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Programmheft Schulprojekttag Weimar 2011

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2011 | SchulĂźbergreifender Projek ttag der Weimarer Schulen

rebellion

statt reihenhaus?

jugend auf der suche nach dem wahn-sinn

23.ber

septem 2011


THU R I D PR IBBE RN OW musikgymnasium

CLAR A LĂœTZOW schillergymnasium

CLAR A GAE DE humboldt-gymnasium


SOPH I E STI EBR ITZ schillergymnasium

MARTH A STOR M H AN N AH STALPH humboldt-gymnasium humboldt-gymnasium


eröf fnu

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Treff: vorm „ 9 Uhr mon am i“


ein vorwort von MARIUS DIETRICH mitorganisator des schulprojekttages 2010


Reihenhaus statt Rebellion? | Jugend auf der Suche nach dem WahnSinn

schöneseinige leben? worte vorweg Liebe TeilnehmerInnen, Sponsoren, UnterstützerInnen und erfolgreiches Organisationsteam, ihr alle seid dafür verantwortlich, dass es auch in diesem Jahr ein solches Heftchen und einen Schulübergreifenden Projekttag in Weimar gibt. Die TeilnehmerInnen, weil sie sich auf ihre Projekte einlassen und ihr geliebtes Schulgebäude gegen andere – noch schönere – Veranstaltungsorte eintauschen. Die Sponsoren und UnterstützerInnen, weil sie nach den Vorfällen im letzten Jahr noch immer an die Idee des Projekttages glauben. Und natürlich das Organisationsteam, das sich ein Jahr lang Gedanken gemacht hat, um diesen Tag wieder so gut wie möglich und informativ über die Bühne gehen zu lassen. Die Idee des Projekttages, außerhalb der Schule zu bilden, Aufmerksamkeit an gesellschaftlichen Missständen zu wecken und aktiv am Geschehen unserer heutigen Zeit mitzuwirken hätte wohl kein besseres Thema finden können als Reihenhaus statt Rebellion? Jugend auf der Suche nach 7


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dem WahnSinn. Wer von Euch rebelliert heute? Wer macht sich Gedanken, wo diese Gesellschaft, diese Welt hinsteuert? Wer von Euch geht auf die Straße und sagt, das und das gefällt mir nicht? Diese Bilder sehen wir in Griechenland, Spanien, Ägypten, Syrien oder in Italien. Die große Frage, die ich mir stellen musste, als ich diesen Text schrieb, war: Warum geht die Jugend nicht mehr auf die Suche nach dem Sinn des Lebens? Oder warum sieht sie ihre Zukunft und das schöne Leben darin, in einem beschaulichen Reihenhaus zu leben und nicht in einer besseren Welt? Werner Mitsch, ein deutscher Aphoristiker, hat einmal gesagt: „Reihenhäuser sind ideale Behausungen für Reihenmenschen.“ Doch wir Menschen sollten uns nicht damit abgeben, Reihenmenschen zu sein. Sondern unterschiedlich im Glauben, Denken, Handeln und akzeptieren, dass jeder von uns anders ist. Bis heute werden in Deutschland und auf der Welt beispielsweise homosexuelle Paare diskriminiert. Menschen anderer Hautfarbe oder anderen Glaubens werden gedemütigt und beleidigt. Menschen, die Recht auf einen minimalen Lebensstan8


Reihenhaus statt Rebellion? | Jugend auf der Suche nach dem WahnSinn

dard haben, bekommen diesen nicht zugesichert. Der immer dominanter werdende Kapitalismus beutet Millionen von Menschen auf der ganzen Welt aus, lässt Kinder verhungern, verschmutzt die Umwelt und lässt die Reichen immer reicher werden. „Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft, die fällt. Während sie fällt, sagt sie sich, um sich zu beruhigen, immer wieder: ,Bis hierher lief’s noch ganz gut, bis hierher lief’s noch ganz gut‘ … Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!“ Ich hoffe, dass dieser Tag ein gelungener und schöner Tag für alle wird, dass jeder in diesem Heft einen passenden Workshop oder ein passendes Projekt findet. Vielleicht entdeckt ihr ja dabei auch den Weg zum wahren Sinn des Lebens.

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39 Projekte im Überblick


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möglichkeiten ehrenamtlichen engagements Jugend auf der Suche nach dem (alltäglichen) WahnSinn? Warum nicht den Taten- und Entdeckungsdrang kombinieren mit vielen interessanten Erfahrungen und Aktivitäten. In unserem Workshop möchte ich gerne verschiedene Möglichkeiten dartstellen, wie man sich ehrenamtlich einbringen kann, mit welchen Ideen und Möglichkeiten man teilweise auch sehr spontan und auf jeden Fall kreativ auf Entdeckungs- und Erlebnistour durch die Welt des Ehrenamtes gleiten kann.

wann | 10.00–15.00 wo | Rathaus, Kleiner Saal referent | Markus Priesterath infos | www.buendnis-toleranz.de

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gegenbausoldaten gehorsam in der ddr Zivilcourage ist der Mut, die eigene Überzeugung zu vertreten, ohne Rücksicht auf eigene Gefährdung oder mögliche Nachteile gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten oder die öffentliche Mehrheit. Ein Beispiel dafür sind die Bausoldaten. So nannte man Wehrpflichtige der ddr, die einen waffenlosen Dienst taten. Ihre Motive waren hierbei sehr individuell. Damit dieser 1964 eingeführt wurde, benötigte es eine Menge Mut, denn das ddr-Regime stand Verweigerern keines Falls offen gegenüber …

wann | 10.00–15.00 wo | Evangelisches Gemeindezentrum „Paul Schneider“ referent | Pfarrer Andreas Neumann infos | www.ek-weimar.de

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klimawandel denn wir tun nicht, was wir wissen!

Als Einstieg wird der Film „Eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore gezeigt. Danach können wir den Film diskutieren und darüber ins Gespräch kommen, warum es so schwer ist, selbst einen Beitrag zu geringeren Treibhausgasemissionen zu leisten, obwohl wir doch inzwischen alle wissen (sollten), wie notwendig dies ist.

wann | 10.00–15.00 wo | Johanneskirche, Obergeschoss referentin | Dorothea Knetsch infos | www.ekmd.de/aktuellpresse/kampagne2011

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know your rights! welche rechte haben wir? Schülerinnen und Schüler, die sich im Schulalltag für ihre MitschülerInnen einsetzen, stoßen oft an Grenzen: „So läuft das bei uns eben nicht“, „Das könnt ihr doch nicht machen“ und „Ich bestimme hier“ sind Sätze, die sie von einigen Schulleitungen und Lehrkräften immer wieder zu hören bekommen. Da ist es nützlich, sich mit den Rechten eines Schülers auszukennen. Zu wissen, was man darf und was nicht, zu welcher Konferenz die SchülerInnenvertretung eingeladen werden muss und ob die Lehrerin die Klausur wirklich schreiben durfte. Mal eben das Schulgesetz lesen? Fast unmöglich. Denn das ist nicht nur ewig lang, sondern voll von juristischen Ausdrücken! Und dann gibt es auch noch alle möglichen Schulordnungen. Wer blickt da schon durch?

wann | 10.00–15.00 wo | Volkshochschule referenten | SV-Bildungswerk infos | www.sv-bildungswerk.de

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macht macht raum architekturworkshop zum gauforum

Die Reihung von Gestaltelementen in der Architektur kann zu einer gewissen Monotonie führen, aber auch zur symbolhaften Darstellung eines machtvollen Gefüges eingesetzt werden. Wie z.B. beim früheren ns-Gauforum. Während Bewohner von Reihenhäusern z. B. durch die Gestaltung ihres Vorgartens ihrem Umfeld individuelle Züge verleihen, um dieser Monotonie zu entfliehen, verstärkt der große leere Platz des heutigen Weimarplatzes umso mehr die Gestik politischer Repräsentationsarchitektur. Wir widmen uns diesem städtebaulichen Ensemble, dass die Gleichschaltung von Menschen zum Inhalt hatte, und verändern auf Grundlage von Fassadenplänen die Erscheinung des gesamten Komplexes.

wann | 10.00–15.00 wo | Treffpunkt: Treppe am Neuen Museum referent | Dipl.-Ing. Philippe Schmidt M. Sc. infos | www.freiraum-weimarplatz.de

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„nimm mich!“ radiospots Werbung ist entweder witzig oder sie nervt. Sie ist jedoch fester Bestandteil des Alltags und beeinflusst unsere Entscheidungen. Deshalb nehmen wir Werbung auseinander, beschäftigen uns mit den Wirkungsmechanismen und produzieren selber einen Radiospot.

wann | 10.00–15.00 wo | Studios von Radio LOTTE Weimar referent | Detlef Fengler (Radio LOTTE Weimar) infos | www.radio-lotte.de

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radio-aktiv gestalte dein bürgerradio Du willst mal in einem richtigen Studio arbeiten? Hinter dem Mikro stehen? Und deine eigenen Beiträge schneiden? Wir erarbeiten gemeinsam ein Sendekonzept und produzieren einen Radiotrack. Probiere dich aus, teste dein Können am Mikrofon und gestalte dein Bürgerradio.

wann | 10.00–15.00 wo | Studios von Radio LOTTE Weimar referentin | Antonia Woitschefski (Radio LOTTE) infos | www.radio-lotte.de

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graffiti bunt statt grau Unser Workshop wird sich in zwei Segmente unterteilen. Praxis und Theorie. Er dient dazu, es den TeilnehmerInnen zu ermöglichen, ihre Lust am Umgang mit Farben auszuleben. Der theoretische Teil konzentriert sich auf die Entstehung und die kulturelle Entwicklung von Graffiti. Weiter werden wir ein Konzept für die zu bemalende Wand entwickeln. Im praktischen Teil werden wir gemeinsam eine Wand gestalten und dabei verschiedene Techniken zeigen.

wann | 10.00–15.00 wo | Treffpunkt: vor dem Goethegymnasium (Amalienstraße) referenten | Made, Bert, Luke infos | www.bert.colorviolence.net wichtig | Beitrag 3 Euro, bunte Filzstifte und Papier mitbringen, Workshop dauert bis er fertig ist, eventuell länger als 15 Uhr

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moderne germanen eine kritische betrachtung In diesem Seminar soll das Thema „Moderne Vergangenheit – Germanenbegeisterung als Subkultur“ beleuchtet werden. Gemeinsam werden wir der Frage nachgehen, warum Menschen der Moderne ihr Selbstbild nach historischen Vorbildern ausrichten. Am Beispiel rezenter Subkulturen soll veranschaulicht werden, welche Formen die Beschäftigung mit der germanischen Vergangenheit annehmen kann. Da das Interesse an germanischen Lebenswelten mitnichten eine zeitgenössische Erscheinung ist, sondern eine lange Tradition hat, werden wir uns auch mit der Entstehung, dem Fortleben und der kritischen Betrachtung von Germanenmythen auseinandersetzen.

wann | 10.00–15.00 wo | Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“, 1. Seminarraum referentin | Fatima Wolgast (Zeitpfeil) infos | www.zeitpfeil.org

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wer denkann swing hat nicht mehr im gleichschritt marschieren

Swingjugend als Gegenkultur in der NS-Zeit. Während der NS-Diktatur gab es in Deutschland Jugendliche, die die neuesten Jazz-Schallplatten hörten, Partys organisierten und ordentlich wild dazu tanzten. Wie hörte sich das an? Wie sah das aus? Was machte die Nazis daran so wütend? Gibt es Parallelen zu heutigen Jugend- bzw. Gegenkulturen? Aus verschiedenen Medien soll ein Bild über die „Swingjugend“ gepuzzelt werden. Anschließend werden wir, je nach Stimmungslage, über vergleichbare Jugendkulturen, die Bedeutung von Musik für euer eigenes Lebensgefühl diskutieren oder uns draußen einen Platz suchen, um alte und neue Tunes zu hören, ein paar Tanzschritte auszuprobieren und um über den Zusammenhang von Musik und Rebellion zu reden. Bringt den Soundtrack eures eigenen Lebensgefühl mit. wann | 10.00–15.00 wo | Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“, 2. Seminarraum referentin | Yvonne Kiefel (Zeitpfeil) infos | www.zeitpfeil.org

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kommunismus? die geschichte eines kampfes

„Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich in einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet (…)“ Mit dem „Kommunistischen Manifest“ von Marx und Engels 1848 begann der permanente Kampf der Arbeiter um ihre Rechte unter der Roten Fahne, der Kampf um die Herrschaft der Arbeiter. Zahlreiche Versuche, den Marxismus zu praktizieren und fortzuentwickeln folgten – von der Sowjetunion nach China, von Angola bis nach Kuba. Doch was hat es mit diesen Ländern auf sich, deren Führungen Verbrechen gegen ihr eigenes Volk begangen haben? Kommunismus – Zukunft oder Menschenverbrechen? Ist das letzte Wort schon gesprochen?

wann | 10.00–15.00 wo | Volkshochschule referenten | Leo und Christian Emmrich infos | z.B. www.bpb.de

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von mama afrika bis zu den usa ein gospelworkshop

Ihr liebt lebendige Musik und Bewegung? Und möchtet mal was anderes singen als deutsche Volkslieder? Dann ist dieser Workshop genau das Richtige für euch. Hier habt ihr nicht nur die Möglichkeit, euch musikalisch richtig auszutoben, sondern auch etwas über die afrikanische Vergangenheit des Gospels zu erfahren. Natürlich ist Spaß und Abwechslung dabei, damit ihr euer Rhythmusgefühl ganz natürlich findet. Also Sithi Molweni, Welcome und Willkommen zu unserem Workshop mit Bewegung, Gesang und einer musikalischen Kultur mit viel Geschichte und Hintergrund. Wir freuen uns auf euch!

wann | 10.00–15.00 wo | Schillergymnasium referentin | Frederica Seehafer infos | z.B. www.gospel-music.de

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projektionfläche jugend und jugendlichkeit Historisch betrachtet sind Jugend und Jugendlichkeit ein relativ junges Phänomen. Erst im 19. Jahrhundert beginnt sich überhaupt die Vorstellung einer eigenständigen Altersphase zwischen Kindheit und Erwachsenenalter herauszubilden. Seitdem ist der gesellschaftliche Blick darauf von zwei Perspektiven bestimmt. Einerseits werden die Heranwachsenden als eine Gefahr für die soziale und moralische Ordnung betrachtet, andererseits werden sie von der Erwachsenenwelt gerade aufgrund ihrer Jugendlichkeit bewundert, und ihnen wird oft nachgeeifert. Jugendliche werden zur Projektionsfläche gesellschaftlicher Ängste und Wünsche. Wir schlagen einen historischen Bogen von der Herausbildung dieses Blickes auf Jugend und Jugendlichkeit bis zu seinen heutigen Auswirkungen. wann | 10.00–15.00 wo | Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“, Kleinkunstraum referent | Christian Schmidt (culture on the road) infos | www.culture-on-the-road.de

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samba eine schule für das leben In unserem Workshop lernt ihr, auf originalen brasilianischen Instrumenten zu spielen, übt Bassrhythmen und Techniken aus Rio und Salvador. Hier werden mit viel Spaß grundlegende Techniken vermittelt. Das Repertoire umfasst ein spannendes Spektrum vom originalen Brasil-Stil bis zu funkigen und hippen Klängen. Wer Lust hat, kann nach diesem kurzen Einstieg in den existierenden Samba-Gruppen mitmusizieren.

wann | 10.00–15.00 wo | Evangelisches Gemeindezentrum „Paul Schneider“ referenten | „Escola Popula“ infos | www.escola-popular.de

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capoeira ein dialog ohne worte Capoeira ist eine Mischung aus Tanz und Kampfsport. Mit geradezu akrobatischen Figuren und unter Einsatz aller Körperglieder spielen zwei Kampftänzer ein Spiel körperlicher Annäherung und Ausweichens. Sie nähern sich in ihren Bewegungen blitzschnell ihrem Partner an, ohne ihn jedoch zu berühren, denn dieser reagiert mit einer Ausweichbewegung, um daraus wiederum einen Angriff zu machen. Das erfordert Koordination, Spontanität und Ausdauer, aber vor allem Respekt vor dem Gegner. Denn wer seinen Körper so schnell und kraftvoll einsetzt, setzt körperliche Gewalt ein und muss sie kontrollieren. Capoeira ist ein Dialog ohne Worte. Es ist Kampf, Tanz, List, Spiel und Spaß – eine Körperkunst mit Musik und Akrobatik.

wann | 10.00–15.00 wo | Johanneskirche referenten | „Escola Popula“ infos | www.escola-popular.de

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odin, thor und nazis missbrauch nordischer mythologie

Dass Nationalsozialisten die Demokratie gefährden, ist eine allgemein bewiesene Tatsache. Doch die Frage ist, wie schaffen sie das in einer aufgeklärten Gesellschaft? Die Geschichte zeigt es: indem sie allgemeine Fakten und Tatsachen verdrehen und zu ihrem Nutzen ausmerzen und missbrauchen. So geschieht es auch mit dem nordischen Glauben oder auch dem Neopaganismus. Denn Odin und Thor haben nichts mit dem „Braunen“ Gedankengut der Nazis zu tun, sondern mit einem sehr alten verwurzeltem Glauben. Wir möchten zeigen, dass nicht jeder, der an die alten Götter glaubt auch gleich ein Neonazi ist.

wann | 10.00–15.00 wo | Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“, Saalcafé referenten | Daniel Appelbaum, Michael Becker infos | z.B. www.netz-gegen-nazis.de

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VÁCLAV H AVE L *1936 tschechischer schriftsteller und staatspräsident


es ist unmöglich, alles so schnell zu tun, wie es die menschen vielleicht wünschen. dies ruf t, was verständlich ist, eine gewisse unzufriedenheit und ungeduld hervor, und dies eröf fnet natürlich raum für demagogen, die einfache und schnelle lösungen anbieten, wie auch für leute, die nach einer regierung der strengen hand rufen.


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projekttag „m“ menschen, medien, meinungen

Täglich kommen Informationen aus allen Richtungen auf uns zu. Medien sind unser Tor in die Welt und vieles, was wir wissen, stammt aus den Medien. Sie prägen uns in unseren Wünschen, Meinungen und geben Impulse, wie wir uns selber sehen. Verschiedene Sender vermitteln auf unterschiedliche Weise Nachrichten – die bild-Zeitung berichtet anders als der spiegel. Mit den Infos transportieren Medien jedoch auch Stereotype oder Vorurteile. Bewusst oder unbewusst setzen sich diese in unseren Köpfen fest. Die einen schimpfen über die problematische Jugend, andere glauben gar, dass alle „AusländerInnen“ kriminell sind. Wir wollen in unserem Projekttag Info-Kanäle finden, überprüfen und hinterfragen. Wir schauen uns an, wer wie berichtet und welche Aufgaben Medien in einer Demokratie haben. wann | 10.00–15.00 wo | Humboldtgymnasium referentin | Martina (Netzwerk Demokratie und Courage) infos | www.netzwerk-courage.de

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von hortkindheit bis nva und jugend in der ddr

Jungsein in der DDR konnte vieles bedeuten: Pioniernachmittage, im FDJ-Klub feiern, an der Jugendweihe teilnehmen, Spitzel für die Staatssicherheit, alternativer Punk oder Insasse eines Jugendwerkhofes sein. Wie unterschiedlich das Leben von Kindern und Jugendlichen im so genannten Arbeiter- und Bauernstaat war, wird in dem Workshop Thema sein. Dazu werden wir Bilder, Filme, Dokumente der Staatsicherheit und Zeitzeugenberichte auswerten.

wann | 10.00–15.00 wo | EJBW, Reithaus im Park an der Ilm referent | Dr. Frank König (EJBW) infos | www.ejbweimar.de wichtig | Geht vor dem Seminar zuhause auf Spurensuche und bringt einen Gegenstand aus der Zeit der DDR mit ins Seminar.

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denk-rebellion gedanken und positionen, die die welt verändern

In unserem Workshop soll es darum gehen, einige wichtige Gedanken und Positionen kennenzulernen, die für die „rebellische Jugend“ der so genannten 68er Bewegung von Bedeutung waren. Ziel ist es dabei nicht, rückwärtsgewandt in eine längst vergangene Zeit zu schauen, sondern gemeinsam zu fragen, welche dieser Gedanken auch heute noch „lebensrettend, sinngebend und notwendig“ sein können. Die Ergebnisse sollen zusammen mit Radio lotte und den Thüringer Zeitungen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Gedanken, die vorgestellt und diskutiert werden sollen, stammen u.a. von Fromm, Marcuse, Adorno und Horkheimer. Der Workshop vermittelt zudem einen Einblick in die „Geschichte der Jugend“, ihre Träume, Ideale und Wirklichkeiten der letzten einhundert Jahre. wann | 10.00–15.00 wo | EJBW referent | Ulrich Ballhausen (EJBW) infos | www.ejbweimar.de

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empört euch!? wertewandel und protestkultur

Volkszorn, Aufruhr, Revolution. Einen „friedlichen Aufstand“ fordert Stéphane Hessel, dessen im vergangenen Oktober erschienene Streitschrift „Empört Euch!“ zum Leitgedanken vieler Bewegungen in Europa geworden ist. Doch der „Wutbürger“ ist kein Phänomen des neuen Jahrtausends. Im Mittelpunkt des Workshops stehen Wertewandel und Protestkultur verschiedener Generationen: 1918, 1968, 1989/1990 oder 2011. Durch spannende Rollenspiele und konkrete Biographiearbeit werden die jeweiligen Zeiten und ihre Wirkungen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdrungen. Welche Themen standen im Mittelpunkt? Welche Protestformen gab es?

wann | 10.00–15.00 wo | EJBW referenten | Dr. Nils Weichert (EJBW), Karin Schreibeis (EJBW) infos | www.ejbweimar.de

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was gibt’seinheut? kochworkshop Eine Tiefkühlpizza ist schnell fertig, kostet wenig und schmeckt gut – kein Wunder, dass sie bei der heutigen Jugend solch große Beliebtheit findet. Doch wie sieht es bei den gesundheitlichen und ökologischen Aspekten aus? Und wo bleibt die Abwechslung? In diesem Workshop wollen wir die aktuelle Esskultur genauer unter die Lupe nehmen und Alternativen zur Tiefkühlpizza finden – natürlich auch praktisch!

wann | 10.00–15.00 wo | Pestalozzischule referenten | Jürgen Hoffmann, Melanie Hochhaus infos | www.james-catering.de wichtig | Beitrag: 3 Euro für den Kauf von Lebensmitteln

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reihenhaus und villa wie lebten die kinder der ss? Die Rebellion gegen die Weimarer Republik endete für die Nationalsozialisten in scheinbar gut geordneten Weimarer Verhältnissen: Hier die Reihenhäuser der „ss-Führersiedlung“ (später Thälmannsiedlung, heute Ettersbergsiedlung) und die Villen der Kommandanten, direkt daneben der von ihnen organisierte Terror im kz: Wie wurden Kinder in diesem „Wahnsinn“ großgezogen? Im Workshop dienen Schulund Jugendbücher aus der Zeit sowie Karikaturen zum nsAlltag als Ausgangspunkte der Diskussion über Rebellion und erzwungene Ordnung. Die eher unbekannten Reste der Lebenswelt der ss mit Villen und „Falkenhof“ werden ebenfalls in den Blick genommen. wann | 10.00–15.00 wo | Gedenkstätte Buchenwald, Treffpunkt: Besucherinformation referent | Holger Obarius infos | www.buchenwald.de wichtig | Bus 9.45 Uhr ab Goetheplatz, 16.45 zurück, Bustickets nach der Eröffnungsveranstaltung im „mon ami“ am Infopunkt abholen

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mütze auf oder ab? offene auf lehnung im kz: paul schneider

Zum Gruß der Hakenkreuzfahne sollen alle Häftlinge auf dem Appellplatz die Mütze abnehmen. Einer macht nicht mit: Pfarrer Paul Schneider. Dietrich Bonhoeffer, wie Schneider wichtiger Vertreter der Bekennenden Kirche, hebt wie alle anderen den Arm zum Hitlergruß, als übers Radio die Meldung der Kapitulation Frankreichs kommt – niemand soll ahnen, dass er im Widerstand tätig ist. Können seine Biographie und die Paul Schneiders auch für heute Orientierung geben? Wann halten wir offene Rebellion für angesagt, wann nicht? Der Workshop wird diesen Fragen nachgehen und auch die Orte einschließen, an denen Bonhoeffer und Schneider in Buchenwald festgehalten wurden. wann | 10.00–15.00 wo | Gedenkstätte Buchenwald, Treffpunkt: Besucherinformation referentin | Annette Schmitz infos | www.buchenwald.de wichtig | Bus 9.45 Uhr ab Goetheplatz, 16.45 zurück, Bustickets nach der Eröffnungsveranstaltung im „mon ami“ am Infopunkt abholen

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widerstand und weiterleben Rebellion und Widerstand sind Auflehnungen gegen unwürdige oder lebensbedrohliche gesellschaftliche Umstände. Doch wie ist ein Überleben im (Lager-)System vielleicht doch möglich, wenn alle Normen der Menschenrechte nicht mehr gelten? Und wie haben die Überlebenden versucht, nach der Befreiung ihre Menschenwürde wieder zu erlangen und darauf aufbauend neue Gesellschaftsformen zu gestalten? Anhand von Biographien der Ausstellung „Leben – Terror – Geist“ werden in dem Workshop diese Fragen behandelt und auch an Gedenksteinen im Gelände des ehemaligen Lagers weiter vertieft.

wann | 10.00–15.00 wo | Gedenkstätte Buchenwald, Treffpunkt: Besucherinformation referent | Jan Malecha infos | www.buchenwald.de wichtig | Bus 9.45 Uhr ab Goetheplatz, 16.45 zurück, Bustickets nach der Eröffnungsveranstaltung im „mon ami“ am Infopunkt abholen

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äuĂ&#x;ere ordnung ist oft nur der verzweifelte versuch, mit einer groĂ&#x;en inneren unordnung fertig zu werden.


ALBE RT CAMUS 1913–1960 französischer erzähler und dramatiker


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nietzsche in weimar ein geschicktes marketing? Friedrich Nietzsche – geistig scharfsinnig und entmündigt aufgrund einer „diagnostischen Unheilbarkeit“, ein Leben lang auf Reisen und am Ende an den Sessel gefesselt – ein Leben in Widersprüchen. Seine Schwester, Elisabeth Förster-Nietzsche, ist nicht minder interessant: Sie verbringt einige Jahre in einer völkisch-antisemitischen Kolonie in Paraguay und widmet ihr späteres Leben dem Werk des Bruders. Sie baut in Weimar ein Archiv mit seinen Schriften auf und vermarktet ihn (dafür?) äußerst geschickt. Sie veranstaltet Teesalons mit Größen der europäischen Avantgarde. Im gleichen Haus begrüßt sie wenig später ebenso selbstverständlich Adolf Hitler als Gast. Selbstbehauptung oder Verkauf von Ideen? Avantgardistische Ideen im Spannungsfeld konservativer Werte? Individualität oder Massenphänomen? wann | 10.00–15.00 wo | Treffpunkt: Schillerhaus referenten | Klassik Stiftung Weimar infos | www.klassik-stiftung.de

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gleich & doch anders? gropius’ visionen Als Walter Gropius im März 1919 nach Weimar kam, stellte er dieses komplett auf den Kopf. Was vielen alteingesessenen Weimarern als Rebellion daherkam und offenkundig ein Dorn im Auge war, war aber Kreativität, Neuerung und Umbruchstimmung. Mit viel Eigensinn und einer klaren Vision vor Augen kann man aber schnell als Rebell verschrien sein. Daher ist es immer wichtig, die Idee gut zu verpacken, dass alle die Information richtig lesen! In dieser kreativen Werkstatt kümmern wir uns um Gropius’ Visionen und um eine gute Verpackung. Wie kann man innerhalb einer Siedlung optisch identische Häuser bauen, welche dann doch unterschiedlicher nicht sein können? Wir bauen Häuser im Sinne Gropius’, jedes radikal reduziert in seiner Form, doch im Einzelnen wahnsinnig individuell. wann | 10.00–15.00 wo | Buchkinder-Werkstatt referentin | Yasmina Budenz infos | www.buchkinder-weimar.de

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fliegende fäuste? geht konfliktlösung auch anders?

Überall wo Menschen miteinander kommunizieren, gibt es Konflikte. Häufig werden diese negativ mit Bedrohung, Einschüchterung, Zwang und Gewalt in Verbindung gebracht. Ziel unseres Workshops ist es, Konflikte als normalen Bestandteil unseres Zusammenlebens zu begreifen. In positiver Hinsicht bietet das Erreichen einvernehmlicher Lösungen für alle Beteiligten neue Handlungsoptionen, schafft Kreativität und Vertrauen. Ausgehend von den Erfahrungen der TeilnehmerInnen werden grundlegende Begriffe und Konfliktmuster geklärt, aufgegriffen und in Rollenspielen das eigene Verhalten thematisiert. Außerdem werden wir Berufsfelder sowie Anwendungsgebiete konstruktiver Konfliktbearbeitung vorstellen.

wann | 10.00–15.00 wo | SOS-Familienzentrum referenten | Britt Janson (Mediatorin), Dipl.-Päd. Hans Weinhold infos | www.sos-kinderdorf.de

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„ihreine spinnt doch!“ theatrale spurensuche Kennt ihr das auch? Ihr wollt etwas verändern und mit einer tollen Aktion die Gesellschaft oder auch nur die Lehrer auf eure Situation aufmerksam machen, aber dann heißt es seitens der Erwachsenen: Du spinnst doch! Aber Jugendliche haben ein Recht auf Rebellion und auch auf den Wunsch nach Veränderung. Das war schon immer so. Deshalb haben sicherlich auch eure Eltern oder Großeltern in ihrer Jugend scheinbar verrückte Dinge getan, in Zeiten des Umbruchs demonstriert und dabei sogar viel riskiert. Im Workshop werden wir solche Anekdoten aus der Vergangenheit sammeln, spielerisch umsetzen und Vergleiche zu unserer Zeit finden. wann | 10.00–15.00 wo | Probenraum des D.A.S.-Jugendtheaters, Markt 10 referentin | Sina Solaß (Jugendbeauftragte der Stadt Weimar) infos | www.kinderbuero-weimar.de wichtig | Bitte bequeme Kleidung mitbringen. Fragt Eltern, Großeltern nach einer verrückten und rebellischen Begebenheit aus ihrer Jugend.

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konsumkritik ein stadtrundgang Was hat eine Bratwurst mit der Rodung des Regenwaldes zu tun und wie weit reist eine Jeans, bevor sie im Laden ankommt? Wir wissen, was wir bezahlen, aber nicht, was es uns kostet. Denn unser Konsum bedeutet viel mehr für die Welt, als wir es uns vorstellen können. Der Stadtundgang bietet die Möglichkeit, deine Lieblingsprodukte mal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. Woher kommen die Materialien für einen pc? Wie schädlich ist eine Plastiktüte und wie viele Tierversuche werden immer noch für Kosmetika durchgeführt? Findet selbst heraus, welche Alternativen euch Weimar bietet und stellt euren eigenen konsumkritischen Stadtrundgang zusammen!

wann | 10.00–15.00 wo | Treffpunkt: Neptunbrunnen am Markt referentin | Rosa Reske infos | htttp://konsum-weimar.feint.org wichtig | Bitte bequeme Kleidung mitbringen.

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gute vs. böse droge infos und aufklärung Hustenmittel Heroin und Teufelsdroge Alkohol – ein Blick in die Geschichte zeigt: Der Legalitätsstatus von Drogen ist veränderbar. Wie beeinflusst die rechtliche Einordnung öffentliche und private Diskussionen über Drogen? Welche Drogen sind gut und welche schlecht? Ist „meine“ Droge besser als „deine“? Welche Drogen sind gefährlich und welche nicht? Diese und weitere Fragen möchten die DrugScouts mit Euch diskutieren. Sie sind ein Drogeninfoprojekt aus Leipzig, stehen für sachliche Infos und Aufklärung über legale und illegalisierte psychoaktive Substanzen und deren Gebrauch. Wir sind aktiv, um euch dabei zu unterstützen, einen reflektierten Umgang mit legalen und illegalisierten Drogen zu finden und Risiken beim Konsum zu reduzieren. wann | 10.00–15.00 wo | Volkshochschule referenten | Drogeninfoprojekt „DrugScouts“ infos | www.drugscouts.de

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kämpfe! aber kreativ? welche aktuelle formen von rebellion gibt es?

Am Eingang des politisch links-orientierten Festivals „Fusion“ wird man zum „Raven gegen Deutschland!“ aufgefordert. Um einem Naziaufmarsch entgegenzuwirken, wird ein buntes Straßenfest organisiert. Der Baustellenverkehr zum Endlager in Gorleben wird durch gewaltfreie Aktionen blockiert, die von Kunstreiten bis Traumhochzeiten so ziemlich alles sein können. Aber: sind das noch Formen von Rebellion, mit denen man etwas erreichen kann? Wie positioniert man sich heute überhaupt politisch? Wie verschafft man sich Aufmerksamkeit? Gruppiert man sich oder fährt man besser als Einzelkämpfer? Wir werden uns mit Fragen nach den aktuellen Formen von Rebellion befassen und uns über Wünsche und Erfahrungen dazu austauschen. wann | 10.00–15.00 wo | Volkshochschule referentin | Elisabeth Lindig infos | z.B. www.graswurzelnetzwerk.de

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„candide“ oder: hoffen lernen nach voltaire

Wenige Jahre, nachdem der Philosoph Leibniz seine grundsätzliche Überlegung publiziert hatte, dass diese Welt, trotz all ihrer Übel, die beste aller möglichen Welten sei, wurde Lissabon von einem verheerenden Erdbeben zerstört, bei dem es zu hunderttausend Toten kam. Dieses Ereignis verarbeitete der französische Aufklärer Voltaire in seiner Erzählung „Candide oder der Optimismus“. Der Protagonist Candide wird in dieser Geschichte mit den grausamsten Übeln der Welt konfrontiert – und kann trotzdem nicht aufhören zu hoffen. Nach einer kurzen Einleitung zu Voltaire wollen wir eine Hörspielbearbeitung von „Candide oder der Optimismus“ hören und anschließend über die Möglichkeit von Utopien und deren Verwirklichung diskutieren. wann | 10.00–15.00 wo | StudentInnentreff „M 18“ referent | Lukas Holfeld infos | http://spektakel.blogsport.de, www.biko.arranca.de

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wegen ungĂźnstiger witterung fand die


deutsche revolution in der musik statt.

KU RT TUCH OLSKY 1890–1935 deutscher schriftsteller


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etwas bewegen? friedliche revolution und wutbürger

Was ist in den Köpfen der Menschen übrig vom geteilten Deutschland? Was weiß die junge Generation? Wie bewegend war die friedliche Revolution von 1989 und was bedeutet sie für uns hier im „Osten“? Kann man es mit heutigen Protesten wie um „Stuttgart 21“ vergleichen? Was ist nachhaltiger – friedliche Revolution oder Wutbürger? Oder gibt es in unserer heutigen liberalen demokratischen Gesellschaft vielleicht auch noch andere Wege, Dinge mitzubestimmen oder zu verändern? Warum und vor allem wie sollte man sich heutzutage als junger Mensch politisch beteiligen?

wann | 10.00–15.00 wo | Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“, Großer Saal referenten | Cornelius Golembiewski, Guntram Wothly infos | z.B. www.kopfbahnhof-21.de, www.revolution89.de

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jenseits der legenden überlebensläufe von kindern

und jugendlichen im kz

KZs wie Buchenwald waren für erwachsene Männer vorgesehen, dennoch wurden auch junge Deutsche, Polen, Juden, Roma und andere hierher verschleppt. Ihr Überleben gegen den Willen der ss und die Bedrohung durch andere Häftlinge zu sichern, war ein Ziel des Widerstands politischer Häftlinge in Buchenwald. Anhand der Biographien von Bertrand Herz, Elie Wiesel, Rolf Kralovitz, Wladyslaw Kozdon u.a. wird in dem Workshop thematisiert, dass die Geschichte Jerzy Zweigs – Vorbild für den geretteten Jungen im Roman „Nackt unter Wölfen“ – eine unter vielen ist, und die Frage, wie die Überlebenden mit diesen extremen Erfahrungen als Erwachsene umgingen, sehr unterschiedlich beantwortet wurde. wann | 10.00–15.00 wo | Gedenkstätte Buchenwald, Treffpunkt: Besucherinformation referentin | Pamela Castillo-Feuchtmann infos | www.buchenwald.de wichtig | Bus 9.45 Uhr ab Goetheplatz, 16.45 zurück, Bustickets nach der Eröffnungsveranstaltung im „mon ami“ am Infopunkt abholen

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hosen bügeln im kz? archäologische fundstücke in buchenwald

Durch archäologische Arbeiten wurden in Buchenwald Gegenstände geborgen, mit denen man nicht rechnet: Ein aus einem Essnapf gebautes Bügeleisen, zum Messer geschärfte Löffel, lauter selbst gemachte Kämme, wo doch eigentlich sämtliche Haare geschoren wurden. Die Dinge belegen, dass viele Häftlinge versuchten, der Todesdrohung durch die ss etwas entgegenzusetzen, um ihr Leben und ihre Würde zu retten. In der Restaurierungswerkstatt werden wir Fundstücke reinigen und auf Spuren untersuchen. Im zweiten Teil wird der Archäologe der Gedenkstätte die Gruppe an Orte führen, an denen Gegenstände der Lagerzeit gefunden wurden und heute gezeigt werden. wann | 10.00–15.00 wo | Gedenkstätte Buchenwald, Treffpunkt: Besucherinformation referenten | Rosi Garcia, Ronald Hirte infos | www.buchenwald.de wichtig | Bus 9.45 Uhr ab Goetheplatz, 16.45 zurück, Bustickets nach Eröffnung im „mon ami“ am Infopunkt, bitte Arbeitskleidung mitbringen

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comics: kinderkram? mehr als mickey mouse Waren Comics noch vor Jahren in den westlichen Gefilden als reine Kindersache verkannt, so werden sie neuerdings auch altersübergreifend immer populärer. In Amerika hat man den Trend schon längst für sich entdeckt und es werden heutzutage immer mehr Comichelden auf die Leinwand gebannt. Europa hindessen hat sich schwer getan, was nicht zuletzt dem Ruf der „Mickey Maus“-Heftchen anzulasten ist. Allerdings bieten Bildgeschichten ein viel weiteres Spektrum als das Offensichtliche, und spätestens seit Entdeckung der Mangas in Europa wurden wir immer mehr darauf aufmerksam. Wir werden eigene Geschichten selbst in Szene setzen und dabei lernen, mit welchen Techniken und Mitteln wir diese am besten auf Papier bringen. wann | 10.00–15.00 wo | Volkshochschule referentin | Lena Hinrichs infos | www.comic-report.de

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rasender reporter ein journalistenworkshop Hier geht ihr als JournalistInnen auf die Jagd nach Eindrücken, Emotionen und Hintergrundinfos des Projekttags und besucht die anderen Vorträge und Workshops. Wir suchen motivierte und engagierte Teilnehmer, die den nötigen Mut oder das Know-how besitzen, sich entweder mit Video- oder Fotokamera sowie Notizblock an die Menschen wagen, um unseren Projekttag auch im Nachhinein zu einem Erlebnis zu machen. Erste Erfahrungen in Fotografie wären toll, sind aber nicht zwingend notwendig, denn ein spannender Text ist das Herzstück eines Beitrags.

wann | 10.00–15.00 wo | Treffpunkt: vor dem Kasseturm referenten | Andrea Auerbach, Niels Hesselbarth infos | www.schulen-fuer-aufklaerung.de

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gemeinsam lernen integrativer unterricht Wollt Ihr wissen, wie es für köperlich Behinderte ist, in einer Klasse mit „Normalos“ zu sein? Wenn ja, fühlt euch angesprochen. Bei diesem Workshop geht es darum, die Schule in neuer Perspektive zu sehen. Wir zeigen euch, wie der Zusammenhalt und die Lernatmosphäre zwischen Schülern und Schülern funktionieren kann. Durch Besuche in einer integrativen Schule und einem Förderzentrum werdet ihr direkt die Chancen und Grenzen eines gemeinsamen Unterrichts erfahren. Wir stehen für eine vorurteilslose Zukunft, bei der es keine Abgrenzung von Menschen mit Behinderung geben sollte. Seid Ihr auch dafür, dann schreibt euch ein!

wann | 10.00–15.00 wo | Treffpunkt: vor dem „mon ami“ referentin | Uta Böhnki (Behindertenbeauftragte der Stadt Weimar) infos | z.B. http://cms.lebenshilfewerk-weimar-apolda.de

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die stadt aktionstheater als bühne im öffentlichen raum

Was ist euch wichtig? Wofür würdet ihr auf die Straße gehen? In diesem Workshop werdet ihr erfahren, was es heißt, im öffentlichen Raum für Aufmerksamkeit und Verwirrung zu sorgen und mit theatralen Mitteln ein Anliegen vorzubringen. Gleichzeitig könnt Ihr so euren Mut und eure Kreativität testen und erweitern. Aktionstheater lebt von der Idee und dem Moment, den es festzuhalten gilt. Alles ist möglich!

wann | 10.00–15.00 wo | D.A.S.-Jugendtheater im „stellwerk“ referentin | Steffi (D.A.S.-Jugendtheater im „stellwerk“) infos | www.stellwerk-weimar.de wichtig | Bitte schwarze, möglichst bequeme und wetterfeste Kleidung mitbringen, die auch dreckig werden kann.

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dein engagement! beteiligung einmal anders Im Zentrum des Workshops steht die Frage, wie und wodurch Meinung geäußert und demokratische Prozesse gestärkt werden können und wodurch diese womöglich gefährdet sind. Wie und wo melde ich eine Demo an? Welche Auflagen muss man ertragen, welche sind Schikane? Was muss ich beim Kooperationsgespräch angeben, was nicht? Dürfen Kundgebungen verboten werden? Was ist der ea? Welche Formen der Meinungsartikulation gibt es darüber hinaus noch? Das Versammlungs- und das Grundrecht auf Meinungsfreiheit sind eines unserer höchsten Güter. Sie einzuschränken ist kaum möglich. Ohne aktiven Diskurs auf der Straße wäre unsere Demokratie eine leere Hülse. Mit Planspielen wollen wir Partizipationsformen vermitteln und aus Erfahrungen vielerorts berichten. wann | 10.00–15.00 wo | Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ referenten | Martin Roßbach, Martin Leonhardt, Torsten Zern infos | www.graswurzelnetzwerk.de

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Endstation Littlemanlost Pink Monkey Stuff Djs


a b s ch l u par ty ssEinlass :2 im „mo 0 Uhr n ami“

Zum Abschluss des Tages noch mal alle zusammen. Wie war der Tag für euch? Was hat euch gefallen, was nicht? An diesem Abschlussabend werden die Projekte des Tages vorgestellt, ausgewertet und – natürlich getanzt. Mehrere Bands werden für euch spielen und djs für euch auflegen. Also erscheint zahlreich.

Wir freuen uns auf euch!


BEIM SÜP GEHT’S UM DEN INHALT. WIR LIEFERN DIE VERPACKUNG. DER BGR-BEUTEL. Wer sich mit einer Spende für unser Bündnis engagiert, der bekommt den Beutel als Dankeschön. www.bgr-weimar.de


impressum: Redaktion SchülerInneninitiative „Schulen für Aufklärung“ | MitarbeiterInnen Ulrike Buchheim, Clara Gäde, Linda Ghandour, Vincent Görg, Hannes Jäger, Tabea Kapsner, Alex Lischker, Clara Lützow, Thurid Pribbernow, Hannah Stalph, Sophie Stiebritz, Charlotte Walter sowie Kristina Pabst und Uwe Adler | Gestaltung © Uwe Adler, Weimar | Fotos Photocase.com, Niels Hesselbarth | Druck Druckerei Schöpfel GmbH, Weimar wir bedanken uns: Förderer Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über das lap-Projekt Weimar und Weimarer Land | Fonds Soziokultur e.V. | Landeszentrale für politische Bildung Thüringen | Stadtwerke Weimar | Sparkasse Mittelthüringen | Weimarer Wohnstätte | Unterstützer Förderverein des HumboldtGymnasiums | Europäische Jugendbildungs- und -begegnungsstätte Weimar (ejbw) | Volkshochschule Weimar | Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ | Netzwerk für Demokratie und Courage | Radio lotte Weimar | d.a.s.-Jugendtheater im „stellwerk“ | Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar | Klassik Stiftung Weimar | Escola Popular | Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora | Staatliches Schulamt Weimar | Stadt Weimar | Evangelische Kirchgemeinde | Zeitpfeil e.V. | ColorViolence | Adapoe Sound | Bildungswerk für Schülervertretung und Schülerbeteiligung e.V. | Kriminalpräventiver Rat Weimar | ergo-Versicherung Jürgen Schneider | Sebastian Walde | Kristina Pabst | Uwe Adler


übersicht der außerschulischen veranstaltungsorte Buchkinder_Weimar | Carl-von-Ossietzky-Straße 81, gegenüber ehemaliger Polizei, www.buchkinder-weimar.de D.A.S.-Jugendtheater im „stellwerk“ | Probenraum, Markt 10, www.stellwerk-weimar.de Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte (EJBW) Jenaer Straße 2/4, www.ejbweimar.de Evangelisches Gemeindezentrum „Paul Schneider“ | Moskauer Straße 1a, Weimar West, www.ek-weimar.de Gedenkstätte Buchenwald | Weimar-Buchenwald, mit Buslinie 6 erreichbar, www.buchenwald.de Johanneskirche | Tiefurter Allee 2c, www.ek-weimar.de Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ | Goetheplatz 11, www.monami-weimar.de Neues Museum | Weimarplatz 5, www.klassik-stiftung.de Radio LOTTE Weimar | im Niketempel, Goetheplatz 12, www.radio-lotte.de Rathaus | Markt 1, www.weimar.de Schillers Wohnhaus und Schiller-Museum | Schillerstraße 12, www.klassik-stiftung.de SOS-Familienzentrum Weimar | Abraham-Lincoln-Straße 37, www.sos-kinderdorf.de StudentInnentreff „M 18“ | Marienstraße 18, Bauhaus-Universität, www.uni-weimar.de Volkshochschule Weimar | Graben 6, www.vhs-weimar.de


die beteiligten weimarer schulen im überblick Bertuchschule | Staatliche Berufsbildende Schule für Wirtschaft, Verwaltung und Ernährung, Haus 3, Rathenauplatz 1, 99423 Weimar, Telefon: (0 36 43) 85 16 72 oder 90 53 52, www.th.schule.de/we/bgwe Goethegymnasium | Amalienstraße 4, 99423 Weimar, Telefon: (0 36 43) 99 99 99, www.goethegymnasium-weimar.de Humboldt-Gymnasium | Prager Straße 42, 99427 Weimar, Telefon: (0 36 43) 42 77 77, www.humboldt.we.th.schule.de Musikgymnasium Schloss Belvedere · Schloss Belvedere, 99425 Weimar, Telefon: (0 36 43) 86 63 10, www.musikgymnasium-belvedere.de Pestalozzi-Regelschule | Shakespearestraße 15a, 99425 Weimar, Telefon: (0 36 43) 85 17 70, www.rs-pestalozzi-weimar.de Schillergymnasium | Thomas-Mann-Straße 2, 99423 Weimar, Telefon: (0 36 43) 85 16 10, www.schiller-gymnasium-weimar.de Waldorfschule | Klosterweg 8, 99425 Weimar, Telefon: (0 36 43) 77 15-0, www.waldorf-weimar.de


U LR IKE BUCH H E I M schillergymnasium

H ANN E S JÄGE R goethegymnasium ALEX LISCHKE R bertuchschule

LIN DA GH AN DOU R pestalozzischule


VINCENT GÖRG waldorfschule CH AR LOTTE WALTE R schillergymnasium TABE A KAPSN E R waldorfschule


infos: www.schulen-fuer-aufklaerung.de


2011 | SchulĂźbergreifender Projek ttag der Weimarer Schulen

reihenhaus

statt rebellion?

jugend auf der suche nach dem wahn-sinn

23.ber

septem 2011


infos: www.schulen-fuer-aufklaerung.de


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