Lichtblicke
Texte von Hans-Joachim Eckstein Skizzen von Eberhard Münch
Lichtblicke Erfreuliche Aussichten und freudige Ereignisse während eines eintönigen oder gar trostlosen Zustands bezeichnen wir als Lichtblicke. Manchmal erhellen uns schon Worte wieder den Blick und uns werden durch das, was wir hören und lesen, erneut die Augen für die Freude am Leben geöffnet.
Zuhause Wer in der Liebe zu Hause ist, dem ist die Zuversicht das Fenster in die Zukunft und das Vertrauen die TĂźr zum Leben.
Und ist gefunden worden Die Suche nach uns selbst und nach dem Ort, wo wir zu Hause sind, gestaltet sich deshalb so schwierig, weil wir letztlich nicht auf das Finden aus sind, sondern auf das Gefunden-Werden. Zutiefst ahnen wir, dass wir uns selbst nur finden kĂśnnen, wenn wir von einem GegenĂźber gefunden werden.
Im Wesentlichen Wenn du mich fragst, wann ich das letzte Mal etwas Wesentliches gesagt habe – vielleicht ist es nur wenige Sekunden her. Wenn ich dir sagen soll, wann ich wesentlich gehandelt habe – es wird mir sicherlich ein Beispiel aus den letzten Tagen einfallen. Und wenn du dich danach erkundigst, wann ich wirklich und wahrhaftig wesentlich gelebt habe – mein Gott, es wird doch nicht Jahre her sein!
Beziehungsgewissheit Nur die Liebe kann uns glaubhaft vermitteln, dass wir einzigartig und bedeutsam sind. Kennen wir diese Liebe, dann kĂśnnen wir unser GegenĂźber und uns selbst erkennen. Aber wie schwer ist es, andere anzuerkennen, wenn wir selbst nicht erkannt worden sind.
Schritt für Schritt Die Treppe zum Glück besteht aus einzelnen Stufen. Zum Glück besteht die Treppe aus einzelnen Stufen.
Wenn einem sonst schon keiner Leid tut Selbstmitleid ist eine der lästigsten Arten, sich selbst mit Leid zu belasten. Denn auch, wenn es zutrifft, dass mir jemand aktuell Leid zufügt oder ich mich mit Grund an alte Leiderfahrungen erinnert fühle, warum sollte ich mich dann zu allem Übel auch noch selbst mit Leid quälen?
Besonders geliebt Das Besondere an der Liebe ist, dass sie dem Geliebten das Bewusstsein seines unermesslichen Wertes und seiner auĂ&#x;ergewĂśhnlichen Bedeutsamkeit gibt. Das Besondere an der Liebe Gottes ist, dass sie dieses Bewusstsein der Einzigartigkeit jedem Einzelnen unter Milliarden von Menschen zu schenken vermag.
Hans-Joachim Eckstein, Jahrgang 1950, ist seit
2001 Professor für Neues Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Uni versität Tübingen. Vielen ist er durch seine eindrücklichen Vorträge und Predigten sowie durch seine zahlreichen Veröffentlichungen bekannt. Mit seinen lyrischen und aphoris tischen Texten spricht er auch viele Menschen an, die sich dem Glauben gegenüber bisher eher distanziert empfanden. Der Brückenschlag zwischen Glauben und Denken ist ihm ein besonderes Anliegen. www.ecksteinproduction.com
Eberhard Münch, Jahrgang 1959. Schon als Kind
begeisterte er sich fürs Malen und Zeichnen. 1981 Studium italienischer Wandmalerei und von 1983 bis 1987 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Seit 1987 selbstständig als freier Maler und Raumgestalter. Aufträge im In- und Ausland. Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit Anfang der 1980er-Jahre. www.atelier-muench.de