AZA/JAA 8046 Zürich/Zurich Donnerstag/Jeudi, 20. 7. 2006 ■ Nr./No 29 ■ CHF 4.30
/ chaften s n e g e i L ilier Immob n/ Stelle ploi ’em Offres d
I. Fürer Herr des Bistums
F. Maeder Herr der 19 Gilde
20
Röbi Koller La viande et le gras 13
W. Bernet La Reka en forme 15 SOMMAIRE ■ Restauration
Au-delà de la frontière A St-Margrethen il n’est pas aisé de faire commerce, car la frontière autrichienne n’est pas loin. Ben et Maria Ligthart se démènent pour attirer des clients dans leur restaurant le Schäfli. PAGE 13
I N H A LT ■ Wochenschau
■ Gros Plan
Schuld ist das Gastgewerbe
Au-delà du mystère
Das Gerücht, im Gastgewerbe werden schlechte Löhne bezahlt, hält sich hartnäckig. Das stimmt nur teilweise und wo es zutrifft, hat es logische Gründe. Eine Ursachenforschung auf SEITE 2
Rien n’est acquis, mais un partenaire solide pour le gouffre à millions qu’est devenu le Mystery Park près d’Interlaken est trouvé. Encore faut-il que le principal investisseur et les créanciers parviennent à se mettre d’accord. PAGE 15
■ Hôtellerie & Tourisme
Au-delà du courage
■ Wochenschau
Schuld ist die EU
■ Restauration
Schuld ist das Ausland Viele Wirte im Grenzgebiet klagen. Die Gäste würden nur noch im Ausland essen, die Lebensmittel seien zu teuer und sowieso sei es heutzutage schwierig. Nicht überall, wie eine Reportage im Grenzgebiet zu Österreich beweist. SEITE 7
RDB
Die EU will sich in Sachen Wein den USA anpassen. Will heissen, dass der Barrique-Geschmack bald nicht mehr nur von Fässern stammt, sondern auch von Holzspänen. Die Schweiz schliesst sich in diesem Punkt Europa an. SEITE 3
In der Politik zieht das Gastgewerbe oft den Kürzeren.
Politisches Fatras Wirrwarr politique
Inserate Markt Stellen Liegenschaften Weiterbildung
La salle est vénérable qui abrite certains débats de politicards.
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Immer wieder streiten Politiker. Auch über gastronomische Themen. Und immer wieder bleibt alles beim Alten. In einer Motion forderten 30 Nationalräte, die eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) abzuschaffen. Der zuständige Bundesrat, Hans-Rudolf Merz, versteht zwar das Anliegen, ist jedoch dagegen. Wie der übrige Bundesrat auch. Wieso? Hier
beginnt der Sachverhalt schwierig zu werden. Während Merz von den steuerpolitischen Aufgaben der EAV spricht, betont der Bundesrat in seiner Stellungnahme die gesundheitspolitischen Aspekte. Bleibt nun alles beim Alten? SEITE 3
Moderniser un établissement demande du courage. Mais investir maintenant en vaut la peine, affirme Joseph Bonvin, qui transforme son hôtel à Montana-Crans. Dans cette station qui manque de capacités d’hébergement haut de gamme, la disparition d’hôtels est néfaste pour tous. PAGE 15
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Les politiques ne cessent de se disputer. Même sur des thèmes gastronomiques. Et rien ne change. Par une motion, trente conseillers nationaux ont demandé la suppression de la Régie fédérale des alcools (RFA). Hans-Rudolf Merz, le Conseiller fédéral concerné, comprend leur préoccupation mais s’y oppose. Comme le res-
te du Conseil fédéral également. Pourquoi? Alors que Merz parle de tâches ressortant à la politique fiscale de la RFA, dans une prise de position, le Conseil fédéral souligne des aspects de politique sanitaire. Tout restera-t-il comme avant? PAGE 11
29 9 771422 137001 Insertion Marché Offres d’emploi Immobilier Formation continue
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GastroJournal, offizielle Wochenzeitung von GastroSuisse/Hebdomadaire officiel de GastroSuisse, Auflage/Tirage: 23628 Ex., WEMF/REMP, Internet: www.gastrojournal.ch
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■ Wochenschau
GastroJournal
Donnerstag, 20. 7. 2006 ■ Nr. 29
Prügelknabe Gastgewerbe
EDITORIAL
«Schön, Sie bei uns zu haben?»
Das Gastgewerbe wird immer wieder als Branche verunglimpft, die schlechte Löhne bezahlt. Eine Ursachenforschung. PETER MATHIAS GRUNDER
Keine Lösung, heikle Rezepte Eine einfache Lösung dafür gibt es nicht – und die allgemein angewendeten Rezepte sind heikel: So werden einerseits zwar Produktivitätsfortschritte gemacht, doch damit verbundene Begriffe wie Convenience oder Servicequalität sind ziemliche Reizwörter. Andererseits hat man jahrzehntelang Arbeitskräfte in weniger hochentwickelten Volkswirtschaften geholt. Das ging umso einfacher, als das Gastgewerbe zahlreiche Routinearbeiten zählt, die nicht viel Ausbildung und Erfahrung erfor-
Lohnsituation Zum achten Mal hat der Kanton Aargau «orts- und branchenübliche Mindestlöhne» publiziert. Auf 400 Seiten ist dabei dargelegt, wie unterschiedlich Voraussetzungen und wie schwierig Vergleiche sind. Bezogen auf Bruttolöhne ergeben sich 2006 im Ausriss folgende Monatslöhne der untersten ungelernten Erwachsenen-Stufen: Bauarbeiter 4101.– Chemiearbeiter 3370.– Schreiner 3292.– Gastgewerbe 3182.– Forstarbeiter 3073.– Autogewerbe 3050.– Metallarbeiter 3050.– Schneiderei 2905.– Uhrenarbeiter 2810.– Zahntechniker 2720.– Verkauf 2460.–
P. GRUNDER
Volkswirtschaftlich ist das längst klar: Das Gastgewerbe ist eine Branche, die viel Arbeit und viel Infrastruktur erfordert, also arbeits- und kapitalintensiv ist. Das hat zwei besondere Folgen: Weil erstens die gastgewerbliche Dienstleistung ganz zentral menschliche Arbeit bedeutet, nützen neue Erfindungen und Entwicklungen (Produktivitätsfortschritt) dem Gastgewerbe eher wenig. Und weil zweitens die Arbeit desto teurer wird, je höher entwickelt eine Volkswirtschaft ist, hat das Gastgewerbe in Ländern wie der Schweiz ein Kostenproblem. Das Gastgewerbe hat wichtige gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Funktionen und wird trotzdem häufig schlecht gemacht. dern, aber Sorgfalt und Einsatz. Zwar tat das Rekrutieren von ausländischen Arbeitskräften den Betriebsrechnungen gut und wirkte auch als Entwicklungshilfe. Doch die Kehrseiten davon werden gerade an Stammtischen gern heftig diskutiert.
Die andere Kehrseite Da sind aber noch andere Kehrseiten: Weil Arbeit in hochentwickelten Gesellschaften teuer ist, verschwinden mehr und mehr Arbeitsplätze. Im Gastgewerbe aber bleiben sie. Deshalb ist diese Branche volkswirtschaftlich von zunehmender Bedeutung: Zum einen sind an die Arbeitsplätze die meisten Sozial- und Steuersysteme gekoppelt. Zum anderen bietet das Gastgewerbe Arbeit für jeden Ausbildungsstand – und gerade auch für weniger Privilegierte, die in hochproduktiven Gesellschaften kaum noch Platz haben und oft zu Sozialfällen werden. Vor diesen Hintergründen wundert es immer wieder, mit welcher Nachlässigkeit und Schärfe das Gastgewerbe öffentlich herabgesetzt wird. Und dies obschon die Branche nicht zuletzt ein verlässlicher Sozialpartner ist. Trotz der erwähnten strukturellen Kostenspirale hat sich die Branche immer wieder für einen Landes-Gesamtarbeitsvertrag eingesetzt – und diesen auch eingehalten, wie das Bundesamt für Statistik in seiner unseligen Publikation der Mindestlöhne (GJ 28) unlängst festhielt.
Apropos: Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Aargau beweist mit seiner Erhebung orts- und branchenüblicher Mindestlöhne seit
Klartext reden mit den Gästen Jeder Betrieb kann ein positives Bild des Gastgewerbes zeichnen: vorab durch das positive Beispiel, aber auch durch Information der Gäste. Reden Sie mit Ihren Gästen Klartext: • Das Gastgewerbe ist etwa im Gegensatz zur Medienbranche ein verlässlicher Sozialpartner, der seit Jahren Landes-Gesamtarbeitsverträge mitträgt und einhält. • Das Gastgewerbe ist mit seinen rund 220 000 Arbeitsplätzen einer der grössten und sozialsten Arbeitgeber: Im Gegensatz zu anderen Branchen verlagert die Branche keine Arbeitsplätze ins Ausland, sondern verteilt sie über rund 30 000 Betriebe in der ganzen Schweiz – und bietet dabei auch vielen weniger privilegierten Menschen eine Stelle. • Das Gastgewerbe sorgt für die Erhaltung regionaler Strukturen: Die Branche kauft jährlich für etwa 5 Milliarden Franken meist regional ein, und sie bietet rund 8000 jungen Menschen Ausbildungsplätze, wo man sich noch persönlich kennt: Über 90 Prozent der Betriebe haben weniger als 20 Mitarbeitende.
LESERBRIEFE Grossartige Schweiz(er/innen) Die Schweizer Touristiker schmücken sich mit beachtlichen Namen, der Schweizer Tourismus wird gefeiert – wohl etwas daneben, wer nicht dazu gehört. Die Kehrseite allerdings ist nicht ganz unbedenklich: Die Gäste bleiben trotz den Honoratioren und einer Traumlandschaft aus – und niemandem fällt ein, sich darüber ernsthaft Gedanken zu machen, weil ja in «Bern» noch immer «ausgeglichen» wird.
Im Südtirol, Pinzgau, im Südschwarzwald oder noch viel weiter weg von unserem einstmaligen Tourismus-Paradies sieht die Lage ganz anders aus: Besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, mehr Freundlichkeit, vielfach besseres Essen und vor allem das «Für-den-Gast-Dasein». Die Gründe dafür sind so einfach wie bestechend: Kein öffentliches Tam-Tam zu Normalitäten, Freude am Tun, Respekt gegenüber dem Gast, Sorge um den Gast. Vor allem aber: Die meisten Ho-
tels in den genannten Regionen sind nicht hypothekarisch belastet, die Güterproduktion ist biologisch, weil das nie durch Saatgut-Produzenten in industrieller Art beeinträchtigt worden ist. Leider ist das in der Schweiz kaum mehr möglich, weil Familienbetriebe wegen fehlendem Nachwuchs keine Chance haben und die Banken und Saatgut-Produzenten bestimmen, was gut ist. Es wäre schön, mal darüber in dieser Zeitung zu lesen. Fred Büchi, Avenches
Mehr Privatkonkurse Creditreform informiert über erstes Halbjahr 2006 Immer mehr Privatpersonen müssen Konkurs anmelden. Im ersten Halbjahr 2006 wurde der zweithöchste Wert verzeichnet. Bei den Firmenkonkursen sieht es ein wenig besser aus. Bis Mitte des laufenden Jahres fielen in der Schweiz 5284 Firmen und Privatpersonen in Konkurs. Laut der Gläubigervereinigung Creditreform sind dies 0,4 Prozent mehr als im
ersten Halbjahr 2005. Weniger schlimm als die Situation bei den Privatpersonen (2932 Pleiten, +4,9%) sieht es bei den Firmenkonkursen aus. Dort sank die Zahl der Bankrotterklärungen um 4,6 Prozent auf 2352 Einheiten. Natürlich immer an den ersten sechs Monaten von 2005 gemessen. Das Resultat überrascht ein wenig. Noch im Juni stellte Creditreform eine Zunahme der Firmen-
Jahren, dass im Gastgewerbe faire Löhne gezahlt werden – und dass Statistiken durchaus auch ganz klar sein können (vgl. Kasten).
konkurse von elf Prozent fest. Dank der ruhigeren ersten Monate blieb das Resultat für das erste Semester 2006 aber positiv. Am stärksten von Privat- und Firmenpleiten betroffen war die Ostschweiz. Im ersten Halbjahr 2006 nahmen hier die Konkurse um 11,4 Prozent zu. Am besten erging es dem Tessin mit einer Abnahme von 12,6 Prozent. aa
• Das Gastgewerbe trägt den Staat mit: Mittels Steuern und Abgaben auf rund 22 Milliarden Franken Jahresumsatz sowie 9 Milliarden Franken Lohnsumme stützt die Branche im Gegensatz zu multinationalen Steueroptimierern das Schweizer Staatswesen entscheidend. Bei der Mehrwertsteuer liefert das Gastgewerbe knapp 1,3 Milliarden Franken oder über 10 Prozent der ganzen MwSt.Forderung – und das bei kaum 8 Prozent der Steuerpflichtigen und nur gerade gut 1 Prozent des MwSt.-Gesamtumsatzes. Diese und weitere Fakten liefert jährlich der Branchenspiegel von GastroSuisse: ein Füllhorn von Informationen zu einem tragenden Wirtschaftszweig. Der Branchenspiegel wird teilweise im Internet publiziert und ist gegen eine Schutzgebühr von 28 Franken erhältlich beim Fachbuchverlag: GastroEdition, Blumenfeldstr. 20, 8046 Zürich, Tel. 0848 377 111, Fax 0848 377 112, E-Mail: info@gastrosuisse.ch, www.gastrosuisse.ch
Graubünden Tourismusabgabe Die Idee einer kantonalen Tourismusabgabe wird von den Bündner Wirtschaftsverbänden unterstützt. Mit dem Geld soll die geplante Strukturreform des Bündner Tourismus finanziert werden. Diese sieht vor, das touristische Marketing nur noch über vier bis sechs Destinationen abzuwickeln. Mit der Reform soll jedoch nicht gewartet werden, bis die gesetzlichen Grundlagen für die Tourismusabgabe geschaffen sind. Die Wirtschaftsverbände fordern laut der Südostschweiz, dass der Kanton die zusätzlichen Mittel aufbringt. Zumindest bis die kantonale Tourismusabgabe funktioniert. Der Betrag geht in die zweistellige Millionenhöhe. Die Bündner Wirtschaftsverbände könnten sich vorstellen, dass auch Zweitwohnungsbesitzer einen Teil zur Tourismusreform beitragen. Sie denken in erster Linie daran, dass die Kosten abegegolten werden sollten, die durch die Zweitwohnungen verursacht werden. Im Graubünden gibt es noch viel zu tun, die Zeichen auf Gesundung des Tourismus stehen jedoch nicht schlecht. aa
«Lieber Gast, schön, Sie bei uns zu haben.» So hiess vor einigen Jahren eine gross angelegte Imagekampagne des Schweizer Gastgewerbes. Initiiert wurde diese vom damaligen Schweizer Wirteverband. Mitfinanziert von zahlreichen Sponsoringpartnern. Mitgetragen von zahlreichen einzelnen gastgewerblichen Betrieben. Mir scheint, es wäre an der Zeit, solches zu wiederholen. Denn, so viele Gründe, die vor knapp zwanzig Jahren als Pluspunkte aufgeführt wurden, genauso viele Gründe sind doch auch heute aufzuzählen. Mindestens! Doch jetzt einfach vom Branchenverband GastroSuisse gleiches zu fordern, wäre zu billig. Dieser setzt sich wohl ein für optimale Rahmenbedingungen, für gastgewerbliche Unternehmer, für eine gute Sozialpartnerschaft, für den gastgewerblichen Nachwuchs, für attraktive Berufslehren und ebensolche Arbeitsbedingungen. Zusammen mit den Kantonalsektionen und vor allem den regionalen Bildungszentren, wird eine vielfältige Palette an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Grundlagen für ein besseres Image des Gastgewerbes werden jedoch im einzelnen Betrieb, an der «Gästefront» gelegt. Hier ist doch erst mal der Hebel anzusetzen. Warum denn nicht gleich jetzt, in dieser attraktiven touristischen Jahreszeit? John Wittwer
BLICKPUNKTE Liechtensteiner Bier
Bald trinkt der Fürst sein eigenes Ab September trinken die Liechtensteiner ihr eigenes Bier. Wie der Gerstensaft, welcher von der Sonnenbräu AG in Rebstein produziert wird, heissen soll, ist noch nicht bekannt. Bekannt ist jedoch die Produktionsmenge. Geplant ist ein Ausstoss von 100 000 Flaschen. Prost!
WM 2006 in Deutschland
Mehr Touristen als erwartet Die Fussballweltmeisterschaft hat Deutschland viele ausländische Touristen beschert. Vor der WM hat die Deutsche Zentrale für Tourismus mit rund einer Million ausländischen Gästen gerechnet. Diese Zahl wurde bei weitem übertroffen. Gut zwei Millionen Touristen aus aller Welt strömten während dem Sportgrossanlass in unser nördliches Nachbarland. Das stimmt für die Euro 08 zuversichtlich.
Flughafen Bern-Belp
Regionaler Arbeitgeber Der Flughafen Bern-Belp ein wichtiger Arbeitgeber. Rund 1100 Jobs hängen von ihm ab. Das hat eine Studie des Wirtschaftsvereins Entente Bernoise ergeben. Am Flughafen bieten 37 Unternehmen insgesamt 306 Vollzeit- und 152 Teilzeitstellen an. Dazu kommen weitere 679 Stellen, die indirekt mit dem Flughafen zusammenhängen. Der Flughafen Bern-Belp kann für das erste Semester 2006 übrigens einen Passagierzuwachs ausweisen. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Frequenzen um 31,5 Prozent.
■ Wochenschau
Donnerstag, 20. 7. 2006 ■ Nr. 29
GastroJournal
«Sehr kontroverses Thema» Der Staat als Mantel der Gesellschaft hat zunehmend Löcher, gerissen von der Politik. Das verdeutlicht etwa der Umgang mit Alkohol.
Stellungnahme des Bundesrates vorweg betonte, die Erhebung der Alkoholsteuer sei «die wichtigste gesundheitspolitische Aufgabe der EAV», während Merz im Nationalrat die steuerpolitische Aufgabe der EAV ins Zentrum rückte.
PETER MATHIAS GRUNDER
Womit ähnlich wie bei der Debatte zur Biersteuer die Orientierungsprobleme der Politik überdeutlich zu Tage treten: Und weil man nicht mehr klare Vorstellungen über den Kurs entwickelt, verspricht man Konzepte, bleibt im Zweifelsfall beim überkommenen Alten und lässt sich vom Tagesgeschäft treiben? Der Nationalrat nahm die Motion jedenfalls deutlich an, wobei die kurze Diskussion vorab unsachlich geprägt war: Dem Motionär und Weinbauern Jean-René Germanier wurde fein ein Partikularinteresse unterschoben von Heiner Studer, der fein sein Engagement beim Blauen Kreuz andeutete – so geht das? www.parlament.ch
Im Zweifelsfall alles beim Alten
Als das Bundeshaus über die Biersteuer diskutierte, wurde es überdeutlich: Die traditionelle Einigkeit darüber, dass diese Abgabe ein Instrument der Steuerpolitik ist und nicht der Gesundheitspolitik, versank im politischen Potpourri – und ward nicht mehr gesehen.
Ungeniessbarer Eintopf
Die Forderung SILVAN WEGMANN
Der Eintopf, den die Bundesparlamente dem Bundesrat kochten, enthielt einerseits Gesundheitspolitisches. Das Steuerpolitische andererseits wurde so hineingemixt, dass zuletzt gar eine bittere Wettbewerbsverzerrung dominierte: Die Schweizer Brauereien sehen sich steuerlich gegenüber den europäischen Kollegen benachteiligt. Nun fragt es sich, ob dieses Beispiel zur Staatsaffäre hochgekocht werden darf, um beim gastronomischen Bild zu bleiben: Ist Politik nicht immer ein Verteilungskampf, bei dem bald diese, bald jene Seite gewinnt? Politik ist Verteilungskampf, aber wohl noch nie waren die Scherkräfte so gross: Zum einen beeinflussen Heere von oft undurchsichtigen Experten und Lobbyisten die Meinungsbildung. Zum anderen verwandeln sich öfters unerwartet die politischen Resultate – vor allem unter Einfluss der internationalen Liberalisierung. In einem solchen Umfeld wird es schwierig, sachliche Politik zu betreiben, die den Staat als Garant fairer Rahmenbedingungen versteht. Was ein weiteres Beispiel im Zusammenhang mit Alkohol zeigt: Die Reform
der Eidgenössischen Alkoholverwaltung EAV (siehe Kasten).
Steuer- oder Gesundheitspolitik? Die Alkoholverwaltung sei in der heutigen Ausgestaltung «eigentlich ein Fiskalorgan», sagte Bundesrat und Finanzminister Hans-Rudolf Merz diesen Frühling vor dem Nationalrat. Aber: «Die ganze Bewirtschaftung von Alkohol ist ein sehr, sehr kontroverses Thema.» Merz äusserte sich, weil rund 30 Nationalräte in einer Motion fordern, die Al-
Positive Neuigkeiten Die WEKO ist gegen höhere ec-Gebühren Am 11. Juli hat die Wettbewerbskommission (WEKO) mitgeteilt, dass sie die Einführung einer neuen Gebühr bei den Debitkarten für kartellrechtlich bedenklich hält. Für einmal wieder eine positive Nachricht für das Gastgewerbe. Die Beurteilung durch die WEKO ist wahrhaft eine willkommene Abwechslung: Befindet sich doch die Branche in letzter Zeit unter «Dauerbeschuss» (Rauchen/Nichtrauchen, Verfütterung der Rüst- und Speiseresten, Revision Raumplanungsgesetz etc.). Was die Banken anstrebten, war ein Wechsel des Gebührensystems: Auch die Debitkarten sollten künftig gemäss dem gleichen Gebührensystem wie die Kreditkarten abgerechnet werden. Beim Einsatz von Kreditkarten muss das Vertragsunternehmen (der Restaurateur) eine Kommission bezahlen, um dem Karteninhaber (dem Gast) einen Kredit «gewähren zu dürfen». Die Höhe dieser Kommission hängt ab vom Rech-
nungsbetrag. Wenn zum Beispiel drei Personen für 150 Franken essen, fällt bei einem Kommissionssatz von 2,25 Prozent bereits eine Kommission von 3,40 Franken an. Bei Debitkarten, wie der Maestro-Karte, muss lediglich eine Transaktionsgebühr, welche sich im Gastgewerbe auf rund 25–30 Rappen pro Transaktion beläuft, bezahlt werden. Ein weiterer Vorteil von Maestro-Karten aus Sicht des Gastgebers: Die Gutschrift des Betrages erfolgt in der Regel bereits am nächsten Tag. Bei Kreditkarten gilt: Je schneller sich der Restaurateur das Geld ausbezahlen lassen will, desto höher fällt die entsprechende Kommissionsgebühr aus. Nun spielten bisher die Debitkarten bei den Restaurants eine eher untergeordnete Rolle – problematisch war vor allem die Eingabe des Pin-Codes. Aber mit den portablen Terminals, welche in nächster Zeit die bisherigen Systeme ablösen dürften, wird sich das bald ändern. GastroSuisse verhandelt derzeit mit verschiedenen Terminalanbietern. Angestrebt wird eine speziell günstige Anschaffung der tragbaren Terminals, exklusiv für die Mitglieder von GastroSuisse. In Kürze werden genauere Informationen dazu bekannt gegeben. Das Gastgewerbe begrüsst den Entscheid der WEKO, eine massive Verteuerung der Maestro-Gebühren zu unterbinden. Dieser Entscheid ist nicht zuletzt dem starken Engagement durch den Verband Elektronischer Zahlungsverkehr (VEZ) zu verdanken, in welchem GastroSuisse im Vorstand vertreten ist. Maja Kälin
koholverwaltung im Prinzip abzuschaffen. Das Votum von Merz liess zwar viel Verständnis für die Argumente der Motionäre erkennen: Die Anliegen seien alt, berechtigt und teilweise schon in Umsetzung: «Im Zusammenhang mit dem Alkoholgesetz» habe der Bund eine Initiative unterwegs, «worin wir ein nationales Programm auf die Beine stellen wollen». Dennoch, oder gerade deshalb, lehnte der Bundesrat das Begehren ab. Tief lässt dabei blicken, dass die
Die Motion «Reform der Eidgenössischen Alkoholverwaltung» des Walliser Nationalrates Jean-René Germanier fordert vorab... • zu prüfen, ob eine Übertragung der Fiskalaufgaben der Alkoholverwaltung (EAV) namentlich an die Oberzolldirektion (OZD) möglich wäre. • zu prüfen, ob die Aufgaben der Prävention und der Bekämpfung des Alkoholmissbrauches vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) übernommen werden können. • das Einfuhrmonopol für Alkoholika mit 80 und mehr Volumenprozente Alkohol, ausgeübt durch eine Firma der Alkoholverwaltung, aufzuheben.
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BLICKPUNKTE EU-Staaten
Dreckige Strände unterschlagen Die Statistiken der Europäischen Union zur Wasserqualität an den Badestränden sehen toll aus: Über 95 Prozent der 14 000 kontrollierten Meeres- und gut 85 Prozent der knapp 6700 erfassten Binnenbadestrände erfüllen die Hygienevorschriften der EU. Wie EU-Umweltkommissar Stavros Dimas jedoch einräumen musste, sind die Zahlen geschönt, indem Strände in der Statistik fehlen: Gegen Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Holland, Italien, Portugal, Schweden und Spanien sind demnach rechtliche Schritte eingeleitet. Wo aber die blaue Flagge hängt (Foto), herrscht unabhängig geprüfte Sauberkeit.
Berner Nachtleben
Guayas schliesst Ende Juli Das berühmt-berüchtigte Nachtlokal Guayas beim Berner Bahnhof schliesst Ende Juli seine Türen. Für immer. Der Club wird an die Firma Mad Wallstreet, die im luzernischen Kriens einen Nachtklub führt, verkauft. Das Guayas kam vor allem in seinen Anfangszeiten immer wieder in die Schlagzeilen, weil es oft zu Schlägereien kam und Drogen konsumiert wurden.
Casino Mendrisio
Bundesgericht will Namensänderung Das Grand Casinò Admiral in Mendrision muss seinen Namen ändern. Da das Haus nur über eine B-Lizenz verfügt, sei das Grand nicht angebracht, argumentiert das Bundesgericht in Lausanne. Apropos Tessi-
Enjoy Switzerland Ab 2007 folgt die zweite Auflage mit neuen Orten Die Gastfreundlichkeits-Initiative Enjoy Switzerland von Schweiz Tourismus wurde Ende Juni erfolgreich abgeschlossen. Ab 2007 folgt die zweite Auflage. Die vier Pilotdestinationen Lenzerheide, Scuol, Villars-Gryon und Zermatt sind mit der Gastfreundlichkeits-Initiative Enjoy Switzerland von Schweiz Tourismus (ST) zufrieden. Eine Umfrage des Forschungsinstituts für Freizeit und Tourismus der Universität Bern (FIF) hat ergeben, dass sich durch Enjoy Switzerland sowohl die Gäste als auch die Einheimischen künftig besser fühlen. Kein Wunder also, dass die vier Pilotdestinationen die Verbesserung der Angebots- und Servicequalität selbstständig weiterführen wollen.
Neue Destinationen Ab Anfang 2007 macht sich nun eine neue Generation von Destinationen daran, die ST-Initiative umzusetzen. Enjoy Switzerland wird in der Alpenregion (Brienz-Meiringen-Hasliberg), Genf, Klosters, Lenk-Simmental, Leysin, Nyon Région und Leukerbad eingeführt. Die Aktion dauert bis Ende 2008. aa
Walliser Tourismusgesetz Neu: Enjoy Switzerland in Meiringen.
Schweizer Wein Anpassung an EU-Normen geplant Die Schweiz passt sich der EU an: Ab 2008 dürfen die Winzer hierzulande dem Barrique-Geschmack auf die Sprünge helfen. Mit Eichenholzspänen. Die EU und damit auch die Schweiz beugen sich dem Druck der Weinproduzenten aus den USA. Diese verwenden schon seit längerer Zeit Eichenholzspäne, um einen Barrique-Geschmack zu erzielen. Die
ner Casino: Die Casinò Locarno SA, welche den Spielbetrieb in Mendrisio führt, verlangt von der Kursaal Lugano (Foto) 860 000 Franken. Einst war nämlich die Accento AG gegründet worden. Diese sollte sicherstellen, dass mindestens eine A-Lizenz im Tessin landet. Vereinbart war, dass der Ort, welcher diese A-Lizenz erhält, dem Partner diese Summe auszahlt. Ein Spiel ums Geld ist garantiert.
Methode soll nicht deklarationspflichtig sein. Damit sind die Kantonschemiker allerdings nicht einverstanden. «Ohne Deklaration wird der Konsument getäuscht», sagte der Waadtländer Bernhard Klein gegenüber der SonntagsZeitung. Auch Konsumentenschützerin Jacqueline Bachmann ist von der Anpassung an die EU-Normen nicht begeistert: «Die Wahlfreiheit wird eingeschränkt, weil der Konsument nicht weiss, wie der Wein hergestellt worden ist.» Passt sich die EU tatsächlich den USA an, ist der Verhandlungsspielraum für die Schweizer Winzer dünner als ein Holzspan. aa
Tourismussteuer findet wenig Liebe Der Vorentwurf für das neue Walliser Tourismusgesetz ist umstritten. Vor allem die geplante umsatzabhängige Abgabe für Unternehmen stösst auf Widerstand. Die Idee, dass Betriebe, auch wenn ihr Kerngeschäft nicht hauptsächlich touristisch ist, je nach Standort und ihrer touristischen Ausrichtung ihrer Geschäfte Abgaben bezahlen müssen, wird hart kritisiert. Davon betroffen wäre beispielsweise eine Bäckerei in einem Ferienort. Der Vorentwurf für das neue Walliser Tourismusgesetz sieht eine Abgabe bis zu einem Prozent vor. Gemessen am Umsatz. Trotz heftiger Kritik will man in Sitten an diesem Prinzip festhalten. Allerdings sollen die Anregungen, die während der Vernehmlassung eingehen, ins Gesetz einfliessen.
■ Wochenschau
Donnerstag, 20. 7. 2006 ■ Nr. 29
GastroJournal
Terres des Hommes
«Spanien ist in»
Restaurateure gegen Unterernährung
Ideen holt man sich am 4. September in Zürich
Die UNO hat den 16. Oktober zum Welternährungstag erhoben. Zum elften Mal hat Terres des Hommes in der Deutschschweiz, zum dritten Mal in der Romandie und zum ersten Mal im Tessin ihre «Aktion Restaurants» lanciert. Für diese erste gesamtschweizerische Aktion hat Terre des Hommes (TdH) zum Ziel, dass 450 Restaurants daran teilnehmen, wovon rund 100 in der Westschweiz, etwa 300 in der Deutschschweiz und 20 (für den Anfang) im Tessin. Damit sollen mehr als die letztes Jahr 122 391 von freizügigen Gastwirten aufgebrachten Franken gesammelt werden. Laurent Paradisio und Costa Manuel, die Betreiber der Lausanner Bar, Restaurant & Lunch Minuit Soleil, gehören zu den ersten Romands, die auf die Anfrage von TdH ihre Teilnahme angekündigt haben. Für welche Gegenleistung? «Wir dachten nicht, dass wir die Unkosten decken
Food & Wines: Mit Ausstellung, Fachseminaren und Degustationen präsentieren sich am 4. September im Zürcher Kongresshaus 35 spanische Unternehmen. Gelegenheit den Horizont zu erweitern, auch für Restaurateure und Hoteliers. Spanien steht bei vielen Schweizerinnen und Schweizern als Feriendestination hoch im Kurs. Dabei lernen die Urlauber nicht nur Land und Leute, sondern auch Feines aus Küche und Keller kennen. Diese Vorliebe für spanische Spezialitäten eröffnet dem Wein- und Gourmetfachhandel in der Schweiz, aber auch der Gastronomie interessante Marktchancen. Am Montag, 4. September lädt der Spanische Verband der Lebensmittelund Getränkeindustrie zusammen mit der Offiziellen Spanisch-Schweizerischen Handelskammer interessierte Fachbesucher zur Ausstellung «Discover the Spanish taste» ins Kongresshaus Zürich ein. 35 Unternehmen aus allen Regionen Spaniens präsentieren ihr vielseitiges Angebot, das von Oliven und Olivenöl, über Käse, Weine, Fischkonserven, Schinken (Ja-
BLICKPUNKTE Schweizer Reisekasse
Die Kampagne von Terre des Hommes rüstet die Wirte mit Werbematerial aus.
Reka steigert Umsatz
món) und Wurstwaren bis hin zu Fertiggerichten und Gewürzen reicht.
Die Schweizer Reisekasse (Reka) hat ihren Umsatz im ersten Semester 2006 um 3,7 Prozent auf 287
Interessante Seminare und Tipps von Spitzenköchen Abgerundet wird der für den Fachhandel und die Gastronomie reservierte und kostenlose Event mit drei informativen Seminaren zu den Themen «Spanische Olivenöle», «Moderne spanische Küche» und «Spanischer Schinken (Jamón)». Renommierte Spitzenköche aus Madrider und Zürcher Restaurants verwöhnen die Gäste mit küchenfrischen Tapas – wobei man ihnen bei ihrer Arbeit über die Schultern blicken und sich Tipps und Tricks zeigen lassen kann. «Discover the Spanisch taste» ist geöffnet zwischen 10 und 18.30 Uhr. Anmeldungen und Informationen: Offizielle Spanisch-Schweizerische Handelskammer, Torgasse 4, 8001 Zürich, Telefon 044 254 90 70, EMail: info@hispano-suiza.ch. Informationen über die beteiligten Firmen unter www.fiab.es/catalogue. JW/pd
Millionen Franken gesteigert. Ausserdem nahmen die Frequenzen im Segment Ferienwohnungen um 5,1 Prozent zu. Der gute Geschäftsgang ermöglichte es der Nonprofit-Organisation Reka, über die Ferienhilfe 50 000 kostenlose Übernachtungen an einkommensschwache Schweizer Familien zu vergeben.
Hotel Vitznauerhof, Vitznau
Kommt schon bald das Aus?
ARCHIV GJ
F. DI FRANCO
könnten, doch schlussendlich hat uns diese Aktion mehr Kunden beschert als sonst. Zudem stellt die TdH uns Tischsets, Flyers und Plakate zur Verfügung. «Der Name des Betriebes wird auch auf allen Werbeträgern in Grossformat erwähnt und in den Medienpartnern aufgeführt, das heisst breitflächig in der Medienlandschaft der französischen Schweiz verbreitet», erklärt Laurent Paradisio. Gastwirte, welche an der TdH-Aktion teilnehmen wollen, müssen mindestens 200 Franken einzahlen. Manchem aber befiehlt das Gewissen, mehr zu spenden, meint Paradisio. Diese Aktion – sie zählt unter anderem auf starke Partner wie GastroFreiburg und GastroNeuchâtel, www.restaurant.ch, www.bon-restaurant.ch – ist sicherlich interessant und unterstützenswert. Das Einschreibeformular befindet sich unter der Webseite von TdH. fdf Infos: www.tdh.ch
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Jahrmarkttreiben im Kongresshaus Zürich wie auf dem Fischmarkt in Barcelona.
Das Jugendstilhotel Vitznauerhof (Foto) im gleichnamigen Ort liegt brach. Seit das Hochwasser im August 2005 das Gebäude beschädigt hat, geht nichts mehr. Das berichtet die Neue Luzerner Zeitung. Das Hotel gehört zur ArabellaSheraton-Gruppe. Die aber scheint sich vom Vitznauerhof trennen zu wollen. Die Kadermitarbeiter wurden in andere Häuser verschoben und die anderen Angestellten mussten gehen. Anscheinend steht ein Verkauf des Vitznauerhofs zur Debatte.
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■ Restauration
Donnerstag, 20. 7. 2006 ■ Nr. 29
GastroJournal
30 Prozent Schweizer Gäste
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SZENE Hoher Kasten
Baubewilligung für Drehrestaurant Das neue Drehrestaurant auf dem appenzellischen Ausflugsberg Hoher Kasten (Foto) kann gebaut werden. Die Baubewilligung wurde erteilt. Allerdings fehlt noch ein Teil
der insgesamt neun Millionen Franken, die der Bau verschlingen wird. Die Suche nach Investoren läuft. Wenn alles gut geht, kann das Drehrestaurant bereits 2008 eröffnet. werden.
FOTOS: J. STEIMEN
Auch eine Überlebensstrategie
Liegt gut erreichbar im österreichischen Höchst: das Gasthaus Schwanen.
Im österreichischen Höchst steht das Gasthaus Schwanen, das auch bei Schweizern sehr beliebt ist. Einige hundert Meter nach dem Grenzübergang in St. Margrethen steht das Gasthaus Schwanen. Das Restaurant hat Tradition. Seit über 200 Jahren wirtet dort die Familie Schneider. Der jetzige Gastgeber, Othmar Schneider, ist seit 2002 Gastgeber im Schwanen. Im Februar 2005 veranlasste er eine umfassende Modernisierung des Betriebs. «Nach Ende der Renovation haben wir in
Über die Grenze Im Rahmen einer mehrteiligen Sommerserie zeigt GastroJournal in den nächsten Wochen Betriebe diesseits und jenseits der Schweizer Grenze: Wie ist es, nahe am scheinbar günstigen Ausland zu wirten? Diese Woche eine Reportage von Andrej Abplanalp.
Das Restaurant zum Schäfli bietet neben gutem Essen auch viele Parkplätze.
der Schweiz ein wenig Werbung gemacht», erinnert er sich. Das hat sich ausgezahlt. Rund 30 Prozent seiner Gäste kommen aus der Schweiz. «Vor allem am Abend und an den Wochenenden sind viele Schweizer bei uns», betont Othmar Schneider. Trotz der Nähe zur Schweizer Grenze und den vielen Gästen aus dem Nachbarland besteht zwischen den Wirten der beiden Ländern keine Zusammenarbeit. «Manchmal gehen wir auf einen Kaffee rüber.» Essen würden sie jedoch zu Hause, meint der Österreicher. Auch auf Werbung verzichtet der Gastronom mittlerweile. Die Mundzu-Ohr-Propaganda funktioniert einwandfrei. So gesehen spürt man im Gasthaus Schwanen auch keinen Druck bezüglich der nahen Grenze. Ganz im Gegenteil. Häufig kommen die Schweizer Gäste immer wieder nach Höchst. Kein Wunder, kostet doch hier ein frisches, in Butter gebratenes Bodenseefelchenfilet mit Petersilienkartoffeln nur gerade 18 Franken. Und da der Bodensee auch an die Schweiz grenzt, hat man im Gasthaus Schwanen helvetische Qualität zu österreichischen Preise.
Fakten und Zahlen
Das Wirten in St.Margrethen ist schwer,denn zur Östreicher Grenze ist’s nicht weit her. «Natürlich gehen viele Schweizer nach Österreich essen», sagt Ben Ligthart. Der gebürtige Holländer wirtet zusammen mit seiner portugiesischen Frau Maria seit vier Jahren in St. Margrethen. Allerdings würden auch ausländische Gäste bei ihnen einkehren. «Die meisten weilen wegen Finanzgeschäften regelmässig in St. Margrethen», meint Ligthart. Klagen will der Schäfli-Pächter nicht. «Die Preisunterschiede in der Grenzregion sind nicht so gross wie allgemein angenommen.» Die Gastrobetriebe im benachbarten Österreich hätten ihre Preise den Schweizer Kunden angepasst. «Erst wenn man weiter nach Österreich hineinfährt, wird es wirklich billiger.» Ben Ligthart weiss wovon er spricht. Zusammen mit seiner Frau geht er regelmässig ins Nachbarland essen. «Das ist einerseits Entspannung, andererseits kann man so auch die Konkurrenz studieren», meint der Holländer. Meist aber steht Ligthart in
der Küche des Restaurant zum Schäfli, während seine Frau den Service übernimmt. Das Ehepaar, das sich in einem Gastrobetrieb in Pfäffikon kennengelernt hat, arbeitet fast ohne zusätzliches Personal. «Wir haben eine Aushilfe und bei grösseren Gesellschaften kommen noch zwei weitere Personen dazu», sagt Maria Ligthart. Eine internationale Zusammenarbeit zwischen schweizerischen und österreichischen Gastgewerbebetrieben gibt es nicht. «Aber wir sind ja eigentlich schon multikulturell genug», betont Ben Ligthart, der vor 19 Jahren in die Schweiz gekommen ist. Trotz den hohen Einkaufspreisen für Waren ist Ben Ligthart mit seinen Portionen grosszügig. «Volle Teller zu normalen Preisen», meint der Koch. Natürlich könne man drüben günstiger einkaufen als in der Schweiz. «Aber hier weiss ich, dass ich Qualitätsware habe.» Das sei ihm wichtiger als einige Franken zu sparen. Apropos sparen, ein Lammrückenfilet an Knoblauchrahmsauce mit Kartoffelgratin und Gemüse kostet im Schäfli 29,50 Franken. Viel günstiger können nicht einmal die Österreicher kochen!
Düfte und Aromen des Puschlavs In kleinen Ferienregionen wie dem Puschlav können Gastbetriebe und Produzenten von lokalen und regionalen Spezialitäten nur dann überleben, wenn sie kreativ und innovativ sind. Deshalb bietet Ente Turistico Valposchiavo gemeinsam mit drei Jungunternehmern erstmals unter dem Namen Viaggio nei Sapori eine ganz neue Art von Duft- und Aroma-Ausflügen an. Gestartet
wird im Engadin, von wo die Gäste durch die faszinierenden südländische Natur begleitet werden, indem sie regionale Spezialitäten kennen lernen können. Während unterwegs Gelegenheit geboten wird, verschiedenste Beeren frisch zu naschen und frisch gepressten Apfel- wie Birnensaft zu geniessen, werden im Agroturismo-Restaurant Miravalle in Brusio hausgemachte Spezialitäten wie Gnocchi d’oruica, Pizzoccheri, Fagottino Bitto e Bresaola angeboten.
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In Österreich herrschen folgende Rahmenbedingungen fürs Gastgewerbe – alle Angaben sind Durchschnittswerte in Schweizer Franken: • Reduzierter Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie (50% des Normalsatzes). • Reduzierter Mehrwertsteuersatz für Restaurants (wie Hotellerie). • Reduzierter Mehrwertsteuersatz für Take-aways (wie Hotellerie). • Gesamtarbeitsverträge nach Bundesländern; 40Stundenwoche; 1707 Franken unterster Monatslohn in Tirol. • Ein Big-Mac kostet ca. 4,10 Franken; 3 dl gezapftes Bier 3,70; eine Markenschokolade 1.30; eine Tüte Chips 2,45 Franken. Quellen: EU, Landesverbände, ACNielsen, Economist, Focus; ohne Gewähr
Hygiene-Zertifikat Neuer prominenter Name dabei GastroBern hat das Restaurant der Emmentaler Schaukäserei in Affoltern mit dem HygieneZertifikat ausgezeichnet. GastroBern verleiht die Auszeichnung seit 1997 an Betriebe, die sich im Bereich Betriebs- und Produktehygiene mit über-
durchschnittlichen Leistungen auszeichnen. Im Kanton Bern besitzen insgesamt 24 Betriebe ein Hygiene-Zertifikat. Derzeit befinden sich vier Betriebe in Vorbereitung für das Zertifikat. Die Auszeichnung findet wohl noch in diesem Jahr statt. aa
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■ Hotellerie
GastroJournal
Donnerstag, 20. 7. 2006 ■ Nr. 29
Nach der WM ist vor der EM
CHECK IN Weisses Kreuz, Brienz
Öffentliche Steigerung
Noch sind in Deutschland die Aufräumequipen unterwegs und schon gehen die Vorbereitungen für den nächsten Fussball-Grossanlass los.
Das Weisse Kreuz in Brienz, eine der ganz grossen KMU-Marken der gastgewerblichen und touristischen Schweiz, kommt unter der Hammer: Für das Haus, in dem unter anderem schon Goethe, Byron oder Nixon abgestiegen sind, wurde Ende letzter Woche die betreibungsrechtliche Grundstücksteigerung publiziert. Sie soll am 7. September im Interlakner Hotel Du Nord stattfinden, einem ebenfalls recht traditionsreichen Haus, das eine Nachlassstundung hinter sich hat. Hauptsächliche Ursache für den harten Schnitt im Brienzer Weissen Kreuz dürfte der Umstand sein, dass die langjährige Chefin in persönlichen und wirtschaftlichen Problemen von praktisch allen Seiten allein gelassen wurde.
ANDREJ ABPLANALP Was heisst hier, gehen los? Die Fussballeuropameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich wird bereits seit Monaten minutiös geplant. Themen wie Stadionbau, Sicherheitsvorkehrungen und Hotellerie brauchen nämlich genügend Vorlaufszeit.
«UEFA-Hotels»
Teamhotels Die 16 Mannschaften, die an der Euro 08 spielen werden, müssen irgendwo logieren. Die Schweizer Nati wohnt traditionsgemäss im Panorama Resort & Spa in Feusisberg. Es ist kaum anzunehmen, dass Köbi Kuhn und sein Stab dies ändern werden. Wo aber werden die Italiener logieren? Wenn sie sich überhaupt für das Hauptturnier qualifizieren. Bisher stehen nämlich erst die Schweiz und Österreich als Teilnehmer fix fest. Die anderen 14 Teams müssen erst beweisen, dass sie das Zeug haben, an der Europameisterschaft 2008 um den Titel mitzuspielen. Trotzdem laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die europäischen Fussballverbände können nicht warten, bis sich ihre Mannschaften qualifiziert haben. Oder eben nicht. Es wird bereits eifrig vorsondiert. Laut Jörg Krebs, der die Euro 08 bei Schweiz Tourismus (ST) betreut, gibt es etwa 30 Hotels in der
Asthmazentrum, Davos
Neue Besitzer aus den Niederlanden
P. GRUNDER
Die Schweizer Hotellerie hofft, während der Euro 08 auf gut gefüllte Betten. Es gilt allerdings zwischen sogenannten «UEFA-Hotels» und der normalen Hotellerie zu unterscheiden. «UEFA-Hotels» sind Beherbergungsbetriebe, welche von der UEFA (Union of European Football Associations) empfohlen werden. Dazu gehören Hotels, in denen die Mannschaften logieren und Häuser für Sponsoren, die Medien und die UEFA-Verantwortlichen. Selbstverständlich halten sich diese Betriebe an die Sponsoringregeln der UEFA. Wenn beispielsweise Carlsberg einer der Sponsoren ist, findet man an der Bar eines von der UEFA empfohlenen Hotels kaum eine Flasche einer anderen Marke.
Ob die Schweizer Nati wohl in zwei Jahren jubelt? Die GastroJournal-Redaktion meint ja.Mindestens ins Halbfinal schaffen «wirs».
Fairness bringt Gäste
Schweiz, welche die Kriterien für ein Mannschaftshotel der UEFA erfüllen. Dazu gehören sicher Häuser wie das Park Hotel Weggis, in welchem sich die Brasilianer auf die WM vorbereitet haben. Oder das Belvédère in Spiez. Im Viersterne-Haus am Thunersee nächtigten vor ein paar Wochen die Spieler des Iran und vor ein paar Jahrzehnten die Kicker der deutschen Nationalmannschaft, die 1954 im Berner Stadion Wankdorf Weltmeister wurden.
Für die «UEFA-Hotels» arbeitet die Fussballorganisation eng mit dem Reiseveranstalter Kuoni zusammen. Das gilt jedoch nicht für die gesamte Schweizer Hotellerie. «Der Markt ist frei», betont Jörg Krebs von ST. Wichtig sei es für die Hotellerie, keine überrissenen Preise zu verlangen. «Einerseits haben Beispiele aus der Vergangenheit gezeigt, dass die Gäste auf billigere Varianten ausweichen.» Krebs spielt auf die Olympischen Spiele in Athen und die Fussball-EM in Portugal an, wo die Touristen auch grössere Reisedistanzen auf sich genommen haben, um keine Wucherpreise bezahlen zu müssen. «Andererseits schadet die Abzockerei dem Image des Landes», meint Krebs. Das gelte übrigens auch auch für die gastronomischen Angebote. Ein gutes Beispiel haben die Deutschen an ihrer WM abgegeben. Sie waren gute und preislich faire Gastgeber und bereits gibt es in Grossbritannien einen Run auf Deutschlandreisen. So soll es sein.
Wahl liegt bei Verbänden Aus den erwähnten 30 Hotels stellt die UEFA eine Liste zusammen, welche sie den EM- bzw. den potentiellen EM-Teilnehmern zukommen lässt. Diese Liste ist jedoch für die Fussballverbände keineswegs verpflichtend. In Portugal beispielsweise haben nur etwa die Hälfte der Nationalmannschaften in solchen Häusern gewohnt. Im Herbst soll übrigens bekannt gegeben werden, welche Schweizer Hotels es auf die Liste geschafft haben.
Schönbühl am See? Herrlicher Blick über den Thunersee die Gegebenheiten um einiges idyllischer als in Schönbühl.
8 neue Zimmer in 8 Monaten Bauzeit Inklusive der 8 neuen hat das HotelRestaurant Schönbühl nun 19 Zimmer. «Mit der neuen Infrastruktur sind wir auch gerüstet, kleinere Seminare mit Übernachtung durchzuführen», sagt Gastgeber Urs Wandeler. Beim acht Monate dauernden Bau achtete das Dreisterne-Hotel darauf, regionale Firmen zu berücksichtigen. aa
ZVG
Acht neue Zimmer für das HotelRestaurant Schönbühl in Hilterfingen. Der Name ist allerdings verwirrend. Schönbühl liegt einige Kilometer ausserhalb von Bern an der Autobahn A1. Ein idyllischer Fleck Erde? Nicht wirklich. Ausblick auf den See? Auch nicht. Allerdings liegt das Hotel-Restaurant Schönbühl nicht im gleichnamigen Ort, wie wohl mancher vermutet, sondern am Thunersee. Genauer in Hilterfingen. Und dort sind
Die ehemalige Klinik des Niederländischen Asthmazentrums in Davos (Foto) ist verkauft. Das Gebäude gehört neu dem Holländer Dennis van der Valk. Der 31-Jährige ist Teil
Die Aussicht aus den neuen Schönbühl-Zimmern ist wirklich idyllisch.
Fanmeilen Die Fussballweltmeisterschaft in Deutschland hat gezeigt: Fanmeilen sind im Trend. Mit einem Fassungsvermögen von einer Million Menschen stand die grösste in Berlin. Fanmeilen werden vom Publikum auch an der Euro 08 erwartet. Allerdings besteht in der Schweiz ein Platzproblem. In Zürich etwa haben beim Bellevue regelmässig rund 7000 Fussballfreaks die Übertragung der Spiele verfolgt. Verkehrsprobleme waren die Folge. Für die EM in zwei Jahren müssen sich die Verantwortlichen etwas einfallen lassen. Vor allem die Austragungsorte Bern, Zürich, Basel und Genf sollten solche Fanmeilen besitzen. Es ist nämlich damit zu rechnen, dass viele Supporter ohne Tickets anreisen. Sollten sie nicht in die jeweiligen Stadien reinkommen, wollen sie das Spiel irgendwo verfolgen können.
Stadt Bern
Klosters
Mehr Betten geplant
Die Litauer kommen
Accor plant ein zweites Hotel in Bern. Ausserdem sind weitere grosse Häuser geplant. An der Autobahnausfahrt Bern Bümpliz am Europaplatz soll eine neue Niederlassung der französischen Hotelgruppe Accor entstehen. Geplant sind zwei Hotes. Ein Etap und ein Suitenhotel. Im gleichen Gebäude, das rund 52 Millionen Franken verschlingen wird, entsteht das Haus der Religionen, in welchem sechs Weltreligionen unter einem Dach koexistieren werden. Aber nicht nur Accor will in der Bärenstadt bauen. In Westside Brünen, wo ein neues Einkaufs- und Freizeitzentrum entsteht, ist ein weiteres Hotel geplant. Laut der Berner Zeitung soll auch hier eine ausländische Hotelkette das Rennen machen. Namen werden aber frühstens im Herbst verraten. Und wenn die Post 2009 aus dem Schanzenpostgebäude beim Bahnhof auszieht, würde dort ebenfalls die Möglichkeit für einen grossen Beherbergungsbetrieb bestehen. Bis es jedoch soweit ist, werden auf der Schanzenpost noch viele Briefe eingeworfen. aa
Das Kurhotel Bad Serneus bei Klosters ist gerettet. Eine litauische Hotelgruppe hat das Haus gekauft. Das Kurhotel Bad Serneus schloss im Frühling 2005 seine Tore. Seither wurde für das Dreisterne-Haus ein Käufer gesucht. Dieser ist nun gefunden. Eine litauische Hotelgruppe hat das Haus gekauft und will es nun renovieren. Als erstes soll das Schwefelbad, welches zum Hotel gehört, erneuert werden. Die Verantwortlichen rechnen damit, diese Arbeiten in drei bis vier Monaten durchgeführt zu haben. Danach wird wohl die Bettenzahl von heute 80 auf 120 erhöht. Nur so sei es möglich, wirtschaftlich zu arbeiten, meint Jan Psiuk, einer der litauischen Verantwortlichen gegenüber der Südostschweiz. Das Kurhotel Bad Serneus soll bereits in der kommenden Wintersaison seine Türen wieder öffnen. Bereits gibt es nämlich erste Buchungen aus Litauen. Künftig soll das Haus während dem ganzen Jahr geöffnet sein. Ein ehrgeiziges Ziel, bedenkt man, dass zurzeit kein Wasser fliesst, der Strom abgestellt ist und die Telefone nicht funktionieren. aa
der van der Valk-Familie, der die van der Valk-Hotelgruppe gehört. Der neue Besitzer betonte allerdings gegenüber der Südostschweiz, dass er das Haus als Privatperson übernommen habe. Er will aus dem Asthmazentrum ein Gesundheitshotel im Luxussegment machen. Details sind jedoch noch nicht bekannt.
Zürcher Hotellerie
Von Gemeinden und Gasthäusern Die Beziehung zwischen Gemeinden und Gasthäusern ist zwiespältig. Beispiel gefällig? Das Gasthaus Tanne in der Gemeinde Bauma ist seit zwei Jahren geschlossen. Das Haus, welches als Sorgenkind gilt, soll verkauft werden. Doch niemand hat das nötige Geld, um die Tanne zu erwerben. Andere Gemeinde, selbes Problem. In IllnauEffretikon will ein Teil des Stadtrats das Gasthaus Rössli verkaufen. Es sei nicht die Aufgabe einer Gemeinde, im Gastgewerbe tätig zu sein. Doch weil eine knappe Mehrheit des Rats das Gasthaus nicht veräussern will, bleibt es im Besitz der Gemeinde. Vorläufig.
Gasthaus in Vnà
Berghilfe unterstützt Projekt Das Hotelprojekt in Vnà (siehe GJ24) kommt zustande. Die Schweizer Berghilfe unterstützt das Gastund Kulturhaus Piz Tschütta mit 250 000 Franken. Damit wurden die noch fehlenden Mittel gedeckt. Bereits im August sollen die Umbauarbeiten in Vnà beginnen. Geplant ist ein Gebäude, das sowohl als Hotel mit fünf Zimmern wie auch als kultureller Treffpunkt und als Laden für einheimische Produkte genutzt werden kann. Das Projekt kostet insgesamt 1,9 Millionen Franken und wird in erster Linie von der einheimischen Bevölkerung getragen. www.fundaziunvna.ch
Donnerstag, 20. 7. 2006 ■ Nr. 29
■ Tourismus
GastroJournal
Seite 9
Destinations-Suche
K. HUBER
Reines Bündner Bergquellwasser. Auch mit Hopfen und Malz.
Graubünden sucht seinen Weg in die Destinationen – wahrscheinlich erfolgreicher als vor 30 Jahren schon einmal.
KARIN HUBER Das Rad ganz neu erfinden müssten die heutigen Tourismuspromotoren eigentlich nicht: Denn schon in den Jahren zwischen 1975 und 1979, als noch der Bündner alt Bundesrat Leon Schlumpf den seinerzeitigen Verkehrsverein Graubünden als Vorläufer von Graubünden Ferien präsidiert hatte, wurde nach regionalen Zusammenarbeitsformen und Zusammenschlüssen von Bergbahnen, anderen Leistungsträgern und Tourismusorten gesucht. «Auf den Märkten traten wir mit unseren touristischen Zugpferden St. Moritz, Davos, Klosters und Arosa auf», erinnert sich Leon Schlumpf. «In jener Zeit haben wir auch versucht, eine Marke Graubünden zu kreieren.»
Orte müssen auch heute mit einbezogen werden. Für eine gedeihliche Entwicklung braucht es die kleinen Destinationen.» Die heute angestrebte Destinationen-Stossrichtung wird von Schlumpf aber unterstützt. «Problematisch ist jedoch immer noch der fehlende Bekanntheitsgrad. Graubünden als Marke kennt man in der Welt einfach zu wenig.» Trotzdem räumt der einstige Bundesrat seinem Kanton gute Chancen ein. «Wir haben eigentlich alles, was es zu einer attraktiven Feriendestination braucht.»
lokalen Tourismusorganisationen, den DMOs (Destinations-Management-Organisationen), GRF und touristischen Leistungsträgern. Zu den Knacknüssen, die zu lösen sind, zählt die Schaffung wettbewerbsfähiger Strukturen, das Erschliessen neuer Finanzmittel, das Erarbeiten eines neuen Leistungsauftrags für GRF. Gefordert ist insbesondere auch die Hotellerie sowie die Bergbahnbranche, die in der Gesamtschau ebenfalls noch viel Investitionsnachholbedarf hat.
Benchmarking-Studie
Viel gelernt hat man in der Zwischenzeit nicht: Damals wie heute verhinderten Rivalitäten und GärtliDenken Erfolg versprechende Strategien. «Es ging schon damals darum, wer das Geld bringt und wer etwas zu sagen hat», erinnert sich Schlumpf. «Wir aber wollten Angebotsschwerpunkte bilden und Zusammenarbeitsformen ermöglichen, denn es war uns klar, dass wir nicht mit 40 oder 50 Orten Werbung machen konnten.» Allein auf die vier grossen Destinationen aber wollte man seinerzeit auch nicht abstellen. «Kleine und mittlere
In der Tat stehen derzeit die Zeichen gut, dass sich Graubünden aus der grauen Masse vieler Anbieter herausheben könnte. Auf der einen Seite der in dieser Sache innovative Regierungsrat Hansjörg Trachsel, auf der anderen Seite der neue GRF-Präsident Andreas Wieland (siehe GJ 27) mit seinem motivierten Vorstand sowie starken Marktpartnern wie etwa die Rhätische Bahn. Sie sind gewillt, Trachsels Vision, Graubünden als führende Ferienregion der Alpen zu positionieren, mit zu tragen. Dafür wurden bereits entsprechende strategische Grundsätze formuliert. Dazu zählt etwa die konsequente Ausrichtung der Produkte auf die Gäste, das Erschliessen neuer Distributionskanäle und die klare Aufgabenteilung zwischen den (heute noch 92)
Das Amt für Wirtschaft und Tourismus des Kantons Graubünden hatte vor einiger Zeit bei der BAK Basel Economics eine Tourismus Benchmark-Studie in Auftrag gegeben. Sie kommt zum Schluss, dass die Performance der Bündner Tourismuswirtschaft im Vergleich zu den Best Practices-Destinationen aus dem Alpenraum (u.a. Tirol, Vorarlberg, Berner Oberland) deutlich unterdurchschnittlich ist. Im innerkantonalen Benchmarking weisen lediglich die Destinationen Scuol, St. Moritz-Pontresina gute Werte auf. Als Erfolgsfaktoren werden in der Studie etwa aufgeführt: die Professionalisierung der Destinationsstrukturen und des Destinationsmanagements (u.a. stärkere Kooperationen), eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Schaffung grösserer Destinations-Organisationen. In der BAK-Studie wird den einzelnen Destinationen empfohlen, sich eigenständig zu positionieren. Angesagt seien Differenzierungs-, Vielfalts- und Spezialisierungsstrategien. Und vielleicht kommt ja mit dem eidgenössischen Tourismusgesetz bald eine weitere wichtige Unterstützung bald aus Bundesbern.
Masterplan
Verlust
Sportlich
Kleine sind notwendig
Neuer Schwung
Tourismus Graubünden Rote Zahlen in Weggis
3. Eiger Nordic Walking
Das Institut für Tourismus- und Freizeitforschung IFT der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur hat den touristischen Masterplan für den Kanton Graubünden abgeschlossen. Darin wurden 19 Projekte bearbeitet. Ziel: bestehende Attraktionen für den Gast interessanter machen und neue touristische Attraktionen schaffen. Die 19 bearbeiteten Projekte wurden aus insgesamt 62 Vorschlägen ausgewählt. Dabei spielte nicht zuletzt die geografische Verteilung im Kanton eine Rolle. Durch Wahl konnten die Verantwortlichen eine Konzentration auf Einzelregionen vermeiden. Beispiel eines der bearbeiteten Projekte ist ein multimedialer Schlittelweg in Arosa. aa http://www.fh-htwchur.ch/presse
Zum dritten Mal hat am Samstag der Eiger Nordic Walking Event in Grindelwald stattgefunden. Über 270 Läufer und Läuferinnen absolvierten die Halbmarathonstrecke von 21,1 Kilometer. Einige begnügten sich auch mit der Mitteldistanz von 11,8 Kilometern Länge. Neben sportlichen Leistungen war das Miteinander in Grindelwald wichtig. Kinder wurden gratis betreut, während die Eltern einen Schnupperkurs in Sachen Nordic Walking absolvieren konnten. Der Eiger Nordic Walking Event gehört zusammen mit den drei Anlässen in Mürren, auf der Bettmeralp und im Lötschental zu den Unesco Welterbe Nordic Walking Events, die neben sportlichen Leistungen auch das kulturelle Erbe pflegen. aa
Vor der Fussball-WM trainierte die brasilianische Nati in Weggis. Das Resultat: rote Zahlen. Werbe- und prestigemässig hat der Innerschweizer Ort enorm von der Präsenz der Superkicker aus Südamerika profitiert. Punkto Finanzen sieht es allerdings weniger rosig aus. Die Gemeinde hat ein Defizit von rund 140 000 Franken eingefahren. Allein bei den Einnahmen der Parkplätze wurden 50 000 Franken weniger eingenommen als budgetiert. Das Loch soll jedoch bis Ende Jahr gestopft werden. Die Hotelbetriebe werden nämlich für jede im laufenden Jahr verbuchte Logiernacht 50 Rappen bezahlen. Damit werde das Budget Ende Jahr ausgeglichen sein, heisst es bei der Gemeinde. aa
Natürlich anders.
GJGM48586
Der Weg zu einer starken Marke Graubünden führt über die Professionalisierung der Destinationsstrukturen und des Destinationsmanagements.Was heute ein Gebot der Stunde ist, wurde schon vor 30 Jahren diskutiert.
Von der Gilde empfohlen: Die hier aufgeführten Unternehmen engagieren sich besonders für die Schweizerische Gilde etablierter Köche. Darum wurden sie mit dem Titel «Gildepartner» ausgezeichnet.
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Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales
Jeudi, 20. 7. 2006 No 29
Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève
HEBDOMADAIRE
«La gestion de l’alcool, sujet très controversé»
Allocations familiales en votation L’Union suisse des arts et métiers (USAM) a déposé jeudi dernier auprès de la Chancellerie fédérale près de 55000 signatures authentifiées contre la loi fédérale du 24 mars 2006 sur les allocations familiales (Loi sur les allocations familiales). Le référendum a été soutenu par diverses organisations économiques, en particulier par la Fédération des Entreprises Romandes, le Centre Patronal, l’Union patronale suisse et economiesuisse. Un premier succès a été enregistré avant même le dépôt du référendum, puisque Travail.Suisse a retiré son initiative populaire «Pour de plus justes allocations pour enfants», dont l'application aurait engendré des coûts supplémentaires de 7 milliards de francs par an. Les organisations économiques sont également confiantes dans l'issue du scrutin du 26 novembre prochain. Lorsqu'un véritable et large débat sera lancé, pense l’USAM, les citoyens se rendront compte que de bonnes intentions ne suffisent pas à élaborer un bon projet de loi.
Le manteau étatique protège de moins en moins la société. Car la politique élargit sans cesse les mailles du filet social. L’exemple de l’alcool. Lorsque le Palais fédéral a discuté de l’impôt sur la bière, cette affirmation est devenue très claire: traditionnellement, l’unité se faisait autour de cette taxe qui était un instrument de la politique fiscale et non pas de la politique sanitaire. Ce consensus s’est embourbé dans un pot pourri politique. Et on ne l’a plus jamais retrouvé. La bouillie que les parlementaires fédéraux ont cuisinée à l’intention du Conseil fédéral contient d’une part des aspects de politique sanitaire et d’autre part des éléments de politique fiscale. Ces deux composants y ont été mixés. Il en résulte une distorsion amère de la concurrence au point que les brasseries suisses se voient prétéritées par rapport à leurs consœurs européennes. On peut se demander s’il convient de faire mousser cette décoction jusqu’à ce qu’elle devienne une affaire d’Etat. Pour rester dans l’imagerie gastronomique: la politique n’est-elle pas toujours une lutte autour de la répartition dans laquelle une fois c’est l’un qui gagne, une autre fois l’autre? La politique est une lutte de répartition, mais jamais les forces centrifuges n’ont été aussi grandes. D’une part, des armées d’experts et de lobbyistes pas toujours transparents influencent souvent la formation de l’opinion. De l’autre, des résultats politiques se transforment fréquemment et inopinément. Surtout sous l’influence de la libéralisation internationale. Dans un tel contexte, il devient difficile de s’en tenir à une politique factuelle qui
comprend l’Etat comme le garant de conditions cadres équitables. Ce qu’un autre exemple en relation avec l’alcool démontre: la réforme de la Régie fédérale des alcools (RFA, voir encadré).
Dans le cadre des Fêtes de Genève, la Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève (SCRHG) organise la traditionnelle Course des serveuses et garçons de café. Pour cette dixième édition, le président de la SCRHG, Laurent Terlinchamp, invite tous les Suisses mais aussi les étrangers à prendre place sur la ligne de départ de ce parcours de 1,8 km. Rendez-vous sur le quai Gustav-Ador le 13 août à 15h30.
Politique fiscale ou sanitaire? Dans sa forme actuelle, la Régie fédérale des alcools est en principe «un organe fiscal», disait ce printemps devant le Conseil national, le conseiller fédéral et ministre des finances Hans-Rudolf Merz. Cependant «toute la gestion de l’alcool est un sujet très, très controversé.» Merz s’était exprimé parce que, par voie de motion, quelque trente conseillers nationaux avaient exigé d’abolir en principe la Régie fédérale des alcools.
Dans le doute abstiens-toi
Taxe sur la bière: politique fiscale ou sanitaire?
L’intervention de Merz laissait entendre qu’il avait beaucoup de compréhension pour les arguments des motionnaires: leurs préoccupations étaient anciennes, justifiées et en partie déjà en voie de réalisation. En effet, en ce qui concerne la Loi sur l’alcool, la Confédération a pris l’initiative, «par
laquelle nous voulons mettre sur pied un programme national.» Néanmoins ou peut-être à cause de cela, la perception de l’impôt sur l’alcool est «la plus importante tâche de la RFA en matière de politique sanitaire», alors qu’au Conseil national, Merz a placé au
La motion Jean-René Germanier La motion «Réforme de la Régie fédérale des alcools» déposée par le conseiller national valaisan Jean-René Germanier réclame, notamment… • d’examiner si le transfert des tâches fiscales de la Régie fédérale des alcools (RFA) à la Direction générale des douanes était possible; • d’examiner si les tâches de
COURRIER DES LECTEURS
Suissesses et Suisses magnifiques Les spécialistes du tourisme suisse se donnent des épithètes remarquables, le tourisme suisse est fêté. Ceux qui n’en font pas partie sont un peu à côté de la plaque. Le revers n’est cependant pas sans risque: malgré les personnalités célèbres et un paysage de rêve, les clients ne viennent pas et personne ne pense à y réfléchir, car «Berne» continue de «compenser». Dans le Tyrol du Sud, au Pinzgau, en Forêt Noire ou encore beaucoup plus loin de notre ancien paradis touristique, la situation est bien différente: un meilleur rapport prix/prestation, plus d’amabilité, souvent de meilleurs repas et surtout «la disponibilité face au client». Les raisons en sont aussi simples qu’évidentes: pas de tam-tam
Genève: course ouverte à tous
ARCHIVES GJ
PETER MATHIAS GRUNDER
public autour de ce qui est normal, le plaisir de faire quelque chose, le respect du client, l’hôte est soigné. Mais surtout: la plupart des hôtels dans les régions citées ci-dessus n’ont pas de charges hypothécaires, la production des biens est biologique, car elle n’a jamais été entravée par des producteurs de semences industrielles. Malheureusement, cela n’est guère plus possible en Suisse, parce que les entreprises familiales n’ont aucune chance en raison du manque de relève et que banques et producteurs de semences déterminent ce qui est bon. Il serait beau d’en lire une fois quelque chose dans ce journal.
prévention et la lutte contre l’abus de l’alcool pouvaient être prises en charge par l’Office fédéral de la santé publique; • de supprimer le monopole à l’importation, pour des boissons alcoolisées avec 80 ou plus de pour cent volumétrique, qu’exerce une entreprise appartenant à la Régie des alcools. pg
centre la tâche ressortant à la politique fiscale. Ainsi, comme dans le débat sur l’impôt sur la bière, les problèmes d’orientation de la politique s’affichent on ne peut plus clairement: et parce que l’on ne parvient pas à développer de vision d’avenir, le doute aura pour conséquence que rien ne changera et que le train-train quotidien reprendra le dessus. Le National a clairement accepté la motion. La discussion était surtout marquée par des arguments non factuels: ainsi, Heiner Studer a finement fait une allusion à son engagement à la Croix Bleue et tout aussi finement subodoré que le motionnaire et vigneron Jean-René Germanier défendait des intérêts particuliers. Ainsi va la vie à Berne... www.parlement.ch
Mystère dévoilé Le Zurichois Jakob Dieter en sauveur On connaît les déboires financiers du Mystery Park, vrai gouffre à millions. Et depuis dimanche, le nom d’un solide partenaire potentiel. La Sonntags-Zeitung a levé le mystère qui entourait l’opération de sauvetage de dernière heure du parc d’attraction oberlandais qui vient d’obtenir un sursis concordataire de six
Fred Büchi, Avenches Mystères aux portes d’Interlaken.
mois par le juge Thomas Zbinden. Après que ce dernier a lu la déclaration d’intention présentée par l’entrepreneur zurichois au nom de la KMU Factoring AG. Celle-ci pourrait engager jusqu’à cinq millions de francs pour assurer la survie de cet atout touristique. Jakob Dieter est déjà parvenu à réunir à la table de négociation le principal actionnaire, Oskar Schär, et le financier et créancier soleurois Franz Gyger, qui n’étaient jusqu’alors pas sur la même longueur d’ondes. Des propositions ont été faites de part et d’autres qui pourraient conduire à des mesures drastiques assurant, grâce aux apports d’argent frais par la KMU Factoring, la souhaitable pérennité du Mystery Park cher à l’initiateur Erich von Däniken. nm
Neuchâtel: désagréable surprise La ville de La Chaux-de-Fonds a ajouté sa voix aux protestations d’automobilistes mécontents de la fermeture improvisée de la route principale H20. Des travaux d’entretien ont eu lieu la semaine dernière sur cette artère. Des opérations de consolidation dans les Gorges du Seyon ont nécessité la fermeture de la route à la circulation à la sortie nord de Neuchâtel. De plus, la révision du tunnel de La Vue-des-Alpes a impliqué une déviation du trafic par le col et la fermeture de la H20 entre Boudevilliers et La Chaux-de-Fonds. A ce sujet, les autorités communales de La Chaux-de-Fonds se sont déclarées jeudi dernier «désagréablement surprises» par la période choisie et par l’ampleur des restrictions à la circulation. Le Conseil communal «a exprimé son désagrément au conseiller d’Etat Fernand Cuche». Pour l’exécutif chaux-de-fonnier, la fermeture des Gorges du Seyon aurait pu être évitée en instaurant un trafic bidirectionnel dans le tunnel formant la voie descendante. En outre, le début des vacances horlogères, la dernière semaine de juillet, aurait été une date mieux appropriée.
Vaud: douche chaude à la plage Une douche chaude après un bain dans le lac de Neuchâtel, c’est désormais possible à la plage de Cudrefin (VD). Des panneaux solaires ont été installés jeudi dernier afin d’alimenter les douches. Le système a été monté ces derniers jours par une vingtaine de jeunes venus de six pays, a indiqué Greenpeace. Ils ont par ailleurs agrandi l’installation photovoltaïque sur la halle polyvalente de la commune. La cuisine du camp était elle aussi alimentée par l’énergie solaire. Enfin, ils ont réalisé des «EnergyBikes», une sorte de vélo d’appartement. Les douches ont été inaugurées en présence du syndic, Claude Roulin. Le camp de jeunes a reçu le soutien de la fondation Cudrefin02.
Tessin: sur les chemins du merlot A l’occasion de ses 100 ans, le merlot tessinois se découvre aux promeneurs. Trois chemins ont été inaugurés le week-end dernier à travers le vignoble du Mendrisiotto. Une trentaine de panneaux font revivre l’histoire de ce vin. Le Mendrisiotto est intimement lié à la culture du raisin. Mais celui qui traverse la région en voiture ne s’en aperçoit presque pas, a dit Nadia Fontana-Lupi, directrice de l’association du tourisme régional à Castel San Pietro, samedi, lors de l’inauguration des chemins viticoles. Près de 40% de la production tessinoise provient de cette région. Le merlot a permis aux viticulteurs tessinois de sortir de la crise il y a un siècle. Des maladies s’attaquant au vignoble avaient mis les producteurs à genoux. Pour trouver une parade, le canton du Tessin avait mandaté un agronome et pharmacologue italien, Alderige Fantuzzi, de tester de nouvelles variétés de raisin. Il a fait pousser des plants de merlot, de pinot Noir, de Cabernet, de Barbera et de Nebbiolo. Les résultats furent encourageants.
■ Restauration
Jeudi, 20. 7. 2006 ■ No 29
GastroJournal
Un client sur trois est Suisse
EDITORIAL
La musique,un tremplin touristique
PHOTOS: A. ABPLANALP
L’auberge Schwanen, à Höchst, est facilement accessible.
Le «zum Schäfli» offre de la bonne cuisine et de nombreuses places de parc.
Dans le village autrichien de Höchst,on trouve l’auberge Schwanen, aussi très appréciée par les Suisses.
Tenir un établissement à St-Margrethen est difficile, car la frontière autrichienne n’est pas loin.
A quelques centaines de mètres du passage frontalier de St-Margrethen, il y a l’auberge Schwanen. C’est un restaurant avec des traditions. Depuis plus de deux cents ans, il est tenu par la famille Schneider. L’actuel tenancier, Othmar Schneider, règne depuis 2002 au Schwanen. En février 2005, il s’est lancé dans la rénovation complète de l’établissement. «Après la rénovation, nous avons fait un peu de publicité en Suisse», se souvient-il. Elle s’est avérée payante. Quelque 30% de ses clients viennent de Suisse. «Surtout le soir et en fin de semaine, on peut trouver de nombreux Suisses chez nous», souligne Othmar Schneider.
Au-delà de la frontière Dans le cadre d’une série estivale, GastroJournal compare des établissements voisins mais situés de part et d’autre de la frontière suisse. Deuxième épisode entre un restaurant autrichien et un saint-gallois. Un reportage d’Andrej Abplanalp.
Malgré la proximité de la frontière suisse et les nombreux hôtes du pays voisin, il n’y a pas de collaboration entre les restaurateurs des deux pays. «Parfois, nous nous y rendons pour boire un café», ajoute l’Autrichien, mais il mange à la maison. Entre-temps, le restaurateur a renoncé à la publicité. La propagande de bouche à oreille fonctionne sans accroc. Sous cet angle, on ne sent aucune pression à l’auberge Schwanen par rapport à la frontière toute proche. Bien au contraire. Souvent, des clients suisses reviennent régulièrement à Höchst. Ce n’est pas un miracle, puisqu’un filet de féra frais du lac de Constance avec des pommes de terre persillées coûte tout juste 18 francs. Et comme le lac de Constance touche également la Suisse, on offre à l’auberge Schwanen de la qualité suisse à des prix autrichiens. aa
«Evidemment, les Suisses sont nombreux à se rendre en Autriche pour manger», déclare Ben Ligthart. Depuis quatre ans, ce Hollandais d’origine exploite avec sa femme Maria, une Portugaise, un établissement à St-Margrethen. Cependant, des étrangers se rendent aussi dans son restaurant, le Schäfli. La plupart sont régulièrement à St-Margrethen pour des affaires financières, ajoute Ben Ligthart. Le locataire du Schäfli ne veut pas se plaindre. «Les écarts de prix dans la région frontalière ne sont pas aussi grands que ce qu’on
Des faits et des chiffres En Autriche, les conditions cadres pour l’hôtellerie-restauration sont les suivantes (toutes les indications sont des valeurs moyennes en francs suisses): • Taux réduit de la taxe sur la valeur ajoutée pour l’hôtellerie (50% du taux normal). • Taux réduit de la taxe sur la valeur ajoutée pour les restaurants (comme pour l’hôtellerie). • Taux réduit de la taxe sur la valeur ajoutée pour les mets à
l’emporter (et pour l’hôtellerie). • Contrats collectifs de travail selon les länder; semaine de 40 heures; 1707 francs comme salaire minimal au Tyrol. • Un Bic-Mac coûte environ 4,10 francs, 2 dl de bière pression 3,70; une plaque de chocolat de marque 1,30; un cornet de chips 2,45 francs. pg Sources: UE, fédérations nationales, ACNielsen, Economist, Focus, sans garantie.
pense généralement. Les établissements de la restauration de l’Autriche voisine ont également adapté leurs prix à la clientèle suisse. «Ce n’est que si on avance plus profondément en Autriche que cela devient vraiment plus avantageux.» Ben Ligthart sait de quoi il parle. Avec son épouse, il se rend régulièrement dans le pays voisin pour manger. «D’une part, il s’agit d’une détente et de l’autre, cela nous permet d’étudier la concurrence», estime le Hollandais. Le plus souvent Ben Ligthart est aux fourneaux du restaurant Schäfli alors que son épouse se charge du service. Le couple qui s’est connu dans un établissement de la restauration de Pfäffikon parvient à gérer le restaurant presque sans collaborateurs. «Nous avons une extra et lorsque des groupes plus importants arrivent, deux extras en plus.» Il n’y a pas de collaboration internationale entre établissements suisses et autrichiens. «Nous représentons déjà une société suffisamment multiculturelle», souligne Ben Ligthart, arrivé en Suisse il y a 19 ans. Malgré les prix d’achat élevés pour les marchandises, Ben Ligthart sert des portions généreuses. «Des assiettes pleines à des prix normaux est notre devise», déclare le cuisinier. On peut évidemment acheter plus avantageusement en Autriche qu’en Suisse. «Mais je sais que je trouve des marchandises de qualité ici.» Ce qu’il estime plus important que de payer quelques francs de moins. aa
«La viande dans l’alimentation» Les graisses, source de tous les maux ou composant alimentaire vital ?
Les jeunes femmes boudent la viande.
Le septième symposium de Viande Suisse, intitulé «La viande dans l’alimentation», aura lieu le 15 novembre au Kultur Casino de Berne. Il sera beaucoup question de gras.
Viande et gras sont deux notions qui soulèvent régulièrement la polémique. N’est-elle pas bonne? Est-elle responsable de maladies? Etc. Des spécialistes et des scientifiques
réputés feront part de leurs opinions sur le sujet lors de ce symposium de Viande Suisse animé par Röbi Koller de SF, Radio DRS. fdf Inscription sur www.viandesuisse.ch
L’ Œ I L D E B A C C H U S
S
’il est une chose qu’on ne saurait apprendre aux Bordelais, c’est bien reculer pour mieux sauter. Ces dernières années, à l’exception des très grands châteaux, leurs vins étaient redescendus à un niveau de prix raisonnable. Avec un peu de flair et d’intelligence, il était redevenu possible de se constituer une cave plus qu’honnête à des conditions très intéressantes. Il a suffi que le millésime 2005 soit décrété «exceptionnel», quand il n’était tout simplement pas question du fameux «millésime du siècle», pour que la spéculation reprenne tous ses droits. L’arrivée sur le marché des primeurs 2005 a donné des haut-le-cœur à plus d’un œnophile. Les prix ont littéralement explosé. Si le vin est à bien des égards une affaire d’homme, il est hélas aussi et surtout une affaire d’argent. D’aucuns l’avaient peut-être oublié. Il est donc bon de
André Winckler*
Dérive spéculative rappeler que le vin n’est que rarement vendu à un juste prix mais que celui-ci répond aux lois de l’offre et de la demande. La question est donc bien celle de savoir si l’on est enclin à entrer dans ce jeu boursier de très mauvais aloi. Les restaurateurs en tout cas seront très vite gênés aux entournures s’ils acceptent de payer le prix provoqué par cette «bulle» artificielle, avatar de la spéculation. Car après application d’un facteur
multiplicateur, même des plus décents, le vin, trop cher à l’achat, risque fort de devenir carrément invendable. Si les nantis des nouveaux marchés et ceux des pays anglo-saxons – qui ont étrangement ressurgi après avoir pourtant fait la moue – sont prêts à commettre des folies, il ne faut guère s’en émouvoir. Cela ne durera pas. Pendant ce temps, il y a mieux à faire qu’à se lamenter. Il y a fort heureusement dans d’autres régions de France et surtout de Suisse, des vins qui sont à l’abri de la spéculation et qui, s’ils sont vingt ou trente fois moins chers, ne sont pas vingt ou trente fois moins bons. Finalement, dans cette triste montée des prix des bordeaux, les seuls perdants ne devraient être que les buveurs d’étiquettes. C’est donc un moindre mal… *André Winckler, journaliste spécialisé
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L’événement «culturotouristique» romand de la semaine passée était, sans parler du Festival de Jazz de Montreux, le concert de Johnny Hallyday à Neuchâtel. Ne souriez pas. On aime ou on n’aime pas son style, son rock ou son personnage, mais Johnny, «à keu», il nous en a fait de la pub. C’est qu’elles sont rares les communes qui offriraient leur bord de lac à un rocker, ce qui n’est pas pour lui déplaire, car ce site est un, si ce n’est le plus beau de toute sa tournée «Flashback Tour» de 130 concerts. Excellente pub pour Neuchâtel. Ce n’est pas pour rien que le chef-lieu lui a offert le plus beau et le plus grand lac suisse ainsi qu’un emplacement dont seule peut rêver une star comme Johnny. Les retombées touristiques sont certainement intéressantes. L’effet Cindy ne s’étant pas complètement estompé, Neuchâtel reste dans la mémoire des Français. La petite Portugaise habitant Neuch’ qui, sans coup de boule, a failli arriver en finale de l’émission «Nouvelle star» (et par la même occasion ce beau coin de notre pays) a attiré l’admiration de tout l’Hexagone. Et comme chaque année à la même période, l’actu «culturotouristique» de cette moitié de semaine se déplace sur la Côte où 225 000 spectateurs sont attendus à la 31e édition du Paléo Festival de Nyon. Eh oui, la musique est bien le tremplin touristique de la Suisse romande! Francesco Di Franco
A LA CARTE A Genève
Les Terrasses du Lac sont bien parties Genève Tourisme a reconduit pour la quatrième année consécutive son concept de promotion de la restauration genevoise en recréant les «Terrasses du Lac», faisant la part belle aux meilleurs chefs de cuisine du canton. Au programme cette an-
née: Olivier Villette et Rodolphe Collet (Palace Hilton), Ludovic Roy (Hotel Bristol), Patrick Laporte (Café de la Réunion), Stéphane Muller (Le Florentin), Jacky Gruber (Chez Jacky), Olivier Samson (Restaurant du Parc des Eaux-Vives), Alain Bleton (Le Grand Quai), David Jehan (Genecand Traiteur), Claude Legras (Le Floris) et Philippe Pastorino (Chef de Brigade 2005 aux Terrasses du Lac). Depuis le 10 juillet et jusqu'à fin août, cet établissement temporaire propose une carte simple de produits du terroir et du lac ainsi que des vins genevois qui ont tous obtenu une médaille au palmarès 2006 de la Sélection des vins de Genève.
Groupe DSR
Une perte de 2,5 millions de francs Pour la première fois depuis de nombreuses années, DSR a enregistré, en 2005, une perte de 2,485 millions de francs. Ce résultat, relativise la direction du groupe, est dû à un amortissement extraordinaire. Notons cependant que son chiffre d’affaires accuse un recul de 2% à 150 millions de francs.
■ Hôtellerie & Tourisme
Jeudi, 20.7. 2006 ■ No 29
GastroJournal
Trop peu de cinq étoiles
FLASH Logements en multipropriété
Pas trop de réglementation
PHOTOS: P . WEISSBRODT
Crans-Montana Tourisme souhaite un dénouement rapide et constructif pour le Crans Ambassador qui représente un atout de taille pour la clientèle russe et du Moyen Orient.
A Crans-Montana, des cinq étoiles et des établissements de grande capacité seraient les bienvenus. PIERRETTE WEISSBRODT La station de Crans-Montana a souffert de nombreuses fermetures d'hôtels et tremble pour l’avenir du Crans Ambassador, sans compter que Crans-Montana Tourisme (CMT) apprend que l’Excelsior Milahotels (4*) n’ouvrira pas cet été. Mais une hôtellerie demeure, vivante et séductrice. Elle comprend globalement 35 établissements dont 15 hôtels trois étoiles, 9 quatre étoiles, 3 cinq étoiles, un Relais & Châteaux. Géraldine Bestenheider, directrice de l’Etrier et unique hôtelière membre du comité de CMT dans lequel Crans-Montana Marketing (CMM) vient d’être réincorporé, brosse un tableau intimiste: «C’est une hôtellerie familiale qui se préoccupe d’offrir un service personnalisé. Un esprit à conserver!» L’hôtelière relève les très bons résultats de cette saison d’hiver et se montre confiante pour l’avenir.
Rénover et construire Face à Saas-Fee (plus de 50 hôtels) et Zermatt (plus de 100 hôtels), CransMontana a beaucoup perdu de sa substance hôtelière, ce qui pose des soucis de marketing: «Sur les marchés russe et du Moyen Orient, des marchés d’avenir, souligne Jörg Romang (chef de la communication
pour CMT), ne pas disposer d’un produit adéquat risque de nous freiner. Cette clientèle veut être logée au minimum dans des quatre étoiles et lui offrir davantage de cinq étoiles serait un atout.» Outre la construction de nouveaux hôtels et d’un centre sportif avec piscine, tennis, squash… véritable centre de rencontre, Géraldine Bestenheider souhaite voir le haut de gamme évoluer. Rénovations, petits services et attentions au client… il s’agit de progresser. Non seulement les cinq étoiles mais aussi les quatre étoiles sont sur sa ligne de mire. La rénovation porte ses fruits, elle en fait elle-même l’expérience.
Des packages montagne et plaine Géraldine Bestenheider relève que «revenir aux vraies valeurs» signifie pour Crans-Montana miser sur le ski et sur le golf avec des packages mettant en commun les forces de la montagne et de la plaine. Pour satisfaire les tours opérateurs, des établissements d’au moins 80 à 120 lits sont nécessaires, selon Jörg Romang. «Il est temps de développer des conditions cadres favorables aux investissements!» insiste-t-il, soulignant de plus que le Centre de Congrès Le Régent serait mieux utilisé s’il y avait une offre «businesshotel».
Le courage d’investir maintenant Joseph Bonvin, ancien président des hôteliers valaisans et de CransMontana marketing, est en train de doter le Beau-Site de nouvelles infrastructures: centre de bien-être, parking souterrain, restaurant, salle de conférence et six chambres de haut standing. Budget: 3,3 millions de francs. «Ces treize dernières années, nous avons déjà consacré 100 000 francs par an à la modernisation. L’hôtel tient la route, cela a plu aux banques», explique-t-il, espérant glâner une quatrième étoile. Il ajoute: «Mais, le processus s’est avéré assez long. Le préavis d’un groupe international de banque/assurances a finalement servi de détonateur pour convaincre l’un des partenaires potentiels d’accorder un prêt d’un million et demi.» L’investissement est également constitué de fonds propres et d’un crédit LIM de 400 000 francs. Avec cette orientation «bien-être» et 36 chambres, Joseph Bonvin et son épouse Séverine, physiothérapeute, comptent bien séduire les dinks (doubles revenus sans enfants), en plus des familles qui représentent en saison le segment majeur de l’hôtel. «La diminution du nombre d’hôtels est dommageable pour toute la station, Crans-
Montana n’arrive plus à offrir les lits nécessaires lors de congrès», regrette l’hôtelier du Haut-Plateau rappelant que, lorsqu’un hôtel ferme, les autres ne font pas plus de nuitées. Sa conclusion: «Ne pas baisser les bras, les taux sont favorables!» pw
Joseph Bonvin sur le chantier.
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Le projet du Conseil national visant à davantage protéger les acheteurs de logements de vacances en multipropriété pourrait ne pas voir le jour au final. Par 11 voix contre 10 et 1 abstention, la commission des affaires juridiques demande au plénum de classer l’affaire. La commission s’est prononcée après avoir pris connaissance de l’avis rendu par le Conseil fédéral qui propose de restreindre la portée du projet. La majorité est arrivée à la conclusion qu’une réglementation spécifique n’était pas opportune pour un marché qui est relativement restreint en Suisse, ont indiqué les services du Parlement. La minorité estime en revanche que la question des logements de vacances doit être réglémentée. Le projet élaboré par la commission vise notamment à soumettre les promoteurs immobiliers à une obligation d’informer de manière détaillée l’intéressé avant la conclusion d’un contrat. L’acquéreur devrait en outre disposer d’un délai de dix jours pour revenir sur son engagement. Le Conseil fédéral propose de restreindre le champ d’application du projet aux contrats d’une durée minimale de trois ans. Les nouvelles exigences ne devraient en outre toucher que les professionels et non les consommateurs qui vendent entre eux des droits d’utilisation d’une multipropriété. Le gouvernement ne veut pas non plus d’une obligation d’informer le consommateur de manière détaillée.
Festival américain à Lucerne
Des chœurs pour attirer les touristes Lucerne tente d’attirer les touristes américains en organisant un festival de chœurs des Etats-Unis. Les quelque cinq participants de la première édition, en juillet 2007, feront sans doute un peu de tourisme et de la publicité pour la région dans leur pays. C’est l’espoir de Lucerne Tourisme, qui organise l’événement en collaboration avec l’organisation Music Celebration International (MCI) et le chef de chœur américain Eph Ehly. Le festival doit avoir lieu cinq fois au moins à Lucerne. Les cinq dernières années, il s’est déroulé à Innsbruck (A). L’acoustique du KKL, jointe à la situation de la ville, justifie le déménagement dans la cité de Suisse centrale, selon les organisateurs. De dix à douze chœurs de haut niveau, comme des chœurs de high schools ou d’églises, se présenteront du 3 au 7 juillet 2007. Un concert commun est prévu au KKL
Marriott International
La Caisse de voyage à grands pas Le chiffre d’affaires de Reka augmente grâce au nouveau certificat de salaire
Le nouveau village Reka de Disentis.
Les employeurs sont de plus en plus nombreux à proposer des chèques Reka. Présentée sur la plate-forme internet de Suisse Tourisme, l’offre s’est étoffée. Au premier semestre, la Caisse suisse de voyage Reka a augmenté de 3,7% son chiffre d’affaires avec les chèques Reka et les Reka Rails pour atteindre 287 millions de francs. Quant au taux d’occupation de ses logements de vacances, il a progressé de 5,1 pour cent. Sept dizaines d’entreprises ont choisi de grossir les rangs des quelque 3400 employeurs qui ven-
dent à prix réduit des chèques Reka. Un choix facilité par le fait que le nouveau certificat de salaire (facultatif cette année mais obligatoire en 2007) exempte d’impôt le rabais accordé jusqu’à concurrence de 600 francs par personne. L’augmentation du chiffre d’affaires pour les appartements de vacances est due au nouveau village Reka de Disentis et aux offres avantageuses au bord de la Méditerranée. La progression est également favorisée par l’e-place de marché d’appartements de vacances en collaboration avec Suisse Tourisme. mtpp
B diffère de A Fini le «Grand» Casino Le Tribunal fédéral a formellement interdit à la maison de jeu (licence B) de Mendrisio de s’appeler Grand Casino Admiral, l’adjectif «grand» étant réservé aux seuls casinos disposant d’une licence A. L’établissement tessinois a trente jours pour modifier sa raison sociale. nm
Un bon tiers de bénéfice en plus Le premier groupe hôtelier américain, Marriott International, a annoncé une hausse de 35% de son bénéfice net au deuxième trimestre, grâce à des tarifs plus élevés et à des redevances d’exploitation en progression. Le groupe, qui exploite des hôtels plus qu’il ne les possède, a précisé que son bénéfice net avait atteint 186 millions de dollars (228 millions de francs), contre 138 millions un an plus tôt. Le chiffre d’affaires a lui augmenté de 7% à 2,85 milliards de dollars, contre 2,81 milliards attendus en moyenne par les analystes.
■ GastroSuisse
Donnerstag/Jeudi, 20. 7. 2006 ■ Nr./No 29
GastroJournal
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Le trop bon marché est trop cher Il est recommandé de bien se faire conseiller lors du choix de la solution d’assurance indemnité journalière maladie de l’entreprise. MARTINA WAGNER EICHIN* Dans les articles 22, 23 et 25, la CCNT fixe les prestations que l’employeur doit verser aux collaboratrices et collaborateurs qui sont empêchés de travailler sans qu’il y ait faute de leur part, par exemple suite à une maladie ou à un accident. Les assurances indemnité journalière maladie et assurances-accidents prévues dans les articles 23 et 25 en faveur des employés sont obligatoires. Le délai d’attente convenu dans l’assurance indemnité journalière maladie, qui dure soixante jours au maximum par année de travail, peut être librement choisi. On entend par là le temps pendant lequel l’employeur verse, de sa poche, 88% du salaire brut. Les prestations d’assurance convenues (80% du salaire brut) sont octroyées à l’expiration du délai d’attente. Etant donné que la prime d’assurance dépend de la durée du délai d’attente, de nombreuses exploitations de l’hôtellerie et de la restauration ont reconsidéré leurs assurances et les ont adaptées en fonction. Avec un long délai d’attente, les prestations d’assurance n’interviennent plus que dans les cas de maladie de longue durée, ce qui se répercute avantageusement sur la prime. Mais, considéré dans l’ensemble, une prime d’assurance avantageuse n’est pas toujours la solution la plus avantageuse pour l’entreprise. Il arrive ainsi régulièrement que des membres dépités par les conséquences d’une supposée économie de prime s’adressent au service de renseignements
juridiques de GastroSuisse. Les chiffres dans l’exemple ci-après d’une exploitation assurée auprès de SWICA, avec une absence de quarante jours pour cause de maladie, en montrent les conséquences possibles. Le Service juridique de GastroSuisse recommande donc aux membres d’analyser les cas de maladie dans l’entreprise lors de l’examen de la solution d’assurance et de bien se faire conseiller. Il est recommandé, lors de la conclusion ou de l’adaptation de l’assurance indemnité journalière maladie, de veiller à ce que la compagnie d’assurance garantisse par écrit une solution d’assurance conforme à la CCNT. Pour de plus amples informations, les membres peuvent s’adresser à GastroSocial à Aarau, tél. 062 837 71 71, ou directement à SWICA, tél. 052 244 22 33, avec qui il existe un contrat de collaboration conforme à la CCNT. En cas de questions juridiques en relation avec un empêchement de travailler de collaborateurs sans qu’il y ait faute de leur part, le Service juridique de GastroSuisse est également à disposition des membres de GastroSuisse pour un conseil juridique gratuit au numéro de téléphone 0848 377 111. *Martina Wagner Eichin, avocate et responsable du Service juridique de GastroSuisse.
Variante 1 – court délai d’attente (trois jours) Entreprise avec masse salariale annuelle de Taux de prime dès le 4e jour (tarif 2006) Part de l’employeur
3.94% 50%
CHF 200 000.00
CHF 200 000.00 CHF 7 880.00 CHF 3 940.00*
Formule:
4000 x 12 x 88% x 9T 365
CHF
1 041.55*
CHF
4 981.55
Absences pour maladie (par exemple – quarante jours d’absence au total, deux cas de courte durée et un cas de longue durée) Selon art. 23 CCNT, 88% du salaire pendant le délai d’attente de trois jours (pour trois cas de maladie avec Ø CHF 4 000.–) Risque pour l’employeur* Variante 2 – long délai d’attente (trente jours) Entreprise avec masse salariale annuelle de Taux de prime dès le 31e jour (tarif 2006) Part de l’employeur
CHF 200 000.00 CHF 3 560.00 CHF 1 780.00*
1.78% 50%
CHF 200 000.00
Formule:
4000 x 12 x 88% x 40T CHF 365 CHF
Absences pour maladie (par exemple – quarante jours d’absence au total) deux cas de courte durée et un cas de longue durée) Selon art. 23 CCNT, 88% du salaire Pendant la durée d’attente de trente jours (pour trois cas de maladie avec Ø CHF 4 000.–) Risque pour l’employeur*
Variante 1 – Periodo d’attesa breve (3 giorni) Azienda con somma salariale annua Tasso di premio dal 4o giorno (tariffa 2006) Quota a carico del datore di lavoro
4 629.05* 6 409.05
3,94% 50%
CHF 200 000.00
CHF 200 000.00 CHF 7 880.00 CHF 3 940.00*
Formula:
4000 x 12 x 88% x 9T 365
CHF
1 041.55*
CHF
4 981.55
Assenze per malattia (ad es. complessivamente 40 giorni di assenza: 2 assenze brevi e 1 caso più lungo) Secondo l’art. 23 CCNL 88% del salario da pagare durante 3 giorni d’attesa (per 3 casi di malattia con Ø CHF 4 000.–) Rischio del datore di lavoro*
Avantageux En choisissant la variante d’assurance à partir du 4e jour, l’obligation de continuer à verser le salaire est limitée à trois jours au maximum, par personne et par année, et le risque est ainsi calculable pour l’employeur. En choisissant un délai d’attente plus long, le risque pour l’employeur s’accroît considérablement plus il y a de personnes concernées, même avec des absences de courte durée (par exemple en cas de grippe).
Variante 2 – Periodo d’attesa lungo (30 giorni) Azienda con somma salariale annua Tasso di premio dal 31o giorno (tariffa 2006) Quota a carico del datore di lavoro
CHF 200 000.00 CHF 3 560.00 CHF 1 780.00*
1,78% 50%
CHF 200 000.00
Formula:
4000 x 12 x 88% x 40T CHF 365 CHF
Assenze per malattia (ad es. complessivamente 40 giorni di assenza: assenze brevi e 1 caso più lungo) Secondo l’art. 23 CCNL 88% del salario da pagare durante 30 giorni d’attesa (per 3 casi di malattia con Ø CHF 4 000.–) Rischio del datore di lavoro*
4 629.05* 6 409.05
La scelta giusta Nella scelta della soluzione assicurativa per l’indennità giornaliera nell’azienda è opportuno farsi ben consigliare. Il CCNL prevede agli articoli 22, 23 e 25 quali prestazioni il datore di lavoro deve accordare alle collaboratrici ed ai collaboratori in caso d’impedimento al lavoro non imputabile ad una loro colpa, ad es. in caso di malattia od infortunio. Le assicurazioni d’indennità giornaliera di malattia, risp. l’assicurazione infortuni a favore dei collaboratori, previste negli articoli 23 e 25, sono obbligatorie. Nell’assicurazione d’indennità giornaliera di malattia, il periodo d’attesa può essere scelto liberamente fino ad un massimo di 60 giorni d’attesa per anno lavorativo. Per periodo d’attesa s’intende il periodo in cui il datore di lavoro paga di propria tasca il salario sostitutivo (88% del salario lordo). Trascorso il periodo d’attesa, sono accordate le prestazioni assicurative stipulate (80% del salario lordo). Poiché il premio assicurativo dipende dai giorni d’attesa stipulati, molte aziende dell’industria alberghiera e della ristorazione hanno analizzato la loro assicurazione e l’hanno adeguata di conseguenza. Con un lungo periodo d’attesa, sono pagate prestazioni solo nei casi di malattia di lunga durata e questo si ripercuote favorevolmente sui premi assicurativi. Non sempre però – se consideriamo il problema globalmente – il premio più favorevole corrisponde anche alla soluzione più favorevole per l’azienda. Così, regolarmente ci sono membri che si rivolgo-
no all’ufficio d’informazione giuridica di GastroSuisse perché sono delusi dalle conseguenze negative del supposto risparmio sui premi. Sulla base di una delle aziende assicurate presso la SWICA con 40 giorni di assenza dovuti a malattia, le tabelle mostrano le possibili conseguenze. Il servizio giuridico di GastroSuisse consiglia dunque ai gastronomi di analizzare i casi di malattia della propria azienda e di farsi consigliare bene al momento della scelta della soluzione assicurativa. All’atto della stipulazione o dell’adeguamento dell’assicurazione d’indennità giornaliera di malattia, occorre controllare che la compagnia d’assicurazione garantisca, per scritto, che la soluzione assicurativa adottata è conforme alle disposizioni del CCNL. Per ulteriori informazioni, i gastronomi possono rivolgersi a GastroSocial, Aarau, tel. 062 837 71 71 oppure direttamente alla SWICA, tel. 052 244 22 33, con la quale esiste un contratto di collaborazione per una soluzione assicurativa conforme al CCNL. Se avete domande di carattere giuridico in relazione ad un impedimento al lavoro di collaboratori, non imputabile ad una loro colpa, per i membri di GastroSuisse è pure a disposizione – per una consulenza giuridica gratuita – il servizio giuridico di GastroSuisse, tel. 0848 377 111. Martina Wagner Eichin è avvocato e responsabile del servizio giuridico di GastroSuisse.
SWISS-IMAGE
Indennità giornaliera: E meglio farsi ben consigliare
Lorsqu’un employé se blesse, par exemple en pratiquant un sport, l’employeur devrait être bien assuré. Quando un dipendente si ferisce, ad esempio praticando uno sport, il datore di lavoro dovrebbe essere bene assicurato.
Conclusione: Scegliendo la variante assicurativa dal 4o giorno, l’obbligo di retribuzione salariale si limita a 3 giorni per persona ed anno; dunque, il ri-
schio per il datore di lavoro è calcolabile. Scegliendo un termine d’attesa più lungo aumenta marcatamente anche il rischio per il da-
tore di lavoro, in quanto sono possibili molte più assenze di breve durata (ad esempioin caso d’influenza).
Marcel Coquoz répond gratuitement au 021 729 10 10, fax 021 721 08 31 ou par courriel: servicejuridique@gastrosuisse.ch. Consultations juridiques L’avocat-conseil de GastroVaud sera à disposition sur rendez-vous le 15 août, de 14h à 15h à Pully. Renseignements juridiques par téléphone à Zurich Renseignements par téléphone lundi-jeudi de 9h30 à 11h30 et de 14h à 16h au 0848 377 111.
Beratung durch Gastroconsult AG Im Bildungszentrum Unterentfelden jeden Montag von 14 bis 17 Uhr. Bitte voranmelden. Erste Kontaktaufnahme ist kostenlos. Tel. 062 296 77 30, E-Mail: unterentfelden@ gastroconsult.ch
AGENDA GastroSocial Caisse de compensation Fribourg: 25 août, de 8h30 à 11h, tél. 026 424 65 29 Neuchâtel: 25 août, de 14h à 16h30, tél. 032 717 80 80 Vaud: 24 août, de 8h30 à 11h30, tél. 021 721 07 07 Genève: 16 août, de 9h à 11h30, tél. 022 329 97 22 Valais: 16 août, de 14h à 17h, tél. 027 322 47 47 Ligne directe droit du travail Tous les matins, de 9h30 à 11h30,
Telefonische Rechtsauskunft in Zürich 0848 377 111. Rechtsauskünfte: Mo–Do 9.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr, Fax 0848 377 112, E-Mail: info@gastrosuisse.ch.
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■ Idées Gastro
GastroJournal
EN BREF Gala
Le fromage fête ses septante ans Gala est frabriqué depuis 1936 selon une recette traditionnelle à base de double crème jalousement gardée. Depuis des générations, les jeunes comme les moins jeunes apprécient ce fromage à tartiner crémeux, décliné en trois versions: nature, poivre et ail & fines herbes. Désormais, le fromage frais suisse le plus populaire en ce pays est également disponible dans un format pratique en tranches individuelles. A n’en pas douter, avec son emballage en demilune rétro, Gala, le fromage frais crémeux et agréablement acidulé, fait honneur à son nom, qui n’a pas été choisi au hasard. Son goût, sa fraîcheur et sa qualité restent aujourd’hui encore inégalés. www.gala.ch
Abricots du Valais
Récolte record en prévision
Jeudi, 20. 7. 2006 ■ No 29
Une machine à l’intention des baristas La voici: petite mais professionnelle, cette machine à café dotée d’un boîtier en acier noble et d’une pompe qui produit 15 bars. Avec un poids de 12 kilos, la nouvelle de Solis fait aussi montre d’une stabilité remarquable. De nombreux gastronomes, surtout des baristas et le personnel de service employé derrière le zinc d’un bar petit à moyen ou au buffet d’un petit restaurant ou dans le domaine de la vente à l’emporter l’ont attendue. La Solis Design Espresso Machine Pro présente un rapport prix-prestation qui ne trouve pas son pareil. La nouvelle machine à café est l’appareil pour le plaisir gour-
l’eau chaude et la mousse de lait. Le pro comme l’amateur aura surtout du plaisir parce que la machine est vraiment stable. Grâce au boîtier, elle ne pèse que 12 kilos et ne glisse pas facilement lorsqu’on adapte manuellement et rapidement les doseurs.
Déjà dinstinguée Avec une telle machine, déjà distinguée à deux reprises pour son design (Australian Design Award et Design Award New York comme Best in Categorie), il faut évidemment un moulin à Cette machine présente un rapport prix-prestation qui ne trouve pas son pareil. café performant et utilisable professionnelmand ultime. Elle est en acier Dans son petit bar, chaque lement: Solis offre «da Maestro noble poli et dotée de la tech- barista ressentira un plaisir Plus», un moulin automatique nique la plus aboutie. Trois pur en recourant à sa pompe qui permet un réglage de la verseurs, pour une tasse, deux de 15 bars, à la fonction qui mouture progressif (de grostasses et les pods très appré- permet de bouillir l’eau préala- sier à fin). ciés partout en font partie. blement, à la buse mobile pour www.solis.ch
Decant’Air
Pour boire sans plus attendre
Pourquoi attendre plus? Quand on oublie d’ouvrir ou de mettre assez tôt un vin en carafe, le système Decant’Air accélère l’oxygénation de n’importe quel vin et l’améliore instantanément. Son fonctionnement est simple: il suffit de verser le vin dans le Decant’Air. La gravité force la fin de la bouteille à descendre dans cette sorte d’entonnoir. Puis, quand il en ressort, le vin absorbe l’oxygène qui l’entoure et l’aère ainsi parfaitement. Ce système a déjà obtenu maints prix décernés par les professionnels du vin. Les œnologues s’accordent à dire qu’il ajoute un plus à tous les vins. Ainsi décanté, le vin exhale ses plus subtils arômes. www.decant.ch
Wine Discovery
Apprendre les arômes des vins
Faciliter l’accès aux handicapés Des travaux minimums pour un effet maximum Après une récolte 2005 en demi-teinte, le canton du Valais s’attend à une année record pour les abricots. A l’ouverture de la saison, le 13 juillet dernier, la Chambre valaisanne d’agriculture et les producteurs tablaient sur une récolte de 4500 tonnes. www.agrivalais.ch
Concours GastroJournal
Comment faciliter l’accès des personnes handicapées à votre établissement à moindre frais? Avec un monte-rampe. Pour la plupart d’entre nous, monter et descendre les escaliers est une activité naturelle de notre vie quotidienne. Aussi ne nous viendrait-il pas à l’idée de considérer les marches comme un obstacle sur notre chemin. Il en va autrement pour les personnes qui se déplacent en fauteuil roulant
Participez pour gagner ! C’est aujourd’hui qu’est lancé le nouveau concours internet de GastroJournal. Douze prix attractifs sont à gagner, un par mois. Ce sont des produits des éditions de GastroEdition qui attendent les heureux vainqueurs. Pour gagner, il faut évidemment participer. Et rien n’est plus simple: il suffit d’un clic sur www.gastrojournal.ch. Il vous mène tout droit sur le site où vous trouverez facilement la question du mois. A vous de jouer! www.gastrojournal.ch
ou qui ont des difficultés à marcher. En effet, elles ont souvent le plus grand mal à franchir ces obstacles et il peut être extrêmement difficile pour elles de se rendre chez vous en passant par les escaliers. Le monte-rampe à plateforme GTL de Högg apporte une réponse appropriée, sûre et généralement peu exigeante en matière de travaux de transformation. Son installation est particulièrement indiquée lorsque l’espace est limité.
Wine discovery est une méthode de dégustation qui aide à la découverte du millésime de la région d’origine ou de l’appellation du vin. Contenu du coffre: la méthode, les quarante principales références aromatiques des vins français et cinquante fiches de dégustation. www.atelierduvin.com
LIVRE A DÉCOUVRIR NOTICE
Déclinaisons d’un grand classique Trente recettes pour décliner un grand classique: des crèmes sucrées ou salées, sophistiquées ou rustiques, aux saveurs traditionnelles ou exotiques, à consommer chaudes ou froides, mais toujours recouvertes de leur
IMPRESSUM Gegründet/Fondation 1895 Bis/jusqu’au 04/2000 «Schweizer Gastronomie» AUFLAGE/TIRAGE 26 500 Druckexemplare/exemplaires imprimés 23 628 Ex. WEMF-beglaubigt/tirage contrôlé FRP/REMP 105 000 Leser/lecteurs Zustellung an alle GastroSuisse-Mitglieder envoi à tous les membres GastroSuisse HERAUSGEBER/EDITEUR GastroSuisse Verband für Hotellerie und Restauration Fédération de l’hôtellerie et de la restauration HERAUSGEBERRAT/CONSEIL D’ÉDITION Dr. Florian Hew, Jürg Ingold, Alessandro Pesce Michael Vuillemin, Tobias Zbinden GESAMTLEITUNG, CHEFREDAKTOR/RESPONSABLE GENERAL, REDACTEUR EN CHEF John Wittwer (JW)
fameuse croûte dorée... pour toutes les occasions, tous les goûts, toutes les envies! Commande: Gastro-Edition Blumenfeldstrasse 20 8046 Zurich, tél. 0848 377 111, courriel: info@gastrosuisse.ch
REDAKTION DEUTSCHSPRACHIG Matthias Nold (mn) Redaktionsleitung Tourismus/Thema der Woche Andrej Abplanalp (aa) Hotellerie/Impulse Peter Mathias Grunder (pg) Front/Schlusspunkt Olga Krejci (okr) Produktion/Layout Daniela Oegerli Müller (doe) GastroSuisse Jo Steimen (js) Restauration/Gastro-Ideen E-Mail: redaktion@gastrojournal.ch REDACTION FRANÇAISE Francesco Di Franco (fdf) Restauration/Impulsion e-mail: redaction-romande@gastrojournal.ch 42, avenue Général-Guisan, case postale 169, 1009 Pully – tél. 021 711 45 55, fax: 021 711 45 57 Marie-Thérèse Page Pinto (mtpp) Gros Plan/Hôtellerie & Tourisme Blumenfeldstrasse 20, 8046 Zurich tél. 044 377 53 19, fax 044 377 50 70; e-mail: redaktion@gastrojournal.ch FREIE MITARBEITER/COLLABORATEURS FREE-LANCE Franz Bamert (fb), Martina Gradmann (mg) Karin Huber (kh), Michael Hutschneker (hu), Patrick M. Lucca (pl), Laurence Carducci (lc), René Hug (rh), Elizabeth Kaufmann (ek) Paris, Nicolas Michel (nm), Jacques Stadelmann (stad), Pierrette Weissbrodt (pw), André Winckler (aw)
Sur demande, une offre peut être faite sur site et sans engagement. Disponible en plusieurs dimensions, il n’occupe en effet que 20,5 cm en position repliée. Du fait de sa robustesse exemplaire, il est parfaitement protégé contre le vandalisme. Les rails de guidage en acier inoxydable peuvent être utilisés comme main courante. Et comme la motorisation est logée dans la plate-forme de manière à gagner le maximum
de place, l’aménagement de la main courante offre une grande marge de manœuvre. Doté du système de clé Eurokey, le monte-rampe à plateforme GTL de Högg peut être utilisé sans restriction aucune par les personnes handicapées dans les lieux publics. Tous les éléments de commande sont électriques. www.hoegglift.ch
Redaktionsschluss Montag 12 Uhr. Clôture rédactionnelle: lundi à 12 heures.
Inseratenschluss Montag 11 Uhr/Date limite pour les annonces: lundi à 11 heures.
VERLAG/EDITIONS Marianne Huber, Verlagsleiterin/ responsable des éditions E-Mail: verlag@gastrojournal.ch
ABONNEMENTE/ABONNEMENTS Sonja Bernet, Tel./tél. 044 377 53 17
ANZEIGEN/ANNONCES Kontakte Deutschschweiz: Stellen und Liegenschaften: Claudia Antener, Tel. 044 377 53 11 Sonja Bernet, Tel. 044 377 53 17 E-Mail: anzeigen@gastrojournal.ch
Abonnementspreise/Prix d’abonnement: 12 Monate/mois Fr. 135.– Einzelnummer/exemplaire Fr. 3.80 E-Mail: verlag@gastrojournal.ch
Contacts Suisse romande: Publi Annonces, Rue Jacques-Grosselin 25, 1227 Carouge GE tél. 022 308 68 78, fax 022 342 56 12 E-Mail: gastro@publi-annonces.ch
OFFIZIELLES ORGAN/ORGANE OFFICIEL: Schweizerische Gilde etablierter Köche / Guilde Suisse des RestaurateursCuisiniers / Gilda svizzera dei Ristoratori-Cuochi Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich Tel. 044 377 52 90 Fax 044 377 55 14 gilde@gastrosuisse.ch www.gilde.ch
Verlangen Sie den vollständigen Anzeigentarif/ Demandez la liste de prix complète des annonces
DRUCK UND SPEDITION/IMPRESSION ET ENVOI Ringier Print AG, 6043 Adligenswil
Geschäftsanzeigen: Heinz Bachmann, Tel. 044 377 53 12, Mary-Anne Maczassek, Tel. 044 377 53 18
LESHOP.CH: Le supermarché en ligne LeShop.ch, filiale de Migros depuis le début de l’année, a maintenu un puissant rythme de croissance au premier semestre. Les ventes ont bondi de 40% par rapport aux six premiers mois de 2005, à 32,7 millions de francs. Cette dynamique est constante depuis trois ans. Leshop.ch est sortie des chiffres rouges entre janvier et mars, pour la première fois depuis sa naissance en 1997, a indiqué la société basée à Chavannes-de-Bogis (VD) dans un communiqué.
KONTAKTE/CONTACTS GastroJournal, Blumenfeldstrasse 20, 8046 Zürich Tel./tél. 044 377 53 05, Fax 044 377 50 70 Der Abdruck von Artikeln aus dem GastroJournal ist nur nach Rücksprache mit der Redaktion gestattet. Für unverlangte Manuskripte und Bilder wird jede Haftung abgelehnt. Honoriert werden nur publizierte Berichte. Die im GastroJournal publizierten Inserate dürfen von Dritten weder teilweise noch ganz kopiert und in Printoder anderen Medien weiterverbreitet werden. La reproduction díarticles du GastroJournal n’est permise qu’après autorisation expresse de la rédaction. Le journal décline toute responsabilité pour les textes et illustrations non commandés. Seuls les textes publiés seront honorés. Les annonces parues dans le GastroJournal ne peuvent être ni copiées ni reproduites sous quelque forme que ce soit. GastroJournal erscheint jeden Donnerstag/ paraît tous les jeudis
■ Gastro-Ideen
Donnerstag, 20. 7. 2006 ■ Nr. 29
Walliser Aprikosen
Ernte in vollem Gang 98 Prozent aller in der Schweiz konsumierten Aprikosen stammen aus dem Wallis. Auf rund 657 Hektaren wird die süsse Frucht angebaut. Der Walliser Verband der Früchte- und Gemüseproduzenten erwartet heuer einen Spitzenjahrgang. Die Ernte dauert noch bis Ende August und sollte rund 4500 Tonnen Aprikosen ergeben. www.valaisinfo.ch
Die Delitrade bringt Neues
Knusperfrische Brot-Spezialität Die Otelfinger Delitrade AG bringt einmal mehr mit den Twister-Ficelles eine neue Brot-Spezialität auf den
Schweizer Markt, die jedes gastronomische Angebot bereichern wird. Die Twister-Ficelles sind 38 cm lange, dünne Brotstangen, die durch ein neues, intensives Aroma bestechen. Sie sind leicht und bekömmlich und werden als Novität assortiert in vier Geschmacksrichtungen angeboten. Die Zutaten sind Tomaten und Oliven, Baumnüsse und Speck. Die Twister-Ficelles eignen sich bestens für die Zubereitung von Tapas-Spezialitäten, zum Apéro- oder Vorspeisen-Buffet, aber auch als Beilage zu Käse und Trockenfleisch oder einfach als Brotgenuss für zwischendurch. Infos: www.delitrade.ch
Offene Ernährungsinfos
McDonald’s als Vorreiter McDonald’s will in Sachen gästefreundlicher Ernährungsinfos Vorreiter bleiben: Ab sofort werden alle Nährwerte der Speisen direkt auf den Verpackungen nachzulesen sein. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) begrüsst das transparente Informationssystem. Infos: www.mcdonalds.ch
GastroJournal-Wettbewerb
Wer mitmacht, kann gewinnen Der Internet-Wettbewerb 2006 für alle GastroJournal-Leserinnen und -Leser ist nach wie vor im Gange. Noch warten attraktive Preise: Jeden Monat gibt es ein Produkt aus dem Fachverlag GastroEdition zu gewinnen. So den neuen, unverzichtbaren Pauli. Die Sache ist ganz einfach: Reinklicken auf www.gastrojournal.ch, mitmachen und die Wettbewerbsfrage beantworten. Alle Details unter: www.gastrojournal.ch
GastroJournal
Sieg für Michael Lhomme Motivierte Jungköche sind das Markenzeichen im jährlich stattfindenden Noilly PratKochwettbewerb. Diesmal holte sich Michael Lhomme aus St-Sulpice die begehrte Trophäe. So recht glauben wollte Michael Lhomme (29) sein Glück nicht: Der Souschef aus der Hostellerie du Débarcadère in St-Sulpice dominierte mit leichter Küche die fünfte Auflage des Nachwuchswettbewerbes, begeisterte die Jury und wurde von Noilly Prat zum besten Schweizer Jungkoch der Spitzengastronomie gekürt. Der gebürtige Franzose entschied den Wettbewerb für sich vor Rolf Arnold (26) vom Alpenhof Hotel in Zermatt und Nicholas Tsiknakos (27) vom Carlton Restaurant in Zürich. Der Sieger der begehrten Trophäe konnte sein Glück um so weniger fassen, weil seine Teilnahme wegen einer Autopanne bei der Anreise zum Finale, das traditionsgemäss im Zuger Restaurant Rathauskeller stattfand, in Frage gestellt war. Trotz seiner Verspätung bestand der talentierte Koch vom Genfersee den Concours letztlich mit Bravour. Als Vorspeise reichte er Gurken-Gaspacho mit Noilly
Glückliches Strahlen: Nicholas Tsiknakos (l.) als Dritter, Michael Lhomme als Sieger (M.) und Rolf Arnold als Zweitplatzierter. Prat parfümiert, Eglifilet in Kadaif-Kruste und AuberginenKaviar, gefolgt von Lammchops mit Kräutern an einer «Aigo bolido de Noilly Prat», mit gebackenem St. Maure-Käse an marinierten Tomaten. Zum Schluss folgte ein Tartare aus Erdbeeren an Jogurt-Creme mit Noilly Prat-Honig.
Jury war begeistert Der Kochwettbewerb um die Noilly Prat-Trophy wurde bereits zum fünften Mal vom Noilly Prat-Importeur Haecky Drink & Wine AG organisiert und durchgeführt. Seit dem Start unterstützen als Partner
drei Schweizer GastronomieVereinigungen den Wettbewerb und stellen gleich auch die fachkundige Jury, die von den Leistungen der Finalteilnehmer begeistert war: PierreAndré Ayer (Präsident der Jeunes Restaurateurs d’Europe), André Jaeger (Präsident von Les Grandes Tables) und RenéFrançois Maeder (Präsident der Schweizerischen Gilde etablierter Köche). Im Rahmen der Preisverleihung lobte JuriPräsident Stefan Meier vom Rathauskeller die Leistung des Siegers: «Sein DreiGang-Menü für acht Personen war eine Kombination aus
leichter aromatisch-mediterraner Küche, und es war eine handwerkliche Meisterleistung.» Die 5. Noilly Prat-Trophy, die als ausgezeichnete Plattform zur Nachwuchsförderung in der Schweiz bezeichnet werden kann, hat sich für die drei Finalteilnehmer gelohnt: Neben den Trophäen in Gold, Silber und Bronze erhielten sie Gutscheine von den drei partnerschaftlichen Kochverbänden und sie wurden zu einem viertägigen Besuch nach Marseillan, dem Ursprungsort von Noilly Prat, eingeladen. Info: www.haecky.ch
Thurella lanciert ein neues Produkt Das neue trinkfertige Produkt in der Bügelflasche heisst Ghürotne Den in der Ostschweiz bekannten und sehr beliebten «Ghürotne» (verheiratet) gibt es jetzt trinkfertig in der traditionellen 50-cl-Bügelflasche. Die von Thurella entwickelte Rezeptur, eine feine Mischung aus trübem Apfelwein und Apfelsaft mit einem niedrigen Alkoholgehalt von 2,5 Volumenprozenten mundet herrlich und belebt angenehm. Auch im Bernbiet und der Zentralschweiz ist Ghürotne unter dem Namen Ghürotnigs bekannt. Man nehme einen spritzigen Apfelwein und einen süss-aro-
matischen Apfelsaft, hergestellt aus besten Thurgauer Äpfeln, vermähle diese beiden Produkte und fertig ist der Ghürotne, als genussreicher Durstlöscher. Die klassisch gestaltete Etikette mit einem AusflüglerPaar anfang 20. Jahrhundert und dem schwungvollen Jugendstilschriftzug bringt Nostalgiker ins Schwärmen und macht Trendsetter neugierig. Beide kommen voll auf den Geschmack: Die einen, weil sie ein bewährtes und beliebtes Getränk wiederfinden, die anderen, weil sie eine gelungene Kombination neu entdecken.
BUCHTIPP
Fachgerechte Verwertung angesagt Im Ott Verlag Bern ist ein bemerkenswertes Buch erschienen, das jedem Profiund Hobbykoch eingehend darlegt, wie einheimisches Wild fachgerecht verwertet werden sollte. Im Buch Von der Wildbahn auf den Teller wird erst einmal gezeigt, dass Wildtiere, zu unserer Natur gehörend, Wälder und Berge bereichern und eine der ursprünglichsten Nahrungsformen für den Menschen darstellen. Das Wildtier ist aber allen Umwelteinflüssen ausgesetzt.
Dies hat Folgen für das betroffene Tier, kann aber auch Folgen für den Menschen haben, der Wildfleisch verwerten möchte. Das Dokument zum Thema Wildbrethygiene ist auch ein Sachbuch mit vielen Tipps und mit einigen Rezepten für perfekt zubereitete Wildgerichte. Buchbestellung: GastroEdition Fachverlag Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich Tel. 0848 377 111 Fax 0848 377 112 E-Mail: info@gastrosuisse.ch
Der Ghürotne ist ein guter Durstlöscher für Mann und Frau, für jüngere und ältere Menschen. Er bietet vor allem etwas: die herbe Erfrischung des Apfelweins, eine Prise aromatischer Süsse des Apfelsafts, einen Schuss Alkohol für Geniesser und das Prickeln in der
Kehle eines leichten Kohlesäurengehalts. Mit Sicherheit vermittelt der Ghürotne den Geschmack unverfälschter, genussreicher Natur und ein Gefühl von echt schweizerischer Tradition und Heimatverbundenheit. Ghürotne ist im Gastrofachhandel und im öffentlichen Getränkehandel in der 50-cl-Bügelflasche erhältlich. Einen speziellen Genuss bietet der trinkfertige Ghürotne, wenn er kühl (bei ca. 8° C) serviert und ebenso kühl aus einem passenden Glas genossen wird. Info: www.thurella.ch
Kochen und noch viel mehr In vier Wochen trifft man sich zum ICD Für jede engagierte Köchin und für jeden Koch sind die Internationalen Chef-Days (ICD) in Davos (21. bis 24. August 2006) gewissermassen ein Must. Da wird nicht nur Kochen, sondern auch sehr viel Wissen vermittelt. Der Pflege der Kameradschaft dienen das geplante FussballNationenturnier und ein erstmals zur Durchführung gelangendes Golf-Turnier. Dann aber warten auf alle teilnehmenden Köchinnen und Köche eine Vielzahl von Workshops, Seminare und Kochvorführungen sowie Referate bekannter Persönlichkeiten. Zum Beispiel wird Professor Beda Stadler über das Thema Gen-Technologie referieren, Thomas Troger über die Wertschätzende Führung und Eduard Hitzberger über die 400-Kalorien-
Küche. Daniel Ingold wird zum Thema «Der Gast als Kunde» zu fesseln wissen. Bildung und Begegnung bilden Schwerpunkte im ICDProgramm. Jeden Abend aber zelebrieren Küchenchefs von Format Bankette mit Starbesetzung. Höhepunkt ist am 23. August die 2. ICD-Award-Verleihung, die von der TV-Frau Sandra Studer moderiert wird. Wer mit dabei sein will, kann sich jetzt direkt anmelden: www.icd-award.com
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IN KÜRZE Check-In Data hilft weiter
Kurse für WebsiteMarketing Nie zuvor gab es so gute Werbeplattformen, um Gäste kostengünstig zu erreichen, und der Buchungsanteil über elektronische Medien steigt kontinuierlich. Immer häufiger werden somit Restaurants und Hotels mit Begriffen wie IDS, ADS, GDS, Web Channels, Booking Engines oder Website Optimierung konfrontiert. Dabei handelt es sich um komplexe Systeme und Aufgaben. Doch aufgrund fehlender Zeit und nicht vorhandenem Know-how können Hoteliers diese Vertriebswege oft nicht effektiv und gewinnbringend einsetzen. Aber genau hier liegt ein grosses Potenzial, um mit relativ geringen Kosten zukünftige Restaurant- und Hotelgäste für sich zu gewinnen. Die CheckIn Data AG, seit Jahren führender Anbieter von Informationssystemen für die Hotellerie, bietet seit Anfang 2006 für ihre eigenen Kunden spezielle Schulungen über dieses komplexe Thema an. Nun wird für alle interessierten Hotels am 25. August ein öffentliches Seminar in der Hotelfachschule Belvoirpark in Zürich organisiert. Infos: www.checkindata.com
Saisonale Herbstspezialität
Die Rondella Zucca kommen Wenn sich die Landschaft in ihrem buntesten Kleid zu präsentieren beginnt und die Speisekammern gefüllt mit Früchten der Natur sind, dann kommt der Herbst, die Jahreszeit der fallenden Blätter und
der intensiven Aromen. Noch ist Sommer – und ein heisser dazu. Gerade deshalb aber startet Buitoni ab dem 1. August mit einer neuen Spezialität: Rondella Zucca heisst diese, und das sind Teigrondellen, die mit einer aromatischen, herbsüssen Füllung aus Kürbis und Ricotta zu einem kulinarischen Spaziergang einladen, der die ersehnte Frische des bald beginnenden Herbstes widerspiegelt. Die individuellen Portionengrössen sind dank dem Verfahren des lose Gefrierens kein Problem. Durch die kurze Zubereitungszeit von ca. 3 Minuten eignet sich das Rondella Zucca besonders als Vorspeise oder als leichte Hauptspeise. Infos: www.nestlefoodservices.ch
NOTIZEN RIVELLA HOLDING AG: Trotz positiver Konjunkturentwicklung hat der Süssgetränkemarkt 2005 an Volumen verloren. Dieser Entwicklung zufolge musste auch die Rivella-Gruppe einen Rückgang der Absätze um 3,5 Prozent hinnehmen. Der gesamte Getränkeausstoss betrug 110,7 Millionen Liter, der Nettoverkaufserlös 148,3 Millionen Franken. Das Unternehmen konzentriert sich vermehrt auf die Marken Rivella und Michel und hat bekanntlich deshalb Ende Jahr den Vertrieb des Mineralwassers Vallée Noble eingestellt.
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Schlusspunkt ■ Point Final
GastroJournal
Donnerstag/Jeudi, 20. 7. 2006 ■ Nr./No 29
Auf Tour mit…
LAST MINUTE
Interdiction de fumer au pilori Une association s’est constituée à Zurich, composée de représentants éminents des partis bourgeois, pour combattre des lois inutiles et des limitations de tout genre. Cette «Communauté d’intérêt Liberté» a déjà trouvé des sponsors et défini ses premiers objectifs, par exemple lutter contre l’interdiction de fumer que le canton veut imposer aux établissements publics. L’initiateur de ce groupement est le secrétaire général de l’UDC Gregor A. Rutz.
…Bischof Ivo Fürer,Bistum St.Gallen
Noch ist Ivo Fürer oberster Hirte des Bistums St. Gallen. Bald wird er jedoch seinem Nachfolger Platz machen. Nach elf Jahren im Bischofsamt. «Ich freue mich, danach ein wenig mehr Zeit für mich zu haben.» Seit Bischof Ivo 1995 zum zehnten Bischof von St. Gallen geweiht worden ist, hat er alle Hände voll zu tun. Er leitet das Bistum, pflegt Kontakte mit den Seelsorgenden, mit der evangelischen Schwesterkirche und auch mit anderen Religionsgemeinschaften. Der Bischof ist ausserdem ein Vertragspartner wenn es darum geht, Vereinbarungen mit dem Kanton auszuhandeln, beispielsweise über die Spitaloder Gefängnisseelsorge. Bischof Ivo lädt gerne Gäste ein. Am Tisch sei der Austausch zwischen Menschen in einer
Deux millions de touristes à la CM Les touristes étrangers qui se sont rendus à la Coupe du Monde de football étaient bien plus nombreux que prévu. Avant la CM l’Office du tourisme allemand avait tablé sur l’arrivée d’un million d’hôtes pour ce grand événèment. Or, plus du double, provenant du monde entier, ont fait le déplacement. Ce qui rend optimistes les organisateurs de l’Euro 08.
En Valais l’été a fort bien démarré
gelösten Atmosphäre möglich. «Natürlich gehört gutes Essen dazu.» Was er am liebsten isst, mag Ivo Fürer nicht erzählen. «Als ich gewählt wurde, wollten einige Journalisten eben dies wissen. Ich habe die Frage nicht beantwortet, schliesslich wollte ich nicht jahrelang dasselbe Menü essen», meint der Bischof und lächelt. Er könne jedoch verraten, dass er Karotten nicht besonders möge. Sonst aber mag Ivo Fürer fast alles. Und das ist durchaus nicht nur kulinarisch gemeint. Der Ostschweizer ist für sein fortschrittliches Denken und seine Eigenschaft bekannt, auf Menschen verschiedenster Art zuzugehen. Das wird von vielen respektiert und von einigen kritisiert. «Man kann es nicht allen recht machen», betont Ivo Fürer. Er habe festgestellt, dass es innerhalb der Kirche einige Menschen gebe, die Heimweh nach der Vergangenheit haben. Nach der Vergangenheit, in der die katholische Kirche noch einen stärkeren Stand im gesellschaftlichen Leben genoss. «Dabei vergessen diese Personen vielleicht unsere Hauptaufgabe: Das Evangelium zu jeder Zeit und unter allen äusseren Umständen in die Welt zu tragen.» Die grosse weite Welt kennt Bischof Ivo wie kein Zweiter. Zwischen 1977 und 1995 war
NAMEN & NOTIZEN
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Monika Manhart, Direktorin von Samnaun Tourismus, verlässt die Organisation nach zwei Jahren. Sie sucht eine neue berufliche Herausforderung und scheint diese als Geschäftsführerin eines international tätigen Incoming Touroperators gefunden zu haben. Jack Grieder, VRPräsident der Hotel Engel Liestal, EKG Hotel AG, und Esther Grieder, VR-Mitglied, haben ihren langjährigen Leiter Gastronomie, Alain Legendre (Bild), zum Geschäftsleiter des Hotels Engel befördert. Jack und Esther Grieder werden jedoch weiterhin diverse Aufgaben im Hotel Engel übernehmen und Alain Legendre unterstützend zur Seite stehen. Alain Legendre ist in grossem Masse am kontinuierlich steigenden Erfolg des
ZVG
«Man kann es nicht allen recht machen» Ein Bischof wie Ivo Fürer wünscht man sich. Er ist offen, gesellig und doch nimmt er die Menschen ernst. er Generalsekretär des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE). In dieser Funktion reiste der Katholik viel herum. «Besonders bedeutend waren für mich die Reisen in den ehemaligen Ostblock.» Vor allem in den späten Siebziger- und den frühen Achtzigerjahren besuchte Ivo Fürer seine Glaubensgenossen hinter dem eisernen Vorhang. Wer jetzt aber meint, der Schweizer hätte geheime Nachrichten aus dem Westen in die östlichen Gefilde geschmuggelt, täuscht sich. Trotzdem hatte Bischof Ivo eine wichtige Botschaft im Gepäck: die Hoffnung. «Ich habe den Leuten vor allem eines gesagt», erinnert sich Fürer, «man hat euch im Westen nicht vergessen.» Vergessen hat der 1930 in Gossau geborene Ivo Fürer
«Mir war es manchmal fast peinlich,was dort aufgetischt worden ist» auch die herzliche Gastfreundschaft im Osten nicht. «Mir war es manchmal fast peinlich, was dort alles aufgetischt worden ist.» Die Menschen hätten sich die Gaben für die Festtafel
am eigenen Maul abgespart. «Wenn ich zurückdenke, glaube ich, dass ich dort gelernt habe, was Gastfreundschaft wirklich heisst.» Diese Tradition hat Ivo Fürer als Bischof von St. Gallen weitergegeben. Jährlich empfing er hunderte von Gästen. «Kochen tue ich allerdings nicht selbst», betont er. Das erledigen die Menzinger Schwestern Lucas-Maria und Paula für den Würdenträger. Wenn Gault Millau auch Kirchenhäuser bewerten würde, rangierte die Bischofsküche von St. Gallen im 18Punkte-Bereich. Munkelt man. Nicht im Bereich der Gerüchtewelt ist Fürers Engagement bei Fastenopfer. Als Präsident der Hilfsorganisation weiss Bischof Ivo von vielen Gesuchen aus der ganzen Welt. «Wir versuchen immer, die Wirtschaft der einzelnen Regionen zu stärken – im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe.» Nur so könne eine nachhaltige Verbesserung der dortigen Situation erreicht werden. «Die Verteilung von Lebensmitteln ist natürlich im Notfall gerechtfertigt und sehr wichtig. Allerdings nur für eine begrenzte Zeit», betont Bischof Ivo. «Wir möchten die eigenen Kräfte der Menschen zur Über-
windung der Armut wecken.» Nun bleibt Ivo Fürer nur noch eine kurze Zeit in der Ausübung seines Amtes. Am 17. September wird sein Nachfolger, der bisherige Bischofsvikar Markus Büchel, zum
Grossmacht Russland, will das World Economic Forum, laut deutscher Presse «der wahre Plichttermin für Entscheidungsträger», nach Sankt Pe-
rendez-vous obligatoire pour les décideurs» à Saint-Petersbourg. Avant le sommet du G8 dans une métropole baltique sur son 31, Gref a argumenté: «Qu’est donc Davos? (photo) un village en Suisse, alors que Saint-Petersbourg est la plus belle ville au monde.»
«Ich bin ein wenig wehmütig,dass es bald zu Ende ist» elften Bischof von St. Gallen geweiht werden. «Natürlich bin ich etwas wehmütig, wenn ich daran denke, dass es bald zu Ende ist.» Zu Ende ist aber nur seine Karriere als Vorsteher des Bistums St. Gallen. Fürer will der katholischen Kirche seine Dienste auch danach zur Verfügung stellen. Und die wird diese mit Sicherheit dankend annehmen. Welche Organisation kann schon auf einen erfahrenen, weltoffenen, weitgereisten und allerseits beliebten Mitarbeiter verzichten? Und einen Vorteil hat das Ende von Ivo Fürers Karriere ja eventuell doch. Auf jeden Fall für neugierige Journalisten und katholische Restaurateure. Vielleicht verrät der Kirchenmann nämlich danach, was er am liebsten isst. Andrej Abplanalp
Malgré la Coupe du monde de football et un mois de mai plutôt frais, en Valais, la saison estivale a mieux débuté que l’an dernier. Le flot attendu de touristes a déjà commencé, a indiqué lundi Valais-Tourisme. Selon les dernières estimations du BAK (institut bâlois de recherches conjoncturelles), le Valais devrait être la région touristique appelée à connaître la meilleure progression des nuitées hôtelières de cet été, soit 2%, devant la Suisse centrale (1,5%) et les Grisons (1,4%).
Mystery Park: Naht Rettung? Der Mystery Park in Interlaken kann weiter hoffen. Der Zürcher Unternehmer Jakob Dietiker prüft einen Einstieg in den gebeutelten Erlebnispark. Der 70-Jährige war viele Jahre Chef der international tätigen Dietiker Gruppe, welche ihr Geld mit Handel, Recycling, Börse und Logistik verdient. Ob und mit wie viel Geld – die Rede ist von vier bis fünf Millionen Franken – Jakob Dietiker dem Mystery Park helfen wird, ist allerdings noch offen.
Gegen Rauchverbots-Initiative Eine Vereinigung bürgerlicher Politiker will sich gegen unnötige Gesetze und Einschränkungen zur Wehr setzen. Noch in diesem Herbst soll dazu eine Interessensgemeinschaft mit dem Namen IG Freiheit gegründet werden. Im Visier hat die IG unter anderem die Kantonsinitiative in Zürich, die ein Rauchverbot in allen Gaststätten fordert. Ein solches Verbot sei absolut überflüssig, meint die IG Freiheit. Nicht alles, was man selbst ablehne, müsse auch dem Nachbarn verboten werden. Das Thema Rauchen-Nichtrauchen wird also wieder heiss.
BFS: GastroSuisse interveniert Nachdem das Bundesamt für Statistik (BFS) letzte Woche nicht korrekte Zahlen zu den Mindestlöhnen im Gastgewerbe veröffentlicht hat, verlangt GastroSuisse vom BFS nun eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen.
OFS: intervention de GastroSuisse La semaine passée, l’Office fédéral de la statistique (OFS) a publié des chiffres incorrects sur les salaires minimaux payés dans l’hôtellerie-restauration. GastroSuisse exige aujourd’hui une prise de position de l’OFS sur cet incident.
NOMS & NOTICES Hotels Engel beteiligt. Pünktlich zum 5-jährigen Bestehen des Hotels übernimmt er nun per 1. 8. 2006 die Leitung. Neu zum Team stösst Gaetano Zarrillo, er wird als Betriebsassistent tätig sein. Marianne und Stefan Lauber, seit zehn Jahren erfolgreiche Gastgeber im Bergrestaurant Sillernbühl ob Adelboden, haben von der Restaurant-Eigentümerin Bergbahnen Adelboden überraschend keinen neuen Vertrag erhalten. Im Bergrestaurant, das den Drehund Angelpunkt des weitgehend mit öffentlichen Geldern finanzierten, knapp 20-jährigen Skikarussells am Sillern bildet, erreichte das beliebte Gastgeber-Ehepaar einen Umsatz von zuletzt 3,3 Millionen Franken. German Gref, Wirtschaftsminister der anschwellenden
tersburg holen. Im Vorfeld des G8-Gipfels in der herausgeputzten Metropole am Baltikum argumentierte Gref: «Was ist schon Davos (Foto) – ein Dorf in der Schweiz. Sankt Petersburg aber ist die schönste Stadt der Welt.» Selon la presse allemande, German Gref, le ministre de l’économie en pleine croissance de la grande puissance qu’est la Russie, veut amener le World Economic Forum, «le
Le conseil d’administration de MPW Mövenpick Wein AG a nommé l’Irlandais Paul Smyth (40 ans) en qualité de nouveau CEO de Mövenpick Vins. Paul Smyth entrera en fonction au plus tard en octobre à Zoug. Diplômé en marketing international de la Dublin City University, il a dirigé des entreprises de renom dans l’industrie des biens de consommation. Depuis 2002, il est directeur de la société de négoce en vins Hanseatisches Wein- und
Sekt Kontor (Hawesko) GmbH& Co. Kg. Paul Smyth succède à Ueli Eggenberger (photo), qui a quitté le groupe Moevenpick au printemps dernier. L’entreprise vaudoise PubliGroupe a pris la majorité de la société zurichoise The Guide Company, active dans les guides de sortie dans les villes. Le numéro un helvétique des annonces en détenait jusqu’ici 30% du capital et cette part a été portée à 64 pour cent. Aucun montant n’a été dévoilé sur cette prise de contrôle. Le numéro un helvétique des annonces publicitaires indique seulement que «les 36% restants demeurent entre les mains des anciens actionnaires majoritaires.» Géraldine Zuber (photo) est la présidente de la fédération Fit (femmes et tourisme) qui
vient d’ouvrir une nouvelle page internet comprenant notamment une étude sur les salaires. Cette page sert aussi de support pour les offres d’emploi pour femmes travaillant dans le tourisme en Suisse. Le site www.f-i-t.ch veut permettre à ses membres de se mettre en réseau. Il présente chaque mois un autre membre de la fédération femmes et tourisme.
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