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GLEIS EINS 15

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04.03.2016

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GLEIS EINS

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Liebe GLEIS EINSLeserinnen und -Leser, seit mehr als 7 Jahren bereichert Gleis 1 die Leserinnen und Leser mit unterschiedlichen Themen von verschiedenen Fachrichtungen. Mittlerweile ist Gleis 1 mit einer Auflage von ca. 25.000 Stück ein im Stadt- und Landkreis bekanntes Magazin. Die heutige Ausgabe befasst sich mit dem Thema Adipositas (Fettleibigkeit). Adipositas ist in der heutigen Smartphone- und Tablet-PC-Zeit aktueller denn je. Bequemlichkeit und zu wenig Bewegung sind zwei der häufigsten Ursachen dafür. Alle Fachrichtungen sind in irgendeiner Weise durch Adipositas betroffen. Einige mehr, die anderen weniger. Vor allem die Belastung des Herz-Kreislaufsystems und deren Folgen, können zu einer lebensbedrohlichen Situation führen. Übergewicht hat auch in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe einen ständig negativen Einfluss auf die verschiedenen Lebensepochen und Entwicklungszustände. Entwicklungsverzögerungen oder aber eine deutlich zu früh einsetzende Pubertät können die Folge sein. Hinzu kommen noch internistische Probleme und mögliche Störungen der Entwicklung des Bewegungsapparates. Zyklusstörungen mit PCO-Syndrom (polyzystische Ovarien) werden deutlich häufiger bei adipösen jungen Frauen beobachtet. Oftmals zeigt sich auch eine Hyperandrogenämie (vermehrter Nachweis männlicher Hormone im Blut) mit Akne. Adipositas, mit oder ohne PCO-Syndrom, kann durch Zyklusstörungen und Abnahme der ovulatorischen Zyklen zu einer Problematik bei der Umsetzung des Kinderwunsches führen. Eine Gewichtsreduktion ist hierfür und für den weiteren Verlauf beim Eintritt einer Schwangerschaft dringend angeraten. Adipöse Schwangere haben ein höheres Risiko für das Eintreten verschiedener schwangerschaftsspezifischer Erkrankungen wie Präeklampsie/Gestationsdiabetes/Bluthochdruck. Geburtskomplikationen und kindliche Komplikationen treten ebenfalls deutlich häufiger auf. Untersuchungen haben gezeigt, dass Adipositas zu den Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs zählt und insbesondere mit der Entwicklung von Brust- und Gebärmutterkrebs in Verbindung gebracht wird. Ich wünsche Ihnen beim Lesen der aktuellen Ausgabe viele hilfreiche Informationen zum Thema Adipositas, erläutert von den unterschiedlichsten Fachrichtungen. Ihr Dr. med. Alexander Henze aus dem Frauenärzte Gesundheitszentrum Aschaffenburg Dr. Henze & Kolleginnen ie len Praxen, d (Praxisporträt Seite 20 – 21) alten Sie in al h er . S N en d EI er IS GLE ntiert w agazin präse . in diesem M t im Sept. 2016 in he gabe ersc us A e st ch nä Die

Inhalt Titelthema Viel zu dick?

EDITORIAL UND INHALT

15_Ausg_01_2016_34:Briefbogen_Dok_1 Sofa

4-7

Gesundheitsvorsorge Ihr ganz persönlicher Gesundheits-Check-up!

8-13

Medizinische Einrichtungen Innere Medizin Adipositas – eine Volkskrankheit

14-15

Orthopädie und Sportmedizin Sowei die Füße tragen …

16-17

Augenklinik Bei Übergewicht auch die Augen im Blick behalten

18-19

Frauenärzte Primäre Chemotherapie (PCT) bei Brustkrebs

20-21

Urologie Humane Papillomviren (HPV)

22-23

Kieferorthopädie Ein schönes Lächeln kann so einfach sein!

24-25

Radiologie und Nuklearmedizin Wenn Gehen und Stehen zur Qual wird

26-27

Apotheke Abnehmmittel können helfen

28-29

Kardiologie und Innere Medizin Clip steigert Lebensqualität

30-31

Gastroenterologie und Innere Medizin Fettleber bei Übergewicht und Adipositas 32-33 Physiotherapie/Fitness/ Kosmetik & Fußpflege Mit Spaß Bewegung in den Alltag bringen

34-35

Hals-Nasen-Ohren Stimme im Blickfeld

36-37

Sprachtherapie Schlaganfall

38-39

Neurologie/Psychiatrie/ Psychotherapie Adipositas – welche Rolle spielt das Gehirn?

40-41

Optik & Hörakustik Ich sehe Dich. Ich höre Dich.

48-49

Im Gespräch „Es ist schon ein Fortschritt, nicht zuzunehmen“

42-43

IMPRESSUM

Info GLEIS EINS – Zentrum für Ambulante Medizin | Aschaffenburg Herausgeber: Die Produktion PrePrint GmbH & Co. KG · Alfred-Delp-Str. 38 · 63801 Kleinostheim Tel. 0 60 27/40 56 20 · sl@die-produktion.de (für die inhaltliche Richtigkeit der Anzeigen und medizinischen Beiträge in den Anzeigen sind die Vertragspartner und nicht der Herausgeber verantwortlich) Redaktion: Susanne von Mach · Strietwaldstr. 18 · 63801 Kleinostheim · Tel. 0 60 27/40 99 43 Fotonachweise: S. 4 viperagp, S. 8 Giordano Aita, S. 10 maestro, S. 12 Plson, S. 18 tai111, S. 22 Tatiana Shepeleva, S. 28 Schlierner, S. 30 nerthuz, S. 34 olly, S. 36 pathdoc, S. 40 Gitscha Georgiew (alle fotolia), Johannes Heeg, Petra Reith, Dr. W. Gutwerk, Jäger, Foto Alfen, Dirk Nitschke, Susanne von Mach Druck: Franz Kuthal GmbH & Co. KG · Johann-Dahlem-Str. 54 · 63814 Mainaschaff

Venenleiden, Lymph- und Lipödem – Kompression kann helfen

44-45

Pfundig

48-49

Kultur In der Märchenglitzerwelt

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Überblick Kurze Wege für höchste Ansprüche Hier finden Sie uns

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TITELTHEMA ADIPOSITAS

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VIEL ZU DICK? Immer mehr Menschen in Deutschland sind übergewichtig und stark übergewichtig – falsche Ernährung, zu wenig Bewegung und schwindende Muskelmasse als Ursachen Das Jahr hat gestartet wie immer. Gute Vorsätze zum Abnehmen, Zeitungsartikel über die beste Diät, das wirkungsvollste Fitnessprogramm, die schlimmsten Essfallen. Es ist nicht leicht dick zu sein. Übergewichtige Menschen haben Probleme in engen Fahrstühlen, in engen Parklücken, auf engen Rolltreppen, im Flugzeug, im Zug, im Auto, im Kino. Stühle im Restaurant, die leichte Menschen mit Leichtigkeit tragen, können gefährlich anfangen zu knacken. Überall zu viel Umfang für zu wenig Platz. Dazu die Blicke der anderen und die Schere im Kopf, denn die meisten wissen oder ahnen zumindest, dass zu viel Gewicht in der Regel eher schadet als nützt und viel zu viel Gewicht richtig krank macht. Sie merken es ja am eigenen Leib, dass die Luft weg bleibt, die Bewegung schwer fällt und die Kraft fehlt.

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Sicher: Es gibt dicke Menschen, die gesünder sind als dünne, wenn vor allem Muskelmasse den Eindruck von Schwergewicht vermittelt. Aber es gibt auch viele Menschen mit Übergewicht, denen es genau deswegen schlecht geht, die unter Atemnot leiden, deren Rücken und Gelenke schmerzen, die schlechte Blutwerte, Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme haben. Die eigentlich dringend abnehmen müssten und vielleicht auch Diäten versucht haben, deren bester Freund aber der Jojo-Effekt ist: nachher mindestens so viel wie vorher. Und Frust obendrauf.

individuellen Fettanteil am Körpergewicht gilt. Der BMI einer 1,68 Meter großen Frau mit 58 Kilogramm beträgt zum Beispiel 20,5, als Ideal gelten für sie 54 bis 67 Kilo, jenseits dieser Grenzen beginnen Unter- und Übergewicht. Fett ist nicht per se schlecht, es kommt auch darauf an, wo es verteilt ist. Ein besonders hohes Risiko für Gesundheitsschäden haben Männer und Frauen mit „Hüftgold“ und „Rettungsring“, die Messung des Taillenumfangs ist deshalb ein wichtiger Faktor bei der Ermittlung des individuellen Gesundheitsrisikos.

Wann ist dick zu dick? Übergewicht wird definiert als ein durch einen erhöhten Körperfettanteil bedingtes erhöhtes Körpergewicht. Starkes Übergewicht heißt Adipositas, sie „ist definiert als eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts“, heißt es bei der Deutschen Adipositas-Gesellschaft. Obwohl immer wieder als zu unpräzise in der Kritik, ist Maßstab für die Berechnung nach wie vor der Body-Mass-Index, also der Quotient aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat, der jedenfalls in höheren Regionen als guter Indikator für den

Zunehmend mehr Menschen in den OECD-Ländern und in Asien gelten als übergewichtig; jeder zweite Erwachsene unter anderem in den meisten EU-Staaten, in den USA, Japan, Südkorea, Australien, der Schweiz und in der Türkei ist übergewichtig mit einem BMI zwischen 25 und 30. Jeder fünfte ist adipös und hat damit einen BMI höher als 30. Tendenz steigend. In Deutschland sind heute laut Robert-Koch-Institut in Berlin gut zwei Drittel der Männer (67 Prozent) und gut die Hälfte der Frauen (53 Prozent) übergewichtig. Fast ein Viertel der Erwach-


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senen (23 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen) ist stark übergewichtig (adipös). Auch Kinder in Deutschland werden immer dicker. Die aktuellsten Daten des Robert-Koch-Instituts stammen aus dem Jahr 2007; damals waren 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig, sechs Prozent adipös. Man kann wohl davon ausgehen, dass es in den vergangenen acht Jahren mehr geworden sind, die (stark) übergewichtig sind. Warum ist das so? „Die Gene“ und „die Hormone“ sind manchmal, aber nicht immer und nicht ausschließlich Schuld am Übergewicht. Fatal sind ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung, der fehlende Blick dafür, was gesund ist und was nicht. Und manchmal auch eine schlechte Selbsteinschätzung, was den persönlichen Lebensmittelkonsum und dessen Inhaltsstoffe angeht. „Um ein reduziertes Körpergewicht dauerhaft halten zu können, müssen betroffene Personen lebenslang auf einen gesunden Lebensstil achten“, heißt es bei der Deutschen Adipositas-Gesellschaft. „Kurzfristige Reduktionsdiäten verringern nur für eine kurze Zeit das Körpergewicht und schaden langfristig mehr, als sie nützen. Gewicht halten nach erfolgreicher Gewichtsabnahme ist meist nur mit Unterstützung des sozialen Umfelds und einer langfristigen, verhaltenstherapeutischen Betreuung möglich oder mit Hilfe der metabolischen Chirurgie.“ Letztere – dazu zählt zum Beispiel die Verkleinerung des Magens und das Einsetzen eines Magenbands – kommt allerdings für Kinder nicht in Frage.

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Hilfreich: Leitfaden für Eltern mit übergewichtigen Kindern Wenn Kinder oder Jugendliche übergewichtig sind, empfehlen Ärztinnen und Ärzte, das Gewicht zu reduzieren. Doch welche Programme sind gut? Die Broschüre „Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen – So finden Sie ein gutes Programm“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hilft bei der Beurteilung von Programmen, die für übergewichtige Kinder und Jugendliche angeboten werden. Eltern und Erziehende erfahren, welche Qualitätskriterien Programme erfüllen müssen, damit das Kind auf gesunde Weise sein Gewicht normalisieren kann, dabei aber keine Erkrankungen oder Ess-Störungen entwickelt. Die Broschüre klärt über Ursachen und die gesundheitlichen Probleme des Übergewichtes auf und hilft dabei, das Gewicht des Kindes richtig einzuschätzen. Darüber hinaus finden Eltern und Angehörige viele wertvolle Ratschläge, wie sie Ihr Kind zu Hause unterstützen können. Die 50-seitige Broschüre ist auf Deutsch (Bestellnummer: 35421000) und Türkisch (Bestellnummer: 35421060) erhältlich bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, E-Mail: order@bzga.de, Download: www.bzga.de/infomaterialien


TITELTHEMA ADIPOSITAS

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Ein Risikofaktor, der heute verstärkt als solcher wahrgenommen wird, ist der natürliche Muskelabbau im Alter (Sarkopenie). Fettleibigkeit und altersbedingter Muskelabbau könnten sich mit zunehmendem Lebensalter gegenseitig verstärken und so ihre Effekte auf körperliche Einschränkungen, Erkrankungen und Lebensdauer maximieren, schreibt das Kompetenznetz Adipositas in einer Pressemitteilung von 2015. Sarkopene Adipositas be-

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zeichnet die bei älteren Personen häufig auftretende Kombination von Übergewicht/Adipositas und einem Verlust an Muskelmasse und -kraft. Sie wird durch altersbedingte Veränderungen der Körperzusammensetzung und durch den im Alter erhöhten Körperfettanteil begünstigt. Daten aus den USA zufolge zeigen bei den Männern 15 Prozent und bei den Frauen zehn Prozent eine sarkopene Adipositas.

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…und das meinen die Fachärzte! Dr. Gerhard Klausmann

Adipositas – Die Seuche des 21. Jahrhunderts?!

Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie, Diabetologe DDG

Das Körpergewicht der Bevölkerung der westlichen Industrieländer und der Schwellenländer im asiatischen und südamerikanischen Raum nimmt kontinuierlich zu. Dies ist ein Prozess, der ganz langsam und unscheinbar mit Beendigung des 2. Weltkrieges begonnen, und sich in den letzten Jahren deutlich beschleunigt hat. Die Ursachen sind vielschichtig. Ganz allgemein lassen sich aber einige wenige Hauptursachen ausmachen. An erster Stelle steht der westliche Lebensstil. Dieser geht einher mit einer dramatischen Verminderung der körperlichen Aktivität (ein normaler Büroangestellter macht heute i. d. R. 700 Schritte pro Tag, vor nicht allzu langer Zeit waren es zwischen 10 und 20.000). Die zweite Hauptursache ist auf der einen Seite ein Segen, nämlich die ständige Verfügbarkeit von ausreichend Nahrung; auf der anderen Seite sind wir biologisch auf dieses Phänomen nicht vorbereitet. Und hier spielen insbesondere die industriell gefertigten Nahrungsmittel eine entscheidende Rolle, da sie energetisch sehr verdichtet sind, so dass – obwohl die Kalorienaufnahme heute im Schnitt geringer ist als in früheren Jahrhunderten – die fehlende Bewegung in der Summe zu einem Energieüberschuss, was die Energieaufnahme angeht, führt. Und was in den letzten Jahrzehnten besonders erschreckend ist, ist die Tatsache, dass dieses Phänomen bereits im Kinder- und Jugendalter beginnt. Heute ist fast jeder zweite Jugendliche übergewichtig. Früher wurde der Spieltrieb draußen verwirklicht, heute ist es der Gameboy auf dem Sofa, eine fatale Entwicklung. Das Übergewicht ist das treibende Phänomen für den geradezu explosionsartigen Anstieg der Diabeteserkrankungen weltweit. Jedes Jahr werden die Zahlen nach oben gesetzt. Aktuell soll es 420 Millionen Diabetiker weltweit geben, in wenigen Jahren soll die „600 Millionenmarke geknackt werden“. Dies stellt die Krankenversicherungssysteme unserer Länder vor eine schier unlösbare Aufgabe. Vor nicht allzu langer Zeit war die Fähigkeit an Gewicht zuzunehmen bei ausreichender Nahrungszufuhr ein Überlebensvorteil. Die unheimlich rasche Entwicklung (aus biologischer Sicht) hin zu einem ständigen Nahrungsangebot – und nicht nur zu einem Nahrungsangebot, sondern geradezu zu einem unglaublichen Überfluss – dreht diesen früheren Vorteil in einen großen Nachteil um. Da die natürliche Selektion (Überleben des Stärkeren) für eine solche Umstellung sehr viele Generationen braucht, steht die jetzige Generation vor einem großen Dilemma. Einerseits gibt es keine Hungersnöte mehr, auf der anderen Seite führt das uneingeschränkte Nahrungsangebot bei drastisch reduzierter Bewegung zu einer massiven Zunahme des Übergewichtes. Dies zu bekämpfen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sicher keine leichte. Es würde zu weit führen, dies im Einzelnen aufzuführen, aber vielleicht könnte man schon damit anfangen, dass dem Sportunterricht in den Schulen wieder ein deutlich höheres Gewicht gegeben würde. So z. B., dass man sich nicht vom Sport befreien lassen kann, bis auf wenige Ausnahmen. Und dass die Kinder wieder schwimmen lernen, dass Schulausflüge wieder mit Bewegung verbunden sind (z. B. Skifahren) und dass so unnötige Dinge wie Softdrinks so hoch besteuert werden, dass sie einfach nicht mehr attraktiv sind. Es gibt noch wesentlich mehr zu tun, aber dies wäre zumindest ein Anfang. Aber auch wenn der Staat die Rahmenbedingungen vorgeben muss, so ist doch jeder Einzelne gefordert.

www.klausmann.de Tel. 0 60 21/34 27-0

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Vor diesem Hintergrund haben sich die Vereinten Nationen vor vier Jahren darauf verständigt, die Verbreitung von Übergewicht und Adipositas bis 2025 auf den Stand des Jahres 2010 zu bringen, also mindestens zu verhindern, dass noch mehr Menschen übergewichtig werden. In Deutschland dürfte sich in dieser Richtung bisher nichts bewegt haben. Adipositas wird hierzulande nicht als Krankheit anerkannt, die Krankenkassen müssen

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deshalb Kosten für eine Therapie nicht übernehmen. Das im vergangenen Jahr verabschiedete Präventionsgesetz legt den Schwerpunkt auf Eigenverantwortung und gilt Kritikern als ungeeignet für den Kampf gegen Krankheiten, die durch ungesunde Ernährung mitverursacht werden. Das heißt: Wer stark übergewichtig ist, muss selbst aktiv werden. Das Sichern der eigenen Gesundheit muss Anreiz genug sein. I

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…und das meinen die Fachärzte! Dr. med. Andreas Görz Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie www.kardiologie-ab.de Tel. 0 60 21/3 86 72-0

Schon geringe Mengen Gewichtsverlust haben großen Benefit für übergewichtige Patienten Wir versuchen unseren Patienten klarzumachen, welch großen Benefit sie in kardiologischer Hinsicht haben, wenn sie abnehmen, selbst wenn es nur geringe Mengen sind. Dass die Leute 30 kg abnehmen und das Gewicht dann auch halten ist unrealistisch bzw. die Ausnahme. Aber schon fünf Kilo Reduktion können so effektiv sein wie ein Blutdruckmedikament. Auch die Wahrscheinlichkeit für Koronare Herzerkrankungen, also Verkalkungen der Herzkranzgefäße, für Schlaganfälle und Herzinfarkte verringert sich. Studien haben außerdem gezeigt, dass Vorhofflimmern weniger häufig auftritt, wenn man Gewicht verliert. Schon geringe Mengen Gewichtsverlust haben in verschiedener Hinsicht exzellente prognostische Vorteile für die Gesundheit.


GESUNDHEITSVORSORGE

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Gesundheits-Check-up im

GLEIS EINS informiert: Vademecum sinnvoller Gesundheitsvorsorge

Kindes- und Jugendalter! Lebensalter

Fachrichtung

Art der Untersuchung

Nach der Geburt

I HNO-arzt I Kinderarzt

Neugeborenen-Hörscreening U1 Neugeborenenerstuntersuchung

3. – 10. Tag

I Kinderarzt

U2 erste Grunduntersuchung

4. – 5. Woche

I Kinderarzt

U3 Kinderarztpraxis und Familie

3. – 4. Monat

I Kinderarzt

U4 erste Impftermine

6. – 7. Monat

I Kinderarzt

U5 das Baby wird beweglicher

6. – 9. Monat

I Zahnarzt

Milchzähne und Beratung mit Baby 01

10. – 12. Monat

I HNO-arzt I Kinderarzt

Beurteilung der Sprachentwicklung U6 Start in das Kleinkindalter

15. – 18. Monat

I Zahnarzt

Milchbackenzahnung, Ernährungsberatung

21. – 24. Monat

I Kinderarzt

U7 aus dem Baby ist ein Kleinkind geworden

24. Monat

I Akademischer Sprachtherapeut I HNO-arzt I Augenarzt

Früherkennung und Beratung von Risikokindern („Late-talker“) Ausschluss frühkindliches Schielen

30. – 72. Monat

I Zahnarzt

3 x FU: Einschätzung Kariesrisiko, Ernährungsberatung, Mundhygieneberatung, Fluoridmittelempfehlung

34. – 36. Monat

I Kinderarzt

U7a Kleinkind wird Kindergartenkind

3. – 4. Lebensjahr

I Akademischer Sprachtherapeut I HNO-arzt

Beratung und Frühförderung zu Prophylaxe von Stimm-, Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen; Elternberatung und -anleitung bei kindlichen Stimm-, Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen sowie bei Stottern; Beratung fremdsprachiger Eltern bei Verdacht auf Sprach- oder Sprechstörung bei Mehrsprachigkeit

4. Lebensjahr

I Augenarzt I Kinderarzt

Ausschluss Schwachsichtigkeit, Spätschielen, Brille U8 auf dem Weg zum Vorschulkind

5. Lebensjahr

I Kinderarzt

U9 bald ein Schulkind

6. Lebensjahr

I Augenarzt I HNO-arzt I Urologe

Ausschluss Schwachsichtigkeit, Brille vor Einschulung Allergietest Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung für Nierensteine

ab 6. Lebensj. halbj.

I Zahnarzt

01, Prophylaxe (IP), Fissurenversiegelung

7. Lebensjahr

I Kieferorthopäde

U8/U9 Erkennen von Kieferfehlstellungen

8. Lebensjahr

I Akademischer Sprachtherapeut

Diagnostik und Therapie von Lese- und Rechtschreibstörungen

9. Lebensjahr

I Kieferorthopäde

Voruntersuchung Ende der 1. Wechselgebissphase

ab 10. Lebensjahr

I HNO-arzt

Hörtest, Prüfung des Gleichgewichtes auf Tauch-, Fahr-, Flug- und Bootstauglichkeit, Tauglichkeitsuntersuchung für bestimmte Berufe (Piloten, Berufskraftfahrer, Sprechberufe)

11. Lebensjahr

I Kieferorthopäde

Voruntersuchung Ende der 2. Wechselgebissphase

12. – 18. Lebensj. halbj.

I Zahnarzt

01, Prophylaxe (IP), Versiegelung, KFO-Ber., OPG für Check Weisheitszähne, Bissflügelaufnahmen

bis 13. Lebensjahr

I Kieferorthopäde

9. – 13. Lebensjahr Beseitigung von Zahn- und Kieferfehlstellungen

13. – 14. Lebensjahr

I Kieferorthopäde I Kinderarzt

9. – 13. Lebensjahr Beseitigung von Zahn- und Kieferfehlstellungen J 1 Jugendlichen-Untersuchung

16. – 17. Lebensjahr

I Frauenarzt I Kinderarzt

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs, Antikonzeptionberatung J 2 Jugendlichen-Untersuchung

17. Lebensjahr

I Kieferorthopäde

Entscheidung ob Behandlung auf Kassenkosten

10. – 18. Lebensjahr

I Orthopäde

Rücken-Check-up

1. – 18. Lebensjahr

I Hautarzt

Hautvorsorgeuntersuchung bei großen angeborenen Muttermalen oder familiärem Hautkrebs Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich)

I Urologe

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GESUNDHEITSVORSORGE

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Gesundheits-Check-up im

GLEIS EINS informiert: Vademecum sinnvoller Gesundheitsvorsorge

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Erwachsenenalter!

Lebensalter

Fachrichtung

Art der Untersuchung

ab 18. Lebensjahr

I Augenarzt I Urologe

Verkehrstauglichkeit/Brille bei Führerschein mit 17 Jahren Fruchtbarkeitscheck bei (unerfülltem) Kinderwunsch, Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich) regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen

I Zahnarzt 20. Lebensjahr

I Frauenarzt I HNO-arzt

I Internist I Kardiologe I I I I

Kieferorthopäde Neurologe Orthopäde Sportmediziner

I Urologe I Zahnarzt

30. Lebensjahr

I I I I

Frauenarzt Internist Kieferorthopäde Radiologe

I Urologe I Zahnarzt

40. Lebensjahr

I Augenarzt I Frauenarzt I Internist I Internist/Sportmed. I Kardiologe

I I I I I

Kieferorthopäde Neurologe Radiologe Sportmediziner Urologe

I Zahnarzt

Krebsvorsorgeuntersuchung Hörtest (Früherkennung von Lärmschäden), bei Rauchern 2 x jährlich Kehlkopfspiegelung zur Früherkennung des Kehlkopfkrebses, Tauchtauglichkeitsuntersuchung zur Verhinderung von Barotraumen des Ohres und der Nasennebenhöhlen Stoffwechsel-Check, Kontrolle von Impfschutz, Indentifizierung von Risikopatienten (z. B. fam. Polyposen) bei Leistungssport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) Verlaufskontrolle Schlafanalyse und -hygiene Rücken-Check-up alle 5 Jahre bei Leistungssport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich) regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen Krebsvorsorgeuntersuchung, Mammasonografie, Dünnschichtzytologie komplette Krebsvorsorge alle 5 Jahre, Komplett-Check alle 2 Jahre Verlaufskontrolle Brustkrebsvorsorge Mammasonografie (30., 40. Lebensjahr); bei familiärem Risiko: Mamma-MRT Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich) regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen 2-jährl. Augendruckmessung zur Glaucomfrüherkennung, Lesebrille Krebsvorsorgeuntersuchung mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie ausführlicher Check-up mit EKG, Ergometrie, Labor, Lungenfunktion, Sonografie von Schilddrüse und Oberbauch – Wiederholung alle 5 Jahre bei Freizeitsport: alle 5 Jahre Check (EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte); bei Risiko-Patienten (Herzinfarkt in der Familie, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Blutfetterhöhung, Rauchen): EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien, Ultraschall Beinarterien, Laborwerte Verlaufskontrolle Schlaganfallprävention (Stroke risk analyser) Lungenkrebsvorsorge (Lungen-CT), Mammasonografie alle 5 Jahre sportmed. Untersuchungen Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherkennung (jährl.) regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen

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... Lebensalter

Fachrichtung

Art der Untersuchung

45. Lebensjahr

I Frauenarzt

Knochendichte, Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie erstmalige Krebsvorsorge mit Coloskopie, Oberbauchsonografie und fakultativer Gastroskopie, Labor alle 5 Jahre erstmaliger genereller Herz-Kreislauf-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien, Ultraschall Beinarterien) Osteoporosemessung, Rücken-Check alle 5 Jahre Herz-CT-Koronarangiografie: Ausschluss KHK, Diabetiker, Bypasskontrolle; Herz-CT-Kalzium-Score: familiäres Infarktrisiko, Raucher, Diabetiker, Hypercholesterinämie, Gefäß-Check der hirnversorgenden Gefäße (Arterien); mittels MR-Angiografie: bei Diabetikern, Rauchern, fam. Schlaganfall und Hypercholesterinämie Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen

I Internist I Kardiologe I Orthopäde I Radiologe

I Urologe I Zahnarzt

50. Lebensjahr

I Augenarzt I Frauenarzt I Gefäßchirurg I Internist

I Kardiologe

I I I I I

Kieferorthopäde Neurologe Radiologe Sportmediziner Urologe

I Zahnarzt

60. Lebensjahr

I Akademischerer Sprachtherapeut I Augenarzt I Frauenarzt I HNO-arzt I Internist I Kardiologe

I Kieferorthopäde I Sportmediziner I Urologe I Zahnarzt

ab 70. Lebensjahr

I Augenarzt I Frauenarzt I Orthopäde I Urologe I Zahnarzt

Alle Altersklassen

I Hautarzt

Verkehrs-Check (LKW alle 5 Jahre), Bildschirmbrille Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie Gefäß-Check bei Rauchern und Hypertonikern ausführlicher Check-up mit EKG, Ergometrie, Labor, Lungenfunktion, Sonografie von Schilddrüse und Oberbauch – Wiederholung alle 5 Jahre; Krebsvorsorge mit Coloskopie, Oberbauchsonografie und fakultativer Gastroskopie, Labor alle 5 Jahre Herz-Kreislauf-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien) – Wiederholung alle 5 Jahre; bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) Verlaufskontrolle Früherkennung dementieller Störungen, Neuropsychol. Untersuchungen Darmkrebsvorsorge (virtuelle CT-Darmspiegelung) alle 2 Jahre sportmed. Untersuchungen Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen Beratung u. Diagnostik von dementiellen Erkrankungen z. B. CERAD Cataract (Grauer Star)- und Glaucom (Grüner Star)-Vorsorge, Brillen- und Netzhautcheck, Verkehrs-Check Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie Hörtest ausführl. Check-up mit EKG, Ergometrie, Labor, Lungenfunktion, Sonografie von Schilddrüse u. Oberbauch – Wiederholung alle 2 Jahre Herz-Kreislauf-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien, Ultraschall Beinarterien) – Wiederholung alle 5 Jahre; bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) Verlaufskontrolle bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Check (EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen Sehtest, Verkehrstauglichkeit, Cataract- und Glaucom-Vorsorge Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie Rücken-Check-up alle 5 Jahre Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen Hautvorsorgeuntersuchung 1 x jährlich; insbesondere bei mehr als 50 Muttermalen, häufigen Sonnenbränden, Hellhäutigen und Rothaarigen sowie bei familiärem Hautkrebs

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GESUNDHEITSVORSORGE

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Gesundheits-Check-up nach

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Risikogruppen!

GLEIS EINS informiert: Vademecum sinnvoller Gesundheitsvorsorge

Risikogruppe

Fachrichtung

Art der Untersuchung

– Berufskraftfahrer

I Augenarzt I HNO-arzt I Urologe

ab 50. Lebensjahr 5-jährlich ab 50. Lebensjahr 5-jährlich Harnblasenkrebsfrüherkennung

– Piloten

I Augenarzt I HNO-arzt I Kardiologe/Internist

gemäß Bestimmung 2-jährlich gemäß Bestimmung gemäß Bestimmung jährlich

– Bildschirmarbeitsplatz

I Augenarzt I Orthopäde

ab 45. Lebensjahr 2-jährlich 5-jährlich Rücken-Check-up

– Bei Feuchtarbeiten, irritativen und sensibilisierenden Arbeitsstoffen

I Hautarzt

gemäß berufsgenossenschaftlichen Bestimmungen

– Leder-, Gummi-, Textilindustrie, Kaminkehrer, Bauindustrie, Friseure, Exposition gegenüber Lacken, Farben, Lösungsmitteln, Haarfärbemitteln

I Urologe

Harnblasenkrebsfrüherkennung

Diabetiker

I I I I I I

jährliche Netzhautuntersuchungen 3-monatliche Untersuchungen individuell, Haut-Check ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre ab 45. Lebensjahr jährlich regelmäßige Parodontitisvorsorge/Kontrolle

Fam. Herzinfarkt/Schlaganfall-Belast.

I Kardiologe

ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre

Herzkranke

I Kardiologe/Internist I Zahnarzt

alle 6 – 12 Monate, je nach Schwere der Erkrankung regelmäßige Parodontitisvorsorge/Kontrolle

Hypertoniker

I I I I

jährliche Netzhaut- und Augendruckuntersuchungen Gefäß-Check 6-monatliche Untersuchungen je nach Alter, ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre

Immunschwäche

I Hautarzt

Berufsgruppen

Augenarzt Diabetologe Hautarzt Kardiologe Radiologe Zahnarzt

Augenarzt Gefäßchirurg Internist Kardiologe

I Zahnarzt

Hautvorsorgeuntersuchung individuell bei Krebserkrankungen, Lymphomen, Leukämie, organtransplantierten Patienten, HIV Infektion, sowie Einnahme immununterdrückender Medikamente (z. B. Cortison, Imurek u.a.) Überwachung von Infektionen in der Mundhöhle

I Augenarzt

ab -3,0 dpt jährlich Netzhaut-Check

– Antikozeptiva/Hormonersatztherapie

I Frauenarzt

6-monatlich

– Biologicals

I Hautarzt

individuell, Haut-Check

– Bisphosphonate

I Zahnarzt

Zahnsanierung vor Therapiebeginn und regelmäßige Überwachung

– Cortison

I I I I

Augenarzt Hautarzt Internist Orthopäde

3-monatlich individuell, Haut-Check 3-monatlich Messung von Osteoporose und Muskelmasse

– Chemotherapeutika (MTX, etc.)

I I I I I

Augenarzt Hautarzt Onkologe Urologe Zahnarzt

4-monatlich Gaucom-, Hornhaut-, Netzhaut-Check individuell, Haut-Check Nachsorge 3-monatlich (individuell) Harnblasenkrebsfrüherkennung vor Chemotherapie Vorstellung, ggf. Zahnsanierung und regelmäßige Kontrolle

Kurzsichtige Medikamentendauereinnahme

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17:19 Uhr

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... Risikogruppe

Fachrichtung

Art der Untersuchung

– ß-Blocker

I Kardiologe/Internist

jährlich

– Cordarex

I Augenarzt I Kardiologe/Internist

4-monatlich Hornhaut-, Netzhaut-Check jährlich

– Antirheumatika (Gold, Resochin, MTX)

I Augenarzt I Hautarzt I Internist

4-monatlich Hornhaut-, Netzhaut-Check individuell, Haut-Check 3-monatlich

– Lichtsensibilisierende Pharmaka (z. B. Tetracycline)

I Hautarzt

individuell, Haut-Check

– Bestrahlung

I Zahnarzt

vor Therapiebeginn Vorstellung, ggf. Zahnsanierung und regelmäßige Kontrolle

Osteoporose

I Orthopäde

ab 45. Lebensjahr: 1 x jährlich Osteoporosemessung

Raucher

I I I I I I I I

Augenarzt Gefäßchirurg HNO-arzt Internist Kardiologe Radiologe Urologe Zahnarzt

jährliche Netzhautuntersuchung Gefäß-Check 2 x jährliche Kehlkopfspiegelung jährlich ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre Gefäß-Check 40., 45. Lebensjahr Harnblasenkrebsfrüherkennung regelmäßige Parodontitisvorsorge/Kontrolle, Überwachung der Mundschleimhaut

Rheumatiker

I I I I

Augenarzt Hautarzt Internist Zahnarzt

3-monatlich individuell, Haut-Check 3-monatlich bei Kiefergelenkbeschwerden: regelmäßige Kontrolle

Schwangere

I Frauenarzt I Internist I Zahnarzt

Schwangerschaftsvorsorge Schwangerschaftsdiabetes Schwangerschaftsgingivitis/Parodontitis

Sportler

I Zahnarzt

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04.03.2016

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adipositas Eine Volkskrankheit

Adipositas hat das alarmierende Ausmaß einer Volkskrankheit angenommen. Heutzutage ist bereits jeder zweite Erwachsene übergewichtig und jeder fünfte adipös. Ab einem Body-MassIndex von 30 wird nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation von Fettleibigkeit

B AU C H & M Ü LLE R W E R B E AG E N TU R G M B H

(Adipositas) gesprochen.

Erhöhte Gesundheitsrisiken durch Fettleibigkeit, z. B.: • Diabetes mellitus Typ 2 • Tumorerkrankungen • Bluthochdruck • Gefäßerkrankungen (koronare Herzerkrankung)


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04.03.2016

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Die Ursachen für Übergewicht und Adipositas liegen meist in einer Kombination aus genetischer Veranlagung und ungesundem Lebensstil. Adipöse Menschen haben einerseits oft eine zu fett- und insgesamt zu kalorienreiche Ernährung, andererseits kommt häufig Bewegungsmangel hinzu. Auch psychische Faktoren wie Stress oder Frust wirken begünstigend.

Gewicht (kg)

120

>30

Adipositas Übergewicht

110 100

Normalgewicht Untergewicht

25–29,9

Body-Mass-Index Schnellcheck:

90

Mit Hilfe Ihres Gewichts und Ihrer Körpergröße können Sie in der Tabelle leicht bestimmen, ob Sie im „grünen Bereich“ liegen.

20–24,9

80 70 60

<20

50 40 150

160

170

180

190

200

Körpergröße (cm)

Sie gehören zur Risikogruppe? Wir beraten Sie gerne: (0 60 21) 34 27-0

Dr. Gerhard Klausmann Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie, Diabetologe DDG

Dr. Martine Klausmann Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und int. Onkologie Dr. Carmen Löhr Fachärztin für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie; Ernährungsmedizinerin

Immer auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand der Diagnostik und Therapie in den Bereichen: Diabetologie, Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie Zusätzlich bieten wir Ihnen spezielle Leistungen an: Ernährungsschulungen Kurse für gesundes Kochen Betreute Sportangebote

Prof. Dr. Peter Lederer Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie PRIV.-DOZ. DR. MED ANGELIKA BÖHME Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und int. Onkologie

Gemeinschaftspraxis Drs. Klausmann Elisenpalais | Elisenstraße 28 | 63739 Aschaffenburg | Telefon (0 60 21) 34 27-0 E-Mail: info@klausmann.de | www.klausmann.de


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04.03.2016

17:20 Uhr

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PRAXISGEMEINSCHAFT FÜR ORTHOPÄDIE UND SPORTMEDIZIN

ORTHOPÄDIE UND SPORTMEDIZIN

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Soweit die Füße tragen ... Akute und chronische Fußschmerzen Neben Rücken- und Gelenkschmerzen sind Fußprobleme die drittgrößte Gruppe in orthopädischen Praxen. Neben vielen Stoffwechselursachen (Diabetes, Vitamin-Mangel) sind es vor allem anatomische und mechanische Ursachen, die zu Beschwerden im Vor- und Rückfuß führen. Die häufigsten Diagnosen sind kurz dargestellt, eine Abgrenzung zu andereren Ursachen erfordert selbstverständlich eine ärztliche Untersuchung.

Fersensporn Das Fersenbein (Calcaneus) bildet den hinteren Abschnitt des Fußes und ist mit dem darüberliegenden Sprungbein (Talus) mit dem Unterschenkelknochen über Sehen und Bänder verbunden. Das Fersenbein selbst ist einerseits mit der Achillessehne im hinteren Abschnitt und mit der Plantarfaszie im unteren Abschnitt wie in einen Schraubstock eingespannt. Durch zu starken Zug dieser beiden Sehnen kann es lokal zu einer Knochenhautreizung kommen, welche im weiteren Verlauf zu einer Knochenneubildung führt. Dieser neue Knochen hat jedoch eine sehr raue Oberfläche und reizt das umgebende Gewebe. Im Röntgenbild sieht man diesen neu gebildeten Knochen als typische Zacke am unteren oder hinteren Rand des Fer-

senbeins (Bild 1). Etwa 80% der betroffenen Patienten merken diese Neubildung nicht, lediglich 20% bedürfen einer Behandlung. Als Therapie hat sich folgende Kombination bewährt: Tägliche Dehnübungen über einen Zeitraum von 2 – 3 Monaten führen zu einer Reduktion der Spannung am Sehnenansatz. Daneben sollten Geleinlagen zur Minderung der Stoßwirkung getragen werden. Sehr effektiv ist die Stoßwellentherapie (hoch energetische Ultraschallwellen), die in 3 – 5 Behandlungen im Abstand von 8 –10 Tagen ambulant angewandt wird. Dadurch kommt es über eine vermehrte Durchblutung und Sauerstoffversorgung im entsprechenden Bereich zu einer Stoffwechselsteigerung, die letztlich zur Ausheilung der entzündlichen Reaktionen führt.

Marschfraktur Diese auch als Stressfraktur bekannte Verletzung entsteht oft nach ungewohnten Belastungen, zum Beispiel einer längeren Wanderung oder sportlicher Betätigung. Die Schmerzentwicklung erfolgt häufig über mehrere Tage und bleibt dann mehrere Wochen bestehen, bevor die Patienten den Arzt aufsuchen. Wegweisend ist die Röntgenaufnahme allerdings erst nach 2 – 3 Wochen, hier sieht man dann bereits entweder den Knochenbruch oder eine einsetzende Knochenheilung (Kallusbildung). Zur Ausheilung wird heute ein Vacupedschuh für 2 – 4 Wochen verordnet, eine Teilbelastung ist hier erlaubt. Wird die Diagnose erst zu spät gestellt, kann auch hier eine Stoßwellenbehandlung zusätzlich sinnvoll sein.

Bild 1

Metatarsalgie Die Ursachen für Schmerzen im Vorfußbereich sind sehr vielfältig. Neben den bekanntesten Ursachen wie Hallux Valgus (Schiefstellung der Großzehe) und Hallux rigidus (Arthrose, Verschleiß des Großzehengelenkes), gibt es viele Gründe für Schmerzen, die einer entsprechenden Diagnostik (Untersuchung, Röntgen, Laufbandanalyse und ggf. Kernspintomographie) bedürfen. Die häufigsten sind hier kurz genannt:

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Bild 2a

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Bild 2b

1. Angeborene Überlänge der Mittelfußknochen. Durch diese Überlänge kommt es während der Abrollbewegung zu einer Überlastung der Mittelfußköpfchen. Vor allem mit zunehmendem Lebensalter, wenn die Bindegewebesstruktur etwas nachlässt und sich das Fußquergewölbe senkt, wird die ständige Überforderung der Mittelfußköpfchen schmerzhaft spürbar. Konservativ behandelt man in diesem Fall zuerst mit speziellen Einlegesohlen, bei weiterhin bestehenden Schmerzen kommen operative Verfahren in Betracht. Ziel der Operation ist es, die sogenannte Maestro-Linie wieder in eine normale Position zu bringen, um eine adaptierte Druckverteilung zwischen den fünf Mittelfußköpfchen zu erreichen. (Bild 2a: Normaler Verlauf, die Maestro-

Linie; Bild 2b: Überlänge und Operative Korrektur.) 2. Köhler Erkrankung: Es handelt sich dabei um eine Zerstörung des Knochenund Knorpelgewebes (Verschleiß) meistens im Grundgelenk der zweiten Zehe. Die Ursachen sind unklar, diskutiert werden ältere Verletzungen oder Durchblutungsstörungen. Therapeutisch kommen Infiltrationen infrage, bei Erfolglosigkeit die operative Therapie. (Bild 3: Zerstörung der runden Gelenkfläche.) 3. Eine weitere Ursache, die meistens zu plötzlich einschließenden Schmerzen in einzelne Zehen führt, ist die sogenannte Morton-Neuralgie. Ursache hierfür ist eine Beeinträchtigung des Nerven zwischen den Mittelfußknochen, wobei

Bild 3

dieser Nerv dann entzündlich verändert und verdickt ist und die Schmerzen verursacht. Zielführend ist eine Probeinfiltration mit einem Lokalanästhetikum, evtl. zur Bestätigung eine Kernspintomographie. Therapeutisch kommen lokale Infiltrationen in Betracht, bei hartnäckiger Beschwerdedauer gegebenenfalls auch die operative Entfernung des Nervenknotens. Dies kann nur ein sehr knapper Überblick über mögliche Schmerzursachen im Vorfuß-Bereich sein. Auf jeden Fall ist eine weitergehende Diagnostik unentbehrlich, um eine entsprechende Therapie einzuleiten. Weitere Informationen sowie Termine für unsere Fachvorträge finden Sie auch unter www.dr-fecher.de.

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AUGENKLINIK ASCHAFFENBURG | AUGEN LASER ZENTRUM

AUGENKLINIK

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Bei Übergewicht auch die Augen im Blick behalten Diabetische Retinopathie: gefährliche Folge von Übergewicht und Diabetes

Wenn der Augenarzt Veränderungen in der Netzhaut durch den Diabetes erkennt, zum Beispiel Blutungen, Exsudate (durch Undichtigkeiten in der Gefäßwand austretende schädliche Blutbestandteile), Wasseransammlung/Ödem der Netzhautmitte und schlimmstenfalls neugebildete Gefäße, spricht man von einer diabetischen Retinopathie (dR). Die Zeit spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung einer dR: nach 30 Jahren Diabetes haben 90% der Diabetiker zumindest geringe Netzhautveränderungen. Falls keine Veränderungen zu sehen sind, reicht eine einjährige Kontrolle. Diese sollten zwingend eingehalten werden, da im Frühstadium einer diabet. Retinopathie keinerlei Sehbeeinträchtigungen zu bemerken sind. Sind bereits Netzhautveränderungen sichtbar, entscheidet der Augenarzt über die Kontrollintervalle.

Übergewicht sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zu viel Gewicht kann sich auf alle Organsysteme auswirken – mit teils gravierenden Folgen. Dass durch Übergewicht und seine schwere Form, die Adipositas, ein Diabetes entstehen kann, wissen die meisten. Dass der Diabetes aber auch die Augen und damit das Augenlicht gefährden kann, ist noch nicht jedem Betroffenen hinlänglich bewusst. Jeder Patient mit Diabetes sollte deshalb von seinem Hausarzt oder Diabetologen regelmäßig dem Augenarzt zu einer gründlichen Untersuchung vorgestellt werden. Bei der augenärztlichen Untersuchung sollte immer im Erstgespräch (Anamnese) der Langzeitzuckerwert auch HbA1c vom Patienten erfragt werden. Er gibt Rückschlüsse über die Blutzuckereinstellung der letzten vier bis zwölf Wochen (durchschnittlich acht Wochen) und ist damit ein wichtiges Merkmal, wie gut der Diabetes eingestellt ist. Der Normalbereich liegt zwischen 4 – 6%. Es ist deshalb seitens des Patienten wichtig diesen Wert beim Termin mit dem Augenarzt präsent zu haben.

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Auto fahren, da sein Auge nicht mehr scharf stellen kann und er durch Licht geblendet wird. Bei Patienten mit Diabetes übernimmt diese Untersuchung bei gesetzlich versicherten Patienten die Krankenkasse.

Die augenärztliche Untersuchung sollte immer eine Netzhautuntersuchung beinhalten, vor allem bei weitgestellten Pupillen. Dafür bekommt der Patient Tropfen ins Auge, nach einer Viertelstunde geht die Pupille auf und wird groß – wie bei Dunkelheit. Danach kann der Augenarzt nicht nur die zentralen Anteile der Netzhaut beurteilen, sondern auch die weit außen peripher gelegenen Netzhautareale untersuchen. Nach dieser Untersuchung darf der Patient für etwa zwei bis drei Stunden kein

Es ist bekannt, dass der Bluthochdruck, der zu hohe HbA1c-Wert (> 8%), eine Mikroalbuminurie (Ausscheiden von Albumin/Eiweißbestandteilen im Urin) und männliches Geschlecht als Risikofaktoren für ein Fortschreiten der diabetischen Retinopathie anzusehen sind. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht (BMI > 35kg/m) und Rauchen. Eine gute Blutdruckeinstellung sowie genügend Bewegung sind wichtige Empfehlungen für den Patienten, die auch der Augenarzt aussprechen kann. Mittels Netzhautlasertherapie können milde Netzhautveränderungen außerhalb des Zentrums behandelt werden mit dem Ziel die Sauerstoffversorgung der Netzhaut zu verbessern. Sollten sich schon neue Gefäße gebildet haben, muss großflächig, das heißt die gesamte Netzhaut gelasert werden, damit sich diese wieder zurückbilden. Bei Wasseransammlungen (Ödem) in der Netzhautmitte/Makula wird heutzutage eine Medikamenteneingabe in den Glaskörper des Auges durchgeführt. Jeder Diabetiker sollte einen Termin beim Augenarzt wahrnehmen, da in frühen Stadien wie in allen Fachgebieten die Erfolgsaussichten gut sind.


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04.03.2016

17:20 Uhr

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GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG | MILTENBERG | ALZENAU | WALLDÜRN

Die leitenden Ärzte der Augenklinik (v. li. im Bild): A. Wan Omar, Dr. Bachmann, Dr. Lipka, Dr. Walter-Fincke, Dr. Kasper

Als überregionale Gemeinschaftspraxis sind wir mit unserem erfahrenen Ärzteteam und mehr als 70 Fachkräften auch in Ihrer Nähe für Sie da. Sie werden freundlich aufgenommen, individuell beraten und können sich auf eine ausgezeichnete Diagnostik und eine nachhaltige Therapie auf dem neuesten Stand der Medizin verlassen. Dabei decken wir das gesamte Spektrum der konservativen und operativen Augenmedizin von der einfachen Brillenverordnung bis zur ambulanten oder stationären Augenoperation ab:

쐽 Die gesamte Augendiagnostik

쐽 Operationen am Grauen Star und Grünen Star

쐽 Kindersprechstunde

쐽 Glaskörper- und Netzhautchirurgie

쐽 Sehschule

쐽 Crosslinking

쐽 Kontaktlinsenanpassung

쐽 Lidchirurgie

쐽 Makula- und Diabetes-Sprechstunde

쐽 Excimer-Laser

쐽 Begutachtung für Rente, Gericht und Verkehr Im Augen Laser Zentrum Aschaffenburg bieten wir Ihnen die sichersten und erfolgreichsten Methoden zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Besuchen Sie doch einfach einen unserer regelmäßigen, kostenfreien Infoabende. Weitere Informationen finden Sie unter www.augen-ab.de oder rufen Sie uns an.

ASCHAFFENBURG Elisenstraße 32, Tel. 06021.449870 ALZENAU Bezirksstraße 30, Tel. 06023.507050 MILTENBERG Breitendieler Straße 32, Tel. 09371.650300 WALLDÜRN Hauptstraße 10, Tel. 06282.6008

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FRAUENÄRZTE GESUNDHEITSZENTRUM DR. HENZE & KOLLEGINNEN

FRAUENÄRZTE

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Chemotherapie im Frauenärzte Gesundheitszentrum

Primäre Chemotherapie (PCT) bei Brustkrebs

Nicht selten sieht man unter der Therapie ein Verschwinden des Primärtumors (PCR = pathologische Komplettremission). Dieser Weg hat nicht nur einen medizinischen Hintergrund, auch der psychologische Effekt ist nicht zu vernachlässigen, wenn die betroffene Patientin unter der Therapie beobachten kann, welchen positiven Effekt die Therapie zeigt. Nach Abschluss der PCT wird die Operation durchgeführt.

Medikamentöse Tumortherapie im Frauenärzte Gesundheitszentrum Aschaffenburg:

Therapieraum im Frauenärzte Gesundheitszentrum Aschaffenburg bietet Platz für 6 Patientinnen.

Heutzutage wird bei der Notwendigkeit einer medikamentösen Tumortherapie (Chemotherapie) immer häufiger vor einer geplanten Brustoperation eine Therapie durchgeführt. Wie kommt es dazu, welchen Vorteil erhofft man sich davon? In der Vergangenheit wurde dieses Vorgehen nur vereinzelt und in ganz besonderen Fällen durchgeführt. Wir wissen heute, dass die gleichen Heilungschancen bestehen, wenn man erst medikamentös therapiert und im Anschluss nach der Chemotherapie in den aktuell vorliegenden Tumorgrenzen operiert. In der Realität sieht das wie folgt aus: hat ein bösartiger Tumor z. B. vor Beginn eine Größe von 20 mm und die Größe reduziert sich durch die Therapie auf z. B. 5 mm, so reicht die Entfernung des Befundes mit einem knappen Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe. Im Verlauf der Chemotherapie kann somit das Ansprechen auf die Therapie mittels bildgebender Verfahren (Mammo-

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Es lässt sich somit unter der Therapie überwachen, ob der Tumor auf die Medikamente anspricht.

Die Therapie wird in unserer Praxis in einer eigenen, separaten Therapieabteilung durchgeführt. Die maximalen Therapieplätze sind auf 6 Plätze pro Tag beschränkt. Durch diese max. Größe ist eine individuelle Betreuung möglich. Es werden ausschließlich gynäkologische Tumore therapiert, die Betreuung ist speziell auf jede einzelne Patientin abgestimmt. Ausgebildete onkologische Fachkräfte stehen mit unserem ärztlichen Personal zur Seite. Der Ablauf und die Auswahl der medikamentösen Therapie wird nach den aktuellsten Leitlinien erstellt und durch eine Tumorkonferenz festgelegt. Nur bei der Wahl der Betreuung haben wir den „Standard“ verlassen ... Sie erfolgt individuell!

graphie, Ultraschall, MRT) überwacht werden, ggf. können Therapieregime geändert werden!!

Triple-negatives Mammakarzinom: Besondere Form der Brustkrebshistologie. Das Verfahren der primären Chemotherapie (PCT) wird aktuell insbesondere bei einem sog. triple-neg. Mammakarzinom durchgeführt. Bei dieser histologischen Variante ist die Chemotherapie die einzig zur Verfügung stehende systemische Therapie. Aus diesem Grund ist es von enormer Wichtigkeit, sicher zu stellen, dass die richtige Medikamentenkombination ausgewählt wird.

Vorbereitung der Infusionen vor Therapiebeginn durch eine unserer onkologischen Fachkräfte, Christina Knapp.

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Dr.. me Dr med. ed. Alex Alexander ander Hen Henze nze & K Kolleginnen olleginnen o Nadine Dettmar und Bettina Schreiber

Mit unserem ganzheitlichen Konzept sind wir rund um die Gesundheit der Frau für Sie da . Im Frauenärzte Frauenä ärzte Gesundheitszentr Gesundheitszentrum um Aschaff Aschaffenburg enburg st steht eht die ganzheitliche g Versorgung Versorgung der FFrau rau im Mitt Mittelpunkt. elpunktt. Durch Durch unser ausgesprochen ausgesproc chen breites breites DiagnostikDiagnostik- und u Therapiespektrum Therapiespektrum bie bieten eten wir eine individuelle individuelle, e, bestmög bestmögliche liche Rundumbetreuung. Rundumbe etreuung. Beginnend mit m der MädchenMädchen- und Jugendsprechstunde Jugend dsprechstunde umfasst umfasst unser Angebot schwerpunktmäßig schwerpunktmäßig die jährlichen jährlichen Vorsorgeuntersuchungen, V or o sorgeunter e suchungen, sämtlic sämtliche he Leistun Leistungen ngen in der Br Brustdiagnostik ustdiagnostik un und nd die Scr Screeningmammographie. eeningmammographie. Zusätzlic Zusätzlich h ist die medikamentöse medikkamentöse Tumortherapie Tumor therapie (z. (z B. B Chemotherapie) Chemotherapie) ein Bestandteil Bestand dteil unseres unseres Konzeptes. Ko onzeptes. es Wir Wir geben ge eben unseren unseren Patientinnen P atientinnen n die Möglichkeit, Möglichkeit, diese Form Form der Therapie Therapie in einer angenehmen angene ehmen Atmosphäre Atmosphär t e durchführen durchfüh hren zu lassen. Die intensive intensivve Schwangerschaftsüberwachung Schwangerschaf tsüberwachung mit Pränat Pränataldiagnostik aldiagnostik ist in enger Zusammenarbeit Zusammenarbeit mit unseren unseren Hebammen und den zuständigen pränataldiagnostischen prän nataldiagnostischen Einric Einrichtungen htu ungen ein w weiterer eiterer ffester ester Be Bestandteil estandteil der Gesundheitsvorsorge G esundheitsvorsorge in in unserem unserem Zentrum. Zentrum. Auf Auf Wunsch Wunsch können können jährliche jährliche Gesundheitschecks Gesundheitschecks durchgeführt durchgeführ t und und Zusa ammenarbeit mit Hausärzten Hausärzten n und anderen anderen Fachärzten Fachärzten ge enauestens abgestimmt w erde en. in enger Zusammenarbeit genauestens werden. Das Ärzteteam Ärztetea am mit unseren unseren qualifizierten qualifizier ten Mitarbeiterinnen M arbeiterinnen und unseren Mit unseren n Hebammen Heike Heike Bieber-Breid Bieber-Breid e und Andrea Andr ea Geiss fr freut eut sic sich h auf die individuelle e Betr Betreuung euung der P Patientinnen atientinnen n im FFrauenärzte rauenärzte Gesundheits Gesundheitsszentrum zentr um Aschaffenburg. Aschaffenburg.

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UROLOGISCHE PRAXIS

UROLOGIE

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DR. MED. PATRICK SAWAYA

Humane Papillomviren (HPV) Eine HPV-Impfung kann vor Gebärmutterhalskrebs und weiteren Erkrankungen schützen Fast jeder Mensch infiziert sich im Laufe seines Lebens mit humanen Papillomviren (HPV). Je nach Virustyp und Situation des Immunsystems kann eine Infektion folgenlos und von alleine ausheilen oder auch dauerhaft nachweisbar bleiben. Einige Vertreter dieser großen Gruppe von Viren führen zu harmlosen Zellveränderungen, äußerlich sichtbar z. B. durch Hautwarzenbildung. Potenziell krebserregend sind nur wenige der mehr als 150 bekannten verschiedenen HPV-Typen.

Die derzeit bekannten humanen Papillomviren infizieren je nach Typ vor allem Zellen der Haut oder der Schleimhäute und können dort unterschiedliche Erkrankungen hervorrufen. Hierzu zählen gewöhnliche Hautwarzen (Papillome) im Gesicht, an Händen und Füßen und gutartige Genitalwarzen (Feigwarzen/Kondylome) sowie Zellveränderungen im Bereich des Afters und der Geschlechtsorgane. Letztere sind auf Schleimhaut-infizierende Virustypen zurückzuführen. Diese werden in Hochrisiko- und Niedrigrisikotypen unterteilt und heilen potentiell ohne Behandlung wieder aus oder entwickeln

UNSERE PRAXISRÄUME

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über Krebsvorstufen (intraepitheliale Neoplasien/Dysplasien) Krebs. Vor allem Infektionen mit Hochrisikotypen steigern das Krebsrisiko. Viele Vertreter der humanen Papillomviren werden bei Hautkontakt übertragen, wie z. B. die Erreger der harmlosen Hautwarzen. Bei den genitalen HPV-Typen, die mit Krebsentstehung in Verbindung gebracht werden, ist der Hauptübertragungsweg Geschlechtsverkehr (auch Oralverkehr). Eine Übertragung auf nicht-sexuellem Weg ist möglich, aber vergleichsweise selten.

Eine Ansteckung ohne Schleimhautkontakt scheint nicht möglich zu sein. Eine Übertragung über verunreinigte Gegenstände wie Toiletten, Handtücher oder Seifen ist zumindest theoretisch nicht völlig auszuschließen. Jeder Mensch kann sich bereits beim ersten sexuellen Kontakt mit einem Infizierten anstecken. Meist verläuft eine HPV-Infektion symptomlos, heilt von alleine ab und hat keine gesundheitlichen Konsequenzen. Selbst eine dauerhafte HPV-Infektion bemerken die meisten Menschen nicht. Allerdings tragen Frauen ein größeres Risiko als Männer, dass es bei ihnen zu virusbedingten Zellveränderungen kommt. Gebärmutterhalskrebs ist die bekannteste Krebsform, die durch HPV entsteht. Daneben können HPV auch mehr oder weniger bösartigen Gewebeveränderungen an Schamlippen und Scheidenvorhof (Vulva) sowie Scheide, Penis, After und im Mund-Rachen-Bereich bedingen.


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UNSER TEAM

UNSERE LEISTUNGEN

Krebsvorsorge

Nieren- und Harnleitererkrankungen

Harnblasen- und Harnröhrenerkrankungen sowie Harninkontinenz

Prostata- und Samenblasenerkrankungen

Männer, bei deren Partnerin eine Krebsvorstufe am Gebärmutterhals oder ein Zervixkarzinom festgestellt wurde, sollten sich beim Urologen auf krankhafte Veränderungen im Genital- oder Analbereich untersuchen und etwaige Beschwerden abklären lassen. Gleiches gilt für Frauen, deren Partner eine sichtbare HPV-Infektion im Sinne von Genitalwarzen (Kondylomen) aufweisen; hier ist eine gynäkologische Untersuchung angezeigt.

ein Neunfach-Impfstoff, welcher vor den HPV-Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52, und 58 schützt.

Weitere Faktoren, die das Risiko klinisch zu erkranken steigern, sind beispielsweise das Rauchen, andere sexuell erworbene Infektionen (Herpes simplex 2, Chlamydien), eine langjährige Einnahme der „Pille“ oder ein geschwächtes Immunsystem. Frauen, die öfter schwanger waren, tragen ein leicht gesteigertes Risiko.

www.vasektomie-aschaffenburg.de

Erkrankungen des äußeren Genitales inkl. Hodenund Peniserkrankungen

Derzeit sind drei HPV-Impfstoffe zugelassen: ein Zweifach-Impfstoff, der ausschließlich gegen die HPV-Typen 16 und 18 wirksam ist, ein VierfachImpfstoff, der sich gegen die HPVTypen 6, 11, 16 und 18 richtet, und

Fruchtbarkeitsuntersuchungen bei unerfülltem Kinderwunsch

Geschlechtserkrankungen Zusatzbezeichnung Männerarzt durch Institut cmi

Potenzstörungen/Aging Male

Kondome verringern die Infektionsgefahr, bieten aber keinen zuverlässigen Schutz. Als Infektionsquelle kommen auch Schleimhaut- oder Hautbereiche in Frage, die nicht durch ein Kondom geschützt sind. Den aktuell besten Schutz vor einer HPV-Infektion bietet eine Impfung im Jugendalter zwischen 9 und 14 Jahren sowohl für Jungen als auch Mädchen vor dem ersten Sexualkontakt. Wenn bereits eine Infektion vorliegt, ist keine Wirkung der Impfung zu erwarten.

Ambulante Prostatakrebstherapie durch Seed-Implantation

Kinderurologie

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Endoskopische Eingriffe

DR. MED. PATRICK SAWAYA Facharzt für Urologie Ludwigstraße 4 63739 ASCHAFFENBURG

Ambulante Operationen

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DR. MED. DENT. PETER WATZLAW, FRITZ WATZLAW, MORITZ WATZLAW UND DR. INGO GRÄFLING

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BAG RADIOLOGIE UND NUKLEARMEDIZIN

RADIOLOGIE UND NUKLEARMEDIZIN

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Wenn Gehen und Stehen zur Qual wird Mit Strahlentherapie Arthrose-Schmerzen wirkungsvoll bekämpfen Ob Hüftgelenksarthrose, Tennisarm oder Fersensporn – Abnutzungserscheinungen an den Gelenken, die der Fachmann als degenerative Gelenkerkrankungen bezeichnet, benötigen in der Regel eine langwierige Therapie und lassen sich häufig nur mit Medikamenten positiv beeinflussen. Eine Alternative hierzu bietet die Strahlentherapie.

Schritt für Schritt tragen die Füße das gesamte Körpergewicht und oft noch viel mehr, wenn Getränkekisten gestemmt, Rucksäcke geschleppt oder Möbel gerückt werden. Weil mit zunehmendem Alter Sehnen und Muskeln an Geschmeidigkeit verlieren, treten ab dem mittleren Lebensalter degenerative Gelenkerkrankungen häufiger auf. Dazu gehört auch das Syndrom der schmerzenden Ferse („Fersensporn“), unter dem in der Regel Frauen und Männer im Alter zwischen 40 und 60 Jahren leiden. Der typische Fersensporn ist meist Resultat einer chronischen schmerzhaften Entzündung der Plantarsehne, der großen Sehnenplatte an der Fußsohle. Hervorgerufen wird diese Entzündung durch eine dauerhafte Überlastung oder Fehlbelastung des Fußes, die zunächst dazu führt, dass sich Narbengewebe an der Sehne bildet. Im weiteren Verlauf wird es zu den typischen Knochenspornen umgebaut. Die Schmerzen werden von den entzündlichen Prozessen verursacht und sind häufig so stark, dass Stehen und Gehen zur Qual wird.

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Erstmals wurde die schmerzbefreiende Wirkung einer Strahlentherapie 1906 anhand eines Krankheitsfalls beschrieben. Es folgten viele systematische klinische Untersuchungen, welche die positive Wirkung einer Strahlentherapie bei „gutartigen Erkrankungen“ wie Arthrose und Fersensporn belegen. Dabei handelt es sich um niedrig dosierte Röntgenstrahlen. Das Röntgenbild zeigt einen Fersensporn.

Strahlen gegen Schmerz Neben Gewichtsreduktion, speziellen Schuheinlagen, physikalischen Methoden und Medikamenten kann auch die Strahlentherapie helfen.

Bei „gutartigen Erkrankungen“ wie dem Fersensporn sind die Strahlen-Einzeldosen relativ gering (0,5 bis 1 Gray). Die Bestrahlungen erfolgen in der Regel zwei- bis dreimal wöchentlich, sodass die Behandlung innerhalb von drei Wochen beendet werden kann. Die Bestrahlung selbst dauert nur wenige Sekunden. Eine zweite Bestrahlungsserie nach einem Intervall von etwa 8 Wochen kann fol-


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gen, wenn sich der Zustand des Patienten verbessert hat, der Schmerz aber nicht vollständig verschwunden ist.

Wirkung setzt verspätet ein Auch wenn die Wirkung der Strahlentherapie häufig zeitverzögert bis zu mehreren Wochen nach der Behandlung einsetzt, wird eine vollständige Schmerzfreiheit bei bis zu 80 Prozent der Patienten erreicht. Die Strahlentherapie hat zwar keine direkte Wirkung auf die degenerativen Prozesse, sie vermag aber die begleitenden Reizzustände am Gelenk, an der umgebenden Muskulatur und an den Sehnen zu beeinflussen. Die Strahlentherapie wirkt im Wesentlichen entzündungshemmend und

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schmerzlindernd, ähnlich den Schmerzmedikamenten, aber ohne deren mitunter deutliche Nebenwirkungen. Aufgrund der niedrigen Gesamtdosis einer Strahlentherapie bei „gutartigen Erkrankungen“ sind akute Nebenwirkungen wie Hautrötungen ausgeschlossen. Das theoretische Risiko eines Tumors durch eine Strahlentherapie ist ebenfalls zu vernachlässigen, da die Strahlenexposition mit 1 bis 2 Millisievert mit der natürlichen Strahlenbelastung vergleichbar ist. Bisher hat es noch keinen Fall einer lokalen Tumorentstehung im Bestrahlungsfeld gegeben. Dennoch sollten sich Schwangere, Kinder und Jugendliche wegen einer degenerativen Gelenkerkrankung keiner Strahlentherapie unterziehen.

HIER FINDEN SIE UNS: BAG Radiologie & Nuklearmedizin Prof. Dr. Stephan Schmitz und Kollegen Frohsinnstraße 20 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/15 07 90 Privathotline 0 60 21/150 79 99

Wann hilft Strahlentherapie? Ausgelagerter Praxisteil Klinikum Alzenau-Wasserlos

I Schmerzhafte Ferse („Fersensporn“) I Impingementsyndrom der Schulter (Funktionsbeeinträchtigung des Schultergelenks durch chronische Überlastung bei Tennis- und Golfspielern sowie bei Schwimmern und Werfern)

Am Schlosshof 1 63755 ALZENAU-WASSERLOS

I Epikondylitis („Tennis-/Golferarm“) Filialpraxis Seligenstadt

I Kniearthrose I Hüftgelenksarthrose

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I Arthrose der Fingergelenke

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Risiken für Fersensporn I Menschen mit einer Fußfehlstellung wie Knick-Senkfuß

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I Personen, die viel stehen müssen I Übergewichtige I Sportler, die sich nicht genügend aufwärmen I Personen ab dem mittleren Alter, weil das stoßdämpfende Fettpolster unter dem Fuß schwindet

Wer behandelt mich? Sie werden bei uns von einem Team von sehr erfahrenen Ärzten untersucht. Prof. Dr. med. Stephan Schmitz

Dr. med. Matthias Peschke

Dr. med. Stefan Zimmermann

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BAHNHOF-APOTHEKE

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helfen Nicht jedes Produkt ist für jeden geeignet – Beratung nötig

Der Sommer naht, der Leidensdruck steigt: Wie lassen sich möglichst schnell möglichst viele Pfunde loswerden, um in Kleid, Bermuda und Bikini eine halbwegs passable Figur zu machen? Übergewichtige Menschen leiden oft unter ihren Kilos und sind bereit viel Geld für Diätprodukte auszugeben. Laut Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände kaufen die Deutschen im Jahr rund 3,2 Millionen Packungen Diätmittel. Eine Zahl, die nicht überraschen muss. Mehr als die Hälfte aller in Deutschland lebenden Männer und Frauen ist übergewichtig, mindestens jeder Vierte schwer übergewichtig (adipös), auch zunehmend mehr Kinder und Jugendliche sind zu dick. Neben ungesunder Ernährung mit Fertiggerichten und Fastfood spielt der zunehmende Bewegungsmangel eine entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung. Gewicht dauerhaft zu reduzieren ist vor diesem Hintergrund ein allgegenwärtiges Thema. Das Problem: eine zu hohe Nährstoffzufuhr in Kombination mit zu wenig Bewegung lässt das Gewicht steigen. Laut Deutscher Adipositas-Gesellschaft kann die Einnahme von so genannten Formula-Diätpräparaten ein guter Start zur kurzfristigen Gewichtsreduktion sein. Sie ersetzen als Fertiggetränke, Riegel oder Suppen in verschiedenen Geschmacksrichtungen Mahlzeiten und sollen so das rasche Abnehmen unterstützen. Gemeinsam ist ihnen der begrenzte Energiegehalt auf maximal 400 Kilokalorien pro Mahlzeit. Formula-Diätprodukte sind freiverkäuflich in der Apotheke erhältlich. Produkttechnisch fallen sie aber unter die Verordnung für diätetische Lebensmittel und damit das Lebensmittelrecht. Ihre Zusammensetzung von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten sowie bestimmten Mikronährstoffen unterliegt zwar strengen Auflagen, aber als Diätmittel dürfen sie auch in Drogerien und Reformhäusern verkauft werden. Da diese Präparate nicht unter das Arzneimittelrecht fallen, sind die Hersteller nicht verpflichtet, Angaben zu Neben-

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und Wechselwirkungen zu machen. Dies kann aber gravierende Folgen haben. Wird die Einnahme unbegrenzt ausgedehnt, drohen unangenehme Nebenwirkungen wie Durchfall oder Verstopfung, Magenschmerzen, Blähungen und Müdigkeit. Dies liegt an der niedrigen Kalorienzufuhr und dem Mangel an Ballaststoffen. Vorsicht ist außerdem bei chronischen Erkrankungen geboten, die die dauerhafte Einnahme von Medikamenten erfordern. Für Menschen zum Beispiel mit Schilddrüsenerkrankungen, die regelmäßig Schilddrüsenhormone einnehmen müssen, kann die gleichzeitige Einnahme dieser Produkte fatale Auswirkungen haben. Neuere Studien weisen darauf hin, dass es möglicherweise durch gleichzeitige Einnahme eines FormulaDiätpräparates auf Sojabasis zu einer nicht unerheblichen Störung in der Hormonaufnahme aus dem Darm kommen kann. Da eine Schilddrüsenunterfunktion häufig mit einer Gewichtszunahme

einhergeht, liegt der Wunsch abzunehmen aber gerade bei diesen Patienten nahe. Umso ratsamer ist es, beim Kauf in einer Apotheke nachzufragen, ob das ins Auge gefasste Diätprodukt tatsächlich geeignet ist und welche Alternativen gegebenenfalls in Frage kommen, damit der Therapieerfolg nicht gefährdet wird. Der Apotheker ist damit ein wichtiger Ansprechpartner. Wir beraten sie gerne! Kommt ein Formula-Diätprodukt in Frage, sollten sie gleichwohl nie als DauerNahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Sie enthalten zwar Kohlenhydrate, Fette und Proteine gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sowie Vitamine, Calcium und Eisen. Wegen ihres Eingriffs in den Stoffwechsel und möglicher Nebenwirkungen ist die Einnahme aber auf maximal zehn bis zwölf Wochen begrenzt, danach muss die Ernährung wieder auf konventionelle Lebensmittel umgestellt werden. Problem: Der Körper ist darauf programmiert sein Gewicht zu halten. Isst man im Rahmen einer Diät weniger, passt er sich rasch an und fährt den Energieverbrauch herunter. Wird die Energiezufuhr nach einer kalorienreduzierten Diät wieder erhöht, steigt auch das Gewicht, und das häufig wesentlich schneller als zuvor, weil der Körper für die nächste „magere“ Zeit Reserven sammeln will. Mit diesem „Jojo-Effekt“ verpufft auch die Wirkung von Diätprodukten. Für Abnehmmittel heißt das: Unter bestimmten Voraussetzungen können sie als Einstieg in den Gewichtsverlust gute Dienste leisten. Die Einnahme sollte aber mit einem Plus an Bewegung und einer dauerhaft gesünderen Ernährung zum Beispiel mit mehr Obst und Gemüse einhergehen. Dann können Diätpräparate ein echter Schlüssel zum Erfolg werden. Wir in der Bahnhof-Apotheke freuen uns, ihnen bei allen Fragen rund um das Thema Abnehmen und gesunde Ernährung kompetent zur Seite zu stehen!

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KARDIOLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG

KARDIOLOGIE UND INNERE MEDIZIN

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Clip steigert Lebensqualität Mitralklappeninsuffizienz: MitraClip kann Patienten helfen, die für Operation nicht in Frage kommen Extreme Kurzatmigkeit beim Treppensteigen und Spaziergängen ist oft dasjenige Anzeichen für eine Herzinsuffizienz, das Patienten am ehesten auffällt. Einer der häufigsten Gründe für eine solche Herzschwäche ist, dass die Mitralklappe im Herzen undicht ist. Die Mitralklappe regelt in der linken Herzhälfte den Blutfluss zwischen Vorhof und Kammer. Funktionsstörungen können zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Diese Undichtigkeit wird in Schweregrade eingeteilt. Mit einer leichten Undichtigkeit leben viele Menschen ohne größere Probleme. Stellen sich schwere Beschwerden wie Atemnot und geringe Belastbarkeit ein und lassen sich diese mit Medikamenten nicht in den Griff bekommen, hilft oft nur eine Operation. Für manche Patienten ist das Operationsrisiko, zum Beispiel wegen zu vieler Vorerkrankungen, aber zu hoch. Für sie gibt es ein Verfahren, das die Lebensqualität deutlich steigert: das Einsetzen des MitraClips, der die Mitralklappe weitgehend dicht macht und die Atemnot rasch reduziert.

21 Herzzentren in Deutschland, darunter in Mainz, setzen den Clip ein, den das US-amerikanische Pharmaunternehmen Abbott Vascular auf den Markt gebracht hat. Das Verfahren ist mit etwa 25000 Euro pro Clip extrem teuer. Bisher konkurrenzlos, hat im vergangenen Jahr die Universität Essen einen ähnlichen Clip präsentiert. Alle in Deutschland behandelten Patienten werden in Ludwigshafen im Transcatheter Mitral Valve Interventions-Register erfasst. Demnach haben zwischen 2010 und 2013 mehr als 1000 Patienten einen MitraClip bekommen, vorwiegend ältere mit Begleiterkrankungen und einem hohen oder nicht akzeptablen chirurgischen Risiko. Das Einsetzen des Clips ist für den Patienten wenig belastend, es erfolgt minimal-invasiv. Über eine 0,8 cm große Punktion der Vene in der Leiste wird ein Katheter ins Herz geschoben und dann an der richtigen Stelle ein MitraClip platziert. Der unter Vollnarkose durchgeführte Eingriff dauert in der Regel zwischen 60 und 120 Minuten. Nicht selten bekommen Patienten mehr als einen Clip. Die Konstruktion wird mit mehreren Clips stabiler, der Zug auf die natürliche Klappe ist weniger stark. Geheilt sind die Patienten mit dem Clip nicht. Es ist in der Regel kein kuratives, sondern ein palliatives Verfahren. In Ausnahmefällen verbessert sich der Ge-

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sundheitszustand mit dem Clip aber so stark, dass eine konventionelle Operation der Mitralklappe doch möglich wird. In der Regel geht es aber eher um eine Verbesserung der Lebensqualität und eine Verringerung der Zahl der Krankenhausaufenthalte. Gleichwohl kommt nicht jeder Patient, bei dem eine Operation ausgeschlossen ist, für den Clip in Frage. Manchmal ist

die Klappe aus anatomischen Gründen nicht für den Clip geeignet. Und auch der Patient muss nach dem Einsetzen des Clips sein Verhalten ändern. Dazu gehört, auf Gewicht und Trinkmenge zu achten – zu viel Flüssigkeit verschlechtert die Herzleistung – und regelmäßig zum Arzt zu gehen, der unter anderem die Anpassung der Medikamente überwachen muss. Denn ohne wird es auch mit Clip nicht gehen.


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HIER FINDEN SIE UNS: I Angiologie – Untersuchungen: • Gespräch und körperliche Untersuchung • Gehstreckenbestimmung • Gefäß-Ultraschalluntersuchung – Katheter-Untersuchung I Sportmedizin I Vorsorgeuntersuchungen I Patientenschulungen zu Bluthochdruck und zur Gerinnungsselbstkontrolle und -selbstmanagement (sog. „Marcumarschulung“) I 24-Stunden-Katheter-Rufbereitschaft im Kreiskrankenhaus AlzenauWasserlos

Kardiologische Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg Dr. med. Andreas Görz Dr. med. Ralf Lyttwin Priv.-Doz. Dr. med. Werner Peters Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie Hypertensiologie DHL® Sportmedizin Stadtpalais | Elisenstraße 32 Eingang A 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/3 86 72-0 Telefax 0 60 21/3 86 72 25

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PHYSIOTHERAPIE/FITNESS/ KOSMETIK & FUSSPFLEGE

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Physiotherapie kann mit individuellem Training bei Gewichtsreduktion und Beweglichkeit gute Erfolge erzielen Wirbelsäule, Bandscheiben und Gelenke leiden unter zu hohem Gewicht. Die meisten Menschen mit Übergewicht haben das wohl schon gespürt. Wer zu viele Kilos mit sich herumschleppt, hat häufig Probleme mit dem gesamten Bewegungsapparat einschließlich Knien und Knöcheln, und auch das Risiko für Folgeschäden am Skelett, zum Beispiel Arthrose, ist beträchtlich. Auch aus physiotherapeutischer Sicht ist eine Reduktion des Gewichts deshalb anzustreben. Der Abnehmprozess kann physiotherapeutisch sinnvoll und gewinnbringend begleitet werden. In der physiotherapeutischen Betreuung wird zunächst die Fähigkeit zu Bewegung, Krafteinsatz, Koordination und Ausdauer erfasst. Sich mit Freude und regelmäßig zu bewegen fällt vielen Menschen mit Übergewicht schwer. Es ist deshalb wichtig, Spaß an Bewegung (wieder) zu lernen und Vorbehalte oder Ängste gegenüber sportlicher Betätigung abzubauen. Im geschützten Rahmen der Physiotherapie muss niemand musternde Blicke anderer Mit-Sporttreibenden fürchten oder Angst haben, nicht mithalten zu können, weil das Training ganz auf die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse abgestimmt wird, mit eher niedriger Intensität be-

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ginnt und langsam entsprechend der Leistungsfähigkeit gesteigert wird. In Abstimmung mit dem Patienten erarbeitet der Physiotherapeut ein Sportprogramm, das alle Probleme des Bewegungsapparats beachtet und weitere gesundheitliche Herausforderungen, die aus anderen gesundheitlichen Einschränkungen, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Problemen oder Diabetes, resultieren, im Trainingsplan berücksichtigt. Zur ganzheitlichen physiotherapeutischen Betreuung gehört auch die Beratung, wie sich mehr Bewegung in den Alltag integrieren lässt. So lässt sich auch die

grundlegende Ausdauer, Koordination und Kraft verbessern und die individuelle Beweglichkeit erhöhen. Schon nach kurzer Zeit wird der Patient positive Effekte – unter anderem eine deutlich bessere Beweglichkeit – feststellen. Auch wenn es für manchen Übergewichtigen abschreckend klingt: Gerätetraining ist ein guter Einstieg in die Gewichtsreduktion und Verbesserung der Beweglichkeit, weil das Verletzungsrisiko gering ist und die Bewegungsabläufe klar vorgegeben und einfach zu erlernen sind. Ist dieser Einstieg geschafft, können auch komplexere Übungen in den Trainingsplan aufgenommen werden, die funktioneller und koordinativ anspruchsvoller sind. Diese Übungen lassen sich gut in den Alltag integrieren. Die physiotherapeutische Betreuung wird von einer Ernährungsberaterin begleitet, mit der die Physiotherapiepraxis Schwarz seit langem vertrauensvoll zusammenarbeitet, da Bewegung und gesunde Ernährung die Schlüssel zur erfolgreichen und langfristig gesicherten Gewichtsreduktion sind. Purzeln die Pfunde erst einmal, sinkt das Risiko für negative Spätfolgen des Übergewichts und wächst das Selbstbewusstsein. Fragen Sie uns gerne nach näheren Informationen!


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Christine Schwarz

Seit 30 Jahren sind mein Team und ich Ihre Partner für Physiotherapie in Aschaffenburg. Wir bieten Ihnen ein weitgefächertes Angebot an hochwertigen, qualifizierten Leistungen rund um Gesundheit und Wohlbefinden.

Praxis für … … Krankengymnastik

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Krankengymnastik kommt zum Einsatz bei Störungen bzw. Beschwerden des Bewegungsapparates, des Kreislaufs und der Atmung. Das Ziel ist die Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit.

In unserem Fitness- und Gesundheitsstudio können Sie unter individueller Anleitung hochqualifizierter Therapeuten an Chipkarten gesteuerten FitnessGeräten, Kardiogeräten, Seilzügen und Laufbändern trainieren.

Sie möchten sich verwöhnen lassen und dabei Ihre Gesundheit unterstützen? Sie möchten den Anforderungen des Alltags mit einem Lächeln begegnen? Sie möchten entspannen, abschalten, durchatmen und sich einfach wohlfühlen?

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Fitness- und Muskelaufbautraining:

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I Manuelle Therapie

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Christine Schwarz (mitte, 3. von rechts und ihr Team)

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PRAXIS HALS-NASEN-OHREN-ÄRZTE

HALS-NASEN-OHREN

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HNO-ÄRZTE ASCHAFFENBURG

Stimme im Blickfeld Stimm- und Schluckstörungen: HNO-Ärzte Aschaffenburg bieten jetzt spezialisierte Sprechstunde mit Schwerpunkt Stimm- und Schluckstörungen an Unser Dasein ist von Anfang an auf das Miteinander von Individuen ausgelegt und wird von interaktivem Verhalten geprägt. Wir brauchen Gemeinschaft und Nähe und müssen dennoch Eigenständigkeit entwickeln. So bauen wir fortwährend Vernetzungen in unserem Lebensumfeld auf und existieren von einem Geben und Nehmen. Die Grundlage dazu stellt für uns und andere Lebewesen die Fähigkeit zur Kommunikation dar. So teilen wir uns mit, bringen Bedürfnisse zum Ausdruck und sind doch auch Empfänger für die Mitteilungen anderer.

Unsere naturgegebenen, physischen und mentalen Möglichkeiten haben die Fähigkeit zur lautsprachlichen, verbalen Verständigung entstehen lassen, die uns heute im Alltag selbstverständlich erscheinen mag. Sollten allerdings Störungen unserer Kommunikationsfähigkeit auftreten, werden wir uns rasch deren großer Bedeutung bewusst. Mit Phoniatrie und Pädaudiologie bezeichnet man die medizinische Fachrichtung der Kommunikationsmedizin. Es ist das Gebiet, das sich mit Störungen unserer Fähigkeiten zur verbalen Verständigung beschäftigt. Dazu gehören Erkrankungen und Störungen der Stimme, des Sprechens und der Sprache sowie Hörstörungen, die bei Kindern Auswirkungen auf ihre Entwicklung haben können. Ein weiterer wichtiger thematischer Schwerpunkt sind Störungen des Schluckablaufs.

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Das Verstehen von Aufbau und Funktionalität unseres Stimm- und Sprechapparates, unseres Hörorgans sowie die Beurteilung von Steuerungs- und Verarbeitungsprozessen sind entscheidende Grundlagen. Damit ist einerseits die Gebietsverwandschaft mit der HNOHeilkunde gegeben, andererseits findet sich auch eine betont funktionsbezogene fachliche Ausrichtung. Deutlich hervorzuheben ist die Bindung an therapeutische Fachdisziplinen, vor allem die Logopädie. Es bestehen auch vielfältige und enge Beziehungen zu anderen medizinischen Fachgebieten wie zum Beispiel Nervenheilkunde, Psychiatrie, Kinder- und Jugendmedizin, Altersmedizin, Zahnmedizin, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Rehabilitationsmedizin sowie nicht-medizinischen Fachgebieten wie zum Bei-

spiel Hörgeräteakustik, Sonderpädagogik, Psychologie und Akustik. Neben einer sachlichen Zweckmäßigkeit unseres Stimmgebrauchs vermitteln wir immer auch Emotionalität und Persönlichkeit. Unsere Stimme ist wie eine Visitenkarte. Die täglichen Stimmanforderungen sind im Alltag oft sehr hoch. Eine zuverlässige, leistungsstarke Stimme wird in unzähligen beruflichen Tätigkeitsfeldern entsprechend oft vorausgesetzt. In klassischen Sprechberufen bestehen zum Beispiel hinsichtlich der Belastbarkeit, Tragfähigkeit und Führung hohe Ansprüche. Auch und besonders künstlerisch ausgerichtete Stimmanforderungen bedürfen eines technisch versierten Umgangs mit der Stimme. Letztlich sind stimmliche Erschöpfungsphänomene bei allen Betroffenen regelmäßig Ausgangspunkt für die Entwicklung chronischer Stimmbeschwerden. Schluckstörungen (Dysphagien) können durch eine Vielzahl akut oder chronisch verlaufender Krankheitsumstände auftreten. Sie können unsere Lebensqualität deutlich beeinflussen und stellen in vielen Fällen ein Risiko für schwere bis lebensbedrohliche Komplikationen dar. So treten in Folge von neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfällen, nach Kopf-/Halsoperationen oder auch in Folge von Veränderungen im höheren Lebensalter vermehrt Aspirationen oder Mangelernährungen auf. Seit Anfang dieses Jahres bieten wir eine spezialisierte Sprechstunde mit dem Schwerpunkt Stimm- und Schluckstörungen an. Mithilfe von gezielter Problemerörterung und wichtigen, grundlegenden Diagnostikverfahren werden Symptome und Befunde analytisch erfasst und bewertet. Darauf baut eine individuelle aber auch umfassende therapeutische Strategie auf.


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HNO-ÄRZTE ASCHAFFENBURG

HNO-Kompetenz an zwei Standorten Seit Januar 2016 finden Sie uns nicht nur wie gewohnt im Elisenpalais, sondern auch an unserem neuen Standort in der Frohsinnstraße 32. Die Praxisinhaber:

Dr. med. Olaf Hiltmann

Dr. med. Tobias Stripf Dr. (CS) Georgine Hornof

Dr. med. Christof Steigerwald

Dr. med. Hans-Jörg Meyer

Angestellte Ärzte: Fr. Heidemarie Rosenauer

Fr. Dr. Esther Stripf

FÄ für HNOHeilkunde

FÄ für HNOHeilkunde

Hr. Steffen Zahn FA für HNOHeilkunde und FA für Stimm-, Sprachstörungen und kindliche Hörstörungen

Dr. Michael Czisch FA für HNOHeilkunde

Urlaubsvertreter: Dr. Fritz Bewarder, FA für HNO-Heilkunde

HIER FINDEN SIE UNS:

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HNO-Praxis Elisenpalais | Elisenstraße 28 Frohsinnstraße 32 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/35 33 0 Telefax 0 60 21/35 33 22

www.hno-ab.de

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Akademische Praxis für Sprachtherapie

Schlaganfall – Warum Menschen mit einer Aphasie nicht nur Probleme mit der Sprache, sondern häufig auch andere kognitive Funktionsstörungen haben.

Kortikale und subkortikale Sprachnetzwerke der linken Hemisphere Inselrinde, verdeckt unter dem Schläfenlappen

Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Cholesterin und auch Adipositas (Fettsucht) gelten als wichtige Risikofaktoren für einen Schlaganfall. Allein in Deutschland erleiden mehr als 200.000 Menschen jährlich einen Hirninfarkt. Davon haben 35 – 40 Prozent der Betroffenen zu Beginn eine Sprachstörung (Aphasie). Bei ca. 24.000 dieser Patienten (40 % der initial Betroffenen) bleibt die Sprachstörung dauerhaft bestehen. Menschen mit einer Aphasie sind oft jahre- oder sogar lebenslang in ihrer Kommunikation eingeschränkt. Auch die Teilhabe am familiären, gesellschaftlichen und beruflichen Leben ist dadurch schwierig oder unmöglich geworden.

Was passiert bei einem Schlaganfall? Ein Schlaganfall ist eine mehr als 24 Stunden anhaltende Störung der Gehirnfunktion. Ursache ist eine plötzliche Durchblutungsstörung in einem Hirnbereich. Dadurch erhalten bestimmte graue Zellen, aber auch Faserverbindungen, nicht mehr ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe; sie drohen abzusterben. Je nachdem wie schwer und wie lange die Durchblutung beeinträchtigt ist, kann das betroffene Gehirnareal seine Aufgaben vorläufig oder dauerhaft nicht mehr erfüllen. Die sicht- und spürbaren Folgen der beeinträchtigten Gehirnfunktionen können z. B. Sprechund Sprachschwierigkeiten, Schluckstörungen, Lähmungen von Gliedmaßen, ein hängender Mundwinkel oder Sehstörungen sein. Andere kognitive Einschränkungen wie Konzentrationsund Gedächtnisprobleme werden oft erst später im Verlauf der Erkrankung bemerkt. Das Bild eines Schlaganfalls ist sehr vielseitig. Dies betrifft die Ursache aber auch das Erscheinungsbild. Auch die Prognose, also wie gut sich ein Patient von seinen Beeinträchtigungen erholt, ist unterschiedlich.

Was ist die häufigste Ursache? Für die Durchblutungsstörung des Gehirns gibt es zwei Hauptursachen: In etwa 80 Prozent der Fälle sind Blutgefäße „verstopft“, beispielsweise durch ein verschlepptes Blutgerinsel (Embolus) oder aufgrund einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Dies bezeichnet man als ischämischen Schlaganfall (Hirninfarkt). Seltener ist der Schlaganfall durch Blutungen im Gehirn verursacht (hämorrhagischer Schlaganfall). Eine besonders häufige Form des ischämischen Schlaganfalls ist der Mediainfarkt. Da-

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Areale, die für sprachliche Funktionen und Prozesse relevant sind, umfassen die perisylvische Kortexregion mit dem dort liegenden Broca-Areal, einschließlich der von außen nicht sichtbaren Inselrinde, und darunter liegenden (subkortikalen) Strukturen (z. B. die Basalganglien) sowie das im Schläfenlappen liegende Wernicke-Areal. Alle diese Regionen befinden sich im Versorgungsgebiet der mittleren Hirnarterie.

mit meint man einen Verschluss eines der Hauptgefäße im Gehirn, der Arteria cerebri media („mittlere Hirnarterie“). Etwa 50 Prozent der Hirninfarkte liegen im Versorgungsgebiet der Arteria cerebri media, d. h. diese Arterie ist besonders Schlaganfall gefährdet. Dieser kann in der linken oder rechten Hirnhälfte passieren. Da bei mehr als 90 Prozent der Menschen sprachliche Netzwerke in der linken Gehirnhälfte verankert sind, kommt es bei linksseitigen Mediainfarkten fast immer zu einer Sprachstörung. Aber auch für viele andere kognitive Leistungen, die im Versorgungsgebiet der mittleren Hirnarterie liegen, besteht eine Hemisphärendominanz, d. h. die linke Hirnhälfte ist nicht nur für linguistische, sondern auch für arithmetische, praktische und exekutive Leistungen (Denken, Planen, Vorausschau, Kontrolle, Arbeitsgedächtnis u.a.) dominant. Geschieht ein Schlaganfall, so ist die Zerstörung von Hirngewebe nie nur auf sprachliche Netzwerke beschränkt, sondern betrifft auch immer daran angrenzende Areale z. B. im Frontalen Kortex, im Schläfenlappen oder in den tiefer gelegenen Kerngebieten der Basalganglien. Letztere sind z. B. neben der Mitarbeit an sprachlichen Funktionen auch an den sog. Exekutivfunktionen beteiligt.

Sprache – eine komplexe kognitive Leistung Die Leistungen unseres Gehirns lassen sich nach einfachen und nach komplexen Vorgängen unterscheiden. Z. B. ist das willentliche Heben eines Zeigefingers eine verhältnismäßig einfache Leistung, und Neurologen können in der Regel präzise sagen, wo die Störung liegen muss. Bei der Sprache ist dies anders. Viele Jahre lang gingen Neurologen und Sprachforscher davon aus, dass es zwei sogenannte Sprachzentren gibt, nämlich ein vorderes expressives Sprachzentrum in der unteren Stirnwindung (Broca-Areal) und ein hinteres, rezeptives Zentrum im Schläfenlappen (Wernicke-Areal). Wie sie miteinander verknüpft sind, war nicht genau bekannt. Heute weiß man, dass Sprache eine sehr komplexe Leistung des menschlichen Gehirns ist, und die Hirngebiete, die dabei beansprucht und aktiviert werden, viel umfangreicher und ausgedehnter sind und vermutlich auch weitere spezialisierte Untereinheiten bilden. Die Vernetzung dieser Areale ist dabei besonders wichtig. Denn diese müssen hochautomatisch und unbewusst innerhalb von Millisekunden über Faserverbindungen zusammenarbeiten. Man spricht heute deshalb von neuronalen Sprachnetzwerken.

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AKADEMISCHE PRAXIS FÜR SPRACHTHERAPIE

SPRACHTHERAPIE

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supplementärmotorische Region

Planen Antrieb Denken

„BrocaGebiet“

„WernickeGebiet“

Sehen

Hören

Perisylvische Region

Subkortikale Strukturen, verdeckt unterhalb des Kortex

Mithilfe von bildgebenden Verfahren konnten Forscher in jüngster Zeit die neurobiologischen Grundlagen der Sprachverarbeitung in unserem Gehirn weiter erforschen. Es zeigt sich, dass für die Fähigkeit, Sätze zu bilden, also Wörter nach syntaktischen Regeln zusammenzufügen, bestimmte Nervenzelleinheiten des BrocaAreals zuständig sind. Da unsere Sprache aber nicht nur aus grammatikalisch richtigen Sätzen, sondern aus bedeutungsvollen Sätzen besteht, müssen Wörter nach syntaktischen Regeln so zusammengefügt werden, dass sie einen Sinn ergeben. Dem Wernicke-Areal kommt hierbei die Aufgabe zu, die Bedeutung einzelner Wörter und die in einem Satzgefüge zu organisieren. Die Zusammenarbeit dieser beiden Sprachareale läuft über drei Faserverbindungen (Faserbündel). Ein erstes Faserbündel (dorsal) verbindet das für die Satzverarbeitung zuständige Areal im Stirnlappen, den hinteren Anteil des BrocaAreals (Area 44), mit dem Schläfenlappen zu einem Schaltkreis. Nur wenn diese Verbindung funktioniert, können wir komplexe Sätze verarbeiten. Ein zweites Faserbündel (ventral) verbindet die für die semantische Verarbeitung relevanten Areale im Stirnlappen (Areal 45) und im Schläfenlappen zu einem Schaltkreis, der für die lautliche Verarbeitung von Wörtern hin zu einer Wort- und Satzbedeutung (lexikalischsemantischen Repräsentation) zuständig ist. Diesen Weg muss unser Gehirn gehen, wenn wir etwas Gehörtes verstehen wollen (auditive Verarbeitung). Ein drittes Faserbündel (dorsal) verbindet den prämotorischen Kortex im Stirnlappen mit dem im Schläfenlappen gelegenen auditorischen Kortex (Hörzentrum im Gehirn). Durch die Zusammenarbeit mit dem primärmotorischen Kortex erfolgt der Abruf der entsprechenden motorischen Programme für die Artikulation. Über diesen dorsalen Verarbeitungsweg ist das Nachsprechen von Gehörtem möglich.


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Das Sprachnetzwerk Stirnlappen

prämotorischer Kortex BrocaAreal

WernickeAreal

primärer auditorischer Kortex

Schläfenlappen

Dorsale Verbindungen von Areal 6 nach pSTG von Areal 44 nach pSTG

Ventrale Verbindung von Areal 45 nach pSTG

Sprache und andere komplexe Funktionen Jüngste Forschungsergebnisse zeigen auch, dass die Hirnrinde (Kortex) nicht aus isolierten Zentren besteht, die jeweils ganz bestimmte Funktionen haben. Sondern, dass je nach Aufgabenanforderungen unser Gehirn komplexe dynamische Konstellationen bildet. Wenn sprachgesunde Menschen Sprache verwenden, tun sie dies nicht allein auf der Grundlage sprachlicher Funktionen. Sie benötigen dafür noch andere kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächnis/Langzeitgedächtnis sowie Steuerungsmechanismen, die einzelne Prozesse bündeln, planen, unsere Aufmerksamkeit bewusst lenken (d. h. Störreize ausblenden), ein flexibles (nicht immer gleiches) Verhalten ermöglichen und durch Hemmung unwichtiger Dinge ein zielgerichtetes (sprachliches) Handeln möglich machen (sogenannte Exekutivfunkionen). Die einzelnen Funktionen werden im sogenannten präfrontalen Kortex (PFK) verarbeitet, ein Netzwerk, zu dem auch einzelne subkortikale Kerngebiete der Basalganglien gehören. Wie bereits gezeigt wurde, haben sprachliche Netzwerke wiederum enge Verbindungen zu diesen frontalen und subkortikalen Funktionen. D. h. wenn unser Arbeitsgedächtnis oder unsere Aufmerksamkeit nicht mehr zu 100 Prozent funktionieren, dann hat das auch Auswirkungen auf das Verstehen und die Verarbeitung von Sprache. Wenn wir ein Gespräch führen, benötigen wir mehr als nur sprachliche Kompetenzen. Für die Begrüßung, die Erfassung worum es gerade geht, die Entscheidung, was wir äußern möchten, welche Worte wir dafür wählen, für die Ausblendung möglicher Umgebungsgeräusche (Straßenlärm, Radio, TV, andere Menschen die sich unterhalten, schnelles oder undeutliches Sprechen des Gesprächspartners) müssen wir schnell und flexibel reagieren können, Gehörtes speichern, ordnen und verstehen, während wir gerade selbst überlegen, was wir sagen wollen und Wörter aus unserem mentalen Lexikon auswählen. Nur wir Menschen haben die außergewöhnliche Kapazität entwickelt, Informationen „online“ zu verarbeiten (z. B. auch das Speichern einer Telefonnummer, bis wir sie eingegeben haben, das Verstehen von Sprache oder komplexe Denkprozesse, die wir in unserem Gehirn vornehmen können).

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Unser Arbeitsgedächtnis (das man auch zu den Exekutivfunktionen zählt) besitzt die Fähigkeit, Informationen zu speichern und sie parallel auch noch zu kontrollieren, zu verändern und sie aktiv aufrechtzuerhalten. Es ist damit die Grundlage für viele höhere kognitive Funktionen, auch für unser Langzeitgedächtnis. Man vermutet, dass es dafür nicht ein spezialisiertes System in unserem Gehirn gibt, sondern dass mittels einer erhöhten Aufmerksamkeit verschiedene Hirnareale dafür koordiniert und aktiviert werden. Für das verbale Arbeitsgedächtnis hat man ein frontotemporo-parietales Netzwerk gefunden mit Aktivierungen in beiden Bereichen des Präfrontalen Cortex, im linksseitigen medialen Temporallappen (Amygdala und Hippokampus) und im Parietalkortex. Auch die Basalganglien scheinen durch ihre direkte Verbindung zum PFK direkt an verschiedenen Arbeitsgedächtnisprozessen beteiligt zu sein. Störungen des verbalen Arbeitsgedächtnisses können zu einer empfindlichen Beeinträchtigung sprachlicher Online-Prozesse führen, wie z. B. Kopfrechnen, Lesesinn- und Grammatikverständnis, auditives Sprachverständnis.

Konsequenzen für die Therapie Fundierte Kenntnisse der funktionellen Organisation von Sprache und die enge Verbindung mit anderen kognitiven Funktionen wie Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und Exekutivfunktionen, als auch neue Erkenntnisse über den Verlauf der Spracherholung sind wichtige Voraussetzungen für die Auswahl entsprechender spezifischer therapeutischer Maßnahmen, um die Restitution bei jedem einzelnen Patienten bestmöglich zu unterstützen. D. h. Sprachtherapeuten sollten für die Therapie über dieses theoretische und praktische Wissen verfügen, damit sie Sprachstörungen effektiv behandeln können. Durch eine intensive, spezifische Therapie lassen sich sprachliche Funktionen signifikant verbessern. Dies konnte in verschiedenen Studien auch noch Jahre nach dem Ereignis nachgewiesen werden. Liegen zusätzlich noch andere kognitive Funktionsstörungen vor, so sollten diese parallel während der Therapie mitbehandelt werden.

Sprachverarbeitung ist ein komplexes funktionales dynamisches System

Sprachproduktion Aufmerksamkeit und Sprachverstehen (Thalamus, Hirn(Sprachareale) stamm, etc.) Gedächtnis Exekutivfunktionen (Hippocampus, Tem(Frontalhirn) porallappen, u.a.)

Dynamik der sprachlichen Erholung nach einem Schlaganfall Einflussfaktoren für eine Funktionserholung sind zunächst medizinische Kriterien wie Lokalisation, Ausmaß und die Art des Hirninfarktes. Sind größere Leitungsbahnen der weißen Substanz beteiligt oder kommt es zur Diskonnektion des Hippokampus als entscheidender Struktur für Lernen und Wiedererlernen, ist die Erholung schwieriger. Eine wichtige Rolle spielt auch die Reservekapazität des Gehirns. Das bedeutet, dass möglichst keine zusätzlichen Vorschädigungen des Gehirns vorhanden sein sollten. Auch Menschen mit einem aktiven Lebensstil können sich oft besser von einem Schlaganfall erholen, als andere. Eine Funktionserholung basiert auf einer Hirngewebsrestitution, dem Wiedererlernen und der Kompensation. Das Wiedererlernen und die Kompensation von Funktionen nach einem Schlaganfall sind möglich, weil das menschliche Gehirn komplex und plastisch ist. Die Komplexität des Gehirns mit über einer Billion spezifischer synaptischer Nervenverbindungen besitzt eine Plastizität, die auch eine Funktionsreorganisation erlaubt. Wiedererlernen und Kompensation greifen dabei ineinander. In Bezug auf das Netzwerk der Sprachverarbeitung (auditives Sprachverständnis und Nachsprechen), konnten jüngst Kognitionsforscher zeigen, dass die Erholung für beide Fähigkeiten mit einer funktionellen Rekonnektion frontaler Areale (also auch nicht sprachlicher, exekutiver Fähigkeiten) einhergeht. Dabei scheint sich das auditive Sprachverständnis schneller zu erholen, als z. B. das Nachsprechen.

Dr. phil. Ingeborg Maser

Akademische Praxis für Sprachtherapie

HIER FINDEN SIE UNS: Akademische Praxis für Sprachtherapie Dr. phil. Ingeborg Maser Neurolinguistin/Klinische Linguistin dbs/dbl Stadtpalais | Elisenstraße 32 Eingang A 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/45 27 27 Telefax 0 60 21/45 27 28

www.sprachtherapie-maser.de

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GEMEINSCHAFTSPRAXIS DR. MED. W. E. HOFMANN UND H. OLSCHEWSKI

NEUROLOGIE/PSYCHIATRIE/ PSYCHOTHERAPIE

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Herzlich willkommen in Neurologie und Psychiatrie

Adipositas – welche Rolle spielt das Gehirn? Bei einem Body-Mass-Index von über 30 wird nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Fettleibigkeit (Adipositas) gesprochen. Obwohl die Adipositas in Deutschland nicht als Erkrankung sondern als körperlicher Zustand gilt, ist bekannt, dass Adipositas und ihre Vorstufe, das Übergewicht, zu den wichtigsten Ursachen für viele chronische Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung, Diabetes Typ 2, Krebs, orthopädische und psychische Leiden gehören. Neben dem Ausmaß des Übergewichts bestimmt auch die Fettverteilung im Körper das persönliche Gesundheitsrisiko. Frauen, die besonders viel Speck um die Hüfte angesammelt haben (Birnentyp), sind gesundheitlich weniger gefährdet als diejenigen, die um die Taille herum dick sind (Apfelform).

Risiko für kognitive Störungen Das Übergewicht ist schlecht für das Gehirn, von Wissenschaftlern schon länger vermutet. Bisher hatten sie dafür aber eher Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes mellitus verantwortlich gemacht. Nun konnten verschiedene Forschungsgruppen aus Frankreich, England und vom deutschen Max Planck Institut für Kognitionsforschung in Leipzig herausfinden, dass Übergewicht sogar in mehrfacher Hinsicht negativen Einfluss auf unsere Gehirnfunktionen hat.

Immer mehr Menschen sind fettleibig Eine in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichten Studie kommt zu dem Ergebnis, dass derzeit weltweit jeder dritte Mensch übergewichtig oder fettleibig ist. Besonders viele fettleibige Menschen leben in den USA, in Mexiko, im Nahen Osten, aber auch in Europa und dort vor allem in Deutschland. Nach aktuellen Erhebungen bei Personen ab 18 Jahren sind hierzulande rund zwei Drittel der Männer sowie die Hälfte der Frauen übergewichtig. 20 Prozent davon sind adipöse Männer und Frauen. Doch Adipositas betrifft auch zunehmend Kinder und Jugendliche. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind 15 Prozent der Jungen und Mädchen übergewichtig; über 6 Prozent adipös. Somit ist Adipositas schon längst international zu einem gesamtgesellschaftlich relevanten Gesundheitsproblem geworden.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Arno Villringer vom MPI konnte nun kürzlich mit Hilfe von hochauflösenden bildgebenden Untersuchungen am Gehirn sowie neuropsychologischen Testverfahren zeigen, dass Adipositas nicht nur bei älteren Menschen zu einem Verlust an grauer Hirnsubstanz (Atrophie) und einer Störung der Faserverbindungen und damit zu einer geringeren Vernetzung (Konnektivität) in unserem Gehirn führt, sondern dass schon Gehirne von Kindern und Jugendlichen diffuse Hirnsubstanzminderungen und schlechtere Gedächtnisleistungen zeigen. Davon betroffen sind vor allem Nervenzellen in vorderen, (frontalen), Arealen des Gehirns und im sogenannten Hippocampus, einer Struktur, die besonders für Gedächtnisleistungen entscheidend ist. Auch andere kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen (planerisches Handeln), selbst die soziale Kompetenz leiden darunter. In den vorderen Hirnarea-

In der Studie des französischen Forschungsinstitutes „Inserm“ konnte gezeigt werden, dass über einen Zeitraum von zehn Jahren dicke, ansonsten gesunde Menschen mit einem Durchschnittsalter von 50 Jahren bei kognitiven Gedächtnistests deutlich schlechter abschnitten als diejenigen mit Normalgewicht. Eine englische Studie zeigte ähnlich schlechte Ergebnisse bei der Erinnerungsfähigkeit bei Frauen zwischen 65 und 79 Jahren.

len wird auch die Einschätzung von äußeren Reizen, wie z. B. Geschmack und Geruch festgelegt. Diese Hirnregionen sind auch bekannt als sogenannte Belohnungsareale, wo der Hirnüberträgerstoff Dopamin eine wichtige Rolle spielt. Eine über längere Jahre bestehende Fettleibigkeit erhöht damit nicht nur das Risiko für kognitive Störungen, sondern führt auch zu lokalem Hirnabbau und örtlichen Hirnveränderungen. Wie können diese Veränderungen erklärt werden? Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, wird der Überträgerstoff Dopamin ausgeschüttet. Wird viel gegessen, kommt es zu einer deutlichen Überstimulierung der Dopaminrezeptoren, so dass diese herabreguliert werden. Man muss deshalb ständig mehr essen, um das Gefühl zu haben, satt zu sein. In der Medizin wird derselbe Mechanismus auch bei Suchterkrankungen (Kokain, Alkohol oder Heroin) gefunden. Villringer betont deshalb, dass es sich bei der Fettsucht um eine Variante einer Suchterkrankung handeln könnte. Wie wir seit langem wissen, steuert Dopamin Motorik, Wachheit und Konzentration. Es spielt aber offenbar auch eine wichtige Rolle bei der Appetitregulation. Was ist Ursache? Was ist Wirkung? Die Frage, ob schon primär Veränderungen der Hirnstruktur vorhanden sind, oder die Fettsuchterkrankung dafür verantwortlich ist, dass sich die Veränderungen im Hirn einstellen, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht endgültig beantwortet werden. Nachgewiesen werden konnte außerdem, dass Menschen, die auf emotionale Belastung mit Blutdruckanstieg reagieren, später zu einem Bluthochdruck neigen. Durch Stress wird Cortison vermehrt freigesetzt, dadurch neigt derjenige zu hochkalorischen fetten Nahrungsmitteln.


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Eine andere Theorie zur Entwicklung eines Diabetes ist die so genannte SelfishBrain-Hypothese. Dabei entwickelt das Gehirn den Wunsch, hohe Zuckerspiegel zu erreichen, die dann für einen Diabetes mellitus verantwortlich zeichnen. Das Gehirn wird in dieser Theorie als „selbstsüchtig“ betrachtet. Obwohl es im Verhältnis zum Körper ein geringes Volumen hat, verbraucht unser Gehirn die Hälfte des täglichen Glucosebedarfs eines Menschen. Diese Energie wird beim gesunden Menschen durch hormonell gesteuerte Prozesse sichergestellt, d.h. Glucose wird aus dem Körper ins Gehirn geleitet. Bei Fettsucht entsteht ein Versagen dieses Kreislaufs. Aufgrund einer Fehlregulation bestimmter Nervenzellen im Gehirn (Rezeptoren für das Hormon Leptin), die den Regelkreislauf für Fett und Glukose kontrollieren, wird die Energie nicht mehr aus dem Körper angefordert, sondern es entsteht ein ungebremstes Hungergefühl. Eine Leipziger Arbeitsgruppe untersucht, welche Gen-Varianten bei welchem Body-Mass-Index sowie bei der unterschiedlichen Fettverteilung anzutreffen ist. Es wurden viele Regionen im menschlichen Gehirn identifiziert, was den Schluss nahelegt, dass eine Vielzahl von Genen und Gen-Varianten, BMI und Körpergewicht beeinflussen. Dabei wurde herausgearbeitet, dass die entscheidende Rolle für den BMI Gene sind, die im Hypothalamus, Hippocampus und im Limbischen System aktiv sind, also Gehirnregionen, die für Gedächtnis und Emotionen sowie Lernen, Antrieb- und Energiehaushalt zuständig sind. Hier sind weitere Untersuchungen dringend notwendig. Diagnose/Untersuchung Wenn übergewichtige Menschen sich beim Arzt vorstellen, müssen Körpergröße, Gewicht und Taillenumfang gemessen werden, es erfolgt eine klinische Untersuchung, laborchemisch werden der Nüchtern-Blutzucker, Cholesterin, Triglyzeride, Harnsäure, Kreatinin, TSH, Albumin bestimmt, daneben ein EKG durchgeführt. Im Rahmen einer ausführlichen Anamnese werden die Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsgewohnheiten, die Krankengeschichte und der psychische Zustand (Selbstwertgefühl, Problembewusstsein, wie sieht der Patient sein Gewicht) erfragt. Therapeutische Aufgaben sind, das Ess- und Bewegungsverhalten nachhaltig zu verändern, evtl. durch eine Psychotherapie sowie das Einbeziehen von Partnern, Familie und Umfeld. Behandlung/Therapie Bei der Behandlung der Adipositas reicht es nicht aus, kurzfristig das Gewicht zu reduzieren. Um tatsächlich einen langfri-

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stigen Erfolg zu erreichen, müssen Veränderungen der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten das Ziel sein. Da Essgewohnheiten maßgeblich bereits im Kindes- und Jugendalter geprägt werden, sollte man schon im Kindergarten und in der Schule auf eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und Obst achten.

Herzliche Grüße aus der Neurologischen Praxis Ihr Dr. med. W.E. Hofmann

Reichen diese Maßnahmen wegen der Schwere der Erkrankung nicht aus, kommen auch medikamentöse oder chirurgische Maßnahmen wie z. B. Magenverkleinerung in Betracht. Mit einer OP kann man langfristig sein Gewicht um 20 Prozent reduzieren. Menschen mit Adipositas müssen vor allem ihr Gewicht senken und ihren Energiestoffwechsel wieder normalisieren. Die Veränderung des Lebensstils (Gewichtreduktion, Änderung des Essverhaltens, mehr Bewegung, besserer Umgang mit Stress etc.) ist aber für viele Betroffene das größte Hindernis. Damit eine Behandlung erfolgreich ist, sollten Patienten deshalb professionelle Hilfe (z. B. Psychotherapeut, persönlicher Coach) hinzuziehen oder sich bei einer Selbsthilfegruppe Unterstützung holen.

Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008

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Insgesamt tritt Adipositas deutlich vermehrt in industrialisierten Ländern auf, insbesondere unter Lebensbedingungen, die durch wenig körperliche Arbeit und Nahrungsüberfluss geprägt sind. Viele soziokulturelle Faktoren begünstigen die Fehlernährung (sitzende Tätigkeit, geringe Bewegung, passive Freizeit – Fernsehen, Computer, Frust, Langeweile, Stress, Warenüberangebot, Essen als Ersatz für emotionale und persönliche Zuwendung, Erziehung („der Teller wird leer gegessen“), keine geregelten Mahlzeiten, negative Vorbilder, fastfood, Geschmacksverstärker, Geschmacksprägung, Übergewicht als Schönheitsideal). Daneben spielen aber auch genetische Faktoren eine wesentliche Rolle, wie in Zwillingsstudien gezeigt werden konnte. Die Diagnose einer Adipositas muss multifaktoriell erklärt werden. Neben Innerer Medizin, Endokrinologie, spielen auch Neurologie und Verhaltenspsychologie eine erhebliche Rolle. Wie wir gesehen haben, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse, dass es sich bei der Adipositas um eine Störung des Gehirns handelt, in der gewisse Stoffwechselabläufe nicht mehr wie ursprünglich funktionieren. Deshalb kann es sich lohnen, bei einer Adipositas tatsächlich Neurologen und Psychiater zu konsultieren und mögliche medikamentöse und psychotherapeutische Ansätze zu diskutieren und festzulegen.

Dr. med. W. E. Hofmann Facharzt für Neurologie Rehabilitationswesen Facharzt für Psychiatrie – Psychotherapie Verkehrsmedizin Gerontopsychiatrische Grundversorgung H. Olschewski Facharzt für Neurologie und Psychiatrie – Psychotherapie Stadtpalais | Elisenstraße 32 Eingang B 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/44 98 60 Telefax 0 60 21/44 98 62 44

ANR Aschaffenburg Ambulante Neurologische Rehabilitation Ludwigstraße 2 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/4 48 89 80 Telefax 0 60 21/4 48 89 88

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IM GESPRÄCH

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„Es ist schon ein Fortschritt, nicht zuzunehmen“ Diabetologe Dr. Gerhard Klausmann und Kardiologie Dr. Andreas Görz über die Schwierigkeiten des Abnehmens und die Bedeutung körperlicher Fitness für die Gesundheit Schon wenige Pfunde weniger haben großen Effekt auf die Gesundheit. Sie abzunehmen ist für die meisten Menschen mit Übergewicht trotzdem eine Herkulesaufgabe. Die Gleis Eins-Redaktion fragte bei Kardiologe Dr. Andreas Görz und Diabetologe Dr. Gerhard Klausmann, warum das so ist und was im Hinblick auf das Körpergewicht wirklich wichtig ist. Sind Menschen mit Übergewicht sich ihres Problems bewusst? Dr. Andreas Görz: Sie haben schon oft gesagt bekommen, dass sie zu dick sind. Das Bewusstsein ist da, der Leidensdruck ist da. Oft sind Übergewichtige in ihrer körperlichen Belastbarkeit eingeschränkt, sie haben zum Beispiel Arthrosen im Kniegelenk, können sich nicht mehr gut bewegen. Dr. Gerhard Klausmann: Der Knackpunkt ist die Diskrepanz zwischen dem Bewusstsein und einer adäquaten Reaktion. Die meisten lassen sich von Werbung verführen, die zehn Kilo Gewichtsverlust innerhalb kurzer Zeit verspricht. Die Werbebilder zeigen aber nicht, wie die Leute ein Jahr später aussehen, nämlich, dass sie in aller Regel deutlich mehr Gewicht als vorher haben. Ganz klar ist, dass Übergewicht ein galoppierendes Problem in der westlichen Welt ist, seit Annehmlichkeiten wie Fahrstuhl, Aufzug und Internet Einzug gehalten haben. Das größte Problem ist aber meiner Meinung nach gar nicht das Bewusstsein. Es ist nicht jedem vergönnt vom Anfang bis zum Ende seines Lebens schlank zu sein. Manche Menschen haben eine genetische Disposition zum Übergewicht. Außerdem war in den vergangenen Generationen die Fähigkeit, bei günstigen Nahrungsmittelverhältnissen schnell zuzunehmen, ein eindeutiger Überlebensfaktor. Das hat sich erst seit wenigen Jahrzehnten geändert, und so schnell stellt sich die genetische Programmierung des Menschen nicht auf die neuen Bedingungen ein. Was ist dann das Problem? Dr. Görz: Die Bewegung. Wenn man sich nicht wöchentlich mindestens drei Mal zwanzig Minuten lang stramm bewegt, ist es fast aussichtslos, dauerhaft abzunehmen. Es gibt Menschen, die essen nachweislich nicht viel und nicht unbedingt falsch und haben trotzdem genetisch bedingte Gewichtsprobleme, die sich über Generationen nachweisen lassen. Es wäre für diese Menschen dauerhaft notwendig, sich beim Essen zu disziplinieren, so traurig das auch ist. Abnehmen geht nicht, ohne sich körperlich zu belasten, so sinnvoll Diätprogramme mit integriertem Kalorienzählen auch sein mögen. Und das ist sehr schwer zu vermitteln.

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Dr. Klausmann: Jemand, der schlank ist, kann das vielleicht nicht ganz verstehen. Aber das ganz große Problem für Leute, die übergewichtig sind, ist ja: Essen ist zum Großteil auch Lustbefriedigung. Darf ja auch so sein! Dr. Klausmann: Ja natürlich. Aber Essen ist in gewisser Weise auch ein Suchtverhalten. Und das Sättigungsverhalten ist unterschiedlich. Wann bin ich wirklich satt? Es gab mal eine Untersuchung, bei der ein Suppenteller unmerklich immer wieder nachgefüllt wurde. Die Probanden haben das nicht gemerkt und immer weitergegessen. Viele schaffen es, sich für wenige Wochen zu kasteien und abzunehmen. ... was keinen Spaß macht ... Dr. Klausmann: ... genau. Und sobald die Leute merken, dass der Gewichtsverlust weniger schnell voranschreitet als zu Beginn, verlieren sie die Motivation. ... und dann haben sie vor allem Muskeln, aber kein Fett abgebaut. Dr. Klausmann: ... in der Regel ja. Sobald die Diät vorbei ist, gehen sie erst einmal etwas Gutes essen. Und das ist fatal. Denn es muss jedem klar sein – und das ist es den wenigsten – dass eine Diät den Energie-Grundumsatz des Stoffwechsels nach unten reguliert und sie deshalb noch schneller zunehmen, wenn sie wieder die normale Energieund damit Essensmenge aufnehmen. Die Leute machen das zehn, fünfzehn Mal mit und sind jedes Mal noch mehr bestraft. Es sei denn, sie ändern tatsächlich etwas an ihrem Verhalten. Das Problem ist nämlich nicht das Essen per se, sondern die fehlende Bewegung. Uns wird durch jede elektronische Neuerung eine Bewegungsmöglichkeit genommen. Wenn wir das Übergewicht wirklich angehen wollen, muss die ganze Gesellschaft zu mehr Bewegung mobilisiert werden. Und das ist nicht einfach. Man hat ja immer eine Ausrede, warum man nicht vor die Tür oder zum Sport geht.


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Man geht ja auch als Übergewichtiger nicht gerne ins Schwimmbad. Dr. Klausmann: Bei Frauen ist das sicher so, die sich dann sehr beäugt fühlen. Bei Männern ist es vielleicht nicht ganz so schlimm. Übergewichtige sind sehr rational, was ihre Bewegung angeht. Die gehen nicht drei Mal zum Briefkasten, um nachzuschauen, ob die Post schon da ist. Sie gehen genau einmal, wenn sie sich sicher sein können, dass sie da ist. Bewegung in den Alltag zu integrieren ist etwas, bei dem kein Arzt helfen kann. Dr. Görz: Meiner Erfahrung nach ist es wichtig den Leuten nahezulegen, dass sie etwas weniger essen. Ich lege ihnen nicht ans Herz zwanzig Kilo abzunehmen. Das ist sowieso nicht zu schaffen. Ich schlage vor, ein bisschen weniger zu essen, sich ein bisschen mehr zu bewegen. Wenn sie es dann über Monate schaffen wenige Kilo abzunehmen, merken sie selbst, wie es ihnen besser geht. Das ist das Beste, was ihnen passieren kann: am eigenen Leib eine Veränderung zu spüren. Nur das bewirkt wirklich etwas. Dr. Klausmann: Ein großes gesellschaftliches Problem sehe ich darin, dass schon Kinder und Jugendliche weniger Bewegung haben. Sport in der Schule findet immer weniger statt, die Kinder spielen nicht mehr draußen. Patienten mit Typ 2Diabetes werden immer jünger.

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Dr. Görz: Die Patienten haben extrem wenig Muskelmasse, Muskelschwund muss man fast schon sagen. Ein gewisses dosiertes Krafttraining ist vor diesem Hintergrund sehr effektiv, bei dem man nur ein wenig Muskeln aufbaut, um das Verhältnis von Muskel- zur Fettmasse zu verbessern. Ganz klar ist: Eine Veränderung kann nur mit kleinen Schritten passieren. Dr. Klausmann: Wir sagen den Patienten nie, dass sie abnehmen sollen. Das haben sie oft genug gehört und es funktioniert nicht. Aber es ist von elementarer Bedeutung, dass Patienten merken: Es ist schon ein Fortschritt, wenn ich nicht zunehme und meine Fitness steigere. Die Firma Novartis hatte mal ein Programm aufgelegt, das hieß „together it’s easier“. Patienten mit Typ 2-Diabetes wurden individuell an die Hand genommen um konkrete Schritte einzuleiten. Die Patienten haben davon profitiert, aber es war ein riesiger Aufwand, und der ist gesamtgesellschaftlich nicht zu leisten. Wenn ich diesen Aufwand weglasse ... Dr. Görz: ... passiert nichts. Worin ich auch ein großes Problem sehe: der Stress, dem viele Menschen ausgesetzt sind. Sie hetzen sich den ganzen Tag ab, müssen im Job rund um die Uhr erreichbar sein. Und dann sollen sie noch Sport in ihr Leben integrieren, für den man ja auch eine gewisse Muße und Entspannung braucht. Das funktioniert einfach schwer.

Dr. med. Andreas Görz

Dr. Gerhard Klausmann

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie, Diabetologe DDG

Jahrgang 1968, verheiratet, zwei Kinder. Studium und Promotion an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Anschließend mehrere Jahre tätig als Oberarzt am Krankenhaus Rüsselsheim, einem akademischen Lehrkrankenhaus der Mainzer Universität. Seit 1.1.2006 niedergelassen in kardiologischer Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg/Hauptbahnhof bzw. Katheterlabor Wasserlos/Alzenau. In seiner Freizeit macht er Sport, liest und stöbert auf Flohmärkten. Er mag Rockmusik und ist, wie er sagt, „mit David Bowie groß geworden“.

Studium und Promotion in Nantes/Frankreich. Wissenschaftlicher Assistent Uni Mainz bis 1987. Wissenschaftlicher Assistent Uni Marburg bis 1991. Facharzt für Innere Medizin 1991. 1992 – 1996: leitender Oberarzt Mittelrheinklinik Boppard. Ab 1997: Gemeinschaftspraxis mit Dr. Martine Klausmann. 1998: Gründung Studienzentrum Aschaffenburg. Seit 2001: Mitglied im Vorstand des Berufsverband niedergelassener Diabetologen BVND.

BIOGRAFIE

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INFO

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Venenleiden, Lymph- und Lipödem – Kompression kann helfen IPP: T F R U S Medizinische Kompressionsstrümpfe aus dem Sanitätshaus Hubrich medical – seit einem Jahr auch am Aschaffenburger Busbahnhof

rg brich.o u h . w ww e medi.d . w w w

Seit über 60 Jahren ist das Sanitätshaus Hubrich medical in Aschaffenburg der zuverlässige Partner rund um das Thema Gesundheit. Das Team um das familiengeführte Unternehmen unter der Leitung von Renate, Wolfgang und Christian Hubrich ist auch auf die Bereiche Venen- und Lymphtherapie mit medizinischen Kompressionsstrümpfen spezialisiert. Über zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten und versorgen mit langjähriger Erfahrung und hoher Kompetenz die Patienten und setzen sich für deren Wohl ein. Das Sanitätshaus Hubrich versorgt Venenpatienten mit rundgestrickten Kompressionsstrümpfen und Lymph- und Lipödempatienten mit flachgestrickten Kompressionsstrümpfen. Wolfgang Hubrich: „Wir haben uns Qualitätspartner ins Boot geholt, mit denen wir lange und vertrauensvoll zusammenarbeiten – bei den medizinischen Kompressionsstrümpfen ist es der Hersteller medi aus Bayreuth.“

Venenklappe ohne Strumpf

Venenklappe mit Strumpf

Venensystem (Grafiken: www.medi.de)

Kompression bei Venenleiden und Ödemen

metischer Makel abgetan werden. Liegt es an den Venen, können medizinische rundgestrickte Kompressionsstrümpfe helfen. Die Strümpfe sind heute modisch, atmungsaktiv und optisch von Damenstrümpfen nicht zu unterscheiden. Sie verengen erweiterte Venen durch ihren nach oben abnehmenden Druck (siehe Grafiken oben). Der Rückfluss des Blutes zum Herzen wird aktiviert und beschleunigt. Schwellungen und Spannungsgefühle klingen ab, die Beine fühlen sich wieder leichter und fitter an. Ist das Lymphsystem betroffen, werden flachgestrickte medizinische Kompressionsstrümpfe in der Ödemtherapie angewendet, um den Entstauungserfolg der Lymphdrainage zu erhalten. Auch Lipödeme können damit behandelt werden. Von der Fettverteilungsstörung, wie den sogenannten „Reiterhosen“, sind nahezu ausschließlich Frauen betroffen. Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe gibt es zudem für die Arme (z. B. in der Brustkrebstherapie). I

Wenn Schwellungen und Spannungsgefühle der Beine auftreten, kann der Arzt die Diagnose stellen und bei Notwendigkeit die Kompressionstherapie verordnen. Müde, geschwollene Beine und Füße, Besenreiser oder Krampfadern sollten nicht als kos-

Renate Hubrich: „Mit der individuellen Kompressionsversorgung können Venen- und Ödempatienten wieder aktiver und beweglicher mehr Lebensqualität erfahren – das ist unser Ziel!“

Das Fachpersonal ermittelt durch sorgfältiges Ausmessen die Körpermaße der Patienten für die exakte Größe, den hohen Tragekomfort und die bequeme Passform der Versorgung. Die Vermessung sollte möglichst am frühen Vormittag erfolgen, da die Beine im Laufe des Tages an Umfang zunehmen können. Die Kompressionsversorgung wird im intensiven Beratungsgespräch ermittelt: Strumpfhose, Schenkel- oder Kniestrumpf, geschlossene oder offene Fußspitze, hohes oder schmales Leibteil, Standard- oder knallige Trendfarben – die Varianten sind vielfältig. Die Betreuung der Venen- und Ödempatienten umfasst daneben auch ein Anziehtraining, Beratung zu Anziehhilfen und Hinweise zur Pflege der Strümpfe und der Haut.

Unsere Venen- und Lymphspezialistinnen, v. l. n. r.: Renate Hubrich, Verena Crämer, Patricia Häring und Stephanie Spengler. (Fotos: Foto-Alfen)

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KULTUR

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Wunderwelt im Schummerlicht: Das Gestein schimmert in blau, weiß und grün.

Eingang ins Bergwerk: Das Mundloch ist das Tor zum Felsen. Gut erhalten: Der Förderkorb aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

In der Märchenglitzerwelt Grube Wilhelmine in Sommerkahl gibt Einblicke in ehemaligen Kupferbergbau Wo früher Arbeiter im Schweiße ihres Angesichts Kupfererz abbauten, stehen sich heute Paare von Angesicht zu Angesicht gegenüber und geben sich das Ja-Wort. Die Grube Wilhelmine in Sommerkahl ist ein Kleinod im Kahlgrund, das Heiratswillige und jährlich mehrere Tausend Geschichtsinteressierte gleichermaßen anzieht. Wer durch die halbrunden Stollenmundlöcher den Berg betritt, den erwartet eine in Jahrhunderten gewachsene Glitzerwunderwelt. An den Wänden funkelt grüner Malachit, blauer Azurit überkrustet den Stein. Weiß glänzende Sinterröhrchen hängen wie lange Tropfen, dicke Sinterwülste überziehen getrocknetem Puderzuckerguss gleich die Wände. Im Licht funkeln und schimmern die Wände des Bergwerks wie im Märchenland. Der Zahn der Zeit hat hier nicht genagt, sondern aus Erzmineralien unter dem Einfluss von Wasser und Kohlendioxid zauberhafte Gebilde geformt.

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Der Verein Kupferbergkwerk „Grube Wilhelmine“ Sommerkahl kümmert sich darum, das im Jahr 1704 erstmals urkundlich erwähnte Bergwerk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und hat sich dafür Stück für Stück in das frühere Bergwerk vorgearbeitet. Neben den Gesteinsformationen sind altes Arbeitsgerät, Kipploren, Förderschächte zu sehen, wandeln Besucher auf den Spuren der Bergleute. Was freigelegt und wieder begehbar gemacht worden ist, können sie seit dem Jahr 2004 begutachten. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts wurde nahe Sommerkahl das in Bayern seltene Kupfererz abgebaut, lange Zeit als Tagebau, seit 1871 auch unter Tage. Die Vorkommen waren allerdings nicht sonderlich ergiebig, so dass die Grube im Jahr 1923 endgültig geschlossen wurde. Der im Jahr 2000 gegründete Verein legte in jahrelanger Arbeit und tausenden ehrenamtlichen Arbeitsstunden einen Teil der Stollen wieder frei; einige Bereiche sollen indes unerforscht bleiben, um die dort wachsenden Gesteinsformationen nicht zu zerstören. Dort bedecken den Boden dicht an dicht Höhlenperlen wie Aschenputtels Linsen im Topf. Die Tropfsteingebilde entstehen, indem auskristallisierendes Tropfwasser in Bodenmulden ständig Sandkörner oder Gesteinsbruchstücke dreht und Kalksinter daran ablagert. Es sind Schönheiten, die der Mensch nicht zertreten soll: bewahren heißt auch erhalten. Information: Das Bergwerk ist nur von April bis Oktober und nur mit einem kundigen Führer des Vereins zugänglich, der vorab telefonisch oder über das Buchungsformular auf der Homepage des Vereins gebucht werden muss (www.bergwerk-im-spessart.de). Kinder unter fünf Jahren dürfen das Bergwerk aus haftungsrechtlichen Gründen nicht betreten. Ohne Voranmeldung ist das Bergwerk im September beim Tag des offenen Denkmals und beim Tag des Geotops geöffnet. Im Winter ist es geschlossen um die dort lebenden Fledermäuse nicht zu stören. Einzige Ausnahme: der Barbaramarkt an einem Wochenende in der Adventszeit. Ende dieses Jahres soll eine Dauerausstellung im Vereinsheim eröffnen mit Exponaten rund um den Bergbau in der Grube. I

Mit der Lore wurden früher Steine transportiert. Alle Fotos: Peter Popp

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KANZLEI RAUSCH

Wir begeistern Ärzte und Apotheker für ihre Zahlen! Neben der steuerlichen Gestaltungsberatung ist uns die betriebswirtschaftliche Betreuung unserer Mandanten ein Anliegen. Nur wenn Sie Gewinne machen, können Sie die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens zum Beispiel durch Investitionen sicherstellen. Zur Beratung gehören auch Themen wie die Nachfolge- und private Finanz- und Vermögensplanung.

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Pfundig Nicole Jäger schreibt in „Die Fettlöserin“ übers Abnehmen und ihr Leben

Ich sehe Dich.

Die einen bewundern sie, die anderen sind skeptisch. Nicole Jäger polarisiert. Seit die 170-Kilo-Frau im Herbst ihr Buch „Die Fettlöserin“ veröffentlicht hat, ist sie Deutschlands prominenteste Dicke, die mit ihren Pfunden offen wuchert, in Talkshows und Magazinen ein gern gesehener Gast ist. Das ist verständlich, denn ihr Thema ist ein gewichtiges (die westliche Welt hat ein Problem mit Übergewicht), die Frau offenherzig und mitteilsam – und für Menschen, die Ironie mögen, ausgesprochen unterhaltsam. In ihrem Buch, wie schon auf ihrem Blog, beschreibt die Hamburgerin, wie sie sich innerhalb von sieben Jahren quasi selbst halbierte und von 340 auf 170 Kilogramm abnahm. Die verschwundene Hälfte – ein passender Anlass für ein Buch, den Blog und ein Bühnenprogramm, mit dem sie durchs Land tourt. Soweit, so gut.

Sein Gegenüber so gut sehen zu können wie möglich, heißt ihm näher zu sein. Darum lassen Sie ab und zu Ihre Sehkraft überprüfen. Sie werden überrascht sein, was wir von SCHWIND alles dafür tun können, um Sie gut sehen und aussehen zu lassen. Wäre doch schade, etwas zu übersehen.

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Darum geht es also: „Die Fettlöserin“ will „Eine Anatomie des Abnehmens“ bieten, aber weder Diätratgeber (Nicole Jäger lehnt Diäten ab) noch Abnehmbibel sein. 27 Kapitel lang flucht, kalauert und erklärt sich Nicole Jäger durch ihren persönlichen Weg des Gewichtsverlusts, den sie aus eigener Kraft anstrengte und aus eigener Kraft schaffte bis zum Stand von 170 Kilo. Ob es weniger werden, bleibt abzuwarten, ob es wirklich jemals 340 Kilo waren, muss man ihr glauben. Belege außer ihrer persönlichen Schilderung gibt es nicht. Glaubhaft schildert sie jedoch, wie es sich als übergewichtiger Mensch lebt. Für Dünne dürften diese Passagen aufschlussreich sein, für Dicke wie ein Spiegelbild des eigenen Lebens wirken: wie verletzend die Blicke und Kommentare der Mitmenschen sind, wie viel Kraft selbst kleinste Tätigkeiten mit schwerem Übergewicht kosten und wie schwer es ist, eingefahrene Verhaltensweisen zu durchbrechen und neue zu beginnen (Sport! Schwimmen! Fitness-Studio! Mehr Gemüse!). Ehrlich schildert Nicole Jäger auch, dass und wie viel sie wirklich gegessen hat – und wie erschrocken sie war, als sie sich die Mengen zum ersten Mal schonungslos eingestanden hat. Wobei völlig unklar bleibt, wer ihr die Lieferungen finanziert hat, wenn sie doch das Haus praktisch nicht verlassen hat, auch nicht, um zu arbeiten – wovon sie überhaupt gelebt hat in dieser Zeit. Ausführlicher geht sie dagegen auf unschöne Kindheitserlebnisse mit Krankheiten, Sportunfällen und sinnlosen Abnehm-Kuren ein, die sie gleichwohl nicht als einzig seligmachende Begründung für ihr krankhaftes Übergewicht erlaubt. Dazu gibt es ein wenig Medizin, ein paar Einblicke in die Welt des Stoffwechsels, des Jojo-Effekts, des Diät-Wahnsinns und des Sports. Natürlich nimmt Nicole Jäger bei allen Aufmunterungen, Ratschlägen und Motivations-Versuchen für potenzielle Nachahmer sich selbst als Maßstab und Aufforderung (wenn ich es schaffe, schaffst Du es auch). Wie sie das Abnehmen tatsächlich hingekriegt hat, verrät die 33-Jährige explizit trotzdem nur in Andeutungen (das würde wohl auch ihren Job als Ernährungscoach überflüssig machen), – fünf Äpfel statt fünf Brötchen, viel Obst und Gemüse statt viel Pizza, nächtliches Treppensteigen, Besuche im Fitnessstudio, Schwimmen zum Beispiel. Aber vielleicht reicht das ja auch tatsächlich? Vermutlich ist es ganz sinnvoll, dass Nicole Jäger hier nicht zu sehr ins Detail geht, denn ihren Weg zu kopieren bringt nach Jäger-Logik nichts: Jeder Abnehmwillige muss bei sich anfangen und seinen individuellen, ganz auf die Lebenssituation zugeschnittenen Weg zum Wunschgewicht finden. Begleitet von Achtsamkeit, Selbstliebe, Geduld, Selbstbewusstsein und dem Mut zum Scheitern. Jenseits der Flucherei und Flapsigkeit bietet das Buch viele gute Gedanken und Einblicke in das Leben als übergewichtiger Mensch. Man wünscht der Autorin, dass sie weitermacht (was sie nach eigenem Bekunden vorhat) und nicht bei 170 Kilo stehen bleibt, um ihre neue Arbeits- und Aufmerksamkeitsgrundlage nicht zu verlieren. I

Ich höre Dich. Wichtiges sagt man oft ganz leise. Ein Nachfragen und schon kann eine besondere Situation dahin sein. Ein regelmäßiger Hörtest sollte gerade für junge Menschen kein Tabu sein. Wir von SCHWIND beraten Sie dabei mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung. Wer weiß, was Ihnen als nächstes geflüstert wird?

Nicole Jäger: Die Fettlöserin. Rowohlt Taschenbuch Verlag Reinbek bei Hamburg 2015; 286 Seiten; 12,99 Euro

Auf Wiedersehen. Auf Wiederhören. In einer unserer SCHWIND Filialen in Ihrer Nähe: Aschaffenburg | Haibach | Hösbach Kleinostheim | Miltenberg | Obernburg Seligenstadt | www.schwind-sehen-hoeren.de


ÜBERBLICK

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KURZE WEGE FÜR HÖCHSTE ANSPRÜCHE APOTHEKE

HALS-NASEN-OHREN

INNERE MEDIZIN

05 (GLEIS EINS, S. 28/29)

07 (GLEIS EINS, S. 36/37)

07 (GLEIS EINS, S. 14/15)

Bahnhof-Apotheke

HNO-Praxis im Elisenpalais

Dr. Tobias Craan

Dr. (CS) Georgine Hornof Fachärztin für Hals-Nasen-OhrenHeilkunde

Schwerpunktpraxis für Hämatologie, int. Onkologie, Diabetologie, Gastroenterologie

Ludwigstraße 2 (am Hauptbahnhof) 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/39 89 0 Telefax 0 60 21/39 8915 info@bahnhof-apotheke.biz www.bahnhof-apotheke.biz

AUGENKLINIK 06 (GLEIS EINS, S. 18/19) Augenklinik Aschaffenburg Augen Laser Zentrum Dr. med. Werner Bachmann Dr. med. Roberta Walter-Fincke Dr. med. Natascha Lipka Dr. med. Thomas Kasper A. Wan Omar Stadtpalais | Elisenstraße 32 Eingang A + B 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/44 98 70 Bezirksstraße 30 63755 ALZENAU-WASSERLOS Telefon 0 60 23/50 70 50 Breitendieler Straße 32 63897 MILTENBERG Telefon 0 93 71/65 03 00

Dr. med. Christof Steigerwald Facharzt für Hals-Nasen-OhrenHeilkunde/Plastische Operationen/ Allergologie/Akupunktur Dr. med. Hans-Jörg Meyer Facharzt für Hals-Nasen-OhrenHeilkunde/Plastische Operationen/ Allergologie/Stimm- und Sprachstörungen/spezielle HNO-Chirurgie Dr. med. Olaf Hiltmann Facharzt für Hals-Nasen-OhrenHeilkunde/Plastische Operationen/ Allergologie/Stimm- und Sprachstörungen Dr. med. Tobias Stripf Facharzt für Hals-Nasen-OhrenHeilkunde/Plastische Operationen/ Allergologie/spezielle HNO-Chirurgie Dr. med. Esther Stripf Fachärztin für Hals-Nasen-OhrenHeilkunde/Allergologie/Schlafmedizin Heidemarie Rosenauer Fachärztin für Hals-Nasen-OhrenHeilkunde Steffen Zahn Facharzt für Hals-Nasen-OhrenHeilkunde/Phoniatrie und Pädaudiologie

Dr. Gerhard Klausmann Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie, Diabetologe DDG Dr. Martine Klausmann Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und int. Onkologie Dr. Stefan Krüger Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und int. Onkologie Dr. Carmen Löhr Fachärztin für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie Prof. Dr. Peter Lederer Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie Elisenpalais | Elisenstraße 28 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/34 27-0 info@klausmann.de www.klausmann.de

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Dr. Michael Czisch Facharzt für Hals-Nasen-OhrenHeilkunde/Allergologie

Dr. med. Wolfgang Dillmann Dr. med. Karl Metz Priv.-Doz. Dr. med. Hardi Lührs Priv.-Doz. Dr. med. Ralph Melcher

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Dr. med. Alexander Henze

06 (GLEIS EINS, S. 30/31)

Goldbacher Straße 33 63739 ASCHAFFENBURG

Kardiologische Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg

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Dr. med. Andreas Görz Dr. med. Ralf Lyttwin Priv.-Doz. Dr. med. Werner Peters Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie Hypertensiologie DHL® Sportmedizin Stadtpalais | Elisenstraße 32 Eingang A 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/3 86 72-0 Telefax 0 60 21/3 86 72 25 www.kardiologie-ab.de

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Praxis fßr Orthopädie und Sportmedizin

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