Skip to main content

Massenzeitung „Zusammenstehen – vielfältig solidarisch“

Page 1

DIE MAI-ZEITUNG

w w w.zusam menstehen.eu

n e m m a s u Z hen! ste VIELFÄLTIG

SOLIDARISCH


2

DIE MAI-ZEITUNG

ERFURT 1. MAI 2019

Gutes Geld für gute Arbeit

EDITORIAL

Alles andere als pflegeleicht

Liebe Leser*innen!

Was ihr hier in den Händen haltet, ist ­Arbeit! Die öden Plattitüden von »stolz« und »froh euch präsentieren zu dürfen« lassen wir an dieser Stelle mal weg. S ­ tattdessen kommen wir ­direkt zur entscheidenden Frage: Lohnt es sich, die folgenden ­Seiten und ­Beiträge zu lesen? Dazu ein ­fundiertes: Ja. Es lohnt sich für euch, denn: Wir sind eine unabhängige Redaktion. Wir haben uns von niemandem diktieren lassen, was wir an Beiträgen zusammenstellen oder verfassen. Wir haben es gemacht, weil uns eine vielfältig, solidarische Gesellschaft ein Anliegen ist. Wie die folgenden Seiten zeigen, widmen wir uns der Frage nach Gerechtigkeit und Solidarität von und für Kulturarbeiter*innen und Gewerkschafter*innen, Deutsche und Nicht-­Deut­sche, Menschen mit und ohne Behinderung, Männer und Frauen. Gerade 2019 – dem Jahr der Europawahl, der Kommunalwahlen und dreier Landtagswahlen in Ostdeutschland – wird entschieden, wohin es geht: Hin zum besseren Leben der Vielen oder weg davon. Letzteres darf nicht passieren. Auch für uns persönlich wäre es eine ­Katastrophe. Also: Wie wahrscheinlich ist es, dass wir uns keine Mühe gegeben haben? Und wie wahrscheinlich ist es, dass wir nur das wiederkäuen, was ­Ihnen und euch ohnehin schon dauernd um die Ohren gehauen wird? Es lohnt sich aber auch für uns, denn: Wir werden für diese Arbeit nicht bezahlt. Sowas gibt es. Es nennt sich »Ehrenamt« oder »freiwilliges Engagement« und es ist oft okay. Unser tatsächlicher »Lohn« besteht aber darin, dass Sie und ihr die Arbeit, die wir uns gemacht haben, würdigen bzw. würdigt. Wir sind einen Schritt auf Sie und euch zugekommen und haben das Thema an euch herangetragen. Nun kommt auch ihr uns einen Schritt entgegen. Und treffen wir uns dann am 1. Mai in Erfurt auf der Straße, können wir weitere Schritte gemeinsam gehen. Zugegeben: Da waren sie wieder, die Plattitüden. Aber lassen wir das formale Geflachse jetzt mal beiseite: Inhaltlich hat die ganze Angelegenheit doch einiges an Gewicht. Gründe dafür findet ihr und finden Sie auf den folgenden Seiten genug. Also bitte: An die Arbeit!

W W W.ZUSAMMENSTEHEN.EU

Seit 2017 befanden wir, Kolleg*innen der ­Celenus-Klinik an der Salza, uns in ­einer ­andauernden A ­ useinandersetzung mit unserem Klinik­betreiber über e­ inen Tarifvertrag.

Was ist eigentlich der »1.Mai«? Der 1. Mai ist der Tag der Arbeiter*innen. Dieser Tag wird in vielen Ländern dieser Welt gefeiert. ­Traditionell versammeln sich viele Menschen bei Demonstrationen, um für bessere Arbeit zu kämpfen. Arbeit ist dann besser, wenn man zum Beispiel gut bezahlt wird, keine Überstunden leisten muss oder die Arbeit Spaß macht. Am 1. Mai 2019 gehen auch in Erfurt viele Menschen demonstrieren. Bei unserer ­Demonstration bist du herzlich willkommen.

Wir setzten uns für unsere Zukunft an der Klinik und damit nicht nur für uns, sondern auch unsere Familien in Bad Langensalza ein. Wir arbeiten jeden Tag hart und haben gute Löhne beziehungs­ weise Gehälter verdient. Stundenlöhne knapp über dem Mindestlohn reichen jedoch nicht aus, vor allem, wenn Kli­ nikkonzerne mit unserer Arbeit ihre Rendite steigern. Zudem hat mit Nied­ riglöhnen niemand am Standort eine Zukunft. Celenus handelte in dieser Auseinan­ dersetzung immer wieder konfrontativ. Wir suchten immer wieder den Dialog. Einseitig wurden durch die Unterneh­ mensleitungen Maßnahmen ergriffen. Schlichtungsversuche – etwa von Minis­ terin Heike Werner oder Bürgermeister Schönau – wurden ignoriert. Celenus ging in dieser Auseinandersetzung mit aller Härte gegen uns vor: Aussperrun­ gen, Freistellungen, Kündigungen. Auch gerichtlich befanden wir uns so immer wieder in Auseinandersetzun­ gen. Eine besondere Freude für uns: ­Gekündigte Kolleg*innen konnten die Rücknahme ihrer Kündigungen vor ­Gericht erreichen und sind nun wieder Teil des Teams. Wir wissen, wir sind im Recht und solidarische Menschen bestätigen uns immer wieder in dieser Überzeugung. Pflege und Versorgung der Patient*in­ nen sind ein hohes Gut und müssen auch so bezahlt und als solche anerkannt

werden. Wir mögen der Celenus-Leitung als eine renitente Belegschaft erschei­ nen. Aber wenn dies stimmt, brauchen wir mehr renitente Belegschaften in der Pflege und in Thüringen. Tarifliche Entlohnung haben wir alle verdient. Es darf keine Beschäftigten zweiter Klasse geben. Wir sind nicht allein Ohne unseren Zusammenhalt, die Un­ terstützung von ver.di und die erfahrene Solidarität hätten wir diesen Kampf nicht ausgehalten. Wenn uns wie beim Reha-Wirtschaftstag in Berlin Beschäf­ tigte der Charité unterstützen oder Un­ terschriften für uns gesammelt werden, blühen wir auf. Wir sind nicht allein! So konnten wir in dieser langanhaltenden Auseinandersetzung bestehen. Allein deshalb sind wir unglaublich froh, dass es endlich gelungen ist, dass die Tarifparteien wieder aufeinander zugegangen sind. Das Resultat ist die Vereinbarung eines beidseitig getrage­ nen Tarifabschlusses. Inhaltlich konn­ ten wir nicht alle unsere Ziele erreichen, dennoch ist es unser Erfolg, dass sich ein Teil unserer Forderungen in diesem Tarifvertrag wiederfindet und wir erho­ benen Hauptes das tun können, was wir immer wollten – für unsere Patient*in­ nen da zu sein. Ko l l e g * i n n e n d e r C e l e n u s - K l i n i k a n d e r S a lz a

D i e R e da k t i o n d e r » M a i - Z e i t u n g «

Überall Sterne? Warum wir manche Wörter so kennzeichnen: Das Sternchen im Wort (z. B Verkäufer*in): Der Stern macht unterschiedliche Geschlechter in unserer Gesellschaft kenntlich. Es gibt nicht nur den Verkäufer oder die Verkäuferin. Die Grenzen zwischen den Geschlechtern sind lange nicht so starr, wie wir es aus unserem Alltag kennen. Manche Menschen verstehen sich z. B. als Trans*- oder Inter*- Personen. Mit unserer Zeitung sprechen wir alle an – ob Verkäufer, Verkäuferin oder eben Verkäufer*innen.

Solidarisch für einen ­erfolgreichen Arbeitskampf im Celenus-­ Klinikum


W W W.ZUSAMMENSTEHEN.EU

ERFURT 1. MAI 2019

DIE MAI-ZEITUNG

3

Gerechtigkeitsfragen im Hier und Jetzt

Die Initiative Aufbruch Ost Oder: Warum es in Ostdeutschland einen ­gesellschaftlichen Aufbruch geben muss

Aufbruch Ost: für eine ­Be­wegung der Hoffnung und des Zu­ sammenhalts

Vor 30 Jahren befanden sich die Men­ schen in einer Situation des Aufbruchs. Das bevorstehende Ende der DDR eröff­ nete den Raum für vielerlei Ideen und Vorstellungen für ein neues gesellschaft­ liches Zusammenleben. Allerdings ist die Umbruchsstimmung, die viele Menschen im Herbst ’89 beschäftigte, in Verges­ senheit geraten. Was vielen aber bleibt, ist das Gefühl, nicht so richtig dazuzu­ gehören. Anders zu leben und zu denken, aber auch ungleich behandelt zu wer­ den. Das kennen nicht nur die Älteren. Auch die Jüngeren erleben einen Lohn­ unterschied zwischen Ost und West. Sie wissen um das Renten- und Wohl­ standsgefälle und erleben eine unzu­­rei­ chen­de Repräsentation des Ostens in der politischen, wirtschaftlichen und

kul­ turellen Landschaft. Sie merken, dass sie es schwerer haben, in diesen Bereichen aufzu­steigen als gleichaltrige West­deutsche. Als neue Initiative »Aufbruch Ost« wollen wir diesen Ungerechtigkeiten und Versäumnissen auf den Grund gehen. Es geht darum, mit der Generation unserer Eltern und Großeltern ins Gespräch zu kommen und über ihre Erfahrungen aus DDR-, Wende- und Nachwendezeit zu sprechen. Wir wollen fragen: Wofür bist du ’89 auf die Straße gegangen, und wenn nicht – warum? Wie war denn das mit den »blühenden Landschaften« und der Treuhandanstalt? Fühlst du dich respektiert und deine Lebensleistungen anerkannt? Wir sind der Überzeugung, dass der politische und wirtschaftliche

Ungleichheit ­ West-Arbeitnehmer*innen leisteten im gesamten Jahr 2017 durchschnittlich 1.279 Arbeitsstunden. Im O ­ sten waren es 1.346 Stunden. Die Jahres­­ bruttolöhne lagen 2017 je ­Arbeitnehmer*in im Westen mit 35.084 € um fast 5.000 € ­höher als in den neuen Ländern mit 30.172 €. Ein*e durchschnittliche*r Beschäftig­ te*r im Osten muss 38 Tage länger arbei­ten, um den gleichen Lohn wie ein*e Beschäftigte*r im Westen zu ­bekommen.

Umbruch der 1990er-Jahre viele Men­ schen in Ostdeutschland bis heute be­ schäftigt. Frust und Abwertungserfah­ rungen der Nachwendezeit bilden auch einen Nährboden für die aktuelle poli­ tische Entwicklung im Osten Deutsch­ lands und das Erstarken des Rechts­ populismus. Deswegen sind wir ostdeutschland­ weit und in den sozialen Medien unter­ wegs, führen Gespräche und Interviews auf der Straße, bei Veranstaltungen und Kundgebungen. Wir setzen das Thema Ostdeutschland wieder auf die politi­ sche Agenda, wollen es aber nicht nur beim gemeinsamen Rückblick belassen. Als politische Initiative haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, in der Gegen­ wart zu wirken. »Aufbruch Ost« steht in der Tradition sozialer Bewegungen und streitet mit linken und emanzipatori­ schen Ideen für eine solidarische Gesell­ schaft. Wir wollen für politische Selbst­ bestimmung und gegen das Gefühl der Ohnmacht eine Bewegung der Hoffnung und des Zusammenhalts sein. »Aufbruch Ost« bedeutet, im Hier und Jetzt Gerech­tigkeitsfragen zu stellen und für eine solidarische Gesellschaft einzustehen, in der die Wirtschaft den Menschen dient. Dreißig Jahre nach ’89 rufen wir auf zu einem neuen Aufbruch Ost! Au f b r u c h O st

Soziale Frage von rechts?

Rettet die Rente vor der AfD! In einem Interview Anfang des Jahres erklärte Björn Höcke: »Die Frage der sozialen ­Gerechtigkeit ist sehr wichtig für uns«. Der Thüringer V ­ orsitzende der AfD will deshalb im Landtagswahlkampf besonders auf die soziale Frage s­ etzen. Dabei hat die AfD auf sozialpolitische F ­ ragen keine Antworten. Auch ein offizielles R ­ entenkonzept fehlt der Partei. In seinem Vorstoß beschreibt Höcke die AfD als Partei des »solidarischen Pat­ riotismus« und verknüpft Sozialpolitik mit der Frage nach Identität. Denn auf die von der Thüringer AfD-Fraktion um­ rissene »Staatsbürgerrente« hätten nur Rentner*innen mit deutschem Pass An­ spruch. Personen ohne deutschen Pass werden nach dem Konzept der Thürin­ ger AfD nicht berücksichtigt, auch wenn sie beispielsweise 35 Jahre in die deut­ sche Rentenkasse eingezahlt haben. Die vorgesehene »Kinderrente« stellt Fami­ lien ab vier Kindern zukünftig schlechter als nach aktueller Gesetzeslage. Glei­ ches gilt für Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes wieder arbeiten gehen. Wie das Ganze finanziert werden soll? Darauf gibt die AfD keine substanzielle Antwort.

»Omas gegen rechts« mit klarer Kante gegen rechten Populismus

Was die AfD wirklich will? Einfach den QR-Code scannen.

Neben dem Vorschlag der Thüringer AfD gibt es mehrere und teils wider­ sprüchliche Konzepte innerhalb der ge­ samten Partei. Keines davon ist sozial, alle orientieren sich an einer nationalen Ideologie und sind rassistisch. Sie basie­ ren darauf, dass Rente nur an deutsche Staatsangehörige gezahlt wird. Men­ schen ohne deutschen Pass, egal wie

lange sie in die deutschen Sozialkassen eingezahlt haben, sind entweder ausge­ schlossen oder bekommen bestimmte Vorzüge nicht. Höcke und seine Unterstützer*innen aus anderen ostdeutschen Landesver­ bänden werden versuchen, die fehlende Rentenfestlegung der Bundes-AfD zu nutzen. Mit dem Thüringer Konzept soll einerseits der sogenannte völkische »Flü­ gel« gestärkt werden. Andererseits will sich die AfD bei den Landtagswahlen als »Kümmerer«-Partei aufspielen und mit diesem Taschenspieler*innentrick Wäh­ler*innen gewinnen. Doch bei nä­ herer Betrachtung hat sie kein Konzept für eine Basissicherung für alle, die das Risiko von Altersarmut minimiert. Fa b i a n Wag n e r


4

DIE MAI-ZEITUNG

W W W.ZUSAMMENSTEHEN.EU

Für gute Arbeit auch in der Transportbranche

»Ich lebe nicht, ich fahre nur« Lohndumping und Arbeit über Wochen oder Monate am Stück – das sind nur einige der ­Bedingungen im Transportgewerbe, denen besonders Lkw-Fahrer*innen aus Mittel- und Osteuropa a­ usgesetzt sind. Ihre wertvollsten und wichtigsten Begleiter sind Rasierer, ­Zigaretten für die Entspannung, Erinnerungen an zu Hause und Essen. Ein Interview Waldemar, du bist schon seit 20 Jahren Lkw-Fahrer? Seit 18. Ich bin Bauingenieur. Ich kom­ me aus Kasachstan. Aber hier sagen sie: Ausbildung nicht anerkannt. Aber ich habe zwei Kinder, Frau. Wir woll­ ten Haus bauen. Als Fremder nimmst du jede Arbeit. Und dann warst du das erste Mal auf der Straße? Lkw fahren klingt wie Abenteuer, ­allein sein, auf Straße. Die anderen Männer. Immer unterwegs sein ist

Sie wollen nähere Infos, sich engagieren, benötigen ­Unterstützung? Projekt »Faire Mobilität für Thüringen«, DGB-­ Bildungswerk Thüringen e.V., Schillerstraße 44, 99096 Erfurt, erfurt@ faire-­mobilitaet.de, ­Telefon: 0361 21727-12 @FaireMobilitaet @DGBFaireMobilitaet

 

aber kein Abenteuer. Dann ist das Lenkrad deine Frau, die Straßen deine Kinder. Meine Kinder kennen ihren Vater nicht. Immer unterwegs, immer immer unterwegs. Du kennst nur deine Kabine, deine Butterbrote, dein Benzin und Parkplätze – wenn du Glück hast. Früher bin ich ans Meer gefahren, wir hatten Zeit, sind ausgestiegen, haben mit anderen gesprochen. Wir sind biss­ chen länger gefahren und haben dann Spaß gehabt. Bisschen getrunken, mit anderen gesprochen. Nicht viel getrun­ ken, natürlich. Heute ist nur Zeit, Zeit,


W W W.ZUSAMMENSTEHEN.EU

Zeit. Hauptsache du stehst, Hauptsache du bist pünktlich. Egal wo du stehst. Hauptsache das Rädchen im Lkw dreht nicht mehr. Was meinst du für ein Rädchen? Wir dürfen nur bestimmte Zeit fahren. Mehr geht nicht. Dann geht Alarm in dir an, schnell Schlafplatz suchen. Und dann wirst du verrückt weil niemals gibt es genug Platz. Die anderen vor dir waren klug. Stehen dann überall. Oh und die Autofahrer, die sind wütend weil wir kreuz und quer stehen. Aber wir müssen stehen. Und dann stehst du. Ja, dann ist es manchmal Tag, manchmal Nacht und du musst schla­ fen. Essen. Bewegen. Du hältst an und neben dir fährt Straße weiter. Immer

ERFURT 1. MAI 2019

das Geräusch. Wusch. Wusch. Wusch. Manche machen Sport, die meisten nicht. Nur die jungen noch. Dann willst du was essen. Was Warmes. Wir haben immer alles dabei. Ihr wundert euch warum wir fett sind? Deswegen [Waldemar zeigt auf eine Packung Süßigkeiten]. Damit du wach bist, isst du sie beim Fahren, damit du zu Hause fühlst, isst du wenn du fertig bist. Ich lebe nicht, ich fahre nur. Das klingt so als wärst du dein Leben lang nur auf der Straße gewesen? Kohl hat uns gerufen und wir sind ­gekommen. Alle. Mit Familie und wir wollten besser leben. In Russland waren wir Deutsche. Niemand wollte uns haben. Hier sind wir Russen. Wir sprechen schlecht. Und die sagen, wir wollen Deutsch lernen, aber mein Lkw antwortet nicht wenn ich spreche. K atja M au r e r

DIE MAI-ZEITUNG

5

Arbeitnehmerfreizügigkeit sozial, gerecht und aktiv Im europäischen Transportsektor arbeiten ­zunehmend Menschen aus Mittel- und Osteuropa. Viele Fahrer*innen haben einen Vertrag mit einem Unternehmen in Osteuropa, wickeln aber ausschließlich Transporte in westeuropäischen Ländern ab. Auch Unternehmen aus Westeuropa gründen vermehrt Niederlassungen in osteuropäischen Ländern und stellen Fahrer zu Dumping-Bedingungen an. Die Anlauf- und Beratungsstelle »Faire ­Mobilität in Thüringen« unterstützt Beschäftigte aus mittel- und ost­ europäischen Ländern auf dem deutschen ­Arbeitsmarkt bei der Durchsetzung gerechter Löhne und f­ airer Arbeits­bedingungen.


6

DIE MAI-ZEITUNG

ERFURT 1. MAI 2019

W W W.ZUSAMMENSTEHEN.EU

HT ARBE IT mlich lange und vor allem sehr KULTUR Mer.AC Das bin ich schon zie

Ich bin Musik Spa ß. Unterm ne so einfa ch aus, na ch purem gerne. Musik sieht auf der Bühda hinter steckt auch viel Arbeit. Jedes Lied Stricht ist es da s auch. Aber d in der Band. Dann muss ma n noch nebenbei muss geprobt werden, alleine un h die teuren Instrumente leisten kann. sic ­„richtig“ ­a rbeiten, da mit ma n ng fa hren, die Show aufbauen und da nn ­ ela cht nä , nen pla Dann Touren loslegen. Immer gut drauf sein. lcher Bühne Schaupie lerin oder ega l auf we Kultur schaff en, ob als Musiker, eit, die Spaß ma cht, aber auch Arbeit, die oft heißt für mich zu arbeiten. Arbtige Abend, den ihr mit Freund*innen habt, schlecht bez ahlt wird. Jeder lus hen era rbeitet. Das ist nicht immer sichtbar, wird von irgendwelchen Mensc eit. Ich würde mich desha lb über eine Arb aber sie ist da — diese Form vonfreuen, da mit ich mir meinen Traumjob auch n me kom ein nd uen. Form von Gru ch über mehr Wertschätzung fre leisten kann und ich würde mi Bedingungslose s Grundeinko mm en (BGE) »So verhängt man […] Strafen über Diebe, während man viel ehe r dafür hätte sorgen ­sollen, daß sie ihren Unterhalt haben, dam it sich niemand der gra usigen Notwendigke it aus­gesetzt sieht, ers t zu stehlen [...].« Die se Bemerkung in Thoma s Morus’ Roman »Utop ia« aus dem 16. Jahrhunde rt ist ziemlich unkonk ret. Dennoch gilt sie vie len als Ausgangspun kt der inzwischen recht kom plexen Debatte zum BGE. Aktuell werden versch iedene Modelle diskutiert. Der Grundgeda nke, den ­alle gemein sam haben: Ein Staat zah lt seinen Bürger *innen monatlich einen bes timmten Geldbetrag, der ihre Existenz sichert . Die Höhe des Betrag s richtet sich nach der a ­ ktuellen wirtschaftlic hen Lage. Über welche Ein künfte oder Vermögen ­Bürger*innen darübe r hinaus ver­fügen, ist ­dabei nicht wichtig. Befürworter*innen meinen unter andere m, dass das BGE Mensc hen nicht mehr dazu zwingt, jeden Job annehmen zu müssen. Zudem ließen sich Bürokratie und Schikane – beispiels weise auf dem Arbeitsamt – erheblich reduziere n. Das würde wiederum Kosten sparen, mit denen das BGE teilweise fina nziert werden könnte . Als Hauptgeldquelle we rden allerdings oft Ste uereinnahmen genannt. Gegner *innen meine n unter anderem oft , dass das BGE schlicht nic ht finanzierbar sei. Außerdem äußern sie Bed enken, dass bei einer garantierten Existenzsich erung kaum noch jem and arbeiten wollen würde . Zudem könne es Arb eitgeber*innen dazu ver leiten, den Kündigung sschutz zu schwäche n oder Löhne zu kür zen. Bisher wurde das BGE auf verschiedene We isen im kleinen Rahmen erprobt. Überwiegend war danach die Rede von erfolgreichen Resulta ten. Kritiker*innen merkt en allerdings an, das s die Auswirkungen für den gesamten Staatsapp arat dadurch nicht vorher sehbar seien. Es kommt wohl auf einen Versuch an.

Erlebnisberichte

Wer definiert eigentlich, was Lohnarbeit ist? Sie findet auch in Werkstätten für Menschen mit Behinde­ rungen und in der Kultur statt. Trotz der erbrachten Leistungen ist Arbeit dort nach wie vor meistens prekär und unterbezahlt.

E I N L E B E N I N D E R W E R K STATT vv v

Hallo ih r da draußen, ich bin Hannah und hier drinnen. Bei den Behinderten. Hier pac ken wir Kondome ein, Lut scher, Tücher, Binden. Weih nach ten pac ken wir Scho kolade ein. Maßnah me nennt sich da s, damit wir eine Be schäfti g ung haben, in einer Wer k statt. Aber wir sind keine Idioten, werden e s aber. Wenn wir ­i mmer nur einpac ken. Die mei sten sind schon ih r Leben lang hier drinnen.   Die andere Hälfte wird ih r Leben lang hierbleiben. Und wir sind alle s: wir haben keine Beine, wir sind P s ycho s, wir sind die B ­ e kloppten – da s sagen sie in der Straßenbah n. Ich bin ­a rbeit sunfäh ig. Meine Mum i st tot, mein Vater war sch rec klich. Dann hat e s in meinem Hirn kling gemach t und ich konnte nich t meh r. Und seit dem sitz e ich hier. Und ich kann nich t rau s. Wer will mich son st auch haben? Der er ste Arbeit smar kt kling t wie ein Traum. Aber da kann ich nich t hin. Weil ich kran k bin und ih r mich nich t wollt. Ih r, al so die Ge schäfte, Re staurant s, Küchen. Ich hab mich überall be worben. Al so bleib ich hier. Ver steh t mich nich t fal sch – z um Glüc k g ibt e s Wer k stätten, son st wäre ich wohl nich t meh r da. Aber hier verdum men wir auch, weil hier alle da s gleiche machen. Egal ob dein Kopf fun ktioniert oder nich t. Wir reden selb st schlech t über un s, weil alle schlech t über un s reden. Wir haben eigentl ich keine Bez ieh ungen. Wir g ründen keine Familie n. Wir haben Freunde hier drinnen, die Glüc klichen haben Familie da draußen. Ich kann z iemlich g ut malen, und manch mal arbeite ich im Ton keller. Ich habe jetz t e ­ ine Katz e und traue mich manch mal, andere anz u sprechen. Ich habe coole Betreuer, nich t alle, aber die mei sten. Aber die arbeiten auch wie blöd. Wenn ich mir wa s wün sche, dann Weih nach t sgeld. Wir be kommen nämlich nur Du schgel s. Aber wir arbeiten sieben Stunden am Tag. Und ich wün sche mir ein „Hallo“ und weniger komi sche Blic ke. Und ich wün sche mir, da s s e s irgend wie be s ser wird. Da s s Wer k stätten nich t die Lö sung sein sollen. Hannah (27) leidet unter einer psychischen Erkrankung. Nachdem sie jahre­lang in Heimen untergebracht war, arbeitet sie seit ihrer Volljährigkeit in ­einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Bis zu ihrer Rente muss sie noch unendlich lang arbeiten, so sagt sie.


W W W.ZUSAMMENSTEHEN.EU

ERFURT 1. MAI 2019

DIE MAI-ZEITUNG

»Der 1. Mai ist der internationale Tag der ­A rbeiter*innen. Es macht mich richtig stolz, erleben zu dürfen, wie sich so viele Bündnis­ partner*innen 2019 aktiv in die Organisation in Erfurt einbringen und damit diesen Tag zu dem machen, was er ist und sein sollte: Ein Kampftag der Arbeiter*innenbewegung. Diese Arbeit ist gleichzeitig auch eine ­deut­liche und solidarische Kampfansage an Rassist*innen, egal ob im braunen oder blauen Gewand.«

»Am 1. Mai lohnt es, darüber nachzudenken, wie wir zu besserer Gesundheit und Lebensqualität, zu Möglichkeiten der aktiven gesellschaftlichen Teilhabe für alle Menschen beitragen können. Ökologische ­Gerechtigkeit ist ohne soziale Gerechtigkeit nicht zu haben – und umgekehrt. Es lohnt dafür zu kämpfen, dass niemand auf Kosten unserer Kinder und Enkel­ kinder oder der Menschen im globalen Süden leben darf. Wir müssen gemeinschaftlich unser Leben ­verändern und uns von der Politik des Wirtschafts­ wachstums abwenden.«

S a n d r o W i t t — st e l lv. Vo r s i tz e n d e r DGB B e z i r k H e s s e n -T h ü r i n g e n

R o n H o f f m a n n — L a n d e svo r s i tz e n d e r BUND T h ü r i n g e n

»Wie gut, wenn viele Verschiedene zusammen­ stehen und einander mit Respekt begegnen, ja, sich an der Vielfalt freuen; Vielfalt, wie Gott sie geschaffen hat. Das macht stark gegen alle, die Ängste schüren, gegen alle Parolen, die andere als Gefahr und Sündenböcke ausmachen. Das macht stark für ein friedliches Miteinander in ­einer Stadt und Gesellschaft.« I ls e J u n k e r m a n n — L a n d e s b i s c h ö f i n d e r E va n g e l i s c h e n K i r c h e i n M i t t e l d e u t s c h l a n d

»Arbeit ist im ­Kapitalismus ­ungleich verteilt. Erwerbslosigkeit, Doppelbelastung und Alters­armut sind nur einige ­Symptome ­dieses Gesellschafts­ systems, in dem ­besonders Frauen* benachteiligt sind. Deswegen gehen wir am 1. Mai für eine feministische Arbeits- und Le­ benswelt auf die Straße. Kommt mit!« F r au e n * K a m p f tag s b ü n d n i s Thüringen

VIELFÄLTIG

»Seit ich Gewerkschaftsmitglied bin, war ich am 1. Mai auf der Straße. Außer 2011, als meine Tochter zur Welt kam. Der 1. Mai ist unser Tag: Gute Arbeit und Bildung, eine Welt, die jungen Menschen echte Perspektiven eröffnet und in der alle gut leben ­können, eine Welt, in der die Menschen und nicht Profite im Mittelpunkt stehen. Dafür streite ich jeden Tag und ganz besonders am 1. Mai.« Jenny Zimmermann Gewerkschafts­ s e k r e tä r i n

»Kultur ist kein geschlossenes System. O ­ ffenheit und Aus­ tausch sind wichtige Grund­ lagen j­ eder gesellschaftlichen ­Entwicklung. Lassen wir uns nicht – durch populistisch und konservativ ­geschürte Ängste und Hass – unsere ­Zukunft ­blockieren!« Ja n R ö ss l e r — M o o p M a m a , K u lt u r a r b e i t e r au s W e i m a r

»Arbeiter*innenrechte sind die Grund­ lage für ein solidarisches und offenes ­Erfurt. Wir jungen Leute wünschen uns, dass jede Form von Arbeit, egal ob ökonomisch oder sozial, anerkannt wird. Nur wenn jede*r aktiv für eine ­Entwicklung der Gesellschaft mit­arbei­ ten kann, wird Erfurt leuchten!« »E r f u rt l e u c h t et« — B ü n d n i s f ü r d e m o k r at i s c h e I n t e r e s s e n i n E r f u rt u n d d e r R e g i o n

»Wir reden heute viel über die fehlende Empathie in unserer Gesellschaft. Wichtiger noch finde ich indessen Solidarität. Sie ist mehr als die Bereitschaftserklärung mit anderen mitzufühlen. Solidarität impliziert Handeln für Andere und mit Anderen. Daraus kann sozialer Zusammenhalt ­erwachsen, und den brauchen wir gerade jetzt dringend.« B e at e S e i d e l — C h e f d r a m at u r g i n d e s D e u t s c h e n Nat i o na lt h e at e r s ( DNT ) W e i m a r

SOLIDARISCH

7


8

DIE MAI-ZEITUNG

ERFURT 1. MAI 2019

W W W.ZUSAMMENSTEHEN.EU

VERANSTALTUNGEN UNSERER BÜNDNIS-PARTNER*INNEN Aktionstraining Das Training soll dazu beitragen, Erfah­r ungen auszutauschen, indivi­ duelle und kollektive Handlungsfähig­ keit zu erhöhen, Befürchtungen abzu­ bauen und Neues kennenzulernen. ­ Wann? Samstag, 24. 3. 2019, 10–18 Uhr Wo? »filler« – offenes Jugendbüro der

­Gewerkschaftsjugend, Schillerstraße 44, Erfurt Wer? linksjugend [’solid] Thüringen und ­Netzwerk »skills for action«

Lesung aus »#unteilbar« Lesung aus dem Buch »#unteilbar«, anschl. Diskussion mit Vertreter*innen des Bündnisses »Unteilbar« Wann? Mittwoch, 27. 3. 2019, 18 Uhr

Wo? Radio F.R.E.I., Gotthardtstraße 21, Erfurt

Kleines Demo-1×1, Part I Was darf ich bei Demos, und was ist verboten? Was ist rechtlich von der ­Polizei erlaubt, und wo ist ihre Gren­ ze? Was muss ich beachten, wenn ich eine Demo oder Kundgebung anmelden will? Wie unterstütze ich meine Gruppe als Order*in? Wann? Dienstag, 2. 4. 2019, 18 Uhr

Wo? »filler« – offenes Jugendbüro der

IM VORFELD DES 1. MAI

die sozialpolitische Ausrichtung der Partei und die sozial- und wirtschafts­ politische Programmatik vor dem Hin­ tergrund des Streits zwischen Markt­ radikalen und völkischen Nationalisten. Ergänzend zeigt Dietl die bis­herigen Versäumnisse der Gewerkschaften im Umgang mit der AfD und ihrer Klien­ tel auf und entwirft gewerkschaftliche Gegenstrategien.

Film »Western«

Eine Liste all unserer Unterstützer*innen ist auf unser Webseite zu finden – einfach den Qr-Code scannen.

Wann? Dienstag, 16. 4. 2019, 19 Uhr,

Wann? Donnerstag, 25. 4. 2019, 19.30 Uhr

Wo? Café »Nerly«, Marktstraße 6, Erfurt Wer? Martina Renner, MdB DIE LINKE,

und Rosa-Luxemburg-­Stiftung Thüringen.

Kneipenquiz zum 1. Mai Warum gehen am 1. Mai eigentlich welt­ weit Menschen auf die Straße, um zu demonstrieren? Wie sahen die Proteste in Erfurt in den letzten Jahren aus? Antworten erhaltet ihr beim antifa­ schistischen Kneipenquiz (nicht nur) mit Fragen rund um den 1. Mai. Die Quiz­fra­gen sind querbeet – humorvoll, ­einfach, knifflig, überraschend.

Wo? »filler« – offenes Jugendbüro der

Wer? DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., DGB Thüringen und ver.di OV Erfurt

»Erinnern heißt Handeln.« Am Vorabend des 1. Mai wollen wir die Proteste mit einem Mahngang eröffnen. Gemeinsam mit Interessierten folgen wir den Spuren nationalsozialistischer Herrschaft in Erfurt und schlagen eine Brücke zu ­aktuellen Formen von Rassis­ mus, ­A ntisemitismus, Nationalismus. Wann? Dienstag, 30. 4. 2019, 18 Uhr

Treff? Willy-Brandt-Platz ­(Bahnhofsvorplatz)

Wann? Dienstag, 23. 4. 2019, 19 Uhr

Wer? Gruppe »Erfurt im Nationalsozialismus«

Wo? [L50], Lassallestraße 50, Erfurt

beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

LAGEPLAN 11.00 Uhr: Zwischenkundgebung auf dem Anger

Wer? DGB Jugend Erfurt und Jusos Thüringen

Wann? Samstag, 6. 4. 2019, 10–16 Uhr

Wo? Offene Arbeit, Allerheiligenstraße 9, Erfurt

Ausschlussklausel Veranstaltungen: Entsprechend § 6 Abs. 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechts­ extremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in ­Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

­Gewerkschaftsjugend, Schillerstraße 44, Erfurt

Stammtischkämpfer*innen-­ Workshop Es werden Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, gegen rassistische und rechte Parolen die Stimme zu erheben. Ziel ist es, Menschen in die Lage zu versetzen, durch Widerspruch Zeichen zu setzen, Umstehende zu beeinflussen, Unentschlossenen ein Beispiel zu geben.

Filmabend im Rahmen der Reihe »Arbeits­ welt im Film«. Eine Gruppe deutscher Bauarbeiter auf einer Auslandsbau­ stelle in der bulgarischen Provinz. Im fremden Land und von eigenen Vorur­ teilen getrieben, wird das nahe Dorf zur Bühne eines Konkurrenzkampfs für zwei der Männer um Anerkennung.

Anger

Zusamm enstehen 10.00 Uhr: Start »Zusam menstehen« an der Staatskanzlei Regierungsstraße 73 Hirschgarten AfD Zusamm enstehen

r Ju

Ga i-

g

i ar

Ri n-

ng

Hauptbahnhof Zusamm enstehen

?

­Gewerkschaftsjugend, Schillerstraße 44, Erfurt

Stadtpark

Wer? »Aufstehen gegen Rassismus«

AfD

Soli-Konzert für das Bündnis »Zusammenstehen«

?

Wann? Samstag, 6. 4. 2019, 19 Uhr

Wo? »filler« – offenes Jugendbüro der ­Gewerkschaftsjugend, Schillerstraße 44, Erfurt Wer? ver.di Jugend Thüringen

AfD

Zusamm enstehen ?

AfD und die soziale Frage Martina Renner im Gespräch mit Stefan Dietl. Wie viel hat die AfD den sozial Benachteiligten wirklich zu bieten, was steckt hinter ihren Parolen? Zur Beantwortung dieser Frage untersucht der Autor/Gewerkschafter Stefan Dietl

12.00 Uhr: Thüringer Kundgebung Landtag und Konzert Beethovenpark AfD

Impressum: H e r au s geber : DGB Region Thüringen, Schillerstraße 44, 99096 Erfurt // v.i. s . d. p. : Renate Licht, Regionsgeschäftsführerin // Reda k t io n : Kai Budler, Julian Degen, Volker Hinck, Renate Lützkendorf, Katja Maurer, John Weide // Foto s : © chekman, © kieferpix, © Nikolai Sorokin, © photka, © sunlike (alle Adobe Stock, S. 1), © thongsee (Adobe Stock, S. 2 oben), Renate Koßmann (S. 2 unten), Initiative »Aufbruch Ost« (S. 3 oben), Michael Trammer (S. 3 unten), Sebastian Stützer (S. 4, 5), © wawritto (Adobe Stock, S. 4, 5, Hintergrund), © G. Lombardo (Adobe Stock, S. 6, Flipchart), © Sinuswelle (Adobe Stock, S. 6, Karteikarte), © Lisa (Adobe Stock, S. 6, Klebestreifen), © kromkrathog (Adobe Stock, S. 6, Notizblätter) // G e s ta lt u n g : © Uwe Adler, Weimar, www.facebook.com/gestaltunguweadler // d ru c k : Schenkelberg Druck Weimar


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Massenzeitung „Zusammenstehen – vielfältig solidarisch“ by gestaltung-uweadler - Issuu