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GastroJournal 41/2009

Page 1

hotellerie

r e s ta U r at i o n

Rolf Etter Vater der Hygiene

5

toUrismUs

hotellerie

Alfred Waldis Vater des Verkehrshauses 20

r e s ta U r at i o n

Anton Schmutz Sa première conférence 18

AZA/JAA 8046 Zürich/Zurich

Aktuell

Forum für Lernende Motivation dank RapSongs: Das Bündner Forum für Lernende hat zum Ziel, die Anzahl Lehrabbrüche zu senken. 3

Ivo Pitanguy En vedette à Crans

Das Bundesamt für Gesundheit hat sich vorgenommen, unter dem Stichwort Prävention dem Leben überhaupt vorzubeugen.

Projets timbrés

Sous le prétexte de la prévention, l’Office fédéral de la santé publique s’est donné mission de prévenir, tout et y compris la vie.

sommaire Restauration

VD et NE: bilans fumée A en croire les premières réactions, les cafés, les bars et les discothèques vaudois vont trinquer. A Neuchâtel, la pillule ne passe pas trop mal. Pour le moment… 13

Hotellerie

Gesetz für Silvaplana

Idées gastro

Touristisches Angebot dank Hotelförderungsgesetz: Die Oberengadiner Gemeinde leistet Pionierarbeit in der Schweiz. 7

Aligro et Rolle en fête Le premier est un pionnier en Suisse, le second a fait sa place à Fribourg: Aligro et Rolle ont fêté respectivement le 40e et le 25e anniversaire comme il se doit. 14

Tourismus

Politik für Gantrisch Touristische Zweischneidigkeit dank dem Internet: Die Bemühungen um das Gantrisch-Gebiet reichen von Kurvereinen bis hin zu Verkehrsverbänden. 9

GastroSuisse

Bonnes nouvelles La Conférence des présidents de GastroSuisse a repourvu des postes dans plusieurs commissions. Quant au trésorier, il a présenté de bonnes nouvelles: budgets tenus et (petites) économies réalisées. 18

GastroSuisse

Sitzung für Präsidenten Gegen die MehrwertsteuerDiskriminierung dank einer Volksinitiative ankämpfen: Die Präsidentenkonferenz fand zum ersten Mal mit dem neuen Direktor Anton Schmutz statt. 18

41 9 771422 137001

20

Nr. / No 41 / 8. Oktober / 8 octobre 2009 / CHF 4.30

Abgestempelt

inhalt

toUrisme

Unter dem Motto «Vorbeugen ist besser als heilen» entstehen nahezu am Laufmeter neue Gesetze. Schleichend hat der Bürger immer mehr Freiheiten verloren, auf dass er für immer gesund lebe. Neuester Streich ist das Bundesgesetz über Prävention und Gesundheitsförderung.

Nun aber scheint das Fass überzulaufen: GastroSuisse und andere Wirtschaftsverbände kritisieren das neue Gesetz als unnötig, bevormundend und allgemein überflüssig. Und sogar Gesundheitsorganisationen geht die Prävention mittlerweile in die falsche Richtung. 2

«Prévenir vaut mieux que guérir»: le dicton inspire de nouvelles lois à la pelle. Avec des conséquences rampantes: le citoyen perd de plus en plus de libertés pour vivre sainement à tout jamais. La dernière farce est cette nouvelle loi fédérale sur la prévention et la promotion de la santé.

Aujourd’hui, la coupe tend à déborder: GastroSuisse et d’autres fédérations de l’économie la critiquent. C’est une mise sous tutelle qui est superflue. Même des organisations d’acteurs de la santé contestent la voie empruntée par les «préventionnistes». 11

Neue Arbeitsverträge L-GAV 2010 Nouveaux contrats de travail CCNT 2010 www.gastroprofessional.ch

GastroJournal, offizielle Wochenzeitung von GastroSuisse/Hebdomadaire officiel de GastroSuisse, Auflage/Tirage: 23 680 Ex., WEMF/REMP, Internet: www.gastrojournal.ch


titel

8. Oktober 2009 Nr. 41

Neues Bundesgesetz über Prävention und Gesundheitsförderung grenzt an Bevormundung

Präventionitis grassiert

Besten Dank Liebe Post

Die Prävention greift um sich. Sie nimmt bedrohliche ausmasse an, die die freiheit eines jeden massiv einschränken.

Marco Moser

In Friedrich Schillers Drama «Wilhelm Tell» beginnt der Rütlischwur mit «Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern». 718 Jahre später will das Bundesamt für Gesundheit uns zu einem «keimfrei Volk von Brüdern» erziehen.

das Bundesamt für Gesundheit seine Kompetenzen durch die Hintertür des Gesetzesweges erweitert. Bereits beim Passivrauchschutz hat es in eigener Kompetenz das Rauchverbot über den Verordnungsweg auf ein unerträgliches Ausmass erweitert. GastroSuisse hat sich zusammen mit

anderen Wirtschaftsverbänden bereits im Vorfeld vehement gegen das neue Präventionsgesetz gewehrt: «Es kann nicht sein, dass heute unter dem Titel Gesundheitsprävention in einer Art und Weise, die an totalitäre Staaten gemahnt, versucht

Gebote und Verbote bestimmen zusehends den Alltag.

wird, auf individuelle Verhaltensweisen einzuwirken.» Erschwerend kommt hinzu, dass das Präventionsgesetz so offen und unbestimmt formuliert ist, dass nahezu jede Deutung möglich ist. Auch dies unterstreicht, welche Kompetenzen sich das Bundesamt für Gesundheit selbst erteilen möchte. In dieses Bild passt, dass sich der Bund derzeit mit einer eigenen «Salzstrategie» befasst. Eins der Ziele ist beispielsweise, dass das Brot künftig weniger Salz enthält – ungeachtet geschmacklicher Einbussen. Und noch nicht ausgestanden ist die

Idee eines Ampelsystems für die Einteilung der Lebensmittel in gute und schlechte. Sogar die Schweizer Gesellschaft für Ernährung steht dem Ampelsystem skeptisch gegen-

Benchmark4me stösst auf interesse

Corinne Huber von GastroSuisse: Am 2. Schweizer KMH-Tag in Luzern stellte sie Benchmark4me vor. Mit dem Internet-Tool können Hoteliers sehen, wo ihr eigener Betrieb im Vergleich mit der Gesamtbranche steht. Stärken und Herausforderungen sind auf einen Blick ersichtlich. Zudem erhalten die Gastgeber Tipps, wie sie mit den Herausforderungen in ihrem Betrieb besser umgehen könnten. Das Tool ist sehr umfassend und

komplex; es gibt wesentlich mehr

Martin Hafen, Professor für Präven-

tion und Gesundheitsförderung an der Hochschule Luzern, warnt im Tages-Anzeiger: «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht als Spassverderber auftreten.» Als Beispiel führt er die Alkoholexzesse der Jugendlichen an: «Die Jungen tun aber auch etwas für ihr Wohlbefinden, wenn sie Spass haben.» Und er folgert: «Es gibt ungesunde Verhaltensweisen, die auch einen gesundheitsfördernden Aspekt haben, weil sie das Wohlbefinden verbessern.» Die Grenze des Erträglichen scheint mittlerweile erreicht: Sogar die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft wehrt sich gegen das neue Präventionsgesetz. Besser wäre, der

Bund würde die Präventionsanstrengungen privater Institutionen berücksichtigen. Beispielsweise die Vorbeugung gegen Karies haben die Zahnärzte auf die Beine gestellt und betreiben diese seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich – auch ohne das Bundesamt für Gesundheit. Die Hoffnungen liegen nun beim

Parlament, welches das Bundesgesetz über Prävention und Gesundheitsförderung behandeln wird. Der Schweizerische Gewerbeverband, dem auch GastroSuisse angehört, überlegt sich gar, das Referendum gegen das «überflüssige und bevormundende Gesetz» zu ergreifen.

en français Page 11

erste resultate der Betriebszählung des Bundes

Erkenntnis inklusive Das Interesse sei gross gewesen, sagt

über, weil alle Produkte über die gleiche Leiste geschlagen würden.

Mehr und weniger

wider als nur Benchmarking mit den Preisen der Konkurrenz. Trotzdem sind die Fragen innert etwa 30 Minuten beantwortet.

25000

«Ich habe profitiert», sagt unter an-

20000

derem Jaap Super, Hotelier im Motel Stans-Süd. Ein, zwei Mal sei er doch erstaunt gewesen über die Resultate, sei zum Nachdenken angeregt worden. Ähnliches bestätigen andere Stimmen, darunter auch bekannte Grössen wie René Maeder, Hotelier in Kandersteg und Präsident der Gilde etablierter Gastronomen. mn www.gastrosuisse.ch

aNZeiGe

blickpunkte Rauchverbot Kanton Schwyz

30000 2001

2005

Gastgeber als Polizist ohne Kompetenz

2008

15000 10000 5000 0

Gastronomie

Beherbergung

Gastgewerbe total

Seit 2005 gibt es wieder mehr Restaurants, aber weniger Hotels. Letzte Woche sind die ersten Ergeb-

GJRI59706

Sagen Sie ihren Gästen zu Testzwecken, dass das Servieren eines kaffees in der vollkostenrechnung mit allen Betriebs- und Personalkosten teurer ist als der verkaufpreis. Dann kommunizieren Sie, dass Sie in Zukunft den kaffee anstatt in der Porzellantasse im Pappbecher servieren, um durch den Wegfall der reinigung die Betriebskosten zu senken und gleichzeitig erhöhen sie den verkaufpreis um 28 Prozent. Genau das macht die Post mit verlegern. Sie senkt Leistungen, wird immer unzuverlässiger. Und jetzt, tatüütataa: Sie erhöht die Preise des Zeitungsversandes für die nicht gewinnorientierte Mitgliederpresse um 28 Prozent. Dies notabene, nachdem die Budgetierungsphase für 2010 abgeschlossen ist. Das Gebaren der Post drängt zahlreiche verlage an den rand des ruins. ist das nicht besonders kundenfreundlich? Das Problem der verlage: Sie können nicht wie der Gast ins restaurant gehen und sich etwas Neues, Passendes suchen. Die Post hat das Monopol und kann sich sowohl um die kundenfreundlichkeit als auch um angebot und Nachfrage foutieren. Unser vorschlag: Das verteilnetz der Post ist eigentum des volkes und soll es auch bleiben. Dieses muss im Sinne der «letzten Meile» gehandhabt und als staatlicher Betrieb weitergeführt werden. Die letzte Meile muss allen privaten Postanbietern offen stehen. Der rest der Post wird in die Marktfreiheit entlassen und kann sich dann gebären, wie sie will. Romeo Brodmann

Grafik: O. krejci

Es ist dies nicht das erste Mal, dass

archiv Gj

Während die Bundesverfassung fest-

hält, dass der Bund für «übertragbare, stark verbreitete oder bösartige Krankheiten» zuständig ist, erweitert das Bundesamt für Gesundheit diesen Passus massiv: Denn das neue Bundesgesetz über Prävention und Gesundheitsförderung beinhaltet jegliche Arten von «Beeinträchtigung der körperlichen oder psychischen Gesundheit, die nicht die Folge eines Unfalls darstellt». Sprich: die Folgen des Lebens. Also zu fettiges oder zu salziges Essen, zu alkoholhaltige Getränke und weiteres mehr.

leitartikel

nisse der Betriebszählung 2008 des Bundes erschienen. Laut der Statistik ist die Zahl der gastgewerblichen zwischen 2005 und 2008 um rund 500 Betriebe gewachsen. Während es in der Schweiz jedoch deutlich mehr Restaurants gibt (+681), hat die Zahl der Hotels abgenommen (–169). Damit setzen sich zwei Trends fort, die seit längerem anhalten. Gleichzeitig scheint das Wachstum der Restaurants sich wieder etwas zu verstärken; zwischen 2001 und 2005 hat die Gesamtzahl der Be-

triebe leicht abgenommen, dies, weil sich das Wachstum bei den Restaurants etwas abgeschwächt hatte. Allerdings spiegeln sich die Finanz-

krise und ihre Folgen noch nicht in der Statistik, dies wird sich erst in der nächsten Befragung im Jahr 2011 zeigen. Auch ein weiterer Trend schlägt sich nicht nieder: Es gibt immer weniger Einzelfirmen im Gastgewerbe und immer mehr GmbHs. Seit 1999 gibt es 16,4 Prozent weniger Einzelfirmen und fast gleich viel mehr GmbHs. mn

Der kanton Schwyz lehnt sein rauchverbot an das nationale an – mit zwei gewichtigen verschärfungen. Zum einen verbietet der jugendschutz-artikel, dass kinder unter 16 jahren in raucherräume gehen dürfen. Zum anderen sieht die vorlage vor, dass bei Zuwiderhandlung gegen das rauchverbot einzig der Gastgeber und nicht der raucher bestraft wird. «Damit erhält der Gastgeber eine Polizeiaufgabe», empört sich Willy Benz, Präsident von GastroSchwyz. er begrüsst, dass der kanton das nationale rauchverbot übernehmen möchte. GastroSchwyz wehrt sich aber gegen die beiden verschärfungen. Die Gesetzesvorlage kommt im November ins kantonsparlament. Willy Benz hat angekündigt, im vorfeld alle Parlamentarier anzuschreiben, mit der empfehlung, die verschärfungen rückgängig zu machen.


Aktuell

8. Oktober 2009 Nr. 41

Einzigartig in Graubünden – Forum für Lernende

Mit coolen Rap-Songs Das bündner Forum für Lernende ist in der Schweizer Gastronomie einzigartig. Dieses Jahr motivierten die «coolsten» rapper der Schweiz rund 110 Lernende.

Einen viel beachteten Auftritt hatte

Karin Huber

der 26-jährige Bündner Koch Benedikt Joos. Er kochte nach seiner Kochausbildung im Andeerer Hotel Fravi in diversen Restaurants auf der ganzen Welt. «Nach der Ausbildung stehen euch viele Wege offen», sagte er. «Auch wenn man oft auf die Zähne beissen muss, lohnt es sich, im Ausland neue Erfahrungen zu sammeln.»

GastroGraubünden und Hotelleriesuisse Graubünden riefen vor acht Jahren das Forum für Lernende ins Leben. Sie suchten nach Lösungen, die Abbrüche bei den Kochlehren zu reduzieren. Zum diesjährigen Forum, welches in den Hotels Schweizerhof und Lenzerhorn in Lenzerheide stattfand, erschienen rund 110 Lernende. Die Schweizer Rapper Gimma, Larry F und Modo von X-Chaibä, Claudio und Vali von Breitbild sowie «Milchmaa» zeigten den Teilnehmenden, wie sie ihre beruflichen Tiefs und Hochs in einem Rap-Song verarbeiten können. Der Bündner Rapper Gimma erzählt

von seinen Tiefs und seinen Höhepunkten in Beruf und Musikkarriere. «Es ist total wichtig, dass ihr eine Lehre macht», sagte Gimma. Anschliessend leitete er mit seinen Rapper-Kollegen die Lernenden dazu an, Rapsongs zu texten und zu singen.

K. HubEr

Fluregn Fravi, Geschäftsführer Gas-

Der Bündner Gourmetkoch Benedikt Joos erzählt von seinen Auslanderfahrungen. Hund, und, Pfund, Stund – was reimt sich? Ich bin cool wie Alaska, heiss wie ein Kochherd … Wie bin ich, wie fühle ich mich? Was nervt mich im Job? Was freut mich? Die Lernenden tasteten sich an die Reime heran. Gut eine Stunde später gab

es erste Ergebnisse. Der Rapper Claudio (Breitbild) freute sich: «Es macht Spass, mit euch zu arbeiten», sagte er. Das Eis war gebrochen. Am Nachmittag standen die 110 Lernenden in Gruppen auf der Bühne und rappten, was das Zeug hielt.

troGraubünden, und Jürg Domenig von Hotelleriesuisse Graubünden, sind die treibenden Kräfte hinter dem Forum für Lernende. Ihr Ziel ist es, die Anzahl Lehrabbrüche zu senken. Vor acht Jahren wurden noch 16,5 Prozent der Lehrverhältnisse aufgelöst, heute sind es noch 11,5 Prozent. «Allein schon deshalb hat sich das Forum für Lernende bewährt», sagt Fravi. Jürg Domenig findet das Format des Forums sehr gut: «Unsere Verbände sollten sich überlegen, ob nicht auch in anderen Kantonen solche Foren durchgeführt werden können.»

En bref Le forum grison pour les apprentis a comme objectif la réduction des interruptions d’apprentissage. Cette année, 110 apprentis se sont rendus à Lenzerheide.

blickpunktE Marktaustritt

«Nebulöse Machenschaften» Das Hotel restaurant bellevue-bären liegt majestätisch über dem Thunersee mitten im Dorf Krattigen. Seit bald drei Jahren ist der betrieb in Nachlassstundung der Transliq in bern – und dieser Tage wurde das Haus gar amtlich geschlossen. Der zuständige Statthalter sprach gegenüber der regionalpresse von «nebulösen Machenschaften», die Mängelliste reiche von der Hygiene bis zur buchführung. Was weiter mit der Liegenschaft geschieht, ist offen und namentlich vom Eigentümer Plamen Alekseev abhängig. Der bulgarische unternehmer ist freilich sogar in seinem Heimatland umstritten: Zu reden geben dort umweltzerstörungen von Alekseevs bulgaria Hold.

Umstrittene Rabatt-Aktion

UBS-Entschuldigung für Rabatt-Aktion Die Grossbank ubS hat sich für ihre Aufforderung entschuldigt, dass restaurants «mindestens 10 Prozent rabatt» gewähren müssten (siehe GJ40), um im ubS-eigenen Führer erwähnt zu werden. GastroSuisseDirektor Anton Schmutz hat der ubS «ans Herz gelegt, auf den Hotelund restaurantführer zu verzichten». Es ist vorgesehen, dass sich ubS und GastroSuisse zu einem Gespräch treffen.

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GJRI57816


Restauration

8. oktober 2009 Nr. 41

Gastgeber werden in der hygiene-Frage von allen Seiten in die Zange genommen

szEnE

Unsaubere Transparenz

Umnutzungen

Bären weg, Bahnhof anders

die hygiene in Schweizer restaurants ist gewährleistet. ein hygienetestat kann zwar transparenz schaffen, zur Beibehaltung der hygiene ist es aber unnötig.

Doch anstatt sich auf ihre Kernauf-

gaben, sprich, die Erwartungen der Gäste zu erfüllen, konzentrieren zu können, stehen die Gastwirte in einem enormen Spannungsfeld. Wie der Zürcher Kantonschemiker Rolf Etter erklärt, haben Kontrolleure Hygienevorstellungen, stellen die Politiker Forderungen und jagen die Journalisten nach Sensationen. Aus diesem Spannungsfeld heraus entstehen Hygienetestate, ein Versuch, alle zufriedenzustellen. Ernst Bachmann, Präsident von GastroZürich, der im Mai dieses Jahres zusammen mit vier stadtzürcherischen Gastroverbänden ein freiwilliges HygieneTestat lanciert hat, formuliert es folgendermassen: «So haben wir den Medien den Wind aus den Segeln genommen und können wieder in Ruhe arbeiten.» Rolf Etter erachtet ein freiwilliges

Testat als unnötig und spricht sich klar gegen ein amtliches Attest aus.

Fotolia.de

Luzia Hug

Man nehme ein Gericht, das die Gäste verzaubert, gebe ausreichend Freundlichkeit und Professionalität dazu und runde das Ganze mit einer bescheidenen Rechnung ab. Diese Zutaten braucht es, um einen Gast glücklich zu machen. Eine OnlineStudie der Marktforschungsfirma Nielsen zeigt, dass sich die Schweizer vor einem Restaurantbesuch in erster Linie überlegen, was sie essen wollen. 45 Prozent der befragten 500 Personen wählen den Betrieb aufgrund Rolf Etter. des Angebots. Knapp 20 Prozent schauen auf mässige Preise und 10 Prozent achten auf die Lage des Betriebs. Doch was ist mit der Hygiene? Nicht einmal 5 Prozent der Befragten haben die Hygiene angegeben. Dies zeigt deutlich, dass gute Hygienestandards eine Selbstverständlichkeit sind. Die Hygiene ist im Preis bereits inbegriffen.

Dieses setze ein falsches Signal, «ist unnütz, unnötig, aufwendig und unfair». Unnütz, da die Gäste wirklich schlechter Restaurants sich nicht Ernst dafür interessieren; Bachmann. unnötig, da die Sicherheit bereits gegeben sei; und unfair, da es nur für die Gastgeber gelte. «Warum nicht von einem Sportschuhverkäufer ein Attest anfordern? Denn wenn der mir schlechte Schuhe verkauft, bin ich wirklich gesundheitsgefährdet.» 2008 wurden im Kanton Zürich 6588

Verpflegungsbetriebe kontrolliert. 2500 davon, also 37,9 Prozent, wurden als einwandfrei befunden. 45 Prozent oder 2963 Betriebe erhielten ein gut, und 1062, sprich 16,1 Prozent, schnitten akzeptabel ab. Von den kontrollierten 6588 Betrieben erhielten nur 63 die Note ungenügend. Das ist 1 Prozent, was ausdrückt, dass 99 Prozent der Betriebe gut sind. «Sie können im Kanton Zürich in jedes Restaurant gehen, ohne krank zu werden», resümiert der Kantonschemiker und wirft die Frage auf, ob man sich auf das eine, ungenügende Prozent konzentrieren soll, oder doch besser auf die restlichen 99 Prozent. Ein weiteres Problem am amtlichen

Attest sieht Etter darin, dass man nicht weiss, was man überhaupt damit ausdrücken will: «Möchte man die Schlechtesten an den Pranger stellen? Die Besten auszeichnen oder die Mittelmässigen akzeptieren?»

Das freiwillige Hygiene-Testat der Zürcher Gastro-Verbände beispielsweise zeichnet Mitglieder aus, die während zweier Jahre bei der Lebensmittelkontrolle gut abgschnitten haben. Das Interesse bei den Zürcher Gastwirten ist allerdings klein: Seit der Lancierung vor knapp fünf Monaten haben rund 100 der möglichen 1000 Abnehmer ein Hygiene-Testat angefordert, wie es beim Cafetier Verband auf Anfrage heisst. Nach Angaben von Ernst Bachmann gebe es jedoch vermehrt Anfragen aus anderen Kantonen, die sich nach dem Zürcher Modell erkundigen. Vorreiter der HygieneTestate ist der Kanton Bern, der eine sehr kleine Anzahl an Betrieben für herausragende Leistungen auszeichnet. Das Hygiene-Zertifikat von GastroBern ist eine geschützte Qualitätsmarke und wird von externen Stellen überwacht. Neu werden auch die Zuger Betriebe eine Qualitätsbescheinigung erhalten, in welche die Ergebnisse der letzten drei ordentlichen Kontrollen einfliessen. Das Aufhängen des Testats ist derzeit aus rechtlicher Sicht freiwillig. GastroSuisse spricht sich gegen die Aufhebung der Schweigepflicht aus und wehrt sich in diesem Punkt gegen die Revision des Lebensmittelgesetzes, das derzeit in der Vernehmlassung (Kasten) ist. Anstatt sich mit allen Mitteln um Transparenz zu bemühen, käme es den Gästen wohl zugute, wenn man Gastgeber Gastgeber sein lässt, damit sie sich voll und ganz auf das konzentrieren können, was gewünscht wird: guter Service – Hygiene inklusive.

En bref l’hygiène est assurée dans les restaurants suisses. des études démontrent que les clients se rendent surtout au restaurant à cause de l’offre – pour eux, l’hygiène va de soi. Néanmoins, les cantons de Berne et de Zurich et, depuis peu, celui de Zoug, offrent des attestations d’hygiène. GastroSuisse se prononce contre leur publication et critique aussi la révision de la loi sur les denrées alimentaires concernant le point de l’obligation de se taire.

Lebensmittelgesetz

Café-Betrieb musste schliessen

Nach zwanzig Jahren schliesst das café rêve am hirschengraben in Bern. Gastgeber toni Fuchs erlitt wegen dem rauchverbots 30 Prozent einbussen, wie er gegenüber lokalmedien erklärte. das lokal mit 54 Plätzen sei zu klein für die Schaffung eines Fumoirs und könne nicht mehr rentabel betrieben werden. acht Mitarbeitende würden ihre arbeit verlieren.

Rauchverbot in Bayern

Gelockertes Verbot rechtens

Doch da fängt das Problem an: Denn

je reichhaltiger das Angebot, desto grösser die Herausforderung, die hygienischen Vorschriften zu gewährleisten. Gefahren wie Überpro-

duktion, schlecht datierte Lebensmittel, Unterbruch in der Kühlkette oder Händekontakt mit vorgekochten Lebensmitteln lauern verstärkt. Wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten und alle Hygienevorschriften zu beachten, sei «ein grosser Spagat», erklärt Pfefferle. Um diesem Problem entgegenzuwirken, lautet sein Tipp: «Kein Angebot ohne Konzept.» Das heisse auch, dass ein Betrieb nur anbieten soll, was auch seinem Konzept entspricht. Pfefferle wünscht sich, dass Gastronomen vermehrt Mut zu kleineren Angeboten haben und auch stetig an ihrem Hygienewissen arbeiten. lh

archiv GJ

Gastronomen als Zehnkämpfer Hälfte aller Gastronomen sind Generalisten. Das heisst, sie bieten eine reichhaltige Karte an und müssen demzufolge auf alles spezialisiert sein. Anton Pfefferle, Leiter Ausbildung Hotelfachschule Belvoirpark, nennt sie «Zehnkämpfer», die, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, es sich nicht leisten können, Gäste mangels ungenügendem Angebot zu verlieren.

Je reichhaltiger das Angebot, desto grösser die Herausforderung.

die regionalbank ersparniskasse interlaken hat gleich bei zwei gastgewerblichen engagements radikal durchgegriffen: das hotel-restaurant Bahnhof in lauterbrunnen (Foto) wird im Parterre, wo einst das restaurant gewesen war, von der Bank selbst genutzt. Um die hotelzimmer in den obergeschossen kümmert sich raffael litzler vom nahen hotel restaurant Steinbock. in Bönigen am Brienzersee wiederum will sich die Bank komplett vom hotel restaurant Bären trennen. 1997 hatte das institut den Kleinbetrieb mitten im dorf übernommen und verschiedene anläufe für Neubauten genommen. Sie scheiterten jedoch allesamt, sodass sich die Bank schliesslich für den verkauf entschied. das Pächerehepaar erika und andreas imboden hat reagiert und wechselt ende Jahr in den Gasthof zum rössli in richigen. rolf Grünig, der dort seit 10 Jahren höchst erfolgreich wirtet, wird sich aus der Branche zurückziehen.

Rauchverbot in Bern

Haltung von GastroSuisse zur Revision des Lebensmittelgesetzes betreffend die Schweigepflicht: 1. Mit der Veröffentlichung der Kategorie würde faktisch über laufende Strafverfahren informiert, was im Öffentlichkeitsgesetz explizit von der Publikation ausgenommen ist. 2. Eine Relativierung der Hygiene durch Kategorien schafft nicht Transparenz, sondern Unsicherheit. 3. Aufgabe der Lebensmittelkontrolle sind nicht Gesamtbeurteilungen, sondern die risikobasierte Feststellung und Beseitigung von Missständen. 4. Offen ist, ob bei den heutigen Vollzugsorganen überhaupt die Fachkompetenz für eine solche Einstufung verfügbar ist. 5. Es ist zu bedenken, dass das Ergebnis einer amtlichen Kontrolle immer nur eine Momentaufnahme der just im Zeitpunkt der Inspektion angetroffenen Verhältnisse in einem Gastbetrieb darstellt.

die lebensmittelsicherheit beginnt bei der angebotsplanung

Deutlich über die

in Bayern darf auch künftig in kleinen Gastbetrieben sowie in GaststättenNebenräumen und Bierzelten geraucht werden. die richter verwarfen eine verfassungsbeschwerde, die gegen das Gesetz vom 1. august gerichtet war. obwohl in Gaststätten mit weniger als 75 Quadratmetern Fläche wieder geraucht werden darf, sei die Bevölkerung vor den risiken des Passivrauchens ausreichend geschützt. Mit dieser entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht die interessen von rauchern und Gastwirten gestärkt.


Die Oberengadiner Gemeinde Silvaplana bekommt ein hotelförderungsgesetz

cHEck in

Pionierarbeit geleistet

Mitarbeiterzufriedenheit

Gute Noten für die Vorgesetzten

Silvaplana schaut nicht mehr länger zu und wehrt sich nun aktiv gegen das hotelsterben. Mit dem genehmigten hotelförderungsgesetz soll ein optimales touristisches Angebot geschaffen werden.

Luzia Hug

eingebüsst, was sich demzufolge negativ auf die Übernachtungszahlen auswirkte. 1995 wies die Gemeinde noch 13 Betriebe mit 433 Zimmern und 876 Betten auf. Daraus resultierten 115000 Hotelübernachtungen. 12 Jahre später, also 2007, gab es nur noch 9 Hotels mit 311 Zimmern, 580 Betten und 88401 Hotelübernachtungen. In der gleichen Zeit hat sich in der Oberengadiner Gemeinde Silvaplana die Anzahl der Zweitwohnungen mehr als verdoppelt: Von den rund 6000 existierenden Gästebetten sind lediglich 8,3 Prozent aus der Hotellerie.

Archiv GJ

Die Hotellerie-Branche im 900-Seelen-Dorf Silvaplana erhält Unterstützung vom Staat. Ein Vorgehen, das die Gemeindepräsidentin Claudia Troncana als durchaus legitim betrachtet: «Schliesslich haben wir ja auch die Banken unterstützt», sagt sie. Nun wird also der Hotellerie mittels eines Hotelförderungsgesetzes (Kasten) unter die Arme gegriffen. In letzter Zeit hat der Ferienort massiv an Hotelbetten

7

Hotellerie

8. Oktober 2009 Nr. 41

Das 900-Seelen-Dorf Silvaplana will bessere Übernachtungszahlen und mehr Arbeitsplätze.

Die Mitarbeiterzufriedenheit in der hotellerie ist während der vergangenen Monate gestiegen. Dies zeigt die Auswertung der Daten aus Österreichs grösster hotellerie-Datenbank Webmark. Demnach sind die Mitarbeitenden am meisten zufrieden mit ihren vorgesetzten und den Arbeitsinhalten. Weniger zufrieden sind die Mitarbeitenden mit dem Betriebsklima, den Entwicklungsmöglichkeiten und dem Lohn.

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Um dem Hotelsterben und einem Arbeitsplatzverlust

entgegenzuwirken, haben die Stimmberechtigten von Silvaplana nun ein starkes Zeichen gesetzt: Ohne Gegenstimme nahmen sie bei der Abstimmung im September das Gesetz zur Förderung der Hotellerie an. Damit leistet die Gemeinde Pionierarbeit in der Schweiz. «Die Hotellerie ist der Tourismusmotor», sagte Gemeindepräsidentin Claudia Troncana im Vorfeld der Abstimmung. «Wenn es der Hotellerie gut ginge, dann hätten alle Arbeit.» Auch Peder Plaz vom Wirtschaftsforum Graubünden machte sich für die Hotelförderung stark, indem er betonte, dass es dabei letztlich um Arbeitsplätze gehe. Ein Hotelprojekt in Surlej wird voraussichtlich als eines

der ersten vom neuen Gesetz Gebrauch machen können. Dass die Stimmbürger von Silvaplana geschlossen hinter der Hotelförderung stehen, führt Troncana auf die gute Vorabinformation und die öffentliche Podiumsdiskussion vor der Abstimmung zurück. Das Resultat stimmt sie froh, denn so könne der Hotellerie das Geld zurückgegeben werden, das ihr durch den Zweitwohnungsbau abhanden gekommen sei.

En bref Silvaplana ne reste pas les bras croisés et se bat activement contre la disparition des hôtels. La loi sur la promotion des hôtels que les électeurs ont accepté sans opposition doit permettre de créer une offre touristique optimale. La loi prévoit de remettre aux hôteliers une partie du fonds des taxes de compensation pour des appartements de résidence première aux hôteliers. La condition pour le maintien des prestations est, notamment, la preuve d’un financement de base conforme au marché d’au moins 65 pour cent des coûts du projet. Avec l’approbation de la loi sur la promotion hôtelière, la commune de la haute Engadine fait œuvre de pionnière en Suisse.

Hotelförderungsgesetz Das Hotelförderungsgesetz der Gemeinde Silvaplana sieht vor, marktgerecht ausgerichtete Beherbergungsbetriebe finanziell zu unterstützen. Dazu wird ein Teil des bestehenden Ersatzabgabefonds für nicht realisierte Erstwohnungen verwendet. Der bestehende Ersatzabgabefonds enthält 10 Millionen Franken. Über die Verwendung der Gelder wacht ein Hotelförderungsausschuss, der aussenstehende Fachleute zu Rate ziehen kann. Die Gemeinde erbringt die finanziellen Leistungen in Form von zinslos gewährten rückzahlbaren Projektbeiträgen. Voraussetzung für den Erhalt der Leistungen ist beispielsweise der Nachweis einer marktüblichen Grundfinanzierung von mindestens 65 Prozent der Projektkosten. Das zinslose Darlehen der Gemeinde beträgt höchstens 35 Prozent der Investitionskosten und maximal 1,5 Millionen Franken pro Vorhaben. Das Hotelförderungsgesetz verfolgt das Ziel, «ein optimales touristisches Angebot zu schaffen», wie es im Zweckartikel 1 bewww.silvaplana.ch schrieben ist.

GJGM59851


Tourismus

8. Oktober 2009 nr. 41

Tourismuspolitik

blickpunkTE

Nebulöse Strukturen

Gütesiegel

Ganze Regionen familienfreundlich der schweizer Tourismus-Verband sTV hat die bestandenen qualitätskriterien touristischer familienfreundlichkeit überarbeitet und 25 schweizer ferienziele bis 2012 entsprechend zertifiziert. neu ist neben dem logo unter anderem, dass sich ganze destinationen als familienfreundlich auszeichnen können, dass die Zertifizierung für alle interessenten gleichzeitig vorgenommen wird und dass familienangebote nach altergruppen gewichtet werden können. www.swisstourfed.ch

am Gantrisch zeigt sich beispielhaft, woran Tourismuspolitik krankt.

Peter Grunder

Wenn die Schweiz weltweit gesehen eine «Rundungsdifferenz» ist, wie jüngst Jürg Schmid sagte, Direktor von Schweiz Tourismus (siehe GJ 35), was ist dann der Gantrisch? Ausser rund um die Städte Freiburg,

Während gernegrosse Schweizer

Tourismusregionen dabei um Destinationsbildungen ringen, bleiben auch die Kleinen nicht untätig. Exemplarisch zeigt sich das am Gantrisch: Gleich haufenweise bemühen sich hier Apparate um die Region: Wirtschaftsförderung, Förderverein, Verkehrsverbänd, Kurvereine.

Standortmarketing

p. Grunder

Millionen für Kosovos Image

Gantrisch: grandiose Landschaft in den Voralpen zwischen Freiburg und Bern, grandioser tourismuspolitischer Hickhack.

fung ist wie bei allen gastgewerblichen Unternehmen gross: Meier holt zahlungskräftige Gäste in die Region, Meier kauft in der Region ein, zahlt hier Löhne aus, liefert Abgaben und Steuern ab, darunter Beherbergungsabgaben und Kurtaxen. Meier hat eine klare Haltung: «Alle

Unternehmen kümmerten sich die übergeordneten Apparate vor allem um sich selbst und werfen innovativen Kräften noch Knebel zwischen die Füsse. Von den kantonalen Politikern, Be-

hörden und Verwaltungen bis zu den regionalen und kommunalen politischen und administrativen Strukturen prägen nicht Praktiker die Apparate, sondern Beamte. Sie pflegen Seilschaften, hüten Besitzstände und handeln in der Regel nur unter Druck.

parate eigentlich geschaffen sind und arbeiten sollten, ist Andreas Heribert Meier. In zweiter Generation besitzt und führt er ein Bijou im Gantrischgebiet: das Romantikhotel Schwefelbergbad. Die Wertschöp-

Organisationen, die tourismusrelevante Gelder bekommen, sollte man umgehend auflösen und als professionelle Destinations-ManagementOrganisation neu formieren.» Meiers Forderung, seit Jahren als touristisches Postulat verkündet und als integriertes Standortmarketing auf nationaler Ebene erst einmal gescheitert, findet auch im Gantrisch kein Gehör. «Die Strukturen sind veraltet», diagnostiziert Meier, statt um die Bedürfnisse der regionalen

Gästeverhalten

beherbergungszahlen august 2009

Einer von denen, für die solche Ap-

Bewegung Im Münstertal, der

südöstlichsten Ecke der Schweiz (Foto), werden die Gäste zurzeit buchstäblich auf Schritt und Tritt verfolgt. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften untersucht bis im Jahr 2011 und mit finanzieller Hilfe der eidgenössischen Förderagentur für Innovation für gut 800000 Franken detailliert und innovativ das Gästeverhalten. Beim Projekt «Mafreina», einer Ab-

kürzung für «Management-Tool Freizeit und Natur», erhalten Münstertaler Gäste sogenannte «GPS-Logger», eine Eigenentwicklung der Zürcher Hochschule. Diese Geräte, die im Münstertal bislang problemlos an den Mann und die Frau gebracht werden konnten, zeichnen alle Bewegungen der Gäste auf. Dank der anfallenden Daten sowie begleitender Umfragen könne «künftig überall genau geplant werden, wenn es um bedürfnis- und umweltgerechte Infrastruktur und eine Steigerung der Attraktivität von Tourismusangeboten und Freizeitaktivitäten geht», umschreibt Projektleiter Reto Rupf den Nutzen. pg www.zhaw.ch

Dasselbe gilt umgekehrt für die Un-

ternehmen: Meier hat wie so viele weder Zeit noch Nerven, als Vorstand oder Politiker auf die Apparate Einfluss zu nehmen, und er hat sich abgewandt, weil die Apparate

ihm nichts bringen. Bewegung in die richtige Richtung wird so zum Ausnahmefall, entsprechend wurden wichtige Weichen in der Regel während Krisen gestellt. Gut beraten wäre man dabei, im Gantrischgebiet und darüber hinaus auf Leute wie Meier zu hören. Die Entwicklung geht indes trotz

hinderlicher und nutzloser Apparate weiter, wie auch der Gantrisch zeigt: Wer Gantrisch googelt, kann via ST nach wenigen Klicks unter anderem Meiers Hotel buchen.

En bref dans la région du Gantrisch, tout un appareillage s'efforce de promouvoir le tourisme. il n'en résulte aucune poussée mais un chaos structurel.

Kranker britischer Markt Wetter, Werbung, Währung, Wirt-

schaft: Seit jeher bringen Touristiker das Wohl und Wehe ihrer Branche auf diese vier Nenner. Entsprechend agieren dort, wo Einfluss möglich ist, einerseits die Strategen von Schweiz Tourismus bis zu den Destinationen und von den Branchenverbänden bis zum Seco.

Die Beherbergungszahlen sind ande-

rerseits ebenfalls auf den obigen Nenner zu bringen: Angesichts der Weltwirtschaftslage erstaunt der insgesamt moderate Rückgang der Hotelübernachtungen im August von 3,5 Prozent – nur die Golf-Staaten (-38,9% im August) fallen extrem ins 4,5

Auge, wobei hier nicht nur die Wirtschaft wirken dürfte, sondern auch der Ramadan. Insgesamt sind der Tourismus und die Schweiz aber auch Spätzykliker, die mit Verzögerung auf wirtschaftliche Entwicklungen reagieren: Der Rückgang könnte insofern länger anhalten, aber hoffentlich nicht so lang wie in den frühen 1990er-Jahren (siehe Grafik). Der Faktor Währung widerspiegelt

sich auch in den Zahlen: Mit einem Einbruch von über 20 Prozent im August und im ganzen bisherigen Jahresverlauf ist Grossbritannien der tristeste Markt. Die 6 Prozent Minus im August in den USA sind dagegen

geradezu harmlos, seit Jahresbeginn ist dort aber auch fast 12 Prozent der Nachfrage weggebrochen. Mehr Freude machen da die Euro-Länder: Deutschland, das fast ein Drittel der ausländischen Hotelübernachtungen stellt, hat gegenüber August 2008 praktisch gehalten, die massenmässig ebenfalls wichtigen Niederlande (+9,4%), Italien (+2,3%), Frankreich (+2,8%) oder Österreich (+4,9%) haben allesamt zugelegt. Bei den Zukunfsmärkten schliesslich bestätigen sich Aufwärtsrends: China hat im August mehr als 34 Prozent angesetzt, Russland immerhin gut 6 Prozent. pg www.bfs.admin.ch

1992

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1990

2000

2001

2002

Baubeginn

Hotelangebot in der Ferienwohnung eine interessante Variante touristischer Wertschöpfung installiert casimir platzer, Gastgeber im Hotel Victoria ritter in kandersteg (foto) und präsident von Gastrobern: dieser Tage ist auf dem grossen areal des betriebes mitten in kandersteg der spatenstich für den bau von 26 Wohn- und ferienresidenzen erfolgt. Gegen 10 Millionen franken sind budgetiert, um auf die übernächsten Wintersaison hin nicht nur ferienwohnungen zu bauen, sondern sie auch mit dem Hotelbetrieb zu verbinden: Zum einen soll den eigentümern der residenzen vom kinderhort übers Hallenbad bis zur Halbpension der volle Hotelservice zur Verfügung stehen. Zum anderen bietet das Hotel zwecks besserer auslastung der ferienwohnungen auch sein bewirtschaftsungsangebot an.

Die Branche ist dafür

4,0

3,5

Während die schweiz vorderhand politisch damit gescheitert ist, im rahmen der koordinierung der landeskommunikation ein integriertes standortmarketing auf die beine zu stellen, machen andere länder vorwärts. so erstaunlich wie interessant ist dabei die initiative des kosovo: die internationale Werbeagentur saatchi & saatchi hat den auftrag erhalten, das image des politisch wie gesellschaftlich umstrittenen landes aufzupolieren. Gegen 9 Millionen franken stehen zur Verfügung, um den kosovo international als «junge europäerin» zu positionieren. die erfolgsaussichten sind trüb, experten reklamieren das fehlen von produkten, die dem image entsprechen; garantiert zufrieden werde nur die Werbeagentur sein.

Tourismusgesetz

Logiernächte im Monat August in Millionen

2003

2005

2006

2007

2008

2009

Im langjährigen Vergleich der Hotelübernachtungen ist der August 2009 ein Spitzenmonat – trotz drei Prozent Rückgang.

quelle: bfs; Grafik: O. krejci

Bern und Thun sagt Gantrisch, seit Kurzem ein Naturpark, praktisch keinem was. Doch googelt man den Begriff, landet man prompt bei Schweiz Tourismus. Diese verdeutlicht die touristische Zweischneidigkeit in den Zeiten des Internets: Jede Marke, und sei sie auch nur in ihrer Nachbarschaft bekannt, ist weltweit sichtbar. Das gilt allerdings für alle. Aufmerksamkeit für eine Marke zu gewinnen, Produkte zu schnüren und sie buchbar zu machen, ist folglich die zentrale Aufgabe der übergeordneten Touristiker, die mit fremden Mitteln arbeiten, meint Jürg Schmid.

ein nationales Tourismusgesetz ist schon im ansatz gescheitert, ein kantonales kommt im Wallis ende november vors Volk. Gastgewerbe und Tourismus stehen hinter der Vorlage, zuletzt hat der Walliser Hotelier-Verein ja gesagt. das Gesetz sei zurzeit «die bestmögliche lösung», meinte präsident pierre-andré pannatier.


Kantonale Sektionen Regionalfeier von GastroAppenzellerland AR in Stein

Fest der Gemütlichkeit

8. Oktober 2009 Nr. 41

Wirtechor der Stadt Zürich

Auf dem Witzwanderweg

AR feiert sein 100-Jahre-Jubiläum. In verschiedenen Regionalsektionen finden laufend Anlässe für die Bevölkerung statt. In Stein trafen sich 180 Besucherinnen und Besucher anlässlich der Regionalfeier zum gemütlichen Beisammensein. Musikalisch begleitet wurden sie vom Musikensemble Echo vom Saum. GastroAppenzellerland

140 Portionen Spatz aus der

Gulaschkanone liessen sich die Gäste schmecken. «Mit einer so grossen Resonanz der Bevölkerung haben wir anfangs nicht gerechnet», sagt

Traditionelle musikalische Klänge durch das Echo vom Saum.

OK-Präsident Markus Strässle. «Umso mehr freuen wir uns, dass sich so viele Menschen für die Gastronomie

und ihre Bedeutung als Wirtschaftszweig interessieren. Das ist für uns Ansporn für zukünftige Aufgaben.»

Der vor 15 Jahren eröffnete von Heiden nach Walzenhausen führende Appenzeller Witzwanderweg wird jährlich von gegen 50000 Besuchern begangen. So dieser Tage auch vom Wirtechor der Stadt Zürich, der auf halbem Weg mit fröhlichen Liedern grosse Freude bereitete.

GastroObwalden

4. slowUp Emmental mit Eveline Widmer-Schlumpf

Motorradausflug

Bundesrätin mit dabei Sogenannte slowUps sind Be-

wegungs- und Plauschanlässe, welche an 14 verschiedenen Orten in der Schweiz stattfinden. Seit 2006 werden auch im Emmental slowUps durchgeführt.

slowUp ist vor zehn Jahren

Die motorradfahrenden Gastronominnen und Gastronomen auf dem Klausenpass. Anfang September trafen sich

neun motorradbegeisterte Wirtinnen und Wirte zum alljährlichen Töff-Ausflug von GastroObwalden. Die Route führte von Ägeri entlang dem See zum Sattel über Schwyz nach Muotathal und weiter auf den 1515 Meter über

Meer gelegenen Pragelpass. Im Restaurant Rhodannenberg gönnten sich die Motorradfahrer eine kurze Pause, um danach weiterzufahren und im Restaurant Adler in Linthal das Mittagessen zu geniessen. Danach ging es weiter über den Klausen-

pass. Die kurvenreiche Strasse führte zum Urnerboden. Die Rückfahrt erfolgte über den Sustenpass. Die Gastronomen gönnten sich da einen Halt beim Sustenbrückli. Weiter ging es über den Brünigpass zurück nach Obwalden.

agenda

GastroGlarnerland

Am Dienstag, 27. Oktober, findet der Wirteausflug der

Ins Tal gezogen

Sektionen GastroInnerschwyz und GastroKüssnacht statt. Auf dem Pro-

gramm steht der Besuch der Grimselwerke. Treffpunkt ist um 7.45 Uhr vor dem Restaurant Schützenhaus in Goldau. Die Führung findet zum Teil im Berginnern bei Temperaturen unter 10 Grad statt. Bitte bergtaugliche, wetterfeste Kleidung und Schuhe tragen. Es braucht keine speziellen konditionellen Voraussetzungen. Man bewegt sich mittels Fahrzeug und die Jüngeren mittels Velo. Weitere Infos sind telefonisch von Mittwoch bis Sonntag unter der Nummer 041 855 30 55 zu haben. Noch bis Mitte November ist das cheese-festival.ch im Gang. In diversen Städten finden Käsefeste statt. Und in über 30 Orten im Emmental kann man beispielsweise bei Vollmond ein Käsefondue geniessen.

Dienstag, 27. Oktober, von 14.30 bis etwa 17.30 Uhr im Restaurant Traube in Küttigen statt.

www.gastroaargau.ch

Die Dampfbahn, welche zwi-

schen Huttwil und Ramsei

Konrad Gerster von GastroBern und Eveline Widmer-Schlumpf.

verkehrte, war ein besonderer Anziehungspunkt. Sie ersetzte den Bus, welcher an diesem Tag nicht verkehren durfte. Eine weitere Attraktion war der Weltrekordversuch, die längste TraktörliSchlange, mit aneinander befestigten Kinder-Traktörli, in Gang zu setzen. Die längste Schlange zählte 50 Traktörli.

Ob dies zum Weltrekord reicht, ist noch nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass der nächste slowUp in der Region am 12. September 2010 stattfindet. Da 40 Prozent der Strecke durch den Oberaargau führen, heisst der Anlass ab dem kommenden Jahr slowUp Emmental-Oberaarwww.slowup.ch gau.

100 Jahre GastroAppenzellerland AR

GastroSZ

Oldtimer

Käse Am 24. und 25. Oktober 2009 führt die IG Alpchäsmärcht Muotathal den 14. Alpkäsemarkt durch. 19 Alpkäser und 30 weitere Aussteller präsentieren ihre Produkte in Muotathal. Unter den Alpkäsern sind auch Adolf und Hildegard GwerderSuter. Die verarbeiteten dieses Jahr rund 27000 Liter Milch zu Käse und Butter. Verkauft wird der Alpkäse direkt auf der Alp Waldi, im eigenen Dorfladen oder am Alpchäsmärcht. www.alpkaesemarkt.ch

Oltimertreffen an der 100-Jahr-Feier von GastroAppenzelland AR. An der Regionalfeier von Gas-

www.cheese-festival.ch

22. Aargauische Wirte-Jassmeisterschaft findet am

von Schweiz Tourismus, Schweiz Mobil und der Gesundheitsförderung Schweiz ins Leben gerufen worden. Der slowUp Emmental findet immer am 2. Sonntag im September statt. Dieses Jahr startete man mit einer Ansprache von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Sie liess es sich nicht nehmen, zusammen mit einer RollstuhlSportgruppe und Dutzenden von Kindern die Strecke zu eröffnen. Rund 32000 Menschen tummelten sich zwischen Sumiswald, Huttwil und dem Oeschenbach.

Reto und Theres Winteler sind vom Berggasthaus Alpenrösli in Mullern ins Tal ins Hotel und Restaurant Bären in Mollis gezogen. «Wir haben diesen Betrieb übernommen, weil dies eine neue Herausforderung für uns ist. Und der Bären in Mollis ist ein toller Betrieb, da konnten wir nicht nein sagen», erklärt der engagierte Gastronom. Reto Winteler ist Präsident von GastroGlarnerland.

troAppenzellerland AR in Gais gesellten sich OldtimerFans dazu. «Dies war eine wunderbare Begegnung von zwei Traditionen», sagt OKPräsident Markus Strässle. Das Oldtimer-Treffen wird jährlich von Fans der alten Wagen organisiert. Sie un-

ternhemen jeweils von Gais aus einen Ausflug. Neben der gelungenen Feier

konnte GastroAppenzellerland AR den Besucherinnen und Besuchern die Vielfältigkeit der regionalen Gastronomie und ihre Bedeutung als Wirtschaftszweig vermitteln.

Alpkäse gibts bald in Muotathal.


Pages françaises

Gros Plan

8 octobre 2009 No 41

Nouvelle loi fédérale sur la prévention et la promotion de la santé

Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales

Une liberté sous tutelle La prévention gagne sans cesse du terrain. elle prend des dimensions inquiétantes qui limitent massivement la liberté de chacun. Marco Moser

tences que l’Office fédéral de la santé publique aimerait s’arroger. Que la Confédération s’occupe actuellement d’une «stratégie du sel» cadre parfaitement avec cette image. Et l’idée d’un système de feux pour la déclaration des matières grasses dans les denrées alimentaires n’est pas encore définitivement écartée.

Dans le Guillaume Tell de Friedrich Schiller, le serment du Grütli commence par «Nous voulons être un pays uni de frères». 718 ans plus tard, l’Office fédéral de la santé publique veut nous éduquer et faire de nous une «peuple stérilisé de frères». Alors que la Constitution fédérale précise que c’est la Confédération qui est compétente pour «les maladies transmissibles, largement répandues et nocives», l’Office fédéral de la santé publique étend notablement sa portée: en effet, la nouvelle loi fédérale sur la prévention et la promotion de la santé contient toutes sortes «d’atteintes à la santé psychique et physique qui ne sont pas la conséquences d’un accident», en d’autres termes, c’est la conséquence de la vie. Ce n’est pas la première fois que l’Office fédéral de la santé publique étend ses compétences en passant par la porte de service. En matière de protection contre le tabagisme passif, c’est sous sa propre responsabilité qu’il avait déjà élargi de manière insupportable l’interdiction de fumer.

Martin Hafen, professeur en charge

miques, GastroSuisse s’était déjà battue avec détermination avant même la publication du projet de loi sur la prévention: «Il est inadmissible que, sous le couvert de la ‹prévention de la santé›, on cherche aujourd’hui à influencer les modes de comportement individuels ce qui rappelle la manière d’agir d’états totalitaires.» La formulation si ouverte et imprécise ajoute encore à la difficulté car elle ouvre la porte à n’importe quelle interprétation. Cela met aussi en évidence les compé-

FOTOLia

Avec d’autres fédérations écono-

La population est confrontée aujourd’hui à toujours plus d’interdictions, non seulement sur la route mais également au restaurant.

fixé à 300 francs contre 500 francs et un maximum de 2000 francs au lieu de 5000 francs. Selon le Gouvernement, la taxe pour

2010 devrait être inférieure à 500 francs pour 113 des quelque 300

établissements exploités dans le canton, contre un seul aujourd’hui! Et l’on ne comptera qu’un seul hôtel-restaurant au-delà de 3000 francs alors qu’ils sont encore au nombre de 23 aujourd’hui. Au final, la réduction proposée verra les

Swiss Barkeeper Union

Bruno Séguin 1er au Trophée du Raisin

Les espoirs résident dans le camp

Littérature culinaire

des parlementaires qui devront traiter la nouvelle Loi sur la prévention. L’Union Suisse des Arts et Métiers dont fait partie GastroSuisse envisage de lancer un référendum contre une «loi superflue et déresponsabilisante».

Auf Deutsch seite 2

recettes de l’Etat tirées des patentes passer de 450000 à 230000 francs. La moitié de ce pécule sera affectée à la couverture des charges administratives et l’autre réservée, notamment à la promotion de la profession et du tourisme. stad

Bruno séguin (photo), chef de bar au swissôtel métropole de genève, a remporté ce week-end la 3e édition du Trophée du Raisin, un concours de cocktails de la swiss Barkeeper Union. il s’est imposé chez les professionnels devant Hans-Peter Ott d’andermatt.

«Femme entrepreneur 2009»

Le titre est revenu à Maren Müller

Irma Dütsch a écrit un livre pour enfants La célèbre cuisinière gruérienne irma Dütsch grandjean goûte à une retraite pour le moins très active depuis qu’elle a quitté les fourneaux du Fletschhorn a saas-Fee. elle vient en effet de publier aux éditions weber un livre de cuisine pour enfants avec des dessins de marjolein Bos. Ce livre, intitulé «sasi la gourmande», raconte l’histoire de la marmotte sasi qui parcourt la suisse et découvre des spécialités culinaires telles que la fondue gruérienne, le kouglof lucernois ou la salade fleurie du Valais. Toutes les recettes ont été spécialement adaptées aux cuisiniers en herbe. www.weberag.ch

Action rabais contestée

Les excuses d’UBS, le géant bancaire

swiss-image

L’allègement proposé répond aux

attentes exprimées à plusieurs reprises par GastroJura et notamment via une motion de feu le député Jean-Marie Mauron, membre d’honneur de GastroJura, approuvée par le Parlement sous forme de postulat le 22 août 2007. Si le Gouvernement continue de justifier le maintien d’une taxe pour «des raisons de santé publique», il admet que celle perçue dans le Jura est trop élevée. Il propose dès lors de réduire de moitié les barèmes actuels pour toutes les catégories d’établissement. Concrètement, l’exploitant devrait s’acquitter en 2010 d’une taxe de 2,75% de la valeur locative de son établissement (5,5% aujourd’hui) avec un minimum annuel

Brèves

maren müller, co-propriétaire du Relais & Château Fletschhorn à saas-Fee, a été sacrée «femme entrepreneure de l’année 2009» par le Club des femmes entrepreneures. maren müller dirige l’hôtel-restaurant Fletschhorn avec Charlie Neumüller et markus Neff, cuisinier de l’année du gault millau 2007.

Vers une baisse de la taxe d’auberge? baisser de moitié dans le canton du Jura à partir du 1er janvier 2010. Le Gouvernement vient, à ce propos, de transmettre au Parlement un projet de révision du décret sur les taxes en matière de patentes d’auberge et autres.

Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève

de la prévention et de la promotion de la santé à la Haute école de travail social de Lucerne, a ainsi lancé une mise en garde dans le Tagesanzeiger: «Nous devons veiller à ne pas nous présenter comme des empêcheurs de tourner en rond.» Pour l’exemple, il cite les excès de la consommation d’alcool par les adolescents: «Les jeunes font également quelque chose pour leur bien-être si cela les amuse.» Il en déduit «qu’il y a des modes de comportement malsains qui ont un aspect de promotion de la santé car ils améliorent le bien-être». Il semble que les limites du supportable soient aujourd’hui atteintes: même la société suisse des médecins-dentistes se bat contre la nouvelle loi sur la prévention. Il serait préférable que la Confédération prenne en compte les efforts de prévention d’institutions privées. Ainsi, les dentistes ont mis sur pied la prévention de caries et l’appliquent depuis plusieurs décennies avec succès et cela sans l’appui de l’Office fédéral de la santé.

Une ancienne revendication des hôteliers et restaurateurs pourrait bientôt être satisfaite dans le Jura

Les taxes d’auberge pourraient

La moitié des recettes des taxes d’auberge sera notamment affectée à la promotion de la profession et du tourisme, ici la cité médiévale de Saint-Ursanne sur les rives du Doubs.

gastrosuisse avait clairement dénoncé l’action engagée par UBs consistant à obtenir pour ses collaborateurs des rabais d’au moins dix pour cent dans les établissements publics qu’elle avait contactés contre la mention de leur nom dans le guide interne des restaurants de l’UBs. La réaction de gastrosuisse, par son directeur anton schmutz (v. gJ40), a suscité des excuses du géant bancaire, soucieux de préserver des relations de bon voisinage avec les cafetiers-restaurateurs du pays. Les deux parties ont convenu de se rencontrer pour régler à l’amiable le différend qui les sépare.


restauration

8 octobre 2009 no 41

15 septembre: interdiction de fumer dans les lieux publics vaudois

Fumée: interdire tue Depuis le 15 septembre dernier, il est interdit de fumer dans les lieux publics du canton de Vaud. Premières réactions…

Jasmina Slacanin

Bien qu’il soit encore trop tôt pour observer les conséquences à long terme de la nouvelle loi, quelques perspectives s’esquissent déjà, présentant un avenir peu réjouissant pour les restaurateurs. des restaurateurs vaudois disposaient déjà de salles à manger sans fumée. Il n’en va pas de même pour les petits établissements de quartier et de campagne, ces petits bouchons et pintes si sympathiques qui craignent pour leur survie», explique Frédéric Haenni, député et président de GastroVaud, très engagé dans les problèmes liés à la nouvelle réglementation. «On peut également craindre de très sévères baisses des chiffres d’affaire des pubs ainsi que des lieux branchés et des discos» poursuit-il. En effet, de nombreux cafés observent déjà une baisse de la fréquentation allant jusqu’à 40 pour cent pour certains. C’est notamment le cas des bars dans les supermarchés, qui se situent loin des entrées/sorties et qui souffrent d’une nette baisse de la marche des affaires. Par contre, pour les bars et restaurants possé-

J. slAcAnin

«Depuis plusieurs années, la plupart

L’interdiction de fumer dans les lieux publics vaudois inquiète les restaurateurs.

dant une terrasse, la situation n’a pas beaucoup changé grâce à l’été indien qui persiste cette année. Une autre conséquence négative se

fait également sentir dans l’immédiat. «Les gens consomment moins de café» souligne Francis Bavaud, président de la section régionale

d’Yverdon-les-Bains de GastroVaud, avant d’ajouter: «Dans les restaurants, les clients mangent sans boire de café après le repas. Tandis que les clients du matin en consomment de moins en moins. Cette perte pourrait facilement atteindre 25 pour cent du chiffre d’affaire à long terme.» Francis Bavaud trouve cette

situation bien triste et s’inquiète sincèrement pour la nouvelle génération des restaurateurs. De plus, il trouve révoltant les tentatives récentes de sa municipalité de vouloir supprimer les chaufferettes sur les terrasses et chasser ainsi définitivement les clients fumeurs des cafés et restaurants. Le point de vue est également partagé par Frédéric Haenni: «Les cafetiers-restaurateurs sont comme la population, sensibles à l’environnement et attentifs aux possibilités offertes par les énergies renouvelables. Ceci dit, nous nous opposons avec force et détermination à des interdictions arbitraires qui n’ont pas de bases légales et qui visent notre secteur économique peu épargné ces dernières années. Il convient de rappeler dans ce cas particulier aux autorités municipales d’Yverdon-les-Bains que notre secteur d’activité est un secteur à faible valeur ajoutée mais offrant de nombreuses places de travail.» En quelques semaines, la nouvelle loi soulève déjà de nombreuses polémiques. A suivre...

in Kürze Im Kanton Waadt ist das neue Rauchverbot am 15. September in Kraft getreten. Gewisse Kaffees, Pubs und Diskotheken müssen einen starken Rückgang der Stammkunden verkraften und fürchten deshalb, nicht mehr lange zu überleben.

neuchâtel: un premier sondage sur l’interdiction de fumer dans les lieux public

La santé publique tire un bilan positif A la demande du Département de la

Santé publique, un sondage a été envoyé, via e-mail, en juin dernier, sous forme de questionnaire par GastroNeuchâtel à 209 membres. Trente-et-un gérants ou propriétaires d’établissements publics y ont répondu. Parmi ceux-ci, la plupart jugent positivement l’introduction de la loi antifumée.

Plusieurs mois après l’entrée en vi-

gueur, les nouvelles prescriptions ont été bien respectées, estiment Lysiane Ummel Mariani, déléguée à la promotion de la santé et Pascal Luthi, chef de la planification et information à la police neuchâteloise. De plus, très peu d’infractions ont été signalées. Les principales interventions de la police ont eu lieu en ville de Neuchâtel et de La Chauxde-Fonds. Il s’agissait, dans la majorité des cas, de prévention orientée vers le respect du repos nocturne et du risque d’accident en cas d’attroupement sur les trottoirs. Aucune amende n’a été infligée durant cette période d’introduction.

clarent insatisfaits et 19 pour cent pas du tout satisfaits. Certains participants au sondage précisent que l’interdiction devrait être plus nuancée pour les bars et discothèques. Ils l’admettent par contre pour les restaurants. L’interdiction de fumer dans les éta-

blissements publics, notamment dans les cafés, les restaurants et les discothèques est appliquée dans le canton en raison d’une modification de la loi sur la santé, acceptée par le Grand Conseil le 4 novembre 2008, (89 voix à 9). La possibilité d’ac-

cueillir des fumeurs est accordée à condition de disposer de lieux adaptés. Ces fumoirs, sans service pour préserver la santé du personnel, doivent répondre à des normes et mesures très précises. Côté opposition, une vingtaine d’opposants actifs se sont manifestés durant les trois premiers mois qui ont suivi l’interdiction de fumer dans les lieux publics. Des tenanciers chauxde-fonniers ont envoyé une lettrepétition à l’Office du commerce signalant leur opposition à l’interdiction de fumer. Leur demande

sera examinée et éventuellement amendée afin de rester en conformité avec la loi fédérale et de la rendre recevable par le Grand Conseil. La loi antifumée neuchâteloise, largement approuvée par lui en 2008, ne serait soumise à référendum populaire que si l’initiative recueille 4500 voix en trois mois. Le cas échéant, elle ne sera sans doute pas lancée avant l’année prochaine. Lorsque l’ordonnance d’application sera définitivement approuvée par le Conseil fédéral, le Canton de Neuchâtel examinera son propre règlement. lc

editorial

Un grand merci à la chère poste Pour un test, dites donc à vos clients que servir un café coûte plus cher que le prix de vente lorsqu’on prend en compte tous les coûts, ceux d’exploitation et de personnel compris. Puis communiquez leur que dorénavant, vous servirez le café dans un gobelet en carton plutôt que dans une tasse en porcelaine afin de réduire les frais d’exploitation en éliminant le nettoyage tout en augmentant, en parallèle, le prix de vente de 28 pour cent. c’est exactement ce que fait la Poste avec les éditeurs. elle réduit les prestations et devient de moins en moins fiable. et maintenant, la cerise sur le gâteau: elle augmente de 28 pour cent le prix de la distribution des journaux pour la presse associative sans but lucratif. et cela à un moment où la phase de budgétisation 2010 est terminée. le comportement de la Poste pousse de nombreux éditeurs au bord de la ruine. ce n’est pas vraiment dans l’intérêt des clients, n’est-ce pas? le problème des éditeurs: ils ne peuvent pas se rendre comme un client au restaurant pour y chercher quelque chose de nouveau, d’approprié. la Poste a le monopole et peut se foutre d’être aimable envers les clients autant que de l’offre et de la demande. notre proposition: le réseau de distribution de la Poste est propriété du peuple et doit le rester. cela doit être pratiqué dans le sens du «dernier mille» et dirigé comme une entreprise de l’etat. le dernier mille doit être ouvert à tous les prestataires de services postaux. le reste de la Poste est dévolu au marché libre et peut s’y comporter comme il le veut. Romeo Brodmann

Annonce

Les membres de GastroNeuchâtel,

restaurateurs pour la plupart, qui ont participé au sondage sont dans l’ensemble satisfaits des réactions de leur clientèle. Seuls 9 pour cent d’entre eux estiment la nouvelle situation insatisfaisante et 3 pour cent la jugent totalement insatisfaisante. A la question «Etes-vous satisfait de cette nouvelle loi?», la majorité l’accepte avec plus ou moins de sérénité. Toutefois, 13 pour cent se dé-

GJRI59541


Idées Gastro

notIces La Cuillère suisse

Le plaisir du chocolat Un concept ludique et original pour petits et grands gourmands: La Cuillère suisse est composée d’un bâtonnet en bois surmonté d’une délicieuse boule en chocolat pur beurre de cacao. Le principe est de tremper cette «sucette» en chocolat dans une tasse de lait chaud afin de la transformer en une boisson au goût unique. www.lacuilleresuisse.ch

World Cheese Awards

Gruyère Premier Cru dans les 1ers! Von Muhlenen, une entreprise familiale fribourgeoise quatre fois championne du monde du fromage, a remporté 15 récompenses lors des World Cheese Awards de cette année, qui ont eu lieu à Las Palmas, Grande Canarie, du 1er au 3 octobre. «Le Gruyère Premier Cru» a été nommé meilleur Gruyère AOC. Lors de l’événement international des World Cheese Awards, près de 2500 fromages venant de 34 pays différents ont été jugés par un jury international constitué de quelque 200 experts.

8 octobre 2009 No 41

Aligro à Chavannes-près-Renens fête son anniversaire

40 ans de succès Genève qui souffla ses 40 bougies en 2006, c’est au tour d’Aligro Chavannes-prèsRenens (VD) de fêter ses 40 ans de succès. L’occasion de faire un voyage dans le passé.

Tout a commencé en 1923

lorsque deux frères, Paul et Ernest Demaurex, ont décidé de créer un commerce de gros en denrées alimentaires. La crise des années 1930 puis la seconde guerre mondiale poussent l’entreprise, alors appelée Demaurex Frères, à s’adapter au climat économique difficile. Un secteur d’importation voit le jour et le rayon des livraisons s’étend. Demaurex Frères grandit pour

devenir, en 1945, Demaurex Frères SA. A la fin des années 1950, la génération suivante, dirigée par Pierre Demaurex, le père des directeurs actuels, est immédiatement séduite par la formule américaine du «cash &

1969, Aligro ouvre ses portes à Chavannes-près- Renens.

carry». Cette dernière résout ainsi les problèmes financiers propres au système de livraison en instaurant un self service, «à l’emporter». L’idée est adoptée dans les années 1960 par l’entreprise qui devient alors pionnière en Suisse avec un tel système et ouvre le premier marché de gros dans le pays. Cela donne notamment naissance, en 960, aux magasins «Les Déli-

Aujourd’hui Aligro a fait ses

preuves. L’entreprise familiale est devenue le numéro 1

www.statistik.admin.ch

Tout en une fois

Rolle Primeurs en gros SA,

l’entreprise suisse spécialisée dans la distribution de fruits et de légumes, fête cette année son quart de siècle. Lundi 21 septembre, une journée spéciale anniversaire s’est déroulée en dégustations et musique à la Halle des Fêtes de Fribourg. Ainsi, le temps d’une journée, de nombreux visiteurs ont découvert le vaste assortiment des pro-

duits de cette entreprise fondée en 1984. Pour marquer son quart de

siècle d’existence, Rolle Primeurs en gros SA a décidé, en janvier dernier, de mettre en place quelques innovations. «Nous avons introduit cette année des produits surgelés» souligne Jean-Claude Baechler, le directeur de l’entreprise. Cette dernière pro-

des marchés de gros en Suisse romande avec un assortiment de plus de 20000 articles sur une surface de vente de 6500 m2. Les clients fidèles, des professionnels pour la plupart, bénéficient de prix défiant toute concurrence. Ces derniers sont également invités du 5 au 9 octobre au Buffet-Anniversaire d’Aligro Chavannes-prèsRenens. www.aligro.ch

Mövenpick

Joyeux Anniversaire

Il faut remonter aux années nonante pour trouver un taux de chômage de 4,1 pour cent. La tranche d’âge de 25 à 39 ans est la plus touchée.

www.gastrojournal.ch www.gastrofacts.ch

ces» à Genève et en 1964, à Prilly (VD). Deux ans plus tard, le succès grandissant pousse les directeurs à ouvrir le premier super marché cash and carry. C’est Aligro Genève. L’idée s’avère excellente et permet à Aligro Chavannes de voir le jour.

Rolle primeurs en gros SA a 25 ans

Plus haut depuis plus de dix ans

GastroJournal et GastroSuisse lancent ensemble avec Gastro Facts le nouveau portail d’offres d’emploi pour la branche. Avec une seule réservation, l’annonce paraît plusieurs fois – succès assuré.

Migros

Plus d’achats sur LeShop.ch

Après le marché Aligro à

Chômage en Suisse

Le Jobjournal nouveau est né

tendances

pose aujourd’hui une gamme complète avec plus de 4000 produits référencés allant de fruits et légumes bruts jusqu’aux produits finis emballés et cuits sous vide. Mais les nouveautés s’arrêtent là pour le moment et la distribution d’autres aliments comme la viande, par exemple, ne fait pas partie des projets de Jean-Claude Baechler et de son associé Laurent Cottet. Quels sont les secrets de longévité d’une entreprise telle que Rolle Primeurs en gros SA? «Je pense qu’il est essentiel de rester à l’écoute de la clientèle et de se remettre constamment en question», répond simplement le directeur Jean-Claude Baechler. Une autre clé incontestable du

succès se trouve chez les employés fidèles – une trentaine – dont la moitié travaille dans l’entreprise depuis plus de 10 ans. L’avenir de cette dernière ne semble dès alors pas menacé. www.rolle-primeurs.ch

Glacé… Mövenpick Ice Cream pré-

sente cet hiver 2009/2010 deux créations subtiles aux professionnels de la gastronomie.

Le Cognac VSOP: Cette crème

glacée est une création à la texture onctueuse laissant éclore les notes florales et fruitées d’un excellent Cognac VSOP, agrémentée de morceaux de Granny Smith marinés dans la précieuse et subtile eau de vie.

LeShop.ch, le détaillant online de la Migros, a enregistré, sur les neuf premiers mois de 2009, un chiffre d’affaires en hausse de 17 pour cent ou 14 mio à 96 mio de CHF. La filiale de la Migros explique cette progression par l’intégration de produits surgelés dans son offre. Une commande sur 5 comprend déjà des produits surgelés, a précisé l’entreprise, mardi, dans un communiqué. www.leshop.ch

easyJet

easyJet toujours en vogue

La compagnie aérienne britannique easyJet a vu son trafic progresser de 5,3 pour cent en septembre par rapport au même mois de 2008. Le taux de remplissage a augmenté de 1,2 point à 88,1 pour cent. www.easyjet.ch

Lausanne-Genève

3e voie ferrovière Le plan d’économie de 4,5 milliards de francs du Conseil fédéral ne met pas en danger la troisième voie ferroviaire entre Genève et Lausanne.

Winter Limited Edition: Ap-

prêtée avec du vrai chocolat blanc suisse, cette crème glacée trouve son originalité dans un coulis à la fois doux et croquant agrémenté de fins copeaux de chocolat blanc. Un excellent exemple du niveau de raffinement culinaire qui fait de toutes les glaces MÖVENPICK un plaisir à part.www.moevenpick-icecream.ch

«Ce projet est très urgent et demeure une priorité», a souligné le ministre Moritz Leuenberger. La rénovation des chemins de fer fribourgeois et de la ligne Montreux-Oberland bernois risque en revanche d’attendre, a déclaré le chef du Département fédéral des transports.


Hôtellerie & Tourisme

8 octobre 2009 No 41

Nicolas Zapf a officiellement succédé à Jacques Dumoulin à la direction de l’UFT

Passation de pouvoirs Une page historique s’est tournée à l’Union fribourgeoise du tourisme (UFT) où, après 22 ans de bons et loyaux services, Jacques Dumoulin a passé le témoin à Nicolas Zapf.

Un marketing digne de ce nom a pris le relais d’opérations certes méri-

Brèves Genève Tourisme

Deux importantes manifestations

Rompu aux exercices d’état-major,

André Winckler

formé dans le milieu de la banque, Jacques Dumoulin a donné au tourisme fribourgeois une crédibilité qui lui a permis de se hisser au rang des grandes régions touristiques du pays.

a. WiNCKLER

Entré au service de l’UFT en 1982, Jacques Dumoulin étrenna ses fonctions à une époque où, comme il l’a rappelé lors d’une émouvante cérémonie d’adieux au Rural de Givisiez, le siège du tourisme fribourgeois consistait en «un trois pièces cuisine avec des imprimés entreposés dans une baignoire». Depuis lors, un travail de titan a été effectué et force est de constater que c’est sous la férule du désormais retraité qu’il l’a été. De l’âge de la pierre, le tourisme fribourgeois est entré de plain-pied dans la modernité. A un «tourisme balbutiant» pour reprendre sa propre expression, Jacques Dumoulin a substitué, non sans efforts, des structures performantes où la professionnalisation a sans doute été le pas le plus important et le plus spectaculaire.

Pour Jacques Dumoulin (à g.), la page est aujourd’hui tournée, mais pour Nicolas Zapf, le nouveau patron du tourisme fribourgeois, il s’agit désormais de voir loin.

toires mais où la bonne volonté et l’amateurisme tenaient souvent lieu de fond de commerce. Collaborant étroitement avec deux présidents, André Genoud puis Hubert Lauper, Jacques Dumoulin n’a pas seulement accéléré les réformes internes mais il a également été le fer de lance de réformes institutionnelles

avec, principalement, deux révisions de la Loi cantonale sur le tourisme. En sa qualité de responsable du Fonds cantonal d’équipement touristique, il a en outre participé activement à la prise de quelque 110 décisions d’aide financière pour un montant global de plus de 34 millions de francs.

Un hommage appuyé lui a été rendu à l’heure de la passation des pouvoirs avec Nicolas Zapf, son successeur. Ce dernier devra relever le redoutable défi de mener à terme l’ambitieuse stratégie de développement du tourisme fribourgeois «Vision 2030». Mais les insiders ne doutent pas un instant qu’il sera en mesure de répondre aux attentes placées en lui. Son action à la tête de Fribourg Tourisme et Région est garante d’une gestion moderne et dynamique du tourisme cantonal pour les années à venir. Le tourisme fribourgeois a incontestablement besoin d’investisseurs. Et pour vaincre, Nicolas Zapf sait qu’il devra convaincre!

In Kürze Jacques Dumoulin hat während 22 Jahren den Freiburger Verkehrsverband (FVV) geleitet. Er tritt in den wohlverdienten Ruhestand. Sein Nachfolger Nicolas Zapf hat die aufgabe Dumoulin’s am 1. oktober übernommen.

Genève accueillera deux manifestations d’envergure au cours de ces deux prochaines années, a annoncé Genève Tourisme. il s’agit tout d’abord d’un voyage de motivation qui réunira 1500 Chinois pendant une semaine, du 27 mars au 3 avril 2010. D’autre part, le Switzerland Travel Mart (STM),le plus important salon touristique organisé tous les deux ans par Suisse Tourisme, attirera un millier de personnes pendant trois jours, du 28 au 30 avril 2011.

OTV

Un site internet revu et corrigé L’office du tourisme du canton de Vaud (oTV) dispose désormais d’un tout nouveau site internet. Si son adresse demeure inchangée, sa navigation a en revanche été revue et corrigée. Elle a pu compter sur la collaboration d’une dizaine d’offices du tourisme régionaux afin de «mieux répondre aux demandes toujours plus pointues des internautes», a indiqué l’oTV. www.region-du-leman.ch

aNNoNCE

GJGM58737


GastroSuisse

8. Oktober / 8 octobre 2009 Nr. / No 41

Präsidentenkonferenz von GastroSuisse

Initiative zur Mehrwertsteuer Die erste Präsidentenkonferenz der zweiten Jahreshälfte 2009 von GastroSuisse fand am Mittwoch, 30. September 2009, im Kongress- und Kursaal Bern statt.

Romeo Brodmann

Die letzte Präsidentenkonferenz von GastroSuisse fand zum ersten Mal mit dem neuen Direktor von GastroSuisse, Anton Schmutz, statt. Gleich am Anfang standen Ersatzwahlen für zwei Kommissionen an. In der Kommission für Arbeitsrecht und Sozialfragen ARK mussten zwei Sitze neu belegt werden – jener des austretenden Felix Hubli, GastroGraubünden, sowie eine bestehende Vakanz. Die Präsidentenkonferenz wählte Maurus Ebneter vom Wirteverband Basel-Stadt und Annalisa Giger, GastroGraubünden. Zu besetzen war auch der Sitz von Hanspeter Schaerz aus Wyden; er tritt altershalber von seiner Funktion in

der Berufsbildungskommission BBK zurück. Sein Nachfolger ist Bruno Lustenberger, GastroAargau. Die drei neuen Kommissionsmitglieder wurden alle ohne Gegenstimme gewählt. Die Delegiertenversammlung von

GastroSuisse hat im letzten Mai beschlossen, mit einer Volksinitiative gegen die Mehrwertsteuer-Diskriminierung vorzugehen. Das Gastgewerbe wird hier gegenüber beispielsweise Take-aways stark benachteiligt. Hannes Jaisli, Leiter Wirtschaft und Politik GastroSuisse, präsentierte mit einem Grobkonzept und einer Skizzierung des Vorge-

hens die ersten Grundzüge dieses Auftrages. Beim Bund steht die Revision des Le-

bensmittelgesetztes an: Anton Schmutz präsentierte der Versammlung die in die Wege geleiteten Aktivitäten. GastroSuisse meldete bereits den Anspruch an, bei der Ausgestaltung der verschiedenen Verordnungen frühzeitig miteinbezogen zu werden. Problematisch ist unter anderem, dass das Öffentlichkeitsprinzip eingeführt werden soll – welches das Gastgewerbe zwingen würde, die Untersuchungsergebnisse zu veröffentlichen.

wesentlich verschärft werden. «GastroSuisse weist den Entwurf in aller Deutlichkeit zurück», erklärte Hannes Jaisli. Tobias Zbinden, Tresorier von GastroSuisse, präsentierte den Halbjahresabschluss 2009 von GastroSuisse sowie von deren Institutionen und Tochtergesellschaften. Angesichts der Krise zeigt sich ein positives und ausgeglichenes Bild. Die Umsätze liegen im Rahmen der Budgets, zum Teil sogar etwas darüber, während die Kosten leicht gesenkt werden konnten. Präsentiert wurden auch Vision und

Strategie 2020 der Hotelfachschule

Belvoirpark. Direktor Paul Nussbaumer erklärte den Ist-Zustand und stellte ihn in Zusammenhang mit den für die in Zukunft – unter anderem vom Bundesamt für Berufsbildung – geforderten Bedingungen. Nussbaumer skizzierte eine moderne, wegweisende Hotelfachschule. Die Präsidentenkonferenz bewilligte in der Folge einen Projektierungskredit für die Planung. Die nächste Präsidentenkonferenz

findet Mittwoch und Donnerstag, 9. und 10. Dezember 2009, im Hotel Lido Seegarten in Lugano bei Vorstandsmitglied Marco Huber statt.

Dramatisch ist die Situation in Bezug

auf den Verordnungs-Entwurf zum Passivrauchschutz, den die Eidgenössischen Räte erlassen haben. Das Gesetz soll in seiner Umsetzung

Conférence des présidents de GastroSuisse

La 1e Conférence des présidents de

GastroSuisse du 2e semestre de l’année s’est déroulée le 30 septembre 2009 au Kursaal de Berne.

La dernière Conférence des prési-

dents de GastroSuisse avait eu lieu, pour la première fois, en présence d’Anton Schmutz, le nouveau directeur de GastroSuisse. Des élections complémentaires pour deux commissions étaient agendées au début de l’ordre du jour. Deux sièges étaient à repourvoir à la Commission droit du travail et questions sociales – celui du sortant Felix Hubli, de GastroGraubünden, ainsi qu’une vacance de plus longue date. La Conférence des présidents a élu Maurus Ebneter, de la Wirteverband de Bâle-Ville, et Annalisa Giger, de GastroGraubünden. Le siège de Hanspeter Schaerz de Wyden était également à repourvoir; il quitte ses

fonctions dans la Commission de la formation professionnelle pour des raisons d’âge. Son successeur est Bruno Lustenberger, de GastroAargau. Les trois nouveaux membres de commission ont tous été élus à l’unanimité. L’assemblée des délégués 2009 de

GastroSuisse a décidé d’attaquer par une initiative populaire la discrimination concernant le taux de la taxe sur la valeur ajoutée. A titre d’exemple: la restauration est fortement pénalisée par rapport à la vente à l’emporter. Hannes Jaisli, chef économie et politique de GastroSuisse, a présenté par le concept grossier et une esquisse les bases de la façon de procéder pour donner suite à ce mandat.

La révision de la Loi sur les denrées

alimentaires est en attente au plan

de la Confédération: Anton Schmutz a présenté à l'assemblée les activités misent en route. GastroSuisse a annoncé sa revendication consistant à être intégrée très tôt dans la formulation des diverses ordonnances. Il est notamment problématique d’introduire le principe de la publication – ce qui contraindrait l’hôtellerie-restauration à publier les résultats d’analyses. Concernant le projet d’ordonnance sur la protection contre la fumée passive que les Chambres fédérales ont édicté, la situation est dramatique. Avec sa mise en œuvre, la loi serait sensiblement durcie. «GastroSuisse rejette le projet avec toute la fermeté voulue», a déclaré Hannes Jaisli. Tobias Zbinden, trésorier de GastroSuisse, a présenté le bouclement semestriel 2009 de GastroSuisse ainsi que ceux de ses institu-

ARCHIVES GJ

Budgets tenus Anton Schmutz, le nouveau directeur de GastroSuisse, a participé pour la première fois à la Conférence des présidents.

tions et de ses filiales. Au vu de la crise, le bilan est positif et équilibré. Les chiffres d’affaires correspondent aux budgets, ils sont parfois même supérieurs et il a été possible de réduire quelque peu les dépenses. La «Vision et stratégie 2020» de l’Ecole hôtelière spécialisée Belvoirpark a aussi été présentée. Son directeur Paul Nussbaumer a expliqué la situation actuelle et les conditions exigées pour l’avenir,

notamment par l’Office fédéral de la formation professionnelle. Paul Nussbaumer a esquissé une école hôtelière spécialisée moderne et exemplaire. La Conférence des présidents a également accordé, par la suite, un crédit de projet pour la planification. La prochaine Conférence des présidents aura lieu les 9 et 10 décembre 2009 au Tessin. bro

Ratgeber

aGenda

Pensionierung – Rente oder Kapital?

GastroSocial Caisse de compensation sur rendez-vous: pour

In fünf Jahren werde ich pensioniert. Meine Frage an die Pensionskasse: Soll ich mich für eine Rente oder für das Kapital entscheiden?

Ligne directe droit du travail:

C. Niggli, Altdorf Mit der Pensionierung verändert

sich nebst Ihrer persönlichen auch Ihre finanzielle Situation. Ein ausreichendes Einkommen und ein teilweiser Erhalt Ihrer Ersparnisse haben erste Priorität.

Bei der GastroSocial Pensionskasse

können Sie Ihre Altersleistung als Rente oder als Kapital beziehen. Die Entscheidung hängt von Ihren Zielen und Ihren Familienverhältnissen ab. Wichtig ist, dass Sie sich frühzeitig, d.h. ab dem 50. Altersjahr, mit den finanziellen Aspekten

Ihrer Pensionierung befassen. Erstellen Sie eine Liste und rechnen Sie verschiedene Varianten durch. • Was haben Sie nach der Pensionierung vor? Projekte, Reisen, Investitionen? • Welche finanziellen Mittel stehen Ihnen zur Verfügung (Vermögen, Renten, weitere Einkünfte)? • Welche Personen (Partner, Kinder, andere) möchten Sie finanziell absichern? • Wie ist Ihr Gesundheitszustand und der Ihres Partners? Beziehen Sie die Vor- und Nachteile

eines Rentenbezugs resp. Kapitalbezugs in Ihre Planung mit ein.

Vorteile Altersrente:

• Garantiertes, lebenslanges Einkommen • Keine Verantwortung für die Kapitalanlage

• Im Todesfall haben Ihr Partner und Ihre unterhaltspflichtigen Kinder Anrecht auf Hinterlassenenleistungen Nachteile Altersrente:

• Rente ist zu 100% als Einkommen zu versteuern • Im Todesfall erhält der Partner nur 60% der Altersrente, das Restkapital steht den Erben nicht zu Vorteile Alterskapital:

• Einmalige, separate Besteuerung des Kapitals bei Auszahlung • Kapital ist frei verfügbar • Kapital kann nach eigenem Willen angelegt werden • Erbvorbezüge sind möglich • Gesamtes Restkapital bleibt für die Erben erhalten Nachteile Alterskapital:

• Schwankende Kapitalerträge

• Selbstverantwortung für die Kapitalanlage • Kein lebenslanges Einkommen garantiert Sie finden weitere Informationen in unserer Broschüre «Pensionierung – Rechtzeitig vorbereiten» und auf www.gastrosocial. ch GastroSocial Pensionskasse, Bahnhofstrasse 86 5000 Aarau Tel. 062 837 71 71 E-Mail: info@gastrosocial.ch www.gastrosocial.ch

les cantons de FR, NE, VD, GE et VS, prendre rendez-vous par téléphone au 079 240 60 61.

tous les matins, de 8h30 à 11h30, Jean-Luc Piguet répond gratuitement par tél.: 022 329 01 01, fax: 022 329 01 11 ou courriel: jl.piguet@scrhg.ch Consultations juridiques. L’avocatconseil de GastroVaud sera à disposition sur rendez-vous le 20 octobre 2009, de 14h à 15h à Pully. Renseignements juridiques par téléphone à Zurich du lundi au jeudi

de 9h30 à 11h30 et de 14h à 16h au numéro 0848 377 111 ou par courriel: info@gastrosuisse.ch.

Beratung durch Gastroconsult AG

im Bildungszentrum Unterentfelden jeden Montag von14 bis 17 Uhr ohne Voranmeldung. Erste Kontaktnahme ist kostenlos. Tel. 062 296 77 30. Telefonische Rechtsauskunft

in Zürich 0848 377 111. Rechtsauskünfte: Mo–Do 9.30–11.30 und 14–16 Uhr, Fax 0848 377 112, E-Mail: info@gastrosuisse.ch.


gastroideen

8. Oktober 2009 Nr. 41

Pasta Premium: Teigwaren sind nicht gleich Teigwaren

trends Hug

Neuheiten mit Starpotenzial So unterschiedlich die beiden Neuheiten aus dem Hause HUG sind, eins haben sie gemeinsam: Beide haben das Potenzial, grosse Stars auf dem Apéro- beziehungsweise Desserbuffet zu werden. Zum einen das Apéro-Chüechli Curry und Méditerranée und zum anderen die Mini Choco-Tartelettes. Beide bestechen durch hohe Qualität und Convenience. www.hug-luzern.ch

Winterhalter

Lücken haben ihre Tücken

Die Technik hat zwar in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Doch selbst das beste Hygiene-Konzept funktioniert nur dann, wenn alle wichtigen Sicherheits-Aspekte lückenlos umgesetzt und regelmässig kontrolliert werden. Winterhalter bietet deshalb – als kompetenter Gilde-Partner – einen professionellen und kostenlosen Hygiene-Check an. www.winterhalter.ch

Wander

Ovomaltine Choco Crunch Mit Ovomaltine Choco Crunch wird das Ovomaltine-Sortiment um ein Produkt erweitert. Die neuste Ovomaltine sorgt mit köstlichem Schokoladegeschmack und feinen Knusperstückchen für ein einmaliges Trinkerlebnis. Ovomaltine Choco Crunch ist in der Gastronomie sowie im Schweizer Lebensmittel-Detailhandel erhältlich. www.wander.ch

Alles auf einmal

Das neue JobJournal GastroJournal und GastroSuisse lancieren gemeinsam mit Gastro Facts das neue Stellenportal für die Branche. Mit einer einzigen Buchung erscheint das Inserat gleich mehrmals – ein voller Erfolg. www.gastrojournal.ch www.gastrofacts.ch

Erfolgsgeschichten

notizen Wirtschaftswachstum

Zückerchen für die Schweiz

Pasta Premium AG führt die

Erfolgsgeschichte der grossen Schweizer Traditionsmarken Bschüssig, La Chinoise, Trattoria, Ernst und Ami fort. Pasta Premium AG, 2004 ins Leben gerufen, um die verschiedenen Marken im Inund Ausland zu lancieren, sichert die Erfahrung, das Know-how und den Innovationsgeist der Schweizer Pastaproduktion.

Die Schweizer Wirtschaft erholt sich 2010 langsam von ihrem tiefen Fall. Die Ökonomen der Grossbank Credit Suisse erwarten ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 0,6 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet die CS unverändert mit einem BIP-Rückgang von 2 Prozent.

Rund 10,1 Kilogramm Teig-

waren geniessen Herr und Frau Schweizer pro Jahr – nur die Italiener essen noch mehr. Spaghetti, Nudeln, Makkaroni, Penne und wie sie denn alle heissen, niemanden erstaunt, dass die heissgeliebten Teigwaren zu den ältesten Grundnahrungsmitteln gehören: Sie sind günstig, lange haltbar und lassen sich einfach und schnell zubereiten. Sie schmecken gut und leisten einen wertvollen Beitrag zu einer abwechslungsreichen Ernährung. Jede der von Pasta Premium

AG lancierten Marken hat

www.credit-suisse.com

Backwaren Aryzta

Gewinneinbruch wegen Fusion Pasta Premium setzt sich für Schweizer Pasta-Tradition ein.

eine eigene Geschichte, die älteste geht auf das Jahr 1858 zurück. 1998 wurden die verschiedenen Produktionen im neu aufgebauten Werk in Frauenfeld zusammengeführt, um die Ansprüche an die Produktequalität zu gewährleisten und die

Produktionen und deren Rezepturen stetig weiter zu verbessern. Seit 2004 wird die Schweizer Teigwarengeschichte von der Pasta Premium AG weitergeschrieben. Wo wäre die Gastronomie,

gäbe es die extra kochfesten

Teigwaren von Ernst nicht? Eine ausgeklügelte, spezielle Rezeptur sorgt für ihre extrem stabile Struktur. Diese Teigwaren behalten ihre Optik und ihre Bissfestigkeit auch beim Warmhalten und Regenerieren. www.pasta-premium.com

Danone: 90 Jahre im Dienst der Gesundheit

Ein besonderer Geburtstag ben nicht in der ganzen Welt herumgekommen wäre. So lernte der Arzt Isaac Carasso (Foto) auf der Flucht einen im Exil lebenden Bulgaren kennen, der auf traditionelle Weise Joghurt herstellte. Die beiden beschlossen, ein Unternehmen für die Herstellung von Joghurt zu gründen. Carasso liess sich mit einer Praxis in Barcelona nieder und beschäftigte sich im Zusammenhang mit der Gesundheit seiner Patienten weiterhin mit dem gesunden Produkt Joghurt. Er dachte

Danone feiert in diesem Jahr

seinen 90. Geburtstag. Die Geschichte des Unternehmens, die 1919 mit dem Vertrieb des ersten marktfähigen Joghurts begann, handelt nicht nur von der erfolgreichen Entwicklung einer grossen Marke, sondern auch vom turbulenten Leben einer Familie, immer darauf bedacht, den ursprünglichen Werten treu zu bleiben. Alles wäre wahrscheinlich

anders gekommen, wenn die Familie Carasso in ihrem Le-

Food and Beverage Management Association

Appenzellerland Die Mitglieder der Food and

Beverage Management Association (FBMA) haben sich an ihrem September-Anlass den Produkten des Appenzellerlands gewidmet. Unter dem Titel «Genuss und Tradition live erleben» verfolgten sie die Entstehung von bedeutenden Produkten aus dem Appenzell wie Käse oder Alpenbitter und informierten sich über das Marketing so-

wie den Verkauf der Mineralquelle Gontenbad AG mit ihrem Verkaufsschlagern Flauder, Wonder und Himml. Zu Abend assen die Mitglieder

im Hotel Hof Weissbad, mit 98 Prozent Auslastung eins der «wirtschaftlich besten Hotels der Schweiz». Küchenchefin und Köchin des Jahres 2009, Käthi Fässler, verwöhnte die Mitglieder der FBMA.

FBMA-Mitglieder auf Tuchfühlung mit dem Appenzellerland.

daran, dass das wohlschmeckende Nahrungsmittel förderlich für die Gesundheit von Kindern sein könnte, die infolge der Nachkriegszeit an Mangelernährung litten. Seither sind 90 Jahre vergan-

gen und seit 2006 ist Danone auch in der Schweiz tätig. Neben dem probiotischen Joghurtdrink Actimel und dem probiotischen Joghurt Activia umfasst das Angebot von Danone auch Danonino – die Zwischenmahlzeit für Kinder. www.danone.ch

für sie gelesen

Grand Livre de Cuisine Alain Ducasse ist der Global Player der Kochkunst. Er betreibt weltweit Restaurants, die von der Haute Cuisine über die MultikultiKüche bis hin zur Küche der Landgasthöfe und Bistros ein grosses Spektrum umfassen. Diese grosse Bandbreite mit den jeweils typischen Zutaten und dem Küchenwissen von drei Kontinenten wird ergänzt durch die Kreativität der über 40 Alain-DucasseKüchenchefs, die in diesem Buch mit ihren Kompositionen vertreten sind. Das «Grand Livre de Cuisine –

weltweit geniessen» ist ein Feuerwerk brillanter Rezepturen. Die Erfahrung von Alain Ducasse, dass Kochkunst zu 60 Prozent aus dem richtigen Produkt und zu 40 Prozent aus der richtigen Technik besteht, widerspiegelt sich auf allen Seiten. Das «Grand Livre de Cuisine – weltweit geniessen» hat über 1100 Seiten und kostet inklusive einer CD 139 Franken. Buchbestellung: GastroEdition Fachverlag Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich, Tel. 0848 377 111 Fax 0848 377 112 E-Mail: info@gastrosuisse.ch

Fusionskosten und Wertberichtigungen haben auf den Gewinn des neu geformten Backwaren-Herstellers Aryzta gedrückt: Unter dem Strich erzielte Aryzta im vergangenen Geschäftsjahr umgerechnet 62 Millionen Franken Gewinn, nach 215 Millionen Franken im Vorjahr. Leicht steigern konnte Aryzta hingegen den Umsatz auf knapp 5 Milliarden Franken (+2,5 Prozent), wie das aus der Aargauer Hiestand-Gruppe und der irischen IAWS entstandene Unternehmen weiter mitteilte. www.hiestand.ch

Thurella AG

Weichenstellung für die Zukunft Nach dem Verlust im Geschäftsjahr 2008 hat die Thurella AG einen umfassenden Massnahmenplan erarbeitet: Eine Konzentration der Geschäftsfelder, Devestitionen und eine Kapitalerhöhung sind in der Umsetzung. Wie die Thurella AG in ihrem Bericht schreibt, weist das Unternehmen für das erste Halbjahr 2009 aufgrund von Sondereffekten und hohen Betriebskosten einen Verlust von fast 20 Millionen Franken aus. www.thurella.ch

Arbeitslosigkeit

So hoch wie seit Jahren nicht Die Erwerbslosigkeit ist innerhalb eines Jahres von 3,4 auf 4,1 Prozent gestiegen. Letztmals so hoch war die Arbeitslosigkeit in den 90er-Jahren, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt. Besonders betroffen sind die 25- bis 39Jährigen. www.statistik.admin.ch


schlusspunkt / Point final

8. Oktober / 8 octobre 2009 Nr. / No 40

Porträt: Alfred Waldis, «Vater des Verkehrshauses» blickt auf 90 Lebensjahre zurück

Weiter bewegen Von Neil Armstrong und Dalai Lama, vom Dampfschiff Rigi und Lockheed Orion – Alfred Waldis hat die spannendsten Geschichten zu erzählen.

Oder die Lockheed Orion, die er nach 10-jährigem Bemühen den Amerikanern abkaufte und in deren Cockpit beim Transport General James Doolittle höchstpersönlich als Passagier sass. Oder das Planetarium, in dem man sich plötzlich so klein und unbedeutend fühlt.

«In der Nacht zum 24. Dezember 1958 wurde die Rigi ins Verkehrshaus übergeführt.» «Die Lockheed Orion wurde mir im Mai 1976 zu einem Preis von 50000 Dollar angeboten.» «Punkt 8.20 Uhr kam ich auf dem Matterhorn an.» Alfred Waldis kennt zu jeder Geschichte die dazugehörigen Daten. Der Tag, an dem sein Leben eine Wende nahm, war der 15. Dezember 1956.

«Die Zukunft ist nicht mehr lange. Da muss man bescheiden sein.»

Alfred Waldis, damals SBBBeamter, fuhr im vordersten Zugswagen nach Bern an eine Sitzung. Normalerweise reiste er im letzten Wagen doch diesmal hatte er sich mit einem Kollegen an der Zugsspitze verabredet. Sein Begleiter allerdings verpasste den Zug und so kam es, dass Waldis zufällig mit dem damaligen Luzerner Stadtpräsidenten Paul Kopp in die Hauptstadt reiste. Und es war auf dieser Fahrt, als Waldis erfuhr, dass für das geplante Verkehrshaus ein Leiter gesucht werde.

«Nicht nur die Bewegung, sondern das Vorwärtsgehen» Am 1. Januar 1957 begann Waldis mit den Aufbauarbeiten des Verkehrshauses. Zwei Jahre später, am 1. Juli, wurde die Eröffnung gefeiert. Das ist jetzt 50 Jahre her.

L. HUG

Luzia Hug

Alfred Waldis hat von zu Hause Ausblick auf den Vierwaldstättersee, den Pilatus und das Verkehrshaus.

Alfred Waldis feierte heuer seinen 90. Geburtstag. Es ist das «Grundbedürfnis des Menschen nach Mobilität», das Waldis an der Aufgabe reizte. «Nicht nur die Bewegung, sondern das Vorwärtsgehen fasziniert mich.» Als Sohn eines Steuermanns wollte er Pilot werden, doch der kleine Lohn des Vaters erlaubte dies nicht und so trat er als Stationslehrling in den Dienst der SBB. Heute hat Waldis diesbezüglich kein Bedauern. «Ich hatte dann noch genug Flugzeuge», schmunzelt er. Bereits im ersten Betriebsjahr entwickelte sich das Verkehrshaus in Luzern zum meistbesuchten Museum der Schweiz. Alfred Waldis macht das allgemeine Interesse und

die Abhängigkeit vom Verkehr für diesen Erfolg verantwortlich. Ebenfalls kennzeichnend dafür ist die Umsetzung eines Museums,

«Ich hatte dann noch genug Flugzeuge», schmunzelt er. das die Objekte nicht nur ausstellt, sondern alle Sinne anspricht. «Das Verkehrshaus heisst Verkehrshaus und nicht etwa Verkehrsmuseum», erklärt Waldis die Bestrebung nach einem interaktiven Museum, was für die Schweiz eine Neuheit war. «Ich habe Schilder mit der Aufschrift ‹Fotografieren erwünscht› angebracht. Das war eine gute Reklame, denn die Besucher haben so die

Bilder nach aussen getragen.» In seiner Direktionszeit bis 1979 machte Waldis mit Neil Armstrong einen Ausflug auf den Pilatus. Er sprach mit dem Dalai Lama übers Universum. Er erfuhr von den Piccards, wie sie am höchsten, am tiefsten und am weitesten kamen. Darauf angesprochen, welches Objekt ihm am meisten bedeutet, hält Waldis in der Erzählung inne. Er überlegt. Eine Weile. Dann nennt er das Dampfschiff Rigi, das er für 1000 Franken vor dem Verschrottungstod rettete. Oder die Coronado, für deren Transport die Schneeschmelze abgewartet werden musste, um das damals schnellste Düsenflugzeug auf einem Floss transportieren zu können.

Für die Zukunft des Verkehrhauses wünscht sich Waldis, dass die Informations- und Bildungsstätte wie bisher seiner Zeit voraus weitergeführt werden kann. «Und dass es das meistbesuchte Museum der Schweiz bleibt.» Grosse Herausforderung sei es, die Besucher zum Nachdenken anzuregen: «Die geschichtlichen Zeugen aufbewahren und zeigen, dass die Errungenschaften auch Nachteile haben.» Und für die eigene Zukunft? Alfred Waldis lächelt: «Die Zukunft ist nicht mehr so lange. Da muss man bescheiden sein. Ich wünsche mir, gesund zu bleiben.» Alfred Waldis macht seit 30 Jahren Yoga und wandert jede Woche 700 Höhenmeter. Mit 61 Jahren unternahm er seine erste Hochtour aufs Matterhorn. Gipfelsturm: um 8.20 Uhr.

en bref Alfred Waldis, le «Père du Musée suisse des transports» a fête, cette année, son 90e anniversaire. L’œuvre de sa vie est quincagénaire et reste le musée le plus visité de suisse. Alfred Waldis souhaite que cette situation ne change pas.

NameN / Noms Stefano Brunetti Imfeld, Managing Director im Hotel De La Paix in Lausanne, hat in

GJ33 staunend vernommen, dass sein Haus (Foto links) zum Portfolio der Manz Privacy Hotels gehört.

Dem ist natürlich nicht so, bei der Illustration ist versehentlich das Lausanner Haus ins Bild gerückt – dies statt dem Hotel De La Paix in Genf, dessen

Bild wir hiermit nachreichen und Asche übers Haupt streuen. Dirk Koehler übernimmt die Direktion des Lindner Golf & Ski Hotel Rhodania in CransMontana. Koehler hatte zuvor

im Allgäu das Lindner Parkhotel & Spa in Oberstaufen geleitet, war aber auch schon im Wallis tätig: 2008 hatte er beim Umbau der Therme in den Lindner Hotels & Alpentherme Leukerbad die Einführung des Walliser Saunadorfes begleitet und dessen eigene Gastronomie konzipiert. Daniela Liebi,

Gastgeberin im Restaurant Ziegelei in Steffisburg und Vor-

standsmitglied der Thuner Sektion von GastroSuisse, hat nächsten Donnerstag einen besonderen Termin mit Daniel Bumann, Patron in der Chesa Pirani in La Punt: Im Rahmen von Bumanns TV-Sendung «Der Restauranttester», die im Privatsender 3+ ausgestraht wird, bestreitet Liebi die erste Folge. Es wird nicht ihr letzter Auftritt bleiben: Sie kandidiert für das Kantonsparlament.

Frédéric Füssenich übernimmt

im Februar 2010 die Geschäftsleitung der Destination-Management-Organisati-

on Engelberg-Titlis Tourismus AG. Von 2002 bis 2005 hatte der Betriebsökonom bereits als Sales Manager für das Unternehmen gearbeitet; zurzeit ist Füssenich Tourismusdirektor bei Sedrun Disentis Tourismus. Dierk Kraushaar, Kader des von Karl-Heinz Stockheim ge-

führten grossen deutschen Verkehrs- und Event-Caterers Stockheim, ist zum neuen Vorsitzenden der Fachabteilung Bahnhofsgastronomie im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA gewählt worden. Kraushaar folgt auf den langjährigen Vorsitzenden Manfred Wiese, der sich altersbedingt nicht mehr zur Wahl stellte.

Dirk Koehler est

le nouveau directeur du Lindner Golf & Ski Hotel Rhodania à Crans-Montana.

Auparavant, il était à la tête du Lindner Parkhotel & Spa à Oberstaufen, dans les Alpes bavaroises. Dirk Koehler a une longue expérience dans la gestion d’hôtels et de restaurants. A ce titre, il avait supervisé en 2008 la rénovation en profondeur du Lindner Hotel & Alpentherme de Loèche-les-Bains.

La ligne de soins du célèbre chirurgien esthétique brésilien Ivo Pitanguy

sera l’un des atouts du nouvel Hôtel Guarda Golf de CransMontana. Cet hôtel de grand

luxe, qui devrait être inauguré à temps pour les fêtes de Noël de cette année, sera en effet le

seul établissement de Suisse à proposer en exclusivité des produits BBCIP, cinq lettres qui signifient Beauty by Clinica Ivo Pitanguy. Ivo Pitanguy est la star de la chirurgie réparatrice. En 1961, lors de l’incendie d’un cirque qui avait fait 500 morts et 500 blessés à Rio, il avait opéré, greffé et soulagé les victimes, parmi lesquelles de nombreux enfants.

markt/marchÉ CHF Gemüse / Légumes Aubergine Aubergine kg 2,40 Blumenkohl Chou-fleur kg 2,60 Bohne Busch Haricots nains kg 4,40 Broccoli Broccoli kg 2,80 Fenchel Fenouil kg 2,20 Gurke Salat Concombre sal. St. 1,20 Kabis rot/weiss Chou rouge/blanc kg 1,80 Karotten (Bund) Carottes (bouquet) 2,50 Kohlrabi Chou rave 0,90 Krautstiel Côtes de bettes kg 3,20 Lattich Laitue kg 2,00 Lauch grün Poireau vert kg 2,10 Randen Betterave kg 1,80 Rübe Herbst weiss Carottes blanches kg 2,70 Spinat (Blatt) Epinards kg 3,50 Tomate Rispe Tomate grappe kg 2,60 Wirz leicht Chou frisé léger kg 2,00 Zucchetti Courgettes kg 2,10 Zwiebeln Oignons kg 1,05

Salate / Salades Eichblatt grün/rot Chêne vert/rouge St. 1,00 Eisberg Eisberg St. 1,30 Kopfsalat Laitue pommée St. 0,90 Lollo rot/grün Lollo rouge/verte kg 3,00 Nüsslisalat Doucette kg 12,00 Radieschen (Bund) Radis (bouquet) 0,90 Schnittsalat Salade coupée kg 10,00 Spinat Salat Epinards salade kg 6,00

Harry’s New York Bar Terrasse et le Willow Stream Café.

–11% –10% +0% –18% +0% +0% +0% +0% +0% +0% +0% +0% +0% +0% –13% +0% +0% –20% +0%

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Gemüse/Salat: Nationale Richtpreise franko Grossverteiler Légumes/Salades: prix indicatifs nationaux franco grands distributeurs

Früchte / Fruits Erdbeeren Fraises 500 g 5,00 +0% Stachelbeeren Groseilles 500 g 4,00 +0% Kirschen Klasse I Cerises classe I kg 6,50 +0% Äpfel Gruppe A Pommes groupe A Ø kg 3,20 Früchte: Richtpreise Direktverkauf Fruits: prix indicatifs pour la vente directe

Fairmont Le Montreux Palace

a annoncé en début de semaine l’engagement de Franck Page en qualité de chef de cuisine exécutif. Au bénéfice d’une expérience de plus de vingt ans dans l’hôtellerie et dans la restauration, Franck Page sera désormais en charge de la cuisine principale de cet établissement cinq étoiles. Il dirigera également les équipes de cuisine des restaurants suivants: La Brasserie, La Terrasse du Petit Palais, la

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Spezielles / En particulier Salate: Die Marktversorgung mit einheimischen, saisongerechten Qualitätsprodukten ist im Allgemeinen gut. Salades: de manière générale, l’approvisionnement du marché en produits indigènes de qualité et de saison est bonne. ANZEIGE

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GastroJournal 41/2009 by Gastrojournal - Issuu