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Die Zeitschrift der GfbV | Dezember 2014 | Nummer 4
FPIC â Free, Prior and Informed Consent
Gleiches Recht fĂŒr alle Es ist schwĂŒl und heiss. Nervöse Vertreter der Goldfirma Belo Sun prĂ€sentieren in gleich 4 Reservaten der Kayapo-Indigenen im brasilianischen Amazonas ihre PlĂ€ne. Wegen grosser Goldvorkommen plant die Firma weitere Probebohrungen. Grosse Investitionen stehen auf dem Spiel, mit noch grösseren Gewinnaussichten. Die indigene Dorfgemeinschaft diskutiert lange und heftig. WĂ€hrend der Abstimmung mĂŒssen die Industrievertreter draussen bleiben. Endlich der Entscheid: 3 Reservate erteilen Belo Sun die Bohrgenehmigung, ein Reservat verweigert sie. Da aber gerade in diesem Reservat am meisten Gold vermutet wird, beginnt die Firma
JubilĂ€umsfeier 25 Jahre GfbV Nach ExpertengesprĂ€chen, Podiumsdiskussionen, einer Versteigerung und Musik lassen wir im Nachklang unseres JubilĂ€ums die Bilder sprechen. Und danken allen Sponsoren, die uns an unserer Feier unterstĂŒtzt haben.
noch nicht mit den Probebohrungen und bereitet einen besseren Vorschlag vor. Alle Reservate bleiben vorerst frei von GoldgrĂ€bern. Leider ist die Geschichte fiktiv. Wenn man hingegen die 4 Reservate mit den Gemeinden Medel, Trun, Sumvitg und Disentis in der bĂŒndnerischen Surselva ersetzt, dann stimmt sie doch: Im Sommer 2012 lehnte es die Gemeindeversammlung in Medel ab, der «Swissgold Exploration» weitere Genehmigungen fĂŒr Probebohrungen zu erteilen, wĂ€hrend Trun, Sumvitg und Disentis zusagten. Die Schweiz kennt das Mitentscheidungsrecht, fĂŒr das Indigene in anderen LĂ€ndern