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Emmi: Zusammen macht's mehr Spaß - 9783957342218

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Bärbel Löffel-Schröder

ten für Kinder h ic h c s e g ch a m t u M

Zusammen macht´s mehr Spaß


Emmi

Lisa

Ben

Max

Ronja

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Inhalt Der Kindergarten-Zirkus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Fröhlich und die Kuschelkatze . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Das allerschönste Geschenk . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Ronja und die Zuckerprinzessin . . . . . . . . . . . . . . . 27 Aufregung in der Schäfchengruppe . . . . . . . . . . . . . 33 Augen zu und Hände auf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 Emmi und Jesus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Ärger mit der Jungsbande . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 Ein schlimmer Traum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 Emmi will nicht in den Kindergarten . . . . . . . . . . . . 59 Gott und der Mut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Streiten und Vertragen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73 Emmis neue Kindergartenfreundin . . . . . . . . . . . . . 79 Ein Geschenk für Jesus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 Das verschwundene Puppenhaus . . . . . . . . . . . . . . 91 Emmi ist neugierig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99 Die Riesen-Überraschung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 Geburtstag im Kindergarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111 Ein Kuscheltier für Samira . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117 Emmi und ihre Geburtstagsgäste . . . . . . . . . . . . . . . 123 Die zerbrochene Puppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129 Das lebende Geschenk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139


Der KindergartenZirkus

Emmi freut sich schon sehr auf den Kindergarten. Sie hat mit ihren Freunden ausgemacht, dass sie heute Zirkus spielen. Deswegen hat sie zwei ihrer Kuscheltiere eingepackt: ein Pferd und ein kleines Pony. Der Kopf von Emmis großem Zirkuspferd schaut oben aus ihrem Rucksack heraus. Emmi streichelt es und schnuppert an seinem Fell. Die Mähne von ihrem Pferd riecht nach Zirkus! Oder meint sie das nur? Als Emmi ihre Freundin Lisa sieht, läuft sie schnell zu ihr in den Gruppenraum. Hier ist ganz schön was los! Einige Kinder puzzeln, einige Mädchen spielen in der Puppenecke. Und Max und Ben bauen gerade einen Riesenturm aus Bauklötzen. „Hallo, Lisa“, begrüßt Emmi ihre Freundin. Lisa staunt, als sie Emmis Kuscheltiere sieht. „Oh, du hast aber ein schönes Pferd mitgebracht! Und ein Pony!“

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Emmi nickt. „Ja, das große Pferd heißt Bessie. Und du hast ja deinen Affen dabei!“ „Na klar“, sagt Lisa und lacht. „Das ist Coco.“ Emmi lächelt. „Der ist so süß. Er kann auf meinem Pferd reiten.“ Die beiden Mädchen kichern. Es wird bestimmt sehr viel Spaß machen, Zirkus zu spielen! Mit den Tieren auf dem Arm laufen sie zu Lukas. Er ist der Erzieher der Schäfchengruppe. „Hallo, Lukas!“, ruft Emmi. „Guten Morgen, Emmi“, sagt er. „Oh, das ist ja ein großes Pferd. Und Lisa, du hast heute einen Affen dabei! Na, sind wir heute im Tiergarten oder im Kindergarten?“ Er zwinkert ihnen fröhlich zu. Emmi muss lachen.Tiergarten – das ist lustig! „Wir spielen Zirkus“, erklärt sie. „Du kriegst auch eine Eintrittskarte.“ Lukas staunt. „Wow. Darf ich in der ersten Reihe sitzen?“ Emmi überlegt. „Wir können eine Zirkus-Vorstellung im Stuhlkreis machen.“ Und zu Lisa sagt sie: „Komm, wir üben unsere Zirkusnummer.“ Emmi und Lisa laufen durch den Gruppenraum in das kleine Wölkchenzimmer. Dort haben Ben und Max Stühle in einem Kreis aufgestellt. Max hat seinen Löwen dabei. Das Fell von Leo ist fast so hell wie Max’ Haare. Max probiert gerade, ob sein Löwe Männchen machen kann. Als

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er Emmi und Lisa sieht, ruft er: „Da seid ihr ja endlich! Wir mussten alles allein aufbauen.“ Ben hat einen Zylinderhut aufgesetzt. Er reckt seinen Kopf in die Höhe und erklärt: „Ich bin der Zirkusdirektor.“ „Okay, Ben“, meint Max zu ihm. „Dann bin ich der Löwenbändiger.“ Er nimmt seinen Löwen in die Hand und rennt auf Emmi und Lisa zu. „Huaaaach!“, macht er. Es klingt, wie wenn ein echter Löwe brüllt. „Ahhhh, Hilfe, ein Löwe!“, ruft Emmi. Auch Lisa tut so, als ob sie sich erschreckt. Max grinst. Er zeigt auf die Mitte vom Stuhlkreis. „Hier ist die Manege. Mein Löwe hat gleich seinen ersten Auftritt.“ „Wieso willst du denn anfangen, Max?“, fragt Lisa. „Weil ich auch alles aufgebaut habe, Lisa“, meint Max. Er setzt seinen Löwen in die Manege. „Oh, da kommt ja noch ein Zuschauer! Hallo, Ronja!“ „Hallo! Na, was spielt ihr denn?“, fragt Ronja neugierig. Emmi schaut ihre Freundin an. „Wir spielen doch heute Zirkus, Ronja. Was hast du denn für die Vorstellung mitgebracht?“ Ronja erschrickt. „Oh, das hab ich ja ganz vergessen!“ Emmi seufzt: „Hmmm, schade, Ronja. Aber du kannst ja zugucken.“ Ronja verzieht den Mund. Sie sieht ganz traurig aus. Und plötzlich dreht sie sich um und läuft aus dem Wölkchenraum. Emmi, Lisa, Ben und Max schauen sich erstaunt an. „Warum läuft Ronja denn weg?“, fragt Lisa.

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Emmi zuckt mit den Schultern. „Vielleicht will sie lieber was anderes spielen“, meint Max. „Kommt, setzt euch mal auf die Stühle. Ihr seid erst mal Zuschauer. Nach meiner Vorstellung kommt ihr dann dran. Eure Tiere könnt ihr so lange in den Stall bringen.“ Max lässt seinen Löwen durch die Manege rennen. Dann legt er ihn auf die Seite und faucht laut. Emmi und Lisa klatschen. Aber dann müssen sie lachen, denn der Löwe fällt um, als er gerade Männchen machen soll. Emmi freut sich schon auf ihren Auftritt. Es macht wirklich Spaß, Zirkus zu spielen! „Komm, Emmi, wir sind gleich dran“, drängt Lisa. „Wir müssen unsere Tiere noch aus dem Stall holen. Kann ich mit Coco zuerst auftreten?“ „Von mir aus“, meint Emmi. „Ich muss meine Pferde noch beruhigen. Sie sind ein bisschen aufgeregt.“ Lisa nickt. „Aber nicht zu lange, Emmi. Die Vorstellung fängt gleich an.“ Emmi legt den Kopf schief. „Lisa“, sagt sie. „Ich möchte aber noch eben gucken, wo Ronja ist.“ „Ronja?“, fragt Lisa überrascht. „Die will doch nicht mit uns spielen. Und außerdem hat sie ja ihr Zirkustier vergessen.“ Doch Emmi erinnert sich daran, dass Ronja ganz traurig aussah, als sie aus dem Wölkchenraum gelaufen ist. Ob sie traurig ist, weil sie ihr Zirkustier vergessen hat? Emmi überlegt kurz.

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Dann läuft sie in den Gruppenraum und guckt sich überall um. Komisch. Ronja ist nirgends zu sehen. Emmi schaut in den Garderobenraum. Der ist auch ganz leer. Oder? Was blitzen denn da für lange schwarze Locken hinter einer Jacke hervor? Emmi schleicht ganz leise zu Ronjas Platz unter dem Katzenschild und zieht die Jacke weg.

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„Ronja“, fragt sie. „Warum versteckst du dich denn? Spiel doch mit.“ Ronja guckt sie trotzig an. „Ich will aber nicht mitspielen“, erklärt sie. Emmi ist erstaunt. „Warum denn nicht?“ „Weil ich keine Lust dazu habe“, antwortet Ronja. Sie schiebt ihre Unterlippe nach vorn. Emmi überlegt. Ist Ronja traurig, weil sie ihr Zirkustier vergessen hat? Plötzlich hat Emmi eine Idee. Sie hat ja zwei Tiere mitgebracht. Ob sie Ronja ihr Pony leiht? Nein, das braucht Emmi doch selbst. Sonst wird ihr Zirkusauftritt nicht so schön. Hm, wie kann sie Ronja denn sonst helfen? Sie denkt nach. Und plötzlich weiß sie: Ja, Ronja kann mit ihrem Pony spielen. Sie ist schließlich ihre Freundin. Und Freunde sind wichtiger als ein toller Zirkusauftritt. „Ronja, ich leihe dir mein Pony“, bietet sie an. „Du magst doch Ponys, stimmt’s? Dann kannst du heute mit meinem spielen.“ Ronja kommt hinter der Jacke hervor. „Echt, Emmi?“, fragt sie. „Danke.Wir können doch mit deinem Pferd und dem Pony zusammen Zirkus spielen. Das Pferd reitet vor und das kleine Pony hinterher.“ „Oh ja“, antwortet Emmi vergnügt. „Dann nennen wir die Aufführung: ‚Pferdeshow von Ronja und Emmi‘.“ Ronja nickt. Die beiden Mädchen freuen sich und lachen.

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Es wird ein wunderschöner Vormittag. Emmi und ihre Freunde dürfen die Zirkusnummern im Stuhlkreis aufführen und alle anderen Kinder klatschen. Zum Schluss der Aufführung verbeugt sich Lisa und sagt dann stolz: „Meine Damen und Herren. Das war unsere Zirkusvorstellung.“ Emmi ist sehr glücklich. Nicht nur über den schönen Zirkusauftritt. Nein, auch über Ronjas fröhliches Gesicht. Denn sie hat Ronja geholfen, wieder fröhlich zu sein.

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