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GastroJournal 9/2009

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HOTELLERIE

R E S TA U R AT I O N

Urs Zenhäusern Öffentliche Investition 11

TOURISMUS

HOTELLERIE

Sonja Zumbrunn Persönliche Investition 24

R E S TA U R AT I O N

René Vuichard Hommage à un vice-président 15

TOURISME

Jean-N. Philipona Un tabac au salon de Paris 17 Nr. / No 9 / 26. Februar / 26 février 2009 / CHF 4.30

AZA/JAA 8046 Zürich/Zurich

Im Glanz Etoiles der Sterne pour tous

INHALT

Aktuell

Grosse Eingriffe Es ist ein grosser Eingriff, wenn mündigen Gästen in den Stuben professioneller Gastgeber der Umgang mit Tabak vorgeschrieben wird. Aber nicht der einzige. 3

Das Handelsgericht Zürich hat entschieden: Eine Klassifizierung von Betrieben mittels Sternen kann nicht monopolisiert werden.

Le Tribunal de commerce de Zurich a décidé: une classification d’établissements au moyen d’étoiles ne peut être monopolisée.

Actualité

Des recettes pour la crise A défaut de pouvoir juguler la crise, Suisse Tourisme met les moyens pour en atténuer les effets. Pas de miracle en vue mais des recettes dictées par le pragmatisme. 15

Aktuell

Grosse Weitsicht

Restauration

Die gesellschaftliche Funktion von Restaurants wird weitum verkannt. Umso erfreulicher, wenn sie jemand erkennt. 5

A la Mecque de la fondue Bientôt centenaire, Le Tivoli à Châtel-Saint-Denis (Sud fribourgeois), Mecque de la fondue, a été repris par Sarah Colliard, fille du patron qui prend la retraite. 17

Restauration

Grosse Talente

Hôtellerie & Tourisme

Dass gastgewerbliche Arbeit anspruchsvoll ist, weiss man – wenigstens im Gastgewerbe. Nicht verwundern kann es, dass da noch ganz andere Talente schlummern. 7

Investir des milliards Pour Urs Zenhäusern, directeur de Valais Tourisme, investir est une nécessité. Répondant aux questions de GastroJournal, il parle notamment des six milliards de francs qu’il souhaite voir injecter dans la branche en Suisse. 21

Tourismus

Grosse Zahlen Für den Schweizer Tourismus war 2008 eines der besten Jahre aller Zeiten – nach Hotelübernachtungen beurteilt. Doch Logiernächte sind nicht alles – und ein paar gute Jahre nicht genug. 9

09 9 771422 137001

SOMMAIRE

Jahrelang war GastroSuisse mit Forderungen konfrontiert, den «eigenen» Hotels eine praxisgerechte und kostengünstige Möglichkeit zu verschaffen, um mit einer Kategorisierung besser erkennbar zu werden. Bemühungen mit Hotelleriesuisse zusammenzugehen – sie bie-

tet seit Ende der 70er-Jahre ein eigenes System an – blieben erfolglos. GastroSuisse wurde selber aktiv und entwickelte eine eigene Kategorisierung. Worauf Hotelleriesuisse GastroSuisse die Verwendung von Sternen vorsorglich verbot – und jetzt vor Gericht gescheitert ist. 2, 9

Pendant des années, GastroSuisse était confrontée à des demandes concernant des possibilités de rendre plus visibles ses «propres» hôtels par une catégorisation s’inspirant de la pratique et avantageuse. Les efforts de rapprochement d’hotelleriesuisse qui dispose de son pro-

pre système depuis la fin des années 70, sont restés vains. GastroSuisse s’est alors mise au travail et a développé sa propre catégorisation. A quoi hotelleriesuisse a répondu par l’interdiction d’utiliser des étoiles. Elle vient d’essuyer un échec devant le Tri13 bunal de commerce.

Empfang und Housekeeping – Unsere Tipps und Checklisten Réception et intendance – nos conseils et listes de contrôle www.gastroprofessional.ch

GastroJournal, offizielle Wochenzeitung von GastroSuisse/Hebdomadaire officiel de GastroSuisse, Auflage/Tirage: 23 680 Ex., WEMF/REMP, Internet: www.gastrojournal.ch


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Titel

26. Februar 2009 Nr. 9

HOTEL CATEGORYCAL

Sternstunden

LEITARTIKEL

Bald mit Sternen?

Wer hat die Hotelsterne erfunden? Laut eigenen Aussagen Hotelleriesuisse im Jahre 1979 – zumindest für die Schweiz. Recherchen zeigen jedoch, bereits 1913 gab es Sterne in der Schweiz, Hotels wie beispielsweise das Carlton in St.Moritz waren damals bereits Fünf-Sterne-Betriebe.

Gericht kommt zum Schluss, dass das zusätzliche Klassifizierungssystem keine relevanten Fehlvorstellungen bei den Konsumenten bewirkt. Das Zürcher Handelsgericht sieht

also alles andere als eine Verwässerung. Vergleicht man die beiden Systeme, stellt man fest, dass sich jenes von GastroSuisse an gesamteuropäischen Standards orientiert und für den Gastgeber wie für seine Gäste einfach erfassbar ist. Florian Hew erläutert, das System sei «moderner und ganzheitlicher als das Hotelleriesuisse-System. Aber es ist dennoch adminstrativ weniger aufwändig».

Schon seit 1912 vergab die britische Automobile Association als offenbar erste Organisation einen bis fünf Sterne an Hotels, die sie vorher inspiziert hatte.

Auch in der Schweiz ist die Situation nicht ganz so klar, wie einige gerne glauben (machen) möchten: In den frühen 1970er Jahren vergibt Kuoni Sterne. 1975 klassieren neben Frankreich, Portugal und Spanien auch Marokko, Libanon und Israel Hotels mit Sternen. In den frühen 80er Jahren vergibt Imholz für «seine» Hotels Sterne: «Alle Imholz-Hotels wurden von den Imholz-Hotelspezialisten geprüft und mit den entsprechenden Imholz-Hotelsternen ausgezeichnet», heisst es im Katalog 1981/82 des Reiseveranstalters. Seit dem Jahr 2000 vergibt auch der Schweizer Tourismus Verband (STV) Sterne für Beherbergungsleistungen. Ferienwohnungen in der Schweiz erhalten zwischen einem und fünf Sternen. Diese Klassifikation wird sogar vom Bund gefördert – via Innotour, dem Förderprogramm für Innovationen im Tourismus. Und, notabene, seit letztem Jahr gibt es in der Schweiz ein NullStern-Hotel in einem Luftschutzkeller. Trotz Drohungen existiert der Brand noch und soll weiter entwickelt werden: Mit Hilfe eines Lehrers der Hotelfachschule Lausanne.

P. GRUNDER

1942 startet in Frankreich die Hotelklassifikation; seit den 60ern gibt es eine zweite, die ebenfalls mit Sternen klassiert. Noch vor dem 2. Weltkrieg beginnt Griechenland, Sterne zu vergeben. 1951 eröffnet Kempinski das erste «5-Sterne-Hotel» in Berlin. Und seit 1954 gibt es die Hotelsterne in Portugal.

GastroSuisse gewinnt vor Handelsgericht die Sterne.

GastroSuisse erringt vor dem Handelsgericht Zürch einen wichtigen Sieg. Matthias Nold

Das Zürcher Handelsgericht hat entschieden: GastroSuisse darf für seine Kategorisierung Sterne verwenden. «Wir nehmen den Entscheid mit grosser Genugtuung zur Kenntnis», sagt GastroSuisse-Direktor Florian Hew. Bereits 2004 hatte die Präsidenten-

konferenz von GastroSuisse entschieden, man wolle den eigenen Mitgliedern ermöglichen, ihre Betriebe zu kategorisieren. Vorgesehen waren dafür Sterne. Das liess Hotelleriesuisse mittels einer vorsorglichen Massnahme unterbinden. GastroSuisse musste neue Wege gehen und bietet seinen Mitgliedern seit Herbst 2006 HOTEL CATEGORYCAL BY GASTROSUISSE an. Aus dem Verbot eines Einzelrichters resultier-

te Verspätung und der Zwang eine völlig neue Marke aufzubauen. Es sei beträchtlicher Schaden entstanden, heisst es bei den Verantwortlichen von GastroSuisse: «Die Folgen der Klage von Hotelleriesuisse waren gravierend», meint beispielsweise Zentralpräsident Klaus Künzli im Interview gegenüber GastroJournal (siehe S. 9). Hotelleriesuisse klagte vor dem Zürcher Handelsgericht – und hat hier nun auf der ganzen Linie verloren. Die Verwendung von Sternen durch GastroSuisse führe zu keiner Verwechslungsgefahr, hält das Gericht in seinem Urteil fest. Ein eigenes Klassifizierungs-System mit Sternen stelle keine unerlaubte Konkurrenz dar, führt das Gericht aus. Und: Im Urteil wird ausdrücklich darauf hingewiesen, GastroSuisse habe alles Zumutbare unternommen, um sich vom System der Hotelleriesuisse abzugrenzen. Das

«HOTEL CATEGORYCAL» baut seit Beginn auf ein Drei-Säulen-Prinzip der Gewaltentrennung zwischen Entwicklung, Beurteilung und Rekurs. Seit 2008 verfolgt auch Hotelleriesuisse ein solches Prinzip. Der Markt spielt – so oder so. Und das bereits vor 1979 als laut Hotelleriesuisse die ersten Sterne in die Schweiz kamen (siehe Kasten links). Mit seinem Entscheid stützt das Handelsgericht auch die Kräfte des Marktes. Von rund 5000 Hotelbetrieben in der

Schweiz sind laut einer Studie der Universität Bern gut 3100 marktfähig. Viele davon sind Mitglied bei GastroSuisse, viele davon sind nicht kategorisiert. Ihnen würden Sterne eine entscheidende Marktchance eröffnen. Wird es also in Kürze schon GastroSuisse-Sterne geben? Nein. Erst muss das Urteil Rechtskraft erlangen. Bei Hotelleriesuisse überlegt man bereits, das Urteil anzufechten. Die zuständigen Gremien würden «auch die Anrufung der nächsten Gerichtsinstanz prüfen müssen». Nichtsdestotrotz, das Urteil eröffnet

neue Perspektiven und vielleicht kann die Hotelkategorisierung von GastroSuisse schon bald mit Sternen ergänzt werden. www.hot-c.ch www.gastrosuisse.ch

Verantwortung à l’américaine Jedes Mal, wenn die USA bisher lustvoll auf die Schweiz einprügelten, konnte man sich vor Augen führen, dass weisse amerikanische Anglikaner mit der Vorliebe für weisse Kapuzen schon mal weit über das Ziel hinausschiessen. Dumm nur, dass das aktuelle US-amerikanische Happy-Slapping anders ist, denn die Schweiz befindet sich ironischerweise in einem tief greifenden Amerikanisierungsprozess, in dessen Zuge der Konsum sowie das Streben nach absoluter Gesundheit die breite politische und gesellschaftliche Diskursfähigkeit langsam ablöst. Im Grunde ist eine «Osmose des Glaubens» zwischen Religion und Gesundheit im Gange. Es ist kaum von der Hand zu weisen, dass das Fitnessstudio zur Kirche, die Kraftmaschine zum Betbank und die Eiweissbar zum Altar geworden ist. Sonntags sind die Kirchen leer und die Fitnessstudios voll. Das Resultat: eine mehrheitsfähige Masse, die das «Vaterunser der Gesundheit» nachbetet, um den Segen für körperliche Makellosigkeit zu erlangen, ohne zu wissen, was es impliziert: einen schleichenden Verlust der Mündigkeit und der Genussfähigkeit. Mit der Übertragung der eigenen Verantwortung an das Kollektiv wird also das verwirkt, was ein ganz normales Schweizer Leben ausmacht. Ob es das wert ist oder nicht? Schwierig. Jedenfalls ist man als Pflegebefohlener dazu legitimiert, immer den anderen die Schuld zu geben. Ganz à l'américaine. Romeo Brodmann BLICKPUNKTE Marketing-Streitfall

Wortklauberei um Ausflugsziele

En français Page 13

Weil das Institut für geistiges Eigentum (IGE) in Bern einem touristischen Anbieter den Begriff «Ausflugsziele» als Wortmarke erlaubt hat, ist ein Streit um Allgemeingut und Eigentum entbrannt. Gegen das Sonderrecht an «Ausflugszielen» wehrt sich ein Konkurrent: Vom Eigentümer der «Ausflugsziele» war er abgemahnt worden, weil er die «Ausflugziele» in einer Internetadresse aufführte; nun klagt er auf Löschung der Wortmarke «Ausflugsziele». Bleibt nur zu hoffen, dass Ausflugsziele auch in der Wirklichkeit so viel Interesse finden.

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Verkehrsgastronomie

Jenseits der Bahnhofbuffets

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Während Bahnhofbuffets praktisch verschwunden sind, boomen die Geschäfte an den hochfrequenten Lagen: An 31 SBB-Standorten wurden 2008 fast 1,5 Milliarden Franken umgesetzt, ein Plus von 6,1 Prozent.


Aktuell

26. Februar 2009 Nr. 9

Mit Bussen gegen die Unvernunft

In Zermatt dürfen Ruhestörer nach einer ersten Verwarnung sogar 600 Franken hinblättern. Hierzu meint Felix Fux, Leiter für öffentliche Sicherheit in Zermatt: «Da muss jeder selber wissen, ob er sich leisten kann, noch einmal zu lärmen.»

Verbotitis

P. GRUNDER

Keinen Mist mehr machen dürfen

Der Verbotswahn greift nicht nur im Gastgewerbe um sich.

Ein Sammelsurium sinnvoller und sinnloser Verbote. Kristina Kadner

Am Anfang waren die Gebote, zehn genügten. Heute sind es Erlasse und Verbote, unzählige, die eine Spassund Konsumgesellschaft in die Schranken weisen sollen. Neben den Rauchenden stehen auch die Jugendlichen im Blickfeld. Ausgangssperren ab 23 Uhr für unter 16-Jährige, Verbot von Massenbe-

säufnissen, so genannten «Botellóns», sowie eingeschränkte Verkaufszeiten für Alkohol sollen Jugendliche davon abhalten, masslos dem Alkohol zu frönen. Wer es dennoch nicht sein lässt, sollte davon absehen, betrunken und randalierend durch die Strassen zu ziehen. Denn das kann teuer zu stehen kommen. In Skiorten wie Davos, Saas Fee oder Gstaad werden das Urinieren und das Erbrechen sowie Lärmen in der Öffentlichkeit mit Bussen bis 200 Franken abgestraft.

Pferdekutscher in Davos. Sie müssen Pferdeäpfel seit letzten Dezember von der Strasse entfernen. Die Regierung erklärte: «Die optisch und geruchlich auffälligen Rückstände des Pferdeeinsatzes stellen ein öffentliches Ärgernis dar.» Aber nicht nur der Ausstoss von Kutschpferden, sondern auch der konsumierenden Bevölkerung ärgert die Öffentlichkeit. «Littering», englisch für achtloses Wegwerfen von Abfall, wird in zahlreichen Städten geahndet. «Ordnung» und «Sicherheit» sind hier die gerne verwendeten Schlagwörter. «Symptombekämpfung», meint der Psychoanalytiker Mario Erdheim im «Beobachter». In einer Gesellschaft, die tagtäglich Unmengen von Abfall produziere, sei es kein Wunder, wenn die Verschmutzung von Strassen zunehme. Dessen ungeachtet muss im Kanton Thurgau 50 Franken zahlen, wer eine Zigarette auf die Strasse schnippt und sich dabei erwischen lässt. Gegen die Meute von Rauchenden, die sich wegen des Rauchverbots bald vor den Bars und Clubs tummeln werden, scheinen die Ordnungshüter gut vorbereitet. Verbot von Heizpilzen, Ruhestörung und Littering. Jetzt fehlt nur noch flächendeckend ein Trinkverbot auf der Strasse, wie

es in Chur bereits ab 0.30 Uhr existiert. Die aktuelle Verbotswelle schwappte aus den Vereinigten Staaten nach Europa über. 1994 wurde das erste Rauchverbot in Kalifornien erlassen. Damit begann ein Wetteifern zwischen den Bundesstaaten. 2004 ernannte sich die Region Black Mountain in Maine zur ersten rauchfreien Skistation Amerikas, und seit Jahresbeginn ist im kalifornischen Städtchen Belmont das Rauchen in den eigenen vier Wänden verboten. Übrigens müssen Rauchende auf der Strasse mindestens sieben Meter Abstand von Hauswänden halten. Noch dicker kommts in Mississippi. Dort wird ein Gesetz geprüft, das Restaurants verbieten soll, übergewichtige Menschen zu bedienen. Wer diesem Verordnungssalat einfach die kalte Schulter zeigen möchte, sollte dies im Appenzell nur in Bekleidung tun. Denn ab Frühling können Nacktwanderer mit 200 Franken für «anstössiges Verhalten» gebüsst werden. Spuckfreudige sollten übrigens in Wallisellen in Zürich auf der Hut sein. Einmal spucken kostet 30 Franken.

En bref Une vague d’interdictions s’installe: fumée, botellons, vente d’alcool après 21 heures, crottes de cheval sur la route, déjets n’importe où, cracher par terre. Au nom de la «sécurité» et de «l’ordre» on édicte à tour de bras des interdictions et des ordonnances d’amende. Le déraisonnable coûte de plus en plus cher.

Beherbergungsstatistik

3

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BLICKPUNKTE Lungenliga zu forsch

Bröckelnde Front gegen das Rauchen Verschiedene Präventionsorganisationen verweigern der Lungenliga die Unterstützung bei ihrem Ansinnen, eine nationale Initiative gegen das Rauchen zu lancieren. Das dafür benötigte Geld und die aufgewendete Energie könnten andernorts besser eingesetzt werden, bemängelt etwa die Arbeitsgemeinschaft für Tabakprävention. Die Stiftung Pro Aere wird noch deutlicher, indem sie der Lungenliga vorwirft, etwas durchzudrücken, das es derzeit gar nicht brauche. Auch die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme fordert, dass man zuerst die Umsetzung des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen abwarte.

Preisüberwacher

Der Bund macht nur das Minimum Seit den 1930er-Jahren erfasste der

Bund die Beherbergungszahlen der Hotellerie, später auch der Parahotellerie. Nach einem Unterbruch in den 1990er-Jahren stellte er aus Spargründen die Parahotellerie-Statistik Ende 2003 ein, und 2004 liess er auch die Hotellerie sein.

Viele kalte Betten fehlen der Statistik.

Zwar bleibt es ein Affront, dass der Tourismus als eine der wichtigsten und nachhaltigsten Exportbranchen nicht hoheitlich erfasst wird – der Bund liefert nur noch das, was er im Rahmen internationaler Verpflichtungen liefern muss. Doch weil die Branche und das BFS auf bessere Zahlen angewiesen sind, kratzte man unter Federführung des Schweizer Tourismus-Verbandes jährlich 1,75 Millionen Franken zusammen und reicherte das Minimalprogramm des Bundes an: Seit 2005 liefert die Schweiz wenigstens für die Hotellerie und Teile der Parahotellerie wieder Zahlen, die internationalen Standards genügen – inzwischen wird übrigens auch die

Kategorisierung von GastroSuisse berücksichtigt. Ab 2009 muss der Bund im Rahmen seiner Verpflichtungen auch grobe Daten zur Parahotellerie liefern, und ursprünglich war vorgesehen gewesen, die Parahotellerie auf diesen Zeitpunkt hin wieder umfassender aufzubereiten. Indes zeigte sich, dass die Parahotellerie-Statistik für die Branche ungenügende Detaillierungen bietet und dafür viel zu teuer ist. Man habe die Parahotellerie prak-

tisch neu aufgegleist und wolle nach Möglichkeit 2012 loslegen, sagt Yves Strauss. Dabei sind aktuell

zwei allenfalls kombinierbare Ansätze in Diskussion, wie Mario Lütolf ergänzt: einerseits der methodisch und finanziell noch mit vielen Fragezeichen behaftete Ansatz, die Grundgesamtheit aller Zweitwohnungen für Stichprobenerhebungen zu erfassen, andererseits neuere Methoden mittels Auswertung elektronischer Belegungs- oder Reservierungsdaten von Tourismusorganisationen und kommerziellen Ferienwohnungs-Anbietern. Bis im Sommer will die Methode festlegen, doch was auch immer kommt: Lütolf stellt bei den Beteiligten «maximale Bereitschaft» fest, sobald wie möglich wieder umfassende Beherpg bergungstatistiken zu bieten.

Falsche Kritik am falschen Ort In einem Blog, einer Art Tagebuch im Internet, äusserte sich Preisüberwacher Stefan Meierhans reichlich kritisch und undifferenziert zu Angeboten und Preisen der Schweizer Bergbahnen, die diesen Winter auf Rekordkurs sind (S. 11). Seilbahnen Schweiz reagierte scharf und deutlich: «Es kann nicht Aufgabe des Preisüberwachers sein», stellte Verbandsdirektor und Ex-Nationalrat Peter Vollmer (Foto) klar, «über den eigenen Blog und die Medien tarifgestalterisch zu intervenieren, den touristischen Bahnunternehmen indirekt Vorwürfe zu machen und der Öffentlichkeit Empfehlungen zu erwww.seilbahnen.org teilen».

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Aktuell

26. Februar 2009 Nr. 9

Dank dem Mäzenenpaar Imbach erhält Wolhusen wieder einen grossen Gemeindesaal

BLICKPUNKTE

Eine Heimat für Vereine Derzeit schreitet der Innenausbau im Rössli-Saal Wolhusen mit grossen Schritten voran, die beiden Restaurants sind bereits in Betrieb. Mitte Mai ist Tag der offenen Tür. Damit geht eine leidige Geschichte zu Ende, die viele mittelgrosse Gemeinden kennen oder gar teilen: Für die Vereine ist ein Mehrzweckgebäude zu gross, ein Raum zu klein und dazwischen steht ein sanierungsbedürftiger Saal. Die Diskussionen sind jeweils emotional und angereichert mit finanziellen Argumenten, wie beispielsweise im benachbarten Schüpfheim im Entlebuch. Im Dezember 2007 stimmte die

Bevölkerung von Schüpfheim dem Kauf des Adlersaals zu, hingegen hat sie kürzlich die 3,1 Millionen Franken teure Sanierung abgelehnt. Die Gegner monierten die zu hohen Kosten und den zu geringen Nutzen. Dieselbe Diskussion mit dem gleichen negativen Entscheid hatte Wolhusen bereits 2004 geführt: Die Bevölkerung weigerte sich, den Rössli-

saal für 3,5 Millionen Franken zu kaufen. Deshalb suchte die Gemeinde nach weiteren Lösungen und dachte zwischenzeitlich sogar an ein zinsloses Darlehen für den künftigen Betreiber. Aber es kam anders. Ursula und Walter Imbach kauften das Restaurant Rössli inklusive Saal. Mit der Gemeinde vereinbarten sie die Nutzungsbedingungen und deren finanziellen Anteil: 233000 Franken pro Jahr. Im Gegenzug dürfen Gemeinde und die Dorfvereine den Saal zu Vorzugskonditionen benutzen. Dabei kann die Saalkapazität dem jeweiligen Anlass angepasst werden. 15 Millionen Franken Eigenmittel haben Imbachs in den Rössli-Komplex mit Saal, zwei Restaurants und mehreren Gewerberäumen investiert, alles aus eigenem Geld. «Wir sind beide in Wolhusen aufgewachsen, waren beide als Kinder x-mal selber auf der Rössli-Bühne und unsere Kinder auch. Wir wollen der Gemeinde etwas zurückgeben», erklärt das Mäzenenpaar seine Beweggründe. «Wir haben uns von Beginn weg gesagt, 3 Prozent Rendite wäre schön.» Um dies zu erreichen, muss der Saal wöchentlich rund 1500 Franken Umsatz generieren, keine leichte Aufgabe.

Beliebte Tiercafés in Japan

Eine Mieze auf Bestellung Im Land der aufgehenden Sonne erfreuen sich Hunde- und Katzencafés zunehmender Beliebtheit. Drei Jahre nach der ersten Eröffnung gibt es in Japan mittlerweile rund 20 solcher Cafés. Zu Kaffee und Tee können die Gäste für rund 10 Franken pro Stunde Hunde oder Katzen mieten. Aufgrund der engen Platzverhältnisse in den Grossstadtwohnungen sind die Angebote bei älteren Personen und Berufsleuten sehr beliebt.

Derweil schreitet der Bau des schalloptimierten Saales mit seiner speziellen Beleuchtung weiter voran. Unter dem Motto «Rössli – ess – kultur» sind Dorf- und Gourmetrestaurant seit letztem Dezember geöffnet. Die frischen Ideen des Küchenchefs Christian Jakob kommen bei den Wolhusern an: zu den Essenszeiten und an den Wochenenden ist das Restaurant gut besucht. Bereits schweben Jakob neue Projekte vor.

Kandidatur in den Kantonsrat Küchenchef Christian Jakob und sein

Mehr unternehmerische Freiheiten

Team sind derzeit angestellt. Da Imbachs nicht aus der Gastronomie kommen, möchten sie das Restaurant im Stockwerkeigentum verkaufen oder verpachten, sobald der Betrieb schwarze Zahlen schreibt. Weiterhin in der Verantwortung der Imbachs wird die Koordination der Saalbelegung bleiben. Im Rössli sollen künftig auch Seminare stattfinden. www.roessli-wolhusen.ch

En bref Ursula et Walter Imbach ont investi 15 millions dans le bien immobilier «Rössli» à Wolhusen. Grâce à cet engagement privé, les sociétés locales obtiennent une salle communale pour leurs manifestations et leurs assemblées. La commune verse chaque année 233000 francs de contribution aux frais de la salle.

M. MOSER

Wolhusen hat einen, Schüpfheim wollte einen: einen Gemeindesaal für die Vereine. In Wolhusen fand sich ein Mäzenenpaar. Marco Moser

5

Dank Ursula und Walter Imbach sind im Rössli wieder Essen und Kultur möglich.

Willy Nyffenegger vom Seehotel Hallwil in Beinwil am See kandidiert für den Grossrat Aargau. Der KMH-Unternehmer setzt sich politisch für die Anliegen des Gewerbes und dessen Mitarbeiter ein: «Ein schlanker, aber effizienter Staat fördert das Engagement und die Eigenverantwortung in der Arbeitswelt. Um diese Anforderungen erfüllen zu können, brauchen wir einfache Steuererklärungen, gleichlange Spiesse für alle und eine übersichtliche Mehrwertsteuer.» Im Grossrat möchte er die unternehmerische Freiheit fördern.

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Restauration

26. Februar 2009 Nr. 9

Von der Kunst, seine Mitarbeitenden zu motivieren

SZENE

Malerei im Restaurant Ein Malkurs mit anschliessender Vernissage: das besondere Weihnachtsgeschenk des Gastgeberpaares Thommen an sein Team. Kristina Kadner

Einen Tag lang stand das Mitarbeiterteam von Jaqueline und Beat Thommen nicht hinter Herd oder Theke, sondern vor einer Staffelei. «Wir wollten diesmal unse-

rem Team zu Weihnachten etwas Spezielleres schenken als ein Essen», erklärte Beat Thommen. Gesagt, getan. 37 Angestellte der Restaurants Schmiedstube in Niedergösgen, Rumpel in Trimbach, Summertime in Aarau und des Cafés Cappuccino in Schönenwerd wurden mit Pinsel und Farbe ausgerüstet und malten unter der Anleitung des Künstlers Dieter Baur über hundert Bilder.

Beat und Jacqueline Thommen mit Künstler Dieter Baur (v.l.).

FOTOS: K. KADNER

Darüber hinaus organisierten

Über hundert Bilder dekorieren den Saal im Rumpel.

die Thommens am Abend einen «eleganten Anlass», zu dem Verwandte und Bekannte geladen waren. Was die Angestellten aber nicht wussten: Im Geheimen rahmte das Paar mit Dieter Baur die Bilder und versah

7

sie mit Preisschildern. Denn der Anlass war eine Vernissage und die Werke sollten, wie es sich bei Künstlern gehört, zu verkaufen sein. Zusätzlich spendeten die Thommens einen Teil der Einnahmen an die Stiftung Arkadis, die Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen fördert. «Ich erkenne mein eigenes

Bild nicht mehr», meinte eine Mitarbeiterin erstaunt, als sie die gerahmten Zeichnungen sah. Die Überraschung war gelungen. «Ihr seid alle Künstler, nicht nur heute, sondern jeden Tag bei eurer Arbeit», richtete sich Jacqueline Thommen dankend an ihre Mannschaft. Sie erklärte, jeder dürfe eines seiner Bilder behalten und alle anderen würden zum Verkauf angeboten. Besonders ist nicht nur das Weihnachtsgeschenk, sondern auch, dass Jacqueline

und Beat Thommen in den vergangenen neun Wochen ein Käseseminar und einen Persönlichkeits-Workshop für ihre Belegschaft organisierten. «Wir möchten unsere Angestellten pflegen, damit sie lange bei uns bleiben.»

En bref Le couple d'hôtes Jacqueline et Beat Thommen du restaurant «Rumpel» à Trimbach a organisé pour son équipe un cadeau de Noël bien particulier: un atelier de peinture suivi d'un vernissage.

Die Angestellte Silvia Trüssel neben ihrem Bild.

Neueröffnung

Neues Gesicht für die Pfistern Das Familienunternehmen Remimag Gastronomie AG ist neue Gastgeberin im Zunfthausrestaurant Pfistern in Luzern. Das Traditionshaus ergänzt die zehn Betriebe der Remimag. Nach einem Monat Erneuerung der Räume öffnet das Traditionshaus unter der Leitung von Florian Eltschinger und Küchenchef Roger Gertschen. Die Pfistern besinnt sich auf ihre Ursprünge als Zunfthaus der Bäcker und Müller: Die Gäste können sich aus einem Korb das Brot holen.

Kulturkampf in Venedig

Mittel zum Zweck Vor allem das Gastgewerbe protestiert gegen die Absicht der Regierung Venedigs, dem Coca-Cola-Konzern das Aufstellen von Automaten in der Lagunenstadt zu erlauben. Der Bürgermeister kontert mit dem Hinwies, die Erlaubnis spüle Geld in die leeren öffentlichen Kassen, was der Erhaltung der bedrohten Stadt diene – die Rede ist von rund drei Millionen Franken für fünf Jahre.

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Restaurant Tivoli in Châtel-Saint-Denis

Fondue über alles Das bald hundertjährige Restaurant Tivoli der Familie Colliard im Freiburger Vivisbachbezirk tischt jährlich 12 Tonnen Fondue auf – und gilt damit als Mekka dieser Spezialität. In Kastel Sankt Dyonis – so der deutsche Name des Bezirkhauptortes zwischen Vevey (Vifis) und Bulle (Boll) – ist die Familie der Colliards eng mit der Geschichte des Dorfes verbunden. Joseph hatte aus der früheren Schmiede am Dorfplatz das Café de la Gare gemacht. Sein Sohn Robert, 1927 SoloSänger an der Fête des Vignerons in Vevey, Nationalrat mit breitrandigem Hut, übernahm es und machte daraus ein Lokal, das seinesgleichen sucht. Gästen aus der Gegend, aus dem Waadt-

land und der ganzen Schweiz, die Terroirprodukte lieben, ist das Tivoli ein Begriff – des Fondues wegen.

zen im Erdgeschoss, den 60 im ersten Stock für Vereinsanlässe den rund 30 Sitzen auf der Terrasse. Das Lokal ist mit einfachem Holz getäfert: ein echtes, hölzernes Bilderbuch, das von früheren Zeiten erzählt, vom harten Leben der Sennen dieser Voralpengegend, von den schillernden Persönlichkeiten, von den besonderen Ereignissen, die das Dorfleben geprägt haben, vom Vereinsleben, der Generalmobilmachung und, natürlich, von der Familie Colliard.

«Wir erzielen zwischen 85 bis 90 Prozent unseres Umsatzes in der Küche mit Fondue», sagt die 33-jährige Sarah Colliard, die eben den Betrieb von ihren Eltern Robert und Christiane übernommen hat. Die frühere Direktionssekretärin und Weltenbummlerin hat ein Jahr lang im Tivoli am Buffet und im Service gearbeit und will am erfolgreichen Konzept nichts ändern. «Nur MoitiéMoitié- und Vacherinfondues, eine kleine Speisekarte und eine Weinkarte, vor allem mit Waadtländer und Walliser Spezialitäten.» Einen Umweg allemal wert ist das Tivoli mit seinen 90 Plät-

Ein eigenes Kapitel ist die Ge-

schichte der Colliards am Winzerfest. Bis neun Familienmitglieder haben am Sennenumzug teilgenommen. Und vor der Viehherde Robert Colliard, unter anderem Gründer der BGB im Kanton Freiburg und Chef der Sennen. All dies erzählen die Wände, aber auch die zahlreichen Glocken und Schellen an der Decke des Tivoli – übrigens weiss heute niemand mehr, woher der Name des Lokals stammt. Stolz sind die Colliards auf ihr erfolgreiches Dorfrestaurant mit den wenigen Hotelbetten.

N. MICHEL

Und vom Fondue haben sie

Zwei Generationen Tivoli: Sarah Colliard mit Mutter Christiane.

nie genug. «Jeden Samstag kommt eines auf den Tisch. Auch unsere Angestellten möchten es nicht missen», erklärt Robert Colliard schmunzelnd. Nicolas Michel

GJGM58280


Jahresmedienkonferenz von Schweiz Tourismus

CHECK IN

Krise und Chance

Internationale Hotelketten

Die Gewinne brechen ein

Die Schweiz blickt auf ein touristisches Rekordjahr zurück. Die Aussichten sind jedoch etwas gedämpft.

Swiss Hotels» und in «Naturreisen» (siehe Kasten). Wohlgemerkt: Was ST bietet, ist mehr als pure Durchhalteparole.

Matthias Nold

www.myswitzerland.com www.bfs.admin.ch

En français

Bereits zeigen sich, trotz des guten

Winters, erste Schatten der Wirtschaftskrise am Horizont. Jürg Schmid, Direktor von ST, ist jedoch überzeugt, der Schweizer Tourismus sei konkurrenzfähig. Zwar erwartet ST einen Logiernächte-

Neue Produkte

Die «Typically Swiss Hotels»-Seite in myswitzerland.com.

rückgang von 7,5 Prozent und eine überproportional rückläufige Umsatzentwicklung, doch wolle man eine Vorwärtsstrategie angehen: «Wir werden das Marketing nicht kürzen, sondern im Gegenteil steigern, wo immer möglich», meinte Schmid wörtlich vor den Medien. Er machte sich stark für ein Impulsprogramm des Bundes über 12 Millionen Franken (siehe GJ 08), an

dem sich auch die Branche beteiligen würde. Trotz den erwarteten Rückgängen

sieht ST im Binnenmarkt und den Nahmärkte einige Chancen für den Schweizer Tourismus, nicht zuletzt, weil die Gäste in der Krise eher näher reisen. Schon ohne Impulsprogramm investiert ST deshalb kräftig in zwei neue Produkte: «Typically

ST setzt im kommenden Sommer stark auf «Naturreisen», sprich auf die Naturparks der Schweiz. 32,7 Millionen Franken investiert ST in den Sommer 2009 (2008: 29 Mio.). «Naturreisen» ist Teil dieser Sommerkampagne und wird unter anderem mit einer Spezialbeilage und Events beworben. Diese Woche hat ST zudem ein neues Hotelprodukt, «Typically Swiss» gestartet. Für 250 typische Schweizer Hotels – bis hin zum Klischee von typisch – wird hier im Internet geworben. Neben einem authentischen Baustil und regionaler Atmosphäre waren für die Teilnahme auch regionale Küche und der Weinkeller sowie die Teilnahme am Q-Programm entscheidend.

Gerichtsentscheid in Sachen Sterne

«Mit gleich langen Ellen messen» GastroSuisse hat vom Handelsgericht

des Kantons Zürich Recht bekommen und dürfte Hotels mit Sternen kategorisieren (siehe S. 2). Bis es soweit ist, wird es jedoch noch etwas dauern. GastroSuisse Zentralpräsident Klaus Künzli nimmt Stellung zu Hintergründen und Fakten. GastroJournal: Einfach nochmals als Erklärung für die Leser von GastroJournal: Weshalb lancierte GastroSuisse 2005 ein eigenes HotelKlassifizierungssystem? Klaus Künzli: Aus der Branche ka-

«Die Folgen der Klage waren gravierend» men Forderungen. Unsere Mitglieder hatten nicht die Möglichkeit, sich durch ein Klassifizierungssystem am Markt zu präsentieren. Es ist doch auch so, dass die über 3000

marktfähigen KMHs (Klein- und Mittelhotellerie) zwingend das Recht haben müssen, mit gleichlangen Ellen gemessen und an gängige Vermarktungssysteme angeschlossen zu werden. GJ: Hotelleriesuisse erklärte in ihrer Stellungnahme, dass mit dem Entscheid zugunsten von GastroSuisse die Zuverlässigkeit der Hotelsterne gefährdet sei, weil nun zwei konkurrierende Sternesysteme nach unterschiedlichen Kriterien klassifizieren… Künzli: Das ist eine völlig unhaltbare, absurde Behauptung. Das Kategorisierungssystem von GastroSuisse entspricht europäischen Standards. Es ist moderner und ganzheitlicher als das HotelleriesuisseSystem. Der Kunde wird nicht verwirrt. Auch das Handelsgericht kam zum Ergebnis, dass das zusätzliche Klassifizierungssystem keine relevanten Fehlvorstellungen beim Konsumenten bewirkt.

GJ: Ein Zürcher Einzelrichter erliess am 29. Mai 2006 eine vorsorgliche Massnahme, die es GastroSuisse verbot, Sterne als Klassifizierungsmerkmal zu verwenden. Wie umfangreich ist der Schaden, der GastroSuisse dadurch entstanden ist? Künzli: Die Folgen der Klage von Hotelleriesuisse waren gravierend. Wir mussten unser System völlig neu aufbauen und hatten die für ein solches System notwendigen Sterne nicht zur Verfügung. Wir verloren bei der Markteinführung fast ein Jahr und damit auch den Startvorteil. Auch versuchte man systematisch unseren Ruf zu schädigen. GJ: GastroSuisse kann wenigstens Schadenersatz geltend machen. Die tatsächlich Leidtragenden sind jedoch die an GastroSuisse angeschlossenen KMHs, denen durch die vorsorgliche Massnahme zwischenzeitlich die Sterne verwehrt blieben. Wie ist dieser Schaden abzuschätzen?

Künzli: Für uns als Gesamt-Branchenverband ist es schlimm, wenn hunderten von möglichen, marktfähigen KMHs die notwendigen Elemente nicht gegeben werden, die es für eine nationale und internationale Vermarktung einfach braucht. Das Sterne-Verbot hat von daher auch der Gesamtbranche geschadet – in den kommenden konjunkturell schwierigen Zeiten ist das besonders gravierend. GJ: In anderen Ländern gibt es im Verhältnis sehr viel mehr Ein- und Zweisterne-Hotels als hierzulande. Wird sich dieses Bild nun ändern? Künzli: Es ist ein Fact, dass in der Schweiz der Anteil klassifizierter Hotels im Vergleich zu Österreich massiv geringer ist. Das ist ein Nachteil für die ganze Branche. Die KMHs müssen sich intensiver mit ihrer Situation auseinandersetzen. Dazu ist die GastroSuisseKategorisierung ideal. Interview: bro

Neue Marketingorganisation: Swiss Premium Hotels

Auf persönlichem Touch basierend Mit Swiss Premium Hotels (SPH) ist die Hotellerie-Landschaft um eine weitere Marketingorganisation reicher. Bis anhin haben sich acht Hotels in der Schweiz und sechs im Ausland – alle unter Schweizer Führung und/oder in Schweizer Besitz – davon überzeugen lassen, bei SPH in guten Händen zu sein. Auf die grosse Unbekannte haben sich die Hoteliers keineswegs eingelassen. Geschäftsführerin Wanda Meyer war lange Jahre in gleicher

Funktion bei den Swiss International Hotels (SIH) tätig. Auch wenn sie es nicht explizit ausdrückt, ist es doch offensichtlich, dass sie bei den Aufbauarbeiten von SPH stark auf persönliche Kontakte aufbaut. So betonten Wanda Meyer und SPHPräsident Claus Niederer denn auch mehrfach, dass SPH ausgesprochen viel Wert auf eine persönliche Betreuung lege. Wie andere ähnlich ausgerichtete Organisationen, beispielsweise die erwähnten

SIH, Swiss Quality Hotels oder Private Selection Hotels basieren bei SPH die Schwerpunkte der geschäftlichen Ausrichtung auf einer Verkaufs- und Marketingunterstützung, dem Einsatz eines modernen Buchungssystem (Global Hotel Index), einem professionellen Yield-Management (Hotelpartner GmbH) und Internetauftritt, der Präsenz an Messen und Touristikveranstaltungen, dem Vertrieb einer Broschüre und weiteren Aktivi-

Die Hotelkette Marriott vermeldete für 4. Quartal 2008 satte 12 Millionen Franken Nettoverlust, sie wird deshalb 2009 weniger investieren. Nach wie vor Gewinn schreibt Rezidor. Mit 40 Millionen Franken 2008 allerdings wesentlich weniger als 2007 mit 70 Millionen Franken.

Website

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WEB

Der Schweizer Tourismus blickt auf das zweitbeste Jahr seiner Geschichte zurück: 37,3 Millionen Logiernächte generierte die Hotellerie letztes Jahr, wie an der Jahresmedienkonferenz von Schweiz Tourismus (ST) letzten Dienstag bekannt wurde. Dies entspricht gegenüber 2007 einem Plus von 2,7 Prozent und stellt das beste Ergebnis seit 1990 dar. Ein Wermutstropfen stellt die Euro 2008 dar, die – ausser in Basel – die Logiernächte in den Host Cities drückte. «Die Euro hat nicht ganz so viel gebracht für die Hotellerie, aber für den Tourismus insgesamt einiges», meinte Ruth Meier, Vizedirektorin des Bundesamtes für Statistik.

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Hotellerie & Tourismus

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Ausgezeichnete Auftritte Das Magazin «anthrazit» hat letzte Woche die besten Websites ausgezeichnet, darunter auch touristische Seiten. Neben myswitzerland.com von Schweiz Tourismus und den SBB zählt auch die Seite von Graubünden Ferien zu den prämierten Seiten. Dies als einzige Webseite einer Ferienregion. Ausgezeichnet wurden weiter mitfahrgelegenheit.ch und Swisstrains, eine Seite, auf der man Züge in Echtzeit auf einer Schweizerkarte von Google verfolwww.anthrazit.org gen kann.

Steinmattli Adelboden

Eigentümer- und Betreiberwechsel Das Hotel Steinmattli in Adelboden ist ein Ausfluss des Immobilienbooms der 1980er-Jahre: 1990 eröffnet, gut 100 Betten der oberen Mittelklasse, aber keine Wellness. Recht in die Gänge kam das ideal gelegene Haus nie, es hatte nach wenigen Jahren etliche Handwechsel und Konkurse hinter sich. Ab 2000 führten Anita und Rudolf Hauri den Betrieb operationell erfolgreich, indes wechselte mehrere Male der Eigentümer, zuletzt wars ein deutscher Immobilienhändler, der nun unter finanziellem Druck verkauft hat. Weil der neue Eigentümer, der noch nicht genannt sein möchte, den Betrieb nach einer Sanierung vom nächsten Winter an selber führen will, stehen Hauris für eine nächste Herausforderung bereit.

Hotelneubau in Tübach

«Chic and cheap» in «The Wall» Nach dem Prinzip «Chic and cheap» soll in Tübach am Bodensee ein 100Meter langes Hotel mit 200 Betten namens «The Wall» entstehen. Boris Tschirky von St. Gallen-Bodensee Tourismus begrüsst den geplanten 12 Millionen Franken teuren Neubau: «Für Touristen des Langsamverkehrs ist das Hotel ein sehr gutes Angebot und ideal gelegen.» ANZEIGE

täten. «Fragen Sie doch am besten die Hoteliers», antwortete Wanda Meyer auf die Frage des GastroJournals, weshalb ein Hotelbetrieb Mitglied bei SPH werden sollte. Peter Ernst, Direktor des Seedamm Plaza in Pfäffikon SZ (auch Mitglied bei SIH): «Heute sind ein professioneller Partner, vertrauenswürdige Personen und ein starkes Netzwerk von grosser Bedeutung. Wanda Meyer verkörpert diese Attribute perfekt.» hu

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Tourismus

26. Februar 2009 Nr. 9

Urs Zenhäusern, Direktor Wallis Tourismus

FLASH

Eine Notwendigkeit

Buchungsverhalten

Jede zweite elektronisch Hotelleriesuisse und die Schweizerische Tourismusfachschule Siders STF haben zum wiederholten Mal die aktuellen Buchungsmöglichkeiten der Schweizer Hotellerie untersucht. Demnach bieten mittlerweile über 60 Prozent der befragten Betriebe sofortige Buchungsmöglichkeiten auf einer eigenen Website, jedoch werden darüber nur 4 Prozent der Buchungen abgewickelt. Etwas mehr Buchungen, nämlich 5,7 Prozent, erfolgen über grosse OnlineReiseplattformen. Insgesamt sind Internet und E-Mail nicht mehr wegzudenken: Fast die Hälfte aller Buchungen in Schweizer Hotels erfolgen über elektronische Kanäle.

Seine Forderung nach einem Impulsprogramm für den Tourismus ist erklärungsbedürftig. Urs Zenhäusern spricht aber nicht nur über die sechs Milliarden Franken.

Peter Mathias Grunder

Seit bald zehn Jahren ist Urs Zenhäusern Direktor von Wallis Tourismus, der Dachorganisation der grössten touristischen Region der Schweiz.

GJ: Dass Konkurrenten subventioniert werden, kann aber kaum ein ausschlaggebendes Argument sein? Zenhäusern: Wenn in der Schweiz Konjunkturprogramme diskutiert

«Werden Konjunkturprogramme diskutiert, muss Tourismus ein Thema sein» werden, muss Tourismus ein Thema sein. Und ich spreche nicht von Subvention, sondern von Investition: Wenn wir nicht rasch in unseren Tourismuspark investieren, geraten wir mittelfristig ins Hintertreffen; wenn wir aber jetzt in einer gemeinsamen Anstrengung investieren, schaffen wir etwas Nachhaltiges, das mehrfach zurückkommt. GJ: Sind die zusätzlichen zwölf Millionen Franken für Schweiz Tourismus nicht genug? Zenhäusern: Ich schätze dieses Zeichen durchaus. Aber wenn Milliarden an öffentlichen Geldern im Spiel sind, um Unternehmen zu retten und die Konjunktur zu stützen, muss ich als Touristiker, der eine der wichtigsten und exportstärksten Branchen vertritt, den wirklichen Bedarf anmelden. GJ: Wären die Milliarden im Tourismus tatsächlich Investition, hat diese Branche nicht ein Renditeproblem, weil sie zu arbeits- und kapitalintensiv ist, um sich an einem teuren Standort wie der Schweiz nachhaltig zu rechnen? Zenhäusern: Wir haben in der Vergangenheit, als sich unsere Orte und Betten fast von selbst füllten, mancherorts unterlassen, die notwendigen Investitionen zu tätigen. Das rächt sich jetzt, indem junge nachfolgende Generationen zu wenig Substanz vorfinden und sie gerade jetzt kaum aufbauen können. Wir haben zwar aus unseren Fehlern gelernt, sind aber abgesehen

Olympische Winterspiele

Schwierige Aufgabe in Sotschi ZVG

GastroJournal: Sie fordern ein Impulsprogramm von sechs Milliarden Franken für den Schweizer Tourismus. Ist das nicht der falsche Zeitpunkt und kontraproduktiv, wo der Tourismus doch Rekordjahre hinter sich hat und kaum an den Subventionstropf will? Urs Zenhäusern: Einerseits ist es eine Frage der Opportunität und insofern gibt es wohl niemals den richtigen Zeitpunkt für eine solche Forderung. Andererseits ist es eine Frage der Notwendigkeit, und wenn ich die Standards sehe, die unsere weltweite Konkurrenz teilweise mit hohen Subventionen setzt, halte ich die Forderung für meine Pflicht.

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Urs Zenhäusern leitet mit Wallis Tourismus die grösste und erfolgreichste Ferienregion der letzten Jahre.

von touristischen Perlen nicht in der Lage, die notwendigen Investitionen zu tätigen. Womit ich wieder bei meiner Forderung nach einem substanziellen Impulsprogramm für den Tourismus bin. GJ: Allerdings sind die Touristiker schon jetzt zerstritten, man ist sich ja nicht einmal darüber einig, wer welche Aufgaben erledigen soll. Zenhäusern: Je näher man am Gast ist, desto mehr soll man sich mit dem Produkt befassen, und je weiter weg vom Gast man ist, desto näher soll man am Markt sein. Anders gesagt kann man vor Ort nicht genug für die Produkte tun, weil ein zufriedener Gast der beste Ausdruck von gutem Marketing ist. Insofern spreche ich auch nicht gern von Destinationen oder Regionen, sondern lieber von Managementstrukturen. GJ: Und was macht eine Managementstruktur wie Wallis Tourismus? Zenhäusern: Sie verhält sich einerseits ähnlich wie ein Detailhändler, der am liebsten Produkte anbietet, die ein klares Profil haben. Wir helfen mit, diese Produkte zu entwikkeln und ihnen ein Profil zu geben, aber in erster Linie ist das die Aufgabe der Stationen und der Anbieter. Andererseits sollten wir wie gesagt nahe an den Märkten sein und dort Begehrlichkeiten für die Destination Wallis wecken. Wir müssen vermehrt die Lust bei unseren potentiellen Gästen wecken und weni-

«Wir sind nicht in der Lage, die notwendigen Investitionen zu tätigen» ger dicke Informationsbroschüren verteilen, denn wenn die Begehrlichkeit geweckt ist, findet der Gast die Informationen über das Produkt selbst, wenn es Profil hat. Schliesslich sind wir eine Lokomotive, wobei wir nicht warten können, dass uns jemand die Richtung vorgibt. Wir sind nahe genug am Puls, um selbst Impulse zu geben. Wenn wir zum Beispiel finden, die Qualität müsse verbessert werden, gehen wir mit Valais Excellence vorwärts und schaffen das mit denen, die mitmachen wollen.

GJ: Und wer sich nicht an die Lokomotive hängt, bleibt auf der Strecke? Zenhäusern: Wenn wir unseren Tourismus vorwärts bringen wollen, können wir nicht warten, bis der Hinterste erwacht ist. Wer auf den Zug aufspringt, ist dabei. Jeder kann selber entscheiden, ob er ihm hinterherschauen will. GJ: Sie bringen alle unter einen Hut? Zenhäusern: Nein, aber zum einen muss ich längerfristig schauen, mindestens 51 Prozent unter einem Hut zu haben. Zum anderen muss ich den Mut haben, gute Projekte durchzuziehen, wenn jemand mitmacht. GJ: Was sind Schlüsselfaktoren, dass mitgemacht statt gestritten wird? Zenhäusern: Wir müssen gute Projekte haben, daran glauben, andere davon überzeugen und auf Augenhöhe mit ihnen sprechen. Ich bin jetzt bald zehn Jahre in dieser Funktion, und auch wenn es immer wieder Kritiker gibt, haben wir insgesamt eine hohe Zustimmung und ein gutes Image. GJ: Ist der Streit ums Tourismusgesetz die Ausnahme von der Regel? Zenhäusern: Am Anfang stand der Bedarf, die touristischen Strukturen und die Finanzierung neu marktkonform zu ordnen. Eine Motion hob das Anliegen auf die politische Ebene, und eine ausserparlamentarische Kommission, die ausdrücklich nicht politisch, sondern visionär arbeiten sollte, setzte sie um. Das Vernehmlassungsverfahren über den 1. Gesetzesentwurf zeigte jedoch auf, dass eine kantonale Tourismusförderungstaxe wohl keine Chance gehabt hätte. Das nun vom Walliser Grossrat grossmehrheitlich beschlossene neue Tourismusgesetz ist vielleicht im Bereich der Finanzierung nicht mehr ganz optimal, aber wohl die einzige politisch akzeptable Lösung. GJ: Was ist schiefgegangen? Zenhäusern: Es gelang nicht die bereits in über 50 Gemeinden eingeführte kommunale Tourismusförderungstaxe zu kantonalisieren. Eigentlich wäre dies ja keine neue Steuer gewesen, wie es von den

Gegnern bewusst falsch argumentiert wurde, sondern lediglich eine Ausweitung auf alle Walliser Gemeinden. Diese Taxe hätte sämtliche Walliser Unternehmen, die direkt oder indirekt vom Tourismus profitieren, an der Finanzierung übergeordneter touristischer Aufgaben beteiligt. Weil die Taxe im Tourismusgesetz nun fehlt, gibt es nach wie vor touristische Trittbrett-

«Ein zufriedener Gast ist der beste Ausdruck von gutem Marketing»» fahrer. Unternehmen in Talgemeinden, die auf die Taxe verzichten, können Tourismusorte beliefern oder dort bauen, während die dortigen Unternehmen die Taxe bezahlen müssen und damit einen Nachteil gegenüber Auswärtigen haben. Übrigens sind die damaligen Gegner der kantonalen Tourismusförderungstaxe dieselben, die jetzt mit einem Referendum versuchen zu verhindern, dass der Walliser Tourismus einen wichtigen Schritt vorwärts machen kann. GJ: Sind Sie also nicht zufrieden? Zenhäusern: Wir haben einen Ersatz für die Beherbergungs- und die Kurtaxe, und wir schaffen neue marktkonforme Strukturen, bei denen ein sanfter Druck herrscht, sich als Gemeinden und Unternehmen zu beteiligen und eine Taxe oder einen Substitutionsbeitrag zu leisten. Und auch wenn nicht alles optimal geregelt werden konnte, ist dieses Gesetz doch das modernste weitum.

En français Page 21

Die Olympischen Winterspiele 2014 sollen im russischen Sotschi am Schwarzen Meer stattfinden. Die Stadt mit gut 300000 Einwohnern hat subtropisches Klima, aber ein gebirgiges Hinterland mit dem Wintersportgebiet Krasnaja Poljana (Foto), erreichbar in einer Stunde, aber noch kaum erschlossen. Wladimir Putin selbst hatte um den Austragungsort geworben, rund 15 Milliarden Franken Investition wurden zugesichert. Weil nun einerseits die Finanzkrise die Grosszügigkeit der unverzichtbaren Oligarchen einschränkt und weil andererseits die massiven Eingriffe Proteste hervorrufen, kommen Zeitplan und Projekte unter Druck. Unter anderem sollen rund 1500 Menschen umgesiedelt und 200 Quadratkilometer Wald gerodet werden, knapp die Fläche des Kantons Zug. Jean-Claude Killy, Koordinator des Internationalen Olympischen Komitees, spricht von der «schwierigsten Aufgabe aller Zeiten».

Seilbahnen Schweiz

Rekordverdächtige Anfangs-Bilanz Bereits jetzt, mitten in der Saison, ziehen die Seilbahnen Schweiz eine erste Bilanz (Foto Schilthorn): Die Verkehrserträge der Bergbahnen seien verglichen mit dem Vorjahr um rund 10 Prozent gestiegen. Gleichzeitig seien die Unfallzahlen gesunken – zwischen 1998 und 2008 von sechs bis acht Verunfallten pro 10 000 Pistenbenutzern auf drei bis vier.

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GastroIdeen

TRENDS Schulthess Maschinen AG

Desinfektion und Hygiene Der führende Schweizer Anbieter von Wäschereilösungen im professionellen Bereich, die Schulthess AG, organisiert am 26. März 2009 eine Textilfachtagung. Interessante Themenblöcke führen durch den Tag: Von vertiefter Textilkunde bis hin zu betriebswirtschaftlichen Aspekten werden verschiedene Inhalte beleuchtet.

Die Gmür-Hausmesse

NOTIZEN

Produzenten kennenlernen

Gastropolis mit Haari

Bei der Gmür AG in Zürich

Alipro AG, Hittnau

Leichter Genuss für den Gaumen

www.hotelradio.fm

Das neue Zeesan-VMousse-Pulver der Alipro AG ermöglicht die schnelle und einfache Zubereitung einer luftigen Mousse, ganz ohne Gelatine. Einfach Wasser und Rahm mit dem Mousse-Pulver mischen und auskühlen lassen. Das Resultat ist eine schnittfeste, tiefkühlstabile und geschmacklich neutrale Mousse. Für interessierte Gastronomen hat die Alipro ein StarterPaket zusammengestellt. Mehr Infos: www.alipro.ch

sie sich mit den Herstellern unterhalten und sich über Neuigkeiten informieren.

findet von 3. bis 5. März zwischen 12 und 18 Uhr die Hausmesse statt. 18 Lieferanten und Produzenten von Lebensmitteln sind vor Ort anwesend. Es sind dies unter anderen die Langenbach «cuisine MODERN» oder die Salomon Food World. Kunden der Gmür AG und interessierte Gastronomen haben die Möglichkeit, an den Ständen Produkte zu degustieren. Ausserdem können

Mehr Infos: www.schulthess.ch

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Ausserdem können die Kun-

den der Gmür AG ihr Einladungsticket ausfüllen und damit an einem Wettbewerb teilnehmen. Der erste Preis ist ein Warengutschein im Wert von 500 Franken. Und wer müde Beine hat, kann im Raclette-Stübli unter Palmen spezielle Raclette-Kreationen geniessen. Mehr Infos: www.gmuer.com

Die richtige Musik für die Gäste hotelradio.fm der Digital Media Distribution AG bietet für Hotels und das Gastgewerbe eine Vielzahl verschiedener Radiokanäle an. Im Angebot ist die passende Musik für jeden Raum, denn der richtige akustische Hintergrund ist genauso wichtig wie ein passendes Raum-, Farb- oder Lichtkonzept. Erfahrene Musikredakteure von hotelradio.fm sorgen für stets aktuelle Inhalte.

hotelradio.fm verfügt über ein

riesiges Angebot von Kanälen, bleibt aber dennoch flexibel. Die Palette reicht von klassischer Musik über LoungeKlänge bis hin zum New-AgeSound. Man kann auch saisonale Kanäle empfangen, wie für Weihnachten, Valentinstag oder andere Anlässe. Die einfache und kostengünstige Lösung basiert auf der Übermittlung des Radio-

Signals über Internet und funktioniert somit ohne teure Satellitenempfangsgeräte. Es werden weder Datenträger, Server noch PC-Infrastruktur benötigt. Die Digital Media Distribution AG stellt die nötige Infrastruktur zur Verfügung. So kann man das Musikprogramm hotelradio.fm überlassen und sich voll auf die Gäste konzentrieren. Mehr Infos: www.hotelradio.fm

Weichen neu gestellt Die Gastropolis AG in Ittingen-Bern ist eine Kooperation mit der Firma Haari AG eingegangen. Dieser Schulterschluss mit einem kompetenten Partner, der dem

einheimischen Markt verbunden ist, soll die Leistungspalette der Gastropolis AG ergänzen sowie Absatz- und Verkaufsmöglichkeiten erweitern. Die Haari AG blickt auf eine 50 Jahre dauernde Branchenerfahrung zurück und betreibt unter der Marke «Gastro Markt 1a Technik» ein überregionales Handelsgeschäft. Das breite Angebot umfasst Technik und Gerätschaften für die Gastronomie, die Hotellerie und die Gemeinschaftsverpflegung. Die Haari AG versteht sich seit 50 Jahren als Pionier in konzeptionellen Nischenlösungen und will weiterhin kontinuierlich in die Entwicklung von Lösungen investieren. Mehr Infos: www.gastropolis.ch www.haari.ch

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Pages françaises

Gros Plan

26 février 2009 No 9

HOTEL CATEGORYCAL BY GASTROSUISSE

Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales

Bientôt des étoiles? Depuis ses débuts, «HOTEL CATEGORYCAL» a été construit selon le principe des trois piliers de la séparation des pouvoirs entre le développement, l’évaluation et le recours. Depuis 2008, hotelleriesuisse suit également un tel principe. Le marché joue – d’une façon ou d’une autre. Et cela déjà bien avant 1979, lorsque hotelleriesuisse a claironné l’arrivée des premières étoiles en Suisse (voir encadré). Par sa décision, le Tribunal de commerce protège également les forces présentes sur le marché.

GastroSuisse obtient une victoire juridique importante. Elle ouvre sur de nouvelles perspectives pour la catégorisation. Matthias Nold

Le Tribunal de commerce de Zurich a décidé que GastroSuisse pouvait utiliser des étoiles pour sa catégorisation. «C’est avec une grande satisfaction que nous avons pris connaissance de cette décision», déclare Florian Hew, directeur de GastroSuisse.

Selon une étude de l’Université de

sidents de GastroSuisse avait décidé d’offrir aux membres la possibilité de faire catégoriser leurs établissements. Des étoiles étaient prévues à cet effet. Par une mesure provisoire, hotelleriesuisse l’a fait interdire. GastroSuisse devait emprunter de nouvelles voies. Depuis l’automne 2006, elle offre à ses membres HOTEL CATEGORYCAL BY GASTROSUISSE. Un retard et l’obligation de construire une nouvelle marque ont résulté de l’interdiction prononcée par un juge unique. Selon les responsables de Gastro-

Suisse, le dommage est considérable: «Les conséquences de la plainte d’hotelleriesuisse étaient graves», estime Klaus Künzli, président central de GastroSuisse (lire interview ci-dessous). Hotelleriesuisse avait porté plainte devant le Tribunal du commerce de Zurich. Aujourd’hui, elle a perdu sur toute la ligne.

ARCHIVES GJ

En 2004 déjà, la Conférence des pré-

Le système de GastroSuisse est plus moderne que celui d’hotelleriesuisse. L’utilisation d’étoiles par Gastro-

Suisse ne conduit aucunement à un risque de confusion, constate le tribunal dans son arrêt. Un système de classification propre avec des étoiles ne constitue pas une concurrence déloyale, explique le tribunal. Et dans l’arrêt, il signale expressément que GastroSuisse avait entrepris tout ce qui était possible pour se délimiter par rapport au système d’hotelleriesuisse. Le tribunal est parvenu à la conclusion que le système supplémentaire de classification ne générait aucune attente

erronée significative auprès des consommateurs. Le Tribunal de commerce zurichois y voit donc tout sauf une dilution. Si on compare les deux systèmes, on constate que celui de GastroSuisse s’inspire de standards appliqués dans toute l’Europe et qu’il est facilement compris et par les hôtes et par les clients. Florian Hew explique que le système est «plus moderne et plus global que le système d’hotelleriesuisse. Néanmoins, il entraîne moins de travail administratif».

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Berne, plus de 3100 hôtels des quelque 5000 établissements hôteliers en Suisse sont aptes au marché. Nombreux parmi eux sont membres de GastroSuisse et nombre d’entre eux ne sont pas catégorisés. Les étoiles leur ouvriraient une chance déterminante sur le marché. Y aura-t-il à brève échéance des étoiles de GastroSuisse? Non. D’abord, le jugement doit entrer en force. Chez hotelleriesuisse on réfléchit déjà à recourir contre le verdict. Les instances compétentes seraient appelées à «examiner le recours à l’instance judiciaire supérieure». L’arrêt ouvre néanmoins de nouvelles perspectives et GastroSuisse pourra, peut-être, bientôt compléter sa catégorisation hôtelière par des étoiles. www.hot-c.ch www.gastrosuisse.ch

Auf Deutsch Seite 2

Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève

HEBDOMADAIRE Loi valaisanne sur le tourisme

Un second référendum aboutit Le référendum contre la loi cantonale sur le tourisme lancé par les socialistes valaisans a été déposé en fin de semaine dernière muni de 3611 signatures, soit 611 de plus que nécessaire. «Avec celles en phase d’être validées, cela fera en tout quelque 4000 signatures», assure Beat Jost, président du PS haut-Valaisan. De quoi appeler le peuple aux urnes. Les socialistes valaisans dénoncent une «loi antisociale et inégalitaire qui n’apporte qu’un surcroît de bureaucratie et de nouvelles taxes». Ils ne sont pas les seuls à s'y opposer. En janvier dernier, un autre référendum avait été lancé par un comité bourgeois composé de membres UDC, démocrates chrétiens et radicaux. Ce deuxième référendum a aussi abouti: «Il est prévu de déposer les signatures le 3 mars», précise Pierre de Chastonay, président du comité référendaire. Les adversaires contestent surtout le volet financier de la nouvelle législation finalement acceptée par le Grand conseil en novembre dernier par 77 voix contre 31 et 6 abstentions.

Pas de monopole pour les étoiles hôtelières en Suisse

«Catégorisé par GastroSuisse est idéal» Pour offrir aux hôtels de petite ou moyenne taille qui sont souvent des entreprises familiales. GastroSuisse a créé sa propre catégorisation. Président central, Klaus Künzli donne son point de vue. GastroJournal: Pourquoi GastroSuisse a-t-elle lancé son propre système de classification hôtelière en 2005? Klaus Künzli: Des revendications étaient venues de la branche. Nos membres n’avaient pas la possibilité de se présenter sur le Klaus Künzli. marché par un

système de classification. Et pourtant, les plus de 3000 PMH (petite et moyenne hôtellerie) prêtes pour le marché doivent obligatoirement avoir le droit d’être mesurées avec les mêmes étalons et reliées à des systèmes de commercialisation courants.

plus global que le système d’hotelleriesuisse. Le client est décontenancé. Même le Tribunal de commerce est arrivé à la conclusion que le système supplémentaire de classification ne génère pas de fausses idées significatives chez le consommateur.

GJ: Dans sa prise de position, hotelleriesuisse a déclaré qu’avec la décision en faveur de GastroSuisse, la fiabilité des étoiles hôtelières était menacée parce que deux systèmes à étoiles qui se classifient selon des critères différents … K. K.: C’est une affirmation qui ne tient pas, qui est absurde. Le système de catégorisation de GastroSuisse correspond aux standards européens. Il est plus moderne et

GJ: Le 29 mai 2006, un juge unique zurichois a pris une mesure provisoire qui interdisait à GastroSuisse d’utiliser des étoiles comme caractéristique de classification. De quelle taille est le dommage qui en a résulté pour GastroSuisse? K. K.: Les conséquences de la plainte d’hotelleriesuisse étaient graves. Nous avons dû complètement reconstruire notre système et ne disposions pas, à cet effet, des

étoiles nécessaires. Nous avons presque perdu une année pour l’entrée sur le marché et, par conséquent, de l’avantage du lancement. D’aucuns ont aussi essayé de nuire systématiquement à notre réputation.

disposent pas des éléments nécessaires pour une commercialisation nationale et internationale. L’interdiction des étoiles a donc nui à l’ensemble de la branche – et dans les temps d’une conjoncture difficile, c’est particulièrement grave.

GJ: GastroSuisse peut au moins faire valoir un dédommagement. Mais les vrais perdants sont les PMH membres de GastroSuisse qui, par la mesure provisoire, ont été empêchés de bénéficier des étoiles pendant ce temps. Comment évaluer ce dommage?

GJ: Dans d’autres pays, il y a, proportionnellement, beaucoup plus d’hôtels à une ou deux étoiles qu’ici. Cette image changera-t-elle? K. K.: Il est un fait qu’en Suisse, la part des hôtels classifiés est massivement plus basse par rapport à l’Autriche. C’est un inconvénient pour toute la branche. Les PMH doivent se préoccuper plus intensément de cette situation. A cet effet, la catégorisation de GastroSuisse bro est idéale.

K. K.: Pour nous, comme fédération de branche globale, il est grave lorsque des centaines de PMH qui sont aptes à entrer sur le marché ne

Déjà presque un siècle de classifications dans l’hôtellerie helvétique Qui a inventé les étoiles pour les hôtels? Selon ses propres déclarations, hotelleriesuisse en l’an 1979 pour le moins pour la Suisse. Des recherches démontrent cependant qu’il y avait, déjà en 1913, des étoiles en Suisse. Des hôtels come le Carlton à SaintMoritz étaient alors déjà des établissements cinq étoiles. En 1912, la britannique Automobile Association décernait, apparemment comme première organisation, une à cinq étoiles à des hôtels qu’elle avait auparavant inspectés. En 1942, la France a lan-

cé la classification hôtelière; depuis les années 60, il en existe une seconde, qui classe également avec des étoiles. Et avant la 2e Guerre mondiale, la Grèce a commencé à décerner des étoiles. En 1951, Kempinski inaugura le premier «hôtel cinq étoiles» à Berlin. Et depuis 1954, il y a des étoiles hôtelières au Portugal. En Suisse, la situation n’est pas aussi claire que croient ou veulent faire croire d’aucuns. Au début des années 70, Kuoni a décerné des étoiles. En 1975, en plus de la France, le

Portugal, l’Espagne et aussi le Maroc, le Liban et Israël classifiaient les hôtels par des étoiles. Au début des années 80, Imholz a décerné des étoiles pour «ses» hôtels: «Tous les hôtels Imholz ont été examinés par des spécialistes hôteliers d’Imholz et distingués par des étoiles hôtelières Imholz correspondantes», lit-on dans le catalogue 1981/82 du voyagiste. Depuis l’année 2000, la Fédération Suisse du Tourisme (FST) décerne aussi des étoiles pour des prestations d’hébergement. Des

appartements de vacances en Suisse obtiennent entre une et cinq étoiles. Cette classification est même soutenue par la Confédération – via Innotour, le programme de promotion de l’innovatios dans le tourisme. Enfin, rappelons que depuis l’an passé, il y a en Suisse un hôtel zéro étoile dans un abri de protection civile. Malgré des menaces, la marque subsiste et devrait être encore développée: avec l’aide d’un enseignant de l’Ecole hôtelière spécialisée de Lausanne. mn


Actualité

26 février 2009 No 9

Des hôtels typiques et des parcs naturels, tels sont les nouveaux atouts de Suisse Tourisme

FLASH

Les bons segments

Salon de l’Auto 2009

Avec la crise en filigrane A une semaine de l’ouverture du Salon de l’Auto 2009, il est encore diffi-

En ce temps de crise annoncée, Suisse Tourisme mise sur les opportunités, visant une stimulation de la demande. Marie-Thérèse Page Pinto

Annoncée mardi en conférence de presse nationale à Zurich, la campagne d’été de Suisse Tourisme (ST) dispose de deux mamelles: le soutien à des hôtels typiquement suisses et l’incitation à visiter les parcs naturels.

Tous ces fleurons de l’hôtellerie suisse présentent un style de construction caractéristique du lieu où ils sont implantés. Ces hôtels n’appartiennent pas à une chaîne et bénéficient d’un service personnalisé assuré par des collaborateurs connaissant les lieux. De plus, les hôtels typiques sélectionnés possèdent déjà le label Q1, ou s’engagent à l’acquérir. Dernière contrainte enfin: au moins 30% de la carte des mets est formée de spécialités régionales et 20% des vins proposés sont produits en Suisse. Les hôtels sélectionnés reflètent la

grande variété de l’offre dans toutes les catégories d’hébergement hôtelier, de la cabane du Club alpin (classique ou moderne) au 5 étoiles, par exemple le «Beau-Rivage» de Genève, en passant par de petites auberges de campagne telle «Au loup blanc» à la Brévine. Ces établissements sont visibles sur www.myswitzerland.com/typically. Le site dispose de liens avec les hôtels. Aucune brochure ne soutiendra la promotion de ces hôtels.

SWIS-IMAGE

Pas moins de deux cent vingt-cinq

établissements sont désormais proposés par ST, en coopération avec hotelleriesuisse, sous l’appellation «Hôtels typiquement suisses». Rustiques ou modernes, petits ou grands, à la montagne ou en ville, tous ces hôtels répondent à des critères bien précis. Choisis parmi trois cents candidats, ils reflètent les multiples visages de la typicité helvétique: maisons en pierre aux façades décorées de graffiti en Engadine, chalets en bois dans l’Oberland bernois, grands édifices de style Belle Epoque au bord du Léman.

Le parc de Chasseral est l’un des nouveaux atouts de l’été 2009 présentés et promus par Suisse Tourisme. L’autre offre d’été de ST a pour pro-

pos d’attirer les touristes dans neuf nouveaux parcs naturels. Ainsi, «Vacances nature», sur le web ou en brochure papier, propose non seulement des descriptions détaillées de tous les parcs naturels et sites inscrits au patrimoine mondial de l’Unesco mais aussi des informations pour découvrir ces régions: hébergement, activités, manifestations, spécialités culinaires et autres produits régionaux. Ainsi, par exemple, le visiteur se rendant au parc naturel du Chasseral saura où déguster dans la région de la Tête de Moine ou un excellent chasselas et où admirer des vitraux.

Une autre brochure, «Eté à la montagne» propose des centaines de voyage et suggestions d’évasion, notamment en empruntant les itinéraires de SuisseMobile et ses vingt mille kilomètres balisés.

nuire au tourisme d’affaires, de congrès et de séminaires, de manière moins marquée aux produits haut de gamme et, dans une moins forte mesure encore, aux vacances et séjours de loisirs.

Dans les turbulences d’une crise mondiale, la Suisse ne coure pas que des risques. Elle a des opportunités à saisir, affirme Jürg Schmid, directeur de ST qui rappelle le comportement du visiteur potentiel: il voyage moins loin et moins fréquemment et calcule son budget au plus près. Cette année, qui a fort bien commencé grâce à une météo complaisante, risque surtout de

Les marchés les plus défavorables

cette année sont les USA, la GB et le Japon, dans une moindre mesure l’Europe et la Russie; la Chine et l’Inde seront moins touchés; quant au marché intérieur, il devrait être stable, prédit encore ST qui met par ailleurs son espoir dans le marché allemand, déjà en progression l’an dernier. Aujourd’hui concurrentiel et solide,

La meilleure année depuis 1990 Le tourisme suisse a connu en 2008 la meilleure année jamais enregistrée sur le plan des nuitées. Selon les résultats définitifs de l’Office fédéral de la statistique (OFS), les 37,3 millions de nuitées représentent une progression de 2,7% par rapport à 2007, avec +2,8% pour les visiteurs étrangers et 2,4% pour les hôtes suisses. La plus importante progression absolue s’affiche dans les régions de montagne, les Grisons en tête (+372000 nuitées, +6,3%), suivi du Valais (+165000 nuitées,

+3,7%) et de la région de l’Oberland bernois (+129000 nuitées, +3,4%). Les pluies qui se sont déversées sur le Tessin ont en revanche suscité dans ce canton une baisse des nuitées (–89000, soit –3,2%), la seule de toute la Suisse. La durée de séjour est restée stable, à 2,3 nuits en moyenne, 2,5 pour les visiteurs étrangers et 2,1 pour les clients suisses. Les statistiques de décembre sont réjouissantes: hausse de 1,1% des nuitées (surtout de Suisses) par rapport à décembre 2007. mtpp

René Vuichard laisse non seulement

le souvenir d’un grand professionnel mais encore celui d’une personnalité s’étant beaucoup engagée dans la vie associative. Très rapidement il eut d’importantes responsabilités au sein de la section Fribourg-Ville de GastroFribourg. Se-

crétaire, puis vice-président, il en devint président, rôle qu’il assuma pendant de nombreuses années. Reconnaissante, la section l’avait d’ailleurs fait président d’honneur. Membre du comité de GastroFribourg, René Vuichard en fut aussi le premier vice-président. Il s’engagea activement en faveur de la défense de la profession notamment au sein de la Commission de formation professionnelle qu’il présida du reste pendant plusieurs années. Organisateur hors pair, René Vui-

chard avait notamment mis sur pied avec succès l’Assemblée des délégués de GastroSuisse en 1986.

InterContinental Hôtels

Fin d’année 2008 et début 2009 mauvais Le groupe hôtelier InterContinental Hotels a annoncé un bénéfice net en baisse de 43,4% en 2008 à 262 millions de dollars (305 millions de francs). Le chiffre d’affaires a augmenté de 4,7% à 1,854 milliard de dollars. InterContinental Hôtels note «une forte détérioration en fin d’année» qui s’est poursuivie début 2009, sans signe tangible d’amélioration. Plus grand groupe hôtelier du monde, il possède notamment les chaînes hotelières InterContinental, Crowne Plaza et Holiday Inn.

Auf Deutsch

Restauration dans les gares

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René Vuichard s’est éteint la semaine dernière profession. Tenancier du dancing l’Embassy à Fribourg, René Vuichard exploita également le dancing Le Select à Fribourg. Il fut aussi actif dans l’hôtellerie et la restauration en Gruyère, notamment à MolésonVillage. Par ailleurs, sa présence à la Foire de Fribourg où il exploita un bar pendant de nombreuses années fut très remarquée.

cile de connaître les effets de la crise sur la manifestation. Ce qui est sûr, c’est que les surfaces d’exposition ne sont pas diminuées; toutes ces années précédentes, les organisateurs avaient dû refuser des espaces. Il est cependant vrai que certains exposants ont réduit la surface de leurs stands. Côté restauration, Gérard Agassiz, directeur d’ExpoGourmet, annonce une baisse de 20% en ce qui concerne les commandes des marques de voitures (réceptions, journées de presse, etc.). Pour compenser cette baisse, ExpoGourmet augmentera ses prestations en créant de nouveaux points de vente à l’emporter. Les hôteliers genevois n’ont, pour l’instant, pas constaté de différence avec les réservations des autres années. D’une part, les marques de voitures représentées ont normalement réservé les chambres pour leur personnel et il est encore trop tôt pour dresser des statistiques en ce qui concerne la clientèle «visiteurs». Des chiffres plus précis se dessineront dans les tout derniers jours avant l’ouverture du Salon. Tant du côté des organisateurs que de celui des milieux hôteliers, personne ne veut peindre le diable sur la muraille. Affaire à suivre.

le tourisme suisse a des opportunités à saisir, affirme ST. Ce sont la redécouverte de la proximité, des valeurs et des séjours de la classe moyenne. Pourtant la Suisse doit s’attendre à un recul des nuitées de 7,5% pour 2009 et l’an prochain. Le chiffre d’affaires pourrait connaître une baisse encore plus marquée. Un facteur déterminant et aussi imprévisible qu’incontrôlable reste l’évolution des taux de change. La recette, selon ST, est de penser valeur ajoutée plutôt que dumping.

Hommage à l’ancien vice-président de GastroFribourg

René Vuichard s’est éteint la semaine dernière dans sa 65e année. C’est un cador du milieu de la restauration au Pays de Fribourg qui s’en est allé. René Vuichard fut en effet pendant de nombreuses années une figure très en vue de la

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Il était le doyen des membres d’honneur de GastroFribourg et, bien qu’atteint dans sa santé, il ne manquait que rarement le rendezvous annuel des anciens. En tant que tenancier d’établissements nocturnes, René Vuichard fut aussi membre du comité de l’ASCO pendant un certain nombre d’années. Il fut aussi président du FC Fribourg, marquant ainsi son attachement au sport dans sa région. Doué d’un sens rare de la convivialité, cet épicurien n’hésitait jamais à s’impliquer distillant tous azimuts un humour de la meilleure veine. Nos condoléances émues vont à sa famille. GastroFribourg

Hausse du chiffre d’affaires plus forte Les restaurateurs et autres commerçants des grandes gares de Suisse ont vu l’an dernier leur chiffre d’affaires augmenter davantage que la moyenne nationale, soit de 6,1% au lieu de 4,3% entre janvier et novembre. Ces résultats ont été calculés pour les 31 plus grandes gares du pays. Selon Jean-Louis Scherz, porteparole des CFF, l’offre est de plus en plus appréciée par un nombre croissant de voyageurs, partant de clients potentiels. Les neuf gares «RailCity» ont dégagé à elles seules 1,1 milliard de francs de bénéfice (soit une augmenation du chiffre d’affaires de 5,5%) sur 1,45 milliard pour les 31 passées sous revue. La gare de Lausanne vient en tête avec un bond de 14%. Les établissements de restauration et magasins des vingt-deux autres gares, les «Gare et plus» ont vu leurs recettes augmenter en moyenne de 8,8%.


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Restauration

26 février 2009 No 9

Quatrième génération au Tivoli de Châtel-Saint-Denis

EDITORIAL

Changement en douceur

Responsabilité à l’américaine

Bientôt centenaire, l’établissement châtelois, Mecque de la fondue, a été repris par Sarah, fille du patron qui prend la retraite.

«Je ne vais rien changer au concept gastronomique», assure Sarah Colliard, la nouvelle tenancière du Tivoli, à Châtel-Saint-Denis. Fille du couple qui a exploité l’établissement depuis 1972, elle connaît la chanson. «J’y ai été occupée comme fille de buffet, pendant une année en 1996, mais j’y travaille depuis le mois d’octobre avec mes parents à plein temps. Et ça fait près de cinq ans que je travaille comme extra au service pendant les week-ends.» Le concept est simple: fondue, assiette du jour et petite carte de mets traditionnels. «La fondue, c’est 85 à 90% du chiffre d’affaires de la cuisine.» On ne change pas une équipe qui gagne. Et pas d’exotisme: «Que la fondue moitié-moitié, qui est de justesse devant la spécialité bien fribourgeoise, la pur vacherin», précise Robert Colliard, le père de Sarah. Le cafetier à la retraite active est le petit-fils du fondateur de ce temple de la fondue, Joseph Colliard. L’ancêtre avait racheté la forge du cheflieu du district de la Veveyse pour en faire une auberge. A l’époque, la fondue n’était pas encore un plat prisé par une foule de gourmets mais un plat simple de paysans et d’armaillis. Aujourd’hui, des clients indigènes viennent déguster la spécialité de l’établissement mais aussi des gourmets d’ailleurs – «notre clientèle est plus vaudoise et valaisannes que locale» la carte des vins en témoigne – «et même de Suisse allemande», ajoute Christiane Colliard, la maman. Le Tivoli transforme chaque année douze tonnes

N. MICHEL

Nicolas Michel

Sarah, la nouvelle tenancière, Christiane et Robert Colliard: tous les samedis une bonne fondue.

de fromage de la région en ce succulent et si convivial met qui a fait la renommée de l’établissement.

verbe en patois figure sur un des panneaux qui résume l’esprit du mandant de cette magnifique chronique: «Les montagnes ont fait les armaillis, les armaillis ont fait le pays.»

Tout, en fait, contribue à assurer la pérennité du succès du Tivoli, jadis appelé Café de la Gare. «C’est d’abord l’accueil», affirme Christiane Colliard. Chaleureux, familial, grâce aussi au personnel d’une gentillesse et d’une serviabilité exemplaires. Et il y a ce décor, à nul autre pareil. Dès les années cinquante, les premières boiseries ont embelli le lieu et, en 1974, Roland Ney a ajouté les sculptures de la deuxième salle. Les boiseries brutes ont été remplacées par des panneaux sculptés par l’artiste bernois, originaire de la Tour-de-Peilz qui a travaillé sur place, les jours de fermeture. Scènes de la vie rustique, celle des montagnards, des braconniers, des sportifs, de la famille Colliard. Tout Châtel et ses personnages les plus en vue y sont passés en revue. Un pro-

Sonnailles et chenailles pendues au plafond complètent ce tour du monde de Châtel et des Colliard. Une famille intimement lié à la Fête des Vignerons: Robert, le deuxième tenancier, à l’époque cafetier et conseiller national, y a chanté l’inoubliable solo du Ranz des vaches. C’était en 1927. Et dans l’incontournable groupe des armaillis, toujours au moins cinq Colliard, dont souvent le chef de troupeau, raconte fièrement Robert, le tout jeune retraité. Pas étonnant, dès lors, que la manifestation figure en bonne place dans le décor du Tivoli.

entre différents postes à responsabilités, a consacré une bonne partie de son temps à la découverte du monde. «Lorsque, cet été, je prendrais mes trois semaines de vacances, ce sera pour découvrir quelques pays que je n’ai pas encore visités.» Mais, d’ici-là, on la verra au Tivoli. «Il faut être présent. Les gens apprécient la présence de la patronne», affirme cette jolie et longiligne femme, issue d’une lignée de lutteurs à la culotte, souvent couronnés fédéraux. A voir l’engouement des clients pour le Tivoli (90 places au rez, 60 à la salle au 1er étage qui est rarement utilisée et consacrée à des assemblées), la nouvelle cheffe des lieux, restauratrice diplômée, n’aura guère de peine à garder l’établissement mythique sur les rails du succès.

Auf Deutsch

Sarah Colliard (33 ans) a une forma-

tion d’employée de commerce qui,

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Une présence suisse très remarquée L’efficacité de plate-forme promo-

ouvert ses portes, samedi dernier à la Porte de Versailles. C’est une vitrine de l’agriculture française et de ses différentes filières, mais c’est aussi une plate-forme où se profilent non seulement les régions de France et de Navarre mais également plusieurs pays étrangers. Un rendez-vous que la Suisse a pris l’habitude de ne pas manquer.

tionnelle que représente la Salon de l’agriculture de Paris qui se tient du 21 février au 1er mars n’est plus à démontrer. La Suisse y est d’ailleurs représentée depuis plusieurs années. Lors de cette édition, on y remarquait la présence d’un certain nombre de partenaires dont Suisse Tourisme, la Région du Léman, les Produits du terroir du

Pays de Fribourg, Art de vivre, l’Interprofession du Gruyère, l’Interprofession du vacherin fribourgeois, Appenzeller, Emmentaler, l’Etivaz, Tête de Moine et Sbrinz. Outre de petits stands de vente pour tous ces excellents fromages, sans oublier les goûteuses spécialités de charcuterie vaudoise, la Suisse exploite, dans l’enceinte du salon, un restaurant qui ne désemplit pas durant les neuf jours que dure la manifestation.

A. WINCKLER

Samedi dernier, jour de l’ouverture,

Jean-Nicolas Philipona, président des Produits du Terroir du Pays de Fribourg et le «visiteur surprise» Tobias Zbinden, trésorier de GastroSuisse.

on faisait déjà la queue au stand suisse où l’on a opté pour la simplicité et la sobriété en ne proposant que la fondue moitié-moitié et des assiettes de charcuterie, le tout escorté de vins vaudois (un chasselas et un gamay de Kursner Frères à Féchy). «Nous servons plus de 4000 fondues en neuf jours», explique Jean-Nicolas Philipona, président de Produits du Terroir du Pays de Fribourg, qui n’est pas peu fier de constater le succès que se taillent les produits présentés et qui poursuit: «L’important est que les gens

A chaque fois que les USA tapent gaiement sur la Suisse, on peut s’imaginer des anglicans américains et blancs et leur prédilection pour des bures blanches qui vont au-delà de leur objectif premier. Dommage seulement que l’actuelle expédition punitive US soit différente, car, ironiquement parlant, la Suisse se trouve dans un processus profond d’américanisation: la quête d’une santé absolue remplace lentement l’art de la discussion large sur la société et la politique. Au fond, une «osmose de la croyance» entre la religion et la santé s’est installée. On ne peut guère contester que le studio de mise en forme soit devenu église, le tapis de course un banc pour prier et le bar de protides un autel. Le dimanche, les églises sont vides et les centre de fitness bondés. Le résultat est une masse de gens quasi majoritaires répétant le «Notre père de la santé» pour faire bénir un corps sans défaut. Cela implique une perte rampante de la responsabilité individuelle et de l’aptitude à se faire plaisir. En transférant sa propre responsabilité au collectif, on se prive de ce qui fait une vie de Suisse normal. Est-ce que cela vaut la peine? Quoi qu’il en soit, responsable de pupilles, on est légitimé à toujours mettre la faute sur les autres. A l’amériRomeo Brodmann caine. A LA CARTE Pain de seigle valaisan AOC

Lancement au pied du Cervin

Les Helvètes font un tabac au Salon de l’agriculture de Paris

Le Salon de l’agriculture de Paris a

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qui viennent nous voir puissent ensuite retrouver ces produits auprès de leur laitier de quartier. C’est ainsi que plusieurs dizaines de fromageries parisiennes distribuent, entre autres, notre fameux mélange de fondue moitié-moitié.» Accueillis au stand de la Suisse par

des professionnels de la restauration vêtus de costumes folkloriques, les visiteurs apprécient visiblement cette ambiance bon enfant. Pour le tourisme suisse, le Salon de l’agriculture qui accueille chaque année plus de 600000 visiteurs est également un tremplin très intéressant. Suisse Tourisme y distribue, notamment, sa brochure «Eté à la montagne». Le succès de la Suisse à Paris est d’autant plus remarquable que la concurrence ne fait pas défaut. Toutes les régions de France y sont en effet représentées en force confirmant avec éclat que l’Hexagone et ses artisans de bouche forment un véritable pays de cocagne. Mais les pays étrangers, logés dans le hall 3 «Agricultures & délices du monde» ne sont pas en reste. aw

Le délai transitoire de cinq ans permettant aux boulangers de s’adapter au cahier des charges du Pain de seigle valaisan AOC échoit ce vendredi 27 février. Une grande fête au pied du Cervin célébrera l’aboutissement de la démarche vers une reconnaissance bien méritée de ce trésor du terroir. Le pain répondant au cahier des charges enregistré à Berne aura le droit de porter l’appellation «Pain de seigle valaisan / Walliser Roggenbrot». www.paindeseiglevalaisan.ch

Consommation de bière

Les Autrichiens ont battu les Allemands Les Autrichiens ont devancé l’an dernier leurs voisins allemands en terme de consommation de bière. Selon l’association autrichienne des brasseries, la consommation par habitant a atteint 109,3 litres en 2008. Durant le même laps de temps, les Allemands n’en ont descendu que 108 litres. L’Autriche ravit ainsi à l’Allemagne le titre de «vice-champion du monde», juste derrière la République tchèque.


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GastroSuisse

26. Februar / 26 février 2009 Nr. / No 9

Nouvelle formation de base de cuisinier

Ce qu’il faut encore savoir Les préparatifs pour le lancement de la nouvelle formation de base de cuisinier CAP/cuisinière CAP ne sont pas encore tout à fait terminés. Actuellement, les responsables travaillent sur les modèles de cours. Les restaurateurs intéressés peuvent s’annoncer pour des séances d’information. Daniela Oegerli Müller

cuisinier/cuisinière CAP prend des formes de plus en plus concrètes. Un groupe de travail est actuellement occupé à élaborer les modèles de cours. «Les objectifs concernant les prestations sont déjà définis», déclare Richard Decurtins de GastroSuisse. Pour le moment, des questions de détail sont en phase d’être clarifiées. Des séances d’informations pour des

restaurateurs ont lieu récemment. On y apprend des détails sur les répercussions de la réforme de la formation ainsi que sur l’ordonnance. De plus, les formateurs professionnels sont informés sur le plan de formation, le modèle de cours et d’autres instruments importants. Cette prestation de service est gratuite et le marketing de la relève de GastroSuisse informe directement les membres aux assemblées des sections sur les innovations qui entreront en vigueur l’an prochain. Les manifestations durent entre 60 et 90 minutes. Les restaurateurs intéressés peuvent convenir d’une date avec le marketing de la relève. Il y a aussi la possibilité de s’informer directement dans les établissements, à condition qu’au moins dix personnes y participent. Les restaurateurs peuvent se grouper avec d’autres établissements. Comme GastroJournal l’a déjà rap-

porté, la formation de cuisinier

durera toujours trois ans et les apprentis devront suivre les cours de l’école professionnelle un jour par semaine. De plus, vingt jours de cours interentreprises (CI) sont prévus. sont prévues dans la procédure de qualification. Avec la nouvelle formation de base de cuisinier/cuisinière CAP, la créativité des apprentis est davantage favorisée. La procédure de qualification pratique sera subdivisée en un programme obligatoire et un programme libre. Dans la partie obligatoire, il s’agira de cuisinier deux plats selon des conditions imposées. Dans le programme libre, les apprentis pourront composer les mets demandés à partir d’une corbeille de marchandises et définir eux-mêmes les recettes. «Les apprentis peuvent ainsi recourir aux aptitudes et aux mets appris dans l’établissement formateur. D’une part, cette nouvelle forme est plus exigeante, puisque tout n’est pas imposé et de l’autre, elle représente une chance de pouvoir démontrer ce que l’on maîtrise bien», explique Max Züst, chef de projet et directeur de Hotel&Gastro formation.

Des modifications

Inscriptions et infos sur les séances d’information et la nouvelle formation de base de cuisinier/cuisinière CAP, GastroSuisse, marketing de la relève, Richard Decurtins, tél. 044 377 52 08, Courriel: richard.decurtins@gastrosuisse.ch, www.berufe-gastgewerbe.ch

ARCHIV GJ

La nouvelle formation de base de

La créativité sera au menu de la nouvelle formation de base débouchant sur un CAP de cuisinier(ère).

La nouvelle formation de base de cuisinier 2010 en bref • L’appellation de la profession a la teneur suivante «cuisinière CAP/ cuisinier CAP». • La formation aura une durée de trois ans. • Les apprentis suivront pendant un jour par semaine les cours de

l’école professionnelle. • Vingt jours de CI sont prévus. • Une langue étrangère est intégrée dans l’enseignement des écoles professionnelles mettant l’accent sur le vocabulaire et des formulations spécialisés.

• La procédure de qualification a été restructurée. • Les cours du nouvel apprentissage de cuisinier débuteront en été 2010. • L’approche didactique dans la formation a été adaptée.

• A l’avenir, l’artisanat devrait occuper de nouveau une place centrale. • Sur www.hotelgastro.ch, on peut trouver le plan de formation, l’ordonnance sur la formation et d’autres documents intéressants

concernant la nouvelle formation de base de cuisinier CAP/cuisinière CAP. • On peut trouver d’autres informations sur: www.berufe-gastgewerbe.ch ou www.hotelgastro.ch

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GastroSuisse

26. Februar / 26 février 2009 Nr. / No 9

Nouvelle formation de base de cuisinier

Ce qu’il faut encore savoir Les préparatifs pour le lancement de la nouvelle formation de base de cuisinier CAP/cuisinière CAP ne sont pas encore tout à fait terminés. Actuellement, les responsables travaillent sur les modèles de cours. Les restaurateurs intéressés peuvent s’annoncer pour des séances d’information. Daniela Oegerli Müller

cuisinier/cuisinière CAP prend des formes de plus en plus concrètes. Un groupe de travail est actuellement occupé à élaborer les modèles de cours. «Les objectifs concernant les prestations sont déjà définis», déclare Richard Decurtins de GastroSuisse. Pour le moment, des questions de détail sont en phase d’être clarifiées. Des séances d’informations pour des

restaurateurs ont lieu récemment. On y apprend des détails sur les répercussions de la réforme de la formation ainsi que sur l’ordonnance. De plus, les formateurs professionnels sont informés sur le plan de formation, le modèle de cours et d’autres instruments importants. Cette prestation de service est gratuite et le marketing de la relève de GastroSuisse informe directement les membres aux assemblées des sections sur les innovations qui entreront en vigueur l’an prochain. Les manifestations durent entre 60 et 90 minutes. Les restaurateurs intéressés peuvent convenir d’une date avec le marketing de la relève. Il y a aussi la possibilité de s’informer directement dans les établissements, à condition qu’au moins dix personnes y participent. Les restaurateurs peuvent se grouper avec d’autres établissements. Comme GastroJournal l’a déjà rap-

porté, la formation de cuisinier

durera toujours trois ans et les apprentis devront suivre les cours de l’école professionnelle un jour par semaine. De plus, vingt jours de cours interentreprises (CI) sont prévus. sont prévues dans la procédure de qualification. Avec la nouvelle formation de base de cuisinier/cuisinière CAP, la créativité des apprentis est davantage favorisée. La procédure de qualification pratique sera subdivisée en un programme obligatoire et un programme libre. Dans la partie obligatoire, il s’agira de cuisinier deux plats selon des conditions imposées. Dans le programme libre, les apprentis pourront composer les mets demandés à partir d’une corbeille de marchandises et définir eux-mêmes les recettes. «Les apprentis peuvent ainsi recourir aux aptitudes et aux mets appris dans l’établissement formateur. D’une part, cette nouvelle forme est plus exigeante, puisque tout n’est pas imposé et de l’autre, elle représente une chance de pouvoir démontrer ce que l’on maîtrise bien», explique Max Züst, chef de projet et directeur de Hotel&Gastro formation.

Des modifications

Inscriptions et infos sur les séances d’information et la nouvelle formation de base de cuisinier/cuisinière CAP, GastroSuisse, marketing de la relève, Richard Decurtins, tél. 044 377 52 08, Courriel: richard.decurtins@gastrosuisse.ch, www.berufe-gastgewerbe.ch

ARCHIV GJ

La nouvelle formation de base de

La créativité sera au menu de la nouvelle formation de base débouchant sur un CAP de cuisinier(ère).

La nouvelle formation de base de cuisinier 2010 en bref • L’appellation de la profession a la teneur suivante «cuisinière CAP/ cuisinier CAP». • La formation aura une durée de trois ans. • Les apprentis suivront pendant un jour par semaine les cours de

l’école professionnelle. • Vingt jours de CI sont prévus. • Une langue étrangère est intégrée dans l’enseignement des écoles professionnelles mettant l’accent sur le vocabulaire et des formulations spécialisés.

• La procédure de qualification a été restructurée. • Les cours du nouvel apprentissage de cuisinier débuteront en été 2010. • L’approche didactique dans la formation a été adaptée.

• A l’avenir, l’artisanat devrait occuper de nouveau une place centrale. • Sur www.hotelgastro.ch, on peut trouver le plan de formation, l’ordonnance sur la formation et d’autres documents intéressants

concernant la nouvelle formation de base de cuisinier CAP/cuisinière CAP. • On peut trouver d’autres informations sur: www.berufe-gastgewerbe.ch ou www.hotelgastro.ch

PUBLIREPORTAGE

Attraktives Peugeot-Spezialangebot Mitglieder von GastroSuisse können von einem sehr attraktiven Spezialangebot für Personenwagen und Nutzfahrzeuge von Peugeot profitieren. Die Franz AG bietet allen Mitgliedern von GastroSuisse einmalige Sonderkonditionen beim Kauf eines Fahrzeugs an. Das Angebot umfasst die ganze Modellpalette von Peugeot. Es ist also egal, ob man sich für einen kleinen Stadtflitzer, den Peugeot 107 oder für den Peugeot Boxer mit 14 Sitzplätzen entscheidet. Das Angebot ist in jedem Fall höchst interessant. Mit dem Kauf eines Peugeots erhält man auch gleich die Peugeot Assistance. Diese kostenlose Serviceleistung gilt für alle neuen Peugeot-Fahrzeuge. Sie beinhaltet die europaweite Pannenhilfe mit 24-StundenBereitschaft an 365 Tagen im Jahr.

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Für Fragen und weitere Informationen: Giuseppe Nigro Tel. 044 498 13 93 E-Mail: giuseppe.nigro@franz.ch


Hôtellerie & Tourisme

26 février 2009 No 9

Urs Zenhäusern, directeur de Valais Tourisme, demande six milliards de francs

FLASH

Investir: une nécessité

Tourisme culturel

Quatre régions pilotes choisies Le Clos du Doubs (JU), le Safiental (GR), la région d’Augstbord (VS) et l’Emmental supérieur (BE) sont les quatre régions pilotes choisies pour le programme de «développement du tourisme culturel et proche de la nature dans les régions de montagne» lancé par Suisse Tourisme (ST) et l’Aide suisse aux montagnards (ASM). Au total, 26 régions étaient candidates. L’objectif de ce programme est d’améliorer l’offre touristique et la coopération entre l’ensemble des prestataires d’une région et de renforcer la commercialisation. L’ASM apporte un soutien financier alors que ST s’occupe de la gestion des projets.

Sa revendication d’un programme d’impulsions nécessite des explications. Urs Zenhäusern ne parle cependant pas seulement des six milliards de francs.

Peter Mathias Grunder

GastroJournal: Vous exigez un programme d’impulsion de six milliards de francs pour le tourisme suisse. N’est-ce pas le mauvais moment et contreproductif alors que le tourisme a derrière lui des années record et ne veut guère s’approcher du pot des subventions? Urs Zenhäusern: D’une part, c’est une question d’opportunité et il n’y aura sans doute jamais de bon moment pour une telle revendication. De l’autre, c’est une question de nécessité et lorsque je regarde les standards qu’impose la concurrence mondiale, en partie grâce à des subventions élevées, je considère que cette revendication est une obligation pour moi. GJ: Que la concurrence soit subventionnée, ne peut être un argument déterminant? U. Z.: En Suisse, lorsqu’on discute de programmes conjoncturels, le tourisme doit aussi être pris en compte. Et je ne parle pas de subventions mais d’investissements: si nous n’investissons pas rapidement dans notre parc immobilier touristique, nous serons à la traîne à moyen terme. Mais si nous investissons par un effort commun, nous créons quelque chose de durable, qui nous le rendra au multiple. GJ: Est-ce que les douze millions de francs supplémentaires pour le tourisme suisse ne suffisent pas?

«Si nous n’investissons pas rapidement nous serons à la traîne à moyen terme» U. Z.: J’apprécie tout à fait ce signal. Mais lorsque des milliards de francs des collectivités publiques sont en jeu pour sauver des entreprises et soutenir la conjoncture, je dois annoncer les besoins réels, comme spécialiste du tourisme qui représente une des branches les plus importantes et fortement orientée sur les exportations. GJ: Si les milliards pour le tourisme représentaient réellement un investissement, la branche n’aurait aucun problème de rendement. Mais n’exige-t-elle pas trop de capitaux et de travail pour un rendement durable sur un site aussi cher que la Suisse? U. Z.: Par le passé, alors que nos stations et nos lits se remplissaient, nous avons manqué en de nombreux endroits de procéder aux investissements nécessaires. Nous en payons aujourd’hui la facture, car la jeune génération qui suit ne trouve plus assez de substance et ne peut guère construire sur ce qui existe. Certes, nous avons tiré la leçon de nos erreurs mais, abstraction faite de quelques perles touristiques, nous ne sommes pas à même de procéder aux investisse-

ments nécessaires. Et c’est ainsi que je retrouve ma revendication en faveur d’un programme d’impulsion substantiel pour le tourisme. GJ: Toutefois, les spécialistes du tourisme sont en désaccord, ils ne sont même pas tous du même avis pour savoir qui doit assumer quelles tâches. U. Z.: Plus on est proche du client et plus rapidement il faut se pencher sur le produit et plus on est éloigné du client, plus on devrait être proche du marché. En d’autres termes, sur place, on ne pourra jamais trop faire pour les produits, car un client satisfait est la meilleure expression d’un bon marketing. Pour cette raison, je n’aime pas parler de destinations et de régions mais plutôt de structures du management. GJ: Et que fait une structure du management telle que Valais Tourisme? U. Z.: D’une part, elle se comporte comme un détaillant qui aime surtout présenter des produits qui ont un profil clair. Nous contribuons au développement de ces produits ce qui est, en premier lieu, une tâche des stations et des prestataires. De l’autre, nous devrions être proches des marchés, comme je l’ai déjà expliqué, et y éveiller des envies pour la destination Valais. Nous devons davantage susciter l’envie de nos clients potentiels et distribuer des brochures d’information moins épaisses, car lorsque l’envie a été éveillée, le client trouve lui-même les informations sur le produit qui a un bon profil. Finalement, nous sommes une locomotive et nous ne pouvons attendre que quelqu’un nous indique la direction. Nous sommes suffisamment près du pouls pour donner nous-mêmes des impulsions. Ainsi, lorsque nous es-

«Nous ne pouvons attendre que le dernier wagon se réveille» timons que la qualité devrait être améliorée, nous avançons avec Valais Excellence et nous le réalisons avec ceux qui veulent bien y participer. GJ: Et ceux qui ne s’accrochent pas à la locomotive restent sur le carreau? U. Z.: Si nous voulons faire avancer notre tourisme, nous ne pouvons attendre que le dernier wagon se réveille. Ceux qui montent dans le train participent. Chacun peut décider lui-même s’il veut le voir partir. GJ: Vous parvenez à tous les mettre sous le même toit? U. Z.: Non, mais d’une part, je dois prévoir à plus long terme pour en réunir au moins 51 pour cent. De l’autre, je dois avoir le courage de mener à chef les bons projets si quelqu’un y participe. GJ: Quelles sont les facteurs clés pour une participation et pour éviter la discorde?

Promotion internationale

L’Italie, la France et l’Espagne ensemble

SP

Urs Zenhäusern est, depuis bientôt dix ans, directeur de Valais Tourisme, l’organisation faîtière de la plus grande région touristique de Suisse.

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L’Italie, la France et l’Espagne ont signé un protocole d’entente pour lancer «des projets conjoints de promotion internationale» du tourisme dans les trois pays. Leurs ministres respectifs se sont réunis à Milan. «Cela peut paraître étrange que trois pays, engagés jusqu’à hier dans une forte concurrence touristique, s’asseoient à la même table, mais la naissance de nouvelles destinations touristiques a radicalement changé la donne», a souligné Vittoria Brambilla, sous-secrétaire italienne pour le tourisme. «Nos parts de marchés diminuent, tandis que les flux touristiques ont tendance à s’éloigner de l’Europe», a-t-elle mis en garde. D’où la nécessité de «valoriser chaque forme efficace de synergie».

Urs Zenhäusern , directeur de Valais Tourisme.

Tourisme vénitien U. Z.: Nous devons disposer de bons projets et y croire, convaincre d’autres et parler avec eux d’égal à égal. Bientôt, j’exercerai mes fonctions depuis dix ans et s’il y a régulièrement des critiques, nous atteignons néanmoins un large consensus et une bonne image.

laisannes qui profitent directement ou indirectement du tourisme au financement de tâches touristiques faîtières. Comme la taxe manque dans la loi sur le tourisme, il y aura toujours des profiteurs du tourisme. Des entreprises de communes dans la vallée qui renoncent à la taxe

GJ: La dispute autour de la loi valaisanne sur le tourisme constitue-telle l’exception à la règle? U. Z.: Au début, il y avait le besoin d’ordonner les structures touristiques et le financement en conformité avec le marché. Une motion a élevé l’objet au plan politique et une commission extraparlementaire, explicitement non politique, qui devait travailler sur des visions, l’a mise en œuvre. La procédure de consultation sur le premier projet de loi a cependant démontré qu’une taxe cantonale de promotion du tourisme n’avait sans doute aucune chance. La nouvelle loi sur le tourisme, approuvée par une large majorité du Grand Conseil valaisan, n’est peut-être pas optimale pour ce qui concerne le financement mais sans doute la seule solution politiquement acceptable.

«Nous devons disposer de bons projets et y croire, convaincre...»

GJ: Qu’est-ce qui n’a pas joué? U. Z.: Il n’a pas été possible de cantonaliser la taxe de promotion touristique déjà introduite dans plus de cinquante communes. En soi, elle n’aurait pas constitué un nouvel impôt comme l’ont faussement et sciemment argumenté les adversaires mais simplement une extension à toutes les communes valaisannes. Cette taxe aurait fait participer toutes les entreprises va-

Coca et snacks aussi en automates A Venise, les règles de vente et de consommation pour les touristes sont très strictes. Depuis 1987, il est interdit de boire ou de manger sur la place Saint-Marc. Mais cela pourrait changer. La municipalité s’apprête à signer un accord avec Coca-Cola pour installer des distributeurs au cœur de la ville. Ce contrat de 3 millions de francs viendra renflouer les caisses d’une commune en crise. Se-

peuvent fournir des lieux touristiques ou y construire alors que les entreprises indigènes doivent payer la taxe et subissent donc un handicap par rapport à celles de l’extérieur. Par ailleurs, les ennemis d’alors de la taxe cantonale pour la promotion touristique sont les mêmes qui tentent d’empêcher, par référendum, que le tourisme valaisan puisse faire un pas important en avant. GJ: Vous n’êtes donc pas satisfait? U. Z.: Nous avons un substitut pour les taxes d’hébergement et de cure. Nous créons des structures nouvelles et conformes au marché qui exercent une pression douce pour inciter les communes et les entreprises à y participer ou à prester une taxe ou une contribution substitutive. Et même si tout n’a pu être réglé de manière optimale, cette loi est la plus moderne loin à la ronde.

Auf Deutsch Seite 11

lon Massimo Cacciari, le maire de la Cité des doges, «il s’agit d’une stratégie financière aujourd’hui indispensable pour la sauvegarde de notre patrimoine artistique. Les fonds obtenus seront utilisés avec la transparence maximale et à des fins de conservation et de protection de notre ville». De plus, selon le maire, «les distributeurs n’auront pas le logo de Coca-Cola et ne seront pas installés sur les sites qui sont les bijoux de Venise, comme la place Saint-Marc ou le Pont du Rialto».


GastroIdeen

26. Februar 2009 Nr. 9

23

Gala-Abend für die Besten Prodega/Growa hat vergangenen

Montag zum Gala-Abend «Die besten Partner’08» eingeladen. Die Lieferanten, von Prodega/Growa «Partner» genannt, liessen sich nicht zweimal in das Congress Center Basel bitten. Für den Preis «Die besten Partner’08» wurden über 300 Partner eingehend unter die Lupe genommen. Category Management/Einkauf und die 24 Prodega/GrowaMärkte haben die Partner nach einem Kriterienkatalog beurteilt (siehe Kasten und Bilder) und in sieben Kategorien rangiert. Kerstin Zbinden, Senior Category

Manager Molkerei/Backwaren und Frank H. Furrer, Gesamtleiter strategischer Einkauf, Marketing und Category Management, haben

durch den abwechslungsreichen Abend unter dem Motto «Magic» geführt. Über 30 Angestellte der Prodega/Growa haben den Abend mit ihrer Low-Price-Band musikalisch eröffnet. Geübt dafür haben sie während eines halben Jahres jeweils in den Mittagspausen und am Abend. Als Hauptattraktion trat der mittlerweile berühmte Fernseh-Magier «Farid his Magisty» zum ersten Mal überhaupt in der Schweiz auf. Mit Hilfe des Publikums hat er eine 20er -Note verbrannt und nachher wieder hervorgezaubert, unter kundiger Anleitung hat Moderator Franz H. Furrer seine Moderationskollegin schweben lassen und Farid hat alle sieben Goldgewinner von «Die besten Partner’08» im Vorfeld prophezeit (siehe Kasten).

Prodega/Growa zeichnet seine «besten Partner’08» in sieben Kategorien mit Gold aus (siehe Kasten).

Die Prodega/Growa-Moderatoren Kerstin Zbinden und Frank H. Furrer.

Silber geht an Emmi Fondue AG (Frischprodukte), Rivella AG (Beverages), Louis Ditzler AG (Tiefkühlprodukte), Nestlé SA (Food), Lateltin AG (Genussmittel), Bürstenfabrik Ebnat-Kappel AG (Near Food) und Weita AG (Non Food).

Beste Partner’08 Genuss

Diwisa Distillerie Willisau SA, Willisau Non Food

Klötzli Messer, Burgdorf Near Food

Duni AG, Rotkreuz Food

Zweifel Pomy-Chips AG, Spreitenbach Tiefkühlprodukte

Romer’s Hausbäckerei AG, Benken Beverages

Sources minérales Henniez SA, Henniez Frischprodukte

FOTOS: M. MOSER / M. SCHÄR

Spiess AG, Schiers

«Farid his Magisty» zeichnet die Jasskarte, welche die Frau aussuchen wird.

Eine Feuershow leitet den dritten Gang des Menüs ein.

Bronze erhalten Toga Food SA (Food), Kadi AG (Tiefkühlprodukte), Beiersdorf AG (Near Food), Red Bull AG (Beverages), Wauwiler Champignons (Frischprodukte), Glashandel Alpnach AG (Non Food) und Pernod-Ricard Swiss SA (Genussmittel).


24 Schlusspunkt / Point final

26. Februar / 26 février 2009 Nr. / No 9

MARKT/MARCHÉ

Porträt

Panorama Brienz und Sonja gelten zwar als Meiringer und als Brienzerin. Die sind sich traditionellerweise spinnefeind, was sich unter anderem in der offensichtlichen Unmöglichkeit zeigt, gemeinsam eine touristische Destination zu bilden. Aber die Qualität der gastgewerblichen Leistung und die Kontinuität heben das Pan-

Traditionelles Gastgewerbe, das sozialer und kulinarischer Treffpunkt ist und Heimat bietet, lebt. Zum Beispiel in Brienz am See.

Peter Mathias Grunder

Im Herbst 1993 hörte Sonja Santschi, das Restaurant Panorama im Kienholz bei Brienz sei zu haben. Sonja hatte im Belvedere Grindelwald Hofa gelernt, bei Ernst Bürki in Faulensee das Servicefach dazugelernt, den bernischen Wirtekurs daraufgepackt und vom Blausee

bis nach Vancouver viel Praxiserfahrungen gesammelt. «Ich wollte es fünf Jahre probieren», sagt Sonja; die Eltern, die bis heute den Betrieb mittragen, machten mit. Fritz Zumbrunn, der Sonja seit der Kindheit kennt, hatte sie etwas aus den Augen verloren: Metzgerlehre in Bönigen, Küchenchef im Militär – eine traditionsreiche und unternehmerisch ideale Kombination. «Ich sah im Februar 1994 das Inserat und kam an die Eröffnung». Sonja suchte einen Küchenchef, Fritz liess sich dazu bewegen und lernte berufsbegleitend noch Koch. 1996 haben sie geheiratet, die Tochter ist den Kindsbeinen entwachsen. Und der Betrieb, seit 2008 Eigentum des Ehepaars, ist bestens eingeführt: «Zwischen uns und den Gästen ist Freundschaft entstan-

P. GRUNDER

«Freundschaft ist entstanden zwischen uns und den Gästen»

«Unser Marketing ist es, für die Gäste da zu sein»

Sonne am Brienzersee: Fritz und Sonja Zumbrunn, flankiert von Sonjas Eltern Erna und Walter Santschi.

den», sagt Sonja, «das Panorama ist unser Zuhause», ergänzt Fritz, «eigentlich machen wir es für uns.» Natürlich gebe es Reibereien. Aber zum einen entstünden diese meist im Betriebsalltag, wo man sie vor den Gästen nicht austrage und sie oft verrauchten. Zum anderen hätten sie einen grossen Kreis von Freunden und

«Eigentlich machen wir es für uns»

gesamt rund 200 Sitzplätze; 50 davon auf der Terrasse, die bei der Betriebsübernahme 1994 realisiert wurde; 70 Plätze im neuen, rauchfreien Saal; etwa 80 Plätze in der gemütlichen Gaststube. Geschlossen ist immer montags und konsequent ferienhalber: «Zuerst liegen wir jeweils eine Woche flach und beginnen dann schon, unsere Gäste und den Betrieb zu vermissen», lacht Sonja.

Abgesehen von Sonjas Eltern und einigen bewährten Aushilfen schmeissen Sonja und Fritz den Betrieb allein: ins-

Die Metzgerschürze hat Fritz nicht an den Nagel gehängt: Das Panorama war früher auch Metzgerei, im Untergeschoss stehen modernes Gerät – und ein alter, tadellos funktionierender Räucherofen. Fritz, der als langjähriger Versicherungsmetzger weitum Vertrauen geniesst, hat nur noch in der Zwischensaison Zeit fürs Metzgen. Über 15 Tonnen Schlachtgewicht verarbeitet der Bau-

Kasseler mit Sauerkraut, Rouladen oder Blutwurst mit Kartoffelbrei. Zwischendurch darf es aber auch mal ein Flusskrebs oder ein Carpaccio sein.

Posten als Area Vice President für den Nahen Osten und Ägypten bei der Rezidor Hotel Group besetzt nun der Finne Marko Hytonen.

Peter Rüegger verlässt nach 21 Jahren Tätigkeit die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees. Aufgrund

Thomas Kirchhofer, der bishe-

Stammgästen, und nicht zuletzt sei die Aufgabenteilung klar: «Ich rede ihm nicht in der Küche drein», erklärt Sonja, «er mir nicht im Service.»

ernsohn jährlich für die Landwirte der Gegend. Insgesamt dürfte rund ein Drittel der Erträge aus der Metzgerei kommen. In der Restauration teilen sich Gruppen und Individualgäste sowie Essen und Getränke jeweils ungefähr hälftig in den Umsatz. Das Arbeitermenü zu 13.50 Franken geht im Panorama an jedem Arbeitstag dutzende Male über den Tresen. Und es rechnet sich, obwohl natürlich keine Stunden gezählt und abgerechnet werden. Dass Fleisch im Panorama Spezialität ist, versteht sich von selbst. «Unter 250 Gramm läuft eigentlich nichts», sagt Fritz. Die Schlachtplatten im Winter sind schon fast legendär. Werbung macht das Panorama jedoch kaum: «Unser Marketing ist es, für die Gäste da zu sein», weiss Sonja. Entscheidend auch: Fritz

orama und seine Gastgeber weit über den Durchschnitt: Wo andernorts ständig Pächter wechseln und es mal mit Pizza, mal mit Kebab, mal mit Edel- oder Erlebnisgastronomie versuchen, steht das Panorama fest und erfolgreich zu währschaftem Handwerk und rauer Berner Oberländer Herzlichkeit. Es hat sich herumgesprochen: das Panorama, seine Gastgeber und seine Küche. Auch Markus Giger, Patron im Restaurant Burgseeli in Ringgenberg und langjähriger Präsident der regionalen Sektion von GastroSuisse, hörte davon. Nach Jahren im Vorstand ist Sonja nun Präsidentin. «Der Zusammenhalt unter Kollegen interessiert mich sehr», sagt sie. Namentlich im Vorstand sei man «offen und füreinander da», die verbandspolitische Arbeit werde aber auch darüber hinaus «wahrgenommen und geschätzt».

En bref Les hôtes du restaurant Panorama, à Brienz, sont la preuve vivante du droit à l'existence, voire de la nécessité de la restauration artisanale de petite taille.

CHF +/– Gemüse / Légumes Chinakohl Chou chinois kg 2.40 +0% Kabis rot Chou rouge kg 2.00 +0% Kabis weiss Chou blanc kg 2.00 +0% Karotten (Bund) Carottes (bouquet) 2.50 +0% Kresse Cresson kg 10.00 +0% Lauch gebleicht Poireau blanchi kg 3.60 +0% Lauch Stangen Poireau branche kg 4.80 +0% Lauch grün Poireau vert kg 3.40 +9,5% Randen Betterave kg 1.80 +0% Randen ged/past/vac Betterave sec. kg 2.30 +0% Rübe Herbst weiss Carottes blanches kg 2.50 +0% Schwarzwurzel Salsifis kg 3.40 +0% Sellerie Knollen Céleri pomme kg 2.35 +0% Wirz leicht Chou frisé léger kg 2.80 +7,5% Zuckerhut Pain de sucre kg 2.80 +12% Zwiebeln Oignons kg 1.25 +0%

Salate / Salades Chicorée Chicorée kg 3.23 +0% Eichblatt grün Chêne vert St. 1.90 +11,5% Kopfsalat Laitue pommée St. 1.60 +6% Nüsslisalat Doucette kg 21.00 –12,5% Radieschen (Bund) Radis, bouquet 1.00 +0% Gemüse/Salat: Nationale Richtpreise franko Grossverteiler Légumes/Salades: prix indicatifs nationaux franco grands distributeurs

Früchte / Fruits Zwetschgen Pruneaux Äpfel Gruppe A Pommes groupe A Birnen Gruppe A Poires groupe A

seit Februar der neue Küchenchef im Seehotel Kastanienbaum. Sein Vorgänger, Turi Thomma, übernimmt per März das Restaurant Vilette in Cham. Anja Ullmann besetzt seit Ja-

nuar die neu geschaffene Stelle als Marketing und Sales Director bei der SV Schweiz AG. Sie ist somit zuständig für den Aufbau der Marketing & SalesAktivitäten der Hotels, die SV Schweiz als Franchise-Nehmerin von Marriott führt. Zuvor hatte sie die Position als Director of Sales & Marketing der Treff Hotel Verwaltung inne. Angela Merkel

mags deftig, zumindest auf dem Tisch. Zu ihren Lieblingsgerichten gehören Bratkartoffeln,

von Umstrukturierungen in der Geschäftsleitung wurde seine Stelle als Leiter Marketing und Verkauf hinfällig.

rige Kurdirektor von Pontresina, wird Leiter des Golfplatzes in Domat/Ems. Er

trug wesentlich zur Umwandlung des ehemaligen Kur- und

Andreas Stöckli

Verkehrsvereins Pontresina

übernimmt die Leitung des zur

zur Tourismusorganisation Pontresina Tourismus bei. Nun widmet er sich abseits von politischen Aspekten dem Imageausbau des Golfplatzes.

Rezidor Hotel Group gehörenden Frankfurter Radisson SAS Hotels. Der Schweizer war zuvor während drei Jahren im Park Inn Zürich Airport bereits als General Manager tätig. Der Berner Jean-Marc Busato wird neuer Managing Director Asia Pacific bei Carlson Hotels Worldwide. Seinen bisherigen

Carlos Ferreira ist neuer Geschäftsführer des Restaurants Paparazzi in Baden. Dieses leitet er gemeinsam mit Philipp Kehl in der Küche. Bis Sommer soll der Restaurantteil renoviert sein, der bei einem AutoSelbstunfall zerstört wurde.

Anja Ullmann occupe, depuis

janvier, le nouveau poste de Marketing and Sales Director chez SV Schweiz AG. Elle est responsable de la mise en place des activités de marketing et de vente des hôtels que dirige SV Schweiz comme franchise des hôtels du groupe Marriott. Précédemment, elle était directrice marketing et ventes au sein de l’administration de Treff Hotel. Angela Merkel (photo à g.)

aime les plats riches. Ses mets préférés sont les pommes de terre grillées, les côtelettes fumées avec la choucroute, les roulades ou le boudin avec de la purée. Mais elle ne refuse pas, de temps à autre, les écrevisses ou un carpaccio. La clinique du docteur Andres Bircher au Pont (VD) dans la Vallée de Joux est à vendre. La fondation Andres et Lilli Bircher, propriétaire du bâtiment de l’ancien Grand Hôtel,

espère récupérer son investissement et rembourser ses créanciers. En juillet 2008, après treize mois d’activité, la clinique privée du petit-fils de l’inventeur du birchermüesli a dû brutalement mettre la clé sous le paillasson. Après avoir versé des amortissements à la banque, le centre s’est malheureusement trouvé à court de liquidités. Ancien patron de Swissair, Armin Baltensweiler, est décédé à l’âge de 88 ans à Herrliberg (ZH). Le «Doyen de l’aviation civile suisse» a été président d’honneur de la compagnie aérienne faillie, après y avoir travaillé durant quarante-quatre ans. Armin Baltensweiler a dirigé Swissair de 1972 à 1982, puis il a pris la présidence du conseil d’administration du transporteur jusqu’au 30 avril 1992.

Ø kg 3.20 Ø kg 3.30

Früchte: Richtpreise Direktverkauf Fruits: prix indicatifs pour la vente directe

NAMEN / NOMS Holger Rösch ist

Ø kg 3.75

Spezielles / En particulier Kopfsalat: Ende dieser Woche wird eine Zunahme des inländischen Angebotes erwartet. Dasselbe gilt nächste Woche für Radieschen. Zuckerhut: Preiserhöhungen, um die Lagerkosten zu kompensieren. Zu erwartende Preiserhöhungen: Karotten + 10 Rappen; Knollensellerie + 20 Rappen; Kabis rot und weiss + 20 Rappen. Laitue pommée: on s’attend à une hausse de l’offre indigène et, la semaine prochaine, aussi celle des radis. Pain de sucre: hausse des prix pour compenser les coûts de l’entreposage. Hausses de prix en vue: carottes + 10 centimes, céleri pomme + 20 centimes, chou rouge et blanc + 20 centimes. ANZEIGE

FÜR DEKO-MIETE 079 218 93 73


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