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Ausgabe 01 I 2022

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TITELT

HEMA

le Aktuel ng Forschu

Aktuelle Informationen von Ihren Fachärzten

GLEIS EINS ZENTRUM FÜR AMBULANTE MEDIZIN | ASCHAFFENBURG

ZENTRUM FÜR AMBULANTE MEDIZIN | ASCHAFFENBURG

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GLEIS EINS

AUSGABE 01 | 2022

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Wie dürfen wir Sie unterstützen bei …

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09 (GLEIS EINS, S. 36/37) Praxis für ganzheitliche Gesundheitspflege Christine Schwarz Elisenpalais | Elisenstraße 28 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/12184 Telefax 0 60 21/45 7171 www.krankengymnastik-schwarz.de

03 (GLEIS EINS, S. 32/33) Akademische Praxis für Sprachtherapie Dr. phil. Ingeborg Maser Neurolinguistin/Klinische Linguistin dbs/dbl Frohsinnstraße 28 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/45 27 27 Telefax 0 60 21/45 27 28 www.sprachtherapie-maser.de

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01 (GLEIS EINS, S. 34/35) Gemeinschaftspraxis Prof. Dres. Kreusser, Hechler & Kollegen Prof. Dr. Dr. Bernd Kreusser Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Spezialist für Implantologie Dr. Joachim Kreusser Fachzahnarzt für Oralchirurgie Spezialist für Implantologie und Ästhetische Zahnheilkunde Dr. Manfred Hechler Facharzt für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie Plastische Operationen Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie Dr. Sabine Hechler Zahnärztin Tätigkeitsschwerpunkt Ästhetische Zahnheilkunde Dr. Florian Kreusser Zahnarzt Belegärzte in der Hofgartenklinik und im Klinikum Aschaffenburg Friedrichstraße 19 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/35 35 0 Telefax 0 60 21/35 35 35 www.kreusser-hechler.de

06 (GLEIS EINS, S. 30/31) Dr. med. Patrick Sawaya Facharzt für Urologie Ludwigstraße 4 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/133 55 Telefax 0 60 21/2190 01 www.dr-sawaya.de

02 (GLEIS EINS, S. 42/43) Prof. Dr. Stephan Schmitz und Kollegen BAG Radiologie und Nuklearmedizin Frohsinnstraße 20 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/15 07 90 Privathotline 0 60 21/150 79 99 www.radiologie-ab.de

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Warum brauchen wir Wissenschaft und Forschung? Ohne Wissenschaft und Forschung gäbe es keine Erkenntnisse und damit keinen Fortschritt. Ohne Forschung gäbe es weder das Smartphone noch Aspirin oder einen Impfstoff gegen Covid-19, der vielen von uns vielleicht das Leben gerettet hat. Doch der Zeitraum, in dem sich das Wissen in der Medizin verdoppelt, wird immer kürzer. Gebündeltes Wissen in Leitlinien und Fachbüchern gilt aktuell, je nach der Größe des Fachgebietes, nach 5 Jahren als veraltet und muss überarbeitet werden.

Inhalt Titelthema Forschung schafft Wissen… Gesundheitsvorsorge Ihr ganz persönlicher Gesundheits-Check-up!

Augenoptik & Hörakustik UNIKAT by Schwind. So einzigartig wie Sie.

Während in den Bereichen Labormedizin, Pathologie, Mikrobiologie, Virologie oder Radiologie der Alltag schon lange digital ist, prognostizierte einer der Vorreiter der Digitalisierung in der Medizin, der Radiologe Prof. Dr. med. Michael Forsting von der Universitätsmedizin Essen, dass sich nicht nur die diagnostischen Fachgebiete, sondern auch die Kliniken und die sprechende Medizin völlig verändern werden und damit auch der Alltag von Ärzten und Therapeuten.

Daraus ergibt sich eine zweite wichtige Frage: Welche Art der Behandlung/Therapie benötigt ein erkrankter Mensch, damit ihm die Teilhabe am Leben, seine Selbständigkeit, sein Leben in seiner Umgebung und seine Lebensqualität bestmöglich erhalten bleibt, so wie es die ICF (dt. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) der WHO als verbindliches Instrument im Gesundheitsbereich formuliert hat? Seit Einführung der Evidenzbasierten Praxis (EBP) in den 1970er Jahren, gilt für Ärzte auch für Therapeuten, dass jede Entscheidung über eine Diagnose oder Therapie auf der besten vorhandenen externen Evidenz (d.h. Studien), der individuellen klinischen Expertise des Arztes oder Therapeuten und den individuellen Bedürfnissen des Patienten fußen soll. Sie bietet eine ethische Grundlage dafür, jedem Patienten eine individuelle optimale medizinische oder therapeutische Versorgung zukommen zu lassen. Und hier rücken andere wichtige Aspekte in den Vordergrund. Neben der fachlichen Kompetenz und Expertise des Arztes/Therapeuten, ausgewählten Methoden, Intensität und Frequenz von Behandlungen, sind die menschliche Zuwendung, das Gespräch mit dem Patienten, die Kommunikation, seine Erwartungen, Ziele, Präferenzen wesentliche Faktoren, die das Behandlungsergebnis und die Lebensqualität der Patienten beeinflussen. Das Gespräch zwischen Arzt und Patient, so Eckart von Hirschhausen, ist die häufigste ärztliche Tätigkeit überhaupt. Es gibt aber keine wissenschaftlichen Grundlagen, was ein solches Gespräch ausmacht, welche Ziele es haben soll, noch wird es in der ärztlichen Ausbildung ausreichend gelehrt. Bei Therapeuten gibt es hierzu das sogenannte „Clinical Reasoning“. Es fordert von Therapeuten, ihr therapeutisches Handeln kontinuierlich zu reflektieren und zu hinterfragen und notwendige Korrekturen mit den Patienten zu besprechen. Es wird aber leider im therapeutischen Alltag nur selten umgesetzt. Hirschhausen plädiert für eine Humane Medizin, in der Pflegekräfte und auch Therapeuten nicht nur als Kostenfaktor gesehen werden, sondern als wichtiger Teil der Genesung eines Patienten. Er fordert deshalb ein gemeinsames Handeln und ein teamorientiertes Denken in der medizinischen Versorgung, bei der der Patient im Mittelpunkt der Behandlung steht.

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Medizinische Einrichtungen

Die Fortschritte im Gesundheitswesen und in der Medizin werden schon jetzt stark von Informationstechnologien beeinflusst. Die neuen Forschungsrichtungen wie die Digitalisierung und die Künstliche Intelligenz (KI) liefern inzwischen so immense Datenmengen, dass es für Ärzte und Therapeuten eine enorme Herausforderung darstellt, sich auf den neuesten Wissensstand zu bringen, auch wenn lebenslanges Lernen für beide Berufsgruppen eine Grundvoraussetzung ihrer Berufsausübung ist. Ziel dieser Entwicklungen ist es, schneller und zuverlässiger Veränderungen zu erkennen und medikamentöse oder andere therapeutische Maßnahmen personalisiert, d.h. maßgeschneidert auf den einzelnen Patienten anzupassen.

Während wir auf der einen Seite also eine Hightech-Entwicklung haben mit „Super-Diagnostic“-Zentren, Smart Kliniken, Telemedizin und technikgestützten Hilfsmitteln (APPs, Plattformen), mangelt es an anderer Stelle an einer humanen, zum Wohle des Patienten ausgerichteten Gesundheitsversorgung.

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Orthopädie und Sportmedizin Damit es den Füßen wieder gut geht

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Kieferorthopädie Digitale Revolution in der Kieferorthopädie

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Neurologie Alles neurologisch! Aktuelle Forschung in der Neurologie

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Innere Medizin Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen.

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Apotheke Das e-Rezept kommt

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Augenklinik Scharf sehen dank moderner Technologie

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Frauenärzte Für mehr Sicherheit: Modernes 3-D-Ultraschallverfahren Invenia ABUS zur Brustkrebsvorsorge

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Urologie Die Penisverkrümmung (Penisdeviation)

30-31

Sprachtherapie NEWS aus Neurolinguistik & Neurologie 32-33 Zahnärzte Das Beste zusammen: Moderne Implantate kombinieren Keramik und Titan

34-35

Physiotherapie/Fitness/ Kosmetik & Fußpflege Wieder beweglich werden

36-37

Gastroenterologie und Innere Medizin Innovative Diagnostik und Therapie in der Gastroenterologie 38-39 Kardiologie und Innere Medizin Wenn Corona aufs Herz geht

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Ich wünsche Ihnen in der aktuellen Gleis Eins-Ausgabe viele neue Erkenntnisse der einzelnen Fachrichtungen. Besprechen Sie mit ihrem Arzt/Therapeuten, was Ihnen wichtig ist.

Radiologie und Nuklearmedizin Hohe diagnostische Sicherheit dank Mamma-MRT

42-43

Ihre Dr. phil. Ingeborg Maser Neurolinguistin/Klinische Linguistin dbs/dbl (Praxisporträt Seite 32 – 33)

Im Gespräch

IMPRESSUM

Anmerkung: Im Interesse der besseren Lesbarkeit wird im vorliegenden Beitrag nicht ausdrücklich in geschlechtsspezifische Personenbzw. Patientenbezeichnungen differenziert. Die männliche Form schließt eine weibliche Form gleichberechtigt ein.

Dr. Andreas Görz und Dr. Alexander Henze über den Nutzen der Corona-Impfung, Post Covid und die Entwicklung der Pandemie 44-45

GLEIS EINS – Zentrum für Ambulante Medizin | Aschaffenburg

Kultur

Herausgeber: Die Produktion PrePrint GmbH & Co. KG · Alfred-Delp-Str. 38 · 63801 Kleinostheim Tel. 0 60 27/40 56 20 · sl@die-produktion.de (für die inhaltliche Richtigkeit der Anzeigen und medizinischen Beiträge in den Anzeigen sind die Vertragspartner und nicht der Herausgeber verantwortlich)

Frische Farben – Fachinternisten Aschaffenburg ermöglichen Künstlern Ausstellung in Praxisräumen

Redaktion: Susanne von Mach · Strietwaldstr. 18 · 63801 Kleinostheim · Tel. 0 60 27/40 99 43

EDITORIAL UND INHALT

Liebe GLEIS EINSLeserinnen und -Leser,

46-47

Info

Fotonachweise: S. 4 Blue Planet Studio, S. 10 Giordano Aita, S. 12 maestro, S. 14 Plson, S. 24 I Viewfinder, S. 26 jayzynism, S. 30 ChaoticDesignStudio, S. 32 thodonal, Mike Orlov und fizkes, S. 33 Paolese und arloo, S. 34 Pixel-Shot, S. 36 New Africa, S. 38 ag visuell, S. 40 jijomathaai, S. 44 Feydzhet Shabanov (alle Adobe Stock), Johannes Heeg, Petra Reith, DJäger, Dirk Nitschke, Susanne von Mach

Noch nie war es einfacher ein Leben zu retten

Druck: Kuthal Print GmbH & Co. KG · Johann-Dahlem-Str. 54 · 63814 Mainaschaff

Hier finden Sie uns

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Überblick 50-51

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TITELTHEMA AKTUELLE FORSCHUNG

Forschung schafft Wissen… …Wissen ist Macht. Wichtige Informationsquellen für kluge Köpfe in Corona-Zeiten

Nahezu täglich werden neue Studien rund um das Corona-Virus und COVID-19 veröffentlicht. Seit Beginn der Pandemie arbeiteten Forschende aus aller Welt mit Hochdruck daran, beim Thema Corona Lücken in der Evidenz zu schließen. „Eine der größten Herausforderungen in der COVID-19-Pandemie bleibt der Mangel an gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu vielen dringenden Fragen“, konstatiert das die deutsche Sektion des Forschungsnetzwerks Cochrane, das über Forschung informiert und auch für medizinische Laien eine mögliche und unabhängige Informationsquelle darstellt.

Die rege Forschungstätigkeit sei „gut, doch dadurch wird auch die Übersicht und Bewertung der Ergebnisse erschwert“, so Cochrane in einer Pressemitteilung. Das Netzwerk will hier einen Anker bieten. Es sichtet Studien zu COVID-19 und ordnet Ergebnisse ein. Auf der Homepage sind eine Vielzahl an Übersichtsarbeiten zu unterschiedlichen COVID-Themen öffentlich zugänglich, von Maßnahmen des Infektionsschutzes zur Vorbeugung bis zu Optionen der Akut-Behandlung von COVIDPatient*innen. Zudem bündelt Cochrane relevante Reviews in sogenannten Special Collections und leistet mit seinem COVID-19-Studienregister Hilfestellung für Forschende in aller Welt.

Augenmerk der Forschung: Kinder Die Auswirkungen einer Corona-Infektion bei Kindern und Jugendlichen ist ein Thema, das Wissenschaftler beschäftigt. Bis zum Februar 2022 wurden in Deutschland mehr als 3.000 Kinder und Jugendliche mit einer COVID-19-Erkrankung stationär im Krankenhaus behandelt. Doch auch bei Kindern, bei denen die Erkrankung nur mit milden Symptomen verlief, können nach Überwindung der akuten Infektion typische Spätfolgen auftreten. Nicht anders als bei Erwachsenen zählen dazu eine verminderte Belastbarkeit, chronische Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen und Schmerzen.

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TITELTHEMA AKTUELLE FORSCHUNG

…und das meinen die Fachärzte! Dr. med. Alexander Henze

Forschung und Finanzierung

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

Die aktuelle Corona-Pandemie hat beispiellos die Wichtigkeit der Forschung gezeigt. Durch intensivierte Forschung konnte erstaunlich schnell und effizient ein vorhandenes Know-how genutzt werden. Je nach Situation können sich die verschiedenen Forschungsinstitute auf veränderte Lebensbedingungen einstellen. Nur so konnte überhaupt in dieser kurzen Zeitspanne ein Impfstoff für eine Zulassung bereitgestellt werden.

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Immer wieder hört man Argumente, die gerade die sogenannte Drittmittelfinanzierung kritisch beleuchten. In der Tat sind große Firmen/Pharmakonzerne daran interessiert, diverse Forschungsprojekte zu unterstützen, um Medikamente für eine Zulassung bereitstellen zu können. Drittmittelfinanzierung gibt es aus der Historie allerdings schon eine sehr lange Zeit. Diese Art der Unterstützung wird in anderen Ländern (z.B. USA) weitaus intensiver vollzogen als bei uns in Deutschland. Die Vorgaben und Richtlinien sind heutzutage deutlich strenger als früher. Eine unentbehrliche und mittlerweile umgesetzte Forderung ist die Offenlegung der Finanzzuflüsse aus der Industrie sowie der transparente Umgang mit sogenannten Interessenskonflikten. Die Aufgabe in der Zukunft wird es sein, immer wieder kritisch den Einfluss verschiedener Unternehmen/Firmen zu beobachten, damit die Neutralität so gut wie möglich bewahrt werden kann. Eine finanzielle Unterstützung für die so wichtige Forschung ist allerdings von sehr großer Bedeutung, denn nur so lässt sich gewährleisten, dass ein Land in dem Prozess der Weiterentwicklung nicht stagniert.

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TITELTHEMA AKTUELLE FORSCHUNG

TITELTHEMA AKTUELLE FORSCHUNG

…und das meinen die Fachärzte! Dr. med. Andreas Görz

Forschung ist wichtig und vertrauenswürdig

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

Wissenschaftliche Forschung ist die Grundlage allen ärztlichen Handelns. In die Entwicklung von Therapien und Medikamenten wird zu Recht viel Zeit und Geld investiert, denn es geht letztlich immer um unser kostbarstes Gut: unser Leben.

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Häufig ist es gerade für Laien schwierig, wissenschaftlich seriöse Daten zu finden und sie richtig zu interpretieren. Falschmeldungen können schnell für große Aufregung sorgen, Menschen unnötig verunsichern oder für unlautere Zwecke missbraucht werden. Ein Beispiel dafür, wie die Datenlage Menschen verunsichern kann, ist der Zusammenhang von Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) und Herzbeutelentzündungen (Perikarditis) nach Covid-Impfung mit einem mRNAVakzine. Beide Erkrankungen werden mittlerweile als mögliche Nebenwirkung der Impfung aufgeführt. Leider lässt sich das individuelle Risiko nur schwer beziffern. Warum?

Zunächst einmal ist der sichere Nachweis einer Myokarditis nur über eine Biopsie möglich, deren Verhältnismäßigkeit gut abgewogen werden muss. Je nach Studie variieren die Kriterien für eine Myokarditis, die Risikofaktoren beider Erkrankungen werden nicht immer differenziert betrachtet. Viele Risikoangaben fokussieren auf Meldedaten statt klinisch gesicherten Befunden. Zur Angabe der Risikorelation (wie viele Fälle und Verdachtsfälle gibt es auf wie viele Patienten und Impfungen) gibt es keine einheitliche Basis. In den vorhandenen Untersuchungen und Studien wurden unterschiedliche Altersgruppen betrachtet, zudem sind die Beobachtungszeiträume unterschiedlich. Es ist nicht im Detail untersucht, ob Beschwerden nach Erst-, Zweit- oder Boosterimpfung aufgetreten sind oder wie lange sie anhielten. Zudem wird in den Daten nicht konsequent zwischen den verschiedenen Impfstoffen unterschieden. Eine Reihe an Problemen, die nicht bedeuten, dass die Studien generell alle unbrauchbar sind, sondern die zeigen, dass die Ergebnisse richtig zu interpretieren wichtig ist. Das war in der klinischen Forschung schon immer so. Doch noch nie stand sie so sehr im öffentlichen Focus wie jetzt in der Corona-Pandemie. Zusammenfassend lässt sich in Bezug auf das Risiko einer Herzmuskelentzündung oder Herzbeutelerkrankung sagen: 1) Wie groß das Risiko für eine Myokarditis und vor allem für bleibende kardiale Schäden durch Covid-19 ist – bei Herzgesunden und vor allem auch bei Patienten mit bereits vorgeschädigten Herzen – ist wissenschaftlich noch nicht abschließend erforscht. 2) Erste Daten deuten darauf hin, dass das Risiko einer akuten Herzschädigung bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 merklich größer als bei einer Impfung mit einem mRNA-Impfstoff zum Schutz vor Covid-19 ist. Das hat zum Beispiel die Auswertung der Daten von rund 1,7 Millionen Menschen mit und ohne Impfung aus Israel ergeben. 3) Um ein mögliches Risiko auszuschließen, bekommen Menschen unter 30 Jahren nur noch den mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer. 4) Eine exakte Häufigkeit einer Myokarditis und/oder Perikarditis nach mRNA-Covid-19-Impfung kann nach wie vor nicht sicher ermittelt werden, da epidemiologische (bevölkerungsbezogene) Studien fehlen. Allerdings deuten alle Daten darauf hin, dass eine Myokarditis nach mRNA-Impfstoffen insgesamt sehr selten ist. Zudem wurden 95 % der Fälle als mild beschrieben mit einem zumeist kurzen Krankenhausaufenthalt.

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01.03.2019

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Den neuen Impfstoff Gürtelrose empfiehlt die STIKO Genaue Daten dazu gegen fehlen die jedoch, ebenso wie diagnostische Erwachsenen ab 60 Jahren; er verspricht einen 90-prozentiund therapeutische Leitlinien oder besondere Rehabilitationsgen Schutz gegen dieund Gürtelrose. Risikogruppen sollten sich programme für Kinder Jugendliche. „Die Datenlage zu Longlaut STIKO ab dem 51. Lebensjahr impfen lassen. Geimpft COVID bei Kindern ist immer noch begrenzt, die Diagnostik oft wird Mal imSymptome Abstand von zwei Monaten. durchzwei komplexe erschwert“, sagt Niedersachsens

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im Nachgang der Erkrankung Schmerzen bestehen bleiben. erfasst, die auf Entzündungsprozesse oder neuronale Schäden hinDiese so genannte Post-Zoster-Neuralgie ist die häufigste weisen könnten. Über diese immunologischen Veränderungen Komplikation der Gürtelrose, kannherausfinden, Patienten über Jahre und bewollen die Forschenden zum Beispiel ob Kinder gleiten und im schlimmsten Fall zu Sehstörungen, Sehund Jugendliche mit Long-COVID besonders gefährdet sind, AutoHörverlust oder Schlaganfällen führen. Die Post-Zoster-Neuimmunerkrankungen oder Allergien zu entwickeln. ralgie ist nicht leicht zu behandeln, das macht die Impfung umso wichtiger. Nicht nur zum Vertrauen in Wissenschaft hocheigenen Schutz: Wie auch das Windpocken-Virus selbst, ist die Gürtelrose hoch ansteckend. Varicella-Zoster-Viren werden über TröpfchenForschung ist die Grundlage jeder medizinischen Therapie. Über infektion übertragen, also zum Beispiel beim Husten, Atmen deren Nutzen besteht deshalb kein Zweifel. Mehr noch: Grundoder Niesen über Kontakt mit dem viruslastigen Inhalt sätzlich steigtsowie das Vertrauen in Wissenschaft und Forschung in der Bläschen und Krusten, die für eine Windpockeninfektion der Bevölkerung. 61 Prozent der Deutschen gaben im vergantypisch sind.bei einer repräsentativen Umfrage für das Wissengenen Jahr

Wissenschaftsminister Björn Thümler. Mit knapp 300.000 Euro Die Impfempfehlung fürNiedersächsische das fortgeschrittene Alter ist fördert deshalb jetzt das Ministerium fürdarin Wisbegründet, dass die Gürtelrose in der Regel erst viele Jahre senschaft und Kultur eine Studie zu Long-COVID bei Kindern an nach der Windpocken-Infektion ausbricht, wenn die Abder Medizinischen Hochschule Hannover. Ziel der Projektgruppe wehrkraft desKids Immunsystems mitistzunehmendem Alter Verab„Long-COVID Niedersachsen“ es, ein strukturiertes nimmt. Damit steigt das Risiko an einer Gürtelrose zu ersorgungsmodell für pädiatrische Patientinnen und Patienten mit kranken. Sie entsteht, wenn das Virus entlang der Nerven an Long Covid in Niedersachsen zu entwickeln und wissenschaftlich die Haut wandert. Deshalb sollten sich Patienten mit einer zu evaluieren. Der Projektstart war für März 2022 geplant. Grundkrankheit oder einer Immunschwäche schon früher, ab schaftsbarometer an, dass sie der Wissenschaft grundsätzlich 50 Jahre, impfen lassen. Der neue Impfstoff ist zur Präven- Schon seit einigen Jahrenwaren gibt es Lebendimpfstoff gevertrauten; im Jahr 2017 es einen noch 57 Prozent. Forschungsverbund in Ostdeutschland tion von Herpes Zoster und einer Post-Zoster-Neuralgie, einer gen Gürtelrose, der für Personen ab 50 Jahren zugelassen ist. Komplikation der Gürtelrose, für Erwachsene ab 50 Jahren Er das Risiko an einer Gürtelrose zu erkranken, laut Auch der Forschungsverbund LongCOCid am Universitätsklinikum Mitverringert dem Wissenschaftsbarometer ermittelt die gemeinnützige zugelassen. Auch Traumata, Stress, UV-Strahlung und die des Internet-Impfportals impfkontrolle.de, um etwa Prozent. Jena, der Technischen Universität Ilmenau und der Universität Organisation für Wissenschaftskommunikation „Wissenschaft im Abwehr schwächende das Auftreten Bricht dieseit Krankheit trotz Impfung aus, heilt sie meist schnelMagdeburg widmet sichMedikamente speziell dieser können Altersgruppe. Dialog“ 2014 regelmäßig die Einstellungen der Bevölkeeiner Gürtelrose begünstigen. Selten tritt Herpes Zoster auch ler aus und verläuft leichter mit geringerem Risiko für rung zu Wissenschaft und Forschung. Wie ist es um dasKomVerspontan bei jungen, gesunden Menschen auf. plikationen. Ein multidisziplinärer Forschungsansatz soll ein umfassendes trauen in die Wissenschaft bestellt? Welche gesellschaftliche Bild erlauben. „Wir wollen zunächst ➔ Geeignet ist die Impfung für Paein umfassendes Bild der auch Erkrankung tienten, an Herpes Zoster erhalten die undbereits katalogisieren dazu in erkrankt waren, da laut RobertsysteKochunserer Long-COVID-Ambulanz Deutsche Bank Institut einmal durchgemachte Ermatischeine die Beschwerdesymptomatik“, krankung keinenVilser. Schutz einem ersagt Dr. Daniel Dervor Kinderkarneuten bedeutet. Die erste diologe Ausbruch und Oberarzt in der Klinik für Ihre Patienten Erkrankung vor der Impfung Kinder- undsollte Jugendmedizin des Uni-jedoch abgeheilt sein. versitätsklinikums Jena koordiniert den vertrauen auf Sie. Verbund LongCOCid; unter seiner Federführung die Forschenden „Die aktuellearbeiten Entwicklung bedeutet eimit niedergelassenen Kinderärztinnen nen riesigen Fortschritt bei der Versorund -ärzten zusammen. gung der Patienten und sollten schnellstmöglich Einzug in den Praxisalltag halSie vergleichen Krankheitslast von ten“, betont Dr.die med. Dipl. Lic. Psych. Kindern nach einer SARS-CoV-2-InfekJohannes Horlemann, Präsident der tion mit derGesellschaft von Kindern, für die Schmerzan einer Deutschen anderen Infektion erkrankt waren und medizin e.V. (DGS). „Besonders bei werten die Ergebnisse bildgebender undzu Herpes Zoster sind die Symptome funktioneller Organuntersuchungen bei Beginn der Erkrankung nicht eindeutig. Long-COVID-Erkrankten aus, wie zum Dadurch vergeht häufig viel wertvolle Beispiel Ultraschalluntersuchungen Zeit, wodurch das Risiko einer von PostHerz und Lunge. Weiterhin die Zoster-Neuralgie und anderer wird möglicher Leistungsfähigkeit der jungen PatienKomplikationen stark ansteigt“, sagt tinnen und Patienten mitder HilfeAusschlag von BeHorlemann. Während lastungstests gemessen. meist nach ein paar Wochen abheilt, Vertrauen Sie auf unser

bleiben die Schmerzen in manchen FälNeue Verfahren im Einsatz len über Jahre. Er betont: „Mit dem aktuell neu zugelassenen Impfstoff gegen Dabei kommen auch neue innovative, Herpes Zoster bleibt zukünftig einem in Jena entwickelte, Verfahren wie die Großteil unserer Patienten die häufig dynamische retinale Gefäßanalyse zum sehr langwierige Schmerztherapie erEinsatz. Mit diesem nicht-invasiven Verspart.“ fahren wollen die Forschenden die Gefäße am Augenhintergrund mit einem Herpes Zoster kann erhebliche Auswirspeziellen Flickerlicht untersuchen, um kungen auf die Lebensqualität der Paaus der Reaktion auf diese Provokation tienten nicht nur auf denhaben, Zustandund derdas Blutgefäße in wähanrend der akuten Erkrankung. Nicht nur deren Bereichen des Körpers schließen können Komplikation die Abheilung erzu können. schweren oder verzögern. Neben den typischen Symptomen wie Hautausschlag Im Blut selbst werden zudem immunolound starken können gische MarkerNervenschmerzen und Stoffwechselprodukte

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TITELTHEMA AKTUELLE FORSCHUNG

Rolle spielt sie? Wie groß ist das Interesse an wissenschaftlichen Themen und welche Kanäle nutzen Menschen, um sich zu informieren? Im Wissenschaftsbarometer 2020 wurden vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auch die daraus resultierenden Veränderungen in der Wahrnehmung von Wissenschaft und Forschung thematisiert. Aufgrund der Relevanz des Themas gab es zudem zwei zusätzliche Erhebungen im Rahmen eines „Corona Spezial“. Es zeigte sich: Das Vertrauen der Bevölkerung in Wissenschaft und Forschung ist auch in Krisenzeiten hoch. Vertrauen in Aussagen der Ärzte Neben dem generellen Vertrauen in Wissenschaft und Forschung war laut Pressemitteilung der Organisation auch das

Vertrauen in Aussagen der Wissenschaft im Kontext der pandemischen Lage hoch (2021: 73 %, November 2020: 73 %). Noch höher ist sogar das Vertrauen in Aussagen von Ärzten und medizinischem Personal (2021: 79%, November 2020: 80 %). Weniger Vertrauen genießen hingegen die Aussagen behördlicher oder amtlicher Vertreter sowie seitens der Politik (2021: 34 %, November 2020: 21%). Es bleiben jedoch auch skeptische Stimmen. So stimmten 39 Prozent der Aussage „Wissenschaftler sagen uns nicht ANZEIGE alles, was sie über das Coronavirus wissen“ eher oder voll und ganz zu (19 % unentschieden, 40 % stimmen eher nicht oder nicht zu). Der Aussage, dass die Pandemie zu einer größeren Sache gemacht werde, als sie eigentlich ist, stimmten 26 Prozent zu (12 % unentschieden, 61 % stimmen nicht oder eher nicht zu). n

So einz drks.de Das Deutsche Register Klinischer Studien ist eine kostenfreie, öffentliche Datenbank für laufende und abgeschlossene klinische Studien in Deutschland. Gelistet sind dort mehr als 12.000 Studien, jährlich kommen etwa 2000 weitere hinzu. Betrieben wird es vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das als Behörde dem Bundesministerium für Gesundheit unterstellt ist. Stand Februar 2022 sind dort unter anderem 528 Studien zum CoronaVirus/Covid-19 aufgeführt. Nutzer können sehen, in welcher Phase sich die Studie befindet, also ob die Rekrutierung von Probanden geplant ist oder läuft, ob die Studie läuft oder abgeschlossen ist. Cochrane.de Der deutsche Zweig des internationalen Netzwerks Cochrane betreibt diese Homepage, auf der unter anderem Übersichtsarbeiten – so genannte Reviews – zu bereits erschienenen Studien veröffentlicht werden. Eine eigene Rubrik widmet sich auf der Internetseite dem Thema Corona. Dort sind zahlreiche Reviews zu verschiedenen Fragestellungen rund um das Corona-Virus nachzulesen, zum Beispiel zur Frage der Wirksamkeit von Maßnahmen des Infektionsschutzes in Schulen oder der Wirksamkeit von Antibiotika. Livivo.de ist eine interdisziplinäre Suchmaschine für Literatur und Informationen zu den Lebenswissenschaften. Sie wird von der Zentralbibliothek für Medizin in Köln bereitgestellt. Zum Stichwort Corona liefert LIVIVO mehr als 66.000 Treffer. PharmNet.Bund ist eine deutsche Datenbank für Arzneimittelinformationen des Bundes und der Länder. Dort sind Ergebnisse von klinischen Studien gelistet,

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die seit August 2004 mit Beteiligung einer Arztpraxis oder Klinik in Deutschland durchgeführt worden sind. DAS PERFEKTE BRILLENG Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) betreibt das öffentliche EINEN NAMEN: UNIKAT! Portal in Zusammenarbeit mit den ArzneimittelbeWir haben erkannt, dass je hörden BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Auge und jedes Sehverhalt Medizinprodukte) und PEI (Paul-Ehrlich-Institut).

artig sind. Um dieser Einzi

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Ähnlich verhält es entsprechende Handlungsempfehlungen abrfügen wir aktuell als einziger % '= , % '= , A 9 A 9 ', , ', , * ,# 9 , * ,# 9 , '=9 @+ '=9 @+ E )= G@ ,5 %9'==G %* 9 %9'==G %* 9 %* %* 9%F=%+@: / 9 / 9 *@= 9@ ) *@= 9@ ) ' := , := , G@- 9A 9 G@ ( )= , ( )= , @ @ G ' %, , G ' %, , ' ' "J 9+'== *, 9+'== *, @, @, 9G@:= ** ,5 9G@:= ** ,5 '= '= J'* J'* E )= %9 9 G@ %9 9 A9 A9 C' * C' * ,: % , ':=9%F=%+@: ' + 9=D = % + 9=D = % + + ' ' /2 =9 %= ,5 ' =9 %= ,5 - 9A 9 %', @: %', @: D 9 , D 9 , %, , %, , @9 % @9 % ,' %= ,' %= ,@9,@9 ,/ % ,/ % )/,)9 = 9 )/,)9 = 9 "J 8J8 8J8 J J 8 I+ J 8 I+ J 6 ',2 9):=95 6 ',2 9):=95 1? 1? ,5 8',8', , ,: % , , /=//* /=//* : : %'* %'* = ':= ' = ' ' '# , '# , I :@, & I :@, & /2 D #@,# , D #@,# , @, @, &2/:'='/, , &2/:'='/, , # + :: ,5 # + :: ,5 DDD5: %D', &: % ,&%/ 9 ,5 DDD5: %D', &: % ,&%/ 9 ,5 9+'== *, 9+'== *, @, @, 9G@:= ** ,5 9G@:= ** ,5 '= '= J'*)0,, , J'* dem %9 9 D'9 %9 9 A9 J , # * ,) A9 C' * C' * ,: % , ,: % , ':= ':= ' VBM). 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Mit diesem %, , %, , @9 % @9 % ,' %= ,' %= ,@9,@9 ,/ % ,/ % )/,)9 = 9 )/,)9 = 9 ,5 ,5 8',8', , /=//* , /=//* : %'* %'* = ' = ' '# , '# , I :@, & I :@, & /2 /2 D #@,# , D #@,# , @, @, &2/:'='/, , &2/:'='/, , # + :: ,5 # + :: ,5DDD5: %D', &: % ,&%/ 9 ,5 DDD5: %D', &: % ,&%/ 9 ,5

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GESUNDHEITSVORSORGE

Gesundheits-Check-up im

GLEIS EINS informiert: Vademecum sinnvoller Gesundheitsvorsorge

Kindes- und Jugendalter! Lebensalter

Fachrichtung

Art der Untersuchung

Nach der Geburt

n HNO-arzt n Kinderarzt

u Neugeborenen-Hörscreening u U1 Neugeborenenerstuntersuchung

3. – 10. Tag

n Kinderarzt

u U2 erste Grunduntersuchung

4. – 5. Woche

n Kinderarzt

u U3 Kinderarztpraxis und Familie

3. – 4. Monat

n Kinderarzt

u U4 erste Impftermine

6. – 7. Monat

n Kinderarzt

u U5 das Baby wird beweglicher

6. – 9. Monat

n Zahnarzt

u Milchzähne und Beratung mit Baby 01

10. – 12. Monat

n HNO-arzt n Kinderarzt

u Beurteilung der Sprachentwicklung u U6 Start in das Kleinkindalter

15. – 18. Monat

n Zahnarzt

u Milchbackenzahnung, Ernährungsberatung

21. – 24. Monat

n Kinderarzt

u U7 aus dem Baby ist ein Kleinkind geworden

24. Monat

n Akademischer Sprachtherapeut n HNO-arzt n Augenarzt

u Früherkennung und Beratung von Risikokindern („Late-talker“)

30. – 72. Monat

n Zahnarzt

u 3 x FU: Einschätzung Kariesrisiko, Ernährungsberatung, Mundhygieneberatung, Fluoridmittelempfehlung

34. – 36. Monat

n Kinderarzt

u U7a Kleinkind wird Kindergartenkind

3. – 4. Lebensjahr

n Akademischer Sprachtherapeut n HNO-arzt

u Beratung und Frühförderung zu Prophylaxe von Stimm-, Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen; Elternberatung und -anleitung bei kindlichen Stimm-, Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen sowie bei Stottern; Beratung fremdsprachiger Eltern bei Verdacht auf Sprach- oder Sprechstörung bei Mehrsprachigkeit

4. Lebensjahr

n Augenarzt n Kinderarzt

u Ausschluss Schwachsichtigkeit, Spätschielen, Brille u U8 auf dem Weg zum Vorschulkind

5. Lebensjahr

n Kinderarzt

u U9 bald ein Schulkind

6. Lebensjahr

n Augenarzt n HNO-arzt n Urologe

u Ausschluss Schwachsichtigkeit, Brille vor Einschulung u Allergietest u Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung für Nierensteine

ab 6. Lebensj. halbj.

n Zahnarzt

u 01, Prophylaxe (IP), Fissurenversiegelung

7. Lebensjahr

n Kieferorthopäde

u U8/U9 Erkennen von Kieferfehlstellungen

8. Lebensjahr

n Akademischer Sprachtherapeut

u Diagnostik und Therapie von Lese- und Rechtschreibstörungen

9. Lebensjahr

n Kieferorthopäde

u Voruntersuchung Ende der 1. Wechselgebissphase

ab 10. Lebensjahr

n HNO-arzt

u Hörtest, Prüfung des Gleichgewichtes auf Tauch-, Fahr-, Flug- und Bootstauglichkeit, Tauglichkeitsuntersuchung für bestimmte Berufe (Piloten, Berufskraftfahrer, Sprechberufe)

11. Lebensjahr

n Kieferorthopäde

u Voruntersuchung Ende der 2. Wechselgebissphase

12. – 18. Lebensj. halbj.

n Zahnarzt

u 01, Prophylaxe (IP), Versiegelung, KFO-Ber., OPG für Check Weisheitszähne, Bissflügelaufnahmen

bis 13. Lebensjahr

n Kieferorthopäde

u 9. – 13. Lebensjahr Beseitigung von Zahn- und Kieferfehlstellungen

13. – 14. Lebensjahr

n Kieferorthopäde n Kinderarzt

u 9. – 13. Lebensjahr Beseitigung von Zahn- und Kieferfehlstellungen u J 1 Jugendlichen-Untersuchung

16. – 17. Lebensjahr

n Frauenarzt n Kinderarzt

u Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs, Antikonzeptionberatung u J 2 Jugendlichen-Untersuchung

17. Lebensjahr

n Kieferorthopäde

u Entscheidung ob Behandlung auf Kassenkosten

10. – 18. Lebensjahr

n Orthopäde

u Rücken-Check-up

1. – 18. Lebensjahr

n Hautarzt

u Hautvorsorgeuntersuchung bei großen angeborenen Muttermalen oder familiärem Hautkrebs u Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich)

n Urologe

u Ausschluss frühkindliches Schielen

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GESUNDHEITSVORSORGE

Gesundheits-Check-up im

GLEIS EINS informiert: Vademecum sinnvoller Gesundheitsvorsorge

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Erwachsenenalter!

Lebensalter ab 18. Lebensjahr

20. Lebensjahr

Fachrichtung n Augenarzt n Urologe n n n n

Zahnarzt Augenarzt Frauenarzt HNO-arzt

n Internist n Kardiologe n n n n

Kieferorthopäde Neurologe Orthopäde Sportmediziner

n Urologe n Zahnarzt

30. Lebensjahr

n n n n n

Augenarzt Frauenarzt Internist Kieferorthopäde Radiologe

n Urologe n Zahnarzt

40. Lebensjahr

n Augenarzt n Frauenarzt n Internist n Internist/Sportmed. n Kardiologe

n n n n n

Kieferorthopäde Neurologe Radiologe Sportmediziner Urologe

n Zahnarzt

45. Lebensjahr

n Augenarzt n Frauenarzt

Art der Untersuchung u Verkehrstauglichkeit/Brille bei Führerschein mit 17 Jahren u Fruchtbarkeitscheck bei (unerfülltem) Kinderwunsch, Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen u „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorgeuntersuchung u Hörtest (Früherkennung von Lärmschäden), bei Rauchern 2 x jährlich Kehlkopfspiegelung zur Früherkennung des Kehlkopfkrebses, Tauchtauglichkeitsuntersuchung zur Verhinderung von Barotraumen des Ohres und der Nasennebenhöhlen u Stoffwechsel-Check, Kontrolle von Impfschutz, Indentifizierung von Risikopatienten (z. B. fam. Polyposen) u bei Leistungssport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Verlaufskontrolle u Schlafanalyse und -hygiene u Rücken-Check-up alle 5 Jahre u bei Leistungssport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorgeuntersuchung, Mammasonografie, Dünnschichtzytologie u komplette Krebsvorsorge alle 5 Jahre, Komplett-Check alle 2 Jahre u Verlaufskontrolle u Brustkrebsvorsorge Mammasonografie (30., 40. Lebensjahr); bei familiärem Risiko: Mamma-MRT u Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorgeuntersuchung mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie u ausführlicher Check-up mit EKG, Ergometrie, Labor, Lungenfunktion, Sonografie von Schilddrüse und Oberbauch – Wiederholung alle 5 Jahre u bei Freizeitsport: alle 5 Jahre Check (EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte); bei Risiko-Patienten (Herzinfarkt in der Familie, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Blutfetterhöhung, Rauchen): EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien, Ultraschall Beinarterien, Laborwerte u Verlaufskontrolle u Schlaganfallprävention (Stroke risk analyser) u Lungenkrebsvorsorge (Lungen-CT), Mammasonografie u alle 5 Jahre sportmed. Untersuchungen u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherkennung (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check, Bildschirmbrille u Knochendichte, Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie

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Lebensalter

Fachrichtung

Art der Untersuchung

n Internist

u erstmalige Krebsvorsorge mit Coloskopie, Oberbauchsonografie und fakultativer Gastroskopie, Labor alle 5 Jahre u erstmaliger genereller Herz-Kreislauf-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien, Ultraschall Beinarterien) u Osteoporosemessung, Rücken-Check alle 5 Jahre u Herz-CT-Koronarangiografie: Ausschluss KHK, Diabetiker, Bypasskontrolle; Herz-CT-Kalzium-Score: familiäres Infarktrisiko, Raucher, Diabetiker, Hypercholesterinämie, Gefäß-Check der hirnversorgenden Gefäße (Arterien); mittels MR-Angiografie: bei Diabetikern, Rauchern, fam. Schlaganfall und Hypercholesterinämie u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Verkehrs- Check (LKW alle 5 Jahre), Bildschirmbrille, Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie u Gefäß-Check bei Rauchern und Hypertonikern u ausführlicher Check-up mit EKG, Ergometrie, Labor, Lungenfunktion, Sonografie von Schilddrüse und Oberbauch – Wiederholung alle 5 Jahre; Krebsvorsorge mit Coloskopie, Oberbauchsonografie und fakultativer Gastroskopie, Labor alle 5 Jahre u Herz-Kreislauf-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien) – Wiederholung alle 5 Jahre; bei Freizeitsport: alle 2 Jahre FitnessCheck (EKG, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Verlaufskontrolle u Früherkennung dementieller Störungen, Neuropsychol. Untersuchungen u Darmkrebsvorsorge (virtuelle CT-Darmspiegelung) u alle 2 Jahre sportmed. Untersuchungen u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Beratung u. Diagnostik von dementiellen Erkrankungen z.B. CERAD

n Kardiologe n Orthopäde n Radiologe

n Urologe n Zahnarzt

50. Lebensjahr

n Augenarzt n Frauenarzt n Gefäßchirurg n Internist

n Kardiologe

n n n n n

Kieferorthopäde Neurologe Radiologe Sportmediziner Urologe

n Zahnarzt

60. Lebensjahr

n Akademischerer Sprachtherapeut n Augenarzt n Frauenarzt n HNO-arzt n Internist n Kardiologe

n Kieferorthopäde n Sportmediziner n Urologe n Zahnarzt

ab 70. Lebensjahr

n Augenarzt n Frauenarzt n Orthopäde n Urologe n Zahnarzt

Alle Altersklassen

n Hautarzt

u Verkehrs- Check (LKW alle 5 Jahre), Bildschirmbrille, Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie u Hörtest u ausführl. Check-up mit EKG, Ergometrie, Labor, Lungenfunktion, Sonografie von Schilddrüse u. Oberbauch – Wiederholung alle 2 Jahre u Herz-Kreislauf-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien, Ultraschall Beinarterien) – Wiederholung alle 5 Jahre; bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Verlaufskontrolle u bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Check (EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Bildschirmbrille, Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie u Rücken-Check-up alle 5 Jahre u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Hautvorsorgeuntersuchung 1 x jährlich; insbesondere bei mehr als 50 Muttermalen, häufigen Sonnenbränden, Hellhäutigen und Rothaarigen sowie bei familiärem Hautkrebs

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GESUNDHEITSVORSORGE

Gesundheits-Check-up nach

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Risikogruppen!

GLEIS EINS informiert: Vademecum sinnvoller Gesundheitsvorsorge

Risikogruppe

Fachrichtung

Art der Untersuchung

– Berufskraftfahrer

n Augenarzt n HNO-arzt n Urologe

u ab 50. Lebensjahr 5-jährlich u ab 50. Lebensjahr 5-jährlich u Harnblasenkrebsfrüherkennung

– Piloten

n Augenarzt n HNO-arzt n Kardiologe/Internist

u gemäß Bestimmung 2-jährlich u gemäß Bestimmung u gemäß Bestimmung jährlich

– Bildschirmarbeitsplatz

n Augenarzt n Orthopäde

u ab 45. Lebensjahr 2-jährlich u 5-jährlich Rücken-Check-up

– Bei Feuchtarbeiten, irritativen und sensibilisierenden Arbeitsstoffen

n Hautarzt

u gemäß berufsgenossenschaftlichen Bestimmungen

– Leder-, Gummi-, Textilindustrie, Kaminkehrer, Bauindustrie, Friseure, Exposition gegenüber Lacken, Farben, Lösungsmitteln, Haarfärbemitteln

n Urologe

u Harnblasenkrebsfrüherkennung

Diabetiker

n n n n n n

Fam. Herzinfarkt/Schlaganfall-Belast.

n Kardiologe

u ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre

Herzkranke

n Kardiologe/Internist n Zahnarzt

u alle 6 – 12 Monate, je nach Schwere der Erkrankung u regelmäßige Parodontitisvorsorge/Kontrolle

Hypertoniker

n n n n

Immunschwäche

n Hautarzt

Berufsgruppen

Augenarzt Diabetologe Hautarzt Kardiologe Radiologe Zahnarzt

Augenarzt Gefäßchirurg Internist Kardiologe

u jährliche Netzhautuntersuchungen u 3-monatliche Untersuchungen u individuell, Haut-Check u ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre u ab 45. Lebensjahr jährlich u regelmäßige Parodontitisvorsorge/Kontrolle

u jährliche Netzhaut- und Augendruckuntersuchungen u Gefäß-Check u 6-monatliche Untersuchungen u je nach Alter, ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre

n Zahnarzt

u Hautvorsorgeuntersuchung individuell bei Krebserkrankungen, Lymphomen, Leukämie, organtransplantierten Patienten, HIV Infektion, sowie Einnahme immununterdrückender Medikamente (z. B. Cortison, Imurek u.a.) u Überwachung von Infektionen in der Mundhöhle

n Augenarzt

u ab -3,0 dpt jährlich Netzhaut-Check

– Antikozeptiva/Hormonersatztherapie

n Frauenarzt

u 6-monatlich

– Biologicals

n Hautarzt

u individuell, Haut-Check

– Bisphosphonate

n Zahnarzt

u Zahnsanierung vor Therapiebeginn und regelmäßige Überwachung

– Cortison

n n n n

Augenarzt Hautarzt Internist Orthopäde

u 6-monatlich u individuell, Haut-Check u 3-monatlich u Messung von Osteoporose und Muskelmasse

– Chemotherapeutika (MTX, etc.)

n n n n n

Augenarzt Hautarzt Onkologe Urologe Zahnarzt

u jährlich Gaucom-, Hornhaut-, Netzhaut-Check u individuell, Haut-Check u Nachsorge 3-monatlich (individuell) u Harnblasenkrebsfrüherkennung u vor Chemotherapie Vorstellung, ggf. Zahnsanierung und regelmäßige Kontrolle

Kurzsichtige Medikamentendauereinnahme

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Risikogruppe

Fachrichtung

Art der Untersuchung

– ß-Blocker

n Kardiologe/Internist

u jährlich

– Cordarex

n Augenarzt n Kardiologe/Internist

u jährlich Hornhaut-, Netzhaut-Check u jährlich

– Antirheumatika (Gold, Resochin, MTX)

n Augenarzt n Hautarzt n Internist

u jährlich Hornhaut-, Netzhaut-Check u individuell, Haut-Check u 3-monatlich

– Lichtsensibilisierende Pharmaka (z. B. Tetracycline)

n Hautarzt

u individuell, Haut-Check

– Bestrahlung

n Zahnarzt

u vor Therapiebeginn Vorstellung, ggf. Zahnsanierung und regelmäßige Kontrolle

Osteoporose

n Orthopäde

u ab 45. Lebensjahr: 1 x jährlich Osteoporosemessung

Raucher

n n n n n n n n

Augenarzt Gefäßchirurg HNO-arzt Internist Kardiologe Radiologe Urologe Zahnarzt

u jährliche Netzhautuntersuchung und Glaukomvorsorge u Gefäß-Check u 2 x jährliche Kehlkopfspiegelung u jährlich u ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre u Gefäß-Check 40., 45. Lebensjahr u Harnblasenkrebsfrüherkennung u regelmäßige Parodontitisvorsorge/Kontrolle, Überwachung der Mundschleimhaut

Rheumatiker

n n n n

Augenarzt Hautarzt Internist Zahnarzt

u jährlich u individuell, Haut-Check u 3-monatlich u bei Kiefergelenkbeschwerden: regelmäßige Kontrolle

Schwangere

n Frauenarzt n Internist n Zahnarzt

u Schwangerschaftsvorsorge u Schwangerschaftsdiabetes u Schwangerschaftsgingivitis/Parodontitis

Sportler

n Zahnarzt

u Sportschutzschienen

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PRAXISGEMEINSCHAFT FÜR ORTHOPÄDIE UND SPORTMEDIZIN

ORTHOPÄDIE UND SPORTMEDIZIN

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Damit es den Füßen wieder gut geht Neue Operationsmethoden bei Hallux Valgus und Vorfußbeschwerden Zehenfehlstellungen und Fußschmerzen nehmen in unseren Zivilisationsländern stetig zu, eine Folge des um sich greifenden Bewegungsmangels in Verbindung mit einer Bindegewebsschwäche. Während bei Frauen eher die Schiefstellung der Großzehe (Hallux Valgus) dominieren, ist es bei Männern eher die Arthrose (Gelenkverschleiß) des Großzehengelenks (Hallux Rigidus).

Allein im Bereich des Vorfußes gibt es mehr als 100 Operationsverfahren sowie neuere Entwicklungen, für die die fußchirurgische Praxis von Dr. Klaus Fecher und Kollegen Ansprechpartner ist. (Langfristiges) Ziel aller Verfahren ist, möglichst schonend zu operieren sowie eine möglichst schnelle Belastung und damit eine rasche Heilung zu gewährleisten. Der Hallux Valgus ist das häufigste Krankheitsbild im Bereich des Vorfußes. Ursache ist eine allgemeine Bindegewebsschwäche, die im Laufe der Zeit zu einer Muskeldysbalance, meistens in Kombination mit der Ausbildung eines Senk-Spreizfußes, führt. Enge Schuhe mit hohen Absätzen können das Problem verschlechtern, sind jedoch nicht die alleinige Ursache.

Bis vor einigen Jahren wurde immer das Großzehengrundgelenk teilweise entfernt. Dies führte jedoch oft zur Instabilität des Gelenks und zu weiteren Problemen. Heute wird das Gelenk erhalten und die Zehe durch eine Knochenkorrektur gerade gestellt. Die Stabilisierung erfolgt mit feinen Drähten oder kleinen Titanschrauben, die eine sofortige Vollbelastung nach der Operation ermöglichen. Mittelfußbeschwerden, die häufig Folge eines Hallux Valgus sind, werden durch eine Verlagerung der schmerzhaften Mittelfußköpfchen gleich mitbehandelt. Bei weit fortgeschrittener Arthrose kommt ein gelenkerhaltendes Verfahren wie beim Hallux Valgus nicht in Frage. Mit einer Gelenksversteifung (Arthrodese) lässt

sich aber schmerzfreies Gehen erreichen. Möglich ist auch, eine Gelenksprothese zu implantieren, allerdings ist diese Methode wegen der Haltbarkeit von höchstens fünf Jahren nicht für alle Patienten geeignet. Wann eine Operation notwendig ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Wichtigster Grund sind Schmerzen, die mit konservativen Mitteln, zum Beispiel Einlagen, nicht zu beheben sind. Solange die Schmerzen nicht zu stark sind, ist in der Regel keine Operation notwendig. Eine Ausnahme sind jedoch so genannte verlagerte Schmerzen. Dabei kann die Ursache zwar am Fuß lokalisiert werden, die Schmerzen sitzen aber an anderer Stelle, zum Beispiel im Bereich des Kniegelenkes oder der Wirbelsäule. Hintergrund ist ein verändertes Gangbild, welches mit der Zeit entsteht, wenn der Fuß nicht mehr richtig abrollt. Zur Diagnostik zählt neben dem Röntgenbild die Laufbandanalyse mit dynamischer Fußdruckmessung. Die operative Planung wird am Computer simuliert und das Ergebnis in der Computersimulation vorgezeichnet. Wichtig ist auch eine gute Nachsorge.

Terminvereinbarung online unter www.dr-fecher.de oder per Telefon: 06021 580 310 oder per E-Mail: info@dr-fecher.de Hallux Valgus vor der Operation

Hallux Valgus nach der Austin Operation

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FRITZ WATZLAW, MORITZ WATZLAW UND DR. INGO GRÄFLING

KIEFERORTHOPÄDIE

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Digitale Revolution in der Kieferorthopädie Neue Technologien ermöglichen ein präziseres Behandlungsergebnis der Daten erlaubt ein beliebig häufiges Ausdrucken des 3D-Modells und der Scan lässt sich beliebig oft wiederholen, womit eine bessere Überwachung von Therapieverlauf und Behandlungsergebnis ermöglicht wird.

Schneller, präziser, einfacher und schonender – die digitale Technik revolutioniert kieferorthopädische Behandlungen. Im digitalen Labor wird die Behandlung komplett von Anfang bis Ende geplant, getimt und in den Workflow der Praxis integriert. Für Ärzte und Mitarbeiter bedeutet das ein völlig neues Arbeiten, für Patienten einen besseren Outcome. Denn was früher aufwendig und zeitintensiv am plastischen Modell geplant werden musste, funktioniert nun mit digitaler Präzision. Die Folge: Lose und feste Spangen sitzen besser und die Zähne wandern aufgrund der präzisen virtuellen Vorplanung schneller an die vorgesehene Stelle. Bei Watzlaw Kieferorthopädie kann die Behandlung, wenn der Patient es wünscht, vom ersten Abdruck bis zum Abschlussbild auf digitaler Basis laufen. Für junge Patienten ist dieser digitale Workflow Normalität. Smartphone, Tablet und 3DComputerspiele gehören zu ihrem Alltag. Am Tablet wird die Zahnbehandlung per Outcome-Simulator gezeigt und besprochen, bevor sie im digitalen Labor in die Feinplanung geht. Dort werden alle erforderlichen Arbeiten umgesetzt.

Das bedeutet für den Patienten einen geringeren Zeitaufwand bei verbesserter Therapie. Das digitale Zeitalter macht hier das herkömmliche Erstellen von Zahnmodellen mittels Gipsabdruck überflüssig. Der Scanner erstellt binnen Minuten digitale Abdrücke von Ober- und Unterkiefer, die in Qualität, Präzision und Schnelligkeit klassischen Abdruckverfahren wesentlich überlegen sind. Die digitale Speicherung

Mittels Software lässt sich jeder einzelne Zahn digital darstellen und hundertstelmillimetergenau virtuell an die finale Position verschieben. Damit kann nicht nur das Behandlungsziel simuliert werden, sondern zum Beispiel auch, wie der Patient zusammenbeißt und an welcher Stelle er den meisten Druck ausübt. Überlagerungen von zu verschiedenen Zeitpunkten angefertigten Modellen sind ebenso möglich wie das Simulieren von Bewegungsspuren. Diese Informationen fließen in die kieferorthopädische Behandlung mit ein. Jeder einzelne Behandlungsschritt wird digital berechnet und geplant. Benötigte 3D-Modelle sowie Schablonen werden bei Watzlaw Kieferorthopädie an praxiseigenen 3D-Druckern ausgedruckt. Vorbei sind die Zeiten, in denen aus Wachs und Gips mit Bohrer und Säge Modelle in staubiger Handarbeit ausgefräst worden sind. Das Verfahren ist für alle kieferorthopädischen Fragestellungen einsetzbar. Das gedruckte 3DModell bietet eine solide Ausgangsbasis für die Anpassung von Schienen und festen Zahnspangen mit Brackets. Das Behandlungsergebnis wird bei festen Spangen zuerst vollständig digital geplant und die Brackets werden anschließend mit künstlicher Intelligenz virtuell platziert. Mit Hilfe von 3D-gedruckten Schablonen können die Brackets dann exakt auf die Zähne geklebt werden. Auch Retainer, die nach Abschluss der Behandlung die Zähne in ihrer neuen Position halten, werden digital geplant, von Biegerobotern gebogen und können somit perfekt angepasst werden.

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Moritz Watzlaw

Fritz Watzlaw

Olympia Watzlaw

Dr. Ingo Gräfling

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NEUROLOGIE

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Herzlich willkommen in der Neurologie

Alles neurologisch!

NEUROPRAXIS IM STADTPALAIS

Aktuelle Forschung in der Neurologie Viele Neurologische Erkrankungen beeinträchtigen nachhaltig Lebensqualität und bringen bleibende Behinderung mit sich. Für immer mehr an sich unheilbare Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sind in den letzten 20 Jahren wirksame Behandlungsansätze entwickelt worden, die ein Fortschreiten aufhalten und Einschränkungen minimieren können. Zwischen Ergebnissen neurobiologischer Grundlagenforschung und der Zulassung eines neuen Medikaments vergehen aber oft 20 bis 30 Jahre. Ziele der Forschung hierbei sind zwar auch, die Erkrankung besser zu verstehen, ihren Verlauf vorhersagen zu können oder im besten Fall sie in ihrer Entstehung verhindern zu können, es bleibt aber immer noch höchstes Ziel, möglichst allen Erkrankten eine wirksame und sichere Behandlung und Schutz vor fortschreitender Behinderung anbieten zu können. Antikörper, Schallwellen und Stammzellen gegen Parkinson Auf dem Gebiet der neurodegenerativen Erkrankungen sind insbesondere bei der Parkinson-Erkrankung Fortschritte erzielt worden, die nicht nur auf die Linderung von Symptomen abzielt, sondern die Entstehung in der Frühphase verhindern soll. In den Medien als „ParkinsonImpfung“ bekannt wurde eine Antikörper-Therapie, mit der die Ausbreitung von Alpha-Synuklein im Zentralen Nervensystem verhindert werden soll. Alpha-Synuklein ist ein Eiweiß, das durch Verklumpungen die die Parkinson-Erkrankung auslösenden Lewy-Körperchen bildet. Diese Ablagerungen führen zu einem Untergang Dopamin-produzierender Nervenzellen. Durch maßgeschneiderte Immunglobuline kann verklumptes Alpha-Synuclein eingefangen und abgebaut werden, ähnlich wie ein Krankheitserreger nach Impfung früher erkannt, durch Antikörper markiert und von Fresszellen eliminert wird. Die Synuklein-Antikörper werden als Infusion verabreicht und aktuell schon an Patienten auf Sicherheit und Verträglichkeit getestet. In zwei Studien mit deutscher Beteiligung soll bei über 600 Parkinson-Patienten im Frühstadium getestet werden, wie gut dadurch der Erkrankungsverlauf gemildert werden kann. Erste Ergebnisse werden in etwa eineinhalb Jahren erwartet. Ein gezielter Eingriff in tiefe Regionen des Gehirns, die für Symptome der Parkinson-Erkrankung verantwortlich sind, wird schon seit einigen Jahren geprüft. Durch ein spezielles nicht invasives Verfahren, dem sogenannten Magnetresonanz(MR)-gesteuerten hoch fokussierten Ultraschall (MRgFUS), sollen gezielt fehlfunktionierende Nervenzellen im Gehirn ausgeschaltet werden. Hierbei braucht es im Gegensatz zur tiefen Hirnstimulation keinen operativen Eingriff, sondern es werden im MRT über eine Art Helm extrem gebündelte Ultraschallwellen auf die Zentren für Bewegungssteuerung fokussiert, die dort kleine Areale erhitzen und zerstören. MRgFUS kommt vor allem für Parkinson-Patienten in Frage, die ein ausgeprägtes oder stark einseitiges Zittern aufweisen. Die hierdurch gesetzten kleinsten Narben entsprechen etwa der Größe der Elektroden, die bei einer tiefen Hirnstimulation eingesetzt werden. Durch Studien aus den USA ist zu vermuten, dass dieser Effekt meist über mindestens drei Jahre hinweg anhält. Auch tauchen in den Medien immer wieder Berichte über Stammzelltransplantation bei der Parkinson-Erkrankung auf. Die Forschung befindet sich hierbei jedoch im Stadium von Tierversuchen. Diese Ergebnisse der wenigen halbwegs erfolgreichen Projekte können jedoch

nicht eins zu eins auf Menschen übertragen werden, und die klinischen Resultate waren bislang nicht befriedigend. Dieser therapeutische Ansatz ist somit jetzt und auch in absehbarer Zukunft noch kein Standardverfahren in der Parkinson-Therapie und birgt zudem etliche Risiken. Bei Interesse an derartigen neuen Therapiestudien vermitteln wir gerne an universitäre Parkinson-Spezialambulanzen. Detektion und Modifikation von Genen bei Muskelschwund In den letzten Jahren sind für einige seltene neuromuskuläre Erkrankungen bedeutende Fortschritte in der Diagnostik und Therapie gelungen. Auch bei erblichen Erkrankungen der peripheren Nerven und der Muskeln können nun die verantwortlichen Genveränderungen leichter und schneller festgestellt werden. Durch das sogenannte Next Generation Sequencing können viele Gene gleichzeitig in kurzer Zeit analysiert werden. Bei erblichen Neuropathien, die zu einer längenabhängigen Aufbau- und Funktionsstörung von Nervenfasern führen und damit Schwäche und Muskelschwund in Unterschenkeln, Füßen und Händen bedingen, kann zumindest eine klare Diagnose gestellt werden. Wenngleich diese Erkrankungen noch nicht heilbar sind, erlaubt die frühzeitige Diagnose jedoch eine Abschätzung des weiteren Verlaufs und der Erblichkeit. Therapeutische Fortschritte wurden dagegen bei erblichen spinalen Muskelatrophien und Muskeldystrophien gemacht. Bei der häufigsten Form einer spinalen Muskelatrophie ist das SMN1Gen verändert. Dadurch fehlt ein für die motorischen Nervenzellen im Rückenmark wichtiges Eiweiß. Ein ähnliches Gen, SMN2, wird normalerweise nur wenig abgelesen und das zugehörige Protein nur in geringem Maße produziert. Ein sogenanntes antisense-Oligonukleotid, das nach Eingabe ins Nervenwasser an den spezifischen DNA-Abschnitt in den Nervenzellen bindet, kann die Ablesung dieses sonst kaum verwendeten Gens erheblich steigern. Somit entsteht eine höhere Menge des Eiweißes, das die Funktion des defekten SMN1-Gens teilweise ersetzen kann. Davon können insbesondere junge an den Rollstuhl gebundene Patienten profitieren. Bei der ebenfalls erblichen Muskeldystrophie ist ein Protein genetisch verändert, das für die Stabilität der Muskelfaser wichtig ist, sodass Muskelfasern zugrunde gehen und Muskelschwund und Schwäche resultieren. Bei der häufigsten Muskeldystrophie, Typ Duchenne, kann ebenfalls durch ein antisense-Oligonukleotid eine erhöhte Produktion des sonst fehlenden Eiweißmoleküls erreicht werden. Dadurch kann die Muskelfasermembran stabilisiert und der Muskelabbau deutlich verlangsamt werden.Ein anderer Weg wird bei Muskelstoffwechselstörungen beschritten. Bei der Pompe-Erkrankung fehlt ein Enzym, das zum Abbau des Zuckerspeichers im Muskel, dem Glykogen, notwendig ist. Dadurch kommt es zu einer Anhäufung von Glykogen in den Entsorgungsorganen der Muskelzellen. Dadurch werden die Muskelfasern in ihrer Kraftentfaltung beeinträchtigt und zerstört. Mittels einer so genannten Enzymersatztherapie wird das fehlende Enzym von außen zugeführt. Dadurch kann die Erkrankung auch noch im Erwachsenenalter erheblich gelindert werden und insbesondere eine Schwäche der Bein- und Atemmuskulatur verbessert werden. Antikörper und Impfung gegen Multiple Sklerose Mit die rasantesten und bedeutsamsten Fortschritte in der Neurologie sind in den letzten 20 Jahren auf dem Gebiet der Neuroimmunologie gemacht worden, mit der Multiplen Sklerose (MS) als häufigste Erkrankung. Durch eine möglichst früh eingesetzte Immuntherapie können weitere Schübe, ein Fortschreiten der Behinderung und das Auftreten

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neuer Entzündungsherde in Gehirn und Rückenmark verhindert werden. So kann heutzutage diese Erkrankung der „tausend Gesichter“ über lange Zeit gestoppt werden, wenngleich sie in ihrer Ursache immer noch unheilbar ist. In der Grundlagenforschung über Entstehungsfaktoren der MS hat sich kürzlich in einer retrospektiven Studie ein bereits lange vermuteter Zusammenhang mit einer vorangegangenen Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) bestätigt (1. Fast alle der über 800 untersuchten Blutproben von MS-Erkrankten zeigten eine lange vor Beginn der MS durchgemachte EBV-Infektion. Sie ist mit 95% in der Bevölkerung sehr häufig und wird als „students‘ kissing disease“ meist schon in der Jugend erworben und verursacht das Pfeiffersche Drüsenfieber. Natürlich entwickelt nicht jeder EBV-Infizierte später eine MS, doch scheint die EBV-Infektion Voraussetzung für eine spätere MS-Erkrankung zu sein. Der Zusammenhang ist immunologisch interessant, da Ähnlichkeiten zwischen der Abwehrreaktion gegen das EBV-Virus und dem Angriff auf Markscheiden und Nervenfasern des Zentralen Nervensystems bei der MS bestehen. Auch scheint das EBV-Virus bestimmte Immunzellen selbst zu befallen und diese zu aktivieren, was eine MS begünstigen kann. Voraussetzung dafür ist aber eine individuelle anlagebedingte Neigung des Immunsystems, auf körpereigene Strukturen irrtümlich und überaktiv zu reagieren. Damit wird aber die Idee attraktiv, mit einer frühen Impfung gegen EBV in der Kindheit eine spätere MS zu verhindern. Dabei gibt es aber eine Reihe von Problemen: Erstens ist bislang keine Impfung gegen EBV verfügbar. Zweitens ist unklar, ob ein noch zu entwickelndes Vakzin überhaupt vor einer MS schützen könnte. Wenn es die EBV-Infektion nur hinauszögern sollte, könnte eine Impfung dagegen sogar kontraproduktiv sein, da das Risiko ein Pfeiffersches Drüsenfieber (und eventuell später eine MS) zu entwickeln umso höher ist, je später im Leben die Infektion erfolgt. Aus diesen komplizierten und noch zum Teil unklaren Zusammenhängen wird deutlich, dass es noch über 10 bis 20 Jahre dauern kann, bis aus den aktuellen wenngleich bahnbrechenden Erkenntnissen eine Option für eine Vorbeugung der MS entwickelt werden kann. Ein anderer Ansatz, mit einer Impfung der MS zu begegnen, ist vor ziemlich genau einem Jahr durch die Presse gegangen. Die bereits beim SARS-CoV2-Impfstoff bewährte innovative Technologie mRNA-basierter Vakzine wurde nun am Tiermodell der MS eingesetzt, um das Auftreten und den Verlauf dieser der menschlichen MS sehr ähnlichen aber nicht identischen, EAE genannten künstlichen Erkrankung zu unterdrücken. Hierbei soll eine Impfung gegen Nervenfaserbestandteile oder Immunzellen aber eben keine Abwehrreaktion wie z.B. gegen ein Virus, auslösen oder beschleunigen, sondern im Gegenteil eher eine Immuntoleranz erzeugen, ähnlich einer Desensibilisierung bei Allergien. Der Ansatz ist nicht neu, bereits in den letzten 20 Jahren wurden mehrfach Vakzine generiert, die zwar die EAE bei der Maus abmildern konnten, aber letztendlich am Menschen bei der MS leider nie funktioniert haben. Dennoch könnte nun die mRNA-Technologie helfen einen solchen „inversen“ Impfstoff zu entwickeln, der ähnlich gut verträglich und sicher wäre wie der aktuell weltweit gegen das Coronavirus eingesetzte. Aber auch hier dürfte es selbst bei optimalem Verlauf der Studien und positiven Ergebnissen noch mindestens 10 Jahre dauern, bis daraus eine vorbeugende Behandlung werden kann, um der Entwicklung einer späteren MS zuvorzukommen. Die Frage wäre dann aber immer noch, bei wem eine solche Impfung überhaupt eingesetzt werden sollte. Daher konzentrieren sich die meisten Forschungsanstrengungen vorrangig auf hocheffektive und sichere Therapien, die möglichst früh bei Patienten mit bereits diagnostizierter MS den Krankheitsverlauf abmildern oder stoppen können. Auf alle Fälle, bezüglich der jetzt schon verfügbaren und für Sie am besten geeigneten Therapieoptionen für Neurologische Erkrankungen berät Sie Ihr Neurologe gerne. Dr. Jochen C. Ulzheimer, Dr. Jessica Herröder, PD Dr. Carsten Wessig Fachärzte für Neurologie in der Neuropraxis im Stadtpalais (1) Bjornevik K, Kuhle J, Ascherio A et al., Longitudinal analysis reveals high prevalence of Epstein-Barr virus associated with multiple sclerosis; Science. 2022 Jan 21; 375(6578): 296-301. (2) Krienke C, Kolb L, Sahin U et al., A noninflammatory mRNA vaccine for treatment of experimental autoimmune encephalomyelitis; Science. 2021 Jan 8; 371(6525): 145-153.

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Mit wissenschaftlicher Expertise und fachärztlicher Kompetenz kümmern wir uns mit unserem erfahrenen Team aus drei Fachärzten für Neurologie sowie medizinischen Fachangestellten als zertifiziertes Schwerpunktzentrum für Multiple Sklerose und Parkinson um Ihre Gesundheit, was Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems und der Muskeln betrifft. Langjährig etabliert, bietet die Gemeinschaftspraxis mit ihrer neuen Ärztegeneration eine neue Philosophie mit moderner Diagnose und Therapie in Verbindung mit Sorgfalt und zeitgemäßer Organisationsstruktur. Insbesondere das neue OnlineTerminbuchungssystem reduziert Wartezeiten.

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BAHNHOF-APOTHEKE

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Das e-Rezept kommt Rosa Zettel für Medikamente sollen bald der Vergangenheit angehören

Schon lange wird das elektronische Rezept angekündigt, jetzt soll es noch in diesem Jahr endgültig eingeführt werden. Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn hatte die Einführung des e-Rezepts gesetzlich vorgeschrieben, um die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen einen wesentlichen Schritt voranzubringen. Vorreiter ist Deutschland damit nicht; in Ländern wie Großbritannien, Dänemark, Belgien, Kroatien, Schweden, der Türkei oder Spanien sind elektronische Verordnungen, die teils direkt an elektronische Patientenakten und Medikationspläne angedockt sind, seit Jahren Realität. Was erwartet Patienten mit der Einführung des e-Rezepts konkret? Theoretisch ist es dann möglich, mit dem Smartphone in der Apotheke Rezepte einzulösen. Das ist aber keine Pflicht! Wer auf klassischem Weg Verordnungen abgeben möchte, darf dies weiterhin tun. Statt des bisher üblichen rosa Rezepts stellt der Arzt dann einen so genannten Token aus, also einen Ausdruck mit einem QRCode. Dieser Code ermöglicht das Einlösen des Rezepts in der Apotheke, denn diese ruft über den Code das in der Arztpraxis digital erstellte und gespeicherte Rezept ab. Wer stattdessen lieber sein Handy nutzen möchte, muss sich die e-Rezept-App der gematik herunterladen. Diese bietet einen datenschutzkonformen und sicheren Zugang zu den Rezeptdaten, da alle Daten bei der digitalen Übertragung mehrfach verschlüsselt und datenschutzkonform gespeichert werden. Über die App können Versicherte zudem mit Arzt und Apotheke kommunizieren. So kann die Apotheke zum Beispiel Rückmeldung geben, ob das benötigte Präparat vorrätig

ist. Die App bietet zusätzlich eine so genannte Familienfunktion, mit der Versicherte Medikamente für Angehörige abholen können. Für die Nutzung der gematik App sind allerdings einige Voraussetzungen zu erfüllen. So muss zwingend ein Smartphone der neueren Generation (mindestens Betriebssystem iOS 14 oder Android 7) vorhanden sein. Außerdem benötigt man eine elektronische Gesundheitskarte mit PIN der Krankenkasse. Da gerade ältere Patienten diese Voraussetzungen nicht immer erfüllen, wird das Einlösen des Papier-Tokens in der Apotheke auch weiterhin zum Alltag gehören, vermutet Apotheker Dr. Tobias Craan. „Die Entscheidung, ob er ein Handy oder einen Zettel mit QR-Code zur Einlösung seiner Rezepte benutzt, liegt alleine beim Patienten.“ Schon jetzt können Patienten Rezepte via Smartphone einlösen, wenn sie etablierte Apps wie gesund.de nutzen. Dafür müssen sie das rosa Rezept abfoto-

grafieren und über die App an ihre Wunschapotheke schicken. Diese muss dafür bei der App registriert sein. Nach Einführung des elektronischen Rezepts ist es auch möglich, den Token mit dem QR-Code abzufotografieren und das Bild über die App an die Apotheke zu verschicken. Der Start des e-Rezepts hat sich aufgrund technischer Schwierigkeiten und einer noch nicht zufrieden stellenden Erprobungsphase verzögert. Wann genau es eingeführt wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

gematik Die gematik ist verantwortlich für die Telematikinfrastruktur, die zentrale Plattform für digitale Anwendungen im deutschen Gesundheitswesen. Sie soll verbindliche Standards für Dienste, Komponenten und Anwendungen in der Telematikinfrastruktur definieren und durchsetzen. Neben dem e-Rezept gehört unter anderem die elektronische Patientenakte zu ihrem Aufgabenbereich.

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REVIS AUGENKLINIK

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Scharf sehen dank moderner Technologie Linsenchirurgie ermöglicht dauerhafte Korrektur von Fehlsichtigkeit und verbessert die Sehschärfe Ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen: Davon träumen manche Menschen mit Fehlsichtigkeit. Besonders hohe Fehlsichtigkeit lässt sich heute über ein Linsenimplantat in der Regel gut korrigieren. Das bedeutet für Patienten, dass ein Leben ohne Sehhilfe in Form von Brille oder Kontaktlinse möglich ist. Möglich machen kann dies der refraktive Linsen-Austausch. Dabei wird die klare, natürliche Linse von Patienten, deren Sehschärfe noch sehr gut ist, ausgetauscht. Bei einer Katarakt-Operation wird hingegen eine altersbedingte Linsentrübung korrigiert. trastsehen und die Abbildungsqualität, schützen die Netzhaut vor UV-Strahlung und Blaulicht und bieten auch in der Dämmerung eine gute Fernsicht. Torische Linsen haben eine Zusatzfunktion, welche die Hornhautverkrümmung korrigieren kann. Multifokale Linsen: diese intelligenten Kunstlinsen teilen das Licht in drei Brennpunkte und ermöglichen so das scharfe Sehen in unterschiedlichen Entfernungen bei bis zu 90 Prozent der Behandelten ohne Gleitsicht- oder Lesebrille. So kann neben einer hohen Kurz- oder Weitsichtigkeit auch die Altersweitsichtigkeit korrigiert werden. Nach einer Gewöhnungsphase ist die Sehfähigkeit nicht nur in Ferne und Nähe verbessert, sondern auch im intermediären Bereich, also bei Entfernungen von etwa 60 Zentimetern. Die Entscheidung für oder gegen einen refraktiven Linsen-Austausch (RLA) oder eine Katarakt-Operation treffen der Patient und der Arzt nach ausführlicher Beratung, Anamnese und Diagnostik des Sehstatus. Bei beiden Eingriffen ist die Operationstechnik ähnlich. Über einen kleinen Schnitt am Rand der Hornhaut wird der Zugang zum Auge eröffnet. Die körpereigene Linse wird mit Ultraschallwellen zerkleinert und abgesaugt. Anschließend wird die neue Linse, die so genannte Intraokularlinse, eingesetzt.

Zur Auswahl steht eine Vielzahl an Modellen Monofokale Linsen sind gute Standard-Linsen, die nur einen Brennpunkt haben. Diese Linse kann entweder eine Kurz- oder Weitsichtigkeit korrigieren. Je nach individuellem Status bleibt eine Leseoder Fernbrille weiter erforderlich. Asphärische Intraokularlinsen können nach Katarakt-Operation und refraktivem Linsen-Austausch (RLA) zum Einsatz kommen. Diese Linsen verbessern das Kon-

Intraokulare Kontaktlinsen (ICL): zusätzlich zur natürlichen Linse wird eine Kunstlinse eingesetzt. Sie ist vor allem für jüngere Patienten mit starker Kurzsichtigkeit geeignet, für die korrigierender Lasereingriff nicht geeignet ist. Nach der Operation ist eine Fernbrille nicht mehr erforderlich. Je nach Indikation übernehmen die Krankenkassen einen Teil der Kosten; bei Wahl der monofokalen Standard-Linse werden die Gesamtkosten übernommen.

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ustgewebe. Eine Brust s dicht eingestuft. mographie-Auswertung t vier Dichte-Kategorien: en C und D gelten ach der Dichte Ihres ie kennen.

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Für mehr Sicherheit Modernes 3-D-Ultraschallverfahren Invenia ABUS zur Brustkrebsvorsorge Die frühzeitige Erkennung von Brustkrebs kann Leben retten. Ein innovatives Ultraschallgerät erhöht die Aussagekraft des Screenings insbesondere bei Frauen mit dichtem Brustgewebe. Der automatisierte Brustultraschall ABUS verbessert die Aussage, ob es sich „nur“ um dichtes Brustgewebe oder doch um Krebs handelt. Das Frauenärzte Gesundheitszentrum setzt das innovative Untersuchungsgerät mit Erfolg ein, um als Ergänzung zur Mammographie die Erkennungsrate von Brustkrebs bei Frauen mit dichtem Brustgewebe zu steigern. In der herkömmlichen Mammographie bleiben bei Patientinnen mit dichtem Brustgewebe mehr als ein Drittel der Fälle von Brustkrebs unentdeckt.

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tegorien: A, B, C und D. Brüste der Kategorien C und D gelten als dicht. Ein dichtes Brustgewebe ist per se nicht ungewöhnlich, stellt aber einen Risikofaktor für Brustkrebs dar. Bei etwa 40 Prozent aller Frauen besteht die Brust aus mehr Gewebe als Fett. Eine klassische Mammographie reicht hier oftmals nicht aus, um Brustkrebs zu erkennen. Bei dichtem Brustgewebe ist die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines Mammakarzinoms um das Vier- bis Sechsfache erhöht. Von Tumoren ist dichtes Brustgewebe in der Mammographie nicht leicht zu unterscheiden, denn beide können weiß dargestellt sein. Ein auffälliger Befund ist im Ultraschall besser erkennbar, insbesondere wenn die Ultraschallaufnahmen mit der Mammographie-Aufnahme verglichen werden. Die Untersuchung erfolgt ohne Strahlenbelastung, dauert circa 15–20 Minuten und liefert 3-D-Ultraschall-Bilder. Ab 30 Jahren wird die Durchführung des 3-DBrustultraschalls empfohlen. Insgesamt profitieren sicherlich alle Frauen von der Durchführung der Untersuchung unabhängig von der Brustdrüsendichte.

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UROLOGISCHE PRAXIS

UROLOGIE

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DR. MED. PATRICK SAWAYA

Die Penisverkrümmung (Penisdeviation) Ein nicht vollständig gerader Penis ist zunächst einmal nicht ungewöhnlich. Etwa fünf Prozent aller Männer sind jedoch von schwereren Penisverkrümmungen betroffen, die häufig zu Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen. Eine ausgeprägte Penisverkrümmung kann damit zur Belastung für die Betroffenen und ihre Partnerschaft werden. Mittlerweile gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten. Bei vielen Männern ist der erigierte Penis nicht komplett gerade, sondern hat eine leichte Krümmung nach oben, unten oder zur Seite. Mancher Penis ist auch korkenzieherartig um seine Achse gewunden. Gehen Verkrümmungen und Deformationen über das normale Maß hinaus, spricht man von einer klinisch relevanten Penisdeviation, welche angeboren oder erworben sein kann. Bei der angeborenen Penisdeviation führen Hormonstörungen während der Schwangerschaft zu ungleichem Längenwachstum von oberer und unterer Schwellkörperwand, woraus typischerweise eine Verkrümmung nach unten (ventral) resultiert, gelegentlich in Kombination mit einer Fehlmündung der Harnröhre im unteren Bereich der Eichel, der Kranzfurche oder sogar unterhalb des Penisschafts. Betroffen von einer erworbenen Penisverkrümmung sind vor allem Männer in der mittleren Altersgruppe von 45 bis 65 Jahren. Sie entsteht am häufigsten auf dem Boden einer Schwellkörperwandverhärtung, der sog. Induratio penis plastica (IPP, Peyronie-Krankheit) und ist gelegentlich auch Folge einer Penisfraktur. Bei der IPP kommt es zu einer fibrotischen Verhärtung der bindegewebigen Hülle der Schwellkörper, ähnlich einer Narbenbildung, teils auch mit Einlagerung von Verkalkungen in der Schwellkörperwand. Diese sogenannte Plaque-Bildung führt im Laufe der Erkrankung zu Verkrümmungen der Penisachse in erster Linie nach oben und/oder zur Seite sowie Einkerbungen am Penisschaft, einem unterschiedlich starken Verlust an Penislänge und im fortgeschrittenen Stadium auch zu erektiler Dysfunktion. Eine erworbene Penisverkrümmung kann sehr unterschiedlich verlaufen. Die innerhalb einiger Wochen bis zu mehreren Monaten entstehenden, vom Patienten meist auf der Oberseite des Penisschafts tastbaren Verhärtungen haben unterschiedliche Größe und können sich im

Extremfall über die gesamte Penisschaftlänge ausbreiten. Die genaue Ursache für die Ausbildung einer IPP ist bis heute nicht endgültig geklärt. Zum einen geht man davon aus, dass es während des Geschlechtsverkehrs durch Abknicken des Penis insbesondere bei beginnender bzw. nicht vollständiger Erektion zu kleinsten Schädigungen bzw. Verletzungen, sog. Mikrotraumata der bindegewebigen Schwellkörperwand und deren Blutgefäßen kommt. Eine darauffolgende lokale Entzündungsreaktion des Körpers zur „Reparatur“ dieser Regionen mit Hilfe des Einbaus von Bindegewebe führt schließlich zur Narben- bzw. Plaque-Bildung. Zum anderen ist eine genetische Disposition für derartige Ereignisse gegeben, da ca. 25–40% der betroffenen Männer auch an einer Dupuytren-Krankheit leiden, bei der es ebenfalls durch Bindegewebswucherungen zu Knoten insbesondere an der Handinnenfläche kommt und daraus Handsehnenverkürzungen resultieren. Ebenso ist ein höheres Erkrankungsrisiko für eine IPP bei der Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus), dem Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) sowie bei Nikotin- und Alkoholkonsum nachgewiesen. Zur Diagnosestellung erfolgt nach einem ausführlichen Arztgespräch beim Urologen zunächst eine körperliche Untersuchung, insbesondere des Penisschafts. Im nicht-erigierten Zustand ist die Penisverkrümmung nur selten sichtbar, die zugrundeliegende Plaque jedoch meist gut tastbar. Das Ausmaß der Penisverkrümmung kann nur am vollständig erigierten Penis optimal beurteilt werden, weshalb der Urologe auf die „Autofotografie“ des Patienten angewiesen ist. Hierbei werden Aufnahmen des erigierten Glieds von oben, von der Seite und wenn möglich auch von vorne angefertigt, mit breitbeinigem Stand und neutralem Hintergrund. Im Rahmen der Basisdiagnostik werden beim Urologen ebenso mittels Ultraschall die Ver-

dickungen der Schwellkörperwand bzw. Schwellkörperwandverkalkungen dargestellt sowie Lage und Abmessungen der Plaques dokumentiert. Die IPP ist eine zweiphasige Erkrankung. In der aktiven Phase mit zunehmender Verkrümmung (Deviation) tritt oft eine deutliche Schmerzhaftigkeit des Penis bei Erektion auf, gefolgt von einer stabilen Phase mit stabiler Deviation ohne weitere Verschlechterung des Krümmungswinkels und fehlenden Schmerzen. Eine spontane Besserung der Schmerzen erfolgt meist innerhalb eines 6-Monatszeitraums. Medikamentöse Behandlungsansätze sind bei dieser Erkrankung eingeschränkt. In Deutschland zugelassen ist lediglich Kaliumaminobenzoat (Potaba), welches in Kapsel- oder Pulverform verabreicht, den Bindegewebsumbauprozess lediglich im Anfangsstadium in einem Behandlungszeitraum von mindestens 3 Monaten mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 15–20% stoppen oder zumindest reduzieren kann. Ebenso kann sich die IPP in 13% der Fälle auch wieder spontan zurückbilden. Um den Erkrankungsverlauf konservativ zu beeinflussen und zu stoppen, beginnt sich aktuell ein neues multimodales Therapiekonzept der IPP zu etablieren, bestehend aus folgenden Behandlungsbausteinen: 1. Medikamentöse Therapie mit PDE-5-Inhibitoren: Sie führen zu einer verminderten Ausschüttung eines bestimmten Botenstoffs, welcher bei der IPP eine zu hohe Aktivität aufweist und zumindest mitverantwortlich für eine vermehrte Kollagenbildung (Bindegewebseinlagerung) mit den bekannten Folgen wie Knotenbildung, Penisverformung, -verkrümmung und -schrumpfung ist. Diese Medikation, konsequent für mindestens 1,5 Jahre fortgesetzt, kann in einem hohen Prozentsatz der Fälle einen Stopp des Fortschreitens der IPP bewirken. 2. Mechanisches Penismodelling: Hierbei werden gezielte Penisstreck- und Biegungsübungen erlernt, welche der Patient zuhause täglich selbst durchführen kann. 3. Penisstreckapparate und Vakuumtherapie: Diese Therapiebausteine kommen insbesondere dann begleitend zur Anwendung, wenn es durch die IPP bereits zu einer Schrumpfung der Penis-/ Schwellkörperlänge gekommen ist. Durch die mechanische Strecktherapie können innerhalb von ca. 12 Monaten erneut 2–3 cm an zuvor verlorener Penislänge zurückgewonnen werden. 4. Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT): Die Extrakorporale Stoßwellentherapie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn es in den Plaques bereits zu relevanten Verkalkungen gekommen ist, was sich durch die Penis-Sonographie darstellen lässt. Die insbesondere in der „aktiven Phase“ des Erkrankungsbeginns der IPP oft vorhandene deutliche Schmerzhaftigkeit der Erektion kann durch die ESWT schnell beseitigt werden.

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Die Indikation für eine operative Korrektur der Penisverkrümmung ist gegeben, sobald Kohabitationsschwierigkeiten auftreten, d.h. Probleme, den erigierten Penis beim Geschlechtsverkehr einführen zu können. Dies ist im Durchschnitt je nach Lage und Art der Deviation ab einem Krümmungswinkel von 30–60 Grad der Fall.

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Alternativ kommen bei der erworbenen Penisverkrümmung auch verschiedene sog. Plaqueexzisions- und Graftingverfahren zur Anwendung. Bei diesen werden die entstandenen Plaques partiell oder vollständig exzidiert und nachfolgend mit plastischem Material (Venen, Goretex, etc.) gedeckt.

Urologie

Bei der sogenannten Keilexzisionsmethode nach Nesbit werden auf der nicht erkrankten Seite ovale Teile der bindegewebigen Schwellkörperhülle herausgeschnitten (Exzision) und die entstandenen Löcher mit Nähten verschlossen, somit also die gesunde Schwellkörperseite verkürzt und der erkrankten gegenüberliegenden Penisschaftseite bzgl. der Länge angepaßt. Eine zweite mögliche Vorgehensweise ist die Technik nach Essed-Schröder. Hierbei wird auf Exzisionen verzichtet und lediglich die nach außen gewölbte Penisseite durch Raffungsnähte, sog. Plikationen, der Gegenseite angeglichen. Bei beiden Methoden werden die Verhärtungen (Plaques) im Penisschaft belassen. Der Eingriff ist für das Gewebe wenig traumatisierend und das Risiko einer resultierenden Erektionsstörung gering. Durch das Zusammenziehen der gesunden Seite wird die Penislänge jedoch zwangsläufig reduziert.

Praxis

Bevor die Begradigungsoperation einer IPP durchgeführt werden kann, ist es sehr wichtig, dass kein Fortschreiten der Erkrankung mehr zu bemerken und der penile Krümmungswinkel für mindestens 9–12 Monate zum Stillstand gekommen ist.

Diese Graftingverfahren bergen ein etwas höheres Risiko, dass es zur Verletzung der Dorsalnerven am Penisschaft mit nachfolgender Gefühllosigkeit von Teilen der Penishaut oder der Eichel kommt. Die Operationsmethode nach Nesbit sowie die Plikationsverfahren haben zur Folge, dass die postoperative Gliedverkürzung in der Regel ausgeprägter ist als bei den Graftingverfahren.

Ambulante Prostatakrebstherapie durch SeedImplantation

Fruchtbarkeitsuntersuchungen bei unerfülltem Kinderwunsch

Kinderurologie

Nieren- und Harnleitererkrankungen

Ambulante Operationen und Endoskopie

Geschlechtserkrankungen

Prostata- und Samenblasenerkrankungen

Harnblasen und Harnröhrenerkrankungen sowie Harninkontinenz

Erkrankungen des äußeren Genitales incl. Hodenund Peniserkrankungen

Potenzstörungen und Aging Male

Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie/ ESWL

Wir sind Mitglied im Expertenportal für Vasektomien in Deutschland

Kontakt

Leidet ein Patient sowohl an einer Penisverkrümmung als auch an einer schweren Erektionsstörung, wozu es insbesondere in weit fortgeschrittenen Stadien der IPP oft kommt, kann eine rein operative Penisbegradigung das zugrundeliegende Problem nicht korrigieren. In solchen Fällen ist dann lediglich ein vollständiger Schwellkörperersatz mit Hilfe der Implantation einer Penisprothese sinnvoll.

Krebsvorsorgeuntersuchungen

Zusatzbezeichnung Männerarzt durch das Institut cmi

Ludwigstraße 4 63739 Aschaffenburg Telefon: 0 60 21 / 1 33 55 Fax: 0 60 21 / 21 90 01 info@dr-sawaya.de www.dr-sawaya.de

Bei der operativen Korrektur der angeborenen Penisdeviation kommen ausschließlich die obengenannten Keilexzision- und Plikationsmethoden (nach Nesbit bzw. Essed-Schröder) zur Anwendung. Konservativ-medikamentöse oder mechanische Strecktherapien haben keinerlei Stellenwert.

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AKADEMISCHE PRAXIS FÜR SPRACHTHERAPIE

SPRACHTHERAPIE

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Akademische Praxis für Sprachtherapie

NEWS aus Neurolinguistik & Neurologie

Boxen als Übungstherapie zur Verbesserung der Motorik bei Patienten mit Parkinson

Ein von Übungsleitern angeleitetes Boxtraining, speziell für Parkinsonpatienten, zeigt deutliche Verbesserungen auf die Krankheitsschwere, die Schrittlänge, die Gehgeschwindigkeit und auch auf die Lebensqualität von Patienten mit Parkinson. (Neurorehabil, Neural Repair, 2021)

APPs in der Sprachtherapie

Intensive SprachHandlungs-Therapie (ILAT) bei Aphasie

Für Parkinsonpatienten gibt es eine neue APP „Sprechen“, mit der Patienten selbst üben können. Das Trainingsprogramm arbeitet mit einer automatischen Spracherkennung und kann so Feedback zur Verständlichkeit des Sprechens geben. Die APP enthält evidenzbasierte und Best-Clinical-Practice-Aufgaben für die Bereiche Artikulation, Prosodie, Sprechlautstärke und Atmung in 3 Schwierigkeitsgraden. Es ist aktuell noch nicht ganz geklärt, ob die Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen. (Sprache. Stimme. Gehör. 2021)

APP neolexon neolexon Aphasie bietet eine digitale Sprachtherapie für Patienten mit Aphasie und/oder Sprechapraxie, die aufgrund einer neurologischen Erkrankung sprachliche Beeinträchtigungen haben. Die digitale Anwendung soll die sprachtherapeutische Therapie zielgerichtet intensivieren und die sprachlichen Fähigkeiten verbessern. Die APP bietet vielfältige, sehr gute Übungsmöglichkeiten. Wichtig: Die Aphasie-APP kann nur in Kombination mit einer sprachtherapeutischen Therapie verwendet werden. Neu: Seit Februar 2022 werden die Kosten für die APP von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Es gibt auch eine Artikulations-APP für Kinder.

In immer mehr Studien konnte gezeigt werden, dass die Einbettung sprachlicher Äußerungen in einen alltagsrelevanten Handlungskontext entscheidend ist für die klinisch nachgewiesenen Verbesserungen bei chronischen Aphasiepatienten. Die Therapie wird in kleinen Gruppen durchgeführt, 2-3 Stunden täglich. Einige Rehaeinrichtungen bieten diese hervorragende Therapie an (z.B. LogoZentrum Lindlar).

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Parkinson Schlafapnoe durch Studien bestätigt Dr. med. W. E. Hofmann FA für Neurologie-Rehabilitationswesen FA für Psychiatrie/Psychotherapie; Verkehrsmedizin Multiple Sklerose-Schwerpunktpraxis Parkinson-Erkrankung-Schwerpunktpraxis neue Adresse: bei Herrn Dr. med. Stefan Wissel, Weichgasse 5, 63868 Großwallstadt, Telefon 0 60 22/2 25 55

In einer bereits im Frühjahr 2017 veröffentlichten Studie in der amerikanischen Ausgabe von Neurology, wurde die Tagesmüdigkeit bei Parkinsonpatienten genauer untersucht. Es stellte sich heraus, dass ca. zwei Drittel der Patienten unter dem obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom litten. Bei diesem Syndrom leidet der Körper an einer Unterversorgung mit Sauerstoff, verminderter Atmung sowie an Atemaussetzer. Folglich sind die Patienten am Tage müde, unkonzentriert und weniger leistungsfähig. Parkinsonpatienten, die tagsüber müde sind, sollten sich deshalb bei einem Lungenfacharzt/HNO-Arzt auf eine Schlafapnoe untersuchen lassen. Ihre Dr. phil. Ingeborg Maser

Tipp

Empfehlenswerter Film und sehr gutes, patientenorientiertes Buch: Mein Leben mit Parkinson von Frank Elstner, auf Youtube. Frank Elstner, Prof. Dr. Jens Volkmann: Dann zittere ich halt – Leben trotz Parkinson, Piper.

Neuroplastizität als Grundlage für kognitive/sprachliche und motorische Verbesserungen Neuroplastizität ist die Fähigkeit des Gehirns, seine Struktur und Organisation kontinuierlich an veränderte Voraussetzungen (z.B. Verletzungen des Gehirns) anzupassen. Diese Fähigkeit besitzen wir bis ins hohe Alter. Deshalb können sich z.B. auch Patienten noch einige Jahre nach einem Schlaganfall verbessern. Neuroplastizität erleben wir aber auch im Alltag, wenn wir etwas Neues lernen und dafür intensiv üben: Motivation, Repetition, Training, Stimulation und Konsolidierung sind dabei wesentliche Voraussetzungen des Lernens. Diese 5 Komponenten bilden auch die Grundlage für innovative Therapieansätze in der Neurorehabilitation, z.B. nach Schlaganfall. Die erste Klinik, die auf dieser Grundlage Patienten ein sehr vielversprechendes multidisziplinäres Therapiekonzept anbietet, ist der Medical Park Loipl in Bischofswiesen unter Prof. Dr. Peter Rieckmann.

Akademische Praxis für Sprachtherapie

sse Neue Adre HIER FINDEN SIE UNS: Akademische Praxis für Sprachtherapie Dr. phil. Ingeborg Maser Neurolinguistin/Klinische Linguistin dbs/dbl Frohsinnstraße 28 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/45 27 27 Telefax 0 60 21/45 27 28

www.sprachtherapie-maser.de

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GEMEINSCHAFTSPRAXIS PROF. DRES. KREUSSER, HECHLER UND KOLLEGEN, ASCHAFFENBURG

ZAHNÄRZTE

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Das Beste zusammen Moderne Implantate kombinieren Keramik und Titan

Absolute Körperverträglichkeit und absolute Bruchsicherheit: Die Anforderungen an ein Zahnimplantat sind zu Recht hoch. Seit Entwicklung der ersten Titanimplantate in den 1970er Jahren arbeiten Wissenschaftler an der Optimierung eines ohnehin schon hochwertigen und zuverlässigen Produkts. Keramikummantelte Titanimplantate könnten eine zukunftsweisende Lösung sein. Die überwiegende Mehrzahl der heute eingesetzten Implantate besteht aus Reintitan, das eine Materialreinheit von 99,9 Prozent aufweist. Es punktet mit Haltbarkeit, Bruchsicherheit, Biokompatibilität und Korrosionsfestigkeit. Unverträglichkeiten sind extrem selten. Bei unzureichender Mundhygiene kann es zu bestimmten Reaktionen oder Entzündungsprozessen kommen. Patienten berichten dann von Symptomen wie Schmerzen, Reizungen, Schwellungen oder Rötungen. Man bezeichnet dies dann als eine Periimplantitis, bei der sich das Zahnfleisch und Zahnbett rund um das Implantat entzündet. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, Allergien, Diabetes und eine verminderte Knochenqualität. Damit dies verhindert wird, ist

eine engmaschige Kontrolle empfehlenswert. Um die Vorteile beider Materialien zusammenzufassen, sind keramikummantelte Implantate entwickelt worden. Keramik wird seit längerem als Implantat verwendet und weist eine Biokompatibilität von 100 Prozent auf. In der Regel wird Zirkoniumoxid verwendet. Das Material hat aber einen entscheidenden Nachteil: Es ist spröder und weniger elastisch als Titan und deshalb nicht absolut bruchsicher. Eine Keramikummantelung von Titanimplantaten soll den geringen Nachteil von reinen Titanimplantaten und den Nachteil der möglichen Bruchgefahr von Keramikimplantaten ausgleichen.

Die Keramik wird hier hauchdünn als Hoch-Vakuum-Beschichtung auf das Titan aufgebracht und verhindert so, dass Begleitelemente des Titans ins Knochengewebe eindringen. Die harte Keramikbeschichtung verhindert das Entstehen von feinsten Rissen und Kratzern beim Reinigen des Implantats und damit Stellen, an denen sich Plaque (Zahnbelag) festsetzen könnte. Zudem verbindet sich Keramik besser mit dem umliegenden Zahnfleischgewebe und erhöht so die Haltbarkeit. Einen Nachteil gibt es noch: Die Oberfläche einer Keramik lässt sich nicht so leicht bearbeiten wie eine Titanoberfläche.

Die weitere Entwicklung bleibt also spannend.

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Wieder beweglich werden Manuelle Therapie: Heilbehandlung mit den Händen – Physiotherapeuten haben spezielle Ausbildung wie mit speziellen Bewegungs- und Gelenkspieltests die Ursache von Funktionsstörungen, Beschwerden, Entzündungen oder Schmerzen herauszufinden sucht.

PRAXIS FÜR GANZHEITLICHE GESUNDHEITSPFLEGE

PHYSIOTHERAPIE/FITNESS/ KOSMETIK & FUSSPFLEGE

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Darauf aufbauend folgt die Behandlung, bei der sowohl aktive Techniken zum Einsatz kommen, die der Patient unter Anleitung selbst ausübt, als auch passive, die der Therapeut vornimmt. Zum Behandlungsspektrum der manuellen Therapie zählen Weichteil-, Mobilisations- und stabilisierende Techniken sowie Manipulationen an Armen und Beinen.

Schon die alten Griechen haben Rückenschmerzen mit bestimmten Griffen und Massagen behandelt. Mit den Händen Schmerzen zu lindern, Patienten zu mobilisieren und die Beschaffenheit von Gewebe zu verbessern ist heute ein wesentlicher Bestandteil der Physiotherapie. Ein wichtiges Mittel dafür ist die manuelle Therapie, die „Heilbehandlung mit den Händen“. Mit dieser sanften und schonenden Therapie werden Funktionsstörungen des Bewegungsapparats untersucht und behandelt. Ziel ist, Schmerzen zu lindern sowie die Bewegungsfähigkeit zu verbessern oder zumindest eine Verschlechterung der Beweglichkeit zu verhindern.

Die manuelle Therapie kommt unter anderem zum Einsatz bei Arthrose, Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule, Bewegungseinschränkungen an Gelenken, Schwierigkeiten mit Bewegungsabläufen und nach Operationen, bei Schwindel und Kopfschmerzen. Je nach Diagnose wird sie angewandt im Bereich von Armen und Händen, Beinen und Füßen, Wirbelsäulen- und Rippengelenken, Schlüsselbeinen, Kiefergelenken oder oberen Kopfgelenken. Ursache für die Beschwerden sind oft falsche Belastungen im Alltag. Der Körper reagiert mit Muskelverspannungen

und Schmerzen; diese Warnsignale sollten nicht missachtet werden. Wie Beschwerden unter Umständen vermieden werden können, kommt im Rahmen der manuellen Therapie deshalb ebenfalls zur Sprache. Physiotherapeuten dürfen sie als Kassenleistung nach einer mindestens zwei Jahre langen Weiterbildung oder einer 260 Stunden langen Schulung einsetzen. Am Beginn jeder manuellen Therapie steht eine systematische Untersuchung. Dazu gehört, dass der Physiotherapeut den Patienten zur Krankheitsgeschichte befragt, ihn beobachtet und abtastet so-

Mit Weichteiltechniken behandeln Physiotherapeuten alle „weichen“ Körperteile wie Muskeln, Sehnen, Haut und Bindegewebe, um zum Beispiel die Durchblutung und das Autoimmunsystems anzuregen, Verklebungen der Haut zu lösen und das Körpergefühl zu verbessern. Dies ist zum Beispiel möglich mit der Triggerpunkt-Therapie, mit der schmerzende Stellen in der Muskulatur gesucht und mit Kompression und Dehnung behandelt werden. Zu den Mobilisationstechniken gehören vor allem Traktionsund Gleittechniken, die direkt Einfluss auf die agierenden Gelenkpartner nehmen. Zudem gibt es Dehntechniken zur Verbesserung der Beweglichkeit und Normalisierung der Muskelspannung. Mit stabilisierenden Techniken werden komplexe Bewegungsabläufe, die möglicherweise durch Schmerzen gestört waren, wieder trainiert und Gelenkinstabilitäten beseitigt. Die Manipulation ist eine Technik, bei der mittels eines schnellen Impulses versucht wird, Fehlfunktionen von Gelenken zu korrigieren. Manuelle Therapie kommt unter anderem nicht in Frage für Patienten mit Tumoren in der Behandlungsregion, mit frischen Brüchen, fortgeschrittener Osteoporose, bei Hypermobilität, akutem Morbus Bechterew und einem akuten Bandscheibenvorfall, bei dem Nervenwurzeln des Rückenmarks beschädigt sind.

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Christine Schwarz

Seit 30 Jahren sind mein Team und ich Ihre Partner für Physiotherapie in Aschaffenburg. Wir bieten Ihnen ein weitgefächertes Angebot an hochwertigen, qualifizierten Leistungen rund um Gesundheit und Wohlbefinden.

Praxis für … … Krankengymnastik

… Aktiv & Gesund

… Kosmetik & Fußpflege

Krankengymnastik kommt zum Einsatz bei Störungen bzw. Beschwerden des Bewegungsapparates, des Kreislaufs und der Atmung. Das Ziel ist die Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit.

In unserem Fitness- und Gesundheitsstudio können Sie unter individueller Anleitung hochqualifizierter Therapeuten an Chipkarten gesteuerten FitnessGeräten, Kardiogeräten, Seilzügen und Laufbändern trainieren.

Sie möchten sich verwöhnen lassen und dabei Ihre Gesundheit unterstützen? Sie möchten den Anforderungen des Alltags mit einem Lächeln begegnen? Sie möchten entspannen, abschalten, durchatmen und sich einfach wohlfühlen?

Therapeutische Anwendungen:

Fitness- und Muskelaufbautraining:

Unser Wohlfühl-Angebot:

n Manuelle Therapie

n Aufbautraining

n Kosmetik

n Bobath-Therapie

n Verbesserung der Kondition

n Fußpflege

n Krankengymnastik

n Galileo® Vibrationsplatte

n Handpflege

n Krankengymnastik am Gerät

n Sturzprophylaxe

n professionelle Ganzkörpermassagen

n Manuelle Lymphdrainagen

n Osteoporose-Selbsthilfegruppe

n Tibetische Honigmassage

n Klassische Massagen

n Rheuma-Selbsthilfegruppe

n Kräuterstempelmassage

n Schlingentisch n Moorpackungen mit fossilem Mineralschlamm Alle Anwendungen bieten wir Ihnen auch als Hausbesuche an!

Öffnungszeiten unserer Praxis: montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr und samstags von 10.00 bis 14.00 Uhr.

n Lymphdrainagen n Fußreflexzonenmassage n Enthaarungen mit Warmwachs Gutscheine für jede Gelegenheit!

HIER FINDEN SIE UNS: Praxis für ganzheitliche Gesundheitspflege Christine Schwarz Elisenpalais | Elisenstraße 28 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/12184 Telefax 0 60 21/45 7171

Christine Schwarz (vorne/mitte und ihr Team)

www.krankengymnastik-schwarz.de

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GASTROENTEROLOGIE UND INNERE MEDIZIN GASTROENTEROLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG

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DIE GASTROENTEROLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG INFORMIERT

Innovative Diagnostik und Therapie in der Gastroenterologie In allen Bereichen der Medizin ist kontinuierliche Forschung die Grundlage für den Fortschritt in Diagnostik und Therapie. Die Gastroenterologie ist ein Teilbereich der Inneren Medizin, der sich mit Erkrankungen der Verdauungsorgane beschäftigt. Auch in der Gastroenterologie führen internationale Forschungsbemühungen zur Verbesserung von diagnostischen Techniken und therapeutischen Konzepten. logische Testverfahren die Detektion von verstecktem Blut im Stuhl viel sensitiver geworden ist und somit eine frühere Erkennung von Darmpolypen oder Darmkrebs möglich ist. Im Bereich der Therapie gastroenterologischer Krankheiten hat aktuell die Behandlung der chronischen Hepatitis C am meisten von wissenschaftlichen Bemühungen profitiert. Neue Medikamente machen es möglich, dass diese gefährliche virale Erkrankung der Leber in fast allen Fällen erfolgreich behandelt werden kann. Durch ein geringes Nebenwirkungsprofil der Medikamente können auch Patienten therapiert werden, die bereits eine geschädigte Leber haben oder bei denen zusätzlich verschiedene andere Erkrankungen bestehen.

Bei der endoskopischen Untersuchung des Magens und des Darmes sollen krankhafte Veränderungen der Schleimhaut erkannt werden. Die optische Beurteilung kann durch die Verwendung bestimmter Färbemethoden verbessert werden. Aktuell kommen verschiedene neue digitale Techniken zum Einsatz, die als virtuelle Chromoendoskopie auf Knopfdruck die Detektion von krankhaften Gewebsveränderungen verbessern. Auffällige Schleimhautverändverungen werden im Rahmen der endoskopischen Untersuchung biopsiert oder direkt entfernt. Anschließend erfolgt in einem pathologischen Institut die mikroskopische Untersuchung der Gewebeproben. Durch

den Einsatz immer neuer Zellmarker wird die diagnostische Aussage zu den vorliegenden Veränderungen differenzierter und sicherer. Die genaueren histologischen Ergebnisse ermöglichen wiederum z.B. eine individualisierte Optimierung der Therapie sowie eine bessere Abschätzung der Prognose von Tumoren. Durch kontinuierliche Verbesserung diagnostischer Laboruntersuchungen stehen Ergebnisse von Blutuntersuchungen z.T. innerhalb von Minuten oder Stunden zur Verfügung und ermöglichen in Notfallsituationen die schnellere Versorgung erkrankter Patienten. Im Bereich der Vorsorgeuntersuchungen hat die Forschung dazu beigetragen, dass durch immuno-

Auch die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (M. Crohn und Colitis ulcerosa) profitieren zur Zeit stark von aktuellen Aktivitäten in der Forschung. Die Entzündungsreaktionen im Darm werden über verschiedene biochemische und molekulare Signalwege vermittelt. Neue Medikamente blockieren an unterschiedlichen Stellen diese Signalwege und ermöglichen dadurch die Abheilung der chronischen Entzündung. Ankündigungen forschender pharmazeutischer Unternehmen lassen auch in naher Zukunft auf weitere innovative Medikamente zur Therapie von M. Crohn und Colitis ulcerosa hoffen. Als Gastroenterologen sind wir in unserer Praxis auf die Erkrankungen des Verdauungsapparates spezialisiert. Sprechen Sie uns auf den Einsatz neuer, innovativer Verfahren in Diagnostik und Therapie an, wir helfen Ihnen gerne weiter!

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GAST


IHR TEAM DER GASTROENTEROLOGISCHEN GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG Prof. Dr. med. W. Fischbach, Priv.-Doz. Dr. med. R. Melcher, Dr. med. C. Noé, Priv.-Doz. Dr. med. H. Lührs, Dr. med. K. Metz, Dr. med. O. Tabarelli

GUT AUFGESTELLT. FÜR IHRE GESUNDHEIT. Gesundheit und Wohlbefinden unserer Patienten stehen an erster Stelle. Und wir setzen uns für dieses Ziel ein. Mit unserem breiten Spektrum medizinischer Leistungen und einem hochqualifizierten Team an Ärzten sind

wir die Experten für gastroenterologische Erkrankungen. Nicht nur zentral im Herzen Aschaffenburgs, sondern vor allem immer nah am Patienten.

UNSERE LEISTUNGEN IN DER ÜBERSICHT: • Darmspiegelung zur Krebsvorsorge

• Atemgastests (Laktose, Fruktose u.a.)

• Anlage von Ernährungssonden

• Chemotherapie / Immuntherapie

• Hämorrhoidentherapie

• Therapie von M. Crohn, Colitis ulcerosa

• Magen- und Darmspiegelung

• Laboruntersuchungen

• Enddarmuntersuchung

• Krebsvorsorge / Tumornachsorge

• Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane,

• Behandlung von Lebererkrankungen

der Schilddrüse, der Kopfspeicheldrüsen, der Blutgefäße sowie der Lymphknoten

• internistische Durchuntersuchungen • Gutachten

GASTROENTEROLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG Stadtpalais „Alte Post“ am Hauptbahnhof • Elisenstr. 32 • Eingang B • 63739 Aschaffenburg Telefon: 0 60 21 | 44 47 8 - 0 • Telefax: 0 60 21 | 44 47 8 - 50 • praxis@gastro-ab.de Sprechzeiten: Montag – Freitag, 08.30 Uhr – 12.30 Uhr und 13.30 Uhr – 16.00 Uhr

WWW.GASTRO-AB.DE

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KARDIOLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG

KARDIOLOGIE UND INNERE MEDIZIN

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KARDIOLOGIE ASCHAFFENBURG 32

Wenn Corona aufs Herz geht

und ohne Komplikationen verläuft, die akute Myokarditis mit akuter Beeinträchtigung der Herzfunktion und die chronische Myokarditis, bei der Entzündungsvorgänge im Herzgewebe aktiv fortbestehen. Bei einer Herzbeutelentzündung (Perikarditis) laufen ähnliche Entzündungsprozesse wie bei der Herzmuskelentzündung ab. Die betreffen in diesem Fall die Bindegewebshülle, die das Herz komplett umschließt und in seiner Form hält. Auch hier werden ein akuter und ein chronischer Verlauf unterschieden. Männer zwischen 20 und 50 Jahren scheinen das höchste Risiko für eine Perikarditis zu haben. Es gibt kein einzelnes, spezifisches und zuverlässiges Leitsymptom einer Herzmuskelentzündung. Erkrankte vermuten häufig eine simple Erkältung. Bleiben über deren Symptome hinaus Fieber, Schwindel, Muskelschmerzen oder Durchfall bestehen, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Anzeichen einer Herzmuskelentzündung können Atemnot bei Anstrengung, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen und Herzschmerzen sowie körperliche Schwäche sein.

Herzmuskelentzündung ist eine gefürchtete Komplikation der Viruserkrankung Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kann das Herz angreifen und unter Umständen zu einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) führen. Bei der Herzmuskelentzündung dringen Viren in das Muskelgewebe des Herzens ein und können es damit zerstören. Je nach Ausprägung ist nur ein Teil oder der gesamte Herzmuskel betroffen. Häufig wirkt die körpereigene Immunabwehr diesem Prozess entgegen und bewirkt eine Ausheilung. In einigen Fällen sind aber die körpereigenen Schutzmechanismen mit Bildung von Abwehrzellen und spezifischen Eiweißkörpern an den Zerstörungsprozessen stark beteiligt. Warum das manchmal der Fall ist, ist noch nicht geklärt. Art, Ausmaß, Dauer und verbleibender Endzustand dieses Entzündungsvorgangs und der Gewebeschädigung sind individuell unterschiedlich, sodass Verlauf und Prognose einer Myokarditis schwer vorherzusagen sind. Auch Schadstoffe wie Strahlen oder bestimmte Medikamente

könnten einen Reiz auslösen, der das Abwehrsystem aktiviert und Entzündungsprozesse in Gang setzt. Grundsätzlich werden drei Verlaufsformen unterschieden: die subklinische Myokarditis, die oft nicht bemerkt wird

Für die Behandlung einer Myokarditis gibt es keine einheitlichen Empfehlungen. Generell wichtig ist Schonung während der Erkrankung und der Verzicht auf intensiven Sport während und im Zeitraum von sechs Monaten nach einer schweren Erkrankung. Sie wird individuell auf die Schwere und den Verlauf der Erkrankung abgestimmt. Ziel einer Therapie ist die Stabilisierung der Pumpfunktion des Herzmuskels durch Unterstützung und Entlastung etwa mit Medikamenten, die Bekämpfung des Entzündungsprozesses, um Schäden am Herzmuskel zu mindern, die Behandlung von Rest- und Folgezuständen, um das Risiko zu vermeiden, dass der Entzündungsprozess fortschreitet. In den allermeisten Fällen bleiben keine Langzeitschäden zurück. Zum Risiko kann eine Herzmuskelentzündung für Patienten mit Herzinsuffizienz werden. Schätzungsweise 15 Prozent der Patienten entwickeln chronische Verläufe, die in seltenen Fällen zu einer fortschreitenden und irreversiblen Herzinsuffizienz führen.

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KARDIOLOGIE ASCHAFFENBURG 32

Die Herz-Kreislauf-Spezialisten im Stadtpalais „Alte Post“ am Hauptbahnhof Dr. med. Andreas Görz, Priv.-Doz. Dr. med. Werner Peters (von links)

Unsere Leistungen: n Kardiologie – Untersuchungen:

HIER FINDEN SIE UNS: n Angiologie – Untersuchungen:

• Gespräch und körperliche Untersuchung

• Gespräch und körperliche Untersuchung

• Ruhe-EKG

• Gehstreckenbestimmung

• Belastungs-EKG

• Gefäß-Ultraschalluntersuchung

• Langzeit-EKG/Event-Recorder • Langzeit-Blutdruckmessung • Herzschrittmacher-/ Defibrillatorkontrolle • Lungenfunktionsdiagnostik/ Ergospirometrie • Herz-Ultraschalluntersuchung • Cardio-MRT • Cardio-CT

n Sportmedizin n Vorsorgeuntersuchungen

Kardiologische Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg Dr. med. Andreas Görz Priv.-Doz. Dr. med. Werner Peters Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie Hypertensiologie DHL® Sportmedizin Stadtpalais | Elisenstraße 32 Eingang A 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/3 86 72-0 Telefax 0 60 21/3 86 72 25

• Laboranalysen – Schulungen/Weitere Leistungen

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BAG RADIOLOGIE UND NUKLEARMEDIZIN

RADIOLOGIE UND NUKLEARMEDIZIN

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Hohe diagnostische Sicherheit dank Mamma-MRT Aktuelle Studien belegen die Überlegenheit der Mamma-MRT gegenüber der normalen Mammographie in der Vorsorge. Brustkrebs – warum zur Vorsorge? Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran und pro Jahr werden in Deutschland 69.000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Dank modernster Therapien ist Brustkrebs in vielen Fällen sehr gut behandelbar, oft sogar heilbar. Das setzt allerdings voraus, dass der Tumor möglichst früh entdeckt wird. Früherkennung verbessert die Heilungschancen um ein Vielfaches! Regelmäßige Brustkrebsvorsorge ist deshalb außerordentlich wichtig. Das deutsche Mammographie-Screening-Programm für alle Frauen von 50 bis 69 Jahren ist die wichtigste Maßnahme gegen den Brustkrebs. Doch immer noch werden etwa die Hälfte aller Brustkrebserkrankungen außerhalb des Screenings entdeckt. Das Alter spielt dabei eine wichtige Rolle, aber auch andere individuelle Faktoren, wie die Beschaffenheit der Brust. Bei Frauen unter 50 Jahren ist einerseits das Brustgewebe oft noch deutlich „dichter“, was die Erkennbarkeit von Herden in der normalen Mammographie deutlich vermindert, und andererseits gutartige Knoten häufiger, was oft weitere Untersuchungen und Verlaufskontrollen erforderlich macht. Für andere Frauen ist die Mammographie zu schmerzhaft.

Aktuelles aus der medizinischen Forschung Insbesondere der Aspekt der Brustdichte wird sich in Zukunft aus den Diskussionen um das Mammographie-Screening nicht mehr heraushalten lassen. Viel zu offensichtlich sind inzwischen die Hinweise, dass man sie als einen eigenständigen Risikofaktor ernst nehmen muss. Darüber hinaus sind auch die Erkenntnisse mittlerweile eindeutig, dass längst nicht jedes bildgebende Verfahren mit gleicher Präzision Brustkrebs in dichten Brüsten detektiert.

Die 2020 im Journal of the American Medical Association (JAMA) unter deutscher Federführung hochrangig publizierte Studie „Comparison of Abbreviated Breast MRI vs Digital Breast Tomosynthesis for Breast Cancer Detection Among Women With Dense Breasts Undergoing Screening“ von den Wissenschaftlern um Dr. Christopher Comstock vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York und Prof. Christiane Kuhl vom Universitätsklinikum Aachen könnte mit ihrem Resultat dazu beitragen, dass es beim Brustkrebsscreening zu neuen Weichenstellungen kommt: Sie zeigt, dass sogar eine zeitsparende, „abgekürzte und abgespeckte“ Variante der MR-Mammographie bei Frauen mit dichter Brust signifikant mehr invasive Brusttumore entdeckt als die übliche Mammographie. Ob dies zukünftig die Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland verändern wird, könnte eine nun geplante weitere MRT-Brustscreening-Studie (ABBREMAS) am Universitätsklinikum Aachen beantworten.

Was können wir für Sie leisten? Die aktuelle Studienlage bestätigt uns in unserem Angebot eines individuellen Vorsorgekonzeptes, welches die ganze Palette der diagnostischen Möglichkeiten von Mammographie (Röntgen), MR-Mammographie (Mamma-MRT) und MammaSonographie (Brust-Ultraschall) beinhaltet. Je nach Alter, Risikoprofil und persönlichen Bedürfnissen können wir Ihnen die für Sie passende Untersuchung anbieten. Wir investieren regelmäßig in Mammographie-MRT-Geräte der neuesten Generation und bieten Ihnen damit höchste Sicherheit in der Diagnostik. Selbstverständlich ist die bei uns durchgeführte hochauflösende Mamma-MRT keine „abgespeckte Variante“ – wie sie in der angesprochenen aktuellen Screening-Studie aus Zeitgründen eingesetzt wird – sondern eine vollwertige Untersuchung mit

allen notwendigen Aufnahmesequenzen, um eine umfassende Einschätzung ihres Befundes zu ermöglichen. Bei uns erfolgt das Mamma-MRT in der Regel an einem 3 Tesla-MRT-Gerät und ist, wie aus den aktuellen Studien hervorgeht, nicht selten bei Frauen – jeglichen Alters – mit dichtem Drüsengewebe (bei unauffälligem konventionellem Mammographie-Befund) die einzige Möglichkeit einen Tumor sicher nachzuweisen oder auszuschließen. Der Brust-Ultraschall kann hier je nach Fall eine Ergänzung darstellen.

Für wen ist die Brustkrebsvorsorge sinnvoll? Brustkrebsvorsorge ist grundsätzlich für jede Frau sinnvoll und wichtig. Denn jede Frau kann erkranken, auch schon in jungen Jahren! Nutzen Sie deshalb das Brustkrebs-Screening-Programm oder die Ultraschall-Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Frauenarzt. Für Frauen, für die diese Angebote nicht passen bzw. ausreichend sind und ein höheres Sicherheitsbedürfnis besteht, bieten wir unser individuelles Vorsorgekonzept, welches insbesondere aufgrund der Mamma-MRT eine hohe diagnostische Sicherheit aufweist. Die Mamma-MRT allein oder in Kombination mit einem der beiden anderen Verfahren empfiehlt sich besonders n bei Frauen mit erhöhtem familiärem Brustkrebsrisiko, n wenn aufgrund einer hohen Brustdichte der Ultraschall und die Mammographie schlechte Ergebnisse liefern, n wenn eine Auffälligkeit im Tastbefund nicht mit Ultraschall oder Mammographie geklärt werden konnte, n bei Frauen mit Silikon-Prothesen. Außerhalb der Vorsorge ist das MammaMRT auch bei gesichertem Brustkrebs sinnvoll n zur Erfassung der genauen Tumorausdehnung, n zur Verlaufskontrolle nach Chemotherapie für eine Operationsvorbereitung.

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Wie läuft die Mamma-MRTUntersuchung ab? Die Untersuchung sollte aufgrund der Hormonsensitivität des Drüsenkörpers bei Frauen vor der Menopause zwischen dem 7. und 14. Tag nach dem Beginn der letzten Regel durchgeführt werden. Eine anderweitige Vorbereitung ist nicht erforderlich. Die Untersuchung erfolgt in Bauch-

lage auf einer MRT-Liege, in die Vertiefungen für beide Brüste eingelassen sind. Um Veränderungen im Brustgewebe sicher beurteilen zu können, wird ein sehr gut verträgliches Kontrastmittel in die Armvene gespritzt. Die Untersuchung dauert etwa zwanzig Minuten.

Ihre Vorteile auf einen Blick: n Hohe diagnostische Sicherheit auch bei dichtem Brustdrüsenkörper n Sehr gute Verträglichkeit n Keine Vorbereitung erforderlich

Wer übernimmt die Kosten?

Übliche Mammographie: Patientin mit beidseitig sehr dichtem Drüsenkörper (helle Areale) und somit deutlich erschwerter Beurteilbarkeit in der normalen Mammographie.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten der speziellen Brustkrebsvorsorge mit MR-Mammographie trotz der hervorragenden Studienlage leider immer noch nur bei sehr wenigen Fragestellungen. Gesetzlich Versicherte haben aber die Möglichkeit die Kosten der Untersuchung als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) selbst zu tragen. Einen Kostenvoranschlag erhalten Sie gerne bei uns auf Anfrage. Private Krankenkassen erstatten die spezielle Brustkrebsvorsorge mittels Mamma-MRT in der Regel.

HIER FINDEN SIE UNS: BAG Radiologie & Nuklearmedizin Prof. Dr. Stephan Schmitz und Kollegen Frohsinnstraße 20 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/15 07 90 Spezialdiagnostik 0 60 21/150 79 99 Ausgelagerter Praxisteil Klinikum Aschaffenburg-Alzenau Am Schlosshof 1 63755 ALZENAU-WASSERLOS Filialpraxis Seligenstadt Mittelbeune 3 63500 SELIGENSTADT

www.radiologie-ab.de Selbe Patientin im Mamma-MRT: Der dichte Drüsenkörper ist in der morphologischen T2-Sequenz des MRTs (links) gut zu sehen. In der für die Tumorsuche entscheidenden dynamischen MRT-Sequenz nach Kontrastmittelgabe (rechts) sieht man keinerlei Anreicherung des Drüsenkörpers, was in diesem Fall glücklicherweise einen bösartigen Tumor sicher ausschließt. Bösartige Tumore präsentieren sich im Mamma-MRT typischerweise mit einer oftmals irregulären oder ringförmigen Kontrastmittelaufnahme innerhalb des Gewebes und können dann sehr gut auch im dichten Drüsenkörper erkannt werden.

Prof. Dr. med. Stephan Schmitz

Dr. med. Matthias Peschke

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Dr. med. Elke Meier

Dr. med. Alexander Sauer

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IM GESPRÄCH

„Im Nachhinein ist man oft klüger“ Dr. Andreas Görz und Dr. Alexander Henze über den Nutzen der Corona-Impfung, Post Covid und die Entwicklung der Pandemie

Nie wartete Forschung schneller mit konkreten Ergebnissen auf als bei der Entwicklung der Corona-Impfstoffe. Gleichzeitig war die Skepsis nie größer. Gleis Eins sprach mit Kardiologe Dr. Andreas Görz und Gynäkologe Dr. Alexander Henze über den Nutzen von Forschung und die Entwicklung der Pandemie. Die Forschung hat in den vergangenen zwei Jahren im Hinblick auf die Bekämpfung des Corona-Virus großen Gewinn gebracht, doch es fällt vielen Menschen schwer auf ihre Ergebnisse zu vertrauen. Warum? Dr. Andreas Görz: Es ist in der Tat erstaunlich, wie schnell geforscht worden ist und wie schnell die Corona-Impfstoffe auf den Markt kamen. Die Unsicherheit resultiert meiner Meinung nach daraus, dass viele Informationen schlecht kommuniziert worden sind. Dr. Alexander Henze: Im Nachhinein ist man oft viel klüger und weiter. Wir hatten eine solche Situation noch nie, und auch ich denke, dass es große Probleme in der Kommunikation gab. Es gab weder politisch noch in der Wissenschaft eine gerade, klare Linie. Hinzu kommt, dass die Entscheidungen auf föderaler Ebene unterschiedlich ausgefallen sind. Wenn sich dann noch Menschen im Internet informieren, dort recherchierte Inhalte wissenschaftlich nicht wirklich einordnen können und an falsche Informationen gelangen, lassen sie sich schnell beeinflussen. Dann wird es schwierig. Das zeigt ja auch die Querdenker-Szene: Die Menschen, die ihr zugerechnet werden, sind völlig unterschiedlich. Es ist schwer zu verstehen, was dort passiert. Dr. Andreas Görz: Das ist richtig. Um nur ein Beispiel zu nennen: Mein Doktorvater ist der emeritierte Mainzer Professor für Molekularbiologie, Sucharit Bhakdi. Ich habe ihn als hochintelligenten, fähigen Mediziner in Erinnerung. Trotzdem interpretiert er viele Informationen zum Corona-Virus falsch. Ich bin davon völlig schockiert. Dr. Alexander Henze: Wir Mediziner neigen natürlich auch zu einem Tunnelblick und verlieren manchmal die Realität aus dem Blick. Wenn Forscher wie Sucharit Bhakdi dann in Talkshows eingeladen werden und ihre Ansichten verbreiten dürfen, ist es für Zuschauer natürlich doppelt schwierig, deren Beweggründe zu verstehen. Dr. Andreas Görz: Es ist einfach alles in dieser Pandemie neu. Es gibt keine Blaupause, keine Führungsfigur, die den Weg in jedem Fall weiß. Alle befinden sich auch nach mehr als zwei

Jahren immer noch in einem ständigen Lernprozess. Das ist naturgemäß mit großer Unsicherheit verbunden. Dr. Alexander Henze: Die Geschwindigkeit der Herstellung der Corona-Impfstoffe hat natürlich auch manche skeptisch werden lassen. Ein Pharmakonzern könnte jedes Medikament schnell auf den Markt bringen, das passiert aber nicht, weil die einzelnen Entwicklungsphasen länger dauern. Bei der Entwicklung der Corona-Impfstoffe wurden diese Phasen zwar nicht verkürzt, aber beschleunigt, das hat Misstrauen geschürt. Bei einer Krebserkrankung zum Beispiel wird der Nutzen der Forschung vielleicht nicht so extrem in Frage gestellt wie jetzt bei der Corona-Situation. Dr. Alexander Henze: Die Situation ist hier eine andere, denn es geht individuell um das eigene Leben. Je nach Bildungsgrad hinterfragt eine Patientin ihre Therapie, aber es ist klar, dass sie ohne Therapie einen tödlichen Verlauf der Erkrankung erleben wird. Der ja aber bei einem schweren Covid-19-Verlauf auch möglich ist… Dr. Alexander Henze: Ja, das ist richtig, aber dieses Bewusstsein musste auch erst wachsen. Ich dachte anfangs selbst, es wäre gut, sich schnell zu infizieren, um dann immun zu sein. Doch nach einigen Wochen war mir schnell klar, dass es besser wäre, die Infektion nicht zu bekommen, weil die Verläufe auch bei jüngeren Menschen sehr schwer sein können. Es ist immer noch kein Muster zu erkennen, welche Patienten einen schweren Verlauf einer Covid-19-Infektion bekommen und welche nicht. Auch das verunsichert stark. Es führt aber nicht dazu, dass der Forschung mehr Vertrauen entgegengebracht wird. Dr. Alexander Henze: Das Problem ist, dass der Verlauf einer Covid-19-Erkrankung nicht vorhersagbar ist. Einige meiner Patientinnen haben zum Beispiel eine Herzproblematik in Folge eines Post-Covid-Syndroms.

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Selbst bei Post-Covid wird gestritten, ob das eine echte Erkrankung ist. Dr. Andreas Görz: Das ist richtig. Diese Diagnose wird sehr gerne gestellt, wenn Patienten nach einer Corona-Infektion unklare Beschwerden haben. Sie haben im Herzultraschall aber nahezu alle einen Normalbefund. Man kann nun die Diagnostik auf die Spitze treiben und allen Patienten mit unklaren Symptomen eine MRT des Herzens vornehmen lassen, das wird aber von den Krankenkassen nicht bezahlt. Es gibt, das muss man sagen, schwere kardiale Probleme durch eine Covid-19-Infektion, allerdings sehr selten auch durch die Impfung. Es gibt keine Therapie ohne Nebenwirkung, das Risiko für eine kardiale Mitbeteiligung ist ohne Impfung aber wesentlich höher. Sind die Impfungen noch Thema in der Sprechstunde? Dr. Andreas Görz: Ich habe anfangs nicht geimpfte Patienten gezielt angesprochen. Das habe ich mittlerweile aufgegeben, weil es meiner Erfahrung nach nicht zielführend ist. Es gibt einfach einen gewissen Prozentsatz an Patienten, die eine Impfung kategorisch ablehnen. Ein Großteil der nicht Geimpften ist allerdings nicht strikt dagegen, sondern einfach verunsichert, verängstigt oder lustlos. Dr. Alexander Henze: Ich habe es auch anfangs thematisiert, aber mittlerweile nicht mehr. Dafür ist auch einfach nicht

die Zeit in der regulären Sprechstunde. Für uns Ärzte fühlt es sich auch nicht immer gut an, wenn ungeimpfte Patienten in die Praxis kommen, manche sogar mit einer Bescheinigung, dass sie keinen Mundschutz tragen müssen. Und wir Mediziner und unser Personal sind dort geimpft, geboostert und mit Mundschutz für so viele Patient*innen zuständig. Das ist manchmal schon ein unschönes Gefühl. Wie wird es weitergehen? Dr. Alexander Henze: Wir werden immer wieder neue Varianten des Corona-Virus erleben. Wir werden lernen müssen, damit zu leben und in einen neuen Alltag zu kommen. Wir müssen identifizieren, was die kollateralen Schäden sind und einen Umgang damit finden. Dr. Andreas Görz: Die Impfung ist absolut sinnvoll und rettet leben. Es ist immer gut, geimpft zu sein. Die Argumentation, dass man trotzdem infiziert ist, ist falsch. Dr. Alexander Henze: Der Verlauf einer Erkrankung ist mit Impfung viel, viel milder. Bei der Omikron-Variante des Corona-Virus wird immer von einer „milden“ Variante gesprochen. Die Verläufe sind deshalb milde, weil so viele Patienten geimpft und damit gut gegen einen schweren Verlauf geschützt sind. Ohne die Impfquote wäre der Verlauf der Omikron-Welle wesentlich schwerer, davon bin ich überzeugt.

Dr. med. Alexander Henze

Dr. med. Andreas Görz

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

BIOGRAFIE

BIOGRAFIE

Geboren 1972 in Hanau, verheiratet, zwei Töchter.

Geboren 1968, verheiratet, zwei Kinder.

Studium der Humanmedizin an der Universität Frankfurt am Main.

Studium und Promotion an der Johannes GutenbergUniversität in Mainz.

Promotion an der Chirurgischen Klinik, Universitätsklinik Frankfurt.

Anschließend mehrere Jahre tätig als Oberarzt am Krankenhaus Rüsselsheim, einem akademischen Lehrkrankenhaus der Mainzer Universität.

2000 – 2005: Facharztausbildung an der Frauenklinik, Klinikum Aschaffenburg. 2006 – 2013: In gynäkologischer Gemeinschaftspraxis mit Dr. Wencke Zink. Seit 2007: Ersteller und Befunder im Deutschen Mammographie Screening-Programm.

Seit 1.1.2006 niedergelassen in kardiologischer Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg/Hauptbahnhof bzw. Katheterlabor Wasserlos/Alzenau. In seiner Freizeit macht er Sport, liest und stöbert auf Flohmärkten. Er mag Rockmusik und ist, wie er sagt, „mit David Bowie groß geworden“.

Seit 2014: „Frauenärzte Gesundheitszentrum Aschaffenburg“.

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KULTUR

Frische Farben Fachinternisten Aschaffenburg ermöglichen Künstlern Ausstellung in Praxisräumen

„Weisheit, Schönheit, Ruhe“ von Ulrike E Sticher (Foto: Thomas Sticher)

Es war eine besondere Herausforderung, der sich fünf Malerinnen stellen mussten. Format, Farbe, Stil: Alles war vorgegeben. Abstrakte Gemälde in zartem Gelb, frischem Hellgrün, himmlischem Hellblau, aufmunterndem Rosa und wohltuendem Orange sollten es sein statt der bisher dominierenden Blauund Rottöne, eigens gemalt für die Praxisräume der Fachinternisten Aschaffenburg. Nun zeigt sich: Die ungewöhnliche Herangehensweise an die Entstehung von Kunst hat sich gelohnt. Noch bis Ende 2022 hinein stellen die fünf Künstlerinnen im obersten Stockwerk des Elisenpalais ihre Werke aus. Dann soll eine neue Ausstellung eröffnet werden. „Mit dem Wechsel der Inhaberschaft der Praxis in unsere Hände war es uns wichtig, auch optisch neue Akzente zu setzen“, erläutert Dr. Inga-Nadine Kummer. So hat nicht nur die zentrale Anmeldung einen neuen Platz direkt an der Eingangstür gefunden, auch die Wände zieren frische Gemälde. „Wir haben bewusst darauf verzichtet Werke anzukaufen, die dann über Jahre in der Praxis verbleiben“, sagt Dr. Silke Schirrmacher-Memmel, „wir setzen auf einen turnusmäßigen Wechsel“. Damit wollen die Ärztinnen nicht nur das äußere Erscheinungsbild der Praxisräume attraktiv gestalten, sondern auch eine neue Plattform für Kunst im städtischen Raum schaffen – und den Stellenwert von Kunst für Genesungsprozesse betonen.

Mit Konzeption und Organisation der Ausstellung haben die Ärztinnen die Darmstädter Künstlerin Ulrike E Sticher beauftragt. Für die erste Schau hat die Malerin Sonja Kreisel und Mayra Pankow aus Mühlheim an der Ruhr, Cornelia Patschorke aus München und Anke Wiemer aus Hüttenberg bei Gießen gewinnen können. Sie alle kommen aus dem Bereich der abstrakten und abstrakt expressiven Malerei. „Rosa, Hellblau, Hellgrün, Gelb und Orange als die dominierenden Hauptfarben tragen eine gewisse Leichtigkeit, breiten Licht aus und führen in eine Tiefe und Weite“, erläutert Ulrike E Sticher das Farbkonzept, das sie für die Praxisräume der

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Fachinternisten Aschaffenburg entwickelt hat. „In ihrer Gesamtkomposition tragen diese Farben für mich eine besondere Note von Schönheit, Freude, Zuversicht und Hoffnung.“ In der Diabetologie und dem Schulungsbereich hängen insbesondere abstrakt expressive, in der Onkologie abstrakt naturalistische Bilder, von denen einige nicht eigens für die Schau gemalt worden sind. Die Werke von Anke Wiemer und Sonja Kreisel sind vorrangig im Praxisbereich der Onkologie zu sehen, die Arbeiten von Mayra Pankow und Cornelia Patschorke im Bereich der Diabetologie. Im Diabetes-Schulungszentrum der Praxis sind die Werke von Ulrike E Sticher ausgestellt. Nicht nur inmitten der anhaltenden Corona-Pandemie ist die Gelegenheit Kunst zu zeigen willkommen. „Nicht nur für mich und die mitausstellenden Künstlerinnen, sondern auch das medizinische Personal der Praxis und nicht zuletzt für die Patienten und Patientinnen“, sagt Ulrike E Sticher. „Gemeinsam mit dem Ärzteteam in dieser außergewöhnlichen Zeit mit Kunstwerken Hoffnung und Ruhe verbreiten und ermutigend wirken zu können, das ist eine besondere Erfahrung.“ Info: Alle Werke können käuflich erworben werden. Nach dem Kauf verbleiben sie je nach Vereinbarung entweder bis zum Ende der Ausstellung in der Praxis oder werden durch neue Gemälde der Künstlerin ersetzt. Eine Besichtigung ist für Nicht-Patienten der Praxis nach vorheriger Absprache außerhalb der Praxisöffnungszeiten bei realem Kaufinteresse möglich. Kontakt zur Künstlerin: ulrike@sticher.de, 0160-7650919 n

V.l.n.r.: Anke Wiemer (Künstlerin), Dr. Silke Schirrmacher-Memmel (Ärztin FI AB), Sonja Kreisel (Künstlerin), Ulrike E Sticher (Künstlerische Leitung) und Dr. Inga-Nadine Kummer (Ärztin FI AB). Auf dem Bild fehlen die auch an der Ausstellung beteiligten Künstlerinnen Mayra Pankow und Cornelia Patschorke. Im Hintergrund das Gemälde „Neuschaffung“ von Cornelia Patschorke. (Foto: Thomas Sticher)

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INFO

Noch nie war es einfacher ein Leben zu retten Ein Beitrag von Wolfgang Hubrich, hubrich medical Aschaffenburg 60- bis 100-mal pro Minute, durchschnittlich 3 Milliarden mal – so oft schlägt das menschliche Herz. Es ist ohne Zweifel das wichtigste Organ, transportiert Sauerstoff durch unseren Körper bis zum Gehirn und hält uns am Leben. Doch was passiert, wenn es aus dem Takt gerät?

und nach weniger als einer Minute die Atmung aussetzt, ist das Kammerflimmern auch als Sekundentod bekannt. Hier ist sofortiges Handeln erforderlich, denn ohne das Einleiten von Wiederbelebungsmaßnahmen stirbt die Person.

Wo befindet sich der nächste AED

Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflattern, Vorhof- und Kammerflimmern sind einige Möglichkeiten. Beim Vorhofflattern pumpen die Vorhöfe des Herzens nicht mehr richtig, sondern flattern lediglich, was Blutgerinnsel zur Folge haben kann. Betroffene verspüren häufig Symptome wie Herzrasen, nicht selten in Begleitung von Schwindel, Atemnot und Brustschmerzen. Auch wenn Vorhofflattern nicht direkt lebensgefährlich ist, kann es trotzdem zu Komplikationen führen. Ähnlichkeiten bestehen zum sogenannten Vorhofflimmern, was bei etwa einer Million Menschen in Deutschland vorkommt. Zu Beginn merkt die betroffene Person häufig nichts davon, doch bei stärkerem Auftreten kann Vorhofflimmern auch in Verbindung mit Beschwerden wie Herzrasen, Schwindel und dem Gefühl, als würde das Herz „stolpern“ einhergehen. Anders als beim Vorhofflattern ist der Puls der Person häufig unregelmäßig und deutlich erhöht. Auch chronisch hoher Blutdruck kann eine Ursache für diese Kondition sein. Vorhofflattern und Vorhofflimmern selbst sind nicht tödlich, können aber Komplikationen verursachen und unter anderem zur Gefahr eines Blutgerinnsels im Herzen führen. Durch den Blutstrom kann dieses ins Gehirn gelangen und dort durch das Blockieren wichtiger Gefäße zu Schlaganfällen führen.

Unser Favorit ist für alle erschwinglich Das Nihon Kohden AED 3100 liegt bei einem Kaufpreis von unter 1.000 Euro zzgl. MwSt. in einem Bereich, den jedes Unternehmen stemmen kann. Die jährlichen Kosten für Wartung, Batterie und Elektrodentausch belaufen sich auf ca. 115 Euro, ein Betrag, der ein Leben wert sein sollte. Unsere Techniker in Aschaffenburg sorgen für kostengünstige Updates oder falls erforderlich die Sicherheitstechnische Kontrolle. Leider befinden wir uns in Deutschland immer noch im Entwicklungsstatus. Hubrich medical hat in den letzten Jahren rund eintausend dieser Lebensretter installiert, in Industrie, Handel, bei Banken und im öffentlichen Bereich wie Sportvereinen stehen unsere Geräte zur Verfügung.

Neue Funktionssoftware Eine neue Software ermöglicht ab sofort die ständige Funktionskontrolle. Sie erlaubt die Übersicht über den Gerätestatus, die Haltbarkeit der Batterie und der Elektroden, sogar über den Standort mittels GPS. Über das Web oder Ihr Smartphone: Diese Funktion wird durch die Installation einer SIMkarte ermöglicht und mit einer monatlichen Gebühr berechnet. Auch die älteren Geräte dieser Bauart sind mit CardiolifeConnect nachrüstbar.

Den Sekundentod verhindern

Trainingsgeräte und Vermietung an Vereine bei Veranstaltungen

Doch nicht jede Herzrhythmusstörung hat milde Verläufe; manche von ihnen sind lebensgefährlich und führen zum Tode, wenn nicht sofort eingegriffen wird. Zu ihnen zählt das Kammerflimmern, bei dem die Herzfrequenz auf bis zu 320 Schläge pro Minute steigt. Obwohl das Herz sich zusammenzieht, ist es nicht mehr in der Lage, Blut durch den Körper zu pumpen. Da die betroffene Person innerhalb von Sekunden das Bewusstsein verliert

Wir von hubrich medical gehen einen weiteren Schritt. Durch ständige Schulungsangebote direkt beim Nutzer wollen wir die Angst vor diesem Lebensretter nehmen. Unsere Trainingsgeräte stellen wir daher für Schulungszwecke kostenlos zur Verfügung, für Veranstaltung z. B. im Sport oder auf Festen. Fragen Sie uns bitte nach einem Gerät. Gegen eine kleine Spende an den Verein „AED rettet Leben e.V.“ stellen wir dieses für die Zeit zur Verfügung.

Bild: Nihon Kohden

Es gibt viele Varianten

Jede Sekunde zählt. Neben der Herz-DruckMassage kann Ihnen in einer solchen Situation der Einsatz eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) helfen, das Herz durch einen elektrischen Schock zurück in den normalen Rhythmus zu bringen. Er unterstützt Sie bei der Durchführung der Ersthilfe und für bestmöglichen Überlebenschancen.

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Quelle: Nihon Kohden

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ÜBERBLICK

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Dr. Gerhard Klausmann Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie, Diabetologe DDG Dr. Martine Klausmann Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und int. Onkologie Dr. Ariane Brogsitter Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und int. Onkologie, Palliativmedizin Dr. Zuzana Miklasová Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie Elisenpalais | Elisenstraße 28 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/34 27-0 info@fi-ab.de www.fachinternisten-aschaffenburg.de 08 (GLEIS EINS, S. 38/39) Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg Priv.-Doz. Dr. med. Hardi Lührs Priv.-Doz. Dr. med. Ralph Melcher Prof. Dr. med. Wolfgang Fischbach Dr. med. Karl Metz Dr. med. Caroline Noé Dr. med. Oliver Tabarelli Stadtpalais | Elisenstraße 32 (Eingang B) 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/44 47 80 Telefax 0 60 21/44 47 850 praxis@gastro-ab.de www.gastro-ab.de K A R D I O L O G I E + I N N E R E ME D I Z I N 08 (GLEIS EINS, S. 40/41) Kardiologische Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg Dr. med. Andreas Görz Priv.-Doz. Dr. med. Werner Peters Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie Hypertensiologie DHL® Sportmedizin Stadtpalais | Elisenstraße 32 (Eingang A) 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/3 86 72-0 Telefax 0 60 21/3 86 72 25 www.kardiologie-ab.de KIEFERORTHOPÄDIE 05 (GLEIS EINS, S. 18/19) Gemeinschaftspraxis Fritz Watzlaw Moritz Watzlaw Dr. Ingo Gräfling Fachzahnärzte für Kieferorthopädie Ludwigstraße 15 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/2 88 88 Telefax 0 60 21/2 86 37 www.watzlaw.de

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AUSGABE 01 | 2022

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Ausgabe 01 I 2022 by sl-werbung - Issuu