca. 7 min), das den Entstehungsprozess eines Grand Piano im Tropenhaus zeigt, wo Antoine Wagner das Instrument bei 32 Grad Celsius und 97 Prozent Luftfeuchtigkeit im botanischen Garten bemalte. Geöffnet von 10 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.
Galerie Steingraeber

23. Juli bis 4. Oktober 2026
50/150 – Utopie und Echo | Positionen: Zeitgenössische Installationen im Richard Wagner Museum
Bildende und darstellende Künste formulieren in der Jubiläumsausstellung des Richard Wagner Museums Positionen zu Wagners Werk und dessen Geschichte. Die Arbeiten von Felix Burger, Georg Nussbaumer, Antoine Wagner und des Kollektivs „Sounding Situations“ werfen aktuelle künstlerische Schlaglichter in die museale Darstellung geronnener Zeit.
Richard Wagner Museum
25. Juli bis 4. Oktober 2026
KriegsFestSpiele – Im Spiegel der Bayreuther Presse
Die Ausstellung beleuchtet, wie eng die Bayreuther Festspiele im Zweiten Weltkrieg mit nationalsozialistischer Propaganda verflochten waren. Im Zentrum steht die Rolle der lokalen Presse, die die sogenannten Kriegsfestspiele nicht nur dokumentierte, sondern aktiv zur ideologischen Inszenierung von Krieg und „Normalität“ beitrug. Ein Projekt der Universität Bayreuth in Kooperation mit der Klaviermanufaktur Steingraeber.
„Flügelhaus“ im Steingraeber Haus


23. Juli – 26. August
50/150 – Utopie und Echo | Projektionen: „Wahnfried leuchtet!“ – Video-Animation von Urbanscreen
Eine großformatige ProjectionMappingInszenierung verwandelt die Fassade von Haus Wahnfried in eine immersive Medieninstallation aus Licht, Bild und Klang. In der 15 bis 20minütigen Lichtshow kann die wechselvolle Geschichte des Hauses Wahnfried als Zeitzeuge seiner eigenen Vergangenheit erlebt werden. In sechs Kapiteln führt die Inszenierung durch die Geschichte des Hauses: von Richard Wagners visionärer Idee eines eigenen künstlerischen Ortes über die frühen Bayreuther Festspiele und Wahnfried als Zentrum eines neuen Musiktheaters bis hin zu den ideologischen Verstrickungen des Hauses während des Nationalsozialismus. Auch die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, der Wiederaufbau sowie die spätere Nutzung als Museum werden Teil der Erzählung. Im Epilog richtet sich der Blick auf die Gegenwart und Zukunft eines Ortes, der bis heute Kunst, Geschichte und gesellschaftliche Erinnerung miteinander verbindet. Täglich 21:30 Uhr, 22 Uhr und 22:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Richard Wagner Museum, Museumsvorplatz und Café Wahnfried
BR Klassik überträgt am 26. Juli ab 15:05 Uhr live aus Bayreuth – zunächst über die Auffahrt, ab 15:57 Uhr folgt dann die Liveübertragung „Rienzi“ aus dem Festspielhaus. Am 27./28. und 30. Juli sowie am 1. August (jeweils ab 20:03 Uhr) strahlt der BR die Liveaufnahmen der vier Teile des „Ring des Nibelungen“ aus.

WIE DAS RICHARD WAGNER MUSEUM IN 50 JAHREN VOM GEDENKORT ZUM GEISTIGEN MASCHINENRAUM DER FESTSPIELSTADT WURDE
Bayreuth feiert. 150 Jahre Bayreuther Festspiele. Aber eben auch 50 Jahre Richard Wagner Museum. Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich, der auch Leiter des Nationalarchivs der Richard-Wagner-Stiftung in Bayreuth ist, nutzt das Jubiläum für eine Bilanz, die ungewöhnlich eindeutig, humorvoll und ungeschönt ausfällt. Ein Gespräch über architektonische Mutproben, Festspielbesucher im Rückzugsmodus, Dirigenten im Archiv und die Frage, warum ein Museum manchmal mehr Nibelheim als Walhall ist.
Wenn Dr. Sven Friedrich über „sein“ Museum spricht, klingt das selten nach Verwaltungsdeutsch. Eher nach einer Mischung aus kulturhistorischer Tiefenschärfe, trockenem Humor und jener feinen Ironie, die man nur entwickelt, wenn man seit Jahrzehnten zwischen Festspielhaus und Wahnfried arbeitet. 2026 feiert das Richard Wagner Museum sein 50jähriges Bestehen – und Friedrich zieht ein Zwischenfazit, das so gar nicht nach
Jubiläumsroutine klingt. „Zukunft braucht Herkunft“, zitiert er den Philosophen Odo Marquard – und meint damit nicht nur die Geschichte des Hauses, sondern auch seine eigene. In vier Jahren, sagt er „nach Lage der Dinge“, werde er gehen. Zeit also, ein paar Dinge festzuhalten, „die nicht in den Akten stehen“.
WIE ALLES BEGANN
Dass es das Museum überhaupt gibt, ist – wie so vieles in Bayreuth – ein Produkt aus Zufällen, Todesfällen und Familienentscheidungen. Bis 1966 lebte Wieland Wagner in Wahnfried. Als er mit nur 49 Jahren starb, entschied Winifred Wagner nach altpreußischer Logik: „Wenn der Förster stirbt, müssen die Försterskinder ausziehen.“ Wahnfried wurde leer. Und 1973 gründete sich die RichardWagnerStiftung – samt Idee, das verwaiste Haus zum Museum umzubauen. Drei Jahre später war alles fertig. „Erschütternd schnell und erschütternd billig“,

Gleich zwei Wagner-Jubiläen in einem Jahr erlebt die Stadt Bayreuth 2026: Die RichardWagner-Festspiele wurden 1876 – und damit vor 150 Jahren – ins Leben gerufen, und das Richard Wagner Museum Bayreuth (unsere Fotos) kann in diesem Jahr 50. Geburtstag feiern.

sagt Friedrich schmunzelnd. Ein Satz, der heute in jeder Bauausschusssitzung als ScienceFiction gelten würde.
Die ersten Jahrzehnte waren geprägt von Aufbau, Konsolidierung, Neuansätzen. Ein Museum, sagt Friedrich, sei nie in Stein gemeißelt. Und schon gar nicht eines am authentischen Ort. Besonders deutlich wurde das 2015, als der Erweiterungsbau eingeweiht und das Museum neu konzipiert wurde. Friedrich erzählt eine Anekdote, die man nicht vergisst. Wobei man wissen muss, dass Friedrich und Thielemann sich seit langer Zeit mit „Herr F.“ und „Herr T.“ ansprechen – eine Mischung aus ironischer Förmlichkeit und gegenseitigem Respekt, die ihre Gespräche bis heute prägt. Christian Thielemann kam zur Vorbesichtigung, schaute sich die neue Dauerausstellung an – und verzog das Gesicht. „Sagen Sie mal, Herr F., finden Sie das schön? Das ist ja so kalt, so nüchtern, ohne Poesie. Man kommt sich vor wie in der Zahnarztpraxis.“ Friedrich konterte im gleichen Tonfall: „Herr T., für die Gefühle sind ja Sie da oben zuständig. Wir hier unten haben eine andere Aufgabe.“ Mit „oben“ meinte er das Festspielhaus – jenes „Kraft
werk der Gefühle“, wie Alexander Kluge es nannte. „Unten“ steht für das Museum: ein intellektuelles Nibelheim, in dem man die Glut der Kunst nicht nachspielt, sondern befragt. Genau das entspricht Friedrichs Verständnis von Museumsarbeit: „Der Versuch, den Überwältigungsgestus von Wagners Kunst museal zu reproduzieren, kann heute nur geschmäcklerisch und peinlich werden.“
DER NEUBAU
Der Erweiterungsbau von Staab Architekten (Berlin) ist für Friedrich bis heute ein Glücksfall. „Ein Entwurf, der modern ist, aber sich zurücknimmt – das muss man erst mal können.“ Von der Straße aus sieht man ihn kaum. Die Glasfassade spiegelt den Park, der Bau duckt sich hinter Wahnfried weg. In der Planungsphase gab es allerdings Widerstand. Ein prominenter Lokalpolitiker, dessen Namen Friedrich nicht nennt, äußerte sich skeptisch: „Wir wollen keinen hypermodernen Glaskasten.“ Friedrichs Antwort: „Wir können ja auch eine AlbertSpeerGedächtnisarchitektur machen. Passt ja thematisch.“ Danach, erzählt er trocken, „war die Diskussion erledigt“. Heute stehen auf dem WagnerAreal drei Jahrhunderte Architektur: Wahnfried (19. Jahrhundert), SiegfriedHaus (20.), Neubau (21.). Ein Ensemble, das sich nicht anbiedert – und gerade deshalb funktioniert.
Würde er heute alles wieder so machen? Von wegen: „Alles anders.“ Der Satz kommt schnell, aber nicht verbittert. Museen, sagt Friedrich, müssten heute digitaler, partizipativer, niederschwelliger sein. Aber: „Jede Entscheidung schließt tausend andere aus. Und vieles würde ich wieder so machen.“ Vor allem die Gestaltung des WahnfriedErdgeschosses hält er für zeitlos. Natürlich gebe es Details, die man heute anders lösen würde – Beschriftungen, Wegeführungen, technische Dinge. Aber eine komplette Neugestaltung? „Vermutlich die nächsten 20 Jahre nicht.“
WER KOMMT EIGENTLICH INS MUSEUM?
Drei Gruppen dominieren: 1. Das lokale, kulturaffine Publikum – eine treue Klientel –, aber begrenzt wachstumsfähig. Friedrich: „Man geht einmal ins Museum – und dann möglichst nie wieder.“ 2. Die Touristen. Bayreuth hat sich in den letzten 20 Jahren stark entwickelt, sagt Friedrich. Barock, Wilhelmine, Opernhaus – das funktioniere gut – und doch: „Nicht jeder Tourist ist Kulturtourist“, sagt der Experte und weiß: Viele Gruppen werden übers Gelände geschleust, sehen Wahnfried von

außen – und fahren weiter. 3. Die Festspielbesucher. Für sie war es – früher – Pflicht, das Museum zu besuchen. Heute sei es allenfalls Option. „Es gibt mittlerweile Festspielbesucher, die nicht mal mehr mit der Stadt in Berührung kommen, konstatiert Friedrich und beschreibt deren Verhalten plastisch: „Kommen, gucken, fahren.“ Was dann durchaus Konsequenzen hat, auch für die Gastronomie: „Früher“, sagt Friedrich, „war die Stadt nach der Vorstellung voll mit Festspielgästen, die den Gasthäusern gute Umsätze beschert haben. Heute kommen vier Ehepaare, essen gemischten Salat und trinken Mineralwasser.“
DAS NATIONALARCHIV –DER UNSICHTBARE RIESE
Das Museum ist laut Friedrich nur die Spitze des Eisbergs: „Ein Achtel sichtbar, sieben Achtel unsichtbar.“
„Jede Entscheidung schließt tausend andere aus. Und vieles würde ich wieder so machen.“
DR. SVEN FRIEDRICH, MUSEUMSDIREKTOR
Im Archiv lagern der Nachlass von Richard und Cosima Wagner, Siegfried Wagners künstlerische Materialien, das Festspielarchiv, Bestände der alten Gedenkstätte. Viele Handschriften sind digitalisiert – ein Segen für Forscher weltweit. „Für jemanden aus Neuseeland ist es schwieriger, nach Bayreuth zu kommen, als für jemanden aus Heinersreuth.“ Ob das Haus auch noch geheime Schätze hüte? „Wenn ich jetzt Ja sagen würde, würde ich einer unwillkommenen Mythenbildung Vorschub leisten.“ Nein, sagt Friedrich kategorisch, es gebe keine HitlerBriefe im Stahlschrank, keine verborgenen Tresore, keine geheimen WagnerDossiers. „Schade eigentlich. Das würde meinen Nimbus steigern.“
Stattdessen finden sich aber immer wieder Dirigenten dort ein, einige kommen sogar regelmäßig – „zu wenige“, wie Friedrich findet. Zu denen, die wirklich dort arbeiten, gehörte Kirill Petrenko. Als er den Bayreuther „Ring“ vorbereitete, verbrachte er viele Stunden im Benutzerraum des Archivs – allein, konzentriert, mit seiner eigenen, dicht annotierten Partitur vor sich und den Original
handschriften daneben. Friedrich erinnert sich lebhaft: „Ich bin zu ihm hin und habe gefragt: ‚Und, wie ist es?‘ Da schaut er auf, lächelt knapp und sagt: ‚Alles falsch.‘“ Ein Satz, der weniger Kritik als Demut ausdrückt: die Erkenntnis, dass WagnerInterpretation nie abgeschlossen ist. Jede Seite, jede Mittelstimme, jede Pause kann neu gedacht werden. Genau das macht die Partituren für Dirigenten wie Petrenko unerschöpflich.
50 JAHRE MUSEUM –WAS BLEIBT?
Ein Haus, das sich immer wieder neu erfinden musste. Ein Ort, der nicht überwältigt, sondern nachdenken lässt. Ein Archiv, das die WagnerWelt versorgt. Ein Direktor, der mit Witz und Schärfe Bilanz zieht – und dabei nie vergisst, dass Kulturinstitutionen lebendige Organismen sind. „Ein Museum ist nie fertig. Und das ist auch gut so.“
GDM
ZUR PERSON
Dr. Sven Friedrich, Jahrgang 1963, ist seit 1993 Direktor des Richard Wagner Museums Bayreuth und Leiter des Nationalarchivs der Richard-Wagner-Stiftung. Der promovierte Theater- und Literaturwissenschaftler gilt als einer der profundesten Kenner der Wagner-Familiengeschichte und der Festspieltradition. Unter seiner Leitung wurde das Museum grundlegend neu konzipiert und 2015 mit einem Erweiterungsbau wiedereröffnet. Friedrich ist bekannt für seine pointierten Analysen, seine humorvolle Schärfe und seine Fähigkeit, WagnerMythos und Wagner-Wirklichkeit gleichermaßen präzise wie unprätentiös zu vermitteln.
Zum 50-jährigen Bestehen des Richard Wagner Museums erscheint mit „Wahnfried – 50 Jahre Richard Wagner Museum 1976–2026“ erstmals eine umfassende Darstellung der Museumsgeschichte. Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich verbindet darin historische Dokumentation, kulturgeschichtliche Einordnung und persönliche Erinnerungen. Auf 200 Seiten mit rund 80 Abbildungen zeichnet er die Entwicklung des Hauses von 1924 bis heute nach.
Die Idee zum Buch entstand spät, mitten in den Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2026. Trotz knapper Zeit entschied sich Friedrich, die Geschichte des Museums in einer eigenen Publikation festzuhalten. Der Verlag hielt das Projekt für „sportlich, aber machbar“. Für die Fertigstellung der Texte blieben nur zehn
Wochen – ein intensiver Kraftakt, den Friedrich entschlossen bewältigte. Das Buch erscheint im Juli 2026.
Friedrich versteht das Werk nicht nur als Chronik, sondern auch als persönlichen Rückblick auf über 30 Jahre Museumsleitung. Es beleuchtet die architektonische Entwicklung von Wahnfried, Siegfriedhaus und Neubau, die Neukonzeption 2015 sowie die Rolle des Museums zwischen Festspielbetrieb, Stadtgesellschaft und Forschung. Zahlreiche Dokumente und bislang unveröffentlichte Materialien ergänzen den Band.


Dr. Sven Friedrich: Wahnfried – 50 Jahre Richard Wagner Museum 1976–2026; Deutscher Kunstverlag; Hardcover, 160 Seiten; ISBN: 978-3-422-80440-1, Preis: 34 Euro; Erscheinungstermin: Juli 2026
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1.3. – 4.10.26 AugenZeugen mit Stift und Kamera
13.5. – 13.9.26 Leben am Wasser. Segen oder Gefahr?
26.9. – 25.10.26 Linda Männel
25.10.26 – 03.27 A. D. Trantenroth
In der Ausstellungshalle Neues Rathaus: 22.7. – 22.8.2026 eigen Kunstwerk – ROAMS

Neben den Sonderausstellungen finden regelmäßig öffentliche Führungen – in verschiedenen Sprachen – und Kunst Kurse für Kinder und Erwachsene statt. Wir bieten Sonderführungen für Gruppen und individuell buchbare Programme für Schulen an.
Kunstmuseum Bayreuth
Altes Barockrathaus · Maximilianstraße 33 · 95444 Bayreuth
Geöffnet: Di – So 10 – 17 Uhr, Juli / August auch Mo














Dasbesondere Jubiläum „150 Jahre Bayreuther Festspiele“ wird mit Festival 150 weit über den Grünen Hügel hinaus in die Stadt getragen. Inspiriert von Richard Wagners Idee des Gesamtkunstwerks entsteht ein vielfältiges Kulturprogramm, das Tradition und Gegenwart miteinander verbindet.
Musik, Kunst, Theater, Literatur, Streetart und innovative Formate machen Bayreuth zu einer lebendigen Bühne. Historische Orte werden neu entdeckt, bekannte Perspektiven erweitert und kulturelle Begegnungen für Menschen aller Generationen geschaffen.
Festival150 lädt Einheimische und Gäste dazu ein, Bayreuth neu zu erleben: als Stadt der Kultur, der Kreativität und des Austauschs. Dabei spannt das Programm den Bogen von Richard Wagners Vermächtnis bis hin zu zeitgenössischen Projekten und eröffnet neue Zugänge zur Festspielstadt.

Möglich wird dieses Jubiläumsprojekt durch die großzügige Förderung der Oberfrankenstiftung. Mit ihrer Unterstützung trägt sie maßgeblich dazu bei, kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen und besondere Projekte im Jubiläumsjahr zu verwirklichen.
Ob Festspielgast, Kulturinteressierter oder neugieriger Entdecker –Festival150 bietet das ganze Jahr über zahlreiche Möglichkeiten, Bayreuth und seine kulturelle Strahlkraft neu kennenzulernen.
Aktuelle Informationen, Veranstaltungen und weitere Angebote finden Sie unter: festival150.com
Anlässlich des Jubiläumsjahres gibt es Richard Wagner jetzt als limitierte PlaymobilSonderfigur.
Die exklusive Sammlerfigur ist für 5,99 Euro im Bayreuth Shop der Tourist Information sowie in allen EDEKA Schneider Märkten erhältlich. Aber nur solange der Vorrat reicht.
PROFESSOR STEPHAN MÖSCH HAT EIN WEGWEISENDES BUCH ÜBER DIE
BAYREUTHER FESTSPIELE GESCHRIEBEN
DerMusikwissenschaftler Stephan
Mösch hat für sein neues Buch tief in Archiven gegraben. Zum 150-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele erzählt er die Geschichte des Grünen Hügels neu –und entdeckt dabei ein Bayreuth jenseits der bekannten Legenden.
Als Stephan Mösch an diesem Vormittag in Karlsruhe zum Gespräch bittet, liegen anstrengende Wochen hinter ihm. An der Hochschule für Musik Karlsruhe, wo er Musiktheater lehrt, hat gerade eine große Abschlussveranstaltung mit Studierenden stattgefunden. Gleichzeitig laufen die letzten Arbeiten an einem Buch, das ihn seit Jahren beschäftigt. Mösch wirkt konzentriert, beinahe angespannt. Doch sobald das Gespräch auf Bayreuth kommt, gerät etwas in Bewegung. Die Antworten werden länger, präziser, leidenschaftlicher.
Hier spricht keiner, der nach oberflächlichspektakulären Enthüllungen sucht. Mösch interessiert sich für Fakten, Quellen und Zusammenhänge. Für das Ineinander von Mikro und Makrogeschichte der Festspiele. Für jene Details, die ihr Bild auf ungewohnte Art präzisieren und damit dann doch häufig spektakulär sind, weil sie mit der Auswertung bislang unbekannter Quellen zu tun haben. Daraus bezieht das neue Buch seine Stärke.
Dabei gibt es kaum jemanden, der die Geschichte der WagnerFestspiele besser kennt als der gebürtige Bayreuther Stephan Mösch. Seit Jahrzehnten beschäftigt sich der Musik und Theaterwissenschaftler mit Wagners Werk, mit dem Grünen Hügel und den Menschen, die dort Kulturgeschichte geschrieben haben. Als Journalist, als langjähriger Chefredakteur der Fachzeitschrift Opernwelt (Berlin), als Hochschullehrer und Forscher hat Mösch Bayreuth aus unterschiedlichsten Perspektiven betrachtet.
Nun legt er ein Buch vor, das auf den ersten Blick wie eine weitere Festspielgeschichte wirken könnte. Doch

Prof. Dr. Stephan Mösch vor Schloss Gottesaue, dem Hauptsitz der Hochschule für Musik Karlsruhe. Der gebürtige Bayreuther interessiert sich weniger für Legenden als für belegbare Zusammenhänge. Sein neues Buch erzählt die Geschichte der Bayreuther Festspiele aus der Perspektive von Briefen, Tagebüchern und bislang wenig beachteten Archivquellen.
„Bayreuth als Theater“ ist etwas anderes. Es ist kein Jubiläumsband, der die bekannten Höhepunkte zum 150. Geburtstag der Festspiele noch einmal auflistet. Stattdessen versucht Mösch, die Institution Bayreuth neu zu lesen. „Man erfährt sehr viel über die Festspiele, wenn man sich nicht nur anschaut, was verwirklicht wurde, sondern auch das, was nie realisiert worden ist“, sagt er.
Diese Perspektive zieht sich wie ein roter Faden durch das fast 700 Seiten starke Buch. Bayreuth erscheint darin nicht als geschlossene Erfolgsgeschichte, sondern als offener Prozess voller Konflikte, Irrtümer, Visionen und überraschender Wendungen.
Eine zentrale Grundlage für Möschs Forschungen sind Quellen, die bislang kaum ausgewertet wurden. Besonders die sogenannte „Zustiftung Wolfgang Wagner“ im Nationalarchiv Bayreuth eröffnete neue Einblicke. Dort lagern Korrespondenzen, Notizen und Dokumente aus der Nachkriegszeit, die bis weit in die 1980erJahre reichen. Für Mösch sind diese Bestände beinahe die „DNA von NeuBayreuth“. Die Dokumente zeigen, wie intensiv über künstlerische Konzepte, Dirigenten, Regisseure und die Zukunft diskutiert wurde. Oft entsteht dabei ein anderes Bild als jenes, das sich in den bekannten Festspielgeschichten findet.
Ein Beispiel ist der Dirigent Igor Markevitch. In vielen Darstellungen erscheint sein Rückzug von den „Tannhäuser“Proben 1954 lediglich als Randnotiz. Die Quellen zeigen
jedoch, dass mit diesem Engagement ein weitreichender musikalischer Neuansatz verbunden war. Es ging darum, Wagners Musik von der musikalischen Moderne her zu deuten – eine Idee, die später mit Pierre Boulez weitergeführt wurde.
Solche untergründigen, versteckten Traditionen faszinieren Mösch besonders. Sie machen deutlich, dass die Geschichte der Festspiele nicht nur aus Premieren besteht, sondern auch aus Ideen, die nie auf die Bühne oder in den Orchestergraben gelangten.
Vielleicht liegt gerade darin die Besonderheit dieses Buches. Mösch interessiert sich nicht nur für die großen Namen und die berühmten Aufführungen. Sein Augenmerk gilt häufig den Nebensätzen in Briefen, den Randbemerkungen in Tagebüchern und den verworfenen Plänen, dem Erinnern und Vergessen, das sich darin ausdrückt. Auch dem Umgang mit der Zeit, durch den sich das Profil bestimmter Abschnitte der Festspielgeschichte abzeichnet.
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Was wäre aus Bayreuth geworden, wenn bestimmte Ideen umgesetzt worden wären? Welche ästhetischen Konzepte verschwanden wieder in den Schubladen? Welche Konflikte haben Entwicklungen angestoßen, die heute selbstverständlich erscheinen? Für Mösch sind es oft gerade die nicht verwirklichten Projekte, die etwas über Hoffnungen, Ängste und künstlerische Vorstellungen verraten. Und auch darüber, wie fragil das Selbstverständnis der Festspiele oft war – allen offiziellen Statements zum Trotz.
BAYREUTH ALS EXPERIMENT UND ALS INSTITUTION
Für Mösch war Bayreuth nie ausschließlich ein Kultort. Vielmehr betrachtet er die Festspiele in ihrer Dauerspannung zwischen Institution und Experiment. In seinem Buch beschäftigt er sich mit Fragen, die weit über einzelne Inszenierungen hinausreichen: Wie verändert sich das Verständnis von Tradition?
Welche Rolle spielen Zeitgeist und gesellschaftliche Entwicklungen? Wie entsteht kulturelle Bedeutung überhaupt? Kultur erscheint hier als soziale Praxis. Sie ist, wie Mösch betont, einer Gesellschaft nicht von außen aufgegeben, sondern eine „endogene Leistung“. Insofern hat Bayreuth vielfach vom Themenvorrat einer sich wandelnden Gesellschaft profitiert – im Guten wie im Schlechten.
PROJEKT RIWA 26
als kulturelles Großereignis erlebt haben, sondern auch als Teil des städtischen Alltags. Vielleicht erklärt das seinen nüchternen Blick auf den Mythos.
Er interessiert sich weniger für Legenden als für Menschen. Etwa für den langjährigen Chordirektor Wilhelm Pitz, dessen über Jahrzehnte geführte Tagebücher einen seltenen Einblick in die Werkstatt der Festspiele ermöglichen. Für Künstler, deren Namen heute kaum noch bekannt sind. Für Diskussionen hinter den Kulissen, die oft mehr über Bayreuth verraten als jede Premiere. Gerade darin liegt die Stärke seines Buches: Es erzählt Festspielgeschichte als lebendigen Prozess.
Im Jubiläumsjahr kam Mösch gleich mehrfach nach Bayreuth. Auf Einladung des RichardWagnerVerbandes hat er in vier Vorträgen zentrale Aspekte seiner Forschungen vorgestellt. Die Reihe trug den Titel „Verstehen und verstanden werden – Eine Hörgeschichte der Bayreuther Festspiele“ und richtete sich an ein Publikum, das mit Bayreuth und Wagner bestens vertraut ist.
„Man erfährt sehr viel über die Festspiele, wenn man sich nicht nur anschaut, was verwirklicht wurde, sondern auch das, was nie realisiert worden ist.“
STEPHAN MÖSCH,
MUSIKWISSENSCHAFTLER
An der Hochschule für Musik Karlsruhe hat Mösch ein auf fünf Jahre angelegtes Drittelprojekt initiiert, das auf das Festspieljubiläum zuläuft (2021–2026). Studierende verschiedener Fachrichtungen nähern sich dem Komponisten über Themen wie Demokratie, Geschlechterrollen, Natur oder politische Verantwortung. „Wir bedienen Wagner nicht, wir befragen ihn“, lautet einer der programmatischen Sätze des Projekts, das man online unter riwa26.de verfolgen kann.
EIN BAYREUTHER BLICK AUF BAYREUTH
Trotz seiner internationalen Tätigkeit ist die Verbindung zur Heimatstadt nie abgerissen. Mösch gehört zu jener Generation von Bayreuthern, die die Festspiele nicht nur
Wer Mösch erlebt, merkt schnell, dass diese Vorträge für ihn keine Pflichtübung sind. Es ist die Verbundenheit eines gebürtigen Bayreuthers mit jener Stadt und jenem Festspielhaus, die ihn seit Jahrzehnten beschäftigen. Vielleicht liegt darin auch ein Schlüssel zu seinem neuen Buch. Mösch nähert sich den Festspielen mit wissenschaftlicher Distanz, aber auch mit der Neugier eines Menschen, der hier aufgewachsen ist. Es ist, wie er selbst sagt, eine Nähe, die sich nicht verstecken muss, „weil sie keineswegs zur Identifikation mit dem WagnerKult neigt“, aber eben auch eine Distanz, die sich durch die wissenschaftliche Arbeit von selbst ergibt und die „unverkrampft bleiben kann, weil sie aus der Vertrautheit mit dem Gegenstand wächst“.
150 Jahre nach der Eröffnung der Festspiele zeigt „Bayreuth als Theater“, dass die spannendsten Geschichten manchmal dort beginnen, wo man aufhört, nur auf die großen Aufführungen zu schauen. Eben beim Theater in seiner ganzen Komplexität.
GDM
STIMMEN ZUM BUCH
„Dieses kluge Buch verändert alles Nachdenken über Festspielgeschichte.“
Der Opernfreund
„Eines der vielschichtigsten Bilder, das je von diesen Festspielen gezeichnet wurde.“
„Man hört beim Lesen, das ist der Trumpf von ›Bayreuth als Theater‹.“
Münchner Merkur
„Ein
Einspruch gegen das fixe
Wagner-Bescheidwissertum“
VAN Magazin

Stephan Mösch: Bayreuth als Theater. Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte
Bärenreiter/Metzler Verlag, Kassel; 1. Auflage 2026; 674 Seiten, gebunden; Preis: 49,99 Euro; ISBN 978-3-7618-2649-2
Prof. Dr. Stephan Mösch wurde 1964 in Bayreuth geboren und zählt zu den profiliertesten Kennern der Bayreuther Festspiele. Nach Jahren als Journalist und langjähriger Chefredakteur der Fachzeitschrift Opernwelt (Berlin) lehrt er heute an der Hochschule für Musik Karlsruhe Musiktheater mit den Schwerpunkten Ästhetik, Geschichte und künstlerische Praxis. Bei zahlreichen Veröffentlichungen über Richard Wagner und Bayreuth verbindet er wissenschaftliche Forschung mit genauer Kenntnis der aktuellen Festspielpraxis.
KULTUR IN ST. PETRI KULMBACH
Highlights im Jahresverlauf

Fotoausstellung
Stummfilmkino
Musik-Kabarett
Galeriegespräch
Historienspektakel
Musikgottesdienst
Kunstwertkonzert
Kulturtage 17.-20.09. 2026
St. Petri Kulmbach
Willkommen zu kultur P.
dekanat-kulmbach.de/angebote/kulturp

Benjamin Britten: A CEREMONY
Konzert der Kulmbacher Kantorei
2. Adventssonntag 06.12.2026 um 17 Uhr
Petrikirche Kulmbach
Ort: St. Petrikirche Kirchplatz 1 95326 Kulmbach
Künstlerische Gesamtleitung: KMD Christian Reitenspieß
MIT HÄNDELS „FLORIDANTE“ ZEIGT MAX EMANUEL CEN Č I Ć 2026, WIE LEBENDIG, EMOTIONAL UND GEGENWÄRTIG GROSSE OPER DES 18. JAHRHUNDERTS SEIN KANN

Bayreuth Baroque hat sich in wenigen Jahren international etabliert.
Mit Händels „Floridante“ zeigt Max Emanuel Cenčić 2026, wie lebendig, emotional und gegenwärtig große Oper des 18. Jahrhunderts sein kann.
Es begann 2020 unter Pandemiebedingungen – und wurde binnen weniger Jahre zu einer Erfolgsgeschichte der Bayreuther Kulturlandschaft: Bayreuth Baroque hat sich vom mutigen Festivalstart zum international beachteten Opernereignis entwickelt. Auszeichnungen, Streams, Presseecho und Nachfrage zeigen: Das Festival ist längst mehr als ein Zusatzangebot im Schatten des Grünen Hügels.
Der Start hätte kaum schwieriger sein können: Im Januar lief der Vorverkauf an, im März kam der Lockdown. „Der hervorragend gestartete
Verkauf musste komplett storniert werden“, erinnert sich Geschäftsführer Dr. Clemens Lukas. Und doch konnte Bayreuth Baroque im September beginnen – mit großen Abständen, aber auch mit einem Vorteil: Während die Bayreuther Festspiele pausierten, war plötzlich Raum für ein neues Festival.
Sechs Jahre später ist daraus ein internationales Festival für barocke Opernkunst geworden – mit dem Markgräflichen Opernhaus als Zentrum, mit starken Stimmen, modernen Inszenierungen und klarem Profil. Produktionen laufen über mezzo.tv, arte Concert und den Bayerischen Rundfunk; in diesem Jahr kommt ein Livestream hinzu. 2024 erhielt Bayreuth Baroque bei den Oper! Awards den Preis als „Bestes Festival“. Mehr als 50 FeuilletonJournalistinnen und Journalisten kämen jährlich nach Bayreuth, sagt

Lukas; das Presseecho umfasse „insgesamt knapp 800 Seiten“.
Doch der Kern des Festivals liegt nicht in der Statistik, sondern auf der Bühne. 2026 richtet sich der Blick auf Georg Friedrich Händels „Floridante“. Die Oper gehört nicht zu den populären HändelTiteln, aber genau hier setzt Max Emanuel Cenčić, künstlerischer Leiter, Regisseur und Countertenor, an. Für ihn ist „Floridante“ keine bloße Ausgrabung, sondern „große Oper“.

Opulente Bilder und große Gesten bestimmten letztes Jahr die Aufführung von „Pompeo Magno“.
Cenčić begegnete dem Werk vor Jahren bei der Beschäftigung mit weniger bekannten HändelOpern. Beeindruckt habe ihn „die außergewöhnliche Qualität der Musik“. „Floridante“ enthalte „eine erstaunliche Fülle an musikalischen Höhepunkten“ – ein Beispiel dafür, „wie ungerecht die Musikgeschichte manchmal sein kann“.
Gerade deshalb soll „Floridante“ nicht wegen seiner Seltenheit faszinieren, sondern weil die Oper musikalisch und dramatisch trägt. „Wir übersehen vor allem ihre emotionale Vielfalt“, sagt Cenčić. Die Figuren seien keine eindimensionalen Helden oder Schurken, sondern Menschen mit widersprüchlichen Gefühlen. Dazu komme eine Geschichte über Macht, Liebe, Loyalität und Integrität –Themen, die aktuell bleiben.
Als Regisseur sieht Cenčić in einem selten gespielten Werk Freiheit und Verantwortung zugleich: Man müsse nicht gegen jahrzehntelange Erwartungen ankämpfen, präge aber für viele den ersten Eindruck. Dass er Regie führt und die Titelpartie singt, macht die Arbeit anspruchsvoll – und reizvoll: „Ich kann die Produktion von innen und außen zugleich wahrnehmen.“
In Bayreuth trifft diese Arbeit auf eine besondere Stadtsituation. Die Bayreuther Festspiele feiern 2026 ihr 150jähriges Bestehen. Für Lukas ist das kein Konkurrenzmoment. „Wir gratulieren den Bayreuther Festspielen zu dieser unglaublichen Leistung“, sagt er. Bayreuth Baroque profitiere vom Ruf der Stadt als Festspielstadt, habe sich aber eine eigene Position erarbeitet: „Wir
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„Die besten Einführungsvorträge, die ich jemals gehört habe!“
Dr. Oswald Georg Bauer, „Chronist der Festspiele“

seine Musik – seine Charaktere – seine Motive WERKEINFÜHRUNGEN VON HANS MARTIN GRÄBNER AM LISZT-FLÜGEL
An jedem Vorstellungstag zur jeweiligen Aufführung von 11 Uhr bis ca. 12 Uhr, Rokokosaal im Steingraeber-Haus, Friedrichstraße 2, 95444 Bayreuth. Eintritt: 18 €. Kein Vorverkauf. Tageskasse ab 10.30 Uhr. www.steingraeber.de www.hmgraebner.de

„Die Kombination von UNESCO Welterbe, wiederentdeckten Opern und geistreicher, lebendiger Inszenierung mit Spitzenpersonal ist ein Allein stellungsmerkmal.“
CLEMENS LUKAS,GESCHÄFTSFÜHRER BAYREUTH BAROQUE
werden inzwischen als zweites international ausstrahlendes Opernfestival in dieser Stadt wahrgenommen.“ Etwa die Hälfte der Besucherinnen und Besucher sei auch schon auf dem Grünen Hügel gewesen.
Im Jubiläumsjahr sieht Lukas Bayreuth Baroque als eigenen Beitrag zur Musikstadt Bayreuth. Er verweist auf Wagners Diktum „Kinder, schafft Neues“ – und zugleich auf die Zeit vor Wagner. Das Festival schließe den Kreis zurück zum Markgräflichen Opernhaus und erinnere daran, dass Bayreuths Musikgeschichte älter und vielschichtiger ist als der Grüne Hügel allein.
Das Markgräfliche Opernhaus bleibt Herz und Glanzpunkt des Festivals, setzt aber Grenzen. Nur 480 Plätze stehen zur Verfügung, viele mit eingeschränkter Sicht. Die Nachfrage nach den Inszenierungen könne derzeit nicht gedeckt werden. Wachstum ist deshalb ein Thema – aber kein Selbstzweck. „Größe allein ist kein Argument“, betont Lukas, „jedoch das Halten des hohen Qualitätsstandards.“
Ein wichtiger Schritt ist die Bespielung des Friedrichsforums. Für Lukas ist der neue Ort mehr als ein Experiment: Er ermöglicht neben der Neuinszenierung im Markgräflichen Opernhaus eine zweite Oper – etwa als Wiederaufnahme oder Kooperation. Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das: zwei Opern in zwei Tagen.
Perspektivisch wünscht sich Lukas „die feste Installation einer zweiten Inszenierung“. Auch international wächst das Interesse: Häuser wie die Lettische Nationaloper Riga, das Theater an der Wien und das Theater Meiningen fragten Bayreuther Produktionen an. Die wirtschaftliche Bedeutung sei ebenfalls beachtlich. Jeder Euro, den die Stadt investiere, werde „hier neunfach ausgegeben“. Kulturförderung sei deshalb zugleich Wirtschaftsförderung.
Trotz steigender Eigeneinnahmen und ausverkaufter Oper bleibt das Modell anspruchsvoll: Kosten steigen, Plätze sind begrenzt, Qualität hat ihren Preis. Wichtigster Unterstützer ist der Freistaat; Stadt, Bezirk, Oberfrankenstiftung und Mäzene kommen hinzu. „Wir brauchen jedoch dringend noch weitere“, sagt Lukas.
Der Blick nach vorn ist selbstbewusst. 2036 will Bayreuth Baroque „zwei, vielleicht drei Inszenierungen anbieten“ und als internationales Festspiel der barocken Opera seria fest etabliert sein. Einen Wunsch fügt Lukas mit Blick auf die Stadt hinzu: mehr HotelKapazitäten in Bayreuth.
Max Emanuel Cenčić würde den künstlerischen Kern dieses Zukunftsbildes vermutlich bei Händel selbst suchen. „Ein Werk bleibt nicht deshalb interessant, weil es selten ist, sondern weil es etwas zu erzählen hat“, sagt er. Genau das

empfindet er bei „Floridante“: keine historische Kuriosität, sondern ein Werk, das auch heute bewegen und begeistern kann.
Vielleicht lässt sich damit Bayreuth Baroque beschreiben: als Festival, das seltene Werke nicht museal ausstellt, sondern ihnen vertraut. Und als Festival, das Bayreuths Ruf als Musikstadt erweitert – vom Grünen Hügel zurück ins Markgräfliche Opernhaus, von Wagner zurück zur Operngeschichte vor Wagner und zugleich mitten hinein in die Gegenwart. GDM
TERMINE
Das Bayreuth Baroque Opera Festival findet 2026 vom 4. bis 13. September statt. Im Mittelpunkt steht die Neuinszenierung von Georg Friedrich Händels „Floridante“ im Markgräflichen Opernhaus. Regie führt Max Emanuel Cenčić, der auch die Titelpartie singt; die musikalische Leitung hat Markellos Chryssicos. Neben den Opernabenden bietet das Festival auch 2026 eine Reihe hochkarätiger Konzerte und Veranstaltungen. Mehr unter: bayreuthbaroque.de/ programm

»Man hört beim Lesen, das ist der Trumpf von ›Bayreuth als Theater‹.«
Münchner Merkur
»Dieses kluge Buch verändert alles Nachdenken über Festspielgeschichte.« Der Opernfreund »Ein Muss für Wagnerianer und
















… BEIM FESTIVAL JUNGER KÜNSTLER BAYREUTH
Seit 1950 bringt das Festival junger Künstler Bayreuth junge Talente aus aller Welt nach Bayreuth – als Ort der Begegnung, der Kreativität und des kulturellen Dialogs. Unter dem Leitmotiv „RE:SONANZ“ verbindet das Festival auch in diesem Sommer Musik, Kunst und gesellschaftliche Impulse zu einem einzigartigen Erlebnis.
Wenn in Bayreuth der Festivalsommer beginnt, gehört das Festival junger Künstler seit Jahrzehnten fest zum kulturellen Dreiklang der Stadt. Junge Musiker und Kulturmanager aus zahlreichen Nationen gestalten gemeinsam Konzerte, Workshops und interdisziplinäre Projekte zwischen Klassik, Weltmusik, Theater,






Film und neuen Formaten. Eine echte Innovationsplattform, die begeistert. Das Festival steht für Offenheit, Experimentierfreude und internationale Verständigung – und schafft Begegnungen, die weit über die Bühne hinausreichen. Besonders macht das Festival nicht nur seine künstlerische Vielfalt, sondern auch seine Haltung: Als einziges Festival im Bayreuther Kulturdreiklang finanziert es sich nicht durch hochpreisige Eintrittskarten, sondern über Spenden – und macht so Musik für jedermann zugänglich. Jeder Konzertbesuch und jede Unterstützung tragen dazu bei, jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform zu geben und Kultur lebendig zu halten.


Positionen


Resonanz der Kulturen: Konzerte des großen Türkischen Symphonieorchesters unter der Leitung des renommierten Dirigenten Cem Mansur, London Zauber der Musik: Werke von P. I. Tschaikowski, M. Ravel, P. Dukas und eine Uraufführung Klangräume. Bildspuren: Junge Komponisten porträtieren die Kunstwerke von Antoine Amadeus Wagner Pasquier mit einzigartiger RaumKlangInstallation.
Bayern trifft Mexiko: Musikalische Traditionen aus Mexiko und Bayreuth begegnen sich und bauen Klangbrücken über Kontinente.
Alle Konzerte und Events unter youngartistsbayreuth.de
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Juli–Oktober 2026

Gefördert von
Projektionen
Reflexionen
Resonanzen




50 Jahre Richard Wagner Museum
150 Jahre Bayreuther Festspiele









DAS FEST.SPIEL | ART.LAB BEREICHERT MIT EINER KÜHNEN UND ALTERNATIVEN GESAMTKUNST-WERKSTATT DAS BAYREUTHER FESTSPIEL-JUBILÄUM

Im „Café Wahn“ in Bayreuth sitzt an diesem Nachmittag eine kleine Runde mit großen Plänen: Der Musiker und Performer Wolfgang Riess und Fergus Wünschmann, promovierter Kultursoziologe und seit Jahrzehnten stadtkulturell aktiv, wollen gemeinsam mit der Gruppe NanoCollectiv das Jubiläumsjahr der Bayreuther Festspiele mit einem eigenwilligen Gegenentwurf bereichern – nicht als Protest, sondern als Ergänzung: Subkultur trifft Hochkultur, im besten Fall als Austausch „zwischen Hügel und Tal“.
Zentrum des Vorhabens ist ein Raum, der selbst eine Bayreuther Volte erzählt. Ursprünglich sei hier ein JeanPaulMuseum geplant gewesen, später fand die Stadt keine Verwendung mehr für die Fläche. „Da haben wir uns für die Zwischennutzung beworben“, sagt Wünschmann, Vorsitzender des Jean Paul Kulturverein Region Bayreuth e. V. Seit Jahren wird der Ort im letzten Wohnhaus Jean Pauls als Open Space betrieben: Wer eine Idee hat – Ausstellung, Lesung, Konzert, Workshop –, kann sich melden, zahlt keine Miete und bekommt Unterstützung. Die Organisation bleibt schlank: keine Vereinsstruktur, keine Hürden, keine festen Milieugrenzen.
tiger ist Nachhaltigkeit: keine einmalige EventFlamme, sondern eine Community, die über das Jubiläumsjahr hinaus zusammenwächst.
Inhaltlich orientiert sich das Team am Begriff Festspiel –nicht nur als WagnerReferenz, sondern als Blick auf die „Gewerke“, also auf Werkstatt, Bühne, Werbung, Publikum, Essen und Musik. Daraus ist ein Konzept aus Fest, Spiel, Kunst und Werkstatt entstanden. Im fest.spiel|art. lab in der Friedrichstraße 5 wird bis Oktober gearbeitet; am Ende jedes Monats wird präsentiert. Fixpunkt ist der letzte Donnerstag im Monat.
„Wir machen keine Gegenveranstaltung. Wir interpretieren Festspiel –so, wie wir es sehen.“
FERGUS WÜNSCHMANN, KULTURSOZIOLOGE
Drei Standbeine tragen das Programm: Risografie, Essen, Musik. Risografie ist ein nachhaltiges Druckverfahren, das an Siebdruck erinnert, und in der Kunstszene etabliert. Für Riess steht es auch für Demokratisierung, weil es niedrigschwelliger funktioniert als klassischer Siebdruck. Eingeladene Künstlerinnen und Künstler sollen Input geben, der sich in der Stadt verbreitet.

RÜCKENWIND AUF ZEIT
Mit dem Jubiläumsprogramm „Festival150“ bekam das Projekt weiteren Rückenwind. Die Förderung ermöglicht die Planung bis Ende Oktober; mittelfristig aber könnte der Ort wieder anderen Interessen weichen. Umso wich
Beim Essen landet das Projekt ausgerechnet bei der Bohne. Gemeinsam mit der Stadtmission wollen die Initiatoren monatlich „Bohnen des Monats“ kochen – für Veranstaltungen, Gäste und Kooperationen. Die Bohne wird als kulturelles Zeichen gelesen: früher ArmeLeuteEssen, heute gesunder Baustein vieler Küchen und nachhaltiger Fleischersatz. Perspektivisch träumen sie davon, während der Festspielzeit auch „oben“, also am Grünen Hügel, sichtbar zu werden – als freundliche Nebenbühne.


Das Team um Fergus Wünschmann und Wolfgang Riess (vorne links) hat ein kunterbuntes Programm im Rahmen des Festivals150 konzipiert. Im Jean Paul Art Space geht es nicht um Huldigung, sondern um Reibung, Diskurs und Auseinandersetzung mit und über Wagner.
Musik soll nicht als klassisches Konzertformat stattfinden, sondern als Einladung. Geplant ist ein „AmbientOrchester“, in dem Elektronik und CelloKlänge zusammenfinden. Musikmachen soll auch denen möglich sein, die „kein Instrument können“. Wünschmann erzählt von einem UniBeispiel, bei dem Studierende mit iPads gemeinsam „orchestriert“ haben. Ähnlich soll es hier laufen: Inspiration von erfahrenen Leuten, Beteiligung aus der Stadt – freiwillig und ohne Schwellenangst.
Auch Workshops sind geplant: Risografie, Lochkamera, offenes DIYCafé und ein Projekt mit Dagmar Geisler, die ein „Festspielhaus“ aus PappkartonModulen wachsen lassen will – Gesamtkunstwerk im wörtlichen Sinn. Die Resonanz zeigt, dass die Idee ankommt: Für den RisografieWorkshop meldeten sich rund 50 Menschen, für die LochkameraTechnik 25, zum Kompositionsworkshop zehn. Eine Ausstellung von Jugendlichen zum Städtepartnerschaftsprojekt Bayreuth–Annecy lockte rund 300 Gäste an; insgesamt kamen zuletzt rund 2.000 Besucher. Das belegt, dass die Grundidee von Festival150 – aus der Stadt, für die Stadt – trägt, auch wenn das Gesamtkonzept Kritik einstecken musste.

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Und Wagner? Er ist da, na klar – aber nicht als Dogma. Die ArtSpaceMacher berufen sich ausdrücklich auf seine berühmte Aufforderung: „Kinder, macht Neues! Neues! Und abermals Neues!“ Dieser Satz ist Leitmotiv, dazu der Gedanke des Gesamtkunstwerks, der sich in vielen Einzelformen spiegeln kann: in Porzellan und „Scherben“Motiven, in „Rheingold“Assoziationen oder in der Schau „Wagner war gut zu Vögeln“ – ein Wortspiel, das testet, wie viel Reibung Bayreuth aushält.
WELTEN IM NEBENEINANDER
Die Distanz zwischen Festspielhügel und Stadt sehen Riess und Wünschmann nüchtern. Bayreuth sei in der Festspielzeit international belebt, aber die Welten lebten oft nur im Nebeneinander. Ihr Projekt setzt auf „kleine Pflänzchen“: Kontakte zu Mitwirkenden, Technikerinnen und Werkstätten – über die Hintertür der Gewerke, nicht über große Gesten. „Wir machen keine Gegenveranstaltung“, sagt Wünschmann. Dass es dabei auch mal hakelt, verschweigen sie nicht: Genehmigungen, Zuständigkeiten, Verwaltungswege – vieles braucht Geduld. Umso wichtiger sei die Förderung, weil sie Beteiligte wenigstens honorartechnisch wertschätzt, statt Kultur immer nur auf der Ehrenamtsschiene zu organisieren.
Kommuniziert wird vor allem über soziale Medien: NanoCollectiv, Jean Paul Art Space, Facebook, Instagram, Newsletter. Klassische Werbung mit großen Budgets ist nicht geplant; die Mittel sollen lieber in Kunstprojekte fließen. Man setzt auf GuerillaMarketing und Mundpropaganda.
„Kinder, macht Neues! Neues! Und abermals Neues!“
RICHARD WAGNER
Einfach machen! Experimentierfreude ist beim Jean-Paul-Kulturverein ausdrücklich erwünscht.
Der Zeitplan ist ambitioniert. Im März startete der erste eingeladene Künstler: Osama, ein in Bayreuth lebender ägyptischer Künstler. Sein Thema ist das Hören und die Frage, wie sich Klangräume verändern. Geplant ist eine Audioarbeit mit Stationen im Stadtraum. Über das Jahr hinweg sollen weitere Positionen folgen, bis im Oktober ein mehrtägiges Festspiel im Kleinen entsteht – als Summe der Gewerke, Werkstätten und Begegnungen.
Was danach kommt, ist offen. Ziel ist der Oktober, wichtiger aber ist der Weg: Menschen sollen sich kennenlernen, gemeinsam arbeiten, neue Formate ausprobieren. „Wenn hängen bleibt: Da gibt’s einen Ort, wo man einfach mal machen kann – und wo man sich ernst nimmt“, sagt Riess, „dann hat es sich gelohnt.“ Und Wünschmann ergänzt: „Eine lebendige Stadtkultur hat nichts mit Eventkultur zu tun. Städte brauchen FreiRäume zur freien Verfügung und Entfaltung.“
Eine spektakuläre Premiere haben sich Schokofabrik und Jean Paul Kulturverein für den Schluss aufgehoben. Am 16. Oktober 2026, 19:30 Uhr, wird das Richard Wagner Museum erstmals zur vollelektronischen Spielwiese –NeuBayreuth reloaded. Das DJLineup nennen die Veranstalter „exquisit, divers, global“: Mit DJ HELL kommt eine Ikone der elektronischen Musik. SACID aus Nürnberg, No Merzy aus der jungen Bayreuther Szene sowie Alanandi & Marcus Wall sollen zeigen, dass elektronische Musik Opern der Jetztzeit sein können. Der Zuspruch ist groß: Die Tickets sind bereits restlos ausgebucht. Merke: Kultur von unten hat auch in Bayreuth ihren Platz.
jean-paul-kulturverein.de/termine fest.spiel|art.lab im Jean Paul Art Space, Friedrichstraße 5
Jetzt anmelden. Bis zu 2 Tickets 10 % günstiger.




Das komplette Programm: friedrichsforum.de
Sir Simon Rattle trifft auf das Freiburger Barockorchester – und auf Robert Schumann im Kontext von Ludwig van Beethoven und Richard Wagner. Gemeinsam mit der Geigerin Isabelle Faust widmen sich die Musikerinnen und Musiker zentralen Werken des 19. Jahrhunderts in historisch informierter Aufführungspraxis.
Mit SEARIOUS feiern Die Nixen zwei Jahrzehnte gemeinsames Musizieren, vier starke Künstlerinnen und einen Sound, den man sofort erkennt. Tief, salzig, ernst – meistens. Vor allem aber voller Spielfreude, Musikalität und hörbarer Freundschaft. Gespielt, gesungen und erzählt von vier Frauen, die genau wissen, was sie wollen.
31.08. 19.09. 15.10.
„Reg’ Dich nicht auf. Gibt nur Falten!“ ist das neue Programm von Bernd Stelter. Es gibt eine Menge zu Lachen.
In zwei Stunden werden Falten geglättet, das Hautbild verbessert und die Mundwinkel nach oben gezogen. Es ist quasi eine Zwei-StundenBeautybehandlung ganz ohne Botox und lästige Schönheitschirurgen.
DAS KUNSTMUSEUM BAYREUTH WIDMET DEN SOMMER DER ZEITGENÖSSISCHEN KUNST

Die Ausstellungsräume des Kunstmuseums Bayreuth im Alten Barockrathaus im Herzen der Innenstadt laden Interessierte zum Verweilen ein.
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Tickets
Theaterkasse Bayreuth, Kultur- und Sozialstiftung IJOA à tickets@ijoa.de sowie online unter www.eventim.de
Im Zusammenhang mit dem „Festival150“ hat das Kunstmuseum Bayreuth das Kunst-Kollektiv „roams“ zu einer Kunst-Performance in die Ausstellungshalle im Neuen Rathaus eingeladen. Unter dem Titel „Eigenkunstwerk“ präsentiert die Ausstellung Kunst als einen fortlaufenden Akt der Gestaltung. Die Besucherinnen und Besucher sind ausdrücklich eingeladen, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen.
Den Auftakt bildet die „Exposition“ am 22. Juli bis zur „Auflösung“ am 22. August 2026, inklusive der LyrikPerformance „POISES“ am 12. August. Ende Oktober treten die Arbeiten von AD Trantenroth die Nachfolge von
Max Beckmann und Armand Besch an. Dann zeigt das Kunstmuseum Bayreuth eine Auswahl des umfangreichen Nachlasses des 2019 verstorbenen Künstlers. Dazu gehören Zeichnungen, Skulpturen aus verschiedenen Materialien sowie zahlreiche Kleinplastiken und Modelle.
Im Anschluss an die Ausstellung „Leben am Wasser“ im 1. Stock des Kunstmuseums Bayreuth werden die Arbeiten von Linda Männel im September 2026 zu sehen sein. Die Nürnberger Künstlerin vereint Tusche mit Garn zu einer eigenen künstlerischen Ausdrucksform, für die sie bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.
kunstmuseum-bayreuth.de

Mit dem Festival Brass des Bayreuther Osterfestivals

Die Kultur- und Sozialstiftung bereichert das Kulturangebot in Bayreuth und hilft kranken Kindern in der Region.


Grenzenlose Klangwelten mit internationalen jungen Talenten
OSTERFESTIVAL ©Bayerische Schlösserverwaltung (Foto: FeuerpfeilVerlag, Bayreuth)

1. Mai 2027 19.30 Uhr Markgräfliches Opernhaus Bayreuth
BAYREUTHER
OSTERFESTIVAL
Partnerhotel: www.arvena-kongress.de
BAYREUTHER www.osterfestival.de
OSTERFESTIVAL






Die Sommerspiele der Studiobühne Bayreuth bieten Spannung und Unterhaltung auf hohem Niveau für Jung und Alt. Gespielt wird auf drei einzigartigen historischen Bühnen des 18. Jahrhunderts.
Das Römische Theater Eremitage wurde 1744 von Markgräfin Wilhelmine erbaut, liegt in einem prächtigen Park am nordöstlichen Stadtrand Bayreuths und wird seit 45 Jahren von der Studiobühne Bayreuth bespielt. Diesen Sommer kam bereits das Lustspiel Leonce und Lena auf die historische Bühne: Georg Büchners Liebesgeschichte zweier Königskinder wider Willen kam in Form einer märchenhaft romantischen Komödie mit grotesken Momenten und beißender Gesellschaftskritik daher – von traumverlorenen Passagen bis zu universellen Fragen nach dem Sinn des Lebens.
Als Familientheater wird diesen Sommer Mutabor – das Märchen von Kalif Storch im Römischen Theater aufgeführt – eine fantasievolle Spielfassung des berühmten Hauffschen Zaubermärchens. Autorin und Regisseurin Dorothea Kirschbaum inszeniert es als orientalisches Theaterabenteuer für Klein und Groß, voller Magie und Verwandlung, mit den wichtigen Themen Freundschaft und Vertrauen. Schnell sein lohnt sich: Die letzte Vorstellung ist am 26. Juli 2026.
Im Steingraeber Hoftheater, das sich in Bayreuths Stadtmitte in einem historischen Palais aus dem 18. Jahr
hundert befindet, gibt es nach dem Erfolg im letzten Sommer die Neuauflage der WagnerParodie Der Ring – Rebootet. Der Bayreuther Regisseur, Autor und Schauspieler Uwe Hoppe schreibt seit 44 Jahren für das Steingraeber Hoftheater und machte sich zum siebten Male über die Tetralogie her. Uwe Hoppe und sein engagiertes zwölfköpfiges Ensemble erzählen mit viel Spielfreude und Überraschungen Wagners „Ring komplett durch“ und zaubern einen „vergnüglichen“ Weltuntergang auf die Bühne.
UNTER HISTORISCHEN FELSENBÖGEN
Das bezaubernde kleine Felsentheater Sanspareil wurde 1747 nach den Ideen der Markgräfin Wilhelmine erbaut. Am 29. Juli 2026 wird dort unter den historischen Felsenbögen Friederike – Ohnegleichen zur Uraufführung gebracht. Die Markgrafentocher Elisabeth Friederike Sophie von BrandenburgBayreuth (1732–1780), laut Casanova „die schönste Prinzessin Europas“, steht

in der Geschichte oft im Schatten ihrer berühmten Mutter, Wilhelmine von Bayreuth. Regisseur und Autor Julius Theodor Semmelmann holt diese beinahe vergessene Figur aus dem Schatten hervor und gibt ihr eine eigene Stimme.

TERMINE
„ DER RING – REBOOTET “ Juli: 18. (Premiere)/28./31. August: 2./8./15./16./18./21./22.
„ FRIEDERIKE –OHNEGLEICHEN “ Juli: 29. (Premiere)/30. August: 1./5./7./9./12./13./ 15./16./19.
„ MUTABOR –DAS MÄRCHEN VON KALIF STORCH “ Juli: 26.
Karten gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse Bayreuth. Online-Tickets und das komplette Programm unter studiobuehne-bayreuth.de


Das Seebühnenfestival gehört jedes Jahr zu den Highlights des Bayreuther Sommers. Musik, Atmosphäre und die Kulisse am Wasser machen die Abende zu einem besonderen Erlebnis.
GEHT NOCH BIS ...
AUSSTELLUNG
FRIEDRICHSFORUM
Noch bis 2. August 2026
Friedrichsforum
kunstverein-bayreuth.de
EIGENKUNSTWERK –ROAMS
Noch bis 22. August 2026
Ausstellungshalle
Neues Rathaus
kunstmuseum-bayreuth.de
76. BAYREUTHER KUNSTAUSSTELLUNG

Noch bis 23. August 2026
Schlossgalerie Bayreuth
kunstverein-bayreuth.de
BAYREUTHER KLAVIERFESTIVAL
Noch bis August 2026
Steingraeber Haus
steingraeber.de
LEBEN AM WASSER.
SEGEN ODER GEFAHR?
Noch bis 13. September 2026
Kunstmuseum
kunstmuseum-bayreuth.de
AUGENZEUGEN MIT STIFT UND KAMERA –MAX BECKMANN UND ARMAND BESCH
Noch bis 4. Oktober 2026
Kunstmuseum
kunstmuseum-bayreuth.de
MUSICA BAYREUTH
Noch bis Oktober 2026
Versch. Spielorte
musica-bayreuth.de
EVENTS, AUSSTELLUNGEN UND FEIERLICHKEITEN IN BAYREUTH
JULI 2026
ERÖFFNUNG
BAYREUTHER FESTSPIELE
25. Juli 2026
Festspielhaus
bayreuther-festspiele.de
76. FESTIVAL JUNGER KÜNSTLER
Juli und August 2026
Verschiedene Spielstätten
youngartistsbayreuth.de
AUGUST 2026
126. KABINETTAUSSTELLUNG
2. August bis 18. September 2026
Kunstkabinett im Kunstmuseum Bayreuth
kunstverein-bayreuth.de
VERNISSAGE: „GEGENKLANG –MALEREI UND OBJEKTE“
VON HARRIET SCHMID
2. August 2026
Ökologisch-Botanischer Garten
obg.uni-bayreuth.de
BAYREUTHER WEINFEST
6. bis 10. August 2026
Marktplatz
weinfest-bayreuth.de
SEEBÜHNENFESTIVAL
8. bis 14. August 2026
Wilhelminenaue
motion-kommunikation.de
HEAVYSAURUS METAL
14. August 2026
Friedrichsforum
friedrichsforum.de
SCHUMANN!
31. August 2026
Friedrichsforum
friedrichsforum.de
SEPTEMBER 2026
BAYREUTH BAROQUE
4. bis 13. September 2026
Markgräfliches Opernhaus
bayreuthbaroque.de
KREUZER OPEN AIR: SVEN VÄTH
5. September 2026
Kreuzsteinbad
stadtwerke-bayreuth.de
DIE TOTEN HOSEN
9. September 2026
Volksfestplatz
dth.de
Ihre Solaranlage im Komplettpaket
Am 5. September kommt Techno-Papst Sven Väth ins Bayreuther Kreuzsteinbad. Das Kreuzer verwandelt sich am Veranstaltungstag in eine Festivallocation mit Foodtrucks, Bars, Liegewiesen und Musik von 12 bis 22 Uhr. Veranstaltet wird das Event von den Stadtwerken Bayreuth zusammen mit dem Bayreuther Gastronom Ahmad Kordbacheh, der die Fabrik und das Loft betreibt und vor zwei Jahren bereits Paul Kalkbrenner nach Bayreuth geholt hat. Sven Väth ist eine lebende Legende der Techno-Szene. Das Besondere: Er legt nach wie vor mit echten Vinyl-Platten auf und die Fans können sich auf ein einzigartiges dreistündiges Sundowner-Set mit IbizaVibes freuen. Nach dem Kreuzer-OpenAir wird bei der Aftershow-Party in der Fabrik weitergefeiert!
Tickets für das Open-Air und die Aftershow-Party gibt’s unter kreuzer.ticket.io

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Sie grünen Strom einfach selbst! Wir helfen Ihnen dabei.
Sparen bis zu 80 % Ihrer Stromkosten und erhalten Sie von uns eine moderne Solaranlage im Komplettpaket: Wir beraten Sie zu Photovoltaik und Speichertechnik, übernehmen die individuelle Planung Ihrer Anlage und koordinieren die fachgerechte Installation in Zusammenarbeit mit unseren regionalen Partnerunternehmen. Vereinbaren Sie jetzt einen kostenlosen Beratungstermin bei Ihnen vor Ort – telefonisch unter 0921 600-583 oder per E-Mail an solar@stadtwerke-bayreuth.de. Weitere Infos unter: stadtwerke-bayreuth.de/photovoltaik


Ein zauberhaftes TangoWochenende mit 4 Milongas und 6 Workshops mit Sayaka Higuchi und Joscha Engel (Foto) erwartet alle Tänzer beim 7. Bayreuther Tangozauber im Evangelischen Zentrum.
7. TANGOZAUBER
BAYREUTH
18. bis 20. September 2026
Evangelisches Zentrum
tangozauber.de
OKTOBER 2026
BAYREUTHER PILZTAGE
10. und 11. Oktober 2026
Ausstellungshalle und Zedernhaus, ÖkologischBotanischer Garten
obg.uni-bayreuth.de
BERND STELTER – REG DICH NICHT AUF, GIBT NUR FALTEN!
15. Oktober 2026
Friedrichsforum
friedrichsforum.de
WINTERDORF
15. Oktober bis
31. Dezember 2026
Ehrenhof
winterdorf-bayreuth.de
BAYREUTHER KINDERFEST
19. September 2026
Marktplatz
bayreuth-tourismus.de
COMEDY- UND KABARETTHERBST
19. September bis 13. Dezember 2026
Das Zentrum
motion-kommunikation.de
127. KABINETTAUSSTELLUNG
21. September bis November 2026
Kunstkabinett im Kunstmuseum Bayreuth
kunstverein-bayreuth.de
LINDA MÄNNEL
26. September bis 25. Oktober 2026
Kunstmuseum
kunstmuseum-bayreuth.de
A. D. TRANTENROTH
25. Oktober 2026 bis März 2027
Kunstmuseum
kunstmuseum-bayreuth.de
BAYREUTHER
KNEIPENFESTIVAL
Oktober 2026
Innenstadt
motion-kommunikation.de
KUNST IM HERBST –MITGLIEDERAUSSTELLUNG 2026
Oktober 2026
Neues Rathaus
kunstverein-bayreuth.de
NOVEMBER 2026
JEDERMANN
5. November 2026
Friedrichsforum
friedrichsforum.de
MARTINIMARKT
5. bis 8. November 2026
Stadtparkett
bayreuth-tourismus.de
STERNENMARKT ST. GEORGEN
29. November 2026
Ordenskirche St. Georgen
bayreuth-tourismus.de
BAYREUTHER
CHRISTKINDLESMARKT
Ende Nov. bis 23. Dezember 2026
Stadtparkett
bayreuth-tourismus.de
60 Töpferbetriebe aus ganz
Deutschland und dem benachbarten Ausland laden in die Sandsteinhöfe von Schloss Thurnau ein und präsentieren auf hohem Niveau die ganze Vielfalt der europäischen Töpfertradition. Der Eintritt ist frei.

128. KABINETTAUSSTELLUNG
29. November 2026 bis Januar 2027
Kunstkabinett im Kunstmuseum Bayreuth
kunstverein-bayreuth.de
DEZEMBER 2026
37. THURNAUER TÖPFERMARKT
4. bis 6. Dezember 2026, täglich ab 11 Uhr
Schloss Thurnau
Marktplatz 1, 95349 Thurnau
weihnachtstöpfermarktthurnau.com
ADVENT IM GASSENVIERTEL
Voraussichtlich
5. und 6. Dezember 2025
Gassenviertel
gassenviertel.de
TOM GAEBEL –
SWINGING CHRISTMAS
28. Dezember 2026
Friedrichsforum
friedrichsforum.de
2027
KONTRAST FILMFEST
Voraussichtlich Februar/März 2027
Das Zentrum
kontrast-filmfest.de
MOBILITÄTSTAGE
Voraussichtlich April 2027
Innenstadt
bayreuth-tourismus.de
37. MAISEL’S WEISSBIERFEST
Voraussichtlich 6. bis 9. Mai 2027
Brauereigelände Maisel
maisel.com
BAYREUTHER VOLKSFEST
14. bis 23. Mai 2027
Volksfestplatz

Das Bürgerfest lockt Jahr für Jahr Tausende Besucherinnen und Besucher nach Bayreuth. Auch 2027 wird das Fest wieder Menschen zusammenbringen und die Innenstadt in eine lebendige Festmeile verwandeln.
FESTIVAL PIJAZZO
Voraussichtlich Mai 2027
Steingraeber Haus
jazz-bayreuth.de
KULTURKIOSK FESTIVAL
Voraussichtlich Juni 2027
Wilhelminenaue
motion-kommunikation.de/ kulturkiosk
SPARDA-BANK
OPEN AIR KLASSIK
Voraussichtlich Ende Juni 2027
Stadtparkett
bayreuth-tourismus.de
BAYREUTHER BÜRGERFEST
2. bis 4. Juli 2027
Innenstadt
bayreuth-tourismus.de
HUGO VON HOFMANNSTHALS KLASSIKER GASTIERT IM FRIEDRICHSFORUM –
INTENSIV, BILDSTARK UND MIT PROMINENTER BESETZUNG
Bayreuth darf sich auf ein besonderes Theaterereignis freuen: Nicolai Tegelers erfolgreiche „Jedermann“-Inszenierung kommt im Herbst 2026 ins Friedrichsforum.
Das Friedrichsforum versteht sich als neues Kulturzentrum für Bayreuth und die Region – ein passender Ort für eine Produktion, die klassische Theaterkraft mit zeitgemäßer Bildsprache verbindet. Tegelers „Jedermann“ rückt Hugo von Hofmannsthals berühmten Stoff um Reichtum, Vergänglichkeit und die Frage nach dem, was im Leben wirklich zählt, in den Mittelpunkt. Dichte Atmosphäre, starke Bilder und ein unmittelbarer Zugang prägen den Abend. Stimmen aus Presse und Publikum heben immer wieder die Intensität des Spiels, die Wirkung des Ensembles und die emotionale Wucht der Inszenierung hervor. Auch die Besetzung unterstreicht den besonderen Charakter der Produktion: Genannt werden unter anderem Julian Weigend,

Michaela Schaffrath, Ralph Morgenstern, Erol Sander und Susanne Bormann
JETZT PLÄTZE SICHERN
Für Bayreuth ist dieser Termin mehr als ein Gastspiel. Nach erfolgreichen Aufführungen in den vergangenen Jahren kehrt „Jedermann“ erneut in die Stadt zurück –diesmal in ein Haus, das als lebendiger kultureller Ort für die gesamte Region gedacht ist. Gerade daraus entsteht der besondere Reiz dieser Begegnung von traditionsreichem Stoff und neuer Spielstätte.
TERMINE 2026
5. (Premiere) / 6. / 7. November. Der Vorverkauf läuft, jetzt Tickets sichern! jedermann-theater.de



20 TIPPS FÜR ENTDECKUNGSLUSTIGE KINDER UND ENTSPANNTE ELTERN


NATUR
Ob Besucher oder Einheimische –den Tierpark Röhrensee sollte man insbesondere mit Kindern unbedingt erlebt haben: Hier kann man Ziegen streicheln, Kängurus beobachten, Boot fahren, am Abenteuerspielplatz toben oder den „Weg der Erdgeschichte“ erkunden.
tierpark-roehrensee.de
Perfekte Erfrischung im Sommer: Wellenreiten im Kreuzsteinbad oder Bootfahren am Röhrensee.
Warum nicht mal an den Stadtrand pilgern? Hier liegt das Umweltinformationszentrum Lindenhof, ein großes Naturerlebnisgelände mit Biotopen, Lehrpfad, Spielgelände sowie besonderen Tieren und Pflanzen. Regelmäßig gibt es hier Veranstaltungen rund um Wald, Bienen, Vögel und vieles mehr.
bayreuth.lbv.de/lindenhof
Ein cooler KurzwanderGeheimtipp in Bayreuth ist der Buchstein. Von den Landwirtschaftlichen Lehranstalten im Stadtteil Altstadt aus führt ein schöner schattiger Weg dorthin. Auf der Höhe angekommen warten idyllische Lichtungen für ein Picknick und spektakuläre Felsformationen.
bayreuth-tourismus.de/ wander-geheimtipp-buchstein
AKTIV
Hier sind Fingerspitzengefühl, Konzentration und etwas Glück gefragt: Wie wäre es mit einer Runde Minigolf am Schießhaus im Stadtteil Hohe Warte? Ob als kurze Pause zwischendurch oder als kleines Freizeitabenteuer mit Kindern – Minigolf sorgt für Bewegung, Spaß und gemeinsame Momente.
schuetzengilde-bayreuth.de
Sommer, Sonne, Sonnenschein – die perfekte Zeit zum Schwimmen! Das können Familien im Kreuzsteinbad mit Wellenbecken, 10mSprungturm und großer Rutsche oder im kleinen, aber kostenfreien Altstadtbad in der Fantaisiestraße.
stadtwerke-bayreuth.de/ kreuzsteinbad-bayreuth
Das macht der ganzen Familie Spaß: die 16 km lange Radtour entlang des Inneren Rings – mit vielen tollen Möglichkeiten für Zwischenstopps und (Eis)Pausen! Wer größere Touren innerhalb der Stadt radeln will, nutzt die sieben Touren des Bayreuther Radrings mit insgesamt etwa 150 km Länge. komoot.com/de-de/tour/ 241353113
Langeweile in den Sommerferien?
Jedes Jahr im August verwandelt sich der Jugendzeltplatz in der Frankengutstraße in „Mini-Bayreuth“ –eine Kinderspielstadt für alle Bayreuther Schulkinder, in der man in verschiedene Rollen schlüpfen und den spannenden Alltag einer Stadt selbst erleben kann. familien-in-bayreuth.de/ freizeit-kultur/ferienangebote
Das macht kleinen Entdeckern Spaß: Bei Kinderstadtführungen kann man Bayreuth auf spielerische Weise entdecken. Spannende Geschichten, kindgerechte Erklärungen und kleine Mitmachmomente sorgen dafür, dass Geschichte lebendig wird. bayreuth-tourismus.de
Ein besonderes Erlebnis für Kinder ist ein Besuch des römischen Theaters in der Eremitage. Hier bringt die Studiobühne Bayreuth in den Sommermonaten regelmäßig Märchen und Kinderstücke auf die markgräfliche Bühne inmitten einer wunderschönen Parkanlage. studiobuehne-bayreuth.de
Etwa 30 Minuten Autofahrzeit von Bayreuth entfernt, im Herzen der fränkischen Schweiz, liegt der Erlebnisfelsen Pottenstein. Hier finden Familien mit den rasanten Rodelbahnen und dem spektakulären Skywalk jede Menge Action und Spaß! erlebnisfelsenpottenstein.de

Erlebe die FEEL-FALT von Bayreuth in über 80 Shops.
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Hügel gibt es viele rund um den Bayreuther Stadtkern. Das heißt auch, es gibt viele tolle Spots, um den Drachen steigen zu lassen. Dazu gehört zum Beispiel die Anhöhe bei Oberpreuschwitz, der Sophienberg oder die Bürgerreuth. Letztere ist auch ein toller Platz, um Schlitten zu fahren
AKTIV
Warum nicht einfach mal Schlittschuhlaufen? Im Bayreuther Eisstadion kommen Anfänger wie Fortgeschrittene auf ihre Kosten – beim öffentlichen Lauf mit Musik. Wenn es längere Zeit kalt ist, kann man auch Runden auf dem gefrorenen Röhrensee drehen.
bayreuth.de/ tourismus-kultur-freizeit

Schlechtwettertag? Kein Problem. Wie wäre es mit einem Besuch im Urweltmuseum oder mit Basketball im Trampolinpark?
Wenn es draußen kalt ist, lockt das Stadtbad zum Schwimmen mit warmem Wasser und viel Platz zum Austoben. Wer es ruhiger mag, findet in der Lohengrin Therme Entspannung zwischen Becken, Sauna und Ruhebereichen. Hier ist der Eintritt ab 6 Jahren erlaubt.
stadtwerke-bayreuth.de/baederwellness/stadtbad-bayreuth lohengrin-therme.de
Gemeinsam knobeln statt allein rätseln: Besonders für Teenager ist ein Besuch im Escape Room Bayreuth spannend. In verschiedenen Rätselräumen sind Teamgeist und Köpfchen gefragt, um Hinweise zu finden und knifflige Aufgaben zu lösen.
bayreuthescape.de
Früher gab’s hier Schokolade, heute bietet die Schokofabrik Raum für Jugendkultur, Sport und Kreativität: In der Fabrikhalle im Stadtteil St. Georgen kann man sich regelmäßig zu Workshops, zum Abhängen und zum
Skaten treffen. Abends finden in der „Schoko“ regelmäßig Konzerte statt. schoko-bayreuth.de
Hoch hinaus oder lieber abheben? Im Kletterzentrum des DAV oder in der Kletterhalle des wellundfit können sich Kinder und Jugendliche richtig auspowern. Besonders cool: der neue Trampolinpark „Bounce“ mit über 70 Trampolinen.
kletterzentrum-bayreuth.de
Wie wäre es mit einer kleinen Reise in die Vergangenheit? Im zentral gelegenen Urweltmuseum Oberfranken warten Fossilien, Skelette, ein begehbarer Goldkristall und spannende Einblicke in längst vergangene Zeiten – anschaulich und auch für Kinder gut verständlich. urwelt-museum.snsb.de
Ein Ort zum Chillen, Gaming, Treffen, Lernen: Die Stadtbibliothek in Bayreuth bietet weit mehr als Bücher! Hier gibt es insbesondere für Jugendliche Spiele, Konsolen,
einen VRBereich und regelmäßige Aktionen. Perfekt für kleine Kids: Vorlesestunden und Bilderbuchkino. stadtbibliothek.bayreuth.de
KREATIV
Bayreuth ist kreativ – besonders für Kids und Teens! Kinder können zum Beispiel im Kunstmuseum bei verschiedenen Kursen malen oder drucken. In der Keramikwerkstatt „Paint me“ bemalt man Teller und Tassen und nimmt sein gestaltetes Stück mit nach Hause. Im FabLab –eine offene „Hightechwerkstatt“ –können Jugendliche experimentieren und tüfteln.
kunstmuseum-bayreuth.de
paintme-bayreuth.com
fablab-bayreuth.de

Malen, basteln, experimentieren – auch das können Kids in Bayreuth, zum Beispiel in der Keramikwerkstatt „Paint me“.
AUSFLUGSTIPP IN DIE UMGEBUNG
Das sollte jeder mit Kindern unbedingt machen: die Erlebnisregion Ochsenkopf besuchen! Besonders im Winter ein echtes Freizeitparadies mit jeder Menge Pistenspaß, Rodelabfahrten, Alpine Coaster und Seilbahnen. Mit dem Skibus der VGN dauert die Anreise ab Bayreuth etwa 45 Minuten. erlebnis-ochsenkopf.de
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Aktuelle Informationen zu unseren Öffnungszeiten finden Sie unter: www.lohengrin-therme.de
THERMENWELT | SAUNA | SPA 95448 Bayreuth | Kurpromenade 5 | Tel. 0921 79240-0 | www.lohengrin-therme.de
EIN BESUCH AUF DEM MAISEL & FRIENDS BRAUEREIGELÄNDE

In den Jahren 2024 und 2025 wurde das Brauereigelände von Maisel & Friends bei den renommierten World Beer Awards zur „Visitor Attraction of the Year“ gekürt. Damit werden Orte ausgezeichnet, die ein Must-See für Bierliebhaber sind.


Wer selbst einmal am Braukessel stehen möchte, ist in der Maisel & Friends Erlebnis-Brauerei genau richtig.
Wenn traditionelles Brauhandwerk auf moderne Urban Art trifft und einzigartiges Ambiente kulinarische Genüsse zum Erlebnis macht, dann ist man auf dem Brauereigelände von Maisel & Friends. Herzstück des Areals ist das Stammhaus der Brauerei Gebr. Maisel aus dem Jahr 1887. Wo einst die traditionsreiche Familienbrauerei ihren Anfang nahm, befinden sich heute die Maisel’s Bier-Erlebniswelt und das Liebesbier Restaurant & Bar.
Wer hier eintritt, taucht in moderne Räumlichkeiten ein und spürt zugleich die Geschichte von vier Generationen der Brauerfamilie Maisel. Besucher können in Maisel’s Bier-Erlebniswelt mit Audioguide oder im Rahmen einer Führung in die Welt des Brauhandwerks eintauchen. Ein Highlight ist die Braukunstwelt: Unter dem Motto „4 Zutaten, 1.000 Möglichkeiten“ wird dort erlebbar, wie aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe eine große Vielfalt an Bierstilen entsteht. Die Braukunstwelt bietet die Möglichkeit, sich intensiv mit Zutaten und ihrem Zusammenspiel auseinanderzusetzen, wie es nirgendwo sonst der Fall ist. Nicht nur Neulinge erhalten spannende Einblicke, auch für Braumeister, Hobbybrauer oder Biersommeliers liefert die Braukunstwelt verblüffende Details. Wer selbst Brauluft schnuppern möchte, kann in der Erlebnis-Brauerei an ganztägigen Braukursen teilnehmen und eigenes Bier brauen – unter fachkundiger Anleitung der Brauprofis.
EIN ERLEBNIS, DAS LANGE IN ERINNERUNG BLEIBT
Einblicke in eine vergangene Zeit bietet ein Ausflug in die Bayreuther Katakomben. Die Welt der Felsenkeller wurde vermutlich zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert in den Sandstein getrieben und diente einst als Lagerort und Schutzraum. Eine genussvolle Pause wird hier zum Erlebnis: Im Liebesbier Restaurant & Bar erwartet Gäste eine große Auswahl an Speisen, 21 Biere vom Fass, 80 Flaschenbiere sowie Weine von befreundeten Winzern und hausgemachte Limonaden. Die Zutaten der Gerichte werden möglichst aus der Region bezogen. Nur wenige Schritte entfernt lädt die Crazy Sheep KaffeeManufaktur zum Staunen ein. Wer nach diesen Eindrücken Ruhe sucht, findet sie im Liebesbier Urban Art Hotel mit PanoramaSauna. Rund 70 Künstler aus aller Welt haben mit ihren Werken ein Gesamtkunstwerk geschaffen. So verbindet Maisel & Friends Handwerk, Freundschaft und Kunst zu einem Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt.

BESONDERE EISDIELEN UND CAFÉS FÜR ENTSPANNTE PAUSEN, GUTE GESPRÄCHE UND KLEINE GENUSSMOMENTE

CAFFÈ-BAR ROSSI
Die Caffè-Bar Rossi gehört für viele zu den beliebtesten Kaffee-Treffpunkten in Bayreuth – und ist die wohl italienischste Caffè-Bar nördlich der Alpen. Mitten am Marktplatz gelegen, ist es der ideale Ort für eine kleine Pause in lebendiger Atmosphäre. Hier trifft man sich gern, beobachtet das Treiben in der Innenstadt und genießt dabei Affogato al caffè, Limonentarte, Tramezzini oder Pasta. Auch ausgezeichnet frühstücken kann man hier!
Maximilianstraße 48, Innenstadt rossi-bayreuth.de


Wer Lust auf einen kleinen Ausflug hat, sollte unbedingt die Eremitage besuchen. Der historische Park ist nicht nur ein absolutes „Must-see“ in Bayreuth – im Herzen der wundervollen Anlage gibt es auch ein schönes Café, die Orangerie Eremitage. Ob Tiramisùschiffchen bei einem Glas Prosecco oder Spaghettieis-Kuchen zur Latte macchiato – hier gibt es Köstliches und Erfrischendes in markgräflicher Umgebung.
Eremitage 2, St. Johannis

HEIMATHAFEN
Das Café Heimathafen gehört für viele zu den gemütlichsten und meistbesuchten Treffpunkten in Bayreuth. Hier kann man entspannt eine Pause einlegen und das besondere Ambiente der historischen Kanzleistraße genießen. Ob Kaffee, Kuchen oder ein leckerer Snack – in buntem Großstadt-Ambiente kommt hier besonders gern studentisches Publikum zusammen. Abends verwandelt sich das Café in eine beliebte Kneipe.
Kanzleistraße 2, Innenstadt heimathafenbayreuth
Die Eisdiele Opera zählt zu den schönsten Adressen für Eisgenuss in Bayreuth. Direkt am Canale Grande kann man entspannt sitzen und das bunte Treiben genießen. Die hausgemachten Eissorten reichen von klassisch-cremig bis fruchtig-frisch, auch vegane Varianten sind dabei. Kein Wunder, dass die Opera zu den beliebtesten Eisdielen der Stadt zählt. Direkt nebenan: die Opera Weinbar!
Opernstraße 9, Innenstadt eisoperabayreuth


Im neuen All-day-Café so.season im Herzen der Friedrichstraße trifft regionale Tradition auf moderne Superfoods – ehrlich, saisonal und ohne Schnickschnack. Ob Specialty Coffee am Morgen, ein leichter Lunch, hausgemachte Sweets oder ein Smoothie für unterwegs: Hier werden Gäste erfrischend und schmackhaft durch den Tag begleitet – mit Essen, das guttut und gut schmeckt. Samstag und Sonntag ist Brunch-Zeit!
Friedrichstraße 10, Innenstadt so-season.com
Bayreuth
macht Lust aufs Entdecken: Zwischen Cafés, Restaurants, besonderen Geschäften und ausgewählten Hoteladressen bietet die Innenstadt viele Möglichkeiten zum Bummeln, Genießen und Verweilen. Wer hier unterwegs ist, findet schöne Plätze, gute Beratung und Adressen für jeden Geschmack.
Das lamondi vereint Restaurant, Sushibar und Catering unter einem Dach – und das seit über 25 Jahren.
Das Team ist bekannt für seine abwechslungsreiche und mediterrane Küche und ist nicht nur bei vielen Stammgästen sehr beliebt.
Bahnhofstraße 23 sushi-bayreuth.com
0921 2305699


Aus Liebe zum Bier können Gäste 21 Biere vom Fass und 80 aus der Flasche probieren und dazu den Maisel & Friends Braumeistern bei der Arbeit über die Schulter blicken. In der Liebesbier-Küche werden u.a. Burger, Steaks, vegane und vegetarische Gerichte mit regionalen Zutaten und viel Liebe zum Detail frisch zubereitet.
Andreas-Maisel-Weg 1 liebesbier.de
In jedem Detail steckt bei uns eine Geschichte. Entdecken Sie 350 Jahre in unseren Zimmern und Fluren oder machen Sie es sich in einer der vielen Sitzecken gemütlich. Aber das Wichtigste:
Fühlen Sie sich wohl bei uns!
Opernstraße 6 0921 78 77 74-0 anker-bayreuth.de


Im Oskar genießen Gäste fränkischregionale Küche mit modernem Twist, ideal kombiniert mit heimischen Bieren. Dazu: stilvollrustikales Ambiente und echte Gastfreundschaft. Highlight für Bierliebhaber:
„Bayreuther Hell“ frisch vom Tank und exklusiv mit Frischegarantie. Oskar ist einfach urig, cool, fränkisch!
Maximilianstraße 33 oskar-bayreuth.de


Seit 19 Jahren steht Chefkoch Giovanni Terrana für gehobene Gastronomie in Bayreuth. Genießen Sie erstklassige Steaks und Fisch vom Holzkohlengrill, authentische italienische Spezialitäten aus dem Piemont sowie fränkische Braten. Der ideale Treffpunkt für Genießer, Festspielgäste und besondere Anlässe.
Bahnhofstraße 3 weihenstephan-restaurant.de

Wir brennen für Burger und alles, was sie noch besser macht – diese Leidenschaft wirst du schmecken!
Gönn dir deinen Favoriten – ohne Konservierungsstoffe, mit hauseigener Gewürzmischung und Fleisch aus Deutschland. Try, taste, love – our burger!
Hindenburgstraße 2 roxyburger.de
0921 761750


Steiner Hörgeräte steht für vertrauensvolle, persönliche Beratung, moderne Hörakustik und individuelle Lösungen rund ums Hören. Mit viel Erfahrung, Einfühlungsvermögen und modernster Technik werden Kunden begleitet – vom ersten Hörtest bis zur optimalen Versorgung. Neben Hörgeräten werden auch Gehörschutz, Pädakustik, CIAkustik und Audiotherapie angeboten.
Am Sendelbach 1–3 hoergeraete-bayreuth.de

Seit 1947 finden Sie bei uns die aktuelle Mode der bekanntesten deutschen Hersteller. Ob für Freizeit oder Business, Hochzeit oder andere Feiern – das passende Outfit haben wir immer im Sortiment. Wir zeichnen uns durch ein riesiges Größenspektrum und individuelle Beratung aus.
Dammallee 19 herrenmode-bayreuth.de
Das Team von vedans versüßt deinen Tag mit einer bunten Vielfalt an veganen Glücklichmachern: bunte Bowls, aromatische Currys und Eintöpfe, fruchtige Smoothies, knusprige Toastys, bester Kaffee und kreative Snacks. Wir verwenden ausschließlich Zutaten, die „fresh ’n’ healthy“ sind.
Richard-Wagner-Straße 26 vedans.de vedans.de

Ihr Event in den besten Händen: Mit 14 Tagungsräumen, 196 stilvollen Zimmern und modernster Technik bietet das Arvena Kongress Hotel alles für erfolgreiche und erstklassige Events. Exzellente Verpflegung und maßgeschneiderte Tagungspakete – perfekt für Ihr Business!
Eduard-Bayerlein-Str. 5a arvena-kongress.de



Hachi – Asian Grill in Bayreuth steht für einzigartige AsiaFusionKüche mit Speisen, die zur Geschmacksexplosion werden. Im modernen UrbanSakuraAmbiente erleben Gäste besondere Kreationen, aromatischen Ramen, Grillgerichte und hausgemachtes Kimchi – anders als überall sonst. Mitten in Bayreuth.
Bahnhofstraße 2c hachi-asiangrill.de
Abseits des Trubels ist das Freudenherz ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Genießen. Nachhaltige Mode, besondere Fundstücke und liebevoll ausgewählte Geschenkideen treffen auf tollen Kaffee und hausgemachte Leckereien. Ein Wohlfühlort für alle, die das Besondere suchen.
Sophienstraße 2 freudenherz




Seit 2001 steht das Café Kraftraum im Bayreuther Gassenviertel für frische Küche, bewussten Genuss und entspannte Atmosphäre. Das farbenfrohe Lokal mit Vintage-Möbeln und großer Terrasse mit Palmen bietet Frühstück, Tapas, Speisen aus aller Welt, Kaffee und Kuchen – immer frisch zubereitet!
Sophienstraße 16 cafe-kraftraum.de
Kunst trifft hochwertiges Hoteldesign: Das modernste und stylishste Hotel Bayreuths ist dein Zuhause in der WagnerStadt. Entspannung oder Abenteuer? Erlaubt ist, was gefällt: Bestaunen der vielen UrbanArtKunstwerke von 70 Artists an unseren Wänden, Relaxen in unserer PanoramaSauna, Biertasting bei Maisel & Friends nebenan.
Andreas-Maisel-Weg 1 liebesbier.de

Verweilen Sie in gemütlichem Ambiente im traditionsreichen Restaurant oder genießen Sie die Atmosphäre Bayreuths bei schönem Wetter im angrenzenden Garten. Freuen Sie sich auf unsere regional und saisonal geprägte Küche sowie eine große Auswahl an fränkischen und internationalen Weinen.
Badstraße 1 wolffenzacher.de 0921 64552


Ein Stück Bayreuth, das Jahre hält: tjuub näht hier Taschen aus LkwPlane. Das Material: Reststücke aus der Produktion und ausgemusterte Planen, die sonst entsorgt würden. Gefertigt in Kleinserie, manche Farben sind schnell vergriffen. Online auf tjuub.de, vor Ort in der Manufaktur mit Termin.
Königsallee 6 tjuub.de


Seit sechs Jahren der Beweis, dass Franken weiß, was ins Glas gehört – Wein, Bier, Schnaps und stabile Brotzeiten. Spritz-Variationen machen aus einem Glas lange Abende. Shop und Eventlocation inklusive.
Freundliches Personal, unfreundlicher Wirt.
„Kommt vorbei, Mut wird belohnt!“
Maximilianstraße 47 fraenkies.weinbar



Unser Crazy Sheep ist verrückt nach Kaffee und allem, was damit zu tun hat. Wir sind die perfekte Adresse für alle Kaffeeverliebten und die, die es noch werden wollen. Erfahre, wie wir aus ausgewählten Rohstoffen und viel Liebe zum Produkt ganz besondere Kaffees zaubern.
Andreas-Maisel-Weg 2 crazysheepcoffee.de

Franken besitzt eine außergewöhnliche Dichte an hervorragenden Erzeugern. Darum veredeln wir im Future Lab ANIMA die Lebensmittel von mehr als 80 regionalen Betrieben mit uralten Techniken wie Fermentation oder Reifung. Darauf basieren unsere Menüs im AURA. Das ist grenzenlose Heimat.
Marktplatz 11, 95339 Wirsberg herrmanns-posthotel.de


Im Herzen der Wagnerstadt erwartet Genießer gehobene mediterranfränkische Küche. Ob mittags oder abends: Im stilvollen Gewölbe wird jeder Besuch mit abgestimmten Gerichten und ausgewählten Weinen zum Genussmoment. Besonders die beliebten Weinabende versprechen kulinarische Entdeckungen in elegantem Ambiente.
Sophienstraße 22 doetzers.de




Genießen Sie bei uns gehobene italienische Küche –darunter klassische Gerichte, feine saisonale Speisen von unserer Spezialkarte mit Spargel, Trüffeln, Kürbis oder Steinpilzen sowie unsere beliebten, im Haus gereiften Dry Aged Steaks. Auf unserem Showgrill bereiten wir ganzjährig „Bayreuther Premiumfleisch“ zu.
An der Bürgerreuth 20 buergerreuth.de 0921 78400


Seit April 2026 steht KIZUNAM für moderne Asian Fusion mitten in Bayreuth. Freu dich auf eine vielfältige Speisekarte mit kreativem Sushi, aromatischen Ramen, frischen Poke Bowls und raffinierten Wok und Grillgerichten. Familiengeführt mit viel Liebe zum Detail. Entdecke dein neues Lieblingsrestaurant.
Maximilianstraße 9 kizunam.de

Machen Sie einen genussvollen Abstecher in die Oberpfalz: Im Restaurant SoulFood erwartet Sie moderne Küche mit Charakter – kreativ, präzise und angenehm unaufgeregt. Christine Heß und Michael Laus verbinden internationale Einflüsse, saisonale Produkte und echte Gastfreundschaft zu einem Erlebnis, das dem Namen gerecht wird: Essen für die Seele. Seit 2015 mit einem MichelinStern ausgezeichnet.
Unterer Markt 35, 91275 Auerbach i. d. OPf.
restaurant-soulfood.com 09643 2052225


Slicebar serviert Pizza al Taglio, Aperitivo und Drinks in lockerer Atmosphäre. Ob schneller Slice, Mittagspause, Afterwork oder Abend mit Freunden: Hier trifft unkomplizierter Genuss auf urbanes Bargefühl, italienische Leichtigkeit und entspannte Momente in der Ludwigstraße.
Ludwigstraße 14 slicebar_bt



Im Gasthof Alex verbinden sich BoutiqueHotel, Sterneküche und herzliche Gastlichkeit zu einem besonderen Genusserlebnis. Ein Ort für alle, die außergewöhnliche Kulinarik, stilvolle Atmosphäre und eine Auszeit fernab des Alltags schätzen.
Gössendorf 25, 96369 Weißenbrunn
gasthofalex.de

Queens steht für urbanes FastCasualFood in Bayreuth: Smashburger, Fries und Drinks treffen auf StreetArt, HipHopVibes und AfterworkAtmosphäre. Ein moderner Spot in der Ludwigstraße für Mittagspause, Abendessen, Freunde, Beats und unkomplizierten Genuss mit klarer Haltung.
Ludwigstraße 24 queens-burger.de
Lounge & Events am Golfclub Bayreuth ist ein entspannter Ort im Grünen mit kleiner, hochwertiger Karte, Drinks und Terrasse. Tagsüber Lounge für GolfclubGäste, abends besonderer Rahmen für Firmenfeiern, private Events, Sommerabende und moderne Hospitality by Festmahlerei.
Rodersberg 43

Seit 9 Jahren steht das Wagaya in Bayreuth für authentische japanische Küche, frisches Sushi und herzliche Gastfreundschaft. Neben traditionellen Spezialitäten setzen wir auch auf kreative, moderne Einflüsse – von innovativen Sushi-Burgern bis zum beliebten Sushi Push-up, inspiriert vom Trend aus New York. So verbinden wir japanische Tradition mit zeitgemäßem Genuss. Richard-Wagner-Straße 31 wagaya-restaurant.de




Naupaka bringt hawaiianisches Lebensgefühl nach Bayreuth: frische Bowls, bunte Zutaten, leichte Küche und entspannte Atmosphäre. Ob Mittagspause, Abendessen oder Treffen mit Freunden – hier geht es um unkomplizierten Genuss, gute Stimmung und einen Ausflug nach Hawaii mitten in der Ludwigstraße. Ludwigstraße 34 naupaka.de


Kein Restaurant, keine Bar, kein Club. Und gerade deshalb ein besonderer Ort in Bayreuth. Im LOFT kommen Menschen zusammen, um zu genießen, zu lachen und zu verweilen. Handgemachte Drinks, feine Aromen und kleine Gerichte treffen auf Levante, Mezze und mediterranes Urlaubsgefühl – bei schönem Wetter auch auf der Terrasse. Unkompliziert, ehrlich, zum Entdecken gemacht. Erlanger Straße 2 weareloft.de
ZWEI JUBILÄEN, EIN BESONDERER GENUSS
150 Jahre Bayreuther Festspiele – 350 Jahre Familientradition in der Opernstraße 6. In Zusammenarbeit mit dem Juliusspital Würzburg präsentiert Ihnen das Hotel Goldener Anker einen JubiläumsBocksbeutel: 2025 Würzburger Stein Silvaner Erste Lage trocken. Nur im Hotel Goldener Anker erhältlich. Tel. 0921 78 77 74-0 anker-bayreuth.de


DURST AUF WAGNER?
„Des seimigen Methes süßen Trank mög’st du mir nicht verschmäh’n“ –Doppelwandige EdelstahlTrinkflasche mit exklusivem WagnerZitat. Hält die Temperatur der Getränke – ideal für warme Tage auf dem Grünen Hügel und eine schöne Erinnerung für das ganze Jahr. Exklusiv nur im Museumsshop des Richard Wagner Museums erhältlich, limitierte Auflage zum 50jährigen Jubiläum des Museums, Preis: 17 €

50 JAHRE RICHARD WAGNER
MUSEUM: DAS BUCH ZUM JUBILÄUM
Anlässlich des Doppeljubiläums unter dem Titel „50/150 – Utopie und Echo“ erscheint zur diesjährigen Festspielsaison beim Deutschen Kunstverlag die Dokumentation Wahnfried – 50 Jahre Richard Wagner Museum 1976–2026 von Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich. Das Buch zeichnet die Geschichte des Museums nach und beleuchtet Wahnfried als Erinnerungsort zwischen künstlerischem Erbe, politischer Instrumentalisierung und kritischer Neubewertung. Erhältlich im Buchhandel (ISBN: 9783422804401) und im Museumsshop des Richard Wagner Museums oder in der Tourist-Info Bayreuth

HEIMSPIEL-ATMOSPHÄRE ZUM MITNEHMEN
Der Hoodie „United in Passion“ mit Backprint ist ein echtes FanStatement für BasketballFans des BBC Bayreuth und das perfekte Mitbringsel für Sportsfreunde: authentisch, regional und voller Teamspirit. Ob als Erinnerung an ein Spiel oder für den Alltag –mit diesem Shirt zeigt man Verbundenheit zur Bayreuther Basketballszene. bbc-bayreuth-fanshop.myshopify.com

FESTSPIEL CUVÉE

Seit vielen Jahren begleitet die Geldermann Privatsektkellerei die Bayreuther Festspiele. Zum Jubiläum schuf Chef de Cave Déborah Ruffing Tabbone einen Blanc de Noir, der drei Jahre auf der Hefe reifte und mit Aromen von gelben Früchten, Walderdbeeren, Brioche und Honig begeistert. Erhältlich im ausgewählten Fachhandel, auf dem Festspielhügel und online unter shop.geldermann.de.


Sind Sie in Shoppinglaune, wollen neueste Trends entdecken oder sich für die nächste Jahreszeit einkleiden? Dann kommen Sie ins Bindlach Outlet!
Hier finden Sie viele bekannte Marken unter einem Dach. Und: Sie sparen noch jede Menge Geld. Denn viele Artikel sind bis zu 70 % redu
ziert und die Preise sinken bei regelmäßigen Aktionen gleich doppelt! Angesagte Mode, hochwertige Nachtwäsche, bequeme Sport und Badebekleidung und vieles mehr warten auf Sie und die ganze Familie in den Stores des Bindlach Outlet. Und das Beste: Alle Shops finden Sie unter einem Dach in direkter Nähe zum Bahnhof. Besonders bequem: Direkt vor der Tür – Stöckigstraße 2 – erwarten Sie jede Menge kostenfreie Parkplätze!
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Überraschend, modern, anders – Modenschau in der Innenstadt


KleinkunstSamstag
ÜBERRASCHENDE UND LEBENDIGE AKTIONEN FÜR DIE INNENSTADTQUARTIERE
Bayreuths Innenstadt wandelt sich zunehmend vom klassischen Einkaufsstandort zur Bühne für Erlebnisse, Treffpunkte und Genussmomente. Mit besonderen Events und Kampagnen wird die City in den kommenden Jahren lebendiger, emotionaler und erlebnisreicher und wandelt sich vierteljährlich immer wieder neu.
Jedes Quartal stellt das Innenstadtmanagement der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH unter ein eigenes Thema – für mehr Leben, mehr Begegnung, mehr Erlebnis mitten in der Stadt.
Ein besonderes Highlight sind die „Kleinkunst-Samstage“ am 1., 8., 15.
und 22. August während der diesjährigen der Festspielzeit. Unter dem Motto „Hier spielt die Musik – Bayreuths Innenstadt“ wird die Innenstadt zur Bühne für Musiker, Künstler und kreative Talente aus der Region. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf Livemusik, Straßenkunst und echte Festivalstimmung freuen. Die unterschiedlichen Charaktere der Innenstadtquartiere wie Opernviertel, Gassenviertel, RIWAViertel oder Maximilianstraße werden dabei gezielt in Szene gesetzt mit Bühnen für Begegnungen, spontanen Erlebnissen und neue Lieblingsmomenten.
Die Aktionen verbinden das kulturelle Erbe Bayreuths mit modernem
Innenstadtleben und zeigen, dass neben der Festspielzeit das ganze Jahr über viel geboten ist: von kreativen Familienaktionen und AfterWorkShopping über HeimatshoppenKampagnen oder herbstliche Erlebnisaktionen für Kinder bis hin zu winterlichen Erlebniswelten mit Glühweinfrühschoppen und Modenschauen. Jeder Besuch in der Innenstadt soll sich anders anfühlen – überraschend, emotional und lebendig. Mehr unter bayreuthtourismus.de/innenstadt.
Das Programm wird unterstützt mit Mitteln des Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Regionalmanagement Bayern.
Die Rainer Markgraf Stiftung fördert Bildung, Wissenschaft und Forschung. Sie hat ihren Sitz in der Villa Markgraf am Bayreuther Hofgarten. Das einzigartige Gebäude aus dem Jahr 1900 prägt das Bild der Lisztstraße. Bis 2015 lebte hier die Familie Markgraf. Nach der Restaurierung lädt heute die Stiftung zu ausgewählten Veranstaltungen in die Villa Markgraf ein. Mit der Reihe Forum-HeimatMarkgraf werden gezielt Projekte der Stiftung vorgestellt.

Podiumsdiskussion an der Villa Markgraf
An nahezu allen Universitäten und Hochschulen in Oberfranken und der Oberpfalz engagiert sich die Stiftung auf vielfältige Weise. Stiftungsprofessuren, Symposien und Forschungsprojekte werden gefördert. Zudem vergibt sie Stipendien – für Studium, berufliche Ausbildung und berufliche Qualifikation. Auch andere Bildungseinrichtungen und Institutionen profitieren von den Ausschüttungen der Stiftung. Diese wurde 2014 von Rainer W. Markgraf errichtet. Damit hat er eine Idee seiner Familie umgesetzt. Heute ist die Stiftung Eigentümerin der Bauunternehmung Markgraf und verwaltet ihr Vermögen im eigenen Stiftungsfonds. Mit den Erträgen engagiert sich die Stiftung im Sinne der Familie in der Region. In Erinnerung an den Gründer wird alljährlich der RainerMarkgrafPreis ausgelobt, der mit 20.000 Euro dotiert ist. Der Preis zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich in besonderer Art und Weise für Themen aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung engagieren.
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Gesamtkunstwerk Personalgewinnung
Wagner war überzeugt, dass keine Kunst allein ihre volle Wirkung entfaltet. Erst die Vereinigung von Musik, Dichtung, Schauspiel, Bühnenbild und Licht schafft das vollständige Erlebnis. Wir denken genauso. Jede Besetzung ist eine Aufführung, die sitzen muss. Nur wenn Technologie, Marktstärke und persönliche Beratung präzise zusammenwirken, entsteht vollendete Rekrutierungskraft.
Wann dürfen wir für Sie aktiv werden?
I. K. Hofmann GmbH | Niederlassung Bayreuth Schulstraße 11 | 95444 Bayreuth 0921 5607220 bayreuth@hofmann.info hofmann.info
NEUE TECHNOLOGIEN, STARKE ARBEITGEBER UND KLUGE IDEEN
Bayreuth ist ein Wirtschaftsstandort mit Zukunft. Hier entstehen Lösungen für die Energieversorgung von morgen, intelligente Automatisierung, moderne Produktion und viele weitere Schlüsseltechnologien. Unternehmen der Region verbinden Tradition mit Innovationskraft und treiben die Entwicklung zukunftsweisender Technologien voran. KT/AH

BRAUEREI GEBR. MAISEL
• 1887 wurde die Brauerei Gebr. Maisel gegründet –heute ist Maisel international bekannt und jährlich Gewinner zahlreicher BierAwards.
• BiererlebnisAreal nahe der Innenstadt mit Biertastings, KatakombenBesichtigung, Braukunstwelt, ErlebnisBrauerei
• Vielfalt erleben im Liebesbier Restaurant mit 21 Bieren vom Fass und über 80 aus der Flasche
Maisel steht für weit mehr als klassisches Brauhandwerk. Das Familienunternehmen verbindet Tradition mit Innovationskraft und entwickelt regelmäßig neue Bierspezialitäten. Neben den bayerischen „Maisel’s Weisse“ Weißbieren zeigt besonders die Marke Maisel & Friends, wie experimentierfreudig und modern das Unternehmen ist: Hier entstehen internationale IPAs, saisonale LimitedEditions und CollabBrews, die weit über den regionalen Markt hinaus bekannt und beliebt sind – auch international. Maisel versteht Bier aber nicht nur als Produkt, sondern als Erlebnis. Mit der Maisel’s BierErlebniswelt, dem Liebesbier Restaurant mit Hotel, Führungen und Eventformaten macht das Unternehmen seine Braukultur für alle erlebbar. Der Neubau des Bayreuther Brauhauses, das Ende 2026 seinen Betrieb aufnehmen wird, unterstreicht diese Entwicklung zusätzlich und zeigt, dass Maisel auch in Zukunft in moderne Produktion, nachhaltige Prozesse und den Standort Bayreuth investiert. maiselandfriends.com

• Branche: Industrie und MechatronikLösungen, Gründung: 1892
• Besonderheit: Der Standort Bayreuth ist der größte deutsche StäubliStandort. Seit 1969 hat er sich zu einem Kompetenzzentrum für RoboterWerkzeugwechsler, Webmaschinen und Roboterschulungen entwickelt.
Als größter Übertragungsnetzbetreiber Deutschlands sorgt TenneT dafür, dass Strom jederzeit sicher und zuverlässig dort ankommt, wo er gebraucht wird – heute und in Zukunft. Mit dem Ausbau leistungsfähiger Stromnetze verbindet das Unternehmen erneuerbare Energien aus dem Norden mit den Verbrauchszentren im Süden und schafft so die Grundlage für eine nachhaltige, stabile und bezahlbare Energieversorgung. Bayreuth spielt dabei eine zentrale Rolle: Von hier aus steuert TenneT wegweisende Infrastrukturprojekte, treibt Innovationen voran und stärkt die Versorgungssicherheit in Deutschland. tennet.eu
Seit 1892 steht Stäubli für Innovation, Qualität und Sicherheit. Aus einem kleinen Betrieb in der Schweiz ist ein internationaler Konzern für Industrie und MechatronikLösungen mit über 6.000 Mitarbeitenden in 28 Ländern gewachsen. Auch in Bayreuth ist Stäubli fest verwurzelt: Seit 1969 zählt der Standort zu den starken Technologieunternehmen der Region. Rund 600 Mitarbeitende entwickeln und betreuen hier Lösungen in den Kompetenzfeldern Fluid Connectors, Robotics und Textile. Mit Kupplungssystemen, Robotik und Textilmaschinen treibt Stäubli moderne Industrieprozesse voran –präzise, effizient und innovativ. staubli.com

TENNET TSO GMBH
• Branche: Energie / Übertragungsnetzbetreiber
• TenneT gestaltet von Bayreuth aus die Energiezukunft: mit moderner Netzinfrastruktur, innovativen Arbeitsweisen und zentralen Projekten für eine sichere, nachhaltige und bezahlbare Stromversorgung.

Cybex hat sich vom regionalen Startup zu einem Global Player entwickelt – einer international erfolgreichen Premiummarke rund um Kindersitze, Kinderwagen und Babytragen. Besonders bemerkenswert ist der konsequente Innovationsansatz: Cybex entwickelt Produkte nicht nur für den Alltag moderner Eltern, sondern setzt auch technisch neue Maßstäbe, etwa mit einem Kindersitz mit integriertem Airbag und einer eigenen Crashtestanlage. Der Firmensitz in Bayreuth ist mehr als nur Verwaltung – hier sitzen auch Entwicklung, Design, Marketing und Vertrieb. Auch wirtschaftlich ist Cybex für die Region sehr bedeutsam: Das Unternehmen beschäftigt in Bayreuth mehrere hundert Mitarbeitende, erzielt hohe Umsätze und
stärkt mit Forschung, Produktion und internationalem Vertrieb den Standort nachhaltig. Damit steht Cybex exemplarisch für ein modernes Bayreuth: regional verwurzelt, global vernetzt und technologisch ambitioniert. cybex-online.com
CYBEX GMBH
• Branche: Kindersicherheit / Baby und Kinderprodukte, Gründung: 2005
• Besonderheit: eigenes Testcenter in Bayreuth, zahlreiche DesignAwards gewonnen, VIPLiebling, zahlreiche Patente
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BERATUNG INNENARCHITEKTUR PLANUNG KONZEPT

AUS LEIDENSCHAFT ZUR PERFEKTION
SPARKASSE BAYREUTH ERNEUT IN VIER FOCUS-MONEY-KATEGORIEN VORN

Die Sparkasse Bayreuth überzeugt zum wiederholten Male mit exzellenter Beratungsleistung. Damit setzt sie ihre beeindruckende Erfolgsgeschichte fort: Beim renommierten FOCUS MONEY CityContest 2026 wurde sie in gleich vier Kategorien als Testsieger ausgezeichnet – Privatkunden, Geschäftskunden, Baufinanzierung und Private Banking. Damit bestätigt sie einmal mehr ihre hohe Beratungsqualität, ihre Kundennähe und ihren ausgezeichneten Service.
Tester bewerteten insbesondere das digitale Angebot, die Erreichbarkeit sowie die Qualität der Beratung via Telefon, EMail und InternetFiliale mit sehr guten Ergebnissen. Für den Internetauftritt erhielt die Sparkasse Bayreuth Noten zwischen 1,09 und 1,19.
Sind stolz auf die Auszeichnungen: Michael Albert (li.), Vorstand der Sparkasse Bayreuth, sowie deren Vorstandsvorsitzender Wolfram Münch.
„Diese erneuten Spitzenplatzierungen sind eine großartige Bestätigung für das Engagement und die Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betont Vorstandsvorsitzender Wolfram Münch. „Die kontinuierlich hervorragenden Ergebnisse machen uns stolz und zeigen, dass persönliche, bedarfsorientierte Beratung und moderner Service bei uns im Mittelpunkt stehen.“
AUSGEZEICHNETE BERATUNG, MODERNER SERVICE
Im Bankentest überzeugte die Sparkasse Bayreuth insbesondere durch ihre ganzheitliche und kundenorientierte Beratung. Bewertet wurden unter anderem die fachliche Qualität der Gespräche, die individuelle Bedarfsermittlung sowie die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Empfehlungen. Besonders hervorzuheben sind die hervorragenden Bewertungen im Bereich der Sachgerechtigkeit mit Einzelnoten zwischen 1,66 und 1,98. Auch im Bereich Service erzielte die Sparkasse Bayreuth Spitzenwerte. Die
Der FOCUS MONEY CityContest zählt zu den bekanntesten Bankentests in Deutschland. Zum Einsatz kommen „Mystery Shopper“ – geschulte Bankkaufleute mit eigener Beratungserfahrung. Sie führen reale Beratungsgespräche, um die Qualität der Institute objektiv und vergleichbar bewerten zu können. Die Bewertung erfolgt nach klar definierten Maßstäben. Dabei fließt die Beratungsqualität mit 75 Prozent sowie der Service mit 25 Prozent in das Gesamtergebnis ein.
EXZELLENTE ERGEBNISSE
• Bereich Privatkunden: unter sieben getesteten Banken die Bestnote 1,88.
• Segment Geschäftskunden: 1. Platz unter sechs getesteten Banken (Note 1,93)
• Bereich Baufinanzierung: bestes Ergebnis im Wettbewerbsvergleich (Note 1,74)
• Segment Private Banking: erneut Bestnote mit 1,67
Das Ergebnis zeigt: Die Sparkasse Bayreuth überzeugt nicht nur mit fachlicher Kompetenz, sondern auch mit persönlicher Nähe, modernen Kommunikationswegen und konsequenter Kundenorientierung.
sparkasse-bayreuth.de/ausgezeichnet
MIT EINER STARKEN VISION UND PIONIERGEIST ZUM GLOBALEN STANDARD
Ifeel better. Since 1951. Unter diesem Motto feiert der Bayreuther Medizinprodukte-Hersteller 75-jähriges Jubiläum. Das bedeutet ein Dreivierteljahrhundert voller Innovationskraft, Ideen sowie Mut zur Veränderung. Im Jubiläumsjahr 2026 blickt das Unternehmen zurück und freut sich gleichzeitig auf eine starke Zukunft. Was treibt medi an – gestern, heute, morgen? Dass Menschen sich besser fühlen mit medi – und das weltweit.


medi – das Bayreuther Familienunternehmen in dritter Generation feiert 2026 sein 75. Jubiläum. Im Bild von links: die Geschäftsführung Miriam Weihermüller, Marcus Weihermüller und Philipp Schatz.
Feeling connected im neuen medi Tower. 2023 wurde das Gebäude eingeweiht mit Raum für 400 Arbeitsplätze. Die Architektur symbolisiert Innovation, Offenheit, Nähe – lokal und weltweit.

medi ist ein Familienunternehmen in dritter Generation. Angefangen hat alles in einem Tanzsaal in dem kleinen Bayreuther Stadtteil St. Johannis. Seit der Unternehmensgründung im Jahr 1951 ist medi stetig gewachsen –von anfangs drei Mitarbeiter:innen auf aktuell weltweit rund 3.000, davon circa 1.800 am Standort Bayreuth. In über 90 Ländern der Welt kennen und schätzen Menschen medi: Ziel ist, Anwender:innen und Patient:innen maximale Therapieerfolge im medizinischen Bereich (medi Medical) und ein einzigartiges Körpergefühl im Sportund FashionSegment (CEP und ITEM m6) zu ermöglichen. Die Leistungspalette von medi Medical umfasst medizinische Kompressionsstrümpfe, adaptive Kompressionsversorgungen, Bandagen, Orthesen, Thromboseprophylaxestrümpfe, Kompressionsbekleidung, orthopädische Einlagen und digitale Gesundheitslösungen. Die langjährige Erfahrung bei der Kompressionstechnologie fließt auch in die Entwicklung von Sport und FashionProdukten der Marken CEP und ITEM m6 ein.
MIT EINER STARKEN VISION UND PIONIERGEIST ZUM GLOBALEN STANDARD
Seit dem Gründungsjahr vor 75 Jahren hat sich viel getan:
• 1951 gründen Wolfgang Weihermüller und Günter Voigtmann die Firma medi (damals noch WeCo) in Bayreuth.
• Im Jahr 1964 revolutionierte medi mit dem ersten nahtlosen hochelastischen medi Strumpf die Kompressionstherapie.
• 1982 wird der Produktionsstandort medi USA gegründet.
• 1986 kommt zur Phlebologie der Geschäftsbereich Orthopädie hinzu.
• 2007 wird CEP, die Sportmarke von medi, ins Leben gerufen, seit 2011 erobert ITEM m6, die Fashionmarke von medi, die Modewelt.
• 2010 gründet medi die gemeinnützige Organisation „medi for help“.
• 2012 wird der Geschäftsbereich Footcare etabliert.
• Moderne Arbeitswelten und ein starkes Bekenntnis zur Region: 2023 wird der medi Tower eröffnet.
MIT MUT, HERZ UND ERFOLG
Seit 2025 liegt die Unternehmensführung in den Händen der dritten Generation. Weiterhin zeigen die Geschäftsführer Miriam Weihermüller, Marcus Weihermüller und Philipp Schatz Pioniergeist, Mut, Wertschätzung und Respekt bei der Führung von medi.
Gemeinsam mit allen Mitarbeiter:innen richten sie den Blick nach vorne – mit neuen Impulsen und der Motivation, die Zukunft der Branche weiterhin aktiv mitzugestalten.
Philipp Schatz: „Unsere Wurzeln und unser Hauptsitz liegen in Bayreuth. Von hier aus wurden zentrale Entscheidungen getroffen, und hier schlägt das Herz von medi. Die internationale Ausrichtung und die starke Verbundenheit mit dem Standort Bayreuth sind für uns kein Widerspruch, sondern ein Erfolgsfaktor. Bayreuth bietet uns ein innovatives Umfeld, hochqualifizierte Mitarbeiter:innen und eine enge Verbindung zu unserer Unternehmenskultur. Wir denken und handeln global – und bleiben dabei fest in Bayreuth verankert. Jetzt und in Zukunft!“
Miriam Weihermüller: „75 Jahre medi – wir wollen die Branche weiter aktiv gestalten und ausbauen, Vorreiter sein und bleiben. Das geht nur mit einem familiären Umfeld, Offenheit, Kreativität und Ambition. Wir danken allen Mitarbeiter:innen, deren Engagement medi seit 75 Jahren prägt, unseren weltweiten Partnern sowie allen Anwender:innen, dass sie unseren medi Produkten für ihre Gesundheit vertrauen!“
GESTALTE DIE MEDI ERFOLGSGESCHICHTE AKTIV MIT!
Die medianer:innen sind ein entscheidender Teil des Erfolges und halten zusammen. 21 Prozent der Mitarbeiter:innen sind dort seit 20 Jahren oder länger beschäftigt, mehr als 50 Prozent sind seit 10 Jahren oder länger dabei. medi ist stolz auf dieses Engagement und Commitment – und lädt Talente ein, Teil dieser Geschichte zu werden.
medi.de l medi.biz/karriere
BAYREUTH
Innovationen entstehen nicht allein im Labor. Ihr Wert zeigt sich dann, wenn aus Ideen konkrete Anwendungen werden. Genau hier setzt die Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB) an. Seit mehr als 25 Jahren schlägt sie erfolgreich die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und macht Technologietransfer zum Motor für Innovation und Wertschöpfung.
Als außeruniversitäre Forschungseinrichtung entwickelt die NMB nachhaltige Material und Technologielösungen für Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Das Spektrum reicht von Kunststoffen, Metallen und Verbundwerkstoffen über Schaum und Spritzgießtechnologien bis hin zur additiven Fertigung. Forschung und Entwicklung erfolgen stets mit einem klaren Ziel: Lösungen zu schaffen, die in der Praxis funktionieren
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und wirtschaftlichen Nutzen stiften. Im Fokus stehen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Energie. Mit Methoden wie KI, IoT und digitalen Zwillingen entwickelt die NMB ressourcenschonende Materialien und intelligente Produktionsprozesse für Hightechunternehmen. Technologietransfer bedeutet für uns mehr als Forschung. Mit dem Bayreuther Gründerzentrum (BGZ) bieten wir ein Innovationsökosystem, in dem wir technologieorientierten Unternehmen Büro und Laborflächen zur Verfügung stellen sowie direkten Zugang zu Forschung und Industrie ermöglichen. So entstehen nachhaltige Innovationen und Zukunftsperspektiven für die Region. Seit mehr als 25 Jahren verbinden wir Wissenschaft mit Anwendung, Innovation mit Umsetzung und Forschung mit wirtschaftlichem Erfolg – damit Zukunft in Bayreuth entsteht.

DIGITAL. REGIONAL. PERSÖNLICH.
Drei Jahrzehnte Digitalisierung, tausende Projekte, unzählige Kundenbeziehungen: Seit mehr als 30 Jahren begleitet TMT Unternehmen in Bayreuth und der Region auf ihrem digitalen Weg.
Was 1996 als IT und Videodienstleister begann, ist heute ein Team von rund 50 Spezialistinnen und Spezialisten für IT, Web, Glasfaser, Video und künstliche Intelligenz. Die Technologien haben sich verändert – der Anspruch dahinter nicht: digitale Lösungen zu schaffen, die Unternehmen wirklich voranbringen.
Dabei setzt TMT seit jeher auf eine Kombination, die heute wichtiger ist denn je: technologische Kompe
tenz und persönliche Nähe. Feste Ansprechpartner, schnelle Entscheidungen und ein offener Austausch auf Augenhöhe sorgen dafür, dass aus Projekten oft langjährige Partnerschaften werden.
Früh hat TMT gemeinsam mit den Stadtwerken Bayreuth die Weichen für die digitale Zukunft der Region gestellt und in den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur investiert. Bis heute profitieren Unternehmen davon –mit leistungsfähigen Verbindungen, hoher Verfügbarkeit und einer digitalen Infrastruktur, die Wachstum ermöglicht. Ergänzt wird dieses Fundament durch das eigene Data Center in Bayreuth, das viele Leistungen direkt vor Ort verfügbar macht.

BEGLEITUNG IN ALLEN BEREICHEN DER DIGITALISIERUNG
Mit den Anforderungen der Kunden ist auch TMT kontinuierlich gewachsen. Aus einzelnen Dienstleistungen entstand ein ganzheitliches Portfolio, das Unternehmen in nahezu allen Bereichen der Digitalisierung begleitet. Der Vorteil für Kunden: ein Partner, der Zusammenhänge versteht, Lösungen integriert denkt und Projekte aus einer Hand umsetzt.
Was TMT dabei besonders macht, sind die Menschen hinter der Technik. Unterschiedliche Fachbereiche arbeiten eng zusammen, teilen ihr Knowhow und entwickeln pragmatische Lösungen mit Blick auf das Wesentliche: den Erfolg der Kunden.
30 Jahre später gilt mehr denn je: TMT steht für digitale Kompetenz, regionale Verbundenheit und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Aus Bayreuth. Für die Region. Und bereit für die nächsten digitalen Jahrzehnte.
TMT – IT, Web, Glasfaser, Video und KI. Seit 30 Jahren. tmt.de

Im Rahmen der Jubiläumsfeier zum 30-jährigen Bestehen der TMT GmbH & Co. KG überreicht Wolfram Brehm (IHK für Oberfranken Bayreuth) Markus Spona die Jubiläumsurkunde der IHK für 30 Jahre Treue zum Standort Oberfranken.
WIE DIE IHK-WEITERBILDUNG UNTERNEHMEN DABEI UNTERSTÜTZT, KOMPETENZEN
ZU ENTWICKELN, ORIENTIERUNG ZU GEBEN UND ZUKUNFT ZU GESTALTEN

Jörg Lichtenegger (links), IHK-Vizepräsident und Geschäftsführer von GMK GmbH & Co. KG – Marke. Design. Digital. in Bayreuth, und Robert Göpel (rechts), Geschäftsführer der IHK-Weiterbildung, sprechen über die Bedeutung einer zukunftsorientierten Weiterbildungskultur und die Rolle der IHK-Weiterbildung als Partner für Unternehmen.
Richard Wagners legendärer Aufruf „Kinder, macht Neues!“ klingt wie eine Einladung, mit Neugier, Schaffensfreude und Mut neue Wege zu gehen – damals wie heute. Wer den Walk of Wagner erlebt, begibt sich auf eine Entdeckungsreise voller Inspiration, Etappen und Herausforderungen. Dieses Bild lässt sich wunderbar auf die unternehmerische Verantwortung für Weiterbildung übertragen: Auch im Betrieb ist sie keine punktuelle Maßnahme, sondern gleicht einer Reise, auf der immer wieder Neues entdeckt, Weiterentwicklung angestoßen und Schritt für Schritt Fortschritte erarbeitet werden.
Lebenslanges Lernen bedeutet für Unternehmen, Mitarbeitenden gezielt Raum für ihre persönliche und berufliche Entwicklung zu eröffnen, sie auf unbekannte Pfade der Kompetenzentwicklung mitzunehmen und sie zu ermutigen, im eigenen Arbeitsumfeld neue Herangehensweisen oder Perspektiven zu entdecken. Es geht darum, die Fähigkeiten der Belegschaft kontinuierlich zu erweitern, gemeinsam zu wachsen und so die Zukunft des Unternehmens aktiv und innovativ mitzugestalten. Genau wie beim Zusammenspiel eines großen Orchesters oder den vielschichtigen Inszenierungen der Festspiele zählt nicht allein das individuelle Talent, sondern

vor allem das Miteinander, das gegenseitige Lernen und die Begeisterung für Innovation. Unternehmen, die Weiterbildung als festen Bestandteil ihrer Unternehmenskultur verstehen und ihre Mitarbeitenden dabei auf ihrer persönlichen Weiterbildungsreise begleiten, schaffen die Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg, Kreativität und eine starke Bindung an das Unternehmen.
Damit diese Weiterbildungsreise gelingt, ist gute Orientierung unverzichtbar. Die IHKWeiterbildung übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Sie strukturiert, gibt Orientierung im vielfältigen Weiterbildungsangebot und begleitet Unternehmen sowie ihre Teams bei der gezielten Entwicklung relevanter Kompetenzen –durch praxisnahe Studiengänge, Zertifikatslehrgänge, Seminare, maßgeschneiderte InhouseFormate sowie Coachings und Mentorings.
„ Die Wirtschaft befindet sich in einer großen Transformation. Das macht auch etwas mit den Menschen. Gefragt sind hier besonders die Führungskräfte.“
ROBERT GÖPEL, GESCHÄFTSFÜHRER DER IHK-WEITERBILDUNG
gen und Werte lassen sich in vielen Fällen auf die Entwicklung von Menschen in Unternehmen übertragen. Die Wirtschaft befindet sich in einer großen Transformation. Das verändert auch die Menschen. Gefragt sind hier besonders die Führungskräfte. Neben KI wird es vor allem weiterhin um eines gehen: den „Human Factor“, die individuellen Kompetenzen der Mitarbeitenden. Genau dafür wollen wir Antworten und Lösungen in Form von beruflicher Weiterbildung bieten. Konkret biete ich an, mit Unternehmerinnen und Unternehmern über etwas Zukunftsweisendes zu sprechen: die eigene Weiterbildungsstrategie im Unternehmen, lebenslanges Lernen und Kompetenzentwicklung.
Wie kann eine gelebte Weiterbildungskultur die Bindung von Mitarbeitenden an die Unternehmen vor Ort stärken?
Wir haben mit Jörg Lichtenegger, IHKVizepräsident und Geschäftsführer von GMK GmbH & Co. KG, sowie Robert Göpel, Geschäftsführer der IHKWeiterbildung, darüber gesprochen, wie die IHKWeiterbildung Unternehmerinnen und Unternehmer beim erfolgreichen Aufbruch ins „Neue“ unterstützt – und warum gerade heute Orientierung und kontinuierliche Entwicklung entscheidend für den Unternehmenserfolg sind.
Welche Bedeutung hat die Personalentwicklung für oberfränkische Unternehmen?
Jörg Lichtenegger: Für uns in Oberfranken ist es wie im WagnerOrchester: Jeder Ton zählt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolgs und unseres Zusammenklangs. Gerade in einer ländlich und mittelständisch geprägten Region ist die Weiterentwicklung unserer Teams das A und O. Wer in die Qualifizierung seiner Mannschaft investiert, stärkt nicht nur die Innovationskraft, sondern sorgt dafür, dass das Unternehmen harmonisch aufgestellt ist – um im regionalen wie überregionalen Wettbewerb zu bestehen.
Warum sollten Unternehmerinnen und Unternehmer auf kontinuierliche Weiterbildung setzen?
Robert Göpel: Wagner hat mit seinen Werken immer wieder Maßstäbe gesetzt und Potenziale entfaltet, Neues gewagt und Bestehendes hinterfragt. Diese Einstellun
Jörg Lichtenegger: Gerade hier in Oberfranken zeichnet sich unser Unternehmertum durch Verlässlichkeit, Beständigkeit und Gemeinsinn aus. Werte, die auch bei Wagner immer wieder eine Rolle spielen. Mitarbeitende, die erleben, dass sie aktiv an der Unternehmensentwicklung mitwirken dürfen und bei ihrer persönlichen Weiterbildungsreise unterstützt werden, entwickeln eine nachhaltige Bindung und bleiben gerne Teil des „Ensembles“. Das ist entscheidend, um Fachkräfte in unserer Region zu halten.
Warum betonen Sie Weiterbildungsformate gerade für Führungskräfte?
Robert Göpel: Wenn man Dirigenten beobachtet, erkennt man verschiedene Herangehensweisen an die Führung eines Orchesters. Hierzu braucht es enorme Persönlichkeitskompetenz und eine Varianz an Führungsstilen. Übertragen auf die Wirtschaft bedeutet das, dass man sein Team, die Stärken und Optimierungspotenziale kennen muss. Den richtigen Ton zu treffen, zur richtigen Zeit einen Takt vorzugeben und ebenso wieder „laufen zu lassen“, wenn es funktioniert, ist in der Führungspraxis oft gar nicht so leicht. Wir bringen das in Einklang, bilden Führungskräfte weiter und unterstützen bei der Teamentwicklung. So entsteht ein Zusammenspiel, bei dem alle Beteiligten ihr volles Potenzial entfalten.
ihk-lernen.de


MIT DEM NOCTRA CRUISER 7.6 L STARTET DER OBERFRÄNKISCHE HERSTELLER VON WOHNMOBILEN IN EINE NEUE ÄRA UND SETZT MASSSTÄBE IN DER BRANCHE
Wer hat ihn nicht: den Traum von Freiheit und Abenteuer? Bei FRANKIA in Marktschorgast wird er gelebt. Denn hier wird seit über 65 Jahren Geschichte und Zukunft geschrieben.
Der Wohnmobilhersteller gehört zu den innovativsten Entwicklern der Branche. Ob neues Fahrzeugkonzept – wie der FRANKIA NOCTRA –oder smarte Details, alle im Team sind mit Herz, Kreativität und Knowhow dabei, das mobile Reisen von morgen zu gestalten.
Zukunft ist auch für Ansgar Nonhoff ein großes Thema. Er leitet die Konstruktion bei FRANKIA und ist maßgeblich daran beteiligt, neue Ideen aus Marktschorgast auf die Straße
zu bringen. Regelmäßig setzt der Hersteller Meilensteine – zum Beispiel mit den innovativen 3,5Tonnern NOW und NEO, insbesondere aber mit der neuen LuxuswohnmobilGeneration FRANKIA NOCTRA.
MEHRFACH AUSGEZEICHNET
„Mit dem NOCTRA brechen wir in ein neues Zeitalter auf“, so der gebürtige Münsteraner. „Der NOCTRA schlägt nicht nur ein neues Kapitel auf – der revolutionäre 4,5Tonner ist das erste Modell unserer nächsten Generation und setzt neue Maßstäbe rund um Design, Komfort und Qualität.“ Für sein Außendesign wurde er bereits mit dem
European Innovation Award 2026 ausgezeichnet. Auch bei der Leserwahl des Fachmagazins promobil konnte der NOCTRA punkten: In der Kategorie „Teilintegrierte über 75.000 Euro“ belegte das Modell den 3. Platz und zählt damit zu den „Reisemobilen des Jahres 2026“.
STARKES TEAM, SPASS AN DER ARBEIT!
Das Besondere: Die komplette Entwicklung fand in Marktschorgast statt. Von der Idee über den Musterbau bis zum Qualitätscheck und der Serienreife hat es etwa zwei Jahre gedauert. Ob Konstrukteure, Designer, Schreiner, Elektriker, Lackierer,
Luxus „made in Marktschorgast“: der innovative FRANKIA NOCTRA Cruiser 7.6 L in der Edition ONE – mit zahlreichen Komfort-Highlights serienmäßig.


Einkäufer oder Qualitätskontrolleure – alle aus dem Team haben am Erfolg mitgewirkt. „Denn Visionen realisieren können wir nur als Team“, weiß auch Managing Director Konstantin Döhler. „Dabei ist entscheidend, dass alle mit Freude bei der Sache sind – die wichtigste Basis dafür ist eine kollegiale Zusammenarbeit. Flache Hierarchien, schnelle Entscheidungswege und wenig interne Bürokratie schaffen ein Umfeld, in dem es Freude macht zu arbeiten, und die Ergebnisse der eigenen Arbeit sind für jeden erlebbar.“
Arbeiten bei FRANKIA?
frankia.com/karriere




CARBONBETON VON MARKGRAF WIRD MIT INNOVATIONSPREIS AUSGEZEICHNET
Die Bauunternehmung MARKGRAF wurde mit dem Innovationspreis des Bayerischen Bauindustrieverbands (BBIV) ausgezeichnet. In der Kategorie Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft belegte das Bayreuther Unternehmen den ersten Platz. Prämiert wurde der Einsatz von Carbonbeton beim Neubau des Bürogebäudes am Firmenstandort in Immenreuth.
Carbonbeton ist ein Verbundwerkstoff aus Beton und Carbonfasern, mit dem Bauteile deutlich schlanker ausgeführt werden können. Das spart Material, reduziert Transportaufwand und verlängert die Lebensdauer.
Beim Neubau des Büro und Sozialgebäudes in Immenreuth setzte MARKGRAF diese Vorteile konsequent um: Das mehrgeschossige Gebäude ist der erste industriell gefertigte Neubau dieser Art aus Carbonbeton und kommt vollständig ohne Betonstahl aus. Sämtliche tragenden Bauteile – von Wänden über Decken bis hin zum Aufzugsschacht – wurden mit Carbonbeton realisiert, was zu einer Einsparung von über 240 Kubikmetern Beton führt. Zusätzliche Effizienz bringt die innovative Hybridbauweise der Decken: Vorgefertigte CarbonbetonPlatten wurden mit Brettschichtholzbalken zu HolzCarbonBetonVerbunddecken kombiniert. Dieses materialgerechte Konzept reduziert den CO₂Fußabdruck gegenüber einer klassischen Stahlbetonlösung um rund 37 Prozent.
VORREITER FÜR ZUKUNFTSORIENTIERTES UND KLIMAFREUNDLICHES BAUEN
Auch im neuen Gerhard Markgraf Bildungszentrum in Kemnath setzt MARKGRAF auf innovative Materialien: Dort kommt erstmals Biokohlenstoffbeton zum Einsatz. Gemeinsam mit dem Berliner Startup ecoLocked wurden nichttragende Wandelemente gefertigt, die den CO₂Fußabdruck des Bauwerks weiter senken. Das Bildungszentrum versteht sich damit ebenso wie das Gebäude in Immenreuth als sichtbares Beispiel für zukunftsorientiertes Bauen in der Region.
Sowohl das Bürogebäude in Immenreuth als auch das neue Bildungszentrum in Kemnath sind für MARKGRAF mehr als nur eigene Neubauten: Sie dienen bewusst als Orte, um Kunden und Interessenten neue Baustoffe näherzubringen.
Mit dem Einsatz neuer zukunftsweisender Materialien und Techniken zeigt MARKGRAF, wie die Baubranche einen aktiven Beitrag zu einer klimaneutralen Zukunft leistet.
Noch mehr Infos rund um innovative Baustoffe von MARKGRAF unter markgraf-bau.de/zukunft-des-bauens


Oben: Den Innovationspreis nahmen MARKGRAF-Geschäftsführer Alexander Holzmüller, Bereichsleiter Fertigteile Florian Praller und Bauingenieur Andreas Pöllath entgegen.
Links: Das Bürogebäude von MARKGRAF in Immenreuth setzt ein sichtbares Zeichen für die Weiterentwicklung des Standorts.
GMK GEWINNT BEIM GERMAN DESIGN AWARD 2026
Doppelte Auszeichnung für die Bayreuther Markenagentur GMK: Gleich zwei Projekte wurden mit dem renommierten German Design Award 2026 in der Kategorie „Excellent Communications Design Brand Identity“ prämiert.
Überzeugt haben die Jury zwei Projekte im Bereich Markenidentität: die neue Brand Identity für den Wohnmobilhersteller FRANKIA und das
Rebranding für die Wohnbaugesellschaft GEWOG Bayreuth. Der German Design Award zählt zu den international bedeutendsten Preisen für herausragende Gestaltungsleistungen und wegweisende Markenarbeit.
ZUKUNFTSWEISEND:
BRAND DESIGN FÜR FRANKIA
„Das neue Brand Design für FRANKIA entstand im Rahmen einer


strategischen Neuausrichtung und markiert die Transformation zur zukunftsorientierten Designmarke im Wohnmobilsegment“, erklärt Jörg Lichtenegger, AgenturInhaber und projektverantwortlich. „Unsere Arbeit umfasst die Entwicklung eines modernen Corporate Designs und einer klaren Wort und Bildmarke, konsistent umgesetzt über Website, Social Media, Broschüren (digital und Print), Messeauftritt, Anzeigen und

Prämiert: Das umfassende Rebranding der Wohnbaugesellschaft GEWOG Bayreuth – zum Beispiel für die Website und das Mietermagazin – hat die Auszeichnung „Excellent Communications Design Brand Identity” erhalten – modern, lebendig und zeitlos!




Kreativ, durchdacht, crossmedial, wirkungsvoll: Für FRANKIA hat die GMK Markenagentur ein neues Branding entwickelt, das sich nachhaltig vom Wettbewerb abhebt. Das moderne Corporate Design zeigt sich sowohl im Highlight-Magazin als auch auf der neuen FRANKIA Website.
Produktfotografie.“ Eine ganzheitliche Strategie schafft dem Branchenvorreiter für seinen internationalen Auftritt maximale Klarheit und Wiedererkennbarkeit und unterstreicht die Kernwerte des Unternehmens: Design. Komfort. Qualität. –Made in Oberfranken.
Die GEWOG, Bayreuths größter Wohnungsvermieter, erhielt von GMK ein umfassendes erneuertes Branding. In CoCreationWorkshops wurden Werte, Zielgruppen und Look neu definiert. Logo, Farbwelt, Typografie und Bildsprache greifen den bisherigen Auftritt auf und ent







wickeln ihn modern, lebendig und zeitlos weiter. GMK verantwortete die konsequente Umsetzung in allen Bereichen: von der komplett neuen Website über Geschäftsausstattung bis zu Werbemitteln sowie einem eigenen Mietermagazin. So gelang die erfolgreiche Neupositionierung – „weg vom sozialen Wohnungsbau“ hin zur zeitgemäßen Wohnbaugesellschaft für alle.
KT/AH
rundum










In der Heimat verwurzelt: GMK zeigt Engagement mit den Magazinen Echt Oberfranken, rundum und dem Bayreuth Magazin.
EIN GEWINN FÜR STADT UND WIRTSCHAFT
Die Qualifizierung „Betrieblicher Pflegelotse“ zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die Zusammenarbeit von Kommune, Wirtschaft und sozialen Einrichtungen geworden ist. Immer mehr Beschäftigte stehen heute vor der Herausforderung, Beruf und Pflege von Angehörigen miteinander zu vereinbaren. Genau hier setzt das erfolgreiche Angebot der Wirtschaftsförderung und des Seniorenamts der Stadt Bayreuth an.


Mit der Qualifizierung werden Mitarbeitende aus Unternehmen der Region geschult, um Kolleginnen und Kollegen in schwierigen Pflegesituationen kompetent unterstützen zu können. Ziel ist, Betroffenen erste Orientierung zu geben, auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen und Wege aufzuzeigen, wie sich Pflege und Beruf besser miteinander vereinbaren lassen.
Seit der Qualifizierung 2025 beraten zahlreiche Pflegelotsen Kolleginnen und Kollegen in den Unternehmen der Region. Jetzt steht der neue Lehrgang für 2026 an.
Denn Pflege betrifft längst nicht mehr nur ältere Menschen, sondern zunehmend auch Beschäftigte
mitten im Berufsleben. Viele Angehörige geraten plötzlich in Situationen, in denen sie Informationen über Pflegegrade, Pflegeversicherung, Entlastungsangebote oder Unterstützungsstrukturen benötigen. Genau hier helfen die betrieblichen Pflegelotsen als erste Ansprechpartner im Unternehmen weiter.
Organisiert wird der Lehrgang von der Wirtschaftsförderung der Stadt Bayreuth in enger Zusammenarbeit mit dem Seniorenamt der Stadt Bayreuth. Die praxisnahen Schulungen finden in verschiedenen Pflegeeinrichtungen und sozialen Einrichtungen der Region statt. Schulungsinhalte werden durch Experten der Stadt, des Landratsamtes, der AOK Bayreuth, Compass Pflegeberatung, AWO Bayreuth und der Telefonseelsorge vermittelt.
So wird nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern es gibt konkrete Einblicke in den Pflegealltag.
An den zwei bisherigen Qualifizierungen beteiligten sich rund 30 Unternehmen und Institutionen aus Stadt und Landkreis Bayreuth.
Betriebe profitieren davon, wenn Beschäftigte in belastenden Pflegesituationen schnelle Unterstützung erhalten. Dies stärkt nicht nur die Mitarbeiterbindung, sondern reduziert oftmals auch Ausfallzeiten und schafft ein familienfreundliches Arbeitsumfeld.
Die erfolgreiche Initiative wird deshalb auch 2026 fortgesetzt. Im November findet die nächste Qua
lifizierung zum betrieblichen Pflegelotsen statt. Die Schulung umfasst drei Seminartage und richtet sich insbesondere an Beschäftigte aus dem Personalbereich, an Führungskräfte oder Interessierte, die sich im Unternehmen als Ansprechpartner engagieren möchten.
Die Organisatoren hoffen erneut auf großes Interesse aus der regionalen Wirtschaft, um das Netzwerk der Bayreuther Pflegelotsen weiter auszubauen.
MEHR INFORMATIONEN
Bei Interesse ist eine Anmeldung bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Bayreuth unter pflegelotse. bayreuth.de möglich
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DÖRING & REUTH dein Spezialist für:
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Scanne den QR-Code für weitere Infos: Du kannst uns gerne anrufen oder schicke uns einfach deine Bewerbung an info@doering-reuth.de. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!
ZUSAMMENARBEIT DER VIER OBERFRÄNKISCHEN HOCHSCHULEN STÄRKT
DIE WEITERBILDUNG
Von Seminaren über Zertifikatskurse bis zu berufsbegleitenden Studiengängen bieten die Universitäten Bamberg und Bayreuth sowie die Hochschulen für angewandte Wissenschaften Coburg und Hof ein breites Spektrum an Weiterbildungen an. Diese richten sich nicht nur an Personen mit Hochschulabschluss, sondern auch an berufserfahrene Fachkräfte aus unterschiedlichsten Branchen und Bereichen. Unter dem Dach der TechnologieAllianzOberfranken (TAO) arbeiten die vier Hochschulen zusammen.
Oberfranken als Wissenschaftsstandort ausbauen und die regionale Wirtschaft fit für die Zukunft machen – das
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TECHNOLOGIE
ALLIANZ OBERFRANKEN


sind die zentralen Aufgaben von TAO. Diese Kooperation ermöglicht einerseits intensive Vernetzung, gemeinsame Projekte und interdisziplinäre Ansätze in der Forschung. Andererseits stärkt die Zusammenarbeit auch das berufsbegleitende Lernen in Oberfranken.
Ein besonderer Vorteil der akademischen Weiterbildung ist die hohe Qualität der Wissensvermittlung: Die Universitäten Bamberg und Bayreuth und die Hochschulen Coburg und Hof können nicht nur auf die Expertise ihrer eigenen Dozierenden zurückgreifen, sondern auch auf ein starkes Netzwerk aus Fachleuten aus der Praxis. Dabei ergänzen sich die oberfränkischen Hochschulen in ihren Schwerpunktkompetenzen, sodass eine große thematische Bandbreite mit fundierter akademischer Tiefe abgedeckt wird.
Die TechnologieAllianzOberfranken trägt mit ihrem Angebot aktiv zur Weiterbildung regionaler Fachkräfte bei, ermöglicht den Transfer von akademischem Wissen in die oberfränkische Wirtschaft und bereitet Unternehmen mit innovativen Ansätzen auf die Herausforderungen der Zukunft vor. Informieren Sie sich unter: tao-oberfranken.de/lehre/weiterbildung














Akademische Weiterbildungsangebote der oberfränkischen Hochschulen







www.tao-oberfranken.de/lehre/weiterbildung
ZEIT FÜR ZUKUNFT – INSTITUT FÜR
ENTREPRENEURSHIP UND INNOVATION
In exponierter Lage auf dem Campus der Universität Bayreuth entsteht derzeit das neue Gebäude des Instituts für Entrepreneurship und Innovation. Ab 2028 stehen hier für Gründungs- und Innovationsvorhaben moderne Workshop-, Inkubator- und Eventflächen mit direkter Anbindung an die Universität Bayreuth bzw. an die Wissenschaft zur Verfügung.
Das Institut für Entrepreneurship und Innovation ist heute eine zentrale Anlaufstelle für Startups und Unternehmen in der Region Oberfranken. Leistungsstarke, interdisziplinär aufgestellte Teams unterstützen Innovationsvorhaben in Wirtschaft und Gesellschaft. Unternehmen in der Region suchen die Kooperation mit der Universität Bayreuth und bauen hiermit ihre Wettbewerbsposition weiter aus. Schon heute belegen erfolgreich durchgeführte Innovationsprojekte mit Unternehmen den Mehrwert.

HARALD HOFMANN VICE PRESIDENT –OPERATIONS GERMANY
BEI KSB COMPANY
„Die KSB ist einer der weltweit führenden Hersteller von Industriearmaturen und pumpen. Forschung und Innovation sind unsere Zukunftstreiber und haben dazu geführt, dass wir unsere Wettbewerbsposition ausbauen konnten. Hierfür braucht es strategische Partnerschaften u. a. mit leistungsfähigen Universitäten, die über entsprechendes Knowhow, Talente und innovative Orte verfügen. Das Institut für Entrepreneurship und Innovation und der Transferverbund der Universität Bayreuth verfügen über diese Voraussetzungen und sind deshalb für uns wichtige strategische Partner.“

DR. PETRA BEERMANN
DIREKTORIN DES INSTITUTS FÜR
ENTRE PRENEURSHIP & INNOVATION 0921 554720 petra.beermann@unibayreuth.de
Die Universität Bayreuth hat einen herausragenden Ruf als Forschungsstandort. Dieses Wissen in marktfähige Innovationen, neue Geschäftsmodelle und wirtschaftliche Wertschöpfung zu überführen, ist zentrale Aufgabe des Instituts bzw. der Partner des regionalen Innovationsökosystems. Konsequent werden Trends und Technologien hinsichtlich Chancen und Verwertbarkeit in Wirtschaft und Gesellschaft analysiert und in Innovationsprojekte überführt.

Für 2028 geplant: das neue Gebäude des Instituts für Entrepreneurship und Innovation uni-bayreuth.de/ transfer-innovation
BAYREUTH SCHAFFT ZENTRUM FÜR GRÜNDUNGSGEIST UND INNOVATION
Gründer- und Innovationszentrum in Bayreuth
Die Region Bayreuth investiert in ihre Zukunft. Mit dem Regionalen Gründer- und Innovationszentrum (RIZ) entsteht auf dem Campus der Universität Bayreuth ein Ort, an dem Gründende, Wissenschaft, Wirtschaft und Unternehmertum künftig noch enger zusammenarbeiten sollen. Das Projekt, getragen von Stadt und Landkreis Bayreuth, zählt zu den bedeutendsten Zukunftsinvestitionen der Region und soll Bayreuth als Innovationsstandort nachhaltig stärken.

Der Blick auf das RIZ vom Vorplatz der Fakultät für Rechtswissenschaften
„Mit dem RIZ schaffen wir – gemeinsam mit dem Landkreis Bayreuth – einen Ort, an dem unternehmerische Ideen und Innovationen zu Arbeitsplätzen werden sollen. Das RIZ verbindet die wissenschaftliche Stärke unserer Universität mit dem Unternehmergeist unserer Region. Damit investieren wir nicht nur in ein Gebäude, sondern in die Zukunftsfähigkeit der Region Bayreuth und Oberfrankens“, betont Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel. Die gemeinsame Entscheidung, ein Gründerzentrum für die Region Bayreuth in Partnerschaft zwischen Landkreis und Stadt Bayreuth betreiben zu wollen, wurde Ende 2024 in den kommunalen Gremien getroffen.
Seitdem wurde eine Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb für die Vergabe der planerischen und baulichen Leistungen initiiert und erfolgreich abgeschlossen. Mit der Beauftragung an den Totalunternehmer Ten Brinke Anfang 2026 wurde ein international tätiges Bau und Projektentwicklungsunternehmen ausgewählt, das als Totalunternehmer auf dem Gebiet der Errichtung von Forschungs, Instituts und Verwaltungsgebäuden im Auftrag der öffentlichen Hand umfangreiche Expertise einbringt.
Im Sinne der inhaltlichen Konzeption wurde das Betriebskonzept mit Unterstützung eines externen Experten für Organisationsentwicklung erstellt. Im Oktober 2026 erfolgt nun endlich die langersehnte Grundsteinlegung als symbolischer Auftakt der praktischen Umsetzung.
Apropos Betriebskonzept: Hier wird im Detail beschrieben, was im RIZ nach der Baufertigstellung ab Herbst 2028 angeboten werden soll – und das ist vielseitig, anspruchsvoll und nachhaltig.

Perspektive / Visualisierung
In diesem Sinne wird das Angebot an Infrastruktur ergänzt um ein umfangreiches Programm an Wissensvermittlung, Coaching und Netzwerkmöglichkeiten. Dabei stehen die Unterstützung und Befähigung durch Wissen und Kompetenz, die Möglichkeiten zur Vernetzung mit Partnern aus allen relevanten Bereichen und –ganz besonders wichtig – die Umsetzung in die Praxis im Vordergrund. Aus Innovation wird Wertschöpfung.
„Das RIZ verbindet die wissenschaftliche Stärke unserer Universität mit dem Unternehmergeist unserer Region. Damit investieren wir nicht nur in ein Gebäude, sondern in die Zukunftsfähigkeit der Region Bayreuth und Oberfrankens.“
OBERBÜRGERMEISTER
DR. ANDREAS ZIPPEL
Natürlich steht sichtbar erst mal die Infrastruktur im Vordergrund des Angebotes. Auf dem Universitätscampus entstehen moderne Büro und Arbeitsflächen, Besprechungs und Veranstaltungsräume sowie sogenannte Maker Spaces, in denen neue Produkte und Technologien entwickelt und erprobt werden können. Das RIZ ist dabei weit mehr als ein Bürogebäude: Es versteht sich als Plattform für Austausch, Kreativität und Innovation.
Als Zielgruppe stehen Gründende im Fokus, die im benachbarten Institut für Entrepreneurship und Innovation (IEI) der Universität Bayreuth das große Einmaleins der Unternehmensgründung gelernt, eine erste Geschäftsidee entwickelt und sich selbst als verantwortungsvolle und tatkräftige Unternehmerpersönlichkeit geprüft und bestätigt haben.
Selbstverständlich sind nicht nur Gründerinnen und Gründer aus dem universitären Umfeld willkommen. Ganz besonderer Wert wird auf Gründungsinteressierte aus dem Handwerk gelegt sowie auf Menschen, die aus einem beruflichen Umfeld heraus eine bahnbrechende Idee in die Realisation bringen wollen.
Wesentlich geprägt wird das praktische Handeln im RIZ und seine Wirksamkeit im regionalen InnovationsÖkosystem durch die konzeptionelle Verknüpfung der
2.300 M 2 NUTZFLÄCHE
5 ETAGEN

7
BESPRECHUNGSRÄUME
Perspektive / Visualisierung
20
ARBEITSPLÄTZE
FÜR COWORKING
31
BÜROS MIT JE 12–70 M 2
Förderung von Startups mit starker Einbindung des Handwerks und die Vernetzung mit den Bestandsunternehmen der Region. Dies alles immer in enger Zusammenarbeit mit dem erfahrenen und kompetenten ExpertenTeam des Instituts für Entrepreneurship und Innovation (Universität Bayreuth), dem Partner auf dem Campus der Universität.
ALLES AN EINEM PLATZ UND AUS EINER HAND
Dies war auch von Anfang an ein ganz entscheidendes Argument, das die großzügige Förderung durch den Freistaat Bayern ermöglicht hat, ohne die ein solches Leuchtturmprojekt nicht umzusetzen wäre. Die Oberfrankenstiftung trägt ebenfalls ganz wesentlich durch umfangreiche Unterstützung zur Umsetzung bei.
Für die Region Bayreuth bedeutet das Projekt ein Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit des Standorts und ein Signal an kreative Köpfe, Gründerinnen und Gründer sowie innovative Unternehmen: Wer Ideen hat, soll in Bayreuth
beste Voraussetzungen finden, um daraus erfolgreiche Projekte und Unternehmen zu entwickeln.
Dies steht auch für Florian Wiedemann, Landrat des Landkreises Bayreuth, absolut im Fokus: „Das Regionale Gründer und Innovationszentrum ist ein Motor für die gesamte Region. Landkreis und Stadt Bayreuth schaffen gemeinsam mit der Universität eine Struktur, die Innovationen nicht nur hervorbringt, sondern sie auch wirksam in die Region hineinträgt.“
Mit dem Regionalen Gründer und Innovationszentrum entsteht somit ein Ort, an dem aus Wissen Wertschöpfung werden kann – und aus guten Ideen die Innovationen von morgen.
LEISTUNGSANGEBOTE IN DER „ INNOVATION JOURNEY“
Infrastruktur & Basisdienste Programme & Weiterbildung Beratung & Begleitung Veranstaltungen & Gemeinschaftsaufbau Erprobung & Umsetzung
VERNETZUNG PRAXIS
EFFIZIENZ WISSEN KOMPETENZ

Im Jahr 1906 legte Karl-Friedrich Hopf den Grundstein für seine Schlosserei in der Bayreuther Innenstadt. 120 Jahre später hat sich daraus ein modernes Familienunternehmen für Gebäudetechnik, Luftund Umwelttechnik entwickelt, das für technische Kompetenz, kundenorientierte Lösungen und ein vertrauensvolles Miteinander steht. Aus diesem Grund wurde im Juni 2026 eine Jubiläumsfeier gehalten.
Die Karl Hopf GmbH aus Bayreuth blickt auf eine über 120jährige Geschichte zurück. Seit der Gründung hat sich das Unternehmen kontinuierlich zu einem kompetenten Partner für Gebäudetechnik, Luft und Umwelttechnik entwickelt. Weitere Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Wärme und Sanitärtechnik, Anlagenbau und Energieberatung. Ergänzt wird das Leistungsangebot durch einen kompetenten Kundendienst, der Wartung, Betreuung und schnellen Service bei Störungen übernimmt. Deshalb steht Hopf heute für Stabilität, Sicherheit und Zuverlässigkeit – für seine Kunden ebenso wie für seine Mitarbeitenden.
INNOVATIVE KONZEPTE UND HOHE QUALITÄT
Mit langjähriger Erfahrung und modernster Technik plant, projektiert und realisiert Hopf individuelle Anlagenlösungen rund um Wasser, Wärme und Luft, die exakt auf die

Anforderungen von Industrie, Gewerbe, Kommunen und vor allem privaten Bauherren zugeschnitten sind. Darüber hinaus realisiert das Unternehmen Trocknungsanlagen für die keramische Industrie sowie für die Abwassertechnik und Wassergewinnung. In zahlreichen Projekten hat sich Hopf als verlässlicher Partner bewiesen. Von der ersten Idee bis zur Inbetriebnahme und dem anschließenden Service können sich Bauherren auf Hopf verlassen. Auch die Mitarbeitenden profitieren von dieser Stabilität und einem Arbeitsumfeld, in dem Verantwortung, Sicherheit und fachliche Weiterentwicklung wertgeschätzt werden.
Hopf verbindet regionale Verwurzelung mit einem hohen technischen Anspruch und setzt auf langfristige Partnerschaften. Die enge Verbin


Den Meisterbrief für das Schlosserhandwerk erhielt Karl-Friedrich Hopf im Jahre 1908. Circa 60 Jahre später wurde der heutige Firmensitz in der Ritter-von-EitzenbergerStraße im Industriegebiet Bayreuth bezogen.
dung zu Bayreuth und der Region zeigt sich in zahlreichen lokalen Projekten und Kooperationen.
Der Name Hopf steht außerdem für eine besondere Tradition, aber auch für Abwechslung und ganz besonders für Beständigkeit, und das seit über 120 Jahren. hopf-bt.de Heute
Sie tauchen mittlerweile überall auf: Mini-Partikel aus Plastik. Unsichtbar fürs Auge, aber ein Riesenproblem. Ein interdisziplinär aufgestellter Sonderforschungsbereich an der Uni Bayreuth untersucht die Auswirkungen von Mikroplastik und entwickelt Lösungen.
Die Problempartikel aus Plastik sind winzig: weniger als fünf Millimeter und noch viel, viel kleiner – bis zu 0,001 Millimeter. Sie entstehen durch den Zerfall oder Abrieb von größeren Plastikteilen wie Kunststoffflaschen oder werden gezielt industriell in Mikroplastikgröße hergestellt, etwa für Kosmetik oder als Kunststoffgranulat. Mit Regen und Abwasser oder über die Luft gelangen die langlebigen Partikelchen in Flüsse, Böden und Meere. Mittlerweile können sie nahezu überall in der Umwelt nachgewiesen werden: in den Ökosystemen, Tieren, Lebensmitteln, im menschlichen Körper. Prof. Christian Laforsch von der Uni Bayreuth hat sich schon früh mit der Thematik befasst. Gemeinsam mit rund 140 Forschenden aus etwa 30 Lehrstühlen arbeitet er im Sonderforschungsbereich (SFB) Mikroplastik daran, die Entstehung, Verbreitung und Wirkung von Mikroplastik zu verstehen – und daraus konkrete Lösungen für die Zukunft abzuleiten.
VOM MEER INS SÜSSWASSER
Ausgangspunkt war eine wissenschaftliche Veröffentlichung aus

Wie viel Mikroplastik steckt in dem gereinigten Wasser, das die Kläranlage in den Roten Main entlässt?
dem Jahr 2004, die Mikroplastik im Meer beschrieb. Für Christian Laforsch stellte sich damals die Frage: Wenn Kunststoffpartikel im Ozean ein Problem sind, wie sieht es in Süßgewässern aus?
2008 begann seine Arbeitsgruppe mit den ersten Untersuchungen zu Mikroplastik in deutschen Seen und Flüssen. Große Aufmerksamkeit erhielt eine Studie am Gardasee. Die Forschenden konnten nachweisen, dass Mikroplastik auch in einem alpinen See vorkommt. Heute gilt als gesichert: Mikroplastik findet sich in nahezu allen Umweltbereichen. Besonders überra

schend für die Wissenschaftler war, dass Böden teilweise deutlich stärker belastet sind als Gewässer. „Wir haben noch nie nichts gefunden“, sagt Christian Laforsch.
ZU WINZIG FÜRS MIKROSKOP
Die Mikroplastikpartikel, mit denen sich die Bayreuther Forschenden hauptsächlich beschäftigen, sind kleiner als ein menschliches Haar. Während diese 50 bis 100 Mikrometer dick sind, analysieren die Wissenschaftler Partikel mittlerweile bis in den Nanometerbereich. Gerade die winzigsten Partikel würden die Forschung vor enorme

Herausforderungen stellen, erklärt Prof. Laforsch. Unter dem Mikroskop sähen die Kunststoffpartikel nämlich vielen natürlichen Materialien sehr ähnlich. Eine Verwechslung mit Pflanzenresten, Tierpanzern oder anderen organischen und mineralischen Partikeln liege nahe. Deshalb reichten optische Verfahren bald nicht mehr aus.
Die Universität Bayreuth gehört weltweit zu den führenden Standorten für die Analyse von Mikroplastik. Im SFB nutzen die Forscher sogenannte partikelbasierte und thermoanalytische Verfahren. Dabei wird nicht nur festgestellt, ob und welcher Kunststoff in einer Probe vorhanden ist, sondern auch, welche Eigenschaften die Partikel besitzen. Denn von ihrer Größe und Beschaffenheit hänge ihre Wirkung auf die Umwelt ab, so Prof. Laforsch. Darüber hinaus spielen auch die elektrische Ladung der Oberflächen und die beinhalteten Chemikalien eine Rolle. Diese Eigenschaften müssen die Forscher in Experimenten auf ihre Wirkung hin untersuchen, um herauszufinden, welche davon für welche Auswirkungen auf Organismen verantwortlich sind.
Diese Folgen für unterschiedliche Organismen, Gewässer oder Böden bilden einen Schwerpunkt der Forschungen an der Uni Bayreuth.
Für die Analyse von Mikroplastik in Umweltproben müssen diese zunächst aufwendig aufbereitet werden. Organisches Material wird mithilfe von Enzymen entfernt, wäh
„Wir haben bisher in jeder Probe Mikroplastik gefunden.“
PROF. CHRISTIAN LAFORSCH, UNIVERSITÄT BAYREUTH
rend die Kunststoffpartikel erhalten bleiben. „Dieser Prozess kann bis zu zwei Wochen dauern“, so Professor Laforsch. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Kunststoff ist überall, auch im Labor. Schon Plastikstaubpartikel aus der Luft oder Abrieb von Laborgeräten können Messergebnisse verfälschen. Deshalb arbeiten die Wissenschaftler in speziell ausgestatteten Laboren mit eigens angefertigten Glas und Edelstahlgeräten. Anschließend werden die Partikel mithilfe spektroskopischer Verfahren analysiert. Diese liefern für jeden Partikel einen chemischen „Fingerabdruck“, der eindeutig erkennen lässt, um welchen Kunststoff es sich handelt.
Daneben existieren thermoanalytische Methoden, bei denen die Probe verbrannt wird. Zwar lässt sich so die Masse bestimmter Kunststoffe in der Probe bestimmen, allerdings gehen wichtige Informationen über Anzahl, Form und Größe der Partikel verloren.
Einen wichtigen Fortschritt stellt ein neues Analysegerät dar, das seit 2026 in Bayreuth verfügbar ist, ein sogenanntes OPTIRSystem, das auf der optischen photothermischen Infrarotspektroskopie basiert. „Dieses Gerät ermöglicht uns die Untersuchung von Partikeln bis in den Nanometerbereich“, schwärmt Laforsch. Damit eröffne es Einblicke in die bislang kaum erforschte Welt kleinster Kunststoffpartikel.
WELCHE AUSWIRKUNGEN
HAT MIKROPLASTIK?
Die Forschung zeigt, dass Mikroplastik sowohl direkte als auch indirekte Effekte auf Umwelt und Organismen haben kann. In Böden können Kunststoffpartikel Bodeneigenschaften wie die Wasserspeicherung verändern. „Ein Problem gerade im Zusammenhang mit dem Klimawandel, weil Böden längere Trockenperioden schlechter ausgleichen können“, erklärt Christian Laforsch. In Gewässern beeinflussen Kunststoffe die Kommunikation von Organismen. Viele wirbellose Tiere orientieren sich über chemische Signale im Wasser, etwa bei der Partnersuche. Kunststoffpartikel können solche Stoffe an ihrer Oberfläche binden und dadurch biologische Kommunikationsprozesse stören.
Auch das Mikrobiom, also die Gemeinschaft von Mikroorganismen etwa im Darm, kann durch Mikroplastik beeinflusst werden. Da es eine wichtige Rolle für die Nährstoffaufnahme und das Immunsystem spielt, rückt dieser Bereich zunehmend in den Fokus der Forschung. Zudem können Krankheitserreger Mikroplastik als Transportmittel nutzen. Wenn sich Mikroorganismen auf den Oberflächen der Teilchen ansiedeln, werden sie womöglich über weite Strecken verbreitet, fürchten die Experten.

Links: Plastikpartikel unter dem Mikroskop Rechts: Ermittler in Sachen Mikroplastik: Prof. Christian Laforsch
Direkte Auswirkungen haben das Einatmen oder Verschlucken von Mikroplastik. Sehr kleine Partikel können ins Gewebe übergehen oder chemische Zusatzstoffe wie Additive können aus den Kunststoffen freigesetzt werden und auf die Organismen wirken. Christian Laforsch: „In Laborstudien reichen die beobachteten Wirkungen von Entzündungsreaktionen bis hin zu Veränderungen auf zellulärer Ebene.“ Welche Risiken tatsächlich von welchen Partikeleigenschaften ausgehen, gehört zu den zentralen Forschungsfragen des Sonderforschungsbereichs.
VON DER PROBLEMBESCHREIBUNG ZUR LÖSUNG
Das große Ziel des Sonderforschungsbereichs Mikroplastik fasst Prof. Laforsch so zusammen: „Wenn wir verstanden haben, welche Eigenschaften von Mikroplastik für negative Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen verantwortlich sind, können wir dieses Wissen nutzen, um neue Kunststoffe zu entwickeln, die diese Eigenschaften und somit Wirkung auf die Umwelt und Menschen nicht haben.“ Tatsächlich arbeiten Polymerchemiker und Ingenieure bereits an neuartigen, umweltfreundlichen Materialien, die


anschließend im SFB getestet werden. Gleichzeitig findet dort auch ein Austausch mit Politik, Behörden und Unternehmen statt. „Wir beraten bei Gesetzgebungsverfahren und arbeiten mit Industriepartnern zusammen, etwa aus der Reifen oder Kunststoffbranche“, so Laforsch.
STARTUP ZAITRUS: MIT KI
GEGEN MIKROPLASTIK
ZAITRUS ist ein Bayreuther DeepTechStartup, das sich aus dem universitären Umfeld des SFB heraus gegründet hat und Erkenntnisse aus der Forschung nutzbar macht. Die Gründer haben sich auf die Echtzeitmessung und Analyse von Mikroplastik und anderen Mikropartikeln im Wasserstrom spezialisiert. ZAITRUS kombiniert dabei elektrische Impedanzspektroskopie mit KI.
Bekannt wurde ZAITRUS durch eine Kooperation mit dem Klärwerk Bayreuth. Dort wird seit 2025 erstmals in Deutschland das Herzstück des Startups, der innovative Sensor, im
laufenden Betrieb getestet. Dabei fließt Abwasser kontinuierlich durch den Sensor. Die aktuelle Belastung des Wassers mit Mikroplastik landet sofort auf dem Bildschirm der Mitarbeiter. Bislang war diese Messung nur durch aufwendige Probenentnahmen und teure Laboranalysen möglich. Der Sensor von ZAITRUS ermöglicht dagegen eine 24StundenOnlineMessung direkt im Ablauf des Klärwerks. Die Kooperation mit ZAITRUS sorgt bundesweit für viel Interesse.
KLEINIGKEITEN MIT GROSSER WIRKUNG
„Jeder kann dazu beitragen, den Eintrag von Mikroplastik zu reduzieren“, sagt Professor Christian Laforsch. Für ihn gehören zum Beispiel Mehrwegprodukte, der Verzicht auf TogoVerpackungen, ein bewusster Umgang mit OnlineBestellungen und vor allem die korrekte Entsorgung von Kunststoffen dazu. Ebenso wichtig sei, keine Kunststoffabfälle in die Biotonne zu werfen oder sie achtlos in der Umwelt zu entsorgen. AB
Banking gehört zum Alltag und basiert auf Vertrauen. Während sich viele Banken ähneln, hat die genossenschaftliche Rechtsform ein besonderes Merkmal: Kunden können Mitglied und damit Teilhaber ihrer Bank werden. So auch bei der VR Bank Bayreuth-Hof eG, die zu den größten Volks- und Raiffeisenbanken in Oberfranken gehört.
Die regionale Genossenschaftsbank verbindet persönliche Beratung mit digitalen Services. Viele Dienstleistungen lassen sich per Telefon, Videochat oder online nutzen. Der Ausbau digitaler Angebote hat hohe Priorität. Gleichzeitig unterstreicht die Investition von zwei Millionen Euro in den
Umbau der Filiale in Münchberg das Bekenntnis zur Präsenz. Die VR Bank vereint regionale Nähe mit einem breiten Dienstleistungsangebot. Privat und Firmenkunden werden persönlich und individuell von Experten und Spezialisten beraten. Auch in die Zukunft investiert die Bank gezielt: Sie fördert die Ausbildung eigener Fachkräfte und schafft interne Entwicklungsmöglichkeiten. Darüber hinaus engagiert sie sich weit über das Bankgeschäft hinaus in der Region. Sie unterstützt Sport, Kultur und Sozialprojekte jährlich mit rund 300.000 Euro – über den Gewinnsparverein, durch Sponsoring sowie über die CrowdfundingPlattform „Viele schaffen mehr“. Damit verbindet die VR
BAYREUTH-HOF EG
Bank wirtschaftlichen Erfolg mit regionaler Verantwortung und einer zukunftsorientierten Ausrichtung.

Die Vorstände der VR Bank BayreuthHof eG (v. l.): Tobias Reisse, Jürgen Dünkel und Bernd Schnabel.
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ZWEI NEUE PROGRAMME ZEIGEN, WIE DIE UNIVERSITÄT BAYREUTH IHR
STUDIENANGEBOT AUF ZUKUNFTSTHEMEN UND NEUE BERUFSFELDER AUSRICHTET

Mitrund 11.000 Studierenden und mehr als 100 Studiengängen gehört die Universität Bayreuth zu den profilierten mittelgroßen Universitäten in Deutschland. Zum Wintersemester 2026/27 erweitert sie ihr Angebot um zwei Programme, die auf sehr unterschiedliche Weise zeigen, wohin sich akademische Ausbildung entwickelt: praxisnäher, interdisziplinärer und stärker ausgerichtet auf die Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt.
Mit dem neuen LL. M. Wirtschaftsrecht setzt Bayreuth ein deutliches Zeichen in der Juristenausbildung. Der neue Elitestudiengang Ecological Forecasting wiederum verbindet Ökologie, Datenwissenschaft und Entscheidungsforschung – und zielt auf eine der großen Zukunftsfragen: Wie lassen sich ökologische Veränderungen besser verstehen, vorhersagen und verantwortungsvoll gestalten?
„Mit Studienangeboten wie dem LL. M. Wirtschaftsrecht und Ecological Forecasting zeigen wir, wofür die Universität Bayreuth steht: fachliche Exzellenz, interdisziplinäres Denken und die konsequente Ausrichtung auf Zukunftsfragen“, sagt UniPräsident Prof. Dr. Stefan Leible.

Mit „Jura hoch 3“ setzt die Universität Bayreuth einen besonderen Akzent in der deutschen Juristenausbildung.
Im Fachbereich Rechtswissenschaft bietet Bayreuth künftig drei eigenständige juristische Kernstudiengänge an: das klassische Staatsexamensstudium mit dem Abschluss Erste Juristische Prüfung, den Bachelorstudiengang Recht und Wirtschaft mit dem Abschluss LL. B. sowie den neuen Masterstudiengang Wirtschaftsrecht mit dem Abschluss LL. M. Das Besondere daran ist die Möglichkeit, alle drei Wege ideal miteinander zu kombinieren. Studierende der Rechtswissenschaft können damit nicht nur auf das klassische Staatsexamen hinarbeiten, sondern parallel zwei weitere Abschlüsse erwerben. Der neue Master ist weitgehend in den regulären Studienverlauf integriert; viele Lehrveranstaltungen und Leistungsnachweise überschneiden sich mit dem Staatsexamensstudium. Dadurch soll es möglich werden, zusätzliche wirtschaftsrechtliche Kompetenzen zu erwerben, ohne den Studienweg unnötig zu verlängern.
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Stäubli ist ein weltweit agierender Anbieter von Industrie- und Mechatronik-Lösungen. In Bayreuth sind wir ein nachhaltig gewachsener Konzernstandort mit rund 600 Mitarbeitenden und in drei der vier Divisionen des Stäubli-Konzerns tätig: Fluid Connectors, Robotics und Textile.
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Damit reagiert die Universität Bayreuth auf eine Debatte, die die Juristenausbildung seit Jahren begleitet: die starke Konzentration auf das Staatsexamen und die damit verbundene Unsicherheit für Studierende. Zwar bleibt das Staatsexamen der zentrale Weg in viele klassische juristische Berufe. Gleichzeitig gewinnen zusätzliche, international verständliche und berufsqualifizierende Abschlüsse an Bedeutung – gerade dort, wo juristische Expertise und wirtschaftliches Verständnis eng zusammengehören. Der neue LL. M. Wirtschaftsrecht soll Absolventinnen und Absolventen deshalb breiter aufstellen: für Kanzleien, Unternehmen, Verbände, Verwaltung oder weitere wissenschaftliche Laufbahnen.

thodisches Wissen auf ökologische Fragestellungen anwenden wollen.
„ Mit Studienangeboten wie dem LL. M. Wirtschaftsrecht und Ecological Forecasting zeigen wir, wofür die Universität Bayreuth steht: fachliche Exzellenz, interdisziplinäres Denken und die konsequente Ausrichtung auf Zukunftsfragen .“
PROF. DR. STEFAN LEIBLE, PRÄSIDENT UNIVERSITÄT BAYREUTH
Gerade in Zeiten von Klimawandel, Artenverlust und tiefgreifenden Veränderungen ganzer Ökosysteme wird deutlich, wie wichtig belastbare Prognosen sind. Sie können helfen, Entwicklungen früher zu erkennen, Risiken besser einzuschätzen und politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Entscheidungen fundierter zu treffen. Bayreuth knüpft damit an seine lange Tradition in Umwelt, Ökologie und Afrikaforschung sowie an seine interdisziplinäre Ausrichtung an.
ANALYSE KOMPLEXER ÖKOLOGISCHER SYSTEME
Einen ganz anderen, aber nicht weniger zukunftsgerichteten Akzent setzt der neue Masterstudiengang Ecological Forecasting. Das Programm ist als Elitestudiengang im Elitenetzwerk Bayern angelegt und richtet sich an besonders motivierte Studierende, die ökologische Entwicklungen nicht nur beschreiben, sondern belastbar vorhersagen wollen. Im Mittelpunkt stehen datengestützte Modelle, ihre laufende Überprüfung und Verbesserung sowie die Frage, wie wissenschaftliche Prognosen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern helfen können.
Der Studiengang verbindet Ansätze aus Ökologie, Statistik, Informatik und Entscheidungswissenschaften. Damit geht es nicht allein um Umweltwissen im klassischen Sinn, sondern um die Fähigkeit, komplexe ökologische Systeme mit modernen quantitativen Methoden zu analysieren. Angesprochen sind Bachelorabsolventinnen und absolventen aus den Bio und Geowissenschaften ebenso wie Studierende mit einem Schwerpunkt in Daten, Computer oder Entscheidungswissenschaften, die ihr me
Beide neuen Studiengänge zeigen: Die Universität Bayreuth setzt nicht auf bloße Erweiterung ihres Angebots, sondern auf Profile mit erkennbarem Zukunftswert. Ob im Wirtschaftsrecht oder in der ökologischen Prognoseforschung – gefragt sind Absolventinnen und Absolventen, die Fachwissen mit Orientierung, Methodenkompetenz und Praxisnähe verbinden. Genau darin liegt die gemeinsame Botschaft dieser neuen Programme: Studium soll nicht nur auf bestehende Berufsbilder vorbereiten, sondern auf Aufgaben, die gerade erst entstehen.
GDM
Informationen zu Studienangebot, Bewerbung und Zulassung gibt es auf der Website der Universität Bayreuth unter uni-bayreuth.de
Details zum neuen Masterstudiengang Ecological Forecasting finden sich unter uni-bayreuth. de/en/master/ecological-forecasting.
Informationen zum neuen LL. M. Wirtschaftsrecht und zum Modell „Jura hoch 3“ bietet die Universität ebenfalls online an unter jurahoch3.de.
Die Universität Bayreuth (UBT) ist heute so international aufgestellt wie nie zuvor. Junge Menschen aus allen fünf Kontinenten studieren, forschen und leben auf dem Campus – ein sichtbares Ergebnis einer strategischen Entwicklung, die die Hochschule seit Jahren konsequent verfolgt.
Die Internationalisierungsstrategie 2030 beschreibt diesen Weg und macht deutlich, warum Internationalität für die UBT weit mehr ist als ein Standortvorteil: Sie ist zentraler Bestandteil ihres Selbstverständnisses und ihrer Zukunftsfähigkeit. Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible betont: „Internationalität ist für die Universität Bayreuth kein Gegensatz zu unserer starken regiona
len Verwurzelung – im Gegenteil: Sie erweitert unseren Horizont, stärkt unsere Innovationskraft und bereichert die gesamte Region.“
Die Zahlen des Wintersemesters 2025/26 zeigen eindrucksvoll, wie global der Bayreuther Campus geworden ist. Aus Afrika kommen über 400 Studierende, besonders viele aus Ghana, Nigeria und Tunesien. Asien bildet mit mehr als 1.000 Studierenden den größten internationalen Herkunftsraum – angeführt von China, Indien und dem Iran. Aus Nord, Mittel und Südamerika stammen rund 160 junge Menschen, aus Australien und Ozeanien weitere sechs. Hinzu kommen
mehrere Hundert Studierende aus anderen europäischen Staaten. Insgesamt zählt die UBT rund 12.000 Studierende, davon sind rund 1.700 international.
Diese Vielfalt ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klaren Strategie: Weltoffenheit als Kernelement des Profils, professionelle Servicestrukturen, eine international kompetente Verwaltung und starke Netzwerke wie die European University Association oder Scholars at Risk. So entsteht ein Campus, der global denkt und lokal wirkt – und Bayreuth als Wissenschaftsstandort nachhaltig stärkt. uni-bayreuth.de/ internationalisierungsstrategie
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VOM PARTNER ZUM NAMENSSPONSOR – MEDIKAMENTE PER KLICK SETZT EIN STARKES
ZEICHEN FÜR DIE ZUKUNFT DES BAYREUTHER BASKETBALLS

Eine ganz besondere Überraschung hatte Medikamente per Klick beim traditionellen Heimspiel vor Weihnachten für die Fans parat: alle Besucher in der Oberfrankenhalle erhielten einen BBC-Fanschal als Dankeschön für ihre Treue.
Mit dem Start in die Saison 2026/2027 schlägt der Bayreuther Basketball ein neues Kapitel auf: Aus dem langjährigen Engagement von Medikamente per Klick wird eine echte Namenspartnerschaft. Künftig tritt der Club als „Medikamente per Klick Bayreuth“ auf und unterstreicht damit nicht nur die gewachsene Verbindung zwischen der Versandapotheke und dem Verein, sondern auch den Anspruch, den Basketballstandort Bayreuth langfristig weiterzuentwickeln.
Die Zusammenarbeit zwischen dem BBC Bayreuth und Medikamente per Klick begann in einer Phase des Umbruchs. Seit 2023 spielt der BBC in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, was für den Club eine Neuorientierung bedeutete. Neue Gesellschafter und ein neuer Aufsichtsrat mit Geschäftsführer Friedrich Hartung an der Spitze, der Wechsel in eine neue Ligazugehörigkeit und wirtschaftliche Belastungen nach dem Ausscheiden von großen Partnern
Mit der Namenspartnerschaft bis 2031 soll Medikamente per Klick Bayreuth sportlich und infrastrukturell weiterentwickelt werden.



„Die große Unterstützung für den Bayreuther Basketball hat uns in unserem Engagement bestärkt. Wir wollen den gemeinsamen Weg weitergehen und einen wichtigen Beitrag für den Sportstandort Bayreuth leisten.“
ILIUS, GESCHÄFTSFÜHRER MEDIKAMENTE PER KLICK
stellten die Organisation vor große Herausforderungen. Umso bemerkenswerter ist, dass es dem Club in den ersten drei Jahren gelungen ist, sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln und sportlich wie strukturell zu stabilisieren.
INTENSIVE UND VERTRAUENS VOLLE VERBINDUNG
Medikamente per Klick stieg Ende 2023 als Trikotsponsor in den Bayreuther Basketball ein und war von 2024 bis 2026 Hauptsponsor. Aus dieser Partnerschaft ist in kurzer Zeit eine starke Verbindung gewachsen. Sichtbar wurde das nicht nur durch die Präsenz des Unternehmens auf dem Trikot, sondern auch durch zahlreiche Aktionen: mehrere besondere Halbzeitshows sowie vielfältige FanAktionen.
STABILITÄT UND PERSPEKTIVE
FÜR DEN BBC BAYREUTH
Der Schritt zur Namenspartnerschaft ist deshalb mehr als ein neues Branding. Er steht für Vertrauen, Identifikation und ein gemeinsames Verständnis davon, was Sport in der Region leisten kann. Für Medikamente per Klick ist die wachsende Markenbekanntheit auf regionaler und nationaler Ebene ein wichtiger Aspekt. Für den BBC Bayreuth bedeutet die Kooperation vor allem Stabilität,
Perspektive und die Chance, den Profibasketball am Standort Bayreuth und in der Region dauerhaft zu sichern.
Auch inhaltlich passt diese Verbindung zusammen. Medikamente per Klick steht für persönliche Beratung – für die Kunden steht eine eigene Hotline bereit –, für umfangreichen Service und ein breites Sortiment zu fairen Preisen. Über den Onlineshop erhalten Kunden Zugang zu mehr als 300.000 Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln, Tierarzneimitteln und Kosmetikprodukten. Als eine der führenden Onlineapotheken Europas ist das Unternehmen fest in Oberfranken verankert. 1980 gründete Karlheinz Ilius in Bad Steben die Luitpold Apotheke, die auch heute noch aktiv ist. Mit dem Start der Onlineapotheke im Jahr 2004 verband er früh pharmazeutische Kompetenz mit moderner Versandlogistik. Heute beschäftigt Medikamente per Klick mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus den beiden Logistikzentren in Oberfranken werden täglich über 20.000 Pakete versendet. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf effiziente Verpackung und nachhaltige Abläufe. Für diese Entwicklung wurde Karlheinz Ilius 2024 mit dem Innovationspreis TOP 100 ausgezeichnet.
MEHR ALS EIN SPONSORING –EIN BEKENNTNIS ZU BAYREUTH
Mit der Namenspartnerschaft beginnt nun eine neue Ära, die auf fünf Jahre angelegt ist. Bis 2031 soll Medikamente per Klick Bayreuth sportlich und infrastrukturell weiterentwickelt werden. Dazu gehören ein neues Logo, der Aufau professioneller Strukturen sowie erstmals die Installation eines Sportdirektors, der für den Profi, Nachwuchs und Amateurbereich zuständig ist. Damit entsteht eine ganzheitliche Struktur, die den Club langfristig auf ein stabiles Fundament stellt.
BBCGeschäftsführer Friedrich Hartung bringt die Zielsetzung auf den Punkt: „Nach Jahren des Reagierens können wir nun wieder agieren. Unser oberstes Ziel ist, den Menschen ein attraktives Sporterlebnis zu bieten und in den kommenden Jahren zu einem PlayoffTeam heranzuwachsen. Parallel werden wir unsere Angebote für Kinder und Jugendliche ausbauen und ihnen Perspektiven eröffnen.“
Die Namenspartnerschaft ist damit weit mehr als ein Sponsoring. Sie ist ein Bekenntnis zu Bayreuth und zu einer gemeinsamen sportlichen Zukunft. medikamente-per-klick.de

SOMMERLICHE RADTOUR ZU DEN SCHÖNSTEN GÄRTEN, PARKS UND AUEN DER STADT

Zwischen barocken Gartenanlagen, schattigen Auen und versteckten grünen Oasen zeigt sich Bayreuth von seiner entspanntesten Seite. Diese abwechslungsreiche Radtour führt zu neun der schönsten Orte der Stadt – ideal für einen genussvollen Tagesausflug, ob allein, mit Freunden oder der Familie. Unterwegs warten neue Lieblingsplätze, grandiose Ausblicke und kleine Pausenmomente im Grünen. Und wer genau hinschaut, entdeckt auch echte Insider-Tipps!
Strecke: ca. 22 km
Dauer: Tagesausflug
Start: Wilhelminenaue, Parkplatz (Äußere Badstraße)
Perfekt für … Ruhesuchende, Ausflüge mit Freunden oder der Familie, Genussradler (wenig Steigung)
E-Bike-Verleih: TouristInformation in der Opernstraße 22


1 Start
Die Wilhelminenaue ist Bayreuths weitläufiger Landschaftspark am Roten Main und ein wunderbarer Ort für eine entspannte Pause auf der Radrunde. Aus dem Gelände der Landesgartenschau entstanden, verbindet sie fantastische Sonnenuntergänge, gemeinsames Sporteln und AfterWorkDrinks am Kulturkiosk mit entspannten Spaziergängen.


Gastro-Tipp
Kulturkiosk mit Biergarten, schöne PicknickSpots, öffentliche GrillStation
Insider-Tipp
Hier kann man auch Volleyball, Basketball oder Tischtennis spielen – außerdem gibt es einen Bikepark mit Jumps und Pumps.
2
Insider-Tipp
Die Eremitage zählt zu den schönsten historischen Parkanlagen Bayerns und lädt mit Wasserspielen, Wegen und markgräflichen Bauwerken zum Entdecken ein. Besonders reizvoll ist die Mischung aus barocker Gartenkunst und romantischer Parklandschaft.
Wie wäre es mit einer Aufführung im alten Römischen Theater der Eremitage? Die Studiobühne Bayreuth spielt von Ende Mai bis Ende August verschiedene Stücke auf der außergewöhnlichen Bühne.



Am Grünen Hügel breitet sich der Festspielpark als grüne Oase rund um das Festspielhaus aus. Zwischen alten Bäumen, Blumenflächen und ruhigen Ecken findet man hier nicht nur Festspielglanz, sondern auch viel Platz zum Durchatmen.

Gastro-Tipp
Die Gaststätte Bürgerreuth beglückt Besucher mit italienischen Spezialitäten, Steaks und einem gemütlichen Biergarten. Nur wenige Meter entfernt liegt die Judenwiese – perfekt für Picknick bei Sonnenuntergang mit Blick über die Stadt.
Insider-Tipp
Erfrischung gefällig? Dann steht das Kneippbecken im Freiluftbad Bürgerreuth zum Wassertreten bereit. Wer einen spektakulären Blick über Bayreuth erhaschen möchte, läuft einen Abstecher zum Siegesturm hinauf.

Insider-Tipp
Der Hofgarten liegt mitten im Herzen Bayreuths und ist die grüne Lunge der Innenstadt. Mit seinen alten Alleen, dem Kanal und den weiten Wiesen ist er ideal für eine kleine Verschnaufpause zwischen Stadt und Kultur.
Mit Kids unterwegs? Im Hofgarten gibt es einen großen Abenteuerspielplatz. Wer Kultur sucht, sollte das Richard Wagner Museum im Haus Wahnfried besuchen.

Gastro-Tipp
Biergartenzeit ist die schönste Zeit – entweder im Glenk Bräu mit großem Biergarten oder in der Traditionsgaststätte Becher Bräu.
Insider-Tipp
In den Sommermonaten lohnt sich ein kleiner Abstecher ins AltstadtBad (Fantaisiestraße, direkt neben dem Radweg). Ein kleines Becken lädt kostenfrei zum Abkühlen ein!
Am Mistelbach folgt die Route dem Wasserlauf und führt durch einen stillen, naturnahen Teil Bayreuths. Hier zeigt sich die Stadt von ihrer sanften Seite: mit Grün, Wasser und angenehm ruhigen Wegen.


Mit seinen spektakulären Felsformationen ist der Buchstein ein überraschend wildes Naturerlebnis direkt in Stadtnähe. Zwischen Wald und Stein zeigt sich hier besonders schön, wie nah in Bayreuth urbaner Raum und eindrucksvolle Natur beieinanderliegen.
Insider-Tipp
Zum Buchstein gelangt man von den Landwirtschaftlichen Lehranstalten (AdolfWächterStraße) am besten mit dem Trekkingrad oder man steigt für einen Spaziergang ab. Der „Aufstieg“ lohnt sich auf jeden Fall, die Felsformationen sind beeindruckend!


Gastro-Tipp
Der Röhrensee ist Bayreuths beliebtes Naherholungsgebiet mit großer Wasserfläche, viel Grün und einer entspannten Atmosphäre. Ob Spaziergang, Picknick oder einfach ein Blick aufs Wasser – hier lässt sich Stadturlaub wunderbar mit Natur verbinden.
In den Sommermonaten gibt es hier den schönen Stadtstrand oder einen Kiosk mit kleinem Biergarten.
Insider-Tipp
Bei einem Spaziergang um den See kann man Tiere aus der ganzen Welt entdecken. Schön im Sommer: eine Runde mit dem Ruderboot!


Der Studentenwald ist ein grüner Rückzugsort in direkter Umgebung des Röhrensees und des trubeligen UniTreibens. Hier kann man entspannt spazieren gehen oder auf weichem Waldgrund joggen und dabei frische Luft schnuppern. Für Wissbegierige gibt es einen Waldlehrpfad. Aktuell werden hier auch drei Teiche renaturiert.
Insider-Tipp
Im ÖBG gibt es auch einen Barfußpfad, auf dem sich verschiedene Naturbeläge wie Laub, Kiefernzapfen, Rundhölzer, Moos, Sand und Kies abwechseln. Perfekt für die Durchblutung und fürs Wohlbefinden!


Gastro-Tipp
Holzofenpizza und frische Pasta gibt es in der Trattoria am Studentenwald. In der gemütlichen Stube oder im großen und schattigen Biergarten.
Insider-Tipp
Zwischen Studentenwald und Röhrensee liegt der Bürgerhain mit seinem neuen Holzpavillon, der sich perfekt für einen Zwischenstopp eignet.
Im ÖkologischBotanischen Garten (ÖBG) macht man eine Weltreise durch die außergewöhnliche Flora und Fauna der einzelnen Kontinente. Wirklich beeindruckend: In den Gewächshäusern warten über 5.000 tropische und subtropische Pflanzenarten – auf dem rund 16 Hektar großen Außengelände gibt es etwa 12.000 Pflanzenarten.
Im Anschluss geht es durch das UniGelände durch die Tappert-Aue und die Untere Röth wieder zurück zur Wilhelminenaue.

Der Klinikverbund der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern und ab 2027 auch die Rotmainklinik in Bayreuth stehen für Kompetenz und für eine umfassende medizinische Versorgung auf höchstem Niveau.
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„Wir sind für alle da! “
VIER MENSCHEN VON VIELEN, DIE NÄHE, FREUDE UND HILFE ANBIETEN

Wenn Volker Sommerfeldt in der Stadtmission Bayreuth hinter dem Tresen steht, strahlt er wie die Sonne. Er kennt jeden Gast beim Brunch persönlich, fragt hier nach dem Hund, dort nach den Kindern, wirft Grüße quer durch den Raum mit den vielen Fenstern in der Sophienstraße. Der Leiter der Stadtmission ist ein fröhlicher Mann, der ein Gefühl von bunter Großfamilie verbreitet. „Ich definiere niemanden über seine Probleme“, betont er. Die Gäste sind Frauen und Männer am Rande der Gesellschaft: Süchtige, Kranke, Geflüchtete. „Im hochwertigen Ambiente hier sollen sie sich wertvoll fühlen“, sagt Volker, der zu bestimmten Zeiten mit denen, die das möchten, betet. „Meine Arbeit hier ist Ausdruck meines Glaubens, der Glaube der anderen ist deren Privatsache“, sagt er und grüßt einen eintretenden Gast beim Namen, während er Milch aufschäumt. Dieser lichte, warme, farbenfrohe und für Bayreuth so wichtige Ort lebt von Spenden und Ehrenamt. Es sind viele, die täglich kommen. Das kostenlose Essen stillt ihren Hunger, das Gefühl des Willkommenseins ihre Seele.
RUDI SCHINDELMANN
EIN KAFFEE MIT RUDI AM FRIEDHOF
Jeden ersten und dritten Mittwochnachmittag im Monat kurvt Rudi Schindelmann mit einem Lastenfahrrad des Malteser Hilfsdienstes zum Bayreuther Stadtfriedhof. Vor dem Eingang stellt er ein paar Klappstühle auf, holt Geschirr und Besteck aus einer Box, stellt Kaffeespender und Kuchen bereit. Manchmal wird er schon erwartet. Der pensionierte Verwaltungsbeamte engagiert sich seit vier Jahren bei diesem Projekt gegen Einsamkeit. Davon sind häufig ältere Menschen betroffen, die auf dem Friedhof die Gräber ihrer Lieben besuchen. „Über den Kuchen kommt man leicht ins Reden“, sagt Rudi Schindelmann, der gelernt hat, den Gästen behutsam seine Bereitschaft für ein Gespräch zu signalisieren. Manchmal entstehen daraus lange Unterhaltungen über Verluste, beerdigte Kinder oder das Alleinsein. Beide gehen danach gestärkt nach Hause. Der Gesprächspartner hat sich vielleicht eine Last von der Seele geredet. Rudi Schindelmann fühlt sich nützlich und wertgeschätzt. Außerdem beherrscht außer ihm kaum jemand das mobile Fahrradcafé mit dem Spitznamen „Ehrna“. Der passionierte Fahrradfahrer ist sicher: „Dieses Ehrenamt passt perfekt zu mir.“
TAMARA BOSCH
Tamara Bosch und ihr Partner Andrey stimmen Gitarre und Melodion, während die betagten Gäste in den Raum strömen. Dann versetzt das Duo sein Publikum zurück in die 1920er bis 1970erJahre – mit Schlagern, Evergreens und Volksliedern zum Mitsingen. Die Gäste tauchen in die Musik aus ihrer Jugend ein und lassen sich von der jugendlich anmutenden 74jährigen Tamara Bosch mitreißen. Seit 30 Jahren lebt und singt die Musikwissenschaftlerin aus Sibirien in Bayreuth. „Ich schwimme in diesem Musikmeer“, lächelt die Kulturbotschafterin. „Singen bringt Erinnerungen an die Oberfläche und unsere Herzen miteinander zum Klingen.“ Tamara musiziert mit Kindern in MiniBayreuth, Geflüchteten oder Demenzkranken im Chor „Klangvoll dabei“, in Kirchen, der Bürgerbegegnungsstätte, im RW21 und manchmal auch in der Fußgängerzone. Meistens ist Andrey mit seiner Konzertgitarre an ihrer Seite. Beide haben sich vor neun Jahren in Bayreuth kennengelernt und sind seitdem ein harmonisches Paar: als „Duo Nostalgie“ und als Ehepartner.
FRANZISKA UMLAUFT
DIE NETZWERKERIN FÜR EIGENSTÄNDIGKEIT
Wenn das Telefon in der Zentrale des Vereins JAZ klingelt, hofft Franziska Umlauft, dass sie wieder zwei Menschen vernetzen kann. Einen, der Hilfe benötigt, und einen, der helfen möchte. „Meist sind es ältere Menschen, die Unterstützung im Haushalt oder Garten anfragen“, erklärt Franziska, eine von vier Mitarbeitern bei JAZ, und deutet auf die Landkarte von Stadt und Landkreis Bayreuth. Darauf sind alle Hilfswilligen von „Jung und Alt zusammen“ aufgelistet. „Vorhin hat eine Seniorin angerufen, die jemanden sucht, der sie samt Rollator zum Supermarkt fährt und beim Einkauf unterstützt“, sagt Franziska. Im Handumdrehen hat sie einen hilfsbereiten Pensionär organisiert. Beide sind Mitglied bei JAZ – und damit Teil der 1.400MenschenCommunity, die auf dem Gedanken der Nachbarschaftshilfe beruht. Dennoch fließt Geld: Zwölf Euro pro Stunde gibt der Hilfeempfänger. Davon erhält der Helfer acht Euro als Aufwandsentschädigung, vier bleiben bei JAZ. „Wir können fast alle Wünsche erfüllen“, sagt Franziska Umlauft zufrieden, während sie zum klingelnden Telefon greift, um wieder zwei Menschen miteinander zu verknüpfen. AB 1 3 2 4
KLINIKUM INVESTIERT IN PRÄZISION UND ZUKUNFT – NEUE LINEARBESCHLEUNIGER ERWEITERN BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN
Die Strahlentherapie am Klinikum Bayreuth geht einen entscheidenden Schritt in die Zukunft: Mit der Inbetriebnahme neuer, hochmoderner Linearbeschleuniger wird die Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten deutlich präziser, schneller und schonender. „Wir haben bereits einen neuen Linearbeschleuniger erfolgreich in Betrieb genommen. Aktuell werden dort alle Patientinnen und Patienten behandelt“, erklärt Prof. Dr. Jochen Willner, Direktor der Klinik für Strahlentherapie. Ein zweites Gerät soll planmäßig Ende Mai folgen. Damit ist die umfassende Modernisierung der Strahlentherapie am Standort Bayreuth nahezu abgeschlossen.
Die neuen Geräte sichern nicht nur die bestehende Versorgung, sondern erweitern vor allem die therapeutischen Möglichkeiten. „Für mich sind zwei Entwicklungen besonders entscheidend“, so Willner. Zum einen ermöglicht die moderne Technik hochpräzise stereotaktische Bestrahlungen. Dabei können selbst mehrere Metastasen gleichzeitig in nur einer Sitzung gezielt behandelt werden – mit einer Genauigkeit im Submillimeterbereich. „Früher mussten diese Herde oft einzeln bestrahlt werden. Heute können wir mehrere Metastasen gleichzeitig behandeln. Das spart Zeit und schont die Patientinnen und Patienten.“ Ein weiterer Vorteil: Auf belastendere Ganzhirnbestrahlungen kann in vielen Fällen verzichtet werden. Diese gingen bislang mit Nebenwirkungen wie Konzentrationsstörungen oder Gedächtnisproblemen
einher. Die neue Technik erlaubt eine gezielte, punktgenaue Therapie.
ADAPTIVE STRAHLENTHERAPIE: BEHANDLUNG IN ECHTZEIT ANGEPASST

„Mit den neuen Geräten schaffen wir die Grundlage für eine moderne, zukunftssichere Strahlentherapie in der Region.“
Ein zweiter großer Fortschritt ist die sogenannte adaptive Strahlentherapie. Dabei wird die Bestrahlung unmittelbar vor der Behandlung individuell angepasst – etwa bei Prostatakrebspatienten. „Organe wie Blase oder Darm verändern ihre Lage. Schon wenige Millimeter können entscheidend sein“, erklärt Willner. Mithilfe moderner Bildgebung und KIgestützter Planung wird deshalb vor jeder Behandlung überprüft, ob Anpassungen notwendig sind. Falls ja, wird der Bestrahlungsplan in kurzer Zeit neu berechnet. Das Ziel: maximale Schonung gesunden Gewebes bei gleichzeitig hoher Wirksamkeit der Therapie.
KÜRZERE BEHANDLUNGSZEITEN PERSPEKTIVISCH MÖGLICH
DR. JOCHEN WILLNER
Langfristig eröffnen die neuen Technologien auch die Möglichkeit, Behandlungszeiträume deutlich zu verkürzen. So könnten beispielsweise mehrwöchige Bestrahlungsserien bei bestimmten Tumorerkrankungen auf wenige Wochen reduziert werden. „Das ist ein großer Vorteil für die Lebensqualität unserer Patientinnen und Patienten“, so Willner. Voraussetzung seien jedoch höchste Präzision und aufwendige Planungsprozesse.

Der neue Linearbeschleuniger an der Klinikum Bayreuth GmbH arbeitet mit künstlicher Intelligenz – für punktgenaue Bestrahlung und maximalen Schutz gesunden Gewebes.
Parallel zur Modernisierung in Bayreuth wird auch der Standort Kulmbach mit einem neuen Linearbeschleuniger ausgestattet. Dort liegt der Fokus auf einer leistungsfähigen, standardisierten Versorgung. Hochspezialisierte Behandlungen werden künftig zentral in Bayreuth durchgeführt. „Wir bündeln damit unsere Stärken: Routineversorgung in Kulmbach, hochkomplexe Therapien in Bayreuth“, erklärt Willner.
Nach einer Einarbeitungsphase wird die Strahlentherapie in Bayreuth schrittweise ihre volle Kapazität erreichen. Der vollständige Ausbau beider Standorte ist bis Ende des Jahres geplant. „Mit den neuen Geräten schaffen wir die Grundlage für eine moderne, zukunftssichere Strahlentherapie in der Region“, betont Willner. „Unsere Patientinnen und Patienten profitieren von höchster Präzision, innovativen Verfahren und einer Versorgung auf dem neuesten Stand der Technik.“
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Bayreuths ehemaliger Oberbürgermeister Thomas Ebersberger, betont die große Bedeutung moderner Medizintechnik für das Klinikum und die gesamte Region Oberfranken. Gleichzeitig verweist er auf die schwierige finanzielle Lage der Kommunen, die auf eine verlässliche Refinanzierung durch Krankenkassen und zusätzliche Zuschüsse angewiesen sind. Mit Sorge blickt er auf aktuelle gesund
heitspolitische Entwicklungen, die eine kostendeckende Finanzierung erschweren und Kommunen langfristig belasten könnten. Die Investitionen in die Strahlentherapie sieht er dennoch als wichtigen strategischen Schritt mit Leuchtturmcharakter für die regionale Versorgung: „Wir werden alle Mittel und Wege nutzen, um diese wichtige Versorgung zu sichern – aber dafür brauchen die Kommunen eine verlässliche Refinanzierung und eine faire Finanzierung durch die Krankenkassen.“
DAS KLINIKUM BAYREUTH STEHT
ZU SEINER VERANTWORTUNG
KlinikumGeschäftsführer Dietmar Pawlik stellt die neuen Investitionen als ein Ergebnis einer langfristigen Strategie dar, die auf eine hochwertige, moderne Gesundheitsversorgung in der Region abzielt. Die Strahlentherapie sei medizinisch notwendig und stärke die Rolle des Klinikums als Maximalversorger mit überregionaler Bedeutung. Zugleich betont er die Bedeutung stabiler politischer und finanzieller Rahmenbedingungen sowie die verlässliche Unterstützung durch die kommunale Ebene. Kritisch äußert er sich zur aktuellen Gesundheitspolitik, die aus seiner Sicht Planungs und Investitionssicherheit gefährdet, betont aber zugleich die Verantwortung des Klinikums, die Versorgung der Bevölkerung unabhängig davon sicherzustellen. „Wir können uns nicht zurückziehen – wir stehen in der Verantwortung für die Versorgung der Menschen in der Region, unabhängig von den Unsicherheiten der Gesundheitspolitik.“
klinikum-bayreuth.de/strahlentherapie

BALD 100 TAGE IM AMT:

Bayreuths neuer Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel spricht mit Gert-Dieter Meier über Verantwortung und Aufbruchstimmung, Schulen und Wohnungsbau, Ehrenamt und Wirtschaft – und darüber, warum Politik immer auch etwas mit Zuhören zu tun hat.
Seit dem 1. Mai 2026 steht Dr. Andreas Zippel an der Spitze der Stadt Bayreuth. Mit 34 Jahren ist der SPD-Politiker der jüngste Oberbürgermeister in der Geschichte der Stadt. Im ersten ausführlichen Interview für das Bayreuth Magazin spricht Zippel über die ersten Wochen im Amt, über große Erwartungen und begrenzte Ressourcen, über Schulen, Wohnungsbau und Wirtschaftsförderung – und darüber, wie man bei all den Herausforderungen den Blick für die Menschen nicht verliert.
Herr Dr. Zippel, Sie sind mit 34 Jahren der jüngste Oberbürgermeister in der Geschichte Bayreuths. Was war Ihr erster Gedanke, als feststand: Jetzt tragen Sie Verantwortung für diese Stadt?
Im ersten Moment war der Kopf natürlich ziemlich leer. Dann ist mir langsam die Wucht der Verantwortung bewusst geworden. Als das Ergebnis auf dem Bildschirm erschien und ich mich mit meinem Partner gefreut habe, kam die erste Person auf mich zu: Dr. Dieter Mronz. Er gratulierte mir, bot seine Unterstützung an und wünschte mir alles Gute. In diesem Augenblick wurde mir klar, welche Aufgabe vor mir liegt. Wenn eine Person, vor der man selbst so viel Hochachtung hat und die die
se Stadt 18 Jahre lang mit einer unglaublichen Professionalität geführt hat, als Erste vor einem steht, dann denkt man: Das ist eine enorme Herausforderung. Und die musst du jetzt professionell meistern.
Ehrfurcht oder Aufbruchstimmung? Vor allem Aufbruchstimmung.
Wenn Sie auf die kommenden sechs Jahre blicken: Welche drei großen Projekte möchten Sie am Ende Ihrer Amtszeit umgesetzt haben?
Ich möchte die Verwaltung modernisiert und digitalisiert haben. Zweitens möchte ich, dass wir bei Schulen, Kitas und Nachmittagsbetreuung deutlich besser geworden sind, und den Sanierungsstau konsequent angehen. Und drittens wünsche ich mir eine klare sportliche Perspektive für Bayreuth – mit einem Sportstättenkonzept und einer Vorstellung davon, wie sich die Sportstadt Bayreuth weiterentwickeln soll.
Wo sehen Sie die größten Entwicklungschancen für Bayreuth?
Ich sehe vor allem zwei große Bereiche. Der erste ist die Zusammenarbeit unserer Institutionen. Über die Universität, aber auch über die berufliche Bildung kommen jedes
Jahr neue Menschen nach Bayreuth. Das ist ein enormes Potenzial. Wir müssen ihnen Perspektiven bieten, damit sie bleiben.Der zweite Bereich ist die Wirtschaft. Unternehmen sagen mir immer wieder: Wir brauchen gute Rahmenbedingungen. Deshalb müssen wir gemeinsam überlegen, welche Branchen wir stärken und wie wir Bayreuth wirtschaftlich weiterentwickeln wollen. Der Wettbewerb um Unternehmen und Arbeitsplätze findet statt – in Oberfranken genauso wie in Bayern insgesamt.
Ein großes Thema im Wahlkampf war der Sanierungsstau bei Schulen und Kitas. Haben Sie inzwischen einen Überblick?
Wir tragen die Informationen gerade zusammen. Ein wichtiger Punkt wird sein, den Gebäudeunterhalt professioneller aufzustellen. Ich werde dem Stadtrat vorschlagen, ein Facility Management einzuführen, um Zuständigkeiten zu bündeln und Prozesse zu verbessern. Außerdem müssen wir klare Prioritäten setzen. Für mich haben Schulen und Bildungseinrichtungen Vorrang.
Aber selbst mit klaren Prioritäten wird man nicht alles gleichzeitig schaffen können.
Natürlich nicht. Deshalb muss man ehrlich sein. Die Menschen haben Verständnis, wenn man transparent macht, was zuerst kommt und was später folgen wird. Entscheidend ist, realistische Zeitfenster zu nennen.
Die Kommunen klagen seit Jahren über immer mehr Aufgaben und immer weniger Spielräume. Kann man daran etwas ändern?
Wir Kommunen haben gelernt, pragmatisch mit schwierigen Situationen umzugehen. Trotzdem müssen wir Bund und Land immer wieder daran erinnern, dass kommunale Selbstver
waltung Ressourcen braucht. Viele Bereiche, die eine Stadt lebenswert machen – Kultur, Sport, soziale Angebote oder Klimaschutz –, gelten formal als freiwillige Leistungen. In Wahrheit sind sie für die Menschen aber oft besonders wichtig.
Als Oberbürgermeister sind Sie auf Verwaltung und Stadtrat angewiesen. Wie gehen Sie diese Aufgabe an?
Zunächst einmal höre ich zu. In diesem Haus arbeiten viele hochkompetente Menschen. Ich möchte verstehen, welche Ideen und Sichtweisen es gibt. Meine Aufgabe ist dann, Konflikte aufzulösen, Prioritäten zu setzen und klar zu kommunizieren, wohin wir uns entwickeln wollen. Führung bedeutet auch, Gegenwind auszuhalten, wenn man Schwerpunkte setzt.
und keine Opposition. Wir sind alle in der Regierung.
Kommen wir zum Ehrenamt. Die finanzielle Lage wird schwieriger. Wie lässt sich bürgerschaftliches Engagement trotzdem stärken?
„Man muss immer wieder rausgehen, mit Menschen sprechen und das große Ganze im Blick behalten.“
OBERBÜRGERMEISTER DR. ANDREAS ZIPPEL
Die finanzielle Situation ist angespannt, das muss man offen sagen. Wenn Defizite bestehen bleiben, werden wir Einsparungen diskutieren müssen. Trotzdem sollten wir alles daransetzen, Vereine und Ehrenamt zu unterstützen. Das geht nicht nur über Geld. Die Stadt kann Räume zur Verfügung stellen, bei Anträgen helfen, Öffentlichkeitsarbeit unterstützen oder Netzwerke schaffen. Auch damit kann man viel bewirken.
Welche Erwartungen begegnen Ihnen aus der Wirtschaft?
Sind Sie offen für Kritik aus den eigenen Reihen?
Selbstverständlich! Ich habe gleich zu Beginn gesagt: Wer Kritik an meinen Entscheidungen oder an meiner Art hat, kann das jederzeit sachlich äußern. Nur dadurch wird man besser.
Und der Stadtrat?
Transparenz ist für mich entscheidend. Die Räte müssen alle Informationen erhalten, um gute Entscheidungen treffen zu können. Kommunalpolitik funktioniert am besten, wenn man gemeinsam Verantwortung übernimmt. Ein Satz, den mir einmal ein Kommunalpolitiker mitgegeben hat, gefällt mir bis heute sehr: In der Kommunalpolitik gibt es eigentlich keine Regierung
Interessanterweise verlangen die Unternehmen gar nicht in erster Linie finanzielle Unterstützung. Sie sagen: Sorgt für gute Rahmenbedingungen. Dazu gehören ausreichend Kinderbetreuungsplätze, eine funktionierende Infrastruktur und attraktive Freizeitangebote. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel wird das immer wichtiger.
Dazu gehört auch der Wohnungsbau. Natürlich. Die Stadt baut nicht selbst Wohnungen, aber wir können Voraussetzungen schaffen. Wir können Bebauungspläne so gestalten, dass Wohnungsbau wirtschaftlich möglich bleibt, und wir können Verfahren beschleunigen. Wenn wir mehr Wohnraum wollen,

müssen wir an vielen Stellen pragmatisch handeln.
Bayreuth ist in den vergangenen Jahrzehnten internationaler geworden. Wie wichtig ist Weltoffenheit für die Stadt?
Sehr wichtig. Ich bin selbst in einer Familie aufgewachsen, die ihre Wurzeln in Rumänien hat. Deshalb habe ich Mehrsprachigkeit und Internationalität immer als Bereicherung erlebt. Unsere Universität, viele Unternehmen und zahlreiche Vereine profitieren davon, dass Menschen aus unterschiedlichen Ländern nach Bayreuth kommen. Gleichzeitig müssen wir gute Integrationsangebote schaffen, damit Menschen hier ankommen und sich einbringen können.
Ein großes Thema bleibt der Klimaschutz. Welche Rolle spielt er für Bayreuth?
Die Stadt hat vor allem bei Planung, Energieversorgung und den eigenen Liegenschaften Einflussmöglichkei
Terminkalender hin oder her: Die Zeit fürs Gassigehen mit Hündin „Dori“, die er aus dem Tierheim geholt hat, lässt sich Bayreuths neuer Oberbürgermeister Andreas Zippel nicht nehmen – auch wenn er dabei häufig telefoniert.
ten. Dort müssen wir konsequent handeln. Wichtig ist aus meiner Sicht aber auch, die vorhandenen Mittel dort einzusetzen, wo sie tatsächlich den größten Effekt erzielen.
Bayreuth stößt bei Gewerbeflächen und Baugebieten an Grenzen. Wird die Zusammenarbeit mit dem Landkreis wichtiger?
Ja, eindeutig. Wenn unsere Flächen irgendwann erschöpft sind, müssen wir noch enger mit den Umlandgemeinden zusammenarbeiten. Bei Themen wie Verkehr, Gewerbeentwicklung oder Wohnen können beide Seiten voneinander profitieren.
Wie sehen Sie die Rolle der Festspiele und anderer kultureller Einrichtungen?
Die Festspiele haben für Bayreuth eine enorme kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung. Sie sind ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt. Gleichzeitig habe ich persönlich die Bayreuther Kulturszene eher über die sogenannte Subkultur kennen
gelernt – über das Glashaus oder das Forum Phoinix. Für mich gehört beides zusammen. Bayreuth muss als Kulturstadt die ganze Bandbreite unterstützen.
Sie sind 34 Jahre alt und haben nun eines der wichtigsten Ämter der Stadt. Wie verändert das Ihr Leben? Es hat mein Leben bereits verändert. Man muss unglaublich schnell Entscheidungen treffen, Prioritäten setzen und auf seine Zeit achten. Gleichzeitig darf man sich nicht im Strudel der Aufgaben verlieren. Man muss immer wieder rausgehen, mit Menschen sprechen und das große Ganze im Blick behalten.
Sie werden inzwischen vermutlich häufiger auf der Straße angesprochen.
Das passiert regelmäßig – beim Einkaufen, beim Gassigehen oder auf dem Fahrrad. Ich habe kein Notizbuch dabei, sondern eine TodoApp auf dem Handy. Wenn mich jemand anspricht, notiere ich mir das oder bitte darum, mir eine EMail zu schreiben. Ich verspreche nicht, jedes Problem sofort lösen zu können. Aber ich verspreche, zuzuhören.
Bleibt da überhaupt noch Zeit für Hobbys?
Die muss bleiben. Ich gehe weiterhin mit meinem Hund spazieren, wobei ich da leider meistens telefoniere, mache Sport und versuche auch mal eine Stunde an der PlayStation zu verbringen. Vor allem möchte ich Zeit mit meiner Familie und meinem Partner verbringen. Auch ein Ober
bürgermeister kann und sollte nicht rund um die Uhr arbeiten, sonst hat man nach ein paar Jahren keine Kraft mehr. Das versteht jeder Mensch.
Haben Sie Menschen, die Ihnen auch widersprechen?
Ja, und das ist wichtig. Es gibt Menschen in meinem politischen Umfeld, denen ich vertraue. Vor allem aber gibt es Freunde und Wegbegleiter, die mich schon lange vor der Politik kannten und die mir sehr ehrlich sagen, was sie denken. Das sind oft die besten Seismografen.
Wie gehen Sie mit Kritik und Anfeindungen in sozialen Medien um? Sachliche Kritik ist völlig in Ordnung. Beleidigungen oder reine Boshaftigkeit lösche ich dagegen konsequent. Ich bin Politiker geworden, um auf Grundlage von Fakten Entscheidungen zu treffen – nicht, um mit ano
nymen Profilen über Dinge zu diskutieren, die mit der Realität wenig zu tun haben.
Welche Eigenschaften sollte ein Oberbürgermeister mitbringen?
Zuhören, Fakten prüfen, Entscheidungen treffen und sie erklären können. Viele Konflikte lassen sich entschärfen, wenn man sich die Zeit nimmt, Dinge ordentlich zu erklären.
Zum Schluss: Worauf freuen Sie sich in den kommenden Jahren besonders? Auf die Menschen. Auf die Begegnungen, die Vereine, Unternehmen und Initiativen, die ich kennenlernen werde. Ich mag es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Und ehrlich gesagt: Wenn man darauf keine Lust hat, sollte man keine Politik machen.
GDM
Dr. Andreas Zippel (34) ist Jurist und SPD-Politiker. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Passau und Bayreuth promovierte er über den Einsatz künstlicher Intelligenz im Personalmanagement und arbeitete im ZBFS.
Seit 2020 war er Zweiter Bürgermeister der Stadt Bayreuth, seit 2023 gehört er dem Bezirkstag von Oberfranken an. Am 1. Mai 2026 trat er das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Bayreuth an.
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Haus und Einrichtung laden ein zu einer Zeitreise durch die Epochen. Hinter der barocken Sandsteinfassade verbirgt sich ein Juwel des Art déco.

Wenn man vor der imposanten Fassade des „Goldenen Anker“ steht, der stolz in die Opernstraße blickt, kann man nicht anders, als respektvoll innezuhalten. Und dennoch, Eva Graf, Eigentümerin und Chefin des traditionsreichen Hauses, findet klare Worte: „Ein Grandhotel war er nie und wird er auch nicht sein. Er ist ein Gasthof – und das schon seit Jahrhunderten.“
Eine solche Aussage mag auf den ersten Blick verwundern und doch liegt darin eine tiefe Wahrheit verborgen: Denn beim Anker ist es nicht das allgemeine Bild des „Luxus“, das man bei einem solchen Etablissement erwartet – jedenfalls nicht nur! Vielmehr ist es die Wahrnehmung als ein Ort der Freiheit, wie Eva Graf es passend umschreibt. Und tatsächlich: Sobald die schweren Holztüren hinter einem ins Schloss gefallen sind und man sich inmitten des prachtvollen Entrees wiederfindet, beobachtet von neugierigen Augenpaaren, die einen aus den Fotos der illustren Gäste vergangener Jahrhunderte heraus anblicken, scheinen Trubel und Hektik des Alltags draußen zu verharren. Eben das, die Freiheit und Ruhe des Ortes, mag es gewesen sein, das viele der Großen in den Anker zog. Alles, was Rang und Namen hat, ging hier ein und aus!

Links: Ursprünglich fuhren die Kutschen ebenerdig in die Einfahrt hinein, was den Gästen ein Aussteigen auf der Höhe der Türen links und rechts ermöglichte.
Um 1925
Und dennoch! Trotz all der Glorie und Größe ist es der Ort selbst, der sogar jene zur Demut anhält. Immerhin ist seine Geschichte weitaus älter, als der Ruf der Gästeschar zurückreicht.
Der Ursprung des Betriebes liegt im 16. Jahrhundert und geht auf die bereits damals in Bayreuth ansässige Metzgerfamilie Köhler zurück. In jenem Jahrhundert war die Stadt noch nicht als Residenz der Hohenzollern auserkoren gewesen, weshalb vor allem nach wie vor mittelalterliche Strukturen und das „Ackerbürgertum“ sie dominierten. Es passt gut in dieses Bild, dass die Köhlers, deren Fleischhauerei vorher am Mühltürlein ansässig gewesen war, nach der Verlagerung in die heutige Opernstraße um das Jahr 1676 auch eine „Garküche“ eröffneten, um die hungrigen Gäste zu verköstigen. Solche recht einfachen Etablissements gelten gemeinhin als erste „Wirtshäuser“, wobei sie sich vor allem an die HandwerkerBevölkerung der Stadt richteten. Familie Köhler dürfte darin einfache Speisen aus eigener Produktion angeboten haben.
Mit dem Bau des Opernhauses in direkter Nachbarschaft in den Jahren 1753/54 rückte auch die Straße selbst in den Blick der Markgräfin Wilhelmine, die sie für die Hochzeitsfeierlichkeiten ihrer Tochter entsprechend herausgeputzt sehen wollte. Kurzerhand ließ sie die hier entstandenen Handwerkerhäuschen abreißen, zeigte aber wenigstens die Güte, die zum Neubau der Prachtallee benötigten Sandsteine aus eigener (Staats)Kasse zu zahlen. Aus der einfachen Garküche hatte sich damit ein Gasthof, die „Köhler’sche Gastei“, entwickelt. Und nachdem sich das Renommee und auch der Anspruch in den folgenden Jahrzehnten stetig gesteigert hatten, musste schließlich auch ein neuer, passenderer Name gefunden werden: 1839 erwarb Georg Wilhelm Köhler dazu die „Gast und Schildgerechtigkeit“ des vorher im Rennweg, der heutigen RichardWagnerStraße, ansässigen Gasthofs „L’Ancre


Stolz posiert die Belegschaft des Hotels zur Erinnerung an die Festspielzeit 1924.
d’Or“. Dahinter verbirgt sich die Erlaubnis, mittels eines eisernen Auslegers auf die Gastwirtschaft hinzuweisen, der in diesem Fall eine Figur zeigte, die einen Anker in der Hand hielt.
„Ein Grandhotel war er nie und wird er auch nicht sein. Er ist ein Gasthof –und das schon seit Jahrhunderten.“
EVA GRAF, EIGENTÜMERIN
Im 19. Jahrhundert wandelte sich Bayreuth schließlich endgültig von der Handwerker und Residenzstadt hin zur Industriemetropole. Insbesondere durch den Anschluss an die Eisenbahn im Jahre 1853 begann auch hier die HochIndustrialisierung unter anderem mit dem Bau der „Mechanischen“, einer der ersten großbetrieblichen Baumwollspinnereien Oberfrankens. Der damit ausgelöste Strukturwandel auch in der Gesellschaft und die allgemeine „Urbanisierung“ Bayreuths können am Beispiel des Ankers wunderbar nachvollzogen werden: Noch im gleichen Jahr des Bahnanschlusses fragte Wilhelm Köhler nach der Konzessionierung einer „Lohnrößlerei“ an, also der Erlaubnis, die Gäste mittels eigener Kutschen vom
Bahnhof abzuholen. Die heute im Eingangsbereich des Hotels vorhandene Treppe direkt hinter der Tür weist auf genau diese Entwicklung hin: Ursprünglich nämlich fuhren die Kutschen ebenerdig in diese Einfahrt hinein, was den Gästen ein Aussteigen auf der Höhe der Türen links und rechts ermöglichte. Auch bei späteren Entwicklungen waren die Köhlers immer vorne mit dabei: 1895 hatten sie – nach der Feuerwehr – den zweiten Telefonanschluss Bayreuths erhalten, elektrisches Licht und eine Zentralheizung kamen im frühen 20. Jahrhundert dazu, ehe 1927 der große Umbau hin zum einem Grandhotel ganz im Stile des Art déco erfolgte, der sich bis heute auf eindrucksvolle Weise erhalten hat.
Man ist fast dazu verleitet, von einem „KleinAdlon“ zu sprechen, das sich aus der früheren Garküche entwickelt hat, doch würde das dem Anker nicht gerecht! Vielmehr ist es die ganz besondere Mischung, die, wie Eva Graf es passend umschreibt, „Atmosphäre aus Baulichkeit und gelebter Gastkultur“, die ihn so besonders macht. Letztere liegt in der Familie und wurde auch von der aktuellen Chefin, die das Haus seit 1996 führt, von Kindheit an aufgesogen. Schon in jungen Jahren war sie in die Abläufe eingebunden, passierte mit dem Vater Suppe oder räumte Wein im Keller mit ihm ein, während sie für die Schule lernte. Dadurch erhielt sie zugleich Einblicke in jeden noch so kleinen Ablauf innerhalb der stolzen Mauern und wurde selbst zur „Anpackerin“, die überall dort eingreifen kann, wo es – was selten genug vorkommt – einmal nicht ganz rundlaufen sollte. Nike Wagner adelte diese Eigenschaft in ganz besonderen Worten, indem sie Eva Graf voller Respekt als „Fabeltier“ bezeichnete.
durch die Geschäftsführerin als Vertreterin der Familientradition sind das, was aus einem Haus einen Gasthof macht. Und das war der Anker in allen aufbrausenden Stürmen vergangener Epochen immer – und das wird immer so bleiben.
AUS DEM GÄSTEBUCH DES ANKERS:





Damit reiht auch sie sich ein in die wundersamen Geschichten, die das Gebäude in den letzten Jahrhunderten erlebte und die es zu dem machten, was es bis heute ist. Dadurch, dass es nie als Grandhotel geplant war, sondern sich über die Zeit hinweg dazu entwickelte, hat es sich – gemeinsam mit der Familie Eva Grafs – eine in dieser Form einmalige Echtheit und Glaubwürdigkeit erarbeitet, die jeder spürt, der es betritt. Der ganz besondere Zauber, der durch die Räume und Hallen streift –angereichert und ausgelebt durch intellektuelle wie interkulturelle Gäste – nimmt jeden in seinen Bann, der sich darauf einlässt, selbst ein Teil davon zu werden. Denn, das ist Eva Graf besonders wichtig, die Gemeinschaft mit den Gästen und deren persönliche Betreuung
Zu den Persönlichkeiten, die mit dem Haus in Verbindung stehen, zählen unter anderem König Alfonso von Spanien, die Schriftsteller Thomas Mann, Günter Grass, Gerhart Hauptmann und Wole Soyinka, die Musiker und Dirigenten Anton Bruckner, Richard Strauss, Herbert von Karajan, Arturo Toscanini, Christian Thielemann und sogar die Scorpions sowie Künstler und Kulturschaffende wie Albert Uderzo 1 , Patrice Chéreau, Wim Wenders 2 und Loriot (Vicco von Bülow). Darüber hinaus waren Persönlichkeiten aus Film, Fernsehen und Gesellschaft wie Romy Schneider 3 , Simone Signoret, Colin Firth, Emily Watson, Hape Kerkeling 4 , Barbara Schöneberger, Richard von Weizsäcker 5 und Hans-Werner Sinn zu Gast. Auch Mark Twain zählt zu den namhaften Besuchern.
Richard von Weizsäcker: Von Bundesarchiv, Bild 146199103911 / CCBYSA 3.0, CC BYSA 3.0 de, https://commons. wikimedia.org/w/index.php?curid=5483525. Wim Wenders: Von Elena Ternovaja – Eigenes Werk, CC BYSA 3.0, https:// commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=146607754. Hape Kerkeling: Von Superbass – Eigenes Werk, CC BYSA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid= 110508984. Romy Schneider: Von Studio Harcourt. – https:// images.grandpalaisrmn.fr/ark:/36255/07535706, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid= 170842980. Albert Uderzo: Von Georges Seguin (Okki) – Eigenes Werk, CC BYSA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/ index.php?curid=3741094

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BAYREUTH UND ANNECY FEIERN
60 JAHRE STÄDTEPARTNERSCHAFT
Was 1966 als Schritt über historische Gräben begann, ist heute lebendige Verbindung – und Auftrag für die nächste Generation.
Es gibt Geschichten, die beginnen mit einer Unterschrift. Und es gibt Geschichten, die beginnen mit einer Operation. Diese Städtepartnerschaft gehört zur zweiten Kategorie. Vor der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden 1966 begegneten sich der französische Chirurg Dr. Paul Servettaz und der junge deutsche Soldat Karl Bühler.
Bühler war nach der Befreiung Annecys 1944 in französische Gefangenschaft geraten. Im Schloss von Annecy operierte ihn Servettaz wegen eines Abszesses am Gaumen – und rettete ihm damit vermutlich das Leben. Denn am Tag nach dem Eingriff wurden in Sacconges nahe Annecy 40 deutsche Gefangene erschossen. Bühler entging dem Massaker und blieb dem Arzt, dem er sein Leben verdankte, freundschaftlich verbunden. Aus dieser Verbindung wuchs Jahre später eine Idee, die weit über zwei Biografien hinausreichte. Bühler, der nach dem Krieg in Frankreich blieb und ein Haus der Jugendbegegnung leitete, warb für eine Partnerschaft zwischen Annecy und einer deutschen Stadt. Servettaz, inzwischen stellvertretender Bürgermeister, bremste zunächst aus Vorsicht. Zu frisch waren die Wunden.
Dass am Ende Annecy und Bayreuth zueinanderfanden, war alles andere als selbstverständlich. Hier die Stadt Richard Wagners, eng verbunden mit dem Nationalsozialismus. Dort Annecy, Stadt der Résistance. Das Plateau des Glières wurde zum Symbol des Widerstands gegen die deutsche Besatzung. Die Erinnerung an Krieg und Opfer blieb in den Hochsavoyen Teil vieler Familiengeschichten.
Der DFGEhrenvorsitzende Peter Schmidt erinnerte daran, dass diese Verbindung aus Gesprächen, mutigen Schritten und vorsichtigem Vertrauen entstand. Ein Schlüsselsatz stammt von Bayreuths damaligem Oberbürgermeister Hans Walter Wild: „Eine Städtepartner


1 Die beiden Initiatoren der Partnerschaft: Oskar Sauer und Karl Bühler. 2 Bayreuths Oberbürgermeister Hans Walter Wild (sitzend) trug sich im August 1964 ins Goldene Buch der Stadt Annecy ein. Mit ihm zu sehen (von rechts): Bürgermeister André Fumex, Karl Bühler, Oberbürgermeister Charles Bosson, Dr. Paul Servettaz, Richars Maron sowie Gerda Wild.
schaft hat nur dann Sinn, wenn sie das Werk der Bevölkerung selbst ist.“
Dieser Satz ist bis heute Motto der Jumelage. Bayreuth und Annecy waren nie nur eine Partnerschaft der Rathäuser. Ihre Verbindung wurde von Menschen getragen: von Schulen, Vereinen, Kultur, Familien, Verwaltung und Feuerwehr. Schon 1965 begann der Schüleraustausch. Aus Besuchen wurden Begegnungen, Freundschaften, manchmal sogar Ehen.
Der Weg dorthin war nicht frei von Widerständen. Wild musste sich in Annecy kritischen Fragen zur braunen Vergangenheit Deutschlands stellen. Auch Madame Morel, die Witwe des Widerstandskämpfers Tom Morel, spielte eine wichtige Rolle. Als Vorsitzende der Kriegerwitwen unterzeichnete sie ein eigenes Freundschaftsabkommen – ein symbolisch besonders starker Schritt. 2
2026 wird diese Geschichte von einer neuen Generation weitergetragen. Mit Dr. Andreas Zippel in Bayreuth und Antoine Armand in Annecy stehen zwei Oberbürgermeister an der Spitze der Partnerstädte, beide erst 34 Jahre alt. Sie gehören zu einer Generation, die Europa nicht mehr als Nachkriegsversprechen kennt, sondern als selbstverständlichen Raum offener Grenzen. Zippel beschreibt das sehr persönlich: „Ich bin selbst zweisprachig und mit dem Gefühl aufgewachsen, mich frei und zwanglos in meinem vereinten Europa bewegen zu können.“ Deshalb könne er nicht akzeptieren, dass destruktiver Nationalismus heute wieder an den Pfeilern der deutschfranzösischen Freundschaft rüttle.
Armand sieht die Aufgabe darin, nicht nur der Vergangenheit zu gedenken, sondern „in der Gegenwart zu handeln, um eine gemeinsame, belastbare und konkrete Zukunft zu bauen“.

Mit vielen Eindrücken kehrten 45 Teilnehmende von der gemeinsamen Studien- und Begegnungsfahrt der DeutschFranzösischen Gesellschaft Bayreuth und des Evangelischen Bildungswerks Oberfranken Mitte nach Annecy zurück.
„Eine Städtepartnerschaft hat nur dann Sinn, wenn sie das Werk der Bevölkerung selbst ist.“
Für beide Oberbürgermeister liegt die Kraft dieser Partnerschaft im direkten Kontakt. Zippel bringt es auf den Punkt: Vorurteile entstünden dort, wo man es nicht besser wisse. In der Begegnung werde aus „dem Franzosen“ sehr schnell „der Antoine“. Armand formuliert denselben Gedanken poetischer: „Nichts ersetzt einen Händedruck, einen gemeinsamen Spaziergang am See oder einen Moment, in dem man zusammen ein Musikstück hört.“
HANS WALTER WILD, EHEM. OBERBÜRGERMEISTER STADT BAYREUTH
Natürlich ist auch diese Jumelage kein Selbstläufer. Nach Corona haben Austauschformate an Schwung verloren, Sprachbarrieren und Freizeitgewohnheiten erschweren Städtepartnerschaften. Deshalb brauche es neue Formate, sagt Zippel: Schüleraustausch intensiveren, mehr Vereinsbegegnungen und gemeinsame Projekte. Auch die DeutschFranzösische Gesellschaft Bayreuth sieht im Jubiläum nicht nur Anlass zum Feiern, sondern einen Auftrag.

V. l. n. r.: Thomas Bauske (3. Bürgermeister), Raphaël Stojic (Stadtrat für internationale Beziehungen und Partnerschaften der Stadt Annecy) und Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel beim Festakt im Neuen Rathaus.
Das Jubiläumsjahr zeigt die Vielfalt der Partnerschaft: mit Festakt, Delegationsbesuch, französischen Akzenten beim Bürgerfest, kulturellen Veranstaltungen und dem geplanten Gegenbesuch in Annecy. Ihr Kern liegt im persönlichen Vertrauen und in der Überzeugung, dass Europa zwischen Menschen entsteht. Bayreuth und Annecy haben dafür vor 60 Jahren ein starkes Beispiel gegeben. Aus Annäherung wurde Freundschaft. Aus Erinnerung wurde Verantwortung. Aus Versöhnung wurde Zukunft.
GDM
Weitere Infos zu den Städtepartnerschaften und allen Möglichkeiten der Beteiligung gibt es im Hauptamt der Stadt Bayreuth: 0921 25 12 60 hauptamt@stadt.bayreuth.de bayreuth.de/rathaus-buergerservice/ stadtverwaltung/partnerstaedte
MIT NEUBAU, SANIERUNG UND NACHHALTIGER QUARTIERSENTWICKLUNG SCHAFFT DIE GEWOG BEZAHLBAREN WOHNRAUM FÜR ALLE GENERATIONEN IN BAYREUTH
Wohnen ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es prägt Lebensqualität, Nachbarschaften und die Zukunft einer Stadt. Als größter Wohnungsvermieter Bayreuths übernimmt die GEWOG dabei Verantwortung. Mit Neubauten, Sanierungen und einer klugen Nachverdichtung schafft sie in den kommenden Jahren moderne Wohnungen, nachhaltige Quartiere und bezahlbaren Wohnraum. Unter dem Leitgedanken „Wohnen ein Leben lang“ entstehen Lebensräume, die Menschen in jeder Lebensphase begleiten.

MODERN WOHNEN ZWISCHEN STADT UND NATUR
In der Unteren Rotmainaue entstehen moderne Wohnungen in einer der attraktivsten naturnahen Lagen Bayreuths. Die Nähe zu den Mainauen, großzügige Außenbereiche und eine hochwertige Ausstattung machen das Quartier zu einem besonderen Wohnort zwischen Stadt und Natur.
In der Unteren Rotmainaue 10–12 entstehen derzeit zwei moderne Gebäude mit insgesamt 31 Wohnungen. Das Projekt befindet sich bereits im Bau. Im Mittelpunkt stehen
Mit aktuellen Neubau, Sanierungs und Nachverdichtungsprojekten zeigt die GEWOG, wie moderner Wohnungsbau in Bayreuth aussehen kann. Gut geplant, wirtschaftlich tragfähig und nah an den Bedürfnissen der Stadtgesellschaft. Drei Projekte stehen beispielhaft für diesen Weg: die Neubebauung in der Schwindstraße, die Wohngebäude in der Unteren Rotmainaue und die Sanierung mit Aufstockung in der JustusLiebigStraße.
Nachhaltigkeit, gute Architektur und hohe Aufenthaltsqualität. Begrünte Dächer, barrierefreie Zugänge, Balkone, Terrassen und Mietergärten schaffen attraktive Wohnräume und fördern zugleich ein lebendiges Miteinander.
Mit dem Baustart Anfang September folgt in der Unteren Rotmainaue 6–8 der letzte Bauabschnitt des Quartiers. Hier realisiert die GEWOG zwei weitere Wohngebäude mit insgesamt 32 Wohnungen. Dank Förderung durch den Freistaat Bayern entstehen moderne Wohnungen mit günstigen Mieten.
Energetisch ist das Projekt zukunftsorientiert: Die Gebäude erfüllen den EH40Standard, werden über eine eigene Pelletheizzentrale versorgt und durch Photovoltaik im Mieterstrommodell ergänzt.
FAKTEN AUF EINEN BLICK
• Wohneinheiten: 63 Wohnungen, vier Wohngebäude
• Wohnkonzept: geförderter und bezahlbarer Wohnraum
• Energiestandard: EH 40
• Ausstattung: Photovoltaik, begrünte Dächer, Mietergärten und barrierefreie Zugänge

GRÖSSTES EINZELPROJEKT DER GEWOGUNTERNEHMENSGESCHICHTE
Mitten in der Bayreuther Altstadt realisiert die GEWOG ihr bislang größtes Einzelprojekt: In der Schwindstraße entsteht in den kommenden Jahren mehr als dreimal so viel Wohnraum wie bisher. Bislang befanden sich dort 24 Wohnungen mit rund 1.109 m² Wohnfläche, geplant ist nun ein Ensemble mit 84 modernen Wohnungen und insgesamt etwa 5.800 m² Wohnfläche. Ziel ist, vorhandene Flächen effizient zu nutzen und dringend benötigten
bezahlbaren Wohnraum für möglichst viele Menschen zu schaffen. Dafür geht die GEWOG auch planerisch neue Wege. Die beiden Neubauten wurden mithilfe künstlicher Intelligenz entwickelt. Dabei wurden unter anderem Grundstückszuschnitt, Bebauungsdichte, Belichtung und Nutzungsanforderungen analysiert, um die Fläche effizient und sinnvoll zu nutzen. Auch in der Umsetzung steht das Projekt für Zukunftsfähigkeit: Geplant ist eine serielle Holzhybridbauweise. Ein EH40EEStandard sorgt für eine besonders energieeffiziente Bauweise. So verbindet das Projekt zusätzlichen Wohnraum mit nachhaltigem Bauen und wirtschaftlicher Effizienz.
FAKTEN AUF EINEN BLICK
• Wohneinheiten: 84 Wohnungen, zwei Wohngebäude
• Besonderheit: größtes Einzelprojekt der GEWOGUnternehmensgeschichte
• Planung: KIgestützt
• Bauweise: serielle Holzhybridbauweise
• Energiestandard: EH 40 EE
• Geplanter Baubeginn: November 2026
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Justus-Liebig-Straße

SANIEREN, AUFSTOCKEN, WEITERDENKEN
In der Justus-Liebig-Straße zeigt die GEWOG, wie vorhandener Wohnraum sinnvoll weiterentwickelt werden kann. Die Gebäude aus dem Jahr 1957 werden umfassend saniert, energetisch modernisiert und durch Aufstockung erweitert. So entsteht neuer Wohnraum, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.
Gemeinsam mit B&O Bau und Projekte GmbH werden Wohnungen, Technik und Gebäudehülle erneuert. Neue Böden, Wände, Decken sowie moderne Elektro und Sanitärtechnik sorgen für zeitgemäße Wohnqualität. Die bisherigen Gaseinzelöfen werden durch moderne Wärmepumpen ersetzt. Neue Fenster und Fassadendämmung bringen die Gebäude auf EH55Standard.
Auch der Wohnkomfort wird deutlich verbessert. Erstmals werden Aufzüge angebaut, die die Wohnungen komfortabler und barriereärmer erreichbar machen. Erdgeschosswohnungen erhalten Mietergärten und damit zusätzlichen privaten Freiraum. Durch die Aufstockung entstehen pro Hauseingang zwei zusätzliche Wohnungen. Trotz der umfassenden Maßnahmen bleibt das Wohnen bezahlbar: Geplant ist eine Miete von 10,50 Euro pro m².
FAKTEN AUF EINEN BLICK
• Bestand: Wohngebäude aus dem Jahr 1957
• Maßnahme: Sanierung und Aufstockung
• Energiestandard: EH 55
• Mehrwert: neue Wohnungen, Aufzüge und Mietergärten
MENSCHEN, DIE PROJEKTE MÖGLICH MACHEN
Damit aus Plänen, Baustellen und Konzepten am Ende gute Lebensräume werden, braucht es Menschen, die Verantwortung übernehmen. Bei der GEWOG arbeiten Experten, die Bayreuth sichtbar prägen.
Wer hier arbeitet, gestaltet nicht irgendwo, sondern direkt vor Ort: in Bayreuth, für Bayreuth. Die Aufgaben reichen von Neubau und Sanierung über energetische Modernisierung bis zur Quartiersentwicklung. Dazu kommen kurze Entscheidungswege, offene Kommunikation, flexible Arbeitszeiten, Vergütung nach TVöD, betriebliche Altersvorsorge und ein Team, das gemeinsam an der Zukunft des Wohnens baut.

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Im Herzen Bayreuths definiert das Quartier joseph modernes Wohnen neu und bietet Kapitalanlegern eine zukunftsweisende Investitionsmöglichkeit. Dieses umfassende Bauvorhaben, das sich an den aktuellen Bedürfnissen des Immobilienmarktes orientiert, präsentiert sich als attraktive Anlaufstelle für alle, die nach einer durchdachten und renditestarken Anlagestrategie suchen: Hier sind möblierte Apartments als schlüsselfertige Kapitalanlage geplant.
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Ein zentraler Bestandteil dieses Konzepts ist das hochwertige und

Durchdacht investieren: Schlüsselfertige, möblierte 1-Zimmer-Apartments (ca. 36–41 m²) als renditestarke Kapitalanlage – sofort bezugs- und vermietungsbereit.
langlebige Möbelkonzept, das in Kooperation mit GERSTENBERG living GmbH, einem renommierten Objekteinrichter mit langjähriger Expertise für die Ausstattung von kleinen Apartments, entwickelt wurde. Es umfasst eine komplette Einrichtung – von der Einbauküche bis zum Handtuchhalter im Badezimmer – und ist bereits im Kaufpreis inkludiert. Diese umfassende Ausstattung minimiert den Verwaltungsaufwand für Anleger und garantiert gleichzeitig eine effiziente und ansprechende Nutzung des Wohnraums. Die kompakten Wohneinheiten mit Flächen zwischen etwa 36 m² und 41 m² verfügen über Balkone oder Loggien und sind ideal auf die BewohnerZielgruppe zugeschnitten.

Finanziell verspricht das Modell attraktive Konditionen: Eine prognostizierte Bruttorendite von bis zu 4,2 Prozent wird durch die Möglichkeit einer Eigenkapitalrendite von bis zu 5,9 Prozent bei Finanzierung ergänzt. Darüber hinaus bieten steuerliche Anreize wie die degressive Abschreibung (AfA) von 5 Prozent auf den Gebäudewertanteil in den ersten sechs Jahren weitere Vorteile für Immobilieninvestoren.
OPTIMALE ANBINDUNG UND LEBENSQUALITÄT
Die strategische Lage des Quartiers joseph ist ein entscheidender Faktor für seinen Erfolg. Es verbindet eine ruhige Wohnatmosphäre mit einer


„Ready to rent“-Apartments direkt an der geplanten Tappert-Aue: Wohnen im Grünen genießen, zur Ruhe kommen – und gleichzeitig von einer erstklassigen Anbindung an die Stadt profitieren.

exzellenten Anbindung an die städtische Infrastruktur Bayreuths. Bewohner profitieren direkt von der fußläufigen Erreichbarkeit von Nahversorgern, medizinischen Einrichtungen und Sportmöglichkeiten. Die historische Innenstadt mit ihrem vielfältigen kulturellen und gastronomischen Angebot ist ebenso schnell erreichbar wie die Universität Bayreuth – eine erst kürzlich errichtete Fuß und Radbrücke schafft eine direkte Verbindung dorthin. Zusätzlich bietet der geplante Landschaftspark TappertAue Möglichkeiten zur Erholung im Grünen. Die gute Verkehrsanbindung über die A9 erleichtert zudem die Anreise aus und Abreise in größere Metropolen wie Nürnberg, München, Leipzig und Berlin, was die Attraktivität des Standorts für langfristige Vermietungen unterstreicht.
BAUSTELLEN-UPDATE: FORTSCHRITT IM QUARTIER
Die Realisierung des dritten Bauabschnitts – in dem sich auch die möblierten Apartments befinden
werden – schreitet zügig und planmäßig voran. Die Rohbauarbeiten in diesem Bauabschnitt haben kürzlich einen wichtigen Meilenstein erreicht: Im Untergeschoss sind die Bauarbeiten bereits abgeschlossen und die Decke über dem Kellergeschoss ist hergestellt. Aktuell entstehen die ersten Geschosse über der Geländeoberkante und die Arbeiten im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss werden ausgeführt, sodass in nächster Zeit der Rohbau Stück für Stück weiter in die Höhe wachsen wird. Die Bezugsfertigkeit des dritten Bauabschnitts ist für voraussichtlich Frühjahr 2028 geplant. Insgesamt entsteht mit joseph ein lebendiges Quartier mit etwa 500 Eigentumswohnungen sowie Gewerbeflächen und einem einzigartigen Energiekonzept.
Das Quartier joseph stellt sich also nicht nur als architektonisch anspruchsvolles Bauvorhaben dar,
sondern ist auch die Antwort auf die dynamische Entwicklung des Wohnungsmarktes in Universitätsstädten. Mit seinen „Ready to rent“Apartments, der attraktiven Lage und dem transparenten Baufortschritt bietet es Kapitalanlegern eine überzeugende Perspektive, ihr Portfolio in einem stabilen und zukunftsorientierten Marktsegment zu positionieren.
ÜBER CONCEPT BAU
Die CONCEPT BAU GmbH ist ein mittelständischer Projektentwickler und Bauträger mit über 40 Jahren Erfahrung im Wohnungsbau und Sitz in München. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der finanzstarken, börsennotierten Unternehmensgruppe BASSAC SA sowie eine Schwestergesellschaft des Bayreuther Garagenherstellers ZAPF GmbH.
Weitere Informationen und die Möglichkeit für persönliche Beratungsgespräche unter: joseph-bayreuth.de/ kapitalanlage
Egal ob Kleidung, Geschirr, Möbel, Spielzeug, Antiquitäten oder Raritäten: Einmal im Frühjahr und einmal im Herbst zieht es Flohmarktliebhaber und Trödelfans nach Bayreuth zum großen Flohmarkt auf dem Volksfestplatz. Mit je über 500 Ständen zählen die beiden Märkte zu den größten Flohmärkten in ganz Oberfranken und locken Jahr für Jahr Tausende von Besuchern an.
Die Frühjahrs und Herbstflohmärkte werden von der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH organisiert. Erstmals findet auch im Sommer ein großer Flohmarkt auf dem Volksfestplatz statt, und zwar am 25. und 26. Juli 2026. Alle weiteren Infos unter bayreuth-tourismus.de
STADTTEILFLOHMÄRKTE
Mittlerweile haben sich auch die Bayreuther Stadtteilflohmärkte etabliert und werden immer beliebter. Was 2018 in den Birken begann, hat sich zu einer gut organisierten Flohmarktreihe mit knapp 20 Terminen von Frühjahr bis Herbst und in der ganzen Stadt verteilt entwickelt. Neben jeweils eigenen InstagramKanälen gibt es auch einen gemeinsamen, über den Flohmarktliebhaber auf dem Laufenden gehalten werden: bayreuther_flohmaerkte
IM TRANSITIONHAUS
Eine weitere Besonderheit bietet das TransitionHaus in der Schulstraße 7: Zu den Öffnungszeiten des Cafés wird ein Umsonstflohmarkt angeboten. Der Flohmarkt lebt von Sachspenden, die gebrauchsbereit, sauber und zu schade zum Wegwerfen sind – mitgenommen werden dürfen nur Dinge, die man auch selbst braucht. Ohne Geld, Gegenleistung oder Tausch. Weitere Infos unter transition-bayreuth.de sb

Rotkreuz-Laden
Prieserstraße 4, Bayreuth
brk-bayreuth.de
Commerz x Cronalla Concept Store
Sophienstraße 11, Bayreuth
commerzclothing.com
Kaufhaus Regenbogen
Ottostraße 1, Bayreuth
werkhof-regenbogen.de
Coming soon: Mainflecklein Studio
Am Mainflecklein 2, Bayreuth
mainfleckleinstudio
• Luitpoldplatz
• Storchenhaus/Ludwigstraße 29
• Menzelplatz
• Tekirdagplatz/St. Georgen
• Rudolstädter Platz/Birkenstraße 10
• Tauschkabine am ÖBG/ Uni Campus
• Eubener Straße/Bushaltestelle

Premiere: Zusätzlich zum Frühlings- und HerbstFlohmarkt findet in diesem Jahr erstmals auch ein Sommer-Flohmarkt auf dem Volksfestplatz statt.

NOVEMBER 2026
Medienflohmarkt RW21
24. und 25. November 2026, jeweils von 10–18 Uhr
Tipp: Das ganze Jahr über gibt es im RW21 eine kleine Ecke mit Flohmarktmedien, die jederzeit erworben werden können. stadtbibliothek.bayreuth.de
JULI 2026
Großer Bayreuther Sommer-Flohmarkt
25.–26. Juli 2026
Volksfestplatz
SEPTEMBER 2026
Oldschdod Flohmarkt – Trödel & Feines
20. September 2026, 13–17 Uhr
Altstadt Bayreuth, zwischen JustusLiebigStraße und RobertKochStraße, Lehnbachstraße und Rückertweg
Saaser Stadtteilflohmarkt
27. September 2026, 10–16 Uhr
Herbst-Flohmarkt auf dem Volksfestplatz
September 2026
Volksfestplatz
OKTOBER 2026
Hussengut Herbstflohmarkt
11. Oktober 2026, 10–15 Uhr
APRIL 2027
· Flohmarkt Laineck
· Komponistenviertel-Flohmarkt St. Georgen
· Flohmarkt im Storchennest Oberkonnersreuth
· Lions-Flohmarkt Rotmainhalle
MAI 2027
· Stadtteilflohmarkt Colmdorf
· EntdeckerWinkel zwischen Hofgarten und Kreuzstein
· Kanzer Flohmarkt in St. Johannis
· Flohmarkt Vogelsiedlung am Roten Hügel
· Soroptimist Sommermarkt im Evangelischen Zentrum
· Großer Frühjahrsflohmarkt auf dem Volksfestplatz
· BREITZMANNs großer Trödelmarkt in der Altstadt
JUNI 2027
· Altstadt-Flohmarkt
· Flohmarkt Wolfsbach
· Stadtteilflohmarkt Baumsiedlung am Roten Hügel
· Meyernberg Flohmarkt
· Birken-Flohmarkt
· Flohmarkt beim Verein FC Eintracht Bayreuth
JULI 2027
· Aichig-Flohmarkt
· Villen & Flöhe in der Gartenstadt
Voraussichtliche Termine 2027* * Änderungen vorbehalten.
Am 10. Februar 2011 öffnete das RW21 in der Richard-Wagner-Straße 21 seine Türen. Mit ihm öffnete auch ein Ort, der Bildung, Kultur und Begegnung in Bayreuth auf besondere Weise zusammenführt. Seit inzwischen 15 Jahren vereint das Kultur- und Bildungszentrum die Stadtbibliothek, die Volkshochschule und das Lesecafé21 (ehemals Samocca) unter einem Dach. 2026 ist damit ein besonderes Jubiläumsjahr: 15 Jahre RW21.


Was damals als zukunftsweisende Idee begann, ist heute aus dem Stadtleben nicht mehr wegzudenken. Das RW21 steht für Offenheit, Barrierefreiheit und ein zeitgemäßes Verständnis von öffentlichem Raum. Es ist Lernort, Treffpunkt, Rückzugsraum, Kulturadresse und Aufenthaltsort für Menschen aller Generationen.
Hohe Besuchszahlen, lange Aufenthaltsdauer und starke Ausleih und Kursbuchungszeiten zeigen seit Jahren, wie gut dieses Konzept angenommen wird. Vor allem aber zeigt sich der Erfolg im Alltag: im selbstverständlichen Miteinander, in der Vielfalt der Angebote und in der Rolle des Hauses als lebendiger Ort für Austausch, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe.
VOM RAUMMANGEL ZUR GEMEINSAMEN VISION
Die Entstehung des RW21 ist eng mit den Herausforderungen verbunden, vor denen Stadtbibliothek und Volkshochschule viele Jahre lang standen. Die frühere Stadt
Der Standort ist Namensgeber: Das RW21 in der Richard-WagnerStraße 21 feierte in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen. Seit 2011 vereint das Haus auf 5.000 Quadratmetern Stadtbibliothek, Volkshochschule und Lesecafé21 unter einem Dach.


Schmökern, spielen, lernen … und zwischendurch genießen: Das Lesecafé21 im RW21 lockt mit Kaffee, Kuchen und kleinen Köstlichkeiten. Das Besondere: Hier sorgen Menschen mit Handicap für eine herzliche Atmosphäre.
bibliothek war rund 60 Jahre lang in einem Altbau am Luitpoldplatz untergebracht, die Kinder und Jugendbücherei befand sich über 55 Jahre separat in einem historischen, nicht renovierten Gebäude in der Münzgasse. Die Bedingungen waren zunehmend unzureichend. In der Kinderbücherei fehlten bis zuletzt sogar Sanitäranlagen.
Auch die damalige Volkshochschule litt unter Raumnot. Für Publikum und Personal wuchs der Druck stetig. Gleichzeitig war die Zusammenarbeit zwischen Bibliothek und Volkshochschule bereits eng und vertrauensvoll. Kooperationen vergleichbarer Art hatten andernorts gezeigt, welches Potenzial in einem gemeinsamen Haus steckt. So entstand schließlich die Idee, Kräfte, Räume und Angebote zusammenzuführen.
und Volkshochschule Bayreuth in einem gemeinsamen Zentrum für lebenslanges Lernen“.
„Seit 15 Jahren steht das RW21 nun schon für Bildung, Demokratie und Austausch. Das Haus macht damit Bayreuth noch ein Stück lebenswerter. Stadtbibliothek, Volkshochschule und Lesecafé21 arbeiten weiter gemeinsam daran, für die Bürgerinnen und Bürger ein Wohlfühl-, Erlebnis- und Begegnungsort zu bleiben.“
Doch bis zur endgültigen Entscheidung verging Zeit. Erst Ende 2008 beschloss der Stadtrat den Kauf des Gebäudes. Zu hoch waren zunächst die Preisvorstellungen des Verkäufers. Parallel wurden die Umbauund Ausstattungskosten zunächst auf gut 3 Mio. Euro gedeckelt, später aufgrund verbesserter Zuschusslage auf 3,4 Mio. Euro erhöht.
MARTIN BOEKSTIEGEL, LEITER VOLKSHOCHSCHULE
Nach umfassenden, rund zweijährigen Umbaumaßnahmen war es schließlich so weit: Am 10. Februar 2011 wurde das RW21 eröffnet.
EIN MODERNES HAUS MIT VIELEN FUNKTIONEN
DER WEG ZUM RW21
Im Jahr 2006 zeichnete sich erstmals eine realistische Möglichkeit ab: Das ehemalige Gebäude der Firma Oberpaur wurde der Stadt Bayreuth zur Miete oder zum Kauf angeboten. Das Haus war bekannt, zentral gelegen und schien groß genug für ein gemeinsames Kultur und Bildungszentrum. Es folgten intensive Abstimmungen, Brainstormings, Vorbesprechungen und Sitzungen. Im Dezember 2006 legten Stadtbibliothek und Volkshochschule schließlich gemeinsam ein 16seitiges Konzept vor: „Treffpunkt RichardWagnerStraße – Stadtbibliothek
Seit dem Einzug ins RW21 hat sich die Stadtbibliothek Bayreuth zu einer modernen, multifunktionalen Einrichtung entwickelt. Sie bietet hochwertige Programme und Services, attraktive Arbeitsplätze, konsumfreie Aufenthaltsbereiche und einen offenen Zugang zu Bildung und Kultur — Werte wie Offenheit, Zugänglichkeit und gesellschaftliche Verantwortung prägen ihre Angebote und die tägliche Arbeit.
Das Haus richtet sich an alle Altersgruppen. Es schafft Raum für Familien, unterstützt Inklusion und Integration
und bietet mit seiner Artothek sogar einen besonderen Zugang zu inklusiver Kunst. Gleichzeitig entstehen in der Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und verschiedenen Kooperationspartnern immer wieder spannende Ausstellungen, Bildungsangebote und Kulturprogramme, die unterschiedliche Interessen zusammenbringen und neue Perspektiven eröffnen. „In den 15 Jahren im RW21 entwickelte sich die Stadtbibliothek Bayreuth zu einer modernen Bibliothek, die den Menschen hochqualitative Angebote macht. Neben dem Medienbestand sind das: Arbeitsplätze, kommerzfreie Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen, Inklusion und Integration, Familienfreundlichkeit, eine Artothek und vieles mehr“, so Jörg Weinreich, Leiter der Stadtbibliothek.
Gerade diese Verbindung macht das RW21 so besonders. Hier steht nicht nur das einzelne Angebot im Mittelpunkt, sondern das Zusammenspiel. Lernen, lesen, diskutieren, entdecken, begegnen – alles greift ineinander. So ist ein Haus entstanden, das den Alltag vieler Menschen bereichert und zugleich ein starkes Zeichen für öffentliche Bildung und kulturelle Teilhabe setzt.
Das RW21 hat sich in den vergangenen 15 Jahren als feste Größe in Bayreuth etabliert. Es ist ein Ort, an dem Menschen nicht nur Angebote nutzen, sondern gerne Zeit verbringen. Diese hohe Aufenthaltsqualität ist ein zentraler Teil des Erfolgs. Das Haus ist offen, einladend und barrierefrei und damit gleichzeitig auch ein Ort, der Schwellen abbaut, statt sie aufzubauen. Zugleich ist das RW21 ein Beispiel dafür, wie zukunftsfähige kommunale Bildungsund Kulturarbeit aussehen kann. Die enge Zusammenarbeit von Stadtbibliothek und Volkshochschule schafft Synergien, macht Programme vielfältiger und eröffnet immer wieder neue Möglichkeiten für gemeinsame Formate.
15 JAHRE GELEBTE
OFFENHEIT
Zum 15jährigen Bestehen steht das RW21 nicht nur für eine erfolgreiche Entwicklung, sondern auch für eine klare Haltung: Bildung soll zugänglich sein, Kultur verbindend wirken und öffentlicher Raum allen offenstehen. Genau darin liegt die besondere Stärke dieses Hauses. Was einst aus Raumnot und dem Wunsch nach besseren Bedingungen entstand, ist heute ein lebendiger Ort des lebenslangen Lernens, mitten in Bayreuth und mitten im gesellschaftlichen Leben. Ein Haus, das sich in 15 Jahren
immer wieder weiterentwickelt hat und doch seinem Kern treu geblieben ist: Menschen zusammenzubringen. Und so ist das Jubiläum nicht nur ein Rückblick auf eine gelungene Entwicklung, sondern auch ein Ausblick. Denn Stadtbibliothek, Volkshochschule und Lesecafé21 arbeiten weiterhin gemeinsam daran, das RW21 als Wohlfühl, Erlebnis und Begegnungsort für die Bürgerinnen und Bürger zu gestalten – heute und in Zukunft. AH
kommt das ehemalige Oberpaur
Gebäude als NEUER GEMEINSAMER STANDORT von Stadtbibliothek, Volkshochschule und Kinder und Jugendbücherei ins Gespräch. Bald darauf erfolgt die Vorlage des gemeinsamen Konzepts für ein „Zentrum für lebenslanges Lernen“.
beschließt der Stadtrat den KAUF DES GEBÄUDES.

2009 bis 2011 folgt die umfangreiche UMBAUPHASE.
–
das RW21 wird ERÖFFNET. Auf dem Foto: Stadtbibliotheksleiter Jörg Weinreich mit der ehemaligen Leiterin der Volkshochschule, Beatrix von Guaita, beim FESTAKT zur Eröffnung.

DAS STATTGEHALT FÜR UNTERNEHMEN AUS BAYREUTH UND DER REGION
Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern monatlich einen sog. geldwerten Vorteil in Höhe von bis zu 50 Euro zukommen lassen – etwa in Form eines Gutscheins. Mit dem Bayreuther StattGehalt unterstützen Unternehmen aus der Region gleichzeitig auch den Handel vor Ort.
Das Bayreuther StattGeld kann bei zahlreichen Einzelhändlern, Gastronomiebetrieben und Dienstleistern in Bayreuth eingelöst werden. Das Besondere: Die neue Guthabenkarte kann von Unternehmen als steuerfreie monatliche Wertzuwendung an die Mitarbeiter genutzt werden. Für Arbeitgeber und nehmer ist dieses monatliche Extra sozialversicherungsfrei; Mitarbeiter zahlen dafür keine Steuer.
„Das Tolle am StattGehalt ist, dass nicht nur die Mitarbeiter profitieren, die monatlich 50 Euro Einkaufsbonus bekom
men und diesen sogar ansammeln können“, so Dr. Manuel Becher, Geschäftsführer der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH (BMTG). „Die Unternehmen bekommen ein innovatives Tool zur Mitarbeiterbindung und können gleichzeitig den Wirtschaftsstandort Bayreuth unterstützen. Und die teilnehmenden Geschäfte können sich über neues Kundenpotenzial und eine lebendigere Innenstadt freuen.“
Die graue StattGehaltKarte, gut unterscheidbar von der blauen StattGeldKarte, kann sogar mit eigenem Firmenlogo individualisiert werden. Die Arbeitgeber müssen lediglich die individuellen Beiträge für Mitarbeitende festlegen; die Karten werden automatisch aufgeladen und dem Unternehmen wird der Gesamtbetrag in Rechnung gestellt. stattgehalt-bayreuth.de


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EINE KLEINE SPURENSUCHE DURCH GESCHICHTE UND GESCHICHTEN
Wann immer ein Museum Jubiläum feiert, findet man sich in einer beinahe surrealen Situation wieder: Denn wenngleich es im Ursprung just die Aufgabe dieser Institution ist, beispielsweise historische Artefakte und Überreste zu sammeln, zu bewahren, zu erforschen und bestenfalls auszustellen, wird dabei oftmals vergessen, dass auch das Museum selbst ein Element der historischen Entwicklung ist. Insofern ist neben der Geschichte, die historische Museen darstellen, auch immer ihre eigene Vergangenheit durchaus spannend und erlaubt Einblicke in Denkweisen und kulturelle Prägungen jener Gesellschaften, die die Museen gründen, definieren und am Ende tragen.



An der original rekonstruierten Fassade kann man es bei genauerem Hinsehen noch erkennen: Einst waren die Mauern durchbrochen worden, um Tore für die Feuerwehrfahrzeuge installieren zu können. Rechts: Ein Blick in einen der prachtvollen Museumsräume des Neuen Schlosses, in denen das Historische Museum zeitweise beheimatet war.
Auch das Historische Museum in Bayreuth zählt zu diesen spannenden Zeugen der Geschichte, was Grund genug ist, im Rahmen des 30jährigen Jubiläums des Standorts „Alte Lateinschule“ einen kleinen Blick auf die ganz unterschiedlichen Ebenen und Entwicklungslinien zu werfen, die in ihm zusammenlaufen!
Selbst das Gebäude, in dem das Historische Museum seit mittlerweile dreißig Jahren sein Obdach gefunden hat, ist ein beredter Zeuge der Bayreuther Stadtgeschichte: Archäologische Funde legen nahe, dass an dieser Stelle bereits im 12. Jahrhundert „Lateinschüler“ unterrichtet worden sein dürften, die später die geistlichen Schichten Bayreuths stellen sollten.
1437 wird schließlich erstmals urkundlich von einer Schule an diesem Standort berichtet, die zur benachbarten Stadtkirche gehörte. Dementsprechend fielen auch Personal und sonstige Ausgaben in deren Zuständigkeit, was erklärt, warum in den kirchlichen Rechnungen beispielsweise von Stühlen und einem Pult zu lesen ist, die für die „schull“ angeschafft werden mussten. Strukturiert war die Einrichtung in vier aufbauenden Klassen, wobei es – dem Typus der „Lateinschule“ folgend – vor allem um den gelehrten Unterricht ging, der in Latein stattfand. Daneben dürfte aber sicher auch der sogenannte Elementarunterricht nicht zu kurz gekommen sein, der eine gewisse Grundbildung in Theologiefernen Fächern in den Blick nahm.
Mit der Reformation hielt ein neues, von Luther selbst gefordertes Bildungsideal Einzug, das auch in Bayreuth zur Gründung einer „Deutschen Schule“ führte, deren Curriculum sich allerdings anfangs nicht allzu stark von dem der Lateinschule unterschieden haben dürfte. Selbst das Gebäude teilten sich die beiden Institutionen, ehe die Brände von 1605 und von 1621, die große Teile der Stadt in Schutt und Asche legten, es zerstörten. Beim Wiederaufbau plante man – wie vielerorts nach solch einschneidenden Entwicklungen – um, legte mehrere Grundstücke zusammen und errichtete auf ihnen jenen vorzeigbaren Neubau, der sich bis heute erhalten hat.
Das linke Exemplar indes verweist auf das nachfolgende, buchstäblich „illustrere“ Kapitel des Gebäudes: Unter der Regierung Markgraf Christian Ernsts wurde die Lateinschule offiziell zum „Gymnasium“ erhoben, in

Die Inschriftentafeln neben dem Haupteingang berichten aus der Baugeschichte des Schulhauses.
dessen Curriculum die Allmacht der Kirche final gebrochen wurde. Fortan sollte es darum gehen, Eliten nicht allein für die geistlichen, sondern auch für weltliche und verwalterische Karrieren vorzubereiten. Neben das Lateinische traten Hebräisch und Griechisch; die geisteswissenschaftliche Ausbildung wurde um eine Art der „Benimmschule“ für den Hofstaat ergänzt, in der entsprechendes Zeremoniell unterrichtet wurde. Nach dem Auszug des noch heute existenten „GCE“ und einigen Jahren des Leerstands wurde das Gebäude 1816 zur Mädchenschule umfunktioniert, ehe 1875 alle entsprechenden Strukturen im neuen „Centralschulhaus“, der heutigen Graserschule, gebündelt wurden.
Eine der treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung war der „Schöpfer des modernen Bayreuths“, Friedrich Feustel, der sich aufgrund seiner Freundschaft zu Ignaz von Döllinger mit der „Grundbildung“ der breiten Schichten Bayreuths beschäftigte und diese am ehesten in einer solchen Institution gewährleistet sah. Das ehemalige Schulhaus neben der Stadtkirche diente ab sofort der Feuerwehr als Zentrale, womit ein weiteres bewegtes und immens bedeutendes Kapitel der Stadtgeschichte in den Blick rückt: Nachdem Brände jahrhundertelang immer wieder Teile der Stadt zerstört hatten, waren bereits erste wichtige Strukturen geschaffen worden, um sich vor ihnen zu schützen. Die eigentliche „Feuerwehr“ wurde schließlich 1861 gegründet, wobei – wie an vielen anderen Orten im heutigen Oberfranken auch –der Turnverein Pate stand. Seine Mitglieder fanden sich zu einer „TurnerWehr“ zusammen, um fortan mit Professionalität und Kompetenz die Mitbürger zu beschützen. Für die angeschafften modernen Löschmaschinen wurden im Erdgeschoss des ehemaligen Schulhauses große Tore eingebaut. Als die Mannschaft 1988 in einen modernen Neubau umgezogen war, rückte das
historische – und durch seine Geschichte leidlich lädierte – Gebäude schließlich als Museumsstandort in den Blick.
Die Idee, ein eigenes „Stadtmuseum“ ins Leben zu rufen, datiert auf das Jahr 1894 und fügt sich damit in eine Zeit, in der das Interesse an der deutschen Geschichte signifikant gewachsen war. Gar zu alt freilich war sie nicht, nachdem sich das entsprechende Kaiserreich erst 1871 gegründet hatte und vorher kaum die Rede von einer gemeinsamen Vergangenheit sein konnte: Immerhin setzte sich das Heilige Römische Reich Deutscher Nation in Wahrheit aus unzähligen einzelnen Staaten, Bünden und Ländern mit jeweils ganz eigenen Identitäten und kulturellen Prägungen zusammen. Insofern galt es nun, gemeinsame Entwicklungslinien der vormals eigenständigen Strukturen herauszuarbeiten, um damit einen „Nationalethos“ zu erschaffen, der den Ansprüchen der modernen Gesellschaft entsprach. Besonders wichtig war dabei eine enge Verbindung zwischen der Zugehörigkeit zum neuen „Deutschen“ einerseits und der regional gewachsenen Identität andererseits, wodurch auch kleinste städtische Institutionen weit über die Grenzen des eigenen Sammlungsspektrums hinauswirken konnten.

Das Problem dabei: In den allerwenigsten Kommunen lagen überhaupt genügend Objekte aus der eigenen Geschichte vor, um eine solche Struktur adäquat ausstatten zu können. Daher stand am Beginn der „Stadtmuseen“ meist der Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger, entsprechende Objekte zusammenzutragen und zu übergeben. Auch in Bayreuth ging die von verschiedenen Vereinen und Einzelbürgern getragene Initiative zur Gründung einer solchen Einrichtung von

Fragment eines monumentalen Hallenfensters aus dem ehemaligen Haus der Deutschen Erziehung, Sepp Frank, 1936
einem gemeinsamen Memorandum aus, dem schnell ein eigener Fonds folgte, um Ankäufe tätigen zu können. Zusammen mit Übernahmen aus privaten Sammlungen und Nachlässen führte dieses Vorgehen dazu, dass man bald von einer stadthistorischen Sammlung sprechen konnte, für die 1924 repräsentative Räume im Neuen Schloss angemietet und entsprechend hergerichtet wurden. Getreu dem Namen eines „Stadtmuseums“ zeigten die Bestände auf beeindruckende Weise den Werdegang von der mittelalterlichen Handels und Handwerkerstadt hin zur barocken Residenz der Hohenzollern. Allesamt Aspekte, mit denen das NSRegime in den 1930erJahren herzlich wenig anzufangen wusste. Nur wenige Jahre nach der Eröffnung entsprach das Museum daher nicht mehr ansatzweise dem Zeitgeist, in dem man nun eine komplett neue, nicht etwa gewachsene, sondern auf „Germanenkult“ und andere schwachsinnige Vorstellungen zurückgreifende Geschichtsschreibung installieren wollte, die freilich nichts mit der historischen Realität zu tun hatte. Nach Jahren der Vernachlässigung waren daher mit Kriegsende 1945 erhebliche Lücken in den Beständen zu beklagen, die teils durch „Entnahmen“ (oder besser Plünderungen) und teils gar Vandalismus entstanden waren.
Schreibgriffel aus der Alten Lateinschule, 12. bis 14. Jahrhundert, Bronze
Erst 15 Jahre später, 1960, konnte das Museum erneut seine Pforten öffnen! Ein Problem aber blieb nach wie vor der nicht vorhandene Ort für die Präsentation all der Kostbarkeiten. Dorle Lauterbach, letzte Vorsitzende des Vereins der „Freunde des Historischen Museums und des Stadtarchivs“, sprach daher in einem Rückblick auf diese Zeit von einem „Museum in der Kiste“, was keinesfalls der Dauerzustand bleiben konnte und sollte.
Stadtchronist Bernd Mayer und Wolf Rüskamp waren es, die sich schließlich an die Spitze einer Bewegung setzten, aus der 1984 ebenjener Verein der „Freunde“ entstehen sollte, der sich vehement für eine adäquate Unterbringung und vor allem eine Zugänglichmachung der umfangreichen Sammlung einsetzte.
Die war zwischenzeitlich in Teilen des Lüchauhauses präsentiert worden, solange die umfangreichen Bauarbeiten an der Alten Lateinschule andauerten, die in diesem Rahmen auch ihr historisches Aussehen (mit Entfernung der Feuerwehrtore und Rekonstruktion der Fensterachsen) zurückerhielt. 1996, vor 30 Jahren, konnte die fortan als „Historisches Museum Bayreuth“ bezeichnete Institution schließlich unter der Leitung Dr. Sylvia Habermanns am 27. Juni eröffnet werden. Auf 1.400 Quadratmetern ermöglicht es seitdem spannende Einblicke in die Geschichte der Stadt Bayreuth und richtet zugleich den Blick nach vorne: Martina Ruppert, die die Museumsleitung 2017 übernahm, sieht die Aufgabe der Einrichtung auch darin, den Blick auf Gegenwart und Zukunft zu richten. Der Geschichte des geplanten NSGauforums in Bayreuth werden so beispielsweise Maßnahmen zur Demokratieförderung gegenübergestellt. Dadurch gelingt es der
Einrichtung auf wunderbare Weise, die Frage nach dem „Woher“ zu beantworten, zugleich aber auch alle notwendigen Kenntnisse und Werkzeuge an die Hand zu geben, um sich der nach dem „Wohin“ zuzuwenden. Immerhin ist es, wenn man die Zukunft gestalten möchte, elementar, sich seiner eigenen Vergangenheit bewusst zu sein. AR
Das vielfältige Programm zum Jubiläum endet mit der Sonderausstellung „30 Jahre Historisches Museum in der Alten Lateinschule“ bereits am 26. Juli. In der folgenden Sonderausstellung kann man 150 Jahre Auftritt des Bayreuther Festspielpublikums bestaunen:
„ BITTE NICHT BEWEGEN! DIE FESTSPIELE IM FOKUS DER FOTOGRAFEN “ 2. August bis 11. Oktober 2026 historisches-museum-bayreuth.de
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Kirchplatz 4, 95444 Bayreuth www.historisches-museum-bayreuth.de
Di. – So. 10 – 17 Uhr











UMZUG GELUNGEN: BAYREUTHS VERGANGENHEIT HAT IN SANKT GEORGEN ZUKUNFT
Seit dem 16. Juni 2026 ist das Stadtarchiv Bayreuth wieder regulär geöffnet. Nach fast neun Monaten Umzug, 3.754 Umzugskartons und unzähligen sorgfältig geplanten Handgriffen ist das Gedächtnis der Stadt an der Seestraße 1 angekommen. Dank genauer Listen, farblicher Markierungen und viel Teamarbeit kam alles dort an, wo es hingehört. Bayreuths Geschichte hat den Umzug gut überstanden.
„Alle sind herzlich eingeladen, die Geschichte der Stadt Bayreuth lebendig zu halten.“
Entstanden ist ein Ensemble, das Vergangenheit und Zukunft auf besondere Weise verbindet: die denkmalgeschützte Leers’sche Villa, liebevoll saniert, und ein moderner MagazinNeubau nach Plänen des Architektenteams Hartmann + Helm aus Weimar. In der Villa befinden sich heute Büros und Arbeitsräume, der Neubau bietet klimatisierte und brandsichere Magazine, Lesesaal, Foyer und Seminarraum. Naturstein, Glas, Stahl und Faserzement prägen die Architektur, dazu kommen ein begrüntes Dach und eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung.
ARCHIVTEAM BAYREUTH
Für Archivleiterin Carolin Baumann ist der wichtigste Gewinn nicht nur der neue Arbeitsplatz, sondern die neue Qualität für Archivgut und Nutzung. „Die guten Arbeitsbedingungen im neuen Haus haben einen schnell das alte Archiv vergessen lassen“, sagt sie. „Das Gebäude ist speziell für das Archivgut, dessen Nutzung und die archivischen Fachaufgaben gebaut worden. Das aktuelle Team ist nun in der glücklichen Lage, diese Räume als Erstes nutzen zu dürfen.“
Besonders wichtig sind die neuen Magazinräume. Hier können Dokumente, Urkunden, Akten, Fotos, Filme, Nachlässe und Sammlungen endlich unter Bedingungen lagern, die auf langfristigen Erhalt ausgelegt sind. Manche Schriftstücke reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Dass sie nun klimastabil, sicher und geordnet aufbewahrt werden können, ist ein großer Schritt für die Bestandserhaltung. Zugleich ist wieder Platz für neue Übernahmen: Nach und
Der Platz in gut 10.000 laufenden Metern Rollregalschränken soll für geschätzte 100 Jahre ausreichen. Für Besucher wird das Stadtarchiv deutlich zugänglicher. Ein heller Lesesaal, Ausstellungen im Foyer und ein Außenbereich mit Bücherschrank laden zum Verweilen ein.
nach sollen weitere Unterlagen aus der Stadtverwaltung ins Archiv kommen, für die bislang kein ausreichender Raum vorhanden war.
Der neue Lesesaal macht das Archiv auch für Nutzerinnen und Nutzer deutlich angenehmer. Acht moderne Arbeitsplätze bieten Raum für Recherchen, Familienforschung, wissenschaftliche Arbeiten oder stadtgeschichtliche Projekte. Das Foyer bietet Raum für wechselnde Ausstellungen zu stadtgeschichtlichen Themen. Den Auftakt bildet eine Ausstellung zur Geschichte des alten und neuen Stadtarchivs. Auch der Seminarraum soll künftig genutzt werden: für Führungen, Schulklassen, Universitätsseminare, Fachschaften, Vereine und weitere Formate, die in den kommenden Monaten erprobt werden.
LEBENDIGE BRÜCKEN IN DIE VERGANGENHEIT
Auch digital geht die Arbeit weiter, allerdings mit Augenmaß. Große Massendigitalisierungen sind nicht geplant; stattdessen setzt das Archiv auf kleinere Projekte nach Bedarf und Notwendigkeit. Zunehmend wichtig wird zudem die digitale Langzeitarchivierung von Unterlagen, die bereits digital entstehen.
„Alle sind herzlich eingeladen, die Geschichte der Stadt Bayreuth lebendig zu halten“, betont das gesamte Archivteam. Das neue Stadtarchiv ist damit mehr als ein Aufbewahrungsort. Es ist ein Informationszentrum der Stadtgeschichte, gebaut für die Zukunft, mit Brücken in die Vergangenheit. KH




Das Team des Stadtarchivs freut sich über bessere Bedingungen für Menschen und Archivgut.
UNTERSTÜTZUNG FÜR SANIERUNGSINTERESSIERTE IN DER REGION BAYREUTH
Leer stehende Gebäude neu beleben und gleichzeitig den Flächenverbrauch reduzieren – das ist das Ziel des Sanierungscoachings in Stadt und Landkreis Bayreuth. Das Angebot richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Kaufinteressierte, die Bestandsimmobilien wieder nutzbar machen möchten.
Seit sechs Jahren engagiert sich die Leerstandskooperation Hofer Land – Fichtelgebirge – Region Bayreuth für attraktive Ortszentren und neuen Wohnraum im Bestand. Veranstaltungen wie die „Aktionstage Sanierung“ oder Erstberatungen durch erfahrene Fachleute stoßen dabei auf immer größeres Interesse.
Im Rahmen der Sanierungserstberatung werden zunächst der Zustand einer Immobilie mit seinen Stärken und Schwächen erfasst, skizzenhaft vorgestellt, mögliche künftige Nutzungen mit Umbauvarianten erstellt und Kostenprognosen aufgezeigt.
Erfolgreiche
Sanierungsobjekte


In der Stadt Bayreuth wurden bis heute rund 20 Erstberatungen durchgeführt. Das Angebot kommt gut an, da Antragstellende die Möglichkeit haben, für sich ungeklärte Fragen zu stellen und Planungssicherheit zu erhalten. So helfen die Beratungen beispielsweise bei Kauf bzw. NichtKaufentscheidungen und geben Anregungen für die Sanierung. Einige Objekte sind inzwischen saniert oder die Sanierung ist aktuell im Gang.
VOM ERSTEN IMPULS ZUR KONKRETEN UMSETZUNG
Eine Erstberatung ist oft nur der Anfang. Viele Interessierte benötigen anschließend weitere Unterstützung, um ihre Sanierung tatsächlich umzusetzen. Dies bestätigt die Aussage eines Antragstellers: „Bei meiner Bewertung wurde ein relativ hoher Sanierungsaufwand mit entsprechenden Kosten festgestellt. Hier sollte sich eine


Es muss nicht immer ein Neubau sein: Sanierungen in Bayreuth, die Mut machen
Beratung bezüglich Kostenminimierung, Einsparmöglichkeiten bei der Sanierung, Fördermöglichkeiten und dergleichen anschließen.“
Genau hier setzt das neue Sanierungscoaching an. Zusätzlich zur Erstberatung können nun – auf Empfehlung des Architekturbüros – bis zu zwei vertiefende Fachberatungen gebucht werden. Diese „Ergänzungsmodule“ decken die Themen Baubiologie, Tragwerksplanung, steuerliche Fragen oder die Planung von Eigenleistungen ab. Ferner können Interessierte bereits vor der Erstberatung mithilfe einer KIgestützten Visualisierung sehen, wie ihre Immobilie künftig aussehen könnte – sei es bei der Fassadengestaltung oder der Raumaufteilung.
Aus fachlicher Sicht ist die Weiterentwicklung ein Gewinn. „Für Sanierungswillige ist das Sanierungscoaching ein niederschwelliges Angebot, über eine schrittweise Vorgehensweise ein Gebäude ganzheitlich zu betrachten“, so der Bayreuther Architekt Klaus Pastner, von Beginn an als Experte beteiligt. Sein Credo: „Abreißen und neu bauen ist was für Feiglinge.“ In der Rückschau bestätigt ein Bauherr dies: „Diese Aussage hat mich geerdet. Jetzt wohnen wir sehr gerne in dem schönen ‚alten‘ Haus.“
WER KANN TEILNEHMEN?
Ein Antrag ist für Immobilien in Stadt und Landkreis möglich, die vor 1980 errichtet worden sind und mindestens zwölf Monate leer stehend oder mindergenutzt sind. Wichtig ist zudem die Lage im Innenbereich oder die Bedeutung für das Ortsbild.
Für das Coaching wird vorab eine Schutzgebühr von 150 Euro erhoben. Im Gegenzug erhalten Teilnehmende eine Beratungsleistung im Wert von rund 1.500 Euro. Gefördert wird das Projekt aus Regionalmanagementmitteln vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
Informationen und Ansprechpartner finden Sie unter: Stadt-Land-Raum-RegionBayreuth.de
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Schloss Birken: Einst als Landsitz angelegt, ist das kleine markgräfliche Kleinod heute in Privatbesitz, aber regelmäßig für Besichtigungen geöffnet – ein historischer Kontrast zum lebendigen Uni- und Wohnumfeld.

Röhrensee und Uni entfaltet sich ein Stadtteil, der oft übersehen wird: Birken. Studierende, Radfahrer und Anwohner teilen sich hier Wege durch charmante Wohnstraßen, ruhige Parkanlagen und lebendiges Campustreiben. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt eine überraschend entspannte Seite Bayreuths – perfekt für eine kleine Auszeit vom Alltag. Und: ideal für einen Spaziergang von der Innenstadt aus über die historische Friedrichstraße.
Sehr beliebt bei Anwohnern, Studenten und Besuchern: der große Birken-Flohmarkt, der jährlich im Sommer stattfindet.

Historisch: das Zentrum Bayern Familie und Soziales in einem ehemaligen Garnisonslazarett.

Charmanter Mix aus moderner Architektur und idyllischem Kleinod in der Hegelstraße


Bei einem Spaziergang entlang der „Schwedenbrücke“ kann man hier und da einen schönen Blick in einen verwunschenen (Klein-)Garten erhaschen.


Die Friedenskirche in Birken ist nicht nur Gemeindezentrum, sondern auch ein architektonischer Blickfang im Stadtteil.

Quer verstreut auf dem Uni-Campus gibt es Möglichkeiten zum Entspannen – hier direkt vor dem Botanischen Garten.



Oben: Im Sommer verwandelt sich der Campus in ein Festivalgelände – beim „Summer Feeling am Unistrand“. Rechts: Bei einem Spaziergang über den Campus kann man beeindruckende zeitgenössische Kunstwerke entdecken.



Der ÖBG (Ökologisch-Botanischer Garten der Uni Bayreuth) ist mit über 12.000 Pflanzenarten ein wunderschönes NaturHighlight auf dem Weg durch Birken.

Nur einen kurzen Spaziergang vom Stadtzentrum entfernt bietet der Röhrensee eine grüne Oase mit viel Natur und ist zugleich das Tor zum Stadtteil Birken.


Wild und Schildkröten zählen zu den Bewohnern des Tierparks am Röhrensee, die man aus der Nähe beobachten kann.

Oben: Die historische Signalanlage auf dem heutigen Radweg erinnert an die ehemalige Bahnstrecke, auf der 70 Jahre lang Züge am Röhrensee vorbeifuhren.
Unten: Perfekt für einen Tagesausflug mit dem Rad ist die 12 km lange Innenstadtroute, die unter anderem quer durch Birken führt.


Highlight für Kids: der Abenteuerspielplatz am Röhrensee mit Wasserspielen, Kletterwald und acht Meter hohem Aussichtsturm mit Röhrenrutsche.

Auf dem Weg zum Röhrensee liegt das Plectrum – eine echte Kultkneipe mit Biergarten, die leider nur noch bis 31. Juli 2026 geöffnet ist.
Italienischer Genuss trifft Natur: Die Trattoria am Studentenwald ist ein Stück Dolce Vita am Rand des Stadtteils Birken.
Perfekter Zwischenstopp auf dem Weg von der Innenstadt zum Röhrensee: das gemütliche kleine Café Anton’s in Moritzhöfen.






Herausgeber
Jörg Lichtenegger (V. i. S. d. P.)
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in Zusammenarbeit mit der Stadt Bayreuth
Chefredaktion Gert Dieter Meier (GDM)
Redaktion Katrin Teichmann (KT), Sabrina Brütting (SB), Kristina Hoffmann (KH), Anja Bischof (AB), Annika Horn (AH), Adrian Roßner (AR)
Editorial Design Martina Hacker
Media Daniel Sutter (Projektleitung), Nick Schreifels
Gesamtherstellung
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Verbreitung
Hier gibt’s das Bayreuth Magazin kostenlos: Rathäuser und Dienststellen, TouristInformationen und Museen, Cineplex, in vielen Bayreuther Hotels, Restaurants, Kneipen und Geschäften, Industrie und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth, Handwerkskammer für Oberfranken Bayreuth, Markgräfliches Opernhaus, im und ums Festspielhaus, Sehenswürdigkeiten und an vielen anderen Orten. Auch über den LESERKREIS DAHEIM wird das Bayreuth Magazin verbreitet.
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