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Broschüre „22 Abgeordnete für den freien Sonntag“

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22 Abgeordnete für den freien Sonntag. Sonntags-

schutz in Thüringen


Sonntagsschutz. Warum? Am Sonntag zuverlässig frei haben und den Tag nach eigenen Wünschen ­gestalten können – das erscheint ­heute zahlreichen Menschen als Traum aus scheinbar vergangenen Zeiten. Denn für viele Thüringerinnen und ­T hüringer ist der Sonntag inzwischen zum Werktag geworden! Aufgrund von Ausnahmeregelungen ­müssen sie sonntags in Betrieben oder Läden arbeiten. 33 Prozent der Thürin­ gerinnen und Thüringer arbeiten häufig oder sehr häufig am Wochenende, fast die Hälfte aller Beschäftigten fühlt sich durch Wochenendarbeit negativ ­beeinflusst. Daneben belasten auch die besonders stark verbreitete Schicht­ arbeit, Abend- und Nachtarbeit sowie ­erhöhte Erreichbarkeitsanforderungen die Beschäftigten in Thüringen stärker als in anderen Bundesländern.1 Sie sind nicht nur von Familien- und Freizeit­ aktivitäten ausgeschlossen, auch ihre Gesundheit leidet darunter. Dabei sollten die Sonntage als Tage der Arbeitsruhe allen Menschen ­zugutekommen. Sicher, es gibt ­notwendige und akzeptierte ­Sonntagsarbeit im Bereich der


­ otdienste, Polizei, Pflege, Kultur, N Religion und im Öffentlichen Verkehr. Es ist j­edoch nicht zu tolerieren, wenn in Thüringen Zehntausende fast selbstverständlich sonntags in Industrie oder Handel arbeiten müssen. Anträge auf die Genehmi­ gung von Sonntagsarbeit sind ­keine Posten zum »Durchwinken«. Mit dieser Broschüre wollen wir dafür ­werben, den Sonntag als Tag der Arbeits­ruhe, als Ruhepol zwischen den hektischen Arbeitswochen und als Tag für selbst­bestimmte Freizeit, der Familie, der R ­ eligionsausübung und des ehrenamt­lichen Engagements zu erhalten. Die meisten der sechs in den Thüringer Landtag gewählten Parteien haben sich in ihren Wahlprogrammen explizit zum Sonn- und Feiertagsschutz bzw. zu den Arbeitszeiten geäußert. Wir haben die Abgeordneten der demokratischen Fraktionen i​ m Thüringer Landtag ­gefragt, was der Sonntag für sie ­bedeutet. 22 Abgeordnete der 7. Wahlperiode haben sich beteiligt — lesen Sie selbst, warum ihnen der Sonntag wichtig ist! 1  »Arbeiten in Thüringen. Ergebnisse einer Repräsentativbefragung von Beschäftigten in Thüringen 2018«, Erfurt, Befragung im Namen des DGB-Index Gute Arbeit, Erfurt 2018


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Wandel der Arbeitswelt von heute vollzieht sich schneller, umfassender und tiefgreifender als jemals ­zuvor. Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen stehen vor großen, die Arbeitswelt betreffenden Herausforderungen – Optimierungsdruck und Konkurrenz auf den Märkten geben den Takt vor.   Die Ausweitung der Arbeitszeit auf Sonn- und Feiertage ist bei nicht wenigen Unternehmen die scheinbar passende Antwort auf diese Herausforderungen. Denn trotz des gesetzlichen Schutzes des Sonntags gemäß Artikel 140 Grundgesetz und der staatlich anerkannten Feiertage als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erholung war über Jahre die Zunahme der Sonn- und Feiertagsbeschäftigung deutschlandweit und auch in Thüringen zu beobachten.   Doch der Sonntag ist nicht nur der letzte Tag in der Woche, er ist ein besonderer und schützenswerter Tag. Er steht für Familienzeit, körperliche und seelische ­Erholung und für Ruhe. Er verschafft die Möglichkeit, Raum und Zeit für ehrenamtliches Engagement – sei es in politischen Parteien, den Gewerkschaften oder in Vereinen – zu finden.   In Thüringen ist die Sonn- und Feiertagsarbeit auf das zwingend Notwendige begrenzt. Das ist ein Maßstab, den wir keinesfalls unterschreiten wollen und dürfen. Gleichzeitig ist dies ein wichtiger Beitrag für gute Arbeit und damit auch zur Fachkräftesicherung von heute und morgen. Wir haben Kriterienkataloge sowohl für die


­ ewilligung von Sonn- und Feiertagsbeschäftigung als B auch für die Zulassung verkaufsoffener Sonn- und Feiertage entwickelt, die auf einen einheitlichen und rechtskonformen Vollzug hinwirken und gleichzeitig Rahmenbedingungen für gute Arbeit schaffen.   Im Kampf um das gemeinsame Anliegen, Sonn- und Feiertage als Tage der Arbeitsruhe zu erhalten, haben sich Gewerkschaften und Kirchen in der Allianz für den freien Sonntag zusammengeschlossen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag, die gesellschaftliche und ­gesundheitliche Bedeutung der freien Sonn- und Feiertage im Bewusstsein der Entscheidungsträger*innen zu verankern.   Die Anstrengungen von Seiten der Akteure der A ­ llianz für den freien Sonntag haben in den letzten ­Jahren ­bereits Früchte getragen. Hier ist auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 1. Dezember 2009 zum Heike Werner, Thüringer ­Berliner Ladenöffnungsgesetz Arbeitsministerin zu verweisen. Zusätzlich sind die Rechte Dritter auf ­Beteiligung an den Verfahren gestärkt worden. Dieser Weg ist fort­zusetzen und erfordet ­weitere Mitstreiter*innen.   Die jährlich von der Evangelischen Akademie Thüringen organisierte Arbeitszeitkonferenz ist dafür ein wichtiges Forum. Darüber hinaus werden aktuelle Themen der Arbeitswelt aufgegriffen und der Erfahrungsaustausch und Diskussionsprozess aller Beteiligter konstruktiv ­befördert. Deshalb unterstützen wir — die Thüringer Landes­regierung und ich — die Initiative ausdrücklich.

Heike Werner Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie


Worum es uns geht? Der Sonntag steht traditionell für die ­Freiheit: die Freiheit, an einem Tag in der Woche die Alltagsroutine verlassen zu können. Diese gemeinsame Auszeit ­erlaubt es, den Bedürfnissen nach ­Erholung, Muße und Gemeinschaft ­nachzukommen. Der Sonntag ist für diejenigen etwas Besonderes, die den arbeits- und schulfreien Sonn-Tag für ein bewusstes Zusammensein der Familie oder mit Freundinnen und Freunden nutzen, sich als Gläubige seelisch stärken oder sich ehrenamtlich, ­politisch, in Sport-, Gesangs-, Kleingarten- oder Musikvereinen engagieren. Viele möchten kulturelle Angebote wahrnehmen, Sport treiben oder einfach entspannen. Wer so handelt, macht für sich und andere deutlich: Der Sonntag ist kein Tag wie jeder ­andere. Das Grundgesetz schützt den Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage explizit »als Tage der Arbeits­


ruhe und der seelischen Erhebung« (Art. 140 GG). Das Urteil des Bundes­ verfassungsgerichts zum Sonntagsschutz vom 1. Dezember 2009 stellt klar, dass ein bloßes wirtschaftliches Umsatzinteresse oder ein »ShoppingInteresse« potenzieller Käuferinnen und Käufer nicht genügen, um Aus­ nahmen vom Schutz der Arbeitsruhe zu rechtfertigen. Unsere Forderungen n  W ir

fordern ausdrücklich den Schutz der Sonn- und Feiertage. n  W ir engagieren uns für eine ­Sonntagskultur, die die Menschen und die Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt sowie den Rhythmus zwischen Arbeit und ­Ruhe erhält. n  Wir wollen selbstbestimmte und familienfreundliche Arbeits­ zeiten, gewährleistet durch ­gesetzliche und tarifvertragliche Regelungen. n  Entgrenzter Arbeit soll ein Riegel vorgeschoben werden. n  Wir wollen gesundheitsverträg­ liche Arbeitsbedingungen, die bis zur Rente durchzuhalten sind. n  D ie Ladenöffnungszeiten sollen wieder bundeseinheitlich ­geregelt werden.


Wir wollen den freien Sonntag! Die Thüringer Allianz für den freien Sonntag ist eine ­landesweite Initiative, die von Organisationen aus der Mitte der Gesellschaft, aus Religionsgemeinschaften und Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes unterstützt wird. Sie ist Teil der bundesweiten Allianz für den freien Sonntag. Ähnliche Initiativen ­bestehen auch in anderen EU-Ländern.

DGB-Bezirk Hessen-Thüringen

www.hessen-thueringen.dgb.de

IG Metall Nordhausen

www.igmetall-nordhausen.de

Katholische Arbeitnehmerbewegung Diözesanverband Erfurt

www.kab.de

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der EKM

www.kda-ekm.de

NGG-Region Thüringen

www.ngg.net/thueringen

ver.di-Bezirk Thüringen

www.thueringen.verdi.de


Wir rufen die ­Bürgerinnen und ­Bürger des Freistaats ­T hüringen ­dazu auf, sich für den freien S ­ onntag zu ­engagieren und dieses Ziel an ihrem Arbeitsplatz sowie in der Öffentlichkeit zu vertreten.


Die Bedeutung des Sonntags. Stimmen aus dem Thüringer Landtag: Sascha Bilay Fr ak tion DIE LINKE »Wenigstens einen Tag in der Woche müssen wir die Möglichkeit haben, mal abschalten zu können. Mit der ­Familie ungestört Zeit verbringen, Freunde treffen, raus in die Natur ­gehen, sich mal den Wind um die Nasen wehen lassen. Für die meisten E ­ rwerbstätigen bedeutet es, dafür den Sonntag nutzen zu können. Deshalb unterstütze ich die Allianz für den freien Sonntag.«

Steffen Dittes Fr ak tion DIE LINKE »Der Sonntag ist für mich der Tag, der die Intensität und Dynamik der ­Arbeitswochen regelmäßig unter­ bricht und somit Erholung ermöglicht und ­gemeinsame Zeit für Natur, Sport oder Bücher schafft.«


Kati Engel Fr ak tion DIE LINKE »Der freie Sonntag ist ein gesamt­ gesellschaftlicher Zeitanker, der nicht nur Zeit für Familie und Freund*innen bietet, sondern auch Freiräume für Vereine, I­ nitiativen und kulturelles Leben schafft. Eine Gesellschaft, in der es keinen gemeinsamen freien Tag mehr gibt, in der sich die Menschen nicht mehr ohne große ­Terminkoordination treffen können, wird über kurz oder lang ­auseinanderfallen. Der Sonntag muss daher g ­ rundsätzlich arbeitsfrei bleiben.«

Lena Saniye Güngör Fr ak tion DIE LINKE »Zeit für Familie und Freunde, Erholung und zur Ruhe kommen – das brauchen alle Menschen. Ich möchte mich für Rechte der Arbeitnehmer*innen, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit stark machen. Daher ist ihr Schutz und die Gewährleistung ihres freien Sonntags in der Woche für mich ein zentrales Anliegen.«

Susanne Hennig-Wellsow Fr ak tion DIE LINKE »Ausschlafen, erholen, mit den Kindern spielen, Freunde und Familie treffen – den ­arbeitsfreien Sonntag müssen und können wir uns leisten!«


Matthias Hey spd-Fr ak tion »Der Sonntag ist der definierte Tag der Arbeitsruhe! Und noch viel mehr: Er ist der Tag der seelischen ­Erhebung. So steht es im ­Grundgesetz und so wird es auch bleiben!«

Ralf Kalich Fr ak tion DIE LINKE »Der Sonntag muss für die Familie frei gehalten werden. Es ist wichtig, diese Zeit als Qualitätszeit mit den Kindern zu verbringen, die im hektischen B ­ erufsalltag oftmals zu kurz kommen. Ich halte es auch für sehr wichtig, dass der Sonntag als Tag der ­Entschleunigung und Regeneration erhalten bleibt. Für Berufstätige, die sonntags zwingend arbeiten m ­ üssen, wie z. B. in Krankenhäusern, bei Polizei und Feuerwehr, muss es dafür mindestens einen freien Tag in der Woche geben.«

Dr. Thadäus König CDU-Fr ak tion »Gerade für mich als Eichsfelder ist der arbeitsfreie Sonntag ein hohes Gut, denn er gehört nicht nur fest zu unserer christlichen Kultur, sondern hilft auch, eine ­gesunde Balance ­zwischen Arbeit und Ruhe zu finden. Es gibt keinen ­anderen Tag in der Woche, an dem so viel Gemein­ samkeit innerhalb der Familie gelebt werden kann und Raum dafür besteht, der Beschleunigung aller Lebensprozesse entgegenzuwirken.«


Katharina König-Preuss Fr ak tion DIE LINKE »Keine Termine, ausschlafen, Zeit mit Familie und Freund*innen. Einfach mal nichts tun müssen. Der Sonntag muss grundsätzlich frei von Lohnarbeit sein.«

Diana Lehmann SPD-Fr ak tion »Der Sonntag heißt für mich Familie und Freizeit. Die Heraus­ forderungen, vor denen viele ­Beschäftigte in ihrem Arbeitsleben stehen, brauchen einen ­Ausgleich. Der arbeitsfreie Sonntag ist das Minimum, um Erholung, Zeit für sich selbst und die Familie zu ermöglichen.«

Mike Mohring CDU-Fr ak tion »In dieser schnelllebigen und digital vernetzten Welt ist der freie Sonntag zur Entschleunigung für viele ­Menschen wichtig. Deshalb setze ich mich für den Schutz des Sonntags ein. Der Sonntag dient nicht zuerst dem Konsum, er taugt in der Regel auch nicht als weiterer Sitzungstag, sondern er bietet Raum und Zeit zur Besinnung, für die Familie, Freunde, das Ehrenamt oder auch einfach nur der Achtsamkeit.«


Denny Möller SPD-Fr ak tion »›Ohne Sonntag gibt’s nur noch ­Werk­tage‹, ein ­Aufkleber in der ­Küche meiner Schwiegermutter ­erinnert mich bei jedem Besuch: Zum Leben gehört die freie, unbeplante Zeit – ob in Familie, mit Freunden oder ganz für sich ­allein. Viele Menschen arbeiten an Sonn- und Feier­tagen um unser gesellschaftliches Miteinander zu organisieren und in der Not zu helfen. Es braucht deshalb keine ­weiteren Ausnahmen von der Sonntagsruhe.«

Babett Pfefferlein Fr ak tion B’9 0/Die Grünen »Der freie Tag nach einer anstren­ genden Arbeitswoche ist goldwert und zur Erholung, zum Abschalten und für Seele und Gesundheit ­unverzichtbar. Wir brauchen diesen Tag für uns, für Familie, Freunde und Hobbies und zum Durchatmen und Kraft schöpfen.«

Ralf Plötner Fr ak tion DIE LINKE »Entschleunigung gelingt sonntags am besten und e­ twas Tempo ­rausnehmen, tut uns allen gut.«


Bodo Ramelow FRAKTION DIE LINKE »›Ohne Sonntag gibt’s nur noch Werktage‹. Dieser A ­ ufkleber begleitet mich seit vielen Jahren und das Thema, der Schutz des Sonntags, wird immer aktuell bleiben. Die Bedeutung des Sonntags ist in ­unserem Grundgesetz als ›Tag der Arbeits­ruhe und der seelischen Erhebung‹ verankert. Wir brauchen den Sonntag als Auszeit von Arbeit und Konsum. Der Sonntag gibt Raum für Ruhe, Kraft tanken, sich sammeln, ausspannen sowie Zeit für ­Familie und ­Freunde, für Gespräche, Treffen, Feiern, Sport und Spiel. Für mich als Christ ist der Sonntag aber immer auch der Tag des Herrn!«

Astrid Rothe-Beinlich Fr ak tion B’9 0/Die Grünen »Ohne Sonntage gäbe es nur noch Werktage. Dabei braucht es dringend Zeit für diejenigen und das, was uns den Halt im Leben gibt – jenseits der Arbeit. Deshalb sollte uns der Sonntag heilig sein und bleiben.«

Christian Schaft

Fr ak tion DIE LINKE »Der freie Sonntag – wenn ich es schaffe ihn freizuhalten – bietet die Möglichkeit aus dem Alltag und der Schnelligkeit der Arbeitswoche ­aus­zubrechen. Er ist für mich damit ein Ruhepol der Woche, um Kraft zu tanken, bietet ­Möglichkeiten für ehrenamtliche Tätigkeiten, gibt Zeit mit Freund*innen und Familie und um den Kopf frei zu bekommen.«


Andreas Schubert Fr ak tion DIE LINKE »Der Sonntag ist für mich der Familien­tag schlechthin. Das muss weiterhin in Deutschland gelten. In Zeiten des Umbruchs, was Arbeitszeitkonzepte betrifft, sollte der ­Gedanke des freien Sonntags für alle Beschäftigungs­ varianten – wie Ladenöffnungszeiten, aber auch ­Home­office-Arbeitszeiten – gesichert bleiben.«

Karola Stange Fr ak tion DIE LINKE »Wer bis zu sechs Tage in der Woche durchgearbeitet hat, braucht Zeit, sich zu erholen und den Verlust an ­gemeinsamer Freizeit mit der Familie ausgleichen zu können.«

Laura Wahl Fr ak tion B’9 0/Die Grünen »Der zunehmende Leistungsdruck in allen Bereichen der Gesellschaft macht Ruhezeiten umso wichtiger. Freie Sonntage bieten die­ Möglichkeit, sich mit Familie und Freund*­innen zu treffen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen – unverzichtbar!«


Heike Werner Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Der Sonntag ist der Tag zum Kraft­tan­ ken, an dem mensch zur Ruhe kommt. Das kann sehr verschieden sein – sich körperlich auspowern oder einfach nur faul sein, sich für etwas engagieren oder liebe ­Menschen zu treffen. In jedem Fall selbstbestimmt!«

Christoph Zippel CDU-Fr ak tion »Ohne Sonntage gäbe es nur Alltag. Für mich als Christ ist der Sonntag der Tag der Ruhe und der Einkehr. ­Jeder Mensch, ob religiös oder nicht, braucht einen Tag, an dem er ganz bei sich und bei seinen Lieben sein kann.«


Warum ist uns der Sonntag so wichtig?!

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Der Alltag ist für die aller­ meisten von uns zunehmend ­rastlos geworden. Arbeitsverdichtung, flexible Arbeitszeiten, Wechsel von Arbeitsphasen und Arbeits­ losigkeit, aber auch ­immer mehr ­Anforderungen im Privaten setzen uns unter Stress. Der ­arbeitsfreie Sonntag bildet — noch — eine ­Ruhe­insel, in der Menschen ihre Zeit nach ihren Bedürfnissen verbringen können und ist auch für die Rahmenbedingungen des Wirkens von Gewerkschaften und sonstigen Vereinigungen bedeutsam. Gemeinsam mit der bundesweiten A ­ llianz für den freien Sonntag setzen wir uns für den Erhalt der Sonntags­ruhe ein, ebenso wie für Öffnungs­zeiten im Handel, die allen Beschäftigten eine gesunde Work-Life-Balance ermöglichen. Reine kommerzielle Interessen der Handelsbetriebe wie auch der Shoppingwahn einiger Kunden sind kein Sachgrund für die Arbeit der Beschäftigten im Handel an


verkaufsoffenen Sonntagen. Damit kann auch eine inhaltlich klare Abgrenzung zur Arbeit an Sonn- und Feiertagen im ­Gesundheitswesen oder im Kulturbereich gezogen werden, die uns oft entgegen­ gehalten wird. Es ist einfach falsch, ­Arbeitszeiterfordernisse dieser Branchen gegeneinander auszuspielen. Das Bundesverfassungsgericht hat klargestellt, dass sich der Sonntag deutlich von einem Werktag unterscheiden muss. Deshalb dürfen verkaufsoffene Sonntage in der Regel nur als Anhang für ein Fest, eine Feier oder eine Messe genehmigt werden. Eine Sonntagsöffnung ­ohne Anlassbezug führt dazu, dass an jedem beliebigen Sonntag geöffnet werden könnte. Eine Abschaffung des Anlassbezuges wäre das Ende des freien Sonntags! Was wir in Thüringen bezüglich Sonnund Feiertagsöffnungen wahrnehmen, ist, dass die genannten Kriterien häufig ignoriert werden — und dass immer noch teilweise von den Erlaubnisbehörden, aber auch gern von den Einzelhandelsunternehmen. Deshalb werden wir auch weiterhin den ­gerichtlichen Weg nutzen. Ohne arbeitsfreien Sonntag gibt es keine soziale Gesellschaft mehr, sondern nur noch Wettbewerb und Konkurrenz. Corinna Hersel Geschäftsführerin, ver.di-Bezirk Thüringen


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Der Sonntag schenkt uns eine ­Pause. Nach sechs Werktagen ­bekommen wir einen Tag der Ruhe. Sechs Tage gefüllt mit Geschäftigkeit, Sorgen, Anstrengungen und Stress. Und dann ein Tag — Ruhe. Welch wunderbare Zäsur! Wir müssen uns nicht ­tagaus, tagein um die alltäglichen ­Sorgen kümmern. Es gibt einen Tag, an dem wir sie zur Seite schieben ­können: den Sonntag. Der regelmäßige Wechsel von Arbeit und Erholung ist ein Geschenk. Wir sind nicht nur Rädchen in den Maschinen der Arbeitsgesellschaft. Wir sind Menschen als Gottes Ebenbild, die den Blick heben und Kraft schöpfen können abseits der täglichen Routine. Wir können am Sonntag tun, wofür unter der Woche zu wenig Zeit bleibt: Essen und Feiern, Spiel und Sport, Erholung und Ehrenamt. Wir feiern Gottesdienst, wir sind als Familien zusammen, wir treffen Freundinnen und Freunde. Ein Tag der Freiheit und der Möglichkeiten! Wäre es nicht ­töricht, darauf zu verzichten? Holger Lemme Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der EKM

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Dass wir im 21. Jahrhundert noch immer über den grundgesetzlich geschützten arbeitsfreien Sonntag ­debattieren müssen, ja buchstäblich um ihn kämpfen müssen: Das zeigt, welchen Interessen gegenwärtig politisch


­ efolgt wird. Der Kampf um die wöchentg liche Arbeitszeit und die tägliche Höchstarbeitszeit wird aus verteilungsund sozialpolitischen Gesichtspunkten geführt. Seit der Wiedervereinigung hat sich das Bruttoinlandsprodukt mehr als verdoppelt. Der Wohlstand hat sich auf der ­einen Seite exorbitant vermehrt. Auf der ­anderen Seite steigt das Armutsrisiko trotz Arbeit ebenso wie das Risiko von Erkrankungen (auch Burnout) steil an. Die Ausweitung der A ­ rbeitszeiten und produktiver Überschüsse führt gesellschaftlich zu zwei Folgen: 1. Reiche werden bei zunehmender Zerstörung der Umwelt reicher. 2. Der gesellschaftliche Zusammenhalt, ­gestützt durch kulturelle Gepflogenheiten und damit verbunde­ne Teilhabemöglich­keiten, geht verloren. Es ist Zeit für Entschleunigung. Das Wochenende muss den Familien, den Vereinen und Gemeinden zurückgegeben werden. Unsere Lebensqualität wird nicht dadurch gesichert, dass wir am Wochenende Autos bauen oder Teile ­drehen, Computerchips herstellen, ­planen oder konstruieren, unsere ­Familien auseinanderreißen und uns vom gesellschaftlichen Leben abwenden. Deshalb sollte am Wochenende nur dort gearbeitet werden, wo es für die Daseinsvorsorge gesellschaftlich erforderlich ist. Es war und ist ein langer Kampf. Ihn zu führen, lohnt sich letztlich für


die allermeisten von uns. Deshalb kämpfen wir weiter. Bernd Spitzbarth 1. Bevollmächtigter IG Metall Nordhausen

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Viele unabhängige Einzelhändler sind auch Einzelkämpfer und arbeiten nicht mit Vollzeitangestellten, sondern nur mit stundenweisen Aushilfen. Eine regelmäßige Sonntagsöffnung würde ­bedeuten, dass Menschen, die kleine ­Geschäfte führen, nie mehr frei hätten oder zusätzliche Personalkosten stemmen müssten. Ich würde mir wünschen, dass Sonntagsöffnungen die Ausnahme bleiben und wie bisher als besondere Veranstaltung organisiert und von den Kunden wahrgenommen werden. Bis jetzt war es möglich, seinen täglichen Bedarf an sechs von sieben Tagen in der Woche zu decken, und ich denke, dass die Menschen das auch weiterhin schaffen können. Um ­kontinuierlich das ganze Jahr über unsere kleinen, meist mit viel Herzblut geführten Geschäfte betreiben zu können, brauchen wir ­kleine Auszeiten, um uns zu sammeln, zu verschnaufen und für unsere ­Familien da zu sein. Das Leben besteht aus so viel mehr als aus ständiger ­Verfügbarkeit aller Konsumgüter. Christiane Mock Contineo Buchhandlung und Antiquariat, Erfurt


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Sonn- und Feiertage gehören der ­Familie! Raus in die Natur, Zeit für gemeinsame Ausflüge und Abenteuer, zum Spielen, Wandern und Radfahren. Die Sonntagsöffnung gefährdet auch die Existenz von Vereinen und gesellschaftlichem Engagement. »Eine Sonntagsöffnung wäre ein Anschlag auf das Ehrenamt an sich und auf das gesellschaftliche Engagement der Menschen in den Vereinen und Verbänden«, ­erteilt Naturfreunde Geschäftsführerin Kristine Müller den Bestrebungen nach einer Sonntagsöffnung im Handel eine klare ­A bsage. Ehrenamt zeichnet für attraktive und vielseitige Programme verantwortlich. Eine Sonntagsöffnung zieht diesem Engagement den Boden unter den Füßen weg, da Erwerbstätige — sowohl Funktionär*­ innen als auch Mitglieder — aufgrund dieser Sonntagsarbeit vom Vereinsleben ausgeschlossen bleiben. Das ausgehende 19. Jahrhundert hat den Arbeiter*innen endlich einen freien Tag in der Woche gebracht, so erfolgten unter anderem eine Ausweitung und touristische Nutzung des Schienen­ personenverkehrs sowie der Beginn der Wanderbewegung als Ausgleich zur Tätigkeit in Werkhalle und Büro. Auch das Engagement und der Kampf für ­Gerechtigkeit und Toleranz verlagerten sich zunehmend auf diesen freien Tag. Von Anfang an, also seit 1895, kämpften die NaturFreunde zum Beispiel für das freie Betretungsrecht der Wälder und


Berge, um gemeinsame Wanderausflüge auch für die Arbeiter*innenfamilien möglich zu machen. Die stetige Zunahme von Ausnahm­e­ genehmigungen für Sonntagsarbeit oder Ladenöffnungen drohen die Errungenschaft des freien Sonntags zunichte zu machen. Dagegen sprechen sich die im Arbeitskreis Thüringer Familien­orga­ nisationen e.V. organisierten T­ hüringer Familienverbände deutlich aus. Mindestens der Sonntag muss ein Tag für die Familie sein! Ein Tag zur ­Erholung, für gemeinsame Unternehmungen und Engagement. Kristine Müller Geschäftsführerin, NaturFreunde Thüringen e.V.

Abeitskreis Thüringer Familienorganisationen e.V. (AKF) — Deutscher ­Familienverband, LV Thüringen (DFV); Evangelische Aktions­gemeinschaft für Familienfragen, LAK Thüringen (eaf); F­ amilienbund der Katholiken im Bistum Erfurt und im Freistaat Thüringen (FDK); Verband alleinerziehender Mütter und Väter, LV Thüringen (VAMV); Landesverband der Pflege- und Adoptiv­ familien e.V. (PfAd); Verband kinderreicher Familien Thüringen e.V. (KRFT); NaturFreunde Thüringen e.V., Der Kinderschutzbund, LV Thüringen e.V.; pro familia, LV Thüringen e.V.

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Sonn- und Feiertage gehören den ­Familien. Und sie gehören dem Sport und somit auch den Vereinen und i­hren Angeboten. Viele Jahre bin ich im Kinder- und Jugendbereich als Übungsleiter tätig gewesen. Viele Wettkämpfe finden an Sonntagen statt, und die Kinder finden es ­super, wenn


ihre Eltern sie begleiten. Und die ­E ltern wollen selbstverständlich ihre Kleinsten begleiten können. ­Allein logistisch sind Vereine von begleitenden Eltern ­abhängig. Sie bilden Fahrgemeinschaften und übernehmen Mitver­antwortung für den reibungslosen Ablauf der Spieltage. So versorgen sie etwa die Zuschauer*­innen mit K ­ affee und Kuchen. Es sind jede ­Woche viele kleine Familien­feste, die auf den Sportanlagen stattfinden. Wenn Übungsleiter*innen und Eltern wegen ihrer Lohnarbeit bei Wettkämpfen an Sonntagen nicht anwesend sein könnten, wäre das fatal. Im Erwachsenenalter ist die Problematik ganz ähnlich: Sport kann nur treiben, wer nicht seiner Arbeit nachgehen muss. Im Amateurbereich würde es ohne freie Sonn­ tage zu enormen Wettbewerbsverzerrungen kommen. Noch dazu könnten weniger Fans die Spiele verfolgen, womit gerade kleinere Vereine Einnahmeverluste hätten. Schon an Samstagen stehen Mannschaften vor dem Problem, dass sie nicht komplett antreten können — und weichen deswegen oftmals auf Sonntage aus. Wenn nicht einmal der Sonntag arbeitsfrei bliebe, wäre den Vereinen auch dieser letzte Tag genommen. Daher: Lassen wir Sonn- und Feiertage den Familien und ihren Aktivitäten! Peter Dauel Trainer I. Mannschaft FSV Grün-Weiß Stadtroda/Vorstandsmitglied Stadtsportbund Jena


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Der freie Sonntag — Zeit für Sporttreiben in der Gemeinschaft des ­Vereins: Das Kindersportfest, das Bundesliga-Punktspiel, die Joggingrunde mit Freunden oder der Weltcup im Wintersport — der Sport überall auf der Welt in all seinen Facetten und Ausprägungen, findet am Wochenende, findet am Sonntag statt. Denn nur durch die Regelmäßigkeit und Gemeinsamkeit von Ruhezeiten und insbesondere von Ruhetagen ist gesellschaftliches und soziales Miteinander, ist Sporttreiben in der Gemeinschaft des Vereins erst möglich. Der Vereinssport in Thüringen, die über 360.000 Mitglieder*­ innen und 60.000 Ehrenamtlichen leben vor a ­ llem am Sonntag diese starke ­Gemeinschaft und leisten durch ihr Engagement einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft. Vor allem Kinder brauchen für ihre gesunde Entwicklung Zeit und Raum für Sport und Bewegung. So gesehen stiftet der freie Sonntag Gemeinschaft, auf die weder die Familien noch die Kirchen, die Vereine und Verbände — sprich die Gesellschaft insgesamt verzichten können. Und so bleibt es ein gemeinsames Ziel von Kirche und Sport, den ­Sonntag als Zeit für Besinnung und Bewegung frei zu halten. Der freie Sonntag ist ein wesentliches Kulturgut, welches schützens- und erhaltenswert ist. Thomas Zirkel Hauptgeschäftsführer, Landessportbund Thüringen


Die Arbeit an Sonn- und Feiertagen hat in den letzten Jahren enorm ­zugenommen. Die Zahl der Arbeit­ nehmer mit regelmäßiger Sonn- und Feiertagsarbeit ist in Deutschland binnen 20 Jahren um drei Millionen auf knapp 9,3 Millionen im Jahr 2017 gestiegen. 2016 war jeder Vierte ­betroffen (25 Prozent), im Jahr 2015 waren es 25,1 Prozent. 2004 waren es erst 21,8 und 1996 19,4 Prozent. Mehr als jeder Dritte (35 Prozent) in Deutschland hat Angehörige in der Familie, die über die Feiertage arbeiten müssen. Die Bedeutung des freien Sonntags ist 2009 durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts deutlich aufgewertet worden. Im Sonn- und Feiertagsschutz konkretisieren sich dem Gericht zufolge Grundrechte wie das der Religionsfreiheit, der körperlichen Unversehrtheit, des Schutzes von Ehe und Familie oder der Vereinigungsfreiheit. Das Recht auf den freien Sonntag setzt dem ökonomischen Nutzendenken Grenzen. Frauen und Männer sind gleichermaßen sonn- oder feiertags beruflich aktiv. Vor allem ­Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Gastgewerbe und der Ernährungs­ industrie sind davon stark betroffen. Mit Sicherheit wird es immer Arbeiten geben, die an einem Wochenende getätigt werden müssen. Ob aber Kekse, Süßwaren, TK-Brötchen oder TK-Pizzen an einem Wochenende produziert werden müssen, bleibt mehr als fraglich.


Wir müssen an der klaren Begrenzung der Sonn- und Feiertagsarbeit und an den zwei freien Samstagen pro Monat festhalten. Freie Tage für Familie, Freundschaften, Erholung und Ehrenamt für möglichst viele Beschäftigte sollen garantiert werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, die strikte Regelung aus dem Thüringer Ladenschlussgesetz auch auf Beschäftigte aus dem Gaststättengewerbe auszuweiten. Wir brauchen eine Rückbesinnung auf den Wert der »Guten Arbeit«. Wir müssen dafür sorgen, dass die »Vereinbarkeit von Familie und ­Beruf« nicht nur eine Forderung ist, sondern, dass sie gelebt wird. Gemeinsam mit der Allianz für den freien Sonntag kämpfen wir für selbstbestimmte freie Zeit. In ­diesem Sinne: »Glück auf!« Jens Löbel Geschäftsführer Gewerkschaft NGG Region Thüringen

Warum uns der Sonntag so wichtig ist. Der Sonntag ist ein Geschenk des Himmels. Er unterbricht auf ganz spezielle Weise den Stress und die Hektik des Alltags. Der arbeitsfreie Sonntag gibt Zeit für Muße, Zeit für Familie, Zeit für Gottesdienst, Zeit für Hobbys. Er gibt uns also die Zeit, unsere Persönlichkeit auch ­außerhalb der Erwerbsarbeit zu ent­ falten. Der arbeitsfreie Sonntag ist Ausdruck der unveräußerlichen Würde


des Menschen im Allgemeinen und des Arbeitnehmers im Besonderen. Denn der Mensch ist nicht nur Objekt im wirtschaftlichen Kreislauf, sondern Ziel des wirtschaftlichen Handelns. Der Sonntag ist also ein hohes Gut, das keinem wie auch immer gearteten kommerziellen Interesse geopfert werden kann. Der Sonntag bedeutet aber auch Entspannung und Entschleunigung und trägt damit ganz wesentlich und nachhaltig zur Regeneration und damit zur Erhaltung der Arbeitskraft bei. Auch deshalb sollte er nie, auch nicht ­vorübergehend, zur Erzielung kurz­ fristiger wirtschaftlicher Effekte ­aufgegeben werden. Denn ohne Sonntage gibt es nur noch Werktage. Wigbert Iseke Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmerbewegung im Bistum Erfurt


Notizen


Impressum: V.i. S .d.P. : Holger Lemme, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Zinzendorfplatz 3, 99192 Neudietendorf | Redak tion: Katja Fiebiger, Fachbereich Handel, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Bezirk Thüringen, Schillerstraße 44, 99096 Erfurt, Telefon: 0361 2117-232, E-Mail: katja.fiebiger@verdi.de — Julia Langhammer, Abt. Wirtschaftspolitik, DGB-Bezirk Hessen-Thüringen, Schillerstraße 44, 99096 Erfurt, Telefon: 0361 5961359, E-Mail: julia.langhammer@ dgb.de — Holger Lemme, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Zinzendorfplatz 3, 99192 Neudietendorf, Telefon: 036202 984-25, E-Mail: lemme@ev-akademie-thueringen.de | Fotos: Allianz für den freien Sonntag, Pressebilder der Landtagsabgeordneten, © Adobe Stock (floraldeco, Maria Kazanova, benjaminlion, schab, luckybusiness, Photocolorsteph, LumineImages) | Ges taltung: © Uwe Adler, Weimar, www.facebook.de/gestaltunguweadler | Druck : Fehldruck, Erfurt


Die Allianz für den freien Sonntag im Internet Thüringen

www.facebook.com/ ThueringerAllianzfuerdenfreienSonntag

Deutschland

www.allianz-fuer-den-freien-sonntag.de

Europa

www.europeansundayalliance.eu


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