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Stress
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GLEIS EINS ZENTRUM FÜR AMBULANTE MEDIZIN | ASCHAFFENBURG
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01 (GLEIS EINS, S. 22/23) Gemeinschaftspraxis Prof. Dres. Kreusser, Hechler & Kollegen Prof. Dr. Dr. Bernd Kreusser Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Spezialist für Implantologie Dr. Joachim Kreusser Fachzahnarzt für Oralchirurgie Spezialist für Implantologie und Ästhetische Zahnheilkunde Dr. Manfred Hechler Facharzt für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie Plastische Operationen Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie Dr. Sabine Hechler Zahnärztin Tätigkeitsschwerpunkt Ästhetische Zahnheilkunde Dr. Florian Kreusser Zahnarzt Belegärzte in der Hofgartenklinik und im Klinikum Aschaffenburg Friedrichstraße 19 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/35 35 0 Telefax 0 60 21/35 35 35 www.kreusser-hechler.de
06 (GLEIS EINS, S. 26/27) Dr. med. Patrick Sawaya Facharzt für Urologie Ludwigstraße 4 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/133 55 Telefax 0 60 21/2190 01 www.dr-sawaya.de
02 (GLEIS EINS, S. 14/15) Prof. Dr. Stephan Schmitz und Kollegen BAG Radiologie und Nuklearmedizin Frohsinnstraße 20 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/15 07 90 Privathotline 0 60 21/150 79 99 www.radiologie-ab.de
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Wann haben Sie sich zuletzt völlig gestresst gefühlt? Wir alle kennen vermutlich herausfordernde Zeiten, die unseren ganzen Einsatz verlangen. Ob im Beruf, in der Schule, in der Familie oder im Ehrenamt – Stress ist ein Lebenszustand, den vom Kind bis zum Greis viele Menschen kennen. Grund genug für uns, dem Thema Stress eine eigene Gleis Eins-Ausgabe zu widmen. Die nicht endende Corona-Pandemie bedeutet zusätzlichen Stress in einem Leben, in dem sich immer mehr Menschen zu häufig gestresst fühlen. Seit Beginn der Corona-Pandemie im Dezember 2019 sind mehr als 150 Millionen Menschen an COVID-19 erkrankt und mehr als drei Millionen daran gestorben. Doch auch Menschen, die körperlich gesund geblieben sind, haben unter den Folgen der Pandemie gelitten. Untersuchungen aus früheren Jahren haben gezeigt, dass die Häufigkeit psychischer Erkrankungen bei Epidemien allgemein zunimmt. Insbesondere Angsterkrankungen und Depressionen treten vermehrt auf. Das gilt auch für die Corona-Pandemie, hat ein Forscherteam des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung in Mainz in einer im Mai veröffentlichten Metaanalyse gezeigt. Welche Faktoren begünstigen es, psychisch stabil durch die Krise zu kommen? Für die Mainzer Forscher sind das in der Allgemeinbevölkerung insbesondere ein höheres Alter, Einkommen und Bildungsniveau. Eine stabile Beziehung sowie weitere soziale Unterstützungen haben sich als wertvoll für die Psyche erwiesen. Wie geht es Ihnen mit der aktuellen Situation? Blicken Sie mit Sorge auf die Entwicklung, sind Sie zuversichtlich? Die gute Nachricht: Gegen zu viel Stress lässt sich etwas tun. Bewältigungsstrategien gewinnen in einem zunehmend als anstrengend empfundenen Alltag an Bedeutung. Bewegung an der frischen Luft, Meditation, autogenes Training, ein entspannter Abend mit Freunden und Achtsamkeitstraining haben sich als hilfreich gegen zu viel Stress erwiesen. Lernen Sie in der aktuellen Gleis Eins-Ausgabe mehr über die Auswirkungen von Stress auf unser Leben kennen – und erfahren Sie, wie Sie dem Stress begegnen können!
Inhalt Titelthema Wie Menschen in der heutigen Leistungsgesellschaft mit Stress umgehen 4-8 Gesundheitsvorsorge Ihr ganz persönlicher Gesundheits-Check-up!
9-13
Medizinische Einrichtungen Radiologie und Nuklearmedizin Kardio-/Herz-CT mit Kalzium-Score
14-15
Kardiologie und Innere Medizin Das Herz vom Stress entlasten
16-17
Gastroenterologie und Innere Medizin Stress in der Gastroenterologie 18-19 Physiotherapie/Fitness/ Kosmetik & Fußpflege Mit Physiotherapie gegen Stress
20-21
Zahnärzte Zahnimplantate als bester Zahnersatz
22-23
Sprachtherapie Stress – ein Phänomen unserer Zeit
24-25
Urologie Tabuthema Peniskrebs – eine seltene Erkrankung
26-27
Frauenärzte Zeit für sich
28-29
Augenklinik Stress fürs Auge
30-31
Apotheke Wenn der Darm verrückt spielt
32-33
Innere Medizin Die „neuen“ Fachinternisten in Aschaffenburg
34-35
Neurologie Meine Migräne nervt!
36-37
Kieferorthopädie Unsichtbar zum perfekten Lächeln
38-39
Wir wünschen Ihnen eine stressfreie Lektüre!
Orthopädie und Sportmedizin Damit das Laufen wieder Spaß macht
40-41
Ihr Prof. Dr. Dr. Bernd Kreusser
Augenoptik & Hörakustik UNIKAT by Schwind. So einzigartig wie Sie.
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Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Spezialist für Implantologie (Praxisporträt Seite 22 – 23)
EDITORIAL UND INHALT
Liebe GLEIS EINSLeserinnen und -Leser,
News & Intern Neues Ultraschallgerät zur Brustkrebs-Erkennung!
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Medizin und Kunst ergänzen sich!
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IMPRESSUM
Im Gespräch GLEIS EINS – Zentrum für Ambulante Medizin | Aschaffenburg Herausgeber: Die Produktion PrePrint GmbH & Co. KG · Alfred-Delp-Str. 38 · 63801 Kleinostheim Tel. 0 60 27/40 56 20 · sl@die-produktion.de (für die inhaltliche Richtigkeit der Anzeigen und medizinischen Beiträge in den Anzeigen sind die Vertragspartner und nicht der Herausgeber verantwortlich) Redaktion: Susanne von Mach · Strietwaldstr. 18 · 63801 Kleinostheim · Tel. 0 60 27/40 99 43 Fotonachweise: S. 4 olly, S. 9 Giordano Aita, S. 10 maestro, S. 12 Plson, S. 14 sdecoret, S. 18 sitthiphong, S. 20 vectorfusionart, S. 22 dwardolive, S. 24 Trueffelpix, S. 26 Klaus Eppele, S. 30 terovesalainen, S. 36 Maridav (alle Adobe Stock), Johannes Heeg, Petra Reith, DJäger, Dirk Nitschke, Susanne von Mach Druck: Kuthal Print GmbH & Co. KG · Johann-Dahlem-Str. 54 · 63814 Mainaschaff
Fachinternisten Aschaffenburg: „Wir wollen die Qualität der Quantität in der fachärztlichen Versorgung vorziehen“ 46-47 Info Auf die richtige Lagerung kommt es an
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Überblick Hier finden Sie uns
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TITELTHEMA STRESS
Unter Strom Wie Menschen in der heutigen Leistungsgesellschaft mit Stress umgehen
Im Jahr 2016 führte die Techniker Krankenkasse eine große Stress-Studie durch. Aus den Ergebnissen: ■ 23% der Befragten fühlen sich häufig gestresst (2013: 20%). ■ 38% der Befragten fühlen sich manchmal gestresst (2013: 37%). ■ 82% der 30- bis 39-Jährigen fühlen sich gestresst, 76% der 50- bis 59-Jährigen.
„Ich bin so gestresst!“
■ 79% der Befragten stresst die ständige Erreichbarkeit im Job häufig oder manchmal.
„War wieder total stressig heute!“ „Megastressig!“
Stress – die große Umfrage
■ Besonders gestresst sind die BadenWürttemberger (68%) und Bayern (66%), am wenigsten gestresst die Menschen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern (54%). ■ 61% der Befragten geben an, ihr Leben sei stressiger geworden in den zurückliegenden drei Jahren. ■ Die häufigsten Stressauslöser bei Männern sind die Arbeit (54%), hohe Ansprüche an sich selbst (37%), zu viele Verpflichtungen und Termine in der Freizeit (32%). ■ Die häufigsten Stressauslöser bei Frauen sind hohe Ansprüche an sich selbst (48%), die Arbeit (39%) und zu viele Verpflichtungen und Termine in der Freizeit (34%). ■ 56% der Befragten setzen bei Stress auf Durchhalten. ■ Männer entspannen vor allem beim Sport (77%), mit Familie und Freunden (69%) und beim Faulenzen (68%). ■ Frauen entspannen vor allem beim Faulenzen (68%), mit Familie, Freunden, im Garten und beim Spazierengehen (65%).
Termindruck bei der Arbeit, tägliches Pendeln oder dauernde Erreichbarkeit im Homeoffice, ständig verfügbar sein für die Kinder, für pflegebedürftige Eltern, Freunde, Bekannte oder das Ehrenamt – sind immer mehr Aufgaben in immer kürzerer Zeit zu bewältigen, fühlen wir uns gestresst. Stress ist aus unserer Leistungsgesellschaft kaum noch wegzudenken und oft das Synonym für Hektik, Überarbeitung, Prüfungsdruck, Lärm, Einsamkeit, Sorgen und Überforderung. Stress ist zur „Volkskrankheit“ geworden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Stress zu einer der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts. Beruflicher Stress geht laut WHO mit einem um 50 Prozent höheren Risiko einher, an einer koronaren Herzkrankheit zu erkranken, die wiederum häufig zum Herzinfarkt führt. Und das, obwohl wir in unserer westlichen, sicheren Welt den Stressfaktoren der Evolutionsgeschichte und damit tatsächlich lebensbedrohlichen Situationen kaum mehr ausgesetzt sind. Grundsätzlich ist Stress nichts Schlechtes, sondern in Maßen sogar gut. Er macht uns körperlich und psychisch widerstandsfähiger und stärkt unsere Abwehrkräfte. Das Stresshormon
Kortisol erreicht etwa eine halbe Stunde nach dem Aufwachen seine höchste Konzentration im zirkadianen Rhythmus. Wird Stress etwa durch befriedigende Herausforderungen hervorgerufen, wirkt er sich positiv auf den Organismus aus. Aus Tierexperimenten ist bekannt, dass Mäuse mit einer herausfordernden Umgebung deutlich mehr Synapsen ausbildeten als jene mit einer monotonen. Kein Stress ist also genauso ungesund wie zu viel Stress. Denn ein Mangel an Herausforderungen kann zu Lethargie und Depressionen führen. Fakt ist, dass Menschen unterschiedlich belastbar sind. Häufig spielen Ängste eine große Rolle. Unsichere, stark ängstliche
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Menschen empfinden Situationen als Bedrohung, die für andere stimulierend sind. Ständige Bedrohung aber raubt auf lange Sicht Energie. Selbst Menschen, die sich objektiv gesehen weniger gestresst fühlen, weil sie etwa keine Kinder haben, nur halbtags arbeiten oder frei von Geldsorgen sind, fühlen sich unter Druck. Gewachsen ist das Bewusstsein für Stress und seine Folgen. Gesunken ist die Hemmschwelle sich als gestresst zu bezeichnen. Wann uns alles zu viel wird, ist individuell enorm unterschiedlich. Die einen scheinen ohne Stress nicht zu können, die anderen können nicht mit zu viel Stress. Warum ist das so? Eine spannende Frage auch für die Stressforschung. Sie definiert Stress als Bedrohung des inneren Gleichgewichts durch innere oder äußere Störreize, so genannte Stressoren. Befinden wir uns in einer belastenden Situation, reagiert der Körper mit einer kurzfristigen Reduzierung aller Körperfunktionen, um schnell mit Hilfe von Reflexen auf die als Bedrohung empfundene Situation reagieren zu können. Stresshormone werden ausgeschüttet, Herz, Atmung und Kreislauf aktiviert und die gesamte Energie auf eine bevorstehende Handlung ausgerichtet. Stress ist also grundsätzliche eine wichtige Reaktion des Körpers, die dem Menschen ermöglicht sich an Situationen außerhalb der Routine anzupassen. Doch nicht nur eine Situation per se kann stressig sein. Mit einem Experiment in einem simulierten Großraumbüro haben Forschende der Eidgenössischen Technischen Universität Zürich
Buchtipp: Wie können Menschen am besten mit hohen Belastungen, Stress und stressbedingten Erkrankungen umgehen? Gemeinsam haben Forscher und Psychotherapeuten der Universitäten Freiburg und Trier den neuen „Ratgeber Stress und Stressbewältigung“ veröffentlicht. Der Guide stellt wissenschaftlich erprobte Techniken anhand unterschiedlicher Fallbeispiele sowie praktischer Übungen vor. „Nach 25 Jahren Stressforschung können wir Betroffenen so viel mehr als klassische Entspannungstrainings anbieten – von Techniken zur Verbesserung der Regenerationsfähigkeit über eine aktive Veränderung von Stressauslösern bis zu schnell wirksamen Atemtechniken“, sagt Prof. Dr. Markus Heinrichs, der zusammen mit Dr. Tobias Stächele die „Ambulanz für stressbedingte Erkrankungen“ an der Universität Freiburg leitet. Ihr Kollege Prof. Dr. Gregor Domes hat die Leitung der „Forschungsambulanz für Stress“ an der Universität Trier inne. T. Stächele, M. Heinrichs, G. Domes (2020). Ratgeber Stress und Stressbewältigung. Broschiert, 103 Seiten, 9,95 Euro.
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TITELTHEMA STRESS
TITELTHEMA STRESS
…und das meinen die Fachärzte! Dr. med. Andreas Görz
Nehmen Sie Druck aus Ihrem Alltag!
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Manche Menschen scheinen sich durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen, andere reagieren empfindlich auf Stress. Das ist völlig normal. Wir Menschen sind verschieden, und gerade für das Gefühl, unter Stress zu stehen, spielt die subjektive Wahrnehmung eine wichtige Rolle. Diese Unterschiede sind teilweise genetisch bedingt, teilweise beruhen sie auf der individuellen Lebensgeschichte. Vor allem traumatische Erlebnisse in Kindes- und Jugendjahren können die Ursache für eine hohe Stressanfälligkeit sein. Aufgrund ihrer Erfahrungen sind die Betroffenen ständig in Fluchtoder Kampfbereitschaft. Eine von der amerikanischen Kardiologenvereinigung im Jahr 2018 veröffentlichte wissenschaftliche Stellungnahme geht davon aus, dass belastende oder traumatische Erlebnisse in Kindheit und Jugend zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit des Herz-Kreislauf-Systems führen können. Auch wenn das kein Automatismus sein muss, ist es niemals verkehrt, auf seine innere Stimme zu hören. Nehmen Sie Druck aus Ihrem Alltag, wann immer es Ihnen möglich ist. Fordern Sie nicht zu viel von sich. Ihr Herz und ihr Kreislauf danken es Ihnen.
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Dr. Inga-Nadine Kummer Fachärztin für Innere Medizin, Diabetologie (DDG), Notfallmedizin und Ernährungsmedizin (DGEM/DAEM) www.fachinternistenaschaffenburg.de Tel. 0 60 21/34 27-0
Stress – eine unterschätzte Gefahr im Alltag! Es gibt viele Formen von Stress und dabei haben die meisten auch einen Nutzen für uns. Wenn wir uns z.B. einer Gefahr oder hohen physischen oder psychischen Belastung ausgesetzt sehen, wird unser Körper in eine Alarmbereitschaft versetzt, sodass wir aufmerksamer und zielgerichteter handeln können. Dieser Stress kann, wenn er nur bedingt anhält, es erleichtern eine potentiell gefährliche oder anstrengende Situation gut zu meistern. Dabei ist es aber unabdingbar, dass unser Körper und Geist eine anschließende Erholung erfährt und sich entspannen kann. Nur, wenn dieses Gleichgewicht aus Stress und Erholung erhalten bleibt, macht uns Stress nicht krank. Die Zeiten, in denen wir in unserer westlichen Welt vielen Gefahren ausgesetzt waren, die unser Leben akut bedrohten, sind zum Glück vorbei und dennoch ist Stress ein sehr aktuelles Thema. Es präsentiert sich nur auf einer anderen Ebene und bedroht unsere Gesundheit nicht minder als vor vielen Jahren. Stress kann in vielen Lebenssituationen auf uns einwirken, er kommt vor am Arbeitsplatz, in der Schule, durch akute Konfliktsituationen in der Familie. Auch unsere Kinder sind bereits davon betroffen und bedürfen daher einem besonderen Schutz. Neben Anforderungen in der Schule und Konflikten mit Gleichaltrigen, können besonders die in sozialen Medien vermittelten Inhalte für Heranwachsende ein großer Stressor sein, da häufig eine relativierende Wirklichkeit fehlt. Auch einige alltägliche Dinge können als Stressoren wirken und dabei als diese gar nicht wahrgenommen werden wie z.B. Verkehrslärm, Schichtarbeit und schlechte Ernährung. Kommt die Balance von Stress und Erholung ins Ungleichgewicht, können wir psychisch oder physisch krank werden. Depressionen, Bluthochdruck, Übergewicht, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen bis hin zu Herzerkrankungen können dann beispielsweise die Folge sein. Wieviel Erholung ein jeder Mensch benötigt, um potentiell stressige Phasen zu meistern, ist individuell verschieden. Sicher können wir einiges dafür tun, um Stress zu mindern, aber sicher schafft es kaum jemand, sich komplett im Leben von Stress zu befreien. Um gesund zu bleiben, müssen wir also unsere psychische und körperliche Widerstandskraft stärken. Unterstützt wird dies durch eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise, sportliche Aktivität, Kontaktfreude und Beziehungskompetenz. Eine optimistische Einstellung unter Verfolgung gradliniger Ziele und eine Steuerung der eigenen Emotionen kann hier ebenso hilfreich sein. Es ist dabei nicht das Ziel, nicht zu scheitern, sondern vielmehr danach wieder aufzustehen. So sagte Winston Churchill einmal: „Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.“ In diesem Sinne, bleiben Sie gesund!
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Den neuen Impfstoff die Gürtelrose empfiehlt dieStressSTIKO nachgewiesen, dassgegen der Körper auch dann verstärkt Erwachsenen ab 60 Jahren; er verspricht einen 90-prozentihormone ausschüttet, wenn die Arbeit immer wieder untergen Schutz gegen die Gürtelrose. Risikogruppen sollten sich brochen wird. laut STIKO ab dem 51. Lebensjahr impfen lassen. Geimpft wird zwei Mal im Abstand von Ein Zuviel entsteht oft, wenn wirzwei uns Monaten. getrieben und als Opfer der Umstände sehen. Symptome können ein dauerhaft hoher Die Impfempfehlung für das fortgeschrittene Alter ist darin Blutdruck und Puls sein, Übergewicht oder Depressionen. begründet, dass die Gürtelrose in der Regel erst Jahre Dauerbelastung kann ferner dazu führen, dass viele bestimmte nach der Windpocken-Infektion ausbricht, wenn die Netzwerke nicht mehr funktionieren, vor allem solche, dieAbfür wehrkraft des Immunsystems mit zunehmendem Alter sind. abdie Körperwahrnehmung und langfristige Ziele zuständig nimmt. steigt das Risiko an an einer Gürtelrose zu erEin gutesDamit Indiz für ein optimales Maß Stress ist die psychische kranken. Sie entsteht, wenn das Virus entlang der Nerven an und körperliche Gesundheit. Sie zeigt sich zum Beispiel an einer die Haut wandert. Deshalb sollten sich Patienten mit einer hohen Variabilität der Herzfrequenz und des Blutdrucks. Grundkrankheit oder einer Immunschwäche schon früher, ab 50 Jahre, impfen lassen. Der neue Impfstoff ist zurlängeren PrävenUngünstig ist, wenn die Stresssituation über einen tion von Herpes Zoster und einer Post-Zoster-Neuralgie, einer Zeitraum anhält. Dann versucht unser Körper sich in der sogeKomplikation der Gürtelrose, für Erwachsene ab 50 Jahren nannten Widerstandsphase an die Situation anzupassen. Nach zugelassen. Traumata, UV-Strahlung undüber. die erfolgreicherAuch Bewältigung gehtStress, er in die Erholungsphase Abwehr schwächende Medikamente können das Auftreten Ist dies nicht möglich, entsteht eine Phase der Erschöpfung, in einer Gürtelrose begünstigen. trittist Herpes Zoster auch der der Körper in DaueralarmSelten versetzt und dadurch gespontan bei jungen, gesunden Menschen auf. schwächt wird.
Geeignet ist die Impfung auch wir für zu PaUnter chronischem Stress neigen tienten, die bereits anVerhalten, Herpes Zoster gewohnheitsmäßigem bei erkrankt da laut Kochdem wir waren, nicht mehr auf Robert uns achten Institut können.eine Wirdeinmal Stress durchgemachte chronisch, kann erErkrankung keinen Schutz vor einem gravierende Folgeerkrankungen nacherneuten Ausbruch Die erste sich ziehen. Dazu bedeutet. zählen BluthochErkrankung sollte vor der Impfung jedruck, Herz- und Kreislauferkrankungen, doch abgeheilt sein.Magengeschwüre, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Asthma, chronische Kopfschmerzen, Burnout und Depres-ei„Die aktuelle Entwicklung bedeutet sionen. nen riesigen Fortschritt bei der Versorgung der Patienten und sollten schnellstmöglich Einzug in den Praxisalltag halDer Grund: Unter Stress verwenden ten“, betont Dr. med. Dipl. Lic. Psych. wir unsere Energie auf das Meistern Johannes Horlemann, Andere PräsidentEntder der Herausforderung. Deutschen Gesellschaft für Schmerzscheidungen werden ausgeblendet. medizin e.V. (DGS). dass „Besonders bei So kann es passieren, wir unkonHerpes Zoster sind die Symptome trolliert essen oder trinken, weil wirzu Beginn der Erkrankung eindeutig. nicht mehr auf Mengen nicht und Inhalt unDadurch vergeht häufig viel der wertvolle serer Nahrung achten – mit GeZeit, Risiko einer Postfahr, wodurch langfristig das an Adipositas, DiabeZoster-Neuralgie und anderer möglicher tes oder Bluthochdruck zu erkranken, Komplikationen stark und ansteigt“, sagt die zu Atherosklerose schließlich Horlemann. Während Ausschlag zum Schlaganfall führender können. Diemeist ein paar Wochen abheilt, ser ist nach wiederum mit massivem Stress bleiben die Schmerzen in manchen Fälverbunden. Dadurch kann er zusätzlen Jahre. Er betont: „Mit dem aklichüber zu den körperlichen Folgen eine tuell neu zugelassenen Impfstoff gegen posttraumatische Belastungsstörung Herpes Zoster bleibt zukünftig einem auslösen. Großteil unserer Patienten die häufig sehr langwierige Schmerztherapie Die Forschungsgruppe „Psychosozialererspart.“ Stress und Familiengesundheit“ am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Herpes Zoster kann erhebliche Neurowissenschaften nimmt an,Auswirdass kungen diepsychosozialen Lebensqualität dererPawir heuteauf mehr Stress tienten haben, und sie dasSituationen, nicht nur wähleben. Damit meint die rend der akuten Erkrankung. Nicht nur wir als unvorhersehbar und -kontrollierkönnen Komplikation Abheilung bar empfinden und diedieunser Ego ge-erschweren oder verzögern. Neben den fährden. In einer Prüfungssituation re-typischen Symptomen wie Hautausschlag agiert der Körper demnach ähnlich wie und Nervenschmerzen können unterstarken Lebensgefahr. Die Nebennieren
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im Nachgang der Erkrankung Schmerzen bestehen bleiben. schütten verstärkt Adrenalin und das Stresshormon Kortisol Diese so genannte Post-Zoster-Neuralgie die häufigste aus, der Körper verbraucht gespeicherte ist Energiereserven, Komplikation der Gürtelrose, Patienten über bedas Herz-Kreislaufsystem wirdkann hochgefahren, die Jahre Muskeln gleiten und im schlimmsten Fall zu Sehstörungen, Sehund spannen sich an, das Immunsystem verändert sich. Diese Hörverlust Post-Zoster-NeuReaktionenoder sindSchlaganfällen stark genug, führen. um sichDiedauerhaft auf die ralgie ist nicht leicht zu behandeln, das macht dieund Impfung Gesundheit auszuwirken. Denn Raum für Ruhe vollumso wichtiger. Nicht nur Wie nicht auch ständige Entspannung gibtzum es eigenen für vieleSchutz: Menschen das Windpocken-Virus selbst, ist Prof. die Gürtelrose hoch anmehr. Forschungsgruppenleiterin Veronika Engert hat steckend. Varicella-Zoster-Viren werden über Tröpfchenin Untersuchungen gezeigt, dass sich sogar zehn Prozent infektion übertragen, zumvon Beispiel beim Husten, Atmen der Menschen selbstalso dann Stress anstecken lassen, oder Niesen sowie über Kontakt mit dem viruslastigen Inhalt wenn sie eine Person unter Druck beobachten, die ihnen der Bläschen und Krusten, die für eine Windpockeninfektion vollkommen unbekannt ist. Handelt es sich um den eigenen typisch Partner,sind. sind es 40 Prozent. Schon seit Strategien einigen Jahren gibt es einen Lebendimpfstoff geAdäquate zur Stressbewältigung sind lebensnotgen Gürtelrose, der für Personen ab 50 Jahren zugelassen ist. wendig. Zu erprobten Stressbewältigungsstrategien zählen Er verringert das Risiko an einer Gürtelrose zu erkranken, laut ausreichend Bewegung und Entspannungsverfahren wie Audes Internet-Impfportals impfkontrolle.de, um etwa Prozent. togenes Training oder Progressive Muskelrelaxation. Dreimal Bricht die Krankheit trotz Impfung aus, heilt sie meist schnel30 bis 45 Minuten Ausdauertraining pro Woche können wie ler aus und verläuft leichter mit geringerem Risiko für Komein Antidepressivum wirken. plikationen. ➔
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TITELTHEMA STRESS
Achtsamkeitstraining hat erwiesenermaßen eine positive Wirkung. Das konnten Gesundheitsforscherinnen der Uni Witten/Herdecke (UW/H) zeigen. Das zentrale Ergebnis ihrer Forschungsarbeit: Achtsamkeit wirkt! „Unsere Untersuchungen zeigen, dass sich Achtsamkeitsübungen insbesondere auf die psychische Gesundheit positiv auswirken“, erklärt Dr. Maren M. Michaelsen, Gesundheitsforscherin am Institut für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung. „Vor allem das individuelle Stresserleben wird durch Achtsamkeitstrainings stark gesenkt.“ Aber auch hinsichtlich weiterer Parameter wie Wohlbefinden, Erholungsfähigkeit, Selbstreferenz und Selbstregulation sowie Burnout-Risiko lassen sich positive Effekte nachweisen.
Die Analyse zeigt außerdem, dass digitale Angebote, zum Beispiel durch Achtsamkeits-Apps, persönlich durchgeführten Achtsamkeitstrainings in nichts nachstehen. „Hinsichtlich Arbeitszufriedenheit und Burnout-Risiko konnten wir bei digitalen Interventionen sogar deutlich stärkere Effekte feststellen als bei analogen Trainings“, erzählt Michaelsen. Und: Bei den Formaten, die analog in Präsenz stattfinden, zeigen Gruppenformate eine höhere Wirksamkeit als individuell durchgeführte Achtsamkeitstrainings. Hier sieht das Forschungsteam das größte Potenzial: „Das Setting einer Gruppe lädt aufgrund des sozialen Charakters in den meisten Betrieben, Branchen oder Berufsgruppen geradezu dazu ein, Achtsamkeitstrainings auch dazu zu nutzen, zwischenmenschliche Fähigkeiten wie Empathie in einem Miteinander praktisch zu üben.“ ■
TITELTHEMA STRESS
…und das meinen die Fachärzte! Dr. med. Alexander Henze
Durch Entspannung zu mehr Kraft und Energie!
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
In Zeiten, in denen wir immer höher, weiter, schneller und besser sein wollen, stehen wir ständig unter Stress. Häufig bemerken wir gar nicht, wie hoch unser Stresslevel zu sein scheint, empfinden es als „normal“. Stress kann den weiblichen Zyklus kurzfristig, aber auch über einen längeren Zeitraum, deutlich verändern. Eine ganze Reihe an Hormonen reguliert den weiblichen Zyklus. Viele dieser Hormone werden durch eine zentrale Region im Kopf, die Hirnanhangsdrüse, gesteuert…unter anderem die der Schilddrüse, die der Nebennierenrinde und mehrere weibliche Hormone. Unter Stress reagiert der Körper unterschiedlich in der Regulierung der Hormone. Einige sind weniger, andere deutlich stärker anfällig. Auch Schlafmangel durch Stress führt dazu, dass der Zyklus Veränderungen aufweisen kann. Während des Kinderwunsches kann Stress dazu führen, dass der Eisprung verzögert oder gar nicht stattfindet. Diese Situation ist zusätzlich belastend für das Paar, erhöht folglich den Stressfaktor. Ein kleiner Teufelskreis entsteht! Aber nicht nur negativer Stress, sondern auch positiver Stress kann Auswirkungen auf den Zyklus haben und in den Hormonhaushalt eingreifen, z.B. die Planung einer Hochzeit oder die Vorfreude auf ein besonderes und schönes Ereignis. Außerdem kommt es auch durch übermäßigen und intensiven Sport mit geringem Körpergewicht zu Veränderungen des Zyklus. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass das körpereigene wichtige Östrogen zu wenig oder gar nicht produziert wird, obwohl Östrogene gerade bei Sportlerinnen wichtig für die Knochengesundheit sind. Nicht selten fallen bei Extremsportlerinnen daher monatliche Blutungen über einen sehr langen Zeitraum aus. Kurzzeitige Stressereignisse führen meist nicht zu wesentlichen und dauerhaften Konsequenzen. Eine besondere Belastung über einen längeren Zeitraum hinweg kann allerdings zu messbaren Veränderungen führen. Was tun bei stressbedingter Hormonveränderung? Unsere Stressbelastung werden wir im täglichen Leben oft kaum verhindern können, allerdings können wir uns diese immer wieder vor Augen führen und versuchen, sie zu reduzieren, gerade, wenn körperliche Symptome und Zyklusstörungen ein deutliches Signal geben. Spätestens dann ist es an der Zeit, für regelmäßige Entspannung zu sorgen, um Kraft und Energie zu tanken. Bereits kurze, aber effektive Entspannungsübungen können helfen und sind fast immer umsetzbar, wie alles im Leben… es bedarf einer guten Organisation. Fest eingetragene Termine für Entspannung und Wohlfühlmomente wären ein Lösungsansatz.
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GESUNDHEITSVORSORGE
Gesundheits-Check-up im
GLEIS EINS informiert: Vademecum sinnvoller Gesundheitsvorsorge
Kindes- und Jugendalter! Lebensalter
Fachrichtung
Art der Untersuchung
Nach der Geburt
■ HNO-arzt ■ Kinderarzt
u Neugeborenen-Hörscreening u U1 Neugeborenenerstuntersuchung
3. – 10. Tag
■ Kinderarzt
u U2 erste Grunduntersuchung
4. – 5. Woche
■ Kinderarzt
u U3 Kinderarztpraxis und Familie
3. – 4. Monat
■ Kinderarzt
u U4 erste Impftermine
6. – 7. Monat
■ Kinderarzt
u U5 das Baby wird beweglicher
6. – 9. Monat
■ Zahnarzt
u Milchzähne und Beratung mit Baby 01
10. – 12. Monat
■ HNO-arzt ■ Kinderarzt
u Beurteilung der Sprachentwicklung u U6 Start in das Kleinkindalter
15. – 18. Monat
■ Zahnarzt
u Milchbackenzahnung, Ernährungsberatung
21. – 24. Monat
■ Kinderarzt
u U7 aus dem Baby ist ein Kleinkind geworden
24. Monat
■ Akademischer Sprachtherapeut ■ HNO-arzt ■ Augenarzt
u Früherkennung und Beratung von Risikokindern („Late-talker“)
30. – 72. Monat
■ Zahnarzt
u 3 x FU: Einschätzung Kariesrisiko, Ernährungsberatung, Mundhygieneberatung, Fluoridmittelempfehlung
34. – 36. Monat
■ Kinderarzt
u U7a Kleinkind wird Kindergartenkind
3. – 4. Lebensjahr
■ Akademischer Sprachtherapeut ■ HNO-arzt
u Beratung und Frühförderung zu Prophylaxe von Stimm-, Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen; Elternberatung und -anleitung bei kindlichen Stimm-, Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen sowie bei Stottern; Beratung fremdsprachiger Eltern bei Verdacht auf Sprach- oder Sprechstörung bei Mehrsprachigkeit
4. Lebensjahr
■ Augenarzt ■ Kinderarzt
u Ausschluss Schwachsichtigkeit, Spätschielen, Brille u U8 auf dem Weg zum Vorschulkind
5. Lebensjahr
■ Kinderarzt
u U9 bald ein Schulkind
6. Lebensjahr
■ Augenarzt ■ HNO-arzt ■ Urologe
u Ausschluss Schwachsichtigkeit, Brille vor Einschulung u Allergietest u Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung für Nierensteine
ab 6. Lebensj. halbj.
■ Zahnarzt
u 01, Prophylaxe (IP), Fissurenversiegelung
7. Lebensjahr
■ Kieferorthopäde
u U8/U9 Erkennen von Kieferfehlstellungen
8. Lebensjahr
■ Akademischer Sprachtherapeut
u Diagnostik und Therapie von Lese- und Rechtschreibstörungen
9. Lebensjahr
■ Kieferorthopäde
u Voruntersuchung Ende der 1. Wechselgebissphase
ab 10. Lebensjahr
■ HNO-arzt
u Hörtest, Prüfung des Gleichgewichtes auf Tauch-, Fahr-, Flug- und Bootstauglichkeit, Tauglichkeitsuntersuchung für bestimmte Berufe (Piloten, Berufskraftfahrer, Sprechberufe)
11. Lebensjahr
■ Kieferorthopäde
u Voruntersuchung Ende der 2. Wechselgebissphase
12. – 18. Lebensj. halbj.
■ Zahnarzt
u 01, Prophylaxe (IP), Versiegelung, KFO-Ber., OPG für Check Weisheitszähne, Bissflügelaufnahmen
bis 13. Lebensjahr
■ Kieferorthopäde
u 9. – 13. Lebensjahr Beseitigung von Zahn- und Kieferfehlstellungen
13. – 14. Lebensjahr
■ Kieferorthopäde ■ Kinderarzt
u 9. – 13. Lebensjahr Beseitigung von Zahn- und Kieferfehlstellungen u J 1 Jugendlichen-Untersuchung
16. – 17. Lebensjahr
■ Frauenarzt ■ Kinderarzt
u Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs, Antikonzeptionberatung u J 2 Jugendlichen-Untersuchung
17. Lebensjahr
■ Kieferorthopäde
u Entscheidung ob Behandlung auf Kassenkosten
10. – 18. Lebensjahr
■ Orthopäde
u Rücken-Check-up
1. – 18. Lebensjahr
■ Hautarzt
u Hautvorsorgeuntersuchung bei großen angeborenen Muttermalen oder familiärem Hautkrebs u Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich)
■ Urologe
u Ausschluss frühkindliches Schielen
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GESUNDHEITSVORSORGE
Gesundheits-Check-up im
GLEIS EINS informiert: Vademecum sinnvoller Gesundheitsvorsorge
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Erwachsenenalter!
Lebensalter ab 18. Lebensjahr
20. Lebensjahr
Fachrichtung ■ Augenarzt ■ Urologe ■ ■ ■ ■
Zahnarzt Augenarzt Frauenarzt HNO-arzt
■ Internist ■ Kardiologe ■ ■ ■ ■
Kieferorthopäde Neurologe Orthopäde Sportmediziner
■ Urologe ■ Zahnarzt
30. Lebensjahr
■ ■ ■ ■ ■
Augenarzt Frauenarzt Internist Kieferorthopäde Radiologe
■ Urologe ■ Zahnarzt
40. Lebensjahr
■ Augenarzt ■ Frauenarzt ■ Internist ■ Internist/Sportmed. ■ Kardiologe
■ ■ ■ ■ ■
Kieferorthopäde Neurologe Radiologe Sportmediziner Urologe
■ Zahnarzt
45. Lebensjahr
■ Augenarzt ■ Frauenarzt
Art der Untersuchung u Verkehrstauglichkeit/Brille bei Führerschein mit 17 Jahren u Fruchtbarkeitscheck bei (unerfülltem) Kinderwunsch, Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen u „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorgeuntersuchung u Hörtest (Früherkennung von Lärmschäden), bei Rauchern 2 x jährlich Kehlkopfspiegelung zur Früherkennung des Kehlkopfkrebses, Tauchtauglichkeitsuntersuchung zur Verhinderung von Barotraumen des Ohres und der Nasennebenhöhlen u Stoffwechsel-Check, Kontrolle von Impfschutz, Indentifizierung von Risikopatienten (z. B. fam. Polyposen) u bei Leistungssport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Verlaufskontrolle u Schlafanalyse und -hygiene u Rücken-Check-up alle 5 Jahre u bei Leistungssport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorgeuntersuchung, Mammasonografie, Dünnschichtzytologie u komplette Krebsvorsorge alle 5 Jahre, Komplett-Check alle 2 Jahre u Verlaufskontrolle u Brustkrebsvorsorge Mammasonografie (30., 40. Lebensjahr); bei familiärem Risiko: Mamma-MRT u Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorgeuntersuchung mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie u ausführlicher Check-up mit EKG, Ergometrie, Labor, Lungenfunktion, Sonografie von Schilddrüse und Oberbauch – Wiederholung alle 5 Jahre u bei Freizeitsport: alle 5 Jahre Check (EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte); bei Risiko-Patienten (Herzinfarkt in der Familie, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Blutfetterhöhung, Rauchen): EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien, Ultraschall Beinarterien, Laborwerte u Verlaufskontrolle u Schlaganfallprävention (Stroke risk analyser) u Lungenkrebsvorsorge (Lungen-CT), Mammasonografie u alle 5 Jahre sportmed. Untersuchungen u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherkennung (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check, Bildschirmbrille u Knochendichte, Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie
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Lebensalter
Fachrichtung
Art der Untersuchung
■ Internist
u erstmalige Krebsvorsorge mit Coloskopie, Oberbauchsonografie und fakultativer Gastroskopie, Labor alle 5 Jahre u erstmaliger genereller Herz-Kreislauf-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien, Ultraschall Beinarterien) u Osteoporosemessung, Rücken-Check alle 5 Jahre u Herz-CT-Koronarangiografie: Ausschluss KHK, Diabetiker, Bypasskontrolle; Herz-CT-Kalzium-Score: familiäres Infarktrisiko, Raucher, Diabetiker, Hypercholesterinämie, Gefäß-Check der hirnversorgenden Gefäße (Arterien); mittels MR-Angiografie: bei Diabetikern, Rauchern, fam. Schlaganfall und Hypercholesterinämie u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Verkehrs- Check (LKW alle 5 Jahre), Bildschirmbrille, Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie u Gefäß-Check bei Rauchern und Hypertonikern u ausführlicher Check-up mit EKG, Ergometrie, Labor, Lungenfunktion, Sonografie von Schilddrüse und Oberbauch – Wiederholung alle 5 Jahre; Krebsvorsorge mit Coloskopie, Oberbauchsonografie und fakultativer Gastroskopie, Labor alle 5 Jahre u Herz-Kreislauf-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien) – Wiederholung alle 5 Jahre; bei Freizeitsport: alle 2 Jahre FitnessCheck (EKG, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Verlaufskontrolle u Früherkennung dementieller Störungen, Neuropsychol. Untersuchungen u Darmkrebsvorsorge (virtuelle CT-Darmspiegelung) u alle 2 Jahre sportmed. Untersuchungen u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Beratung u. Diagnostik von dementiellen Erkrankungen z.B. CERAD
■ Kardiologe ■ Orthopäde ■ Radiologe
■ Urologe ■ Zahnarzt
50. Lebensjahr
■ Augenarzt ■ Frauenarzt ■ Gefäßchirurg ■ Internist
■ Kardiologe
■ ■ ■ ■ ■
Kieferorthopäde Neurologe Radiologe Sportmediziner Urologe
■ Zahnarzt
60. Lebensjahr
■ Akademischerer Sprachtherapeut ■ Augenarzt ■ Frauenarzt ■ HNO-arzt ■ Internist ■ Kardiologe
■ Kieferorthopäde ■ Sportmediziner ■ Urologe ■ Zahnarzt
ab 70. Lebensjahr
■ Augenarzt ■ Frauenarzt ■ Orthopäde ■ Urologe ■ Zahnarzt
Alle Altersklassen
■ Hautarzt
u Verkehrs- Check (LKW alle 5 Jahre), Bildschirmbrille, Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie u Hörtest u ausführl. Check-up mit EKG, Ergometrie, Labor, Lungenfunktion, Sonografie von Schilddrüse u. Oberbauch – Wiederholung alle 2 Jahre u Herz-Kreislauf-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien, Ultraschall Beinarterien) – Wiederholung alle 5 Jahre; bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Verlaufskontrolle u bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Check (EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Bildschirmbrille, Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie u Rücken-Check-up alle 5 Jahre u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Hautvorsorgeuntersuchung 1 x jährlich; insbesondere bei mehr als 50 Muttermalen, häufigen Sonnenbränden, Hellhäutigen und Rothaarigen sowie bei familiärem Hautkrebs
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GESUNDHEITSVORSORGE
Gesundheits-Check-up nach
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Risikogruppen!
GLEIS EINS informiert: Vademecum sinnvoller Gesundheitsvorsorge
Risikogruppe
Fachrichtung
Art der Untersuchung
– Berufskraftfahrer
■ Augenarzt ■ HNO-arzt ■ Urologe
u ab 50. Lebensjahr 5-jährlich u ab 50. Lebensjahr 5-jährlich u Harnblasenkrebsfrüherkennung
– Piloten
■ Augenarzt ■ HNO-arzt ■ Kardiologe/Internist
u gemäß Bestimmung 2-jährlich u gemäß Bestimmung u gemäß Bestimmung jährlich
– Bildschirmarbeitsplatz
■ Augenarzt ■ Orthopäde
u ab 45. Lebensjahr 2-jährlich u 5-jährlich Rücken-Check-up
– Bei Feuchtarbeiten, irritativen und sensibilisierenden Arbeitsstoffen
■ Hautarzt
u gemäß berufsgenossenschaftlichen Bestimmungen
– Leder-, Gummi-, Textilindustrie, Kaminkehrer, Bauindustrie, Friseure, Exposition gegenüber Lacken, Farben, Lösungsmitteln, Haarfärbemitteln
■ Urologe
u Harnblasenkrebsfrüherkennung
Diabetiker
■ ■ ■ ■ ■ ■
Fam. Herzinfarkt/Schlaganfall-Belast.
■ Kardiologe
u ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre
Herzkranke
■ Kardiologe/Internist ■ Zahnarzt
u alle 6 – 12 Monate, je nach Schwere der Erkrankung u regelmäßige Parodontitisvorsorge/Kontrolle
Hypertoniker
■ ■ ■ ■
Immunschwäche
■ Hautarzt
Berufsgruppen
Augenarzt Diabetologe Hautarzt Kardiologe Radiologe Zahnarzt
Augenarzt Gefäßchirurg Internist Kardiologe
u jährliche Netzhautuntersuchungen u 3-monatliche Untersuchungen u individuell, Haut-Check u ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre u ab 45. Lebensjahr jährlich u regelmäßige Parodontitisvorsorge/Kontrolle
u jährliche Netzhaut- und Augendruckuntersuchungen u Gefäß-Check u 6-monatliche Untersuchungen u je nach Alter, ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre
■ Zahnarzt
u Hautvorsorgeuntersuchung individuell bei Krebserkrankungen, Lymphomen, Leukämie, organtransplantierten Patienten, HIV Infektion, sowie Einnahme immununterdrückender Medikamente (z. B. Cortison, Imurek u.a.) u Überwachung von Infektionen in der Mundhöhle
■ Augenarzt
u ab -3,0 dpt jährlich Netzhaut-Check
– Antikozeptiva/Hormonersatztherapie
■ Frauenarzt
u 6-monatlich
– Biologicals
■ Hautarzt
u individuell, Haut-Check
– Bisphosphonate
■ Zahnarzt
u Zahnsanierung vor Therapiebeginn und regelmäßige Überwachung
– Cortison
■ ■ ■ ■
Augenarzt Hautarzt Internist Orthopäde
u 6-monatlich u individuell, Haut-Check u 3-monatlich u Messung von Osteoporose und Muskelmasse
– Chemotherapeutika (MTX, etc.)
■ ■ ■ ■ ■
Augenarzt Hautarzt Onkologe Urologe Zahnarzt
u jährlich Gaucom-, Hornhaut-, Netzhaut-Check u individuell, Haut-Check u Nachsorge 3-monatlich (individuell) u Harnblasenkrebsfrüherkennung u vor Chemotherapie Vorstellung, ggf. Zahnsanierung und regelmäßige Kontrolle
Kurzsichtige Medikamentendauereinnahme
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Risikogruppe
Fachrichtung
Art der Untersuchung
– ß-Blocker
■ Kardiologe/Internist
u jährlich
– Cordarex
■ Augenarzt ■ Kardiologe/Internist
u jährlich Hornhaut-, Netzhaut-Check u jährlich
– Antirheumatika (Gold, Resochin, MTX)
■ Augenarzt ■ Hautarzt ■ Internist
u jährlich Hornhaut-, Netzhaut-Check u individuell, Haut-Check u 3-monatlich
– Lichtsensibilisierende Pharmaka (z. B. Tetracycline)
■ Hautarzt
u individuell, Haut-Check
– Bestrahlung
■ Zahnarzt
u vor Therapiebeginn Vorstellung, ggf. Zahnsanierung und regelmäßige Kontrolle
Osteoporose
■ Orthopäde
u ab 45. Lebensjahr: 1 x jährlich Osteoporosemessung
Raucher
■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■
Augenarzt Gefäßchirurg HNO-arzt Internist Kardiologe Radiologe Urologe Zahnarzt
u jährliche Netzhautuntersuchung und Glaukomvorsorge u Gefäß-Check u 2 x jährliche Kehlkopfspiegelung u jährlich u ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre u Gefäß-Check 40., 45. Lebensjahr u Harnblasenkrebsfrüherkennung u regelmäßige Parodontitisvorsorge/Kontrolle, Überwachung der Mundschleimhaut
Rheumatiker
■ ■ ■ ■
Augenarzt Hautarzt Internist Zahnarzt
u jährlich u individuell, Haut-Check u 3-monatlich u bei Kiefergelenkbeschwerden: regelmäßige Kontrolle
Schwangere
■ Frauenarzt ■ Internist ■ Zahnarzt
u Schwangerschaftsvorsorge u Schwangerschaftsdiabetes u Schwangerschaftsgingivitis/Parodontitis
Sportler
■ Zahnarzt
u Sportschutzschienen
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Kardio-/Herz-CT mit Kalzium-Score Kennen Sie Ihr persönliches Herz-Kreislauf-Risiko?
Durchführung eines Kardio-CT die weitere Therapie/Vorsorge deutlich individueller und präziser durchgeführt werden kann und hierdurch die Herzinfarkt-Rate gegenüber Patienten ohne durchgeführtes Kardio-CT um über 50% gesenkt werden kann.
Welche Ergebnisse sind von der Kardio-CT mit KalziumScore zu erwarten?
Sie… … haben geraucht oder rauchen? … haben Bluthochdruck? … haben Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) … haben eine Fettstoffwechselstörung (erhöhtes Cholesterin)? … kennen ein Familienmitglied mit einem Herzinfarkt vor dem 60. Lebensjahr? … verspüren bei Belastung Luftnot oder stechende Schmerzen im Brustkorb? Dank großer wissenschaftlicher Untersuchungen sind die Ursachen der Atherosklerose sehr genau erforscht. Falls einer oder mehrere der oben genannten Faktoren bei Ihnen vorhanden sind, sollte Ihr persönliches „kardiovaskuläres Risiko“ genauer bestimmt werden.
Herzkreislauferkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Stress und folglich ein oft ungesunder Lebensstil sind hierfür ein wesentlicher Risikofaktor. Hauptproblem sind hierbei Verkalkungen und Ablagerungen (Atherosklerose) in den Herzkranzgefäßen, welche zu einem chronischen Koronarsyndrom führen (früher KHK genannt). Dieses entwickelt sich über Jahre und Jahrzehnte, ohne dass man es merkt, und führt dann – im ungünstigsten Fall – plötzlich zu einem Herzinfarkt, der tödlich verlaufen kann. Auch wenn bei Ihnen oben genannte Risikofaktoren vorliegen, ist immer noch unklar, ob sich bei Ihnen auch ein chronisches Koronarsyndrom (KHK) entwickelt hat und wenn ja, wie stark dieses ausgeprägt ist. Diese Informationen kann das Kardio-CT mit Kalzium-Score liefern. Neueste Studien (SCOT-HEART) zeigen in diesem Kontext, dass bei Patienten mit V.a. chronisches Koronarsyndrom die
Durch die computergestützte Analyse der Gefäß-Verkalkungen können wir feststellen, ob bei Ihnen ein chronisches Koronarsyndrom vorliegt und wie stark die Erkrankung fortgeschritten ist. Das Ausmaß der Verkalkungen (AgatstonScore) ist ein wichtiger Risikofaktor und hilft bei der Entscheidung, ob eine Fettstoffwechselstörung, Übergewicht oder Rauchen intensiver u.a. auch medikamentös behandelt werden sollten, um einem Herzinfarkt sinnvoll vorzubeugen. Hinsichtlich der individuellen Risikobestimmung ist diese Koronarkalk-Quantifizierung sowohl klinischen Tests als auch Laboruntersuchungen überlegen und hilft ein individuelles Vorsorgekonzept für Sie zu entwickeln. Durch die zusätzliche kontrastmittelgestützte Darstellung der Koronargefäße (Kardio-CT) kann je nach Beschwerdebild in derselben Untersuchung dann als nächster Schritt überprüft werden, ob tatsächlich schon Verengungen der Herzkranzgefäße vorliegen. Je nach Befundergebnis können dann individuelle, leitliniengerechte Empfehlungen zum weiteren Vorgehen gestellt werden: Falls keine oder nur milde Gefäßverengungen nachgewiesen werden, ist eine weitere kardiale Diagnostik meist nicht mehr notwendig. Bei grenzwertigen Verengungen kann z.B. eine ergänzende Kardio-MRT zur direkten Beurteilung der Herzmuskeldurchblutung sinnvoll sein. Eine invasive Herz-KatheterUntersuchung ist Dank des Kardio-CTs oftmals nur noch bei schweren Verengungen notwendig.
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HIER FINDEN SIE UNS: BAG Radiologie & Nuklearmedizin Prof. Dr. Stephan Schmitz und Kollegen Abb. links: Computergestützte 3D-Darstellung des Herzens und der Herzkranzgefäße. Abb. rechts: Hochauflösende Darstellung der linken Koronararterie (LAD) mit Nachweis einer kleinen, wandständigen, teils verkalkten Ablagerung mit minimaler Einengung der Arterie.
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Was Sie noch über die Kardio-CT wissen sollten! Die Untersuchung selbst dauert nur wenige Sekunden. Insgesamt muss man jedoch mit Untersuchungsvorbereitung und Planung etwa 30 Min. Zeit einplanen. Da es sich um ein „offenes“ Gerät handelt, ist dies auch für Patienten mit Platzangst problemlos zu schaffen. Dank hochmoderner CT-Technik ist die Strahlenbelastung sehr gering. Der erste Schritt der Untersuchung (Kalk-ScoreBestimmung) erfolgt ohne Kontrastmittelgabe und kann ggf. je nach Beschwerdebild/Fragstellung auch isoliert durchgeführt werden. Im zweiten Schritt wird mit Hilfe von jodhaltigem Kontrastmittel eine Darstellung der Koronargefäße (Kardio-CT) ermöglicht, hierbei ist es bei hö-
herem Ruhepuls manchmal notwendig die Herzfrequenz temporär medikamentös mit Hilfe eines sehr gut verträglichen Medikaments (Beta-Blocker) kurzfristig zu senken.
Ausgelagerter Praxisteil Klinikum Aschaffenburg-Alzenau Am Schlosshof 1 63755 ALZENAU-WASSERLOS
Wer übernimmt die Kosten? Filialpraxis Seligenstadt Die Untersuchung wird von privaten Krankenversicherungen in der Regel erstattet. Patienten der gesetzlichen Versicherungen (AOK etc.) müssten die Untersuchung als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) selbst tragen. Manche gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen einen Teil der Kosten. Dies sollten Sie aber mit Ihrer Krankenkasse vor der Untersuchung klären. Einen Kostenvoranschlag erhalten Sie gerne bei uns auf Anfrage.
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Wer macht Ihre Kardio-CT? Prof. Dr. med. Stephan Schmitz
Dr. med. Stefan Zimmermann
Dr. med. Alexander Sauer
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(langjähriger Leiter der „Cardiovascular MR Imaging“-Forschungsgruppe mit Schwerpunkt Atherosklerose am renommierten Imperial College London)
(Q1-Zertifikat Kardio-CT der DRG)
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KARDIOLOGIE ASCHAFFENBURG 32
Das Herz vom Stress entlasten Dauerstress kann ernste Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedingen – Tipps zum Stressabbau Heutzutage stehen die meisten Menschen unter enormem Druck. Corona-Pandemie, Ärger am Arbeitsplatz oder belastende Situationen in der Familie – psychischer Stress kann dem Herzen unter Umständen beträchtlich schaden. Zu viele Herausforderungen bewältigen zu müssen ist schlecht fürs Herz, zu wenige aber auch. Wer Leere empfindet oder ohne Freude durchs Leben geht, zu wenig Beschäftigung hat und sich nutzlos fühlt, kann genauso unter Stress geraten wie Menschen, die vor „To-dos“ nicht ein noch aus wissen. Stress ist keine harmlose Alltagserscheinung, sondern einer der größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Denn er sorgt dafür, dass der Blutdruck ansteigt. Schlaflosigkeit, Bluthochdruck und Infektanfälligkeit können die Vorboten schwerwiegenderer Herz-KreislaufErkrankungen sein. Dauerstress kann zu Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt oder Herzversagen führen und sollte deshalb vermieden werden. Was löst die psychische Anspannung aus? Grundsätzlich ist Stress etwas Natürliches. Der Mensch braucht ihn sogar, um die Anforderungen, die an ihn gestellt werden, zu bewältigen. Stress mobilisiert Energie und bringt das Nervensystem auf Hochtouren. Allerdings muss nach der Anspannung eine Phase der Entspannung folgen. Körper und Seele sind auf deren Gleichgewicht angewiesen. Bleibt die Entspannung aus, entsteht Dauerstress. Der Blutdruck bleibt dauerhaft zu hoch, die Blutgefäße verengen sich und verstopfen leichter, weil sich die Blutgerinnung bei Stress verändert. Es drohen Herzkrankheiten. Außerdem schüttet der Körper zu viel Insulin aus, was zu Diabetes führen kann. Das Immunsystem wird schwächer, Schlafstörungen können auftreten. Liegt bereits eine Herzkrankheit vor, kann auch das die Psyche stark unter Stress setzen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Therapie mit zusätzlichen Belastungen einhergeht – etwa mit Schockabgaben eines implantierten Defibrillators oder häufigen Krankenhausaufenthalten. Daraus können sich Ängste und psychische Probleme entwickeln, die das Herz belasten. So entsteht häufig ein Teufelskreis aus Herz-
krankheit und Problemen mit der Psyche. Um gar nicht erst hineinzugeraten, arbeiten inzwischen viele kardiologische Akutkliniken eng mit psychosomatischen Diensten zusammen. Sie bieten unterstützende Gespräche sowie Hilfe bei der Therapieplanung an.
Wie lässt sich Stress abbauen? Die Deutsche Herzstiftung gibt eine Reihe von Tipps: Ausreichend bewegen Bereits eine halbe Stunde Nordic Walking, Schwimmen oder Joggen kann das Stress-Level enorm senken. Toller Nebeneffekt: Sport gehört gleichzeitig zu den besten Mitteln gegen Schlafprobleme. Wichtig: Nicht direkt vor dem Schlafengehen trainieren, sondern tagsüber. Entspannungstechniken nutzen Yoga, progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder autogenes Training sind ein hervorragendes Mittel gegen Stress. Wichtig ist es, die ausgewählte Technik regelmäßig zu üben, damit sie in Stresssituationen abrufbar ist. Ursachen auf den Grund gehen Wiederkehrende Konfliktsituationen auflösen, indem man sich verdeutlicht, ein wohlwollendes Miteinander anstreben zu wollen. Natürlich lassen sich so nicht alle Probleme aus der Welt schaffen. Bei großen Belastungen können Partneroder Familientherapien helfen. Auch bei beruflichen Problemen können Sie sich Beratung suchen.
Ausgleich suchen Ein Hobby kann Wunder bewirken. Vogelperspektive einnehmen Sie stehen im Stau und müssen pünktlich zu einem Termin? Dann versuchen Sie, die Situation einmal ganz bewusst von oben bzw. von außen zu betrachten. So schaffen Sie emotionale Distanz und werden schnell zu dem Ergebnis kommen, dass der Stau ein Tatbestand ist, den Sie nicht beeinflussen können. Wenn Sie sich aufregen, wird die Situation für Sie nur schlimmer. Dieser Wechsel in die Vogelperspektive ist eine der wirkungsvollsten Techniken, um Stress zu umgehen. Fernseher ausschalten Nach einem stressigen Tag wirken Couch und Fernseher verlockend. Allerdings sind wir beim Fernsehen passiv, was bei Stressabbau nicht weiterhilft. Besser gegen Stress wirken Alternativen wie ein gemeinsames Abendessen mit der Familie. Wenn der TV-Verzicht schwerfällt, könnte ein Fernsehplan helfen, in den bewusst Pause-Tage eingetragen werden. Vorsicht bei Medikamenten Zwar gibt es Medikamente, die beruhigend wirken und Stressgefühle vermindern. Allerdings sollten solche Arzneimittel immer nur unter kritischer Kontrolle eines erfahrenen Arztes zum Einsatz kommen und nicht einfach im Internet bestellt werden. Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine sind für eine langfristige Stressbewältigung oft völlig ungeeignet, da sie schon nach wenigen Wochen zur Abhängigkeit führen. Sie sind eher für extreme Krisensituationen und nur für kurze Zeit geeignet. Auf die Ernährung achten Wer viel Stress hat, achtet häufig nicht ausreichend auf einen gesunden Ernährungsstil. Oft werden nicht hochwertige Lebensmittel gewählt, zu viel gegessen und zu viel Alkohol getrunken. Kommt ein Bewegungsmangel hinzu, ist Übergewicht die typische Folge – was häufig zur Verstärkung von Stressgefühlen führen kann. Auch in schwierigen Lebensphasen ist eine ausgewogene Ernährung unbedingt wichtig.
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Die Herz-Kreislauf-Spezialisten im Stadtpalais „Alte Post“ am Hauptbahnhof Dr. med. Andreas Görz, Priv.-Doz. Dr. med. Werner Peters (von links)
Unsere Leistungen: ■ Kardiologie – Untersuchungen:
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Kardiologische Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg Dr. med. Andreas Görz Priv.-Doz. Dr. med. Werner Peters Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie Hypertensiologie DHL® Sportmedizin Stadtpalais | Elisenstraße 32 Eingang A 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/3 86 72-0 Telefax 0 60 21/3 86 72 25
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GASTROENTEROLOGIE UND INNERE MEDIZIN GASTROENTEROLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG
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DIE GASTROENTEROLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG INFORMIERT
Stress in der Gastroenterologie
Obwohl Stress als grundsätzlich normale Reaktion auf Gefahrsituationen nicht notwendigerweise schlecht ist („eustress“), kann eine längerandauernde und evtl. nicht auflösbare Belastungssituation („disstress“) auch gravierende Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt haben. Die Anzahl der Nervenzellen im MagenDarm-Trakt ist die größte Ansammlung von Nervenzellen außerhalb des zentralen Nervensystems (ZNS). Diese Ansammlung wird enterales Nervensystem (ENS) („Bauchhirn“) genannt. Das ENS kontrolliert die Funktionen des Verdauungstraktes (Kontraktionen der Darmwand sowie Transport und Blutfluß durch und innerhalb der Darmwand). Auch sind bestimmte Programme in dem Nervensystem gespeichert (z.B. Verdauung, Ruhe, etc.), die bei Bedarf abgerufen werden können. Es besteht eine komplexe Interaktion zwischen dem ZNS und dem ENS (z.B.
durch das autonome Nervensystem). So können Emotionen (z.B. Stress) die Funktionen des ENS modifizieren und dadurch multiple Funktionsstörungen im MagenDarm-Trakt auslösen. Umgekehrt können auch Störungen im Magen-Darm-Trakt zu einer Beeinflussung von Emotionen, etc. führen (bilaterale Beziehung zum ZNS). Häufig führt Stress zu einer gesteigerten Beweglichkeit des Dickdarms (Krämpfe, Durchfall) und zu einer verzögerten Passage des Magens (Oberbauchschmerzen, Sodbrennen). Auch die Wahrnehmung dieser Beschwerden wird durch Stress deutlich gesteigert. Es kommt außerdem noch zu einer Abschwächung des Immunsystems. Bei länger andauernder Belas-
tung kann es zu einer andauernden Überempfindlichkeit („Hypersensitivität“) des ENS kommen (z.B. beim Reizdarmsyndrom). Die Aktivität von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn wird durch das ENS im Rahmen der Stressantwort verändert und es kann zur Auslösung von Krankheitsschüben kommen. Durch chronischen Stress kommt es auch zu einer Steigerung des zellulären Stresses (oxidativer Stress). Dadurch steigt z. B. auch die Wahrscheinlichkeit der Krebsentstehung (z. B. Darmkrebs). Zusammenfassend kann daher gesagt werden, dass Vermeidung von Stress (Primärprävention) oder Stressabbau (Sekundärprävention) helfen kann, akute oder chronische Magen-Darm-Erkrankungen zu vermeiden oder deutlich zu lindern. Entsprechende Maßnahmen können daher integraler Teil einer Therapie sein.
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GAST
IHR TEAM DER GASTROENTEROLOGISCHEN GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG Prof. Dr. med. W. Fischbach, Priv.-Doz. Dr. med. R. Melcher, Dr. med. C. Noé, Priv.-Doz. Dr. med. H. Lührs, Dr. med. K. Metz, Dr. med. O. Tabarelli
GUT AUFGESTELLT. FÜR IHRE GESUNDHEIT. Gesundheit und Wohlbefinden unserer Patienten stehen an erster Stelle. Und wir setzen uns für dieses Ziel ein. Mit unserem breiten Spektrum medizinischer Leistungen und einem hochqualifizierten Team an Ärzten sind
wir die Experten für gastroenterologische Erkrankungen. Nicht nur zentral im Herzen Aschaffenburgs, sondern vor allem immer nah am Patienten.
UNSERE LEISTUNGEN IN DER ÜBERSICHT: • Darmspiegelung zur Krebsvorsorge
• Atemgastests (Laktose, Fruktose u.a.)
• Anlage von Ernährungssonden
• Chemotherapie / Immuntherapie
• Hämorrhoidentherapie
• Therapie von M. Crohn, Colitis ulcerosa
• Magen- und Darmspiegelung
• Laboruntersuchungen
• Enddarmuntersuchung
• Krebsvorsorge / Tumornachsorge
• Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane,
• Behandlung von Lebererkrankungen
der Schilddrüse, der Kopfspeicheldrüsen, der Blutgefäße sowie der Lymphknoten
• internistische Durchuntersuchungen • Gutachten
GASTROENTEROLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG Stadtpalais „Alte Post“ am Hauptbahnhof • Elisenstr. 32 • Eingang B • 63739 Aschaffenburg Telefon: 0 60 21 | 44 47 8 - 0 • Telefax: 0 60 21 | 44 47 8 - 50 • praxis@gastro-ab.de Sprechzeiten: Montag – Freitag, 08.30 Uhr – 12.30 Uhr und 13.30 Uhr – 16.00 Uhr
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PHYSIOTHERAPIE/FITNESS/ KOSMETIK & FUSSPFLEGE PRAXIS FÜR GANZHEITLICHE GESUNDHEITSPFLEGE
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Mit Physiotherapie gegen Stress Entspannungstechniken und Massagen können helfen, chronischem Stress positiv zu begegnen
Linderung verschaffen. Sie haben allerdings einen gravierenden Nachteil. Werden sie zu oft eingenommen (über ein Vierteljahr mehr als zehnmal im Monat), verursachen sie selbst Kopfschmerzen. Daher lohnt es sich, auch nichtmedikamentöse Maßnahmen auszuprobieren, zumal bekannt ist, dass die Kombination aus pharmakologischer Therapie und Stressbewältigungstraining erfolgreicher ist als die alleinige Einnahme von Tabletten. Hier kommt die Physiotherapie ins Spiel. Massagen, Entspannungstechniken und Anpassungen der Körperhaltung können helfen, dem chronischen Kopfschmerz zu begegnen. Die klassische Massage zum Beispiel dient der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und wirkt auf Körper und Seele. Sie soll entspannen, abschwellend wirken und die Durchblutung fördern.
Eine halbe Stunde Bewegung kann wahre Wunder wirken. Verspannte Muskeln lockern sich, Gewebe wird besser durchblutet, die Seele blüht auf, der Kopf wird frei. Wer sich und seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, kommt gegen Stress in Bewegung. Denn zu viel Stress kann krank machen und sich negativ auf Körper und Psyche auswirken. Die Folge können Schlafstörungen, Nacken- und Schulterschmerzen, Kopfschmerzen oder massive Erschöpfung sein. Physiotherapie kann einen wichtigen Beitrag zum Stressabbau leisten. Physiotherapeuten bieten Programme an, in denen Betroffene nicht nur Entspannungstechniken lernen, sondern auch körperbezogene Bewältigungsstrategien wie die progressive Muskelentspannung oder Atemübungen. Ziel ist, einen Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung im Alltag zu finden und negative Folgen von chronischem Stress für die körperliche und psychische Gesundheit zu vermeiden.
Eine Folge von Stress kann chronischer Spannungskopfschmerz sein, gegen den eine langfristig ausgerichtete Physiotherapie helfen kann. Dieser chronische Schmerz tritt mit zunehmendem Lebensalter häufiger auf, sowohl bei Männern, als auch bei Frauen. Als Ursache werden das Zusammenspiel einer verhärteten Nackenmuskulatur und Stress vermutet. Viele Menschen greifen in dieser Situation schnell zu freiverkäuflichen Schmerzmitteln, die in der Regel durchaus rasche
Auch Rückenschmerzen können ihre Ursache in zu viel Stress haben. Rückenschmerzen sind in Deutschland der Grund für jeden fünften Fehltag am Arbeitsplatz. Laut Statistik klagen 20 Millionen Deutsche regelmäßig über Kreuzschmerzen, wobei die Befunde vom Hexenschuss, über den Bandscheibenvorfall bis zu chronisch unspezifischen Beschwerden reichen. Bei 60 bis 80 Prozent der Patienten haben die Schmerzen allerdings keine organische Ursache. Bei der Suche nach den Ursachen machen Mediziner neben strukturellen Schäden wie beispielsweise Gelenkdegenerationen häufig eine unzureichende Stabilisation und Funktion der Wirbelsäule aus. Oft sind diese Zustände durch Defizite im Zusammenspiel zwischen Nerv und Muskel bedingt. Immer wieder liegen die Gründe für das Entstehen von Rückenschmerzen und die Verfestigung des Krankheitsbildes aber auch im psychischen und psychosozialen Bereich, insbesondere im Umgang mit Stress und Schmerz. Ein gezieltes Training sowohl zur Vorbeugung von Beschwerden als auch in der Rehabilitation erweist sich in der Regel als wirksam.
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Christine Schwarz
Seit 30 Jahren sind mein Team und ich Ihre Partner für Physiotherapie in Aschaffenburg. Wir bieten Ihnen ein weitgefächertes Angebot an hochwertigen, qualifizierten Leistungen rund um Gesundheit und Wohlbefinden.
Praxis für … … Krankengymnastik
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Krankengymnastik kommt zum Einsatz bei Störungen bzw. Beschwerden des Bewegungsapparates, des Kreislaufs und der Atmung. Das Ziel ist die Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit.
In unserem Fitness- und Gesundheitsstudio können Sie unter individueller Anleitung hochqualifizierter Therapeuten an Chipkarten gesteuerten FitnessGeräten, Kardiogeräten, Seilzügen und Laufbändern trainieren.
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Christine Schwarz (vorne/mitte und ihr Team)
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GEMEINSCHAFTSPRAXIS PROF. DRES. KREUSSER, HECHLER UND KOLLEGEN, ASCHAFFENBURG
ZAHNÄRZTE
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Zahnimplantate als bester Zahnersatz Kraftvoll zubeißen und das schönste Lächeln zeigen – Implantate machen‘s möglich Heutzutage stellt der Einzelzahnersatz mit circa 10 bis 20 Prozent aller Fälle einen häufigen Implantationsgrund dar. Einzelimplantate füllen eine Zahnlücke mit nur einem fehlenden Zahn. Sie werden immer festsitzend mit einer Implantatkrone (verschraubt oder zementiert) versorgt. Die Zahnlücke kann zum Beispiel unfallbedingt, durch Parodontose, kariesbedingt oder nach erfolgloser Wurzelkanalbehandlung bzw. Wurzelspitzenresektion entstehen. Der verlorengegangene Zahn wird dann durch das Einbringen eines Zahnimplantats mit einer fest darauf sitzenden Implantatkrone ersetzt.
Kein anderer Zahnersatz kommt dem natürlichen Zustand der Zähne so nahe wie ein Implantat. Mit ihm erhält der Patient nicht nur sein Lächeln zurück, er kann auch sicher zubeißen. Implantate sitzen im Kieferknochen nicht nur so fest wie natürliche Zahnwurzeln, sie verhindern auch einen Knochenrückgang. Durch ihren unverrückbaren Sitz bieten sie eine gute Kau- und Bissfähigkeit. Ein weiterer Pluspunkt: Von echten Zähnen sind Implantate optisch heute kaum noch zu unterscheiden. Moderne Behandlungsverfahren machen das Einsetzen der Implantate präzise, sicher und schonend. Dazu gehören: ■ 3D-Implantatplanung/Navigation: Diese dreidimensionale Kieferanalyse auf Basis der Digitalen Volumentomographie (DVT) ist ein modernes Hightech-Bildgebungsverfahren. Sie ermöglicht, die genaue Position der Implantate dreidimensional zu bestimmen. Ist zum Beispiel die Stärke des Kieferknochens nicht genau einzuschätzen oder der Verlauf eines Nervs im Kiefer unklar, macht eine DVT die Behandlung deutlich sicherer. ■ Minimalinvasive Implantate/MiniImplantate: Die künstliche Zahnwurzel wird ohne Zahnfleischschnitt
eingesetzt, der Eingriff ist damit besonders schonend. Vorteil: Die monatelange Einheilphase der künstlichen Zahnwurzel entfällt. ■ Metallfreie Keramikimplantate: Nicht jeder Patient verträgt Implantate aus Titan. Keramikimplantate sind eine gute Alternative. Sie sind biokompatibel, gewebefreundlich und schließen Wechselwirkungen mit anderem metallhaltigen Zahnersatz aus. ■ Verschiedene Knochenaufbaumethoden: Ist bei einem Patienten nicht genug Knochen für das Implantat vorhanden, können mit verschiedenen Methoden die Voraussetzungen für eine Implantatbehandlung geschaffen werden.
Fehlen mehr Zähne, fällt die Entscheidung ebenfalls häufig zugunsten einer festen Versorgung aus. Dazu zählen Einzelzahnimplantate, eine Brücke auf Implantaten oder eine Hybridbrücke, die aus Implantat und Zahn besteht. Bei zwei oder drei fehlenden Zähnen genügen zwei Implantate, um eine feste Implantatbrücke abzustützen. Wird eine Zahnlücke mit einer Brücke geschlossen, müssen dafür die Nachbarzähne der Zahnlücke beschliffen werden. Die moderne Lösung ist das Implantat, also eine künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik im Kieferknochen, auf der eine Krone, Brücke, Teiloder Vollprothese befestigt wird. Wenn drei und mehr Zähne nebeneinander fehlen, entstehen größere Lücken, die durch Zahnimplantate geschlossen werden können. Eine Implantatbrücke ist hier oft die bessere Option für festen Zahnersatz. Die Kosten sind geringer, es ist mehr Platz für die Implantate im Knochen verfügbar und die Operationen sind kürzer, ohne dass man bei Festigkeit und Dauerhaftigkeit Abstriche in Kauf nehmen muss. Sind nur noch wenig eigene Zähne vorhanden, können die Lücken bei dieser sogenannten Restbezahnung entweder festsitzend oder durch herausnehmbaren Zahnersatz mit Hilfe von Implantaten geschlossen werden.
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AKADEMISCHE PRAXIS FÜR SPRACHTHERAPIE
SPRACHTHERAPIE
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Akademische Praxis für Sprachtherapie
Stress – ein Phänomen unserer Zeit Die meisten Menschen stecken fest in einer Art Dauerstress. Der Alltag bürdet ihnen ständig zu viel auf, zu viel Hektik, zu viel, an das noch zu denken ist oder noch schnell erledigt werden muss, soziale Konflikte und Sorgen, wie es weitergehen soll. So geht es im Job, in der Familie und in der Partnerschaft. Dies war vor der Corona-Pandemie schon so und hat sich seitdem weiter verschärft. Woran liegt das und was können wir dagegen tun?
Laut Umfragen fühlten sich vor der CoronaKrise mehr als die Hälfte der Deutschen dauergestresst. Seit das Corona-Virus weltweit eine Krisensituation hervorgerufen hat, geben laut einer aktuellen Umfrage des Forsa-Instituts 91% der Bundesbürger an, in vielfältiger Weise unter Stress zu sein (Angst vor Ansteckung, Social Distancing, Kita- und Schulschließungen, Homeschooling, Kurzarbeit oder Verlust der Arbeit). Lange Zeit hat man übersehen, dass insbesondere auch Kinder und Jugendliche davon betroffen sind. Auch die Krankenkassen verzeichnen seither eine enorme Zunahme der aufgrund von psychischen Belastungen bedingten Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage). Demnach wundert es nicht, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO die Folgen von Stress als eine der größten medizinischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ansieht.
Was ist Stress? Normalerweise gehört ein gewisser Stress zum Leben dazu. Es gibt viele Situationen, in denen wir, um ein Ziel zu erreichen, gefordert sind, viel arbeiten müssen oder in denen wir aufgeregt sind (Eustress). Aber wenn wir danach glücklich und zufrieden sind, hat diese Art von Stress langfristig positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit und schadet uns nicht. Als Stress im negativen Sinne (Distress) bezeichnet man gesundheitspsychologisch eine körperliche
und psychische Reaktion eines Menschen auf eine für ihn nicht bewältigbar wahrgenommene Situation. Stress kann langfristig (Dauerstress) zu gesundheitlichen und psychischen Problemen führen.
Was sind Stressauslöser? Stress kann durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden und ist individuell unterschiedlich. Es gibt sogar Unterschiede, wie Männern und Frauen auf Stress reagieren. Zu den sogenannten physischen Stressoren zählt man Wärme, Kälte, Strahlung, Staub, Lärm. Psychische Reizauslöser sind Überforderung/Unterforderung im Beruf, Termindruck, Ärger mit Kollegen oder mit Führungskräften, Verlust eines geliebten Menschen, Betreuung von pflegenden Angehörigen, persönliche Enttäuschungen, Probleme in der Partnerschaft. Als persönliche Verstärker gelten Ungeduld, Perfektionismus, Kontrollstreben, soziale Anerkennung. In einer Krise, wie wir sie seit Beginn des letzten Jahres durch die weltweite Verbreitung des Erregers SARS-CoV-2 (CoronaVirus) erleben, kommen zusätzliche Faktoren hinzu, die unser inneres Gleichgewicht, unser Selbstwertgefühl und unser Vertrauen in uns, vielleicht sogar in unsere Gesellschaft und in unsere Zukunft auf eine harte Probe stellen. Grundbedürfnisse wie Freiheit und Autonomie, soziale Eingebundenheit und Zuwendung werden in Frage gestellt.
Chronischer Stress Stress wird gesundheitlich gefährlich, wenn er chronisch wird. Die dadurch freigesetzten Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol beeinflussen unseren Stoffwechsel nachhaltig. Der andauernde Alarmzustand zehrt an den körperlichen und psychischen Reserven. Wir leiden an chronischen Muskelverspannungen, Nacken- und Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Magen- Darm-Erkrankungen (z.B. Reizdarm), Konzentrationsmangel, reduzierte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Gedächtnisprobleme, auch weil durch Schlafmangel die notwendige Regeneration unserer Gehirnzellen während der Nacht fehlt. Es kommt zu erhöhten Blutzuckerwerten und Blutfetten, einer Schwächung des Immunsystems durch Abnahme sog. Immunzellen und die Feinstruktur und Kommunikation der Nerven ändert sich. Die Informationsweiterleitung funktioniert nicht mehr so gut; wir werden schusseliger, leiden an Stimmungswandel, Depressionen, Erschöpfung. Aber auch die Erhöhung des Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risikos nimmt zu.
Warum sind viele Menschen überlastet und entnervt? Erklärungen dafür gibt es viele. Manche Wissenschaftler machen hauptsächlich äußere Faktoren dafür verantwortlich, wie die zunehmende Reizüberflutung, die ständige Erreichbarkeit, der Spagat zwischen Job und Familie, das veränderte Work-Life-Balance-
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Konzept in einer Arbeitswelt, die trotzdem immer mehr von uns fordert. Eine andere Annahme ist die fehlende sogenannte Resilienz. Also die Fähigkeit, schwierige Situationen und Krisen mit innerer Stärke bewältigen zu können und sie mit Hilfe persönlicher und sozialer Ressourcen als Anlass für Entwicklungen/Veränderungen zu nutzen. Warum manche Menschen mehr von diesen Ressourcen haben und andere weniger oder über gar keine verfügen, ist noch nicht letztendlich geklärt. Der Pädagoge, Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff, sieht die Ursachen nicht so sehr bei den Umständen oder anderen Menschen, sondern in uns selbst. Viele von uns hätten verlernt, sich erwachsen zu verhalten und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Eine Mitschuld an dieser Entwicklung trage auch die digitale Revolution. Die tägliche Informationsflut erzeuge im Gehirn einen permanenten Alarmzustand. Viele Menschen seien dauerhaft überreizt, besorgt und überhastet und immer auf der Jagd, nichts zu verpassen. Dies führe dazu, dass erwachsene Menschen sich wie Kinder, also infantil, verhalten. Alles müsse sofort befriedigt werden, sie reagierten oft in blindem Aktionismus, ohne eine klares Ziel zu verfolgen, könnten für sie wichtige Informationen nicht mehr aus der Masse der Informationsflut herausfiltern oder hegten übermäßig hohe Ansprüche an ihre Umwelt. Fehle etwas oder müsse man länger auf etwas warten, werde dies oft als Zumutung verstanden. Die „überforderte Generation“ sei Winterhoff zufolge auch nicht mehr in der Lage, ihren Kindern gegenüber erwachsene Vorbilder zu sein, für sie als verantwortliche Eltern da zu sein, ihnen ein Gefühl von Geborgenheit und Schutz zu vermitteln und sie zu selbständigen Lebewesen zu erziehen. Die Folge davon sei, dass auch immer mehr Kinder Verhaltensauffälligkeiten und psychische Probleme aufwiesen. Vielleicht sollten wir uns darüber auch einmal Gedanken machen .
Prävention von Stress Was also kann man tun gegen Stress? Wir selbst können unsere innere Stärke und Widerstandskraft stärken: ■ Akzeptieren, dass es Veränderungen im Leben gibt, auch solche die man nicht erwartet hat oder mit denen man noch keine Erfahrung gesammelt hat. ■ Annehmen, was passiert ist. ■ Eine zuversichtliche und optimistische Haltung gegenüber der Zukunft und dem Problem einnehmen. Das Leben geht weiter, auch nach Corona; wenn auch vielleicht anders.
■ Eine Überzeugung, Einfluss nehmen zu können und etwas tun zu können, um eine Lebenskrise zu meistern; kreativ sein (z.B. wie einige Gastronomen oder Künstler während des Lockdowns). ■ Die Bereitschaft, Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen. ■ Sich nicht als Opfer sehen, sondern aktiv werden; sich fragen, was könnte ich selbst tun? ■ Die Bereitschaft, Hilfe zu suchen und anzunehmen (Psychologe, Psychiater, Hausarzt, Freunde, Nachbarn etc.). Währen der aktuellen Situation der Pandemie hilft es, aktiv zu bleiben (z.B. Spazieren zu gehen, zu laufen), die Natur zu genießen, sich etwas Schönes zu gönnen, Kontakte mit anderen zu pflegen (Telefon Chat), sich zu engagieren, Informationen zu Corona zu filtern und nicht den ganzen Tag neuste Nachrichten zu hören, nicht das eigene Leben von der Angst beherrschen zu lassen, sondern Strategien zu entwickeln, die uns im Alltag handlungsfähig bleiben lassen. In der Schul- und Arbeitswelt sollten wir gezielte Verhaltensprävention anbieten, d.h. ein Bewusstsein für Stressfaktoren entwickeln und aufzeigen und gezielte Maßnahmen zur Verfügung stellen (z.B. individuelle Förderung und Unterstützung bei Problemen, flexiblere Arbeitszeiten, Veränderung organisatorischer oder sozialer Bedingungen, Gesundheitsförderung etc.). Eltern müssen leider weiter durchhalten und die psychischen und lernbedingten Sorgen ihrer Kinder ernst nehmen und sich um Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten kümmern. Schüler benötigen außerdem aktuell eine sinnvolle und funktionierende pädagogische Hilfe für Ihre Lernrückstände und auch Hilfe für ihre psychischen Probleme (Angst, Depressionen), Programme für Sport- und Deutschkurse. Vielleicht bewirkt die aktuelle Corona-Krise auch, dass in unserer Gesellschaft/Politik die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen eine höhere Priorität erhalten und unser Bildungssystem „endlich“ einmal sinnvoll und zeitgemäß reformiert wird. Unser Leben wird auch nach Corona weitergehen und wir werden in Zukunft sicherlich mit noch weiteren Herausforderungen (Klimawandel, Rückgang an Ressourcen etc.) zurechtkommen müssen. Und wir alle können etwas dafür tun, dass wir nicht nur im Stress gefangen sind, sondern die Kraft haben, unsere Zukunft zu meistern.
Dr. med. W. E. Hofmann FA für Neurologie-Rehabilitationswesen FA für Psychiatrie/Psychotherapie; Verkehrsmedizin Multiple Sklerose-Schwerpunktpraxis Parkinson-Erkrankung-Schwerpunktpraxis neue Adresse: bei Herrn Dr. med. Stefan Wissel, Weichgasse 5, 63868 Großwallstadt, Telefon 0 60 22/2 25 55
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UROLOGISCHE PRAXIS
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DR. MED. PATRICK SAWAYA
Tabuthema Peniskrebs – eine seltene Erkrankung Gute Heilbarkeit bei konsequenter Früherkennung Das Peniskarzinom ist eine sehr seltene Krebserkrankung. Knapp 1.000 .000 Männer pro Jahr erhalten in Deutschland diese Diagnose. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei ca. 60 Jahren, Tendenz steigend mit zunehmendem Lebensalter. Unwissenheit und Scham führen häufig dazu, dass Männer bei Auffälligkeiten im Penisbereich erst spät einen Arzt aufsuchen. Doch je früher Peniskrebs erkannt wird und eine Therapie beginnt, desto besser sind die Chancen für einen Organerhalt sowie eine Heilung.
Ein wichtiger Risikofaktor ist eine mangelnde Genitalhygiene, insbesondere in Zusammenhang mit einer Verengung der Vorhaut (Phimose), welche die Reinigung erschwert. Dies führt zu vermehrter Ansammlung von Smegma (Vorhauttalg), chronischen Reizzuständen und Entzündungen unter der Vorhaut, was wiederum die Krebsentstehung begünstigt. Somit ist die frühzeitige Beschneidung bei vorliegender Vorhautverengung ein integraler Bestandteil zur Vermeidung des Peniskarzinoms. Einen weiteren wichtigen Risikofaktor stellt ungeschützter Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern und anogenitale HPV-Virusinfektionen (Condylome) dar. Nachgewiesen ist, dass bei etwa 50% der Patienten mit Peniskarzinom die sexuell übertragbaren Humanen Papillomaviren (HPV) Typ 16 und 18 eine Rolle spielen. Eine HPV-Impfung bei Jungen zwischen 9 und 14 Jahren vor dem ersten sexuellen Kontakt kann das Erkrankungsrisiko verringern. Wissenschaftlich ist dies noch nicht belegt, jedoch sprechen positive Erfahrungen bei Mädchen und Frauen dafür. Bei ihnen traten Krebsvorstufen im Genital- und Analbereich seltener auf, wenn sie gegen HPV geimpft waren. Die Kosten für die Impfung werden auch für Jungen von den Krankenkassen erstattet. Anzeichen für ein Peniskarzinom können Hautveränderungen/-verfärbungen, Verhärtungen oder Schwellungen sowie Sekretion oder Blutungen im Bereich von Eichel oder Vorhaut sein, d.h. jegliche
Veränderung am Penis sollte medizinisch abgeklärt werden. Eine Blickdiagnose allein ist oft nicht ausreichend. Bei klinisch nicht eindeutig gutartigen Lokalbefunden sollte nicht unnötig lang mit Salben oder Cremes behandelt werden, sondern frühzeitig eine Biopsie im auffälligen Gebiet entnommen werden. Hierbei wird das so gewonnene winzige Gewebestück vom Pathologen unter dem Mikroskop untersucht. Das Peniskarzinom ist in 95% der Fälle ein Plattenepithelkarzinom, das zu über 50% primär an der Eichel lokalisiert ist. Bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) werden bei größeren Tumoren und offensichtlichem Lymphknotenbefall eingesetzt, um die Stadieneinteilung zu verbessern. Vorstufen von Peniskrebs und oberflächliche, auf die oberste Hautschicht (Epithel) beschränkte Tumore können in ca. 50% der Fälle mit Cremes oder Lösungen von Immun- oder Chemotherapeutika behandelt werden, die äußerlich aufgetragen werden. Alternativ oder bei Ineffektivität dieser Methoden werden hauptsächlich Laserverfahren angewendet. Hierbei kann eine komplette Epithelabtragung der Eichel und somit der vollständige Organerhalt erreicht werden. Der Erfolg dieser fokalen Therapien muss durch die Gewinnung von Kontrollproben (Kontrollbiopsien) im Intervall gesichert werden. Lokalrezidive treten in 5 – 45% je nach Umfang der
lokalen Maßnahme und meist innerhalb von 1–2 Jahren auf. Bei invasiven Peniskarzinomen, welche die Epithelschicht überschritten haben, erfolgt in erster Linie eine operative Entfernung des Tumors mit größtmöglichem Organerhalt je nach Lage und Größe des Befundes im Sinne einer lokalen Exzision in Kombination mit einer Beschneidung, Teilentfernung oder vollständigen Abtragung der Eichel über die Penisteilresektion bis zur kompletten Penisamputation. Im Falle eines ausschließlichen Vorhautbefalls (in ca. 20% der Fälle) kann eine reine Beschneidung zielführend sein. Die bei kleineren Tumoren alternativ durchführbare lokale Strahlentherapie (Brachytherapie), bei der kleine Strahlenquellen direkt im Tumor platziert und Peniskarzinome von innen zerstört werden, spielt eine untergeordnete Rolle und führt zu schlechteren Heilungsraten, verglichen mit den operativen Verfahren. Entscheidend für die Prognose ist aufgrund früher lymphogener Metastasierung die Behandlung der regionären Leisten- und Becken-Lymphknoten. Da auch bei klinisch nicht auffälligen Leistenlymphknoten in 20–25% der Fälle eine Mikrometastasierung vorliegt und diese der klassischen Bildgebung mittels CT oder MRT entgehen, wird durch Einspritzen einer radioaktiv markierten Sub-
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Die Heilungsraten sind im adäquat behandelten Frühstadium mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von 90 – 95 % sehr gut, bei ausgedehnterem lokalem Stadium mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von ca. 66 % zufriedenstellend, jedoch bei fortgeschrittenen Stadien, insbesondere mit vorhandener Lymphknotenmetastasierung, mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von ca. 45% schlecht. Die Lebenszeit systemisch metastasierter Fälle kann mittels Chemotherapie verlängert werden, eine Heilung ist dann jedoch nicht mehr möglich. Peniskrebs führt zu Ängsten und wirkt sich auf die Sexualität und Partnerschaft sowie die körperliche Selbstwahrnehmung der betroffenen Männer aus. Dies sowie insbesondere funktionelle Probleme wie Erektionsstörungen und Störungen des Wasserlassens können die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen und eine massive psychische Belastung darstellen. Daher ist eine psychologische Betreuung der Patienten in allen Phasen der Erkrankung von fundamentaler Bedeutung. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Peniskarzinom-Früherkennung und den Erhalt der kosmetischen und funktionalen Integrität des Organs ist somit, die jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung ab dem 40. – 45. Lebensjahr beim Facharzt für Urologie als Spezialist mit dem Fokus Männermedizin wahrzunehmen.
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Bei Nachweis einer Metastasierung mittels der Sentinel-Lymphknotenbiopsie, klinisch auffälligen Leistenlymphknoten beim Abtasten, in der CT-/MRT-Bildgebung nachweisbaren pathologischen Lymphknoten oder fortgeschrittenem Peniskarzinom müssen umfangreich die Leisten- und Becken-Lymphknoten entfernt werden.
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stanz in den Tumor das spezifische Lymphabflussgebiet des Peniskarzinoms dargestellt. Mit dieser Technik kann mittels Entfernung von nur 1–2 Lymphknoten (Sentinel-Lymphknoten) festgestellt werden, ob eine dortige Absiedlung stattgefunden hat und eine weitere Exstirpation von Leisten- und Becken-Lymphknoten erforderlich ist. Mit dieser Technik können der Umfang der operativen Lymphknotenentfernung und die daraus resultierenden Nebenwirkungen (Morbidität), wie insbesondere dauerhafte Beinschwellungen und chronische Wundheilungsstörungen, reduziert werden.
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Stress fürs Auge Migraine ophtalmique und Sicca-Symptomatik können die Folge von zu viel Stress sein
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beim Auftreten der Migraine ophtalmique zu schonen. Die Anwendung von Entspannungsverfahren, Atemübungen sowie der Rückzug in ein abgedunkeltes Zimmer können gute Erfolge zeigen. Auf die Einnahme von Medikamenten kann je nach individueller Ausprägung der Symptome verzichtet werden; gegebenenfalls kann mit dem behandelnden Arzt der Einsatz eines Schmerzmittels besprochen werden. Das Sicca-Syndrom ist eine weit verbreitete Störung der Augenoberfläche. Das trockene Auge (lateinisch siccus = trocken) wird durch eine zu geringe Tränenproduktion, eine erhöhte Verdunstung der Tränenflüssigkeit oder durch eine gestörte Zusammensetzung des die Hornhaut bedeckenden Tränenfilms verursacht. Es tritt überwiegend bei älteren Patienten auf. Bestimmte psychiatrische Symptome gehen mit einem erhöhten Auftreten eines trockenen Auges einher, Patienten mit Depressionen und Posttraumatischem Stress-Syndrom haben doppelt so häufig Sicca-Beschwerden wie die Normalbevölkerung.
Stress kann nicht nur auf den Magen schlagen, sondern auch das Auge in Mitleidenschaft ziehen. Vor allem zwei Krankheitsbilder beobachten Augenärzte, bei denen Stress eine Rolle spielen kann: die so genannte Migraine ophtalmique und die Sicca-Symptomatik, bei der ein trockenes Auge Patienten quält. Die Migraine ophtalmique, früher Augenmigräne genannt, ist durch visuelle Störungen gekennzeichnet. Dazu zählen Gesichtsfeldausfälle, Flimmern vor den Augen sowie Lichtblitze. Kopfschmerzen und Schwindel können, müssen aber nicht zwingend im Rahmen dieser Sonderform der Migräne auftreten. Die Beschwerden halten häufig nur wenige Minuten, selten länger als 30 bis 60 Minuten an. Die Migraine ophtalmique hat in der Regel keine gesundheitsbeeinträchtigenden Folgen. Die Ursache der Migraine ophtalmique ist bisher nicht bekannt. Diskutiert werden eine plötzliche Verengung der Netzhautgefäße (Vasospasmus) oder der Zilliargefäße, der kleinen Verzweigungen der Augenarterie. Auch eine Schwächung des Nervs in der Retina mit daraus resultierender Durchblutungsstörung könnte zu dieser Sonderform der Migräne führen.
Auslöser der Migräne sind häufig so genannte Trigger. Neben Stress gelten Hormonschwankungen, Alkohol, Rauchen, ein Wetterumschlag sowie grelles Licht als Auslöser der Migraine ophtalmique. Welche Trigger zum Migräneanfall führen, ist individuell verschieden. Schwere Symptome wie Halluzinationen oder eine Augenmuskellähmung, bei der die Augen in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, sind selten. Treten diese Symptome auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Diagnostiziert werden kann die Migraine ophtalmique mit der Spaltlampenuntersuchung, bei der der Augenhintergrund ausgeleuchtet wird. Eine Heilung ist nicht möglich; die Symptome können aber gelindert werden. Wichtig ist, Trigger zu vermeiden und sich
Auch diese Erkrankung kann mit Hilfe der Spaltlampenuntersuchung festgestellt werden. Zur Diagnostik des Sicca-Syndroms kann darüber hinaus der Schirmer-Test eingesetzt werden. Dabei wird zunächst die überschüssige Tränenflüssigkeit abgetupft und dann ein Filterpapierstreifen im Unterlid befestigt. Nach wenigen Minuten wird das Papier entfernt und die Strecke, die die Tränenflüssigkeit bis dahin zurückgelegt hat, gemessen. Hat die Tränenflüssigkeit weniger als 10 Millimeter zurückgelegt, gilt das Auge als zu trocken. Während der Schirmer-Test die Quantität des Tränenfilms misst, geht es beim BUT-Test um dessen Qualität. Er misst die Tränenfilm-Aufreißzeit, also wie gut die Augen benetzt sind. Dafür wird das Auge mit einer farbigen Flüssigkeit benetzt. Mittels Spaltlampe und einem vorgeschalteten Filter wird gemessen, wie viel Zeit zwischen dem letzten Lidschlag und dem Aufreißen des eingefärbten Tränenfilms vergeht. Bei einem gesunden Auge beträgt die Tränenfilm-Aufreißzeit mehr als 10 Sekunden. Liegt die Zeit darunter, liegt ein instabiler Tränenfilm vor. Eine Heilung der Sicca-Symptomatik ist nicht möglich, wohl aber, Beschwerden zu lindern. Dazu kommen zum Beispiel Augentropfen in Frage.
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Wenn der Darm verrückt spielt Pflanzliche Präparate können das größte Organ des Menschen mit ins Lot bringen
Mancher wird das kennen: Ein wichtiger Termin steht an und plötzlich spielt der Darm verrückt. Krämpfe, Schmerzen, Durchfall oder Verstopfung – der Darm kann empfindlich auf Stress reagieren. Je weniger Stress Menschen haben, desto gesünder ist ihr Darm. Und umgekehrt: Je gesünder der Darm ist, desto weniger Stress haben Menschen. Pflanzliche Präparate können diese Wechselbeziehung stärken.
Der Darm ist ein hochsensibles Organ, dem spätestens seit Giuila Enders Bestseller „Darm mit Charme“ erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet wird. Er reguliert nicht nur die Nährstoffaufnahme und Verdauung, sondern spielt auch eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Mit circa 200 Quadratmetern Oberfläche ist der Darm das größte Immunorgan im menschlichen Körper. Etwa 70 Prozent der Immunzellen sind dort versammelt. Der Darm hat bis zu fünf Mal mehr Nervenzellen als das Rückenmark. Im Dickdarm leben zudem so viele Bakterien wie nirgendwo sonst im Körper. Über Millionen Nervenzellen ist der Darm mit dem vegetativen Nervensystem verbunden. Dieses regelt Abläufe im Körper, die man mit dem Willen nicht steuern kann. Es empfängt Signale aus dem Gehirn und sendet sie an den Körper. Die sogenannte Darm-Hirn-Achse ermöglicht einen ständigen, wechselseitigen Austausch von Informationen. Auch Darm und Psyche beeinflussen sich gegenseitig über diese Achse; Stress kann also durchaus sprichwörtlich auf den Magen schlagen. Verantwortlich dafür ist der Sympathikus-Nerv. Als Teil des vegetativen Nervensystems übernimmt er die Steuerung der Körperprozesse, wenn Stress eine spontane, erhöhte Leistungsbereitschaft erfordert. Bei unseren Vorfahren waren das zum Beispiel Kampf oder Flucht, in unserer heutigen Zeit können es Prüfungssituationen oder hochemotionale Ereignisse sein. In diesen Si-
tuationen schüttet der Organismus Adrenalin und Cortisol aus, der Herzschlag beschleunigt sich, Durchblutung und Atemfrequenz steigen. Um den Anstieg der Leistungsfähigkeit zu ermöglichen, holt sich der Körper seine Energie aus dem Magen-Darm-Trakt. Die Folge: Darmtätigkeiten werden reduziert, die Bewegung des Darms verlangsamt sich oder kommt vollständig zum Erliegen. Chronischer Stress kann also Verstopfung begünstigen. Akuter Stress kann dagegen die kurzfristige Abgabe von Wasser und Elektrolyten erhöhen, Durchfall die Folge sein. Werden vermehrt Stresshormone freigesetzt, kann das die Artenvielfalt der Darmbakterien verringern, insbesondere die für die Verdauung wichtigen milchsäurebildenden Bakterien. Fehlen sie, kann sich das in Bauchschmerzen, Durchfall oder Erbrechen äußern. Eine verlangsamte Magen-Darm-Passage verschiebt unter Umständen das Bakteriengleichgewicht im Darm; Fäulnisbakterien können nützliche Bakterienstämme wie Laktobazillen und Bifidobakterien verdrängen. Letztere sind an der Produktion einer Aminosäure beteiligt, die für die Herstellung von Serotonin gebraucht wird. Ein Serotoninmangel kann zur Folge haben, dass die Stressresistenz weiter sinkt. Das bei Stress vermehrt gebildete Hormon Cortisol wirkt sich negativ auf den Insulinspiegel aus und hemmt den Fettabbau.
Mittlerweile gibt es zudem belastbare Hinweise, dass eine gestörte Darmflora Angst, Depression und Stress mitverursachen kann. Demnach sendet nicht nur das Gehirn Signale an den Darm, sondern auch umgekehrt. Damit kommt der Mikroflora eine entscheidende Bedeutung zu. Zwischen 800 bis 1000 verschiedene Bakterien besiedeln den Darm. Eine abnorme Mikroflora hat Konsequenzen: Das Ungleichgewicht zwischen Darmflora und Darmimmunität kann laut Studien die Entwicklung psychischer Krankheiten begünstigen. So leiden Patienten, die unter Entzündungen im Magen-Darm-Trakt oder unter einem Reizdarm leiden, häufig unter Angsterkrankungen und depressiven Verstimmungen. Gegensteuern lässt sich mit Entspannung, einer ausgewogenen Ernährung sowie moderater Bewegung. Biologisch aktive Pflanzenstoffe können bei der Bewältigung körperlicher und emotionaler Stresssituationen helfen. Diese Adaptogene können die Belastungs- und Stressresistenz erhöhen bei Umweltfaktoren wie Kälte, Hitze, Lärm, biologische und chemische Schadstoffe, bei psychologischen Faktoren wie Angst oder Depressionen, bei körperlichen Belastungen wie sportlichen Wettkämpfen und Training. Adaptogene haben zudem einen positiven Effekt auf stressinduzierte Krankheiten. Sie können Langzeitschäden von Dauerstress eindämmen und Zellstrukturen schützen. Überdies können sie die Aufmerksamkeitsspanne sowie die geistige Leistungsfähigkeit, insbesondere bei stressbedingter Müdigkeit und Erschöpfung, verbessern sowie die Belastbarkeit erhöhen. Ferner können sie die körperliche Regeneration von Sportlern verbessern. Ein stimulierendes und adaptogenes pflanzliches Heilmittel ist zum Beispiel Rosenwurz. Extrakte aus der Wurzel und dem Rhizom werden zur Linderung körperlicher und geistiger Symptome bei Stress und Überarbeitung eingesetzt.
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Herzlich willkommen in der Neurologie
Meine Migräne nervt! Zwischenhirn, welches vegetative Vorboten wie Gähnen, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsstörungen verursacht. Hiervon geht ein elektrisches Signal aus, welches sich – vereinfacht dargestellt – als eine Welle elektrischer Erregungen über die Hirnrinde ausbreitet und dort je nach betroffener Hirnregion zu vorübergehenden Reizerscheinungen führt, so z.B. die flimmernden Sehstörungen, aber auch sensible Missempfindungen oder Sprachstörungen. Diese Aura genannten Phänomene ähneln aufgrund der ursächlichen Gefäßverengung an der Hirnoberfläche durchaus Symptomen, wie sie bei einem Schlaganfall auftreten können. Im Gegensatz zu diesem sind sie aber typischerweise wandernd in Ausbreitung und Rückbildung, und nicht schlagartig und konstant. Da das Gehirn aber seine Blutversorgung selbst reguliert, reagiert es auf diesen vorübergehenden regionalen Sauerstoffmangel reflektorisch durch eine Gefäßerweiterung. Diese vermehrte Durchblutung empfinden jedoch die über der Hirnoberfläche gelegenen Hirnhäute als Schmerzreiz. Dieser Mechanismus erklärt den typischen Ablauf einer Migräne von Vorboten (Hypothalamus) über die Aura (Depolarisation und Gefäßverengung) bis zum Kopfschmerz (Gefäßerweiterung), wobei die jeweiligen Phasen unterschiedlich stark und lange ausgeprägt sein können.
NEUROPRAXIS IM STADTPALAIS
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Gerade die Umstände der aktuellen COVID19-Pandemie haben für alle zum Teil gravierende Veränderungen in Familienleben, Alltag und Beruf mit sich gebracht. Derartige Stressoren bedingen Schlafprobleme und Anspannungen sowohl körperlicher wie psychischer Art. Wenn unter normalen Umständen schon Wetterwechsel Kopfschmerzen und Migräneattacken auslösen können, würde es nicht wundern, dass auch diese außergewöhnliche Situation zu einer erhöhten Häufigkeit von Kopfschmerz- und Migräneerkrankungen in der Bevölkerung geführt haben mag. Ob die Menschen auf die ungewöhnliche Situation mit vermehrtem Kopfschmerz reagierten, hat nun kürzlich eine Arbeitsgruppe der Neurologischen Universitätsklinik der Charité Berlin untersucht. Doch schauen wir zuerst mal, was eigentlich hinter einer Migräne steckt und wie man sie am besten angeht. Kopfschmerzen sind generell häufig in der Bevölkerung. Eine aktuelle Umfrage von 2019/20 bei über 5.000 statistisch für die Gesamtbevölkerung repräsentativen Erwachsenen ergab, dass 57,5% der Frauen und 40,4% der Männer über Kopfschmerzen in den vergangenen zwölf Monaten klagten. Kopfschmerzen vom Spannungstyp berichteten 10,3% der Frauen und 6,5% der Männer. 14,8% der Frauen und 6,0% der Männer litten unter einer Migräne (1). Dabei ist die Migräne am häufigsten bei Frauen zwischen 18 und 29 Jahren, bei den Männern in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren. Was ist nun aber der Unterschied? Ist nicht Kopfschmerz gleich Kopfschmerz? Mitnichten, die internationale Kopfschmerzklassifikation kennt sogar über 200 Kopfschmerzarten, von harmlos bis lebensbedrohlich. Spannungskopfschmerzen entstehen hauptsächlich durch vermehrte Anspannung von Muskeln, hauptsächlich von Nackenmuskeln, aber auch Kau- und Schläfenmuskeln, was sich auf die Kopfhaut und Stirnmuskeln überträgt und sensible Nervenendigungen reizt. Demgegenüber sind bei der Migräne andere Mechanismen ausschlaggebend und für den charakteristischen Ablauf verantwortlich. Auf vielfältige Auslöser hin aktiviert sich ein Schrittmacherzentrum im
Daher ergibt sich, dass das Mittel der Wahl gegen die Kopfschmerzen bei der Migräne ein Wirkstoff ist, der der Gefäßerweiterung entgegenwirkt. Genau dies tun die Triptane, sofern sie ganz zu Beginn oder idealerweise vor der Kopfschmerzphase eingenommen werden, um rechtzeitig vor Ort an den gut durchbluteten Hirnhäuten wirken zu können. Kommt es häufig, d.h. vier mal oder häufiger pro Monat über mehrere Tage zu Migräneattacken, lohnt es sich eine Prophylaxe einzunehmen, die diesen gesamten Ablauf der Migränemechanismen unterbinden oder abmildern kann. Hierzu stehen mehrere Wirkstoffe zur Verfügung, die jedoch regelmäßig täglich eingenommen werden müssen. Neben Betablockern, die auch gemeinhin gegen erhöhten Blutdruck oder Puls eingesetzt werden, sind bestimmte Antiepileptika oder Antidepressiva gut wirksam, die durch Stabilisierung bestimmter Ionenkanäle in der Nervenzellmembran die beschriebene elektrische Erregungswelle abmildern. Sie alle haben unterschiedliche Verträglichkeitscharakteristika und dürfen je nach Begleiterkrankungen oder individuellen Umständen bei manchen Patienten nicht oder nur mit Vorsicht eingesetzt werden. Welche Prophylaxe bei wem wirkt, kann sich oft erst nach ca. zwei bis drei Monaten regelmäßigen Einsatzes herausstellen. Hilfreich ist zur Bewertung ein über mindestens drei Monate geführtes Migränetagebuch. Maßgeblich beteiligt an den Mechanismen der Gefäßverengung bzw. der Gefäßerweiterung und an der Generierung von Schmerzsignalen an den Hirnhäuten ist ein spezieller Botenstoff namens CGRP (Calcitonin gene-related Peptide), der dort von Nervenendigungen freigesetzt wird. Genau hiergegen wirken zwei zur Prophylaxe der chronischen bzw. der häufigen episodischen Migräne zugelassene Therapien, nämlich Botulinumtoxin (BoNT-A) und die sog. CGRP-Antagonisten. Dabei wurde die Wirkung von BoNT-A bei der chronischen Migräne eher per Zufall entdeckt. Entgegen der ursprünglichen Annahme, dass es nach Injektion in Kopf- und Nackenmuskeln durch muskuläre Entspannung beim Spannungskopfschmerz wirksam sein könnte, zeigte sich, dass nur solche Kopfschmerzpatienten in den BoNT-A Studien, die zufällig auch eine derart schwere Migräne hatten, dass sie nur wenige Tag im Monat kopfschmerzfrei waren, von der Behandlung profitierten; nämlich in Form einer anhaltenden Abnahme der Migränetage im Monat, aber nicht durch eine Milderung des Spannungskopfschmerzes wie ursprünglich erwartet. In bestimmte Stellen der Stirn-, Schläfen-
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und Nackenmuskeln injiziert, gelangt das Neurotoxin nach einem langwierigen Rückwärtstransport entlang der Hautnervenfasern an die Nervenendigungen in Hirnrinde und Hirnhäuten und blockiert dort die Freisetzung von CGRP und anderen Neuropeptiden. Die Wirkung hält meist drei Monate oder länger an, sodass die Behandlung an 31 bis 39 Stellen ca. alle 10 bis 14 Wochen wiederholt werden sollte. Viel direkter ist der Wirkansatz der neuen CGRP-Antagonisten, die entweder CGRP abfangen und neutralisieren oder dessen Bindung an seinen Rezeptor verhindern. Nachdem die erste Generation dieser Wirkstoffe (sog. Gepante) in der oralen Anwendung durch schwere Lebernebenwirkungen kompliziert war und vor einigen Jahren nicht zur Zulassung kam, konnte dies nun mit dem aus anderen Bereichen der Neurologie bekannten Prinzip der sog. Monoklonalen Antikörper verwirklicht werden. Diese Präparate sind zwar monatlich oder quartalsmäßig selbst unter die Haut zu injizieren (sie wurden daher häufig in der Laienpresse irrtümlich als „Impfung gegen Migräne“ interpretiert), sind aber sehr gut und überraschend nebenwirkungsarm über ein bis drei Monate im Sinne einer Reduktion von Häufigkeit und Schwere von Migräneattacken wirksam. Dies führt bei vielen PatientInnen zu einem dramatischen Gewinn an Lebensqualität.
Mit wissenschaftlicher Expertise und fachärztlicher Kompetenz kümmern wir uns mit unserem erfahrenen Team aus drei Fachärzten für Neurologie sowie medizinischen Fachangestellten als zertifiziertes Schwerpunktzentrum für Multiple Sklerose und Parkinson um Ihre Gesundheit, was Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems und der Muskeln betrifft. Langjährig etabliert, bietet die Gemeinschaftspraxis mit ihrer neuen Ärztegeneration eine neue Philosophie mit moderner Diagnose und Therapie in Verbindung mit Sorgfalt und zeitgemäßer Organisationsstruktur. Insbesondere das neue OnlineTerminbuchungssystem reduziert Wartezeiten.
Unser Team …
Ergänzend zur passenden Migränetherapie und ggf. Prophylaxe sind aber auch unterstützende nicht-medikamentöse Maßnahmen wichtig. Nur die wenigsten primären Kopfschmerzarten lassen sich physiotherapeutisch beeinflussen, nämlich nur dann, wenn muskuloskelettale Funktionsstörungen vorliegen. Dennoch können auch degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule Ursache für cervikogene Kopfschmerzen und ein Trigger für Migräneattacken sein. Manchen Kopfschmerz-Patienten kann deshalb Physiotherapie innerhalb eines Gesamttherapiekonzepts helfen, meist tun dies schon Entspannungstechniken. Noch wichtiger und oft unterschätzt ist dagegen der Einfluss von übermäßiger Einnahme von Schmerzmitteln aber auch von Triptanen auf die Schwere und Häufigkeit von Kopfschmerzen selbst. Kopfschmerzen durch Medikamentenübergebrauch stellen ein großes Problem dar, denn ein Entzug erfordert oft den längerwierigen Einsatz von schmerzmodulierenden Antidepressiva und gelingt häufig nur im Rahmen einer stationären Behandlung an einer Schmerzklinik. Zur Vorbeugung sollten Triptane und Analgetika nicht häufiger als an 10 bzw. 14 Tagen im Monat regelmäßig eingesetzt werden. Damit nun zurück zur eingangs gestellten Frage: Sind Migräne und Kopfschmerzen während der COVID19-Pandemie nun tatsächlich wie erwartet häufiger geworden? Nun, die Ergebnisse einer Berliner Analyse von über 2.300 Datensätzen eines elektronischen Kopfschmerztagebuchs deutschlandweit erbrachte, dass der Lockdown keinen statistisch relevanten Einfluss auf die monatlichen Kopfschmerztage hatte (2). Auch Anzahl und Intensität der Migräneattacken veränderte sich nicht. Demgegenüber verringerte sich sogar die Zahl der Tage, an denen eine Kopfschmerztablette eingenommen werden musste, signifikant von 4,50 auf 4,27 im Monat. Darüber hinaus gaben die Befragten signifikant geringere Stresslevel, bessere Stimmung und höhere Energie- und Aktivitätslevel während des ersten Lockdown-Monats zu Protokoll. Auch wenn sich die Schlafqualität nicht verbesserte, schliefen sie signifikant länger. Möglicherweise ist dies bedingt durch den Wegfall arbeitsbedingter Stressfaktoren für viele Berufstätige, und dass die Arbeit im Homeoffice mehr Flexibilität gewährte. So unterschiedlich und unerwartet können die Auswirkungen der Pandemie sein. Auf alle Fälle, bezüglich der geeigneten Therapieoptionen für Kopfschmerzen und insbesondere die Migräne berät Sie ihr Neurologe gerne. Dr. Jochen C. Ulzheimer Facharzt für Neurologie in der Neuropraxis im Stadtpalais (1) Porst M, Wengler A, Leddin J et al. Migraine and tension-type headache in Germany. Prevalence and disease severity from the BURDEN 2020 Burden of Disease Study. J Health Monitoring 2020; 5: 2-24 (2) Raffaelli B et al. Primary headaches during the COVID-19 lockdown in Germany: analysis of data from 2325 patients using an electronic headache diary. J Headache Pain 2021
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…mit Ihrem Ärzteteam von links nach rechts: Dr. Jochen C. Ulzheimer, Dr. Jessica Herröder und Priv.-Doz. Dr. Carsten Wessig
Unser Diagnostik- und Behandlungsspektrum in der Neurologie: ■ Duplexsonographie ■ Klinische Neurophysiologie ■ Liquordiagnostik ■ Infusionstherapie ■ Botulinumtoxin-Therapie bei Bewegungsstörungen ■ Studienzentrum neue Therapien Unsere Schwerpunkte und Spezialitäten: ■ Multiple Sklerose (DMSG) ■ Parkinson-Erkrankungen ■ Neuromuskuläre Erkrankungen und Neuropathien ■ Bewegungsstörungen und Dystonien ■ Migräne ■ hATTR-Amyloidose
Stadtpalais | Elisenstraße 32 | Eingang B 63739 Aschaffenburg Telefon 0 60 21/44 98 60 | Telefax 0 60 21/44 98 62 44 info@neuropraxis-ab.de
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DR. MED. DENT. PETER WATZLAW, FRITZ FRITZ WATZLAW, WATZLAW, MORITZ WATZLAW WATZLAW UND UND DR. DR. INGO GRÄFLING
KIEFERORTHOPÄDIE
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Unsichtbar zum perfekten Lächeln Durchsichtige Kunststoffschienen – Aligner – sind ein komfortabler Ersatz für herkömmliche Zahnspangen
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Die schönste Zahnspange ist wohl die, die niemand sieht. Moderne Aligner machen das möglich. Die herausnehmbaren, nahezu unsichtbaren Schienen aus dünnem weichem Kunststoff heben die Lebensqualität und sind vor allem für Erwachsene, die im Berufsleben keine Brackets und Drähte im Mund zeigen wollen, eine hervorragende Alternative zu herkömmlichen Zahnspangen-Systemen. Geeignet sind sie aber auch für Kinder und Jugendliche.
Das System ist denkbar einfach und komfortabel für den Patienten. Der Kieferorthopäde nimmt einen digitalen Abdruck des Ist-Zustands der Zahnreihen, erarbeitet mit einer speziellen 3D-Software das Behandlungsziel sowie den Behandlungsplan und gibt darauf basierend mehrere Aligner in Auftrag. Diese werden individuell entsprechend des Behandlungsplans angefertigt. Jede Schiene wird eine Woche getragen und verschiebt und dreht in dieser Zeit die schiefen Zähne mittels Druckausübung millimeterweise in die vorab am
Computer errechnete Richtung. Ist diese erreicht, kommt die nächste Schiene zum Einsatz. Der Behandlungsfortschritt wird in der Praxis in der Regel alle drei Monate kontrolliert, bei diesen Terminen werden die neuen Aligner ausgehändigt. Für einen raschen Behandlungserfolg ist konsequentes Tragen der Aligner unerlässlich. Empfohlen sind mindestens 22 Stunden am Tag; zum Essen und Trinken werden die Aligner herausgenommen und danach wieder auf die frisch geputzten Zähne eingesetzt. Was-
ser kann sogar mit den Schienen getrunken werden. Sie lassen sich im Übrigen einfach einsetzen und ebenso einfach wieder herausnehmen. Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Grad der Fehlstellung und liegt in der Regel zwischen wenigen Monaten und eineinhalb Jahren. Während des gesamten Zeitraums ist der größte Effekt der durchsichtigen Schienen für den Patienten spürbar: Aligner sind unsichtbar und stellen somit die perfekte Alternative für herkömmliche Zahnspangen dar.
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PRAXISGEMEINSCHAFT FÜR ORTHOPÄDIE UND SPORTMEDIZIN
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Praxis für Orthopädie und Sportmedizin
Damit das Laufen wieder Spaß macht Rückenschmerzen sind zusammen mit Problemen im Hüft- und Kniegelenk sowie am Fuß die am häufigsten genannten Diagnosen in orthopädischen Praxen. Auch volkswirtschaftlich sind die Kosten, die durch Muskel- und Skeletterkrankungen verursacht werden, enorm, sie betragen zusammen mit den Sektoren Herz, Psyche und Verdauung fast die Hälfte der 400 Milliarden Euro an Ausgaben, die in Deutschland im Jahr 2020 angefallen sind. 4-dimensionale Wirbelsäulenvermessung
Neben dem wirtschaftlichen Faktor ist es vor allem die eingeschränkte Lebensqualität, die durch Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates den Patienten das Leben schwer macht. Die orthopädische Praxis Dr. Fecher und Kollegen ist seit vielen Jahren in der Ludwig Straße 4 in Aschaffenburg auf die operative Behandlung von Problemen
Ganganalyse…
im Bereich der unteren Extremität spezialisiert. Über 14.000 operative Eingriffe seit 1996 haben in dieser Zeit zu einem enormen Erfahrungsschatz geführt, der an jeden neuen Patienten weitergegeben wird. Dr. Fecher ist spezialisiert auf die operative Behandlung im Vor- und Mittelfuß und hat das Spektrum seit 2011 durch
Aufnahme weiterer Fachärzte erweitert auf die Bereiche im Knie-, Hüft-und Wirbelsäulenbereich. Dabei geht es jedoch nicht ausschließlich um Operationen, sondern um eine möglichst frühzeitige und schonende Diagnostik und um das Ausschöpfen sämtlicher konservativer Methoden der Schmerzbehandlung.
… mit Fußdruckmessung
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Dabei werden neben dem Digitalen Röntgen modernste Diagnostikverfahren eingesetzt, um die Ursache der Probleme erfolgreich zu behandeln. Eine hohe Aussagekraft besitzt seit drei Jahren bei uns die vierdimensionale Wirbelsäulenanalyse mittels lichtoptischem Verfahren. Dabei wird die Oberfläche des Rückens durch ein Lichtraster erfasst und anschließend im Computer eine 3-D Simulation der gesamten Wirbelsäule rekonstruiert. Die Untersuchung selbst ist absolut strahlungsfrei und dauert nur wenige Minuten, die Auswertung und anschließende Therapie wird dann mit dem Arzt besprochen. Zusammen mit der dynamischen Laufanalyse ist dieses Instrument ein wichtiger Bestandteil auch in der operativen Planung bei Fuß-, Knie- und Hüftgelenksoperationen. So ist bekannt, dass beispielsweise Sprunggelenks- oder Knieschmerzen ihren Ursprung häufig im Vorfuß haben, etwa durch Hallux valgus (Schiefstellung der Großzehe) und Hallux rigidus (Gelenkverschleiß im Zehengrundgelenk). Der ursprüngliche Schmerz entsteht dabei im Fuß, die Ausweich- oder Fehlbelastung führt dann langfristig zu ei-
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ner Überbelastung in den größeren Gelenken. Gleichzeitig können diese Untersuchungen, da sie strahlungsfrei sind, auch als Verlaufskontrolle nach Operationen eingesetzt werden. Sofern konservative Maßnahmen nicht eine ausreichende Linderung der Beschwerden ermöglichen, besprechen wir die Möglichkeiten der operativen Behandlung. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine schonende Vorgehensweise mit möglichst kurzem stationären Aufenthalt und eine möglichst schnelle Regeneration, so dass auch bei Berufstätigen die Arbeitsfähigkeit in einem akzeptablen Rahmen wieder erreicht werden kann. Bei den von uns durchgeführten Fußoperationen kann der Fuß in der Regel sofort in einem Spezialschuh belastet werden, bereits nach drei Wochen ist das Gehen in einem normalen Turnschuh erlaubt. Die früher notwendige Behandlung mit Gips oder auch eine Teilbelastung mit Gehstützen ist in den meisten Fällen nicht mehr erforderlich. Auch monatelange Ausfallzeiten gehören der Vergangenheit an. Dies wird ermöglicht durch ein frühfunktionelles Behandlungskonzept und
eine entsprechend geregelte Nachsorge. Die Operationen erfolgen je nach Umfang des Eingriffs ambulant oder stationär. Das gleiche gilt auch für Operationen im Knie- und Hüftbereich, vor allem in der operativen Behandlung mit Endoprothesen (Gelenkersatz). Nach einem 5–7-tägigen stationären Aufenthalt wird der Patient in einer stationären Rehaklinik für circa drei Wochen mobilisiert, je nach individueller Besonderheit ist auch eine ambulante Rehamöglichkeit eine Option. Als operativ ausgerichtete Praxisklinik sind wir auch am Wochenende und an Feiertagen für unsere operierten Patienten erreichbar, sofern es ein Problem oder eine dringende Frage im Zusammenhang mit der erfolgten Operation gibt. Für weitere Informationen rund um unser Behandlungsangebot und unsere Therapiemöglichkeiten besuchen Sie gerne unsere Homepage unter:
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NEWS&INTERN
News&Intern GLEIS EINS
NEWS
aus dem Frauenärzte Gesundheitszentrum Aschaffenburg
Für mehr Sicherheit! Frauenärzte Gesundheitszentrum screent jetzt mit Invenia™ ABUS 2.0 zur Brustkrebs-Erkennung
Dichtes Brustdrüsengewebe ist ein Risikofaktor für Brustkrebs. Von Tumoren ist es in der Mammographie nicht ganz leicht zu unterscheiden, denn beide können weiß erscheinen. Das erschwert es, Mammographien korrekt auszuwerten. Die Sicherheit, ob es sich „nur“ um dichtes Brustgewebe oder doch um Krebs handelt, gibt der automatische Brustultraschall Invenia ABUS 2.0. Das Frauenärzte Gesundheitszentrum hat das innovative Untersuchungsgerät jetzt angeschafft, um als Ergänzung zur Mammographie die Erkennungsrate von Brustkrebs bei Frauen mit dichtem Brustgewebe zu steigern. In der herkömmlichen Mammographie bleiben bei Patientinnen mit dichtem Brustgewebe mehr als ein Drittel der Fälle von Brustkrebs unentdeckt! Die Untersuchung erfolgt ohne Strahlenbelastung und dauert ca. 15 Minuten. Dichtes Brustgewebe ist grundsätzlich nicht ungewöhnlich; 40 Prozent der Frauen weisen es auf. Die ergänzende Untersuchung mit Invenia ABUS 2.0 empfiehlt sich in erster Linie für Frauen mit dichtem Gewebe. Invenia ABUS 2.0 wurde speziell für das Screening im dichten Brustgewebe entwickelt. Die leistungsstarke Technologie produziert eine standardisierte, reproduzierbare, besucherunabhängige und komplette 3DDarstellung der Brust. Die frühzeitige Erkennung von Brustkrebs kann Leben retten!
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NEWS aus der Neuropraxis im Stadtpalais
Medizin und Kunst ergänzen sich! Kunstausstellung „Farbe und Bewegung“ in der Neuropraxis im Stadtpalais
In der Neuropraxis im Stadtpalais sind seit Juni Werke der Würzburger Künstlerin Mechthild Schulze ausgestellt. Lebensfreude in satten Farben, Lust auf Tanz und Bewegung im Freien, mediterrane Träume von Sonne und Meer, alles was gute Laune macht, ist eingefangen in den Bildern der Ausstellung „Farbe und Bewegung“ von Mechthild Schulze. Die in Aquarell- und Mischtechnik gemalten Impressionen entstehen spontan, ohne Nachdenken aus der Assoziation heraus. Sie sind daher tief mit Emotionen verbunden. Dabei ist Tanz und Bewegung einer der thematischen Schwerpunkte. Hier spiegeln sich südländische Eleganz des Flamenco ebenso wider wie die naturverbundene Expressivität afrikanischer Volkstänze. Gerade in der Neurologie sind Bewegung und Musik Ausdruck innerer Befindlichkeit und ebenso als ganzheitliches Heilmittel wichtig. Der zweite Schwerpunkt sind Impressionen mediterraner Inselwelten, die Lebensfreude und Wohlbefinden vermitteln. Abgerundet werden die spontanen Momentaufnahmen durch Charakterportraits, die die Bandbreite menschlicher Ausdrucksstärke und Individualität abbilden. 1944 in Bad Bevensen geboren, war sie bis 2009 an der Universitätsklinik Würzburg als MTA tätig. Seit 1980 erhielt sie künstlerische Ausbildung u.a. bei Renate Jung, Walter Beer und Dieter Stein in Würzburg. Seit 1999 liegt ihr künstlerischer Schwerpunkt in der Bewegungsmalerei in Mischtechnik aus Aquarell, Tusche und Kreide. Sie stellte mehrfach im Raum Würzburg, Schweinfurt, Ansbach und Berlin aus. Für weitere Informationen und bei besonderem Interesse an einem der Werke sprechen Sie uns gerne an.
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IM GESPRÄCH
„Wir wollen die Qualität der Quantität in der fachärztlichen Versorgung vorziehen“ Dr. Inga-Nadine Kummer und Dr. Silke Schirrmacher-Memmel sind seit 1. Juli gemeinsam Gesellschafterinnen der fachärztlichen Gemeinschaftspraxis „Fachinternisten Aschaffenburg“ im Elisenpalais Aschaffenburg. Für die Patienten der Praxis hat sich nichts geändert, auch wenn auf dem Praxisschild ein neuer Name steht: Seit 1. Juli sind Dr. Inga-Nadine Kummer und Dr. Silke Schirrmacher-Memmel gemeinsame Gesellschafterinnen der früheren Praxis Dres. Klausmann in Aschaffenburg. „Fachinternisten Aschaffenburg“ heißt die Praxis jetzt, die Patienten in gewohntem Umfang und gleichbleibend hoher fachlicher Qualität versorgt. Gleis Eins sprach mit Diabetologin Dr. Inga-Nadine Kummer, die neu zum 1. Juli Gesellschafterin geworden ist, und Dr. Silke Schirrmacher-Memmel, die schon seit 1. Januar 2020 die Chefin der Hämatologie und Onkologie im Elisenpalais ist. Dürfen die Patienten den gewohnten Umfang an Betreuung auch weiter erwarten? Dr. Inga-Nadine Kummer: Ja, auf jeden Fall. Wir decken die identischen Fachgebiete ab, legen unseren Schwerpunkt weiter auf Diabetologie, Onkologie, Hämatologie und Gastroenterologie. Wie sind Sie auf den Namen „Fachinternisten Aschaffenburg“ gekommen? Dr. Silke Schirrmacher-Memmel: „Fachinternisten Aschaffenburg“ sehen wir als einen passenden Überbegriff für unsere Fachdisziplinen, die wir wie bisher in gewohntem Umfang anbieten. Man kann uns mit diesem Namen schnell finden. Den Praxisnamen haben wir bewusst neu und einprägsam gestaltet, um neue Akzente zu setzen. Unser Name steht für ein modernes Konzept. Alle Patienten finden Diagnostik und Therapie von internistischen Erkrankungen unter einem Dach, mit Ausnahme der Rheumatologie, Kardiologie, Pulmologie, Endokrionologie sowie Nephrologie. Haben die Patienten den neuen Auftritt schon verinnerlicht? Dr. Kummer: Da ich in der Praxis schon seit fünf Jahren mitarbeite, sind die Patienten sehr gut darauf vorbereitet worden, dass ich nun die Praxisinhaberin bin. Dr. Gerhard Klausmann wird noch mehrere Monate als angestellter Arzt in der Praxis mitarbeiten, so dass hier ein sanfter Übergang bis zu seinem Ausscheiden stattfindet. Natürlich stand der Name Klausmann über Jahre für Diabetologie in Aschaffenburg. Die Patienten haben den Wechsel schon sehr gut angenommen, da ich einen Großteil der diabetologischen Patienten seit Jahren als Ärztin betreue. Viele Patienten, die zum ersten Mal in den letzten 5 Jahren in unsere Praxis gekommen sind, haben mich in ihrem Erstkontakt als Ärztin in der Diabetologie kennengelernt und für die ist es auch kaum eine Neuerung. Natürlich wird es noch einige Zeit dauern, bis sich der neue Name in den Köpfen endgültig verfestigt hat. Dr. Schirrmacher-Memmel: Ich denke, dass der Name Klausmann für viele Patienten mit Bildern und Namen assoziiert war. Deshalb war es uns wichtig, mit den Fachinternisten Aschaffenburg eine neue Assoziation zu kreieren. Aus der Psychologie weiß man, dass es bis zu fünf Jahre dauern kann, bis sich neue Namen etablieren. Das braucht einfach Zeit. Was bleibt für die Patienten gleich? Dr. Schirrmacher-Memmel: Nahezu alles ist bis auf den Namen gleich geblieben. Für die Patienten hat sich bisher nichts geändert: nicht das Mitarbeiterteam inklusive des ärztlichen Teams, nicht die Praxisausstattung, nicht die räumliche Struktur, nicht die Abläufe, schon gar nicht die fachärztliche Kompetenz. Neu ist die Gesellschafterstruktur. Manche Patienten haben erst jetzt realisiert, dass ich Gesellschafterin bin und gratulieren mir, obwohl ich das eigent-
lich schon seit eineinhalb Jahren bin. Dieser Prozess wird uns begleiten, etwaige mit dem Wechsel verbundene Ängste werden sicher bald abgebaut sein. Haben Sie das Team komplett übernommen? Dr. Schirrmacher-Memmel: Nicht nur das! Wir haben unser Team sogar vergrößert und drei Auszubildende eingestellt. Eine unserer Auszubildenden haben wir zudem übernommen, zwei Mitarbeiterinnen kommen im Herbst aus der Elternzeit zurück. Das Team ist also aktuell mit über 50 Mitarbeiterinnen eher etwas größer als noch vor eineinhalb Jahren. Personalengpässe aus vorherigen Jahren gehören dann ab Herbst der Vergangenheit an. Ist Ihnen der Fokus auf die Ausbildung wichtig? Dr. Kummer: Ja, auf jeden Fall. Wir setzen einen Fokus auf gute, qualitativ hochwertige Ausbildung. Der Markt an gut ausgebildeten, qualifizierten MFAs ist mittlerweile sehr überschaubar geworden, auf Stellenausschreibungen bekommen wir kaum Bewerbungen, weil gute Fachkräfte einfach überall gesucht werden. Deshalb ist uns wichtig, dass wir unsere Fachkräfte selbst ausbilden. Wir freuen uns zum Beispiel, dass wir gerade eine sehr gut ausgebildete, hoch qualifizierte Absolventin als Vollzeitkraft übernehmen konnten. Welche Schwerpunkte planen Sie außerdem? Dr. Kummer: Wir wollen die interdisziplinäre Zusammenarbeit unserer Praxis voll ausschöpfen. Unser Ziel ist es multimorbide Patienten mit verschiedenen Erkrankungen unter einem Dach zu therapieren. Das ist uns sehr wichtig. Unsere Fachgebiete hören sich vielleicht auf den ersten Blick sehr different an, haben aber tatsächlich viel gemeinsam. Viele Patienten, die einen Diabetes haben, haben zum Beispiel auch andere Erkrankungen, mit denen wir sie hier sehr gut betreuen können. Wir können hier viel voneinander profitieren. Wir legen sehr viel Wert auf gute Qualität unserer Arbeit. Wir wollen die Qualität der Quantität vorziehen. Das bedeutet, wir wollen eine tiefgründige internistische sowie hämato-onkologische Medizin auf wissenschaftlichem Fundament anbieten. Worauf spielen Sie im Hinblick auf Quantität an? Dr. Schirrmacher-Memmel: Wir wollen keine Zehn-Minuten-Medizin anbieten. Insbesondere in meinem Fachgebiet in der HämatologieOnkologie halte ich das für undenkbar. Für einen neuen Patienten nehme ich mir in der Regel mindestens 40 Minuten Zeit, bespreche den bisherigen Verlauf seiner Erkrankung, Therapiekonzepte, kläre ihn intensiv über Nutzen, Risiken und Nebenwirkungen einer geplanten Therapie auf. Gegebenenfalls müssen auch Alternativen besprochen werden. Dafür brauchen Sie Zeit. Das können Sie nicht im Sinne einer Kaufhauskasse betreiben. Entsprechend kann es sein, dass Patienten mit weniger gefährlichen Erkrankungen nicht am
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nächsten Tag einen Termin bekommen können. Diese umfassende Zeit für jeden Patienten sowie das individuelle Eingehen auf den Patienten gerade beim Erstgespräch zeichnet meines Erachtens einen guten Hämato-Onkologen aus. Wird sich die Struktur der Tagesklinik verändern? Dr. Schirrmacher-Memmel: Wir haben die Zahl der Therapiepatienten seit 2016 wieder kontinuierlich gesteigert. Zum aktuellen Zeitpunkt sind wir gut ausgelastet, es bestehen aber weiter genügend Kapazitäten für neue Patienten in unserer onkologischen Tagesklinik. Insbesondere in der Tagesklinik steht eine hohe Qualität sowie modernste Therapiekonzepte ganz im Vordergrund unseres ärztlichen Handelns. Therapien aus anderen Fachbereichen, wie zum Beispiel dem neurologischen Bereich, bieten wir nicht an, weil diese nicht unserer Kernkompetenz entsprechen. Wir konzentrieren uns in der Tagesklinik auf hämato-onkologische Patienten sowie zu einem kleinen Teil gastroenterologische Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Planen Sie Änderungen beim Ärzteteam? Dr. Kummer: Zum aktuellen Zeitpunkt planen wir hier keine Veränderung. Wir haben vier fachärztliche Sitze bei den Fachinternisten Aschaffenburg. Wenn die aktuell als angestellte Ärzte tätigen Dres. Klausmann perspektivisch ausscheiden, werden wir zu gegebenem Zeitpunkt überlegen, wie wir deren Tätigkeitsbereiche neu besetzen können. Dr. Schirrmacher-Memmel: In der Hämatologie ist mit Dr. Brogsitter bereits eine Entlastungsassistentin angestellt, die perspektivisch den Sitz von Frau Dr. Klausmann übernehmen könnte, wenn sie das möchte. Vorstellbar wäre auch eine hämato-onkologische Dependance im Raum zwischen Würzburg und Aschaffenburg. Wachstum vor Ort wird im Bereich der Hämato-Onkologie auf Grund der begrenzten Raumkapazitäten eher nicht möglich sein.
Bleibt das Studienzentrum erhalten? Dr. Kummer: Das Studienzentrum gehört weiterhin Dr. Gerhard Klausmann und Frau Dr. Klausmann, sie sind damit Untermieter in unseren Praxisräumlichkeiten. Deshalb ist es weiter mit eigenem Schild am Eingang der Elisenstraße 26 aufgeführt. Wie die Zukunft des Studienzentrums aussieht, sobald Dr. Klausmann aus der Praxis ausgeschieden sein wird, ist noch nicht klar. Wie sieht es mit dem Schulungszentrum aus? Dr. Kummer: Das Schulungszentrum ist und bleibt ein integraler Bestandteil unserer Praxis, da es unabdingbar für die Versorgung unserer Diabetespatienten ist. Planen Sie Änderungen im Außenauftritt der Praxis? Dr. Kummer: Wir wollen den Empfangsbereich moderner gestalten mit verbesserter Akustik für unsere Angestellten. Wir sind hier bereits sehr weit fortgeschritten mit den Planungen. Dies könnte möglicherweise schon zum Jahreswechsel umgesetzt werden. Was die technische Seite angeht, so haben wir gerade einen Telefonassistenten installiert, über den unsere Patienten ohne telefonische Warteschleife zum Beispiel Rezepte bestellen oder Termine absagen können. Wir planen außerdem einfacher Termine online managen zu können, also vereinbaren, verschieben oder absagen. Auch die Homepage soll einem Relaunch unterzogen werden.
Der neue digitale Telefonassistent der Fachinternisten Aschaffenburg: Rezeptbestellungen und Terminabsagen schnell, einfach und direkt unter 0 60 21/3 42 70.
Dr. Silke Schirrmacher-Memmel
Dr. Inga-Nadine Kummer
Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie, Palliativmedizin
Fachärztin für Innere Medizin, Diabetologie, Ernährungsmedizin und Notfallmedizin
BIOGRAFIE
BIOGRAFIE
1995 –2002: Studium der Humanmedizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt
2001–2007: Studium der Humanmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz
07/2002 –01/2004: Ärztin im Praktikum in der Medizinischen Klinik II der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt bei Herrn Prof. Caspary
02/2008 – 09/2009: Assistenzärztin in der Medizinischen Klinik II bei Dr. G. Lauck, DRK Krankenhaus, 56564 Neuwied
12.05.2003: Promotion in der Pathologie mit dem Thema Immunhistochemische Analyse von Histo-Arrays im Vergleich zu konventionellen Präparaten (magna cum laude) 01/2004–03/2006: Assistenzärztin in der Medizinischen Klinik II der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt 04/2006 –02/2010: Weiterbildungsassistentin in der Tumorklinik des Klinikums Fulda 02/2010: Facharztanerkennung Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie 03/2010–06/2016: Oberärztin der Tumorklinik des Klinikums Fulda 01/2016: Zusatzbezeichnung Palliativmedizin Seit 06/2016: Fachärztin in der Praxis Dres. Klausmann Aschaffenburg Seit 01/2020: Mitgesellschafterin der Praxis Dr. Kummer/ Dr. Schirrmacher-Memmel; Fachinternisten Aschaffenburg
10/2009 – 05/2013: Assistenzärztin in der Medizinischen Klinik bei Prof. Dr. R. Duchmann, Hospital zum Heiligen Geist, 60311 Frankfurt 19.02.2014: Erfolgreiche Prüfung zur Fachärztin für Innere Medizin an der LÄK Hessen 05/2014 – 09/2015: Fachärztin für Innere Medizin mit Weiterbildung in der Kardiologie der Medizinischen Klinik bei Prof. Dr. R. Duchmann, Hospital zum Heiligen Geist, 60311 Frankfurt September 2016: Erwerb der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin 10/2016 – 09/2018: Angestellte Fachärztin für Innere Medizin in der Weiterbildung zur Diabetologin, Praxis Dres. Klausmann, Aschaffenburg Februar 2017: Erwerb der Anerkennung als Ernährungsmedizinerin DGEM/DAEM Januar 2019: Erwerb der Anerkennung als Diabetologin DDG 01/2019 – 30.06.2021: Angestellte Fachärztin für Innere Medizin und Diabetologie Praxis Dr. Klausmann und Dr. Schirrmacher-Memmel, Aschaffenburg Seit 1.07.21: Mitgesellschafterin der Praxis Dr. Kummer/ Dr. Schirrmacher-Memmel; Fachinternisten Aschaffenburg
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INFO
Auf die richtige Lagerung kommt es an Ein Bericht von Stephanie Spengler, exam. Krankenschwester und Leitung Fachbereich Reha Hubrich medical Oft kommt es ganz unerwartet. Ein Familienmitglied wird zum Pflegefall. Meistens wird dann ein Pflegebett verordnet, um den Angehörigen und vor allem dem Pflegedienst die Arbeit am Patienten zu erleichtern. Die Zusammenarbeit mit der Pflegeüberleitung der Kliniken im weiten Umkreis ist tägliches Brot für unser Sanitätshaus, um zeitnah die häusliche Pflege zu gewährleisten.
Vorsicht ist geboten Ist ein Patient dauerhaft bettlägerig und immobil, kann es an gefährdeten Körperstellen wie Steiß, Fersen, Hüft- bzw. Oberschenkelknochen sowie an den Schultern zu einem Druckgeschwür kommen. Durch dauerhaftes Abdrücken der äußeren Gefäße entsteht schnell ein Dekubitus, der oft schlecht heilt. Um die Entstehung zu verhindern muss man die gefährdeten Stellen entlasten. Das kann durch regelmäßiges Umlagern des Patienten gewährleistet werden, nimmt allerdings Zeit in Anspruch und ist nicht immer angenehm.
Entlastung durch Spezialmatratzen Um Patienten zu schützen, werden Antidekubitusmatratzen eingesetzt, als Ersatz für die zum Pflegebett mitgelieferte Standardmatratze.
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Hyper Foam GEL Hyper Foam 2 GREENLINE: Hyperelastischer Schaumkern, Lüftungskanäle für optimales Mikroklima, optimale Druckentlastung, Bezug abnehmbar, waschbar, Wischdesinfektion. Bis 150 kg und Dekubitusstadium 4, zur Schmerztherapie geeignet. Hyper Foam GEL: Zusätzlich Gelschaumstoff, mit Coolingeffekt. Bilder: Funke medical
Eine bislang gängige Variante ist die Wechseldruckmatratze. Sie entlastet die gefährdeten Körperpartien mit einem Kompressor durch Luftkammern, die in kurzen Abständen be- und entlüftet werden. Das ist effektiv, allerdings mit dem Nachteil einer permanenten Geräuschentwicklung. Außerdem ist das System störanfällig, bei einem Defekt und auch bei falscher Benutzung setzt es aus und gibt Alarm. Wechseldrucksysteme sind ebenfalls nicht geeignet bei Schmerzpatienten oder Demenz. Als Alternative zur Wechseldruckmatratze setzt sich daher immer häufiger die Weichlagerungsmatratze aus viskoelastischem Schaum durch. Diese sorgt dafür, dass der Patient in die Matratze „einsinkt“. Dadurch wird der Druck von den gefährdeten Körperstelsinkt len genommen. Das ermöglicht hohen Liegekomfort mit hohem Therapienutzen ohne Wartung und Geräusche. Die Matratzen Hyper Foam 2 GREENLINE und Hyper Foam GEL unseres Lieferanten Funke Medical AG erfüllen diese Aufgabe, sind wartungsfrei und bereits vorsorgend gegen das unerwünschte Aufliegen. Der atmungsaktive, feuchtigkeitsundurchlässige Bezug kann bei 95° C in der Waschmaschine aufbereitet werden. Sie sind verordnungsfähig und unkompliziert in der Lieferung und Handhabung. Eine Verordnung ist für diese Lagerungshilfen Standard in der Pflege. Dem Aufliegen vorbeugen ist unser höchstes Ziel. Allen Antidekubitussystemen ist allerdings gemeinsam, dass die Pflegebedürftigen regelmäßig minimal bewegt werden, sofern sie dies nicht von selbst tun. Nichts geht ohne Bewegung. Rufen Sie uns an oder besuchen Sie unsere Fachabteilung. Eine speziell für Wundmanagement ausgebildete Mitarbeiterin kann unterstützende Maßnahmen ergreifen, gerne auch bei Ihnen zuhause.
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Dr. Gerhard Klausmann Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie, Diabetologe DDG Dr. Martine Klausmann Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und int. Onkologie Dr. Ariane Brogsitter Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und int. Onkologie, Palliativmedizin Dr. Zuzana Miklasová Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie Elisenpalais | Elisenstraße 28 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/34 27-0 info@fi-ab.de www.fachinternisten-aschaffenburg.de 08 (GLEIS EINS, S. 18/19) Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg Priv.-Doz. Dr. med. Hardi Lührs Priv.-Doz. Dr. med. Ralph Melcher Prof. Dr. med. Wolfgang Fischbach Dr. med. Karl Metz Dr. med. Caroline Noé Dr. med. Oliver Tabarelli Stadtpalais | Elisenstraße 32 (Eingang B) 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/44 47 80 Telefax 0 60 21/44 47 850 praxis@gastro-ab.de www.gastro-ab.de K A R D I O L O G I E + I N N E R E ME D I Z I N 08 (GLEIS EINS, S. 16/17) Kardiologische Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg Dr. med. Andreas Görz Priv.-Doz. Dr. med. Werner Peters Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie Hypertensiologie DHL® Sportmedizin Stadtpalais | Elisenstraße 32 (Eingang A) 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/3 86 72-0 Telefax 0 60 21/3 86 72 25 www.kardiologie-ab.de KIEFERORTHOPÄDIE 05 (GLEIS EINS, S. 38/39) Gemeinschaftspraxis Fritz Watzlaw Moritz Watzlaw Dr. Ingo Gräfling Fachzahnärzte für Kieferorthopädie Ludwigstraße 15 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/2 88 88 Telefax 0 60 21/2 86 37 www.watzlaw.de
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