Die Zeitschrift | September 2025 | Nummer 3
Finanzströme bei Wirtschaftsprojekten
Arktis: Indigene Sámi fordern ihre Rechte ein Bei einer internationalen Sámi-Konferenz im Juni tauschten sich Sámi-Vertreter:innen aus vier Ländern zu zentralen Zukunftsfragen aus. Ein von Voices und Partner:innen organisierter Workshop zeigte, wie Finanzakteur:innen in die Pflicht genommen werden können, die Rechte Indigener Gemeinschaften zu achten. Eine Delegation von Voices reiste im Juni nach Kautokeino (Nordsamisch:Guovdageaidnu) in Nord-Norwegen an die internationale Konferenz «Lávdan Sámi Arena». Dort bot Voices gemeinsam mit dem Sámi-Rat, Tallgrass Institute und Inclusive Development International einen Workshop an. Thema war, wie SámiGemeinschaften mit Finanzakteur:innen verhandeln und von ihnen die Einhaltung von Indigenen-Rechten einfordern können.
Die erstmalig stattfindende Lávdan Sámi Arena war eine Plattform für die sámische Zivilgesellschaft, um sich über Länder- und Lebensbereiche hinweg auszutauschen, drängende Themen für die Region Sápmi zu diskutieren und gemeinsame Perspektiven für eine gerechtere Zukunft zu entwickeln. Neben politischen Diskussionen bot die Arena aber auch Platz für kulturelle Events, zum Beispiel ein Joik-Konzert mit Sänger:innen aus verschiedenen Regionen Sápmis oder einen Filmabend mit Sámi-Produktionen. Bedrohtes Land Ein dominierendes Thema an der Sámi Arena war die zunehmende Bedrohung der Sámi-Territorien durch Bergbauprojekte, Windturbinen, aber auch militärische Anlagen und Abholzung. Diese Projekte werden immer häufiger auf wertvollen Rentierweideflächen ge-
Ehemals Gesellschaft für bedrohte Völker