Voice 2/18: Goldplatz Schweiz: Die Kontrollen genĂŒgen nicht

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VOICE

Die Zeitschrift der GfbV | Juni 2018 | Nummer 2

Neuer Bericht der GfbV

Goldplatz Schweiz: Die Kontrollen genĂŒgen nicht Die Schweiz ist ein rohstoffarmes Land. Trotzdem werden hier rund 70 Prozent des weltweit gehandelten Goldes verarbeitet. Vier der weltweit grössten Raffinerien sind in der Schweiz ansĂ€ssig. Ende MĂ€rz 2018 veröffentlichte die GfbV ihren neuen Bericht «Drehscheibe Schweiz fĂŒr risikobehaftetes Gold?». Dieser enthĂ€lt Recherchen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Sudan, der Demokratischen Republik Kongo, Liberia und Peru und macht klar: Die Risiken, dass Schweizer Raffinerien Gold verarbeiten, das unter menschenrechtsverletzenden und umweltzerstörenden UmstĂ€nden abgebaut wurde, sind hoch. Der GemeindeprĂ€sident Alfredo Vargas Pio ist nicht stolz ĂŒber das Image seiner im SĂŒdosten Perus gele-

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genen Gemeinde San Jacinto, die fĂŒr ihre Goldminen bekannt ist. Frustriert erzĂ€hlt der 43-JĂ€hrige etwa von der damit zusammenhĂ€ngenden Wasserverschmutzung und den auftretenden Landkonflikten. FĂŒr Alfredo Vargas Pio ist klar: «Die Gemeinden sollten vollumfĂ€nglich ĂŒber ihre eigenen Territorien bestimmen können» (mehr dazu im Kurzportrait auf S. 3). Peru ist der grösste Goldproduzent SĂŒdamerikas. Seit ĂŒber zwei Jahrzehnten breitet sich der illegale Kleinbergbau aufgrund des erhöhten Goldpreises rasant aus. Die Folgen davon sind gerodete WĂ€lder, von Quecksilber verseuchte FlĂŒsse und Kraterlandschaften. Die Arbeitsbedingungen der Mineure sind prekĂ€r, GeldwĂ€scherei und Menschenhandel verbreitet.

11.06.18 09:37


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