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Voice 1/2024

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VOICE

Die Zeitschrift der GfbV | März 2024 | Nummer 1

Erzwungene Assimilation in Tibet

Tibetische Nomad:innen: Gezwungen, sesshaft zu werden Die Nomad:innen in Tibet pflegen ein jahrhundertealtes Erbe, eine von Spiritualität und Stolz durchdrungene Lebensweise. Sie bewahren Traditionen und Wissen, welche die tibetische Identität geprägt haben. Doch sie sind in ihrer Existenz bedroht: Ihre Anzahl schwindet drastisch, was weitgehend auf von der Volksrepublik China auferlegte Restriktionen zurückzuführen ist. Sechs Nomad:innen, die in der Schweiz im Exil leben*, teilen erstmals ihre Geschichte. Sie zeigen, warum sich der einst florierende tibetische Nomadismus heute an einem kritischen Punkt befindet. Ein Reise- und Recherchebericht.

* Alle Zeug:innen bleiben auf ihren Wunsch anonym.

«Ich wohnte hoch in den Bergen. Ich hatte Yaks und Yak-Kühe; ich war ein glücklicher Nomade. In meiner Familie sind wir seit Generationen Nomad:innen. Wir hatten gute Lebensbedingungen mit den Gütern, die wir produzierten. Aber jetzt haben wir keine Freiheit mehr und mir ist nicht mehr erlaubt, in Tibet als Nomade zu leben. Ich musste meine Tiere verkaufen. Das war sehr traurig.» Eine Lebensweise mit massiven Einschränkungen Gemäss den chinesischen Behörden bezweckt die Einschränkung der nomadischen Lebensweise eine Verbesserung der Lebensbedingungen für die Nomad:innen, insbesondere einfacheren Zugang zu Bildung und Gesundheit. Die Nomad:innen, die wir trafen, zeigten uns aber eine andere Sicht, die sich


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