Skip to main content

GastroJournal 27/2008

Page 1

HOTELLERIE

R E S TA U R AT I O N

Beat Weibel Feine Gastronomie

5

TOURISMUS

HOTELLERIE

Ernst Leander Feine Hotellerie 20

R E S TA U R AT I O N

Claude Nobs Premier café à Genève

TOURISME

Pierre Boillat Bilan 2007 mitigé dans le Jura 14

11

3. Juli / 3 juillet 2008 / Nr. /No 27 / CHF 4.30

AZA/JAA 8046 Zürich/Zurich

Bierselige Euro: flots Bilanz de bière(s)

INHALT

Aktuell

Wege gefunden Mit Emil Wartmann, «Vater» der gastgewerblichen Konzepte von Mr. Pickwick bis zu Mr. Wong, hat die Schweiz einen ebenso originellen wie erfolgreichen Erneuerer der Gastronomie verloren. Ein Nachruf aus berufenem Mund.

Die Euro 2008 ist vorbei. Neben dem Sport und den Fans gab dabei vor allem etwas zu reden: das Bier. Dazu eine besondere Bilanz.

L’Euro 2008 appartient au passé. En plus de sport et de fans, la bière a fait beaucoup parler d’elle. Un bilan un peu spécial.

Restauration

Année historique En 2007, le groupe DSR a enregistré une augmentation de 70% de son résultat opérationnel. Une année très réussie et sans doute historique. 13

Hôtellerie & Tourisme

Hotellerie & Tourismus

Partie gagnée

Wege geöffnet

Avec un apport estimé entre quinze et vingt mille nuitées, l’Euro 2008 est une partie gagnée pour presque tous les acteurs du tourisme genevois. 14

Das Internet macht alle gleich: gleich schwer zu finden, wenn man denn nicht auf den richtigen Kanälen fährt und dadurch mit aller Welt verbunden ist. Im Thurgau bietet die Gastronomie einen interessanten branchenspezifischen Zugang.

Sections cantonales

Cafetiers diplômés

7

Kantonalseite

Avec quarante-six nouveaux chefs d’établissement, le canton de Neuchâtel a encore enrichi le nombre des professionnels actifs dans la restauration. Le canton compte déjà 750 établissements, soit un pour 230 habitants. 15

Wege begangen

15

27 9 771422 137001

Anzeigen-Service: Tel. 044 377 53 11, Fax 044 377 50 70 E-Mail: anzeigen@gastrojournal.ch

SOMMAIRE

3

Auf den Kantonalseiten steht den Sektionen von GastroSuisse Raum zur Verfügung, um in den Kantonen und darüber hinaus zu informieren und zu diskutieren, auf welchen Wegen die Branche unterwegs ist.

Der günstigste Stellenmarkt der Gastrobranche.

Zwischen Schweizer Restaurateuren und Brauern besteht seit Generationen eine Art Hassliebe: Man ist voneinander abhängig und aufeinander angewiesen. Am gleichen Strick zieht man jedoch kaum – anders als in der Landwirtschaft: Dort herrschen ähnliche Span-

nungen, die aber an staatlichen Futterkrippen vergessen sind. Die Spannungen im Gastgewerbe holte die Euro ans grelle Licht der Öffentlichkeit. Thema waren dabei vorab die Biergiganten. GastroJournal hat sich nach dem Turnier bei den Bier2 zwergen umgeschaut.

Il y a une sorte de sentiment d’amour et de haine entre les restaurateurs et les brasseurs. Chacun dépend de l’autre et a besoin de l’autre. Mais il est rare que tous tirent à la même corde, contrairement à ce qui se passe dans l’agriculture où règnent des conditions comparables mais où

on sait s’unir pour traire l’Etat. Les conditions délicates dans l’hôtellerie-restauration ont placé l’Euro sous les feux de la rampe. Avec pour sujet principal les deux géants de la bière. Après l’Euro, GastroJournal a fait un tour d’horizon chez les nains de la bière.

Unsere Empfehlung: Gut geschulte Mitarbeiter Notre recommandation : des collaborateurs bien formés

www.gastroprofessional.ch

11

GastroJournal, offizielle Wochenzeitung von GastroSuisse/Hebdomadaire officiel de GastroSuisse, Auflage/Tirage: 23 680 Ex., WEMF/REMP, Internet: www.gastrojournal.ch

MIRUS Personaleinsatzplanung Verkauf- und Service Massgeschneidert für die Branche

Aufschnittmaschine Waage «Racer» Typ A 3007 15/35 kg, 1-g-Teilung

Weil wir dahinterstehen. MIRUS Software AG Bahnhofstrasse 7 - 7270 Davos Platz Telefon 081 415 6688 - Fax 081 415 6678 info@mirus.ch - www.mirus.ch

Aufschnittmaschinen, Waagen, Vakuummaschinen, individuelle, persönliche Beratung bis hin zum fachgerechten

Service in der ganzen Schweiz

Tel. 062 923 43 63 CH-4900 Langenthal www.aufschnittmaschinen.ch


2

Titel

3. Juli 2008 Nr. 27

Euro 2008 Bilanz

LEITARTIKEL

Schweizer Bier lief gut

Feste mit Grenzen bringen mehr

Schon im Vorfeld der Euro 2008 haben einige Brauereien die Chance genutzt. Schützengarten aus St. Gallen machte Werbung mit österreichischen Schiedsrichtern, die lieber ihr Bier tranken, als das Spiel zu pfeifen, Unser Bier aus Basel streckte dem Hauptsponsor aus Rheinfelden (besser: aus Dänemark) die Zunge raus. Und es hat sich gelohnt. Unser Bier sei nicht nur an Fan-

festen – ausserhalb der offiziellen Fanzonen – stark nachgefragt gewesen, «auch in den Läden haben wir gut verkauft», meint Istvan Akos von Unser Bier. Selbst wenn die Holländer die Brauerei nicht wirklich leergetrunken haben, eine Coop-Filiale sei auch letzten Samstag wieder tatsächlich leer gekauft gewesen. «Man hat uns Steilpässe zugespielt», betont Akos. So seien viele Leute «hässig geworden», als die Stadt für ein grosses Plakat von Unser Bier statt 6000 plötzlich 18000 Franken an Gebühren verlangte. Über Solidaritäts- und Sponsorenbeiträge Privater kamen plötzlich über 20000 Franken zusammen für die Kampagne von Unser Bier. Die unabhängige Brauerei will nun «den kurzfristigen Peak in nachhaltiges Wachstum ummünzen», sagt Akos: «Wir werden ziemlich schnell mit jenen Gastronomen Kontakt aufnehmen, bei denen wir das Gefühl haben, sie sind wirklich interessiert an unserem Produkt.» Dabei habe man auch die Unterstüzung eines Getränkehändlers. Weitab vom Schuss haben auch die

Ostschweizer Brauereien die Euro 2008 gespürt. Sowohl Schützengarten in St. Gallen als auch Locher in Appenzell sprechen von positiven Effekten. Wie gross das Wachstum gewesen sei, wisse man noch nicht genau, sagt Karl Locher, «wir haben jährlich sowieso einen relativ guten

ständig Euro wäre, das ist ein sicheres Bierpublikum».

Zuwachs». Man nehme jedoch an, die Euro habe Wirkung gezeigt, da der Juni überdurchschnittlich stark gewesen sei.

Rugenbräu in Unterseen bei In-

terlaken hat vor allem von den Holländern profitiert. Die hätten zwar ihren eigenen Tanklastwagen mit holländischem Bier mitgenommen und jeweils nachgefüllt, «doch die wollten natürlich nicht nur ihr Bier trinken und waren sehr froh, dass es neben den zwei Grossen auch noch lokale Biere gibt», meint Thomas Leutenegger von Rugenbräu.

«Bei uns hat die Euro

schon einige Prozente beigetragen», meint hingegen Ernst Zingg von Schützengarten. Man sei zwar wie alle anderen auch nicht in UBSArenen oder den offiziellen Fanzonen vertreten gewesen, «dafür an mittleren und kleineren Festen, die teilweise guten Absatz gebracht haben». In den Restaurants sei die Euro jedoch teilweise schlechter gelaufen, als erhofft. Trotzdem ist die Gastro-Promotion der Brauerei Schützengarten kräftig genutzt worden: 500 Betriebe haben mitgemacht. «Eine tolle Beteiligung», freut sich Zingg. Für jedes Schweizer Goal schenkte man ein Gratisbier aus. Ähnlich wie bei den Baslern klingts bei den Bernern. «Wir haben etwas über 50 Prozent mehr Umsatz im Juni gemacht als bislang», erzählt Stefan Simon von der Brauerei Felsenau. «Wir haben wenig davon gemerkt, dass die Uefa einzig Carlsberg zugelassen hat», hält er fest: «Ich hätte nichts dagegen, wenn

Zwischen den Aus-

tragungsorten Bern und Zürich liegt Baden und damit die Brauerei Müller. «Insgesamt gehe ich davon aus, dass der Verlauf positiv war», konkrete Zahlen lägen jedoch noch nicht vor, sagt Felix Meier von Müller – der Juni ist bei Redaktionsschluss noch nicht ganz zu Ende. Müller hat bei vier Public Viewings mitgemacht, diese seien «gut gelaufen». FOTOLIA.DE

Das SponsorenBier wurde in den Fanzonen, den UBS-Arenen und den Stadien gut verkauft. Doch auch die echten Schweizer Biere profitierten von der Euro 2008. Matthias Nold

Die Letzten ihrer Art? Der Aufkauf von Schweizer Brauereien durch die beiden grossen Carlsberg und Heineken hat die Biervielfalt in der Schweiz wieder etwas angeregt. Immer noch hat der Gastronom die Möglichkeit, ein Bier aus seiner Region zu finden und für seine Gäste zu zapfen. 14 echte Schweizer Brauereien zählt die Mitgliedschaft des Schweizer Brauereiverbandes noch: • A. Egger AG, Worb • Adler AG, Baar • Falken AG, Schaffhausen • Felsenau AG, Bern • Fischerstube (Ueli Bier), Basel • H. Müller AG, Baden • Locher AG, Appenzell • Rosengarten AG , Einsiedeln • Schützengarten AG, St. Gallen • Stadbühl, Gossau (SG) • Ramseier Suisse (Römer Bier), Hochdorf • Rugenbräu AG, Matten-Interlaken • Sonnebräu AG, Rebstein Dazu kommen unzählige kleine und kleinste Brauereien überall in der Schweiz: • Bier-Kultur AG, Öufi Brauerei, Solothurn • Brauerei Erusbacher & Paul AG, Villmergen • Huus-Braui, Roggwil • Kreuzmühle Bräu, Unterägeri • Monsteiner Bier, Monstein • Unser Bier, Basel • Brauhaus Sternen, Frauenfeld • Turbinenbräu, Zürich • Wädi-Brau-Huus, Wädenswil Diese Aufstellung ist keinesfalls abschliessend und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Soeben konnte den Medien der neueste «Streich» aus dem Hause EU entnommen werden. Das Verfüttern von Rüst- und Speiseabfällen aus Haushaltungen und Gastronomiebetrieben an unsere Schweine dürfe nicht mehr vorgenommen werden. Jahrtausende lang wurden Nahrungsabfälle ökologisch sinnvoll verwertet – und unseren Tieren verabreicht. Obwohl die Schweiz (noch) nicht EU-Mitglied ist, wird sie wohl den Kniefall freiwillig tun und die scharfen EU-Richtlinien (lies: Verfütterungsverbot) übernehmen … Ich frage mich, wo die Menschheit hinsteuert! Statt Nahrung sinnvoll zu verwerten, bleibt bald nur noch ein

Ausweg: deren Verwertung in Energie oder die endgültige Verbrennung. Die Folgen dieser Entwicklung sind absehbar: Die Nachfrage nach künstlich erzeugtem Tierfutter steigt, die Preise tun dies auch. So wie zurzeit die Preise für viele Grundnahrungsmittel auch steigen. Statt Nahrung zu «verzehren», wird sie zu Treibstoff verarbeitet. Ich meine, die Schweiz täte gut daran, gegen die neuen Richtlinien zu opponieren. Denn wem nützt ein Fütterungsverbot? Dem «kleinen Bauern» mit einigen wenigen Schweinen oder den «grossen Tierfutterproduzenten»? Meine paar Hühner werden weiterhin «Feines» aus der Kreuz-Küche erhalten. So wie die Gäste auch. Gerne möchte ich den Tag erleben, wo

Und dann war da noch die Uefa Euro 2008 TM, die am Sonntag zu Ende gegangen ist (und offenbar den anderen Anlässen keinen einzigen Zuschauer abgezogen hat). Fällt die Bier-Bilanz der Brauereien durchwegs positiv aus, zeigt eine erste des Gastgewerbes durchzogene Resultate. «Für die Basler ein Nullsummenspiel», titelt der baizer.ch, baselstädtische Sektion von GastroSuisse. Es habe einige Gewinner gegeben und viele Verlierer. Der Erfolg sei stark von Standort und Betriebstyp abhängig gewesen. Ähnliches hört man aus der Ostschweiz, wo viele Gastronomen eher Rückgänge zu verzeichnen hatten. Im Gegensatz zu den anderen Festen, sollte sich die Uefa Euro 2008 TM – notabene mit vielen Auflagen – auf die ganze Schweiz ausdehnen. Das hat sie nicht getan. Profitiert haben einige, auch die Nachhaltigkeit ist aus gastgewerblicher Sicht klein. Matthias Nold

Fazit: Der grosse Däne konnte mit

seinem Schweizer Bier kräftig zulegen, ja. Doch die Kleinen, Unabhängigen haben sich nicht ins Bockshorn jagen lassen: Wer etwas tat, hat auch profitiert.

Mehrwertsteuer

En français

Gleich lange Spiesse für alle

BLICKPUNKT

Page 11

LESERBRIEFE

Brüsseler Inspektoren, willkommen im Kreuz

Jodlerfest in Luzern, Albanifest in Winterthur, Open Air in St. Gallen: überall fanden letztes Wochenende Grossanlässe statt. Mit einigem Erfolg. Das St. Galler Open Air verzeichnete 29000 Besucher und war fast ausverkauft; das Albanifest schreibt von 100000 Menschen und einem «äusserst friedlichen und ruhigen» Anlass. Aus Luzern hört man, das Jodlerfest sei «sehr gelungen» gewesen. Hier wie in Winterthur haben die gastgewerblichen Betriebe einiges profitieren können.

einige Brüsseler Inspektoren unsern Gastrobetrieb inspizieren und mir den «Süügwäsch»-Kübel wegnehmen! Mein Güggel wird ihnen zu spüren geben, was er von diesen «Technokraten-Ideen» hält … Peter Rickenbacher, Gastwirt und Ornithologe, Gasthaus zum weissen Kreuz, Seewen

Gut recherchiert? Der Artikel von Nicolas Michel stellt den Starkoch Chevrier als eine Person dar, die als Unternehmer und Mensch imponiert! Hat Herr Michel gut recherchiert? Ich würde ihn raten, sich als jungen Küchenkommis oder Koch in Sati-

gny einstellen zu lassen. Er wird nach einiger Zeit nicht nur einen Artikel schreiben können, sondern einen Bestseller. Merkwürdig ist auch, dass Sie, Herr Brodmann, gleich neben der deutschen Version auf Seite 2 einen Leitartikel über Prävention statt Katzenjammer publizieren ... Ist es gewollt? Herr Chevrier ist übrigens in Basel bei der Kontrolle des L-GAV bestens bekannt. Natürlich dürfen Sie dort keine Informationen suchen. Ich meine nur, bevor man Persönlichkeiten so lobt, sollte man sie ein bisschen besser kennenlernen. Marzio Forni, Hotel Forni, Ristorante, Airolo

GastroSuisse vertritt bei Mehrwertsteuer seit jeher eine klare Position: gleich lange Spiesse für alle. Insofern begrüsste der Verband den Einheitssatz, der letzte Woche von den politischen Parteien zerzaust wurde, während die Wirtschaft ihn befürwortet. Dies darf das Schweizer Gastgewerbe nicht schrecken: Noch kein Thema ist es zwar, so weit zu gehen wie die EU, wo EU-Steuer-Kommissar Laszlo Kovacs reduzierte MWST-Sätze für gastronomische Dienstleistungen generell vorsehen will. Umso dringender ist hierzulande die Forderung nach einem Ende der Diskriminierung des Gastgewerbes gegenüber Take-outs oder dem Detailhandel, die mit einem reduzierten Satz von 2,4 Prozent operieren dürfen. Hier steht nach wie vor die Motion von Ständerat Hans Hess im Raum. Diese verlangt, dass auch Restaurants mit einem reduzierten MWST-Satz abrechnen dürfen. Bevor der MWST-Umbau ins Rollen kam, hatten der Bundesrat wie auch der Ständerat diese Motion klar befürwortet.


Aktuell

3. Juli 2008 Nr. 27

Nachruf

BLICKPUNKTE

Emil Wartmann

Cassis de Dijon

Halbherzige Angleichung Das bald 30 Jahre alte Cassis-de-Dijon-Prinzip besagt, dass Waren, die in einem Land korrekt in den Handel kommen, in einem anderen Land in gleicher Weise verkauft werden dürfen. Damit entfallen zum Beispiel Umetikettierungen, die die Produkte unnötig verteuern. Der Bundesrat will dieses Prinzip nun endlich auch in der Schweiz einführen. Dies käme dem Schweizer Gastgewerbe durchaus gelegen: Kaum eine andere Branche hat derart unter unsinnigen Handelshemnissen zu leiden, die den Einkauf verteuern. Umso stossender erscheint die Halbherzigkeit des Bundesrates: So untergräbt er in vielen Bereichen, etwa bei der Deklaration, das Prinzip zugunsten von Schweizer Sonderlösungen. GastroSuisse fordert deshalb, dass das Cassis-de-Dijon-Prinzip auch im Lebensmittelbereich vollständig umgesetzt wird.

Mit Emil Wartmann hat das Schweizer Gastgewerbe einen innovativen, originellen und erfolgreichen Unternehmer verloren. Hanspeter Gsell*

Emil Wartmann ist schwer zu fassen. «Wirt und Unternehmer» stand auf seiner Visitenkarte. Diese Bezeichnung mag zwar formell korrekt sein, stimmt aber ansonsten nicht, wird seiner Person nicht gerecht. Emil Wartmann war nicht zu übersehen. Dies hatte jedoch weniger mit seiner durchaus imposanten Körpergrösse zu tun, als vielmehr mit seinen Taten. Denn wie nur wenige hat er den Wandel im schweizerischen Gastgewerbe beeinflusst. Aufgewachsen ist er in Winterthur, die Gaststube des Hotel Wartmann wurde gleichsam zu seiner Kinderstube. Er erlebte die Härte des Wirte-Alltags aus nächster Nähe und wurde – obwohl er eigentlich Chemie studieren wollte – trotzdem Wirt. Nach Studien- und Wanderjahren holte ihn Ueli Prager als Regionaldirektor zu Mövenpick. Wartmann meinte später dazu: «Ohne Ueli Prager wäre ich Wirt geblieben.»

Montreux Jazz Café

ARCHIV GJ

Erstes Lokal am Genfer Flughafen

1965 übernimmt Emil Wartmann das

Bahnhofbuffet SBB in Basel. Als er es 1986 seinem Nachfolger übergab, war der Betrieb nicht wieder zu erkennen. Den Tipp seines Vorgängers, «vor allem nicht zu investieren», hatte er völlig ignoriert. Auch das Verbot der SBB, Nebenjobs zu übernehmen. Die 60er-Jahre wurden zu einer Orgie der Unternehmungslust. Wartmann entwickelte das Konzept für das Schweizer Restaurant an der Weltausstellung in Montreal 1967, gründete die Gastrag – und eröffnete 1969 den ersten Betrieb. Unter seiner Leitung wurden neue Restaurants entwickelt und Dutzende von Betrieben in der ganzen Schweiz eröffnet. «Mr.Pickwick» und «Mister Wong» tragen auch heute noch seine Handschrift. Er sass im Zentralvorstand des Schweizerischen Hoteliervereins

3

Claude Nobs (Foto), Gründer und Leiter des weltberühmten Montreux Jazz Festivals, hat im Genfer Flughafen sein erstes Café eröffnet. Weitere Lokale sollen in den Airports von Dubai, Los Angeles oder Hongkong folgen. Das Genfer Pilotprojekt ist 150 Quadratmeter gross und täglich von 7 bis 23 Uhr offen. Im Montreux Jazz Café haben die Gäste die Gelegenheit, die Konzerte nur gerade einige Stunden nach ihrer Durchführung am Genfersee in voller Länge zu geniessen. Kulinarisch arbeitet Nobs mit SSP, einem der weltweit grössten Verkehrsgastronomie-Unternehmen, zusammen. SSP gehörte bis 2006 zur Compass Group, wurde dann aber an die schwedische EQT verkauft. SSP wird auch die weiteren Montreux Jazz Cafés bewirtschaften.

Emil Wartmann: 19. August 1926 – 26. Juni 2008

und beschäftigte sich mit Schwarzenbachs Initiativen und dem Saisonnier-Statut, schrieb provozierende Glossen. Und – er provozierte gerne. Sein Büro im zweiten Stock des Bahnhofbuffets war übersät mit ritterlichen Urkunden und gastronomischen Auszeichnungen. Und wenn seine Besucher konsterniert, irritiert oder sogar beeindruckt waren, dann amüsierte er sich köstlich.

umstritten. Er liess Corpatoo seine blutigen Metzgeten zelebrieren und Dieter Roth während Jahren in der Brasserie des Bahnhofbuffets das «Allerweltsbild» malen. Und gab sich wohl allzu bescheiden, wenn er behauptete, von «diesen Wilden» verstehe er überhaupt nichts. «Ausser, dass sie das Recht haben und recht haben, genau so zu malen, wie sie es tun.» Emil Wartmann verstand das Gast-

Wartmann interessierte sich für mo-

derne Kunst, seltsame Kunstwerke bevölkerten seine Umgebungen. Seine Ansammlung von «eat-art»Objekten – darunter Schoggiflügelmuttern, Gemüsebilder und Käsecollagen – war so spektakulär wie

Die Grundlage für problemloses Handling

gewerbe immer auch als Gesamtkunstwerk: Essen, Trinken und Sein; gestaltet durch Farben, Geräusche, Gerüche und Gesten. «Die wahre Kunst ist es, das Gewöhnliche aussergewöhnlich gut zu machen.» Denn – gute Kunst entlässt

den Betrachter und somit den Gast anders, als wie er kam. Auch Emil Wartmann entlässt seine Betrachter anders, als wie sie kamen. *Hanspeter Gsell war lange Mitglied der Geschäftsleitung von Emil Wartmanns Gastrag. Heute ist er Besitzer der Vinoverum AG in Basel.

En bref Emil Wartmann, un grand rénovateur de l’hôtellerie-restauration suisse, vient de décéder. Emil Wartmann avait grandi dans la branche et avait fait ses premières armes chez Mövenpick. Il a réussi à mettre en œuvre des concepts qui connaissent, aujourd’hui encore, de beaux succès.

www.montreuxjazz.com www.foodtravelexperts.com

Zum Abschluss der Vorlehre Gastro

Bocuse d’Or Europe 2008

Arbeitszeitkontrolle

9 Diplome überreicht

Décotterd fühlt sich in Form

Gemäss Arbeitsgesetz ist jeder Ar-

Vor Jahresfrist hat GastroZürich

Am Mittwoch, nach Redaktionsschluss, hatte der Schweizer Kandidat Stéphane Décotterd (Foto) seinen Auftritt am Bocuse d’Or Europe 2008 im norwegischen Stavanger. Wie er GastroJournal gegenüber betonte, sei er sehr gut vorbereitet. In der Jury sitzt unter anderem Franck Giovannini, der 2007 beim Bocuse d’Or den sensationellen dritten Rang belegte.

GastroSuisse hat zur Erleichterung der Arbeit im Zusammenhang mit der Arbeitszeitkontrolle ein Formular entwickelt, der es jedem Arbeitgeber in der Gastronomie und Hotellerie leicht macht, die Arbeitszeiten fortlaufend einzutragen. Das

Formular in Form eines Katalogs ist jeweils für fünf Mitarbeitende für den Zeitraum eines Jahres gestaltet und enthält je ein Formular pro Mitarbeiter und Monat. Dank eines eingelegten Anleitungsblattes ist die Handhabung einfach. Die zu berücksichtigenden Punkte sind verständlich erklärt. Der Katalog kostet nur Fr. 24.50. GastroEdition Fachverlag Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich, Tel. 0848 377 111 Fax: 0848 377 112 E-Mail: info@gastrosuisse.ch

dank der Unterstützung durch das Weinhandels-Unternehmen Bindella erstmals eine Vorlehre Gastro als Berufsvorbereitungsjahr angeboten. So durften interessierte Schulabgänger in je einem der zahlreichen Bindella-Restaurationsbetriebe während eines Jahres einen praktischen und theoretischen Einblick in die verschiedenen Möglich-

keiten einer beruflichen Zukunft im Gastgewerbe nehmen. Jetzt wurden neun Schulabgänger dipomiert. Nämlich: Nadja Baer, Karim Benachma, Roman Cibien, Stefanie Fritschi, Marvin Funes, Naza Herdic, Tim Kölliker, Monika Zeller und Angelo Zese. Die Diplomierten bleiben dem Gastgewerbe treu, indem sie eine Lehre in je einem der vielen Berufe absolvieren. js

J. STEIMEN

beitgeber für die Erfassung der effektiven Arbeits- und Ruhezeit verantwortlich. So kann ein Mitarbeitender jederzeit Auskunft über Arbeitszeiten verlangen. Die erfasste Arbeitszeit muss monatlich dem Mitarbeitenden vorgelegt und von ihm unterschrieben werden. Bei Übernahme eines Betriebes inklusive Personal sind diese Unterlagen vom Vorgänger zu verwenden. Wer sich nicht an das Gesetz hält, muss mit sehr hohen Bussen rechnen.

Diplome übergeben: Christa und Rudi Bindella (beide ganz rechts) sind darüber erfreut, dass 9 Schulabgänger diplomiert werden durften.


Restauration

3. Juli 2008 Nr. 27

Testlauf der Kochnationalmannschaft im Zentrum Paul Klee in Bern

SZENE

Olympiade im Visier

Zürcher Restauration

Volkshaus in jungen Händen

Die Vorbereitung auf die KochOlympiade läuft auf Hochtouren. In Bern hat die Kochnationalmannschaft ihr OlympiaMenü ein weiteres Mal kritischen Testern vorgesetzt – aber nicht nur Lob eingeheimst. Jo Steimen

J. STEIMEN

Halbzeit bei der Vorbereitung der Kochnationalmann-

Langsam, aber sicher, kocht sich die Kochnationalmannschaft für die Koch-Olympiade in Topform.

Das Restaurant Volkshaus im Zürcher Kreis 4 wurde Ende Juni wieder eröffnet. Betrieben wird das altehrwürdige Lokal von Koni Frei, Zsolt Tscheligi, Yves Spink und Urs Mühlherr. Das Quartett ist in der Limmatstadt vor allem bei jüngeren Gastronomiegängern bekannt. So betreiben die vier unter anderem die Sport-Bar, das Kanzlei und die LongStreet-Bar in der Langstrasse. Im Volkshaus soll es jedoch nicht so laut zugehen wie in den erwähnten Betrieben. Eine Kombination aus Bar, Lounge und einem gepflegten Speiserestaurant will auch ältere Gäste anlocken.

ANZEIGE

Publiartis

schaft im Hinblick auf die im Oktober im deutschen Erfurt stattfindende Koch-Olympiade! Die Kochnationalmannschaft zauberte im Restaurant Schöngrün in Bern ihr Menü auf den Tisch, mit dem sie Olympia-Gold im Visier hat. Gut 100 Gäste zeigten sich von den Leistungen des Swiss Culinary National Teams begeistert. Immerhin ging es da um Variationen von Flusskrebsen, einem Trio vom Kalb und um süsse Kombinationen. Anerkannte Kochgrössen wie Altmeister Sepp Stalder, Kochverbandspräsident Georges Knecht und der 16-PunkteKoch Werner Rothen (Hausherr im Schöngrün) hatten das von der Kochnationalmannschaft Vorgesetzte – wie bereits bei früheren Probeläufen – einer fachgerechten Kritik zu unterziehen.

5

Das Olympia-Menü wurde von den Fachleuten aus diesem Grund auch peinlich genau unter die Lupe genommen. Immerhin geht es da um perfektes Anrichten, um die Farblichkeit, um den Schwierigkeitsgrad in der Produktion der Speisen und letztlich um den Geschmack des Gesamten. Georges Knecht sagt dazu: «Natürlich hat jeder Koch seine eigene Meinung, wie was auszusehen und zu schmecken hat. Aber es gibt schon auch handfeste, objektive Bewertungskriterien. Denn wenn ein zu stark gegarter Fisch oder eine leicht angetrocknete Beilage der Jury vorgesetzt wird, ist das Spiel schon verloren.» Das Urteil der engagierten Fachleute nach dem Probelauf im Schöngrün: «Die Richtung stimmt und der Schwierigkeitsgrad ist sehr hoch. Geschmacklich kann noch einiges verbessert werden und das Anrichten erreicht auch noch nicht den nötigen Grad von Perfektion». Alles in allem also: Starker Tobak für die Kochnationalmannschaft – nur drei Monate vor der Olympiade!

Auch für Heimweh-Tessiner.

Dennoch ist das Team mit Muharem Musagic, Richard

Lang, Rasmus Springbrunn (Team-Captain), Thomas Riesen, Beat Weibel (Team-Chef) und Rolf Mürner auf jeden Fall auf dem richtigen Weg. Team-Chef Beat Weibel sieht da ganz klar: «Natürlich erhalten wir lieber Lob als Schelte. Der Applaus zufriedener Gäste freut uns. Aber nur die Meinung ausgewiesener Fachleute kann uns wirklich weiterbringen. Jeder Tipp, den wir uns zu Herzen nehmen, kann letztlich den nötigen Unterschied zur Konkurrenz ausmachen.» Wichtig ist für Beat Weibel, dass das Team von Testlauf zu Testlauf Fortschritte erzielt. Kochen auf Weltklasseniveau ist wie die Formel 1: An al-

len Ecken und Enden werden Kleinigkeiten abgestimmt, Rezepturen minimal angepasst, Garzeiten optimiert und die Präsentation perfektioniert. «Es ist eine Art Ballett der Zutaten, das sich aus einem anfänglichen Chaos zu einer Einheit von Augen- und Gaumengenuss verbindet», sagt Beat Weibel und ergänzt: «Im Vergleich zur Leistung, die wir an der Olympiade in Erfurt bringen müssen, um Titelchancen zu haben, sind wir im Moment bei einer Leistungsfähigkeit von rund 85 Prozent. Es gibt also noch viel zu tun.»

Langjährige Familientradition und eine grosse Portion Innovationsfreude bürgen für hochwertige Schweizer Qualität. Tessinerbrot vorgebacken

An der Olympiade in Erfurt werden 29 Nationalteams

aus der ganzen Welt um Olympia-Ehren kochen. Für die kalte Küche müssen sechs Vorspeisen, verschiedene Hauptgerichte, Fingerfood, eine vegetarische Platte und drei Desserts hergestellt und angerichtet werden. Im Bereich warme Küche muss in fünf Stunden ein Dreigangmenü für 110 Personen vorbereitet, gekocht, angerichtet und serviert werden. Nationalteams, die mindestens 552 von möglichen 600 Punkten erreichen, erhalten eine Goldmedaille. So wird auch der nächste Test der Kochnationalmannschaft Bedeutung haben: Der findet am 19. Juli im Hotel Palace in Gstaad statt.

L’Equipe National Suisse des cuisiniers est championne du monde en titre. Elle vise l’or lors de l’Olympiade des cuisiniers à Erfurt, en Allemagne. Pour atteindre cet objectif, l’équipe doit soumettre son menu olympique à plusieurs tests sévères. Récemment, elle a procédé à un de ces essai à Berne et servira bientôt le menu aux clients critiques du Palace de Gstaad.

Convenience-Sortiment für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Grossabnehmer, Detaillisten Neubruchstrasse | 8717 Benken SG | Telefon 055 293 36 36 | Fax 055 293 36 37 | info @ romers.ch | www.romers.ch GJGM54843

P3/08

En bref


Hotellerie & Tourismus

3. Juli 2008 Nr. 27

Neue kostenlose Internetseiten für die Thurgauer und Schaffhauser Gastronomie

FLASH

Die Ostschweiz staunt

Innerschweizer Hotellerie

7

Neuer Bürgenstock für 300 Millionen

Im Osten gehts rund. Ein neues Internet-Tool soll der Gastronomie Kunden bringen. Kostenlos! Andrej Abplanalp

Seit Anfang April ist im Kanton Thurgau der Online-Finder aufgeschaltet. Gäste, die einen Gastronomie-Betrieb suchen, können ihre Wünsche eingeben und finden sofort das gewünschte Lokal. Ob Nichtraucher-Café oder familienfreundliches Hotel garni, das neue Internet-Werkzeug bietet eine Menge Optionen.

Endlich ist klar, wie es auf dem Nidwaldner Bürgenstock weitergehen soll: mit grossen Investitionen. Die Barwa Real Estate Company hat von der Rosebud Hotels Holding AG die Aktien der Bürgenstock Hotels gekauft. Die Investoren aus Katar wollen in den nächsten Jahren rund 300 Millionen Franken in das Hoteldorf am Bürgenstock pumpen. Schlussendlich sollen 500 Hotelbetten zwischen gehoben und luxuriös entstehen. Bevor jedoch gebaut werden kann, müssen die Gemeindeversammlungen von Ennetbürgen und Stansstad über den Zonenplan entscheiden. Dies soll im November geschehen.

«Wir haben uns entschlossen, auch

SWISS-IMAGE

Betriebe aufzunehmen, die nicht bei GastroSuisse sind», betont Projektleiter Alex Häni. Damit wolle man einerseits auf die Bedürfnisse des Gastes eingehen, andererseits glaubwürdig auftreten. «Glaubwürdigkeit erhält man nur, wenn man die gesamte Branche spiegelt.» Ausserdem hofft Max Reiner, dass der eine oder andere Betrieb vielleicht Mitglied von GastroSchaffhausen wird. Wahnsinnig schön, unglaublich vielfältig und sehr gastronomiefreundlich – der Kanton Thurgau. GastroSchaffhausen? Genau! Seit

Mitte Mai ist der Online-Finder auch für die Region Schaffhausen aufgeschaltet worden. Ob weitere Kantone folgen, ist zurzeit noch offen. Da das gesamte Projekt für die angeschlossenen Gastronomie-Betriebe gratis ist, scheint eine Ausbreitung in der ganzen Ostschweiz nicht unwahrscheinlich. Wie funktioniert denn eine qualita-

tiv hochstehende, aber kostenlose Dienstleistung wie der Online-Finder? «Der Verband und Sponsoren zahlen die Seite», erklärt Häni. Auch der Projektleiter selbst investiert in den Online-Finder. Nicht

Geld, sondern Zeit und professionelles Know-how. Mit seinem Motorrad ist er unterwegs, um die knapp 900 Gastrobetrieb im Thurgau abzulichten. Danach folgen die 300 Lokale im Kanton Schaffhausen. Und dann? «Wir von GastroThurgau haben bereits mit dem Dehoga Baden-Württemberg eine Vereinbarung.» Konstanz wird dem Online-Finder beitreten. Auch Thurgau Tourismus hat reagiert und das Internetwerkzeug auf der eigenen Homepage verlinkt. «Internet-Suchmaschinen erfreuen sich einer grossen Popularität», erklärt Geschäftsführerin Monika Grünen-

felder. Mit dem Online-Finder würden die Gäste schnell gut informiert. Grünenfelder kann sich gut vorstellen, dass der Online-Finder in der ganzen Ostschweiz ein Bedürfnis ist.

arbeitet ST auch mit der weltweit bekanntesten WWW-Suchmaschine zusammen. www.gastro-thurgau.ch

Etwas anders beurteilt man den Online-Finder weiter westlich. In Zürich bei Schweiz Tourismus (ST) meint Thomas Winkler: «Regional ist ein solches Tool sicher interessant.» Für eine Zusammenarbeit mit ST reiche es jedoch nicht. «Wir arbeite national.» Die meisten Internet-User würden sowieso über Google suchen. Aus diesem Grund

En bref

Neuer Tourismus TV-Spot

Verzweiflung nach der Euro 2008 Verzweifelte, weinende Frauen (Foto) zeigt ein Spot des Standortmarketings Schweiz zur Verabschiedung der Euro 2008. Er ist letztes Wochen-

www.gastro-sh.ch www.myswitzerland.com www.google.ch

Dans les cantons de Thurgovie et de Schaffhouse, les restaurateurs profitent, depuis quelques semaines, d’un moteur de recherche gratuit sur internet GastroThurgau et GastroSchaffhausen y participent aussi. Ils collaborent avec Thurgau Tourismus. Mais cela ne sufit pas pour une extension au plan national.

de in Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden gestartet und wird dort zu den besten Sendezeiten ausgestrahlt, wie das Standortmarketing bei Schweiz Tourismus in einer Medienmitteilung schreibt. www.switzerland.com/aufwiedersehen

Grosses Hotelprojekt am Vierwaldstättersee

Emmetten hofft und bangt Im nidwaldnerischen Emmetten will

ein holländischer Investor ein grosses Hotelprojekt realisieren. Das ist nicht wirklich neu. Allerdings scheint die Zeit – anders als 2006 – jetzt reif, um konkreter zu werden. Unter dem Namen Ferienresort Emmetten planten die beiden Holländer Johannes B. Meyers und Jan Marsman im Herbst 2006 ein Luxushotel, 29 Appartements und 120

Wohnungen. Kostenpunkt: 70 Millionen Franken. Weil die Ansichten der Geldgeber und der Gemeinde Emmetten in einigen Punkten weit auseinandergingen, schien das Ferienresort ein süsser, aber unrealistischer Traum. Seit Ende 2006 war das Projekt kein Thema mehr.

Jahr eine Machbarkeitsanalyse anfertigen. Diese liegt nun vor. «Die Dimensionen und das bauliche Konzept wurden bestätigt», sagte Stefan Vonlanthen gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung. Will heissen, die Grösse des Resorts ist kein Problem. Projektleiter Vonlanthen vom Hergiswiler Büro Unit Architekten, welches für die Studie verantwortlich ist, sieht jedoch ein anderes Problem: «Die Studie zeigt, dass die Kundschaft eher im 3- bis 4-Sterne-Segement und nicht wie ursprünglich geplant im luxuriösen 5-Sterne-Sektor anzusiedeln ist.» Zudem sei die Region Emmetten besonders für Familien geeignet.

Doch nun scheint das Thema wieder an Aktualität zu gewinnen. Die Gemeinde Emmetten liess im letzten

Helvetic Airways

IH&RA

Baut ab

Grosse Themen, grosse Fragen

Die Schweizer Fluggesellschaft Hel-

Zum zweiten Mal, seit die internationale Hotel und Restaurant Organisation IH&RA in Genf residiert, haben sich unter Führung von Präsident Ghassan Aidi der Vorstand und Vertreter der nationalen Verbände getroffen. Neben Fragen der künftigen Finanzierung der IH&RA standen unter anderem der Klimawandel und seine Folgen, Fragen der Migration oder Hotelklassifikationen (siehe S. 20) zur Debatte. www.ih-ra.com

vetic Airways gibt das LinienflugGeschäft auf. Die Airline begründet den Schritt mit den hohen Treibstoffpreisen. Helvetic Airways setzt künftig auf Charter- und WetleaseFlüge. Trotz der Aufgabe von Linienflügen soll sich für die HelveticAngestellten nichts ändern. Der Personalbestand bleibe auf dem aa jetzigen Niveau. www.helvetic.com

TODESANZEIGE

Respektvoll und betroffen nehmen wir Abschied von

Emil Wartmann

WEB

Ob die holländischen Investoren auf

Ist Emmetten der nächste Schweizer Ort mit einem grossen Tourismusresort?

die Resultate der Studie eingehen werden, ist noch offen. Im Juli treffen sich Geldgeber, die Gemeinde Emmetten, der Kanton Nidwalden und die Unit Architekten zu Gesprächen. Verlaufen diese positiv, würde das Stimmvolk der Gemeinde anschliessend über die nötige Umzonung der rund 22000 benötigten Quadratmeter entscheiden. Bis dann wartet Emmetten ab. aa

Als herausragender Gastro-Pionier und Gründer unserer GASTRAG hat Emil Wartmann bleibende Akzente gesetzt, die uns heute noch Leitbild sind. Wir werden ihn als vorbildlichen «Patron» in dankbarer Erinnerung behalten. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, welchen wir unser herzliches Beileid aussprechen. GASTRAG Basel Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und das ganze Team GJT56654


10

GastroIdeen

TRENDS Best of Swiss Gastro

Golfturnier im August geplant Best of Swiss Gastro, die Organisation, die den begehrten Publikumspreis in diversen Gastro-Kategorien einmal pro Jahr vergibt, organisiert erstmals ein Golfturnier, welches am 11. August in Otelfingen auf dem 18-Loch-Parcours durchgeführt werden soll. Dieses für jeden Gastronomen offene Turnier wird im Zusammenhang mit der Präsentation des neuen Best of Swiss Gastro-Guides organisiert. Interessenten dürfen sich per E-Mail anmelden. bp@gastroawards.ch

Im September geplant

Käsetage Toggenburg Das gehört schon jetzt in die Agenda jedes Käseliebhabers: Zum dritten Mal finden die Käsetage Toggenburg zwischen dem 11. und 14. September in Unterwasser statt.

3. Juli 2008 Nr. 27

Franke Spectra mit innovativer Technik für unbeschränkte Möglichkeiten

NOTIZEN

Jetzt mit Touch-Panel

Kreditkarten

Die Wandelbarkeit der Fran-

Verrechner von Kreditkartenleistungen, sogenannte «Acquirer», bezahlen an die Herausgeber der Karten, die «Issuer», eine Kommission, die sogenannte «Interchange Fee». Die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hat nun im Falle von MasterCard für alle grenzüberschreitenden Kartenzahlungen im Europäischen Wirtschaftsraum diese Gebühr untersagt. Für die Schweiz, wo die Gebühren im Jahr 2005 gesenkt wurden, gilt das Verbot nicht, wie die Wettbewerbskommission gegenüber GastroJournal bestätigt. Allerdings läuft Ende 2009 die momentane Regelung aus. Und aufgrund der internationalen Entwicklung ist auf eine Abschaffung der Gebühr zu hoffen. Womit auch die Kommissionssätze markant sinken dürften.

der auf das Touch-Bedienpanel der Spectra einzuspielen. Das hilft nicht nur dem Personal, sondern auch den Gästen im Selbstbedienungsbereich, die richtige Tasse für das gewünschte Produkt auszuwählen.

ke Kaffeevollautomatenlinie Spectra ist einzigartig. Ziel von Franke ist es, jedem Kunden die optimale Gerätekonfiguration anbieten zu können. Auch im Bereich der Bedienung gibt es bei der Spectra drei individuelle Lösungen zur Auswahl: das Standard Display Basic, das übersichtliche Display Vetro für den Selbstbedienungsbereich sowie das Touch-Panel, bei welchem der Produktedarstellung kaum Grenzen gesetzt sind.

Während und zwischen den Produktebezügen können auf dem Touch-Bedienpanel Werbebotschaften und Informationen eingespielt werden. So kann beispielsweise im Selbstbedienungsbereich auf Sonderangebote oder köstliche, hausgemachte Snacks hingewiesen werden. Das ist nicht nur verkaufsfördernd, sondern auch in der Umsetzung sowie in der Nutzbarkeit praktisch und innovativ.

Das Touch-Bedienpanel ist technisch überlegen, weil es 40 Produktewahlmöglichkeiten bietet und somit die Vielfalt der Kaffeespezialitäten, grafisch oder textform, problemlos darstellen kann. Pro Bildebene können bis zu zehn Produkte angezeigt werden. Die Franke Kaffeemaschinen AG in Aarburg offeriert dem Kunden zudem die Möglichkeit, individuelle Produktebil-

Franke Coffee Systems als einer der führenden Hersteller für professionelle, vollautomatische Kaffeemaschinen orientiert interessierte Gastronomen gerne detailliert. www.franke-cs.com

Melitta – seit 100 Jahren gefilterter Kaffeegenuss

Am Anfang war das Löschblatt Im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung wird die höchste Auszeichnung im Käseland Schweiz, der «Swiss Cheese Award», vergeben. Organisiert werden ein grosser Käsemarkt, verschiedene Workshops, Referate und ein ziemlich vielseitiges und interessantes Rahmenprogramm. So wird Unterwasser zu einem sowohl kulinarischen wie unterhaltsamen Treffpunkt für vier hoffentlich schöne Spätsommertage. www.cheese-awards.ch

Mitmachen – gewinnen

Lukrativer Wettbewerb Der Internet-Wettbewerb von GastroJournal bietet jeden Monat die Gelegenheit, einen Gutschein der Schweizerischen Gilde etablierter Köche im Wert von 200 Franken zu gewinnen. Mit diesem Gutschein können die Gewinnerinnen und Gewinner in einem der rund 300 Gilde-Gastbetriebe in der ganzen Schweiz einkehren und sich verwöhnen lassen. Unter den zahlreichen Einsendungen, die im Juni das Lösungswort Reka nannten, wurde Yvette Sulliger aus Gland als Siegerin gezogen. Der Wettbewerb geht weiter, die Wettberwerbsfrage für den Monat Juli und die Möglichkeit, die Lösung zu nennen, findet sich wie immer auf der Internet-Seite des GastroJournals. Alle Details unter: www.gastrojournal.ch

Noch ist der Melitta-Filter ein

Produkt, das in abgelegenen Bergwirtschaften, da und dort in einer SAC-Hütte und natürlich in privaten Haushalten zum Alltag gehört, wenn es darum geht, einen Kaffee zuzubereiten. Jetzt sind es bereits 100 Jahre her, seit es den noch einfachen Melitta-Filter gibt. Kaffeetrinken war vor 100

Jahren noch kein ungetrübter Genuss. Bitterer Nachgeschmack und Kaffeesatz im Mund waren unangenehme Begleiter, die auch die Dresdner Hausfrau Melitta Bentz störten. Als sie eines

Tages durch ein Löschblatt im Schulheft ihres Sohnes Willy auf die Idee kam, eine Art Filter zu basteln, wurde eine bahnbrechende Innovation geboren. Am 20. Juni 1908 erteilte ihr dann das Kaiserliche Patentamt zu Berlin einen Gebrauchsmusterschutz. Damit lag die Firma Melitta GmbH quasi in der Wiege. Zusammen mit ihrem Mann

Hugo Bentz begann sie, in der eigenen Wohnung in geringer Stückzahl Filter zu basteln. Der Glaube an die Idee brachte Erfolg. In Minden, dem heutigen Hauptsitz, fand das Ehepaar Bentz ein stillgelegtes Fabrikgebäude. Dort startete letztlich ein weltweiter Siegeszug des Kaffeefilters für den ungetrübten Kaffeegenuss. 30 Jahre später grün-

dete das Unternehmen in Zürich seine erste Landesgesellschaft. Seit 1966 befindet sich der Sitz des Schweizer Zweigs in Egerkingen. Heute ist die Produktion zentralisiert in Deutschland, und Melitta Schweiz GmbH wurde vom Industrieunternehmen zur reinen Vertriebsgesellschaft. Denn neben Filtertüten und Kaffee-Automaten bietet Melitta auch Tee-Filterprodukte an und Marken wie Toppits und Glad (Frischhaltefolien), aber auch Swirl (Zubehör für Staubsaugen sowie Reinigungstücher für unterwegs). www.melitta.ch

FÜR SIE GEFAHREN

FÜR SIE GELESEN

Voluminös – in jeder Beziehung

Aphrodisische Rezepte

Für Hoteliers und Gastronomen muss ein Auto kraftvoll und raumstark sein. Und es muss bei der Arbeit wie in der Freizeit Spass machen. Einer erfüllt all diese Forderungen ausgezeichnet: der Nissan Qashqai. Der komplett neue Crossover ist nicht nur optisch ungewöhnlich. Er ist auch in seiner Gesamtheit ein Auto, das ziemlich schnell gefällt und Freude zu bereiten vermag. Die leicht erhöhte Sitzposition garantiert perfekte Übersicht, das Handling überzeugt durch Leichtgängigkeit und durch ergonomische Bedienungselemente. Die zur Verfügung ste-

henden Motoren (1,6 und 2,0 Liter Hubraum mit 115 bzw. 140 PS Leistung oder den 2,0 Liter-Turbodiesel mit 150 PS) begnügen sich mit 6,6 bis 8,2 Litern pro 100 km. Ebenso Freude bereitet die Ladekapazität des Qashqais,der übrigens Bestnoten im Euro-Crashtest erhielt: Der Kofferraum bietet 410 Liter Inhalt und kann bis auf 1513 Liter (mit umgeklappten Rücksitzen) erweitert werden. So können in den Laderaum zehn Liter-Harrassen, vier Kartoffel- oder Rüeblisäcke und mindestens zweimal 10 Liter Milch gestellt werden. Erfreulich: Der Qashqai ist ab Fr. 28750.– zu haben.

Liebe und Sinnlichkeit sind die Nahrung des Herzens und der Seele. Das darf auch ein Gastronom so verstehen, dass er demnächst für spezielle Dinner for Two dem Gast (vielleicht) auch Spezialitäten vorschlägt, die

der aphrodisischen Küche entspringen. Ruth Johnson nämlich hat in einem Buch eine ganze Reihe von Rezepten preisgegeben, die ausschliesslich gesunde und frische Gerichte ergeben, die mehr Sinnlichkeit in den kulinarischen Alltag bringen. Die Rezepte sind einfach, unkompliziert und leicht nachkochbar. Gar Ergänzungen und Variationen sind erlaubt. Wer die Liebesgeister seiner Gäste wecken will, kann das 160 Seiten umfassende, reich bebilderte Buch für Fr. 34.90 jetzt bestellen. Buchbestellung: GastroEdition Fachverlag Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich, Tel. 0848 377 111 Fax: 0848 377 112 E-Mail: info@gastrosuisse.ch

EU untersagt Interchange Fee

DSR Gruppe

Umsatz um 12,4 Prozent erhöht Gegenüber 2006 konnte die DSR Gruppe ihren Umsatz im letzten Jahr um 12,4 Prozent auf insgesamt 213,6 Millionen Franken steigern. Die Gruppe betreibt in der Schweiz total 219 Restaurants und beschäftigt 1218 Mitarbeiter. 2007 eröffnete DSR 21 neue Betriebe. Neun davon in der Deutschschweiz. www.dsr.ch

InBev muss abwarten

Anheuser-Busch gegen Offerte Die US-Brauerei AnheuserBusch hat das Übernahmeangebot des belgischen Rivalen InBev zurückgewiesen, die Tür zu Verhandlungen aber offengelassen. Die 46,3 Milliarden Dollar schwere InBevOfferte bewerte das Unternehmen zu niedrig, teilte der Budweiser-Hersteller mit. InBev bekräftigte, einen freundlichen Zusammenschluss zu bevorzugen. Zugleich reichten die Belgier jedoch eine Klage ein, die der Auftakt zu einer feindlichen Übernahme werden könnte. InBev würde durch eine Fusion mit Anheuser-Busch zum weltgrössten Bierbrauer aufsteigen. www.anheuser-busch.com

Neue Partnerschaft

Jenni mit Splügenschloss Die Geschäftsleitung des Boutique Hotels Alden Hotel Splügenschloss in Zürich hat die Zürcher Firma Jenni Kommunikation als Beratungsfirma bestimmt. Jenni Kommunikation wird die Direktion in Kommunikationsfragen beraten und die Strategie des Hotels in der Schweiz entsprechend umsetzen. www.jeko.com


Pages françaises

Gros Plan

3 juillet 2008 No 27

L’Euro 2008 et les brasseurs suisses

Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales

Espoirs de croissance La bière des sponsors s’est bien vendue dans les fanzones, les UBS Arenas et les stades. Mais les vraies bières suisses ont également profité de l’Euro 2008. Matthias Nold

«Unser Bier» n’était pas seulement très demandée lors des fêtes des fans – en dehors des fanzones –, mais selon Istvan Akos de Unser Bier, «nous avons aussi bien vendu dans les commerces». Même si les Hollandais n’ont pas véritablement bu les stocks des brasseurs, une filiale de Coop n’avait plus une goutte de bière, samedi passé. «Certains nous ont fait des passes en profondeur», souligne Istvan Akos. C’est ainsi que de nombreux gens se sont «énervés» lorsque la ville a subitement réclamé 18 000 francs au lieu de 6000 francs pour une grande affiche de Unser Bier. Grâce à une campagne de solidarité et des contributions de sponsors, 20 000 francs ont été réunis pour la campagne de Unser Bier. La brasserie indépendante veut «transformer la pointe de courte durée en croissance durable», explique Istvan Akos. «Nous prendrons rapidement contact avec les tenanciers dont nous avons l’impression qu’ils sont vraiment intéressés par notre produit.» L’entreprise peut aussi compter sur le soutien d’un commerce de boissons. Loin de l’événement, les brasseries de Suisse orientale ont également senti l’Euro 2008. Tant Schützengarten que Locher, à Appenzell, parlent d’effets positifs. Selon Karl Locher,

Des goûtelettes pour les Romands

l’importance de la croissance n’est pas encore connue avec précision. «Quoi qu’il en soit, nous enregistrons chaque année une croissance relativement bonne.» Il part de l’idée que l’Euro a eu des effets, puisque juin avait été nettement plus fort que normalement. «Chez nous, l’Euro a bien contribué pour plusieurs pour cent», commente Ernst Zingg, de Schützengarten. Comme tous les autres, elle n’était pas présente dans les Arènes d’UBS et les fanzones officielles. «Par contre, nous étions dans des fêtes de taille moyenne ou petite qui ont apporté un chiffre d’affaires partiellement bon.» Mais dans les restaurants, l’Euro a moins bien tiré que ce qui était espéré. Néanmoins, la promotion gastro de la brasserie Schützengarten a été fortement utilisée: cinq cents établissements ont collaboré, «une superbe promotion», se réjouit Ernst Zingg. Pour chaque but marqué par la Suisse, une bière était servie gratuitement. Les échos bernois ressemblent à ceux de Bâle. «En juin, nous avons réalisé un peu plus de 50% de chiffre d’affaires en plus», raconte Stefan Simon, de la brasserie Felsenau. «Nous avons très peu ressenti que l’Uefa n’admettait que la seule Carlsberg. Je n’aurais rien contre, si l’Euro se jouait en permanence, c’est un public acquis pour la bière. Rugenbräu à Unterseen a surtout profité des Hollandais. Ces derniers avaient amené leur propre camion citerne avec de la bière hollandaise et en avaient refait le plein. «Ils ne voulaient évidemment pas seulement boire leur bière et étaient très heureux qu’à côté des deux grands, il y avait aussi des bières locales», estime Thomas Leutenegger, de Rugenbräu.

ARCHIVES GJ

Avant même l’Euro 2008, plusieurs brasseries ont saisi leur chance. Schützengarten de Saint-Gall a fait de la publicité avec des arbitres autrichiens qui préféraient boire de la bière que de jouer de leur sifflet. «Unser Bier», de Bâle, a montré sa langue au sponsor principal de Rheinfelden (mieux: du Danemark). Cela a valu la peine.

Boxer: pas l’euphorie pendant l’Euro. Finalement, le grand Danois a connu une forte hausse avec sa bière suisse, c’est vrai. Mais les petits, les indépendants ne se sont pas laissé intimider: ceux qui ont fait montre d’initiative en ont aussi profité.

Auf Deutsch

Alors que la Cardinal ou la Valaisanne, des marques appartenant à Feldschlösschen, filiale du sponsor officiel Carlsberg, ont coulé à flots durant l’Euro 2008, les bières indépendantes régionales et locales semblent n’avoir que peu ou pas profité d’une manifestation où elles n’avaient qu’un pouvoir de pénétration périphérique. A la brasserie Boxer, par exemple, l’Euro avait suscité le lancement d’une bière au look particulier: une bouteille de 33 cl (en verre perdu) avec une fermeture mécanique en forme de ballon de foot. Directeur de la brasserie vaudoise, Peter Keller estimait mardi que ce produit développé pour l’Euro avait connu un succès moyen. «Il est encore trop tôt pour un bilan. Dans la restauration, les chiffres des ventes ne sont pas encore connus. Mais ce n’est pas l’euphorie.» Le brasseur explique aussi ce petit succès par la durée trop brève de la manifestation sportive. «Mais le foot continue après l’Euro et nous allons encore en vendre.» A la Brasserie des Franches Montagnes, l’Euro n’a eu aucune incidence sur les ventes. «Nous avons fait un joli mois de juin», dit Jérôme Rebetez. Le brasseur jurassien explique que ses bières de dégustation n’intéressent pas spécialement les amateurs de football. De plus, relève-t-il, la clientèle de Suisse romande réagit différemment de l’alémanique. «En Suisse allemande, une bière locale est très vite adoptée par la population. Chez nous, les gens disent que c’est bien mais n’en consomment pas forcément.» mtpp

Seite 2

Claude Nobs, le cuisinier devenu musicien ouvre un établissement à l’Aéroport de Genève

Le Montreux Jazz Café a décollé C’est à l’Aéroport International de Genève que l’exploitation du Montreux Jazz Café vient de prendre son envol. Aujourd’hui à Genève, demain à Dubai et dans d’autres aéroports du monde, le Montreux Jazz

11

Café comprend, sur 150 m (100 places assises) une zone restaurant, un lounge et le backstage, disposant d’une scène et où se trouve l’écran plat de 70 pouces qui diffuse les archives du Festival de Jazz. 25 per-

sonnes servent la clientèle 7 jours sur 7 de 7 à 23 heures. Pendant ce festival, les passagers qui font halte dans l’établissement ont le privilège de visionner des concerts quelques heures seulement après le passage des musiciens à l’auditorium Stravinski ou au Miles Davis Hall.

2

Claude Nobs, ancien cuisinier est en fait le père de ce nouvel établissement qu’il a inauguré en compagnie de Rick Stavast, directeur général de la filiale suisse de SSP, l’un des leaders mondiaux de la restauration

dans les aéroports, et de Gilles Dupont, du Lion d’Or de Cologny. Ils ont baptisé quelques plats du nom des artistes favoris de Claude Nobs, comme le très montreusien «Smoke on the Water». A l’occasion de cette inauguration à laquelle assistaient des Montreusiens et leur syndic, Claude Nobs à reçu des mains de Robert Deillon, directeur général de l’Aéroport international de Genève, une carotte du béton de la piste, dédicacée à son intention. rh

Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève

HEBDOMADAIRE Interdiction de fumée

Règlement genevois en vigueur L’ère de l’interdiction de fumer dans les lieux publics a commencé mardi à Genève. Selon le règlement d’exécution du 3 mars dernier, le fumeur contrevenant à l’interdiction sera passible d’une amende 100 à 1000 francs et l’exploitant d’une amende de 100 à 10000 francs. Les inspecteurs du service du commerce, ceux du service de la consommation et des affaires vétérinaires, la police ainsi que les agents de sécurité municipaux sont habilités à effectuer des contrôles. «Si un particulier arrête de fumer suite à l’intervention de l’exploitant, il n’y a pas de sanctions», précise la directive du Département de l’économie et de la santé. Quelques exceptions sont prévues, notamment les chambres d’hôtels et les lieux de soins.

Restoroute en Valais

Le canton a choisi Rarogne La commune de Rarogne (photo) a été choisie pour recevoir le resto-

route prévu sur l’autoroute A9 dans le Haut-Valais. Le site de Rarogne a été préféré à trois autres dans le Haut-Valais, sur la commune de Loèche, de Tourtemagne et dans la région du Lötschberg.

Abolition des patentes

Premier pas pour les Neuchâtelois Le Grand Conseil neuchâtelois est entré en matière sur le projet de nouvelle loi sur la police du commerce et des établissements publics. Compte tenu du dépôt de plus de vingt-cinq ammendements, la discussion de détail a été renvoyée à la prochaine session. Les députés ont généralement bien accueilli les simplifications administratives découlant de l’abolition de la patente des établissements publics.

Bocuse d’Or

R. HUG

A l’AIG la façade gourmande s’étoffe

Claude Nobs reçoit des mains de Robert Deillon, directeur général de l’AIG, une carotte du béton de la piste.

Le Montreux-Jazz Café est le premier établissement ouvert en remplacement des anciens dans la zone de restauration de l’aéroport de Genève. Il sera suivi par un Burger King et un Starbucks dans le courant de l’automne, avant l’ouverture du nouveau restaurant

«l’Altitude», avec vue sur le tarmac, dont les cuisines seront dirigées par Gilles Dupont. La face gourmande de l’Aéroport International de Genève s’étoffe ainsi pour la plus grande satisfaction de tous les passagers qui le fréquentent. rh

Stéphane Décotterd se dit bien préparé Le ticket d’entrée pour le Bocuse d’Or se joue en ce début de semaine en Norvège. Avec un Stéphane Décotterd (photo) qui se dit fort bien préparé.


Restauration

3 juillet 2008 No 27

13

Bilan de l’exercice 2007 du Groupe DSR

Le vin au féminin

EDITORIAL

Année historique

Plutôt rouge

Mieux vaut des fêtes avec des frontières

Tous les secteurs d’activités ont bien progressé, hormis Beaulieu Restauration SA qui, «avec 0,25 pour cent de progression, est stable». Pour le reste, ExpoGourmet sur le site de Geneva Palexpo, LakeGourmet, restaurateur officiel de la Compagnie de navigation sur le Léman, Menu & More avec la ville de Zurich, Restaurant de la SNG et ses restaurants de la Société nautique de Genève, Hotelis (agence de placement à Genève et Lausanne) mais aussi Philippe Chevrier - Le Traiteur SA dont DSR est partenaire ont tous enregistré une forte croissance. Ces excellents résultats ont conduit

le groupe à augmenter le montant alloué aux dons de 500 à 700 000 fr. et la prime de motivation au personnel est passée de 500 à 700 fr.

L’International Associated Women in Wine (IAWIW) qui groupe des associations de femmes du vin (représentées dans six pays européens), a tenu sa conférence annuelle vendredi dernier, à l’Hôtel Best Western à Chavannes-de-Bogis (VD). Les résultats de l’enquête sur les ha-

bitudes des femmes en matière d’achat et de consommation de vin entreprise par l’IAWIW ont de quoi tordre le cou aux idées préconçues: les femmes ne préfèrent pas le vin doux mais bien les rouges, plutôt corsés et tanniques de surcroît. L’étude montre aussi qu’aujourd’hui, boire une bouteille entre amies au restaurant ou dans un bar à vin n’est plus un tabou, même si la consommation des femmes reste très modérée (1,3 verres par semaine en moyenne). L’IAWIW est présidée par Caroline

SP

En 2007, DSR comprenait 219 res-

Andrew Gordon, directeur général du Groupe DSR.

2007 a été qualifiée d’«historique» pour le Groupe DSR qui a enregistré une progression de 70% de son résultat opérationnel. Francesco Di Franco

«L’exercice 2007 a été synonyme de forte croissance pour le Groupe DSR», selon Andrew Gordon, directeur général du groupe. Le chiffre d’affaires de 213,6 millions de francs accuse une augmentation record de 12,4 pour cent.

taurants en Suisse, 1218 collaborateurs et avait servi 11 millions de repas. L’an passé, le groupe a gagné 21 contrats de gestion et perdu 13, soit 8 de plus au décompte final. A noter que sur 21 nouveaux, 9 sont en Suisse alémanique.

de Wurstemberger, également à la tête des Artisanes de la Vigne et du Vin de Suisse ainsi que propriétaire du domaine de Les Dames de Hautecour à Mont-sur-Rolle. fdf

Auf Deutsch Seite 10

Une dégustation était inévitable…

L’Open Air de Saint-Gall a enregistré 29000 visiteurs; la fête Albani à Winterthour a attiré 100000 personnes; la fête des yodleurs à Lucerne a connu une belle réussite et les établissements de l’hôtellerie-restauration en ont tiré un certain profit. Et puis il y avait aussi l’Euro 2008 qui a pris fin dimanche (et n’a piqué aucun spectateur aux autres manifestations). Si le bilan des brasseries est partout positif, celui de l’hôtellerie-restauration est mitigé. «Pour les Bâlois, une rencontre sans gagnant», titre «baizer.ch», de la section de Bâle-Ville de GastroSuisse. Il y a eu quelques gagnants et quelques perdants. En Suisse orientale, les échos sont semblables où de nombreux restaurateurs ont plutôt enregistré des baisses. Contrairement à d’autres fêtes, l’Euro 2008 devait s’étendre à toute la Suisse – avec des conditions. Elle ne l’a pas fait. Quelques-uns en ont profité et l’effet durable est aussi petit, sous l’angle de l’hôtellerie-restauration. Matthias Nold

PUBLICITE

Parfait – pas seulement pour le cateringTdS Parfois – à certains cela arrive même souvent – un tenancier doit faire face à un défi: il doit organiser et préparer un apéro, un lunch debout ou un en-cas pour un certain nombre de clients. Il arrive aussi que ce tenancier ne dispose pas d'un personnel suffisant pour préparer lui-même ce qui lui est demandé. En principe, cela ne lui posera aucun problème s’il se sert de l'offre presqu'illimitée de produits frigorifiés ou congelés de KADI. Depuis des années, KADI présente une multitude de produits convenience pour compléter des menus par une gamme de mini snacks à même de satisfaire parfaitement chaque demande pour composer un buffet pour un apéro, un lunch debout ou un buffet de snacks. Parmi ces délices, on trouve, outre les Empanidas (Mexique), les mini Samosa (Indes), les rouleaux de printemps (Chine, Thaï) aussi les

Hanspeter Berger, chef de Xairos, est convaincu depuis des années par les produits KADI.

Rösti Snacks (Suisse) et les Paprinos (Afrique du Sud). Les snacks de KADI si raffinés sont exactement ce qu'il faut aux gourmets ouverts au monde et n'ont qu'une formule de préparation dont le résultat sera applaudi par chaque hôte: il suffit de placer les mini snacks de KADI dans un steamer combiné à 190°C pendant 9 à 10 minutes, puis de les servir chauds, pour le plus grand plaisir des clients. Les mini snacks permettent d'enrichir chaque cuisine puisqu'ils peuvent aussi être servis comme plat principal avec de la salade. C’est le cas, par exemple, du nouveau snack Crispino Bruschetta (camembert en pâte de crispino) de KADI. Mettons la proposition à l'épreuve! GastroJournal s'est laissé convaincre par un connaisseur et un maître en la matière. Il s'agit de Hanspeter Burger, chef de l'entreprise de catering Xairos GmbH. Depuis quelque temps déjà, il recourt à KADI pour des snacks et des produits prêts à l'emploi. Il a de bonnes raisons de le faire: «Comme entreprise de catering, nous sommes engagés lors de nombreuses grandes manifestations et responsables de nourrir et de nous occuper de centaines de clients. Il est vrai que nous ne sommes pas une entreprise de catering classique mais nous assumons aussi toute l'organisation.» Dans le cas de Xairos GmbH, cela signifie qu'elle met sur pied avec les partenaires idoines le catering de manifestations. Elle travaille avec succès grâce à un choix d’excellents produits de KADI. Hanspeter Berger: «En plus d'engagements lors de grandes manifestations, nous sommes également responsables du catering de l'espace VIP au Tour-de-Suisse. D’autres acteurs jouent aussi un rôle éminent dans l'organisation: Rolf Oswald (technique), Pele Tanner (image/son), René Ziswyler (marketing) et

Goûteux et appétissants de Kadi: snacks de röstis (manteau de röstis avec des farces délicates) ...

... et des Paprinos épicés (fromage frais, farci Hanspeter Berger, chef de Xairos (à dr.) et Klaus Mauerer préparent les avec des fruits pappadew, dans un manteau de produits KADI à la perfection avant de les servir aux invités dans l'espanure). pace VIP. KADI (livraison de divers produits). Aux étapes, nous accueillons à chaque fois quelque 300 VIPs invités pour le petit déjeuner et devons nourrir à l'arrivée environ 550 hôtes. Mais nous devons faire bien plus que d’assouvir une simple petite faim.»

caprese ou de fondue) et les Paprinos (manteau pané croustillant, farci au fromage

Lors de telles manifestations, Xairos GmbH est responsable de l'ensemble des équipements. Ce qui signifie qu'il faut monter les tentes (puis les démonter), décorer les tables et les buffets, remplir les chariots frigorifiques, organiser les boissons et installer et exploiter sur place les appareils de cuisine. Pour le travail aux appareils mobiles, pour s'occuper et servir les clients, une dizaine d'employés à temps partiel sont alors engagés sur place. Hanspeter Berger est enthousiasmé par les produits KADI, surtout par les Rösti Snacks (manteau de röstis farci d'épinards, de

Comme des douzaines d'autres invités VIP, Walter Sturzenegger est enthousiasmé par les snacks de röstis et les Paprinos.

frais et fruits peppadew-piquanté): «Il n’y a aucun problème pour instruire rapidement les employés sur la manière de préparer les snacks dans le steamer. Au final, les clients sont presque tous enthousiasmés par le produit fini.» A l'occasion de la réception VIP lors de la finale du Tour-de-Suisse de dimanche, il y a quinze jours, les produits KADI ont rencontré beaucoup d'applaudissements reconnaissants. Ainsi, un invité VIP, Walter Sturzenegger, un entrepreneur de Worb, a commenté les Rösti Snacks et les Paprinos: «Ces produits sont convaincants tant au plan du goût que par leur utilisation. Ils offrent un réel plaisir. Une bonne note aussi parce que ces Rösti Snacks et les Paprinos sont légers et faciles à digérer et qu’ils parviennent néanmoins à assouvir chaque petite faim sans aucun problème.» www.kadi.ch


14

Hôtellerie & Tourisme

3 juillet 2008 No 27

Bilan mitigé pour Jura Tourisme

FLASH FLESH

Des offres… à doper

Projet au Bürgenstock

Sept hôtels pour trois cents mio.

Le tourisme est toujours à la peine dans le canton du Jura.

Jacques Stadelmann

Président de Jura Tourisme, Pierre Boillat a saisi, jeudi dernier à Vicques, l’occasion des assises de l’institution pour dresser un bilan 2007 qualifié de «mitigé» et afficher une politique volontariste. Un bilan marqué, notamment, par le

refus, via les urnes, de l’implantation d’un golf à Delémont et par un recul de 4% des nuitées hôtelières passées à 78648, sur les 36,3 millions recensées en Suisse!

WATCH VALLEY BIKE MARATHON

Une baisse d’autant plus amère qu’elle survient au milieu d’une progression suisse de 4,4% et qu’elle s’accompagne d’un taux d’occupation d’à peine 16 pour cent. Le plus faible de tous les cantons, à mettre en regard de la moyenne suisse de 44 pour cent. Même redressé, côté Jura, par l’embellie de la parahôtellerie et ses 14800 nuitées en sus, la situation ne satisfait pas Jura Tourisme. Dans le canton du Jura, les amateurs de VTT et autres randonnées à vélo n’ont que l’embarras du choix. Le constat opéré ne va pas jusqu’à émouvoir vraiment son directeur Philippe Flotiront. Résolument optimiste et volontariste, il invite prestataires, promoteurs et autorités politiques à passer à l’offensive. A ses yeux, le Jura souffre toujours d’un déficit d’offres touristiques, tant dans l’hébergement que dans la valorisation de ses atouts. «Songez, at-il lancé à Vicques, qu’aucun hôtel du canton n’est aujourd’hui capable d’accueillir un car de touristes!»

jusqu’aux canoëistes. D’où la récente publication du cahier «Terroir et tourisme», réservé au Jura et au Jura bernois.

Pour se réjouir aussitôt de l’ouverture, en 2009, d’un hôtel Ibis de 80 chambres à Delémont. Côté loisirs et propositions de destinations, Philippe Flotiront mise sur l’adéquation des offres aux atouts propres à la région jurassienne, à savoir ses produits de terroir et ses paysages et sites propres à toutes les formes de balades et randonnées: pédestres, équestres, cyclistes et

Parti pour accueillir en octobre 2009, avec son homologue Jura bernois Tourisme, les 6e Olympiades des fromages de montagne à Saignelégier, Bellelay et Tramelan, Jura Tourisme met cette année l’accent sur la variété et l’ampleur des propositions

faites aux amateurs de randonnées à vélo. Tout un éventail de cartes et guides est à leur disposition.

In Kürze Im Gegensatz zur Tendenz der Schweizer Hotellerie, die letztes Jahr zünftig zulegen konnte, ist die Zahl der Übernachtungen im Jura rückläufig. Ein neues Hotel in Delsberg und neue Angebote sollen die Trendwende bringen.

L’Euro 2008 est un succès pour les hôteliers genevois

Campagne télévisée

La partie est bien gagnée

Emotions

R. HUG

Le budget de l’Euro 2008 à Genève,

Les conseillers d’Etat genevois Pierre François Unger et Mark Muller. «Jusqu’ici, Genève a gagné son match de l’organisation!» C’est par cette phrase que le conseiller d’Etat Mark Muller, chargé de l’accueil à Genève de l’Euro 2008, a qualifié le bilan de l’opération. Cet engagement a été également un

succès et les hôteliers genevois s’en félicitent, puisque les statistiques relèvent que le nombre des nuitées supplémentaires dans les hôtels a oscillé entre 15000 et 20 000. Bryand, directeur de Genève Tourisme & Bureau des

François

Congrès, a relevé: «Nous avons donné envie à nos visiteurs de revenir, c’est cela la vraie réussite touristique de l’Euro 2008!» Symbole de Genève comme hôte de

l’Euro 2008, le ballon géant a coiffé le Jet d’eau dix-huit jours depuis le 7 juin. A Genève, trois mille cinq cents acteurs de la chaîne des services touristiques avaient été formés à l’accueil. Leur taux de satisfaction est très élevé (90% des chauffeurs de taxi ayant suivi les cours se sont déclarés satisfaits).

qui s’élève à 29 millions de francs, dont 16,6 à la charge de l’Etat de Genève, est en passe d’être respecté. Aucun dépassement n’est, pour l’heure, prévu. Tous les acteurs qui ont travaillé à la réussite de la manifestation se déclarent satisfaits. La voirie de la Ville de Genève, les responsables du stade de la Praille ou même les restaurateurs de la ville se félicitent de ces jours de fête où le sport et l’animation artistique ont flirté ensemble sur la Fan Zone de Plainpalais. La palme revient à la coordination qui, tant au niveaux intercommunal, intercantonal qu’international a été absolument rh parfaite.

Satisfaction à Berne et Bâle Les hôteliers des villes hôtes ont dans l’ensemble bien profité de l’Euro 2008. A Berne, beaucoup de fans hollandais auraient promis de revenir. A Bâle aussi, la satisfaction est de mise. A Zurich en revanche, l’Euro a fait fuir nombre d’organisateurs de séminaires et autres congrès. Le bilan y est donc mitigé. mtpp

Diffusée depuis samedi dernier en Allemagne, en France, en Italie et aux Pays-Bas, une campagne télévisée prend congé des hôtes de l’Euro 2008. Ce spot TV montre des Helvètes déjà nostalgiques des héros de l’Euro 2008, avant même le coup de sifflet final. Des Suissesses qui regrettent aussi le départ des fans et visiteurs qui, relève Suisse Tourisme, «ont fait de l’Euro 2008 en Suisse un événement exceptionnel à tous points de vue.» Après les larmes, l’espoir de revoir bientôt tous ceux que la manifestation sportive a attirés en Suisse renaît. Le spot est visible en ligne. Suisse Tourisme note aussi, à l’heure

où les scènes vécues dans les villes hôtes sont encore dans toutes les mémoires, que «les images de la vague orange de bonne humeur néerlandaise qui a submergé la capitale fédérale ont fait le tour du monde.» mtpp www.switzerland/aurevoir

Un nouveau complexe hôtelier devrait voir le jour en 2011 sur le Bürgenstock (NW) qui domine le Lac des Quatre-Cantons. Les principaux investisseurs, un groupe qatariote, ont demandé que les bénéfices tirés de l’alcool soient reversés à la prévention. La Barwa Real Estate Company (Quatar) respecte en effet la loi musulmane, la Charia, qui interdit l’alcool. D’où cette solution en forme de compromis. Les gains issus de la vente d’alcool iront aussi à des organisations venant en aide aux victimes de l’alcoolisme, a expliqué Pierre Buyssens, délégué du conseil d’administration de Bürgenstock Hotels SA. Les négociations entre les promoteurs, le groupe Rosebud Hotels Holding (Luxembourg) et la société immobilière quatariote n’ont pas été faciles, selon Pierre Buyssens. Pas question d’évoquer la création d’un casino: le code musulman prohibe l’investissement dans les jeux d’argent. Sept hôtels, des salles de conférence, un théâtre et des infrastructures de détente devraient y voir le jour. Le projet est devisé à 300 millions de francs. Le bureau d’architectes lausannois Hofmann & Gailloud a été chargé de la réalisation. Les travaux pourraient commencer au printemps ou à l’été 2009. Selon une étude de BAK Basel Economics, il y a quelque 800 emplois à la clé.

Projet hôtelier à Aminona

Le groupe Mirax n’abandonne pas «Mirax a investi jusqu’à ce jour douze millions de francs dans le projet», indique Aminona Luxury Resort and Village SA. Le groupe russe fait savoir qu’il n’abandonne pas son projet. Les investisseurs ont déjà signé des contrats avec des entreprises suisses et valaisannes et ouvriront un bureau permanent dans la région en août. Ils veulent discuter avec les associations de protection de l’environnement opposées à la réalisation du complexe hôtelier à Aminona.

Génotype du touriste idéal

Les Japonais presque parfaits Les Français comptent parmi les touristes les plus «pingres» et les plus désordonnés au monde mais les premiers en matière de classe vestimentaire, selon une enquête réalisée par Expedia.com, une agence de voyage spécialisée dans la vente sur internet. Plus de quatre mille employés de l’hôtellerie à travers la planète ont contribué à cette tentative de génotype du touriste idéal. L’enquête révèle que les Japonais sont les touristes qui se rapprochent le plus de la perfection, devant les Allemands et les Britanniques, à égalité sur la deuxième marche du podium, suivis des touristes canadiens, suisses et néerlandais. www. expedia.com


3. Juli / 3 juillet 2008 Nr. / No 27

Kantonale Sektionen / Sections cantonales

15

Deux volées de diplômés au Centre professionnel de formation du Littoral neuchâtelois

Au total, quarante-six nouveaux chefs d’établissement Palmarès des deux cours

L. CARDUCCI

Cours du 14 janvier au 22 février 2008: Skender

Les lauréats du cours qui a eu lieu du 14 janvier au 22 février seront eux aussi confrontés avec une réalité brutale: un établisement pour 230 habitants. Très peu d’excusés vendredi 13 juin lors de la cérémonie de remise de leur certificat cantonal de chef d’établissement qui réunissait les deux premières volées du cours qu’ils ont suivi au CPLN (Centre de formation professionnelle du Littoral neuchâtelois). La motivation ne retombe pas malgré la forte concur-

rence qui règne dans le domaine de la restauration. Claude-Alain Vuille, directeur du CPLN, a rappelé que le succès dépendra de la manière dont ils utiliseront leurs compétences. Amateur de citations, Michel Vuillemin a choisi ses exemples chez Molière pour axer son discours sur le risque de l’égarement de l’imagina-

tion et la poursuite de rêves chimériques.

Pierre Dubois, président de Tourisme neuchâtelois, s’est chargé de la remise du certificat. Il a déploré les échecs de certains établissements. Selon lui, ce n’est pas la taxe sur les patentes qui est à l’origine de ces faillites mais plutôt la trop évidente recherche de bénéfices qui prédomine trop souvent sur le sens de l’accueil. La promo-

La réalité est brutale avec 750

établissements, soit un pour 230 habitants, il n’y a de la place que pour les professionnels bien formés. D’autre part, les gains espéré pourraient être modestes, avec en moyenne 3800 francs par mois, a-t-il précisé.

tion touristique ne peut rien si l’intendance ne suit pas. Sévère, mais optimiste tout de

même, Pierre Dubois a félicité les lauréats en leur souhaitant d’être meilleurs que les autres. Félicitations bien méritées pour neuf d’entre eux qui obtiennent des moyennes de 5,5 à 5,75. lc

Alushaj, Hasan Aydin, Pascal Braillard, Gilles Bühler, Julie Burgat, AnneLaure Burnier, Sanye Cakar, Noura Chenaoui, Mehmet Demirci, Marina Desmeules, Eliane Diogo De Holanda Py, Catherine Faigaux, Pablo Fernandez, Jean-Pierre Gillieron, Leyla Kizildag, Christine Lehmann, Ariane Maurer, Bujar Mehmetaj, Maria da Gloria Mestre Correia, AnaMaria Pimentel, PierreOlivier Romerio, Gessica Rustico, Xavière Sennac, Clarel Steiner, Claudine Sunier, Gisèle Tauste, Matthieu Vouga. Cours du 14 avril au 23 mai 2008: Roman Bartunek,

Frédéric Chenavier, Nadja Christen, Paul Clement, Marisa Delicato, Alika Di Memmo, Olivier Galland, Florence Godel, Mohamed Arezki Ihaddadene, Lise Lorimier, Sergio Louro, Benjamin Nussbaumer, Jean-Jacques Oeuvray, Toma Pedisic, Patricia Pellaton, Céline Randez, Olivier Rochat, Marianne Soguel, Pierre Varennes.

www.gastroneuchatel.ch

GastroAargau bietet den Durchblick in der Berufsbildung

GastroBern als Gastgeber für die Wirtechöre

Restaurationsfachleute

Wirte-Chöre 2010 in Thun

GastroAargau bietet für Aus-

bildungsverantwortliche einen Workshop, der alles Wissenswerte zur/zum Restaurationsfachfrau/mann beziehungsweise Restaurationsfachangestellten vermittelt. Diese Weiterbildung richtet

sich an alle Ausbildungsverantwortlichen in der Gastronomie. In diesem Eintageskurs erfahren die Teilnehmenden alles über die Inhalte der überbetrieblichen Kurse (ÜK). Es sind dies beispiels-

weise im ÜK 1: Bekleidung, Materialkunde oder Getränkeservice. In weiteren Kursen stehen Themen wie Wocheneinsatzplan, Bankett, Beraten, Verkaufen sowie die Bar oder das Flambieren auf dem Programm. Ausserdem werden die Teilnehmenden über die praktischen Arbeiten sowie das Qualifikationsverfahren informiert. Laut Kursleiterin Daniela Härdi sind viele Ausbildungsverantwortliche noch nicht

umfassend über die neuen Ausbildungen zur/zum Restaurationsfachfrau/mann beziehungsweise Restaurationsfachangestellten informiert. Der Kurs soll diese Wissenslücken füllen. Der nächste Kurs findet am Freitag, 10. Oktober 2008 statt, die Kurskosten betragen Fr. 120.– inkl. üK-Unterlagen.

Am 18. Juni 2008 trafen sich Vertreter der zehn schweizerischen Wirtechöre im Restaurant Kunsthalle in Basel. Im Zentrum stand ein selbstkritischer Rückblick auf das gut gelungene Sängertreffen 2007, welches ebenfalls in Basel stattfand. Einstimmig beschloss die Delegiertenversammlung, das nächste Wirtechor-Treffen 2010 in Thun durchzuführen. Wirtechöre entstanden nicht zuletzt, weil Gastronomen nachmittags mehr Zeit zum Proben haben als am Abend, wenn andere Chöre üben. Leider kämpfen die

Weitere Informationen sind bei Hotel & Gastro formation GastroAargau, Tel. 062 737 90 40, E-Mail: info@gastroaargau.ch erhältlich

meisten Wirtechöre mit Nachwuchsproblemen und Überalterung. Davon war in der Kunsthalle aber wenig zu

spüren: Nach der Versammlung wurde die Kameradschaft gepflegt und kräftig gesungen.

Von links: Richard Strüby (Präsident Wirtechor beider Basel), Rosmarie Stucki (Dirigentin Wirtechor Thun) und Edi Stücheli (OK-Chef des Sängertreffens 2007).

GastroWil freut sich auf die Beef 2008

Aufschwung positiv

QUV REFA 2008

«Gastro Wil und Umgebung will seinen Mitgliedern bei der Einhaltung behördlicher Vorgaben eine Stütze sein. Es geht darum, den guten Ruf der Gaststätten zu erhalten», sagte Präsident Armin Signer an der Jahresversammlung von GastroWil im Restaurant Schwanen.

Diese Ausbildungsverantwortlichen sind bereits über die neue Ausbildung zur/zum Restaurationsfachfrau/mann beziehungsweise Restaurationsangestellten informiert.

seinem Jahresbericht machte Präsident Signer deutlich, mit welch grossen Problemen die Gastwirtschaft zu kämpfen hat. Er

In

thematisierte aber auch Positives. Die Restaurateure hätten auch am Aufschwung teilhaben können. Nicht zuletzt wegen des gestiegenen Eurokurses und dem schwachen Franken. Signer kündigte weiter den publikumswirksamen Event «Beef08» an, welcher am 16. und 17. August in Wil über die Bühne geht. Am Anlass, der auch die Grill- und Barbecue-Schweizer-Meisterschaft beinhaltet, werden

mehrere tausend Besucher erwartet. Der Vorsitzende kündigte ausserdem den Rücktritt von Beat Ruckstuhl an, der 30 Jahre im Vorstand von GastroWil gewirkt hat. Nach 20 Jahren zog sich auch Esther Schönenberger zurück. Aus persönlichen Gründen scheidet Lorenz Wirz ebenfalls aus. Neu im Vorstand nimmt der Schwanenwirt Georg Amstutz Einsitz. www.beef08.ch


Idées Gastro

3 juillet 2008 No 27

Les vins de Genève

NOTICES NE: La Gerle d’Or 2008

E. de Montmollin fils est le lauréat

TENDANCES

Une sélection en or La remise des prix de la 9e

à Satigny, assemblage composé de gamaret, cabernet sauvignon, cabernet franc et merlot, a été récompensé du marcassin de bronze, prix des étudiants de l’Ecole hôtelière de Genève. Le prix de la presse – la gravure d’une fouine – a été remporté par Albert François, de la Cave les Crêtets à Peissy, pour son pinot noir 2007.

édition des Sélections des vins de Genève a eu lieu mercredi 18 juin à l’Hôtel-deVille.

Pour la troisième fois en cinq ans, le Domaine E. de Montmollin fils, à Auvernier, remporte brillamment la Gerle d’Or avec son Auvernier Blanc AOC 2007. Sur la photo à gauche avec Olivier Burgat, président de la 14e édition du Concours de la Gerle d’Or. www.ovpt.ch

Emmi

Président nommé pour 09 Le président du conseil d’administration d’Emmi SA, Fritz Wyss (cicontre), quittera ses fonctions à l’occasion de l’assemblée générale de 2009. Pour lui succéder, le conseil d’administration proposera aux actionnaires de nommer Konrad Graber (cicontre), a indiqué Emmi dans un communiqué. www.emmi.ch

Participer et gagner

Concours lucratif Le concours 2008 sur internet pour toutes les lectrices et tous les lecteurs de GastroJournal bat déjà son plein. Les participant(e)s au concours peuvent répondre chaque mois à des questions qui ne sont pas trop difficiles à résoudre. Et, chaque mois, la récompense consiste en un bon de la Guilde Suisse des Restaurateurs-Cuisiniers d’une valeur de 200 francs. Parmi les nombreux envois portant la bonne réponse – mot clé Reka –, le sort a jeté son dévolu sur Yvette Sulliger, de Gland. Le concours continue. La question du mois de juillet se trouve sur la page internet de GastroJournal. Il suffit de se connecter sur www.gastrojournal.ch et répondre à la question du concours. Tous les détails sous:www.gastrojournal.ch

C’est en présence d’un public nombreux que Robert Cramer, conseiller d’Etat en charge du département du territoire, et Alexandre de Montmollin, œnologue cantonal, ont remis à Maurice Dupraz, du Domaine de la République et canton de Genève, le sanglier de bronze qui récompense le vin ayant obtenu le plus haut pointage. Il s’agit d’un gewürztraminer

Cinquante-et-un autres necDe g. à dr.: Didier Cornut, Maurice Dupraz et Philippe Plan.

passerillé de Lully, millésime 2006.

tars ont reçu une médaille d’or, sur un total record de 530 vins présentés.

Le Pont des Soupirs rouge 2006 du Domaine du Paradis

Toute la liste des médaillés sur: www.lesvinsdegeneve.ch

Propriété intellectuelle: marque «De Champagne Suisse» enregistrée

tenu l’enregistrement à Berne de la marque «De Champagne Suisse». En avril, l’entreprise a été condamnée à Paris à cesser d’utiliser en France ce mot sur ses emballages.

Suisse et l’Union européenne (UE) ainsi qu’avec le traité franco-suisse sur la protection des indications de provenance, a indiqué Anja Herren, responsable du service juridique des marques. Les défenseurs de

L’Institut fédéral de la pro-

priété intellectuelle (IPI) a considéré que cette marque est en accord avec le droit suisse en vigueur. Elle est également conforme aux accords bilatéraux entre la

Champagne-Village se félicitent de ce «nouveau rebondissement». Ils rappellent que la boulangerie Cornu a été «condamnée à la clandestinité» début avril par la justice française. La 3e chambre

civile du Tribunal de Grande instance de Paris a exigé de Cornu la radiation de son site www.champagne.ch. Elle a en outre interdit d’utiliser le nom Champagne sur l’emballage de ses produits commercialisés en France. Pour l’IPI, les produits de bou-

langerie représentent un cas différent de celui des spiritueux. La marque «De Champagne Suisse» pour de la boulangerie, comme des flûtes, et des boissons sans alcool pro-

Cervelas

Un an de survie assuré Le cervelas a provisoirement sauvé sa peau. Des boyaux de bœufs uruguayens et argentins pourvoiront aux deux tiers de la production. Le Paraguay devrait également être mis à contribution ces prochains mois. Mais une nouvelle pénurie menace au printemps 2009. Le conseiller aux Etats Rolf Büttiker, président de l’Union professionnelle suisse de la viande (UPSV), a annoncé la bonne nouvelle à la télévision alémanique au terme d’une réunion de la «Task Force Cervelas», qu’il dirige.

VS: Sélection des vins

Champagne gagne une bataille La boulangerie Cornu a ob-

19

venant de Champagne (VD) possède «un caractère distinctif suffisant» et «n’induit pas en erreur en Suisse», souligne Anja Herren. Pour mémoire, Champagne a

déjà dû renoncer en 2004 à son appellation viticole, «sacrifiée» sur l’autel des accords bilatéraux entre la Suisse et l’UE. En août 2007, son recours déposé devant la justice européenne avait été balayé. www.champagne.ch

Récompense pour 75 vins Lors du concours Sélection des vins du Valais, 75 vins ont été récompensés par une Etoile d’Or et 436 par une Etoile d’Argent. Sous le patronage de l’Union suisse des Œnologues, l’Interprofession de la Vigne et du Vin organise ce concours pour la 2e année. Il est présidé par Corinne Clavien, Œnologue cantonale et parrainé par Dominique Fornage, créateur du Label Nobilis. Sélection à découvrir sur: www.lesvinsduvalais.ch

www.champagne-village.com

En moindre quantité

Grand Prix du livre gastronomique

Concours Prodega-Knorr

Hitzberger Benecke Pour babyfooteux Le Grand Prix du Livre Gas-

tronomique 2007 a été décerné par le Club Prosper Montagné à Eduard Hitzberger et Boris Benecke pour leur ouvrage «Grosse Küche

light» (Editions AT Verlag). Le jury que préside André

Winckler, journaliste spécialisé, a été séduit par la qualité tant du fond que de la forme d’un livre qui se distingue par son style dépouillé et une sobriété du meilleur aloi dans les recettes. Les illustrations de Michael Wissing sont en parfaite adéquation avec le contenu de l’ouvrage.

L’équipe du Prodega CC de Crissier (VD), avec à sa direction Hans-Ruedi Gerber, ont remis un babyfoot, prix du concours de Prodega-

Knorr à Corinne Delatour de Vullierens: «Il sera bien dans mon salon et ce sont mes trois garçons qui vont être contents!» www.prodega.ch

Attribué pour la première

fois en 1983 à Fredy Girardet, pour son ouvrage «La Cuisine spontanée», ce prix littéraire a pour objectif d’encourager l’art culinaire sous tous ses aspects.

De g. à dr.: Mohssine Souissi, Hans-Jürg Büetiger, Hans Ruedi Gerber et Corinne Delatour, de l’Hôtel-de-Ville à Vullierens.

Les abricots du Valais sont là Avec l’été débute la cueillette des abricots en Valais. La récolte s’annonce de bonne qualité mais moins abondante que l’an dernier (10 à 15% de moins qu’en 2007). En cause notamment la météo particulièrement fraîche au début du printemps. Le Valais produit 95% environ des abricots de Suisse et couvre près de la moitié de la consommation nationale qui se situe entre 13 000 à 13 500 tonnes par année. En 2007, les importations d’abricots se sont élevées à 5215 tonnes, en provenance essentiellement de France (53,3%). www.agrivalais.ch


20

Schlusspunkt / Point final

3. Juli / 3 juillet 2008 Nr. / No 27

MARKT/MARCHÉ

Porträt

Ernst Leander vereins mit den Namen «US Plus» lernte er zusammen mit anderen Gastgebern, sich mental zu öffnen. Das Seminar wurde jedoch schnell wieder eingestellt, weil danach viele Hoteliers ihren Job gekündigt hätten. Grund: «Wir haben in diesem Seminar gelernt, dass es noch andere Dinge als die Arbeit gibt.»

«Abschied ist ein bisschen wie sterben», trällerte Katja Ebstein 1980. Dass dem nicht so ist, beweist Hotelier Ernst Leander. Andrej Abplanalp

«Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge», sagt Ernst Leander, der 26 Jahre im St. Galler Hotel Ekkehard wirkte. Das lachende Auge sei jedoch grösser. «Sonst wäre ich geblieben!» Wohin zieht es denn Ernst Leander? «Ich gehe zurück nach Österreich.» Nach Wien, um genau zu sein.

«An einem Seminar haben wir gelernt, dass Arbeit nicht alles ist»

Dort wird der 55-jährige Leander sein Hobby zum Beruf machen. «Seit gut vier Jahren lege ich Hände auf, Pendle und blicke in die Tarotkarten.» Das hat sich bald in seinem Bekanntenkreis herumgesprochen. Inzwischen suchen viele Leute bei Ernst Leander Hilfe. Doch die Methoden des Österreichers funktionieren nicht nach dem heute weit verbreiteten Konsumprinzip. «Ich helfe mit, die eigene Mitte wieder zu finden. Aber ich betone: Ich helfe mit.» Das heisst, die Patienten müssen mitarbeiten, ja sie müssen eigentlich selbst arbeiten. Keine Angst, in der österreichischen Metropole zu verarmen? «Kein bisschen!» Leander lacht und strahlt Sicherheit aus. Die Sicherheit, die er eigentlich nicht hat,

A. ABPLANALP

«Seit vier Jahren lege ich Hände auf und blicke in Tarotkarten» Ernst Leander kann gut mit Menschen umgehen – nicht nur als ehemaliger Hotelier.

wenn er aus der Gallusstadt wegzieht. Sowieso ist Ernst Leander kein Sicherheitsmensch. Sonst wäre er kaum seiner Liebe in die Schweiz gefolgt.

«Ich helfe mit, die eigene Mitte wieder zu finden» 1981 kam der Österreicher nach St. Gallen und ins Hotel Ekkehard. Dort war er zuerst als Food and Beverage Manager und später als Pächter aktiv. Im Jahr 2000 kaufte Leander den Beherbergungsbetrieb und investierte kräftig. «Ungefähr eineinhalb Millionen Franken habe ich noch einmal ins Hotel gesteckt.» Irgendwann habe er aber gemerkt, dass die finan-

ziellen Mittel nicht reichen, um auf der Höhe des Balles zu bleiben. «Natürlich hätte ich problemlos weitermachen können.» Ein Hotel müsse jedoch alle paar Jahre renoviert werden, um zeitgemäss und komfortabel zu bleiben. Soviel Finanzkraft konnte der Österreicher nicht aufbringen. «Da übergebe ich das Ekkehard lieber jemandem, der eine glanzvolle Zukunft in der Hotellerie garantieren kann.» Bei der neuen Besitzerschaft, der auch das St. Galler Radisson SAS gehört, sei dies der Fall. «Das erfreut mein Herz und erleichtert mir den Abschied.» Noch ist aber Ernst Leander nicht weg. Obwohl das Ekkehard seit Ende Juni geschlos-

sen ist, wirbelt der vitale Österreicher noch an der Rorschacherstrasse. «Bis ein Betrieb übergeben ist, dauert es eine Weile.» Erfreuen wird dies auch Leanders Patienten, die so noch die Möglichkeit haben, den lebenslustigen Österreicher zu sehen, bevor er nach Wien zieht. Allerdings hat der Hotelier vor, regelmässig nach St. Gallen zurückzukehren, bis ihn in der Gallusstadt niemand mehr braucht. «Mein Ziel ist es, die Menschen nach ein paar Sitzungen zu entlassen.» Er könne und wolle nicht ihr lebenslanger Berater und Begleiter sein. Angefangen hat Ernst Leanders spirituelle Öffnung in den Achzigerjahren. An einem Seminar des Hotelier-

Hotelier Leander blieb in der Beherbergungsindustrie, verlor seither die Faszination für die spirituelle Welt jedoch nicht mehr. Im Gegenteil. Aus einem Hobby wurde immer mehr eine Lebensphilosophie. Eine Lebensphilosophie, welche – zugegeben – über 20 Jahre später doch zum Ausstieg aus der Hotellerie geführt hat. Mit Ernst Leander verliert St. Gallen eine touristische Persönlichkeit. Gleichzeitig gewinnt Wien an mentaler Stärke. Doch in der Gallusstadt muss man sich nicht grämen. Die Ostschweizer Stadt bleibt Leanders Heimat. Frei nach Herbert Grönemeyer: «Heimat ist kein Ort. Heimat ist ein Gefühl.»

En bref Pendant vingt-six ans, l’Autrichien Ernst Leander a oeuvré à l’Hotel Ekkehard, à Saint-Gall. A 55 ans, il s’en va à Vienne pour faire de son hobby sa future profession. Ernst Leander lit les tarots, manie le pendule et si quelqu’un souffre, il lui impose aussi les mains . Tout a débuté à l’occasion d’un cours mis sur pied pas son association hôtelière.

NAMEN / NOMS Richard Keicher .

(32), wurde zum neuen Food&Beverage Manager im Park Inn Zürich-Airport ernannt. Der schweizerisch-liechtensteinische Doppelbürger ist bisher im Radisson SAS Hotel in Basel, unter anderem als Assistant Food&Beverage-Manager tätig gewesen. Keicher tritt die Nachfolge von Florian Stöter an, der neu zum Radisson SAS Hotel, Zürich-Airport gewechselt hat, das im August seine Tore öffnen soll. Paul Kristensen ist seit 1. Juni

2008 Geschäftsführer Zentraleuropa der Scandinavian Airlines (SAS). Seinen Arbeitssitz hat er in Kloten. Seit 2005 war er als SAS-Manager für Belgien und Luxemburg verantwortlich und seit 2007 ist er Mitglied des Executiv Comittee of the Board of Airlines in Belgien. Zuvor war der Däne als

SAS-Manager in Singapur, Malaysia Indonesien und Brunei zuständig gewesen. Kristensen tritt die Nachfolge von Magnus Zetterberg an. Marco Wyss , Tourismusdirektor im Heidiland

verlässt auf Ende Jahr die Destination. Nach 8 Jahren sucht der Initiant von «Heidi – Das Musical» eine neue Herausforderung. Claudia Zgraggen wird Geschäftsführerin des Vereins Tourist Info Uri. Das hat der

Vorstand des Vereins entschieden. Die 26-Jährige übernimmt die Stelle per Anfang Oktober von Andreas Banholzer. Dieser will sich nach seinem Urner Engagement in der Westschweiz weiterbilden. Daniel Frey, Verwaltungsratspräsident der Kongress und Kursaal Bern AG, und Klaus

Künzli, Zentral-

präsident von GastroSuisse

und einer der Verwaltungsräte, konnten mit Direktor Patrik Scherrer und rund 1200 Besuchern an der Generalversammlung auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken. Wobei Generalversammlung ein unzureichender Begriff ist fürs Stelldichein der Kursaalunternehmen Hotel Allegro Bern, Grand Casino und des Catering-Unternehmens Wälchli: Der Aktienbesitz ist so breit gestreut und das Essen jeweils so ausgesucht, dass die KursaalGV in Bern ein gesellschaftliches Ereignis ist. Ghassan Aidi, Präsident der internationalen GastgewerbeOrganisation IH&RA, hat sich gegenüber der internationalen Standard-Organisation ISO gegen standardisierte Hotelklassifikationen ausgesprochen.

Creditreform, la plus grande organisation suisse des créanciers, a un nouveau président. Raoul Egeli (photo) prend la relève de Willy Egeli, son père. La décision a été entérinée lors de l’assemblée des délégués. Gérant des sociétés Creditreform Egeli de Bâle, Zurich et Saint-Gall et président de la section Suisse orientale de l’Union Suisse des Fiduciaires USF|STV, Raoul Egeli prévoit de continuer le travail, tout en mettant de nouveaux accents.

Une auberge de campagne a ouvert ses portes en fin de semaine passée dans le Toggenburg (SG). Sa particularité: Toni Brunner (photo) en est le copropriétaire. Mais le président de l’UDC se défend de l’utiliser à des fins électorales. Le conseiller national s’est lancé dans l’affaire à une époque où il ignorait qu'il ac-

céderait à la présidence de l’UDC. Il a acquis l'établissement près d'Ebnat-Kappel (SG) avec un oncle et le conseiller d'Etat saint-gallois Stefan Kölliker. Toni Brunner compte bien y faire un tour «tous les quinze jours pour discuter et pour une partie de jass»: pas question d’y tenir des discours partisans, assure le Saint-Gallois. Ses jours de présence seront toutefois annoncés sur le site internet de son parti. La carte fait la part belle aux vignerons du parti. Il sera, par exemple, possible de commander de l’André Bugnon (UDC/VD), le président du Conseil national qui est aussi vigneron à Saint-Prex. Quant au nom de l’établissement, «Sonne», le soleil, Toni Brunner lui en a accolé un autre: «Haus der Freiheit», maison de la liberté, bien dans sa ligne de pensée.

CHF +/– Gemüse / Légumes Blumenkohl Chou-fleur kg 2.40 –27% Bohnen, Busch Haricots nains kg. 4.70 +0% Broccoli Broccoli kg 3.10 –26% Chinakohl Chou chinois kg 2.00 +0% Fenchel Fenouil kg 3.30 +0% Kabis weiss (frisch/frais) Chou blanc kg 2.60 +0% Karotten (Bund) Carottes (bouquet) 2.50 +0% Kohlrabi Chou-rave St./p. 0.80 –11% Krautstiel Côtes de bette kg 3.30 +10% Lauch grün Poireau vert kg 2.80 –7% Randen Betterave kg 1.80 +0% Rettich weiss Radis blanc St./p. 1.00 –9% Sellerie Knollen Céleri pomme kg 5.20 +0% Spinat (Blatt) Epinard (feuilles) kg 5.00 +0% Tomate Rispe Tomate branche kg 3.00 –3% Tomate Fleisch Tomate charnue kg 3.00 –6% Tomate rund Tomate ronde kg 3.00 –3% Zwiebeln (Bund) Oignon (bouquet) 1.20 +0%

Salate / Salades Chicorée Chicorée kg 3.05 +0% Eichblatt grün Feuille de chêne verte St./p. 0.90 +0% Eichblatt rot Feuille de chêne rouge St./p. 0.90 +0% Eisberg (foliert/sous film) Eisberg kg 2.50 +0% Salatgurke Concombre St./p. 1.10 +0% Kopfsalat Laitue pommée St./p. 0.90 +0% Lattich Laitue kg 1.90 +0% Nüsslisalat Doucette kg 17.00 +13% Gemüse/Salat: Nationale Richtpreise franko Grossverteiler Légumes/Salades: prix indicatifs nationaux franco grands distributeurs

Früchte / Fruits Frühkirschen Cerises précoces kg 9.00 Zwetschgen Pruneaux kg 3.80 Erdbeeren Fraises 500 g 4.50 Himbeeren Framboises 250 g 4.50 Früchte: Richtpreise Direktverkauf Fruits: prix indicatifs pour la vente directe

Spezielles / Spécialités Fenchel: Ausgeglichene Marktsituation. Angebotserhöhung für nächste Woche vorgesehen. Fenouil: situation équilibrée du marché. Augmentation de l’offre prévue la semaine prochaine. Quelle/Source: swissmip.ch ANZEIGE

SOMMER-DEKO 079 218 93 73


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
GastroJournal 27/2008 by Gastrojournal - Issuu