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Regiebuch für die Innenstadt Von Morgen

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Regiebuch für die

Innenstadt von morgen

Titel der Publikation Regiebuch für die Innenstadt von morgenUmsetzungsfahrplan

Erscheinungsdatum März 2026

Herausgeber Stadt Konstanz – Amt für Stadtplanung und Umwelt im Rahmen des Programms Smart Green City

Untere Laube 24

78462 Konstanz

Gehl Team

Lisa Müller-Schober – Projektleitung

Rasmus Duong-Grunnet – Director

Kym Lansell – Landschaftsarchitektur

Sophia Winder – Projekt-Assistenz

Anton Beil – Projekt-Assistenz

Ueli Isenschmidt – Projekt-Assistenz

Dana Ackermann - Projekt-Assistenz

Malin Nilsson - Projekt-Mitarbeit

Gehl

Vesterbrogade 24, 5. Stock 1620 Kopenhagen

Dänemark

gehlpeople.com mail@gehlpeople.com

Stadt Konstanz Team

Barbara Schaar – Projektleitung

Marion Klose – Leitung Amt für Stadtplanung und Umwelt

Martin Kratz – Leitung Stabstelle

Stadtentwicklung

Hannah Horstmann – Kommunikation

Anja Dreschler – Kommunikation

Damian Wagner-Herold – Programmleiter

Stadt Konstanz

Amt für Stadtplanung und Umwelt

Untere Laube 24 78462 Konstanz Deutschland

smart-green-city-konstanz.de asu@konstanz.de

Innenstadt von morgen ist ein Smart Green City-Projekt der Stadt Konstanz. Das Programm Smart Green City ist Teil der Förderung Modellprojekte Smart Cities des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Diese unterstützt Kommunen dabei, neue Wege der nachhaltigen Stadtentwicklung zu erproben und zu verstetigen.

Konstanz / Kopenhagen, März 2026

Vorwort

Uli

Karl

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,

mit dem Storyboard Innenstadt haben wir 2023 eine gemeinsame Grundlage geschaffen, um die Entwicklungsziele für die Konstanzer Innenstadt zu formulieren. Wir haben einen Blick auf die Besonderheiten, Herausforderungen und Potenziale unserer Innenstadt geworfen. Das entstandene Zukunftsbild führt die Perspektiven aus Bürgerschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zusammen. Wir haben ein gemeinsames Verständnis für die zentralen Themen unserer Innenstadt gewonnen. Das ist eine wertvolle Basis für weitere Entwicklungsentscheidungen.

Die Sommerorte haben 2025 gezeigt, wie kleine Veränderungen im Stadtraum wirken und ihn bereichern können. Sie ermöglichten es, neue Ansätze zu erproben, Nutzerinnen und Nutzer aktiv zu beteiligen und Erfahrungen zu sammeln, die nun in weitere Entwicklungen einfließen können und künftige Maßnahmen tragfähig machen.

Eine integrierte Strategie für die Innenstadt von morgen Mit dem vorliegenden Umsetzungsfahrplan gehen wir nun den entscheidenden nächsten Schritt. Er gibt uns einen verlässlichen Rahmen, der Orientierung schafft, um die Qualitäten unserer Innenstadt langfristig zu sichern. Auf Basis der Analyse des öffentlichen Raums und der Erfahrungen aus den Sommerorten entsteht erstmals eine integrierte Strategie für die Innenstadt von morgen. Sie verbindet die räumlichen und sozialen Anforderungen eines lebendigen, klimaresilienten Stadtraums mit den notwendigen Weichenstellungen in Gestaltung, Mobilität, Hitzevorsorge und Aufenthaltsqualität. Gefördert im Rahmen des Programms Smart Green City zeigt sie nicht nur Visionen, sondern konkrete und umsetzungsfähige Maßnahmen für die nächsten Jahre auf.

Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen brauchen wir eine starke Innenstadt, die als Herz unserer Stadtgemeinschaft funktioniert – als Ort des Arbeitens, Einkaufens und Begegnens, für alle Konstanzerinnen und Konstanzer ebenso wie für Gäste aus der Region und darüber hinaus. Der vorliegende Bericht zeigt, wie die Innenstadt von morgen neuen Anforderungen gerecht werden und gleichzeitig ihre besondere Konstanzer Identität bewahren kann. Unser gemeinsamer Anspruch ist es, den Stadtraum so weiterzuentwickeln, dass er heute und für kommende Generationen lebendig, attraktiv und funktional bleibt. Zu jeder Jahreszeit und für alle Altersgruppen.

Wir danken allen Projektbeteiligten, die es geschafft haben, Ihnen mit diesem Bericht eine klare und handlungsorientierte Grundlage vorzulegen – für ein Konstanz, das auch morgen stark, lebenswert und konstanzerisch bleibt.

Ihr

Uli Burchardt

Karl

Danke

Unsere Innenstadt ist ein zentraler Ort des städtischen Lebens: Begegnungsraum, Wohnort, Arbeits- und Einkaufsort, Kulturraum und Identitätsträgerin. Gleichzeitig treffen hier viele Anforderungen auf engem Raum zusammen – von Mobilität und Aufenthalt über Handel und Tourismus bis zu Klimaschutz und Klimaanpassung. Genau deshalb braucht ihre Weiterentwicklung eine klare Richtung.

Mit dem Prozess zur Innenstadt von morgen gestalten wir die Konstanzer Innenstadt Schritt für Schritt lebenswerter, klimaangepasster und für alle gut nutzbar. Die Zusammenarbeit mit dem Büro Gehl unterstützt uns dabei mit internationaler Erfahrung und einem konsequenten Blick auf die Qualität des öffentlichen Raums: Wie schaffen wir Orte, an denen Menschen sich gerne aufhalten – im Alltag, beim Einkauf, in jedem Alter und mit unterschiedlichen Bedürfnissen?

Diese Publikation stellt die geplanten Maßnahmen und nächsten Schritte vor. Sie zeigt, wie einzelne Bausteine zusammenwirken können – von der Gestaltung von Straßen und Plätzen über Begrünung und Schattenorten bis hin zu einer guten Erreichbarkeit. Entscheidend ist dabei auch der Dialog mit der Stadtgesellschaft: Hinweise und Erfahrungen aus der Praxis helfen, Lösungen zu schärfen und tragfähig umzusetzen.

Ich danke allen AkteurInnen und Beteiligten, insbesondere Rasmus Duong-Grunnet, Lisa Müller-Schober und Sophia Winder vom Büro Gehl aus Kopenhagen und dem Team des ASU und Smart Green City, insbesondere der Projektleiterin Barbara Schaar. Ich lade Sie ein, die Innenstadt von morgen als gemeinsamen Prozess zu verstehen – damit aus guten Ideen spürbare Verbesserungen im Alltag werden.

Ihre

Marion Klose Leiterin Amt für Stadtplanung und Umwelt

Marion Klose Leiterin Amt für Stadtplanung und Umwelt

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Kontext

Die Innenstadt von morgen entsteht im Spannungsfeld von Klimaanpassung, gesellschaftlichem Wandel und digitaler Transformation. Das Regiebuch zeigt, wie Konstanz mit dem Projekt Innenstadt von morgen im Rahmen der SmartGreen-City-Strategie neue Wege einer menschenzentrierten, dateninformierten Stadtentwicklung geht. Es verdeutlicht, wie räumliche Qualität, Beteiligung und Digitalisierung zusammenwirken, um die Konstanzer Innenstadt zukunftsfähig und lebenswert zu gestalten.

Mensch und Raum im Mittelpunkt –Digitalisierung als Verstärker Städte stehen heute vor der Aufgabe, sich unter zunehmend komplexen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln. Klimawandel, gesellschaftlicher Wandel, veränderte Mobilitäts- und Nutzungsansprüche, die Transformation ins digitale Zeitalter sowie neue Anforderungen an Teilhabe und Lebensqualität treffen in den Innenstädten besonders deutlich aufeinander. Die Konstanzer Innenstadt ist nicht nur das Herz der Stadt, sondern auch ein Brennglas, in dem diese Entwicklungen sichtbar werden.

Gleichzeitig eröffnen digitale Technologien und die zielgerichtete Nutzung von Daten neue Möglichkeiten, diese Herausforderungen genauer und vorausschauender zu bearbeiten. Vor diesem Hintergrund ist das Projekt Innenstadt von morgen Teil des Programms „Smart Green City – Konstanz vernetzt gestalten“ im Bundesförderprogramm Modellprojekte Smart Cities.

Das vorliegende Regiebuch für die Innenstadt von morgen übersetzt diesen Förderansatz in die Praxis des Stadtraums der Konstanzer Innenstadt. Es beschreibt, wie räumliche Stadtentwicklung, Digitalisierung und Beteiligung zusammenwirken, um eine lebenswerte, klimaangepasste, zukunftsfähige und wirtschaftsstarke Innenstadt zu gestalten, und zeigt den Weg in die konkrete Umsetzung auf.

Woher kommt die Idee der Smart City? Während der Begriff Smart City lange Zeit vor allem mit Sensorik, Apps und datenbasierter Steuerung verbunden wurde, hat sich das Verständnis erweitert. Smart City kann mehr. Maßgeblich geprägt wurde dieser Perspektivwechsel durch

Leitbilder der Stadtentwicklung, die in der Neue Leipzig-Charta, die Smart City Charta der Bundesregierung sowie durch die Nationale Stadtentwicklungspolitik definiert wurden.

Sie eint ein gemeinsamer Kern: Städte sollen integriert, gemeinwohlorientiert, nachhaltig und menschenzentriert entwickelt werden. Digitalisierung wird dabei nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Werkzeug, um kommunale Aufgaben besser zu erfüllen, Transparenz zu schaffen und Entscheidungen fundierter zu treffen. Das Förderprogramm Modellprojekte Smart Cities (MPSC) greift diesen Ansatz auf und unterstützt Kommunen dabei, smart und digitalisierungsgestützt neue Wege der integrierten Stadtentwicklung zu erproben.

Digitalisierung als Voraussetzung zukunftsfähiger Städte Die smarte Entwicklung von Städten ist eng mit Digitalisierung verbunden. Sie bedeutet nicht, Städte „technischer“ zu machen, sondern komplexe Zusammenhänge besser zu erkennen und handlungsfähig zu bleiben. Städte stehen vor der Aufgabe, mit begrenzten Flächen, knappen Ressourcen und zunehmenden Belastungen umzugehen, etwa durch Hitze, Nutzungskonflikte oder steigende Anforderungen an Mobilität und Aufenthaltsqualität. Digitale Werkzeuge helfen, diese Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu adressieren. Sie zeigen, wo sich Menschen aufhalten, welche Wege stark frequentiert sind oder welche Orte wenig genutzt werden.

Damit wird Stadtentwicklung nachvollziehbarer und vorausschauender. Daten und Dateninfrastruktur sind integraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung.

Smart City bedeutet: besser verstehen, gezielter handeln

Im Projekt wird Smart City in diesem Sinne verstanden. Ziel ist es, die Innenstadt und die Bedürfnisse von BesucherInnen und BewohnerInnen besser zu verstehen und gezielter weiterzuentwickeln. Digitale Technologien helfen, Prozesse sichtbar zu machen, die bislang schwer greifbar waren. Sensoren können etwa aufzeigen, welche Orte zu welchen Zeiten intensiv genutzt werden, und diese Informationen mit Wetterdaten oder Veranstaltungen in Beziehung setzen. Solche Erkenntnisse liefern keine fertigen Lösungen, schaffen jedoch eine belastbare Wissensgrundlage für räumliche Entscheidungen.

Gleichzeitig ist klar: Daten allein sagen nicht alles über die Qualität eines Ortes. Ob ein Platz als angenehm empfunden wird oder Menschen sich sicher fühlen, hängt von vielen Faktoren ab. Genau hier setzt der menschenzentrierte Ansatz an.

Der Schulterschluss von Digitalisierung und Stadtentwicklung

Ein zentrales Fundament des Projekts ist der menschenzentrierte Stadtentwicklungsansatz, wie er durch die Zusammenarbeit mit dem Büro Gehl geprägt wird. Dieser Ansatz fragt nach dem Alltag der Menschen: Wie bewegen sie sich durch die Stadt? Wo halten sie sich auf? Was lädt zum Verweilen ein? Digitale Werkzeuge werden genutzt, um diese Fragen zu vertiefen, nicht sie zu ersetzen. Qualitative Beobachtungen und Beteiligungsformate werden durch quantitative Erhebungen ergänzt. So entsteht ein vielschichtiges Bild der Innenstadt, das sowohl messbare als auch wahrnehmbare Qualitäten berücksichtigt.

Lernen im Stadtraum: Reallabore und Beteiligung

Ein Kernelement ist das Lernen im realen Stadtraum. Veränderungen werden nicht nur geplant, sondern vor Ort erprobt. Temporäre Maßnahmen und Reallabore ermöglichen es, neue Nutzungen und Gestaltungen unter realen Bedingungen zu testen. Die Konstanzer Sommerorte sind hierfür ein Beispiel. Sie machen Veränderungen sichtbar und erlebbar und erlauben es, Nutzung, Akzeptanz

und Wirkung zu beobachten. Digitale und analoge Rückmeldemöglichkeiten binden die Stadtgesellschaft aktiv ein. Smart City zeigt sich hier als lernendes Vorgehen, das Beobachtung, Daten und Beteiligung miteinander verbindet.

Klimaanpassung als kommunale Pflichtaufgabe

Steigende Temperaturen und veränderte Wetterlagen wirken sich bereits spürbar auf den öffentlichen Raum aus. Die Anpassung an diese Folgen des Klimawandels ist eine zentrale Aufgabe der Kommunen. Digitale Werkzeuge ermöglichen es, Hitzehotspots zu identifizieren, die Wirkung von Begrünung und Verschattung zu überprüfen und Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln. So wird Klimaanpassung integraler Bestandteil einer dateninformierten Stadtentwicklung.

Smart City als Beitrag zu Wirtschaft und Sicherheit

Der menschenzentrierte Ansatz trägt dazu bei, die Lebensqualität und Attraktivität der Innenstadt zu sichern. Aufenthaltsqualität, Nutzungsvielfalt und soziale Begegnung sind zentrale Faktoren. Digitale Technologien helfen, Entwicklungen nachvollziehbar zu machen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Die anonymisierte Auswertung von Bewegungsdaten kann Frequenzen, Aufenthaltsdauern und Wegebeziehungen sichtbar machen und so die Steuerung von Veranstaltungen oder Maßnahmen unterstützen. Monitoring von Bewegungsströmen ermöglicht zudem eine vorausschauende Steuerung von Nutzungskonflikten und kann zur Sicherheit im öffentlichen Raum beitragen.

Ein integrierter Ansatz für die Zukunft

Das Regiebuch bündelt diese Perspektiven und zeigt, wie räumliche Maßnahmen, digitale Instrumente und Beteiligungsprozesse ineinandergreifen und eine Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Konstanzer Innenstadt bilden. Urbane Daten und digitale Technologien sind dabei kein Selbstzweck, sondern Teil einer lernenden, integrierenden und menschenorientierten Stadtentwicklung, die die Innenstadt als Lebens- und Wirtschaftsraum zukunftsfähig macht.

Die Innenstadt von morgen?

Das Storyboard lenkte bereits den Blick auf die Entwicklung der Konstanzer Innenstadt – nun markiert das Regiebuch den nächsten Schritt, um das Stadtzentrum zukunftsfähig zu gestalten. Wie kann Konstanz dieses Vorhaben konkret angehen?

Die Innenstadt heute – und morgen?

Das Potenzial der Innenstadt von Konstanz ist schon auf den ersten Blick offensichtlich: die Lage am Bodensee, die regionale Bedeutung, florierende Geschäfte und eine pulsierende Kulturszene bieten beste Voraussetzungen. Die Frage bleibt, wie diese Stärken weiter ausgebaut und gleichzeitig aktuelle Herausforderungen gemeistert werden können. Kann Konstanz durch innovative Projekte und Experimente seine Rolle als Vorreiter für nachhaltige Entwicklung stärken und mit wegweisenden Initiativen neue Maßstäbe setzen?

Das Storyboard als Basis

Das Storyboard Innenstadt (entwickelt vom Büro Raumposition im Jahr 2023) bildet die Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung der Konstanzer Innenstadt, indem es durch eine umfassende Analyse und Beteiligung der verschiedenen Akteure die wichtigsten Entwicklungsschwerpunkte identifiziert und als räumliches Leitbild verortet. Als wegweisendes Projekt hat es bereits den Grundstein für eine erfolgreiche Umgestaltung gelegt und bietet eine solide Basis für die weitere Planung.

Das Regiebuch führt in die Zukunft

Auf dem Storyboard aufbauend, zielt das Projekt Regiebuch für die Innenstadt von morgen darauf ab, diese Vision in eine konkrete Umsetzung zu überführen. Im laufenden Prozess wurden dafür Sofortmaßnahmen entwickelt, die erste angestrebte Veränderungen unmittelbar erlebbar machen. Aus den dabei gewonnenen Erkenntnissen entstand ein Umsetzungsfahrplan, der den Veränderungsprozess strukturiert und in unterschiedlichen Zeithorizonten konkrete Projekte für die Innenstadt anstößt.

Der Projektverlauf

Über rund eineinhalb Jahre, von Mai 2024 bis Februar 2026, entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Konstanz und dem Team von Gehl ein vielseitiger, dynamischer Prozess, in dem verschiedene Akteure beteiligt und Veränderung im Stadtraum sichtbar gemacht wurden.

2023 2024

Phase 0: Vorgängerprojekt

Storyboard Innenstadt

Das Vorgängerprojekt Storyboard Innenstadt, begleitet vom Wiener Büro Raumposition, diente als strategische Grundlage für die Weiterentwicklung der Innenstadt. Das damals durch rege Stakeholderbeteiligung entwickelte räumliche Leitbild, die zwölf Empfehlungen und die ersten Ideen für ausgewählte Orte (“Leitbilder”) bildeten die Grundlage für die weitere Projektentwicklung.

März–Juli 2023

Phase 1: Entdecken

In diesem ersten Projektschritt stand die Auseinandersetzung mit bestehenden Materialien, internationalen Beispielen und der Altstadt selbst im Mittelpunkt. Erste Workshops und ein Kick-off vor Ort dienten dazu, das Projektgebiet kennenzulernen. Des Weiteren wurde eine Kommunikationsstrategie entwickelt, eine grafische Projektidentität gestaltet und die Kommunikationskanäle aktiviert.

Mai–Juli 2024

Phase 2: Analysieren und Beteiligen

Die Studie des öffentlichen Raums (Public Space Public Life Study, kurz: PSPL) wurde im September 2024 mit zahlreichen Helferinnen und Helfern an über 20 Orten in der Konstanzer Innenstadt durchgeführt. Darauf folgte die Datenauswertung und die Identifizierung möglicher Orte für Sofortmaßnahmen. Den Höhepunkt der Phase bildete die “Maßnahmen-Werkstatt” im Januar 2025 (2) mit rund 50 StakeholderInnen, bei der konkrete Sofortmaßnahmen gemeinsam erarbeitet wurden.

August 2024–Februar 2025

Phase 3: Identifizieren und Testen – Projekte und Sofortmaßnahmen Im Jahr 2025 wurden drei temporäre Sofortmaßnahmen als sogenannte „Sommerorte“ entwickelt, die von Juni bis Oktober im Stadtraum umgesetzt und evaluiert wurden. Jeder dieser Orte stand unter einem eigenen Motto, das unterschiedliche Aspekte des städtischen Lebens aufgriff und erlebbar machte. So entstanden temporäre Interventionen, die nicht nur Aufenthaltsqualität schufen, sondern auch wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Projekte lieferten.

Februar–November 2025

Sofortmaßnahme 1: Pfalzgarten

Der Pfalzgarten wurde zur grünen Ruheoase. Sitzplätze im Schatten zwischen Kräuterbeeten luden zum Verweilen und Begegnen ein. Ein abwechslungsreiches Programm begleitete den Ort und wurde in Kooperation mit lokalen Stakeholdern gestaltet.

Juni–Oktober 2025

Phase 4: Synthetisieren und Zusammenfassen

Alle Ergebnisse aus dem Projekt wurden in diesem Bericht gebündelt, der die Umsetzungsstrategie für die Entwicklung der Konstanzer Innenstadt skizziert, konkrete Handlungsempfehlungen formuliert und einen praxisnahen Projektkatalog enthält. Abschließend wurden die Projektergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

August 2025–Februar 2026

Sofortmaßnahme 2: Augustinerplatz

Der Augustinerplatz zählt im Sommer zu den heißesten Orten in Konstanz. Daher wurde dort ausprobiert, wie feiner Wassernebel zur Abkühlung beitragen kann. Zudem wurden bestehende Sitzgelegenheiten aufgewertet und hervorgehoben.

Juli–September 2025

Fertigstellung des Regiebuchs für die Innenstadt von morgen im März 2026

Sofortmaßnahme 3: Bodanplatz

Der Bodanplatz wurde im Spätsommer begrünt und verwandelte sich mit Bäumen, Sträuchern und einer kleinen Spielfläche in einen lebendigen Aufenthaltsort. Der zuvor kahle Platz erhielt dadurch ein neues Gesicht und lud zum Verweilen und Spielen ein.

September–November 2025

Storyboard Innenstadtein Rückblick

Das Projekt Regiebuch für die Innenstadt von morgen begann nicht bei Null. Es baut auf den Ergebnissen des Vorgängerprojekts Storyboard Innenstadt des Wiener Büros Raumposition auf, das die inhaltliche Basis gelegt hat.

(c) Raumposition

Konstanz verÜbersetzung der in der Ansprüche. Darin gesamthafte und ebenso darentlichen Frei- und Wegeverbindugnen über

Räume als Büheine lebendige attraktiver Wegeumliegenden Stadt-

teilen und den Frei- und Grünräumen in und um die Innenstadt, rücken in den Fokus der Auseinandersetzung. Gleichermaßen geht es aber auch um die Nutzbarmachung der Grün- und Freiräume entlang des Bodensees und des Rheinufers, die allen KonstanzerInnen und ihren BesucherInnen künftig zur Verfügung stehen sollen. Desweiteren gilt es, die Entréebereiche als Visitenkarten der Innenstadt attraktiv weiterzuentwickeln, sie als qualitätsvoll gestaltete Bereiche im System der öffentlichen Räume zu integrieren.

Mit dem im Rahmen der Smart Green City Strategiephase erarbeiteten Storyboard Innenstadt liegt für die Konstanzer Innenstadt seit 2023 ein gemeinsam getragenes Zukunftsbild vor. Das Storyboard beschreibt die Innenstadt als zentralen Lebensraum der Stadtgesellschaft und formuliert mit der Innenstadt-Charta sowie zwölf räumlich-funktionalen Entwicklungsschwerpunkten einen klaren qualitativen Zielrahmen für ihre langfristige Entwicklung. Es macht deutlich, dass die Zukunft der Innenstadt nicht allein in der Stärkung einzelner Nutzungen liegt, sondern in einer ganzheitlichen Betrachtung von öffentlichem Raum, Klimaresilienz, Mobilität, Nutzungsmischung, sozialem Miteinander und Governance.

Zugleich versteht sich das Storyboard ausdrücklich nicht als abgeschlossenes Konzept, sondern als Ausgangspunkt für einen weiterführenden Umsetzungsprozess. Bereits im Ausblick des Storyboards wird betont, dass die formulierten Ziele in einem nachfolgenden Schritt in konkrete Projekte, Maßnahmen und Pilotierungen zu überführen sind und dass temporäre Interventionen, Reallabore und lernende Prozesse eine zentrale Rolle bei der Transformation der Innenstadt einnehmen sollen. Vor diesem Hintergrund setzt das Projekt Innenstadt von morgen an.

Das räumliche Leitbild Neben den Handlungsempfehlungen entstand ein räumliches Leitbild für die Innenstadt, das die maßgeblichen räumlichen Schwerpunkte der künftigen Entwicklung beschreibt.

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Studie des öffentlichen Raums

Der Mensch im Mittelpunkt

...

Über Gehl

Wir bei Gehl rücken den menschlichen Maßstab in den Mittelpunkt jeder Planung. Dabei gilt: Zuerst kommt das Leben, dann der Raum – und erst danach die Gebäude. Ausgangspunkt unserer Arbeit ist die Beobachtung und Analyse des öffentlichen Raums und des tatsächlichen Nutzungsverhaltens der NutzerInnen. Die daraus gewonnenen Daten bereiten wir verständlich auf und nutzen sie als fundierte Grundlage, um qualitätsvolle Veränderungen anzustoßen und lebenswertere Stadträume zu schaffen.

Angewandte Methodologie

Unsere Methode zur Untersuchung des Freiraums ist die Public Space Public Life Studie (kurz: PSPL) – ein Ansatz, den Gehl seit

Jahrzehnten in unterschiedlichsten Städten weltweit anwendet. Mithilfe einer digitalen Erhebungs-App analysieren wir, wo Menschen verweilen, wie sie sich bewegen und wie sie den öffentlichen Raum tatsächlich nutzen. Eine PSPL-Studie macht sichtbar, wo der öffentliche Raum funktioniert – und wo nicht – und liefert damit eine evidenzbasierte Grundlage.

Measure – Test – Refine

Das Messen bildet auch die Grundlage für temporäre Projekte, in denen wir nach dem Prinzip measure–test–refine arbeiten: Wir erfassen die Ausgangssituation, testen gezielte Interventionen und verfeinern sie anhand der gewonnenen Daten – so auch bei den Sofortmaßnahmen in Konstanz.

Die Konstanzer Innenstadt im Fokus

In Konstanz wurde die Public Space Public Life Studie durchgeführt, um dem räumlichen Fokus des Leitbilds eine menschliche Dimension zu geben und eine solide Daten- und Argumentationsgrundlage für Sofortmaßnahmen zu schaffen.

Die Erhebung fand an 27 Standorten am 19. und 21. September 2024 statt – einem Wochentag und einem Wochenendtag zum

Vergleich – jeweils von 09:00 bis 19:00 Uhr. Dies war nur dank der Unterstützung von 10 engagierten HelferInnen möglich – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

Erfasst wurden dabei folgende zentrale Aspekte: Wo sich wie viele Menschen durch die Innenstadt bewegen, wer an welchen Orten im öffentlichen Raum verweilt, und was diese Personen tun.

Zuerst das Leben...
dann der Freiraum... ... und dann erst die Gebäude!

Rheinsteig

Schottenplatz

Schreibergasse

Inselgasse Rheingasse

Gerichtsgasse

Obere Laube Schottenstraße

Münsterplatz

Pfalzgarten

Konzilstraße

St.-Stephans-Platz

Salmannsweilergasse

Wessenbergstraße

Augustinerplatz

Marktstätte

Bahnhofstraße

Bodanstraße

Kreuzlinger Straße

Emmishofer Straße

Bodanplatz

Lago

Fischmarkt

Stadtgarten

Klein Venedig

Bewegungs-Zählungen

Verweil-Zählungen

Betrachtungsraum

Studienergebnisse

An den zwei Herbsttagen, an denen die PSPL-Studie stattfand, war die Innenstadt sehr belebt. Am Donnerstag, 19. September 2024 und Samstag, 21. September 2024 wurden zwischen 9 und 18 Uhr insgesamt 177.444 Menschen in Bewegung sowie 8.916 verweilende Menschen gezählt.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

• Die meisten Menschen halten sich im Herzen der Altstadt auf - vor allem auf der Marktstätte. Kleinere Plätze sind wesentlich weniger belebt.

• Die Altersgruppen sind durchmischt, allerdings ist die Mehrheit der Menschen in der Innenstadt älter als 65.

• Kinder halten sich vor allem auf der Marktstätte, auf dem Münsterplatz und auf dem Spielplatz am Pfalzgarten auf.

Am Wochenende war ca. 40% mehr los

Menschen in Bewegung im Tagesverlauf

Spitze zur Mittagszeit

Wochenende Wochentag

Verweilende Menschen im Tagesverlauf

21,2% stehen 0,3% liegen 17,9% sitzen öffentlich 5,3% sitzen informell

Mehr als die Hälfte sitzt auf kommerziellen Sitzgelegenheiten

55,3% kommerziell

Wochenende

Wochentag

Altersverteilung der Menschen in Bewegung

Altersverteilung der verweilenden Menschen

KonstanzerInnen und BesucherInnen sind gesprächig und nutzen gastronomische Angebote

Leute beobachten Nutzung von elektronischen Geräten Kulturelle Aktivitäten Sich um Kinder

Schottenstraße

Schottenplatz

Rheinsteig

Gerichtsgasse Schreibergasse

Inselgasse Rheingasse

Münsterplatz

Pfalzgarten

Obere Laube

St.-Stephans-Platz

Salmannsweilergasse

Wessenbergstraße

Augustinerplatz

Bodanstraße

Kreuzlinger Straße

Emmishofer Straße

Marktstätte

Bahnhofstraße

Bodanplatz

Lago

Konzilstraße

Stadtgarten

Vor allem im nördlichen Teil der Altstadt waren einige der Plätze nur sehr wenig frequentiert.

Auf dem SanktStephans-Platz und auf dem Pfalzgarten gab es die größte Altersvielfalt.

Fischmarkt

Auf der Marktstätte war mehr los, als auf dem Münsterplatz, dem Bodanplatz und dem Fischmarkt zusammen.

Klein Venedig

Menschen in Bewegung

Menschen, die verweilen

Betrachtungsraum

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Definition und Charakteristik

Temporäre Sofortmaßnahmen stehen für schnelle, temporäre Veränderungen im öffentlichen Raum. Sie machen neue Nutzungen und Qualitäten unmittelbar erlebbar. Im Folgenden wird erläutert, was Sofortmaßnahmen auszeichnet und welche Merkmale sie definieren.

Sofortmaßnahmen werden häufig auch als Reallabore, Pop-Up- oder Pilotprojekte bezeichnet. Es handelt sich dabei um temporäre, kurzfristig realisierbare Interventionen im öffentlichen Raum. Ziel ist es, mit einfachen und flexiblen Mitteln neue Nutzungen zu erproben, Aufenthaltsqualität zu schaffen und Impulse für die Weiterentwicklung öffentlicher Räume zu setzen. Die Maßnahmen sind bewusst zeitlich begrenzt angelegt und dienen dazu, Erfahrungen zu sammeln und eine Diskussion über die zukünftige Gestaltung und Nutzung der Orte anzustoßen.

Temporäre Gestaltungen laden zum Spielen ein, ermöglichen neue Nutzungen und fördern Begegnungen zwischen Menschen. Um den Raum umzugestalten, werden oft einfache Möbel, Markierungen am Boden oder andere mobile Elemente eingesetzt. Die Maßnahmen können sehr unterschiedlich sein: Spielangebote, Sitzgelegenheiten, Grün, Kunstinstallationen oder kleine Veranstaltungen.

Solche Eingriffe machen öffentliche Räume lebendiger und zeigen, was dort möglich ist. Dadurch helfen sie dabei, Erfahrungen für dauerhafte Lösungen und weitere Maßnahmen zu sammeln. Gleichzeitig wächst das Interesse der Bevölkerung, den öffentlichen Raum aktiv mitzugestalten.

Zahlreiche Städte nutzen Sofortmaßnahmen gezielt zur Erprobung neuer Ansätze im öffentlichen Raum. Im Folgenden wird exemplarisch dargestellt, wie entsprechende Projekte in verschiedenen Städten umgesetzt und in die Stadtentwicklung integriert wurden.

New York City

Der Broadway und seine Plätze neu gedacht

Der Broadway in New York war lange Zeit stark vom Autoverkehr geprägt. Im Rahmen eines temporären Projekts wurden einzelne Straßenabschnitte und ganze Plätze - darunter der Times Square - zeitweise für den Autoverkehr gesperrt und mit Sitzgelegenheiten, Farbe und einfachen Gestaltungselementen in Orte für Aufenthalt und Begegnung umgewandelt.

Gehl begleitete und dokumentierte diese temporären Eingriffe. Dabei zeigte sich schnell messbarer Erfolg: mehr Menschen hielten sich auf den Straßen und Plätzen auf, verweilten länger und bewegten sich sicherer. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurden zentrale Bereiche dauerhaft umgestaltet und sind heute aus dem Stadtbild New Yorks kaum mehr wegzudenken.

Bern

Temporäre Projekte als Planungsinstrument

In Bern bildete eine von Gehl im Jahr 2016 erstellte Studie (Eine Altstadt für alle die fachliche Grundlage für einen neuen Blick auf den öffentlichen Raum der Berner Altstadt und seine Nutzung. Auf dieser Basis entwickelte die Stadt Mut, Maßnahmen nicht nur zu planen, sondern sie im Alltag zu testen und Erfahrungen direkt im Stadtraum zu sammeln. Temporäre Eingriffe in unterschiedlichsten Formen (Parklets, Platzumgestaltungen, Schulstraßen, uvm.) wurden bewusst als Lerninstrumente eingesetzt.

Aus diesem Ansatz heraus entstand eine Kultur des Ausprobierens. Diese Haltung wurde schließlich organisatorisch verankert, unter anderem durch den Aufbau einer eigenen Fachstelle für den den öffentlichen Raum namens KORA. Damit wurde das Testen vom Projekt zur dauerhaften Arbeitsweise.

Karlsruhe

Reallabore in der Innenstadt

Im Rahmen des Projekts Platz für mehr wurden 2022 in der Karlsruher Innenstadt zwei Reallabore durchgeführt, um neue Nutzungen und Qualitäten des öffentlichen Raums zu erproben. Im Passagehof sowie in der nördlichen Karlstraße wurde der Straßenraum temporär neu aufgeteilt: Der Kfz-verkehr wurde weitgehend ausgeschlossen, Parkplätze entfielen, und es entstand mehr Platz für Fußgänger:innen, Radverkehr und Aufenthalt. Die Flächen wurden mit Sitzmöbeln, Begrünung, Gastronomie- und Kulturangeboten gestaltet und belebt.

Mithilfe einer wissenschaftlichen Begleitung bildeten die Reallabore die Grundlage für spätere dauerhafte Umgestaltungen. Das Reallabor im Passagehof wurde verstetigt und in eine permanente Fußgängerzone umgewidmet.

Auswahlprozess der Standorte

Zunächst ging es an die Auswahl möglicher Standorte der Sofortmaßnahmen: ein intensiver, mehrstufiger Prozess. Im Mittelpunkt stand dabei zuerst die Frage des richtigen Ortes, da Lage und Umfeld das Potenzial der Maßnahmen maßgeblich beeinflussten. Schließlich wurden Ideen für die gewählten Orte entwickelt.

Nach einer intensiven Phase konzeptioneller und strategischer Überlegungen galt es, den Innenstadtentwicklungsprozess durch erste sichtbare und erfahrbare Schritte im Stadtraum zu ergänzen. Die Sofortmaßnahmen bildeten hierfür ein geeignetes Instrument: Sie ermöglichten es, zeitnah konkrete Veränderungen umzusetzen und auszuprobieren, Qualitäten unmittelbar erlebbar zu machen und den Transformationsprozess der Innenstadt greifbar zu verankern. Neben der inhaltlichen Ausgestaltung der Maßnahmen kam der gezielten Auswahl geeigneter Orte eine zentrale Bedeutung zu, da gerade sie das Potenzial boten, Wirkung, Akzeptanz und Lernprozesse frühzeitig sichtbar werden zu lassen.

Die PSPL-Studie und das räumliche Leitbild aus dem Storyboard dienten als erste Grundlage, um mögliche Orte zu identifizieren.

Daraus ergaben sich sieben potenzielle Standorte für Sofortmaßnahmen. Für diese

Orte wurden im Januar 2025 in einer Maßnahmenwerkstatt mit einer Gruppe von über 50 StakeholderInnen gemeinsam Ideen und Konzepte entwickelt. Im Nachgang wurden daraus drei Standorte für die Umsetzung im Jahr 2025 bestimmt.

Ausschlaggebend für diese Auswahl waren die folgenden Kriterien:

• Heutige Nutzungsmuster (PSPL-Studie)

• Abdeckung einer strategischen Handlungsempfehlung der Innenstadt-Charta

• Handlungsdruck

• Machbarkeit

• Keine Eingriffe in die Verkehrs- oder Parksituation

• Realistischer Zeithorizont

• Input des Projekt-Beratungs-Komitees

Diese Kriterien führten schließlich zu der Auswahl von Bodanplatz, Augustinerplatz und Pfalzgarten. Dort nahm der Stadtraum im Sommer 2025 sichtbar neue Formen an.

Paradiesstraße

Rheinsteig

Augustinerplatz

Bahnhofstraße

Fischmarkt

Ausgewählte Orte für 2025 Potenzielle Orte

Betrachtungsraum

Pfalzgarten
Bodanplatz

Vorstellung der Sofortmaßnahmen

An drei Standorten kam es im Sommer 2025 zu temporären Veränderungen. Was genau wurde dort umgesetzt und wie wurden diese Sofortmaßnahmen im Rahmen von Sommerorten realisiert?

Für die Standorte Augustinerplatz, Bodanplatz und Pfalzgarten begann der konkrete Ausarbeitungsprozess nach dem Stakeholder-Workshop im Januar 2025. Von der Konzeptphase bis zur Umsetzung der ersten Maßnahme Anfang Juni vergingen also nur etwas mehr als vier Monate – ein außergewöhnlich kurzer Zeitraum, der schnelle Entscheidungen und ein hohes Maß an Pragmatismus erforderte. Dabei wurde bewusst auf interne Ressourcen zurückgegriffen, insbesondere auf die Mitarbeitenden der Technischen Betriebe Konstanz (TBK), sowie auf einfach umsetzbare Lösungen wie vorgefertigte Pflanzkübel oder modulare Elemente.

Ebenso wichtig wie die Planung der Orte selbst war die frühzeitige Einbindung zentraler StakeholderInnen sowie die Beteiligung der AnwohnerInnen. Diese parallelen Prozesse machten es möglich, in kurzer Zeit Maßnahmen mit großer Wirkung zu realisieren.

Die Sofortmaßnahmen wurden bewusst als „Sommerorte“ kommuniziert. Die Bezeichnung schuf Identität und machte die temporären Eingriffe als eigenständige Orte erlebbar. Die Farbe Gelb prägte die visuelle Identität und sorgte für hohe Aufmerksamkeit, sowohl im Stadtraum als auch in analogen und digitalen Kommunikationsmaterialien. Dies trug dazu bei, die Sommerorte als sichtbares Zeichen der Innenstadttransformation zu verankern.

Die Wirkung der Sommerorte wurde umfassend und datenbasiert evaluiert: durch die Analyse von Nutzungsmustern, subjektive Wahrnehmungen sowie ergänzende Datensammlungen wie Social-Media-Auswertungen oder thermometrische Messungen.

01. PLATZ MACHEN Plätze als Bühnen und Begegnungsräume für eine lebendige Stadt gestalten

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Pfalzgarten

Der Pfalzgarten wurde von Juni bis Oktober zur grünen Ruheoase. Sitzplätze im Schatten zwischen Kräuterbeeten luden zum Verweilen und Begegnen ein. Ein abwechslungsreiches Programm aktivierte den Ort zusätzlich.

Die Sofortmaßnahme adressiert vor allem folgende Charta-Punkte:

1. Platz machen Plätze als Bühnen und Begegnungsräume für eine lebendige Stadt gestalten

gilt

auch, das verbindende Gerüst an Wegen und Gassen weiterzuentwickeln und so

Attraktivität

Kleinteiligkeit, wie Engmaschigkeit der innerstädtischen Strukturen zu wahren. Damit soll sowohl die Aufenthalts- als auch die Erlebnisqualität der Innenstadt langfristig gesichert werden.

und zentralen Plätzen stützen. Mit steigenden Temperaturen und Starkregenereignissen steigen allerdings auch zunehmend die Anforderungen, die steinernen Strukturen der Innenstadt an den Klimawandel anzupassen. Es gilt, kluge Antworten zu finden, Straßenzüge und öffentliche Wegenetze nach ihren jeweiligen Gegebenheiten und Möglichkeiten mit grün-blauer Infrastruktur zu qualifizieren, zu entsiegeln, nachhaltige Formen der Mobilität zu implementieren und an anderen Stellen mit alternativen Anpassungsmassnahmen zu agieren.

5. Klimafitte Innenstadt Öffentliche Räume als klimagerechte Aufenthalts- und Bewegungsräume

Die Potentiale der Plätze erkennen Die Rückmeldungen im Rahmen des Beteiligungsprozesses zum Storyboard Innenstadt haben den Wunsch laut werden lassen, die Plätze in der Innenstadt als öffentliche Wohnzimmer zu qualifizieren. Als Wohlfülorte des Verweilens, der Begegnung und des Miteinanders können diese wichtige Beiträge für eine lebendige, bunte und soziale Innenstadt

DIE INNENSTADT-CHARTA „Die Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere sommerliche Wärmeinseleffekte sowie Starkregenereignisse, erzeugen zunehmend Handlungsdruck für Städte. Stadtgrün ist dabei ein wesentlicher Teil der städtischen Daseinsvorsorge, um diesen Veränderungen zu begegnen und die Lebensqualität in Städten zu sichern. Gerade in Anbetracht von hochverdichteten Innenstädten und geringen Flächenverfügbarkeiten braucht Klimawandelanpassung multicodierte grüne Infrastruktur, die neue Grünpotenziale erschließt und Funktionen wie Versickerung und Kühlung, Aufenthaltsqualität und Bewegung zusammenbringt.“ - Aus der Dokumentation des internationalen Workshops des BMI zum Thema „Grün in der Stadt - für eine lebenswerte Zukunft“ Klima-angepasste Innenstadt: Im Zuge einer vorausschauenden und zukunftsgerichteten Planung, müssen Aspekte der Klimawandelanpassung eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung

6. Belebte Innenstadt für alleKunst, Kultur und Bildung zur Ermöglichung einer resilienten Innenstadt fördern

Sommerort 1

2 3

Sommerort 2

Augustinerplatz

Der Augustinerplatz zählt im Sommer zu den heißesten Orten in Konstanz. Daher wurde hier von August bis September ausprobiert, wie feiner Wassernebel zur Abkühlung beitragen kann.

Die Sofortmaßnahme adressiert vor allem folgende Charta-Punkte:

3. Innenstadt am Wasser Vielseitige Frei- und Grünräume am Wasser für alle nutzbar machen

Formen der aktiven Mobilität Rücksicht zu nehmen. Die Uferbereiche in der Innenstadt spürbar machen: Im Kontrast zur steinernen, historischen Altstadt gilt es, die Uferbereiche als innenstadtrelevante, seeseitig nutzbare Frei- und Grünräume weiterzuentwickeln. Es bedarf hierfür einer differenzierten Betrachtung der jeweiligen Funktionen und Qualitäten, die diese inne haben. Der Blick soll dabei auf jene Freiräume gelegt werden, die einer Neugestaltung bzw. Qualifizierung bedürfen.

5. Klimafitte Innenstadt Öffentliche Räume als klimagerechte Aufenthalts- und Bewegungsräume

auswirken

Sommerort 3

Bodanplatz

Der Bodanplatz wurde grün! Mit Bäumen und Sträuchern, vielfältigen Sitzgelegenheiten sowie einer Spielfläche erstrahlte der sonst kahle Platz von September bis November in neuem Licht.

Die Sofortmaßnahme adressiert vor allem folgende Charta-Punkte:

DIE INNENSTADT-CHARTA

Die Innenstadt von Konstanz kann sich auf ihren prägenden Stadtgrundriss aus kleinteilig Gassen und zentralen Plätzen stützen. Mit steigenden Temperaturen und Starkregenereignissen steigen allerdings auch zunehmend die Anforderungen, die steinernen Strukturen der Innenstadt an den Klimawandel anzupassen. Es gilt, kluge Antworten zu finden, Straßenzüge und öffentliche Wegenetze nach ihren jeweiligen Gegebenheiten und Möglichkeiten mit grün-blauer Infrastruktur zu qualifizieren, zu entsiegeln, nachhaltige Formen der Mobilität zu implementieren und an anderen Stellen mit alternativen Anpassungsmassnahmen zu agieren.

Die öffentlichen Räume als Bezugs-, Aktions- und Begegnungsräume sind gleichermaßen Visitenkarten der Stadt und Bühnen der Stadtgesellschaft. Die Plätze bieten

sie eine zentrale Rolle für die Orientierung in der Stadt und bereichern ihr Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten. Ziel soll es sein, die jeweiligen Qualitäten und Chancen der Plätze in der Konstanzer Innenstadt herauszuarbeiten und sie im Sinne einer klimafitten und resilienten Stadt für alle Innenstadt-NutzerInnen weiterzuentwickeln.

10. Innenstadt als Alltagsraum Wohnen, Erreichbarkeit und Funktionalität sichern

schränkungen oder (Seh-)Behinderungen, die Teilhabe am öffentlichen Raum zu garantieren und für Barrierefreiheit zu sorgen. Weiters muss auch dem sozialen Aspekt im öffentlichen Raum Rechnung getragen werden. Hierbei sollen unter anderem Fragen von Inklusion im Straßenraum Beachtung finden. Dieser Anspruch soll bei allen Neu- und Umgestaltungen im öffentlichen Raum berücksichtigt und mitgedacht werden. DIE INNENSTADT-CHARTA „Wenn man den FußgängerInnen und RadfahrerInnen entgegenkommt, schlägt man fünf Fliegen mit einer Klappe - man bekommt eine lebendige Stadt, eine attraktive Stadt, eine sichere Stadt, eine nachhaltige Stadt und eine Stadt, die gut für die Gesundheit ist. Das alles sind Dinge, die uns in der heutigen Zeit sehr am Herzen liegen.“ - Jan Gehl

„Die Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere sommerliche Wärmeinseleffekte sowie Starkregenereignisse, erzeugen zunehmend Handlungsdruck für Städte. Stadtgrün ist dabei ein wesentlicher Teil der städtischen Daseinsvorsorge, um diesen Veränderungen zu begegnen und die Lebensqualität in Städten zu sichern. Gerade in Anbetracht von hochverdichteten Innenstädten und geringen Flächenverfügbarkeiten braucht Klimawandelanpassung multicodierte grüne Infrastruktur, die neue Grünpotenziale erschließt und Funktionen wie Versickerung und Kühlung, Aufenthaltsqualität und Bewegung zusammenbringt.“ - Aus der Dokumentation des internationalen Workshops des BMI zum Thema „Grün in der Stadt - für Klima-angepasste Innenstadt: Im Zuge einer vorausschauenden und zukunftsgerichteten Planung, müssen Aspekte der Klimawandelanpassung eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung und Qualifizierung von Freiund Grünräumen spielen. Durch die gut erhaltene historische

5. Klimafitte Innenstadt Öffentliche Räume als klimagerechte Aufenthalts- und Bewegungsräume

2. Grüne Bänder um die Steinerne Stadt - Freiraumstrukturen um die Altstadt spürbar und erlebbar machen

„Die

4. Stadteingänge als Visitenkarte - Innenstadt über ihren Entréebereich mit dem Umfeld vernetzen

zu ist in der Umsetzungsphase von Smart Green City ein entsprechendes Projekt angedacht. Mithilfe von „Smart Docking“ soll ein ökonomisches Assistenzsystem für die MS Mainau

Von Juni bis Anfang September 2025 wird der Pfalzgarten zum Sommerort. Im Projekt „Innenstadt von morgen“ testen die Stadt Konstanz und das Stadtplanungsbüro Gehl neue Ideen für öffentliche Räume. Der Pfalzgarten ist der erste von drei temporär umgestalteten Plätzen – alle sind eingeladen, den Sommerort zu erleben.

Sommerort Pfalzgarten

Sommerort Pfalzgarten Programm 2025

Sommerort Pfalzgarten

Programm

Do, 12.06. 12.15 Uhr

Do, 26.06. 12.15 Uhr

Aktiv in die Mittagspause* Bewegungsangebot

Tankstille* Still werden, zur Mitte finden, aufatmen.

Erfahre mehr:

Do, 26.06. 15.30 Uhr

Do, 03.07. 12.15 Uhr

Do, 03.07. 15.30 Uhr

Do, 10.07. 12.15 Uhr

Big, Bigger, Giant-Games Spieleklassiker im Großformat

für Kinder und Junggebliebene

Sommer am See* Die Stadtbibliothek empfiehlt Bücher mit Ausflugstipps und Rezepten

Jim ist mies drauf Kamishibai-Erzähltheater und Button-Herstellung

Zeitreise*

für Kinder und Junggebliebene

Unterhaltsames aus der Geschichte des Pfalzgartens

*Bring dein Mittagessen mit und bleibe nach dem 20-minütigen Impuls für eine gemeinsame Pause.

Bei Regen fallen die Veranstaltungen aus. Informationen dazu auf: www.smart-green-city-konstanz.de/sommerorte

Smart Green City Hussenstraße 13

Konstanzer Sommerorte

Innenstadt von morgen

Sommerort 1 Pfalzgarten

Pfalzgarten

Ausgangslage

Der Pfalzgarten liegt zentral, direkt neben dem Konstanzer Münster und ist eine schlichte, offene Platzfläche mit Kiesbelag und kleinteiligem Pflaster, einigen randseitigen Grünstreifen und einem kleinen Spielplatz am Rand. Sitzgelegenheiten sind begrenzt, weshalb der Ort eher karg wirkt und vor allem als Durchgangsraum genutzt wird. Trotz begrenzter Ausstattung wird der Ort schon jetzt gern genutzt, um abseits vom Trubel eine kurze Mittagspause einzulegen.

Der Platz bietet an vielen Stunden des Tages wertvollen Schatten durch die großen, alten Bäume. Dieser Schatten konnte bisher nicht genutzt werden da in den Bereichen keine Sitzgelegenheiten angeboten wurden.

56% der Personen halten sich auf dem Spielplatz auf

Der Spielplatz macht jedoch nur 20% der Platzfläche aus

Über die Hälfte der Personen steht

Der Spielplatz ist die Hauptattraktion

Bänke vor dem Münster, frequentiert v.a. zur Mittagszeit

Eine leere, zentrale Fläche

lebendig

Stadtliegen

Andere Art von Bühne

MittagessenFlashmob

Tischespontan Mittagessen!

Spontanbegegnungen - flexible Stühle!

Schatten

Die Idee

Die Ideen aus der Maßnahmenwerkstatt sowie die Daten und Beobachtungen aus der Studie bildeten die Grundlage für die temporäre Umgestaltung des Pfalzgartens. Holzhochbeete mit essbaren Kräutern und Blumen, lange Holzbänke zum Spielplatz hin, gelbe Stühle, Lounge-Sessel und Tische schufen vielfältige und flexible Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten. Ein transparenter Kunststoff-Dome fungierte als Pavillon und bot Raum für Spielmaterial, Yogamatten und weitere Ausstattung. Solarbetriebene Lichterketten und mobile Stecklichter sorgten für eine angenehme Atmosphäre. Ergänzt wurde die bauliche Gestaltung durch ein abwechslungsreiches Programm, das gemeinsam mit den Stakeholdern entwickelt wurde und den Ort zusätzlich aktivierte. Es fanden in Zusammenarbeit mit lokalen Staeholdern regelmäßig Events statt, die sehr vielseitig waren - von Buchlesungen bis hin zu Sport-Einheiten.

Zeitraum

Juni - Oktober 2025 (ursprünglich JuniJuli, Wunsch nach Verlängerung)

Bauliche Elemente

• Hochbeete aus Holz mit diversen Kräutern und Blumen, großteils essbar

• Holzplattform und Picknicktische

• Zwei lange Holzbänke zur Einfassung und zum Sitzen in Richtung Spielplatz

• Gelbe Stühle und Lounge-Stühle, sowie Tische

• Ein Dome aus Kunststoff als Pavillon, um Zubehör aufzubewahren (Spiele, Yogamatten, etc.)

• Solabetriebene Lichterketten und Stecklichter

Programm

• Events jeden Donnerstag Mittag (Zusammenarbeit mit Altstadtpfarrei, Stadtbibliothek und Farbengarten)

Die Planzeichnung der Sofortmaßnahme am Pfalzgarten

vorher
nachher
Der Pfalzgarten im vorher-nachher Vergleich

Zahlen und Perspektiven

Vom 09. Juni bis 08 September 2025 hatten die BürgerInnen die Möglichkeit, ihre Meinungen zur temporären Umgestaltung des Pfalzgartens zu teilen. Die Ergebnisse zeigen, wie der Ort erlebt und bewertet wurde (gelbe und blaue Felder). Zusätzlich wurden an je

zwei Wochen- und Wochenendtagen PSPL-Zählungen durchgeführt. Durch die Daten lässt sich feststellen, wie der Ort vorher (Dienstag, 20. Mai & Samstag, 24. Mai 2025) und während der Maßnahme (Samstag, 21. Juni & Mittwoch, 25. Juni 2025) genutzt wurde (pinke Felder).

Ein Wohnzimmer für Konstanz

450 Stimmen

Innehalten

+52

- mehrheitlich aus Konstanzhaben ihre Meinung zum Pfalzgarten geteilt.

mehr öffentliche Sitzangebote, die rege genutzt wurden (83% mehr Menschen auf öffentlichen Sitzgelegenheiten).

Ein Ort zum Verweilen

Glücksfund

188

Personen haben den Pfalzgarten zum ersten Mal entdeckt.

Der Pfalzgarten verbindet

>80%

besuchten den Sommerort mit FreundInnen und Familie.

Durchschnittlich verbrachten die BesucherInnen im Pfalzgarten

32 Min

Mittagspause

Zu den Mittagsstunden zog der Sommerort deutlich mehr BesucherInnen an als zuvor.

Die Sofortmaßnahme begeistert

vor Maßnahme mit Maßnahme +72% 3,7 8,9

Das war so toll mit den Kräutern, wir hatten den ganzen Sommer frisches Pesto zuhause.

„ „

„

Die Kästen sind toll bepflanzt, schön bunt. Ich finde es sehr schön, dass solche Orte geschaffen werden, wo es nicht so trubelig zugeht.

40 Jahre, männlich, Innenstadtbewohner

35 Jahre alt, weiblich, aus Konstanz

Die tollen Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Vor allem die Möglichkeit, sein Mittagessen hier zu sich zu nehmen, ist sehr praktisch und hat bislang gefehlt.

34 Jahre alt, männlich, aus der Umgebung

Ich finde es toll, dass so viele unterschiedliche Menschen den Ort nutzen. Zum Schlafen auf der Liege, zum Mittagessen, zum Lernen, zum Telefonieren...

“
„ “ “ “

Wordcloud aus den Umfrageergebnissen: am häufigsten genannte Wörter, um den Pfalzgarten zu beschreiben

Potentiale

Verbesserungsvorschläge

Die BürgerInnen konnten sich aktiv an der Gestaltung des Pfalzgartens beteiligen und ihre Verbesserungsvorschläge über einen digital und analog verfügbaren Fragebogen einreichen. Die Frage nach dem “Was würdest du hier verbessern?” wurde mit folgenden Punkten beantwortet.

Dauerhafte Einrichtung

Mehr schattenspendende Elemente

Mehr oder andere Bepflanzung

Wasserstelle/Brunnen

Anzahl / Konstellation des Mobiliars

Fazit

Der Pfalzgarten hat gezeigt, dass es nicht viel braucht, um einen Ort neu zu beleben. Ein paar Stühle, etwas Grün und ein klar definiertes Setting – schon wurde der Platz zu einem beliebten Treffpunkt. Die begleitenden Events trugen dazu bei, den Ort sichtbarer zu machen und verschiedene Stakeholder in den Prozess einzubinden. Die Intervention schuf Aufenthaltsqualität mitten in der Stadt und weckte Lust auf mehr. Vielfach wurde der Wunsch nach einer Verlängerung oder Verstetigung geäußert.

Besonders häufig genannt wurden das Bedürfnis nach mehr Begrünung, Schatten spendenden Elementen sowie ergänzenden Infrastrukturen wie einer Wasserstelle oder WC-Anlage, um die Nutzbarkeit weiter zu verbessern.

Gegen Ende des Projekts zeigte sich zudem, dass die Kuppel, in der Spiele, Sitzkissen und andere Elemente ausgeliehen werden konnten, nicht immer zugänglich war. Dieser Punkt wurde auch mehrfach in den Umfragen aufgegriffen. Hier wurde deutlich, dass das Öffnen und Betreuen des Domes mit erheblichem Personalaufwand verbunden ist und künftig anders

organisiert werden sollte. Hier bieten sich smarte Lösungen, etwa Ausleihautomaten oder Ähnliches sehr gut an.

Würde die Maßnahme erneut als Sofortmaßnahme umgesetzt, wäre es sinnvoll, das Setting leicht anzupassen – etwa die Möblierung stärker in den Schattenbereich zu verlagern, sie freier und offener anzuordnen sowie höhere Bepflanzungen ergänzend zu den Kräutern vorzusehen.

Für eine dauerhafte Umsetzung sollte geprüft werden, wie sich eine stärkere Begrünung mittels beispielsweise Pflanzquartieren realisieren lässt, ohne die Nutzung für Veranstaltungen einzuschränken. Die Idee eines flexiblen, ruhigen und klimaangepassten Aufenthaltsortes für Konstanzerinnen und Konstanzer sollte dabei unbedingt weiterverfolgt werden.

Sommerort 2 Augustinerplatz

Augustinerplatz

Ausgangslage

Der Augustinerplatz stellt aufgrund seiner hohen Versiegelung, der geringen Verschattung und seiner intensiven Nutzung einen ausgeprägten sommerlichen Hitzehotspot in der Konstanzer Innenstadt dar. Gleichzeitig kommt ihm als zentral gelegener Platz mit hoher Aufenthalts- und Begegnungsfunktion eine besondere Bedeutung für das innerstädtische Leben zu. Vor diesem Hintergrund bot sich der Augustinerplatz als geeigneter Ort an, um kurzfristige, klimaangepasste Maßnahmen zu erproben, die sowohl die Aufenthaltsqualität bei hohen Temperaturen verbessern, als auch Erkenntnisse für eine langfristige, klimaresiliente Weiterentwicklung des Platzes liefern.

Der Sommerort Augustinerplatz zielte somit darauf ab, mobile Kühlung und konsumfreien Aufenthalt zu ermöglichen und dabei bestehenden Schattenraum in Wert zu setzen um den Platz perspektivisch schrittweise vom reinen Durchgangs- zum nutzbaren Aufenthaltsraum weiterzuentwickeln.

26% 42°C

Auf öffentlichen Bänken sitzende Personen

Oberflächentemperatur*

*Gemessen in der Sonne, am 26.08.2025 von 13:00-14:00

versiegelte im Vergleich zu unversiegelte Platzfläche

Großflächiger Hitzehotspot
Die Sitzgelegenheiten im Schatten werden wenig genutzt
Der Blätzlebrunnen als identitätsstiftendes Element

Begrünung

Wasserspiel

Spielmöglichkeiten für alle Generationen entspannen

Sommerliche Abkühlung

Neues ausprobieren

Ideen und Wünsche aus der Maßnahmenwerkstatt Januar 2025

Brunnen in Szene setzen

Die Idee

Da aus zeitlichen und räumlichen Gründen nicht der gesamte Augustinerplatz neu gestaltet werden konnte, konzentrierte sich die Maßnahme bewusst darauf, vorhandene Qualitäten zu stärken und gezielt jene Bereiche zu verbessern, die bereits gutes Potenzial für Aufenthalt boten.

Daher wurde der Fokus auf den Bereich rund um den Blätzlebrunnen und unter den Bäumen gerichtet. Zum Einsatz kamen dort ein Wasserverneblungs-Element mit Pflanztrog (Raintime/ Runge), das an heißen Tagen für Abkühlung sorgte, sowie Sitzauflagen aus gelben Mehrschicht-Platten auf den bestehenden schattigen Betonwänden und dem Brunnenrand, um den vorhandenen Bestand komfortabler nutzbar zu machen. Ergänzt wurde dies durch kleine Tische und Stühle, die flexible, niedrigschwellige Aufenthaltsmöglichkeiten schufen.

Zeitraum August–September 2025

Bauliche Elemente

• Wasserverneblungs-Element mit Pflanztrog von Raintime/Runge, begrünt mit einem Walnussbaum und Blühpflanzen

• Sitzauflagen aus gelben DOKA Platten auf den bestehenden Betonwänden und auf dem Rand des Blätzlebrunnens

• Kleine runde Tische für die Sitzauflagen

• Gelbe Stühle zum Ergänzen der Sitzgelegenheiten in vorderster Reihe

• Wimpelkette in den Bäumen in den Projektfarben

Die Planzeichnung der Sofortmaßnahme am Augustinerplatz

Der Augustinerplatz im Bereich des Blätzlebrunnens im vorher-nachher Vergleich

vorher
nachher

Augustinerplatz

Zahlen und Perspektiven

Vom 08. August bis 11. September 2025 hatten die BürgerInnen die Möglichkeit, ihre Meinungen zur temporären Umgestaltung des Augustinerplatzes zu teilen. Die Ergebnisse zeigen, wie der Ort erlebt und bewertet wurde (gelbe und blaue Felder).

Zusätzlich wurden über zwei Tage hinweg PSPL-Zählungen im Bereich des Blätzleplatzes durchgeführt. Durch die Daten lässt sich feststellen, wie der Ort vorher (Mittwoch, 16. Juli 2025) und während der Maßnahme (Dienstag, 26. August 2025) genutzt wurde (pinke Felder).

Stimmen aus Konstanz

gaben an, den Sprühnebel genutzt zu haben Erfrischung to go

Die Sofortmaßnahme

zeigt Wirkung

In guter Gesellschaft

der BesucherInnen waren in Begleitung. 94%

der 49 Befragten kamen aus Konstanz und der Umgebung.

Konsumfreie Erholung

+54%

61% mehr Menschen saßen auf öffentlichen Sitzgelegenheiten.

19 min +30%

mehr BesucherInnen als zuvor im Bereich des Blätzleplatz.

Ein Platz für jung und alt

Verschnaufpause

verweilten die Menschen im Schnitt beim Sommerort.

Während der Maßnahme war die Altersvielfalt größer.

„

Der Nebel ist genial erfrischend! Tolle Idee und sieht auch toll aus. Kinder sind magisch angezogen!

63 Jahre, weiblich, aus Konstanz

Mir gefällt besonders die freundliche Gestaltung durch das gelbe Mobiliar. Das macht gute Laune und lädt zum Verweilen ein.

44 Jahre, weiblich, aus Konstanz

Mich hat es überrascht, dass so viele Menschen begeistert waren, und glücklich ausgesehen haben. Von jung bis alt hat sich jeder gesehen gefühlt.

“

25 Jahre alt, weiblich, aus Konstanz

„ „ “ “

Wordcloud aus den Umfrageergebnissen: am häufigsten genannte Wörter, um den Augustinerplatz zu beschreiben

Augustinerplatz

Potentiale

Verbesserungsvorschläge

Die Bevölkerung wurde eingeladen, Verbesserungsvorschläge für die Zukunft des Augustinerplatzes zu nennen.

Folgende Punkte wurden besonders häufig genannt und sollten daher für die zukünftige Weiterentwicklung des Ortes berücksichtigt werden.

Mehr Begrünung

Mehr schattenspendende Elemente

Mehr Sitzgelegenheiten

Verbesserung der Sauberkeit / Entsorgung

Entsiegelung

Fazit

Obwohl die Sofortmaßnahme am Augustinerplatz die kleinste und einfachste war, erzielte sie eine bemerkenswert große Wirkung.

Bei einer erneuten Umsetzung am Augustinerplatz sollte zunächst die Gestaltung rund um die gelben Doka-Platten und die Sitzgelegenheiten weiterentwickelt werden. Die im Rahmen des Sommerortes 2025 bereitgestelltenl Stühle reichten nicht aus, um der großen Nachfrage gerecht zu werden - es besteht klarer Bedarf an mehr Sitzmöglichkeiten. Darüber hinaus äußerten NutzerInnen den Wunsch nach mehr Grün, Schatten spendenden Elementen und einer Ausweitung der Maßnahme auf einen größeren Teil des Platzes. So könnte die Aufenthaltsqualität weiter gesteigert und der Platz insgesamt aufgewertet werden.

Auch das Thema Wassernebel könnte weitergedacht werden, etwa durch eine Integration in die Baumkronen oder ergänzende Nebelstelen. Dabei müsste allerdings beachtet werden, dass der Nebel bei dauerhafter Nutzung auch Sitzflächen befeuchten kann.

In der Wartung und Pflege sollte künftig stärker auf Sauberkeit und Entsorgung geachtet werden. Ein Mülleimer war sehr prominent platziert, wurde jedoch schnell voll, da viele BesucherInnen hier gegessen und getrunken haben. Hier ist zu beachten, dass für Pflege und Unterhalt der Maßnahme entsprechende Budgets vorzusehen sind.

Insgesamt zeigt sich, dass bereits mit einer kleinen Intervention ein großer Effekt erzielt werden konnte, die sehr gut angenommen wurde und das Potenzial hat, weiterentwickelt zu werden.

Für eine dauerhafte Umsetzung lässt sich mitnehmen, dass es auch ein guter Ansatz sein kann, dort anzusetzen, wo bereits Qualitäten bestehen – und diese zu stärken, solange andere Bereiche noch auf Lösungen warten.

(c) Inka Reiter
(c) Raphael Rössler

Sommerort 3 Bodanplatz

Bodanplatz

Ausgangslage

Der Bodanplatz liegt im südlichen Teil der Konstanzer Altstadt im Stadtteil Stadelhofen. In den Erdgeschosszonen rund um den Platz finden sich vielfältige gastronomische Angebote. Der Platz selbst ist nahezu vollständig mit Kleinpflaster versiegelt; seine Mitte wirkt dadurch karg und bleibt weitgehend ungenutzt. Ein Kiosk prägt den nördlichen Bereich, und entlang der Platzränder werden zahlreiche Fahrräder und E-Scooter abgestellt.

Die Bushaltestellen sowie die hohe Lärmbelastung der Bodanstraße machen den Platz insgesamt zu einem stark durch Transit geprägten Ort – bei gleichzeitig wenigen konsumfreien Sitzmöglichkeiten im Verhältnis zu seiner Größe.

Öffentliche Sitzbänke

Versiegelte Platzfläche

Oberflächentemperatur*

4 98% 42°C

*Gemessen in der Sonne, am 26.08.2025 von 13:00-14:00

Wenige Möglichkeiten zum konsumfreien Verweilen

Eine leere, versiegelte Platzmitte
Vielzahl an abgestellten Fahrrädern und Motorrädern

Angebot für Kinder

Bäume und Begrünung

Die Mitte gestalten

Konsumfreier Aufenthalt

Ideen und Wünsche aus der Maßnahmenwerkstatt Januar 2025

Schatten

Bodanplatz

Die Idee

Die in der Maßnahmenwerkstatt entwickelten Ideen, gemeinsam mit unseren Studienergebnissen, zeigten deutlich: Der Bodanplatz besitzt großes Potenzial, ein lebendigerer Nachbarschaftsort zu werden. Häufig genannt wurden der Wunsch nach einer belebten Platzmitte, mehr konsumfreien Sitzmöglichkeiten, üppigem Grün, kühlenden Elementen für heiße Tage, sowie Angebote für Kinder.

Daraus entstand eine Sofortmaßnahme, die den Schwerpunkt auf Grün, Aufenthalt und Spiel für alle Altersgruppen setzt. Die Umsetzung erfolgte auch hier bewusst temporär: mit Bäumen und Sträuchern bepflanzte Big Bags, eine Sandkiste sowie markante gelbe Möbel verliehen dem Platz ein ganz anderes Erscheinungsbild als sonst. Die eingesetzte Vegetation trug zu mehr Schatten und Aufenthaltsqualität bei und wurde nach Abschluss der Maßnahme im Konstanzer Stadtgebiet verpflanzt.

Zeitraum September–November 2025

Bauliche Elemente

• Bäume und Sträucher in Big Bags, teilweise eingehaust in Holz

• Sandkiste umgeben von gelbem Sitzelement, ausgestattet mit Sandspielzeugen

• Sitzhocker / Sprungelemente

• Kreisförmige, gelbe Sitzelemente

• Stühle und Tische (vom Augustinerplatz wiederverwendet)

Bodanstraße

Die Planzeichnung der Sofortmaßnahme am Bodanplatz

Der Bodanplatz im vorher-nachher Vergleich

vorher
nachher

Zahlen und Perspektiven

Zwischen 04. September und 28. Oktober 2025 haben 107 BürgerInnen ihre Meinungen zur temporären Umgestaltung des Bodanplatzes anonym geäussert. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, wie der Ort genutzt, erlebt und bewertet wurde (gelbe & blaue Felder).

Zusätzlich wurden an zwei Wochenendtagen PSPL-Zählungen durchgeführt, anhand derer erkennbar ist, wie der Ort vor der Maßnahme (Samstag, 21. September 2024) sowie während der Maßnahme (Samstag, 20. September 2025) genutzt wurde (pinke Felder).

Ein Begegnungsort für KonstanzerInnen

68% aller Befragten besuchten den Bodanplatz gemeinsam mit einer Begleitung.

Hier spielt die Zukunft der Stadt

Kühle Pause

Während die Temperatur am 26.08.2025 in der Sonne auf den Pflastersteinen 42°C 33°C 5x

höherer Anteil an Kindern & Jugendlichen zwischen 0 - 14 Jahren

15x mehr Spielaktivitäten im Vergleich zu vorher

“Ich komme wieder!”

Die neue Begrünung begeistert

>95%

betrug, waren es im Baumschatten der Sofortmaßnahme nur

Konsumfreies Sitzen gaben an, nochmal vorbeizukommen.

83% der Befragten empfand, dass die Bäume die Aufenthaltsqualität des Bodanplatzes steigere. mehr Menschen verweilten während der Massnahme auf öffentlichen bzw. informellen Sitzgelegenheiten.

Baumschatten zur Mittagszeit

deutlich mehr Menschen auf öffentlichen bzw. informellen Sitzgelegenheiten rund um die Mittagsstunden – vielleicht auch dank des zusätzlichen Baumschattens.

“

Ich wohne am Bodanplatz und jedes Mal wenn ich aus meinem Fenster schaue, erfreue ich mich sehr über die schönen Bäume und Sträucher.

„ „ „

57 Jahre, weiblich, aus Konstanz

Es wäre schön, wenn die Bäume permanent am Bodanplatz stehen würden und dem Sandkasten so auch im Hochsommer ein wenig Schatten spenden könnten.

41 Jahre alt, männlich, aus Konstanz

Wenn an Samstagen viel los ist, käme man mit weniger Elementen besser durch. So ist es ein Hindernisparcours.

“ “

63 Jahre alt, männlich, aus Konstanz

Wordcloud aus den Umfrageergebnissen: am häufigsten genannte Wörter, um den Bodanplatz zu beschreiben

Bodanplatz

Potentiale

Verbesserungsvorschläge

Auch für den Bodanplatz wurden

BürgerInnen eingeladen, ihre Ideen und Anregungen zur zukünftigen Entwicklung

über eine Umfrage einzubringen. Besonders häufig genannte Aspekte sollten in die künftige Planung einfließen.

Dauerhafte Umgestaltung

Andere Gestaltung, Farben oder Materialien

Mehr Bäume und Begrünung

Weniger / beruhigter Verkehr

Mehr oder bessere Spielmöglichkeiten für Kinder

Fazit

Der Bodanplatz war die am stärksten diskutierte Sofortmaßnahme. Er erhielt viel Lob für den mutigen Ansatz, das zusätzliche Grün und die neu entstandenen Aufenthalts- und Spielangebote. Gleichzeitig gab es deutliche Kritikpunkte, insbesondere zu den Kosten, dem Einsatz von Kunststoffmöbeln und dem improvisiert wirkenden Erscheinungsbild, das durch notwendige technische Anpassungen beim Aufbau entstand.

Trotz dieser Herausforderungen war die Resonanz auf die zentralen Elemente sehr positiv: das Grün wurde durchweg gelobt, die Spielmaßnahme traf auf großen Anklang, und vor allem die Möglichkeit, nicht-kommerziell verweilen zu können, wurde als großer Gewinn wahrgenommen.

Der Wunsch nach einer Verstetigung oder Weiterentwicklung der Qualitäten wurde mehrfach geäußert.

Das muss nicht lange auf sich warten lassen, da eine permanente Umgestaltung bereits in der Planung ist. Dafür lassen sich aus der Sofortmaßnahme klare Leitlinien ableiten: viel Grün und Schatten, attraktive Spielmöglichkeiten, sowie nicht-kommerzielle Sitzangebote als Ergänzung zur umliegenden Gastronomie. Diese Aspekte bilden eine wichtige Grundlage für die langfristige Gestaltung des Bodanplatzes.

Die gemeinsame Werkstatt mit den BewohnerInnen der Umgebung des Bodanplatzes im Herbst 2025 hat gezeigt, wie groß die Freude über neue, attraktive Treffpunkte in Stadelhofen ist. An die 20 Personen erschienen zu dem von der Stadt Konstanz organisierten Treffen. Das Feedback war durchweg positiv – viele schätzten die Möglichkeit, einen Ort zu haben, an dem man NachbarInnen begegnen und ins Gespräch kommen kann.

Erkenntisse aus den Sommerorten

Die temporären Sofortmaßnahmen von Sommer 2025 zeigten, wie wertvoll ein flexibler und iterativer Prozess ist. Beteiligung der NutzerInnen, die schnelle Umsetzung, die grafische Identität, das Ausprobieren verschiedener Varianten und die Möglichkeit, Anpassungen vorzunehmen, haben sich als entscheidend für den Erfolg erwiesen. Diese Erfahrungen geben wichtige Hinweise dafür, wie zukünftige Interventionen geplant und durchgeführt werden können.

1

2

Auch kleine, kostengünstige

Lösungen können einen großen Effekt haben

Die gelben Mehrschicht-Platten am Augustinerplatz sind ein gutes Beispiel dafür, dass auch kleine Maßnahmen eine große Wirkung haben können.

Identitätsstiftung von Projekt & temporären Maßnahmen war wichtig für Kommunikation und Wiedererkennungswert

Die gelbe Farbe, die Bezeichnung “Sommerorte”, die grafische Identität des Projekts Innenstadt von morgen. All das schuf Wiedererkennungswert der Maßnahmen, aber auch des Projektes als solches.

5

3

Bereitschaft zu gegebenenfalls pragmatischen Lösungen

Die Umsetzung eines Projektes in nur wenigen Monaten ist kein Standard. Die Hilfe der stadteigenen Abteilungen, sowie die stellenweise pragmatische Herangehensweise zur Gestaltung hat dies möglich gemacht.

4

Das Umsetzen an sich verändert den Blickwinkel

Direktes Erleben vor Ort verändert den Blick auf den Raum: Wer die Veränderungen nutzt oder beobachtet, versteht Wirkung, Nutzung und Atmosphäre viel unmittelbarer.

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Persönlicher Austausch und Mitgestaltung sind den Menschen wichtig Neben der PSPL-Studie, Nachbarschaftstreffen und der Umfrage zu allen drei Sommerorten kam es auch während dem Aufbau oder der Wartung an den Sommerorten stets zum Gespräch mit BesucherInnen. Dieser persönliche Austausch war unersetzlich: Er lieferte wertvolle Einblicke, die durch Studien oder Umfragen allein nicht erfasst werden könnten.

Gute Betreuung räumlicher Maßnahmen braucht Zeit und Kapazität Ein Sommerort kann sehr betreuungsintensiv sein – sei es das Gießen der Pflanzen, das Organisieren von Events, oder das Entleeren der Feedback-Briefkästen. Diese Aufgaben nahmen viel Zeit in Anspruch. Dies kann zukünftig etwa in Abstimmung mit Stakeholdern geschehen, um Abläufe zu erleichtern und den Betrieb zu sichern.

7

Egal wie gut man plant - es ist einfach nicht alles planbar! Manchmal gibt es einfach Überraschungen – etwa beim Aufbau der Sommerorte oder mit BesucherInnen. Wichtig ist, flexibel zu bleiben, pragmatisch zu handeln und spontan passende Lösungen zu finden.

Werkstatt mit BewohnerInnen im September 2025

4

Umsetzungsstrategie

Das räumliche Leitbild 2.0

Die Weiterentwicklung des Räumlichen Leitbilds führt die bisherige Arbeit fort und schärft die Vision für die Innenstadt Konstanz. Sie bündelt die wichtigsten Räume und greift zugleich nuancierter auch kleinere Bereiche und bisher eher versteckte Orte in der Innenstadt auf. So entsteht ein erweitertes Bild der räumlichen Potenziale, das als Grundlage für die kommenden Jahre dient. Auf den folgenden Seiten wird dieses Zukunftsbild in konkrete Leitprojekte übersetzt und in verschiedene Zeithorizonte gegliedert, damit klar wird, was kurzfristig möglich ist und welche Entwicklungen langfristig angestrebt werden.

Kurzfristig: 1-2 Jahre

Kurzfristig stehen temporäre Maßnahmen wie die Sommerorte im Vordergrund, die sich in den kommenden Jahren wiederholen lassen. Ergänzend dazu werden kleine, unkomplizierte Projekte umgesetzt, die dauerhaft wirken und durch erste spürbare Veränderungen einen Transformationsprozess anstoßen. --> im Fokus auf Seite 80

Alle mittel- und langfristigen Projekte können früher in den Fokus rücken und durch niedrigschwellige Testphasen vorbereitet werden, um schon heute für die langfristige Planung zu lernen (z. B. Bodanplatz, Augustinerplatz).

Mittelfristig: 5-10 Jahre

Mittelfristig werden Projekte umgesetzt, die mehr Planung, Abstimmung und Investitionen erfordern. In diesem Zeitraum entstehen nach und nach strukturelle Veränderungen, die das Stadtbild bereits deutlich prägen. --> im Fokus auf Seite 86

Langfristig: 10 Jahre + Langfristig rücken Projekte in den Blick, die visionärer angelegt sind oder von externen Entwicklungen und Entscheidungen abhängen. Sie öffnen neue Möglichkeiten für die Innenstadt und brauchen daher mehr Zeit, um sich vollständig entfalten zu können. --> im Fokus auf Seite 92

Straßennetz

Wichtige Straßen und Plätze

Grünflächen

Orte für kleine Impulse

Spielplätze

Wichtige Verbindungen

Betrachtungsraum

Schottenplatz

Stephanskirche

Lutherkirche

Schnetztor

Bodanstraße

Kreuzlinger Tor

Pulverturm

Niederburg

Rheintorturm

Pfalzgarten

Zollernstraße

Marktstätte

Stadtgarten

Bahnhof

Hafen

Klein Venedig

Lago
Münster
Hussenstraße
Konzilstraße
Laube
Laube

Kurzfristig

Die kurzfristigen Maßnahmen bilden den Auftakt der Transformation und zeigen, wie erste Veränderungen in der Innenstadt schnell sichtbar und erlebbar werden können. Sie verbinden wiederholbare Sofortmaßnahmen mit dauerhaft angelegten, einfach umsetzbaren Projekten, die verschiedene Orte aktivieren und Momentum erzeugen. Die folgende Karte und Liste geben einen ersten Überblick über diese Impulse; auf den drei Folgeseiten werden drei ausgwählte Maßnahmen im Detail illustriert.

Maßnahmen im Fokus

1. Eine lebendige Achse zwischen

Zollernstraße und Laube

Entlang der Achse rund um die Zollernstraße, Sankt- Stephans-Platz und Laube entstehen neue Impulse. --> im Fokus auf Seite 82

2. Niederburg, diverse Orte

Nachbarschaftstreffpunkte rund um bestehende Bäume. --> im Fokus auf Seite 83

3. Pfalzgarten

Aufbauend auf den Erfahrungen des Sommerortes 2025 wird der Ort in den nächsten Jahr weiterentwickelt. --> im Fokus auf Seite 84

Weitere kurzfristige Maßnahmen

4. Die Rheintürme in Szene setzen

Niederschwellige Nutzungen in den Türmen sowie Sitzgelegenheiten auf der oberen bzw. unteren Plattform beleben diese besonderen Orte.

5. Rheinkilometer Null

Mit kleinem Aufwand diesen kleinen, identitätsstiftenden Mikro-Aufenthaltsort am Wasser akzentuieren.

6. Inselweg und Aussichtspunkt

Inselweg und Aussichtspunkt am Stadtgarten als Flanier- und Aufenthaltsorte stärken.

7. Kreuzgarten am Münsterplatz

Als ruhigen, zurückgezogenen Ort behalten, mit mehr Möglichkeiten zum Verweilen und Innehalten.

8. Lanzenhof

Die versteckte Grünfläche mit neuen

Sitzmöglichkeiten aktivieren und den angrenzenden Spielplatz mitdenken, um den Aufenthalt auch für Begleitpersonen zu verbessern.

9. Stephansplatz

Chancen des Platzumbaus nutzen, um Sensorik einzubringen.

10. Lago-Brücke

Bis die sanierungsbedürftige Brücke erneuert wird, kann sie als Kunst- und Kulturprojekt akzentuiert werden.

11. Kreuzlinger Tor

Das Tor als besonderen Grenzort stärken: Leerstand temporär aktivieren und Freiraum in Szene setzen.

12. Schottenplatz

Den Schulhof außerhalb der Unterrichtszeiten nutzen und als klimaangepassten, zugänglichen Aufenthaltsraum sowohl für SchülerInnen, als auch das Quartier gestalten.

13. Augustinerplatz & 14. Bodanplatz

Beide Projekte wurden als Sofortmaßnahmen umgesetzt, werden nun kurz- bis mittelfristig weiterentwickelt.

Sonstige Maßnahmenideen

• Etwaigen Leerstand mit kreativen Zwischennutzungen füllen

• Grenzübergreifenden Eventkalender/ App zwischen Konstanz und Kreuzlingen umsetzen und stärken

• Beteiligung von Stakeholdern und Akteuren weiterverfolgen

Im Maßnahmenkatalog (Kapitel 5) sind weitere Projekte, sowie Details zu den aufgeführten Maßnahmen genannt.

Kurzfristige Projekte

Sofortmaßnahmen 2025

Schon im Planungs- oder Umsetzungsprozess

Orte für kleine Impulse

Wichtige Verbindungen

Betrachtungsraum

1So wird es gemacht

Eine lebendige Achse zwischen Zollernstraße und Laube Durch baldige Bauarbeiten am Stephansplatz und die Verlagerung seines Wochenmarktes ist die Achse Zollernstraße - Laube von der Innenstadt etwas abgekoppelt. Um dieser Phase aktiv zu begegnen, sind zwischenzeitliche Maßnahmen eine Möglichkeit, neue Impulse zu setzen und die Aufenthaltsqualität sowie Frequenz gemeinsam mit der engagierten Händlerschaft entlang der Achse zu sichern.

• Akzentuierung durch Oberflächenbemalung oder hängende Licht-/ Kunstinstallation zur Betonung der Zollernstraße

• Schaffung von Sitzgelegenheiten im Umfeld des Baumquartieres rund um die St. Stephanskirche

• Den Brunnen an der Laube als Endpunkt in Szene setzen, dort zusätzliche Sitzgelegenheiten und kleine Freizeitangebote (Boule, etc.) anbieten mit Aufwertung der dickichtartigen Begrünung rund um die Platanen

So (lange) findet es statt

• Temporär

• Perspektive auf mittelfristige Verstetigung (Oberflächensanierung)

So viel kostet es

Auch vor einer Kirche können moderne Möbel zum Sitzen einladen (London, England)

Torgasse

Fischmarkt

Eine bunte Rundbank rund um einen Baum sorgt in der Einkaufsstraße für eine kurze Pause (Kopenhagen, Dänemark)

Der Blick führt in eine klar angebundene Grünachse (Kopenhagen, Dänemark)

Eine wichtige Achse wird temporär durch künstlerische Bodenmarkierungen und passende mobile Pflanztröge hervorgehoben (Odense, Dänemark)

Eine Fußgängerzone mit hoher Aufenthaltsqualität (Brighton, England)

Peter-LenkBrunnen

Nachbarschaftstreffpunkte rund um bestehende Bäume in der Niederburg Kleine Aufenthaltsorte entstehen rund um bestehende Baumstandorte und in kleinen Nischen. Sitzgelegenheiten im Schatten laden zum Verweilen ein. Durch Aufräumen und kleine, gezielte Eingriffe entfalten diese einfachen Maßnahmen eine große Wirkung im Alltag.

So wird es gemacht

• Sitzgelegenheiten an bestehenden Baumstandorten und in Nischen als schattige Nachbarschaftstreffpunkte

• Aufräumen und Rekonfigurieren des Raums rund um die Treffpunkte (Parken, Mülleimer, sonstige Einbauten)

• Kleine, nachbarschaftliche Funktionen wie öffentliche Bücherschränke können für zusätzliche Impulse sorgen

So (lange) findet es statt

• Permanent, kurzfristig realisierbar

So viel kostet es €

Simpel, aber effektiv: eine Rundbank aus Holz (Wien, Österreich)

Sankt-Johann-Gasse

Ein mobiles Leihsystem für Stühle ermöglicht Spontanbegegnungen (Innsbruck, Österreich) © zuko.city / Niko Havranek

Brückengasse Rheingasse

Ein Bücherschrank oder eine Tauschbox kann zum zusätzlichen Austausch zwischen der Nachbarschaft anregen (Aarhus, Dänemark)

Rund um einen Baum macht eine große geschwungene Bank gleich Mehreren Platz zum Verweilen (Dänemark, Kopenhagen)

So wird es gemacht

Pfalzgarten weiterentwickeln Der Pfalzgarten wird als beliebter Sommerort weitergeführt und behutsam weiterentwickelt. Durch kleine Anpassungen, mehr Schatten, zusätzliche Angebote und mehr Grün wird die Aufenthaltsqualität weiter gesteigert.

• Sitzgelegenheiten (gelbe Stühle und Tische aus dem Sommerort 2025) neu konfigurieren

• Feedback aufnehmen: z. B. Trinkbrunnen, zusätzliche Spielelemente wie ein Tischtennistisch

• Den Bereich mit natürlichem Schatten mehr nutzen, und durch flexible Sonnensegel neue Schattensituationen schaffen

• Kräuterbeete wieder üppig begrünen wie im Vorjahr

So (lange) findet es statt

• Kurzfristig umsetzbar, saisonal mit Fokus auf die Sommermonate

ohne im Boden verankert werden zu müssen © Tollerei

• Mit Option auf Weiterentwicklung in den kommenden Jahren

So wird Digitalisierung mitgedacht

• Beobachtungen und Feedback zur Platznutzung und Akzeptanz durch analoge und digitale Werkzeuge

• Automatische Bewässerung der Hochbeete durch Sensorik

• Vorher-Nachher-Messung der Biodiversität durch Sensoren und KI-gestützte Datenanalyse

So viel kostet es

Die Sitzmöblierung des Pfalzgartens vom Sommer 2025 soll weiterverwendet werden (Konstanz, Deutschland)

Ein Tischtennistisch für eine spielerische Auszeit (Ort unbekannt)

Ein mobiler Trinkbrunnen löscht den Durst und bereitet Freude (Wien, Österreich)

Mobile Sonnensegel schaffen zusätzlichen Schatten,

nachher

vorher
Pfalzgarten
Pfarramt Münster
Spielplatz

Mittelfristig

Auf dieser Seite stehen mittelfristige Maßnahmen im Fokus, die mehr Planung, Abstimmung und Investitionen erfordern, gleichzeitig aber realistisch umsetzbar sind. In diesem Zeitraum können schrittweise strukturelle Veränderungen realisiert werden, die über temporäre Maßnahmen hinausgehen, sich sichtbar im Stadtraum niederschlagen und das Stadtbild sowie die Nutzungsqualität der Innenstadt bereits deutlich prägen.

Maßnahmen im Fokus

1. Fischmarkt

Den Fischmarkt neu ordnen und besser erlebbar machen. --> im Fokus auf Seite 88

2. Bahnhofstraße

Die Bahnhofstraße als zentrale Achse in die Innenstadt stärken. --> im Fokus auf Seite 89

3. Bodanplatz

Den Bodanplatz als urbanen, grünen

Treffpunkt gestalten. --> im Fokus auf Seite 90

Weitere mittelfristige Maßnahmen

4. Hafen

Ein attraktives Möblierungs- und Wayfindingkonzept schaffen, um die Aufenthaltsqualität in Ergänzung zur Gastronomie zu stärken.

5. Lago Rückseite

Die Fassade und die Straße begrünen, um die verkehrsarme Achse zu einem Nachbarschaftstreffpunkt zu machen.

6. Kreuzlinger Straße

Von Durchfahrtsort zu einem echten Platz: Verkehr beschränken, Aufenthaltsqualität stärken.

7. Sparkassen-Innenhof Neben der bestehenden Gastronomie zu einem Ort für eine kurze Pause ausbilden, mit Grün und Schatten.

8. Bodanstraße/Bruderturmgasse

Ein Eingangspunkt in die Innenstadt, der durch einen Brunnen oder eine Sitzskulptur und mehr Grün aufgewertet wird.

9. Achse Obermarkt - Lutherkirche

Achse Paradiesstraße über die Laube bis Lutherplatz führen. Endpunkt Lutherplatz und Laube mit Stadtmöbeln und eventuell mobilen Bäumen aufwerten, Kiosk einbinden.

10. Rheinsteig

Fußverkehrs-Querungen in Verbindung zum Wasser schaffen: v.a. Rheingasse, aber auch Klostergasse.

11. Konzilstraßen-Überwege Chance durch den Bau des C-Konzeptes, an der Konzilstraße maßgebliche Verbesserungen für Fußverkehrsquerungen und -qualität zu erzielen.

12. Spielplätze

Spielplätze altersübergreifend erneuern und mit Aufenthaltsangeboten für Begleitpersonen ergänzen.

13. Hofhalde Baumquartier und Sitzgelegenheiten beleben den urbanen Platz zusätzlich.

14. Bodanstraße

Ergänzende Baumpflanzung bildet ein grünes Band, stärkt den Stadteingang.

15. Klein Venedig

Spiel-, Sport- und Aufenthaltsmöglichkeiten im wassernahen Grünraum schaffen.

Sonstige Maßnahmenideen

• Kommunikation zu qualitätsvollen öffentlichen Räumen jenseits kommerzieller Angebote in der Innenstadt stärken

• Möglichkeiten zur weiteren Fassaden- und Dachbegrünung erforschen (Galeria, Lago,...)

Im Maßnahmenkatalog (Kapitel 5) sind weitere Projekte, sowie Details zu den aufgeführten Maßnahmen genannt.

Mittelfristige Projekte

Wichtige Verbindungen

Betrachtungsraum

So wird es gemacht

Fischmarkt ordnen und erlebbar machen Der Fischmarkt knüpft an die kurzfristig eingeordnete Achse Zollernstraße - Laube an und bildet deren östlichen Eingang in die Innenstadt. Aufräumen des Platzes und Neuordnung des Fahrradparkens, um die besten Aufenthaltsorte freizuspielen. Sitzmöglichkeiten beim Brunnen und unter den Bäumen, direkte Querung zum Wasser und eine gezielte Kuratierung der Erdgeschoßnutzungen stärken die Aufenthaltsqualität.

• Aufräumen des Platzes und Neuorganisieren des Fahrradparkens

• Freispielen der attraktivsten Aufenthaltsbereiche

• Sitzmöglichkeiten unter den Bäumen Direkte Querung zum Wasser

• Kuratierung der Erdgeschoßnutzungen

• Stärkung des Bereichs rund um den Brunnen als Aufenthaltsort

• Minimierung des Durchfahrtsraums, Maximierung des Aufenthaltsraums

• Zuliferung soll möglich sein, aber Lieferplätze weniger prominent verorten

So (lange) findet es statt

• Mittelfristig, da komplexe Rahmenbedingungen

• Kurfristiger Start durch temporäres Bespielen selektierter Bereiche (Brunnen oder Bäume)

So viel kostet es

Ein frei zugänglicher Brunnen wird zum zentralen Element (Kopenhagen, Dänemark)

Das Baumquartier kann durch eine hölzerne Plattform großflächig genutzt werden. Das Sitzen auf verschiedenen Niveaus ermöglicht den Blick auf den Platz und zum Wasser (Sao Paolo, Brasilien)

Möblierung kann die Fahrbahn subtil vom Platz für Aufenthalt abgrenzen (Barcelona, Spanien)

Gut organisiertes Fahrradparken befreit die Platzfläche (Wien, Österreich)

Fischmarkt

So wird es gemacht

Die Bahnhofstraße als zentrale Achse in die Innenstadt stärken

Die Bahnhofstraße wird als zentraler Stadtraum gestärkt, der Bewegung, Aufenthalt und Orientierung gleichermaßen ermöglicht. Dabei werden zwei Bereiche unterschieden: der lineare Straßenraum und der platzartige Bereich vor der Kirche. Für beide Zonen werden gezielte, unterschiedlich abgestimmte Maßnahmen vorgeschlagen.

• Entlang der Straße: lineare Baumreihen, begleitende Begrünung und punktuelle Sitzgelegenheiten in Form von Bänken zur Strukturierung des Bewegungsraums

• Im Bereich vor der Kirche: lange Bank als zentrales Element, Staudenbegrünung zwischen Fassade und Bank, zurückhaltende Baumsetzung zur Freistellung der Kirche

• Eine, moderne, lineare Lichtinszenierung hebt die Achse nachts hervor und stärkt ihre räumliche Lesbarkeit - auch im Dunkeln - spielerisch

So (lange) findet es statt

• Mittelfristig

• Kurfristig möglich durch Bäume in Pflanztrögen und/oder Lichtinstallation

So viel kostet es €€

Moderne Lichtinstallationen betonen die Achse und macht sie zu einer Destination (Wien, Österreich)

Begrünte Sitznischen laden zum Verweilen und Kommunizieren ein (Wien, Österreich)

Dreifaltigkeitskirche

Entlang der Kirche gibt es Platz für eine lineare Bank, die aus einem Durchzugs- einen Aufenthaltsort macht (Brighton, England)

Kurzfristig können temporäre Bäume in Holztrögen eine Achse betonen (Barcelona, Spanien)

Bahnhof
Bahnhofstraße

So wird es gemacht

Bodanplatz als urbanen, grünen Treffpunkt gestalten Am Bodanplatz sind die temporären Bäume auf große Zustimmung gestoßen. Mittelfristig bietet sich die Chance, den Platz zu entsiegeln, zu begrünen und öffentliche Sitzgelegenheiten stärker in ein Gesamtkonzept einzubetten. Cafés, Aufenthalt und spielende Kinder sollen selbstverständlich nebeneinander möglich sein. Zunächst gilt es, den Raum aufzuräumen und v.a. das Fahrradparken neu und effizient zu organisieren.

• Neuorganisation des Fahrradparkens: gezielte Positionierung an den Platzrändern ohne den Aufenthalt und andere Nutzungen zu stören

• Entsiegelung des Platzes durch Grüninseln, wassergebundene Wegedecken und Baumpflanzungen zur Verbesserung von Mikroklima und Aufenthaltsqualität

• Schaffung vielfältiger Sitzgelegenheiten: klassische Bänke, lose Sitzmöbel sowie Angebote für erhöhtes Sitzen mit guter Übersicht über den Platz (Feedback Maßnahmenwerkstatt Januar 2025)

• Integration von Spielbereichen, die sich in den temporären Nutzungen bewährt haben,

Fahrradparken neu zu organisieren ist wichtig, um den Platz bestmöglich zu nutzen (Kopenhagen, Dänemark)

Ausweiten auf Angebot für unterschiedliche Altersgruppen

• Einbindung des Kiosks als belebendes Element des Platzes

• Erhalt der Gastronomie als wichtige Nutzungen am Platz, bessere Integration der Sitzbereiche in das Gesamtkonzept

• Aufrechterhaltung gut lesbarer und leistungsfähiger Fußverkehrsachsen

So (lange) findet es statt

• Mittelfristig

Digitalisierungspotential

• Sensorik für Bäum, Grün und Klima

• Bewegungs- und Belegungsmonitoring

So viel kostet es

Permanente, hochqualitative Sitzbänke rund um Grüninseln laden zum Verweilen ein (Wien, Österreich)

In den Grüninseln integriertes Spiel schafft Attraktionen für Jung und Alt (Detroit, USA)

Gastronomie-Außenbereiche sind in den Freiraum integriert: so verschwimmen die Grenzen und der Platz wird als Granzes besser erlebbar (Detroit, USA)

Ein erhöhtes Sitzelement schafft spannende Ausblicke und macht den Platz von verschiedenen Ebenen erlebbar (Kopenhagen, Dänemark)

Rosgartenstraße

Bodanstraße

Bodanplatz

vorher

Wiesenstr.

nachher

Langfristig

Auf dieser Seite stehen langfristige Maßnahmen (10+ Jahre) im Fokus, die visionär angelegt sind und aufgrund ihrer Größe, Komplexität oder externer Rahmenbedingungen wie Besitzverhältnissen und erforderlichen Abstimmungsprozessen mehr Zeit benötigen. Sie gehen über kurzfristige Interventionen hinaus, eröffnen neue räumliche Perspektiven für die Innenstadt und sind zentral, um Zukunftsbilder zu entwickeln, neue Denkansätze zu ermöglichen und langfristige Veränderungen anzustoßen. Die folgende Übersicht zeigt, welche dieser Vorhaben die zukünftige Entwicklung der Innenstadt maßgeblich prägen können.

Maßnahmen im Fokus

1. Rheinsteig

Rheinsteig neu denken: die Terrasse der Niederburg am Wasser schaffen. --> im Fokus auf Seite 94

2. Laube

Die Laube als Grünachse zelebrieren und kommunizieren. --> im Fokus auf Seite 95

3. Augustinerplatz

Den Augustinerplatz aufwerten: mehr Grün und Lebendigkeit durch Akzentuierung seiner Teilbereiche. --> im Fokus auf Seite 96

Weitere langfristige Maßnahmen

4. Ecke Bodanstraße/Laube

Straßenführung optimieren, dadurch mehr Übersicht für Fuß- und Radverkehr schaffen; den Verkehrsknoten mit Begrünung aufwerten.

5. Münsterplatz

Der historische Platz verdient behutsame Weiterentwicklung.

6. Bahnhof-Brücke

Attraktive Verbindung von der Stadt an den Hafen schaffen; Sauberkeit und Licht priorisieren; den Ort mit Kunst o.Ä. bespielen.

7. Marktstätte

Den Ort neu ordnen, Bodenbelag mit hochwertigem Pflaster sanieren und attraktive Sitz- und Bauminseln ausbilden - ein identitätsstiftender Ankunftsort.

8. Jobcenter-Vorbereich

Mit einer neuen Querung zum Wasser

wird der Platz räumlich in ein neues Licht gerückt. Nutzungsqualitäten der Grünfläche stärken.

9. Stadtgarten

Zusätzliche Angebote für alle Altersgruppen im Stadtgarten runden das Angebot ab und geben dem wichtigen Grünraum neue Impulse.

10. Straßennetz

Das in Hellrosa dargestellte Straßennetz bildet als Ganzes das Rückgrat der Innenstadt. Auch wenn nur einzelne Straßen exemplarisch hervorgehoben wurden, heißt das nicht, dass im Rest der Straßen keine Weiterentwicklung vorgesehen ist. Vielmehr soll das gesamte Netz als fuß- und radverkehrsfreundlicher Stadtraum mit klarer Orientierung und Aufenthaltsqualität weiterentwickelt werden, mit Priorisierung entsprechend sinnvoller Projektabhängigkeiten.

Sonstige Maßnahmenideen

• Geplantes Fahrradparkhaus umsetzen und weitere Standorte prüfen

• Wirkungsmessung von Maßnahmen und Fortschreibung des Umsetzungsfahrplanes unter Berücksichtigung neuer Entwicklungen und Bedürfnissen

Im Maßnahmenkatalog (Kapitel 5) sind weitere Projekte, sowie Details zu den aufgeführten Maßnahmen genannt.

Langfristige Projekte

Straßennetz

Wichtige Verbindungen

So wird es gemacht

Rheinsteig neu denken: Terrasse der Niederburg am Wasser

Der Rheinsteig soll langfristig stärker als öffentlicher Raum am Wasser genutzt werden. Verbesserte Verbindungen stärken die Beziehung zwischen Stadt und Rhein. Die Bootsanlegestellen sollen neu konfiguriert werden, um die untere Wasserkantenebene als öffentlich zugängliches Sonnendeck nutzbar zu machen. Die Rheintürme können durch ergänzende Nutzungen belebt werden und als aktive Anker wirken.

• Aktivieren der unteren Kante (aktuell private Anlegestelle) durch Schaffen eines hölzernen, öffentlichen Decks am Wasser

• Rheintürme mit Funktionen aktivieren und die Bereiche rundherum (in Form von Terrassen, oder direkt am Wasser) bespielen

• Querungen verbessern, indem direkte Fußgängerüberwege aus der Niederburg geschaffen werden (Klostergasse, Rheingasse)

• Kfz-Verkehr soll in dem Bereich weiter verlangsamt werden, es soll geprüft werden, ob er in weiter Zukunft ganz weichen kann

So (lange) findet es statt

• Langfristig

• Bis zur dauerhaften Umsetzung erste Ideen testen (z.B. Rheintürme: in kurzfristige Projekte)

So viel kostet es

Ein Holzdeck, das auch ohne Sitzmöblierung zum Verweilen einlädt - Boote können weiterhin vorne anlegen (Kopenhagen, Dänemark)

Die Geländekante ist sanft modelliert und führt zum Holzdeck, welches in Teilbereichen weiter ins Wasser hinausragt (Oslo, Norwegen)

Klosterg.

Rheinsteig Seerhein

Rheing.

Ein Fußgängerüberweg, der dem tatsächlichen Querungsbedarf folgt (Barcelona, Spanien)

Laube als Grünachse zelebrieren und kommunizieren

Die Laube soll sich langfristig zu einem zusammenhängenden grünen Band entwickeln, das der Innenstadt Raum zum Atmen gibt. Statt Parken und Restgrün prägt künftig ein durchgehender Landschaftsraum mit hoher Aufenthalts- und Verbindungsqualität diesen Ort.

So wird es gemacht

• Stärken des Charakters der Laube als grünes Band rund um die Innenstadt

• Schaffung zusätzlicher Angebote für Aufenthalt, Bewegung und Freizeit, angepasst an den Charakter der Laube

• Diversifizierung und Ergänzung der Begrünung, um ökologische Qualität und jahreszeitliche Vielfalt zu erhöhen

• Optimierung der Querungen über die Laube, um sichere, direkte und gut wahrnehmbare Verbindungen zwischen den angrenzenden Stadtbereichen zu schaffen

So (lange) findet es statt

• Langfristig

• Wird in Teilbereichen v.a. bei Querachsen schon kurz- und mittelfristig aktiviert

So viel kostet es

Verweilen in der grünen Achse, mit Blick auf den Kinderspielplatz im Hintegrund (Kopenhagen, Dänemark)

Der geschwungene Verlauf des Weges durch die Grünachse schafft kleine Ecken zum Verweilen (Kopenhagen, Dänemark)

Zusätzliche Funktionen machen einen Ort für ein breiteres Spektrum an Altersgruppen interessant (Barcelona, Spanien)

Blätzleplatz

Augustinerplatz aufwerten

Im Sommer 2025 wurde ein Teilbereich des Augustinerplatzes erstmals neu in Szene gesetzt. Langfristig steckt jedoch noch deutlich mehr Potenzial in diesem zentralen Stadtraum. Trotz anspruchsvoller Voraussetzungen wie Tiefgarage und Veranstaltungsnutzung können Teile entsiegelt und grüner gestaltet werden. Eine dauerhafte Etablierung des Wasserspiels, die Weiterentwicklung des Blätzleplatzes als Aufenthaltsort sowie zusätzliche Maßnahmen im Bereich vor dem Rathaus eröffnen neue Perspektiven für mehr Aufenthaltsqualität.

• Ergänzung des bestehenden Brunnens durch zusätzliche Wasserfontänen, um das Wasserelement spielerisch in den Platz zu ziehen

• Hochwertige Aufwertung der bestehenden Sitzreihen aus Beton (z. B. Holzauflagen)

• Ergänzende, warme Beleuchtung für angenehme Nutzung in den Abendstunden

Bereich vor dem Rathaus

• Nutzung des bereits vorhandenen Schattens

• Zusätzliche Sitzgelegenheiten

• Informelle Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten, v.a. für Kinder

Ein Wasserspiel ist im Sommer für jung und alt interessant und kann bei Bedarf (z.B. bei Events) auch abgeschalten werden (London, England)

Augustinerplatz

• Teilentsiegelung rund um bestehende Baumquartiere durch Einsatz von Rasenpflaster und Stauden (kann zuerst kurzfristig getestet werden)

• Integration mobiler, einladender Sitzgelegenheiten zur Förderung des Verweilens

• Sicherstellung der weiteren Nutzung für Veranstaltungen

So (lange) findet es statt

• Langfristig

• Kurzfristig weiterhin schon in Teilbereichen bespielbar

So viel kostet es €€€

Großformatige Sitzelemente akzentuieren einen weiten, offenen Platz gekonnt (San Francisco, USA) © Rebar

Rasenpflaster, Stauden und Baumpflanzungen wechseln sich ab und schaffen ein dichtes, aber begehbares und im Stadtraum flexibel nutzbares Grün (Barcelona, Spanien)

Gemütliche Atmosphäre lädt im Bereich vor dem Rathausgarten zum Verweilen ein - Sitzen, umgeben von Schatten und kleinen Spielelementen (Lyon, Frankreich)

Rathaus-Innenhof

Bereich vor dem Rathaus

Blätzleplatz

Augustinerplatz

nachher

vorher

Ausblick

Konstanz ist ins Handeln gekommen! Lange Zeit wurde in Konstanz kritisiert, dass der Schwerpunkt der Stadtentwicklung eher auf Strategien lag, während konkrete Handlungen zu kurz kamen. In den vergangenen Jahren ist es der Stadt jedoch gelungen, diesem Anspruch zunehmend gerecht zu werden und den Fokus stärker auf die Umsetzung und Erprobung von Maßnahmen im öffentlichen Raum zu legen.

Mit dauerhaften Projekten wie dem C-Konzept zeigt die Stadt, dass sie bereit ist, neue Wege zu gehen und langfristige Veränderungen im Stadtraum konsequent umzusetzen.

Im Zuge dieses Projektes, dem Regiebuch für die Innenstadt von morgen, wurden zahlreiche Maßnahmen im öffentlichen Raum getestet. Temporäre Interventionen, neue Möblierungselemente und veränderte Platznutzungen haben gezeigt, welches Potenzial in der gezielten Aktivierung bestehender Stadträume liegt. Diese Erprobungsphase hat wertvolle Erkenntnisse geliefert – sowohl hinsichtlich der Nutzung, als auch in Bezug auf Akzeptanz und Alltagstauglichkeit.

Gleichzeitig haben die temporären

Maßnahmen verdeutlicht, dass Konstanz auch den Mut besitzt, neue Ansätze zu testen, Erfahrungen zu sammeln und aus diesen zu lernen.

Weiterarbeiten und verstetigen

Darauf aufbauend ist es nun an der Zeit, die eingeschlagene Richtung nachhaltig zu festigen. Bewährte Ansätze sollten gezielt weiterentwickelt und dort, wo es sinnvoll ist, verstetigt werden. Ein schrittweises Vorgehen sowie gemeinsame

Prozesse zwischen Fachabteilungen, StakeholderInnen und BürgerInnen haben sich dabei als zentral erwiesen, um tragfähige Lösungen zu entwickeln und Veränderungen nachvollziehbar umzusetzen.

Digitalisierung als Chance Parallel dazu sollte Konstanz im Bereich Daten und Digitalisierung mutig weitere Schritte gehen. Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Programm SmartGreen-City und Gehls Methodologie der digitalen stadträumlichen Analyse bietet sich die Chance, Maßnahmen noch stärker datenbasiert zu begleiten, Wirkungen sichtbar zu machen und zukünftige Entscheidungen fundiert zu unterstützen. Dabei gilt es, die Potenziale der Digitalisierung als ergänzende Werkzeuge für eine nachhaltige, qualitätsvolle Stadtentwicklung zu nutzen.

So wird Umsetzung als kontinuierlicher Lernprozess verstanden, der Konstanz ermöglicht, erprobte Qualitäten dauerhaft im Stadtraum zu verankern und zugleich offen für zukünftige Entwicklungen zu bleiben.

Über die Grenzen der Innenstadt hinaus Abschließend ist hervorzuheben, dass häufig die Innenstädte im Fokus städtischer Planungsprozesse stehen, da sie als zentrale Orte des öffentlichen Lebens fungieren und wesentliche Funktionen für Wohnen, Begegnung, Handel, Kultur und Tourismus bündeln. Die zugrunde liegenden Maßnahmen und Prinzipien sind jedoch ebenso auf andere Stadtteile übertragbar. Die Entwicklungen sollten sich nicht ausschließlich auf die Altstadt beschränken, sondern auf den gesamten Stadtraum ausgeweitet werden.

5

S.82
S.82
S.90
S.89

Danksagung

Wir danken allen, die ihre Ideen und ihre Tatkraft für die Innenstadt von morgen eingebracht haben, insbesondere:

• den Teilnehmenden der Maßnahmenwerkstatt

• den HelferInnen der PSPL-Studie

• der Marketing und Tourismus Konstanz GmbH

• den KollegInnen der Technischen Betriebe Konstanz für Aufbau und Pflege der Sommerorte

• den Teams von den Konstanzer Altstadtpfarrei, Stadtbibliothek und Farbengarten

• sowie allen BesucherInnen und AnwohnerInnen für ihre Rückmeldungen.

Konstanz / Kopenhagen, März 2026

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Regiebuch für die Innenstadt Von Morgen by Gehl - Making Cities for People - Issuu